nnann_ gerate Jauvar: 1 Könnt««' .'sausen- ■ ®B3S*w* 16 in »t. kommissär: -rat. 9. skomnissär. sessor. v v ■r ii- •r N' ib- le« rft VP iarÄ gen. ■8. Januar 1920 liegt isKrei Ober-Bejjingen ithweges und bcr Vou» dazugehörigew Am- l offen. idung des AusiHusses fischen Äürgermeisterei versehen einzureichen. mmissar. wt. ■ Wiesen liegt in der 1920 aus dem Amts- letnhnm tut-.Wd)t « Mzugslommission usnahme vsscn. Gründen »ersehn ivah- ^sterei Tteinheim ein- Wunsch^mrn. M ^Beteiligten elteni> machen wollen, ar 1920, 10 Uhr, und müssen angeben Menden Grundstücke »er alten Parzelle die schriftlich eingneickt chtrgung. eine Meliorationsplan r Bekanntmachung in Mlichtnahme der Be> 85?tü,9cr* nmissär; (4^-jkjTl, JR «6*S==- l'SS.. rrE? E ML teg». •fakj* ** LZ Nr. 7 $et «teßnerr Kwid^et erscheint leiq(ich, auyet Sonn- und FeienagS. vezugrpreis: Monatlich 'D<*r. 2.30, vie teljädrtich Mk. 6 90 ün'chtreblich deSBestell- flelbe; Dmch die Post oieiteliätirlld) 'Dlt. 6.— ausschließlich 8efte(lgrlb. Sternfptfd) • Anschlüsse: lürbie ed)vtfileitu»flil2 lt cvlaq,l»>eschos.Hstelle51 Anfchnst sü r T raütnach- richten: Bnjeiger -letze». postschecklonto: Srantfurt a. M. 11686 170. Jahrgang Zrettag, 9. Januar (920 SieMerAMiger General-Anzeiger für Oberhessen SwiMngrr«nddr«ck ».Verlag: vrühlfche Univ.-Buch- u. Zteindruckerei R.Lange. Zchriftleltrmg, Geschastrstelle u.DraÄtreh Schulstr.7. i»Huaymt po» Lizet-e» s. die iaflefliunmitet dis zum Nachminaq vorder ohne jed, Verbindlichkeit. Dreh fir 1 mm höhe für Ani übriaenlctü Dr Ren,dolc> Zenz; sur den Anzeiqentell: v Beck, sämtlich in Gießen. Der Reichspräsident über die wünsche der deutschen Industrie. Herr Ebert, der Reichspräsident, hat zweifellos den besten Willen, mitzuhelfen, daß wieder Ordnung und Stetigkeit in unser Staatswesen und Wirtschaftsleben hineinkom- men. Das bewies sein Neujahrserlaß, sein eindrucksvoller Appell an alle Schaffenden in Dr .Hland Nun hat in Berlin zu diesem M es >rserlaß des Präsidenten ein interessan- t* viel stattgefunden, über welches das h- ^»amkliche Wolff-Bureau folgende Meldung rerinter- essen hin. Der Redner bat den Reichspräsidenten, seinen ganzen Einfluß mit allem Nachdruck dahin geltend zu machen, daß im neuen Jahr eine einheitliche und kraftvoll durchgesührte Produktionspolitik getrieben werde. Dr. Sorge fügte seinen Ausführungen noch hinzu, daß er sie nicht so aufzufassen bitte, daß mangelnder Wille zur Mithilfe darin enthalten wäre. Die Vertreter der Industrie gäben sich der Auffassung hin, daß, wenn der Weg, den sie empfehlen, beschritten würde, die Ausgabe zu lösen sei. In seiner Erwiderung führte der Reichs- Präsident u. a. aus, die Erfüllung der Lebens- tGdnwendigleiten des deutschen Volkes habe heute allen anderen Aufgaben voranzugehen. Die Regierung sei sich jedoch klac darüber, daß die Erreichung dieses Zieles im Innern nicht nur von der möglichst freien Betätigung der Unternehmer, sondern auch von anderen Bedingungen abhänge, deren Erfüllung in gleicher Weise Voraussetzung des Erfolges fei. Eine dieser Voraussetzungen sei die Hebung der stark gesun^nen Arb-itssreudig- keit der Arbeitnehmer. Die Reichsregierung sei entschlossen, jeder unberechtigten Arbeitsverweigerung im Interesse der Allgemeinheit und tm Interesse der Arbeitnehmer selbst entgegenzutreten. Sie erblicke aber auch ihre Aufgabe darin, die berechtigten Forderungen der Arbeitnehmer so zu erfüllen, wie es zur vollen Entfaltung der gewerblichen Produktion erforderlich sei. Im Interesse der Unternehmer lieze es selbst, Maßnahmen, die dem neuen Geist sozialer Fortentwicklung der ganzen Welt entsprechen, bereitwillig auf sich zu nehmen, statt sich bis zuletzt dagegen zu wel-ren und sie sich erst aufzwingen zu lasten. Weiter I-rn könne ohne die Gesundung unserer zerrütteten F-inanzen d« volle Entfaltung unserer Prvduktionsfähigkcit weder erreicht noch wirksam werden. Tie Finanzlage Deutschlands erfordere gebieterisch durchgreifende Maßnahmen. Ten Vorwurf einseitiger Jnteressenpelitik wies der Reichspräsident mit aller Entschiedenheit zurück. Bon der vaterlänb.schen Gesinnung der deutsä-en Jndusttie erwarte er, daß sie in Würl'igung aller Schwierigkeiten und Hemmungen der.bitteren Notlage gerecht würde. Im Ansckstuß daran wurde in längerer Aus- sprxrche die wirtschaftliche Lage des Reick>es nach den versclnetenslen Richtungen erörtert. In dieser Darstellung erscheint die Auseinandersetzung, die zwischen dem Präsidenten und den Jnduftrievertretern stattgesunden hat, etwas gemildert. In ausführlicheren Berichten einiger Berliner Blätter ist zu ersehen, daß .Herr Dr. Sorge ziemlich scharf auf die hrotenbe Gefahr eines industriellen Zusammenbruchs hingewiesen hat. Seine Schilderung der Verhältnisse deckt sich so ziemlich mit den fesselnden Ausführungen des Fabrikanten Dr. Kltngspor, die dieser vor einigen Tagen in einer deutschnationalen Versammlung in Gießen machte. Herr Klingspor hat,'was sei- : cm Vortrag Bedeutung verlieh und auch politisch Andersdenkende interessierte, weniger als Parteimann denn als Praktiker der Industrie gesprochen. Und solche Praktiker der Arbeit gehören jetzt in die vorderste Reihe derer, die gehört werden müssen. Dr. Sorge hat bei seinem Vortrag vor dem Reichspräsidenten nicht in dem Maße scharfe Kritik geübt, wie wir es in dem Gießener Vortrag gehört haben, aber man kann zwischen den Zeilen doch dasselbe herauslesen. Die Reichsregic- rung hat alle Hände voll zu tun, jum, wie der Reichspräsident es ausdrückt, „die stack gesunkene Arbeitsfreudigkeit der Arbeitnehmer zu heben"; mit anderen Worten: es beschäftigt sie zu sehr die Jagd nach der 'Gunst, nach dem Augenblickseindruck der großen Masse, als daß sie wirksam unserer Jndustriearbeit im großen wieder die Wege bahnen könnte. Vieles blieb und bleibt da zu tun, um dem „Ausverkauf Deutschlands", wie Herr Klingspor sich ausdrückte, entgegenzuarbeiten. Gewiß ist es schwer für die jetzige Regierung, das Schiff unserer Wirtschaft wieder flott zu macken, und man darf da nicht zu ungerecht urteilen. Jede Regierung, wie sie auch aus- sehen möge, hat es heute in dieser Beziehung schwer. Aber über, die Notwendigkeit einer Wendung in unserer Praxis kommen wir nicht herum; darüber kann auch die beschwichtigende und mahnende Rede des Herrn Ebert nicht hinwegtäuschen. Wir müssen mehr als bisher auf die Worte der Industriekapitäne hören, auf die wirklich Sachkundigen, über die heute allzuviel hinausgeredet wird. „Eine einheitliche und kraftvoll durchgeführte Produktionspolitik", wie sie Herr Dr. Sorge verlangt, läßt sich auf die Dauer nicht bloß mit gut gemeintem Appell an die Arbeitswilligen durchführen. Die Richtung und die Wege müssen geändert werden, ehe es dazu zu spät ist! ' Im Zusammenhang mit dieser Lage gewinnt ein Münchener Telegramm Interesse, das wir heute in der Köln. Ztg. finden und in dem es heißt: „Mit Bestimmtheit verlautet, daß der bayerische Finanzminister S p e ck, der gleich- ilig Erster Vorsitzender der Bayerischen Volkspactei, also