Mittwoch, 9. Zum 1920 170. Jahrgang Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum'Nachmittag vorher ohne jede Verbin dlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigenv. 34 mm Breite örtlich 35 Pf., auswärts 45 Pf.; für Reklame» Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Platz» Vorschrift 20% Aufschlag. Hauptschristletter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: H. Deck, sämtlich in Gießen. Nr. 135 Der Siebener Anzeige, erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, vezngspreis: Monatlich Mark 3.60, vierteljährlichMark 10 80 einschließlich des Bestellgelds ; durch die Post vierteljährlich Mark 9.75 ausschließlich Bestellgeld. Fernsprech-Anschlüsse: sürdieSchrifllrittuig 112; Verlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Giehen. Postscheckkonto: Zransfurt a. M. U686 ietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhesien vrnck und Verlag; Srühl'sche Univ.-Vuch- und Aeindruckerei N. Lange. Schrlstleltnng, SeschästssteUe und vruckerci: Schul,ttahe 7. vcmi'sion de; Rcichstabinett; Bei der Berechnung ergab M, datz von Abgeordneten Unser Hinzurechnung Der folgende bekannte Per'önlichk it-m: (53?.totb"m> f a*en:: ebe so unsä Staatsrninisaer Stelling, M-inister Seherin g, Huö, deutsche Volk Meerfeld, Auer, Reichskanzler Müller und Reichs- ist der Anfick Minister Schmidt, die Unabhängigen Tont Sender, zialismus. 5531 157 4 809 862 3638 851 3456131 3560 800 2152509 aus den Absttrnmungsgcbseien ergibt sich, oatz der neue Reichstag insgesamt 460 Abgeordnete zählen wird. Die Mandatsverleiluug ergibt mit dieser Hinzurechnung folgendes Bild: den Restftimmen Mer 30 000 je ein Mandat auf die Demokratische Partei, die deutschnationale Volkspartei und die christlichl-förderalisti- sche Liste entfallen. Im übrigen verteilen sich die Restftimmen folgendermaßen: sind mit Berücksich igung der Verteilung der Reststi-umen auf die Vcrbar.dswahlkceise und die Reichslisten 418 Abgeordnete gewühltwor- Mehch isoziaidemokraten Unabhängige Deutsch nationale Deutsche Voik^partei Berlin, 8. Juni. (Wolff.) N e i ch s k a b i n e t t hat fiel) heute mittag um 12 Uhr versammelt und dem Neichspräsiden 110 80 67 65 61 45 21 4 5 2 sick noch Der neue Reichstag. Bersin, 8. Juni. (WTB.) Wie wir von zuständiger Stelle Zerfahren, sind bei den Wah len zum Reichstag nach den vorläufigen amtlichen Meldungen, die beim Reichstvahlleiter eingelaufen sind, insgesamt 25 719067 Stimmen abgegeben norden. Davon entfallen aus die einzelnen Parteien folgende Stimmen: Paris, 8. Juni. (Wolfs.) Die Pariser Presse berfolgt mit gespanntester Aufmerkiamkeir die Ergehn sse der Reichstagswahl. „Echo de Paris" glaubt, datz Deu.sch and eine starke Regierung brauche, die sich Gehorsam erzivurgen könne. Das deutsche Volk von morgen sei aber 'ebenso unfähig, eine solche zu bi.den wie das ' ‘ " «***•• . „Petit Parisie n" Ans dein lUicbe. Berlin, 8. Juni. (WB.) Amtlich wird bo- stätigt, dch die Einfuhr von Gemüse u - nernmen und Säuglinge. Tie Veri- i nng der lock>- lerzigen O'abe i benrchm der tu erlä discke Frauen- verein. 200 Kisten wurden nach Wie, übrs.rw>t. Pirmasens, 8. Juni (WTB.l Wie nstr hören, trafen vier Delegierte des Michsmmiite- linms ein, um mit den städtischen Behörden und beit Industriellen über die Verminderung der Arbeitslosigkeit und die Wiederaufnahme der Arbeit zu verhandeln. In der leßten Woche stieg hier die Iaht der Arberts-. losen aus 6000 Mamu I tagswahlen im Wckhffrcise Hessen-Nassau wee.eir zchloer for e er B r öi e dtvie w.gen Das I behauvieler ges-tziv driger Beei.glus.ung.n äuge- SoziaMmokrat'en Unabhingige Jen'Nlm Dmt chnationaK Dmtftl)' Volkspartei Demokraten Christ ich? ^örderaliffen Bay^richer Bauernbund Dmtsch-Hannoveraner Kommunisten Unter den Gewählten befinden 92 80 61 59 58 36 21 5 4 2 den und zwar: Mchrheitssozialdemo traten UnabhingiM Dcutschnmionalr Deutsche Volkspartei Zmiru 'n Dev'o n en Ch ist. ch: Föderalisten Dru.ch Hannoveraner Bayeri cher Bauernbund Kou-.muuiftische Partei Zentrum : Demo ra^cn Christl.-fö Deral stische Lifte (Bayer. Vollspar ri und Ch iftl. Volks- rmr^ei) 1254963 Kommunistische Partei 438199 Deutsch Hannover ner 318 104 Aufgrund bi s's S.immenverhäl nissts fochten loerden wird. Köln. Vollständiges Ergebnis in: 23. Wahlkreis Köln-Aachm: DN. f in n Sch, Sich 35 919, TV. 1 Sitz, 17 919 Nest, Z. 7 Scho, 23 231 Nest, Ehr. Vp. teilten Sitz, 54 871 Rest, USP. 1 Sitz, 11050 Rest. . . Koblenz. 24. Wahlkreis(Koblcnz-Tner Birl'enfeld. Cndg'l igs Waslergebr.is: Deist ck.' Dolksvarei 66910. De tch-atima'e 2b0 6, Christl. Vo ksp. 29 629, Zerttum 296 377, Teir.o^ traten 15 623, Mehsth.itsv ia i'eu 61C5j, Unabhängige 29 663. Es entfallen also auf Teutsckie Vo'ksparti und die Metzsth itssozralt^e je ein, auf das Zentrum 4 Abgeordnete. Es beteiligten sich an der Wckhl int Durch! chnttt 60 bis 65 Prozent der Wühler. Nürnberg. Eitdgültiges Ergebnis int ~9. Wahlkreis Franken: Unabhängige 2 Sche, 54 886 Rest, Sozialdemokraten 3 Sche. 3630 Rest, Deutschsozialisten keinen Sitz. 2972 Rest Bayerische Bolkspartei 5 Sitze, 9257 Rest. Bayetrisd>e Mittelpartei (der deutsche atioimlen Partei angeschlosteatt 3 Sitze, 31 336 Rest, Demokraten 2 Sitze, 1170o Rest, Deutsch' Bolkspartei keinen Sitz. 30 537 Reit, Kommunistisä-e Partei keinen Sitz. 10973 Rest. Wiesbaden. Amtliches Wahlergebnts des Regierungsbezirks Wiesbaden: TV. 101 857, TN. 57 649, Z. 123 681, Dmt. 70 680, SP. 151 836, USP. 89 855, Kom. 1355. den feine Demission angebolen. Der Reicl)spräsiden1 hat sie angenommen und die Minister gebeten, bis aus weiteres ihre Ge- chäfte lveitcrzusühren. Außerdem hat er den Reichskanzler ersucht, darauf hinzulvirken, daß eine nwglichst beschleunigte Feststellung des Wahlergebnisses erfolgt und die Einberufung des R e i ch s t a g e s Möglichst bald stattfinden möge. Die MgliHkeitsn eher Regierungr- biiöung. Berlin 9. Juni. Der „V o r w ä r t s" stellt fest, datz der Reichspräsident bisher noch mit keinem führenden Politiker über die Frage der Regierungsbildung verhandelt hat. In sozialdemokratischen Steilen wiege die Ansicht vrr datz der Schlüssel der Situation jetzt bei den Unabhängigen liege. Nur die Unabhängigen könnten, indem sie sich zur positiven Mehrheits- bildung bereit erhärten, die Olottvendigtzett, euic Regieruug der Rechnen zu bilden, beseitigen. Versagten sich die Unabhängigen der Mitwirkmtg zu dem Zweck, eine Re chts regierung< zu ver- hindern, so bleibe bie V-iboung enter solck-en der einzige Ausweg aus der verworrenen Lage. Die Sozialdemokraten werden sich an einer weiter nach rechts neigenden Regierung nicht beteiligen, sondern in Opposition zu ihr sich stellen. Die neu- gewählte sozialdemokratische Reich stagssraltion mib der Parteiairsschutz treten am Sonntag zu eurer gemeinsamen Beiprechung zusainmsit. Wie dem „Lokalanzeiger" von maßgebender Seite mitgeteilt wird, dürfte dieD e u t sch nationale Volkspartei bereit sein in eine Regierung einzutreten, an der auch die Mehr- 'lMtssozialistien teilne'hinen. Voraussetzung sei, dasi die Deulschnationalen nicht gezwungen würden, von chren Hauptgrundsätzen abzuweich.m. ?luch die Deutsche Volks Part er sei bereit, einer Koalition beizutreten, in der auch die Mehrheitssozialisten sitzen. Vorbedingung seien jedoch einige Forderung en, von denen sie unter keinen Um- Mnden abtveichen würden. Sie würden vertan/en, daß nach Spaa wirkliche Staatsmänner und keine Parteimänner entlaubt würden, daß nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten regiert, ioerbe, baß das Beamtentum von ber Politik verschont bleiöe unb baß bie Stnatsantorität wi der her gestellt und die ZuverlÜsstgLstt imicm: Rrick-s'w^hr gesichr.irt bleibe. Ans Z e n t r n m s kr eis en wird versichert, daß das Zentrum es gern sehen würde, wenn eine Koalition von den Deutschnatioaalen oder mindestens von der Deutschen Vottspartet bis fru ben Mehrhritssozialisten grschnf en werden könne. Nach der „Tägl. Rund sch." sei bie Deutsche Vo.ks- partri aus Pflichtgefühl unb Op ersinn zur Mitarbeit unter sehr bestimmten VmUmsetzungen bereit. Sie könne aber auck außerhalb der Regierung wirken. ,, . . _ Die „Deutsche Allg. Z t g." schreibt, daß es scheine, als möchten bie Mehrheitssozialnden jetzt bi? Folgerungen aus bem Wahlergebnis jicljen unb, hierin solibarisch.mit b?n Unabhängigen, den Recht? Parteien mit bem Zentrum bie Regierungs- möglichkeit gewährleisten. Die Denlbarkeit einer solchen Rechtsregierung sei fraglich. Fran ösische Presfeftimme«. Die Uanseren; von Snaa am 5. Juli. Brüssel, 8 .yuni. (WTB.) Havas meldet, datz, nack-dem Millevanb der Verschiebung der Komevenz von Spaa zngesttmmt hab', diese nunmehr am 5. Ju l i stattfinden wird. Ihr wird ein? Konferenz der Pvemirrminii'i>er der altüerten Staa ten voran gehen, die am 2., 3. und 4. Juli in Brüssel abgehalten wird. Die Finanztonferenz in Brüssel. Paris, 8. Juni. (Wvlsf.) Havas. Tie alliierten Regierimgen sind re' ern o fiziell b nack>- richtigt nw-rdei, bist Amerika an der Frnanz- konserrnz in Drüchl teilnehmen werde. Der Gläubiger Vmerika Paris, 8. Juni. (WTB.) Nach einer Havas- meldung aus Washington teilt das K i gsdepartr- ment mit, datz die Ber inigten Staaten an England bezah t haben 112997 Dollars unb an bic anberen alliiert n Staaten 8^3 716 003, von denen Frankreich 7-18 392 000 schulde. Durch Verkauf von Kriegsmaterial im Ausland bade Amerika erzielt 822 923000 Dollars, deu sche Volk von geifern. „Petit Parrfren ist der Ansicht, daß die jetzige deutsche Regierung wohl mit einer schwachen Mehrheit ihren Platz behaupten könne und so die alten Minister auf ihren Posten blieben. Ihre Lage sei aber auf alle Fälle durch das starke Anwachsen der Opp)sttton äußerst schwankend. „H o m m e 21 b r e" Jagt, daß die neue Regierung ebensowenig in der Lage fein werde, die Forderungen des Friedensttw- trages zu erfüllen wie die bisherige. Die Z:it arbeite nicht für die Verbündeten. „H u m a u i t e meint, die Abstimmung sei wieder eine Bestcttrgung der Macht des Proletariats mit) des wahren So- weitere Teilerge-misse im Reiche. Dresden. Auf Grunb nachträglich ein- gegangener Berichtigungen stellt sich das Wahlergebnis im 31. Wahlkreis Dresden-Bautzen folgendermatzen: SP. 222 498, TV. 159 729, USP. 165613, Z. 13 869, DN. 128 861, Dem. 88 598, Lausitzer Vpt. 3022. Koni. 8739. Demnach sind gewälstt: 3 SP., 2 DB.. 2 USP., 2 DN., 1 Dem. Die Zuteilung der Mandate, im Wahlkreis- verbande des Fveistwttes Saclisen ist daher folgen* bermafeax richtigzustcllen.: 9 SP., 9 USP., 1 Korn., 3 Dem., 7 DV., 6 DN. Hannover. 