Nr. io? Der «letzener Lnzeiaer erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Bezugspreis: Monatlich Mark 3.KO, vierteljährlichMark 10 80 einschließlich des Bestell- gelds; durch die 'Post vierteljährlich Mark 9.75 ausschließlich Bestellgeld. Fernsprech-Anschlüsse: für die Schrift leitung 112; Verlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen. Postscheckkonto: Zranlfurt a. M. U686 UO. Jahrgang Freitag, 7. Mai 1920 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag - vrüyl'sche Univ.-Vuch- und Steinöruderd R. Lange. 8chriftleitung. Geschaslrftelle und Druckerei: Schulstratze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer vis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit, preis für 1 mm höhe für Anzeigen v. 34 nun Breite örtlich 35 Pf., auswärts 45 ‘Pf.; für Reklame. Anzeigen von 70 mm Brette 150 Pf De, Platz' Vorschrift 20° v Aufschlag. Hauptschriftletter: Auq. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Fenz; für den Anzeigenteil: H. ’Bedt, sämtlich in Gießen Die Verlängerung der deutschen patente und Gebrauchsmuster. Bon Iustizrat Grünewald, M. d. N. Tie Frage ber Verlängerung der deutschen Patente und Gebrauchsmuster hat seit Ende 1918 die deutsche Industrie besclMigt. Die Inhaber der Schutzrcchte hatten sich an die Regierung mit dem Hinweis gewandt, das; sie durch den Krieg etwa 5 Jahre lang verhindert gewesen seien, die «en Erfindungen ausKunutzen. Teils seien st, die Betriebsinl>aLer, teils Ingenieure, Konstrukteure, Tcclmiker, Angestellte und Arbeiter Sm Kriegsdienst einberusen gewesen, während vie t Betrieben die Rohstoffe: Eisen, Gummi, Lele, Fette, Kautschuk usw. gefehlt hätten. Der Staat habe ihnen gegen Gebühren,Zahlung den Schutz und damit die Ausübungsmög'ichleit gewährleistet, er hat ihn, infolge des Krieges, nickt aufrechterhalten können und so erscheine er verpflichtet, die Schutze frist angemessen zu verlängern. So einfach und gerecht dieser Gedanke zu sein scheint so schwer war seine Durchführung, fo dornenvoll der Weg für seine Verfechter. Du Reichsregierung arbeitete im Winter 1918/19 einen Entwurf aus, die deutsche Bolkspartei gab eine Anregung in der Nationalversammlung, die Interessenten gründeten einen Ausschuf; für Patent- Verlängerung, cs erhoben sich aber, insbesondere aus großkapitalistischen Kreisen und auch im Schoße der Regierung wie von feiten des Reichs- latentamts grobe Widerstände. Im August 1919 sprachen die Interessenten wohl bei alten Parteien vor. bis der Verfasser dieser Zeilen mit 15 Mitgliedern seiner Fraktion einen Initiativantrag füllte, dec der Nationalversammulng einen förmlichen Gesetzentwurf mit Begründung vorlegte. Bei dec 1. Lesung in der Nationalversammlung erhoben eine Reihe von Abgeordneten Bedenken: der Abgeordnete Landsberg erklärte das Gesetz für unannehmbar, weil es kapitalistisch fei und zudem nicht unterscheide zwischen KriegHgLwinnen und solchen Interessenten, die wirklich durch den Krieg außerstaird gesetzt worden seien, ihre Schutzrechte zu bmutzen; der Llbgeordncte Burlage iZentr.) erblickte in der Behandlung der sogenannten Zwi- schenbenutzer die Gefahr, daß zahllose Prozesse entstünden. Der Slbgeordnete Lattmamr (T.-natlft erklärte, eS müsse zunächst festgeftellt werden, ob die Mehrheit der Interessenten für oder gegen bas Gesetz sei. Nun folgten Beratungen im Reichs- Justizministerium und Reichspatentamt — auch dort war wenig Neigung, das Gesetz zu besür- iwrtciL Gleichzeitig bildeten die Gegner einen Bund „Agga", der eine starke Agitation gegen das Gesetz entwickelte. Schließlich aber, nach nochmaliger Umarbeitung des ©ntnyurfd, gelang es, den 6. Ausschuß zur einstimmigen Annahme des Gesetzes zu bewegen, uack)dem das Referat des Verfassers dieser Zeilen von den Abgeordnete.^ Tr. Lugo, Düringer, Bartschat, Herrmann-Neut- lingen und Dr. Raschig Unterstützung erfahren hatte. Doch am Tage der 2. Lesung im Plenum hagelte cs Petitionen und Vorstellungen von feiten Der Gegner auf die Abgeordneten, aber andererseits konnte der Nationalversammlung dargelegt ivcrbai, daß folgende Verbände sich für die Verlängerung erklärt hatten: alle wirtschaftlichen Vereine, industriellen Verbände, insbesondere die gro- ßcn Verbände der Angestellten, Ingenieure und Techniker. Sie hoben erklärt, daß die Patentvcr- längerung eine Lebensnotwendigkeit für die tech nisch: Weiterarbeit und den wirtschastliclxm Ausbau sei. Ich führe auf: Verein Deutscher Ingenieure, Reichsbund Deutscher Technik, Bund technischer und industrieller Beamten, .Verein der Tiploniingeineurc, sämtliche Verbände der Mittelund Kleinindustrie, Verband Deutscher Patentanwälte. Verband Mitteldeutscher Industrieller, - Herein Deutscher Chemiker, Archrtcktenverein, Bund Deutscher Zivilinacnieure, Allgemeiner Er- jinderverband Berlin, Allgemeiner Industriever- ocmü Hamburg, Verband Deutsck)er Waggonfabriken, ^krbanb Deutscher Metallindustrieller Dresden und viele andere. Ferner etwa 1500 Firmen und Einzelunternehmer, hervorragende Patentrechtslehrer: Professor Dr. Osterrieth, Seligsohn, Tr. Isa'.;, Hackcnburg in der Deutschen Juristen- teitimg. Viele Industrielle und namentlich viele Handwerker haben sich an mich gewendet mit der Bitte um Befürwortung der Patentverlängerung. Gegen den Antrag: der Verein der Deutschen Maschinenlauanstatten, der Zentralverband der deutschen elektrotechnischen Industrie. 37 Handels- kammern baten sich für die Patentverlängerung erllärt. 10 dagegen, 5 haben sich der Stimme arthalten. Die Handelskammer Gießen hat sich entschieden für die Verlängerung eingesetzt. Das Parlament nahm das Gesetz in 2. und 3. Lesung unverändert an. Aus A.ttrag des Inhabers wird nunmehr ein Patent oder die Schützest eines Gebrauchsmusters derart verlängert, daß der Zeitraum vom 1. August 1914 bis einschließlich 31 Juli 1919, soweit er in die gesetzliche Dauer fällt, nicht auf sie angercchnet wird. Zur Entscherdung über die Einträge werden beim Reicftspatentamt besondere Fachausschüsse gebildet, die in summarischem Verfahren Prüfen und unterscheiden, ob das Schutzrecht während des Krieges nicht in einer seiner wirtschaftlichen und technischen Bedeutung crusprochenden Weise hat ausgenutzt werden können. Das Gesetz enthält eingehende Bestimmungen über die Lizerrznehmer und die Zwischenbennyer sowie das Weiterb en utzungsrecku der letzteren. (Eine Rede des Reid)stor5Ters. Berlin. 6. Mai. "Wolff.) Auf der Reichs- ko n se r enz der Soz'.aLemolr ttiscken Porter sagte Reick^känzler Hermann M ü l l e r: Wir müssen gegen rechts und links die Demo- rratie Md Republik verteidigen. Wir üanbe.n seit 5 Die für 9. November immer nur vor der Wahl, von zwei pedojägern für die italienische Flotte und von Fehlern einen zu machen. Auch dürfen wir nicht je sechs Torpedobooten für Polen und 23ta» vergessen, was wir unter dem Waffenstillstand filiert •rhitfhon ntitfjfMi Qn r a it ? mC*.• Kai« nrungsgebiet den Paß'.wang eingeführt. Zu jeder Einreise und Ausreise ist ein Paß- visum erforderlich. * Vorschläge der internationalen Handels- konserenz m Paris. Paßzwang für Weftpreutzeu. Königsberg i. Pr., 6. Mai. (WTB.) interalliierte Kommission hat das we st preußische Abstim- Rücktritt Dr. Bells. Berlin. 6. Mai. (Wolff.) Der R?ichsprä- fibent richtete an den aus'ch.-ibmden Berächrs-- minis'.er Tr. Bell rachste'e. r»s Sch.cilen: ,, Hoch verehrter Herr gteiu^.niri'er! Aus J'hr Gesuch vom 23. Achril habe ich Sic f.cute von t^m Amte cüute Reichs erk^hrsmini.-e s entbunden. Dankbar gedenke ich hierbei der großen Verdienst^ die Sie toäbrenb einer mehr als einjährrgeir Dä- tigkeit als Mitglied der Reichsregi-.ruug sich er- worbeir haben. I: §*)rfonie.e ist es in erster Linie Ihr persönliches 2R?rE, drtz es trotz der großen Schwierigkeiten gelungen ist, in reichälinismätzig kurzer Zcit die Eisenbahnen Deutsch- lau d s aus das Reich überzusiftr-n unb so die icut|d)e PerLl r sei ich i zu einer Tat ach? zu machen Mit der für die Zukunft Deutschlands so bedeutsamen Schfffting der Reickisei eubähn wird Ihr Name stets verbunden ble bm. Auch nach Ihrem Ans'che dm aus ter Rri ^legicrung werden Sie wie ich fx>rfe, Ichve viel eii een st^nutrifte ir. b reichen Erfahrungen in raDisfter und p riamen- tarischer Tänakeft in den Timst der Attgcmctn- Ijeit stellen. Meine b'ften Wünsche für Fhoc Wftt'n:- arbeit und Ihr persönliche Moh'ergekeu begleiten Sie." Die Streiflage in Frankreich. Paris, 6. Mai. (Wolff.) lieber die Streiklage liegen folgende Havas-Nachrichten vor: ,In Bordeaux besserte sich die Lage bei den Hafenarbeitern wesentlich. In Valcnciennes schlossen sich die Eisenbahner der Bewegung nicht an. Tie Bergarbeiter beschlossen, die Arbeit fortzusetzen. In Le Havre beschlossen die Metallarbeiter aus Solidarität mit den Eisenbahnern den Streik. In Toulon erklärte eine Anzahl Arbeiter des Arsenals gestern abend sich für den Streik. In Lille erklärten die Eisenbahner die Wiederaufnahme der Arbest für heute. London, 6. Mar. (WB.) Reuter meldet aus Paris: Tas Mstglied des sozialistischen Verbandes der Seine, Lori et, den Lenin zum Vertreter der Sowjetregierung in Westeuropa ernannte, wurde unter der Beschuldigung der Verschwörung gegen die innere Sicherheit des Staates verhaftet Paris, 7. Mai. WTB.) Havcs. Im Lause der am Donnerstag abgehaltenen Verammlung deS Verbandes der Metallarbeiter wurde der Generalstreik d-r Metallarbeiter für die Umgebung Paris beschlossen. Marseille, 7. Mai. 'WTB. Wegen Entlassung von dvei Angestellten durch die Dock- Bon einem niederländisch-deutschen Wirtschaftsabkommen. Rotterdam, 6. Mai. (Wolfs.) Laut „Nieuwc Rotterdamsche Courant" ist zu erwarten, daß binnen einigen Tagen das niederländisch-deutsche Wirtschaftsabkommen betreffend einen Kredit von 200 Millionen für Deutschland fertig gestellt ist uni) von beiden Regierungen gezeichnet wird. Die entsprechenden Gesetzentwürfe werden demnächst den Generalstaaten ßur Genehmigung vorgelegt werden. Aus dem amerikanischen Senat. Washington, 5. Mai. (Wolfs.) Reuter. Im S e u a t b gründete Knox feine Entschließung über die Erklärung des Friedenszustan- d c s mit Deutschland und Oesterreich und bemerkte dabei, genau so gut, wie der Kongreß zur Kriegserklärung berechtigt sei, habe er das Recht, den Kriegszustand zu beenden. Knox schlug vor, daß mit Deutschland ohne Bezugnahme auf den Der sailler Friedensvertrag verhandelt werden solle und daß die Vereinigten Staaten und Deutschland allein sich gegenseitig Rechte gewähren und Ver- psiicktungm übernehmen sollen. Ter Völkerbund müsse vollkommen umgestaltet werden, denn wie er jetzt konstituiert sei, könne er nur Ungelegen- beiten bereiten. Paris, 6. Mai. (WTB.) Der internationalen Konferenz für den Welthandel unterbreitete der belgische Delegierte De.ch.rmrs fei e Antrag.