erau hm b920. ’****^**^^ • | n^QWgen \ V Höser bku^eu ^elberg.^ j 120 ■ lirdtanbefi.^rbraittT surzrln, lebt flttii« ir SampiteMbcuuri ' b oberheff. Siaiis» 1 AAM »tterttträqe bei ho* ‘d btstri Haltbarkeit. n »u bczirhcn bur I tzahi nbluug sstraße <___N Fichte». Wurzelsiockhol> urch Svrengmig aeaw en, grob ittfleinmte on Land unb dein I1 8. IX w It I* 9 N»V Daö Jy jit bflfi eriüi^L^^ | ibiugeben-Vielemglii) W Wald eml tret Berlanbftation. 38 HIU, Virilen- bark (Hesiei-Situi , mit einflebmini. .Rriibra ■ ütrlaufät llmtanit L* wimun ii. ■ S‘»u1ÖVrÖ‘1001,1 titi? 8»^>" Elf F*h SL Dienstag na4>m. tftti } Ubr m btr Stabtw w» !eL abmfffbea bet , kMr.Saiirr'Met sääWh im Sonntag ISA'* Weg-neuer^riedlM loten. dea-Bela^ «^AEcnb.L^, Am Sonntag doc t JohanneSkir^ bis i# SeltetZwcg Grsii^ brösche verl.rft ®en.$elobii-nbiu^> Gronberzo^A^ WlwE "SÄ* MW* - s-sS __Vereine__ WstM'ß Judwin* am IO- A. imAqurtw^S; Nr. 82 Der Siebener Änjeiaer erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Bezugspreis: Monatlich Mark 3.60, vierteliährlichMark 10 80 einschließlich des Bestell, oelds; durch die Post vierteljährlich Mark 9.75 ausschließlich Bestellgeld. Fernsprech - Anschlüsse: fürdieSchriftleitung 112; Verlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: Zranksnrt a. M. U686 Erstes Blatt 170. Jahrgang für Politik: Au, für den übrigen l Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: 5-, 1'«*, sämtlich in Gießen. Donnerstag, 8. April 1920 Annahme von Anzeige« für die Tagesnummer bis ▲ zum Rachmitlag vorher M Mv preis für 1 mm höhe für Ä V g Anzeigen v. 31 mm Breite B örtlich 35 Pf., auswärts M 15 Pf.; für Reklame. Wk/ Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Platz« vorschrijt 20' . Aufschlag. Hauptschriftlciter: Au,. Goetz. Berantwortiich ' ....... " ig. Goetz; Teil: Dr. General-Anzeiger für Gberhesten Druck und Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- und Steindruckerei B. Lange. Schriftleitung, Geschästrstelle und Druckerei: Schulftrahe 7. Das selbständige vorgehen Frankreichs. lieber die Verhandlungen, die Derr Millerand mit seinen Bundesgenossen gepflogen hat, bevor er dem Militär die Anweisung erteilte, in deutsche Gebiete vorzuxücken, sind wir bisher im einzelnen nicht unterrichtet: von einer Botschafterkonferenz, die gestern in Paris ftattgefunden hat, verbreitet Havas nur eine nichtssagende und wie es scheint, verlegene Notiz. Darin steht kein Wort davon, daß irgcndeiiter der Bundesgenossen den militärischen Streid) billige, sondern es heißt lediglich, Frankreich habe die anderen Mächte wissen lassen wollen, daß es auf der Ausführung des Friedensvertrages unter allen Umständen bestehe, und bei irgendwelchen Verletzungen dieses Vertrages selbständig vorgel)en werde. Also eine Drohung und Herausforderung gegenüber Frankreichs Verbündeten! In diesem Zusammenhang wird die amerikanische Presseäußerung verständlich, daß Frankreichs Vorgehen schon jetzt die Auflösung des Völkeo- bundes vorbereite. Im übriaen bleibt es noch abzuwarten, welche Beschlüsse in London, Washington und Rom gefaßt werden. Ob eine heute vorliegende Meldung, Wilson habe in einer Note bei Frankreich bereits Vorstellungen unternommen, auf Tatsachen beruht, vermögen wir nicht festzustellen. Gerüchte, die gestern und heute verbreitet waren, wonach die Franzosen im Begriffe seien, aus Frankfurt und Darmstadt sich bereits wieder zu entfernen, haben sich leider als unrichtig herausgestellt. Wir verweisen auf die nachstehenden Meldungen. Es ist im Gegenteil in Frankfurt zu sehr ernsten Zusammenstößen zwischen der aufgeregten Bevölkerung und den fremden Eindringlingen gekommen, wobei es auf beiden Seiten Tote und Verwundete gab. Ein Wunder ist es nicht, daß in der Bevölkerung die größte Empörung über den französischen Eroberungszug herrscht, und die Franzosen selbst hatten ja, wie ihr kriegerischer Aufwand beweist, mit bewaffnetem Widerstand gerechnet. Ein solcher Widerstand mit den Waffen wäre freilich ganz unnütz, und darum fordern die deutschen Behörden mit Recht dazu auf, möglichst die Ruhe zu bewahren. mit der hoffentlich sich- bestätigenden Vertröstung, daß die Besetzung nur einige Tage dauern werde. Die Haltung der vun-tsgenossen Zrantrelch;. Amsterdam, 7. April. (WD., Der „Tele- Ittaaf" meßyct aus Paris, daß bie Haltung der Bundesgenossen Frankreichs gegenüber dem Bor- rüden der französi'chen Truppen noch nicht geklärt sei. Die Berichte aus Italien smen mdrt lehr günstig. Die italienische Regierung soll bte fr an fcöin die bereits haben wissen lassen, daß sie Versäbnungsversuche lieber ge'ehcn hätte nne militärische Maßnahmen. Die Berichte ims Washington seien ebenfalls wenig befriedigend. Auf tre direkt. Unterstützung Amerikas habe Frankreich in feinem Falle zu redm.m. London, 6. April. (WTB.) Die „Times" nennt das Vorgehen Frankreichs den richtigen Schritt. Was die Deutschen zur Entichul- digimg der Verletzung des Friedensvertrages sagen, sei ebenso finbifd) und lmverschämt wie bte Ankündigung Bethmaims mögen der Verletzung der belgischen Neutralität. Tie „Westminster Gazette" bedauert die HandttmsSmeise der Franzosen. Amsterdam, 6. ?Lpril. (MB.) Wie der „Telegraaf" aus London meldet, ist die Ansicht der amerikanischen Presse über den Vormarsch der franzöIndien Truppen geteilt. Die „Newport TinreS" und die „World", die der Re- gierung nahestehen, sind der Einsicht, daß Frank- r.'idr zu Unrecht in der Bewegimg der deutschen Truppen eine Bedrohung erblicke, und deuten an, daß Frankreich einen Vorwand gesucht habe, um Ts-va-nfhrrt in besetzen. „Newport Sun" gibt die Ansicht verschiedener republikanischer Senatoren wieder, die in dem gesonderten Vorgehen Frankreichs den Beweis schm, daß der Völkerbund bereits in der Auflösung begriffen sei. Wilson gegen Frankreichs Borgehen. Wie die „Boss. Ztg." aus ftöDenbagen meldet, hat Wilson an ben Obersten Rat eine Not ' gerichtet, in der er aus die Gefahr:n aufmerffam macht, die Fr an kr eichS e i ae n m ä ch t i g e s Vorgehen für den Blöd der Alliiert m und für die Lage in Europa bedeutet. Eine Tagung de» Botschafterrale». Paris, 7. April. (WTB) Ter Botschafterrat ist hurte nachmittag um 5 Uhr zu- iammengetreten. Die Tagesordnung bildeten die deutschen Noten vom 3. und 6. April. Der Präsident der Konferenz gab eine Note bekannt über die Besetzung Frankfurts und über die Gründe, die das Vorgehen der französischen Regierrmg veranlaßt haben. Millerand teilte dann folgende Note an den deutschen Geschäfts- ttäger mit: Vor der Besetzung der Städte Frankfurt, Darmstadt, Homburg, Hanau und Dieburg hat die französische Regierung großen Wert daraus gelegt, ihre Verbündeten zu b-nachrichtrien und bei chu« 3Ut ewöicholm. Verschiedene Voriälle seit dem Inkrafttreten des Friedensvertrages haben bewiesen, daß Frankreich gctvillt ist, das enge Bündnis zwischen den Alliierten ausrechtzuerhalt.n und eines Tages, wenn es sich einer Verletzung des Friedensverirages gegenübersieht, aus eigener Kraft z u handeln, um so mehr, als es infolge ferner geographischen Lage besonders ge» ährdet ist. Am 26. März erklärte der Kammerpräsident, daß Frankreich, da? immer noch aus die dringlichsten Wiedergutmachungen warte, nicht wisse, welche endgültigen Beschlüsse es fasicn solle. Am 29. März erklärte Göppcrt der französischen Regierung, daß seine Regierung keine Möglichkeit sehe, ohile vorl)erige Gen.chmigung der sranzösi chen Regierung Öilsstzruppen in das Ruhrgebiet zu entsenden. Millerand bestätigte dem deutschen Geschäftsträger in Paris die Antwort, die er ihm fdx>n am 28. März gegeben hatte, daß die französische Regierung bte Ermächtigung nur geben könne, wenn die iranzösischen Truppen gleichzeittg die Städte Frankfurt, Darmstadt, Syomburg, öanau und Dieburg besetzen di'rrsten. Am Abend des 3. April bekannte Göppcrt, das; Reichswehrtruppen in größerer -Stärke, als durch ben Beschluß vom 9. August 1919 erlaubt, in das Ruhrrevier einmarschiert seien unb bat im Namen der deutschen ^Regierung um die notwendige formelle Genehmigung. Ter Rat des Völkerbundes. Neu York, 8. April. (WB.) Reuter. Ter RatdesVölkerbundes ist bis zum 9. April nach Paris einberufen worden, um die Vorschläge des Obersten Rates bezüglich Albaniens unb der innerhalb der Grenzen des türkischen Rcicl-es befindlichen Minderheiten zu erwägen. Ter Rat wird das vorgeschlagene Wallys em für bte Er nennung der Vertreter der Stadt Danzig prüfen. Berlin, 7. April. (WB.) Die Blätter veröffentlichen einen von Grey, Lloyd George, Beatty, Asquith, Cleans und Cvugh unterzeichneten A u f - ru f, der zur Ausbringung von einer Million Pfund Sterling auffor?eri, um werte Kreise über dm Vö l ker bund zu belehr-rn. Holländische Prcssestimmen. Amsterdam, 7. April. (WB.) „Allge- meen H andelsblad" schreibt zum Vormarsch der Franzosm: Für Menschen mit gesundem Menschenverstand muß die Politik Frankreichs sehr dunkel sein. Das Organ der niederländischen sozialistischen Arbeiterpartei „,$) et Bolk" schreibt: Von neuem werden einige hunderttausend Untertanen des besiegten Landes den Truppen der ftan- zösischen militärischm Herrschaft ausgesetzt, und von neuem hat das erschöpfte Land erhöhte G c l d l a st e n zu tragen für die Besetzung, die heute mehr kostet, als das gesamte frühere deutsche Heer. Das Blatt nennt das französische Vorrücken eine neue Gewalttat, ja fast eine Kriegshandlung. Das Blatt ist der Ansicht, daß der Protest der deutschen ^Regierung in England, Amerika und Italien Eindruck modern wird. Zranzöfische Anordnungen in den neu besetzten Gebieten. Frankfurt a. M., 7. April. Folgende Be-- lar.nrinacf ungen wurden erlassen: Vorschriften be- trefienb den Verkehr, die Telephon-, Telegraphen- und Po stkontrvlle im besetzten Gebiet. 1. Zirkulation des Verkehrs. Jede Person muß einen Jdmtitätsausweis halan sowie einen Nachweis, daß sie im besetzten Gebiet wohnt ober sie muß ihre Anwesenheit nachweisen können während des BelagerungszustaTides in den besetzten Gebieten. 2. Beric'hrstxorschriften in dm Gebieten des Belagerungszustandes, Nauer Brückentopf Mainz. In dm Gebieten des Belagerungszustandes des Brückenk)pses Mainz ist der Verkehr frei in den Grenzen der durch Befehl vom 6. April fe|tgefeWn Stunden. Um sich aus dem Belagerungsgebiet nach dem unbesetztm Gebiet zu begeben, wird ein deutscher Paß, visiert durch die in Den einzelnen Städten befindlichen Besatzungsbehördm, verlangt, unb zwar Tür Frankfiirt a M. und Umgegend bas Berkelwsbureau Frankfurt a. M., T«umcs.ir1-age 9, für Tarmadt unb Umgegend das Bertohrsburoan Darmstadt, der Armee-ObertomMandant und seine delegierten für die anderen Ortschaften Um tun dem unbesetztm TautsckLand nach dem Gebiet des Belagerungszustandes zu tommen, wird ein Paß verlangt, am besten ein Reisepiß mit Bewilligung der Beialumgsbehörde unb genehmigt durch die Bcrielnsbureaus Mainz,. FoanliiUrl oder Tarm-- stzcht, wohin auch die Gesuche gerichtet werden R-eiseverkehrskartan. Be'ondere Fälle: Tie De- Besatzungobetördm, der ArrnewberSommandant ober deren Delegierten genehmigen ben Land- und sfiwrikarbeitern, bmm Woftwri und Arbeitsstätte durch bie neue Verkehrsgrenze getrennt sind, Ausweise, damit die Arbeit nicht gestört wird. Diese immer an ober zu erneuernden Ausweise haben eine Gültigkeit Von nicht über einen Msnat. Brstft, Pvst-, TelegramNr- unb Telephonver- tohr: Terielbe ist im Prrnzip in jeder Einsicht frei. Er wird tonte liiert durch Postzenfur. Tiefe Vorschriften sind am 6. April in Kraft getreten. Ter Ehef des Generalsdabes: gez.: Häring. Blutige Zusammepststze in «jrontfnrt. Frankfurt a. M., 8. April. Gestern nachmittag 2 Uhr tarn es an der vauptwache zwischen der Bevölkerung und ben fr an zösischen Besätzungstruppen zu blutigen .Zu- s a rn m e n st ö ß e n , die sich bis in bie _ späten 2lbeudstunden jortsctzten und erhebliche Opfer svr- berten. An der Hauptwack>e hielt seit Dienstag rin größeres Kommando Marokkaner Auf die Kunde von bem angeblich bevorstehenden dlbzng d.w Franzosen sammelte sich um den ab.resperrten Platz eine große Menschenmenge, die mit den Marollanem schließlich in cm Wortgeplänvel geriet. Aus bis- lxr nicht aufgeklärter Uriadie gab die Truppe Plötz- lid) aus einem Maschinengewehr Streufeuer auf die Menge, wodurch 10 Personen getötet und mehr als 30 verwundet wurden. Trotzdem hielt die Menge den Platz weiter umringt. Als dann später Polizeipräsident Ehrler erschien, sich von den Vorgängen Bericht erstatten ließ und dann mit mehreren Offizieren dieser französischen Truppe nach dem Polizeipräsidium fahren wollte, suchte die erbitterte Menge das Automobil zurückzuhalteit und bewarf die Herren bei der Abfahrt mit faulen Fischen unb Steinen. Dann marschierten tarfc Truppenabttrluiigen mit Panzerautos und Maschinengewehren an der Hauvt- wache auf und besetzten diese in weitenr Umkreise. Auch am Hauptbahn Hof kam es mit der Besatzung zu Zusammenstößen. Doch konnte hier BlutveriTießen vermieden werden. Schlimmer gestaltete sich abends gegen 5 Uhr die Sage am Kaiser platz vor dem Frankfurter Hof. Hier drängten Tausende gegen die französischen Soldaten vor. Hierbei wurden, polizrilichen Mitteilungen zufolge, drei französische Soldaten erschlagen und ein Offizier durcheilten Schuß schwer vertu n n d e t. Dieser Schuß durchschlug den Körper des Offiziers und tötete ein dahinterst.l-endes Kind. Eine Anzahl Personen erlitten Verletzungen. Erst gegen 7 Uhr gelang es dem energischen Eingreifen der gesamten blauen Polizei, der Unruhen Herr zu werden und die Gegend zwischen Bahnlwfsplatz Md Hauptwache zu säubern. Während der heutigen Nacht find, soweit Meldungen bisher vor- liegen, keine Unruhen vorgekommcn. Nach einer Meldung des Wvlfburean sind bei den Zusammenstößen 6 Zivilpersonen getötet und 35 verwundet ivorden. Magistrat und Stadtverordnetenversammlung der Stabt Frankfurt a. M. haben beim Ober st kommandieren den d r Alliierten, General Tegontto, in Mainz, nxc folgt Verwahrung gegen bie Bes etzung Frankfurts eingelegt: „Der Magistrat unb bie Stadtverordnetenversammlung als die berufenen Vertreter der Frankfurter Bürgerschaft legen stierlichst Verwahrung gegen die dsm Friebenszustand nfider'p elende Besetzung der Stadt Frankfurt a. M. ein Sie erwarten einmütig mit der gesamten Bevölkerung, daß der völkerrechtliche unb gesetzmäßige Zustanb alsbald mieber heryestellt wird." Der kommandierende General von Frankfurt, De m e tz , erläßt folgende Bekanntmachung: „Tas