Wgti 95245 n. • U w »ns. * UNg. ÄÄ'kl: . * Itr. ?Ä * 11)20 uber 3t, ’me von Ein««» »Bet 1920, 11 Uh, ?u|en- tooju ij hung enüade, t<; 'JUwr^ungen cru-> ngtn sollen schrie 5*S n* Zrundslück intbe Mittwoch kn "»rmittags am M. «"ft iQ9n MbH übn ms.'- Muttdin^äölc. es. nrod, Kreis seuche aintlid) . Lehrbach und t. iie Maul- und genannten tk- t erklärt. 3ns h, Hoch-Weisel, chlvalheim, irnheimer- aus dem hoi igebrochen. '.et. jtfaueiifeufr hntzmatzregeln lenseuche amt» irma Äerken- -x übrige Teil achtengsbczitt \ Erheber der ngcn, Rulters- ir: die Arbeiten bet 1920 liegen Abschnitts ipU’ Es sind dies: )ie Verändmn- 27. März und **«s 120, votmW hdieBeE rpnben mit gt sollen schliss i statt: an Ort Mus zu issär- for. m. 2U Der Sithentr Snzeia« erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Bejugspreife: Monatlich Mark 3.60 undMK.-.65Trägerlohn, »ierteljährlichMark 10 80 undMK.1.95Trägerlot)n; durch die Post viertel- lästrlich Mark 12.- ^usschUehlich Bestellgeld. Fernsprech -Anschlüsse: lurdieSchriftleilung 112; Zerlag«Geschäftsstelle51 .Inschrift sirr Drahtnach- lichtens 3n}ciger Liehen. pchtichelttoato: Srantfiut a. M. 11685 Erstes Blatt Niürvoch, 8. September 1920 (70. Jahrgang ÄWÄge Pj /k a^*v T*T’ H Annahme von Anzeigen ÄKH™ " M für die Toqcsnummer bis GletzenerAnzeiger ■ TX^ Hauptschnftletter: Aug. General-Anzeiger für Gberheffen ZZW V 1 Anzeigenteil: tz. Deck, Drud nnö Verlag: Brühl'fche Univ.-Vuch- rrvö Stemtrutferei H. Lange. §chnftlettn»g, Geschäftsstelle und Druckerei: Zchulsttahe 7. sämtlich in Gießen. Die neue Sozialdemokratie. Em Berliner Mitarbeiter schreibt uns: Während diese Zeilen geschrieben werden, bewegt sich wieder eine endlos lange, rote De-- monstrationsschlange durch die Straßen Berlins. Die sozialistische Jugend demonstriert unter heftigem Fahnenschwenken für irgend etwas, wie es scheint, für die konfessionslose Schule. Die Gelegenheit wird aber benutzt, um gleichzeitiafür Moskau Stimmung zu machen. Alle drei Minuten schreien die Halbwüchsigen bis hinunter zu den Hosenmatzen: Nieder mit der Bourgeoisie! Hoch die Sowjets! Fort mit der Demokratie! Es lebe die dritte Internationale! Die Führer dieses Kinderkreuzzuges haben offenbar aus den Enthüllungen des Sozialisten Dittmann und aus den Verhandlungen des Parteitags der Unabhängigen nichts gelernt. Oder doch, das beste, was sie jetzt wissen, dürfen sie, wies in Goethes Faust heißt, den Buben doch nicht sagen. Die sozialistische Jugend wird weiter mißleitet. Die erwachsenen Sozialisten allerdings müssen sich jetzt notgedrungen auseinandersetzen. Die Kommunisten und Unabhängigen tun dies, indem sie sich gegenseitig Philistertum und Rückschrittlichkeit vorwerfen. Es wirkt fast drollig. In einem Artikel der kommunistischen „Roten Fahne" ist zu lesen: Die Hah- tung, die die Dittmann-Crispien angesichts der Leiden des russischen Proletariats einnähmen, enthülle dem denkenden Arbeiter nur eines, nämlich daß er in diesen Führern dieselben Gewerkschafts- und Parteisekretäre vor sich habe, die vor 15 Jahren die russische Revolution schon ebenso mit der Philisterelle gemessen haben, wie sie heute damit messen, ängstlich, feige Seelen, die.....usw. Und in der unabhängigen „Freiheit" schreibt der sonst s-o ultraradikalc Sepp Oerter: „Unsere Partei wird, und das wird das Gute sein, was uns jetzt Moskau beschert hat, als revolutionäre, sozialistische Partei die Scheidelinie zwischen sich und der Kommunistischen Partei, als einer spießbürgerlichen und daher reaktionären Partei, strenger als bisher ziehen müssen." Damit ist also schon der große Bruch, die Sezession innerhalb der unabhän- oigen Sozialdemokratie angekündigt. Die Däumig, Levi, Braß und Stöcker werden zu den Kommunisten überlaufen und deren Schlachtreihe, wenn auch unerheblich, verstärken Die Crispien, Hilferding, Ledebour, Dittmann werden fünftiß eine „gereinigte" Partei befehligen, was wiederum nach rechts hin auf die alte Mehrheitssozialdemokratie nicht ohne Einfluß bleiben wird. Werden sich jetzt die beiden feindlichen Brüder wieder nähern? Indem die Unabhängigen von Moskau, dem Bolschewismus und Sowjetsystem, enttäuscht abrücken, haben sie ihre Anschauungen doch sehr dem Standpunkt der alten Sozialdemokratie angeglichen. Umgekehrt macht sich in der Meh'rheitssozialdemokratie schon seit einiger Zeit eine radikale Strömung bemerkbar, die allerdings nur eine von einigen Führern hervorgerufene Wellenbewegung darstellt, die nicht in die Tiefe der Massen geht. Scheidemanns Zua nach links ist nichts anderes als wohlberechnete Taktik. Sie will das Abströmen der Parteigenossen in das Laaer der Unabhängigen verhindern und sie will den etwaigen künftigen Anschluß, die mögliche Versöhnung vorbereiten. Aus demselben Grunde hat die Mehrheitssozialdemokratie die Frage des Erfurter Programms auf die Tagesordnung ihres im Oktober stattfindenden Kasseler Parteitages gesetzt. Als Material legt sie dem Parteitag eine Sammlung von sechs und- ^wanzigGutachten vor, die» in den nächsten Tagen im Verlag der Buchhandlung „Vorwärts" („Das Programm der Sozialdemokratie. Vorschläge für seine Erneuerung") erscheinen wird. Die Gutachten sind nach Anlage und Wert sehr verschieden. Zum "il beschränken sie sich auf einzelne Mnkte des Programms, zu denen sie bestimmte Abänderungsvorschläge machen, zum Teil geben sie allgemeine theoretische Erörterungen, ohne zu praktischen Er- gebnissen zu gelangen. Sie richten sich in gleicher Weise gegen den allgemeinen Teil wie 8vgen den speziellen und verlangen, daß an stelle der Allgemeinheiten und Unklarheiten oes frühereil Programms konkrete Forde run- gen gesetzt werden. Darin stimmen sie fast wmtlich überein, daß die Erfurter Formulie- rungen zum Teil erfüllt, zum Teil veraltet, zum Teil infolge der Weimarer Verfassung ge- genstandsllos find. Was bei der Kritik dieser ■ e herauskommen wird, läßt sich heute uoch nicht sagen. Die Unabhängigen werden natürlich ebenso dazu Stellung nehmen müs- len, nne die Strömungen innerhalb der Mehr- »ettssozialdemokratie. Die Presse der beiden Parteien wird.sich auszusprechen haben. Stoff hat sie igeitug. Der Besuch der Unabhängigen in Moskau und die Enthüllungen Diltmanns haben den Stein ins Rollen gebracht. Wie bereits die sozialdemokratische Partei der Schweiz drauf und dran ist, ihren Beitritt zur dritten Internationale rückgängig zu machen, so scheint jetzt auch der deutsche Sozialismus nach einer Fasson selig werden zu wollen, die von dem Dogma des kommunistischen Kirchenkonzils in Moskau erheblich abweicht. Der Metallarbeiterstreit in Italien. Mailand, 7. Sept. (Wolff.) Die Metallarbeiterbewegung dauert fort. Tie Minister Meda und G a b r i o l a haben ihre Vermittlung angeboten. Das Gerücht, daß Giolitti wegen des-Ernstes der Lage nicht nach Aix-les- Bains fahren werde, wird von dem „Secolo" dementiert. Giolitti wird erst nach der Besprechung! in Aix-les-Bains vor dem Zusammentritt des Senats, ungefähr am 17. d. M, nach Rom zurückkommen. Rom, 7. Sept. (Wolff.) Stefani. Tie im Auslande über die italienischen Verhälffrisse umlaufenden Gerüchte sind völlig unzutreffend. Abgesehen von dem Streik in Der Metall- industrie, der, wie man hofft, bald beigelegt werden wird, nimmt das Leben seinen gewöhnlichen Gang. Giolitti befindet sich noch im Urlaub in Piemont und wird am 12. September nach Aix-les-Bains fahren. Ter König weilt in San Rossore. Mailand 7. Sept. (Wolfs.) Der „Cor- riere della Sera" schreibt zur Lebensmittelkonferenz in Stresa, daß dort seit Kriegsausbruch zum ersten Male wieder Italiener und Deutsche an der Lösung praktischer Fragen Zusammenarbeiten. zur dar bedrohte Gberschlefien. Berlin, 7. Sept. (Walff.) Der Reichskanzler hat an den deutschen Bevollmächtigten für ben Abstimmungsbezirk Oberschlesien, Fürsten Hatzfeldt, das nachstehende Schreiben gerichtet: Euer Durchlaucht beehre ich mich zu benachrichtigen, daß gestern das Reichskabinett und das preußische Kabinett zu einer gemeinsamen Sitzung zusammengetreten sind, um über die Mittel und Wege zur Abwehr der Oberschlesien drohenden Gefahren zu beraten. Mit tiefer Bewegung haben die Kabinette die ergreifenden Berichte entgegen genommen, die über die Leiden und Kämpfe unserer treuen Oberschlesier erstattet worden sind. Nur zu viele wackere Männer haben ihre feste Anhänglichkeit an das Teutsche Reich mit Wunden und Tod bezahlt, und nur zu viele sind bei der Verteidigung alter Rechte und des heimatlichen Herdes in ihrer wirtschaftlichen Existenz schwer geschädigt unb bedroht worden. Die Regierungen aber wissen sich mit der oberschlesischen Bevölkerung eines Sinnes darin, daß keine Gewalttat die Liebe zu Deutschland aus ihrem Herzen zu reißen vermag. Die Regierungen haben die Zuversicht, daß die oberschlesische Bevölkerung die Prüfungen dieser schweren Zeit standhaft ertragen wird. Mit Entschlossenheit werden sie alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel anwenden, um der Bevölkerung Oberschlesiens bei ihrem guten und gerechten Kampfe zu helfen. Um der äußeren Bedrängnis zu wehren, die durch den Tod ihrer Ernährer und durch zahllose Gewalttaten über unschuldige Familien hereingebrochen ist, haben die Regierungen einen Betrag von zunächst zehn Millionen Mark zur Verfügung gestellt. Wo um des deutschen Namens willen Schweres erduldet wird, darf und soll die Hilfe der Volksgemeinschaft nicht ausbleiben. Euer Durchlaucht bitte ich, bei der oberscAesischen Bevölkerung der Dolmetsch der Gesinnungen zu sein, die in den Beratungen der beiden Kabinette zum Ausdruck gekommen sind. Oberschlesien bei Deutschland zu erhalten, ist unser Wunsch und fester Wille. Dazu wollen wir alles tun, was in unserer Macht steht. Ter Reichskanzler (gez.) Fehrenbach. Bezeichnende Aeußerungen der polnischen Presse. Bcuthen^ 7. Sept. (WTB.) Die heute vor- liegende polnische Presse wirst interessante Streiflichter auf die polnischen Ausstands- bewe gungen i n O bers ch lesi en. Der in Posen erscheinende „Kurier Wierzowny" schreibt unterm 27. August: Auf den preußischen Terror antwortete das tüchtige Polenvolk Oberschlesiens mit einer Selbstverteidigungsaktion. Nun alarmieren die Deutschen, die die Urheber der Unruhen sind, die ganz« Welt, indem sie die berechtigte Verteidigung der Poben als unerlaubtes gesetzwidriges Verhalten hinnstellen. Wir müssen an Warschau die Anfrage stellen, ivarum die polnische Regierung rwch keine amtlichen Schritte in der ober- schlesischen Angelegenheit getan bzw. die Allgemeirr- heit noch rächt darüber unterrichtete. Organisierte Daszpnski seine jüdisch-aktivistischen Missionen der Propaganda dazu, um die Deutschen zu schonen? Tie „Gazetta Warzawska" führt aus: Die polnische Polittk in Oberschlesien hat eine Aufgabe vor sich, die Vorsicht und lteberlegung verlangt. Man muß sich Rechenschaft darüber oblegen, daß die Entente sich rückhaltlos auf den Versailler Vertrag stellen muß. Jede Zuspitzung der Beziehungen mir den Vertretern der Westmächte wäre ein unverzeihlicher Fehler. Ter „Sztandar-Polski"in Gleiwiy erklärt: Tas polnische Volk hat einen großen Sieg erfochten. Die polnische Bevölkerung hat das Recht, mehr zu verlangen. Aber trorläufig müssen wir uns damit begnügen, was sich schon ausführen läßt. Tic Deutschen haben den Plan, die französischen Trup-- pen zu vertreiben und sich Oberschlesiens zu bemächtigen, aufgegeben. Aber sie werden jetzt durch ständige Unrnhestiftung zu beweisen iutben, daß die Volksabstimmung, welche sie zu verschieben wußten, undurchführbar ist. Sie hoffen, daß das Urteil der Entente dank der Unterstützung verschiedener geheimer Faktoren für sie günstig ausfallen wird. * Der polnische Heeresbericht. Kopen Han gen , 8. Sept. (WB.) Panischer Heeresbericht vom 7. September. Wir schlugen die litauischen Angriffe zurück