bet 8-3 Uhr, >pcn irtif fort. die den tlich eingereicht 19. Die tage im Ruhrgebiet. Essen, 7. 9Ü7TÖ. In den letzten Togen nxrr T elephonvcr ke hr saft überall gesperrt. nüisen angeben, den Grundstücke en Parzelle die ans die Gefahr hin, daß teivisse Arbeitergrup für den Fall des Emmarsctes von RcickSwohr- truppen znrZerstorungderSchächte schrei- die die Beteigeltend machen Nachklänge zum Napp-Pmlch. Berlin, 6. April. Wie .vir von ^uftäütixfla Stelle erfahren, hat der Richswehrmtniß^r eme Reihe maßg?b77?der Ptesönlichk iten aus Gera und Altenburg 411 einer Besprechung nach Bn> lin gebeten, um dadurch eine völlig: 3närung Der Ereignisse im Lan^esjägerkorp s zur Zeid des Kapp-Pistsches in den genannten Etebrn Hercher- zuführeu. Ebenso soll eine bejitbw Iftom Mission, der auf er Ang.hörigen des Pioni.'r-Birdail^ons 15 auch ein Parlmngp tarier angehört, dlc Bvrgäng«: vom 13. 3 in dem genannten Truppen/örper unter* suchen. > München, 7. April. Die „Münch Bo^ veröffentlicht in ihrer gestrigen Ruminrn „Dokumente der Konterrevolution", in denen sie einen Beweis für das Bestehen! einer monarchistisch-militärischen Verschwörung in Bayern sieht, die in unmittelbarem Zusammenl-aug mit der Aktion stapvs an der Herbeiführung des militävi- fd?en Staacsslreichs in Bayern gearbeitet habe. — Dazu teilt das Reichswebrgruppenkomrnando 4u. a. mit, daß er der Feststellung tebarf, n>as an den Veröffentlichungen der „Münchener Bost" richtig ist oder nicht. Als Tatsache wird jedoch heroor- refyben, daß die bayerische Reichsst>ehr im ent* sclv.deicden Augenblick sich keiner gesetzwidrigen Handlung schuldig machte. Da- neue dänische Kabinett in den Kammern des Reichstags. Au» Darmstadt. Darmstadt, 6. April. Der größte Teil der Franzosen lagert außertelb der Stadl aus tun Höhen östlich von Darmstadt. Man schätzt ihre Starte aus 5000 bis 6000 Mann. ■ ließen. Allerts, ' r^biien, nneilltt Nn Kopen Hagen , 7. April. Dv: neue Sie* gierung Friis stellte sich gestern den falten Kammern des Reichstages vor. Der MiEerpräsident hielt eine kurr.e Ansprache, in der er erklärte, daß ftines der Mitglieder des Ministeriums sich an der Bildung desselben beteiligt hätte. wenn nicht alle Parteien: zugestrmmt hätten, mit dym iu arbeiten. (5r sprach »netter den Wurffch aus, daß die Neuwahlen in kürzester Zert stattfrnden, damit ein Ministerium, daS sich aus die Mehrheit des Follethings gründe, in lieberem ftimmung mit dem unveränderten Wunsche des Kömigs die Führung der Regierung übernehmen körsne. Im übrigen wolle das Ministerium sehr wichtige Gesetze durchführen, die notwendigerweise durchgeführt werden müssen, und verschiedene Angelegenheiten erledigen, u. n. die nordschleswigsche Verwaltung bearbeiten. Das Ministerium habe keine politischen Ziele. Es sei beseelt von dem Wunsche nach Arbeitsfrieden und Gemeinsinn. Die Rede wurde mir lebhaftem Beifall ausgenommen. Trotz der Aufhebung des Generalstreiks setzten dre Bäcker, Seeleute, die Heizer und die Werftarbeiter unmöglich, in dem unglücklichen, von tiefen Erschütterungen immer wieder betroffenen Lande Ruhe und Ordnung herzustellen und aufrechtzuerhalten, wenn sie auf Schritt und Tritt bei ihren bisherigen Feinden einem ungerechtfertigten Argwohn begegnet und immer erneuten Drangsalen ausgesetzt bleibt, und wenn das deutsche Wirtschaftsleben Störungen ausgesetzt wird. Die deutsche Regierung