Olerücht von eitlem Abzug der französischen Besatzung ist durchaus falsch. Die Besatzung bleibt wie gestern angetünbigt." Kapitän Pomarede äußerte Pressevertretern gegenüber, baß die Besetzung von Frankfurt unter dem Gesichtspunkte erfolgte, baß vielleicht Wider- stanb zu enoarten gewesen fei. Es würbe deswegen durchaus kriegsmäßig borgegangen und alle Maß- nakMen ergriffen. Es sei aber bet ruhigem Verhalten der Bevölkierung zu erwarten, baß innerhalb einer kurzen Frist bas normale Leben wieder seinen Gang nehmen werde. Der Fernsprechverkehr wurde gestern abend wieder freigegeben. Auch der gesamte Sttaßenverkehr von 9 Uchr abends bis morgens 5 Uhr dürfte in den nächsten Tagen wieder eröffnet werden. Der Personenverkehr mit dem besetzten Gebiet hat durch bie Besetzung keine Aenderung erfahren. Auch nach dem unbesetzten Deutschland kann man von Frankfurt aus ohne weiteres gelangen. Dagegen dürfen die ins unbesetzte Gebiet von Frankfurt abgehenden Schnellzüge nicht benutzt werden. Die Franzosen haben in Homburg, Vilbel und Hanau Kontrollstationen eingerichtet. Ten Frankfurier Zeitungen ist das Erscheinen ab Tonnersttrg früh wi der gestattet uittor der Voraussetzung, daß sie die Bekanntmachung des Polizeipräsidenten vom Mittwoch auf der Titelseite bringen. Die Redaktionen find jedoch, so wird dekretiert, für jeden Hetzariikel und für jebe falsche Nachricht verantwortlich. Für Zuwiderhandlungen fntb lxche Geldstrafen eventuell Inhaftnahme des betrefknben Redakteurs vorgesehen. Infolge der gltrigen Vorkommnisse fordern der Oberbürgermeister und der Polizeipräsident in Maueranschlägen die Bevölkerung aus, Ruhe unb Besonnenheit zu bewahren, da der Stellvertretende Kommandeur der Rheinarmee De matz ausdrücklich erklärt bäte, daß die Besetzung nur eine vorübergehende sei. Unbefonnene Handlungen würden nur zu einer Verlängerung der Besetzung führen. Von einem geflüchteten Beamten der grünen Sicherheitswchr werden uns über die Besetzung Frankfurts folgende Etnzel- beften mitgetrilt: In der Nacht vom 2. zum 3 Friertag wurde die Guteleut-Kaserne, das Quartier der 'Sicherheitswehr, von einer Kompagnie Marokkaner umstellt: niemand nmrbe herein- und herausgelasfrii. Um 2.15 Uhr mittags fuhren eine Anzahl Tanks in ben Safemenl^r, gefolgt von einer größeren Abteilung Marokkaner, woraus bie Entwaffnung der SicherhritspolizMen begann. Mehreren Sickerhritspo iftUen gelang cs vorher noch, in Zivilllrider zu schlüpfen, über die Mauer ;u springen unb sich so der Gefangennahme zu entziehen. Die übrigen wurden nach der Ent- \ nxiffnimg unter äußerst starker Bewachomg, vorn und hinten je juri Tanks, ju beiden Leiten eine Kompagnie Marokkaner mit anjgepilanztem Seitengewehr, nach dem Gesangenet,lager Griesheim Rührend des ganzen Tages kreisten ^ständig eine (Ttoüen? Anzahl französisch.'r Flieger scher der Stadt: am Dienstag vormtttag oft 30—10. Eine ReichSwehrpatrouille von bett Franzosen beschofie». n Friedberg, 7. April. Französische Pa- twuillen smd bis zu dein benachbarten Orte Nieber^Wöllstadt vorgerückt unb haben dort ben Bahnhos lvsetzt. Als eine K av a 11 c r iie- Patrouille der Reichswehr gegen ben Ort vorritt, wurde diese von der (rifeJibalntüberitibnmo aus von den Franzosen mit Feuer empfangen. Bei dieser (Kriegenbril erhielt der die Abteilung führende deutsche Offizier einer Bauck) schutz, an dessen Folgen er kurze Zett darauf ver st a rb. Die zranzosen in varmfto-t. Darmstadt, 7. April. Die vielen uirrärt* schwirrenden (Gerüchte in Verbindung mit der Tatsache, daß ein Teil der Besatztmg wieder i'lfloc Quartiere verlassen hat mit der Acust?tzung Darmstadts u w. rin Vertrags- bruch sei, bislxr ein offizieller GegenlxTehl nicht erfolgt sei, daß also die Besetzung noch MW und bie damit verbundenen Anordmw^zen noch nicht aufgehoben sind. Von der Berliner Regier nmg werde er in seiner Anschauung voll uxb ganz unterstützt. Von anderer Sefte wird der Rückzug eines Teils der ftcmzösii<:»en Besatzung damit crflärt, daß die Franroseir beim Vorrucken mit Widerstand veckMeten uuo MS^lb auch stampftruppeil an der Besetzung trilnaltmcn. Da nun ein Widerst«iü> nickst eintrat, werden die Zlarnpftruppett zunächst zurückgezogen. Darmstadt, 7. April. (WTB.) Bei dem Staatspräsidenten Ulrich sprach heute morgen Oberst Wimpffen in Begleitung mft dem französischen 93erbinbnng5oi fixier vor unb teilte mit, daß er von bet hohen alliierten Kommission in Koblenz beauftragt ;ri, die Verbindung zwischen der hessischen Regienmg, der Bevölkerung, ben hiesigen Besatzungtruppen, bem französischen Cbertommanbeur in Main; imb der Hohen Kommission in LDobtenz herzustrllen. Der Staatspräsident wiederholte seinen bereits gestern ausgesprochenen Protest gegen die Besetzung, die er als unzulässig und ungerecht betrachten müsse, da sie mit bem Friebensoertrag unb bem Rhrin- lanbabEommeu nickst zu vereinbaren sei. Bon feiten des Oberst Wimpsfen wurde daraus wiederholt zugesagt, daß die hessische Regierung in ihrer Amtstätigkeit und in ihrem Verkehr mit ben Reichsbehörden vollkommen frei und unbebinbert bleibe, baß die Besatzung von Darmstadt sobald als möglich eine wesentliche Verminderung erfahren und nach Möglichkeit eine dem Zustand m den bisherigen besetzteic Grineten entspoechende Lag« geschassen werben solle. w Postzenfur in Koblenz. Coblenz, 7. April. (WB.) Der interalliierte Oberbefehlshaber in Coblenz hat am 26. März eine Verfügung herausgegeben, baß er mit Rücksicht auf die in bem Grenzgebiet ber Besatzung-, sich abspielenben revolutionären Hanb- lungenvorübergehenbbieZensur für Post,TelephonunbTelegraphwieber einsührt. $rantreid) fordert die Austösvng der Einwohnerwehren! Berlin. 7. April. General Noll et hat in seiner Eigenschaft als Präsident der interalliierten militärischen Kontrollkommission der deutschen Regierung eine Note überreicht, in der es heißt: Es ist Vermerk genommen worden von dem Datum (20. April 1920) für die Auflösung der Reichswehr - freiwilligen. Was die Einwohnerwehren anbettifft, so legt die interalliierte Kontrollkommission Wert daraus, bie folgenden Punkte zu präzisieren: Tie Einwohnertvehren können, trotzdem sie sich mit dem Charakter als rein zivile Organisationen zu umfleiben versuchen, nicht mehr gestattet werden, welches auch immer ihre Rolle für bie Aufrechterhaltung der Ruhe im Funem sein mag, da ihre Bewaffnung unb ihre Eingliederung unbestreitbar emc Mobilisation begünstigen würde unb da bie Einwohnerwehren im Widerspruch zu ben Bestimmungen ber Artikel 136, 166, 175, 177 unb 178 bes Friri>ensvertrages stehen. Tie Note sagt barm weiter, baff ber 10. April 1920 als äußerste Grenze für bte Ausführung der Bestimmungen vom 1. ^ciembet, 1919'beftimml ist. Paris, 7. Aprick. (WB.) Havas. weis, je^t in ganz Deutschland, daß die Fran»o'en entschloifen sind, die fichärfsien Maßregeln yi et* greifen, ramm der Vertrag von Versailles nicht durchgeführt Wirtz. In Frankreich fand käe Entschlv: ^etiheft Miller-ards rin immtg Billiguns. Hätte der französfiche Staat bte e Vm^-walttgutis der Hauptdestimmuua Vertrages gdndbri, dam> hätte er damit aut särftrliche ©ara-rdien her Wirdw- gutmachungen verzick^^ Am 10. Ap i läuft der Vertrag vom 9. Äugmü 1919 ab, ber D-utscbLaiid erlaubt, eine ^raifje Trupprnzahl in ber neutralen Zone zu haltzm. In vier Tagen also müssm sämtliche deutschen. Truvren bie?. Zone veriasfin haben. Millerand crCärte Herrn Mayw m )'hren reorridung für ihre Fraktionssitzung Vorbehalten. Nach dem „Berl. Tagebl." werden die Reichsr?gierung und die preußische Staatsregierung heute vormittag in b'son- Leven Beratungen zu den Forderungen der Gewerkschaften Stellung nehmen. Reichrwehrminister Dr. Getzler über die Laoe. Berlin, 7. April. lWTB.) Reichswehr-' Minister Gehler äußerte sich heute Vertretern der Presse gegenüber in längeren Ausführungen über die Lage und führte u. a. folgendes aus: Als mehre Hauptaufgabe sehe ich es nach wie vir an, di« Truppen in Garnisonen zu bringen, damit der Kleinkrieg, der sich hier und da int Reiche entwickelt, aufhört. Mein Bestreben ist zunächst darauf gerichtet, das; der Belagerungszustand, soweit es trgend möglich ist, vollständig auf gehoben wird. So steht demt auch für den größten Teil Deutschlands die Aufhebung in den allernächsten Tagen bevor. Außerdem muß m. E. dafür gesorgt werden, daß die vollziehende Gewalt auf besondere Zivilkommisfäve übergeht. Was die augenblickliche Lage anbelangt, so muß Mischen foeer und Marine unterschieden werden. |Bvi der Marine ist die Lage so, daß weder in Kiel noch in WilhÄmshaven irgendwelche Offiziere Dienst tun. In Wilhelmshaven sind die Offiziere in Schutzhaft genommen worden. Sie haben sich an das Reichsmilitärgericht gewandt und dieses Reichs Militärgericht hat die Aufhebung der Schutz- Haft verfügt. Im Reichswehrmmisterium ist zur Beschleunigung der Untersuchungen eine besondere Kommission gebildet worden, und der in den nächsten Tagen ein besondere r parlamentarischer Unterstützunqssekvetär beigegeven wird. In seinen Ausführungen kam der Reichswehrmrnster auch auf die Marinebrigade Ehrhardt zu sprechen und erklärte, er habe bestimmten Befehl gegeben, diese Truppen nach einem isolierten Uebungsfüatz abzutransportieren. Die Lage im Rvhroebiet. Berlin, 7. April. (WB.) In Hamm ist die Ordnung 'Meder voll bergest»llt. Die Telephon sperre ist wieder aufgehoben. Die Lebens- mittelversorgtrng, die erst Schwierigkeiten machte, .gestaltet sich dadurch, daß der Ankauf holländischer Lebensmittel c^staf et wurde, günstiger. InE (sen fetzte morgens die Arbeit in normaler Weise wieder ein In den nächsten Stunden wird auch der Eisenbahnverkehr wieder aufgarwrnrnen werben können. Spartafiöengrend. RecklingHausen, 6. April. Grauen und Eirtsetzen kennzeichnen die Schilderungen, die die Recklinghäuser Volkszeitung von der durch das Einrücken der Truppen beendeten Gewaltherrschaft der Spartakiden entwirft. An allen Ecken und Enden toutbe geplündert und geraubt. Die Spartakiden hausten wie die Wilden. Bauern und Geschäftsleuten wurden Pferde und Wagen mit Gewalt weggenommen, und die Besitzer der Fuhrwerke wurden vielfach gezwungen, diese selbst in die Kampfzone zu fahren. An diesen Gesetzwidrigkeiten haben sich die Mitglieder des Vollzugsrats mitschuldig gemacht. Die Seele der aufrührerischen Büvegung war im Recklinghäuser Bezirk der Münchner Geiselmörder Marc use, ein Russe, der sich verschworen hatte, in Recklinghausen keinen Stern aus dem andern zu lassen. Eine .Kugel hat dem Treiben dieses Scheusals in Menschengestalt ein Ende bereitet. Als von Sinsen her die Regierungstruppen ftn Anmarsch waren, wurde der Vollzugsrat mit seinem Führer Bünte festgesetzt, bald nachher von Rotgardisten wieder befreit. Der Bollzugsrat zwang denWirtMeck- l i n g h o f f, ihn auf seinem Gesähtt nach Sxrne zu fahren. Aus der Rückfahrt wurde Mecklinghofs erschossen, wie man entnimmt in der Absicht, die Spur der Flüchtenden zu verwischen. Am Amtshause kam es zu einem erbitterten Kamps zwischen den empörten Bürgern und Rotgardisten, wobei sieben Rotgardisten erschossen wurden. Vom Kuniberge mt5 wurde das völlig unbewaffnete Posthaus mit Maschinengewehrfeuer beschossen. Auch ein Angriff mit Handgranaten wurde gegen das Postgckäude unternommen. Als am Karfreitag ein Spartakidenauto von Sveckhorn nach Recklinghausen kam, wurde es von der Bürgerwebr angehalten. Der Führer der Spartakiden wurde sofort erschossen. Seine Genossen wurden bdld darauf durch Standgericht gleichfalls zum Tode verurteilt, doch wurde die Vollstreckung des Todesurteils vorläufig ausgesetzt. Die einziehende Reichswehr wurde in Recklinghausen mit Jubel empfangen, und dem General v. Matter wurde ein Danktelegramm gesgndt. Dem Ausruf zur Bildung einer Bürgwwchr leisteten die Bürger in Scharm Folge, Geradezu grauenvoll haben die Spartakiden a u Schlosse des Gra- den von den mitgebrachten • Weibern zerschlagen und verunstaltet. Unter den causaegriffenen Spa' takiden befindet sich auch einj löjähriger Bursche, der mit Waffen in der Hand ergriffen wurde Man | fand bei ihm 15 000 Mark tn Papiergeld, dte wahrscheinlich irgendwo geraubt worden sind. Essen, 6. April. Im Eisenbahnwesen des engern Ruhrkshlenbezirks sind durch die Rote Armee eine ganze Anzahl wilde Eingriffe erfolgt, die jetzt erst hier bekannt werben. In einer Erklärung der auf dem Boden der Ordnung lebenden Eisenbahnerverbände wird unter anbetm folgendes miteteüt: Die Eisenbahner Essens wurden gewaltsam an der Ausübung des Dienstes gehindert, und keine Lebensmittclzüge fionnLn eilt au fett. 3 m Bahnhof Duisburg-Beek befinden sich Bcschlag- nahmekvmmissionen der Roten Armee, dte "uber= wiegend aus Russen zusammengesetzt sind. Am Montag wurde dort ein Waggon Eier beschag- nahmt, und es konnte ebenfalls einwandstet sest- gestellt werden, daß alle Posten ihre Taschen und Taschentücher vorerst füllten und dann ab marschierten. In Wedau wurden vier Wagen Kognak beschlagnahmt, bei der Gepäckabfertigung Duisburg" 17 Autoschlauche und vier Pakete sonstige Schläuche. Am Abladesttang des Güterichuvpens Duisburg erschienen größere Trupps der Roten Garde und suchten nach Lebensmitteln. Es wurden dabei alle dort stehenden Wagen geöffnet. Am Dienstag morgen wurden am Bahnhof Duisburg- Beck 25 Wagen Lebensrnittel beschlagnah in t u n d von der Roten Armee entleert. In Oberhausen-Hauptdahnhos wurden alle dort ankommenden Lebensmittel beid> ognahmt und verteilt. Am Dienstag wurden dort sreben Wagen Schellfische öffentlich verkauft, das Pfund zu 1.30 Mark. Jeder konnte so viel erhalten wie er wünschte. Aehnliches geschah mit verschiedenen Wagen Eiern. Größere Mengen, das Stück zu einer Mark, , wurden von der Roten Armee verkauft. Ferner konnte tert fest- gestellt werden, daß Angc-tzöri-ge der Ruten Arm« bei Oefftrung eines Eierwagens mit ernem D and- wägelchen erschienen, eine Kiste aufluden, und dann verschwanden. Am Bähnhus Hamborn hatte man das Bahnhofsgebälche derart mit Maschinengewehren besetzt, daß es den Bediensteten unmöglich war, tert Dienst zu verrichten, ^m Bateys, Duisburg-Hafen wurden in größeren Mengen Kartoffeln, SpasiSernseife und sonstige Sachen de- 'cksiagnckhmt und verteilt. Automvbilwet.e wurden die genannten Prodükte fortgeschafft. Im Bahnhof Rn Hoort-Hasen, alt und neu, fawve in SDcev« derich farch eine förmliche Plunderungund R äuberei statt. Verschiedene Wagen Gorned Bees winden in diesen Tagen verteilt, usw. Em