Erstes Blatt 170. Jahrgang flott-) Her. vorgenrfene Erregung auf deutscher wie polnischer Seite läßt eine weitere Verschärfung der Gegensätze und damit sogar blutige Zusammenstöße befürchten, wem: nicht von der polnischen Regie- tirig ixm Treiben hetzerischer Elemente Einhalt getan >vird. Der deutsche Gesandte in Warschau ist daher angewiesen worden, die ernsteste Aufmerksamkeit der polnischen Negierung auf diese Gefahr Hinzulenkeei und sie um Vorkehrungen zu bitten, die eine Verschärfung der Gegensätze zwisck>m beiden Nationalitäten aus- zuschltesten geeignet sind. Bei Uebergabe der Note sind dem Gesandten von dem Ministerium des Aeustern in Warschau „energische Maßnahmen zur Erhalttmg Les friedlichen Einvernehmens zwi- schen den v.-rschiedenen Bevölkerungsteilen" in Aussicht gestellt worden. London, 6. Aug. (WTB.) Reuter. Kamenew teilte der Oeffentlichkeit eine lange Note mit, die er gestern Lloyd George übersandt hat. U. a. teilt Kamenew mit, er habe sich bereit erklärt, die Mitteilung Lloyd Georges, daß die englische Regierung entschlossen sei, im Hinblick auf das Einrücken der Sowjettruppen in das ethnographische Polen die Blockade zu erneuern, seiner Regierung zu übermitteln. London, 6. Aug (WTB.) Am Mittwoch hat die englische Regierung eine Note an die Moskauer Regierung gerichtet, worin gegen die Ermordung eines englischen Untertanen in Nikolajewsk durch die Bolschewisten Protest eingelegt und £«48 fort Rttn im* land ^rrrich^ M 9» , Schweine, liegen): ÖÄ* *IW Äft i* J* w** Selbswer- chonen, so mzuzeigen. misscheincs 'ni) zu eicht ivchigcr ^schein te Mg gleiap id’tet wird, icn Monat ihren Ge- 6rlaubnti= verbebetrieb Vorschriften ir Anspruch gen, bie in soychnsten s ihnen al-) , bzw. mr- $ iin LMö ger gültigen den E uh oon s o £n Mengen ittcrjivedw Krast- das »um ticn, haben Ausstellung der Antrag' Nr. 184 Dc. vußenei Anzeiaei erschelnr täglich, außer Sonn, und Feiertags. Bezugspreise: Monatlich Mark 3.60 und Mk.- SSTrägerlohn, oierlelj^chriichMark 10 80 undMlr.l.95Trägerlohn; üurd) die Post viertel- ährlich Mark 12.— ausschließlich Bestellgeld, ^ernsprech.Anschlüsse: -iir die Schrrftlerlung 112 ; Lerlog. Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach- ichten: Anzeiger (yietzen. postfch^ttsnto: Srafltfurt a. M. 11685 London, 6. Aug. (WTB.) Nach einer Mitteilung des Kriegsamtes betrugen die Verluste der Engländer und Jude r im Gefechte bei Hilla in Mesopotamien am 24. Juli insgesamt 20 Tote, 60 schwer- verwundete und 318 Leichtverwundete, zusammen 398 Mann. Außerdem grngen verloren 262 Pferde und Maultiere, em Feldgeschütz, 72 Wagen, 12 Maschinengewehre und ’ tarn 5 rg von cJ bon ^klNtzosw tzr Sem», „Magdtti über bas ü, wch. Safa miu jugelasse Lvlink btfa iage ab roch ta äne $d8 WWj., ülischt Äs ^llch, ü'$: ib*Ä a« r**te2 „»> werden. Aber die Demütigungen, die wir von den Westmächten erlitten haben, waren zu tief und schmählich, als daß wir den dumpfen Schritt des Schicksals von einer anderen Seite her nicht mit gespannter Erwartung und einer gewissen Hoffnung begrüßen sollten. Die SchlägeaufdenpolnischenGrö- ß e n w a h n haben unseren vollen Beifall. Dec Widerwille gegen dieses Schaumgebilde der Entente ist in allen deutschen Schichten lebendig, er paart sich mit unserem nationalen Stolz auf deutschen Kulturaufbau, der int Osten geleistet worden ist und auch mit einer guten Dosis Spott über diese „Wächter", die von den Weltverteilern zur Schmälerung un- . , Ur- Plssaal Paris, 6. Aug. (Wolff.) Nach einer Havas- Meldung aus London meldet die „Morning Pott" unter dem 4. August, daß sich eine volnischc Delegation mit Bvllmachlen jum Abschluß eines Friedensvertra ges mit den Bolscl^visten am 5. ds Mts. nach Miirsk begeben 'habe. Warschau, 6. Aug. (Wolff.) Ter „Kurier Marzawski" berichtet, das Kabinett gestern teil ganzen Tag über Ue lvlsch w: stint-ew Friedens-, Vorschlag gegenüber einzmuhmende Stellung beriet. Tie Entsendung einer Friedensdelegation iuii6 oon der vorherigen Antwort der Bolschewisten auf die polnischen Bedingungen, welche der Sowjetregte- ntng in einer besonderen Note übermittelt iveroen sollten, ablKngig gemacht. Tie'c Beüingungeii sollen wie folgt lauten: 1. Anertennung der Sou- serer natürlichen Grenzen und Ausgänge eingesetzt worden sind. Ueber alle Unterschiede politischer Verfassung aber erinnern wir uns, daß Deutschland und Rußland noch mehr als in der Vergangenheit in künftigen Tagen aufeinander angewiesen sein werden. Es ist undenkbar, daß künstliche Hindernisse die großen gemeinsamen Interessen der beiden Völker trennen und auseinandertreiben sollten. Daß geheime Abmachungen zwischen Berlin und Moskau bereits beständen — worüber die Pariser Presse sich ereifert — ist von der doutsck)on Regierung klipp und klar dementiert worden, wohl aber ljat der Minister Dr. Simons ebenso deutlich kundgetan, daß Deutschland nicht wüßte, was es hindern oder Bedenken tragen lassen sollte, mit dem großen Nachbarreich des Ostens zu wirtschaftlichen und politischen Verständigungen zu fommen, falls nur Gewähr dafür gegeben ist, daß die Sowjet-Regierung gewisse Bedingungen, die wir zu stellen haben, auch achtet. Ueber eine strikte Neutralität in dem russisch-polnischen Krieg geht Deutschland bestimmt nicht hinaus. In allen diesen Ueberlegungen sind alle Deutschen sich wohl einig. Nun aber haben wir mit allerlei Möglichkeiten zu rechnen. Ein Teil der rechts gerichteten Kreise Deutschlands, an der Spitze die „Deutsche Tageszeitung", klagen die deutsche Regierung an, sie habe es unterlassen, wirksame Vorsichtsmaßregeln gegen das Eindringen des russischen Bolschewismus zu treffen. Sie warne nicht einmal davor, im Gegenteil habe Dr. Simons dem „aufbauenden" Rußland den Weg gebahnt. Es ist eine kleine Minderheit, die so denkt und diese Bedenken allen anderen Erwägungen vorangehen läßt. Die große Mehrheit des deutschen Volkes schätzt die Gefahren, die aus dem Westen uns.ständig bedrohen, höher ein und wendet hiergegen ihre Sorgen und ihre Vorsicht. Unsere Interessen gehen mit den russischen gegen die Beseitigung des polnischen „Korridors". Daß Dr. Simons in der letzten Reicbs- tagssitzung vom Regierungstisch aus dre Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit einer Neu- tralltätsvcrletzung durch die Entente feststellte, eine ernste Warnung nach Paris und London richtete und "das deutsche Volk zur Einmütigkeit aufforderte, entsprach den Interessen einer nicht bloß passiven, sondern aktiven deutschen Politik. Deutschland lebt und ist auf der Wacht, nicht im Sinne Churchills für einen Kreuzzug gegen östliche Barbarei, sondern für jede mögliche Durchkreuzung der Versailler Diktatur. Eine solche Politik übt auf der andern Seite vielleicht auch einen gewissen Einfluß aus auf die Ent- schlüsse und die Taktik von Moskau. ist zu hoffen, daß man dort greifbarere Ziele einer infernalischen Revolutionierung Europas vorziehen wird. Wir dürfen uns teinen Illusionen oder falschen Erwartungen htn- geben. Nicht wie 1813 bricht uns „hell aus dem Norden der Frecheit Licht". Große Befreiungskriege wünschen wir nicht, und )ie stehen wohl auch schwerlich bevor. Aber mit sanften Bitten ist vor den Machthaber in Paris und London nichts auszurichten. Ebensowenig werden internationale Sozialisten«- l'ongresse die „Wiedergutmachung" herbeö- führen, die w ir wünschen müssen. Der italienische Kammerausschuß hat gegen Öen Versailler Frieden eine viel herzhaftere ^pracye geführt als die Genfer Sozialistenveryamm- lung, die alle liebel der Welt in erster Lime aus deutscher Schuld erklärte. Selbst dem „Vorwärts" ging dieses tatsachenscheue Steckenpferd der Ententefreunde gegen oen Strich, das kaum angenehmer wirkte, als man seine wilden Sprünge zu einem mäßigeren Galopp herabmilderte. Nein, Reden und Beschlüsse fällen keine große Enttcheidung mehr. Wir müssen die Quellen aufsuchen, wo noch Wille und Macht strömt. Rußland ist nicht ganz so wehrlos wie Deutschland, und sein Verzweiflungskampf wäre für die Westmächte nicht ohne Schrecken. Allem Anschein nach will das Rote Heer die Waffen nicht eher niederlegen, als bis Rußlands politische Wünsche in Bezug auf Polen erfüllt sind, , Wünsche, die wir auch zu den unsrigen machen . können. --------- Kultur- und Volksleben, die unbekümmert um ' unsere elende Finanzlage alle Richtlinien der- 1 wischen und verdunkeln. Der moderne Parlamentarier muß damit gründlich abrüften und die Öffentlichkeit dazu erzogen werden, an die neuen Maßstäbe der Armut und Vereinfachung sich zu gewöhnen. In den Wäldern des Staatshaushalts muß stark gelichtet werden, viel stärker, als es bisher geschehen ist. Die Sparsamkeitsprobleme erscheinen uns gegenwärtig viel wichtiger und dringlicher als irgendwelche Weltverbesserungspläne. Positive Arbeit kann vorzugsweise im Ausjäten von Korruptionserscheinungen geleistet werden. Der Reichstag hat die allgemeine Wehrpflicht aufgehoben und das von der Negierung vorgelegte Entwaffnungs- gesetz angenommen, und dazu konnten freilich allerlei ernste Betrachtungen angestellt uerben.. Unsere Flotte, auf die wir einst so swlz waren und auf die nur am Kriegsende ein finsterer Schatten fiel, ist in alle Welt zerstreut worden, und dazu verschwindet nun noch mehr, was unserem Lande nicht nur ein eigenartiges Gepräge, sondern auch das Bewußtsein einer starken Hut und Sicherheit gegeben hatte: Der bunte Nock, das „Volk in Waffen", Die Schule der Disziplin, Ordnung und Mann- hastigkeil. Mochte manches vom alten „Drill" entbehrlich sein, mochten gewisse Formen soldatischen Bewußtseins reformbedürftig erscheinen — im ganzen war doch das deutsche Volk stolz auf sein Heer, die Quelle feiner Kraft und seines Gedeihens. Jetzt sind wir inmitten tausenderlei Gefahren beinahe schutzlos, fremder Wil5- für, die oen Militarismus um uns keineswegs cbgeschafst hat, schlechthin preisgegeben.. Alte deutsche Ueberlieferung ist in den Staub gesunken oder in den Kyffhäuser geflüchtet zum Kaiser Rotbart, der die demokratische Republik durch fein Wiedererwachen wohl nicht so bald erschrecken wird. Ist denn wirklich die schreckliche Tafel des dreißigjährigen Krieges Dieder vor uns erschienen statt des blühenden üulturlandcs, das wir noch vor wenigen Jahren unser nannten? Schwere Gefahren von Oft und West bedräuen uns, und es ist wohl möglich, daß auf deutschem Boden fremde Dänbel ausgefochten werden. Wir haben un- lere Neutralität erklärt; aber wird man sie achten? Churchill sprach von dem „schrecklichen Deutschland", dem noch große Fähigkeiten innewohnten. Nun, unsere Regierung ist bestrebt, die Abmachungen von Spaa zu erfüllen; sie hat durch den Reichstag jenes Gesetz verabschieden lassen, durch welches alle Waffen ausgesucht und abgeliefert werden sollen, die sich noch in verstecktem Besitz befinden. Fast alle Parteien waren dazu willig; nur die Unabhängigen widerstrebten und demonstrierten dagegen, weil ihnen ja nicht friedliche Aus- »värtsentwicklung, sondern Umsturz mit Waffengewalt vorschwebt. Sie verlangen die Bewaffnung der Arbeiter, obwohl von diesen nur der radikalste Teil ihrer Parole folgt Von den Deutschnationalen steht nur eine kleine Mu^ derheit dem Entwaffnungsgesetz mißtrauisch rnd ablehnend gegenüber; es sind wohl diejenigen, die an ein festes Zugreifen der Regierung der radikalen Linken gegenüber nicht recht glauben, und etwaigen Linksputschen ge- senüber nicht wehrlos gemacht werden wollen. .Air wollen mit der Mehrheit des Reichstags herauf Der trauen, daß das unbefugte Waffeir- ttagen restlos unntöglich gemacht werde und damit die Gefahren gewaltmäßiger Zwifchen- iälle, die aus inneren und äußeren Anläßen drohen könnten, zurücktreten. . Die Einigkeit und nationale (Stmgung ,allein bleibt es, mit der wir Deutsche unser '^echt uns wahren wollen. Sind wir einig, geht das starke Gesühl nationaler Abwehr gegenüber fremden, in unsere Rechte eingreifenden Anmaßungen durch alle unsere Reihen, bann ist an Churchills Wort etwas Wahre», bann sind wir noch ein sähiges, schwer zu verwindendes Volk, das zu Trutze brüderlich zusammenhält. Eine tröstliche Wahrnehmung war in den letzten Tagen ?u machen. Wir alle wissen es, daß aus dem Osten schwere Wetterereignisse heranziehen, -ton denen wir noch nicht wissen, wie sie stch m unseren Gunsten oder Ungunften wenden Der polnische Heeresbericht. Warschau, 6. Aug. (Wolsf.j General stabsbcricht vom 5. August: Nördlich Cfiu'- lento sind Kämpfe im Bereiche von Miszyner im Gange Zwischen Ostrolento und dem Bug Hullen unsere Abteilungen im Bereiche von Crernin und Ostrow heftige Angriffe des Feindes auf. Nord lid) Trohicyn und Brest-Liwwsc führten uniere gestern begonnenen Gegenangri'>e mr Zuruck- nerfung des Feindes auf das nördliche Bugufer. Die Kämpfe waren außerordentlich erbittert, «hc Abteilungen der 14. großpvlnijchen Trvi,wn taten sich dabei besonders hervor. Heftige Angriffe des Feindes im Raume von Brest-Lito'.vsk und weiter nördlich zwangen unsere Abteffnngcn zum lassen wm ?Nvra.oice und Terespff xic Mamtne um den Besitz dieser Ortschaften dauern noch an Die Kämpfe westlich Brodh dauern iort. Brody wurde von den Bolschewilten völlig au-- geraubt Am Sereth wurden bolsch-ewMilche an griffe abgewiesen. Tie weiteren Gegenangriffe der ukrainischen Abteilungen entwickeln nd) günllrg. Ein Erfolg WrangclS? Paris, 6. Aug. (WTB.) .Havas meldet aus Konstantinopel: Der zweite Versuch der Roten Armee, die Erfolge General Wrangels zu verhindern, ist gescheitert. Die Rote Armee ist voNständig geschlagen und wird von den Truppen Wrangels verfolgt, die große Beute gemacht haben, darunter mehr als 1000 Gefangene, mehrere Panzerzüge und Panzerautos, 150 Maschinengewehre usw. Die euglisch-rusfischen Verhandlungen. Polnische Ve, tehrserschwerung. Berlin, 6. Aug Priv. Tel) Ten ?lbenb- blä'tern zufolge ridret? die polnische Regierung an die deutsche Regierung das Verlangen, caß der Patetverk.hr nach Ostpreußen durch die polnisck>e Post beföv.'