170. Jahrgang Donnerstag, 7. Gttober 1920 Anzeigenteil: H. sämtlich in (Bi c ro, den bcui evano. und Vie als äußeres rein inneres Eigentum tierbieibm ihr als wettere Wegweiser bienen können. scheu bund teils ‘uteobAtLewue trag Inirf'ot.Söblt . Beck, tefcen. Volkes festzustellen und dem Völker- Unterlagen für die Bildung seines Ur- zu liefern.-- Der vrtriebrrätekongreb ^«deutsche H-otcls und Pensionen ge- ut Einigen beutf-'en Hotelbesttzern nxtr eS ge- Italgen, durch freundschast^iche Beziehungen ihren B'trteb nxihrenb des Krieges ouiredrt zu erholte t, tar sie fionben unter italienisckrer Vornimrdschost < sie eilt Dort riskierten. Tobet war ihre Wirt- l <1 «ft derart nerönbert morden, daß sie sich nur noch Der Neichrral und Mo Kotten für Sefahuirgstruppen. Ter rnsftsch-finnifche Friede. Kopenhagen, 7. Okt. (WTB.) In der Sitzung der Friedenskonferenz vom Dienstag in Dorpat wurde der Friedensvertrag zwischen Rußland unb Finnland definitiv angenommen. Das Abkommen wiro in einer Woche unterzeichnet. Rußland und England. Rotterdam, 6. Okt. (WTB.) Rach einer Londoner Meldung Dorfen »je die englische Regierung binnen einer noch sest-usetzenden Frist angemessene Bürgschof/en von der Somjetregierung wegen der englischen Gefangenen der bolschewistischen Propaganda und anderen Fragen. Die englische Regierung weigert sich bestimmt, dem diiKo- matischcn Vertreter der Evening Standard zufolge, die Verhandlungen über die Handelsbeziehungen und andere Fragen fortzujetzen, wenn die Burg- der schon von Scheffel besungen itmrbe und nach ihm D911 vielen andern. Ter deudswuchjes zieren. Tober lag durchaus nicht immer böse Absicht vor. Denn wer Mutzte, mic lange der Stieg noch) dauern würde? Außerdem war die Meinung im Volke Verbreitet, daß Deutschland bis auf den letzten Mann ausgcvottet werden würde. Tas schmerzte manchen i alimischen Freund sicher tief — aber warum deshalb die kostbaren Kleider und Gegenstände unbemitzt umkommm bissen? Tenn alles das war auch in Jttlien uner- fch'Minglich teuer geworden und die Weniger begüterten wußten nickst, woher sie es auf bessere Art nehmen sollten. Auch mir war ein Teil meiner ficinen Habe in biefer Weise abhanden gekommen, darunter ein Schmuckstück, das ich als An- benten besonders hoclchielt. Bei meiner Rückkehr forschte ich danach und ich mutz sagen, daß mir metne ehemaligen Wirtsleute, brave italtmische Bauern, eifrig dabei behilflich warm. Tie Schwre- rigfcit lag jedoch darin: man konnte nicht ermitteln, welches Mitglied der weit verzweigten und zerstreuten Familie im Augmblick damit seine Kta- vatte zierte. Als ich von der Rückgabe des deutschen Eigm- tums in Italien bis ^ur Höhe von 500000 Lire las, dachte ich sogleich an den Bosco Sa- m. 236 Der »ietzcaer »irzrfa« erschaut täglich, außer Sonn, unb Feiertags. BejBfliprdft Monatlich Mark 3M ab Ulh. - .651 rägerlohu, xerteijahclichMark 10 80 and Mb l.95Trägerlol)n; ,urch die Post viertel- Lhrlich Mark 12.- «^chließiich 'Bestellgeld, rera sprech-Anschlüsse: Hr die Schrift le äung 112; 2«rlag,Eeschästestelle 51. Zuschrift für Druhtnach. richten: XiRetger Sietze». poftsch:c»onts: ZttNtkfvrt a. M. 11685 mumm fließen. "ÄBtS* Viederbegim *] Ter Dorsteü amStag,«.S!odr^ itlstungsstt> 1m Caft Ve* Xu» öem Neiche« Die Wnffrnablieferung. Berlin, 6. £)Tt. ^WTB.) Zn der heutigen Sitzimg des parlamentarischen Beirats gab der Reichsiommissar für die Entwaffnung. Peters, Auskunft über das bisherige Ergebnis der frei» willigen Waffenabliederung. In den erffen zehn Ablieferung' agm wurden abgcp2ben: 122 000 Gewehre und Karabiner, 913 Maickstnen^nefrre, 239 Mafckstn enpistvlen, 17 Geschütze. 11 Minenwerfer, 13 Flammenwerfer, 3 660000 Schuß Handwaffm- mumtion, 14 931 Hand unb Genrehrgranaten, 111 000 Handgranatenzünder und Sprengkapseln, sowie eine sehr große Anzahl von Waffenteilen, banmter 8 Geschützrohre, 76 GescimvtverscUüsse 151 RichtvorrichNmgen, 3590 Maschincnn ewebr- läufe, 4850 Masclstnengewehrschlössec . 19 900 Gewehr- und .Karabinerläufe und 19 300 Schläfer. Der Umbildung der Polizei in Preußen. Berlin, 6. Okt. (Wolff.) Der preußische Minister des Innern Severing hat nunmehr den Erlaß nebst Ausführungsbestimmungen wegen Auflösung der Sicherheitspolizei und der Umbildung der PolizeiinPreußen herausgegeben.Danach wird mit dem 6. Oktober die Sicherheitspolizei einschließlich der Stäbe aufgelöst. Die der Aufrechterhaltung der Ruhe, Sicherheit und Ordnung dienende Polizei ist eine rein örtliche. Ihre Zuständigkeit beschränkt 'lid? auf den Ortspolizeibezirk. Sie untersteht mit sämtlichen Beamten in Orten mit staatlicher Polizeiverwaltung dem Polizeipräsidenten, bzw. Polizeidirektor, an allen anderen Stellen den kommunalen Ortspolizeibehörden. Die Verwendung von Polizeikrästen außerhalb ihres Bezirkes kann nur auf besondere Ar-- ordnung der Landespolizeibehörde stattfinden. Diese hat dann gleichzeitig die Befehlsverhältnisse zu regeln. Die (Verordnung über die Dienstkleidung der Polizei erfolgt demnächst. Bis dahin wird die bisherige Dienstkleidung weitergetragen. "An Bewaffnung stehen der Polizei für jeden Beamten blanke Waffe, Pistole und Handgranate, für je drei Beamte ein Gewehr oder Karabiner,, für je 20 Ba- amte eine Maschinenpistole, für je 1000 Beamte ein Panzerwagen mit zwei schweren Maschinengewehren zu. Oesterreichischc Volk-abstimmuug über den Anschluß an Deutschland. Wien, 6. Okt. (Wolfs.) Die Blätter fahren fort, den Einspruch der französischen Presse gegen: die beabsichtigte Volksabstimmung über den Anschluß an Deutschland als durch den Friedensver- trag von St. Germain nicht begründet zu- rückzuweisen. Vielmehr gebe gerade der Artikel 88 des Verttages, der die Entscheidung über die Zukunft Oesterreichs dem Völkerbünde Vorbehalt, berechttgten Anlaß zur Vornahine der Volksabstimmung, um, wie das „9teue Wiener Tagblatt" schreibt, den Willen der Mehrheit des deutsch-österrcichi- Berlin, 7.Okt. (WTB.) In der geftrte gen Sitzung des Betriebsrätewngresses erklärte der Bergarbeiter Kiel, die Arbeiter wollten zur Durchführung des Abkommens von Spaa tun, was sie könnten, aber wollten nicht hungern, um den Ansprüchen des Auslandes zu genügen. Der Betriebsrätekongreß nahm außerdem eine Entschließung gegen drei Stimmen an, worin nicht die Sozialisierung des Kohlenbergbaues, sondern des gesamten Bergbaues gefordert wird. B erlin, 6. Okt. (WTB.) Der Betriebsrätekongreß nahm heute einstimmig eine Ent- sckließuno an. die dem Proletariat Rußlands die vollste Sympathie des .fdongresses aussprickst und es als Pflicht der deutschen Betriebsräte bezeichnet, jede Herstellung und den Transport von Waffen und Munition, die gegen Rußland verwendet werden könnten, mit allen Mitteln zu unterbinden. mir einen Teil der tatsächlichen Kosten dar. Es steht noch der übmnicgenbe Teil der von den Be- satzungSmächlen verauslagten Beftärte für Besvl düng und Unterhaltung der Trupven für von ihnen unmitielbch bezahlte Regusi ionen a'.is. Für die Schätzung der Höhe dieser Zahlungen ist das Reichsschatzministerium, da es bisher keinerlei offizielle Erklärung erhalten konnte, ausschließlich auf die Zeitungsnachrichten angewiesen, für deren Zuverlässigkeit keine Gewähr gegeben ioerben kann. Der Bericht des französischen Abgeordneten Lou- cheur, den er namens der französischen Budget^ kommission der französischen Kamm r am 14. 6. 1920 erstattete und dessen authentischer Wortlaut uns erst vor kurzem zuging, schätzt die Kosten der Besatzungsarmee bis zum 1. Mai 1920 auf 4 Milliarden Goldmark, was einem Bist rage von 40 Milliarden Paviermark entspricht. Es ist nicht ersichtlich, ob Loucheur hierbei lediglich die Kosten der französischen BejatzungS- armee oder die Gesamtkösten dec Besatzung im Auge hatte. Geht man von letzterer Auffassung ans, jo ergibt sich eine monatliche Ausgabe von 2,o Milliarden, d. h. eine Jahresausgabe von 27,6 Milliarden Popiermark. Menn Wir demnach nur 15 Milliarden in den Etat ernsetzten, gefchrcht dies in der Erwartung, daß die gante Besatzung s- fvage einer radikalen Aenderung unterzogen ,viro. Ter Reichs rat verlangte hieraus über alle Einzelheiten der Urfad>en der hohen Besatzungskosten eingehenden Auffchlutz und verones den (ttat des Reichsschatzministermms an den Ausschuß zurück. Italienische Berichte über Zustände in Ruhland. Rom, 6. Okt. (Steswri.) Zn bet Presse wird ein ausführlicher Bericht veröffentlicht, den der allgemeine Arbeiterrat auf Grund der Ergebnisse der Studienreise der italienischen Sozialisten nach Rußland über die russischen Verhältnisse crftaltet. Der Be richt hebt hervor, daß an der tdarmer: Aufnahme der italienischen ALvrcmung durch oie amtlidym ruffischen Kreise das russische Volk selbst steh kemcs- wegs beteiligte, da bte Wechselfälle der polüisch.m Schicksale Rußlands sich völlig abiciid der russisäxm Lwlksfeele vollziehen. Die physische ßtw der Massen ist in den Städten sehr gerückt, ,vas malir- scheinlich von der ungenügenden Ernährung berrührt. Das wirtsch'aftliche Lebet: wird durch materielles und moralisches Elend gekenn-eichner. Der Bericht bespricht das Versorgungssystem unb die Entwertung des Rubels unb ihre Fügen. Den Versuch, dir wirtschaftliche Verwaltung in die Hände der Ar'oriterfck-aft selbst zu legen, bezeichnet er als unheilvoll In den Händen der Arbeiter wurde der Gesellschaf-skörver und die Produktion fast ganz untätig. Mit geringen Ausnahme-: fei es dem Lande noch nicht gelungen, sich von dieser Lähmung zu erholen. Der Krieg nahm Die Kräfte der lnlsckst- wistischen Regierung gröfiten feite in Anspruch. Prüfe nun: aber das Wenige, bas sie zur tvirtschaft- lick en Wiederau fiichtung zu tun vernichte, müsse man stark zweifeln, ob Rußland in feiner jetzigen verlassenen Lag-: gj» sich selbst heraus zu erträglichen Bedingungen des bürgerlichen Lebens kommen könne. D:e in bei: kommunistischen Programmen rurgefdariebene soziale Gleickcheit |ei em- fach zu einer Gleichstellung aller Klaffen in einem einzigen großen Elend g-nvorben. Die Trmtsfort- inrttel seien völlig ruiniert. Die gegenwärtige russische flicgierung sei ihrer Auflösung nahe. Tie Revolution hätte auf dem fteul-en Laiüx die Wirkung gehabt, praktisch den Klein besitz zu begründen, der vom Vater auf den Sohn vererbe. Die Ver wirllickung des Kommunismus auf bem Laube sei nichts als eine dolscheivistische Phantasie. Der Bericht schließt: Unter den Bauern seien die einflußoeichsten die Sozialrevolutionäre, welche den Kleingrundbesitz zufließen. Die Verfassung bewillige einen Abgeordneten auf 25 Arbeiter und einen auf 125 000 Bauern: andere Parteien würden kaum geduldet. Ihnen sei die Betrutzung jeder Propaganda und der Presst untersagt. Die Syndikate feien nicht obligatorisch, aber allmählich gehe die Organisation der Produktion unb ihre Verteilung vom Staat auf die Sr/ndikate über. Die bolsche- nnstische Revolution neige zum praktischen Syndikalismus, aber vor einem idealen Programm stehe eine davon sehr verschiedene Wirklichkeit. Mit der Erwartung einer vollständigen Verwirklichung des Snndikalismus verfalle Rußland bei: kommunistischen Experimenten, dessen Theorien oanz und gar nicht den prak.ischm Resultaten entsprächen. Das kapitalistische Regime sei zerstört, aber die Revolution hätte es durch nichts ersetzt, was auch nur den elementarsten Bedürfnissen eines zivilisierten Volkes entspräche. Die Absicht, die kommunistischen Grundsätze ohne Dorbeverrung und AbÜunmg zu verwirklichen, hätte sich nicht erfüllt. Ms $; GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhesien vr«ck unb Verlag: vrühl'fche llufv.