Unterteil'!ent Rusche, Wedau, wurde des^halb verhaftet, weil er keine Angaben über den Aufbewahrungsraum einzelner Gewehre macken konnte. Ter Terror und die Vergewaltigung der Eisenbahner mach'en eisten geregelten Verkehr unmöglich. T« Versetzung des Eienbcchtipvakrikanten Tolle (Erster Borfitzender des G. d. D. E. V.), der Lokomotivführer Grone und Lenz in Wedau sowie noch anderer Beamten und Arbeiter sollte erzwungen werden. So sollten Mitglieder der Gewerkschaft deutscher Ersenba'hnec in Kettwig und Tortmund, nur weil sie sich dem Terror verschiedener Mitglieder des Teutschm Eisenbähnerder- Handes nicht fügen wollten, entlassen bztunach anderen Tienststellen versetzt werden. Der, Drenst- stellenvvrsbeher von Walsum wurde ckbgeietzt, die Sta tions kasse beschlagnahmt. In Duisburg wurden vom Evekutivüomitee am Montagnachmittag 800000 Mark, die für die Entlohnung ter Eisenbahner bestimmt waren, auf dem Wege zur Güterabfertigung beschlagna'tett. Erst später wurde dieser Betrag wieder sreigegeban. Ter Arbeitervat und Arbeitevbeirat bei der Direktion Essen wurden ihres Amtes enthoben. In Oberhausen-West wurden am Montag fortwährend die Z ü ge b e s cho s se n und zum Halten gebracht. Züge, die trotz der .Haltesignale weit er fuhren, !vur- den durch andere LoÄomo. iven überholt, von welchen barm durch Schießerei die Züge zum Halten gebracht wurden. Ferner wird ter Zentvalstreikbtttung von Mülheim-Eppinghoven mitgeteilt, daß tn der Nacht zum 4. April die StreckentelephE, Fahrkartenausgabe und die fonftigen Kassen demoliert wurvm. Weiter Mrd am 5. April vom Bahnhof Horl berichtet, daß von Angelhörigen ter Roten Armee 23 Lebensmittelwagen erbrochen und beraubt worden sind. Aus der Strecke Wanne—Recklrnghauien smd am Stellwerks- und Leitungsween größere Zerstörungen durch wilde Dnden vorgervomiw-n worden. Tie Zentralstreikleitung hat dm R ichs- und Staatsmiuisterian ine Bedtngungen der Eisenbahner mitgeteilt. Ter Fachverband der Fcchrteamten und Anwärter ter Gewerkschaft deutscher Eisenbahner bitte für Montag, den 5. April, morgens 10 Uhr, tn Essen eine Mitgliedern?rsammliatg anbeviumt. Tie Versammlung wurde durch Mitglieder ter Roten Armee gesprengt und du Vcrsammlungs- leiter sestgenommen. Nach Behandlungen auf dem Rathause wurde er freigelassen. Eine Konferenz der örtlichen Streikleitungen, welche nach Essen einberufen war, müße vorzeitig ausg^oben werden, te ter Ort ter Versammlung bereits verraten unb von Angehörigen ter Roten Arme» gesucht wurde. Gewalttaten der Kommunisten in Tangermünde. Berlin, 8. April. Dem „Lok.-Anz." zufolge ist in der Nacht zum Mittwoch der sozialdemokratische Landtagsabgeordnete Brandenburg in Stendal verhaftet worden. Es handelt sich anscheinend um einen Gewaltakt der Kommunisten, die in Tangermünde die Herrschaft an sich gerissen haben. Auch der Landrat befindet sich in der Gewalt der Kommunisten. Militärische Maßnahmen zur Herstellung ter Ruhe und Ordnung in Tangermünde sind angeordnet worden. Generalstreik in Flensburg. Ber l i n, 8. April. Wie dem „Lok.-Anz." aus Flensburg gemeldet wird, herrscht in Habersleben Generalstreik in sämtlichen Betrieben. Die Arbeiter verlangen die Einführung der Kronenwähnmg, da sie bei ter jetzigen Methode, in Kronen zu bezahlen und Mark zu verdienen, nicht existieren könnten. Au» Hessen. Der Kampf um öit Schule. In Frankfurt a. M. fand eine Berfa mm- g dec sozialdemokratischen Lehrer im Freistaat fen statt Es wurde bitter über den Einfluß des itrums beftagt, das Herrn Schorn in die ►ulabtnlung te£ LandeSamtes für bas Bildungs^ en bringen wolle. Ein „polit scher ShiMxinbel" rer Jahr^hntt. Die hessische Mmultanschule f«, mit allen Mitteln zu verteidigen. Die Bett chlep- pung der Schulgesetz-Novelle sei zu bekämpfen. Es wird ferner die ^Beseitigung reaktionärer Beamten" aus dem Landesamt für das Bildun^- wesen gefordert, ebenso die Berufung sozialdemokratischer Lehi>er und Oberlehrer in das Landes- amt. Schließlich forderte die Versammlung von ihrer Partei für die nächsten Landtagswahlen die Aufstellung mindestens eines sozialdemokratischen Lehrers an aussicÄsreicher Stelle. Neuwahlen in Hessen. Die „Hess. Volkszeitung meldet, daß die hessische Regierung sich mit der Absicht trage, die Land tags wählen im Juni 1920, also bald nach der Reichstagswahl ftattfinben zu lassen. In der Verfassung sind entgegen dem Widerspruch bei nationalen Parteien die NeuwaUen für den November 1921 festgesetzt. Frühere Wahlen erfordern eine Abänberung der Verfassung. Es muß daher wohl ein Fragezeichen hinter die Meldung geiefct werden. Ist die Nachricht von dem früheren Wcrhl- termtn zutreffend, so wirb dies begrüßt werden können. Art» Kta>t «nd Land. Gießen, den 8. April 1920. Eine Mahnung des Staatspräsidenten zut Ruhe. Staatspräsident Ulrich erlaßt mit Datum vom 6. April nachsktltenbeü Ausruf: An die Bevölkerung Hessens! Im Zusammenhang mit den Vorgänge im Rnhrrevier sind heute morgen französische Truppen in einem weiteren Gebiete Hessens eingerückt. Ter unterzeichnete Staatspräsibent hat gegen diese Maßnahme sofort Protest eingelegt. Es ist uottoenbijj, baß die Bevölkerung die Ruhe bewahrt. Nach ten erfolgten Zusicherungen bleiben Regierung. Behörden und Boomten unbehelligt in Tätiget. Im Interesse des gejamteu Lautes muß sich gerade in dieser Stunde das hessische Volk von dem Gefühl der Zusammenge- böi igfeit beseelen lassen in dem ©etenifen, der B.'lksstaat .Hessen bleibt ein unteilbares Ganzes und als solches ein Glied des Deutschen Reiches. gez. Ulrich, SSaatspräsitent. Entbehrliche Poftwertzeiche«. Die Erhöhung der Postgebühren, wie sie im Berkehrsbeivat besprockoen worden ist, und über kurz ober lang eingesührt werten wirb, macht wieberum eine Reihe von Postwertzeichen überflüssig. Bei der Briespost beginnen die Sätze mit 10 Pf. für Drucksachen bis zum Gewicht von 50 Gr. Durch fünf teilbar ist. hier überhaupt keine einzige Gebühr mehr. Sie steigen von 10 zu 10 Pf. bis zum Bettage von 60 Pf. Dann gibt es noch Sätze zu 80 Pf. und zu 1 ML Ueb:rflüssig werden somit Brieswarken zu 5 Pf., zu 15 Ps., zu 26 Ps. und zu 75 Ps. Nur im Paketverkehr kommt noch eine durch 5 teilbare Zahl vor : bas Paket bis zum Gewichte von 5 Kg. soll in der Nahzone 1 ,Mk. 25 Ps. kosten. Psennigbettäge gibt es hier überhaupt nur noch in der Nahzone mit 2 Mk. 50 Pf. Für Pakete von 5 bis 10 Kg. Alle übrigen Pakete kosten volle 2, 4, 5, 8 mtb 12 Mk. Auch die Versicherungsgebühven für Wertsendungen betragen 1 oder 2 Mk. Für Postanweisungen braucht man nur noch Briefmarken zu 50 Pf. und zu 1 Mk. Auf eine Post karte wird im inländischen Verkehr eine einzige zu 20 Ps. notwendig sein, eine andere etwa, zu 30 Pf. lediglich für den Weltverkehr. Der Verkehr von Wertzeichen am Schalter wird so wesentlich vereinsacht, da die Zahl der b:reitzuhaltenben Sorben beträchtlich verringert wird. Veranstaltungen. Donnerstag, 8. April: Stadtthertter, 7 Uhr, Fidetto. — Lichtspieltheater w extern. ** Amtliche Personalnachrichten. Am 30. März 1920 wurde ter ZollsekrttSr Phll. Käge, zur Zeit in Darmstadt — unter Zurücknahme seiner Entlassung aus dem Staatsdienste — vom 1. April ds. Js. an zum StaatSüassesekretär ernannt. Ernannt wurde am 1. April der Roal- lehrer am Realgymnasnim zu Darmstadt Heinrich Müller zum MusMehrer am Lehrerseminar zu Friedberg mit Wirkung vom 19. April 1920 ab. — Am 1. April 1920 wurde der Regierungsbauführer Rudolf P r e n z e l aus Herborn zum Regierungsbaumeister ernannt — Am 1. April 1920 wurde der Zollsekretär Wflfelm Röhler zu Tarmstadt vom Tage seines Dienstantritts an zum Haupt- staatskasiefekretär ernannt. — In den Ruhestand versetzt wurden auf ihr Nachsu-chen: am 9. März 1920 der Eisenbahnvbersekretär Rechnungsrat Ludwig Nullmann zu Gießen vom 1. Mai 1920 an; am 4. März 1920 der Oberbahwassisdent Heinr. Huber zu Mailiz, vom 1. April 1920 an; am 10. März 1920 ter Oberbahnasiistent Ludwig Tiacont zu Wvrms vorn 1. April 1920 an; am 18. März 1920 ter Lokomotivführer JaDb Schneiderzu Bingn:brück vom 1. April 1920 an; am 11. März 1920 ter Zugführer Heinrich Schmid t zu Frmtlfurt a M. vom 1. Jiuli 1920 an; am 9. März 1920 der Rangiermeislier MathäUs Schmitt zu Mainz vom 1. April 1920 an; am 10. März 1920 ter Lademeister Emil Scherrer zu Mainz vom 1. April 1920 an, und am 11. März 1920 der Weichensteller 1. Klasse August Geduldig zu Groß-Gerau vom 1. April 1920 an — sämtlich in der .Hessisch-Preußischen Eiseubahnge- meinschast. ** Walter Bloem-Abend. Der in Anbetracht der äußeren Lage verschobene Vortragsabend ftnbet am Mittwoch, den 14. April, in der Aula statt. Walter Bloem steht, abgesehen davon, daß er durch seine überall verbreiteten Werke betonnt ist, bei vielen hiesigen Siteraturfreunben durch seinen früheren erfolgreichen Vvrttazsabend in guter Erinnerung. In seinem Programm, bas vollständig neu zusammeng^stellt ist, bringt bet Schriftsteller aus seinen Werken einige Kapitel aus seinem bisher noch nicht verössentlichten Roman „Gottes Feme", sodann ein Kapitel aus seinem Kriegstagebuch „Sturmsignal" und zum Schlüsse Gedichte zum Borttag. Ein Besuch des Abends ist sehr zu empfehlen. (Näheres siehe heurige Anzeige.) ** EinenKammermusik-Abend veranstaltet auf Veranlassung des Gewerkschaftskartells Gießen und Umgegend das Drumm-Quartett (Mitglieder des Landes-Theaters Darmstadt) am Freitag, abends 8 Uhr, in der neuen Aula. ** Wegen ungenügender Milchzu- fu 6 r können für heute die auf 3/< Liter lautenden Milchmarken wicht beliefert werten. Die auf V? Liter lautenden Milchmarken werden dagegen voll beliefert. ** Marke n-AuögaVe. Am Freirag mtb' Samstag, dem 9. und 10. April, gelangen in den Bezirken Brot- und Flrischmarkeu zur Ausgabe. ♦* Wird das Schmalz billiger? Ein Berichterstatter meldet: In Wiesbadener Blättern! toirb seit einigen Tagen das Pfund Schmalz mit 20 Mk. an geboten. — Das „Höchster Kreisblatt" schreibt: Wir hatten neulich eine Notiz wiedergö- geben, worin Zurückhaltung im Schmalzankauf angeraten wurde, da mit einem Sinken der Preise zu rechnen sei. Wenn man jetzt die Leitungen durchsieht, wo das Pfund bereits mit 20 Mk. angeboteu wird, so scheint in der Tat der Schmalzbereis eben im Rutschen zu sein. Wie lange, ist freilich eine untrere Frage. ** BriefpostbeförderungnachA xne* rika. Jrn April finden Postabgänge nach Amerika außer mit englischen Dampfern (etwa zweimal iwöchentljch) noch mit folgenden Dampfern statt: Dampfer „Tomaso di Savoia" nach Rio de Ja- nteco usw., von Genua am 17. Apisil, Postschluß in Frankfurt 14. April: Dampfer „United States" nach Neuyork, von Kopenhagen am 22. April, Postschluß i n Hamburg 19. April, in Emmerich 18. April. Die Postanschlüsse für die nächsten holländischen Dampfer nach Nord- und Südamerika können wegen des noch andauernden Ausstandes der Hafenarbeiter in Holland im voraus nicht angegeben werden. ** Sicherung gegen Paketverluste. Die Vorschrift der Postordnung, in die Pakte obenauf eine zweite Aufschrift zu legen,- wird, wie die Erfahrung lehrt, nicht genügend beachtet. Zahlreiche Pakete, deren Ausschrist durch irgendwelche Zufälle während der Postteförderung verloren gegangen ist, können dem Empfänger er Ql nach zeittauben den Ermittlungen, vielsach überhaupt nicht zugeführt werden. Es empfiehlt sich deshalb Beachtung der Vorschrift. **' Kennzeichnung der Falschstücke von Reichsbanknvten. Nach einer an dir Postanstalten er gang-men Verfügung sind Reichs- banfnrte.t, Reichs.a. lenl und Rückseite mit blauer oder roter Tinte groß unb aus sollend das Wort „Falsch" geschrieben unb der Aufgabestempel oder das Dienstsiegel abgebrueft wird. Die Kennzeichnung soll verhüten, daß die Falschstücke beim Abhandenkommen wieder in den Verkehr gebracht weichen ** Ungehörige Beschädigung des Papiergeldes. Bon zuständiger Stelle wird geschrieben: In neuerer Zeit wird umlaufendes Papiergeld vielfach zu Zwecken politischer Pvopw- ganba mit Aufschriften, Ausdrucken oder ausge-. liebten Zetteln vers^l-en, deren Inhalt in weiten. Bevöllerungskreisen Aergemis erregen muß. Es lvstch daraus aufmerksam gemacht, daß die Reichs- ban'kmftalben solche in ungehöriger Weise für den Umlauf untauglich gemachten Scheine nicht ohne weiteres einlösen. Tie Erstattung des Gegenwertes von Banknoten kann erst nach einer nur bei bet Reichshauptbank ht Berlin ausführbaren und daher mit erheblichem Zeitverlust verknüpften Prüfung ber Echtheit der Noten erfolgen. Für Tarlebns- kassenfcherne lehnt die Reichsbank jede Vermittlung des Einzugs überhriipt ab. Derartige Scheine sind vielmehr ter Darlehnskasse in Berlin zur Prüfung und Umwechflung einzusenden. Dem Publikum kann daher nur eindringlich geraten werden, btc Annahme solcher Scheine zu verweigern, um füg seinerseits gegen Schaden zu sichern. ** I m CasS Leib-Saal zogen, wie man uns mitteilt, am Sonntag die Original-Dachaller ein. Die Gesellschaft, welche m der Wintersaison in Stuttgart mit großem Erfolge aufttat, erntete schon bei ihrem ersten Auftteten wohlverdienten Beifall. In jeder Vorstellung werden zwei Ori- ginal-Bauernkomödien zur Aufführung gebracht. **DerGießenerLesehalle-Vereitt hält seine Mitglieder-Versammlung morgen abend 8Vr Uhr„ im Hotel Großherzog ab. Landkreis Gießen. xWieseck, 7. April. Tie Wirtschaft,,Z u nr kühlen Grund" von Adam Ziegler in der Philosiophensttaße ging durch Kauf mit Wirkung vom 1. Mai l. Js. an Ludwig Krieger II. über. Genannt wird ein Kaufpreis von 42 000 Mark. x Wieseck, 7. April. Ten Kindern unseres Kindergottesdienstes legte am Oster- dienstag der Oslesthase im Walte nah» bei der Lud« wigsburg. An 500 Kinder, dazu noch viele Eltern und Freunde der Jugend, sammelten sich zu enter schlichten Feier mit Gesang und Ansprache. Evr von einer Helferin verfaßtes Gedicht gab dem Tank unb Gelöbnis der Kinder ttefilichm Ausdruck. Freiwillige Gaben an Geld und NaturalM im Werte von etwa 250 Mark ermöglichten (fr jedes Kind ein gefülltes Osterkörbchen. Gegen bewegte sich der lange Zug bettänzter Mädchen und Fähnchen tragender Buben singend durch «e Hauptstraßen des Torfes zurück Und löste sich cai seinem Ausgangspunkt, ber Kirche, auf nach einem begeisterten Hoch auf die deutsche Heimat. Meis Lauterbach. Eisenerz bei Schlitz. rr. Schlitz, 6. April. In ber Nähe unserer Stadt liegt ber bet Gräsl. Standesherrschaft flw hörige Eisenberg, dessen Name schon aus das Vorhandensein von Eisenerzen hinweist Ansangs ber 80er Jahre würben nun auf diesem Berge Schürfungen vor genommen, bei den»n tn der txn. das Vorkommen von erh?blichen Estenerzmengen festgestellt wurde. Aus mancherlei Gründen bei ort» bers, da die Eisenbahn ziemlich weit entfernt ist, unterblieb damals die Ausbeutung des Lagers. Nunmehr aber werden hier Stimmen laut, Die unter Hinweis auf die heurige hohe Preisla^ des Eisenerzes eine Nachprüfung des Ergebnisses der damaligen Schürfungsarbeiten fordern. Kreis Friedberg. -m. Aus der Wetterau, 8. April. 