Donnerstag, 10. Juni 1920 170. Jahrgang der wir Bewirtschaftung von Getreide und Gerste. :cn Kreisver'amm-tln-,en, tandtagrwahlen. Tie Kurse imb die ve die in Höchst i. serenz von Spaa. ftelTt sogar die ob man überhaupt noch Spaa gehen solle, t Vie ZchWierigteiten der Regierungsbildung Einverständnis weit Realität zu werden. Sus dem besetzten Gebiet. Französische Gewalttaten. mc. Wiesbaden, 9. Juni. Am Dienstag abend wurden zwei junge Mädchen unterhalb des Neroberges von Franzosen überfallen! und auf die schamloseste Art vergewaltigt. Die Täter enttarnen unerkannt. Eines der Mädchen mußte in das KrankenlMus auf.jeirommen werden. Berlin, 9. Juni. (WB.) Nach einer Meldung der Abendblätter aus Landau in der Pfalz ist der Fiuanzcat Tr. Rode aui Anordnung dcr alliierten Komuii'i'ion unter Ai dro! ung einer & * iäugnisstr.-e voi einem Ja r u d 10 0.0 Mk. Eedsre.se aus dun leseht-'.i Leoie: ausgewic^nr inorixn. Die Ausw.isuug erfolgte, Iveil Rode einer Bc^mteilversammlung prä idicrte, i ’ der eine Ent- scl l e;jung gegen die Wi.lkürste richasr. der Vr« zöfifcheu Be.ördn gegenüber der LeamtewcheiiL Demission des Kabinett» Nitti. Rom, 9. Juni. (Wolff.) Die Kammer wurde unter dem Borsitz von Rossi eröffnet. Nachdem Ministerpräsident Nitti der Kammer die Neubildung des Kabinetts und die Zurückziehung des Dekrets über die Erhöhung oes Brotpreises mitgeteilt hatte, überreichte er angesichts der gegenwärtigen parlamentarischen Lage die D e m i s s i o n des Kabinetts. Die Mitteilung wurde bei den Sozialisten mit Beifall ausgenommen. Präsident Rossi teilte hierauf mit, daß Orlando seine Demission als Präsident der Kammer gegeben habe. R v m, 9. Juni. (WB.) Nitti fyrt im Senat bic Demission des Kabinetts mitgeteilt. M a i l a n d , 9. Juni. (Wolsf.) Wie der „Cor- riere della Sera" berichtet, haben die Arbeiter und Angestellten von Rom am Dienstag nachmittag die Arbeit eingestellt als P r o t e st gegen die Erhöhung des Brotpreises. Italienische Seeleute von Bolschewisten gefangen. London, 10. Juni. (WTB.) Reuter. Die Blätter melden aus Rom: Die Bolsche-- wisten haben-eine Anzahl italienischer Seeleute vom Kreuzer „A e t n a" , die in Datum stationiert waren, gefangen genommen. morgen vertagt. Stuttgart, 9. Juni. (Wolfs. 1 Ter neu- gewählte Canb'ag wird voraussichtlich auf den 2 2. Juni einberufen werden, wenn nicht besondere Ereignisse eine ft-ühere oder spätere Einberufung notwendig madjen. Braunschweig, 9. Juni. (WE.) heutigen Vcwhandlimgen in der Land es Versammlung ülxw die Bildung einer nnien Regierung führten noch zu keinerlei Er^bnipen Die Sitzung wurde zu weiteren Bedl/mdlungen auf , Friedberg, Gießen. Nidda, Lauterbach, Äls'eld, Bischofsheim, Ben h im, Bär- stadt, Reichenbach i. O., NEder Ingelheim. Al'eg, Neiüheim und Mai. z stattfinLxn, und ler.chte^ rlus Liessen. Zusammeufchlutz Der Gstmeir.debeamten. Die Vorarbeiten für die Gründung des Bundes hessischer Gemeindebcamten stehen vor dem Abschluß. Für den Gedanken des Zusammen, dstusses hat der 1. Schriftführer des Hess. Städt.beamten- Verl-andas, Sradt ek tt'äx Hille- 2arm, odt, -n tag mittag (3. Juni 1920) durch eine von außen abgefeuerte Fl in Enk. gel t ö d l i d) getroffen worden und sofort tie;-en. Ich habe ti< Konsulat sgesd-äfte überrwrnmen." Ans Ocm Ueict-e. Dom Reichöwirt chasttsrat. Berlin, 10. Juni. Ter Zulammen tritt des vorläufigen R ei ch s w i r t scha f t s r a t e s wird nad' verschiedenen Blättern noch im Monat Junt statt finden. Hannover, 9. Juni. (WTB.) Die holländische Ambulanz, die sich hier in der Kriegszeit durch ihre Tätigkeit in der Ver- wundetenpflege große Sympathie erworben hat, beschloß auf Anregung von Konsul Tie- fers und Gemahlin, die dem holländischen Komitee angehören, tausend unterernährte Kinder aus den Volksschulen Hannovers zunächst vier Wochen lang mittags zu speisen. Die Rohmaterialien werden aus Holland geliefert. nne gleich- ige Verteilung des gesamten zur Verfügung stehenden Getreides Bedacht genommen werden.- Unter diesen Umstanden konnte den aus den Kreisen der Landwirtsdwtt hervorattrtt n-.m Wünicheti, 'an Stelle b.r allgemeinen Be,dMg: >ä.,me des Unter dem 21. Mai 1920 hat die Reichs- regierung mit Zustimmung des Reichsrats und des zuständigen Ausschus es der Nationalversammlung die Reich sgetceideordnung sür die Ernte 19 20 erlassen. Diese geht davon aus, daß die Bewirtschaftung von Brotgetreide und Gerste im kommenden Ernttjahr in derselben Weise wie bisher zu erfolgen hat.-Es mußte auch für das neue Erntejahr auf eine möglichst vollständige Erfassung der heimischen Ernte und eine gleichmäßige Verteilung des gesamten zur eIdealist mus mü.fe zu unerer Rettung betragen, wenn uns belierrsch.m und uns selbst wiederimden. Der deutsche Konsul in Täbris ermordet. Berlin, 9. Juni. Tie Deutsch-Persische Gesellschaft t-lat folgende Tepefchr er!alten: „T eheran, 4. Juni. Sastsarzt Dr. S chü tz Arzt des de. t scheu SiIctt, ulats in Täbris, meide.. „Deutscher Konsul Wustzrow ist am etwa die Lage, die durch die deut selben Reichs- trgslvack-len geschaffen fei, otyue von auberen Hindernissen zu fpwck-en, teil A>'g nadj Sp.ia versperre. Nach dem „Petit Parisien" müife man ohne falschen Pessimismus festdellen, daß die Alli- ieiten unter fid) nicht einig seien, ja, daß das zu einer Zustimmung gefunden. In den Kreisen, in denen Kreisverbände noch nicht bestehm, soften sie sosort gebildet werden. Die Ausschußsttung, in der and; der Termin der Gründungov-.r.amm.ung b.stimnu loird, sindet am Samstag in Frankfurt a. M. statt. Zu dieser Sitzung sind der Vorstand des Hess. Städtebearnten-Verbandes und die Vertreter der einzelnen Kceisverbande eingeladen. zur Annahme gelangte. Landau, 9. Juni. (WTB.) Von dem französischen Polizeigericht wurde der Sekretär der hiesigen Deutschen Volkspartei, Tornow, der in einer Wahlversammlung beleidigende Bemerkungen gegen die französi- ! scheu Besatzungstruppen gemacht haben soll, ! zu einem Monat Gefängnis und 3000 Mark RMK. Darmstadt, 8. Juni. Der Hauptausschuß der Zentrale zur Förderung der Volksbildung und Jugendpflege hielt heute im SitzungSsaale des Landtags eine Tagung ab, zu der die Mitglieder aus ganz Hessen erschienen waren. Nach einer Begrüßung durch den Präsidenten des Landesbildungsamtes Dr. Strecker gab Direktor Hassinger den Arbeitsbericht der Zentralst-lle, in welchem er unter Hinweis auf die erschienme Brosch ire sich cim gel;end aus die bis jetzt aus den verschiedensien Gebieten geleistete Tätigkeit und den jetzigen Stand der Bolksbichungsarbeit eingeh nd verbreitete. Dem Haiip/anSschuß gehören z. Z. 85 Organisationen wus dem garzm La..de an. Er beeid) et ’air.t w iter über die Arbeit der vorhandmen 11 Sonnr-Aus- schüsse aus den verschied nsten Gebietm und verbleitet sich dann üb-cr die Bolkstzochschularb it, über die in fc^n verschiedenen Städten abgehattenen Die Cntscheiduna über Montschau. B r ü s s e t, 10. Juni .(WTB.) Zum Beschluß der Botschaftertonferenz über die Eisenbahn von Montjoi ist zu bemerken, daß nach einer Entscheidung des Rates die Bewohner von Montjoi bei Deutschland verbleiben und daß die Kritik der Deutschen hinsichtlich der Volksabstimmung in Eupen und Malmedy abgelehnt wurde. ttnmöglichtcit der Hcereövcrminderung. Paris, 9. Juni. (Wolfs.) Die deutsche Regierung richtete bereits vor fünf Tagen an die alliierten Mächte eine Note, in der erklärt wird, daß Deutschland sick vor der Unmöglichkeit befinde^ am 10. Juli d. I. die Bestünde der Reichswehr auf die im Friedensvertrag von Versa i Ile s vorgesehene Stärke zu reduzieren. Die Note verlangt, daß der gegenwärtige Stand von 200 000 Mann ständig gehalten werden könne. Die AuSiiefernttg von L 71. London,.10. Juni. (WTB.),Jm Unterhause sagte Churdnll in Erwidernng auf eine Anfrage, die Aus.ieserung des deutschen Luftschiffs L 71 sei in beit nächsten Wochen zu erwarten. Das Luftschiff werde zunächst in Fulham stationiert. Man hoffe, durch Probefalnlen wertvolle Erfahrungen zu machen. Em zweites Luttchiff werde in den Besitz der Vereinigten Staaten übergehen. Ucber drei weitere Luttschiffe die noch im Bau seien, stehe ein Abkommen bevor, durch das sie für Handelszwecke nutzbar gemacht würden. Aus die weitere Frage, warum L 71 noch nicht ausgeliefert sei, erwiderte Churchill: W'.r sind nicht unbefriedigt über die Art, mit der die Deutschen ihre Verpflichtungen erfüllen. Amsterdam, 9. Juni. rooriezogen werde, ferner, daß er in Köln mit den Engländern verhandelt habe und schließlich, daß er sich in ferner Haltung bei der feierlichen Eröfswmissitzung der Friedenskonferenz von dem amerikanischen Obersten beeinflussen ließ. Preissenkung in Frankreich. Berlin, 10. Juni. Ter „Lvralanzeiger" meldet, daß die Preissenkung in Frankreich sich auch auf den Bidttdandel ausdehmt. Tie Fleisd>p.eiie sind um Vj> bis 1 FranLm pcr Kilo gram m gesunken. Ebenso smd Gemüse und Früchte bedeutend billiger genoßen. Berlin, 10. Ium. Tie bcidcn Patteum Rechnen sowie die Te.nokre.ten hieldm gestern Besprechungen ob. die heute svrtgeetzt werden. Tie Sozialdemokraten haben sich ebenfalls beraten, dock) wird ihre Sbllungnähme erst in den nächsten Togen g klärt inerben. Das Zentrum wird sich ebenfalls in den nächsten Tagen zu einer Beftwediung zu'ammenfinden. Z - der Aeust'rung dcs Reichsrvstministms Gies i 15 in der „GermLnia", ihm erschme eine Koalition von Scheide mann bis Stresemonn als d.mchaus nützlich aber als wenig wckhrsch-einlid^ M'd es beide nur übrin, den oeg-nw. r igen K»'litü' s o.rteien solange he Führung der Regstrungsgeschäs e zu ülx-rla?eNheit erholte, mit etwas ruhigeren Nerven irii> geftärterem Urteil über feine politischen Geschicke zu entscheiden, meint der „Vorwärts": Ob fick) di? alte Koalition bis zum Herbst halten foulte,. wollen wir nicht untersuchen. Es b'rr't' ff-.ir sein, baß de Sozialdemo kvatt'e t re Re gung hat, weiter den Prügelknaben zu spielen für Dinge, br sich tn den letzten andett^ach Jahren abgespielt fjabm, ohne daß die Sozioldmnvkn.itie sie verhindern fiomre Aber biß bi? er Reichstag ahne Mehrheit feine l'Nge Lebensdauer hoben kann, wird iedermann nnlenchten. Die „G e r m a n t a" hebt hervor, daß die Sozialdemokratie als ganzes durckwus auf der Höhe des Vorjahres geblieben ist. Sie hat nicht einen Rückgang, sondern eine k eine Zunahme an Reichstageschen zu ver'eichn-'N. Die Verschiebungen auf der Linken vollzogen sich ledig'ich imnerlalb der Sozialdemokratie. Vom Zentrum sagt das Blatt, es habe zwar auch heute noch eine ausschlaggebende Stellung, aber es habe sie nicht mehr allein. Es müsse dem entscheidenden Druck Rechnung tragen, den das überragende Stimmengewicht der Mehrheitssozialdemokratie auf die Wagschale ans zu üben vermöge. Die Zukunft unseres Vaterlandes sei nach wie vor in entscheidendem Ma^ in die Hand dieser Partei gegeben. Im „Lokalanzeiger" heißt es: Falls das schwierige Werk der Kabinettsbildung keinem der bis jetzt genannten Männer gelänge, werde der Reichspräsident die Führer der Parteien zu einer Besprechung einladen und sie ermahnen niüssen. daß das Wohl des Ganzen ^über dem an sich wohl begründeten Parteiinteresse stehe. Der deutsche Geschättsträger in Paris, Dr. Mäher, der gegenwärtig in Münchm weilt, sprach fein Bedauern aus, daß im Wall kämpf davon gesprochen wurde, daß eine Partei mit einer anderen in keine Regierungskoalition gehe. Er gebe die Hoffnung nicht auf, daß die Notwmdig- keit einer Regierungsbildung auf breiteste r Grundlage als zwingend an -rkannt und daß dieser vaterländischen Notwndiak-tt Parteirücksichten und Part-eirneinungen untergeori^ net würden. • Englische Stimmen zur ReichStanSwahl. Amsterdam. 