-vuch- unb Stembruall Fach hatte im Okteber 1919 auf eine Anfvage der deutschen Wassenstillstands- tarnMission gca.ititrjrtet, die deutsche Regunung habe feine Kontrolle zu üben über die Verwendung der an geforderten Markvorsck-Üsse, die ihr auf die Desetzungstaslei: (frais b'occuwtimi) gutgeschrie- ben würben. Der einzige Anl-alt füc die Aufstellung des Etats für 1920 ergab sich für das Neichssckiatzminiftermm aus der Erklärung des B. ritzenden der mtecallher cn .^Kommission, Lou cheu r, bei bei Verhandlungen in VeriailleH im Auwist 1919. Loucheur erwiderte damals auf die Feststellung des Staatssekretärs Le- nald, daß im besetzten Gebiet Kastrnemeirts für 70000 Mann vorhanden feto:, unb auf feine Forderung, baß die Besatzungstruppe:: diese Zahl nicht überschreiten sollten, die Zahl würde wohl um etwas (tegexement) höher fein. Das Reichsschatzminifte- rium mußte demgemäß annelimen, daß nur mit einer mäßigen lieber)ebreihing dieser Ziffer zu rechnen fern würbe. Es veranschlagte die Gesamlde- satzungsstärke auf 80 000 Mann unter Zugrundelegung der für de deutschen ReickBwehrsoldatei: er» ivackff< nden Khstcm, die Kosten für bat lumrwten Unterhalt der Bejatzung auf 1,92 Milliardei: Mark Unter Zurechnung der Ausgaben für Requisitionen kam das Reichsschatzministerrum, auf Grund roher Schätzung auf ben im E.at crngefteHten Betrag von 3 Milliarden Mark Aus dm stets wachsenden Anforderungen an Ge.d unb Sachleistungen mußte bereits in den folgenden Monaten der Schluß gezogen werden, daß dieser Voranschlag hinter den tatsächlichen Kosten zurückblieb. Die nur indirekt möglichen Feststellungen über die Betatzu:u;sstärke ergaben eine Ziffer vvn eroa 130 000 Mann. Die von den Besatzungsmächten geforderten Barzahlungen für ben Unterhalt der Beo tzungsrruppen, die iogenannten Marf^'rfcktüs fe. erreichten vom Tezember 1918 bis Ende August 1920 die Sumn:e von 2 313 097 603 Mark; für die Lieferung von Verpflegung unb Futtermitteln bis zum gleichen Z ei: punkt wurden etwa 110000000 Mark verausgabt. Außerdem ergab sich aitf Grund der in: September abgeschlossenen Erhebungen, daß die bis Ende März 1920 ausgelaufenen £.uar ier^ und Regui ironsentschädi- gimgcn auf ben Gesamtbetrag von über 5 Milliarden Mark veranschlagt werden mußten, der zum überwiegenden Teil erst im Rechnmtasfbar 1920 zur Anzahlung tommt. Dtese Beträge stelle» aber Holländische Vorschüsse. Haag, 7. Okt. (WTB.) Das Korreffwn- denzbureau melbet: Der Zweiten Kammer ging ein Gesetzentwurf zu über bie Gewährung von zinstragenden Vorschüssen an einige mittel -und osteuropäische Staaten. Rach dem Artikel 1 M Gesetzentwurfes wird der Finanzminister er- ntächtigt, Oesterreich-Unaarn, Polen, der Tschecho-Slowakei, Rumänien, ben Ostsee- staaten, Armenien unb Georgien zinsttagende Vorschüsse zu gewähren im Gesamtbettage von 12,5 Millionen Gulden zur Bezahlung von Lieferungen durch Holland und die hol- ländischen Kolonien. Das deutsche Eigentum in Italien. Rom, 5. Oktober. Dor einigen Tagen tarn dir wichtige Notiz, daß deutsche Eigentum in Italien, fotoeit cs sich rn kleineren Besitz bis zum Werte von .500 000 :Zrve handelt, rrrfnegeben rojrbei: ist. Diese Maß- «bmc der italienischen Regrcrung ist für die pn- •«fltm Beziehtmgei: Deutschlands yi Italien vsn Mßter Bedeutung Zwar ter deutsche Kwismmm i*rb nicht ernstlich an großzügige Ihrterrebnuin» | s:cnheit ge ten i?a3 | ?olksvirrfel hin, koimte sich wohl ntemand znrn ■i Avhnsitz erträumen. Ter Verlust mußte den beut» r rfm Eigentümern, ganz abgesehen vor: ben n:a» I träcHen Werten, bitter sein. Stander von ihnen I lehrte zwar bald itach Fnedensschluß harflnu zurück I intb cs mochte ihm gelingen, gegen Mietszählung ■ m feinem ehemaligen Eigentum eine Wohin,ng I |ur Verfügung gestellt zu erhalten. Er fühlte sich K natürlich b brfltft, in seinen erg.mcn Räumen uno WNöbcln als Mieter wohnen zu mü.'sen unb zal) ■mit Bangen der Lösung der Eigcittnmsfrug^ in ■ entgegen. Richt anders erging es den ■teutfdxm Dillcnbefitzem in Florenz u. a Ich n krm mir vorftcllen, daß nach dieier Regelung ■ mxmrfK Billen an der Via Non«ntana sich reü» MKch ei lmchten norden und der Beckrer erst i'?tzt feine Mriqentliche 9turfBebr nach Italien feiert. Ein erstes ■tufatmen dürfte durch das d.'utsck e Ge'elligknts- tz iwm in Rom gel)en, da sich nun biete Famstien »eber sicher am eigenen Herde fühlen unb fbr teim von neuem lieb genrämen können. Schvir- U nyr liegt die Frage für btefenigen, deren Häuser tn bet römischn: Seaueftnr ganz vermietet worden H«vm. Dreist sind es tiWbabcnbe 9htffen, die sich WvrchLm, in ihre Heimat zurückzutelwen, und nickst ns den gemieteten Räunten weichen wollen. Be- Uicht doch auch in Italien ein Otefetz, nach dem bte ■Sieter vor 1921 nickst exmittiert werden dürfet:. V Alerdings ist zu erwarten, daß die Wohnungs- -7 lot in Rom allmählich behoben werden wird, denn ■fc Fülle des vorha.chenen Baumaterials an Stet- :! th gestattet es schoi: fnt Jahresfrist, mit Neu- stuten zu (vgiimen. Ganze neue Stadtviertel sieht U non bereits aus den: Boden toachse::, lauter kleine M vjusck>m, auf die vor allem das Heer der Italienv= W sten Bsanstet: reflettiert. Findet jedoch der beutfdje M Hvtsl-esitzer in Rom viel>ack> noch feilt Untertan:» 1 n>nt im eigene:: Heim, so gewinnt er wenigstens H W) d n Mietzins, der. in deutslches Geld verrech» 1 Tt, nickst zu untersckMen ist. Was ab?r jedem Reistmd«: besonders will» » baimcn sein dürste: es wirb nun wieder tn Jta- i9ov Dir TmHil eretn für Raid leit 1900 eJ mnhgJtOkll linii l'/i Dir imNmii'i tm „Haudrium*.. Im vollzählige- ■ »inen bittet J »vj der CorßtJ tetig von einer italienischen unterschied. Ten fiteren wurde das Inventar, oft ihre einzige ftistmzgrundlage, besckstagnalmrt. So trat ich in tau bL* ehemaligen Iirhaber einer der größten : ^httfdKit Penjtaneit als Hotelan gell elfte wieder. Hl« unb da mochte sich auch ein Dtttttscher. als es zur ■SSitfcritienmg kam, dazu entsckchoffen haben, fein und Jnv-mtar formell einem italienrsck)en Munde zu „sckrenfen", um es vor der Beschlag-- vknung zu ivtten. Mir ist nur ein solck-er Zoll >knnt gemordet:, in bem es sich eben'alls uni große deutsche Pet:sion handelt. Zur Etzre ^fes italienische!: Freundes muß es getagt fern, er alles aufs Gewisfenhisteste weitergeführt tü> auf H. ller uitb_ Pfennig dem Eigentümer zu- i tideritatret bar. L-ol «jscke Valuta ausnutzen, war es nicht möglich, r-tf Pension zu treffen, in der sie nicht den Ton 'f’gab.'n. Tiefer Don icdoch ma*te, namentUd) fefit er von den ritterlick-en Fnarrzosen angv- Ülagm wurde, den Teutschei: ben Aufenthalt prfn- genug. Kaum b. troffen von der neuen Regelung wird «s ki inere Eigentum beutfdter Familien, bie ftül ta Miete wohnten und genötigt waren, ihre ge- •urje XMbe an Mobilien und Kleidern ben Haus- M-iEem »oder Bebten susten anzurernauen. Tie Re- rmntg kümmerte sich meistens nicht um diese pemigfeiten, bereit Fragen sich daher „von selbst" d .h. ;c nach bem Anstöndigkcitsgrad der ^tsbcsttzrr wurden diese Gegensätze geschont, ver- oufgetragen Einige zurückkrhrende T und ihre Zahl ist nicht gering — ^ycucn ihre kleine Habe, also Stück für Stück ^der, wenn auch von, Zahl: der Zeit und den -^ften ^freiten Andere tahen sie ganz oder teil» 31Cl*c m cken Besitz ihrer ,^üertrauensleute" über» SS El- Schlüße Sät iiitortto —Mftttüveg h: »EöbeNgeM o S?ieneb|ati-8[jj eenkrl •er-fWein-uiH 2 Sektzipfei olett gölte grün) » Abzug. fltgnÄ !»