5h Feld unb Garten hat sich ein prächtiges Wachstum entwickelt, namentlich die Wintev faaten zeigen einen äuß.Tst schönen Stand. Auch die Futteraussichten sind sehr günstig. Tte Wtner stehen in saftigem Grün unb ter Klo: ist so fett und hoch, wie selten in früheren Jahrm um die)c Jahreszeit. Tie Obstbäume ber'.chtigen ebenfalls zu den schönsten Host.iungen. Kirch-, M-ume^' Psirsich- und Birnbäume stehen kurz vor ter Bliw, deren Aist'tz sehr gut ist. Soffen wir, daß dm Hundert-'ä'-rige nicht recht behält, bemjufafo? nte) (bätet Kälte ent treten soll, di: alles zunichte mrckM wurde. Starkenburg und Nheinhessen. Einstellung der Bergftraßenbaünen. sw 5G3 ein beim, 6. April. Der Betrieb bet Bergstraßenbahnen .Heidelberg — Weinhrim - Virnheim—Mannheim wirb am 1. Juli emgv stellt. ES sind .Verhandlungen wegen Verstaat« Etlichen «^MiuaS te*tt »s * | Sichen Ter fli Attische I -r EssiÄ Eft Donals (W ISlig das LF K bit «! Tkt Heberin kjntt im .IlS Lwtfat, Neues ' |r3e ging den Ä M kam noch v' lii Mühe geben, Mpjer des Kat stand, von M Ivar. Wer Mcm gebört hat In LM und M legmwärtigte, de iy, Msunden, B-in Gedanken fid I5M8 Wt W «hantelt von rr iper aus sich wri usldmichcknde,, liltigte Musik a Äen, und er t Irin, Wi an ihr imks Sabatine -Atzlichkeit W Publikum von , mehr an die £h etwas lahm roa war es der D Krund, banfbi I rmand vor 2 tr einmal hie Holländer" h .xrde in einer Ikmgfte .totifer «in Weiftet wv Mästung als L Istiub geschultes । ntate ich vi ^es ihm c '•'■'W Tomi VW^r, bkwornrgei | nriedritung tna I ''M Weise \ »te Ttm An Verfaul;- I .$tS, = c,boln’' I ^'-bouBnumm, sÄ8 le In « « Chor l etwas M als empsi M icmgm W Ä von b Ai. Chöre dv ? ürai ¥ Säna S?lchne S5 ^rausz mtb B^lannslicke ' aarrger b 8£&it ein 8m? biniÄ ^«rstages l®1^ Ötrm s »weiten - Das Bisch utung, in diesen erleben zu sollen. iflllttrM 05008 wärt-. Gelgemälde tä 7—r 7ä--------— 106314 Seltersweg •*<> v. 0-?l tri» örSniinO^OH , Paar Herrenickube, in. 30 Platt, a oerk. Schr. (Br. 42, mit neu. zu uert Ang. unt. 3906c a. d. G. A.' 06302 Lonncoktr. 6 11 für Hausschneiderei ge- eianel. billigst abzugeben. N6814 SelterSweg 20 p. Siebener Theaterverein. Der fstesense Hollander. Mnnantischc in 3 Akten von Rich. Wagner. Ar. Es sind mm bald 80 Fahre, tet& der Liegestuhl f. Kranken sucht au kaufen Heilgehilfe Kratz, 06280 »chulstrnhe 11. BetonrBnt art M billig au verkaufen. Savlausnaffe IS I- i Gasherd (4ffam.) sowie gut erhalt. Irabr rab mit Gummibereifung au vk. Feiedrichttr. 5 II. Datum: 57.'Dent«rlegsanL 4*/,Deut.Reichsanl. Z'/.Deut-Neichsanl. 4e/„ Preuh. Koasols Darmstädter Bank Deutsche Dank. . . Dis conto-Tesellfch. Dresdener Brak.. Nationalbank f. D. Mitteld.Creditbank H.-Amerid.-Paketf. NorddeulscherLloyd Doch. Duhstahlwrk. D..ßMrtmb.8ergw. Gelsenkirch. Berg». Harpener Bergbau Oberschl.Eisenb.-B. Oberschles.Eisenigd. Phönix-Drgb^ Akt. Bad.Anilin-u.Soda Höchster Farbwerk« Elekir. D. T. B.. . Schuckert-Werke. . FeltentTGuiileanine Daimler...... 'Bub.» Liserrw.-Akt. Adlerwerke .... 4e/o Hess. SaatsanL Electron Griesheim ttnmtrrmafeen den schwierigon Vpenrrvllen, raeil sie neben den gesanglichen Anforderungen große Ansprüche an das ^luss asmngsvermögen. besonders im Kummen Spiet stellen Bite Dar- faiter vermochten ihre seelischen Erlebni se glaub- hast und eindringlich zu gestalten, und ihre tert» lichen Stimmen hielten den Hörer im Bann. Auch Fräulein Liebels als Mary gebenfe ich gerne. Die szenische Leitung mußte die Hindernisse, die ihr unsere deine Bühne ber.niete, verständnisvoll zu überwinden. Das Schlußbild war karchaus ansprechend, und ich wenig,Lns war dankbar da ür, daß man uns die von Wagner vorgcschriebenc vlorie ersparte. Sie ruft ja auch auf großen Bichoeu leicht cm Lächeln hervor. Warnen möchte ich TaLmch, wenn er das Zimmer verläßt, noch einmal in der Tür erscheinen zu lassen. Die damit notwendig verbundene Wirkung aus das Publikum ist von Wagner nicht gewollt und erinnert zu sehr an die Spieloper, lieber die ganze Ausführung aber dars der Kritiker als Leitspruch dn- Worte des Steuer mteratd feßejt: Gut Kapitän! tt-sfc jeden OX/fA Posten z» erdSbten Preisen. Komme auch nach auS- *W -öoitinnö verkauf. FodS. Ulrich, Ä-tniter bet Lieb. 06S24 , Auben snE. - <2 Mche, out *7 Vermischte». ♦ Tie hlv he Sterblichkeit Hält au. Tie chohe Sterblichkeit, die in der ersten Hälfte deS März in den meisten deutschen Städten geherrscht hat, ist auch in der dritten Märzwuchr vorn 14. bis zum 20. meistens befbeHm geblieben 9tur in wenigen Städten ist sie ein wenig zurtick- gegangen, in vielen anderen nixf) weiter gestiegen. 9hit 1000 Ermvvtzner und aufs Jahr berechnet betrug sie von den Orten mit mindestens 100000 Einwohnern ohne Ort-fremde in Aachen 13,9, Altona 18,8, Augsburg 21,1, Berlin 16,5, Berlin-Lichtenberg 7,7, Bcrlm--Skünstlertempevmnents" aug-einanbergingen, und wirklich macht man ja mich allgemein die Beobachtung, daß Eben zwischen Künstlern besonders häufig geschieden werden. January Mortimer tritt nun in einer psvchologi- schen Betrachtung über die Künstlerliebe der Auf- fassmig entgegen, daß man daS Künstler tempern- ment für besonders unbeständig und wankelmütig halte. Vielmehr haben die jkünAer erst die Welt den hoben und s.dcalen Begriff der Liebe gelehrt. Der Künstler ist ein Idealist, und er stellt daher auch an die Liebe die lwchsten Ansprüche, umgibt sie mit dem Glanz seiner Phantasie, mit dem Reichtum seiner Leidenschaft. Er hat daher das Wunder der „romantischen Liebe" entdeckt, die sich nickst durch materielle Gesickflspunkbe leiten läßt, sondern nur in dem selischen Einklang mit dem geliebten I Wesen glücklich sein will. Solche borftflicgcrtben Träume haben am e heften eine plötzliche Ernüchterung zur Folge, und deshalb wird ter Künstler, gerade weil er den höchsten Begriff von der, Liebe hat, am Iciditeftcn unglücklich werden und sich zu einer Auflösung der Ehe. gezwungen fühlen. Es ist ater durchaus nicht richtig, daß der Künstler am häufigs'rn in seiner Ehe unglücklich wird. Die idealste Form ter Ehe ist von großen Künstlern durchlebt worden: man denk etwa an Lessing und Sdyilfer, an Kingsley und Browning und viele andere Frankfurt a. M., 8. April. Börsenkurse. Frankfurt Berlin Atente- Abend- Schdch- Schluß- Kurs 7.4. 79,75 70,50 76,25 78,- 143,- 313,75 225,- 186,50 145,- 147,- 224,75 204,- 398,- 374,- 379,50 384,75 276,- 315,- 520,50 578,- 421,- 442,- 234,- 573,- 349,50 358,75 339,- ^andel. Frankfurt a. M., 7. April. Börsen- ftrmmungsbild An der Atettdbörse waren be^nderö EkekrtrzitätsMien durch lebhaftere Umsätze und fester Tendenz begünstigt. Eö gewannen Felten und Guilleaume 36 Prvz., sie stellten sich auf 551 bis 566. Bergmann Werke sind 5 Proz. 290', A. E G. 5'/- fpter (438), Rvrdd. Llovd mit 200 rege gehrndelt. Hapag blieben um- foaLy* Für Caro bestand weiteres Interesse 308 plus 3 Pwz, Oberbedarf 270 pl.us 7 Pwj. Niedriger stellten sich Mannesmann 463, welche 13 Proz und Kali Westeregeln 838, welche 60 Pro;, rertöten. Neu-Gninea schwächten sich ab und ließen spifter ein# Kurseinbuße von 40 Prozent zurück 1240. Sehr fest tagen wieder Südseephosphat 3600. Pewoleumaktien im ter lagen infolge Reali- siernngcn stärkeren Kursrückgängen. Arn Etnhnts- markt war die Haltung fest. Fittbwteke HöM notierten 413 plus 7 Pvoz. Bad. Zuckerfabrik 556 Zuckerfabrik Frankenthal 420, Maschf. Hydrometer blieben in reger Nachfrage 220 Schantung- Ixchn lebhaft und höher 715 tes ,20. ,Elektr. TeutidpHeberfte 1275. Deutsche Anleihen fest. Sinamn- ÄS <*aud a. lebhafter «träte Ss kM und Siba2 ® UN öotans nich.^ ^daketderl^, ^9. u btt "W genüg» i bei ™ dem ßmwängn esl hingen, viel'ach 5L® emvitehll 4 tldjnit I einer em J Ixnuqinm iinb Stijl ne unb 2al^bfi3 Wt, falsch erfannt J .sofort als ssalsiM 8 An über die Ättyl •crtoterlmte gtoga] I*'' gejdiiiebm uni> t\ Aennsiegä abzetni soll verhütm, bas!, ntommai mietet in Ja öeschädigung bn' niftänbiger Stelle m Zeit wird Mlarfer!» xxEnt politischer M Au Drucken ober ch» xren Zichüt in «ca rnis erregen nuii "ä irmacht, daß die geWign Weise fc ta ken scheme nich o» sjMmg des Segenm« nach einet rar m ic t ausführcaieii Aiär ist tFolgen. Sirlclf»- chSbank >. Temrtize Äev'. W e in Leck' enden. sich geraten nette'-. * ju MiKigem, umr zu sichern. Saal logtxv. w dir jx in der Sintern | Erfolge auMffCl Auftreten -voM^ llung werden |«i i x Aufführung : Lesehalle*kem l'ammlung morgoi» gherzog ab. -Gleden.^.. iL Tie DatM^. n Adm Oiikmirt nltCQvT . ixllänbcr" Horen werte? Und hören I nntbe in thw Aufführung, an ter auch ter rtengftc .Kritiker nur reine Fveute haben konnte. Lin Meister wie Ball in g mit seiner reichen Lifabrung als Waanerdirigenl am Pult, ein vor- iiglich geschultes Orchester, ein trefflich geübter ^bor, ternorragtnte Sänger und eine geschickte; 'übnotteitunq mären an dem Erfolg des Abends t gleicher Weise beteiligt. An Ballings Kunst s ^lounderte ich vor allem die straffe Rhhtlnnik, •it der es ihm gelang, die ungestüm vorwärtsdrängenden Tonmassen zu zügeln^ ohne doch ir- ildwo das Temperament vermissen zu lassen. rlur den Chor der Spmnerinnen empfinde ich i Tempo etwas bdebter, und es wollte mir einen, als empfänden die Spinnerinnen ähnlich. 1 cknigens fangen sie sauber und sicher, und das reiche gilt von den Matrosen, die besonders die Üchen Chöre des dritten Akts im Verein mit ten Mädchen prachtvoll steigernd herausbrachten, □nter den Sängern habe ich das Bedürfnis, Derrn El s chn e r trotz seiner kleinen Rolle tejonders Herauszuhüien, weil mir feine schöne Zcnvrstimmc und der stimmungsvolle Dortrag tes Steuermannslietes noch jetzt im Ohre liegt. Herrn 8loberger, der über reiche Mittel verfügt und als Erik eine gute Figur machte, wird man tmch darauf Hinweisen dürfen, daß er die Wirkung «nes Vortrages durch zu starkes Trenwlieren ;e6äbigt. Herrn Schle mbachs schöner Bariton . — fern im zweiten Akt noch voller zur Geltung als lühs: M erlten. Das Hauptinteresse haftete natürlich a Herrn Bischosf als Holländer und Fräulein Hesse als Senta. Ihre Partien gehören aner- yfiegente Holländer" seine Erstaufführung er- iz6te. Damals schüttelte mancher musikalische Weise iwillig das Haupt ob der Zumutung, in diesen TJjxien die Musik ter Zukunft erleben zu sollen. J8it ter Ueberliefcrung ter grosten Oper, ter Aagner im „Rienzi" noch gelmldiqt hatte, sollte .gebrochen, Reues sollte aepflügt werten, und dieses kme ging den Alten schwer ein. Uns Heutigen ist kaum noch verständlich, ja, wir müssen uns fast Mühe geben, zu vergessen wie stark doch ter Lböpser tes ,Holländers" rwch unter den Ein- Kiffen stand, von denen er sich loszumachen te- frrebt war Wer aber gestern abend mit offenen Often gckhört hat und sich dabei die Entwickelung von Oper und MusiDrama bis zur Jetztzeit vergegenwärtigte, bet hat es mit dankbarem Stau- ren empsunden, welcher Reichtum an musikalischen Webanfen sich doch in diesem Werke offenbart. Ltellends wer zum erstenmal und dabei nicht an- ^kränkelt von musikgeschichtlicher Betrachtung die Oper auf sich nurten lassen durfte, dem trans brne erschmeichelnde, sarbettprächtige. von Melodie gesättigte Akusik einen tiefen Eindruck hinterlassen baten, und er wird cs kaum gewahr geworden fm, daß an ihrer Romantik — ich erinnere an Eriks Kavatine — schon leichte Spuren ter 93er- .iSnglichkeit sichtbar werden. Möchte nur imfer H ublikum von dem, was es empfindet, etwas mehr an die Oeffentlichkeit gelangen lassen. Wenn ttioas lahm »var an ter gestrigen Aufführung, so in ar es ter Beifall. Und wir haben doch allen itrunb, dankbar zu sein. Oder hatte sich jemand vor 20 $afrren träumen lassen, daß ,rr einmal Bin tn Gießen ten „Fliegenden Haus mit fretroerbewber Wohnung in G ehen aa (anftn aeW Schr. Angeb. unter 05961 a. b. Meß. A. Schern 6-rtkilÄl,- bänmen ru kaufen ges. Schrtnl. Angebote unter 06299 an den Gieß. Anz. SdtrlfiL Angebote unter 06279 an ben Gtest Anz. Ein verfchlofs.Wnse« mit Bat.-Achfen n. booo. iveb., ein leicht lttuliwägelchen, ein Wenbevstng unb ein Eiulegeichwein au verk. ”■* Leibgeft. Weg 24. AHeeetraße 12.1. ist ein großer, mafftoer Kaxaennchrank unb 0. Badeeinrlchtnnc. besteh, aus schöner cmaiQ. Badewanne unb Waeofen a.s HeiA.labAUg.,nurnoch 2TageBestchtig.bort. Lwm Fast neues komvlet'es Untergestell s. schwer. Wagen geeign.. vreisw. au verkauf. 06236 Wetzlarer Weg 41 v. 1 weiß. Schlafzimmer, 2 Bette» m. R-inofmatr., 1 Bücherschrank. 1 Büfett. AusAiebtlich, vier ^edernüble, Ätitbetr = schrank, 2 Stühle, Tisch, diverse Lachen au verkaufen. AnAuseben 061)6 SRoLfeftreMt 7. Nene ScbiatiimBeriwiciit. 1 P. »eie MlliUrsclinhe, fströge 27"» zu verkaufen. 0629^ Walltorstr. 49». Schl»r»i™m<*r eichen 2 Betten, 3teiliger Sviegelschr, Waschkom., beit. Kristallglas. 