äWi» «hA LrZ ftsä 'lade?» vozn lch jMfcheinen- Inwendungen n. findet statt E «ä9S' mW»*' 170. Jahrgang Dienstag, 10. August 1920 Erstes Blatt Annahme von Anzeigen für die lagesnuntmer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm Höhe für Anzeigen v. 34 mm Breite örtlich 35 'Pf., auswärts 45 Pf.; für Reklame- A ^zeigen von 70 mm ‘Breite 150 Pf Bei Platz- vorfchrift 20u , Aufschlag. HauptfchriftleUer: Aug. Goetz. Bei antwortlich für Politiki Aug. Goetz! für den übrigen Teil: Dr. Neinhold Henz; für den Anzeigenteil: H. Deck, sämtlich in Diehen. m. 186 Dec Sietzener Lazria« erscheint täglich, anher Sonn- und Feiertags. 3.60 «nd ML.-.65Lrägerloh», viecicljihrlichViark 10 80 undA^-l-SSTrägerlohn; durch die Post viertel- jährlich Mark 12.- Tie Montagsblätter bringen Einzelberichte über den Streik der Telegraphen- und Telephonbeamten, weicher heute mittag ausbrechen foll und dem sich am_ Dienstag auch die Postbeamten anschließen sollen. Die bisherigen Verhandlungen mit den Vertretern des Staatsamtes waren ergebnislos, da die meisten Regierungsmitgliedec nicht in Wien weilen. Staatssekretär Harnisch erklärte Graf Ssorza über die Gewaltpolitik in Syrien. Rom, 8. Aug. (Wolff.) Stefani Bei der Beratung über den Friedensvertrag von St. Germain in der Kammer führte der Minister des Aeußern Graf Sforza unter anderem aus: Die Besetzung von Damaskus und einiger anderer Ortsclzaften von Syrien durch die f r anz ö s is ch e n Truppen werde im Hinblick auf den immer noch in Kraft befindlichen Waffenstillstand mit der Türkei aufrechterhalten bleiben bis zur Unterzeichnung des Friedensvertrages mit der Türkei. Italien könne seinerseits nichts anderes tun als die internationalen 9?»rträge strikte zu beachten und dem Wiedererstehen des arabischen Volkes mit aller Sympathie seine volle Aufmerksamkeit zu schenken. In bezug auf die Petroleum frage erklärte Graf Sforza, daß er darüber wachen werde, daß sich nicht irgendeine Monopolstellung bilden werde, die gegen die Interessen Italiens gerichtet sei. Persien. Paris, 9. Aug. Wie die Havas-Agen- tur mitteilt, dementiert die persische Gesandte schäft in Paris die Konstantinopeler Nachricht, der Schah von Persien habe abgedankt. Vie Lage im Osten. Berlin, 9. Aug. (Wolff.) Nach einer Meldung der „Vossischen Zeitung" aus Marienwerder sind die polnischen Land rate durch einen Befehl der Woiwodschaft Posens ermächtigt worden, alle für Deutsch land propagandatreibenden Deutschen sofort zu e r s ch i e ß e n. Gegen die von der (Entente bcabfidrtitfte Abdrängung Ostpreußens von der Weichsel Hal die Landwirtschaftskainmer der Provinz Ostpreußen einen Protest an die Regierung gerichtet. Wie der „L-okalanz." meldet, ist der Kreisoorsitzende des sozialdemokra tisch en Wahlvereins für den Kreis Putzig, Emil Gnadt, am Samstag früh 4Uhr von den Polen verhaftet worden. Der russische Heeresbericht. damit zu erzielenden Schiffahrtslinien zu l konzentrieren, und jede Zersplitterung in abwegige und unrentabele Seitenlinien zu verhindern.' B. I. London, 9. Aug. (WTB.) Ein Funkspruck aus Moskau übermittelt folgendes Telegramm: Wir haben Tsche rnin eingenommen, Ö-tft^je Kämpfe fanden auf der Linie Zabasai statt. Bei Brody haben ivir die Polen bei den Kämpfen vom 4. und 5. August zurückgeirrorfen. Wir machten Gefangene und erbeuteten Maschinengeivebve. Die rassischen Truppen haben den Strypafluß 15 Kilometer südlich von Tarnopol erreicht. Aus der Krim wurde die Armee des Generals Wrangel nach heftigen zehntägigen Kämpfen bei Alexandrowsk zurückgeworfen. Berlin, 10. Aug. Wie verschiedene 9Jlorgen» blätter l>erichten, haben die Ruhen gestern ine Bahnlinie Wa r s ch a u -- M1 a w a übers chrit- ten. Die polnischen Truppen, die zwischen Stro- lenka und 'südlich Ostrowo noch operieren, sind von Warschau so gut wie abgeschnitten. Die Russen stehen nördlich von Warschau noch ungefähr einen Tageinarsch entfernt. Bo» der Roten Armee. London, 10. Aug. (WTB.) „Evening Standard" erfährt von zuständiger Seite, es bestehe Grund für die Annahme, daß Lenin und seine Kollegen sich in den Händen der Führer der Roten Armee befänden, die zum größten Teil aus ehemaligen zaristischen Offizieren beständen und im Siegesräusche entschlossen seien, Warschau Paris, 9. Aug. (Wolff.) Wie der Sonderberichterstatter der „Action ftaucaise" mitteilt, machten die Franzosen auf der Konferenz in Hythe positive Vorschläge, die darauf hmausgingen, die Besatzungstruppen vonOberschlesien an die polnische Front zu entsenden. Darauf hätten die Engländer erwidert, daß Deutschland dagegen protestieren werde. Ferner sollten Verstärkungen naa) Rumänien geschickt werden, um von dort aus unter französischem Kommando vorzurücken. Diese Verstärkungen sollten den ftan- zösisch-englischen Besatzungstruppen entnommen iverden, die sich in der Türkei befinden. Nach einer Radiomeidung aus Hytlre sol'eu zni'chm Gecgr und Mtlllra d Memungsver chw cnyetten entftaiiben sein über die Veru-endung von V: satzungstruppen von Oberschlesien und über die Rolle, die Rumänien spielen soll. Lloyd George sei nach Schluß der gestrigen Nachmittagssttzung offensichtlich schlechter Laune gewesen. Paris, 9. Aug. (Wolff.) Wie die Pariser Ausgabe der „Daily Mail" aus London meldet, glaubt man dort zu wissen, daß Kamenew folgende Vorschläge macht, die der- Beratung der Konferenz von Hythe unterliegen: 1. Angebot der Sowjets, die Schulden der zaristischen Regre- rung bei Frankreich anzuerkennen, 2. Annahme der Konferenz von London zwischen'Rußland und oen Verbündeten, 3. Rückzug der Roten Truppen auf die ethnographischen Grenzen Polens, 4. Amnestie für General Wrängel und 'seine Truppen unter der Bedingung, daß sie Rußland verlassen. Die Meinung des Marschalls Foch. Paris, 9. Aug. (WTB.) Nach einer Havasmeldung aus London ist den Zeitungen zufolge Marschall Foch immer noch der Ansicht, Polen sei noch weit entfernt vonderNiederlage, und es könne durch eine rasche Reorganisation seines Heeres seine Grenzen mit Erfolg verteidigen. Ein neuer .Konflikt zwischen Rußland und Frankreich. London, 9. Aug. (WTB.) Havas. Ein Funkspruch Tschitscherins an Kamenew beauftragt diesen, die Intervention Englands in einem Konflikt, der zwischen den Marinebehörden von Odeffa und dem Kommandanten der französischen Flotte ausgebrochen ist, herbeizuführen. Tschitscherin beyauptet, daß die TranSpvrtdamp- fer „Alegretto" und „Batavia", die von Frankreich kamen, für General Wr angel bestimmte Kriegskonter- b and e enthalten. Aus diesem Grunde widerfetze er sich der Abfahrt dieser Fahrzeuge aus dem Hafen und suche zu erreichen, daß die englische Regierung ihren Einfluß geltend mache, damit der Konflikt gütlich geregelt werde. Ministerrat in London. London, 9. Aug. (WTB.) Lloyd G eorge berief für 6 Uhr abends einen M i- n i st errat nach der Towningstreet ein, um seinen Kollegen die Lage zu schildern. Wie die „Bosfische Zeitung" erfährt, und England Bestrebungen im Gange, die auf eine Freigabe der im Kriege befchlagnahm- ten Privatguthaben der vormaligen Feinde hinzielen. Es handelt sick^dabei nicht um ein Entgegen kämmen gegenüber Deutschland und feinen Verbündeten, sondern um ein ganz nüchternes Rechenerempel. London war vor dem Kriege die Hinterlegungsstelle für Wertpapiere .ans aller ÄSelt. Tie englische Regierung befürchtet, daß die Konfiskation die Kapitalisten aller Länder veranlassen weroe, ihre Wertpapiere an einer Stelle niederzulegen, wo sie vor den Folgen der Kriegsverwickelungen sicher seien und daß London daturch seine Stelle als Zentrale des internationalen Geldmarktes verlieren werde. Kopenhagen, 10. Aug.' (WTB.) Rach einem Telegramm aus Warschau meldet der polnische Heeresbericht: Ter Feind setzt mit Hartnäckigkeit seine Angriffe in der tagend von Ostrvlenta fort. Unsere freiwilligen Kaoallerie- und Jnfanterikabteilungen 'haben nicht allein alle Angriffe zurückgewiesen, sondern and) durch eine Reihe von Gegenangriffen mehrere hundert Gefangene gemocht und eine Menge Maschinengewehre erbeutet. Zwischen Ostrolenla und dem Bug halten unsere dlbteilnngen die Fühlung mit dem Feinde aufrecht, der sich zu n e u c n O pera t io- n en umgruppiert. In der 0'egend von Malkin wurden starke feinblidje Llbteilungen, die sich unseren Vorhuten näherten, durchs unser JScucr vertrieben. Oestlich Von Sokolow dauert der-'Kamps auf dem ivestlichen Bug-User fort, während der Feind weiter südlich mit schweren Verlusten auf das Ostufer Mcückgewvrfen wurde. Bei Brest - Lito'wsk wurde der Feind durch einen glänzenden Angriff unserer Truppen hart an den Fluß gedrängt. Wir mochten hier große Beute u. 'a. eroberten wir eine ganze Batterie GesMtze und 'eine Menge Train. Südlich von Brcst-LrWwSk wiesen wir feindlick)e Angriffe gegen unseren Brückenkopf Slawatycze zurück. Bei dem Kampf in der Gegend von Brody haben unsere Truppen den Feind in der Richtung auf Radzuvilow zurückge, rooricn und mehrere hundert Gefangene und große Beute gemacht, darunter die Fahne der zweiten bolschewistischen Kavalleriebrigade. An der Se- r e t h - L i n i e setzten die Bolschewisten den Kampf ohne Erfolg fort. Wir haben weitere 42 Maschinengewehre erbeutet. 