lb Graben. Uchosse I ^rtzltands. pflegen 0, Nr. 210 Der Siebener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Sezogepreise Monatlich Diark 3.60 undMb.- S^Trägerlohn, vier! l'jäbttichMarb 10 80 und Mk. 1 LSTrLgerlohn,- durch die Post mtriel. jährlich Mark 12.- mxstoMM SestollH^d. Ferusprech-LaschlSYe: für die SAriftUöirag 112; D ertag,S«ichLft sslrile 51. ?lnschrHt fGr Drahtnachricht«: lajtlntr Sietzeu. »üto: 5raefha1 e. ffi. 11685 170. Jahrgang Dienstag, 7. September 1920 jpr jMjy ä >. z> O Annahme von Anzeigen <29' für bielagesnummer bis GretzenerAnzelger ■ VV^ MX Hauptfchriftte.ter: Äug. < General-Anzeiger sirr Oberhessen MM V ' 8 1 1 Auz-igen1.il: fi. B«k, Drad unb Verlag: vrühi'fche Uaiv.-Ssch- und Steindrnckerei TL Lange. Schristleirnng, Seschasrsstelle und vruckerei: Schulftratze 7. sämtlich in Gi-h-n. eine fremden muß. ent- ent- seien. Unter diesen .Umständen ist die Besorgnis der deutschen Bevölkerung dauernd im Steigen, zumal das Gerücht verbreitet wird, dog man in Paris mit der Absicht umgehe, die Abstimmung überbauet nicht stattsinden zu lassen. Nahrung Mngs[x?ftimriiimflcn nicht unterworfen werden. Aus das tiefste yi bedauern ist es, daß sich die Regierung nicht entschließen konnte, den Hinterbliebenen Rechtsanspruch aus H e i l beha n d- lung zu gewähren. Der Staat kürzt ihnen durch den §64 ihre Rentenbezüge, fordert die Arbeit der erwerbsfähigen Witwe, Aber er gibt aus der anderen Seite keinen Rechtsanspruch auf .Heilbehandlung Die Unruhen in Italien. Mailand, 6. Sept. (WTB.) Die Metallarbeiter haben beschossen, die Beschlüsse der In- dttstriellen bis zum 10. d. M. abzuwarten. Alsdann soll eventuell die Besetzung der Fabriken in a an 5 Italien erfolgen. — Der gestrige Tag ist ruhrg verlausen. Mailand, 7. Sept. 1WTB.) Ein Triester Telegramm des „Secolo" meldet, daß es infolge des Generalstreiks zu Zusammenstößen zwischen bewaffneten Sozialisten unb Mitgliedern des bürgerlichen Blockes kam, bei denen es Schwerverletzte gab. Tie Karabinieri veranlaßte Haus- suchungen in den Räumen der sozialistischen Partei und der bürgerlichen Blockparteien. An den letzteren Orten verliefen sie ergebnislos, während bei den Sozialisten Waffen und Munition beschlagnahmt wurden. Unter dem Beifall der Menge entfernten die Karabinieri die Sowjetfahne von dem Sektor der Sozialisten. Die verschärfte Lage in Oberschlesien. Breslau, 6. Sept. (WTB.) Nach den neuesten Nachrichten aus Oberschlesien wird die Lagei mmergespannter. Folgende neue Fälle werben gemeldet: In Lipine sollte die neue paritätische Polizei eingekleidet werden. Darauf drangen bewaffnete polnische Z i v i l i st e n, die zu den Insurgenten gehören und die sogenannte polnische „Biirger- roebr" bildeten, in das Lokal ein iptb erklärten, sie würden die Tätigkeit der neuen Polizei verhindern. Da die deutschen Mitglieder der neuen Polizei waffenlos waren, mußten sie der Gewalt weichen und konnten ihren Dienst nicht aufnehmen. In Mhslowitz verlangten die polnischen Stadtverordneten nicht nur die Entsermmg dec einzu- kleidenden Hundertschaft der neuen Abstimmungspolizei, sondern auch die Entfernung der italienischen Besatzung. Einer polnischen Demvn- strationsversammlung am Ring gelang es, die Entfernung der Abstimmungs Polizei zu erzwingen und auch die Italiener zunächst zum Abrücken zu veranlassen. Die Italiener sind später wieder zurückgekehrt. In Bogutschütz wurde der Führer der polnischen Insurgenten, der im Besitz der Ausrüstungsstücke des ermordeten Unterwachtmeisters Hoffmann war, ein führendes Mitglied der polnischen Bürgerwehr. Daß auch dort, wo die paritätisck>e Polizei in Tätigkeit ist, für die polnischen Mitalivd r Partei ergriffen wird, beweist ein Vortrag in Bogutschütz, wo am S.nrntag Abend als Abschluß der viertägigen Tagung des Ojewerk- schastsbundes der Angestellten eine Festlichkeit im Hotel „Graf Reden" ftattsand. Um V° 1 Uhr nachts drangen 40 bis 50 Polen in das Lokal ein und verursachten wüste Pr ügel s jenen. Die neue Abstimmungspolizei griff nicht ein, vielmehr ließ ein Polnisch sprechender Polizist die Eindringlinge erst in das Hotel em. Die zu Hilfe gerufene französische Sicherheitsmache erschien nicht. Auch sonst geht der jwlnische Terror unbehindert weiter. I« der Prinzengrube bei Lazisk setzten die Polen 13 deutsan Beamte ab und stellten auch dort polnischen Ersatz ein. Tie Dernrittetungsverlxmdlungen des polnischer PlebiszüHo-mmissariats uiti> der polnischen Gewerkschaften, die von der Grubenleitung artgerufen waren, waren bisher vergebens. Die Werksleitung wandte sich auch an den General Le- rond, ter es jedoch abbehnte, sich in „wirtschaftliche Dif^renzen" einzumischen. Als die Werksleitung erklärte, daß sie dann die Grube schließen müsse, erklärte Lerond, dann dürfte sie ine Verantwor- tung tragen. Der Vertreter der Werksleitung erklärte darauf: Die werde ich tragen. Die Gesetze befehlen mir die Schließung der Gruben, roemi Seine bergbehördlich anerkannte Bvankte da sind. Auf die Frage des Vertreters der Werksleitung, ob die Kommission bei der Schließung der Grube die deut- 'cksen Arbeiter schützen meroe, schwieg Lerond. Ein cmwesender Italiener erklärte, dal; eine Kompagnie Italiener nad) Lazisk geschickt werde. < Bon einer Waffenablieferung der Polen ist nichts zu spüren. Ter englische Kreiskontrolleur in Beuthen, Major Ottlerder infolge der politischen Errtwicklung seinen Abschied einreidjte, aber im Gegensatz zu zwei anderen englischen Kreiskontrolleuren noch nicht bewilligt, erhielt, erklärte dem deutschen Vertreter gegenüber selber, daß es unmöglich sei, von den Polen die Die Mängel des neuen Reichs- verforgungsgesetzes. Ter Zentralverband deutscher Kriegsbeschädigter und Krie^hinterbliebener schreibt uns: Seit einiger Zeit beobachtet man eine steigende (Ernegimg in weiten Kreisen der Kriegsbeschädigten und Ariegerhbiterbliebenen, an der die breite Oeffenllichkcit nicht teilnahmslos vorübergehen sollte. Neben den wirtschaftlichen Schwierigkeiten, unter denen viele Kriegsopfer gerade heute besonders zu leiden haben, srnd hierfür vor allem z.ver Gründe maßgebend, nämlich die Erkenntnis sehr schwerer Mängel im neuen Reichsversorgungsgesetz sowie ine Behandlung der Kriegsbeschädigtenver- bänbe durch die Regierung. Ms Anfangs Juli sehr wichtige Aussührungsbestirnmungen zum neuen Gesetz im Reichs ausschuß für Kriegsbes cksti digten - und Kriegshinterbliebenenfürsorge beraten werden sollten, könnten die Verbände hierzu keine Stellung nehmen, weil ihnen die Unterlagen erst bei der Sitzung selbst zur Verfügung gestellt wurden, so daß sie zur Besprechung tncfer schwierigen Materie überhaupt keine Zeit hatten. Von Anbeginn hatte der Zentvalverband deutscher Kriegsbeschädigter und 'Kriegshinterbliebener einstimmig gegen die Bestimmungen des Paragraphen 63 und 64 protestiert, wonach das Ruhen der Persorgimgsgebührnisse schon bei einem steuerpflichtigen Jahvesein kommen von mehr als 5000 Mk. in Höhe von ein ZÄntel der Rente beginnen soll. Wir verlangen, daß mit dem Rentenabzug, wenn er schon überhaupt notwendig erscheint, nicht bei einem willkürlichen, in diesem Fall viel zu niedrig bemessenen Betrag begonnen wird, sondern erst baitn, wenn das reichseinkommensteuer- pslichtioe Einkommen das Existenzminimum überschreitet. Die vorgesehenen Rentenabzüge werden um so aufreizender wirken, weil hierdurch jene Be- völkeru n gssckstchten am härtesten getroffen sind, welclre auch schon die Steuerschraube am schärfsten in Mitleidenschaft zieht, nämlich die Arbeiter, Angestellten und Beamten. Eine weitere Ungerechtigkeit der Kürzungsbestimmungrn liegt darin, daß sie die Arbeitslust und Akrbeitsfreirdigkeit der Beschädigten und Hinterbliebenen außerordentlich zu lähmen droben. Der Gesetzgeber zeigte hierbei gar kein Verständnis dafür, daß ein Arbeitseinkommen Kriegs verhetzten ganz anders zu werten ist, als das seines voll erwerbsfähigen Mitarbeiters, weil unendlich mehr Energie, Anstrengung und Aufopferung sowie Krästeverbrmich hinter dieser Arbeitsleistung als beim Gesunden steckt. Man kann die Bestimmimg sogar als eine Aufforderung zum Müßiggang auslegen. Regierung und Parlament batten doch wohl bei der Beratung der Versorgungs- W'ebgebinig den ehrlichen Willen, endlich einmal Rude in die Reihen der Kriegsopfer hineinzutragen und für die Herstellung des seelischen Gleichgewichts die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen. Durch diesen Paragravhenn jedoch 'haben sie ihre eigene Msicht vereitelt: denn die Durchführung dieses Paragraplxm fordert jahraus jahrein den Eingriff eines großen Verwaltungsapparates in die Privatverhältnisse be5 Verletzten. Er wird nie jur Ruhe kommen und seine Nerven, welche schon seit seiner Verwundung oder Koankheit gencke durch dsn Kampf um seine Versorgung herunter gevim- men sind, werden jetzt das ganze Leben lang in Aufregung gehalten. Durch die Rentenffirzung M ferner die Kavitalrsierung der Rente und mit ihr ine Siedffmgsmög- lichkeit der Kriegsbeschädigten in die höchste Gefahr gebracht. 