der stärksten Partei des Landtags, ist, von seinem Amt zurückzutreten beabsichtige, weil er die Verantwortung für die von Berlin aus getriebene Finanzpolitik nicht länger zu teilen vermöge. Speck hat seinen An,chauungen über die verhängnisvollen Wirkungen der Erzberger scheu Steuerpolitik schon öfter in sehr deutlichen Worten Ausdruck gegeben." —MX—— Per Austausch berRa'ififationsurtunben. Paris, 8. Jan. (WTB.) Wie der „Jn- transigeant" mitteilt, kann der Austausch der Ratifikationsurkunden weder am 10. noch am 12. Januar, sondern frühestens Donnerstag den 15. Januar stattfindcn. Ein von der Entente abgclehnter deutscher Vorschlag. Berlin, 8. Jan. (WTB.) Wie wir von z-istänteger Stelle Höven, ist unter dem 24. Of ober von der deutschen Regierung eine Note an den Obersten Rat in Paris gesandt worden, in der darum ersucht wurde, der interalliierten Gvenzkommission für tie deutsch-polnische Grenze erweiterte Vollmachten und eventuell die Möglichleit zu geben, von der im Friedensvertrag vorgesehenen Grenzlinie abzuweichen. Herr von S i m s o n l)at diese Angelegenheit kürzlich in Paris noch einmal zur Sprache gebracht. Daraufhin ist ihm in einer 9dotc vom 6. ds. Mts. mitgeteilt worden, daß den deutschen Vorschlägen, die den Fliedensvertrag von Versailles in Frage stellen würden, nicht Folge gegeben werden könne, und daß die alliierten Mächte sich an die Bedingungen des Friedens Vertrages halten müßten. Amerika und der Friede. P a r i s, 8. Jan. (WTB.) „Chicago Tribüne" meldet, daß Amerika weder an der Unterzeichnung des Protokolls, noch an der Zeremonie des Austausches der Ratifikationsurkunden noch an den Sitzungen des ausführenden Rates des Völkerbundes teilnehmen wird. Der „JntraMigeanl" sagt, das kennzeichne die augenblickliche diplomatische Lage. Haag, 8. Jan. (WTB.) „Nieuwe Courant" berichtet aus Washington: Die Anhänger gemäßigter Vorbehalte erltiiren, eine Lösung des Konflikts in der R a t i f i k.a t i o n s f r ag e fei endgültig in Sicht. Man vertraut darauf, daß Bryan, dessen Einfluß die Schveickung in der Haltung der Demokraten zu verdanken ist, eine Lösung herberfüh.-en wird. Große Bedeutung wird dem heute stattfindenden politischen Abendessen dec Demokraten beigemessen, bei dem ein Brief des Präsidenten W i l s o n, der vom Müßen Hause als wichtig bezeichnet wurde, vorgelegt werden soll. Wemi Wilson sich weigert, den Ausgleich anzunehmen, so bedeutet das zweifellos, daß dec Frie- densvertrag dem Urteil der Wähler unterbreitet wird. • Auszeichnungen für Lloyd George und Asqui-h. London, 8. Jan. (WB.) Auf Wunsch des Königs wurden Lloyd George und A s q u i t i) beute Auszeichnungen verli.hen, nämlich der Errnnerungstecn von 1914, .die englische Erinnerungsmedaille unb die Siegesmedaille. Englische Furcht vor der Leffcntlichkcit. Amsterdam, 9. Jan. (WTB.) „Daily News" mellet: Wenn die Mit.cilung, daß Berichterstatter Berliner Blätter nicht nach England zugelassen werten sollen, ben Tatsock-en entspricht, so müsse die gesamte englische Presse inu> alle diejenigen, die eine uneingeschränkte Veröffentlichung als Bürgschrft für die Demokratie halten, liefe Hal.ung der britischen Regierung verurteilen. Tas Blatt fragt, was die Regierung denn vor beit Deutschen verheimlichen wolle und sagt: „Je mehr deutsche Berichterstatter noch Englano kommen, um die Engländer Bennen zu lernen, und iljre Lebensgewvhnh i en ifjreii deutschen Mitbürgern zu schildern, um so besser ist es für die Welt." A m st e r d a m , 9. Jan. (WTB. ) Laut „Times" erklärte Montagnes im britifdx-n Pari.ment, daß dec Zeitraum, während des en Deutsche nicht nach Indien gehen dür- dürften, noch nicht be'immt festge'etzt morgen sei. Er werde aber keinestoegs weniger als drei Jahre betragen. Die Arbeitsuuluft in den engrifche» Häfen. L'ondon, 9. Jan. (WT.-B, Havas. Dir „Times" schreibt : Wie wir vemehnen, liegen im Loudv«er Hafen 33 Dampfu: mit einer Ge- flmttoniuge von 361000 Tonnen, die der Entladung harren. Tie Fracht dieser Schiffe stelle einen Wert von I6V2 M llionen Pfund Sterling dar. Einige Fahrzeuge liegen schon seit einigen Wochen im Hasen. Tie Stauung ist nicht bloß im Sontuncr Hafen, sondern auch in anderen englischen Hafenplätzen vorlrmdcn. Eine Rühmung der deutschen chemischen Industrie. Amsterdam, 9. Jan. (WTB.) Wie die englischen Blätter melden, fand in London eine Tagung der chemischen Industrie statt, bei der dacgclegt wurde, wie eifrig die Deutschen die wissenschaftlichen Metl)oden erforscht und angewandt hätten. Tie deutschen chemischen Werke mußten beinahe den gesamten Borkriegsbedarf an Farbstoffen decken. Großbri annien, die Schweiz und Amerika, sogar Frairkreich, machen alle Anstrengungen, um nicht nur den eigenen Bedarf für ine chemische Industrie zu decken, fonbern um sich auch einen einträglichen Ausfuhrhandel zu verschaffen. Deutsch-holländische Wirtschafts- Verhandlungen. Amsterdam, 8. Jan. (WTB.) Der „Telcgraa^ meldet, daß zwischen den Niederlanden und Deutschland Verhandlungen über den Abschluß eines Wirtschaftsabkommens statlfinden. Auf holländischer Seite besteht der Plan, einen Kontrakt abzuschließen, der den Niederlanden für mehrere Jahre eine gesicherte Kohlenzufuhr verbürgt. Große Schwierigkeiten bietet die Frage, ob Deutschland durch den Abschluß eines Kohlenkontraktes nicht in Gegensatz zu den verschiedenen, die Kohlenlieferungen tetr. Bestimmungen des Friedensvertrages gerät. Die niederländischen Unterhändler find nicht Bevollmächtigte und leisten nur die Vorarteit. Frankreich» Besitzergreifung von Gyrieu. P a r i s, 8. Jan. (Wolff.) Der „Temps" glaubt zu wissen, daß das gestern zwischen dem Emir Fessa l und der französischen Regierung abgeschlossene Abkommen, das der Genehmigung der Konferenz unterbreitet wird, aus folgenden Punkten bestehe: „Der Emir Fessal schließt sich dem französischen Mandat über ganz Syrien an, wogegen Frankreich in die Bildung eines arabtschen Staates einwilligt, der die Städte Damaskus, Hems und Aleppe umfaßt und von Fessal mit Hilfe von französischen Beiräten und Inspektoren verwaltet wird. In der Gegend von Bekaa, die gleichzeitig vom Libanon und vom arabischen Staat beansprucht wird, soll die Polizeigewalt durch arabische Gendarmerie unter französischen Militärinspektoren ausgeübt werden. Die endgültige Zuteilung dieser Gegend wird durch die Konferenz erfolgen. Aber es scheint, daß der Anspruch des Libanon alle Aussicht hat, durchzudringen. Fessal hat die finanzielle und wirtschaftliche Mitarbeit Frankreichs unter Aussch ießung jeder anderen angenommen. Seine bevorstehende Reise nach Syrien verfolgt den Zweck, die Stimmung für die Zusammenarbeit zwischen Frankreich und den syrischen Muselmanen vorzubereiten. Erregte Stimmung in 5er Türkei. Paris, 7. Jan. (WTB.) Nach einer Meldung des „Temps" aus Konstantinopel erklärt die Zeitung „Allerdan", daß die Nachricht, die Türken sollten aus Europa ausgewiesen werden, wie ein Kanonenschuß gewirkt habe. Das Blatt sagt: Wir wollen keinen türkischen Staat ohne Konstantinopel. Mustafa Kemal Pascha vervollständigt seine Vorbereitungen zum Widerstand der kleinasiatisä-en Armee, namentlich in Smyrna. Die türkische Negierung bereitet ein Manifest an die Kammer vor, in dem die Anwendung der Wilsonschen Grundsätze verlangt wird. Auch die Thronrede, mit der die Kammer eröffnet wird, wird im gleichen Sinne gehalten fein. In Konstantinopel _ ist nichts zu befürchten, aber in dem nicht besetzten Kleinasien ist die Lage ganz anders. Nach den Nachrichten, die das armenische Patriarchat erhalten habe, sind mehrere armenische Dörfer des Wilajets Vrussa von bewaffneten Türken umzingelt worden, die auf die Christen schießen. Au» dein Ueiche. Keine neue Verkehrssp-rre. Berlin, 8. Jan. (WTB.) Amtlich wird mitgeteilt: Die Nachricht eines hiesigen Kor- respondenzbureaus, nach der das Reichsverkehr sministerium eine neue Verkehrssperre zu verhängen beabsichtige, entbehrt jeder Begründung. Die Teu rung.