16. Wahlkreis Wescr- Ems (Niedersachseni. DB. 2 Sitze, Rest 25 150, Zentrum 2 Sitze, Rest 11861, SP. 1 Sitz, Rest 53 537, USP. 1 Sitz, Rest 41238. Dem. 1 Sitz, Rest 21254, DN. E.'iucu Sitz, N st 31349, Welsen keinen Sitz, Rest 22 030 Stimmm. Hessen-Nassau, 8. Juni. (WTB0 Amtliches Gesamtergebnis von Hessen-Nassau: TV. 189 185, DN. 171 080, Z. 180111, Dem. 111984, SP. 297 883, USP. 139937. Verlin, 9. Juul. Tein „Lok^auz." wird aus Kassel berichtet, daß das Ergebnis der Rcick-S- bte Kommnnisttn Klara Zetttn, die ZentrumKabge- orbneten Herolb unb Stegerwald, die Demokraten Dr. Pachnicke, Rektor Kopsch unb Freiherr von Richthofen, bie beut scheu Volksparteiler Hofbesitzer Dusche und Westermann, die Deutschnationalen Dr. Semmler, Dr. Hugenberg, Delbrück und Dr. Hötzsch, der Welfe Golshorn und bie Mitglieder ber Bayrischen Vvlkspartei Geschäftsträger in Paris Dr. Mayer unb Domkapitular Leicht. Die Entschädigungssumme. Berlin, 8. Juni. (WTB.) Die ousläubische Presse beschäftigt sich in letzter Zeit wiederholt mit der Entschädigungssumme, bie Deutschlanb an bie Entente zah en könne. S:e hat dabei als feststehmd angenommen, daß die deutsche Regierung bereit und in bei Sage sei, 100 Milliarden Goldmark zu entrichten. Dazu chreibt die „Deutsche Allgem. Ztg.": We in Deutschland sich bereit erklärt hat, Zahlungen bi- zur Höchstsumme von 100 Milliarden Goldmark zu leisten, so ist dies, nur unter ber Voraussetzung .eschrlhen, dost die territorialen Opfer Tei.t.ch.a.' >s über bie Abtretung von Elsaß-Lothringen, ber unbestreitbar polnisch besiedelten Gebiete der Provinz- Posen und der vorwiegend dänischen Gebiete SÄeswigs nicht hinausgehen würden. Durch die weiter geforderten Abtretungen sind die wirtsck-ast- licl-en Voraussetzungen der Erklärung vom 29. Mai 1919 grundlegend verschoben worden. Das Deutsche Reich, das der Versailler Friedensd legation vor- schrvebte, besteht nicht mehr. Der V rsailler Vertrag (jat die Wirtschaftskraft Deutschlands entschttdenb gesck^vächt. Infolgedessen kann auch von einer Aufrechterhaltung ber seinerzeit ang &oteilen Ent- sck-äbigungssumme nicht mehr gesprochen werben. Wenn später in den Abstimmungsgebieten nach gewählt werden wird, wird der Zug nach rechts noch stärker in die Erscheinung treten. Die bis^rige Koalitiion wird sich, so viel steht fest, in der Regierung nicht halten können. Von den gewählten 418 Abgeordneten hat sie, auch wenn man die vom Zentrum in Bayern los getrennte Gruppe hinzurechnet, nur 207 für sich erlangt; int Reichstag, wie er sich unter Hinzurechnung der bisherigen Abgeordneten aus den Abstimmungsgebieten zusammensetzt, besitzt die Kvalition nur die knappe Mehrheit von 243. Den größten Gewinn von den neuen Wahlen haben die Unabhängigen zu verzeichnen, die ihre Mandate vervierfacht haben. Dann folgt die Deutsche Volkspartei, die mit etwa dreimal soviel Abgeordneten als bisher im Reichstag vertreten fein wird. Die Deutsch- Nationalen sind von 42 auf 65 gestiegen. Die Demokraten sind nicht, wie irrtümlich geschrieben wurde, auf ein Drittel, sondern auf beinahe die Hälfte ihres bisherigen Besitzstandes herabgesunken. M Alsfeld, 8. Juni. Das Wahlergebnis hat gezeigt, daß auch in unserem Kreis die äußerste Linke unb Rechte gewaltigen Stimmenzuwachs erhalten haben. Emp'indliche Niederlage ttrlitten die Mehrheitssozialisten und die Demokraten. Beide Parteien erhi.lten bei^der Wahl zur Nationalversamnilung 6662 bzw. 3736 Stimmen, jetzt nur noch 3137 bzw. 1024 Stimmen. Somit erreichten die Mehrheitssozialisten noch nicht einmal die Hülste, die Demokraten noch nicht einmal ein Drittel ihrer damaligen Stimmeitzahl. ein Be- rveis dafür, wie man auch in unserem Kreis mit Mißtrauen gegen diese beiden Parteien erfüllt ist. Einbu^n an Stimmenzahl erlitten auch Zentrum lunb Rutsche Bolkspartei; erstere ging von 934 auf 834 letztere von 2649 auf 1745 Stimmen zurück. So verloren also die drei Koalitionsparteien in unserem Kreis 53 Proz., 72 Prvz. und 11 Proz., ihrer vorjährigen Stimmen. Einen, gewaltigen Stimmenzuivack)s erhielten Unabhängige (Don 23 auf 1689) und DeutschnatioiuUe (von 4587 au 7395). Wie stark der Ruck nach rechts auch in unserem Kreis geioorden ist, geht daraus h:rvor, daß im vorigen Jahr die Linke mit 10 421 Stimmen, die Rechte mit 7236 Stimmen, in diesem Jahr dagegen die Linke nur mit 5853 Stimmen, die Reckst« mit 9140 Stimmen aus dem Wahlkampf hervorging. So hat also oie Linke seit voriges Jahr rund' 4500 Anhänger verloren, von denen etwa 2000 t.ach rechts gewandert sind, die übrigen sich der Stimme enthalten haben. Die £cnMagswa!ikn. Bayern. Mün chen. Vorläusiges Ergebnis für den bayrischen Landtag. Die Mandate verteilen sich für den komm.nden Landtag wie folgt: SP. 19, USP. 16, Komm. 1, Bayr. Vp. 64, DV.' unb DN. Vp. zusammen 17, Bayr. Bauern- bunb 10, Demokraten 8. Außerdem sind noch 15 Sitze aus Grund der Restziff.rn und 15 Lan esst tze auf die Parteien zu verbäten. Dte sozia'iitt- leben Parteien vereinigen demnach auf ihre Parteien 36, die bürg reichen Parteien zusammen 89, ohne die vorerwähnt.m 30. Die Stimmenzahlm verteilen sich folgendermaßen: Bayr. Vp. unb DN. zusammen 404 611, USP. 388 613, Dem. 235 494, Bauernbunb 235 435, Komm. 51174. Draun'chwng. Braunschweig, 8. Juni. .Heute nachmittag ist ber neugewähtte braunMvst tisch; Landtag zusamme.'-gep ton, um zur Wahl des Prä r enten zu schreiten. Wie bi' „Braunschv. Neuest. Nachr." melden, gingen nach d?m Vorgänge in Got'a auch im braunschveigischen Landtage die Unab- bängigen, die Mchrhiitssozialißen und die Demokraten zusammen und wählten mit 35 Stimmen gegen 22 des Landesmahlverbandes, in wetchrm die rechtssteh.nben Parteien vereinigt sind, den Unab! ängigen Wesemeier zum Pr'isident.m des Landtages. Die am Mittwoch sbattsindende Regierungsbildung wird sich ooraussicht.ich auf der gleichen Basis abspielen. Französische Eisenbahner für Nußland. Paris, 8. Juni. (Wol s.) Nack) einer Radio- Meldung aus Bordeaux i.abcu 640 enttas en« Eisenbahner b.schlvsen, sich nach Rußland zu Gegeben, um an den Wiederausbauarberten ber russischen Verkehrswege mitzuarbchten. Aburteilung flämischer Hochschulprofessoren. Brüssel, 8. Juni. (Wvl7.) Bor dein Schwurgericht in Genf lvrrden am 5. Juli 35 Pro- feiiOren brr ehemaligen flämischen Hochschule abgeurteüt. Einige werdm verteidlgt Ion den bciix.it Abgeorduelen von Cauwolaert und Borginon. P a r i s, 8. Juni. (Wolff.) Nach Mitteilungen des „Matin" wurde durch den Tivektor der Militärjustiz angeordnet, sofort alle beutüfcn Staatsbürger, die nach dem 10. Januar 1920 verhattet wurden, in Freiheit zu setzen, einerlei, unter welcher Anklage sie ständm, und nnemeit die Borunter- fudjungen fortgeschritten leien. Eine Revi.ton bcS Strafverfahrens grgeu d'e vor dem 10. Januar verhafteten deutschen Staatsbürger soll später erfolgen. — Die Mission Krassin». London, 8. Juni. (ME) Unterhaus. In Besprechung der Verhandlungen mit dem russischen Vertreter und Lloy j George in Bezug au? die an dem Borg>st>m. der Regierung gr?