'Auf der anderen Seite bezeichnete das Reichsheimstättengesetz die Ansiedlung der Kriegsopfer als eine der wichtigsten / Aufgaben des Staates. Wie reimt sich das zusammen? Aus allen diesen Gründen fordert der Zentral- derband deutscher Kriegsbeschädigter und Kriegshinterbliebener die gänzliche Beseitigung der Paragraphen 63 und 64, deren Durchführung für den Staat mit ganz unverhältnismäßigen hoben Ver- tvaltungskosten und einer sehr starken Arbeitsbelastung der Bersovgungsbehörden verbunden ist. ßum mindesten aber sollten die Paragraphen so kiiitc außer Kraft gesetzt werden, bis eine einschneidende Besserung der wirtschaftlichen Gesamtlage Deuffchlands eingetreten ist. Die jetzige Form der Ausgleichszulage nach tz 28 kann ebenfalls fernen Kriegsbeschädigten und keine Kriegshinterbliebene restlos befriedigen. Dem Prinzip, die sozialen Verhältnisse, in welchen die Vefforgungsberechtigen leben, zu berücksichtigen, stimmt der Zentral verband ohne weiteres zu. Dir glauben aber, daß eine solche Berücksichtigung schon gewährleistet ist, in § 25, Abs. 1, der ausdrücklich die Berücksichtigung der Lebensverhältnisse, Kenntnisse und Fähigkeiten des Beschädigten bei der Bemessung der Minderung der (SnverbS fähig Feit dorsieht. Im übrigen muß aber doch wohl in erster ^inie dafür gesorgt werden, daß 'den Vollerwerbsunfähigen durch die Rente ein würdiges Enstenz- uünimum gewährleistet wird. Auch nach dem neuen Gesetz erhalten aber jene, für die eine soziale Aus- 6>eichszulagc nicht in 'Frage kommt, keine Voll- r°üe in einer Höhe, daß damit das Exrstenzmiin- rnuni erreicht trirb. lieber aus große Bedenken haben ton: gleichfalls gegen die jetzige Faffung des § 25 «K 3. Danach erscheint die Sicherstellung einer angemessenen Rente für die Kriegsbeschädigten, die -tbar eine erhebliche Beschädigung erlitten haben, m ihrer Erwerbsfähigkeit aber nicht oder nur wenig beeinträchtigt sind, keineswegs gewährleistet. Nach schon erschienenen Ausführungsbestimmungen, welche ohne Mitwirkung der Organisationen vom ^eichstag angenommen worden sind, wird in gün- itigftem Falle eine Rente von 50 Prozent gewährt, Gua) wenn mehrere Beschädigungen (Arm- und B^mveriust D.> zusammenttrffen. Infolge des bleibt der Beschädigte aber nicht einmal im findet dieses Gerücht z. B. in der Mitteilung des Posener Blattes „Tziennik Pvznaneki", wonach in Paris schon die Frage aufgeworfen werde, ob es nicht richtiger sei, Oberschlesien Polen ohne Abstimmung zu geben. Tas polnische Blatt fügt hinzu, mit der auch für die polnische Presse Ober- schlesiens charakteristischen Umkehrung der Tatsachen, daß die .Teutschen (und nicht etwa die Polen) dieser Lösung durch ihre Verfolgungen, Morde und Plünderungen den besten Dienst leisten. Tieser skrupellosen Unausrichtigteit der polnischen Presse ist die deutsche Presse deshalb nicht gewachsen, well sie infolge polnisll)er Tenun- ziationen von willkürlichen Verboten bedroht ist. So wurde toegen einer an sich unbedeutenden Notiz, die auch in polenfreundlichen Blättern stand, ein deutsches Organ verboten. Auf seine Reklamation hm erhielt es von dem zuständigen französischen Offizier lediglich zur Antwort, es genüge in einem solchen Falle das Verbot und die deutsche Zeitung könne es sich yur Ehre anrechnen, daß sie wegen ihrer größeren Berbveitimg davon betroffen wurde. Breslau, 6. Sept. (WB.) Tie „Schlesische Zeitung" meldet aus Kattowitz: Der interalll- ierte Kverskontvvlleur verbot die „schlesische Zeitung" im Stadt- und Landkreis KLttowitz bis auf weiteres. Litauische -Ingriffe auf die Polen. Warschau, 7. Sept. (WTB.) In der Nacht zum 2. Systember haben litauische Truppen mit Artil'erie unb Maschinengewehren versucht, daS 6. polnische Ulanen-Regiment in Sesny zu überfallen. Gleichzeitig wurde eine Eskadron des 7. polnischen Ubanen-Regiments von einer litauischen Mteilung in Lipvwe angegriffeir. 2ti polnischen Truppen hatten zu dem Angriff'keinen Anlaß gegeben. Noch haben die Palen bte vorläufige Demarkationslinie, die bte Entente bezeichnete, weder erreicht, geschweige berat überschritten. Die litauischen Truppen haben nun die polmsche Seite der Tennrrkatiunslinie besetzt, nänt* lich die Linie Gibi—Sejny—Kljwylgliniec—Li- powv. Kownv, 6. Sept. (WTB.) Ter Minister des Aeußern hat durch Vermittelung der litauifdjen Gesandtschaft in Berlin an den pvlnischeit Attnister des Aeußern folgende Rote gerichtet: Tie litauisch>e Regierung beixuuert, dem Ersuchen der polnischen Regierung, die litauischen Truppen hinter die in ihrer Note bezeichnete Linie zurückznziehen, nicht entsprechen zu tömtett, und zwar aus folgenden Gründen: 1. Tie freiwillige Abtretung des febon in der Gewalt des litauischen Staates befindlichen Territoriums wäre eine Verletzung der Neutralität gegenüber Rußland. 2. Die litauische Regierung erachtet es für unmöglich, ein Gebiet, das sie als unumstritten zu Litauen gehörig bettachtet, eitler fremden Okkupation zu überlassen. Die in ihrem Telegramm vom 2. September bezeichnete Grenzlinie wurde unter ganz besonderen Bedingungen ohne Tellnahme der litauischen Regierung und ohne deren Zustimmung bestimmt und niemals von ihr anerkannt. Die litauische Regierung, die von einem versöhnlichen Geiste bewegt ist und wünscht, Konflikte zwischen den litauischen und polmsch-.en Truppen zu vermeidest, hat in der Note vom 28. August der polnischen Regierung borge- schlagen, die Demarkationslinie seitzulegen. Die Polen aber haben weder die Note beantwortet noch die in Kowno angefangenen Verlxrndlungen beendigt. Sie griffen vielmehr die litauischen Truppen bei Augnstowo an, drängten sie zurück und drangen tief in litauisches Gebiet ein. Die litauische Heeresleitung wurde gezwungen, diesen Eiw- fall zurückzuweffen. Ta die litauische R^ierung weiteres Blutvergießen zu derhindern wünscht und Polen den Beweis ihrer friedlichen und freundlichen Politik ihm gegenüber geben möchte, schlägt sie vor, dieFeinoieligkeitensviortein- zu stell en und Delegierte, die mit den nötigen Allmächten versehen sind, zu entsenden, um eine Demarkationslinie zu be stim m e n._Tie Delegierten können sich in Mariampol treffen. Nach Festlegung der Temarbationslinie wäre, bte litauiiche Regierung schort bereit, in Verhandlungen zw«ks Lösung aller strittigen Fragen einzutreten. Die litauische Regierung nimmt als Basis dieser Verhandlungen die schon kürzlich aut der Konferenz von Riga von den litauischen Delegiert en bestimmten Prallte an. Genüsse dieser Bezüge, well er ja fast voll erwerbs-I Waffen herauszubekommen. Er fügte hurzu, daß fähig ist und sein Einkommen wohl immer bie dort nach feiner Ansicht die Abstimmung nicht statt- vorgesehene Höhe erreichen wird. Denn man also I finden kötrne, bevor die Waffen herausgegeben ben §63 unbedingt beibehalten will, so dürfen zum Schutze diese.' Sllprorbeschädigten z«m mindesten die nach § 25 Abs. 3 gewährten RenLarsätze den Kür- uub nimmt damit tausenden von Frauen die Möglichkeit überhaupt erst arbeitsfähig zu toerben. Der tief zu beklagende, ungünstige Gesu-ndheitszustand vieler Kriegerwitwen und Waisen steht in engstem unmittelbaren und mittelbaren Zusammenhang mit dem Verluste ihres Ernährers. Darum hat, der Staat die heftige Pflicht, auch für die Folgen dieses Verlustes aufyuEommen und den Hinterbliebenen die Heilbehandlung zu gewähren. Weitere Nachteile erblicken wir u. a. in der jetzigen Form der Kapital- abffndung, der heutigen Ortsklasseneinteibung, dem unzureichenden Sterbegeld, der Besteuerung der Rente, sowie der unzureichenden Möglichkeit der Berufsausbildung für Kriegshinterbliebene. Nachdem alle Versuche der Kriegsopfer, Aenderung dieser Bestimmungen zü erreichen, vergeblich geblieben sind, wendet sich nunmehr der Zentralverband deuffcher Kriegsbeschädigter und Kriegshinterbliebener mit Kundgebungen seiner Ortsgruppen an dieOeffentlichkeit. Die Kriegsopfer haben es mit bewundernswerter Geduld ertragen, daß der Staat die Regelung ihrer wohlverdienten Ansprüche immer und immer wieder hinausschob. Noch heute, sechs Jahre nach dem Beiginn des blutigen Völkerringens, ist ihre Versorgung nicht geregelt. Sie können es aber nicht ruhig hinnehmen, daß in das neue Versorgungswerk, welches ihre Zukunft sicherstellen soll, Bestimmungen, w« die obigen, hineiiigekommen sind und in Kraft treten sollen. Wir zweifeln nicht daran, daß auch die breite Masse der Nichtkriegsverletzten dagegen protestieren wird, daß die Dankesschuld des deutschen Volkes seinen Ki-iögsopfem gegenüber auf eine Weise eingelöst werden soll, welche diese tief täuschen und dem Volke und dem Staat Tic rusfische Reugruppicrung. Warschau, 7. Sept. (WTB.) Havas. Aus Nachrichten aus verschiedenen Quellen geht hervor, daß die Bolschewisten dabei sind, ihre Streitkräfte^mNordenwieder £ u ordnen. Die Angriffe die bte Russen im Süden borgenommen hatten, hatten ledig' lich den Zweck, die Aufmerksamkeit der polnischen Heeresleitung von der russischen Neu- gruvvierung im Norden abzulenten. Ein bulgarisches Blatt über Deutschland. Berlin, 7. Sept. Eine Tageszeitung in Sofia schreibt über Deutschland: Militärisch niedergeworfen, leidet das deutsche Volk heute unter den schweren Bedingungen den Friedens. Aber es wird sie überwinden. Es wird ihrer durch sein unveräußerliches Mittel Herr werden: durch seine Mpferische Kraft. Aus -ein Aeiche. Reichswchrminister ßletzler über die Sozialdemokratie. Berlin, 7. Sept. Reichswehrminister G e ß l e r hielt auf dem Sommer fest der würt- temberaischen demokratischen Partei tu Ulm eine Rede, in der er das Verhältnis derSozial- demokratie zur Regierung besprach und der „Voss. Ztg." zufolge sagte: Die Mehrheits- sozialdemökratie habe sich unter dem Eindruck des Wahlergebnisses der V e r a n t w o r t u ng entzogen und spreche gerne die Sprache der Verneinung, selbst wenn Gesetze vorgelegt würden, die das Kabinett Bauer beschlossen habe. Vor dem Wiederzusammentritt des Reichstags werde die Regierung sich fragen müssen, ob sie sich das weiter gefallen lassen wolle. Die Demokraten seien in die Regierung eingetreten, weil eine Delegation nach Spaa gesandt werden mußte. Wenn die sozialdemokratische Presse es so darstelle, daß sie es besser machen könne, so fei der Weg frei. Jetzt müsse sich die Sozialdemokratie entscheiden, denn die Basis für die Regierung fei zu schmal. Eigenmächtige Eisenbahnarbeiter. Berlin, 6. Sept. (WTB.) Amtlich. Am 3. September haben die Eisenbahnarbeiter auf dem Bahnhof Erfurt einen mit Munition beladenen Wagen aus einem vor- sclriffsmäßig angcmel.eten Ententenach- schubzug abgehängt, obwohl auch dieser Wagen ordnungsmäßig kennllich gemackst worden war. In Verhandlungen mit den Arbeitern hatte die Eisenbahndirektion die Zufichenmg erreicht, daß der Wcwen mit dem nächsten Ententezug weiterlaufen sollte. Trotzdem haben am 4. Sept. Eisenbahnarbeiter verschiedener Tienststellen den Wagen