en; Uhr. "niiftögg Men khendem ubnung Mtzer r Stenm» ne Aus- '"d, rum “■ i. tot ?r finge- *ung bet abziehn ab. Wilhelm Saaitn lind von nanu in Hausen b hiermit Hiebet* n ist die lawbmen iiget Stabt Handschuhe, wner Ring, 1 Kctten- e, 1 Geld« hlsloch ein chchcn mr , 1 Briei- mimic mit 7. 3. 11., >s Sinber . schwarB n" hutenb, unb Riäei- nbe belieben i an iebem bis b Uhe 1, ersolgen. Kr. 108 Der Stetzener Mijeiaer erscheint täglich, außer Sonn« und Feiertags. Bejogspceb: Monatlich Mark 3.60, vierteliährlichMark 10 80 einschliehlich des Bestell« gelds; durch die Post vierteljährlich Mark 9.75 ausschließlich Bestellgeld. Fernsprech-Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; Verlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. p-stscheeNsnto: Frankfurt a. M. 11686 Erster Matt 170. Zahrgcmg Samstag, 8. Mat 1920 SietzeimAnzeiger General-Anzeiger für Oberhesfen • örad und Verlag: vrShl'sche Umo.-Vuch- und Stdnörudttd R. Langt. Sd)riftldtnng, Selchäslrftellc und örudtrd: Schnlftratzt I. Mnnahmc »on Anzeige« für dir lagesnummer vis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen d. 34mm Breite örtlich 35 Pf., auswärts 45 Pf.: für Reklame, Anzeigen von 70 mm Breit« 150 Pf Bei Platz- Vorschrift 20*, Aufschlag. HauptschriftleNer: ?lug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Slug, Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz: für den Anzeigentell: H. Beck, sämtlich in Gießen. wochemSSdltkt. Hebet bie Ergebnisse bet Verhandlungen oon San Remo, die sich nicht auf die „Deutsche Frage" bezogen, ist bisher noch wenig Zuverlässiges betarmt geworden. Man weiß nur, daß die Türkei förmlich in Stücke gerissen werden soll, daß Griechenland, als englischer Schutzstaat, eine außerordentliche, etwas widernatürlich anmutende Vergrößerung erfährt, und daß Italien sich von den Resultaten der östlichen Landaufteilung sehr wenig befriedigt zeigt. Der englische Imperialismus hat sich, wie zu erwarten war, keinerlei Beschränkung auferlegt. Direkt und indirekt, unter eigener wie unter der Flagge von abhängigen Schützlingen beherrscht er das gesamte Ostbecken des Mittelmeers und ganz Borderasien über Arabien, Mesopotamien, Persien bis an die indisch-afghanische Grenze hin. Die kühnsten Träume der Apostel britischer Weltherrschaft sind erfüllt; das Glacis Indiens ist bis ans Mittelmeer vorgeschoben, die Lcrndbrücke zwischen Aegypten und Jnbien ist gewonnen, die DardaneUen, deren Befestigungen geschleift werden, können Konstantinopel sticht mehr schützen, das der englischen Flotte gehorcht. Die Interessensphären Frankreichs und Italiens in Vorder- asien sind rund umher von Gebieten umgeben, die unter englischer Botmäßigkeit stehen, und sie sind abhängig von der englischen Seemacht, die mit ihren neuen Stützpunkten das aanze mittelländische Meer souverän beherrscht. In Paris wie in Rom spürt man diese .'lbhängigkeit sehr deutlich, und man gibt sich tznmcr klarere Rcchensckiast darüber, für wen man eigentlich Krieg geführt unb gesiegt hat. Insbesondere in Italien, wo man die Ber- größerung Griechenlands nicht nur als Unbequemlichkeit, sondern geradezu als Gefahr und jedenfalls als eine unmittelbar gegen das eigene Erpansionsbedürfnis gerichtete Aktion empfindet, nimmt die Ententever- dvossenheit rasch zu. Es ist kein Zufall, daß sich Italien anscheinend ängstlich bemüht, die nationalen Gefühle der deutschen Südtiroler iU schonen, und es ist kein Zufall, daß Italien bet erste Staat ist, der keinen jungen Geschäftsträger, sondern einen Botschafter nach Berlin entsendet. Es ist auch kein Zufall, toerni in den Berichten aus den Abstimmungsgebieten in Deutschland immer wieder die loyale und korrekte, deutschfreundliche Haltung italienischer Besatzungstruppen und Be- sahungsbehörden hervorgehoben und dem meist leider nicht so einwandfreien Verhalten her Vertreter anderer Ententemächte gegenübergestellt wird. Völlig unklar ist noch, wie sich die Türken selbst auf die Dauer zur Zerschlagung ihres Reiches durch den britischen Imperialismus stellen werden. England, die größte, mohammedanische Macht der Welt, wagt mit dieser Aufteilung cijien Peitschenhieb ins Gesicht der islamitischen Völker; es rechnet mit der Passivität der Orientalen und mit der Möglichkeit, die Völkerstämme und -Sekten gegeneinander auszuspielen, und die Macht und Geldgier ihrer Häuptlinge zu seinem Vorteil auszunutzen. Niemand fenm heute sagen, ob es richtig «oder falsch rechnet, ob es im Stande sein wird, die da und dort ausflackernden Brände einzeln Ku zertreten oder ob cs schließlich — vielleicht erst nach einer Reihe von Jahren — einer großen und zuguterletzt doch einheitlichen Widerstandsbewegung gegenüber sehen wird, der es mit seinen militärischen und finanzieNen Machtmitteln nicht mehr Herr werden kann, und Die den Zusammenhalt des Imperialismus bedroht. Rascher als am englischen wird sich Der* mutlich an dem jungen polnischen Imperialismus die Gefräßigkeit rächen, die er ent* wickelt. Obwohl der polnische Staat sich völlig unfähig zeigt, die umfangreichen und kultu- ren wie wirtschaftlich sehr ungleichartigen Gebiete zu verwalten, die sich heute schon in 'einem Besitze befinden, und obwohl deshalb im Reiche des weißen Adlers die separa- äftischen Bestrebungen stark zunehmen, denkt Darschau fortgesetzt an neue Eroberungen. )m Osten wie im Westen versucht man gleich, zeitig eine gewaltsame Ausdehnung des Staatswesens. Im Westen wollte man Ober- schlesien, bat mit Hilfe der Abstimmung zu erhalten inan wohl kaum mehr hofft, durch einen bewaffneten Aufstand an sich reißen: bie beutfdyc Regierung hat der Entente soeben m einer Note bie Dokumente mitgeteilt, bie bas Programm bes Gewaltstreichs enthielten. Ts ist zu hoffen, daß der Plan mit seiner Enthüllung erledigt ist, und bas; bas Vorgehen ber Polen ihre Sache in Oberschlesien noch aussichtsloser macht, als sie es bisher schon gewesen ist. Im Osten hat Herr Pilsubski vorläufig größere Erfolge zu verzeichnen. । Seine Soldaten haben bie Offensive gegen bie Haychewisten begonnen, sind in der Ukraine j einmarschiert und in Kiew erngerückt. Polen schickt sich cm, seinerseits bie alte deutsche Randstaatenpolitik gegen Rußland aufzuneb- men, und es stützt fick dabei genau, tote roir selbst es getan haben, zunächst auf bie Ukraine. Ob ber rasch errungene Sieg ihm viel nützen wirb, ist sehr zweifelhaft. Bei ber Stärke bes nationalen Gegensatzes zwischen Polen und Ukrainern — man erinnere sich nur an bie ostgalizische und Cholmer Frage — ist wohl 6 hm en kurzem in ber Ukraine eine starke nationale Gegenbewegung gegen bie polnische Invasion unb das Zusammengehen einzelner ukrainischer Führer mit den Polen zu erwarten. Roch in höherem Grade als wir werden die Polen bei der Landbevölkerung auf Schwierigkeiten unb Widerstänbe stoßen. Die Wahrscheinlichkeit, baß bas Unternehmen schließlich mangels einer festen Basis seiner Aufrechterhaltung mit Verlust liquidiert werden muß, ist nicht gering. Den Bolschewisten in Moskau, die anscheinend immer schwerer mit dem sich vollendenden wirtschaft- lichen Zusammenbruche zu kämpfen höben, kommt ber Pilsudskische Vorstoß vielleicht gar nicht unerwünscht. Er gibt ihnen roicber eine nationale Parole und verschafft ihnen bie Möglichkeit, als Vorkämpfer ber Einheit Rußlanbs aufzutreten unb im Interesse ihres Regimes an das groß-aussische Nationalgefühl zu appellieren. Die Abwicklung öes alten heerer. Berlin, 7. Mai. (WB.) Zur Frage der Slbirictehmg des alten Heeres lirirt* von zuständiger Seite nribetritt: Für Zweck' der HeereÄrbwicklung wurden im zweiten Halbjahr 1919 3 Milliarden bewilligt. Im Haushalt dcs Reichs für 1920/21 sind für denselben Zweck 2Vä Milliarden eingestellt worden. Den Bedenken, die gegen diesen Ekttsposten im Parlament und der Presse geäußert ttnrcben, nnrb zur dlufklärung am beitem eine lieber» sicht über die Verteilung der Abwicklung slÄsten entgegengestellt. Tie erwähnte Gesamtfoidenuig von 5Va Milliarden für die Zeit Dom 1. Oktober 1919 bis 1. April 1920 setzt sich wie folgt zusammen : Für R ückführung unserer Kriegsgefangenen ans den Ententeländern und für Kosten, die uns die noch in Deutschland befindlichen und von uns zu unterhaltenden Kriegsgefangenen (200 000 Mann) verursachten, waren 2 Milliarden Mark anzusetzen. Tie Abgeltung der Verträge aus Kriegs!ieferungen die Ablösung der Kriegslcistrmgen und Verbnidli chartert des Militärsiskus erfordern 23/< Millrard. Mk. Für Unterhaltung des Verwaltungsapparates der Heeresabwickelung, der den Heimkehrdienst der Kriegsgefangenen und den Tienst an den russischen Kriegsgefangenen einschlicßt, ist eine Summe von 3/4 Milliarden Mark erforderlich einschließlich eines Betrages von 140 Millionen Mark für Gebühr- nisse noch nickt abgefundener Bersorgungsbercch- tigter. Zu bedenken ist, daß Zloeck der Abwick- lnngstätigkeit die Abrechnung über die Gesamt- ausgaben für Heereszwecke ist. die für die ganze Tauer des Krieges auf 126 Milliarden schätzungsweise zu veranscküagen sind. Weder das finanzielle Interesse d?s Reiches noch die den Krieg abzuleüenden rechtmäßigen Ansvrücl>e der Staatsbürger geflatten es, baß die gewaltige Arbeit der sachgemäßen dlbwickelung der alten Heer es verlock- lung übers Knie gebrochen wird In Anbetracht des ungeheuren Umfanges des interessierten Personenkreises und der Rtesenzahlen der Kriegsausgaben sind die Verlocktungskosten in Höbe von nickt ganz V« Milliarden in anderthalb Jahren durchaus nicht unverhältnismäßig. Der Mwick- lungsapparat wird überdies dauernd weiter abgebaut. Am 1. Avril 1920 ist im gesamten Bereich der Heeresabioicklung die Zahl der dort Tätigen von 115 920 auf 63 868 Köpfe, ckso um 45 Proz., vermindert worden und eine Tieirststellenverminde- rung von 2206 auf 1629 Stellen, also um 25 Proz. eingetreten. Zum 1. Oktober 1920 wird eine weitere Verminderung des Personals und ber Dienststellen eintreten. Abschiedsappell der deutschen Fliegertruppe. Berlin, 7. Mai. (WTB.) Beim Ab- schiedsavpell der deutschen Fliegertruppe richtete General v. See ck t folgende Ansprache an bie versammelten Ofsi-ieoe, Unteroffiziere und Mannschaften. Mit dem heutigen Tage legt eine kamvsbewährtc junge Waf-e nach ruhmvollem Bestehen füll und stolz die Waft'en nieder. Am 8. Mai vollendet die deutsche Fliegertruppe die im Fric- densvertrag von uns geforderte restlose Autlömng aller ihrer Formationen. Dio Forderung ber Auslösung ist Die letzte Anerkennung, bie ihr der Gegner von gestern loiderwil ig zollt. Im Früh- tommer 1910 aus dem historischen Uebm:gsse!d von Töberitz oon roenigen tötensrohen langen Offizieren ins Leben gerufen, nahm bi? junge'Waife in den zehn Jahren ihres Bestehms eine ungeahnt schnelle und gewaltige Entwicklung. Im Weltkrieg gesellte sie sich mit ihren Erfolgen würdig den alten Stammioaisen der deutschen Arn'e? bei Erfüllt von ber Pflicht, den am der Erde icknx't ringenden Schwellerwa s?n Ent ast? ng , zu bringen, bat die Truppe hoch oben in der Luft einem an Zahl weit überlegenen Gegner siegreich getrotzt und ihn in ritterlichem Kamps Mann ge*en Mann ! unzählige Male kraftvoll geschlagen. Groß waren I die Stiftungen unb Taten ber Waise im Kriege? I Gnoß war die Zahl ber Mutigen Op^er, die die Truppe in freudiger Hingabe dem Vater lande gebracht hat. Der Heldentod gerade so vieler mit den höchsten deutschen Kriegsauszeichnungen geschmückten Flieger spricht eine stumme Sprach' für den ovserfrol>en 6>ist ber Truppe. Das Andenken an Bölcke, Richtlwsen und all bie anderen totem Helden ber Luft ivird bie Armee stets heilig pflegen. In stolzer Trauer nimmt die deutsche Armee und das deutsche Volk Mschied von den treuen Kameraden der Lust. In ber Geschichte der beutschen Armee wird das Ruhmesblatt der Flie- gerwafse nie welken. Die Wafte ist nicht tot, ihr Geist lebt. Die deutschen Sachverständigen. Paris, 7. Mai. (Wolff.) Havas. Der deutsche Geschäftsträger Mayer stattete heute vormittag dem Ministerpräsidenten Millerand tinen Besuch ab unb teilte mit, daß in den nächsten Tagen bie beutschen Sachverständigen in Paris eintreffen werben, bie mit ben französischen Sachverständigen über die Wiederaufnahme ber wirtschaftlichen Beziehungen zwischen ben beiden Ländern beraten sollen. Er fügte babei hinzu, baß seine Regierung diesem Meinungsaustausch günstig entgegensehe. Au» depinternationalen Handeldkonscrenz. Paris, 7. Mai. (Wolff.) In der gefangen Sitzung ber internationalen HandelsLnrfercnz bat man sich über die Frage der Schaffung eines internationalen Geldes wegen desWioer- stanbes ber Engländer nicht einigen können. In einer Resolution wurden deshalb die ckliürlen Regierungen aufgefordert, einen interna.ionalen Ausschuß rinzu setzen, in dem auch Amerika und die Neutralen vertreten sein sollen, nm die Frage der Valuta, der Kreditbeschaffung, der Transporte, kr Versorgung mit Nahrungsmitteln und Rohmaterialien sowie die Frage der Arbeitsbedingungen zu erörtern. Der Ausschuß soll auch ein internationales Abkommen über die Schulden ber Alliierten und der Mittelmächte vorbereiten, damit auf praktische Weise die gegenwärtigen Schvierigkeiten beseitigt toerben könnten. IN einer iveiteoen Resolution verlangt die Handcksunion einen regelmäßigen internationalen Luftverkehr sowie die Besserung des Wechselkurses durch internationale Abkommen unter Mitwirkung von Jinan-- und Wirtschafte- Träfen. Paris, 7. Mai. (WB.