3u den Beratungen in Yylhe. Paris, 9. Aug. (WB.) dkach einer Havas- meldung aus Hythe tonferierten Millerand und Lloyd George heute vormittag von 10 bis 2 Ubr. Tie Verhandlungen werden heute nachmittag fortgesetzt. Dre Marschälle Foch und Wr l - o n und der Admiral B eat t y wohnten der Verhandlung bei. Sie war der Prüfung der Ansstcl lung von Maßnahmen gewidmet, die von den Alliierten gegen Sowjetrußland ergriffen werden könnten. Unter diesen Maßnahmen befinden sich auch tue Blockade und die Konstituierung einer Teen s i vs ro n t in Verbindung mit den Rand- taalen Rußlands, Lettland, Estland und Finnland usw. Tie Frage sei nur, ob ein von englischer Seite ausgehender Wunsch, die Aktion von der Bedingung abhängig zu ,machen, daß Polen die Bedingungen Rußlands nicht annehmen tonne, zur Durchführung gelangt. Ferner wurde die Frage erörtert, ob die Anwesenheit Kamenews und Krassins unter der Haltung der Moskauer Regierung noch angängig wäre. In englischen Kreisen glaubt man, Rußlands Handelsvertreter seien mit ganz bestimmten Bedingungen nach London gekommen, urtb die wirtschaftliche Mission könne nickst verantwortlich gemacht werben für die Haltung ihrer Regierung in politischen Fragen. Ihre Ausweisung könne nur dann genügend motiviert werden, wenn sie die persönlich übernommenen Verpflichtungen nicht einhielten, dies sei aber nicht der Fall. Bon französischer Seite wird noch bemerkt, wenn die Entente die Blockade Rußlands beschlössen, hätten die Handelsvertreter dieses Staates in London nichts mehr zu tun. Aber man könne nicht zu Zwangsmaßnahmen gegen eine Regierung schreiten, deren Delegierte gleichzeitig in friedlicher Absicht in England als Gäste toeilten. Man hofft, daß man diesen Nachmittag die ab- toeid^enben Gesichtspunkte klären kann. Millerand wird heute abend 8 Uhr von Folkestone nach Pans abreisen. Lloyd George will bereits heute abend in London eintreffen. Tie in Hythe auf» getauchten Gerüchte, Kamenew fei in Hythe angekommen, entbehren jeder Grundlage. Die Main - Weser-Verbindung. Wir erhalten folgende Zuschrift: In Verbindung mit den gesamten Groß- kvasferstraßen-Projekten, die gegenwärtig.für Deutschland erwogen werden, muß auch immer wieder auf die Notwendigkeit einer Verbindung von Weser und Main hingewiesen werden. Angesichts dieser Tatsache ist es völlig unverständlich, daß die preußische Regierung gegenwärtig kurz oberhalb Hann. Munden eine Wehranlage mit einem Kosten auftvande von 14 Millionen Mark einrichten will, welche z. B. das Projekt des Werrakanal- Vereins gänzlich unbeachtet läßt, und nur eine Schleuse von 40 Meter Länge und 6 Meter Breite vorfieht, die nur kleinen Fahrzeugen von höchstens 150 Tons und Flößen die Durchfahrt gestattet. Für einen Großschiffahrtsweg ist diese Anlage ein Hin dernis, das, sobald man der Frage des Werrakanales näher tritt, völlig umgebaut werden muß. Also fortgeworfenes Geld! Gänzlich unverständlich aber ist es auch, daß gegenwärtig Kreise aus dem Gebiete der mittleren Werra glauben, den Interessen der Werrakanalisierung dadurch zu dienen, daß sie ein thüringisches Kanalprojekt, eine Verbindung über Eisenach, Gotha, Weimar mit der Elbe damit verkuppeln. Einmal wird auch dies nur eine Linie sein können für Schiffe mit geringer Ladefähigkeit (höchstens 300 Tonnen), und dann auch darf man hier bei den geringen zur Verfügung stehenden Wassermengen kaum damit rechnen, daß aus- reichende elektrische Energiemengen gewonnen werden, welche zugleich auch noch die Rentabilität der wasserwirtschaftlichen Anlagen werden helfen müssen zu steigern. Denn angesichts des uns drückenden dauernden Kohlenmangels — infolge der Lieferungen an das Ausland und als Exportobjekt — werden wir selbst in der stärksten Weise die Wasserkräfte uns nutzbar machen müssen. Eine Anlage, die sowohl nach dieser Richtung hin voll allen Anforderungen entspricht, die aber auch zugleich der gegenwärtigen Weserschiffahrt einen günstigeren (vorläufigen) Endpunkt gäbe, und überdies zugleich weit hinauf in das, Stromgebiet der Fulda und Edder Vorarbeiten für die Verbindung zum Maine leistete, ist die von Senator W. Meyer-Hameln entworfene, die sich z. Zt. nach ihren gegenwärtigen Herstellungskosten in Berechnimg befindet und in einigen Wochen hoffentlich den maßgebenden Stellen als fertig berechnetes Projekt mit Herstellungs- und Rentabilitätsberechnungen vor liegen wird. Um es no cheinmal kurz zu erwähnen, sieht das Programm an Stelle der sieben kurzen Staustufen zwischen Hann.-Münden und .staffel eine einzige Stauanlage bei Wilhelms- hausen vor, wodurch es möglich wäre, bis Kassel mit 1000 Tons-Kähnen Weser und Fulda zu befahren, — dazu kommt, um eine gleichmäßige Wasserhaltung der Oberweser zu gewährleisten, noch ein weiteres System von Staustufen in Fulda und Edder, wodurch die Schiffbarkeit dieser beiden Flüsse bis über Melsungen bzw. Gensungen hinaus schon gewährleistet wäre, was ebensowohl einen weiteren Ausbau der Fulda in der Richtung über Bebra-Hönebach zur mittleren Werra und weiter zum Mittel-Maine erleichterte, wie auch die Linie lüber die Schwalm (in bet bei Kerstenhausen eine Staustufe von etwa 100 Millionen Cbm. Wasserhaltung vorgesehen ist), Ohm und Lahn zum Gießener Becken und weiter Lahnabwärts zum Rheine bzw. durch die Welterau nach Frankfurt a. M. ermöglichte. Daß gerade bei dieser letzteren Linienführung die Eisenerze des Gießener Beckens eine hervorragende Rolle bei der Rentabilitätsberechnung spielen, sei nur beiläufig erwähnt, — daß eine Verbindung von Bremen über Kassel nach Frankfurt a. M. auch für den künftigen Transitverkehr von ungeheurem Werte ist, sei nur beiläufig noch gestreift. Der Hauptwert des erwähnten Meyer- schen Projektes für die Gegenwart aber beruht auf seiner Rentabilität, denn die hierbet SU erzielende elektrische Energie wird imstande sein, die B a u k o st e n d e r G c s a m t a n 1 a - 9en (Unkosten wie Ertrag auf heutigen Geldwert bezogen) in ein bis höchstens zwei Jahren zu amortisieren. Welche. Bedeutung also einem Werke zukommt, das imstande ist, allein, ohne Rücksicht auf feine, verkehrstechnische Wichtigkeit, nur als Kraftanlage mehr als 200 Millionen Kilowattstunden im Jahre zu liefern, dürste wohl auch dem Laten klar sein. Auf jeden Fall wird es Aufgabe aller interessierten Kreise sein, die gesamten Kräfte auf die Energie-Anlagen ebenso wie auf die Berlin, 9. Ang. (Wolff.) Der Reichs« Präsident sprach der aufgelösten Bri-^ gäbe Döberitz in folgendem, an den Generalleutnant gerichteten Schreiben seinen Dank aus: Berlin, 4. August. Hochverehrter Herr General! Der Brigade Döberitz, die infolge der Verringerung der Heeresstarke in ihrer gegenwärtigen Zusammensetzung nunmehr zu bestehen aufgehört hat, danke ich für die treuen Dienste, die sie dem Vaterland« leistete. In unruhigen Tagen, aus Angehörigen aller Stämme des deutschen Volkes zu- sammengefaßt, hat sich die Brigade Löberitz unter Ihrem .Kommando und unter Leitung!, anderer bewährter Führer in kürzester Zeit zu einem einheitlicheti, stets verwendungsbereiten und vortrefflichen Truppenkörper herangebildet, der während der vier Monate feines Bestehens von treuer Pflichterfüllung und Hingabe an das Vaterland beseelt und eine unbedingt zuverlässige treue Stirtze iw der Hand der Reichsregierung war. Di« Truppe, die Sie, hochverehrter Herr General, in inusterhafter Weise ausgebildet und geführt haben, stand nicht nur militärisch auf einer hohen Stufe, soitdern war attch, wie ich mich mit Freuden selbst überzeugeti^konnte, von einer vorzüglichen, alle deutschen Stämme gleichmäßig umschließenden Kameradschaft erfüllt. Indem ich Ihnen, Gerr General, hter- für herzlichst danke, bitte ich Die gleuchzettig, allen Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften meinen herzlichsten Dank für bie treue Arbeit auszufprechen, die sie zum Wohle des Vaterlandes geleistet haben. Es war mir eine besondere Freude, gestern mit den Mannschaften, Unteroffizieren und Offizieren der Brigade persönlich beisammen fein zu können und bei dieser Gelegenheit den vor-, trefflichen Geist kennen gelernt zu haben, der alle Angehörigen der Brigade Döberitz be=. feelt. Ich wünsche allen Brigadeangehörtgen, daß sie diese Zeit gemeinsamer Arbeit mit Kameraden aus allen Ländern des Reichs in angenehmer Erinnerung behalten und dieses Bewußtsein der Zusammengehörigkeit and des Zusammenhalts mit hinausnehmen in ihre bisherigen Garnisonen und ihren fünf» tiqen Wirkungskreis. Mit freundlichen Grüßen und besten Wünschen für ihr persönliches Wohlergehen bin ich (gez.) Ebert, Reichspräsident. Die Frage einer Mietsteuer. Berlin, 10. August. Zur Frage bec. Mietsteuer behält sich die Mehrzahl der Blätter ihre Stellungnahme vor. Dte /Fr eiheit" und die „Tägliche Rundschau"^ lehnen die Steuer ab. Aus den Erinnerungen von Richard voh. „Aus einem phantastischen Leben" hat bei böt zwei Jahren verstorbene Dichter Richard Boß seine Lcbenserurnerungen gcTumnt, bte er in bcn letzten Jahren El bst Regie geführt „Trotz seiner monumentalen Ruhe schien ^bsen nur erregt zu sein," erzählt Boß. „^as Haus war festlich erleuchtet unb überfüllt ^m ersten Rang faßen viele bedeutende Personlich- ieiten, darunter Hans von Bülow nebft Gattin Zum Eryaunen war - von der Spielleitung be« .Herzogs sprech ich nicht was Dir Freifrau aus ieme ausgestellt werden. Es dürfen aber keine Stockungen in der Belieferung der Wohnungsbaiiten cintreten. Tie einzelnen Zementfabriken erhalten Freigabescheine. ** Der Wert der Sachbezüge zurFesb- stellung der Bersichwungssunrme nach ber Reichs- ve rsickrenrngsordmrng und der Angestelltenver- sickenmg ist vom 'hiesigen Bersicherungsamt neu festgesetzt worden. Näheres stehe Anzeigenteil. ** lieber die Entrichtung der Luxus st euer enthält der Anzeigenteil der heutigen Nummer eine wichtige Bekanntmachung. der Obst* und ©artemmkugen durch den Greger Verein am Surattag vormittag war bei Suter -tx* teiligung recht lehrreich inte anregend, und es iei je^ schon auf d«i bentnäd.iftigen gemeinsamen Besuch der Kleinaartenliolonte über ber Lahor iute merlfam gemacht, wozu die Einladung bald ergehen wird. Es wurde noch daraus hmgewi-ien, drtz eui Mutter- und Muster ckstgarten, wie ihn viele^ andere Kreise bereits hoben, mit emer Baumschule tn Meßen noch fehlt, unb es wurde habet ber Wunsch lrusgesprochen, es möchte die Stadt- und Kreis- Verwaltung dafür mterefftert werden. Landkreis Gießen. ** Leihgestern, 9. Aug. Der Gesangverein „Eintracht" feierte am Sonntag s«m 59jähriges Stiftungsfest verbunden mtt der Eimvechung einer Ehrentafel für die 11 im Kriege gefallenen Mitglieder des Vereins. Mordtaten von Spartakisten, Berlin, 9. Aug. (Priv.