^'agm. Berlin, 9. Jan. (WTB.) Morgen, Samstag, findet im Reichsfinanzministcr:um eine Besprechung über die vorläufig zu treffenden Maßnahmen hinsichtlich der Teuerungszulagen statt, bis die Besoldungsreform in Kraft getreten ist. An der Besprechung werden Vertreter der Beamtenschaft jteilnehmen. Weiterhin wird in einer auf Montag den 12. Januar festgesetzten Besprechung mit den Gewerkschaften und anderen Vertretern der ArteitnehmerorganisaLio- nen über die Neuregelung der Taris- und Lohnfrage beraten werden. Berlin, 9. Jan. (WTB.) Am 3. Januar hatte eine Abordnung des deutschen Beamtenbundes erneute Besprechungen mit dem Reichskanzler sowie mit Vertretern bee Neichssinanzministeriums und des Reichsministeriums des Innern bezüglich der Er höbung der laufenden Teuerungs- z u l a g e n. Der Reichskanzler erklärte, daß in kürzester Frist neue Verhandlungen mit dem Reichsrat und mit Vertretern der Länder unfc der Nationalversammlung unter Hinzuziehung des deutschen Beamtenbundes geführ- werden. Der Streik der Persicherungoangestelltrn. Berlin, 8. Jan. (WB.) Wie die „B. Z." meldet, hat ter Streik der Versickerung^ an gestellten begrrnnen; doch ist ein bald,per Abbruch ter Verhandlungen währicl,°'nlich. Euli- endgültige Erllärung des ArtectgeterverbandeL liegt noch nickt Dor, doch ist man ter Ansicht, daß.das Reicks-arbeitsministerium bie beiten Parteien noch heute atend zu Verhandlungen zusam- mentekommen wird. Enlsmeck-end den gestrigen Besckcküssen ter Berliner Organization der Der- sicherungsangestellten, hat die Ütergroße Mehrzahl des Burcaupersonals ter großen Gesellschaften heute früh die Arbeit nicht ausgenommen. Vor den Gebäuden der großen Gesellscha den stanien schon in den frül^n Morgenstunden ganze ftttten von Streikposten, die ein Betreten ter Bureaus durch Arbeitswillige unmög'.ich machten. Dabei kam es zu hestigen Auseinondersetzungen zwischar beiden Parteien, in einem Falle foaar vorübergehend zum Handgemenge, so bei der Zürichr.c Versicherungsgesellschaft in der ToubenstDaße und in der gleichen Straße lei den Bureaus „Alemannia", deren Angestellten zum größten Teil ar- britswrttlg sück. Di« Arbeitsruhe m den Siemensroerken Berlin, 8. Jan. (WD.) Bei den Siemens- werten sind beschränkte Mengen von Kohlen eingetrosfen. Mit Rücksicht auf die heute ate-ck zu erwartenden Kahnladungen soll der trieb in den stillgelegten Werken Freitag früh Mieter ausgenommen werten. Admiral Meurer verabschiedet. Berlin, 9. Jan. (WTB.) Admiral Meurer, ter bisherige Chef ter Marineftation in bei Ostsee, machte in feinem b.kannten Nenjahrsbefehl Ausführungen, die nur als Angriff auf die Politik und die Autorität der Reichsregierung angesehen werten konnte. Meurer reichte fein Abschiedsgesuch ein, das ihm bewilligt wurde. Ein Aufruf zur Hilft für die Rheinländer. Berlin, 9. Jan. (WTB.) Ter HÜfSans- schuß für die Rheinländer (Berlin W 10. Siegis-- mnndstraße 7, Banckäontz Teutscha Bank' Ar Hochwassers chäden erläßt svlgenten Aufruf: (Eine schwere Hochwasscrkatastrophe hat das Rheinland betroffen. Gewaltig sind die Verluste an Hab und Gut. Unabweisbare und vornehme Psticht aller Volksgenossen ist es, unseren rheinischen Brütern und Schwestern in dieser Stunde zur Seite zu steten. Unsere Bitte geht an alle: (tebt und gebt schnell! An» Hessen. Wahlen in Rheinhcsse«. Das Abkommen unter den Parteien für die Kreis- und Provinzialtagswahl ist abgeschlossen. Die Sozialdemokraten verzichten auf zwei Mandate zum Provinzialtag, ba* Zentrum auf eins, die Deutsche Bolkspartei. bekommt drei Sitze mehr, als sie nach dem Ev> gebnis ter Volkskammerwahl erhalten hatte. Zu den Kreistagen der Provtnz werten ter Deutschen LZolkspartei 8 Mandate mehr zugestanden, das Zentrum verzichtet auf 2, die Sozialdemokraten auf 3, die Demokraten ebenfalls auf 3 Plätze.^ rm. D a r m st a d t, 7. Jan. In der Vorstandssitzung des Verbandes der Beamten-und Lehrervereine Hessens wurd: mitgeteilt, daß in den Eingaben an die Regierung als Mindestsatz in Ucbereinstimmung mit dem deutschen Beamtenbund eine Hin- aufsetzung der laufenden Teuerungszulagen um mindestens 150 Prozent verlangt wird. Auch wurde eingehend über die zu erwartend Besoldungsreform beraten. Es steht zu hoffen, daß auch in Hessen die Beratungen der Regierung in aller Bälde beendet werten. Die LisenbahnecheVeeun-, Duisburg, 9. Jan. (WTBZ Die Eisenbahnarbeiter Grotz-Duts- b u r g s beschlossen gestern abend in einer Versammlung, heute früh in den Streik zu treten. Die Notstandsarberten wllen ausge- süHrt wertem Fortsetzung 24 (Nachdruck verboten.) Banken der immer so gleichmütig und froh gewesen, der war aus allen Fugen Da konnte einem wirklich bie Lust für die Freierei vergehen. Sie wollte auch gewißlich lebet Teern und jedem Jung abreten^ „Halte doch endlich Ruhe, Akke," gebot der Kapitän, „ich brauche wirklich nichts mehr und du kannst schlafen gehen." Betreten humpelte die Alte hinaus. So hatte der Jung, der immer ihr besonderer Liebling gewesen, noch nie zu ihr geredet , .... Und alles um die Frau, die gar keine echte Friesensrau war, die einfach aus dem Hause gelaufen und vielleicht überhaupt nicht wieder kam. „Tas wäre das Beste," dachte Akke, aber sie saß beute abend ohne Andacht vor ihrer Bibel Das kam wohl von den eigenen sündhaften Gedanken. ganz anders fördern formte, als We etn- seinen Vereine und Schulen. — Der Lichtbilder- Bortrag wird sicher tnde Besucher anzicten. ** Zauber abende mer.e.i von San.s'.ag bis Montag im Hotel Einhorn von teil vrictaliidxai Gauklern H a b u e t I l ta und des „einzigen unb alten", tote er sich bei uns auswics, Bella - chini veranstaltet. Näheres siete Anzeigenteil. Landkreis Gietzen. Seegespenster. Roman von AnnyWothe. Amerfrwifcchee Copyright 1918 by Aany Wotbe-Mrim. Ldprig Ruhr—Gießen—Frankfurt. Die Verbindung von Ruhr, Wupper, Frank- frrrt a. M. mid Süddeutschland wird jetzt m der Hauptsackie über Gießen mit Umgehung des besetzten Gebietes am Rhein bedient. Das einzige ^--Zuqpaar auf diesem Wege reicht aber für den . überaus lebhaften Verkehr nicht mehr aus. Wir hatten