- über die Herabsetzung des Papiergeloum- l a u s s und Ausgabe von Geldbons. Der englische Delegierte Steffens schlug vor, internationale Noten einer internationalen Finanzkom- mission auszugebvn, die als unverzinslich Handelspapiere behandelt würden. Der Vizepräsident der belgischen Deputiertenkammer, Ch-lhnck, legte die Lage seines Landes dar, das durch die Ausgabe von 7Vs Milliarden Franken Gutsck>eine wäl)- renb der deutschn Besetzung einen Verlust von ungefähr 10 Milliarden Franken erlitten habe. Sodann erörterte der frühere Präsident der britischen Handelskammer in Paris, Waler-Verven, sein System, wonach BonS für Lebensmittel- und Rohstoschschaffung ausgegeben, werden, die nach Jahren pari wieder eingelöst werden. Parteien heißt drei Weltanschauungen. Wir wollen auch den Kampf nach links anständig führen, an- ftärtbig auch gegen die Kdali.wnsprrteien. Bringen uns die Wahlen keine Mehrheit, werden wir wieder Koalitionspolitik treiben, aber versuchen, in der Koalition ein noch stärkerer Faktor zu werden. Nach dem Kapp-Putsch wurde eine Arbeiterregierung verlangt. Sie war auf demokratischer Grundlage nicht möglich, daher sprach.-n wir Sozialdemokraten uns gegen sie aus. Ich schug vor, die Unabhängigen in die Koalitionsregierung auszunchmen, das hätte im Aulland einen ausgezeichneten Eindruck gemacht, denn dann hatten wir in Deutschland einen republikanischen Block gehabt. Aber die Unabhängigen lehnten glatt ab. Sie wollten immer noch nach Moskau. Wir sind nun einmal auf das Ausland angewiesen. Unsere ganze Erzeugung ist zugrunde gerichtet, unser Gold buchstäblich verpulvett. Die Ärbeiterregierung, die diese Konkursmasse übernommen hätte, hätte noch größere Schwierigkeiten zu überwinden gehabt. Denn die Regierungen in den Ländern unserer Feinde haben zu einer rein sozialistischn Republik nicht das Vertrauen, das sie einer Regierung mit bürgerlich-kapitalistischem Einschlag entgegenbringen. Eine Arbeiterregierung wäre überhaupt nur möglich, wenn die beutfd>e Arbeiterschaft einig wäre. Wir erleben jeden Tag in der deutschen Arbeiterbewegung neue Spaltungen. Die Kommunisten tragen schwere Verantwortung vor der Geschichte, wenn sie nicht mit der ewigen Putschspielerei aufhören. Wenn der Kapp-Putsch möglich war, so war er es nur deshalb, weil wir über ein Jahr gegen links zu kämpfen hatten. Weim wir auch eine demokratische Verfassung haben, so ist damit noch nicht gesagt, daß wir den Sozialismus in kurzer Zeit durchführen können. Dazu sind unsere Produktionsmittel zu sehr heruntergewirtschaftet. Dazu fehlt uns heute das Notwendigste. Heute muß das Tempo der ökonomischen Entwicklung zum Sozialismus langsam sein, auch wenn wir die Mehrheit in Deutschland haben. Wir müssen die Welt verändern, dazu gehört Idealismus. Mit diesem N>ea- lismus wollen wir in den Wahlkampf ziehen. Tie WiedergutmachiiiigStommiisioii als Konkursverwalter. Paris, 7. Mai. (WTBft Wie der SonDoner Berichterstatter des „Temps" berichtet, wird die tiufammenfunft zwischen Lloyd George ii n d M i l l e r a n d i eben fr lls in e toa acht Tagen in Paris oder in London stot.'finden. Ter Berick^rswtter erflärte, die Frage der bfeutfeben Entschädigungssumme werde in. Spaa nicht geregelt werden. Nach der Ansicht gut unterrichteter Kreise in London werde Deutschland zuerst Aufklärung geben müssen über die Nichterfüllung der Friedens-» bedingungen und in zweiter Linie über die Bedingungen, unter denen es die int Vertrage tor- gefebenen Wiedergutmachungen erfüllen torne. An Hand der Aufklärungen formten die Alliierten alsdann die Bedingungen irrs Auge fassen, die festgesetzt werden können, um die Zahlung der Wiedergutmachung sicherzustellen. In offiziellen englischen Kreisen sei man dem Gedanken gestaffelter Zachlungen, von denen jede einzelne eine rrtrnfft? Summe nickt überschreiten solle, Eine chahe Persönlichkeit habe gesagt, Teuttchland müsse als Bankrott betrachtet werden. Seine Geschäfte könnten aber bester werden. Inzwischen sei sein Ko n- fursverwalter bte Wiedergutma- chungsfom Mission. Ta» Schicksal der deutschen KricaSschisfe. Amsterdam, 6. Mai. (Wolff.) Wie „Telegraaf" aus Loudon meldet, teilte gestern der Vertreter des Marineministeriums im Unterhause mit, daß sämtliche, ausgelieferten deutschen Kriegsschiffe abgewrackt werden sollen, mit Ausnahme von fünf leichten Kreuzern und zehn Torpedojägern, welche Frankreich erhäü, ferner von zehn Tov- Die deutsche Abordnung für Spaa. Berlin, 7. Mai. Wie dem „Berliner Lokal-Anzeiger" berichtet wird, wird die deutsche Abordnung für Spaa auch eine Anzahl finanzsachverständiger Mitglieder umfassen. Unter diesen Sachverständigen werde Dernburg sein. Schleswig. Flensburg, 6. Mai. (WB.) 6due abend fanden in zwei der größten Säle "Aensburgs gewaltiged.'utsche Kuildgelmng.m gegendieIn-- ternationalisierungswünsche d-r dänischen Ehcmvinisten statt. Es wurde eine Entschließung angenommen, in der es hcißl: Wir weisen mit Entrüstung die mit dem Frredens- v er trag in Widerspruch ste. enden Bestrebungen zurück, irie zweite Zone zu einem unter internatro- naler Verwaltung s;^,')cr.dm Fr. iHaate zu machen. Tie znxite Zone hat am 14. 3. bewiesen, daß sie deutsch ist und beim deutschen B.'.tcrlande bleiben nrilL Wir stellen auf dem Bol-en des Selbst- bestimmungsrecht:s intb fordern dal^er immer miss neue eine Grenze, die etwa der Tiedi^Lini^ entspricht. Wir erwarten, daß die Entiffuidung über de neue Grenze möglichst bald getroffen und tem d s ganze A'bsiimmu g gebt t schwer sch.st igei'Cen Zustand Der Unnchcrlxil und Ungewitzheil ein Ende gemadjt wird. erdulden mußten. Darauf müssen wir jetzt vor den Tagen von <^paa Hinweisen, n» wir hoffen, daß endlich eine Politik der Versöhnung und des Entgegenbvmmens getrieben wird. Ich gebe trotz Frankfurt a. M. nicht die Hoffnung auf. Jede Partei, auch jede Koalilionspartei wird den Wahlkampf selbständig führen, denn drei Koalitions- und La ger gesellsckaf t in Marseille haben die Angestellten dieses Unternehmens aus Solidarität den Streik erllärt. Albert Thomas in Berlin. Berlin, 7. Mai. Der französische Sozialdemokrat A l b e r t T h o m a s , der gegenwärtig Direktor des internationalen Arbetts- amtes ist, traf gestern in Berlin ein und trat laut „.Vonvärts" mit den d e u t sch e n G e- Werkschaftsführern in Verbindung, um nnit ihnen die Arbeiterfrage zu beraten. (£in Sieg der Sowjets? Paris, 7. Mai. (WTB.) Havas meldet aus Kristiania: Nach einem Funksorack) aus Elnoska haben sich die Uebcrrbleibsel der Armee Denikins und der Kubanarmee ergeben. Die Rote Armee soll 60000 Gefangene gemacht haben. 2lu* den, Aeiche. Besitzwechsel der „Deutschen Allgemeinen Zeitung". Berlin, 6. Mai. Ein aufsehenerregender Besitzwechsel hat sich soeben im Berliner Zeitungs- Verlagswesen vollzogen. Von den Testam.mtsvo l- streckern Reimar Hobbings mürbe dir „Deutsche Allgemeine Zeitung" mitsamt der Nor^ deutschen Buchdruckerei und Verlagsansta't sowic die zugehörige BnchhMrdlung an den- bekannt n rheinischen Gwßindustrielen Stinnes verkant. Ter Verlagsdirettor Stolberg und der Redakteur des volkswirtschaftlichen Teils, Dr. Jöb- l i n g e r, haben daraufhin ihre Stellung gekündigt. Aushebung von Zcitungsvcrboten. Berlin, 6. Mai. (WTB.) Der aus Mitgliederndes Reichsrates zusammengesetzte Ausschuß zur Prüfung von Zeitungsverboten ihat die gegen die Greifswalder Zeitung, die Belgarder Zeitung und die Pom- merfche Tagespost erlassenen Verbote des Oberpräsidenten von Stettin aufgehoben. Das vom Wehrkreiskommando 6 gegen das Ruhrecho erlassene Verbot wurde von dem Aust- schuß bestätigt. Eine Rcichskartoffelreserve. Berlin, 7. Mai. In einer Konferenz in der ReichsTartostelßelle wurde dem bereite vor einign Zeft auf getauchten Pvoekt zugestrinml, eine Reichö- refertc von etwa 100 Millionen Zentner Kartoffeln zu schaffen, welche an die Bevölkerung der Städte und der Industriezentren nach einem besonderen von der Reichskartofsetstelle ausznarbeitenden Plan vertellt werden sollen. Streiksolgen. Magdeburg, 6. Mai. (Wolff.) Infolge des Streiks der Binnenschiffer liegen in Magdeburg 200 Lastkähne und Schlepper fest mit insgesamt 130000 Tonnen, darunter 20 OOOTonnenLebens- mittel, die dem Verderben ausgesetzt sind. Phantasttschc Forderungen. Dresden, 6. Mai. Die Forderungen der kommunistischen Bergleute Sachsens werden immer phantastischer. Vereinbart war tariflich ab 1. Mai mit den Bergleuten eine Bezahlung von 45 bis 55 Mark für bte Siebenstundenschicht, em geschlossen Eiw und Ausfahtt, außerdem fön- derzulagen. Verlangt wird jetzt ohne Berücksichtigung der tariflichen Vereinbarung die Sechs- stundenschicht, gleichfalls Ein- und Ausfahrt ein» geschlossen, also eine wirkliche Arbeitszeit von etwa 41/.» Stunden. Für diese sollen bezahlt werden: dem 16jährigen Arbeiter 36 fOlarf, dem 24jäbrigen HO Mark, wenn et zwei Kinder hat, 75 Mark. Außerdem sollen noch die bekannten Lebensmittel- zulagen und jährlich 70 Zentner bester Steinkohle zum Preise von 55 Pft per Zentner gegeben werden. Hus Hessen. Siedlungsausschuß. rm. Darmstadt, 6. Mai. Der fünfte (Sonder-) Aussckmß, sog. Siedelungsaus schuß des Hess. Landtags ist am 5. ds Mts. unter dem Vorsitz seines Präsidenten Köhler zusammen- getreten und hat in drei Sitzungen gestern und beute eine Reihe spruchreifer Gegenstände erledigt. Zunächst wurde die Regierungsvorlage betreffend die Umlegung von Bauland noch un- weseMlichen Aenderungen angenommen. Tas Ge- scr.l umfaßt in 49 Paragraphen die notwendigen Beüimmungen, die haup sächlich für die Umgebung größerer it^täbte von Bedeutung sind, aber auch bei kleineren Gemeinden zur Anwendung Lammen können. Es wird dann weiter die Regierungs-« Vorlage betreffend die Beschränkung des Liegen-- schaftsrechtes angenommen. Ter Antrag Borne- marm betreffend die Der gefeilscht f^mg der Stan» desk.errscbaften wird zum Teil zurückgezogen, zum anderen Teil für erledigt erklärt. Ebenso werden die Dorstellungen der landw. Vereinigung des Kreises Erbach, der Landwirte von Heppenheim berrenenb Verstaatlichung ton Privatwald, des Landwirtes Koch II. ton Ober-Äeerbach betreffend Aufforstung, des Teuwkr. Verbandes des Nidoer- talcs in Crtenberg, betreffend Pachtgeld zu Hoft Breitenheide, der Gemein' 2 