entladen und die Munitiou auf freiem F-elde Derbrannt. Ter ReichsvTriehrsmfttister hat die Eisenbahndirektion telegraphi'ch angewiesen, sofort alle bei dem Abhängen und Entladen des Wagens und der Vernichtung der Munition beteiligten Arbeiter ohne Ein'halttmg der Kündigungsfrist zu en.llffsen und Isis 'außerdem' d.wStaats- anwaltschaft zur gesetzlichen Verfolgung auzuzeigen und für den der Eisenbahnvenvalluirg etwa entstehenden Schaden haftbar zu mndxau Beamte sind, soweit bisher festgestelll, an der Tat nickst beteiligt. Kaftce-Einftchr. Berlin, 6. Sept. (WTB.) Wie uns das Reichsministerium für Ernährung unb Landwirtschaft mittrilt, wurde der Kassee-Einfuhr- Verein in Hamburg nunmehr ermächtigt, bis auf 'weiteres die Kaffee-Einfuhr in befdxämf* tem Umfange wieder zuzulassen. Tie Höchstgrenze der Einfuhrbewilligungen wurde aus 500 Sack arbeftstäglich festgesetzt. Die Einfuhranträge sollen nach ihrer Preiswürdigkeft enffprechend den früheren Grundsätzen beschieden werden, um den derzeit niederen Weltmarktpreis dem deuffchen Kora'um zugute kommen zu lassen. Ter Kaffee-Einfuhr-Verein wurde deshalb ausdrücklich angewiesen, etwa bereits bezahlte ober im Freihafen lagernde Mengen nicht bevorzugt zu behandeln. Bus dem besetzten Gebiet. Dr. Dortens Auto. rnc. Frankfurt a. M., 5. Sept. Ein Chauffeur in Wiesbaden sollte ein für Dr. Torten bestimmtes, von den Franzosen geliefertes Auto, in dessen Villa abliefern. Er hat den Wagen aber in den Rhein gefahren. Dafür erhielt er von dem französischen Kriegsgericht in Mainz sechs Jahre Zwangsarbeit. Zum Glück ist es dem Manne jedoch gelungen, aus Mainz zu entsliehen und unbehriligl das unbesetzte Gebiet zu erreichen. * K o b l en z, 6. Sept. (WTB.) Vom Reichskommissariat für die besetzten rheinischen Gebiete wird mitgeteilt: Der Militarbefehls- haber im Saargebiet hat anläßlich der neuerlichen Unruhen zahlreiche Personen aus dem Saargebiet ausgewiesen uno auf das rechte Rheinufer abgeschoben. Diese militärische Maßnahme hat nicht etwa, wie vielfach angenommen wird, die Bedeutung einer Ausweisung aus den besetzten rheinischen Gebieten. Eine solche kann vielmehr nur durch die interalliierte Rheinlandkommiiuon tn Koblenz ausgesprochen werden. *be- d°K bie Briefen und Stelle "detlicham vormittags e Beteiligten lchen svollen, rmittags d statt. Jen angeben. > Grundstücke Barzelle die Termiu nicht aus Berück- aHiM K-- M kten- j|| he#te le« großen Spielpl»08 Detektiv- Abenteuer ei*Mt ,tede««elie itivio i° Ankläger k über die Gestaltung der Fleischverhälttrisse zu I kranfenkasse Gießen. Im Mittelpunkt der Tagung Ironien raffe Gießen. Im Mittelpunkt der Tagung i eins, Hauptmann Boltmar (Darmstadt), einen stand ein Referat von Medizinalrat Dr. Wag-Ifchr anregenden Vortrag über die den Ausbau des t Tagen Die Preisgestaltung. B a d-N anheim, 6. Sept. Vor einigen toben i bauern i hosten, b tefeitigt unb In Zuger nachmit iortert, der pr Md Ä M und \ HOM denE Denan ladfc die xi ,tt. T reis a. Lda., 5. Sept. Die Ortsgruppe Tveis-Allendorf des deutschen S e e v e r e i n shiÄt heute ihre diesjährige Hauptversammlung ab, mo- ber der Geschäftsführer des hessischen Lcmdesver- Hauptmann Vollmar (Darmstadt), einen Es kursieren seit einiger Zeit Gerüchte, bie die Aufhebung der Fleischwirtschaft zum Gegenstand -haben und geeignet sind, Unruhe in btc Be- .iKTifemng zu tragen. Ta es außerordentlich lx> der.fiel) ist, in der gegenwärtigen erregten Zeit w ri b, w . ie C d<. » Burk Mil- im ki |W 2i: llus Stabt und Land. Gießen, bat 7. Sept. 1920. Dkc luust unserer Fleischversorgung. Aos *♦ 9h. 127 Lewchnu trag jur - öesf'is vermin fi -Ache rerforen. unb Lang Der jllDari nrm die ( T®t r Mnberer i vote m Sa’oebriel öur-, jebi Mssamff «laute Mau «d ist dik «teilt too gehend ( 'W&adjtu] I -M ge Mms tr Ä in v Ä" i ÖrDil Mllt A Mir J^UU' b)... 1 V WH” 5 5 «l-v'ri ,'W E hin^1 iHcrf« hlünde Juch spieM. sloUes^ von 20 heinrN 53$;-: hkinn« Cfcr|bif( lin^lln Mn 42 Sieger . müller 6. mit 7G Richards ,D? vorigen allgemtir für diese Leider st benen E Iporwer gemeinen Augustin hmg eim rigteiten, in seiner hatte die Verbraucher-Kommission Friedberg - Bad-Nauheim - Butzbach - Rodheim im Hotel ALrche rrnd Schnle« Die Zukunft Der höheren Schulen in Hessen. Gießen, 6. Sept. Am Samstag waren aus Anregung der Stadt Alsfeld die Vertreter der oberhessischen Städte im Restaurant „Hmden- bürg" versammelt, um Nr der Frage der Kosten für die Höheren Schulen Stellung zu men. Bürgermeister Dr. Völsing-Alsfeld, *'t die Versammlung leitete, führte aus, die Hessin Beamtenbesoldungsreform habe ein derartige.' Anwachsen der persönlichen Ausgaben für die höheren Lehranstalten zur Folge, daß die von den ®e- meinden nach dem bisherigen Modus zu leiftenbeii Zuschüsse besonders für die kleineren Städte ge-- radezu unerschwinglich seien. Die Existenz eui-n" ganzen Anzahl höherer Lehranstalten in Hessen sei dadurch bedroht, was im Interesse der Volks- bildung -aufs tiefste zu beklagen sei. Tie Regierung müsse 'hier helfend ein greifen. Nach Auer eingehenden Aussprache wurde einstimmtg beschloi- sen, die hessische Regierung möge im AnsckttM an den im Landessteuergesetz vorgesehenen Lasten- ausgleich vom 1. April 1920 ab die durch Schul- „Reichshost" hier eine Sitzung einberufen, um einen erschwinglichen Kartoffelpreis für ein größeres, Wirtschaftsgebiet festzusetzen. Herr Wred ermann verwies auf die Verhandlungen in Frank- furt, wo die Bauern einen Preis von 25 Mk. pro Zentner verlangt haben, was der Arbeiterschaft Frankfurts zu hock.fei und ganz besonders von den Arbeitern, Kleingewerbetreibenden und Beamten in unserer fruchtbaren Wetterau auf keinen Fall anerkannt werde. Herr Diehl (Hessischer Bauernbund) erklärte gleich zu Anfang der Versammlung, daß er keine bindende Zusage machm könne. Er erläuterte die Lieferungsverträge, die abgeschlossen feien, und war der Ansicht, daß Angebot und Nachfrage die Preise von selber regeln würde. Dem trat Abg. Wittig- Butzbach entgegen und warnte, es zum äußersten kommen zu lassen. Es seien genügend Kartoffeln da, und es fei unverständlich und unverantwortlich, wenn Führer der Bauern hier keine llare Antwort geben würden. Ein Eisenbahner erklärte, daß die Maßnahmen, die von den Eisenbahnern getroffen würden, und die Folgen, die daraus entstehen, nicht die Arbeiterschaft treffen würde; die volle Verantwortung fiele auf die Landwirte. Keine Kariofsck ans Heffen, weder Hamsterer noch Waggon dürften passieren, bevor man nicht klar sehen könne wohin die Preispolitik des Blindes der Landwirte führe. Auf einen Vorschlag des Herrn Wiedermann, zu dem auch .Herr Justizrat W i n b e d e r riet, einigte man sich zuletzt dahin, daß bis Montag abend die Vertreter der Landwirte in Friedberg eine Erllärung abgeben, auf welcher Spannung die Preise geregelt werden sollen. Ein Redner der Verbraucher-Kommission erklärte noch, daß ganz in der Nähe von Bad-Nauheim kleinere und mittlere Bauern für 16—28 000 Mk. Frühkartoffeln verkauft hätten. rm. Darrn st adt, 6. Sept, lieber unglaubliche Zustände bei der Kartoffelversorgung wird aus Mainz berichtet. Tort sollen auf dem -Güterbahnhofe feit etwa 10 Tagen 50 Waggons, zusammen etwa 10 000 Zentner, aus Parchim eingetroffene Kartoffeln, beren Annahme die ©tobt verweigert, unbehandelt stehen. Ein kleiner Tell sei auch aus der Nachbarschaft. Allseittg ist man erstaunt, daß der Kommunalverband Mailft, für den die Sendungen beftimmt find, nicht für rasche Entladung ober, wenn sie nicht angenommen werden, für Rücksendung sorgt. mc. Frankfurta. M., 6. Sept. Die Stadtverwaltung wird auf alle Fälle eine Kartoffel- re f e r v e von einigen 10 000 Zentnern anlegen, um für etwaige Notfälle gerüstet zu fein. Tie Kartoffeln sollen in der Hauptsache von städtische» Gütern bezogen werden. ck Li ch, 6. Sept. Tausende Zentner von Z w e t s ch e n wurden in den letzten Tagen an unserem Bahnhof verladen. Tie auswärttgen Händler haben die Preise so in die Höhe getrieben, daß zuletzt 50 Mark unb mehr für den Zentner bezahlt wurden. •39 1 5^ F al: W das Ergebnis der Tagung fanden sich die Tell- nehmer zu einem gemetnfamen Mittagstisch zu- | lammen. ** Eine Wohnung ausghraubt. Mitte August d. I. wurden hier durch Einbruch aus einer im Parterrestock gelegenen Wohnung, während der Besitzer verreist war, 1 Deckbett, 7 Stück schwarze, weiße, grüne, braune und geblumte Seide, weiße Gardinen für 8 Fenster, 300 Rollen Nähseide, 30 Paar Schutzblätter, 1 gesticktes Garbedinekleid, ein blauer Damenrock, 1 gestreifte seidene Bluse, 1 braunes Kostüm, 5 Gros Druckknöpfe, Damenstrümpfe, 1 Paar schwarze Touristenstiefel, 1 Paar schwarze Damen-Schnürstie- sel, 1 Paar Damenhalbschuhe, eine große Anzahl weiße Bettücher, Ueberschlagtücher, Damast-Bettbezüge, Kopfbezüge, Servietten, 40 Handtücher, Damen-Nachthemden, Damenhemden, Damenbeinkleider, Tafeltücher, Tischtücher, Kaffeedecken, Untertaillen, Waffelbett- )( Marburg, 4. Sept. Gestern und heute wurde hier unter zahlreicher Beteiligung aus vielen Orten Hessen-Nassaus und Waldecks die 22. Hauptversammlung des Sparkassenverbandes für Hessen- Nassau und Waldeck abgehalten, die der Vorsitzende, sBürgermeistier Brunner (Cassel), mit einem längeren interessanten Rückblick auf die letzten Jahre und einer Befeuchtung der gegenwärtigen Zeitver- hälttnsse eröffnete. Er begrüßte es besonders, daß Regierungspräsident Springorum (Cassel) als Vertreter des Oberpräsidenten, sowie Geh.-Nat v. Sachs (Cassel) als Vertreter des Landeshauptmanns erschienen seien. Es folgten Vorträge des Dr. Ehlermann (Wiesbaden) über „Steuerfragen für Sparkassen", des Direktors Dr. Hetzer (Frankfurt) über den „Entwurf des neuen Sparkassengesetzes", des Direktors Sommer (Biebrich) über „Dteöifionen der Sparkassen", des Direktors Hucke (Cassel) über ,Errichtung eines Girvverbandes" usw. Der Vorstand wurde wie folgt neu- ltzw. wieder gewählt: Bürgermeister Brunner (Castell, Vorsitzender, Landesbankdirektor Geh.