.rt werden solle Tie Anz>ähl der Postsendungen solle genau mitgetcrlt ioerden. Eine iveiterc Forderung ging dahin, daß zu diesem Zweck denisckie Bahnwagen zur Verfügung gesollt werden Sollten die Polen an ihrer Forderung seichalten, so werde fünftifl bet Postverkehr auf dem Seewege erfolgen müssen. Eine deutsche Eisenbahnkommisfion in florono. Kowno, 6. Ang. (WTB.) Litauische Teto» grapl-enagentur. Eine aus fünf Mitglieoern bestellend: deutsche Eisenbahn ko m Mission ist in Kowno eingetviffen. Sie bat einige noch ini* erledigte Eisenbahnmgelegen'heitrn rttü ta litauischen Regierung zu regeln — Gestern ist.^r Vorsitzende des Kriegsausschusses der 4. ruffff wen Armee abermals in Kowiw eingetofren, um die 35er- handlungen über die Räumung Wilnas zum Abschluß zu bringen. Die Verluste der Engländer in Mcsopotanien. Die Lage im Gfte». Amsterdam, 6. August. (Wolff.) Ter „Times" zufolge wird in russischen Kreisen Londons behauptet, daß das Telegramm, welches Kamenew von Moskau erhalten habe und von dem Lloyd George im Unter- Hause gesprochen hat, besagt, daß, selbst wenn man den Befehl g/ben würde, den Bormarsch ün Polen einzustellen, das Rote Heer nicht gehorchen würde. Senin er» klärte in dem Telegramm, er könne keinen Auftrag geben, die Feindseligkeiten einzu- stellen, da sonst der Ausbruch einer Gegenrevolution in dem russischen Heere zu befürchten sei, das nicht zufrieden wäre, bevor Warschau nicht genommen sei. Paris, 6. Aug. (WTB.) Ueber die La g e in Polen, schreibt der „Temps", man habe den Eindruck, daß m den militärischen Operationen ein vielleicht nur augenblicklicher Stillstand eingetreten sei. Die roten Truppen schienen nach dem ungeheuren Vormarsch der letzten Tage Ruhebedürfnis zu haben. Ihrer Artillerie schiene es an Munition zu fehlen, uiid il.re Infanterie besitze ungleichmäßige Bewassimng. Ihre ausgezeichnete Kavallerie scheine ermüdet zu sein. Aus Warschau seien heute keine militärischen Nachrichten eingetroffen. Es sei wahrscheinlich, daß die polnisck-e Regierung, um Zeit zu gewinnen, von der Sowjetregienmg die Mitteilung der Friedensbedingungen durch Funkspruch zu erlangen suchen werde. Trotzdem würden die Delegierten nach Minsk abreisen. Eine polnische Delegation nach Minsk unterwegs? Samstag, 7. August 1920 Anuahmc von Anzemti, für b.e Tagesnummcr bis ▲ zum Nachmlitag vorher ohne jede Verbindlichkeit. A ’ Preis für l mm höhe für ü Jr H Anzeigen v. 34mm Breite H örtlich 35 Pf., auswärts jfk BS 45 Pf.! für Reklame. Anzeigen von 70 mm DreUe 150 Pf Bei Platz. Vorschrift 20*. Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: H. ®ed<, sämtlich in Bietzen. wochenrückdlick. So gespannt die politische Lage ist, so zahlreich und rätselvoll die Probleme vor uns liegen — die Parlamentsberichte sind, abgesehen von gewissen Regierungskundgebungen, beinahe langweilig zu lesen. Es wird viel gcsinnungStüchtiges Zeug geredet, sowohl im Reichstag als auch in der hessischen Volkskam- iner, manch hölzerne Lanze wird an dem poli- | tischen Gegner zersplittert, aber es fehlt dabei L gänzlich die Grundstimmung des Heroischen. | Längst gehörte Tagesstreitigkeiten gewinnen k nicht an Interesse, wenn sie noch einmal in | buntem Durcheinander auf dem parlamentari- s .chen Markt feilgeboten werden. Auch gibt es l rwch allzuviel effektvolle Parteiwünsche um) ilschewisten Protest eingelegt und geschutz, 7- magern Schadenersatz für die Hinterbllebenen^89 Transportkarren, verlangt wird. Erregung in der früheren Provinz Pofen. Berlin, 6. Aug. Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" gibt eine Meldung des „Ober« chlesischen Wanderers" wieder, wonach die Erregung der Bevölkerung in der früheren deutschen Provinz Posen bis zur Erhebung sich v e r s ch ä r f 1 habe. Nicht nur Deutsche, sondern auch Natio- nalpolen hätten sich der Bewegung angeschlossen, die auf eine Rückkehr zum deutsch en Reiche hinziele. Tie englische Arbeiterpartei gegen eine Fttlcrvenlion in Polen. London, 6. s?tug. ! Wolff.) Tcr Sekretär der englischen Arbüterpartet Henderson sandte an alle Orlsgruppen Englunds ein Telegramin, worin es heiß:: „Wegen der sehr drehenden'Mög- (Weit der Ausbreitung des rvlnifcb-ru'sisck)en Krieges, ersuche ich alle Ortsgruppen brinß'iiO, Kundgebungen zu organisierm, um gegen eine Intervention und das Aus senden von Soldaten und Munition für Polen zu protestieren und folgende Forderung'n anszustrl en: Fr^even^eriiand- lungen, sofortige Auslobung der Bloclade imd Wiederherstellung der Handelsbeziehungen. Tie Rcso- hitioncn in diesem Sinne sind au den Premier- ininistrr und die Presse zu senden." Eine ungarifch polnische Militürtonvcution'? Berlin, ß. Aug. Nach einer Meldung des „B. T." aus Wien ist in Owdöllö zwischen dem ungarischen iiieichsverweser Horthy und der fron* zösffchen Militärmission der Enttvurs einer M i- 111ärko nventioii vereinliatt worden, nach der sich Ungarn verpflichtete, eine Armee von 140000 Mann anfzuste'len, um den Krieg gegen S o w j e t r u ß 1 a n i> zu eroffneiL Frankreich verpflichtet sich dagegen, bei der Botschaster- ko n seren z dahin zu wirken, daß Ungarn^ ein Teil ZLestungarns sowie Gebietsteile bei Kaschau und Pveßburg zugesprvchen werden. Die Kvnventimr' sei in Paris von der sranzöfischm Regierung bereits genehmigt worden. Eine deutsche Waruuug au Pole«. General-Anzeiger für Oberheffen vnlü und Verlag: vröhl'fchc Unw.-Vuch- und 5teindr«ckerei B. Lange. 8chriftleitnng, Sefchäftrstelle und Druckerei: Schulstratze 7. Rrichrnnmster Simons in Urimi^ Berlin, 6. Aug. (Wolff.) Reichsminrster Simons tritt einen vierzehntägigen Urlaub an. B e r l i n, 6. Aug. (WTB.) Reichsminister Dr. Simons gewährte vor der Abreise einem Vertreter der Deutschen Liga für den Völkerbund eine Unterredung, m der er sagte: Ich habe der französischen Regierung in der letzten, ihr in der Flaggen frage übermittelten Note vorgeschlagen, die Erledigung des Falles dem Völkerbund tzu übertragen. Eine solche Erledigung ist ja in Artikel 17 der Völkerbundssatzung auch für den Fall vorgesehen, daß einer der an der Streitfrage beteiligten Staaten nicht Mitglied des Völkerbundes ist. Ich habe der französischen Regierung auch namens der deutschen Regierung erklärt, daß Deutschland bereit ist, die Bestimmungen der Art. 12—16 der Völkerbundssatzung anzuerkennen. Ich will nicht untersuchen, ob die französische Regierung nicht als Mitglied des Völkerbundes sogar die Pflicht hat, den Streitfall im gegenwärtigen Stadium dem Völkerbund zu unterbreiten. Jedenfalls bietet ihr Art. 11 Absatz 2 auch die formelle Möglichkeit, auf unseren Vorschlag einzugehen. Ich möchte aber betonen, daß die Völkerbundssatzung ein Teil des Friedeitsverttags ist. Sie wissen, daß ich dessen Innehaltung als die Aufgabe meiner Politik betrachte. Der Friedensver- trag ist wesentlich gekennzeichnet dadurch, daß er Deutschland eine Fülle schwerer Verpflichtungen einseitig auferlegt. Um so mehr muß die deutsche Politik darauf bedacht sein, daß er auch in den leider sehr wenig zahlreichen Punkten peinlich beobachtet wird, wo er Deutschland Rechte laßt. Unterdrückung deutscher Kundgebungen im Memelgebiet. Berlin, 6. Aug. Der „Berliner Lokal- Aiizeiger" meldet, datz der Verwaltungschef des Memelgebietes das A b s in gen d eut sche r patriotischer Lieder verboten hat. Ferner darf feine andere Flagge als die des Memel- gebietes gehißt werden. Italienische Krim cm der Friedenspolitik der Entente. Rom, 6. Aug. (Wolff. ) Stefani. Die Kammer beginnt heute die Besprechung des Vertrages von St. Germain. Der Berichterstatter des Ausschusses legte einen Bericht vor mit der Aufforderung, den Vertrag zu ratifizieren; denn eine Verzögerung oder gar Nichtannahme würde die Erfüllung und Anerkennung der gerechten italienischen Bestrebungen noch weiter hinausschieben. Er fügt dem Berichte hinzu, die Kommission glaube nicht, daß der Vertrag von St. Germain, der übrigens das Abbild des Versailler Vertrages sei, Ursachen zukünftiger Zwiste oder Anlaß zukünftiger Kriege beseitige, denn dieser Friede gebe der Welt nicht die Ruhe, die Europa nötig habe, um zu fruchtbarer Arbeit zurückzukehren und die Kriegswunden zu -heilen. Ter Bericht hebt hervor, daß die Bedingungen, die Leuten Strafe auferlegen, die nur dem Gesetz ihrer Nation gehorcht haben, nur dazu dienen könnten, den Haß zu nähren. Hinsichtlich der Wiedergutmachung und der finanziellen und wirtschaftlichen Bedingungen betont der Bericht, daß vor der Aufftellung dieser Bedingungen die Möglichkeit ihrer Ausführung durch Oesterreich geprüft werden sollen. Der Bericht .fährt fort: ,^Jetzt sind alle einig in her Erkenntnis, daß es Oesterreich unmöglich ist, überhaupt irgend etwas zu bezahlen und Italien müsse sogar mit vorbildlicher, großartiger Hochherzigkeit für die Ernährung der österreichischen Bevölkerttng Sorge tragen. Der Ausschuß betont dann die im Artikel 88 'bc5 Vertrages liegende llngerechtigfeit, welche Oeiterveich verbietet, sich mit Deutschland zu vereinigen. Das Verbot sei sogar eine Gefahr und ein Schaden für die italienischen Interessen und eine offenkundige Ungerechtigkeit. Ter Ausschuß weist ferner auf die außerordentliche Tatsache hin, t^aß der Vertrag als vertragsabschließende Partei tue aus der Auflösung Oesterreich-Ungarns hervor- geaangewen Staaten betrackste, die so ganz anders behandelt würden Oesterreich, als wenn sie am nicht in demselben Maße teilgenommen hätten als jenes, während audeve Staaten, wie Montenegro, gar nicht zur .Konferenz zugelas'eu Mrrden. Der Bericht erklärt schließlich, der Ausschuß wolle den Vertrag nickst im einzelnen prüfen, denn es fei doch.feine Aeuderung mehr möglich, aber er hoffe, daß die feierlich bekundete Meinung der Regierung m den weiteren Verhandlungen mit den Besiegten bezüglich der Anwendung des Vertrages maßgebend sein möge. Belohnung für belgische Frontkämpfer. Brüssel, 7. Aug. (WTB.) Die K am- m e r hat sich nunmehr damit einverstanden erklärt, daß allen Frontkämpfern für leben Monat, den sie zwischen dem 1. August 1914 und dem 11. November 1918 an der Front zugebracht haben, eine Entschädigung von 75 Franken pro Monat ausgezahlt wird. Auch den Soldaten, die weiter rückwärts, also in der Etappe, Dienst taten, wird lur den gleichen Zeitraum eine monatliche Vergütung von 50 Franken gewährt werden Alle Internierten und Kriegsgefangenen werden gleich denjenigen behandelt werden, die in der Etappe Dienst taten. Aus fcem Reiche. Der Reichskanzler in Freiburg Berlin, 6. Aug. (T.-U.) Der Reichskanzler hat sich zum Besuch seiner Angehörigen auf kurze Zeit nach Freiburg begeben. Streitigkeiten wegen des Steuerabzuges. E l b e r f e [ b, 6. Aug. (Wolff.) Seit einigen Tagen macht sich auch in der Industrie des bergischen Landes eine starke Mißstim mung unter den Arbeitern gegen ' i Steuerabzug bemerkbar. In den lebten Aur Stakt und Land. Gießen, den 7. August 1920. Veranstaltungen. _ Samstag, 7. August: Stadtthmter, 7 Uhr, Es lebe das Leben. — Fellenkeller, Hauptversammlung des Oberhessifchen Obst und Gartenbmwer- erns.