und haben eine litauische Kompagnie gefangen genommen, Die gegen die polnischen Nachhuten vvryedrungen war. Gestern leiteten wir eine Offensive bei Grubeschow ein, das nach hartem Kampfe eingenommen wuroe. Bei Tyszewice rückten wir gleicUa'.ls vor. In Galizien sind die verstärkten seindlick-en Angriffe mit großen Verlusten für den Feind abgeschlagen worden. Die Polen und General Wrangel. Paris, 7. Sept. (WTB.) Wie die „Chicago Sribime" aus Warschau meldet, hat Polen den Vorschlag des Generals Wränget, eine gemeinsame Offensive gegen die Bolschwisten zu unternehmen, abgelehnt. Die Ablehnung hänge damit zusammen, daß die Verhandlungen in Riga vor ihrer Wiederaufnahme ständen, und sei auch durch die seitens der Alliierten gegebenen Ratschläge zur Mäßigung Hervorgernfen. Ausweisung Kamenews und Krassins aus London? Berlin, 7. Sept. Nach einer „Temps"- Meldung aus London ist man dabei, Maßnahmen zu treffen, um der wirtschaftlichen Mission Sowjet-Rußlands in London einEndezumachen. Die englische Regierung sei entschlossen, die Mission auszuweisen. Sobald Lloyd George zurück sei, werde der Beschluß bekanntgegeben werden. Aber es scheine immer «noch möglich, daß Kamenew und Krassin freiwillig vorher abreisten. ■* Millerand'sche Reden. Metz, 7. Sept. (Wvlff.) Havas. Ministerpräsident M i l l e r a n d sagte gestern in einer Rede, bei seiner Reise durch die verwüsteten Gebiete habe er festgestellt, daß es dort weder Haß noch Rachegesühle gebe, sondern nur Höre Einsicht in die Verhältnisse der Wirklichkeit inti) in die Sicherheiten, die man haben müsse. In einem Jahipundert habe Frankreich drei Invasionen erlebt. Es habe nicht das Recht, sich einer vierten auszusetzen. Frankreich arbeite nicht für sich allein, und nicht für Frankreich allein halten Elsaß und Lothringen Wacht, an der Grenze. Sie verteidigen die ganze Zivilisation. Paris, 7. Sept. Nach einer Radiomeldung ist M i l'le r an d gestern abend in Bonn eingetroffen. Lord Hardinge Botschafter in Paris. Paris, 7. Sept. „Matin" meldet aus London, daß Lord Derby den Pariser Botschafterposten im November aufgeben wird und durch Lord Hardinge, den früheren Vizekönig von Indien, jetzt ständiger Unter- staatssekretär im Ministerium des Aeußeren, ersetzt werden wird. Ein Gewerkschaftskongreß in Portsmouth. Amsterdam, 7. Sept. «Wolff.) Reuter berichtet: In Portsmouth wurde heute der Ge- werksschafts-Kongreß eröffnet. Zugegen waren 950 Delegierte, die 6Vo Millionen Mitglieder vertraten. Das Mitglied bes Unterhauses Thomas hielt eine Ansprache als Präsident, worin er den drohenden Kohlen streik nicht erwähnte. Ter Kongreß nahm eine Entschließung an. worin die Freilassung des Bürgermeisters vm Cork verlangt wird. Amsterdam, 7. Sept. „Telegraph" zufolge entmarf Thomas zu Beginn seiner Rede ein pessimistisches Bild über die allgemeine Lage. Der europäische Friede könne nur zuitande kommen, wenn alle ßänber, die am Kriege teil genommen haben, bereit sind, den Vertrag in anderem Geiste auszulegen, als in dem er ausgestellt wurde. Unsere Gegner wissen, daß unser einziges Ziel ist, den Krieg mit Rußland zu verhindern. Bisher ist es uns gegluckt, doch ist die Gefahr noch nicht vorüber, sie kann nicht vorüber fein, solange kein vollkommener Friede mit der russifchm Regierung geschlossen ist. Thomas hob dann hervor, daß das Vorgehen bezüglich Rußlands keine Billigung des Rätesvstems bedeute und betonte das Recht des englischen Volkes, feine eigene Regierungsform zu wählen. JEBenn das russische Volk das Sowjet- ftiftem wählte, sei das seine Sach?. Thomas stellte die weitere Forderung, daß Polens Unabhängigkeit gewahrt bleiben muffe. Zum Schluß sprach er über die finanzielle und industrielle Lage. Er sagte, der Bommenbe Winter werde wahrscheinlich der^schwierigste sein, man feit Jahren erlebt. Tausende seien bereits arbeitslos: es sei llar, daß das IrrdustriÄeben einer Krisis entgegen- gehe. Man müsse sich klarmachen, daß durch jahrelange Aufopferung und Anspannung die flrbciter flafic ihre gegenwärtig" Stellung erreicht habe; sie dürfe nicht verloren gehen. Wir werden bereit lern, nicht in Gruppen, sondern als .Masse jede Herausforderung anAimcbmcn, die g gen die in dustrielle Freiheit und unferv wirtschaftticix Emanzipation gerichtet ist. „Times" bespricht in einem Leitartikel mit gewisser Befriedigung die Eröffnungsrede wn Thomas, die sie als Enttäuschung für die eifrigen Vorkämpfer des Klafscn- kamples bezeichnet. Aus dem Neiche. Der Mittellandkanal. Berlin, 8. Sept. (Wolff.) Der Mittellandkanalausschuß der preußisckien Landesversammlung hat einen Avmpromißantrag angenommen, wonach, gleichgültig welche Linienführung für die Vollendung des Mittellandkanals gewählt wird, das rnitteldeutscheJndustrie- gebiet an die HauPtlinie angeschlossen werden soll, sei es durch einen besonderen Seitenkanal, fei es durch eine 'entsprechende Verbesserung der Schiffbarkeit der Elbe und Saale. ArbcitÄiienstpfticht? Berlin, 7. Sept. (Wolff.) Ein Berliner Blatt hat die Nachricht gebracht, daß das Reichsarbeitsministerium einen Gesetzentwurf zur Einfühmtng der allgemeinen Ar beitsdienstp seicht im Deutschen Reiche vorbereite. Diese Nachricht ist, wie vom Reichsarbeitsministerium mitgeteill wird, nicht zutreffend. Im Reichsarbeits- ministerium gehen seit' langer Zeit immer wieder Anträge und Vorschläge zur Einführung der allgemeinen Arbeitsdienstpflicht ein, die auf ihre Bedeutung und praktische Durchführbarkeit geprüft werden. Diese Prüfung hat aber bisher weder zu bestimmten Entschließungen der Reichsregierung noch zur Aufstellung eines Gesetzentwurfes geführt. Die Neuregelung des Polizeiwesens ' in Preußen. Berlin, 7. Sept. lWTB.) Heute fand im M inisteriurn des Innern eine Sitzung statt, in der sämtlichen Oberpräsidenten, Regie- rungs- und Polizeipräsidenten sowie den Kommandeuren der Sicherheitswehren usw. ein Plan über die Neuregelu ng des Polizeiwesens borgetrogen wurde. Der Plan ist ein gänllich anderer, als ihn die bisherigen Pressenachrichten vermuten ließen. Das Wesentliche desselben beruht in folgenden Punkten: 1. Beseitigung der herrschenden Zersplitterung auf dem Gebiete des Polizeibehördenwesens: 2. Beresiiigung aller Polizeibeamtengruppen: 3. Herstellung einer klaren Behörden- und Beamtengliederung: 4. Schaffung eines festen einheitlichen Polizeikörpers, der in geschlossenen Verbänden über den Staat verteilt ist: 5. Beibehaltung der ftafernierung in 12 von den vorgesehenen 14 Dienstjahren, so daß nur wenig mehr als 10 Prozent außerhalb wohnen: 6. eine den Zugeständnissen der Entente entsprechende starke Bewaffnung, deren Erwetterung übrigens in Aussicht steht: V. einheitliche Leitung durch die Oberpräsidenten mit Hilfe des ihnen zu diesem Zwecke zu unterstellenden Beamtenkörpers: 8. Schaffung eines besonderen Polizeischulwesens, woran es bisher fehlte. Ter erste Teil der Neuordnung, soweit er nicht gesetzliche Maßnahmen erfordert, soll noch vor Monatsende nach Genehmigung durch das Staatsministerium und die Landesversammlung durchgeführt weckten. Die heutige Sitzung ließ Uebereinftimmung der Erschienenen in allen wesentlichen Punkten erkennen. Eine nochmalige abschließende Stellungnahme soll am 15. September unter dem Vorsitz des Ministers des Innern selbst erfolgen. Ter Entwurf des neuen Polizeigesetzes ist, wie wir hören, bereits in Bearbeitung und soll in kürzester Frist der Landesversammlung vorgelegt werden. Die Kriege^esell'chaften. Berlin, 7. Sept. (WTB ) Der Volks- wirtschaftliche Aus schuß des Reichstag es hat eine Entschließung angenommen, die die Reichsregierung ersucht, sofort Maßnahmen zu treffen, um die beidenKriegs- gesellschaftenentstandenenUeber- s ch ü s s e sämtlich, soweit die bestehenden Verordnungen nicht andere Rechtsansprüche geschaffen haben, für die Allgemeinheit sicher zu stellen. Zu dem Antrag der Deutschnationalen auf Aufhebung sämtlicher Kriegsgesellschaften und Aufhebung der Ausfuhrabgabe gab der Reichswirtschaftsminister die Erklärung ab, daß er die im Zusammew- hang mit diesem Antrag vorgebrachten Gründe berechtigt finde, und daß der Antrag eingehend geprüft werden solle. Hhs dem besetzten Gebiet. Deutsch-französische Schulfeier. fd. Wiesbaden, 7. Sept. Als Abschluß eines Lehrganges zur Erlernung der französischen Sprache sand unter starker Beteiligung französischer Beamten und Militärs und der'Vertreter der Wiesbadener Behörden eine Schulfeier statt. Mehr als hundert Wiesbadener Kinder und junge Leute, die an dem Lehrgang teilgenvmmen hatten, wurden durch Geschenke ausgezeichnet. Deutsche, französische und polnische Künstler gaben der Feier einen musikalischen Rahmen. der Bevölkerung fertigt. Lebensmittel. Obst- und Ge - Lichtspieltheater tote gestern. (NordseeWare) ein cm in den Markt- theoretischen Unterricht bim praktischen Beispielen vorzu Rotbarsch und Heilbutt und 'kommen von 8 Uhr lauben zum Verkauf. ** Bei der städt. neu bei den Schülern das tiefere Verständnis für technisch wichtige Einzelheiten und die Erkenntnis der inneren Zusammenhänge geweckt und gefördert werden. ** Der Hausbesitzer verein veranstaltete gestern abend im Hotel Grotzherzog eine zahlreich besuchte Mitgliederversammlung, zu der aber alle Hausbesitzer, mich Nichtmitglieder, eingeladen waren. Zunächst berichtete der Bor- Turnen, Spiel und Sport. Kunstturnen. -l. Bad-Nauheim, 5. Sept. Aus Anlatz der Feier seines 60jähriacn Bestehens veranstaltete der Turnverein 1860 gestern abend unter Mitwirkung der besten Turner des Mittelrhem- mroe, an 'frier tön» müse stelle kommen morgen und folgende Tage Karotten, Weißkraut, Zwiebeln (Winterware) Pfund- und zentnerweise zum Verkauf. Ferner noch an Obst Aepfel, Pfirsische, Birnen und Zwetschen. Veranstaltungen. Mittwoch: Aquarium, 8 Ahr, Mitgltedev- versammlung der demokratischen Partei. — Eaftz tragskartvfseln sich senkt, ist Meinungssache. SebenfaUs entspricht es dem einmütigen Wunsch der Erzeuger und dem des überwiegenden Teils der Verbraucher sowie der Forderung der hessischen Regierung, daß die Kartoffeln endlich aus der Zwangswirtschaft hevaustommen. Voraussetzung dazu^war aber die Sicherstellung des Nvtbedarfes Lieferungsverträge, wie sie 28. August der Zeichenlehrer an der Volksschule zu Mainz Johann M a che m e r zum Zeichenlehrer an dem Realgymnasium zu Darmstadt. — Entlassen wurde am 31. August dec ordentliche Professor für Forstwissenschaft an dec Landes-Universität Gießen Tr. Heinrich Weber zu Metzen mit Wirkung vom 1. Oktober 1920 an aus fein Nachsuchen aus dem Staatsdienst. ** Amtliche Personalnachrtchten. Ernannt wurde am ihnen durch den Brennereibesitzer 120 Mk. für das Tausend gezahlt. Dieser übernimmt selbst nur den eigentlichen Brand und den Vertrieb der Steine. In Ermangelung der Kohle werden die Steine mit Holzfeuerung (Knüppel) gebrannt. Man hoffte die fertigen Steine aus diesem ge- inischt-wittschaftlichen Unternehmen unter dem staatlichen Höchstpreise verkaufen zu können. Demnächst will man auch zum Brennen von Ziegeln übergehen. Tas Verdienst, das Unternehmen trotz anfänglicher Schwierigkeit in die Wege geleitet zu haben, gebührt dem foiefigen Bürgermeister. z. Grebenhain, 6. Sept. Auch 'hier wurde der Wunsch laut, für unsere im Weltkrieg gefallenen, an Verwundung und Krankheit Dctftor» betten Feldzugs: etlnehmer, 32 Mann, ein Denkmal zu errichten. Eine freiwillige Sammlung hierfür hatte das Ergebnis von etwas mehr als 6000 Mk. Bon den zahlreich eingegangenen Denkmals-Entwürfen wurde der des Kreisbaumeisters Pfeiffer (Lauterbach angenommen. Ein schöner Platz mitten im Dorf ist für das Denkmal in Aussicht genommen. Da ober die Jahreszeit schon zu weit vorgeschritten ist, wird es erst im nächsten Frühjahr ausgeführt werden. Kreis Schotten. e. Ulfa, 7. Sept. Der hiesige Gemeindevvr- stcmd