-Mat Klau (Wiesbaden), Direktor Hucfe (Cassel), Profestor Bleiche« (Frankfurt) Oberbürgermeister Dr. Antoni (Fulda), Bürgermeister Dr. Wachsmuth (Rinteln), Direktor Sommer (Wiesbaden), Direktor Grammel (Limburg), Rendant Schneider (Wetter), Direktor Sälzer (Arolsen), Rendant Kvhlstedt (Schlüchterul und Direktor Hetzer (Frankfurt). Das 75jährige langjährige Vorstandsmitglied Stadtrat Wichmannn (Efchwege) wurde zum Ehvenmitglied ernannt Den Geschäftsbericht erstattete Direktor Hucke (Casfell. fS’Ä nwI\Xr<»rt r<>tit R9 __s.__ ne r-Gießen über Kriegs-Nervenkrankheiten und ihre Heilung, das lebhaften Beifall fand. Weiter referierten der stellv. Vorsitzende Knoblauch-Darmstadt über „Die Kran- lienraffen und das Gesetz über die Versorgung der Milltärpersonen bei Dienstbeschädigungen" sowie Verwaltungsdirektor Pallas-Frankfurt a. M. über „Wichtige Entscheidungen des Reichsversichermrgs- amtes". An die Referate schloß sich eine Der hessische Krankenkassenverb an d hielt am Samstag und Sonntag im Saale des Gewerkschastshauses seine 2 7 Jahre s v e r sa m rn l u n g ab, an der rund 100 Vertreter aus allen Teilen des Hessenlandes teil» nahmen. In der V o r v e r s a m rn l u n g am Samstag abend erstatteten die Herren Neumann, Präsident im Landesemährungsamt und cC'l£$,ltOcr Lau des Versicherungsanstalt Hessen nmb Mitglied der Volkskammer Knoblauch- Darmstadt Bericht über das ab gelaufene Geschäftsjahr, während der Rechner des Verbandes A b e l - Darmstadt über die Äassenverhältnisse berichtete Wie aus den Berichten zu entnehmen war, um- fatzt der Verband z. Zt. 28 Krankenkassen, unb Zwar 25 Ortskrankenkassen, 2 Bririebskranken- taffen imtb eine Jmrungskrankenkasfe mit einer Mitaliederzohl von zusammen 190 000 Tie Einnahmen des Verbandes betrugen 11665 Mk, bie Ausgaben 10 864 Mk., bas Vermögen belief sich Ende 1919 auf 4405 Mk. Nach Erledigung der Berichterstattung fand bie Beratung von mehreren Anträgen statt. Weiter wurde befchlossen, bie Nächste Jahresversammlung in Bingen abzubalten Anschließend an bie Verhanblungen fanden sich bie Verhairdlungsteilnehmer zu einem gemütlichen Zusammensein im Safe Amend zusammen Am Sonntag vormittag fand dann bie Hauptversammlung statt, bie. von stellv. Vorsitzenden Mitglied der Volkskammer K n o b l a u ch-Darm- ftabt geleitet wurde. Als Vertreter des Oberver-- sichrrimgsarnts nahm Oberregieruugsrat Dr Bohn an der Tagung tell. Beigeordneter Dr. S e i b begrüßte die Erschienenen als Vertreter der Stadt und Ad. Volz namens der Orts- decken, gez. „M. G.", silb. Eßlöffel, silb. Kaffeelöffel, filb. Messer und Gabeln im Werte von 40 000 Mk. gestohlen. Für die Wiederbeschaffung der Sachen ist eine gute Belohnung ausgesetzt. ** Fahrraddieb st ah l. Am verflossenen Freitag wurde ein vor dem 'Lebensmittelamt aufgestelltes Fahrrad, Marke „Viktoria", mit schwarzem Rahmenbau, gelbem Kotschützer nur auf dem Hinterrad, gelben Felgen, vorne rote und hinten graue Bereifung, im Werte von 1500 Mk. gestohlen. Für die Wiedererlangung des Rades ist eine Belohnung von 200 Mk. ausgesetzt. ** Ein Scheckschwindler-Pärchen! Am vergangenen Samstag wurde ein Pärchen festgenommen und in Untersuchungshaft gebracht, das in einem hiesigen Geschäft für tnehrere 100 Mk. Waren gekauft und einen Scheck dafür in Zahlung gegeben hat. Eine Anfrage bei der Bank ergab, daß keine Deckung für den Betrag vorhanden war. Das Schwindlerpaar hat zweifellos auch in anderen Städten Gastrollen gegeben. Da derartige Scheckfchwindler nach Mitteilung auswärtiger Behörden immer stärker auftreten, wobei auch stets Frauenspersonen ihre Hand im Spiele haben, so seien die Geschäftsleute hiermit nachdrücklichst gewarnt. ** Volkswohl st iefel. Die noch nicht abgeholten Volkswohlstiefel können noch bis einschließlich Donnerstag den 9. September 1920 auf dem Städtischen Lebensmittelamt in Empfang genommen werden. ** T ie Gießener Waldbühne ver- anstallet am Donnerstag, 9. Sept., abends 8 Uhr, im Saale des Hotels Einhorn eine Wiederholung der „Komtesse Guckerl". ** Graf Luckner kommt w ieder! AlS Gras Luckner, der kühne Führer des „Seeadler", im Februar dieses Jahres hier von fernen Erlebnissen erzählte, äufferte sich der lebhafte Wunsch, er möge wiederkommen und mehr von feinen Abenteuern erzählen, die er erlebt hatte. Jetzt macht Gras Luckner bas Versprechen wahr, das er damals gab. Von den Taten seines Schiffes unb her braven Mannschaft bei der Fährt durch den Ozean 'bat er erzählt, aber mit dem Untergang des „Seeadler" und feiner Gefangennahme sind die Erfeb- ntffe nicht zu Ende. Er, der den Engländern im wa'hrsten Sinne des Wortes der „teuerste" 'Gefangene war, erlebte noch so vielerlei, bas des Erzählens wert ist und beredtes Zeugnis ablegt davon, daß fein deutscher Mut auch in Gefangenschaft nicht gebrochen wurde. — Graf Luckner toiro am Diontag den 13. September in der neuen Aula sprechen. Näheres durch Anzeige. **DieDeutschedemokratischePar- t e t veranstaltet morgen abend 8 Uhr im „Aquarium" eine Mitgliederversammlung. ** Lichtspielhaus. In dem neuenHenny- Porten-Film „Die goldene Koone'" hat diese beliebte Filmschauspielerin wieder eine dankbare Aufgabe, in der sie sich ganz ausgeben und glänzenl kann. Die Regie von Alfoeb Halm ist wohl- gelungen. Von den Mitwirkenden seien Weller genannt: Paul Hartmann, Hermann Thimig und Hermann Vallentin. Ferner bringt bas Programm ein schönes Lustspiel, betitelt „Der Liebes- s ch ü l e r" mit Leo -Peukert und Sabine Impekoven in der Hauptrolle. Landkreis Gießen. Daubringen, 5. Sept. Die Dreschmaschine hatte dieses Jahr nicht so lange hier zu tun, wie in früheren Jahren, ein guter Maßstab für das diesjährige Ernteergebnis, das äußerst gering an Korn unb Strohertrag war, wes-oegen bei vielen Viehbesitzern Besorgnis über das Turch- balten ihres Viehs im Winter herrscht. Umso bedauerlicher ist es, daß gewisse Gänsehalter, nicht alle, ihre Tiere schon seit einiger Zeit frei laufen lassen, wodurch noch viel Futter, besonders auf besseren Wiesen, die früher noch bis spät in den Oktober Hinein gemäht wurden, vernichtet wird. Die Leute werden kaum nock bleichen können. Ter Siutzungswert dieser Tiere steht doch in gar fernem Verhältnis zu dem Schaden, bei- sie anrrchten. Zu jeder Tageszeit kann man Gänfe- 'peroen aus nahen und wellen Wiesen, sogar auch ui den Obstbaumstücken nach Mainzlar und sonstwi wahrnehmeii. Aber der Feldhüter scheint nur in bem öenieinbebubget aufzutaucheir. Nicht besser steht es mit dem Obstfchutz. Der Feldhüter kann um dre>e Zert auch nickt den Wald beschützm. Warum hat man bat Beischützen vom vorigen Jalp nidyt wieder für diesen Herbst verpflichtet'-' H u n g en 7. Sept. In Hungen ist die Maul' und Klauenseuche ausqebrv- chen. Dte Gemarkung Hungen wird daher als Sperrgebiet erklärt; das Beobachtunqsgebiet bleibt unverändert. biO । V PV V u schaffen. Tie vielfach vertretene Mffickst, bie Fleisch- bavirtschafrung habe bereits aufgehört zu existieren, trifft hi beefem Umfang nicht zu. Vielmehr soll 'nach dem Beschluß'des volkswirtschasl- llcken Ausschusses des Reichstages vom 17. August bie Zwaoswirtfck?aft für Vieh unb Fl-risch zum 1. Oktober ausgehoben icerben, falls cs gelingt, bis dahin eine Getreidereserve von 2 Mlllionen Tonnen zu schaffen. Die deutschen landwirtschaftlichen Organiia- tinnen, besonders auch der Bund der Landwirte, setzen z. Zt. altes daran, die Ablieferung von Bwtgeireide zu erhöhen. Es fei aus den kürzlich erlassenen eindringlichen Aufruf der landwirtschaftlichen 93ereinigjmgen hmgewvesen, tn dem zum Ausdruck gebracht wurde, daß eine höchstmöglichste Steigerung der Ablieferung sowvhl im all gemeinen wie im dringenden eigenen Interesse der Landwirtschaft liege. So ist nach Lage der Dinge an» tzunchmeii, daß bis zum Oktober d. Js. ein Bestand an Brotgetreide vorhanden fein wird, der Sie Vorbedingung für die Aufhebung der Fleisch- loirischaft als gegeben anfehen taffen wird. Es -ist bo'ber mit einem hohen Grck) von Wahrschern- lichkeit zu rechnen, daß die Bewirtschaftung des Schlachtofehs Mw Oktober tatsächlr'ck au|«» ^echoben wird. Dabei ist aber zu beachten, daß, entgegen der vielfach Zum Ausdruck gebrachten Befürchtung, eine schlechtere Belieferung der Städte kaum zu erwarten ist. Ter Bestand an Schlachtvieh ist z. Zt. nicht ungünstig: er steht nicht weit hinter den Äestmrden von 1913 zurück. Es wird darum voraussichtlich die Anlieferung an die Städte nicht schlechter fein als bisher, wahrscheinlich besser. Unsichrer erscheint die Preisgestaltung, ^ier hat nun das Reichsministerium für Ernährung unb Lmrdwirtsckaft insofern eine Sicherung und die Möglichkeit eines Ausgleiches in der Hand behalten, als es die zentrale Einfuhr von Fleisch aus dem Ausla-ttde rncht preisgegeben l-at. Diese Maßnahme gründet sich daraus, daß die Rrichs- regierung die Möglichkeit behalten will, da ein» Mgreisen, wo etwa Stockungen in ber Fleischversorgung eintreten sollten, ober wo sich zu hohe Preise entwickeln. In solchen Fällen wird bann vom Ernälpungsmiiriiterium fern, der Reichsfleischstelle das Ausl-cmdsfleffch auf den Markt geworfen werden, das einem etwaigen Mangel abhelfen, vor allem aber pceisregulierend wirten soll. Die Beständean Fleisch bei ber Reichs- fleischstelle sind z. Z. erheblich Sie reichen aus, um 29 Millionen Bersorgungsberechtigte, also die Bewohner des rheinisch-westsälischen Industriegebietes, des mitteldeutschen Industriegebietes, der Reick^hauptsdadt und der großen Städte, auf den Zeitraum von mindestens *4 Jahr mit der bis- ^rigen Wochenrarion zu versehen. Man braucht alfe sich nicht übertriebenen Befürchtungen hin- geben, daß auf dem Gebiet ber Fleilchversvrgung in ber nächsten Zukunft erhebliche Schwierigeiketn auftreten werben. Auch ist zu beachten, daß bie größeren Städte frisches Fleisch bisjetzt in sehr Om Mengen bekommen haben, so daß eine echterung des bisherigen Zustandes auch bann nicht eintreten würde, wenn tatsächlich die Städte auf