^— Lichtspieltheater wie gestern. S >o n n i a g, 8. August: Obst- und Garten- bauverem ft.,9 Uhr, Besichtigung von Obst, und Gartenanlagen. — Hotel Großherzig, 9 Uhr, Ber- sammlung der Mühlenbesitzw des Greises Meßen -— Fellenkeller, 10 Uhr, Versammlung der Fcld- schutzen j)e§ .Kreisevrbcrndes. — Schöne Aussicht 3 Vereins ehemaliger 116er' — Lichtspieltheater wie gestern. leituiigen verschiedener großer Unternehmungen, unter anderem auch in den Farbwerken Beyer, vorstellig, um die bereits vom Lohn abgezogenen Steuern zurückzuerhalten. Gestern nachmittag verlangten die Angestellten des Warenhauses Tietz in Elberfeld Befreiung vom Steuerabzug und Rückzahlung der bereits eingehaltenen Gelder. Da eine Einigung zwischen der Firma und dem Personal nicht berbeigeführt werden konnte, wurde das Kaufhaus geschlossen. zu melden. „ m ** Ein Wohltätig teils fest zum Besten der abstimmungsberechtigten Ober sch le fier findet am Sonntag, den 14. August statt. Das abwechslungsreiche Programm enthält musikalische und Gesangsvvrträge, Solostücke, Duette, Theater- und Reigenaufführungen. Ter Ueberschuß kommt den minderbemittelten O^rschlesiern zugute, um evtl, die nötigsten Bedürfnisse bestreiten zu können, da die Abstimmung wahrscheinlich in die kältere Jahreszeit fallen witt>. Geldspenden in jeder Höhe werden an die Bezirkssparkasse unter der Nummer 785 heimat- treuer Obcrschlesier erbeten. ** P aul Buchwalds Gastspielthea- ter gab gestern abend, wie man uns schreibt, zum erstenmal die Saftige Operette „Die Königin der 2uft" Inhaltlich bietet sie gleich meisten Operetten em lustiges Hin und Her voll Liebesverwicklungen, Täilschungen und Enttäuschungen. Sämtliche Darsteller zeigten sich ihren Rollen gewachsen: es sei nur erwähnt Frl. Wally Talero als Laura (die Königin der Luft). Auch die kleinen Rollen wurden verhältnismäßig recht gut wiedergegeben. Lebhafter Beifall forderte mehrmals Wiederholungen. ** Eine bayerische „Original- Bauerntruppe" tritt seit einigm Tagen im Caft Leib auf imb findet reichlich Zuspruch. Weil am vergangenen Sonntag der vordere Saal sich als zu Nein erwies, wird die Bauerntruppe am Lammenden Sonntag im großen Saal auftret m. Ein reichhaltiges Programm ist vvrgeseym. Neben einem guten Solotril werden zwei heitere Einakter aufgefsthrt: „Tas vierte Gebot" und „Der erste Preis". Landkreis Gießen. O Lich, 5. Aug. Nachdem Bürgermeister F u h r nach kaum mehr als einjähriger Amtsdauer sein Amt freiwillig niebergelegt hat, ist vom Kreisamt die Neuwahl bereits angeordnet: sie soll nach im Laufe dieses' Monats «erfolgen. Tie Wählerlisten liegen bereits offen. Für die Neuwahl werden die verschiedensten Kandidaten genannt. O Nieder - Bess ingen, 5. 2big. Kürzlich wurde bei dem Schuhmacher Steuernagel ein Einbruch verübt, wobei Leder im Werte von mehreren Tausend Mark gestvhlen wurde. Der SSertxufrt fällt auf einenHandwerWburschen, der-tags zuvor bei dem Schuhmackter cintehrte, sich seine Stiefel flicken ließ und dabei sich jedenfalls die Oertlichkeiten näher betrachtet hat. Kreis Büdingen. rr. Schlitz, 5. Aug. Gestern beschlagnahmte unsere Gendarmerie bei einem hiesigen Arbeiter, der schon lange im Verdacht dos Schleichhandels steht, ein frisch geschlachtetes Kalb und außerdem im Zuge nach Bad-Salzsckstirs einen schweren Schließtrb, in dem wobl verpack:, üb.n einen Zentner Fleisch von einem gleichfalls schivarzgeschlachteten Stück Vieh, in die Badestadt geschafft werden sollte. — Im nahen Pfordt starb im 73. Lebensjahr der Beigeordnete uitb Veteran von 1870/71 Kaspar R i tz. Im Kriege hatte er den rechten Arm verloren. Er war im ganzen Schlitzer- land wohlbekannt und erfreute sich eines größere Ansri-eris und Einflusses. Kreis Alsfeld. up. R u p p e r t e n r o d, 6. Aug. Gegenwärtig findet der Abtransport des Brennholzes aus den Freiherrlich Riedesel'scheu Waldungen statt, das nrnf) der Rhein- und Maingegend geht. Der Raummeter lostet ab Wald 60 Mark, dazu flommen die erheblichen Wegfahrtlöhne und die Frachtkosten, so daß wohl der Raummeter auf 100 Mark!ziu ste'hen fommen wird. Kreis Lauterbach. OCrainfeld, 4. Aug. Am Sonntag feierte das Kirchspiel und der Ort Crainfeld das 9 0 0jährige Jubiläum seiner Grün- l.mng. Oberpfarrer Knott (Schliß fü'frrte dabei in einem intev.'ssanten Vortrag in die Geschichte der Orte des Kivchspftls ein. Tie Kirche tourte im Jähre 1020 auf dem Creginfeld lKvähenfeld), einer waldfreien 5>ochebeue inmitten des von Kaiser Heinrich II. dem Klosterstift Felda gffchenklen großen Forstes Zunterhart, erbaut imb oon Eoz- bifckiof Erkanbald von Mainz geweiht. Ter erste bekannte Pfarrer ist Berthold Werner von Gelnhausen, Pastor zu Kreyenfelt 1361. Die Reformation wurde 1527 durch den hessischen Super- intenbenten und Reformator Adam Kraft ringe- fübrt Im 30,'lährigen und 7jahrigen Krieg hat das Kirck/spiel viel gelitten. Ti' Erinnerung an den schweren Hagelfchlag 1.769 wird 'fr-ute 'noch durch einen Gottesdienst alljährlich begangen 0 Lauterbach, 5. Aug. Die Schlußrechnung des während des Krieges in der Turnhalle eingerichteten Vereinslazaretts weist einen Uebersckuß von 9500 Mark auf. Dieser Betrag wurde dem Turnverein als Entschädigung ftir die Abnutzung des Gebäudes überwiesen. Kreis Schotten. Up, Ulrichstein, 6. Aug. Gestern fand wer eine Versammlung statt zur Erbauung einer Halle für die R e i ch s po st a u to s vrevan Rahmen teil die Herren Geheimer Ober- postrat Stamm, Staatsrat Rode, $eh Oberbau rat Tarmshrdt, Kttisdirektir Dr. Stamm- Ier-AlSseld, Oberregrerungsrat Schäfer-Schatten, der tn Frage Kommenden Ge- un$ mehrer^ andere Herren. Von der i Erwerbung uno Umbauung des sog. FuhrwerS, | c«-Persvnalnachrrchten Otto Reichwein ans Alsfeld ist mit Wlrkimg vom 1. April 1920 zum Ober- rechnungsrevisor bei der zwriten Justtfikatur- abteilung der OberrechnungsÄmmer ernannt worden. rc. Zwangsbewirtschaftung für Erer r,l bekanntlrch aufgebobm. Eine Versorgung Nwti1-audes-Ererstelle Offenbach findet nickst Ä btc tm Umlauf befindlichen ärzt- fern Kuliäcmmt, Zimmer 2, Sirimuialabt Üung h Empfang nehmen ut sm * ^^^^.bEnsmitteltabelle für die ®o4£ 9; 15. Suraft ist im SnÄte“ bc ^utrgcn Nummer enthalten * Gewerbliche Betriebe, die ihr, Lälsn 6eio nicht abgehvlt haben halten diese im Laufe der nächsten Wocw Näheres fiefre Anzeigenteil. ** dost sch eck und Postkreditbrief Gegen die Benutzung des Postscheckverkehrs zu Mitteilungen unter Vermeidung der über- maß,g holten Portosätze wendet sich eine A e n- dcrung oer Kostscheckordnung durch Tagen wurden die Arbeiter bei den Werks- den Reichspostmrnister, die auch tn die Post- ..............j-jr.-.».. r.... ----1----- scheckordnung für Bayern und Württemberg ausgenommen wird. Es werden darin Zahlkarten für unzulässig erklärt, die unter Ausnutzung des Postscheckverkehrs zwecks Umgehung der Postgebühren zur Uebermittlung von Nachrichten oder geschäftlichen Anpretsun- gen verwendet werden sollen. Derselbe Vorbehalt gilt auch für Ueberweisungen und Schecke. Den Postkreditbrief betreffen Aende- rungen der Postordnung, die ebenfalls tn Bayern und Württemberg eingesührt werden. Die Briefe können jetzt wie alle durch 100 teilbare Summen bis 10000 Mk. ausgestellt werden und gelten 6 Monate vom Tage der Ausstellung an, während sie bisher nur bts 3000 Mark auf 4 Monate ausgestellt wurden und auch durch 50 teilbar sein konnten. Der Inhaber erhält jetzt eine besondere Answetskarte, die er von der Postanstalt abholen muß. Statt 1000 Mk. dürfen jetzt 3000 Mk. an einem Tage abgehoben werden. Jeder Brief enthält künftig 20 statt 10 Vordrucke. Nachteile, die aus Verlust oder Mißbrauch des Briefes, ooer der Ausweiskarte entstehen, trägt der Inhaber. Ein Verlust ist unverzüglich der Post Der Reichskommissar für Entwaffnung. Berlin, 6. Aug. (Wolff.) Staatssekretär Dr. Peters.ttmrbc vom Reichspräsidenten zum Reichskommifsar für Entwaffnung ernannt. Generalfeldmarschall von Woyrfch^. Breslau, 6. Aug. (Wolff.) Generalfeld- marschall v. Wahr sch ist heute auf feinem Gute Pilanitz gestorben. Hiis dem besetzten Gebiet. Mainz, 6. Aug. (WTB.) Der Delegierte der Provinz Rheinhessen zur interalliierten Rheinlandskommission, General C l a u d o n, hat auf Grund des Art. 30, Ord-onanznum- mer 3, der Rheinlandskommission die „Frankfurter Zeitung" auf drei Tage, vom 7. August ab für das Gebiet Rheinhessen verboten wegen des Artikels „Vergewaltigung im besetzten Gebiet" im ersten Morgenblatt vom 6. August. Der internationale Sergarbeiterkongretz. Genf, 6. Aug. (Wolff.) Der internationale Bergarbeiterkongreß hielt heute vormittag feine letzte Sitzung ab. Aus Vorschlag der englischen Delegation wurde die Errichtung eines permanenten internationalen Generalsekretär iats beschlossen. Hue (Deutschland) begründete eine Resolution, die dieVertei l u n g der Kohlen und anderer Rohstoffe auf internationalem Wege regelt, und zwar soll mit dieser Ausgabe das internationale Arbeitsamt betraut werden, dessen Direktor, Thomas, den Verhäng langen des Kongresses brigewvhnt ifratte. Huö begründet die Resolution damit, daß die internattonale Kohlennot nicht nur eine Folge der verringerten Kohlenförderung sei, sondern noch viel mehr eine Schuld der schlechten Verteilung. So müsse z. B. die Bevölkerung der Stadt Gens den Doppelzentner amerikanischer Kohle mit 27 bis 30 Franken bezahlen gegenüber 4 ois 6 Franken vor dem Kriege, und zwar für eine Kohle, die an den deutschen und bttgischen Kohlenbergwerken vorbeigehe. Ties treffe aber nicht nur auf die Kohle, sondern auch auf andere wichtige Rohstoffe zu. Eine gerechte internationale Regelung könne da viel ausgleichen. Thomas als Leiter des internationalen Arbeitsamtes dankt für das Vertrauen des Bergarbriterkongresses durch Uebertragung dieser Ausgabe und spricht die Zuversicht aus, daß die in Frage kommenden Regierungen sich diesem Vorschlag nicht verstießen werden. Die Resolution Huö (Teutfchlano' auf Einrichtung eines internationalen Kohlenbureaus wurde dem internationalen Komitee zur Weitergabe überwiesen. Als Enü-iel bekannte sich der Kongreß zum internationalen Gen e ra l str - i k, besten Grundlagen vor srin r V rkündung durch den ft ter- nationalen Bergarbeiterausichutz zu p.^.^n seien. Zur Kriegsfrage äußert? der Kongreß die gleiche Ansicht, wie der ftdernattonale Sozia- listenkongreß, nämlich daß die Wi.derkckfrr eines Verbreck)ens, wie des großen Weltkrieges, der eine schwach der Menschheit darstelle mit allen Mitteln zu verhindern sei, vornehmlich durch den internationalen Streik. Tie Annahme dieser letzten Entschließung erfolgte einstimmig unter langan- dauerndem Beifall. Tie Versammlung erlab sich mit dem Rufe: „Nieder mit dem Krieg!" und stimmte die Internationale an. Nachdem ein neuer Exetutisausschuß bestellt worden mar, dem zwei Franzosen, vier Engländer, drei Dutschc !.Hu6 Wißmann und Jmbusch., zwei Belgier, ft ein Oesterreicher, Ungar, Pole und Suremburgcr, ftwie z'vei ^sckiechen und vier Amerikaner angehören schloß Präsident Smillie den 5bongreß das früher dem Laudesgestüt gedient, wurde wegen seiner intgünfhgen Lage abgesehen. Es lvurde die Erbauung einer neuen Halle mit Reparatnrioerk- ftärte am östlichen Ausgang oes Ottes beschlossen. Für die Barlsumme tourde der Bettag auf 200 000 Mart fest gestellt, für die das Reich, der Hessische Staat, die Äreisverwalkung Msftld und Schotten unb die einzelnen Gemeinden der Fährlinie auf- fcmmen. Alle Gemeinden voran Ulrich stein, sind bereit, zur Förderung des Verkehrs die erforderlichen Opfer zu bringen. Starkenburg und Rheinhessen. fd .Offenbach, 6. Aug. Die Stadtverordnetenversammlung bewilligte die Mittel zur Eindeichung der bei Hochwasser stets gefährdeten Otte Bürgel, Rumpenheim und Mühlheim. Die Baukosten belaufen sich bei den heutigen Löhnen auf rund 12 Millionen Mk. Kreis Wetzlar. wa. DutenHofen, 6. Aug. Die seit einigen Tagen vermitzte schulpflichttge Anna Weber ist am Donnerstag abend in der Lahn oberhalb der Brücke tut auf gefunden worden. ... Hessen-Nassau. Die neuen Leiter der Frankfurter städtischen Bühnen. mc. Frankfurt a. M., 6. Aug. Zum' Direktor des Schauspielhauses wurde der bisherige Oberregisseur Richard Weichert ernannt, während die Leitung des Opernh auf es Direktor H. Lertvom Stadttheater in Basel übernimmt. * me. Frankfurt a. M., 6. Aug. Dieser Tage iveilte eine Kommission Schweizer Heilsarmee-Offiziere in Frankfurt a. M., um den Gesundheitszustand der Bevölkerung, namentlich der Kinder zu studieren. Die Schweizer Heilsarmee plant eine großzügige Hilfsaktion für deutsche Kinder, die in Gewährung von Nahrungsmitteln und Unterbringung in der Schtveiz in eigens zu gründenden Heimen bestehen soll. Die Offiziere sprachen sich über die Frankfutter Kinderhilfseinrrchtungen sehr lo-i benb aus, vas Berlin längst auf sozialem Gebiet überflügelt habe. mc. F r a n k f u r t a. M., 6. Aug. Als ein seltenes Zeichen von Einsicht muß es gebucht werden, daß die Frankfurter Kraftdroschkenbesitzer beim Polizeipräsidium die Herabsetzung der Fahrtaxe beantragt haben. Sie erklärten, mit dem siebenfachen der Friedenstaxe auskommen zu können, während sie bisher das neunfache derselben genommen haben. 0 Marburg, 6. 