Langsdorf betreffend Aufteilung von Gräflichen Gütern, sowie der Sr> werbslofenfürwrge nach den Regierungseift'ärungen teilweise als überholt für erledigt erklärt. Ter Ausschuß tortagt sich. Am Mittwoch statteten der Frankfurter J-nternatro- fort- ab- gegen bestehen. Es komme vor altem auch darauf im, bat Arbeiter für die Kirche xu gewinnen. Die Aussprache wird noch einige Zeit gesetzt; hierauf werden die Verhandlungen gebrochen. --- Die Zrantzurter Messe. Frankfurt a. M., 6. Mai. (Wolff.) ** Für die Elsaß-Lothringer- Hilfe sind weiter bei der Mitteldeutschen Credtt- bank eingegangen: Prof.' Tr. vonEicken 100 M., I. B. Noll 100 M., Fabrikant Karl Georgi 500 M., H. Zhring-Lich 300 M., Prof. Dr Pop- pert 100 M., Scmitätsrat >schtiephake 100 M., Gg. Koch 100 M., Gewecdebank 100 M., Geh. Kommerzienrat Dr. Gail 300 M., Dr. jur Gau 100 M., Rinn il Cloos-Heuchelheim 1000 M. Zusammar 2800 M. Dazu die bereits bekannt- gegebaien Beträge ergibt insgesamt 18 371 M., ** Das Schautanzen des Herrn Rose im Einhorn-Sa-ale erfreute sich gestern abend leider keines sonderlichen Zuspruchs. Von dem Tänzerpaar wurden moderne Tänze wie One» Step, Two-Step, Boston, Maxise, Schottisch Chassee usw. äußerst gewandt und durchaus dezent vorgeführt, so daß sich die Tänze sehr vorteilhaft von dem unterschieden, tvas man unter dem Namen „Moderne Tänze" vtelfach zu sehen genwhnt ist. Das Künstlerpaar wird heute abend nochmals mit gleichem Programm auftreten; ein Besuch känn nur empfohlen toerben, zumal da dem Publikum ebenfalls Gelegenheit zum Tanzen geboten ist. *t Bismarck-Vortrag. Auf den heute abend 8 Uhr im Hotel GrvUerzvg von der Tculsch- natiionalen Vvlk^xrrtei veranstalteten „Bismarck- Vortrag" wird nochmals besonders aufmerksam gemacht. Tas Programm des Redners', Bismarckschriftsteller Max Bewcr, lautet genau „Bismarcks Geist in und nach dem Weltkriege nach persönlichen Gesprächen mit Bismarck in Friedrichsruhe'. Ter Eintritt ist tret. Der akademischen Jugend wird der Besuch des Vortrags besonders ans Herz gelegt. Landkreis Gietzen. h. Treis a. d. Lda., 5. Mai. Auf Anregung Des ReichSwir tfchaftSmtnisterru ms einen Besuch ab, nachdem vorher schon im Auftrage von Reichstvirtfchaf.sMinister Schmidt eine Besichtigung durch den Unterstaats^retar Hirsch stattend. Tie Herren studierten alle Emrichtungen der Messe und sprachen sich sehr anerkennend über das, was sie gesehen hatten, aus. mc. Frankfurt a. M., 6. Mai. Das Geschäft auf der Frankfurter Messe stellte sich bisher wie folgt: Ledeö- waren schlecht, Bijouterien mittel bis gut, Papierwaren sehr gut, Mode mittel, Textilwaren Inittel, Maschinen sehr gut, Chemikalien sehr gut, Hygienische Artikel und Gummiwaren gut, Spielwaren mittel bis schlecht, Lebensmittel sehr gut, optische Industrie Mittel bis schlecht (ausgenommen Augengläser, diese gut), Haushaltungsgegenstände mittel,'bis gut, Tabak gut, Kunstgewerbe mittel his schlecht, Beleuchtungsgegenstände gut, elektrische Kleinindustrie gut. Die Besucherzahl tsteigt weiterhin, dürfte aber ihren Höhepunkt »heute oder morgen überschritten haben. cimngeiiwr cansernrchemag. rm. Darmstadt, 6. Mai. Es wird der Voranschlag über die Ein- rtabmen und Ausgaben des Evangelischen Zentral- kirchenfonds für 1923 beraten. Die Einnahmen und Aufgaben sind gegen 1914 von 2 92? 000 jetzt aus 7 663 000 Mk. gestiegen. Zum erstenmal wurde cm Ausgleichssvnds in Höhe von 500 000 Mk. geschaffen. Nach kurzer Debatte wird den Dekanats- kibliothcken ein erhöhter Zuschuß von 3000 Mk. bewilligt. Für Zwecke dec Henrichen Krrcheng Schichte wird der Zuschuß aus 500 Mk. erhöht. Die übrigen Ausgabeposten werden angenommen. Bei Beratung der Einnahnren führt Geh.Ober- koMistorialcat Bernbeck zu der Rubrik Kirchensteuer aus, daß die Staatssteuern, nach denen sich die Kirchensteuer richt.ck, nach den bisherigen Grundsätzen erhoben werden, da erst im nächsten Jahr durch das Reich eine neue Steuerveranlagung stattiindet. Man habe sich also demnächst an das Reich zu wenden. Da die Vermögenssteuer veclooen geht, muß der Ertrag aus die Einkommensteuer ausgeschlagen werden. Tie Vorlage über die Errichtung einer „Kriegsstiftung" will nicht nur Kriegsbe- schädigten helfen, sondern Nöte aller Art beseitigen (auch notleidende Handwerker, Missionare usw.). Sie wirrd nach dem Antrag des Krrchen- Arrs Statt ttttfc Land. Gießen, den 7. Mai 1920. Veranstaltungen. Freitag, 7. Mai: Hotel Großherzog, 8 Uhr, Deutschnationale Volkspartei, Vottragsabcnd Maz Bewer. — Hotel Einhorn, 8 Uhr, Schautanzen. — Lichtspielhaus, „Zwei Menschen" und „Die Herrin bcr Welt, 6. Teil. — Lichtspiele, Seltersweg, „Das Haus der Leidenschaften", „Die Liebcspvobe" und „Ein Lied von Haß und Liebe". ** Amtliche Personal nach richten. Uebertragen wurde am 30. April dem Lehrer Phil Menzer zu Kefenrod Kc. B-duigcn, eine Lchrcrstelle an der Volksschule zu Hain- grün d a u , Kr. Büdingen; dem Schulamts'an- Wärter Hans Gegenwart aus Offenbach d'e Lchrerstelle an der Volksschule zu Uetzhausen, Kr. Lauterbach, und dem SMsirmtSamvärter Hch. Kaus aus Södel, Kr. Friedberg, eine Lehrerstelle an der BolWchule zu M i e de r - M o ck sta dt Kr. Friedberg. — Ministerialamtmamr Dr. Ernst Pabst zu Darmstadt wurde auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Mai 1920 aus dem Staatsdienst entlassen. L. U. Landes-Universität. Der ordentliche Professor der Archäologie Dr. Gerhart Nodenwaldt hat einen Ruf an die Universität Breslau erhalten. ** Kriegsanlcihesparkacten. Wie uns die Direktion der Bezi r ks sparkas se Gießen mitteilt, beabsichtigt sie mit der Rückzahlung der zur vierten bis neunten Kriegsanleihe gezeichneten kleinen und klrinsten Anleihebeträge der Schulen u. a., die sich aus nahezu eine halbe Million Mark betau feil, mit 5proz. Zinsen ichon jetzt zu beginnen. Die zurückzuza'hlenden Beträge können aber auch bereits bestehende oder neu: Sparbücher, die 33/< Pr ack zu Tarmstedt wurde die venia legendi für Musikwissenschaft und Redekunst cm der Techn. Hochschule dahier verliehen. Vermischte». 14 Schiffe gesunken. Amsterda m 6. Mai. (Molff. j Den Diäte tern zufolge meldet drahtlos "ein Moskauer Telegramm, daß 14 Schiffe mit russischen bürgerlichen Flüchtlingen aus Südrußland aus dem Wege nach Kleinasien auf dem Schwarzen Meer im Sturm untergegangen sind. des Ortsgewerbevereins Ällendorf a. d. Lda. fand am letzten Sonntag hier eine Handwerker- Versammlung statt, bei welcher Sekretär Kirchner-Gießen über Organisations - und Steuerfragen sprach. Ter R.'dner behandelte zunächst die Notwendigkeit des Zusammenschlusses der Gewerbetreibenden zur Beschaffung non Rol>- ftotfen, Regelung von Preisfragen, Arbeitsbeschaffung, um gleichzeitig auch die moralische Pfficht des Handtveikers, sich zu organisieren, dabei auch sein Wissen in sozialen und wirtschaftlichen Fragen zu erweitern, eingehend zu beleuchten. Im zweften! %eil seines Vortrags behandelte der Redner dann die Umsatzsteuer und gab einige Aufklärungen über die Vermögenszuwachs steuer. x Wies eck, 6. Mai. Ter Volksboch- s ch u l a b e n b über „Politik und Moral" ist auf Samstag den 15. ds. Mts. 9 Uhr bei Braun verlegt worden. Kreis Friedbn-g. nt. Friedberg, 6. Mai. Die für ben Kreis Friedberg von der Landeskommission festgesetzte Umlage beträgt:, 1. Kühe in Milch 21 Stück; 2. Kühe, sichtbar tragend 21 Stück; 3. trächtige Rinder 50 Stück; 4^ Jungrinder (8—14 Monate) 18 Stück; sämtlich Simmentaler Rasse; 5. Ziegen 193 Stück; 6. Ziegenböcke 7 Stück: 7. Stuten und Stutfoh.'en 95 Stück; 8. Schafe 182 tüd: 9. Böcke 4 Stück. Hierzu kommt noch eine nachträgliche Anforderung von 12 Stück schwarzbunten Viehes. Ein Teil der Rinder ist beliefert, der Rest kommt am 10. Mai 1920 zur Verladung. Ziegen unb Schafe sind vollständig geliefert. Dagegen waren die Ansprüche an die abzuliefernden Pferde derartig hoch, daß bis jetzt erst 42 Pferde angcliefert werden konnten unb noch 53 .Stück nachzuliefern. sind. Die Ausbringung des Viehes ist wegen der hohen Anforoerungen des Feindbundes, zumal bet Vieh- und Pferdelestand naturgemäß sehr zurück- gegangen ist, mit Schwterigk.'ten verbunden. Starkenburg und Rheinheffen. Mainz, 6. Mai. Auf sämtlichen rhein- lh e s s i s ch e n' S p a r g c I m ä r f t e n gehen die Preise für ftischen Spargel von Tag zu Tag zurück. Wahrei^d am 30. April in Jnge.cherm beste Ware noch 3 20 biS 3,80 Mk. im Pfund kostete, wurden sie am 1. Mai bereits zu 3 bis 3,50 Mk. und am 2. Mui zu 250 Mk. verlauft. . Heute ist eine weitere leichte Preissenkung bis zu 2,30 Mark zu verzeichnen. Spargel geringe irr Qualität Losten 1,50 bis 1,80 Mk. Es betätigt sich jetzt, daß diejenigen Spargelzüchter, die vor Beginn der diesjährigen Saison ihren gesamten Spargelertrag aus feste Lieserungsverträge verkauften, ein b beutelte besseres Geschäft nmchm «ls die'anderen, die frei verkauften. Die Lrefrrungs- verträge wurden nämlich meist zu einem Durchschnittspreis von 3 Mk. für Spargel jeder Qua- lität abgeschlossen. Hessen-Nassau. ge. Esch Wege (Werra), 5. Mai. Durch Grö ff feuer nnirb: gestern in den benachbarten Dörfern Hundelshausen und BirLnseftie die Wirtschaftsgebäude t°on zwei Bau-erngriiöften eingeäschert. Mitverbrannt ii:b gevtze Futtervorräte, K cinvteh ui.d l mdwirtschaf lirfje Ma'ckrnrn. Ter Gesamtscheden beträgt 250 000 Mk Die Urfadje waren in bdfrm Fällen mit Streichhölzer spr» lende Kinder. mc. Frankfurt a. M., 6. Mai. Nach dem neuen Sommerfahrplan werden täglich rund 140 Züge im Hauptbahnhof ein- und ebensoviele ausfahren. Die Friedenszahl bö- ; trug 850—400. — In Frankfurt waren am . 