n. n. Liien. ctschaflsamts l Hahn in on Rollatf- igen jür Er- ijtn, lllpljt, verlshaujen, Äilttar. ^öffentlichen. Ter Gietzever iBytgtr erscheint täglich, aufcer Sonn- und Feiertags, vezugrprei,: Monatlich Mk. 2.30, vierteljährlich Mk. 6.90 einschließlich deSBestell- gclb-s; durch die Post vie.tcljäbrlich Mk. 6.— au^schliebltchBestellgeld. Fernsprech - Anschlüsse: für die SchriftleitungN2 Verlag,Gejchästsstelle61 Anschrift für T rahtnach- rtchlen: Anzeiger Sietzeu. Postscheckkonto: Aranksvrt a. M. U686 geschlossenen Lieferungen im Werte von 390, von Farbstoffen im Sökrtc von 200 Millionen Goldmark, öwie unsere Forderungen gegen Oesterreich-Ungarn, Bulgarien und die Türkei im Betrage von 7000 Millionen Goldmark. Dabei verdient ausdrücklich hervorgehoben zu werden, daß diese Ziffern die zurückgegebenen Werte und Waren, nämlich die belgischen Depots, Effekten usw. im Betrage von 480 Millionen G-oldmark nicht einschließen/' Der Minister betonte, daß die vorstehenden Zahlen mit großer Vorsicht ausgenommen seien, und beispielsweise den Verlust durch Liquidationen mit 12 Milliarden erscheinen ließen, wahrend er von anderer Seite mit Rücksicht auf die Wertfteigerungen auf 30 Milliarden geschäht wurde. Er schloß: „Wer rulesrage, der Verstaatlichung Kes Bergbaues, der englischen Handelspolitik sowie ein: Reche ton Problemen der sozialen Ges'tzgebung vornehm rn. Clemcnceau in Aegypten. Kairo, 9. Febr. (WTB.) Harms. Eiern en ce au ifl im Sonderzug hier eingewofsen. Bus dem besetzten Gebiet. mc. Wiesbaden, 9. Febr. Die französischen Besatzungsbehvrdrn gehen gegen Leute, die ohne ordnungsmäßigen Paß das besetzte Gebiet betreten, mit unnach- sichtlicher Strenge vor. Zwei junge Mädchen aus Frankfurt müssen hier 14 Tage Gesängt- nis absitzen, weil sie keinen Paß hatten; ein. Beamter aus Frankfurt bekam in Höchst wegen desselben Vergehens 3 Wochen Gefäng,- nis, und eine Marktfrau in Mainz, die ihren Paß angeblich verloren hatte, muß neben 200 Mark Geldstrafe acht Tage absitzen. Allenthalben beginnt man also, einzusehen, daß es Keinen Zweck hat, mit Deutsche land so umzugehen, wie mit der Henne, die die goldenen Eier legen sollte, die aber vorher geschlachtet wurde. Auch in Frankreich dürfte die furchtbare Erschütterung, welche die Markvaluta und in ihrem Gefolge auch die Frankvaluta in den letzten Wochen durchgemacht hat, manchen die Augen geöffnet haben. Frankreich, das gerade der treibende Faktor in der Wiedergutmachungsfrage ist, muß sich allmählich darüber klar werden, daß sich, die Wiedergutmachungsforüerungen nur dann in die Praxis umsetzen lassen, wenn man die Leistungsfähigkeit Deutschlands wiederherstellt. Der Franzose Jonnart ist zum Präsidenten der Wiedergutmachungskommission ernannt worden. Davon, wie er und seine Mitarbeiter aus den anderen Ententestaaten ihr Amt führen werden, wird viel für die weitere Entwickelung der wirtschaftlichen Zukunft Europas abhängen. nejiger Stabt , 2 Kinber- ■otf, 1 Arm- iergelbidjein d und M )), 1 Porte- Jnhalt, ein Dl. 1 «rief- lautend Zn- Kutter, eine Mk. Inhalt, illjeberhalter, schuh und ein •utter. , tänbe belieben nn an jedem 1 bis 5 llhr r. 1, erfolgen. er IX. in -XXXVIII. XXXll. in in Lung- ngen, des ch 3d)j(, J in S t o & rbach und ’ die Räude 1 angeordnet Für den Anschluß Oesterreichs an Deutschland. Wien, 9. Febr. (Wolff.) Tel. Korr-Bureau. Gestern fanden in mehreren Wiener B'zirk.'n von der national-demokratischen Partei obgehaltene Versammlungen für Dm Anschluß an Deutschland statt, die überall stark besucht waren. Tie Redner und Redn.'rinnen erörterten unter stürmischer Zustimmung der Teilnehmer vor allein die wirtschaftlichen Seiten der Anschluß- ftoge. In allen Versammlungen wurde eine gleichlautende Entschließung angenommen. H so- Envers Mott in hmg auf Gold mark geschätzt uwrden ist, sind bisher folgende Leistungen bewirkt worden: 1. die Saargruben mit 1000 Mill. Goldmark, 2. die Liquidation deutscher Unternehmungen im Ausland auf 120(0 Mill. Goldmark,, 3. das Reichs- und Staatseigentum in den abgetretenen Gebieten 6600 Mill, (ist»ldmark, 4. die Handelsflotte mit 8250 Mill. Goldmark, 5. Naturalleistungen: a) an Kvhbe 240 Mill. Gold mark, b) an Maschinen 150 Mill. Goldmark, c) an Eisenbahnmaterial 750 Mill. Gold- mark, d) an Kabel 66 Mill. 'Goldmark, 6. das zurückgelassene Staats- und Heercs- eigentum, soweit es nicht unmittelbaren Kampfcharakter trägt, 7000 Mill. Goldmark, 7. die bisherigen Kosten für das Besatzungsheer 666 Mill. Goldmark. Die Summe dieser Leistungen be- Zur Präsidentschaftswahl in Amerika. Newyork, 9. Febr. (WTB.) Havas. Hoover wird seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen niederlegen. Ein amerikanisches Flottenprogramm. Neuyork, 9. Febr. (Wolff.) Havas. Marinc- minister Daniels bereitet ein großes Flotten- Programm für die Vereinigten Staaten vor, das 16 Ueberdreadnoughts und 10 Panzerkreuzer umfaßt. Haag, 9. Febr. lWTB? Ter „Nieuwe Cou- rant" meldet aus Washington: Marinesekretär Daniel, Vorsitzenber der Untersuchungskommission des Senates, erklärte: Tie Vereinigten Staaten müßten sich entweder dem Völkerbund anschließen oder die größte Flotte unterhalten. Er versicherte, daß die amerikanische Flottenpolitik von Frankreich und England gebilligt worden sei, und daß er dies durch vertrauliche Tokumente beweisen könne. Die Eröffnung des englischen Parlaments. London, 9. Febr. (Havas. > Das Parlament wird am Dienstag mit großer Feierlick/- keit eröffnet werden. Zum ersten Male f*it 1914 wird der König, die Königin intb der Prinz von Wales an der Sitzung lcilnehmen. D.'r König wird die Thronrede verlestn. Die starke. Sn- sron wird namentlich die Bei-andlung der Home- Vie Aurllefeningrftage. Berlin, 9. Febr. (Wolff.) Zu der verschiedentlich erörterten Frage der Möglichkeit einess Kompromisses in der Auslieferungsftage wird nach der „Deutschen Allgemeinen Zeitung" Volkswirtschaft. Eine zerrüttete Volkswirtschaft I kann nicht die schweren Lasten der Wiedergutmachung erfüllen. Die deutsche VolKwirtschaft braucht dringend Kredit und Rohstoffe." nähme der wirtschaftlichen Beziehungen mit Deutschland entschieden, und alle bisher in-k. or • -----------------.... Belgien angeordneten Beschränkungen aufge- ^snAerhaltung und Stärkung der eigenen hoben seien. Dieser Schritt würbe von Mitgliedern der Handelskammer lebhaft begrüßt. Der Haß sei während des Krieges notwendig, aber im Frieden müsse er verschwinden! Die liberale „Westminster Gazette" behauptet, daß der englische Ministerpräsident, Lloyd George, nicht nur in seiner Haltung Rußland gegenüber, sondern auch Deutschland gegenüber anderer Ansicht geworden sei. Lloyd George soll sogar geneigt sein, die von Deutschland verlangten Leistungen zu ermäßigen. Das Zustandekommen des holländisch-deutschen Kreditabkommens wird von niederländischer Seite mit Recht ein Schritt vorwärts zum Endziel, nämlick zu der internationalen Regelung der gesamten Weltkreditfrage bezeichnet. vunge„. *l5®rt6. ^rvuiie-, ‘Miioe stst- worben. Stz säI Rose fysh» HÄ 'o-«K »•SH Rose KL "•6Ä% S> von unterrichteter Stelle erklärt, daß die deutsche Regierung ihren Standpunkt in der Note vorn 25. Januar fest umschrieben habe. Eine Heber» schreitung der dort gezogenen Grenze sei u n m ö g- l i ch. Unmöglich sei auch der Vorschlag, das Gericht in Köln einzusetzen. Damit würden die Angeklagten in die Gewalt der Entente kommen. Äis dem mitge teilt wurde, daß^die Wiederauf-1 den durch den Krieg entstandenen Schaden wieder mit zu machen. Wir sind auch weiter bereit, nach I Kräften zu leisten; aber Voraussetzung dafür ist. Der Relchrminister Hermann Möller über die auswärtigen fragen. Berlin, 9. Febr. (WTB.) In einem dem Berliner Vertreter der „Chicago Sribune" gewährten Interview verwahrte sich Reichsminister Hermann Müller mit großer Entschiedenheit gegen die in der Ententepresse immer wieder aufgestellte Behauptung, drß Deutschland den Friedens vertrag nicht erfüllen wolle und bisher so gut wie nichts leistete. Ter Minister bezeichnete diese Beharrptung als grotesk und unwahr. Er versichette, daß man sich nicht genügend klar darüber sei, ivelche ungeheuren Verpflichtungen aus dem Waffenstillstands- und Friedensvertrag Deutschland bereits erfüllt habe. Er bemerkte, daß Frankreich zur Zahlung seiner 4 Milliarden Vdark betragenden Kriegsschuld nach dem Kriege von 1870/71 in weniger als 3 Jahren die Bewunderung der Welt erregte und verglich damit Deutschlands bisherige ünstungen, wobei er darauf hinwies, daß es für die richtige Bewertung derselben natürlich nicht darauf ankomme, was davon nach dem Friedensvertrage auf die erfle bis zum 1. Mai 1921 zu deckende 20 Milliardenrate als Wiedergut machu ng anzurechnen ei, sondern darauf, um wie viel Deutschlands Vvlksverrnögen sich durch die Leistungen verringert habe. „Rach Schätz/imgen der deut- chen Zentralbehörden," fuhr der Minister fort, ,bei denen der Wert an dem Zeitpunkt der Lei- Blatt erhebt schärfsten Einspruch gegen den Vorbehalt der Begleitnote, wonach die alliierten Regierungen die Verbrechen berjenigen nicht zu amnestieren beabsichtigen, die in den beigefügten Listen nicht einbegriffen sind. Amsterdam, 9. Febr. (Wolff.) Ter „Tele- graaf" metbet aus London: In der cngli|d)en Presse ist eine ausgesprochene Reaktion gegen die Verfolgung ber deutschen „Kriegsverbrecher" in diesem Umfang wahrzunehmen. Tie Ansicht geht dahin, daß mit der Verfolgung nur der Reaktion in Deutschland in die Hände gearbeitet würde. — Der „Sunday Observar" und die „Sun- day Times" schreiben, es dürfe nichts unternommen werden, was die jetzige deutsche Regierung in Gefahr bringen könnte. Ter Teil des deutschen Volkes müsse gestärkt werden, der ein Bollwerk gegen das Junkertum einerseits und gegen die Sowjetherrschaft andererseits sei. Ein Beschluß des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten. Berlin, 9. Fe-br. (WTB.) TerAusschuß fürauswäriige Angelegenheiten faßte das Ergebnis seiner ^Beratungen in der A u slie- ferungsfrage dahin &ulammen, daß er sich mit dem! bisherigen Verhalten und den vorgesehenen Schritten der Regierung in dieser Frage einverstanden erkläre. Tie Besprechungen wcwen streng vertraulich. Eine Reuter-Erklärung über die AuSlieferuugSsrage. London, 9. Febr. (Wolff.) Reuter. Tie durch die Auslieferungsliste cmtstandene Lage beruht auf einem Mißverständnis. England hat keine Einsicht in!die französischen und belgischen Listen. Von einer plötzlichen Aende- rung der britischen Ansicht konnte keine Rede sein. Es handelte sich jedoch darum, daß England in Zusammenhang mit den Listen gebracht wurde, die es nicht gesehen hatte. Der Besuch des Lordkanzlers, des Kanzlers und des Attorney- General in Paris hatte zur Folge, daß die Angelegenheit vollständig gehört wurde. Eine Abänderung der britischen Liste ianb nicht statt. Listen werden Gegenstand eines Gedankenaustausches zwischen den Alliierten und den Deutschen sein müssen. tragt 36 722 Millionen Goldmark. Dazu kommen die bereits begonnenen aber noch nicht ab- Nstt= v. Oberlicht ■ton q. yjf luiuteuen n ber H- ' luw 6er-- EiltgllhciirL 1 ■Obreaxnbe oflt vom Aur dem Ueiche. Die militärische Befttzung von Plauen? Berlin, 10. Febr. In Plauen i. V. sind laut „Berliner Lokal-Anzeiger" gestern nachmittag Reichs wehr truppen eingerückt. Zwischenfälle ereigneten sich nicht. Die militärische Besetzung der Stadt steht vermutlich mit Streikgelüsten in der Textilindurstie im Zusammenhang. Vom Hessischen Volksbund ist, n>ie uns mitgeteilt wird, folgendes Telv- gramm an die A^ichsregierung gerichtet worden: „Der Vorort Cassel des Hessischen« Volksbundes gibt seiner Empörung Ausdruck über das Auslieferungsbegehren des Verbandes, das, jedes moralischen Rückhaltes bar und aller menschlichen Vev- nunst Hohn sprechend, nur die Vernichtung des deutschen Selbstgefühls, den völligen Meuchelmords Deutschlands anstrebt. Die Reichsregierung möge auf dem Standpunkt ihrer Note vom 26. Januar fest beharren und des Wortes gedenken, das einer der edelsten Deutschen gesagt hat: Nichtswürdig die Nation, die nicht ihr Alles setzt an ihre Ehre." Der Druckerstrcik in Köln. Köln, 9. Febr. (WTB.) Infolge. des Drucker st reiks können die hiesigen Zeitungen mit Ausnahme der sozialdemokratischen „Rheinischen Zeitung" nicht erscheinen. Generalstreik in