9hlg. Tie Bauarb eiter verbände haben seit gestern wegen der gc« scheiterten Tarifverhandlungen den Ausstand angcjrtmct. Tie Bautätigkeit liegt söwie'-o gan^ darnieder, wenigstens in der Stadt. Aus den Dörfern wird schon me'frr gebaut. ' [] Marburg, 6. Aug. Vergangene Nacht tobten stundenlang schwere Gewitter über dem Lahntal. Strichweise gingen gewaltige Regengüsse nieder. Bei dem unbestimmten Wetter stößt die Heimbringung der Ernte auf große Schwierigkeiten. st». Aus dem Westerwald, 6. Älug. Tie Polizei verhaftete in Höhr eine große Falsch- münzerbande. Ter Haupffälscher ist der Buchdrucker Roos, der mit verschiedenen Genossen aus Neuwied und Höhr falsckie Füiffzigmarkscheine in großer Zähl her gestellt fratte. Zur Herstellung der Scheine hatten die Falschmünzer amerikanische «Briefbogen mit fern WasserzeiMm des Sternenbanners verwandt. Bei der Festnahme des Roos kam es zwischen diesem und den Beamten zu einem Feuergeftcht, bei oein niemand verletzt wurde. Bisher würben sechs Personen verhaftet. Die vewirtschastung Ser Lebensmittel. oz. Alsfeld, 6. Aug. Im Kreisamtsgebäude fand gestern eine Besprechung zwischen Berttetern der Verbraucher- und Erzeugerk'reise sowie der (Händlerschast über den Kart osfelpreisder bevorstehenden Ernte statt. Von den Arbeilervertve- tem wurde betont, wenn man in anderen Städten zu Preisfestsetzungen gelangt sei (z. B. bei guter Ernte 15 Mark, bei mittlerer 16 Mttrk und bei schlechter 17 Mart), fo sei das auch hier ganz gut vnöglich. Bon den Bertoctern der Landwittschaft wurde zunächst daraus hingewiesen, daß der vielgenannte 30-Mark-Preis oairchaus nicht auf Forderungen der Landwirte, sondern auf das Angebot der großen Städte beim Abschluß der LiescrungS- verttäge zurückzufül)ren fei. Tie Landwirte seien im übrigen durchaus bereit, beim Preisabbau mit» zuwirken. Ganz und gar nicht im Einklang mit dem an sie 'frerantretenben Ansinnen des Preisabbaues stehe es indessen, wenn man im gleichen Augenblick das Land bereise und die Arbe.ter zur Fov- berung einer 25prozentigen Lohnerhöhung auf» stachele, wie es gegenwärtig wieder geschel-e: nenn der Schlichtungsausschuß solch uni innig hohe Löhne ftir das Land, wie es geWfren (60, 70 imb 80 Mk. Wochen löhn nebst freier Kost und Wohnung, festsetze. Obschon ferner die Kosten des landw. Betriebs und der Maschinen, Geräte usw. noch immer auf Übermäßiger Höhe ständen und obschon unlängst Drusch- löhne und Druschpreise angesordert worben seien, die dem Heinen Landwirt von vornherein jeoen Verdienst wegnähmen, wolle man sich mit einem wesentlich billigeren Preis als 30 Mk.. den man ebenfalls für zu hoch halte, begnügen. Bestimmte Preise für die Landwirtschaft des Kreises heute sestzusetzen, sei indessen nicht möglich, ein mal weil die anwesenden Landwirte von ihrer Organisation nicht ermächtigt seien, das andere- mal weil das Verfahren der KartoffelVersorgung nocki nicht festgelegt sei und die mit den Stäoten abgeschlossenen Lieierungsverträge mit dem 30- Markpreis noch Geltung hätten Wenn, wie die Landwirlschaft fordere, die Zwangswirtschaft falle, werde der 51artoffelprris sich auf durchaus mäßiger Höhe bewegen: dafür werde das starke Angebot schon sorgen. Die Vertreter der Arbeiterschaft er hoben den Vorwurf gegen die Regierung, daß sie zugelassen habe, daß .Lieferungsverträge mit einem Preis von 30 Mk. abgeschlossen wurden, rin Preis, der jedes Sachverständnis vermissen lasse. Dre landwirtschaftlichen Vertreter erklärten, die Festsetzung des KartoffelprriseS hänge von der unmittelbar bevorstehenden minifterie'ten Ditschei- bung über das Verfahren der Kartosfelversorgung, ferner den Beschlüssen der ebenfalls bevor- stehenben allgemeinen _ Vertreter-Versammlung in Fvanklurt unb der Verständigung mit den Nachbar- bcjirfen, die schnellstens berbeigeführt 'werden solle, ab ftre Veriländigung mit den Nachbarbezirfen fei eriorberlich, um die btt Preisunterschieden unausbleiblichen Sdjicbimg.m mit ifrrm ebenso unausbleiblichen Preistveibereien au vermeiden. Aus A -v-rvA? ttfSmiw* der imdfdSndler gnur weiter 2g guttDeS formt, daß voraussichtlich mindestens bte txwtft- SflüÄfe Menge Ä-artoffdit, als die Lieferungsverträge fte c? DOtz beanspruchten, im Kreis geerntet und zur Venvr ) iS Uischi gang der Ztresbcvöl-erunq ;ur Bersügnwi slrchen rofiruc Die Ernte würkx 3 Ihm Anschein nach E-<"!E < so reichlich daß störte RLekbil ung des Preis.-s ftnt im & anbei von selbst ersolgen werde. Es sei ivgar lv nicht ausgeschlossen, daß es gar nicht im Znter.'sfe , .. der Konsumenten liege, heule schon einen feitet Wn. Lieserungsvreis -u vereinbaren. — Das Ergebnis *ie StabK der Besprechung bildete laut '^eflftelhmg des Bor SRiÄrf/ sitzenden im Wesentlichen bic Erklärung der Ber ** ft “r tretet oer Landwirtschaft, die svlgimdes zum In ball hat: Tie lanlNuirtschaftlichen Vertreter er f!Äten sich bereit, bet ihrer Organisation nach)rüch sich oahin zu nnrfert, daß die ärnowirie des Preises bereit sind, die neben dem Bedarf für Erfüllung der Lieserungch)erträge geernteten Kartoffeln zu einem wesentlich billige im Preise an ihre Ab- ttcfyincr im Kreis fru liefern. — Es sollen spätestens 3- 4 Wochen, r.adjbem die erivichnten Vorbcdin oungen ^ar Erzielung eineS positiven Besprechunqs erqeünisics Gegeben sind, wieder eine neue Ber nhej^Shl- >eit eins fe»ebet vveckung über die Festsetzung des ZkartvftcipvrfteS । uttfinben, zu der auch die Bezirksverrreter des Bauernbundes eingeladen werden. na. Nidda, 7. Aug. Gestern begaben sich etwa 2—300 Arbeiter vor das Rathaus zu Nidda, um gegen die unerschwingliche Preise der Lebensmittel und Gegen stände des täglichen Gebrauchs zu demonstrieren. Eine Abortmung begab sich zu dem im Rathaus anwesenden Vertreter des Kreis- amts und brachte die Wünsch: der Demonswantm vor. Der Lreisamtmann erfiärte die Bereitwilligkeit des Kreisamts, zwischen den Konsumenten, Produzenten und Ländlern vermittelnd einzugreifen Es sollen im Laufe der nächsten Wocl>» zur iöerb’ifübrung einer Preissenkung Ber- Handlungen stattfinden. Gefordert werden u. a Festsetzung mäßiger Preise für Lebensmittel, Schuhe, Tertiltoaren uiw, W-egfall ber Drusch präm'e, eine Verordnung, wonach IximfternDe Kuraäste aus dem Kreis ausgewiefen werben müssen, schärserr Aussicht über Schwarzscfoach- tun gen und schließlich eine Neuregelung des WolMMgswesens. Sport ** A u f dem,Sportplatz an der £*arbt finden morgen naebnuttag Fußbal! -De.tspich' zwi scheu dem Fußball-Klub Wallau, 1. und 2. Mannschaft. gegen den Verein für Rafenspiele 1900, 2. und 3. Mannschaft, statt. Kirchliche Uacbrid>teti. Evangelisch« Gemeinde. Sonntag. 8. August. 10. nach Trinitatis. Kollekte für bie Innere Mission. I n der Stadtkirche. Vorm. 8 Uhr, zugleich Ehrdienlehrc für die Neuvanfirmiertcn aus der Martusgemeindc: Pfarrer Becker. — Vvrm. 9Vi Uhr: Pfarrassistent Ramge. — Donnerstag, 12. Aug . abends 8' « Uhr: Gemeindeversammlung für Männer und Frauen der Markusgemeinde im Ktonfinnanbensaal, Kioch'cr. 9. Besprechung über >^s Abendmahl und Einteilung der Gemerndcn in Mffrbejirfe. , _ 3 n der Io ha nnes t i rch c Norm 8 Uhr, zugleich Ehristenlehre für bie flieukvnsirmiricu aus .ber Iohonuesgemeinbe: Pf.rrrer Ausfeld. — fftorm. 9Vf Uhr. Pfarrei Bech vlsbeimer. : Abends 8 Uhr: Bibelbesprechung im Ivl»mr s aal Pft. b'üvlvb. - Diesec!: Vvrm. 9'/, Ubr^»rles- dien. 103'« Ehristenlehre 'Kvnf [männl. ^ug-nb'. — Kirchberg: norm. 10 Uhr. 11 Uhr Ehrip.'n- lebre für die weibliche Jugend. Üblkh. für innere Missten. — Lollar: nachm 1’/: Uhr. Katholische Gemeinde SamStag, 7. August, nachm b uns abeni'5 8 Uhr. Gelegenheit zur hl. Beicht. S>mttag, - imgen 8 Uhr: in Ltch 10 Uhr fiiinSeuSiitlluiig sä Stabil». fi'inihittiiti jc in Butzbach, vom 1—8. August, Realfchul ebäube. Geöffnet: vfachmittagS von 4 — 7 Uhr. Sonntag» von o - 7 Ubr. (8043 D Wiickrlch-Minzen z Df?1'*7'Harharter Str.13. Mist zu perfflufen 01?>87 Asterweg t». | Kaufgetuche | Lnndgütchen 5—20 Morn. 11. wehr, auch Äflühiei ;r •.t liegen Barzahlung 0u tarnen gesucht. J- Abplanalp, •vriebberg 1 vcfku). Telephon 12. 7205 Wohnhaus 3 bis 4 Stock int Wohn, v. 5 ob. 0 Zim. b bober Anzahlungzu kaufen oe* sucht. Schr. An geb. mit. 01.1025 an den "lieg. Anz. tet totüiii« Hm? 8a" lc^aufes Ä Richard ^Leitung ^ertvom *• NtA MW L- um btn &.i namentlich bei lUr heilz.i Sige, Lilss, die m Ee- > Unttitrinmg ^denhchm arm sich über fragen sehr 1». sozialem (Mia lug. Alseinsel, gtfmdjt roerben lftenbesißei bsehung bei >e erllarten, mit 1 auskommen M neunfache btv t Bauitkkei'- n toegtn der go en UuHub jt jrtw'o M . Tut' den M- regongm Nach eivitler übe Mistsge Regen len Mer W M Schiviech d, 6. Aug. Ä- ;tote Fall- ihn ist der Bte ien Genesen tmi zjMrr-cheine v t hnslrÄM b er amenfaniii en des Sten» icchm des R» leimten zu enr M wurde. N tet übensmiA rreisamtsgebäü tischen Bertrüs freiie fjn* J elpreisder«' n Arleilemulf anderen St®» (5. B. bei gn» 8 Mark und» »r LandmrW en, daß bff » ; nicht ans 0', af i>B ,'IM* ber Sieierw Landwirte F Lreisadteu 0 1 en im gl*.' IrlTteri^ ! :r iinmg WL •> 0,70imbg ,-ri worden v wmWS icht mit den 'A kW er en w jd sp"L SiM S-L mit dsr-^ A * RhetirametaQ liefert ab Lager: läi.) sucht ebeniolcheStell., evtl, auch in and. Geschäft. Schristl. Anaeb. u. 013605 hriftl. Anaev. u. 0136U5 den GiestAnzeig. erbet. an posten Großer Ktehpultprcie* wert zu verkaufen. ou*d Wihelm Wal», Neuen Baue 5. Mhössel ii. ZoMsk zu verkaufen. 8421 Schäfer, Sicher Strane 9. Tüchtiger junger Mann flotter Maschinenschreiber, möglichst aus der Tabakbranche, für laufende Bureauarbeiten zum umgehenden Eintritt gesucht. Angebote mit Lebenslauf und Zeugnisabschriften erbeten unter 8448D an den Gießener Anzeiger Miste Mauserst d. Schubbranche (längere Jahre in einem Geschäft . ... .... .,_____t„( 4,.«11 mit Hellen Kellern und Lagerraum in guter Geschäftslage per sofort evtl, später von Dauermieter gesucht. Schriftliche Angebote mit. 8417 tin den Gießener Anzeiger erbeten. Mellll.Wshllg. In guter Lage sofort L» rermieten. Altangesrhene Ders.-Gesellsch. (Geben, Unfall, Haft- pflicht) sucht alsbald für grüß. Bezirk tüchtigen erprobten Ober beamten. Derselbe hätte sich neben ber Akquisition zur Unterstützung dr. Augeb. ti. 8473 an den Gieü. Anz. Einen N-zölltgen Brvck- dor-3luitonDrejchwagen mit Entgrahner u. Sortiertrommel, Leistung 14 bi- 16 Fuhren, lieiert inarkifertiges Getreide 11. einefelbstfahrcndeAiowr> bandsage 8,5—9,2 PS 1917 erbaut in schwerster Ausführung mit Eifenrädcrn als Zugmaschine u.Sirnit- guelle jeder Art geetgn., 100 Kilo Jiotorcnöl hat preiswert abzugrben H. Küpper», Ulfa b. Nidda, Oberhesien kMMWk ®apn verk. Mottlieb Geller 11., „>3,., Bicber b. Mlobbeini. | Mietgesuche | EMWUiM Wer tauscht eine 3-Zim.- Wolln. in Gienen gegen ein.' 3-Zim.'Wohnung in IKaittj? Zu erfr. bet Oi*m Dippel, Bruchstraße 25. Ivohnllngstausch nach Hameln g/Weser. Lorzügl.gel. 3-Zlm.-W., II. Et , mit Küche, Sveiiek., 8adez.,Mädchenk., Keller, Äas.eotl. elekir. Licht, geg. ähnliche in Gießen f. sofort Jb.fpäter gesucht. Schristb Angedo e biß 16. Aug. unt. C13542 an den Gieß. Anz. Ein Mädchen das gesonnen ist in einem Laudftädtchcu Hessens bei flut. Lohn eine Stelle anzunehmcn. wollen sich alöbald melden Ludwig- ftrafte 77, Gießen. tiÄtiüti Wükn ob. unabhäng. Frau für kl. Hauöhalt zum 1. September bei sehr bobem Für unseren Haushalt 14 erwach s.Vers.l tüchtiges, emvfohl. Dienstmädchen sofo .t flejucht. Verpfleg, u. Bebandl. sehr gut, Lohn hoch, 2 Mädchen Vorhand. m» Apotheke in Lick». Vienstmäüchenß oder Mädchen tagsüber gesucht. Mänsburg 11. Tüchtiges Mädchen für Küche u. Hausarbeit- per sofort ober später gesucht. Frau Jacob Abt, 013620 Ebelitraße 5. [Stellengesuch®! Offizier a. D. lAbituricnt usw.l sucht geeignete Beschäftigung oder Vertrauensstellung. Schristl. Angebo e unter 013588 an den Gieß. Anz. Wit. Annedcgcsclle ges. Tiesenweg 6. m«« Arbeiter qesucht Ed. KHnkel&Söhne. Kunstmühle. mii Lehrling für unser terbnif lies und kaufmännischeSBurean zu baldig. Eintritt gesucht. Sanniniitt S.m.b.H. _________(üieften. 8313 Zur Reinigung von 2 Räumen und Vorplatz abends nach 8 Uhr ordentliche Frau bei hohem Lohn gesucht.Meldungen Sonntag oorm. oder lllioniag zwischen 2 und 4 Uhr.0,3e“ Barv, Ebelstr. 16 Vari. Kindergärtnerin ober einfach. Kinderfräulein zu zwei Kindern v. 3 und 4$/< Jahren gesucht. “13dei Fran Forstmeister Schwörer, Lick. Roch etulge tüchtige Sortiererinnen sof. ges. Behproänkte, Bodhelmer BtraBi 43 HeL 8431h Geübte Räberlu z.Ausb. v. Wäsche u- Kleidern ges. 013607 Marktolatz 21. Alleiniteh. Beamter (mit 2 Kindern im Atter von 10—11 I.» sucht für sofort llunnhälterln. Schrift!. Angebote unter 013:177 an den Gieß. Anz. Mädchen auch v. Lauoe für tagsüber ob. für einige Stunden alsbald gesucht. Fran Tack, .te*n Bahnhofstraße 23 II. SflfltierSlegenöotf. 5 Monate alt, zur Zucht zu verkaufen. 013594 Krafderf, HauS Nr. 262. »»“Ziegenlamm -w zu verkaufen. mttH Beiaklrchen, Bahnhotslr.8 Ztoitunii IHiihttk zu verk. [013649] Topp, Kreldorler Btrafle 14 B. II. ßhilft mit 12 Wen zu verkaufen 013529 Relafclrchan, Hauptstr. 26. Glucke mit 12 Kücken zu verk. Restauration Hardt ««To [Tenors Derrasse-. 6 Hühner zu verkauf. Harbargor Str. 7. mwi Uanarienvogel z.v r.Wet8itelni!r.34p 013 JS DtM.Lidäsethindin yperf.Wttaaf ia|.»l.0M^ Deutscher Schäferbund i Zahr alt, auch als Schäferhund gelernt, zu verk. Gastwirt Rompf 84,i Lang-GöuS. Für Hazlwerkar ob. sonst. Betriebe oasi. Anwesen im Stadtinnern, gut rentierend. bill. z-vk. Lorderh. 