^ Die interp.rrlcmurn- tarische Handelsunion hat h:nte ihre Schlußsitzung abgehalten und in einer Resolution bat Wunsch zum Ausdruck gebrackst daß mt den im Friedensvertrag von Bersallles feitge eßten Wiedergut machungen krine Blenderung vorgenommen werde, und daß die WiedergutmackMngskommis- sion ersucht iDerbe, zur Bewilligung von G o l d - bvns zu schräten, bie unter die Länder, die Schaden erlitün fabrn, verteilt werden sollen unb deren B.'vorsckussung durch die Signckarrnächle des Vertrages unb durch andere, die dem Völkerbund angehören erlcich'.ert werde, lieber den 1 Punkt betr. den Fr dcns.erir. g Tot Vor all es enti:a;ib äne rege Diskussion, weil bie italio:i d). Telegiw- ten än Amcn:dement ängebracht batten, den Dell weniger imperativ zu halten. Von frawwsi'ck.-r und belgisckxer Seite nrurbe dagegen p:o:estiert, so daß die Italiener, um die Einheit nicht zu stören, ihren Antrag zuiückgvAogen. Ti-? nackLloZusammen- kunft der Handelsunion findet in Li ssabon statt. Es sollen zu ihr auch bie neutralen Staaten bie ben Wunsch äußern, zugelassen werden. In der feierlichen Schlußsitzung am Nachmittag hielt Ministerpräsident M i l l e r a nd eine Ansprache, in der an bie Solidarität der Völler appellierte. Kein Volk könne leiben, ohne daß die anderen in Mitleidenschaft gezogen würden. Tas Unglück des einen bedeute das Unglück des andern. Deshckb müsse bie Einheit immer stärker betont werden auf finanziellem, industriellem und Handelsgebiet sowie in diplomckisckier Hinsiäst. Man müsse aus dem Völkerbund eine Realität machen. Millkrand betonte auch, daß Frankreich arbeite und daß während ber letzten drei Monate des Jahres 1919 Frankreichs Export sich gehoben habe und in den ersten drei Monaten dieses Jahres, verglichen mit ber gleichen Zell des Vorjahres, sick fast verdoppelt habe. * Die Grenzregulierung in Schleswig. Kopenhagen, 7. Mai. lWollf) Die „Ber- lingske Tidende" meldet: Im Namen ber Internationalen Kommission schlugen der französische Gesandte Claudel und der norwegische Vertreter H e f t ij n in ihrem gestrigen Bericht an den Obersten Rat vor, daß bie südliche Grenze der ersten scklesnngschen Zone im Osten derart reguliert wird, daß die Strecke an ber Kupfurmühlenbuckt bis nach Waschersleben, das dickt nördlich von Flensburg liegt, an die Dänen übertragen wird. Durch diese Regelung werde die Möckick^eit geschaffen für die Anlegung eines neuen Flenskirgs, da die betreffende Strecke eine wichtige Bedingung für die Anlage von Hckenanlagen auf dänischem. Gebiete biete. V Au» dem amerikanischen Senat. Washington, 7. Mai. (WB.) Der republikanische Senator France hat einen Antrag eingebracht, der bezweckt, Deutschland beim AnkaufvonsotchemMa- terial, das es für seinen wirtschaftlichen Wiederaufban rwtwendig braucht, beizustehen. Die Vorlage ermächtigt eine Finanzkorpera- > tiou, 250 Millionen Dollars zum Ankauf von Lebensrnitteln unb Rohstoffen zu leihen, wofür bie Korporation sechsprozentige beutsche Wertpapiere erhalten würbe. Die Korporation ist mit bern Plan einverstauben. Rotterbam, 7.Mai. (WB.) Wie der „Rieuwe Roiterbanische Courant" aus Wa^ shington meldet, Ijat Knox in ber Senats- bebatte auch heftige Ang riffe gegen PräsibentWilson gerichtet, ber lieb er bie Nation weiterhin im Kriege halte, als baß er von dem eingeschlagenen Weg auch nur ein wenig abweiche. Es sei not» roenbig, ben Machtbefugnissen dieser Regierung unverzüglich ein Enbe zu machen. Die Strdflage in Hranlreich. Paris, 7. Mai. (Wolff.) Nack ber HavaS- Agentur ist im Ei se n da h ne r st re i k keine nxfcntlidx Aenberung rin getreten. Trotz Anratens ber (Sonf6b6ratir>n Gönöralc du Travail wollen sich die Metcklarbeiter nickst mit einem 24ftündigen Shmpathiestreik begnügen, sondern Iw- ten heute ben unbefristeten General- strcik erklärt. Für Ende dieser Woche und Anfang nächster Woche haben zahlreiche Aroeiter- organifationen ben Anschluß an ben Streik erklärt, so die Bergleute des Beckens von Nancy unb des Pas be Calais. Die Lage in Arland. Amsterdam, 7. Mai. (Wolfs.) Der A.e ne^ ralstaatsanwaltvonJrlanb erklärte dem „Tclegraas" zufolge im englischen Unterlaufe, daß noch niemand für bie seit dem 1. Januar 1919 in Irland begangenen Mordtaten an Polizisten und Regierungspcrsonen verurteilt nrorben sei. Seit Anfang des vorigen Monats seien in Irland 277 Polizei st ation en zerstört worden. Zusammenstöße in Fiume. Mailand, 7. Mai. (Wolffs Nach einem Telegramm des „Sortiere della Sera" tarn es zwischen 400 Äarafrinieri, die Fiume verlassen wollten, unb Truppenteilen, bie b' Annun zio txadxrx finb, zu Zusammenstößen, bie auf hoben Seiten Tote unb Verwundete forderten. Holland und Rußland. Haag, 7. Mai. (WB.) Niederländisches Korr.-Bur. Die Zweite Kammer hat bie Herstellung von Beziehungen zu Ruß- lanb mit 48 gegen 13 Stimmen abgelehnt. Japans Vorgehen in Sibirien. Amsterdam, 7. Mai. sWolff.) Bon ar Law erklärte im Unter hause, baß nach Ansicht der englischen Regierung bie von ber japan i^che n Regierung in Sib irie n unternommenen L-chritte nicht solcher Art seien, baß die alliierten Regierungen ihre ausdrückliche Zustimmung dazu erklären müßten. Ario Dem Reiche. Die Reichskartoffelreserve. Berlin, 7. Mai. lWvlff.) Zu ben Preß^ lueldungen über die gestrige Sitzung der R e i ch ö - kartoifel stelle ist ergänzend unb |um Teil berichtigend mitiuteilen: Tie von einigen Zeitungen an ben Sitzungsbericht geknüpfte Wendung, daß eine Neuregelung Wer Karloffelwirtschast im nächsten Emtejahr durch die Schaffung einer Reichsreserve von 100 Millionen Zentnern von allen Seiten Zustimmung gefunden habe, unb baß auch die Reichsregiernng mit diesem Plane einterfamben sei, ist unrichtig Tie Regierung unb bas Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft haben eine endgültige Stellungnahme »u ben Vorschlägen noch nicht eingenommen. In den bisher gerührten Vorbesprechungen unb in ber gestrigen Sitzung mint>en gegen die Durchführung des erwähnten Planes erb^bliche Bedenken von verschiedenen Seiten gelten' gemacht. Tic Verhandlungen werden fortgesetzi. Tic endgültige Beschlußfassung wird erst in einiger Zeit erfolgen. Zum Besitzwechsel der Deutschen Allgemeinen Zeitung. Berlin, 7. Mai. Amtlich. Der Verkauf der Norddeutscheu Buchdruckerei unb Berlagsan statt, wo die „Deutsche Allgemeine Zeitung erschtint. mürbe der Reichs re gierung am Mittwvck be* kanntgegeben. Sie orb.ietc sofort eine Nachprüfung der rechtlichen Unterlagen ihres Verchcktnisses zu dem bis.'ier f>jlbamtiidxn Blatte an. Gleichzeitig ging ihr von dem neuen Besitzer bie Mitteilung zu, datz er bis zum Abschluß der Wahlen keinerlei $eränbmingen in ber Zusammensetzung ber Redaktion oder der polllllchen Haltung des Mattes eintreten lasse. Tie Ergebnisse ber erwähnten Nachprüfung werden demnächst mitgetdlt. Vor neuen Schlachwiehpreiscn? Berlin, 7. Mai. lWollf) Durch die Tages- und Fachpresse aeyl eine Notiz, daß am 16. Mai neue Schlachtviehpreise in Kraft träten. Dabei werden Preisangaben gemacht. Deniaegenüber muß festgesiellt werden, daß die Angaben falsch färb; es schweben lebiglich Erwägungen über Neuregelung den Schlachwiehpreise/die aber noch nicht über bas Stabiurn der Beratungen hinausgelangt sind. 1 chor Harmonie-Gemütlich k:it" zusammLngescUos« sen. Dirigent ist .Herr Musik.'ehrer Albert Kasten. ■rL. " ~ nw wt 0*1 LLUlUClllUIIC UVUUI ICIU.IIUM IUI UIIJIIHUHIU stimmig angenommen. heutigen Nummer eine Bekanntmachung von größ- Die Abfindung des bäurischen Königshauses. > ter Wichtigkeit für sämtliche Arbeitgeber und An- , Q cvm gestellte Durch Verordnung vom 24. April ist be- München. 8 ML«. lWw^) Jmba^isch-n tanntIid) bie Bersicherungsgrenze von 5000 Mark Landtag wurde eine Intervellatwn der sozial . < r qqq heraufaefefct worden, und zwar einer • Statt harten. Krchgvns 1 1 Sichen Emilie! । Nie Uttb Soden in Stadtrat t geltlich gestatten. Ein oc der Täter- oder Mittäterschaft ist der Schulamtskandidat Philipp Wolfs aus Untersuchungs'haft genommen worden. : Statt Karten, r-------------------- ^re Verinäh, Or.inec Maria J 5ohanm Ihre Serlobu Äi Königshauses eine ausreichende Entschädigung erhalten müssen. Timm (Soz.) bedauerte, daß der Vertreter der Regierung als Parteimann gesprochen habe. Krausneck erwiderte dagegen, daß er nur die rechtliche Lage objektiv dargelegt habe, damit die Besprechung der Intervellatwn erledigt werde. Die Tagesordnung der nächsten Vollsitzung des Landtages enthält den Antrag der Frauenabgeordncten? sämtlicher Parteien, die Staatsregierung möge bei der Reichsregierung Schnitte einleiten wegen Zurückziehung der schwarzen Truppen im besetzten Gebiet mit Rücksicht auf die lich rückwirkende Gültigkeit o . .. Ter Vorstand der Giessener Ortskrankenkasse hat beschlossen, die bisherige Maffeneinteilimg bis zu einem Tagesverdienst von 9,25 Mark imserändert beizubehalten. Für die höheren Verdienstgruppen wird ab 3. Mai eine neue Klasseneinteilung (Klasse 14—20) eingeführt, die sich an die alte Einteilung ®eorg Unneryigt, Kaiser-Allee 15, ist für 80000 Mark b'.slenige der Privatrn Hüten, Meichstr. 14, für 70 000 Mk. verkauft worden. Der Vorstand der hiesigen allgemeinen Ortskrankenkasse veröffentlicht im Anzeigenteil der auf 15 000 Mark heraufgesetzt worden, und zwar mit Wirkung vom 3. Mai ab. Die Verordnung ist also sckwn in Kraft getreten und hat selbstverständ- Preis pro Pfund 20 MU Eine Kleinigkeit bei dem Geldreichtum an dem nachgewiesencrniaßen alle Bürger des Deutschen Reiches leiden. Q Marburg, 7. Mai. Tie Sdadtverord- ncten stimmten im Prinzip der Gleichstellung der Gehälter ufw. der städtischen Beamten zu und geben dem Magistrat anheim, die Vorlagen industriellen Werke zu übernehmen. mc. Frankfurt a. M., 7. Mai. Auf dem heutigen Wochenmarkt waren die ersten bie 5- Entschädi es als ei in anderer Annahme des Beamtenbefoldungsgesetzes in Preussen. Berlin, 7.Mai. (WB.) Die preußische Landesversammlung hat das Beamtenbesoldungsgesetz in dritter Lesung ein» Veranstaltungen. Samstag, 8. Mai: Liebigshöhe, 8 Uhr, Begrüßungsfeier für die aus der Gefangenschaft heimgÄehrten Gießener. — Hotel Viktoria, 8 Uhr, Monatsversammlung der Fünfziger. — Lichtspielhaus wie gestern. — Lichtspiele, Seltersweg, „Ter Fluch der Kultur" und „Tas Haus der Leidenschaften. Sonntag, 9. Mai: Spielplatz-Werbetag, Beginn der Veranstaltungen 1,45 Uhr mittags. — Philosophenwald, 10 Uhr vorm., öffentliche Angestelltenoersammlung. — Caf6 Leib, 8 Uhr, öffentliche Volksversammlung der U. S. P. — Kunstverein, die neue Ausstellung ist von 11—1 Uhr geöffnet. — Lichtspieltheater wie Samstag. AUA Stabt unb Catib» Gießen, den 8. Mar 1920. Krankenversicherung. Torin, darf kein 18 Uhr, int Saale des Felsenk^lers feine dies- i ! jährige Hauprversammlung. nr nur u n e es als = Frankfurt a. M., 7. Mai. Dr. Landmann, der bei der Bürgermeisterwahl dem Unterffraatsfefpetär Gräf unterlag, ist amtsmüde und beabsichtigt, in kurzer Zeit aue den städtischen Diensten zu scheiden, um in seiner badischen Heimat eine leitende Stelle m etnem ** Bismarck-Vortrag. Auf Veranlas- ung der Deuts chnativn alen Bolks- partei sprach gestern abend im Hotel Gross- Herzog der bekannte Schriftsteller mta B smarck- forscher Max Bewer vor einer zahlreichen Zuhörerschaft über „Bismarck und d»re B4r- öhnung der Gesinnung^n". Ter Bor- Das Geschäftszimmer der T. R., Landesunter- * bezirk Wcsterwald-Oberbessen und Ortsgruppe: > Gießen befindet sich Ost-Anlage 111., Zimmer 1 , Anmeldungen werden dort entgegengenommen. | ro« seit 19 Sy? ÖStdui w«* £ aut Sl 3” in WVcL äS Wr der S-m ä WtcL„ iiM iur lE - Franks w ■Tfliiibeitta' iMbatatn hl. Morbi ferienfür-lk schulen im Reg' «n- WÄ Memlüts Freu Mstag den l. '«vbihtt ,w Anlage»! Kreis Friedberg. bz. Bad-Nauheim, 8. Mai. In der „Ä N. Z." lesen wir u. a.: Ter neuen Bvotpreis- erhöhung ist eine Senkung der