9 Juni. (WTB ) Die „Westminster Gazette" bespricht in einem Leitartikel über das Ergebnis der deutschen Reichstagswahlen den doppelten Ruck nach links und nach rechts und sagt: Die deutsche Regierung war bei den Wahlen in ferner Weise in einer beneidenswerten Laae Sie hatte die unmögliche Ausgabe. das eiaene Volk und die bisherigen Gegner zufriedenzustellen. Ihre Aufgabe ist durch die Härte der Alliiertenlwtttik noch erschwert worden^ Die Alliierten haben dem Herrn Ebert und dem Herrn Müller nicht die Möglichkeit gegeben, mit irgendeinem kleinen Erfolg vor die Wähler zu treten. Sie haben sich bisher einer Revision auch der unmöglichen Bestimmungen des Friedensvertrags widersetzt. Inzwischen haben die reaktionären Parteien die Regierung nicht nur für die von ihr be- ganaenen Fehler. sondern auch für die eigenen Verbrechen imb TüWen vcr-ntworf'ich gemacht, während die Arbeiterschaft angesichts v-s herrschenden Elends und der H-offnimgslofigkeit der Lage mehr und meTyr versucht wurde, in einer gewaltsamen Umwälzung das Rettungsmittel zu felfat. Die Alliierten müssen sich jetzt überlegen, ob sie nicht selbst die sehr ernste Verantwortimg für die gefährliche Verwirrung tragen, die sich aus dem Wahlausfall für die deutsche Politik ergibt. Diese Verwirrung ist eine Gefahr für die garue SScU. Wir haben die Pflicht, sie zu Verbindern. Mit einer folgerichtigen konzilianten Politik kann noch etvws getan werden, um einer gemäßigten deutschen Re- gierrms eine Lebensmöglichkeit zu geben. treides ein Umlageverfahren treten zu la Jen, nicht entsprochen werden. Hält daher die neue Reichsgttreideordnung für Brot letveide und Gerste an dem bis origen Bewirte schaftungssystem fest, so ist andererseits hinsidstlich des Hase cs die Rückkehr zu dem früh-.ren Be- wirtschaftungssystem des Hafers erforderlich gc* wesen. Die Herausnahme des Hafers aus dem System der Bewirtschajtung der übrigen Körncr- fiüd)te und die Rege ung der Haferwirtsdwit, wie sie im lausenden Wirtschatsjahre b'steht, hat sich nickst bewähtt. Der Hafer der Ernte 1920 rnußtedaherwiederumindieBeschlag« nähme einbezogen werden. Datei ist es dem Reichs Minister für Ernährung und Landwirt- schatt vorbehatten worden, mit Zustimmung des Re'.chsrats, ebenso wie für Gerste so and,- für Hafer bestimmte Versütterungsmengen sestzusetzen. Die Festsetzung soll nach näherer Verhandlung mit den Beteiligten erfolgen. Für den men.ch.ichen Verbrauch ist in der Verordnung selbst ein Kopäatz von 5 Kilogramm Haser für ben Monat freigegeben! worden. Ter bei Beginn des neuen Erntejahres vorhandene Hafer wird zugunsten des Kommunalverbandes beschlagnahmt, in dem er rdj befindet. In Aussicht genommm ist, den Verbrauch von Hafer alter Ernte vocbeha t'ich bestimmter Koutroll- und Einsdn in 'ung bestimmun -en in der Zeit'bis zum 15. Oktober 192J frei zu lassen. Eine Versorgung mit Haier neuer Erute seitens der Reichsgetreidesttlle wird erst nad) dem 15. Oktober einse'-'chsgtt reibe steck' b-m's'n 'reden muß, ist bi' Fest'etznng des von d.m f ( ■- unrt'chiste den K mmu al'vrbänte: zu :a end n Beitrags in die Häiide der Reid^smmi'er für uäTynntg und Landwirt schatt und ter Finozen g- eit worden. AlS Maßstab für be Ben e mm des Mgabe'atzes hat sein Zweck zu bienen; der B-tt-ag soll doller so bemc'scn werden, biß eine gbim* mäßige Heranziehung bet ge amten oer vr in nässte editigten Bevölkerung zu den Mehroo,.en M Emstchr ersolgt. Ur. 154 Der Siegener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonn« und Feiertags. Bezugspreis: Monatlich Mark 3.60, vierleliährlichMark 10 80 einschließlich des Bestellgelds ; durch die Post vierteljährlich Mark 9.75 ausschließlich Bestellgeld. Fernsprech «Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; Verlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehe». Postscheckkonto: Zranksurt a. M. U686 _. nTr ä Annahme von Anzeigen O W für die Tagesnummer bis GletzsnerAnzelger W Hauptschriftlelter: Aug. General-Anzelger für Oberheffen MW Druck und Verlag- vrvhl'sche Univ.-Vuch- und eteindruckerei N. Lange. Schristleitung, Seltzaslsstelle und Druckerei: Schulstratze 1. «tt-na, i» Alsfeld, Lau e bad), Darmstatt Ben.heim, Herren- i ; . Monat beim, Erbach und Of.eabach gesprod-e.a uno üurva.l ^ldstrafe verurteilt. Zins Statt «ns Land. ® i e 6 e n, b_m 10. Jmü 1920. Veritrtstaltnngen. Donnerstag, 10. 3irii: Schöne Aus'icht, 7y$ Uhr, 1. Abomiementsko. - rt der Reichswcch,- tctfx'. 't. — Aula der Uniuer i dt, 8’i Ufe, sÄCj* demikerver.'ammlu.--. — ^ichtspie.t eaier wie gestern. ** Persvnalnachrichten der Ersen- bahndirekiron Frankfurt a. M. Im Naneu der seichen Refterm'-g in der fe sich- Vrcul.i’^ii Ci'.irou-nsemein chaft nmrbn im Mc- not Akai ernennt lz v. Ce.örb.rt: ju Eisenbahn- Oferfefrctä en: B.N. Kreger in Bad-Nau- heim, Paulenz irr Hattersheim; zu Ofer- @üierix>rfiej>crn: G.V. Schmitder in Alsfeld, D. Knapp in Bad-Nauheim: zu Untera- sislenten: f. Unkrass. Sack in Reiskirchen, I. Schlo'see in Hartmanns Harn, H. Sckmri- Ler 3. in Lauterbach, H Schwarz 1. in Alsfeld, Zulauf in Grebenau: zum Weichensteller : Bahnwärter Stedtmüller inO berr oden; zum Balmwär.er: Bahnwärter-Anw. Spieß in Griebel. ** Au S dem Militärwochenblatt. Ter AbschiH wurde Leutnant Stevhanim Jnf.- Regt. 116 mit der Erlaubnis zum Tragen der RegimentSun.ßirm bewckl gt. ** T i e Firma Rinn u. Clovs. Heuchelheim Kannte am 8 ds. Mts. auf ein 2öj-ihriges Bestehen zurückblicken. Wie wir hören, fall am Samstag, den 12 ds. im Kreise der Angestellten., Vertreter und Arbeiter «in würdiges Gedenken dieses Tages sta tfinden. ** Zum Steuerabzug vo m L a hn teilt uns das hiesige Finanzamt mit, daß alle Arbeitnehmer (Lahn- und GehaltsempfLug-r, Knechte, Ticnfhnäixfei usiv. !ü.Ausfertigungeiner Steuerwarte bet der Bürgermeisterei ihres W'-ehwrlcs besorgt sein müisen. Ter Ivprazontige Abzug van den Lohn- und Gefel.shezügen stellt jeiveib.- eine Vorauszahlung dar und wird' auf die endgllliiye Veranlagung aufgerechnet, die jc'ipeilö zu Beginn des Kalenderjahres erfolgt. Näheres siehe Anzeigenteil. ** Vom L ebensmittelamt wird un3 geschrieben, dast allgemein von den hie'igen Meggern Klage geführt wird, dast, die Bevölkerung die zur Verteilung Lommenden Fleisch- iQtb Wurst- nxtren verspcüet, mitunter erst anfangs der auf die Ausgabe folgenden Woche abhvlt. Infolge des .Kohlenmangels und des eisarmen Wruters sind weder Schach k»f woch Metzger in der Lage, die Fleischwaren bängere Zeit ausreichend zu kühlen. Es iiegt dafer irn eigenen Z'nteresse der Bevölkerung, die Fleischwaren möglichst Freitagnachmittag tobet Samstagvormittas abzuyalen, andernfalls die dNetzger keine Vevaut-- rovrtung für den guten Zustand der Fleischvaren übernelmten können. ** Freibank. Friag bn 11. 3u.ni von 1—3 Uhr von Nr. 3351—3500. ** Einen auten Fan g hat am verflossenen Montag die hiesige Polizei gemacht. Eine Pvlizeipatrouille hielt am hiesigen Bahnhof eine Person an, die zwei schwere Säcke mit sich.führte. Eine Durchsuchung ergab, dast sich zwei seidene Kostüme, ein Samtkostüm, ein weistes Kleid eine seidene Bluse und eine rttofce Anzahl Bettwäsche darin befand, und dast diese Sachen einem Landwirt in Lang-Göns, ohne dast er es bis dabin - mustte, gestohlen worden waren. Der Dieb ist der Handlungsgehilfe Karl Weil aus Lang-Göns, der l auch noch.wegen zwei in einem V-Zug Giesten— _ Frankfurt begangener Diebstähle von Gepäckstücken * gesucht wird. ** Da in letzter Zeit Klagen über Belästigungen des Publikums durch Fußball-, Schlagball- und andere Spiele auf der Straße laut geworden sind, sieht sich das Polizeiamt Gießen veranlaßt, darauf hinznweisen, dast nach Art. 292 des Polizeistraf- l^setzes und 8 366 Ziffer 7 des Reichsstrafgesetz- duch.es, derjenige mit Geldstrafe bis zu 6 0 M k. oder mit Haft bis zu 1 4 Tagen bestraft wird, der auf Straßen oder öffentlichen Plätzen mit Steinen oder anderen Gegenständen wirft, wodurch Menschen beschädigt oder verunreinigt werden können. Ist die mit Strafe bedrohte Handlung von Kindern begangen worden, so werden nach Art. 41 des Poftzustrafgrsehes die Eltern oder andere aufsichtspslich'ige Personen, die es an der erforderlichen Aussicht haben fehlen lassen, beim ersten Fall polizeilich verwarnt, iw Wiederholungsfall mit Oteldstrase bis zu einem Drittel der aus die Übertretung se bst anuedrohten Strafe belegt. Bei emtretenben Körververletzungen können ausserdem nach §$ 823 ff., 832 des Bücger- lidjen Gesetzbuch s für den Täter und aufsichts- pflichtig- dritte Persvnm (Eltern usw.), weitgehende zivilrecht.iche Sckfadenersatzverpflichtungen enl- üehen. ** Den Schornsteinfegern ist durch t>i8 Mini erimn des Jmtem bis auf weiteres bic Erfebuno ein s Teuerungszuschl'ges von 40 Proz. W den Feggebühren getvährt worben, Landkreis Gießen. Kalte. -L AuS dem La'hntal, 9. Juni. In voriger Nacht sank das Thermometer unter Null, eS war gereift. In den tiefliegenden Gärten und Aeckern sind ine Bohnen, Gurken und KLrwfseln erfroren. + Klein-Linden, 9 Juni. Gestern^und leutefuhren aus der Umg hungsbatz.t M-Hrere Sonde, zügc mit Wiener Minder n durch unser Torf. Die Kitder fahren nach Holl-and, wo sie den Sommer über bleiben. Morgen werben weitere Züge erwartet. X Wiesect, 8. Juni, liniere am 2. September d. I. 20 Jahre alte Kirche norge l, in die vor Wei nach.eu ne.e Pro Veto'eisen ei - ge"etzt worden waren, wurde letzte Woche ron i.,rem Erbauer, bec Firma Förster und Nicolaus zu Vtdt. einer gcü.d i irn Tv. in ging und In :and etzu g umeriojen Tie Wüchee.er el u gs o en be.i.uf>m sich auf 600 Mk. Ci..e Hinaus d/iebii g b?r Arbeiten hätte die Zerüönmg fes Wertr-oLen Wri's beschleunigt. Erne iä.rife Stimmung der Org.l wurde vertragsmäßig vereinbart. Kreis Lautr'rbach. la. Qu eck, 9. Juni. 3n unserem Or:e sind auf Anregung einiger Gemevcderatsmitgirei.