SÄ nhrtHH1 L.iiir. dihlOW »icrlcP t>ra4 und Verlag: Srühl'sche rtmv.-Vsch rmd 5tei»dr«rerei H. Lange. Zchnftlettrmg. SefchafUsteSc rmd Druckerei: Zchulstraße 7. Berlin, 8. Sept. (Wolff.) Die deutsche über „Nieuwe einem Chaos führen werde. Vorsitz des Ministers Soleti und in Anwesenhint ter Delegierten Englaitds unb Frankreich" wurde eine Vollsitzung abgehalten, in der Jeftgeftcllt wurde, daß Italien bereit ift die in 5im über* nommenen Verpflichtungen tu erfüllen, hierauf wurde die Konferenz gcWofien. Ein amerikanischer Gelehrter Deutschland. Haag, 8. Sept. (WTB.) Laut Courant" wird drahtlos aus Newyork Lloyd George wieder in London. Paris, 8. Sept. (Wolfs.)'Lloyd George ist gestern abend in London eingetroffen. Er hat aus der Rückreise Paris nicht berührt. Die Freizone vor» Savoyen. Paris, 9. Sept. (WTB.) Nach einer Mitteilung des „Echo de Paris" begibt sich Ministerpräsident Millerand nach der Zusammenkunft von Aix^les-Bains noch Lausanne, wo er mit dem schweizerischen Bundespräsidenten eine Zusammenkunft haben wird. In der Hauptsache wird es sich dabei um die Erledigung der Frage der sogenannten Freizone von Savoyen handln. berichtet, der in daß Univecsitätsprosessor C rav ach, wi Finanzkreisen großen Einfluß besitzt unb auch auf der Konferenz von Spaa zugegen war, eine Rede hielt, worin er für die wirtschaftliche und politische Unterstützung der augenblicklichen gemäßigten deutschm Regierung eintrat. Er sagte, das sei die einzige Art, um Europa wieder hochzubringen, den Alliierten ihre Entschädigungen zu verschaffen und den Bolschewismus abzuwchren. Er sei der Ansicht, daß alle Berichte über die Unzuverlässigkeit dec deutschen Regierung unrichtig seien. Die Enüvaffnung gehe allmählich vor sich. Die Behauptungen über geheime Munitionsvorräte seien vollständig aus der Lust gegriffen. Das deutsche Volk leide jedoch sehr viel, daher komme es, daß die Kohlenlieferungen noch nicht auf der Höhe seien. Zum Schluß erklärte sich Cravach gegen die Auslösung des Deutschen Reiches, da dies zu 45 Pf.; für Redlame. Anzeigen von 70 mm Brette 150 Pf Bei Platz» Vorschrift 20" Aufschlag. tiuptschristtetter: Aug. oetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz: für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz: für den Anzeigenteil: $> bohle«lieferungsverpskiä>- timgen zu erfüllen. Ihre Benüchmigen waren bisher von Erfolg gekrönt. Die täglichen Liese- rungszahlen des Monats August bissen erhoffen, daß das Lieferungssoll in diesem Monat erreicht wird. Die deutsckre »tegierung hält sich jedoch für verpflick'tet, die Aufmerksamkeit der verbündeten Regierungen mit allem Nachdruck darauf zu lenken, daß ihr die Erfüllung der von ihr eingegangenen Verpflichtungen unmöglich gemacht wird, wenn die K v h l e n p r o d u k t i o n, die ihr zur Zeit der Verhandlungen in Spaa zur Verfügung stand, eine Einschränkung erfährt. Diele Vvraus- setzung ist bürd) die immer ernster werdende Lage in Oberschlesien ein getreten. Während die mit den Vertretern der Bergarbeitervrganisat-joncn vor kurzem in Oberschlesien geführten Verl>cmd- lungen volles Verständnis der Bergarbeiter für die überaus schwierige Lage Deutschlands und ihre Bereitwilligkeit erkennen ließen, durch Mehr- a r b e i t die oberschlesische Kohlenförderung zu Iteü gern, haben die augenblicklichen Vorgänge tn Oberschlesien bewirkt, daß im Gegenteil die Kohlen^ Produktion erschreckend gesunken ist, und daß von dem Deutschland belassenen Anteil an der oberschlesischen Kohlenförderung nur noch verschwindende Mengen nach Deutschland gelangen. Ein Ersatz dieser Fehlmengen durch eine weitere Kürzung der Jnlandversoryung ist nicht möglich. Der deutschen Regierung ist durch die Bestimmungen des Fliedensvertrages lebe Möglichkeit genommen, ihrerseits für die De- ieitigung der Gründe des Rückganges der ober* schleiischen SternshlenföLerung Sorge zu tragen. Sie beehrt sich daher, an die verbündeten Regierungen nochmals die dringende Bitte zu richten, unverzüglich die in den deutschen Noten vom 21. und 25. August geforderten Maßnahmen »u ergreifen. Nack den gestern eingegangenen tele- gvaphischen Meldungen soll die interalliierte Kommission die Kvhlensendungen aus Oberschlesien überhaupt gesperrt haben. Wie die deutsche Delegation in Spaa bargelegt und die dortige Konferenz durch den Mund des Mmisterpräsrdenten Lloyd George und des Präsidenten der Konferenz Delacroix ausdrücllich anerkannt hat, ist die Ausführung des Kohlenabtzonrmens vorn 16. Juni 1920 abhängig von einer ausreichenden Belieferung Deutsckjlands mit obersch^esi scher Kahle. Die Kriegslage im Osten. Königsberg, 8. Sept. Lagebericht: Im Süwal'kigebiet, nördlich von Sokolka unb Jxi Kamenez Li owsk örtliche KarnpfhandlungOi. Im Grubcschowabsdjnitt hält die polnische Berfolgung der Armee Budjenny an. Oe'.lich von Lemberg dehnten die Polen ihre Angrisfsfrvnt weiter aus. Weiter nördlich überschritten die Polen zwischen Kmuiouk-. und Busk den Bug. Die Gegenangriffe der Bolschewisten bei Busk und Krasne wurden abgewiesen. Dagegen mußte die polnische Front zw>sck»en Chodovow und Rohatyn zurückgerwmmen werden. Ter polnisch-litauische Streitfall. Paris, 8. Sept. (Wolft.i Ter „Mattn" meldet aus London: Ter Bölkerbuug wird sich mit dem polnisch-lrtaurfchen Streit- f al I beschäftigen. Ter Fall nnrb jedoch dadurch schwierig, daß Litauen nickt Mitglrtt» des Völkerbundes ist. Es ist zweifelest, ob rn diesem Falle der Wirtsckattsbovk.ttt gegen Litauen angetoencel toerben bann, wenn die Angelegenheit nicht gütlich bei gelegt werden kann. Kowno, 8. Sept. (BTB.) Wie das litauische Pressebureau mitteilt, wird die litauische Regierung ihren Sitz in den nächsten Tagen nach Wilna, bet Hcmptstadr Litauens verlegst. schäft über die Krim po-.-ubehalten. Paris, 9. Sept. (WTB.) Wie der „Malin" aus London meldet, hat die russische Delegation ihre Antwort auf die letzte Note Balfours bekannt gegeben. Tie Antwort sei sehr sanft und beklage sich über die plötzliche Aende- rung in der Haltung der englischen Regierung. Es scheine, so wird geiagt, daß Balfour unter dem Eindruck stehe, in der militärischen Lage zwischen Rußland und Polen sei eine radikale Aendernng eingetreten. In Wirklichkeit sei nur eine militärische Teilunternehmung nicht geglückt. Tie Kräfte Rußlands, verglichen mit denen Polens, seien dieselben wie vorher. Wem: also die englische Regierung vor drei Wochen anerkannt l)abe, daß Rußland als Sieger das Recht habe, seine Bedingungen aufzuerlegen, so sei die Lage weiter unverändert. Tie Note schließt mit einem begeisterten Lob der Sowjeteinrichtungen. Die Aussicht auf Genf. Von einem diplomatischen Mi t- a r b e i t e r wird uns geschrieben: Spätestens Anfang September sollte die Friedenskonferenz von Genf stattfinden. Es ist bis jetzt nichts daraus geworden. Nun schlägt die britische Regierung den 24. September als Termin des Beginnes vor. Als Tagesordnung wird angegeben: Ergänzung der Beschlüsse von Spaa. Und damit man sich in Deutsche land nur ja keine allzugroßen Hoffnungen auf eine'vernünftige Aussprache macht, wird mit schulmeisterlicher Strenge bemerkt, daß Feh- renback) und Simons, die wieder gnädigst vor- geladen werden, Rechenschaft abzulegen hätten über Abrüstung und Kohlenlieferung. Von der Kriegsentschädigung kein Wort. Das überläßt man offenbar den Franzosen. Die Franzosen befolgen hinsichtlich Genf aber nur eine Politik, die der Verschleppung. Wie recht Dr. Si- I mons mit seiner Erklärung hatte, Frankreich möchte die Konferenz von Genf vereiteln oder doch aufschieben, das zeigt sich deutlich an den Ausflüchten, mit denen der Pariser „Temps" über die leidige Terminsetzung hinwegkommen möchte. Er gräbt ein