■ Hotel Vereine eint- ijj ««W ’i •ine $».v &15; )wa"nf .. M I E «sund v* e r go l denen Hochzeit statt, 9 Oktober, Wilhelm , und dessen Ebefrau Elisa- Die Tätigkeit feer hessischen Schutzpolizei. rm. Darmstadt, 6. Ott. Ein- Vorführung der Tätigkeit dec Hess. Schutzpolizei fand heute in Anwesenheit des Staatspräsidenten Ulrich und mehrerer Minister sowie wn Behörden und Ab- gevrdneten in der Dragoner kcherne, Esch-llbrücker- straße statt. Der Kommandant, Poiizeimajor Schröder, führte zunächst aus, daß der Dieost der Schutzpolizei und dir Skrroerhrng ihrer Leistungen für das Volk gez.igt lverden fofie. Die Truppe steht in erster Linie den Kreisoivettoren zur Ver- fügintg und hat mit dem Militär, insbesondere auch mit der Reichswehr, nichts gemeinsam und keine Fühlung. Sic untersteht auch nicht dem Reichswehrminister. Sie bterti in erster Linie zur Verstärkung der Aufsichtspolizei, der schilvmannschaft, zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung in den Strotzen, zum schuhe der Regierung gegen Umsturzbewe- gungen noch jeder Seite: sie ist ausgebildet als .'kampfvolize, und dem entsprechend auf $rcunb der ölten Erfahrungen auch m der Gefechtsdisziplin, wobei sie die technischen Hilfsmittel, wie Räder, Autos, Panzerautos usw. benützt. Sie fteht voll nnd ganz auf dem Boden der jetzigen Verfassung und wird sie nach Kräften schützen. Es folgten nun in nahezu dreistündigen praktischen Vorführungen aller Art die Erfüllung aller möglichen im Polizeidienst vorkommenden Aufgaben, u. a Stvaßengefecht mit Kraftwagen, polizeilicher Stveisen-Patrouitlendienst zur Ta gesund Nachtzeit von den einfachsten bis zu den Ichwierigsten Fällen. Es folgten Wald- und Feld- streifen durch Radfahrer und zu Pferde, Räumung von Strotzen und Plätzen bei Unruhen unter Benutzung von Barrikaden, Panzerautos, Angriffe gegen Aufrührer, rasche Anlegung einer telephonischen Verbindung unb endlich vorzügliche turnerische Frei- und Geräteübungen. Den Schluß bildete ein Wettlauf über etwa 2500 Meter, den ißt. Janz in der Zeit von 5 Min. 15 Sek. gewann. Staatspräsident Ulrich verteilte die Diplome und hielt am Schluß der Hebungen eine Ansprache, in der er den Beamten im Namen der Regierung Dank und vollste Anerkennung für ihre teilweise vorzüglichen Leistungen aussprach. Hatten die Gewerkschaften von Anfang an diesen vernünftigen ^iwrdpunkt eingenommen, so wären Mühe, Betchcrudtmtgen und Aufregungen erspart geblieben. Zu dem, was hier angeblich für Ne Verbraucher nicht erreicht wurde, iraren du? ßanbnnrte schon wn Archrng an bereit. Tie Dvohrmg mit der Tvansportsperve, die an einem bestimmten Tage einsetzen sollte, hat viele Händler vevanktzt, noch schnell vorher Kartoffeln zu verladen. Wo sie hingingen, weiß man nicht. Hätte man weniger mit wertlosen Demon- stvatrmien gearbeitet, hatte man weniger gedreht und ruhigeres Blut bewahrt, so hatte sich die Kartoffetversorgung reibungsloser vollzogen. Hoffentlich haben die Verbraucher für die Zukunft gelernt. An die Erzeuger mixten wir wiederholt die Bitte, daß sie die Kartoffeln m erster Linie direkt «n ine Verbrauch« ober cm tontnumafc Ledensrnfttelämter zu mäßigen Preisen abgeben und ba# sie vor allem daraus bedacht sind, solche Personen nicht zu beliefern, von denen ein Verschieben der Kartoffeln zu befürchten steht. up. Vow vorderen Vogelsberg, 6. Ott. Die Kartoffelernte ist nun zu Ende. Wer es nicht zu eilig mit dem Aus machen gehabt hat, dem ist das Warten reichlich betoipit worben. Er bat den Eiliften gegenüber tatsächlich die doppelten Erträge erhell. Exemplare von über 1 Pfund Gewicht ftröb kerne Seltenheit. Bvn den Sorten werden „ater Rhein" und ,Lxvs«l" am meisten gelobt. * mr. Frankfurt a. M., 6. Oft. Wie die Stadt mitteilt, .ist ein Kartvffelpreisab- schlag eingetreten. Der Ladenpreis beträgt 35 Pfennig pw Pfund, was einem Erzeugerpreis von 25 Mark entspricht. ** Treis a. d. L., 5. Okt. Die hiesigen Landwirte haben sich verpflichtet, die Kartoffeln zum Preise von 25 Mark den Zentner abzugeben. * — Friedberg, 5. Okt. Das Kreisamt hat für den Großhandel it a. folgende Höchstpreise ^stgesetzt: Tafeläpfel, 1. Sorte, 70 Mk., Tafelapfel, 2. Sorte, 80 Mk., Kelberäpfel 30 Mk.^ Ta- tednmen 80 Mk., Kochbirnen 40 Mk. Daß das Kreisamt schon zeitig mit dieser Bekanntmachung hervorgetreten, wurde allenthalben begrüßt. Bedauerlich ist es aber, daß sich kaum jemand «an diese Richtpreise hält. So wurden für Kelterapfel durchweg 50—55 Mk. bezahlt, die im vergangenen Jahr nur 30—35 Mk. kosteten, trotzdem die Apfelernte damals nicht so gut ausgefallen war. Müßte man für Apfelwein in der gesegneten Wetterau tm letzten Jahve schon 1,50 Mk. für das Glas /bezahlen, so wird er dieses Jahr auf 2 Mk. und mehr zu stehen kommen. Eine Folge davon ist, daß sich viele Haushaltungen selbst ein Fäßchen Apfelwein in den Keller legen. — Für Kartoffeln werden von Händlern, ine die Dörfer der Wetterau geradezu überfluten, schon 32—35 Mk. pro Zentner gezahlt. Die Kartofftfoerforgwtg. Berl in, 6. Ott. (Wolff.) Amtlich. Dem Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft gingen Nachrichten darüber zu, daß der Vollzug der Vereinbarung, die zwischen den Organisationen der Landwirte und der Verbraucher am 28. September in der Reichs kartoffelstelle über die freiwillige Einhaltung der Preisbegrenzung von 25 Mark für den Zentioer Kartoffeln zustande gekommen ist, darunter leidet, daß infolge des ^fchlusses des volkswirtschaftlichen Ausschusses des Reichstags vom 30. September auf behördliche Festsetzung des Erzeugerhöchstpreises für den Zentner Kartoffeln von 25 Mark, Unsicherheit in die beteiligten Kreise gekommen ist. Demgegenüber erklärt das Reichs- Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft, daß nach den Erfahrungen der Kriegswirtschaft die behördliche Festsetzung von Höchstpreisen oh« gleichzeitige Erfassung der Ware dazu geführt habe, daß die Ware vom offenen Mark verschwindet und im Schleichhandel zu weit höheren Preisen abgesetzt wird. Diese Erfahrungen wurden vom Vertreter des Reichsministeriums in der oben erwähnten Sitzung des volkswirtschaftlichen Ausschusses mit dem Bemerken hervorgehoben, daß das Ministerium deshalb nicht in der Sage Jev, in Rückkehr zur teilweisen Zwan^wirtschaft behördliche Kartoffelhöchstpreise festzusetzen .Freiwillige Vereinbarungen zwischen den Erzeuger- und Verbraucherverbänden versprächen für die aHgemeine Senkung der Kartoffelpreise mehr Erfolg. Dieser Standpunkt ist übrigens durch eine weitere, vom volkswirtschaftlichen Ausschuß des Reichstags gleichfalls am 30. September an- Smmcne Entschließung, die die allgemeine Stel- nahme der Regierung in der Frage der Kartoffelversorgung billigt, anerkannt worden und die Regierung wird weiter an ihm sesthaftsi. ♦ Ein Aufruf des Gewerkschaftskarklls an die Derb räucher. Ter Aktionsausschuß der gewerkschaftlichen Or- gmnsationen für Heften und Hessen-Nassau, hat m seiner gestrigen Sitzung, nach dem gegebenen Bericht seines Vertreters auf der Berliner Konferenz, den dort getroffenen und'bereits durch die Presse veröffentlichten Vereinbarungen nt der Kartoffclpreisfrage zugestimmt Danach ist für ganz Deutschland als Höchstpreis für freie Kart'o)feln ab Verlade- statvon pro Zentner 2 5 Mark ftstgelegt wor- bpt. Für den Freistarrt Hessen bleiben daneben bie Wewnbarungen mit dem Hessischen Bauernbund bestehen, bge eine Abgabe von 10 Zentner pro lM-wgen für 20 Mk. an die wirtschaftlich schmal gcMfenmg vmfteht, und mit deren Lieferung bereits von den Landwirten begonnen wurde. Tiefe Vereinbarungen entsprechen dem Punkt 1H der Berliner Abmachungen und sind antrü(f€rtben Beweismaterials und trotz des Geständnisses sen«s Helfershelfers. ** Kohlenbelieferung. Die Be- zugsborechtlgten (Haushaltungen und Kleingewerbetreibende) werden dringend ersucht, bis spätestens 1. November d. I. sich mit den biö jetzt freigegebenen Kohlenmcngen be- llesern zu lassen, da eine Gewähr für spätere Belieferung nicht übernommen werden kann Ein Anspruch auf Belieferung mit einer be- Ihmmtert Kohlensvrte besteht nicht. An Kohlen lagern zur Zeit bei den Handlungen Stein- kohleftbriketts, Anthrazit und Koks in ge- nügertber Menge. Welche Kohlemnengen auf die freigegebenen Nummern bei- ausgegebe' nen Karten bezogen werben können, ist aus dem Anzeigenteil ersichtlich. lahres- ^wen wer > Auszuge, toatn nicht ht die Versen kmrg, h) doch daß ba bei 1 sinter die Kulissen verschwinden lasten. zz. dungs kämpf Gehrmmm gegen Alt siegte Gehrmann in 28 Minuten. Dieser Kampf wurde sehr auf» St geführt, da beide Ri m haben und keiner na Sh die Ohren gern wollte. dir 8eiüdiou| geragten erfi HruildsaS' ,/ int" gelten 1 M und schc Hrrickk W fchms. lm.Dar «uirteilte ivtrcKrej en 9. tJtbruo heim etbroifi ltbenslar Än Zuch ter «nbem ei? 'Sitterfi «W 2D X. Bad Orb, 6. Okt. Bei dem $r?nA^em€rr «roßen Scheune im Weiler Neuhof (Unterfranken) sind drei Hamsterer auf tragische Weise ums Leben gekommen. Sie haben «den Tod in den Flammen gefun- ittn. Es smd dies drei männliche Personen aus Fürth und Nürnberg, die sich gegen Aushändigung von Getreide erboten shatten, beim Dreschen mitzuhelfen. Sie waren auf dem Speicher der Scheune beschäftigt und konnten ich infolge des raschen (Umsichgreifens des Feuers nicht mehr retten. mc. Frankfurt a. M., 6. Ott. Der Verband hessen-nassauischer gewerblicher Genossenschaften r ' ~ - renammlimg ob. Die \ <1, (Ein 'Wai tt» I Vk 1 ta- no® . ■ m* I -MlM.kon lEnüf % -Suing von rjite durch, ßijtifkrialbrt raus bdm psiiMor bst tjnbige £« Lalräer rc deshalb' r® ArjaÜM Kfl’c Si-fiärun yiübai hatte, Khrlritbfig jßorwfirfe übt: loB irr Räch Siebener Stadttheater. Gießen, 6. Oktober. Meoea. Tvauerspiel von Franz Grillparzer. Ob Medea nicht deshalb in den Gesichts kreis der Theaterüeitung gerückt wurde, weil man es kürzlich in Darmstadt gegeben hat? Die BermutM liegt nahe. Denn wollte man den zu wenig gk- faselten Grillparzer bringen, so komfte man ein blutwärmeres Werk bringen, es brauchte nicht „Des Mveves und der Liebe Welle" zu sein, aber die „Sappho", oder die ,^Züdin von Toledo", ober eines seiner Lustspiele. Nicht jedoch das Schlutz- stück einer Trilogie, deren Telle notwendig in- emmider greifen und sich wechselseitig bedingen. Das Verhängnis des „go(betten Vlieses" einer griechischen Parallele zum ftuckchela denen Nibelungenhort sollte nach Grillparzers Angabe eint Illustration des Schillerschen f^i-ses sein: „Daj ist der Fluch der bösen Tal, daß sie fortwährm- Böses muß gebären". Aus dem Schlnßstück'geht diese Mmcht kaum IjerDor. Auch die seelische 6itt> Wicklung Medeas, deven ursprünglich reine Seelt von dem Grauen, den das Blies für sie im Gefolge hat, verdüstert wird, bis sie selbst das M schafft, wird nickst deutlich genug. Man könnte fast meinen, es handle ftch, modern gesprochen, um eint Mesalliance, von der sich die gute Gesellschaft zu- rückzieht, bis die Deklassierte auch von ihrem Galten verstoßen wird und sich auf niederträchttge Weist rächt, in dem sie die Nebenbuhlerin aus der Sanft voll? mit Kupfervitriol übergießt und ihre eigen« Kinder ermordet. Diese Art der Darstellung ist selbstverständliä Grillparzer Unrecht angetan. Aber daß man zu ihr versucht wird, zeigt, wie innerlich kalt man bei dem auf hohem Kothurn schreit enden Pathos, der