AB 1920. Haubach mhard igr. Ur -V-.LL L «--d- ich« löten, NVt® ^ftE der Alge^ Mkinittel S5 wnwiboi ta£r fe* feas ■ “*• «ft 120. 3915t, tunjr^ crilng. ggs® “btt der Airdtrlaldahi 1 Wtt (ni^banoi) ® r^e. 2 Bettstellen r vuchenegnl, 10 Stuhl 1 Eelükastettc, 1 hier 1 Mattel (Doüjtänbii -I *Q|ien, 'Damttthraflc : • lange Bete, 1 Tepptz " amenkleider, Schuhe n 1 schöne Basen, rrijttt V- TebrauchLgegensLh 'ahmen, Stores, D«Ln. §ingelampen unb viL ikzianischen Lüster, jtfo I bestimmt. Kr.WMl tunflctt aller «rt,«« Lckilr. M irt h lehr tntwtfe itmtwj ttoiti t ßna rukorii.8.LaMllil» iobte Dr Adolf Schad geb. Sauer lermib* .Karten! g,rm*"9,al' I Wo W* IttoJ*** i llr. 85 -Der «ietewer Mujtiatr erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Bepigspreis: Monatlich Mark 3.60, viertekährkchMark 10 80 einschl'ehlich des Bestellgelds, durch die Post vierteljährlich Mark 9.75 ausschließlich Bestellgeld. Fern sprech-Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; Derlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Lnzeiger-ießen. poftschecttonto: Zranksurt a. M. 11686 170. Jahrgang Freitag, 9. April 1920 GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche Univ.-Such- und Zteindruckerei R. Lange. ZchnsUeittlng, Geschäftsstelle und Druckerei: 5chulstrahe 7. Annahme von Anzeigen für bie Tagesnummer vis zum Nachmittag vorher ohne gebe Verbindlichkeit. 8rels für 1 mm hohe für njcigcn v. 34 mm Breite örtlich 35 Pf., auswärts 45 Pf.; für Reklame. Anz»eigen von 70 mm Breite 150Pf Bei Platz. Vorschrift 20', Aufschlag. HauitschriftleUer: Äug. ®oeh. Verantwortlich für Politik: Aua. Goetz; für ben übrigen Teil: Dr. Rein hold Fenz; für den Anzeigenteil: h. Beck, sämtlich in Gießen. CS» Die französische Taktil. Aus der neuesten Note Millerands an die deutsche Regierung gehl mancherlei hervor. Zunächst die Tatsache, daß Frankreich seine Alliierten nicht nur wegen seines Vormarsches nicht gefragt hat, sondern aucl), daß es gewärtig ist, in London, Washington und Nom aus Widerspruch zu stoßen. Darum hat die Auffassung Berechtigung, daß Frankreich dem deutschen Nachbar eine Warnung, den eigenen Bundesgenossen aber einen Wink geben wolle, daß es geneigt sei, künftighin bei Auseinandersetzungen über die Ausführung des Friedens- Vertrages auf eigene Faust zu handeln. So sehr selbstbewußt tritt übrigens der französische Ministerpräsident in seinem neuesten Schreiben nicht auf. Er weiß offenbar, daß Frankreich schwach ist und gegen anders geartete Auffassungen der Alliierten nur schwer ankämpfen könnte. Vielleicht beziehen sich Millerands Andeutungen, daß Frankreich geneigt sei, mit Deutschland den wirtschaftlichen Apstauschverkehr weiter auszubauen, aus Einsendungen, die von Washington oder Rom bereits gekommen waren. Wir wissen über die Stellungnahme Wilsons und Lloyd Georges noch nichts bestimmtes, während vom italienischen Ministerpräsidenten Nitti gemeldet wird, daß er die Vorfälle als eine innere Angelegenheit Deutschlands betrachtet wissen wolle und den Vormarsch Frankreichs nicht billige. Noch entschiedener drückt sich die öffent- lickze Meinung Italiens in dessen Presse aus. Gewisse Zeitungen fordern, daß die bevorstehende Konferenz von St. Remo es nicht nur bei Worten bewenden lasse, sondern mit Taten einsetzen möge, um endlich eine wirkliche Aera des Friedens einzuleiten. Amtliche deutsche Stellen haben bereits die Angaben Millerands widerlegt, und aus der Nationalversammlung, die nächsten Montag zusammentreten soll, wird es weiterhin erhellen, daß es eine Militärpartei in Deutschland nicht mehr gibt. Es waren auch in einem französischen Funkspruch „An Alle" vom 6. April, 9 Uhr abends, Entstellungen und Lügen verbreitet worden, gegen welche von amtlicher deutscher Seite Front gemacht wird. Es heißt da, es sei unwahr, daß 150 000 Mann deutsche Truppen im Ruhrgebiet operierten, es sei unwahr, daß es sich nur um 10000 schlechtbewaffnete Spartakisten gehandelt habe, die beim ersten Angriff davonlau^ en würden. Die bisherigen Verluste der Reichswehr, etwa 200 Tote und mehrere hundert Verwundete, sprächen eine andere Sprache. Diese Andeutungen genügen, um aufs neue die französische Taktik zu kenn-- -eichnen, die dahin geht, an der Seite der schlimmsten Terroristen die deutsche Arbeiter- ichast gegen die Regierung aufzuhetzen. (Eine neue Kote lMllerandr. Paris, 8. März. (WTB.) Millerand überreichte dem deutschen Geschäftsträ- -tier folgende dkote: Vor der Besetzung von Frankfurt a. M., Hanau, Darmstadt, Homburg und Dieburg bat dre französische Negierung pflichtgemäß ihre Alliierten benachrichtigt und ihre Meinung eingeholt. 'Seit dem Inkrafttreten des Friedensvertrages hat ■ftc zu wied:rl»ltcn Malen den Willen bekundet, »rit ihren Verbündeten ein enges Einvernehmen aufrecht ju erhalten, indem sie manchmal ihren -Standpunkt demjenigen ihrer Alliierten unterge vrdnet hat. Sie mar an dem Tage gezwungen zu handeln, an dem sie sich nicht nur einer Ver Atzung der al (gemeinen Klauseln des Vertrages reyenü berge stellt sah, die alle Alliierten angeht, und die für die durch die hervorgerufene Lage befon ter» fühlbar ist, sondern an dem auch das Wort ffbrorfxnt wurde, das ihr die deutsche Negierung nit den von ihr eingegangenen Verhandlungen gc xben hatte. Am 26. März erklärte der französische Ministerpräsident in der Deputiertenkammer, es sei ar hoffen, daß die für den Be-rinn der dringendsten Aredergutnxacknmgen notwendigen Beschlüsse nicht lange auf sich warten ließen. Am 29. März er klärte Sxrr G ö ppert der französischen Regie rung, seine Negierung habe die Möglichkeit der Entsendung von Ersatztruppen in das Ruhrgebiet ahne vorhergehende Ermächtigung durch die fran- ;öfische Regierung in feinem Fall in Ansicht genommen. Am 2. April bestätigte öerr Millerand dem deutschen Ge schäft s- : räger in Paris die Erklärung, die er am 28. März gegeben halte: Die französische Regie- mng könne die Ermächtigung nur geben, wenn Üe französischen Truppen ermächtigt würden, gleichzeitig die Städte Frankfurt, Darmstadt, Dornburg, Hanau und Dieburg zu besetzen. Am ! 3. April .rbends gab toerr Göpvert zu, daß üeichswcbrtruvpen die durch den Beschluß vom ). August 1919 sestgesetzte Höchstgrenze überschrit- en haben und in das Ruhrgebiet eingedrungen eien, und verlangte gleichzeitig im Namen der deupchen Regierung, daß die zu diesem Zweck wtmendige formelle Genehmigung nachträglich der Rutschen Regierung gegeben werde. Gleichen Tages । teilte Untcrstaatssekretär im Auswärtigen Amt ). Daniel in Berlin dem Stell Vertreter des Ge- rerals Rollet, dem «General Bertbelemy, mit, die !>ie deutsche Regierung habe dem Neichskommissar 2 e o e r i u g volle Handlungsfreiheit über die angesichts bei Operationen im Ruhrgebiet konzentrierten Truppen gegeben und nehme die Verantwortung für ihre Tätigkeit in der neutralen Zone auf sich. Die französische Regierung setzte unverzüglich die Alliierten von dieser Lage in Kenntnis. Indem die französisckie Regierung ihren Alliierten anzeigte, daß die deutsche Regierung durch ihr Vorgehen den Art. 44 des Friedensvertrages von Versailles verletzte, dessen Verletzung den Casus belli bedeute, sprach sie die Hoffnung aus, daß die anderen Regierungen gleich wie sie die 4!otwendigkeit eines unverzüglick'en Einschreitens erkennen und der französischen Regierung roirMarne Mithilfe in der Ausführung der militärischen Maßnahmen leisten toürden, die jetzt weder umgangen noch aufgcschvben werden könnte. Es war dies übrigens nicht das erste Dfel, daß die franzöfische Regierung ihren 9UIn.TMi diese Notwendigkeit darlegte. Am 23. März hatte Frankreich auf der Londoner fron f< reit z d.'N Vorschlag eingebracht, Frank'urt und Darmstad> zu besetzen. Diese drückte aber am 25. März ihre Ansicht dahin aus, daß der Zeitpunkt unpassend sei. Die deutsche Regierung nxtnbtc sich direkt an die französische Regierung, um tue Bewilligung zum Einmarsch von -fnir-pen in das Ruhrgebiet zu erhallen. Dre französisch! Regierung hatte keinen Grund, sich zu Vvrletzimgm des Vertrages hinzugeben, da alle ihre Erkundungen mit denen der Mliierten üf>?reinftimmten und alle Alliierten einmütig dfe muttäriscke Besetzung dcs Ruhrgebiets als unnötig und gefährlich betraäste- teu. Andererseits wie sm alle Vorkommnisse oa- rauf hin, daß die Initiative zu diesen Operationen der deutschen Mxlitär- partei zugeschrieben iverbm müs'e. Es war bte Militärregierung von 5Lapp, die sie ergriffen hatte, und es war die Militärpartei, die trotz der starkm Einwände, die selbst im Schoße der dmtschen Re- gienmg gegen die vorgesch-ene Jmtervention erhoben wurden, daraus bei; irrte, daß es unmöglich sei, ohne Erhöhung der frräste die Ordnung im Ruhrgebiet wi der herzust'llen. Frankreich iah sich soinit einer Maßnahme gegenüber, die nach einstimmiger Ansicht der 2111 vierten nicht ohne Ermächtigung zur Aussikhrung gelangen durfte, ine keineswegs durch die Umstande g.oechtserligt war, und für die die deutsche Regierung Frankreich gegenüber de formelle V.x-pf ichtung eingegangen war, sie nicht ohne Ermächtigung auszuführen. Diese Maßnahme war durch den Umstand besonders schwer