170. Jahrgang Donnerstag, 8. Juli 1920 lenArh. 319D trungen, die er- besonderer Grund für die Die Lage der Polen. geben. Außerdem Rei chsministerrnm WOl ürJfl i der Lage WkA ei. M estrahe 25 'IWW" eiUWlkiO zbrenner u. glicht, oi* MRUM WoW Meldung unseres Sonderdienstes. Spaa, 8. Juli. Tie gestrige Sitzung der Konferenz fand um */»7 ITfyr im Scfavß Frarneuse iatt. An ihr nahmen etwa 50 Personen, Delegierte und Sachverständige, teil. Sofort nach Eröffnung der Sitzung schilderte Reichsminister Dr. Simons die Schwierigkeiten, die in Deutschland durch die Bevvri- nungen der Entente verursacht Wochen seien. Aus der einen Seite soll Deutschland die Waffenöl»- lieserung durchführen, aus der anderen Seite nehme man ihm die Truppen, die diese Waffen erfassen tollten. Wir brauchten die Truppen, um dir innere Ruhe tyu sichern, die durch die kritische wirtschaftliche Sagt gefährdet sei. Eine Verminderung des Heeres konnten wir dann vornehmen, werrn sich durch die Verhandlungen in Span imfcrq wirtschaftliche Lage bessern sollte. Deshalb hätten wir es des Innern hier erwartet. , , Zur Teilnahme an den Beratungen über die den werde. gnileMf Ktae» die vorgussichtllch ajShald he-| ___ jteftei! W Nach der Sitzung traten sofort die militärischen Sachverständigen zu der twr- «eschlagenen und deutscherseits angenommenen Sonde rbesprechung zusammen. Dabei wurde Spaa, 7. Juli. (WTB.) Reichsjustizminister Dr. Heinze traf mit dem Reichsanwalt Rechter hier ein, um über das Reichsgerichts - verfahreir gegen die io genannten Kriegsverbrecher vor der Konferenz Auskunft zu geben. Außerdem wird Geheimrat Schmied vom Reichsministerrum tamafte und öl 60*" 75.- '(1(6. 730k Rr. 158 Der Siehener Anzriaer erscheint täglich, außer Sonn, und Feiertags. vezugrpreise: Monatlich Mark 3.60 und Mk. - 65Trägerlohn, vierleliährlichMark 10 80 undMk.l.95Trägerlohn,' durch die Post viertel- jährlich Mark 12.— ausschließlich Bestellgeld. Fern sprech-Anschlüsse: ftr die Schristleitung 112; Der lag, Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Xmetaer Sieben. Postscheckkonto: $ranfftirt a. M. 11686 Sonde rbesprechung zusammen. Dabei wurde I geschlagene lange Frist erscheine unnötig. Es Aber die Ziffern des Heeresmaterials Ein verstand- Damme nur eine Fristverlängerung von drei Mo- Lis. erzielt. . | nuten in äm Lik Mnäcn würden Lbogevä Dänische Reichrtagrwahl. Kopenhagen, 7. Juli. (Wolff.) Da die im Reichstag im vorigen Monat angenommenen Verfassungsänderungen infolge der Wiedervereinigung mit Schleswig erst Endgültigkeit erlangen, nachdem sie vom neuen Reichstag ange- nommen worden sind, fanden gestern Wahlen zum Folketing statt. Sie hatten folgendes Ergebnis: Lrwerbspartei 4, Konservative 26, Radikale 16, Sozialdemokraten 42, Linkspartei 51 Sitze. Die Konservativen verloren zwei Sitze, die Radr- kalen einen Sitz; die Linkspartei gewann drei Sitze. Die Regierungsgruppe, die sich aus der Linkspartei und den Konservativen zusammensetzt, gewann demnach einen Sitz. Aus der italienischen Kammer. R o m, 7. Juli. (Wölls.) Die Kammer nahm durch Handaushebeu die Regierungserklärungen cm und schloß die Debatte. Kabinettsrücktritt in '/.v Budapest, 7. Juli. (Wolff.) Der Reichsverweser nahm das Entlassungsgesuch der Regiernngsmitglieber an und betraute das Ministerium mit der vorläufigen Werter- fühxung der Geschäfte. Das neue persische Kabinett. Amsterdam, 7. Jilli. (WTB.) Wie die Times aus eheran meldet, ist das perstsche Kabinett endgültig gefaltet. Zeitweiliger Krtegsmrnister wird Vossukh es Sultanen. beten würden, sei die NotwendigLit einer kurzen Prüfungszeit für diejenigen Mannschaften, die sich als Söldner für 12 Jahre verpflichte wollten, um auf diese Weise ungeeignete Elemente Don der Reichswehr fentzuhalten. Schon wahrend der Ausführungen des Generals von Seeckt, als er die Hauptpunkte vorgelegt hatte, hatten sich Lloyd George und Marschall Wilson zu einer Beratung zurückgezogen. Als General von Seeckt ferne Ausführungen beendet hatte, trat eine Pause ein. Es war 5.10 Uhr, als Minister Geßler im Garten des Schlosses erschien, um daselbst einige Minuten zu verweilen. Um 5.50 Uhr wurde die Sitzung wieder ausgenommen. Lloyd George ergriff sofort das Wort zu einer ausführlichen Rede, in der er u. a. sagte, daß es keineswegs Mißtrauen gegen die deutsche Regierung sei, daß die Alliierten zu ihrem Vorgehen veranlaßt. Tie Möglichkeit jedoch, daß jeden Augenblick 3 Millionen Bewaffnete in Deutschland vorhanden sein könnten, sei eine stän- dige Bedrohung der Nachbarn Teutstfaands. Er begreife es nicht, ifae die deutsche Regierung einen solchen Zu stand in ihrem Lande dulde. Es sei jetzt an der Zeit für die deutsche Negierung, eine Probe ihrer Macht zu geben. Im übrigen seien die von General von Seeckt genannten Ziffern feiner Ansicht nach nicht genau und es wäre wohl das richtige, toenn die sachverständigen Offiziere sofort nach der Sitzung ihre Zafaen vergleichen und beraten wollten. Tie von General von Seeckt vor- Berlin, 7. Juli. (WTB.) Wie der ,,Berl. Lokalanz." aus Königsberg meldet, ist in Weißrußland gegen die Polen ein Aufstand ausgebrochen, der die rückwärttgen Verbindungen der polnischar Armee bedroht. Die Eisenbahnbrücke auf der Strecke Jassen—Berrnsk ist in die Lust gesprengt worden. S p a a, 7. Juli .(WTB.) Wie Sotr meldet, beschäftigten sich Marschall Foch und Marschall Wilson lebhaft mit den kürzlichen militärischen E reignissen an der polnischen Front. Das Blatt glaubt zu wissen, daß Polen in Spaa von den Alliierten keine Unterstützung und die Entsendung von Truppen, sondern die Entsendung von Munttwn und Waffen erbitten werde. Berlin, 7. Juli. (Priv.-Telegr.) Die kmw- rnunistischen Abgeordneten Frau Zetkin und Dr. Levi haben im Reichstag eine „kleine Anfrage eingebracht, in der sie auf die Pressenachricht Hinweisen, daß die Ententernäcyte angesichts des militärischen Zusammenbruches Polens an Deutschland das Ersuchen stellen werden, Truppm durch Deutschland zur Unterstützung Polens zu führen und die Reginung fragen, ob sie Trup- pentransPorte durch Deutschland dufa Spaa, 7. Juli. (WTB.) Wie das . Wolfsbureau von zuständiger Seite erfährt, sind die Beschlüsse, die General von Seeckt heute als Plan tn der Konferenz vorgetragen hat, von den vier anwesenden Kobinettsmitgliedeim nach langen eingehenden Beratungen einstimmig! gefaßt worden. Paris, 7. Juli. (Wolff.) Wie der Sonder- berichterstatter des „Motin" aus S paa meldet, hat der Chef der englischen Militärmission in Berlin, General M a c c o l m, gestern abend in Spaa mit den Mitgliedern ter deutschen Delegation verhandelt. Die Beurteilung der Sitzung. Berlin, 8. Juli. Der Eindruck der Blätter vom gestrigen Tage über Spaa ist überwiegend der, daß es als ein Erfolg anzu sehen sei, wenn es gelinge, die Verhandlungen in Gang zu erhalten. Die „Vossische Zeitung" sagt, es sei anzunehmen, daß auch die Heeresfrage in irgend einer Weise gelöst werde, ohne den weiteren Verlauf der Ämserenz zu gefährden. Wie der „Vorwärts" meint, habe der Verlaus der gestrigen Tagung die Ansichten der Optimisten gerechtfertigt und bewiesen, daß sowohl auf deutscher Seite wie auch mindestens zu einem Teil auf der gegnerischen der ernste Wille zum Ausgleich besteht. Das Auftreten des Reichs- ministers Dr. Simons falbe wahrscheinlich einen günstigen Eindruck auf die Alliierten gemacht. Lloyd Georae zeigte sich in seinen Zwischenbemerkungen wesentlich entgegenkommender als am Dienstag. In englischen Kreisen in Spaa sei gestern abend die Aussicht einer Verständigung in der Entwafftrungssrage nicht ungünstig beurteilt