2 stacht» schrankch. uftu. fof. vreisw. A- vk. ««»» Bleichstr.23v. 10,2. *♦ Schieberstückchen. Der Schnier ist leider eine Erscheinuirg, die heute über ganz Drtitschland ihren zerftvrenten und mtfittlirfmbcn Einflutz ausübt. Einige Beispiele für diese furchtbare Gefahr des Schiebertums gibt ein Aussatz der Jagbzeitschrift „St. Hubertus", ter neben den Untaten des Schiebers als Jagdpächter auch allgemein nerc Berhältnisfe beleuchtet. ,,^n einem iAafthause einer süddeutschen Stadt," wird hier erzählt, „Der tätigten sich kürzlich angeheiterte Schieber damit, datz sie mangels anderer Unterhaltung Papiergeld Der brannten, nachdem sie eine gewaltige Zeck>c gemacht hatten. Die saubere Gesellschaft erklärte, im iBerschieben von Holz derartig oiei Geld zu verdienen, daß sie nicht wüstten, was sie damit an« fangen fällte. In einer anderen Stadt erzählte im Wirtshause ein angeheiterter Leterschieber, daß er wöchentlich 200000 Mk. verdiene. Er gab für Bedienung Trinkgelder bis M 70 M7., liest sich 20 rohe ®ier brtng-n, fajtug s« in etne ^ochAsst, bestreute die I Eier dick mit Zucker unb goß dann einige Flaschen Sekt auf das Ganze, das er sich zu Gemüte führte. Der Karl hatte vorher im Rausch ein aus geliehenes Psert) fast zu Schanden gefahren. Als der Besitzer ihm Bocholt machte, zog er die Brief- ttasche und fragte frech: ,Löas testet ter Dreck? Ich bezahle Wagen unb Pferd." Das Angebot wurde entrüstet abgelehnt. Der Schieber bekam etne Gesalzene auf sein freches Maul imb wurde mit einem derben Tritt auf das verlängerte Rückgrat an die Lust befördert." Diese Aussauger des Volkes machen sich nun auch als Jagd Pächter breit und benutzen die Reviere, die fte verkommen lassen, ,nur zu dem Zweck, um sie zur Erlangung von Fleisch bis auf die letzte Krvatnr auszuschinden. Gleic^eitig wirken sie auf die ganze Gegend ver- tpestend, intern sie durch ihren anstößrgen und pwtzigen Lebenswandel em schlechtes Beispiel geben Unb die Preise in die Höhe treiben. „Der Ortsansässige, ter kein Selbstversorger ist," wird in dem Aufsatz geflote, „kriegt immer beim Einkauf feiner bescheidenen Lebensbedürfnisse vorgehalten, was die iJate-päckster für Summen zahlen. Da kommt cs vor, daß Tür ein Ei 3 Mk., für em Pstmd Wurst , 30 Mk. und für ein Pfund Scheuten 50 Mk ge- > zahlt werten. Die Folge von dieser Preistreiberei ! ist die, daß die Einheimischen ihren Bedarf nicht . mehr decken können. Und dann, wie wird erst das Das Sortrinern hrr Franzosen. Friedberg, 7. April. Von hstsiger zustän' btger Stelle erfahren wir auf unsere Anfrage, daß die Franzosen beute morgen Nieder - Wöl stabt (6 Kilometer von Fn-iedberg entfernt) mit einer schwach.m Patrouille besetzt haben. Vilbel bat bereits Einauartienmg. Eine Ofst^iers- Patrouille ist im Laufe tes Vormittass in Frit d berg einsetroffen und hat sich in ter hr' stgen Kaserne davon überzeugt, daß keine Trun^i. vor bauten sind, woraus fte wieder abiitten. Wermut sich werten die Franzosen in Rieder-Wöllstadt stehen bleiben und Frtedterg nicht besetzen Dir Blmerntewegnng in der Pfal;. Ludwigshafen, 7. ?lpril (WTB) Die iBesprechungen in Neustadt a. d. H. yuvrarn ter pfälzischen Regierung und ten landwirtschaftlichen Vertretern haben zu einem positiven und erfreu litten Ergebnis «führt. SmwM d« .Berhallmsu- ter Landwirtschaft wie dir Bkdiirstntte ter Ber braucher wurden lstnveichend berücksickttrgt. Die Ber ihandlungen baten auch die Folge ge».ihgt, daß ter für Dienstag angefetzte Lieserungsstretk vermieden ist. Die Grenzlinie zwischen Dänemark und Deutfchltkfts. . , Kopenhagen, 7 dlpnl. -WTB.) Rack) einem Telegramm ter „Vrlittken" > ungam das Standrecht proklamierten. Litauen unv Sowsetrustland. Kowno, 7. April. (Litauische Tel.-Agt.) Ter russische Volkskommissar für das Auswärtige, Tschitscherin, hat dem litauischen Außen Minister mitgeteilt, daß die Sowjrtregierung ten Vorschlag ter litauischen Regierung, Friedenc Verhandlungen aufzunehmen, angenommen bäte. ______________________________________ urei-wert au verkanten. I Gut erhalt mod. Kimder- •MtrifiL Annebote unter I toflflen au Derfaut 06572 •8278 au den Gieß. Anz. I Marktttraße 30, Laden. FMlatier *ckv. ••hrook, 1 P. welle lerreeeckettr- stlelel i44u mehrere eehii gerahmte lüier, lehreib- ntchahr, t. eener Kerree- Haarfllxhnt (®r. 56» au vk. 0M! ^rlebrirbftr. 8 III. | Kaufgesuche Kren mit ter Oteriheimschen Maomheim im Gange, die es ' idieufx ermöglichen, ten Betrieb durch das Reich reu aujrunehmen w fw. Darmstadt, 6 April. Aus ten Aus-- kEstüngSräumen in der Loeufenstvage sind drei tjrrtbolle Gemälde entwendet worden. Bon ten Stehen fehlt j«de Spur. fw. Darmstadt, 7. April, liebertab- r^n wurde gestern ein 8jähriges Kind von einem atilttärauto auf der Rheinstraße rm. M a i n 5. April. Aus dem hiesigen P«>- t^ttialarreskhaus auSgebrochen sind die vier yVsähr lichen Einbrecher unb Tüte Blu, rrntritt, Borg, Gieselrearn und Beith, von denen rxxtt vor 'kurzem mit Hilfe ein cd Anro. d n teeren ^ftlantendiebstahl in Frankfurt a. M. beging, , öem er die Erterscheite emes Go IvnxLrengrxlxi ne:- rü Hellen Mittag mit einem Steine einschlug, für 160000 Mart jctroerf aus auf die Strotze terabzulossen. Mrche «nd Schule. rr. Schlitz, 7. April An die b efige Höhere Bürgerschule wurde Dr. pbil. Ro l o^s auS Gvtien versetzt Mir ter 8eHebung einer Sdiuhrellf an ter Volksschule zu Gretzen wurde Schul verwalt« Heinrich Frank von teer teauftragt, ter kürzlich aus mehr als 1''übriger Gefangenschaft auS Frank reich hrunkebne. . >. "" Qn einem Teil ter Auslage rowtertpltj DaS ftan^sische Heldenstück. Paris, 7. April (DT-Btt Ueber die Be- setzung von Frankfurt berichtet die Haras» Agentur folgente Einzrfhett.m: Um 5 30 Ute flick* bie französischen Ton?s in Frankfttrt rtngvrückr. Zbnen folgte ein Schützcnbataillon und ein: fibtn* pagnie Genietruppen, txc sofort bi* anchttgsten Teile besetzten, ten Da'mtef, tv ffafernen am Balmbof, ba£- Polizeipräsidium, dos Post- und Telegrapdenamt und die Hauptzu^ängr dn State In den Str.'.feen herrscht ateolvb: ?1hrf>e. ES in nirgends zu Zwifckxmsällen ^kommen Man r:rty nei mit einer battete” Herstellung dee> normalen Lebens. Auch in T a r m st a d t haben sich die geplanten Oper tionen glatt atexnRddt. Paris, 7. April. (WTB.) Ein hirr veröstent- lichter amtlicher Ärtcht betagt: Die g.'gcn Fronk- furt a. M. unb Darmstadt eingektleien militärischen Operationen sind durchgesüdn. Tie daran beteiligten Truppen tes 30. TIrmee* korps begegneten feinem Widerstand. Um 11 Ute vormittags ivar die Einkreifung ter beiten ©täte' und die Besetzung ter wichtigsten Punkt' an deren Peripherie vollzogen, ^lm Nachmittag bes'tztt unsere Kavallerie Hanau, das vorher von dm deutschen Truppen geräumt worden war. Ein tentfch's Bataillon der Sicherheitsnete wurde in Frankfurt am Main in der Kaserne überrascht und entwafftr"t Srifl*'* z S«1,? . iim * jyip I Wertvolle eichene 5= Truhe 7« jut aK.ovm Itu vuium. (Altertum» an Liebhaber ------ ' au verk. Preis 2000 Mk. M. Mühlstein, 03Ö6D, Lackgroßhandlung, Seltersweg 83. Tel. 532. Kontrollkasse RationalmitZetteldmcker gesucht, Bar-abluna. Preis erbeten unter J. HL 22169 t3876*si a. b. Gieß.«. 8kbr.gstnl.Herd -.kaufengeb Schr.Angeb. unt. 06210 a. d. Gieß. An». sAwatitbofe ^gesucht Schrtftl. Angebote unter 06282 an den Gieß. An». Ü fegenten S! verk. 9läb. ftr.-Baseek, iSmarck traße 39. 06244 Ll Llitsiskci kauten. 1846 -jenen Baue 13. Acker E~* olatzi 1062 qm, an der butter Str., in der irt Gießen, au verk. Sä bered Mein-Linden, frankfurter Str. 90. oe*s 18Wc-iikäu “"aSii Kirchenplatz 11, Laden. 06212) Eine gut erhaltene Nähmaschine zu verkaufen. Lindenplatz 11 III. IHerd 110 cm groß, wegen Platzmangel zu verkaufen. 11. Rothschild, O’-Äi Babnliofitr. 64 I. Btir.Nrted 3 06220 KreHarler Sir. 141. 3 ütkr. Äijrriltr mit neuer Bereisung hat abAugeben Fahrradhandlung Anton Brener, Lindenplatz 5. 06141 Schrlftl. Angebote unter 3911 an den Gieß. Anz. 1 AiiNzlehttwch (neu) f. 8 Personen, 2 Kolter, 1 Tlmchwaxe m. 3 Satz Gewichten au verk. 0*ei Ausk. Kavlaueigafse 7. Fast neuer 6i66ttii m. 4 Kochlöch. u. gefchlist. Platte au verk. Wieieck, Ravenauer Str. 28. 1 Paar neue Schube, Gröhe 43. zu verkaufen. Besicht, (i—7 Uhr abend«. Tammstrahe 6 p. «rohe Zintbadewame neb'tBletrohru.Mefsing- wafserbahnen au verkauf. 06229 tPilbclmRr. 6 HL Gut erhaltene gebrauchte Schulbücher tGymnasium» Vorschule b. Obertertia, zu oerk. Marburger Ttr. 10 ». ledern. sHlrmzen au verka fen. 06215] Roonstrahe 38 I. Zu verk. 1 Klilerstiiüek. A- UmfL m.Tlfchu Rollen. IP. D.-SekatriL (36)ro.n., 13 *Belge ». Bei., 1 Kist.- Aste mH Halte Mock neu), 1 Krieben«arbelt, Gr. 1,74, Vbi>te«»arat (Veonnr) m.Znbeh,gut.Optik. beid. rote neu, ». verk. Schrtftl. Ang. u. 06231 an d. G. A. Statt SiiHÄ- IP.-ttMftl^ für 75 ML au verkaufen. 06255 Qtt Anlage 7 H. | Verkäufe | Die Atzstraggedor Ökhier verkauf»'Anttigen Wirten oe»e:ett, unter allen der- ringen ^beeboten Ihre Hören« ^Straft*, Hausnummer unb Stock- r»r»)p»ver»«enl'ch«n. Sollbte •refle »erbedtl bleiben. Io wolle wi IchnnUche Angebote unter »e «nieigennummer Iorten, •»dunst über Ubrefien u J. f. W* bte U«e *äh»ltelle dann nicht erteilt werten. ! ßirkt Suütnpitrht ISrttf mitWti a LMw.l IM ILStieleebere tel (Stehen, yuraftr-H.**** ^unge. trächtige Bogclob Jahrkuh r airoie eine schwere und at;nc leichte Schere in oer» Liufen. ?lm Rodberg 9. Harmonium zu verkaufen. 3905c Näheres Plockstrake tz bei ____________ Gut gebende, getragene g,ld. u. stld. Herren- u. Tamcnubren, Rcaula tor mit Schlagwerk unb »dbiterber au verkaufen. I fieifi, MMch 2 nächst der BaKnboffttave. 1 groiter SchlieKkorK, 1 Schranbitock, 1 ein- reibire blaue Litewka für schlanke Figur zu oer- kauien. Riete ütubeu, Frankfurter Str. 1. -** To menbiisten -reu.Ta«eubntu.rotfeid. Sanneufchirm m echtem Siickelgeft., ro. gett., »rSw- z-v. LAkuKekatr. 41 l l. $ttft.®iBtiiift„Vf. 06873 TammKr. 44 p. Fast neuer tSebrsck- Anzna für schmale Fig-, Gröhe 1,65, sowie neuer Ztzlietzer,Weite54,vrei2- roert au oertaufen. Schr. Angeboie unter 06260 an den Gieß- Anzeiger erbet. Gr. 36—37, iu verkaufen Ofill (Soetbeftr. 48 111. MÄ« «Sä» Mitroiet! Zeitschriften Zeitungen »«• Alte Bücher Vavven u. deraleich. kauft Aurn Einstampfen zu höchsten Preisen 3. meistert, Stehen. Größere Mengen lasse abholen. Fernruf 215. I Empfehlungen, Kkij-c L-tüW nnt) Rütljtn in ganzen Fischen und im Ausschnitt sind eingetroffen bei ** Georg Wallenfels, 21 Marktplatz 21. ,gegenüb. d. Engelavotheke Laste in den nüch't. Tagen 20 Waggon — vAchenbrennhol) nach Gießen laufen. Rest. m8fl.fi cb melb.b.E.Petiel4, Walltor»tral« 4t. Tel.«2» Einige lausend Stück einfach geschnitzte ßOlskOM werden veraeoen. Schriftl. Angeboie unter 3826 a. d. Gteß. «nzeiaer. Kuttri.^lrra^^uY' "*** Credricrftr. 46 ILr. Bit Mtui «JZ 06310 Dam«stradetz2v. 1 gebf. Kifldsrwagsa/aXn 06247 Aliceftrabe 4 H. 1.:M5|trtet|ti foro r«. Schube l@r. 37 u. 38) au verkaufen. 06242 Stevtzatntrade 43 III. Gut erhalt. Kia erwagea- verJeek au verkaufen. 08258 Dammitrade 4. gaÜ neues Piano sFriedensware) au verk. 06269 Atterweg 44 I. 8»t Ni. «IM NL mlttl. ©r-, »reisw. »u okf. 3907c »ilioattr. 4 ». 8ttttiiiikkM.AM für mtttl. Fig. zu vk. uewi Wteierk, «ieh.Str. 145 v. 1P. ö.-LÄW»it Gr. 41 7nen), zu »erkauf. 06296] E-aaenttr. 12 >. Feldar.Bl»§e,umgearb., iP.braune Schäste.Gr 43 u. 1 P WickelgaUtafchen *.cL AnAuf.v.:4-«U.nchm. E» «aiier-Aklee 31p. s—10 Zentner prima Heu zu verk. RutterSbauieu, Gartenttraße 3. 06230 IflilirtMNÄ" gebot zu oerk. Koreli, Unter-Seibertenrod, 3821 Srets Schotten. KurS Kprs Kurs 31.3. 7.4. 35.3. 79,87 79,80 79,80 76,50 76,50 —. — 76,- 76,75 —. — — 77,10 •— _ *■ — 143,- 316,50 314,- 225,- 228,- —. — — . — 191,- —. — —, — 143,- — 148,- 186,- • — 183,25 184,50 200,- 182,- — — — 37935 339,- 370,- 340,- —. — 345,- 373,- 393,- 355,- — _ — 270,- 249,- 308,- 273^0 531,50 —. — 535,- — . — 565,- 567,- 414,- 413,- 415,- 406,- 438,- 402,- e— . — 220,50 — e — 566,- 520,- — . — —_ — 333,- — . — 346,- 318,50 — _ — —, — — —— « ■* — . — — _ — 339,- M. r?w im Alter von 55 Jahren. In tiefer Trauer: Lich, den 5. April 1920. 3856 3902 Alten-ßuseck, Gießen, den 8. April 1920. ff Die Beerdigung findet Freitag den 9. April nachm. 3 Uhr statt. I W 3850 Garbenteich, Münzenberg, den 5. April 1920. 06295 Wieseck, den 7. April 1920. Die Beerdigung findet Freitag den 9. April nachm. 21/« Uhr statt. WW A«, SM Diel o i Eröffnung 06106 dienung Etwas ganz Feines Dr. med. S. Meier. 3917 06213 empfiehlt Ortsgruppe Gießen des R. D.K Heute Donnerstag den 8 April YM-Versammlung I kohl empfiehlt 3819 3tonti 3785 06241 Guter Lohn. [ Vereine Kaiser Allee 7 11. 381c Oberhesseu 3880 LL 'Er WxMM M Johann Jakob Pauli Ludwig Volz u. Zamilie sich 'n Ä als Man schn As tor vi tütet einte fai K !! Sichere Existenz!! Für die uns überaus zahlreich erwieseneTeilnahmebeimHinscheiden unserer lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Wo kann ich meine Gänse-Eier 06M1 on WACHS* OTUH- I Gustav Wittmann Blnmengesch. n. öärtnerei Bahnhofstraße 45 und Marburger Str. 100. Gärtnerei Rieger, Marburger Straße 84, Wiesecker Weg 19, Telephon 786. sowie Blumenvflanzen für Garten- und Grab- schmuck empfiehlt grobe Vorräte bet reeller Be- zu Gießen, etngetr. Genoffenschast mit beschrantter Haftpflicht. Bestchtigung: Dienstag von lo—12, Gesucht ein SaMWks Hn eine Brutmaschiue Schloß ^UNaen, E«, Emil Schäfer, Oberhesseu. ' DaabrtnHB, Hauptstr. 26. i Salatpflanzen- teils pikierte, starre Ware, Baugenossenschaft 1894“ S uir M ""ssen, Näbmädchen für längere Zeit zur Aushilfe bei freier Tageskost u. guter Bezahlung sofort gesucht 3898 B Ohrenklinik. $ abends 8 Uhr. X Vorverkauf: Petersen 4 OBI 04 Habe mich in Hungen (Marktplatz 33) als prakt. Arzt niedergelassen. Sprechstunden: Täglich von 8-9 Uhr vormittags, von 2-5 Uhr nachmittags (außerSonntags) ff Lebertran■ Emulsion^ r Stell. Krantaeine Eiscntiaktur, Haoma* . logea, Qvocilin asw. k empf. Med.-Drog. Ä z.Kreuzplalz i Obmcchl ’ «mahik doch Eilte — chi luitidK uni Öliger 3i . ,^r 3n A.choiglm, Men fej Nti in Sät ; J Wr feil Sic blieb M in der Wuna Mit dem 1 iwlten, nur Wrkmb in "»rs, Räten und ! Mten und bai Nicken, h ^touoarligen Fabrikat dir, fTTRI » STARK iBOfriSBAOI QEORi Ifl« ttRN5PR.$» An- u. Verkauf von Lumpen, Eisen,Me° lallen, Knochen, Papier, ^laichen, aebr. Maschiueu. 92 Louis Rothenberger MeneawegM. Telesh, 176. | StgRenangebote \ Junger, tüchtiger, steno- gravbiekund. IGabelsb.) Kontorist Zuverlässiger und kluger Arbeiter, wird auf das .Qonior einer dies. gr. Zlgarrenfabrik ^OHUCht. Ausführliche schriftliche Angebote mit Bild unter 06253 an den Gien. Anz. Statt besonderer Anzeige. Allen Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mitteilung. daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, meine liebe, herzensgute Frau und Mutter ihres Kindes, unsere Schwester und Schwägeria » Frau Elisabeth Döll geb. Dort nach kurzem, schwerem Leiden im Alter von 37 Jahren zu sich zu rufen. jn yefer Trauer: Heinrich Döll und Kind liarle Dort Heinrich Dort Wilhelm Döll I. und Familie Ludwig Doll und Familie Karl Döll __ , . Marie Eberhard Wwe. und Kind. Heute nachmittag entschlief sanft nach schwerem Leiden meine liebe, gute Frau, unsere liebe Mutter, Großmutter, Schwester und Tante Frau Kathan ne Böcher geb. Nicklaus Orb. Dienstmädchen vom Lande bi guten Haushalt sofort gesucht. Fran B. Noll, 06267 Bahnhofstr. 6. sucht arbeitsliebenden verläßlichen und kautionS fähigen Mann zwecks Uebernahme einer Einkaufs-Stelle für leere Weinflaschen. ! Gehalt und Provision! (Lagerraum von zirka 100 qm erforderlich.) Off. m. Zeugn.