auszunehmen, daß die Alliierte ttotz ihrer beständigen Bemühungen die Ausfücheung dr: frlau- setn bezüglich dr Abrüstung Deutsch'ands nach nicht erreichen konnten. Die französische Regierung handelte somit gleichzeitig fan allgemeinen und im Intevefse Frankreichs. Es ist übrigens nicht nötig, in Erinnerung zu rufen, daß sie entschlossen ist, die besetzten Städte von ihren Truppen $u befreien, sobald die deutschen Truppen die neutrale Zone vollständig verlassen haben. Tie Haltung der ftanzösisckZen Regierung ist durch das Vvrg.l-m der deutsche Regierung gerechtfertigt. Tie französische Regierung wird übrigens ihre Anschauung in bezug aut Deutschland, mit dem sie auf Grund der wirtschaftlichen Zusammenarbeit in Handelsbeziehungen eintreten will, von denen die Situatton Europas nur gewinnen rann, nichts andern. Am 26. März sprach sich der französisckxe Ministerpräsident in diesem Sinne im Parlament aus, wenn er sagte: ,Lch meinerseits schließe den (ve- danfen eines wirtsckxaftlxchen Zusammenarbeitens nickst aus. Ich habe sckwn gewisse Möglicksteiten im Ange. Tie Grundbedingung, die aber vvran- geht, ist, daß die deutsche Regierung, mit der ich — ich wieder l» le es — bereit bin, wirtschaftlich zusammen zu arbeiten, zunächst den BetveiS ihres guten Mistens erbringt, indem sie ihren Verpflichtungen nachkommt." Am 29. März bestätigte Herr Millerand Herrn Maver feine Wsicht, eine Aera neuer Beziehungen zu Deutschland auf dem Wege wirtschaf.licker Zn | fammenarbeit zu beginnen. Als die ttanzö)'i)Q)e Regierung am 4. April ihren Vertretern im 91ns- lairbe die Beschlüsse nrittcilte, die sie gefaßt hatte, bat sie, wissen zu lassen, daß, meint sie diese Öaltung eingenommen hätte, sie keinem wmdltchcn Gedanken Deutschland gegenüber gehorch^- Sie wiederhole die Versicherung, Frankreich wüwche bald wieder die normalen Bezielmngen zu Deutsch- land auf der Grundlage wirtschaftlichen liebereür- Ivmmens zu Ixxben. Sie fügte bei, daß die Amre gungen, die in diesem Sinne unt.nrommen würden, bei ihr günstigste Aufttahme finden würden, und machte die Mitteilung, daß unter genauen Umständen die Initiative von Frankreich aus kommen würde. Eine deutsche Entgegnung. Berlin, 9. April. (DB.'^ In ber Note ber französischm Regierung an die Bov'ckiasterkonfe- renz wftd behauptet, daß die Militaristen Kapps den Emmarsch in das Ruhr gebiet erzwangen. Auch eine ÖavasMeldung will bewetsen, daß der Einmarsch unter Kapp entstand Unter* staatssekretär v. £> a n i e l toirhe unter beiden Regierungen. Tie fetzige Aufgabe ginge von den kappchnsch/en Rebellen auf die legale Regierung über. Dieser tenden,iöseu unrichtigen xarfttlning gegenüber sei festgestellt, daß .Y?an:d am 17. März eine Znstruktion cm den deutschen Eeichäftstrager in Baris richtete, worin es heißt: „Dte Heeres- und Friedenskommission ersuchte den General Ofellct um die Genehmigung des Einrückens von sechs Bataillonen, ’.njei Eskadronen und drei Bataillonen. Nollet lehnte die Forderung ab und verweigerte die Annahme weiterer Anträge der 5-eerrs^ und Friedenschmmi'swn als Antrag: enter nicht anerkannten Regierung. Bitte unverzüglich an zuständiger Stelle zu beantragen, day die alliierten Negierungen einer vorübergehenden Entsendung der bezeichneten Truvvenmengen zusttm- men. Sie wollen mit Rücksicht aus die .Stellungnahme Nollets darauf Hinweisen, daß der Antrag von der verfassungsmäßigen alten deutschen Regierung ausgebt. Größte Eile ist geboten, damit nicht in dem so wertvollen Zndusttiegebiet durch verspätetes Eingreifen der Truppen der Aufruhr weiter um sich greift." Damit wird der Versuch, die Ruhraktiou chs Erbschaft der militaristilchen Meuterei hin zustellen und die Verdächtigung, als ob Spaniel mit der Kappregierung zulammenwirkte, hinfällig. Belgien an der Leite Frankreich-. Brüssel, 8. April. (WTB.) Der Mitt ifte trat trat heule unter dem Vorsitz des Königs zusammen und prüfte die durch die letzten Ereignisse geschaffene Lage. Um den Grundsatz der Solidarität der Alliierteil gegenüber Deutschland zu bestätigen und Frankreich ein Zeugnis der Freundschaft zu geben, beschloß der Ministerrat, die französische Regierung wissen zu lassen, daß er bereit sei, sich an den infolge der Lage im Ruhr> gebiet ergriffenen Besetzungsmaßnal-men durch Entsendung eines Detachements zu beteiligen. Die bevorstehende Konferenz von San Remo. Mailand, 8. März. (WTB.) Der „Cor riete della Sera" sagt, daß übtr die Verschiebung der fronserenz o on San Remo mit Rück sicht auf die Vorgänge zwischen Frankreich und Deutschland keine genaue i>luskunst erhältlich war Es sei sehr tntwahrscheinlich, daß die Lage, die beute Anlaß zu einer sehr großen Beunrichigung in Europa gebe, binnen wenigen Tagen auf glückliche W^'isc gelöst werden könne. Die bestehende Sachlage gebe auch Anlaß zu dem Gerückt, daß die Koufevenz, die in San Reuw ftattfinben sollte, inunmebr in Paris abgebalten werde, da Millerand die französische Hauptstadt nicht verlassen könne. Dieses Gerücht wurde jedoch bisher nicht bestätigt. Die Stimmen ans dem Anslande. L o n d o n, 9. April. (WTB ) Die britische Regierung hat Carnbon mitgeteilt, daß sie die Frage der französischen Intervention von einem anderen Gesichtspimkt bettachte wie die ftanzösische Regierung. Nach einer weiteren Meldung aus London loird Llohd George am Freitag früh abreisen und sich direkt nach San Remo begebnt und nicht, wie ursprünglich gemeldet, erst nach Paris. Die Nachricht, daß Belgien eine Truppenabteilung in das Ruhrrevier senden wolle, hat in ßonbon großes Aufsehen erregt. Amsterdam, 8. April. (Wolff.) Der „Tete- graaf" milbet aus London: lieber die Haltung des englischen Kabinetts gegenüber der Besetzung hessischer Städte wurden verschiedene Berichte veröffentlicht. „Evening Standard" behauptet, daß gewisse Minister die Besetzung neuer deutscher Städte durch bie Franzosen ernst auf- fassen. „Evening News" bagegen erfahren, baß bie Berichte aus Washington und Rom, wonach Englanb unb Amerika einen anderen Stanbpmitt cinnchrnen sollten als Frankreich, volltemmen unrichtig seien. Dem Blatte zufolge erhielt Lott> Derby, ber englische Botschafter in Paris, den Auftrag, auf der Friedenskonferenz voll kommen klarzuslclleu, daß die brittsckeu Staatsmänner die Lage in Deutschland von demselben Standpunkt aus betrachten unb unstreitig mit Frankreichs Haltung sympathisieren. Lloyd George hat Lord Derby ermächtigt, dies in Paris darzulegen. Es besteht kein Grund zur Annahme, daß er den von Frankreich unternommenen Schritt nicht billigen wirb. Tie „Times" meldet, daß bei der Besprechung zwischen der englischen und französischen Regierung über die Besetzung der deutschen Städte vollständige Uebereinstimmung herrsche. A m >t e r d a m, 8. Aprtl. iWvlft) "SXt „We ft* m in ft er Gazette" schreibt in einem „Em schsecktter Versuch" überschriebenen Leitartikel zu dem Vormarlchder Franzosen, mau dürfe die Macht der beut)den Funker nicht übrsck,ätzen. Das Fehlschlagen ihres Pitt'ches sprech: für sich. Nach allem, was man höre, habe die Masse d:s beirtidxm Volkes die Mllüärpartei satt. B e r l i n, 9. April. Wie mehrere Blätter melden, teilte ber amerikanische Vertreter in ber interalliierten Rheinlanbs- kommission dem Vorsitzenden der Kommision mit, er lehne es ab, an irgeudioelchen Beschlüssen per interalliierten Rhrinlandskommission zugunsten des französis chen Vor st o ßes ins unbe)etzte Deutschland teilzunehmen. Er habe seine Regierung von diesem Schritt verständigt. Rom, 8. April. ^WTD.) Der „(Eorrterc della Sera" tadelt in emem langen Artikel den französischen Irrtum und die Beetzung Frankfurts unb Darmstadts durch bie Franzosen. Italien, Englanb und Amerikck gaben ihre Zufttm- nrung dazu nicht. Sie bringen der Sympathie entgegen, da der Haß zwilchen Lutger und Besiegteii dadurch nur gestärkt würde und Frankreich bewiesen habe, baß es bannt bie allgemeinen Interessen Europas unberücksichttgr gelassen yabe. Vom wirt cka'ttichen Ltanbpunkte aus sei es abfurb, sich Europa ohne ein starkes Deutschland und Rußland vorzustellen. Dre italienische Regierung, deren Äufsas ung von der sran- zösrschen start äbweicke. Überla)fe ^rnnkreich^ble Verantwortung für seine Hanblw'.gsweDc. Dieselbe sei ein Zeichen Dafür, daß b;e Solidarität der Alliierten sich auflöfc. Ter „Messagero" befürchtet von dem Vorgehen Frankreichs cme Störung der europäischen Lciae. Das Blatt weist gleichfalls darauf bin, daß Ine Solidarität der Entente babureb erschüilert \xxvbc Wäre die interalliierte Konferenz nicht von Haß, Rachsucht unb Furcht inspiriert gewesen, fo würde Eiiropa sckweller gesunden. Nitti hatte als erster bie Not- nNtnbigfcit einer neuen AufsissungSweise betont. Die Pawlc einer allgemeinen wirtschastlickren Restauration müsse über die M eiegspsychoie siegen Den Worten müßten xn San Remo Taten folgen. Prag, 8 April. (Wolff-.) Dxe „Tribun^' bespricht unter b.