Qualität gefolgt, die zum Himmel schreit. Mitunter ist das sog. Brot von einer Beschaffenheit, die den Genuß, unmöglich macht. Tas Brot läßt sich nicht schnei- dm, fällt in Klumpen auseinander, schmeckt bitter oder nach Schimmel. Diese ekelerregenden Begleiterscheinungen sind es, die die Konsumenten veranlassen, das „Bvot" dem Vieh zu geben. — In Gießen ist gerade in den letzten Tagen das Brot auch meist nicht viel besser. Hessen-Nassau. Raubmord. Warnung vor Kettenbriesen. Es gibt immer noch Leute von der bekannten Sorte, die nicht alte werden. Und diese cheinen augenblicklich einem Schwindel zum Opfer fallen zu sollen, der bei dem erhöhten Porto den Geldbeutel Nachdrücklicher als bisher belastet: dem Kettenbrief. Gestern erhielt eine hiesige Frau einen solchen Brief, in dem sie aufgefordert wird, den „Glücksbrief" innerMlb 24 Stunden abzuschreiben und an neun Personen, denen sie Glück wünsche, zu enden, worauf sie eine große Freude erleben verde. Zerreißen der Kette werde Unglück bringen. Ferner geht aus dem Briefe noch hervor, daß dieser Kreis, der von einem amerikanischen Offizier begonnen sei, 44mal um die ganze Welt gehen müsse. Sollte es in Gießen wirklich noch atl- Sittlichkeitsverbrechen, die wiederholt an deutschen Frauen und Mädchen begangen und zu ~ Schmach an der weißen Rasse werden. ein$ubringen. ** Rodheim a. d. Bieber, 8. Mai. Hier findet am nädrften Dienstag, nachmittags 2 Uhr, im Saale des Gastwirts Bender eine Bau ern- Versammlung für den südlichen Teil des Kreises Biedenkopf und die angrenzenden Orte des Kreises Wetzlar statt. Es werden sprechen der Vorsitzende der Bezirksbauernschaft für Nassau^und | r-rn Kreis Wetzlar, Landwirt Hepp aus Seck- hpch und Geschäftsführer Krauß aus Limburg. ** Au s eine 30jährige Tätigkeit bei der Firma I Happel-Gießen blickt am 10. ds Mts. Herr Adam Koch zurück. ** Hausverkäufe. Das Anwesen des X Gelnhausen, 7. Mai. In der (Sentit* ttmg Soden-Salmünster ist aus dem Silzbu^ die Leiche des seit dem 24. Febr. d. Js. vermissten Fabrikanten Ludwig Schwarz aus Rüsselsheim a. Rh. gelandet worden. Tie Leiche wir gräßlich verstümmelt, vom Rumpfe sind die Beine abgesagt, der Kops zeigt eine Schusswunde Es liegt Raubmord vor, wie die weiteren Ermittelungen ergeben haben. Unter dem Verdicht' ehemalige demokraten über den Stand der vermögensrechtlichen Verhandlungen mit dem früherenKönigshaus beraten. Staatssekretär Dr. Krausneck erklärte dazu u. a., daß diese Verhandlungen in Bayern wegen der eigenartigen Lage größere Schwierigkeiten bereiten als cmders- wo. Immerhin sei es das Empfinden weiter Volkskreise, daß der Staat gegenüber dem Herrscher- Hause, das sich Jahrhunderte hindurch unbestteit- bare Verdienste, insbesondere auf dem Gebiete von Kunst.und Wissenschaft, erworben habe, nicht bloß den einseitigen Rechtsstandpunkt herauszukehren, sondern in Behandlung der ganzen Angelegenheit gewisses Entgegenkommen zeigen müsse. Dr.^S ü ß- heimlSoz.) erklärte die Ausführungen des Staatssekretärs für nicht befriedigend. S ch r e p t e rtDem.) führte aus, seine Partei stehe auf dem Standpunkt, daß der Anspruch auf Entschädigung für den Verlust der Herrscherwürde nickst anerkannt werden dürfe, wohl aber müsse es als Pflicht des Staates betrachtet werden, dem früheren Köstigshaus eine angemessene Entschädigung für die in Staatsbesitz gelangten Vermögensteile aus dem Privatvermögen des früheren Königs oder feines Hauses zuzuerkennen. Der Unabhängige Tübel lehnte es ab, den vormaligen Regierenden von Bayern auch nur das geringste Opfer auf Kosten der Allgemeinheit des bayrischen Volkes zu bringen. Walz (Mittelp.) vertrat die Ansicht, daß die Mitglieder des früheren gung für die Her-I ** Der Giessener Mieter-Verein nen Anteil an der | veranstaltet am Montag trn 10. Mai, abends zuviele geben, die einem solch offenkundigen Blödsinn 3,60 Mk. Porto opfern, ungerechnet Zeit und Briefpapier? Wenn ja, dann ist ihnen auch mit einem „Glücksbrief" nicht zu helfen. itzende, Herr Ko hl Hase, begrüßte die Versammlung und wies dabei auf Bismarck als aus die Quelle unserer Kraft hin. In begeisterten und humorvollen Worten schilderte bann Max Bewer den wahren Bismarck den Mann mit tiefstem Gemüt und großer Seele und wies entschieden das verzerrte Bild zurück, das deutschfeindliche Blätter des Jnq und Auslandes von t-em grössten Deutschen aller Zeiten entworfen haben. Kurze Zeit nach der Entlassung Bismarcks--hatte Bewer die Freude von Bismarck nach FriedrichsrUh gerufen zu werden. Dort verbrachte er mit Bismarck eindrucksvolle Stunden, deren geistige Nieser chläge Bewer veröffentlichte. Bewer führte ferner aus, wie um das Herz des deutschen Volkes seit 50 Jahren drei Ideale ringen das nationale, das oziale und religiöse Ideal. Zu unserem Unglück hatten die beiden letzteren das nationale Meal unterminiert und zu Fall gebracht. Um die Seele des deutschen Menschen kämpfen heute Christentum, Monismus und Atheismus. Nur eine christliche und nationale Lebensauffassung, wie sie Bismarck er- üllt habe, könne uns retten. Prachtvolle, dem Leben der Bibel und der Natur entnommene Gleichnisse und Bilder durchzogen den dreistündigen Vortrag. dem die Anwesenden stürmischen Beifall zollten. Professor Werner wies banmf btn, dass Bewer ein begabter, feinsinniger und gemütstiefer Dichter sei, dessen Werke aber von einem Teil der ihm feindlich gesinnten Pveffe geflissentlich totgeschwiegen wurden. Mit Worten herzlichen Tankes an den Redner wurde die Versammlung vom Vorsitzenden geschlossen. ** Tie Gesangvererne Harmonie (gegr. 1846) und Gern ü tlichkeit (gegr. 1885) haben sich unter dem Namen Bereinigter Männer- Kreis Alsfeld. sw. Alsfeld, 7. Mai. Das Gesetz der guten alten Zeit ist nicht mehr maßgebend. Im vorigen Jahre wurde dem Stadttürmer eine Vergütung von 130 Mk. bezahlt, da sich kein „e b r e n a m t licher Maibläser" fand. IN diesem Jahre wurde sein Gesuch abgelehnt, da das Maiblasen nach der neuen Instruktion zu seinen Dienstobliegenheiten zählt. Das Gehalt des Stadttürmers ist jetzt auf 4400 Mk. erhöht worden. Kreis Büdingen. 4? Bergheim, 8. Mai. EineE in'br echer- b a n d e mackst zur Zeit wieder unsere Gegend unsicher, in dem Landhaus des bekannten Frankfurter Musikers Mack wurde innerhalb kurzer Zeit zum drittenmal eingebrochen. Wieder fiel eine große Menge wertvoller Sachen den Eindringlingen zum Opfer, auch den Speisekammern der Landwirte Komp und König sdatteten die Einbrecher einen nächtlichen Besuch ab und ließen allerhand wertvolle Lebensmittel mitgehen. Im benachbarten Ortenberg wurde ebenfalls ein Ein- bruchsoersuch gemacht, nachdem erst zwei Einbrüche der letzten Zeit trotz großer Untersuchung unaufgeklärt blieben. GleitAettig wurde in Hirzenhain bei Gastwirt Jungmann eingebrochen, hier nahmen die Einbrecher wertvolle Sachern besonders Wäsche, im Wert von einigen tausend Mark mit. Kreis Schotten. x Klein-Eichen, 8. Mai. Rechner Will Mm Hofmann und Ehefrau feiern heute das Fest der goldenen Hochzeit. e. Schotten, 7. Mai. In treuer dlnhang- lichkett an die alte deutsche Heimat wurde bei hiesigen Bürgermeisterei von den Mitgliedern des Schottener Männerchors in Newyort der Betrag von 6000 Mk. zur Verteilung an die meistbedürftigsten Familien der Gemeinde Schotten übermittelt. Tie Schottener in Newyark fühlten sich veranlasst, ihren Namenspatron in dem sc schwer betroffenen Vaterland diese kleine 'Gabe zu schicken. Infolge der Neureglung werden die Arbeit- 1 geber von der Krankenkasse aufgefordert, innerhalb 5 Tagen für alle Versicherungspflichtigen, deren Einkommen einen Tagesverdienst van 9,2o Mark übersteigt (Höchstgrenze 15 000 Mark im Jahr !) genaue Anzeigen über den derzeitigen Arbeitsverdienst einzureichen. Durch bte Neureglung der Krankenversicherung werden vor allem solche Angestellte betroffen, die durch cm 5000 Mark übersteigendes Einkommen bisher nicht der Verficherungspflicht unterlagen, vor allem Betriebsleiter, Prokuristen usw. Ein großer Teil dieser Personen, vor allem kaufmännische Angestellte, werden wohl bereits einer sogen. E r s atzkas se , meist der Krankenkasse ihrer wirt- chaftlichen Organisation, angehören., Diese seien aber darauf auimerksam gemacht, daß sie nur dann von der Mitgliedschaft bei der zuständigen Zwangskrankenkasse (Orts-, Betriebs- oder Jnnungskran- kenkasse) befreit sind, wenn sie rechtzeitig Antrag auf Ruhen ihrer Rechte und Pflichten bet dieser Pflichtkrankenkasse gestellt haben. Warnung vor unreellem Einkauf von Seife. Trotz wiederholter Veröffentlichung von War- innigen durch die Prcisprüftmgsstelle der Provinz Oberhessen in den Zeitungen wurde bei Vornahme von Geschäftsceviionen festgestellt, dass deutsche Seife unter Ueberschreitung des vorgeschriebmen Höchstpreises zum Verkauf kommt. Das Reichs- wirtschaftsministerium Berlm hat auf Anfrage An mitgeteilt, dass der Ucberwackmngsausschuß der Seisenindustrie deutsche Kern-- und Toilettenseif: vorübergehend ohne Preisaufdruck hergestellt und auch in den Handel gebracht hat. — Bon jetzt nb darf nur noch deutsche Seife hergestellt und in den Handel gebracht werden, auf welche der vorgeschriebene Berkau fspveis aufgebrueft ist. Um das ßaufertbe Publikum vor Uefertortete hing zu schützen, gibt die Preisprüfungstelle der Provinz Oberhessen nack>- teherch die zur Zeit gültigen Höchstpreise für Seift nochmals bekannt: Bei Abgabe an den Verbraucher dürfen die Preise 1. bet K. A.-Seife einschl. Verpackung: für 1 Stück von 50 Gramm 0,75 Mk. ür ein Stück von 100 Gramm 1,50 Mk. 2. Bei K. A.-SetfenpulvLr einfchl. Verpackung: für je 250 Gramm 2,10 Mk. 3. Bei Kernseife und sonstiger Seife in fchntttfester Form, mit Ausnahme von Feinseife, mit einem Gehalt an Fetts äure von a) 58 und ntehr vom Hundert 30 Mk. für 1 Klg., b) 50 bis 57 v. H. 25 Mk. für 1 Klg.. c) 40 bis 49 v. H 21,25 Mk. für 1 Klg.. d) 30 bis 39 v. H. 14 TtEj für 1 Klg., e', 20 bis 29 v. H. 9,50 Mk. für 1 Klg., f) unter 20 v. H. 3.75 Mk. für 1 Klg. 4. Bei Feinseife einschl. Packung 40 Mk. für 1 Klg. 5. Bei Schmierseife, mit Ausnahme der nach § 2 Abs. 3 in Apotheken abzugebenden Kaliseife, mit einem Gehalt an Fettsäure von a) 38 und ntehr v. H. 15 Mk. für 1 Klg.. b) 33 bis 37 v. H. 12 Mk. für 1 Klg., c) 20 bis 29 v. H. 7,50 Mk. für 1 Klg., d) 10 bis 19 v. H. 3,75 Mk. für 1 Klg., e) unter 10 v. H. 1,70 Mst, für 1 ftlg. nicht überfteigen. Tie Hersteller dieser S'iftn und Seifenpulver 'haben den ftstgesetzten Kbüstv^erkausS- preis auf der Seife selbst — bei Seifenpulver auf der Packung — in beutlidjer Schrift an zu geben. Es wiä> ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht und die Kaufleute werden nochmals gewarnt, Waren ohne Rechnungsbelege von „Unbekannten" einznkauftn, da die Revisoren der Preisprüfungsstelle über die Herkunft bet Waren Auskunft verlangen werden. Unentgeltliche Benutzung des Telephons. Auf eine Verfügung, die einschneidend in die bisherigen Gewohnkieiten eingenit, macht die Oberpostdirektion Darmstadt aufmerksam. Hatte der Telephonbesiher bisher für die Gefälligkeit, den Apparat benützen zu dürfen, im Ortsverkehr 10 bis 20 Pfennige erhoben, so ist ihm das von jetzt an, wenn er Pausä-gebühr zahlt, untersagt. Er muß die Benützung im Ortsverkehr rein aus Gefälligkeit gestatten. Das heißt, er wird sich in Zukunft in den meisten Fallen für die Störung schönstens bedanken, und der arme Teufel, der sich das verteuerte Telephon selbst nickst leisten kann, wird von Nachbar zu Nachbar laufen, bis er sich aus Gnade und Barmherzigkeit der Quasselstrippe bedienen darf. Das Publikum hatte sich an den kleinen Tribut vollkommen gewöhnt und für manchen Fernsprechteilnehmer hat sich der Anschluß nur aus diese Weise rentiert. Der Leidtragende wird also letzten Endes auch die Post selbst sein, denn mancher Privat- und Geschäftsmann wird nun den Anschluß kündigen, weil die Gebühr für ihn selbst zu hoch ist und weil er sich für Gratisstörungel» bedankt. Denn wenn die Gelegenheit zum Telephonieren das Einzige ist, was man umsonst haben kann, wie wollte man es den lieben Nachbarn verdenken können, wenn sie so ausgiebig wie möglich davon Gebrauch machen wollen. Sie können sich ja auf die Oberpostdirektion berufen, die sich also verlauten läßt: Nack) § 24 der Aussührungsbestimmungen zur Fernsprechgebühvenordnung vom 26. September 1919 darf sich der Fernsprechteilnehmer von dritten, telnen Fernspoechanschluß benutzen, nur die Gebühren für diejenigen G.sprächc erstatten lassen, ' für welche er Ein-elgebühren entrichtet; TeÜ- nehmer, welche die Pauschgebühr zahlen, dürfen :! alft dritten die Benutzung ilwes Anschlusses im Aur Hessen. Parlamentarisches. Für den verstorbenen Abg. Scherer ^Offenbach) wird als neues Zentrumsmitglied der Rechtsanwalt Nuß (Worms) in den Landtag lintreten. r.