-Abschr. u. Ref. unter F. J. G. 1667 an Rndol! Boise, Frank- fort am Main. 3897ss (verschiedenesWO in gute Pftcge Versteiaeruna! Schristl. Angeb. unter ' o H 106276 an den Gieß. Anz. Philipp Böcher Betty Böcher Familie R. Schubecker Wwe. Familie H. Thomd. Gießen (Rodheimer Str. 27), Krofdorf, den 7. April 1920. Die Beeidigung findet Samstag den 10. April nachmittags 2 Uhr von der neuen Friedhofskapelle aus statt. 06320 Ä Ä Einladung. 3u der Samstag den 17.21; l. 3-, abend* 7'/, Uhr. H im Sewerbehaus, «irchstr. 16, dahier, stattstndenden 1 ordentl.hauptversammlung werden die Mitglieder ergebenst eingeladen. WkM Ä ALL »Es' «Zche bl^b jgitgen Städte U kommen',, Dül'seldoN ru M-MlutM in den dortt^ Lifreckterhaltu sations- und LSebensmittt ßonttt» zahl' W in der^ Serlins dhlenM W gruben wrjT der Tellm'schen forderlich, da 8 triebe tvn bet erhalten nmri« übernahm,im * Mannschaft vv tige betriebe, I ser- und 9 Friilipiisepfora sehr kräftige, avgehärtete Pflanzen, in allen Sorten, sowie Salat u. Römisch- Minna Körners Schule für höheres Klafiersp:el und Vorschule West-Anlage 48 Anfang des Sommer - Semesters 1920: Montag den 19. April. Festsetzung des Stundenplanes Dienstag den 13. April nachmittags 2 Uhr. «no» tagsüber gesucht. Räb. 06216 Niegelvsad 19 1. Angenehme Selbständigkeit! fortlaufend hoh., sicheres, fast müheloses u. reelles Emkommen wird durch Uebernahme einer Allein- Vertretung s. d. dortig, -bewirt Quoten. Keine Reise-od.Schreibtätigkeit! Keine Verstcherung TpfgjiijlOß Mtz- oder Reklame! Völlig unabhängige PontwuI JiyilUJK» UlfHU IMI3 8eWlHeii!SOiiZiil-Wie»;t! ^lb ganz vorzügl. als Neben- ?rwerb passend! Auch geeignet für Oäz. a.D. oder Herren, selbst Damen, die ihre Einnahme erhöhen wollen, ohne mit ihren Namen an die Oenent- lichkeit zu treten. Ueber 100 Bezirke bereits vergeben. M. ^000.— müssen nachweisl. verfügbar sein. Angebote von nur ernül. Rest, werden unter O. M. 845 an die Annoncen-Erved. von Carl Ludewtg, Hannover erb. 3878D U gentu N in , Ani 6, und Hefter M .* A Strebsamer Herr, 29 M roflnUt Einheirat am liebsten in ein G-- schäft. Kriegerwilwe met ; einem Kind nicht auSgL- ■ schloffen. Sckr. Angeb. u-1 06254 an den Gien- An» 1 Jung. Mädchen, 21 I- al l- V ev, sucht, da es ihr tu vast. Gelegenheit fehlt, aru I diesem Wege die Bekam !> . schast ein. sol. Herrn M spät. Heirat. Sckr. Ao» u. 06308 an den Glest». ^^.^«z-ein-Bluselvc^ packi)verlorcn. Gegen Belohnung abzM Sonnenstrasre 11. p u . । .4 3“ verkaufen wegen^w^üg: "Gebrauchte ii »UPI : Stühle, Küchenwage, Petr.'Kocher, Gaszuglamve l iullul i L secht Messing mit Perlbesatz), drelarmlge Luster und w r Z ^yras «auch für Elektr,), ungerabmte und ge.abmle ^ Bilder, Zither, Biolme, Grammophon, Kinder- Z trommel, bessere Knabensviele ldarunter Dampn L maschine usw.l, Schaukelpferd mit Ledersitz, MeverS i Kouvers.-Lertkon 1878, Schreibzeug, 4 aUd. Kneip. X itüble (für Diele), 1 Klappstuhl, 1 alte Nähmaschine, ________________—— i Füllofen iLönhold Pat.l, Wormier Ofen, gupeis. Friihlikmiisepflnnzcn S°.b°rl.iind°r. «aTFÄÄ MegelMikive oö. aileinfteijenöer 3rnu bietet sich Gelegenheit, in jiing. bess. Haushalt eine äugen.u.dauernde Existenz zu finden. Als Stüne der Hausfrau st alle Arbeiten, die ge- meins. gemacht werden. Hoher Lohn bei bester Behandlung und bester Bcrvstegung. Schr. Sin: geb, n. 3900 nn den G. ?l. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgänge unserer am 3. April entschlafenen lieben, unvergetihehen Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante FmFiwStoaqrt Wwe. ga. Kitter sowie für die Kranzspenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Dr. Preuschen sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. WMniegeWkU MMWUWK. Damen nicht nnt. 20 I., mit sicherem Auftreten, guten UmgangSformen und ^enntniffcn in der Bnchsührg.Bedingiing. Solche, d,c ähnlichen Posten bekleidet haben, erhalt.d.Vorzug. Schr. Anged. mit Lebenslauf, Bild u. GehaltSausvr. u. 3901 au d. Ohcfo. An z. Junges, kräftiges Llädihkn ob. Ausdilfe gesucht. Sonntags frei mm Wilbelmstraste 1. Schneiderin, 24 Jahre all wünscht mit nettem, foh»- Herrn, am liebsten mv Wikw. ohne Kind, befnntia zu werd, zwecks Heirai- Schr. Ang., mögl. m-^ll^ u. 06239 an den Gieh.An^ Junggeselle, Ende^er.li- rinigTaus-MkErvanr sucht m. Witwe od. >!öchi°r Dienstmädchen bekann i zu werden zwecks Heiret^ Schrift!. Angebote untrn 06219 an den Giest. An» bä? Wicken de toä&ut: die U< Kühlanlagen,! Kilogramm hl die deni Verde bai, dieBetrie W von Krc vmdigen Koh rmhme der dr Helferinnen sii knhäuser, da, hatte. Jnnech mens der M Hilfe aber jed Wohle der s rückMiefen, Täten ihve ?k“uh?6, nachmittags, Tüchtige Krnftmit kommen folgende Geg?w Il^bande serlaubnis st 1 vouftandige «alon sprechender J-irma zu be° und Vchre.bzimmer- iciliaen. Schr. Angeb. u. Einrichtung: I Sosa, gtstSS an d. Gies;. Anz. erb. 6 Sessel, 6 Stühle =r—=_________ (brauner Plüsch), drei Dobermann Ruoe 1 m»eAcri*rC lb(V?ä' IViiöfiTin« Wert 500 M-, gere, 1 Trumeau mit !Ä>b'erettung'zutauÄen hohem Spiegel aus rad^renung »utau^en Nuübaum und Eiche 25^' Mio mit Einlegearbeit: Katsenfuij.-----d»iu ferner: 1 Blütbner- Ein Paar neue, kräs- stiigel, 1 Büfett »iae, Handgearbeitete M Tmeistikskl, Stühle, verschiedene @r. 46 nmzutauschen oder Gemälde ^ .S'stÄ d. W Wald evtl, frei Waggon (SfflttetbetttH Versandstation. 3827 Viereck fc Co., Wachter«, emvnehlt ücd in u auher baoh (Hesaea-Nasean). demHause. Schr. Angeb. ------------------L unt.06221 an d. Gle^>. Anz. Mkltz. BEM übernimmt sämtliche Steh-. Süilofier nnö 5d)mieöcatöei!?n. Bc- narotaren an fflelflluea g. eausltainingsgegtn- Jtanöen. ügaanfsrtfgra nan etfaBiciien prompt und billig. A. Auster, Hammstrahe 4. 06267 . u- t auä "’N*, tagen ’ hli »•Nlit. )20. snung nebst Ailm;!« Rng für 1919, s, glich des 1919er M ^«ne gesehsbche W. und Auffichtriat, i Statutenentrourf, iten. 20. '$ WchtsM Ü1891 JO ®I<|B brschrinktn lsafAr nberg. Die Bilanz, ©enrim. i* liegen 8 läge lm jr unferem Eeschästu-^ (Slö Au» Stadt and Land. I Gießen, den 8. Aprll 1920. Die Gießener Studenten als Zeitfreiwillige. Man schreibt unS: Ms vor vierzehn Togen die bedvohlichm Nachrichten .inlieftn, daß in Dhürrngen Aufruhr herrsche und daß sich im Ruhrgebiet eine Rote Ann-e gcbtfbct habe, da sind auch die Gießmer Studenten zum großen Teil schart dem Aufruf gefolgt und haben sich als Zeftsreiwilli»? zur Verfügung gestellt. Obwohl während des Zwischensern.'sterS nur verhältnismäfäg wenig Studenten anwesmd waren, so hat sich doch eine stattliche Zahl kampferprobter Manner — ohne Rücksicht aus militärische Rang- unterschiede und aus Parteizugehörigkeit — zu einträchtiger Zusammenarbeit ver:intgt. Ta der Aufruf und die Ginstellung erst sehr spät erfolgten, so 1)rotte die Mehrhnt der stu- dentischen Freiwilligen nicht mehr auh?rhrlb Gießens in Tätigtat treten, obwohl sich d*r größte Teil von ihnen zu diesem Zweck g:meldet und schon früher feine Bereitwilligtat dazu kund getm hotte Sie blieben vielmchr im Verband des Reichs- tvetwregiments in Gießen zur nocntiicllen Verwendung in der Umgebung bis zu ihrer heutigen Entlassung Mit dem festen Willen, alles politisch: aus- »uschallcn, nur von dem Wunsche befällt, dem Vaterland in seinen schwerst Nötm zu dienen, zu ihrem Teil mitzuhllten, um völlige Anarchr: zu verhüten und Ruhe und Ordnung aufrecht zu erhalten unb damit einen ruhigen Wiedwausbau zu ermöglichen, haben die Gceftmer Studenten sich zur Versügung geftellt. Tast diese ihr: rein idealen Motiven entspringende Handlungswmfä m der gegenwärtigen Zeit, da Eigennutz, vast und Parb-r- stunden: Uhr vormittag^ ags (außer Sonntags ifrtn 10—1 v. w en MW « , »Avcher, Gastod | ngerabmte unb geiu , Grammovvon, -- < nspiele Anmitt x- ierd mit chreibzeus, Mbl, 1 alte Mm - formier Ofen ; WM lmz. '.&Ä W* rgebenft eingtlaber' nung: Generalstreik und Technische Nochilse. Der Abwebrstreik der gesamten werktätigen deutschen Bevölkerung gegenüber dem mllftärischen Putsch stellte hie Tech..i,ch: Nothilfe vor eine schwere Aufgabe. Nach den vom Ncrchsministerium des Innern gegebenen ^Richtlinien "hat sie „zur Sicherung d^r Inneren Ruhe und Ordnung und des Wiederaufbaues des deutschen Wirtschaftslebens Nvtstandsarbeiten dort zu verrichten, wo es sich um die Ausrechterhaltung gefährdeter lebenswich tiger Betriebe handelt". Irn Reiche blieb ihr in den nteisten größeren Städten die Notwendigkeit eines Eingreifens erspart, da die lckens wichtigen Betriebe, wie Elektrizitäts-, Gas- und Wasserwerke von der Arbeiterschaft selbst ausrechterhalten mürben. Dagegen mußte sie in denjenigen Städten, wo dieses nicht geschah, zum Einsatz kommen, so in Braunschweig, Breslau und Düsseldorf zur Aufrechterhaltung fast sämtlicher lebenswichtig^ Betriebe, in Halle und Bernbnrg in den dortigen Elektrizitätswerken, in Stolp zur Aufrechterhaltung des Gas-, Wasser-, Kanali- sations und Dampfmühlenbetriebes, in Altdamm für Lebens mftteltransporte, in Leipzig bei den dor- tigen luftigen Kämpfen zu Sanitätsdiensten. In besonders zahlreichen Betrieben war ihr Einsatz, wie in Berlin selbst, so in der näheren Umgebung Berlins notwendig Im Niederlausitzer Brann- kohlengebiet schützten mehrere hundert Nothelfer die Gruben vor Ersaufen. In Berlin Ivar der Einsatz der Technischen Nothilfe in größtem Umfange erforderlich, da hier dve meistert lebenswichtigen Betriebe von der Arbeiterschaft selbst nicht aufrecht- cthalten wurden. Der Landbezirk Berlin-Stadt übiwnahm im Verlaufe des Generalstteiks mit einer Mannschaft von 3500 Nothelsern 53 lebenswichtige Betriebe, darunter 12 Elektrizitäts-, 10 Wasser- und 9 Gaswerke. Bon den anderen Einsatzstellen in Berlin seien als besonders sinnfällig für das Wirken der Nothilfe im Ällgemeininteresse erwähnt : die Uebernähme des Betriebes städtischer Kühlanlagen, »vodurch allein in einer Dalle 13 000 Kilogramm Fleisch und große Mengen von Butter, die deut Verderben ausgesetzt waren, gerettet wurden, die Betriebserhaltung der Kraftstationen einer Reihe von Krankenhäusern, die Regelung der not- wendigen Kohlenzufuhren dorthin unb die lieber- nähme der dringendsten Hausarbeiten durch Not- bclferinneit für dasjenige Hauspersonal der Kran- tarhäuser, das ebenfalls den Dienst niedergelegt! hatte. Innerhalb dieses für sie feststehenden Rahmens der- Notstandsarbeiten hat die Technische Not- bllfe aber jede nicht lebenswichtige und nicht dem Wohle der Allgemeinheit bienenbe Tätigkeit ju» rückgewiesen, obwohl natürlich von unzähligen Seiten ihve Hilfe beansprucht wurde. S*3fe j M- KW «« few Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) leston vornbixirt bewußt unb sie Töinnen ran ein Gefühl t>s Bedauerns für die so klein Denkend.'n hegen, welche ein derartig selbstlo.es handeln nidit v'rstehen können und deshalb selbstsüchttge Beweggründe dahinter suchen. Mögen die Zeiten auch nod) Jo schwer fäin, mag deutscher Boden einem rachüchttgm Feind schutzlos preisgegeben sein, mögm Haß und Zwu- ttacht unser deutsches Volk an den Rand des Vr- derbens bringen, mag ein krasser Materialismus herrschen, Schieber tum und Wucher sich 6r.it machen und das RechtSgesühl schwinden — es blnbt in der studentischen Jugend doch der f:ste Glaube an die Zukunft des'deutsckien Vaterlands, di: zuversichtliche Hosftiung auf eine Zeit, da dir Worte des Liedes „Einigkeit und Recht und Friheit" wieder wahr iverden und wo alle bi* guten Strafte in unserem Volk, die so gewaltige Listimgen im Krieg ermöglicht haben, wo die op,'erft?udige Hm- gabe an das Ganze wieder wach iverbm. Als em Ausdruck dieses Glaubens und dieser Hoffnung und Zugleich als ein Beweis für das Vorhanden! .in solcher Strafte erscheint drs Verhaldm and) der Gießener Studenten in di.'sen Tagen. E. ** Das Einkommensteuergesetz in Kraft. Das Einkommensteuergesetz des Reiches ist unter dem 29. März erlassen unb im 9ieichs- gesetzblatt vorn 31. März erschienen, bas allerdings erst jetzt zur AusMbe gekommen ist. Das Gesetz ist damit in Kratt «treten. Der Arbeitgeber ist oerbflidytct, bei der Lohnzahlung zehn vom Hundert des Arbeitslohns zu Lasten des Arbeitnehmers einzubckalten und für den einbehaltenen Betrag Steuermarken in die Steuerkarte des Ar- beitnelMers ein zulleben und zu entwerten. Diese Pflicht ist aber an eine nähere Anordnung des Reic^mrnisters der Finanzen geknüpft. Diese ist aber noch nicht ergangen, noch sind die Steuermarken zu haben, noch auch die Gemeinden mit Steuerkarten versehen. ** Die Opfer der Tabaksteuer. Die Tabaksteuer mndit nicht nur das Rauchen überaus teuer, sondern schädigt auch Hausgewerbetreibende, Angestellte und Arbeiter im Tabakgewerbe und den Gewerben, die mitbeschäftigt werden. Das Steuergesetz lieht deshalb bekanntlich eine Unterstützung dieser Opfer vor, für die besondere Ausfülwnngs- bestimmungen erlassen werden mußten. Als Arbeiter des Tabakgewerbes gelten auch Werkmeister Unb die Arbeiter, die in einem derartigen Betriebe mit Kistenmachen, Kisten kleben ober mit ähnlichen unmittelbar zusammenhängenben Hilfsarbeiten beschäftigt gewesen sinb. Dasselbe gilt für Angestellte. foaudgeroerbetreibende sind aber nur bann unter* ftüfcungsbcretbtigt, wenn sie in eigenen Betriebs- stätten int Auftrag und für Rechnung anderer Ge- werbetveibenden beschäftigt gewesen sind. Zugerechnet 1 Derben auch Betriebe, die Zigarrenformen. Zigarrenkisten, Blech-, Pappschachteln usw. und beten Ausstattungen Herstellen. Angestellte sind nur insoweit unterstützungsberechtigt, als sie als Angestellte versicherungspflichtig sind oder sein würden, wenn ihr Jahvesarbeitsverdienst 7000 Mk. nicht überfteigt. Die Gesuche um Unterstützung sind bei dem zuständigen Finanzamt schriftlich ober zu Protokoll einzureichen. Die Unterstützungen werden nachträglich unb wöchentlich gezahlt. ** Kinder aufs Land in Schnell- zügen. Für die vorübergehende Unterbringung erholungsbedürftiger Kinder auf dem Land unb im Auslande wiw eine FahrpreiSermäßi gung gewährt. Wenn es auch für Schnellzüge grundsätzlich feine Ermäßigung gibt, fo kann doch nach einer neuen Bestimmung zur Vermeidung von Härten die Beförderung fcaußer ober besonders schwächlicher Kinder in Schnellzügen sowohl für Reisen im Jnlande wie ins 2lusland, gestattet werden, wenn und soweit das die Betriebs- und Verkehrsverhältnisse zulassen. Heber die Freigabe eines Schnellzuges entscheidet für einzelne tranfle Kinder nach pflichtmäßigem Ermessen der leitende Stationsbeamte der ALgangsstatwn. In Zweifelsfällen ist die Beibringung eines ärztlichen Zeugnisses über den Gesund'hrftszustand des Kindes unb über die Notwendigkeit der Schnellzugsbenutzung zu fordern. Für eine größere Zahl ober ganze Transporte trauter Kinder entscheidet die Ersenbahn-Tirektion bet Abgangsstation. Aus alle Fälle ist der tarifmäßige Zuschlag zu erheben. Anträge auf Freigabe eines Schnellzugs für eine größere Anzahl oder einen ganzen Transport kranbn Stinber sind mindestens 8 Tage vor Antritt der Fahrt bei der zuständigen Eisenbahn-Direktion arrzubringen. *w War n u n g für Aus wanderet. T-er Rutsche landwirtschatt.