faßte im Hinblick auf den Ernst der Zeit den sehr erfreulichen und nachckhmenswctten Beschluß, das Ab halt en der Kirchweih für dieses Jahr zu verbieten, trotzdem das .Kreisomt Schotten ähnlich tote in anderen Orten so auch hier die Genehmigung zu erteilen bereit toar. Bei einem recht hv'hen Eintrittspreise zum Tanzsaal sollte Weinzwang bestehen, die Flasche zu 23 Mk. Die Mehrheit dec hiesigen Einwvhnerschast ist natürlich mit dem Beschlüsse des Gemeinverats einverstanden. kreises der deutschen Turnerschaft einen turne * rischen Kun stabend im Konzertsaale des Kurhauses. Tie Vevanstaltung war von Einheimischen und Kurgästen und auch aus der inäheren und weiteren Umgebung zahlreich besucht. Tas reichhaltige Programm zeigte das deutsche Turnen nicht nur in seiner ganzen Vielseitigkeit, sondern auch in höchster Vollendung. Eine Altersriege (Turner über 40 Jahre aus Friedberg, Lich, Bad- Nauheim) eröffnete die turnerischen Äo-rsührunaen mit Hebungen am Barren, die allgemein in Erstaunen setzten. Jedes Turnerherz schlug höher bei dem Kunstturnen einer von Gauturnwatt Will (Gießen! freigewählten Riege (Turner aus Marburg, Metzlar, Nidda, und Martin Gebhard-Frank- furt a. M.), bereit Leistungen am Barren, Reck und Pferd ho'hes Aufsehen erregten und nur von wenigen übertroffen werden durften. Besonders tvas Turnlehrer Martin Gebhard 'Frankfurt a. M.), ** Eine Sitzung der Stadtverord- neten-Versammlung ist auf Freitag, den 10. September 1920, nachmittags 5 Uhr, in das Stadthaus, Sitzungssaal, anberaumt. Auf der öffentlichen Tagesordnung stehen: 1. Einführung uno Verpflichtung des besoldeten Beigeordneten Dr. Frey. 2. Wahl eines stellvertr. Vorsitzenden des Versicherungsamtes, des Getverbe- und Kaufmanns gerichts sowie der Preisprüfungsstelle. 3. Wahl von drei Stadtverordneten in die (Ve.netnnüfnge Baugenossenschaft 1894. 4. Niederschlagung uneinbringlicher Ausstände aus 1916. 5. Prüfung der Rechnung der Stadt und b?§ Stadtenvt-üerungs- ' wnds für 1916. 6. Erhöhung des Kleidergeldes der Polizeiwachtmeister. 7. Bewilligung em cs Vorschusses an die städtischen Arbeiter. 8. Die Beschaffung von zwei Bandsägemaschinen für aas Brennstoffamt. 9. Errichtung eines Konferenzzimmers im Schulhaus an der West-Anlage. 10. Beschaffung von Schienengeleisen für dos Elektrizitätswerk. 11. öfeneht bauten beim Gas- und Wasserwerk. 12. Errichtung einer Anlage zur Herstellung von Motorbenzol; hier: Krediterweiterung. 13. Beschaffung eines zweiten Sargsenkapparates für den Friedhof am Rodtberg. 14. Bewilligung eines Kredits für Herstellung einer Wohnung c> r HofreJe Walkengasse 11. 51. Einfriedigung des Grundstücks Flur V Nr. 369s/io an der Verbin- die Zentralgenossenschaft im Sinne her Reichsregierung getätigt hat. Die gegen sie erhobenen Vorwürfe sind deshalb unsachlich und ungerecht- dungsstratze zwischen der Ludwigstratze und Fric- drichstraße. 16. Neubildung der PreisprüMug'-- _ . stelle, Preisüberwachung, Preisabbau. 17. Ve.-11। aebung der Zinsen der Peter Wilson-Stiftung.' S6 ♦* Städt. Seefischmarkt. Morgen Donnerstag früh treffen lebendfrische Fische wie Kabeljau, Schellfisch, Schollen, Seehecht, 18. Rechnungsprüfung der Löberstrstung für das Rechnungsjahr 1918 19. 19. Erlaß einer Polizei- vecvrdnung nebst Gebührenordnung ^über den Gewerbebetrieb der Dienstmänner der Stadt Gießen. 20. Gesuche um Erteilung der SckMrkkvnzesfron: aj des Jean Krämer für Sonnenstrabe 29 (Zum Andres', b des Otto Gips für Kanzlciberg o (Zum alten Schloß), c) des Friedrich Rcchpel für Walttorstmtze 36 38 (Cafe Leib), d) des Frrc- drich Schäfer für Neuen Bäue 5 (^um kühlen Grund), e) des Hans Noll für Neustadt 28. ** Der Täter des Raubmordversuch s bei Friedberg verhaftet! Bekanntlich wurde vor einigen Tagen in der Gemarkung Dornhelm bei Friedberg der Kellner Hermann aus Frankfurt von einem Unbekannten, den er an der Konstabler- Wache in Frankfurt getroffen hatte, an gefallen, niedergeschlagen und ausgeraubt. Der Täter,der sein Opfer für tot liegen Uetz, ist nunmehr durch ore eifrige Tätigkeit des Friedberger Polizeiwachtmeisters K o r n r u m p f in der Person des Gelegenheitsarbeiters'Johannes Klöppel aus Frankfurt ermittelt und festgenommen worden. Er leugnet zwar, wird aber von dem Verletzten, derM- zwischen wieder einigermaßen verhrndlungsstchtg sowie von anderen Personen, die ihn mit dem Ueberfallenen gesehen hatten, zlveifellos wiedererkannt. Polrzeiwachtmeister K. wurde erst kürzlich vom Ministerium der Justiz eine befonbere Belohnung zuteil für feine Verdienste im Kampfe gegen das gewerbsmäßige Verbrechertum. ** Di e Puppen fee. Die Leckung des Stadttheaters hatte für gestern nachmittag als letzte Kindervorstellung das Zaubermärchen „Du Puppenfee" von Georg Zimmermann angesetzt. Wer die begeisterte Anteilnahme und Freude der Kleinen und Kleinsten an den Bühnenvvrgängen sah, wird es bedauern, daß keine Wiederholung in Aussicht genommen ift Das Theater toar ausverkauft und leuchtende Kinderaugen nahmen den Abglanz des Mävchenreiches, das sich vor ihnen aufgelan, als unerschöpflichen Schatz einer glücklichen Vorstellungswelt mit sich nach Hause. Unter der Spielleitung Oskar Feigels war alles geschehen, um der kindlichen Phantasie lebendige Eindrücke zu vermitteln. Versunkene Schlösser stiegen mit roterleuchleten Fenstern unter Musikbegleitung zur Oberwelt empor. Nixen führten ihre Tänze auf, Zwerge hielten die Menschen zum Besten, Puppen bewegteil sich und sprachen und ein schöner Königssohn erlöste mit Hilfe eines Zauberers die verwunschene Fee. Die Schauspielkräfte, unter ihnen einige neue, waren mit Lust und Liebe dabei, ihre jugendlichen Gäste zu erfreuen. — Am Abend wurde unter der Leitung von Rudolf Goll, der wohl der meisten unserer Leser bekannte „Raub der Sabinerinnen" aufgeführt. Wir können daher vvn einer eingehenden Besprechung absehen. ** Gewerbe- und Maschinenbauschule. Tie MaschinenboMassen der Gewerbeschule unternahmen vor einigen Tagen mit der liebenswürdigen Erlaubnis txm Direktor Stediug eine Besichtigung des Städtischen Gas-, und Wasser- irertee, bei welcher Betriebstechniker Steckenmesser in über eineinhalb Stunden dos ganze Werk während des Betriebes erklärte. Die außerordentlich klaren und eingebereben Erläuterungen ermöglichten allen Teilnehmern ein volles Verständnis der komplizierten maschinellen und chemisch-technischen Anlagen. Besonderes Interesse erweckten die Benzol gewinnung und die mit den einfachsten Werkmitteln gebaute und vorzüglich funktionierende Anlage zur Gewinnung von Wasseroas. Exkursionen und Besichtigungen von vorbildlichen Anlagen werden so 'häufig wie möglich, mit den jeweiligen Fachklassen veranstaltet, so z. B. in letzter Zeit eine Exkursion der Lokomotirssüihrersvchkdassen nach den mustergültigen Werkstätten der Soflonwtiwtbrtf Henschel unb Sohn in Kassel, desgleichen nach dem Wasserwerk Queckbvrn bei Grünberg. Gerade bei den technischen Berufen ist es vvn ausschlaggebender Bedeutung, dem Lernenden das, was im es sehr oft vor, daß Mieter, die für eine Mehrzimmerwohnung beispielsweise 50 Mark Mrete bezahlen, für ein einzelnes möbliertes Zimmer ihrer Wohnung 55 bis 60 Mark nehmen und gegenüber den Friedensverhältnissen meist um mehr als 100 Proz. aufgeschlagen seien. Mrt ihrer Weigerung, eine angemessene Miete zu zahlen, schnitten sich die Mieter nur ins eigene Fleuch, denn mit der dadurch bedingten Unterbindung der Baulust würde die Wohnungsnot verewigt und ms Ungemessene gesteigert. Tie Versammlung wählte nach längerer Aussprache dann die Herren Launs- lach, Bock, Nikolaus, Ringel, Bindewald, Christoph Schmidt, Silbereisen und Becker, die der Hausbesitzerverein der Stadtverordnetenversammlung als Beisitzer bzw. Stellvertreter zum Mieteinigungsamt Vorschlägen wird. Des weiteren wurde von der Versammlung eine Entschließung angenommen, in der es u. a. heißt: ' Di« Hausbesitzer-Verein e. V. Greßen liegt entschieden Verwahrung ein gegen die völltg unzutreffenden Behauptungen, weiche der Mietervercm in öffentlicher Versammlung am 25. August auf- gestellt und in seinen Eingaben an die Stadt Gießen, das hessische Ministerium und an das Wirtschastsamt in Tarmstadt vertreten hat. Das Gegenteil ist richtig. Eine Mietpreiserhöhung, deren unbedingte Notwendigleit auch von jedem rechtlich denk.nrden Mieter anerkannt wird, läßt sich nicht vereinheitlichen. Hat doch beispielsweise bec Bezirksausschuß zu Düsseldorf Zuschläge auf die Friedensmieten bis zu 48 Prvz. (für Duisburg) festgesetzt, ferner der Vertreter des Reichsnnrt- schastsamts für den Kieler Arbeiter-Bau verein ene Mieterhöhung von 100 Prozent dringend empfohlen, um den sonst unvermeidlichen Konkurs zu verhüten und 'bat doch die Stadt Berlm ihre Mieter sogar um 300 Prozent gesteigert, und dies alles trotz der Verordnung des preußischen Ministers Stegerwald, nach welcher nur 15 bis 20 Prozent Steigerung erlaubt sein sollen, deren Rechtsungültigbeit durch gerichtliche Urteile allerdings bereits erwiesen ist. Aus alledem ergibt sich, daß das Miet-Enngungsamt von Fall zu Fall „nach billigem Ermessen" entscheidet und feststellen lassen muß, was eine Wohnung tatsächlich wert ist und was sie heute kosten mutz, damit dec Hausbesitzer die zur ordnungsmäßtgen Bewirtschaftung seines Grundstücks nottoenoige Miete erzielt, welche nachgewiesener- und anerkanntermaßen mindestens 8 Prvz. des wahren Wertes, ober 8—12 Mk. pro Quadratmeter Wohnfläche, je nach Lage und Ausstattung der Wohnung, betragen muß. Damit würde erst Die Miete so bemessen fein, daß sie mindestens umfaßt: a) die Verzinsung des im Hause angelegten eigenen und fremden Kapitals, einschl. Tilgung: b) die Deckung aller mit dem Hause verbundenen öffentlichen und notwendigen, regelmäßig toiederkehven- ben Lasten, einschl. der Aufwendungen für bauliche Unterhaltungen; c) eine angemessene Vergütung für die Verwaltung des Hauses; d) eine angemessene Risikoprämie: e) die Abnutzung. Eine zweite Entschließung Über di; Zusammensetzung des Mieteinigungsamsss Und die dort zu beobachtenden Richtlinien Itnb Grundsätze soll Dom Vorstand ausgearbeitet und der Stadtverwaltung übergeben werden. ** Ter Obst- und Gartenbau-Verein Gießen hielt am 4. ds. Mts. im „Pfälzer Hof" eine gutbesuchte Mitglicder-Versammlung ab. Nach allgemeiner Aussprache wurde beschlossen, eine Ausstellung von Obst- undGarten- erzeugnissen, tierbunben mit Prämiierung, zu veranstalten, die am 26. September in der Turnhalle der Stadtknabenschule sdattsmden soll. Es liegt bereits eine Anzahl ANeldungen von Ausstellern vor Weitere Interessenten, auch Nichtmitglieder, werden gebeten, ihre Meldungen bis zum 20. ds. Mts. an Georg Löwer, Neustadt 2, su richten. Sodann wurde beschlossen, Obstbäume durch den Vevein zu beziehen. Ter .Schriftführer des Vereins, Samen Händler Hahn, Bahnhofstraße, nimmt Bestellungen entgegen. Bei der Neuwahl des 1. Vorsitzenden wurde Lehrer Heinrich Becker, Marburger Straße, einstimmig gewählt. Dem bisherigen 1. Vorsitzenden, Reallehrer Grimm, der den Verein jebräeit mustergültig vertrat, wurde durch den 2. Vorsitzenden im Namen des Vereins der Dank ausgesprochen. Der Verein hofft auf ein gutes Gelingen der geplanten Ausstellung, die dazu beitragen soll, weiteste Kreise auf Zweck und Ziele des Vereins aufmerksam zu machen. ** Ob st Versteigerungen finden am 10., 11. und 13. ds. Mts. statt. Näheres sieche Anzeigenteil. . ** Ter Kriegerverein Gießen veran- Itaftet Sonntag, 12. September, auf Textors Terrasse ein Sommerfest mit musikalischer Unterhaltung, Kinderreigen, allerlei Belustigungen, Preis- schießen und Tanz. ** Ein christliches Gemeinschafts- fest fand am Sonntag im Philosophenwald statt, das vvn mehreren tausend Gemeinschaftsleuten aus allen Teilen Oberhessens besucht war. In der Löbecstraße wurde ein