Solingen. Solingen, 9. Febr. (Wolff.) Seit heute morgen herrscht hier dec Generalstreik, dem sich auch die Buchdrucker- geHilfen angeschlossen haben. Die Zeitungen erschienen nicht. Der Generalstreik ist eine Folge wilder Streiks in gewissen Betrieben, infolge derer die Arbeitgeber den beteiligten Arbeitern mit einer 14tägigcn Frist gekündigt hatten. gen auf einen bestimmten Betrag, den Deutsch- lend vernünftigerweise zahlen kann, und für Deutschland Schuldverschreibungen auf diesen Betrag auszugeben. Dieses Anwachsen von Deutschlands Fähigkeit, zu zahlen, wird Ver- l wuen in die Welt zurückbringen und Handel und Wandel in der Welt verbessern. Die Auf- mchterhaltung von Forderungen, die nicht be- ?rhlt werden können, erregt Unwillen und er- c-e vernünftigen Folgen." Hält man reden diese Mitteilung eine Stimme aus land, so kann man den Eindruck gewin- allmählich bei der Regelung der wirt- ichaftllchen und politischen Beziehungen der Völker die Vernunft wieder mitzusprechen begannt. Der finanzielle Berater der britischen V.egberung, Scr George Paish, Herausgeber -5 %?"n‘cn wirtschaftlichen Zeitschrift „The Ltattst , sch recht Mitte Dez-ember: „Es sei nilltzlos, auf die ersten Zahlungen Deutschlands an Frankreich und Italien zu warten, denn vrr einem Jahre könnten sie nicht erfolgen. Lasst man Deutschland zugrunde gehen, so 2? p UR Erschütterung auf Frankreich, Llalren, ia sogar auf England übertragen und diese Staaten vernichten. Wolle man rankrerch wiederherstellen, so müsse Deutsch- zunächst wiederhergestellt werden. Ohne vtohstofst für seine Fabriken und ohne Lebens- nrittel für seine Bevölkerung könnte es eine Medergutmachung nicht leisten." Nach einer uListerdamer Meldung vom L.d.Mts. hielt ^Uier der britische Handelsminister dar Auckland Geddes vor der Handelskammer wii Plymouth eine Rede, in der er sagte, die sroße Lehre des Krieges für den Kaufmann daß die Völker voneinander abhängen und licht unabhängig seien. Solange Europa nicht las die Beine gesetzt sei, könne in Handel und Industrie keine Stabilität erwartet werden. Geddes warnte die Zuhörer vor dem Haß und E Neid gegen andere Völker. Eine ähnliche 6deldung bringen die jüngsten Nachrichten aus Belgien. Die Brüsseler Handelskammer trat lor eini^r Zeit zu einer Sitzung zusammen, s hie Zahlen unbefangen prüft, kann es unmöglich oer Präsident verlas ein Schreiben des Mi-l leugnen, daß Deutschland schon jetzt bis an die nslers für wirtschaftliche Angestgenheiten, in| Goenze seiner Leistungsfähigkeit bestrebt gewesen ist. Zur europäischen Wittschaststrise. Die Absicht der Entente, wie sie die Auslieferungsforderung wieder mit erschreckende, Deutlichkeit vor Augen führt, aus Deutsch laito ungeheure Summen herauszupressen und gleichzeitig unversöhnliche Rache an ihm zu nehmen, ist undurchführbar. Bald wird man sich auch im Lager unserer Gegner keinen Illusionen mehr darüber hingeben können, daß eine Fottführung der Politik von Versailles gegenüber Deutschland auf die Dauer unmöglich werden muß. Der Versailler Vertrag bedeutet für den überwiegenden Teil unserer Gegner eine Fessel, die sie in wirtschaftlicher Beziehung eng an das Schicksal Deutschlands bindet. größer die Belastung ift die übermütige Sieger den geschwächten Schultern des Unterlegenen aufbürden, desto tiefer wird sie ihn drücken, bis er eines Tages völlig darunter zusammenbricht, in seinem Sturze mit sich reißend, was auf ihm ruht. So geht Europa einer Katastrophe entgegen, wenn es nicht rechtzeitig gelingt, die einzelnen Völker zu gegenseitiger Verständigung und Anerkennung ihrer wirtschaftlichen Lebensnotwendig- keistn zu bewegen. Auch wenn Deutschland den Versuch macht, die Kraft, die es von außen nicht erwarten kann, in sich selbst zu finden und durch angestrengte Arbeit und größte Sparsamkeit wieder hochzukommen, wird all seine Mühe zunächst immer eine beliebig zu seinen Ungunsten verrückbare Grenze finden in dem Frieden von Versailles, der entgegen Wilsons Versprechungen nicht einen Verständig ungsfrjeden, sondern, wie er kürzlich mit Necht genannt wurde, eine unheilvolle Vermischung von Vernichtungs-undAus- beu t u ng s f r jeden darstellt. Das Ver- tcagsinstrument von Versailles stellt wirtschaftliche Ansprüche an Deutschland, die nach sachverständigem Urteil von einem durch einen fünfjährigen Krieg mitgenommenen und durch Gebietsabtretungen verkleinerten Lande nicht erfüllt werden können. Diese Erkenntnis hat sich leider in den Köpfen der führenden Politiker der Entente noch nicht durchgerungen. Aber es mehren sich in ihrem Lager die Stimmen der Vernunft, wenn sie auch meistens vorläufig nur von einzelnen klarsehenden Wirtschaftspolitikern oder Presseorganen ausgehen. So hat zum Beispiel der jetzt zurücktretenoe amerikanische Schatzsekretär Glaß dem Präsidenten dec Neuyorker Handelskammer gegenüber soeben in längeren Ausführungen zu dem Valuta-Problem Stellung genommen. Eine iutevessante Stelle seines Schreibens besagt: „Es gibt für die Alliierten keine logischere uno praktischere Möglichkeit, um ihren eigenen Wiederaufbau zu ermöglichen, als ihre Entschädigungsansprüche gegenüber Deutschland sestzulegen durch Verkürzung ihrer Focderun- Der Prozeh Lrzberger-Helfferich. Berlin, 9. Febr. (WTB.) Zur heutigen Verhandlung im Prozeß Erzberger-Helf- ferich war Reichsftnanzminister Erz bergen wieder erschienen. Die Zuhörer wurden auf das genaueste nach Waffen untersucht. Nachdem der Vorsitzende die Sitzung mit der Ermalprung zu ruhiger, sachlicher Verhandlung eröffnet hatte, änderte sich Erzberger zum Pinpodin-Fall, wobei er besonders die Veräußerung seiner Anteile zum Pariwert bchttndelle. Er schiloerte den Berkaus seiner Anteile an den Direktor der sächsischen Oerumtoerle, der zu einer Zeit erfolgt sei, wo die Anteile gewissen Zukunstswert, d. h. Spekulativnswert gehabt hätten. Von diesem Verkauf habe er der Gesellschaft ordnungsgemäß Mitteilung gemacht. Zu dem Vorwurf, daß er als Abgeordneter die Regierung für die Subventionierung der Serumwerve habe interessieren wollen, wies Erzberger den Alngellag- ten Helfferich darauf hin, datz ihm als ehemaligen Staatsminister ganz genau bekannt sein müßte, daß einmal 25 000 Mark bei dem Millionenhoeres- etat damals gar keine Ro lle spielten, drß ferner bei der Etatsberatung in der Regel Abgxord^ nete allerlei Wünsche Vorbringen, die böbert Mittel verlangen als eingesetzt sind. Gegenüber der Behauptung zwischen seinem Auf- treten im Reichstage und seinen Beziehungm zu den sächsischen Serum werben bestände ein Zusammenhang, erflärte Erzberger imt?r feinem Eid', daß dieser Zusammenbang niemals bestand. Hierzu wurde die Vorladung neuer Zmgen in Aussicht genommen. Von dem Zeugen Lauterr- schläger werden Erzbergers Aussagen über den Pari- Verkauf seiner Anteilscheine dcchrn bekräftigt, bab für die Serumwerbe die verschiedenstm gefchäst- licken Interessen für den Ankauf vorlagm. Es folgte dann die Verlesung des PvowLolls über die Aussagen des 72jährigen Senior- chefs der Firma Thyssen, Tr. August Thyssen, der wegen (£rfrantung kommisstwisch vernommen worden war. In seinen Aussagen, die siich 'cm wesentlichen mit den Bekundungen des i Geueraldirektors Rabe decken, schildert Thyssen Erz- lerger als einen außerordentlich fleißigen und klugen Mann, den .er häufig in wirtschaftlichen Lrst^Blatt 170. Jahrgang Dienstag, 10. Februar 1920 SichcncrAnzeigkr« General-Anzeiger für Oberhessen w • i I Reinhold Zenz; für den SwittiAgrnlnddruck u. Der lag: Vrühl'scht Univ.-Such- u. Steinöruderei Klange. $d?riftleihmg, Seschästrjtelle u. Druckerei: Zchulstr. 7. jäXTdMn Gießen' Fragen W in Anspruch nehmen müssen. Schließ- Lch sei es ihm unangenehnr geworden, Erzbergers Rat so hüufig ohne jei>e Gegenlerstung nachzusuchen. Ties s« die einzige Veranlassung gewesen, Erz- berger in den Au f s i cht sra t auf z nne h- men. Tie Zahlung der 40000 Mar^k erklärt sich dadurch, daß die Thyssenwerfe als Famllien- Unternehmen keine besondere Trvch«cke zahlen. Es könne keine Rede davon fern, daß Erzberger für bestimmte Leistungen entschädigt werden, sollte. Zu der Angelegenheit der Ueberngnung der G r u - ben von Briey, über die sich Thyssen in feinen Aussagen ebenfalls verbreitet, wurde der Geschäftsführer des Vereins Deutscher Eisen- und Stahlindustrieller, Tr. Reichert, eingehend vernommen. Ter Zeuge bestätigte dem Nebenkläger, daß dem Abg. Erzberger keinerlei Geldmittel für seine Propaganda zur Verfügung gestellt worden seien. Erzberger habe stets den Slandpuirkt vertreten, es müsse dem deutschen Volke klar gemacht werden, daß diese Uebeveignungspläne einer zwm- qenden Nvtwendigjfleit entsprächen. Uelftr bie I uliresolutivn sagte der Zeuge, daß er sie für eine ungeheure Störung der ganzen Friedens" Politik gehalten habe, die ein weiteres Zusammen^ gehmi mit Erzberger unmöglich machte. Ter Rechtsbeistand Erzbergers läßt sich von Zeugen bestätigen, daß Erzberg.-r später über» hcorpt keine Einwirkung mähr aus die Propaganda des Vereins der Industriellem hatte. Als nächster Zeuge wird Freiherr v. Stein vernommen, der über eine Unterredung mit Erzberger .aus du: Zeit der Juliresolution berichtete. Bei tncftr Unterredung habe Erzberger erllärt, bt2 Angliederung von Ämgwy und Briey stehe der Resolution nicht im Wege. Dieft wie bi; östlichen Wünsche jnen als Grenzregulierung zu erveichm. Ter Nebm- Näger Erzberger läßt sich bestätigen, daß er bei dieftr Unterädung ausgeführt habe, daß die Unterdrückung irgend eines Bvlfes nicht statt- finden dürfe. Es folgen dann ausgedchnte Darlegungm des Zeugen Geheimrat Semper, der seinerzeit der Schutzverwaltung in Metz angehörte, über die ganze Angelegercheit Lo-ngach-Brfty und die Wünsche, die vom Thyssen-Konzern in dieser Beziehung an die Regierung geltend gemacht wurden und über die ablehende Stellung der Schutzverw.cktMg gegenüber diesen Wünschm sowie die UntrroLun- gen, die in dieser Beziehung stattgefunden habm. Erzberger habe bei seinem Besuch in Metz im Juli 1915 auf die Frage, ob er als Dussichtsvat von Thyssen oder als Abgeordneter komme, gesagt, ,/rls Abgeordneter". Bei den Verhandlungen sei er aber für die Thhssenschen Sonderwünsche eingetreten, die von der Schutz- Verwaltung nicht als im Allgemeinrnteresft liegend angenommen werden konnt.m. Im weiteren Verlauf oes Prozesses Erzberg Helfferich wird von dem Zeugen Ministerialdu-ektor non Schönebeck bestätigt, daß Erzberger von der-Absicht geleitet irotben war, die Erzforoerung im allgemeinen Interesse zu fördern, mtbefümmert um die finanziellen Interessen des Thyssen-Kv n- zerns. Der Zeuge Dr. Wildgrube bekundet aus Befragen, daß nach seiner Meinung die Trennung Thyssens von Erzberger auf Anregung Thyssens erfolgt sei, nicht umgekehrt. Die Verhandlung wurde sodann auf Dienstag vertagt. Au» Stadt und Land. Gießen, den 10. Febr. 1920, Revision der Testamente. Geh. Finanzrat Gil le r macht in der Darm st. Ztg. darauf aufmerksam, daß die außerordentliche Verteuerung der Lebensmittel und des sonst zum Leben Notwendigen, ganz besonders aber die Ver- mSgensabgabe inti) die Abgabe vom Vermögens zuwachs viele Interessenten schon jetzt veranlassen werde, die von ihnen errichteten Testamente zu revidieren. Tenn wenn die Testatoren ihre Bestimmung in ihrem letzten Willen nicht nachprüfen und abändern, so kann es geschehen, daß der wahre Wille nicht -um Vollzug kommt. Wird doch in gar vielen Testamenten dem Haupterben auferlegt, eine Reihe von Vermächtnissen auszu- ■ zahlen, die aber nach dem Vermögensstand bestimmt sind, in welchem die Vermögensabgabe, die Teuerung und der damit verbundene Kapidalverbrauch sowie der Kursverlust und die Kapitalentwertung nicht berücksichtigt werden konnten, weil sie zur Zeit der Errichtung des Testaments nicht in Erscheinung getreten waren. So kann es kommen, daß, wenn der letzte Wüte bestehen bleibt und nicht revidiert wird, der Erbe wenig oder gar nichts erhält, weil das Vermögen sich auf einen Betrag ermäßigt hat, der nur zur Belieferung der Bemrächtnisse ausreicht. Tiefer kurze Hinweis möchte doch der allgemeinen Beachtung wert sein. Reu eingelegte Personeuzüge. Don gestern ab sind wieder 3 neue Personen- züge eingelegt: Zug Nr. 780 Gießen—Frankfurt, ab Gießen 12“. Zug Nr. 786 Kassel—Frankfurt, Gießen an 218, Gießen ab 226. Tiefer Zug verkehrte bisher schon ab Gießen. Zug Nr. 773 Frankfurt—Kassel, Gießen an 12«, Gießen ab 1239. Veranstaltungen. DienStag, 10. Febr. Deutsche bdmotci# tische Partei: Mitgliederrbend. 8 Uhr, Agurruim. — Uferini Zauberabend. 8 Uhr. Einhorn. — Lichtspielhaus. „Panopta". — Lichtspiele «L^lters- weg. „Tie Herrin der Welt". 2. Tül. ** Eine Haussam mlung zum Besten der aus Elsaß-Lothringen vertriebenen Deutschen soll vom Rttttwoch bis Freitag dieser Woche hier stattfindrn. Die Franzosen treiben seit der Besetzung des chemalrgen Reick^landes dort eine furchtbare Deutschenvecsol- gung. Alle Deutschen werden aus dem Lande auSgewiesen; ihr gesamte Vermögen irrrb unter ZwcmgsverValtung gestellt und zu Spottpreyen veräußert. Arm und hilflos kommen die Vertriebenen in die ölte Heimat zurück. Ohne .«itgehmd: Hilfe können sie sich feine neue Existenz grün dm. Der Fürsorge-Ausschuß bittet alle Einwohner Gießens um eine Gabe, damit er in der Lage ist, wenigstens das Notwendigste für die verttrebe- nen Deutschen zu beschaffen. Wohnimgeir musien Hergerichtei, HauShallungs- und Arieiisg^lrt mutz geliefert werden. Die Not ift groß,! Zungen und Mädchen der hiesigen Schulen 1>aben es übernommen, in den Häusern zu sammeln. Wir intten, die Jugend bei ihrem Hilfswerk zu unterstützen und durch reichliche Gaben den arm gewordenen Deutschen zu helfen. r ,. ** Ein Bahndieb gefaßt. Ter am hiesigen Bahnhof begangene Stofs- und Schuho^b- stahl 'fort seine Aufklärung gefunden. Der Kriminalpolizei gelang es, den größten Teil oes gestohlenen Gutes im Gewahrsam eines Ansyllfv- schaffners aufzufirrden und diesen in Untersuchungs- Hast zu bringen. Bon dem gestvhienen Hemdenstoff sind bereits 67,50 Meter an andere Personen verkauft. Diese werden aus gefordert, dm Stoff alsbald bei der Kriminalpolizei abzulvefern, andernfalls Anzeige wegen Hchlerei erfolgt. ** Treibriemendiebstahl. Aus einem hiesigen Sägewerk wurde ein Treibriemen, etwa 12 Meter lang und 12 Zentimeter breit, entwendet. Damit sind aus z-vei hiesigen Werfen kurz hinter» einander Treibriemen gestohlen worden. Bor ,Ankauf wird gewarnt. ♦* Fahrraddieb stahl. Gestern vormittag wurde ein vor dem Lebensmitfelamt Gießen aufgestelltes Fahrrad, Marke „Torpedo Nr. 42", mit der Fabriknummer 147903 und Polizeinummer schwarzes G 2553, an dem Vorderrad befindet sich ein neuer Reif, entwendet. Vor Ankauf wird gewarnt. ** Freibank. Mittwoch den 11. Februar werden von 1—3 Uhr die Nrn. 881—950 beliefert. ** Kartoffel-Ausgabe. Tie Marken- belieserung der 5. Woche erfolgt nicht wie gestern bekanntgegeben wurde von Nr. 1—40, sondern von Nr. 1—10. ** Der Gießener Konzert ve rein veranstaltet Sonntag den 15. Februar nachmittags 5 Uhr in der neuen Aula der Universität fern nächstes Konzert mit Prof. Joseph S z i ge t i (Violine). Am Klavier Prof. G. Trautmann. ** Deutschnat ionale Volks Partei. Graf Luckner spricht! Es ist fast ein Jahr her, daß der tapfere Kommandant des „Seeadler/' aus der Südsee zurückkehrte, wo ihn die Engländer auf einer einsamen Insel unter scharfer Bewachung aefangen hielten. Er war ja chr „teuerster Gefangenes", wie sie selbst sagten, der kühne Segler mit seiner unerschrockenen Besatzung hatte ihnen tüchtigen Schaden zugefügt. Nun hört man mit Staunen aus des Führers Munde von all den abenteuerlichen, \ schier unglaublichen Erlebnissen, die das Schiff auf seiner Fahrt gehabt hatte. Wenn man von allen diesen. Dingen aus dem Munde des Grafen Luckner erzählen hört, dann gewinnt man neuen Mut, an eine bessere Zukunft zu glauben. Wo er sprach, hat er hohe Begeisterung entflammt, denn seine Taten sind ja so wenig bekannt. Auch uns will er davon erzählen; er spricht am Mitt- nwch den 11. Februar, 8 Uhr abends, im Hotel Einhorn. Einlaßkarten bei Ernst Challier. ** Uferini-Zauberabend. Wer sich für einige Stunden gut unterhalten will, dem kann ein Besuch bei Uferini nur empföhlen werden. Verblüfft und erweitert wird er den geschickten und fixen Vorführungen folgen. Wenn Totenkövfe hellsehen und orakeln, aus Sägemehl Wasser und Feuer Tauben werden, wenn aus einem Zylinder- Hut ein ganzes ballistisches Arsenal herauskommt, so scheint das nicht mit rechten Dingen zuzugehen; oder wenn Uferini über seine und seiner Tochter Person die Macht des gegenseitigen Austausches hat, — man muß seinen unheimlichen Koffer gesehen haben — und den Teufelstanz, um sich eine Vorstellung von fabelhafter Geschwindigkeit und Sicherheit machen zu können. Wurde aber mit all diesem der Verstand unterhalten, jo kam auch das Auge zu seiner Freude: der Toppelserpentinen-, Tanz von Frau und Tochter Uftriuis mit feinen Beleuchtimgssvielen. Also nochmal: Wer sich nette ' spannende Erholung gönnen will, sei auf Uferini hingewiesen. 1 Landkreis Gießen. * Climbach, 8. FM. Elstern feierte unfttr i langjähriger Bürgermeister Stein fernen 72. Ge- ' burtstag. Aus diesem Anlaß brachte ihm der hiesige Gesangverein Liederkranz ein Ständchen. Der t Vorsitzende des Vereins, Herr Burck, gjebadtte der verdienstvollen treuen Amtsführung des Jubilars. i. Ettingshausen, 9. Febr. Bor gut besuchter Versammlung sprach am Samstag aber-, in der hiesigen Kirche Tr. Schlarb aub Geeßm über den russischen Bolschewismus und fern? Erfahren. Die ernsten Worte verfehlten iHv: Wirkung nicht. Ter arrtibolschewistis chen Ligo nur» den MitgliÄrer gewonnen. . △ Geilshausen, 9. Febr. Der Bitte der Kommandantur beS Durchgangslagers Greß en um Lebensmittel wurde reichlich nachgekommen. Neben vielen anderen Sachen wurden abgeliefert: 30 Laib Brot, 61 Eier, 8 Pfund DSrrflersch und Wurst, 240 Pfund Kartoffeln. O Grünberg, 9. Febr. Am Samstag abend hielt der Eisenb ahnerverern Grnn- berg-Mücke und Umgegend in der Wigen Turn- Halle sein Wintervergnügen ab. Em Theaters tun „Wir Eisenbahner", sowie Mufikvvrttäge und W moristisch« Darbietungen fanden bei den sehr zahlreich erschienenen Besuchern lebhaften Anllang. —-1 Am Sonntag abend l)atte der Kriegerverern seine Mitglieder mit Angehörigen zu ernem Fa- inaliitnabenö in den „Rappen" eingeladen. Im Mittelpunkt des Abends stand ein LacMildervar- krag über Thüringen. Ein kleines Theaterstück sowie einige humoristische Sachen vervollständigten das Programm. „. t , O Grünberg, 9. Febr. H«r wurden teite die durch freiwillige Abgabe aufgelnxu^en Kartoffeln in einem Waggon verladen. Im ganzen waren durch diese Abgabe über 100 Zentner zusammengebommen. Tie Kartoffeln gehen an das Lebens mittelamt Gießen. , LJ Lang-Göns, 10. Febr. Der Gesangverein Germania feierte gestern abend sein 29jähr. Sttftungsfest, verbunden mit einer Gedächtnisfeier für die Gefallenen (20 Mitglieds). Die Gedächtnisrede hielt der Ehrenpräsident Anton Müller. X Wieseck, 9. Febr. öeute begehen in?? Eheleute Wilhelm Valentin und seine Ehefrou Margarethe, geb. Drescher, das F-st der silbernen Hochzeit. Kreis Alsfeld. a. Flensungen, 8. Febr. Am vergangenen S)nntag fand im Bahnhofs^staurant die Generalversammlung des hiesigen Kriegeroereins statt. Der bisherige Vorsitzende, Karl Schumann, welcher sett Gründung dem Verein 31 Jahre lang Vorstand, wurde zum Ehrenpräsidenten gewählt. Als neuen Vorsitzenden wählte man Gustav Brännig I. Auch noch weitere Vorstandsmitglieder wurden durch neue ersetzt. Die Versammlung ncchm einen recht anregenden Verlauf. Kreis Schotten. 0 Gedern, 9. Febr. Die am 8. Oktober vorigen Jckhves vvrgenoinmene Volkszählung ergibt nach einer Bekanntmachung im Kreisblatt eine Einwohnerzahl von 1883 Personen. Gedern ist damit Ansichtlich der Bevölkerungsziffer von der 3. aui die 2. Stelle unter den Kreis gemeindest aufgerückt. * Laubach, 8. Febr. Am Somtta-g tagte in Laubach eine M itgllederverso mmlung der freien Weißbindervereirligung von Schotten, Hungen, Grün berg, Laubach und deren Umgebungen, welche sich eines guten Besuches erfreute. Die Versammlung genehmigte die Statuten und ebenfalls die Preisliste, welche in einer gemeinschaftlichen Sitzung mit der freien Weißbindervereinigung Büdingen, Nidda ausgearbeitet war. In den Vorstand rourben gewählt: Ehr. Rühl und Fr. Spuck, Laubach, Carl Meiski, Schotten, Fr. Bock II., Grünberg, Gustav Heßler, Hungen und Jvh. Sieg, Münster. Als Ort der nächsten Versammlung wurde Schotten bestimmt. d. Oberlais, 9. Febr. Als Abgeordnete zur außerordentlichen Tekanatssynode wurden auf Grund eines Wahlvorschlages Konrad Diehlmann von Oberlais (Stellvertreter Friedrich Schauer- mann I.) und Konrad Müller von Glashütten (Stellvettveter Friedrich Hansel) gewählt. d. Aus dem südlichen Vogelsberg, 9. Febr. Dir letzten Tage bringen uns das herrlichste Frühlingswetter, wie wir es um diese Zeit im allgemeinen nicht gewohnt sind. Die höchsten Höhen unseres Gebirges bieten ein prächtiges Bild. Tie warme Witterung hat zur Folge, daß in den Gätten einzelne Bäume bereits Knospen treiben. Ta wir noch in den ersten Tagen des Februar stehen, ist nicht anzunehmen, daß das schöne Wetter von Bestand ist, daß vielmehr sich die Bauernregel bewahrheitet: Wärmt sich die Katz' im Februar in der Sonn', dann liegt sie im März hinterm Ofen. Starkenburg und Meinhrffen. RMK. Darmstadt, 8. Febr. Der Reichsbund der Kriegsbeschädigten, Bezirk Hessen, hatte heute eine Versammlung im städtischen Saalbmi veranstaltet, die sich von außerhalb eines guten Besuches erfreute. Zunächst sprach als Vertteter des Reichsbundes Maroke (Berlin) über die bisherigen Leistungen des Bundes und die jetzt gestellten, absolut nötigen Forderungen. Ihm schloß sich der Vertreter des Kyfsshäuserbundes Oberst von Neidhardt an, der sich int Allgemeinen mit den Forderungen des Bundes einverstanden erklärte unter Hinweis auf die timt dem Kysshäuserbund ■ bisher geleisteten Unterstützungen. Dr. Franck (Pfungstadt) sprach hierauf über die Schritte, die zur Linderung der Notlage geschehen, können und müssen. Ihm folgte Rauck (Darmstadt), der über die zur Besserung der wirtschaftlichen Lage der Kriegsteilnehmer und Hinterbliebenen notwendigen Schritte sich verbreitete. In der sich anschließende« lebhaften Mrssprache, in der sich auch verschiede^ Vertteter des Internationalen Bundes der Kriegs-i beschädigten resp. der kommunistischen Partei inj ihren Anschauungen zurückweisen lassen mußten, da der Reichsbund auf neutralem Boden ohne irgendwelche Parteipoltti'k seinen Zielen zirsttebt, wurdes nachstehende Entschließung angenommene „Die 'beute tagende öffentliche Versammlung betont auf das nachdrücklichste, daß sie es als eine unabweisbare Ehrenpflicht der Volksgesamthett be- ttachtet, in der Versorgung der Opfer des Krieges, der Kriegsbeschädigten und Kriegshinter bltebenew bis zur äußersten Grenze der Leistungsfähigkeit zu gehen, in dem Bewußtsein, Treue gegen Treue W setzen. Gaben die Kriegsopfer ihr Leben und ihre Gesundheit, so dürfen sich andererseits Regierung und Volk einer Wiedergutmachungspflicht nicht entziehen. Keine Regierung hat das Recht, vor größeren Aufgaben für die Kriegsopfer etwa zurückzuschrecken aus Furcht vor dem mangelnden Opfersinn des Volkes. Einstimmig unterstützt die Versammlung die von den Kriegsbeschädigten um Kriegshinterbliebenen aufgestellten Forderungen: Gewährung einer einmaligen Wirtschaftsbeihllfe, sofortige wesentllche laufende Rentenerhöhung- Ueberttagung der MittÄ der Nationalstiftung an die amtliche Fürsorge unter weitgehendester Mitwirkung der Hinterbliebenen, Fortgewährung der Mittel für LLohlfahrtspflege und unverzügliche Verabschiedung des Gesetzes über den Einstellungszwang. Das Volk wird in seiner tiefsten Not nicht vergessen, was es seinen Toten, deren Hinterbliebenen und Kriegsbeschädigten schuldig ist." Nach einem Schlußwort des Referenten Maroke ucchw die anregend verlaufene Versammlung ihr Ende, In der Aussprache mußte sich allerdings der Dort lebhaften Zurufen unterbrochene, unvermerdlich- Stadtverordnete Eollmann wieder einmal sag«« lassen, daß er nicht das Recht habe, Polittk in die Versammlung zu tragen und sich als Volks- boglLcker anfzuspielen, da er ja bei allen wichtige« Ausschuß- und .Kornmiflionsberatiatgen fehle und mir erscheine um M Hetzen Und Unfrieden zu stiften, während er praktisches noch gar nicht geleistet habe, (Lebh. Beifall.) Hessen-Nassau. X Kassel, 9. Febr. An den Feindbund hat der Regierungsbezirk Kassel jetzt 17 60 Pferde ab-uliefern, während bishtt die Zchl von etwa 700 angenommen worden ist. — Für landwirtschaftliche Versuchszwecke bat der Vvch- handelsverband Kässel der Lmdwittschaftsfemm« des Regierungsbezirks Kassel di.' Summe von 300 000 Mk. zur Verfügung geftdlt. )( Marburg, 9. Febr. In einer heute in den Stadtsälen abgehaltenen, von dm Gruppen aller Parteien innerhalb oer Studentenschatt ein- berufenen allgemeinen Studentenversamm- lung kam durch sämtliche Redner der entschios- jene Wille zum Ausdruck, den schmachvollen Auslieferungsforderungen Widerstand zu leisten. Ls wurde ein Ausschuß gewählt, der die in BetvaLt kommenden Marburger dringend auffordern soll, sich nicht freiwillig zu stellen. Die gesamt» Studentenschaft ist genullt, die auszuliefernden Marburger Bürger am Verlassen Marburgs zu ver- 'binbmt. )( Marburg, 9. Febr. Mit der Wftde» belebung unserer heimischen Pferdezucht bffchäs» tigte sich eine heute rm Ledererschm Saale abge- haltene große Landwirte-Bersammlung. Tr. Sprenger von der Kasseler Landwirtschasts- vammer empfahl in einem längeren Vortrag genossenschaftliche Hengsthaltung. X Schlüchtern, 9. Febr. Wie verlautet, sind die Besitzungen des Grafen v. Huttm-Czopst! im sogenannten Huttenschen Grunde bei Rvmschal durch Küuf an den Besitzer des Schlosses Rnn« Holz (Freifrau v. Stumm) über gegangen. Stenographie. *♦ Stenographengesellschaft Gabelsberger. Aus Anlaß des Gebuttstages des Meisters Gabelsberger veranstaltete am Samstag den 7. d. Mts. die Stenogr.-Gesellfchast „Gabels- äerger" und Damen abteilung Gießen E. V. eine Gedenkfeier auf der Liebigshöhe. Der 1. Vorsitzende schilderte die Bedeutung des Meisters. Gesangs-, Musik- und humoristische Borttäge folgten. Endlich gelangten die Preise, das Ergebnis des Vereinswettschreibens vom 1. Februar d. I., jur Verteilung, woran fick ein Ball schloß.. Preise erwarben: 240 Silben 1. und Ehrenpreis 0kw» Scholl, 200 Silben 1. und Ehrenpreis Ärrl Röhm, 1. Preis E. Pfeiffer, 160 1 Stta 1. und Ehrenpreis Elly Bingel, 1. Preis Lillv Herrmann, 2. Preis 3atob Schmidt, 140 Süten 1. und Ehrenpreis Helene Peter, 1. Preis Tilly Hoffmann, Liefet Lich, 120 Silben 1 und Ehrenpreis Anna Bingel, Gretel Breitwieser, Wulr Reinhardt und Karl Heß, 1. Preis Gg. Wahl, Wilh. Momberger, Emil Schmoll, 2. Preis Hd. Ganß und Minna Eichmann, 100 Silben 1. mu> Ehrenpreis Frieda Zink, Kutt Kiel und Hillx Waldschmidt, 1. Preis Mathilde WadenpfilA Willi Schuhmacher und M. Kopf, 2. Preise Wm Philipp, Wilh. Rinn und Hch. Hofmann, 80 bin 1. und Ehrenpreis Theodor Hahn und Wm- Kratz, 1. Preis Marie Reichel, 2. Preis Gg. RiA' berg, 60 Silben 1. und Ehrenpreis Ludw. BrU^ Elis. Kramer, Hans Eise und Ludw. Weiers 0eegefpen)ter. Roman von Anny Wothe. Amerikaiachee Copyright 1918 by Amy Wothe-Mihn, Lriprig. (Nachdruck verboten.) Fortsetzung 39 Wie Tage kam Peter Bvnfen, nach seinem Kinde zu fthen. Esttid fieberte seinem Kommen immer voll heimlicher Angst entgegen. Sie meinte oft, Peter müßte das Kind mit sich nehmen und sie würde es dann nicht wiÄrersehen. Aengstlich verfolgte sie jdie Miene und Bewegung P;ters. Akte hatte die kleine Wiege dicht an ihr Lager rücken müssen und wenn sie allein mit dem Kinde war, plauderte Estrid mit ihrem Jungen genau so zärtlich und heimlich wie andere Mütter auch. „Du wirst deine arme Mutter nicht verlassen," flüsterte sie eindringlich, „und wen-' sie uns tten- nen, die uns gar nicht lieb haben, wittl du immer wieder den Weg zu deiner Mutter finden. Nictt ira^r?" Peter kam nie ohne eine Aufmerffamteir für Esttid. Eine seltsame Frucht, eine Blume, die soeben in der Heide erblüht und die sie jetzt nicht in ihrer wunderbaren Mütenpvacht sehen konnte, die silbernen Seidenblumen des Bollgraies brachte er ihr und die ersten grünen Zweige der jungen Mrken. Und er erzählte ihr von dem i, ospen- den, würzeduftenden Heidemeer, daß alle Kräuter blühten und daß^ es gewiß schon Sommer sein würde, wenn er sein Kind über tnc Heide tragen würde, zum ersten Mal. Esttid sagte nie ein Wott, aber sie lauschte mit dem Herzen auf den verborgenen Unterton, der ihr offenbaren sollte, daß Peter ihr Ferno war. Sie vermochte rricht, ihn l-erauszulpüren. Heimlich zittette sie vor dem Augenblick, wo sre auffteben mußte. Sie mußte selbst nicht, was sie fürchtete. Oft dachte sie —> daß sie sterben wollte und ihr Kind mit sich nehmen. Wenn jedoch die großen .Kinderaugen sie so sttahlend ansckl)en, als könnten sie schon zu ihr reden, empfand sie schaudernd, daß ihr Wünsck)en Sünde mar. An Inge wart Ferks dachte sie viel und jetzt erst verstand sie, wie weh sie ihm getan. Die Mutter und Sölve waren zu kurzem Besuch bei ihr gewesen. Mutter Wibke hatte den Segen über des Kindes Haupt gesprochen und Sölve hatte den Jungen geherzt mid geküßt. Bon Jngematt hatten sie nicht gesprochen — wohl um sie zu schonen. Als die Mutter ging, da hatte Esttid sich ein Herz gefaßt und ganz leise und schüchtern nach dem Kranken gefragt. Mutter Wibke hatte den Kopf geschüttelt. „Es ist vorbei nut ihm. Sölve hofft zwar siwck) immer. Sie will, wenn es rbm besser geht, "vau toedxn- " WMe wischte sich zornig Eines Tages trat sie mit Peter im Pesel zusammen, da sagte er kurz: , , „Es geht dir wieder besser, Estrid. Ich habe gedacht, wir taufen den Jungen zu Pfingsten, vom es dir recht ist." Wann hatte Peter in der langen Zett ihrer Trennung sie nach ihren Wünschen gefragt? „Bestimme das, wie du willst," gab sie av- lehnend zurück. , , .. „Hast du einen besonderen Wunsch, w« o» Junge heißen faH?" fragte Peter, an das brttK Fenster ttetend und auf die Wellen schauend, w drüben leise auf den Sand liefen. r. Glühende Röte lief über Esttids Gesicht. Fall schüchtern trat sie an ihres Mannes Seite UM die wundervollen Augen vertrauend zu ihm aus' richtend, sprach sie leise: „Ich habe eine große Bitte an dich, du darfst nicht böse sein. Es ist nicht leicht für drL, sie zu erfüllen." .. „Wenn ich deine Bitte erfüllen flamt, so W Uc im voraus gewährt." Esttid trat ganz dicht zu Peter hin, das hatü sie noch nie getan — und scheu und zaghaft sie nach Peters Hand. „Was 'hast du," forschte er, fast verwirrt. „3d) möchte," flam es leise von ihren Ltppe"' „daß der Jung Jngewart heißen soll." (Fortsetzung folgt.) mit der Hand über die Augen — „ick dacht, Deern," fuhr sie fort, ,^he der Dod Eüjrrmt, müßtest du mal mit Jngewart reden. „Een good Woord find't oftt goode S1Ä>." Damit ivar sie gegangen und Estrid hatte darüber gegrübelt Tag unb Nacht Sie hatte keine Furcht mehr vor dem Gonger. Mochte er sie mit sich nehmen in die Tieft, bis auf den Meeres- grintb, aber chr Kind, das durfte er nicht anrühren Um dieses unschuldige Wesen würde sie mit ihm ringen. Estrid litt schwer unter diesen unteren Kämpfen, und so kam es, daß sie sich lange nach der Geburt des Kindes nicht erholen konnte. Peter Bonten war voll Nachsicht und Güte gegen sie, die ertrug sie säst weniger als feint Härte. Esttid ging nun wieder im Hause umher, ohne indessen ihre wirtschaftlichen Pflichten wreder auf genommen zu haben. Weshalb sollte sie schlieh- ttch? Akte war da und wahrscheinlich brach ja doch alles nur zu bald zusammen ©ebuHng litß Ire sich von Akte die viele Milch aufnöttgen unb die frischen Eier. Sie mußte stark und kräftig werden, um bald fortzukömren mit dem Künde Sorglich hatte sie jeden Gvoschen des kleinen, von ttrrem Vater ererbten Vermögens gehütet Bfti mar es nicht, es sollte chr helfen, wott, weit fort zu fl3nnat. »Säfi MS SMnfWlimqj ? Mm Not ni* „2% tfi" 5, ®to,fr "ch «5 Wnndbw Z® mmal io» Politik, wü lch als RolS :Q *t allen mithti» «Amschle« 'UnA>en?°Mr u nicht Miel l»lk AW LÄ Mr Sftsfc SS: trerfati Äj^ S“gw^g iou. A,dw Nndb« Nkl M 176 ird biSh.i btt 3a tiocken ijt. - Zi «ck Hal dn Äd ^lni)Mi!chasts>MA !l di: eumirc tu I gefldlt. ir. Zn einer her sv, ton ton Arm ' Sti^nfcnjdM’t n ftntenvelfam» Redner der attjk :n schmachvollen b stand ju leisten, i t, der dir in Sete! lgend aussowern I.( n. Die gesamt; 8> auszuliefemden Ur it Marburgs B t &t. Mit der M Pserdepicht W ererschm Saal: vc -Lersammlu eier Landwirts^ ingeon flortroo Ut. Wie »Ix [öi v. W* Grunde bn Ro°!» des Schlosses ubeigegangoL phic. gesellst des GeburtsWL» nlWM£A% .-GMchastM tg Glehm L r c öhe. Ter 1. W s Misters. CWts torttÄe das Trgedns Iebruar d. L Ball (crtimft, Erziehung, Vorbildung, Ihrem Alter, aber ich muß von einem Mann«, der sich m das politische Leben begibt, er- njarten, daß er sich der Tragweite seiner öffatilübar ueuBcntnfm bewußt ist. Deshalb frage ich Sie, Vcrr Vlbgaorbntter, wie kommen Sie und Ihre An Hanger dazu, deutschen Männern, VolkSsrnossen, so gut wie Sie Gut, Gesundheit und L«bar surrhr Vaterland eingesetzt, Väter und Söhne ge- Wen, tagtäglich rhr Bestes für Deutschlands Mttvwghingebät, wie fommen Sie dazu, frage ich, solchen Mannern eine so ungeheuerliche Beschim psung tn das Gesicht zu schieut^rn, aus dem einzigen Grunde, weil sie dasselbe Ziel aus anderem -w«ge^nne Sie $u erreichen für richtig halten? Oder falb £>te wirklich der Meinung, daß ein Friedrich Jcmnnann, em Payer, ein Parsen, irgend etwas anderes rnelleicht gar das Unglück des Vater landes be&toecfben, jpetn sie anderer Ansicht waren .. ./ galten sie diese Männer und die vielen yunderttausenden Gleichgesinnter wirklich anderer , chres Landeins als der der reinsten Vaterlandsliebe fähig? Wenn Sie diese Frage bejahen und die Rick- ttgteit Ihres Ja beweisen können, dann will ich I-Hnai das RecÄ zu Ihrem Urteil zugesteden. Denn tote das aber nicht können, dann weise ich namens aller deutschen Demokraten Ihre Beschimpfung als verleumderisch und ehrobschneiderisch zurück.' Im übrigen bemerke ich, daß eine derart niedrig Kampfes weife nur in Deutschland möglich zu sein scheint, und das -u einer Zeit, wo gerade von Ihrer Seite das Zusammengehen all« Deutschen mit Recht gefordert wird. Wenn Sie glauben, auf diese Weise die Einigkeit zu fördern, btc allein uuS au» Schmach und Bend retten kann, dann haben Sie das Urteil über Sie als Politiker sich selber gesprochen. Gießen, den 8. Februar 1920. Professor Dr. Karl Ebel. Briefkasten der Redaktion. ®- Alrseld. Wenn es sich im vorliegenden Falle bei dem Zurückgetehrtm um einen twr bim Kriege bei der Firma beschäftigten Kriegste.l- nchmer handelt, so kann Ihnen, sofern Si: wah» rend des Krieges eingestellt wurden, nach bm gesetzlichen Bestimmungen gekündigt werden. Es ist selbstverständlich, daß die während des «rr.'ges Eingestellten nicht verlangen totm.-n, daß Sie etn-nt Kriegsteilnehmer gegenüber bei b?r Besetz n.-g von Stellen bevorzugt werden. flttnfer, T Mess Sehnt SchneSer, 2. Meis Paula Strobel, Low. Schmidt, Karl Jost, Joh. Ketterer und Walter Bley, 3. Preis Johanna Enders ** Wieseck, 10. Febr. Die Gäbelsberger Stenographerwereinigung und 2amenabtcÜung Wieseck veranstaltete am Sonntag eine Gabels- lerger Geburtstagsfeier unter Mitwirkung des Männerquartetts „Harmonie" und der Kapelle Mant-Wiefeck. Ten zahlreich Erschienenen wurde ein reichhaltiges Programm geboten. Voraus ging ein vom Bezirksvoriitzenden geleitetes Writschrri- brn, woran sich 19 Mrtglicder beteiligten. Geschrieben wurde in den Abteilungen 120, 80 und 60 Silben in der Minute. Bon diesen 19 Arbeiten formten 18 mit Preisen bedacht werden. Es erhielten in 120 Silben Karvline Post 1. Preis und Ehrenpreis; in 80 Silben Julius Grünewald 1. Preis, Gustav Römer, Otto Deibel, Start .Kolb, Minna Deibel, Emma Keller je einen 1. Preis, Heinrich Ihm 2. Preis; in 60 Silben 5tad Pfeiffer 1. Preis und Ehrenpreis, Start Werner, Ehr. Kreiling, Adolf Walther, Eugen stlatyk, Cito Weller, Wilh. Luh je einen 1. Preis, Heinrich Kolb, Kurt Gutsmuth je einen 2. Preis, Luise Scherer einen 3. Preis. Kriegsgesangeneu-Heimkehr. △ Geilshausen, 9. gebt. Bon mieten ^emeinbegftebem schmachten noch zwei in französischer Gefangenschaft. U Lang-Göns, 9. Febr. Aus ftnnzö- >sicher Gefangenschaft kehrte zurück Start Spiest, Lohn von Heinrich Spieß, Landwirt. 4 Lauter, 8. Febr. Aus französischer Ge- faraenschaft kehrten bis jetzt zurück: August Reitz, Sohn von Johannes Reitz, Karl Rieb, em geborener Grünberger, hier verheiratet, und Ernst Zim- «r, Sohn von Julius Zimmer, Binamühle. Vom krausport schrieb Otto Kröll, daß er such wohl schon ruf deutschem Boden befinde, wenn sein Bries an- tzomme. Tann ist nur noch eurer aus unserem Dorf nicht zurück. Aus dem Amtsverkündignngsblatt. ** Tas AmtSVerfÜnbigiungsblatt fir. 20 vom 9. Februar enthält: Bekanntmachung ixtvesfend Ausdrusch von Getreide. Dom 20. Jan. 1820 und 29 .Januar 1920. — Bekanntmachung über den Verkehr mit Nutz- und Brennholz. — 2tckanntmachuug bett, die Gebühren der Schoim- i'teinfeper, hier Abänderung des Regulativs, die Reinigung der Schornsteine betreffend. Vom 30. Januar 1920. — Bekanntmachung betr. die Lege» •fit für weibliches Rotwild. Dom 27. Jan. 1920. — Polizeiliche Meldepflicht der in die Reichstoeln irintretcnben. — LSchstpreise für Berbrauchszucker. - Mehtlieserung für jüdisches Osterbrot (Matzen). Räude. — Die Vornahme der Rotlanfimpfungen tatdb Laien. — Gefunden und Verloren , ,,^usdrvsch von Getreide. Die Befitzer beschlagnahmter, troch nicht ausaedroscheuer Brot- getrerdcvorrate find verpilrchtet, diese bis spätestens zum 1. Marz 1920 auszudreschen. Zuwiderhand- lungat meröen mit Gefängnis brs zu einem Jahr faw mtt Gewstraw bts zu 50000 Mari oder mit einer dieser Strafen bestraft. In denjenigen Kommunalverbanden, die für den Ausdrusch von Ge- e:-nai. 'rillten Schlußtermin als den 1. Marz 1920 toftgeletzt haben, hat der von ihnen bestimmte Termin Weitung. uitb Srennhots bürfen auf ber Bahn oder zu Walser nur mit staatlicher Genchmigmtg befördert iverden, besonders nach außerhesiiichen Orten. Tie Genehmigung kann von der Vorlage eines Nachweises darüber abhängig gemacht werden, wie das Holz verwendet werden toll- roür bte Erteilung der Genehmigung auf einem kriachtbries ober einem tBomuffement wird eine Gebühr von einer Mark erhoben. Bei Beförderung von volzmengen von weniger als zehn Frft- metern kann von Erhebung der Gebühr abgesehen werden. n^(y£b-iHrcn ber Schornsteinfeger. Hft^^^,"U^bebung der bisherigen Festsetzungen wird mit Zustimmung des hessischen Gesamtministe- riums das Regulativ, die Reinigung der Schornsteine betrefiend, bis zur allgemeinen Neuordrnmg des Schvrnfieinsegerwesens vorläufig wie folgt geändert: Tie GÄüchren der Schorn strinsdger betragen einschließlich Teuerungszuschlag: Für die Reinigung von steigbaren sogenannten deutschen Schornlleinen, die ein Stockiveri durchlaufen, 60 Pf., zwei Stockwerke 75 Pf., drei 90 Ps, vier 100 Pf., fünf 110 Ps., sechs 120 Ps. ufw. für jedes weitere Stockwerk 10 Pf, Für die Reinigung von engen fogenormten russischen Schornsteinen, die em Stockwerk durchlaufen, 45 Pf., zwei Stockwerke 60 Pf., drei 75 Pf., vier 85 Pf., fünf 95 Pf., toch^. 100 Pf., usw. für jedes weitere Stockwerk 5 Pf. Für das Reinigen eines Schomsteinaussatzes bis zu 1 Meter höhe 15 Ps., 2 Meter 20 Pf., 3 Meter nnb mehr 30 Ps. Hegezeit für weibliches Rotwild. Die Legezeit für weibliches Rotwild für den Monat Februar d. I. ist auf gehoben. Löchstpreise für Berbrauchszucker. Der Löchstpreis beim Verkauf an den Verbraucher betragt: für gemahlenen und Kristallzucker, Kon- sumzucker das Vfirnd 1,42 Mk., raffhtv.Tter Zucker 1.44 Mk., für Lutzucker, ausgewogen ohne Papier 1.44 Mk., im ganzen Lut mit Papier 1.42 Mk., für Würfelzucker 1.46 Mk., für Kandiszucker, l)ell- farbig bis braun 1.60 Mk., weiß und schwarz 1.65 Mk. TicR aude ist unter den Pferden des Ludwig Weck, Lungen, des Lermann Meyer, Langsdorf, des Adolf Walther, Lanad und des Rudolf Weiß, Lvf-Graß, Ludwig Keßler IX. in Großen Linden, des Johannes Müller XXXVIII. in Lang- ®«öj des Arrwu Müller XXXII. ht Lang-Gons, .Velten XVI. m Lang-Göns, des Wil- helm Sch toller m Grüningen, des Julius Schmidt m Gruningen, des Leinrich Schultheiß in Lumda, des ^mr-rch Brouning in Stockhausen, des Lein- rich KlvtzIV. m Larbach und des Konrad Krug m Lrndenstruth seftgestellt worden. Die Sperr- matzregeln smd an geordnet worden. .^Er Auftrag jur Vornahme ber 21-E? rrLü-Ttu f n wird von dem Land- wrri Eari Lahn tn Bellersheim zurückqerwmmen, nachdem bte Borausietzungen für Erteilung dieses Auftrags weggefallen sind. Gesunden und verloren. In der Zeit vom 15. bis 31. Januar 1920 wurden in hiesiger Stadt gefunden: ein Knaben-Pelzkragen, ein Tisch- deckchen, zwei >kinder-Pelzkragen, eine Brosche, ein Landtäsck>chen, ein Arbeiterrock, ein Armband, eine Brille, zwei Portemonnaies' mit Inhalt, ein Papiergeldschein imb ein rechter Glacehandschuh verloren : entr Brieftasche mit 1000 Mk. Papiergell) und Paß Inhalt, eine Brosche mit Photographie (Militärbiü>), em Portemonnaie mit 12 -15 Mk. und Lmterlegungsschein Inhalt, ein goldenes Kettenarmband mit Anhänger, gez E. M., eine Brieftasche mit 60 Mk. und Papiew auf „Georg Meyer" lautend Inhalt, ein Kindervelzkvagen mit schwarz weiß-grünem Futter, eine faberrrc Damenuhr, rin Porte monna^ mit 85—90 Mk. Jnhill, ein Tamenportemcmnaic mit 80 Pf. Inhalt, ein Füllfederhalter, ein Trauring gez. W. N. 1917, ein blaugrauer Londschub und ein schwarzer Tamenpelzkragen mit schwarzsridenem Futter. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Offener Brief an den Herrn Landtagsabsteord- neten Dingelstey in Darmstadt. Sehr geehrter Herr Abgeordneter! Nach dem Bericht des Gießetrer Anzeigers (Nr. 30 vom 5. d. Mts.) haben Sie sich auf dem Parteitag ber Deutschen Volkspanri vom 3. b. Mts. „hauptsächlich gegen die demokratische Partei, ber es an nationalem Bewußtse in fehl e", isewendet, und Lerr Pfarrer Berck stellte „einmalig die Ueberrinjhmnumg ber Versammlung mit den Ausführungen der drei Redner", also auch mit den eben zitierten Ihrigen, fist. Der- Bericht ist bis heute mchl widerrufen ober für irrig erklärt toeroen. Wir Demokraten finb es nachgerade gewöhnt, von den Parteien der Rechten, besonders von ber Nachbarpariri unsachlich und gchässig, jedenfalls mit Mitteln, die wir selbst oerschmährir, bekämpft zu werden. Unter diesen Mitteln ist das bdiebtefte, das auch Sie jetzt anwenden, die Anzweiflung unseres „nationalen Bewußtseins", zu deutsch: un- gf-Wvanllle bevorzugt b. R- v. wui Kopfschmerz1 Gießen, den 9. Februar 1920. 1465 nachsagen kann. 1497 Mtttti! Z Maschinen- Schmier-Oele Treibriemen Vertreter in der Wohnung zu erfragen. » Die von mir gegen meine Schwägerin Anna Rotb dabier verbreiteten Berleumdutigen nehme ich hiermit mit dem größten Bedauern als unwahr zurück und oerstchere, daß man derselben in keiner Hinsicht etwas Nachteiliges Allen, die uns bei dem schweren Verlust, der uns betroffen, tröstend und teilnehmend zur Seite standen, sprechen herzlichsten Dank aus Verreist Dr. Wolf UM S Hmm Frankfurt a. Langsdorf, den 5. Februar 1920. Minna Roth (Weierfch). Für 1920 eofort bestellen! Altmorschener Kalkmergel und Westheimer Dolomitmergel sowie Ringofen- Baukalk u. Düngekalk Gebrüder Dietrich, Fritzlar. <18D Stud. phil. erteilt grdl. Nachhilfe in allen?vächern, hpifchl im Französischen. Schr. Ang. uni. 02461 an d. Gieß. A. Eigenen i Zmrellkn BenHW ©Baffige Bejugsqaede fflü WleOeroerlüMfet! Friedr. Eikmeier, Iahafa)aren-6ro6han0lmig VswmM.48. Telefon 1098. Christina Rompf. Lang-Oöns, den 7. Februar 1920. Gestern abend 8 Uhr entschlief sanft nach kurzem Leiden unsere unvergeßliche Tochter, Schwester und Nichte, unsere herzensgute Schwägerin und Tante Fräulein Helene Ledermann Uhrsrla an der Prlvat-Handeliaahile „Bem**, Gieße» im blühenden Alter von 24 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Christian Ledermann, Flurschütz, n. Familie nebet allen Angehörigen. Ltah, den 9. Februar 1920. Die Beerdigung findet Mittwoch den 11. Februar, nachmittags 3 Uhr, statt. Garten mittelgroß, zu pachten gesucht. Schr. Angeb. unt 02563 an den Gieß. Anz. Rechnungsrat L. Zchlicht 02586 und Zamilie. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen sagt herzlichen Dank im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Lrstklass.Quaittats- ru cke, aus garantiert rimeni orientale gold- i Ste TabaL 1 .-Band, -bne Ähindstück »51.011200.- ÄÄ ?naub nicht unter , «Ltück. Jeder Ver- » 025261 Hemden u. Beinkleider zu verkaufen. Bleichstrahe 13 p. Dicker, schwarzer D.- Mantel zu verk. 02518 Neuen Bäue 11 III. Mliges MW Ftderuritslkicmageii i bei guter Behandlung für sofort gesucht. 02583 Iran Liebmann, Stevbanftrahe 17 I. Wegen Geschäftsaufgabe verkaufe ich am Donnerstag den 12. Febr., von morgens 9 17hr ab, meine sämtlichen ttmiwtaoe Hobelbänke. ILeim- ofen, 1 Handwagen und vorhandene Materialien,sow. einen Kleiderschrank , 2 Bettstellen , einen Waschtisch, 1 Bücherbrett , mehrere Reißbretter, zwei Schornsteinen f- sätze und sonstige Gegen stünde. 1520 L. Müller, Schlffenb. Weg 16. Gebr. Federbett mit Zlissen zu kaufen gesucht. 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(Börsenstimmrngs- v r l d.), Dre Börse war bezüglich der Anslte- ferungssrage beruhigter, da man eine rnnchm- bare Losung hoffen zu können glaubt. Di-- Tendenz war fest unter Bevorzugimg von Valuta- werten. Ausländische Zahlungsmittel waren nrgen einer möglichen internationalen Regelung der Va- liitakrists schwächer. Eanada-Aktien fliegen aut tyrnnnurter Anregung um 400 aus 1850, weil angeblich die deutschen Stücke nunmehr in Ame- rita verwertbar sind, üvlonbalanteile waren größtenteils gleichfalls beträchtlich höher, so b. londers Deutsche ütolonialanteile, Neu-Guinea und Otava. Lebhaftestes Interesse besdand für Kali- anten, von denen Westeregeln 47, Kali AfcherS-- Un^ Teutsche Ä'ali 16 Proz. gewann n. time bemerkenswerte Besserung 'rfubavii Stcaaa ttmnana um mehr als 200 Proz. ans 1310. Am -)3rcH teilweise Besserungen bas zu 26 Pr^. zu verzeicijmen, jedoch Phönix Proz. 156'/r. South West 540 plus 15 Proz. Steaua Romana zogen 25 Pvoz. an 1300, ferner gewannen Bad. Anilin 5 Pvoz. (625). Felten und Guilleaume 4 Pvoz. (445), Adlerwerk Kleyer 10 Proz. (460), Fernmechanit Fetter 25 Prozent, (725), Gummiwarenf. Peter 8 Pvoz. (420), Schon tun g Genuß erzielten einen Kursgewinn von 495 Mark aus 2500, Otavi Minen stellten sich 640, 20 Mark höher. Mexikanifche Anleihen abgeschwächt. 3 Proz 1 Silber-Mexikaner machten eine Ausnahme mit 335 plus 20 Pvoz. Gegen Schluß trat für Schantung- bahn erneutes Interesse ein 630. §6t|(Vioiill(| ^rautmann B,ch. Hkd.i d°°Ä t! 4/i Uhr. ÄVereii konzer ita'iilirt ischütz • Ouvertüre rt - Brahms, I. 8p 5.-, 4-, 3.-, l-\ Februar 1920 morge ‘Hier. Vonnerkuiui genommen. 15) »rtvenlBi itliii ( idllhtiltr iiiginh) Hi AhuiMulikm d,eTreüe. sneued W kn: ein^5^ ^ack, del cT kV”?* .. ' Hamburg. Büchertisch. — „T e r Kleine Roman" (Preis des Leftes 50 Pf., vierteljährlich 6 Mk. - Verlag L- S. Sermonn & Co. in Berlin) bringt in feiner sechsten Nummer die Erzählung: Ein Abenteuer in Venedig von Bruno Frank. Der Dichter schildert das Erlebnis eines Betriebsdirektors, der in Venedig auf dvei gefährliche Gauner l-ereinfällt und ihnen erst int letzten Augenblick entkommt. Tie literarische Haltung des Verfassers ist ebenso vorteilhaft wie die Spannung des Stoffes. Tie Nummer ist von Ernst Pickardt wirkungsvoll illustriert. Ter Verband Mitteldeutscher Industrieller hat wpct'neuciteii Nummer seines Verbandsorgans ,,.Tie MUteldeutsche Industrie" einen Artikel über bte Ko hl en not der mitteldeutschen Jitdustric ver- ökfenUtcht und mitgeteilt, daß er in einer Tenk- fchrist stch an den Herrn Reichskolirnkommissar geivandt tut init einem ausdrüclkichen Hinivcis aus die durch die Kohlennot geschaffene ungeheure Notlage. — Aus der Tenkschrift geht hervor, daß von den etwa 750 dem Verbände ang^fchlofsenen Firmen tveitauS der größte Teil zu recht erheblichen B e t r i e b sei nf ch r ä n l u n g e n, die einen Umfang von 25—50 Prozent annehmen, gezwungen wurde. Nicht selten führte es zu gänz ltchen Betriebsstillegungen. Außevordent- lich starke l i na n z i e l l e M e hr b e l a st n n g e n smd die Folge dieser Mißstände, die alle Firmen treffen, gleichviel ob sie durch Beschaffung von teueren Erfatzbrennflvffen, deren Einkaufspreis eine groteske Steigerung erfahren hat, ihren Betrieb aufrecht z.i erhalten in der Lage sind oder ob sie ihre Arbeiter zu halten versuchen und mit Notstandsarbeiten befdjäftigen. Durch die Betriebsstörungen ist einq große Anzahl Arbeiter erwerbslos geworden und fällt ihrer Gemeinde zur Last. Ter Verband forderte im Interesse seiner Mitglieder vor allen Tingen, daß von feiten einer Regierungsstelle nicht nur die Absatzpvodukte der KoNenzechen in Bezug auf Preis unb Gtiitc guali- filtert werden sollen, sondern auch die Ersatz-- brennftoffe, die in der letzten Zeit nur noch zu Phantasiepreisen zu haben sind: außerdem muß der Verbraucher auch das Recht haben, amtlich davon benachrichtigt zu werden, welche Mengen und Sorten Kohlen ihm zugewiesen find, damit er auf Grund dieser Zuweisung auch a lf Belieferung seitens seines Lieferanten dringen kann. Unter den angelieferten Kohlen befinden, sich Rückstände an un- verbrennbarem Material bis über die Hälfte, so daß es unverantwortlich erscheint, bei der Herr schenden Knappheit von Verkehrsmitteln diese mit der Verfrachtung solch minderwertigen Materials zu belasten. Tie Kohlenfrage ist doch in erster Ltme eine Frage der Beförderung, nachdem die Förderung im letzten Jahre sich wieder leidlich gehoben hat, bei den Verb:hrsfchwierigkeiten aber mtmer neue die alten ablösen. In Mittel- und süddeutfchland ist nach der lange andauernden Behinderung der Binnenschiffahrt durch den Nied- rigstand des Wassers nach kurzer Zeit flotter L>chiffahrt die Störung durch das Hochivasser ein getreten, die ihrerseits wieder abgelöst wurde durch die noch beute füblbaren Hemmungen des Ver kehrsstreikes. Tie Lage der Kohlenversorgung Hot cin immer trostloseres Bild angenommen, die Bedarfsdeckung der Bahnen, Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke ist mehr als unzureichend, von der Vernachlässigimg der Haushalte gar nicht zu reden. Frankfurt a. M., 9. Febr. Die Wertpapierbörse bleibt am Dienstag, den 10., Donnerstag, den 12. und Samstag, den 14. Febc. geschlossen. Die Devisen werben an diesm Tagni notiert. (etztc Nachrichten. Die Rückkehr deutscher Kriegsgefangkner. d?rdeauv 9. Febr. l.Havas.) Tie Damp> 1 Ier //^isboa" und „Gottenhosi" haben am Montag eine größere Anzahl deutsche Kriegsgefangene an Bord genommen. Der Reichskanzler an die Witwe Tehmels. Berlin, 9. Febr. (WTB.) Der Reichskanzler sandte der Witwe Dchmels ein r$jc$Tönn?1' indem er sie seiner Teilnainne ver- und zum Ausdruck bringt, daß das ganze deutsche Volk um Dehmel, der wie kaum et» jtoeiter mit wahrem deutschen Wesen Erkenntnis und Gefühl für die aroße soziale Bewegung unser« Zeit verwinden und davon in höchster geistig r Vollendung der Welt Künde geg'ben Ijabe, tciu r?. Streik der Bankangestellten in Sttittgart. Stuttgart, 10. Febr. (WB.) Tie Bankangestellten Groß-Stuttgarts ffatb ijaitc in den Streik getreten, da eine Einig inq mit den Bankleittmgen betreffend ')lnpasfuna bet BezalZung an die gegenwärtige Teuerung aus fried- lickstw Wege nicht erzielt worden war. T« Schliß tungsausschuß ist zur Vermittelung angenifat worden. Die Vertretung Englands im Völkerbundsrat. London, 10. Febr. iWTB.) Aus Ersuchen von Lloyd George hat B a l f u r eingernifligt, b'.s auf weiteres Großbritannien im Völker- bundsrat zu vertreten. Amerika und der Friebensvertrag. Washington, 9. Febr. (WB.) Der Samt nahm mit 62 gegen 10 Stimmen einen Antrag Lodges an, der von dem Führern b-T v.publi- kaniichen und demokratischen Partei unterstützte wurde, und der die baldige Wiederaufnähme der Tebatte über den F r ie de u sve r t ra g im Se- iwit zum Gegensdcrnd hat. Einzig die unversöhnliche Gruppe der republikanischen Partei nahm gegen den Antrag Stellung. Dv-'fe fordert Rückverweisung des Fried ms- Vertrages an die Kommission für auswärtige 9ü> gelegenheiten mit dmi Auftrage, ihn zusammen mit den vom Senat beschlossenen Borbchalben ivieder einzubringen. Tie Kommission wird morgen zusammentreten. Man crwart.'t, daß sie sogleich ihre Beschlüsse bekanntgeben wird. Auslandsreise des italienischen Ministerpräsidenten. Bern, 9. Febr. (Havas.) N i t t i ist heute abend nach Paris unb London abgeveist. Keine Friedensverhandlungen Englands mit Sowjet-Rußland. London, 10. Febr. (WTB.) Tie ErUlL- rung Joffes, daß zwischen England und Svw- jetnißland Friedensverhandlungen im Gange seien, wirb von zuständiger Stelle dementiert. Tie britische Regierung I)at lediglich dem Abschluß eines Abkommens über die Gesängenmfragt zugestimmt. Abgesehen hiervon wird zwischen England und Sowietrußland keine Frage diskutiert Lettland und Sowjet-Rußland. Kopenhägen, 9. Febr. (WB.: „Berlinsle Tidende" meldet aus Helsingsors: Von zuständiger lettischer Seite wird erklärt, daß Lettland unter leinen Umständen beabsichtig, mit Sowjetrußland einen Sondersried.n abzu- sch4ießen, ohne sich vother mit den Stoatrn, die an der Konferenz in Helsingfors teilgenommen lwben, Derftänbigt zu haben. Wahrscheinlich imeö Letttand den Verlaus der Rigrier Konferenz bei Randstaaten im April abwarten. Die Stürme in Amerika. Haag, 9. Febr. (WB.) Der „Nieuwe 6e>u* rauf' meldet aus Neuyork: Die S ch n e .stürme dauern fort. Viele Küstenstädte füti) bud* stäblich verschüttet. Die Einwohn« müsseA sich herausgraben. Abend- 1-Uhr- Schluß- 9lnsangs- Kurs Kurs Kurs Kürs 10.2. ft iheimkehrstelle te H,0WI igtnen in den 5t 3um Ostend" i ML entgegen gtnomc Der Borftan» Behördliche Anzeigen Bekanntmachung. Los Los mit Los mit Los 4. Los 3. 2. 1. 4. 02284 Eberstadt, den 5. Februar 1920. geräte. Versteigerung bestimmt. 1438 K. Düringer Junker, Gerichtsvollzieher, Plockstr. 4. Für Industriezwecke! Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Lang-Göns Kirch-Göns Februar 1920. 1586 Statt Karten! Gießen 01687 Molz & Forbach Apotheken und Drogerien. L. m. b. H Fernsprecher 925 Fernsprecher 925 Giessen :s Kreuzplatz 6 Regenschirme 4600c Handschuhe, Spazierst5cke 698D MsidevMe m.6.6. Wen, Tel.-Adr.: Kraftfabrzeua; Telephon 580/581. Carl Nonnenbroich und Frau Paula geb. Tigges. 02488 Gießen (zZt. Kath. Schwesternhaus), 7. Febr. 1920. 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Kücheneinrichtung («chrank, Anrichte, Tisch pp.i, vier Stühle, 2 Sofas, 1 großes Schreibpult, drei große Werktische und verschiedene andere Haus- Bekanntmachung. Tas Polizeireglement vom 24. Februar 1882, wonach die Garten- und Feldbesitzer die ihren Grundbesitz an öffentlichen Fahr- oder Fußwegen einfriedigenden Hecken in jedem Frühjahr bis zum 1. März auf 1,2h Meter Höhe und 0,50 Meter Breite zurückzu sch neiden tjaben, wird mit dein Anfügen wiederholt zur öffnitlichen Kenntnis gebracht, daß Zuwiderhandlungen auf Grund des Art. 43 des Feldstrafgesetzes mit Geldstrafe von 1—10 Mark bestraft werden. Gießen, den 6. Februar 1920. 15193 Der Oberbürgermeister. I. V.: Krenzien. Ludwig Simon und Frau Marie geb. Schramm Vermählte Langendiebach (Dergstr. 3), 8. Februar 192V. ...............................................2M. abzngeben. >r- Angebote unt. 02577 ). Gießener Anzeiger. versteigert: 108 Stämme 32,— Festmeter 84 Stamme 53,49 Festmeter 52 Stämme 51,84 Festmeter 22 Stämme 30,25 Festmeter 2 Stämme 2,58 Festmeter 1 Stamm 1,52 Festmeter 3 Stämme 3. A.: gez. Wiener Landgerichtsdirektor Vorsitzender des Roten Kreuzes. Prima weißeParaffin, Stearin, Wachs oder Ceresin, und zwar: 16er ä Stück zu M. 0.90 12er „ „ „ „ £85 stämme 3. Kl. 25,13 Fstm. 2: 60 Stück 25—29 cm Turchin. stämme 4. Kl. 52,80 Fstm. 3: 288 Stück 20—24 cm Tnrchm. stämme 5. Kl. a 162,81 Fstm. 4: 850 Stück unter 20 cm Turchm. stämme ^Kl. b 232,55 Fstm. 5: 1 Smck 25—29 cm Turchm. SolMrsltigtrWdttTtMAeßtll. Donnerstag de« 12. Februar 19 20, viorm. 9Vo Uhr beginnend, werbet tn oct Waldungen der Stadt Gießen im Drstrikt des Forstwarts Geisel, Gießen (Abt. 60a, 65, 64, 62c' Jul. Lehrmund * Bahnhofstr. 61 Bahnhofstr. 61 Zahle für 02570 I Silbermark 8.50 inkl. Verpackung, frko. jeder Bahnstation in netto 9-Pfund - Paket, unterWertnachnahme Ballenstedt (Harz). 928ss H. 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Tas Hol» ist gefällt und mit der Rriü^g^ messen, es kann vorher enigesehen w^den, JpatCTC Einwendunavn werden nicht berückftchttgt-, lagert im Distrikt Walbersberg und Bucknvald an gut fahrbaren Wegen, ungefähr, 20 Mmuten von der Bahnstation Reisiürche.t en±ienti; Gebot gebt auf den Festmeter imb tfr für iedes Lbs besonders abzugeben. , Angebote sind verlchlvsfen und mit «wAns- schrift „Holzsubmisfton" versehen bis spätestens Montag den 16. Februar 1920 mittags 2 Uhr auf unterzeichneter Bürgermeisterei einznreichen, woselbst in Anwesenheit erschienener Bieter die Eröffnung der Angebote stattftnHet. Tie Verfaufsbedingintgert werden vor der \sr= Zur Anfertigung von MkN'«.ZWev' GlirhMe empfiehlt sich' 03093. Md. Rink, Sounenstrastc 18,3. St. ^^Gießen, den 3. Februar 1920. Hessisches Amtsgericht. Holzsubmission. Aus den Waldungen der Gemeinde Reiskirchen soll das nachstehend verzeichnete Holz rm Submissionswege vertäust werden 1: 20 Stück 30—39 cm Turchm. Silbergeld • Platin Gold. 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Schneider zu Gießen ern- getragen: Das Geschäft ist auf den Kaufmann Carl Roeder in Gießen übergegangen, das derselbe unter der Firma £). Lxhnerder'sch' Buch- Handlung Carl Roeder weiterführt. Dte Ueber- nahme der im Betriebe des Geschäfts begründeten Forderungen und Verbindlichkeiten tfr ausge^ M M Donnerstag den 18. Februar vormittags io Uhr versteigert Unterzeichneter in ferner Wohnung zu Kberwtadt gegen Barzahlung: 4 Oekonomiewagm, 1 gr. Schweinewagen, 1 Selbstbinder, 1 lSraSmafchine, 1 gußeiserne Walze, L komplette Pflüge, 1 eiserne, eine hölzerne Wiefen-Egge, 1 Jauchefaß und eine Säckselmaschine, zirka 300 Ztr. Wetzen-, afer «nd Kornstrob, 80 Ztr. Grummet, 30 Ztr. Spreu, 1 Tafelklavier u. v. andere. Ter Voranschlag der Gemeinde Strafen für 1920 liegt vom Mrttwoch den 11. d. Mts- an eine Woche auf dem Amtszimmer des B-lwger- meisters offen. Einwendungen können während dieser Zeit schriftlich oder mündlich vorgebracht werden. Es ist, die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker berzutmgen haben. 1506 Saasen, den 10. Februar 1920. _____Bürgermeisterei Saasen. Schmitt._____ ^agd - Verpachtung. - Montag den 1 6. Februar l. I., nach- mittags 2Uhr, sioN die der Gemeinde Röthges zustehende Feld- und Waldjagd in der Wirtschaft des Wilhelm Buttewn dahier auf weitere sechs Fahre verpachtet werden. Tie Bedingungen toerten vor der Versteigerung bekanntgegeben. 1337 Röthges, den 3. Februar 1920. Bürgermeisterei Röthges. Meckel. vernichtet verblüffend ■yw bckach park, gentchloS rott Kopfwasch-rabtette» Mefc-hgerie„tal(r«plalz“ KrennplAtc 9 n. 10 gibt hiermit bekannt, daß die Spezial-Abteilung für Uamenbedartsartlkel fertiggestellt ist. Die Abteilung in mod. Einrichtung enthÄlt: reichhaltigstes Lager In Damenbedarf sartikeln Jeder denkbaren Art wie Artikel zur Gesundheit»-, Kranken- und .Wochenbettpflege. *** Separat. Einzelverkaufsraum f. Damen Eingang durch den Di ogenladen od. diskreter Eingang vom Hausflur (von der Einfahrt aus). Erfahrene, ausgebildete Damenbedienung. Silbemünzen WWW.UM kauft 02429 Gg. Koch, Wucher rntb Solhrötittt Mtthlstraße 2, Nähe der Bahnhofstraße. Breite jetzt enorm. öesW oertaofen sie. Stamme auf Wunsch tnS Hauo. AuSwürti-u . tnu. erhalten bei größeren Posten die Reise vergilt«'' Öffnung bekanntgegeben. Reiskirchen, den 8. Februar 1920. Hesst Bürgermeisterei Reiskrrchen. LannsPach.1488 Statt Karten! Die glückliche Geburt eines gesunden Mädchens zeigen hocherfreut an Arzt niedergelassen. 2155 ^ichten^rbstaugen 1. M. mit 13,91 Fstm. 1248 Fichtenderbstangen 2. Kl. mit 43,61 Fstm. 236 Reisslängen mit 3,06 Fstm. Zusammenkunft: Sicher Straße 3. Schneise. . Zu dieser Verfr.ergerung werden nur Selbstverbrancher und Kleingewerbetreibende aus Gießen und aus Gemeinden im Umkreis bis zu.10 km zugelassen. Auf Verlangen der Obersorsterei Gießen muß der Nachweis über die Verwendung des gekauften Holzes beigebracht werden Wnd ein Weiterverkauf van im bearbeitetem Volz fest- gestellt, so hat der erste Käufer eme Vertmgsstvche in Löhe des fünffachen .Kaufpveif^M bezahlen. Gießen, den 4. Februar 1920. 1434B Ter Oberbürgermeister. I. B.: Dr. Rosenberg. Mako- ii. Itormalhenulen für Damen und Herren ll,5c 4—5 t. 45 PS, Holzetsenbereifung do. 4—5 t, 45 PS, gebr. Bollgummi Daimler, 3—4 t, 35 PS, Holzeisenvereifung do. 4-5 t, 35 PS, do. 4—5 t, 45 PS, „ Adler. 4—5 t, 45 PS, gebr. Bollgummi mit Garantie zu verkaufen. Bekanntmachung. Die Friedhöfe sind in der Zeit vom 16. Februar 1920 bis 15. März 1920 von 8 Uhr morgens bis 6 Uhr abends geöffnet. 15186 Gießen, den 6. Februar 1920. Ter Oberbürgermeister. I. B.: Krenzien. Holzversteigerung. Samstag den 14. ds. Mts., vorm. 10 Uhr cmsiangcnd, kommen in dem Södler Gemeinde- watd wlgende Holzsvrtimente zur öffentlichen Versteigerung : Eichenstämme: 3. Kl. 17 Stück 19 Fstm., 4. Kl. 95 Stück 74 Fstm., 5. Kl. 77 Stück 39 Fstm., 6. Kl. 35 Stück 7 Fstm. Buchenstämme: 1. Klasse 3 Stück 5 Fstm., 2. Klasse 5 Stück 6 Fstm., 3. Klasse 10 Stück 8 Fstm. Zusammenkunft an der Kreisfrvaße Eingang des Waldes Södel. 1526 Södel, den 7. Februar 1920. Bürgermeisterei Södel. Dillenburger, Bürgermeister. Bekanntmachung. Aus Beschluß der Städtischen Lebensmittel.* Tevutation haben die Personen, die in der Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni oder vom 1. Juld bis 31. Tezember die rechtzeitige Ab ho tun g- der Marken auf den Bezirken zwei^ mal versäumt haben, bei jeder weiteren verspäteten Abholung für jede Lebensmittelausweiskart c eine D rb< nungs strafe von 50 P f. zu zahlen. Gießen, Den 9. Februar 1920. Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Freiwillige Uartoffelablieftrung. Wegen Marlenausgabe in den Bezirlen werden Meldungen über freiwillige Ablieferung von Kartoffeln am Freitag und Samstag den 13. und 14. Febr. 1 9 20 nicht angenommen. Gießen, den 9. Februar 1920. Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Holzverkanf (Pnppklstäiiime). ; Tie Gemeinde Burtl-ardsfelden erkauft 200 m abseits der Straße BurU>ardsfelden—Reiskirck/eu 10 Pappelstämme npt ca. 12 Festm. am Mftt- woch den 18. Februar 1920 vormittag» 10 Uhr an der benannten Stelle. Tie Bedingungen werden vor dem Verkauf bekantttgegebett. 1532 Burkhardsfelden, den 9. Februar 1920. ________Hess. Bürgermeisterei. S ch m i d t.________ Jagd-Verpachtung. Die Feld- und Wald-Jagd der Gemarkung Dausen bei Gießen soll am Freitag dm 13. Ir. Mts. nachmittags 2 Uhr nochmals aus dem Rathaus in sausen auf weitere 6 Jahve meistbietend verpachtet werden. Die Beding'ingen iverd'n im Termin bekanntgegeben. 1483 Hausen, den 9. Febr. 1920. vess. Bürgermeisterei Hausen. Happel. Nr. 21 IO. Februars 1920 1 am Die Armlosen Bescheid sich anzuzeigen Kirch'Dün5 kann 20. UNI 8.$ebruatl9' 920. inro A'ager^ Liste 330), r- gl£. npf WHI Nähere zu Eigentums des Eigen- lther brich intoit ,h. Schramm die- uach dem und ■920. § 5. An Stelle der völligen Entziehung des kann der Bezirkswohnungskommissar auf Antrag tümers die Belastungen des Grundstücks mit einem Der FriedeuSvertrag vom amerikanische» Senat an den Ausschuß zurückverwieseu« Washington, 10. Febr. (WTB.) Der Senat nahm einen von den Demokraten und Republikanern unterstützten Antrag an, wonach der Friedensvertrag an den Senatsausschuß für auswärtige Angelegenheiten zurückverwiesen wird mit dem Ersuchen, darüber mit den kürzlich angenommenen Vorbehalten Bericht zu erstatten. i) *" ?* Französische Repressalien? Paris,10. Febr. (Wolff.) Havas. Ministerpräsident Millerand hat gestern der deutschen Regierung die Vditteiiung über den Auf-- schul- der Fristen derrheinischcnBesetzun, zugehen lassen. Deutscher Lustdienst zu Polizeizweeken von der Entente abgelehnt. Paris, lO.Febr. (WB- Die Botschaf- terkonferenz hat das Verlangen der deutschen Regierung, einen Luftdienst zu Po- lizeizwecken beizubehalten, als gegen denVev-» sailler Vertrag verstotzend abgelehnt. Verordnung zur Behebung der dringendsten Wohnungsnot. Vom 9. Dezember 1919. Weigerung. Ztbruar 1920 °> Neußvdt 55 (ir 6 Wkn mi: fr' 1 Achnsckrmf *tt mit ML 1 vollst. Kicher M. Tisch dcj, w,- e? Zchreibpult, brr vedenc andere XXtiL- ’timmt. 14J- ihn, Plockstt. 4. Fort MarÄovaL bet Lille (engl. Liste 70), die Kommeoüxrnrendes Lagers Sokmgen(1918), Giesches Grube fSommer 1918), Eumxcrden 0April bis Ium 1916), engl. Listen 66, 58, 47), der Tic Enteignung wird mit der Zustellung des Enteignuugs- bescheides an den Eigentümer wirksam. Gegen die Festsetzung der Entschädigung kann jeder Beteiligte innerhalb von vierzehn Tagen, nachdem sie iljm zugestellt ist, die Entscheidung einer v-on der Landeszentralbehörde zu bestimmenden Berufungs- behörde, welche endgültig entscheidet, anrufen; im übrigen ist der Bescheid des Bezirkswohnungskommissars unanfechtbar. Ter Reichsarbeitsminister wird ermächtigt, das bestimmen. § 1. Tie Landes Zentralbehörden sind verpflichtet, für jenigen Bezirke, in denen sich ein dringendes Bedürfnis Klein- und Mittelwohnungen in der Uebergangszeit nach ..... Kriege herausstellt, zur schnellen Durchführung der Unterbringung lobdachloier Familien BezirtswohnungSkommissare zu bestellen. 8 2. Tem Äezirkswolmungsllommifiar liegt die Förderung der Herstellung geeigneter Klein- und Mittelwohnungen innerhalb seines Verwaltungsbezirks ob. ________-— —...... Erbbaurecht aussprechen. Er setzt in diesem Falle mangels Einigung der Be- teiligleit einen Erbbauvertrag, insbesondere einen angemessenen Erbbauzins, fest. Schnepp ariegeb.*9 Der Beginn der Abstimmung in Nor-jchlerwig. Kiel, 11. Febr. (WTB.) Bis 3 Uhr morgens wurden für Deutschland 20924 Stimmen, für Dänemark franz. Liste 150 >, die Kommandanten inri) ärzte des Lagers Hokzenmden s°—: °-r*- ° ,, dir Kommandanten fobg-nder Lager von Weihnachten 1917 bis November 1918: St. Amand, Tenain, Ecoust, Fori Flmes, 2at*ntie, Mar- chicmncs Marguillies, Marauion, Orchies, Salome (engl. Liste 74), bie aufeinander^Kpmden KomnuM- dcmten vo« 1917 bis 1918 des Lagers AmtsoerlüMgllilgMatt für die provinzialdirelti»n Gbcrheffen und für dar Kreisamt Lieken l&fd)tint na^ Bedarf: SJionta» Dienstag, Donnerstag u. Stettag, 31ur tart; di.Post p, beziehen gegen BUl 2.50 -ietteljährl. Vofgeüaag.df,.^ Negrs. ircr. i/o \V6. armeeanpe»), mi augufi und September 1914 (franz. Liste Nr. 137), der Kommandeur des Inf.-Regts. Nr. 178 vom 22. bis 27. August 1914 (belg. Liste Nr. 301), der Kommandeur des Inf.-Regts. Nr. 181 vom 23 August 1914 (belg. Liste Nr. 319), der Kommandeur des 3. bahr. Inf.-Regts. (1. bayr. Korps) am 10. August 1914 (fvanz. Liste Nr. 96), der Kommandeur des 9. bayr. Regts. im August und September 1914 (franz. Liste Nr. 97), der Kommandeur des 16. bahr. Regts. im August 1914 (franz. Liste Nr. 89), der Kommandeur des 18. bayr. Inf.-Regts. im August 1914 (sremz. Liste Nr. 69), der Kommandeur des Inf.-Regts. 3. hes sisches Nr. 117 (18. Armeekorps) im September 1914 (franz. Liste Nr. 25). Der Kommandeur der 79. Infanteriebrigad.' vom 4. bis 31. Angust 1914 (belg. Liste Nr. 278), der Kommandeur des 88. Jnfa-nteriebrigade vom 22. bis 26. August 1914 (belg. Liste Nr. 311), der Kommandeur der 39. Jnfarrtervebrigad; vom 15. bis 31. August 1914 (belg. Liste Nr. 312), der Kommandeur der 108. Infcmteriebrigar»: im September 1918 (franz. Liste Nr 274), bzr Kommandeur der 23. Zl?avalleriebrigade im Sepdembcr 1914 (franz. Liste Nr. 113), der Kommandeur bei 86. Res.-Jnfanteriebrigade im Oktober 1914 (belg. Liste Nr. 325), der Kommandeur der Reserve-Jn- f.-tuteriebrigade Nr. 103 am 19. Oktober 1914 (belg. Liste Nr. 329), der bayerische General, der »don 1917 uni) der Umgebung von *ml9. und 20. Mai 1918 verantwort- ^^^"^Ä^Eeßlich der Kommandanten fr 44) T fetetIt5ten Nu^euge (britische Liste tll Sj Person oder die Personen, die verantwort- kbl L^^*r St-lle den Befchl gegeben an die russische Froni im f^tSlrbe£Vu seichen, als sogen annce ^nmaßregel (bnt. Liste Nr. 75). Der Oberst- ^^.de der Armeegruppe von C a m b r a i M. (franz. Liste Nr. 239), der tomman- °^r rudere Personen, welchen an stelle der Dienst der Gefangenen an der Mchen Front vom Februar bis Mai 1917 unrrr- (bnt. Liste Nr. 76), der kommandierende Ofsi- andere Personen, denen an letzter Stelle ber Gefangenen an der Westfront von i November 1918 unterstand (brit. Liste T'ih! ?nrt3r?to' T\lti9 d.'n 13 h Kauf bem W, * M'tbittetu' 8 nigen ruerb n m 1920. 1 i dcnifen. ängnisdirektvr von Siegburg in der Rhernpro- i und die Aerztr (franz. Liste 332), der leitende t des ^gemischten Hospitals von Raon l'Etapk August und September 1914 (franz. Liste 46fr kin Erlast des Rcichsjnstizminister». Berlin, 10. Febr. (Wolff.) Wie wir er* xn, hat der ReuhsjustizMinister den Oberreichs- «lt angewiesen, in jedem möglichen Fall wegen :s Kriegsverbrechens beschuldigte Per- m auf Grund der Liste oder auch anderer teckungen eine Untersuchung einzuleiten. jertem foHen schon von uns geführte Unter» imgen, j,. B. in Fragen vorgeworfener Ge- renennnsthandlungen eventuell wieder auf- nontmen werden. Ter Reichsjustizminister lästt ausserdem Ma» al sammeln von solchen Fällen, in denen von während des Krieges und des Revolutions- -es Verurteilungen erfolgt sind wegen Ver- m, die denen ähnlich sind, nnc sie in der Liste geworfen werden. Auch dieses Material soll -jsentlicht werden. : Befchuldigungeu gegen den früheren Grostherzog von Hessen. Darmstadt, 10. Febr. (WTB.) Die Fraw» n sollen als Grund der Aufnahme de-, früdr-rrn '^Herzogs von Hessen in die Auslieferungslist» ünderungen im Schlosse Rotzen.- irt und Exaktivnen gigen die Zi- bevölkerung daselbst im Jahre 1917 an- 'ben haben. Hierzu erstrhren wir von zustän- 5 Seite, dast der Gvoßherzoa Noyencourt am Tugust 1915 verlassen und seitdem nicht wieder -eten hat. Zur Verpflegurrg war er dem Ge- rlDmmandv des 18. ArmeeSorps zugeteilt. An- icnmgcn von seiner Seite an die Zivilbevölke- g wurden nie gestellt. Nach dem 5. August 1915 t stich der Gvosthcrzog nur noch einmal längere bei Verdun auf und begab sich sonst nur zu icrt Besuchen hessischer Tnmpenteile nach FvcaG- h und Belgien. Der frühere Kronprinz an die Machthaber der Entente. , Amsterdam, 10. Febr. (Wolff.) Der jutant des vormaligen deutschen Kronpritr- richtete ein Schreiben an das diesige „Ahnen Handelsblad", in dem er das hvllänt- he Blatt ersucht, den Text des Tele- a m m s zu veröffentlichen, das der vor- lige Kronprinz am 9. Februar an e Könige von England, Belgien dJtalien,andiePräsidentender anzüsischenRepublik undderVer- rigten Staaten und an den Kaiser n Japan gerichtet hat. Der Kronprinz wrbe darin, die Forderung nach der Äusser u n g deutscher Männer aus allen Be» sklassen habe sein durch vier Jahre und ch ein Jahr der schwersten inneren cnpfe tief gebeugtes Vaterland einer neuen sis gegenübergestellt, wie sie bisher in dec chichte und im Leben eines Volkes noch )t dagewesen fei. Es sei ausgeschlossen, datz Deutschland überhaupt eine Regierung zu )en sei, die die geforderte Auslieferung chführen werde. Für Europa seien die gen einer gewaltsam erzwungenen Aus- erung unabsehbar. Haß und Rache wüv- dadurch verewigt. Als ehemaliger Throw- |2r seines geliebten Vaterlandes wolle er dieser verhängnisvollen Stunde für seins tdsleute einspringen. Wenn die alliierten > assoziierten Regierungen Schlachtopfer ..-ag hätten, sollen sie ihn an Stelle der 900 Deutschen nehmen, die kein anderes Verbrechen begangen hätten, als ihrem Vaterland im Krieg gedient zu haben. Bauordnungen eintreten lassen oder Fristen zur Erledigung der erforderlichen Genehmigungsverfahren festsetzen. Ist ein Verfahren nach Ablauf der von dem Bezirkswolmungstommissar dafür festgesetzten Frist nicht durchgeführt oder sind die Widersprüche von Beteiligten nicht behoben, so hat der Bezirkswohnnngskommissar das Recht, an Stelle der sonst zuständigen Verwaltungs- und Gemeindebehörden die Genehmigungen zu erteilen und die aus Anlaß des Bau- oder Siedl mgsvorhabens zu zahlenden Gebühren und Beiträge sestzusetzen. Hierbei ist er an die Vorschriften der Landes- gcsetze, Verordnungen, ortsstatatarischen Bestimmungen und Bauordnungen nicht gebunden. Ter Bezirkswohnungsvommissar iänn auch anordnen, da» die Gemeinden, Gemeindeverbände oder sonstigen Eigentümer dm Anschluß an ihre Versorgungsnetze oder Entwässerungsanlagen unter den von ihm festzusctzenden angemessenen Bedingungen gestattm. Ter Bescheid des Bezirkswohnungskommissars wird mit der Zustellung an die beteiligten Gemeinden, Gemeindeverbände ober sonstigen Eigentümer wirksam. Gegen die Festsetzung der Entschädigung kann der Eigentümer, soweit es sich nicht um kommunale Versorgungsnetze oder Entwässerungsanlagen handelt, inu.'r- JnhaltL^Uebcrficht: Behebung der dringendsten Wohnungsnot. - Hilfswerk für die Wiener Kinder. - Ausführung des Artikel 21 des Volks- fchulgefetzes. - Die Staatsbeamten, Volksschullehrer usw. - Karneval.Veranstaltungen. - Verkehr mit Brotgetreide und Mehl. - Feldbereinigung. nl che Geburt üdchens^ in ,nb M?