1. April 1920 rund 8500 Familien als Woh- ff nungsuchend gemeldet. -- Franksurta. M., 6. sJJtai Das Lohnendste Gewerbe ist neben dem der edlen Schrebw» zunst d^s Bettlerhandwerk. Am Mittwoch satzte die Polizei die Bettler, bie trotz aller Warnungen nicht von den Straßen versck/m'nden wollten, scharf an und verhaftete mehrere. Sie erlebte bei der Feststellung der Einnähme dieser Herrschaften ihr blaues Wunder. Mala.or war ein jüngerer Mann mit 259 60 Mk. Tageseinnahme .bmn folgte einer mit 146 Mk., ein dritter 'batte 86 Mk. im Besitz. Tages-:innahmen, bitte* Wer möchte da nicht seinen Beruf wechseln? ge. Fulda, 5. Mai. Tie Ausgaben des Hcrushaltsplanes des Kreises Fulda für das Rech- nungssahr 1920 betragen 2124 800 Mk. g gen 852 000 Mk. im Vorjahr; sie haben sich also mehr als verdoppelt. Di: Deckung muß in der Hauptsache durch direkte Steuern erfolgen, die mii 1 765 000 Mk. eingesetzt sind. le. Hers seid, 7. Mai. (Telegramm.) Der in Hersfeld tagende hessische Städtetag stellte an die Regierung Anträge, größere Kom munalrerbände aus Staatsmitteln besonders zu botieren, Städten mit höheren Schulen reichliche Zuschüsse zu bewilligen, für die Steuer im Jahre 1920 die Sätze des EinSommenjahres 1919 zu Grunde tzu legen rind die Einwohnerwehren beizubehalten. ----- L i m b u r g 6. Mai. In der Gemarkung Dieben wurd: der Jagdauffeher Adolf Held von einem Wilddiebe erschossen. Als Täter ermittelte man den Bergarbeiter Alois Schmidt aus Herdort. nalen Mes'e, die auch an diesem Tage einen sehr fiehlt, die Scheine recht bald mit Kvks ober Kohle starken Besuch aufwies, zwei weitere Vertreter beliefern zu lassen. Die Gräfin. Roman von G. W. Appleton. kNachdruck verboten.) Fortsetzung 35. Genug des Unsrmrs! sagte ich. Ich btn dir eine Wbitte schuldig, älter Junge, und l-nste sie dir in aller Aufrichtiglrit. Ich bxn jeitnrilig ein :twas über rillgrr, ternperammtvol'er Bursche weißt du, und beobachte nicht immer die nötige Vorsicht bn der .Wahl der Ausdrücke, über die wir in uni ‘ter Muttersprache verfügen. Darf ich den Zwrschm- fall als erledigt betrachten? Gewiß, du alte Schwärmerbvmbe, ertotbTte er. Setz' dich und genehmige 'riroen Whisky mit Sodawasser! Dann will ich dir erzählen, was dich von der Frangipaarigeselllchait intere finzn tarn. Gut. Ich verspreche, ein dankbarer und auf-- merksamer Zühövcr zu sein, ernxb rt- ick Als der Kellner die bestellten Getränke gebracht hatte, begann et: Du hast zweifellos gestern abend btxne guten Grünte für deine Ausflüchte gehabt Ab.c weiß, aus sicherer Quelle, daß täi mchr oder ■ttiger in die Angelegenhüten der merfmnlrbtg-n alten Gräsin in Lambeth verwichrlt bist. Leugne es nicht ab! Ein gewisser Dokwr Perigord ist m dre Geschichte verwickelt, und ich tarn in dem Iterte- verzeichnis nur einen einz'gm Perrgord ausfindig machen, und das bist du selber. Gut also, sagte ich. Nehmen wir an, daß du mit deiner Bel>inptung vccht hast. Gu§, bemerkte er. Wir wollen :s amtehmen. Um nun mit ter alten Dame zu beginnen. Sri ist die Witwe dcs Grafen GiovErr, des ältesten der drei Brüder; er hat ihr gewiss', unveräußerttche Güter vermacht, >aus denen sie 'rin tehr hübsches Einkommen bezieht. Aber anstatt ihr Leben in einer ihrer zaUreichen, prächtigen Dilleri zu gmießen, ist sie feit Jahren von der Manie b dessen, in dunklen Vorort«! nahezu aller Hauptstädte Europas bet Reihe nach zu wohnen. Ter Grund, dm sie für die'es erzentri ch: Benehmen anftrhrt, ist dir wahr schein lich bekannt. Ich nickte, worauf er fvrtfuhr: Nach dem Tode des Grafen Giovanni — in | den neunziger Jcrhven — wurde Enrico, dm zwllte Bruder, Erbgraf. Er vermahlte sich mit der lieblichen Omentanerin, die du gestern afemb besucht hast und die sehr bald nad) ihrer Heirat Witive wurde. Er war so sreunbllch, ihr all das Geld, oas sic ihm selber zugebracht batte, aritber zu vermachen Tann erbte Vilto.io - der g-gen- alten Palast in der Via Giulia tn Rom, gewisse vernachlässigte Güter in den Abruzzen und in Wirklichkeit — für einen Mann von seinen Ansprüchm wenigstens — eine leere Börse. Er hat entdeckt — .ober glaubt wenig'tenS en.deckt zu habm —, daß seine Schwägerin, die alte Gräfin in Lambtth, den Schlüssel zu irgendwelchen gchrimnisvollen Reichtümern im Besitz hat, von denen rin Dell, eigentlich ihm zukommt. Wenn sie gegen die Gesetze handelt, bemerkte ich, warum zieht er sie nicht vor Gericht- Das ist eines der zahlreichen G?hrimnisse des Falles. Sie fordert ihn auf, zu tun, und doch flieht sie vor ihm und verbirgt sich an verstecktm Orten, anstatt polizeilichen Schutz in Anspruch zu nehmen und ein behäbiges und komfortrbtes Leben unter ihren Weinlaubm und Feigenbäumen zu führen. Ich gestehe, sagte ich, dav ich das für die unverstch dlichste Sie an der gonjnt gel)rimnis- vollen Geschichte halte. Für meinen Teil, meinte Tavmport, ohne mein stillschweigend Eingeständnis zu beachtm, daß mir die Tat'achen b.veils be.armt warm, sür meinen Tnl h-alte ich d-is ebm für eine für s.e charakteri'-isckte Jorm d s Berftlgimgswahns. Im Oberstübchen der alten Dame muh wirllich :twaö nicht ganz in Ordnung fern. Vielleicht, erwiderte ich, abu tntoiefem ist bei dieser Geschichte btt andir Gräfin, bic Amen^ kauerin, beteiligt?. Ach so, sie? Wenn ich meinen Gewährsmann richtig verstanden habe, so bat auch sie ehr: Ahnung von den Dingen, bie die alte Dam-: so eifer- süchttg versteckt hält, und möchte gerne auf ’ngcnc Faust ihre Schwägerin bcarbaiten. Deshalb hat sie dich kommen I-if'en, ohne Zweifll. Sicherllck dachte sie, du möchtest in der Lage srin, sie mii der Erbwitwe — wie man sie nennen könnte — in Verbindung zu setzen. Und sie hoffte, daß, tfr mit Schmeicheleien und Sympathieb!zeignungen gelingen würde, ihr das Geheimnis abzulocken, du' der gegentvärtige Erbgraf durch Gewalt und Tro« Hungen ihr nicht entwinden konnte. Auf lebm Fall ist es eine tolle Geschichte, und ich kann mu fürs Leben nicht trnfen, was die alt' Dame ft ängstlich versteckt hält. Ich auch nicht, sagte ich, aber ich bin dir ftd diese nützliche Auskunft zu großem Tank verpftich tet. Ich verstehe nunmshr ein p-^ar SinnigBeiten, die ich vorher nicht unterzubringen wußte. Komm, wir wollen noch einen Whiskh trinken! Kurz darauf trieb unsere Unterhaltung ein# anderen Richtting zu. Um elf Uhr war ich schmi wieder auf dein Heimweg. (Fortsetzung plgtj 'S(gcn Njc 'ourte ein Eäm ilatt 5 Ms, uni) iWynxfeiniQ Crtenbcrg •ai^raD01tidM;t' Eis Lauterbach, ' hxgen unteria I falt? to I - Ein Ä.er icmte nt- Mtdign Tu 1 Monate C n 1 Main» 12 iidncmh Ml wy? -S er toegrn umfangreicher* betrüge teitn »u 2 fahren 5 IRa.uam (Äc- ränMns ve.-urteür worv.-n umi, halt- her start G. von Main^ Berufung eingelegt. tS., bat llS Mattvsc frfmai flüchtig genutben und mehmtb l>.« straft nur. nrurtx bei 'Jlus-brnd? her «cj )[uti)n Lesrcft und lebte nun oon sein m Linkrmmen ite öocklWpler. 3n Würzburg fd-übigk er einen Murn her Bahrchofswacbi' um 100 Mk, indem -r ihm i»ir- spiegelte, sein B-ater sei ern sch.ver teuftet ^-abn- fent hi Mainz, der ihm alsbald einen größeren (Geldbetrag testgraphisch anleisen wertte. . Xntani uurben ihm 100 Mk. geliehen inii> er ocr schwand aut Ninimerwied.'richen In ließen fielt er sich ron einem Oberkellner einen ^wilanzug, um cm- mal auszughhen. Auch damit verfcbnxrnb er und ließ seine abgetragenen Unisvrmstücke tutüd. In Würzburg gab er sich als Unterossizier auS, ih Gießen als Bi-cstünvcbcl. In Lang- G ö n 5 mohin er sich nun wandte, trat er als Leutnant aus. Es gelang ilchi, in tr.x Fumüic eines bortigtn Gastwirts Eingang zu fmben, und er brachte es durch seine gcidjicfi üargelragelten 5dm.inoctii.il über seine öerfanft, seinen Bann und sein. i.’Biff' Stellung nicht nur fertig, daß ihm die ^edr kreditiert und 1000 Mk geliehen wurden, sondern daß sich auch bic Nichte des lfktstwins mit ihm verfobte und mit ihm zusmu-- men zu ihrer in Sachsen wvhnenden Mutter fuhr. Tiefe hatte zwar gegen diese plötzliche Verlobung einige Bed-mken, ließ sich aber durch das bescheiden? und zuvorkommende Wesen des verrn Leutnants, der sich natürlich auch einen falschen Namen bei» gelegt hatte, derart gewinnen, daß sie ihm sogar die Uni norm ihres gefallenen Uftmnes, der Offizier war. überließ, weil er sie, nne er behauptet', bei der Uebernähme eines Lebensmittelzuges in Breslau gebrauche. Später, nacktem die t 5 Mk. stall Freisprechung, beides Urteil«- des Schöfinr- -nrichts Orten berg, verurteilt. Tie Berufung der steat&aimmltidMit gegen ein Urteil des Schöffen- lerichls Lauterbach, das einen Landenl-auser Landwirt wegen unterlaffcner Karbosfeiablicserrmg frei-- -csprcxlm halte, wurde mangels Bewei es zuruch- «Viesen. - Ein roegk-n HechHetrugs ang-rKagtrr '.'ander wurde nringelv Beweises sreige-prochen, ein geftänöigvr Tieb der Wäsck^e gestohlen hatte, 'rhielt I Monate Gerängniö kirchliche Nachrichten. It'rael. Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Süd--Anl-agc). Samstag d. 8. Mai 1920 Borabd. 7.45 morg. <8 30, abds ->.05 u. 8.45, Uhr Z,ra«l. Reiigrons - Geteiltchast- Sabbatseier b. 8 Äai 1920. FvTitag a9b 7.30. öamsvag norm. 8.00, na dun. 1.30, Sabbatausg. 8.45. — Äochengolre-r»tenst: morq. 0 3<» abds. 8.45 Uhr a. M., 7. Mai. Geld Brief 5. Mai 289,45 249,75 203,80 52,90 317,20 939,- 889,10 17,98 24,47 86,40 22,97 254,75 209,75 54,27 333,65 974,- 925,- 20,23 25,97 87,65 24,47 Frankfurt Devisenmarkt. 255,25 210,25 57,47 334,35 976,- 926,- 20,27 26,03 87,45 24,53 1998, - 2002,- 1943, - 1947,- 356,60 357,40 340,65 341,35 1043,75 1046,25 1013,75 1016,25 924,- 926,- 894,10 898,90 290,05 250,25 204,20 53,10 317,80 943.50 890,90 18,02 24,53 86,60 23,02 Geld Brief 6. Mai Datum: Amsterdam - Rotterd. ' Brüssel-Antwerpen . Christiania......1 Kopenhagen ..... Stockholm......] Helsingfors...... Italien........ London........ New.?)orK...... Paris......... Schweiz........ Spanien....... Wien (altes) .... Deutsch.vesterr. adg. Prag......... Budapest....... Bulgarien..... Konstantinopel. . . . 1157,75 1160,25 1121,25 1123,75 292,20 292,80 — ' ----- Handel , . . ® c r 11 n, 6- Mai Börsenstrm mungS- b 11 d. Tie als Ür^echselwirlung der an txm Aus- landsbörftn sich wrnetzende Erholung des Mark- «.^5^ vollziehende weitere wesentliche rlbschw-utnng der, Auslandüdernsen, die (rntrnmi fftuig, welche zu immer neuen Positionslösungen fübri. und ichliestlich die Befürchtungen vor einem lieber greifen der Streikbewegung t«r Banlangc- fülltet aud; auf B-rlin, bennrtitn eine jianlidz: Börse. Ta bei der bestehenden Geschrinsunlust die Aufnahmeneigung nur gering J?nntc angeblich nick'i ganz unbeträchtliche Ware nur zu t-ilwrise wesentlich ermäßigten Shirien Aufnahme finden Tie .fturseinb-isten bc tnigen in ber Regel 5—10 Prozent, vereinzelt 25, wie bet Bochumer Gustttahl, Zarpener, L-o.l7rin.ger V.utte, Mannesmann, Phönft, Süjmbadrev, Rhei- mfebe Bnmichohlen, Oberschlesisch- ^bntaniverte, Bexliner und Badische Anilin, Elberfelder Kirben, Deutsche Waffen^ RheinmeluU, Iellstoff Wald hoi und «aliaftien. ürür Valuta Auslands .uO ..uuo nialirene erreichen sie bei Schwankungen GO -90 und bei Teutsch'Ucbersee schließlich 100 Pr^ent. xer bisher imderstandss-ähige Bankenmarll schloß sich ebenfalls der stärkeren rückläufigen Bewegung an. 2ftisnahmen m der allgemeinen Ermattung bilbeten lediglich Felten und Gui teaume, die bis M 5 Prozent zeitweise höher waren. Sximiidjc Rentenwerte sind fest. Oesterreich^nngariscde preis- haltend und Mexikaner scarier rückgängig Tie matte xxütung tra>e fidj bei dem stillen Geschäft später noch stärker aus, besonders bei Valuta- und Mulanialtorrten. Ter EinheitSLirs der Industrie' werte war teilweise Wirf rüchzänch q. Fm Gegensatz zu den sonstigen, bisher flauen Börsen tagen schloß heute die Börse unerhvlt zu den niedrigsten Tageskursen. Tiefe Feststellung wirkte ziemlich druckend auf die Stimmung der Berufsspekulati'on. Frankfurt, 6. Mai. Börsenstim- mungsbild. Bei ruhigem Geschäft kennzeichnete sich die Tendenz weiter schwach. Da das Angebot jedoch geringer War, stellten sich die Rückgänge nur vereinzelt höher Nordd. Lloyd waren ün Anschluß Berlin stärker gedrückt. 