worden. Dasselbe Blatt nimmt Notiz von dem Gerücht, welches in Ententekreisen umgeht, daß im Anschluß an die ersten Hauptberatungen die Konferenz später nach Ostende verlegt werden solle. Das „Berl. Tagebl." sagt, die Diskussion über die Entschädigungsfrage werde vermutlich'am Freitag beginnen. Auch nach diesem Blatt gefaxt der Erfolg des gestrigen Tages dem deutschen Minister des Auswärtigen Simons. Er HÄe in vollendeter Form, und was auch von alliierter Seite anerkannt werde, mit großer ©(faagfertigtet den deutschen Standpunkt vertreten. Paris, 7. Juli. (Wolff.) Gustave £>ert>e schreibt heute: „Es ist voll kommen unnütz, wie es ein Teil unserer Presse tut, die öffentliche Mei- mmg gegen Deutschland aufjubringen und die alliierten Regierungen dahin treiben zu wollen. Sie hätte vielmehr dem Publikum in allen Ländern die Schwierigkeiten zeigen müssen, denen die alliierten sttegierungen gegeitüterftänben, um dis wirtschaftlichen und finanziellen Klauseln des Frie- densvertmges von Deutschland aus führen zu lassen, auch ine Schwierigkeiten, die die deutsche Regierung hat, sie auszuführen, selbst wenn sie den besten Willen der Welt aufbringen würde." Sterbe weist darauf hin, daß die Dinge sich nicht so abspielen könnten, wie 1871, denn die Lage von 1871 könne mit ter von 1920 nicht verglichen werden. Weitere Sachverständige. nochmals über die Angelegenheit beraten und morgen um 12 Uhr ihre endgültige Antwort mitteilen. Minister Dr. Simons erbat jetzt nochmals das Wort, er wolle noch einiges sagen, da wir dedauerliwerweise über diese Fragen nicht mit» beraten könnten. Lloyd George falbe ganz recht: die Waffenbestände seien eine Gefahr für Deutschlands Nachbarn. Lloyd George aber könne sich unsere Lage als der Ministerpräsident eines mächtigen siegreichen Landes schlecht vorstellen. Es sei aber wohl nicht ehrenrührig für uns, wenn wir zugeben, daß wir nicht die Macht hätten, unseren Willen durchzuführen. Lloyd George unterbrach lebhaft. Tas besiegte Frankreich von 18 71 habe gezeigt, wie man eine Revolution Niederschlage. Minister Simons erwiderte hieraus, wir roürten es, wenn möglich, ebenso maefam. Aber er wolle doch daran erinnern, daß w i r damals den Franzosen geholfen hätten. Wenn die Entente dasselbe nicht tun wolle, bann solle sie uns wenigstens die nötigen Machtmittel belassen. Gesetze reichten in Deutschland nicht aus, wenn nicht die nötigen Machtmittel zu ihrer Durchführung dahinter ständen. Deutschlands Sachverständige hätten übrigens genaue Karten über die Truppenlokationcn bei einem 200 000» und bei einem 100 000 Mann-Heer ausgestellt. Diese Karten seien vielleicht der Entente als Material willkommen. Die Konferenz nahm das Material bereitwillig entgegen. Punkt 6.45 Uhr wurde die Sitzung geschlossen. Die nächste Sitztmg findet am Donnerstag um 12 Uhr statt. .Es war 7 Uhr, als die Autos der deutschen Delegation vor dem Hotel Anette und Lubin wieder vorfuhren. Die Minister zogen sich sofort mit den im Hotel verbliebenen Ministern und Staatssekretären zu einer Beratung zurück, die eine halbe Stunde dauerte. Nach der Sitzung traten die militärischen Sachverständigen im Schlosse Fraineuse zu einer Sonderbesprechung zusammen. Gleichzeitig traten die Sachverständigen für das Lust- und Marinewesen zusammen. Vie dritte Sitzung in Spaa. Die EntwasinungSfrage. Spaa, 7. Juli. (WTB.) Reichskanzler Fehrenbach konferierte heute vormittag Mit Simons und Dr. Geßler über die chon den Alliierten geforderte genaue Beantwortung der in der Entwasfnungs- frage gestellten Anfragen. Die Diskussion war lange und lebhaft, da die Sachverständigen nicht geneigt schienen, eine Reduktion zu prüfen. Es scheint, daß man im Gegenteil auf Seiten der Regierung geneigt sei, Zugeständnisse zu machen. Es handelt sich nur darum, in welchem Maße. Hier muß sich, wie man in ^deutschen offiziellen Kreisen bemerkt, die A u - torität des Reichskanzlers zeigen. Der offizielle Bericht. Spaa, 7. Juli. (WTB.) Die dritte S i tz u n g der Konferenz von Spaa sand heute nachmittag 3Vs Uhr statt. Anwesend waren die Vertreter der 5 interalliierten Mächte und die deutsche Delegation sowie die alliierten und deutschen militärischen Sachverständigen. Spaa, 7. Juli. (WB.) Die 3. Sitzung der Konferenz fanb heute nachmittag um W Uhr statt. Rrichsminister Simons schilderte zunächst die Schwierigkeiten, die für Deutschland mit der Forderung auf sofortige Ablieferung des Heeres- materials und gleichzeitiger Herabsetzung der Truppenstärke verbunden seien, da wir, um das Material zu erlangen, im Notfälle Truppen einsetzen müßten imb auf eine ausreichende Sicherung uinferer Produktion nur verzichten könnten, wenn fcte wirtschaftlichen Vereinbarungen in Spaa uns industriell und finanziell über die schwere Krisis dieses Sommers hinweghelfen. Trotzdem wollten wir, dem Wunsche Lloyd Georges entffaccfamb, bestimmte Daten unb Zahlen über bie Ma- terialablieseruug unb Heeresverminderung geben. Wir hegten aber bie Erwartung, baß bie Alliierten bei ben weiteren Verhandlungen Verständnis für unsere wirtschaftliche Lage bewiesen, daß sie uns bei Unterdrückung des Wassens chmug- gels aus dem besetzten in das unbesetzte Gebiet beistanden unb daß sie insbesondere auf ben Abmarsch der Garnisonen aus der sogenannten neutralen Zone nicht bestünden, da andernfalls dort Revolten, zum mindesten aber schwere Beunruhigung der leitenden Jndusttiekreise imvermeiblich Darauf legte General v. Seeckt ausführlich ben Plan wegen Ablieferung bes restlichen Heeresmaterials unb der allmählichen Herabsetzung der Truppenstärke bar. Für ersteres gab er ein Jahr, für letzteres 5/* Jahr als Termin an. Er ging besonbers auf bie große Zahl ber in Deutschland noch befindlichen Gewehre ein, von denen vechnungsmätzig noch beinahe drei Millionen ab» -zuliefern seien unb fast zwei Millionen keinen nachweisbaren Verbleib hätten. Die Verminderung der Reichswehr könne daher nur allmählich erfolgen. Sie solle fas zum 1. September 1920 auf 190 000, bis 1. 1. 1921 auf 180 000, bis 1. 4. 1921 auf 160 000, bis 1. 7. 1921 auf 130 000 unb schließlich bis 1. 10. 1921 auf 100 000 Mann durchführt werden. Entsprechmd mürben bie Jnsanterie-Brigabestäbe reguliert unb gewisse Hilfstruppen beschleunigt aufgelöst toerben. Für eine besondere Besprechung der militürischm Sachverständigen meldete er noch eine Reihe von Wünschen zur leichteren Verwaltung des Truppenbestandes an, die weder zahlenmäßig noch grundsätzlich dem Friedensverttag toi» dersprächen. Lloyd George kritisierte die deittschen VorscÄäge in längerer Rede. Die eigenen Angaben faö Generals zeigten, tote berechtigt die tiefe Be- iorynis der Alliierten vor dem gegenwärtigen rnili- 'ärischen 3uftanbe Deutschlands fei, da jetzt über bie im Friedmsoerttag vor geschriebene Zechl hinaus noch drei Millionm Bewaffnete sich im Lande teftmdm. Das bedeute eine beständige Bedrohung nicht rarr ber deutschen fJtegienmg ietbft, sondern aller Nachbarstaaten mit bolschewistischen Angriffen. Er begreife nicht wie die deutsche Regierung daran benten könne, solche Zustände auch nur fünf Wochen, geschweige beim fünfviertel ■ Jahre bei sich zu dulden. Sie solle jetzt eine Probe chrer Macht geben. Die geforderte Verlängerung her Frist ginge weit über das notwendige Maß hinaus. 