übte Kritik, die gegenwärttgens Verhandlungen seien das (Ergebnis einer Anzal-l von Besckstüssen der Alliierten, an denen sMoohlj Clemcnceau wie Millerand beteiligt gewesen seien. In San Remo seien die Müerten einstimmig zu dem Entsckstuß gekommen, daß es im Interesse der Mclt von Wichtigkeit sei, daß die Handes-, bo§iebungen mit Rußland wieder aufgenommi-ani 1 würden. Er übernechme die volle Vevantwortung für das ein geschlagene Verführen. Tie Regien- i habe Beweise dafür, daß in Rußland Getreide vorrätig sei. Lboyd George verlas ein Telegramm: ans Polen, in dem mit geteilt wird, daß allein! in der Ukraine eine beträchtliche Menge Weizetr zur Ausstthr vorhanden sei. London, 8. Juni. (WTB.) Reuter. Lloyd George führte im Unterhause noch aus: Tie Alliierten sind sich darüber tar, daß die Welt einer Periode der Knappheit entgegengeht. Sie halten cs für nötig, die Bezielgungen zu einem Lande wieder herzustel^en, das früher 25 Prozent bei Lebensmittel Europas ausgesührt hat. Zweisel-- los sind Oel, Flachs unb Nutzholz in Nuß land vorhanden. Eines ber Ziele ber Besprechung mit Krassin ist bie Verbesserung ber Transportbedin-i g ungen. Paris, 8. Juni. (Wolff.) Nach einer Meldung ans Lontvn ü'saben gestern an den Veihanb-i hncen Lloyd Geo rg es mit dem Vertreter Sowjettußlaaids, Krassin, alle Minißer, mit Ausnahme Churchills, und der italienische Gd- sck>äststräger teil genommen. Amsterdam, 8. Juni. (W.ffff.) Wie ans London gemeldet wird, empfingen Lord Curzon, B o n a r L a w iunt) Mideve Mitglied-er der Regierung Krassin zum zlveilen Mal:'. Kvassin gab auf An frage ber engilisck)en ^Minijoer bezüglich der Kriegsgefan.grnen und brffsckelvisliischen Pro-, paganda Auffchlüsse. Walstlcheinlich 'wird eine neue Zusammenkunst veranstaltet. Kontmunistnn 318199 Dtzu'sch?r WirlfchastSbund 87 518 Deu o raten 22 5-p9 Jen rum 20 800 Den ,ch Hannoveraner 18104 D.n 'ch' Vo"soanei 16131 CH ist 'ch' s o de 'alisten 15 76-3 Vo'.h- h i s oziaffsten 11157 UnabhingigL 9 862 Deulschuattonale 8 851 Aus StaM und Land. Gießen, d ir 9. Juni 1920. Gießener Hochfchnlgefelttchaft. Mit dem gestrigen Abend begann eine von der Gießener Hochschulgcsellschaft veranstaltete Vor- tragsrechc, die ixiö Problem des Verhältnisses von jtunst und Wisiensä-aft zum Gegenstand ihrer Bc- tracl-tung mau/t. An dcm gestrigen ersten Vortragsabend sprach Dr. Kurt Elwenspoek, Oberspiclleiter am Mainzer Stadttheater, über „Universität und Bühne". In einigen einleitenden Worten führte er aus, das; in unserer Zeit sich ein Drang nach starkem Ausdruck, Zn- tuition, nach Totalität bemerkbar mache. Tas äußere sich in der Kunst wie in der Wissenschaft. Ein besonders deutliches Symptom dafür sei die Errichtung non Lehrstühlen für Geisteswissenschaft. Hierhin gehörten auch die zeitgenössischen Versuchst einer Verbindung von Kunst und Wissenschaft Auch für die Bühne gäbe es solch eine Verbindung mit der Wissenschaft, und zwar mit der Institution der Universität. Innere Beziehungen seien vorhanden. Ter geistige Schwerpunkt des Universi- tätsbctriebes ruhe in den Seminarien, früher Tsto- putalioues genannt. Seminar und Theater seien der Sdwuplatz dramatischer Vorgänge, eines Kampfsp. les der Geister. Natürlich sei die Artung des Dramas allgemein seelisch, die des Seminars intcLcf ul. T e te. und U i cr üät in Teuttch- land seien ft inte r der (hriftlicben Kirche. Das deutsche Theater sei auS der Kultübung hervor- gegangcn. 2v: Qxi't'i Sen toanen Ti fiter, Regi - seurc, Akteure. Anfgeführt wurde das Stück in der Kirche. Später habe man Scholaren zur Mitwirkung lxrangezogen, auch dann noch, als schon die Zünfte die Theaterunternehmer geworden waren. Dec Hum n s. us, b r bie VeSNitsch fi mit dec rÖ.nififei K Midi: uns .er griechisch^ Tr-.güdic vermittelte, bedeutete mr neue Ä'.ra des Dramas. Die lat i i dx Schnlkomöd e sei au ge iammen. Auch Ho . s Sack'L habe seine eigenen Stücke mit Scholaren anfgeführt. Tie'e später, nach dem Vvrbilü der seit Anf.ng des 17. Jalrhunder's DutfchsMid bwe> send.-ii en li'ckvn Schupe.str haben fU> zu selbständigen Thcaterbanden zusammmgesckckosfm und in die barbarische Schauspielerei der Zeit einen geistigen Zug gebracht. Leipzig habe dann die führende Rolle als erste Theaterstadt Deutschlands übernommen, und z»var durch die Tätigkeit um Magister Vel en Er state zuerst in Deutschland Aüoliöre chluß gefönten Die neue Rick>- tung eröf neten die fta r?li.ne Neuberin und Gottsched. Zu ihrer Volb-ndung sei sie geführt worden durch Lessing 'und Mi ler. In neuerer Zeit hsättens die Meininger versndü. die Kunst mit Wichen- sckwftlichkeit und Wähttraftigkril zu verbinden. Heute V roeve man v 'N Dramaturgen und Regi''- feuren akademisck-e Bildung. 1914 labe man in Jena mit Sommerkur en für Sck;aufpiclkunst begonnen. Wir stiünden heute an einer neuen Wende. In diesen Zeien der Not mü'se man die Kunst MMer an die Menschen h-ranbringen. Dieser Auf- yabe könne die Universität sich dienstbar machen durch» didaktisch^ Vorbereitung. In Befolgung ihrer großen Tradition solle die Universität dem Tlv^ter dorch rege Ant-ilnckhme h.'lfen, zu einem wirklich lebendigen Knlturchiktor zu werden. Tic Zuhärersckxift dankte Herrn Dr. Elwmr- spvek für seine anregenden Ausfüllungen durch reichten Beifall. Veranstaltnnqen. Mittwoch. 9. Juni. Stadtkirche, 6'2 Uhr, Konzert zur Hundertjahrseier des akademischen Ge- fangoercins. — Lichtspieltheater wie gestern. ** Eine öffentliche Sitzung des P r 0 v i n z i a k a u s i ch u s e s si bet Samstag, den 12 Juni 1920, vormittags 9 Uhr, im Sitznnns'^al bc3 Negi-rungsgel äittes zu Ei ßen mit R e iber Tag sordnimg statt: 1. Anstchttn'g der Büru-rni i^erwffl Rö'tees durch Wilselm Schm d . 2. G-e uch des Wiklxlm Gustav Gra'enick zu B d-Ranleim um Erlaubnis zu in Betrübe einer 53as"wirtsdraft in d m Hanfe Ludwighr 21 testlbst. 3. K -ge der Gcmei'te Ober-Wfllsta" t wexen H'r'nze'n-g zu den .HerßettungsHoßen ter Kannte in der Or Durchfahrt. 4. Kosten des Arbeiterrats zu Friedberg. ** Abonnementskonzerte. Das 1. Abonnenientskonzcrt der Regimentskapelle, welches morgen Donnerstag abend V28 Uhr auf der schönen Aussicht stattfindet, verspricht einen großen Erfolg. Eintrittskarten zu 2 Mk. sind an der Kasse zu haben. Ein reger Besuch kann nur empfohlen werden. Städtischer Seefischmarft. Morgen, Dvnne.s ag. 8 UTyr, kommen Kabel'an u ..d Schellfische, lelendfri'che War', znm Verkauf rn den Ma klaiten Jn'v'ge ter ^ringen Einfuhr von Fischen sind die Prie m dieser Wache höher wie seitter. ** Einbruch sdi^bstahl. In der Zeit vom 5.—7. Juni 1920 wurde in ein Lager am Bahnhof eingebrochen und 11 Kisten mit je 45 Büchsen Leberwurst entwendet. Vor Ankauf wird gewarnt. ** Befreiung von der Angestell- tenvcrsicherung. Am 19. Mai dieses Jahres hat die Nationalversammlung den Gesetzentwurf über die Ausdehnung der Versicherungs- Pflicht in der Angestelltenversicherung bis zu einem Gehalt fron 15 000 Mark angenommen. Dadurch werden Zehn aasende fron Angestellten neu per sichernngspflichiig. Da die Ansichten über die An- geslelltenversickerung in Angestelltenkr.'isen sehr geteilt sind, imb da namentlich die älteren, ver heirateten Angestellten mit höheren Gehältern im Interesse der Familie eine andere und bessere Dersoigung erstreben, sv ist cd zu begrüßen, daß diesen Angestellten durch die Bestimm au gen des § 3 des ErgänzurigsgesetzeS bei sofortigem Ab schlust einer ausreichenden Lebens - b:zw Jnva- liditätSversicheruiig der Weg zur Befreiung von der Angestel.teiwersicherung offengehalten wird. Die Zeit für die Beantragung einer ersatzfähigen Lebens- bezw. Jnvalibitätsversicherung ist nur sehe kurz. Wir verweisen aus unseren heutigen Anzeigenteil. Landkreis Gießen. Gro Pen-Liu den, 8 Ium. Hier soll ob nädr'e'i Monat eine Filiale oes Konsum- Verein- Gießen u U m g. erö'f. er nxrd 1 Ein Lvfrl fo l b ju te ei S schon pwiesrievm iriex A^hnun-ssncheuoe gegen bi h Vermietung^ da man hier Nahvungsmittrlye1'djä;te übergenug yabc. Man fragt sich, > Darum hat bo/ Mie.cinig.ngs.mt b.v e Räume nicht idjon längn Lee WohmmgSiurt nutzbar gemacht? O Grünberg, 7. Juni. Aus ber hr. sigen Holzschneibrtt ber Firma Gg. Huas u. Sibnifr. wurde in der Nacht von Sonniag auf Montag du 9 Meer long.r Treibriemen en t men bc t. Ter Täter hat sich er.t.ucber mit einem Nick schlü e. cber Ti.t ich Ci gang zu verschiffen g - i.'Upt, bi Spuren ein s gewalt amen Einb.uch s nicht fe z. lswl.cn wäre.,. Tee Schien dürste a.- nähernd 3000 Mk. betragen. Kreis Schotten. e. Schotten, 8. Juni. Das hiesige Kceis- amt warnt das Schuhmachergewerbe vor P re i s ü be r sch re i t u n g e n bei Reparaturen und Neuanfertigungen, nack^>.m die Le.erpr.ife um 20—30 Prozent zurückgegangen sind. Di: Beibehaltung der früheren hohen Prelfe wiro als Wuckgec angei'el)cn und dementsprechend streng bestraft. Kreis Wetzlar. Braunfels, 8. Juni. Wie aus dem A n j ei gen teil ersichtlich, veranstaltet der Verschönerungsverein Braunfels (Sir. Wetz'ar) am geben ist, slo werbden sicherlich auch tiuar Gießen Fürstlichen Venoa tung zur Verfügung gestellten Fü'istl. Herrengarlen ein großes Militärk 0 n - z e r t, verbunden mit turnenschen Aufführungen, Reigen usw. des TunwereinS Braunfels Da der herrlich gelegene Fürstl. Herrengarten mit feinem a'tcn Baumbestände einen angenehmen Auf.mthalt bie.ct, die 25 Mann starke Kapel e sich eines guten Rufes erfreut, schließ.ich durch >ie Uebe>nähme der Benn, tschaftnng durch daö Schloßhotel Braunfels die Geivähr für vomüg iche Verpflegung gegeben ist so werden sicyerlich auch von Gietzen aus zahlreiche Personen am Sonntag den 13. Juni einen Ausflug nach dem wunderschön gelegenen Braunfels unternehmen. Hessen-Nassau. me. Frankfurt a. M., 8. Juni In den höheren Taunuslagen sind in der Nacht vom «Sonntag auf Montag Fröste bis zu — 3 Grad beobachtet worden. Diese nachträgliche Kältewelle hat aber kaum «Schaben verursacht, da das Getreide und Obst längst ab geb. übt hat und die Waldbestände schon ein: schärfere Tem^catur vertragen. me. Frankfurt a. M., 8. Juni. In der gestrigen Sitzung der Stadtvevovl.netelnr'crsamm-' lintg fanden die W a l)l en zum Kvmmunal- lanbtag statt. Es mürben gewWt: 10 Mel/r- heitss'ozialislLn, 7 2 emo hat en, 3 Zcartrum, zürci Toutsck-e Volkspvttei, 2 Unabffingige uitb ein. Teutschnationaler. Die übrige Tagesordnung brachte nichts wesentlickies, trofLem -og sich die Sitzung bis gegen 10 hm. Ter Magistrat ließ noch erklären, biß die fron dm. Fra i-osen. benutzten Schulgebäude zwar total verwanzt und verlaust seien, daß er und das Stadtgesund'heits-i amt jedoch eine Tesinfektion nicht für notwendig 'halten. me. Frankfurt a. M., 8. Juni. In die- em «Sommer 'wird erstmalig seit drei Jckhren wieder Einmachezucker an die ernzcl.'eu Hans- 'Haltungen verteilt. Tie Menge des zur Berteilung l'ommenden Zuckers ist noch nicht bestimmt. )( Marburg, 7. Juni. Infolge der D e e r c s v e r m i n d e r u n g soll die hie ige Garnison fortan nur nvch aus dem Batailwnsstab unb tcc 3. Jäger K.mpcgiric sowie einer Rad- ahrer-'Kompagnie LeheCxm, die 2. Kompagnie ix§ „Kupl/efs. Reichstvehr-Jäger-DatailloTis Nr. 11", wle die Trupp: jetzt benait .t wird, kommt mit der Maschinen-Geivichr-Kompag't.ie nach Kas el. )( Marburg, 7. Juni. Wie mitgeb.ilt wird, ist die Untersuchung w gen dec Ge fange ne n- Erschießung in Bad Thal in Thüringen, 2n Marburger Zeitfreiwilligen zur Last gelegt wi d e'jt abgefchlos'eii. Dem Ver!