-Tel.) Der am 18. März ins Erfurt verschwundene und später in Gocha erschossen ausgefundene Zettfrete willige Leutnant Wilhelm Schmidt wurde nach Nachforschungen der Erfurter Sicherheitspolizei von bewaffneten Spartakisten nach Gocha verschleppt und dort standrechtlich erschösse n. Als T ä t e r wurden jetzt laut „Berliner Lokal-Anzeiger" ein 20- und ein 24jähriger Arbeiter aus Gotha festgenommen. Der eine gibt auch zu, Reichswehrsoldaten erschossen zu haben. Hauptversammlung des Vereins für Erhaltung des Deutschtums im Auslande. )( Marburg, 9. Aug. Nach mehrtägiger Dauer gingen heute bte Verhandlungen ber Hauptversammlung des Verein s für das Deutschtum im Auslande zu Ende unb die zahlreichen Teilnehmer aus den verschre- benfien Staaaten Deutschlands unb brr angrenzenden Gebiete rüsten sich zur Abreise. Den Auftakr bildete am Donnerstag eine tm Senatssaale der Universität abgehaltene, unter der Leitung ber Frau Geheimrat Rabl-Leipzig stehende Tagung ber deutschen Fraüen- ortsgruppen des Vereins für das Deutschtum im Auslände. Ansprachen hielten U. a. Frau Klein- Karlsruhe unb Frau Kunkel- Berlin. Diese sowohl wie auch die Berichte aus den übrigen Ortsgruppen legten Zeugnis von dem eifrigen Wirken der Frauen für bie deutschen Schulen im Auslände unb die Fürsorge für bte deutsche Aus- landsjugenb ab. Abgesehen von den Sitzungen, in benen rein geschäftliche Angelegenheiten geregelt wurden, sand bann am Freilag nachmittag in ber Aula ber Universität epte akademische Begrüßungsfeier, veranstaltet vom hiesigen Institut für Deutschtum im Auslände statt, die der Rektor der Universität, Geh. Rat Prof. Dr. Busch leitete. Der Vorsitzende des Reichswanderamts, Geh. Rat Dr. I u n k - Berlin, überbrachte bie Grüße der Regierung unb Prof. Dr. Schultze- Jena-Marburg hielt einen Vortrag über bie Aufgaben Deutschlands auf kolonialem Gebiete. Geh. Rat Prof. Dr. Träge r teilte bem Vorsitzenden des Vereins für das Deutschtum im Auslande, Geh. Rat Exzellenz von Reichenau Burg Rodenberg (Baden mit, daß ihn die jur. Fakultät ber hiesigen Universität in Ar^rlennung seiner großen Ver- Dicnfti zum Ehrendoktor ernannt habe. Am Samstag schloß sich in ber Aula des Gymnasiums ein öffentlicher Vortragsabend an, bei "welchlem Pastor S ch l eu n rg - Berlin über ** Das Korps Hassia, die älteste studentische Korporation unserer Universität, feierte vom 2. bis 5. August sein 105jährtges Stiftungsfest. Unmittelbar nach ben Befreiungskriegen, am 3. August 1815, mit den Farven sckwrrz- grün-not, später grün-weiß-rot und seit 1843 sckwarz-weiß-vot, gegründet, führt das Korps seit diesem Jahre 'wieder sein ursprüngliches Stiftungsdatum. Dem Ernste der Zeit entsprechend war vo?i größeren Festlichkeiten Abstand genommen worden. ** Tas Oberschlesierfest findet am Samstag, 14. August (nicht Sonntag) statt. ** O bst- und Gartenbauverein. In der Hauptversammlung des obevhessischen Obstbauvereins, die am Samstag nachmittag im Felsenteller statt fand, wurde zunächst der Jahresbericht erstattet, wobei festgestellt wurde, daß bie Nachfrage nach Kleingärten immer noch sehr stark ist. Eine Anregung des Vereins zur G r ü n b u n g einer Garten bau schule in Friedberg, die leider nickt die erwünschte Unterstützung durch bie Landwirtschaftskammer sand, wurde nach Vorlegung eines Kostenüberschlags von ber Regierung vorläufig abgelehnt; man 'hofft aber, daß bei weiteren Bemühungen die Erkenntnis der Notwendigkeit unb' des Bedürfnisses einer Gartenbaulehranstalt immer mehr durchdringt und das Projekt mit der Zeit doch verwirklicht werden wird. Der Verein zählt jetzt 5376 Mitglieder. Tie Stadt Gießen zählt 230 Mitglieder, die im Zweigverein Gießen zusammengeschlossen sind. Ta die Kosten für die Herstellung der Zeitschrift unb alle Ausgaben über» lhaupt ganz enorm gestiegen sind, so wurde der Jahresbeitrag von 1,50 Mk. auf 3 Mk. erhöht, hübet es den einzelnen Zweigveneinen freibleibt, ihren Beitrag ihren Verhältnissen entspreckiend zu erhöhen. Für Gteß-en beträgt er jetzt bei freier Lieferung der Monatsschrift 6 Mk. jährlich. Ferner wurde beschlossen, die Veredelungsreiser, welche die Geschäftsstelle in Friedberg bisher unentgeltlich an bie Mitglieder abgegeben hat, jetzt mit 10 Pf. das Stück zu berechnen, 9chch Erledigung ber geschäftlichen Angelegenheiten hielt sodann Kreisobstbau- teckniker Biesterfeld aus Offenbach einen sehr beifällig auf genommenen Vortrag mit Lichtbildern über bie Formobstbrumzuckt an Hauswänden. Bei ber heutigen wirtschaftlichhohen Bedeutung desObst- baues Hann durch die Bekleidung der Mauern unb Wandflächen der Häuser, der Scheuem und Wirtschaftsgebäude mit Obstspalieren aller Art eine grafte Menge Obst erzeugt mtc damit eine ergiebige Einnckhmeguelle gewonnen werben. Wenn die Ver- einsmitglieder in ihrem Heimatsorte diese Frage zur Erörterung bringen, und das Interesse bafür wecken, dann können nach einem Vortrage mit diesen Lichtbildern bei einem darauf folgenden Ruud- gange durch das Dorf die passenden Wände unb die Sorten ausgewählt, gleich die Bestellungen gemeinsam auf gegeben und dann bie Bäumchen vorn Obstbauteckniter in einer guten Baumschule ausgesucht unb gemeinsam bezogen werden. Wenn bann die Bäume vom Gemeinbeobstbaumwart richtig an» gepflanzt unb in den ersten Jahren von ihm beschnitten und am Spalier behastbelt werden, so ist ein sicherer Erfolg verbürgt. — Tie Besicktigtrng cne deutschen Auslands schulen und Oberlehrer Dr. M ä h l - Flensburg über ben Kamps um bte Nordmark sprachen.. Den Glanzpunkt ber Veranstaltungen bildete die gestrige Festsitzung tn der i’üila der Universität. Außer bem Vorsitzenden sprachen Bürgermetsler Müller- Marburg, Geh. Rat Dr I u n k- Bet> lin, Universiiätskurator Rassenpflug-Marburg als Vertreter des Landesvereins Hessen- Nasiau, stud. E s ch n e r für bte Marburger Studentenschaft, Pros. Dr. Esch im Auftrage des Schutzbundes für Deutsche im Ausland, Direktor P r e u ß für ben Reichsv er baand der kath. Aus- landsdeutschen, ber sich über bte Wahl zweier Bischöfe in ben Hauptausschuß sehr freue und rege Zusammenarbeit zusichere, Pastor Evelt'ng namens ber Deutschen in Südamerika, Dr. T a 11 a r t für die Balten, die die Hoffnung auf Deutschland nicht aufgeben, Ltc.-Direktor Kreut für den deutschen Schutzverein in Polen, Herr Beyer von Rodenbach für das Rote Kreuz, ferner eine Abgesandte ber deutschen Frauenvereine für das Rote Kreuz und zum Schluß Geh. Rat Prq.f, Dr. Busch für die Universität Marburg. Aus allen Reden klang die Zuversicht heraus, daß das Deutschtunr im In- und Ausland doch wieder zur Höhe gelange und daß nicht geruht werde, bis dies ZiK erreicht ist. Auch dem Anschluß Oesterretchs wurden warme Worte gewidmet. Ein sich anschließender Vortrag des Pwf. Dr. von Wotawa-Wien über die Ztelc unb Wege der deutschen Schutzarbeit in ben Donauländern beendete ben Festakt, bet bem auch eine Menge Begrüßungstetegramim aus bem In- unb Auslanbe verlesen wurden. Ein weiter vorgesehener Vortrag ber Frau von Blan- f en fee über die Pflichten ter deutschen Frau im In- unb Auslanbe mußte ausfalen. Heute sanden die letzten geschäftlichen Sitzungen statt. Arrs Staöt LcrnH. Gießen, den 10. August 1920. Die neuen Steuerausschüsse. Die Bildung ber Ausschüsse bei den Finanzämtern unb ihr Verfahren regelt eine ausführliche Verordnung. Die Bezirke ber Finanzämter werben zu diesem Zweck in Skeuerbezirke geteilt, soweit es sich um Einkommen unb Vermögen, aber nicht um Erbschaften handelt. In besonderen Fällen kann von der Teilung abgesehen werben. Ein Steuerbezirk soll in ber Regel nicht weniger als 3000 unb nicht mehr als 15 000 Einwohner umfassen. Besonberen Ausschüssen kann für alle Steuerpflichtigen übertragen werben: bie Nach- unb Neuveranlagung, bie Berichtigung vorläufiger Veranlagungen, die Zugangsveranlagung, bie Entscheidung über Er- stattungsansprüche unb über Einsprüche. Außer bem Vorsitzenden bestcht ber Ausschuß aus minbestens vier, höchstens acht gewählten Mitgliebern, zu denen ernannte Mitglieder treten. Die Mitglieder können mehreren Ausschüssen angehören. Für jedes Mitglied wird ein Vertreter gewählt ober ernannt. Mitglieder und Vertreter werden durch bie Gemeindevertretung gewählt, zum ersten Male für die Zeit vom 1. August 1920 bis zum 30. Juni 1923. Fahrplanänderung. Von Montag, den 16. August, an, werden auf der Strecke We tzlar — Lollardie nachstehenden Fahrplanänderungen eingeführt: Pz. 3101 >W) Wetzlar ab 4,52 (bisher 5,06), Lollar an 5,40 (bisher 5,57) vorm. Pz. 3102 Lollar ab 4,48 lbis^r 4,48), Wetzlar an 5,37 tbisher 5,36) vorm. Pz. 3103 Wetzlar ab 6,14 (bisher 6,24), Lollar an 7 05 l bisher 7,15) vorm. uiw Pz. 3104 (W) Lollar ab 5,55 (bisher 6,06), Wetzlar an 6,43 (bisiher 6,54) vorm. Ter Personen^ug 3104 lW) erhält in Wetzlar unmittelbaren Anschluß an ben Pz. 635 nach Köln (Wetzlar ab 6,50 vorm.), an ben Pz. 1620 nach Gießen (Wetzlar ab 6,48 vorm.) und an die Trieb- ivagenfahrt 4940 (W) nach Limburg (L) (Wetzlar ab 6,48 vorm.). Beraustaltungen. Dienstag, 10. AuMst: Hotel Einhorn, 8 Uhr, E-as.fpiel Buchwold. — Lichtspielhaus, „Geflüster des Teuf Ts" und „Ter Klapperstvrch-Ber- band". — Lichtspiele Seltersweg, „Ter Fall Tol- ftitoff", „Uno wandern sollst du ruhelos" unb ,^Was dein ist, ist auch mein". wie ich, und- in der Hcloin