^vfiehn Dar wesen der Technischen Nothilse. Gießen, 8. Mai. Ist bet Monatsversammlung des Reichs- bundes deutscher Technik am Donnerstag im Gewerbehause sprach Jng. Schnell, der Bezirksleiter des LandesunterbezirV Westerwald- Obethessen der Technischen Nothilse in Gießen über das Wesen der T. N Der Redner führte u. a. folgendes aus: Die Technische diothilfe ist eine staatliche Zi- ikbehötde, dem Reicbsministerium des Inneren unterstellt und über das ganze Reich verbreitet, 'ie die Ausgabe hat, im Falle von Stteiks bei Stillegung von lebenswichtigen Betrieben, wie ^ws- Wasser- und ElektritttätÄverken, Eisenbahn, Poft, Telegraph, Landwirtschaft und Bergbau Not- standsarbciten zu leisten. Also nur solche Arbeiten, ie unbedingt notwendig sind, damit das Lebm und die Arbeitsmöglichkeit (z. B. Versaufen von Bergwerken zu verhindern) erhalten bleibt. Weder Koalitionsrecht noch Streikrecht wird hierdurch an- getastet. Jeder hat grundsätzlich das Recht auf Streik im Wirtschaftskampf: nur findet auch dieses Recht wie jedes andere seine natürlichen Grenzen. Und diese Grenzen sind da, wo die Lebensbedingungen des ganzen Volkes, die Existenz der Allgemeinheit, in Frage steht. Aus diesem Grunde ist und kann die Technische Nothilse keine Streik- brecherorganisation fein, sondern nur eine soziale Arbeitsgemeinschaft, deren Mitglieder erkannt haben, daß es neben Klassen- und Einkommensinteressen auch eine Verpflichtung der Allgemeinheit ■gegenüber gibt. Es darf nicht mehr vorkommen, daß unschuldige Menschenleben zugrunde gehen, nur weil im Operationssaal dem Arzt die Beleuchtung oder das Gas und das Wasser fehlte wegen Streiks in den entsprechenden Werken. Es darf nicht mehr Vorkommen, daß unschuldige Säuglinge ihre Milch nicht erhalten können und sterben, nur weil eigene Volksgenossen ihre Arbeit eingestellt haben. Wen trifft es am meisten, wenn z. B. die Beleuchtung fehlt, wenn man Kerzen das Stück zu 3 Mark und noch mehr kaufen muß? Nur den Arbeiter. Der Kapitalist kann sich leicht 100 Stück kaufen. Keine kapitalisttschc Mrbett wird von der T. N. geleistet, nur Arbeit, die im Interesse des Volksgenossen liegt. Durch die Technische Nothilfe wird gualitativ nicht die gleiche Arbeit geleistet, wie sie der Arbeiter leistet, der Jahr aus Jahr ein in einem Werke beschäftigt ist und seine Arbeit und Maschinen genau kennt. Somit bleibt immer der Druck der Gefahr der Besckstidi- gung und größeren Abnutzung der Anlage bestehen. Die Folge davon ist, daß der Arbeitgeber, in den meisten Fällen die Konnnune, danach trachtet, sich sobald wie möglich mit ihren Arbeitern zu ver- stmidigen, bamit die Arbeit von sachverständigen Händen wieder verrichtet wird. In der Aussprache wurde auf eine Anfrage von Jng. Schnell erllärt, daß die T N. als Faktor friedlichen Ausgleichs die Landwirte «nd Bauern vor dem Uebermut des die länd- liche Arbeiterschaft aufreizenden Radikalismus schützt, aber auch zugleich vom landwirtschaftlichen Erzeuger von drahmngsmitteln in gerechtester Werse die bereitwillige Herausgabe der lieber- Ichüffe ferner Arbeit fordert. Zu einer weiteren Anfrage über die Stellung der T. N. zu den Gern e r f f eba ft c n nahm der Referent folgende Stel - lung: Die T. N. will bei Streiks in lebenswichtigen Betrieben nicht die Gewerkschaft ausschal- ten, sondern unterstützen, tnöem sie die Ausführung der Notstandsarbciten übernimmt, wenn die Arbeiter gegen den Willen der Gewerkschail die lebensnotwendigen Arbeiten einfteUen. Ks ** Amtliche Persvnalnachrichten. Ernannt wurde am 3. Mai der Oberlehrer an der Oberrealschule zu Gießen Professor Franz Stein zum Tireikm: der Realschule in Lauterbach mit Wirkung vom 5. 9)lai 1920 ab. ** Von der Landesuniversität. Die ür Hörer aller Fakultäten bestimmte Vorlesung über Hygiene der Ernährung mit besonderer Berücksichtigung der heutigen Verhältnisse findet nicht Dienstags, sondern RLontags von 6—7 Uhr abends im Hörfaal des Hygienischen Jnstttutes statt. Sie ist unentgeltlich und auch Nichtstudierenden zugänglich. ** Oberhessischer Kun st verein. Es ist erfreulich, daß trotz den schwierigen Verhältnissen der Kunstverein in kurzen Abständen immer neue Ausstellungen bringt. Die Mitgliederzahl des Kunstvereins ist 1919 und in diesem Jahr so gestiegen, daß es ermöglicht werden konnte, die gegenwärtig sehr hohen Unkosten, die auf jeder Ausstellung lasten, doch einigermaßen zu verteilen. Auch die Kauflust in den letzten Jahren hat wesentlich dazu beigetragen, daß ein häufiger Wechsel der Ausstellung ermöglicht werden kann. Zurzeit enthalten die Räume des Kunstvereins die Ausstellung des Ausstellerverbandes Münchner Künstler, der mit ungefähr neunzig Werken bekannter Maler Vertreten ist. Diese Künftlervereinigmis, die in diesem Jahre auf ihr 25jähriges Bestehen zurückblicken tarnt, hat schon wiederholt im Gießener Kunstverein Ausstellungen 'veranstaltet, die immer eine gute Aufnahme fanden und auch für die Künstler finanziellen Erfolg hatten. Eine Liste zum Einzeichnen als Mitglied des Kunslvereins liegt im Äusstel- lungssame offen. Jahresbeitrag 10 Mk., der mit den nächsten Angehörigen freien Eintritt zu den Ausstellungen und zu der allftthrlichen Weihnachts- Verlosung ohne besonderen Beitrag berechtigt. Tie Ausstellung ist täglich, Samstag ausgeschlossen, von 11—1 Uhr und Mittwochs noch von 3—5 Uhr geöffnet. ** Ein Wohltätigkeits-Volksfest wird vom Reichsbund der Kriegsbeschä- oigten, Kciegshinterbliebetren und ehemaligen Kriegsteilnehmer vom 15. bis 25. Mai 1920 auf Oswaldsgarten veranstaltet. Näheres siehe Anzeige. ** Die Diebschrvnik. Am Vormittag des 6. Mai d. Js. hat sich ein Unbekannter bei dem Mannerbadc-Berein (inen blau gestrichenen, dreffitzigen mit zwei schwar^m Rudern vcrfthenen Kahn geliehen und ist bis heute nicht wieder zu- rückgelehrt, fo dass angenommen werben muss, dass er ihn veräutzcrt uttb unterschlagen hat. Bor Ankauf wird gewarnt. — In letzter Zett wurde mittelst Einbruchs aus einem hiesigen Gartenhaus ein getragener grauer, mit schwarzen Streifen versehener Cutaway-An^ug, ein grüner, Loden- Hut, eine Schuh- uttb Kleiderbürste, ein Bodeners Gartenbuch und ein grau-grüner, von Mäuftn zerfressener Rucksack mit guten Lcderrremen, gestohlen. ** Tas städtische Lebensmittelamt bat für die Veröffentlickmng seiner BMrnntmachun- ejen eine äußerst praktische Neuregelung getroffen, indem es die bisher im Anzeigen- unb teilweise redaktionellen Teil zerstreuten Ankündigungen der ganzen Woche in eine Bekanntmachung zusammen- saßt, die möglichst j^veils in der Sa mstag- nummer veröffentlicht witt>. Auf diese wichtige Sam m elb ekannttttachung, die beute zum ersten mal erscheint, sei ganz besvlchers hingewicsen. ** Holzausgabe. An die Haushaltungen kommen drei Zentner Hartholz zum Preise von 15 Mk. der Zentner und zwei Zentner W e i ch h o lz für 12 Mk. der Zentner zur Verteilung. Der Betrag von 69 Mk. ist nicht wie bisher auf dem Holzlagerplatz, sondern beim Brennstoffamt zu entrichten, das hierfür Gutscheine ausgibt, die sodann au dem städttschen Lagerplatz an der Steinstraße gegen die betreffende Holzmenge eingetauscht werden. — An die Bezugsberechtigten werden ab Montag bis 1. Mai 1921 gültige Holz - bezugskarten ausgegeben. Näheres über diese beiden Bekanntmachungen ist aus dem Anzeigenteil ersichtlich. — Wrettff-nrt tu 9t, 5. Mm. Tlntrr bart schSmn Nomen Freiherr von H a cht imi> Fran reifte der Schmied Bruno Scharfe mit rotem Mädchen seit 1918 durch die Lande und Der übte überall, wo hin ibn dae Schicksal schlug, Unter - schlagunqro und Berrügereren rn gerabcui gnttaler Weise. In Frankfurt begann die Berrugssahrl, rn ftörrigöterfl verschaffte er sich falsche Militärpapiere, in TUsii war er Flieger und bi- zur Revolution in Haft, dann tauclpr er in Hamburg aus und wurde biet Gerichtsofsizier beim Soldatenrar, mufetc aber wegen Unterschlagung flüchten. In Berlin begann er ein Darlehnsgeschast, brannte hier mit 8000 Mk. durch und cröfmete in Leipzig ein Autogeschäft. Hier fälschte er für 130000 Mk. Wechsel. Dann gab er in Chemnitz Gastrollen, vorübergehend in Frankfurt, Gietzen, Kassel. In Komotau L Böhmen verübte er Ein- brüche, wurde eingesperrt, brach aus, meldete sich in Leipzig bei den Zeitfreiwilligen. Nach dem Leipziger Gastspiel ließ er sich bei den Baltikum- iruppm amoetben, unterschlug hier nach alter «Gewohnheit alle erreichbaren Gelder, kehrte über eine Anzahl nord- und mitteldeutscher Städte nach Leipzig zurück und hatte hier das Pech, mit seiner „Frau" der Kriminalpolizei in die Hände zu fallen. (Sin bewegtes Verbrecher!eben hat damit voraussichtlich für längere Zeit Ruhe gefunden. - Frankfurt a. M., 7. Mai. Die Ber- I>andlungen wegen des Abschlusses eines neuen Tarifvertrages mit den städtischen Arbeitern haben am Donnerstag -u einer Einigung geführt. hl. Marburg 7. Mai. Tic P fingst - retien für alle höheren, mittleren unb Volksschulen im Regierungsbezirk Staffel sind wie folgt festgesetzt morden: Schlust des Schul- Unterrichts Freitag den 21. Mai. Wiederbeginn Dienstag den 1. Juni. r. Rvdheim a. d. Bieber, 6. Mai. Die bisher ovm ^teueramt Marburg und Zweigileuer- amt in Biedenvopf wahrgenommenen Geschäfte der Beteuerung und des BerwottungSzwangsoers^h- rens für die Qkmemben des südlichen Himerlandes (Bezirk Rodheim) sind nunmehr aus das Fitumz- amt Wetzlur über gegangen. - «fibedbeim 6. Mai. Die Niederwaldbahn wird, da für absehbare Zeit eine Rentabilität Nicht mehr zu erwarten ift den Be- trieb einstellen müssen Die Gesellschaft erhofft durch den Verkauf des beweglichen und unbeweglichen Materials ihren Verbindlichkeiten Nachkommen zu tonnen. Die Städte Rüdes heim und Aßmannshausen wollen jedoch die Gesellschaft zur Wiederausnahme des Betriebs zwingen. Es nt rnög° lich da» die Städte den Bahnbetrieb selbst übernehmen. 2Cird?e unb Schule. Die «ustrittserklärung aus Religions- «gesell schäften. Berlin, 7. Mai. (WTB. Ter Rechtsausschuß der Landesversammlung stellte den eichgül- tigen Wortlaut des Gesetzes über den ?lustritt aus den Religionsgesellschaftrö, wie er dem Plenum borgelegt werden soll, fest. Tanach erfolgt die Austrittserklärung vor dem Am:sgericht. Tas Verfahren vor dem Amtsgericht ist kostenfrei. Gerichtrfaaz. U Uiarbur^, 7. Mai. Tas Schöffengericht verurteilte einen hiesigen Einwohner menen Ke t- tenhandelsmit Zigarren zu 5000 Mark Geldstrafe. vennlschtes. Lausanne, 7. Mai. (DTB.) A-n Tonnerv- tag nachmittag ertrank beim Baden im Genfer S« der Arzt und VolbSwinschastler Tr Th. F r , tz e n aus München, der während der Münchener Räterepublik Finan^minister war Winft wttö Wissenschaft. == Frankfurt a. M., 7. Mai Der Fehl, betrag der städtischen Bühnen mtrb sich im lausenden Iahrc nach den bisherigen Erfahrungen auf mindestens drei Millionen Mark belaufen. T-er Hauptgrund dürste in der riesig an wachsen den Abonnentcnzahl, zurzeit 15 000, zu suchen fein, fo daß für zahlende Besucher kaum noch ein Platz zu haben ist. Spielplatt der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonnkur 9. Mai: Fidelio. Montag 10: Ter Rosenkavalicr. Dienstag, 11.: Tie luftigen SBciftr von Windsor. Mittwoch, 12.: Euryanrhc. TonnerStag, 13.: Parsifal. Freitag, 14.: Ter Dettelstudent. Samstag, 15.: Tosco. Sonntag, 16.: Tie Walküre. Montag, 17.: Tanzabend ibertrud Leistikow und Ilse Sievert. TienS- tag, 18.: Tie Gezeichneten. Mittwoch, 19.: Sechstes Volkskonz-rt. — Schauspielhaus. Sonntag, 9. Mai, nachmittags 3 Uhr: Die drei Zwillinge. Abends 6y, Uhr: Judith. Monr-ag, 10.: Gespenster. Ticnsta«, 11.. Judith. Mittwoch, 12.: Maß für Maß. Tanncrstag, 13.: Pygmalion. Freitag, 14.: Rausch: Samstag, 15.: Judith. Somuag, 16., nachmittags 2*4 Uhr: Jugend. Abends 6 Uhr: Tie Räuber. Mvntag, 17.; Ter Leibgardist. TienStag, 18.: Pygmalion. Mittwoch, 19.: Judith. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag den 9. Mai. Rogate, ftollette für die evangel. Gemeinden im Ausrmd. In der Stadt ki r che. Borm. 8 Uhr zu gl. Ehristenl. f.d. Neulvnf. d. MarkuSgrm. :Pft 'ÄdW. 9V,: Pft Mahr 11: Lindert, s. d. MatthüuSge«.: Pir. Mahr. — In der Johanne- ki r che. Bor- mitt. 8 llhr, -ugl. Ehristenl. f. d. Reutonfirm. a. d JohannÄgem.: Pft. Au-feld 9V,: Pst Bechtels lta wer. 11: .stinüerk f. d. Lukaogem.: Pst. Bcchtvlsbeimer. Abds 8: Bibelbespr. i. Io- bannesfaal — 9. Mai Wiestck Borm 9: Beichte. 