übe An ied. imgsvernu für Argenttnren in Hamburg batte Argentinien als Ziellmid in Aussicht genommen. Seine un Sommer 1919 nach bort ausgereiste unb etwa h.mdett .Kopse zählend.' Vorlornmi'sion erlebt.' in Atlien- tinien große Enttäuschungen und zerstreut: sich. Neuerdings plunt der Verein für Brasftim eine gleiche Unternehmung. Die IS.’iter des Vereins haben fid) der b.Lfncnbin Aufklärung unzugänglich gezeigt, auch fehlt ihnen die Sachknnd' zur erfolgreichen Durchsülirung eines solchen Untwnehtnens: dazu ist die finanzielle Grundlage ganz unzulänglich, so tMfe landeskundige schwer getäuscht unb geschädigt werden müsen. Vor ein*r Setei* ligimg an dem Unternehmen wird bringen» g> warnt. ** Ter Verein Hundesport für Gießen unb Umgegenb hält, Soie aus dem Inseratenteil ersichtlich, am 25. April l. Zs. auf der Liebigshohe feine 7. Ausskellung van Hunden aller Rassen ab. Infolge der grvsten Unsicherheit, die in Stadt unb Land herrsch, ifti bas Interesse an der Hundezucht bt den letzten Jahren zusehends ae.vachsen, unb es ist zu ermatten, daß auch die Ausstellung in Gießen reichlich beschickt sein nrirb, zumal die Zahl der Ausstellungen in diesem Jahre gering ist. Für Mfttelbeutschland wird sie wol« die einzige sein. Tie einzelnen Klassen sind nach den Skartellsatzungen mit Geldpreisen ausgestattet. Zahlreidie Elwenpveise von Privaten unb Vereinen stelxn zur fBcrfijgnng. Ter Continental Bull- dog-Klub, Dobermamtpftrschervevein Abt. Frankfurt a. M., Pinschersc^rauzerverband, Contürental brahthaarige Vorstehhunde Abt. Oberhessen, und Boxerllub München, Landesgruppe Südwestdeutschland und Rheftiland haben ihre Sonderausstellung der Gießener Ausstellung angegliedert. Ter Deutsche Doggenklub vergibt den Goldpokal im Friedenswert von 1000 Mk. Für die Pinscher kommt August Schwans Wanderpreis äut Vergebung. Bei den Boxern wird voraussichtlich der Hassia-Manberpteis umftritten werden. Hunde- zuchter und Hundebesitzer sollten daher nicht versäumen, die Ausstellung zu befänden, da es auch an Kauf- und Berkaufsgelcgenheft nicht fehlen wird. Der Meldeschluß ist brS 14. April I. Js. verlängert. Meldebogen sind unter Beifügung von Freimarke durch den Vorsitzenden August Schwan, Gießen, Moltkestraße 16, zu be-iehen. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 6. Aprll. Nach dem Geschäftsbericht der amtlichen Hinterbliebenen-, Fürsorge hatte der Shxn5 mit feinen 81 Landgemeinden im Berichtsjahr 464 Wftwen, 372 Waisen und 35 Vollwaisen, von denen als bedürftig anzusehen sind: 28 Witwen ohne Stinber, infolge Krankheit, 97 Witwen mit 1 Kind, 86 Wftwen mit 2 Kindern, 45 Witwen mit 3 Kindern, 21 Wftwen mit 4 Kindern, 13 Witwen mit 5 Kindern, 8 Witwen mit 6 und mehr Kindern (ohne jeden Grundbesitz, nur Rente), 20 Vollwaisen, 106 Kriegseltern, ine infolge Verlust des Ernährers unb Erkrankung nrehr wie 50 Prozent erwcr bSbeschr änkt sind. 168 Wftwen hatten Grundbesitz unb sind in der Lage, mit ihren Renten ihren Lebensunterhall zu bestreiten. Hessen-Nassau. = Frankfurt a. M., 6. Aprll. Der Postfiskus hat Unterhandlungen zum Erwerb des ehemaligen Senckenbergianums an der Senckeirbergstrahe eingeleitet, um auf diesem Grundstück und den hier bereits vorhandenen Gebäuden ein neues Postscheckamt zu errichten. Während die Grunderwerbs kosten 2 678 000 Mk. betragen, sind für Um- und Neubauten auf dem Gelände nicht weniger als sechs Mlllionen Mark vorgesehen. = Frankfurt a. M., 6. Aprll. Am ersten Ostertage fanden zwei junge Leute bei einer Bootsfahrt auf dem Main den Tod in den Wellen. — Frankfurt a. M., 6. Aprll. Im Cafs Präsidium hob die Polizei in der Nacht zum ersten Ostertage eine Glucksspielergesellschaft aus. Die Spieler waren ausnahmslos Galizier, die sich unangemdbet in Frankfurt aufhielten. Arrnft ttnö Wissenschaft. — Ein wenig be kanntes Heine- Bildnis unter dem Hammer. Bei der am 24. Aprll ftattfmbenben Versteigerung von Bildnissen' unb Miniaturen des 15. bis 18. Jahrhunderts durch die Firma Karl E. Henrici wirb auch ein sehr interessantes Bildnis Heines unter den Hammer fommen. Tas Werk, das in dem soeben au »gegebenen schönen Katalog abgeb übet ist, zeigt den Dichter im ounflen Rock mit malerisch fertiggestellt war, ein recht umsangr.ttches Schriftstück das Ergckni^ unserer Anstrengungen war. Ich sah auf meine Uhr. Gerade eine halbe Stund' haben hxr gebraucht, Frau Mimms, unb es ist später geworden, als ick dachte. Ich habe heute nachmfttag noch em? ganze Reihe von Besuchen zu erl-edigen und Dann wirklich nicht mehr länger auf Ihren Mann warten. Daher wlll ich rasch meinen Namen nebst Adresse unter das Verzeichnis da schreiben unb beugen, daß es richtig zusammengestelll ist. Sollte ich irgendeine Aussage zu bekräftige haben, bte Sre ober Herr Mimms bei der Polizei machm, so bin ich um sechs Uhr in meiner Privatwohnung zu sprechen. Wollen S« fo ftemchlich.foirt unb das den Polizeibeamten mitteü?n? Gewiß, Herr Do vor, unb ich ^muß Ihnen sagen, daß eS sehr liebenswürdig.von Ihnm is, sich so viel Mühe unb «Arbeft in beefer Ang'- legenheit zu machen. Aber Si? .müssen mich imrk- lich entschuldigen unb auch meinen .Alten, baß wir heute mittag em wenig kurz angebunbm waren, aber wir waren ganz aus dem Häusd^n, Herr Doktor, Sie glauben es gar nid) — und — Ich verstehe drs vollständig, Frau Mimms. Es ist ja für uns alle eine io undrgreiflich- und betrübende Geschidne. Adw lasen &te lid> feine Sauen Haare darüber wachsen. Es wirb jchiietz- h alles noch recht werden. Adieu. Adieu, Herr Doktor, unb v re len Dank! Nunmehr verließ ich das Haus und tegib mich an meine Arbift. Für den Rest des Nachmittags hatte ich lehr viel zu tun, unb es war bereits nach sechs Uhr, als ich noch Hause kam. Än Herr wartet auf Sie, Herr Doktor, hgte mein kleiner Diener bei meinem Eintritt. Die heißt er? Wachtmeister Davis, lautete bte Antwort. Gut. — Ohne mich meines Ueberrocks zu enlledigen, begab ich mich ins Studierzimmer, wo ich den Detektrvwadümeister Davis vorfand, dst'sen Frau bei mir in Behandlung geweien war. Geht alles gut zu Hause, Davis? fragte ich. Gewiß, sagte er lachend. Meint Fvau ist gesund und munter, und der Junge entwickelt sich prächtig. Fängt bereits an, mich zu tarnen. Nein, es ist wirvich erstaunlich^ tme das Kleinzeug wächst. Nicht zu glauben! Ich Komme, um Sie in der Geschickte vom Pontifex Square zu sprechen. Tollt Geschichte, was? W« denken Sit darüber, Herr Doktor? Na, erwiderte ich, ich weiß mcht recht, wit ich meine Ansicht darüber formulieren soll. Ich habe die Dame gestern ab mb zum ersten Male gesehen und vorher nie ttwaS von ihr gehört. Ich wurde etwa um halb zehn Uhr zu ihr geholt, gerade als ich mein Sprechzimmer verbissen wollte. Ich denke, man hat Ihnen alles Nähert bereits rnitgeteilt. Gewiß. Und auch von dem Fremden, der sie sprühen ^wollte? Jawohl. Was halten Sie davon, Herr Doktor? Ich weiß nicht. Ich bmn höchstens etwas mutmaßen. Was beim? Taft die Dame aus irgendeinem Grund sich vor ihren Bekannten verborgen hitll. Jrrsinmg, nickft? Nicht gerade, aber recht exzrntrisch glaube ich. Sie hat nur eine Ncenge Unsinn vorgtichwatzt, woraus ich wicht klar wurde, aber fovül konnte ich baraus entnehmen, baß irgendein Streit in der Familie wegen Geld- ober anderen Angelegenheitm bestand, und ich bin auch der Ansicht, daß darrus die ganze Geschichte erklärt wtrden kann. Es kann nichts geschcken, ohne daß sie babn anwesend ist, vielleicht ist auch ihre Unterschrift nötig, unb nun* mchr hat man sie geholt. Aber die Leute sind doch aut emm verflixt verdächtigen Weg gekommen. Das muß ich schon sogen, bemerkte der Wachvn-ister. $15raten Ste das erklären? Donnerstag, 8. April 1920 um den Hals geschlungenem roten Tuch unb einem ziemlich umfangreidicn fiinit- unb Spitzbart. Es ift eine Arbeit des ftaitzöftschen Bildnismalersl Rtancoiß Lavnaud, der ben Dickster im Mat be» ZaKrcs 1836 bei einem Landauscnlhalt in GoubO) prös de Messe malte Tu (s-rllarung für den etwas wüsten Vartwuchs gibt eine Stelle aus einem Brief Heines vom 3. 'Kai, in dem er u. a. schreibt: .Ln diesem Augenblick kommt eine alte Bauersfrau, die mich rasieren will. Ick> zfttere vor ili^r Messer. Ist hüte, Franü», beten Sie für riftn' fHaficrt bin ich, aber wie! Und unter welchen Qualen? Was muß nid)t ein Dichter aussveben in dieser rauhen Wett, zmnal ivenn er fid> nicht selbst rasieren kann!" Heim- hat fid: augtatschein- lich diesem Martyrium nicht nod) einmal unterzogen unb zeigt daher auf dem Bildnis seine seinen GcsichäSzüge von großen Haarmassen um* rahmt. --- ^ochschulnachrichten. Berlin, 6 April Wie wir lvren, ist der Prftatgelehrtc Tr. theal. Johannes D. Kißling in Berlin zum ordentlichen Prvfrs« für .stirchcngcschichte und Geschichte der chrifäichen- Kuitst an der Akademie zti B r a u n s b e r g als Nachfolger Prof. A Königers berufen worben. Ter aus Gensingen (Rheinhessent gebürtige Kir-, ckefthistoriker studierte in Freiburg l B, Bonn unb München unb poomovierle 1906 mit einer Arbeit „Lorenz Truchseß von Pommersfelden, Toindechant von Mainz (1473—1543)". Nach vierjähriger seelsorgerischer Tätiskeft wurde er 1908 baiicrrtb beurlaubt und widmet sich in Berlar wissenschaftlicher Schriftstellertätigtat. Sport» — Fußball. In den Diplomspielen ge« wann am Karfreitag die 1. Mannschaft deS B s. N. 1900 in Wetzlar mit 2:1 Toren. Die ante Zusammenarbeit im Sturm' und die sichere Verteidigung entschied das Spiel. Mit der 2 unb 4. Mcmn- sck>ast gewann Wetzlar 3:1 unb 2:0 F E. Merkur Gicßfor, ebenfalls in Wetzlar spielend, verlor knapp mit 3:2 Toren. Spielweise, wie leider immer in Wetzlar, sehr scharf. — V. f. B. Giehew spielte auf dem Trieb mit der 1. unb 2. Mannschaft gegen Dillenburg unb gewann beide Spiele leicht mft 8:2 Toren. — Der V. f. R. 1900 hatte sich für die beiden Feiertage zwei erstklassige sübdeutsche Ligamannschafteir verpftrchtet. Das schlechte Wet ■ ter mag manchen Besucher abgehallen haben, sich die Spiele anzusehen, trotzdem war der Besuch stärker als je. Die anroefenben Zuschauer sind nicht! enttäuscht worden. Die Gäste führten ein vor itehmes und seines Spiel vor, das technisch und taktisch auf der Höhe war. Die hiesige Mann' schäft, die nicht in ihrer stärksten Aufstellung an treten konnte, paßte sich der Spielweise ihrer Gäste gut an und konnten ihre Vaterstadt mft Ehren vertreten. Am 1. Feiertag spielte oer F. C. Uniat Frankfurt-Niederrod. Anfangs gll-ichinußigeS Spiel, baim wurden die Gäste infolge ihrer guten Zusammenarbeit etwas überlegen, ohne jckoch erfolgreich zu fein. Gießens Sturm verlegte sich hauptsächlich auf das Flügelspiel. Obgleich loenig zusammenhängend, sind diese Durchbrüche stets gefährlich. Kurz vor Halbzeft kommt Gießens Rechtsaußen gut durch, eine genaue Flanke und unhaltbar schießt die Mitte ein. Die 2. Hall^eft dasselbe» Bild. Frankfurt arbeitet schwer, um aufzuholen. Alles schien vergeblich, erst in der letzten Minute brachte ein allerdings zweifelhafter 11 Meter bat Ausgleich. Mft 1:1 Toren trennten sich beide Parteien. Am 2. Feiertag war der V. f. R. Mannheim zu Gast. Die Gießener ManTtschast spielte heute weit besser als gegen Frankfurt unb lieferte dem Gegner ein völlig ebenbürtiges Spiel. Das Tempo war äußerst schnell, von Tor zu Tor wanderte der Batt, ohne daß eine Porter zu einem Erfolg kam, da beide Torwächter hervorragend spielten. Erft «wenige Minuten vor Schluß landete ein unverhoffter Dvehbatt im Gießener Tor, wodurch Mamr- heim mit 1:0 Toren gewann. Zwei bon der Mannheimer Verteidigung verwirkten 11 Meter weyeir Handspielens wurden von dem Schiedsrichter nicht gegeben. — Die Gäste waren den Einheimischen «infolge ihrer besseren technischen, taktischen Zu- sammenarbeft überlegen, was schließlich auch bat Ausgleich gab. Dageben war die hiesiae Mannschaft in manchen Emzelleistungen besser, besonders die Verteidigung, die sich den gegnerischen An- gnffen völlig gewachsen zeigte. — Am 3. Feiertag spielten nochmals die Frankfurter gegen die Mann- beimer M atm schäft. Mannheim gewann mit 3:1 Toren. Das Spiel reichte jedoch an die Vortag« nicht mehr heran. Nein. Ich habe mir nur eine Erklärung cruS- gedocht. Und die wäre? Daß, da sie auf gesetzlichem Weg? ihrer Person nicht habhaft werden konnten, fee ihre Zuflucht zur lieberliftimg nahmen. Sie ist ein? Ausländerin, wissen Sie, eine Itallmerrn. Das hat sre mir selber gesagt. So? Das wußte ich nicht. Und Sie glauben deshalb — Taft ihre Entführer ebenfalls Ztalreww tmb wahrscheinlich Verwandte von ihr waren. Es handelt sich in diesem Fall nicht um Raub oder Tickstahl, da nrcht ein einziger Wertg?genstmd weggevommen ist. Gewiß. Das hat mich auch überrascht. Mich auch, versetzte ich, unb dieser Umstand hat mick) völlig davon überzeugt, daß man sich nur ihrer Person selber bemächttgm wollte. Hm. Trotz all dem ist es eine seltsam? Geschichte. Glauben Sie, Herr Doktor, daß ein Verbrechen Dortiegt? Tas hängt davon ab, antwortete ich, was Sie unter Verbrechen v'rstehen. Offenbar wurde nichts aus dem Zimmer entwendet. Tr? Dame hat, wie es scheint, nicht um Hilfe gerufon. Sanft hätte man es ja in diesem kleinm Häuschen gehört. Es ist möglich, daß sie, als sie sich in per F rite sah, sich ohne Widerstreben ergab und ruhig mit ihren Leuten durchs 9tebekchaus daoonging. Aus jeden Fall glaube ich nicht, daß ihr em Leid geschehen ist. Wirklich nicht? Nein, gewiß nicht. Ich habe dies heut? mrttrg Herrn Mftnrns gegenüber betont, ab?r ihm nichtsdestoweniger zugestimmt, als er davon sprach, dw Polizei von dem Vorfall Meldung zu erstatten — in seinem eigenen Jndwesse, verstehen Si-? — da die Dame, wie Sie wissen, eine Stenge wertvoller Sacken zurückgelassen hat. (Fortsetzung folgt) SehörMche Anzeigen. Sperrzeit für Tauben. Tie Besitzer von Tauben werden unter Hüi- loeis auf Artikel 39 Absatz 1 Ziffer 2 des Feld- strafgesetzes vom 13. Juli 1904 aufeefordert, ihre Tauben während der Saatzeit vom 8. April bis 10. M ai 1920 ein; ritz a l t e n, andernfalls sie zu gewärtigen haben, daß die Taubenhalter gemäß vorgenannten Gesetzes bestraft und die Tauben von dem Feldschutz- vdrsonal abgeschossen werden. Nach $ 2 des (Gesetzes tiont 28. Mai 1894, den Schutz der Brieftauben betreffend, gelten für die nachfolgenden Besitzer von Militärs rief tauben die ersten 10 Tage der Sperrzeit. 