3m übrigen schlug Lloyd George vor, o iß die militärische Sachoerständigen ber beiden Parteien sich über die im einzelnen abweichenden Ziffern betr. des HreveSmaterials sowie über bie ‘ Durchführung der Mauseln bezüglich der Marine Md Luftflotte sofort verständigen sollten und daß bie Leiter der alliierten Delegationen rnit chren militärischen Hauptsachverständrgen die Vorschläge der deutscher Regierung beraten sollten. Morgen 12 Uhr würde dann die enbgüttige Antwort au; die Vorschläge erteilt toerben. Nach einem Schlußwort des Ministers Timons, ber für die Beratung ber Alliierten Dislokationskarten für die Heeresstärke von 200 000 Mann und von 100 000 Mann übergab, mrrbe die Sitzung um 6.45 Uhr geschlossen unb die nächste Sitzung auf Donnerstag mittag anker aurnt. ginnen werden, sind von ber brutschen Regierung als Sachverstänbige folgende Herren dringlich nach Spaa gebeten worden: Hugo Stinnes, Geheimrat Hilger, Geheimrat Arnhold, Lübsen, Hue und ReichÄohlenkommissar und Genevafa direkter Kongeter. General Lotend, der Vorsitzende der interalliierten Kommission in Oberschlesien, traf gestern abend 6 Uhr im Automobil hier ein. Der General wurde noch gestern abend von Millerand empfangen. Berlin, 7. Juli. (Wolff.) Der preußische Minister des Innern, dem bie Sicherheitspolizei untersteht, reift heute abenb nach Spaa ab. Spaa, 7. Juli. (Wolff.) Havas. Der ftan- zösische Finanzmiuifter Mar sal ist in Spaa ein- getroffen. Der Vorsitzenbe ber Konferenz, Delacroix, erklärte, es beruhe auf einem Mißverständnis, baß bie Tagcsorbnung fünf Punkte umfassen soll (Abrüstung, Wiebergutmachung, Kohlenlieferungen, Sanktionen unb Danzig). Die Frage von D a n z i g solle nicht vor ben Deutschen zur Sprache kommen, fbnbern lediglich unter den Alliierten besprochen werden. * Spaa, 7. Juli. (Wolfs.) Der Berichterstatter der Agentur Havas meldet: Heute vormittag elf Uhr ttaten die Vertreter der Alliierten in ber Villa be la Freineuse zusammen, um die Antwort auf die Einwände ber türkischen Delegation gegen bie Friebensbebingungen ber Alliierten zu prüfen. Die Finanzsachverständigen vereinigten sich ebenfalls. Seit gestern herrscht in ben Aufenthaltsräumen ber beutschen Delegation rege Tätigkeit. Man versichert, Geßler habe seinen Kollegen Vorwürfe gemacht, baß sie ihn nach Spaa haben kommen lassen. Die beutschen Minister verhanbel- ten heute mittag mit Fehrenbach über ben enbaültigen Plan, der ben Alliierten unterbreitet werden soll. Gestern fanb eine Besprechung der finanziellen «Sachverständigen statt, bie sich mit ber i t alienis chen Note befaßten. Die Chefs ber alliierten Regierungen hatten heut: früh eine längere Besprechung über bie türkische Frag:. — Gestern hatten Lloyd George unb Millerand eine lange Unterredung. Sie empfingen barm später Veniselos unb besprachen sich längere Zeit mit ihm. Spaa, 7. Juli. (WTB.) Wie belgische Blätter melden, sind fast 300 auslänbische Journal i st en in Spaa amvesend, was natürlich eine vollkommene Ueberlastung des Telegraphen- und Telephonverkehrs zur Folge habe. hesterfield ' neuer 'ÄH* 7 M orbmmg 'festKusetzen. Tas sei Sache dev Sieger. Wir 'fairten uns entschlossen, auf Llioyd Georges Frage -eine 9hrtnx>rt mit klaren Daten unb Zahlen zu geben. Ter Minister machte bubet barauf aufmerksam, baß toir aber gewisse Erwartungen 'hegten, namentlich vor allem die, baß uns ine Alliierten über bie Katastrophe, von der wir bebrfajt seien, in wirtschaftlicher und finanzieller Hfifficht hinweghelfen. Lloyd George rief hier dazwischen: Was heißt das? . . Dr. Simons entgegnete, er mente, daß toir unsere finanziellen Verpflichtungen aus der Wirider- guhnadjamg nicht etwa durch neue Batt knoten zu bezahlen brauchten, fonbern durch die Verhandlungen in Spaa zu einer gesunden Entwicklung kämen. Lloyd George schiar diese Erklärung zu befriedigen. In Fortsetzung feiner Erklärungen sagte bann Minister Dr. Simons, daß unser: Erwartungen weiter dahin geben, daß die Alliierten den W a f -- senschmuggel aus dem besetzten in das unbesetzte Gebiet derchindem würden. Hierauf erhielt General von Seeckt daF Wort. Er äußerte sich ausführlich über bie militärischen Fragen. Er gab einen genauen Ueberblick über bie bereits erfolgte Ablieferung von Kri^smaterial und schilderte die Verluste, die wir im Kriege und beim Rückzug 1918 an Material gehabt hätten. Er Nannte dann genaue Zahlen der Bestände, bie noch über die Besttmmungen des Friedensdevtrages hinweg in intfenen Händen seien, zu einem Teil in den Händen unserer Truppen, zum anderen ohne Kontrolle der Regierung in Händen ber Bevölkerung. Lloyd George bestritt einige ber angeführten Zahlen. General von Seeckt erwiberte hierauf, daß es sich hier um zuverlässige Berichte handele. Mit besonderer Ausführlichkeit ging ber General auf bie Ablieferung ber Gewehre ein. Auch hier griff Lloyd George ein unb erklärte, baß das auch feine Sorge sei. General von Seeckt gäbe selbst zu, baß twch prei Millionsn Gewehre über bie Bestimmungen bes Verttages hinaus in Deutschland sich befänben. Das sei eine sehr ernste Frage unb eine ungeheure Gefahr, nicht nur für bie Nachbarn Deutschlanbs, sondern auch für ganz Europa. General von Seeckt schilderte darauf, wie bie Ablieferung ber Waffen vor sich gehen solle. Sein Vorschlag gipfelte darin, daß die Mlieferung ber Waffen innerhalb eines Jahres burchgeführt werbe. Mit der Ablieferung soll die Herabsetzung ber Heeresstärke Hand in Hanb gehen. General von Seeckt schlug daraus vor, daß man uns eine Frist von 5/< Jahren geben, solle, um das Heer auf 100 000 Mann heÄrktzusetzen. Dir Herabsetzung solle in folgender Weise vor sich gehen: Bis 1. DftoÖer 1920 Herabsetzung auf 190 000 Mann, bis 1. Januar 1921 auf 180000 Mann, fas 1. April 1921 auf 160 000 Mann, fas 1. Juli 1921 auf 130 000 Mann unb schließlich bis 1. Oktober 1921 auf 100 000 Mann. Ein überzog trag L« «Ne Han erhoben. Dr. Lrnz. /jpqj'W Annahme von Anzeigen JHHBr py für bielagesnummer bis GietzenerAnMger ■ Hauptschriftletter: Aug. General-Anzeiger für Oberhesien MZM V ’ öl» Anzeigenteil: H. Deck, Druck unb Verlag: Vrühl'sche Univ. Such- und 5teindruckerei H. Lange. §chriftleitung, Sefchäftsstelle und Druckerei: 5chulstratze 7. sämtlich in Gießen. Ans dem Reiche. Das Programm ter wuctteMbergischrn Regierung. Stuttgart, 7. Juli. (WTB.) In der heutigen Sitzung des Landtages gab die neue württembergische Regierung durch den Staatspräsidenten Dr. o. Hie ber ihr Programm bekannt. Als Richtlinien wurden ausgestellt: Erhaltung von Ruhe und Ordnung, enge Zusammengehörigkeit von Land und Reich, wirtschaftlicher und finanzieller Wiederaufbau, ehrliche Versöhnung und der Versuch inneren Ausgleichens auf der Grundlage des rücksichtslosen Bekenntnisses zur Verfassung itnb ihres unbedingten Schutzes. Di-e Abstimmung in Ostpreußen. Warschau,'7. Juli. (WTB.) In der heutigen Sitzung des Sejm brachte der Abg. Gdyk einen Tringlichkertsantrag ein, der verfassunggebende Sejm möge an die Parlamente der verbün- deten Mächte einen Aufruf ergehen lassen, um die Volksabstimmung hinauszuschieben. Ter Antrag wurde mit sehr bedeuteirder Mehrheit angenommen. Ferner wurde ein Antrag angenommen, »daß die Bewohner der Vollsabstim- mungsgebiete, die durch das Ergebnis der Volksabstimmung der Republik zufallen werden, ohne Rücksicht auf ihre Nationalität von der Militär- dienstpilicht für acht Jahre frei sein sollen. Generalstreik wegen des Steuerabzugs. Magdeburg, 7. Juli. (WTB.) Tie Pressestelle des Oberpräsidiums meldet: Im Gegensatz zu dem gestern in Halle gefaßten Beschluß der Betriebsräte und Gewerkschaftsfunktionäre der U. S. P. D. wegen des Steuerabzuges nicht in den Generalstreik zu treten, brachten kommunistische Elemente mittags sämtliche Gruben des Geiseltales (Merseburg-'MeißensÄÄ mit Ausnahme der Cäciliengrube zum Stillstand. Hier wird als Streikgrund ber Steuerabzug angegeben. Die