glaubte man Züge meiner Frau zu erkennen: überdies waren in ber Geschichte manche Einzelheiten unserer Häuslichkeit geschildert. Durch solche Unwesentlichkeiten 'beroor gerufen, Ibnnte es geschehen, daß Gedankenlose ijoer Uebel- Wollende meine Frau und mich, in Beziehung zu ber sehr peinlichen Handlung ber Erzählung brachten Balo kamen Neugierige, um das Lokai der Novelle des berühmten Dichters tn Augenschein zu nehmen und womöglich Held (unb Heldin zu Gesicht zu bekommen." Im Winter 1883 lernte Voß Ernst von Wildenbruch kennen, und obwohl ihn zunächst das „Militärisch-Bnreau- kratische" seiner Erscheinung abstteß, fühlte er sich doch bald von der bedeutenden Persönlichkeit lev denschaftlich angezogen unb ist ihm trotz mandxr Konflikte ein treuer Freunb geblieben, der rhin zusammen mit ber Witwe die feierliche Totenwach hielt. Den Sylveftcrabend 1910, an bem er ben großen Menschen, Dichter unb Patrioten zum letzten Mal im Lebeir sah, bot ihm ein unvergeßliches Abschiedserlebnis: „An diesem Neujahrsabenl> sprach Ernst von Wildenbruch über DeutManl» unb über ein duuftes Gewölk, das droheno über dem Schicksal des Vaterlandes hing. Er rebele selbst hingerissen mit einem Feuer unb mit einer Ergriffenheit, die mir unvergeßlich sind. Er sprach- wie ein Seher, der in Deutschlands Zukunft schaute unb dessen Genius, mit einem schwarzen Flor umhüllt, erblickte ..." v Kreis Lauterbach. Wildschweine in Oberhessen. Q Schlitz, 8. Aug. Nach wie vor nchtm die Wildschweine in den an bte großen Wald- gebiete des Schlitzerlandes angrenzenden Feldern großen Schaden an. Von der Wildichweinpl-age sind hauptsächlich bte Gemarkungen Willofs, eanb- loss, Frauronckach und Queck betroffen jahrzehntelang kannte man in unteren Wäldern das Wildschwein nicht mehr. Erst neuerdings ist es auch den angrenzenden preußischen Waldern der Schilda im Fuldagebiet ^übergelaufen. O Vom östlichen Vogelsberg, 9. Aug. In den Waldungen des Vogelsbergs ist die H t m - beer ernte im vollen Gang. Die Straucher sind mit prächtig entwickelten Beeren reich behangen. Für das Pfund Himbeeren werden bis zu 2 Mark bezahlt. Kreis Schotten. . Herchenhain, 9. Aug. Dieser Drge wurde die hiesige Gemeindejagd an Muhlen- besitzer Wetz (Mürrzenberg) für eine jährliche Pachtsumme von 4100 M. auf sechs Jahre verpachtet. Bischer ivurde die jährliche Pachtsumme von 320 Matt bezahlt. Kreis Friedberg. Q. B ä d - N a u he i m, 9. August. In Gegen- ivatt der Vertreter sämtlicher Behördeii des Bades und der Stadt und zahlreicher Beteiligung der Einwohnerschaft und Kurgäste wurde gestern am Geräteturm ber freiwilligen Feuerwehr eine Gedenktafel für 11 im Weltkriege gefallene Wehtteute enthüllt. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 9. Aug. Durch Beschluß des Kreisausschusses vom 2. August ist die bisherige P r e i s p r ü f u n g s st e l l e für Kreis und Stadt Wetzlar aufgelöst. An deren Stelle tritt für die Landbürgermeistereien eine Kreisprüfungs- st e l l e; für das Gebiet der Stadt Wetzlar wird eine besondere städtische Prüfungsstelle eingerichtet. Tie Kreisprüfungsstelle setzt sich zusammen aus einem Vorsitzenden und 10 Mitgliedern, und zwar aus 5 Vertretern ber Erzeuger und Händler und 5 Vertretern ber Verbraucher nach den von den Vertretungen dieser Gruppen gemachten Vorschlägen. Hessen-Nassau. fb. Frankfurt a. M., 9. Aug. Nicht weniger als 12 Bebienstete ber Eisenbahngepäckabfertigung bes Frankfurter Hauptbahnhofs mußten auf einmal wegen gemeinsamer D i e b st ä h l e entlassen werben. — Auch bei ber Güterabfertigung Frankfurt—Hauptbahnhof würben von ber Eisenbahnpolizei in ben letzten Tagen eine Anzahl Diebe entlarvt, die sich an Eisenbahngü^ tern vergriffen haben. Unter ben ermittelten Dieben befinben sich Eifenbahnangestellte, die in sehr guten Verhältnissen leben. fb. Frankfurt a. M„ 9. Aug. Infolge der verschiedenen Schaufenstereinbrüche am Hellen Tage haben die Juwelenhänblev jetzt ihre Schaufenster außer durch dickeGlasscheibew noch durck) ein feines, aber sehr widerstandsfähiges Drahtnetz geschützt. — Als Zeichen ber Zeit kann man es auch betrachten, daß an einer öffentlichen Kasse ein Schild als Wegweiser nicht mehr mit ber Hand deutet, sondern mit einem auf gemalten Revolver ben Weg angibt. fb. Frankfurt a. M., 9. Aug. Auf eine Eingabe ber städtischen Arbeiter um eine Lohnerhöhung um 25 Prozent 'bat ber Magistrat eine solche von 10 Prozent Mgestanden. Die lfterdurch entstehenden Mehrausgaben betrag®! jährlich 13 270000 Mark und sollen durch Erhöhung der Gebühren und st,-idtischen Tattfe gedeckt werdend Eine entsprechende Vorlage hat oer Magistrat, nachdem der Hauptausschuß die Erhöhung gebilligt hat, der Stadtverochnetenpev" Sammlung zur Genehmigung zugehen lassen. fb. Frankfurt a. M., 9. Aug. Hiesige Tanzlehrer zeigen die „Tanz mod en ber Saison 19 20" an. Kein deutscher Tanz, 'rotber der gute Walzer, noch ber temperamentvolle Rheinländer ist mehr auf der Liste zu finden. Mit Haut unb Haaren 'bat man sich in Deutschland den ausländischen Tänzen, wenn man bie Gliedverrenkungen ubett-aupt so nennen will, verschrieben. Mit nicht weniger als 16 neuen Tänzen wild die Welt beglückt: Tango 1920, Fandango, Moderner Boston, Moderner One Step, One Step-Rag, Red For, fJJtatafaffio, Maxina, Slin- gan, Indian Rag, Le Rouli-Rouli, Rocker, Waltz- .Hesitation, Holländischer Foxtrott, Tango-Boswn, Tipsy-Step. me. Frankfurta. M., 8. Aug. Die Stadt leibet außerordentlich unter außerordentlichem Mangel an Kartoffeln, ber wieder einmal durch die .Kurzsicht igk.it ber Behörden veranlaßt ist. Während Holland unb Jcalren augenblicklich Kartoffeln in UeberfüIIe haben, hat man die Einfuhr gesperrt. Die Folge davon ist, daß die Städter hinaus aufs Land fahren müffen, dort von Haus zu Haus betteln gehend schlteAich froh sind, wenn fte bte Kartoffeln selbst au^ na eben dürfen unb außerdem noch pro Pfund 80—100 Pf. zahlen. Dazu kommt noch die ungeheuer verteuerte Bahnfahrt. In Frankfurt waren aber ausländische Kartoffeln schon für 94—100 Mk zentnerweise bet Händlern zu haben. Uebttgens sind bei Stadt letzt Brandenburg imb die Provm'z Sachsen als Lieferkreise zugetviesen, bisher sind jedoch nur wenige Waggons angekommen. me. Frankfurt am Main, 9. Aug. Der Bürgerausschuß hat sich in einer Emgabe an die Leitung ber Stadttheater gewandt, mit 7rie.bz.ixs atz Nahrhaft u. gebrauchsfertig wie für Pfannkuchen, Man verlange Pezeptbuch & 1 w fiod&uags^rbenpdkerlCz Gjnhh WM •M4*.' . M ausgenom im die Maul- ßntinentai Reifen L Mull za bnüan vernichtet berbUifleno Bioto 8490h Erp. Gießen. Aug. Das das bisher Mk. erfor- in einem sestgestellt Z." der sich Der Nach- Buchhand- erschienen. mäßigen SBrnibertofl, Gro^wandertag, Frühjahr ernzusühren. Kunft und wrftenschaft. Berlin, 9. Aug. (Wolff.) Laut „B scheidet Max Reinhart nunmehr auS Direktion der Reinhartbnhnen aus und wird Sehr schöner Brilla«tri»g Umstände halber f. M. 350 sofort abzugeben. Jnter- enenten wollen Angebote lYlbreiie) unter 013698 an den Gien. 91ha. richten. -khr gvtc liiditiidicr LSt.lOOMzuverk. Ängeb. u.!''90auHerso,Mltt.Ann.» die in den städtischen Haushaltsplan men werden sollen. mc. Frankfurt am Main, 9. Kinderheim Friedrichsdorf, In der Gemeinde Allmenrod ist Gehöft die Maul- und Klauenseuche worden. In Rimlos ist in zwei Gehöften und Klauenseuche sestgestellt worden. 1. August 1.920 ab in Hessen in Kraft, trag ist im Verlag der Weidmannschen lung, Wrlin SW. 68, Zimmerstr. 94, Maul- und Klauenseuche. Der Schlichtungsausschuß der Provinz Oberhessen. Sitzung vom 4. August. 1. Den Arbeitern der Firma Heyligenstaedt Co. ist mit Wirkung vom 2. August ein Zu- Nicht den ersten besten Reifen — ehe altbewährte Marke „Continental** solltest Du fahren; sie ist jetzt wieder Oochschulnochrtcvten. me. Frankfurt a. M, 8. Aug Zu dem am 15. Oktober beginnenden Wiutersemesterdcr Frankfurter Universität werden in*» gesamt 645 Vorlesungen und Uebungen in den Tunt Fakultäten an gekündigt. Davon entfallen aui die rechtswissenschaitliche 40, auf die medizinische 178, auf die philosophisch' 174, NaLurwissen- schaften 148, Wirtschaftsjakultät 91 und schließ- lich noch Künste und Fertigkeiten 14. Math flott geruchlos, tn Lpochcken u. Drvaertm 'Jicititiefel Fried.- Manarbeit', Otstriers- Sattel mit Vorberzeug zu verknusen 013530 Ludwlgbtratte 8 p. Klaviere Harmoniums werd. fachgem-u. preis- wert gestimmt u. reoar G.Ebsf’tKlaviermachßF fiieSeo, Plocks’.paße II Stimmer n.Revarat.d. Fa.Rudolph,Gies;."«' Pol. anl. Bet« mit Matr., Waschkomin,Rachtiisch,rd- 2iid), Jagdgew., fl. Kelter, woll. lac. Strickjacke u. Mütze, D--Halbsch.«36>. H.- Bad w.Ber.I, gr. Glocke m. Elektrom-, llaatsl i5OPsd.) ä-uLApolkeaeBeckeabero. worin er den «orlchlag macht, tn? Theater nachmittags zu Kinovorstellungen frei zugeben, ivodurch das Teirzil wesemulch herabgeminden werden konnte. — Also nachmittags schauerlich? Kinodramatik und abends „Pai- sroal". me. Fr-ankfurt a. M., 9. Aug. Ter Ma- gÜtrat beantragt bei der Stadtverordnetenversammlung den Ausbau der Kleinwohnungssiedelungen am Riederwald und an der Main' zec Landstraße Es sollen 145 Wohnungen erstellt werden. Dafür ist ein Kostenaulwand von 8,7 Millionen notwendig. — Für eine Schul barocke im Riederwald werden 50 000 Mk. gefordert, einige kleinere Vorlagen erfordern weiterhin 150 000 M., Turnen. — Vonder Deut s chen Turnerschal t. Der Hauptausschuß der Deutschen Turneri'chafl lrar beschlossen, einen Jahnspiel tag m allen Kreisen, Gauen und Vereinen in icdem Iabrc Mitte September abzuhalteii und einen regel» Skichklhkiin. Neue Hosreite, Stallung, Garien u. Ackerland, baldigst beziehbar zu ucr- kaufen, ©dir. Angeb. unt. 8548 an den Gieß. Anz. Komvl. maschinelle Ncligcrci-EimiMüiig m.Motor z. vk. ^div. Ang. unt. 013682 a. d. Gieß. Anz. schlag von 5 Proz. auf die in dem Lohnabkommen vom 6. Mai 1920 festgesetzten Löhne zu zahlen. 