* geb.tM' 8 3. Steht für Klein- und Mittelwohnungen Bau- unb Gartenland in passender Sage zu angemessenem Preise nicht zur " Verfügung, so ist der Bezirkswohnungskommissar befugt, geeignete Gruiwstückc gegen angemessene Entschädigung zu enteignen. Wertsteigerungen, die auf außerordentliche Verhältnisse des Krieges zurückzuführen sind, dürfen bei Festsetzung der Entschädigung nicht bcrückiichtigt werden. 8 4. Bor der Enteignung ist den von ihr Betrossenen und der Gemeinte oder dem Geme.indcverbande Gelegenheit zur Aeuße- rting zu geben. gehörte, im August 1914 (franz. Liste Nr. 108), der OberstHommandierende der Einheit, zu der am 4. August 1914 das 66. und 68. bayr. In).-Regt, gehörten (fvanz. Liste Nr. 81), der General, der das 121., 122. und 123. Jnfamerro-Regimenr am 28. August 1914 kommandierte, sowie die ~ , Führer dieser Einheiten (franz. Liste Nr. 92', der 7CS' 6>ninS1aKCr^ der ersten jtommanbant der preußischen Einheit des b. Ar- annee von 1917 IüS jum Maüen)tiUst«np (Teü-1 meckvrps, welches in Saiub-Salue ungefähr Mitte °Er ixe^Perpon oder die Perfvnen der ^menmg und des Großen deutschen GMeralstabs M. 257 ^^ gegebenen BefvUe (franz. Liste Tie Vorschriften des § 4 gelten entsprechend: an die Stelle der Entschädigung tritt der Erbbauzins. Ter Erbbauvertrag gilt mit der Zustellung an den Eigentümer als geschlossen. 8 6. Zur Bereitstellung des für Behelfsbauten (Holzhäuser, Leichtbauten, Baracken) nötigen Geländes kann der Bczirkswoh- uungsvommissar an Stelle der Enteignung eine Zwangspachtung für die Tauer bis zu dreißig Jahren gegen Zahlung eines angemessenen jährlichen Pachtzinses aussprechen. Er setzt in diesem Falle^.mangels Einigung der Beteiligten einen Pachtvertrag fest. Tie Vorschriften des § 4 gelten entsprechend: an die Stelle der Entschädigung tritt der Pachtzins. Ter Pachtvertrag gilt mit der Zustellung an den Eigentümer als geschlossen. § 7. Zur Turchführung von Bau- oder Siedlungsvorhaben i der Bezirkswohnungskommissar Befreiungen von bestehenden landcsgcsetzlickien Vorschriften, Verordnungen, Ortsstatuten und (Sich» r 1920 Tie Enteignung erfolgt obue besonderes Verfahren durch formlosen Bescheid an den Eigentümer. In dem Bescheid ist anzugeben, zu wessen Gunsten die Enteignung stattfindet und welche Enlfchädigung gezahlt werden tvird. Res.-Kiß-Reg. Nr. 22 und 38 vom August '1914 (franz. Liste 85), der Kommandeur des 123. würt- tombergischen Lrndwehr-Jnf.-Rogts. vom Oktober 1914 (franz. Liste 41), der Abteilungskommandeur des Feldarl-Regts. Nr. 17 in L^rschoot am 19. August 1914 (belgische Liste 332), der Kommandeur des Feldart.-Regts. Nr. 46 vom 21., 22. und 23. August 1914 (belg. Liste 287), der Kommandeur des 23. Tragoner-Regts. vom August 1914 (franz. Liste 84), der Kommandeur der 4. Wkadoou des Res -Husaren-Regts. vom August 24. August 1914 (belg. Liste 84), die Kommandeure des 42. oder 46. Ulanen-Regts. vom August 1914 (franz. Liste 111), des 3. Bataillons des Fns -Regts. Nr. 104 vom 24. August 1914 (belg. Liste 314), des Ersatz-Bataillons der 1. Gkrrbe- Jnfanterie-Brigade vom September 1914 (franz. Liste 907), des 9. Jäger-Batl. vorn 5. August 1914 nbdg. Liste 284), des 11. Jäger-Ball. Marburg Dom 23. bis 25. August 1914 (Ma. Liste 289), des 11 Pionier-Balls, vom August 1914 (franz. Liste 104), der Hauptmann der 1. Kom- tegnte des 86. Jiü. Regts. (9. A.-K.) vorn Oktober 1914 "fvanz. Aste 26), der oberste Letter des JndustrieoarreWrs in Belgien zu Brüssel Dom Oktober 1916 bis Februar 1917 (belg. Liste 333), die Derschredeneu Thess der Kommandantur in Neuville an der Maas, hauptsächlich den .vauptmarrn Weser (französ. Aste Nr. 241), bei Oberstabsarzt oer .'"(omrnandantur Doti -edcm bald von vierzehn -tagen, nachdem sie ihm zugestellt ist, die Entscheidung der Berufsbehördc (§ 4, Msatz 3) anrufen: im übrigen Ot bet Beicheio des Bezirkswohnungstommissars unanfechtbar. ^-ie Gemeinde oder der Gemeindeverband hat kein Wider- Ipruchsrecht gegen die Ausführung und Ingebrauchnahme der auf Anordnung des Bezirkswohnrngstommif,ats errichteten Wohnungen. . 8 8 Ter Bezirkswohnungskommissar kann die in seinem Bezirke belegenen, der Herstellung von Baumaterialien und Bauteilen, aller Art dienenden Werke zur Wiederaufnahme des Betriebes anhalten und, wenn sie ter an sie ergangenen Aufforderung nicht nachkommen, die BefchlagnalMe des Betriebes und seine lieber tragung an einen Don ihm zu bestimmenden Tritten anordnen, lieber die Auseinandersetzung mit dem Eigentümer und den Eintritt Ni bestehende Lieferungs- und Ansbeutungsverträge bestimmt mangels Einigung der Beteiligten der Bezirkswohnungskommissar, llebet die Höl>e einer festgesetzten Entfchätigung kann ieder Beteiligte innerhalb eines Monats die Ent)cheitung des ordentlickxm Gerichts anrufen; im übrigen ist die Bestimmung des Bezirks- wohnungslommissars unanfechtbar. _ § 9. Tie Landeszentralbehörde oder die von ihr bestimmte Stelle kann die in ihrem Bezirk belegenen, der Herstellung von Baustonen oder Bauteilen dienenden Werke, deren Inhaber oder Betriebsleiter den Vorschriften über Festsetzung der Richt- oder Höchstpreise zuwidergel-andelt oder beschlagnahmte oder bewirt- sckiaftete Banstosse der Beichlagnahme oder Bewirtschaftung entzogen haben und deshalb rechtskräftig bestraft süid, beschlagnahmen und die Uebertragung des Betriebes an einen von il)r zu bestimmenden Tritten anordnen. § 8, Satz 2 und-3 gilt entsprechend. 8 10. Soweit der Unternehmer sich das nötige Baul>olz nicht rechtzeitig und zu angemessenen Preisen zu beschaffen vermag, kann der Bezirkswohnungskommissar Holzbestände aus Forsten gegen angemessene Entschädigung enteignen. Tabei ist er -jeöoch an die Anordnungen gebunden, die vom Reiche oder von den Ländern für die Bewirtschaftung des Holzes getroffen »verden. Tic Enteignung erfolgt zugunsten der Gemeinde, des Gemeindeverbandes oder einer gelneinnützigen Unternehmung, in deren Bezirk der Bau ausgeführt wird; als gemeinnützige Unternehmungen gelten diejenigen, die als solche von der Landeszentralbehörde anerkannt sind. Tie Bedingungen der Weiterlieferung an den Unternehmer setzt mangels Einigung der Beteiligten der Bezirkswohnungskommissar fest. Tie gleichen Befugnisse sowie das Recht der Beschlagnähme bat der Bezirkswohnungskommissar für die zir Turchführung des Baurorhabens erforderlichen Naturerzeugnisse sowie Halb- und Fertigfabrikate. Für das Enteignungsverfahren gelten die Vorschriften des § entsprechend. Auf Antrag des Eigentümers kann der Bezirkswohnungskommissar den Eintritt der Wirkung der Enteignung davon abhängig machen, daß der Wert der enteigneten Sachen fest- gefteUt wird. Für die Feststellung gelten § 486, 8 487 Nr. 1 bis 3, 88 490 bis 494 der Zivilprozeßordnung entsprechend; die Bern sungsbeHörde hat die Einleitung des Versahrens anzuordnen, wenn ihr der diesbezügliche Enteignungsbescheid des Bezirkswoh- nungskommissars vorgelegt wird. 8 .11. Werden bei Neubauten, die der Herstellung von Woh innigen dienen können, die 93anarbeiten länger als sechs Monate nnterbrochen, so kann der Bezirkswohnungskommissar bei schuld Haftern Verzögern oder bei Leistungsunfähigkeit des Bauherrn das Baugrundstück zugunsten der Gemeinde enteignen, sofern diese bereit und in der Lage ist, den Bau unverzüglich bezngs- fähig fertig l-erzustellen. Die Enteignung erfolgt nach den Bestimmungen der £ 3 und 4. 8 12. Ter Bezirkswohnungskommissar ist berechtigt, die Ausführung aller von ihm nicht für erforderlich erachteten Bauten, insbesondere Luxusbauten, zu verbieten, sowie die Einstellung bereits begonnener Bauten anzuordnen. Tie Landeszentralbe- börbe, kann ferner anorbnen, daß in bestimmten Bezirken Bauten, insbesondere Lurnsbauten, nur mit Genehmigung des Bezirks- wolmungskommissars ausgesührt tverden dürfen. Ter Bezirkswohnungskommissar kann anch die Verwendung bestimmter Baustoffe allgemein oder für besondere Fälle ver bieten oder von seiner Genehmigung abhängig machen. 8 13. Wer als Bauherr oder als Bauunternehmer einer ans Grnnd des 8 12 Abs. 1 getroffenen Anordnung der Landes- Mittwoch, U. Sebruar 1920 Annahme von Anzeigen s. die -taqfrMiummer bi4 zum Nacbmittaa vorher By "mR/ ohnejedeVerbindlichleit. | M ■ " preis für l nun für ■ ■ Anzeigen v.34mm Breite M tfyT Ri örtlich 25 Pf., auswärts ■ - 30 Ps.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm M ~ ©reite 90 Pf. Bei Platz- vo>. ichriilM",,Aufschlag. Hauptjchri.'tleiler: Aug. Goecz. LerarUwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Leib Dr. Reinhold Zenz; für den terd: Schulftr. 7. L Wohnungsnot. Ft ktalrMi Druck der Brühl'schen Univerfitüts-Buch. und Lteindruckerei. R. Lange, Eietzen. geb. Tigges. O24M Gießen (z.gt.Kath. Schwesternhaus), 7. Febr. 1920. n n Bahnhofstraße 1. 1515 niedergelassen. 1330V empfiehlt fich Dr. med. Otto Klemp 02093. erforderlichen bestimmt der L95 2.60 hocherfreut an Carl Nonnenbroich und Frau Paula 10er „ 8cr„ 6cr „ Zur Anfertigung von hMkN'i!.ZMev- GiliNshe Für die anläßlich unserer Der» mählung erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlichst. Heinrich Schnepp und Frau Marie geb. Jung. Mieseck, den 9. Februar 1920. Wiih. Rink, Souueustratze 12, S. St Prima Brätais abzugebe«. Schr. Angebote unt. 02577 a. d. Gießener Anzeiger. Prima weistePar affin, Stearin, Wachs oder Ccrefin, und zwar: Bekanntmachung. Betr.: Verkehr mit Brotgetreide und Mehl. Gemäß Verfügung des Direktoriums der Rerchsgetrerdestelle wird ab 16. Februar 1920 die Tagesmeuge an Meist für hc ver- forgnngsberechligte Bevölkerung von 240 Gramm auf 200 Gramm ^nrd mit Gründen versehen einzureichen. Friedberg, den 26. Januar 1920. Ter Hessische Feldbereinigungskommissär. S ch n i t t s p a h n, Regierungsrat. b i l m^a Co tut ^Ezirkswohnungskommissare haben bei Be- kannNverden von Vcrstösten. gegen die Besttmmungen des § 9 die Inhaber oder Betriebsleiter zunächst zu 0 e c ron r n e n unb int Wiederholungsfall dem Landes-Arbeits- und Wnstschastsamt Anzeige zu erstatten und die Beschlagnahme unter Angabe bcr Zu " 10e Di/in^^lO^dem Bezirlswohnungskommissar eiu- geräumten Befugnisse zur Beschlagnahme v^^u Holz natürlichen und künstlichen Baustoffen, Halb- und Fertigfabrikatn werden dem S t a a t s ko m m i I s a r für die wirtschaftliche T e m o b i l m a ch u n g übertragen. Zu tz 12. U n a b h ä n g t g v o n d e r b a u p o l i z e ilt ch en Genehmigung ist die Genehmigung des zuständigen Beznks- wohnungskommissars für alle Bauten einzuhoün, die nicht ausschließlich Wohnzwecken dienen oder Wohnungen von über 5 Zimmern und Küche enthalten sollen -lern Gesuch sind ein Lage- und Bauplan, sowie eine kurz gefaßte Beschreibung der Bauweise mit Angabe der zur Verwendung vorgesehenen wichtigeren Baustoffe beizwügen. Kleinvtehstatlungen, Werkstätten oder sonst zu Betriebszwecken dienende Bauten mit einem Boll- geschoß von nicht mehr als 30 Quadratmeter überbauter Boden- släche (einschließlich der Mauerstärke) sind hiervon ausgenommen. Darmstadt, den 30. Januar 1920. .Hessisches Landes-Arbeits- und Wirtschaftsamt. Raab. - An den Oberbürgermeister zu 65iefoen und die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Vorstellende Verordnung nebst Ausführungsbestimmungen sind ortsüblich bekanntzumachen. Wir weisen besonders auf die Aus- sührungsbestimmungen zu § 12 hin. Gießen, den 6. Februar 1920. . Kreisamt Gießen. J.V.: Langermann. Ausführungsbestimmuttgc» zur Verordnung zur Behebung der dringendsten Vom 30. Januar 1920. Zentralbehörde oder des Beztrckswohnungskommissars vorsätzlich zuwiderhandelt, wird mit. Geldstrafe m der des in^ An- Wertes des Bauwerkes, soweit es unvechtmaprgerweiw in zut griff genommen ist, mindestens, t“!$«ne“n kann stens von einhundertfunfzigtausend Mark best - ~ -N bis Anordnung des Bezirkswohnungskommissars zu'mderhanbett, wird mit Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrafe bis zu zeyn tanfend Ma^k^beswAt t^,^hörd-n haben dem Rcichsarbeits ministcrinm am Ende jedes ‘naTem^m“ fkHungen über die getroffenen Mannahmen nach einem ooinu zur Ausführung dieser Beroichmuig. soweit er ton freier Si sugnis oder von der Ermächtigung duS § 4 Ab,, i leinen brauch macht, können die Landesregierungen die des Wferfraf« Reichs arbeitsminister. siioergeia • riaun Gold - J uwelen kauft jedes Quantum Erich Beyer, Juwelier Krensplatz v u. 10 gibt hiermit bekannt, daß die Spezial-Abteilung für ßamenbedarlsartikel fertiggestellt ist. Die Abteilung in mod. 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