rebenrmtttelteuerung. mo. Franksur t a. M., 7. Juli. In der Stadtvenwdnetensitzung kam es zu einer Ansprache über die Ob st preise, wobei der mehrhetts- svzialistische Stadtverordnete Kirchner bekundete, die Hauptursache liege in der Aufhebung der Bangswirtschaft, während der ebenfalls rnehr- ssozialistrsche Stadttat Liebmann erklärte, mit Aufrechterhaltung der Zwangswirtschaft komme man nicht weiter. Er schob die Schuld dem Publikum zu, das Obst einkanse, ohne einfach nach dem Preis zu fragen. Die Versammlung genehmigte schließlich einen Antrag, den Magistrat zu ersuchen, Schritte für den Preisabbau bei der Reichs- und Landesregierung zu unternehmen. — Mit der Aufhebung des Lebens- mrttelamtes, das noch 500 Angestellte beschäftigt, wird es vorläustg noch gute Weile haben, da erst nftch völliger Beseitigung der Zwangsbe- wtttschaftung im Reich zu erwarten steht, daß das Amt seine Tätigkeit einstellt. Die Forderung auf Vorlage des Rectenschaftsberichts des Amtes wurde von Stadtrat Dr. Schmude mit dem Hinweis darauf abgetan, daß dieses Amt mit Ausnahme der durch die Reservepvlittk verursachten Verluste noch kernen Pfennig gekostet habe. fd. Karlsruhe, 7. Juli. Heute fanden hier abermals schwereLebensmittelunruhen statt, bei denen es zu bluttgen Zusammenstößen Sen der Sicherheitspolizei und der erregten menge kam. Bor dem Abschnittskommando in der Hans-Thoma-Sttaße wutde zwischen drei und vier Uhr nachmittags Sicherheitspolizei von der Volksmenge umzingelt, wobei versucht wurde, den Beamten die Waffe LU entreißen. Die Beamten setzten sich mit dem Kolben ihres Karabiners zur Wehr. Als aus der Menge geschossen wurde, auto gab mit einem Maschinengewehr Streufeuer Gebrauch. Ein zur Hilfe herbeieuendes Panzermachte die Sicherheitspolizei von ihrer Schußwaffe auf die Menge ab, wurde aber selbst von allen Seiten beschossen. Hierbei wurden eine Frau ge- tötet und mehrere Personen zum Teil schwer verletzt. Vom Metallarbeiterverbande wurden Unterhandlungen zur Einstellung des Kampfes mit der Sicherheitspolizei eingeleitet, worauf vorläufig Ruhe einttat. Trotzdem sammelten sich gegen fünf Uhr neue Menschenmassen vor dem Absc^iitts- kommando an uiid es sind leider weitere Zusammenstöße zu befürchten. Berlin, 7. Juli. Auf dem Potsdamer Wochenmarkt kam es zu einer regelrechten Schlacht zwischen den Werderschen Bauern und den Käufern. Obst und Eier wurden auf die Straße oder den Bauern über den Kopf geschüttet. Königsberg i. Pr., 7. Juli. (WTB.) Aus dem altstädtischen Markt und auf dem Fischmartt wurde heute früh eine Anzahl Verkaufsstände geplündert und die Verkäufer mißhandelt. Als die Menge auch die Schn h- g e s ch ä f t e ztu plündern drohte, erschien ein starkes Aufgebot von Sicherheitspolizei mit Maschinengewehren und säuberte die Straßen. Aus Stadt und Land. Gießen, den 8. Juli 1920. Veranstaltungen. Donnerstag, 8. Juli: Neue Aula, 8x/4 Uhr, Versammlung des Gießener Hausfrauenvereins. — Hotel Großherzog, 8'/r Uhr, öffentlicher Vortragsabend des Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbundes. — Schöne Aussicht, 8 Uhr. Abonnementskonzert der Reichswehrkapelle. — Hotel Einhorn, 8x/2 Uhr, Gastspiel Paul Buchwald. — Lichtspielhaus wie gestern. — Lichtspiele, Seltersweg, „Karussell des Lebens" und „Don Juans letztes Abenteuer". * **Dasstädtisch-eLebensmittel- a m t macht entgegen anderslautenden Gerüchten, die in Gießen verbreitet sind, darauf auf- inerksam, daß Kokosfett in Frankfurt zu 35 Mk. das Pfund abgegeben wird, während in Gießen dasselbe Fett 25 Mk. kostet. Ebenso beträgt der Verkaufspreis für Speck in Frankfurt 25 Mk. — Wir bemerken hierzu, daß, wie allgemein bekannt, das Lebensmittelamt Frankfurt sich in seinen Vorräten ungünstig eingedeckt hat, so daß seine Verkaufspreise vielfach weit über denen des freien Handels stehen und ihm seine Ware in den meisten Fällen überhaupt nicht abgenommen wird. **Bei der stüdt. Obst- untzGemüse- stelle, 'Marktlauben, flammen morgen unter anderem Johannisbeeren und Heidäbeeven. zum Verkauf. ** Süßstoffkarten. Für die Zeit vom 1.—15. Juli wird gegen die Lieferungsabschnitte 15 der Süßstojfkarte „H" (blau) und 4 der Süßstofflarte „G" (gelb) von den Süßstoffabgabestellen der Landgemeinden des Kreises Süßstosf abgegeben. ** Ermittelte Diebe. Zu den gestern gemeldeten D i e b st ä h l e n von Wein, Kleidern und Stiefeln usw. sei bemerkt, daß die Täter ermittelt sind. Es handelt sich jetzt nur noch um den Verbleib des gestohlenen Gutes, worüber die Diebe jede Auskunft verweigern, das sie aber zweifellos in Gießen abgesetzt haben, da sie ohne Arbeit sind und die Handlungen nur begangen haben, um zu Geld zu kommen. ** Von der Feuerwehr. infolge des Gaattumftstes wird die von der Freiw. Gail schm Feuerwehr -auf den 12. Juli vorgesehene zweite Hauptübung auf den 19. Juli verlegt. (Siehe Anzeigenteil.) . ** Der Verkehrsverein hat in seiner Geschäftsstelle, Seltersweg 36, F. Kühn, die neuesten Prospekte der Nord- und O st- seebäder zur Einsicht aufliegen. Außerdem tönern auch die Prospekte anderer Kurverwaltungen usw„ soweit sie in diesem Jahve neu her ausgekommen sind, eingesehen werden. ** Krieger kam erad schäft Hassia. Am 30. Juni fand im Fürstensaal in Darmstadt der diesjährige Verbandstag statt. Von den 28 Bezirken waren 36 mit 1612 Stimmen stimmberechtigt. Tie Versammlung stand unter der Leitung des 1. Präsidenten, Herrn Oberst a. D. v. Neidhatt>t. Der Verwaltung wurde Entlastung erteilt, der Voranschlag genehmigt, lieber die Anträge gab es mehrfach lebhafte Erörterungen. Die Sitzung des Kyffhäuserbundes wurde genehmigt und ebenso die neue Verbandssatzung. Zustimmung fand auch der Vorschlag einer Lotterie und der Anschluß an die Wirtschasttabteilung des Deutschen Kriegerbundes. Wichtig ist für die wettere Entwicklung des Verbandes, daß die Einstellung eines zwetten Verwal- tmlgsbeamten beschlossen wurde, dem hauptsächlich die Kriegsbeschädigten- und Kri-egshintcrblie- benenfürsorge und die Werbetätigkeit übertragen werden solle. Ein Anttag Gießen, der beabsichtigt, die Reichsregierung um Sttftung eines Kriegsehrenzeichens zu ersuchen, fand seine Erledigung durch die Mitteilung, daß die Schritte des Kyfs- häuserbundes in dieser Hinsicht bisher erfolglos geblieben seien, dieser aber beschlossen habe, sich nicht irre machen zu lassen und das Ziel im Auge zu behalten. Die Vorstandswahl ergab die Wahl des Kameraden Oberfinanzrat Lindenstruth, Darmstadt, zum 3. Präsidenten; das ausscheidende Prä- sidialmttÄlied '(M). Kommerzienrat Tverr, Worms, wurde wiedergewählt unb die Kameraden Hehrer Ofenloch in Fmthen, Rechnungörat Bruchhäuser in Darmstadt imd Lehrer Mohr in Ober-Eschbach wurden neu in das Präsidium gewählt. ** Kreis verband hessischer Gemeindebeamten. Am verflossenen Sonntag fand in Gießen die Gründungsversammlung des KreisverbandeshessischerGemeinde- beamten Gießen statt. Nachdem der Referent, Herrn. Walz-Vilbel, auf die Notwendigkeit des Zusammenschlusses aller Gemetndebeamten und den unbedingt zu erwttkenden Gesetzentwurf der Gleichstellung mit den Staatsbeamten in der neuen Reichsbesolbungsorbnung hingewiesen hatte, schlossen sich sämtliche Vertreter der anwesenden Gemeinden dem Verbände an. Zum 1. Vorsitzenden wurde Forstwirt Heinrich Textor in Lich gewählt. Die Gründungsversammlung des Bundes hessischer Gemeindebeamten findet am Sonntag, 11. Juli d. I., zu Darmstadt statt. ** Der Ortsverband der Zen- trum spartei Gießen teilt mit: Nach einem Rundschreiben des Generalsetretariats der Hessischen Zentrumspartei zu Mainz sollten die Orts- ausschußmitglieder und