altes Schreiben aus, das der Oberste Rat am 16. Juni 1919 an die deutsche Regierung richtete und worin es hieß: Bevor die deutschen Behörden irgendwelche Vorschläge machen, haben sie sich mit Vertretern der direkt interessierten Mächte zu besprechen." Somit habe sich die deutsche Regierung, meint der Temps, erst einmal bei Frankreich zu unterrichten, ehe sie Vorschläge mache und ehe an eine neue Konferenz gedacht werden könne. Bei welcher Behörde Deutsch»- land zuerst anzuklopfen habe, wird gleich gesagt: Bei der Wiedergutmachungskommission! Man stelle sich vor: eine Vorkonferenz mit einem alliierten Ausschuß, der vollständig von Frankreich beherrscht wird und der das größte Interesse daran hat, überspannte Entschädigungsforderungen in Diktatform durchzudrücken.' Eine solche Vorkonferenz wäre wohl txam fefben Stil und Ton beherrscht, in dem die Pariser Botschafterkonferenz drei deutsche Gesuche, darunter den Vorschlag einer neutralen Untersuchungskommission für Oberschlesien als „ungeheuerliche Forderung" zurückgewiesen hat. Und wie zum Hohn bemerkt der „Temps" über die Genfer Angelegenheit: „Wenn Deutschland sich mit uns besprochen hätte, bevor es in Spaa seine drei Noten überreichte, so hätte es sich von dem schlechten Eindruck, den diese Noten machen mußten, überzeugt, es hätte sie abgeändert, und viel Zeit wäre erspart worden." Soviel Worte, soviel Lügen. In den finanziellen und wirtschaftlichen Denkschriften, die unser Auswärtiges Amt kurz vor Spaa den Regierungen der Entente zuftellte, war nachgewiesen, welche unglaublichen Lasten schon heute, vor Festsetzung der Entschädigungssumme, das deutsche Volk infolge des Versailler Vertrages zu tragen hat. Alles, was in Spaa verhandelt und nicht einfach diktiert wurde, ist auf gründ dieser deutschen Noten besprochen worden. Die mannhaften Ansprachen von Stinnes und Hue wären gar nicht möglich gewesen ohne dieses Material. Es ist also begreiflich, daß den Franzosen die deutsche Gründlichkeit und Vorarbeit ein Dorn im Auge ist, und sie sähen es gerne, wenn wir für Genf alte Akten, Zahlen und Beweise fallen ließen und uns in die Hände des Wiedergutmachungsansschusses beaäben, um in der neuen Konferenz stumm und „bereits erfebigt" zu sein. Nein,< diesen Gefallen werden wir den Franzosen nicht tun. Im ReichstagsaussckMß für Auswärtige Angelegenheiten hat Dr. Simons kürzlich mitge teilt, daß die deutsche Regierung seit ihrer Heimkehr von Spaa mit den Vorarbeiten für Genf aufs eifrigste beschäftigt sei. Diese Vorarbeiten sind in die Hand des Ministerialdirektors v. Simson'gelegt, dessen Fleiß und Umsicht den Alliierten schon bekannt sein dürfte. Herr v. Simson hat sich bereits mit den Hauptmächten der Entente in Verbindung gesetzt, aber nicht, um die deutsche Regierung, wie man es in Paris wünscht, auf französische Sonderforderungen ses^ulegen, sondern nur um diesmal eine bessere Aussprache zwischen dendeutschen und alliierten Sachverständigen herbei- önführen. Man gibt sich in deutschen Regie- runyskreisen durchaus keinen übertriebenen Hoffnungen hin, daß Genf sich zu Spaa verhalten werde, wie das Licht zum Schatten. Nur das Gewissen und die Pflicht gebietet, Es zu tun, um in Genf in der Aussprache über die Unmöglichkeiten des Versailler Vertrages einen Schritt vorwärts zu kommen. Das die Alliierten in Schlesien erlebt haben, nmß dem deutschen Standpunkt zu Hilfe kommen. Deutschland spekuliert nicht auf die Un- bimgkeit der Entente, aber es wird sich fran- Ijjfifcbe Sonderquälereien nicht länger ge- Lcsterreichö Anschluß an Deutschland. Salzburg, 8. Sept. (Wolff) Als Abschluß des großdeutschen Reichsparteitages fand gestern abend im Kurhaus eine Massenversammlung zur Erörterung der Anschlußfrage statt. Eine Reihe von Rednern behandelte die Not- menbigfeit des Anschlusses vom sozialen, polittschcn, kulturellen unb wirtschaftlichen Standpunkte. Ter Präsident Dinghoser wies barauf hin, daß Deutsch- Oesterreich nur durch die Angliederung an die großdeutsche Volksgemeinschaft lcb'nssähig werben könne. Es sei ein .Verbrechen, dem Volke wcis- tumachen, Deutsch-Oesterreich sei für sich allein lebensfähig. Neber das Reben müsse man hinaus- kommen: es müsse zur Tat geschritten werden. Ter Wille des Volkes solle gelegentlich der Nation nalratswahlen durch eine mit dieser zu verbinden- den Volksabstimmung ermittelt werden. Bvn reicbs- deufichen Rednern sprachen Kemnitz-Frank- furt a. M. (Deutsche Volkspartei), Dr. Falkenberg-München (Deutschnationale Volkspattei), Dr. Dader-Berlin (Deutsche Volkspartei). Eine im Sinne der Ausführungen der Redner gehaltene Entschließung die den Unmutigen Anschlußwillen der Versammlung .auSbrüdte, wurde etn|tinunia angenommen. m. 2\2 Der Gitijeuer Lyelzer erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, vezuyrprcisr: UtonatTi* ,*a:a 3.60 imd Mll.- 65Trägeriohn, Der Rescrvevorrat Frankreichs. Paris, 8. Sept. (Wolff.) Wie der „Petit Parisien" vom Arbeilsminister LeTrocquer er» nhr, hat Frankreich im August außer den deutschen Kohlenlieferungen 800 000 Tonnen ans England, 280 000 aus Amerika und 80 000 ans Belgien eingefühtt und außerdem 1650 000 Tonnen selbst gefördert. Der Reservevorrat der französischen Eisenbahnen, der im Januar nur 180 000 Tonnen betrug, beziffert sich jetzt auf 800 000 Tonnen. Das ist der normale Durchschnittsstand vor dem Kriege. Der Reservevorrat der Pariser Gasanstalten, der 1919 nie höher als 25 000 Tonnen war, übersteigt heute 900 000 Tonnen. * Eine französische Anleihe in Amerika. Amsterdam, 8*. Sept. (Wolff.) Einer Reutermelduna aus Neuyork zufolge hat das Haus Morgan die Bedingungen für die französische Anleihe von 100 Mil- lionen Dollar in 8proz. Gvldbonds mit einer Zahlungsfrist von 25 Jahren bekanntgegeben. Die Anleihe läuft ab 15. Oktober. Die Bonds bilden eine direkte Forderung an die französische Regierung und sind im Jahre 1945 ohne Abzug irgend einer französischen Steuer ein lösbar. Frankreich übernimmt es, während der ersten 5 Jähre mindestens 4 400 000 Dollar jährlich zwecks Ankauf der Bonds zu bezahlen. Die Bonds sind hierauf durch Verzinsun^ zu 110 Prozent mit laufenden Zinsen zu tilgen. Aur Oetn Reiche. Die Ausfuhrlibaaben. Berlin, 8. Sept. (WB.) In der heutigen Sitzung des volkswirtschaftlichen A-us- s ch u s s e s des Reicl-stags wurde einstimmig wl- gende Entschließung angenommen: Tie Regierung zu ersuchen, mit Rücksicht auf bte gegenwärtigen in den Tevisenlursen und ter Weitmar tt- lage begründeten Aus.'uhr schwierigkei: en btt Ausruh rabgaben nach Verordnung vom 20. 12. 1019 für solche Ausfuhrwaren, deren Abätz im Auslande stockt, vorübergehend nicht xu veranlagen, um durch Erleichterung de r Au s f nch r ter Industrie eine erhöhte Beschäftigung zu ve.-schaffen unb damit der Arbeitslosigr.it entgege -zunnrken. _ Tie Regierung kann jedoch für solche Waren, bei denen die Inlands- und Ausland.ne'hältnisse eine Erhebung von AuslUlrrabgaben noch rechtlettigen, die Aussuhrabgabe beibehalten. Ter auf Grund der Verordnung ausgestellte Tatts ist unter Fortsetzung des Prüfungsrefiah.cns de art Umzuges al en, daß die Regierung in kürzeren Zwiscl-enräumen jeweils unter Berücksichtigung der Valuta unb der inneren und äußeren Marktlage ben enigen Prozentsatz sestsetzt, mit dem alle Sätze zur Erhebung gelangen. Der Mittellandkanal. Berlin, 8. Sept. (WTB.) Der Mittel- lanbkanalausfchuß der Lwtdesverammlung hat die Vorlage der Regierung, die sie für die Mittellinie entschied, mit großer Mehrheit angenommen. „ , . Berlin, 8. Sept. (WTB.) Am.l-ch. Gestern vormittag empfing der Reichskanzler im Beisein des ReichsverkehrSmini ers die Mill. Geheimräte Boden und Koch sowie den Mi i.tettal- bfretJar Münzel, die im Namen der Regierungen von Anhalt, Braunschweig, Bremen, Oldenburg, Sachsen und Thüringen ihre Wünsche bezüglich der Frage der Fortsetzung des Mittellandkanals tjortrugen. Sie baten die Reubs- tegierung, die Kanattrage als eine Sache des Reiches zu betrachten, schon vor Uebernahme der Wasierswaßen durch das Reich die Vorarbeiten für ite Fortführung und^ Vollendung des Mittellandkanals in Angriff zu nehmen und dabei den gesamten vollswittichaftlichen Znterfisen,unb insbesondere der Bedeutung des mitteldeutt'chrn Jn- dusttt^gebietes durch Berücksichtigung d.