173Vz bis 173 (— 3 Pro-.). Schautungbakn gaben 9 Proz. nach 505. Schwach lagen auch Eanada 925. Deut- sche Petrolcnim 679—677 Olaviminen gaben 35 auf 865 dto. GenußschTine 10M. auf 590 nach. Deutsch Uebersee Elektr. anfänglich 895 bis 905. Felten u. Guilleaume verloren mit 490 10 Proz., Ladmeyer mit 200 4Vs Pro;., während Siemens- Latste fester lagen 330V<. Unter den chemifchcn Werten standen Schndeanstalt im Angebot 540 minus 10 Proz., Farbwerke Mühlheim erneut 5 Proz. niedriger 228. Matte Haltung zeigten Taimler Motoren, welche 19 Proz. (226) her* loreit, Adlern»erke Sieber 251 minus 8 Proz. Bao. Zuckerfabrik 288 minus 2 Proz. Neu Guinea stell- tai sich auf 750 minus 20 Pro;. Ter Rentcnrnarkt lag still. Montanpapiere schwächer. vehördliche Anzeigen. Bekanntmachung, die Wahlen znm Neichstag betreffend- Di« Wählerliste für die zu der Wahl zum Reichstag in der Stabt Gießen mit der Gemarkung Schiffenberg und Herrenwald stimmberechtigten Personen liegt vom Sonntag den S. Mai 1920 bis einfchl. Sonntag de» 16. Mai 1920 und zwar an den Werktagen vormittags von 77, bis 127, Uhr und nachmittags von 2'/, — 5'/, Uhr, an den beiden Sonntagen und am Himmelfahrttag nur vormittags von 8-12 Uhr auf dem Stadthaus, Zimmer Ar. 11 (Sitzungssaal der Stadtverordneten-Derfamm- fang), zu jedermanns Einsicht offen. Einsprüche gegen die Richtigkeit und Dollständig- lieft der Liste sind bis zum Ablauf der Auslegungsfrist bei Meidung des Ausschluffes bei dem Oberbürgermeister auf dem Stadthaus iZimmer Nr. 8) schriftlich anzuzeigen oder zu Protokoll zu geben. 5071B Gießen, den 5. Mai 1920. __Der Oberbürgermeister. S. D: vr. Seid. Bekanntmachung. Srasoerstelgerungöer5taötGietzen. Tie Stadt Gießen läßt Dienstag den 11., M i ttwoch den 12. und Freitag den 14. Mai ds. Is. folgende Grasnutzungen 'ür das ganze Fahr öffentlickt meistbietend »ersteigern: am Tienstag den 11. 9)tai 1-vormittags 91/; Uhr cm Ort und Stelle die Diesen beim städtischen Freib-ad in 5 Abteilungen, be&gL_bie frühere Ockel sche Wiese an der Rodheimer Straße in 4 Abteifturgen. hieran anschließend sam Hebe städtischen Jeldwoge, Gräben ujto. im Neustädler Feld: am Mittwoch den 12. Mai ^vormittags 8 1 . Uhr an Ort und Stelle die Grasnutzung von dan Wieseckbösckmtgen, Zu- Wmmentunrt in her Gartenstraße an der Wteieck- brücke, ansch.'ießend einige ÄteeftürBe bei der Eii«t- ^hnbrücke am Wetzlarer Weg, der städtischen Grundstücke bei der Mir an läge und sämtliche <5?reisstrasst nach Schiffenberg und der Wieseck. Zusammenkunft am Eisenbahn Übergang am Schiffenberg er Weg: 5. nachmittags 4 Uhr die Wiesen im Rußland vor der veil- und Pflegeanstell in 24 Abteilungen : 6. n a ch m i 11 a g s 4 x/. Uhr die Grasnutzung vom Friedhof auf dem Nahrungsberg und rwn den Anlagen vor dem Friedhof: 7. n a ch m i l tags 5 U hr die Grasnuyung vom Obstbcmmstück bei der Kaserne zur einmaligen Aberntung: am Freitag den 14. Mai 8. vormittag - 8 V; Uhr an Ort intb Stelle die Grasnutzung von den Mesen beim Justi-- gebäude in 18 Abteilungen und beim Fürsten-- brunnai in 2 Abteilungen: anschließend sämtliche städtische Feldwege, Gräben uiro. Mnschen der Wieseck und der Lahn: 9. vormittags 1 1U hr die Grasnutzung "Dom Friedhof am Rvdberg in 5 Abteilungen: 10 mittaas 12 Uhr die Wiesen in der Schwar^- lach m 20 Abteilungen Gießen, den 1. Mai 1920. 51138 Ter Oberbürgermeister. ). B.: Dr. Rosenberg. Bekanntmachnng. Ter Voranschlag der Gemeinde Burkhardsfelden für Rs. 1920 liegt v-om 11. I. Mtc. ab eine Woche lang zur Einsicht der Fmeressenten und Erhebungen von Einwendungen auf imfetgn Bureau osten. Es wirb eine Umlage erhoben, §u der auch die Ausmärker beizutragen haben. Burkhardsfelden, den 7. Mai 1920. Bürgermeisterei Burkhardsfelden. ______________Schmidt.___________5127 Bekanntmachung. Ter Voranschlag der Gemeirtde Lindenstruth für Rj. 1920 lieat vom 11. I. Mts. ab eine Woche lang zur Einsicv der Interessenten und Erhebung von Ernweudungen auf unserem Bureau offen. Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizuirogen haben. Lindenstruth, den 7. Mai 1920 Bürgermeisterei Lindenstrurb. Fatum. 3128 (In einem Teil der Auflage wied»rh-tt.l Wirtschaftskonferenz in Mainz. Mainz, 6 Mai. ^WTB.) Gestern nachmiliag sand hier eine Konferenz Reichsminister- Tr. David und anderer Ötegierung^üertrettr sonne des Reichskommissars für die besetzten Gebiete mit dem hessischen Gesamtministerium, dem hessischen Staatsiommister für das besetzte Gebiet, der Kr-eisdiroktoren deo besetzten Gebiete sowie mit d.m 3tabtüerwallimg5b?t)6rben statt um die inrrdt die Besetzung veranlaßten Anträge und Wünsche Rdemtestens und der Stadt Main-, zu besprechen. Rcid^minijter Tr. David ertläne, so groß auch die eigene Not des unbesetzten Teutsckx latst>s fei, werde eS doch nick4 achtlos an orr besonderen Belastung vorüber gehen, die die links- tl)etnifdx Bevölkcrung nicht nur materiell, sondern auch seelisch tu tragen habe. Soweit irgend möglich,^ musst geholfen nxnden. Man müsse hoffen, daß die Beseimng nicht 15 Fohre andauern werbe, sondern daß es gelingen werde, auf dem Wege her Verhandlungen eine Revij10 n des Friedensvertrages intb eine Milderung seiner Bestimnnmgen zu erreichen. Staatspräsident Ulrich erklärte, daß die hessisch.' Regierung alles tun werde, um die Interessen der Stadt Mainz und Rheinhessens aviv wahrzuneh- men. Staatskommissttr von Starck versicherte nachdrücklich, daß er bet bet RheinLandkommisfwn in .stvblenz d:s äußerste tun werde, um Mainz und dem besetzten Gebiete .Hessens zu Helsen. Di' .Konferenz, die sich bann w.ntertnn mit den verschiedensten Fragen, wie Schadenersatzleistung durch das Reich, Einguartierungslasten, Linderung der Wohnungsnot, Niederlegung des Fons der inneren -itente von Mainz zur Gewinnung von Baumaterialien für ZKohnungsbauten, Verwendung von reichsftskalisckZem Gelände in Stadt imd Gemarkung Main-, 5?asenongelegenheiten usw. beschäftigte, kam nach längerer Aussprache zu der Ueber-- zeugung daß das Reich und der hessische Staat bet Stadt Mainz und dein besttzten hessisckvn Gebiet, die in Erfüllung des Friedensvertrages und Bulin Kurs 192, 310 251 325,- 327,50 173 173 427 510 381 337 490 226 324,75 329,- 5.5. 10,30 5,06 11,25 8,76 Zürich . . . . Amsterdam . flopenhagtn. Stockholm. . Wien ... •irfeehirfr. FranKfur 6.5. 10,65 5,30 11,50 9,20 312,- 219,25 192,- 149,75 156,50 185,12 180,- 320,- 325,- 326,- 305,50 219,75 275,- 454,- 530,- 395,- 345,- 198,50 503,- 250,- 343,- 263,- Berlin, 6. Mai. (WTB. Ludwig Löwe u. Co., Attien-Gesellfchaft: Tividendenvvrschlaq 18 Prozent gegen 20 Prozent im Bvrjahr. Wertnotifrunflcn. Datum 530, 393, 345, 310, — 216, - 185,- 149,25 155,- 255,- 172,50 293,76 311,50 318,- 290,- 210,- 262,- 430,25 510,- 890,- 339, - 195, - 501^- 230,- 337,25 257,- Abent>> Adcno- Schluß- Schluß- Kttrs Kur» jhirfl 493,- 250,- 344,- 261,- 324*50 'Dahme S'/.Dentartegsanl. 4*'„Deut.Reich,anl. 3* ,Deut.Re'chsa«d. 47, Preuh. flonfot« Tarrnftäbter Bank Deutsche Dank. . . Disconto» Bestlljch. Dresdener D >nk.. Nationalbank f. D. Mitteld.Creditbank H.-Bmerik.-Paketf N ord devtlcherL loyd Doch. Gußftahlwrk. D.-Luremb.Becgw. Eelfenkirch.Berg». Harpener Bergbau OierschlEifenb.-B. Oberschles.Eifenind. Phönix.Brgb.'Akt. Dad.Anilin.u.Soda Höchster Farbwerk« Ihlektr. A. E. (B. Schuckert-Werk« FeltenLGnilleaunie Daimler...... Bud.-Eisenw.-Akt. Adlerwerke .... 47, Hess. Saatsanl. Electron Griesheim 5. 5. 6.5. 5.5. 6.5. 79,75 79,75 79.7c 79,75 — - — *- . — 76,- "8,- * 74,75 74,75 76,25 76,- 161^5 159,86 160,50 159,- de* :i lanfMbtonnwita ntihrrr teanm ju nagen haben, tatkräftige Hnterflüßung angebeflrn Tnffen müssen Vom Bokschafterrai. P a r i», 6. Mai. (WTB.) Der Bonrllas lerrat, -er gestern -en Bericht des Präfidett ten der interalliierten Äommission für die A te ft i m m u n g in Schleswig über die Fest fetzung der deutsch-dünifchen Grenze entgegen- nahm, wird am Samstag mit der Prüfung dieser Frage durch Sinterung des französischen Delegierten dieser Kommission, Claudel, fortfabren. Von der mehrheitssozialiftischeu Reichspartei konfrrenz. Ber 1 in, ö. Mai. lieber die künftige Srxl lang der Mehrdeitssozial isten zur Rr gtenuigebilbimg machte der 'Jlbg. Bar 1 he 1 s, der an Stelle des Denmglütften Parlervorsltzciiden Wels als Vorsitzender der fowribemoftatifdim Fraktion in der preußischen Larchesoersammlung dte softaldemotratischk Reichskonferen; rr öffnete, bemerkenswerte Mitteilungen: Er TrNärte: Bringt die Wahl eine aiibcrd Parteigruppierung. bringt sie uns eine f 0 zia 1 istische Mehrheit, so werden wir mit Freude unb Erleichtenmg von der Koalition Abschied nehmen Bleibt aber das Stärke vTihältnis der Pancicn bestehen, fo wird auch weiterhin eine jkoalitionS Politik gemad« werden. Air werden darnach fttcbnt, sie «a d» links zu verschieben. Eine 'Jlu^bebmmo bet jdoalitionsvolftik nach rechte käme für un-$ mdu in Frage Das Referat Scheidemanns drehte sich nm das Verhältnis zu den Parteien, die Wahl und die Koalition. Letztere bezeirhrlere Schetde-.uantt als $ 11 f i fa n ftr u ft t on, ohne bic die Republik nicht einmal roenige SDlvnatr hätte leben können. Natürlich würde eine rein * stische Restier una ohne 3$oali t iv 11 erstrebt. Mit einer sozialistischen Remerung fex aber wohl der Anfang, jedoch nicht das Ende def Weges gesunden. Auch eine sozialistische Regcernng finrae die notroenhigen Entwicklungsstufen nicht über springen. Das Rätesnstem lehnt Scheidemann ab, solange dies nur ein politischer Taichenfpielertrick sei, um einer Minderheit die Macht zti verftbaffen. Daß es ohne Koalition nicht gehe, hadc- das Verhalten der U. S. P. während des letzten Put'che :- bewiefen. Semem Parteigenossen Rosst, den er brüt diesem Tage mit Angriffen überhäufte, bereitet Scheidemann eine Ehrenrettung, indem er öiffiu • iidi erklärte, daß er dem früheren Reichswehr Minister als Parteigenossen und als Menfdi alle Achtung solle. Tie Herren von links, dst Roske schmähten, hatten am wenigsten das Recht gehabt, denn sie hätten ihn 31t feinen Fehlern g- zwungm. Die anfdjlicBcnofir Auöfttbrtmgen Rook e sollten eine Rechtfenigung feiner .'dalnmg als ReichswchrminMr sein. Taß die Rcakliou cinru so großen Umiang annebmen tonnt:, wie gescheh!