der Vorstand des Ortsausschusses bis zum 15. Juli 1920 neu gewählt werden. Zum Vorstand des Ortsausschusses sind in der letzten Mitgliederversammlung gewählt worden: Bahnmeister Brams als 1. Vorsitzender, Kaufmann Kübel als 2. Vorsitzender, Teckmischer Eisenbahnsekretär Brühl als Schriftführer und Sekretär Ludwig als Rechner. Landkreis Gießen. ** Wieseck, 7. Juli. Die hiesige Ortsgruppe der Gemein de beamten hat in ihrer Versammlung am 6. l. Mts. einstimmig den Beitritt zum Kreisverband Gießen der l)essischen Gemeindebeamten beschlossen. Hessen-Nassau. mo. Frankfurt a. M., 7. Juli. Die Neue Theateraktiengesellschaft ersuchte den Magisttat um Gewährung eines Zuschusses von 3.7 Millionen Mark für das laufend: am 1. August endende Spieljahr. Der Magisttat beantragt jefct, die Stadtverordnetenversammlung solle einen entsprechenden Beschluß unter dem Vorbehalt fassen, daß für das neue Spieljahr Vorschläge zur ivesentlichen Herabminderung des städtilchen Zuschusses den städtischen Behörden von der Theater-Aktiengesellschaft gemacht werden. fd. Frankfurt a. M„ 7. Juli. Nach einer Magistratsverordnung ist die Frühkartoffel- ernte im Stadtgebiet Frankfurt a. M. beschlagnahmt. Die Kartoffeln dürfen ohne Genehmigung des üebensmittelamtes nicht verkauft 1 verben und sind vom Erzeuger beim LebenSmittelamt anzumelden, das dann darüber verfügt. ch. Frankfurt a. M., 1. Juli. Eine internationale Bande macht gegimwÄrtig die D - Züge-zfvisch en Frankfurtund München undBerlin unsicher. Tie Kriminalpolizei nahm gestern im Münchner D-Zug einen Rußen fest, der einem süddeutschen Viehhändler die Brieftasche mit 11 000 Mark gestohlen hatte. Ein weiterer Tieb wurde im Berliner D-Zug in dem Augenblick feftgenommen, als er einer Dame die Handtasche entwendete. Ein österreichischer Taschendieb wurde drei Tage hindurch von einem Krimi- nalbeamten auf der Straßenbahn verfolgt, bis es diesem gelang, den ehemaligen Bundesgenossen auf frischer Tat zu fassen und seslAunehmen. np. F r a n k fu r t a. M., 8. Juli. Ter M i t ■* telrheinische Verband evangelischer Arbeitervereine hielt am vergangenen Sonntag den 4. Juli in Frankfurt unter Vorsitz von Herrn Rektor Jaspert seine Delegieretenver- fammhntg ab. Im Mittelpunkt der Beratungen stand das neue Programm, das für die Zukunft als Nichtschuur der Arbeit der evangelischen Arbeitervereine gelten soll. Als erste Aufgabe der Vereine wurde die Pflege sozialer Gesinnung im Geist des Evangeliums anerkannt, dagegen wurde es abgelehnt, ein bestimnttes soziales oder wirtschaftliches Programm zu D-crtretcn. Das soll den politischen und wirtschaftlichen Organisationen überlassen bleiben. Die verschiedensten politischen und wirtschaftlichen Richtungen sollen in den evangelischen Arbeitervereinen eine Heimstätte finden, und dadurch sollen die Arbeitervereine zur Versöhnung und Verständigung, zur Achtung auch der anderen Uieberzeugung erziehen helfen. Im Herbst *nrirb bei genügender Beteiligung ein Kursus für Mitglieder evangelischer Arbeitervereine in Frankfurt stattfinden. fd. Ka ssel, 6. Juli. Der Streitzwischen der bürgerlichen Presse undtzer St äd- tischen Nachrichtenstelle dauert an. Da in der gestrigen Stadtvenardnebensitzung der Stadt- verordnetenvorsteher flehte befriedigende Erklärung abgab, stellten die Vertreter der bürgerlichen Blätter die Berichterstattung über die Stadtverordnetenversammlung sowie über alle Vorgänge, die von der Städtischen Nachrichtenstelle der Presse übermittelt werden, bis zu einer gütlichen Regelung ein. Die Bürgerschaft steht in dem Kampfe hinter der Presse. Turnen, Spiel und Sport. r. Büdingen, 5. Juli Samstag den 3. und Sonntag den 4. Juli fanden unter dem Protorat von Mitgliedern des Fürstlichen Hauses Vsenburg und Büdingen große sportliche Wettkämpfe des Vereins für Rase n - spiele statt, zu denen sich eine außerordentlich große Bewerberzahl eingefunden hatte. Eingeleitet wurden ine Wettkämpft mit Wasserwettanstalt. Zum Austrag kamen: 1. Schwimmen, 60 Mtr. beliebig für Schüler bis zu,14 Jahren, 2. Tellertauchen, 3. 150 Mtr. Brustschwimmen. 4. Streckentauchen, 60 Mtr. Brustschwimmen für Schüler bis zu 14 Jahren, Kunstspringen vom 4- Mtt.-Tnrm, Zeittauchen. Auch kamen 3 Wasserball spiele zwischen der Schwimmabtcilung des F.-C. Germania Gelnhausen und dem Verein für Rasenspiel c zum AustraZ, die in beiden Fällen Gelnhausen mit einem eiege von 5:0 uno 2: 0 Toren für sich entscheiden konnte. Ein Feuerwerk auf dem Festplatze beendete den ersten Tag der Veranstaltung. Ihren Anfang nahmen am Sonntag die Einzelwettkämpft mit den' 6er Fußball spielen. Gespielt ronrbe in 2 Klassen, der A« und 8-Klasse. Als Sieger qualifizierten sich folgende Vereine: In der A-Klasft: 1. Ortenberg, 2. Vil bel, 3. Gelnhausen, 4. Düdelsheim. In der L- Klasse: Ehrenpreis: Germania Gelnhausen: 1. Schlüchtern, F.-Abteil. her Seminare, 2. Lmtz- heim. Nachmittags um 3 Uhr sand ein Fußballpropagandawettspiel zwischen einer kombinierten Mannschaft des Gaues Oberhessen (umfassend 12 Vereine) und einer kombinierten Ligamannschaft von Hanau Viktoria 1894 statt, das Hanau 94 mit 3:1 für sich entscheiden konnte. Sämtliche Spiele fanden unter stärkster Teilnahme der Einwohnerschaft Büdingens statt. An Einzelwettkämpfen kamen zum Austtag: Fußballwettstoß (1. Sieger Thome-Schlüchtern 49,40 Meter), 2. Köhler-Fulda (49 Meter), 3. Kögler-Gelnhau-- sen (43,80 Meter), 4. Gvgscher-Ortenberg (42,20 Meter). .Kugelstoßen, 7V2 Kilo: 1. Sieger Zinn- Düdelsheim 8,97, 2. Köhler-Fulda 8,96, 3. Kogler-Gelnhausen 8,80, 3. Gog)cher-Ortenberg 7,35 Meter. Diskuswerfen: 1. Sieger Hartwig-Gelnhausen 24,80 Meter, 2. Emmerich-Ortenberg 21,90 Meter. Handgranatenwerfen: 1. Sieger Schlegel- Roth 42,25 Meter, 2. Nanz-Düdelsheim 40,37 Meter, 3. Franz-Nidda 39,90 Meter. Außer Konkurrenz Heinbuch-Büdingen mit 58,40 Meter. 50-Meter-Lauf: 1. Sieger £t Graf FriÄHera- Fulda 63,5, 2. Kiefer-Steinhaufen 64,5. 100- Meter-Lauf: 1. Sieger fit. Graf Friedberg-Fulda H‘/5, 2. Kiefer-Gelnhausen 12V», 3. Kapp-Fulda 122/», 4. Thome-Schlüchtern 122/»- 100-Meter- Damen-Lauf: 1. Sieger Liese Gvost-Büdingen 8,4, 2. Erika Ruth-Büdingen 9. 4mal 100-Meter- Stafette für Jungmannschaften: 1. Sieger Tübinger Turnverein 572/», 2. Tumgesellschaft Büdingen 573/». 4mal 100-Meter - Stafette für Mannschaften: 1. Sieger Borussia-Fulda 51, 2. Germania-Gelnhausen 522/»- Für die Sieger waren vom Fürstlichen Hause wertvolle Preise gestiftet worden. ** Großen-Buseck, 7. Juli. Der Rad - f ab r De re in „Edelweiß" beteiligte sich mit Erfolg an dem am vergangenen Sonntag in Londorf (Rabenau) vom Oberhessischen Rad- fahrerbund veranstalteten 50- und 25-Kilorneter- Radrennen. Es errangen in der Klasse A, 50 Kilometer, den 1. und 2. Preis: Gebrüder Mar und Julius Jakob, Großen-Buseck; in der Klasse B, 25 Kilometer: 1. Preis Ehr. Dort, 3. Preis K. Bonarius und Ehr. Stephan, 5. Preis K. Stein, 7. Preis L. Bonarius, sämtlich von Großen-Buseck. HochsebtLlnaLhrichteir. Die Marburger Zeitfreiwilligen. hl. Marburg, 7. Juli. Rektor und Deputation der Marburger Universität veröffentlichen in den Marburger Blättern folgende Erklärung: „Der Prozeß gegen die Marburger Studenten hat mit deren Freisprechung geendet; gegen das Urteil ist Berufung eingelegt. Dennoch werden unter völliger Nichtachtung des Urteils in Parlament und Presft fortdauernd die maßlosesten Angriffe und Beschimpfungen gegen unsere Studenten ge richtet, die Marburger Universität geradezu als „Mörverzenttale" bezeichnet. Rektor und Deputation müssen dagegen die schärfste Verwahrung entlegen. So günstig die Ergebnisse