glücklicherweise auf vier zusammengezogenett fünf Auszüge bleibt. Die vorherige Auf- ßührung der „Wtfreunb" und der „Argonauten" und „Medea" würde sicher das ganzc Werk näher bringen, weil es die seelische Verfassung der Hauptgestalt verdeutlichte. Darm wirrten auch die Greuel des Schdrsses, die in der Medea- Tragödie des Euripides ganz anders als letzte Auswirkung eines unabwendbaren Schicksals erscheinen ans der sich fvrtzeugenden Blutschuld verständlich« Dann wären fte das graufiae Sinnblld von Me deas Schlußworten: „Was ift der Erde Glück? -7 Ein Schatten! Was ist der Erde Ruhm? — Ein Traum." Schade, daß man nicht warm werden tonnte denn auf bie Aufführung war sichtlich viel Müht betten bet. Diesmal -fei zuerst die szenische Ein- Reibung hervorgehoben. Sie brachte uns endlich den längst ersehnten Rundhoritzmit, der auf der Guckkastenbühne eine p"asrische Raumwirkung ek- möglicht. Die Bühnenbilder waren denn auch f6 eindrucksvoll, wie man es nur wünschen konnte und dem technischen Personal, das den Rund horipont in der Thsalerwerkstätte angefertigt hat, gebührt aufrichtiger Dank. Unckatzftenervfticht die Warengenvffenschaften bot Konsumvereinen und Füialgeschäf.en glftch geachtet werden und nur mit dem Hauptgeichäftsumsc» besteuert werden. X Hanau, 6.Okt. In der Sammel- wafenmeifterei bei Hanau hatte man feit längerer Zeit den Abgang von Fleisch gefallener Tiere bemerkt und die lieber» zeugung gewonnen, daß das Fleisch für unlautere Zwecke Verwendung finden würde. Die Kriminalpolizei hat Licht in diese dunkle Sache gebracht. Der in der Sammelwasen- nveisterei tätige Metzger Weichkopf h HaftL^ tvrg 2 560 950 der Geschöf.santeile 1 656 753 Mark, an Reservefonds 68 507 Mark an Rem- gemwi 293 631 gj&f. ^er feem betrug 2355 der Abgana 302. Die Gesamt- mngliederzahl belauft iuh auf 7886. Nach einem Referat von ZuAzrat Dr Mbertr-WieSboden übet eleucrfcagen, trat hwi dafür an, 1 " Landkreis Gießen. i. Langsdorf, 5. Okt. Das hiesige Rat- baus, d«rs vor Jahrhunderten der Stolz der Altvordern war, aber in der nationalistischen Zeit nuten und außen verunstaltet, und später noch sehr vernachlässigt wurde, geht zur Fvvide derer, die an der Erhaltung alter Baudenkmäler ein Interesse haben, der Vollendung seiner WiederherstÄlung unb stilgemäßen Erweiterung entgegen. X Mainzlar, 5. Ott. Ludwig Kreilina und Friedrich Becker von hier gerieten während des Weltkrieges in russische Gefangen- chaft. Kreiling gelang es tm Mai ds. Js., sich durch Flucht aus der Gefangenschaft zu befreien und in die Heimat zurüc^ukehren. Heute nun langte auch Becker daheim an. Gesangverein und Gemischter Ehvr brachten ihm ein Bändchen. Mit Becker kehrte der letzte Gefangene aus unserer Gemeinde wieder zurück. tt. T r e i s a. d. L., 5. Okt. Gestern nachmittag wurde der 17jährige Arbeiter Ludwig Theis von hier im Nuhn'schen Sägewerk zu Lollar so unglücklich von einem absprinHenden' Holzstück gesen den Leib betroffen, daß er ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. In der Nacht darauf trat eine schwere Blutung ein, die den «Arzt veranlaßte, ihn zur Klinik bringen zu lassen, hvo er heute verstorben ist. Kreis Alsfeld. up. Aus dem Ohmtal, 6. Okt. In den Ohmtalorten herrscht gegenwärtig ein erhöhtes Interesse für elektrische Lichtanlagen. Das Beispiel der Gemeirrden Merlau und Groß-Eichen, die ihre Wasserkräfte zu diesen Anlagen wutzbar machen, wirkt ermunternd. In Ober-Ohmen hat man es mit der elektrischen Anlage so eilig gchabt, daß man schon mit der Installation in den Hausern begann ehe noch die behördliche Genehmigung da war. Kreis Büdingen. -L Büdingen, 6. Okt. Nächsten Sonntag trifft das neuvermählte Fürstenpcrar hier ein. Die Einwohnerschaft trifft Vorbereitungen für einen würdigen Empfang. Auch die Schulen und Vereine werden sich an der Empfang feier und dem Fackelzug beteiligen. _l_ Wenings, 5. Ott. Die Maul- und Klauenseuche tritt hier sehr heftig auf und hat große Lücken in die Viehbestände gerissen. Es sind berefts 20 Kälber, 9 Kühe, viele Ziegen und Schweine auf den Schindanger gekommen. Ter Schaden ist sehr groß. Auch nt der gesamten Nachbarschaft mit Ausnahme von MerSeAftitz und Steinberg wütet die Seuche. Kreis Friedberg. -L Büdesheim, 6. Ott. Eine allgemeine Kaninchenausstellung fmbet nädtftat Sonntag hier statt. 300 Nummern sind gemeldet. Kreis Wetzlar. va. Wetzlar, 6. Okt. Tie beiden Kreis- deputierten, Pft. Bausch-Ädlschhausen und Direktor Adolf 5Ähler-Wetzlar, wurden als Abgeorbnete für den Priovinziallandtag gewWt. Hessen-Nassau. Als Medoa stellte sich Rose Ettka von B ra r>" deck erstmals vor. Unsere Bühne bat in ihr al^ Hewine eine gute Kraft gewvnnen, bereu W Vorzüge echte Leidenschaft ein ttMtgvvlles Osgan uni- plastische Gebärden sind. Was ihr gclang, war seelischer Aufruhr und ttxiflt1*61 Schmerz. Dagegen war der dämonische Einfchlan. ohne den Medea nicht zu denken ist, viel zu schwach Auch blieb sie in den beiden letzten Men zu btt uni) ui lange auf der gleichen Gefühlshöhe, W ermüdend wirkte Artgemäß als Kvlchervi staue neben Medea ihre Amme (Auguste Marcke- Else Koop blieb auch in der Kreusarolle tenv pevamentlos, tn der Bewegung unfrei und kam über nüchterne Deklamation nicht hinaus. D« beiden unmämtlichen Schwächlinge, bet Held Jasov und der König Krcvn wurden von Mrl Z uhnk« und Harry Noebert gegeben. Es ist schwierig einen Helden zu mimen, der im Grunde ein 3äm> merling ist. Karl Juhnke versuchte sich daran mit chrlickiem Wollen, das sich belohnt machte Der König hätte imposanter sein dürfen. Unerträglich wird auf die Tauer das Ansingen kber Satzes von einem tieferen Tone aus Kail Bola sprach als nnhtoger Hevvld der Ämphiktyonen Adolf T e l e k y als Spielleiter sei für erfreulich« Streichungen gebankt. Seine versländnisoolle Regtc muß auch diesmal vvll aner&cnnt werden. Nui möge er den störenden Rest von des Königs Ge- folgc während her Zwiesprache mit Jason im erftö . Kol Lj^ttftens 1 »nun ft?' SS»"- 1011,95 1014,05 1018,95 1021,05 931,55 933,45 Berlin Abend- Abend- Schluß» Schlutz- 67,37 160. 172,50 241 324,50 339,25 341, behördliche Anzeige». 10629B 10635D Oetkers Rezepte 82,65 17,85 22,53 23,03 12,22 17,62 5.10. 10,17 289,25 305,- 568,- 503,- 184,50 183,- 610,- 232, 475, 227, 469, 320, 173,80 219,70 219,25 61,68 425,55 573,- 500,- 402,50 299,50 239,50 >63,75 315,75 228,75 204,- 171,- 1953, 452, Kurs 5 10. 79,50 Kurs 5. 10. 79,50 68,37 178,20 251,30 223,25 63,82 424,45 Kurs 6. 10. 79,50 22,90 82,85 17,89 174,20 260,30 219,75 63,82 426,45 11,75 8,20 546,- Amsterdam . Kopenhagen. Stockholm. . Wien.. . . Gtnblbrabtmntraflee für jede Bettstelle nach Mab. an Jedermann. flntnloQ frei, ««hv Eixeie^btilxbr. Sahl LTh. 177,80 250,70 222,75 63,68 423,55 886,60 838,40 889,10 890,90 889,10 890,90 891,50 893,40 1251,25 1253,75 1271,20 1273,80 Franks,rt a. M, 5. Ofct. revisenmartt. GOrsenkurss. Frankfurt 6.10. 9,65 11,15 8,- f Taehhandlmig > BAUER Mol!keitr.22-Feni:pr.269 k Qualitätsware i zo billigen J Preisen, Marburg, den 4. Oktober 1920. Stadtbauamt: Köfter. 296,50 240,- 459,75 242,- 449,- 832,50 Datum- TTmflertoin« Botterb. BrRsfel-Antrverpen f briffianto..... Kopenhagen .... Stockholm. , 229,88 457,- 324,50 brr ausgegebenen Karlen bezogen werden können: ki Haushaltungskarte Nr. 1: 5 Ztr. Kohlen, „ „ 2: 5 „ Koks, Z Zusatzkarte „ 1,2, 3 u.4: je 1 Itr.Kohlen, K Kleinhandwerkerkarle,. 1, 2 u. 3: je 3 3Tr- Kohlen, E Karre für Einzelpersonen Nr. 1: 1 Ztr. Eiformkohle. An Stelle von Kolben können Braunkohlen in doppelter Menge bezogen werden. Bietzen, den 5. Oktober 1920. London...... New-Portz..... Paris....... Scharet,....... Spanien..... Wien (altes) . .. Deutfch-Oesterr. akg Prag........ Budapest.. Bulgarien .... Konftantlnopet. . . 22,47 22,97 82/)2 17,48 Markf-Krr^ öbnuittn. '"*1 Kirchliche Nacbvichten Israel. Religionsgemeinde Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Samstag, 9. Ott. Brrabd. 5.30. Morg. 9. Abds 5.55 u 6.35 Uhr. Israel. Religions - Gesellschaft. Sabbatfoier, 9. Ott. Freitag att>. 5.20. Samstag t»nn. 8.30, nachm 3.30. Labbatau-sgang 6.35. — WochengotteSdienst: morg. 7.00, abds 5.00. 285,- 296,50 550,- 508,- 404,50 369,75 337,- 383,- 336,75 Hühneraugen Hornhaut, Schwielen u\Xhrzea beeil 5ch aell, 5idi£Tujdiin02b 1/ t - । WOOOOfozhbwflai Kukirol PreisM. 3. — hi Apofheken uöro^erien eihöltlki Drocerle Moll. Bahnhofetr. t»l. Vogf sehe Privat - Handelsschule Gießen, Goethcstr. 32 Fernsprecher 2064. Tages- mioc u. Abendkurse in sämtlich, kaufmänn. Unterrichtsfächern. Beginn neuer Kurse 18. Oktober. Anmeldung täglich. Ausf. Prospekte frei Mrarkaottera«-«^ Datum.- 1957,- 1983,- 1987,- 453,- 44955 450,45 Darlehen, Finanzierungen in jeder Höhe, Hypethehea, Beteliiingia werden zu den Rünetiffsten BedinfjunRen gewährt (,w*c Fliaaile Tierolf & Co., Onenhaeh a. Lata. Wilhelmstraie 31IL 185,25 181,50 609,- 375,50 386,- 374,75 292,- 298,- 548,50 501,- 400,- 300,- 225,- Deld Brief (gelb Sri«! 5. Ofct. 6. Ofct «« Nt '“K i« Mm M. Oft. ü> für das Simfttor 9 tat in 92ün6r'i Sfct bei h btt Messe vorgeA ^gleichzeitig bei i imben. KurS 6.10. 79,50 68,30 63,10 66,10 164,- 313,- 228,50 205,- 172,- 158,50 185,- 182,- 610,- 373,50 382,- Verdingung. Die Ausführung der Dachdeckerarbeiten zu dem Neubau von 5 Häusern mit je 6 Kleinwohnungen am alten Kirchhainer Weg soll in fünf Losen öffentlich vergeben werden. Die Unterlagen können vormittags zwischen 11 und 1 Uhr auf dem Stadtbauamt eingesehen werden oder von dort, soweit der Dorrst reicht, gegen eine Gebühr von 2 M. bezogen werden. Angebote sind bis zum Montag den 18. Oktober, vormittags 11 Uhr, auf dem Stadtbauamt mit ent- sprechender Aufschrift einzureichen, woselbst auch die Eröffnung der Angebote unter dem Beisein der etwa erschienenen Bewerber zu genanntem Zeitpunkt statt, findet Zuschlagsfrist 4 Wochen. Bekanntmachung. Soweit möglich, wird die Stadtoerwaltung auch in diesem Jahre eine beschränkte Anzahl Wellen Fichtendeckreiser an Private abgeben. Wer solche zu beziehen wünscht, wolle dies bis fpLiesten» 12. Oktober d. I. auf dem Stadthaus, Gartenstrahe, Zimmer Nr. 7 anzeiyen. Der Preis für die Welle beträgt 1L0M. und ist bei der Bestellung zu entrichten. Schriftlichen Bestellungen ist der Betrag beizufügen, andernfalls solche unberücksichtigt bleiben Die Lieferung erfolgt frei vor das Haus. Weniger als 3 Wellen werden nicht abgegeben, auch kann eine Gewähr für Lieferung von mehr als 50 Wellen nicht übernommen werden. Bietzen, den 30. September 1920. [10513B Ter Oberbürgermeister. I. B.: Dr. Rosenberg. Arbeitsvergebung. Die für den Umbau der alten Ohrenklinik erforderlichen Weitzdtnderarbeiten (2 Lose) sollen Dienstag den 12. Oktober d. I. norm. 10 Uhr öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin an uns einzureichen. Iuschlagsfrift 14 Tage. Gietzen, den 5. Oktober 1920. 