Auslands fleisch angewiesen fein sollten, was nach bem Gesagten nicht zu erwarten ist. Bei ber gegenwärtigen Stockung in der Ablieferung von frischem Fleisch, über die besonders in Berlin unb einigen anderen Großstädten geklagt ivird, ist zu beachten, daß die Maul - und Klauenseuche die Mieferung beeinträchtigt, daß die Landwirte ferner ihr Vieh jetzt nicht gerne ' abliefern, weil fte durch die Ernte voll beschäftigt ‘ sind und die Zeit zum Transport zu den Balm- " Höfen kaum erübrigen Tonnen. Die z. Z. au^r- orbentlich mangelhafte Versorgung der Städte mit frischem Fleisch ist eine sehr bedauerliche Tatsache, die sich aus den angefhürten Ursachen erflärt. Es handelt sich indessen um eine Uebergangs- e r f d) e i u u n g. Bon der Freigabe der Flersch- wirtschaft ist zum Herbst eine bessere Belieferung der Städte zu erhoffen. Veranstaltungen. Dienstag: Söadttheater, 31/? Uhr, Die Puppenfee; 7 Uhr, Der Raub der Sahin erbaten. — Hotel Großherzog, 8 Uhr, Mllgliederoersanan- Iimg des Hausbesitzervereins. — Caf6 Leib, 8 Uhr, Konzert unb Vorstellung der Medick-Meibinger. — Hotel Einhorn, 8x/2 Uhr, Gastspiel Buchtvald. — Lichbpirihaus, „Die goldene Krone". — Licht- spiele, Seltersweg, „Der Reigen" und „Die ^Dame tm Sckauseniter". Vaterlandes bezweckenden Ausgaben und Ziele des Vereins hielt. — Auch hier haben sich die Ver- forgungdberechtigten zusammengeschlassen, um gemeinsame Schritte gegen den geforderten hohen Preis von 31.75 Mk. für den Zentum Herbstkartoffeln zu tun. Man hofft, daß durch eine gemeinsame Besprechung der Erzeuger und Verbraucher eine gütliche Vereinbarung erzielt wird, und unserer Gemeinde dadurch unangenehme Auftritte erspart bleiben. Kreis Büdingen. e. Büdingen, 6. Sept. Der Vogelsberger Höhenklub (V. H. C.) unternimmt am 19. Sept, m seiner Gesamtheit einen Herbstausflug hierhier. Ter Veranstaltung geht bereits Samstag, 18. Sept., im Hotel Stern ein Begrüßungsabend voraus, zu dem der hiesige Zweigverein die Vorberellun- gen bereits in die Wege geleitet hat. Sonntag vormittag finden zwei gemeinsame Wanderungen statt, von denen die erste um 9 Uhr beginnt und durch den Tiergarten nach dem Köhlerborn in das Jäger- tal führt, während um 11 Uhr ein Rundgang durch unser schönes altertümliches Städtchen mit anschließender Besichtigung des fürstlichen Schlosses unternommen wird. Bei einigermaßen guter Witterung erhofft man einen stacken Besuch von Wanderern aus allen Zweig vereinen des V. H. C. Kreis Friedberg. 21 Bad-Nauheim, 5. Sept. Für die in den Kriegen 1870/71 und 1914/18 gefallenen Kameraden wurde heute vom Kriegerverein 1870/71 und des Krieger- und Mllllärvereins „Hafsia" heute gemeinsam eine Gedächtnisfeier veranstaltet. Auf dem alten und neuen Friedhof wurden die Gräber bekränzt und in der evangelischen Tankeskirche und der katholischen Bonifatiuskirche fanden Gedächtnisgottesdienste statt. f~l Friedberg, 5. Sept. In dem Saale des Hotels Trapp hielt heute der Schriftführ«: des Frankfurter Feuerbestattungsvereins, Steuerrat Schmidt, einen gutbesuchten Vortrag über Feuerbestattung und das hiesige Krematorium. Mit Unterstützung prachtvoller Lichtbilder suchte der Redner die Vorurteile $u entkräften, die noch in vielen Kreisen gegen die Feuerbestattung herrschen und es ist mit Bestimmtheit anzunehmen, daß der Vorttag dazu beitragen wird, dieser Art der Bestattung in weiteren Kreisen Anhänger zu verschaffen. Tas hiesige Krematorium, eine Stiftung des verstorbenen Fabrikanten Karl Leonhardt, ist bis letzt oas einzige der Provinz Obevhefsen und nnrb deshalb auch von auswärts, besonders von .Gießen und Bad-Nauheim, zfemlich ost benutzt. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Beerfelden i.O., 6. Sept. Der Gendarm bestohlen wurde in der vorigen Woche, als er eines Abends mit feinen Angehörigen zu einem Besuche weg war. Der Dieb holte ihm das Fahrrad, einen Armee- rev-olver und andere Wertgegenstände. rm. W o r m s, 6. Sept. Buchstäblich a u s- ge spie st wurde am Samstag der Arbeiter W. Schäfer, der mit dem Legen einer Telegraphenleitung beschäftigt war. Er fiel aus mehreren Metern Höhe direkt auf das eiserne Gitter eines Zaunes und wurde schwer verletzt in das Krankenhaus auf genommen. — Eine Fünszehnmillionen-Anleche beabsichtigt die Stadt Worms zur Deckung chrer auf andere Art nicht zu beseitigenden Verpflichtungen aufzunehmen. Hessen-Nassau. Der Terror in Hanau. X Hanau, 6. Sept. Ter Arbeitgeberverband für Hanau und Umgebung hat sich mit einer Aufklärung über fein Äerhalten bet dem Generalstreik an die Oeffentlichkeit gewandt. Er betont, daß trotz.vickfacher demonstrativer münb» sicher und schriftlicher Aufforderungen zum Eintritt in den Generalstreik bte Arbeiter der meisten Betriebe mehrere Tage der Generalstreiksparole keine Folge geleistet hätten — ein Zeichen, oaß bie besonnenen Elemente dieses Vorgehen der Streilleitung von Anbeginn mißbilligten. In den meisten Betrieben, in denen es zur Abstimmung gekommen sei, habe sich die Belegschaft für die Fortsetzung der Arbeit ausgesprochen. In anderen Betrieben habe der Terror kommunistischer Elemente die Abstimmung verhindeck oder sabotiert. Tas Geweckschaftskartell habe keinerlei Recht gehabt, sich in die bestehenden Tarifverträge ein» zumischen, es habe also die nichtftädttschen Arbeiter zum Vertragsbruch verleitet. Diesen Vertragsbruch hätten die Arbeitgeber durch die gesetzlich zulässige Entlassung der verführten Arbeiterschaft zum Bewußtsein bringen wollen. — Tas Gewerkschaftskartell und die Strelllei- tung geben durch Plakatanschläge ebenfalls ihre Ansicht kund und betonen, daß mit den Zuge- ständnffseil der Arbeitgeber die Forderungen der Arbeiterschaft größtentells erfüllt worden feien. In der Vollversammlung der Bettiebsräte fei die Antwort des Arbeftgeberverbandes als ein moralischer Erfolg der gesamten Arbeiterschaft angesehen worden. Sparkassenverband für Hessen-Nassau und Waldeck. zu beunruhigen, erscheint es angebracht, Klarheit ^ttem: Rückblick des stellvertr. Borft^nden über betrugen Ende 1919 1379 gegen 1121 Millionen Mark im Jahre vorher. Aus ben Regierungsbezirk Cassel entfallen 593, auf Nassau 704 und auf Waldeck 82 Millionen Mark. Der Redner betonte ferner bie Notwendigkeit der Errichtung eines Postscheckamtes in Cassel, die Abschaffung der Kautionspflicht der Sparkassenbeamten und schließlich hielt nach einigen Wahlen Direktor Sommer (Biebrich) einen Vortrag über die Gründung einer Spar - kassenschnle in Franksur t für die auch die Sparkafsen Hesfen-Darmstadts Interesse haben dürften. In die vorbereitende Kommission hierzu wurden Professor Bfeichert und Direktor Meinicke (Frankfurt), Dr. Ehtermann (Wiesbaden) und der Rsortragenbe gewählt. Damit hatte die Tagung nach sechsstündig Dauer ihr Ende erreicht. fd. Oberursel, 5. Sept. Der Stadtverord- netenvorsteher Wolff hatte in der letzten ©taote Verordnetensitzung scharfe Angriffe gegen zwei Magistratsmitglieder, die einer wichtigen Stadtvervich- netensitzung fern geblieben waren, gerichtet unb sich dadurch eine Rüge des Magistrats in Form eines Beschlusses zugezogen. Ans Arttvag der Zentrumspartei und der 11. S. P.-Fraktion'" legte in der gestrigen Sitzung Herr Wolff fein Amt als Stodt- Verordnetenvorsteher nieder. Da ber Stellvertreter bie Uebrmähme des Amtes ablehnte, übernahm das älteste Mitglied ber Versammlung, die demokratische Stadtverordnete Frau Bröll den Vorsitz. Oberursel dürfte damit der Rufen Msiallen, die erste Stadtverordneten vor stehe rin zu habai. fd. Schwanheim a. M., 5. Sept. Ein hiesiger Kegelklub veranstaltete heute ein Preiskegeln, bei dem der 1. Preis 1000, der zweite 700, ber dritte 500 Mck. betrug. — Glücklich^ Deutschland.! Ri lö W । 3emten u m. II Iw ||u®Ä liÄnt' gelb.und sonstigen Einnahmen nickt gedeckten persönlichen Kosten der höheren Lehvanstalten aus den Staat übernehmen. Bis jetzt ist von der Regierung nur die Uebemahme der persönlichen Kosten ber BolLschulen in Aussicht genommen. Die durch diese Anregung bedingte Gesetzesänderung soll demnächst dem hessischen Landtag als Antrag unterbreitet werden. Borhmt soll noch alsbald eine Versammllmg der Vertteter aller Hess. Städte mit höheren Lehranstalten nach Frankfurt am Main einberufen werden, um sich bem geplanten Vorgehen gemeinsam anzuschließen. Zu dieser Versammlung soll auch bas Landesamt für Bildungs- - ox _ ----- — v— wesen, die Fraktionsvorsitzenden der Parteien des Es Mhören letzt 82 ^parkauen bem Verband an,, Landtags unb der Vorstand des l)essischen Ober- neu hmzugekommen ist Fulda. Tie Gesamteinlagen | lehrervereins eingeladen werden. als Ä^10 ’ÄaS &S§?6 «Ttf» i&ShS LKL 1*»ä2 te'sS äste Ng ehtttW ttfür S,^t. Sähft LtzK äreidt 1’’’*» Itung. ,T* tot* 'Ödheim im Lmr! EUM, um CÜ1B F em größenj öerr Siebet» 1 der Arbeiterschor Mi besonders troi mbenben imb &. Settern auf feine Dlehl lbessischll Anfang der Ba- lde Zusage mache Mngsverträge, d» r Ansicht, dag L • von selber regdt lrg-Butzbach ec- iQmttn tomnam n rtossckl ba, imb d rrontroortlib, tuen Sore Antum «Hm arte, daß int Äch ment getroffen nrä? ms entstehen, nicht e; die volle 8aan> irte. Keine Sürtofie! loch WagM büntr. r sehen könne tuofc >er Sanblüirte füfrr i Wiederman^ SBinbeder rät, daß bis Monte virte in Friedba welcher Spanrnm? m. Lin Redner da rte noch, daß gan a kleinere und mti- M. FruhlaftA iept. Heber intgfa> irtosselveri°i- htet. Tort sollens 10 Tagen 50 8c? > Zentner, au£Scheren Annahme ü t stehen. Ein Deine arschnft. Mieittg s unalverband Rai^ mmt sind, mchl 'S ie nicht angeiwnusi V Sept Tie Stet* eeineKartolfel 10 3cntttem W stet zu fem- ^ fache wn IW mssrde ZeM-- 31 letzten Tagw c ^je ausivnrn-- i die M * fit W Sch»"- ?Lin M felr- fiag^, J-rL ßk Aus dem Amtsverkündigunqsblatt. ** Das Amtsvetkündign'ngsblatt Nr. 127 vorn 6. September enthält: ?Ienbenmg der Verordnung über die Dampfkess^. — Dritter Nachtrag zur sechsten ^lusgabe der deMschen Arzneitaxe. — Hessische Rückwanderechilfe mx Darmstadt. — Termin