-,!, sei zum Teil daraus zurückzufschren, baß die (4c- noffen der U. S. P. nicht auf dem Posten waren und selber Fehler machten. Ztadtmisfion Giehen, Löberstratze 14 Sonntan. 8*/, Ukr. Vvana. Portraa: Hat nns Gott verlassen und versessen .' _Jedermann willkommen. (4 BAD-NAUHEIM Mlrefct lemlber ier BUir. Telephea 15. flllfifpM RflP“ Elnc Seheurwürdiakelt! El»- •nüP,C,‘‘ Dflr getränke. Liköre, Mokkaetube. fllUlfpId niplpu tonangebend. Nachmittagetee. „niipiCIÜ UIBIC GeeeUichaftL Veranstaltungen. „HopIM Weinstuben“ uer?0“kd’ek^„e. „IiyleMt Mill-Hotel“ AÄKÄ, ■I ............■■■■■ ■......II.......... Co / ! WWW! Morgen Samstag ist Fleisch zu haben. Bekanntmachung. In unser Sxmbdsregiiter A wurde heute bei der Firma H. C. Bingmann in Lich cinaetragen: Die Prokura der Steint üb Fischer II. 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Main Kriegerverein Gießen Soaatag den 9. Mal na.hmlttass Ausflug nach Annerod (Bastwlftschatt EnBelhardl) Ikrlch«'' Nr. 6 t jnhttl*5 Llksbildu" Betr.: W A ven mc ZinA iveisen M 192J abged Tie « daraus iu 1 der Wenn Wähler m in der SP hindert^. Ferner itung ausn" oder die, >r hindert tnk wohl stat rutragen ist teren Berni sind dem X Beznglu beachten, do vollständig der Bürgern lief) anzeigei bestimmten die Richtigk er für sie d Nack A ledignng red genommen r Bezüalif nack §2 Al die Soldater gehören die weck- und Mannsckaste nickt zu den Gieße B e t r.: Rei An den $ ine Wir le schris en, bi §13 b Seher Wählerliste in jedem be Dem । entgelt bit gen. Sie A § 8 geregelt. Ban der der 5,7 dem Bordrud Sahen L ,,-öemerlvnge lragen „gehr . Ter 58al 2 einem bell »otbrutf 2 ; innerhalb des 12 der Reich- . Aeschmer! °er meisaus Ban ben Kbald je ei Mii bei bi "Em Ml,nah su.8,, eine n Mn r btbeSQlfoe »Sä KK K- IZLdi-M- bs*. % ^.^anriesip AmtZverkün-igungMatt für die provinzialdirektion Oberhessen und für öas Kreisamt Gießen. (Erlernt nach Bedarf: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag. Nur durch die Post zu beziehen gegen Tlh. 2.50 vierteljährlich. 01__ 7. 9N.it 19*40 3n^'^Uebcrsicht: Neichstagswahl - Regelung des Arbeitsverhältn.stes russijcher Internierter (früherer Kriegsgefangener). - Förderung der Volksbildung m »essen. - Lehr.-rver,ammlungen. - .-lusiührung der land,viels Etlichen Unfallversicherung. - Viehseuchen. - Gefunden, verloren. Betr.: Reichstagswahl 1920. An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Bürger- mrifternrn der Landgemeinden des Kreises. Im Anschluß an unser Ausschreibcn vom 4. d. M. Der weisen wir zunächst aus das im Reichsgesetzblatt Nr. 87 von 1920 abgedruckte Reichswahlgesetz vom 27. April 1920. Tie Wählerlisten sind vor der Offenlegung noch einmal darauf zu prüfen, ob die Eintragungen mit den §§ 91 und 92 der Reichswa! lordnung -übcreinstrmmen und vockständig sind. Wenn das Wahlrecht eines Wählers ruht oder wenn der Wähler in der Ausübung des Wahlrechts behindert ist, so ist in der Spalte „Bemerkungen" einzutragen „ruht" oder „bc hindert". Ferner machen wir noch auf § 2 Abs. 2 der Reichswahlordnung aufmerksam, wonach bei Personen, deren Wahlrecht ruht, oder die in der Ausübung des Wahlrechts am Wahltage behindert sind, falls ihr' Ausnahme in di: Wähler i'te gleich wohl stattg fundcn hat, in der Spalte „Bemerkungen" einzutragen ist „ruht" oder „behindert". Nachträge nid ohne »weiteren Vermerk in die 285'''^ i> aufznn"h-^-n. Etwaige Belege sind dem Hauptstück der Wählerliste bcizufügen. Bezüglich der Einwendungen gegen ii Wä'l-rliste ist zu beachten, das; derjenige, der die Liste für unrichtig oder unvollständig hält, dies bis zum Ablaus der Auslegungsfrist bei der Bürgermeisterei oder einem von ihr Beauftragten schriftlich anzeigen oder innerhalb der für die Auslegung der Listen bestimmten Dienststunden zur Niederschrift g ben kann. Soweit die Richtigkeit seiner Behauptungen nicht offenkundig ist, hat er für sie die Beweismittel herbeizubringen. Nach Ablauf der Ausle^iungsfrist können Wähler nur in Erledigung recht'eitig angebrachter Einsprüche in die Wählerliste ausgenommen werden — vgl 14—16 der Reichswahlordnung. Bezüglich der Wählbarkeit bemerken wir, das; das Wahlrecht nach § 2 Abs. 2 des Reick>swahlgesetzes vom 27. April 1920 für die Soldaten ruht. Zu den Soldaten im Sinne dieser Vorschrift gehören die Offiziere einschließlich Sanitäts-. Veterinär-, Feuerwerks- und Zeugofsiziere, die Deckoffi ffere, die Unteroffiziere und Mannschaften des Heeres und der Marine. Militärbeamte gehören nicht zu den Soldaten im Sinne dieser Vorschrift. ' Gießen, den 6. Mai 1920. Kreisamt Gießen. Dr. Usinger. Betr.: Reichs!agswahl 1920; hier: Wahlscheine. An den Oberbüraermeister zu Gießen und die Bürger- meistereien der Landgemeinden des Kreises. Wir lenken Ihre Aufmerksamkeit auf die nachfolgenden Vor- schrif en, die genau zu beachten sind. 8 13 des Reichswahlgesek.es bestimmt: Jeder Wähler kann nur in dem Wahlbezirk wählen, in dessen Wählerliste er cinge'raftn ist Inl aber von Wahlscheinen können in led.nn beliebigen Willb^z'tk? irä'len. Wenn einem Wähler ein Wallschein auszust llen ist. barübcr en!hol en die 5—7 der Rcichswiblordnuug näh" e Bestimmungen. Tie Zuständigkeit zur Ausstellung des Wahlscheins ist in § 8 geregelt. Von der Gemeindebehörde ist der Wal^schein in den Fällen der §8 5, 7 nach dem unten beigefügten Vordruck 1, sonst nach dem Vordrucke 2 astisznstesten. Haben Wähler einen Wal'lschnn erhalten, so ist in der Spalte „Bemerkungen" der Wählerliste in ausfälliger Weise einzutragen „gestrichen Wih'schein". Ter Wah'schein nach Vordruck 1 berechtigt zur Stimmabgabe in einem beliebigw Wahl^zi k? des Reich, der W üstst e n nach Vordruck 2 zur Stimmabgabe in einem b-ljedigen Wahlbezirke innerhalb des Bezirks der aussbellenden Gemeindebehörde — 11, 12 der RcichstDahlwdnung —. Beschwerden über Versagung eines Wahlscheins entscheidet der Kreisausschnß. Bon den Vordrucken werden wir Ihnen nach dwen Ein! reffen alsbald je ein Eremptor zusend"n Wei ere Eremv^ar' irnh von Ihnen bei der Herb'rt'schen 'Buckdrucknei in Darmstadt in einem dem mutmaßlichen Bedürfnisse entsprechenden Umsaug zu bestellen. Im Notfälle ist handschriftliche Herstellung des Wahlscheins gc boicn. Gießen, den 6. Mai 1920. Kreisamt Gießen. Dr. Usingcr. Vordruck 1. Wahlschein zur Reick>stagswahl am Der nachstehend benannte Reichsangehvrige: Zuname: Vorname: . . / geboren am: Stand oder Gewerbe: wohnhaft in: Straße und Hausnummer: ' der durch Abwesenheit vom Wohnort, durch Fortzug oder durch eine in Ausübung militärischer Dienste zugezogene Körperbeschädi guug uachw islich verhindert ist, in seinem Wahlbezirke zu ivählen, ist irahlb.rechtigt. Er ist hier in der Wählerliste gestrichen und kann unter Abgabe dieses Wahlscheins in einem beliebige i Wahlbezirk ohne Eintragung in die Wählerliste oder Wahlkartei seine Stimme abgeben. den . .19 (Ort) Ter (Dienstsiegel.) (Unterschrift.) Vordruck 2. Wahlschein für Deutsche ebne inländischen Wohnsitz bei vorübergehendem Aufenthalt im Inland zur Reich.togswahl am Ter nachstehend benannte Reichsangehörige: Zuname: Vorname: geboren am: Stand oder Gewerbe: wohnhaft in: der nachweislich im Inland keinen Wohnsitz bat, am Wahltag sich aber vorübergehend im Inland aufhält, ist wahlberechtigt und kann unter Abgabe dieses Wahlscheins in jedem beliebigen Wahl bezirke der Stadt — G'm rinde .... ohne Eintragung in die Wählerliste oder Wahlkartei seine Stimme abgeben. , den . 19 . (Ort) Ter (Tienstsiegel.) (Unterschrift.) Nachstehend bringen wir die uns von der Kommandantur des Kriegsgefangenenlagers Kassel mitgeteilten neuen Bestimmungen über Gestellung von russischen Internierten zur Kenntnis der Interessenten. Tie Vorschriften über die Beibringung von Bescheinigungen, daß feine deutschen Arbeiter zu haben sind, sind dahin geändert, das; nur noch eine Bescheinigung des Landesamtes für Arbeitsnachweis in Frankfurt a. M., Große Friedberger Straße 28, notwendig ist. Gießen, den 28 Avril 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Tr. Heß. Bedingungen für Herstellung und Regelung des Arbeitsv-erl'ältnisses russischer Internierter (früherer Kriegsgefangener zu landwirtschaftlichen und gewerblichen Arbeitgebern. 1. Unterbringung und Verpflegung der rnssi- schen Internierten sind von dem Arbeitgeber für die ganz- Tauer des Arbei^sr>erl-ältnist'es nach Maßgab" d"r für deutsche Arbeiter gsi'ftgen tarislickien ober ortsüblichen Vereinbarungen zu bewi' ken. Beschwerden über unzureichende Unterbringung und Verpflegung d«"- tu ff i'"eben Inwrrieist"n sind tvnn br'em gr"nd'än.ffch beim 6'u s- rt>?r ®emciiTs'D,"rr,anb anznbringen Es steh" den Inter- nierten frei, die weitere Beschwerde an die Lagerverivaltung zu richten, sofern eine Einigung nicht erzielt ist. Samstag, 8. Mat 1920 : Zchulftratzr 7. Anuahmr von Mnjtige« fftr die lagesnummer bi« zum Rachmitiag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Srtis für 1 mm höhe für «zeigen d. 34mm Breite örtlich 35 Pf., auswärto 45 Pf.; für Reklame, Anzeigen von 70 mm Breit« 150 Pf Bei Platzvorschrift 20" . Aufschlag. Hauptfchriftlerter: ?Iug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aua, Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Veinhold Zenz; für den Anzeigenteil: H. Deckt, sämtlich in Gießen. 