Festzug ausgestellt, der sich durch die Stadt nach dem Walde bewegte. Es waren allein 12 Po saun en chö re erschienen, darunter die Ehöre aus Allendvrf, Klein-Linden, Holzheim, Gceßen. Die Eisenbahnzüge nach Oberhessen waren überfüllt. Kreis Büdingen. Blindgän-erexploslon. fd. Ober-Rosbach, 7. Sept. Durch eine gewaltige Explosion eines Blindgängers, den der Landwirt Heinrich Kopp aus dem Felde mitgebracht hatte, wurden die drei minderjährigen Kinder lebensgefährlich verletzt. Der Zustand des 11jährigen Knaben ist hoffnungslos. * fb- Büdingen, 7. Sept. Die Bluttat bet «dem Hof Oppelshausen, bei der der' Landwirt GÜngerich von Felddieben erschossen wurde, hat noch keine Aufklärung gefunden. In Nieder-Florstadt wurden einige Verhaftungen vorgenommen. Auf die Ergreifung der Mörder setzten die Angehörigen des Erschossenen 5000 Mk., die Staatsanwaltschaft 1000 Mark Belohnung aus. Kreis Lauterbach. sitzende über die Verhandlungen des Verbandstages der deutschen Hausbefitzevvereine in Magdeburg. An diesen Bericht schätz sich eine sehr ausgiebige Aussprache, bie sich bis nach 12 Uhr hmvehnte. Von den meisten Rednern wurde, sehr scharf gegen den hiesigen Mieterverein, namentlich gegen dessen Vorsitzenden, Stellung genommen. Der Hausbesitzerverein habe unzweideutig die Hand zu einer Verständigung ober wenigstens zu einer Aussprache zwischen Mietern und Vermietern geboten. Aber der Mieterverein habe es nicht einmal der Mühe wert erachtet, auf diese Anregung nur zu antworten. Man gewinne den Eindruck, daß der Mieterverein absichtlich jeder Gelegenheit aus dem Wege gehe, Einsicht in die Verhältnisse des Hausbesitzers nehmen zu müssen. Vvm Borstcmdstisch wurde erflärt, daß der Hausbesitzerverein noch immer zu einer gütlichen Verständigung mit dem Mieterverein bereit sei. Würden aber die im -Mieterverein einflußreichen Hetzer weiterhin den Kampf gegen die Hausbesitzer predigen, sv nehme der Hausbesitzerveoein diesen Kampf auf, suchen würde er ibn nicht. Nicht zu verstehen sei die Forderung des Mietervereins nach Höchstmieten, die eine Steigerung der Mieten um höchstens 15 ms 20 Prozent gegenüber den Voriviegsmieten zuließen. Dies bedeute eine höchstens 6 prozen tige Verzinsung des Wvhnungskapitols. Bei den gewaltig gestiegenen Unterhaltuiigslvsten t tonte aber ber Hausbesitzer mit einer niedrigeren Verzinsung als 8 Prozent einfach nicht auskommen. Mit dieser 8prozentigere Verzinsung hätten sich übrigens in Offenbach und Mainz auch die Mieterorganisatiio- ncht einverstanden erklärt. Die Anschauung sei doch sehr merkwürdig, daß, roäbrenb auf allen Gebieten die Preise um das Vielfach? gestiegen seien, einzig die Ausgabeit des Hausbesitzers höck>- stens tue 20prozentige Steigerung gegenüber Vorkriegszeiten erfahren hätten. Der Mieterverein erhebe gegen den Hausbesitzerverein den Vorwurf des Wuchers. Es fei aber wahrlich alles andere als Wucher, wenn ein Arbeiter, der früher 25 Prozent und mehr seines Einkommens für Miete gezahlt habe heute kaum 5 Prozent seines Einkommens lur Miete ausyebe. Dieser Vorwurf sei schon um destoillen unsinnig, weil ja alle Verordnungen und Geietze in ber Wohnungsfrage nur einseitig zugunsten des Mieters erlassen worden seien, dem Hausbesitzer aber das freie Verfügungsrecht über Friedberg, 7. Sept. Gestern früh gegen 5 llhr ereilte den Bahnwärter Blum vvn Bad» Nauheim auf einem Streckengang zwischen dem Chausseehvus und Bad-Nauheim der Tvddurch Ueberfahren. Wie sich das Unglück zuge-, tragen hat, konnte noch nicht festgestellt roerben^ Starkenburg und Nheinhessen. int. Hemsbach a. d. B., 7. Sept. Einem bedauerlichen Explosionsun- gluck^ist der 34 Jahre alte Spenglermeifter Joh. Steilen zum Opfer gefallen. Von seiner Tätigkeit als Pionier im Kriege her hatte er noch Sprengkapseln im Besitz und versuchte eitte davo-n zu öffnen. Sie explodierte habet und Steilen wurde buchstäblich in Stucke zerrissen, so daß er nicht mehr erkenntlich war. Sprengstücke flogen durch die Decke und durchschlugen sogar das Dach, so daß auch hier erheblicher Schaden entstand. Steilen hinterläßt eine Frau mit zwei kleinen Kindern. Hessen-Nassau. WiÄer einmal ausgebrochen! fd. Frankfurt a. M., 7. Sept. Nachdem der berüchtigte Ein- und Ausbrecher Hans Besse sich im Gerichtsgefängnis die Pulsader geöffnet hatte, unternahm er beim Vorführen einen Fluchtversuch im neuen Justtzgebäude, wurde aber verfolgt und von einem Justizwachtmeister wieder ergriffen. Gestern kam er nun, da sich seine Verletzung an der Pulsader verschlimmert hatte, in das städtische Krankenhaus, wo er jedoch gleich nach der Einlieferung wieder entsprang. mc. Frankfurt a. M., 6. Sept. Bei dem Fvcmkfurter Wohnungsamt sind augenl'licklich rund 2 5 000 Personen gemeldet, die feine ausreichende Wohnung haben. Um diese unter* jubringen, waren 5000 bis 7000 Wohnungen notwendig. Wöchentlich aber hat das Wbhmmgsamt durchschnittlich 15 Wohnungen zu vergeben. Man kann also sich ausrechnen, toielange es wohl dauern wird, bis in Frankfurt die Wohnungsnot behoben ist. fb. Gersfeld, 7. Sept. Der Angestellte des hiesigen Kreiswirtschaftsamtes, Krügel, der den für den Kreis bestimmten Zucker verschob, wurde an der holländischen Grenze festgenommen. Der Schieber führte noch 115000 Mark bei sich. Eine vorbiDliche Wirtschaftsmatznahme. c. Schlitz, 7. Sept. Tie hiesige Stadtverwaltung hat durch geschrckte wirtschaftliche Maßnahmen gleichzeitig zwei Notständen abgeholfen, dem Mangel an Baustoffen und der Arbeitslosigkeit. Eine Ziegelei mit Lesen aller Art, die seit Jahren still lag, mürbe ' " Mietsteigerung ohne Genehmigung steine werden von bisherigen Arbeitslosen^ in ^d)uBe'ber ''Sr^rr&eY^Se । cigenfr <$T =Wftdelt Lehm erhalten sie Turnlehrer Martin Gebhard .Frankfurt a. M.), i rd L. eiter komme unentgeltlich, für bie fertigen Lemnstrme werden ' der betseitige Meister am Reck, an diesem Geräte Ans Stafct und Catifc* Gießen, den 8. Sept. 1920. Zur Kartoffelversorgung. Die Landwirtschaftliche Zentvalgenossenschaft Darmstchto schreibt: In Versammlungen von Verbraucher gruppen und beruflichen Vereinigungen wird neuerdings in scharfer Weise gegen die Lieferungsver^ träge auf Herdstiariofseln Stellung genommen und von den Erzeugern bzw. der Landw. Zentral- genossenschast deren Aushebung verlangt. Durch Verordnung der Reichsregierung vom 21. Mai 1920 wurde der Abschluß von Lieferungsoerträgen über gcwissc Mncdestmengen von Herbstkartoffeln (sog. Umlagekartoffeln) zum gesetzlichen Mindestpreis vvn 25 Mk. 4- 5 Mk. Vertrags-uschlag = 30 Mk. Erzeugerpreis gefordert, um den Not- bedars der Städtc und Jndustriegemeinden sicher- zustellen. Von der Erfüllung der Aufbringung dieser Umlagekartoffeln machte die Reichsregierung die Aushebung der ZwangÄvirlschaft abhängig. Tie Landw. Zentralgenossenschaft hat im Benehmen mit den Erzeugergenosfenschaften des Landes diese Forderimg für den Freistaat Hessen erfüllt. Tie von ihr auf Lieferungsverträge gebundenen Kartoffeln (es kommen fast ausschließlich nur mittlere und kleine Betriebe in Betracht) hat sie bis zur gesetzten Frist dem Reich zur Verfügung gestellt. Tas Reich hat unter denselben Bedingungen mit Städten und Jndustriegemeinden Lieferungsverträge auf die gleiche Menge zum Preise von 31.75 M k. abgestylossen. Diese Verträge sind für die Landw. Zentralgenossenschaft verbindlich; diese hat zur Erfüllung ihrer Lieferungspflicht eine Sicherheit hinterlegen müssen, außerdem sind die zu beliefernden Städte berechtigt, im Falle des LieferungsVerzuges auf Kosten der Zentralgenossenschaft sich im freien Verkehr einzudecken. Nach Erfüllung der Voraussetzungen der Verordnung vom 21. Mai tourbc iMninehr durch Verordnung der Reichsregierung vom 24. August (veröffentlicht in der Darmstädter Zeitung imterm 1. September) mit Wirkung vvm 15. September der freie Verkehr für Kartoffeln bergestellt, aber unter Aufrechterhaltung uno der Bedingung der Erfüllung der getätigten Lieferungsverträge. Die Zentralgenossen- fchaft ist somit durch die beiden ReichsverordnungM gebunden und nicht berechtigt, weder einseitig Verträge mit den Lieferanten, noch jene mit den zu beliefernden Städten zu lösen. Heber die M en ge der auf £ieferung3berträpe gebundenen Herbstkartoffeln heroscht anscheinend ut ber Öffentlichkeit eine vollständig fallche Auffassung. In der Tat beträgt die Menge nur 7 Prozent ber durchschnittlichen Herbstkartoffelerntemenge der fFahve 1918 und 1919, wie sie bei der Landes- kartvffelslelle amtlich ermittelt wurde. Die restlichen 93 Prozent der gesamten HerbstLrrtossel- emte befinden sich somit mit Wirkung vorn 15. September ab im freien Verke h r. Vvn diesem Zeitpunkt ab Liren jeder Verb räucher seine Kartoffeln laufen wo er will und hei wem er will und zu dem Preis, den er mit dem Erzeuger oder Vermittler vereinbart. Ob der Kartosfel- preis im freien Verkehr unter den Preis der Ver- Die Preisgestaltung. Billiges Obst. fb. Alsfeld. 7. Sept. Auf Beschluß des Kreisausschusses wird die Obsternte an den Kreisstraßen in erster Linie den Kreisangehörigen, soweit sie nicht Selbstversorger sind, zugängig gemacht. Erst wenn die Vorzugsberechtigten mit Obst versorgt sind, wird die überschüssige Ware in der gebräuchlichen Weise versteigert. Die Preise wurden wie folgt ab Baum festgesetzt: Der Zentner Falläpfel 8 Mk., Frühäpfel 20 Mk., Spätäpfel erster Sötte 30 Mk. und Späbäpsel zwoiter Sorte 24 Mk. * O Grün berg, 8. Sept. Hier wird gegen* toärtig auch mit dem Verladen von Obst begonnen. Zwetschen, die erst mit 38 Mk. für bat Zentner angeboten wurden, werden jetzt sogar mit 48 Mk. bezahlt. Für Aepfel stellt sich der Präs auf 45 Mk. ber Zentner. Unsere Nachbargemeinde Lauter erhält eine sehr reiche Apfelernte. Leib, 8 Uhr, Konzert und Borsdellureg der Medick- Meidinger. — Hotel Einhorn, 8V2 Uhr, Gastspiel Bnchwald. — Mng % die OblwueA» ct iinb. ?S Ä' T«■- M-l S*6® # — Radsport. Anläßlich des Gausommrr- fastes des Gaues 9a des Bundes deutscher Radfahrer in Siegen gelang es dem Gießener Radfahrer-Verein 188o e V., einige ganz hervorragende Erfolge zu erzielen. Trotz scharfer Kon- kirrvenz konnte btc Kunstreigenmannschast (Gebr. Keßler, Len», Gartner, Deibel und Kern) im 6er Kun streigen die Meisterschaft des Gaues 9a erringen. Im 2er Radballspiel gelang es Gebr. Keßler, die Gaumeisierschaft nach scharfen Vor- ivrttbemcrben geaen die besten Mannschaften des Äaues, im Endspiel über den Bezirksmeister des Bezirks Siegen, zu erringen. R. Gärtner und Aug. Deibel wurden für chr kunstvolles Fahren im 2er Kunstfahren mit dem 2. Preis belohnt. Außerdem errang der Verein im Korso den 2. Preis imb in bet Dauerfahrt den 4. Preis. Ztanft mm» Wissenschaft. Ein neuer Goethefund. Hamburg, 7. Sept. „Hamburger Frernden- blatt veröffentlicht unter der Ucbcrfdmft ,^Ivs^ch" «n neu aufgefundenes Werk von Goethe, dbvch dem Artikel, in dem der Fund des Goethefchen Iugendwerkes mit geteilt wird, handelt es sich um den ,Los«oh", von dem man bisher annahm, daß er, 1762 geschrieben, von Goethe während inner Leipziger ct verbrannt worden sei. Der Finder und jetzige 'itzer der Handschrift ist der Altonaer Germanist Pnofessor Paul Piper, der die Handschrift vor Jahren von einer Dame auS Brüdergemerndekoeisen erhielt. Die Handschrift tft ein Diktat au den rm Haufe von Goethes Vater lebenden Clauer, aber mit zahlreichen eigen» händischen Korrekturen des Dichters versehen. „Joseph" umfaßt die im ersten Buch. Moses berichteten Vorgänge in fünf Teilen. Mit einem ausführlichen kritischen Kommentar wich das Werk demnächst '.n der Universitäts- und wissenschaftlichen Buch- bmblung von H. Gente-Hamburg erscheinen. t zu vngrben. Mae es iwW • Wohnungsnot t» nt Der ÄngeM lstsamtes, -W »jtimmten her holündy^ : Herren-Einzelspiel um die Meister- schaft von Hessen: Kreuzer 1. Preis, Fvoitz- heim 2. Pr., Dr Gast und Dessart 3. Pr. — Herren-Einzelspiel ohne Borgabe: „Paul" 1. Pr., Nv'irn 2. Pr., Gaßmann jun., Worm 3. Pr. — T a men-Einzelspielohne Bor gäbe: Frau Dr. Friedleben 1. Pr, Frl. Weihermann 2. Pr., Frau Walluf und Frl Hermanns 3. Pr. — Herren-Doppelspiel ohne Borgabe: Kreuzer, Froitzheim 1. Pr., Dr. Gast, Graf Salm 2. Pr. Dessart, Kremer und Nettelbeck-Schellenberg 3. Pr. — Damen- enb Herren-Doppelspiel ohne Bor- !cbe: Frau Dr. Frau Dr Friedleben, Kreuzer . Pr., Frl. Gaßmann, Stephanus 2. Pr., Gräfin Vallavicini, Kleinschrvth, Frl. Weicherma.rlt, „Paul" 3. Pr. — Herren-Einzelspiel rnt t Borgab, Kl ass e A: 1. Pr. Stephanus, 2. Pr. „Paul", 3 Pr. Tiephok'z, Carnap. — Herren- Einzelspiel mit Vorgabe, Klasse B: Dr. Ieß 1. Pr., Dr. FriÄ4eben 2. Pr., Mbel und Gaßmann sen. 3. Pr. Da men-Einze l- spiel mit Vorgabe: Frau Tr. Friedleben 1 Pr, Frl. HoddeS 2. Pr., Frau v. Bronsavt und Fvau Wallufs 3. Pr. — Herren-Doppel- spiel mit Vorgabe: Gaßmann, Stephanus 1. Pr, von Baum, Bayer 2. Pr., Sckzellcnberg, Nettelbeck, Tessart und Kremer 3. Pr. — Damen- und Herren-Doppelspiel mit Vorgabe: Frl. Gaßmann, Stephmms 1. Pr., Fvau von Thun, Worm 2. Pr., Frl. Lettenbaur, «Taner, Fvau Friedleben und Dr. Friedleben 3. Pr. S 1 I | ■au® I »Ukönn^> I I Ws Ul in SÄ* !N. «n drs io N "5 ter. 8a «ökJj TÖ. fr ü* m -olum ton RÄT, «ÄS bttnhrsskn. d. B., 7. Srpt. kplosionsun« ' ^venglermisl« allen. Äon sein« s-ege her hatte « und versujk explodierte dabei ich in (Stüde jti< erkenntlich war.' Decke unb buch- daß auch hier n> Steilen hinteM i Kindern. 