berichtet, daß deStelb die Einlegung eines zweiten O-Zugpaares genelnnigt ist, sobald die nötigen Kohlen und Lokomotiven vorhanden sind und der Güterverkehr darunter nicht leidet. Dies? Voraussetzungen treffen jetzt zu. Die beiden Züg: können deshalb vom Mittwoch den 7. Januar an verkehren. Die 1^-Züge laufen zwischen Duisburg iniD Frankfurt. Sie gehen von Duisburg etwa 4.00 nochm., von Essen 4.31, an Gießen 10 05, an Frankfurt 11.57; ab Frankfurt 7.20 vorm., ab Giessen 9.01, an Bochum 1.31, an Duisburg nach 2 Uhr. Beranstallrtnqen. Freitag: Stadttl-eater, 6 Uhr, Theaterverein Cavalleria rusticana und Bajazzo. — Hotel Großherzog, 728 Uhr, Mitgliederversammlung des Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbundes, Ortsgruppe Gießen. — Gasthaus zum Löwen, 8 Uhr, DiskussionLabend der temokratiichen Frauengrupp?. — Lichts oielteus, „Eine tolle Kiste" und „Die Lkleine Stasiewska". — Lichtspiele, Seltersweg. Die Tochter des Mehemed" und „Der Dolch des Malayen . * ♦♦ Hilfswerk für die Wiener Kinder. Der Gastwirteverein Gießen und Umgebung veranstaltete bei seinem Stiftungsfest am 6. Januar 1920 eine Sammlung zugunsten der notleidenden Wiener Kinder. Die Sammlung ergab 432 Mk., die dem Oberbürgermeister ausgeyändigt wurden._____________ wurden. W.M. Dortrag. Anr Mittnwch den 14. Januar, abends 8‘A Uhr, wird in der großen Aula der Generalsekretär des Deutschen Reichsausschusses für Leibesübungen, Herr C. Diem, hier über Turnen und Sport spreckfen. Alle Behörden, alle turnenden und sporttrci^n- ben Körperschaften, alle Freunde der Sache werden dazu vom AVademiichen Ausschuß für Leibesübungen und dem Gießener Turn-, Sport- unb Svielverband ein geladen. — Ter Reichsausschuß ist ein freier Verband aller Leibesübungen treibenden Vereine in Deutschland. Er ist Herons- gewähren aus dem 1904 aeg ünde.en Deutschen Ausschuß für Olympische Spille, ter wesentlich bie großen internationalen Wettkämpfe vorbereitete und dazu das Stadion im Grünewald bei Berlin schuf. In ihm sind Reichs- und Landcsbchör- ten, Städte und Hochschulen vertreten. Er sucht die Leibesübungen, deren ungeheure Bedeutung für unser Stark^cin niemand verkennen darf, auf rete Weise zu fördern. So will er z. B. ein Reichs- gesetz Vorschlägen, daß jede Staotgemeinde verpflichtet sein soll, Spielplätze in bestimmter Größe herzustellen. So gründet er jetzt eine Hochschule für Leibesübungen, an der das ganze Gebiet der Körperkultur wissenschaftlich durchforscht und» geleint werden soll. Es ist Har, daß die Anregungm, die sein Ser.reter uns hier geben kann, für uns von größter Bedeutung smd. Hoffentlich gelingt es auch in Gießen, alle Behörden, Vereine und Freunde der Sache zu einem großen Stadtverband ziftammemMchließen, der bann die körperliche Kräftigung des Volkes *» Schnhdiebstahl. In her vergangenen Rächt wurden aus einem Schuhgeschäft nachfolgende Schuhwaren gestohlen: 1 em Baar schwarze Herrenstiefel Nr. 42, 2. ein Paar braune Herren halbschuhe 9h:. 42, 3 ein Paar schwarze oohe Damenschnürstiesel Nr. 39 und 4. «ein Paar chwarze Kinderschute mit Lackrappe Nr. 2ft tm Werte von 785 Mk. Vor Ankauf wird geroamt. Acht Tage waren vergangen Peter Banken ging mit einem undurchdringlichen Gesicht tm Hause herum und Bent versuchte oft um.onst, mit ihm in irgend ein Gespräch zu kommen. 9kter war nicht unfreundlich zu dem Bruder. Nur weilten seine Gedanken augenscheinlich ganz wo anders Bent, der viel auf dem Wasser war, sah ihn zuweilen, wenn er heimkehrte, von einem Stall in den anderen wandern, oder tn Haus. Hof und Garten hcrumgehen. ohne je im geringsten Hand anzulegen. Das war gar mcht Peter Bonkens Art. Oft wurde es Bent bange Um Der Kapitän wußte, daß die Nachricht zu Peter gedrungen, die junge Frau Banken wäre bei Gelegenheit eines Besuchs ihrer Mutter schwer erkrankt, läge nun in Keitum und fönnte vorläufig nicht in den Gotteskoog zurück. Peter hatte mit dem Bruder kein Wort darüber gesprochen. Bent war voll Unruhe. Gern wäre er nach Keitum gefahren, Erkundigungen über EstridS Ergelen cviaubolen. Aber er lieft davon ab, weil er nM wußte, tote Peter eS aufnehmen würde, uitb yeinntch wollte er es nicht tun. Bent war voller Unruhe über Sölve, von der et nichts gehört hatte. Jeden Tag dachte er daran, nach List hinüber zu segeln, doch er wußte auch nicht, was Peter sagen würde, wenn er m 3ngemärt FerkS Haus ging. MU Peter wat nicht zu rrd-n sonst hätte er dem Bruder frei und offen K^VorLben mitgeteilt. Peter das ftchlte Bent wälzte schwere Gedanken rn sn.nem Hirn,. und Bent, der toirtlid) kein Schwächung war, zitterte vor dem, was wohl Peter eigentlich ausgrübelte. Etwas Schlimmes mußte, es fern jetgte bte finstere Entschlossenheit, bte auf seinen Zügen lag. Schließlich peinigte Bent die Unruhe so, daß er eines Morgens bei Tagesanbruch hinüber nach List segelte, um Sölve roieber zu sehen. Bents Herz llopfte stürmisch, als et durch ben tiefen Smid schritt, auf Inge wart Ferks Haus ,u Die FüÜe waren dem Kapitän schwer. Wie würde er Sölve finden? Er wußte eigenttid) selbst nicht, was er von ihr erhoffte ober erwartete. Er hatte nur das Gefühl, die blonde Deern müsse fort aus Jngewart Ferks Nähe. Eigentlich ging es ihn ja nichts an, wo sich Sölve aufhielt. Ihre seltsamen Reden damals, als sie Jngewart Ferks nach List brachten, lasteten wie eine dunkle Wolke auf Bents Seele. (Forsetzung folgt.) Politik der NeckrEarversomnlnng Irr dem Sozialisierungs- und dem Betriebsräteaesetz zugrunde liegenden Idee stehe die Deutsche Bolks- partei an und für sich nicht ablehnend gegenüuerr, sie habe auch mitgearbeitet, aber die Gesetze in ihren zuweitgehenden Forderungen im Interesse einer gesunden Wirtschastsentwicklung abgelehnt. Im Zusammenhang damit legt her Redner noch die Stellung seiner Partei zum Siedlungsgesetz unb zur Zwangswirtschaft klar, die Zwangswtr^ schift müsse sobald als möglich aus sachlichen und moralh"d>en Gründen beseitigt werden Der erfahrene Fachmann sprach aus den Ausführungen über die Finanzpolitik der Nationalversammlung. Der oberste Grundsatz einer ve nünfLigen Steuerpolitik mülle der fern, daß durch sie das Wl..scl>aftsleben nicht erdrückt roetbe. Durch die Auswüchse der Steuergesetzgebung fei aber unser Wirlscl)alts!eben bedroht. Die von Dr. Becker geübte Kritik an den einzelnen Steuergeseyen deckle sich in manchen Punkten mft derjenigen, die vor kurzem in einer temo.r ttischrn Versammlung Finanzminister Henrich ausüote. Mit einem Ausblick in bie Zukunft, bie für uns nur erträglich werben könne, wenn wir in Einigkeit alle zurück- kehren würben zur Arbeit, fchloß->Dr. Becker seine mein als ziveistündigen Ausiührungen, bie mit langanhaltendem stürmischen Bei^ fall auigenommen wurden. -x Bad-Nauheim, 7. Ja«. Zum Bestem der Wiener Kinder hielt ter beige frt.oL Kirck^enchor gestern im Kurhausialle eine Wohl- tä iite..d erani-altung ab, die dem gu'e ySiwd ei ie anselMliche Summe zuiührte.