4 Stockä6Z.u.Bab.LLa»O L HlaterL bald beziehbar. Näh. D. Sehanmberger und Sohu, Svrechz.8-9,1-3,7-9. Geschäftshans in bett. Lage, m. freiwerd. Laden z-vk. Anz 30000Mk. MLb.SehaiuabeTger&Seha. Tvrechz. 8-9,1-3. 7-9. Linlegeschweine zu verkaufen. 8378 KodhelmerMraßc<>. Serie! u. Läufer zu verkaufen 013650 Kaher-Allee 17. Zu verkaufen: 1 Ziege tfrischmeftend«, 1 leichter Einfvänner- wag., 1 Rasierapparat, Reisetasche u. 1 P. Stie- fel!46' Rodbeim.Str.41. Älnzns. Sonntag 9-—12 um. 2Laan. Ziegenlämmer 1 Saaner Ziegenbock lreinrafsig) zu verkaufen. 013572 Wolf strafte 1«. Zu wkaiiieo! Berschiedene sehr schöne clektrifcheMessinokron- leuebter, 1 Zentrifuge und l Bnttermaschiue, IcisernerWeinsiaschen schrank, 150 ‘X-fb. Kar bib, 120 Liter Benzol, verschiedene Türen und leere Weinkisten. "" ÜMiitHWlnW 66- Fahrrad mit ober ohne Bereisung, sow. 1 ^rei- lanfnabe mit Rücktr.u breutse tt. 1 Luftgewebr zu verkauf. Garbenteich, Gießener Str 18. 013480 Zigarren-Gessliäit ob. oeeign. Lokal hierzu zu kauf. ob. z. pachten gesucht. Schri'tl.tllngeb. unt. 01314? an den Gie 1 Anzeiger. ^ichreivm ach inen Feldstecher kauft. Angeb. mit Preis erbittet 21. Nubl fr., Klei^-Liudeu. ot'"3 Kontrollkaffe National, Bondrucker, kaufe gegen bar. Osiert. mit Pre>' n. Fabriknum- meratrjUfeeb AUauvatb, Frankfurt a. *01., Neue l-ioin ierftrnre so. KseiLeMsfsessWil zu kauf, geiucht Schristl. Angebote unter 01362:1 an den Gieuener Anzeiger. Sosort gesucht: Drchscheide und §eldbahngleiL 60 Svur, 60—65 Profi!, auch einzeln. Sckr. Ang. un.. 8436 an den G. '.'luz. B^rcmp.,It:!orI|or:i, beidestieie Stimmen,sow. Tuba zu kaufen gesucht, ti. Sa nie•*. Musiker, _______L»nugen. 81' 8 ONediziner sucht tnrnftfiliaieit Gdiiötl zu t ittfen. Schr Ang. m, Preis unter Oli'ßX) nn 0. Gießener Anzet vr prfi"-. Kauf Qctrnßcne Herren« und SamciiflcitKr, Lchuhe, Wasche, Model all. Art. L. Rosenzwsig, Gießtii, Selter'-iuc n ~>SI Verschiedenes! 8eirataeijefX’oc?4: u mirks. Fachztg Probe- ^fr.u.amtl.beglanb.Auers. ve rschl.100^,, Druck'.'i' . 12 S^terrier vor 4 Dogen entlaufet:. Geg. Belolm abzugeb'". ou-.. Wrst-aolane 42 HL Zugeiaufen ein Jagdhund [Borftehers Rüde. Feldtchütz •-’luvi . __La ugo. O13!>1!> 100 TI . gefiindeno Verlierer kann dieselben bei Heilgehilfe Kratz, Schulstr.l I abholen ! ^^RizkaMa’s Virginia Strand | boehLeigL Zigarette Ä lnZ9erLaz.-Pac2ryigl B dle!ie3vei!eiForaiat. ö Qnalitälsxar^e. . $ PrebeaeaiMi.ZlIUlB geg.Ba:hn. v. 19OTIE. Einfuhrgenehm, u. g Erlaubniiachoin für ■ Verkauf ins unbes @ Gebiet vorhanden ■ Düvel & Co., Köln 0. m. d. H., Vifti.-Airt. Ä4Wlnesir.l.Fmn9.: ’S 1.215?. Pestsebeek- * kento: EBlc 53423. 3 Fabrikniederl ig*‘U Generalvi-rtri-brl'-r Q engl.RlzkaHa-T i!,-. U ftL-'-deur-Jchellec.iÄ 018668 018604 Vorstellung statt- 8442 L. Althoff, Telephon 230. Sonder-Angebot! übernimmt 013483 2-8 Uhr. 013652 71. Mtthlwicen. ■ ;______________________' • ■ J .»■ MW <• W Kleicflerschränke B34Jc ßettseeSien 013674 F. Seebold. Sprechstunde: Montag nur von 2-6 Uhr, ob Dienstag wieder 9-1, Küchengeräte und v. a. Versteigerung bestimmt. Speisezimmer eiche gebeizt Büfett, Kredenz Zugtisch 4 Stühle M. 3650.- BermziMer eiche gebeizt Bücherschrank Schreibtisch I Sessel, 2Stühle modernerTisch ML 3200.— Tanz-Lehr-Institut WGC Th. Bäulke LicherStr. Mitglied des Bundes deutscher Tanzlehrer 5 Kurse das ganze Jahr hindurch = Privatunterricht zu jeder Tageszeit Spezialität: Mod. Tänze, Walzer-Links Gießen, 6. August 1920. Die Beerdigung findet in Darmstadt statt. Ludwig Wolf. Gießen, Berlin, Karlsruhe, den 6. August 1920. Bahnhofstr. 64. Welche gebtlb. jg. Dame wurde mit jung. Herrn gemeinschaftl. Ausflüge 6ii). Gednnkenaustauschö unternehmen? Schr. Ang. u. 8419 an den Gietz. Anz. Die Beerdigung findet Montag den 9. August, nachmittags 3 Uhr, auf dem neuen Friedhof statt. vom 9. August bis Ende August 8476 Damen- u. Berreflhüte werden zu den billigsten Preisen umfa^ionlert Velour . . 24 M. Filzhut. . 18 M. g Herrenfllz 20 M. F. Mandler TeL 2159 Gr.StetnweQ 16. Mobiliar - Versteigerung. Dienstag, den 10. August, werden im Nest, zum „Fellenlreller" Bahnhosstr., pünktlich 2 Uhr nachm., meistbietend gegen Barzahlung versteigert: 2 Hochs. Bücherschränke, 1 prima Salongarnitur (1 Sofa mit 6 Sesseln), ein- und zweitür. Kleiderschränke, verschied. Wasch- und Nachttische, Nohr- und andere Stühle, Tische, Stehpulte, ferner: di», kompl. Betten, 1 elcg. Garderobeständer mit Flinten (Prachtstück f. Jäger),2Wäsche- mangeln, 1 fahrbare Waschmaschine, 1 Obstpresse, 1 Kinderbettsteile, Kommoden, sowie: elektc. moderne Lüster, Gas- und Pe- trol.-Lampen, 1 Gasherd, 1 Kaffeeservice, 1 Feldstecher und 1 Opernglas, 1 Standuhr (Porzellan), sodann: 1 gut erhalt. Kinderwagen m. Gummi, 1 kompl. Bedachung - Polstersihe- und Vorhänge für Break, 2 Stallfenster, 1 Scheuer- und 1 Obsi- leiter, Bilder, Nipp- und Aufstellsachen, Haus- und Professor Dr. Walther Frauenarzt Holzbearbeitungs- Maschinen jeder Art in bester Ausführung für Sägewerke "®D Schreinereien Wagenbauer etc. einzeln u.kombiniert, auch einschl. Elektra* aeter, fertigt Kl ei n& Stiefel Masch.-Fbr., Fnlda GA empfiehlt in Fässern per Liter 3.50 Mk. 8M2 A. Merlau Bierbandlung, Ludwigstrai;c26. Tel. 239. Prima Apfelwein Einhorn-Theater. Wegen Unpäßlichkeit von Frau Mathilde Buchwald kann die „Königin der Lust" Heerte Samstag nicht gegeben werden. Ab Montag den 9. August findet täglich Vorwärtsürebende und i Erfinder । gute Verdienstmöglichkeit. AafklSrung und Anregung gebende Broschüre: Ein neuer Geist? send, gratis F. ßriimnnii & (So., Berlin, 7700sl Königgrätzer Stratze 71. Grobe Auswahl an Wei«.un"E.»m-ch- bei Louis Engel, 8468 Butzbach. Ein Waggon Dykerhofl- Zemeut angekommen. Wird ohne Freigabeschein abgegeb. Louis Stiefel, Lich Balmbosstrake Telephon 21. «"° Gestern nachmittag entschlief nach kurzem, schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Schwägerin Frau Klara Wolf geb. Schramm im Alter von 55 Jahren. In tiefem Schmerz namens aller Angehörigen: neue GetreAWe MWelW i u. andere lieiere in groben und kleinen Mengen zu den billigsten Preisen. Statt jeder besonderen Anzeige. Heute entschlief sanft unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Witwe des Geh. Obersteuerrat Franz Engisch im 87. Lebensjahr. Friedrich Engisch, Rechtsanwalt Ludwig Engisch Frau Dora Engisch geb. Urich Kari Engisch, cand. jur. Ludwig Engisch, stud. jur. Kurt Engisch. Meitzes Brauhaus Wietzen Wetztteinstraffe Wctzsteinstratze Besitzer Haus Kirztnger. Konzert M ÖÄ r. Riemann, Babnbosstrake 45 n, entgegengenommen. "" SVerinri Deut* IMIodwK Leipzig, Morgen Sonntag: Ausflug nach Anncrod. Treffpunkt 2.30 Llidwigs- platz. Freunden.Gönner, welche sich beteiligenwoll-, herzlich willkommen. 8451 Der Vorstand. verein hiawatha Sonntag den 8. Augnst 41 u S f l »1 a nach Klein-Linden Gasth.z. Deutsch.Eiche.ni«'-, Giefiiikr frei®. Fenerilikhr. Montag, d. 9. Augnfi, abends 8 Uhr: Hauptübung. Die Kameraden werden ersucht, vollzählig u.vünkl' lich 8 Uhr anzutreten. 8169 Das Kommando. Nizza-Club. Sonntag, 8. Ananst, nachmittags 7Vs Ubr, im PcrcinSlokal. Familienaberid Um vollzähliges Er' scheinen bittet 013659 der Vorstand. Samstag, r.-August 1920 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) M. 184 Kar- Fvrtfetzungl. Nachdruck verboten.) ein Uttb Heu! ^ach Lob Mtri* ) g Wv einem Ter Mahl^ das Molterir dem Auftraggeber zu überlassen, lohn ist in bar ju zahlen; araturen Zulieferung id Zubehör Blinder Hah. Roman von Alfred Sassen. stewälre läscfie“ gegen den anderen auf 2 Monate Gefängnis. Ter -Staatsanwalt hrtte 9 Monate Gefängnis te.ni-> tragt. --- bei den Mühlen sowie die Verarbeitung von Getreide ist an Sonn- und gesetzlichen Feiertagen sowie zur Nachtzeit nur mit vorh.nnger Zustimmung des Kommrmalverbandes gestattet. Dem Müller ist verbann, Getreide anzunehmen, über das nicht gleichzeitig ordnungsmäßig ausgestellte Erlaubnisscheine übergeben werden; das sich in Säcken befindet, an denen nicht der nach Vorschrift beschriebene Anhängezettel angebracht ist; dessen Beschaffenheit (sei es wegen Feuchttgkeit oder ungenügender Reinigung) die Annahme rechtfertigt, daß daraus nicht das vorgeschriebene Mebl-, Schrot-, Grieß-, Grütze-, Graupen-, Flocken- usw. Gewicht erwählen werden kann; welches aus einer Gemeinde eines anderen Kreises stammt, für die er die Zulassung zum Auswahlen nicht besitzt; welches aus einer anderen Getreidarrt besteht, als der auf dem Erlaubnisschein verzeichneten; in größeren Mengen, als er in 4 Wochen zu mahlen in der Lage ist; wenn der Erlaubnisschein auf den Namen eines anderen Müllers lautet; wenn der Erlaubnisschein auf längere Zeitdauer als für 2 Monate ausgestellt ist. Der Müller ist verpslicAet, die Aufstellung der Getreide-, Mehl- usw .Säcke so übersichtlich vorzunehmen, daß die Anhängezettel von dem Revisionsbeamten ohne Umheben der Säcke gelesen werden können; das ihm von Selbstversorgern zugeführte Getteide bei der Annahme auf einer geeichten Wage in Gegenwart des Ablieferers zu wiegen: Mengen, die etwa über die in den Erlaubnisscheinen eingetragenen Mengen hinausgehen oder mich den vom Kreisamt erlassenen Anordnungen nicht in seiner Mühle verarbeitet werden dürfen, sofort zurück- zugeben. Er darf dcrattige Vlengen Werder im seiner Mühle noch in sonstigen Räumen aufbewahren; sofort nach Empfang des Getreides auf dem Erlaubnisschein den von ihm durch Wiegen sestgeftellten Sackinhalt an Getreide zu bescheinigen; nach erfolgter Ausmahlung oder sonstiger Verarbeitung das Ergebnis an Mehl, Schrot, Grieß, Grütze, Graupm, Flocken oder ähnlichen Erzeugnissen auf den Anhängezetteln und Mahlkarten einzutragen: den Abfchnitt 2 der Mahl- fartc sowie den Anhängezettel (diesen an den Säcken befestigt) dem Selbstversorger mit dem Mahlgut (Schrotgut) zurückzugeben; Getreide oder daraus hergestellte Erzeugnisse, welche dem Inhaber oder Leiter des Mühlenbetrrebs gehören, nicht in aröhren Mengen ht den zum Mühlen- betrieb gehörenden Räumen zu lagern, als lolchen, für die ordnungsmäßig ausgestellte Erlaubnrs- fctetnc vorliegen: Getreide von Nichtselbstver- sorgern zur 'Herstellung von Futter nur dann anzunehmen und zu verarbeiten, wenn ihm vor- mc. Frankfurt a. M., 6. Aug. Der Oberkahnassistent August Vogt benutzte seine Stellung als Materialvevwalter in der Eisenbahnwerk- fbätte Nied, um sich schmieren zu lassen. Gleichzeitig hat er größere Beiriige veruntreut. Nur weil er bisher noch vollkommen unbestraft war, kam er mit 1000 Mart Geldstrafe wegen Betrugs davon. — Tie Inhaber der Straußschen Buchhandlung wurden wegen Verbreitung unsittlicher Schriften zu je 100 Mark Geldstrafe 'verurteilt. fd. Marburg, 5. Aug. Zwei lunge Leute aus Battenfeld a. d. Eder hatten dem dortigen Pfarrer eine Katzenmusik gebracht und ihm die Schlafstubenfenster eingeschossen, weck der Geistliche g e g e n d i e T a n z w u t m der Faftzcil sich abfällig geäußett hatte. Tie hiesige Straf - kämmer erkannte gegen den einen 3 Monate und wurde schön und jung in einem ganz wundersamen Glanz der Augen —" der junge Mann brach lauschend ab. 1,50,9.25. Serie :t Kchnahm. j. Komm* a ßeUj Bauernschaft d ie Aufhebung Zwangsbewirtschaftung von toffeln, Hafer, Gerste und Qelfrüchten. Die beiden hatten in langsamem Tahinschreiten inzwischen Oberwöllnitz erreicht. Aus der Veranda des Gasthauses tönte Gesang zu ihnen herüber. Eine Gesellschaft von Ausflüglern saß dort, Herren und Damen bunt durcheinander, und sang „Dort drüben in der Schenke, die vorzugsweise von Studenten besucht wird, hat vor langen x manches Mal gesessen „Ja. Lebt sie nodj?" „Sie lebt." „ . _ „Gott sei Tank," atmete Hermann Huttich er- leichtett auf. „Ich glaube, wenn ich dem Vater das Gegenteil berichten müßte, er würde seinen Plan, wieder ganz ein Deutscher zu fein, aufgeben und jenseits des Meeres bleiben ... Er muß jene Magdalene Schumann über alles geliebt hoben. Erst noch der Mutter Tod hat er mir gegenüber zum crftenmal ihren Namen genannt, aber in seinem Ton war es da wie eine Auferstehung seines tiefsten, wahrhaftesten Seins. Er Er lächelte in seiner schönen, stillen Art. „Es ist dies vielleicht gar nicht besonders verwunderlich bei einem, dem man den Namen Hermann gegeben, diesen urdeutschen Namen —" „Diesen schönsten deutschen Namen!" rief ter Lehrer und bemächtigte sich abermals der Hande des jungen Mannes. „Ich heiße ^ie willkommen in Deutschland — in unserem schönen Thüringen! . . . Wie lange sind Sie schon hier?" „Vorgestern erst bin ich in Jena angekommen. Und heute schon machte ich mich auf den ri>eg nach Lobeda! . . . Aber nun meine Fragen. Es ist besonders eine, die mir auf dem Herzen brennt. 