9'/,: Gottesdienst m. Feier b. HI. ÄbendmaAS. — Sonntag den 9. Mai. türm. 10: Kirchberg. — Hl. Abendnuchl ftst Mainzlar. Kiolleve. Montag den 10. Mai: Im Johannessaal, abds. 8 Uhr: Bonrug 0 PstS. Cloußen-Judenknrg über „Auf evangelischen, Borpisten in Steiermark'". Tonnerstag den 13. Mai (HimmelfavrtStMg>. In der Stabkirche. Borm. 9*/, Uhr: Ptohr. — In der Johann «Ski r che. Borm. 9*/°: Pst. Bechtolsheimer. — In brr alten Fr iedhofs kavellc: Rachm. 2 Uhr: affift. Tr Bingel. Katholische Gemeinde. Samstag den 8. Mai. Nachm. 5 u. abbe 8: Gelegenb. z. hl. Beichte. — Sonntag den 9. M« Borm. ü*„: Geleaenh. z. hl. Beichte. 7: Hl. Messe. 8: AuSteilg. d hl. Kommunion. 9: Hochamt m Pr. 11: Hl. Messe m. Pr. Rachm. 2: Ehristenl : dar. Andacht. Abds. 8: Bvlksverem. — TiroStrg u. Freitag a- Sans.). 1 Kanarienwelbeb.,bcrfrctt 1 * «jakr. «»»älBorer». Fincher. 0,141 Sich, Kirchenpiatz 2 ll. 5 Str olent fttiro-llnerka- kennen Kreuz, m. Hnmb., n.Vcfler,3St. 19Sr.,2St 18Br., ä40M..w. Aufg-z. vt Peckler, Sehettea. Starker Hahn, Salatpflanzen billig »u verkauf. Lenr. Frnnkmrter Str. 129. kauten. Zu erfr. bei iwc „Hereo“, Piorkktr. 5. Verkauf einer Hofreite! Unterzeichneter lätzt am Sreitan dem 14. Mat 1920 seine Oofreite an Ort und Stelle öffentlich versteigern. Der Berkaus beginnt um 4 Uhr nachmittags. Das Wohnhaus besteht aus 7 Zimmern und eignet sich zu einer Herrschafistvodnung. 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Uhr, statt, [5132 Heuchelheim, den & Mai 1920. Gießen (Gr. Steinweg 3), den 7. Mai 1920. vaters OtüHS Die traiitrnüta Hinterbliebenen Gießen, den 8. Mai 1920. [08568 Baialt nxinc gesucht. 08477 oltkestrahe L p. 08618 colauS, Pfund Stück Siück empfiehlt O*i266 4874c sucht tüchtigen 5155 elterc» weg 1. 5146 Tllcht. Schneider! gesucht 08528 Blockstraße 4 I r. Borstavb Empfehle ab meitt.Lager Kainit und Düngekalk. Weile Bohnen le. Salzheringe Marin. Beringe Alleinmädchen ob. etn- fache Stütze zu einzelner BnOlne Schalter Kognak Tokaier Samos empfiehlt Kaffee Fff. Tee Holland. Kakao I hctogr. Apparate, f samt!. Bader sartlkel.l die Herstellung von PHOTO- Arbeiten, Entwicklungen, Kopien, Vergrößerungen L empf. Med.-Drog, j „z. Kreuzplatz" 4 #b .Photo Verein fliawab pr Heute abend "MG MIMW Für die herzliche Teilnahme beim Hinscheiden meines lieben Mannes, unseres liebenBaters, Schwiegervaters und Groß- Spielplatzwerbetag. Unsere Mitglieder, die am ©tcrnlauf teilnebmen, haben sich 1 Uhr am Vootdbanö einzufinden. DieZugteilnehtner stellen sich l'/i Uhr am Stadt- tbeater aus. 5151 Der Vorstand. Bei. Weber, Glrteerei, Schisfenberger Weg 19/21, Telephon 1057. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem uns betroffenen schweren Verluste,für die Kranz-u.Blumenspenben dem Herrn Pfarrer für die trostreichen Worte amGrabe sowie der Schwester Elisabeth für ihren treuenBelstand sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie W. Rothermel. hiz- Drogerie, Bahnhofstraße 51 Philosovbenwald"; daselbst TANZ. *WS Alle Freunde der Ar- better-Turniache sind zu beiden Veranstaltungen herzlichst eingeladen. 5168 Der Vorstand. Danksagung. Für die vielen Beweise überaus herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden unseres lieben, teuren Entschlafenen sagen wir Allen von Herzen Dank. 1IS1 3m Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Marie Lentz geb. Nothnagel nir Tuiroaifööureau fuchr f Br. Spehr, Nechtscnnrwu 1 Wilh. Schön Lokomotivführer a. D. sagen wir herzlichen Dank. kill MßtS R-idürn für nachmittags ob. tagsüber geg. gut. Lohn sof. aef. 08491 Atterwea 48 L Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute früh 10 Uhr meine letzte Stütze, meinen lieben guten Vater, unseren lieben Schwager und Onkel Herrn Wilhelm Schlierbach Beigeordneter und Ortsgerichtsvorsteher nach schwerem Leiden im Alter von 62 Jahren zu sich zu nehmen. In tiefem Schmerz: Wilhelmine Schlierbach nebst allen Angehörigen Ziele MneiWsl MW. Sonntag, 9. Mai, vor- mittags8Ubrbeginnend Anturnen in der Turnhalle d. Stabt» knabenschule (9lorb--3lnL). Nachmittags 3 Ndr SP Ausflug 3g Ufür Weiirbruder u. Maurer jedes Quant, frei Haus ob. ab Waggon *• T-l.2m ß. RiibsWe«. MkrlSssiütu CMskr. Lohn nach Ucbetciutimit. Bewerber wollen sich nielbcn bei Bürgerineister Nau, Alten Bnseck. Lehrling- bim] Wir vergeben eineguteEristenzd.Allein- uertv. uns. la Massenarl.u. Schlager ohne ^»wischen- hanbel direkt v. Erfinder. Cff.niiTö. strebi.zahlungS- sah. Herr. n. L. Asokkenas, Hainover, Schlägeritr. 16. günstige Zeit. NM Schlackensteine, eigene Fabrikation, bester Ersatz für Schwemmsteine. Weik- und Grankalk, Zement, BuderuS'sche Schlackensteine, Dachziegeln, Flur und Wandplatten. tFormulare für Freigabe lieg, auf d. Bürgermeistereien der Umgeg. bereit.) Ferner eine Partie Normalfingerbalken m. Messer, sowie Handab- lagen, für Doering- und Cormik-GraSmäher, auch Ersatzteile find vorrätig. Wilhelm Mhl, Groken Buseck. Tel. 1. Dezimal- und Kettenwaagen empfiehlt Karl Schmidt, 08508] Neuenweg 42. Tdpelmann, ^üd-Anlage 5, Villa. Bimill S frei Pension. Schristliche Angebote unter 08464 an den Gieffener Anzeiger. Carl Borger, Wetztteingafle 15, 06337 Fernsprecher 1374, Estragon- Pflanzen deutsche, aromatische, offeriert 5073 HeinrichHahn Samenhandlung Bahnhosstraffe. Tel. 403. Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres unvergeßlichen Johannes Nesseldreher II. sprechen wir unseren herzlichsten Dank aus. Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme beim Heimgänge meines lieben unvergeblichen Mannes Wilhelm Vecker 1. sage ich allen denen, die des teuren Entschlafenen während seiner Krankheit in Liebe gedachten und die ihm das Geleit zur letzten Ruhe gaben, tiefgefühlten Dank. In, Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Rosine Becker. Groffen-Buseck, 7. Mai 1920. 08476 Frische Fische Bratschellfische Schellfische, mittel Cabliau, kopflos Fischkotelett» sind heute eingetroffen und empfehlen Gebt. Berdux vahnhofstt. 27 Intf) Berfanöfiaos Redlich & Co., Berlin W 8, KanonicrstraffeRr.l offeriert für Schneider u. Private Anzug-, Paletot- u. Hosenstoffe nur vrimaQualitäten. Versand gegen Nachnahme. Mnsterkellekt. fraako. sucht «teile als Jagdaufseher, Iagdhüter ober bergl. 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Dieser Antrag wurde abgelchnt, baniuflytn sammelten einige Gie- tzener Damen von Haus zu Haus Unterschriften zu einem Schriftstücke, das trotz des ablehnenden Beichlunes des Gefam:kirchenvorstandes vorn Ober- komistorium die Anstelluna des erwähnten Gei lichen erbütet. Diese Pen um - sie weist 800 UHtafehTiften auf — beschäftigte am 5. dS. Mts bic Gewmtgein-'inüev'er-.retung Von verichiedenen Rednern wurde die gute Absicht derer anerkannt, die dreie Unterschriften eingesammelt haben, zu- gleich aber auch auf das Ungesetzlich dieses Per rahrens und auf den Umstand hingennefen, L^afe die, die ihren Namen unt-t der Peiilien gesetzt haben, in den seltensten Fällen die Frage prüfen Knuten. Die eingelvnbtm Tarlegungen des bic Sitzung leitenden Piarrers B e ch t o l s h e i m e r übet die unsichere Finanzlage der K irckxnigerneinbe und über die- Schwierigkeit eine Neueinteilung der Einzel gemein den fanden die Billigung der Versammlung. In einer Resolution wurde dem al'- lehnenden Beschlüsse des Gesamtd.rchenvorstandes einstimmig zugestimmt. ra. Königsberg :Kr. Biedenkopf), 8. Mai Pfarrer Martin, welcher nahezu zwei Jahr zehnte in unserer Gemeinde gewirkt, ist aus seinen Wunsch nach Weilmünster versetzt. # Ranstadt, 4. Mai. Am vergangenen Sonntag waren es 25 Jahre, daß Pfarrer Wolf in unserer Gemeinde tätig ist. Ter Posaunenchor Ober-Mockstadt brachte nachmittags dem Jubilar ein Ständchen, anschließend daran sand eine Nachfeier der Gemeinde statt. 4 Usenborn, 4. Mai. Wie im vorigen Jahr, io veranstaltet auch in diesem Jahr umerc Gemeinde zusammen mit den Nackchargemeindeu am Himmel fahrt tage einen Waldgottes- dienst, der wieder an der wundervoll gelegenen Haingrundwiese, Schnittpunkt der alten Frant!- hirter Straße mit dem Weg Usenborn—Lißberg, ftattfinbet und um 3 Ufjr pünktlich beginnt. Die Predigt hält Pfarrer Schrimpf-Hirzenhain, vielleicht noch ein zweiter Prediger, außerdem wirken mit der Posaunen cho r Ober-Mockstadt und ein besonders zu diesem Zweck gebildeter Mädchen chvr aus Or t c n be rg unter Leitung von Herrn Lehrer Kraft aus Ortenberg. Bei schlechtem Wetter wird der Gottesdienst auf einen günstigeren Tag verschoben. Hochsebttlnachrichten. ha. Wie wird man Doktor der Landwirt s ch a f t. Die Würde eines Doktors der Landwirtschaft kann jetzt von der Lantmnrt'chastlichcn Hochschule in Ponnelsdors bei Bonn verliehen werden. Eine lateinische Bezeichnung dafür ist nickst vorgesehen. Tie Zulas'ung zur Promotion setzt dos Reifezeugnis einer deutschen neunstusigen höh.- ren Lehranstalt, ein vverjäHriges Studium der Landtrirtschaft unb eine staatliche Prü ung de Prüfung für dos Lehramt der Landwinschafl, trie als Nasirungsniittelchemik t, Agriäilturbvtzn liker ober landivirtsckiaftlichen Tiplornp üfung voraus. Die wissensch-aftliche Ablrr: d ung ist m deutscher Sprache eiuzurcickvn. Tie Prüfungsgebühr beträgt für Inländer 340 Mk., für Ausländer 510 Mark. Die mündliche Prüfung erstreckt sich aus ein Hauptfach imb zwei Nebenfächer. Eine Abweisung oder ein Nicht bestehen der Prüfung wird sämtlichen deutsch'.n Unüeriitäten und Hochschulen mitgeteilt. — Ein neuer akadcmischer Beruf. Bei dem am 17. Mai beginnenden Lehrgang zur Ausbildung von Iugendamtsangestellten können noch einige Anmeldungen berücksichtigt werden. Voraussetzung: Abgeschlossene akademische Bildung oder gleichwertige. Umgehende Anmeldungen beim Berussamt für Akademiker, Frankfurt a. M., Universität. Aus dem Amtsverkündigungsblatt. ** Tas Amts Verkündigungsblatt Nr. 61 vorn 7. Mai enteilt: Reichs-'gswohl. — Regelung des Arbeitsverhäl nisses russischer Internierter rfrüfrrcr Kriegsgefangener). — Förderung der Volksbildung in Hessen. — Lckhreroersamm- lungcn. — Ausführung der landwirtschaftlichen Un'allversicherung. — Viehseuchen. — Okfunbcn, verloren. Regelung des Arbeitsverhältnis- scs russischer Internierter (früherer Kriegsgefangener). Unterbringung und Verpflegung der ruffischen Inlermerten sind von dem Arbeitgeber für die ganze Tauer des Arbeitsverhältnisses nach Maßgabe der für deutsche Ar beiter gültigen tariflichen ober ortsüblichen Ber cinbamngen zu bewirken. Beschwerden der ruffi schon Internierten iinb von diesem grundsätzlich beim Guts- oder Gemeindevorstand anzubringen. Für die Interniertenbrk.eidlmg hol der Arbeit geber pro Hopf und Tag der Arbeitsleistung 0,80 Mark vom Lohn einzubefalten und wöckientlich an die Lager Verwaltung abzuführcn. Für bcionberc Berusslleidung bat der Arbeitgeber aufzuk. ni men. Vertragliche Lohnabzüge sind mir gestattet für t>en Empfang von BeUeidung sowie für die gesetzlichen Kranümk^ssen- und Verfichcrungsgebühren. Tie Transpor.kosten für einmaligen Hinrransporl zur Arbeitsstelle und Rücktransport zum Lager hat der Arbeitgeber zu tragen. Zur Uebciroackung werden die InlernieNcn von den Lagern den Orts- und Polizeibehörden listenmäßig befarmtgrgeben. Für -nisreick-ende Boaunichtiguiig der InternieNcn bat der Arbeitgeber Sorge zu tragen. Jeder russische Internierte muß.im Besitze einer von der Vager- itmwltung ausgestellten Ausweisbirte fein. Ter Umtaufch von Belleidungsspicken für Internierte ist stets durch den Arbeitgeber ober besten Beauftragten txwzunehmen, jedoch nur dann, wenn die Stücke nick'! mehr instandgesetzt werden können. Tie Zurückziehung von Internierten tonn jederzeit V'fmc Kündigung durch die Lagerverwaltung erfolgen, wenn der Miransport in die Heimat unmittelbar bevor stehl Der Arbeitgeber Hot dafür zu sorgen, daß die Internierten übet sämtliche empfangenen LohnbetröHe durch Namensunterschrift oder Handzeichen quirtteten, und daß die Quittungen aufbewahrt werden. Tie Kosten für Ver pftegung an Tagen, an denen Internierte ohne stichhaltigen Grund die Arbeit verweigern, mit oder ohne eigenes Verschulden in der Arbeit ans fallen, dürfen nur in dem Umfange einbehalten werden, nne dies bei beutfdxn Arbeitern auf Grund tariflicher ober ortsüblicher Vereinbarungen zu lässig ist. Internierte, die der Arbeitgeber nickt mehr benötigt, ober sticke, die die Arbeit endgültig ohne anerkannten lßrunb verweigern, sind möglichst durch einen Begleiter dem Lager zuzuführen, in letzterem Falle auf Kosten der Internierten. Für Schäden, die durch Internierte verursacht werden, kann weder das Landesarbeitsamt noch die Lager- tienvallung haftbar gemacht werden, fällt dem Gc- (djäbigfen die Veranlassung der strafrechtlichen Verfolgung zu. Lehrerversam mlungen. Es sollen fügende amllickze Lehrerversammlungen stoktftnden: 1. für den Bezirk (Hrünberg am 12. Mai 1920, vormittags 9 Uhr, in Grünberg (Schulhaus': 2 für den Bezirk Lich—Hungen am 14. Mai 1920, vormittags 8 Uhr, in Lich (Sckulhaus-; 3. für den Bezirk Gießen—Land am 15. Mai 1920 in Gießen iSchull-ans Schillerstraße). Ter A u s b r u ch b e r Räude ist bei einem Pferde der Wilhelm Schepp Witwe in saasen festgcstellt rvordcn. Tie Sperrmatzregeln sind von uns cmgvordnet worben. — Tie Räude bet dem Pferde des Sebastian Riedmami in Grünberg und des Heinrich Bräuning in Stockhausen ist erloschen. — Unter der Schafherde in Nieder-Bessrngen ist die Räude festgestellt worden. Gefunden und verloren. In der Zeit vom 15.