hatte es begrüßt, daß auch hie französische Regierung gerade m letzter Zeit zur Anbahnung einer Verständigung auf wirtschaftlichem Gebiet bereit zu sein schien. Wie können sol'che für den Wiederaufbau Europas wichtige Gtebanfcn in die Tat umgesetzt werden, wenn gleichzeitig die sranzösiscte 'Armee in Deutschlmrd einmarschiert und dadurch tiefste Erregung und (Erbitterung in das t-euische Volck Hnreirtträgt? Was dem deutschen Volke vor allem nottut, ist Ruhe: mir dann kann sich die Arbeftsleiftung soweit heben, daß das Volk leben und die schweren Verpflichtungen des Friedensvertrags erfÄlen kann. Die Verhandlungen mit Paris währender letzten Lage. Berlin, 6. April. (WTB.) Amtliches Com- numique. .Der französische Ministerpräsidenthat in der Nacht vom Montag zum Dienstag in Paris eine Note übergeben lassen, in der es heißt: „Zn meinem Schreiben vom 2. April habe ich Sie gebeten, bei Ihrer Regierung darauf zu dringen, daß die deutschen Truppen, die unrechtmäßiger Weise in die durch den Artikel 42 sest- gest-te neutrale Zone erngedrungen sind, unver- -üglich '.urückge-ogen lverden. Da die Antwort auf die»es Ersuchen bisher ausgeblieben ist, bringe ich Ihnen zur Kenntnis, daß der Oberbesehlshaber der Rheinarmee den Befehl erhalten hat, die Städte Frankfurt a. M., .Homburg, Hanau, Darmstadt und Dieburg sofort zu besetzen. Diese Besetzung wird aushören, sobald die deutschen Truppen die neutrale Zone vollständig geräumt haben." Tiefer Mitteilung ist der Bormarsch der französischen Truppen vorausgeeilt. Sie haben heute nadst Frankfurt a. M. und Darmstadt be- fetzt und sind im Beqmfs, die übrigen Stätte zu besetzen. Die deutsche Regierung hat bis jetzt alles getan, um dieses unerhörte, weder mit den Artikeln des Friedensvertrages im Einklang steheitee, noch in seiner Ausdehnung mit der Geringfügigkeit unserer Ruhraktion im Einllang zu bringende Borgehen zu verhindern. Am 28. März teilte die französische Regierung mit, daß sie ihre Genehmigung für den Truppeneinmarsch in das Ruhrgebiet nur geben könnte, wenn d i e fünf deutschen Städte von ihr besetzt werden dürften. Die deutsche Regierung machte den Gegenvorschlag, daß den Frau^»sen die Befetzung erlaubt werden sollte, wenn die Truppen aus dem Ruhrgebiet innerhalb einer bestimmten Frist nicht zurückgezogen seien. Herr Palöologue, mit dem diese Verhandlungen geführt wurden, erklärte sich telephonisch damit einverstanden und bestätigte dieses telephonisch Gespräch durch folgendes Schreiben: „Wenn die deutfche Negierung auf ihrer Forderung, Truppen in das Ruhrgebiet zu entsenden, besteht, so wäre Herr Millerand nicht abgeneigt, dem zuzustimmen unter der Bedingung, daß die fraglichen Truppen innerhalb einer Frist von zwei bis drei Wvcteu aus der neutralen Zone zurückgezogen werden." Am 30. Män; beharrte die französische R-egierung auf ihrer Zustimmung und wies nur in einer Bespcecfariig mit gvostwi Nachdruck Der neue Reichrfinanz Minister über seine Ausgaben. Am Karsamstag hat der neue Reichsfinanz- Minister Dr. Wirth in Karlsruhe einem Mitarbeiter der „Köln. Bolksztg." folgende Ausführungen genta chr: Bor uns liegt ein in Umfang und Tragweite gewaltiges Gefctzeswerk, mit dem die Grundlage für unseren finanziellen Wiederaufbau geschassen zu haben, das Verdienst meines Vorgängers bleibt. In der Reichsabgabenord nun^g sind die Grundlagen eines "neuen einheitlichen Steuerrechts gefaltet, bas in fteueröEonomischer irnv> ten könnten Am 31 Mär^ machte die französische Regierung ihre Erlaubnis für den Einmarsch mit einem Male von dem Nachveis der absoluten Notwendigkeit abhänrrg und erklärte ihrerseits den Er.'