der Gerichtsverhandlung für hie Angeklagten gewesen sind, so bleibt die Universitätsbehörbe verpflichtet, mit ihrem Urteil vor der Oefs-mtlichkeit bis zur endgültigen gerichtlichen Entscheidung zurückzuhalten. Nur ist das Eine nochmals mit allem Nachdruck zu betonen, daß das Studentenkorps nicht, wie ihm nachgesagt wird, im Dienst einer Umsturzbewegung ober einer Partei, sondern auf bic Aufforderung ber Regierung als ein Teil ber militärischen Macht ausgerückt ist, um das fianb gegen Aufruhr zu schützen. Daß unsere Studenten in ber Stunde der Not diesem Ruf ber Negierung in opferwilliger Hingabe gefolgt sind, dafür schulden rotr ihnen nach wie vor nur Anerkennung unb Dank." <5erid?t*faaL Leipzig, 7. Juli. (WTB.) Ter zweite Strafsenat des Reichsgerichts berban- bette heute gegen zwei tschecho-slvwakische Spione, den Gärtner Jioftf Bartl und den Ingenieur Robert Rhvnatka aus Böhmen. Beide batten versucht, sich Nachrichten über unseren östlichen Grenzschutz, über Pulverfabriken usw. zu verschaffen. Bartl stahl außerbem nach Erbrechen eines Behältnisses am 7. August 1919 bei dem österreichischen Konsul in Berlin drei Attenvündel mit Natuvalisatiionsurkunden, wLhrend Rhonatka sich noch des Verpel^ens gegen 8 « des Spionagegesetzes und einer lchweren Urkundenfäl schung schuldig machte. Bartl wurde zu V/a dalp ren, Nhonatka zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Gräfin. Roman von G. W. Appleton. (Schluß.) Wie sie es versprochen, kam mich die Gräfin Maria besuchen. Sie war sehr liebenswürdig und freundlich, aber es fiel mir ein gewisser, undefinierbarer und fast unmerklicher Unterschied gegen früher in ihrem Benehmen auf, den ich nicht recht verstehen konnte, trotzdem ich Diplomat genug war, ihn scheinbar nicht zu bemerken. Bon dem langen Gespräch, das zwischen uns beiden stattfand, brauche ich nicht viel zu berichten. Der Tod ber alten Gräfin war mit über- raschenber Plötzlichkeit eingetreten. Sie hatte den Frnger erhoben, um Maria zu sich -her zu bitten. Diese näherte sich ihr unb beugte sich über sie, um ihre Worte zu vernehmen. Kaum hatte sie sie ai'^~ oc^en, als sie mit einem einzigen Seufzer verschied. mb 25-Kiloinetn achten. titoilüfitn. i. Rektor unb arger llniver- Marburger Bläl- : „Der Prozeb Studenten Hai it; gegen das Urteil roch werben untn eils in Parlameni aßlosesten Angriffe erc ©tubentm gr 'M ytabeyu üdloi Md Dem sarsste Verwahrung bnisse der Gerichts- zn gewesen sind, so t veryslichtet, iml Weit bis zur end- mng Mü^uhalten nit allem Nachdruc! itnlon» nicht, w ?nft einer Umsturz- , jonbem aut du aierunfl als ein ausgerückt ist, m schützen. Daß unsere oiot diesem Rundet Äj-b- 9«W T b wie vor nur An- etefcater ®traffammer. Giesten, den 6. Juli 1920. Der Fuhrmann Karl B. von Giesten hatte Während emes Streiks, in dem er keinen Verdienst hatte, einen Pritschenwagen gestohlen und verkauft Er ist als Dieb rückfällig unb erhalt eine (SesäMÜssttafe von 6 Monaten. Christian M. von Dolgesheim war während seiner Strasverbüstung im hiesigen Gefängnis aus Lihenarbeit in einem Garten beschäftigt. Unmittelbar nach seiner Entlassung aus dem Ge- sängniS stieg er in den Garten ein, erbrach das Gartenhaus und entwendete, was er gebrauchen tarnte. Mit Rücksicht aus seine Notlage erkannte das Gericht gegen ihn, da er wegen Diebstahls rückfällig ist, aus eine Mindestftrase von 1 Jahr Gefängnis. Albert O. von Frankfurt und Mathias K. von Britten, zwei gefährliche Einbrecher, brachen im April in Niedererlenbach in ein unbewohntes Landhaus ein, stahlen Kleider, Wäsche usw. von hohem Wert und hausten ui der Wohnung vandalisch, indem sie die Möbel zerschlugen. Sie wurden alsbald nach dem Einbruch festgenommen. O., der schon vielfach besttaft ist, wurde zu 4 s)ahiM Zuchthaus, K. zu 1 Jlaihr 7 Monaten Zuchthaus verurteilt. Am 27. Januar 1920 abends wurde einem Bäcker in Friedberg ein Karton mit 36 Pfund Hefe gestohlen, die er unmittelbar zuvor in Frankfurt eingekauft hatte. Am 28. Januar morgens wurden der vielfach bestrafte Jakob M. von Landstuhl und August F. von Kaiserslautern am Bahnhof West in Frankfurt festgenommen. In ihrem Besitz befand sich der Karton mit Hefe. Sie gaben wohl zu, in Friedberg gewesen zu sein, die Hefe gehöre aber nicht ihnen, sondern ihrem Freund, der sie in Friedberg gekauft habe. Der Fveund blieb so unbekannt, daß das Gericht an feine Existenz nicht glaubte. M. wurde zu 1 Jähr Zuchthaus, F., der wegen Diebstahls bisher noch nicht bestraft war, zu 4 Wochen Gefängnis verurteilt. Adam M. von Mittelsinn, vielfach bestraft, rückfälliger Dieb, hat im Gewerkschaftshaus Messer gestohlen und in der Süd-Anlage durch unzüch- tige Handlungen öffentlich ein Aergernis gegeben. Strafe: 7 Monate Gefängnis. Ohne Erfolg blieb die Berufung des Hrch Sch von Wohnseld, der wegen Schleichhandels von dem Schöffengericht in .Laubach zu 10 Tagen Gefängnis und 200 Mk. Geldstrafe verurteilt worden war. Schon lange im Rufe eines Schleichhändlers stehend, wurde am Bahnhof in Freienseen auf seinem Fuhrwerk gut versteckt ein Karton mit 2 6 Pfund Butter gefunden, die er offenbar einem „Geschäftsfreund" übergeben wollte, lieber die Herkunft der Butter madjäe er derart lächerliche und sich widersprochcnde Angaben, datz das Gericht zu derselben Feststellung kam wie das Schöffengericht und seine Berufung verwarf. vermischtes. * Graz, 7. Juli. (WTB.) In mehreren Gemeinden der östlichen Steiermark sind schwere Wolkenbrüche niedergegangen, die an Feldern, Brücken und Häusern ungeheuren Schaden anrichteten. Sämtliche TÄephon- und Tele- araphenleitungen sind zerstört. Die Einwohner konnten oft nur mit Mühe sich und ihr Vieh retten. * Dijon, 7. Juli. (Wolff.) Heute morgen 71/?Uhr erfolgten vier Explosionen in einem Zeitraum von wenigen Sekunden in der Pulverfabrik von Venaes. Vier Gebäude, in denen überchlorsaures Salz fabriziert wurde, flogen in die Luft. .Die Bauten wurven durch die Explosion in einen Trümmerhaufen verwandelt. Man zählt bis jetzt ungefähr 60 Opfer, darunter zehn Tote. Die Explosion wurde in einem Umkreise von vielen Kilometern vernommen. Zahlreiche Fensterscheiben wurden zertrümmert. Bukarest, 7. Juli. (Wolff.) In einem Bukarester Forts explodierten 10 Waggons mit Pulver. Der Erdboden wurde an zahlreichen Stellen aufgerissen. In der Umgebung der Stadt wurden KüAreiche Fensterscheiben eingedrückt. Da das Fort m Flam men ffdjt, und sich weitere Explosionen ereignen können, ist es unmöglich, sich dem Schau- Hatz zu nähern. Die Zahl der Opfer ist nach unbekannt. Kiiitft und Wissenschaft Ratterda m, 6. Juli. Wolfs. In Land an ist gestern ein britisches Institut für internatbnue Angelegenheiten gestiftet worden. Es handelt sich um die Errichtung einer grasten Bibliothek dan Werken über internationale Angelegenheiten und die Errichtung nun Lesei älen. Die Einrichtung soll Studienzwecken dienen und gleichzeitig den gesellschaftliche,! Verkehr zwischen Journalisten, Politikern und Beamten erleichtern. Mexikaner '354. a. M., 8. 