-rBorschläge für die südlickie Linienfühiung mit Anschluß Bernburg—Leipzig Rechnung zu tragen. Der Reichs- verke'hrsrninister betonte unter Billigung des Reichskanzlers, oaß die Reichsrebierung frei in ihren Entschlüssen sei und unvoreun-enommen unb objektiv an die Prüfung der Prvjek.e Herangehen werde. Die Angelegenheit solle möglichst be- fthleunigt werden. Die Gewinne der Kriegsgesellschaften. Tie Abgeordneten der Deutschen Volkspattet v. Kemnik, Tr. Cuttius, Dr. Westermann haben vor kurzem folgende Anfrage an die Regierung gestellt: ,Lst die Reichsregieruna gewlllt, nach Aufhebung der Zwangswirtschaft ben Gewinn der Krtegsgesellsckaften zu prüfen und ihn zur Verbilligung der Lebens- und Futtermittel und des künstlichen Düngers zu verwenden? ®bcrfd)!efien und die KoWenablieferung. Die englisch-rusfifcheu Beryandlungen. Durch Funl- n in Mms hat d^Fr^ i swwch. Kamenew l)at ftck an Lloyd Gc- < orge gewandt mit der Frage, ime die englische Regierung sich nach der Anerkennung Wrangen durch die fianzösische Regierung zu der ersteren verhalte, ob Engsand vielleicht für die Angrrtt." Wrangels verantwortlich sei, und ob England ficb vielleicht verpflichtet fühle, üi Anlettacht ferner früheren Schrttte zugunsten Wrai^els neue Maßnahmen zu seiner Untettiützung zu erg-.Aeifcu. Lloyd George erwiderte, daß Ke eng» lische Regierung die Absicht habe, die Mmpfttand- lungen in Osteuropa zu btenden mti) nur die per- önlickre (5idjtrl>eit der in der K'ttm be ucklichcn Truppen und Flückstsinge gananticren wollte. England habe nie bte Flbsickü gehabt, bte SVnm von Sowjetrußland zu trennen ober Wränget die Herr- Der Pattkitag der Unabhäng'gen. Berlin, 9. Sept. Tas Zentralkomitee der indem es gleichtzeüig die Durchführung der Verein- I unabhängigen sozialdenwkrattschsr banmgar von Spa sichere und ben berechtigten laut „Freiheit" geltem, ben Pattettag nach ffiaue Jnteresjen Italiens Rechnung trage. Unter dem! einzuberufen. 170. labrgang Donnerstag, 9. September 1920 ________Ä zts. -.f-nT CX Annahme von Anjemen M W die Tagesnummer dis GieWLtMzeigers General-Anzeiger für Gberheffen ibtr 1920. Mtlll I bekan^ «ekonnnen. all '• Bechthold. hu Marie geb. Wrllei l Wilhelmine geb. Welln er Demühlung ^en danken wir ■d-M. ie6nnnt >enbs 8 Uhr Aula" mcmdml M d. 3- hier gthaltan t LrlebnW und Flucht tu ge Anternterung iber (Ereignet ju 2 Warb, un> trUattf bet dtnft IttWW btt :hen der Solkspacki. h die s übernommen uj aus. prakt. Arzt 11: 2-3 nackrniW »en WW* ih »um SS K M ,ritor6cnert Ä« jj ;in heutigen rZtn !N. M . tSpohr it> ülotot e 25 H. «S rältc Dr. Rel5n. r QustavR^ S-liS ßismard(Slr' Uus dem besetzten brt. Millrraud unb Foch int Rheingebiet. Mainz, 8. Sept. (Wvlff.) Der französische Ministerpräsident Millerand und Marschall Foch werden heute vormittag kurz vor 10 Uhr in Wiesbaden eintrefsen und werden nach kurzem Aufenthalt nach Mainz weiter fahren, wo ihr Eintreffen gegen 11 Uhr vorgesehen ist. Nachmittags geht die Fahrt nach W o r m s weiter. Am Montag untren Trier und 23 o n n besucht worden, am gestrigen Dienstag Koblenz und Ems. sd. M ainz, 8. Sevi. nc Meldung.) Ministerpräsident Millerau. und Generalissimus »y o d) besuchen gegenwärtig die französische Be- satzimgszone am Rbein. Heute Vormittag weilten sie mit ihrem Gefolge als Gäste bei dem amerikanischen General in Coblenz und besuchten von hier Bad Ems, wo sie auch den Gedenkstein, der an das Zusammentreffen Kaiser Wilhelms I. mit dem französischen Botschafter Venedettt am 13. Juni 1870 erinnert, in Augenschein nahmen. Von Ems begaben , sich die Franzosen zu kurzem Aufenthalt nach Wieslxtden. Um 11 Uhr vormittags hielten Millerand niid Foch von der Rheinbrücke her ihren Einzug in Mainz. Die ganze Garnison Main z hatte von der Rheinbrücke aus bis nach der Stadthalle Aufstellung genommen. Der Stadt- Halle gegenüber war ein Ehren zelt errichtet, in dem sich mehrere hundert alliierte Offiziere und die nach tausenden zählende französische Zivilkolonie versammelt hatten. Die Ankunft der beiden ftan- tzösischen Machthaber rn Mainz wurde durch einen Salut von etwa 60 Schluß angekündigt. Zu dem Ehrenzelt gegenüber der Stadthallc hatten die Spitzen der Zivil- und Militärbehörden Platz gekommen. Die militärische Feier wurde durch die Uebe.weichung von Orden an etwa 20 Offiziere durch Marschall Foch eingeleitet. Nach diesem Akt fand der Vorbeizng von mehreren Regimentern Infanterie, Kavallerie, Artillerie, Tanks, Motorbatterien usw. statt. Während dieses militärischen Schauspiels kreisten etwa 20 Flieger über der Stadt. Nach einer kurzen Begrüßungsfeier in der Stadthalle begaben sich Millerand und Foch nach dem Offizierskasino. Später erfolgte ein Besuch des Grabes des Jean Bon Saint Andre auf dem Friedhöfe. Hierauf fuhren sie mit Autos am Rhem entlang über Nierstein, Oppenheim mich Worms, wo sie gegen 6 Uhr eintrafen. Von den Franzosen belegte städtische Gebäude hatten reichen Flaggenschmuck angelet. Die Absperrung gegen das Publikum wurde von den französischen Militärbehörden überaus milde gehandhabt. Worms, 9. Sept. (WDB.) Millerand und Foch sind mit Gefolge gestern Nachmittag drei Uhr im Auto hier eingetroffen und reisten nach kurzer militärischer Begrüßung und Vorstellung um 3/<4 Uhr nach Ludwigshafen weiter. Die Preisgestaltung. Ein Kampf um die Kartoffel? Im „Oberhess. Anzeiger"" in Friedberg lesen wir folgenden Aufruf an alle Verbraucher: Schutz gegen den Kartoffelwucher! Wiederholte Verhandlungen zwischen den Vertretern der Bauernschaft, der EisenbahTibeamtew- und Arbeiterschaft, der Gewerkschaften und der beiden sozialdemokratischen Parteien betreffend Abbau der Kartoffelpreise ergaben kein zufriedenstellendes Resultat. Tie Taktik der Bauern- vertreter ging dahin, durch Verhandlungen die Verbraucher hinauszuziehen, um so Zeit zu Ze- 1dinnen, ihre Erzeugnisse zu den höchsten Preiien abzusetzen. Die Vertreter der Verbraucher waren gezwungen, die Verhandlungen abzubrechen. Um die einheimische verbrauchende Bevölkerung des Wirffchaftsgebiets von Oberhessen und Frankfurt a. M. vor Wucherpreisen zu schützen, haben die berufenen Vertreter die Sperre über alle landwirtschaftlichenErz-eugnisseauf dem Transportwege verhängt! Kein Transport, auch nicht der kleinste, solcher Erzeugnisse, darf befördert werden. Straßen und Eisenbahnen unterliegen der Kontrolle! Um die Bauern zu ihren Pflichten den Verbrauchern gegenüber zu zwingen, ersuchen wir die gesamte Verbraucherschaft, jeden Wagen, überhaupt jeden Transport anzuhalten und dem unterzeichneten Ausschuß zuzuführen! Der Tag des Beginns der Sperre wird noch be- kanntgegeben. 