1U. gebrochen! 1,7. Sept. M F 1 unb AuSbrecka , ichtsgesängnis die i| nternahm er beim j ersuch im neu« II verfolgt unb vor» triebet ergriff«, i ferne öerletzung *d batte, in bai er jedoch yieich c en^prang. 6. Sept. Bei km ' . t sii^> augrnbliä ' gemeldet, die . Um diese eL' Neemifehte». Undank ist der Welt Lohn. fd. Höchst a. M., 7. Sept. Einem Stammgast des Gasthauses „Zum Hirsch" schütteten gute Freunde heimlich in die Schnupftabakdose blaue Farbe. Als der Mann eine Prise nahm, färbte er Bart und Nase mit dem schönsten UkramarinBlau so sehr, daß er heute noch das Zimmer hüten muß. Der schwergefoppte Maun gibt im heutigen Kreisblatt bekannt, daß der Täter ein ganz gemeiner Schuft und Kerl ist und daß er niemals seine Dose wieder ans der Hand geben will. — Der Mann hat Recht. Ein amerikanisches Totenschtff. fd. Mainz, 7. Sept. Soweit es irgend möglich ist, werden gegenwärtig die Leichen der im Weltkrieg gefallenen SEmmfctter au^gegeabcn und der Heimat zugefichrt. Ein Schiff mit 3500 gefüllten Särgen verläßt demnächst bereits Ion kni. Insgesamt lüften in Brest und Toulon im ßaxfe der nächsten Monate je 30000 Särge zur Ausnahme der Kriegerleichen cintTcrrm. Die Ausgrabungen sollen in wenigen Monaten banxfMC’ führt fein. * * Rom, 7. Sept. (WTB.) Stefani. Am frühen Morgen wurde in Castelnuono-vi-Car- fagnana, Pi:vi Fosciana, Castiglione-di-Fos- ciana und Villa Collemandima ein ziemlich heftiges Erdbeben verspürt. Man meldet einige Opfex. Hilfe ist abgesandt worden. Handel. Frankfurter Warenbörse. fd. Frankfurt«. M., 7. Sept. Das Hauptinteresse ist auf den Textilwarenmarkt gerichtet. In Rohstoffen für Webwaren, besonders Rohwolle, ziehen die Pveisr infolge der Valutaschwierigkeiten weiter an und sind dementsprechend fest. Trotzdem hält die günstige Lage an. Stark begehrt ist Ware für sofortige Lieferung, vor allem Hern den fla nelle, Bettzeuge und bedruckte Artikel. Nach Futterstoffen herrscht infolge der hohen Preise wenig Nachfrage Billige Waren sind gesucht. — Die Lage auf dem Chemikalienmarkt ist im allgemeinen unverändert. Stark gefragt waren Silbernitrat, das mit 875 — Mark per Kilogramm notierte, Borax, Ameisensäure und Bromkali. An Lebensrnitteln bot man größere Mengen Hülsenfrüchte, Bvhnenmehl, Maispuder, Ackerbohnen, kond. Milch, Kernseife, Mandeln, Haselnüsse und Törrpflaiunen an. Kakao, der tm Preise steigt, wurde begehrt. Zum Angebot kamen u. a. 50 000 Weihnachtsverzen und 17 Tonnen Steinkohlen teer-Heizöl. * Kaliverschiebungen nach dem Auslande. Das Kalisyndikat schreibt uns: Wir haben in letzter Zeit sehr häufig festgeftellt, daß hochpro- z^rtige Kalisalze, welche für den Verbrauch der deutschen Landwirtschaft bezogen waren, über die Grenze geschoben wurden und infolge des .Kursstandes der Mark gegenüber dem holländischen Gulden und dem belgischen Franken den Schiebern große Gewinne brachten. Es ist uns gelungen, einige Schwindler ju fassen und ihre Verurteilung zu Gefängnis- und hohen Geldstrafen herbeizuführen. Gegen eine große Anzahl schwebt noch die Untersuchung. — Wie wir hären, wird WestdeutschlandvonHollän- S^adezu systematisch bereift, die Kalisalze kaufen und auf Grund gefälschter Ausfuhrbewilligungen über die Grenze bringen. Hunderte von Wagen haben wir bereits beschlagnahmen lassen, neulich erst einen großen Kahn auf dem Rhein. Infolgedessen haben bte Schieber bisher zwar keine Geschäfte genuicfa, immerhin ist die Landwirtschaft um bte Ware gekommen unb die Kaliindustrie schwer geschädigt worden. Die Kalischiebungen gehm nur in seltenen Fällen von Abnehmern des Kalisyndikats aus, welche die Verlaufsbedingungen unterzeichnet haben und die Folgen einer widerr«htlick)en Ausfuhr kennen. Berlin,?. Sept. Börsen stimm nngs- btld. Zur Eröfftrung lagen in Nachwirkung auf die gestrige Abschwächung vom Publikum zu den ersten Kursen viele Verkaufsaufträge vor, fa daß bie Börse bei teilweise stärker nachgebenden Kursen em ausgesprochen schwaches Aussehen zeigte. Von Mvntamverlen verloren die bisher bevorzugten Papiere mit Ausnahme der fester liegenden Phönix bis zu 10 Pvoz., Schiffahrtswerte bis 6 Proz., Argo 25 Pwz., Farbwerte 5—10 Proz., Metall-, Maschinen- und snilieTiien gleichfalls bis 10 Pvoz.' niedriger. Widerstandsfähiger waren Elektrizitätswerte, von Bankaktien waren Tiskonto unb Dresdener Bank zeitweise nachgebend. Im Ginftang mit der neuerlichen Befestigung der Devisenpreise stiegen von Auslandswerten weiter besonders Baltimore und Kanubas. Bon Auslandsrenten waren Mexikaner neuerdings hö'her, türkisch: und griechische Papiere behaupteten ihre gestrigen Kursgewinne. Petwleum und Koburialwerie waren vernachlässigt. Ansätze zur Befestigung, die sich noch m der ersten Stunde yigten, gingen später tctth*ifr wieder verloren unb bet vereinzelt en Schwankungen blieb die Grundstimmung schwach. Auch zu Ein heikskursen gehandelte Indusrrrrwertc stellten sich in der Mehrzahl etwas niebriger. Frankfurt a. M., 7. Sept Börsenstimmungsbild Für Ausimrdswerte bcüvnib weitere Nachfrage Als fest sind Baltimore Ohr? anMführen, welche 10 Prvz. anz?gen, 420.— Missouri Eertsftcme tbnmen chren Ä:eiKstand narr 354.— erbeben. Stvatia sHomana bevorzugt und steigend, 1880 plus 60 Proz. Deutsche Petroleum vernachttifftgt, 1445.—. Mexikaner blieben naetbt und es erhöhten 5pwz Goldmex. mit 483.— den Kursstand um 8, 5pwz. Silbermex. mit 388— um 3 Ho»z., 4V*hd)j. Irrig. Llnleiyc mit 363.— um 13 Pr»z. Monvanpaitiare mäßig gebessert Es notierten Buderus 388 ptus 3 Pwz und Phönix 475.—, 3 Pvoz. niedriger, Harpener 339.— plus 2 Proz., Bochumer werter an geboten, 532.— (— 7 Prvz.), Westeregeln fester, 770.—. In Jndustneriktiett blieb die Kursbewegung bescheiden. Zellstoff Aschaffenburg notierten 409, Dingwerke 247.—, Crkttr. Schuckert 195.— (— 3 Pw^.), Holzverkohlung 414.— plus b Pvoz (Eine Kurseinbuste von 19 Pvoz. erfuhren Ehern. Scheidean stell, 600.—. Schwach lagen Norod Lloyd, 180.— minus 3, Hapag 186.— minus 2Pvoz. Ehern. Ällbevt büßten 10 Pvoz. ein, 650.—. Ausländische Renten, wie Rumänen, lagen fest, dagegen 5prvz. Bosnier matt, 98.—. 5pvoz. Reichsanleihe 79'/-. Frankf«7^ a. revlsenmarkt. •UL, 8 Septbr. Datum«. Amsterdam« Ratterd. DrüstebAntwerpen ffhrsstiania..... Kopenhagen .... Stockholm. .... fieljlngfors. .... jtallen....... London...... 7>«w-Port..... Pari«....... Schweiz...... Spanien...... Wien (altes) . .. Deutsch.Oesterr. abj. Prag........ Budapest.. . . Bulgari«, .... Konstantinopel. ■ . Geld Dries Geld Vries 6. Sept. 7. Sept. 169 \40 1596,60 1628,35 1631,35 371,60 372,40 373,60 374,40 724,25 725,76 739,25 740,75 718,25 719,75 741,75 743,25 999,- 1001,- 1039,- 1041,- 159,80 160,20 231,25 231,75 178,05 178,45 50,07 50,17 346,65 347,35 821,65 823,35 744,25 745,75 22,27 22,33 22,34 22,40 82^)2 82,22 19,73 19,77 168,80 169,20 230,75 231,25 183,30 183,70 51,70 51,80 350,65 351,35 846,65 848,35 761,70 763,30 22,47 22,53 21,72 21,78 80,40 80,60 18,60 18,64 Börsenkurs«. •Datum: 56/0‘Deut.Rriegsant 4°/„Deut.Reichsanl. 3°/,Deut.Reichsanl. 4"/n Preutz. Konfolr Darmstädter Bank Deutsche Dank . . . Disconto- Gesellsch. Dresdener Dank . Nationalbank J. D. Mitteld.Treditbank H..Amerik.-Paketf. NorddeutscherLloyd Boch.Guhstahlwrk. D 'Luxemb.Bergw. Gelsenkirch.Bergw. Harpener Bergbau Oberschi. Eisenb.'B. Obersiyles.Eisenlnd. Phönix« Brgb..Akt. Bad.Anilin-u.Soda HöchsterFarbwerke Elektr. A. L. G.. . Schuckert-Werke. . Felten - Guilleaume Daimler...... Bud-Lisenw.-Akt. Adlerwerke .... 4°/«Hess.Staatsanl. Electron Griesheim Frankfurt Berlin Kbenb- Äbend- Schluß- Schluß- Kurs 7.9. 79,50 Kurs 6. 9. 79,50 189^85 184,50 325,- 342,- 244,- 280*50 226* — 394,- 3i5:- 271:- 310;50 339:- 240,50 474^ 360:~ 195:- 411,- 388:~ 32t- Kurs 6.9. 79,50 68,60 61,10 70,- 141,75 274,- 206,- 175,25 149,50 143,50 188,39 186,— 551,- 312,- 325,- 340,- 245,- 265,- 477,- 470,- 366,- 280,- 201,- 414,25 228,- 389,- 258,- 76,50 314,75 Kurs 7.9. 79,50 68,60 61,20 70,25 141,75 273,- 204,- 171,50 149,50 143,50 185,75 181,50 538,- 309,25 315,75 338,50 243,- 253,- 472,- 469,50 355, - 278,25 198,- 408,- 235,- 388,25 250,- 329:- vlarlnotierungea. Datum: 6.9. Zürich ........... ... 12,10 Amsterdam . ... ........ 6,30 Kopenhagen.............. Stockholm.............. 10,00 Prag................. Wien.................. London................. — Büchertisch. Hans 6hvbT, 2 Fahrgang. Heft 15. Preis 2 Mk. TaS Heft entbät eine spannende sftovellc vott Leopold Vlaichinger lüluftriert von E. Plai- ckrnger Evlielt' „Ter Peslball", die Oftvteske ,^270" von Ctto Stiegele, „Vater Judas" von Maupassan: mit drei Zeichnungen von Max Scbente) sowu ein eindringlich gesehenes Gedicht „Die Totenbretter" von Siegsried Veaesack (mit einer Zeichnung von Hoerfchelrnanns usw. ®n einem Test der Auflage rtnebTtpttJ Die FriedenSksnfrrenz in Riga. London, 7. Sept. WTB.) Der „Evenmg ötanhart" will erfahren traben, daß die neue rus- srsch-polnische Friedenskonferenz vvraussichtlitv am Donnerstag in Riga beginnt, falls bis dahm entsprochendc Borkelwungeu getroffen werden Kimen Der Aufschub sei ^diirch die Forderung der Moskauer ^Regierung'imri) SickK* rungen entstanden, daß die Letten alle Erlent^e- rungen für die arffifebcu Kuriere und Verbindungswege gewähren sollen. Aßfchlägistc Anttvvrten der Botschafter» Koilferenz. Poris, 7. Sept. (WTB.) Nari' einer HavaS- meldung bat bie Bo t schaf t e r ko n f e r e n z geltem befchtossen, das deut sckie Ersuchen um Genehmigung der Errichtuna besonderer W a ch - truppen zur Beaufsichtigung der internierten Bolschewisten in Deutschland ab»ulehnen, weil Deutschland über genügende Mittel vertilge, um bie Internierten zu beroadum. Die Konferenz Ixrt n*tiler beschlossen, aus bie beulsche Nvtc wegen Entsendung einet । neutralen Untersuchimgsfammission und) Oberschlesien eine abschlägige Antwort zu erteilen. Auch bie deutsche Einwendung gegen bie Anerkennung deS amerikanischen Sä:i?