>er durch den .fltiegcnnrrein bis jetzt über 4090 Mk. zur C-rricklnng eines Kriegerdenkmals auf dem Friedhof durch freiwillige Oktben aufgebracht worden. — Durch Wildschweine ist hier Schaden an Kartoffeläckern augcrichtet worden. Kfeis Scholten. B. Burkhards, 8. Juni. Die fahrende Land post, wftche die Ort' Burkhards, Kaulstos und Sichenhausen mit Ge.> rn vcrounden hat, ist setzt emgegangen. Ihr Verschwinden wird mit den teueren Betriebskosten bei vechäünismäßig geringer Benutzung begründet. Kreis Fri'dberg. bi. Butzbach, 10. Juni. Wegen den in der Umgegend ferrscfenden Viehseuchen daN b.T heutige 2 chweine markt in Butzbach nicht stuttsinben. Aus der Wetterau, 8. Juni. T:e Kornselder fefen zum grob len Teile abgeb lünt. 2er Blüte kam das En^ferige trockene Witter sehr zu statten. Halm und Aehve versp eckxm eine gute Ernte, auch hat sich das Korn, b-J schwere Re,„et - güf e bis er nicht voik-.men, nicht gelagert. G rste und Weizen sii.d im Schossen begriffen. Tw Kartoffeln haben sich bis jetzt eben falls gut entwickelt. In manchen G^emarfung n La: b r Trast-mirm an der Sommer rucht grofyun S st den an gen ' 11. Ganze Aecker mußten neu le'.el.t li>erb?n. Vielleicht fehlte feer dec in diesem Na-fevinter so massenhaft eingefangene Maulwurf. T n Sch-aden für eine solch unsinnige, von Geldgier getragene Vertilgung 'hat stets die Lcmdwirtschost ^u tragen. Durch das feuchte Wctler im Frühjahre haben die Wie en g tten An atz an Boden- gros gewonnen. Tie kevorstehende Erme wird reichlich die Scheunen füllen. Starkenburg und Nhcinhessen. oz. Offenbach, 9. Juni. Tie hiesigen Backer m ei st er vcranstal eten eine Protest- Versammlung, um Stellung zu nehnien gogew die Behörden, die ihnen das schlechte Meist zur Verfügung stellen. Nach häjugerer Aussprache wurde fo.gende Entschließung angiwmmen: „Die heute im GastihauS „Zum goldenen Engel" versammelten Bäckermeister von Offenbach a. M. schließen sich den berechtigten Beschwerden über vas schlechte Brot an und protestieren auf las Energischste gegen das von der Sta'-t Offenbach gelieferte austevorbentlich schlechte Mehl. Sie er- llären gleichzeitig, daß sie in Zukunst nur noch Roggen- und Weizenmehl mit einer ä-ehuvrozen- ligen Streckung txm Hafer- und Gersten mehl verwenden. Misch- und Bohnenmehl usw. müisen im Interesse der Bolksgesundhieit rücksickstslvs zn- rticfgc'nriefen werden. Wir verlangen balxr, daß das Lebensmitlelamt sofort die nötigen Schritte unternimmt, daß die Bevölkerung Offenbachs wieder unverzüglich mit gutem MeU und Bn^ versorgt wird. In Anbetracht der Wichtigkeit des täglickien Brotes müssen wir toeitcrliin unbedingt verlangen, daß den Bäckern und Gehilfen im (5t«- nähr-unsbeirat unverzüglich Sitz und Stimme zu- teck wird." n. Offenbach a. M., 8. Juni. Hier starb ganz plötzlich nach kurzer ftrairffeh der Stadtver- vrbucte Reck t^anwalt Dr. Rothschild, eisrigesi und langjähriges Mitglied der dtinokratischen Partei Ter Verstorbene stammte aus Alsfeld und genoß bei der 'lyieftgen Vürg^schast und in der Staotverordnetenversammlung seiner vuTägen be- fvnncnen Art wegen das größte Anst'l?m. rm. O b e r r a m st a d t, 9. Juni Tie Bürgermeisterei erhielt dieser Tage einen Brief mit 200 Mark Inhalt in 5OMart-Scheinen, mit den Werten : „Dieses Geld ist abzugeben an Herrn GZ. Ehr- dardt für seine geklauten Schinken. Weiters Zahlung folgt spater. Ich bitte Sie, ersterem ans Herz ui legen^ in Zukunft vorsichtiger zu sein." Dem E. war im Februar aus seiner Hausschlacht alles Fleisch und die Warst gestohlen nxorb-jn. fm. Mainz, 9. Juni. Tie Schi ifsbe- raubungen auf dem Rl^einsinom loaben einen derartigen Umfang angerammen, baß seit gestern zur II e b e r w o ch u n g i n N i e ' st e i n ein S n - der-Zcndarmeriejommando eingerichlet wurde. Kreis Wetzlar. wa. Wetzlar, 9. Juni. Zwischen Ang-bori-- gen der hiesigen Reicksrehrtrupve u d Zi . iii'en ßrm es gestern abend am Haarplatz ans uns noch nicht bed'irnten Gründen zu Zwistiglei'.en bzw. einer Schlägerei. Ein Zivilist wurde Der» haf.et und die in ber Stadt anwesenden Soldaten in d.e Kaserne zurückgerufen. Hessen-Nassau. Drilchslreik. fm. Frankfurt, 10. Juni. Im Landkreis Höchst ist gestern die gesamte Kreisbauernschaft in den M i l ch l i e - feru ilgsstreik eingetreten. Es handelt sich um etwa 500 Landwirte. Sie erklären, daß sie mit dem gesetzlichen Höchstpreis von 1.50 Mk. pro Liter Milch ab Srall- nicht mehr auskommen können und verlangen 2 Mark. Der Landrat wendet sich in einer öffentlichen Erklärung gegen ben (Streif, betont, daß die Bauernschaft zu der Milchlieserung gesetzlich verpflichtet äst und weist ihre Behauptung, daß sie aus Notwehr handle, als frivol zurück. Unter den Konsumenten ist die Erregung sehr groß, denn ihre Kinder sind ohne Milch, besonders die Arbeiterschaft ist erbittert und sie ist, falls der Streik noch länger arr- dauern sollte, bereit, die Milchlieferung zu erzwingen. In einzelnen Ortschaften ist es zu Tätlichkeiten zwischen Arbeitern und Bauern gekommen. In S u l z b a ch sind einigen Bauern die Fenster eingeworfen worden. Jedem streikenden Bauern wurde ein Strafmandat von 150 Mk. zugestellt. Diese Strafmandate sollen jeden Streiktag wiederholt werden. Auch imLandkreisWiesbadenist die Bauernschaft in den M i l ch st r e i k getreten. Die Ernährung der Säuglinge ist, wie aus Wiesbaden gemeldet wird, nur durch Ausgabe von Büchsenmilch und durch Abtretung von täglich 1500 Litern Milch durch die Stadt Frankfurt einigermaßen ermöglicht. Die Arbeiterschaft hat sich bereit erklärt, die Polizei in ihrem Vorgehen gegen die Bauern zu unterstützen. Wie das „Höchster Kreisblatt" berichtet, sind in den Farbwerken schon Listen fm Umlauf, in denen Einzeichnungen zu gemeinsamem Vorgehen mit der Polizei gemacht werden. Die Folge des ganzen Verhaltens her Behörde ist, daß die Bauern schon mit dem Verkauf ihrer Kühe begonnen haben. Die Ortsbauernschaft Ober-Liederbach bietet bereits 20—25 Kühe zum Verkauf aus. Ein grauenhafter Mord. — Frankfurt a. M., 9. Juni. Die 31jäh- rige Ehefrau Mar:arete Wendland wurde heute vormittag 8 Uhr in ihrer Wohnung, Alte Markt 21, von ihrem Lieblraber, dem Arbeiter Jvhannes Renner, ermordet. Der Täter rid^-te sein Opfer mit einem Schlächtermesser in solch furchtbarer Weise zu, daß der Körper nur noch eine einzige blutige Maste bildete. Er erzählte dann Hausgenossen in zynischer Weife von bet Bluttat, begab sich sodann in eine Wirtschaft am Gar-- küchenplatz und reinigte sich hier von den Blutspritzern. Dann ließ er sich im Heiliggeisthospital die rechte Hand verbinden und ging flüchtig. Gegen 12 Uhr konnte er jedoch bereits oerhaftet werden. Ter Mann der Crmorbeten verbüße gegenwärtig eine längere Zuchthausstrafe. r ga. Fr ankfu rt, 9. Juni. Trotzdem die Schuhmacher-Zwangsinnung offiziell die Preise für Schuhreparaturen noch nicht herabgesetzt hat, sieht man in zahlreichen Auslagesenftern der Schuhmachereien bereits Angebote, die bedeutend unter die jetzigen Jn- nungspreise heruntergehen. So sieht man teilweise Herren-Sohlen und Fleck für 42 Mk., Damen-Sohlen und Fleck für 35 Mk. angeboten, während bisher für die gleichen Arbeiten 70 und 75 sowie 60 und 65 Mk. gefordert wurden. ha. Hanau, 9. Juni. Da die streikenden Kinoangestellten mit ihren Arbeitgebern zu keiner Einigung gelangen konnten, haben sie ein genossenschaftlich betriebenes Kino eingerichtet, um ihr Leben fristen zu können. Bei diesem sehr grosszügig geführten Genossenschaftskino wirkt u. a. ein 16 Manu starkes Orchester mit. ra. Aus Nassau, 8. Jmn. Das Jagdschloß Platte, bis ron Herzog Wilfrlm 1. von Nassau im Jahre 1824 an b?r alten Posl- strasze Wiesbabm—üimburg erbaut und im Jahre 1913 mit tei Wi t'ch istsgebäub n, 2’> Morgen Feld und 50 Morgen Wa d, an bi.- Stadt Wi?s- Exben veräußert wurde, ist ton die er auf ric Tauer von 15 Jahre i für jähr ich 25 000 Mk. an ben Ingenieur liebt (e in Fr nlfurt a. M., den Inhaber ei er Breunlolz-entralc, mit A»rs- nähme d.s Walb^ s verpach.et und dem PäckKer am Samstag übergeben worben. dz. Treysa, 8. Juni. Angeregt durch den günstigen Verlaus des Festes im letzten Jahre wird am Sonntag den 13. und am Die Gräfin. Roman von G. W. App le ton. (Nachdruck verboten.) Fortsetzung 54. Wir öffneten die Schranktür ki e uns lausck^ ten, bis bis Haus wieder in tiefster Nu!>c bi» lag. Dann schli jen wir die Trpp' hinab, et ihn birrdi b.S imn t; noch o fenfe e de Fnster t s Freie unb tappten, so gut es ging, durch den wrleit zum Tor. Dort Miebcn wir einen Augen'- blick feien, um au lauschen, unb schließlich beton» den unr unS wieder heil und gestmd in der Hollo Trec Lane. TW- meinte Dick, dieses Mal fhto wtr mit knappci Not e.ubmmen. 