4 Friedberg, Bad-Nauheim, Frankfurt a. M., den 6. September 1920. Der Aktionsausschuß der verbrauchenden Bevölkerung. Tas gleiche Blatt bemerkt u. a. hierzu: Nun ist es leider Wirklichkeit geworden, was torr alle vermeiden wollten. Durch das Verhalten der Führer des Hessischen Bauernbundes ist der Kampf entbrannt. Seit Wochen gebt die Losung durch das Land: Abbau der Kartoffelpreise! Erst kommen die Vertreter der Erzeugnisse überhaupt nicht zu den Verhandlungen heran und erklären, daß der Abbau nicht lokal erfolgen könne, bann erklären sie in Frankfurt, wo eine zentrale Regelung erfolgen solle, daß sie nicht unter 25 Mark pro Zentner die, Kartoffeln abgeben könnten, in Nauhenp vertrösten sie uns auf den gestrigen Montim und gestern erklärt Derr Bürgermeister Tiehl-Hochweisel, daß der Preis von 31,75 :Oiart burd) die abgefdtfoffenen Lieferungsverträge wr die Vertreter der Landwirtschaft bindend sei. Tie Arbnterv.rtreter haben daraufhin die S p e r r e über den Verkehr mit landwirtschaftlichen Erzeug- liissen beschlossen. Sie rufen die Bürger, Handwerker, Beamten, Gewerbetreibende und Arbeiter W. den Plan. Keine Kartoffel, keine Frucht, kein Obit soll transportiert werden. Alles Hamstern in Sberhessen soll unterbleiben. Tie Landarbeiter und andere sollen nichts verladen. Tie organisierte Arbeiterschaft will die örtliche Sperre Merall in den Dörfern durchführen. Die Beamten und Arbeiter der Eisenbahn sind mit dem Vorgehen einverstanden, der ganze T i r e k t i o n s b e z i r k Frankfurt a. M bat sich mit den Arbeitern Der Wetterau solidarisch erklärt. Der Kampf soll ksin Kampf gegen die Versorgung der Großstädte sein, sondern mit den Verbrauchern der Großstädte will man den P reisaboau mit allen zu Gebote st ehe n den Mitteln herbeiführen. Die den landwirtschaftlichen Kreisen nahestehende Friedberger „Neue Tageszeitung"" tritt diesen Ausführungen wie folgt gegenüber: Tie Darstellung über den Verlaus der Vcr- handlungen ist zudem falsch und irreführend Vor allem sind die Verhandlungen nicht abgebrochen, sondern gehen weiter. Allerdings nicht mit dem Friedberger oder Nauheimer Gewerkschaftskartell, sondern mit Vertretern des in Frage kommenden Wirtschaftsbezirtes Hessen und Hessen- Nassau. Daß eine Regelung der Frage innerhalb des Kreises allein zwecklos ist, bleibt nach wie vor unser Standpunkt. Trotzdem sind unabhängig von den Veröffentlichungen im „Oberhessischen Anzuger" Vertrauensmännerversamm- lungen des Hessischen Bauernbundes für die Kreise Friedberg und Büdingen noch für diese Woche berufen worden, in denen über die preiswerte Belieferung der Bevölkerung unb .über -je Kartoffelv-er orgung Beschlüsse gefaßt werden sollen. Entscheidend auch für den Kreis Friedberg wird in letzter Linie die Entwicklung des Kar- tofselpreifts in weiteren Wirtschastsbezirken sein. Ter dem Erzeuger durch die von der Regierung angeregten und festgesetztem Lieferungs- Verträge gezahlte Preis beträgt nicht 31.75 Mk., sondern 30 Mk. Daß Herr Bürgermeister Diehl- Hochweisel gesagt haben soll, der Preis von 31.75 Mk. sei bindend für bi? Landwirte, stimmt ebenfalls nicht. Er hat nur ausgeführt, baß die Landwirtschaft an den abgeschlossenen Erträgen nichts ändern kann, da die Regierung auf der Einhaltung dieser Lieferungsverträge nach wie vor besteht. Den Preis der freien Kartoffeln wird im übrigen der Markt beftimmen, sobald er mieber in seine Rechte eingesetzt ist. ♦ Ohne Zweifel Muß die Winterkartvffel für den Verbraucher einen annehmbaren Preis erhalten. Ob dies aber auf dem Wege der Gewalt erreicht werben kann, ist mehr als. fraglich. * [] Marburg, 7. Sept, lieber das Ergebnis einer im Rathaussaal unter dem Vvr- sitze des Oberpräsidenten Dr. Schwauder aus Kassel abgehaltenen Befpvechung der Vertreter der Regierung von Wiesbaden und Darmstadt, der Kreise und Städte, der Landwirtschaft usw. beiwohnten, wird mit». geteilt, daß der Oberpräsident in längeren Ausführungen die Schwierigkeiten der Kar- toffelbelieferung eingehend erörterte. Jeder Vaterlandsfreund müsse seine eigenen Interessen zurückstellen. Es wird nicht verkannt, daß vvn derLandwirtschaft, insbesondere nach der 6jähriaen Zwangswirtschaft, ein großes Opfer verlangt würde. Dre Vertreter der Landwirtschaft wollen darauf hinwirken, daß die bäuerlichen Organisationen für einen Teil der städtischen Bevölkerung die Kartoffeln zu 20 Mk. liefern, und zwar sollen diese Liefermengen nach der Anbaufläche verrechnet werden. Diese bevorzugte Lieferung soll für die Minderbemittelten erfolgen. Die Feststellung dieser Mengen soll gemeinsam von dem Oberpräsidenten in Kassel und von der hessischenRegierunginDarmstadt rn Zusammenarbeit mit den Vertretern der Landwirtschaft getroffen werden, wie überhaupt eine lieber einftimmung darüber herrschte, daß das Gebiet von Hessen-Nassau und des Freistaates Hessen in dieser Beziehung als wirtschaftliche Einheit betrachtet werden müsse und daß demgemäß auch die erforderlichen Schritte von den beiden Regierungen gemeinsam Vvrgeuommen werden fallen. * T Grünberg, 7. Sept. In bet hiesigen Gegend kauft eine auswärtige Firma bie Zwet- f d) e n auf unb zahlt für den gentner 40—45 Mk. Aus Stabt und Land. Gießen, den 9. Sept. 1920. Lebensmittel. ♦* Die Brotmarkenausgabe findet heute unb morgen in den einzelnen Bezirken statt. * Freibank. Freitag, 10. Sept., werden von 1—3 Uhr bie Nrn. 2101—2200 beliefert. Veranstaltungen. m Hotel Einhorn, 8 Uhr, Waldbühne, „Komtesse Guckerl"". — (Safe Leib Konzert unb Vorstellung der dNebick-Meibinger. — Lichtspieltheater wie gestern. * * * 2lu s dem Stadttheaterbureau. Das letzte Gastspiel in dieser Sommerspielzeit am Dienstag, den 14., abends 7 Uhr, bringt das neueste Werk Sudermanns „D i e R a s ch- y-o f f s"", Schauspiel in 5 Akten, als Erstaufführung. Näheres im Inserat. ** Die Gießener Waldbühne veranstaltet heute abend '8 Uhr im Saal des Hotel Einhorn auf vielfachen Wunsch eine Wiederholung von „Komtesse Guckerl"". Der Reinertrag kommt den oberhessischen Kriegsblinden zugute. ** Künstle r a b e nb. Am 13. September finbet im Hotel Einhorn der einzige diesjährige Abend von Lieselott unb Conrad Berner statt Mit Vortragen aus der Biedermeierzeit. **.Die Ersatzmittelstelle der Provinz Oberhessen teilt uns mit, daß tmmer 1^-01^ versucht wird, alkoholfreien sowie alkobolarmen T r r n k b r a n n t w e i n in den Handel zu bringen, oder ihn zum Verkauf an- zubieten und daß gemäß B 17 der Bekanntmachung von Grundsätzen für die Erteilung und Versagung der Genehmigung von Ersatz- 30 September 1919 (Deut- 'Ti Reichs-MMiger Nr. 225) die Herstellung a °aJretcr un^ alkoholarmer Ersätzqeträntt I«ber Art Erboten ist. Die am 15. Lember 1919 noch ,'.m Verkehr, d. h im Besitze des Handels beslndlichen Vorräte an genehmiqtcn Erzeugnissen obengenannter Art dursten weiterhin bis zum 30. Juni 1920 im Verkehr Diewen. 7 x *. V1 V6 r fa11 aufperrKomman-- b a n t e n b e S „e e e a b I e r"". Anläßlich beS Vor- beaf Opalen von Luckner am Montag in oer nnrb uns von befreundeter Seite folgendes mttg-'teilf Graf pou Luckne- der malige Kommandan! des „Seeadler"" der im bruar b. I von feinen Abenteucrerfahrleu nwr erzählte wurde kürz ich zwischen Kiel und Düst'r- brock, als er abends vom Jadstklub heimkehrte von äftei Strolchen überfallen, lyras von Luckner der feit feiner Kindheit Arbeit unb Sport wie 1 wenige temien gelernt hat, verfügt über ganz er- I fbaunUdje Körperkräfte. — Seine Freunde wissen, daß er ein Geldstück zwischen zwei Fingern völlig zer biegt. — Bei "bent lieber fall tut er, da er sieht, daß "bie beiden Kerle bewaffnet sind, zunächst feyr ängstlich, so daß diese an ihn heranvommen unb sich schon der sicheren Beute freuen. Wie Gras von Luckner das sieht, nimmt er den einen plötzlich bei der Hand unb drückt sie derart „liebevoll"', daß bie Finger aus den Gelenken springen. Glcich- zeittg faßt er den anderen an der Gurgel unb verprügelt ihn, nachdem bei dem ersten der Händedruck geroirft hatte, mit seinem eigenen Stock, datz er liegen blieb. ** D ie Umgehungsbahn bei Klein- Linden hat dieser Tage ein zweites Gleis erhalten unb es herrscht setzt ein lebhafter Güterverkehr auf der Strecke. Besonders sind es Kohlen- züge, die