für die Einsendung der Kirchenoechnungen. — Viehseuchen. - Dienstnachrü^en. — Gestunden, rerloren. — Feldbereärigimgen Hausen, Röthges und Langd. Der Hessischen Rückwandererhilfe z u Da r m sta d t ist von den: Ministerium, des Innern die Erlaubnis erteilt worden, Kur Lrndeurng der Rot reichsdeutscher und reichsstämmiger Rück- nxmderer im Freistaaat Hessen bis Kum Ende dieses Jahres mittels Aufruf in den Zeitungen, durch Werbebriefe und durch Sammlungen von Haus Kn Haue-, jebod) unter Ausschluß bezahlter Agent m, Geldsvendün zu sammeln. Zur Veranstaltung der Haussammlungen bebari es seweüs der besonderen Erlaubnis der Ortspolizeibehörde. Maul -und Klauenseuche. In Oppenrod ist die Maul- und Klauenseuche amtlich sest- gestellt worden. Es wird gebildet ein Sperrbezirk, bestehend aus der GemarLmg Oppenrod und ein Beobachtungsgebiet, bestehend aus den Gemartun- gen Burkhardsfelden und Reiskirchen. — Di? Maul- irnd Klauenseuche ist in (Retzen weiter in folgenden Gehöften amtlich festgestellt worden: 1. Riegrlpsad Rr. 30, 2. frankfurter Straße Nr. 49, 3. Neustadt Nr. 78. Tie Sperrmaßregeln sind angeordnet — In der Gemeinde Rixfeld, Kreis Lauterbach, ist die Maul- und Klauenseuche festgesteNt worden. Tie Gemarkung Rixfeld ist zum Sperrbezirk erklärt worden. — In Oppershofen, Ockstadt, Ilbenstadt ist die Maul- und Klauenseuche amtlich festgesteNt worden. Tie genannten Gemeinden und Gemarkungen werden -um Sperr- Txwutxi, Shie? ««d Shsort. — Fußball. Am Sonntag weilte der Ball- fpeU^hri) Merkur von 1904 mit seiner zweiten und dritten Mannschaft in Marburg, wo er gegen die gleichen Mannschaften des Raiensportvereiirs Germ au ra 1908 (LiOaÜotze) Gesellschaftsspiele aus» trug Die tfveüen Manmchaftcn spielten um 4 Uhr. Ballspiel-Elub Merkur legte bei Anstoß sofort ein scharfes Tempo an und brachte den Ball immer wieder vor des Gegners Tor. In der 20. Minute gelang es Marburg, einen Gckball zu erzielen der, schön getreten, durch Str Vf ball yum ersten Tor verwandelt wurde. Baltspiet-«Ekck Merkur zeigt weiterhin ein schönes Angriffsspiel kann aber, trotz steter lltcherlegenheü, keine Erfolge erringen. Mft dem Stande 1:0 für Marburg ertönt der Schlußpfiff. Auch.in der zweiten Mannschaft versagt stets die Mitte des Sturmes. — Die dritten Mannschaften spielten vorher und zeigten ebenfalls ein schönes, flottes Spiel. Ballspiel-Elub Merkur unterlag jedoch der stärkeven Marburger Mannschaft mit 3:1. ** Klein-Linden, 7. Sept. Bon dem Bezirkswetturnen am 29. August in Wetzlar kehrten von 20 entsandten Wctturner des Turnvereins st lein-Lin den nachstehende 13 Turner als Sieger heim. Aktiv« Stufe: Hugo Germer 30. Sieger mit 53 P, Wilhelm Pfaff 35. Sieger mit 50’. P., Heinrich Lang 44. Sieger mit 46 P.; Zöglings- Oberstufe: Heinrich Mohr 10. Sieger mit 64 P., Friedr. Schimmel 24. Sieger mit 48Vr P.: Zög- lings^llnterstufe: Heinrich Adolph 18. Sieger mit 64 P, Friedr. Jung 20 Sieger mit 62 P., Otto Rinn 42. Sieger mit 47Vr P., Robert Lenz 45. Sieger mit 46 P: Schüler: Richard Steinmüller 6. Sieger mit 73 P., Otto Weller 9. Sieger mit 70i/2 P., Ang. Jung 10. Sieger mit 70 P., Richard User 35. Sieger mit 51Vr P. O Friedberg, 5. Sept. Nachdem der im vorigen Jahre abgehattene Jugendtag den allgemeinsten Beifall gefunden hatte, war auch für dieses Jahr dieselbe Veranstaltung geplärrt. Leider ist jedoch die Ausführung aus verschiedenen Gründen nicht zustande gekommen. Tie Sportvereine weigerten sich, die geplanten allgemeinen Freiübungen mitzumachen, auch die Angustinerschule stand abseits und die Beschaffung einer Musik machte unüberwindliche Schwierigkeiten, so daß der Ausschuß für Leibesübungen in seiner Sitzung vom 1. September beschloß, den Taa für dieses Jahr ausfallen zu lassen. Man kann diesen Beschluß, der unter den obwaltenden Umständen ja zu begveifen ist, nur auf das tiefste bedauern und im Interesse dieser so guten Sache hoffen, daß im nächsten Jahve die Schwierigkeiten beseitigt werden. Dagegen wurde durch Plakate und Inserate ru einem „Internationalen! I u g e n d t a g" auf Sonntag, den 5. September, nachmittags 3 Uhr, am Georgsbrunnen ausge- sordert, der sich zu einer „imposanten Kundgebung der proletarischen Jugend gegen Kapitalismus und Militarismus und für die klassenlose Gesellschaft und den Kommunismus" gestalten sollte und bei welcher der „Jugendgvlwsse Merz aus Hanau" sprach. Ter Erfolg entsprach nicht ganz den Erwartungen. Denn außer einigen Neugierigen versammelten sich vielleicht 30 Halbwüchsige, welche nachher mit einer roten Fahne einen Zug durch die Kwstrstraßr veranstalteten. Profefior Efpfius f. Berlin, 6. Sept. (Privattel.) Wie die Abendblätter melden, ist der Professor der Philosophie Livs ins in Leipzig im 87. Lebensjahr gestorben. Justus Lipsius ist am 9. Mai 1834 in Leipzig geboren. Nach Absolvierung des Gymnasiums widmete er sich dem Studium der alten Sprachen, promovierte zum Doktor phll. und trat zunächst in den praktischen Schuldienst über Nachdem er verschiedene Lehrämter bekleidet hatte, übernahm cCbrei Jahre daraus eine außerordentliche Professur für llassische Philologie an der Universität Leipzig und erhielt 1877 dort eine ordent- lidn Professur. In diesem Jahre legte er sein Schulamt nieder. Gleichzeitig mit dieser Ernen- "ung zum ordentlichen Professor übernahm er die Leitung des russilcheu Seminars, das er über ^wei Jahrzehnte leitete. Im Jahre 1891/92 hatte « das Rektorat der Leipziger Universität inne. Anfang 1914 trat er aus Altersrücksichten von lewem Lehramt zurück. Tie Philologie verdankt Lipsius eine ganze Anzahl unübertroffener Unter» lucbungen, die zum größten Teil dem attischen Reckst gewidmet find. Unter diesen Beröffentlichun- 9di_ sind hervorzuheben: Eine Ausgabe von De- v mosthenes „De coraroo"; eine Ausgabe des ^lndo- knndes : eine Bearbeitung von Meter und Schönmanns „Der attifdje Prozeß"; „Don der Bedeu- lling des griechischen Rechts": eine neue Bearbei- ckmg von Schönmanns „griechischen Altertümern" wrd als sein Hauptwerk: „Das attische ^echts ve r f ah reu". Mit Curtius, Lange und .»iibi^ck begründete er 1878 die „Leipziger Studien -^''-».5lUlchen Philologie". Er ist Ehrendoktor der vonsttichen Fakultäten von Leipzig und Athen. gebiet erklärt. Ins Beobachtmrgsgebiet fällt du Gemarkung Ober-Rosbach. Dren st nachrichtendes Kreisamtes. Hermann Hahn zu Bettenhausen wurde zum Kommandant der Pflickstsouerwehr in Bettenhausen, Ludwig Metz-er zum ftommanötmi und Karl ytaab II. von Inheiden zum ©tdlocrtrctar des Nom Mandanten der Pftichti'euerwehr zu Ja- Heiden, Karl Schäfer von U t p d e zum Stellvertreter des Äoemantxrwer. der Mkchtde»erw<'hr zu Utphe ernannt und verpflichtet. — Bürgermeister Karl Becker zu Müschen he im wurde zum Mar km erster der Gemeinde Mmschacheim üblich in Pflichten genommen — Heinrich Nagel von Reiskirchen wurde zum Fekdschützen >2r Gemeinde Reiskirch« verpflichtet. — Heinrich Weber aus Utphe wuode zum Aisgemeifter der Gemeindc Utphe verpflichtet. Gefunden und verloren. In der Zeil vorn 15. bis 31. August wurden in Aeirger Stadt gefunden: 1 Borstecktadel, 1 Kvawottennadel, 1 Bleistifthalter, 2 Paar (Uac6handschuhe, 1 Brosche, 1 Stück ©eibtrtbaitb, 1 Metermotz, 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Damennhr mit Anhmrger: verloren: 1 braune Drieftasck)e mit Lebe n smittel karten, 1 Notizbuch in schwarzes Wachstuch eingewickelt, 1 Mäppchen mit 600 iRt Papiergeld, 1 Da Piergeldtasche mit einigen Geldscheinen sowie Rechnungan van hiesigen Geschä.tH^ leuten, ein braunes Dorteirrannaie mit 20 Mk., verschißenen Zetteln und 1 BiL», 1 bvaunes Portemonnaie mit 200 Mk., zwei italienischen Geldstücken, 1 Münze (Mutlergvttesblld), sowie 1 ft>rn- jösisch Geldstück Inhalt, 1 Päckch«: graue Stickseide und rote Nichfeide. PermifdHes« Lufttwftverkchr Bafel—Frankfurt a. M. Basel, 6. Sept. (WTB.) Die „Basler Nachrichten" melden, daß das deutsche Reichspostministerium die schweizerische Oberpostdirektion eingeladen hat, sofort Verhandlungen zwischen den beiden Ländern zu eröffnen zwecks Aufnahme eines Luftpost Verkehrs Basel — Frankfurt a. M. ----r----- Handel Berlin, 6. Sept. Börsen st immungs- bild. Anscheinend im Zusammenhang mft den Erörterungen in der Presse über die von der Sozialisiermigskommission geforderte vollständige Berstaatlichung des Bergbaues und nach der lang- anhaltenden bisherigen AufwärtsbeweMMg zeigte heute das Publikum besonders am Montanmarkte Realisationsneigung, so daß die Börse bei schwacher Grundflimmung einen mitten und abgespannten Eindruck machte. Stärker rrachgebend waren besonders Bochumer, Buderus, Laurahätte, Mannesmann und Rheinische Braunkohlen. Auch sonst überwog die Realisationsneigung, die zu Kursabschwächungen für nahezu alle Werte führte, doch waren diese nur bei Argo, Goldschmidt, Adler- werke, Gebr. Böhler, Deutsche Massen und Westeregeln erheblicher. Petroleum und Kolonialwevte waren still und gleichfalls mäßig nachgebend. Von Banken waren Deutsche Bank etwas stärker weichend. Battimvoe twrom entart höher, Eanadas behauptet. Auslandsdevisen waren zumeist wenig verändert. Am Reirtenmarkt waren heimische Werte nicht einheitlich. Mexikaner waren erneut stark höher gesetzt. Erneut sind alle Auslandsrenten im Eircheitskurse stark gestiegen. Jndustrieware waren bei stillerem Geschäft zumeist abgeschwächt. Frankfurt a. M., 6. Sept. Börsen- stimmungsbild. Das Geschäft war ruhig und die Halttmg nicht ganz einheitlich Es l)at den Anschein, als ob die Börse sich zurüch-albender verhält. Montanpapiere founten sich ziemlich gut behaupten. Eine Ausnahme machten Buderus, welche 3 Prozent nachgaben 394.—; ferner stellten sich Harpener 6 Prozent niedriger 342.—. Oberbedarf 244.—. Steaua Romana würben 60 Prozent gesteigert 1700.—. Deutsche Petroleum 1450.— gehandelt. Benzaktien schwach 188.—, Deutsche Maschinen 240.—, Chem. Scheideanstalt setzten ihre Aufwärtsbewegung fort: mit 620 rationiert, plus 25 Prozent. Erwähnenswert sind ferner Zellstoff Aschaffenburg 407.