*r Uebersckirift. „Das Ruvrg'biet" die Bosriximg Frankfurts imd verweist darauf, daß iiicht einmal Emgland und noch nxnxiger Amerika und Italien ix-m Borgeleu Fvankr ick)s zustimmen. Erne offiziöse Not' aus Wöoiifliftes nicht nur üb*r» flüssig, fmibern schablich sei. Dieser St-.nbt'unFt scheine jedem ber*cf)tigt, ber bie pvlittschl'u Verhältnisse xn Deutschland mit beurteil'». Die französische Dittatnr in 8rar.t|urt Frankfurt a. M., 8. April. (Wolff.) Ter Stabtkommanbant der franzör cktcn Militärverwaltung l.at gestern an ben Polizeipräsidenten folgende Mitteilung gerichtet: Ter kommandierende General kauf tragt mich, I Horen bekamt trugeben, daß er äußerst mrzuft jeden ilt über die Art unb Weise, m ber bie deutsche Polizei voxt Frankfu*rt im Laufe des 7. April ihren Tienst oerfebcit Tjat. Sie hat in äußerst ungenügender Weise MensckxMansantmlungen ent- gegengeroirft. Ich bitte S«, für bie Folge fb genaue Befehle herauszugeben, baß der Herr flpm* manbicTcnbc General bez. id) nicht genötigt smd, selbst jeden Augexcklick fingtrifen zu müllen. Ich muß Ihnen ein sehr bedauernswertes Ereicpris mitteiten, das sich (>cute vormittag in ber Gegend der Hauptpost ereignete. Ein. fallender Jäger ist umgeworfen und verletzt toorben; frarabtner xmb Fahrrad wurden ihm entwendet Ter fbrnmon* btermbe General der Befahmngslruppen ist entschlossen, Feigheiten dieser Axtt nicht mehr zu dulden unb sie als besonders schwere Beleidigung für die Würde der französischen Truppen anjitfe&’n. Ich befehle Ilpren, mtverziüglick) nach»uforschen, falls Sie es nicht bereits gvtan l^ben, wer bte Urheber dieses Angriffes gSpesen sind, unb Ihre Maßnahtnen zu treffen, baß sowohl bas Fahrrad als auch ber Karabiner jo schnell wie möglich h.rbeig'?schafft werden. Sic haben morgen 12 Uhr das Resultat Ihrer Ermittlung mitzuteilen, sowie die von Ihnen getroffenen Maßnalernen. Frankfurt, 9. April'. Tte Besetzung Frankfurts durch bie Fvanzojen hat im Laufe des gestrigen Tages durch crh-eblich: Verstärkungen, bie aus dem altbesetzten G'biet fernen, nriiett „Fortschritte" gemacht. Auch in vergangener Nacht xmb beute früh trafen neue Truppen em, bte teilweise auch mit ber Eise»tb:n. Tte fron- zösischen Posten sind nunmehr über das Weickchild von ganz Groß-Franksurt lyerteiü und haben m allen verfügbaren Schu.'en, frafemm, öffentlichen Lokalen unb Gutshö en Unterkunft gefunden. Auf ben Vanbfttai'en und an d,m Straßenecken sind Mascknnengewehve, teilweise wie aus "b.*m Haupt- bahrchof, auch Tanks aufgo'tellt und schußfertig gemacht Für unifornttragenjX- Beamten aller Art ist de Grußpflicht ber I-al/nen unb Offiziere der alliierten Mächte eingeführt iro b.m. Die ftatt- tzöfiscke Militärbehörde hat Magistrat um ibc- ret ellunq Don Bürgerguarttere:, für 239 französische Offiziere bzw. OffizwrSsamllxen ersucht. Die Beschießung einer deutschen Patrouille durch die Frauzoseu. Berlin, 8. April. (Dorff.) Zur Fest-stellunS ber vordersten französischen Postenlinie wurden von der zuständigen deutschen militärischen Stelle drei Offizierspatrauillen entfett bet. Der mittleren Patrouille wurde in Oberwöll stadt von einem Zivilisten gefafft, in Niedertvölls odt befinde sich eine französische Patrouille. Ter Pa- tvoxiillensühver Leutnant lvra>K a l n e i n erklärte hteranf, er :volle zur Klärung der Lage, wenn tr^erti) möglich, mit dem französischen Offivter selber sprechen. Ms bi* Pawoullle durch die Untersüh- rung kurz vor Niederwöllfiadt ritt, wurde sie von einem französischen Posten angerufen, worauf der PattourllenMrer L«ttnant Gvaf-Äulnein sofort antnxrttete. Wahrend dieser AntTvort dvan- gen mehrere französische Posten vvm Balmdamm auf bte Straße, so baß bas Pferd des Leutnants scheute und kehrt ntachte. Ohne werteres gaben mm bk* französischen Posten ungefähr zwölf bis fünf- zehtt Schüsse ab Tie Patrouille des Leutnants Graf-fralnein machte te hrt unb ritt in ber Richtung nach Oberwöllsxadt zurück. Hierbei wurde ber Führer Leutnant Graf-Kalneirt durch zwei Schüsse in bat Unterleib und Rücken schwer verletzt. Er ist später seinen Verletzungen erlegen. Babenhausen besetzt. Hanau, 9. April. Nagern die Fvanzojen auch die hessische Stadt Babenhausen besetzt haben, ist das dort nt der B:"etzung Darmstab s unter gebrachte ReickSMehrr'gimettt 35 aus Babenl-auseix nach Ascha'f nburg g bracht norden, von wo aus es nach Bad Orb kommen soll. Weitere Ausdehnung der Besetzung ? Paris, 9. April. (Frkf. Nachr.) Das „Echo be Paris" melbet, baß bie Besetzung Frankfurts zunächst brei Monate bauern solle. Ter „Matin" berichtet sogar, der jetzigen Besetzuxxg werden noch weitere folgen. Er nennt als nächste der in Betracht kommenden Städte Aschaisestburg. Fortsetzung 18. flkühdruck verboten.) tourte. ir it. > nx fo w fce ^oOiri in dv^r Mgebrgachett teöu: Schrttte reichlich gute Gründe hat Berlin, bild. Sei Be drivatMldung^ nmg bti Mark Den Kurien er ienkn, nament, intim Eindruck Frankfurt a. M., 8. April. yn bett Verkaufs stellen für städtisches Gemüse gab es tn beit letzten Tagen vor Ostern Spinat, da? Pfund für eine Mark. „Tas ist endlich einmal etwas Billiges", sagten die Hausfrauen mit einem Seufzer der Erleichterung, »nenn sie das Wort „billig" auch nicht ganz so ernsthaft betonten. Aber in den Läden und Markthallenständen der Gärtner und Händler kostete Spinat bislier 2,50—3,00 Mk.! Es ist nun bemerkenswert, daß kurz auf den Preisabschlag in den städtischen Genrüseverkaufsstellen, auch die anderen Gemüseläden und Stände mit ihren enormen Spinatpreisen herunter gingen. Das ist also ein Zeichen, daß man heute nicht nur mit guten Leiwen und Ratschlägen „vorangehen" soll, sondern mit — Taten! mc. Frankfurt a. M-, 7. April. Die Bürger m e i ster w a h 1 soll nach Mitteilungen des Vorstandes der Stadtverordnetenfraktion nunmehr in der letzten Hälfte des Monats Aprll stattfinden. Wie wir hören, hat sich die MehrheÜssozialdemo- kratie erneut auf ihren Kandidaten, UnterftaatS- sekretär Gräf, festgelegt. Das Verzeichnis, das Sie darüber ausgestellt haben, ist sehr gut, erklärte der Wachtmeister, denn ich habe es gesehen. Das war -nne sehr geseftnte Vorsichtsmaßregel, denn, weiß Gott, vielleicht läßt die Dame schon morgen ihre Sachen Holm. Ich würde mich gar nicht darüber wundern — wenn Ihre Auffassung richtig ist. Ich sehe nicht ein, was wir dabei tun könnten. Es ist uns nur Atel- dung erstattet worden, aber niemand lyit sich in aller Form beklagt, noch um Nachforschungen gebeten. Die Dame hat viell.'icht, wenn sie nnrtlich ein wenig verstört ist, die gonjc Gffchrchte aus lauter Uebermut ausgehectt. Es wär; nicht der erste Fall dieser Art, der mir in mnnec Praxis vorläme. Terher müssen wir sehr borjctttg zu Habe M 33) HitäBjdi 3917 Die Gräfin. Roman von G. W. A p p l e t o n. Wie formt Sport» — Der diesjährige Frühjahrs- Waldlauf des Bezirks Oberhessen im Westdeutschen Spielverband findet am 14. April 1920, vormittags 10 Uhr, unter Leitung des Sportvereins „Merkur" in Gießen statt. Start inth Ziel ist Schützen Haus. Es haben dazu Vereine aus Marburg, Dillenburg, Wetzlar und Gießen ihre besten Läufer gemeldet und es werden wohl schöne Resultate zu erwarten sein. Der Lauf ist in drei Gruppen erngeteitt: Schüler, Jugend und Senioren. Werke gehen. Mimms sagt, die Törn: schulde ihm keinen Reifet, und wie gesagt, ist es gut möglich, daß sie ihr« Sachen in den nächsten Dag.'n abholen läßt Ich habe ihn angewiesen, alles mit Einschluß Ihres Inventars an einem sicheren Orte aufzubewahrer-.. Mehr fonn ich nickt tun Bevor jemand eine Klage einbringt, mit B'wmen, rab ein «erbrechen tatsächlich begangen ,vo^m ober daß wenigstens starker Verdicht oorchanden ch mir, daß tun. Ich dachte, ich wolle rasch bet Ihnen vorsprechen, Derr Doktor, und Ihnen das mitteil'n, denn die Geschichte hat Ihnen g.'wiß eine Men^e Unannehmlichkeiten und Arbeit bevntet. Ja, gewiß, erwiderte ich, mit ent?m dankbaren Gefühl der Erleichterung. Und Jhnm bin ich sehr verpflichtet, Derr Wachtmeister. Dar, rch Ihnen nicht ein Gläschen „Buchanan" anbieten, bevor Sie gehen? Könnte nichts schaden, Sxrr Tvktor, einen Fingerhut voll, sagte er schmunzelnd. Fünf Minuten später war ich wieder allein. Beim Abendessen w.r mir's verhältnismäßig leichter ums Herz, als bei den vorherget)enixm Mahlzeiten an diesem Tage, denn, wie ich bereits gesagt habe, eine polizeiliche Untersuchung ist eine Sache, der sich die meisten Leut:, wenn irgend möglich am liebsten entziehen. U'.berdres fühlte ich instinktiv, d,ß eine solch Untersuchung für den Augenblick nicht sehr angebracht war. Jenes kl'ine versiegelte Paket bü meinem Bankier bildete den Schlü.sel zu dem Geheimnis, wenn man >'s noch länger als Gel-eimnis bezeichne konnte. Außer allem Zweifel befand sich die Grä.in, wrnn ste ÄS l BQchrah, 69inn, Sn M« fische 5 v bz. Butzbach, 7. April. Vor einigen Tagen (teilte der Wünschelrutengänger Steinemamt von Bad Dornburg hier, um tm Auftrag verschiedener Industriell'^ und der Gemeinde Butzbach das Gelände nach Wasservorfommen zu erforschen. Die Bohrungen an den angagdkntm Stellen wurden sofort in Angrift genommen und zeigten bis jetzt geradezu glän-mde Resultate. An einer Stelle, wo Courn Wasser zu vermuten war, das für 120 Llubikmeter im Tage nad) den bisherigen Feststellungen zu liefern vermag, erschossen, und an einer anderen Stelle dürfte die Ergtebtg- teit noch viel größer fein. Früher: Bohrungen in der Pähe dieser beiden Stellen, die ohne du: Angaben des Röajor Heinemann gemacht wurden, hatten überhaupt keinen Erfolg, trotzdem di' eine bis auf eine Tiefe von ungefähr 120 Meter ging. Tas jetzt erbohrte, äuk ji^sqesetzesvon ^rd, vollkomim ; Michtigen, das kituosen unb so «dizinen" auf rommen hat, n Mensch sich nid alkoholfreie Leb dem ist der Bei Mitteln, wie A gerobou beang ber einen Seite mfocimrngene ©enuBmittdn durch den Lvn vollen hünbv Der Betchstoi5ler über Beforgnifie wegen einer Nebenregierung. Berlin, 9. April. (WTB.) Ern RedaLtirms- Mitglied der „Germania" hatte gestern eine Unterredung mit dem Reichskanzler. Tas Rcdakti-onsmitÄted brachte dem Kanzler zum Ausdruck, daß mnephaD der Koalitivnspcrrte«n, im besonderen beim Zentrum, nicht geringe Sorge bestände über die am Mittwoch geführten Verhandlungen zwisckzen der Reichsregierung und den Gewerkschaften, die sich mit den Vorgängen tm Industriegebiet beschäftigten. Ter Reichskanzler äußerte, daß chm diese aufgetäuchte Beiorgnis nicht entgangen sei, daß aber ein Grund für sie nicht vorliege. Tie Besprechungen hätten in erster Linie informatorischen Charakter,gehabt. Es sei v ö l l t g falsch, anzunehmen, daß die Reichsregte- r u n g a u f den Vortrag der Gewerkschaften hin Entschlüsse gefaßt oder Konzessionen gemacht habe. Es verstehe sich von st'lbst, daß die svzialdemvkratischen Mini- jter ebenso energisch wie die bürgerlichen jede Art von Nebenregierung ablehnen würden. Bei den bisherigen Verhandlungen mit den Gewerkschaften sei aber ein solcher Anspruch nicht zutage getreten. Auch die sozialdemokratischen Minister wüß en, daß selbst der kleinste Schritt abseits der Demokratie ins bodenlose führen müßte. Wenn nun 'hie und da im Zusammenhang mit (ber zwischen der Regierung und den Gewerkschaften gepflogenen Aussprache von einer Berliner Diktatur ge- coedet ivorden sei, so müsse darauf verwiesen werden, daß erstens, die Berliner Gewerkschastsfom- missten ausgenommen, die in Frage kommenden gewerkschaftlichen Organisationen nicht auf Berlin beschränkt sind, 'vielmehc ganz Deutschland um» Soffen, und daß zweitens die Reichsregterung sehr genau wisse, daß in Süddeutschland auch nur der geringste Versuch einer Berliner Diktatur die tzef- ' tigfte Gegenbewegmig Hervorrufen würde. Die Reuhsregierung vergesse in keinem Augenblick,, daß ste nicht mir für Berlin, sondern für die Gesamtheit des Reiches da zu sein habe und daß ste nicht den Interessen einer einzelnen Klasse, vielmehr denen aller Klassen und Parteien dienen müjse. Arr» Stadt uttfc Land. Gießen, den 9. April 1920. Mindestpreise für Getreide und ziartoffeln. Nach den Mitteilungen des Reichöwirtschffts- mrnisteriums sind durch die „Bervriarung über die Preise für landwirrschastliche Erzeugnisse aus bn Ernte 1920 vorn 13. März 1920" für Weizen, Roggen, Gerste, Dafer und Kartoffeln b*r Ernte 1920, die auf Grund gesetzlicher Vorschrift rn abzuliefern sind, folgende Mindeslprnse festgesetzt worden: _ , 1. für die Tonne Weizen, Spelz (Drnöel, Fesen), Emer, Einkorn 1100 Mk.: 2 für die Tonne Roggen, Gerste oder Hafer 1000 Mk.: cme 3. für die Tonne Kcvftoffoln 500 Mk. Diese Preisfestsetzung ist 'nicht >mdgülttg, vielmehr wird bis zum Beginn her Ernte geprüft werden, inwieweit bis dahm btc ProdukttonsfostMi der Landwirtschaft weiter gestiegen |tru>. Die-e Feststellung wird dann der endgülttgen Festsetzung der entsprechend erhöhten Preise zugrmide gelegt werden. _ Um feste Anhaltspunkte sur t»e Prüfung des -Anwachsens der PnÄ>nkttenskosten zu gewinnen, sollen sogenannte Jndxzffsern aufge, e.lt wervcn, über baxm Aufwertung x>t geg bater Zett noch Näheres bekanntgegebrn wrden wird. Veranstaltungen. Freitag, 9. April: Zirkus Rudolfo, 8Uhr, Eröffnungsvorstellung. — Neue Aula, 8 Uhr, Kammermusikabend des Drumm^Quartttts. — Lichtspielhaus, „Die weißen Roien von Ravensberg". — Lichtspiele, Seltersweg, tote gestern. darüber entscheiden? Um mir ein: Ansicht zu bilden, hatte ich als einzige Grundlage rhv' ungenügende und einigermah'n sensationelle Aussgge, und diese tonnte sich ja im weitevm Verlaus der Tinge als absichtliche Unwahrheit oder als das Spiel einer entgeistert Einbi.dungskraft erpetien. In meiner k itijchcn Stimmung brachte mrch wet- teres Nachdenken zu ber Überzeugung, daß ihre Belsauptung, der Gras sei ber Mörder metnes Vaters, mit Vorsicht ausgenommen werden muss:. Auf alle Fälle wollte ich mit meinem midgülligen Urteil nxirten, bis ich meine Nkutter übw bte Angelegenheit gesprochen halte. Je ftüher das geschah, desto besser. Mit den nackten Tatsachm vertraut, würde ich imstande sein, allen w'iteren Schiviertgkeiten, die vtellftcht noch aus meiner Verbindung mit der Angelegenheit ^mtspringen ,vür- ben, mit Ruhe entgegeirzus.'hen. Daher schrieb ich nach dem Abendessm meiner Mutter, ich wünsche sie dringend am nächsten Tage zu sprechen: ich würde zu dres:m Zwecke nach Tunbrid^te Wclls hinausfahven in der Doffnung, daß sie sich wohl besinde und mir eure Untn- retnmg gewähren könne. Dievauf begab ich mich in mein Sprechzimmer, wo ich Mei Stunden angestrengt zu tun hatte. I Als der l etzte meiner Pa ti mten abgefertigt war. ! und ich bereits das Gas ausdrehen uns mich nach i Hause begeben wollte, tauchte plötzlich der Maurer !»! ,Ohr- Schont 180 ** Wiederum neue Dö chstpreise für Marmelade. Die Reichsgesettschaft für Obsttonserven und Marmeladen m. b. H. veröffentlicht im Reichsanzeiger neue Höchstpreise für unge- streckte Inlandsmarmelade. Infolge der Ertwbung aller Produktionskosten war eine erhebliche Preis- steigemmg notwendig, insbesondere aber deshalb, well nur noch verhältnismäßig wenig Inlands- zucker zur Verfügung stand und große Mengen des teueaen Auslandszuckers zur Herstellung der Marmelade vernEndet werden mußten. Der neue Prers für 1 Pfund Marmelade beträgt bei Abgabe der Kleinhändler an die Verbraucher 6,20 Mk. Die treuen Preise treten für alle Lieferungen in Kraft, die ab 1. April durch den Hersteller erfolgen. — Ob ein solcher Preis dem Wert der Marmelade für den Konsumenten noch enffpricht? *♦ Freibank. Samstag. 10. Aprll, werden von 1—3 Nhr die Nm. 1851—1950 beliefert. Au» dem Reiche. Die Einberufung der Natioualvcrfammlung. Be r li n, 8. April. (Wolff.) Infolge der durch die Besetzung Frankfurts usw. eingetretenen Verhältnisse ist die N a t i o n a l v e r - savtmlung auf Montag 3Uhr nachmittags zusammenberufen worden. Erzbergrr. Wie aus Stuttgart gemeldet wird, hat E r z b e r g e r; der sich zurzeit in Jordansbad bei Biberach befindet, seine Erinnerungen aus den Jahren 1914 bis 1920 niedergeschrieben, die demnächst veröffentlicht werden. Erzbergec wird von der Zentrumspartei des württembergischen Oberlandes als Reichstagskandidat aufgestellt werden. Der Räuberhauptmann Max Hölz. Berlin, 9. April. Das „Berl. Tageblatt" meldet aus Plauen im Vogtland: Die Führer des hiesigen Vollzugsrates wollten an Hölz die Forderung stellen, seine Tätigkeit in Plauen cinzuftellen. Die weiteren Maßnahmen sollten dem Vollzugsrat überlassen bleiben. Da ober die Mehrheit des Vollzugsrates sich mit den Handlungen Hölz' einverstanden erklärte, löste sich der Vollzugsrat auf mnb legte sein Mandat in die Hände der Arbeiterschaft nieoer. Eichener TheaterverekNe Fidelio. Große Oper in 2Auszügen von Beethoven. Kr. Es mag ausgefallen sein, daß in unserer Besprechung des „Holländers" vom Orchester mir mit kurzem Wort die Rede war. Aber einmal kann man auf knapp bemessenem Raum nicht alles sagen, was man sagen möchte, und oamt sind bei Wagner alle Sinne so aus die szenischen Vorgänge eingestellt, daß es für ben, ber das Spiel mit voller Tellnahme in suh aufnehmen will, schwer ist, gleichzeittg den orchestralen Leistungen bis in die Einzelheiten zu folgen Das ist bei Beethoven anders. Er ist nicht umsonst der Meister der absoluten Musik, seine innersten Offenbarungen vertraut er den Instrumenten bis zur menschlichen Stimme an, und wer diese Offenbarungen ihm nacherleben nrill, der mag rWff einmal die Augen schließen, um ganz nach innen gekehrt die wunderbaren Töne in sich ein ström« zu lassen, die wie aus einer andern Welt zu starn^ men scheinen. Und er darf es umsomehr, wenn er sich einer so erlesenen Führung anvertraut weiß, wie es uns gestern beschieden war. Bon dem langsam ansteigenden Kresceudo im Adagio ber Ouvertüre an durch die unzähligen Fein-Hellen der Be- gfeitimg in Arien, Duetten, Terzetten unb Quartetten hindurch bis hin zu dem jubelnden Schlliß mit feinem schier atemlosen Tempo, ob Geiger, Holzbläser, Hörner oder Trompete: alle- war durchdrungen von dem göttlichen Geist der hehcsten aller Künste, und jeder Einzelne mag ben Dank, der sich für uns in dem Namen Ball i n g yi- sammendrängt, auf «sich beziehen. Diesmal Hot man uns auch die große C-Dur-Ouvettüre beschert. Ich weiß, welche Gründe dagegen sprechen, dieses herrliche Gebllde in die Oper einzuschieben, unb halte sie für zwingend. Dennoch alaubc ich m aller Namen zu sprechen, wenn ich gerate für diese, uns nt Vollendung gebotene Gabe imieren besonderen Dank sage. Die Ausführung der Oper stand unter dem gleichen guten Stern