>?gerichtS für bie Verteilung der Flußton nage, weil tne Vereinigten Staaten den Friedens vertrag noch nicht ratifiziert haben, wurde zurückgewiesen. Zur bolschewiftischeu Propaganda in der Schweiz. B e tu, 6. Sept. Der Bundesrat bemt» t tagte, die Bundesoerfammlung möge das von 62 000 gültigen Unlersdwiften begleite Initiativbegehren ablehnen, nach welck-cm in der Bundesverfassung ein Artikel ausgenommen weiden sollte, daß der Bund die Pfliart baue, Schweiz^ Bürger, welck>e die innere Sicherheit gefährden, unverzüglich in Sckiitzl;afl zu nefanen Ter Bundesrat geht dabei z^nptsächlich von der Erwägung aus, daß die Schutzliaft ein zu eiuschnei- dender Eingriff in bie Freiheit ber Bürger sei und den demokratischen Ueberlieferungem des Landes nicht entspreche. Ein Gewerkschaftskongreß in Portsmouth. Amsterdam, 7. Sept. (WTB. R uter berichtet: In Po r ts m a u t h wurde beu.e ber Gewerkschaftskongreß eröffnet. Zug ge i waren 950 Delegierte, die 61Z2 Millionen Mitglieder vertraten. Tas Mitglied deö Unterhauses, Thomas, hielt eine Ansprack-e, worin er den drillenden Kohlenftreik nicht erwähnte. Ter Kangretz nahm eine Entt'chlicßung tm, worin die Freilassung des Bürge rmei ft ers von Cork verlangt wird. Der Hungerstreik des Vursternieisters von Cork. Paris, 7. Sept. (WTB. ) Nack) einer „Matin"-Meldung aus London hat der K o n g r e ß der Trade-Union gestern eine Tagesardirung angenommen, in der cs beißt: Ter Kongreß, oer eine halbe Million organriierter Arbeiter vertritt, sieht mit Verachung, daß die Regierung beschlossen hat, den Bürgermeister von Eork sterbe-.: zu lassen. Im Namen aller organisierten Arbeiter werden wir die Regierung für oen Tod deS Bürgermeisters von Eork oerantioortltfa machen, und wir erinnern die Regierung daran, baß ihre blinde Unsinnigkeit die Versöhnung Englands und Irlands unmöglid) macht. Brieftnarken-Konfercnz. Zürich, 7. Sept. (WTB.) Ter foauVf* gegen staub der ersten Poft wer t z eiche n fj n- screnz bildete die Briefmarkenbörse. In der Monbagssitzung gelangte tr Valutafragc zur Besprechung. Es wurde ang regt, daß die Markenkataloge anstelle ihrer Papierg-eldpreise btc unveränderliche Goldgeldpreise einfühven mög.'n. Ferner würbe über die Bekämpfung der Briefmarkenfälschungen beraten, sowie über tue Ausgabe von Postwertzeichen zum Zwecke der Spekulation. Tie nächste intcrnatfauale Konferenz fall am 11. September 1921 wieder in Zürich stattfinden. — FührerdurchBad-Nauheim und F r iedbe r g nebst Umgebung. Mit Stadtplan von Bad-Nauheim und vielen Illuftoationen. Vierte Auftage, völlig neu bearbeitet von Prof. Ferdinand Dreher. Verlag Otto Weber, Heilbronn a. Neckar. — „Ter Orchideengarten, PHanta st i s ch e Blatte?", herausgegeben von Karl Werdende und stillende Mntter nehmen nach ärztlichem Urteil dauernd und regelmäßig Eapholactin (milch-phoSuborsanres Kalk- Drüparat). In ihm und die Stoffe enthalten, deren der werdende kindliche Organismus und der Säugling bedarf, und welche er kern Körver der Mutier entzieht. 252 Tabletten für eine oierwöchentliche Kur Mk. 16.— Erhältlich in allen Avotheken. * lle38 «sei iü> || nnt 00 .-Aflor - \ 0)1 zKs-' steh ä.*; . 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Vor vier Monaten roanbtc sich der Ncuyorker Staatsver- band der nordamerifenischen Bäckermeister, der zu etwa 90 Prozent aus Teutsch-Amerikanerrr bestellt, an die de.sichen Backergenossenschasten und nahm mit ihnen Verhängungen über ein großzügiges sir^sitabkommen auf. Tie amerikanischen Häcker erklärten sich bereit, zweimal monatlich je 800 Waggons seinstes amerikanisches Weizenmehl nach Deutschland zu liefern und den deutschen Bäckermeistern einen Kredit von zwei Monaten, gerechnet vom Tage der Ankunft in .Hamburg, einzuräumen. Ter Preis für das Mehl wurde auf 2,95 bis 3 Mk. das Pfund festgesetzt. Während die Verhandlungen mit den deutschen Bäckermeistern durch den ersten Vorsitzenden Max Strasser in Neuyork geführt wurden, gelang es vem zweiten Vorsitzenden ter mn erikanisckvn Bäcker- Vereinigung, Buxbaum, durch Verhandlungen in Washington zu erreichen, daß die amerikanische Regierung für die laufenden MehltranSporte ausreichenden Schiffsraum zur Verfügung stellte. Tie deutschen Bäcker wollen das Mehl zum Preise von 3,20 Mk. frei im Laden verkaufen bzw. zu Kuchen, Weißbrot und Brötchen verarbeiten. Tie deutschen Bäckereigenossenschaften wandten sich an den Er- nährunasminister und trugen ihr Anliegen vor. Taraufyin erhielten-sie folgendes Schreiben: „Auf Ihre gesl. Anfrage teilen wir Ihnen mit, daß vor der Hand nicht beabsichtigt ist, die Einfuhr von Auslandsmehl freizugeben.' Vor einigen Tagen haben die amerikanischen Bäcker, die bereits eine Studienkommission nach Teutschland entsandt haben, telegraphisch angefragt, ob unv wann oas Lieferungsabkommen in Kraft treten solle. Tie amerikanischen Bäcker haben als Sicherheit für die Durchführung der Zahlungen lediglich Bürgschaft der deutschen Bäckerverbände und Genossen- fdjaften verlangt. Sie haben weiterhin sich bereit erklärt, laufend noch größere Mengen als die an-. ® denen zu senden. In den Kreisen der deutschen er hat die ablehnende Haltung der Regierung Derstimnrung her Doiyeru fern, die noch dadurch verstärkt wird, daß der Ernährungsminister einer der größten Bäckereigenosfenschaften auf eine Anfrage mitteilte, daß eine Erhöhung der Brotration von der Ablieferung des Brotgetreides aus der neuen Ernte abhängig gemacht werden müsse und daß auch eine bessere Ausmahlung des Getreides aus diesem Grunde vor der Hand nicht angängig sei. In einer Verhandlung mit dem Vorsitzenden der Ernährungskommission der Interalliierten Kommission wurde den Vertretern der deutschen Bäcker vor wenigen Tagen zudem klargemacht, daß die Londoner Konferenz leider wenig praktische Ergebnisse gezeitigt habe, da England selbst beim besten Willen nicht imstande sei, dem deutschen Volk wesentliche Hilfe angedeihen zu lassen Tie Bäcker stehen auf dem Standpunkt, daß der Verkauf amerikanischen Weizenmehls zum Preise von 3 Mark eine durchaus nicht zu unterschätzende Hilfe für die Ernährung der deutschen Bevölkerung bedeuten würde. Auf der einen Sette wäre damit endgültig dem Schleichhandel, der für deutsches Weizenmehl 6 bis 7 Mark verlangt, ein Ende gemacht, und auf der anderen Seite würden die Landwitte, wenn der Schleichhandel aufhörte, von selbst gezwungen fern, das Brotgetreide in erheblich größerem Umfang abzuliefern. Sollte die Regierung nach wie vor sich dem Hilfswerk der amerikanischen Bäcker widersetzen, so ist beabsichtigt, die Bevölkerung im ganzen Reich zu einem Pwtest aufzurufen. Hauptversammlung öe$ hessischen Oberlehrervereins. Frankfurt a. M., 7. Sept. Tie diesjährige Hauptversammlung des Hessischen Oberlehrer Vereins fand Samstag, den 4. September in Frankfurt a. M. statt. Als Vertreter des Staatsministeriums war Präsident Dr. Strecker erschienen. Außerdem hatten Vertreter gesandt der Preußische Philologenverband, der Wütttembergische Philologenvercin und die Frankfurter Ortsgruppe des Preußischen Philologenvereins. Tie Zahl der erschienenen Vereinsmitglieder betrug schätzungsweise über 500. Nach Begrüßungsworten des Vorsitzenden, Direktors Altendorf, Friedberg, erhielt Präsident Dr. Strecker das Wort. Er führte etwa folgendes aus: Ministerium und Schulabteilung wünschen die Mitarbeit des Vereins, aber wenn nicht alle Wünsche erfüllt werden könnten, sio liege das erstens daran, daß in vielen Fragen noch Mei- nimgsverschiedenheiten innerhalb der Beteiligten selbst bestünden, daß zweitens die Interessen der Derfdfiebenen Ressorts im Widerstreit lägen, und daß drittens die furchtbare Not der Zeit die ^Durchführung mancher wünschenswerten Maß- kegel verzögere oder unmöglich mache. Oft kämen alle drei Schwierigkeiten gleichzeitig in Betracht. Blinder Haß. Roman von Alfred Sassen. Nachdruck verboten.) Fortsetzung 26. „Auch glaube ich nicht an die ®nngrteit des Hasses: — ich glaube nur an Die Ewigkeit der Äebe!" „Ter Liebe," wiederholte die Blinde hohw- voll, „ia freilich, daran mußt du glauben —" „Still, still, Tante." fiel Rena beschwörend ein. „Nichts davon! Bleibe groß in deinem Zorn und Haß, wenn txu schon zürnen und hassen mußt! Aber sprich kein kleines, deiner unwürdiges Wort aus — fein Wort, das du später selbst als einen stachel in deiner armen, wunden Seele empfinden würdest! ... Ich sehe, es ist setzt nrcht möglich, auch nur die armseligste Verständigung^^irischen uns an$ubafr.i€n — so. muß ich warten, «still null sckr mich in rinen Winkel stellen, Tante, inü> meiner «künde darren. Ich meine, sie muß kommen, denn —" Sie hielt inne — wie auf einmal des Atems beraubt. Was ging in der Blinden vor? Etwas Lauerndes war in ihren Zügen, in ihrer ganzen Haltung, e'iros Unbeschreibliches —, es schattete zu oem Jungen Mädchen hin glcick riesengroßen, schwarzen ölügeln, die sich, ihr Licht und Luft raubend, aus sie nieberienien wollten. Än ihrem stockenden Herzschlag glaubte sie zu So fei as noch nicht möglich gewesen, die Frage! der Bezahlung *o:r KriegSreserendar. wäh.e.w der Vorbereittmgszrit zu regeln. Tas schwierigste Kapitel sei die Ä eso l du n g S r e f o r m Teu dabei tätigen Räten müsse man Eigentlich die für die SitzunMn aufgemanöte Zeit wie Kriegszett doppelt anrechnen Beionders schwierig sei btc Verteilung bet bewilligten „gehobenen Stellen" gewesen. Ettie Verteilung nach dem Tienstalter habe dem Willen des Gesetzgebers widersprochen. Ob eine Vermehrung möglich fei, könne noch nicht gesagt ivtrbcn. Ter Redner wandte sich dann der Ticnst- an Weisung zu, deren Entwurf kürzlich den Amtsgenossenichotten zugegangen fei. Durch sie werde das Verhältnis von Direktor zu Oberlehrer nicht mehr unbedingt auf das Vorgesetztenverhältnis abgcstcllt, sondern auf das kollegialere Zusammenarbeiten. Ter Bei - r a t solle dazu dienen, auf freundschaftliche Weife Schwierigkeit innerhalb der Amtsgenossenschaften au vermeiden oder zu beseitigen. Sehr viel versprech: er sich von der Erweiterung der Kompetenz der Fachkonferenzen und der ge- planttn Einrichtung von Fachausschüsien. Strecker schloß mit dem Himoeis auf Hgcls Idee vom objektiven Geist und seine berühmte dialektische Methode, aus denen die Richtlinien für gemeinsame erfolgversprechende Arbeit entnommen werden könnten. Beifällig wurde ein Schreiben ausgenommen, das Staatsoat Block dem Vorsitzenden des Vereins hatte jugeben lassen. Tie Tagesordnung, die zu bearbeiten ivar, ivar sehr reichlich. Ten breitesten Raum in der Be- spcechmrg nahmen im Anschluß an den Jahresbericht des Vorsitzenden die ©duilfragen (Einheitsschule, Lehrerbildung, Schulleitung) und die im Rahmen der Besoldung sref o r m zu erhebenden Forderungen ein. Die Stellung des Vereins fit beiden Fragen wurde durch eine Reihe von Beschlüssen festgelegt. Der festeren Zusammenfassung des Vereins diente der Beschluß, daß alle Mitglieder zum Be^ug der „Südwestdeutschen Schulblätter"" ver- psttchtet sein sollten. Der Jahresbeitrag wurde auf 40 Mark festgesetzt. Für drei ausgeschiedene Mitglieder traten neu in den Vorstand ein: Studimrat Professor Neß- ling, Darmstadt und btt Assessoren Dr. Türck, Darmstadt und Mcmjä, Gießen. Die Vertettung der Aemter wurde so vorgenommen, daß Direktor Altendorf, Friedberg, unterstützt durch Studienrat Professor Tr. Reeb, Mainz, Vorsitzender bleibt. Die Geschäfte des Schriftführers besorgt Konrektor Poepperliug, Tarmftobt, die des Rechners Assessor Dr. Türck, Darmstadt. In die Schriftleitung der „Südwcft- deutschen Schulblätter" tritt für Hessen Oberlehrer Dr. Streuber ein. Die von Darmstadt vorgeschlagene Organi- sationsänüerung wurde nicht mehr behandelt. Sie soll zusammen mit der Dienstanweisung den Stoff zu einer demnächstigen außerordentlichen Hauptversammlung abgeben. Aus dem Amtsverkündigungsblatt. ** Das A rn t s ver kün digun g sb l a 11 Nr. 128 vom 7. September enthält: Verordnung SAusführung der Reichsgetveideordnung. — rdung der Gemeinde-, Mark- und Stifttmgs- ungen. — Nachweisung über die für Hebammen gewährten Rul-egehalte und Unterstützungen. — Maßnahmen zur Bekämpfung der