—30. April 1920 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Zwicker mit Futteral, 1 Paar Damenhandschuhe, 1 goldene Barsleck- nabel, Ansichtspostkarten, 1 goldener Ring, 1 Nicki I- uhrkette, 1 silberne Rvcknadel, 1 Zollstock, 1 K'et- tenarmbami), 1 silberne Brosche, I A'inderhals- kette 1 Geldtäschckvn mit Inhalt, 1 .fdorallen- kettchen. 1 Stal.lstock, 1 Domen regenschirm und Papiergeld: verloren: 1 Heine goldene Nadel, 1 Nindeihandtäschchen mit 1 Taschentuch und 0x11- beutel mit 6 Ps. Inhalt, 1 Briefdasche mit 700 Mark Inhalt, 1 braunes Portemonnaie mit etwa 70 Mk. Inhalt, 1 Trauring, gez. C. Sch. 7. 3 II., 1 goldene Brosche mit Korallen beirfct, cm schwarzes Kinderportemonnaie mit 18 Mk. und Brotmarken Inhalt, 1 Teil von einem silbernen Weinzipfcl, blau-weiß-gold, 1 schwarzes Portemonnaie mit 2 10 Mk. sowie einer Monrtsfahr- fartt Gietzen—Reiskirchen, aus den Namen „Wilhelm Damm" lautend, Inhalt, und 1 silberne Herrenühr mit Goldrand und Nickelkette. Vereine und Veranstaltungen. r. Londorf, 5. Mai. Nach fünfjähriger Pause veranstaltet der hiesige Ge'angverein Frohsinn nächsten Sonntag cm Konzert. Der Verein, dessen Leistungen von früher bekannt sind, steht jetzt unter Leitung von Lehrer Schmidt in Wesselbach. Außer einem Stamm alter Kräfte sind dem Verein eine große Zahl junger Leute beigetreten. Nach dem Programm steht ein genußreicher Nachmittag zu erwarten. Abends folgt ein Ball. Turnen, Spiel und Sport. Der zweite Bezirk des Gaues Hes- s e n unternimmt am Himmelsahrttag einen Be- lirksturngang nach dem Tünsberg. Bei dieser Gelegenheit soll auch der Ort festgelegt werden, an welchem das diejährigc Bezirks turnen ßattfrnden soll. Wanderungen. e. Schotten, 6.Mai. Der B o ael sbera ef Höhenklub will das auf dem vohcrodü^ köpf gelegene Schweiz«.rbäusch^n als Jugend^ herberge cmridilcn, für die bis jetzt 20 Betten zur Veriugung stchcn. — In der Spreß-Tumhalle zu Lauterbach ist auf Betreiben des V. H. E. ebenfalls eine Jugendherberge mit acht Betten emgcricktct worden. — Das Hol-häuschen des Vereins „2 c b r lleiderständ.r des Vor-- rlatzcS aufhängtc. — ES ist die letzten paar Tag: oocki ein ir-e ij sturrnisck bergeg ngen. Ick ttn nicht einmal b-ajugetommen, die Zeitung n zu kien. Ich frage rnick, was seither m ber Welt passr.-rt ist. Au^atte Fälle wttl ich es mir heute nacht g> müllich rnadei unb nicht mehr an die verfluchte Geschickte b ufen. Aber b e V Er'v'ung von ter ausgestand men Aufregung iollte mir nicht zuteü nvrdw: dmn als ich meine B.^d: betrat und das Gas aujbrefitc, iah ich einen braunen Umschlag auf dem Ti chc lt?gen. Ein Tcl.gr amm, beim Henker, rin ich aus. Was für eine neue Störung erwarttt mich da? Ich brach den Umschlag auf unb las die Worte: „Ihre Mutier schw rtrank. Sehr zwen lhaft, ob Wicderhers.e.limg mög idk. Wünscht, Sie zu scheu. Kommen Sie 'o'ort Se.'rna Morgan." Das Telegramm kam von meiner Tante und loar um acht Uhr in Tunbridge Wells auf gegeben. Es war nunmehr beinahe Mitternacht. Wäre ich Nach meiner Sprechstunde sogleich nach Haus: zu- rückgekebri, statt in den Klub zu gehen und Davm- port zu treffen, so hätte ich jetzt bet nrnner Mutter sein können! Erschüttert schlug ich im Fahrplan nach imb fand, daß der erste Morgenzug die Eharing-Eroß- Station um 7 Uhr 20 verließ. Tas bereitete mir Dielen Stummer, aber ich konnte nichts tun, als Tick Molyneux fofort zu benachrichtigen. Ick setzte mich daher cm meinem Schreibtisch und schrieb ihm Folgendes: Lieber Dick! Beiliegmd ein Telegramm, das ich eben bei meiner Rückkehr voriand. Ich kann heute ab.mb feinen Zug mehr erwürben, fahr: baler morgen früh um. 7 Uhr 20. Es tut mir riesig leid, Derne Hilfe so rasch wieder in Anspruch nehmen zu müssen: ick wäre Dir jedoch ;ebr verpflichtet, wenn Tu mich morgen — nur für zwei Stunden — vertreten uDlltest. Snt ick Dir fchricb, find verfchicdenr weitere Ereignise ui der anderen Siche norgefallen, auf die ich indes heute abend nicht näher eingehen kann. Wie Tu Tir leicht Vörstetten kannst, U.i ich d rrck die Nachricht lehr niedergeschlagen, da ich das Schlimmst-: befürchte. Mit Gruß Dein I. Perigord. Sodann trug ich den Brief svgßich in den Kasten und blieb hieraus noch ein Stündchen sitzm, meine Meist rauchend und mit trüben Gedanken beschöftigr. Am folgenden Morgen war ich bei zeit m aus und fuhr um 7 Uhr 20 von der Eharing'-Eroß- Station ab. Als ich mich der kleinen Villa in Tunbridge Wells näherte, bemnfte ich zu meinem große.i Kummer, biß alle Vorhänge herabg.'bafsen waren: ich ersah daraus, daß das Schlunmste bereits ringe treten war. Meine Tante Selina empfing mich im Wohnzimmer, wo ich meine Mutter das letzt: Dtal ge°- »prochen hatte. Es war eine Frau mit barten G'-- sichtszügen, die, wie ich beretfs erwähnte, in ihrem Benehmen mir gegen üb *r nie sehr freundlich gewesen war. Und nunmehr fragte sie mich nicht nur ernst, sondern mit cifger Strenge: Warum bist du nicht schon gestern abend gekommen, wie ich dich in mente m Telegramm cm- wies? Weil das für mich unmöglich mar, erwiderte ich Mehre Pflicht hielt mich bis nahe um Mitternacht von zu Hause fern. Bei meiner Rückkehr sand ich dein Telegramm vor. Es war aber schon zu spät. Das einzige, was mir zu tun übrig blieb, n»r, beute morgen den ersten Zug zu benützen. Wann ist meine Mut.er gestorben? Trotzdem ich von ihrem Hinsch-iden überzeugt war und mich gestern nacht mit diesem Gedanken vertraut gemacht harte, wollte mir bie Frage fast nicht über die Lippen. Um zwei Uhr. Daß du es versäumt hast, -an ihrem Sterbebett anwes»nd zu fern, hat ihr ihre letzten Augenblicke uerbitrirt. ES war auch rück- fichÄos von dir, nicht zu kommen. Tas Mut stieg mir zu Kopfe. Habe ich dir nicht eben erklärt, rief ich, daß es für mich völlig immöglich war, früher zu 6om* men? Ich habe doch meine Patienten. Und (Gräfinnen, fiel sie ein. Nunmehr wurde ich zornig. Was heißt das? fuhr ich sie an. Tas heißt einfach, daß sie ftimbenlang oon nichts als Gräfinnen gesprochen hat, daß die Gräfinnen dick verderben würden, und daß ft: dich sehen müsse, bevor sie sterbe, um dir etwas fchr Wichtiges mitzuteilen. Von dem Augeicklick' am, wo ich dir das Telegramm geschickt habe, bis zu ihrem Ende hat sie fortwährend nur gefragt, ob bu nodi nickt ba seiest. Alle Viertelstund: hat si: gefragt: „3lt Julius gekommen?" Und btnrn kam das Ende. Es kam wie ein Blitz: sie schnappte nach Luft, und es war vorüber. Aber, sagte ich, wirder etwas beruhigt, hat sie nichts für mich hinterlassen? Nein. Ich habe sie immer nrtbn gefragt, aber sie schutttlte den Kopf und sag.:: „Julius nnrd sicher kommen. Was ich zu sagen habe, ist nur für sein Ohr benimmt." Ich tat, was ich konnte. Zu tadeln bist du allein. Unb wenn es sich auch mit um dein eigenes In lernst gehandelt haben würde, hättest du dich bemühen fall en, gestern nacht noch zu kommen. Ich sage es immer wieder: es war grausam von dir, nicht zu kommen. iForrsetzung folgt) Berlin matt. Bei «gHoFapohhgkegOHo'sa g n ärtilich läse bevorrat jjaxixrnntTnmaaaMaoQginrrrTV'iiTTnrrmgrftsm p cpa^r^'xrTC^m A^x>rnnarrir>ft ocirivj | GM« W MW Uk | Klein-Linden flüge. ff. Weine, gute Biere usw. otten Um geneigten Zuspruch bittet Franz RutheNVW ajucuost n« ui 08514 der Vorstand d. St. H; ! MigsMe! Sonntag den 9. Mai 1920 Tflnifrünilfipn Tanzvergnügen WJvW Gasthausz.SchiffeuberqerTal Gasthaus z.Schiffeuberger Tal Kopfschmerz Aut dein ge- 50 Ferkel und Geld Brief 6. Mai SeUersweflBl JnhJLMaberiasui Hoete du eeii Prachtprogramm 284,70 249,75 203,80 52,90 319,70 934,- 894,10 19,48 24,72 86,90 22,72 (Eintrittetarten an Wochentagen. . . „ an Sonn-- und Festtagen 7.5. 10,65 5,30 11,50 9,20 423,- 285,30 250,25 204,20 53,10 320,30 936,- 896,80 19,52 24,78 87,10 22,78 Zürich . . . . Amsterdam . Kopenhagen. Stockholm. . Wien .... 289,45 249,75 203,80 52,90 317,20 939,- 889,10 17,98 24,47 86,40 22,97 Bihrfnttnrfe. Frankfurt Anfang 4 Uhr 0Mie< Anfang 4 Uhr Marknoiiernngea. Datum: 1 M 2 „ 10 „ 5 „ Freunde und Gönner des Vereins sind herzlich willkommen. Es Labet freimbl. em der Vorstand. SchacheSre. Unsere heutige Aufgabe ist ein medliches, leichtes Endspiel bei partiegemätzer Stellung. Nr. 5 ist eine leichte Miniatur (Ausgabe bis zu l Steinen). 290,05 250,25 204,20 53,10 317,80 943,50 890,90 18,02 24,53 86,60 23,02 6.5. 10,65 5,30 11,50 9,20 Geld Brief 7. Mai Markte. la. Lauterbach, 5. April, strigen Schweinemarkt waren I.wohltStigkeit§ volkchst des Reichsbundes der Ariegsbe- fchädigten,RriegchmterWebenen u. ehemaligen Rriegsteilnehmek vom 15. bis 25. Mai 1920 auf Oswaldsgarten mit Smeü n. Mer wmw Brneksachen liier irl wert die Brehl'sefce üeli.-lreeaere?, k. Liane, itedee Vmrll'ZMUW für den südlichen Teil des Kreises Biedenkovf und die darangrenzenden Orte des Kreises Wetzlar statt. ES werden sprechen: Der Vorsitzende der BezirkSbauernschast für Nassau und den KreiS Wetzlar Herr Landwirt Hevv ans Seelbach und Herr Geschäftsführer Kraust _________ ans Limburg.__[5176 Sonntag den 9. Mai nachmittags 4 Uhr MAMMkWNS! Gleichzeitig empfehle ich werten Korporationen, Vereinen, Gesellschaften und Einwohnern von Bietzen und Umgegend meinen Saal mit Parkettboden sowie meine sonstigen Näume, Gartenwirtschaft mit gedeckten Hallen, geeignet für Aus- Schwemmsteine prompt lieferbar. Gebrüder Kahl, 5041 Gickeu. 1943,- 1947,- 1923,- 1927,- 340,65 341,35 346,65 341,35 1013,75 1016,25 1013,75 1016,25 894,10 898.90 894,10 895,90 1121,25 1123,75 1121,25 1123,75 =£Papieii|8Mbe*!l lieferbar litt aller Art Fabrikationen und Verwendungen. Master- AU8W2MI gern geg.40Vs. Porto. Nur sofort lieferbare Waren. Tatkrltllge Vertreter erhalten Zweig-Agentur. 6|7.wst p.-eisiverten Ausgabe unternommen, einem unserer befährgstcn Tiäitcr, dessen literarische Bedeutung von niemand mehr verleugnet wird, nnn endlrch auch Eingang ins deutsche Haus zu verschallen. Denn leider ftt Arno Holz viel gefeiert, aber wenig gelaßen worden. Und doch war er einer der rücklichtslosesten Bahirb^cher in den literarischen Kamp,en der neunziger Jahre, reformierte den Roman, das Drama intb zwang in bat freien Rhythmen fernes Plumtasus zu einem neuen musikalischen Feingefühl für den inneren Rhythmus des Wortes intb des Satzes. Von allen Einzelwerken des Tick?