106558 StadtbLULMt Gietzen: Braubach. kr I 1 hotte !>• ion8ieißk ÄS K-SSd Datum 5e/0*Deut.Ä riegsant 4', ,Deut.Neichsanl. Z^^Deut.Reichranl. 4' ^Preutz. Konsolr Darmstädter Bank Deutsche Ban'i. . . Disconto- Gesellsch. Dresdener Dank . Nationalbank f. D. Mitteld.Creditbank H.-Amerlk.-Paketf. NorddeutscherLloyb Boch.Gugstahlwrk. D -Luxemb.Bergw. Gelfenkirch. Deraw. Harpener Bergbau Obecschl. Eisend.-B. Oberschles.Eisenind. Phönix-Drgb.'Akt Dad.Anilin-u.Soda höchster Farbwerke Elektr. A. E. G.. . Schuckert-Werk«. . Felten - Guilleaume Daimler...... Bud.Eijenw.-Akt Adlerwerk« .... 4°/,Heff.ötaatsanl. Electron Griesheim zeichnen. Tie ausgezeichneten Preise gelten als PrerSforderung, ine nicht überschritten werden darf. Für den Berkans von verttetbaven Waren, die nach Zahl, Gewicht ober Grütze verkauft werden, genügt die Angabe des Preises für die be- trrtienbe Menge oder das Matz. $rür Waren, die serienweise ober nach Gattung m gleichartigem Exemplaren zum Berkaus gestellt werden, genügt im Schaufenster diese Angabe des Preises an einem tück der betreuenden Serie ober Gattung. In Zweiselssällen entscheidet das Kreisamt. Zuwiderhandlungen werden aus Grund des § 17 Ziffer 2 der obengenannten Bekanntmachung mit Gefängnis bis zu sechs Monaten und mit Geld- strase bis zu 1500 Mk. bestraft. Bezug von Nährm ittel. Es sollen aus gegeben werden: Für brotaetterdeveriorgmigs- bercchttgle Kinder bis zu 12 Zahven (rote Karle) auf die Marke Nr. 67 250 Gramm Haferflorken in '/r'Pfttnd-Packungen zu 1.05 Mk Entgegen dem icitbirigen BerteUungsverfahren ist diesmal eine Borbcstellmtg durch Abgabe der Bestell marken nicht erforderlich. Ter Bezug der Dafcr'locken kann vielmehr in der Zeil vom 5.—15. Oktober dl rett gegen Abgabe der Marke 67 der Nährrnittel- karte B (rote Farbe) bei einem Kleinhändler des Wohnorts erfolgen. Tabei ist die Nähr mittel karte mit vorzulegen. Einzelne abg-trennte Marken sind wertlos. Mit dem 15. Oktober verliert die Marke 67 ihr- Gültigkeit. Fernsprechanschlutz de s Amts - oeterinärarztes. Nach Mitteilung des Telegraphen« nftes Gietzen wftd der Fernsprechanschlutz des Amtsveterinärarztes Dr. Stern vorn 1 Oktober ab die Nummer 1080 erhalten. Die Schaf räude ist in der Gemeinde Lungen festgestellt worden. Gemarkmrgsspcrre ist verhängt. Dienstnachrichten des Kreisamts. Die Maul- und Klauenseuche in Siche risst a u s e n (Kreis Marburg) ist erloschen Tie ungeordneten Schirk- und Sperrmatzregeln sind cruf- gestoben. — Karl Be cke r von Rabertsl-ausen wurde von uns zum Gemeinderechner für die Gemeinde Rabertshausen ernannt und verpflichtet. er US dem rrmtsverriindigungSblatt. ** Das AmtSverkündigungSblatt Rr. 144 vom 5. Oktober enthalt - Ausführungs- Anweisung zu der Verordnung über Maßnahmen zur Sicherung der Fleischversorguna. — Entwaffnung der Zivilbevölkerung. — Verpflichtung W-n Preisaushang für den Äerkcruf von Lebensmitteln und Gegenständen des täglichen Lebens- bedarfs. — Bezug von Nährmitteln. — Versorgung der Pferde' mit Daser. — Fernsprechanschlutz des Amtsveterinärarztes. — Viehseuchen — Dienstnachrichten. Entwaffnung der Z iv ilbev ölke- ruiio. Zur Behebung von Zweifeln wird noch mitgeteilt, daß Gewehre und Karabiner 88 unter $ld der ersten Aussührungsbestimmung fallen, mithin abliefcrungs pflichtig sind, nicht dagegen Gewehre 71 und 71/84. Be rpfl ichlun g zum Preisaushang ü v den Verkauf von Lebensmitteln und Gegenständen des tägl ichen Lebe nsbedarfs. Auf Grund des S 12 Ziffer 1 der Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 35. September 1915 betreffend die Errichtung von Pvrisprüsungsstellen und die Versorgungsrege- lung (Kreisblatt Nr. 89 von 1915) wird mit mfortiger Wirkung für die Landgemeinden des Kreises angeordnet: Verkäufer von Lebensmitteln Md l^egenflcrnben des notweirdigen Lebensbtt,arfs haben di' Berkausspreise für die zum Verkauf ge- iteüten Waren in deutlich sichtbarer Weise entweder auf den einzelnen Waren ober den Bebäl- nrm, in denen sich Waren der gleichen Gattung Md Preislage befinden, anzubringen. Insbesondere sind auch alle derartigen Waren, die in beit Schaufenstern ausgelegt sind, mit Preisen auszu- GerichtOsaal. BtleSig»«« des Rnchspräfiventtn. München, 6. Ott. /WTB.) Deute nachmit- itog Ttntb vor dem Schwurgericht I die Berhand- Jjmgab und bas unmittelbar nach den Reichstagswahftm sein Erscheinen einstellte. Freksa hat nach her Anklage in der Sondernummer, die sich ausich'ietzlich mit dem Reichspräsidenten und ht^rionberc auch mit dessen Privatleben beschäftig»', den Reichspräsidenten der Trun kenste l t, les Besuches unwürdiger Lokale und der Be ste ch l i ch kei t bezichtigt U a hatte der An- »»ttagtc mehrfach daraus angeiplelt, daß der Rcick>sPrä ident ständiger Besucher einer berüchtig- tnt Berliner Nachtbar gewesen sei. In der Beweisaufnahme konnte der An.vttagtc zu seinen Behaup- nmfgen keinerlei Beweis liefern Er hatte aus die Rurnung vr>n Zeugen überhanvt vernichtet, dagegen ipurbe durch die Zeu,«n des Nebenklägers, durch Ministerialdirektor Dr. Meißner, Leiter des Bureaus b.nm Reichspräsidenten sowie durch den 1115111. ödior des Reichspräiiderucn Tappe und durch b:n 0)eschäftssührer der >tolibri-Bar die vollständige .Haltlosigkeit der Beleidigungen dar getan. Ter Urlretcr der Anttage, Staatsanwalt Jahn net deshalb dem Angeklagten, durch eine unumwundene Erklärung feine Vorwürfe mit dem A >s- brurf de^ B dauerns ziurückzunehmen und die ‘ >cn des Verfahrens zu tragen. Nachdem der Angeklagte diese Eittärung abgegü'eu und ausdrücklich hervor- geboben hatte, datz er sich von der obiekttoen lln* tnahrlxnt der gegen den Reichspräsidenten erhobenen (Tunintirfc über»euft habe, betonte der Vertreter des Acb nk.ägers, Rechtsanwalt Konrad tzautzmann, datz der Reichspräsident nur seine bürgerliche Ehre hätte schützen wollen und im öffentlichen Interesse hätte schützen müssen. Nachdem dieser ZwÄ durch die Bcwcisouftrahme und die Erklärung des Angeklagten erfüllt sei, könne der Reichspräsident den Grundsatz: „Gazetten dürfen nicht genieret werden gelten lassen. Er nehme die Tttrttage daher zurück und schenke dem Angeklagten die Strafe. Das Gericht beMotz hierauf die Einstellung des Verfahrens. rm. Darmstadt, 7. Ott. Das Schwurgericht verurteilte heute nacht den 20 Fahre alten <^chuh- mackvr Kreher aus Schaafheim bei Dieburg, der em 9. Februar dv (Eotfrau "LerscAracher in Schaafheim erdrosselte und etwa 3000 Mk. raubte, zu lebenslängl ichem Zucht baus und vier Fahren ZuclststauS sowie den üblichen Nebenstrafen. Der an dem Diebstahl beteiligte Arbeiter Krause aus Bitterfeld erhielt 5 Monate Gefängnis, abzüglich 2 Monate Untersuchungshaft. MIM«. lieben, 6. Dürfe I «. !Grillparzer. I tlb in den (Sfi'tdyiJ tobe, tral mm e- 3 hat? Die SermrJ nrni bat zu nxnii) at, so bmjtt rnrnl M, ti brmidxt J Belle" zu sein, adel bin von Toledo". | iHt jedoch bas 1 Teile notwenbt’j 1 wechselseitig tacJ »Ibatcn Wes" 1 1 füidibdcbaia hl Dariers 2n»ik j fen Verses fein: .1 1, d-tz fr ferttoäl dem SchkuWik I Mch be sedisih M csprünglich reine ■ i Wies für sie ia| bis sie selbst dal! gmug. Man timet'1 xm gesprochm ^'s bie gute ©eidlfH je and) von iimH Vs Niederträchte.^ ümh lernt aus derlss ergscht und ihre e- E rote umerlub mt scbvettknbell i^ )itt zusammen«^. Die t>or:enj< td" lll'd dn ' - Ärde W...M es die |edil Nach einer Meldung des Fournal ist der Gosetzenttvun über die .Herabsetzung der Dienstpflicht euf zwer Jabre fcitiggeftrnt. Er soll den Kammern fofort nach ihrem Wtederzusam mmtritt vor gelegt roerben. Eine internationale Freihandelskonferenz. Paris, 5. Ott. (WTA.) Nach einer Privat- Meldung des Temps and London trat bart unter bem Protektorat bes Eobdcn-Klubs eine internationale Freihan de lskvn seren z zusammen. 200 Delegiette sind anwcse.id, die folgende Staaten vertreten: England, Deutschlcmd, Frankreich, Italien, Japan, Oesterreich, Belgien, Ungarn, Holland, sttutzland, Finnland, Schweden, Polen, die Schweiz und die Tschecho-Tlowakei. Die Vrrhündlunukn in Riga. Riga, 6. Cft. ,WTD.) Tie Don der polnischen Delegation ibgegebenen Erklärungen find gleichbedeutend mit der A b wc i fuug der neuen Friedensbedingungen der B.'l- schcwisten. Die rerfdtaebenen ftbmmil'tonen, in nie die polnische Telegativn cingeteilt ist, sind sich einig geworden, eine sofortige Antwort von Joffe über die ostgalizische Frage »1 verlangen. Tiefe Frage scheint indessen keine Schwierigsten mehr zu bereiten. In einem Gespräch erklärte der b»l- scht-unstifchc Vertreter Monistf ki, datz Ostgalizien chs ein ukrainisches Elsaß bezeichnet werden könne. Der polnische Heeresbericht. Kopenhagen, 6. Ott. (MDB.) Nach einem Telegramm aus Warschau besagt der polnische Heeresbericht: $ni Norden brachten wir dem 5-embe bei feiner Verfolgung eine grotze Niederlage bei. Oesttich von Baranonntschi haben unsere Truppen nach hartem Kam^e Swojatitschi und P 0 dschi besetzt. Dort wurden 200 Gefangene gemacht und 23 Maschinengewehre erbeutet. Infolge imseres schnellen Borrückens wird die Panik in den Reihen des Feindes täglich sichtbarer. Die 104. Sowjetbrigade, der es nicht gelungen war, schnell genug sich »urück-uziehen, fiel bei Horodysce in unsere Hand, darunter der ganze Generalstab Südlich des Pripjet hat unsene Kavallerie bn einem tapferen Angriff die 4. Sowjet div isi ongeschlagen und 1200 Gefangene gemackst. «sechs Maschinengewchre und zwei Geschütze wurden