^Dv Dr- mro F.iedberger Damen und Herren fütetow ban oa- ma „Die heilige Elisabeth" auf unb trntetewe xtt den ri ichen Tank des Publikums, das den Th^ r- saal bis zum letzten Platz füllte. Durch cas Hi 8* [omitec für die Wiener Kinder wird gegemv^ g eine Haussammlung veranstaltet. in meiner Gewalt ist, bis eS mir behagt, fte aus dem Lwuse zu weisen." „Du bist grausam, Peter, du nimmst deinem Kinde schon sein Bestes, ehe es noch da ist." „Grausam? Wer hat denn danach gefragt, ob man grausam gegen mich ist? Ich habe dieses Weib geliebt tote nichts auf der Erde, und sie hat mich lächelnd voll Hohn ins Gesicht geschlagen, titbent ie mir Liebe log, bie sie nie empfand. Jlftr H^rz hat keinen Teil an dem Kinde und darum darf unb muß ich doppelt hart zu ihr sein, damit sie nicht noch weitere Schande über mich unb mein Haus bringt." „Du spannst das Sell zu straff, Bruder. Vielleicht aber liebt sie wirklich Jngewart Ferks noch. Was willst du tun, wenn sie sich zu ihm bekennt?' „Nicht-, nachdem sie hier int Golleskoog mein Kind geboren, mag sie gehen, wohin ihr Herz sie treibt — ich habe keinen Teil mdyr an dreier Frau. Und nun laß uns abbrechen. Ich bin wie zerschlagen und will versuchen, ein wenig zu ruhen." Mit innigem Druck reichten sich die Brüder die Hand. Stumm und allein nahm Bent sein Nachtmahl in der Wohnstube. Nur bie alte Akke frfXuTfte ab und zu herein, um noch irgend etwas zu bringen. Sie hätte gar zu gern nach der „Fru" ge- tooi ab?» Bents verschossenes Gesicht schüchterte sie ein unb mit Peter Bonken war ja überhaupt nicht mehr zu reden. Die Alte seufzte tief auf. Wie verhelft war das ganze Haus, seitdem bte Frau auf dem Gotteskoog einzog, unb Peter „Das wird sich zeigen. Deut. Mein Kind soll hier geboren werden, hier in diesem Pesel soll der Priester den Segen über die Kinderstirn spre- chen, wie eS Brauch ist bei den Bonkens, unb daran soll die Frau, die mich betrogen hat, nichts ändern." .versuche es doch m Güte, Peter. Du hast nickt die richtige Art, mit Estrid umzuaehen. Viel- leirfyt kannst du ihr Herz gewinnen, schon um des Kftches willen mußt du es versuchen." Peter lachte höhnend auf. „Nein, die Frau ist auSgeschaltet für mich. Nur mein Kind will ich, dann mag sie gehen und den Fluch mit sich nehmen, den Jngewart Ferks aut ste und ihr Haus geschleudert hat." Bent schüttelte ernst seinen braunen See- mmtnskopt. „Du ziehst dir mit Gewalt die Gespenster inS Haus, anstatt sie aus dem Gotteskoog hinauszu- jagen Denkst du denn nur an dich? Meinst bu nicht, daß eine Mutter auch Ansprüche an ihr atnb hat, das sie mit Schmerzen zur Welt bringt ? Meinst bu, daß dir das Recht zuslftht, es ihr zu nehmen?" _ , .. „Nein, gewiß nicht, tornn ftc ohne Schuld gegen den Vater des Kindes ist. Meine. Liebe bat sie verschmäht, meine Güte und Nachucht gewiss braucht, mein Vertrauen getäuscht. Jetzt rotfie ich dieser Hochmütigen zeigen, daß ich ihr Herr und s« Starkenburg und Rheinhessen. Kth cmnangel. rm. D a r m st a d t, 7. Jan. Infolge Kohlenmangel stellt die Straßenbahn vom 9. d. M. ab abends um acht Uhr ihren Betrieb etn. Auch in der e.ektrifchen Beleuchtung sollen Beschränkungen eintreten. vessen-Rassau. Streik der Vcrsichrrungsangrstellten. -- F r a n k s u r t a. M., 8. Jan. Für bte in den Versicherungsgesellschaften und Generalagenturen Frankfurts angcstellten Beamten ist vom Freitag den 9. Januar ab der Generalstreik proklamiert worden. Die Arbeitgeber haben jede Verhandlung mit den Streikenden abgelehnt. In Betracht kommen etwa 3000 Streikende. Ein Werber für die Fremdenlegion verhaftet. -- Frnnrfurt a. M., 8. Jan. In bet Per- flon des 24jälxigcn Gärtners W.lli Leucky.cms Auerbach i B. nahm die Kriminalpolizei einen WerberfürdiesranzösischeFrcmben- legion fest. Der Bunftte kmb»u, seine Dienste freiwillig dem hieftgen franzöftichm AchchnMsfom- mando angeboten zu haben. Das Kommando habe bie Dienste angenommen. me. Frankfurt a. M., 7. Jan Die gestrige Stabtver ordneten Versammlung, bie erste im neuen Jahre, erklärte sich mit der W«ber- walfl des vorjährigen Prandmms unb bet Ausschüsse einverstanden. D^e Versammlung stimmte einem Anträge der Unabhängigen ju, bafc die Melirkosten, die durch die Aumahme von Kassenpatienten m die Krankenhäuser entstehen, vom Staate getragen werden sotten. Eine langeÄtebatte gab es über die Einstellung des Betriebes ^städtischen Straßenbahn, doch mußten ,ich ebenfalls alle Stadtverordnete mit der Tatsache zufrieden geben, daß keine Kohlen vorhanden sind, man infolgedessen auch keinen Strom erzeugen kann. -- Höchst a. M., 8. Jan Die Matn- Kraft werke haben wegen SlWenmangetd d« Strvmlieserung von Licht und Kraft nach den Orten des Obertaunuskreises eingestellt, infolgedessen mußte der Lokalbahnvirckehr von fcomburg unb Oberursel nach Heddernheim bzw. Frankfurt eingestellt werden. I Aus dem AmtsverkündigungSblatt. ♦♦ Tas AmtSverkünbigungSblatt Nr 4 vom 8. Januar enthält: Verordnung über Zahlung von Ablieferungsprämien für Brotgetreide, Gerste unb Kartoffeln. Vom 18. Dezember 1919 — Bekanntmachung, die Pflegegelder in der Anstalt für Schwach- und Blödsinnige „Alice- stift" bei Darmstadt betreffend. •— Kadavervev- Wertung: hier: Aenderung des Tarifs für bie Krcisabdeckerei des Kreises Gießen " GnverbS- losenfürsorge: hier: Nachweiluny für den Monat Dezember 1919. — Feldbereinigung Rabertshausen. - Fcldbereinigun^ Bergheim: hier Wunschtermm. — Felbbereinigung Ober-Dessiw gen — Felbbereinigung Stcinhcim. Hus Statt tmt CattO, Gießen, ben 9. Jan. 1920. Die Zahl der im Kriege gefattencn und gestorbenen Militürperfoncn Hcfse»4 Leläust sich nach Dorläufincr Feststellung au' 30 492. ES ist dies bie Zahl derjenigen Todesfälle, die bis zum 33. April 1919 von den Standes- amten, in die Sterbeiallsregisb-r eingct.agen wurden Die Zahl erhöht sich noch, denn fortgesetzt werden noch Todesfälle von Militärpersonen ge> meldet Die in Gefangenschaft Gestvrveiien sind nur sehr lückenhaft in die Sterberegistec emgetro gen, weil vie.iach die vorgeschne^enen Meldungen fehlen. Die Vermißten werden standesamtlich überhaupt nicht beurhinbet, da ja ihr Tod ntai sestgeslellt werden konnte. Ihre Zahl w.rd von den Zentraliiack/weisbuwau in Ber.in ermittelt we. den Somit sind die Angaben über bie Kriegsopie'. bis' jetzt nur als Mindestzahlen aniUietKn. Fu, Hessen wird man mit etwa 3 5 0 0 0 Tote >< rechnen müssen. Von den 30 492 Tobesiäl en bei Militärpersoiien kommen aui das Jahr 1914 o4dd auf 1915 7217, aus 1916 6235, au, 1917 50 -3 und auf 1918 6304. Aus bie Kreise verteilen sich die Fälle wie folgt: . Kreis Darmstadt 3263, Bensheim 1534, Dieburg 1384, Erbach 1121, Grotz-Gerau 1329, Heppenheim 1282, Offenbach 3843, G > e ß e n 2196, Alsfeld 962, Büdingen 899, Fr teb» berg 193/, Lauterbach 862, Schotten 712, Mainz 3832. Al;en 925, Bingen 935, Oppenheim 1108 und Worms 2363. Auf die Provinzen: Starkenburg 13 /bl, Oberhcssen 7568 und Winbeiien 9163^ Auf die Stadt Mainz entfallen 2890 Todesfälle, auf Darmstadt 2931, auf Oftenbach 1842, Worms 1174 unb aus Gießen 691, zu.ammen 8628 Todesfälle. ., _ ... Für das Deutsche Reich sind nach der kürzlich