- ters gibt der Auswahlband umfassende Proben. Enthaltm sind in ihm „Das Buch der Zeit", ,,Un- term Heiligenschein", die Geschichte einer Kindheit: Goldene Zeiten; der erste Akt der Komödie „Sozialaristokraten" ein Teil der „Tasanis"- lieber, jener ganz köstlichen Nachdichtungen int Geiste des 17. Jahrhunderts, die parodistische „Vlechschmiede", Teile der Tragödien „Sonnenfinsternis" und ,^Jgnorabismus" sowie eine genügende Auswahl aus dem für Arno Holz charakteristischsten Werke Phantasus. Die Auswahl ist so getroffen, dast sie nicht nur die formal wie stofflich umfassende Bielseftigkeit des bisherigen Ganzen, sondern auch die außerordentlich reiche immer wieder wechselnd lebendige Vieltönigkeit innerhalb der ein,seinen Teile dieses in seiner Art Vorbild losen Schassens spiegelt. Nr. 5 (Grecnw-ood). Weiß: K f 6, T e4, e2, L f3, Sd 5. Schwarz: K 63, B 67. SBeiß zieht und setzt im dritten Zuge Auflösung in nächster Nummer. Lösungen: Nr. 2 (A. Kr armer). Indianer oder Oer Fluch der Kultur Großer amerikanischer Sensationsfilm in 5 Akten- Original-Wildwest-Film! .MäsWMäi Drama in 4 Akten. Hauptrolle Maria Carmi Anfang 3.30 Uhr. Die letzteV orführung beginnt 9 Uhr. Um Andrang zu den Abendvorstellungen zu vermeiden, wird gebeten. die Nachmittagsvorstellungen zu besuchen. Handel. Berlin, 7. Mai. Börsenftim tnung£> bild. Allem Anschein nach schreitet imZusammeit- hing mit der anl-a.tenden Besserung des Blark- lurses im Auslände der Abbau deS im vTrganscnen Muters aufdieW^lutcentwertung r truforboai en Zcursgebäudes stört. Tie Betkaufsneigung wird auch bei dem Privatpublikum allgemeiner, und Mißstimmung intb Verdvvs.enheil sind in die Säle der Burgstrahe g^vgen. Tie Rückgänge betrugen wiederum in der Hauptsache auf fast allen Marrin gebieten bis 10 Prozent, Vielfadj auch darüber, bet Arao, Buderus, Rvntbacher, Deutsche Massen, Retnmetall, Wesdereg-An, und Neugi inea 20 Prozent und darüber, bei Steaua Romana ftgar 70 Prozent. Ausnahmen mad)leu lediglich Canadas und Deutsche Uebersee bei einer ungefähr üOpvo- zentigen Besserung. Tie schweren hochspeLulattvcn Kvlouialwerte stellten sich ganz wesentlich niedriger, wie beispielsweise Deutsche Kolonialantetle 1000, Sloman 303 Prozent. Widerstandsfah ger erwtcs sich wiederum der Banken markt, Hermiiche Rentenwerte sind überwiegend fest, österreichische, ungarische und Mexikaner sind matt. Kurz nach ben ersten Kursen trat infolge Deckungen eine leichte Befestigung ein, die ind^s dem spä.er ziemltch allgemeinen Wbröckeln d.n Kurse wieder Platz machte. Ter Einhei skurs für Jndustrieioerte war teilwetse stark nachgebend, da die Aufnahme nur zu wesentlich niedrigeren Kursen erfolgte. Frankfurt a. M., 7. Mai. (Börsen- stimmungsbild.) Die Abendbörsc verkehrte bei ruhigem Geschäftsgang in zumeist befestigter Haltung. Schiffahrtsaktien lagen auf Rückläufe etwas lebhafter, Hapag zogen 7 Proz. an (173). Nordd. Lloyd 17V/3, plus 2V» Proz. Montan- aktien erfuhren verhältnismäßig geringe Kursver- änderungen. Deutsch Lu emburg schwmtkend uOz1/^ L 300l/x, Phönix besserten sich 3 Prvz. (423), gebessert gehen Gelsenkirchen hervor, 317 plus 7 Pwz., Harpener gewännest 5 Proz. (283). Mäßig befestigt sind ferner Elektr. Feltnt und Guilleaume, 478, plus 2, Deutsch Uebersee plus 5 Proz., 925. Gebessert gehem Bad. Anilin mit 510 plus, Motorenf. Daimler mit 210, plus 2 Proz., hervor. Benzaktien lagen int Angebot und wurden zwischen 245 bis 235 umgesetzt. Canada schwächer 930, auch Deutsche Petroleum 675 bis 680. Olavi-Minen mastig höher. Mansfelder Kurse 4000 genannt. Mexikaner fester. Scheideanstalt 541 plus 3. HeddernHeimer Kupfer 221 plus 6V2 Proz. Vereinigt. Ultramarinf. verloren 5 Proz. (250), Kali Westeregeln 7 Proz. (700). Frankfurt a. M.. 8. Mai. Devisenmarkt. vauertdrten im Vorverkauf sind zu haben bet Iigarrenhändler Ham Petersen, Marktplatz u.Kreuzpl „ Martin Krag, Schuistratze „ Hermann Staubt, Kirchenplatz 9. Friseur Kuhl, Kirchenplatz „ Stutzenstein, Neustadt 6 „ EStz, Asterweg l. $>o*ptuit!i€n und Erwartungen vor 12 Montt« aur euer falschen Gnu.d age beruhten. Es besieht keine Aussicht, das; in der Beliefermtg und Preisgestaltung rvit Zucker ei :e Aenderung ettv* tntt Während der nächsten ‘ötonate gehen hnr einer verminderten Wclterate in Weizm entg^w gen. Tie W e i zene in fuhr aus d n Beremtgten Staaten wird 6 Millionen Tonnen geringer strn als im letzten Getreidesahr. Wenn die Regierungen der Ausfuhrländer nicht llug mrd vorsichtig sind, ist zu befürchten, daß eine Preissteigerung in Weizen erntreken wird, die t'rrc Rückvirkung aul die Preise aller anderen BedorsSartikel ansüben wird. Es ist unmöglich porauszuscseit, das; Aussicht auf eine merkliche Besserung des allgemeinen Weltmarktes besteht. Französisches Strafmandat für Polizeipräsident Ehrler. *- — Frankfurt, 7. Mai. Der General det Rheinarmec hat dem Polizeipräsidenten Ehrler eine Geldstrafe von 10 000 Mark zuerkannt. weil er der Militärbehörde nicht, wie er die Pflicht gehabt hätte, alle Waffen, die zur Bewaffnung der Polizei bestimmt waren, angegeben hatte, und ste sich in ansehnlicher Zahl zur Ausstattung im Poftzeipräsidinm vorgesunden hätten. Eine Erlaubnis zur Aufbewahrung dieser Waffen sei nicht eingeholt worden. Die Krankheit Wilsons. Paris, 7. Mai. (WTB.> Nach einer New- Yorker Meldung dcs frauzöft ch--ameri?oni'chen Bu reaus erklärte Senator Hitchcock' Wftson ser heute physisch und moralisch ein sehr kranker Mann. Er sei tief erbittert darüber datz d7r Senat den Eintritt Amerikas in den Bölverbtrnd verhindere. Auch der Washingtoner Korre-spon- deut des „Globe" bestätigt, datz die KvrmAieit Wilsons einen mehr moralisckxm als physischen Eharak.er trage. Er mach? SVrijcit einer autzer- ordentlich geistigert Tefwession durch, und dtese Krisen hätten ihre Rückwirkung ans seinen Gesimd- ^heitszustand. L-dessa in Händen der Ukrainer? Lemberg, 7. Mai. (WTB.) Mitglieder ukrainischer I's-enossenschäften, die sich vorübergehend in Lemberg anfhielten, mesd?n, datz sich Odessa seit einer Woche in den Händen der Ukrainer beftnd.ck. Die Einnahme Odessas sei durck' die rumänische Artillerie, d.e über den Tnjester geschossen habe, erleichtert wordeit. Die Wirren in Ätexiko. Washington, 5. Mai. '.Wolffft Reuter. Amtliche Berichte besagett, daß «General, Pablo Gonzales, der bisher als zuverlässigster An> yänger Carranzas galt, sich den Aufständischen angeschlvssen habe. Er stand am 2. Mai mit zwei Regimentern einige Meil.m östlich der Hauptstadt und har beide Eisenbahnlinien nad) Veracruz abgeschnitten. Die Aufständischen von Sonora haben Adolfo Nuertv zum vorläufigen Präsidenten ernannt. Nuerto sagte bei der Uebernahme des Amtes, er roerde den Zustrom frentden Kapitals nad) Mexiko ermutigen. Das Endziel der Revolution sei ein Verbot des Handels mit Spirillwsen und des Spielens. _ _ „ Amsterdam, 6. Mai. (WB.) Wte aus Washington gemeldet wird, hat der Marinesekretär eine Division Zerstörer und andere Kriegsschiffe nach Key-West entsandt, die sich dort für Dienste in den mexikanischen Gewässern bereit halten sollen. Eine irische Polizeiftation in die Lust gesprengt. London, 5. Mai. (Wolff.) Tie Poli-ei- ftaiion der irischen Ortschaft Bellydehobtourte heute morgen von bewaffneten ?Nänn>ern in dir Luft gesprengt. Sonntag den 9. Mai (920 WWW im großen Saal Anfang 4 Uhr. omöö Eintritt frei: 08524)_____________—--------------- Auf der Hardt! MW 6es 6em) Bfmra Wea-juöraöütg: Stadt Marburg „Stammtisch". Sonntag bett v. Mai 1920 von 4 Uhr ab Tanzkränzchen Gäste find willkommen. Ende 1 Uhr. ^„7 Der Vorstand. Morgen Sonntag, den 9. Mat 69308 Cafe Leib,”0, Heute Samstag abend Weirs HuWei Es labet freundlichst ein Rodheim an der Bieber.^Evangelischer Bund ------ Rodheim a. d. B. eine I ----------- Im Johanneeaaal ===== Datwm Kurs 6.5. Kurs 7.5. Kurs 6.5. Kurs 7.5. 5e/l.Deut.Rrleq«anL 79,75 79,75 79,75 79,75 4'/,Deut.Reichsanl. — e 76,- 74,75 76,- 3«/^Deut.N« djsanl E» _ । 74,20 4°/„ Preutz. Konsol« •* . — — 76,- 75,80 Darmstädter Bank 159,85 157,- 159,- 157,- Deutsche Bank. . . 301,50 310,- 306,— Disconto» Gesellsch. —. — — -— 216,- 213,50 Dresdener B >nk.. — . — 181,- 185,- 184,- Nationalbank f. D. — . — 149,25 146,- Mitteld.Lredltbank — - — — e —— 155,- 152,75 H.-Amerlk.-Paketf. 173,- 173,- 255,- 166,12 NorddeutscherLloytz Boch.Gusjstah!wrk. J73,- 171,50 172,50 293,75 168,50 285,75 D.'Luremb. Bergan 310,- 300,50 311,50 300,50 Gels«nkirch.Bergw. — e — 317,- 318,- 311,50 Harpener Bergbau 285,- 290,- 285,- Oberschl.Eisenb.-V. 197,- 210,- 195,— Oberschles.Eisenind. 258,- 262,- 257,50 Phönix.Brgb.-Akt. 427,- 423,- 430,25 418,- Bad.Anilin-u.Soda 510,- 510,- 510,- 507,50 Höchster Farbwerk« (Lkhic. 51. E. G.. 381,- 337,- 376,- 330,- 390,- 339,- 333^ - Lchuckert-2verke. . —. — — - — 195,- l_ I 1n in" SMP IeltenscGuiUeaume 490, — 478,- 501,- Daimler...... 226,- 210,- 230,- 217,- Bud.-Eisenw.-2lüt. ——. — 337,25 315,- Adlerwerde .... 251,- _ — 257,- 230,- 4% Hess. SaatsanL — - —— *• - ■■ — - — —, — Electron Griesheim —, — 327,50 319,- 6 8 7 6 5 4 3 2 Weiß zieht und erzwingt remis, Nr. 4 A. Trvitzky (D. W. 1911). g h ■ i I ■ a b Tanz tr.S. D Wtor^' Michrl -„i, Aos'prc Shu®-! 06551 Ttk t Mi des Vert Gäste wlU Sandgrube wie liefert ab I Maire Zemer Ml Set« öle Wahlen Dir Wählrr lug in btr Stadt berg und henem vom Sonntag be Sonnt und zwar an de 12'/, Uhr und n beiden Sonntag mittags von 8- Nr. 11 (Sihunc lang), zu jeder, Einsprüche keil der ßiflt fr, irift bti ÜJltibung * auf tem «leigen oder z Wehen, den Dcr Obtrbfi iöiH ras üachßrj ''fiKinöcipalb Kkmstoll unb wn 4()-. „ 30- l^ verkauft werden: Eichm 40—49 Ztm. 1 Stück 1,19 Fsttn. „ 30—39 „ 4 „ 2,86 „ 25—29 „11 „ 6,82 „ „ unter 25 „ 7 „ 2,60 Buchcmchnttihol; 50- ä9 Ztm. 1 Stück 0,79 Zstm. Vuck.Tusckiiiirpol; 40—49 Ztm. 7 Stück 5,81 Fstm. '-ÖudxnidiiucUm I 66 Stück 35,72 Fstm. Tie Bieter cctemtcn die bntcbcnbcn Verkaufs- Bedingungen als recknsverbin blich au und find bis »um Abläufe von Wockien narb Eröffmmg der Suvmiision au ihre (Schote gebunden. Angebote sind nach Holzarien und Klassen getrennt bis «uni 15. Vtai 1920, na dun. 6 Uhr, verschlossen bei der Bürgermeisterei cmwreidten. Tic Erüffnung erfolgt an demselben Tage nachm. 6V2 Uhr. 5026 Homberg, den 3. Mai 1920. Hess. Bürgermeisterei Homberg. Spamer. Holzsnbmission. AuS den Waldungen der (Gemeinde Treis a. d. Lda. soll nächstehendes Holz auf dem Älbmis- sionswvge verkauft werden: 1. Eichen stamme: 2 Stück 1. st lasse --- 2,90 Fstot., 4 Stück 2. Klane -- 4,97 ^,'ttn , 13 Sluck 3. Klasse --- 10,90 ftftnt, 60 Stück 4. Klas e = 42,58 Fstm., 11 Stück 5. Klasse ---- 4,44 Jyftnt, 12 Stück 6. Klasse = 2,71 Fstm. 3 7 41 43 2. Buchenstamme: Stück 1. Klasse = 3,60 Mtm., Stück 2. Klas'e --- 8,92 Fstm., Slück 3. Klasse 4' 28 Fstm., Stück 4. Klasse = 33,93 Fstm 3 Fichtenstämme: 1 S ück 8. Klase = 088 Whu., 7 Stück 3 Klasse = 7,71 cfbn., 4 Slück 4. Klasse -- 2,71 Fstm., 37 Sück 5a. Klosse ca. 22,— rftdn., 270 Stück 5b- Klasse = 55,— Finn. 8 Stück Hainbuchestämme 1,18 Fstm Lic Angebote sütd getrennt nach Sortiment und Klassen bis Freitag den 14. Mm, vormittags 11 Uhr, an die unterzeichnete Bürgermers^rn enp zvreicken, wo alsdann die Eröffnung erwlgr. Die Berkan 'S Bedingungen können bet und ern- gesehen werden. , . _ . . Die Gemeinde behält fick bic ©endymigung tm einzelnen wie im ganzen 14 Tag-' vor. Bemerkt wird, das; das Hol; kaum i- stunde vom Bahnlzof entfernt und gut at^uttans portieren ist. Treis a. d. Lda., den 29. Avril 1920. Bürgermeisterei TreiS a d. Lda. Benner. 4869 Mrinh logeslei! Die krankenverstcherungspffichtige Gehattsarenze auf Mk 15000. vom 10. Mai 1920 ab feftge- t unbRuheanttäge sind bei den zuständigen Zwangs- krankenhaflen bis 17. Mai zulässig. Wer die ärztliche B-Handlung als Privatpatient für sich und seine Fa- milie erreichen und Krankengeld von täglich 2 bis 20 Mark bis zu 52 Wochen bei mäßigen Beiträgen eindecken will, bet gröfoter Sicherheit, die ein Vermögen von !■/, Millionen Mark bietet, versichere sich sofort bei der 1 ’ IIH Kranken- und öegröbnlskasse des MNanöesSellW.haaölavgsgkhllsen „WWsse" ia leimig, ZeltzelSkr.il>. Auskunft und Meldepapi-'e durch Karl Borger, Wetzsteingaffe. 6inffltöige5leinienfl-,niehrffl[l)lgeinofall- Dlfltten foniie roeiSglafierte BotieQon- n. mwliWlen, erüllaii. mettlatiier Bare empfiehlt 5029 S.V.ZSMWlS,MnW8.g.LMg FreiwilligeBkrstcicseruna. Montag den 10. Mal nachm. 2 Uhr versteigere ich in der Krone zu Bad-Rauhcim: Mehrere kompl. Schlafzimmereinrichtungen, einen Salon, sowie viele Tinzel-Mobel gegen Barzahlung. Die MSdel sind erstklasiig und tadellos erhalten. Besichtigung Montag von 10-1 Uhr. Versteigerung bestimmt. Gl»nz, Gerichtsvollzieher i. R. 5121 GieBener Mieter Verein Hauptversammlung Montag den 10. Mal abend» 8 Ubr im Saale deS „«IclienfcHerS**. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Doblmuth: Neblet der LOodnung-'voiittk in (Pieken in der Pergangcnbeit. 2. ^adresbertchi, öntlafnmt be# Äaffletert. 3. Crböhiiug der SHiglie bet bei träge. 4. Verschiedene#. '21 De Mieter sind irenndlichst ringelahen. 5164Dl Der erste Borfivende: >r. 3tiemann. Auffallend, apart und kleidsam vorzüglich in Schnitt und Verarbeitung sind die neuelngetroffonen w; Damen-Blusen Erstklass. Sitz bei jedem eine. Stück garantiert CARL A. HARTMANN An * »t eu e r h ans Waschefabrik Anzugstoffe prima Qualitäten, Neuheiten, auch echte Marengo, zu billigen Preisen. Stets große Auswahl am Lager. Johl. Weher U GroBen-Lindee Nebengasse I. 0f)498 Nebengasse I. Stobt Sebensmittelomt Warenausgabe für die Woche vom 10. bis 16. Mai. Nicht rechtzeitig abgeholte Ware verfällt. 1. Brot: 1850 Oir. Brot obre 1370 (5k. Mehl. Brot Kg. 2.50 Mk. Brötchen 15 Pf Weizerr- brvtmcbl Kg. 2.60 Mk. Weißbrot Kg. 2.45 Mk. Weißbrotbäcker: Hch Weimar, Frankfurter Straße 41, Karl Paul, Bahnhof str. 62. M ehl für Kranke: Robert Hacker, Brandgasse, Kq. 3 Mk. 2. Fleisch: Wvchenabschuitt 19. Metzger für Fremde: Sam. Rothschild, Marktstr. 18. 3. Kartoffeln. Woche 21 imb 22, vvm 10. bis 20. Mai 1920. lieber nicht rechtzeitig abgehollc Kartoffeln wird anderweitig verfügt. 4. Saatkartoffeln: Die noch nicht ob» geholten SaatkartoffÄln können Dienstag den 11. Mai 1920, norm, von 8—12 llhc, in der Turnhalle (Realgymnasium, Ludwigftraste) in Empfang genommen »verden. Damit wirt» die Ausgabe geschlossen. 