-ehmm nach wird bei 6 Kriegs gerächt hier näch'e Woche sich mit die fei Aneeleg.irleit in einer außevorbmt iihen Sigmng befchästigen unb 'ich zngßich zu ci em Aug nsckx'm- termin an den Tatort begeben. Es sollen 14 ehemalige Zeitfreiwillige an geklagt unb etwa 40 Zeigen zu vernehmen sein. Schwnvg5vicht. Gießen, 7. Juni 1920. Dir verbrannten Eierlisten. Unter dem Dor'itz dcs Landgerichtsrats Dr. Ha n su l t rerhan.e fr: das Ober ef isck» Schwurgericht in nahezu fü.ifftüubchm Sitzung gegen dr Lanbrvirte H. M. und A. «Sch. aus Ecktz.il we.gen Landfrje <>isbmchS. Ti? Anklage tenrat St.a s- anwalt Tr. Eckert, die Bcrtcibigung führen Rechtsanwalt Fischer und RerCt.anwalt Peters. lieber die Sitzung der Strafkammer, dle kürzlich die gleich: Augele^ntbeil zam Gegenstand gÄwbt und mit der Verurteilung einer Reihe ton Ange.lag.el g-iewet hat, haben toir seincr- zeit berichtet. Es hanMte sich um die Bernickstung ber zur Zwangswlrlsck>a't ge'ö igen öfcntlidKn Listen. Etiva 200 (Si avohnec Eck^ l S Hutten sich in frü.'er Morgen'u b: zu'amme gc.o:tct, waren vor die Ha freiten ber Li'.enfülwer gezogen, Hutten in efnent Fall auch unter TVvlmns^n be Hr- anSgabe ber Li^'en verlangt incb lei b:n eii> gefchückstertcn Li .en ü rem thr.m Wil en burck- gefetzt. Tie Listen nxtren sofort in Flammen auf- uegangen. Wer sie verbrannt T.aib?, ließ sich im einzelnen nicht festste! n; nur bei ben Eierlistw betäub der B edacht, daß sie den b.ioen An- ge.lagten zum Opfer gefallen warm. Deshalb hatten diese sich vor dem Schwurgericht zu verantworten. Tie Angeklagten bestritten jeb: «Schuld. Sie seien zwar dabi gelt*"en, hätten sich aber kein-H- n*gS irgendwie fc; fror getan, «lchtveige bmn Listen verbrannt. — ES nmen 11 Zeugen zu bernehmen. Sie hatten, mit eher An- i-uh ne, über b'c ent- sckeid.'nd n Borgäicge keine Wa^rnehrnu gen g -■ macht: manche T>:e't"it auch sikck ich zurück u b jutfv ten die Tätigk it ihrer Tor'ge io'sm so b rmlas ro"e möglich li zaslel n Eie- be Li enühr r betonte sogar b:c ..Zuvorkommen cifz ber Mmg^, wußte aber k ine Antzvott auf bte F-ragc des Bor sitze, dm, w A vlb er sich trotz tiefer Zuvorkorn mendeil so g fürchtet habe, biß er sich auf einen Stuhl setzm mußt- unb 'ich zur He-auSg-.b,' b r ihm an.c'tra te 1 Li en be'ue 1 fr? Im Olegen'atz zu dle'eu Zeugen g ib die Buchhalterin b?r Molkerei, wo sick bi" Eier arnmel'e le be er b, ein an- schaulick^S Bid von den Dorgäng-n. dle sich vor Chren Augen ubespül h tten Sie hatte aut jen Rat ihres Di ekdors b in Angeklagten H M., t> r rtn Wonfübrer b r m die Molkerei ein gedrungen m , Merige mach by. Eie -Vi"< he r3hncn vertraue ich bw Liile an, Sie übernehmen die Verantwortung/' D. M. h?.t:e darauf e.üurt: „GÄ*n .i eruneien. Tie Furckst 0 rgi'eit b:r Zcn- l.in, de trotz et.axiig r pcr'öuli --er Folgen uno ohne im Kre. z erhör ber Vert>idig:r die Fassung zu rc feien, i r: W-aisr em wegen be ünbet habe, ei vo.bilb ich, bi: R'ch.igk it i rcr Aas age üb r e en Zwcksel erhüben. Ti: Fr gm, 0) die Au- eß g ei an b r Zufomme rot ung :e genommen uad oo sie Sache^r ikr.;i. iCi hätten, sei:u zu be- i'.l.eu, cb.ns-o aber auch die Frage nach mildernden Umständen. Te.ngcgenüber suchten ble Reckcksanwälte Fischer und Peters ten angeblich po itisäxn Charuker bes Pvcz ses korzutun. Das ge l'an.e Bo ge en her Landaur e gegm di? Z.oangs- wiclsch-a l ,ei toi ihrem «Sbarb.ubft g rech secaigt. An an.e en Orten feien schlimmere Dinge ge- schehen, die man habe darchge.en lassen — tinc Lc'hanpruny, der der Slaa sanw'lt, zum ntinx» iizn für die Mfifdjen Ler.ölnif e, nachdrücklich e.itgegontrut. Wider tat'äckstich > och Kmt.i.l) sei die Schuld der Aug k.ug.ea eru ie en. Tie Sud;* Hallerin, bic trotz irr Der siche.ung, daß dies nicht der Fall ge-.m en sei, könne i geirrt hrben: e ttscheid udes Gewicht sti auf ihr Zeugnis jedenfalls nicht zu leim. Nach der Rech;sblel)rung durch den Bor- sitzeudou fällten l-ie Gechuwrenen nach fast drei- viertelstüubiger 23eratung il,rm W/Hrspruch, in dem sie bic Ang:k.-'.gten bem Antrag des Staatsanwal s gemäß für schuldig erklllrttn. Ter Sta.a!sanwalt loanttia'tt' mit Rücksicht auf die Jugeub und bi? Uabefcholbmseit ber Angeklagten dle gesetzliche Miicheästrafe von je 6 Monaten Gefängnis. T-s Ge.icht erkannte demgemäß uud verurteilte läe Augeckagten zugleich in bir Siio Ren b:5 B:rfahrens. Ans -em Amtsverkündlsiungsblalt. ** Tas Amtsverkünoigungsblatt Nr. 77 vorn 8. Juni enthält: Durchführung oer Besttrnrnmigen des Friedensvertrages: Anmeldung und BesckIagnahme von Wertpapieren und llrtün» 'den. — Nachtrag zur Deutsckzen Arzneitaxe, — Halofvrm. — Ausfübruny des Reichsimpfgesetzes. — Gewährung einer Bechckfe an eh.-malige Kriegsteilnehmer 1870/71. — Abreckmung über oic gezahlten Familienuutecstützungen. — Dienstuach- richlen. — Feldbereinigung Heuchel H irn. — Gefunden, verloren. — Außerkraftsetzung der aus Grund des Art. 48 etlassenm Vorschriften. — Belästigung des Publikums. — Vermeidung fron Staubentwicklung bei Bauten. Gefunden und verloren. In der Zeit vom 15.—31. Mai 1920 tourten in Gießen gc- fimten: 1 Letermäppchen mit Inhalt, 10 Gummi- vcrdichtungm, 1 Kocbbeckchen, 1 Portemoimaie mit Inhalt, 1 Kinderhan dteutel mit Jntelt, 1 Da men- baubteutel, 1 Herrenuhr, 2 Paar Handsck)uhe, ein Schleier und 1 Regenschirm; verloren: 1 braune Brieftasche mit 600 Mk. und Soldbuch usw. Inhalt, 1 Geldbneftasete mit 350—400 Mk. unb Papieren Inhalt, 1 Geldbrieftasdie mit 400 Mk. unb Legitimationspapieren Inhalt, 1 Haarspange mit Durchsteckpseil und Verzierung „E. K.", 1 schwarzer Damen Hut mit Dunkelblauem Band, 1 schwarzer Dammstrohhut, 1 silberne Herrenuhr mit Leder- armbanb, ein schwarzer Damenregmschirm mit Futteral, 1 silberne Herrenuhr mit Goldamd und DoublS'Kette. 1 Portcmomiaie mit 20 Mk., Vltt- stist usw. Inhalt, 1 goldener Man schottenknovf mit zwei kleinen Hauen Steinchen, 1 schwarzes Mäpp- djen mit 50 Mk. sowie Lebensmittelmarken Inhalt, 1 Portemonnaie mit 30 Mk. Inhalt unb eine goldene Damenuhr. Für Hessen werten die auf Grund des Art. 48 Ms. 2 der Reichs Verfassung zur Wiederherstellung der öffentlichen Sickerh it und Ordnung erlass nen Vorsdwisten von 11 Apr 11320 (R.ichs- Gesetzblatt S. 479) außer Kraft gesetzt. Vermeidung von Staubentwicklung bei Baute it. DaZ Pol .eiimt G eßm weist erneut darauf hin, daß nach den bestehenden gesetz- lick-en Bestimmungen biejenigen Besttafung zu gewärtigen haben, welche es unterlasse, bei Bauten, namentlich beim Abbruch von Gebäuden und bei der Erneuerung des Verputzes, all: Vorkehrungen zu treffen, welche geeignet sind, Gefahren für Bor- übergebenoe und eine belästigende Staubentwicklung zu verhindern. Dermifd)tct. Rv 11 erda m, 8. Juni. (Wolff.) Bei einem Brande in ber Fliegerschule in der Nckhe von «S[€)farb (Lincolushire) wurden nach einer Londoner Meldung etwa 150Flugzeuge zei- st ör t. Ter Dchodm beträgt 1/4 Milli-on Pfund Sterling. Sitzung 6er Stadtverordneten. Gießen, von 9. Juni 1920. Zur Durchberatung einer se'hr umf-änglicheii Tagesordnung hatte man von vornherein zwei Tage vorgesehen. In ber Montagssitzung^ schien eS ansangs, daß man mit einer eintägigm Sitzung auskomme, biS nach mehr als vierstündiger Beratung doch rin Vertagmessantvag angenommen wurde. Dies, obwohl bic Tagesordnunng der öTtcnt- lithrm Sitzung nur noch einige wenige unb dazu reichlich unbeteutenbe Punkte mthittt und der Cher* (ü’-germetfijer erklärte, daß auch die in der nüfr- öffentlidm Sitzung zu tehrndelnbm fragen schnell erledigt sein würden. In der Dienstogssitzung wap der Rest der Tagcertbnung, meist Baugesuche, denn auch verki'lttiismäß'g schnell abgetan. Es folgte aber rin Schratt i*r'önlirf>er Bemerkungm, An- fragen uf.o., bis endlich Stabtfr. Etel, nachdem sich ter nichoossizielle Teil der öffentlichm Sitzung iefon über eine Stunde lirnausgedehnt lwlte, bei sehr tegründeten An'.vm auf Schaffung einer Ge- ü^ästsordnuna stellte. HoffeMlich wird dieser Antrag nicht wiederum in einem Ausschuß begraten. Tenn wer bic Detbanblungm der Stadtvevort- ' netenfrerfommhmg zu vertt lgm m der Lag: ist, n»riß. wie nonvenoifi unserem Stadtparlameiit eine GefckäftSordnung ift Eine endlose Debatte beschwor die Beratung über bic Verwendung des Steins Gartens zu BeNvaltuvgvzwecken