.marsch für unnötig und gefährlich. Da inzwischen die Mcl- bimgcn über das Bandenunwesen im RuhrgcLitt sich häuften und von allen Seiten und Parteien die Notschreie kamen, mar an eine iveitece Verschiebung des Einmarsches nicht zu denken. Die deutsch: Regierung ließ darum am 2. AprU eine Note übergeben,, die auch an die Geschäftsträger deranderenalliierten Länder zur Ucfcrmittlung an die betreffenden Regierungen gesandt wurde, ivie überhaupt während der ganzen Zeft sowohl in den alliierten. Lauptstädtcii wie auch in Berlin den fremden Geschäftsträgern von dem Reichskanzler die genaue ft cn Informationen über den Fortgang der Ruhrangelegenheit gegeben mürben. Am 2. April abends erneuerte Die französische Regierung in Deantwortung der deutschen Note ifae Forderung nach Besetzung brr genannten deutschen Stäote und sofonige Zurückziehung ter in das Ruhrgebiet einmarsch'erenden Truvpm. Am 4. April führte die bcuixte Regierung den Nachweis, daß die in ter 50-Kilometcr-Zone befindlichen teulschen Truppen in ter Kopfzahl den laut Llbkomrnen vom 6. Ilugust zugcstimmten Umfang nicht übersteige:! Am 6. April vormittags erfolgte in Paris die Ueberreichung der französrfck^n Not:, die eingangs n?ieterc,., gvbcii ist. Wie sich de übrigen alliierten Regierungen zu dpm inzwifchni erfolgten Einmarsch stell m, ist zur Zeit roch nicht bekannt. te ter teutichen R:- gienntg l d g ich eine franzö'rcke Not ?. gegangen ist. Die ReichSvegierrmg an:b ich mit a..er En> schfetenl> i: Tgen ' s Borg he : verwahren, taä iä>: M5glichk.it, 'wichen Frankreich und D land den modus vivendr zu chcha^n, aus is^Slos macht und nur aufs neue die Er ässe stärken muß, fac von einer Erfüllung teä Fned^LEurges eSSfy rS VäSH «Ä-s Der Gewaltstreich der Zranzofen. Die deutsche Regierung hat nunmehr der veffentlichkeit eilte ausführliche Darleaung ter letzten Verhandlungen mit Frankreich gegeben. Es geht daraus hervor, daß Frankreich zuerst eine schwankende Haltung eingenommen, schließlich aber in diesem Falle ein Mittel gefunden hat, seine alte Militärpolitik, Deutschland auseinanderzureißett, zielbewußt weiter zu verfolgen. Wie hinterhältig die Politik der Franzosen ist, geht ganz besonders aus einer Bekanntmachung des Generals Degoutte an die Bevölkerung der mubcsetzten Städte hervor. Er spricht davon, die deutsche Regierung habe der „Mi- Mrpartei" gehorcht, als sie Reichswehrtruppen in das bedrohte Aufruhrgebiet schickte. Die Streitigkeiten im Ruhrrevier Hattert sich aber besser mit anderen, friedlichen Mitteln beilegen lassen. In diesen Worten des französischen Generals liegt eine direkte Verhetzung beutfdxr Bevölkerungsteile gegeneinander. Man sieht daraus, wie es den Franzosen erwünscht und willkommen ist, wenn der Bruderzwist in Deutschland sich weiter ausbreitet und vertieft. Es klingt wie eine Selbsd- rtonic aus dem Muitde des französischen Gewalthabers, tpcnn er von einer deutschen Mili- lörpartei spricht, während doch klar zu Tage liegt, daß gerade in Frankreich gegenwärtig nur die Politik des Säbels herrscht. Line deutsche Note an zranireich. Berlin, 6. dlpril. Der deutsche Ge- slhäftsträger