5. Butter: Marke 19, 150 Gr. holl. Margarine zu 4.10 Mk. 6. Nährmittel für Mai: Noch nicht eingrtroffen. 7. N ährmittek für Kranke: Dch. Heyne, Walltvrstr. o. 8. Nährmit.tel und Zucker für Zn- gezogene: ®ebr. Adami, Mäusburg 14; Karl Titfll, Asterweg 43: G. Laichingee, Wilhelmstt. 49; üonsum«-Verein, Neuen Baue 11; G. W. Kurz, Neustadt 28. 9. Nährm ittel und Zucker für Fremde: Geschwister Leo, Bahnhosstr. 23. 10. Zucker für Mai noch nicht cingetroncn. 11. Zucker für Kranke: Karl Duill, Asterweg 43. 12. Süßstoff (Sacharin): Bis ein* schließlich 17. Mai 1920 wird gegen die Liefcrunas- al schnitte 11 und 12 der Süßstosskarte „H" blau und 2 der Süßstosskarte „G" (gelb) von den Siitzswsfabgabestcllen Süststoff abgegeben. Es ge» lang.u auf die Abschnitte 11 und 12 je ein Briefchen und auf den Mschnitt 2 eine Schachtel zur Ausgabe. Mit dem 18. Mai 1920 verlieren die Abschnitte II und 12 bzw. 2 ihre Gültigkeit. Nach diesem Zeitpunkt nicht abgerufene Süßskoffmengen dürfen von den Ausgabestellen frei an die Bo vollerung verkauft werden. 13. Seife: Marke für Mai, Anteil 125 Gr. K. -A.-Seiienpulver, das Pfund zu 3.10 Mk. 14. Magermilch: V4 Ltter täglich nutz er Svnntog. Soweit Vorrat reicht, wird jeden Tag vorläufig ein Berück beliefert. Die Vetteilung beginnt mit Bezirk VII und erfolgt natbrnittagd von 2 Ubr ab Die Milch wild in die Wohnungen gebracht Der Berkaus auf der Straße ist verboten. Bottmilchberechtigte erhalten keim Magermilch. Die £cl cn*m ittdauäictiätarfc ist txic'idcycn. Der Pvers swllt sich auf 65 Pfennig für das Ltter. 15. Schuh-Berkaus. Es Kimmen in der Turnhalle der Stadt-Mädchenschrlle, West-Anlage, getragene, gut repariert? Mtlitärfchabc 3um Pretsc von 15 Ml. und Stiefel zu 18 Mk. für das Paar sum Verkauf. Die Ausgabe erfolgt von 8—12 Uhr vormittags und 1—5 Ubr nachmittags wie nach- stel)erch ausgeführt: An die Einwohw-r der Bezirke 1 uttb 13: Montag den 10. Mai, 2 imb 12: Dienstag den 11. Mai, 3 imb 11: Mittwoch den 12 Mai, 4 und 10: Donnerstag den 13. Mai, 5 irrtb 9: Freitag den 14. Mai, 6, 7 und 8: Samstag den 15. Mai 1920. Der Verkauf erfolgt gegen bar unter Vorlage dec Lebensmittelkarte Für jede Perlon nrirb ein Paar Schuhe ausgegeben. 51868 Bekanntmachung. Montag den 10. Mai 1920, nachmittags 2 Uhr, wird im Hose des Stadthauses, Gartenstraße 2, die (vrasnusung auf S ehrtet fei' imb Mäbplatten des Gieftener Stadtwaldes öffentlich meii'tHetmb versteigert. Gietzen, den 27. Avril 1920. , 19938 Ter Oberbürgermeister. I. L.: Dr. Rosenberg Gräseret-Verpachtung. Dienstag, 11.Mai l. I.,vormittags9' »Uhr, soll in der Gastwirtschaft ,Zum Treppchen- bei Ferdinand Kreiling zu Heuchelheim die Grasnutzung an derLahn in den (Bemarkun. gen (Biegen und Heuchelheim für das laufeude Jahr öffentlich versteigert werden. 5022D Mainz, den 28. 2lpril 1920. Dafferbauamt Mainz. Schmitt Bekanntmachung. tlilivliüStzsizsersWs öet Slsvk Gietzen. Aus den Waldungen der Stadt Gießen soll daS nachstehatd verzeichnete aufgearbertett Laub- Nutzholz im Submissionslveg- verkauft werden: a) Fo rstwartei I (Förster Brück, Nödgen) (Ans den Abtettwroen 38, 42, 44, 47, 5(1 und 51): Los 1; 6 Stämme Eichenschnittholz 1. Klasse mit 22,16 Fm. Lvs 2: 11 Stämme E'chmschnittholz 2. .Klasse mit 21,39 Fm. Los 3: 26 Stämme Eichonschmllhvl; 3. .Klasse mit 29,48 Fm. LvS 4: 13 Stämme Eichmschrrittholz 3. Klass« mit 12,92 Fm. Los 5; 32 Stämme Eichenbaubolz 23,65 Fm. Los 6: 14 Stämme Eichenbau Holz 10,04 Fm. Los 7: 2 Stämme Eichenbauholz 0,88 Fm. 1 Stamm Eichcnbauholr 4. Klasse mit 4. Klasse mit 5. Klasse mit 6. Klasse mit 0,27 Fm. 3 Eichenoerbstanaen mit 0,28 Fm. Los 8: 3 ErlenstLmm« 4. Klasse mit 2,44 Fm. d) Fvrstwartei II (Forstwart Geisel, Gießen) (Aus der Abteilung 72): LoS 9: 13 Stämme EichengrubenHolz mit 1,37 Fm. 23 Eichenderbstangen mit 1,10 Fm beides ali Wagner hol; geeignet). c) Forstwartei IV (Forstwart Lotz, Wieseck) (Aus ben Abteilungen 3, 4, 12 und 13): Los 10: 1 Stamm Eichemchnitthotz 1. Klasse mit 1 Fm. 5 Stämme Eichmschmttbolz 2. Klasse mit 6,84 Fm. 3 Stämme Eichenschrrrttholz 3. Klasse mix 2,98 Fm. Los 11: 8 Stämme Eichenbmthotz 4. Klasse mit 4,99 Fm. 2 Stämme Eick«tbauho1; 5. Klasse mit 0,80 Fm. 1 Stamm Eichendauhvlr 6. Klw'se mit 0,36 Fm. Los 12: 6,4 Rm. Eichc7M»tzschett. Sämtliches Hol; ist mit der 5Rinbe gemessen. Etwaige spätere Snuoenbungim wegen der Vermessung sowie der Güte des Holzes w.-rden nickst berücksichtigt. Vorherige Besichtigung wird cm> sohlen. Das Gebot geht auf den Festtnrter bj». beim Nuhschett auf den Raummeter und ist für jedes Los besonders abzugeben. Gegen aucretchende Sicherheit wird Zahlungsfrist bis 1. Oktober 1920 gewährt. Angebote sind oerscho-sen und mit der Aufschrift „SubmissNmSlolzverkam" verletzen bis spL- testen« Dienstag den 18. Mai 19 20, vormittags 11 Uhr, an den Oberbürgermeister der Stadt Gießen einMreichm, woselbst um die angegebene Zeit in Anwesenheit etwa erschienener Bieter die LrSffmmq der 9hv- gebote stattsindet. Wegen vorheriger Desichtigimg des Hol»es wende man sich an die obenerwähnten Forst- warte. Nähere Auskunft erteilt auch die Ober- iörsterei Gießen. 4992k G i e ß e n, den 23. Avril 1920. Ter Oberbürgermeister. I. B vr. R 0 se n b e r g. Nntzholz-Verkanf. Die Gemeinde Illnhausen, Kreis Bützmgen, verkauft auf dem Sstbmissionsweg zirka 4 00 Fm. Fichten stamm- und StangenholK, das beim Adttieb eines 44jähriyen 5 Morgen großen DAdchens anfällt. Der Abtrieb kann sofort erfolgen oder bis Herbst nach Wurffch »urückgestrllt werden. Dre Aufarbeitung! erol-it nach Blieben des KSn- sers als Langlwlz od-.-r als Zellulo>ebol; m Rmrm- metern. Die AbtriebsNäche liegt direkt an der Kreisstraße und ist von Station Dber-eemen fünf Kilometer entfernt Schrift'iche Angebote fmb bis spätestens 15. Mai nachm. 2 Uhr bei muer- -eichneter Stelle ernzur idrn. Iwchlagssrist8 Tag«. Illnhausen, den 5. Mai 1920. 5175D Hessische Bürgermeisterei Jllubausen: Michel. Drnc’sachei all? r Irt ÄMSHÄC wert die BrUl'ada UbIt.-Braterei, L U1M. »Mae MoltkestraBe t emxprechcr 22 DäUvf 269. 3978D Tuchhandlung Dauernder Eingang von Neuheiten. Geechlftstell von 9—1, Ä—* AW»lWM. 3-5Mir.langtüiottanntn 01)etii50.85- Auch Abgabe 25* ober Sü-Srückwets«. |y« Paul Kittelmann, Zell, Station Zell-Romrod, >ernibr. Romrod 9lr. rk Gardinen vom Stück 51« | C. Fl öhr & Co. Weasea, Aeeitei, Schwaben oew. werden durch das berühmte Buloer, Patten, Mäuse durcii Bazillen und durch Marien und Mäusekuchen radikal vertUgf. Behördl. Anertennunu. Cheru.nharm. MShrm.-8es. Sari firtnüRi, Lonyetr. 2, 6ie3ea. Tchiitzen Sie die Kleider vor Mottensratz. Sicher wirkende Mittel linden Sie in der '•*' Central-Drogerie, Schnlttrisie. ffiUiiüiuniKiiiiiiiiMiiiniininiti Ausgabe von Holzbezugstarten. An die Bezugsbevechllgten n>crden bis 1. Mai 1921 gültige Hotzbezugskarten auSgegeben, and «ner an diejenigen des B«irlZ 3, beren Familien- mtmtn beginnt mit beit Buchstaben: 5—9? Montag ben 10. M«i 1920 S—3 Dienstag -den 11. Mai 1920 von 8—12 llhr form, aus dem Brcmrstvsfamt: an triejemgen Oe3 Bctllks 4, deren Familiennamen kgirmt mit den Buchstaben: A-G Mittwoch den 12. Mai 1920 H—£ Freitag ben 14. Mai 1920 P—Z Samsttuz ben 15. Mai 1920 von 8—12 Uhr rrorm. auf dem Brennstosf«n«. Ausgabe von Holz. An dir Haushalttmgm kommen 3 ;jkraftfabrer, Pioniere,Musiker und Sterbe Pfleger. Lebensalter -wlschen 21 nnb 30 Iahveit. Boo- aussetzung für bic Einstellung sind vollständige und einwandfteie Bapierc-, sowie kSrperlichc Geeignetheit für ben Poli vsthienst. Bei Bewerbungen l>aben Zivilpersonen thrat Mttttärpaß und ein polMiliches Führungszeugnis, akttve Milttärversonen eine beglaubigt' Abschrift deS Airegsstammrollenausruges und cm Dienst- lcistungsreugniS ihr- letzten Dorgesetzten bei$i> bringen. Die Beamten erhalten. 1. Laaegelder von 7.50 ML. bis 13 Mk, ie nach dem Dienstgrad täglich 2. Dsrhcttatetenrulagc von 2 Mk. täglich 3. Zulage für sedez KnL 1.65 Mk. täglich 4. Teuerungszulage an Ledige 7.91 Mk., en Berheiratete 9.21 Mk. täglich 5 Freie Unterkunft. 6. Freie Berp-slegung 7. Freie Bekleidung. 8. Versorgung nach 12] junger Gesamkbiad^ zett im Staats- und Äommunaldienst. Nach der Etatrsierung: Besollnmg nach dem pveußi scheu Deamtengese^. 5112V Meldungen mündlich oder schriftlich an: Sicherheitspolizei Gruppe Zranlfurt, zur Zeit vurchgangrlaier Wetzlar. Lichenstammholzverkaus. AuS dem Gemerndewald Leun (Lahn' kommt nachstehmdes Tichenstammholz $um Berkans: 10 Eichmstämnre 1. fei 18,03 Fstm. 9 „ 2. Kl- 10,63 „ 4 3. fit 3,39 „ 2jo Rm K»efern-Nu tzschett. Angebote sind mir bis zum 25. dS. Mts. ein* zureichen. 5116V Brmmfels (Kr. Wetzlar), bat 6. Mai 1920 Der Bürgermeister. w. r LW.-H—■l»1- "lr~-~ -AIXCTISKW. Wäschefabrik Fritz Nowack 08380 Schränke Bettstelle« Nachtschränte Waschtische Küchenschränke Vertikos M-]MM M Klh M Langsdorf Kompl. 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I. folgende Klasseneinteilungen in Betracht: 51228 Giehen, den 29. April 1920. Der Dorstand der Allg. Ortskrankenkasse Giehen gute Ware Milchflaschen Sauger Verbandstoffe am Nabruugsbcrg, hinter dem SiechenhauS. DeSinfettionSartitel Frauenduschen Jrrigatore und Schläuche usw. vorrätig in der hK-Oroipm, Bahnhofstraße 51. Kartoniert 6 Mark. Elegant gebunden 7 Mark Luxusausgabe, vom Verfasser signiert, 35 Mark. 3m Salm-Verlag z u T Kräftige Weipteea mit Tovfballen. desgl. TatokpflaHzen, sowie pikierte, kräftige Zelleriepflanzen empfiehlt ««72 Hermann Schab Darmstädter Pferde-Lotterie. Ziehung 19. Hai. 595 Geldgewinne. Hauplgew. Mark sooo, 3000, 1000 usw. Lose ü M. 1.20 (Porto u. Liste 50 Pf.) durch L.F Ohnacker, Darmstadt und allen Loseverkaufs- s teilen. 5137 V Durch dieSchwierigkeitenimDruckgewerbeverzögerterscheintnunmehrinKürze: Curt Reinhard Dietz „Denn wir sind jung . . . .!" Ein Lebenslied. Durch Verordnung vom 24. April l. F. ist die Versicherungsgrenze von 5000 M. auf 15 000 M mi Wirkung vom 3. Mai 1920 erhöht worden. Wir ersuchen deshalb die Arbeitgeber um umgehende Anmeldung aller beschäftigten Angestellten bis zur Höchstgrenze von 15000 M , soweit solche noch nicht gemeldet sind. Der Vorstand hat weiter, infolge dieser Verordnung, beschlossen, die Klassen- eint ilung bis zu einem Verdienste von 9,25 M. pro Tag unverändert bestehen zu lassen. Für die höheren Dcrdienstgrenzen kommen ab 3 " C~'Z Infolge dieser Klassenveränderung ersuchen wir die Arbeitgeber innerhalb 5 Tagen für alle Derstcherungspflichtigen, die unter vorstehende Masten fallen, genaue Anzeigen über die derzeitigen Verdienste einzureichen 3m Intereste eines geordneten Geschäftsganges bitten wir um baldige Erledigung. Die vorschrifts- mähigen Formulare sind auf der Kaste kostenlos zu haben. Klasse Verdienst Durchschnittslohn Mockenbeitraa bei 6 Arbeitstagen Wochenbeitrag bei 7 Arbeitstagen f 1 i für Ledige pro Tag g-SS S .0 ISa XIV v. 9.26-11.25 M. 11.- M. 3.96 M. 4.62 M. 6.60 M- 7.70 M. XV d. 11.26-14.25 „ 13.- „ 4.68 „ 5.46 „ 7.80 „ 9.10 „ XVI d. 14.26-17.25 „ 16 - „ 5.76 „ 6.72 „ 9.60 „ 11.20 „ XVII d. 17.26 - 20.25 „ 19.- „ 6.84 „ 7.98 „ 11.40 „ 13.30 „ XVIII v. 20.26 - 23.25 „ 22.- „ 7.92 „ 9.24 „ 13.20 „ 15.40 „ XIX d. 23 26 - 26.25 „ 25.- „ 9 10.50 „ 15. — ff 17.50 „ XX v. über 26.25 „ 28.- „ 10.08 „ 11.76 „ 16 .80 „ 19.60 „ 5158V Klein fc Stiefel Maschinen-Fabrik, Fulda OA Holabearbeltunga- Maschinen 1065 D Ausstellung Giessen 1914: Goldene Medaille. Rückgabe der Sparkarten zurückgezahlt oder auf Wunsch bereits bestehenden oder neuen Sparbüchern, verzins!, zu 3% % gutgebracht. In den Landgemeinden des Bezirkes erfolgt die Rückzahlung an Tagen, die noch ortsüblich bekanntgegeben werden oder, soweit möglich, durch die Schulen. Sezirtsspattasse Gießen. gezeichneten Beträge werden mit den 5°/aigen Zinsen schon jetzt bei unserer Kasse gegen Die zur vierten bis neunten Kriegsanleihe von Schülern u. a. auf Kriegsipartorien erzählen es [ich auf dem ‘Dache Oiamantine ijt jetzt der be/Le JchJuZiptitz Xulu (ges.gesch Marke) Vorzügliche Bodenwichse Alleinige Fabrikanten 6. Stark Offenbach A- Gegründet MV^rrnrprSZ 1920 Privat-Tanz-Unterricht erteilt zu jeder Tageszeit in den modernsten 1 änzen: Bouton (mod.I. One-Step. FoxTrot •'mod.l, Bagtime, Maxlxe, Jazz, The Tlkle Toe, Barn Dance,Tango, Tango-Walter, Tango - Rheinländer, Feodora • Walzer. Früh in Walzer gsboten-Walzer, Hiawatha sowie link*. 08522 Th. Bäulke Tanzlehrer, Wolfstr. 21, Ecke Lieber Straße Sitgl. des Baades Dentsohar Tanzlehrer (Sitz Berlin). SesWs-Wllmi Unseren Mitgliedern, wie auch den berusSver- wandten Verbänden, wie: D. O. B., B. D. M., H. P. B. und Heff. 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