3ult 6. Juli 1333,65 1336,35 1326,15 1328,85 341,85 638,15 623,15 829,85 160,20 229,25 148,90 37,70 321/35 675,70 601,60 22,53 26,03 85,10 23,68 342,85 643,65 626,65 835,85 167,70 233,75 149,27 37,55 326,85 675,70 601,60 22,28 26,28 86,47 23,78 341,15 636,85 621,85 828,15 159,80 228,75 148,60 37,60 320,65 674,30 600,40 22,47 25,97 84,90 23,62 Geld Brief 7. Juli Frankfurt Devisenmarkt. Geld Brief 342,15 642,35 625,35 834,15 167,30 233,25 148,97 37,45 326,15 674,30 600,40 22,22 26,22 86,27 23,72 Datum-. Amsterdam • Rotterd. Drüsfel-Anttoerpen . Christiania Kopenhagen Stockholm Helsingfors Italien London. Aew-Pork Pari, Schweiz Spanien Wien (altes) .... Deutsch-Oesterr. abg. Prag Budapest Bulgarien Konstantinopel. . . . handel Berlin, 7. Juli. B ör sen st i m m u n g s- b i l d. Die schon gestern zu beobachten gewesene Realisationsneigung machte' heute sich in verstärktem Maste geltend, wofür außer auf das Ausbleiben weiterer Käuferscl-ichten auch auf die Berichte über die gestrigen Berhanblnngen in Spaa hingewiesen wurde. Stärker wurden namentlid:- Montanpapiere realisiert, bei denen nun auch durch das Bekanntrverden der Jnteressengemein- febaft Gelsenkirchener-Deutsch Luxemburg die bisher kurstreibende Anregung weggefallen ist. Tie Kurseinlußen betrugen bet Gelsenkirchmer und Phönix lris über 10 Prozent, daneben aber auch für Bismarckhütte und Phönix in gleichen! Ausmaste und höher. Am Schiffahrts.-. Färb- und Elektromarkte ivaren neben vereinzelten KurSbefserun gen gleichfalls Kurse tnbußen mästigen Umfanges in der Mehrzahl zu verzeichnen. Sonst lagen Kali- unb Zellstoff-Waldhof-Aktien fest. Starken Schwankungen unterlagen Petrol..umwette. Erdöl gingen von der vorbörslichen Steigerung bis 1570 wieder auf 1525, deutsche Pttroleum von 820 auf 790 zurück. Kolonialwerte vernachlässigt. Am Rentenmarkt war die Festigkeit der österreichischen und ungarischen Papiere hervorzuheben. Im Verlause nahm das Geschäft mehrfach einen Anlauf zu gewissen Belebungen, doch waren die Kurse zum Teil noch mästig meiter rückgängig Frankfurt kl M., 7. Juli. Börsenstimmungsbild. 1 Deutsche Petroleum, welche am Schlust der Mittagsbörse auf 795 zurückgingen, konnten auf 835 anzichen und schwankten dann zwischen 832 und 828, auch Deutsche Erdöl hoben sich auf 1575, um sich später «wieder abzuschwächen 1555. Schontunabcchn gaben etwas nach 655. Lombarden 38,75 bis 39. Mans selber Kuxe 3450. Julius Sichel schwächer 1290. Montonattien ruhig. Deutsch-Luxemburger .288,50, .Harpener verloren 2 Poozent 1315. Mannesmann stellten 5l/s Pwz. höher 363. Chemische Holzverkohlung gaben 2 Prozent nach, 255. Heidelberger Zementtverk fest, 220. Adlerwerk Kleyer gewannen 2 Prozent 235. Metall-Bingwerke »notierten 21/» plus 2y2, Schuhs. August Wessels 224. Zellstoff Waldhof standen in regerer Nachfrag.' und stellten sich 4 Prozent höher 329. Frankfurter Gasgesellsa-ast zogen 3h- Prozent 'auf 154 an. Anglo Cont. Guano 267.50 minus 2y2, Rütgerswerke 242 2 Prozent höher. Spiegel und Spiegelglas verbessetten ihren Kursstand um 4 Prozent auf 354. Gumrniwarensabrit Peter um 8V2 auf 279. Daimler Motoren um 12V2 'Prozent auf 232, Türkenlose um 10 Mark auf 430, Hapag mit 184 brihouptet. 5pwz. Reichs- anlechc 79,50. Au der Nachbörse Mannesmann 365 bis 366. Lombarden 39,50. 5prvz. Gold- Hühneraugen?? Da hilft nur Äufirol, daß schnell und sicher wirkende Mittel. Auch gegen Hornhaut, Ballen und Warzen mit bestem Erfolg anzuwenden. Preis 2.50 Mark. Drogerie 9loü. Bahnhofstraße öl, und Apotheker Walvschmtdt, Leitersweg 39. 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Mitleid.(Kreditbank H.-Amerik.-Pakets. NorddeutscherLloyd Boch.Guhstahlwrk. D »Luxemb Bergw. Gelsenkirch.Bergw. Harpener Bergbau Obe schl. Eisend.-B. Oberschles.Eisenind. Phönix. Brgb.Akt. Bad.Anilin-u.Soda Höchster Farbwerke Elektt. A. E. G. . . Schuckert-Werke. . Felten • Guilleaume Daimler Bud.-Eisenw..Akt. Adlerwerke . . . . 4°/k,Hcss.5taatsanl. Electron Griesheim 85,- 290,- Kurs 6.7. Vörseukurs«. Frankfurt Kurs 7. 7. 79,50 71,40 60,25 69,40 153,- 257,50 199,60 172,50 151, - 138, — 183,50 177,50 287,- 287,- 305,- 317,- 210,- 274,- 409,- 447,75 350,- 300,- 180,50 405,50 226,- 275,- 288,- 311,- 317,- 212,- 277,- 425,- 449,75 350,25 296,- Markuotieruuge«. Datum: ordnet er Escoffier erklärte, llhry spräche nur in seinem eigenen Namen und erwiderte: Ich stelle aus alle Fälle fest, dast mir von Deutschland weder Geld noch Menschen noch Materialien erhalten haben. Grry über Geh.'iitwertrtige. Rotterdam, 6. Juli. (WTÄ.) Bei Er öffming des englischen Instituts für internationale Angelegenheiten sagte gestern Lord Corel), die englische Regierung müsse der Welt d-.itllich xu er kennen geben, dast sie in Fried nü.eiten feine Geheimverträge mehr Hal n volle. Wenn wir den Frieden der Welt in Zukunft aufrecht erhalten wollen, müssen wir niete nur national, sondern auch intematuril ben! < Balfour bc zeugte seine warme Zustimmuu.i :i den Aus führungen Greys und Elyues nn betonte im Namen der Arbeiterpartei das xun hmenbe In ter esse der Arbeiterschaft für die unrtigen An gelegen beiten. Die Lebensmitdeftttl g. Berlin, 7. Juli. Seit gefter ii nachmittag sind verschiedene Gruben im mitte । chen Braun Kohlenrevier im Ausstand, der > 'rötest gegen die hohen Lebeftsrni'ttelvr. , gegen den Steuerabzug und gegen die Aiuehnung einer geforderten Schichtzulagc anzusehcn ist. Berlin, 5. Juli. (WTB.) Die Obstzüchter von Werder haben gestern in einet Versammlung gegen die vom Zweckverband Grost-Berlin feftgefeb ten Handelspreise für Obst protestiert und beschlossen, bis zur Aufhebung dieser Höchstpreise den ObstbayÜott über Gvab-Berlin zu verchLngen. Abnrb- Abend- Schlust- Schlust- Kurs raten, auf welch- Werse man Polen in militärischer Hinsicht Helsen töirrte. Lloyd George b scheu den Maul- unb Klauenseuche b-fanben sich unter den Käufern viele babisckx, bayrische und württembergische Pferdehändler, die viele Arbeitspferde kauften. Auch an den beiden Vormarkttogen wurde der stark beschickte Markt glatt geräumt. Tie Nachfrage nach Pferden ist nach wie vor vege unb unverändert grost.____________________________ (In einem Teil der Auslage wied.'rhalt.) Die Derhandlungen in Spaa. S paa, 7. Juli. (WTB.^ Pettrnax meldet dem „Echo bc Paris": Wir haben im Laufe des gestrigen Tages neue Andeutungen erhalten können über die Barschläge, die ohne Zweifel von den Deutschen bezüglich der Wiedergutmachungen gemacht werden. Sie werden verlangen, daß ein Sachverstän- digenausschuß, in dem sie gleichmähig mit den Alliierten vertreten sein sollen, ein System der Wiedergutmachungen aufstellen sall, durch das Deutschlarrd Zahlungen auferlegt weiden, die feiner Wiederaufrichtung entsprechen. Nur im äußersten Falle werben sie das Prinzip einer Mm-- destighresrate anerkennen. Die Bertagung der Sachverständigen gutachten bis zur Brüsseler Kanferenz ist das lmgestrebte Ziel. Die Brüsseler Konferenz wird zweifellos bis Oktober vertagt werden. Per- trnax betont, daß bis zur Beendigung her Besprechungen von Spaa die Mliierten von neuem ihre Ansprüche feststellen würden, unter die sie nicht herunter gingen. Ein Mitglied der polnischen Delegation gab einem HavaSvettreter eine Erklärung 6b, in der es 'heißt, We Deutschen suchten die Alliierten davon zu überzeugen, daß Deutschland nur bmm eine Entsck-ädigung zählen könne, wenn eS Oberschlesien be'halte. Polen iverde -aber die oben- schlesische polnische Bevölkerung nie im Stiche lassen. Polen verteidige nicht nur seine Grenzen sondern ganz Europa vor dem Bolschewismus. Tie Marschälle Fach unb Wilson hätten darüber be- ioL Tn "gerichls * 7Bartl Mb " fa aus Bohm^ jAritfctat über un* Wertem auch A 7i. W Sri * ^gnisver^ I® T»* eine i > ** behördliche Anzeigen. Bekanntmachung. Bei der am 2 Juli 1920 vorgenommenen Vlanmäßigen Verlosung warben auf 1. Oktober 1920 folgende Schuldverschreibungen der Stadt Gießen »irr Rückzahlung bestimmt: a) vom 1890er Anlehen: Lit. A Nr. 10, 101, 118, 162 „ B „ 23, 95, 163, 187, 229, 240 C „ 1, 32, 52, 268, 269, - 302, 341. 