250 Millionen Dollars zum Ankauf von nsmitteln und Rohstoffen zu leihen, wo- die Korporation sechsprozentige deutsche chapiere erhalten würde. Die Korporation tit dem Plan einverstanden. Rotterdam, 7.Mai. (WB.) Wie der uwe Roiterdamsche Courant" aus Wa- )ton meldet, lsttt Knox in der Senats- ttc auch heftige Ang riffe gegen lsidentWilson gerichtet, ber lieber Nation weiterhin im Kriege te, als daß er von dem cingeschlagenen auch nur ein wenig ablveiche. Es sei iwt- )ig, den Machtbefugnissen dieser Rcgie- i unverzüglich ein Ende zu machen. vi« Slrriklage in Zrankreich. Laris, 7. Mai (Wolff.) Nach der HavoS- tur ist im Eisenbahnerstreik feine itliche Aenderuug ein getreten. Trotz t es 2lb- s der Conssdörativn Gönsrale du Travail n sich die Metallarbeiter nicht mit einem ningen Shmpathiestreik begnügen, sondern l>a- heute den unbefristeten General- i k erklärt. Für Ende dieser Woche und Annächster Woche haben zahlreiche Arbeiter- lisationen den Anschluß an den Streik rt, so die Bergleute des Beckens von t c l) und des Pas bc Calais. Die Lage in Arland. Amsterdam, 7. Mai. (Wolff.) Der G.ene- staatsan walt vonIrland erklärte dem egraaf" zufolge im englischen Unterlaufe, daß niemand für die seit dem 1. Januar 1919 in nb begangenen Mo rdta ten an Polizisten Regierungspersonen verurteilt lvvrden sei. Anfang des vorigen Monats seien in Irland Polizei st ationen z er st ö rt worden. Zusammenstöße in Fiume. Mailand, 7. Mai. (WolsfI Nach einem liamm des „Corriere della Sera" kam es hen 400 Karabinieri, die Fiume verlassen .en, und Truppenteilen, die d' A n n u n z i o ber ob es schließlich — vielleicht erst nad) einer Reihe von Jahren — einer großen und zuguterletzt doch einheitlichen Widerstandsbewegung gegenüber sehen wird, der es mit seinen militärischen unb finanziellen Machtmitteln nicht mehr Herr werdet! kamt, und die bett Zusammenhalt des Imperialismus bedroht. Rascher als am englischen wird sich ver- mutlick) an dem jungen polnischen Imperialismus die Gefräßigkeit rächen, die er entwickelt. Obwohl der polnische Staat sich völlig unfähig zeigt, die umfangreichen und kulturell rote wirtschaftlich sehr ungleichartigen Gebiete zu verwalten, die sich heute schon in 'einem Besitze befinden, und obwohl deshalb im Reiche des weißen Adlers die separatistischen Bestrebungen stark zunehmen, denkt Warschau fortgesetzt ait neue Eroberungen. Im Osten wie im Westen versucht man gleich- ;eittg eine gewaltsame Ausdehnung des Staatswesens. Im Westen wollte man Oberschlesien, das mit Hilfe der Absttmmung zu erhalten man wohl kaum mehr hofft, durch nnen bewaffneten Aufstand an sich reißen: )ie deutsckte Regierung hat der Entente soeben m einer Note die Dokumente mitgeteilt, die das Programm des Gewaltstreichs enthielten. Ts ist zu hoffen, daß der Plan mit seiner Enthüllung erledigt ist, und daß das Vorgehen der Polen ihre Sache in Oberschlesien noch aussichtsloser macht, als sie es bisher schon zewesen ist. Im Osten hat Herr Pilsudski vorläufig größere Erfolge zu verzeichnen. Seine Soldaten haben die Offensive gegen die ^aychewisten begonnen, sind in der Ukraine bürget gestatten es, daß die gewaltige Arbeit der sachgemäßen 'Pömncfelung ber alten Heeresoerival- tung übers Knie gebrochen wird. In Anbetracht des ungeheuren Umfanges des interessierten Personenkreises und der Rtesenzahlen der Kriegsausgaben sind die Verwaltungskosten in Höbe von nicht ganz V. Milliarden in anderthalb Jahren durchaus nicht unverhältnismäßig. Der Abwicklungsapparat wird überdies dauernd weiter ab- gebaut. Am 1. April 1920 ist im gesamten Bereich ber HeeresabWicklung die Zahl der dort Tätigen von 115 920 aus 63 868 Köpfe, also um 45 Proz., vermindert worden unb eine Tienststellenverminde- rung von 2206 auf 1629 Stellen, also um 25 Pro;, eingetreten. Zum 1. Oktober 1920 wird eine wettere Verminderung des Personals und der Dienststellen eintreten. Abschiedsappell der deutschen Fliegertruppe. Berlin, 7. Mai. (WTB.) Beim Abschiedsappell der deutschen Fliegcrtnwpe richtete General v. Seeckt solgetrde Ansprache an die versammeltet Oft'izirce, Unteroffiziere unb Mannschaften. Mit dem heutigen Tage legt eine kampfbewährte junge Waste nach ruhmvollem Bestehn still und stolz die Waft'en nieder. Am 8. Mat vollendet die deutsche Fliegertruppe die im Fric- densvertrag von uns geforderte restlose Auflömng aller ihrer Formationen. Dst Forderung ber Auflösung ist die letzte Anerkennung, die ihr der Gegner von gestern widerwillig zollt. Im Fnth- tommer 1910 aus dem historischen Uebmtgsseld von Döberitz von wenigen taten;rohen jungen Offizieren ins Leben gerufen, nahm bi? jmrge Waffe in den zehn Jahren ihres Bestehens eine ungeahnt schnelle und geroalhge Entwicklung. Im Wütkrieg gesellte sie sich mit ihren Erfolgen würdig den alten Stammwaffen der deutschen Anne? bei. Erfüllt von der Pflicht, den auf ber Erde schwer ringenden Schwesterwa'f?n Gmt afti-n; $u bringen, hat die Truppe hoch oben in der Luft einem an Zahl weit überlegenen Gegner siegreich getrotzt und ihn in ritterlichem Kampf Marrn ge*en Mann unzählige Male kraftvoll geschlagen. Grvß waren die Leistungen unb Taten ber Waffe im Kriege! Groß war die Zahl ber Mutigen Opfer, die die run;t ber xxnoei5imon rtnuet nt Jitiftrtronnatt. Es sollen zu ihr auch die neutralen Staaten die den Wunsch äußern, zugelassen werden. In der feierlichen ScAußsitzung am Nachmittag hielt Ministerpräsident M i l l e r a nd eine An spräche, in der an die Solidarität der Völker appellierte. Kein Volk könne leiden, ohrte daß die anderen in Mitleidenschaft gezogen würden. Tas Unglück des einen bedeute das Unglück des andern. Deshalb müsse die Einheit immer stärker betont werden auf finanziellem, industtiellem unti Handelsgebiet sowie in diplomatischer Hinsicht. Man müsse aus dem Völkerbund eine Realität machen. Milleranb betonte auch, daß Frankreich arbeite und daß während der letzten drei Monate des Jahres 1919 Frankreichs Export sich gehoben habe uno in den ersten drei Monaten dieses Jahres, verglichen mit der gleichen Zeit des Vorjahres, sich fast verdoppelt habe. * Die Grenzregulierung in Schleswig. Kopenhagen, 7. Mai. (Wolff.) Tie „Ber- lingske Tibende" meldet: Im Namen der Internationalen Kommission schlugen der franzöufche Gesandte Claudel und ber norwegische Vertreter Hestyn in ihrem gestrigen Bericht an den Obersten Rat vor, daß die südliche Grenze ber ersten sckleswigschen Zone im Osten derart reguliert wird, daß die Strecke an ber Kupsurmühlenbucht bis nach Waschersleben, das dicht nördlich von Flensburg liegt, an die Dänen übertragen roirb. Durch diese Regelung werde die Mö^lick^eit geschaffen für die Anlegung eines neuen Flensburgs, da die betreffende Strecke eine wichtige Bedingung für die Anlage von Hafenanlagen auf dänischem Gebiete biete. Au» dem amerikanischen Senat. Washington, 7. Mai. (WB.) Der republikanische Senator France hat einen Antrag eingebracht, der bezweckt, Deutschland beim AnkausvonsolchemMa- terial, das es für seinen wirtschaftlichen Wiederaufbau rwtroendig braucht, beizustehen. Die Vorlage ermächtigt eine Finanz körper a- Die Reichskartoffelreferve. Berlin, 7. Mai. (Äövlff.) Zu den Prest- •ungen über die gestrige Sitzung der Reichs- to t fel stelle ist ergänzend unb §um Teil ttigenb mit^uteilen: Tie von einigen 3ei* »en an den Sitzungsbericht geknüpfte Wendung, daß eine Neuregelung Wer Kartoffelwirtschaft im nächsten Erntejahr durch die Scho.ffung einer Reichs reserve von 100 Millionen Zentnern ton allen Seiten Zustimmung gefunden habe, uns daß auch die Reichsregierimg mit diesem Plane einrerstanden sei, ist unrichtig. Tie Regierung unb das Ministerium für Ernährung unb Landwirtschaft haben eine endgültige Stellungnahme äu ben Vorschlägen noch nicht eingenommen. In den bisher geführten Vorbesprechungen unb tn der gestrigen Sitzung wurden gegen die Durchführung des erwähnten Planes erkjlbamtiidxn Blatte an. Gleichzeitig ging ihr von dem neuen Bef ttzer die Mitteilung zu, daß er bis zum MscUuß der Wahlen feinerlet Veränderungen in der Zusammensetzung ber Redaktion aber der polffffchen Haltung des Blattes eintreten lasse. 3Xe Ergebnisse der erwähnten Nachprüfung werden demnächst mitgeteilt. Dor neuen Schlachiviehpreism? Ber lin, 7. Mai. (Wolff.) Durch die Tages- und Fachpresse geyl eine Notiz, daß am 16. Mai neue Schlachtviehpreise irr Kraft träten. Dabei werden Preisangaben gemacht. Demgegenüber muß festgestellt werden, daß die Angaben falsch fntb; es schweben lediglich Erwägungen über Neuregelung der Schlachtviehpreise, die aber noch nicht über das Stadium der Beratunaen hinaus gelangt sind. 2 im 67. Lebensjahre zu sich zi i vcr Druck der Brübl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckcrei. R. Lange, Stehen. UM 33 1 Kommode, | Vereine ~~| kitndschait. 08433 kaufen. 08t 13 SM 51201) Barrenh *• au vertausch. S«rn. 1 Breiaeephon ,v vk. oam] Gr.^tcinweg i*ll I Mrßöh| Ctricklumpen Ou.Wollabfälle Die Beerdigung findet Samst; 3 Uhr, von der Kapelle des neuen in Nieder-Bessingen ist die Tie erforderlichen Sperrmaßnahmen 6-8 Wochen 8-10 „ 10-12 „ 12-14 „ 14-16 „ pro Stück. UlUUti UlUljUllVj Bahnhofstraße 51 Fernsprecher 405. 1920. I. V.: v. Gemmingen. Bessingen. Unter der Schafherde Räude sestgesleckt worden, werden hiermit angcordnet. Gießen, den 3. Mai Kreisamt Gießen. Die trauernden b Frau Wilhelmine1 Rudolf Weil. Bad Salzhausen, Gießen (Mart den 7. Mai 1920. CTUTItvruuvcii ui. i viiu.i.1- schranben, zu verkanten. Schristl. Angeb. n. 08414 nn den Gießener Anzein- arm band, 1 silberne Brosche, 1 Kinderhalskette- 1 Geldtäschchen mit Inhalt, 1 Korallenkettchen, 1 Stahlstock, ein Tantenregenschirm und Papiergeld; l v r e n: 1 kleine goldene Nadel, 1 Kinderhandtäschchen mit 1 Taschentuch und Geldbeutel mit 6 Ps. Inhalt, 1 Brieftasche mit 700 Mk. Inhalt, 1 braunes Portemonnaie mit etwa 70 Mk. Inhalt, 1 Trauring, gez. C. Sch. 7. 3. 11., 1 goldene Brosche mit Korallen besetzt, 1 schwarzes Kinderportemonnaie mit 18 Mk. und Brotmarken Inhalt, 1 Teil von einem silbernen Weinzipscl, blau-weiß-gold, 1 schwarzes Portemonnaie mit 2,10 Mk. sowie einer Monatssahrkarte Re der Le- Wir suchen vet durchaus tüchtigen der Ledern und brauche vertraut sowie Westfalen b Lkundschaft kennt. Provision zugesiche ansprüchen, Zeugnl erbeten unter F. T & Bögler, Frank Bekanntmachung. B e tr.: Ausbruch der Räude bei einem Pferde der Wilhelm Schepp Witwe in Saasen. Bei einem Pferde der Wilhelm S ch e p p Witwe in Saaten ist die Räude sestgestellt worden. Tie Sperrmaßreg.ln sind von uns angeordnet worden. Gießen, den 3. Mai 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: P. Gemmingen. Bekanntmachung. Betr.: Pserderäude in Grünberg und Stockhausen. Tie Räude bei dem Pferde des Sebastian R i e d m a n n in Grünberg und des Heinrich B r ü u n i n g in Stockhausen ist erloschen. Tie angeordneten Sperr Maßnahmen sind 'hiermit aufgehoben. ' Gießen, den 3. Mai 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: v. Gemmingen. Bekanntmachung. Betr.: Ausbruch der Räude unter der Schafherde in Nieder- Junger mit guter Lehrai und Schreibmaschir männische Abteilm triebes in Gießen Bekanntmachung. In Abärrderung des § 13 der Bekanntmachung, die Ausführung der landwirtschaftlichen Unfallversicherung betreffend, vom 30. Mai 1913 (Reg.