wre die im Februar, auf deren Besprechung aus anderer Feder ich mich beziehen darf. Sänger und Orchester waren wie zu einem Klangkörper verwachsen. Es ist schwer, das im einzelnen zu belegen. Technisch meisterhaft durchgearbeitet ivar die Vorbereitung von Pizarros letztem Auftreten im Finale des ersten Aktes, war die ergreifend Steigerung vor dem ersten Eintritt des Trom- tetensignals, ein Musterstück innigen Zusammenklangs das überirdisch schöne Quartett: Mir »N sv wunderbar. Unter ben Mitwirtenden möchte ich Fräulein Hesse als Leonore die Pmme reichen, aber das ist ein subjektives Urteil, und es mag sein, daß andere dem Pi-arw des Herrn Bischoff oder dem Florestan des Herrn Jonssen den Preis ^sprechen würden. Dm Beifall, mit dem das Publikum diesmal nvV kargte, haben alle redlich verdient: Fraulem Meyer alsMarzelline, Herr Schlembachms Rocco, Herr Elschner als Jaquinv und - zum Schluß, doch nicht »uW, Herr Kuhn als Minister. Auch dic Chore Wurden ihrer Aufgabe, dve nicht so dankbar iN, wie die,m „Holländer", völlig gerecht. DttMte neneinrichttrng brachte uns wieder zum Bemurn- sein, wie gut wir es doch 'm Gießen haben, Mio daß wir nicht immer von imjever „kleinen Buhne reden sollten. Vielleicht haben das die verwoynten Gäste aus der Residenz — wollte sagen Hauptstadt — auch empfunden, und so wiro es ihnen nicht schwer fallen, den Weg zu wuä bd£ wi-ederzufinden. Eines guten Empfanges smd I» im voraus gewiß. _______ ** 25jähriges Jubiläum. Wilhelm Luft, Ebelstraße, war am 1. April seit 25 Jahmen Korpsdiener des Wrps ©tarCcnburgta. Ter Jubilar hat stets mit großer Treue für das Korps gwirft unb ferne Gestatt bildet für manchen ehemaligen Gießener Museniohn ein unzerstörbares Stück Erinnerung an die Studenteniahre. ** Brsitzwechsel. Lokomotivführer Noll verkaufte fein Haus in der Bleichstraße Nr. 9 an Schreinermeister Heinrich Haas für 36 000 Mk. Kaufmann Hubert Heinz erwarb das Anwesen Seltersweg Nr. 59 für 92 000 Mk. Dte Dr. Klemsche Villa, Ost-Anlage 37 kaufte für 120 000 Mk. In«. Otto Göbel. ** Das Universitats-Reitinstitut Brandplatz 5 ist wieder eröffnet. S. Anzeigentell. ** Der Evans. Arbeiterverein veranstaltet am Sonntag im Saale des Einhorn einen Famllienabend, bestehend in musikalischen Darbietungen, Gesangs vor trägen, Theater usw. (Siche Anzeige.) Landkreis Gießen. *♦ Bersrod, 8. April. In einer außerordentlich zahlreich besuchten öffentlichen Versammlung am Mittwoch, geleitet von Lehrer Wal f, sprach Parteisekretär Dr. Lutsch aus Gießen Über die gegenwärtige wirtschaftliche und politische Lage sowie über das Programm unb die Bestrebungen der Deutschen Bolkspartei. In seinen ausführlichen Darlegungen zeigte er, was die Deutsche Volkspartei insonderheit für die Hebung und Förderung der Heineren und mittleren Landwirtschaft geleistet hat. In der nachfolgenden Diskussion, in welcher von keinem Gegner Einwendungen erleben wurden, gab Dr. Lutsch noch manche lehrreiche Aufklärung über einzelne wirtschaftliche Fragen. Kreis Büdingen. # Leidhecken, 8. April. Gänzlich ausgeraubt wurde der Schäferkarren des Schof- herdenbesitzers Kraudhahn, welcher mit feiner Herde auch im Winter draußen bleibt. Kreis Friedberg. sw. Bad-Nauheim, 8. Apoll. Der Streik der Hotel- und Gasthausangestellten ist beendet. Die Trinkgelder sind abgeschafft unb eine feste Entlohnung eingeführt worben. # Beienheim, 8. April. Einein hiesigen Landwirte verschwand vor einigen Monaten eine H a u 2> e n t e. Man nahm an, sie fei gestohlen. Vor einigen Tagen entdeckte man das Tier in einem Gange unseres Kanalnetzes. __________ Starkenburg und Rheinhessen. sw. Auerbach, 6. April. Für eine ameri- fanis che Millionenerbschaft werden tetzt in Deutschland Erben gesucht. Die Voc- qeschickte bieier Erbschaft liegt runter zurück. Der Scchn bes Bäckermeisters Christian Hensel -aus Auerbach in Hessen, dec in Newyork 1861 g:boveu ward, verlor früh seine Eltern und wurde bis zu seinem 19. Lebens ahre im Brudfthaus in Reutlingen erzogen. Nach einem b»wagten Leben gelang es ihm, sich in Mexiko eine Exipenz zu gründen unb es dort zu großem Wolststand zu bringen Im Jahre 1914 ist Hensel im Alter von 53 Jahren als Junggeselle, ohne Hinbftlossm,g eines Testaments, gestorben. Für die amentomsche Millionenerbschaft sucht nun schon seit Fahren d.is deutsche Konsulat in Mexiko Erben unb ist jetzt ein letzter Termin von 75 Tagen zur Geldmdmachung der Rechte ausgesetzt. mt. Darmstadt, 7. Aprll. Dr. Rem hart, dahier, hat mit Rücksicht auf die widersprechenden Gerüchte, die ferne Ruhestands Versetzung verdunkeln, das Disziptinarverfahven gegen sich beantragt. rm. Darmstadt, 8. Aprll. Aus dem Ried wird ein enormer Preisabschlag von Ziegenböcken gemeldet, die jetzt statt bisher 120—150 Ml. noch 60—70 Mk. tosten. Als Ursache wird der starke Preisabschlag für die jungen Ziegenselle zurückgefübrt, die bisher 65—70 Mk., fotzt aber nut noch 20—25 Mk. kosten. Hoffentlich wirkt bet Preisabschlag auch auf andere Gebiete weitet. . „ _ ba Eschollbrücken, 6. Aprll. Bei günstiger Witterung wird in nächster Zett wievn mitdetTorfausbeutung begomren, nachdem sich die Verhandlungen mit ter Stabt Darmstadt zerschlagen haben. Es liegen hin: etwa 15 Parzellen von je 140 Klafter, deren man jeder 6000 Zentner Torf zuiechnet. An die Stadt Darmsttdt wurden 25 000 Mark pro Parztlle, ieren p’be xrehteve Besitzer hat, bezahlt. Auch ein vor geschlagener Tausch gegen stattliches Gelände nahe dein Landgraben scheiterte. Für and-re umliegende Orte unb Städte kann dies ja nur gut sein, denn Darmstadt gewinnt ja nun große Mengen Braunkvt)len und steigert bt: Förderung an seiner Grube immer mehr. Wmn alle hiesigen Parzellen durch ihve Besitzer nach Tors auSg> beutet werden, so techwtt man mit 80 000 Zentner Torf. Hessen-Nassau. Die Bpennstoffversorgung Frankfurts. mc. Frankfurt a. M., 8. Aprll. Die Braunkohlengrabungen an den alten Stollen ckt den Toren Frankfurts bei Obet- eschbach und Dortelwell sollen wieder ausgenommen werden, ba sich die Ausbeute voraussichtlich bei ben heutigen hohen Kohlenpreisen rentiert. Weiter beabsichtigt die Stadt noch außer dec Grube Friedrich in Hungen ein großes 1 Bergwerk im Westerwald anzukausen, um den Kohlenbedarf Frankfurts im kommenden Winter unbedingt sicherzustellen.^ mc. Frankfurt a. M., 8. April. Oberregierungsrat Drohnke hat als Nachfolger des Oberlandesgerichtspcäsidenten Schwarz die Geschäfte des Präsidenten am Oberlandesgericht Frankfurt übernommen._______________________ t - "’äw yi m E/ i- »* ssSfifS ^Äö‘e> e das «LÄ Sta *? «ÄZ-"-- tn"*teg äS^*1* ^taifxflftion nimm t -wls AyrÜk^L^ s?L ÄMttÜI, 8. 31 yw Beethvdei en fern, daß in mfe ?" »om Onfrta n Ae iw. Aba tinu M melienem Rwm m 5 gen möchte, und te nc fo mi| die fytniffe es .für den, der I» ime in sich ouineh» eilig den vnhrslrL- idbeiten zu folgen, le St ist nicht um(onft te Musik, seine inner? er den Znslrum« ime an, wid ivei te eben M, der mag ritz n, um ganz nach ins tine in sich einfhte •t ackern Veit zu ta s es umsomehr, men e ihrung anvertml ms den mr. Äm deailLv o im Adagio da £toc , §S^ 5^^ ftV* ' ^5» &M* ' 34 tt«J irfVfint", H fg»' MSw* d, % V -frtorJ lÄWfa 2° N Ift tn ixt 'wß^mbSatbte igen Jeinheitrn her te rn, tollen toi Cnp u dem jubekd. r>'> osen te ob &*•« ,. ^nchetei MM^ö 'i n Geist ne mag den SM V |: 'amen WdlltnQ ■ $ beziehen. Diesrnei L-Dar-Vavedur- W* dagegen IM i die Oper emzuich- b. Dennoch Mbc<> en, wenn ick lieÄisührung trtfr darf. Sänger un. - einem KlangkaM^ das m*j*; hast durckearb^' Harros lehtem ST*»s^ fyi Eintritt WJ, Itü-k innigen 3yl^ chöne Cuodett. > «en Mitwirkens - ils Leonore L *. »Ti .SS! A«nst «nd Wissenschaft. Professor Karl Binding i. Leipzig, 9. April. WTB.) Wie die Lrip- ziger TTbcnöbUrter melden, ist der beftmnre ehe- malme Staat srcchts- und ^trafprozeßlrbrer cm der Universität Leipzig Professor Karl Binding m Freiburg im Breisgau im Alter von 78 Jahren gestorben. Karl Binding wurde am 4. Juni 1841 in Rrontturt a. M. geboren, studierte Geschichte und Jurisprudenz in Göttingen und Heidelberg, promovierte in Göttingen und 'habiliertc sich im Frühjahr 1864 in Heidelberg als StrasrecAs- und Stvanwozetzlehrer. 1866 wurde er zum ordentliä-en Piusesior in Basel emomrt, 1870 lehrte er an der llTNversität Freiburg lBreisgau), war 1872 in Straßburg und kam Ostern 1873 nach Leipzig. Im August 1913 konnte er sein fünfzigjähriges Tostorjubiläum feiern. Seit Ostern 1913 ist Professor Binding nicht mehr in seinem Lehramt tätig. 6r war Elwcndoktor der Universität Leipzig und außerdem Ehrenbürger der Stadt Leidig und In- Haber hoher Orden. Als Recht sgc lehr'er hat Bin- hing eine große Anzahl Werke geschrieben. Sein Grundriß des gemeinen deutschen Strafrechts :mb fein - Vtbenb- Schluß- Schluß- Kürs Kurs KurS Kurs 7.4. 8.4. 7.4. 8.4. 79,75 79,80 79,75 76,50 79,87 316*50 225,- 186*- 184,50 339*— 373*,— 531,50 414*,- 406,- 318*50 76*25 206,- 195,- 380,- 350,- 358,- 261^ — 306, — 502, — 670,- 405,- 539^ — 331,- 76,75 77,10 143,- 314, — 228,- 191,— 143,- 148,- 183,25 182,- 37935 340,- 345,- 355,- 249,- 273,50 535,- 567,- 415,- 402,- 220,50 520,- 333,- 346,- 339*- 76,60 76,50 78,50 142,50 225*50 184.