2ie erraten vielleicht —?" Das Antlitz des Lehrers wurde 'ehr ernst. ..Sie wollen wissen, was aus der leuchtenden Mädchenblüte geworden ist, aus Magdalene Schumann, der einstigen Braut Ihres Vaters? Büchertisch. — „Der Kleine Roman" 'wöchentlich ein Heft 80 Pf., vierteljährlich 10 Mk. Verlag H. S. Hermann u. Co. in Berlin) bringt in der Nr. 29 die Novelle: „Der Junge aus dem Waldri von Wilhelm H ege le r, in Nr. 30 die Erzählung „Tas Geheimnis" von Hans Franck. Rheinhessens, Oberhessens, Starkenburgs und dem Hunsrückgebiet. Weiter forderte die der her oder gleichzeittg ein von der Bürgermeisterei des Wodnottes des Anttagstellers ,nu;5geftclltcr Erlaubnisschein ausgehändigt wird; Aufträge zur Verarbeitung von Itileit der aus einem Erlaub- nlsschein verzriclmeten Mengen nur dann anzunehmen, wenn der Austraggeber gleick>zcitig aus die Verarbeitung des Restes verzickstct. Jede An der Tauschmüllerei, ix b iv Umtausctes von Getreide gegen Erzeugnisse aus Getreide« ist verboten. Der Müller .ft verpsliclüet, über ixe Eingänge an Getreide und die -lusgänge an Mahl" ercebninen nach Vordruck eingerichtete Mahl und Lagerbücher zu führen, die ei auf feine kosten zu beschaffen hat. Tie Ausmahlung von Getreide' ber Selbstversorger hat zu dem von der Reichs' getreidestelle zu beftim menten Prozentsatz zu er folgen. Dieser beträgt für Rog.ien und Weizen zur Zeit wenigstens 94 Proz. Bei Annahme- eines Satzes von 3 Proz. für Verstaubung hat ter Müller an den Selbstversorger außer der ftd> ergebenden Kleie wenigstens ab^i liefern: Für 12 Kg. Getreide 11,28 Kg. Mehl, usw für je 12 Kg. Getreide 11,28 Kg. Ädehl mehr: Gerste ist bis auf weiteres wenigstens zu 85 v. H. auszumahlen: bei Herstellung von Grieß, Grütze, Graupen und Flocken muß das Ausmahlungser- gednis wenigstens betragen: aus Gerste 94 Proz. Nährmittel und Kleie, aus Hafer 50 Proz. Nähr mittel, 12 Proz. Kleie und 25 Proz. Schalen; die Mahlerzeugnisse sind vor der Abgabe an den. Selbstversorger in dessen Gegenwatt zu wiegen; werden von Selbstversorgern größer? Ctetreite' ■ mengen, als die bewilligten, dem Müller über geben, so ist deren Enteignung ohne Zahlung eine# Preises zu erwarten. Das Gleiche findet Anwen^ düng aus das aus dieser Mehrmenge erzeugte Mehl. Der Mahllohn für die vom Selbstver sorger zur Mühle gegebenen Getreidemenge bleibt der freien Vereinbarung zwischen dem Müller und äX 1 Abg. Fenchel ersucht um Aufnahme der nachstehenden döotiz: Durch einen Hörfehler scheinen meine Ausführungen zum Hauptvoranschlag vom 28. Juli mißverstanden worden zu sein. Ich habe nicht bestritten, sondern kritisiert, daß der Reformbund über die Köpfe der Regierung hinaus arbeite und habe auch, wie aus meinen weiteren, Ausführungen hervorgeht, den Reformbund nicht in Schutz genommen. Hus dem besetzten Gebiet. Die Bauernbewegung im besetzten Gebiet. sd. Speyer, 6. Aug. Der gesamte Vorstand der Freien Bauernschaft der Pfalz, des Saaraebiets und von Rheinhessen befaßte sich mit der Bewirtschaftung des Brotgetreides. Es wurde eine Kundgebung an die Landwirtschaft zur Zurücklassung des Brotgetreides erlassen, bis durch die Regierung der Getreidepreis zuschlag für das besetzte Gebiet festgesetzt ist. Gleichzeitig lehnte die Versammlung Verhandlungen mit den einzelnen Landesverbänden ab und verlangte gemeinsame Unterhandlungen mit den Regierungen der Pfalz, Gerichtssaat. Auch ein „Kommunist". Ter rwaltentofratü'd)c „Hannov. Vollsrville" brachte unlängst folgenden temerfenSterten Artikel : In M annheim wurde kürzlich ter schwn- reichc Kommunist Lederer auf Grund einer Privatklage unseres Genossen, Redakteur Harputer, vom Schöffengericht zu 450 Mart Geldstrafe verurteilt, während der wiederv-erklagte Genosse Har- puder zu 150 Mark Geldstrafe verknackt tourte. Am Dienstag kam die Sache vor die Berusinrgs- instanz. Genosse Har Puter wurde jetzt wegen formaler Beleidigung zu 50 Mt., Lederer wegen übler Nachrede in seiner Zweitschrift „Revolutionär" zu 1500 Mk. Geldstrafe verurteilt. Wich iaer als der Rechtsstreit selbst "waren gewisse Ta fachen, die im Laufe der Verhandlung über den Kommunisten Seterer bekannt ivurten, der in Mannheim eine wüste aufreizende Agitation unter der Arbeiterschaft betreibt. Ter Vorsitzende steckte fest, daß Lederer in Berlin im teuersten Hotel, dem Hotel Bristol, mahnt. Als der Vorsitzende fragte: „Wie ein Arbeiter leben Sie denn poch wohl nicht?" erwiderte er: „Ich weiß nicht, wie ein Arbeiter lebt." Und der Mann geht in die Arbeiterversammlungen und reizt die Leute auf! £ oberer beteiligte sich während des Krieges ganz kapitalistisch in seiner Firma. Es tam zur Sprache, daß die is-inna bri> Kommunisten im Juli 1915 100 Arbeiterinnen kündigungslos auf die Straße setzte. Lederer ermähnte hierzu, daß er nicht behauptet habe, sein Betrieb sei ein soziales Musterunternehmen, daran hindere ihn sein Sozius. Im Juni 1919 habe er (Lederer) den Betrieb „sozialisieren" wollen, aber da sei ter gnoße Preissturz gekommen, und er habe den Arbeitern nicht zn- muten können, das Lager zu diesem Minterwett zu überne'hmen. Auf den Eiwvurf des Vorsitzenden, das er noch immer bei Oer Firma fei und dabei radikale Ideen fördere, entgegnete Lederer, daß er nicht Kapitalist aus Neigung, sondern aus Not- ivcndigkeit fei. Ei, ter Taufend! Kapitalist zu sein und bei Bristol zu schwelgen, ist fraglich sehr angenehm. Mer „notwendig" ist es nicht. Ein Kapitalist hat doch das Recht, fein Vermögen zu verschonten. Ter Vorsitzende machte den schlauen Millionär, ber anderer Leidenschaften an stachelt, darauf aufmerksam, daß der einarmige Jung, der Ai gestellter bei ihm gewesen und in Lohnoiffe- renzen mit ihm geraten sei, mit feiner roten «Mütze bei dem Putsch vom Februar sowohl als! Juni führend gewirkt habe und nun wegen Vieser Tinge zweimal zu V/s Jahren Gefängnis verurteilt worden sei. Tie tute Mütze ist Eigentum des Derrn Lederer, wie Lederer dem Vorsitzenden zugab. Ter Vorsitzende erklärte, es mache dem Gericht keine Freute, Leute zu Vorurteilen, die durch falsch verstandene Ausführungen solcher Redner wie Lederer ins Unglück gebracht würden. U I* W* af m itaa^'K g M- Hochschulnachrichten. J] Marburg, 6. Aug. Gestern abend brachte die Marburger Studentenschaft dem Rektor der Universität, Geh. Rat Prof. Tr. Btt sch, dessen Amtsjahr jetzt abläuft, einen Fackelzug. Ter erste Chargierte der Hasso- Nassovia, stud. Jahn, gedachte in seiner Aw prache an den fchetdenden Rektor dessen^Ein- retens für die wegen der Thüringer Sache o schwer und ungerechtfertigt angegriffene Marburger Studentenschaft und brachte ein Hoch auf ihn aus. Geh. Rat Busch dankte herzlich und erinnerte daran, daß es seine Pflicht gewesen sei, den fast zur Parole gewordenen Angriffen auf Marburgs Universität und Studentenschaft entaegenzuwirken. Wenn die verschiedenen Bevötkerungsklassen sich besser verständen und der Adel der Ar- beit, ganz einerlei welche es auch sei, wieder mehr zur Geltung komme, würden für unser Vaterland auch wieder bessere Zeiten kommen. Ter Zug kehrte von da aus zum Marktplatz zurück/wo unter dem Absingen des Gaudeamus igitur die Fackeln zusammengeworfen wurden. Daß bei dem feit Sommer 1914 nicht wieder gebotenen Schauspiel eines Fackelzuges — andere studenttfche Festzüge finden ja jetzt täglich starr — ganz Marburg auf den Beinen war, läßt sich leicht denken ist verboten. Mehl, bas dem Müller aus ter Verstaubung zufällt, gilt als beschlag • nahmt für den Kommmialverband. Dem Selbstversorger steht die sich ergebende Kleie von seinem Mahlgut zu. Es bleibt ihm jedoch fvcigestellt, sie dem Müller zu überlassen. Kleie, bte dem Müller überlassen wird, darf von diesem nickt verbraucht oder verkauft werten. Sie ist vielmehr ter Landesfnttermittelstrlle zu Darmstadt zur Verfügung zu stellen. Schon jetzt laufen Klagen über den O b st ■ diebstahl ein. Gendarmerie, das Feldschutz- personal und die Kreisstraßenwatte sind ange- wiesen, jeden Obstdiebstahl unnachsichtlich zur s.,hr zeige zu bringen. Das Auslesen von Fallobst in zu diesem Zweck mitgebrach^n Gefäßen, Taschen, Säcken usw. ist verboten und zieht Beschlagnahm? des aufgelesenen Obstes und Anzeige nach sich. Bei Nachtwachen ist dem hierzu beantragten Personal das Tragen von Waffen gestattet. In Ru 11e rs h au fen ist die Manl- und Klauenseuche amtlich festgestellt worden. Es wird gebildet ein Sperrbezirk bestehend aus ber Gemarkung Ruttershausen und ein Bevbachtungs gebiet bestehend aus den Gemarkungen Staufenberg und Lollar sowie Kirchberg. Gefunden wurden in ter Zeit vom. 15.—31. Juli in hiesiger Stadt 1 Uhrkcttchcn, 1 Kintettinterröckchen, 1 Tamenuhr, 1 Rocknatel, 1 Arbeitshof«, 1 Zwicker, 1 Manschetten knöpf, ein Kinder Portemonnaie mit Inhalt, 1 Paket mit Inhalt, 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Schildpattkamm, 1 Brosche. Verloren: 1 (Elfenbein* drösche mit Rose, 1 Brieftasche mit 800 Mark und Karte ter Musikvereinigung Inhalt, 1 Portemonnaie mit 120 Mk. und Urlaubsschein Inhalt, 1 Hcrrenuhr mit Goldbeschlag und Saar fette, 1 Paar Trikotbatehosen, 1 Brieftäschchen mit etwa 300 Mark und verschiedenen Schriftstücken Inhalt, 1 goldene Da men-Armbanduhr mit Leder armbanb, 1 schwarze Damenuhr mit Sektzipfcl, 1 silberne Armbanduhr mit gleicher Kette und gleicher Kette und goldenem Zifferblatt, 1 Akten - deckel (blau) mit eingehefteter Liste, 1 goldener Trauring gez. K. H. 3. 9. 1911, 1 Zwicker mit schwarzer Einfassung und 1 schwarze Armbanduhr in einem braunen Lederarmband. Während ter letzten SpielzeitimStadt-- t b e a t e r dahier liegen geblieben: ehre Brosche, Spazierstöcke, Futterale und bergt Die Abholung ter gefundenen Gegenstände kann ar jedem Wochentag von 11—12 Uhr vormittag, und 4—5 Uhr nachmittags beim Polizeiamt Gic- ßen, Zimmer Nr. 1, erfolgen. Wer damals unter das gesegnete Dach ihres Vaters trat, fühlte sich wie an geweihter Stätte. Sie war großer als alle ihre Genossinnen, innerlich und äußerlich, herb und vornehm, wie die Luft ter Höhen, nicht wie die des Tales. Und roemt sie lächelte, was nicht gar oft geschah, so ging ein Goldschein über ihr Gesicht hin, mit dem sich auch nicht die Talgeborenen schmücken dürfen —" Lehrer Reinsdorf hielt inne und lächelte ein wenig verlegen. „Entschuldigen Sie die klciuc Abschweifung eines alten Schwärmers! Aber ich glaube, ich habe eben aus ter Seele Ihres Vaters heraus gesprochen. . . Sie wollten wissen, wie. sich Magdalene Schumann zu dem Verhalten Ihres Vaters gestellt? — Nun, sie war — unt ist es wohl auch heute noch — eine tiefleiten schaftliche Natur. Sie, die Feuerseele, hatte da mals nicht einen Augenblick daran gezweifelt, daß der Geliebte nach Verbüßung seiner Strafe kommen, sich an ihre Seite stellen und diesen Platz behaupten werde allen feindlichen Gewalten zum Trotz! Sie hätte gewiß auch nicht mit einem Wott um den Tod des Bruders mit ihm gerechtet. Hatte sie ihm doch nie verhehlt, wie wenig ihr ter eitle, grundsatzlose Bursche gelte, ter in größerer Gesellschaft dem zukünftigen Schwager zu gerufen, daß es von ihm, dem blut armen Pastorensohn, nichts als Spekulation m, die Hand nach ter reichen GiUsbeUtzerstochtcs auszustrecken. Sie wäre wohl auch unbekümmert an tem begreislicten Groll und Lchmerz der Eltern vorüber auf dem Weg geschritten, den ter Geliebte ihr gezeigt, tem Ziel entgegen, das er ihr gewiesen." . Y (Forpetzung wlgt.) Aus dem Amtsverkündigungsblatt. ** Das Amts Verkündigungsblatt Nr. ,111 vom 6. August enthält folgende Bekanntmachungen: Ausiührung ter Reichsgetreide- orönung, das Ausmahlen des Getreides der Selbstversorger im Erntejahr 1920 (Sch.uß). — Feldschutz. — Maul- und Klauenseuche. — Gefunden, verloren. — Feldbereinigung Bergheim. Die Anlieferung von Getreide zu den Mühlen und die Abholung ter Erzeugnisse Thüringer Lied: „Müd bin ich heimgekehrt Aus weiter Welt,, Schlug nord- und südwärts mir Luftig mein Zelt! Doch sieh, nun bin ich da, Hab' nun erkannt —: Bist meine Heimat ja, 'Thüringerland! Halt' mich getreulich fest, Weil treu du bist, Teil von der Wärme mit, Die in dir ist! Denn sieh, nun bin ich da. Hab' nun erkannt —: Bist meine Heimat ja, Thüringerland!" auseinanderriß — — Sie wissen, welch unglückseliges Ereignis die beiten trennte?" „Ja. Mein Vater hat mir erzählt — alles erst im letzten Jahr, als die Liebe zur Heimat in ihm wiede verstau den war, — daß er damals das Unglück hatte, den Bruder seiner Bvaut tm Duell zu töten —" „Das Unglück — so muß es heißen," nahm der Lehrer das Wort auf. „Er hat sich — aus begreiflichen Gründen — bis zum letzten Augenblick gegen das Duell gesträubt, aber es gab s^ießlich ter hartnäckigen Bösartigkeit gegenüber, die Magdalenes Bruder erfüllte, keinen Ausweg . Nacktem ter Unglückliche seine Strafe ab- gebüßt, ging er sofort nach Amerika. Nicht abenteuernd ins Blaue hinein. Einer ferner Gönner an ter Universität hatte ihn einem Verwandten in Newyork, einem reichen Kaufherrn, emvfoh- lsn . . . Walter ist gewiß erst nach unsäglich hartem Kampf gegangen, ater er mußte wohl einsehen, daß es für ihn