aus dem Ruhrgebiet nach Südbeuffchland unb Italien gehen. ** Der Marineverein hält Sonntag, den 12. September, in Wieseck ein Sommerfest ab, öerbunben mit Preiskegeln, Preisschießen, Kinder- belustigungen und Tanz. Siehe Anzeige. ** Ter Mitteldeutsche Kaninchenzucht verein hielt am Sonntag seine Hauptversammlung ab. Tie Berbandsausstellung soll am 31. Df tobet in Alten-Bujeck stattfinden. Ta bie Abhaltung der Ausstellung wegen der Seuchengefahr auf'Schwierigkeiten gestoßen ist, so wurden drei Vorstandsmitglieder bestimmt, die am Kveis- amt vorstellig werden sollen. Als Preisrichter wurden Viehmann-Kinz.'nbach und Ebert-Gelnhausen bestimmt. Klös-Wieftck sprach über den Zufammen- schlud sämtlicher hessischen Züchter unb bedauert, daß in diesem Sinne noch ferne geeigneten Schritte getan worden seien. ** Der Geslügel- unb Vogelzucht- Verein Gießen u. llmgeg. veranstaltet Sonntag, den 12 .September, eine Mitgliederversammlung. Siehe Anzeige. ** Eine Ausstelluna moberner Kohlensparapparate ftndet am Donnerstag, Freitag und Samstag dieser Woche im Hotel-Mestaürant Stadt Mainz, Kreuzplatz 5, statt. Die praktische Vorführung ist von morgens 10—1 und nachmittags von 3—7 Uhr. Nur zwei Pfund Kohlen, Koks, Tors oder Hotz fallen die Apparate ben ganzen Tag brauchen, um alles in kürzester Zeit daraus zu kochen (1 Liter Wasser m 6 Minuten mit ein paar Stückchen Holz). Landkreis Gießen. USirflar, 6. Sept. Im Kreise feiner Familie feierte der Oekonomie-Aterwalter Heinrich Winter vom Hofgut Neuhof Bei Lang-Göns sein 50i ähnges Arbeitsjubiläum. W. ist ununterbrochen auf dem Hffgut Neuhof tätig gewesen; er ist ein geborener Leihgestemer. Am Sonntag brachte der Gesangverein „Eintracht""- Leihgestern dem Jubilar auf dem Neulwf cm Ständchen. Oetonomierat Müller und Gutspächter Brückmann überreichten dem Jubilar Geschenke. Grünberg, 8. Sept. Am Montag abend lehrte hier der Landwirt Karl HewSel aus russischer GeHangenschast zurück. Seit Sommer 1916 war er in Gefangenschaft unb zuletzt im Lager Andeshan (Ostturkestan). Fast zwei 'Jahre waren seine Angehörigen ohne Lebenszeichen von ihm, vis kürzlich ein Heimkehrer die erste ykrclwicht von iym übermittelte und sein baldiges Kommen m Aussicht stellte. Ta er durch eine Depesche seine Ankunft mitgeteilt hatte, hatte sich eine große ‘Iltenge Zuschauer am Bahnhof eingesunden. Unter Varantritt der Trommler- und Pf^'er-Abteiung des Turnvereins gaben ihm diese das .Geleite zu feiner Wohnung. LJ Lang-Göns, 7. Sept. Tie goldene Hochzeit feiern Gastwirt Konrad Länder und seine Ehefrau Anna Elifabecha, geb. Brücke!. Kreis Alsfeld. a. Flensungen, 6. Sept Gestern nachmittag fand im Saal des Gastwitts Reitz hier eine gutbesuchte Versammlung statt, in der Oss.-Stellv. Lehmann, welcher vor einigen Tagen aus sibirischer Gefangenschaft znrückkehrte, über seine Er- lebnm'e in russischer Gefangen,chffi spra chNachdem Bürgermeister Bräuning dem Redner den Tank der Versammlung ausgesprochen hatte, erinnerte Lehrer Bach in einem Schlußwort an die Einigkeit unseres deutschen Volkes vor 50 Jahren und ermahnte die Anwesenden, an dem wirtschaftlichen und sittlichen Aufbau unseres Vaterlandes mit- zuarbeiten. Kreis Schotten. e. Ulf a. 8. Sept. Wie segensreich bie Tätigkeit bet von ber hiesigen Gemeinde feit etwa einem Viettellahr hier angenommenen Gemeinbe - Jrantenschwester nnrft, beweist die Taffack«, daß die Schwester im Monat Mai 30 Kranke ge psteys und insgesamt bei 407 Kvankenbesuch-n Hufe stelentet hat. Im Juni konnte sie 25, im Juli 34 ftranFen behilflich sein, inbes sie in 554 bzw. 527 Einzelfällen ifyre Dienste ber Krankenpflege widmen An Msnatsbeiträgen gingen für bie iroM-- tahge Einrichtung ftn Mai 274,40 Mk., im Juni 261,20 Mk., im Juli 240,70 Mk. ein, so daß die Ausgaben der , Schwesternstalion gedeckt werden können, wenn bie Beiträge in gleicher Höhe bleiben. Kreis Friedberg. u. Bad-Nauheim, 8. Sept. In der gestern abgehaltenen Stadtverordnetenversammlung wurde folgendes verhandelt: Noch dem vorliegenden Waldwirtschaftsplan sollen im laufenden Geschäftsjahr etoa 800 Raummeter Hvlz in den städtischen Waldungen gefällt werden. — Die Satzungen für den Hessischen Städtebund — Atzev, Bingen, Friedberg, Bad-Nauheim — wurden ge- nehnngt. — Auf Grund eines ärztlichen Zeng- niffes lehnt Frau Ida Joanini die Ueber- nahme des durch Ausscheiden des Stadtverordneten Karl Hartmann (USP.) erledigten Mandats ab. — Die Wahlen zum Gewerbe- und Kaufmannsgericht finden am 10. d. Mts st"". — Stadtv. I. Schäfer stellt den Aniraq, daß sämtliche Eingaben, die an die Versainm- lung gerichtet werden, dieser auch bekanntgegeben werden und nicht nur im engen Kreise eines Ausschusses zur Kenntnis kommen. ^jicbberg, 7. Sept. Die heutige Sladtverorbnetenversammlung wirb durch ben Bei- ^ordneten Geh. Justizrat Windecker geleitet, ba Bürgermeister Dr. Seyb einen vier wöchentlichen Urlaub angetreten hat. Die vorgeschlagene Be- amlen-Besolbungsorbnung wirb nach längerer ^batte angenommen; bie Stadt bezahlt an Ge- lÄo» und Lohnen lahrlich die Summe von 1812 000 Mk ^ie Stadt tritt dem nunmehr end-, gültig gegründeten sog. klernen Stäbtetag als Mit-, glieb ber. — Das Mieteinigungsamt übenrimmt nach Versetzung des Herrn Dr. Wodaege Rechtsanwalt unb Dtotar Joeckel. — Zu dem Üteligions- unterricht ber Israeliten leistet die politisst« Gemeinde iverterhin einen Zuschuß von jährlich 600 Mark; die geforderte Erhöhung wird abgelehnt. — Die Ansprüche eines Dozenten ber polytechnischen Lehranstalt wegen eines Unfalls werden abgelehnt. — Der Einspruch der Brauerei Steinhäußer, welche zu einer Entschädigung wegen Straßenbeschädigung beim Transporte eines schweren Kessels herangezogen werden sollte, wird als begründet anerkannt. Starkenburg und Rheinhessen. rnc. Darmstadt, 8. Sept. In einzelnen Orten an der Bergstraße wütet die R u h r außerordentlich stark. So sind Seeheim, Brk- kenbach, Alsbach, Laudenbach, auch Heppenheim, Hensbach und Weinheim stark vvn Ruhrerkrankungen bettoffen. Leider sind auch schon einige Todesfälle zu verzeichnen. sw. Reichelsheim i. O., 8. Sept. Heute nacht brach bei den Landwirten Fröhlich unb Arras Feuer aus, das auf die Scheune und die Nachbarhäuser Übergriff. Die Scheunen sind vollst änbig nicbergebrannt, während bie Häuser stark beschädigt sind. Der Schaan ist sehr bedeutend, zumal nur ein Teil ber Werte durch bie Versicherung gedeckt ist. Die Scheunen waren vollständig mit Getreide gefüllt. Kreis Wetzlar. fd. Wetzlar, 8. Sept. Die Polizei beschlagnahmte auf dem Bahnhofe mehrere Waggons Aepfel und Zwetschen, bie weit über den Höchstpreis eingekauft waren unb verschoben werben sollten. Das Obst wurde von ber Polizei zu billigen Preisen an die Bevölkerung a6gegeben. Hessen-Nassau. LanLratswahlen im Dillkreis. fd. Herborn, 8. Sept. Ter Kreistag wählte tatm San brat Reg.-Mat ©art mann, nachdem der Vorschlag für Herrn von Hannemonn durch den Regierungspräsidenten zurückgezogen worden war, da gegen ihn noch ein Verfahren schwebt. fd. Bad Homburg v. d. H., 8. Sept. Das Landgraf-Ferdinand-Denkmal im großen Tannen Walde wurde durch Bubenhände zerstört. rnc. 