5«nr’b(. es ging »rns schon ntbc an den Hals, erwiderte ich, aber ich bin trobbem mit ber Polizei höchst urjuinetim. Weil sie uns nicht gefunden tmb 'reingtbangt hat * Nein, sondern hril sie iricht em.' Sdmbe früter erschienen ist. In die ern 5nl < 5ättr iic di> »uit ■ Baute ab e abt. int) die 0>rü in wäre ,etz- in Freiheit. Jetzt tappe ich mehr af? \c im Tuüfrln Die Spur ist verloren und ei:ie M- nm Zeit völlig l>erg-.mh;t. E- ist ein fad > sch u-ckich. Jawotl, unb tdt Eii niedertrö 'it durchnäßt und durchfwiert und durstig, fügte Dick pic-h«. Erue solche Nackt jeden Monat würde mir völlig ge- nüaen Laß uns etwas Warmes gen'esten, in O'o-tes Nameri, und mit dem nächsten Zug nach Hause fahren! BierundzwanrigsteS Kapitel Todmüde, enttäuscht und är»at ich tätigte ich an jenem Abend zu Haufe an. Pe.kins hatte, nne ick hörte, ztoei Stunden lang auf mich g-m>artct und war eben w ggegrngen^ Ich bedauerte br.8 nicht, br ich m mej. er g gemuärt gen se t dxm DersassunA niemarch zu se.e., wünschte Ick zog meine naisen Schule aus imb sch üvfte in meine Pantokie n, bic Ta k b.r FürH ge d s 3immer» mübd-ei^ Marie ai g nehm durchrärmt waren. Tann übe.stob ich i.,r mct'.icn Ueierzi her, der d rch den stiegen- ei.i E'e.ricktt rctbourelt bät e, utti> wies sie an, ihn in der Küche für den Fall, daß ich feute noch ausgefen müg e, zu trocknen. diereuf zürchetr ich meine Pf» ife an, machte mir’» in meinem Le'n^uchl bequem imb sch ck c mich an, über das Problem «a z b'nBrr, das sich setzt rar mir aufgexm Latte. Plötz ich kam jeni r b '"'s Zimmer. Ich ufnfre mi ■ um und sah, daß en >tc c.ncn urrlximiich ause7>e b.n Mei he.', em' Blent- es ilrr unmöglich sei, sie mit diesen Sachen darin in be richtige Form zu bringen. Wü'e b üfer in int Ge>mtenlo'ig'ert sprang ich auf, nahm ihr die Aergernis erregenden Gegrn- stänfe ab, und daß ich sie auf een Boden schieu- berte, so baß sie birch k-as ganze Zimmer flog-m, brauche ich wol)i nicht beiorvfers zu betonen. Als ich Manes erstaunten Blick fernerft<, sagte ich: Halten Sie sich ntcfrt auf, Marie, ich bin feute nacht abge pannt und ärgerlich! Tas hab' ich mir gedacht, Herr T>oktor, er» nriferte sie. ES geht allen Vkenschen bisweilen so. 3«mahl. Nichts zu ntaden. B'cifen Sie noch ein paar Minuten auf, Marie! Es hat auf gehört zu regnen. Sie svl.'ien noch einen Bucf für mich zum Br^e kasten tragcn. Ich werde lauten, sobald er geschrüfen ist. Taten seifte ich mich am m-inen Schreibtr'ch. Aber schon cei br Anrede stockte ich Nun ja, »nenn sie ,A!i ber Tok.ar!" schrieb, durste ich mir auch be Anrede „Liebe Gräfinerlaubett. Und so schrieb ich denn: Liebe Gräfin! Ich habe fe tfe r.adxt etwas Se't'ames er'ebt. Ich füge d -.cn Brief (-ei. den ich heute ab nd von de alten Grä'in e-ckielt. so stet hibe ich mick mit meinem ulten Votumi ito- en 11 Be.- Htiirntg ge'etzt. und ko sind ItHr He tn einem Hause in Putney erngebrochen. Leider tunen Montag den 14. Juni wiederum ein Schwal- m e r Vo 1 ksfest abgehalten werden. Tas Fest ist als Heimalssest gedacht und wird deshalb eine große Anziehungskraft aus die hiesige und auswärtige, besonders die Schwätmer Bevölkerung, die dabei in ihrem Feststaate erscheinen wird, ausüben. Akavcmischer Gesangverein. G i e ß e n, b.n 10. Juni 1920. Eine große Aufgabe hatte der Akademische Gesangverein sich zur nachtcäg.ickxm Beg-.-hrmg bet hundertue.t W.eoerk he ivine5 Ent^e. ung.tageo >üc ben 9. Juni ui der Stadtkirche gestel.t: fit wurde unter Leitung der fiaitoolien und bedeutenden musckalischcn PerEön.ichteit Trautmanns in großem Zuge _ gelöst. „Tröstet!" beut Händels „M essias" an; „bejern V* »oar die Antwort des Meisters auf die Frage seines Königs nach dem Siel gebauten des Werkes. Schioerlich waren jemals Trost und Besserung einem Volke bitterer not als in der Gegenwart dem z rriss-enen und tief gesunkenen deutschen Volte. Stunden der Grfevirng und Gt-quidung hat diese Jiwüäumsleier den Hörern feivitct. Hä.:del iit bei -.illcr Mäimlichünt unb Straffheit seiner Kunst eine sonnige Natur: er reißt nicht wie fein Zeit- und Schass nsg-enos.e Bach das Letzte im Menschenh rzen zu Ojerich: und Läuterung auf: aber an Anschaulichkeit, Eindringlichkeit, .Ursvrüngftchkeil ist seine Ton pcach unüfer- trofsen. Irn „Messias" hat Händels Genius sich in vollster 9leife ausgewirkt. Es ist das Oratorium der Oratorien, eine Schöpfung, die nie altem kann. Von den vorzüglich geschulten Darmstädter Solisten, die für die Auiführung gewann n waren, kamen wohl am überzeugendsten Sopran und Baß zur Geltung. Frau ein Hilde Walther forderte durch die tresfsich re Intonation ihrer Laren, auch im Forte der hohen Lage jede schärfe glücklich vermeidende Stimme Beivundernng seraus. Herr Josef Schlembach ist ein Länglich in noch höherem Maße als rhythmisch ausgezeichneter Sänger. Sein prachtvoll hallender Baß brüdte mit erstaunlicher Leichtigkeit besonders in der Arie „Warum entbrennm die Heiden" das lebhaft bewegte Orchester in den Hintergrund zurück. Für einen schnell wieder verschwindenden Anmtz von Rauhheit im Piano e-itschädigte die nicht meho zu überbietende Vollkommenheit der Aussprachetechnik. Die wie durch einen leichten Schieier gedämpfte, in der Tiefe an Fülle gewinnende, großartig kultivierte Altstimme von Fran Anna Jacobs bot besonders in der Arie ,/kr ward rerschmäfet" höch'e Ge aigssstmst. Se vermochte die grelle Färbung, die sich in den abgerissenen Tonfolgen dieses schwieriien Stücke- le-ctzt entstellend bemerkbar macht, vö lig fern'.u alten. Herr Oratoriensänger Müller, der für Herrn Walter E schner tingesprung n war. sand in ,.Er weidet seine H-rde^^ Töne von ergreifender Innigkeit; zeigte andererseits in „Du zerschlägst sie" daß sein weicher Tenor auch erschütternde Wucht aufzubieten vermag. Die Leistungen unseres Chores unter ber ebenso klassischen wie temperamentvollen Leitung Professor Gustav Trautmanns heischen restlose Anerkennung und berechtigen Dirigenten wie Misführende zu hohem Stolze. Scharses unb sesteS Einsetzen, elektrisierende rhythmische Zuverlässigkeit, sorgfältigst ausgefeilte Dynamik und Phrasierung scheinen zum unverlierbaren Besitz dieses (Tfone-3 geworben zu fein. Das zeigte sich rn dem Vieli»erschlungr7neu „Ter Herbe gleich" tn fern tulit anremrften w b mit mäd/tigem SchSrmng kurch- gesührten „Hallelujab", und in dem zu hinreißender Wirkung gesteigerten Schlußchor. Am deut lichsten aber trat, was ber Chor an feinster Ab tönung in ber Schattierung und an absoluter rhythmischer Präzision zu leisten vermag, vielleicht in dem Weihnachtschor („Uns ist ein Kind geboren") hervor, hier um so staunenswerter, als die Orchestergrundlage ein leichtes Beben zeigte Auch die unbeirrbare Art. wie dm Anfang de» „Hallelujah" der Chor mitsamt seinem Dirigenten in die Zügel griff, zeigt, daß eine ganze Arbeit getan war. Tas Orchester, die durch hiesige und au: toärtige Kräfte verstärkte Rcichswehrkapelle, unb mit ihm unser einheimischer Organist taten ihr Bestes, um ber ans ben Zeitverhältnissen erwach - senen Schwierigkeiten Herr zu werden. Ging es auch nicht ohne die eine ober andere Unstimmigkeit ab, so muß doch wiederum anerkannt werden, daß die Begleitung zu den Arien große Feinheiten in ber Zurückhaltung aufwies, unb die Streicher ber aufleuchtcnden Figur im „Wahrlich" nichts von ihrem Glanze schuldig blieben. In erster Linie aber bleibt es ber glänzenden Chorleistung zuzuschreiben, daß die Jubiläumsfeier des Akademischen Gesangvereins eine ivürbige unb edle gewesen ist. Pros. Trautmann, wenn er auch mit Recht hohe und höchste 9lnfprüche an sein Werk stellt, darf mit voller Befriedigung auf die feiner zielfewußken Führung e t pw c:k Auft .'rin-g rückbiicken. Wer es mit dem Gießener Musikleben gut meint, wirb sich durch den neuen großen Erfolg in dem Dimscfe fe" äift sü' len, Itv'axrm die Vorbesprechung des Stiftungsfestes Ausdruck gab: baß das Wirken des Vereins fernerhin unter Gustav TrautmannS Leitung bleiben möge! R. wir zu spät. Tie er Erz cbuft von dttem Erl- ffrafen, fer Sie so niederlrächlig cmgcl.'gen hat, baß Jfe Br "es mich halb und ha b von seiner Unichuld üferzeugte, ist mir zu: o gekommen Ter Kamin war noch nxirm. Das Zimmer, das nicht mefe als eine Ge ängnisze le für sie n«r, befand sich in dec größten Unordnung. Er bat sie iviebt forlgeschlepp', Gott weiß wo'in dieses Mal. Es war sckwu eine aufr-genbe Erdichte: mein Freimd und ich sind um eit Haar ter P-rl zei in die Häiwr ge al e t. Mr kn.ipfer Not si d nir en fjmmet. Ich möchte I nen gerne unsere Erleb is e persön.ick erzä ckcn Wollen Sie so srnmd ich sein, mir zu drahten, ob es Ihnen angenehm ist, meint ich Sie mvrgrn um vier UTyr fefudr? Bis dckhin hgfe ich zu tun En toute bonne camaraderie Ihr ergebener Tier-er Julius Terigorb. Ich flefee ben Umsch'ag zu, fr n terte den Brief unb sandte ibn "of)rt zum nächfen Brief- raf.cn. Als meine P eise aus raucht war, ging id> zu Belt, u b selfain g itug unter den o'- w2l e:.den Um"ä bn sch'tef ich we ein Stück Hol,, bs um sie en Uhr, wv mir Marie geroofm* heilögemäß nut. en Morgentee hcreinbrachte. lFortsetzung folgt.) itfabpfk es intfor der »Kett Leitung heischen reib Dirigenten rote iti unb feN duDcrlüilig- inb Phraitz- Bnih W t N ri bc® ' u dM M ZL7L u !lt iDittbe ^N^en .Vandelz yntioort (!?nöd’ &lemQl5 MM als mtjimg mib ■&hs Je Nur; ec ^MieSotb M unb Läu. unübn- 3 Genius sich Otolocium l£ nie altern Darmstübtel rontt n rooren, [Mn u w ther torberte ■[ 'arm, auch bärie glücklich kraus. fort gitch hi noch ansgrzcichnkter M drückte es in der Arie a- iebhast fe>- d zurück. Ur m Än;atz von ie nicht mehr •t Aussprache' n 5 dreier ge- innenöe, grotz- Frau Anna rie „Er ward i. Se ta* i bcn abgmsie- Aückes Irifit i iernzu alten. Xr für Lemi . ianb in „Er iienber Fnni-f erschlägst sie" ittembe Wucht Hcrnrich 8. Juni 1511,50 1514,50 1448,50 1451,50 .SUHL DarmstSdier Bank ist im ha Aerzte des Kreises Melsungen beschlossen Harpener Bergbau wirb am Sa ms-tag gefällt. Urteil Wem«? 64*21 Rödgen, Wieseck, den 9. Juni 1920. Die Beerdigung findet Samstag nachmittag 2 Ühr statt Göbelnrod, den 9. Juni 1920. 44t5 Die Beerdigung findet statt Freitag den 11. Juni nachmittags 3 Uhr. Frankfnrt a. *1. 285*6 start, bzt der sämtliche Lehrpersonen des Kreises aus die neue Verfassung vereidigt werben sollen. Oderschl.Eisrnb..L. Oderschles.Eiseninlt Phönix-Brgb.« Akt. Bad.Anilin«u.Soda 12,50 428,50 Deutsche Bank. . . Di?couto« Äesell'ch. Dresdener B mit. . Slatioralbanh s. D. Mittels.Credtbank Devisenmarkt. Geld Brief Zürich . . . . -lmfter-am . ßop?n;;agtn. Stockholm. . Ibien . . . . 317,15 704,30 669,30 856,60 179,80 229,75 153,80 39,07 204,70 714,30 634,35 Datum-. 5*r,lDeut.flrleq«anL 4"/»Deut.Beich5anl. 325,35 730,75 680,70 880,90 192,70 230,25 160,20 40,30 312,80 733,25 658,15 von heute an tägt zu haben so lange der Vorrat reicht Zrieörich ttehler, pserdemetzger 324,65 729,25 679,30 879,10 192,30 229,75 159,80 40,20 312,20 731,75 856,85 etfiidt, und ferner Zigarrenfrbrikant Möser, dem er letzthin zuerk-rnnt tvircbe. ra. Kinzenbach (Str. Wetzlar,, Eine kaum glaubliche Tatsache enthüllt die tor kurz m erschienene Schmelzer Ausfuhrstatistik für das Jahr 1919, nämlich, für die Schweizer Stickerer-Jnbu- st r i e DeutflAand ber beste 2lbn-ehmer war. Ausgerechnet dos arme Teutscklund stützt eine reine Luxusindustrie Ter W.rt der aus ber Schmerz nach Tc^tschland au^gesü rttn Stitfereien betrug nämlich im Jahre 1919 über 127 Mi stürmen Fran- len, also weit über eine Milliarde Mark. Tem Wunsche b r Turnrrschaft des Ärhn-Dün^- l'erg-Turnerbund.sentspreck)end verkehren am nächsten Sonntag nachmittag alle sahrplcminäs?.ig»n: Züge auf der ©hx’cue Wetzlar —Lo bar. Ikber 630 Wetturne, sind aus ben 36 Bereinm des Bimbes angiemeld.'t, die zum Teil eine weite Turnfahrt (Kreis Niardurg) M-cücktzulegen l-aden Datum: Amsterdam • Botterd. Brüssel-Antwerpen Christiania..... Kopenhagen .... Stockholm..... tzelsingfor». .... Italien....... London....... New-York..... Paris........ Schweiz....... Spanien...... Wien (altes) . . . Deutsch-Oesterr. abg Prag........ Budapest...... Bulgarien . .. . l Konstantinopel. . . gegen Recht und gute Sitte verstößt. * Berlin, 10. Juni. Einem Privar- telegramm des „Berl. Tagebl." aus Köln zufolge hat die Kölner Kriminalpolizei sechs Personen wegen riesiger Waggonschie- Kircbe rind Seattle. Schotten, 8. Juni. Montag den 14. Juni hier eine Kreislehrerkonferenz Berlin, 9. Ium. (Wolff.) Bei den MÄH-- unrUheu 1920 sind, wie sei e.zeit gemein,et, tn Bad Thal (Thüringen) nie'r re Mmmchner von Marlmrger Zritsu iw.kli'gen vctlxifict urtb einig1 bat’OTi erschossen worben. Die trige'^Iien Ermittelungen fonnt-.n noch nicht abgesch'ss'en werden, da umfangreiche Zeugenvernehmungen erör- der.ich sind. Bis'fer iinirbe tu Berfolg ter Ermittlungen gegen 14 Zeit ftei willig: Anfege roegrn rechtswidrigen Waffengebrauchs in BerbinbuUg m.'t Totschlag erhaben. (1 Diarburg, 9. Ium. Das Landgericht Dtrurtcilte einen Landwirt aus dem Dvrfk Haubern im Kreise Frankenberg wegen Schleichhandel und Wucher zu 1 Jahr Gefängnis und 5000 Mark Geldstrafe. M ü n ch c n, 10. Juni. WTB./ Im dritten Geiselmordpr-ozess beantragte der Staatsanwalt gegen die beibeit AngMagten Wallers- Hausen unb Retter die Todesstrafe. Das Da hilft nut „St u f i r o 1" dasschnellu. fieber wir» kendeMitiel.. Pcrtn’fcbto. Melsungen, 9 Juni 317,85 705,70 670,70 858,40 180,20 230,25 154,20 39,17 305,30 715,70 635,65 Geld Brief 9. Juni Todes-Anzeige. Hiermit die traurige Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, heute mittag 12 Uhr unsem lieben Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Herrn Altbürgermeister Heinrich Damm im Alter von 79 Jahren zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Jobs. Velten V. Muhten ® Knechtungen fdn tiardu. Kraft/ MlOUMt stets sofort: 220/380 B» 3, 5, 10 PS Trlmssonnlrloren. Sretiei- llllMN, MeWsNAMSW, Kühlanlagen hydraul. ^bst- u. Orl-Pressen kurzfristig ad Fabrik. 3ngenieucbflro Dipl.-Ing. Schwab, Nidda, Oberhessen. Be rtretung erster Firmen der Grohindastrie. 8.6. 14,30 7,- Sietzener Strafkammer. ! Gietzen, dm 8. Jimi 1920. Unter Ausschl »H; der Oeff« nt! i chketr Wurde heute cor dem ^'murgericht gegen den ehe- maligen Mühlenbesitzer K^rl Heinrich schm, con Bad'Nau . «eim wegen Sittlichkeitsoerbre- chen verhaildelt. Ihm nmrbt von der Anklage zur Last gelegt, am 27. 4. 1920 -u Dud-^imcheim durch unzüchtige 5)andlrmgen öff nt.ich ein Aerger- nis re.w^rn u.'d jemer versucht zu haben, cm Mädclten zu o-eigmxLigen. Nach längerer B- weis-rufn'ährne verneinten die Geschworenen di? Sckuidffagen; ber Augrkl-ag'.e wurde svnach Tret» gespr-ochen. 9.6. 12,70 6,62 15,25 12,- 425,- ein Tiklierkursus für bt? 16 Mitglieder Gange. Büchertrsch. Die Welt Wanderer. Romandichkung. ^on Karl Gjelleruv. 3. Aufl. 455 Seiten. Preis geb. M. 15.—. Verlag von Quelle u. Meyer in Leipzig. 1920. Gjellerups buddhistische Bücher gehören mit ihrer einzigartigen Slhönheit der Weltlitiwatur an. Der unvergleich)liche Zauber, bei von ihnen ausgeht, strahlt auch in bei1 Romarw uichtung „Tie Weliwanderer". Wieder handelt cs ... - - . mv , . , . . »Auch geg. Hornhaut, Balleri und Warzen mit bestem Iich um teu Geoanken der Wredergebnn, der m | @rf0|fl anzuwenden. Preis 2.50 Mark. I5192A Wiss. ehern. Fachbibliothek ,»acht alle chemische Literatur, hauptsächlich Zeitschriften, zu höchsten Preisen zu kaufen. Angebote unt f. L. 8. 527 an Rudolf Homme. la Benzin für Feuerzenae u. Gewerbe empfiehlt 631» Ceatral-Drojrerle, Schulstrasse. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß eg dem Herrn gefallen hat: meinen treuen Gatten, den treueorgenden Vater seiner beiden Kinder, unseren lieben Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel und Paten Landwirt Wilhelm Schwalb 111. nach schwerem Leiden im 48. Lebensjahre zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Die trauernden Hinterbliebenen: Fran Kath. 8chwaib Wwe. nebst Kindern Familie Balth. Weller Familie Wilhelm Balser X. An- u. Verkauf von Lnmven, Eisen,Me = lallen, Knorben, Pa Vier, ^lasche«, gebr. Maschinen- 92 Louis Rothenberger ■eieewegiS. Teleih. 176. e. rmtrct bat gan>r Waggonladungen Sprit, Benzin unb Autoreifen nach Düsseldorf, Leipzig und Dresden usw. verschoben. B e u t h e n , 9. Juni. (Wolff.) Auf dem A sch e n b o r n sch ach t der Antonienhütte stürzte heute früh infolge Versagens der Bremsvorrichtung eine Jörderschale mit 3 2 Bergleuten ab. Dreißig Mann trugen teilweise schwere Verletzungen davon Märkte. oz. Fulda, 8. Juni. Ter Schweine- markt am Samstag yatle eine Zufuhr twn 233 Ferkeln und 33 Läufern aufzuweisen. Für Ferkel Würben 180, 250 und 320 für Läufer 400, 500 imt> 600 Mk. gezahlt. Klavier- stimmen und Reparieren in tadelloserAusführung W. Schlüter, Scho«str. 15 I. Daselbst Ankauf gebr. Instrumente. 06124 Ber ei ne und Beranstaltungen. ** Liga zum Schuhe der deutschen Kultur. In der letzten Zeil wurden neue Orts-- gruvpen gepjnhtbel in: Alten-Bnseck, Burkhards" fclben, GrvsM-Linden «Kreis Gießm, Ebrings- hausen lKr. Alsfeld), Stumpertenrod (Kr. Schotten), stieichelsheim und Stammheim (Kr. Friedbergs. einer seltsamen, aufs feinste gefäüiffenen Form Drogerie Noll, Babnbofstraste üi u Avothekrr vom Dichter veranschaulicht wird. Tieselhen Men-1 Waldschmidt, SeltcrSweg 39. ändert. Bochumer gegen den gestrigen AbendffrrT mit 249.— 14 Prvz. höl)er. Unter den chemischen Aktien sind Badener Anilin schwächer, 445.— <— 7), Scheideanstalt notierten 503.—. Gegen den Schluss der Mittagsbörse zogen Zellstoff Waldhof um weitere 8Vroz. auf 273.— an. Eine Steigerung von 12 Prvz. erführen Bleistiftsabrik Faber 348.—, .Hamburg Paketfahrt 188.— (5 Proz.), tzWldmexikaner 313, nachbörslich 310 (—8 Proz.). 5proz. Reichsanleihe 793/4. Frankfurt a. TL, 10. Iunr scheu, die im entfernten Altertum atmeten und deren Taten und.Leiden uns Gjellerup zeigt, wer sehen sie zugleich als Personen in moderner Zeit. So entsteht eine Tvppelhandlung, die aber doch nur ein Gmrzes bildet, weil ja eben jedes Geschöpf trotz seiner mannigfaltigen Erscheinungen eine Einheit ist. Mit einer Kraft, die rhvesgleichen sucht verknüpft Gjellerup die beiden Fäden, die anfangs scheinbar weit auseinander liegen, un» etwas kunstvolleres und spannenderes als die ler- densä)astlich bewegte Szene, wo scAießlich Ver- gangen(teit und Gegenwart zusarnrnenslicssen i|t wohl noch niemals der dichterischen Phantasie gelungen. _____ !z?ub.e Eisen». - .'ldt. Ädlerwertz« .... 4y/0 H-Is. SaatsanL Electron türieshei» Marrnstternnge». Datum: Berlin, 9 Juni. (Vörsenstiim mungs» bild.) Tie Unsicherheit lvzüglich der Neubildung der Regierung gab der Börse weitefbin zur Zurückhaltung Anlass, doch mackste sich nach anfänglicher Schwäche äjet eine feste Stimmung bemeiEIur. Am Montun markt regte die Zeitungsmeldung^ von einer geplanten Inleressengemeinschaft zwischen Gclsentrrcl^n und Teutsch-Luxxemburg zu Käufen an. Hiervon pvositierten insbesondere Phönip und Bochumer. Beträckstlick)e Steig-rungeu erführen Sberschlesischc Eisenindustrie, nämlich um 18 Pvoz., dagegen verloren fctofftringi'r butte '"ehr als 10 ProDeni. Meirrm'gs.'äu'e erfolgten in öarfctxTten, tvodurch Badische Anilin 20 Pro; int) höchster Farbwerke 9 Prvz. gewannen. Schifjahrtsaktien litten unter Realisierung, nur Argo stellten sich um 10 Prvz. höher. Kvlvnialpapiere schwächten sich gleichzeitig vorwiegend ab. Am Anlagemark keine Per'änderung ton Bedeutung. Frankfurt a. M., 9. Juni. 'Börfen- ft i m m u n g S b i l d.) Ter Abdnd^'rröel,r bewahrt eine äusserst ruhige und vorwiegend behauptete Haltung. Die schwankende Tendenz der ausländischen T-evist'nSure führte vereinzelt zu em-r unteren Abschwächung von Auslandswerten, so dass einige Sonderpapiere zum Teil Rückgänge zeigen. Schantuirgaltien stellten sich auf 624 <— 7 Proz.), Deutsche Petroleiim 573 bis 575 behauptet. Lom- bardcir 33‘A, Deutsch lieber ec Elektri'che 76 t- 15 Proz.,. Schwächer lagen Kolonialpapie.e. NeuX!>ttiinea 601.— (— 14 Pvoz.), O^ltvt Mine-.. 35 Mark auf 750.—. Montanpapiere wenig ver- Tuvnen, Spiel und Sport. T a u b r i n g e n, 9. Juni. Der Turnvevern Taubrjngen, gegrün-bet 1895, begeht am 18. Juli I. Js. sein 25jähriges Slistimgsfcst. Die nach anwesenden Gründer des Bereirts erhalten Ehrm- diplome. Ferner findet ein Preisttrrnen ber Turner im Verein statt. 0 Grünberg, 8. Juni. Der hiesige Turn- vereiir zälstt in seinen Rerh.n nun fcwei Turner- oeieianen, de den Ehrenbrief des Mitlel^hn,!- kreisrs (IX. Kreis der Deutschen Turner,chrst) be sitzen. Es sind dies der erste Sprecher, Spengler- meister Frssdrich Schröder, ber ihn voriges Jahr wurde, feftgenommen. Die Sch ebergesellschaft i sseUeiiLBnilleanme ‘ i'aimlet...... Stenographie. — Tas vom Bestick Gießen Gabelsberger Stenographen am 30. VLai !. Js. in Goslar veranstaltete Schön- und Richtigschreiben hatte folgendes Ergebnis: 1. Preise: Fistel Basten, tzch. Gantz, Karl §>ess, August .Kirsch, Karl Röhm (Gesellschaft Ostessen), Karl Hartmann B rein stollar , Tl«ed.'r Sy hn, Georg Wnhl, Ludwig Schwidt (G.^ sellschaft Gießen). — 2. Preise: Witlelm Kratz, Heinrich Weiersl-äuser, (5le Euler P-rein L-vllar>, ?llwin Rosold (Ge'ellschaff Gießen). Gro^ße n-Lind e n. Am 5. Juni wnrih- j 3e,.,'Dettt.?.«- 4°/h Vreug. fionjole telsberger g:gründet. Ein Widers«o'nrgs- und n ' Gerichtstag. Ein Mafftnprvzetz weacn Dietzdiebslählkn. --Frankfurt a. M., 8. Juni. Im Sommer und Herbst 1919 wurden in Hessen und Hessen- Nassau ungezählte große Bie'hdiMtäUe ausgenihrt. Eine umfassende Untersuchung der beteiligten Polizeibehörden ermittelte als Täter unb 5>ff)ler schliesslich 30 Personen, darunter mehrere "Direktoren von Krankenanstalten, die das Fleisch für ihre Betriebe erworben hatten. Llls Hauptdiebe Tarnen mehrere S t a l l sch Wei zer hessischer Lof- güter, eine Anzahl Metzger und Melker, u. a. auch der Pserdemetzger Philipp Jam in aus Oderursri in P>etracht. Ten Ermittlungen zufolge hat die Gesellschaft folgende Diebstähle ausgesührt: Gut Bäuftadt b?i Stockheim lObevlt.) eine Kuh. Los gut Güll JDIrjrl). 