herauf, bte p recht deutlich werden ließ, welch grvße Meinungsverschieden«» beiten nicht mir innerhalb des getarnten Plenums, sondern auch inner.alb ber Fvattionen in der Ratiaussrage Vorhäuten sind. Tas Ergebnis die» {cr ausgiebigen Aussprade war jed-och r:d)t mager. Eine Einigung tonnte nickst erzielt word-m, so daß die AuSi'ctzußanträge zur nochmaligen Turchtera- rung zurück verwiegen mürben. Der Fahrpreis ber Straßenbahn würbe, wie wir schon gelt rn kurz mitteilten, auf 33 Pf. er.';öl)t. Freilich scheint man vecgcsfen zu haben, mit welck>em Tage Die Erhöhung in Kraft tritt. Ten Warnung n verschieb euer Stabtverorb- neten, baß man txn Bogen nicht überspannen möge, mürbe von ter Stadtvcrwa tung mit bem Hinweis barauf entgc^engetceten, daß Gießen noch immer einen ter niedrigsten Sttaßenbahntarise habe. Ungeteilte Fr ude wird wohl überall der Beschluß über bic Herabsetzung ber Ho.zprei c aus- iöien. Möge bic Stadt auch auf anderen Gebieten mit dem Preisabbau beginnen! Tie Bewohner d r Lahngegend'werden wohl anfatmend lesen, daß der Ju?v ahdudriei mm endlich ein End: bereitet wird, da ter Ju,watz land- wirtschaittich nuvbar gemacht werten sott. In der Aussprache hierüber wurde hauptfäch.ich von mehreren unabhängigen Rednern auf bic wirtschaftlichen .Schwierigkeiten bes Jueplatzuntel-nehmcrs verwiesen. Von anderer «Seite wurde jedoch ent* gegengehaltm, daß dieser ein schwerreicher Mann ei, der sehr gut warten könne, bis ter Trieb zur Verlegung des Juxplatzes hergerichtet sei. • Tie Sitzung wird kurz nach 4 Uhr von Oter- bürgermeißer Keller crörinet. Zu UrLundspefr- so neu werden die Stabtv. Grvde u id Höhn gcm,äi.lt. Anwesend sind Oberbürgermeister Keller, die Beigeorbnetm Klingspor, Tr. Seid, Krenzien und Tr. Rosmterg sowie mit Ausnahme der Stadtvewrdne.en Eichcvt, Fader, Aivosoorf und «Sommer, 38 Stadtoev ordne le. Tie Vorlage zur Regelung der Besoldungsordnung für Beamte und Be-, amtenanmärtcr wirb vom Oberbürgermeister wrüäge&agen, da das Ministerium Aussetzung frort Beratung und Beschluß;a.sung gewünscht labe. Tie Regelung der Besoldungsorb- nung für Beamte unb Beamtcnan- wck rter wird vertagt. Svweit die Lehrer tn Frage kommen, we ten AussckMßan.räge angenonv-- mm, nadchem ihnen von ten S.a .'tv. Etel (Tcm), Krausmülier (TB.) unb Görtz (Z.) unter einigen Vorteh.ck.en zugestiimmt war. Tie Rechnung ber Löberstiftung für das Rechnungsjahr 1918/19 wird genehmigt, ebenso die ter Arinenkas.c für das Rechnun^sja./r 1917. Zur Aufstellung einer doppclttas.igcn S ck n l- barocke auf dem Hofe ter Schale in ter Schiller- sttaße wird ein Kredit von 63 030 Mk. bewilligt. Zur Bcsd-afstlng von 60 Schulbänken für diese Baracke wird ein Kredit von 30 000 Mk. bewilligt. Tas Schulgeld an der höheoen Mädchen- schule nrirb mit Wirkung vom 1. 21pril 1920 für bic «Schul.l?s,m 1 bis 7 auf 270 Mk. und für cne unteren Klösten auf 240 Mk erhölst. In dm erweiterten Mädchenfckstile beträgt das «Schulgeld gleichfalls ab 1. April in den Klaf en 1 bis 4 150 Mk., in den übrigen Klassen 120 Mk An beiden Anstaltm Ijabeu die Eltern von «Sckchlern, die außerhalb Gießens, ater in Hcs.en ivohnen, einen Aufsck)lag von 30 Mark, uub Eltern, die außerhalb Hessens wohnm, von 40 Mk. zu zahlen., Alte Klinik und Steins Garten. Die zuständigm Aussdchs e hattm beantragt,, daß ter Steins harten für Hauptvcrwaltuug, Registratur, Rechnungsarnt, «Steuerburoaii, SiiÄNigs- saal ter «Stabtoeuarbnetcn, Kornmissilmö- uitix Fraktionszirnmer mit insgesamt 33 Räumen in Anspruch genommen ’ioeube. Im Stadthaus sollen, untergebracht werten: S.adtbauamt, Vermessung^ amt, StadtÜasse unb Arteits.imtt zusammen 22 Röume. In die alte Klinik svllm kommen Lebens- mütelamt, Wohnungsamt, Micteinigunsramt unt> Biennstofsamt: es sollen hierfür möglichst nicht mehr als 25 Räume in Anspruch genommen lobten. Tas Haus Astierweg 9 stll Woh.falirlsamt unb Versichmungsamt ’tetertergen. Im alten Rat-» Hous aui dem Marktplatz soll Standesamt unb Begiöbnisamt untergebracht bleiben. Tic l-iernach in ter alten Klinik und im Hause Asterw:g 9 verfügbar blritenben Riäume sollen an andere Ver- nxltungen als Timstväume vermietet werten. Diese Anträge w:rben an be Auffchü "e zurückverwiesen. Angmommcn wird nur ein Antrag des Oterbürgcrmeist rs aus Bcwil i mng eines Kredits von 100 030 Mk. süc Herrichtung von Dach und Treppen in ber Alt n Klinik. Stadtv. Grobe (Z.) glaubt, baß im Steins Gatten noch mehr Zimmer übrig bl iben, wmn ten Aemtern, bie bisher in ter Bürgermeisterei 9 Zimmer hatten, im Steins Garten 26 Zimmer zugewiesen w eben sollen. Stadtv. Winn (DB.) nxmbct sich gegen bic Drntelpolitik ter Stabtverwattung. Durck) eine Auseinanderreißung ter einzelnen A:mter gehe bei Ucterblick veilorm. Es sei dies eine Encksveruns für bie Beamten und das Publikum. Vielleicht sei es möglich, dem Bürgevm.ttsterergrbLudc in ber Gartensttalie ein weiteres Swckwcrk aufzusetzLn. Okini entschieden sei er gegen eine Verlegung ber Bürgermeisterei. Stabtv. Noll (Dem.) wünscht Ausnutzung sämtlickstr Räume ter Atm Klinik durch städtisch: Aemter, um einer weitere» Zersplitterung vorzu- teugen. . t Oterbürqermeister Keller teilt nut. daß die Stadt in Unterhandlungen steh: mit verschiedenen Behörden auf Ueb:rlasfung von Bureauräumen m ber alten Klinik. So mit den D:rsorgimgSstrllen für Kriegsbeschädigte und Hinterblietene (bie mehr als 30 Räum- bedürften), d:m zur Zett provisorisch in Friedberg untergebrachten Te egravh n-Neubai^ amt, dem Kommunalverdand. Eventu.ll käme auch noch das Finanzamt in 5rage. Stabtv. Michel (Fr. $gg.' erflirt, ter Am- kauf d^ Steins Gatten s?i nur tvem bei beabsichtigten Verkaufs ber a.'t n K.inik er oigt Man mü fe sich fragen, warum jetzt auf einmal bie Räume des Steins Garten nicht mehr ausreictztm. Er midersetze sich dem Plane, bie alte Klinik zum stän- biaen Rathaus zu machen unb widerspreche auch dem Vorschlag, bie Bürgermeislvrri durch Auf- setzen eines n>:itereii Stockwerks zu verschandeln. Stadtv. Fourier (USP) schätzt die Ein- richttmoskosten beS Steins Garten auf 800 003 M. Beigcorbncler trennen bemerkt hierzu daß bie Einrichtung bes Steins Garten 31 0 000 Warf erforbem w^rde, bie Her- ridVuna ter Bürgcrmcisdcrei in ber Gartenstraße 27 000 Mark, bes Gebäudes Asterweg 5000 Mk.. zusammen also 342 003 Mark Hinzu kämen noch 25 000 Mark für Mobiliar. Für die alte Klinik leien vorgestbm 25 Räume zur Aufnahme städtischer Aemter, die 180 000 Mark erfordern wür- lung der Frage eine interne AusKegrckyeit bet Stadt dar stelle. Verlegung des Juxplatzes. Ter Antrag der BauL»eputat.vn, b-.it Jux Platz für lanbwir -- schiftlick« Zwecke Herz rieten u d zu re. pachten, wird anc,e ommen. D,n a. s (kie e r stamm.n.cn Schau siel.ern soll die Aussel uug Lyter Wohnwagen am Lahnuser hinter d r Bicbertaibalm gegen Zahlung e'.nes Pachtb t.ages an die StM gestattet sein. Weiter wird e n Anlv.g der Maettdepn- tation ange rammen, di en S/ans el e^t gelegen- sich dec 5^e.b> urd Frühja'hrspstr.emärk.e tü. drei Tage die Ausübung iyres Geit^rbes auf dein Oswcldsg-ar.en zu ge'iatt?n. Ter Fahrpreis de r Straßenbahn wird auf 30 P f. erhöht. Tie Monatskarte kostet nunmehr 25 Mk F- hrmarken werden zu I Ml. für vier Stück ausgegelen. Die Erhebung von Gebühren für die Äusser 1 i gn n g von Gutachten (5 bis 10 Mk.) und Zeugnissen (50 Pf.) durch Schlachchosd-iresior Tr. Mnch?e wir) genehmigt. Um ■■/i8 Uhr Wirtz nach fast vierstünioiger Beratung ein Vertu gungsa ritvag der S.adtrerord- ncten B itnrann und Kling anger.ontmc.i. Nach he Sitzung morgen, Dienstag, 8. Juni, nachmittags 4 Uhr. Handel Berlin, 8. Juni. B örsen stim m ungs- bild. Die Börse eröffnete in fester Haltung, weil anscheinend die Möglichkeit der Aufrechterhaltung der jetzigen Koalitionsregierung besteht. Die Aufwärt Äbttvegung der Devisen wirkte aus Auslandsund Kolonialpapiere steigernd. Auch Schisfahrtsaktien tvaren bei lebhafterem Geschäft infolge des Abkommens der Hamburg PaketfahrtgesellsäZast mit dem amerikamsch-n Konzern beträchtlich anziehend. Deutsch Ubersee Elektrische 15 Proz. I höher. Sonst waren die Kursverändermtgen bo I scheiden. Das Geschäft blieb meist beschränkt. Tie Tiens'ag-Sitzung wird kurz nach 4 Uhr von Oberbürgermeister Keller eröffnet. Tec Baufluchtlinien plan für eine Straß? im elirmaligen Tvoß'sck-en Gelände an der Rodheimer Straße wird genel-migt. Tes weiteren werden eine Anzahl Bau gesucht erledigt, darunter das der Firma Gg. PH. ®uil für den Neubau einer Zigarrensabrik am Erd- kaulerweg. Tas Gesuch der Leichenfrauen um Erhöhung ihrer Gebühren um 25 Pvoz- wird genehmigt. Zur Deckung dieser Mehrkosten wird eine Erhöhung der BeerdigmrgsLosten um 10 Prozent be- schlossen. Tie Umlagen zur Teckung der Verwaltungskosten des Brennsioffamtes werben t-on 8 auf 12 Pf. für den Zentner Breimstioff erhöht. Der B r e n n ho l z p r e i s wtrd ton 15 auf 13 Mk. für Hartholz und von 12 auf 10 Mk. für den Zentner Weichhstz herabgesetzt. Au Minderbemittelte soll das Holz zu 6 bzw. 5 Mark abgegeben iverden. Beigeordneter Tr. Rosenberg bemerkt hierzu, daß die Stadt durch günstige Einkäufe in ober- hessischen Wäldern diese erfreuliche Herabsetzung torneTiincn könne. So käme ihr das Holz aus 'Den Wäldern bei Homberg an der Ohm billiger zu stehen als das aus den Maischen Waldungen. Stadtv. Wiim (TV.l meint, daß es möglich sei, den Holz preis bei der nächsten Belieferung abermals 'herunterru setzen. Tie Tagesordnung ist erschöpft. Es' folgen eine Reihe persönlick-er Bemerkungen und An- ftugen, von denen Toir jedoch nur das wesen t-- lichstc wieder geben können. Stadw. Beckmann (USP.) fragt, uxinn den städtischen Arbeitern für die Zeit vom 1. Januar bis 1. April die Erhöhung des Stundenlohns um 30 Pf. nackbezaUt wird. Stadtv. Bolz (Soz.> fragt, ob die Streiktegc für die städtischen Arbeiter nun endlich ausge- -zählt würden. In einer früheren Stadtverordnetensitzung wurde Rin Stadtv. Urstadt (Dem.) mitgeteilt, daß in Frankfurt Süßrahmbutter zu bekommen sei, die angeblich aus einer Gießener Molkerei stamme. Hierzu erklärt nun Beigeordneter Tr. Seid, daß die Untersuchung durch dös Lebensmittelamt nichts positives ergeben 'habe und daß es sich jedenfalls um eines der vielen Gerüchte handele. Tie in Frage kommenden Personen wollen ihre Weisheit wieder von anderen cp'bört haben. Tie Behauptung sei demnach hinfällig. Stadtv. Otter (USP.) und N e u e n h a g e n Uhr geschlossen. den. Tine eventuelle Ausführung des Kanalan- lchlusses würde außerdem noch 20 000 bis 45 000 Mark erfordern. Beigeordneter Klingspor betonte die Notwendig-keck, die Pläne zur Errichtung eines neuen Bür^rmeisteveigrbäudes so schucell wie möglich sertigzustelleii, da wir bei unserer wirtschaftlichen Lage in absehbarer Zeit mit größeren Notstandsarbeiten rechnen müßten. Stadtv. Michel (Fr. Vgg.) meint, daß sich vielleicht im Garten des Steins Garten oder der 95ürgeimeifterci eine Baracke aufstellen ließe, in dec das im Abbau befindliche Lebensmittelamt ober ein anderes städtisches Amt untergebracht werben könnte. Mit der ErweiterungderZuständig- keit des Oberbürgermeisters und der S ch l a ch t h o f d e p u t a t i o n für die Vergebung von Arbeiten und Lieferungen von 500 aus 1000 Mark, bzw. von 10Ö0 auf 3000 Mark erklärt sich die Stadtverordnetenversammlung einverstanden. Das Gesuch der Kriegs verpfleguugs- anstalt um Befreiung von der Hundesteuer für ihren Wachhund wird abgelehnt. Ter Baugenossenschaft von 189 4 wird ein weiteres Darlehen von 400000 Mark (bisher insgesamt 400 000 Mark) und ein weiterer Vorschuß von 100 000 Maik genehmigt unter der Bedingung, daß von dem noch zu erbauenden zweiten Bauabsckmitt der Genossenschaft 15 Wohnungen zur Verfügung der Stadt gestellt werden. Dem Eisen bahn heim stältenverein wird ein Darlehen von 200 000 Mk. gewährt. Hierfür soll an erster Stelle zugunsten der Stadt eine erste Hypothek ausgenommen werden unter der Voraussetzung, daß 3 Stadtvevordnete in den Vorstand dieses Vereins ausgenommen werden. Tas Gesuch d s E inhc i t s ve r b a n d e s der Ä r i e g s 6 . j v:, ä b i g t e n - eut ch aicks um i eber- lassung eines Geiu/uckszimmerS wird «»gelehnt, da die Stadt >zur Zeit keinen geeigneten Raum zur Verfügung h.ibe, dafür dem Verbände aber eine jährliche Vergütung von 300 Mk. gewährt. Mit dem Beitritt der Stadt zum Hessischen Wohnungs- und Heim hätten verein e. V erk ä c sich die Stadtverordnetenversammlung einvec standen. Tas Gesuch des Vorstandes der Lehrer-, Witwen - und Waisenkasse um Erhöhung des Beitrages der Stadt von 103 auf 200 Mark wird für das laufende Rechnungsjäl-r genehmigt. Ten Mannschaf.sn derSichcrheits wache soll ab 1. April eine Vergütung gleich den Lv'hin- sätzen für angel ernte Arbeiter bei achtstündiger Arbeitszeit gewähtt werden. Ter Wochenmarkttarif wird durchschnittlich um das Fünffache erhöht. Tas Sandgeld auf den Vieh- und Krämermärkten wird durchschnittlich um das Zehnfache erhöht. Stadw. Schinähl (TN.) bemerkt hierbei, daß es ein Skandal sei, wenn man zum Beispiel im Hotel Schutz alle Sorten Schrveine-, Rinds-, Kalbs- und Rehbraten ermatten könne. Beigeordneter Tr. Seid erkliärt, daß das Lebensmittelamt nicht einschreiten könne, da es keine polizeiliche Zuständigkeit habe. Stadtv. Müller (Bürgeroerein) fragt, was ge- scksthe, d.mit die Kirschen auf dem Trieb der Gießener Bevölkerung erhalten bleiben. Man könnte sie vielleicht durch die städtischen Arbecker pflücken lassen und sie der Allgemeickh.it zuführen. Dei'goordneter Tr. Rosenberg bemerkt, oft dese M. scheu un er Aussch uß aller Auswärtiger und Händler versteigert würden. Tie Wiegegebühren werden ebenfalls um durchschnittlich das Fünffache erhöht. Mit dec Vi bitug- ein- s Ausschusses für Leibesübungen e klärt sich die Stadtverord- ne e iversammlu g eiuverßanden uns wählt, bzw. bestä.igt folge.'de Personen zu Mitgiedecn dieses Ausschusses die Stadtverordneten Kling, Krailmg, Bolz, Simon und Frau Martin, bie Vorsitzende des Damen tu rnvereins, Kreisassistenzarzt Tr. Scküppert, von den Vorständen dec Turn- und Sportvereine Prokurist Wenzel Mr Turner, Schriftsetzer August Braun für die Freie Turnerschaft, Bergingenieur Münker für Rasensport, Kaufmann Rulxls Rödiger für Radfahrer und Kaufmann Karl Jödt für Ruderer. Als Vertreter der Universität tverbe Walacheinlich Professor Huntemüller bestimmt, mit dem sich bie Stadtverortzneteuver-' sammlung einverstanden erklärte. Weiter war sie damit einverstanden, daß «in Stelle des vorgesehenen UniversitätsLberinspek.ors Erle eventl. Haupts mann Dehmes treten solle. Zu den sachlichen Kosten des Arbeiter- unoSoldatenrats hätte die Stadt seinerzeit u. a. einen Vorschuß von 1500 Mark geleistet, der Vvn der Stadtvcvvrdneteckversamm- lung nachträglich nicht .Mmel-migt wurde. Tas Kreisamt stellt nun das Ansinnen, daß bie Stadtverordnetenversammlung einen vrbnungsm rßiA-i l Beschluß hierüber fasse. Dieses Ansinnen wurde als gegenstandslos abgelehnt, da die 1503 Mk. nun einmal ausgegeben seien und bie weitere Rege- Ausgabe von Holz. An bie Haushaltungen kommen 3 Zentner Hartholz zum Preise von 15 Mk. per Zentner und 2 Zentner Weichholz zum Preise von 12 Mk. per Zentner zur Bert eil ung. T^r Betrag von 69 Mk. ist bei dem Brennstoffamt zu entrichten (nicht wie seither auf bem H-olzlagerplatz). Es werben beliefert bie bei Bezahlung vom Brennstofsamt ausgehändigteu Gutscheine an Hansh-alcmrgen des Bezirks 10 am Dvnners-tag, 10. Jüni, und Freitag, 11. Juni: an Haushaltungen des Bezirks 11 am Montag, 14. Juni, und Dienstag, 15. Juni; an Haushaltungen des Bezirks 12 am Mittwoch, 16. Juni, und Donnerstag, 17. Juni. an Haushaltungen des Bezirks 13 am Freitag, 18. Juni, und Samstag, 19. Juni 1920. Die Holzausgabe findet in der Zeit von 8 bis 12Ubr vormittags und vvn 1—4 Uhr nachmittags auf dem städtischen Lagerplatz in der Steinstraße statt. Gießen, den 7. Jüni 1920. 63488 Städt. Brennstoffamt. Die Studentenschaft hat nnfere Mitglieder zu einer Bersaminluug am Donnerstag, 10. d. M., abends 8l/4 Uhr, in bei* neuen Univ.-Aula, bei der auch die Gesamtakademikerschaft berührende Fragen verhandelt weiden, cingeladen. Wir bitten um zahlreiches Eischeinen. 6363DJ Der Vorstand. Auskunft erteilt emo o/ieo/viden^ be/ der OPOL1CE Mtnlbf(fond über 400M/I!ionen Mark vzzzzzzzziyzzzzzzzzzzzzzz,v/zzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzz.. Iruitata aller ir! EEUÄStÄ wert «le BrtN’iUe ieiv.-Dreexerel, 8. Usee, «le»* Frankfurt a. M., 8. Juni. Börsen- st i ni m u n g s bi l d. Die schwankende Haltung der fremden Valuten gab den Anlaß zur Abschwächung in Valutapapieren. Besonders standen Deut- iche Petroleum im Angebot. 570 bis 567 später 573. Niedriger gingen ferner Schantungbahn um, mit 624 bis 622 minus 13 Proz. Lombarden schwächer 33 bis 32V? im freien Verkehr. Von Schiffahrtsaktien wurden Nordd. Lloyd 185 minus 5 Proz., Hapag 190 minus 6 Proz. um- gesetzt. Otavi-Mineu Genuß notierten 570, Otavi- Minen 705 (— 35 Mk.). Creditanstalt 101 verloren 1 Proz. Auf den übrigen Märkten b.ieb das Geschäft ruhig. Von Montanpapieren gingen um: Bockumer 235 (— 3 Proz.), Phönix Bergbau 374 (— 1 Proz.), Kali Westeregeln 615 plus 5 Proz. Deutsch Uebersee Elektrische gaben 15 Proz. nach 775: ferner verloren Chem. Scheideanstalt 12 Prozent. 501 Maschmenfabr. Eßlingen 7 Prvz. 208. Daimler no.iert.n 225, K eyer 220, Gummiws. Peter 300. Farbwerke Höchst 339 plus 1 Proz. Deutsch-Asiat. Bank 391 (— 8 Proz.). Mexikanische Anleihen unterlagen mäßigem Angebot. 5pcoz. Goldmexikaner gaben 10 Proz. auf 320, 5proz. Silber mark 7 Proz. auf 254 nach. 5proz. Reichsanleihe 793/4. Frankfurt a. M., 9. Ium. Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief Dalum: 5. Juni 7. Juni Amsterdam - Notterd. Drülfel-Antwerpen . lkhristiania Kopenhagen Stockholm Helsingfor» Italien . London New-York Paris. Schweiz Spanien Wien (altes) .... Deutsch-Oestecr. abg. Prag......... Budapest Bulgarien Konstantinopel. . . . 1468,50 1471,50 1458,50 1461,50 324,65 325,35 324,65 325,35 729,20 730,75 719,25 720,75 684,30 685,70 664,30 665,70 889,10 890,90 886,60 868,40 199,80 200,20 179,80 180,20 229,75 230,25 227,25 227,75 155,80 156,20 157,30 157,70 39,95 40,05 39,95 40,05 309,70 310,30 312,20 312,80 724,25 725,75 726,75 728,25 649,35 650,«5 654,35 655,65 19,98 20,03 19,98 20,02 39,22 30,28 28,97 29,03 90,- 90,60 89,15 93,35 22,47 22,53 21,22 21,28 VSrsenknrse. Datum: 5*7,.Dcut.fltieqsanL 4"/„Deut.Reichsani. 3°/.Deut.Re chsanl. 4°/0 Preuh. /lonfoir Darmstädter Bank Deutsche Bank. . . Disconto- Besellsch. Dresd-ner D mk. . Nationalbank f. D. Mittels.Creditbank ^.-Amerik.-Pakctf. NorddeulfcherLloytz Doch.Gußstahlwrk. D.