in Paris ist angewiesen worben, ter französischen Regierung eine Note zu übergebm, in ter es u. a. hnßt: Durch ytotc vom 6. d. Mts. hat die fran- Esche Regierung mit teilen lassen, daß ter kommandierende General ter Rheinarm« Befehl er* Halden hccke, sofort die Städte Frankfurt, Homburg, Hanau, Darmstadt und Dieburg zu besetzen, weil dem französischen Verlangen ter Zurückziehung der unberechtigt in die neutrale Zone einmarschierten deutschen Wehrkräfte nicht cntspvochm worden sei. Die französische Regierung bat hinzugefügt, daß die Besetzung ihr Ente er- Kidyn werte, sobald die deutschen Truppen dte itcuttalc Zone vollständig geräumt hätten. Noch bevor die Note übergeben war, ist die 'Besetzung der bezeichneten Städte tatsächlich erfolgt. Die bcutfdye Negierung muß aber gegen das Bor- yfan ter stanzö i:d)en Armee im Namen des Rechts, der Vernunft und der Mensd)- »ichkeit die schärfste Verwahrung ein» nichts wissen wollen. Es ist vollkommen aussidsts- los, bte Arteilssähigkeft in Deutschland, die die einzige Grünblau 'einer SB.TtragcrfüHung bilden kcmn, heben tu wollen, wenn ein bCDartiwr brutale; Eingriff in das deutsche Gefühl imb Wirtschaftsleben borge iw m men wird, als der sich d»r rran- zösische Einmarsch barftrfU. Wir hosten, baß ter schnelle Fortgang^ ter Rubra kiiou die Leid ms- zeil ter besetzten Städte nach Möglichkeit abkürzen wird. Abei- es darf Lern Zweiiel daran gelassen fivrbcn, daß dieses durch fein : fachliche Noavendig- lert bedrugte, ja ten eigmen Interessen zruviter laufende stairzöfi'che Vorgehen dvr Reprrblik aufs neue in Oiesahr bringt und uns wieder um Monate in dec Aufrichtung geordneter V.mhaltnisst iurikfifarft. VieReichrregierung an dievewchner der von den Zronzosen neu besetzten Gebiete. Berlin, 7. April. (WTB.l Au die Beoöl- rcrung dec Städte uni> Ortschaften, die non b*n Franzosen als Repressalien gegm un'ere Pvlrzer- aTtion im Jmdustrie^ebiet besetzt nx>ri>m smd, bat die Reichsregicrmrg den nachstehenden Aufruf gerichtet: An die Bevölkerung ter von den Frcmzoj.m besetzten Städte! Um die Leiten von Hunderttaufendm abzukürzen, die im Richrgebiet der erprenerischen Räuberei von Ervresserba.iden ausg:lresert waren, hat die Reichsregierin'.g dorthin Truppen >.mtsante lungen war die st an zös ische Regierung stets bemüht, die teutsche Regiermrg von oiessm milltärb- schm Vorgehen, das mit einiger Vorsicht hätte vermieden wTrten könnm, ab zu hall n. Nidftsdesw- roeniger sind die Reichswehrtcuppen in das Ruhr- gdyiet eftmerückt. Dio Regierung ter französischen Republik sieht sich daher gezwungen, sich einfach zu sichern, damit die Berliner Regieomg ihrer Unterschrift nach- komme. Deshalb habe ich den Befehl erhalten, die Städte Frankfurt, Homburg, Hanau, Tarrnstadt und Dieburg zu besetzen. Zn diesem Augenblick halte ich für notwendig, zu erklären, daß diese Besetzung feine feindselige Harrdlung gegen die arteitfame Bevölkerung dieser Gebiete beteiltet, sic bat Idjiglid) ten Zweck, die Ausführung, des Vertrages zu sich.