2. Auf die nach dem Tarifvertrag für kaufmännische Angestellte in Friedberg und Bad-Nau- heim vom 18. Oktober 1919 seit Frühjahr 1920 vereinbarten erhöhten Sätze ist mit Wirkung vom 1. Juni 1920 ein Zuschlag von 25 Proz. zu zahlen. 3. Vierzehn Arbeitern in dem Betrieb der Gesellschaft für Beton- und Eisenbetonbau in Saasen ist mit Wirkung vom 2. August ein Stundenlohn von 3.20 Mk. und für den Monat Mai denselben Leuten eine Stunüenlohnzulage von 40 Pf. zn zahlen; auch wird den Parteien aufgegeben, biimen zwei Wochen in Verhandlung zn treten wegen Anerkennung eines Bezirkstarif- vertrags. Fünf weitere Sachen fanden durch Verständigung oder Rücknahme be£ Antrags ihre Erledigung. licn der Strahan,lall, incMonDene MeraU und Lederabfälle entwendet, teilweise zum Berkaus gebracht und den Erlös geteilt, teilweise aufdewahrt bis zur Entlassung des M., der durch ihre Ver> Wertung di? Mittel zum Beginn ernes Schlosser- Handwerks sich verschaffen wollte, ©trafen: gegen den vielfach vorbestraften M. 1 Jahr Zuchthaus, gegen W. 4 Düonate Gefängnis Zurückgcwiesen wurde die Berufung zweier rüherer Lazarcttinsassen von Bad-Naulieim, die wegen Hausfriedensbruchs und Nötigung zu je 4 Wochen Gefängnis veumetü wor- >en waren. Sie waren seinerzeu tn das Kino in Bad-Nauheim zusammen mit anderen nicht er mittelten Soldaten gewaltsam eingedrungcn und hatten, angeblich im Auftrag des Soldatenrat-, die Kinobefitzeiin zur Einstellung ihres Betriebs gezwungen, weil diese sich geweigert hatte, aus die maßlosen Fordcrungen nach C4ewährung von Freivorstellungen für Lazarettinsassen einzugeben. Auf die Berufung der Staatsanwaltschaft wurde ein Urrci! des Schöffengerichts Ortcnberg aufgehoben und der Wilhelm F. von Ober-Seemen wegen Widerstands nach •? 117 St.G B zu drei Wochen Gefängnis verurteilt. Er hatte einem Forstbeamten, der ihn wegen ferner verdächtigen Streifereien in fremdem Jagdgebiet zur Rede stellte, zugcrufen: „Mach, daß du fortkommst, sonst weiß ich dir Bescheid." r® Lchutzack. htitnft, b 5le:egrammt & n ^tobat. Fx rauvimBlan, dachen a^falvi. ötm jungen statt Brieftasche mit Jobalt Wea zwischen Beuern und Wteseck verloren. Ehrliche Finder erhält Belohnung ntm Wieseck, Vubroiflftr. 1L An- u. Verkauf von Lumveu. Gisen,Me- tallen, Knochen, Papier, Flaschen, gebe. Maschine». 02 Louis Rothenberger Meeeaweo». Teleph. 171. Permifcb te>« Dortmund, 9. Aug. (WTB.) In Dortmund sind seit Mitte Juli 600 Nuhrerkrankungen amtlich gemeldet worden, von denen 96 tätlich verliefen. In der Woche vom 1. bis zum 8. August sind 279 neue Erkrankungen amtlich gemeldet worden. ireinvergerho, ist erloschen. Das Sperrgebiet der Gemarkung Cbcrflrüibetgei bot wirb aul- gehoben. Die Gemarkung Cberntuibetgetbot wird zum Beobachtun^-gebiet erhärt Stand der Maul- und Klauenseuche in Oberhessen vom 25. bis 31. Jul, Im Kreise Gießen: Holzhetm, Eberstadt, Lich, Dors- Güll, Obbornhofen, Letügeftern, Be.levsl^rm, Obrr> Hörgern, Muschmhetm. — Im Kreise Alsfeld Homberg i. O. — Im Kreise Büdtnge^i: Hof Marienborn, Hot Ronneburg, :Himbach, Selters, Lindhetm, Langen^Bergheim, vatn grün bau. Diebach a. H, Niete.-Gründau, A tenstabt, Bel.muth, Glauberg, Hainchrn, Eckenshausen, RommLlbausen. Milleigründau, Langen-Sclbold, Rodenbach, Leid- Hecken, Hof Engelthal, Alt-Wiedetmus, Hvogh-eim, Höchst a. M., Bonhausen, Echzell. — Im Kreise Friedberg: Münz^nberg, Rendel, Dortelweil, Büdesheim, Dorn-Assenherm, Kaichen, Masfcnlierm, Helden bergen, Gambach, Friedberg - Fnuerback, Reichelsheim. — Im Kreise Lauterbach: Maar, Reuters, Angersbach, Heblos, Wallenrod, Lauterbach, Rimlos, Willmenrod, Schlitz. — Im Kreise Schotten: Ulrichstein. In Vilbel und Ossenheim ist die Maul- und Klauenseuche sestgestellt worden. Ort und Gemarkung Vilbel und Ossenhenn bilden je einen Sperr bezirl. Die Gemeinde Assenheim wird zum Beobachtungsgebiet erklärt. Fn der Gemeinde B r a u n fe 1 s ist die Ataul- und Klauenseuche ausgebrochen. Unter dem Viehbestände des Landwirts I. D. Feußner in Kölbe ist die Maul- und Klauen- l'eudy* ausgebrochen. Dezimal- undKettenwaagen emv- tieblt Kurl Schmidt, 0,«7»3 Neuenweg 42. einen jährlichen Zuschuß von 300 000 dertc, ist von einer Stiftung übernommen worden garantiert la wn Frieden »quäl it&t Carl Schunck Wandern nnd Heilen» G Schlitz, 9. Aug. Tas altgewohnte V. H.-C. Fest auf dem nahen Eisenberg wurde gestern bei prächtigstem Wetter erstmalig nach dem Kriege wieder unter großer Beteiligung gefeiert. fl\er Herr im grauen Au- )) zug, welcher Lonntaa abend (LiebighöheidaS Fraul. i.wverleid «Kaiser- Allee roobn.) am obersten Tische n. d. Gart, sitzend, öfter l Tanzen holte, wird um ein LebenSzeich. unt 013732 a.d.G. Anz. gebet. Rüde, neun flonernrr, Wochen alt, au verkaufen. 013761 Babnirofstr. 29 II. lks. Zn Heuchelheim, Klein-Linden und Kesselbach ist die Maul- und Klauenseuche amtlich festgestellt worden. Es werden gebilDet ein Sperrgebiet, bestehend aus der Gemarkung Heuchelheim, ein Sperrgebiet, bestellend aus der Gemarkung Klein-Linden und ein Beobachtungsgebiet, bestehend aus der Ctenuirtang Allen- dorf a. d. Lahn, ein Sperrgebiet, bestehend aus dec Gemarkung Msselbach und ein Beobachtungs- gebiet, bestehens aus den Gemackungien Odenhauien mit Appenborn, Allertshausen, Londorf und Rüd- dings Hausen. Die Gemarkung Hof-Gült bei Muschen- beirn wirr- aus dem Sperrgebiet Muschenherm ausgeschieden und dem Beobachnrngsgebiet für das Sperrgebiei Müschen heim eingeg.iebert. Die Gemarkung Neuhof bei Leihgestern wird aus dem Sperrgebiet Leihgestern ausgeschieden und dem Beobachtungsgebiet für das Sperrgebiet Leihgestern einge gliedert. Die Maul- und Klauenseuche m Ober-Hör- g e r n ist erloschen. Das Sperrgebiet der Gemarkung Ober-Hörgern wird aufgehoben. Die Gemarkung Ober-Hövgern wird zum Beobachtungs- gefriet erklärt. Die Maul- und Klauenseuche auf dem O b e r - ). Aug. Auf ra beiter um ein Mt W der N Mt zugtslMa uiszalrn bemp fallen durch «> tiid^n Tarife «■ e bringe hü dc ImtsD/ß die ib Mvaortmtwe» igtN lassen. 9. Aug. M icbenber Sev utscher Tiini der tcnqxMmß' ber Liste ju fnta m sich in Taitto ii, nm nm bt nennen wüi.w 116 neuen W5 1920, KmtxW One Step, m io, * :jtt, nur noch gelegentlich als Gastregisseur betätigen. Zugleich trat Edmund Reinhart von der geschäftlichen Leitung zurück. Felix Holländer übernimmt die eigentliche Direktionsleitung, Gerhart Hauptmann die literarische Oberleitung. Skier junge gebildete «0 Herren im Älter von 20-28 Jahren suchen vier paßende, gebildete, nette Waudergcfäbrtinncu »u SonntagSauStltigew Schr. Angeb. erbeten u. 013717 an den Wierrjlnk Aus dem Amtsverkündiflungsblatt. ** Das Amtsverkündigungsblott Nr. 112 vom 9. August enthält .oljente Bekanntmachungen : Erster Nachtrag zur sechsten Ausgabe Der deutschen Arzneitaxe 1920. — Erwerbslosen- unterstützung. — KapitalertragrSsteuer. Erhebung von Deckgeld für Bedecken der Stuten in 1920. — Beitreibung der Gemeindegefälle. — Maul- und Klauenseuche in Heuchelheim, Klein- Linden, Kesselbach, Muschenherm, Leihgestern, Ober- Hörgern und Obersteinbergethof. — Schux-inerot- lauf zu London, Treis a. d Lumda und Allen- dors a. d. Lumda. — Dienstnachrichten. — Feldbereinigung Bergheim. • Der erste Nachtrag zur sechsten Ausgabe der Deutschen Arzneitaxe 1920 tritt mit Wirkung vom wenig getr., noch gut erhalten, sowie Touristen- an.zug für mittlere Figur und 1 Paar Touristen schuhe Gr. 40 vreiöm. au oerk. Anztis. z.w.6 u.7 Uhr Laudmauustr. 16. >3 M 1t tl L UL ' pflug-^ Ipt unb »'l.'tz "iss eint?£ Een 9^ \ Aug. Nch e der Eise« g des Franl auf emmaln» e entlassen wtl ulerabseniguni neben von bt Tagen eine n Eisenbahngi den ermittelte nangestellte, bt tben. 9. Aug. 3nfd« stereinbrüy' t Juivelmhmble ) bideSlasiitiba ivfaersMbmbigL jen der Jtit tm einer öffentliche ' nicht mehr nu inem aui gemalte Schlafzimmer Kücheneinrichtung u. einige Spiegel für Kltiderschränkc preiswert abzugeben. Rudolf Bltim, Möbelschreincrei. Steinstraße 78 p. 0130.00 1 vollst. Bett.üi.Hasenstall mit Hasen au verkaufen. 0,3,91 Walltorttr. S41. und wird dadurch vor der beabsichtigten Schlretzung durch die Stadt Frankfurt bewahrt. rm. Wiesbaden, 9. Aug. Damit sie über ti? hiesigen Berhllltnisse einen richtigen Eindruck sgewinnen können, Hal die Stadtverwal- l u n g etwa 20 ..Journalisten" auswärtiger Zeitungen zu kostenfreiem AufentlMi auf acht Tage eingeladeu. Gictzener Strafkammer. Der erst 13jährige Ernst D. von Giestcu hatte aus einem Garten zusammen mit strafunmündigen Jungen l Beil, 1 Baumsäge, 1 Hammer, 1 Paar Strümpfe und 1 blaue Arbeitsichürze entwendet, ■ mußte aber frvigef pro eben werden, da er die zur Erkenntnis der Strafbarkeit erforderliche Einsicht nicht besaß. Wegen schweren Diebstahls von Wäsck)e und Llchensmitteln in Vilbel unb dem unweit davon gelegenen Dottenfelder Hof war der mctn> fach vorbestrafte Händler Julius K. von Eckiveis bad) angctiagt, wurde aber mangels Beweises faxv gesprochen Der als Zeuge für dessen Teilnahme an den Diebstählen benannte Zuchthausgefangene B.. der inzwischen verurteilt worden ist, Ivar in seinen früheren Angaben schwankend geworden, s» daß eine einwandfreie Feststellung gegen K. nicht getroffen werden konnte. Die Berufung des August Pf. von Staden gegen ein Urteil des Amtsgerichts Altenstadt, das ihn wegen Körperverletzung zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt hatte, wurde unter Erhöhung der Strafe auf 5 Monate verworfen, erfolglos war auch die Berufung der -Vtaatsanwaltschast, soweit der Georg Pf. freigesmochen worden war. Der wegen Mißliandlung des Enkels des Aua. Pf. Mitangeklagte L. aus Staden wurde ebenfalls freiges pro chen. In der Naclst zum 21. März 1920 wurden einem hiesigen Cafßbesrtzer 12 silberne Kaffeelöffel, mehrere versilberte Eisbecher, einige Flaschen Kognak und Likör foiüte Zigarren und Zigaretten ge stöhlen Georg K. von Köddingen und Schneider G von Gießen hatten nach den Ermittelungen die Löffel und Eisbecher in verschiedenen Geschäften zur Feststelbing ihres Wertes gezeigt und standen beäbalh wegen Diebstahls und Hehlerei vor Gericht; mitangeklagt war die Wirtin F. Witwe aus Frankfurt a. M., die die Löffel ange kauft haben sollte. Die umfangreiche Beweisaufnahme führte zur Verurteilung des K. wegen schweren Diebstahls zu 8 Monaten Gefängnis, G. unb die F. Witwe wurden mangels Beweisies frei- gesprochen. Der Zuchthausgefangene M. in Rockenberg und der frühere fieber in Rockenberg hatten tn den Jahren 1919 und 1920 gemeinschaftlich Materia- | Verschiedene»! kbttverSeigenmg.