-Luxemb.Bergm. Gelsenkirch.Bergro. Harpener Bergbau Oberschl.Eisenb.-B. Oberschles. Eisenink. Phönix.Brgb..?lkt, Bad.Auilin.u.Soda Höchster Farbwerk» (tklur. VI. E. G. . . Schuckert-Werke. . FelteiiLBuilleaum» Daimler Lud.-Eifenw.-Mt. Adlerwerke .. . 4°/0 Hess. Saatsanl. Electron Griesheim Frankfurt Berlin Abend- Schluß- Schluß- Sckstuß- Kürs Kurs Kurs Kurs 7.6. 8.6. 7.6. 8.6. 79,75 74,50 79,75 74,40 65,90 73,60 154,- 272,50 196,75 167,- 137,50 155,50 170,- 172,- 244,- 265,- 283,- 265,- 185,- 224,- 383,- 428,- 335,50 280,- 176,75 400,- 221,- 247,- 230,- 86,30 297,- 79,75 74,60 65,90 74,60 154,50 278,- 198,— 171, — 133,50 156,- 198,- 192, - 238,- 265,- 286,- 265,- 187,50 222,50 378,- 430,- 340,- 278,- 178,50 407,- 220,50 247,- 226,50 86,60 301,- 65,40 73,90 155, — 273,- 198,- 138* — 155, - 175,- 177,- 245,- 264,50 283,- 264,- 188,75 221,- 380,- 406,- 334,- 279,50 179,50 410,- 224,75 251, — 79,75 74,30 66,20 74,40 155,- 279,50 199,51 169,88 141,25 156,— 192,- 189,- 238,50 270, - 286,- 264,- 185,- 220,- 378,- 431,50 338,75 280,- 177,50 389,- 226,- 253,- 228,75 86,90 Marknotlerungen. Datum: 8.6. 7.6. Zürich 14,30 14,15 Amsterdam 7,- 6,80 Kopenhagen —15,25 Stockholm 12,50 12,50 Wien 428,50 - , - me. Frankfurt a. M., 8. Juni. Der Pveisrückgang hat jetzt auch auf den Tabakmarkt übergegrisfen. Alle Zigarren Handlungen der Stadt haben die V.wkaufspreise bis zu 40 Proz. ermäßigt. Rohtabak ist in größeren Quantitäten überall käuflich. Aus Mannheim wird zuverläsfig mitgeteilt, das; bie badischen Zigarrenfabriken an das Ende bei" Aufnahmefähigkeit in Rohtabaken gekommen feien. Alle Lager sind überfüllt und es tonnten Zigarren in großen Mengen hergestellt werden, wenn nicht die Aufträge fehlten. Die Konsumenten halten auch aut bem Tabaksmackt sehr zurück. = Frankfurt a. M., 8. Juni. Die ungeheuren Preisschwankungen lassen bie Ausführung von Aufträgen, bie vor dem Kriege oder vor ber Revolutionszeit erteilt worden sind, zur Unmöglichkeit werden. Infolgedessen sind gegen einzelne Werke, besonders Automobilsabnken, von Auftraggebern viele Prozesse wegen Nichterfüllung ber Aufträge und Auftragsbebingunsot ängestrengt worben. Jin einem Prozeß, der jetzt vor ber hiesigen Kammer für Hanbelssackxm zum. Austrag kam unb wobei fest gestellt würbe, baß bei den fortgesetzten Preissteigerungen, Jnlandsauf-- träge einfach unausführbar seien, kam man zu bet Ansicht, daß derartige Streitigkeiten besonderen' Schiedsgerichten unterbreitet werden sollen, ba die ordentlichen Gerichte hierfür nicht inelyr zustänoig seien. Diese Auffassung haben sich bereits der Reichsarbeitsminister und ber württembergische Minister zu eigen gemacht. Büchertisch. — Die Hügelmühle. Roman in fünf Büchern. Von Karl Gjellerup. 3. Auflage. 401 S. Preis gebunden Mk. 16.—. Verlag von Quelle L Meyer in Leipzig. — Auch in diesem Buche tritt die dem Dichter eigene Mischung kräftiger Nealisti! mit einem mystisck^n Zug hervor, den wir so ausgeprägt in ber skandinavischen Literatur finden. Schwer und wuchtig ist die Handlung aufgebant,. sie folgt dramatischen Gesetzen mtb reißt den Lesers immer mehr mit sich. Es sind prachtvolle Szerven, -die der Dichter uns erleben läßt. Ohne ZloeifeL gehört die „Hügelmühle" zu den Büchern, bie bleibenden Wert haben und deren große Feinheit sich erst so recht bei wiederholtem Lesen offenbart. (In einem Teil dör Auftage wied.'rholt.) Die Konferenz von SMa bis Juli auf geschoben. L o n b o n, 8. Juni. (WTB.) Reuter erfährt: Die Vertreter ber Alliierten werben wahrscheinlich vor ber Konferenz in Spaa in Lonbon zusammenkommen. Die KonserenK- inSpaaistbisJuliaufgeschoben. Ein Notenwechsel über die Aalandsinfeln. Stockholm, 8. Juni. (WTB.) Am 3. Jmn überreichte ber finnische Ge sandte in Stvck-- holm bem schwcbifchen Minißer bes Aeutzern eine Note folgenden Inhalts: „Meine Regierung beauftragt mich, der schwedischen Regierung mitzuteilen: Tie sinniche Rcg'erung sieht sich genötigt, bestimmten Protest dagegen zu erheben, batz sich bie schwedische Regierung ohne Rücksicht auf bas Recht unb die Interessen Finnlands zum Sprecher eines Teiles ber Bevölkerung Aaländs, ber unrechtmäßigerweise bie Treummg ber Inselgruppe von Firmlanb fordert, aufgeworfen hat und dadurch ^"ien Bovhrb n unter.ützt. Gleichz itig wünscht die Regierung ber Republik ber känigiichen Re- gierimg zur Kenntnis zu bringen, b-iß Finnland hinsichtlich Aalands seine auch von Schweden vor- behal.lcs 'anerkannte Souveränität behauptet imb unbedingt alle damit unvereinbare Forderungen abweisen must." Hierauf übermittelt die schwedische Regierung am 8. Juni bem schwedischen Gesandten in Helsingfvrs folgende Antwort: „Ten erhaltenen Instruktionen zufolge habe ich fosgendes mitzuteilen: Nicht o'hne Erstaunen erhielt die schwedische Regierung die Note, die der finnische Gesandte tm Autfraß seiner Reg.ernng am 3. Juni überreicht bat. Seit dem von der Bevölkerung Aalands mit Einstimmigkeit vorgebrachten Verlangen, ihr Schicksal selbst zu beAmmen, hat die königliche Regierung die finnische Regierung nicht in Unkenntnis darüber gelassen, daß sie dieses Verlangen als auf dem Selbstbeslimmungs:echt ber Völker basierend als vollauf rechtmäßig ang-« W.-tzftcina. 8. .U Lang-Göns 010464 "1O4T7 I Angeb. nur m. PreiSang. rchenplatz 2 v. unt 010451 a d. G. Anz. Die Beerdigung findet Freitag den 11. Juni nachmittags 4 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. C. H. leberer, lldlatee. Geiätze zum Einfüllen werden gestellt. 8ut krplt. Tomfnrtö mit ober ohne Bereifung *it kauien gesucht. Schr. Für die erwiesenen Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Vermählung sagen wir herzlichen Dank. Georg Köhl und Frau Marie geb. Poths. Montag abend 10l/2 Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden im Alter von 70 Jahren meine liebe Frau, unsere herzensgute, treubesorgte Mutier, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin, Tante und Gote Frau Kathr. Werner geb. Ruppel. Die trauernden Hinterbliebenen: August Werner, Korbmachermstr., und Kinder. Gießen (Weidengasse 8), den 9. Juni 1920. Die Beerdigung findet Donnerstag nachmittag 2‘/2 Uhr auf dem neuen Friedhof statt. 10u2 Gestern nachmittagentschliefsanftnach kurzem, schwerem Leiden unsere inniggeliebte Mutter, Schwester und Tante Fraujohanna Przybylski geb. Busch im 55. Lebensjahre. Statt Karten. Marie Luh Karl Fischer Verlobte SaalbauCafALeib I09M meine 9ctitol-8oi6fl«et Jeden 2. Tag: Oberbayrische Gebirgskomödien. Als eine: Ter Liebestrank. Als zweite: Der italienische Sprachlehrer. Sowie Musik und Gesang. Mag ü. Samstag: MelusseslliWlen. Grohen-Linden 9. Ium 1920. L.l, zum Jeueranmach. W'jhat abzugeb., ebenso Holzwolle 6288 Fr. Harrte* & Co. Wieseck. Wleseck, Schulstr. 4. ©rfroarjtr Mtrmm tRude),NJ.alt,sebr wach» sani. (wvoriicrt z Waffer und Land, sucht verlöten, tränt Stock 1-^tnnde-Weg weit, zu verkaufen. Gg. Ariedr. Schneider, Hu egen. |„e Stellcu frei! Sune für mein Iljeater Köteil: Einen Kassierer oder Kasfiercriu ab 7 bis 10 Uhr abends, einenBillettkoutrollenr ab 7—10 Uhr abends, drei Platz "Anweisungs- Brauen ab 7—10 abds., einen Biibnendicncr. einen Pagen f. Theater und als Kommissionär. Offerten schriftl. ob. persönlich tngl. v. 11—8 Uhr F. Seebold, 0,0,60 Hotel Einhorn. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Landrichter Otto Kern und Frau geb. Przybylski. [Stellenangebote | Wir suchen iur die einzelnen Bezirke Deutschlands zwecks lau- fender Einführung von Masienartikcln und Neuheiten rührige, vrganisa- tionssähige Herren in. 5 b. 10000 M. Änpitnl bar als Generalvertreter mit Zwetgbureau bet hohem Verdienst und angenehmer Neisetätigkelt. Branchetenntnisse, beson- bete Geschäftsräume nicht erforderlich Angebote bitte zu richten mit Angabe des (iciu. Bezirkes an Patenlverwertungs- GesellsGhait m. b. 1, Köln Nippe- 7, 2 Waterloosiratze ü. Jüngere, kräftige Arbeiter gesucht. Andreas Euler, ^igarrenkistensabrik, wn Sieinstrahe 7. Wegen Verkleinerung d. Fuhrbelriebs steht eine prima, t.all.Siück ruvnnte Frichsstiite zu verknusen. [6330 Leibgetteruer Weg ». 8 ffiaiitn alte gtrltl zu verkaufen. [(3">0 Brütkmanu, Reubof. Frischmelkende stiege tolättige M i 1 ch z i e g e sowie ein 6 Wochen at:e» LÜegenmutterlammz.ok. Steinberg b. Giegen, 9,9tM] Unterdors 31 Junqcs Mädchen für ein Kind auSzufahren ges. Asterweg 481. nlnlu Alleinstehende, leidende Dame sucht ein freundl. "Jlabdien eh. Wulki« zur Führung ihres Haushalts. Schr. Auaeb. unt. 6:162 an den Gies,. Anz. Tücht., sauberes u. ehrl. Bäädehen II. ist ii. Hausarb. vernehi. zu sofort. Eintritt gel. (Mittet Lohn, au-reich. Kost, da Kul möbl. Zimmer mit clcttr. Licht gesucht. Schriftl. Angebote nutet Q10420 an den Gies, Anz. Dauermieter sucht schön möbl. Zimmer in rub. Hause bei guter ,>amilie.lBettwäschewird gestellt.» Schriftl Angeb. nut. 010434 a. d. Gieg. Anz. Junger Herr «Dauer' mietet) sucht in bürgerl. Hause möbl. Zimmer mit ober ohne Pension, evtl, auch in Landgem. Schriftl. Angebote mit PreiS unter 010462 an den Gieh. Anzeiger, erb. Schön möbl. Zimmer bei netten Veulen v. hiss. Geschäftsmann gesucht. Gesl. Angeb. unter W. 882 an „»eno“. Mitt. Ann.- Ifroeo., Gienen. 6378e 3-Zimmerbaus, 3 Et- Obstgarten, kl. Stall, zu verkaufen. Scht. Ana. u. 010445 an den Gief^Anz. Gut erhaltener IÄ59D Landauer abzua. Neue Kaserne I, III. Abteil. Arr.-Rgt. 11. 2 Erntelettern i alte Wagenräder nud sonstige Wagenteile, 1 Dovvelspänuerwagen z. vk- Arankt. Ttr. 52. Gut er- XAnirihi/hÄ Schlohgafse 16 UL ul . .. Ä SS Grammophon Ä‘feJc%ucU?rner fdjrocr DovvelivSnuer mitEinwnti mfünkzeb» «ngev. Qn -'tau Mignon, wagru?r । u>. d Lai i. i Platten zu t ert Watilar, Heflenstr |G> 4 VaUdolllV., Garben eich. I Kircheupli 1 gr. Zinkbadewanne, 1 fttit n. Litzbadewanuc, 1 n. schivarzer Lommer- nmüana a. Seide gearb., 1 n Bettüberdecke, ei» Neautator, 2 Küchen- stüble zu verkaufen. Laudgrafenstr. 5 p. Ein kleiner Kachelofen zu verkaufen. 010443 Damm, Wilsonsir. 10. Pedd.grolir - Kinderwagea nmgearbeit. ■llltaratlelel i4O). elennntc Paaeihan’.- tasohe, Awtolac e, linier- ■latelchea ilchwarzwcm) s. 5jä >r. u verk. Blcich- ftrahe 27, b. Maver.°""' K Taftl-Ulavler billig zu verkaufen. [ _Licher Ltrahe 80. Eine Violine mit Slnften zu verkaufen NkitkKiiilikiiciünWiig soivie einzelne Anrichte vreiSivert zu verk. toi»4« Steiustrahe 78 p. Einige Kü^eneiurich- tuttacii v. 1300—1900 Mk. zu verkaufen. (010458 Steinstr. 27, Werkstatt. Ladentheke lweii,),kl.5riuderbettchen mit Matratze zu verkauf. Seltersweg 30 H. Jntellig. strebs. Herrn ober Fr. mit guter Auffassungsgabe ist Gelegenheit geboten, durch die Uebernobme unseres Zweigbureaus für den dortigen Bezirk aus eigene Rechnung eine gesicherte Eriftenz zu schaffen. Erforderliches Bar- kapital 5—10000 M. schnell entschlossener ernsthafter 1,75,1 nolb.Eerronuhr, all Lederkeffer, 1 P. Danen- stiefel, Gr. 40, vreiSw. z. vk. 4lnzus. nachni. v. 6—8 010452 Wrabenttr. 7 p. 1 Paar bl. Eerreakesea, ■.- a. Daaienhttte, Blase, B.-Haassehahe. 39, zu vk. 01lläb. Babu- bofstr.Slp.ISolmserHosi. Einige Stoffe für Nostümeu.Musen bat abzugeben (010426 Knn». Netten Batte 15. 1 Zimmer mit kleiner Küche nt: ruhige, kinderlose Leute zu vermieten Gr. Steruweg 19, j A/Iistgesuehs \ Elnfamf llenhauH ob. abgcschl.Etage in vornehmem Hause s. sofort zu mieten gesucht. Nahe der Kliniken bevorzugt. Schriftl. Angeb. unter 0306 an den Gieh. Anz. Luche meine 5-Zimmcr WobuuuatKalter-Allees nenen eine gleiche in der Nähe des Bahnhois zu (unschön. Schriftl. Angebote unter 010424 au den Giesi. Anz. Ä Zimmer als Warte- und Svrech- zimmer geeignet, sofort zu mieten gesucht. Schritt- ichc Atigeb. unter 010257 an den Gieff. Anzeiger. 3toci gnt möbl. Zimmer u guter Lage gesucht. Ausführliche Angebote au Cheircdakleur Goetz, 9ieh. Anz., erbeten. «»4 znverl&M.. Mhdchen. Strou Kleiner, Weilburg, Engel-Avoth. Zwei kolhsevrmlttilvell gesucht 6358 Restaurant Front,of, Marburg tLabus. Grün 1. Stellengesuch^ Junger Mann aus der Bersich.» und Hotelbranche sttcht für sofort ober später Stellung als Kontorist. Zeugnisse u. Referenzen sind vorhanden. Schnit- liche Angeb. unter 010396 au den Gies,. Anzeiger. Drogist 20 Jahre alt, mit guten Photokenntntffen, sucht Stellung für 1. Juli nb Perkäufer oder Lagerist in der Drogen', Färb- u. Kolonialwaren-Branche. Cberbcficn 11. Umgegend bevorzugt. Schr. Ang. u. 010461^ an^den Gieh. Anz. I Vs^Sute I ttojtümstoff 'Lar^ z. verk. Licbigttr. 37 Hl. la Mmhoniz z. vk. Hauptlehrer chnelder Heuchelheim. olol>. Alle Sorten Gemüse- pflauzen zu haben 62.54 ______Neuenwca 50. | Kaufgesuche | Suche ein Einfamilien- HauS mit etwas Garten ob. Land zu kaufen oder zu pachten; obStadt oder Land ist gleich. Angeb. an ilrtm K. Martin Wwe., Wieke«, Labusir. 9 tont erhaltener Teppich und Sitzbadewanne z kauf. gef. Schr. Ang. mit Preis u. 010421 a. d. G. A. Gut erhalt., gebrauchter Tennisschläger zu kaufen gesucht. Schr. Ana, u. 010423 a.d.G. Anz. Bienenhonig Verschönerungsverein Braunfels Sonntag den 13. Juni, nachm. 3—7 Uhr, in dem herrlich gelegenen FüretL Herrengarten (Linden-Allee) Großes Konzert (Militärmusik) Tornaportliche Veranetaltnngen sowie Reigen der nudcheni^bteilung dee Turnverein* Braunfels. Die Verpflegung der Konzertbesucher (jegliche warme und kalte Getränke. Schnittchen, Torten) hat das Schloßhotel Braunfels übernommen. Bel schlechtem Welter Konzerte ab 3 Uhr nachm. im Botel Cornelius und im Selmser HoL Hinfahrt: Ab Gießen 5.43. 10.20, 1.30. Rückfahrt; Ab Rraunfels 8.53. ab Br.-Ober dorf 9.18. Die Ernstbahn hat zu sämtlichen Zügen Lahntal- “<*D bahnhof Anschluß. Zu zahlreichem Besuch ladet ein der Vorstand. Scharfer Holhond Itlwij MVM Bin. verlaus gutgehender 1t Grett geirageuer ***)**•* silb Herren- «. Damen- llbren 40-150 Sik., gold. Dam.-Nbren 150-250Mk., m.Svrtmgdeck. Ia.6002)ik., Negulator mit Schlag- iverk, gold. Trauringe, Brillen 11. Zwicker, Herrenfahrrad mit Kreiiauf 300 Mk. ti«. Koch. 010467] Ltühlsirasze 2. 1 Waschmaschine 1 eins!. TpirituS-Hcrd, 3 Bände Plateu billig zu verkaufen. [010450 Babnbofttrake 84. 3nnncn Zieher stellt ein 010464 Auster, mech. Werkstätte, Hammstrnne 4. zinlgcr §0U9lJiitiiit gesucht. E. H. Nliiller, < Stehen, Schillerstr. 26.«^ Sekretärin ür einen industriellen Arbeitgeber ° Berbaud möglichst sofort gesucht. (£6 handelt sich um eine PertraueuSstellung zur Unterstützung des Snn-' dikus. Verlangt wird unbedingte Sicherheit in Stenographie u. Schreibmaschine. Ausführliche Angeb. mit Bild und Ge- mltSanspr. unter 6356 an len Gieh. Anz. erbeten. Kontoristin perfekt in Stenogr. und Schreibm., sowie Buch- Haltung, sofort ob. später gesucht. Schriftl. Bewerb, m. Angabe biSb. Stell, u. Anspr. unter 6353 an den Giesrener Anzeiger. Tüchtige Hoüfltüeiletinnen sofort f. dauernd gesucht. Lina Biringcr, 010122 Piockstr. 16 I. Tienstmädchen zum 1. 7. gesucht 63 9B Univ.-Kinderklinik. Külheumädllfeu b. hohem Lohn ges. 6326B Medizinische Klinik. ÄeltereS Mädchen, das bürgerl. kochen kann, zu alleinü. alt.Herrn gesucht. F. Kiibn, toiekeu, oiw3 SelterSweg 36. toeiucht 2 brave, sieisiige Uhdchcnvom Lande im Alter v 18—20 fahren bei guter Kost und hohem Lohn. Konditorei und Eaf«^ Kaufmann, «legen i. Wettf. Alleinmädchen ob. eins, »tütze zu einz.Dame ges. «io«« Moltkesirahe 2 p. Christi., a. liebst, älteres . ■iiehee, das linder lieb Paul Texlor Liny Textor geb. Dolland Vermählte Mary Dolland Hans Kühn Verlobte Gießen, den 9. Juni 1920 010847 Odessa 6061c -t»- I 1 Mainz Betzeisgasse 12 Mannheim L 11. 18. i Frankfurt a. M Poststraße 44 Danzas & Cie. G.m.b.H Spedition Gleich nach Eröffnung der Schiffahrt dorthin wird ein direkter Dampfer abgefertigt. Güter können bis zur Abfertigung des Extrazuges zum Seehafen bei uns zu außergewöhnlich billigen Lagerspesen eingelagert werden. Nach dem :-: Orient, Italien, Spanien expedieren wir täglich Ladungen 11. Sammelwagen unter Begleitung. Feste Sätze werden erteilt 6346D Versicherung befreit zu werden. Nähere Auskunft erteilt: „Germania" L.-D.-A.-G. zu Stettin Vertreter: Wilhelm Pfeil, toiesicn, Goeihestr. 48a. Angestellte! Durch eine Lebens- u. JnvaliditätSversicherung, die wettgebende Vergünstigungen, Hobe Versicherungsleisiungen und völlige Bewegungsfreiheit gewährt, bietet sich noch bis 30. Juni 1920 für versicherungSvflichtig werdende Angettellte mit mehr alS M. 7000 Gehalt und deren Arbeitgeber Gelegenheit, von der Angestellten- < d. .s OEL Herren1 Etwas ^anz Feinet WACHS* SCHUH* KREM Störte* sow feineDamenwäsche, Kleider, Blusen u. Vorhänge werden z. Waschen und Bügeln angeuomnien bet schneller sowie tadel- lofcr Ausführung. f0104 1 HJaföjanftalt Baller, Landgraf-Phitipp-Piatz 6. CJIn zu kaufen ge- sucht. Schriftl Angeb. untcT 010441 an den Gieffener Anzeiger. Sehr. Klnierwagee m-Ber deck v.ariuer (3niiL z.kauf, ges. Sd>r. Ang. m. Pt eiö unt. 010439 a. d. G. Anz. ^Empfehlungen! Frische SeeWe heute und morgen ein-1 treffend. 6386 C (tt.^leinhcnnl Bahnhofürasie 59, De 1^66. । richtsbriefe. Prosv. grat. TeL 1097 Gegr. 1909 N Buchführung Stenogr., Maschin, alle Handelsfächer u. Fremdsprachen. Tages- und Abendkurse. Anmeldungen täglich. Privat- e,7Sc Handels-Schule „HERMES“ Gießen, Bahnhofstr. 60 Doniersteg tu Fra tag ein- ncneiib. Bestell, w. frei ins Haus geliefert. w6 Telephon 119 u. 2159. J. M. Schulhof, Marktstr. 4. Donnerstag den 10. Juni waffeltsg üöf ÖCt 010877 I a.Zchelljische 11 verschiedenes! linb K tbeHüU Buchführung erlernen Sie UllV rasch durch meine Unter- Bücherrevisor Emil Welsch, Karlsruhe. II. Hypothek In Höhe von 20 000 M. auf gutes Cbjeft ver bald gesucht. Schr. Angeb. u. W23 an den G. A. erbet. MM n.» ,JUU drei Mon. zu leihen gesucht Schr. Ang. uni. 010429 a. b. G. Anz. Dyckerhoff- Zement und Gips eingetroffen. 6344 Emil Piülor lacht Alpeogras | süddeutsches, gute trockene vorjähr. Ware, in jeder Menge abzugeben. Be- darsangabe erbet. (Fifern Möbelfabrik Sahl in Tbür. Suche für meine Mutter Flüchtling), bef|. Dame, 4möchige volle Pension zur Erholung in Gienen. Schr. Aug. m. PreiSana. unt. 010430 an den G. Ä. Schulmädchen, 10 bis 12 I, in unentgeltliche Pflege aufS Land gesucht. Schriftl. Angeb. n. 010446 an d. Gieffener Anzeiger. Dame 47 I., ges., sehr tüchtig, guter Cbar., vermögend, wünscht besi. Herrn (@c- schäftöm. ob. Beamt.) evtl, mit Kind., da kinderlieb, treue Lebensgefährtin zu werden. Schr. Angeb. u. 010440 an den Gien. Anz. BoMongen verkauft J. Happel. Müdlsirakc 18. 5700 für lyeuerzcuge u. ®e- werbe emvsiebtt 6319 Central-Drogerie« Schulftrahe. UOt oeiiiuoei. Abzuh. Labusirahe 1OIL bei Rrnnn^__6:184 | Vereine | günfjiger 1870-1920. Mitglieder- ““ Vernam m lang SamStag, 12. Juni, 8'/, Uhr abds», Hvtel VleterU