MNgÄrdnung jsblatt.) Bedenken darüber fern Toren steht. Spaa ist die Anerkennung, Verein® daß man sich über europäische Fragen auch aus in Spaa eine geeignete Vertretung gefunden mit uns auseinandersetzen muß. Man wird - habe. Die Regierung erläßt, daraufhin eine amt- uns nicht beiseite schieben können, tvenn auch siche Erklärung, wonach aus Erwcten der baye- europäriche Frage geworden rst. < -dm berufen, sondern auch Regierungsrat Obwohl unsere Gegenvorschläge unter der langen der genommen. Minister Namen der deutschen Wolff? Ge'ec^ abnd Die vor- ezeichneien Be- tb, werden m- Mark beträgt, zum Betrage mgeld für zehn Strafmaßnähmen in Aussicht Dr. Simons erklärte im 5 dem Reiche iben, steht bei Hungen, fjtoif ö Wochen hi l sc ’5M. S. 200) btt Entlassung Mn der Zeil nach der Enl- lfe aus Mitteln chbl. S. 1467) Vie Unterzeichnung de; Vaffrnabkominenr. Spaa, 9. Juli. (Wolff.) Savas. Deutschen haben das von den Alliierten nach Spaa berufen, sondern auch Regierungsrat P i r n e r dorthin abgeordnet worden sei, der das Referat über Polizeir»esen und Einwohnerwehr im Ministerium des Innern innehat. Sicherheits- und Einwohnerrvehren auch vom Standpunkt der besonderen bayerischen Verhältnisse Delegation, daß die deutsche Regierung niclN im Stande sei, ohne eingehende Besprechuo e.t mit den Sachtserftändigen zu der Angelegenheit sich zu äußern. Es wurde darruf gegen 7 Uhr eine neue Sitzung auf Sonnabend 11 Uhr angesetzt. Brüssel, 9. Ju'i. sWol'f? Laut B ätter- Meldungen ist der b kamt d ut e v n uftereJe .Hugo St innes in Spaa eingetoosf.n. Frist für die Herabsetzung der Reichswehr auf 100 000 Mann von 18 au <> Monate herab und verlangte die sofortige Entwaffnung der Einwohnerwehren und der Sicherheitspolizei sowie die Auslieferung der Waffen und des Kriegsmaterials. Die ge- singen Zugeständnisse, die Vvn der Gegen- eite gemacht wurden, fallen durchaus nicht ns Gewicht. Da die Alliierten sich sagen mußten, daß sich eine ihrer Verantwortung bewußte Regierung auf solche Bedingungen nicht eingehen konnte, so griff man zu dem bewähr- tat Erpressertrick vvn Versailles und stellte unseren Unterhändlern ein befristetes Ultimatum mit der Drohung, »vidrigenfalls einen das Ruhrgebiet oder einen anderen Teil deutschen Gebietes neu zu besetzen und erst zu räumen, wenn die Erpressung erfolgreich war. hcfrauen, sowie sicherten, welche ,n b haben, 195a nicht zu- siedeckmst minder Reichsver- antcnkasse gegen rnrng, nicht aber zur Annahme der St as.esrim- muuoen bereit, b?m rktr Lloyd George, es gete nur ein Jo oder Nein. Diixsuf imtev- zrichncten die D utschu. __ Berlin, 9 Iu i. ______ fand, h^r unter dem Vorsitz ves R i>-p äfiberten eine Besprechung ter hier awe.enöat Mü- RLparatvons^ommisirou bt" immte Paris, 8. Juli. (Wolff) Ter eternalte Mte nister Renault hat dem Mini^/pvare r Mil- lcrand trlegvapksch mit^tterlt da>z dec iwrn'^r- aussckuß für auÄiürtige An^lkV'N.e.ten den X>c- richt überd« EntwoNnunaTeutschla m cinsrimmig angenommen tat Rnwutt uno «anL- licl-e Kvmmissämsmmrlled r mitzbi! W .e-JMj- vertan geruirs, die man der deutschen gQvährL. Nr. 160 Der Siebener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonn« und Feiertags, ve^rgspreisc: Monatlich D'arft 3.60 und MK.- OSTrägerlohn, viertels^hr»ichMcl)cnhilse wrh- edbl. 2. 200) tcherung und 1917 (Reichsbestandes auch eine ganz andere, viel gründlichere Bewaffnung dieser Ordnungssoldaten als die, mit der wir in gewöhnlichen Zeitläuften unser Auslangen finden tonnten. Mit vollem Recht hat Lloyd George erklärt, daß die Waffen, die sich in unbefugten Händen radikal gesinnter Zivilisten befinden, eine Gefahr für uns selbst bedeuteten. Es Muß alles getan werden und es wird wohl auch alles getan werden, um diese Waffenvorräte der Zivilbevölkerung zu erfassen und unschädlich zu machen. Aber Las kann nicht durch Anordnungen und auch Glicht durch Vereinbarungen erreicht werden, sondern es wird nur gelingen, toemt die -Ordnungsmacht des Staates in Zahl und Bewaffnung stark genug ist, um allenthalben die Herausgabe der Waffen zu erzwingen, mit denen gegen den Staat und für die Beltrevolution gekämpft werden soll. Auf diese Zusammenhänge hat in Spaa bereits der Reichswehrminister Geßler hingewiesen, aber das neue Ultimatum der Entente hat diesen Verhältnissen nicht im geringsten Rech^- nirng getragen. Die Bedingungen der Alli- -ierten sind so schwerwiegend, daß deren Folgen irod) nicht übersehen werden können. München, 9. Juli. In bayerischen Blättern verschiedener Richtung wurden in diesen Tagen über geäußert, ob die Frage der und Einwohnerwehren auch vom Berlin, 10. Juli. Wie die Germania -u- verläisig erführt, traf in den Morgnistunr-en bei fc>cr ReicliSregieruns m Berlin.,ein Telegramm aus Spaa ein, wonach unter der Entwaffnung der SicherheitsPolizei fcinestatöß deren völlige Entwafftnorg ober erimg. Sonach nrört-e also die Sichcrheitswehr als reine Polizeitruppe fcrtbeMen. Die $rage itr ttri'grverbrecher. Spaa, 9. Juli. (Wolff.) Die heutige Sitzung der Konferenz, in deren Verlauf die deutsche Delegation das militärische ProwkoN unterzeichnete, dauerte bis ll3/< Uhr, worauf Generch v. Seeckt und die drutscheir Militänsachverstim-igen den Be- ratungsssal verließen. Die Sitzung wurde bann sofort wieder ausgenommen, um die Frage der Kriegsvergehen zu bchandeln. Jules E a m b o n roofjnte der Sitzung als franrr,stschcr Sachverständiger bet Spaa, 9. Juli (WTB.) Tie Konferenz trat nach der Erledigung der militärischen Fragen in die Besprechung der FroHe der sogen. Kriegsverbrecher ein. Nach Aussührurrgen des beut- gTieber des Kabinetts üb r bi? Lage in Spaa satt Darm sä/loß sich ein1 Aus pr ch- mit te-i P^it ilüwern. wo a t auch i M tg i?d r las pr - ß s hett Kwinett t i nahm n Für beute mo geil 8 Uhr war -'ine g m inian-* Sr utg de Öanfbairu 'g auesctus es und des Reichsr. t e:, - .ernten. Die Bes/r duntgen waven streng ver trau ich. Berlin, 9. Juli. -.Wolff.) In einer mit den Parteifül/rem, dem ^Xlnptaussdmß und bem Reichs rat gepflogenen Bespnäiung über die Be binginvgw der (Snitmfc? br der EnMxissnungsffvrgr nmrcc vom Reichsminister Koch herv-vrgeh.'be>r daß der Reichskanzler und dir in Spaa anwesenden Milchiger der ReichSreyi^mng über die Auffassungen dieser Drprme unlerridytet sein müssen, be vor eine En t sch nun g getroffen wert«. Tie Beratungen zogi.m sich lns mich Mitternacht hin und wurden nu.rgens um 8 Uhr wsc.er aufs-mommen. Tie BedingunF.m der Entente losben die fdfleerfam Betanken aus. Ansbesoiüere erAickten tue P>rr- teien einmütig in der Bedrvhu.'rg> mit der Besetzung deutschen Gebiets eine sclstvereGefährdung unserer ibratlicheu Sriiteni und der Herstellung eines ehrlichen friebliayen Zusammenarbeitens. Tie Vertreter unterer Regierung in Spaa wurden von dem Ergebnis der Besprechungmr unverzüglich in Kenntnis gesetzt. Be r l i n, 9. Juli. (WTB.) In einer Besprechung der Parteiführer über die Entwaffnungsbedingungen der Alliierten lehnten laut Abendblätter alle Parteiest geschlossen die Drohung mit neuen Besetzungen deutschen Gebietes ab. geschlagen« Abkommen um 11 Uhr 15 Minuten unterzeichnet, nachdem sie erklärt hatten, daß keine Bestimmung des Friedensvertrages von Versailles sie zwingen würde, neue Gebietsbesctzungen sich gefallen zu lassen, es sei denn im Falle der Nichterfüllung der Wiedergutmachungen. Brüssel, 9. Jn'i. WLB.) Die Ageutu'- Havas-Reuter verbreit t hier solg n>eu Beicht über die h".tt-gr Si;im in 3t>aa: Di' Uevrein» fünft betret.end die Entwaifmmi wur e h-ute von den deutschen Bertr t ra nach eine? s br ueroegt n Sitzung unteiyidntet. Nachc«m Dr. Simons erklärte, feine Ko legen und er seien zur Unter leib’ n)od)tnrü!i(t Utter die Aussichten der Konferenz von Spaa heute schon ein zuverlässiges Urteil abzugeben, ist unmöglich. Die etwas vorsichtige Kennzeichnung der Lage als ,^rnst, ater nicht hoffnungslos", charakterisiert nicht nur die Stimmung, die unsere Delegation nach der ersten Begegnung mit den Entente- StaatSmännern beherrschte, sondern sie muß vorläufig auch für die Gesamteinsck>ätzung der .Chancen von Spaa maßgebend sein. Die Welt wird über die Vorgänge in Spaa leider wieder so gut wie ausschließlich durch Berichterstatter der Ententepresse unterrichtet, die natürlich das Bestreben zeigen, die Konferenzen nicht als paritätische Verhandlungen, sondern halb und halb als Gerichtssitzungen erscheinen zu lassen, in denen die Ankläger und Richterder alliierten Nationen die deutschen Angeklagten verhören. Zweifellos haben die alliierten Staatsmänner die Siegerpose nicht abgelegt, als sie das Vcrhandlungszimmer der Villa de Freineuse betraten. Zweifetlvs widerstrebt es zwar nicht allen, aber doch vielen von ihnen, gleich bei dieser ersten Zusammenkunft mit den Ministern des besiegten Deutschland, die Atmosphäre der Parität entstehen zu lassen. Die Aeuhcrung Lloyd Georges, daß man sich jetzt geschäftlich unterhalten müsse, weil der Austausch von Noten zu nichts führe, bedeutet einen tatsächlichen Fortschritt, für den man ein gewisses Maß von Ueberhebung auf der andern Seite immerhin in Kauf nehmen kann. Die ersten Verhandlungen der Konferenz haben den militärischen Fragen gegolten. Nachdem die Entente in ihren letzten Noten erklärt hatte, daß eine Debatte über diese Fragen überhaupt nicht zugelassen werden könne, bedeutet es an sich einen Fortschritt, daß man in Spaa Gewicht darauf gelegt hat, auch in dieser Angelegenheit unsere Wünsche und unsere Beweisgründe kennen zu lernen. Niemand in Deutschland denkt an einen Krieg gegen äußere Feinde, zu dessen erfolgreicher Durchfilhimng uns ja auch dann alle notwendigen materiellen und psychologischen Voraussetzungen fehlten, wenn nicht ein einziges Maschinengewehr und nicht eine einzige Kanone mehr ausgeliefert würde. Aber die unbedingte Aufrechterhaltung der inneren Ordimng verlangt unter den außergewöhnlichen Umständen, mit denen wir zur Zeit und leider wahrscheinlich noch auf lange hinaus zu rechnen haben, neben eines verhältnismäßig großen Mannschafts- fchen Justizministers schlug Lloyd (George vor, die Einzelheiten oct Frage einer Besprechung der Justizminister zu über laben. Tie Sitzung wurde nach 1 Uhr vertagt. Tie nächste Sitzung, in meld>cr die Justizminister die Bestrafung, stage b sprechen werden, findet nachmittags 3 Uhr im Sch.oß de la Freneust statt. Die Plenarsitzung findet nachmittags 4'/, Uhr statt, um die Berxltung über die Kdhlensrage zu beginnen. Reichs Wehrminister Geßler, General tv Seeckt sowie die militärischen und Marine ackn-ersiändigen sind heute abgereift. Nachmittags werden erwartet: Decnburg, Rathenau, Bankdirektor von Stauß, Banldirektor von Urbig, Bergwerksdirektor Liibie^» Essen und Geheimrat von Flotom. Staatlichetär Albert begibt sich nachinittags vorübergeheicd nach Berlin zurück. Spaa, 9. Juli. (WTB.^ Berickst über die Vormittagssitzung vom 9. Juli. D.e K.mi.renz ist um 1/811 Uhr zusammeng treten. Präsident Delacroix forderte die deut,d>e T« egativu auf, ihre Antwort, die sie sid) für heute ooemikag vorE-halteu hat betr. Unterz ichniing des Protokolls mit,niteilen, dessen Text a.l u T< enterten: durch das Genera sekcebariat zug s.e« t roor cn sei. Die deutscte Delegation erklärte lid) beut . t Ufo. jw ntl der Minm en der Entente übeÄassen wohung der Besetzung des Ruhrgebiets nennt das „Berliner Tageblatt" eine Politik mit dem Revolver in der Hensverhandlungenrn Bewindung zu etzen. in fts mfa bx., lieber fwS Cfll*vn M-Nld D btt M au! Sirfauf jerfwnb zum «Mgl, um 1 Vie ketzenrmiüelteuerung. fd. Schlücktern, 8. Juli. Die Magermilch, die im Kreise bisher 8‘) Pf. ab Hos und 90 Pf. in den Verkaufsstellen kostete, ist, wie der uni WnJ <«•« 25 üb« ^Aemsied! Mbl im B« N ihr bei Knie Mc Mchl fern S. b Muß an Habei ff« ?u er Täm Au» dem Reiche. Die Steuererhebung. Berlin, 9. Juli. (WTB.