10 Schweine. Gut Stitbenwald bei Beusheini ztvei Ochsen, Strasseuheim b i Weinheim neun Schvoeine, Gut Engelthal bei Altenftaot i'-Dberl). > zwei Kühe, Gut Lu Huer Hof bet Gelnhausen vier Kühe, Gut .Lasseleck bei Bad-Nauheim drei Kühe, Lstlcmstalt Herborn zwei Ochsen, 6al)enwalo bei Oberhöchstadt drei Kühe, Rehbach bei Illichst- ftaot i. O. eine Kuh, Gut Mariahall bst Sprendlingen vier Kühe. In allen Fällen wurden die an Ort und teile getöteten Tiere auf Lastautos fort- 'geschafft, in den meisten Fällen zu Jamm nach LL^rnrsel, der das Fleisch bann zu hohen Preisen verkaufte. Bst Der Heimfahrt ton dem Vffhrau.be in Mariahall lourve die Räuberbande abgetoßt und verhaftetDamit hatten vie auffehenervegenden) Diebstähle ein Etwe erreicht. — Heute begann vor der hiesigen Strafkammer der auf 4—5 Tage berechnete Prozess gegen Ott Gesellschaft. Als Zeugen sffrd 25 Personen und eine Anzahl Sachverständiger geloben. Der Führer des Autos, mit dem das Bich herangeholt würbe, ist flüchtig gegangen und bat ferne Kaution von 5000 Mk. im Stich gstasseu. — Frankfurt a. M., 9. Juni. Der P.v- -sep, gegen die Viehräuberbande, rrm dem wir gestern bericksteten, kirnte bered5 ch.uff zu Ende geführt werben. Es wursten verur stii t-ic Stall schweizer B ILttner aus MastLl-all bei Sprendstugen^ zu 6 Jahren Zuchthaus, Ney- d e ck e r urch Stump aus Mariahttll -u je 5 Jahren Zuchthrus, Herbst 16 Monate Zuchthaus, der PferdemetzgLr I a m i n aus Oberur el wegen Sch'eichhrndels 1 Jahr Gefängnis und 25000 M. Geldstrafe, Zimmer 7 Monate Gefängnis unb 1000 Mk. Geldstrafe, Rendant Evsel aus Oberursel Wegen Schleichhandels -u 2 Monaten Gefängnis unb 1OJO Mk. Geldstrafe. Die übrigen An geNagten 'würben freige sprachen -Ambril!.-Pakets. , _• , ■ - - . I ÄWrddrutscherLloyd cinftTmTnig, ihre T e l e p h o n an sch l uss e > Doch.Gugstahiwrk. zum 1. Juli zu kündigen, da die Zwanasfor- | D.-Luremb.Bergw. berung von 1000 Mk. ihrem Empfinden nach Gclseudirch.Berqw. (In einem Teil der Auftc^e wied:rholt.) Eine deutsche Note wegen Ueberlassung des nötigen Schlffsn'.umes. Berlin, 8. Jami. (WB.) Die deutsche Regierung, die, wie bekannt, bereits wiederholt der Entente rvegen Belassung des für die deutsche Wirtschaft unbedingc nötigen Schiffsraumes v»r-> stellig gew-orden ist, hat neuerdings ber Repiva-' tianslstmmisiion in Paris folee.ide Note überreichen lassen: Die deutsche Negierung bat in ixe Note vorn 3. 5. um Belassung von Sckstsfsraum. Die darin enthaltenen Anträge stellten das Minimum bar, welches gefäubert werben muß, um das deutsche Bervehrsioeseu zur See ausrecht tx- halten zu können. Die deutsckse Regierung ist dabei davvn ausgegangen, daß in Ausführung des Frie- densvertrages > on 325 000 Tonnen im Bau bs- findlicher Schiffe bst der Fertigstellung durch Deatschland j^nfäls 145 000 Donnen Deutsck>» land zufällen würden. Dieser Er.variung entspv?- chen die Berhandluiigen in London nicht, ES wurden dort Deutschland nur 100 000 Tonnen, und zwar auch nur Schiffe mit geringem Fertigrerts- grad, zugestandeil. Da der Maritime Service weitere deutsche Anträge ablehnte, säh sich die deutsche Regierung genötigt, dieses Angebot an zunehmet». Infolgedessen müßte sie die setzt in der Note vom 3. 5. gestellten Anträge erwritern. Werrn fte trotzdem hiervon absi.'ht, so tat sie es in der festen Erwartung, daß Die Reprirationskommis ion nunmehr dem Antrag auf Belassung ron Sckstffsr«unr nngekürzt ftattgegsten und eine Entscheidung so' schnell wie möglich trefsen >vi d. Te«.t chrrseitS ist die Borausieoung, von w.lcher die Sie para- tions7ommissiou de Prüfung des Antrages Abhängig gemacht hat, nach besten Krrten erfüllt worden. Von den abzuliesernden Sckffsien touret berstts eine beträchtlich? Anzahl nach dem Firth of Forth gebracht. Tie Rovorativnsllommissio-n wird daher um tunlichst umgehMe Entscheiduns gebeten. Portugals Entschädigungsansprüche. Rotterdam, 8. Juni. (WB.) L-aut „Riemvo Rotterdamsche Courant" stellte der Voriitzimde der portugieffschm Fri- densdelegation dem Obersten. Rat eine Denkschrift zu, worin auf Grund se5 Friedenstortrages von Deutschland dre Zrhbmg einer Entschädigungssumme ton 432 058 752 Pfund für Portugal verlangt wird Schleswig-Holstein. Kiel, 9. Juni. (WTB.) Ter heute Mffmnnen-> getretene schleswi g ^Holstein is che Provinztallandtag widersprach rinstrmnitgt dem »i>n der Entente überreichten Vertrags^ enttrurf und verlangte ton der Regierrmg, chir unter allen UmstLndm abzulehnen und ftch zur Erfüllung bei* Forderungerc der Entente nur insoweit beoeit zu erklären, als sie den Bedrn- gungen des Bersailler Friedensoerttmges entsprächen. Der Abstimmungstermin für Westpreutze«. Marienwerder, 9. Ium. (WTB.) Die „Neuen Weftp-eutzischen Mitriilungen me den: Wir nnS die mteralliierve Kommission in Marientverder mitteilt, sindn die Bolls'bstimmungen im west- preußischen Abstimmungsgebiet am 12. Juli statt. Das Ergebnis der pfälzischen Landtags- Mahlen. S Petzer, 9. Juni. (WTB.) Endgilng's amtliches Ergebnis b?r ^andtagsw.rtz'.en in der Pfalz: Deutsche Bolkspari-.i 104 523 S immen 5 Sitze-, Batzerischc Bolksparffi 92 884 (4), Metztzheits- soziatdernokraten 84 267 (-ff, U^-P. 38 731 (1), Demokraten 32 553 (Iss Kommunisten 2712 (0). Die Bolschewisten in Persien. Rotterdam, 9. Jimi. (WTB. - Der „Rieuwe Rott rdnnsche Courmit^ mellet Ulis Teheran: Tie B:l'ch«9 «tan[ 1921« «Wat [ur y oder n 5: iu bei Wit?« gebend 31. j Wils I.V. ' 1923, alsfc; , 91: G-otze Zigarettenfabrik Süddeutschlands mit Sitz i* Frankfurt a. M. sucht besteingeführte Vevtvetev für den nördl. Teil Hcsieu-Naffau mit Sitz in (Kieken. Offerten mit Lebenslauf, Lichtbild und Referenzen unter F. M. A. 820 an Rudolf ülosse, Frankfurt a. H. [641 Isa Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34. rjMc Ferner: „Oie neuste Wochgusehso“ Heute letster Tag „JudM“£,. Ab morgen bis inkL Montag: Monumentalfilm in 8 Riesen Akten. Aus der Zeit des Verfalls des römischen Kaiserreichs. Nach geschichtl.Überlieferungen Die großen Christenverfolgungen Der Brand Roms jetzt nur 125 M. früher bis 300 M Schwarze und dunkle prima Tagal-Hüte jetzt nur 95 M früher bis 200 M Die Finanzämter. 3. 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März 1920 Reichs-Gesetzblatt S. 428) wird hiermit bestimmt: Die Vorschriften der §§ 45 bis 52 de» (Ein- Kommensteuergesetzes vom 29. März 1920 über den Abzug von Einkommensteuer am Arbeitslohn treten mit dem 25. Juni 1920 in Kraft. Berlin, den 21. Mai 1920. Der Reichsminister der Finanzen, gcz. Dr. Wirth. Vorstehende Verordnung wird zur Nachachtung bekanntgegeben. In Kürze wird außerdem das Landesfinanzamt die einschlägigen Vorschriften des Einkommensteuergesetzes und den wesentlichsten Teil der dazu erlaßenen Bestimmungen durch eine weitere Veröffentlichung zur Kenntnis bringen. Gießen, Butzbach, (Brünberg, Hungen, den 8. Juni 1920. von 2300qm, neben, ©ehr. Angeb. unt. 6399 an den Gieß. Anz. Iahresrechnnttg 1920. 4. GrgänzungSwahlen zum Ausschuß. 5. Wahl des Ortes der nächsten Hauptversammlung. 6. Bortrag des Herrn Divl-Fttg. Schmale „Waffer- frärte und Kanalisierungen'. 7. Sonstiges (Anregungen, Anfragen, kleine Mitteilungen ufro.). Alle Miiglieder und Freunde des Lalnkanal- Projektes werden ergebenit hierzu eingeladen. Geschäftsstelle Wetzlar, den 7. Juni 1920. Lahnkmml-Berem E. V. Der Borsitzende: Gr oe bl er, Bergrat. 6392V Kinsili möM. Siiiimtr gesucht. Nähe Sleinstraffe. Schristl. Angebote unter 010488 an den Gieff. Auz. Fräuleiu sucht al.-bald »ebla mibi. Zlnmer. Off. u 884 an „Herjo", Mitt. Ann. Erved., Gienen. ,«»c pVermietungen | Mäbl. Zimmer mit Pension zu vermieten <-10«0 Ludwigstraffe 6111. But möbl. groflas ZUumer au Danermieter verm. .. (Voetbestraste 18 p. ^HeigeL«ette | 3-3iazner-WGhui. für zwei ruh. Vente gesucht, evtl, auch Tausch. Schr. Angeb. itut.010477 n. d. Gien.Anz. Umstände halber tausche meine 5—6-Zimmer-W. in guter Lage geg. eine and., w. a. etiv. Heinere. Auch Telephon ab;ug. Schristl. Ang. n. 010476 a d.G.Anz. Im Objekt befindet sich fit Jahrzehnten eine gutgehende Schv.nncrei, eignet sich durch gute Lage und geräumigen Laden aber auch zu jebem anderen Betriebe bestens. Näh. 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Tapezierer, 2 Bäcker, 1 Glaser, 1 Wagner, zwei Schuhmacher. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 1 lanbro. Knecht, 1 Gärtner, 1 Steinbauer. 2 Feinmechaniker, 50 FeldbereinigunaSarbeiter, 1 Schlosser, der autogen schiveiffen kann, 2 Gürtler, 2 Hammer- arbeitet, 35 Maurer, 15 Zimmerleute, 3 Stahl- gtaveure, 1 verb- Schmied für Hosgut, 1 Müller, 1 junget Huf- und Wagenschmied, 10 Gestcinbauer. Lehrlinge: 1 Schriftsetzer, 1 Wagner, 1 Spengler, 1 Müllet. (5s suchen Arbeit: Schriftsetzer und Buchdrucker, Schweizerdegett, Armaturdreber, 2 Stellmacher, Kauileute. Schreiber und Neisende, 2 landw. Ber- waltet. Packet, HauSburschen und Ausläufer, Maschinenschloffet, Bauschlosser, 1 Kupferschmied, 1 Konditor, Eiektromon.eure, 1 Handschuhmacher, 2 Glaser, 2 Schuhmacher. 3 Heizet, 2 Krankenpfleger, 3 Schmiede, Weißbinder und Anstreicher, 1 Küfer, 2 Sortiermeistet, 1 Ktahnsübrer, 2 Tapezieret und Polsterer, 2 Sattler. Bäcker und Pietzger. 1 Kellner, 4 Kraftfahrer, 2 Braue* 2 Köche, 1 Musiker, 1 Bautechniket, 1 Zeichner, 3Zimmerleute, 1 Bandagist, Mechaniker, 2 Dachdecker, 1 Koch für Aushilfe, 1 Autogenschweißer. Lehrlinge: 3 Schuhmacher, 1 Schreiner. 1 Mechaniker, 3 Kaufleute u- Schreiber, 1 Weißbinder und Malet, 2 Gartner. 2 Schmiede, 1 Elektrotechntker, 2 Friseure, 5 Schlöffet, 1 Wagner. Weibliche Abteilung: CS können eingestellt werden: a. bei hiesigen Arbeitgebern: Mädchen für tagsüber, Dienstmädchen, Laufftauen n. -mädchen für (Hansi au verkaufen. OIW“ KaplanSgaffe 21 p. 1 OMektlra (18x24), ein Teieblai, 9 mm, einige getragene Taichenakrea, 1 Teaalaachlleer zu verk. 0105151 Atterweg 55 v. 4 Bieneuwohnunacn. 3 Etagen, z. verk. od. gcg. Schwarme nbiuq [,luVt, Schiftenb. Weg 16 H. p. IciilitgeniaiiMK Kirchenvlaiz 111 Sportwagens "-»I Neuenweg 28 III. 2 Ernteieltern i alte Wagenräder und sonstige Wagenteile. 