399, 414 „ D „ 47, 52, 1^9 „ E „ 15, 17, 126 über 2000 Mk. „ 1000 „ „ 500 „ „ 300 „ „ 200 „ b) vom 1 892er Anlehen: Lit. F Nr. 11, 93, 135 über 2000 Mk. „ G „ 7, 17 1000 „ „ H „ 57, 63, 81 „ 500 „ J „ 9 „ 300 „ „ K „ 21 „ 200 „ Es wird dies mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Einlösung dieser Schuldverschreibungen, und zwar Vom 1890er Änlehen: bei der Stadtkasse Gießen und bei der Dresdener Bank, Frankfurt a. M., vom 1892er Anlehen: bei der Stadtkasse Giesten, bei der Mitteldeutschen Credit- bcnrk, Filiale Giesten und bei den Bankhäusern Ephraim Meyer & Sohn, Hannover, Dresdener Bank, Filiale KHsel, ^folgen kann imb baß die Verzinsung mit Ende "September 1920 aufhört. Von bei in früheren Jahren cruSgelosten ^chuldverschrÄbungeil sind noch nicht zur Rstch- Eung oorgelegt worden: Lit. A Nr. 57, 74, 140 unb 153 über je 2000 Mk.: Lit. B 9hr. 133, 179, 234, 263, 291 über je 1000 Mk.: Lit. C Nr. 90, 115, 193, 220, 311 über ie 500 Mark: Lit. E Nr. 53 imb 118 über je 200 Mk.; Lit. G Nr. 40 Über 1000 Mk.; Lit. K Nr. 14 über 200 Mk. Giesten, den 3. Juli 1920. 7405B Der Oberbürgermeister. I. B.: Krenzien. Bekanntmachung. Die nachstehende Ausführungsbestimmung wirb zur öffentlichen Kenntnis gebracht. G i e ß e n , den 7. Juli 1920. 7414B Der Oberbürgermeister. I. V.: Krenzien. Auf Grund der Vorschriften unter I, Art. 4b des Reichsgcsehes über Maßnahmen gegen Woh- nungsmangel vom 11. Mai 1920 (Reichs-Gesetzbl. S. 951) wirb zur Ausführung des genannten Gesetzes folgendes bestimmt: § 1. Gegen ehre von der Gemeindebehörde im En^elfall getroffene Verfügung steht den Beteiligten innerhalb von fünf Tagen feit Zustellung ber Verfügung bas Recht ber Befchwerbe zu. Die Beschwerde ist bei der Gemeindebehörde einzureichen: sie hat aufschiebende Wirkung. § 2. lieber die Beschwerde entscheidet das Miet- ernigungsamt nach billigem Ermessen: es kann insbesondere eine Beschlagnahme für unwirksam erklären oder eine Frist für bie Ueberlassung bestimmen ober befonbere Beringungen festfetzen. Das Verfahren ist gebührenfrei: bas Miet- einiaungsamt bestimmt, wer die Auslagen des Berfahreirs zu tragen hat. Die Eittscheidung bes Mieteinigungsamts ist unanfechtbar. Darmstadt, den 12. Juni 1920. Hess. Landes-Arbeits- unb Wirtschaftsamt. ______________Raab.______________ Bekanntmachung. In ber Zeit vvm 1. April bis 30. Jmii 1920 haben sich in unseren Strastenbahnwagen nachstehende Gog-nstänbe vorgefunben: 1 Herrenstock, 2 »Nnderstöcfe, 2 Damenfchrrme, 4 Herrenschirme, 1 Paar Herren-Glac4-Hand' schuhe, 1 Markschein, 1 Tischmesser, 1 weißes Taschentuch, 1 Paket mit Inhalt, 1 Hose, ein Paket mit Badezeug, 3 Damengelbbörfen mit Inhalt, 1 besgl. ohne Inhalt, 1 kteine Geldbörse mit Inhalt, 1 Rolle Gelb: 5 Mark in 10-Pfermig-Stücken, 2 Bücher, 2 leere Flaschen, 1 Schlüssel, 1 Hammer mit kurzem Stiel, eine weiße Sporthose, 5 Wetzsteine, 1 Notenständer, 1 Stahlhelm, 1 Elle, 1 Rolle Papier. Die vorbezeichneten Qfegenftänbc können bri ber unterzeichneten Verwaltung Zimmer Nr. 4 in Empfang genommen werben. 7404B Gießen, ben 6. Juli 1920. Elektrizitätswerke unb Straßenbahn der Stadt Giehen. Stolte. Stadt. Arbeitsamt Giehen Weft-Nnlage 31, Teleph. 2054. ES können eingestellt werden: 7403B e. bei diesige» Arbeitgeber»: 1 Metalltreiber, 1 Schlosser u. Autogenschweißer für alle Metalle. Lehrlinge: 1 Maler und Anstreicher, 1 Schmied, 1 Gärtner. b. bei auswärtige» Arbeitgebern: 5 landwirtsch. Knechte, 3 Anstreicher, 50 Feldberetnigungs- arbeiter, 1 Schlosser, der autogen schweißen kann, ZRundschletfer, 3Werkzeugschleifer,3Feinschletfer, B Dreher für Leltspindelbänke, 25 Zimmerleute, 3 Stahlgraveure, 1 verhetraleter Schmied für Hofgut, 10 Gestetnhauer. Lehrlinge: 1 Schriftfelzer, 1 Müller. ES suchen Arbeit: Schriftsetzer und Buchdrucker, Schweizerdegen, 1 Stellmacher, Kaufleute, Schreiber und »keisende, 2 landwirtschafiliche Ber- maltet, Packer, Hausburschen und Ausläufer, Aiaschinenschlosfer, Bauschlosser, 2 Gärtner, 2 Konditoren, Eiektromonleure, 2 Schuhmacher. 3 Hetzer, 1 Krankenpfleger, 2 Schmiede. Weißbinder und Anstreicher, 1 Küfer, 2 Sortiermeister, 3 Tavezterer und Polsterer, 2 Sattler, Bäcker und Metzger, 5 Kellner, 4 Kraftfahrer, 1 Brauer, 1 Koch, 2 Bautechniker, 1 Zeichner, 1 Bandagist, Mechaniker, 2 Dachdecker, 1 Autogenschweißer, 1 Pttoatlehter. 1 Ziseleur, 2 Buchbinder, 1 Schweizer, 1 Spengler u. Installateur, Dreher, 1 Vergolder. Lehrlinge: 3 Schuhmacher. 1 Mechaniker, 3 Kaufleute und Schreiber, 1 Weißbinder und Maler, 1 Elektrotechniker, 3 Schlosset, 2 Wagner, 1 Bücket, 1 Sattlet aufs Land. Weibliche Abteilung ES können eingestellt werden: eu bei diesigen Arbeitgebern: leins. Haushälterin, Dtenstiiiädchen, Kauffrauen u. -mädchen, tüchtige Aüeimnädchen, 1 eins. Stütze, Zimmermädchen, 1 Waschfrau, 1 Kinderfräulein s. nachmittags, eine verfette Kaffeeköchin, 1 verf. Büglerin, 1 Näherin, 1 Schneiderin, 2 Bereiferinnen. b. bei auswärtigen Arbeitgeber«: 7 landwirtschaftliche Dienstmädchen, Dienstmädchen, Hausmädchen, Zimmermädchen, Alleinmädchen, 1 Stütze, 1 Haushälterin zur Führung des HauShaltS, eine Stenotypistin. 1 Friseuse. ES suchen Arbeit: 1 Kontoristin. 1 Maschinen- schretbettn, 1 BibliothekSgehilstn, 1 Näherin. 1 Stickerin lübernimmt auch Näh- und Fiick- arbeit zu Haufe), 1 Lehrmädchen (Putzgeschäfn, bad 1 Jahr gelernt hat. zum Weiterlernen, 1 Frau zum Bureauvutzen, 1 Hotelköchtn. 1 Waschfrau, einige Näher- u. Flickerinnen außer dem Hause. Arbeitsvergebung. Zur Ausft'ihuung von weiteren 2 > WvhmmgeK in unserer Siebelung an ber Licher Sttahe sollen bte Erb-, Maurer- unb E isenbeton - arbeiten sowie bie Zimmerarbeiten in Losen ober int ganzen vergeben wer ben. Angebotsfvttnulare können gegen Erstattung ber Abschreibe kosten bei Architekt Hamann, Bergstraße 11, bezogen, Bebingunqen bafeEbft ein- gesehen werben. Verschlossene, mit entsprechen bei Auffchrift versehene Angebote sinb bis Donnerstag ben 15. bs. M t s. abenbs 6 Uhr bafelbst einrureichen. Die Ceffmmg ber Angebote erfolgt in Gegenwart etwa erschlenener Bewerber. Bangenofsenschast 1894 m. b. H. zu Gießen. Für ben Vorstanb: 7398D ________Wol s.______F0 urier._________ Bekanntnmchnng. In unser Hanbelsregifter, Abteilnna A, würbe heute bei ber Firma K. Köhler in ^!ich folgenbes eingetvagen: Das Gesck)äft ist au? b.nt KaufmMM Luowig Adam Jvseph Konrad — genannt Paul — Köhler in L ich über gegangen, ber es unter bei alten Finna roeiterbetreibt. Die Prokura bes KaufrnQMs ftonrab Köhler in Lich ist etloscheir. Lich, den 6. Jnli 1920. 7406V Hessisches Amtsgericht. Bekanntmachung. In unser Hanbelsregisier Abt. A würbe heute eingetragen bie Firma Bachmann nnb Schäfer in Gießen. Gesellschafter sinb: Wilhelm Bachmann, Bankier, unb Ernst Schäfer, Bankier, beide in Gießen. Die offene Handelsgeselrichaft hat am 1. Juli 1920 begonnen. Angegeb.ner Geschäfts- tiveig: Bank-Kommissionsoe'chätt Gießen, den l.Juli 1920. 7411B ______________Hessisches Amtsgericht. Bekanntmachnng. Der Nachtrags-Voranschlag für bie ist. Rett- gionsgemeinbe Gießen für bas Rechnungsjahr 1920 unb berienige für bie Lanbjudenschaft ber Provlnz Ober Hessen für 1920 Rj. liegt -'lr Einsicht ber Beteiligten acht Tage lang tn der Wohnung bes Unterzeichneten — Schmzenst^ße Nr. 22 — offeru Gießen, ben 7. Jul: 1920. 7412V Der Vorstanb der ist. Nesigwnsgcmetnbe Gießen. M. Straufe. Gauturnseft des Gaues Hessen in Gießen Alles Nähere auf den Plakaten ver geschästssührende Ausschutz 7255D Festwirt Hans Kirzinger ote unter 012(B3 an Verkauf | kann, gesucht. 7380 J, Heilbronner, Mehren Wage» Miß -u verkaufen. 7419 Iüb, Rittergasse 23< | Kaufgesuche | Sache in herrschaftlichen Haushalt n. 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