« Bei der Beratung des Etats des Neichsfinanzministe- riums im Haushaltsausfchuß des Reichstags erklärte Staatssekretär Wsle, es werde mit aller nur denWaren Energie gearbeitet, um die Steuererhebung vorwärts zu bringen. Beim Reichsnotopfer habe die Frist zur Deklaration jetzt begonnen. Es sei anzunehmen, daß diese Angelegenheit noch im Laufe des Jahres erledigt sein wird. Hus dem besetzten Kebiet. Streik im SaargebKt. S a a r b r ü ck e n, 6. Juli. (WTB.) Die gfamte Hütten- und Metallindustrie des aargebiets steht jetzt im Streik, mit Ausnahme der Halbergec Hütte. Die im Deutschen Metallarbeiterve cband organisierten Arbeiter haben ge^ern allerorts in geheimer Abstimmung sich für die Fortsetzung des Streiks erklärt. Woü Der „M Mtftr Hebers Scheuerm mtnehmtn: IvlhrMschen 50 siedlungsf Bertriebme Kreise W herein be^te neu, die Nah Bammmnsc vllse Sieblir Der Lmin i w.itg in £ Kreisausschuß mitteVt, nach dem Urteil Sachverständiger und einsichtiger Landwirt? zu hoch. Als Richtpreis setzte der KrttS inso'gedes.en den Preis für das Liter auf 6 0 Pf. Welcher Kreis folgt nach? sn. Fulda, 9. Juli. Eier 8 5 Pfennig. Die hiesiye Stadtverwaltung geht beim Festsetzen der Preise immer in nachahmenswerter Weise voran. Als die ersten Eier in den freien Handel kamen, stellte sich der Preis für Eier auf 1.20 Mk. gegen ander' Städte aus 1.80 bis 2 Mk. Nun ist dec Ei.rvreis auf 85 Pf. festg setzt worden. Auch annehmbare Obstpreise sind hier erzielt worden, z. B. Kirschen 1 Mk. bis 1.50 Mk., Stachelbeeren Warschau, 9. Juli. (WTB.) Der Aufruf des General Halter an die Gesamtheit des polnischen Volkes fordert zur Bikmng von Freiwilligenarmeen aus. Die amerikauifch-rnsfischen Wirtschaftsbeziehungen. Washington, 9. Juli. (WTB.) Das Staatsdepartement hat bte Beschränkungen im Handelsverkehr mit Svwjetrnßlandl aufgehoben: eine Ausnahme besteht nur für Ma- terialten, die sofort zu Kriegszwecken verwendet werden können, für deren Ausfuhr nach Rußland von Fall zu Fall eine Sonderbewilligung erforderlich ist, die nur ausnahmsweise erteilt werden soll. Wechsel in der belgischen Gesandtschaft. B e r l i n, 9. Iuü. (WTB.) 3» der gemeldeten voraussichtlichen Abreise des belgischen Geschäfts-- trägers Grafen d? KerkHove de Dentorg'hem erfahren wir, daß es sich nidjit um seine Abberufung handelt, sondern daß der Geschäftsträger nach dem in Kürze zu erwartenden Eintreffen des neuen del-- gischen Gesandten Bavon de la Faille de Leverghem Berlin verlassen nnib. z ß“” ttii fest tte k'Sf, Kitt vo" voll S*Kt eoi»<‘ in r^.bn o Qid iiml *■ gtits Nlcht » H“jri verordnet Kirscheir . . . Mk. 1,80 vis 2,00 - ~ -- 1,20 Der Zusammenbruch der polen. London, 9. Juli. (Wolff.) Reuter. Der Firnes" wird aus Warschau gedrahtet: Am Ö Juli erhielt die politische Armee den Befehl zum Rückzug auf der ganzen Front. Dieser rasche Rückzug bedingte die Aufaabe von Minsk und R o w n o , die in die Hände der roten Truppen fielen. Kopenhagen, 10. Juli. (WTB.) Die Nationalttdende meldet aus Helsingfors: Alls Polen in Helsingfors einlaufende Nachrichten bestätigen, daß die militärische Lage Polens verzweifelt ist. Der russische Durchbruch am Pripet wird mit ungeheurer Kraft durchgeführt. Südlich davon bei Prvs- kurow erfolgte am letzten Dienstag ein neuer Durchbruch. Auf der ganzen Front befinden sich die Polen in panikartiger Flucht. Bon den Karpathen bis an die Beresina ist die polnische Front in Auflösung. Die Polen haben ein Heer von 300 000 Mairn aufstellen Ginnen, das jetzt gegen eine mehrfache Ueber- macht kämpfen muß. Die russische Offensive nimmt folgende drei Hsuptrichtungerl.: von Preskurow und Tarwvpol gegen Lemberg, von Saslaw gegen Lemberg und südlich von Lublin und die dritte wichtigste von Mosyr gegen Pinsk, Brest-Litowsk und Warschau. Letztere bedeutet für die Polen die größte Gefahr, da sie den polnischen Lebensmittel- matlt bedroht und den Feldzug mit Polens Untergang entscheiden kann. W a r s ch a u, 9. Juli. (WTB.) Der Boll- noch mehrfach xte"t>re&ju'-'gen der Minister und Sachveri äobigen über b;e Forderungen der Entente statt. Unaufhörlich spielten Telegraph und Telephon, um die Verbindung mit den in Berlin weilertden Mitgliedern der Regierung- aufzuneh-- men und den Reichspräsidenten, die Führer der politischen Parteien und den Reiä>srat von dem Ercht der Ereignisse zu benachrichtigen. Ein banger Druck lastete auf uns allen. Was würde werden, toemt wir alle die Strafbestimmungen, welche die Besetzung der Ruhrgebiete in Auslicht stellen, unterschreiben? Handelt es sich doch um eine ganz neue Forde iingi der Entente, da der Friedensvertrag von Besetzungen im Falle nichterfüllter Bedingungen nichts weiß. ES war klar, daß die nächs.en Stunde:: die Entscheidung bringen mußten, daß Beschlüsse von ungeheurer Tragweite uns bevorstehen. Wir wußten, daß starke Truppenmassen, Franzosen und Belgier, an der Grenze bereit standen und nach den Geschehnissen der letzten Tage konnte kein Zweifel sein, daß die Entente sofort einmarschieren würde, läuft doch morgen, wenn es zu keiner Verständigung kommt, die Frist, die für die Herabsetzung des Heeres auf 100000 Mann gestellt wurde, ab und muß doch bis zum 10. Juli die völlige Räumung des Ruhrgebiets durchgeführt sein. Die in Berlin weileiwen fünf Mitglieder des Kabinetts (sieben Minister sind in Spaa anwesend) teilten mit, daß sie den in Spaa nteilenden Ministern völlig freie Hand lassen, da sie sich in Spaa einen besseren Einblick in die Erfordernisse des Augenblicks hätten. Der Vormittag brachte immer neue Beratungen in der Villa des Corbiers. Nach lOV^Uhr, kurz vor Beginn der Sitzung, verließen die Minister die Villa, um sich nach dem Schloß de la Frcneuse äu begeben. Es wurde bald bekannt, daß bet den schweren Folgen, die bei Nichtannahme der Forderungen der Alliierten eintreten würde, die Regierung einstimmig ihre Annahme beschlossen habe, daß jedoch ebenso einstimmig die Auffassung vertreten wurde, daß es sich bei den vorgesehenen Strafbestimmungen klar unb deutlich um eine Abänderung des Versailler Vertrages handle, zu deren Unterzeichnung die Regierung vorher die Zustimmung des Reichstags und des Reichsrats hätte einholen müssen. Es besteht jedoch die größte Hoffnung, daß ihre Bedenken seitens der EnteMe nicht unberücksichtigt bleiben werden. 12 Uhr mittags. Tie militärischen Sachverständigen, an ilyrer Spitze Genenrl von Soeckt, sind mieber zw.-ück. Im Sckch>ß de la Freuense bespricht man bereits die Frage der Bestrasnng^-n. ^n Gntcntcfreifen spricht man davon, daß die militarisäten Sackrr-erstänoiaen formte Vorschläge für die Herabetzung der Reichswe'hr im Obersten Rat Vorgelege hiben: Herabfetz:mg auf 150 000 Mann bis 1. August 1920, Herabsetzung« auf 100 000 Mann bis 1. September 1920. Bei den Besprechungen des Obersten Rates mackste Mille- vand starke Bedenken gegen diese Lösung geltend und bestand auf einer Längeren Frist. Man einigte sich schließ ich auf die bereits bekannten Vorschläge. In den Borsckstägen war die Besetzung, weiterer deutscher Gebiete bei NichterfMung der Bedingungen vorgesehen, jebod) das Ruhrgebiet nicht namentlich genannt Tre Ruhr^bietsklansel ist auf Anregung Lloyd Gavrges in die endgültigen SBebingungeit ausgenommen worden. S Paa. 10. Juli. Nach Erledigung der mili- türisckk-n Jr-^gm war ein gl-tt.er Be lauf der weiteren Verl^nvlungim gesichert. Es trat eine Entspannung ein. Im Anschluß an die Verhandlungen bezüglich der Entwaffnung Teutsr^ands unb der Herabsetzung der HeeresstzLrcke trat man in die Ve^h?n'>lungen über die Bestrafung der deutschen Kriegsverbrecher ein. Justiymtt-rister Tr. Heinze erklärte, daß gegen alle 45 m dem letzten Ententebericht an geführten Personen das Verfahren eingeleitet worden sei. Lloyd George ries hier dazwischen: Sind sie alle verhaftet? Tr. Heinze erklärte darauf, eine Verhaftung habe bisher nach dem deutschen Gesetze nicht stattfinden können, da die vorliegenden Beweise d^rzu nicht ausreichend seien. Lloyd George ries 'frier wieder dazwischen: Kennt man ihren Wohnsitz? Bon den meisten ist er bekannt, erklärte Tr. Heinze. Günstigen Eindruck macksten die Ertlärungen des Ministers Tr. Simons, daß die Gerechttgkeil gegen alle Verletzer der internationalen Gesetz? mit aller Strenge Walen werde. Weiter erflärte er, daft er tmrdr*.<5 Zutrauen zu der Gerichtsbarkeit Teutschlands 'habe und davon überzeugt sei, daß diese gerecht in dieser Angelegenheit urteilen werde. Tie Erklärungen der däitschen Ver-tveter wurden darauf in einer Sonderberatung einstimmig angenommen. Dm Nachmittage verhandelte man dann über die Koblenfr^ ge. ©'artslefretir Bergmann schilder e die schwierig Kohl-ml'^ Teutschlands. Seit 9kvril seien täglich 40000 Donnen Koblen abg-ttiesnt w>tten trotz Streiks und innerer Unruhen Teutstsstemd hoffe, die es Qvaeitum auch für die Zukunst liefern zu können. Voraussetzung dafür fei, aber, daß O b e r s chl e s ie n bei Deutschland bleibe. Millerand warf Teutschland besonders die MMterenrngen nach der Schweiz und Hrllmd vor, während die Alliierten nicht einmal ^as versr- Dchene Qu-rntnm erhalten hätten Tie Alliierten hätten daher die bereits beklrnnten Maßnahmen ergriffen. Tr. Simons verlangte davauf eine Frist für die Beratungen mit den Sach- ver-änte'gen n^'vauf die Sitzmg auf Samstag Vormittag 11 Uhr vertagt wurde. Die deutsck>cn delegieren tt-sten turnt zu einer Besprechung zu- fammen. Später fanden Verhandlungen mit den Sachvec önoigen steckt, die bis gtgen Mitternacht andauerten. Deil' „Germania" W hervor, daß sich die Deutschen nur dem Zl«rn?e hätten und daß die Verant- ** D i e Mietgeldschwindlerin, über die vor einigen Tagen berichtet wurde, konnte gestern in dem Moment festgenommen werden, als sie Gießen mit der Bahn verlasst wollte. Es ist die aus Buschhütten stammende Dienstmagd Paula Künz^ Sie ist nicht allein auf dem Gebiete als Mietgeldschwindlerin aufgetreten, sondern hat sich auch noch an zwei Stellen 70 Mk. erschwiw delt, indem sie für den Betrag Zucker zu besorgen versprach. Auch in Krofdorf ist sie als Diebin aufgetreten. Dort mietete sie srch ein und verschwand nach zwei Tagen, nachdem sie sich vollständig neu aus dem Kleiderbestand der Herrschaft gekleidet und ihre alten Kleider zurückgelassen hatte. Bei ihrer Festnahme trug sie die schönen gestohlenen Sachen, die ihr wieder abgenommen wurden. ** Fahrraddieb stahl. Gestern wurde in Gießen aus der Fahrradhalle des Gymnasiums ein Fahrrad, - Marke „Opel" (Rennmaschine), mit schwarzem Rahmenbau, gelben Felgen und roter Bereifung, im Werte von 2000 Mk .gesbohlen. Vor Ankauf wird gewarnt. ** Hasendiebstahl. In der verflossenen Nacht wurde eine Person tm Besitz eines Stallhasen (Deutscher Riesenscheck) betroffen, über dessen Erwerb er sich nicht genügend ausweisen konnte und zweifellos auf eine strafbare Handlung zurüchuführen ist. Der Eigentümer wird ersucht, sich dieserhalb mit der Kriminalpolizei ins Benehmen zu setzen. ** Sicherheitsdienst in der Stadt Gießen. Nackchem die vorläufig hier imter- gebrächte Abteilung der Hessischen Sicherheitspolizei im Sicherheitsdienste ausgebildet ist, wird diese im Zusammenarbeiten mit dem Polizeiamt Gießen zu dem nächtlichen Sicherheitsdienst herangezogen. Die Pattouillen der Srcherheits« Polizei sind an weißer Armbinde kenntlich und führen Dienstausweise mit sich ** Aufbringung des einmali» genFernsprechbeitrags. Es sind Klagen darüber laut geworden, daß zahlreiche Fernsprechteilnehmer Schwierigkeiten haben, den einmaligen Beitrag zum Ausbau des Fernsprechnetzes (1000 Mk. für einen Hauptanschluß und 200 Mk. für jeden Nebenanschluß) aufzubringen. Die Schwierigkeiten lassen sich beheben. Dem Vernehmen nach schweben bereits beim Reichspostministerium Verhandlungen mit gemeinnützigen Unternehmungen, die bereit sind, das Geld auf Antrag zu einem mäßigen Ueberzins von etwa 3v. H. der Telegraphenverwaltung für die Teilnehmer zur Verfügung zu stellen. Sobald die Verhandlungen zum Abschluß gekommen sind, wird weiteres sogleich bekanntgegeben werden. ** Poln ische Briefzensur. Die polnische Regierung ordnet: rom 1. Juli ab die milttärische Zensur für alle von Delttsch- land nach Polen gerichteten sowie aller von dort nach Deutschtond ausgegebenen Briefsendungen. In Westpolen smd Zensurstellen eingettchtel in Pofen, Bromberg und Thorn. Der Briesverkehr mit Polen hat demnach mit erheblichen Verzögerungen zu rechnen. ** D ie Lebensmitteltabelle für die Woche vom 12. bis 21. Juli ist im Anzeigenteil der beatmen Nummer veröffentlicht. ** Ausgabe von Brennh-olz. Tic Nummer 2 der an»gegr6enen Holzbezugs- karte wird mit 5 Zentner Hartholz beliefert. Näheres siehe Anzeigenteil. ** Betriebsratswahlen. Bei der am 6. Juli bei den hiesigen EismbahudiLnststellen borgenommene Arbeiter-Betriebswahlen wurden für die Listen des Deutschen Eisc^rbal)iner-Verb.rld und Herr Friedrich Habenicht (Klavier) und Cellist Herr Kürt EcsS>e. ** DerWartburg-Berein veranstaltet • morgen, Sonn Lag abmd 8 Uhr, in Verbindung mit dem Markus-Fraueir- und Männer-Berei» im Gemeindehaus, Kirchstt. 