1. Schwan, August, Moltkestraße 16 2. Forbach, Georg, Kaiser-Allee 11 3. Reu sch, Konrad, Wiese cker Weg 3 4. Schomber, Willy, Walltorstraße 51 5. Hambach, Gciorg, Aslerweg 541. 6. Rühl, Ludwig, Marktplatz 13 7. Köftnger, Wittern, Landgraf-Philipp-Platz 1 8. Schmidt, .Heinrich, Bleichßraße 6 9. Schäfer, Johannes, Bleichstraße 6 10. Neuling, Karl, Steinstraße 72 11. Henkel, Heinrich, Walltorsiraße 27 / 12. Rosenbaum, Fritz, Löwengasse 20 13. Schmidt, Ferdinand, Wetzsternstnaße 31 14. Vollmer, Gustav, Frankfurter Straße 89. Gießen, deit 7. April 1920. 3892B Ter Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Rosenberg. Marken-Ausgabe. Am Freitag und Samstag, dem 9. und 10. ylpril, gelangen in den Bezirken Brot- und Fleischmarken wie nachstehend zur Ausgabe: A—E Freitag 'oottttl von 8—12 Uhr, F—K Freitag nachm. vvn 2—6 Uhr, L—Q Samstag vvrm. von 8—12 Uhr, R—Z Sams ag nachnr. von 2—6 Uhr. Tie Marken, sind unbedingt tat vorgenannten Ausgabetagen in den Bezirken abKÜholen. Gießen, den 8. Lbpril 1920. 3914B Ter Oberbücgermeiuer (Lebmsmitdrlamt). Bekanntnmchnng. Alle noch rückftmrdigen Rechnungen über ausgeführte Arbeiten und Lieferungen für die Unterhaltung der städtischen Gebäude und Straßen sind bei Meidung der Niäüberücksichtigung in doppelter Ausfertigung unter Deischluß der Bestellzettel bis spätestens den 1. Maid. I. bei uns einzureichen. Tie Anschrift ist zu richten an das Stadt- üauamt Gießen, und nicht an das städt. Hochoder Tieibauamt. 38538 Gießen, den 1. April 1920. Stadtbauamt Gießen. Bra ubach. Aufruf j zur Bildung einer Sicherheitspolizei für den Freistaat Hess en. Zur Aufstellung einer vom Hess. Gesamtmini- sterium beschloßenen und vom Landtag genehmigten Sicherheitspolizei ergeht hiermit der Ruf zur Meldung an alle diejenigen, die bei ihr einzn- treten beabsichtigen. Dre Aufstellung ist in Darmstadt, Babenhausen und Obcrhessen (Butzbach oder Friedberg) geplant. Bedingungen. 22 bis 35 Jahre alt, völlige körperliche Rüstigkeit, Größe im allgemeinen nicht unter 1,70 Meter, gute Zeug niste, unverheiratet (Verheiratete nur ausnahmswe.se und nur mit mindestens neunjähriger Dienstzeit). Die Bewerber sollen aus Hefen Hammen oder urenigstens durch längere Anwesenheit in Hes.en oder in hessischen Truppenteilen Land und Leute kennen. Es wird gefordert: Verpflichtung au s Reichs -und Landesverfassung, Gehorsam gegen die verfassungsmäßige. Regierung und die von ihr bestellten Vorgesetzten sind treue Pflicht- erftillung im Dienste zur Aufrechterhaltung der Ruhe, Ordnung imb Siä-erheit an jedetn Ort und zu jeder Zeit. Dienstgrade. 1. Hauptwachtmeister, 2. Zugwachtmeister, 3. Oberwachtmeister, 4. Wachtmeister, 5. Unterwachtmeister, 6. Wachtmanuschaften. Besonders gesucht werden: Pionieoe, Techniker, Ingenieure, Kraftfahrer, Motorradfahrer, Eisenbahner, Funker, Telegraphisten. Gebühr-niffe. Reichswehrsätze, Erhöhung dieser durch Reichsbeamtenbesoldungsgesetz vom 1. 4, 20 in Aussicht genommen. Freie Verpflegung, Unterkunft. Bekleidung und ärztliche Behandlung. Nach 12jähriger Gesamtdienstreit in Heer, Marine, Reichs- und Marinewehr sowie Sicherheitspolizei Zivilversorgungsschein. Bewerber aus Darmstadt und näherer Umgebung wollen sich persönlich vorstellen. An Auswärtige versendet die Hauptwerbest^le der Hess. Sicherheitspolizei auf Antrag einen Fragebogen, nach dessen Eingang näherer Bescheid erfolgt. Militärpaß oder lückenloser Stamm- wllenauszug, polizeiliches Führungszeugnis und militärische Dienstler'rungszeugnis.e, se.bstgeschrie- bener Lebenslauf sind zum Eintritt unbedingt erforderlich und vorzulegen. Meldestelle. Darmstadt, Kaserne des ehemaligen Feldart- I Rgts. 61. Bessunger Weg, Stabsgebäude. 3627D Im Auftrage des Minisberirrms des Innern. (gez.) v. Klip stein, Oberstleutnant. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde hinsichtlich der Firma G e o r g L e i n i n H u n g e n l-eute eingetragen: Geschäft samt Firma ift_ auf Georg Lein Witwe) Christine geb. Witter in Hmr- gen übevgegangen. 3861B Hungen, den 27. s'Närz 1920. ________________Hessisches Llmtsgericht.________________ Holzsubmission. Aus den Waldungen der Gemeinde Oppenrod soll folgendes Holz mir dem Submissionswege vergeben werden. Los 1: 30 Kicfernstämme 3. Kl. mit 22,24 Fstm., 20 Kiefernstämme 4. Kl. mit 11,43 Fstm. Los 2: 1 Fichten stamm 3 Kl. mit 1,28 Fstm. Los 3: 6 Fichtenstämme 4. Kl. mit 4,84 Fstm., 26 Fubtenstämme 5a. Kl. mit 12,40 Fstm., 94 Fichtenstämme 5b. Kl. mit 19,47 Fstm. Der Kaufpreis ist pro Festmeter anzugeben. Die Gebote sind nach Sortimenten und Klassen sowie nach Losen getrennt zu halten, da keine Zu- sammenreckmmrg stattftndet. Angebote sind bis Samstag den 10. April nachmittags IV2 Uhr auf Bürgerin eisten i Oppenrod ernznveickzen, wo alsdann die Eröffnung stattfindet. Oppenrod, am 3. April 1920. Bürgermeisterei Oppenrod. _______________Balser. _________3820 Holzsubmission in den Waldungen der Gemeinde Wieseck. Nachverzeichnieves Nutzholz, in den Distrttten Hegwald und Klause lagernd, st)ll im Submissions- Woge vergeben werden. Los 1: 17 Eichenstämme IV. Kl. mit 8,53 Fstm., Los2: 61 Eichenstämme V. Kl. mit 20,63 Fstm., Los 3: 24 Eichenstämme V. Kl. mit 7,64 Fstm., Los 4:108 Eichenstämme VI. Kl. mit 26,76 Fstm., Los5:101 Eicki-enstämme VI. Kl. mit 19.12 Fstm., Los 6: 6 Mmenstämme VI. Kl. mit 0,56 Fstm. Die Berkaufsbedingungen können "bei Uns eingesehen werden. Angebote sind getrennt zu -halten, da eine Zusammenrechnung nicht stattfindet. Diesbezügliche Offerten sind verschlossen mit der Aufschrift „Holzsubmission" bis zum 12. April, vormittags 10 Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei ein» zureichen, wo in Gegenwart etwa erschienener Bieter die Eröffnung stattfrndet. Wieseck, am 8. April 1920. 3904 Hessische Bürgermeisterei Wieseck. _________________Sch 0 mber.__________________ Fabrikgr&mdstäipk mit Gleisanschluß und Hallenbau zu ebener Erde möglichst mit Dampf- oderWasser- H -...... - kraftanlage. Offerten unter F. R. M. 737 an Rudolf Rosse, Frankfurt a. M. Bekanntmachung. Wegen ungenügender Milchzufübr könn'n für Donnerstag den 8. April die auf 3/a Liter lautendm Milchmarten nicht beliefert werd.n. Die aus Liter lautenden Milckpncirken werden dagegen voll be- liesert. 3915b Giefien, den 8. April 1920. Der Oberbürgermeister (L.'bensinrttelamt). Versteigerung. Eilt militärdienstunbrauchbares, noch arbeits- fähiges' Pferd, Stute, 7 Jahre, 1,56 Meter groß, wird am Samstag den 10. April 1920, 10 Uhr norm., am Pserdestall des Durchgangslagers Gießen meistbietend versteigert. Pferdehändler werden nicht zugelassen. Berücksichtigt werden: a) Kriegsbeschädigte, b) Hinterbliebene von im Kriege Gefallenen, c) Personen, die mit staatlicher Unterstützung angesiedelt werben sollen, d) Personen, denen bereits Pferde leihweise überlassen werden mußten, e) Personen, die im Dienste der Allgemeinheit tätig sind, wenn ihnen zur Ausübung ihres Berufes andere Verkehrsmittel fehlen, f) Gewerbetreibende (in dringenden Fallen). Anmeldung der Bewerber zur AussteUung vvn Einlaßkarten Samstag den 10. April 1920, vvrm. 9 Uhr, im Geschäftszimmer der Kommandantur des Dirrchgangslagers (Schützcnhaus).3886D Versteigerung. 1 Freitag den 9. April von nachmittags 2 Uhr ab versteigere ich in der Restauration Jungblut, „PromenadehauS", gegenüber der Biedertalbahn: 2 Zweispänner-Wagen, 1 Büfett (nußbaum) mit Marmorplatte, 2 Eisschränke, 2 Bettstellen mit Matratzen und Keilen, 1 Bücherregal, 10 Stühle, 1 Sofa, 1 Regulator, 1 Geldkassette, 1 kleine Standuhr, 1 Nachttisch, 1 Reitsattel (vollständig), 1 Liegestuhl, 1 Partie Tassen, Damenkragen, Schulbücher, 1 zwei Mir. lange Decke, 1 Teppichreiniger, Herren- amd Damenkleider, Schuhe und Stiefel, ganz besonders schöne Vasen, reizende Nippsachen, eine Menge Gebrauchsgegenstände aller Art, viele Bilderrahmen, Stores, Decken, Tischdecken, Steh- und Hängelampen und vieles andere sowie einen venezianischen Lüster, selten schönes Stück. Versteigerung bestimmt. H. Benner iL, Mimtur, KrHnrs. Ztr. 9. Annahme von Versteigerungen aller Art, auch einzelner Stüde. (06284 Mffl* * irt wert Sie BrflM'acho ÜGlv.-Drrckorei. B. Lasge. eiaflep l / FRITZ NOWACK Schwarze baumwollene FÜSSLINGE in Grössen 2 bis 8, M. 1.75 und BL 3.—. Sonder-Angebot Hornhaut, Ballen n. Warzen beseitigt man schnell, sicher und schmerzlos mit CS'tttfiyrtl 9" vielen tausend Fällen glänzend et 1511I7UU bewährt. Knkirol ist in allen besseren Drogerien zum Preise von Mk. 2.— erhältlich. Lassen Sie sich nichts ander, aufreden, es gibt nichts Besseres. Suche zn kaufen: llemv 3«Mll alle Jahrgänge, einzelne Bände und voll- ständtge Reihen zu besten Preisen. Angebote unter F. M. S. 528 an Rudolf Mosse, Frankfurt am Main. 513ss Se!ckatt5vSi!egukig. meiner werten Kundfcftaft zur geil. Kenntnis, ckah ich meine Wohnung mit Selckalt von Diezltrafoe 6 nach Reuenweg 18 verlegt habe Das Gelchflff, mäusburg 5, bleibt In unveränderter Weile bestehen. mit aller ßodiachfung «• W. Dürdeck flachL Fertige Kopfkissen aus besten Elsässer Hemdentuchen, ausgenäht, festoniert. mit Hohlsaum und mit leinenen Klöppel-Einsätzen, empfiehlt FRITZ NOWACK ■7—.................... 11 Bel öen enorm Hohen SttvWfIreise« Ist die WMtm W lohnen!. Rasch und fachmännisch erhalten Sie MM Sutten tettiMer SHmule uns Stufen wieder tadellos hergestellt. Otts illund? SveMlgest^sk sSl SlMWsworeii n. Irffofugen 89 Seltersweg 89. «s?? Nur der Fachmann kann vollwertiges leisten. Wer daher eine wirklich gute Ausbildung für den kanfm. Beruf erstrebt, wende sich an die „Hansa‘^XSchules®iXn73 Inhaber I nn-TalmannDiplom-Kaufinann und u.Leit er/’ llldlinDiplom - Handelslehrer. Eiasige Schale am Platse, deren Inhaber nwgleleh Schelleiter, Lehrer ud Faeheann lat. Ta«es- und Abendkurse in allen kaufmänn. Fächern und Sprachen. Privatunterricht. Akademische Kurse. 06102 Halb).- u. Jahresklassen mitVerkfluferinnenabtelL Besinn des Schuljahres am 15. April. Auskunft u. Anmeld, tttgl. von 9—1 u. */s4—7 Uhr Seltersweg 73, ebener Erde. Prospekte kostenlos. | Mer-Mita Füsslinge in schwarz, weiß und farbig sind in alt Größen am Lager von 3.50 an bis 15 — M. In schwarz und braun, sind in B’woUe u. Wolle das Paar von M. 4.50 an zu haben. 3593c Amerikanische, englische u. belgische Zigaretten in jeder Preislage vorrätig. Versand nur per Nachnahme. E. K. Geiger, Weissenthurm Hauptstrasse 177 8T74 --Tabakwaren en gros —- Nierenstein ohne Operation wurde entfernt durch Heilquelle Karlssprudel Biskirchen a. d. L Nr. 14. Süskind^Neuettweg SN. Wichtig für Frauen! Zahle stets mehr wie die Konkurrenz für Kauenhaare. - Fritz Nowack taelita it. Himi aus besten Satins u. Baumwollstoffen in neuer großer Auswahl wieder am Lager. Gut erhaltener Küchenherd zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote unter 3884 an den Gieß. Anz. erbeten. Gießen, den 8. April 1920. Statt Karten! r Verlobte Gießen Einhorn - Neubau Weine erster Firmen. la Speisen. 0611* t MWSliW SlWvi. Sltzsneg, Regine Vehr Siegfried Haas r r Lehramtsassessor Adolf Schad Ena Schad geb. Sauer zeigen ihre Vermählung an. Elisabeth Haubach Karl Bernhard cand. agr. Verlobte Für die uns anläßlich unserer Vermahlung erwiesene Aufmerksamkeit danken wir herzlichst. Georg Weichsel und Frau Emma geb. Röhm. Literarische Gesellschaft Mittwoch den 14. April nbende.8 Uhr in der neuen Aula | Frankfurt :............ Gießen (Stephanstr. 13), 8. April 1920. .................——.............ÄX Freitag den 9. April 1920, abends 8 Uhr, in der neuen Aula Kammermusik-Abend des Drumm-Quartetts (ÄltglMer das Laaflee-Theelere Darmstadt). Programme als Eintrittskarten sind im Gewerkschaftshaus, im Solmser Hof. im Württemberger Hof, im Stern und im Anker sowie am Saal- Eingang ä M. 1.50 zu haben. ”** Der Vorstand des Gewerkschaftskartells Gieflen und Umgegend. von der Burg Rieneck in Unterfranken. Vortrag eigener Dichtungen. Eintrittskarten zu M. 4 —, M. 3.—, M. 2.— (sämtlich numeriert) im Vorverkauf in d. Musikallenhandl. E. Challier und an der Abendkasse. Studentenkarten nur Im Vorverkauf beim Hausverwalter der Universität zu M. 1.50 Reff. Vorzeigen der Ausweiskarte. Die Mitglieder der Literarischen Gesellschaft und des Bundes zur Pfieffe von Musik tu Literatur erhalten im Vorverkam! gegen Vorzeigen der Mitgliedskarte auf alleePlätzen IM. Preisermäßigung. Oeüamag des Saales 'hl Uhr. Nächster öffentlicher Abend: Freitag den 36. April: H. Eulenberg aua Kaleernwerth. GanD Klein-Linden, „Jur Burg". UMI Saalban Caff Leid Täglich im Saal die originale WM WmülMe. Kaffee-Restaurant Täglich abends ab 8 Uhr: lüueik- and Gesanrienaemble. Einhorn-Diele 01,263 MaehBittege: 5-Uhr-Tee mit Koneert Abeads v. 8 Uhr ab: Kdnutlerkapelle Die Truppe ist in ihrer Art einzig dastehend. SMM MM WMM intet IHM Miet Mmet. ! 3m MWM nt prtmc gelagertes SüWbier. Buchen-Brennholz frei Station Gießen und Umgebung 511 13.— per Zemner verkauft 3885 Statt Karten! r Für die bewiesene Aufmerksamkeit bei [unserer Vermählung danken wir herzlich. ; Friedrich Bundschuh nebst Frau \ geb. Jung, i Statt Karten! Für erwiesene Aufmerksamkeit anläßlich unserer Vermählung sagen wir herzlichsten Dank. Heinrich Thomas und Frau Berta geb. Muth. Gießen, Neuen Bäue 17. < WH« jtnitfir* -- ® *2ISI। JS84»* M>»; xs».; Ss Sine it ^aris, L | bem Istr folgende ? I k btr k-.Sä »recht Endpunkt b bat. <2 2^9 btt ( V die | ^nWbar Men tm. i '"U den von &M. da 5? <5 «l'igj’ Dieft Aus der it Zunächlt die - Werten mchi nicht gefragt lig ist, m Lom Mrspruch z> s-ssung Berech deutschen N? Suudesgenofie daßes geneigt I sktzungen über | icrstages auf Ur selbstbewr schr Minister, I Schreiben nid Frankreich sch Kte Aufsassur mkämpsen kö r Werands A neigt sei, mt lichen Austau aui Einytendu Rom bereits über die Stet Georges noch italienischen l bet wird, bafe Angelegenhei wolle und d billige. Noch liche Meinui Gewisse Zei stehende Koi bei Worten. । einten mö- b&ffritbene Amtlich I die Angaben [ kr National! 'Ilog zusammei Ilchiten.Laße ]' Imb nicht meh siWsischen ;>il, 9 in «a verbreit deuts 8» ba, «0 deutsche t sm, es sei «schlecht, ! Hobe, die । Mürben. 1 Wivehr, ett S ^ttoun W Dies neue die