hinfort keinen Weg mehr gab hin zu ter vergötterten Geliebten, ter blutige Schatten des Getöteten hätte sich ja doch zu jeder Stunde zwischen ihn und ein frevelhaft errafftes Glück gestellt —" „Magdalene Schumann ater dachte anders — fiel ter junge Deutschamerikaner mit einer gewissen Spannung ein. Tie Augen des Lehrers hafteten drüben an den Bergen, die durch die hereinbrechende Täm- merung schon leicht verschleiert waren. Wie in weite, weite Fernen gerückt, sprach ber alte Herr vor sich hin: „Magdalene Schumann! Es war keine ihres^eichen in unserem Städtchen, auf das die zerklüfteten Bergmauern dort Hernietersehen l Jahren Ihr Vater auch gar manches Mal und gesungen," sagte ter Lehrer nach längeren Schweigen. „Er war ein Bursch, rote er sein soll, flott und schneidig, dabei voll reger Arbeitslust. Und in der Brust den Himmel ter Liete. Tas Sckstcksal war besonders J>art und grausam, als es ihn und Magdalene Schumann An- Hessen. Vtlriebscinichräilkiiliütn u.Betriebseinstellnnqen. Zu'Bermeidungroeitererdlrbeits- losigkcii hat ter Staatskommissar für die wirtschaftliche Demobilmachung für das Gebiet tes Freistaates Hessen bis auf weil eres angeordnet, daß die Inhaber von Betrieben jeglicher Art verpflichtet sind, Detriebseinschränkungcn, auf Grund derer vorübergehend ober dauernd Arbeitskräfte jeglicher Art und Zahl entlassen roeroen sollen und Betriebseinstellungen den zuständigen ort lichen Temobllmachungsausschüisen mindestens 10 Tage vor den Entlassungen schriftlich anzuzeigen. Die Anzeige hat zu cntt;alten: Name, Beruf, Familienstand und Adresse crr von ter beabsichtigten Entlassung getroffenen Arbeitnehmer, sowie Angabe über die Grünoe dieser Maßnahmen. Die Temobilmackung-sauLschüsse bringen Die Anzeige zur Kenntnis des für den Betriebsrat zuständigen ö fentlichen Arbeitsnachiveises uno prüfen unverzüglich nach ihrem Eingang im Benehmen mit den betreffenden Arbeitgebern und Betriebsräten ocer Betriebsobmännern>, ob nicht eine Streckung ter Arbeit oder durch eine anderweitig getroffene Einigung zeitweise ater dauernd?^völ- ,igc Arteitslosigleii vorhineert werten kann. Liese 'Prüfungen erübrigen sich, ivenn von Arbeitgeber» rter Arteitnehmerseite nachgewiesen luirb, daß die Angelegenheit bereits tem zuständigen Schlich- tungsaussckTuß zur Entscheidung vorgelegt ist. Ist eine Einigung vor tem Temobilmachungsaussckuß nicht zu erzielen, so ist die Angelegenheit unter* xüglich durch den Temobilmachungsaussckuß mit den erhobenen Feststellungen zur Enttchridung vor- wlegen. Zinttterhandlungen gegen die Anordnungen in K 1 dieser Bekanntmachung, können mit Gefängnis bis zu 2 Jältren oder mit Geldstrafe bis m 100 000 Mk. bestraft werten. Aus tem Finanzausschuß. rm. Darmstadt, 6. Aug. Der F i - nanzausschuß der Volkskammer beschäftigte sich in zwei <5i6ungen gestern und heute in Anwesenheit bei Regierungsvertreter mit dem Landsteuergesetz und der Vorlage zur Abänderung des Gemeindeumla- gengefetzes von 1911. Die Vorlagen werden von der Regierung mit der besonderen Begründung vorgelegt, daß für die Besoldungs- regelung der Volksschullehrer und die Neuregelung der Polizeibeamtenverhältniffe eine Summe von 47 Millionen Mark zu beschaffen fei, für die man keine andere Deckung habe. Von Vertretern der rechten Seite des Hauses, wie auch von bäuerlichen Vertretern des Zentrums und der Demokraten wurden wegen der Höhe der Belastung des land- und forstwirtschaftlichen Grundbesitzes von 1.25 Mark für je 1000 Mk. Ertragswert ernstliche Bedenken erhoben. Im Laufe der eingehenden, Don beiden Seiten sehr lebhaft geführten Unterhandlungen, die zeitweise in ernstliche Stockungen zu geraten schienen, da vmt feiten deS Finanzministers im Falle der Ablehnung die äußerste Konsequenz in Aussicht gestellt wurde, kamen von den verschiedenen Parteivertretern, die sich in der Zwischenzeit mit Den Fraktionen beraten hatten, eine Anzahl Vorschläge zustande, die schließlich zu einer Verständigung auf folgender Grundlage führten: Kir land- und forstwirtschaftlichen Grundbesitz 1 Mk., für Gebäude 25 Pf., für das Gewerbe 15 Pf. Sonach ist der Zu- schlaa für die Grund- und Gebäudesteuer mit 25 Pf. geblieben, bei den land- und forstw. Grundstücken von 1,25 Mk. auf 1 Mk. herabgesetzt und bei der Gewerbesteuer von 10 auf 15 Pf. erhöht worden. Außerdem kann auf Antrag des Steuerpflichtigen das Vermögen unter 3000 Mk. von der Steuer befreit werden. Gegen diesen Verftändigungsvorschlag stimmte ein Ausschußmitglied, eines enthielt sich der Abstimmung. Nach alledem scheint Aussicht vorhanden, daß die Vorlagen in der Beratung, wenn auch nach harten Widersprüchen, verabschietet werden können. ^Hbezürr» «0817,75 ,, Metf> Bezüge rtunst?? ANN «chefabrik KkiW :*ll SS* l 01«! ( MH chtlMjs SM 10 P raiüPfdM e-schV eterverck . BHllihnW lÄ lnIa8ctiär oniag --.Don«, n H U6r.no* iffllteter foittnL rlnmeldimgenU lökgerBer Don dem L SM- Dr. Rlema» riftraüe «f Schachecke. Nr. 21 ist ein Häufungsproblem. Lin Gedanke ist in dem Maximum einer dreifachen Darstellung in ein Problem verarbeitet. Nr. 22 ist eine kleine gefällige Studie, eine Miniatur mit hübschem ersten Zug. Nr. 21. 2L Kraemer (Deutsche Schachblätter 1918). 8 Matt in drei Zügen. Nr. 22. (3. Lumpe, Bohemia 1908). Weiß: K d5, D f2, SH, B g3. Schwarz: K hl, L h2, Sf3. Matt in zwei Zügen. Lösungen: L. S. Kipping (Lhess Club 1908). 1. c5Xb6 en passant!! Der letzte Zug von Schwarz mutz b7-b5 gewesen sein. Weitz ist somtt zum en passant-Schlagen berechtigt. Nr. 20. L. E. Tarpenter (Thesf Record 1884). 1. Th3-h2ü Zugzwang! Handel. Berlin, 6. Aug. Börsen st immungs- bild. Unter der Fortwirkung der politischen Besorgnisse war die Stimmung an dec Börse meist lustlos und zur Schwache neigenb. Bcsvw- ders Atontanpapiere litten unter Gewinnsicherungen. Bismarckhütte verloren 35 Proz., Laura- Hütte 18 Proz., Phönix 10 Proz., Hacpener 5 Prozent. Auch Farbwerte und Elettrizitätsaktien waren meist niedriger mit Ausnahme von Deutsch- Uebersee-Elektrizität und Felten u. Guilleaume. Bemerkenswert ist die Steigerung für Deutsche Waffen um 13 Proz. Lebhaftes Geschäft entwickelte sich in Aktien der Deutschen Petroleumwerke, die bis 925 stiegen, was auch befestigend auf Deutsche Erdöl wirkte. Bom Anlagenmarkte ist nichts von Bedeutung zu melden. Kolonialpapiere waren fest und meiste höher in Rückwirkung auf die Steigerung der Devisenkurse. Frankfurt a. M., 6. Aug. Börsenstimmungsbild. Deutsche Petroleum wurden bei verhältnismäßig großem Geschäft weiter gesteigert. Der Kurs bewegte sich zwischen 985 unb 1020. Fest lagen ferner Kolonial Papiere, von denen im freien Verkehr Südsce-Phofphat 1925, Slom-an Salpeter 1675 Geld genannt wurden. Otavi-Minen-Anteile waren ebenfalls höher gesucht. Schantungbahn waren fest 671 plus 10 Proz., später schwächte sich bet Kurs auf 669 ab. Montanpapiere lagen im allgemeinen ruhiger. Es stellten sich weitere Kursrückgänge ein, doch beschränkten sich diese aus 2—7 Prozent. Phönix-Bergbau 437 (— 2 Prozent), Oberbedarf 234 (— 6), Deutsch- Luxemburg 293,50 (— 4 Prozent), Laurahütte a. JJL, 7. August. 5. Aug 352,85 695,70 693,20 933,45 153,20 232,75 164,20 45,30 328,35 753,25 675,70 24,03 24,03 84.85 24,28 705,70 705,70 961,- 152,20 235,25 168,70 46,67 333,35 765,75 685,70 23,78 24,15 84,40 24,40 yrankfu.'' < Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief 6. Aug. 352,15 694,30 691,80 931,55 152,80 232,25 163,80 45,20 327,65 751,75 674,30 2 ,97 23,97 84,65 24,22 704,30 704,30 959,- 151,80 234,75 168,30 46,57 332,65 764,25 681,30 23,72 24,09 84,- 24,34 1498,50 1501,501536,- 1539, - ~ ----- 354,65 355,35 312. Rhein. Stahlwerk lebhaft unb fest 382. Schuckert mit 206, Deutsch-Uckers« Certif. mit 83ö behauptet. Bon chemischen Aktien gewannen Scheideansdalt 51/» auf 499. Stocrua Romana zogen 35 auf 1310 an.' Gebrüder Junghans 250, Vereinigte Deutsche Oelfarben 289, je 5 Prozent höher. Bad. Uhrenfabrik 215. Bad. Zuckerfabrik 399. Reu-Guinea 677 plus 12 Prozent. Mexikaner behaupteten den Kursstand. 5pvoz. Gold- mexikaner 382. 4pvoz. Ung. Goldrente 53 plus 1 Prozent. 5pvoz. Reichsanleihe 79,60. Datum: Amsterdam • Notterd. Brllssel.Antwerpen. sshristiania Kopenhagen.... Stockholm fielfingfors. Italien London. New-Pork...... Paris Schweiz Spanien Wien (alles) .... Deutsch-Oesterr. obg. Prag......... Budapest Bulgarien Konstantinopel. . . Datum: 56,0Dcut.£riegsanL 4°/„Deut.Reichsanl. 3°/gDeut.Reichsanl. 4°/n Preuh. Konsols Darmstädter Bank Deutsche Dank . . . Disconto- Gesellfch. Dresdener Bank . Nationalbank f. D. Mitteld.CreditbanK H.-Amerik-Paketf. NorddeutscherLloyd Boch. Gutzstahlwrk. D -Luxemb Dergw. Gelsenkirch.Dergw. Harpener Bergbau Obe schl.Eiseno.-B. Oberschles.Eisenind. Phönix-Brgb.-Akt. Dad.AniliN'U.Soda Höchster Farbwerke Elcktr. A. T. G.. . Schuckert-Werke. . Felten-Guilleaume Daimler...... Bud.-Gisenw.-Akt. Adlerwerke .... 4°/<,Hess.Staatsanü Electron Griesheim IVSrsenlurs». Frankfurt Berlin Abend- Abend- Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs Kurs 5.8. 6.8. 5.8. 6.8. 79,70 79,60 79,70 79,70 *■ . — 69,20 68,90 — ,— — , ■— 60,50 60,40 —— . E» 65,75 64,50 — f — 142,- 142,50 142,50 —, — 263,75 264, — 197,25 197, — 161’— — - 161,75 162,50 149,- 149,- —। — — _ MB 141,75 142,- 180,- 181,— 179,- — _ — — — 173,50 170,25 445,- 43ßj — 448,- 437,- 303,50 293,50 304,75 294,- —, — 315,- 319,75 313,- —, — . — 302,- 370,- 244,75 233,- 245,- 240,- — . — 278,50 274,75 —, — 434,- 451, — 440,50 — . — 457.- 453, - 358* — 355^25 355,50 355,- 291,- — . — 297,60 291,- 208,- 206,- 208,- 204,- — - <■* — e — 410, - 214,50 217,- 214,75 310,- <*■» . •* 318,75 314,50 224,- — . — 220,75 222,50 — t — —— _ —— 82,75 — _ — ■* e * 296,- 293^- Marknotieruuge«. Datum: 4.8. Zürich 13,05 Amsterdam 6,445 Kopenhagen 14,25 Stockholm 10,75 Wien ......... 448, - Prag 6.8. 13 35 6,15 14,25 10,50 Mainz, 6. Aug. Auf der Warenbörse war lebhafter Verkehr. Hafer notierte infolge der Berliner Zeitungsnotizen, nach welchen alter Hafer vorläufig noch nicht beschlagnahmt werden soll, fester. Oelfrüchte, insbesondere Raps, wurden lebhaft gehandelt. Alle angebotenen Partien wurden umgesetzt. In Saaten waren lediglich Luzerne und Rotklee gefragt. öeu und Stroh wurde bei unDer- Lnderten Prersen wenig gehandelt. Spielplan der Frankfurter Theater. Schauspielhaus. Sonntag, 8. Neunzehn-hundert-neunzehn! Montag, 9.: Platz. Dienstag, 10.: Neunzehn-hundert-neunzehn! Mittwoch 11.: Platz. Dmmerstag, 12.: Judtth. Freitag, 13.: Neunzehn-hundert-neunzehn? ©atnstag, 14.: König Nicolo. Sonntag, 15.: Platz. Montag, 16.: Nermzehn-hundert-neunzehn. Dienstag, 17.: Hannele. Mittwoch 18.: Neunzehn-hundert- neunzehn!___________ (In einem Teil der Auflage wied:rh-lt.) Streif im Saargebiet! Saarbrücken, 5. Aug. lWTB.) W>-wir zuverlässig hören, begmnt heute nacht 1-. Uhr der seit einigen Tagen int Saargebtet ecwaretere Streik. Ob es zum Generalstreik kommen wird, läßt sich zur Stunde noch nicht übersehen. Zn erster Linie handelt es sich um einen Verkehrs streik. rw__x. o „ Saar brücken, 6. Aug. (WTB.) Zu bent Streik im Saargebiet wird noch gemeldet: Seit heute nacht haben auch die Eisenbahner den Streik begonnen. Die Straßenbahn- irno Post angestellten haben zwar heute vormittag die Arbeit noch ausgenommen, dock wird damit gerechnet, daß auch sie heute m den Ausstand treten. Ter Beamtenbund des Saargebretes und sieben andere Angeftelltenorganisationen veröffentlichen einen Aufruf, in dem es u. a. he'tzt. Bleibt fern pon den Straßen! Lebenswichttge Betriebe wie Elektrizitäts- und Wasserwerk müssen! in Betrieb blechen. Sabotageakte dürfen unter keinen Umständen unternommen werden. Wer sich zu solchen Taten hinrißen laßt, hat die Folgen selbst zu tragen. Vertraut auf eure Führer und ecwart-t unter allen Umständen ihre Parole, bevor ihr wieder die Arbeit aufnehmt. — Die Forderungen dec Streikenden ftnd u. a.: Alle Reckte und Freiheiten, die vor dem 11. November 1918 bestanden haben, sind wieder her- zustellen. Es muß den Beamten unb Angestellten gestattet fein, Organisationen und Vereinen anzugehören, die ihren -Litz auch außerhalb des besetzen Deutschland haben: die Re- cnernngSkommisfion soll nur dann in der Lage sein, Beamte zu entlasse, w.mn sie vorher mit den Deamteuoraanisat^nen Rückspr-cke gmommcn bat und diese ihre Zustimmung ;u >>er Entlassung gegeben hoben: Einsührung des B '. t r i eb s r 1 te n ? setzes: Bel.n'igung des letzten Restes der Ml- litLrherrsckaft: Ab ba u d e r P r e i se für Lebensmil tel und Bedarfsartikel: ausreichende Be^-fe- rung mit Kohlen: Arsveisung der landesimm- ben" Wucherer und Schieber und strengste Maßnahmen gegen deren einheimische Genossen: Erleichterungen ht der Einfuhr von Lebensmitteln unb Gebraucksgegenständen aus dem unbesetzten Deutschland; sofortige Bildung einer Volksvertretung auf Grund des allgemeinen, geheimen, gleichen und direkten Wahlrechts. — Es ist