9, einen Familien Abend. Näheres s. Anzeige. Landkreis Gießen. X W i e s e ck, 8. Juli. Auf der letzten Leb-, rerkonferenz hier sprach Lehrer Westphal! über die Tonwortmethode von Karl Eitz.D Eine vorausgegangeue Probelektion mit seiner N Schulklasse zeigte eine überrasck>erche Sicherheit der» Kinder und hinterließ bei vielen den Munich, dah' weitere Kreise, besonders auch unsere Gesangvereine, für eine Sache gewonnen werden, die aus dem Gel-örsingen zum sei ständigen Notensingen hinaufführt. Kreis Lauterbach. O Aus dem Scblitzerland, 8. Juli 1 Eine würdige Kriegerheimtefrrteter wurde rnQuec veranstaltet. In Frau-Rombach ftarb der älteste Einwohner Schmiedemeister Hch. Güidnei im 84. Lebensjahr. Kreis Friedberg. , 200 Sparp. Smiertanbrihe-G^winne. 1 4 Bad-Nauheim, 8. Juli. Bei der Bad-Naubeimer BoWbank siird nahezu 21k) Die Stücke kommen mit 2050 Mk. zur AuL' leihe Nr. 86 ausgegeben worden, die hei d« wf.ten Ziehung am 1. Juli alle mit ein,ent Bons von je 1000 Mark gezogen toorden fijnb. Stücke kommen mit 2050 Mark zur 2h as- zahlung. Da außerdem aus allen Reil,.)en und Gruppen n-ock) die Nummer 73 o‘, yne Bons gezogen wurde und die Volksbank i'dlp lung mit einem Deutschen. Zum ersten mal hatte M i l l e r a n d den Worjitz üb,rnomtnen. Tie 2ll- mosphäre änderte sich mit einem Schlage. Die Kohlen frage würd' verhandelt. Ein schwarzer Dag! In der KoUenfrage wavae d.rs scharfe Er- Wessungsverfahren fortgesetzt. Ursprünglich beabsichtigte Frankreich im Nuhrgebiet Kontrollkammii- fiionen eiii^uie&en, und zLvar jechs Hauplladcstellen und zwei Hafenumlalx stellen, insbesondere in Ruhrort, also eine Art wirtschaftliche Besetzung. Die Engländer rth'.rm l'rußer- -ewäfrnlichm Kosten bedingen selbstverständlich eine Erhöhung der Preise, dich dürfte das Interesse für eine Ausführung der Csardasfürstin, wohl der einzigen neuen Operette, die sich in der Musik den Kafsischim an die «Seite stellen Bann, ein so großes sein, daß ein ausverkruftes Haus zu envarten ist imtb Inter es senten werden gut tun, sich durch schriftliche Vorbestellungen „an die Kasse" d?s «SdaÄtheaters Mätze zu sichern. ** Volkshochschule. Ter erste musikalische Äbei:d, der im vorigen «Semester unter liebenswü:d''ger Mitwirkung freiutr Musikfremrde stattfand, wird wohl frei allen Teilnehmern noch in guter Erinnerrmg stehen. Für den zlveiten, der am Samstag, 17. Juli fein wird, haben sich die glerciten Kräfte zur Verfügung gestellt, so daß wieder gemifa:erdyr Stund« zu erwarten sind. Das genaue Progrannn wird im .Laufe der nächsten Gock>e in unferm Blatte bekannt gegeben werden. (Siehe Anzeige.) ** Gauturnfest. Zur Eröffnung des Gau- turnfestes findet, wie trreitd bekannt geaäxm, freute abend ein Umzug statt, der am Walltor feinen Anfang nimmt, durch die Walltorstraße mrt> Neustadt nach dem Festplatz führt. Der Fest-ug am Sonntag nachmittag geht vom Stadttfreater aus, nimmt seinen Weg durch Neuen Bäue, Scnnenstraße, «SelterÄveg, West- Anlage, Baluch-osstraße unb NeuK-adt. während am Montag nachmittag bte Zugteilnehmer sich am Jalm-Gedenksttin versammeln und durch die Ost Anlage, 2Ba4l1orftrxr6e. L^nverq»latz, Kanzlei- berg, «Somicnst-raß-, Kopl.rnsgasse unb Neuöadt nach dem Festplatz marschierter. ** Gießener Turnerschaft. Für die Mitglieder des T.-V. sind die Dauerkarten bei R. Vuchacker, Neuen B«ue, für die Mitglieder des M.-T.-V. frei G g. Todt, Plocksttaße, erhältlich (s. Anzeige). Zn den vom städt. .Lebensmittelamt am 7. Juli festgesetzten und auch am gleichen Tage im Gießener Anzeiger veröffentlichten Richtpreisen für den Kleinhandel mit Frühobst gcht das Polizeiamt nunmehr eine Bekanntmachung ber- ans, wonach, Ueberfdfrreitungen dieser Richtpreise als übermäßige Preissteigerung tm Sinne des 8 1 der Verordnung gegen Preistreiberei vom 8. Mai 1918 geahndet werden. Die Polizeibarnten sind zur lieber» wachung angewiesen, unb es werden die zu Gebote stehenden gesetzlichen Maßnahmen mit aller Strenge gehandhabt werden. Die geltenden Richtpreise seien nachstel-end nochmals befamitgegeben 2 per Pfund Jol-annisbeeren „ 0,80 „ Swdjelbeeren . „ 0,60 „ Himbeeren . . „ 1,50 „ Heidelbeeren . „ 2,00 „ me i st.er". Dem Gericht, brm we -er be: tel ., können Sie ja ausziehen!' fiad neue Sortimente in mob. Formen eingetragen. Fritz Nowack 7430c a Heuchelheim, den 10. Juli 1920. Kletn-Ltnben, 10. Juli 1920. eniea -4ki »5 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiben unserer lieben Entschlafenen sagen wir hiermit innigsten Dank. 3m Namen aller Angehörigen. Familie Heinrich Schmidt VI. bcitern, Dorfjugend und wer sonst immer cS hören will, deutsche Lustspiele (Hans Sachs, Tbeobor Körner, Kleist) aufzuführen, schone alle und neue Lieder zu singen und alte gute Reigentänze zu tarnen — gegen Verpflegung bet den Bauern und billiges Eintrittsgeld. Um den Eindruck nachhaltiger fru machen, werden Blätter mit Singweisen ausgeteilt. Hl. Marburg, 9. Juli. Wie wir hören, ist der Vertreter der praktischen Theologie an der Marburger Universität Pros. Dr. cheol. Eduard Simons um seine Emeritierung eingekommen. Meiningen konnte die Hinrichtung des Rodacher Mädcktenmörders Schreppel bisher nicht erfolgen, da btt bcjragten Scharfrichter in Halle unb München denUrteilsoollzugab- lehnten. * „Schweine meistert'. In unseremn ucn republikanischen Staatswesen räumt man j.u .-eit mit ben alten Titeln auf. Manche hit schon s i c lieble wo rdcne, erworbene oder eresene Te !i- bezetchnung mit einer anderen nertau'cheii rnüs en. Das Neueste aber auf diesem Geb.et wurd" di er Tage bei einer V^Handlung vor dem Hö o er Schöffengericht sestgestellt Ein Zeuge bezeichnete seinen Berus mit dem schönm Tit l „Schwein e- noch das Ami, das der Mann b.'kleidct', geläufig war. stellte durch näheres Befragen lest, das; der Zeuge im Dienste d:r Stadt Frank urt einen sclchnen Posten bcKctbet, den man (rüber ganz einfach mit dem Ausdruck „Sauhir t" ber zeichnet hatte. Heute, wo dao Schw in >o enorm in der allgemeinen Achtung und ^Wertschätzung gestiegen ist. kann sein Behüter mit Recht auf einen schöneren Titel Anspruch erheben. Lingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik sichenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Zur „Schlagsahne". Der Schreiber des Entrüstungsrufes über Der- -abreichung von Schlagsahne in Konditoreien, ist mit den „Feistheiten" der Kriegsküche wenig vertrant, sonst imltzte er, kost man den „Traum der Kriegskinder" nach ganz einfaäzer Vorschrift aus Magermilch in vorzüglicher Qualität fcrfteUen kann, ohne also, daß Rahm verwendet wird. — Warum soll in diesem Falle den vielen jungen Leuten, die nicht an Mutters Tisch sitzen Eönnen, diese kleine Setftrrei nicht gegönnt werden. — Anders steht es mit dem Wuchergewinn, den die Konditoreien daraus ziehen! M. K. Die Wohnungsno. auf dem Lande. Vom Lande wird uns gefcfjirieben: Es ist wirklich zeitgemäß die Wolmungs- Verhältnisse auf dem Lande kritisch zu beleuchten und die Nöte in dieser Hinsicht einer Betrachtung zu unterziehen. Wer jetzt geznnrngen ist in Miete zu wohnen, befntbet sich zweifellos in einer ganz erbärmlichen Lage, denn noch nie war ein solcher Mangel an Wohnungen, wie es gegenwärtig der Fall ist. Biele Vermieter, die früher auf die Einnahme, die sie durch Vermieten eines Teils ihrer Häuser erzielten, angewiesen waren, haben das heute nicht mehr nötig, da ihnen der Krieg geradezu glänzende Verhältnisse gebracht hat, sie haben Gekd in Hülle und Fülle. Deshalb wird der e Büdingen: Hof VLarienborn, Hof limbad), Li-nvhcim, Lamgen-Bergheim, Bmtote te Irl iXÄS wert die Brflhl'sehe Unlv.-Breeigr»!, 3. Lange, Sieflea Spsrtt. ** Fußball. Aus dem V. f. B.-Sportplatz auf dem Trieb finden morgen folgende Wettspiele statt: Um ir/s UHr spielt dre aioette Jugendmrnn- schaft des V. f. B. gegen die gleiche des Wetzlarer F.-E. 05; um 2y2 Uhr die erste Jugendmannschrft gegen die gleiche von Wetzlar und um 4 Uhr die dritte Jugendmannsch ift gegen die dritte Wetzlirrer. Um 5 Uhr tritt die zweite Stammannschaft der Bewegungsspieler gegen die erste Mannschaft des Turnvereins Butzbach zum Gesellschaftsspiel an. * Radsport. Der Gcm do. des Bundes deutscher Radfahrer HKt morgen sein Gaumann- schasdssahren itm die Meisterschaft dos Gaues 9a über 50 Kilometer ab. Der Start ist morgens 7 Uhr auf der Karlsruhe bei Gießen. Airehe und Schule. B. Gießen , 8. Juli. Die theologische Konferenz, die alljährlich am Fronleichnams- tage hier stattfand, wurde heute in dem Johamns- faal abgehalten und war zahlreich besucht. Rach einem von Pfarrer Lic. Peter gesprochenen Gebet eröffnete der Vorsitzende, Prof. D. Krüger hier, die Konferenz, indem er des verstorbenen Vorstandsmitgliedes, Superintendenten (Seibel und der Professoren Eck, B o u s s e t und P r e u - scheu in ehrenden Worten gedachte. Sodann lädt sind, theol. Daum die Anwesenden zu der vom 28.