'Frankfurt a. M., 8. Sept. Auf dem Hauptfriedhof fand Mittwoch früh die Beerdigung von zweien ber Opfer der Erwerbslosen-Unruh en statt. Die Frankfurter Erwerbslosen waren vollzählig mit roten Fahnen in Trauerschmuck erschienen. Der Volkschor „Union"" sang vor der Trauch:feier einige Choräle. Die Frankfurter sozialiftiscben Parteien hatten ihre Vertreter entsandt, die in Ansprachen das ttaaische Geschick der Gefallenen schilderten. Äe ließen Kränze an den Gräbern niederlegen. Die Trauerfeier verlief im übrigen in musterhafter Ordnung. Von Demonsttationen, war nichts zu bemerken. Die erhöhte Bereitschaft der Sicherheitspolizei konnte gegen Mittag aufgehoben werden. nie. Frankfurt a. M., 8. Sept. Die beiden äußeren Hafenbecken des Osthafens sollen eine Erweiterung erfahren, damit die Schiffe schneller entladen werden können. Auch der Floßhafen wird vergrößert. Die Arbeiten sollen im Rahmen der Notstandsarbeiten verrichtet werden. mc. Wiesbaden, 8 Sept. Der neue Ko mm un al la nd tag tritt am 20. September in Wiesbaden erstmalig zusammen. Turnen, Spiel und Sport. — Fußball. Am letzten Sonntag spielte die Sicherheitspolizei gegen die zweite Mannschaft des V. f. B. unb konnte nach gleichwertigem Spiel mit 3:2 Toren ben Sieg erringen. — Dis Jugendabteilung des V. f. B. war mit drei Mannschalten nach Wetzlar zum dortigen F.-C. 0) gefahren i anläßlich des Kriegsgefangenen-Wobltatig- keitstages zur Austragung t>on Pvopagandaspielen. Die 3. Mannschaft bfieb mit 3:1 Toren Sieger, bie-2. Mannschaft gewann ebenfalls nach f ehr gutem Spiel mit 2:0 Toren, dagegen mußte sich die 1. Mannschaft die Niederlage von 7:2 Toren gefallen lassen, ba die Wetzlarer „Jugend" ben Gießenern an Alter unb deshalb an Körperkraft weit überlegen war. — .Leichtathletik. Einen recht schönen Abschluß ber diesjährigen leichtathletischen Saison meldet ber Verein für Bewegungsspiele Gießen, insofern, als am vergangnen Sonntag 3 Herren der leichtathletischen Abteilung dieses Vereins in Dtuenbirrg weilten, um an den Sport Wettkämpfen be3 dortigen Fußballklubs teilzunehmm. So konnte dort unter sehr guter Konkurrenz Hans Thöt im Hocksprung und im Weitsprung je den 1. Preis, in ber Klasse der Junioren: Tualla Misipo im Weiffprung, im 75-Meter-Lauf ebenfalls die ersten und im Treikampf den 2. Pr is erringen, ebenso Kurt Braubach den 3. Dreis im Hochsprung. Tie ®ejamtergebnif)e ber leicktathletischm Abteilmr- beß Vereins für Bewegungsspiele im vergangenen Sommerhalbjahr sind folgende: 22 erste Preist (darunter 7 Ehrenpreise), 24 zweite unb 10 dritte Preise. Dieses ist für den erst ein Jahr bestehenden Verein ein Erfolg, wie er hier in Gießen nur einzig dasteht. — H undespo rt. Einen großen Erfolg hatte der hiesige Verein Hundesport auf ber großen allgemeinen Ausstellung am Sonntag in Hanau äu verzeichnen, indem nachstehende Mitglieder des Vereins mit ihren ausgestellten Hunden in starker Konkurrenz folgende Preise errängen: .August Schwan mit seiner Gnrppe rauhh. deutscher Pinscher sieben 1„ drei 2., 3 Ehrenpreise sowie den 1. Staatspreis für beste Grupve und Gesamtleistung; E. Niemann für deutsche Boxer vier 1., otoet 2. unb 1 Ehrenpreis; F. Schreiner für deutschen kurzh. Vorstehhund einen 1. und Ehrenpreis für besten Teutsch-Kurzhaar der Ausstellung; Will). Bach für deutsche Boxer einen 1. und Ehrenpreis; prau Doktor Pauli für französische Zwergbull- bogge einen 1. und Ehrenpreis: Schön-Lollar für deutsch, langhaar. Vorstehhund einen 1. unb Ehrenpreis. A/iefe schönen Erfolge dürften den Beweis erbringen, wie verständnisvoll die Zucht edler Hunderassen in Gießen gepflegt wird. ««Nst tittö wisse«,ychayt. rrn. Ta rmstabt, 8. LEpi. Die Opern» Spielzeit des Landestlwaiecs begann gestern abenb mit einer wirkungsvollen Neueinstudierung „Lohengrin s"", in ber bie neue xuLenplich- und 27 Fortsetzung (Nachdruck verboten.) Dermifc^tci, Rudolf Stoffe t- Blinder Hatz. Roman von Alfred Sassen. lt„ 8. &pt Tit 'den des D|b tg erfahren, ba> xn werden lön« irb vergrötzerr hmen bet Stfr den. Sept. Der xt itt am 20. Z» iralig zusanum Handel 3. Lederbörsentag in Slmiu. Mainz, 7. Sept. Unter tablreidrm Besuch fanb heute der 3 Loderbörsentag in Mainz statt. Ter lebhaftere Verte'n in Ferligwbrikaten rief allgemein erne regere Nauflust sowohl m Lauten wie in Leder hervor. Ter Markt ist als sehr fest zu bezeichnen, wenn auch Medrfvrderungen von den Ntäuiern Widerstand entgegengesetzt wird. Bei den Preisen für Rohivare mufUen fid) tnc Kaufliebhaber b.*reitfini>en, höhere Preise zu bewilligen. In Leder wurden die auf den Lagern fertigen Partien zu ungefähr den bei den tobten Börsentagen in Köln und Leipzig notierten Prenen verkcntft, ivobei auch di? Preise mehr nach der obersten Grenze dieser Dotierungen anzogen. Gesucht waren besonders billigere Posten, die aber nicht mehr reichlich angeboten nxrren Im Anschluß an den Lederbörsenbag fand die zahlreich besuchte Äciute-Aultion statt, bei der za anziehenden Preisen olle angebvtaiai Ifoto Käufer sanden. Die Preise erfuhren gegen die letzte s2t;ir- tion einen Aufschlag von ca. 15—20 Prozent. Im einzelnen wurden ungefähr folgende Preise erzielt: StW, Rinder, Ochsen ohne Kopf 12,05 bis 13,70 Mk., dto mit Kopf 12,56 bis 13,56 Ml., Bullen ohne Kopf 11,30 bis 12,90 Mk., dto mit Kops 11,55 bis 12,55 Mk., Fresser 13,50 bt« 13,65 Mk., Kalbfelle ohne LVopf 15 — bis 15,65 Mark, Kalbfelle mit Kovf 13,05 bis 13,15 M7., Rohhäute 160,— bis 286,— Mk. Preise für Leder: Eichenlohg Rhnn. Sohlleder und Vacheleder in Lälfben 80 bis 85 Mk. für 1 Klg. Eichenlohg. Rhein Sohlleder und Bacheleder in Kernstücken 100 bis 110 Mk. für 1 Klg. Sohlleder in Dälftett 65 bis 75 Mk süc 1 Klg. Sohlleder in Kernstücken 98 bis 103 Mk. für 1 Klg. Zahrn-Äacheieder in Lälfton 53 bis 65 Mk. für 1 Klg. Zahm-Bacheloder in K'enr- stücken 40 bis 45 'Mff. für 1 Klg Zahrn-Bache- leder 33 bis 38 Mk. für 1 Klg. Zohm-Baci-eseiten 52 bis 58 Mk. für 1 Klg. Wild-Bacheleder in Kernstücken 72 bis 78 Mk. für 1 Klg I" 8, Sept. Toj Denkmal m )vrch MtnM ?•/ 8. Sept. Aus ttwoch früh bit r Opfer bei en statt. % m vollzählig rschmuck erschik- " sang vor ber Die tftanffur/tr n ihre Vertreter das tragijäe 6t» irten. eie sichen niederlegen. Tie eigen in mufter» »nsttationen, hxn söhte Bereitschasi te gegen Mittag ,”n der HM !fenm9 ibg* I. ^illkreis. n Mislag wöhltz ""nn, na6bem ^nrmonn durch ba "»Iden war, 1 schwebt. * Lin z, 8. Sept. (Wvlff.l Im Gebiete der Nebenflüsse der Donau trat infolge des rnhaltenden Regenwetters der letzten Tage L> o ch - wasser ein, das besonders längs der Enns un'. des Traun arge Verheenmgrn anridx'etc. Sämtliche niedrig gelegenen Ortschaften ttn diesen Flüssen sfttd überflutet und die Brücken weggerissen. Der Verkehe auf den Straften und der Eisenbahn ist lahmgelegt. Ebensee mit seinen Salinen, Teile non Gmunden, Ischl, Govisern, Lxrllstvdt stehen äD^^nint Sä && WZ Ntlfra. ZZ- Seiber S Äka,‘ und bit ftTÄ tat die & mai >vavn voll. Ein neuer Sprudel. fd. Andernach, 8. Sevt. Auf dem Grundstück der Augustus-A-G zu Namedy brech ein neuer kohlensaurer Smudel mit großer Gewalt und starker .Kvhlensäuneentwickelung durch. Nunmehr entspringen in der Gemarkung Namedy drn Quellen in drei- Lis vierstündigen Zrvischeuräumen mit ftarfer Ausstoßung von Mineralwrsier und Kohlensänre der Erde, ein Schauspiel, das täglich zahllose Zuschauer anlockt. Das Erübeden in Italien. Paris, 9 Sept. (WTB.) Nach Meldungen aus Rom sind in der Provinz Florenz 2 00 Personen bei dem Erdbeben getötet und über 3 00 verletzt worden In der Provinz Spezia spricht man von mehreren hundert Toten. Die Bewohner kampieren auf dem Lande im Freien, da sie neue Erdstöße befürchten. iv Sport. n Sonntag fpitk I ! zweite Mamiön I [[eid'.roertigem I erringen. - 01 I iar mit dm Wann- ■ ■[igei M- T I ■jugciien-BobiW I Propiganoalvmtt. | 3:1 Toren enjf I benW W ■ bagegen ntuBti ■ ige von 7:2 Tom | frei „Jugend t« ■ ;alb an ßorpeman ■ guten ttKt Mg I 'tathlct's-n AL I gungäipiefe * | Sonntag 3 W W -sS ff M ic„ Wipo ic I •ü tm#- J I em <7 (tu^gi n | gier in R ’SfJÜ c * feit*1 - vier 1■ W .»