ß Mittwoch, den 11. Angun. nachm. 1 Uhr, soll auf der Bürgermeisterei zu Ltw denstrutb ein abgängiger Eber versteigert werden. Fatum, Bürgermeister. 10—15 000 Mk. aus L ob. gute 2. Hypothek vom Selbstgeber aus- Anleihen. Schr. Angeb. a 013703 an den Gieß. Anz. Student erteilt Nachhilfe lFranzös., Englisch, Latein und Nebenfächer». Schriftl. Ängeb. it. 013703 an den Gieß.AnAeig.erbet. Oberrealschüler findet gute A n s n a d m e. Zu ertragen in der Geschäfts- stelle des Gieß. Anz. Biirgerlicher Privat^ Mittag- und Bbendtisch von 2 jungen Künstieru gesucht. Schr. Angeb. il 013714 an den Gieß. Anz. 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Fig., Umstände halber f 600 3)1. An verk. Sckr. Ang. unt. 013713 an den Gieß. AnA. im 36. Lebensjahre. In tiefer Trauer: 8552 Statt Karten. 8519 Verblichenen. Dr. Hans Riffart und Frau geb. Mades danken herzlich für die zu ihrer Vermählung erwiesene Aufmerksamkeit. Während der Krankheit und beim Heimgang unserer teueren Entschlafenen sind uns in so reichem Maße Beweise aufrichtiger Teilnahme zugegangen, daß es uns unmöglich ist, jedem einzelnen persönlich zu danken. Wir sagen deshalb auf diesem Wege allen, die bei der Trauerfeier durch ihr Erscheinen oder durch Kranzspenden der Entschlafenen die letzte Ehre erwiesen oder uns durch tröstende Worte ihre Teilnahme an unserem schmerzlichen Verluste ausgedrückt haben, unseren tiefgefühltesten Dank. Besonderer Dank sei auch den Schwestern des St. Josephs-Krankenhauses in Gießen und der hiesigen Gemeindeschwester für die aufopfernde, liebevolle Pflege während der Tage des schweren Leidens der Gestern mittag ’/J Uhr entschlief sanft nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine liebe Gattin, unsrer Kinder treusorgende Mutter, Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Luise Funk geb. Ranft Die Geburt eines gesunden Töchterchens beehren sich anzuzeigen Dr. med. Kockerbeck und Frau Martha geb. Hug Heuchelheim, 9. August 1920. Im Namen der Hinterbliebenen: Jakob Rinn 24. ,-ß*; Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, die Kameraden von dem erfolgten Ablebenunseres lieoen Kameraden Herr« A Karl Zughard geziemend in Kenntnis zu setzen mit der Bitte, sich an der nächsten Mittwoch, d. 11. Aug., nachm. 2 Uhr staufindenden Beerdigung auf dem neuen Friebhos recht zahlreich etnzufiuden. 0547 Der Vorstand. Giehen, den 10. August 1920. Jakob Funk und 3 Kinder Fritz, Ernst und Ottilie Farn. Karl L. Ranft, Postagent. Wetzlar (Bannstraße 28 I), Beuern, den 10. August 1920. Die' Beerdigung findet in Wetzlar am Donnerstag den 12. August mittags 12 Uhr von der Friedhofskapelle aus statt. Das Zahnpulver „Nr. 23" ^gesetzlich geschützt). Die neue verbesserte Zahnpflege aufwissenschaftlicher Grundlage nach Zahnarzt P. Bahr. In 2 Packungen: Wrt erhält die Zähne gesund W.jh zahnstemlö enb, dlosll und blendend weih Lvti|j reinigend. [6562 Man verlange HA" mit NamenSzug ausdrücklich äO Zahnarzt I». Sahr In Giehen in der Drog. Aug. Noll, Bahnhosstr. 51. Bindegarn HE Ba Langlausgarn, 2fach, 600 Meter M. 40.00 Ba „ Isach, 500 „ M. 34.50 und Hartsairrgarne M. 23.00 bis 25.00 p. Kilo lieferbar. 8o53 C. Henninger, Auerbach (Hessen). Nach 18 Monate langem Forschen über seinen Verbleib erhielten wir die traurige Nachricht, daß mein lieber Gatte, unser guter, stets treusorgender Vater, Bruder, Schwager und Onkel Elsenh-ünterass. Adam Hollricher Inhaber des Eisernen Kreuzes 11. Kl. nach 4‘/Jähriger Tätigkeit im Eisenbahndienst infolge Lungenentzündung in Kiga (Rußl.) im Alter von 37 Jahren gestorben ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Elise Hollricher nebst Kindern Elisabeth Hollricher Witwe Familie Karl Hollricher Familie Fritz Haupt. 013723 Gießen und Bierstadt bei Wiesbaden, den 10. August 1920. Ilse Weberling Drandau beehren sich anzuzeigen Os. med. Gustav Brandau Verlobte. Mit 00 Giehen (Süd-Anlage 9), August 1920. Dttomar Weberling und Frau Rosa geb. Teubner. Die Verlobung ihrer Tochter Ilse mit Herrn Dr. med. Gustav Kurt Steiger und Frau Emmy geb. Scheid. 8515] Zwei Küchenmädchen für sofort gesucht. Monatl. Berdienst 200-300 Mark. Hotel Minerva, Bad Hombnrg v. d. H. Statt karten. Für die uns anläßlich unserer Vermählung in so reichem Mähe erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlichst. i! ötöentl. MAn | für kleinen Haushalt ges. Rosenthal, Alicestr.26. MrWkBMW Für die anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlichst. Robert Katz und Frau Johanna geb. Dörr Ihre Verlobung geben bekannt Hans Möhl Sophie Becker Hannover Giehen 8: August 1920. OIM78 Jener junge vizewachtmeister aus Baden, der Ende November 1918 am Bahnhof in Giehen das Glück hatte, eine junge blonde Dame kennen zu lernen, hegt heute den Wunsch, für die fteundliche Aufnahme persönlich zu danken. Angabe d. Anschrift erb.u.8511 an d.Giehen.Anzeig. Tüchtiges Mädchen bei gutem Lohn und Behandlung in bessere Familie gesucht. Dis?* Roonstraire 38 p. 013721) Treues, braves Mädchen für gute Dauer- stelle gesucht. Marburger Str. 13 p. Reinl., ehrl. Lautmldehen od. Frae tagsüber ob. tägl. einige Std., auch v. ausw., z. 1. Sept. od. spät, für bau. ges. Frau Avochek. LploS, Goethestrahe 25 I. 18532 Tüchtiges Mädchen für kl. Haushalt (4 erro. Pers.) bei guter Behanbl. u. Lohn per 1. Sept. ges. 01.3734 Nord-Anlage 21II. Tücht., ehrl. Mädchen für Küche u. 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Die Preise der Plätze und, obschon sehr hohe Unkosten ans diesem Stücke ruhen, nur M. 5.—, 4 — und 3.—, damit jederm. Gelegenheit geboten wird, sich biesesSensationsstuckanzusehen. ^'iimiiiinimiimiiiuiimiiimnmimmniiuiminninmiinnniiinnnu e I Bad-Nauheim | | Allgemeines 85230 1 I MZ'Smis-wm I i Freitag, 27.Mg.l 920, u.folgende Tage | = geleitet vom Turuieroorstcmd Bad-Nauheim | = (Mitglied des Deutschen Tennis-Bundes) = | Nennungen bis zum 25. August -12 Uhr mittags | = - an das Geschäftszimmer der Kurverwaltung,- | = nördl. Verwaltungsgebäude, Ludwigstt.,Fspr. 21 = = Für Teilnehmer Erlah der Kuradgabe und sonstige = Erleichterungen während des Turniers = = Täglich gesellige Unterhaltungen | n iiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiuiiHiiiiiiiinimiimimn @ Der Fall Tolstikoff o Mur heute u. morgen das große Doppel - Programm! 1. Die große Kriminal-Tragödie 5 Akte. 5 Akte. In d. Hauptrolle: Sybyl Smolowa. 2. JLupn Pick — Erich Kaiser- Tietz — Tatjanna Irah in Hwanilera sollst iliiriitts Drama in 1 Vorspiel und 3 Akten. .Was dein ist, ist auch mein Lustspiel in 1 Akt. Anfang 4 Uhr. 8544 Letzte Vorstellung 3/49 Ehr. Nur heute u. morgen l „Schöne Aussicht" Donnerstag, den 12. August £Ä RWWWMWl Ssttst: Sett8Miver-vittlwsec.8ümmel, D^mMk Anfang 8 Nbr. [8520] Anfang^Atlbr Mittwoch den 11. d. M. achmd. ^eneraloerfammlung Referent: Herr Gehner Beginn pünktlich 8 Uhr im VereinSlokal. Wegen Wichtigkeit der Tagesordnung wird um vollzähliges Erscheinen gebeten. 8031] Der Vorstand. SlUNMMennesS.tr. Mittwoch den 11. August abends 8 Ubr voHvnsMlllMWotelSlotzlimoll Vortrag des Herrn Profess. Shlarb über: Sie MMe im BolfWittWn MM. Desgleichen findet Donnerstag den 12. August ümWMluvg oct jWgMM nCtujsroeor dortselbst start. Um vollzähliges und pünktliches Erscheinen bittet I***] der Vorstand. | Vermietungen | Bureau mit oder ohne Einrichtung, und Lager zn vermieten. 8518 Ludwiastr. 28 H. Kl. freundl. 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'o Ne bett Öcib-niK, AlusU *hn'fer5 ist j i-Miilleuffia il Dienstag, <0. August 1920 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesten) Zweites Blatt t nlidbfriten erheben sich vomehmt a. JJL, 10. August. Wegen Berlin 194,50 179,50 243, 445, 312. 295, bMbufmarfcballs versieht — als Sefre» unlängst der Sohn.des Bürger- fuDH Sieringen, Verr Peereboom jun., der b«üben schwimmt in Milch «N H* in die Schweinezucht- in den des alten Herrn und schritt an seiner Fortsetzung 2. 14,50 10,75 215, 320, Hari Thn 1 inann und anderen namdafton Kunst« lenr Perlag der Hulturliga, Zweigstcl.e Tarnt floh. 352,85 700,70 700.70 948.45 147,15 233,25 166,45 45,42 333,35 753,25 680,70 24,03 23,90 84,10 24,28 14,25 10,50 «14 Hostame, ine nunmehr van Ran fron abgelöst worden ist." Herzogl. Haue. Wetzlar. 7.8. 13,10 pjdiibc mit der Mauerrnschrist „Ve- ioache>, dos früher als (öartnerwoh- >at. Wie eine Türauft'chrift besagt, )ier das „Dvfmarschallamt" in dem Mtrale und das Sekretariat unterjoch der Vollendung des neuen, im 352,15 699,30 699,30 946,55 146,85 233,75 166,05 45,32 332,65 751,75 679,30 2 ,97 23,84 83,90 24,22 421,50 303,- -.50 282,- 717,25 715,75 971,- 149,15 237,75 169,70 46,75 336,35 775,80 697,70 23,40 23,40 83,70 24,03 357,15 716,75 714,25 969,- 148,85 237,25 169,30 46,65 335,65 774,20 696,30 23,34 23,34 83,40 23,97 Börsenkurs». Frankfurt it nit bit Hläß1 <5 u Skubad. NN ■ renbänblern ur:. 