— plus 2 Prozent. Spiegel und Spiegelglas 446.—, Elektr. Accumulatoren 425.— (— 10 Prozent), Bergmann 230.— (— 5 Prozent) Metall-Aetzwerle 168 — (—2 Prozent), Daimler Motoren bei regem Geschäft 226.— plus 9 Prozent. Maschf. Eßlingen notierten 234Vs. Waggonfabrik Fuchs 365.—, Vereinigte Deutsche Oelfabrik 359V2, Nordd. Lloyd 184V- (— 21/* Prozent). Hapag schwächer 189V«. 5 Prozent Reichsanlciye 7912. Frankfurt a. M., 6. &ept. Getreide- markt. An Artikeln, die zum Verkaufe angeboten wurden, sehltc es nicht. Tie Unternchmamgslust ließ aber noch sehr zu wünschen übrig. Die vereinzelten Abschlüsse, die bewerkstelligt wurden, waren für den sofortigen Bedarf. Trotz der Freigabe der Maiseinftchr ist das Geschäft noch lehr klein, was vielfach mit den Devisenpveiien tn Zusammenhang gebracht wird. Hafer blieb gesuck.t. Für Erbsen hatte sich wenig geändert. Anone Das Ehrendoktovat der letzteren Universität wurde ihm im besonderen Hinblick auf feine Verdienste um die Erforschung des attischen Rechts verliehen. Eröffnung der Darmstädter Theatersaison. R.M.K. Darmstadt, 6. Sept. Die Theatersaison unter dem neuen Intendanten hat begonnen. Der Sonntag brockte eine Matinee des Landestheaterorchesters unter Generalmusikdirektor Bal- lings Leitung, der seinen zahlreichen Freunden, die ihn wie einen Großen dankbar feierten, mit Wagners Meistersinger-Ouvertüre und Beethovens E-Moll-Sinfonie eine Feierstunde bereitete. In der Abendvorstellung fiettte sich barm der neue Leiter Intendant Hartung in einer Neuinszenierung der „Jungfrau von Orleans" vor, die ein Charakteristikum für Hartungs modernes Schaffen bedeutet. Diese Neuschvpfung zeigte in der Tat das klassische Drama Schillers ffi entern Gewände, wie wir und auch wohl noch feine deutsche Bühne es gesehen, ein künstlerischer Erfolg von seltener Große. PZan sah, man füllte hinter jeder Geste, hinter jeder Bewegung des Einzelnen, wie, der Massen den Meisterregisseur, der bestrebt ist, seinnem Material feinen eigenen, seltsame Wege gehenden Dillen auszuzwinngen, das innerlich noch dem neuen Wesensfremden gegenüber spröde Material zu gewolltem eignen Kunstausdruck zu bilden. Aber die einheitliche Linie war geeint zu neuem, gewaltig tiefem Eindruck. Das klassische Drama erstand als eine Neuschöpfung von bdrtvollem Leben. Die Szenenbilder, zu stilvoller Monumemalität gestaltet, die Massen gebannt durch einen Willen, der sie gleich monumentalen Bildwerken festhielt. Ein yieiücrroerf im besonderen der Festzug, aus dem Orchester auffbögenb, von einer Jeierlrchkeff, die Hülsenfrüchte waren gefragt und fcft. Linien caw zftchend. Pelusckkrn und Ackerbobnen lagen test. Wicken imb Lupinen ruhig, ^erttbella in neuer Ware zu hohen Preisen gefacht, aber wenig an geboten. Oeltzmt fest. Leinsaat, betonbers Rar^, begrifft Futterstoffe fanden Baachrnng, wobei Ha,er- kleie bettonugt war. Heu fester. Stroh Hteb 69530 1599,10 Brflfftl-TTwtwerpen vchrifttanta..... ^»penhegen .... Stockholm HetftngferL. .... Italien London. New-Par». .... . Pari, Schweiz Spanien Wien (alte,) . Deutsch-Oesterr. aba. Prag. Budapest.... Bulgarien ... ÄonftentmepeL . . 371,60 372,40 373,10 373,90 724,25 725,75 724,25 725,75 718,25 719,75 720^5 721,75 1001,- 1009,- 1011,- 999,- 159,80 231,25 178,05 50,07 346,85 821,65 744^5 22,27 22^34 82,02 19,73 168,20 231,75 178,45 50,17 347,35 823,35 745,75 22,33 22,40 82,22 19,77 168^0 231,25 178,30 50,07 348,15 821,65 748,25 21^7 22,22 81^2 19,23 164,20 231,75 178,70 50,17 348,* 5 823,35 749,75 22,03 22,28 81,72 19,27 BBrftnhtrfa. Frankfurt Berlin Schluß- Abend- Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs Kurs Datum: 4.9. 6.9. 4.9. 6.9. 5e/e*DeuLflriegsanL 79,50 79,50 79,50 79,50 4e/n*Deut.3tei(i)sanL —68,50 68,00 3°/,Deut.Reichsanl. —56,90 61,10 4"/„Preuh. Konsols 70,30 70,- Darmstädter Dank 138,- 140,- 141,75 Deutsche Dank. . . 283,- 274,- Disconto- Desellsch. 207,- 206,- Dresdener Bank . —179, — 175,25 Nationalbank s. D. —, — —149,50 149,50 Mitteld.Treditbank 143,75 143,50 H..Amerik.-Paketf. 192,50 189,85 139,50 188,39 NorbbeutscherLloyi» 187,75 184,50 187,50 186,- Doch.Gußstahlwrk. 572,- —569,- 551,- D.-Luxemb Bergw. 324,- -,- 320,- 312,- Gelsenkirch.Bergw. 333,- 325,- 320,- 325,- Harpener Bergbau 358,— 342, — 351,— 340, — Oberschl. Eisend.B. 244,- 244,- 243,25 245,- Oberschles.Eisenind. -,- -,- 260,— 265,- Phön^-Brgb.-Akt. 494,- 487,50 477,- 2ad.Anilin-u.Soda -,— —,— 478,— 470,— HöchsterFarbwerke 372,- 370,- 366,- Elektr. A. T. G.. . -,- 280,50 282,- 280,- Schuckert-Werke. . 201, — Felten-Guilleaume 420,- -,- 414,25 414,25 Daimler 221,- 226,- 222,- 228,- Bud.-Tifenw.-Akt. -,- 394,- 410,- 389,- Adlerwerke .... —,— —,- 262,- 258, - 4°/e5efi-StaatsanL —-,- -,— 76,50 Electron Griesheim -,- 315,- 307,- 314,75 vlarlnotternrrgoa. Datum: 4.9. 6.9. Zürich 12,30 12,10 Amsterdam .. 6,27 6,30 Kopenhagen.............. 14,15 Stockholm 10,- 10,00 Prag Wien.................. -,- London 187,85 Kn einem Teil der Auflag- ttnebrrML] Giolttti über die Begegnung von Aix-les-Bain. Paris, 6. Sept. (WTB.) Ein Mitarbeiter des „Excelsior" richtete an Gi 0 l 1 tti vor dessen Abfahrt aus Litern nach 9lom die Frage, über welche Angelegenheiten man in Aix -les - Ba in in der Hauptsache beraten würbe. Gwlitti sagte, daß die Verhandlungen von Luzern feine Wclt- konferenz barstellteu. Was hier zwischen Lloyb George und mir besprochen wurde, wird in keiner Weise Millerand in Verlegenheit setzen. Wir werben anderseits in Aix-les-Bain neue Probleme zu lösen wissen, beten Erörterung unsere beiden Länder interessieren wird. Indessen wiederhole ich, daß Nichts geschehen wird, was bas Einvernehmen ber Alliierten schäbigen kann. LLoyb George, ber bei ber Unterredung zugegen war, gab, wie der Mitarbeiter des „Excelftor" berichtet, seine Zustintmuug und sprach sich sehr befriedigt aus. In Millerands Umgebung gibt man, wie der „l^oelftor" hinzufügt, der bevorstehenden Zusammenkunft im allgemeinen eitlen freundschaftlichen und persönlichen Charakter, ohne indessen ihre Wichtigkeit zu leugnen, da 'in ihrem Berlauf sich Millerand und Giolfttt, die sich zmn erstenmale begegnen würden, über interessante Fragen sprechen werden. Die Lage -er Truppen Wrangels. Konstantinopel, 6. Sept. (W5LB.) Ein Rabiotelegvamm aus Sebastopol vpm 2. September meldet über die Lage ber Truppen Wran-- ge l N: An der Anrlan^- und Kubaramt keine Ver- änbenrngcti. Alp ber Halbinsel Taman spielen sich hartnäckige stünrpfe ab. In der Richtung mn Alexandrvwsk find unsere Truppen zur Gegen- offen ,'ive ük-rgegangen. Wir hoben Gefangene gern adu und Piaschineugewehve erbeutet. Am Unter» laut des Tineper Ixiben unsere Truppen ihvc Oi- fensive weiter cnwittelt. Sie balwm sich dem Flüsse ynibert und eine grrchc Anzahl Gefangene imb Veute gemacht. Die n^fltoen Kriegsyeftmgenen. Be r l in, 4. Sept. (Wvlff. Betreffs der Froye ber rusfffchen Kriegsgefangenen in Ott- Dren feen wird nrügetrilt: Für die Unter* tmntnneg der internierten Russen imb Polen mutzte ant die .KrHegSgeßmgei»,lager im Westen zurück- gegriffen Werbet, ba die ürtcmrrtat Trupp« möglichst wckt Dom ^rio.v»fchauplatz entfernt unterjw bwngen simd. In Betracht kamen die Lage m 5ofc- bau, Sxinwüi, Bavreukck. Fultenberger. Moor und Springtarsch. Ans verstinctzenen Ortsct^ften wurden Gbn'prüche gegen die llntnbringtmg ber Russen laut. Die llntcrfirütanng hen'dbai auf den grvtz«l T rappen Übungsplätzen ist uruiwgiizb, ba die Bv- n^a ckungsmaxaschaft« nicht audnirfm llebrigew» tarnt darauf hingenstestn werden, daß bisher nvck bet keinem einzigen Russen eine Jnfubordination. crmelbct mürbe. Bon Moskau erging vielmehr ber Befehl an die die Gefangennahme durch die Polen zu vermeiden und lieber auf deutsches lebtet überMtreten imb sich dort entwaffnen zu lassen. Weiter wurde ihnen cingcfdtärft, nicksts zu unternehmen, was gceiqteet wäre, dec korrekten Be- siebtmgen zwischen Deutschland imb Rußland zu störun. die Zahl ber gefangenen Polen beträgt 3800, die der Rnffm 44 671. Rvffische Justiz. Moskau, 4. Sept. lWolff.) Durch Funkspruch wird jetzt erst mit geteilt, daß m ber Stadt Wjoswab am 7. Auqiust in der dortigen Artilleriefabrik ein Feu e r infolge Nachlässigkeit der diensthabenden Personen entstanden ist. Drcse sind verdächtigt, daß sie im Solde ber Entente stehen. Die sofortige Unterfixbimg stellte bei 136 Personen die Mitschuld fest, darunter bei einer großen Anzahl Truppenführer. Das revolutionäre Kriegstribunal verurteilte 12 Personen, darunter den Führer einer besonderen Abteilung, Kompagnieführrr imb die Wachhabenden jum Tode dmch Erschießen. 14 Personen, darunter ein Bataillonskommandeur und der Befehlshaber der Garnison, wurden zu Ibjähriger Zwangsarbeit imb die anberu: Schuldigen zu kurzfristiger Zwangsarbeit verurteilt. 