- 146^0 148,- 213,- 195,25 888,60 360,- 358,50 368,50 263,- 311,- 506,- 575,- 414,75 425,- 233,- 337*,- 351,75 339,75 Marluotiernngen. Datum: 7.4. 8.4. Zürich 9,5 Amsterdam —4,475 Kopenhagen —,- 9,75 Stockholm -,- 7,75 Wien.................. 375,- We tzlar, 8. April In der Heuligen Aufsichtsrats-Sitzung der Buder ns'scheu Eisenwerke rvurb? der Rechuungscrbschlnß für 1919 vvrgelegt. Ter am 11. Mai 1920 in Fvrnkfurt a. Main ftottfinbenben Öaiiptversammlung soll die Verteilung einer Dim'dmdc von 7'/r v. D- — wie un Vorjahre — vorgeschlagen werden. (In einem Teil öer Auila?. mied:ryolt.I Die Absichten Belgiens. Amsterdam, 8 Älpril. (WTB.) Der „Tele- graaft' meldet aus Brüssel, daß heute ein M i n i st e r r a t unter dem Vorsitz des Königs stattfinden wird, der sich mit den Ereignissen in Deutschland befassen und die Haltung der belgischen Regierung gegenüber dem Vormarsch der französischen Truppen im besetzten Gebiet festlegen wird. „Etoile töelae" meldet, daß sich die belgische Regierung wahrscheinlich vollkommen den Maßnahmen der Alliierten anschiießen werde. Der ,,©oir" meidet: Die Hötzliche Rückkehr der Minister Delacroix und Duysmans nach Brüssel sei auf Drängen des belgischen Botschafters in Paris erfolgt, da Millerand den Wunsch zu erkennen gab, daß Belgien an. den militärischen Maßnahmen am Rhein teilnehmen soll. Der „<5oir" erfährt weiter, es könne keine Rede davon sein, daß die belgischen oder englischen Besatz ungstruppen auf das rechte Rheinufer vorrücken. BAD-NAUHEIM direkt gegenüber der Rider. Telephon 15. Qnnfold Iliolo" tonangebend. NachmittaRstee. ffniipiulU'Ululo Gesellschaft!.Veranstaltungen. „Rupleld-WeiDstDben“ SÄÄS „Bnplelds Privat-Botel" suuMtÄi.. Ernst Rupfeldsehe WeingraDtiandlung He^°£*e' Versand nach auswärts. mm Die daltim- Amerikas Rewvvrk, 8 April. (WTB? Der Kvrro- svondent der „fffioeiaM Preß" teilt mit, bad Wilson vorläufig mit seiner Mcntung-äu^run- über das Vorgehen Frankreichs in der neutralen Zone luxf) abwarten wolle, biS er in biefrr oadje umsafsendere Aufklärung erhalten d-rb'. '.rrrixrer* setts qebe das Stoatsdevonem^mi ltkamrt, daß am Mittwoch die Ans prache mn ch.m den Ver- earifftvn 3tcaten. Fou.k.eich, England und Italien bezüglich d.r französischen Truppenb‘nrrrungen fortgesetzt werden. Di« FranHoftn in 5»anau. Hanau, 8 April. In xxnuiu sind bis barte, Tonnerstag früh, nur Bort ruppen der franzöftschen Besatzung, nämlich SDiixiI* leric und Shrnftfcrfhxibtrilungcn, eing rückt. Z-vi- schensälle haben sich tnckt ereign ft. Das (£ndeinen der Hntirngen ist wtzder g.stattet. Ta: bisher unterbrochene Telejchon- unt> Telegraphenverfehr wurde wieder gestattet. Die Frankfttrter Dorfülle in französischer Belcuchtuirtz. Frankfurt a. M., 8. Aprü. (WTB) Rach einer Darstellung von französischer Seite bat sich der gestrige bedauerliche Vorfall an dec Lauottvache, der 5 Tote und 2ä Verwundete kostete, folgendermaßen abgesvielt: An eine an der Dauptwacb.' flalioniertc Abteilung arabischer Truppen nebst einer Maschinen^weiwabteilimg mit fron* zösischer Bedienungsmannschaft drängte sich die Menge heran. Der Auffordenmg des die Wache befehligenbc:i Offiziers, zurückzugehen, wurde nicht rZvlge geleistet und der Offizier im nädu’ten Augenblick von der Menschenmenge umringt. Da der Offizier sehr Nein war, verschwand er in der Ment. toi JiingereS Mädchen zur Beschäftigung mit 2jähr. 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Blumen im Sinne des Verstorbenen dankend verbeten. 06325 Die Beerdigung findet Samstag nachm- 4V3 Uhr auf dem neuen Friedhof statt- 38. Haus zu verkaufen. 06392 31» zu verkaufen. 06385 Zeitschriften Zeitungen Alte Bücher mit freiwerdender Wohnung in Giehen zu laufen gesucht. Schr. Angeb. unter 05961 a. d Gieh. A. Zu verkaufen: 1 Baar graue Damen- stiefel Postkeller. „ BuleiflnB „öalfia“- Samstag d. 10. Avritt abends 8 Ubr $m Bootshan» SlitgL-Tcriöfflailiiitt. 3955 Der Vorstand- ww öiSige w51 mmsiltki Bohnen, wei6 w.m.4^0 Erdsen, grün . „ „ 4.00 ErVseU, geschält „ „ 5.40 SnserslOilen • • „ 3.00 Heis ........10.00 Kaffee, gebr. . „ „30.00 Kaffee, roh .. „ „28.00 Kakao...... -,24.00 Tee...........24.00 Sauerkraut - - » » 0.35 Salzgurken,gch st. „ 0.35 VMerluge.holl..... 1.50 Stabldrabtmatratzen für jede Bettstelle nach Mah, an Jedermann. Katalog frei. Lernt schneidern I Der Favorit-Schnitt verhilft zu schönsten Kleidern. 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Erscheint nach Bedarf: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag. Nur durch die Poft zu beziehen gegen MK. 2.50 vierteljährlich. Nr. 46 v. April 1920 Inhalts Ucbersicht: Wahlen zum Reichstag. - Gewährung von Darlehen aus Reichsmitteln zur Beschaffung neuer Wohnungerr. - Erwerbs» losenfürsorge. - Pferdeaushebung im Kreise Gießen. - Abgang der Landgestütsbeschäler nach den Deckortcn. - Veräußerung von Altpapier. - Kinderarbeit in den gewerblichen Betrieben. - Gefunden, verloren. - Verkehr mit Arzneimitteln. - Dienstnachrichten. Bekanntmachung. Betr.: Tic Walken -um Reichstag. An den Oberbürgermeister zu (Sieben und die Bürger- mcislereicn der Landgemeinden des Greises. Nachdem die Wahlen zum Reichstag voraussichtlich aus Ansang Futii ds Zs. in Aussicht genommen sind, beauftragen mir Sie, unverzüglich das zur Ausstellung der Wählerlisten (Lrsorder- liche zu veranlassen. Tie Arbeiten sind so zu beschleunigen, daß als le vier Termin für die Auslegung der Wählerlisten vor aussichtlich die Zeit von Sonntag den 9. bis einschließlich Sonntag den 16. Mai 1920 eingel-allen iverden kann. Tie Vorschriften über die Ausstellung der Wählerlisten entsprechen im allgemeinen dem Reid-slagswahlrecht und der Wahlordnung für die hessisck-e Voltslämmer. Es empfiehlt fick) als Unter läge für die WälKerlisfen alle irgendwie geeigneten Erkenntnis- qnellen, z. B. die Listen der Brottontmission, Steuerregister und berg!., zu Rate zu ziel-en. Tie Vorbereitungen sind, falls nötig, unter Heranziehung von Hilfskräften zu fördern. Auf die genaueste lind einwandfreie Herstellung der Listen, die in zweifacher Ausfertigung aufacftcllt iverden müssen, ist die größte Sorgfalt zu verwenden. Mit Zustimmung der llreisschulkom Mission empfehlen wir Ihnen, auch die Lehrerschaft um ihre Mitwirkung zu bitten. Wahlberechtigt sind alle deutsci-en Mäimer und Frauen, die am Wahltag das 20. Lebensjahr vollendet haben. 0$ 2 des R e ich s iv a h 1 g e s e tze s vom 30. Mvember 1918 — Reichs- Gesetz bl. S. 1345 ff.) An Stelle des 8 4 daselbst gelten hinsichtlich der Wahlfähigleit vorläufig folgende gegen früher geänderte Bestimmungen: Ausgeschlossen vom Wahlrecht ist, 1. mer entmündigt ist oder unter vorläufiger Vormundschaft oder megen geistiger Gebrechen unter Pflegschaft steht, 2. wer infolge Geisteskrankl-eit oder Geistesschwäche feine Angelegenheiten nicht zu besorgen vermag, 3. wer rechtskräftig durch Richterspruch die bürgerlichen Ehrenrechte verloren bat. Tic Ausübung des Wahlrechts ruht für die Soldaten während der Tauer der Zugehörigkeit zur Wehrmacht. Behindert in der Ausübung ihres Wahlrechts sind Straf- nnd Untersuchungsgefangene sowie Personen, die infolge gerichtlicher oder polizeilicher Anordnung in Verivahrung gel-alten werden. Es wird ferner auf die 88 7 und 9 Absatz 1 des Reichswahlgesetzes und die ß8 1, 2 und 9 der Wahlordnung vom 30. November 1918 (Reichs-Gesetzbl. S. 1353) verwiesen. Tas Formular zur Wählerliste ^doppelt! sowie dasjenige zum Pvotokiffl wird J'hnen in der Kürze zugeschickt werden. Bezüglich der Stimmbezirke ergeht in Kürze weitere Verfügung. Gießen, den 8. April 1920. Kreisamt Gießen. Dr. Ufin9€r. Betr.: Gewährung von Darlehen aus Reichsmitteln zur Beschaffung neuer Wohnungen. An die Bürgermcistcreien der Landgemeinden des Kreises. Wir erinnern iviederholt an die Erledigung- unserer Verfügung vom 27. Februar I. Zs., soweit noch nicht gescl-ehen. „Bestimmungen des Reichsrats über die Gewährung von Tarlechm" siehe Beilage zur Tarmstädter Zeitung vom 3. März 1920. Gießen, den 3. April 1920. ____________Kreisamt Gießen. I. V.: Weicker._____________ Betr.: Erwerbslosenfürsorgc. An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Ten nachstehenden Auszug aus einem Schreiben des Herrn Reiclsarbeitsministers vom 10. v. Mts. I. E. 1100/20 teilen wir Ihnen zur Kenntnisnahme und Beachtung mit. Gießen, den 8. April 1920. Kreisamt Gießen. Z. V.: Tr. H e ß. Abschrift! ---- Tie Erwerbsbeschränkten bilden einen ivachsenden Bruchteil der Unterstützungsempfänger. Unter ihnen sind zunächst diejenigen Erweobsbeschränkten auszusckwiden, die nach ihrer körperlichen ober seelischen Beschaffenloeit für den Arbeitsmarkt nicht mehr in Zrage klommen. Diese Personen l-aben niemals in den Kreis der Enverbs- losensürsorge gehört, wenn auch bestimmt aniunefpnen ist, daß viele Gemeinden sie aus naheliegenden Gründen der Eriverbs- losenfürsorge zugeführt haben. Sie müssen, wie hart es auch im einzelnen Falle erscheinen mag, unverzüglich- aus der Enverbs- lofctffürforge entfernt werden, wo das bisher nod) nicht geschehen, ist, und werden regelmäßig von der Armenpflege versorgt werden müsseii. Tas