-Bl. S. 131) bestimmen wir hiermit: Einziger Paragraph. Für die Erhebung der Beiträge für das Jähr 1919 u. f. hat der Gemeinderechner eine Vergütung von 3 Prozent der eingezogenen Beiträge zu erhalten. Er kann bei Einsendung der Beiträge an den Genossenschaftsvorstand die Vergütutrg abziehcn (§ 1020 Absatz 2 R. V. O.). T a r m st a d t, den 18. März 1920. Hessisches Landes-Arbei s- und Wirtschaftsamt. Raab. Bohnenstangen Anmachholz u. Eichcu u. Buchen - Schwarten auf Osenlänge liefert J. Happel« Müblttr. 18, Tel. 125. Bekanntmachung. In der Zeit vom 15.—30. April 1920 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Zwicker mit Futteral, 1 Paar Tarnenhandschuhe, 1 goldene Vorstecknadel, Ansichtspostkarten, 1 goldener Ring, 1 Nickeluhrkette, 1 silberne Rocknadel, 1 Zollstock, 1 Kettenabzugeben. Vereinig. Hess. Bauxilgraben G. m b. H. Httwter (Rrei-t Gießen» Vereinigter Mannerchor Harmonie-Gemütlichkeit Samstag,I.Bal, ahdi.8üir Kom m ers(Lokal-Eil) WßlhUDQ] im Vereins! «Zu Mwea. Soutag, 9. Kal nadua. Aasflug mit Tanz nach der Karleruh. Wir bitten um zahlreiche Beteiligung. DerVorslani Gott dem Allmächtigen h; woch den 5. Mai meinen lieb guten Vater, Bruder, Schwage Johannes Kon Filialleiter für Fachblatt iGrund» 'tücksoerkäufel bei hohem Verdienst gesucht. Es kommen nur redegewandte. repräientablc •verteil mit guten Um- aangSsormcn in Frage. Herren aus dem Jach werden bevorzugt. Direktion: Ö125D C. H. HUlsse & Co., Hannover. Sigarrenfabril sucht tüchtigen Arbeiter oder Strbeiierin, welche im 'Sortieren, Anlernen von Wickel- u. Zigarrenmachern. sowie in allen vorkommenden Arbeiten bewandert ist, als et,TI. 220-240 „ „ 240-270 „ „ 270-310 „ „ 310^50 „ „ 330400 Gießen—Reiskirchen, auf Namen „Wilhelm Tamm" lautend, Inhalt, und 1 silberne Herrenuhr mit Goldrand und Nickelkette. Tie Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Die Abholung der gefundenen Gegenstände kann an jedem Wochentag von 11 bis 12 Uhr vormittags und 4 bis 5 Uhr nachmittags bei unttrzeschneter Behörde, Zimmer Nr. 1, erfolgen. Gießen, den 3. Mai 1920. Polizeiamt Gießen. Lauteschläger. Ferkel von bester Zucht, schnellwüchsige Edelrasse, langgestreckt , Schlappohren, die beiten zur Zucht und Schnellmast, la Fresser, seuchenfrei, kerngesund. Vor lern Versand kralitier Iritl. Unter saehug. Offeriere freibleibend: Hr.l°8 M UZ LÄL 11 «,E jrmrfhrt *■ “• Wz w bQs t S i St! W . ferste Staat ; ”Wger, fort ‘"iw entsendet ■Win den Berh Mieten in Deu * und fone italienischer '^Hsbehördeii Aleidec nicht ? ^tretet an ^stellt wird. Amr« S aus die Dc Aes durch de ^ifoerben. @ »°ch deutsche volkpai fcUieSön, , 68ier isJ 1* Xi, ^perralisi M x betn W .fec Gef | j ^sahig^hl ZniWiltsilniitii am Donnerstag, 2S.Avrtl, in dem Eilgüterzug <1013, der mit Personenbeford. von Friedberg bis Gleßeg verkehrt und hier nachm. 2Ubr nnkommt,ein Paket mit 2 Damenbekleidungs- stucken. Abz. Willi Weil, Postbote,Laug-'v-öus.^ AndieStudentcnschaftderl Die Wahllisten für die am 6. Ir tagswahl müssen bis 8. Mai abgeschl gesinnten wahlberechtigten Studieren aufbau unseres Vaterlandes in d gelegen ist, müssen daher für soso Meldung Sorge tragen und nach Oss feftstellen, daß ihr Name in die Liste werden die Studierenden zur Mito bereitung aufgefordert. Anmeldung schäftsstelle, Bergstraße 21 II., j 5110 Detr.: Lehrerversammlungen. An die Schulvorstande des Kreises. Ts sollen folgende amtliche Lehrerversammlungen stattfinden: 1. für den Bezirk Grünberg am 12. Mai 1920, vormittags 9 Uhr, in Grünberg (Schulhaus),- 2. für den Bezirk Lich-Hungen am 14. Mai 1920, vormittags 8 Uhr, in Lich (Schulhaus)- 3. für den Bezirk Gießen-Land am 15. Mai 1920 in Gießen (Schulhaus Schillerstraße). Wir empfehlen Ihnen, sämtlichen Lehrkräften von Vorstehendem alsbald Kenntnis zu geben. Gießen, den 5. Mai 1920. Kreisschulkommission Gießen. I. V.: Hemm erde. Betr : Tie Ausführung der landwirtschaftlichen Unfallversicherung vom 30. Mai 1913. An die Stadlkasse Meßen und die Herren Gemeinderechner ber Landgemeinden des Kreises. Tie nachstehende Bekanntmachung teilen wir Ihnen zur Kennt- nisnahme und Beachttmg mit. Gießen, den 30. April 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Tr. Heß. Auskunft Dammltr. 0. 3-Zimmcrdausm Gart., 4 Etag., au vk. Schr. Ang. ntu. 08:<83 a. d. Gieß. Anz 8ksVstsh-iiSLnL Papierwarengeskhäft zu verkaufen. Schr. Angeb. u. OtWo an den G. Anz. 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Vertragliche Lohnabzüge sind nur gestattet für den Empfang von Bekleidung im Rahmen der Ziffer 2, sowie für die gesetzlichen KrankenPassen- und Versick-erungsgebühren. sonstige durch Gesetz angoordnete oder zugelassene Abzüge bleiben unberührt. 4 Tie Transportkosten für einmaligen HiMrausport zur Arbeitsstelle und Rücktransport zum Lager hat der Arbeitgeber zu tragen; ebenso die Kosten bei Auswechselung von Jntcr- ilierten auf Wunsch des Arbeitgebers. 5. Zur Ueberwachung werden die Internierten von den Lagern den Orts- und Polizeibehörden listenmäßig bekanntgegeben. Für ausreichende Beaufsichtigung der Internierten hat der Arbeitgeber Sorge zu tragen. Ter Arbeitgeber hat die erfolgte Losung des Arbertsoerhrlt- nistes dem russischen Internierten ordnungsm'ißig zu bescheinigen. Ter Rücktransport erfolgt auf Kosten des Arbeitgebers durch die Ortspilizei. Mitteilung an die Lageroerwaltung ist erforderlich. Besondere Vorkommnisse siiid dieser und der Ortspolizerbchörde mitzuteilen. Bewachungsmannschaften werden durch die Lagerverwaltung nicht gestellt. 6. Jeder russische Internierte muß im Besitze einer von der Lagerverwaltung ausgestellten Ausweiskarte sein, welch? die Bezeichnung der Arbeitsstelle enthält, auf der er sich zur Zeit befindet. Internierte ohne oder mit falscher Ausweiskarte sind sofort der Ortspolizeibehörde und der Lagerverwaltung zu melden. 7. Ter Umtausch von B e k l e i d il n g s st ü ck e n für Internierte ist stets durch den Arbeitgeber oder dessen Beauftragten vorzunehmen, jedoch nur dann, wenn die Stücke nicht mehr instand- gesetzt iverden können. Tie Kosten für Instandsetzung der Bekleidung, soweit sie von dem Internierten nicht bewirkt werden kann, werden gegen Vorlage der von der Ortsbehörde beglaubigten Belegie (Quittungen) durch die Lagerverwaltung soweit verrechnet und erstattet, als die Lohnabzüge für Bekleidung ausreichen. 8. Tie Zurückziehung von Internierten kann jederzeit ohne Kündigung durch die Lagerverwalttmg erfolgen, wenn der Abtransport in die Heimat unmittelbar bevorsteht. Tie Benach-ich- tigung des Landesarbeits-amtes erfolgt durch das Heeres- bzw. Hauptamt gleichzeitig mit Benachrichtigung der Lagerverwaltung. Tauernde Zurückziehung von Internierten, soweit es sich nicht um Heimtransport handelt, darf nur mit Zustimmung des Landesarbeitsamtes erfolgen. Ausstehende Lohnforderungen sind durch die Lagevoerwaltung einzuziehen. 9. Ter Arbeitgeber hat dafür zu sorgen, daß die Internierten über sämtliche empfangenen Lohn betrüge durch Namensunterschrift oder Handzeichen quittieren, und daß die Quittungen aufbewahrt werden, da erfahrungsgemäß von den Internierten häufig noch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, vielfach kurz vor dem Abtransport, Lohnansprüche gestellt oder Beschwerden über angeblich ungerechtfertigte Lohnkürzungen vorgebracht werden. 10 Tie Kosten für Verpflegung an Tagen, an Denen Internierte ohne stichhaltigen Grund die Arbeit derweil) e r n, mit oder ohne eigenes Verschulden in der Arbeit ausiallen, dürfen nur in dem Umfange einbehalten werden, wie dies bei deutschen Arbeitern aus Grunv tariflicher oder ortsüblicher Vereinbarungen zulässig ist. Arbeitsstreitigkeiten infolge derartiger Lohnabzüge sind der Lagevverwaltung mitzuteilen, sofern! gütliche Schlichtung unmöglich ist. Beurlaubungen vo nrussischen Internierten sind in demselben Umfange zulä'sig. wie dies ortsüblich oder tariflich bei deutschen Arbeitern vereinbart wird. Tem Internierten ist ein Urlaubsausw"is vom Arbeitgeber zu behändigen. 11. Internierte, die der Arbeitgeber nicht mehr benötigt, oder solche, die Arbeit nach erfolgten Schlichttingsv'rauchen end . gültig ohne anerkannten Grund Vettv-agam. sind möglichst durch einen Begleiter trm Lager zuzuführen, in letzterem Falle auf Kosten der Iittemierten. 12. Für Schäden, die durch Internierte verursacht werden, kann weder das Landesarbeitsamt noch die Lagevverwaltung haftbar gemacht werden, fällt dem Geschädigten die Veranlassung der strafaechtlichen Verfolgung zu. 13. Arbeitgebern, die vorstphmde Bedingungen nicht innehalten, können die Internierten sofort entzoaen werden. Tie Zustimmung des Laudesarbeitsamtes ist hierzu erforderlich. Betr.: Förderung der Volksbildung in Hessen. An die Schulvorstände des Kreises. Mit nächster Post wird Ihnen die von der Zentrale zur Förderung der Vosksbildung herausgegebene Broschüre,,Volksbildungsarbeit in Hessen" zugehen. Wir empfehlen Ihnen, sie alsbald bei den Lehrpersonen Ihrer Gemeinde in Umlauf zu setzen. G i eb en. den 4 Mai 1920. Kreisschulkwimi'sion Gießen. I. V.: v. Gemmingen. Heber bie 6 Sm Rem „WM W wenig Zumlas weiß nur, W gerissen werden englischer schütz Mas widernav nntg erfährt, ui Resultaten da - wenig befrie-P lismus hat sich, lei Beschränstmc direkt, unter etf wn abhängigen das gesamte Ost ganz Borderasie mim, Persien bi Vrenze hin. Die britischer Welch Weis Indiens gtfdpbm, die L< und Jndirn ist deren Besestigmi Svnstantinopel t englischen Flotte Men Frmkrei mm sind rund u die unter englisä iie sind abhäng nacyt, die mit il mze mitteNär herrscht. In Paris r Ähängigkeit sei jnmer klarere s man eigentlich: -isbefondere i ßerung Grii emlichkeit, und jedmW das eigne 6Ä ifc empfind 'ch'mheit rasch Italien ansch wnalm Gefih I chonen, Md 6: | Mietgesuche | 2 Zimmer evtl, mit Kochgelegenheit, gesucht. Schristl. Angeb. nut. 08895 an d. Gieß. Anz. Fräuletti, bernfStäng, iudit miliL zimcr evtl. m. Pension. Schristl. Ang, u. 08429 a. d. G- Anz. iLtellensi^sdvtel Mu8l Wir vergeben etneguteEristenzd.Allein- uerrr.uns.IaMassenart.u. Schlager ohne Zwischen' handel direkt v. Erfinder. Qss.nur ö. strebi.znblnngS- säh. Herr. a.L. AseUkeias, laBBtTtr, Schlägerstr. 10. Slantt AMg Ware), s. kl. Fig. Pr. .350M., z. vk. 084:12 Atterweg bv v. 5111] Schöner, weinroter Ttillbut. ferner Liege fessel und Kindcrichube zu verkaufen. Anzuleben zwischen 6 u. 8 Uhr addS. Wett Anlgge SS I. j 1 am etb. Chev.-D.-Biefc au vk. ob. geg. 1 nut erb- gehr. | Für vrtma Tiere u. gesunde Ankunst Garantie. Bahnstationgenau angeb. F. Bergherm, Düsseldorf. ScheidlingSmüble. 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