erschienenen Nr. 49 der „B^-röftentlichungen des Reickisgesundheitsamts" bis jetzt an ge allenen und gestorbenen Militärper.vnen für, das Jahr 1914 201 650, für 1915 404 566 unb Tür 1916 315 669 Fälle (für dieses Jaln ohne Elsaß-LothringeM standesarnllich eingetragen. Für bte ^altre 191 / und 1918 sind Reichs^ihlen noch nich! veröffentlicht. Tie Gesamtveriuste lohne vermißte) werden von zuständiger Stelle dis jetzt mit 1677 000 Toten angegeben. Die Zahl der Vermißten wird iauf 374 000 geschätzt. Spart mit Gas! Die Kohlenbeüeferupg der städtischen Betriebswerke nrirt» in io ge Strei'.s und Ablie e.nng an die Entente vollkommen unzu.e.ck-e.ch mer en unb ss wird, wenn der Fl eine norbanLe.e Vorrat aut» gebraucht ist, eine Einschränkung desGasverbrauck)s durch toeitere Sperrstunden oder die Still- leg un g des Gaswerks erfolgen. Jeder V-r- btaud>er muß sich daher auf die notwendigste Gas- abnahme beschränken. Der Riftchswmmissar für bte Wlenverteilung hat angeordnet, daß bei lieber* sch'teitu -g der zugeteiften Gasmenge das Aufgeld von 50 Pf für das Kubikmeter der überschnt- tenen Menge Gas unter allen Umständen zu er- gelten und daß im Wiederholungsfälle ohne vorherige Warnung der Gasmesser zu entfemen ist. O Grünberg, 7. Jan. In einer gut besuchten Versammlung im Gasthaus »um Rappen sprach der Präsident des Landesamtes für das Bil- dungswesen, Dr. Strecker. Ein! iteno beiüh-te er die Ursaclen der R vol ition, die U.isich rh it per früheren Regierung in ihr-n Zielln und nne ia» durch das Vertrauen zu ihr ins Wanken geraten sei. Die jetzig-.n drll Mehrh itspartEt, Limit der Ucbernahme brr Reg erung baS E be der Revolution antraten, hat len ein n schive^n -staub könnten daher nicht in kurzer Frist eine weamtliche Aenderung zum B ss.ren h r.-e fülwen. eie hätten aber besonders in unfitm engen Heimatlande Hessen schon pofttive Arbit gcl istet: die heisischc Deisassung, das Landssedlung.g setz und etwa im Februar käme die Schulz .etznov lle iur Beratung Er betonte, daß die Regierung an der Zimullanschiile gegenüber b r nam n'lich von kallwlischer Seite g-ford. rten Konfes ions ch lle feit» l-allen werde, v r.ua forte sich aber ent sch e e.i gegen oeit Borwurf brr Religionsf indlichk it, intern er den koiifesiionell n R lsgionsunterricht in ter Schule beibehalt n wissen will, ba gerade in der iebigtn mateeialistisch n Z it mehr denn je he sitt- licheti unb religiösen Kräfte zu einer Gesundung unseres Volkslebeiis nötig seien. Wciterlnn wies er noch auf bte Opposition, smvohl von links als auch von rechts hin. Eine Mehrh it der äußersten Linken würde zur Räteherrschast nach rusiischnn Muster füfomt, roäforcnb eine ausschließlich Herr- sckwft der Rechtspartei n die Massen der Arbeiterschaft zum Widerstände entfach n würde. Unsen Vaterland würde bei b rartig n polit scheu Expert- ** Ausstellung der Wandergewerbe s che in e und Legitimatlons- ['arten. Do von ter R i t-stetzörde Fvnnulare ,is letzt nicht geliefert »oorven sind, lieht sich, ivie nnr erfahren haoen, das Kreisamt genötigt, 3itiid^itbeichtinigungen aus^u,.ellen. ** Bei der städt. Obst- und Gemüse stelle (Marktlaube.i) kommen morgen und fol- .ende Tage Gelberüten, Kohlraden, Weißkraut, Zwiebeln und Taseiäpfel biunb» und zentnerwerie um Verlauf. r , ♦* Oberhessischer Kunstverein. Die an gemeldeten Werke der Künstlervc^inigung, ..Der Stur m" sind eingetroflen. Xie Au- .rellung ist von S o n n t a g an geöiinet. *• Der Verein Gießener Kunst freunde, ter sich erst vor ku »er Zeit gebildet hat, trat gesteni abend zum ersten Male an Du Oesfentlichkeit mto zwar mit cunm Vortrag über deutsche Porzcllankunst i m a ch t zehnten Jahrhundert. Die B^techttgung des neugegrünbeten Vereins ernnes ter ubcrair. starke Besuch des Vortrag, ter ben grofcen öoriaa, als zu klein erscheinen li.'ß. Einleitend teFcrll) .etc Geheimerat Behagbil ben Berem Gietzeuei Kimstfremide als die längere Sch.oester ter Hock? schulgesellsck-ast und legte seine besonderen Ziele dar Hierauf führte Prvsesor Schmidt vom KunsV gewerbe-Museum in Frankfurt a M. in die Ent nncklung der deutschen Porzlllankunst ein. Er te* rührte erst die verschiedetien Versuche, dem ost- asiatischen Geheimnis auf die Spur zu kommen, um die teure Jmportivave im emenen Lande Erstellen zu können. Die Lösung des Gel)cimnis.es nmrbe zu Anfang des 18. Jahrhunterts von dem Apothekerlehrling unb alch.mi.b flis.euen >)oh. Friedr. Böttcher in Sachsen g.funten. Die Fabn- tation entwickelte sich bann sehr schn.ll 1713 famen die erste.! Waren auf dteL-llpzigeiMesse undSachien verdiente ternts 1714 an ter neuen Industrie 38 600 Taler. Die weitern Manusaktuten entftan» den treniger aus Fürstcneifersüchtelei, als aus Gc- nnnnsucht. In rafdyer Folge erblühten Wien 1<18, Höchst 1746, Berlin, Nymph.nburg, Fran kentHal usw. Die meisten Gründungen waren unsolide, aber als bie rein geschäftliche Entwicklung in Thüringen einsetzte, entet. die Ent.mcklung ter Pvr ellanftmst. Die Vorzüge des Materials verlockten bie Künstler zu gewagten Ausgaben, wie sie vornehmlich durch den Stil des Rokoko nahes legt wurden. Im Laufe ter Entwicklung wurde auch die farbige Behandlung durch Unter» unb UcberglafurmaLTd reitet. Das bildsame Material folgte allen Wandlungen des Zeitgeschmackes. Die Lichtbilder gaben davon überzeugende B.ispiele und führten bte schönsten Stücke der Taftl^chmucks.ri^n und Service vor. Der Redner erbrachte aus den Stiftungen der besten Meister wie Kirchw.-r, Kendler usiv. den Be- weis, daß die Neinplasttstem Schöpfungen bte Lücke großer plastischer Werke im 18. Jahrhundert völlig aussüllen. Die Wertschätzung, bie man nach einer Periode völligen Unverstehens heute wieder tem Porzellan entgegenbringt, illustrtertzn die Preite von 51—65 000 Mk., die kürzlich auf einer Berliner Auttion für Stücke von Kendler erhielt menten, wie sie wohl von manch n Seiten gern ge- seh.n würden, nicht olpve n-eue ®ri'd>ütkTimgen und ganz sicherlich nicht ohne eine viel bluti tere Re- rolution als bie erste durchkommen. Hoffentlich Coerde uns die gefunbe Sinn des Volkes davor bc» wahren. Die Zuhörer spenteten den anderthalb- stündigen Ausführungen reichen Beifall. Eine Aussprache fand nicht statt. ♦* Klein-Linden, 8. Jan. Am 10. Ja- moar sind es 25 Jahre, daß die Frei w. Feuer - mehr Klein-Linden b steht. Mit den bescheidensten Mitteln, die damals ter Wehr zur Verfügung standen, hat sie sich im Laufe ter Jahre zu einer Wehr von etwa 80 Mitgliedern zum Wohl? ter Gemeinde entwickelt. Als Grünoer fand hmte ter 1. Komman- turnt Karl Jung II., Vorstandsmitglied Ludwig Sommer, Dereinsvechner Heinrich Uftr L, Spritzenmeister Fredrich Spft.r und 2 Spfttzeiimaster Ludwig Steum II. noch mit voller Rüstigkeit tätig. Klein-Linden, 7. I n Am Samstag, 10. Jannar, abends 8 Uhr wird in imfcrer Kirche ter ehemalige Burenkommanbant Koos Jvoste einen Vortrag halten, der sehr interessant zu werden verspricht. StrdS Friedbera. Vortrag Dr. Brcker. 