-rn unb wirb aus hör en, sobald die Reichswehrtruppen die neutrale Zone vollständig geräumt haben. Ter Belagerungszustand in den neu besetzten Städten. Wiesbaden, 6 Ülpril. In ten neubesetzum Städterr sowie in den Bezirken Wiesbaden Stadt und Land auß"r Biebncl), Königstein, Langen - schwollrach, Höcl)st unb Groß-^devau warte der Belagerungszustand von den Franzosen verhängt imb di? gciam.c Vermal ttmg unter die Kontrolle ter Delegierten c-ec crohen Rheinlcmdsüommission in ter Form gestellt, ane es während des Waffenstillstandes üblich mar Zwischen 9 Uhr abends und 5 Uhr früh dürfen ferne Versammlungen frattfiuten. xct «tenelTr, der bisher noch ung hinter: war, steht unter mr.r- tarischer Aorttrolle. Es 'r chftnen feine Zertmureu Frankfurt a M., 6. April. >xute_ stütz d Uhc rt in Frankfurt a M. das stanzosr 27: Beselamgskommarrte in Stäick einer xxere vrev, ei.va 20 000 Marrn, ei.rgerückt. Eillmbarm, Pou un.. Polizei wurden sostrrt be-ctzt. ^er^Belage- r u n g s z 11 st and nnirte vcrkmgr. ö arte Var^ zöfifcho Militärpatrouillen durcfaiel^n du ^.aot. In ter 3 a?t selbst ist alles ruhL Tie Behörden lind in ihrer Arbeit nicht b;fantert, arbeit en. jedoch unter Kontrolle ter stonzöt chrBe-aSungsbessorte. Brictzcnsur, Telegraphen- und Telephonsperre finö ver tzärtgl. ülußerdem ft reif ten die Eisenbahner« Essen ivar saft vollständig von ter Außenwelt ab- geschnitten Ta diese Verhältnisse noch tr.Iiocne1 anbauern, ist es unmöglich, ein genaues Bild übev die Lage im Jirdustriegebret zu getem Tatsache« ist, daß seit Tagen im Nvr dw eften undN 0 r - den von Esicn gekämpft wird. Tic grvßo Zweigertbrücke bei Essen ist vom Feinde ge^prengt^ Borgeslem nad>mittag unb gestern nacht zogen sich Teile der roten Armee nach E'ffen und darüber lünaus zurück und venncksteten Maschinengewehr«' imb Gewehre mittels Handgranaten. Ter lNückzu^r lnelt auch gestrni an. Am SVarrvtitafi muigcn trafen entsprechend den Münsterischen bzw. Brele- felder Vereinbarungen Formationen der roten Truppen hier ein und lieferten auf tem Polizeipräsidium iljrc Waffen ab. Ms am Abrck» baS Vorrücken der Negierungstruppen bekannt warte, entglitt den Führern ter Arbeiter völlig die £cvi tung der Massen. Es kam zu regel rechten Plünderungen. Mittags bildeten sich Banden von 5—10 Mann, die nachmittag in die Villen und Häuser eindrangen und mit borge hal tenem Revolver Geld/ Wert sa chen, Kleidung, W ä sche usw. erpreßten. Ti? neugebilbete Arbeiterwehr ging schärf sums gegen die Plünderer vor, die sofort erschossen irurben. Ter Streik der Eisenbahner ist für den allergrößten Teil des Ti- rekiionsbezirks aiifgehobcn. Er besteht nur noch für dm engeren Verkehr um Essern herum. In T u i s b u r g, das am Sonntag von ten Rc- cfterungstruppen besetzt wurde, ist es beim RaihauS unb auf dem Svnnenwald zu Kämpfen gefrmmen. Verschiedme Zivilisten wurden getötet. Auch in Duisburg ist viel geplündert Worten. In M ü l he i m unb in Gelsenkird,evr sind vorgestern die Regierungstruppm kampflos 'eingezogem Seit gestern mittag erfolgt der Ein'narsch ter Truvpeii in Essen. Zur Zeft ist hier olles tufafl. Bei ter Firma Krupp und auf den Bergwerken wird gearbeitet. ; legen. Es fami unmöglich Absicht des Vertrags von Versailles gewesen sein, Deut'chland zu Derbtntent, in emeni Teü seines Gebiets die Ordiiung, die I durch Räuber- unb Möcderbcmden auf das I rälimmfhe gefährdet worden ist, so rasch wie mög- Lich wieterherzustellen. Die Bewe^nmg im Jndu- f ssiriegebiet, deren Gefahr leider auch jetzt nock nicht | in Ausland und in.