erbeutet. Die Sozialpolitik in Spanien. Madrid, 6. Ott. (WTB.) Havas. Minister^ Präsident Dato begab sich gestern zum König und kündigte ihm an, datz er beim Zusammentritt der neuen Cordes eine Anzahl Gesetze einbringen werde, dicdensozial en Frieden n>ifbcrt)edtdlen und jegliche Terror bekämpfen sollen Die Regierung tzaabsichtise eine Art Obersten Rat xu bilden, der bre Ernzelheiten der neuen sozialen («rseygebung ausarbeiten solle. Dato kündigte weiterhin die Ab auteamg des Dienstpflichtgesetzes sowie eine beträchtlich« Erweiterung des Schiffsbau Programms an. Den in einigen Monaten einzuberufendim Cor les wird auch die Erhöhung der EiftirLahntarife zur Beratung vorgelegt werden. Der Ministerpräsident ichloß anit der Lwffnung, datz die neuen Cortes chm gestatten werden, sein Programm in einer Atmosphäre der Arbeit und internationalen Harmonie aus-u führen. Gelüsölwer in Oesterreich. Wien, 6. Ott. (WB.) In der Striat- sache gegen 20 Mitglieder einer Fälscher- bände, i«lche 1000-Kronen-Nc^en mit dem ttturty geahmten Ltempeldnuk in Teu'.sch-Oesterrrich in den Verkehr brachten, wurde das Urteil gefällt. Es wurden Strafen bis zu 2 Jahren Stfertcr verhängt, 4 der Angeklagten wurden fveigespro- cken. Tic Hauptschuldigen Meier und Scheuermann sind geflüchtet und werden stecILrieflich verfolgt. Tic do n ihnen hinterlegte Kaution wrrd als verfallen erklärt. Streuselkuchen. Zutaten: 250 g Mehl, % Päckchen von Dr. Oaflcer*« „Backta“, 70 g Butter oder Fett, 40 g Zucker, % Päckcheo von Oetker'i Mikb- Eiwtißputver, y4 Liter MHch oder Wassfcr. Zutaten zum Streusel: 150g Butter, 125 g Zucker, K) g Zimt, 150 g Mehl. Zubereitung: Butter und Zucker werden put gerührt, dann gibt man das Fiweißpulver, das mit dem „Backki“ gemischte Mehl und die Milch hinzu und arbeitet alles gut durcheinander. Der geschmeidige Teig wird auf einem gefetteten Blech ausgerotlt und mit zerlassener Butter Oberpinselt. Zu dem Streusel läßt man die Butter schmelzen, gibt dann Zucker, Zimt und das Mehl hinein und rührt die Masse gut durcheinander. Man streut den Streusel über den Kuchen und backt ihn bei Mittelhitze. ___Stadt. Brennstoffamt._______________ Materiallieferung. , Mittwoch den 13. ds. Mts, vormittags 10 Uhr, ftoen die zur Teilkanolifation des Iudengrabens in »arbcnteich erforderlichen Materiallieferungen öffentlich vergeben werden. ~3ei dem Unterzeichneten können die Bedingungen vngefeh'n und Angebotsunterlagen abgegeben wer» om. Letztere sind bis zu obigem Termin bei der -öurgetmeifterei Garbentcich einzureichen, woselbst ro,Inu!y 'n Anwesenheit etwa erschienener $e- eetber stattfindet. (Biegen, den 5. Oktober 1920. 106388 Ter hessische Kreisbauinspektor: Tellarius, Baurat. Handel. Berlin, 6. Ott. Börsenstimmungs- bild. Tie Börse war weniger unternehmungslustig und zu Abgaben geneigt, da der teilweise Streik der Elettrizitätsarbefter, bie ArbeitSlioscn- demonstvationcn und angeblich neue Steuerpvoiekte, durch die hauptsäckstich Wertpapiere getvosftn werden sollen und ferner das neuerliche Steigen ber Tevifenkurse verstimmten. Das Angebot überwog, führte aber nur ausnahmsweise zu erheblichen Rückgängen in einzelnen Papieren. Höher waren Lösch, Daimler gewannen 12, Mln-R)tt>oeiler 4 Proz., dagegerr waren Buderus 13, Bismarckchütle 11, Tcutsch-Luxemburger 7, Laur-ahütte 9, Adlerwerke 10 und Gebr. Böhler 12 Pv)z. niebriyr. Baluta- papvere waren im Einklang mit ber Steigerung der Dividenden kurse höher. Frankfurt 0. M., 6 Ott. Börsen- stim mungSbild. Ter Montanaktteniri artt zeigte röte wesentliche Erholung und wurde gegen den Stand der Mittagsbörse in der Mehrzahl höher umgesetzt. Phönix Bergbau waren besonders gesucht uTtb erzielten eine Steigerung um 20 Pvrz. auf 573 bis 577.—. Gelsenkirchen 4 Pnoz. ber festigt, 385 bis 387. Rheinsttchl Ä)5.—. Mannesmann sind 6 Proz. gebessert, 510.—. Westeregeln abgeschwächt, 993.—. Mexikaner waren nach Steigerung wesentlich ruhiger, doch vorwiegend behauptet. 5pr^. Silbermex. 497.—. öproz. Gold- mer. 665. 5pvoz. Tehluantepec 401.— 3proz. Mcx. 330.—. Am Industrie markte sind Ledert. St. Ingbert 380 plus 9, Vereinigte Oelsabriken 385V2 Plus 8^9, Spannerei Eltlrngen stark gesucht. Adler werke Kleyer 324V- Plus 71 2, Daimler gewannen 6 Pruz auf 241.—. Lebhaftes Geschäft hatten ferner Zellstoff Aschaffenburg, 500.—. FrLnkifd)e Schuhfabrik notierten 279*/». Schlickert 2391 2. Zellstoff Waldhof 4701 2. Bankaktien bewahrten feste Lxrltung. Lchmttungbahn 623 — Westsict- lische E. B. 132.— plus 7 Pvoz. Baltimore Ohto 463.—. Im freien Verkehr, der ruhiger lag, wurden genannt: Deldbuvg 342, 343, Lederwerkd 173—, Benz 247.—, Deutsche Mchd^inen 308—, Tolzmann schwach, 238 — öproz. 3tdMmIdiK 79'/, Pv^. Kohlen Belieferung. Die Bezugsberechtigten (Haushaltungen und Klein- Aewerbetreibende) werden hierdurch dringend ersucht, bis spätestens 1. November d. I. sich mit den bis jetzt fttigeqebenen Kohlenmengen beliefern zu lasten, da eine Gewähr für spätere Belieferung nicht übernommen Derben kann. Ein Anspruch auf Belieferung mit einet bestimmten Kohlensorte besteht nicht. An Kohlen lagern z. Zt. bei den Handlungen Steinkohlenbriketts, Anthrazit und Koks Tn genügender Menge. Nachstehend bringen wir nochmals zur Kenntnis, »eiche Kohlenmengen auf die freigegebenen Nummern (3r einem Teil brr Auflage nheb.'rMtJ Die preutziiche Schulpolitik. Berlin, 6. Ott. (WTB) Wie der „Berliner Lokalan-eiger" meldet, werden durch den Beschluß dos preußischen Kultt«i Ministeriums, höhere Schulen, deren Schülerzahl unter 25 sinkt, a u f- zulösen, das berühmte Domgymnasium in Naumburg und die weltberühmte Schulpforta g-e- fährdet. Der Fall Eifenbergkr. M ün chen, 5. Ott. (WTÄ.) In der heutigen Sitzung des Gefchästsordnungsausschusses oes bayerif chen Landtages nmrbc ein Antrag der USP. auf sosorttge LmstentlassuTtg des kommunistischen AbgeordnCien Eisenberger, der wegen Aufreizung zum Klassenhaß und Gotteslästerung zu -n>ei Jahren Gefängnis verurteilt worden ist, mit allen Stimmen g^gen die Stimmen der beiden sozialdcrnokratisck)en Pchtteien abgelehnt. Aus dem Ssarrevier. Berlin, 5. Okt. Das „Berliner Tageblatt^ bespricht den Uebergang mehrerer deutscher Zeitungen an der Saar in französischen Besitz und führt einen Abschiedsartikel an, der feit 1743 im Besitz derselben Familie gebliebenen ,)2aarbrücker Zeitung", die jetzt gleichfalls in anderen Besitz übergegangen sei. Das französische Budget. Paris, 5. Ott (ÄB.) Tas französische Budget für 1921 wird sich auf rund 26 Milliarden Franks belaufen ge@en 22 Milliarden in dichem Jahre. Der Mehrertrag entfällt zum Teil auf das Budget des KftiegSministerrums. Em sogenanntes außerordentliches Budget wird nicht V 1 Uhr statt. 10661 iL 8u verfanfcn .............. "■,rT ix 3u verlaufen kebemjtellMg | SKSlS 1 W ii. 01W24 an d. Gieh. Änz. F. A. SoieDHen Derdi-Tavan R. Wagner i Lichtspielhaus! mQuiii Bahnhofstraße 34. IMMc Achtung! Achtung! langt, so EINHORN tembet 1 MW Unterhaltend! Spannend! Gr. u oerfouleii Walltorttraffe is<»tb. Derstettzenurg besttmml. 10668 ■ k K 4* 1. 2. Herst eil ff. photogr. 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Die Einäscherung findet am Freitag 8. Oki. nachm. 3 Uhr im hiesigen Krematorium statt. erst flrJ 55 iBemeino Abfahrt ab Giesten 8.20 U. vormittags. [166,6 Im Namen der ttauernden Hinterbliebenen: Hermann KSrber. 3nbt bmstrag denen B- personal, Wir Möhnli, Todes-Anzeige. Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß unsere geliebte Mutter und Großmutter Frau Elisabetha Krämer nach kurzer Krankheit im 77. Lebensjahre sanft entschlafen ist ShJpliün i d. Vormittags- iHdllbllGII stunden ges. a*m*tra**w 24 folgende aus einem Nachlaß stammende Gegenstände öffentlich gegen bare Zahlung versteigert: 1 Sofa, l kompl.B«tt, 2 Bettstellen m. Mattatzen, 2 Kleiderschränke, 1 Küchenschrank, 1 Glasschränkchen, 1 Gasherd, 1 Nähtisch, 3 Stühle, mehrere Bilder, eine Partie Kleider, Wische und Haushaltungsgegen- stände. Außerdem 2 Sportwagen, 1 Photofilmapparat (9X12), 1 Fleischmaschine, 1 Waschkessel, 1 Schreib- maschine (Edelmann) für Privatgebrauch u. v. andere. jne&tbi Au! MB nung.1* solgenk! 8^ 1912i£ 1920, L D. c. c. festsesedt erhöht-^ 1919 mW Schülerin der la erteilt I gewiffenhaflen Naeü- hllfennl erricht. Schristl. Ängeb. u. 016662 an den Giestcner An zeig. ttenanschl. w. zugef. Frau H. Schneider-, Domäne Stockheim, üsiaaea 1. Ta. Telephon 9k. 33, Ufingen.1 lLrn,r Erntet L" erklärt S-M'teh 5er dem lgi[ : Tie int m $ ^9 der b ?.^'vruch ^'N'gend ü tollen te Ä-bit IuimerMann sucht gegen valdtge Zuruckzahlung 800 Mk. zu leihen. Sckr. Angeb. u. 016615 an d. Gieß. Anz. Hotel Einhorn Donnerstag ringen: Häusln,rsche für sofort gesucht. ul«347 Carl Frensdorf. und 10660B Dienstmädchen zur Aushilfe gesucht Mil siir Wttrmle. WWM Koionialwaren-<öroh- hanbluug sucht »um baldigen Eintritt jungen Mann mit guter Schulbildung al* Lehrling. Schristl. Angebote uni. 1063!) an den (Siebener Anzeiger erbeten. ®aftfpieIÄÄ Cafe Amend Freitag, 8. Oktober, Beginn 8 Uhr, Ende 12 Uhr großer Opern-Abend unter Leitung des Herrn Konzertmeisters Mfred Meinel,Frankfurta.«. 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Es wird gebildet ein Sperrbezirk, bestehend aus der Gemarkung Lauter. Tas Beobacht ungsgebi et bleibt unverändert. «adi'Taöm Joh. 8rah« wieder zusammen. Der Reichskan^er an die Technische Nochilfe. Zum einjährigen Bestehen der Technischen Nothilfe hat der Rei ch s k a n z l e r dieser freiwilligen Arbeitsgemeinschaft für eine anläßlich dieses Tages hevansgegebene Sondernummer der Zeitschrift „Die Räder" folgenden Ausspruch gewidmet: „Am 30. September 1920 blickt die in der Technischen Nothilfe vereinigte freiwillige Arbeits- gemeinschaft deutscher Männer und Frauen auf ein Jahr chres Bestehens zurück. In der Zeit schwerster Not des Vaterlandes als ein Behelf zpr Milderung drohender SchÄ>en für das Gemeinwohl entstanden, hat sie seitdem in zahlreich?': Fällen allerorten immer wieder^ erneut Bekanntmachung. B e t r.: Ausschluß unzuverlässiger Personen vom Handel: fr er: der Metzger Heinrich Rühl zu Utphe. Gemäß Beschluß des Kreisausschusses des Kreises Gießen vom 25. September 1920 ist der Metzger Heinrich Rühl zu Utphe ab 1. Oktober wieder zum Handel mit Bieh, Fleisch und Fleischwaren zugelassen. Gießen, den 28. September 1920 Kreisamt Gießen. I. V.: W e l ck e r. Bekanntmachung die Gebühren im Eichwesen betreffend. Vom 29. September 1920. Auf Grund des 8 1 der Verordnung vom 23. März 1912 Reg.