Reblaus. — Herbstferien. — Abschuß von Eichhörnck>en, Eichelhähern und rttberurrtigeu Vögeln. — Gebühren der nichtärztlichen Leick-enbeschauer. — Annahme von Zinsscheincn an Zahlungsstatt. — Wirtschaftliche Beihilfe für heim gekehrte Kriegsgefangene. — Zentralverband Teutscher Kriegsbeschädigter und Kriegshinterbliebener. — D ienstnachrichten. — Feldbereinigung Hausen. Ausführung der Reichsgetreide- ordnung für die Ernte 1920. Vom 26. August 1920. Auf Grund des 8 8 Abs. 1 Nr. 3 der Reichsgetreideordnung für die Ernte 1920 vom 21. Mai 1920 (Reichs-Gesetzbl. S. 1028) wird mit Zustimmung des Reichsrats bestimmt: § 1. Unternehmer landwirtschaftlicher Betriebe dürfen 1. ihren selbst- gebauten Hafer aus der Ernte 1920 an das im betriebe gehaltene Vieh verfüttern; 2. von ihrer felbftgcbauten Gerste a) an das im Betriebe gehaltene Vieh die irn 8 8 Abs. 1 Nr. 1 genannten Mengen an Gerste, soiveit diese zur menschlichen Ernährung nicht Denvcntet werden, b) an ihre Zuchtsauen, sofern diese gedeckt sind und dies dem Kommunalverband angezeigt ist, zwei Zenttier für den Wurf verfüttern. Die Vorschrift im Absatz 1 Nr. 1 gilt auch für sclbsbgebautes Gemenge aus Hafer und Gerste, das nicht mehr als dreißig vom Hundert Gerste enthält. Derbstferien. Mit Rücksicht auf die Schwierigkeiten, die sich der Kohlenbesclwft'ung auch in diesem Jahre entgegenstellen, bestimmt das Lan- desami für das Bildungswesen, Abt. für Schulau gelegen hei teu, daß die Herbstferien vom 10. bis zum 24. Oktober dauern. Wo örtliche Verhältnisse (z. B. Teilnahme der Schüler an landwirrichaft- lichen Arbeiten) eine Aenderung rötlich erscheinen lassen, ist rechtzeitig Antrag zu stellen. Dabei wird, vorausgesetzt, daß die Herbitferien für alle Schüler desselben Ortes, wo sie bisher zu gleicher Zeit! waren, einhettlich geregelt bleiben. Insoweit den! Schulen noch drei Wochen Ferien zusteden, kann I deren Beginn um acht Tage früher testge'eyt wer -1 den. Etwaige Anträge aus Aenderung der gelros-! fenen Anordnung sind an die Krrisschulkommission < KriegÄünterbl icbcner. — Dienitturcknicl.:en Giesen zu richten, dabei ist ansu geben, ob bi: j Bre:rnsLi ftrersorgung für den Winter gcudnrt ist. j Den Abschuß von Eichhörnchen,! Eichelhähern und rabenartigen Vögeln. Mil | veranlaßt durch die hohen Preise für Patronen wurde neuerdings bet Absckiuß der genannten Schädlinge offenbar nicht in dem Umfang gehand? habt, wie es die Rücksichten auf Förderung der Landeskultur verlangen. Es ist baber sowohl an Waldpflanzen und Waldsämereien als auch an der Walnußernte und landwirtschaftlichen Nutzpflanzen ein erhöhter Schaden bemerkbar und eine weitere Zunahme zu befürchten, wenn kein stärkerer Abschuß der schädlichen Tieve eintritt. Den Forstsckmtzbeam- ten wird ber Abschuß in Domauialjagden zur Pflicht gemacht und es ist durch die Kveisämler sofort zu veranlassen, daß auch in den (Gemeinöeiagben die Forstwarte und Felbschützen mit Abschußerlaudnis veigehen und ihnen ausreichende Schnßgelder gewährt werden. Für die Domanialjagden ist vom 1 April lf. Js. an das Schußgeld aus die in den Vorschriften über die im staatlichen Selbstbetrieb bewirtschafteten Jagden (vgl. Nr. F. M. D. 49 174 vom 15. Juni 1920) vorgesehenen Sätze zu erhöhen, d. h. auf 3 Mk. und für ein Nestjunges aus 1 Mk. Gebühren ber nichtärztlichen Leichenbeschauer. Die festgesetzten Gebühren werden bis auf weiteres mit Wirkung vorn 1. September 1920 ab für die Leichenbesichtigungen am Wohnort des Beschauers auf 3 Mk. erhöht und ber Zuschlag (Weggebühr) bei L-eichenbesichtigungen, die außerhalb des Wohnortes, aber innerhalb des Dienstbezirks des Leichenbeschauers borgenommen werden, bei einer Entfernung bis zu drei Kilometer auf 2 Mk., bei einer weiteren Entfernung auf 3 Mk. festgesetzt. Annahme von Zinsscheinen an Zahlungs statt. In Anbetracht ber schwierigen unb verwickelten Gesetzesbestimmungen über bie Maßnahmen gegen die Kapitalflucht und über die Kapitalertragssteuer hat das Ministerium des Innern verfügt,-daß es nichts dagegen einzuwen- den findet, wenn die Gemeinbekassen in Zukunft Zins scheine an Zahlungsstatt nicht mehr an- nehmen. Anträge auf Gewährung einer wirtschaftlichen Bei Hilfe von bereits Heimgekehrten sind irnbefbrngt bis zum 1. Oktober 1920 ber zuständigen Kriegs gefangenen-Heimkehr stelle einzuveichen. Später eingehende Anträge können nickt berücksichtigt werden. Anträge der jetzt noch aus ber Gefangenschaft heimkehrenden ehemaligen Kriegsteilnehmer müssen spätestens drei Monate nach Entlassung aus dem Heeresdienste ber zustänbigen Stelle eingereicht werben. Dem Ze n t r a l verbanb Deutscher Kriegsbeschädigter und Kriegshinterbliebener in Berlin NW. 6, Luisenstr. 31 b, wurde auf Grund ber Bundesratsverordnung vom 15. Februar 1917 zunächst bis zum 31. Dezenlber 1921 die Erlaubnis ^ur öff ntlichen Werbung von Mitgliedern im Freistaat Hessen erteilt. Dienstnachrichten des Kreisamtes. In den Gemeinden Appenrod und Dannenrod, Kreis Alsfeld, ist ber Ausbruch ber Maul- und Klauenseuche amtlich festgestellt worben. Die Orte und Gemarkungen Lehrbach unb Erbenhausen wurden zum Beobachtungsgebiet erklärt. In Ober-Wöllstadt und O st h e i m ist die Maul- imD Klauenseuche amtlich festgestellt tvvrden. Die genannten Gemeinden und Gemarkungen werden zum Sperrgebiet erklärt. Ins Bevbachtungsgebiet fallen die Gemarkungen Butzbach, Hoch-Weisel, Fauerbach v. d. H. In den Gemeinden Wenings, Grundschwalheim, Nieder-Mockstadt, Dauernheim, Dauernheimer Hof, Un- terschmitten, Aulendiebach und auf dem H o s Tiergarten ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Die erforderlichen Sperrmaßnahmen sind angcorbnet. In ber Gemeinbe A tz- b a ch ist die Maul- unb Klauenseuche amtlich fest- gestellt worben. Die erforderlichen Schutzmaßregeln sind angevrdnet. In der Gemeinde Aßlar ist die Maul- und Klauenseuche amtlich festgestellt worben. Die Fab ikanlage ber Firma Berkenhoff unb Drebes daselbst ist als Sperrbezirk und ber übrige Teil bes Ortes unb die Feldmark Aßlar sind als Beobachtungsbezirk bestimmt worden. August Wagner von Lollar ntrrbe zum Erheber der Viehbestände für bie Gemeinben Lollar, Taubringen, Ruttershausen und ©taufenberg eidlich verpflichtet. ---- Hochschulnachrlchien. Hk. Ter Marburger physikalische Lehrstuhl. Wie wir hören, ist der durch das 2lbleben des Geh. Rats Richarz erledigte Lehrstuhl der Physik an ber Universität Marburg Pros. Dr. Clemens Schaefer in Breslau angeboten worden. fühlen, daß die Tante erst setzt wahrhaft über fte zu Gericht sitzen und sie in diesem Gericht vernichten würde. Ja, jetzt mußte gleich bie Maske von dem starren. Gesicht fallen — das Ungeheuerliche darunter hervorbrechen — — „Gut denn," sagte die Blinde aus einmal in einem leisen, aber messerscharfen Ton, „ich will dir gestatten, daß du in meinem Hause bleibst — aber nur unter einer Bedingung —" „Nenne — diese — Bedingung —" Widerstrebend fast, nur durch die Gewalt des Willens hervorgestoßen, fernen diese Worte über die Lippen des jungen Mädchens. Mit einer gewissen Hast, als vermöge fte ein? brennende Erwartung in sich feum zu zügeln, sprach die Blinde weiter: „Durch Osfers frühen Tob bist du frei genwrden. Versprich mir, biete Freiheit nicht auszunützen — in einem Sinne nicht. Schwöre mir zu, daß du niemals dem Sohne Walter Hütrichs angehören wirst — nie und nimmermehr — auch nach meinem Tobe nicht!" Nur wie mit halbem Ohr hörte Rena die haßgesättigte Forderung der Tante. Dafür brach es aus den Worten iah über sie herein wie eine große, strahlende Helle. Ganz erfüllt von der entsetzensvollen Trauer über Den plötzlichen Todesfall, in ihrem vollen Empftnoen bingenommen von unsäglichem Erbarmen mit ber so beispiellos betroffenen Blinden, war es ihr । nod) gar nicht zum Bewußtsein gekommen, drs I Große, Köstliche, daß sie frei fei! Ja, groß und köstlich mußte sie es in ihrer schwaclen Menschlich it gerade jetzt empftnoen, da sie sich an den Rand ber Verzweiflung getrieben sah. Frei — frei! Blitzschnell erhoben sich in ihrer Seele die schmerzlich seligen Stauben, bie sie in Davos am Krankenbett bes Geliebten verlebt! Wie hatte er zu ihr gesprochen? „Wir sehen uns wieder — ich weiß, ich fühl es!" Ja, ja — nun stauben einem Wiedersehen keine unüberwind.ichen Schänken mehr enterg-n, ber Weg, aur bem sich die Hinbernisie bergehoch gehäuft, er war fahrbar geworden — die Nacht hatte sich in den Tag verwandelt, in den strahlenden, berauschenden Tag! Frei — frei! . . . „Antworte mir —" heischte da die Blmve voll verzehrender Ungeduld. Rena schrak empor. Tie aufgestiegenen Himmelsbilder wichen zurück — weit, wett zurück! Welche unerbittliche Forderung hatte die Tante an sie gestellt? Nun erst fanden bie grausamen Worte den rechten Weg zu ihrem Bewußtsein. Das — das wurde von ihr verlangt! Unb mtt einem Schwur sollte sie die Zusage erhärten. Furchtbar — furchtbar! Wohin sich wenden? Eisenstarke SDetien hielten sie in btejem Hause fest, freiwillig hatte sie sich ihm unb der Blinden fa eben noch mit allen Kräften geweiht — aber lürebe und schule. Friedberg, 6. Sept. Der Kreislehrer« verein veranstaltet in den nädxncit ’rixxf/en eine Re he von geologischen 2Ämteru:lg.-n, di? Berguat Dr. Schottler Darmstadt» führen wird 24e erste oühlung beginnt am 8. September in 'Jfibba. Weitere Führungen werden tann in darauffolgenden Wochen nach Müi:zenocrg, Bild l und in bie nähere Umgebung Fneod.-rgs g-l»cn Die Mreie- schultemmisiion hat den Lehrern, hie sich Kiran beteiligen wollen, für die b?‘reftenden Tage frei gegeben. Auch Mch lehrrr sind bei den Führungen wlllfemmen. ^eridibfaal. ,mc-, Frankfurt a. M., 6. Sepl. Ein ^»chlelchhändler stand l/eute vormittag in i>cm ^chatherdenbesitzer Josef Müller ausB r e u n - 9 cd bn m vor dem Gench . Der gute Mann batte nicht weniger wie 180 Hämmel vnickivinde > lassen, die teilweise auf freiem Feld geichfechtet wurden. Tafür muß er nun 10 000 Mar' Siraie zahlen, außerdem darf er acht Tage im öefängni . über bie Verordnungen bett. Schleichhandels narii ■ denken- Ein Lanbwitt aus Groß .! nsiadt, der Beihilfe geleistet lMte, fein mit dni Togen Gefängnis unb 1500 Mart Geldsttuse davon ' Vermischte». .