430,- 294,- 314,50 369,- 233,50 270,- 440,- 7.8. 79,60 68,75 60,50 65,90 142,50 262,25 196,50 161,85 149,- 141,50 175,50 170,13 435,50 294,- 319,75 237,50 2H8,- 445,— 459,75 353,50 285,75 201,75 414,- 211,75 314,25 225,- 82,75 292,- Schleichhandels wurde der Schneidermeister Chr. Link aus Frankfurt durch das Lauterbacher Schöffengericht zu vier Monaten Gefängnis und einer Geldstrafe von 2120 Mk. verurteilt. MIs Jahr um diese Zeit war der i r Stockholms nicht annähernd ge- tj machte sich sogar ein bitterer mdlr. Das diuerte bis zum No- I? Göhlich die reinen Sturzseen von «jlbie glückliche Stadt hereinbcachen eW der Einfuhr von Kraftfutter so- l-ordentlich reichen Nachernte von Je’!!■ l-nb gegenwärtig ist die Milchzu- \ ^lockholm — von kleineren Städten wtigen — so riesig, daß tatsächlich —, iieht Wilhelm II. nur nach den Genant L't Beruh und einen Hoftat um sich. ivLchi ledoch im Darse. Bei der ehernali- rrubHjnb sich bis vor kurzem die Kräfin ilcn Pracht eine wundervolle Farckui- rrruft. Durch die Renovierung, die (Ein Besuch v Reuen Heimat Wilhelms II. 3ürtch r . . Amsterdam . flopenl)agen. Stockholm. Wien .. .. Prag . . . . iter :i|et iä und «e’uV .Itereweg- 297,25 312,50 366,50 239,65 274,- 442,- 450,50 354,- 284,- 200,- 414,— 214,- 318,75 225,- 82,75 299,50 Kurs 9.8. 79,60 Markrrotierunge«. Datum: «dtAyjj Blinder Haft. isabschntte" M« von Alfred Sassen. Frankfur: < Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief 9. Aug. Kurs 7.8. 79,70 9.8. 13,- 9.8. 69,60 68,60 60,10 65,70 142,- 263,- 196,- 162,25 149,- 141,50 175,- 169,- *Datunv. ?lmst«rdam. Botterd. Drüssel-Antwerpen. Christiania Kopenhagen .... Stockholm helsingfor«. .... Italien Londoru New-Port Paris Schweiz Spanien Wien (altes) .... Deutsch-Oesterr. abg. Prag Budapest Bulgarien .... Konstantinopel. . . In k b"® Be. **«»«■ ’öfttttfee 38 v. ■Datum: 5°/„Deut.Kriegsanl. 4°/gDeut.Reichsanl. 3°/gDeut.Reichsanl. 4°/0 Preutz. Konfols Darmstädter Bank Leutfche Bank. . . Disconto- Gefellfch. Dresdener Dank . Nationalbank J. D. Mitteld.Treditbank H..Amerik.°Paketf. NorddeutfcherLloyd Doch. Gußstahlwrk. D 'Luxemb.Bergw. Gelfenkirch.Bergw. Harpener Bergbau Obeifchl. Tifend.-B. Oberfchlef.Eisenind. Phönix. Brgb.-Akt. Bad.Anilin-u.Soba Höchster Farbwerke Elektr. A. E. G.. . Schuckert-Werke. . Felten-Guilleaume Daimler Bud.'Lifenw.'Akt. Adlerwerke .... 4°/oHeff.Staatsanl. Electron Griesheim Seite weiter. . « „Unterwegs," plauderte Lehrer Remsdors, „werde ich Ihnen auch das Geburtshaus Ihres Vaters zeigen, das Pfarrhaus —" Ter junge Deutschamerikaner hatte in dresent Augenblick alles Fremdländische abgestreift. Er fragte mit einem verträumten Ausdruck im Gesicht, den die weichen Schatten der Abenddämmerung noch erhöhten: „Sieht das Pfarrhaus noch ebenso aus wie zu des Vaters Jugendzeit — „Ich denke wohl." „Dann werde ich es selbst heraussmden. Es ist einstöckig, hat ent großes und ein kleines Eingangstor — beide grün gestrichen — ein schmaler Rasenberg zieht sich vom Daus 4ur Straße nieder, und an der Gartenmauer rauscht ein Brunnen -—" Der alte Herr sagte in stiller Feierlichkeit: ,La, ja, Walter Hüttich ist unser geblieben! Hätte ich bisher noch gezweifelt — nun dürfte ich- nicht nuhr. Möchte doch jeder Deutsche, den das Geschick in die Fremde verschlägt, feinem Sohn so das Lied der Heimat fingen V7 n Bald darauf faken die Herren in einem stillen, abgelegenen Dinkel des Ratskellers hinter einer Flasche Rüdesheimer, deren Stiftung nz! i.W:Ä iir ein tiodjmoö. nternebmen »u nten, die ubtt *tt wollen „L Siebener (In einem Teil der Auslage wied.'rhalt.) „Die Lage ist ernst." London, 9. Aug. (WTB.) Reuter oec- off entlieht folgend? Information vom 8. August: Tie Lage i st e r n st. Die Konferenz zweit:!l nicht daran, daß die Bolschewisten die Absicht haben, sich Warschaus zu beinächtigen, um dort das Sowie t r e g i m aufzurichten London, 8. Aug. ?WTB? Ein Moskauer Funkspruch meldet vom 8. dlugust, daß nun- mehr die Antn>iort der polnischen Regierung ein getroffen sei. Tic polnische Regie rung erkläre sich in dieser Antwort damit cinrrr standen, gleichzeitig über den Waffen still stand und die Friedenspräliminarien zu verbandeln Für die Verzögerung von 126 Stunden, die der Abschluß des Wafsenstillst.mdcs durch die polnischen Vertreter Gerichtssaal. rm. Lauterbach, 9. August fohl. ÜMchea ( ' «ni» Ulen Lohn ium'. . kill------------„-------- ---- gesucht iim xtreronterrafie verdeckt, deren lila und llros. Lkallveit, ~ - lofitwü. V* . AHt etwa nur saure, entrahmte möglichstW5lie iticien Weg, sondern auch eine Un- handel. B e r l i n, 9. Aug. Börsenstimmungs- b i l d. Tas Hauptinteresse der Börse vereinigte sich auf Petroleumlverte, wovon besonders Deutsche Petroleum im Mittelpunkt einer geräuschvollen und sprunghaf.en Aufwärtsbewegung standen. Sw zogen von 1130 in raschen Sprüngen in der ersten Stunde bis 1245 an, ohne diesen Kurs allerdings später vollkommen behaupten zu können. In Deutschen Erdöl und Steaua Romana war das Geschäft weitaus stiller. Tie Kurse waren mit 1975 bzw. 1270 gleichfalls höher. Sonst erhielt sich am Montanmarkte das Interesse für Oberschlesische Merle, ManneSmann, Rheinische Braunkohlen und besonders Thale, wogegen sich Bochumer ftärfer abschwächlen. Später ging hier die Führung auf Laumhütte über, die unter den Schwankungen bct großen Umsätzen den Kursstand stark erhöhten. In Schiffahrts-, Färb- und Elektrowerten waren die Verärrderungen geringfügig. Stärker nach- gebeiü) waren A. E. G. Lebhaftes Interesse zu höheren .Kursen bestand für Kaliwerke. Tie Befestigung der Tevisenpreise erweckte einiges Interesse für Kvlonialpapiere und Schantung-Aktien, welche letztere unter Schwankungen später stärker nachgaben. Ter heimische Rentenmarkt war unbedeutend verändert. Tie Befestigung der Devisenpreise verstärkte gegen Schluß der Börse die 'Kauflust für Kolvnialwerte. Frankfurt a. M., 9. Aug. Börsen- ftimmungsbild. Die feste Haltung der .Devisen besonders Neupvrk veranlaßten lebhafteres Geschäft in Auslandspapieren. Neben Kolonial- werten standen auch Schantungbghn in reger Nachfrage. Deutsche Petroleum stellten sich zwar ruhiger aber fest 1230, 1240 bis 1235. Gesuchter waren Deutsche Erdöl 2150 bis 2200. Montanpapiere satrden zu gebesserten Kursen Aufnahme. Buderus 320 zogen 4 Proz., Teutsch-Luxemburg 300 bis 303 6 Proz. an. Tas Interesse für Bochumer hat merklich nachgelassen, 423. Um einige Prozent zogen ferner an Neu-Guinea 795, Otavi Minen 800, dto. Genußscheine 695. Von Jndustriepapie- ren lagen Spiegel und Spiegelglas 410, plus 5, Metall-Bingwerke 2281/?- Porzellan Wessel wurden 12 Proz. ge*reigert, 330, Bad. Zuckerfabrik 399, plus 4. Daimler Motoren 215, 2 Proz. erholt. Laurahutte lebhaft 347. Mannesmann schwächten sich ab 391. Zellstoff Aschaffenburg 406, plus 5 Proz. Schantungbahn 680, plus 5, Deutsch Ueberfee 830, plus 2 Proz. 5prvz. Reichsanleihe unverändert 7&/8f 5proz. Gvldmexikaner 385, 5proz. Tumaulipas 185, 5proz. Stlbermex. 316. Frankfurt, 9. Aug. Getreide ma r kt. Die Besorgnisse, die die . pichen Regenfälle hervorgerufen haben, machen eurer Beruhigung Platz, da die zum Teil gefährdete Roggenernte doch noch 'eudale Villen. „Vorüber an der 11 > n kleinen alten historischen Kanüle, M,uOn)^ tc Doorn" gehört, aber jetzt von ’gMlonatl iist- benutzt wird," so schiloert der Be- wV300 Statt je?, qt man nach wenigen Minuten zum nbnrn?uV.H' Kidi der Besitzung des ehemaligen Kai- H r #lir 3cit mit Baurrbeiten für das 'tot beschäftigt ist. Zur Linken steht der damals nicht den übermenschlichen Mut gehabt, sie in das Licht zu führen! Nur ein emztges Mal habe ich mit ihr von dem einstigen Geliebten gesprochen, aber da sind erschütternde Worte des Grolles über ihre Lippen gebrochen, und m ihren toten Augen —" Der junge Teutschamerikaner hob ergriffen die Hand. „Blind —rief er. „Sie ist erblindet —?" „Ja — die Aermste." Hermann Hüttich war stehen geblieben. „O, wie mir das leid tut," sagte er langsam, um dann abzubrechen: „Wir sind im Städtchen angekommen." . . Er musterte die eqtcn Hauier, emftockrge, bescheidene Wohnstätten. „Ich darf Ihre Güte nicht länger in Anspruch nehmen," warf er hrn. Vielleicht gestatten Sie mir jedoch, daß ich eie gelegentlich einmal in Ihrem Heim aufsuche, verehrter Herr Reinsdorf. Ich möchte gar zu gerne die Lebensschicksale der Unglücklichen hören, damit ich den Vater in einem Brief vor bereiten kann, ehe er hier eintrifft —" Der Lehrer erwiderte lächelnd: „ daß man wieder oen Back- biüsnatze 37IL t Mittelvorbau dieser Hausfvont at> v.ue Freitreppe, während vor dem tluO(lu)tn suchl1»I Balkon für die schsverkranie Kai Äui ist. Außerdem wurden die vrcr fr Pforten um 1 Meter niedriger ge- "ßstzbetleidung der Türrahmen durch »letzt. „Tas ehemalige .Herrscher it rin sehr zurückgezogenes Leben." tuniann. „Tic Gesundheit Dilhsim II., :t rii Lektüre, Promenaden int Park und Drpcrlicker Arbeit beschäftigt, läßt Eicken übrig. VCber das alte organische jener Gemahlin erregt Besorgnis. Ter Dr.'iftsor Dr. Hymans van den Berg-h, hr-husche Villenort Toorn ist nunmehr ui|3 ehemaligen Kaisers geworden, der ij früher der Baronin von Tousir- -rhrrnde. „Huis te Toorn" zu seinem :4 7. Aug. 1517,50 1520,50 1548,50 1551,50 ---- ----- 357,85 nntgetoQ^u flen, barunter’ di in den Schultern, ber neuen tscheck» sich auf. „Das abreichte ihr dverftchtlich. „Nun wige, daß ihr entb wir wollen "-e-itsck>.'n Haß in der .Nihck»uler einen ?xwn." *7 Iw übende Km ., c^c, Mähren, T'ckechiar) ''tcbc Trommel schlag bet\ K otabrrat d-as Tragen der 10er kvstüm e" iM'd bis De i1“ ber öffentlichen Srr ßm und 'IP ber Dagegenlxrnd. lnde werde,i bitteres 21. Inin 1919 durch die teg Hadchee 11 puöbalt (4 erw. • > outet 8t6anbL'fl '"ISevi. gtljl __________ 21 n. völliger Weltabgescknedestheit rLSDläbdienfin " Unter diesen Umständen ist es §°uö z.i^Auz - Wöhnoaus zu Gesicht zu bebommeu, llj' 6m einem kleinen Waldpfad aus erblickt ttorta-Drogme Et Zelbe Gebäude mit der roten Back- > den dickstberantten (Seitenflügeln. Ile der Parivergitterung wird durch Krücke, die hier den das Bc- rl. UüaUckn «niftchrendeii Wassergraben überbrückt, Wüberod.,llgl W HaupNveg nach dem neuen Heim °"0.uch v.autzw. an ^riserpaares. 