Äs rS«, «ff fr ** lüid' l S&S gestorben. Rudoli Masse wurde am 7. Mai 1843 zu Graetz in Posen geboren. Zu Beginn der sechziger Jab« kam er nach Berlin, wo er zunächst im Geschäft seines Bruders Salomon Mosse titig war Ströter trat er als kaufmännischer Angestellter in die Firma A. Losmann u. Eo. ein Er widmete sich hier dem Inseratensach und begründete im Jahre 1867 fein- eigene Annoncen-Expedition, welche die Grundlage zu feinem großen Ver- mögensctw?rb wurde, so daß Rudolf Mosse jetzt N-r größte Steuerzahler von Berlin geworden ist Im Jahre 1871 gründet? Mosse das Berliner Tageblatt und erwarb später auch die Berfiner Bo'tszeitung. Auch die Berliner Morgenzettung erscheint im Mosfeschen Verlag. Rudolf Mosse verdankte seinem Einfluß vor allem natürlrch dem Umstande, daß er die richtigen Entschlüsse im richtigen Momente zu fassen wußte. Er verstand fein? Zeit und erkannte die erweiterten publizistischen Bedürfnisse, die die politische und wirtschaftlich? Entwickltmg Deutschlands in den letzten Jahrzehnten entstehen ließen. Auch durch bie SxrnWimgen feines privaten Lebens hat fick Rudolf Moffe den Dank der Ceffcnthrbfeit vertneni. Er sowohl wie seine Gattin sind stets als WvbltSter großen Stils tätig gewesen, wie u a. die Schaffung des Rudolf Mosseftben Küaben- heims beweist. Zu seinem 70. Geburtstag erruft etc Mosse eine Stiftung für erwerbsunfähig? Per- ftmen vorgerückten Alters mit einem Kapital von einer Millian Mark, das in Beträgen von 500 und 1000 Mk. an die bedachten Personen all- iä6rltd) verkeilt werden soll. Außer der erivahnten Stiftung hat flhthofi Molle dem Rudvlf-Virckvw- ibause 100000 Mk., 18 Vereinen und Wohltätig- keitsinstituten je 10000 Ml. schließlich 300 000 Mark zur Verteilung an die Angestellten und Arbeiter her Firma gestiftet Für Angelsörige des fmtrnalistisck«m Benlles hat Mosse eine Stiftung tu Höh? rvn 300 000 Mk. gemacht, deren Zinsen >mters1ützunq-^l»edürftigen Journalisten ohne Riick- ftdit auf ihre Parteistellung zugute kommen sollen. Uebkrschweminunll im Donaugebiet. mrter Wasser Auch die Erönau steigt ununterbrochen. Der gesamte Dampfschifssverkehr zwischen Wien und Linz ist eingestellt worden. Der ange- nchtelc Schaden ist überall sehr groß. Münche^, 8. Sept. (Wvlff.l Aus allen Teilen Süfchayerns taufen Nachrichten über Lo ch- wafserschäden ein. Inn und Salzach richteten in Mülfllvrf, Wasserburg und anderen an ihren Ufern gelegenen Orten schweren Schaden an. Die Bahnstrecken sind vielfach unterbrochen. Ganze Dörfer mtb Stadtteile sieben unter Wafler. In Mübldorl und Erding wurden Häuser fortaeriffen, wobei auch Menschenleben M beklagen sind. Auch die Lech, Wertach und Iller find weiter gestiegen. Die Eisenbahn Augsburg — Ingolstadt ist unterbrochen Tie Isar mit ihren Nebenflüssen führt ein gewaltiges Dvchwaller. Der in ihrem Flußgebiet angerichtete Schaden ge'bt in bie Millionen. München, 8. Sept. (WDB.l Die st a r k e n Regenfälle im Gebirge und die örtllchen Wolkenbrüche aus der bayrischen Hochebene haben seit gestern aufaehört. Der Oberlauf der Iller, des Lechs und der Isar sind seit gestern im Abnebmen. An der Isar passierte die größte .Hochwasserwelle München gestern Abend 10 Uhr mit 390 Zentimeter Pegelstand. Im Unterlauf der Flülle und an der Donau bauert das katastrophale D o chwasser fort. Im Inn und der Salzach wurden die HSchst- bestände von 1890 fast eroeicht. Die Salzach zeigte beute früh einen ziemlich raschen Rückgang. Die Donau batte vormittags m Passau bei einem stündlichen Zunehmen von 10 Zentimeter bereits den Pegelstand von 790 erreicht. Salzburg, 8. Sept. (2Lolff.) Die Salzach überflutete die Scckzburaer Vororte Nonnthal und Lehen. Aus dem Ueberschwemmungsgebiet vonPinzgau bis Obern darf werden vielfack Lrückenernsl-ürze, Straßen- imb Dammru'.sche sowie Stockungen im Eisenbahnverkehr gemeldet. Der €d,abnt ist enorm. Der Regen dauert noch lei-cht an. vorwärts, gerade auf "bie Stelle §u, ^ata stand — sie ergriff die Dand des lungen Mädchens, mit der fcärtt einer Eisenklammer legten sich chre Finger darum. Dicht vor sich saH die Geängstigte das weiße, 'tarre und doch so dämonisch belebte Gesicht dw schreckliclien alten Frau, sie fühlte einen glüchmr^n Elfern über ihr Gesicht hin wehen, ihr Ohr trafen betäubende Lxnnmerschläge die immer wvder- t^lten, dumpf drängenden Laute: „Sprich, sprich!" r~ — und da fühlte sie eine lähmende Aillen- 'vstgkeit in sich Platz greifen. „Tort am Sarge lege deinen Schwur ab — in falten Hände des Toten hinein!" Und mit ehret Bewegung wilden Triumphs ^8 die Blinde das junge MÄchen mit sich hin zu dem grausigen Opferaltar. „Schwöre! Schwöre!" Aus den Augen, in denen ein irres Flackern war, itarrte die unglückliche Rena nieder auf *t»a§ wachsbleiche Antlitz des Toten. Plötzlich fühlte sie ihre öände vereinigt mit J^nen des Verblichenen. Eine Kälte stieg daraus und teilte sich ihrem ganzen Körper mit. wetndr, der Tote werde sie nun sesthalten — Berlin, 8. Sept. Börsenstimmungs- bild. Die Unlust und die Zurückhaltung an der Börse ist noch vorherrschrnd, doch ist die Verkaufsneigung jedenfalls geringer geworden. Die Kurs- lildmtg war infolge der noch verschiedentlich l-erauskommeTtden Aare mtregdmä6ig. .Hervortret ettd war die feste Haltung für Auslandswerte wegen der neuerlichen starken Steigerung der Devisenpreise, so daß namentlich Deutsck^e Uebersee, Baltimore, Canada' und Schantung sowie van Auslandsrrnten Mexikaner und Griechen erneut höher gingen. Von Petroleumwerten warenSteaua Romana bei großem Geschäft 125 steigend, wogegen die übrigen Werte auf diesem Gebiet schwacher waren. Von Kolonialwerten büßten Neuguinea wegen der Gmtcigmnig des Besitzes 130 Proz. ein, später aber etwas erholt. Am Montanmarkte machte sich eine Erholung geltend, von der besonders Buderus, Hösch, Thale, Westeregeln profitierten. Schiffahrtswerte mären zumeist noch etwas nachgebeild. Die übrigen Gebiete waren still und weniger verändert, aber Thalc und Goldschmidt steigend. Gegen Schluß trat auf die starke Befestigung des Montanmarktes, besonders für Bochumer, eine allgemeine Befestigung der Tcn- deitz ein Der Einheitskurs für Jndustriewerte war noch inrvegelmäßig, aber gut behanptit Frankfurt a. M., 9. Sept. Börseir- st i m m u n g s b i l d. Die Abendbörse Vertief fest, unter Bevorzugung von Montanpapieren, wo hie Spekulation zu Rückkäufen schritt. Lebhaft gefragt waren Buderus, welche 24 Proz. gesteigert wurden, 409.—, Mannesmann fanden zu erhöhtem Kurse Aufnahme, 440.—, ferner zogen Harpen er 5 auf 345 an, Gelsenlirchener auf 317.— plus 4 Pvoz., Deutsch Luxemburg 309Vr, Rhein stahl gewinnen 13 Proz., 388.—. Hamburg PaSet- fahrt sind mit 186 — 3 Pro;., Nordd. Lloyd mit 180.— V« Pvoz. erholt. Neu-Guinea waren zu erhöhtem Kurse gefragt, ba die Nachricht von der Enteignung starkm Zweifeln begegnet, 850 genannt. Dtatn Minen waren 20 Mk gebessert, 855 bis 860. Genußscheine 710.