1 Davvelkpännerwagen z. vk Franks. Etr. 52. B..S0 Mk.'äe- Erwerb vd Nebenerwerb. 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Juni 1920. 63838 ________________>?essisch.'s Amtsgericht.________________ Bekanntmachnng. Aus der Karl Ludwig Kirsch-ütiftung find 97,71 Mark an bedürftige, im Witwenstand lebende Gießener Bürger und Witwen zu vergeben. Meldungen nimmt das Armenamt, Asterweg 9, bis 30 Juni d. Fs. entgegen. 64078 Gießen, den 10. Juni 1920. Ter Oberbürgermeister (Armeiwerivaltung). Dobermann j (Hündin» zu verk. trlier“ Frankfurter Straffe 94. Rch«. Wslsgstüiiiit 4 Monate alt zum festen Preis von 500 M. z. verk. Hane kaltnwwke, Batzbach, w»*e Brigade Kraft tSchloi,). Crbentl. Pnlrsrau 2mal wöchentlich gesucht. 010638 Frau Hartmann, ________(Lderstraffe 21 p. Tüchtige, gewandte MF" Verkäuferin 10 für Manufaktur-, Modewaren- u.D.-Konsektiouö- Geschäst in einer Stadt von 6000 Ginwohnern per 15. Juli vd. 1. Aua. gesucht. Abstecken u.Abändernvon D.-Koufektiou erwünstzt. Schristl. Angeb. mit Angabe der Gehaltöansvr., evtl, bei freier Station, unt. 64130 a. d. Gieff.Anz. 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Verloren Mittwoch früh i. d. Alicestr. kl. Portemonnaie mit Fahrkarte Gleffen/München. Abzug. g. Bel. I-bkarstr. ». Tulaarmdanduhr Andenken, aus dem Wege Restaurant Philoi'ovhen- wald — Lebensmiuelamt verloren. Abzug, g. Bel. bei .Herio", Mut. Ann.' Amtsverlündigungsblatt für die provinzlaidireltion Gberhessen und für da§ Kreisamt Eietzen. Erscheint nach Bedarf: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag. Nur durch die Post zu beziehen gegen Mk. 2.50 vierteljährlich. Nr. 78 10. Juni 1‘MÖ Jnhalts-Uebersicht: Baustoffbeschaffung. - Darlehnskassenscheine. - Ausschluß vom Handel. - Statistik über Streiks. - Gewährung einer Beihilfe an ehemalige Kriegsteilnehmer von 1870/71. - Bekleidung für russische Kriegsgefangene. - Maul- und Klauenseuche: Quarantäne für ein- geführtes Nutz- und Zuchtvieh. - Feldderemigung Heuchelheim. Bekanntmachung betreffend Baustoffbeschasfung. Auf Grund der §§ 1, 4 und 6 der Reichsbevordnung vom 7. November 1918 werden bis auf weiteres für Ziegeleierzeugnisse folgende Richtpreise für je 1000 Stück festgesetzt: Backsteine (Hinter- und Vormauersteine) . . . Klinker bis zu 300 Kg. Druckfestigkeit ... Lehmsteine Hohlsteine (Normalformat) Hohlsteine 10/12/25 Hohlsteine 12/14/25 BibersclMän-e 15/31 ..... Biberschwänze (Reichsformat) ...... Biberschwänze 18/35 I. Sorte . . . . . . II. Sorte Falzziegel I. Sorte .... II. Sorte.... (Bei Aufträgen unter 1000 Stück 10% Zusch Für Mauersteine und Dachsteine, die aus M brach gewonnen sind, wird ein Richtpreis von 60—70% der vorangegebenen Preise festgesetzt. 400 Mk. 470 Mk. 190 Mk. 480 Mk. 570 Mk. 680 Mk. 480 Mk. 720 Mk. 780 Mk. 720 Mk. 1130 Mk. 1000 Mk. ag.) Tie übrigen Bedingungen sind entsprechend wie oben. mm mm mm mm mm Durchmesser . Durchmesser . Durchmesser . Durchmesser . Durchmesser . 535 585 680 810 830 920 . 1040 re Richtpreise: . 500 Mk. Trainageröhren mit 60 Trainageröhren mit 70 Trainageröhren mit 72 Trainageröhren mit 80 Trainageröhren mit 90 Mk. Mk. Mk. Mt. Mk. Mk. Mk. Trainageröhren mit 40 mm Durchmesser . Trainageröljren mit 50 mm Durchmesser . Tie Preise verstehen sich „aufgeladen auf Waggon oder Wagen ab Ziegelei" für unverpackte Ware. Für Verpackungsmaterial sind für 10 Tonnen 3 Mk. Preiszuschlag zulässig, ausgenommen für Hintermauersteine. — Soweit die Veräußerung von Ziegeleierzeugnissen in Friedenszeiten durch den Händler üblich war, darf ein Händlerzuschlag für Backsteine von höchstens 5°/o und für Dachziegel von höchstens 10% der obigen Richtpreise berechnet werden. Vermittlern und Agenten steht der Händler;uschlag nicht zu. Verkaufsvereinigungen von Ziegeleien u. a. sind nicht berechtigt, den Händlerzuschlag zu erleben; sie dürfen eine Vergütung ihrer tatsächlich entstandenen Unkosten, sofern Sonderaufwendungen diese rechtfertigen können, für Backsteine bis zu 4% und für Dachziegel bis zu 8% des Rechnungsbetrages verlangen. Für Trainageröhren gelten für 1OOO Stück folgend Trainageröhren mit 36 mm Durchmesser . . Zement. Nach Mitteilung der Süddeutschen Zementverkaufsstelle Heidelberg stellt sich ab 1. Llpril 1920 der Zement für Händler frei Doppelwagen der entsprechenden Empfangsstation wie folgt: 56,10 Mk. die 100 Kg. einschließlich Hinterlegungsgebühr für Stosfsäcke, 54,10 Mk. die 100 Kg. einschließlich Papiergewebesäcke, 52,10 Mk. die 100 Kg. einschließlich Papiersäcke. Für Sbofssäcke, welche in gutem Zustande aus Sendungen ab 1. März ds. Js. zurückgeliefert werden, wird die Hinterlegungsgebühr abzüglich Abnutzmrgsgebühr mit 4 Mk. pro Sack zurückvergütet. Papier- und Papiergewebesäcke werden nicht zurückgenommen. Als Händlerverdienst können obigen Einkaufspreisen folgende Sätze zugeschlagen werden; andere Vereinbarungen sind bis jetzt behördlich nicht genehmigt: bei Abgabe von 1— 50 Sack 30%, bei Abgabe von 51—100 Sack 20%, bei Abgabe von über 100 Sack 10%. Kalk. Nach Mitteilung des Deutschen Kalkbundes Nebenstelle Diez a. d. L. gelten zur Zeit für Kalk pro 10 Tonnen folgende Preise: Ab Lahnwerken 2400 Ml. für 1 Waggon Grau- und Weißstückkalk (10 Tonnen!, 2800 Mk. für 1 Waggon Sackkalk löhne Säcke (10 Tannen). Ab Rheingauwerke 2900 Ml. für 1 Waggon Grau- und Weißstückkalk (10 Tonnen), 3400 Mk. für 1 Waggon Sackkalk ohne Säcke (10 Tonnen). 875 Mk. je insbesondere 800 Mk. 1000 Mk. je je je Kubikmtr. Kubikmtr. Kubikmtr. Kubikmtr. Kubikmtr. Kubikmtr. Kantholz durchschnittlich Bretter 18/24 mm stark unsortierte Latten 1—2,75 m lang . scharfkantige Latten 3—4,5 m lang . Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften der Baustvsfbewirtschaftung, Kantl)olz nach Listen geschnitten . Kantholz aus Vorrat 8/8—15/15 cm 915 Mk. je 990 Ä : Ab Kalkwerke R Hein Hessens 3600 Mk. für 1 Waggon Grau- und Weißstückkalk (10 Donnen), 600 Mk. für 1 Waggon Kalkabfälle (10 Tonnen), nur für Tüngerzwecke. Tie Säcke werden mit 4 Mk. je Sack berechnet und von den Kalkwerlen nicht mehr zurückgenommen. — Ms Händlerzuschlag kann ein Aufschlag von 10% unter besonderer Berücksichtigung der gesamten Spesen berechnet werden. Ueberschreitung obiger Preise können mit Gefängnisstrafe bis zu 5 Zähren und Geldstrafe bis zu 50 000 Mk. bestraft werden. Außerdem wird das betreffende Baustoffwerk von weiterer Kohlen- zuführ bzw. der in Betracht kommende Händler von der weiteren Bmistofszuteilung ausgeschlossen. — Baukostenzuschüsse und andere Reichs- oder staatliche Beihilfen können natürlich nur für Beschaffung von Baustoffen auf Grund obiger Preise gewährt werden und müssen Zuwiderhandelnde gewärtig sein, daß bei der Nachprüfung der Verwendung obiger Zuschüsse 'entsprechende Abzüge gemacht werden. Darmstadt, den 22. Mai 1920 Ter Staatskommissar für die wirtschaftliche Demobilmachung Holz. t Turch Vermittelung der zuständigen Kreisbauinspekttonen oder städt. Baupolizeiämtern kann Bauholz zu nachfolgenden Preisen sofort frei Waggon Versandstation bezogen werden: Kantholz nach Listen geschnitten . . 925 Mk. je in Hessen. I. B.: Dr. B ernheim. B e t r.: Darlehnskassenscheine. All die Gcmeindcrcchner des Kreises Gieße». Von verschiedenen Seiten ist darüber geklagt worden, daß die umlaufenden Darlehnskassenscheine im Werte von 1, 2 und 5 Mark sich großenteils in sehr abgenutztem und unsauberem Zustands befinden, so daß schon aus hygienischen Gründen eine häufigere Erneuerung der Scheine geboten sei. Die Wahrnehmung hat dem Reichsbank-Direktorium Anlaß zu einer Anweisung an die Reichs- bankanstalten gegeben, in beschmutztem oder beschädigtem Zustande eingehende Darlehnskassenscheine anzuhalten und aus dem Verkehr zu ziehen. Wie indessen das Reichsbank-Direktorium bemerkt, gelangen die kleinen Werte der Darlehnskassenscheine im Zahlungsverkehr nur in geringem Umfange an die Reichsbankanstalten zurück, so daß die Einziehung und Erneuerung der Scheine nicht in dem wünschenswerten Maße erfolgen kann. Der angestrebte Zweck nird wesentlich gefördert, wenn die Kassen die bei ihnen eingehenden Zahlungsmittel der bezeichneten Art nicht mehr ausgeben, sondern bei sich ansammeln und von Zeit zu Zeit der Hauptverwaltung der Darlehnskassen in Berlin zur Erneuerung einsenden. Hierbei ist noch auf folgendes hinzuweisen: In neuerer Zeit wird umlaufendes Papiergeld vielfach zu Zwecken politischer Propaganda mit Aufschriften, Aufdrucken oder aufgeklebten Zetteln versehen, deren Inhalt' in weiten Bevölkerungskreisen Aergernis erregen muß. Das Reichsbank-Direktorium hat hierzu in einer Veröffentlichung darauf aufmerksam gemacht, daß die Reichsbankanstalten solche in ungehöriger Weise für i>cn Umlauf untauglich gemachten Scheine nicht ohne weiteres einlösen. Die Erstattung des Gegenwertes von Banknoten kann erst nach einer nur bei der Reichshauptbank in Berlin ausführbaren und daher mit erheblichem Zeitverlust verknüpften Prüfung der Echtheit der Noten erfolgen. Für Darlehnskassenscheine lehnt die Neichs- bank jede Vermittlung des Einzugs überhaupt ab. Derartige Scheine sind vielmehr von den Eigentümern selbst direkt an die Hauptverwaltung der Darlehnskassen in Berlin zur Prüfung und Umwechselung einzusenden. Zur Unterstützung der Reichsbank in ihrem Vorgehen ist es geboten, daß die öffentlichen Kassen die Annahme solchen Papiergeldes verweigern und bei Gelegenheit auch auf das Publikunr dahingehend einwirken. Gießen, den 29. Mai 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Welcker. Freitag, V. Juni 1920 Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit, preis für 1 mm hohe für Anzeigenv. 