—31. Juli stattfindenden allgemeinen Konferenz der Theologenschaften Deutschlands ein. Prvsei'.or Schian bittet um Mittvirkung der Pfarrer zur Unterstützung der Universitätsbibliotheken durch Ausländer. Dann hält Prof. D. Gunkel seinen angekündigten Vortrag über „eine prophetische Liturgi e". Er behandelt das 33. Kapitel des Propheten Jesaja, das scheinbar ein großes Durcheinander ist, nach Ansicht des Redners aber als eine prophetische Liturgie angegeben werden muß, das ist eine ekstatische Propl-ctenrede, eine prophetische Weissagung, untermischt mit lyrischen Stellen in Klage- und Gebetsform. Sie wurde im Tempel aufgeführt zwischen Priesterchor und Volksmenge, wie es sehr häufig im Volke Israel vorkam. Der Prophet verkündigt die Vernichtung des herrschenden Weltreiches seiner Zeit durch die Kraft Gottes und verlangt als Dank die Bekehrung des Volkes zu Gott, der eine herrliche Friedenszeit herbeiführen werde, Nach einer kurzen Pause sprach Pvos. O. Mayer, hier, über „Bleibendes und Vergängliches in der Theologie Albrecht Ritschels". Ritscl>el hat auf alle theologischen Parteien eingewirkt, wie einst Schleiermacher, ist sozusagen „Kirchenvater" geworden. Seine bleibende Bedeutung beruht nicht auf einzelnen dogmatischen Formulierungen, sondern auf seinen neuen Gedanken, 1. Aussclfeiden der Metaphysik aus der Theologie, 2. Zweck der Religion als Bedürfnis der Menschheit nach Glück, als Vertrauen zu GSott, 3. Einführung der Psychologie in die Theologie, Betonung der religiösen Erfahrung u. a. m. Äls religiöse Erleben darf sich nur auf Bibel und Bekenntnis gründen, daher lehnt er die Versöhnungslehre ab. Den Glauben an Jesus hält er nicht für Selbstzweck, sondern als Mittel, sich der christlichen Gemeinde anzuschließen. Als echt christtich läßt er nur gelten, was als Weiterbildung alttestamentlicher Gedanken erscheint. Seine Lehre von der Universalität des Christentums wird nicht mehr allgemein anerkannt, seine Theologie kann aber auch heute noch mite Helsen, unserem Volke neue Kräfte im Kampfe dieser Zeit zuzuführen. An der eingehenden Aussprache beteiligten sich mehrere Redner, die die ausgesprochenen Gedanken noch weiter ausführten. U Lang-Göns, 9. Juli. Sonntag den 11. Juli findet hier ein Missionsfest statt. tat, Mittel gründau. — Im Kreise Friedberg: MUnzenberg, Rendel, MaHeühenn, Hewenbergen, Tortettveil, Gambach. — Im Kreise Lauterbach: M«ar, Reuters, Waklenrvd. **EineftudentischeWanderbühne. An der Universität I e n a hat sich unter Führung des außerordentlichen Professors für deutsche Milologie Dr. Hans Naumann für deutsche Studenten zu einer „Vereinigung für pr aktis che Volkskunde" znsarnmengefchlos- sen, der auch die Regierung in Weimar ihre Unterstützung zugesagt hat. Prof. Naumann nahm domft einen Gedanken auf, der schon vor dem Kriege in Freiburg, Straßburg uitb anderen Universitätsstädten mit der Einrichtung von sogenannten ,-Stu- oentischen Wanderbühnen" erwacht war. Studenten und Studentinnen ziehen gruppenweise aufs Laub, um an Sonn- und Feiertagen vor Bauern, Ar- iefienfirr. Dir t: rom 1. Ich ir alle von DenG sowie aller Don bor i Briessendungen. 9r Gerichte! in Hom. a'iMckehr mit Polen ^etgdgmmgtn m eltadrlle für i ist im Anzeigenteil entlieht Brennholz, tu en bolzbezugs' r tzartholz beliefert ahlen. Bei der a° EisaÄxchnbienstlteller riebMblot rourbc EisenbahM-Aerban^ ten des AllMcmen i Stimmen a&gcgeben - der «.MM 3M tverordneteii- oicntwÄ«1 mingen vm w Mreben ivktde. Nilbelmslbäl r-s ÄiollNiptt «Ui 8*g mW Dertni festes. Friedrichshafen, 9 Juli. (WTD.) Hettte Twrmtrtag mochte üasneuestegrößteZcppe- ltn-Luftschifs ,L. 72" das vor Ausdruck) der Revolution vm der Mariueverwalmng imb erst fetzt fertiggestellt worden ist, seine gttmzend verlaufene Pribcsahrt. Tas Luftschiff nuiB in Bat« an Frankreich abgeliesert werden. ** Streik der Scharfrichter! In W.M 1''». 1 kt'te'N«, Ms Ä" bet. >° |t | )nbem ^/geld. » m L 'ich ■ .Gosdorf ist ? ■‘.H'fteter ife °«> Zagen' "S-Ä Ä Jot Uitb 1 Ä“ mer mstd tti ®t«bl l SW* L^1. ^bnheitr- '«nntuh mb des einmali. ags.EssindSla- l- datz zahlreiche >er'g!eilen haben, M Ausbau des ■ für einen hauvt- r itben Nebenan- e Schwierigkeiten Vernehmen nach chspostministerium ui&igtn Unttrneh- Geü> auf Antrag ns von etroa 3d. nng jux die M iiesten. Sobald die )schlutz gelomMn ich bekanntgegeber wozu ihr der Stand der Reichssesetzgebung ausreichende Machtmittel gewährt. Alle anderen in Bettacht kommenden Behörden haben weitgehendst.' Hilfe zugesagt. Das Programm des Vereins entspricht den bodenreformerischen Grundsätzen. Im Anschluß an die Grlindung dieses Eigenhandbmc- vereins haben sich sofort 15 siedlungslustige Mit- titeber zu einer Bau Hütte Burgsv lms zu- fammengeschlossen, die sich gegenseittg verpflichten, nach Rkcnbtgung ober vor Beginn ihrer täglichen Beruftartxil durch gemeinsame Arbeit sich solange m helfen, bis jeder Ernzttne sein Haus fertig hat. Jeder erhält die oben angeführte finanzielle Unter- Wtzung und baut auf seinem eigenen Grund und Boden sich selbst sein Haus. Was er an eigenen Mitteln und Arbeft von sich und seinen Verwandten und Freunden einbringt, nrirb ihm gutgeschrie- ven. Die Bauausführung wird einem Unternehmer übertreten, der hauptsächlich die 15 Genossen beschäftigen muß. Der Eigenhandbouverein hofft, her Bauhütte besonders billige Baustoffe zu beschaffen. Die Kpntrvlke des Unternehmens übernimmt in Brirgsolms als Architekt der Kreishoch- bamnafter. D,rrch diese gemeinsame Art der Arbeit imb bes Bmiswffbez-u«s, sowie ber Landbeschaffung, ist mit einer Ersparnis von mindest ens 20—25.Pro», der Baukosten zu rechnen. Die 15 Häuser sollen im nächsten Jahre bezugsfertig fein. lieber die Gründung anderer Bauhütten, besonders in Wetzlar, schn-eben schon eingehende 'Rci- handluite» Da das Reich seine Unterstützuns davon abhängig macht, daß am 1. August mit Mieter fortwährend gedrängt, die Wohnung zu räumen und sich eine andere zu suchen. Weil der Vermieter oft iricht weiß, was er mit dem vielen Geld anfangar soll, so kauft er sich allerlei Möbel, die er momentan gar nicht braucht, und hierfür muß Platz geschaffen werben. Da eS aber dem Mieter mit dem besten Willen nicht möglich ist, eine andere Wohnung zu frühen, muß er eben notgedrungen in seiner alten Wohnung bleiben, und es ist ein Glück, daß der Vermieter den Mieter !,um Verlassen der Wohnung nicht zwingen kann, onft würde letzterer in vielen Fällen einfach auf >ie Straße gesetzt. Und weil man genau weiß, wie die Dinge liegen, treibt man den Mietpreis fortwährend in die Höhe, zieht also aus der herrschenden Wohnungsnot irocb finanzielle Vorteile. Ja, man scheut sich nicht, den Mietpreis aus einmal über 50 Prozent zu erl-öhen, nachdem man ihn früher schon mehrmals in die Höhe geschraubt hat. Ist der Mieter damit nicht zu- man ihm einfach: „Wem: tl Londer-Angebot Schweizer Tupfenmulle beste Qualität. Meter ML. 16-50 ) Fritz Nowack. Wlfc | t I f tttt »?-*A*****< । 111 frieden, dann sagt Ihnen nicht paßt, ... . Um den Frieden zu wahren, wird es unterlassen, ein MietenngimMnrtt ar^uni^n, was in solchen Fällen aber sicherlich doch das richtige wäre, denn dann würde dem Vermieter mmrchinal der Stand pimkt klar gemacht. Jedoch sind es nur einzelne Vermieter, die ihve Mieter in solch unverschäntter Weise in die Höhe schrauben, jene Sorte Men schm, die nicht genug bekommen können. Biele rechtdentende Leute halten ihre Mietpreise in ver hältTnsmäßig bescheidenen Grenzen. Me steht es nun mit den Wohnungen selbst auf dem Lande vielfach aus? Es handelt sich meist um alte Häuser, in herosn bas gan-e F-hr über irichts 5txx nur hxmifl mteurrt wird. Ter Mieter ist befrfyfocn in seinen Ansprüchen. Dies fotlte aber auch bei dem Ber Mieter der Fall sein dezügl. des Mietpreises. Die Zimmer sind meist klein und ntebrtg, oft schließen Fenster und Türen nicht, wodurch im Wmter eine Menge Heizkraft verloren geht, die Aborte sind sehr primiliv ober es besteht nur ein solcher gemeinsam für das ganze Haus, Keller raum ist nicht abgeteilt und nicht verschließbar, Bodenraum hat der Vermieter für s-.ch nötig usw. Auch sonst fehlt eS meist an allen Annehmlich feiten, die man von einer anständigen Wohnung verlamqen muß. Uni) trotz alledem noch fort während Steigerung des Mtetpreises der in den meisten Fällen in par keinem Verhältnis zu der Wohnung stcht. Dws ist auch Wucher imb zwar allerschlimmster Art, der behördlicherseits aufs schärfste bekämpft werden müßte imd sich bei gegebener Gelegenheit, früher ober später, vielleicht bitter rächt 4 Yad-Nauheim, 8. Juli. Unser Kur- ibeattr das unter der rührigen Leitung von Lofrat Steingoetier in der gegenwärtigen Saison schon eine Reihe Neuheiten gebracht, erwirbt sich ««mz besondere Verdienste auch durch die Einführung von Schülervorstellungen. Nachdem kürzlich eine treffliche Märchenausführung für die Kleinen gegeben, brachte es geilem in dem bis zum letzten Platz gefüllten großen Konznt- faal des Kurdauses Msliöres „Der Geizige" für Schüler sämtlicher hiesigen unb Friedberger Schul- aattungen unter- großem Beifall zur Aufführung. AIS weitere Schülervorstell ungen sind in nächster ^Zeft „Max und Moritz" und „Minna von ®sspruch fällen solle. Er vertraue darauf, daß, wenn Mcalioi nach weiteren Verhandlungen mit ihm den Wunsch nach der Miederaufnahme seiner Vorlesungen äußere, der Senat für den ungestörten Verlaus der Amtstätig Leit Nisobais jede lutttjonfeige Vorsorge treffen werde. Der Rektor ber Universitär, Professor Edwrrv Meyer, richtete ans diesem Anlaß die dringende Mahnung an die Studentenschaft jede Störung der Vorlesungen Moolais zu imMertafien, für ben Fall, daß dieser sie wieder «ufttehmen sollte. Stenographie. — Erfolgreiche Gießener Stenographen. Bei dem in Verbindung' mit dem 41. Verbandst^ des Hess.-Nass. (Mam-Rheingau-, fBerfxmbre Gad-lsbersterschcr Stenographen am 4 " li zu Hanau abgehaltenen Berbanos- wctt ch reiben, doS über 900 Toiluehmei: aar- ■roe" cn Jmtte, erhielten fbttymDe Mitgliedn: ber hlcftgen bei-.en Bereine nach dem System „Gab t«^ berget" Preise: 100 Silben: 1. Pr. W Lchu macker - nungsmangcl. — Preistteibetei beim Verruf von Frül^bst. — Swaßen sperre. — Bekanntmachung betreffend die jetzige Fassung des Gesetzes über Mochenhilfe und Wvcheirfürforge. S ck w e i n e r o t l a u f ist in dem Gehöft des Heinrich' Lich VII. und Ludwig Schmidt $u Londorf festgestellt worden. Tien st nachrichtendes Kreisamtes. Unter dem Viehbestände des Landwirts 3üFob Orthivein in Kölbe, Kreis Marburg, ist die Maut- und SÄauensenche cmsgebrochen. Stand der Moul- und Klaiiensenche in Hessen am 3. Juli 1920 (Ogt. Darmstädter Zeitung Nr. 154 vom 5. Juli). Sämtliche Kreise Hessens sind verseucht. In Ober- folgende Gemeinden: Im Kreise Gießen: Keine Wanzs mehr. „Nlcedaal“. Erfolff verblüffend. — Vertilgung. W Beste Zeit zur ÜrntvermchtoHg. Kinderlricht nnzuwond. r^. Mk. 5. Verkauf b. »reg. Corl k>»nkf. 8tr. .J9. Bitte ausdrücklich nur Nicndaat zu ver n?en. Für die vielen Beweise herzlicher Seiht ab me bei dem schweren Leiden und unersepllchen Berlmt unserer mnlgit- oellebtcn Emma lagen wir hiermit Herrn Pfarrer Jrle für die lrokreichen Worte und den Schülern der ShH>erf K ..tz zrmiahrung a machen, >rnird Dürren, so vi an diesem w die Friedens! Ms. Der.d «liahMg M Lskigem Lcrr ruhe störenden mng des Blu cckankuMn reiche Zclluli Wicke bei vi beschwerden. breiter mach Pevöllermg I iiche Matz iant brr E 40 und n> nähme tour Fettobsager! dmmgdest tarn es $ni und M Se namentlich ii fachen Bei'chn den KiveitzKu die Kriegslast KrSsteversall hervor, die ei burtenzahl, a Totgeborenen schwächlicher § Ausdruck fair führte ferner * Mdsfahigkeit ' Einflüsse der Bildung von per, gegen L mN den letzter nch die durch «tung nicht lichkeil an Z ■. Md der Tr und von Gr fr”'m le «He® te ^dreitung ? ^tetem, Wkheit ein, ?fejW «wchwellunq, M Md in" 001 mit bodM ^^ermini ^Minu ^Englichi ! frN W von B*Un Wi, einem £ nnchnoch Zeitige ^deltche verung W irelne W Weitefl ä nrir besMtera Muznweiten Badeofen Alte, großzügig arbeitende Versicherungs- Afftien-Gesellschaft, welche sämtliche zeitgemäßen U'vWJv juiiuncyt juiyvuiuDvu S Iweige betreibt, sucht für alle bedeutenderen , Plätze der Provinz Oberhessen rührige 6811s» u übernehmen. Kaution 5/5 Zuverläss. Mädchen für Lüche u. Haus bei gutem Lol L5 6870V offerieren ab Lager: au verkaufen. 7513 Sonntag den 11. Juli Tel. 259. 6. Ms««» kann, gesucht. 7501 Ctovh Lu verkauf.01**“ MllbMr. 2«v. Langjähriger Männerverein im Gemeindehaus Zkirchstr. 9. Waschanstalt valser Landgras-Pbil.-Pl.6H. Cd ÖDJö Für m. zum Verkauf von la Schmierseife in 10, 2V, 50 und 100 Psd. suche ich überall 74eoss Blusen werden zum oihr? Masche» und Bügeln angenommen bei schneller tadelloser Ausführung. erbeten. 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Inft tunntfdj.em. aleinit )ame meks Hnl .A-ig.u."""a.d.A.il uurrfemettttr, 49 j. wünscht sich roiebei verheirat Dame nitbi unL 35 - iitl Lngebsie unici 58 an den «kg- rtn< MaSiaga^ M »sE Nr. K'O Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Samstag, (0. Juli 1920 Ol — - X. v-.