gilt insbesondere von denjenigen Erwerbsbesä-ränk- ten, die sch-oii vor der Erwerbslosenfürsorge Armenpftege empfangen haben. Tie Reichskontrolleure sind angewiesen worden, besonders auf alle Verstöße gegen diese Grundsätze zu achten usw. Weiter wird man daran denken müssen, die produktive Erwerbslosenfürsorge mehr als es bisher geschieden ist, gerade für die Erwerbsbeschränkten auszunutzen. Es müssen neue Arbeitsgelegen-, heilen für die Erwerbs beschränkt en gesucht und geschaffen werben. Dabei werden die Erfahrungen, die in der Friedensfürsorgc für die Erwerbsbeschränkten gewonnen worden sind, ivertvolle Dienste leisten können. B e t r.: Pferdeaushebung im Kreise Gießen. An die Bürgermeistereien des Kreises. Tie PscroeauShebung findet ftait: am 10. April 1920, vormittags 8 Ul-r in Gießen (Viehmarkt), am 12. April 1920, vormittags 9 Uhr, in Grünberg (Ortsausgang nach Gießen», am 13. April 1920, vormittags 8 Uhr, in Hungen (Viehmarkt - platz, Ortsausgang nach Nonnenroth). Gießen, den 7. April 1920. Kreisamt Gießen. Z. V.: Tr. Heß. Bekanntmachung. Betr.: Tas Landgestüt: hier: den Abgang der Landgestütsbeschäler nach den Teckorten. Nach Mitteilung der Landesgestütsdirektion sind die Land- geslütsbeschäler für die Deckorte Berstadt, Butzbach, Lich und Grünberg von Darmstadt abgegangen. Wir empfehlen, dieses alsbald betanntmadjen zu lassen. Gießen, den 8. April 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: H e m in e r b e. Betr.: Veräußerung von Altpapier. An die Schulvorstände des Kreises. Tie Ihnen mit nächster Post zugehende Verfügung des Staatsministeriums vom 19. März 1920 in obigem Betreff ist den Lehrern und Lehrerinnen alsbald zur Einsicht vorzulegen. Gießen, den 6. April 1920. Kreisschulvommission Gießen. I. V.: Hemmerde. Betr.: Tic Kinderarbeit in den gewerblid>en Betrieben. An die Schulvorstände der Landgemeinden des Kreises. Tie Verzeichnisse der gewerblich tätigen Kinder sind bis spätestens 1. Mai I. Js. hierher einzureichen. Zur Erleichterung der Prüfung dieser Verzeichnisse wirb ersucht, bet deren Aufstellung gedruckte Formulare, die bei Wilhelm Klee in Gießen zu haben sind, zu benutzen. Wir erwarten pünktliche Einsendung. Gießen, den 30. März 1920. Kreisschulkommission Gießen. I. V.: H e m m c r b e. Bekanntmachung. In der Zeit vom 16.—31. März 1920 wurden in hiesiger Stabt gefunden: 1 Paar Herrenstrümpfe, 2 Taschenmesser, 1 Rocknadel, 1 Brieftasche, 1 Kinderarmband, 2 Portemonnaies mit Inhalt, 1 Emailbrosche, 1 Mundharmonika und eine Korallenkette: verloren: 1 rotes Täschchen mit 240 Mk. Inhalt, 1 Bündel mit etwa 30 Stück Reiher federn, 1 weißes Deckchen, ein Portemonnaie mit 27 Mk. Inhalt, 1 flache goldene Damen- uhr mit Armband und 1 goldener Manschettenknopf. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bet uns geltend zu machen. Die Abholung der gefunbeiten Gegenstände Tann an jedem Wochentag von 11 bis 12 Uhr vormittags und 4 bis 5 Uhr nachmittags bei unterzeichneter Behörde, Zimmer Nr. 1, erfolgen. Gießen, den 1. April 1920. Polizeiamt Gießen. Lauteschläger. UchenKommrntaren imp tfeinteilungen unserer Derliiter Regierung bereits gestanden hat. Die Notwendigkeit des militärisckien Eingreifens ftand fest, ist durch bewegte Hilferufe aus der bedrohten Bevölkerung unwiderleglich nachge- rviesen worden. Aber ob das diplomatische Geschick unseres auswärtigen Amts in seinen Verhandlungen mit Frankreich so groß und ousreichend war wie das moralische Recht, auf Las wir uns stützen konnten, wenn wir die Nachsicht der Alliierten in der sogenannten reutralen Zone verlangten, das ist eine an- Lere Frage. Das Kabinett Müller ist sehr zaghaft unb schwankend in die politische Arena getreten. Routine und Sicherheit mangelten ihm, besonders in der Formulierung und Einschätzung von Kundgebungen. Das Frankfurter Organ der Unabhängigen und auch die Berliner „Freiheit" greisen in der Kritik der "Regierung direkt Partei für die Franzosen, :t>enn Deutschland habe sich einer Verletzung »es Friedensvertrages schuldig gemacht: die Wähler würden dem Koalitionskabinett die Zesetzung deutscher Städte schon ankreiden! 'Das ist das alte, frivole Spiel mit nationalen Interessen, das von dieser Seite her immer getrieben worden ist. Nein, da hat der „Vorwärts" reckt, wenn er schreibt, im Ruhrgebiet habe zuletzt nicht mehr Arbeiterpolitik, ändern Räuberei und Verbrechen geherrscht. Su ihrem sachlichen Vorgehen war oem Sobinett Müller kein Vorwurf zu macken. Es 3at indessen seine eigentliche Prüfung noch zu bestehen in den großen^ innerpolitiichen fragen, die in den letzten Tagen neu aufge- naucht sind . . . Aber die Prüfung was zu hm unb zu unterlassen war, betrifft auch andere Organe rls die Regierung selbst. Der französische General Degoutte hat von dem „Truck b e r Militärpartei" gesprochen, unter bem der Reichskanzler in den Fragen oes Kuhrgebietes gehandelt habe. Dies erklären icalivcu uuvi yvijt e» tut, guyiruu# uuluicn uiui draußen in der Regierung und in der Opposition zu stehen." x Auch das „Berk. Tagebl." meint: „Eine Partei, die sich aus lauter Lässigkeit oder Aengstlichkeit ihre Grundsätze unter den Füßen wegziehen läßt, gibt sich selbst auf. Vor diese Frage ist die Demokratische Partei jetzt gestellt, unb sie muß an die Sozialdemokratie die Frage richten, ob sie noch weiterhin auf der gemeinsamen Grundlage der Demokratie mit den beiden anderen .stvalitionsparteien mitzuarbeiten gewillt ist. Die Wahlen stehen vor der Tür: Da muß überall Klarheit geschaffen werden. Da darf es keine Einerseits-Anderfeitspolitik geben." Der Reichskanzler hat in seiner von uns schon bekanntgegebenen Erklärung einem Veü- tretet der „Germania" gegenüber die Absicht ausgedrückt, sich keineswegs einseitig führen zu lassen. Wie er sich weiterhin verhalten wird, das gehört in das Kapitel der großem politischen Fragen, die wir vorhin angedeutet haben. Der „Vorwärts" verteidigt a u d< bis jetzt noch die Grundsätze der Demokratie, sprüht dabei aber entschuldigend von einen „Periode der Erschütterungen", die wieder in em normales Geleise gebracht werden müsse. Alles in allem: Das find ebenso interessante wie nichtige Vorboten der Neuwahlen, Über die nod) tuet gesprochen und geschrieben werden wird! Die Haltung der Entente gegenüber zrantreich. Amsterdam, 9. April (Wokff.) Nach ten Bericht eines beümberm Korrespondenten der „Daily News" ging Frankreich vollkommen unabhängig von lentem englischen und ita- HeTiil d>en Verbünde ten vor. Sowohl Lloyd George als auch Curzon hatten London über bte Oft erfrier tage verlass m. Bonar Law, der den fran- zösi'chen Botschafter am Montag traf, scheint nicht den Eirwruck erhalten zu haben, daß ter Vormarsch Eilte dänische Stimme. Kopenhagen, 9. Llpril. (Wolff.) Zu dem ftauzv ischen Vorgehen im Rhein! and schreibt „Ekstrabladel" u. a.: Wtan wacht in Paris mu großer Aitgst darüber, daß Deutschland nicht ivi.der zu Kräf:en kommen kann: die ganze fratv- zösische Politik ist darauf gerichtet, dies so laiige wie möglich zu verh.ndern. In England, Amerika unb Italien wünscht man rin Deutschland, mit dem man Handel treiben und von dem man kaufen tarnt. Es kann kaum ein Zweifel darüber herrschen, daß die tiefe Kluft, die bezüglich der Anschauungen über Teutsckstand besteht, zu -ffnem offenen gesähr- lidxm Konflikt zwischen Frankreich und den anderen Ententemächten führen kann, wenn es nicht gelingt, den französischen Standpunkt zu beseitigen. Ehe dieser Standpunkt nicht vollständig beledigt ist, gibt es auch keinen wirklichen Stieben in Eunova. Ter ganz unbegrüitbete Einmanch iran- zösisdier Truppen in große deutsche Städte ist em crraueiifiafter Ausdruck dieses Mangels an Verständnis Frankreichs. (Hne neue deutsche Note an zrankreich- Berlin, 8. April. (Wolff.) Der französischen Regierung ist folgende Note übergeben worden: „Die durch den Friedens vertrag ramt gerechtfertigte und vorher nicht angriunchgte Besetzung deutschen Gebietes hat zu ynnrexmen Zwischenfällen geführt. Dädri hat u. a. enie Anzahl Deutscher den Tod erlitten, eine größere Anzahl ist verwundet worden. Unter Wahrung aller werteren Ansprüche, die der deutschen aus dem franjöfgeben Vorgehen erwachsen, erklärt rte schon fetzt, daß sie die französtsche Regierwtg \&av- falls für alle Schäden haftbar macht, d« ^euifdiai durch die lüngifen Vorkommnis e e standen und oder wch entstehen können. Eine wcrteve Mrtterlungl behäll sich die deutsche Regremng bis nach Erledigung der Einzel fälle vor. Tie parlamentarische Lage in Frankreich. Paris, 10 Avril. iWTB.) Wie die Havos- agattur berichtet^ an.