4 Bad-Nauheim, 7. Jan. Nachdem die hiesige Ortsgruppe ter Deutschen Volkspartei vor kurzem erst sich in einer Versammlung, in ter der Abg. Dr. Osann gesprochen, einen starken Erfolg verschaffte, steigerte sich dieser heute noch in erheblichem Maße in einer von Dr. Langsdorf geleiteten öffentlichen Versammlung, in ter Abg. Dr. Becker in ter überfüllten Turnhalle vor nahezu 500 Personen über „DieArbeitenderNationalversamm- lung und die politische Sage" sprach Der Redner führte aus, daß bie Deutsche Volks- Partei, obwohl sie in ter Opposition stände, in ter Nationalversammlung stets das Bestreben ge- foabt habe, positiv mitzuarbeiten am Wiederaufbau des Vaterlandes, intern sie durch die Macht b e r Gründe zu erreichen suchte, was ihr bu ch die geringe Zahl der Abgeordneten versagt war. Eingehend begründete ter Redner die Stellung der Partei, die sie zur Ablehnung des Friedens- Vertrags veranlaßte. Die Bestimmungen seien so entehrend und würden unS politisch und wirtschaftlich so hart treffen, daß es gar nicht möglich sei, sie zu befolgen. Was man aber nicht halten: könne, das dürfe man auch nicht unterschreiben. Auf dem Gebiete ter inneren Politik habe bte Nationalversammlultg dem deutschen Volke die neue Verfassung gegeben. Die Deuftäre Dolks- partei habe im einzelnen mitgearbeitet, wenn fte bie Verfassung nachter auch im ganzen ablehnen mußte. Aus Gefühls- unb Verstantesgrünten habe bie Partei sestgehalten an dem deutschen Kaisertums, bas eine geschichtliche Lebensnotwendigkeit und in ter Form eines Bolks- kaisertums die beste Gewähr für bie Reichsernheit mw ben Einheitsstaat Koten die Partei erstrebe Ebenso habe die Partei bte Beibehaltung , der alten ReichSsarten gefordert Dann erörterte ter Redner eingehend bte Wlrtschaf tS- Berlin Kurs Kurs 230, 239. . . 395,- Erhöhmrg der Rtcheiftnpreift 934, 936, Sehördliche Anzeigen Bekanntmachung 2 Wiejeck, den 8. Januar 1920 0484 verschlossen und Postfrci bis yun GrSffnungster- •an! 3O3B Der Vorstand 0421 Eiebigsböbe unter Wieder- M Sonntag öro 1L jmaar i iephon 13 Großen-Buseck 1074,- 1076,- 1016,50 1018,50 8.1. 77,50 25,35 31,45 80,05 147,75 128,- 270,25 180,50 308,- 279,50 254,'/, 6.1. 11,40 5,35 10,20 10,- 1876,50 923,50 1048,50 998,50 882,- 7.1. 77,50 233,50 268'- 7.1.5 11,40 5,22 901,50 25*30 31,75 77,80 SSrfeukarse. Frankfurt 903,50 25^40 31,85 80,20 V» b Emma Schmidt Andreas Starneck Gutsverwalter Verlobte 130,50 130 - 129,75 142,50 264,50 268,- 228,- 279,50 Die Geburt eines kräftigen Stamm Halters zeigen hocherfteut an Philipp Spaar und Frau Toni geb. Koch. '-regen, den 9. Januar 1920 ttmbotf* wrtpf^t 31., 8. fym. In bei Per- ctnnS M LenckyMs >ie Aiiminalpolija tintn nzSsischeFrcmden- ■jdjt gab zu, sdm Dstnlle mzö ltchcÄ W.Ä'lilskom- bu. Das Mnumbo habe 437,- 281,- 253,- 160,50 263,- 268,- 232,- 279,50 über bas Erscheinen der orientalischen Gaukler Kurs 7. i. 77,50 64,50 60,30 60,75 127,- 268,50 183,50 152,7. 127,75 128,- 128,50 140,- 264,75 225,50 326,- 269,- 165,- 179,- 311,76 441,- 288,75 249,25 159,- 260,- 264,- 229,- 275,- Zürlch . . Amsterdam. Kopenhagen Stockholm . Wien... 13'7- 269,25 184.- 152,- 128,25 130,- 132,25 144,- 260,25 226,- 326,50 Mliu. mnrsars.stelltnl. -rM.,8. Ian. K die eiellschasten und Anetts angcstellken Kam-- den 9. Januar ab der Hantiert lrwrden. Die Behandlung mit den In Betracht kommen 8.1. 77,50 64,50 58,75 6030 129,- 270,- 184,’. 154,75 130,- 128,- 131,- 141,75 259,- 234,- 330,- 264,50 169,- 178,50 304,50 435,- 284,50 254,- 158,50 262,- 265,75 226,25 277,50 236,25 Marknotierungen. Datum: 1873,50 921,50 1046,50 996.50 880,- Haite an Sonn- und Feiertagen keineSprechstunde mehr An Wochentagen von 9-12, 3—7 Uhr. Adolf Hochstetler, Dentist 25,45 31,55 80,45 148,25 töt, 9. Januar. Geld Brief 8. Jan. 1916,- 1919,- 936,50 938,50 969,- 971, Mmhwk! Zahle 04 SL iÄt ei« Kilogramm Frauenbaarc- H. Tüskind Neuenweg 29 0414 Seruraf 517 ÄeWonb...... Dänemark..... Schweden..... Norwegen..... Schweiz ....... Wien (a!tn). . . . Deutsch-Üsterr.adg. Budapest..... Prag......... telstngfoeo ... panien...... Lttizft..... Ortsgruppe Gießen. Samstag den 10. Januar, abends 7 Uhr, in der Turnhalle des Turnvereins, Steinstraße 3 Stiftungsfest verbunden m. Verlosung u. Tanz. Freunde und Könner sind willkommen. Frankfurt a. Devisenmarkt. Geld Brief Datum: 7. Jan. Arbeitsvergebung. Für die FeldberemigungSgesellschaft Queck- vorn sollen Montag den 12. Januar, vormittags 10 Uhr, auf der Bürgermeisterer zu Queckborn in mehreren Losen vergeben toeröen: .'öohlverschleisungsarbeiten, veranschlagt zu 2650 Mark, Ghaussiernngsarbeiten, veranschlagt zv. 4500 Mark. Die Verdinpungsun ter lagen liegen aus Dess. mm ernzureichen sind. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 3. Januar 1920. Hess. Kulturinspektion Gießen H. Steinbach, Baurat. M., 7. Im. Dir dkrsammluna«. die litte sich mit bet wiedn< Prändiumß unb btt । jn De temnte ixr Ufabhünmm zu, batz | dir Ausnahme von J Mtiäuitr kntliehcn. vom iolLm.EinelaW^ba^ I ingbeäWWtaJibh I j mußten "lb ebcnfa^ t Tatsache zusr^n.^ xmbett i'inb, man m etjeusen kann. ‘Äm # «ddmchni» M Unfnafl 4 tlljt! Anfang 4 Ml «SÄ Jtrwi tun flut mb iiittieut Ee. Durch taS #„ wird gegentVA"» tottant-flUet. 6 Minhessm, ifitißtl. WnW Dom S. b. A cken Betrieb rin. Beleuchtung (olle* enthalt-vc» ,, $t)t* rrtjffeln.Som i lbfT „ fr und I bcW* J fßr he Erwerbs ägL-Ä* SMk g eti'inttnnt Gültigkeit bis Ende Januar bS. JV In der an- chlicßcnben Versammlung der Vertreter der Erzeuger, der Verbraucher und der Arbeitnehmer ivurden die Beschlüsse zur Kenntnis gebracht und insbesondere daraus bingewiesen, daß ein Teil der Erhöhungen laonvettbig sei, um endlich einmal eine allmählige Tilgung der bekannten Kredite berbri- zu führen, die die nun aus den Bezug auÄandischcr Erze angewiesenen Werke rm Interesse der Landesverteidigung und auf Veranlassung der Regierung aus sich nd/nren mußten. Der anwesende Vertreter des Reichswirtschaftsnänisters hat gegen die Preiserhöhung Bedenken geäußert unb sich die Stellungnahme des Reichswittschaftsmmistrrs Vorbehalten. 3 orientalische Sensations-Abende!! Seweta« den 10.. Sonnte« den 11. and Honte« den 12. Januar 1920. Saal „Hotel Einhorn" Im «eiche der modernen morgenländifche» Zauberei. Roch nie hier gef ebene wifienschaftliche Dar- bietungenFirma Original Habe et Uta bürgt für AlleS! Anfang d. Borst. 8 ilbr, Ka„enöffaung6»/r«br. Preise der Plätze: Tperrfttz 5.- M. 1-Pt- 3.- M-, 2. Pl. 8v~ M. Sonntag nachmittag 3 Uhr einmalige grobe MsmMlke SlhSler-AMW! Belehrend n. knuttdildend für jedes fttnb. 1. Dlav M. 1-, 2. May 60 Pf. »N- Abends baden Kinder keinen Zutritt: UT- Vorverkanf nur Hotel Einhorn. [0470 Abend- Abend- Schluß- Schluß- Ä Ä ~ Kurs Die Kvhlendelieferung der städtischen Be- tricb^iverfe >vird infolge Streiks und Ablieferung! em die Entente eine vollkommen unzuvcichnde werden und es wird, wenn bet ki rne vorhandene Vorrat ausgebraucht ist und größere Eingänge nicht zu verzeichnen sind, eine weitere Einschränkung des Gasverbrauchs durch Einlegen weiterer Sperrstunden oder die Stilloaung des Gaswerks erfolgen. Ich mache auf, die Verordnung vom 16. Oktober v. Fs. betr.: Einschränkung des Gasverbrauchs wiederholt aufmerksam und ersuche, sich auf die TOtrtfmbtqfle Gasabnahme ju beschränken. Der Reichskommissar für die Kohlenvcrteilung Hat angevrdnet, daß bei Überschreitung der z,,ige- teilten Gasmenge das Aufgeld von 50 Pf für das Kubikmeter bet überschrittenen Menae Gas allen Umständen zu erbeben und daß im D -olungsfalle ohne vorherige Warnung der Gas- liffliuitaMaklS« Mitalieder. mm Friede. Baumann, Elektromechan.