* Eine Rundfrage über di<^ Technische Not Hilfe. In einem kleinen, von ^rr Hauptstelle der Technisäien Nothsife berausgegebe- nen Heftchen ftnb in gedrängter sz-üllc Beurte,ttm- gen der verschiedensten, führenden Persönlichkeiten Deutschlands über diese Einrichtung zusammengestellt worden. Es berührt vcsond^rs erfreulich, daß über jeden Gedontenkveis, den die Technische Nothilfe praktisch vertritt, auch bei sonst entgegengesetzt gerichteten Persönlichkeiten des geistigen Lebens geschlossene Einmütigtett herrsckst. So äußert sich neben den traditionellen Vertretern ber deutschen Wissenschaft, den Nobelpreisttägern Plank und Haber, der Arheitsasttvnom Bürgel in gleich anerkennender Weise über die Not Hilfe. Ter Rektor der Berliner Universität Meyer begrüßt die Einrichtung ebenso warm wie ber Sozial- polttiker Len sch und Som bart, von denen der letztere sie als „Vertreterin wahrhaft sozialer Ten* denzen von Zucht und Ordnung in unserer Zeit der Verwilderung unb Auflösung" bezeichnet. Wie die Köpfe des geistigen Lebens, so bezeugen mich bie Führer unserer Wirtschaft die gl.icke große Wertschätzung der Technischen Nvthilse m tiyren Aeußerungen, und alle diese Werturteile werben ergänzt durch die auf Grund praktischer Erfahrungen mit der Technischen 920^1^ gebildeten Ansichten von Behörden verschiedenster Art und Bl.sck,ernigungen lchenswich'iger Werke aller 0>rup- pen, bei benot die Technische Nothilfe einspringor mußte. * Briefmarken, die aufP ost karten, aber nicht auf Briefen gelten. Briefmarken, die auf Postkarten gelten, nicht aber auf Briefen, Drucksachen usw. wird es vom 1. September an geben. Die Post hat bekanntlich die Marken zu 2, 2l/8, 3 unb 7V, Pf. vom 1. September an für ungültig erklärt. Man hatte aber nicht bedacht, daß die Post sowohl wie einzelne Geschäftsleute noch Postkatten mit eingedrucktem Wert stempel zu 71/, Pf. usw. besitzen, die man mit den für ungültig erklärten Marken ergäiuert muß, wenn man die Karten nicht wertlos machen will. Es würde deshalb angekündigt, daß Postkarten mit eingebrueften Marten zu 7'/, Pf. usw. mit Ergänzungs-Freimarken der für ungültig erklärten Werte auch nach dem 31. August unbeanstandet befördert werden. Auch bie Postanstalten sind soeben in diesem Sinne angewiesen worden. Ja sogar die Besitzer von Postfetten zu 71/? Pf. usw. erhalten die für ungültig erklärten Wertzeichen noch nach dem 1. September, um ihre Karten ergänzen zu können. Auf Briese, Drucksachen, Geschäftspapieoe usw. darf man diese Marten nicht kleben. Tic Postanstalten sind ferner jetzt ebenfalls angewiesen worden, die in den Händen der Verbraucher noch befirrblichen Wertzeichen zu 2, 2l/i, 3 und 7V8 Pf. bis zum 15. September gegen gültige Postwertzeichen umzutauschen. Büchertisch. — Humoristische Gedichte in Wetterauer Mundart betitelt sich ein von ber Pfeifferschen Verlaasbuchhandluna in Gießen herausgegebenes Werkcven. Dec Verfasser P. Gei bei, ben sein Beruf als Tierarzt mit der ländlichen Bevölkerung feiner Heimat täglich in Berührung brachte, schÜdett in durchweg humorvoller Weise Ten fort, Gefühle unb Hanblungen ber charakteristischsten Gestalten bes Landvolkes. Er hat diesem mehr abzulauschen vermocht, als mancher, der es in Prosa zu schildern vermag. Das Aäirdchen, das für 3.50 Mk. durch jede Buchhandlung bezogen werden kann, ist allen Freunden heiteren Lesestoffs, Inamentlich solchen, die bie Mundart beherrschen unb andere erheitern wollen, zu empfehlen. sie hatte da mit ihren schmerzverdun ketten Augen bie Sonne noch nicht gesehen, die ihr in schönem Lebensglanz emporgestiegen war! Unb jetzt galt es zu wählen! Und wenn sie gewählt hatte, gab es kein Zurück mehr — teins! Noch einmal mahnte die Stimme ber Blmdm, dumpf unb rauh in der ungestillten Erwartung: „Antworte! Antwotte!" „Tante," stammelte Rena endlich, von ihren widerstteitenden Gefühlen httv- unb hergeworftn, „gib mir eine Frist —" * „Keine Frist! Augenblicklich trift deine Entscheidung !" „Wie kann ich —" „Tu mu&t!" „liebe Barmherzigkeit, Tante! Gönne mir Zeit — mir unb auch dir! Vielleicht —" „Ha, ha, ha! Für mich gibt es kein ^tel- leicht"! Es soll auch für dich nicht da sein. Klar und deutlich habe ich meine Bedttrgungen m^espro- chen — und nun sage Ja ober Nein! Bleibe bei deiner Tarnte — als Trost, als Stab und Stütze ihres Alters — oder verrate sie, gehe zu ihren Feinden über!" „Es sind nicht beirre Fettcke! Wenn du wüß-> „Ich betrachte sie als meine schlimmsten Femde. als die grausamen Zerstörer meines Lebens^bi^ zum heutigen Tage! . . . Sag, auf welche s-it' du dich stellen nullst! Sag'S!" (Fortsetzung folgt.) vchSrdliche Anzerge«. Ausgabe koudensicrter Milch. Tie Milchempfänger, deren Karte auf V2 Litec tautet, erhalten am Donnerstag, den 9., und Freitag, den 10. September 1920, in den nachstehend auf- gesührten Geschäften gegen Abgabe der Milch marke vom 13. September 1920 der 38. Woche anstatt der ihnen zustehenden Vollmilch für den 7„ 9., 11. und 12. Sept. 1920 eine Tose kondensierte gezuckerte Vollmilch zu ö.50 Mk. Tie Klein Handelsgeschäfte haben die ein- gegmrgenen Milchmarken bis spätestens 14. September 1920 auf dem städtischen Lebens mittel amt, Zimmer 6, abzuliesern und oie restlichen Tosen znrückzugeben. Bieker, Cbr., Mustadt, Borger, Karl, Wetzsteingasse, Driesch, Deinr., Seltersweg. Iekel, Karl, Marburger Straße, Kleinhenn, C. G., Bahnhofstraße, Konsum-Verein, Asterweg, Laichinger, Gustav, Wilhelmstraße, Maternus, I., Frankfurter Straße, Noll, Gebrüder, Bahnhofstraße, Reuter, Heim.-., Llrdwigsplatz, Schlierbach, Theod., Frankfurter Straße, Schönhals, Chc., Nord-Anlage, Walter, Gustav, Mäusbnrg. Gießen, den 7. Sept. 1920. 95768 Ter Oberbürgermciiter lUebmsmittÄamt). Obftverstergernng. Freitag den 1 0. ds. Mts. sollen an der Kreisstraße Gießen—Nodhenn von etwa 35 Bäumen mit gutem Behang die Aepfel (Gelber Richard und Tellevrpfel) versteigert werden. Zu-- sanmleirklmft vormittags 8 Uhr am Llb-weig nach Heuchelheim. Än d emselben Tage die Aepfev(Drinzen- apsel', geschätzte Menge 120 Zentner, und Zwet- scheit an der Kreisstraße Reiskirchen—Hattenrod. Anfang vorm. 91/z Uhr nächst Reiskirchen. Samstag den 11. ds. Mts. die Aepfel und Birnen an der Kreisstraße Gießen—Wißnrar. Mchang vorm. 8 Uhr an Baurn Nr. 1. An demselben Tage die AefM an der Kreisstraße Gießen—Lollar. Anßmg vorm. 9Va Uhr an der Wellersburg. An demselben Tage die Aepfel an der Kreisstraße Gießen—Steinbach bis zum Wald. Anfang vorm. 8V2 Uhr am Bahnübergang. Gießen, am 7. September 1920. Ter Kreisbaurm'pekior. 9545c A. B.: Schneider, Reg-Baurneister. Obftversteigerung. Montag den 13. September, vormittags um 9V»Uhr anfangend, wird das Obst der Gemeinde Queckbvrn, bestehend in Aepfel und Zwetschen, öffentlich meistbietend versteigert. Zusammenkunft am Bahichof. Queckbvrn, den 7. September 1920. Hessische Bürgermeisterei. Albert. 9566 KlWzvM31.Tkzmber19!9. Vermögen. 9508c zu außerordentlich billigen Preisen: an Fritz Nowack, Bietzen s Z s Klaviere Harmoniums werd, fachgem.n. preiswert gestimmt u. repar. G.Eh2rl,Rie?ierniach8F Gäu, HM U Stimmer n.Neparat d. Fa.Rudoli)h,Gieß.^- Scheibenschleier ichiedene Muster, von . . Cüorü6er- gefjendes Nciucn ganzen Pfeffer per Bfd. M. 12,50 empfiehlt 9419 Heinrich Driesch Settersweg 70. hessische handelzgarLner-VerbiKdung Ortsgruppe Gießen und Umgebung. Cä« Garantte^ . /Gr Erfolg’ An- u. Verkauf von Lumpen, Eifen,Me- tallen, Knochen, Papier, Flaschen, gebr. Maschinen. 92 Louis Rothenberger ZJeuenwegZZ. Toleph. 178. 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Große Neueingange in Gardinen Halbstores Klöppeleinsätzen und -Motiven, von M. 88.— an Künstler-Gardinen 1o0_ reich mit Klöppeleinsähen verziert. . . von an MiM-hiwüels-SrWe „Hernes“ Wietzen, Bahnhosstr. 60 Tel. 1097. - Gcgr. 1909. Am 6. Qktbr. Beginn neuer Halb- u. Iahres- kurie. Prospekt frei. 2lunreldu»n.täkl.l^'e Darlehen gegen Hypotheken .... 609 683.95 Bestand an Staatspapieren: a) Kriegsanleihen M. 177000=173710 Abschreibung 7% v. Nennwert 12390 161 320. - b) sonstigen Wertpapieren M. 15600 Abschreibung .... „ 2600 13 000.- Darlehen gegen Schuldscheine und Gut- haben tfei Banken.......2 246 871.22 Guthaben der Kaffe im Konto-Korrent. 84 637.33 Zedierte Güterkaufgelder..... 51 455.— Kassevorrat, verzinsliche Ausstände und rückständige Forderungen..... 94 123.63 3 261 091.13 Vezirksparkasie Gießen. Die am 3 0. Juni I. I fällig gewesenen Zinsen für Darlehen aus unserer Kasse können nur noch in den nächsten 8 Tagen ohne Kosten bezahlt werden. Bemerkt wird, daß eine weitere Iahlungs- ausforderung nicht mehr erfolgt. Gießen, den 6. September 1920. «ezirtsspartasse Gießen. [9538D Schulden. Geschäftsanteile......... 9 942.36 Aufgenommene Kapitalien.....3 172 050.81 Reservefonds.......... 42 400.- Gewinnsaldo aus vorhergehenden Jahren (Dispositionsfonds).......15 100.- Erübrigungsrückhalt zur Deckung der Unkosten für folgende Jahre .... 6751.83 Zahrsserübrigung 1919 (Gewinn) . . 14 846.13 Ö 261 091.13 Mitgliederbestand Ende 1918 .... 115 , Abgang ........... 6 *109 Zugang ............ 6 Mithin Mitgliederbestand am Gnde 1919 115 Hungen, den 6 September 1919. Der her Spar««. Leihlssse zii gingen e. G. m. b. H. 9536 Fendt. Verleit. G. Kohlheyer. Erhöhung des Einkommens durch Versicherung von Leibrente bei der Preisen Renten -Versichernans -ÄnstsII. Sofort beginnende gleichbleibende Rente für Manner: 323id beim Eintrittsalter (Jahre): 50 | 5ö | 60 | 66 ) 70 | 75 bei längerem Aufschub der Rentenzahlung wesentlich höhere Sätze. Für Frauen gelten besondere Tarife. Vaneögeaswflrte Ende 1119:136 Millionen Blark. Tarife und nähere Auskunft durch: W. Marndt in Frankf. a.M., Bieichslr. 02. Gebrauchte 25-Liter- Obst-Versteigerung Winnerod. Mittwoch den 15. Sept, soll das Obst der Gutsverwaltung Winnerod (meist Aepfel) öffentlich meistbietend versteigert werden. Anfang vorm. 9V2 Uhr auf der Thaussee Winncrod-Bersro^an der Gemarkungsgrenze. Winnerod, den 6. September 1920. 95621)Ludwig Clemm. Für unsere Angestellten und Arbeiter kaufen wir größere Mengen Vmterkartoffeln zur Ablieferung nach dem 15. September d. I. Angebote mit Angabe des äußersten Preises frei Gießen und der verfügbaren Mengen werden erbeten an Wenet GnmMMl Poppe Ho. ©leiten. a«?! Korbflaschen für Obst- und Beerenweine geeignet, sowie :: Holzwolle :: wieder eingetroffen. [9548 Stein.tr. 84 86 LOllliNS!' Telephon2l26. Billige Taschentücher: Kinder-Taschentuch Z'^farb. M 2.25 Damen-Taschentuch M. 2.75 Herren-Taschentuch mstHohl. H75 Fritz Nowack, Gießen Achtung! N 15. September M ein kW!« AMU frei. Leichter Selbstfahrer, Dreschkasten und Selbstbinder-Presse, natürlich m,t Svr?ubW' womr dne oute Kundschaft gesucht wird. In- L'Än9,naebote ®513 TANZ-KURSUS Meine diesjährigen Kurse beginnen Montag den 20. und Mittwoch den 22. September; für Studierende Freitag den 8. Oktober. — Gefl. Anmeldungen nehme ich in meiner Wohnung, Löberstraße 12 pari., entgegen. Hochachtungsvoll Wilhelm Will Univ^Tttrn- und Tanzlehrer Privatunterricht für moderne Tänze zu jeder Zeit. 0111,8 MMM gesund, astrein, wurmfrei, diesjährigen Einschlages, 30 Ztm. Durchmesset aufwärts, Mindestlänge 3 Mtr., kaufen und ersuchen um Angebote franko Waggon .Verladestation 9518ss Z.VrSui!!gLLöhiiA.-K.,WcrlLa!ijie^itbgch Empfehle !«r WöcIiBorlnaeu / Behoavaleszeaten n. Biutarae\ Köstritzer Schwarzbier 's. bewährtes Malzbier -z EM8L SCMÖALL Biorgro ßhdL ^S^Tei. 83. OTOO Stsinholzfyßhöden Neuausführung, Reparaturen. Estrich, beste Unterlage für Linoleum. 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Weller Kl.-Linden, 8. September 1920. ............. Lüü- Montag, 13. Sept., abends 8 Uhr spricht in der „neuen Aula" Seeadler-Kommandant WMmLM in Fortsetzung seines im Februar d. I. hier gehaltenen Vortrags über seine weiteren Erlebnisse Gefangenschaft, Leben und Flucht in Neuseeland, seine nochmalige Internierung bilden eine Kette spannender Ereignisse. Numerierte Eintrittskarten zu 2 Mark, un- num"rierte zu 1 Mark im Vorverkauf bei Ernst Challier, Neuenweg. SklSeiMNag ist für öle SmMM bestimm. Veranstaltet von der 9561c Ortsgruppe Meßen der deutschnationaren Volkspartei. Am 5. September habe ich die Praxis meines verstorbenen Vaters übernommen und übe sie Neuen Bäue 29 p. aus. 6,W86 Dr.Wilh. Klein, prakt. Arzt Sprechstunden: Werktags 8-9 vormittags, 2-3 nachmittags. Durch Verfügung des hessischen Ministeriums der Justiz bin ich zum SM Notar sägi als Amtsnachfolger des verstorbenen Notars Geh. JustizratS Metz ernannt und habe dessen NotariatSgeschäfte mit dem heutigen Tage übernommen. Gießen, den 25. August 1920. Dr. jur. Curt Spohr Rechtsanwalt und Notar Neuen B8ue 25 H. ms I Rechtsanwälte Geh. Justizrat Dr. Reis Beni Bendheim, Dr.GustavReis haben ihr Bureau zur gemeinsamen Ausübung der Praxis vereinigt. Das Bureau befindet sich Casinostr. 31, Ecke Bismarckstr. in Darmstadt Tas Zahnpulver „Nr. 23" Die neue verbelferl!Äuf wissenschaftlicher Grundlage nach Zahnarzt P. Bahr. In 2 Packungen: Airt erhält die Zähne gesund zahnstelniösend, vlvpl uuö blendend weih ^Dlly reinigend. (6562 Man verlange mit Namenözug ausdrücklich Zahnarzt k'-«nhr In Gienen in ver Drog. Uug. Noll, Bahnhosstr. 51. Mitglieder des D. H. C. und anderer Wanderveretne werd, ans die jetzt wieder lieferbare beste hessische Dialeftsammlnng »W / SllMOllsllschk MW* hingewiesen und die Anschaffung emvfohley. (ö,fl Preis M. 3.50. In allen «uchbaudlu^gcn.