—. Deutsche P> troleum abgefchwäche, 1410. Bm JndustriepaPieren, welche im allgemeinen feilere Haltung auiwnsen, notierten Dchuckert 199 —, Prnfelfiabrik fläimberg ^Mmahldy Sängerin Fannv Eleve durch ihr f^M»t!i^«s Organ, oaS hohe Ausbildung besitzt, Ai gutp. iwffnunfltn berechttgte. Auch die übrigen einüimiid;e'' L5äste sanden volle Anerkennmtg. Tie Znizenierurg zeigte mancherlei U-rb-llerun- fltn. Tas Orchester leistete, wie üblich, unter Ba 1- lings Leitung ganz Hervorragendes * Berlin, 8. Sep: lWoM.) Dr. h. c. Rudolf Moffe ist heute vormittag im Alter von 77 Zähren auf feinem Rittergut in Schenken darf ewig, ewig — ja, cs gab Fein Entrinnen, Beinen Ausweg mehr — Eine Ohnmacht wollte sich auf sie nieder- fenfen-- Während ihr die Sinne schon zu vergehen drohten, cmpßmd sie aber das Anprallen ihres Körpers gegen den Sarg--in der unbestimmten Dämmerung, die inzwischen hereingebrochen war, sah sie den schmalen Totenschrein schwm- ten — — Allmächtiger, wenn er siel — bie Leiche zu Boden stürzte, sie mit sich reißend — — Tie fürchterliche Vorstellung rüttelte sie auf. Mit einer letzten übermenschlichen ÄYaftanftrengung entwand sie sich den sie umttammemden Armen der alten Frau und gewann die Tür. Jetzt stand sie draußen im Flur — ein krampfhaftes Aufatmen, das aber der gepeinigten Brust feine Erleichterung gab, — dann taumelte sie oie Treppe hinab-- Anna Reinsdorf, die drunten geroartct_ hatte, fing den von wilder Angst gerüttelten Mädchen- ; körper auf. „Um Gotteswillen, waS ist denn gesch^en — ? fragte das alte Fräulein mit versagender Stimme. „Retten ene mich!" keuchte der farblose tmz> verzerrte junge Mund. „Fort, fort!" In der lnlbofsen.'n Tür der Wohnstube er» ' schien die erschrockene Mraniell. '21ima ReinSdorf machte eine Bewegung, als : wolle sie das junge Mädchen in die Wohnstube ; geleiten — . , Ta aber schrie Rena auf: „Nern, nein! Fort aus diesem House — fort!" 290 —, Spiegel und Spiegelglas 467.— plus s, Zellstoff' Afchanenburg 407.—, Metall Bmywerke 245Vi, Scheideanstalt 608.—, an der -Jtadröödt 610.— bis 614 —, Majchf. Gritzner 456 — plus 15 Proz. Deutsch Uebcrfec fchwächer. 925 — (— 21 Praz.). Mexikaner abgesch.vächt 5pr.iz. Silbermex. 394, 3proz. Silbermer. 265.—, 5vr>;. Golvmex. 488 ä 489»/,, 5pv)z. RachSanlevhe 79' Frankfurt a. M., 9. Sept. •teblfenmartt. Geld Dries Geld Drl«' Datum-. 7. Sept. 8. Sept. Das sozialdemokratische Parteiprogramm. Berlin, 8. Sept. Zur Frage der Erneuerung des sozialdemokratischen Parteiprogramms hebt der „Vonvürts" aus einem ftuiaebwnbaitb der demnächst erscheinen un d, die beiden Anftätze hervor, die die beiden früheren iozieldemokratv'chen ReichswirtscirastsminNler Schmidt und Mistel geliefert haben. Schmidt kommt zu dem Er-gebnis, daß die Planwirtschaft nicht durchführbar fei. wahrend Wissel den Gedanken der letzteren verteidigt. Die Breslauer Tumulte vor Gericht. Tlmstertzam-Rstterb. 1628,35 1631,35 1365,85 1669,15 Drüssit.Antwerpen Christ'ania stopenhagin .. Stockh.lm fielflngfor«. .... Italien London. N«w-7)ork. . .. Pari» Sd)BMtJ...... Spanien Wien (altes) . ., Deutsch-vesterr. abj. Prag Budapest.. Bulgarien .... Konstantinopel. 373,60 374,40 375,60 376,40 739,26 740,75 744,25 745,75 741,75 743,25 739,25 740,75 1039.- 1041.- 1041,50 1043,50 168,80 169,20 230,75 231,25 183,30 183,70 51,70 51,80 350,65 351,35 846,65 848,35 761,70 763,30 22,47 22,53 21,72 21,78 80,40 80,60 18,60 18,64 170,80 171,20 228,25 228,75 185,-0 185,70 50,07 50,17 354,65 355,35 854,10 155,80 769,20 770,80 21,72 21,78 21,22 21,28 80,80 81,- 18,78 18,82 VHrsenknrfs. Tahmr. ß^'DeutJtriegsawL 40/n'Deui. Mch einer Meldung des „Teleqraas' aus London tritt der Völkerbundsratam 16. September in Paris zusammen. Er wird wichtige Fragen, in der Hauptsache diplomatischen Charr, was den Arbchsern große Bedenven einffibt. Sie fragen fick: jejti, ab bte dluÄevtung ihrer FastrsHation wirtschaftlich übr- Haupt möglich sei, iraim die Ingenu-ure und Betriebsleiter ihre Mith.'l'' nützt goßen. 9htt das Spezia listen personal wird auch ein bedeutender Truck aus geübt, um es twi zu briagen, mit Den Arbeitern gerwemfente Sache zu machen. Tie Z,n- tungen sind in der Lage, yt berichten, baß kn Berband der Ingenieure den Arbeitern eine negative Antwort erteilt hat Rom, d. Sept (TO3.) Das „Giornole d'Ia- lia" vernimmt, daß die gewerkschaftlichen Organisationen Englands den i*alv- nifchen angewinen Arsttiterbund um AuSknnlt gefragt haben über die Bedender iwliemschnr 9J?etan u unterstützen, damit diese den Sieg erringen Wnnten Das Erdbeben in Italien. Rom, 8. Sept. (WB.) Stefani. Jwfelge des l^ten Erdbebens sind die Telegraphen- und Tele- Vbonleitungen an zahlreichen Orten zerstört w-r- ben. In Predo sind z-rchsreiche Mmttnc emgestürzt. Tie Zkirche in Bia Ifeggio würbe »erstark In Eastatlofra-noo di Sotto fkftrtten di? meinen -ürchen ein. Bon den Ortschaften Rkversano, Fornr und sstbonÄttzvoso stehen nur noch die Türme. In Bvtesioo »ob es eine Ak«E Berfetzter. In Ma- ngito unb Carrara wurden i*M*i*: Läufer be* schHtzi^. In zahlreicher Ortschaften entstand etire Panis, wobei zahlreiche Personen Berletznngen und einige den Tod erlitten. Ein bslfchewisiischer Fel^u« ßetrtn Indien? Lond'on, 8. Sept. 030.) (Sät Funkspruch vom 6. besagt: Moskauer Nachrichten melden, i>iB Enver Pascha auf Wunsch LenknS und TratzttS «um Oberkommandratten tzerbolschewistifchen Truppen, die gegen Indien marschieren, enerfannt wurde Ti? bolschewistischen Truppen im Sfauftfuß, Persien, Afghanis«! unb TranS- kaspien sind unter feinen Befehl gestellt worden. Enver Bascha hat fein üxniätoimrtier in Smolensk. Munitiouserplüsion. Magdeburg, 8. Sept. (MTB.) In dem Muni tion Sdepvt von Egerwisch box Magdeburg etttjpi* sich gestern in einem SckwPPrn eine schwere Muvrtlon-exvlasron, durch die drei Arbeiter getötet moeben sind. T« Ursache ber Exptofean ist noch wiA emnfkTt. Hühneraugen Hornhaut, 5*vn»le« u Wirrea beseitig 5dntotl,5id>0tu.5d!HieBte 1/ । • | 100000fehlwärt Kukirol -PnwM.3.- In Apotheken » Dve^erien erhätiliA Drogerie Noll, Rehahohtr. 51. Tas alte Fräulein stund dfesem wilden AuS- bruch einen Augenblick ratlos gegenüber, dann sagte sie schnell gefaßt zu der Mamsell: „Es ist wobl am besten, ich nehme Rena mit hu mir nach Sxrufe, bis sie sich etholt und beruhigt hat. Bittt, gehen Sie einmal hinauf zu Frau Bownröst). Melleicht braucht sie Lnlfe." Während die Mamsell, der erhaltenen Weisung folgend, verständnislos und zitternd die Trepp? hinausichritt, verließen Anno Reirrsdorf und Rena das Haus. XI. In der Lehrerwvhnung mischte Anna Reinsdorf der armen Rena vor allem einen nerven berufne erben Trank und bat sie, sich aur em em Ruhebett ein wenig lang auszuftrecken. DaS alte Fräulein hoffte, nach der grenzenlosen Erregung wurde nun der natürliche Rückschlag kommen und in der Erschöpfung dem jungen Mädchen einige Stunden Schlaf mitbringen Rena streckte sich wirklich gehorsam aus, mit einem ergreifenden Seufzer u"aus»'pvechttcher Erleichterung, und schlotz auch gleich die Augen. Aber ihre Zähne schlugen noch bann und wann zusammen und die Glieder flogen in leisen, nervösen Zuckungen. Anna Reinsdvn glaubte sie trotzdem für ein Paar Augenblicke verlassen $u können. Sfe huschte in das anstoßende Zimmer, wo sie ben Bruder fanb. Boller Bestürzung fragte et: „Mrin Gott, was ist denn geschehen?" Tie Sck-raster teilte ihm das Wenige mit, was sie selbst wvsttt. „DaS arme, arme Ding," nickte der Lehrer vor sich hin. „Soviel Itfeert mstsfen um bas bißchen Liebe! Ist es nicht gut, Arina, daß wir m uxtfean stillen S?a)en etngefeufen sind, ost« daß u»s dec- aritge Stürme zerMust haben — ?" Beinahe hätte ihm die Schwester geantiwrtet: „Davon »erstestt ihr Männer nichts! 3u mas tut dem werblichen .ixnteit weh and wohl zugleich!" Aber der Auseublick schien ihr doch nicht ber rechte ia einer fetchän Aartzernug, die erneu verräwrischWWD LuWlel in 3 Akten, stakt. 9587 D Ser lleinerkW temmt ien oüer- hessischeii UiegsöliM» msle. 31 JnhJl.ttaberlandA Nur heute! Nur heute Kriminal-Sensations-Abenteuer DerschweigendeGast i. Stuart Webbs in seinem neuen Sensationsabenteuer Der gestreifte Domino Detektiv-Abenteuer in 5 Akten. ZA M Kriminal-Abenteuer in 4 Akten. Nuri Tag! Nur 1 Tag! Ab morgen: 9602c Harry Piel in Die Geheimnisse des Zirkus Barre Harry Piels tollstes Abenteuer. Sensationen über Sensal Ionen. Zirkus Barre überragt, was Sensation anbelangt, bei weitem Zirkus Wolfsohn. Um Andrang zu vermeiden wird gebeten, die Nachmittagsvorstellungen zu besuchen. Anfang 4 Uhr. Anfang 4 Uhr. Letzte Vorstellung abends 8/<9lJhr. [Vermietungen | 6*in mvbl. 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