*- :' - —aX1WW »I. ‘-J— Der Klostermüller. Erne Erzählung von Karl Neurath. (Nachdruck verboten.) Der Klostermüller saß. auf der Bank hinter feinem £>auä, verborgen fast von den blühendm tzolunderstauden, hatte ten Kopf an einen Stamm «lehnt und sah nachdenklich in die sonntägliche Weite. Bor ihm in farbigem Gewrrr blühten die Wiesen bis nahhrn zum Rhein, der m der lUtorgen» sonne ane ein lodernder Feuerstrom üb-tr den Hoch- lousierdamm herüber sirukeltr, und dahinter stand fcer Taurrus, fern und grau wie eine Wetbrrmind, die sich stromab und stromauf allmählich im Früh- dlmst verlor. Tie Stille des Sorrntags lag friedsam über tem Feld. Kaum ein harter Maut mar in der tiutt, tie sachte über die Gräser strich und sommerlicher Düfte voll mar. Nur das Mühttvasser lärmte und «rüg schäutneud über das verbitterte Rad, das un- letveglich in den Angeln stand und unter dem An- smrn^der flutenden Wasser nur leise schütt E. Sonntags nrufete das Rad stehen, anders tat es der Klostermüller nicht, wenn sich auch di? Arbeit noch so sehr häufte; so mar es Brauch ge- korsen in seiner Familie durch oxel? Jai)v?, und so hielt auch er es trotz allen Gespöttes. Wer sechs Tage sein Werk getan hat, d'.r muß auch einen Tag haben, mo er rasten kann! hatte der Ehristor Wehrum vor Jahren und Jahrzehnten einmal gesagt, und Söhne und Enkel hatten fest- gehalteir an seinem Spruch. Der Mensch mar nicht nur auf der Welt, um zu arbeiten; und bte Müyle, die mar den Wehrums allezeit wie ein M>msch ge- mefen, ja mehr vielleicht noch. Die Müller starben samt Weib und Kind, die Mühle aber stand imd tat ihr Werk in Not und Glück. Stein fafe auf Stein festgefügt noch und gebunden .me einst; kerzengerade noch stand der Giebel wie vor hundert und mehr Jahren; das ganze Haus noch stattlich und nmchtig wie eine Ritterburg. Durch Menschenalter hatte es so gestanden, unverändert, und stand noch lange. Behaglich dehnte sich der Müller und liefe den Blick zufrieden über seinem Eigentum schmnfen. Das alles mar sein; in harter Arbeit erworben imd erhalten. Ein starker Stolz erfüllte ihn. Wie ein Fürst safe er da auf seinem Gut, unabhängig und frei, nur sich selbst verantmoN- lich. Und all ihr Lebtag, so läng man denken konnte überhaupt, halten die Wehrums hier ges-'ssen. Jahrhunderte hindurch waren sie den Mainzer Karmelitern zinspflichtig gewesen, aber als Napoleon in? geistlichen Guter aufgehoben und das welsch? Recht verordnet hatte, waren sie frei? Bauern geworden, stolze Herren auf eigenem Boden, nicht geringer, als vordem die Hunderte der souveränen Land's- herren und Reichsritter. Tie Zeiten waren glücklich vorbei! Ernährung. Bon Professor Dr. Griesbach. Die Frage nach dem Eiweißbedarf des Menschen in seiner Nahrung ist vielumstritten. Für den Aufbau der Zellen und Gavebe des Körpers ift das (£ir?eiü der wichtigste aller Nährstoffe. Andere W rjjffc, Fette und Kohlehydrate, kommen hauptsächlich als Wärme- und Kraftquelle in Betracht. Nach den neuesten Untersuchungen hat sich herausgestellt, da st für Erwachsene eine tägliche Zusichr von 60 bis 63 Gramm ansnutz- baren Eirveißes nur bann hinveicht, um den Er ireißbestaud des Körpers gerade zu decken, wenn die Gesamtkost mindestens 2000 Kalorien darbietet. 58ei schwerer körperlicher Arbeit oder angestrengter geistiger Tätigkeit sind bei Zufuhr von 60 bis 63 Gramm Erweist bis 3000 Kalorren erforderlich. Wenn man aber bedenkt, dast schon geringfügige Indispositionen störend auf das Stickstosigfeich gewicht etnnrirteit können, so ist das genannte Mast an Eiweist, dem alleinigen Stickstosslieferan- tcn, auf die Dauer nicht ausreichend. Als hygienisches Minimum müssen 85 Gramm Eiweih und von den anderen Nährstoffen noch durchschnittlich 64 Gramm Fett und 480 Gramm Kohlehydrate, zusammen mit rund 2800 Kalorien für den Erwachsenen gefordert werden, um die physische und psychische Leistungssähigkeii aufvechtzuerhalten. Diese Bedingungen wurden bis $um Kriege erfüllt. Mit der fortschreitenden Rationierung der Lebensmittel während des Krieges wurde das Kostmaß nach und nach kleiner. Einschliestlich der im Freihandel noch erhältlichen Etzwaven sank es im Z. Kriegsjahr auf 1600 bis 1850 Kalorien. Für den grösteren Dell der Bevölkerung, der auf die mittels Karten beziehbaren Mengen angewies'n war, betrug die Erweißzusuhr manchmal toeniger 'Äs 35 Grimm, und das Gesamtfosttnaß lieferte mir ' 1000 vis 1200 Kalorien pro Tag. Ten Rückgang von Fleisch, Fett und Milch suchte man durch berf^ärftc ZusuM einer voluminösen Pflanzennahrung ausNigleichen. Um sie schmackhaft zu machen, wurde ihr, aus Mangel an anderen Gewürzen, so viel Kochsalz zugesetzt, dast ihr Gehalt an diesem bis zu 50 Gramm enthielt, während die Friedenskvst hiervon etwa 10 Gramm aufwies. Der l-ohe Wasser- und Salzgehalt dieser Nahrung führte besonders bei älteren Leuten zu Lästigem Harndrang und häufigen, oft die Nachtruhe störenden Harnentleerungen. Auch Verwässerung des Blutes, Kreislaufstörungen und Nierenerkrankungen stellten sich bei manchen ein. Ter reiche Zellulosegehalt der Pflanzennahrung be- irirfte bei vielen Personen Magen- und Darmbeschwerden. Als allgemeine Folge der sich immer breiter machenden Unterernährung trat bei der Bevölkerung, besonders der Städte, eine erhebliche dlbnahme des Körpergewichtes ein. Dieses sank bei Erwachsenen nicht selten von 70 auf 40 und weniger Kilogramm. Die Gewichtsabnahme wurde in erster Linie durch Schwund der Fettablagerimgen bedingt. Infolge der Verminderung des die Eingeweide umgehenden Fettpolsters kam es zur Entstehung von Eingeweidebrüchen und zur Senkung der Unterleibsorgane, die sich namentlich im weiblichen Geschlecht in mannigfachen Beschwerden äußerten. Die Unmdglichkeit, den Eiweisthunger der Zellen und Gewebe durch die Kriogskost zu befriedigen, und der allgemeine Kräfteverfall riefen sogar Keimzellenschädigungeri hervor, die einerseits in dem Rückgang der Geburtenzahl, andererseits in einer Zunahme der Totgeborenen bzw. in Gewichtsverminderung und schwächlicher Konstitution der Lebendgeborenen zum Ausdruck kamen. Die dauernde Unterernährung führte ferner zu einer Herabsetzung der Widerstandsfähigkeit des Organismus gegen schädigende Einflüsse der Außenwelt und, wegen mangelhafter Bildung von Schutz- und Mwehrstoffen im Körper, gegen Seuchen, insbesondere die Tuberkulös?. $n den letzten Jahrzehnten vor dem Kriege hatte Id) die durchstchüttliche Lebensdauer der Bevölkerung nicht unwesentlich erhöht und die Sterblichkeit an Tuberkulose vermindert. Mit Ausschluß der Todesfälle infolge von Feldzugsleiden und von Grippe, brachte das letzte Kriegsjahr dagegen im deutschen Reich 37 v. H. mehr Sterbe- solle als das Jahr 1913 und eine erschreckende Ausbrei km g der Tuberkulose. Ms weitere Folge der Unterernährung hat sich eine eigentümliche Krankheit eingeschlichcn, die nicht selten zum Tode führt. Es bilden sich bei chr wasserhaltige, teigige Anschivellungen an Beinen und Füßen, im Gesicht und in der Bauch- und Brusthöhle, verbun- ben mit hochgradiger Herabsetzung des Blutdruckes inb Verminderung der Pulsschläge bis auf 36 in der Minute. Verursacht wird diese sogenannte Oedemkrankbeit durch qualitative und quantitative , Unzulänglichkeit der Kost. Erstere gipfelt in zu hohem Wasser- und Kochsalzgehalt, letztere, als tyolge von Fett- und hauptsächlich Kohlehydrat- uiangcl, in kalorischer Insuffizienz der Nahrungsmittel, die, trotz ausveichenter Erweißzufuhr, zu -mem Unfall von Körpereiweist führt. Endlich must noch als Folge von Unterernährung auf eine »orzeitige und hochgradige Ermüdbarkeit hinge- tneien werden, die sich in einem Nachlassen der , 7lrbeitsfreudrgkeit und in Arbeitsvermiw ierung offenbart. Hierüber lie^n aus mehreren Industriegebieten Berichte vor. Auch find Mitteilungen übet einen Rückgang der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit von Skr- dicrenden umb Schul.nm namentlich höherer Lehranstalten verösientlicht worden. Nach Erlebungen, die ich selbst teils mittels erperimenteUer Methoden, teils unter Benutzung von Prüfungsergebnissen borgenommen habe, kann ich diese Angaben bestätigen. ।— Nicht nur während des Krieges hat es an Nahrungsmitteln gefehlt, sondern es fehlt auch heute noch in so grobem Dtaste daran, dast viele rmteremährte Kin de r aus die WMtätigteit des Auslandes angewiesen sind, und dast die Arbeitsfähigkeit breiter Volksschichten versagt. Ohne! Arbeit kann sich das deutsche Volk nicht wieder aufrichten. Es muß sogar arbeiten wie nie zuvor. Um dies zu ermöglichen, ist eine noch 'reichlichere und kräftigere Ernährung als vor dem Kriege erforderlich. Große Mengen von Nahrungsmitteln werden aber von ben Produzenten zurück- gehalten, um sie zu schwindelhaften Preisen den Meistbietenden zu liefern. Wie wäre es sonst möglich, daß Butter, Zucker und andere Lebensmittel zentnerweise verschoben werden. BK der maßlosen Preistreiberei, die leider bereits zu ernsten Unruhen geführt hat, müssen viele darauf verzichten, Erhältliches zu kaufen. Durch wlchen Verzicht wird aber weder die Gesund'-e'»- des Volkes gebessert, noch die für die erhö. nm Anforderungen erforderliche Steigerung der 'nrbeits l traft erreicht. In engem Zusammenhänge mit der Lebensmittelfrage steht auch die Betteferungl mit Brennstoffen und Küchenutensilien. Mmigel und Steuerung dieser behindern die Zubereiking! der Kost. Es muß viel energischer als bisher dafür gesorgt werden, daß dem Volke Lebensrnittel aller Art in noch größerer Menge als vor dem Kriege preiswert zugänglich sind und daß die Hindernisse ihrer Zubereitung beseitigt werden. Wieder- erstarkung Und Zufrieden beit des Volkes, Friede und Eintracht im Lande stehen und fallen mit dieser Forderung. Videant consules ! Au» Hessen» Finanzausschuß. RMK. Darmstadt, 8. Juli. Der Finanzausschuß des Landtags setzte heute seine Bercr- tungen bei Kap. 119, RühegMülder, fort un-d öä1 wird festgestellt, daß die Mehrkosten 14 402 370 Mk. betragen. In dem folgenden Kap. 120, Nachträge, sind die Mehrsorderungen für bi? neue Beamten- besoldungsvorlage mit 78 742 200 Mk. enthalten und finden beide Kapitel ohne Aussprache Annahme. Kap. 126, Bad-Nauheim, 128, An- und Verkauf von Staatgütern, 130, Auswärtige und Reichs Verhältnisse, 132, Hochbauwesen, 137 Boden- verbesserung usw., 140, Staatsbeihilfe für die Wasserkatastrophe im Modautal, mit 525 000 Mk., werden ohne Widerspruch bewll- ligt. Ebenso Kap. 147, Anlegung neuer Grundbücher. Dann werden die Besprechungen mit der Regierung fortgesetzt und zunächst Kap. 3, Siedlungswesen, beraten. Nach den Mitteilungen der Regierung hat man mit dem seit etwa einem Jahre bestehenden Gesetz gute Erfahrungen gemacht. Sind in Einzelfällen Klagen laut geworden, so könne man daraus doch nicht schließen, daß die Abgabe an kleine und mittlere Besitzer sich nicht empfehle und zu einer Gesetzesän-derung liege absolut kein Anlaß vor, zudem bei der in Aussicht stehenden reichsgesetzlichen Aenderung auch Hessen berücksichtigt werde. Der Antrag Borne- m a n n, die Einnahmen aus der Weitergabe des beschafften Landes mit 251 700 'Mk. und Ersatz sonst iger Unkosten des Siebelungsuntermhmens zu streichen, wurde abgelehnt und das Kapitel genehmigt. In Kap. 5, Weingüter, fand wieder eine Aussprache dec jetzigen Verhältnisie statt, und da die Einnahmen mit einer Million Mark im letzten Voranschlag vorgesehen sind, in Wirklichkeit aber 11 Millionen ergaben, wird angeregt, das gesamte Anlagekapital für die Weingüter mit 2,7 Millionen Mark abzuschreiben. Tas Kapitel findet Annahme. In dem folgenden Kap. 6, Bvaun- kohlengrube und Kraftwerk