48 Personell wurden frei- gesprochen. DsS belgisch-französische Mili^irabkommnl. Paris, 5. Sept. (Wolff.) Wie der „In- tranfigeant" mitteilt, ist das b e l g i s ch - f r a n - zösische Militärabkommen nnh nickt vollkommen a b g e s ck l 0 s 1 e n. Tie Unterzeichnung des Abkommens wird nickt vor der zweiten Hälfte des Septembers ftattfinben können. Neue Getoaltstreiche der Sinnfeiner. London, 5. Sept. Bewaffnete Sinn- feiner Haben dos Telephonamt und die Börse in Eork überfallen imb die drahtlose Telegrapheneinrichtung sowie die Telephonapparate bef«ttgL Etwa 1000 Sinnfeiner brannten das Gerichtsgebäude und die Polizeikaserne in Moun-tmelliok nieber. Die Kämpfe in Mesopotamien. London, 6. Sept. (WTB.) Bericht des Kriegsamtes. Ein Panzerzug mit Flüchtlingen wurde von den Arabern bei Istab 0 l, 50 Meilen nordwestlich von Bagdad, aufgehalten. Die Eisen- bahn war dort an zwei Stellen unterbrochen. Die Aufständigen, die sich in dem zerklüfteten Grunde eingegraben hatten, leisteten in dem sich ent- spinnendem Kampfe energisch Widerstand. Die Verluste waren leicht. Ein Reparaturzug mit Truppen ist nach 'Jstabol unterwegs, um den abgefdmitteitert Zug zu befreien. Flugzeuge beteiligen sich an dem Unternehmen. Am 30. August ist in Kifi eine Kolonne eingerückt. Sie stieß nur auf leichten Widerstand. Die Stadt Samara ist ruhig. Wie ermittelt worden ist, zogen sich die Llufftändigen., die die Stadt angegriffen haben, zurück. Ein dreister Diebstahl. Braunschweig, 6. Seift. (WTB.) Nach der „Lanbeszeftung" nnirbc in der Nacht zum Sonntag in den Geschäftsräumen der landwirtschaftlichen Versuchsstation ein ungemein dreister Diebstahl äusgeführt. Außer Postscheck- und Bankbückern fiel den Dieben für etwa V2 Million MarkPlatin in die Hände. Dies w«r in einen Mauerschrank verschlossen. Die Einbrecher haben den Schwank heraus gerissen into ihn mit dem Inhalt fortgeschleppt. Es wird wiederholt auf die am istotteruoe. MUiwoch, dem 8. ds. Mts., im Bahnhofs-Horel fiattfinbeugen Sprechituitten des ErstnderS der vorzönllch bewährten Selbstunter- richiSmechode hinaewieten. Da Herr Warnecke in nächster Zeit in Meßen keine Svrechitunden wieder übfmlren tntin, »st der Besuch drinaend ,u emviehlen. (Siehe Jnier« in der Mutmner vom 3. dö. MtS.) (»u? kaum zu übertreffen ist Wenn die Klaffiker in dieser Weise wieder zu neuem Leben erweckt werden, können sie zum Mindesten wieder das Interesse der Menge regen und dann werden auch wieder die dichterisckieu Schönheiten zur Masse zu sprechen begümnen. Aus ber Menge ber Darsteller sei in erster Linie die Titelrolle hervorgehoben, eine ganz junge Künstlerin, die zum erstenmal die Bühne betrat und eine Leistung bot, wie man sie selten von einer Anfängerin geboten sieht. Anna Birklirr einte weiches um'chuldvolles Magdtum, überhaucht von lichtem himmlicher Berufung mft dem Heldentum der kriegerischen Jungfrau, bas besonders ihr wundervolles Organ glaubhaft erscheinen liefe. Unter den übrigen Künstlern, die neu an die Landes- bühne berufen sind b%ro. als Gast wirkten, fesselten besonders Wolfgang Harnisch als König Karl m seiner modernen Spielauffassung. Den Dunois gab Walter Kulisch, der für moderne Rollen eine größere Geeignetheit als sein Vorgänger erwiesen bat: Kirrt Westermann hob die Rolle des Bat er Thibaut zu einer ungewohnten Höhe. Von kraftvoller Männlichkeit war Hanns Baumeisters Herzog Philipp, dem nur noch Franz Schneide r als La Hire an Leden gleichkam. Auf einsamer Höhe stand ber Talbot den Robert Vogel vom Nationaltheater tn Mannheim gab. Elisabeth Horn war eine selten schöne Agnes Sovri. Ein Streik der Wiener Theater. * Wien, 6. Sept Infolge Nichtbewilligung einer Reihe von Forderungen des Personals der Wiener Theater durch den Tirektorenverband trat das Personal von vier Wiener Theatern gestern in den Ausstand, so daß an diesen Söjeeteal gestern nicht gespielt wurde. Sollte es heute zu keiner Einigung kommen, wird der Steck! auf sämtliche Wiener Theater ausgedehnt. * mc. Frankfurt a. M., 5. Sept. Der neue Frankfurter Opernintendant Dr. ©mft ö-trt hat die Leitung des Theaters übernommen. mc. Fr an kfurt a. M., 5. Seift. Der Ausschuß für Volksbildung im Gebiete des Rheins mtb Mains hat das vor dem Kriege eingegangene Rhein-Mainische Verbandstheater neu gegribttbet. Das Thoater wirb Mitte Oktober seine Gasppietveisen durch die Provinz antwten und führt M diesem Zwecke eine eigene Bühne ixü sich, damit die künUerische Eigenart ber 3 irr Aufführung griangatben Stücke gewahrt bleibt. Künstlerischer Leiter ist der bisherige Dramaturg des Franktarter Ne»n Theaters Dr. Adam K u ck h 0 f f. -e — Der Katzenschtitt — ber ne ueste Tanz. Die Tage des Foxtrott imb des Jazz sind gezählt, wenn wir ber Borhersage ber amerikanischen Tanzmeister (stauben wollen, ixe auf ihrer letzten Versammlung in Neupvrk einen neuen Tanz, ben „.statzechchrittt' unter allgemeinen Jubel aus der Taufe hoben. Der „Eatsttp" wirb zu einer kräftigen Polonacken-Muiik in würdcker und langsamer Form getanzt mtb soll in moratacher w m künstlerff cher Hinsicht völlig enttoanbfret fern. Man prophezeit ihm daher den oollstü»chgen Steg über alle Nebenbuhler in ber nächsten Saison. K K I - [9505c gedenken. Gießen, den 6. September 1920. DerVorstand der Allgemeinen Ortskrankenkasse des Landkreises Gießen. Die Beamten und Angestellten der Orts- und Landkrankenkasse des Landkreises Gießen. Nachruf. Am 5. d. M. verschied nach kurzem Leiden unser treuer Beamter und lieber Kollege Herr Heinrich Keßler aus Annerod. Mit ihm verliert die Kasse einen gewissenhaften, stets pflichtvollen Beamten. Die Kollegen betrauern einen liebenswürdigen und erfahrenen Mitarbeiter. Des Dahingeschiedenen werden wir stets in Ehren Mtth.Wmd m. neuer Bereifung billig äu verknusen. Noll, KreuzPlair l 1 II. O1513.r Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Mitteilung, daß mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager, Onkel und Pate Herr Heinrich Stein, Mühlenbesitzer im 56. Lebensjahr nach schwerer, mit großer Geduld ertragener Krankheit gestern um 9 Uhr sanft entschlafen ist. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Familie Stein nebst allen Angehörigen. Alten-Buseck (Großmühle), den 7. September 1920. Die Beerdigung findet Donnerstag den 9. September, nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause aus statt. (°15152 IprttSÄ hüt für ja. Mädch. zu verk. „„»r Stevbamtr. 34 I. Moderner dunkelblauer Seidenhut | für 50 Mk. zu verkaufen Krofdorfer Str. 28 II. 2 Ansng (neu, Gr. 1.72), 1 P. Zng-Laekstle"el [Gr. 43), neu, 1 Paar Bamessshnör- schnhe [Gr. 38) zu verk. 015101 Bleicicktr. 16a I. Tadcllvscr Smoking Gr. 50—53, franz., eual. u. audcreBücher, chem. Instrumente zu verkauf. 8sttsr«v»g 88a II. P. H.-Baxkalf-Tchnrir .'chnbe, neue Dlaßarbeii, >42'/«), nach 6 Ubr zu verk. iMnblstrauc 5 III, 1. zu melden. 9514 Krau A. Schirmer, Marburger Strane 4. per 1. Oktober. 9340 mitanschliebendemSkein» Hypothek Bosse FraakfartQ.in. hs AllC ■ - Vr. \ ... 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Vortrag des Herrn Professors Dr. Urstadt über: „Das Landsteuergesetz". 2. Wahl der Delegierten zum Provinzialparteitag für Oberhessen. 3. Verschiedenes. 9509c Der Vorstand. Der Mitgliederabend heule abend sälli aus. Alice-zrauenoerein. Diejenigen Mitglieder des A.-F.-D., welche das Vereinsblatt zu halten wünschen (Preis 2 Mk. jährl ), werden gebeten, ihre Adresse an Frau W. S^ramer, Lndwigsplatz 10, Briefkasten Haustüre, abzugeben. [9499D Megervemn Gießen Sonntag, 12. September, auf TextorS Terrasse Sommerfcst mit musikalischer Unterhaltung, Kinder- Reigen, allerlei Belustigungen, Preisschicsten, Tanz. Der grobe BUiilcrsche Gerstcusaal stebt zur Verfügung. — Abmarsch pünktlich 2 Uhr von der Lahnbrücke aus. Die teilnehmenden Mitglieder Haven laut Bersammlitngsbeschlutz die VereinS- gbfteicben anzulegen.9531 Büglerin "S‘ Kunden an in und mifser dem Hause. Wae»er, Stephanstr. 21IIL Olt»«» empfiehlt sich zum rttsu Näbcn u. Flicken aufler dem Hanse. Schr. 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Gießen; hier: die Arbeiten des III. Abschnitts. Nachstehend bringe ich die Bekanntmachung der Hessischen Feldbereinigungskommission vom 27. August 1920 zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 2. September 1920. Ter Oberbürgermeister. 9524B I. V.: Krenzien. v Bekanntmachung. Betr.: Wie oben. In der Zeit vom 18. September bis 2. Oktober 1920 liegen auf dem Rathaus zu Hausen die Arbeiten des III. Abschnitts (Zuteilungsplan) zur Einsicht der Beteiligten offen. Es sind dies: 1. Ter Meliorationsplan nebst Protokoll über die Veränderungen am Wegenetz bei der Zuteilung. 2. Acht Zuteilungskarten. - 3. Ein Band Zuteilungsverzeichnis. 4. Zwei Bände Gütergeschosse. 5. Ein Heft Zusammenstellu ng der Gütergeschosse. 6. Zwei Bände Gütergeschosse mit Zuteilungsplan. 7. Ein Band Obftbaumverzeichnis. 8. Ein Band Obstbaumgeschosse. 9. Abschriften der .Äimmissionsbeschlüsse vom 27. März und 4. September 1920 über Zuschläge zum Geldausgleich. Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwen- dunaen hiergegen findet statt am Montag den 4. Oktober 19 2 0, vormittags 10—11 Uhr, auf dem Rathaus zu Hausen, wozu ich die Beteiligten mit der Androhung einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen aus-, geschlossen sind. Tie Einwendungen sollen schriftlich und mit Grmtden versehen eingereicht werden. Tie Vorzeigung der neuen Grundstücke findet statt PrvszenWMslvge, Rangloge u. 1. Rang Bvrderfflatz.........162 Mk. 1. Sperrsitz, 1. Rang Mitte .... 137 Mk. 2. Sperrsitz, 1. Rang Rücüplatz ... 112 Mk. 3. Sperrsitz, 2. Rang Borderplatz und PwszeninMÄoge ....... 87 Mk. 2. Rang Mitte ......62 Mk. Anmeldungen znm Abonnement sind bis 11. September an die Stadtverwaltung nur schriftlich mit der Aufschrift ^.Stadtthieater - Abonne- ment" zu richten. Sie werden nach der Reihenfolge des Evilanfs erledigt. Tie letztsährigeit Abonnenten haben Anspruch aus Beibehaltung ihrer Plätze an Ayrern LlLonnementstag, wenn sie diesen bis zum 11. Septenrber geltend machen. Die Plätze des Mittwoch-Abonnements sind von Anfang an vchne Einschränkung wühilbar. 9527B Der Theaterbauperemr. Der Oberbürgermeister. Dbftverstergernng. Nächsten Mittwoch den 8. September wird das Obst der Gemeinde Torf-Güll, bestehend in Zwet- schen (600—800 Ztr.), Aepfel und Birnen, darunter feinstes Tafelobst, öffentlich meistbittend versteigert wettien. Anfang morgens 10 Uhr am Ortsausgang der Straße Dorf-Güll—Garbenteich. 9475 Hessische Bürgermeisterei Torf-Güll. Schmidt. teW W. toWe W! HU« MM Leitung Dr. Dernbeck. Um vielfach geäußerten Wünschen gerecht zu werden, findet DonneesLag den 9. September 1920, abends 8 Uhr, im Saale des Hotels Einhorn eine Wiederholung von MW W* Lustspiel in 3 Akten statt. — Vorverkauf der Karten (numerierte Plätze 3 M., unnumeriert 1.50 M.) bei Herrn Thallier und in der Oberhess. Volkszeitung. Der Reinertrag 95070 kommt den hess.Kriegsblinden zugute. Heute bis elnschl. Donnerstag: Lustspiel in 4 Akten. 9525 ' die bekannte u. beliebte Soubrette in Sie I» im Sciiantafer 1