-tefonbere in Fraiikoeich nickst I Bar x-ftoint ,vstd. hätte, wenn ifa nicht rasch ’ tsUgcgengetreien luorben wäre, ten Bestand der I □efaiblif imierpolitisck) wie wittschaftlich erneut auf das schwerste erschüttert. Die teutsche Regie- cung hätte miberantnwrtlid) gehantelt, wenn sie linger zugewartet hätte in der optimistischen Hoffnung, daß bie Ausruhrbewegung im Ruhrgebiet and) ohne militärisches Eingreifen ihr Ende finten nürbc. Die Ereigriisse haben ihr auch bisher Recht gegeben. Heber all bort, wo die Truppen fangciangt Itnb, ist die Seinegung rasch zusammeitaebrjchm. Tie Defürchlungeii. die von alliierter S.'ite, ge- Llßerr wvrdeu find, daß gerade das Ginrüden oon Truppen die Unruhen verstärken und zur Vernichtung ter wichtigsten gewerblichen Anlagen fihren würde, haben sich nicht bestätigt. Dec Gedanke, daß die Entsendung von Trup- tim in bas AufftaudSgebiet irgenbcinc Bedrohung von Frankreich in fick schließen Bmtte, ist so absurd, daß er einer Widerlegung wicht bedarf. . , Deutscherseits darf demnach mit vollster Ueoer yugung der Standpunkt vertreten werden, daß eine iwrsätz ticke Verletzung des Friedens vertrag.-s, die gr.rc Vorantwortlichkeit ter deutschen Regierung im Ccüme bc? Vertrages begründen könnte, überhaupt richt t'orliegi. Selbst wenn aber eine solche Ver- tz.'tzung begangen wäv?, so wäre dadurck der von fier französischm Negierung jetzt oorgenommcnc -ni'itärisdx Gewaltakt noch nicht gerechtfertigt. Die Alliierten unb aifovierten Negierungen haben in 4hrec Note vom 8 12. v. I. erklärt, daß sich vom «fintreteii des Friebeuszilstandes an die Folgen teuer etwaigen Nichterfüllung vertraglicher Der- pflichttingen nur nach ten allgemeinen Bestimmen t-ten des Friedensocrtragrs sowie nach ten vom Völkerrecht ancrfannlvn gewöhnlichen Persaluens- arten beftimmen sollten. Damit steht das jetzige Vor-tetzen der französischen Regierung in schroffstem Diderspruck. Ueberdres bat sich ater die franzö- Hsche 9?:gt.Tnng über grundlegende Bestimmungen äer Völlerbundakre i.imveggcsetzt, die einen inte» ffriercitbcn Bestandteil des Friedmsrer.rigcv bil- Stn. Die Lösung ciiter derartigen Streitfrage zwi- ßhen einem Mitglied unb entern Nichtmirglied tes |>unbe5 durfte nicht ohne weiteres mit Gewalt, son- ient zunächst mit einem internationalen Sdssich - Lmgsverfahren versucht werden.. Zum Sckstuß muß die deutsche Regierung mit allem Nackdrucc darauf Hinweisen daß die von franchsifcten Regierung ergriffenen militärü Sten Zwangsmaßnalimm notwendigerweise die ßchwcrften Folgen in politischer unb wirtschaftlicher Beziehung haben wcr- Leu. Es ist für jede Negicruug in Deutschlluü) I ZKZK ZKtz ■■ 2onp';7 r ^Älich ift teterwate jft' ct*ng£ "ungen smd > ’S 'Sm, '^ährend ^Mhßcht- b Oberen Mittwoch, 7. April 1920 vnick und Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- und Steinbruderei H. Lange. Schristlettung, Seschästzftelle und Druckerei: Zchulstrahe 7. !tt. 81 Der Sietztnrr Lazel-er erscheint täglich, außer Sonn- unb Feiertags. verngrprelr: Monatlich Mark 3.60, vierteliShrlichMark 10 80 emschliehlich des Bestell- gelb»; durch bie Post vierteljährlich Mark 9.75 ausschließlich Bestellgeld. Fernsprech -Anschlüsse: für bie Schrift le düng 112; Verlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Sietzen. pastschellftnto: $?anffitrt a. M. U686 Anaatzme oon Anzeiaen für bie Tagesnummer bi» zum Nachmittag vorher ohne jede DerbinblichkeU. Srei» für \ mm höhe für nzeigen v. 34 mm Breite örtlich 35 Pf., auswärl» 45 Pf.: für Reklame. Anzeigen von 70 mm BreUe 150 Pf Bei Platz. Vorschrift 