-Mstr.,Reuenw.7 Heinrich Brinkmann, Ingenieur, Bohndofür. w Qowald Münnich, Hnstallationsgesch- Seltersw.73 Rudolf Rüdiger, , Walltorstr. D Wilbelm K. Schmidt. o Goeibestr. 23 Heinrich Etrob, „ Mllbistraße 3 Mar Meißdälter. Elektrotechrriker, Süd-Anlage 23. Messer zu entfernen ist. Gießen, 8. Januar 1920. 315V Den Vertrauensmann des Reichs kammifsars für die Kohlenverteilung, Abt. Gas: Steding. Versteigerung. Sam -tag den 10. Januar d. I., vor-- mittag» 10 Uhr, versteigeve ich gegen bar für Rechnung dessen, den es angeht, im allgemeinen Ausladegeleis am Güterbahnhos in Sießeo einen Waggon Heu. Versteigerung bestimmt. 325 d e ß l e r, Gerichtsvollzieher in Gießen, Bahnhofstraße 29II Versteigerungs-Anzeige. Dienstag den 13. Januar, vor- mittags 10 Uhr teghmenb, werden at dem Atelier des $xrm PtZotognarchen Hartmann dahier, Ludwigstraße 21, infolge Geschäftsausgabe sämtliclx zum photographischen Betrieb erforderlichen Apparate und Utensilien einer freiwilligen Versteigerung gegen Barzahlung anSgeseßt. Sämtliche Gegenstände sind gut erhalten und timten täglich von 10 bis 1 Uhr besichtigt werden. Die Versteigerung findet bestimmt statt. Bad-Nauheim, den 5. Januar 1920 217 Weitzel, GericMvollziÄer t. P. Sandel. Verlt«, 8. Jan. BörsenftimmungS- k-ild. An der Börse hatten die inneroolittlchen Schwierigkeiten zur Folge, daß anfangs der Ber- tebr große Zurtukl-altung ®. 9CTin®cn Umsätzen bestand Neigung zur 2lbschwächun^, namentlich am Montrnakttenmarkt und in_,fl^9€n Spezialpapieren. Neu Guinea waren um 60 Proz. auf 815 gedrückt infolge der ^eihingdmtttcilung, daß für die jüngste «lufwärs.Egung wchlrchc- Gründe nicht Vorlagen. Kp.onialtoerte waren rm ül-rigen meist nur verhälm Smairrg roentg Wt* Lindert Im späteren Berlauie gav das Anzlchen der AuSländiimen Zal'lungsnnttel den Anstoß zu Käufe t in AuslandSnvr.en imb Monlanscrpie. ai, wodurch anfängliche ^Jdiroädcrtgen gr.oß.eutel'.s ausaealichen nrurteit. Gu e SxUhing zrn ten von ^WASE-chrrSaktien und von lLleltrizitäls- A H Die letzteren stellten sich um 6 Droz Wr. Mexikanische Anleihen erzielten eireit neuerl'd-en leträchtlidten Aufschwung Sonst . war der ÄnlagemarN im allgemeinen strll. Ungarische Kroncnrcnte stellte sich um 1 Proz. höher. Frankfurt a. M.. 8. Jan. (Abend- 5ö r f e. । Bei ruhigem Geschäft blteven SchMahrts- wertt gut behauptet. NoiLd. Lloyd stellten sich höher 142'/-, tzapag 1293/4. Die Kurs- 'fiig bei Montanpapicre war unveg^lmäßig. miedrigcr bcn>.Ttct wurden Bitderus, welche x. verloren 228. Darpmer gaben 2 Pro». r/ «8. Etwas fester lagen Mannesmann, welche wz. anzogen 238. Pbönir lagen mit 308 "n niedriger Auelandspapielr bewahrten »- -altung. Schantungbahn 588 -!- 3, Lombar- ' fejjtr 45V» — Vt- Elktr. Dimtsche lieber fee wmTtot ihren Nachbörfenkurs mit 730 auf 731 erhöhen. Sanaba schwächten sich ab 1040. Lebhaft waren die Umsätze in m.rtkanischen Anleri«i. 5 Proz. Gold. Mex. 395 und 5 Proz. Silber. Mex. 275 je 5 Proz häb. r, 3 Proz. Mex. 187 + 1 Proz. Lon Jndustriewerten ftclltin sich Hölzer: Hydrometer 5 flbOi, Felten u. Guilleaume 3V» (2641/s), Dhem. Weiler ter Meer 4 (228), Rütgerswerk 10 Pwz (235). Gebessert gehen Farbwerke Höchst hervor 279V, 4-21/»). Niedriger gingen u. a.: Bergmann-Warthe 5 (212), Daimler Motoren 3 (268), Gummiwarenfabrik Pe^er 3 (322). Neu-Guinea find 20 Proz. höher 830. Otavi-Minen mit 542, 22 gebessert. Bagdad zogen 2^/» Prvz. an (142), 5 PE Jehuantepek mit *288 8 Proz. höher. MechNche « geführt iverden. Lettische Offensive gegen die Volfchewiften. Kopenhagen, 7. Jan. (WB.) Das lettische Pressebureau in Kopenhagen teilt mit. Am 3. Januar morgens begann die lettisdre Offen jive gegen die Bolschewisten in der Richtung Dünaburg. Um 1 Uhr mittags wurde die Station Linkma erobert unb um 2 Uhr biell das letttsche S?eer Jemen Einzug in Dünaburg, gkidjjeihg mit den Polen, die vom, ©üben kamen Die lettischen und polnischen Truppen setzten ihren Voi-.narich länys der Eisenbahnlinie Dünabuvg—Psvow sott. Ausgade des terroristischen Systems in Ruß. land? Kopenhagen, 7. Jan. (WB.) „BerlingSke Tidende" erfährr aus Reval: Lenin, ^rotzky und Tschitscherin seien bereit, das letzige terro^ ttsttsche System und die Revolution«gerich'-älidfe aufzuheben. Der Sozialrevolutionär <5iribeni^ ma W sich zur Zusammenarbeit mit Lenin unter ben genannten Bedingungen »eveit erttärt. Stadtmisfion Siehrn, Löderstr. 14 Sonntag de» 11. bis Sonntag den 18. Januar jed.Abeno8'/«Uhr: Borträge v PattorModeriobn. Jedermann willkommen. 4 Jagd » Verpachtung. Die Gemeinde-Feld- und Waldjagd der Ge- «arrung Bermuthshain wird am Freitag ben 23 Januar, mittags 1 Uhr, in bet Gemrindestube auf loeitrce 6 Jahre meistbietend verpachtet. Die löcbtngungen werden int Termin betamtgegeben. to'rb' ca 800 Morgen Wald und hl 3800 Morgen Feld dam gehSren. Die Eisenbahnstationen Osterwald imb Bermuthshain der Strecke Stockheim—Lauterbach liegen btceft an stzw. im Jagdgebiet. Vermuthsham, 8. Januar 1920. 326 Hessische Büraermeisterei ______________..9-L_______________ Holz,Torf,Braunkohle 'W 128A Aul meine Schrilt Neuheilen erlaube mir besonders hinzuweisen AM- nrirb der gckssen- gilt tüdit Mädlbeil 'Stolts: an Hellt Sauerkraut (KT All O44ti Großen-Linden, den 9. Januar 1920. Die Beerdigung findet Samstag, 10. d. M., uachm. S9/* Uhr, statt. Ferner 2 tüchtige und ein Wie Ludwtgstrahe 53/55. 307c Zuverlässige, einfache 311 Astmau« .^eniD/ inen em. Seit ben >en Gien. 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Großmutter, Urgroßmutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Marie Weigand Ww. geb. Weber im 70. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. MHMer Sieh Leitung Herrn. Ste’ngoetter SamStag den 10. Ian., abends 7 llbr, 12, Borsteünng im SamS- tag-Abonnement: Kindertragödie in 3 Akten von Karl Schönherr. Sonntag den 11. Ian^ nachmittags 3 llbr: (Auster Abonnement] Bolkövreife! Rotkäppchen. Märckensviel in 3 Akten von Bürkner. [150c Abends 7 llbr: Gewöhnliche Pr-'ie! Schwarzwaldmädel. Operette in 3 Akten von Neidhard. Musik von Jessel. Montag den 12. Jan., abends 7 llbr: 112. Dorstellung im Mow tag-Abonnement: Das tahwdM. I Komödie in 3 Akten voll Karl Ettlinger. Dienstag de« 13. Jan.» abends 7 Ubr: lAuher Abonnement iGewöhnliche Preise: Einmaliger lusli^er Abeoi I Prof. Marcell Salzer» selbständiger Zuschneider gegen hohen Lohn gesucht. Nach 4wöchiger Arbeitsdauer vergüten wir die aufgelegte Eisenbahnsahrr L Klasse. 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