34mm Breite örtlich 35 Pf., auswärts 45 Pf.; für Neklame- Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Platz- vorfchrift 20% Aufschlag. Hauptschriftletter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für Öen übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: H. Beck, ei: Schulstrahe 7. sämtlich in Gießen. misston öes österreichischen Kabinetts. Wien, 11. Juni. (WTB.) Tie sioziüldemo- iische Korrespondenz veröffentlicht folgende nmunieque: Tie Verhandlungen zwisckten den llttionsparteien über die Vermögensabgtbe la- bislter zu keinem Abschluß geführt. Auch bei Vevhendlungen der R g erir. g über die Der- ungsresorm war es bi^lter nicht möglich, die «offen Meinungsverschiedeiih iten zu überürückew Organisation von bewaffneten. Heimwchncn ch führende Männer der christlich-sozialen Parin Tirol und Salzburg 'tat die Gegensätze chaus verschärft. Außestlialb der Nationalden-, imhing eicheben die christlich-sozialen Partner gegen die Regierung, an der die chrisllich- ale Partei teilnimmt, die schiversten unsach- en Vorwürfe. Tie aus dieser Ursache ent- thtne Krise der Ko aliti« n rourbe, durch Vorgänge in der gestrigen Nattonalversamm- g wesentlich verschärft. Tie ckMilich-voziale und großdeutsche Koalttion traten grien en Staa.ssekreläre und Unterstaatsselretäre den band der soziatc>emokratisck)en Abg.ordnrten um Ermächtigung, zu demissionieren. Ter band nahm diese Absicht zur Kemttnis. Demission des polnischen Kabinetts. Warschau, 10. Juni. (Wolff.) Deutsch-Poller Prrs edienst. Die Regierung hat ihr R ü ck- t t s g e s u ch ein gereicht. Ter Stea.schef nahm an und bat die Regierung, die Geschäfte vor- fig weiterzuführen. In dem polnischen Heeresbericht vom 9. heißt Im Norden schreitet unsere Gegenoffen- e trotz sestgestellter Heranziehung neuer bolsche- ischer Kräfte und trotz erbitterten Widerstandes . Unsere Abteilungen erreichten nach blutigen npfen die Linie des Flusses Socz. Bei Gorwal :ben Kindliche Durchbruchsversuche zurückge- sen. In dec Ukraine kämpften unsere Truppen _ten Steuerbetrug nicht, so hat Nachzahlung der Difse- venz durch den Steuerpflichtigen zu erfolgen. Die Anrechnung der eingeklebten Steuermarken erfolgt jedoch bereits früher, wenn der Arbeitnehmer eine besondere Aufforderung zur vor'äusigen Zahlung der Reichseinkommensteuer erhalten hat. Die Verwendung dec Steuermarken bedeutet also nur einen Eine verniinftiae englische Stimme. A m st e r d a m, 10. Juni. (Wolff.) Die „Daily News" schreibt zu dem Ergebnis der deutschen Reich:tagSwahlen: „Die wirtschaftliche Lage Deutschlands war ein Mühlstein am Halse der bisherigen Regierung. Für diese tragen tatsächlich die Alliierten eine größere Verantwortung als die deutsche Regierung. Selbst wenn sich in Deutschland hervorragende Staatsmänner fänden, würde dies doch wenig helfen, w nn die Alliieften die in den letzten Monat n verfolgte Politik fortsetzen. In diesem Falle wäre die Auflösung Deutschlands unvermeidlich. Ein Aufschirb der Konfer nz von Spaa kann dem neuen deutschen Ministerium, falls ein solches zustande kommt, ermöglichen, die Lage zu Hären, verlängert aber auch die Zeit lähmender Ungewißheit, die an der Hofsnungs-. Die Wahlen in Rumänien. Amsterdam, 10. Juni. (Wolff.) T < „Times" meldet aus Bukarest: Durch die allgemeinen Wahlen in Rumänien hat General Averescu eine große Mehrheit erhalten. 215 Abgeordnete gehören zu der Volkspartei unter Geireral Averescu, während die Oppositton 127 Mitglieder zählt. Die Wirtschaftsvcrhandlungen mit Rußland. Haag, 10. Juni. (Wolff.) Der „Nieuwe Courant" meldet ans London: Der ständige Ausschuß des Obersten W i r t s ch a f t s r a t e s, der ge- ftern erstmalig mit Krassin zusammenkommen sollte, hielt eine Sitzung ab, an der Krassin nicht teiluahm, da Lloyd George ferne Absicht geändert hatte. Haag, 10. Juni. (WTB.) Einem Londoner Bericht des „Nierlwe Courant" zufolge wird ftilb- amtlich gemeldet, daß die Schivierig'.'eiten, die der fr?fertigen Wiederaufnahme des Han.els z?msckxnr Eirgland und Rußland im Wege stehen, letzt beseitigt sind. Offenbar sollen Gold uid Platin bei der ersten Mreck/nung als Zälftmrgsmittcl dienen. Aus Sowjet-Rußluud. Amsterdam, 10. Juni. (WolffO „Telo- graaf" meldet aus Lo. dvn: Tie Te e gatron der englischen Arbeiterpartei, die Rußland leucht hat, ist/gestern abeud nach London zarückgek^lwt. Der Plorsitze.:de der ?lbe>tt>nung. Ben Turner, sagt /■Li einem Interview, in Rußland he rsche viel U-nc i ig eit zwt'chen dem slackicn Land.' und den -Städten, weil tetztere den Bauern für die Lelesttziur tel lvi e D-ni'chmitiel bieten Eöiruten. Turgter gab zu, bi|3 in Rußland ter rote Terror herrsche, aber I? ig i b als BergAmug mcd als Folge des weißelt Teruors, 2 1 s Zra" Boobachttmgsgebiete erlassen gemäß 8 7 Vf b] Attcrwe« 55 p. 4 ViencBtoohnunucn. 3 Eiancn, z. oert ob. ncg. Schwärme nbuig. („W1 Schiftend. Weg 10 H. p. 9. Tieienigen Vorschriften, tvclche infolge ter Maul- imd Klauenseuche für Sperrbezirke und worden sind, bleiben unberührt. luicurr, 2 <@utincr. 2 souunivut, 1 2 Friseure, 5 Schlaffer, 1 Wagner. Weibliche Abteilung: ES können eingestellt werden: a. bei biestgen Arbeitgebern: Mädchen für tagsüber, Dienstmädchen, Laufiranen u. -mädchen für einzelne Tage, tüchtige Alleinmädchen, 1 eins. Stütze, 1 Flickerin, Zimmermädchen, 1 Walchfrau, 2 Lehrmädchen, 1 Kinderfräulein für nach- Lobn. Sionbitorci und <5"so ft auf mann, Siegen i. Wests. 1920, als V . A roenbi fomm lebigl amtei fdiulb 6ine 1919 wenn sein l lich u «ran diesen die § sprech mäBi( läufig diesen rung^ (teuer jagen reiche das 1 gan® Auß Erg« Olnri iorbe Tas । Tulaarmbanduhr Andenken, auf dem Wege Restaurant Vhilosovhen- wald — Lebensmiitelamt verloren. Abzug, g. Bel. bei „Omo", Mut. Ann.' Erved., Plockstr. 5. ,rnc perfette Friseuse von 2 Damen in einer Wobnung für morgens Ubr gesucht. 0,*°1 Löberstrake 11 b. lonur von ’ sich । hat, besche legt Rech worbe Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34. rjwc Erwerb od Nebenerwerb. Prosvekk w gratis. V. IDagrnrnedit. Bering. Lcivzig. H223A Ein tüchtiger [6415 Hilf- u. Sogcnitfimitii fof. gef. Karl Kehlheyer, Schmiedmeister, Hugsi. Ehrlstl., 0. liebst, älteres ■Idckaa. das kinderlieb •ft u.HauSarb. vergebt, au sofort. Eintritt gef. (tzuier Lohn, auSreich. Soit da teilweise Selbstversorger. Heute letzter Tag Ah morgen b!e in kl. Montag: ’Druih der Brühl'schLN Universitäts-Duch. und Sich; tendieret N. Laugr, Bießcn. Bekanntmachung. Betr.: Maul- und Klauenseuche; hier Quarantäne für eingeführtes Nutz- und Zuchtvieh. Wegen der im Kreise herrschenden Maul- und Klauense'uche werden folgende Anordnungen getroffen: 1. Sämtliches in den Kreis von außerhalb Hessens eingeführt werdendes Nutz- und Zuchtvieh ist einer siebentägigen Quarantäne zu unterstellen. Die Tiere sind, wo irgend es angängig ist, möglichst an einem Ort (bzw. Stall) unterzubringen, wo kein sonstiges Klauenvieh gehalten wird. Das in Quarantäne stehende Vieh darf nicht eher weggebracht werden, bis nach Ablauf der Quarantänefrist nach dem Zeugnis des beamteten Tierarztes die Seuchenfreiheit der Tiere festgestellt ist. Bevor die Tiere nach Ablauf der Quarantänefrist für seuchen- frei erklärt sind, dürfen die Stallungen, in tenen sie untergebracht sind, von fremden Personen nicht betreten werden 154 Abs. la der Bnntesratsausführungsbesftmmungen zum Retchsviehseuchen- gesetz). 2. Die der Quarantäne unterliegenden Tiere sind tunlichst schon vor ihrer Einfuhr, jedenfalls aber vor ihrer Einstellung der Ortspolizeibehörde des Ortes anzumelden, in dessen Gemarkung die Einstellung erfolgen soll. Anmeldepflichtig ist jeder, der die Tiere einführt oder einführen läßt, einerlei, ob dies für eigene Nechnung oder für Nechnung anderer oder in anderer Auftrag geschieht. 3. Mit der Eisenbahn ankommende Viehtransporte dürfen vom Bahnhofe durch den Empfänger, dessen. Beauftragten oder den die Tiere Einführenden noch sonst einen anderen nicht eher weggebracht werten, bevor dieser bei der für den Bahnhof zuständigen Ortspolizeibehörte sich darüber ausgewiesen hat, daß entweder die Tiere einer Quarantänevorschrift nicht unterliegen, oder daß sie an ihrem Bestimmungsort für die Quarantäne angemeldet sind (Ziffer 2). 4. Wer Wiederkäuer und Schweine innerhalb des Kreises auf die Eisenbahn verladen oder einen an einem hessischen Bahnhof auf der Eisenbahn angekommenen Viehtransport mit demselben oder einem neuen Frachtbrief nach einer anderen hessischen Eisenbahnstation weiter absertigen lassen will, hat dies bei der für den Bahnhof zuständigen Ortspolizeibehörde anzuzeigen und sich bei ihr über die Herkunft der Tiere auszuweisen. Diese Polizeibehörde hat dem Bahnhofsvorstand alsbald anzuzeigen, ob den Vorschriften entsprochen ist und die Tiere ausgeladen ober abgesandt oder weiter- beförtert werden dürfen. 5. Die für die Bahnhöfe zuständigen Polizeibehörden werden hierdurch mit ter Ueberwachung der richtigen Einhaltung der obigen Samstag den 12 d. M., v 0 rm. 9 Uhr, findet vor hiesigem Amtsgericht, Zimmer Nr. 14, zwecks Erbauseinanterfttzung Versteigerung des Anwesens Neuen Baue 15, Hosreite m. ar. Hof und Werkstätte nebst Grabgarten, statt. Voraussichtlich mir ein malige Versteigerung. Im Objekt befindet sich s it Jahrzehnten eine gutgehende Schreinerei, eignet sich durch gute Lage und geräumigen Laden aber auch zu letem enteren Betriebe bestens. Näh. Auskunft im Termin nne durch den Bevollmächtigten. 6224 L. Althoff, Telephon 230. ■uvcrlBsm. MHdchen. Frau Kleiner, Weilbu rg, Engcl-Avoth. Zwei SoAedrmavlven gesucht (358 Restaurant Stronbot, Marbnrg (Lahns, Grün 1. Tüchtiges Mädchen in Küche u. allen Hausarbeiten erfahren, nach Siegen gesucht. Zweit- mädchen verband.,- hoher Lohn u. gute Verpflegung zugesichert. Nur Mädchen, die in feinen Häusern tnilg waren, wollen sich meb den bei 01elheim während ter Gc- sä-ästsstunden zur Einsicht ter Beteiligten die Entwürfe über den Durchstich des Bieberbachs unterhalb Heuchelheim sowie den Durchstich des Kvopbach in Flur II und III nebst zugehörigen Beschlüssen der Vollzugskom- mtsswn und des Gemeinderats vom 28. Februar 1920 ossen. , Tagfahrt zur Entgegennahme von Einivendlingen hiergegen findet aus dem Rathaus zu Heuchelheim am Samstag den 2 6. Juni 19 20, vorm. 9 — 10 Uhr statt, wozu ich die Beteiligten mit dem Anfügen eiulade, daß die Nichterschemenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. . Tie Einwendungen sind schriftlich cinzureichen. Am gleichen Tage findet daselbst vormittags 10—11 Uhr Termin zur Entgegennahme ter Wünsche, die die Beteiligten für Die Bildung der neuen Ersatzgrundstücke geltend machen wollen, statt. Tie Wünsckie sind schriftlich einzureichen und müssen angeben, welche alten nach Flur und Nummer zu bezcichiienden Grundstücke zusammengelegt werten sollen und bei welck>er alten Parzelle die Zusammenleguilg erfolgen soll. Wünsche, die in diesem Termin nicht schriftlich eingereicht werden, l-aben keinen Anspruch auf Berücksichtigung. Friedberg, den 30. Mai 1920. Ter Hessische Feldbereinigungskommissär. S ch n i 11 s p a h n, Regierungsrat. icigHcgnuugcii t0Ufen. 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