2er (Eintritt ist streng- Njimfürbau b.ilr Was sofort ins Auge fällt, ist pUn Z Meter bohe graue Trahtgitler mit L®« Stack eldralstaussatz, das das ganze . Und gswahrt man das dahinter alb artige Baumgestäm rne mit dem erf, sowk' das untuchrdringdare !1^^^ ist sehr eingeschränkt worden. iu Kner allen Maut von Gontard, behauch 1 8539B H. Steinbach, Baurcct. nachm. 2 Uhr an vercheigere ich im Hintergebäude Plvckstraße 4 b-w. aus meinem Burenu gegen Barz»ähkmg: 1. Zwangsweise: 18 Pfund Dörrobst und Zuckerwaren, Flaschenkorke, 1 H.rndleitcrwagett, 2 AnssteLlregale, 1 großes Lagevholzgcstell, ein Butterleierfaß, 1 Säge, 1 Sägrbvck, 1 Frrmrn- child und 1 Flungarderobe. 2. Auf Kosten und Gefahr für bett, den es a n geht: 45 Fl. verschiedene SchnLvße und Liköre (40 und 50proz.). 3. Auf freiwilligen Antrag: 1 Goldlacke, 3 Musen, 2 Röcke und 1 Paar weiße Mb* ■ chuhe (neu), 1 schw. Muse, 1 Perser-Teppich 1,40/2,20 Meter, 1 Schreibmaschine (Stö ° oer), gut erhalten, und verschiedenes andere. Versteigerung bestimmt. 8447 Junker, Gerichtsvollzieher, Plockftr. 4. vergeben -werden. Die Verdingungsunterlagen liegen auf Hess. Bürgermeisterei offen. Angebote sind verschlossen und postfvei bei ihr einMreichen. Eröfftumgster- min Dienstag, den 2 4. August 192 0, vormittags 10 Uhr, auf dem Geschäftszimmer der Bürgermeisterei im Schulhaus. Gießen, den 6. August 1920. Hess. Kulturinspettion Gießen. Bekanntmachung. Der von dem Gemeinderat durchberatene Voranschlag für das Rechnungsjahr 1920 dec Gemeinde Watzenborn-Steinberg und der Feldgemarkung Obersteinberg lieyt vom 10. August 1920 ab 8 Tage lang zur Einsicht und Erhebmig von Einwendungen auf der Bürgermeisterei offen. Es wurde die Erhebung einer Umlage beschlossen, wozu auch die Ausmärker beizutragen haben. Watzenborn-Steinberg, den 10. August 1920. Hessische Bürgermeisterei. Schäfer. Hi. rZ-rerer « canv. iw Einz-Averfon läbrlrch 100 Mr. IV. Freie Beleuchtung. a) Für eine Einzelperson jährlich 10 -Uci. b) Für eine Familie jährlich 80 Mr. Tie vorstehende Festsetzung ist als Durch- schnittssatz zu betrachten. Der Wert anderer Sachbezüge wird von Fall zu Fall festgesetzt, ebcrflo können auch Abweichungen von den obigen /Mt- setzungen zugelassen werden, wenn dies nach Lage des Einzelfalles geveckftfertigt erscheint. Die Festsetzung tritt am 9. 'Xuguft 1920tn Kraft. 85356 G ießen, den 2. August 1920. Versicherungsamt der Stadt Gießen. Stadt. Arbeitsamt Gießen West-Anlage 31, Teleph. 2054. Es können eingestellt werden. a. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Schlosser and Autogenschweißer für alle Metalle, 1 Konditor. Lehrlinge: 1 Maler und Anstreicher, 1 Schmied, 1 Gärtner, 1 Schuhmacher. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 3 landwirtich. Knechte und Arbeiter, 1 Anstreicher, 50 Feldbereinigungsarbeiter, 10 Hauer u. Lehrhauer, füll! Rundschleifer, 5 Werkzeugschleifer, 5 Feinschleifer. 5 Dreher für Leitspindelbänke, 5 Stahlgraveure. 1 verheirateter Schmied für Hofgut, 10 Gestein» Hauer, 1 Müller «Oelschlagmüllerf, 10 Kesselschmiede, 1 Schreiner, 2 Vrovistonsreifende, ein Lohnbuchhalter n. 1 Betrieböbuchhalter (f. Kriegs- beschädigte). Lehrlinge: 1 Schriftsetzer, 1 Müller. ES suchen Arbeit: Schriftsetzer und Buchdrucker Schweizerdegen, 2 Buchbinder, 2 Schneider, ein Friseur, Maurer, 2 Stellmacher, Kaufleute, Schreiber u. Reisende, 1 landwirtschaftlicher Verwalter, Backer, Hansburschen und Ausläufer, Maschinen- u. Bauschlosser, 1 Gärtner, 1 Konditor, Elektromonteure, 3 Schuhmacher. 1 Heizer, zwei Krankenpfleger, 1 Schmied. Weißbinder und Anstreicher, 1 Küfer, 2 Sortiermeister, 5 Tapezierer, Polsterer u. Sattler, Bäcker und Metzger, 2 Kellner. 3Kraftfahrer, 1 Brauer, 2 Baulechniker, 1 Zeichner, 1 Bandagist, Mechaniker, 2 Dachdecker, 1 Ziseleur, 2 Schweizer, 1 Spengler u. Installateur, Dreher. Lehrlinge: 1 Schuhmacher, 3 Kaufleute u. Schreiber, 1 Weißbinder u. Maler, 2 Elektrotechniker, 1 Schlaffer, 1 Elektromonteur, 1 Gärtner. Weibliche Abteilung: Es können eingestellt werden: a. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 landw. Mädchen, Dienstmädchen, Lauffrauen u. -mädchen, tüchtige Alleinmädchen, Zimmermädchen. 1 Näherin, eine Schneiderin, 2 Bereiferinnen, 2—3 Pflegerinnen s. Anstalt. 1 Säckeflickerin. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 1 Beiköchin, Dienstmädchen. Hausmädchen, Zimmermädchen, Alleinmädchen. 1 Haushälterin zur Führung des Haushalts, landwirtschaftliche Arbeiterinnen und Dienstmädchen. Es suchen Arbeit: 1B bliotheksgehilfin. 1 Stickerin, (übernimmt auch Näh- und Flickarbeit zu Haufe), 1 Lehrmädchen (Putzgefchäft), das l Jahr gelernt hat, zum Weiterlernen, einige Näher- und Flicke, rinnen außer dem Hause, 1 Büglerin. 1 Frau • übernimmt Wäsche im Hause. 8489B Behördliche Anzeigen. Bekanntmachung. betreffend Entrichtung der Luxussteuer für das 1. Halber 1920. Auf Grmw des § 144 der AusführungSdeUm-- vrungen zum Umsotzsteuergesetz toerpen b« zur Entrichtung dec Luxussteuer und erhöhten Ummtz steuer -verpflichteten Personen, tte eine selbständige gewerbliche oder berufliche Tätigest ausuben, ine Gesellschaften oder sonstigen PecsonLNveoeinrg-unqen l m Bezirk der unterzeichneten Finanzämter ausgesor- dect, die vorgeschriebenen Erklärungen über den Gesamtbetrag der steuerpflichtigen Entgelte im l.Vauch dann, wenn ihnen die Steuerentrichtung gemäß § 33 Ws. 2 Satz 3 des Gesetzes für einen kürzeren ober längeren Zeitraum gestattet ist, sowie auch die Gewerbetreibendem, die Gegenstände der in § 23 unter Nr. 5 des Gesetzes genannten Art in das Ausland verbringen. ,, 3. Diejenigen Steuerpflichtigen, die Anzeigen der im 8 25 Ziff. 1 des Gesetzes übernehmen m i t Ausnahmen der Zeitungen und Zeitschriften. Für diese Betriebs erstrecken die Ausführungsbestimmungen den Steuerabschnitt auf ein volles Kalenderjahr. 4. Diejenigen Steuerpflichtigen, die gemäß §25 S2 des Gesetzes eingerichtete Schlaf- und räume in Gasthöfen, Pensionen oder Pri- vachäusern nachhaltig zu vorübergehendem Aufenthalt abgeb«r. 5. Diejenigen Steuerpflichtigen, die gemäß §25 Nr. 3 des Gesetzes die Aufbewahrung von Gold- und Wertpapieren, Wertsachen oder Pelz werk imb Bekleidungsstücken aus oder unter Verwendung von Pelzwerk gewerbsmäßig betreiben. Ausgenommen sind Banken, Sparkassen und Kreditgenossenschaften, da sich für diese Betriebe der Steuevabschnitt II. Freie Wohnung. a) Ein einfaches Mansardenzimmer oder gemeinschaftliches Zimmer für mehc als eine Person jährlich 150 Mk. b) Für ein besonderes Zimmer jährlich 300 Mk. c) Familienwohnung (2 Zimmer mit Zubehör) jährlich 400 Mk. auf ein volles Kalenderjahr eil streckt. 6. Dichenigen Steuerpflichtrgen, üte nach § 25 Nr. 4 des Gesetzes Pferde, Esel oder andere Reittiere gewerbsmäßig zum Reiten ausleihen. Die gemäß § 47 pes Gesetzes mit 10 Prozent zu versteueruoen Entgelte find weiterhin monatlich mit Muster 6 der früheren Ausfühvungsbestrmmun- gen zur Anmeldung zu bringen. Die Einreichung öer Erklärung kann durchs erforderlichenfalls zu wiederholende Ordnungsswafen bis zu 500 Mark erzwungen werden. Umwandlung in Haft ist zulässig. Wer meint, zur Erfüllung her Aufforderung nicht verpflichtet zu sein, hat dies dem Umsatzsteuevamt rechtzeitig unter Darlegung der Gründe mitzuteilen (§ 202 der Reichs abgab en- Ordnung). v ,__ Das Um ftrtzsteuergesetz bedroht benjemgen, der über den Betrag der Entgelte wissentlich unrichtige Angaben macht, Mid vorsätzlich die Umsatzsteuer hinterzieht >oder einen ihm nicht gebührenden Steuervorteil erschleicht, mit einer Geldstrafe bis zum 20fachen Betrage der gefährdeten oder Hintes zogenen Steuer oder mit Gefängnis, xer Verbuch ist strafbar. . . Zur Einreichung der schriftlichen Erklärung siiid Vordrucke iu verwenden. Bis zu zwei Stück können von jedem Steuerpflichtigen bei den unterzeichneten Umsatzsteuerämtern kostenlos entnommen werden, s oweit sie nicht amllich zugestellt worden sind. Steuerpflichtige sind zur Anmeldung der Entgelte verpflichtet, auch wenn ihnen Vordrucke zu einer Erklärung nicht zugegangen sind. Bei Nichteinreichung einer Erklärung, die im übrigen durch eine Ordnungsstrafe geahndet werden kann, ist das Finanzamt befugt, die Veranlagung aus Grund schätzungsweiser Ermittelung, vorzunehmen. 85270 Gießen, B utzb ach, Grünberg, Hungen , den 9. August 1920. Die Finanzämter (Umsatzsteuerämter). Bekanntmachung. Festsetzung des Wertes der Sachbezüge. Durch Verfügung des Herrn Oberbürgermeisters und des Versicherungsamts der Stadt Gießen wird der letztmalig am 1. März 1920 festgesetzte Wert der Sachbezüge gemäß § 2 des VersicherungsgZetzes für Angestellte und § 160 RVO. wie folgt neu festgesetzt: I. Freie Verköstigung. Arbeitsvergebung. Für die Feldbvreinigunö .Heuchelheim sollen nachfolgende Arbeiten und Lieferungen vergeben werden * Los 1: Herstellen des Bieberbachdurchstichs unterhalb Heuchelheim, Los 2: Bau einer BetonbrücL, Los 3: Herstellen eines Flutgrabens aus der PferDewnde. .__ Die Verdingungsunterlagen liegen trui öer .Hess. Bürgermeisterei Heuchelheim offen, wo öre Angebot* in Prozenten des Kostenanschlags nnt ent== sprechenr.Berdux,M-°7: