Nr. M Der Lietzener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Bezugspreis: Monatlich Mark 3.6V, vierteliährlichMark 10 80 einschließlich des Bestellgelds ; durch die Post vierteljährlich Mark 9.75 ausschließlich Bestellgeld. Fernsprech -Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; Derlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Ließen. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. U686 Erstes Blatt 170. Jahrgang Montag, (0. Mai 1920 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Drurf unö Verlag: vrlihl'sche Univ.-Such- und Sfeinörudtrel R. Lange. Schriftleitung, Geschäftzstelle und Druckerei: Schulstrahe 7. Annahme »an Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Sreis für l mm höhe für »zeigen v. 34 mm Breite örtlich 35 Pf., auswärts 45 Pf.: für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Platz. Vorschrift 20° , Ausschlag, ftauptjdjriftleiter: Äug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aua. Goetz,' für ben übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz: für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. 5chutzwittschast nicht Zwangswirtschaft. Der Bevollmächtigte der L^eichseinfuhr- stellen für Lebens- und Futtermittel schreibt uns: Ein jeder Mensch ist von Natur aus gegen jeglichen Zwang, und wir wissen alle, daß wir cs unseren Eltern schwer gemacht haben, ihre Lehren onzunehmen, und daß wir ihnen doch später (für diese Strenge dankbar gewesen sind. Trotz dieser Erfahrung ist eine Neigung $ur Auflehnung gegen sZl^ang uns dennoch im lBlute geblieben und wir ertragen ihn meist nur, wenn wir seine Notwendigkeit einsehen. Diese Eigenschaft nutzen ^gewissenlose Leute aus, indem sie den wahren Sachverhalt verschweigen und nur immer den Zwang betonen, damit die Bevölkerung unzufrieden gemacht wird und ihnen, (ohne daß sie sich dessen bewußt wird, bei dem unlauteren Handwerk Hilfe leistet. So ist es auch mit der sogenannten Zwangswirtschaft. Die Ernährungslage ist ja leider eine schwierige und die dadurch hervor> gerufene Mißstimmung macht es unsauberen Elementen leicht, in vielen Köpfen Berwio- rung zu stiften und das Wort „Zwang" ohne Berechtigung in den Vordergrund zu stellen. Wie viel besser wäre es darum gewesen, wenn man diese Art der Wirtschaft nicht Zwangswirtschaft, sondern richtiger Schutzwirtschaft genannt hätte. Denn lediglich um einen Schutz handelt es sich für das Volk gegen Ausbeutung verbrecherischer Händler und gegen weitere Verarmung durch Abfließen unseres Geldes ins Ausland. Die Regierung unterbindet keineswegs das (Hereinkommen wichtiger Lebensmittel, im Gegenteil, fie fördert dasselbe. Aber sie darf im jJnteresse aller nicht zugeben, daß diese Lebensmittel in unrechte Hände geraten, welche sie ldem Volke tzu Wucherpreisen anbieten. Deshalb jwird dafür gesorgt, daß die Lebensmittel ausnahmslos den staatlichen Stellen zugeführt werden, welche sie dem gesamten Volke tu gleichen Preisen zugänglich machen müssen. Daß trotzdem Mangel besteht, liegt an der allgemeinen Weltnot. Diese würde aber viel größer werden, ivenn (die Waren durch die Hände der Schieber gingen. Denn durch diese kommt nicht ein Gramm notwendiger Waren mehr herein, sondern fte werden lediglich auf Abwege geleitet und kommen dann nur den Ganz-reichen überreichlich zugute, wodurch ldie arme Bevölkk- rung noch schlechter gestellt sein würde als heute. Dagegen gibt es nur ein Mittel, nämlich eine rücksichtslose Kontrolle der Grenze über alle hereinkommenden Waren. Dadurch ist es möglich gewesen, bereits für hunderte von Millionen Lebensmittel den Schiebern zu entreißen und zu den verhältnismäßig geringen Uebernahmepreisen der gesamten Bevölkerung in gleicher Verteilung nutzbar zu machen. Dadurch wurde ferner verhindert, daß ganz nutzlose Gegen st ände, wie teure Par- süms fund Toilettegegenstände, die sich ein verarmtes Volk, wie wir es heute sind, nicht mehr leisten darf, überhaupt an der Einfuhr verhinr- dert ftmrden, damit der Deutsche erst gar nicht in Versuchung geführt wurde, sie zu kaufen. Denn wir wissen alle, daß solchen Versuchen gegenüber oft der beste Wille nichts nützt, und wenn unser gesamtes Geld erst ins Ausland gewandert rift, dann tmüssen wir ganz zugrunde gehen und keine Reue würde uns vor dem Snavenjoch «retten. Wer diese wirkliche Sage erkannt hat, dem wird es nicht mehr widerfahren, auf die Verdrehung der Schieber hereinzufallen, die ja nur «ihr eigenes Interesse im Auge haben, auf Kosten des Volkes sich zu bereichern, und deren Klagen gegen den Zwang von ihrem verbrecherischen Standpunkt aus allerdings durchaus berechtigt sind, denn Verbrechen und Volkswohlfahrt, Verbrecher und Gesetz sind sich von Ewigkeit her Feind, wie Feuer und Wasser. Die Loge öcs Centimen Wirtschaftsleben;. Berlin, S. Mai. (WTB.) Nach Erledigung der Tagesordnung der heutigen autzerordentlichm Generalversammlung der A. E. G. hielt der Präsident der A. E. G. Tr. Waltber Ratfrenau folgende Ansprache an die Versammlung: Unfer getarntes geschäftliches Gebaren hängt heute lediglufr von den außer- und inner Polin scheu Faktoren ab Tret zu bedauern ist, daß in der Welt, dre Polmk der Leidenschaft noch nicht der Politik der Vernunft gewichen ist. Für jeden denkenden Menschen besteht ein innerer Zusammenhang zwischen dem, was ron früher feindlicher Seite gegen uns unternomnuur wird, und den Erschütterungen, denen ivft un Inlands ausgesetzt sind. Im Äugenblich, wo von französischer Seite, unterstützt von England, das Auslieserungsbcgehren für 800 Deutsche ausgc- psashcti üa wejantticheri der Kspp^ Putsch besiegelt, denn die Reaktion glaubt aus nationaler Erbitterung schließen zu dürfen, dtoß das Land im Sinne ih«r eigenen Tendenzen nationalistisch fühle. Sie hat mit schtverer Enttäuschung feststellen müssen, daß dies nicht der Fall ist. Wir können also sagen, daß auch diese schtvere Erschütterung im Grunde freitwr gerufen wurde durch äußere Ereignisse. Abermals durch äußere Ereignisse wird es uns schwer gemacht, die Ruhe im Westen zu sichern. Denn im Augenblick, wo dec Gewaltstreich gegen Frankfurt er.olgte, war die Haltung unserer Regierung seitens der Entente verurteilt und der Aufruhr im Westen genehmigt. Wenn die Politik der Leidenschaft anhält, so wird Europa in künftigen Jahren genau so leiden, wie es im abgelaufenen ersten Friedensjahr gelitten hat. Die Bc- gean ung in Spaa wird darüber entscheiden, ob ,sich das politische Wetter geändert hat. Wenn tatsächlich unsere Delegierten dorthin eingeladen sind, so wie die sranzöftschen Zeitungen es verlangen, nicht als ebenbürtige Verlumdler, sondern audiendum verbum zum Verhör, fo wäre damit der Beweis geliefert, daß noch immer die Politik der Leidenschaft besteht, und die Ergebnisse dieser Begegnung werden nicht den Hoffnungen der Welt entsprechen. Es wird aber der Zeitpunkt herankommen, in dem Europa den Pa- rallelismus der Valuten erkennen wird. Auch Frankreich wird es in demselben Maße fühlen, wie der Kurs dps Franken sich dem Kurs der Mark nähert. Die Welt wird aber auch noch dadurch zur Vernunft geleitet werden, daß sie gewahr wird, daß es mehr und mehr an Zahl der Intelligenzen fehlt, die zum Wiederaufbau erforderlich sind. Die Märkte der Intelligenz sind nahezu leergekauft. Es ist heute schwer, Beamte zu finden, es ist schwer, neue Aufgaben zu cröf nen; in kurzer Zeit wird man feststellen, datz für d.n Wiederaufbau der zerstörten Gebiete und die Wiederherstellung großer verwüsteter Länder, mir z. B. Rußland, der Aufwand an Intelligenz Wirtschaft gedeckt werden körn. Im Jnlande Wirtschaft gedeckt wxrden kann. Im Janlande haben wir an schweren Erkrankungen der Wirtschaft gelitten. Wir haben im abgelaufenen Jahre die Erichimingcn des deutschen Ausverkaufs mit schmerzlichem Bedauern erlebt, und wir erleben in diesem Jahre mit außerordentlicher Besorgnis die tiensen Preissteigerungen der schn'erindnftriellen Produkte, die darauf hinons- lausen, daß wir sagen müssen, wir stoben fr-ute unter der schwerinduslriek'cn Diktatur. Ich lwffe, daß aud) frier die Vernunft ein kehren wird. Ich glaube aber persönlich daß dieGesundungder deutschen Wirtschaft erst dann in vollem Umfange möglich ist, wenn anstelle der ung-eregel- ten und ung-z'i gatten Wirtschaft des prioaten Monopols und wilden Handels, geordnete, organische und nach klaren Grundgedanken geleitete Wirtschaft gefd>affen wird. Diese Erkenntnis hat sich tm letzten Jahre gewaltig ausgebreitet und ich glrube datz nicht mehr viel Zeft vergeht, bis sie zur Tat wird. Vie Erenzregullerung in Schleswig. Berlin, 8. Mai. (WTB.l Gegenüber einem Vertreter der „Deutschen Allgemeinen Zeitung" erklärte der Reichsminister des Aeußern Dr. Köster, eine amtliche Bestättgung der aus Paris kommenden Nachricht, daß der norwegische und französische Delegierte bei der internationalen Schleswig-Kommission den Heber gang von vier Kirchspielen südlich der Klausenlinie an Dänemark vorgeschlagen hätten, liege nicht vor. Da sie ab r zum zweiten Male in der Presse erscheine, sei mit der Möglichkeit eines solchen Vorschlages zu rechnen. Der Standpunkt der deutschen Regierung zu der Frage der Grenzziebung ergäbe sich aus der Forderung der Tiedjelinie. Diese allein würde den Willen der Bevölkerung, wie er in der Afr- ftimmung zutage getreten sei, ausdrücken. Betreffs der angeblich schwierigen Lage, in der sich die dänischen Bewohner der zweiten Zone Mürben, sei zu bemerken, daß diese Bedenken sofort wegfallen würden, wenn die Dänen mit Deutschland einen Vertrag über den Minder- Heftsschutz abschließen wurden, wie dies in der deutschen Presse bereits vorgefch'agen worden sei. Ämtschland habe alle Ausnahmegesetz-.' gegen die Dänen aufgehoben und sei bereft, ihnen sochulen mit eigener Sprache einzurichten. Zn befürchten sei nur, daß sich in der zweiten Zone teilte Gemeinde finden werde, in der genügend dänisch sprechende Schüler vorhanden sind. Dadurch würde auch den Wünschen des dänischen Ministerpräsidenten in seiner letzten Rede Rrfrnung getragen werden. Von nennenswerten deutschen Plackereien gegenüber den Dänen während und nach der Al-ftimmirng sei nichts bekannt. Die Erregung der Deutt'chen tobe sich auch viel weniger gegen die wirklichen Dänen gerichtet, als gegen diejenigen, die aus niedrigen, meist ökonomischen Motiven ihr Vaterland in der Stunde der Gefahr verraten hätten. Dafür sollten gerade Naturen mit so empfindlichem Nationalbewußtsein irre die Franzosen Verständnis haben. Aber auch diese Erregung sei freute verschwunden. Paris, 8. Mai. sWTB. Wie der „Temps" erfahrt, bat die englische Delegation, trotzdem der ftanzösische Gesandte in Dänemark Claudel noch nicht in Paris angekommen ist, daraus Mdanden, daß in der heutigen Botschafterkonserenz die T i s- kussion über die nvrdschleswigsche Frage fortgesetzt wird Tie Delegaiion htt aufs neue ihren Standpunkt vertreten,, der dem £|;r französischen Vertreter entgegengesetzt ist. Tie Delegierten der dänischen Bevölkerung in der zweiten Zone haben dem Bvtsckufierrat eine Petition überreichen lassen, in der sie die Internationalisierung dieser Zone verlangen. Eine Deputation aus der zweften Zone wird unfrmg nächster Woche in Paris cnaacta. \ Die Vertagung der Konferenz von Spaa. Paris, 8 Mai. (WTB) Nach einer Meldung des „Temps" aus London werden sich Lloyd George uni> Millerand am 13. Mai treffen. Tic Verhandlungen über das Programm vo n Spaa werden bis zum 15. oder 16. Akai bauern. Tie Nachricht, daß Deutschland die Verschiebung der Konferenz in Spaa wegen der Neicks'agswohlen verlangen werde, habe in England feine Uclkr- raschung henxorgerusen. Ter Gesundlieits-uslano von Llond George, der ohnehin ernst sei, tonnte die Verschiebung der Konferenz sehr leicht möglich macken. Spanische WiedcrgutmachungSansprilche. Paris, 9. Mai (WTB.) Man meldet aus Madrid, daß 12 spanische Schiffahrtsgesellschaften angekündigt haben, sie würden beim Wiedeixut- machungSaussckmß Klage erhoben wegen der von deutschen Unterseebooten versenkten spanischen Schiffe. Die Zurückziehung der Truppen aus den, Ruhrgebiet. Paris, 8. Mai. (Wolff.) Die Havas- agentur Meldet aus Mainz, die deutsche Regierung Habe den General Nollet wissen lassen, daß die überzähligen Trup-pen im Ruhrgebiet biszum 10. Mai zurückgezogen sein werden. Essen, 8. Mai. (Wolff.) Nachdem gestern bereits ein Teil der Reichswehrtruppen Essen verlassen hat, folgte heute der Rest der Truppen, die die letzten Wochen hier stationiert waren. Die Truppen verlassen damit die neutrale Zone.* Deutsch-niederländisches Abkommens. Haag, 8. Mai. (WB. ) Wie das Ävrre- spondenzbureau erfährt, sind die niederländische und die deutsche Regierung freute in der Angelegni- freit der Kohden und des Kre^ iiabkmnmeus einig geworden. Tie deutschen Unterhändler sind berefts wieder nach Deutschland zurückgetofrrt Der Friede sür Ungarn. Budapest, 8. Mai. Die heute offiziell bekannt gewordene Tatsache, daß der der imgarififrcn Abordnung überreichte Friedens vertrag in territorialer Hinsicht keinerlei Aenderimg erfahren soll, und eine Volksabstimmung rundweg ab-zelehnt wftd, hat hier eine unbeschreiblich gedrückte Stimmung hervorgerufen. Die frier abends erschienenen Blätter betonen, daß der Vertrag in dieser Form unannehmbar sei und keinesfalls so bleiben könne, weil er eine Gefafrr für ganz Europa bedeute. Schon heute gab es Kundgebungen gegen den Vertrag in Form von Straßenumzügen der Jugend; für morgen sind weitere grotze Kundgcbim- gen angekündigt, lieber die Haltung der Nationalversammlung ist vorläufig noch nichts Positives bekannt geworden. Budapest, 8. Mai. (Wolff.) In dem Begleitschreiben zu den ungarischen Friedensbedin- gungen. heißt es: „Der Oberste Rat erwartet die Antwort der Friedensdelegation, ob sie Vollmack)- ten habe, den Frieden unter den mitgetetiten Bedingungen zu unterschreiben." AuS diesem Satz folgert man un ungarischen politischen Kreisen, daß ein neuerlicher Notenwechsel statthaft sei, der sicherlich über zehn Tage beanspruchen werde. Die Polen in Kiew. Krakau, 8. Mai. (WTB.) Deutsch- Polnischer Pressedien/t. Die hiesige Funkstation nahm folgenden Funkspruch aus Moskau auf, der gestern mittag aujgegeben nmrbe; Die Polen begannen, nachdem sie die Friedensverhandlungen abgebrochen haben, die Offensive und nahmen Kiew ein. Amsterdam, 9. Mai. Wolff.) In Erwide- runej auf eine Anfrage sagte im englischen Unter» hauie Bonar Law, soweit die englische Regierung in Bettacht käme, sei den Polen bei ihrem Angriff auf Rußland keine moralische oder materielle Unterstützung gewährt worden. Die Bolschewisten in Baku. Amsterdam, 8. Mai. (WTB.) Laut „Daily News" meldet ein Moskauer Funk- spruch, daß die W o l s ch e w i st e n in der Gegend von Baku neben Vorräten in Benzin, Gasolin, Schmieröl und Iiofröl 400 000 Tonnen Korosin und 1860 000 Tonnen Mazut in die Hände sielen. Englisch-russische Friedensverhaudlungen. Amsterdam, 9. Mai. (WTB.) Laur Westminster Gazette versichert ein drahtloser Moskauer Bericht, daß e n gl i s ch - ru s s i s che Fr iede n s- verhandlungen beovrstehen. Curzon habe Tschitscherin den Vorschlag gemacht, direkte Verhandlungen mit dem General Wrangel zu beginnen. Curzon schlägt vor, daß englische Offiziere an diesen Verhandlungen t.'tznchmcn sollen. Das einzige Mittä zur Wiederherstellung des Friedenszustandes sei Sicherheit gegen fernere Angriffe, und wenn England diese Garantie erhalte, so lei eine wesentliche Bedingung erfüllt und die Verhandlungen könnten m sreunchchaftlicher 23eil'e wrtgesctz'. werden. Ter Funk vruch meldet weiter, daß Tschitscherin in seiner Antwort erklärte, die Sowjctteaierung sei durchaus bereu, dem Wunsche der englischen Refferung entg.gnzu kommen. Tie Sowjetregierung fei damft einverstanden, mit der englischen Regierung oder mft irgendjemand, den sie bezeichne, Verhandlungen über die Einstellung der Fcr»dieiigLiLu un Krim-Abschnitt zu beginnen. Die Smvjetregierung sei bereit, General Wrangel und britische Offtziere zu diesen Ser« Handlungen zuzulassen. Verlängerung de» japanisch-englischen Bündnisse». Amsterdam, 8. Mai. (WTB.) Amtlich wird berichtet, daß dac« japanischen g l i s ch e B ü n d n i s auf sieben Jahre verlängert werden wird. Der Vertrag soll dem Völkerbund vorgelegt werden. Eine neue englische Partei. Paris, 9. Mai (WTB.) Der Londoner Korrespondent des „Temps" meldet, die liberale Koalition mürbe eine neue Partei, die den Namen „N a t i o u a l l i b e r a l e Partei" führen werde, bilden. Diese Partei werde Lloyd George zu ihrem Führer crllärcn. Kämpfe tu Palästina. London, 9. Mai. (WTB.> 'ji’eenn TiSpatcb meldet aus Jerusalem: 1000 A r a b ' r mit 21 Maschinengewehren und zwei Geschütze.t haben die Franzosen im Banujas-Distrikt angegriffen. Die Franzosen standen ratet zehnfackicn^lebermackst gegenüber. D« Verluste auf beiben Seiten sind schwer. 2Iiisöel)itung der Streifs in Frankreich. Paris, 9. Mar. (Wolff.) Der Allgemeine Arbeiterverband (C. G. T. beschloß gestern abend, den Streik auf die Bauarbeiter, Metallarbeiter und Transportarbeiter aus- zudebnen. Zur letzten Kategorie gehören die Angestellten bei Unt.rgrundbalm.n, Straßenbahnen, Autobusse, Kra tdloschk.n, Spedition und Binnenschiffahrt. Die C. G. T. wendet sich gleichznng in einem Aufruf an das Publikum, in dem sie erklärt, die Weigerung der Regierung, die Forderung der Arbeiterklasse in Erwägung zu ziehen, zwinge dazu, der Streikbewegung eine weitere Ausdetz - innig zu geben. Dec Widerstand der Regierung werde die Aktion der Arbeiter nicht brechen. Das Ziel der Bewegung sei, die Herrschenden zur Anerkennung der sozialen Kraft der Arbeit und der Notwendigkeit zu zwingen, den Arbeitern ben Platz einzuräumen, auf ben sie bei der unumgänglich ttolroenbigcn Reorganisierung der wirtschasd- lichen Tätigkeit des Landes Anspruch Haden. Die C. G. T. fordert die Arbeiter auf, die Bewegung in Ruhe unb Ordnung iortzusetzen. Paris, 9. Mai (Wolff., Tie Pariser Blätter bringen eine Mitteilung bes Sekretärs der Gewerkschaften der Angestellten der Unterarunb- bahnen, in der die Angestellten aulgefordert werden, die Arbeit am kommenden Montag nicht wieder aufznnehmen, sondern Solidarität zu üben, damit di.' angefh\'bte Verstaatlichung der Parißw Transtvrtunti-mehmungcn erreicht werde. Ferner wird eine Auffordetmg des Bundes der Hafenarbeiter unb Dockarbciter veröffentlicht, die Arbeit auf unbestimmte Zeit ruhen zu lassen. Paris, 9. Mai. 8 Uhr, ui der Aula aus feinen Dichtungen Vorzug lesen. Aus dem reichlichen Programm seien folgende Vortragsstücke besonders hervorgehoben: Der Dichter über sich selber, die „Vten ch.,eitsphant)rsie" a .d. Insel, Heldengedicht, Anselm Feuerbach, Eine Erzählung aus unserer Zeit, An unsere Jugend. Außerdem bringt uns der Dichter eine Blutenlese aus seinen Deutschen Sonetten: An die Menschheit, Das biogenetiKhc Grundgesetz, Frühlingsnacht, Trost vor dem Tode, An die Musiki Abgesehen davon, daß dieser Abend einen imserer größten zeitgenössischen Dichter zu hören Gelegenheit gibt und der Besuch des Abends schon aus diesem Grunde dringend zu empfehlen ist, kann der Literar. Gesellschaft auf keine Weise für ihre edlen Bestrebungen besser gedankt werden, als durch allseitige Beteiligung der hiesigen ltterarisch interessierten Kreise. (Siehe heutige Anzeige.) ** Evangelischer Bun d. "Auf den heute abend 8 Uhr im Jvhannessaal stattfindenden Vortrag von Pfarrer C l a u ße n-Judenbur^: „Auf evangelischem Vorposten in Steiermark "sei nochmals hingcwresen. Der Redner, welcher auch in anderen hessischen Städten mit großem Erfolg gesprochen Hal, ist besonders berufen, über die evangelische Bewegung in der alten Donaumonarchie zu berichten, da er ihr seit Jahr und Tag dient. ** Ter Akademische Gesangverein der im vorigen Jahve auf ein 160,ähriges Bestehen zurückblicken konnte, aber durch die Ungunfl der Verhältnisse verhindert war, des Jubiläums in angemessener Weise zu gedenken, wird die unterbliebene Feier in der Weise nachhv.'en, daß er am Mittwoch den 9. Juli das Hauptwerk Händels, den seit Jahrzehnten hier nicht gehörten „M e s - sias", in der Stadtkirche zur Ausführung bringt. Nähere Anzeigen erfolgen. ** Der Spielplatz-Werbetag fand gestern auch bei der Gießener Bevölkerung allgemeines Interesse. Auf tem Platz an der Hardt waren nicht weniger als 6000 Personen anwesend Uinb zur Auffahrt der drei Rudervereine, wobei 20 Bdvte in schöner Ordnung gleichzeitig auf der Lahn schwammen, hatten sich gar 7000 Personen an beiden Lahnufern eingefunden. Sämtliche Veranstaltungen, auf die wir morgen noch ausführlich zurückkommen werden, waren ton sckwnstem Maiwetter begünstigt und fanden lebhaften An klang. ** Deuts ch-Oefterreicher in Gießen und Umgegend wohnhaft, werden ersucht, ihre Adresse zwecks Heimatsangelegenheit an den Vorsitzenden der Zweigstelle Wetzlar, Sophiensttaße 10, gelangen zu lassen. ** Der Verband der Bureanbeam- ten beii den Hess. Staats- und Reichsbehörden veranstaltet am Mittwoch, 12. Mai, abends 6 Uhr, im Saale der Restauration Sauer, Oswaldsgarten, eine Versammlung, die Stellung zur Besoldungsvorlage nehmen wird. ** Der Evangelische Arbeiterverein unternimmt am Himmelfahrtstag feinen größeren Familienausflug nach Kloster Arnsburg (siehe Anzeige). ** Die Deut fchnation alle Volks- Partei veranstaltet am Mittwoch, 12. Mai, abends 8 .Uhr, im Hotel Einhorn eine öffentliche Wählerversammlung. Reckstsantvalt Brill aus Kassel spricht über Deutschlands Gegenwart und Zukunft. ** Die unabhängige sozialdemo kratische Partei hatte sich für gestern abend zur Eröffnung des Wahlkampfes den Berliner Abgeordneten Adolf Hoffmann, den preußischen Kultusminister während der Volksbeauftragten zeit verschrieben, der im Caf6 Leib über das Thema „Die Reichstagswahlenund b ic USP." sprach. Der Redner suchte seinen Zuhörern zunächst klar zu machen, daß der heutige Zustand nicht die gewünschte Freiheit sei, daß. wir ton der Diktatur des dlbsolutismus nur unter die Diktatur des Konstituttonellismus gekommen seien. Er be- schäfttgte sich sodann ziemlich äußerlich mit Schul- und Erziehungsfragen, denen er die Hauptschuld an den heutigen Zuständen beimißt. Man müsse die Menschen zum Denken Und nicht zum Glauben, zum Handeln 'imt> nicht zum Stillhalten und Kadavergehorsam 'CrsicbeiL Das Gebäude des Kapitalismus tönne erst dann 'rin gutes Fundament erhalten, wenn die Jugend im Sinne der USP. erzogen fei. Weiter führte Abg. Hoffmann u. a. aus, daß selbst eine unabhängige Mehrheit im Reichstag die sozialistische Gesellschaft nicht einführen könne: denn die Gegner des Sozialismus würden erst den Verzweiflungskampf um ihre Existenz führen. Das Proletariat müsse die Macht ergreifen, es müsse die Diktatur des Proletariats kommen. Die Wahl fei nichts weiter als 'ein. Weg zur Macht, der Reichstag nichts weiter als eine Tribüne, von der man zu den Massen sprechen und den Gegnern die Maske tom Gesichte reißen könne. — Adolf Hoffmann ist ein temperamentvoller Redner, der über sarkastischen Humor verfügt. Der weißhaarige Feuerkopf tat ein übriges, ihm lebhaften Beifall zu verschaffen. So lief es fast bei 'jedem Satze schmunzelnd durch die Rechen der zählreichm Zuhörer: „Der saht's 'en awer", nämlich den feisten Kapitalisten und Bürgern, die sich angeblich lieber eine Kugel durch 'den Kopf jagten, als daß sie arbeiteten. In der Aussprache ergriff nur der Mehrheitssozialist Redakteur Vetters das Wort und trat besonders dem Parteigezänk der Arbeiterparteien entgegen. Seine ruhigen und sachlichen Ausführungen wurden aber dauernd ton gehässigen Zu- rufen unterbrochen und Adolf Hoffmann benutzte das Schlußwort, um den „Verrat" der Mchvheits- svzialisten nochmals dick zu unterstreichen. Das Bild ton der „Einigkeit des Proletariats" war also sehr zweifelhaft. ** Ter Kreisziegen zücht Verein Gießen hielt am 8. Mai im „Eisenbahnhotel" zu Gießen seine diesjährige Generalversammlung ab. Es waren 43 Mitgliwer anwesend. Aus dem ton dem Vorsitzenden, Abq. Fe nche l-Oberhör gern erstatteten Jahresbericht ist zu entnehmen: Dem Verein gehören 1003 persönliche und 48 Drporative Mitglieder (Gemeinden) an. Tie Sante wirtschassskammer, der Kreis Gießen und die *ße- zirissparkassen Gießen und Grünberg unterftübten den Verein auch in diesem Jähre durch namhafte Zuwendungen. Ter Absatz von Zuchtvieh zeitigte ein erfreuliches Ergebnis, wurden doch durch Ver Mittelung des Vereins in 1919 insgesamt 146 Tiere mit einem Erlös ton 23 372 Marr abgesetzt. Ter Voranschlag für 1920 wird auf 6157,08 Mark in Einnahme und Ausgabe feflgeteat. Infolge der gesteigerten Unfbflen mußte der Mitgliederbeitrag ton 1 Mari auf 2 Mark pro Jahr erhöht werden. Ties ist unbedingt nötig, um zur Durchführung der vorgesehenen Förderungsmaßnohmen die erfordere liehen Mittel zu erhalten. Mit Unterstützung des Kreisziegenzuchtvereins werden am 30. Mai in Hattenrod, 20. Juni in Beuern, 27. Juni in Grim । berg und 4. Juli in Utphe Ziegenprämi I ierungen durchgeführt. Äußer den vom Kvris- Ein amtliches Verzeichnis der Schleichwaren. Von den wichtigsten Gütern, mit denen hauptsächlich Schleichhandel getrieben wird, enthält die neue Dienstanweisung zur Bekämpfung des Schleichhandels und Schiebertums bei der Eisenbahn eine lehrreiche Aufstellung. Es gehören dazu Butter, Käse, Kartoffeln, Kartoffelmehl, Knochen, Leimleder, Margarine, Raps, Rübsen, Schmalz, Thomasmehl, Benzin, Benzol, Briketts, Brot, Tachsteine, Darrüben, Druckpapier, Fette, Fleisch, Fleischwaren, Fleischkonserven. Getreide, Graupen, Grieß, Kassee-Ersatzmittel, Kalk, Kar- toffeltrocknerei-Erzeugnisse, Keks, Kleie, Kohle, Koks, Kunsthonig, Kunstspeisefette, Malz, Marmelade, Mehl, Mtlch, Oele, Oelfrüchte, Oelkuchen, Petroleum, Rohzucker, Rohtabak, Saatgut, Speck, Speisefette, Talg, Teigwaren, Toluol, Vieh, Lylol, Zeitungsdruckpapier, Zement, Ziegestleine, Zucker, Zuckerrüben, Zuckerrübensckmitzel. Einziehung des schlechten Papiergeldes. Bon dem Papiergeld befinden sich bekanntlich die kleineren Stücke, die als Darlehnskassensck-eine im Umlauf sind, in besonders schlechtem Zustande. Sie sind zum großen Teil stark beschädigt ober beschmutzt. Um diesen Uebelstaird zu verringern, hat die Hauptverwaltung der Darlehnsüassen den Reichsbank.nflalten Umtauschstücke zur Bersügimg gestellt. Die öffentlichen Kassen, Postämter usw. sind angenriefen worden d rauf hi izuwirken, daß die nicht mehr umlaussfähigen Darlehnskassen- scheine zurückgehallen werden. Die sch echten Schein: dürfen auch nicht mehr in G.ldbunden ausgenommen werden. Die Rssck-sban km fl alten sind ferner ermächtigt worden ässe Darlehnskttssen- scheine die genau in der Mitte durchgerassen sind, umzutauschen oder Ersatz für sie zu leisten, falls die beiten Stücke deielbe Nummer tragen. Bei Ein- und Zwesmark-Sck-einen müssen sic zusammen einen ganzen Schein ergeben. Es darf auch fein Verdacht eines Betrugsversuches bestehen. Tie Reste von Darlehnsöassenscheinen zu 1 und 2 Mk. werden ferner ausnahms-veise eingelöst, wenn das mit der Nummer nicht kleiner als die Hälfte ernes ganzen Scheines ist, also ittdnigslens g.'nau die Hälfte eines ganzen Scheines beträgt, auch wenn die beschädigten Telle offensichtlich aus Tellen verschiedener nicht -usammengehörigcr Scheine bestehen oder das nummerlose Stück fehlt. Valuta- und Badetaxe. Von den vorpommerschen Ostseebädern, denen sich auch die des östlichen Pommern anschließen werden, wurde nach ter Meldung eines Frankfurter Blattes beschlossen, für die Ausländerbesondere Kurtaxen einzuführen und mit Rücksicht auf die Valuta von den Ausländern die fünffachen Gebühren einzuziehen. Die Bevölkerung soll dahin usttrrrichtet werden, daß sie ausländischen Käufern gegenüber die Preise entsprechend erhöhen muß. Der Aufenthalt dec Ausländer soll auf vier Wochen beschränkt werden. Ein derartiger Beschluß ist sehr zu begrüßen und hat in Berliner Hotels bereits seit längerer Zeit m der Weise Anwendung gefunden, daß Ausländer ihre Hotelrechnungen in der Währung ihres Landes bezahlen mußten. Ein derartiger Brauch wäre sicher auch für Bad-Nanheim zu empfehlen, das in diesem Jahve jedenfalls wieder reichlicher von Ausländern besucht wird. Der Sonutagsvertehr am 16. Mai. Äuf Grund tes § 105 b Abs. 2 bet Reichs- gewerbeordnung in der Fassung der Reichsverordnung vom 5. Februar 1919 ist am letzten Sonntage vor Pfingsten (d. i. am 16. Mai ds. Js.) für alle Eteschäftszweige des Handels gewer- bes der Gewerbebetrieb in offenen Verkaufsstellen und die Beschäftigung von Gehilfen, .Lehrlingen und Arbeitern von 11 Uhr vormittags bis 6 Uhr nachmittags zugelassen. Veranstaltungen. Montag, 10. Mai: Felsenkeller, 8 Uhr, Hauptversammlung des Gießener Mietervereins. — Gewerbesrnus, Kirchstraße 16, 8 Uhr, außerordentliche Hairptversammlimg der Baugenossenschaft von 1894. — Johannessaal, 8 Uhr, Vortragsabend des Evangelischen Buntes. — Lichtspieltheater wie Samstag. * ** Per so nal Nachricht en. Als Nack>- folger für den als Direktor nach Lauterbach versetzten Physiker Prof. Stein an ter Oberrealschule zu Gießen wurde Dr. Chambr6, bisher Leiter der Höheren Bürgerschule zu Vilbel, berufen. ** Neuerungen bei der P o st. Wichtige Aenderungen treten bei Der Post am 6. Mai in Kraft, die noch nicht bekannt sind. Aenderungen ter Postordnung bestimmen u. a., daß der neu» eingesührte Zuschlag von 10 Pf. auf jede postlagernde Sendung mit der Freigebühr zu entrichten ist. Ein Postlagerbrief ist demnach mit 50 Pf., eine Karte mit 40 Pf. freizurnacken. Die neue Paketlagergebühr von 30 Pf. für jeoen Tag wird z. B. erhoben für postlagernde Pakete, unbestellbar zu meldende Pakete und Nachnahmepakete, für die Frist verlangt wird. Der Tag des Eingangs des Pakets unö der folgende sowie der der Ausbändigung, Sonntage und allgemeine Feiertage werten nicht gerechnet. Die Gebühr muß der Empfänger bezahlen, sonst wird die Sendung als unbestellbar behandelt. Der Absender kann aber durch einen Vermerk auf ter Paketkarte und dem Paket verlangen, daß die Sendung ihm nach Ablauf ter lagergebührenfreien Zeit zurückgesairdt werte. Auf ten Postsendungen „durfte" bisher der Msenter seinen Namen, Stand und Wohnort nebst Wohnung vermerken. Jetzt „soll" er dies tun. Auf Päckchen, Paketen, Bahnhofsbriefen und Briefen mit Zustellungsurkunde muß dies geschehen. Babnhofsbriefe sind nur noch für Bahn- hofsbnchhänd.ler für die von ihnen durch die Post bezogenen und für sie vom Verleger angemeldeten Zeitungs-Bahn^hofsbriese zulässig. ** Städtischer Seefischverkauf. Heute abend trifft wieder 1 Waggon lebendfrischer Cabliau, Schellfisch, Seelachs und Seehecht, Nordseeware ein, welche morgen Dienstag am Vor- und Nachmittag in ten Marktlauben zum Verkauf kommen. Wegen tes Himmelfahrttages treffen die Nachwoche keine Fische mehr ein. ** In der Lebensmitteltabelle, die am Samstag im Anzeigenteil veröffentlicht wurde, ist -ein Druckfehler unterlaufen; das Pfund K -A.- Sei fenpu l ver kostet 3 Mk. nicht 3,10 Mk. ** Das Fest der silbernen Hochzeit feiern morgen technischer Rcvisionsbcamter Georg Grünig und Frau. ** Literarische Gesellschaft. Wiederum wird unseren hiesigen £ derart rcunben ein I genußreicher literarischer Abend tescheri, intern ter bekannte Dichter und geistvolle Dramattkcr Herbert Eulenberg aus Kaiserswerth a. Rhein ter Einladung ter Literarischen Gesellschaft Folge i leisten wird, am Freitag ten 14. Mai, abends I A«» Stafct und Land. Gießen, den 10. Mai 1920. Zur Reichstagswahl Der Kreiswahlleiter des Wahlkresses Nr. 22 „Hessen-Darmfiadt" macht bekannt, daß die Kreiswahlvorschläge für die am Sonntag ten 6. Juni 1920 stattfindenten Reichstagswahlen spülest ens bis zum Sonntag den 16. Mai 19 20 einschließlich bei ihm einzureichen sind. Die näheren Bestimmungen hierüber kommen Dienstag ten 11. Mai im Amtsverkündigungsblatt zum Ateruck. Die Wählerlisten für Gießen liegen ab heute bis einschließlich Sonntag, 16. Mai, auf ter Bürgermeisterei, Zimmer 11, zur Einsicht offen. Es ist für jeden Wahlberechtigten von größter Wich- tigfeit, sich zu überzeugen, daß er tatsächlich in den Listen steht, die lvahrscheinlich, itod? einige Mängel aufzuiweisqn haben. So werden besoirters viele Studenten noch nicht eingetragen sein. Wer nicht in der Wählerliste steht, darf nicht wählen. BegrützungSfeier der Gietzener Heimkehrer. Für b;e aus der Kriegsgeftrng-Mschaft' heim- getehrten Bürger ter Stadt Gießen tourte am Samstag auf der Liebigshöhe eine Begrüßungsfeier veranstaltet. Don ten etwas mehr als 300 gefangenen Gießenern, ine bis auf 12, die sich noch in Sibirien bifmten, heimgesshri sind, hatte ter weitaus größte Teil mit seinen Angehörigen der Einladung der KriegsgefangLnercheimöhr stelle Folge geleistet und füllte ten großen Liebigshöhe- Saass Ter Abend wurde mit einem von Dr. H. Schneider verfaßten und von Frl. M. H o ch- ftettcr vorgetragenen Prolog eröffnet, der mit feinem Einfühlen der Stimmung bereu gerecht wurde, denen nach ost jahrelangem Sklaoenfrohn in Felntesland die Tore der Freihert unb Heimat geöffnet 'wurden. Justizrat Tr. Rosenberg, ter im Nam eil tes Oberbürgermeisters sprach, brachte in kurzen Worten ten Willkomm der Stadtverwaltung dar. Tie Festrede hielt Dr. Schneider. Tas Leiten sei es, das die 9Intoe'enten zusammengeführt Habe und dieses Leiden berge eine schöne Erziehungs>aufgabe in sich, intern es einsehen lehre, daß die Verhältnisse nur besser werten in dem Maße, als wir selbst besser werden; ewiges Nörgeln und Kritisieren wurden die Welt auch nicht um Haaresbreite ändern. Als Gelöbnis für die Zukunft gab Dr. Schneider, her reichen Beifall erntetete, ten Heimkehrern folgendes Tichterwori mit: Nun schweige mir ieter von seinem Leid und noch so tiefer Not, sind wir nicht alle zum Opfer bereit und zum Tod. Eines steht fest in den Himmel gebrannt: alles darf untergehen, nur Deutschland, unser Kinder- unb Vaterland, Deutschland mutz bestehen. In der Pause rourte den Steimgeteerten eine besondere Ueberraschung durch Ueteneicbung eines Liebesgobenpikets vom Roten Kr.-nz bereitet, das allerlei nützliche und angenehme Dinge enthielt; die einftegr-nteii Zigarren und Zigaretten waren von ter Stadt ge'pmtet. Me ter wurde jetem heim gekehrten Gießener cm Getenlblatt überr 'icht, dessen Text von Tr. Schneider verfaßt war. Tte Ausgabe d.-s Vertellers löste Kaufmann Boller mit gutem Humor. Wenn ter Banersche Gesangverein und ter Orchesteroerein guck erst am Schluss? genannt werten, so trugen sie vielleicht doch das beste bei zu tem schönen und alle Teilnehmer befriedigenden Verlaus des Abends und tourten auch burtb reiche Anerkennung belohnt. Gießen int Flieder. Gießen ist eine Stadt ter Vorgärten und wenige Städte gleicher Größe sind so bis auf wenige Geschäftsstraßen in wohltuendes Grün eingelagert wie Gießen. Niemals aber ist der Anblick ter Gärtchen so anheimelnd wie in diesen Tagen, da überall die Miederbüsche ihre vollen Dolden über die Güter mrd Zäune neigen und mit ihrem süßen Duft die Straßen erfüllen. Selten sieht man auch Flieder in )o mannigfacher Artung. Vom zartblauen Lila bis zum rotgefättigten Violett sind alle Schattierungen vertreten und tefenterst reizvoll ist ter Zusammenhang der Farben mit den in Gießen ebenfalls sehr bevorzugten Sttefmütterckren, deren farbiger Samt bi rate Teppiche zusammenwirtt. Sind uod) blühende Obstbäume in ter Nähe, ober flammt ein Kasta- I nienbauin nebenan, wie ein riesiger Kandelaber mit Kerzen in den Azur, so entstehen neu man immerzu stehen bleiben ed Keller ausrufen möchte: „Trinke dem goIonen häl «SuN Ä sL-Ä w Äilß'K Eb A an M> K-O mal not der r i w Wö L- Md der« aichweldc biet gelegen. m>tt ^WAlnder Äitterstand aÄX MeTrnMM M aufgenommi gar grofts mW ausgÄ>ige BM! Iimg in cmM MrVlatze-Das ron chmn Boult tot des WcidegL ßntfrtkrcn i* Me mrde em tvomii das Walle lagen befördert m die Stallungen iv jehen und durch ßesmZßkmfti M die Tiere d dntNn. K LSchlitz^ img eines 2 niusevms erläi t. Schotte Asse des hiesi lufftefTung eincs trbebun geir rötig geworden, n« Nachtragsun - Eine Orisjatz Iheater- unb Ki ^genommen un m noch ter (Ä Äc Stadt hü rotben die fci iu Mietwvh trine naintöi Ul s li. Gft&roe. Brieden w Äei-Schochtm? Md s«hs s. . eine öffmllude ilt Brill cm3 Gegenwart und ,m der Lacht l°M anwesmd roewine, wobei aus bei 7ÖOO Önen sämtliche $ti- wch aursühilich Mn schönstem lebhaften Li 'er in Gehen m ersucht, ihre irlegenheit Mt Wetzlar, litn. reaubeam inb Reichs- voed, 12. Mai, uration Lauer, I die Stellmg ird. rbeiterver clsahrtstag nach Kloster Dichtet • ü» Mr Ntelaa, Ä»; ä S Ä.?“4 » uder die evrui °n«monar^. Tag bim .Wer« in M.gch K, .Mkurnim J!® dir unter. S?rttn „Rtv “R hingt. sozialbema ür geffero abend m Berliner D den !kelx'ausn»M' über bas!dvna lid die 118$. Ijötctn -miachch ifinnb nicht by wn bet M n bie HWfiotur rn seren- Er beglich mit schul die öauPtsiW ißt Man müllt hi juin Glauben^ 1 halten und na bäude des KM Ms ^unbg sinne der Uvr Hoffmann il 6 eE ® ischast mdit an desSozMsM müfie b* LtzZ! T® M Ssf Wr L-» * ■JiS l ftffj f W M 'FF *goeRRhtDnrrrr txrrfQr torgryftejmt Mstdrin iwb Sre^lrifhmffui aoa Printen unb brn fctirihgt.’n Gemeinde tn AuS,«hL ge stell! 24c ti»rbarihuiq txejer SctanfMumgrii liegt in bat Jxinbai fri bäeüiglen Ct td^regeutMdXiemiur. AlL richter iüib «cfc.baiitediKidcr Bürlez^RkB«, Bürgermeister Schmrtt-Trol.r XI. Sdjrfb V.-Groyen- Busak uni» kk-arl LuL-Lechgrstern beildlt. Kür die txnn SJanbtoirtl dja ftsJImmcD-Äu^'daiß für Oberhessen Dcry^ban: Z ie gen stal l scha u im Be- jirf Obertiörgerr.-Langgöns ist I. Jäger-Qu^-ck born als Mitg.ied des Preisgerichts geroätlt worden. Tie Durchfübrrarg wn $to bemelten nnrd für ein unbedingtes ErfvriLrnis gehalten. 3m nächsten Winter sollen solche ringdeitet und durchgeführt wecken. Ebenso sind Mittet mir 2lb- Haltung von Verträgen betet tgcftellt. Ortsvernne, die solche wünsch«, mü'sen sich unter Mitteilung des gewünscht n Re'erats melden. Ter Absatz ron tjuchtvi^h wird dnrchgesührt wie in den Vvriahveu. Mjährlich wird ein Ziegenlamm unter tue an» löe'eritn Per.ammlungsteilnebmer verlost. Diesmal war der Berernso jni öenbe, Abg. Fencheb- Oberhürgern, d?r glückliche Gewinner. Gegen 1 Uhr schloß der Vorsitzende die Versammlung. Landkreis Gießen. m. £ungen, 10. Mai In den letzten Togen fand der Auftrieb aufdieFohlen-undRind- Viehweide Tiergarten, eine Viertelstunde von hier gelegen, statt. Bis jktzt befinden sich 35 Fochten und 125 Rinder aus der Weide, deren Lage und Futterstand äußerst günstig ist. Die Anmeldungen von Jungtieren waren in diesem Jahre für die Weide Tiergarten so zahlreich, daß der größte Teil nicht ausgenommen werden konnte. Ein 280 Morgen großes umzäuntes Terrain bietet den Tieren ausgiebige Bewegungsfreiheit und durch Einteilung in einzdnc Wrideschlä« abtvechslungsreiche Futterplätze. Das muntere Wesen der Tiere zeugt von ihrem Wohlbefinden und das günstige Resultat des Weidegangs wird sich später an diesen Zuchttieren noch mehr bemerkbar machen. Aus der Weide wurde ein elektrisches Pumpwerk errichtet, womit das Wasser in die neuerrichteten Tränwn- lagen befördert werden kann. Das Wärterhaus und die Stallungen werden mit elektrischem Licht versehen und durch die angeschlossene Wasserleitung ist es in Zrikunst nid# mehr nötig, das Tränkwasser für die Tiere der vorbcifließcnden Horloff zu entnehmen. Kreis Lauterbach. la. Schlitz, 9. Mai. Einen Aufruf zur Gründung eines Schlitzerländer Heimatmuseums erläßt Lehrer Altstadt Kreis Schotten. e. Schotten, 10. Mai. Nach einem Beschlüsse des hiesigen Gemeinderats ist die Aufstellung eiws Nachtragsvvvanschlags und die ErhebungeineSweiteren Steuerziels nötig geworden, zumal der Kreis von der Stadt eine Nachtragsumlage von 6—7000 Mk. verlangt. - Eine Orisjatzung ivctche die Besteuerung von Theater- und Kino-Vorführungen verlangt, wurde angenommen und bedarf, um in Kraft zu treten, nur noch der Genehmigung des Ministeriums. — Die Sichst hat verschidene Häuser käuflich erworben die bei dem bestehenden Wohnungsmangel zu Mietwohnungen eingerichtet werden. Hessen-Nassau. Eine neunköpfige Familie durch Giftgase getütet. lc. Eschwege 10. Mai. In bem Dorfe 1 ad»rleben wurde in vergangener Nacht der lirgelei'-Scho ctitmeister Göbel mit Frau, odnoä» qerin und sechs schulpflichtigen Kindern durch Gftt- (idfegetötet, die aus einem schchhasten Kottofen inS exfrlafeimmer eingebaut gen waren Die Zranlsurter Messe. Frankfurt a. M., 9. Mai. (Wolfs.> In einer gemeinsamen Sitzung des Wirtschaftsrats und der Fachausschüs'e beim Metzamt gab Direktor Mödling er einen Bericht über die Messe, dem nrir folgend es enhtebmen: Die Vorbereitungen zur zweiten Messe hatten mit großen wirichaftlichen und politischen ^Schwierigkeiten zu kämpfen. Wenn auch das Aie/ßgeschäft unter der flauen Konjunktur litt, so schnitten doch einige Industriezweige, besonders diejenigen des täglichen Bedarfs s e h r g u t ab. Trotz der Stille hat die Handelswelt das Vertrauen zur Frankfurter Messe nicht verloren, d.i die Anmelder für die dritte Messe schon jetzt a l l e zur Verfügung stehenden Gebäude belegt haben. Frankfurt fo.T in Znkimft der fülncnbc Platz für die Kon fe kt ton s b r a n ck e und d's Ledergewerbe werden. Ebenso loill man oersucheu, dem bisher noch wenig vertretenen Bijouterie- und Silberwarengeschäft auf der Frankfurter Messe einen be anderen Platz einzuräumen. Auch das Kunstgewerbe irirf) mit Unterstützung des Teut'chen Künstleroerbanres eine besondere Pslegestätte finden. Eine erhebliche Äusdrirmmg soll das Metallgewerbe fün;# tig erfahren. Die österreichische Luxusindustrie bildet für den Derbst eine in sich geschlossen. Aus'elung. Als Te.m'n der Herbstmesse 1920 wurden die Tage vom 3.-9. Oktober festg- legt. Später foiT de Mes'e so gelegt werden dab fk nicht über eine Woche hinaus dauert. mögsicUt von Sotmtag bis Sonntag. Gerictzt-saal. Frainüsische Justiz Darm st abt, ö? Mai. (Wolft.) Von der französischen Division in Frankfurt a. M. wurde ein Humorist, der in einem hiesigen Kabarett das vom bemtorn Mükri. der sich nicht tnr 3i*Im)tee iün den Kops z-hen lassen soll" vor- trug, zu S Dagem «eiängms Drantriü Der Besitz d« Lolchs wurde pi 500 Mk. Geldstrafe und Schließung des Lokals für zwei Tage verurteilt. Fvanzösische Offizierr, de der Vorstellung betwchn- ten, -nahmen an dem Lude Ansdotz und daraufhin erfolgte bk Verurteilung r t a. M., 9. Mai. Das Opern- Haus bleibt aut Anordnung des französischen Bo fehtshabers heute und morgen geschlossen, roeil bet der Ausführung des ,.Bettelsrudemen am Frei- tag abend der Opernsänger Rezni eine Couplet- . Wen wll, an der anwesende ttanzöstlche ^sstztere Anstoß mthmen und das Opernhaus verließen. Rezni ist tn eine Haftstrafe twm acht Tagen genommen worden. a"fl u, 9. Mai. Auf Berfügung der sranzonschen Beiatzuttgsbehörde ist das Hanauer Stadttheater an den letzten drei Abenden Skschlossen aeblieben. Ter Befehl der ftanzösischen Behörde lautet: .Lnplge der Er- ergntsie, dte am 5. Mat im städtischetl Th.-ater in Öanau durch den Schauspieler Fritz Schlotthauer bertnrgeruren worden sind und für die der Direktor des Thechers mitverantwortlich ift hat der tonv mandierende General der £)ttmxitionsi>tinfiyn fvl- 6ende Entscheidung aettvffm: Das Theater wird am 7., 8. und 9. Mai geschüossen, eine besondere «träte wtrd md) gegen Schlotthauer wstgesetzt werden.' — 5n6 Schlotthaiier, Spielleiter am Mmnzer Stadttheater, batte am 5. Mai in Hanau im Stadttheater z einen Vortragsabend gegeben. Atrche «nd Schule tt. Treis a. L., 9. Mai. Heule fand hier durch denSuperintendenten der Provinz Oberhessen, Geh. Oberkonsistorialrat D. Petersen- Darmstadt eine ordentliche Kir chen v i si t a- t io n statt. Rach der Predigt des Pfarrers hielt der Superintendent an die zahlreich versammelte Gemeinde eine Ansprache, in toelcher er im Anschluß an den Namen des Sonntajs zu fleißigem Gebet und inniger Fürbitte für unser Volk und Vaterland ermahnte. Daran anschloß sich die Prüfung der Katechisnrusschüler, nachmittags war ein gut besuchter Jugöndgvttesdienst. Handel. Berlin, 8. Mai. Börsenstimmungsbild. Tie Börse verlief wiederum lustlos und schwach. Man hörte Gerüchte von neuen Waren- Insolvenz en. Besonders Valutawerte wurden infolge der Markbessetung erneut sdärker rückgängig, so verloren Teuifd^Ucberfee 50 Prozent, schließlich 900, Canada setzten wesentlich unter gestern ein, zogen dann bis 1000 an, ohne diesen Kurs aber voll behaupten zu können. Baltimore 265 ä 270. Schantung anziehend bis 523. Kolonialwerte ebenfalls durchweg rückigangig bei großem Geschäft. Kolonialanteile 8100, Sloman 1950, Südsee 2200, Cvlmanskop:38O, Neu Gurnsa 710, Okapi schwan lend, Anteile schließlich 860 (— 40), Genußscheine 575 (— 15). Tie Kursrückgänge in einigen luoxv- tanmevten letzten sich ebenfalls fast durchweg fort ; eine leichte Erholung gegen Ende der qrften Börsenstunde war nicht von Bestand. Einige Werte büßten 8—12 Prozent ein, j>> Luxemburger, Phönix, Thale, Mannesmann, Lothringerhütte. Nur unwesentlich niedriger Bochumer, Gelsen kttchen, Laurahütte, Buderus nach schwachem Anfang erholt mit 310, A. E. G. im Verlaufe besesttgt auf die Mitteilungen in löer G-B, ebenso Felten u. Guilleaume noch schwactxnn Anfang. Elektrische Licht und Kraft hoher 134V-, die übrigen Elektno- toerte dagegen schwächer. Am schiffährtsmarkt blieben die Kurse nach einigen Schwankungen ungefähr aut dem gestrigen Niveau. Kali Aschersleben (— 11) und Westeregeln (—18) schwach, letztere dann erholt. Tie übrigen >kaliwerte gut behauptet. Bankaktien bröckelten ab, Deutsche Bank 301, das sind sogar 5 Prozent unter gestern Dresdner Bank verloren 3 Prozent (181). Von heimischen Anleihen 3x/2 pvoz. rvonfols V, Prozent höher, von Reichsanleihen die 3pvvz. etwas niedriger. Ungarische Kronenrenten befestigt 313/* (+ 1). Gvldmcxi'kaner niedriger, dagegen Tchuantepec befestigt. Weiterhin war die Börse leicht befestigt infolge Bekanntwerdens des amerifanifeben Geschäftes der A. E. G., das typisch werden könne für andere industrielle Beteiligungen der Amerikaner. A. E. G. 338 ä 355, schließlich 347, Felten 490 ä 487, auch Phönix bebaut).ct 415. Dagegen Bochumer schwach 378. Canada, die ansänglich um 65 Prozent auf Absindungsgerächte anzogen, lagen schließlich still, wril der Rückgang der fremden Valuten sich bemerkbar machte. Kttttowitzer behauptet. Tägliches Geld unverändert 41/» Prozent und darunter. Fran kurt a. M., 8. Mat. Börsen- ftimmungsbild. Am Devisen- und Noten- marft war die Haltung nach Schwankungen etwas schwächer. Der Bedarf bleibt gering. Infolgedessen sind äuch die Umsätze bescheiden. Einen größeren Einfluß auf die Kursentwicklung hatte wiederum die Tendenz der fremben ZahlungSmtttel auf dem Markt der Valutapapiere, die zwar nicht erheblich matter eröffneten, aber größere Geschäftsverluste aufwiesen. Tie Umsätze, die sich auch auf den übrigen Märkten in äußerst engen Grenzen hielten, blieben bei Beginn der Börse auf einige Montan- und nur wenige Indrustriepapaiere beschränkt. Sonst waren die Notierungen im allgemeinen kaum verändert. Die an der gestrigen Abendbörse eingetretene Befestigung ging wieder verloren Schisfahrtsaktien schwächten sich ab. Kursabschwächungen er* fuhren ferner Buderus, Mannesmann, Gelsew- fintierter, Deutsch-Luxemburg. Phönir behauptet. Verkaufe | Die Auftraggeber kleiner verkauf»-rlnzelgen mtröen aeb< en. unter allen betört gen anqeboten ihre Slörefie 'Strafe-, 5au»numnierHnb StoA- wer»)zu veröffentlichen. Soll btt Abreffe verdeckt bleiben, Io wolle man ichrUtliche Angebote unter der Unaelgtmuimmer fotbem Snslumft über «bceffen u 1. f- durch bi* (Beidiai!. teile bann nicht erteilt werben. Sehr scharfer und wachsamer hoshund Dobermann-Rüde, sofort SU verkaufen. 5206c Göbel & Appel, Bergstraße 20- Kücken zn verk. *e»x Marburger Ttr.83. 1 fette ZitttLkZnL $tegc au verkaufen. 5217 Schauzenttraste 1. Verkauf einer Hofreite! NnlerLeichncler läßt am Sreitaa dem 11. Mai 1920 feine -vofrclte an Ort und Stelle öfsentltch versteigern. Ter Verkauf beginnt nm 4 Uhr nachmittags. 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London New-York Varis Schweiz Spanien Wien (altes) .... Deutfch.Oesterr. abg. Prag Budapest Bulgarien Konstantinopel. . . 1923, - 1927,- 1878,- 1882,- 346,65 341,35 344,65 345,35 1013,761016,25 984,- 986,- 894,10 895,90 879,10 880,90 1121,25 1123,75 1088,90 1091,90 284,70 285,30 274,70 275,30 249,75 250,25 259,70 260,30 203,80 204,20 197,80 198,20 52,90 53,10 50,45 50,55 319,70 320,30 329,65 330,35 934,- 936,- 899,10 900,90 894,10 896,90 849,10 850,90 19,48 19,52 24,72 24,78 23,97 24,08 88,90 87,10 85,90 86,10 22,72 22,78 22,22 22,20 BthrfenTnrje. Datum: 5*/o't>eutJfrtegsartL 4ft,Deut.Beich»ant. 3°,D«ut.Reichsanl. 47. Preuh. Konsals Darmstadter Bank Deutsche Bank. . . Disconto« Besellsch. Dresdener Bank.. Nationalbank f. D. Mitteld.Creditbank H.-Amerik.-Paktts. NorddeutscherLloyd Doch. Butzstahlwrk. D-Luxemb.Bergo». Delsennirch.Bergw. Harpener Bergbau Oberscht.Eisenb.-L Oberschles.Eisenind^ PHSnst-Brgb.-Akt. Bad.Anilin-u.Soda Höchster Farbwerks Elektr. A. E. G.. . Schuckert-Werke. . FestenLGuilleaume Daimler Bud..Eisenw.Akt. Adlerwerk« .... 4% Hess. Saaisanl. Electron Grisshet» Frankfurt Berlin Abend- Schluß Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs KNrS 7. 5. 8.5. 7.5. 8.5. 79,75 79,75 79,75 79,75 — - ■■ 75,30 76,- 76,- . ■ > 74,- 74,20 72,90 ■» . ■ ■ 76,- 75,80 76,- 157,- 157,- 157,- 156,- 304,50 156,- 306,- 303,- 210,- 213,50 211,50 181,- 180,- 184,- 180,- — . — 146,- 146,- 146,- 152,50 152,75 152,- 173,- 169,50 166,12 166,25 171,50 169,- 168,50 171,- 280,- 285,75 279,75 300^0 295,-. 300,50 295,50 317,- 311,- 311,50 310,25 285,- 278,- 285,- 300,- 197,- 192,- 195,- 191,- 258,- 258,- 257,50 259,- 423,- 420,- 418,- 415,- 510,- 510,- 507,50 510,- 376,- 373,- 380,- 330,- 330,- 333,- 343,- —. — 180,- 185,- —» ■ ■* 478,- 482,- 485,- 190,25 210,- 221,- 217,- 227,- — 305,- 315,- 311,75 235,- 230,- 245,- • 309,- 319,- 315*- IMorfnetternngen. Datum: 7.5. Zürich ......... 10,65 Amsterdam 5,30 Kopenhagen 11,50 Stockholm 9,20 Wien 423,- 8.5. 10,65 5,30 11,50 9,20 Märkte. oi. Hers selb. 8. Mai letzten Schwernemarkl axiren 116 Ferkel und 6 Läufer angetrieben. Die Preise ensiprachen den vorigen Marktpreisen itnb betrugen für Ferkel 200 bis 300 Mk , für Läufer 500 bis 600 Mk. Ter Handel war schleppend, so daß nicht alle .mgetriebe- nen Tiere abgesetzt wurden. na. Nidda, 8. Mai. Der Mai-Schweinemarkt vom Mittwoch war außerordentlich stark beschickt. Es wurden bezahlt für Ferkel von 4—5 Wochen 280—300 Mk., 6—8 Wochen 300-350 Mk., 10 bis 12 Wochen 400—450 Mk. Aelteve Tiere waren nur sehr wenig auf getrieben. (In einem Teil der Auflage wiedwholt.) Aufschub btt Konferenz von Span? Berlin, 8. Mai. Prioattel.) Ein mländi- sches Nachrichtenburvau läßt sich aus Brüssel melden, die deutsche Regierung werde eine Note an die französische Regierung richten mti der Bitte um Aufschub der Ko nferenz von Spaa bis nach dem 6. Ium, also bis nach den Reicks- tagswahlen. Paris. 8. Mm (WTB.) Havas. Tie alliierten Regierungen haben noch nicht osfizrell den Termin der Lmrstvenz in Spaa mitgeteilt. Es ist aber loahrfcheinlich, daft der deutsche Geschäftsttäger Meyer im Laufe der Unterredung mit Miller «mb daraus angespielt hat. verstehe die Gründe, die die Regierungsvertveter bewegen, eine Vertagung zu fordern. Das Mabrnetl Müller kamt nur biS zu den nächsten Wahlen bestehen. Es schreibt sich nicht genügend Autorität zu, um Deutschland für die Zukunft in der Foage der Wiedergutmachungen &u rerpslichten. Anderseits fürchten die deut schm Pvlittker, dst nach Spaa gesandt werden, die persönliche Dtrantwortung vor dem deutschen Volke am Vorabend der Wahlen. D> deutsche öffentliche Meinung batte, geglaubt, daß in Spaa der Friedensvertrag von Versailles zur Sprache käme. T« alliierten Regierungen erklärten itixxb, in ferneni Falle auf die DiSkussron l«4 Vertrages finjugrten Die deutschen Delegv^rvm haben anr undankbare Rolle Folglich zeigt bet' gesamte deutsche Presse und die Regicrirny wenig Interesse für alles das, was in Spaa zur Verdmtd- lung kommt. Tie alliierrm Staatsmomner nvrben sich bamuf beschränken, yi antworten tVlflien wird beauftragt, die Organisation zu uberneinnen und speziell stmen Standpunkt zur Geltung »u bringen. Sollte die Lonstrenz dte Venagung be schließen, so wird bte Lösung der Fra gc her Wiedergutmachungen binausgesckwbeit. Anderseits wtrd die UngeroiBbeit barütvr, ivelcke Br schlüsse die Miiertrn auf der .Konferenz tosfen, einen mtgünftigen Einflutz auf bit Ärbciien der internationalen Finanzton seren t in Brüssel auf» Üben, die Anfang Juni zusannnentritt und logischerweise das in Spaa begonnene Werk aur anderem Gebiete fort setzen wird. Scklstßlick wtrd sich dreset fluffdmb noch m die Lange ztcden, denn nach brr Reicksta^swaltl und der Bildung des neuen Stiabi* netts wird Teutt'chland zur Wahl nnes neuen Präsidenten schrciten, wenn es im Einvernehmen mit dem Volke handeln will Paris, 8. Mai. sWTV.) Die französischen Finanzsachverständigem die die Vorrrlriten für die Konferen- von ^pao in Gemeinschrft mit englischen Sachverständigen durchführen sollen, fmh gestern abend in London an gekommen, lieber tue Zusammenkunft von Miller and und LloydGeorge verlautet noch nichts bestimmtes Es ist möglich, da tz sie in Folkestone «riolgt; jedoch ist ein Zeitpunkt noch nicht festgesetzt. Rkichssinan,;ministrr Wirth über die Ber Handlungen in Spaa Berlin,'8. Mai. Bor einer Zentrumsver- sampilung in Dresden sagte gestern Reichsfman»- rninister Wirtb: ?>ck werde jedem bic Tür weisen, der mir den Gedanken des Staats- bankerotts nahelegen will. Wir werden nadi Spaa gehen und bort sagen, daß nur Solidarität uns helfen könne. Das Schicksal der Mark ist auch das Schicksal des französischen Franken. Die ftaufi von Fach ist ein Zeichen dafür, wie Unvernunft dir Welt regiert. Wir gehen nach Spaa, um offen unb ehrlich alles klarzulegen, denn wir haben nichts zu verheimlichen. Wenn wir aber nur zuhören solle», während die anderen beraten, bann werden wir nicht hingeheu. Die Zurückziehung der Truppen im Ruhrgebiet Paris, 8. Märt. iWTB.) D»e Haoasagemur meldet aus Main», die deutsche Regierung habe General Mllet wissen lassen, daß die Überzählige» Truppen im Ruhrgebiet bis zum 10. Mat zurückgezogen werden. Die Waften der »Frankfurter Polizei. Frankfurt a. M., 8 März. (WTB.) Der Polizeipräsident Ehrler hat die ihm vom Generat der Rheinarmee zuerkannt? Geldstrafe in Höhe von 10000 Mark den zuständigen französischen Be Hörden mit einem Schreiben übermittelt, in dem er gegen die Bestrafung entschieden Verwahrung einlcgt und bestreitet, daß Waffen in be • trächtlich höherer Zahl, als zur Ausstattung br Polizei erforderlich vorhanden waren. Die vorhandenen Waften seien nicht verheimlicht worden. Bei Den wiederholten Verhandlungen habe er darauf hingewiesen daß sie zur Bewafftmng der Hilfs- polizei bestimmt waren und sie seien zweimal von beauftragten Offizieren der Besatzungstruppen be sichtigt worden, ohne daß ein Einspruch erhoben worden fei. Die deutsche Reichsregierung und der Minister des Innern seien von dem Sachverhatt verständigt und gebeten worden, die Angelegenheit roeiter zu verfolgen. Der Streik in Frankreich Paris, 8. Mai. (WTB.) Der Berwaltungs- rat des allgemeinen Arbeiterverbandes (CTG.) teilt mit, daß die Bergarbeiter des Nordens und des Pas be Calais in den Ausstand getreten sind und daß er im Eftrverständms mit der Eisen- bahnergewerkschaft nunmehr eine größere Propaganda zu entfalten gedenke. Angesichts der ablely nenben Haltung ber Regierung, die erkläre, von den Forderungen der stteckenden Massen nicht stennrnis nehmen zu wollen, erllärt die Berwal- tungskommission, daß sie den Widerstand organi fieren werde und daß sie m sehr kurzer Frist neue industrielle Kräfte an der Bewegung teiliunehmen veranlassen werde. Tie Eiseubahnver.- waltung und die Regierung seien für die geschaffen» Lage verantwortlich Die Lage in Irland Loudon, 8. Mai. (WTB.) Eimge Adend- btäner veröffentlichen Tepeschen ans Bclsttft, wonach die irische Polizei in den Ausstand treten will, wenn dir Regierung nicht die not. wendigen Maßnahmen treffe, um die Polizei bei der Ausübung ihrer Pflicht zu schützen. Am Donnerstag abend wurde auf eine PolizeivatHpuilli im Zentrum von Londonderry geschossen, ow daß Verluste eintraten Der StttWf der Polen und Bolschewisten. Haag, 7. Mai. (WB.) Ter „Nieuwc Courant" bringt ein drahtloses Moskauer Telegramm, wonach em? befjnirre Mommiiiwn ernannt worden sei, die die Aufgabe habe, die Streitkräfte unb Kampfmittel an ber polnischen Front »u verstärken. Am st er da m 7. Mai. (WB.) Einer Blcttter- meldung aus Warschau zusÄge dauert ber üomptt zwischen den Bolschewisten und Polen um öen Besitz von Kiew Tag und Nacht prt. Die Polen dring«, in einem Halbkreis langsam an» wärts. Bauichrauden, 'lUnitfciuenitbrauben, Muttern, Rieten und gebt. Werk-icuge. sae h. Schön, 2 Huttru, 1 Elckesholi- f nslsrrsUMB, 8 Fll»el- tlres billigst»u oerkauien. 08096 Neustadt 28. 08601] Fast neues Pferdegeschirr iSielenjvreiswert zuver- kausen. Afterweg 22 I. riabe noch einige neue unb gebrauchte 5212 Stühle zo titrf. ä 15, 40 bis 64 Mark. Vetzlarer Weg »5 v. r. 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Danksagung Für die vielen Beweise überaus herz, licher Teilnahme beim Hinscheiden unserer lieben, teuren Entschlafenen sagen wir Allen von Herzen Dank 3m Namen der Tieftrauernden Hofmann, Gend.-Wachtmeister Die glückliche Geburt eines Jungen zeigen in dankbarer Freude an Wilhelm Förster und Frau Hedwig geb. Jordan. •«eia 3 Gießen (Gartenstr. 26), den 8. Mai 1920. Tüchtiges Müdchen bei gutem Lohn für Hausarbeit gesucht. 08578 Moritz Gregors, Kreuzvlatz 14. Eiu Vermögen vernichten können W* Motten "Wt Schützen Sie rechtzeitig Ihre Pelze u. Kleider mit meinen bewährt. Mitteln. Central- i»rogerie, 5198 Sckulstrasie. geg. hob. Vobn f. sof. ges. Frau Friede. Leienbach, Siegen i. W.. ^öhrstr. 16. Buchdruckerei Nitschkowski Ludwigstr. 4 :: GIESSEN :: Fernspr. 724 Hornhaut,Ballen q. Warzen beseitigt inanzchnelt, sicher und schmerzlos mit Kiilnrnl In vielen tau- ^UKirOI. send Fällen glänzend bewährt. Preis M. 2.-. S1WA In all^n Drog. erhältlich. Verlobungsbriefe Verlobungskarten aparte Muster große Auswahl Heute abend entschlief sanft nach langem schweren Leiden unsere liebe gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Katharine Käs Wwe. geb. Stielenbach hn 66. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Karl Käs Familie Ludwig Käs. Gießen, Brooklyn, den 10. Mai 1920. Die Beerdigung findet Mittwoch den 12. Mai nachm. 4 Uhr auf dem neuen Friedhof statt. 08663 Todes-Anzeige. Gestern nacht entschlief nach kurzem, aber schwerem Leiden meine innigstgeliebte Gattin, die treusorgende Mutter ihrer drei Kinder, unsere Tochter, Schwester, Schwiegertochter, Schwägerin und Tante Karolineben Roth geb. Baer im 40. Lebensjahr, was wir hierdurch allen Verwandten und Bekannten schmerzerfüllt mitteilen. In tiefem Schmerz: Emanuel Roth nebst Kindern. Niederohmen, Niedermoos, Waldgirmes, Alzey, Kleineichholzheim, den 10. Mai 1920. Die Beerdigung findet Dienstag den 11. Mai, nachmittags 2 Uhr, in Niederohmen statt. 08S9. glänzi Äligrin Suche 20 Beniner ow prima Heu. WaUtorstr^27. Kaufe getragene Herren- und Damentleider Schuhe, Wäsche, Möbel W aller Art. *W1 Waffitlie gtschencko, Neustadl 22. Es ist bestimmt in Gottes Rat. daß man vom Liebsten, was man heft. muß scheiden. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine innigstgeliebte Gattin, unsere gute Tochter, Schwiegertochter. Schwester. Enkelin, Schwägerin und Tante Luise Schweitzer geb. Luh am Sonntag früh 2'/° Uhr nach kurzem, schwerem Leiden durch einen sanften Tod in die Ewigkeit abzurufen. In tiefem Schmerz: Heinrich Schweitzer, Gatte Joh. Luh VI. Wwe. nebst Kindern Familie Phil. Schweitzer Familie Ludwig Weiß, Großeltern. Affendorf (Lahn), Stockhausen (Lahn), den 10. Mai 1920. Die Beerdigung findet Dienstag den 11. Mai nachmittags um 4 Uhr in Aliendorf statt. (08626 Junger Herr, 23 Jahre alt, Vermögen 20000 Mk., sucht Einheirat in ein Gut. Es wollen sich nur intedifl. 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Tu htrien düs Ob Hirzenhain na Mtldet habet Melassen umt ** Ter Ä m fyril-fflat ^Wendung ^fahxens", BettiliM in acht Un Aschen Anlei! »Mttd und ? 3rfriIFunb? arb W nach llare ^schast,^ aus die ” allen Z: Mbtwuch« ™. heute M I ^ntar |r *»k} L IM la ftflcCriTn & V- "fe i B ö i Die Gräkin. Roman von G. W. Appleton. kNachdruck verboten.) Fortsetzung 37. Aber, liebe Tante, erwidtttte ich, meinen Groll bezwingend, aus die freundlichste Art, di. mrr zur Bersüqrma flonh, höre doch aus Vernunftgründe! Es stchr Bein Zug mehr: ein Kutscher hnirtx? mich die große GTufcrramg niemals gesachom haben, und zu Fuß, zu gehen, wäre ja absurd gewef-m. Natürlich, entgegnete sie sch-rrs-. verlangt auch einen solchen Unsinn txm btr? Was ich be» Haupte, ist, daß du hättest zu Sxruk lern mch deinem Brrufe nadjgdxm sollen, statt mit Gräfin nm dich unrherzu treiben. Tonnermetter! rief ich jetzt. Das gcht denn doch zu weit! ‘ , So*-' erwiderte sie. Dem: Dtutter lelbsr hat es ja gesagt Ist es vielleicht nicht wahr, daß du dich mit Gräfinnen eingelassen haft. Leugne es, wenn's dir möglich ist! . . „ Als ick zögerte, — denn une m aller W:lt tonnte ich in einem einzigen Augmblicr ernennt- raort auf eine solche unverblümte Frag; finden{ — fuhr sie fort: .. Natürlich kannst du es nicht und du nri&t, Satz ich reckt heb?, trotzdem Gatt allein weiß, wie es ein armer Teufel wie du aust-llst, um mit Gräfinnen verkehren zu können. Uebrtgens, da wir gerade davon reden, jetzt bist tu nicht M-chr |o arm. Erstaunt blickte ich sie an. Ich verstehe dich richt recht, sagte ich. Tas ist leicht erklärt, erwiderte ft? achselzuckend. Deine Mutter hat gestern ein Testament gemacht. Sie war so freundlich, mir tausend Pftmd zu vermachen. Tas war sehr gütig von ihr, ttotzdcm ich — Gott sei dank! — selber genügmd besitze, um davon leben zu können. Das miilt — etwa 18000 Pfund — bekommst du. Ich muß dich wohl dazu beglückwünschen, trotzdem ich fürchte, daß es nicht lange Vorhalten und), da du dich, wie es scheint, in so großartiger Ges 'llschast bewegst. Ich war erstaunt. Ich wußte zwar, daß meine Mutter einige Mittel besaßt ater ich hätte mrr niemals träumen lassen, daß es sich um ein? derartige Summe handelte. Ich muß gestehen, daß mein erster (Setante einer glänzenden Praxis im Weitend galt, die ich mm würde kauten könnm Gleichzeitig siel auch ent Licht auf das merkwürdig herbe Benehmen müner Tante Selina. /Tie gute Seele batte zweifellos von meiner Mutter erwartet, daß sie si? in ihrem Testam *ni wett reichlicher beben Beu würde, und war dahw, mit der ganzen In Bonsequenz ihrer weiblich ’n Seele, gegm mich aufgebracht. Ich ließ mir indes nichts von Befriedigung enrmerfen, fontrrn sagte einfach, was der Wahrheit völlig emsrwach, nämlich: Ich bin überrascht. Ich babe niemals daran gckocht. Wer nun, wo meine Mutter noch tat im Hause liegt, ist es mir peinlich, darüber zu Ur. 109 Zweiter Blatt Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)Montag, (0. Mai 1920 Au» Sta t unS Land. Gießen, den 10. Mar 1920. Bezug von nichtrationiertem Holz. Die Bcvö.kerung ist teilweise der Ansicht, daß das aus Preußen bezogene Brennholz durch das Boennswffamt der Staat Gießen beschlagnahmt würde. Die Bestimmung in 8 7 der Verordnung über die Regelung der Brennswifver orgung ist lebiglid) als Pvr.ichtsmaßregel zu betrachten. Tas Bcennstoffamt empfiehlt imö iördert m iedem Falle den Bezug von nichtrationiertem Holz. Nach den jetzigen BerhL.tnissen muß an ienomm n werden, daß in der Kohlen Versorgung feine w.sentliche Besserung eintreten ro;rD. Um der mit Holz nicht- versorgten bezugsberechtigten Bevölkerung eine größere Zuteiftmg von Holz aus den städtischen Beständen marfx-n zu können, darf nwhl erwartet werden, daß die mit Holz ein gedeckten Bezugsberechtigten mii den Bezug von städt. Holz verzichten. Das flöht. Br.nnstosfamt wird bemüht sein, als Ausgleich für die fehlenden Kohlen das erforderlicheBrennholz zu beschaffen und an die nichtvecsvrgten Bezugsberechttgtm abzu- aeben. Hierfür ist die Anlage eine» zweiten Holzlagerplatzes im Gange. * ♦♦ Amtliche Personalnachrichten. Der provisorische Landwirtschaftslehrer Wilhelm Trautmann zu Büdingen wurde zum Landwittseb^ft^l.ehrer mit Wirkung vom 1. April an ernannt (Ernannt wurde ferner am 6. Mai der Lehramtsasftsio'- Reinhard Rau aus L i ch zum Oberlehrer nr der Oberrealschule am Stadthaus in Offenbach nvt Wirkung vom 1. Mai 1920 ab. ** Tas Fabren in der höheren W a g e n k l a s s e. In der gestrigen Sitzung des Reichs- ratrs wurde einer Verordnung über Aendcrung der Reic^verkehrsordnung zugestimmt. Danach wird die Strafe für die widerrechtliche Benutzung einer höheren Wagen klasse von 6 auf 20 Mark erhöht unb auch die Zuschläge von 1 auf 3 Mk. ** Postsendungen aus dem Saargebiet. Wie auf Erkundigung von maßgebender Stelle mitgeteilt wird, findet die am 6. Mai im Reichsgebiet in Kraft getretene neue Postgebührenordnung für alle Postsendungen aus dem Saargebiet bis auf weiteres kerne Anwendung. Die Reichspostverwaltung hat sich damit einverstanden erklärt, daß für nach den alten Sähen frankierte Sendungen aus dem Saargebiet im Reichsgebiet keinerlei Nachporto erhoben wird. (WB.) ** Aus den Bienenzuchtvcreinen. Der Hessische Bieneiyüchterverein (Kassel) hat für diesen Sommer eine V.rbandsver.ammlung mit Ausstellung in Vorschlag gebrackst. Es sind nämlich 50 Jahre, daß Kassel, Starkenburg, Rhern- ünd Oberlessen oerbünbet sind. Als Orte kamen vielleicht Friedberg, Hanau oder G. Mxtufen in Vorschlag. Ta sich zu den dies.ährigcn JmLr- fur.en des Ob?ri)es fischen Bienenzücht ervevnns in Lirzenl>arn nahezu 200 JmLr und 3mHerinnen gemeldet haben, mutz das Los entscheiden, wer zugelassen wird. ** Ter Naturheilverein veranstaltete im April—Mai einen Lehr-Kursus Über ,,D t e Anwcndun gsformen des Naturheil- verfabxen^'. der sich einer außerordentlich guten Beteiligung erfreute. Frl. Emmy Spieß gab in acht Unterrichtsabenden die notwendigen praktischen Anleitungen zum rechten Gebrauch der Heilmittel und Anwendungen, mit denen die Na- turleilkilnd? arbeitet. Das umfangreiche Thema wurde nach llrren Gesichtspunkten einfach und in wissenschaftlicher Weise behandelt. Besonders Wert wurde auf die p.ak.ischen Anwendungen gelegt, die von allen Teilnehmern unter fachkundiger Leitung geübt wurden. Der letzte Abend dieses Kursus findet heute (Montag) abend statt. Kreis Büdingen. Ein Protest gegen die Holzzrtteilung. Ortenberg, 7. Mai. Tie gesamte Beamt e n s ch a f t Ortenbergs und eine große Anzahl Vertreter der freien Berufe hatten sich gestern abend im Gasthaus zur Post versammett. um Stellung zu nehmen gegen die gänzlich unzureichende und ungerechte Zuteilung unb Verteilung des Holzes. Es wurde scharf getadelt, l^ß der Staat den Beamten das Tarifholz entzogen habe, ohne ihnen gleichzeitig Loshvlz oder Berechtigungs- Holz zuzubilligen. Ferner sei das vorn Staat zugewiesene Losholz erheblich billiger als das zugeteilte Holz der Beamten, das auch in der Güte gegenüber dem Los Holz vielfach minderwertig sei, auch scheue sich der Staat nicht, seinen ohindies furchtbar unter der Teuerung leidenden Beamten, für die ja alle Teummg^uktgat, wenn sie heraus- lommen, längst überholt seien, noch Provision ab» tuforbem, während diese bei dem Losholz vollständig Wegfälle. Tie Zuteiluna von Holz auf Grund der Viehzahl hätte bewirkt, daß einige benachbarte ländliche Gemeinden c^radezu im Holz ichwimmen, während für die Beamten nichts ober nur wenig dagewesen sei. Viele Beamten tönmen an den Senttigerungm nicht tcilrrbmen, weil sie nicht einfach ihre Tiensttäurne schließen können. Auch in Ortenberg selbst fyä.ten Familien mit gemeinsamem Haushalt bis zu 12 Rm Losholz bekommen, was ebenfalls eine Ungerechtigkeit gegenüber anderen bedeute. Eine entsprechende, ein* stimmig gesaßte Erklärung wurde an das Ministerium abgesandt, iie soll auch den großen Beamtenverbänden into einzelnen Abgeordntten zur weiteren 9üi frage in der Kammer zugestellt r^rden. Zur besseren Vertretung ihrer wittschaftlichen und sonstigen Interessen sckstossen sich die Amveienden »u einer Beamtenvereinigung z. sammen. traten sofort etwa 50 Mitglieder bei Zum Vorsitzenden wurde Gerichtsvollzieher G e s ch k e gewählt, zum stellv. Vorsitzenden Bahnmeister P e - t r i, als weitere Mitglieder des Vorstandes Rechner Raab, Brfif räger A r m b r ü st e r, Tr. Löffler und Straßen meister Ieckel. Ter Vorstand wurde beauftragl, bei geeigneten Gelegenheiten für Beschaffung von Lebensmitteln ustv. einzutteten, die gerade in Ortenberg oft bedeutend teurer seien als an anderen Pichen. Wegen der Zuteilung von Futter, Obst usw. sollen geeignete Schritte getan werden. Ferner wurde eine der großen Zahl der Beamten und ihren Steuern entsprechende Verttetung im Gemeinderat für die Zukunft verlangt. Auch Beamten der Nachbar gemeinden sollen der neuen Vereinigung kitteten können. Starkenburg und Rheinhessen. Ein HUfSauS.'chutz für unterernährte Kinder. rm. Da r in stadt, 8. Mai. Die bitterste Not der unterernährten Kinder dahier hat zur Bildung eines großen Hilfsausschusses unter Leitung des Oberbürgermeisters geführt, dem alle Streife, auch die Minister Ulrich, Henrich, v. Brentano, Tr. Fulda, die techn. Hochschule, die Ober» posldirektion, Netzte, Geistlichkeit, Vertreter des Handels, des Gewerbes und cer politischen Pir- teien, die Ban Ben, die Arb.itgeber- unb Arbeit- nehmerverbände Beamten, Lelner unb Äugest eilten verbände sowie die Wol liahrtsverein- >rn- gehören. Es sivll eine allgemeine Sammlung veranstaltet werden, da die Staiäverwaltung nicht in der Lage ist, den dafür nötigen Aufwand zu tragen. sw. Nieder-Jngelheim, 7. Mai. Wie die „Mzeyer Zeitimg" mitteilt, ist der Preis der Spargel für 1. Sorte auf 2,50—3 Mk., für 2. Sorte auf 1,30—1,50 Mk., für Rhabarber auf 15 Ps. das Pfund zurückgegangen. Hessen-Na sau. wa. Bieden ko ps, 5. Mar. Erne reiche Obsternte steht uns nach der gegenwärtigen Baumblüte in Aussicht unb wohl selten ist die Witterung während der Wüte zeit so günstig verlaufen wie bisher. Birnen, Kirschen unb Zwetschen haben meistens ausgcblüht und durchweg fifrön ang> setzt. Ueber reich mit Blüten besät fmb die Aepsel- bäume unb bei einigermaßen gutem Wetter und Fernbleiben ixm stärSeren Nachtfrösten ist auch mit einer guten Apsslemte zu rechnen. Zu besonderen Hofsnung-n berechtigt auch das Beerenobst, doch gift es bei den Stachelbeeren, so sott gegen di.' überall sich zeigende Stachelbeerraupe au?$utrctm. ra. Biedenkopf, 7. Mai. Zur Bericht- erjlathmg an die Provinzialkartosselstelle haben sämtliche Bürgermeister dem Landratsamt zu be- richben, ob die Kartosfelanbaufläche in den Gemeinden zu- ober abgenommen hat. — Frankfurt a. M., 7. Mai. Die Stadt beabsichtigt, mehrere Bra u n kohlen selber bei Elm von der dottigen Pottlandzementsabrik für 120 000 Mk. zu erwerben. n Marburg, 7. Mai. Wogen dem Mangel an Wohnungen für die sehr zahlreich eintreffenden Studierenden hat das Wo^rungsarnt die ®e=» schlagnahrne von Zimmern in geräumigen Wohnungen angearbnet. Vereine und Veranstaltungen. ** Liga zum Schutze der deutschen Kultur. In der letzten Zeil wurden Ottsgrup- pen gegründet in Stockheim (Kreis Büdingen) unb Gedern (Kreis Schotten). X Hirzenhain, 6. Mai. Donnerstag abend sprach hier auf Einladung der Deut s che n Volks Partei in öffentlicher Versammlung Parteisekretär Dr. Lutsch über die gegenwärtigen politischen Verhältnisse und die kommenden Rercks tagemahlen. Tie nach'o'gendc Diskussion verli f stürmisch. Erft am frühen Morgen trennte man sich. Turnen. — Die Freie Turner schäft Gießen veranstaltete am Sonntag in der Turnhalle der Stadtknabenschule ihr Sntiirnen. Eine stattliche Schar Zöglinge unb Schüler traten am Vormittag zum Wetturnen an. Es wurden 38 Siege errungen. Es erhielten Preise: Zöglingsabteilung, Oberstufe: 1. Preis: A. Sauer mit 91 Punkten, 2. Pr. W. Neuweiler mit 89 P, 3. Pr E Pötz mit 87V« P . 4. Pr. H. Herians mit 86 P., 5. Preis Ehr Biehl mit 81 P. Mittelstufe: 1. 'Br. H. Dietz mit 86* - P., 2. Pr. ft. Bellos mit 70V* V, 3 Pr. W. Guntrrrm mit 60 P., 4. Pr. Fr Arnold mit 56 P. llnterftufe: 1. Pr W Cmmert mit 72Vt P., 2 Pr. A. Ranst mit 72 P , 3. Pr. F. Kaleoki mit 72 P., 4. Pr. H. Arnold mil 71ys P- — Scknller abteilung. Oberstufe: 1. Pr. K. 'JBnmxnler mit 63•/< V , .2 Pr. A. Hillgärtner mit 61'/, P. 3 .Pr K. Mosbach mit 61V* P, 4. Pr. St. Fi'fter unb H- Krause mit 61 P. Mittelstufe: 1. Pr. W Wolf mit 68> t P 2. Pr. H. Brornrn mit 62'4 P., 3 Pr. A. Ommert mit 62V« P, 4. Pr. H. Zirkler mit 62 P., 5. Pr. W Steinbrecher mit 59*,• P. Unterstufe: 1. Pr. ft'. Haubcil mu 62 P., 2. Pr. L. M-Üldon mit 61 P., 3. Pr. W. Strauch mit 58 P.. 4. Pr. Fr. fttod) mü 57«/* P., 5. Pr H. Nbosbach mit 56*/* P. 0 MarbUrg , 9. Mai. Auch hier veranstal teten heute sämtliche hiesigen Turn- und Spottvereine einen sog.Spi lplatzwerbetauf. Um */zl2Uhr trafen die einzetnen reine und Schulen, stem- artig von alten Seit» Iqmmenb, in flottem Lause auf dem von einer gewaltigen Menschenmenge be^ fetzten Marktplatz ein unb nahmen vor dem Rathause Aufstellung. Turnlehrer Fischer hielt bann eine Ansprache, in der er der Forderung nach einem g eigneten Spott- und Turnplatz Ausdruck gab, und überreichte dem Vertreter des Magistrats ferne diesbezügliche Eingabe. um weigesprochrn zu werden, erreichte aber nur, daß bte Strafen wegen unlauteren Wettbewerbs unb wogen falscher Titelführung auf die Hälfte herabgesetzt wurden: im übrigen wurde bte Berufung zurück gewiesen. Der SchlichtungtzattHschutz der Provinz Overhesten. Verhandlung vom 5. Mai 1920. 1 Ten zwischen der Arbeit gemein schäft her yastirnttschaftlichen Angestelltenverblnde und dem yotflbcfibenierein („Hotina", Verband der Bad- ') Mu fei mrr Hotel indunrie und verwandter Betnevei und dem Gastwittcverein in B Dirkor^, Sdmnzemtrake 8. 497y.rr Der Vorstand 5219 ich willkommen. der Ereignisse & Ein Vera migen Em wachsamer WvenvM ■ ■ Bshiien, weife u. farbig, per Pst. M. 2.58 Vittaria-Krbse«, gelb«. grün, ,.Psd. M. 3.28 »er W. 38.1.- Der Vorstand. LbstauiS, Ngezulkert, 5224 Oberförsterei Schiffenberg. Trautwein. SMglWU SkBMWSeß UrWkMkMtkvbrl W W. Ä- Mö AMÄLWkM. Mittwoch den ,2.» 1920 Ms. 6 Uhr L Saale 6 ReUmraiion Sauer, ©sroclösgßr.en Derfammliing SkMWWLWe 38t BiWüngs-We. vollzähliges Erscheinen dringend erwünscht. 5218o Der Vorstand. 5X01 zu kaufen gesucht Automobil - Centrale, Gietzen Frankfurter Straße 82. Telephon 157. fenberg 3 0a und 32, fl)t it ocr 91» v i «i und 23b, Dörner gründ 28 und 56b, Brauhof 1 b, 2b, 3b unbc, Tempel48. Wackholderheidk 62c, Raben Pfuhl 4 9 bund 6, 6 3, 6 9, Rückars 4 1 b, Häuf er- born 3 7b, Hexenbusch 12 und 13a Tannacker II 6a und Klo st er wiese 44b Ausarbettg —flnmeldg. Verwertung billigst. Broschüre kostenlos. Walter Ä Co.. Weimar. Konsumverein Gießen. 6* WMtz in Hülsenfrüchten Anckdlci-BejiMkseWft Gietzen. Bestellungen ans Kurz geschnittenesBrennholz werden noch bid »um 15. Mai angenommen. «iiik. D hen Äelr.: Re An Scn i tnr Unter \ ierem torfti tigen wir ! wm 6. ds wähnten V orüming geo rungen eing Vir müii ^reiben w liefet über Herat sichernngspi Aus Gesetzgebun 17. Avril regienmg Rationalvk Nutzholz-Versteigerung. Es werden versteigert Freitag, 14. ff Mts., i n d e n D o m a n i a l w a ff d d i st r i k t e n S m N- H. genbe Fass 2 Gnmt Ner ben in. Dm bu Klassen ftnienroc festseken Tie bedarf d fammer) Ar Grundlo §2. Sc ortoimg lfts ^ttthalt in hnber Sei Ersahst Mein ( .. j 3. Ue] ^Organe M Beto ^blmgsanj Eiland die QSrunbli Kafao QQtflnnen reiner munri mveftkon.. in poftoeten ä 16 Pro. netto liefert«, gegen NlichnllUme oöer vorherige Sasse. Porto v. Ber- Oötfunfl ertto. 5204ss uw miet. flöht a. Rh.. SlümenElllMatze 77. , poMkveüwüto 86ia 55371 an der Promnzrul-istechenanstar» bis spätestens 1. Juli die Stelle eines Verwalters Literarische Gesellschaft Freitag den 14. Mai abend# 8 Uhr In der Aula der Universität Herbert Eulenberg aus Kaiserswerth a. Rhein Vortrag eigener Dichtungen. totrlttskartes zu M. 4.-. M. 3.-. M. 2.- (sämtlich numeriert) im Vorverkauf in d. Musikalienhandl. E. Chalüer und an der Abendkasse. Studentenkarten isr im Vorverkauf beim Hausverwalter gegen Vorzeiten der Auswelskarte zu M. 1.50. Die ailtglMer der Literarischen Gesellschaft erhalten die übliche Preisermäßigung. (»»D Nächster Dichterabend 25. Juni; Rudolf Prcsbef. $etr.: An den ine Tas £ welck unii füitbigmg aus die ju Grunde ordnung l'e Nachde der ReiW runge» in kündigungs rieten an.- $ 91. 92 ist aus die Pmgravkc sind Hindu In £ ■ stimmt, da stattung, de die Aussert -ur Kcnntn ©iefei in den Verwaltungsangelegenheiten vertreten Können. Als Bewerber Kommen deshalb nur durchaus zuver- lässige und bewährte Kräfte in Betracht. Erfahrung in Gärtnerei und Landwirtschaft besonders erwünscht. Bewerbungen (aud) Kriegsbeschädigter) sind bts25.Mai an den Provinzialausschuh der Provinz Oberheffe« zu Gietzen zu richten. 6199D I öen l'W Verl, lein, es a Sorten ein ander ^leversügt Ä‘ &1 «s J Mtz- Stot ?e. Bekanntmachung Betr.: BausKffb.-wirtschaftung. ... . ... Laut Verordnung des Staatsvommiliars für die wirtschaft ich.' Derrvobilmachung vom 21. April b. I. hat dec Zementpreis ab 15. April eine Erhöhung erfahren und stellt sich derselbe nunmehr :üc tzäud er freibleibend bis aus weiteres auf: 56.10 Mk. die 100 Kg. einschl. Äinterlegungs- gebühr für Slosfsäckc, . .54.10 Mk. die 100 Kg. enrschl. Paprergrwebffacke, 52.10 Mk. die 100 Kg. ernschl. Papieksäcke frei Doppelmagen der betr. Empfangsstation. Für jeden in gutem Zustmrd xurückgeliefcrden Stofssack wird von der Silddeutschen Zementverkaufstelle die Hinterlegmtgsgebühr abzüglich der Äbuützungsgebühc mit 4 Mk. zurückvergütet. Papier- und Bapiergewrbesäcke werden nicht zurückgenommen. „ ,a Als Händlerverdieirst können obigen EinkaufS-- poeisen folgende Sätze zugeschlagen werden: Bei Abgabe von 1 bis 50 Sack 30 Proz., bei Abgabe von 51 bis 100 Sack 20 Pooz., bei Abgabe über 100 Sack 10 Proz. Gießen, den 3. Mai 1920. 5195B Der Oberbürgermeister. I. B.: Dr. Seib. Ferner: VetterFlirst Großer Monopol-Lustspiei-Schlager in 3 Akten. In den Hauptrollen: IBV-1? 8. vormittags 8 7« U hr an Ort und Stelle die Grasnutzung von den Wiesen beim Jnstiz- gebaude in 18 Abteilungen und beim Fü^strn- brunnen in 2 Abteilungen-: anschilebend sämtliche städtische Feldwege, Gräben usw. zwischen der Wieseck und der Lahn; 9. vor mittags 1 V/2 ll hr die Gvasnutzung vom Friedhof am Rodberg in 5 Abteilungen; 10. m i t t a g s 12 ll hr die Wiesen in der Schwarz- ! lach in 20 Abteilungen. »flne Iw} Detorl ta Jet Gießen, den 4. Mai 1920. 51138 DIü^ftÖbllBn (W 1TI Aoootathug Ter Oberbürgermeister. I. B.: Dr. Rvsenbevg. wert 41a Irtiü sshe Uaiv.-DrwÄsr.L Zusammenkunft im Distr. Schiffendera, Ecke Kreisstraße Gießen—Hausen-Knrckschnerse norm. 8Uhr. Bor gezeigt wird nur das Holz tm Distr Schifsenberg. Nähere Auskunft durch die Herren Förster Menges, Forsthaus Baumgarten bet Gießen, Förster Seipp, Großen-Lmden und Forstwart Heß, Leihgestern. 5214 Es werden nur Selbstverbraucher und Kleingewerbetreibende zum Mitbieten zugelassen. Gießen, den 8. Mai 1920. wo. WWWMMU Mittwoch den 12. Mai 1920 nachmittags 2'/, Uhr versteigere ich im Lenzschen Felsenketter dahier gegen Barzahlung: 5197 1 vollst. Bett mit Sprungrahmen, 3 teil. Wollmattatze, Steppdecke, Kissen u. Federdecke, 1 Nachtschränkchen, 4 DolsterstÜhle und ferner: 1 Aufbewahrungsschrank, 4 Paar Schnürstiefel, 3 schw Filzhüte, 2 Zylinderhüte, 1 Aktentasche, 1 Lederhand, tasche, 1 Paar Ledergamaschen, 2 Schaukelsessel, 1 runden und 1 ovalen Nipptisch, 1 Spieltisch, 1 Schirm- ständer, 1 Drahtfeldbett, 1 gr. wertv. Bild (Fagdstück), 1 Iinkbadewanne u. v. a. sowie 1 Salon, bestehend aus Sofa mit Umbau, 2 Sesseln, 1 Tisch, 1 Teppich und einem Iierschrank. Die Sachen find gut erhalten. De» steigerung bestimmt. Funker, Gerichtsvollzieher, Plockftt. 4. Lrfch-i «rJW JnhaltrUc eignungen Lacke Lackfarben Oele Pinsel alle sollst. Anstreich- orltfd, ferner: Bohnerwachs Etahtspäne usw. jamtliche Putz- Und Scheuermittel in erstklassiger Ware billigst in der 4874c Srm-Orogsne, Bahnhofstraße 51. Fernsprecher 405. Tie Stadt Gießen läßt Dienstag den 11., Mitttv'ochden 12. undFreitagden 14. Mai ds. 2s. folgende Grasnutzungen für daS ganze Jahr öffentlich meistbietend versteigern: am Dienstag bett 11. Mai 1. vormittags 9 V» U h r tnt Ort und Stelle die Wiesen teüit städtischen Freibad in 5 Abteilungen, desgl. du: frühere Ockel'sche Wiese an der Rodheimer Stvcrße in 4 Abteilungen: hieran anschließend schnlliche städtischen Feldwege, Gräben usw. im Neustäbter Feld; am Mittwoch den 12. Mai 2. v o r m i t t a g s 8 Va Uhr an Ort und St. = 2M Festm., Esche 1. Kl. 78 St. = 4,50 Fm. 2. Kl. 3 St = 0,07 Fm., Fickte 1. Klaffe 337 St. = 34,29 Fm., 2. Kl. 81 St. = 3,62 Fm.; Nutz scheiter Nm.: 28Eicl)e. 6,2 Esche (1,25 u. 1,6 m lg ), 2 Rüster (1,25 m lg.), 4 Linde (1,6 m lg.), 65,9 Kiefer (3m lg ), 9,4 Fichte (3m lg,); Nutzstnüppel Hm.: 0,5 Esche (1,25 m lg.) 3Kiefer (1, 5 und In der Strafsache gegen die Konrad Butteron Wiftoe in Röthges ioegen Milchsälschung hat das .Hess. Schöffengericht in Laubach am 15. April 1920 für Recht erkannt: Die Anackagte wird wegen Berg.hens gegen § 10 des Gesees betr. den Verkehr mit Nahrungsmitteln usw. zu einer Geldstrafe von 1.500 Mk., eint aus end f i'mshundert Mark, hilssweise 150 Tagen Gefängnis, verurteilt. Die Anzck.L2te trägt die Kostett Les Verfahrens. Die Richtigkeit der AbschÄst der Urteilssvrmel wird beglaubigt und die Vv'lstreckbarkeft des Urteils bescheinigt. L a u b a ch, den 3. Mai 1920. 5207D Christ, AnitSgerichtLobersekretär. Furlmanda und Garten: FartigaTischdecken - abgepaßt und am Stück [4920c Fritz Nowack Sialjlfgöse preiswert u. gut zu haben [“* I Zentral - Drogerie, Schulstratze. Dramantme i[t rvteder in be/tec Qualität zu Haben ! Ätbc./2izdJZanAe JHeUfc L/5, SMMkiMle BOWL Mittwoch öen 12. Mai. 8 Uhr abends, im Hotel Einhorn Zx Sfi-Ntliche A mk-uim Sm IHM Ml II! Wil spricht über: IMWOWMllliMllfl Alle wahlberechtigten Männer und Frauen sind Herz- Habe meine Praxis von Löberstraße 3 nach 29 "■ Bahnhofstraße 29 " (Möbelhaus Ittwann) verlebt. Hans Klangelsdorfff, Dentist Staatlich geprüft nach § 123 der R.V.O. vom Ministerium in Elsass-Lothringen. Sprechstunden 9-12 und 3-6 Uhr auSer Samelagnachmlttar sowie Sonn- nnd Feiertage. Telephon 891. Behandlung der Mitglieder von Ortskrankenkasse, Eisenbahn- und Staatlichen Betriebskrankenkassen. 08610 MHMM-II.SeWril ’s“?'"*“ Hofhund 3 0a und 32, S chinderskopf 22 3n besetzen. Das Gehalt wird auf Grund der neuen " " Besoldungsordnung unter Berücksichtigung dessen, doh Wohnung mit Heizung und Beleuchtung sowie Garten« anteil gewährt wird, geregelt Bei Bewährung ist unwider-rufliche Anstellung mit Ruhegehaltsberechligung nicht ausgeschlossen. Dem Verwalter obliegt u. a. die Buch- und Rechnungsftchrrmg, die Beschaffung und Verwaltung der Vorräte. (Er mutz den Direktor 2. Das Haus der Leidenschaften. Schauspiel in 4 Akten. In der Hauptrolle Maria CarmL Ab morgen der große Paul-Wegener-Zyklue Der fialeerenslräfliug L Teil Nach dem Roman von Balzac. Bsgle: Paul Wegeaer. Bin Vorspiel, 5 Akte. ___ W Sowie das große Beiprogramm, m VorfUhr. 3.30. 5.15, 7.10. 9 Uhr. Um zu den Abendvorstellungen Andrang zu vermeiden, wird gebeten, die Nachmittagsvorstellungen zu besuchen. Verstärkten Orchester. behördliche Anzeigen. B-ranntmach,mg. ‘ Grasversteigerung der ZtadtGiefeen. Heute letxter Tag: FmiotaMa} Ab morgen Ha lakL Donnerstag: Deutschlands beste Schauspieler IM ui te teemam la ihrem hervorragenden Drama in 5 Akten: Die Duplizität SeUersweaSI. JnhJl.MaberiaJia Rente letzter Tag: Indianer oder Amtsverliindigungsblatt für die Provinzialdirettion Oberhessen und für dar Kreisamt Gießen. (Er^emt nach Bedarf: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag. Nur durch die Poft zu beziehen gegen Mk. 2.50 vierteljährlich. Nr. 6i l(>. Mai " 9 ^“^Ulbc5nung der Derhcherungspflicht in der Krankenversicherung. - Höchstpreise für Nährmittel - Ent- etgnungen und Schädigungen aus Anlatz des Friedensvertrages. - Höchstpreis« für Bier und bierähnlichc Getränke. - Landw.rtschafts. hQrTimcr- - i-cseholznulzungcn. - Wo.,len zum Kreistnq. - Erwerbslosenfürsorge. - Abgabe von Pferden. ' Petr.: Rcichslagswahl 1920. An den Oberbürgermeister zu Kietzen und die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Tas Hess. Staatsministerium hat in seiner Veriügung, aus welche unser Ausschreiben ö-om 6 Mai ds. Js. — Arnlsvcr- kündigungsblatt Nr. 61 vorn 7. Mai - beruhte, mit Rücksicht auf die Eilbedürftigkeit den Entwurf einer Reichswahtordnung zu Grunde legen müssen, da der authentische Tept der Wahlordnung selbst noch nicht zur Versügnng stand. Nachdem nun dem Staatsministerium der e n d g ü l t i g e Tert der Neichswahlordnung vvrliegt, benachrichtigt es uns, das; Aendc rungen in unserer Verfügung vom 6. Mai ds. Js. — Arntsvcr- kündigungsblatt Nr. 61 v.,m 7. Mai — vorzunehmen sind. So treten an Stelle der im Absatz 2 unseres Ausschreibens genannten 83 91, 92 die 8§ 85, 86 der Reichswahlordnung. In Absatz 5 ist auf die 83 14—16 der R.W.O. hingewiesen. An Stelle dieser Paragraphen treten nun die 88 9—11. Sachliche Aenderungcn sind hierdurch nicht erfolgt. In 8 13 Absatz 3 der endgültigen Wahlordnung ist bestimmt, das; die Gemeindebehörden, soweit möglich, gegen Er stattung der Auslagen Abschriften der Wählerlilten erteilen oder die Ausfertigung von Abschriften zulasscn sollen. Sie tvollen dies zur Kenntnis nehmen. , Gies;en, den 9. Mai 1920. Kreisamt Gietzen. __________________________Tr. U f i n ff er__________________________ B e t r.: Reichs'agswah! 