Licdwigshoffnnng, nimmt die Regierung Veranlassung, über den Stand des Verlaufs dec Grube Ludwigs- Hoffnung an die Stadt Frankfurt Auskunft zu geben. Die Angelegenheit ist am Gericht anhängig, da die Stadt Frankfurt ben Besitztitel der Kuxe tatsächlich erworben, der hessische Staat aber die Erlaubnis zur Ausbeutung nicht zugelassen hat. Nächste Sitzung Freitag. Man hofft nunmehr die Arbeiten im Ausschuß soweit fertigzustellen, daß der Z u sa rn rn en- tritt der Kammer am Mittwoch ben 21. Juli erfolgen kann. An den beiden vorhergehenden Tagen sollen Borbesprechungen der Fraktionen stattfinden. Der Kammer sind zugegangen infolge der neuen Finanzverhältnisse Hessens znm Reich bzw. der neuen Steuerhoheit eine Regierungsvorlage betr. ben Entwurf eines Gesetzes über Aussührungsbestimmungen zu bem Landsteuergesetz, sowie der Entwurf eines Gesetzes zur Abänderung des Gemeindeumlagengesetzes vorn 8. Juli 1911. Das Hessische Gesamtministerium erläßt eine Bekanntmachung, nach der die Gebühren für die Fortführung der Grundbücher und der Ortsgrundbücher auf das Vierfache erhöht werden. ** Die Auszahlung der durch die Besoldungsreform in Hessen neu festgelegten Gehälter für die Beamten und Lehrer soll nach einer Verfügung der Behörde noch im Laufe des Monats erfolgen und jipar rückwirkend ab 1. April ds. Js. Die zur Ermittlung der Gehaltsbezüge notwendigen Unterlagen, die infolge der sehr großen Zahl der Bezngsbe rechneten äußerst umfangreich und zeitraubend sind, sollen durch Fragebogen auf dem schnellsten Wege erbrad# werden. Bon Vorschußzahlungen toirb bamii endgültig Abstand genommen. Die neu festgesetzten Gehaltsvezüg? gelten vorerst für das laufende Rechnungsjahr. Tie Nachprüfung der Besoldungsrcform durck 'das Reich erfolgt im Spätl>erbst des lausenden Jahres, worauf die einzelnen Volksstaaten in Anlehnung! an die Neichsfätze bi? cdeirfie Nachprüfung vornehmen werden. Es schnnt heute schon unzweisel- hafr festzustelfcn, daß das Reich schon mit Rücksicht auf die für ganz Deutschland geltende Fi- nanzeinheit auf de.' genauen Einlxcktnng der Reichssätze für alle Volksstaaten und Städte be- steheir und feine Differenzierung in den Gehältern der Bc.amt'-n und Lehrer zugestehen wird. Nur die Staffelung dec Ortsklaffenzuschläge wird nach ben vom Reich festgesetzten Nonnen eine gewisse Differenzierung zulassen, dock dürste batet Der Forderung weitester Beamtenkreiie um nn-e Verringerung der bestehenden großen Unterschi?te in den Ortsflassenzuschlägen inohl Rechnung ge- tragen werden. Die viel erörterte Westmark?»- zulage (für das besetzte Gebiet) ist auffallende-^ Weise bis jetzt nur an die Reichsbeamten dec Post und Eisenbahn, nicht ater an andere Bsamwn in den einzelnen Gebietsteilen der Volksstarten ausgezahlt worden. In der Frage, wer diese Zu- lagen zu zahlen habe, ob das Reich oder dec jeweilig besetzte Bolksstaat, ist bis heute noch ferne Einigung erzielt worden. rm. Darmstadt, 7. Juli. Der Verband der Polizeiteamten Hessens hält am 3. und 4. Ang. ds. Js. hier seinen 2. Verbandstag ab, ivobei eine Anzahl für die Polizei beamten wichtige Fragen zur Besprechung und Erledigung Fontmen. U. a. wird dec Generalsekretär des Reichsverbandes der Polizeibeamten Deutschlands Dr. Franke-Berlin über die Polizei im Reiche und den Stand der Poli^eiteamtenbewegung sprechen. Polizeikommissär Gräf-Heidelberg wird einen Vortrag über die Umformung des Reichsverbandes und des Landesverbandes sowie über die Arbeitsgemeinschaft der Polizeibeamten Süddeutschlandö zwei Referate erstatten. Eine lebhafte Atlsspvack-e ist zu erwarten. Vertreter der Regierung, der Pwvinzen, Kreise und Gemeinden sind zu er- toarten. Mainz, 9. Juli. Der Verein hessischer Referendare hat in seiner am 3. d. Mts. in Frartk- furt a. M. abgehaltenen Generalversammlung, in der neben anderen Berusssvagen liesouders die gegenwärtige durch den Krieg fertorgeruftoe Notlage der Referendare einM?henbÄ: Bes)pre- chung sand, folgende Entschließung^ einstimmig angenommen : „Die Hauptversammlung des Vereins hessisck>er Referendare, die am 3. Juli 1920 in Frankfurt a. M. fbattfanb, Ijai mit Entrüstung davon Kenntnis genommen, daß die nunmehr lVssährigen Bemühungen des Vereins, eine Bezahlung tew. Aufwandsentschädigung für die hessischen Referendare als Staatsdienstanwärter zu erlangen, iveder von der Regienma noch von der Vvllsvertretung mit dem Verständnis und Interesse auigenommen worden sind, die die Referendare billigerweise erwarten konnten. Es ist te- schämNid für ben Staat uiid bezeichnend für die Art und Weise, wie menig man es mit dem Grundsatz der soziale?» Gerechtigkeit ernst nimmt, wenn in diesen Zeiten unerhörtester Teuerung immer noch Leuten im Alter von 25 vis 32 Jahren, die in ihrer überwiegenden Mehrheit 4 Jahre bem Vaterland ihre besten Kräfte gewidmet haben, zu gemutet wird, 2 bis 3 Jahre dem Staat ihre Tienste völlig unentgeltlich zu leisten. Als ge- vad-ezu Unerhört alter nvnKtes bezeichnet hjejdben, b .rß man sich vor lauter Erwägungen icnd Bedenken rivch nicht einmal bereit gefunden hat, den Referendaren, die woch-'nlang die Stelle eines Amtsanwalts oder Gerichtsschreibers versehen, die dafür vorgesehene ptanmäfeige Besoldung zu ge- Nähven." — Der Staat Hessen, der in anderer Beziehung vielfack) vorbildlich und bahnbrechmd gewirkt hat, dürste heute unter den deutschen Staaten der einzige sein, der die Kräste ferner Referendare in dieser unerhörten Weise ausbeutet. Der Verein hessisck)er fReferenbare wendet sich in dieser Frage, deren Dringlichkeit anscheinend nur diejenigen nicht einsehm, die an maßgebender Stelle die Entscheidung immer lüieber hinausziehen, an die breiteste Oeffentkichkeit. Ans t und Lnnd. Gießen, den 10. Juli 1920. Der Polizcidicnfthund. .Tie Anschaffung von Polizsilninden ist für Gießeir mehrfach angeregt worden. Wir gelten oa- her gerne uachtehcnd? Siiicbrift von Mrimtnal» Wachtmeister Klös wieder) dic sich mit o.u Eigenschaften und der Behandlung des Potizeibienst- Hundes befaßt. Weil der S?unb den Mensckien an Wahrneh- mungs, Geructe und Hörvermögen weit üter* legen ist, hat er sich als ein vorzügliches Hilfsmittel zur Vervollkommnung des Polizeidienstes erwiesen. Um der Rechtsordnung Achtung, dem Bürger größere Sicherheit zu verschaffen, muß bie Behörde jedes sich für ihre Zwe. e barbiet.’nte Hilfsmittel benutzen Im Patrouillen dien ste begleitet der Polizeibunb die Beamten, um Verstecke aufzusucheir, Flüchtlinge zu verfolgen und festzuhalten. Auch bient der Himd dazu, Gefangenentransporte zu begleiten, Aufläufe usw. auseinanderzutreiten Im Patrouillen dienst kann der Hund unter Umständen mehr leisten, als mehrere Patrouillcii. Dent abgerichteten Hund ist es leicht möglich, ben Flüchtks:n Bramten hohe Anforderungen. Der Führer soll vollständig vertraut mit dem Sicherheitsdienst sein und in Praxis den Beiveis erbracht haben, büß er kaltes Blut unb kurze Entsch^ssenhest zu energischem Hmibeln besitzt. In erster Linie ist bie hingebende Liebe für bas Tier notwenbig; Esternliete muß sozusagen am Platze sein, eine Liebe von Selbstbeherrschung, eine strenge, aber gerecht? Liebe und ist zu biefem Amte nicht jeder berufen, ber wahre Dieusthunbesührer wirb nicht erzogen, sondern geboren. Es muß bem Führer kriminalistische Be- - gabuitg zu eigen sein. Die Begabung nniß zweifellos angeboren sein unb läßt sich nur zum Teil durch Schuluirg unb praktische Erfahrung ersetzen. Bisher fanden Dressurkursc in Grünheide, Saarbrücken, Iserlohn usw. statt. Nicht jedem Beamten ist Gelegenheit geboten, an solch cin?m Kursus teilzunehmen, jedoch hat wohl mancher das Glück, einen Dresseur in ter Nähe zu haben, von tem er fernen kann. Wenn dieses auch fehlt, so ist er angewiesen, aus Büchern zu fernen, was allerdings sehr kümmerlich ist. Betvium muß man noch, baß ber Polizeihuntefnhoer genau so wie ter Lkriminalist nie auslernt. Der Führer soll, so oft ihm möglich, Prüfungen beiwohnen. Bei ter Auswahl eines Polizeihundes wähle man einen rassereinen Hund, da ter Mischling wenig Bürgschaft für guten, zuverlässigen Charakter imd für Dressursähigkeit bietet. Als Polizeihunde eignen! sich am testen Mittelrassen unb zwar nach langen Erfahrungen ber Schäferhund, Airebaleterrier und Totermminpinscher unb als jüngste Rasse, ter Rottweiler. Welcter Rasse man ben Vorzug geben will, muß ter Liebhaberei überlassen Weiten. Wenn es irgenb möglich ist, fege man sich einen Jung- hund an, ber von Eltern abstammt, bie sich im Drenste bewährt haben, weil dann bie Wahrschein- Iiditeit vorhanden ist, daß bie betonteren Eigenschaften für den Polizeidienst auf ihn vererbt find. Aus einem großen Zwinger, wo Massenzucht getrieben wird, vermeide man, einen Hund zu nehmen, denn diese Tiere sind meistens sch?u und minderwertig. Es ist ratsam, wenn Kontere Umstände einem nicht verhindern, eine Hündin zu nehmen, temt in ter Regel sind diese folgsamer. Die Frage, ob eine Hündin oder Mde die teste Nase besitzt, ist noch ftrittig. Von ten Rassen können sich ter Schäferhund und ter Rottweiler rühmen, ihre Ahnenreihe am reinsten erhalten zu haben. Bon jeher ,war ter Schäferhund in deutschen Gauen anzutreffen, tväh- renb ter Rvttweifer vermutlich mit ben Römern eingedrungen und hier ansässig geworben ist. Der Airedale und Dvtermann stellen jüngere Rassen bar, von benen man nicht testünmt sagen famt, wieviel Blut auch von anderen Rassen lstneingekreuzt ist. Alle vier Rchsen sind für unsere Zwecke geeignet. Aber nur durch fachgemäße Ausbildung kann das Tier vieles leisten. Werten bie Tiere nicht demgemäß ausgebiltet, so sind sie vollständig im Dienst wertlos unb bliebe nur ber Kostenpunkt übrig. Der Bauer war kein Stück Bteh mehr; Zeh?nd und Fron waren abgeschafst; keiner brauchte Kraft und Zeit dem Lehnsherrn zu opfern, jeder dürft? für sich selbst arbeiten, und einer galt vor tem Gesetz soviel als der untere und tonnte was erreichen, wenn er ein Kerl war und was erreichen «vollte. Ter Mütter reckte sich. Unb er hatte gewollt und hatte geschafft nne einer und hatte seinen Besitz um ein gut Stück vermehrt. Die Klosdermühle stand sicher; im ganzen Land war keine zweite nne die. Wmn er bie Augen einmal zutat, dann blieb seinen beiten Buben ein schönes Stück Erde, mehr als er "inmal ererbt hatte. Wo sie wollten, tonnten si' nnmal freie Wahl halten, rhetnaus und rhemab; nirgends würde man sie abweifen. Und wo waren auch noch so zwei Kerle wie sie? Des Müllers Augen leuchteten hckl unter den buschigen Augenbrauen und gingen freubig über Wiesen unb Felder bis nahhin zum Strom, der langsam trieb. Ein weißer Dampfer glitt ra'ch zu Dal; grell funkelte er in der Sonne, und der not? Wimpel brannte wie eine frische Wund? anf dnn sattblauen Frühhimmel. Er sah ihn gierten und verfolgte ihn mit den Blicken bis er verschwund.m war uwd nur noch eine graue Rauchfahne über ten Wassern stand. Früher, da wäre er auch gern hinausgezvgen in die Welt, um etwas zu sehen, um etwas zu ?r- leben, aber die Großmutter hatte ibn g.'haltm mit starken Annen und starker Liebe. Sie batte schon einmal zwei Söhne in die Fremde schrckm müssen, unter Napoleons Fahr en nach Rußland, imd beide hatten die Aachänglrchleit an ten grafem Kaiser teuer tezahlt. Sein Dr.ter mit ?innn Fuß, ber ihm vor Wilna erfroren war, als die tesuichm Bataillone den Rückzug decken mußten, fein Du fei mit einem langen Siechtum, das er aus ber Bussina mitgebracht hatte, l'lber sie waren stolz auf ihren Kaiser und stolz auf ihre Kriegszüge imo aus ihre Narben. Nie formten sie genug von ihv'n Erlebnissen bericksten und trieben mit b*r Erm- nerring an Napoleon einen förmlidxu Ku't. Kein-» größere Frerrte hatten die beiden Märmer, als wenn sie am Aller,eelenlag in ivr?n alten Uniformen W iche hielten an dem Tenkstnn chaer gefallenen Kameraden. Tas war ein Fei'rtag für fte wie Fern zweiter im ganzen Jahr. Er konnte sich noch gut erinnern, wie sie schon tagelang vorher putzten imo säuberten un5 das ganze Haus auf den Kops stellten. Beinah Angst hatte er vor ihnen gehabt, wenn sie in ihren wnten Mänteln und ben verteuerten Dreima ern langsam und gravitätisch tet,in)dyritten. Wie qcl)rim- nisvvlle Schattengei aUen hatten sie a sg -Jen in dem inogenten Novembcrneb l, d:c br rneno Über ben dunklen Kreuz.n lag. lieber bi? Dv'cnStetpen auf den Gräbern breitete er nn?n trüben LN^erer, in dem die dünnen Flämmchen fahl und gc;b_-n|ttg jueften! (Fortsetzung ralgt.) Niüt lk Hnjsbuty Su9le*l 7 «en e Jlhen X«, H< SCH| Ecl beeren, Sem: 14. Bo den Marftlan Anmer Mhandel-g K am komm Schlachthos z Ddiäfitr, letz: B. Donnerst 1920, gelang mittel- und Lusgobe: A-E 2. y » . ?K $ ha 13 (£ l*r alten s *, ftett. Ausgabe für _N dmZ Mkgenlroii nitb jwat: «n V> * nl5 V otu uon i Aeür Wonto den 14. q gegeben ess«i hinzugekommen, tm gegenwärtigen Semester weiter 201 Hessen und 250 Nicht Hessen, so daß dir Gesamtzahl der Stu- dterenden zur Zeit 2143 beträgt (darunter 1046 Nicht Hessen); dies bedeutet ge^en das letzte Semester ein Minus von 200. Hinzu kommen aber noch 4 Hospitantinnert und 92 Hörer sowie ^103 Hörerinnen. In der (Nsamtziffer von 2143 Studier enk^n sind 140 Studentinnen einbegrisfen. Aus die einzelnen Fäckser verteilt, ergibt sich folgendes Bild: Theolochc 116 (1 Studenttn), Rcchtslvissen- schäft 250 (4), Medizin 512 (36), Veterinärmedizin 244 (1), Philosophie 94 (13), Pädagogik 4, Mathematik 64 (7), Naturwissenschaften 58 (7), Chemie 138 (8), Pharmazie 17 (5), Forstwissenschaft 67, Landwirtschaft 281 (12), Staatswissenschaften (hier sind nicht eingeschlossen die Studre- ren beit, die zugleich 3-echlswissenschaft ftubteren) 116 (5), Geschichte 21 (4:, Klassische Philologie 29, Neuere Philologie 132 (37). Von den 2143 Studierenden flammen aus Hessen 1097, Preußen 832, Bayern 35, Sachsen 21, Württemberg 12, Baden 46, Vkecklenburg-Schtverin 2, Sachsen-Wei- mar 12, Aiecklenburg Strelitz 1, Oldenburg 7, Braunschweig 6, Sachsen-Meinfttgen 1, Sachsen- Altenburg 2, Sachsen-Koi»crg-Gotha 5, Anhalt 2, Schwarzburg-SottdersHausen 3, Waldeck 3, Reüß ü. L. 1, Lippe Detmold 1, Birkenfeld 1, Bremen 5, Hamburg 10, Lübeck 1, Elsaß-Lothringen 5; weiter aus OesterveichKlngarn 6, Finnland 2, Polen 2, Livtaub 6, Kurland 3, Litauen 1, Ukraine 1, Tschechoslowakei 1, Bulgarien 2, Schweiz 1, Griechenland 1, Türkei 6. ** Das Baden in der Lahn. Die polizei- lickte Aussicht über die Badeanstalten und btc öffentlichen Badeplätze an der Lahn steht dem Polizeiamte zu, welches sie durch die ihm unterstellten Vollzugsorgane airsübt. Den, Weisungen der diensthabenden Poliz'ibeamten ist in jedem Falle, mtbeschadet des Rechts der Beschwerde beim PoltzLiamte, unweigerlich Folge zu leisten. Jeder Unfug im Waf er und in den Babsanstalten ist untersagt. Eb.mso ist jede Beschädigung der Badeanstalten. der Uferbauten an denselben, der Nachen sowie aller dazu gehörigen Geräte und Einrichtungen unter agt. Das Mitnehmen von Hunden in die Badehäuser ist nicht gestattet. Von dem letzten lmterhalb der Pulvermühle gelegenen Bade- haust an stromaufwärts bis zum sogenannten . Schästrbruunen ist das Baden in der offenen Lahn iaußerlalb der Babehäustr), sowie das Entkleiden an beiden Ufern verboten. Bei dem Baden in offener Lahn sowie innerhalb der Badeanstalten haben sich die Badenden, falls sie sich nicht in einer geschlossenen Zelle haben, ohne Ausnahme der Bad.ch^st.i y.i bedien N. Di? Benutzung von Seife, das Waschen von Kleidungsstücken innerhalb der Badeanstalten, sowie jede sonstige Verunreinigung der Bade zellen imb Hallen ist untersagt. Die Bade- Häuser dürfen von Personen, welche nicht abonniert sind ober das Badehonorar nicht bezahlt haben, nicht betreten werden. In die Frauenbäder bürten' Knaben nicht mitgenommen werden. Zuwiderlwnd- lunge.n werden, soweit nicht di einschlägigen Straf- beftimmungen des Reichsstrafgesetzbuchs imb des Polizeistrafgesetzes zur Anwcndimg zu kommen • bähen, mit einer Geldstrafe von einer bis dreißig Mark geahndet. engen Grenzen. > Frankfurt a. M., 9. Juli. Börsen- ftimmungsbild. Die Stellungnahme der alliierten Mächte betreffs der Entwaffnung und Herabsetzung der Heevesstärke machte an der Mittagsbörse nur vorübergehend ungünstigen Eindruck, da man an dem Ausgange der Konferenz keine großen Hoffnungen setzte. Diese Auffassung, jdie sich auch auf die Börst über trug, batte zur Folge, daß sich ine Tendenz an der Ateirbborse bereits wieder fteundlicher gestaltete. Eine lebhaftere Bewegung machte sich in Lombarden zu anziehenden Kursen bemerkbar (433/i plus 3 Proz.), Oesterveichiscke Staatsbahn beststigt (229.—), Schanttmgbahn wurden ebenfalls rege umgefetzt (675 bis 673.—). Schtvächer lagen Teutsche Petroleum (865—8o2), Deutsche Erdöl (1500. ). Monttrnpopiere konnten sich behaupten. Harpener find tnit 302.— 3 Prozent niedriger. Nordd. Aohd wurden 1 Prozent höher (178.—) San »ftm- aftien zogen Scheideanstolt 8'st auf 509V,, Schustf. Aug. Wessels 5 Prozent auf 229 —, Elektt. Rer- niger Gebbert u. Schall ß1/* auf 210.—, Sektkellerei Feist 5 Prozent auf 290.— an. Holzverkohlung bei einiger Nachfrage 354.— plus 4 Proz. Es votierten ferner Zellstoff Aschaffenburg 345, Fränttsche Schuhfabrik 200, Adleriverfe Kleyer 2298A (Eniheit) plus 3V4 Prozent. Berliner .Handelsgesellschaft 212.— plus 3 Prozent. Mexikaner behauptet. 5 Prozent Reichsanleihe 79'st, 3 Proz. Reichsanleihe 60.—. 4ist Prozent Schuckert Obligationen 1031/a. Frankfurt a. M., 10. Fub. Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief 8. Juli 9. Juli 1328,65 1331,35 1343,65 1346,35 ----- ----- ----- 343 35 Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 11. Juli, 6. noch Trinitatts. Stadtkirche. Bonn. 8 Uhr, Mgl- Christenlehre f. d. Neu konfirmierten a. d. Markusgem.: Pfr Becker. 9Vs: Vst. Mahr. 11: Kinderkirche f. d. Wattbäusgem.: Pfr. Mahr. — JoHannes- kirche. Bonn. 8 Ubr, zual. Christenlehre f. d. Neuklmsirmierten a. d. Jvhannesgem.: Pfarrafs. Ramge 9Vs: Pfr. Bechtolsheimer. 11: Kmderkirck)e : d. Lnkasgem.: Pft. Bechtolsheimer. ?Dds. 8: Bitcltesprech. im Johamressaal: Pfr. Becker. — Sonntag, den 11. Juli, vonn. 10: Kir chberg. 11: Christenlehre f. d. weibl.. Jugend. Nachm. I V»: Lollar, — Katholische Gemeinde. Samstag, 10. Juli, nachm. 5 u. abds. 8 Uhr: Gelegenh. z. hl. Beichte. — Sonntag, 11. Julc. 7 Sonntag n. Pfingsten. Bonn. 6V2: Gelegenh. z. hl. Beichte. 7: Hl. Messe. 8: Austlg. d. hl. Kommunion. 9: Hochamt m. Pr. 11: Hl. Messe m Pr. NackM. 2: Christenlehre; dar. Andacht. — Diaspora-Gottesdienst am 11. Juli. In Hunge: 9Vs, in Lich 7Vs Uhr. handel. Mainzer Warenbörse. Mainz, 9. Juli. Auf der Warenbörse herrschte einige Beunruhigung, da das Gerücht umging, daß Gerste entgegen der bisherigen Bewirtschaftung durch die Kommunal verbinde nunmehr durch eine neu zu gründende Privatg-esell- sckraft ersaßt und verteilt 'werden solle, ^er^größte eTil der anivefenden Kommissionäre erklärte sich solidarisch, unter diesen Bedingungen als Kom- misswnäre nicht mehr funktionieren zu wollen, da die beabsichtigte Neuregelung nicht ern Abbau der Zwangswirtschaft, sondern eine Erweiterung bedeute. — Hafer Mk. 130 bis 140 per Zentner. Angebot nicht übermäßig. Tie neue ßrnte nnrb in zwei bis drei Wochen erwartet. Hülsenfrüchte wenig belebt. Es wurden geboten und erzielt für Rangoonbohnen Mk. 200 bis 220 und für deutsche Bvlmen Mk. 250 bis 300 per 100 Kg., Kleeheu Mk. 40 bis 43 und Stvoh Mk. 14 bis 16 per Zentner. Tas Geschäft in Raühfutter war wenig verändert. In Kleesaateir waren lediglich eimge Herbstsaaten etwas gefragt. * Berlin, 9. Juli. Börsenbericht, Tie schroffe Stellungnahme der alliierten Mackste ui der Frage der Entwaffnung und Herabselmng der Heeresstärke bewirkte an der Börse nahezu em allgemeines Nächsten der Kurse, was tesvnders am Montan- und Kaliaktienmartt nach dm letzt- zeitigen Steigerungen z»i Kursrückgängen bis 13 P'vzmt bei ernigm und zwar oberschlelrschm Wer- ten führte. Bei Chemischen und Elektmaktieii halten sich die KurseinbußM im Rahmen von 6 Proz Bon svnstigm Papieren Hxir zwar die Mehrzahl bis 5 Pnozent riktgä,itgig doch waren für einige auch etensolche Erhöhongsii feststellbar. Kolonial- 'nerte warm bchauptet. Tas Hwiptgeschäft spielte sich voiederum in Deutschen Petroleumakttm ab, die ungefähr um 870 herum sckstvanktm. Deutsche Erdöl mit 1550 und Stecrua Romana nut 990 waren weitaus ruhiger alsbisher. Für Devisen ivarm weitaus ntbigcr als bisher. Für Devisen stellten sich gegut Schluß gogeir gestern fast durchweg höher. Auf Rückwirkung, hiervon neunen Sckantungbähn ihre Steigerung bis 680 wieder auf Rentenwerte stzill und unvepLndert. Dre grwrd-' sätzlickc Anna^hme der Entmtetedingungmi durck) die dmtscke Regierung bewirkte schließlich eine leichte Kurserholung, das Geschäft blieb aber in ohne Brause in Rillen, die nachher nneber mit trockener Erde zugedeckt werden. So hält die Feuchtigkeit langer u.'id besser an als bei dem Gießen mit der Braust aus die Oberfläche der Beete, auch sei es dann nicht nötig, so oft zu gießen. Eine Sommerdüngung mit Jauche sei bet den Ko hl arten, Weißkraut, Rotkraut, Wirsing, bet Sellerie und Gurken sehr zu empfehlen, aber niemals bei Erbsen und Bohnen und nicht bei Sonnenbrand. Nach dem halben Juli solle keine Jauche im Garten mehr verwendet werden: konservierte Früchte von stark mit Stickstoff gedüngten Beeten halten sich nicht im Glas. Wenn jetzt Beete im Warten frei werden, so könne man Krauskolst, Rosenkohl, Unterkohlrabi, Salat und Endivien pflanzen und etwas später auch Spinat säen. Der Rediter tierbrütete sich dann noch ausführlich über die Zucht der To-, malen, die Behandlung der Spargelbeete, dies liegt der Schlüssel der Ereignisse nicht bei den Deutschen, sondern bei den Mliierten. Was werdeit sie ttm? Wenn da sde ut sche M i n i st eriu m zurücktritt, was aber unwahrscheinlich erscheint, so ist der Weg bereits vorgezeichnet. Wenn- sich die Deutschen füget, so wollen wir hoffen, daß die Westmächte dieselbe Strenge in der Kohlenfrage und in der Frage der Wiedergutmachmtgen bei? behalten werden. Nach einer anderen Depesche des „Echo de Paris" aus Spaa wurden Deutschland bezüglich der militärischen Klauseln des Versailler Vertrages folgende Zugeständnisse gemacht, die die Mitteilungen über die getroffenen Ent- cheidungen vervollständigen: 1. nicht eingeschlossen in die 4000 Offiziere, die durch den Verttag Deutschland genehmigt sind, sfttd die dlerzte unb Veterinäre, deren Zahl auf 300 bzw. 200 festgesetzt wurde; 2. nicht emgeschlosseu sind ferner in die genannten 4000 Offiziere 735 Berwaltungs- offizier'e; 3. Deutschland kann eine Reserve von 5000 Gewehren und 2 Millionen Patronen halten, um die Verluste auszugleick>en, die feinen Kriegs- Vorräten durch eventuelle innere Kämpfe entst.'hen! können- 4. eine geringfügige Erhöhung der Zahl der Maschinengewehre, so daß alle Formationen in der Lage sind, sich zu verteidigen. Deutschland hatte aufeer&em ein fünftes und scchsfes Zugeständnis verlangt: VermelTrung der Waffen und Munition derart, daß alle Formationen, Ergänzungen und Schulen mit Waffen versehen werden und Angriffe zurückgewiestn werden könnten; ferner die Wiederherstellung einer kurzen Militärdien streit mit der Garantie, daß man diese Vergünstigung nicht mißbrauchen werde, um eine große Anzahl Deutscher militärisch aiiszubilden. Diese beiden letzten Verlangen sind nicht geiväh-t worden. Anr-erers-its e-hielt Deutschland das Recht, vorübergehend in der neutralen Zone 10 Bataillone, 5 Schwadronen imb eine Batterie zu unterhalten. Spaa, 9. Juli. (WTB.) Wie der Lwnder- berichterstatter der Agentur Havas glaubt Mitteilen zu können, werden die deutsck>en Delegierten nxibrfdxernlid) heute das UebereinEommen unterzeichnen. " hr enbach und Simons batten bei eine .nterredung mit dem Generalsekretär der Konferenz erklärt, daß die D r 0 h u n g, neue Gebiete zu besetzen, eine Aenderung der Besttmmungen des FrieHensvertrages bedeute und befürchten lasse, daß auf Grund dieses Präzedenzfalles ihnen in Zukunft neue Besttmmungen zur Ausführung des Vertrages auferlcgt werden. Dementspi'echend sei offiziell Dcrembart worden, eine formelle Aenderung der Uebereinkunft vorzunehmen, deren Jiihalt jedoch selbst aufrecht erhallen Aeibt. Diese UeLereinkunst wird dem Versailler Vertrag angegliedrt werden. Unter diesen Umständen wird die deutsck-e Delegatton das.Ueber- einkommeu Heuteunterzeichnen. Es ist aber sehr wcchrsckvrnlich. daß die Antwort der b'ivagten Berliner Stelleii diese Disposition ändern kann. Weim das zutrifft, so ist der Wert der von Mll- lerand befürworteten Methode bewiesen imb die Alliierten würden dann das richtige getroffen haben. Nach der Entwaffmmgsftage wird die Konferenz an die Frage der K 0 h l e»l i e f e r u n g e n, an die Frage der Bestrafung und an die Wiedergutmach u n g s frage heran treten. Tie Verteilung der Wiedergutmachungssumme sei bis in die kleinsten Einzelheiten festgelegt. Belgien werde 8 Prozent unb seine Pri-orität, die bis 50 Prozent der ersten internationalen Tlnleihe geben Faun, erhalten. Ml- l er and wird Spaa spätestens am Montag abend verlassen.___________________________________ Ein solch ergiebiger Regen bietet dem Gar- tenbesiher gute Aussichten und ermöglicht noch Aussaaten von srüben Busckbobnen. Erbsen, Karotten, RadieS, Rettichen, ttopfsalat, Winter- Endivien, Spinat uiw., von Blumeusanlen Eampanttla, Goldlack, Maßliebchen, Sttes- miitterchen, Vergißmeinnicht nkw .Zuverläistgen Samen in diesen Sorten emvfiehlt SamenhauS Heinrich Hghu, Gießen, Ecke Buhnhoistrave— Wolkengasfe. Telephov 403 "“e Büchertisch. — Südtirol. Zur Erhaltung unb Kräf- ttgung des Deutschtums in Südttrol erscheint seit einigen Tagen in M e r a n die „Südtiroler Landes- zeitung". Mit ihr tritt ein neuer Kämpfer für die Rechte "Drutsckstüdttrols und ein Anwalt frei'teit» litten Gedankens auf den Plan; ein langer und schmerzlich vermißter Führer für die große Gemeinde derer, bei denen sich die Liebe zur Heimat und zum deittschen Bolld vereint mit ferner zur Freiheit des Worbes und Gedaulms in Gesinnung unb Tat. Das Unternehmen wird keinen leichten Stand 'teben, da Italien mit allen Mitteln das Teuffchturn auszulöschen sucht. — Martin Lampel, Wie Leutnant Jürgens Stellung suchte. Roman. Verlegt bei Dr. P. Langenscheidt, Verlag, Berlin W. 15. — Der vorstehende Roman erscheint als eine ganz eigenartige Schöpfung. In ihm wirb — ohne jede politische Tendenz — erzählt, wie der Fliegerleut- nant Jürgens nach der Revolution gleich Tausenden seiner Kameraden sich genötigt sieht, Arbeit und Brot zu suchen. — Zum Tode verurteilt.-Äeues vom Fremdenlegionär Kirsch. 9Lack;erzä'hlt Don Friedrich Hnssong. Verlag August Scherl G. m. b. H., Berlin. Preis bvosch 8 Mk., geb. 12 M7. An der Spitze einer utrüberfe'bterat Kriegsliterattrr stand das Buch vvm Fremdenllgionär Kirsch. Nun schließt dieser wilde bunte Reigen mit den neuen sMenteuern Kirschs, des zum Tode Verurteilten, des in Kerkern Verschwundenen, des schcm Dot- gefagten, und doch immer wieder Springlebendigen. (In einem Teil der Auflage wiedwhalt.) Annahme unter Vorbehalt. Spa«, 9. Juli. (WTB.) Me ter Vertreter des Wolffbureaus erfährt, ist die deutsche Regierung einstimmig zu dem Entschluß gekommen, die von der Entente in ter gestrigen Konferenz gestellten Bedingungen in der Frage bvf Entwaffnung und der Herabsetzung der Heeresstärke anzunehmen. Tie vorgefehenen Stvasbestim- mutigen bei Nichterfüllung dieser Bedingungen feien jedoch eine Abänderung des Versailler Friedensvertrages, zu deren Unterzeichnung die teutsche Regierung ter tatterigen Zustimmung ter rrichsgesetzgeberischen Faktoren bedürfe. Man 'hoffe, daß in der heutigen Sitzung ter Konferenz eine Formel gefunden werte, die diesen Bedenken ter teutfeten Regierung Rechnung trägt. Die Verhandlungen in Spaa. Paris, 9. Juli. (WTB.) Havas. Pertinax meldet im ,,Ech) te Paris" aus Spaa: Infolge ter Mitteilung ter Deutschen auf die Antwort ter Alliierten wurden alle möglick)en 9?euigfeiten im Laufe des gestrigen Abends verbreitet: Demis-- sion Fshrenbachs, ein letzter Schritt Dr. Simons bei Lloyd George und Millerand und sonstiges. Nichts von beiden ist richtig. Heute rote gestern a b c d e f g h Matt in drei Zügen. Lösungen tan Nr. 11 und 12. Nr. 11. F. Dittmar (Dt. Dagesztg.). 1. Ld8-h4, f7 — f6. 2. Te4Xe5ü 3# - - , Kd6-c5. 2. T c4Xd4!! 3.# Nr .12. (Kling unb Horwitz.) LTh2-h8, Ka5. 2. KXc3, blS-fe!! 3. K b2, Sd2' 4. Th4, Sfl. 5. Kc3, Sg3. 6. Tg4, 8 kl! 7. K d3' S h2. 8. Tg3, Sfl. 9. Tg2 und gewinnt. Schachecke. Der Drei-Üger tan Sam Lohd ist eine leichte, gefällige Miniatur. Nr. 14 tan F. ©tatet) ist ein Zwillingsstück dazu, nur mit ter geänderten Frrte der beiten Könige. Nr. 13. Sam Loyd. (Stord 1887.) a b c d e f g h behördliche Anzeigen. MWlW 7319V 7471B in Wieseck Wieseck Bezirk 5 vor- 27, 29A rrt ArfA Rots von der Reise zurück Fernruf 270. Bahnhofstraße 29 II. Frankf. Str. 23 Fernruf Nr. 98. 71720 Vormitta 7472B Chesterfield Camel Telephon A 9515. 7374ss Jt ZmsvlMel BL 269 Bekanntmachung. Versteigerung von Neifigholz den Waldungen der Stadt Gießen. ZZ P ■e o 6° o Dr. Reinewald ZOarzl für öals-, Wen- n. 93tenleiöro garantiert la Mw Frieden «Qualität Carl Schunck verreist bis 20. Juli 1920. "" Sämtliche Reparaturen sowie Neulieferung und Zubehör Licher Straße, 8. Schneise. 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Jul: 19 20, mittags 8V2 Uhr beginnend; Zusammenkunft: Hochwart): 3110 Buchenwellen, 3190 Elchenwellen, 70 Kiesernwrilen, 1960 Fichtenwellen, 60 Birkenwellen. 100 Weichholzwellen, einige Raummeter Stockholz. Die Wellen aus dem Jernewald werden zum Schluß der Versteigerung vor dem Focsthaus ausgeboten. Erne Anrechnung auf das z-uftchende Bvenn- derbholz findet nicht statt. Falls die Lmschlagspveise erreicht werden, rönnen die Abfuhrscheine jeweils vom Tage nach der VersteigevuM ab gegen Barzahlung des Steigpreises bei der Stadtkasse in Emp- ang genommen werden. 7519B Gießen, den 8. Juli 1920. Ter Oberbürgermeister. I. V.. vr. Rosenberg. ardbent? üouieauköpei* sehr preiswert. Ohr. Arnold, Bahnhofstr. 31 Telephon 565 (74n) Telephon 565. Stöbt, Lebemmittelamt. AaM^Ausgabe für die Woche vom 12.—18. Juli. Richt rechtzeitig abgeholte Ware verfällt. A. Waren-Ausgabe. i Brot: 1850 Gramm Brot oder 1370 Gramm Mehl; Brot Kg. 2.15 Mk., Brötchen 15 Pf. Werzenbrotmehl Kg. 2.80 Mk Werßbrot jto. 2.45 Mk. Weißbrotbäcker: Werner Barth, Ludwigstr., Wilhelm Staxf, Neuenweg. Mehl für Kranke: Kg. 3.20 Mk. (Verkaufsflelle siehe unter Nc. 9). 2. Fleisch: Wochenabschnitt 28. Metzger sür Fremde: Gustav Trinkaus, Seltersweg 50. 3. Schmalz: 250 Gramm zu 9 Mk. durch die Metzgergeschäfte. Ausgabe bis einschließlich 13. Juli 1920 gegen Abgabe des Bezugsabschnit- les A der Sonderausgabekarte. 4. Butter: Marke 27 wird für ungültig erklärt. Marke 28: 150 Gramm Morgarine 3.90 Mk. . „ . 5. Käse: Belieferimg erfolgt bezrrksweise je nach Eintreffen von Käfe. 6. Nährmittel für Juli: Noch nicht ein getroffen. 7. Zucker für Juli: Auf Marke 7 ent- iallen 1250 Gramm. Ausgabe durch die Klem- dandelsgeschäfte vom 13. bis 31. Juli 1920 Sih» qabe der eingelösten Marken durch die Klern- dandelsgesä>afte bis 4. August 1920. 8. Süßstoff: Gegen die Lieferungsab- MH M. ä«. totiÄ'A Ä ns in & iut I SfilJ °nÄ'?rl2! : i'a.'as ’ ^erl m b „to. * ■ l(fon Ijt, ^rrnyielMKi. 15 Erhalt. Aedn Lnimn d^flP Nmmg Wtrigen .W m ver fftagk bin ng der dtznOrch \ j W btrOesiim, ’ ^wgungen jcitti es Versailler • dvrn llntcrzeich ^rherigm Ziifäm. ; bedürfe. i ÄMig der Kon. rrde, die biefen Br- 9 Rechmmg trägt, in Svea. ) braus. Perlinar' 's Span: Infolge if bi? Antivarl der i Neuigkeiten verbreitet: Teinis- iritt St. Simon) mb iind fanmges. fbtiitt wie (icfttrn M M bti den liertm. Was werden ^-Minifleriiini Mchrfchänlich er« . wrgeytthnet. ®cnit iden wir baffen, daß e in der SÖabfew ■ rgutmachungm bei« efrf« „Echo bt 1 eutfälanb bezügliib .] s forfaitier Ser' ndnifsr « a) Konzert der Kapelle Weller. b) Konzert des Orchesters der Tausendschaft Giehen des deutschen Iugendbunds Gießen. c) Konzert des Bauerschen Gesangvereins. d) Aufführungen - Reigen. e) Kuchenverkauf und Tombola. f) Verkauf von Blumen u. a. durch Schülerinnen. g) Tanzplah und sonstige Volksbelustigungen. hA' Ab heute bis einschl. Montag: Wff SBieWS WMS WWW zu Frankenbach 7480 am 18. galt uachmittaos 2 Ubr. Vortrag mehrerartoe mb. mit biblischen Ansprachen. Jedermann ist herzlich eingeladen. Der Vorstand. Trotzdem ich schon sehr oft in Wietzen Sorechstunden adge^ Aalfen habe, laufen ftänblg aus Dietzen und Umgegend noch schrisiliche Anfragen bei mir ein. Da es mir jedoch nicht möglich ist, alle Anfragen schriftlich genau zu beantworten, so habe ich mich entschlossen, am Dienstag den 13. d. Mts. von 11—1 Uhr und 2-7 Uhr im Eisenbahn.Hotel nochmals Sprechstunden abzn- hallen. Als ehemaliger schwerer Stotterer ist es mir gelungen, eine Methode zu erfinden, womit Stotternde sich selbst in kurzer geil von dem unseligen Stotterübel befreien können. Sei Kindern kann das liebel durch die (Eltern beseitigt werden. Tausende haben sich bereits durch meine Methode von dem lästigen Uebel befreit. Täglich laufen Dankbriefe von Geheilten, Geraten, Geistlichen und Lehrern ein. (Eine größere Anzahl solcher Briefe liegen in den Sprechstunden zur gefälligen (Einsicht aus. 3n meinen Sprechstunden wird vollständig kostenlos Auskunft über meine Methode erteilt. Jeder Besucher wird einzeln empfangen und er- hält ebenfalls umsonst die von mir verfitzte Broschüre: »Die Ursache des Stotterns und Beseitigung ohne Arzt und ohne Lehrer sowie ohne Anstaltsbesuch." Ein auf diesem Gebiete namhafter Pädagoge schrieb mir: .Ähre Methode mühte einen Ruhmes- und Siegeszug durch die wett machen." Ludwig Warnecke Erfinder der Selbstunterrichtsmethode für Stotternde Hannover, Friefenftrahe 33 Gicheu, tat 10. JuB 1920. ..........................~....... ... Mefeck 10. Juli 1920. StadttheaterGießen Leitung: Hofrat Hermann Steingoetter. Samstag den 17. Juli abends 7 Uhr: SeWWWiel res SÄWers Memsen (ehern. Hoflheater) 7491c > WMOlU Operette in 3 Akten von KLlmLn. Kaffeuöffnung: S'/, Ubr. Ende etwa 9*/< Ubr. Vorverkauf. Donnerstag, Freitag, Samstag von 10—L außerdem am Spieltage auch von 3—4'/». „Hansa“ Pri vat- Handelsschule Oießen, Seltersweg73. Inh. und Leiter: J. Kunzelmann Diplom-Kaufmann und Diplom-Handelslehrer. EinzigeSchule am Platze, deren Inh.zugl.Schulleit., Lehrer u. Fachmann ist. Bis 1. August Aufnahme für die neuen Kurse in Engi., Franzos. B u chKorrespondenz, Stenograph., Maschinen- schreib, u. and. Handels- fächem.A nmeld.täglich. Prospekt frei. «ntiMtwiin Kirmes Sonntag htn 11. nnh Msnstg ötn 12. Mi bei Frau Schwarz OISO« Wirtschaft „Ium Burgkeller" Für Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Für Stoüornde! Gießen, den 10. Juli 1920. ............. Tlachfblgßr, finnaix /H Vertreter: Ang. Weldlg, tiießen. Steinstraße 50. □ . - ------------------------------------- □ □□□□□ □□□□□□□□□ □□□□□□□□□□□□ □□ □□□□□□□□□□DDQoa □□□□□□€! □□□□□□oDa □□□□□□□□ an □□□□□□ ——r Statt Karten. Heinrich Becker Mariechen Lecker geb. Werner Vermählte