-b Millerand am Montag vor der Kamme. LmmiffLon für Auswärnge Samstag, 10. April 1020 i: Schulftraße 7. Annahme von Anzeigen für bielagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit, preis für l mm höhe für Anzeigen o. 34 mm Breite örtlich 35 Pf., auswärtr 45 Pf.; für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Platz. Vorschrift 20 „ Aufschlag. Hauptschriftletter: Aug. Boeh. Verantwortlich für Politik: Aug. lboetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold ßenj; für den Anzeigenteil: ff. Be», sämtlich in Gießen. clegenheilen gehört toerbax. Milic.and wird jur gegebenen Zeit in b i Mamirei eine tlidic Erllärung abgeben irinm me b. i W - bat der iranzösische Bot'cka'ter in London ftragt wotden ist, der britischen R^ff-rtmg slntivort der ftanzösi'd-en Regierung am di-' m Donnerstag zu gegangene Rote zu üb 'nnit* Millerar.d bat dieses Dokument g Ilern narbig dein englischm tlotidyaticr in Paris, Lord t), zur KennMis gebracht. Die belgische Demonstration. Lari s, 9. April. (WTB.) Ter belgische d)äft-5träger in Paris brad)te Ivute ranzösiscken Regierung offiziell beit B^'cktluß belgischen Regierung zur Kenntnis, sich den nzösiscken Besatzungsmaßnahmen -Deutschland anzuschließen. Die Herabsetzung der deutschen Heeresbestände. Paris, 9. April. (WTB.) Havas. Der Prä« t der deutschen Delegation Göpperl ließ Ministerpräsidenten eine Note zugehe t, in um eine dreimonatliche Verlängerung Frist nachgesucht wird, die am 10. April ift und nach der die deutsd-en Heeresbestände iß Protokoll vorn 8. August 1919 herabgesetzt en sollen. Ministerpräsident Mtllcrand bat damit einverstanden erklärt, daß die Moment für auswärtige Angelegenheiten sich in jssentlichen Kammersitzung am Montag ban ausspricht. >ie Auslieferung dcntscher Schiffe. donbon, 9. April. (Wolff.) Die deutschen lachtschifie „Old nburg' unv ff au" find gestern audge liefert nxtr* Tie Schiffe wurden auf Se-e von dem Schlacht-« er „Tigeri" und der Zerstöv.»rflotilll in Emp- genomnicit und nach dnn Firth o) Frrttz et. Die Besatzungm werden mn rin Devot- übergesühn und nach Deutschland zurück« cht. Die Lage im Ruhrgebiet. Vertreter der Entente in Effe«. 5 s s e n, 9. April. (WTD.) Abends waren treter der Entente hier, um sich übet aye im Industriegebiet zu tnfermieren. Von mltändigen Stellen konnte ihnen Lidjt nach* ■fen wecken, daß bei der Besetzung des Ruh» ls die Versailler Friedensvertragsbe itimnuaH hinsichtlich der Kvpfstärke nicht übertrete» m. Auch überzeugten sich ixte Vertreter, daß richswehr vom größten Teil der Bevölkerung Freuden empfangen wurde und wie stnnbos •ebaubtung ist, das Einrücken der Reichswehr n neuer Ausbruch des Militarismus. Tie re staatliche Sicherheitspolizei übernimmt in (ten Stärke den Sicherheitsdienst in Essen r. Zum militärischen Einmarsch. Hnfter in Westfalen, 9. April. (WTB) mde von Arbeitern verließen die vom Militär en Orte, um sich ins bergische Land zu be- . Hierzu erklären Rrichswehrkornrnffsar Se- n g und Generalleutnant Matter, btc pe komme zum Schutze aller Gutgesinnten und weroe nur gegen die verantwortlichen Hetzer und gei rissen tosen Führer einschrriten. Man Lege aber Wert darauf, daß die Irregeleiteten aufgeklärt und zu rückgewonnen werden. Die Truppe komme nicht als Rächerin. Wer nach dieser Zeit der Unruhe aus ehrlicher Heber Beugung seine Absicht, auf ungesetzlichem Wege etwas zu trreidjen, aufgibt und sich zu ferner bisherigen Arbeitsstätte irieber begeben wolle, werde von der Truppe in keiner Weife gehindert. * Die Rote Garde in Plauen. Plauen, 10. April. (WTB) Die Rote Garde besetzte heute die hiesige Jnfanteriekaserne sowie den Bahnhof. Die internationale Finanrronferenr. Haag, 9. April. (WTB.) Wie dem „Nieuwc Courant" aus London gemeldet wird, wird die internationale Finanz ko n fe re n z in der dritten Maiwvche in Brüssel tagen, besonders wegen der F r a g e des Wechselkurses der verschiedenen Länder. Freundschaftliche Beziehungen Oesterreich» und Ftaliend. Rom, 10. April. WTB.)Staatskanzler Renner hat bei seiner gestrigen Aussprache mit Nitti den lebhaften Wunsch ausgedrückt, die österreichischen Grenzffagen zu regeln, insbesondere die Frage der Räumung Radkersburgs und die Abstimmung in Kärnten. Dann beschäftigte er sich mit der schwierigen Ernährungslage Oesterreichs und der Notwendigkeit neuer Aushilfen an Nahrungsmitteln und Rohstoffen. Ministerpräsident Nitti gab die Bereitwilligkeit des italtenpchen Volkes kund, den deutschen Bewohnern von der Oberetsch gewiße Einrichtungen unb örtliche Aut», nomie zu gewährleisten. Er erklärte weiter, bte italienische Regierung wolle so schnell als mog.tch die Handelsbeziehmtgen wieder aumchmen^ Sierav wurde der Staatskanzler in einer zwetitMwtge, y Verein Amieitia! Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres Ehrenmitgliedes SM NUN Wer geziemend in Kenntnis zu setzen. Wir bitten bei der am 10. April nachm. 2V2Ubr ftattnndenden Beerdigung um recht zahlreiche Beteiligung. 06353] Der Vorstand. .Seme nacht II Uhr verschied nach langem, schwerem Leiden mein lieber Mann, t-ei neuforflenbe Vetter seiner Kinder hemrich Günther Schlosser. Die trauernden Hinterbliebenen: Marie Sönt'yer geb. Appel tu Hinter Justine Günther geb. «o«,,Mutter Marie Herderi Wwe. und Zahn. Giehcn, 8. April 1920. Blumen im Sinne des Verstorbenen dankend verbeten. 0(5325 Die Beerdigung findet Samstag nachm- 47» Uhr auf dem neuen Friedhof statt- I Vernietungen | 8ut mit ßimmer mit zwei Betten u. ganzer Verpflegung zu verm. VM Reuen Baue 22 II. | Mietgesuche~| Zum 15. d. Mlö-, evtl. 1. Mai, möbl. Zimmer von ruh. Studenten zu mieten gesucht. Schr. Ang. uuterOt>2A5a.d. (flieh. An». 2—3 leere Rüumc für Unterrichtszwecke sofort gesucht 06375 Roouttraste 18. Gut möbl. Zinn Nähe d. Universität, n eleür. Licht, sofort od. 1. 5. von ält.Sem. ges Schrift!. Angebote u 00=329 an den Giest. = Junges Ehepaar 1 äl.»-o.»lam mit Kochgelegenheit. Sckriftl. An geb. u 06353 an den Gieh. ' Dame sucht möbl. Zimir evtl, mit Pension, 9 der Kliniken. Schr. Ar unt. 08371 an d. Gieh. Verordnung betreffend den Verkehr mit Arzneimitteln. Born 18. Februar 1920. Auf Grund des § 6 Absatz 2 der Gewerbeordnung vom 26. Juli 1900 (Reichs-Gesetzbl. S. 871) wird verordnet was folgt: § 1. Zu den Stoffen, die nach § 2 der Verordnung betreffend den Verke'hr mit Arzneimitteln, vom 22. Oktober 1901 (Rciws-Gesetzbl 1901 S. 380) und dem zugehörigen Verzeichnis B außerhalb der Apotheken nicht feilgehalten oder verkauft 'werden dürfen, treten die in der angeschlossenen Liste aufge- gefül-rten Stoffe 'hinzu. mon • & u § 2. Tiefe Verordnung tritt mit dem 1. Marz 1920 m Kraft. Berlin, den 18. Februar 1920. Ter Reichspräsident. Ebert. Ter Reichsminister des Innern. Koch. L i st e. Bel den mit * versehenen linge der betreffenden Stoffe st ihrer Abkömmlinge inbegriffen. ♦Acidum aethylphenylbarbituri- cum ♦Acidum diaethylbarbituricum1) ♦Acidum diallylbarbituricum ♦Acidum dibrompropyldiaethyl- barbituricum ♦Acidum dipropylbarbituricum Aleudrin Amylenchloralum Chloralose ♦Dial Dihydromorphiv.um ♦Diogenal Eucodal Glycopon Stoffen sind auch die^ Abkömm- owie die Salze der Stoffe und ♦AethylphenylbarbitursäUve ♦Diäthylbarbitursäure ♦Diallylbarbitttrsäure ♦Dibrompropyldiäthylbarbitursäure ♦Dipropylbarbitursäure Aleudrin Amylenchloral Chloralose ♦Dial Dihydromorphin ♦Diogenal Eucodal Glycopon Hedonal Holopon Isopral Laudanon ♦Luminal Medinal Narcophin Nirvanol ♦Optochin Pantopon omniaque similia prae- parata, quae alcaloidea opii continent (Glycopon, Holopon etc.) Paracodin Paralaudin Paramorfan ♦Proponal ♦Urea aethylphenylmalonylica ♦Urea diaethylmalonylica1) ♦Urea diallylmalonylica ♦Urea dibrompropyldiaethylma- lonylica ♦Urea dipropylmalonylica ♦Verona!1) Hedonal Holopon Isopral Laudanon ♦Luminal Medinal Narcophin Nirvanol *Optochin Pantopon und alle ähnlidien, Opiumalkaloide enthaltenden Zubereitungen (z.B. Glycopon, Holopon) Paracodin Paralaudin Paramorfan ♦Proponal ♦Aethylphenylmalonylharnstoff *Diäthylmalonylharnstoff *Diallylmalonylharnstvff *Dibrompropyldiäthylmalonyl- harnstoff *Dipropylmalonylharnstoff *Veronal ') Urea diaethylmalonylica, Acidum diaethylbarbituricum (Veronalum), Tiäthylmabonylharnstoff, Diäthylbarbitursäure (Vcnonal), sind bereits ahne *, d. i. ohne Mkömmlinge und ohne Salze in der Kaiserlichen Verordnung, betreffend den Verkehr mit Arzneimitteln, vom 31. März 1911 (Reichs-Gesetzbl. S. 181) enthalten. Dienstnachrichten des Kreisamtes. Richard Merle und Martin Meyer, beide van L i ch, wurden als Nachtwächter für diese Gemeinde ernannt und verpflichtet. Heinrich Nagel von Trais-Horloff wurde als Polizeidiener für diese Gemeinde ernannt und verpflichtet. •«Ä ssg -M-rt a. m. In unsere an ^riegsM Stthbie W Mdesler ßorWt gegnfi der Mlt ket ial Billigung Nasernm Mge klingt, Mich Haß u tztl Ausdruck rir auf die fr |att:n, ist uns V deutschen 9 I Vielleicht ^Politik Fr Eere Beweggri Had)c bedeuten tat Bedacht 1 ! Lasten zu dem Mm er näm Ms betonte, klufbau des W' hinter steckt zu Anlehnung ar lands, Italien liker fühlen, i festen Füßen eigentlich so N ren Nahmen tun? - Tir der Eisblock i Druck der Drühl'schen UnwerfitätL-Duch. und Steindruckerei N. Lang«, Biehen. Sletzev.DMM.tZS. inpölet! 31» Atscher gesM Haushalt sofort gesucht. Frau B. Roll, 3937 Hnbn, Ritlergasse.! 06267 Bahnhofstr. 6. 06364 Gebrauch das des zu verkaufen. 0ß:«5 sucht NebenbeschSstigunt lBcitrag.o. Büchern »iw. Zeitschriften Zeitungen Alte Bücher Packe fürZigarrensa gesucht. August Ackerm Liebigstrahe 35. Lage Seltrrrwrg od. Sahnhofstr« zum 1. Oktober gesucht. Schriftliche Ange unter 06339 an den Gießener Anzeiger. 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