1920: hier: Wahlscheine. An Öen Ober bürgel-meister zu Kietzen und die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Unter Bezugnahme auf die einleitenden Bemerkungen in unserem vorstehend abgedruckten Ausschreiben von heute benachrich- tigen wir Sie. daß auch bezüglich der in unserem Ausschreiben vam 6. ds. Mts. — Amtsverkündigungsblatt Nr. 61 — erwähnten Wahlscheine in der endgültigen Fassung der Reichswabl- ordnung gegenüber deren Entwurf -nicht Unerhebliche.sachliche Aendc- runqen eingctrcten sind, Wir müssen daher die diesbezüglichen Ausftihrungen in dem Aus- schreibcn vorn 6. ds. Mts. zurücknehmen. Weitere Verfügung folgt. Gietzen, den 9. Mai 1920. Kreisamt Gietzen. _____________________Dr. Usinger.______________________ Verordnung über Heraufsetzung des Grnndlohns und Ausdehnung der Versicherungspflicht in der Krankenversicherung. Vom 1. April 1920. Auf Grund des Gesetzes über eine vereinfachte Form der Gesetzgebung für die Zwecke der Uebergangswirtschaft vom 17. April 1919 lR^icbs-Gesetzbl. S. 394) wird von der Reichs- regieruna mit Zustimmung des Reichsrats und des von der Nationalversammlung gewählten Ausschusses folgendes verordnet: I. Heraufsetzung des Grundlohns. 8 1. Der 8 180 der Reichsversicherungsordnung erhält folgende Fassung: Tie baren Leistungen der Kassen werden nach einem Grundlohn bemessen. Als solchen bestimmt die Saünng entweder den durchschnittlichen Tagesentgelt der Mitglieder oder bat wirklichen Arbeitsverdienst der einzelnen Versicherten. Den durchschnittlichen Tagesentgelt kamt ne nach denjenigen Klassen von Versicherten, für welche die Kasse errichtet ist. oder stufenweise nach der verschiedenen Lohnhöhe der Versicherten festsetzen. Tie Festsetztmg nach dem durchschnittlichen Tagesetgelte bedarf der Zustimmung des Obervcrsicherungsamts (Bcschluß- kammer). Für freiwillig Beitretende, für die sich hiernach kein Grundlohn ermitteln lätzt. bestimmt ihn die Satzung. 8 2. Soweit nach den Vorschriften der Reichsversicherungs- ardnung Ersatzleistungen für Kran km pflege, Krankenhanspslcge ober Unterhalt in einer Anstalt nach dem Grundlohn zu bemessen sind, kann der Reichsarbeitsministcr im Falle eines Bedürfnisses den für diese Ersatzleistungen matzg'benden Höchstsatz des Grundlohns allgemein bis auf zehn Mark herabsetzen. 8 3. lieber die Satzungsätiderungen auf Grund des 8 1 haben die Organe der Kassen innerhalb vier Monaten nach Inkrafttreten dieser Verordnung zu beschlietzen. Bis zur Genehmigung der Satzungsänderung durch das Oberversichcrungsamt setzt der Kassen- Vorstand die nach § 1 erforderlichen oder zulässigen Amderungen des Grundlohns vorläufig fest. 3 4. Für Beschäftigte, die zur Mitgliedsckwft bei einer Orts, Land' oder Innungskrankenkasse oder bei einer kuappschaitlichen Krankenkasse verpilickstet sind, und für die nach den Vorschriften dieser Verordnung ein höherer Grundlohn in Betracht kommt als der bisherige höchste Grundlohn ihrer Kasse, haben die Arbeitgeber der Kalsc binnen vier Wochen nach dem Inkrafttreten dieser. Vor schritten die zur Berechnung der Beiträge erforderticheti Angaben zu machen. Z>nviderl)andlungen werdett gleich Zuwiderhandlungetr gegen ? 318 der Reick>sversicherungsordnung bestraft. II. Ausdehnung der Vcrsicherungspflicht. 8 5 Im 8 1 der Verordnung über Ausdehnung der Versiehe- rimgsptlicht und Versicherungsberechtigtlng in der Kckankenvcr- ttä>crung vom 22. November 1918 iReichs-Gcsctzbl 5. 1321) lüirt) das Wort „fünftausend" durch das Wort „zivanzigtausend" eriept. 8 6. Wer in der Zieit seit dem 2. Dezember 1918 wegen Uebcrichrettens der Einkommensgrenze von fünftausend Mark aus seiner Krankenkasse oder kuappsck-aftlicheti Krankenkasse ausgeschiedeu ist, kann bei dieser Kasse binnen seck>s Wochen nach dem Inkraft tl^tcn dieser Vorschriften die Wiederaufnahme als Mitglied g'emätz 8 313 der Rcick)sversick)erungsordnung beantragen, sofern er beim Aussckx'idcti zur Weiterversicherung berechtigt war und nicht jetzt nach 8 5 versicherungspflichtig ist. Tic Kasse kann den Berechtigten, wenn er sich zum Beitritt meldet, ärztlich untersuchen lassen. Eine Erkrankung, die. beim Wiedereintritt bereits besteht, begründet für diese Krankheit fei nen Ampruch auf Kassenleistung. 8 7. Sind seit dem 2. Dezember 1918 Personen der im 8 1 der Verordnung vom 22. November 1918 (Rcickis-Gcsetzbl. S. 1321) bezeichneten Art trotz lleberschreitcns der Einkommensgrenzc von fünftausend Mark von ihrer Krankenkasse ober knappsrlxtttlicku-u Krankenkasse weiter wie vcrsicherungspflichtige Mitglieder behan delt worden, so kann diese Mitgliedschaft nachträglich nicht inehr angefochten werden. Tics gilt auch für solche Fälle, in denen beim Inkrafttreten dieser Vorschriften ein Strcitversahrcn schwebt. 8 8. Die Frist zur Meldung derjenigen Beschästigten, welche durch die Vorschrift des 3 5 der Versicherungspslicht neu unterstellt werden, wird bis zum achten Tage nach dem Inkrasttretcti dieser Vorschriften erstreckt, soweit sie nicht nach 8 317 der Reichs versichcrungsordnung darüber hinausläuft. Die Meldung kann wirksam schon vor dem Inkrafttreten dieser Vorschriften geschehen. III. S ch l u st v o r s ch r i f t c n. 8 9. Die Vorschriften der 83 1 bis 4 treten mit dem Tage der Verkündung in Straft. Mit dem gleichen Tage tritt 8 1 der Bekanntmachung, betreffend Krankenversicherung und Wocheuhilfe während des Krieges, vom 22. November 1917 (Reic^-Gesetzbl. S. 1085) austcr Kraft. 8 10. Die Vorschriften der 83 5 bis 8 treten mit dem 26. April 1920 in Kraft. Berlin, den 1. April 1920. ___________________Die Reichsrcgierung: AI üllc r,___________________ Verordnung zur Abänderung der Verordnung über Höchstpreise für Nährmittel. Vom 20. April 1920. Auf Grund der Verordnung über Kriegsmastnahmen zur Sicherung der Volksernährung vom 22. Mai 1916 lReichs-Gesetzbl. S. 401) bzw. 18. August 1917 lReichs-Gesetzbl. S. 823) mirb verordnet : « Artikel 1. Tie Verordnung über Höchstpreise für Nährmittel vvm 28. Ok tober 1919 ^Reichs-Gesetzt,!. S. 1834) wird wie folgt geändert: 1. § 1, Abs. 1 erhält folgende Fassung: Beim Verkaufe von Hafernährmitteln an Kleinhändler (8 2> dürfen die folgenden Preise für 100 Kilogramm Reingewicht nicht überschritten werden: bei gewöhnlichen Haferflocken und Hafergrütze a) lose.......... . . . 215 Mk. b) in Beuteln zu 250 Gramm...... 329 Mk. bei Haserftocken in geschlossenen Packungen a) zu 250 Gramm.......... 366 Mk. b' zu 500 Gramm .......... 348 Mk. bei Haserfl^cken in geschlossenen Packungen a) zu 250 Gramm ......... 351 Mk. b) zu 500 Gramm.......... 333 Mk. 2. 8 2, Abs. 1 erbält folgende Fassung: Beim Verkaufe von Hafernährmitteln an Verbraucher (Kleinhandel) dürfen folgende Preise nicht überschritten werden? Versagung den Abgabepflichtigen treffende finanzielle Verlust braucht nicht erheblich hoch zu fein, es genügt, daß der Abgabepflichtige überhaupt nur einen — natürlich immerhin nennenswerten — Schaden erleiden würde, dem ein anderer pntgehen kann, dec über li- Quibe Mittel oder über günstiger realisierbare Werte verfügt. b) Den Stundungsantrag eines „Betriebsinhabers". Die Stundung -muß bewilligt werden, wenn zu besorgen ist, daß ohne sie die Einstellung ober eine wesentliche Einschränkung eines Betriebes erfolgen würde. Gegen die Ablehnung eines Stundungsgesuches steht binnen der Frist eines Monats die Beschwerde an den Reichs- finanzhof offen. Diese „M u ß"-Vor''chrift ist gegenüber dem bisherigen Recht, insbesondere in der Eröffnung des Beschwerdeweges an den Reichsfinanzhof, in jeder Hinsicht ein Novum; sie verdankt ihre Entstehung erst einem in dritter Plenarsitzung cingebrachten Anträge deS Abgeordneten, Schiffer. Diesem Anträge lagen aus industriellen Kreisen wiederholte und ernste Vorstellungen zugrunde, die dahin gingen, daß den Betrieben, die während des Krieges zwar Gewinne erzielt, aber meist doch sofort wieder in das Unternehmen hineingesteckt haben, derart hohe Beträge zur Deckung der Steuerschuld nicht entzogen werden könnten. Der Zuwachs drückt 'ich in solchen Fällen in der Steigerung der Immobilien, Vorräte usw., aber nicht in li- auiden Mitteln aus; entzieht'man dort das Kapital, so muß der Kapitalbeschränkung die entsprechende Betriebseinschränkung folgen. Diese Konsequenz wollte der Antrag Schiffer verhüten. Im Sinne dieser Enlstehungsge- ichichte wird der B e t c i e b s i n h a b e r sei- uenStundungsantrag zu vertretenhaben! Der Streif in granlreich. Marseille, 10. Mai. (Wolff.) Die organisierten Arbeiter hoben heute den General st reik beschlossen. Paris, 10. Mai. (WTB.) Haras beruhtet über den für heute erttärten streif der Bau-, Metall- und Transportarbeiter solgentes: In tL Y o n ftrciLn die Eisenbahner. In Marsaille und TaS deutfch-hottSnd'sche Abkommen. Berlin, 11. Mai. Nach der zwischen der deutschen und der hcltändlfckien Regierung g> trosfenen Ucbereinkunft sollen, wie verichiedene Blätter mitteilen, 30500000 Gulden Tur den Ankauf von Lebensmitteln in Hol- länbisch-Jnbien aus gelten werden. Tw holländische Regierung verpttrchtet i:db 50000 Tonnen Weizen -um Betrage rvn la.0 000 Gulden an Te.nfchlr.-d zu vertan te uer o4.ü Tonnen Fleisch zum Preise von 6 7^)000 Gulden. Tie deutsche Regierung ertön ach bereit, verenge einzukaufen zum Betrage von 3'/. Million'n Gulden Milch und Milchprodukte für 6 Mulwnen, Kok'usöle und Kokusnuise für 2 660000 Gulden, Tee für 8 Millionen Gulden, Marmelade für eine Million Gulden. HO) aver weitere anoere wcog rcyr nen. ym ganzen sei man aber in französischen K-v-isen von dem Wunsche beseelt, billige und praktische Arbeiten zu finden. Gin Stcuervorrecht der Franzosen. Frankfurt a. M., 10. Mai. (WTB.) Tie ftrrnzösische Besatzungsbchörde erläßt eine Bekannt- mad-ung, wonach vom 10. Mai ab die Weinst euer'(die bekanntlich 20 Proz. des V^rkruss- pre-ses beträgt1 von den Militärpcn'or.en der französischen Rbeincrm<.e und ihren Farnilren sonne von ten Militchpersanen ter verbünbeien Hen. Haag, 10. Mai. (WTB) Tic Hawtsche Poft knüpft an den Protest des A»ner.tzincrs John bc Kay gegen die Verwendung schwarzer Truppen durch die Franzosen in Teutfchland an und stellt mit tSntrüftung fest, daß die Fraw- zeseir ihrer schänd.ichen Handlungsweise kürzlich die Krone durch die Besetzung derFranksurter Uniocrfität mit Neg er soldaten «n.-gesetzt hätten. Frankreich, das früher an der Spitze der Zidlisation stand, schere nicht zu begreifen, daß cs fick mit solcher Hanblungswcr e ftzusaaen außerhalb der Reihe der zivilisierten Nationen fülle. _ _ t ,, ,, v«, W ■ • • O *• schloß geltem naäK 11 Uhr b:c sosorttge Ver- bängung des Standrechts über Li."». Dis Feuergefecht dürfte mehr Opfer geordert toten, als ursprünglich genannt wurden. Tie Volks- wehr w.ird? von ber Tonaubrücke -aus bescho sen und erwiderte das Feuer. Di-' Zahl der Opfer dieser Sckn-.-ßerei und dec Gepläatkel mit einzelne, umherziehcnden Hausen ist noch nicht tekannt. Linz, 10 Mai. (WTB) Hier fand itach- mittags eine ko mmunistische Versammlung statt, nach deren Schluß die Teilnehmer zu der äindcsregierung zi-'hen w"llien, angeblich um den Rücktritt des fozialdemokrattschen Landeshauptmann-Stellvertreters Grube zu erzttnngen. Tie Menge auf dem Hauptplatz drängte wiederholt gegen die Bolkswehr vor, wobei es zu Tä'lichkerten gegen die Volkswehr tarn, die scküfestlich gegen 9 Ufir mit blanker Waffe gegen die Tenwnstranten verging Hierbei ftel ein och u st gegen die Volks- wche, die nun auch ihrerseits feuerte. Tie DeTiwn- stranten erwiderten das Feuer aus Häusern: auch aus den Sei.'engaffen wurde gegen die Volkswehr gescktossen. Hierbei wurden zwei Personen von der Menge getötet und 8 verwundet, wähv'nd von^der Volkswetzr zwei Mann verwundet wurden. 2vat abends setzte sich bxc Schfthrrei zrvttchen den Te- mvnsttanten und den Bolkswehcpattouillen fort. vienttag, V- lstai 1920 ter : Schulstratze 7. »nnohme von Snzeiaen für di« Tagesnummer vi» zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit, preis für l mm höhe für Anzeigen v.34mm Breit« örtlich 35 Pf., auswärts 45 Vf.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Platz. Vorschrift 20 t Aufschlag. Hauptschriftlctter: *2lug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Ienz; für den Anzeigenteil. H. B«k, sämtlich in Gietzen. Die Wirren in Mexiko. .’(m fterba nt. 10. Mai. (WolsfO Aus hing ton wird g meldet: Etwa 1200 Treten erhielten Befehl, von Philadelphia nach cst abzugehen, um sich dort für den Dienst lexiko bereitzuhaltm Marincsckrctär Da- s erklärte, das; cs sich um Vorsichtsmast- it handefc Die Seesoldaten würden nur nach ko gesandt, ivenn dies zum Sck)utze der dor- Amerikaner nütig wäre. ßräfibent Carranza begab sich mit btt bahn von Mexiko nach Tlaroala uitb slüchtetr wrt aus zu Pferde. II Paso, 10. Mai. (Wolfs.) Nach einem Beaus amerikanischer Quelle sollm die im ärgesängnis zu Santiago (Mexiko) unter- ckftcn t»liti|d>cu Gesangrnen maffe.upeife ernemeße 11 worden sein. Unter dar Gelt sollen sich 15 Amerikaner befinden. Laris, 10. Mai. «Wolff.) Havao meldet Washington, die amertfanildjc Botschaft in iko babäl igle die Nackwicht, dast sich die 111 en am Fiwitng mittag dcr Hau pt ftadt .i d) t i g t toten. ?lllc Ausländer befinden X)hl. Au» den, Ueiche. )it Sicherstellung der neuen Ernte. 3 e r 1 i n, 11. Mai. Wie tos Berl. Tageblatt treten am Samstag dieser Woche unter dem sernälrrunqsminifler Hermes die Ernäh- gsministcr sämtlicher Staaten zt Besprechung des neuen Erntejahres in Berltv nnen. ES handelt sich um die Sicherstellmrtz -K'treidcs und der Kärloffeln. Bayern werde, xrioutet, unter keinen Umstanden die Kür- ,i und das (betreibe dcr Zwangswirtschaft hen lassen. Ter Entwurf über die Beamtenräte. Berlin, 10. Mai. Der Entwurf über 3cnintenräte, mit dem sich der Reichstag ffchäftigen haben toirb, ist jetzt fertiggü- Er übernimmt im wesentlichen die für nsherigen Beamtenausschüsse geltenden chriften. Bei den Staats- und chsbehörden werden danach Beam- ind Betriebsräte für Angestellte und Ar- : gebildet werden. Ein Beamtenrat ei lieber Wehörde zu bestehen, die mit* szwanzig Beamte beschäftigt. Bei ren iBetrieben ist unter den Beamten eit« muensmann zu wählen. Die Wahl ge- t auf zwei iJahre in geheimer Verhält- chl. Wahlberechtigt sind alle zwanzig e und darüber alten Beamten, Beamten- rter und auf Probe beschäftigte Beamte, bar sind alle 24 Jahre alten Wahlberech- i, die sechs Monate bei den Behörden steigt sind und einer gewerklichen Berufs- nigung angehören. Die Stoffen des Beanr- tes trägt die Verwaltung. Der Beamtew at Mitbestimmungsrecht bei Aufstellung )ienftvorschriften und Dienftverteilungs- , bei Festsetzung der Grundsätze über Etn- ng und Entlassung von Amvärtern, in onierungs-, Urlaubs-, Bertrelunas-, »flicht- tund Vergütungsfragen, bei Schafsozialer Einrichtungen, bei Beföroe- sfragen, bei Versetzungen und bei Ver- „ung von Ordnungsstrafen. Bei Beamtenprüfungen nnrkt ein Mttglied eines Beamtenrates stimmberechtigt mit. Bäckergehilfenstreik in Düsseldorf. Düsseldorf, 10. Mai. (WTB.) Die Bäckergehilfen und Brottutscher sind in den Streik getreten, nachdem die BerHandlungen mit dem Brotsadrikanten-Verband ergebnislos verlausen waren. Laut Tarifvertrag, der erst seit 1. Mai gültig ist, erhielten die Backergchilfen 2 6 0 M a r k wöchentlich. Hiermit nicht zufrieden, forberten sie bei der Lohnzahlung am vorigen Samstag 325 Mark wöchentlich, was abgefeimt winde. Hus Hessen. Landesparfeifag der So;ialdemokvaten. rmf. Darmstadt, 10. Mai. Ter Hessische Landesparteitag der sozialdemokratischen Partei fand gestern bei guter Beteiligung im Gewerkschastshause in Darmstadt statt und wurde von Gen. Ulrich eröffnet, der insbesondere auch den Vertreter des Gesamtpav- teivorstandes, Gen. Molkenbuhr-Berlin, begrüßte, lieber die politische Lage und die Reichstagswahlen erstattete Gen. Dr. Qu esset eingehenden Bericht, an dessem Schluß er die Ueberzeugung aussprach, daß die Aussichten für die Sozialdemokratie, bei den Reichstagswahlen die Mehrheit zu erlangen, nicht ungünstig feien, wenn fleißig gearbeitet werde. An der Aussprache beteiligte sich auch Gen. Dr. David -Berlin, der darauf hinwies, daß die Wähler nicht mit Schimpfen, sondern durch Aufklärung gewonnen würden. — Als Kandidaten für bte Reichstagswahl wurden dann aufaefteUt: K. Ulrich- Offenbach, Dr. David-Mainz, Dr. Quessel- Darmstadt, L. Hasenzahl-Erbach, Moosdorf- Gießen, Frau Jäger-Offenbach, Luckel-Ahep, Lux-Niederflorftadt, Vetters-Gießen, Lehrer Scharf-Bieber, und W. Lutz-Worms. 2 behördliche Anzeige Bekanntmachung. Betr.: Baustofch.wirtschaftlmg. Laut $x'cori>iumg bes Staatskomminars die wirtschaft ich.' TcrnNbilmachung vvm 21. D d I. hat öcc Zementpreis ab 15. ?lpril eine Höhung erfahren imi> stellt sich derselbe nnnn für Hand er freibleibend bte auf weiteres auf: 56.10 Mk. die 100 Kg. einschl. Hinterlegm gebühr für St-rffsä^, 54.10 Mk. die 100 Kg. cutfdi. Papiergrwebesa 52.10 Mk. die 100 Kg. einschl. Papieksäcke frei Doppelwagen der betr. Empfangsstation. Für jeden in gutem Zustand zurückgeliefc Ztofssack wird von der Süddeutschen Zement kaufftellc die Hmterlegmtgsgebühr abzüglich Äbuützungsgebühc mit 4 Mk. zurnckvergi Papier- und Papiergewebesacke toerben nicht zur genommen. Ms Hcrndlerverdierrst können obigen Emka preisen sollende Sätze Mgeschlagen werden: Bei Abgabe von 1 bis 50 Sack 30 Proz., bei Abgabe von 51 bis 100 Sack 20 Pooz.. bei Abgabe über 100 Sack 10 Proz. Gießen, den 3. Mai 1920. 51 Der Lbcrb ürgermeister. I. V.: vr. Seid In der Strcrfsachc gegen die Konrrü» Butteron Witwe in Rötl wegen Milchfälschung hat das Hess. Schöffen ger in Laubach am 15. April 1920 für Recht erfar Die Anackagte wird wegen Vergehens gr 5 10 des Gesekes betr. den Verkehr mit Nahrui Mitteln usw. zu einer Geldstrafe von 1500 9 mntausendfunfhundert Mar?, Hilfsweise 150 Tc. Gefängnis, verurteilt. Die Angck.agte tragt die Kosten des Verfahr Die Richtigkeit der Abschrift der llrteilsfor wird beglaubigt und die Vv'lstreckbarkeit des Uri bescheinigt. Laubach, den 3. Mai 1920. 52( _______Christ, Amtsgerichtsobersekvetär. Aeillkshiell-Btzlißs-GeseWi Gießen. Bestellungen aus kurz geschnittenesBrennho werden noch bis zum 15. Mai angenommen. 4973s) Dickors. Schanzenstraß Literarische fieseliscbai Freitag den 14. Mai abends 8 Uhr in der Aula der Universität Herbert Eulenber aus Kaiserswerth a. Rhein Vortrag eigener Dichtunge KlBtrlttskarton zu M. 4.—. M. 3.—, M. 2.— (sämt numeriert) im Vorverkauf in d. Musikalienha E. Challier und an der Abendkasse. Studen' karten asr im Vorverkauf beim Hausverwa gegen Vorzeigen der Ausweiskarte zu M. Die mtgUador der Literarischen Gesellschaft hallen die übliche Preisermäßigung. i. Nächster Dich ter abend 25. Juni: Rudolf Prcs! •Mmmiwßm e Heute letaler Tag: Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34 ,.„c Ab morgen Ma lakL Donnerstag: Q Deutschlands beste Schauspieler es anda und Garten: 0" Ferner: — VetterFiirslj Großer Monopol-Lustspiel-Schlager in A 3 Akten. In den Hauptrollen: Mr "'«ste Komiker. ® Jmossssso Uteri und te Bassemann in ihrem hervorragenden Drama in 5 Akten: Die Duplizität der Ereignisse FarbigeTisshdecken , abgepaßt und am Stück [4820c Fritz Nowack Ps. ■ 115 für 500 Gramm Rein- Tage der Verkündung und Landwirtschaft. 140 105 Pf. Pf. 220 Pf. 110 Pf. 210 Pf. durch das A r t i f e.f 2. Diese Verordnung tritt mit dem bei gewöhnlichen Haferslocken und Hafergrütze a) für 500 Gramm Reingewicht (lose) . b‘ für einen 250-Gramm-Beutel - • bei Haferflocken in geschlossenen Packungen a) für eine 250 Gramm-Packung ■ ■ b) für eine 500-Gramm-Packnng • • bei Hafermehl in geschlossenen Packungen a) für eine 25Ö Gramm Packung • • bj für eine 500 Gr a rn rn-Packung ■ 3. Im § 3 wird das Wort „Hafernährnnttel 'ersetzt Wort „Hafererzeugnisse". 4. § 4, Abs. 1 erhält folgende Fassung: Reim Verkaufe vm Teigwaren an Kleinhändler f§ 5) darf der Preis von 312 Mk. für 100 Kilogramm Rerngewich: in Kraft. Berlin, den 20. April 1920. . Der Reichsminister für Ernährung Im Auftrag: Tr. Heinrrer nicht überschritten werden. „ .. „ < , Im § 4, Abs. 2 sind die Worte „dresen Preuen durch die Worte „diesem Preise" zu ersetzen. 5. § 5, Abs. 1 erhält folgende Fassung:' Beim Verkaufe von Teigwaren an V'rbraucher (Klern- handel: darf der Preis von 2 Mk. gewicht nicht überschritten werden. Bekanntmachung betreffend Abänderung der Bekanntmachung über die Anmeldung von Rechte und Beteiligungen an öi'entlichen Unternehmungen und Konz'ssiouen ans Anlaß der Durchführung der Best immungmi des Artikels 260 des Friedensvertrages vom 27. Marz 1J2U (Reichsanzeiger Nr. 68). . Auf Grund der 1 und 4 des Gesetzes über Entergnungenl und Entschädigungen aus Anlaß des Fried ursvertraaes zwischen Deutschland und den alliierten und assoziierten Macksten vom 31. August 1919 (Reichs-Gesetzblatt S. 1527) wird folgendes d^Dst?'Frist zu Anmeldungen von Rechten und Beteiligungen deutscher Reichsangehöriger, sowie Anwartschaften deutscher Rercks- angehöriger aus Rechte oder Beteiliaungm an o-e-.tlrchen Unternehmungen oder Konzessionen in Rußland, Ehrua. Zelter eich. Ungarn, Bulgarien, der Türkei, dm Be'itzu'gen und mgebö'ugen Gebieten dieser Staaten oder in Gebieten, die früher D.mtsch and oder seinen Verbündeten gehört lmbm und auf Grund de^ Friedensvertrags abgetreten werden müssen oder unter d-e Verwaltung eines Mandatars treten, wi'd bis zum 15. Mai 1920 verlängert. Berlin, den 29. April 1920. .. Der Reichsminister für Wiederaufbau. I. V. Muller. Bekanntmachung. Betr.: Höchstpreise für Bier und bierähnliche Getränke. Nachdem das Reichswirtschas sministerium mit Rücksicht aus die Steigerung der Herstellungskosten durch Verordnung vom 15. Ap-il 1920 den Herstellerhöchstpreis ech' lst hat. werden für den .Kreis Gießen mlgmde Höchstpreise für Bier aus Vorschlag der Preisvrüstmgsstelle festgesetzt: , 1. Verkaufspreise am Schenk11sch in W tr t- ’ 'a?'ur Sch anKvirt schäften Vst» Liter...... 24—26 Pf. Vrn Li er...... 48—52 Pf. b) für Gastwir sch'f'en, Hotels, Speiscwirtschaften __ und Kaffeehäuser Vio Lster...... 30 Ps. 2/io Liter...... 00 Pf. 2. für den Flaschenverkauf: Brauereiverkans an W i e d e r v e r'kä u f e r: für die große Fwsckie 6/10 Li'er...... 120 Pf. für die kleine Flasche V» Liter..... 100 Pf., für die kleine Flasche 3/io Liter ..../. 60 Pf. Händl er der kauf und B rau er ei v erka u f an Verbraucher: für die große Flasche 6/to Liter ...... 140 Ps. für die kleine Flasche V» Lrter...... Ho Vf. für die k eine Flasche 3Ao Liter...... Pf. al beim Flaschenverkouf in S ck a n kW i r t s ch a f t e n ist em Zuschlag van 40 Pf. für die große und 30 Ps. für die feine Flasche zulässig: r z r b) beim Flaschend etkouf in S p e i s ewi r t) ch a s t e n, Gastwirtschaften, Hotels und Kaffeehäusern ist ein Zuschlag von 60 Pß für die große und von 40 Ps. für die kleine Flasche zulästig. 3. 5ür Eisanliefernng ist eine Vergütung von 8 Mk. pro Heköoli^er Bier bei Lieferung von einem Zentner Eis pro Hektoliter als zulässig zu erachten. 4. An Fuh'ckvsten für Bier und Eis sind für auswärtige Brauereien für dm Hektoliter Bier je nach der Entfernung 12 bis 14 Mk zulässig. 5. .Tie hier angegebenen Prerse gelten für alle aus Hessen, Frankfurt, .Homburg, Metzlar und Hanau stammenden Schwachbiere. 6. Stärkere Biere mit mehr als 3,5 bis 4,5 vom Hundert können mit einem Zuschlag von 10 Pf. pro Vio Liter ab Schanktisch verkauft werden. , 3 .. ... 7 Für bayrische und sonstige Biere von auswartv ist em Zusch/ag entsprechend der nachweisbar durch die Fracht und sonstigen Spesen entstehenden Unkosten zulässig. 8 Bei Veranstaltungen, Konzerten oder besonderen Gelegen-' beiten ohne Eintrittsgeld wird ein Zuschlag von 20 Pf. pro Glas Bier als zulässig erachtet. 9 Tie Inhaber von Gast^ und Sck?anknurt schaffen sowie von anderen ähnlichen Betrieben, die Bier offen oder in anderen Gesäßen im Kleinverkauf abgeben, haben die Verkaufspreise durch deut ich sichtbaren Aushang in den Wirtschaftsräumen oder Verkaufsräumen belanntzugeben. .. . . 10 Eine Ueberschreitung obiger Höchstpreise wird strasrecht- lich verfolgt. Zuwiderhandlungen werden unnachsrchtlich zur Anzeige gebracht und die Schließung des Lokals beantragt. Gießen, den 5. Mai 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: W elck e r. Gesetz zur Abänderung des Artikels 42 des Gesetzes vom 16. Mai 1906, die Landwirtschaftskammer betrefsend. Vom 26. März 1920. Artikel 1. Ter Artikel 42 'Absatz 1 des Gesetzes, dre Laud- wirtschastskammer betreffend, vom 16. Mai 1.906, erhält folgen- Jn den Rechnungsjahren 1919—1922 darf die Umlage 40 Ps. aus 1000 Mark des der Umlage unterliegenden Vermögens betragen. . Artikel 2. Tas Landesernährungsamt wird ermächtigt, die zur Ausführung des Gesetzes erforderlichen Bestimmungen zu erlassen. „ Artikel 3. Dieses Gesetz tritt mit dem Tage ferner Verkündigung im Regierungsblatt in Kraft. Darmstadt, den 26. März 1920. Hessisches Ges am t Ministerium. Ulrich Henri ch. Tr. Fulda, v. Brentano. Bekanntmachung die Leseholznutzungen in den Tomanial- und Gemeindewaldungen betreffend. Mit Ermächtigung des Hessischen Gesamtministeriums wird in Abänderung des 8 9 Absatz 2 der Verordnung vom 3 1 I u l i 1 85 4 in der Fassung vom 15. September 1904 ^Regierungsblatt S. 344) und im Anschluß an die Bekan Nirn ach u n g vom 25. April 1917 (Regierungsblatt S. 116) die Le'eholznutznng in den Tomanial- und Gemeindewaldungen bis aus weiteres an den bestimmten Leseholztagen auch in den Moralen Mai und Juni gestattet. Darmstadt, den 29. April 1920. Hessisches Ministerium des Innern. Tr. Fulda. Hessisches Ministe'ium der Finanzen. Henrich_______ Bekanntmachung. Betr : Wahlen zum Kreistag. Nachdem das Kreis'agsmitglied Wilhelm Ankon^Rompf, Landwirt und Affbürgermeister in Lang-Göns, infolge Todes aus dem K e's'aa ausgeschieden ist ist b"r dem offichen Wahlvorschlag an- gehöriae. gemäß Arffdel 29 h, ArtiP'l 29 b der Kreis- und Pro- vinziaOrdnung nächstberufene, bei der Wahl nicht mehr gewählte Bewerber Landwirt Ludwig Hofmann V. in Lollar, der die nachwägffche Berufung zum Kreistag angenommen hat, an seine S'e'le getreten. Gießen, den 6 Mcri 1920. Te'' Kreiswalstk'mmissar: Welcker. e t r : Erwerbslosenfürsorge. An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Nach einer Mitteilung des Reichsarbeitsministeriums kann erwerbslosen Staatsingehörigen der Schweiz, Teutsch-Oesterreichs, und der Tschecho-Slowakei Erwerbslosenunterstützung gemäß § 7 ber Bevorduung vom 26 Januar 1920 lR.-G.-Bl. S. 98) bis auf weiteres gewährt werden Im übrigen ist die Gewährung her Unterstützung im Einzelfall vom Nachweis der Gegenseitigkeit abhängig zu machen. Gießen, den 21. Avril 1920. Kreisamt Gießen. -I. V.: >Tr. Heß. Bet r.: Abgabe von Pferden aus Beständen der Heeresverwaltung. An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Laut Mitteilung des Wehrkreiskommandos V Stuttgart kann in Zukunft nur noch monatlich mit 50 Pferden gerechnet werden, die auf 19 Landwirtschaftskammern verteilt werden sollen. Auf eine Landwirtschaffskammer werden also nur noch einzelne Pferde im Monat entfallen. Tie Landwirtschastskammer firmt daher vorläufig keine weiteren Gesuche um Ueberlassung von Pferden wehr berücksichtigen, weshalb von Beglaubigung wri^-n-ep Fragb'gen vorläufig abzuschm ist. Etwa schon lausend? Gesuche werden nach Möglichkeit noch berücksichtigt. Falls wieder mehr Pferde zur Verfügung stehen, wird dies he kann kge geb en. Gießen, 7. Mai 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Tr. H e ß. T>ruA der 'Brühriehen Universität^.Buch. und Steinhrurfeerei N Lange, (weben nans iwuangeisesorrr, uenust Staatlich geprüft nach § 123 der R.V.O. vom Ministerium in Elsass - Lothringen. Sprechstunden 9-12 und 3-6 Uhr aaSer Sametagnachmlitag sowie Sonn- und Feiertage. Telephon 891. Behandlung der Mitglieder von Ortskrankenkasse, Eisenbahn- und Staatlichen Betriebskrankenkassen. 08610 Fernsprecher 405. Ausarbeftg — Rnmeldg. Verwertung billigst Broschüre kostenlos. alterL Co., Weimar. 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