anzunehmen, daß sich der Streik noch weiter ausdehnen und eventuell auf das ganze besetzte Deutschland übergreisen wird. Eine neue Blockade Ruhlands? Paris, 6. Ang. (WTB.) Nach einer Davasmeldung aus London behauptet der „Daily Expreß" zu wissen, daß Lloyd George gestern Krassin und Kamenew mitgeteilt habe, es seien Befehle zur Aufrichtung einer neuen Blockade an die britischen Seestreitkräfte ergangen. Nach dem „Daily Herold" hat das Geschwader in der Nordsee den Befehl erhalten, nach dem baltischen Meere in See zu gehen. Die russische Antwortnote an England. Paris, 6. Aug. (WTB.) Nach einer Havas- meldung aus London ist, wie schon berichtet, di: Antwortnote der Sowjetregierung eingetoofsen. In der Antwortnote wird besagt, die Bolschewisten könnten im Augenblick iHv: Operationen gegen Polen nicht auf heben. Sie seien der Ansicht, daß sowohl nach milrt'trischen als auch rechtlichen Gründen der Vormarsch gerechtfertigt sei Sie erklären sich, bereit, die Verhandlungen über den Waffenstillstand und den Friedens- Vertrag aufzunehmen. sobald polnische Delegierte in Minsk eingettoff en sind und «obald sie den Beweis dafür 'hätten, daß diese Delegation die a> forderliche Vollmacht besitze, um über den Frieden zu vethandeln. Tie So'wjetregierung erklärte sich außerdem bereit, die volle Unabhi‘inaig- feit Polens zu garantieren unb Polm günstige Grenzen zu gewähren. Aber die Sowjetregierung wolle mit Polen über einen Separatfrieden verhandeln. Tie Sowietvegierung erklärt ferner, baß Krassin unb Ka mcnew Vollmacht 'hätten, den Frieden abzuschließen. Tie Sowjet- regierung weigerte sich jedvch, den Vertretern der Randstaaten Zutrüt zu den Friedensverhand« hingen zu gestatten. Der polnische Heeresbericht. Warschau, 6. Aug. (tu.) Polnischer HeereS» bericht: Die Lage an der Front hat -sich b edeute nd gebessert. Zwischen NarSv und Bug ha» ben die Bolschewisten eine große N iedev- lage erlitten. Sie verloren fünftausend (befangene, vierhundert Wagen, eine große An^chl (Kanonen und Maschinengewehre. Auch auf dem Teile der Front wird der Widerstand dec Polen von Stunde zu Stunde heftiger. Sowohl in Kongreßpolen, am Narew und Bug, als auch in Ostgatizien am Sereth waren gestern alle bolschewistischen Angriffe erfolglos. Die Stadt Lomscha, die seit dem 27. Juli von den Bolschewisten angegriffen wird, bertetbigt sich hartnäckig, die Bevölkerung unb Freiwillige nehmen an der Verteidigung teil. Die Bewohner ber Stadt haben, anstatt zu flüchten, ein Verteidigungsckornitee gebildet und sind in großen Mengen in den Hilfsdienst ein getreten. Die Frauen transportieren Nahrungsmittel und tun Sanitätsdienste, die Bauern von den umliegenden Dörfern liefern uneigennützig Lebensrnittel für die Garnison. Paris, 6. Aug. (WTB.) Havas berichtet aus Konstantinopel: General Wränget telegraphierte, daß die Roten Armeen,!)^ seinen Vormarsch aufzuhalten versuchten, vollkommen geschlagen worden, seien. Er habe mehr als 4000 Gefangene gemacht und 39 Geschütze, 150 Maschinengewehre, 4 Züge, 5 Panzerautos und eine große Menge Kriegsmaterial erbeutet. Die Verfolgung des Feindes werde fortgesetzt. Lord Curzon über den türkischen Friedensvertrag. London, 5. Aug. (WTB.) Im Unterhause führte gestern Lord Curzvn über den türkischen Friedensvertrag aus: Nach den Ver- tragsbesttmmungen würden zwar gewisse, bisher unter der türkischen Oberhoheit stehende Völker von ber Türkei losgelöst werden, doch sei der Türk« das Gebiet des kleinasiatissten Hinterlandes verblieben, devenBev-ölterung nach Glaube undSprache homogen sei. Tie fimftige Türkei werde größer als Spanien und dreimal so groß als Deutsch- Oesterreich sein. Lord Courz-vn betonte, daß der Türkei keine Kriegsentschädigung abverlangt worden sei und daß sie auf Grund des Friedens- Vertrages wirtschaftliche und finanzielle Beihilfe erhalten werde. Wenn die türkische Regierung das türkische Volk von ber alten Tradition los; bringen könne, dann hätte die Türkei die Möglichkeit vor sich, das Gleichgewicht ans kleinerer Grundlage mit Hilf eher Alliierten bald wieder herzustellen. Bolschewistische Banden vor Täbris. Paris, 6. Ang. (WTB.) Nach einer „Ti- mes"-Meldung aus Teheran bereiten sich die Europäer in Täbris vor, die Stadt zu verlassen, weil bolschewisttsche Banden in der Nähe der Stadt bereits eingetroffen sind. Behördliche Anzeigen. Bekanntmachung. B etr.: Maßnahmen gegen den Obstdiebstahl an ben Kreisstraßen. Schm jetzt laufen Klagen über ben Obstdickstahl ein. Wir geben deshalb hierdurch bekannt, daß die Gendarmerie, das Feldschutzpersomrl und die Kreisstraßenwarte angewiesen sind, jeden Obstdiebstahl unnachsichtlich zur Anzeige zu bringen. Tas Auflesen von Fallobst in zu diesem Zweck mitgckrachten Gefäßen, Taschen, Säcken usw. ist verbaten unb ziM Beschlagnahme des aufgelesenen Obstes uni)' Anzeige nach sich. Bei Nachtwachen ist dem hierzu beauftragten Personal das Tragen von Waffen gestattet. Gießen, am 3. August 1920. 8422V Kreisamt Gießen. _______________I. V.: W elcker._______________ Wegebanverding. Die Gemeinde Atzbach hat die Herstellung einer 892 Meter langen Wegestrecke von der Ahbacher- mllhle bis zur Flur Breitenfeld zu vergeben, und zwar getrennt: 1. das Brechen und Aufsetzen der Packlegesteine sowie die Herstellung des nötigen Kleinschlags: 2. die übrigen Arbeiten. Kostenanschlag liegt bei dem Herrn Gemeindevorsteher in Atzbach offen. Offerten, nach vorstehenden Losen getrennt, sind bis einschließlich 15. August an den Herrn Gemeindevorsteher in Atzbach einzu- senden. Krofdorf, den 3. August 1920. Der Bürgermeister. 8352V 5. Oel: 1/< Liter zum Preise von 5.50 Mk. auf Bezugsabschnitt 10. Ausgabe bis einschließlich 10. August. 6. Nährmittel (Juli) Rote Karte (B): 250 Gramm Kindergerstenmehl zum Preise von 1.10 Mk. per i/3 Pfund-Paket, 500 (Lamm Haferlocken zu 1.40 Mk. das Pfund. Blaue Karte (C) 500 Gramm Haferflocken zu 1.40 Mk. das Pfund. Ausgabe von Kindergerstenmehl solange ber Vorrat reicht. 7. Zucker: Für August noch nicht emge- troffen. 8. Mehl, Nährmittel Lebensmittel und Zucker für Kranke, Zugezogene und Fremde: Hch. Jung, Rittergasse 11: Fr. Kopp, Bismarckstoaße 30; Jacob Maternus, Frankfurter Stvaße, Ph. Gans, Dammstraße 34. 9. Wurstkonserven: 125 Gramm Blutwurst 1.30 Mk. auf die Fleischmarke 32. Woche. Ausgab ckurck die Metzger geschäfte vom 10. bis einschließlich 21. August. — Abholung im Schlachthof durch die Metzger am Vümttag den 9. August vormittags 8 Uhr. 10. Seife: Marke für August, Anteil 125 Gramm K.-A.-Seifenpulver das Pfund 7 Mk. 11. Petroleum und Spiritus: Ausgabe erfolgt in den bekannten Geschäften; Petroleum das Liter 3.30 Mk., Spiritus das Liter 4.75 Mk. (ohne Glas). 12. Fische: Verkaufsstelle in den Markt- lauben. 13. Obst und Gemüse: Verkaufsstelle in ben Marktlauben. Kommende Woche treffen größere Sendungen Weißkraut, Zwickckr, Gelbe Rüben und Obst ein. Verkauf zu Tagespreisen. 14. Bohnen iweiße): Verkaufsstelle in den Marktlauben, das Pftmb 2 Mk. 84678 Stabt £ebensmittelamt. Waren-Ausgabe für die Woche vom 9.—15. Aug. Nicht rechtzeitig abgeholte Ware verfällt. 1. Brot: 1850 Gramm Brot oder 1370 Gramm Mehl. Brot Kg. 2,15 Mk., Brötchen 15 Pf., Weizenbrotmehl Kg. 2.80 Mk., Weißbrot Kg. 2.45 Mk. Weißbrotbäck«.'.: Georg .Mil, Neustadt; .Heinrich Müller, Neuenweg; Adam Neurath, Asterweg: Karl Haas, Bleichstr. Mehl für Kranke: Kg. 3.20 Mk. (Verkaufsstelle siehe unter. Nr. 8). 2. Fleisch: Wochenabschnitt 32. Metzger für Fremde: Ludwig Weber, Kaiser-Mee 50. 3. Kartoffeln: Belieferung je nach Eingang. Näheres wird durch die Zeitung befannt» gegeben. 4. Butter: Marke 32. 250 Gramm Margarine zu 5 Mark. Marken Ausgabe. Donnerstag und Freitag den 12. unb 13. Au- Klft 1920 gelangen in den Bezirken Brot- unb Kartoffelmarken wie nachstehend zur Ausgabe- A—E Donnerstag Dorrn, von 8—12 Uhr, F—K Donnerstag nachm. von 2—6 Uhr L—Q Freitag Dornt, von 8—12 Uhr, R—Z Freitag nachm. von 2—6 Uhr. Bekanntmachung. Saut Beschluß des hessischen 'Gesamtmmi- ftertums vom 10. Juli 1920 ist die Zwangs- bewrrt» chaftung für Eier laufgehoben seitens ber Sandes-Eierstelle Cffenbatb hn^et nufet mehr statt und können bie im Umlaut bcftrwltchen ärztlichen Atteste nur noch so- lange ver Vorrat reicht beliefert werden. Gießen, den 5. August 1920. 84108 Der Oberbürgermeister ^Lebensmittelamt). Kohlenscheine für Gewerbe. Gewerbliche Betriebe, die ihre Kohlenscheine noch nicht abgeholt haben, erhalten diese in den Vormittagsstunden von 8—12 Uhr tauf dem Bremi- stoffamt. Buchstaben 4!, O, P, Q Montag den 9. August, R Dienstag den 10. August, S, Sch Mittwoch den 11. August, St. T, U Donnerstag den 12. August, V. W Freitag den 13. August, Z Samstag den 14. August. Es wird ('ringend gebeten, vorstehende Einteilung eiuzri galten. 84098 Gießen, den 5. August 1920. Ctäbt. Brennstoffamt. Bekanntmachung. Das am 15. Juli ds. Js. fällig gewesene Pachtgeld von ben Grundstücken der Stadt Gießen, der Armenkasse Gießen und der Plockschen Stiftung für das Rj. 1920 kann in den nächsten 8 Togen noch ohne Kosten bezahlt toerben. Auch bie Zahlung des 1. unb 2. Zieles Kanalgebühren für das Rj. 1920 kann in den nächsten 8 Tagen noch ohne Kosten an bie Stadtkasse erfolgen. Gießen, den 6. August 1920. 84496 Stadtkasse Gießen. । Der Voranschlag der Gemeinde Mbach für 1920 liegt vom 9. August 1920 ab eine Woche lang iauf unserem Amtszimmer zur Einsichtnahme offen. Innerhalb dieser Frist können Eftrwendungen gegen ihn bei uns schriftlich ober mündlich vorgebracht wevoen. Es ist bie Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker herangezogen werden. 8443 Albach, den 6. Aug. 1920. Hess. Bürgermeisterei Albach. Arnold. Ter Vavanschlog ter Gemeinde Ruttershausen für 1920 liegt vom 9. August 1920 ab eine Wvche lang auf unserem Amtszimmer zur Einsichtnahme offen. Jmrevhalb tiefer Frist können Einwendungen gegen tfyn bei uns schriftlich oder mmidlich vvrge- bracht werden. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker herange- zogen Werdern. 8444 Ruttershausen, den 6. Aug. 1920. Hess. Bürgermeisterei Ruttershausen. _______________Klin kel.________________ Mittwoch den 11. August 1920 von nachmittags 2 Uhr versteigere ich im Hintergebäude Blockstraße 4 bzw. auf meinem Bureau gegen Barzahlung: 1. Z wan gsw^i.se: 18 Pfund Dörrobst inti) Zuckerwaren, Flaschenkorke, 1 Handleiterwagen, 2 Ausstellregale, 1 großes Lagetholzgestell, ein Butterleierfaß, 1 Säge und 1 Sägebock. 2. Auf Kosten und Gefahr für ben, den es augeht: 45 Fl. verschiedene SchnHHv und Liköre (40—50pvoz.). 3. Auf freiwilligen Antrag: 1 Äoff* jacke, 3 Blusen, 2 Röcke uni)' 1 Paar weiße Halb- schuhe (neu), 1 schw. Bluse, 1 Perser-TepPich 1,40/2,20 Meter, 1 Schreibma s chine (Stöver) gut erhalten und verschiedenes andere. Versteigerung beftimmt 8447 Junker, Gerichtsvollzieher, Plockstr.4. Versteigerung. Wegzugshalber versteigere ich, Montag den 9. August von 2 Uhr ab Neuen Baue Nr. 29 2 Kleiderschränke, 1 Schrank für EingemochtesMUM. Fliegenschrank, 1 Kousolschcv.mk, 1 Eisschvrnl. einen Küchenschrank mit Auffotz, 1 Anrichte, 1 Vertiko (poliert), 1 Waschtisch, 1 Waschtisch mit Marmor, 1 Waschkommode, 2 Nachtschränkchen, 2 B ttstellen mit Matratzen, 2 Spiegel, 1 große Flurgarderobe mit Spiegel und elektrischen Birnen, 1 Eckmantelstack (poliert), 4 echte NußbaumsMUe, 6 LederAMc, 6 andere Stühle, 1 Eichenbank, 1 gepolsterten Gessel, 1 Fenstertritt mit Linoleum, 4 Tische, 1 Blumentisch, 2 Regale in der Küche mit sämtlichen Tonnen, 1 Bücherregal, 2 Paneelbretter, 1 Gatoe- vobe mit Vorhang, 1 Kochkiste mit 3 Töpfen, einen Gardinenspanner, 1 Blumen säule, 1 Blumenständer, 1 Regulator, 1 se'hr gute Nähmaschine, 1 Gasherd mit Tisch, 1 Gasbügelofen, 1 Wäschemangel, 1 Waschbütte mit Bock, Porzellan, Küchengeräte u. vieles andere. Tie Sachen finb sehr gut erhalten und in bestem Zustand. Besichtigung von 11 Uhr ab erwünscht. Versteigerung bestimmt. 013629 H. Benner II., AMmttt, Krofdorfer Stratze 9. «Annahme von Versteigerungen aller Art, auch einzelner Stücke. Empfehle mein großes Lager in Oesen, Herden, Nesseln, haur- und Küchengeräten zu bedeutend herabgesetzten Preisen. Wilh. Dürbeck Nachf. MSnSbnrg 5. Telephon 2104. Neneuwe« 18^ tt ti! eöcn^W i-ht. 'MtzugL, «i!ü Ms rA01^ Ämgi* *'Ä l' die sat btt Wm toi» nmgMFr» ' teil. Ae ^ J flü chtm, tQ ixno in Ae ^roiitt hm Smitüs» MenTmsm ^bk^omipn. >•) Lavas bt» leralWc allsten Ac- ^zuhaltenvrd gen roorte befangene gt-, '0 Maschim- tos unb ein; erbeutet Dr fortgesetzt, crkischett 3m Uitfp । rson über bat < Nach den &t» 5 gcM, W Webaibe Böll« »lei ber 2M itaWbö vv rube MHyrM i werte grobe oß als Dach- rtonie, daß k aöverlangt ödt- bes Frieden- mtelle BeiM W Regittm- . Tradition los link int Mög- cht ach tec tei halb Ditte or £M Nach eine J iten sich dir«' adt zu verlasse. der M de mb Dörrest «ö hMciteMSe- etholzgesleU, « agrteck. chietene AM ntrag: baar ivetße M rfer^« affine (6t5 'chiedenes