-Bl S. 213) zur Ausführung der Maß- und Gewichtsord uung vom 30. Mai 1908 Reichs-Gesctzbl. S. 349) ivird hiermit folgendes bestimmt: 8 1. In Abänderung der Bekanntmachungen vom 26. März 1912 i Reg.-Bl. S. 226) und vom 24. Dezember 1919 Reg.-Bl. 1920, S. 45) iverden die dort unter B. I Ziffer 2, Ziffer 3 Msatz 2 und 3, Ziffer 4 Absatz 2, C. I Ziffer 2, sowie C. II Zister 3 festgesetzten Gebühren bis auf weiteres um 400 vom Hundert erhöht. ' § 2. Die durch 8 1 der Bekanntmachung vom 24. Dezember 1919 setzen: 1 a) Für jede selbständige Haushaltung ist eilt Betrag von 10 dis 30 Mark pw Jahr zu entrichten. 1 b) Für jede weitere Familie, die mit einer anderen Familie Znhaltr-Utbersicht: Gebühren im lkichwesen. - Das Behüten der,Wiesen. - ^Abänderung des Ortsslatuts über den Bezug von Wasser aus der Gemeindewasserleitung zu Wieseck. - Wiederzulassung zum Handel. - Viehseuchen. - Dienstnachrichten. Feldbereinigung Hausen. - Gefunden,"verloren. < *»4 M tot erschiene« Teilen mit den ipfern Spaniern. aem ausgefährt. sie derart kaum n wird. wachen Nerven zu empfehlen, i zeigen atem- ne sie bk M gezeigt wurden. Nl btt k Amtrverkündigmgsblatt für die provinzialdirektion Gberhesien und für dar Kreisamt Gießen. Erscheint nach Bedarf: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag. Nur durch die Post zu beziehen gegen Mk. 2.50 vierteljährlich. ---— MtoV ;iw»il|H, 14»I «*-*■ Uk.aine noch nicht ausgegeben habe. Trr „M >r- t i n" verweist auf die seit einiger Zeit durch bte Sowjets versuchte Pwvagmrda, durch Radü>te(e- grammc, die die Sozialisten aller Länder gegen einen angeblich von Frankreich dvol-enden Angriff auf die Häfen des Schwarzen Meeres aus- zuhetzen ver'uck/ten. Demgegenüber betont das Blatt, Frankreich denke an feine derartige Operation. Ein bevorstehender Präliminarfrieden. Kopenhagen, 7. Okt. (WTB.) Einem Telegramm aus Riga zufolge wird die Unterzeichnung des Präliminarfriedens zwischen Polen und Rußland am Freitag in einer öffentlichen Sitzung erfolgen. In polnischm Unterhändler- freilen wird erzählt, daß die Bolschewisten die polnischen Vorschläge in allen wesentlichen Punkten angenommen haben. Tie ostgalizische Frage ist in den Verhandlungen ausgeschlossen. Tic Grenze wird westlicher gelegt, als von der, Sowjetdelegation vorgesch'.agen wurde. Die russisch-ukrainischen Unterhändler dagegen behaupten, daß das Abkommen mir der Grundlage der panischen Mini- malsorderungen zustande kam, die mit der Erklärung des allrussischen Exekutiv-Zentralkomitees zusammenfallen. Die englisch-rnsfifchen Verhandlungen. L o n d o n, 8. Okt. (WTB.) Reuter vernimmt, daß die Antwort der Sowjet- regierung auf die Note Lord Curzons über die britischen Gefangenen und die bolschewistische Propaganda nicht vollkommen zufriedenstellend ist, da von der Sowjet- regierung keine Zusicherungen gegeben wov- dcn sind. Allem Anschein nach wird eine neue iem K^bestch^t? Fre-N^s Llk n7ch lrasck'en Mchluß eines Ha n d e ls ab ko m- rnd nach durch Schaffung rünstlicher Preisbe- mens und hebt, hervor, daß zahlreiche Be- Menzrmgen und Preisunterschiede wi^erherzu-' stellungeu auf Lokomotiven nno anderes Brüssel, /.Okt. (WTB.) Finanzkon- rerenz. Betreffend dos internationalen Wandels sprich: Die Konferenz eine Reihe von Täuschen aus An erster Selle drückt sie ihr Vertrauen aus. daß der Völkerbund keine Georgen beit vorüber gehen lassen wird, die oöll^e Diederherstellung und intbeiringte Aufrecht er l>al- tung des Frichens zu sickern. Zum yoeiten V?r- ichen die Konferenz, daß die Besserung den Fmcmz- blge in hohem Maße von der allgemeinen Wieder- eines guten Ernvemebmens zwischen «n Böllern_ abhängt. Driltens scheint es ihr er» •’unitr-t, daß jedes Land danach strebt, die vor Mitwirkung und Zustimmung neue Aufgaben nicht übernommen werden bürten, ist eine Finanzgvöa- rung möglich, wie sie die Lage der Reichsstnanzen zur unabweisbaren Pflicht macht. An die Reichs- TÄ-gierimg richtet ber Reichsoa: baber, dt Bitte, ihre Entschließung so zu gestalten, daß das Ziel, den Finanzminister mit den zur Durchführung ftrenglter Sparsamkeit bei den Reichsausgaben erttbehrlichen Machtbefugnstsen auszustatten. "Ni «r Liel>e ’ 'Äs5! lel1 iCbefl diel “LaflXi Für Kleinvieh ^Schweine) pw Jahr 1—5 Mark. Für Ziegen pw Jahr 0,50—3,00 Mark. Bei Entnahme von Wasser zu gcwerblickteu und industriellen Zwecken schätzt die Kommission den mutniaßliä)en Verbrauch und bemißt hiernach den zu entrichtenden Master zins unter Zugrundelegung eines Wasserpreises von 30—80 Pfennig für das Kubikmeter. Bei Wassermesser pw Kubikmeter 30—80 Pfennig. Wasserstrahlapparate, welckie zur Entwässerung von Kellern dienen, sind für a) Große Apparate 5—25 Mark pw Jahr b1 Kleine Apparate 3—15 Tiart pw Jahr zu entrichten. Für Badeeinrichtungen sind für a)'Große 5—25 Mark, b) Kleine 3—20 Mark pw Jahr zu entrichten. Wer Zapfstellen zum Begießen von Gärten anlegt, hat die Genehmigung der Bürgermeisterei ein-uholen. Durch die Kommission wird nach Größe des Gartens die Taxe festgesetzt, jedoch nicht unter 5—20 Mark jährlich. Bei Neuanlegung von Zuleitungen hat der Antragsteller anstatt seither 10 Mark jetzt 50 Mark zu zahlen. Die Erhöhung tritt mit dem 1. April 1920 rückwirkend in Kvaft. Wiese ck, den 18. Juni 1920. Hessische Bürgermeisterei Wieseck. S ch o m b e r. ternationalen Kredit unter dem Vorsitz wn Celiier einstimmig angenommene Reso- ’ution erklärt, die Kommission habe anerfemten müssen, daß kein System, für sich genommen, den yyrcnig5adjen Bedürfnissen ter verschiedenen Länder entspröäien könne. Tie Kommission emvschl daher dem B'lterbnndsrat die fo'genben Ri.In- linicn: Tie interna iona^e Organrsativn sei "den Starten zur Bernigung zu stellen, die zur St- tenmg der BezahllMg wichtiger Einfuhren Kremte in Anspruch zu nehmen wünschten. Tie Staaten hätten Bürgschaften zu geben, die sie als geniigenb für die Kredite eradyten. Mit der internationalen Organisation hätten sie fick ub-r Die BedingungLN zu verständige:', unter denen die lÜrgsckza't n zu verwal en iviren. Sckatzscheine, deren ^Uisgabe unter diesen Bürgsda'ten zu ec- ä-lgen hätte, hätten als weite« Sickerung der Kre- tete zur -Deckung ber Wareneinkcki'e zu bienen. 3et Zweck dieses Planes ist, den Staaten Ine Erlangung ü.m Handlsttediten für ihre Angehörigen du erleichtern Ter Bölkerbundsrat würde einen Aus sch u u von Fi anzmännern und Geschäfts- fcuten zur Ausarbeitung der Einzelheiten ernennen können. Tie Kommission wurde daraus htn- gmnefen baß man zu besseren Ergebnisten kommen könne, nxnut die als weitere Sicherung bienenden Echavs leine urt.r internationaler Gacantte Ttä::» dm Tie Kommission stimmte dem bet. sie htt fit mit diesem Vorschlag befaßt und ihrer Ansicht nach hott' ber in Aussicht genommene Ausschuß bie Möglichkeit der Anwendung dtstes Vorschlages tu würdigen. Otrgeieitcten tfotoerungeTi unserer Bertragsgegner abhängig ist, um so zwrngender erhebt sich die Notwendigkeit, auf allen anderen Gebieten eine starke Minderung der Ausgaben cintreten zu lassen, die für ein verarmtes Staatsw.'sen unerläßlich ist. Dazu bedarf es eines wirksamen Einflusses des Reichsfinanzmini sters auf die Gestaltung derjenigen Ausgaben, deren Bemessung in unserer Hand liegt. Der Iteichsrat begrüßt daher das im Reichskabinett hervorgetretene Bestreben, die Vollmachten der Finanzverwaltung zu erweitern, auf das lebhafteste. Nur wenn ihr Gebot befolgt werden muß, wenn sie in dro Lage versetzt wird, das Maß der Ausgaben in un- nachsichtlick-er Strenge mit den verfügbaren Mitteln im Einklang zu halten und wenn ohne ihre Note nach Moskau gelangt werden. London, 7. Okt. (Wolff.) Krassin sandte einen langen Brief an Lloyd George, worin er im einzelnen die Bedürfnisse Rußlands an Rohstoffen und Fabrikaten darlegt. Krassin besteht auf dem Bereitwilligkeit und Nützlichkeit beweisen en. In der noch immer durch Mangel und vpheit jeglicher Att wichtiger Lebensbedürfnisse mzeichneten Lage unserer Wirtschaft und scmährung büricn auch die kleinsten toirt tlidien Werte nicht verloren gehen. Bei ber rernährw'g und Entkräftung unserer Be- rung würde das Ausfetzen gemeinnötiger iswichtiger Betriebe ganz besondere Gefahren die Gciundh.'it der Bevölkerung, namentlich Kranken mrd Schwach.'n, mit sich bringen. Es rußerordcntlich erfreulich, daß sich in dieser ?rcn Zeit eine stattliche Anzahl deutscher iner und Frauen bereitfinden, um unter Zu- tellung der eigenen Person und durch lieber- ne persönlicher Mühen und Gefahren das l der Allgemeinheit sichern zu helfen. Wenn r in der Tätigkint der Technischen Nothilfe wiedersptegelnde tiefere Oeoanfr: „Einer alle, alle für e inen", der zugleich das istück unserer charitativen Nächstenliebe ist, der überwiegenden Mehrheit des deutschen es richtig ersaßt sein wird, bamt kann die nisch.' Nothilfe ihre übernommene Aufgabe erfüllt ansehen arnd zurücktreten. Dann wird das deutsche Bolt an der Schwelle eine. een Zukunft stehm." hswirtschüstsmittistcr Scholz in München. M ü n ch e n, 8. Okt. (WTB.) Reick)swirt- tsrninister Scholz ist heute zur Be° chung über wirtschaftspolitische Fragen eingetroffen. Der Gesetzentwurf über Grotz-Berlin. Berlin, 8. Okt. (Wolff.) Die preußi- Landesversammlung nahm in dritter Le- : die Novelle zum Gesetzentwurf r Groß-Berlin mit 161 gegen 123 nmen bei vier Stimmenthaltungen unter hilung der Abänderungsanträge der Un- ingigen in der Ausschußfassung an. Der Streik in der Berliner Presse. Berlin, 7. Okt. (Wolff.). Die Derer Presse ist heute früh zum großen erschienen. Nicht erschienen sind die Vlät- >er Verlage Scherl, Ullstein, Mosse, ferner ^,Post", die „Tägliche Rundschau" und „Deutsche Tageszeitu^. Berlin, 7. Okt. (Wolff.) Der Be- ebsrätekongreß hat eine Ent- eßung angenommen, worin er angesichts Aussperrung im Berliner Zei - gsge werbe die Solidarität der Ar. '.rschaft betont und die Sache der Arte im Berliner Zeitungsgewerbe für die je der Arbeiterschaft von ganz Deutscherklärt. Ein Gewaltstreich im Märkischen Elektrizitätswerk. Berlin, 7. Okt. ''Wolff.) Von der cktion des Märkischen Elektrizi- swerkes wird mitgeteilt: Nachdem am ttag im Kraftwerk Heegermühle des Mär- 'N Elektrizitätswerkes die Belegschaft in! i wilden Streik getreten war, der von : M i n d e r h e i t durch Terror erzwun- worden war, gelang es durch Vermitttz- . der Gewerkschaftsführer die Belegschaft zu einer geheimen Abstimmung zu bewegen, die mit überwältigender Mehrheit die sofortige Aufnahme der Arbeit beschloß. Die Arbeit wurde darauf am gleichen Abend wieder ausgenommen. Die Rädelsführer der Bewegung, die unter dem Namen „Revolutionäre Betriebsorganisation" marschiert, holten darauf aus den umliegenden Industriebetrieben ihre Anhänger heraus, eroberten in Stärlle von tausend Mann das Kraftwerk, zwangen die Belegschaft zum Verlassen des Betriebes, bildeten einen Aktionsausschuß und legten die Stromlieferung an die gesamte von diesem Kraftwerk versorgte Industrie und Landwirtschaft still. Nachdem durch ein starkes Aufgebot von Sicherheitspolizei die aufrührerischen Elemente vertrieben und das Kraftwerk der Betriebsleitung des Märkischen Elektrizitätswerkes wieder übergeben war, wurde zunächst zur Aufrechterhaltung der lebenswichtigen Betriebe der Notbetrieb durch die technische Nothilfe ausgenommen. Nachdem jetzt genügender Schutz für die arbeitswillige Belegschaft bereitsteht, ist mit der Wiederaufnahme des vollen Betriebs zu rechnen. Worum beöarf Deutschland Der Kolonien? Stuttgart, 7. Okt. (WB.) Der frühere Gouverneur von Deutschs st a fr ika, Schnee, hielt am 6. Oktober im fjüfigen Verein für Handelsgeographie und Förderung der deutschen Interessen im Auslande vor einem großen Auditorium einen Vor trag über das Thema: „Warum bedarf Deutschland der Kolonien?" Schnee, der als einer der bedeutendsten deutschen Kolonialpolitiker wie kein Zweiter berufen ist, über diese wirtschaftliche Lebensfrage Deutschlands zu urteilen, legte dar, daß Deutschland in der jetzigen traurigen Wirtschaftslage mehr denn je auf Kolonialbesitz angennesen sei, den es zur Gewinnung billiger Rohstoffe, als Absatzgebiet, sowie zur Aufnahme seiner überschüsfigen Volkskraft benötige. ^Nieter b«, : menb 8 W, «Utenin, n-Abend «Herrn M.flrrtnäfjtttm, 45 Vf.; für Reklame. Anzeigen von 70 mm Brette 150 Pf Bei Platz, vorschnjt 20®,f Auffldlag. Hauptfchrif Urtier: Aug. Voetz. DeranttoorUich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinbold Zenz; für den Anzeigenteil H. Beek, sämtlich in Gießen. Srettag, 8. Moder 1920 Annahme von Änze gen fix d e Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit, vreir für \ mm höbe für Anzeigen v. 34mm Breite örtlich 35 Pf., auswärts iemm ilta iBe 34. "•« ! 1A i ! 4 Akten- I Christo | ScbBozel. i , 12. Oktober: | lichen Verhältnissen eine Verschiebung der in Artitell 1 bis 13 je st gesetzten Termine durch uns erfolgen kann. Dahingehende Anträge ivären eintretendenfalls seitens des Wiesenoorstandes rechtzeitig bei uns z u stellen Gießen, den 2. Ottober 1920. Kreisamt Gießen. __Dr. Usinger. Bekanntmachung. Betr.. Abärtderung des Ortsslatuts über den Bezug von Wasser aus der Gemeindelvasserleitung zu Wieset. 4tackstehende Münderung des Onsstatuts über den Bezug von Wasser ans der Gemeindewasserleitung zu Wieseck bringen wir Hutmu zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 1. Oktober 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: W elcke r. Bekanntmachung. B e t r.: Das Behüten der Wiesen. Wir fetten uns veranlaßt, die nachstehenden Besttntmungen der W i e s e n p o l i z e i o r d n u n g für den Kreis Gießen erneut zur Kenntnis der Beteiligten zu bringen: Artrlel 11. Jnsoiveit es sich nicht um abgesondert gelegene Wiesen liandelt, dürfen ohne besondere Genehmigung des Kreis amtes iveder von den Eigentümern selbst, noch mit deren Z u st i m m u n g von Andere n behütet werden: a) einschürige Wiesen: 1 . mit Schafen vom 1. April b i s 1. Oktob e r, 2 mit Rindvieh v o n» 1. April b i s 1. August; b) sonstige Wiesen: 1 . mit Sck-asen vorn 1. April bis 1. Oktober 2 mit Rindvieh vorn 15. März bis 15. September. (V ruiük ober Talwiesen, die mit Bewässerungsanlagen versehen find, dürfen bei nasser Witterung über hau Pt nicht behütet werben Im übrigen ist beim Behüten von Wieselt besoltders dar • auf zu achten, daß die Weidetiere nicht durch Zertreten vorhandener Be- ober Entwässerungsgräben Schäden verursachen: erforderlichen' falls sind sie durch einfache transportable Umzäunungen von den Grobenbösckungen fernzuhalten. Artikel 12. Die ^chafweide darf auf fremden Wtefen nur vom 15. Oktober bis 22. Februar ober so lange harter Frost dauert, ausgeübt werden. Artikel 13. W e id e be rech t i g u u g c n auf Wiesen mit anderem als Schafvieh dürfen nur im Herbst, und zwar vom 1. b i s 15 Oktober, ausgeübt tverben. Schweine und Gänse sind von ber Weide auf Wiesen ausgeschlossen. Artikel 14. Aus Wieseudislriklen, insoweit sie künstliche W ä s s e r u n g s a n l a g e n haben, darf keine Weibeberechtigung' ausgeübt werden. Artikel 15. Die in Artikel 12, 13 und 14 angegebenen .Verbote gelten sowohl für eigentHdte Weideservituten, als auch für Weidegemeinsckraften und sonstige Berechtigungen. Was das Beweiden von anderen Gr und stücken als Wieselt an langt, so verweisen wir auf die Bestimmungen der Art. 2—5 des Gesetzes, den Umfang usw. ber Weideberechtigungen bett., vom 7. Mai 1849 (in der Fassung ber Bekanntmachung vom 30. September 1899 (Reg. Bl. S. 754). Gießen, den 2. Oktober 1920. Kreisamt Gießen. Dr. Usinger. bi EL tebem wird gesucht 10® JO Unterhaltend! Spannend! ‘Bctjtelyening besttvmtt. 10668 Sichern Sie eich zeitig Platze! Letzte Vorstell, täglich abends ,/,9 ühr- rä • nach kurzer Krankheit im 77. Lei schlafen ist 6 $ t> Hausbrrrsck für sofort gesucht. Carl Fren*d< Die trauernd 1 Familie Heinrk Familie Heinrk Familie Wilheli Heuchelheim, Corona (Amerika), d Die Beerdigung findet Samstag dei 1 Uhr statt. Unsere Bekanntmachung vom 25. August ds. Is. in Nr. 122 des Amtsverkündigungsblattes findet sinngemäße Anwendung. Zuwiderhandlungen gegen die erlassenen Aiwrdnungen iverden mit erheblichen Strafen geahndet, wenn sie wissentlich begangen sind, sogar auf Grund des § 328 des StGB, mit Gefängnis. Gießen, den 4. Oktober 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: W e l ck e r. 'Dn,fh ber Lrühl'schen Univerfitat^-Buch- unö Strinöru*^. sucht- Kran Gchöch, Goeihestraße 35 I. K Kl , R- MW gebrannter Pfund Mk. 32.- Tee, feinster chinesischer in Paketen L 1, 2 u. 8 Mark, sowie lose. Garantiert reiner Kakao ä Pfund M. 16.40, 18.— u. 25.—. &so-, 100- u. 200-Gramm- ^CyunUtavv Tafeln, Marke Larottt, Berger, Hohenlohe, Cailler. la6S»c 8tbröi>erBkrhx,Bsh«HHr.27 jif von di Mission, -Dtlichkeit Mneit dn M von Zr M auf d rfiion, die L ütftW zu e als em Mgsmäßl! aimAeu . In dem 1 dic Staa! aufgestellt getwirtscha n Finanzti g aller S t Ausgaben ten des St Rtb besonder kt Ausgaben tif Kommissü itn Völkerbm Mich mit d mge, daß ein küstungen ers mmnten iasten in ' Leiter spricht Anwendung k der Lebensmi lande herabz der Fmanznr verden Könne pit im Gange chart mürbe. Hon über b «ont, daß be t sich nur e Völkern w rstützuna r in den Län Nachbarn der Wich gingen. In w ein umfa Wonach ein I Diismus für d Km unter bi ill 2as Pwst! ■® Gedanken, Wen Ban * Die Kon «Donnerstag A können. JWonttn L,7.userenz Mßiltzung öi Krüssel,' "D. litte ter0-"11« . ?e 111 e r ei L10« erflärt, .''>K'kem Bet Hl>r«irn i «öern $sn( 1 bt intei .■ÄS litt., Mcht» sofort oder später gesucht. 8rrau A. Tckwsu, lang MäuSburg 16 Tücht. Mädchen tagsüber zu einzelner Da,ne »um 15. X. gesucht. mm? Arauks. Etr. 24 I. (Ein ordentliches Dienstmädchen Hotel Einhorn Donnere tag ringen: NWZklMlM Samstag den S. 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Tie Schiedsrichterwahl durch die sämtlichen beteiligten Grund eigentlicher erfordert zu ihrer Gültigkeit eine Mehrheit von - .. der Anwesenden und ist unter dieser Voraussetzung auch für die nicht ers^ienenen beteiligten verbindlich. Die Schiedsrichterwahl durch die Reklamanten muß einstimmig erfolgen. Es wird angenommen, daß die nicht erschienenen Reklamanten mit der von den erschienenen vorgenommenen Wahl ein verstanden sind. Friedberg, den 3. Oktober 1920. Der hessische Feldbereinignngskommissär. _______________________Ä. V.: Dr. Koch._____________________ Bekanntmachung. Zn der Zeit vom 15.-30. Sept. 1920 wurden in hiesiger Stadt gesunden: 1 Sesselkissen, 1 Halskettchen mit Anhänger, ein Mädchenkinderhut, 1 Handtäschchen mit Portemonnaie, eine Gürtelweste, 1 Mistgabel und 1 Portemonnaie ipit Inhalt verloren: 1 Handtäschchen mit 40 Mk. und 1 Spiegels 1 Kinder Hütchen, 1 schwarte Handtasche mit einigen Hundert Mark und 1 Messer, 1 Geldmäppchen mit 230 Mark und Ver lobungsanzeige, 1 Bund Schlüssel, 1 ledernes Ziganenetni 1 schwarzes Lederportemmrnaie mit 24 Biark, 1 schwarze Sammettasche mit Portemonnaie, Inhalt 3 Fünfmarkscheine Klemgeld und 1 Postkarte, 1 Füllfederhalter „S. 'Roder" uni) 1 Brillantbrvsche im Werte von 1500 Mark. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben chre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Tie Abholung der gefundenen Gegenstände kann an jedem Wochentag von 11—12 Uhr vormittags und 4—5 Uhr nachmittags bet der unterzeichneten Behörde, Zimmer Nr. 1, erfolgen. Gießen, den 30. Septernber 1920. Pvlizeiamt Gießen. I. V.: Dr. Heß. Mädcdeu z. bald.Eintritt ges. Frau RavkowSki, 16460 Mühlstr. 34 II. OflBwnööüjea gefaxt. Lohn 120 M., freie Wohnung, freie Staiion, gute Bervfl. Off. m. Zeug», an Residenz'Automat Will. D>»»h, Der—tadL l0W,D Perf. Köchin die auch etwas Haus- arbeit übernimmt, zum 15. Okt. gesucht. Hausmädchen vorhanden. 8rtan Dr. Steinreich, LndwigSplav 1. und 10660B Dieustmädche« zur Aushilfe gesucht Mit lit önkkmle. Mg-teiS Kolonialwaren-