20° . Aufschlag. HauptschriftleUer: ?lug. Goetz. verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinkolb Zenz; für ben Anzeigenteil. H. Deckt, sämtlich in Dietzen. _____ 170. Jahrgang GietzenerAM General-Anzeiger für Oberhessen Arbeiter Fortsetzung 16. (Nachdruck verboten.) Herr ich gk> ♦* L i t er ar i sche Ge se l l s cha f t. Ter für die Mitte vorigen Monats mrgcsetzte Mitg-lieder- Wie ich ün voraus angenommen hatte, fanden rtnr nichts Ausi-egendes vor unb nur wenig, das unsere Äusn^rk.amlieiL hätte erregen können. Tos Zimmer, das aus die Straße giirg, Mar bewohnt gewesen. Es enthielt eine geringe Anzahl Einrichtungsgegenstände, darunter ein: eiserne Bettstatt mü unordentlrch ausgehäuftem Bettz'ug, einen Tisch, woraus eine Lampe mid 'ine Anzahl leerer (Ääser standen, zw?i ernsache Holzstühlc und einen Waschtisch mit der üblichen Ausstattung. Auf dem Aufsatz stand in einer Reilye rufg'.stellt eine ganze Batterie leerer Branntweinflaschen. Tas war alles. Selbst die Werkzeug:, die zum Durchbruch der Wand benützt worden waren, konnten wir nicht mehr vorfinden, und trotz der peinlichsten Untersuchung gelang es uns nicht, auch nur die unscheinbarliie Spur von der verschwun- benen Gräfin zu entdecken. Mim ms? fragte ich. Daß daö noch über das Bohnenlied geht. Unb die arme Frau Gräfin is dazu noch i Nachtkleid weggeschasft worden, jammerte Fr: Mimms. Das genügte schon, sie vor Scham sterb. $u lassen. Nim, was halten Sie letzt b Bereiv *m. &u dMgertzir imsern ötri „TamstÄie veranstal Mrricken ! iniö em vier ftrflem mit ( befanbtti ü eine Älenge Wertsachm liegen und Gold und ftlw der imb andere Sachen. Wird nun nich lenww nähere Erklärungen darüber l-aben woll-n? ivirb zum Beispiel die Polizei dazu sagen? Dies hatte ich erwartet; aber ich wnstt: nur >n erwidern: Ja, was wird sie dazu sagen? Zu meiner eigenen Sicherheit, führ er fM must ich den Vorfall, benf' ich, bei der Poli« melden unb mich vom Verdacht reinigen. 5>om können sie machen, was sie wollen. Hab' ich niÄ recht, Herr Doktor? Aus Gründen, die ich dem Maurersehrpimk |l nicht auseinandersetzen mochte, wir ich nicht 9~* rode geneigt, die ssÄlizei zu ti:s in die Geschicw blicken zu lassen, aber von Mimms' ©ta'/btnirlfl In neuerer Zeit mehren sich die Fälle, dast ; HänÄerverernisungen, Innungen, Zwangsinnan- > gen ufw. mit P rei sse stsetzungen in die Oeffentlichkeit treten, ohne daß deren wirtschaft- . tidtt Berechtigung durch genaue Kalkulation und , Vorlage um Nachprüfung bei der zuitandi^en Preisprüfungsstelle nachgewiesen worden WUK Preis prüftmgs stelle für die Provinz Ober liessen macht ausdrücklich daraus Anreiz zur Preistreiberei und Wucher unter S tro fver so l guna stehen, ^Uid dast diejenigen Geschöf sftchaber, die solchen Preissest- setzungen folgen, sich der Gefahr.aussetzen, wc^en Preistreiberei, Wucher und Anreiz zum Schleichhandel vor Gericht gef ellt zu 'werden. Den Hand.er- verejnigungen, Innungen imb Zwcnigs-mnungeu, befvnders aus dein Gebiete der Ga stwtr t s cha v ten, Schuhmacher und Kohlenhändler usw., sonne dem Hxmdel mit Lebens- und G e- nustmitteln und Gegenständen des t üglichen B edarfs wird brrngerch empfoylen, vor Festlegung und BerösfentlickMig solcher Preise unter Tarlegung einer genauen Kalkulation die Genehmigung der Preisprüfungsslelle ein zu holen und keine Veröffentlichung von Preisen ohne Genehmigung dieser Stelle vorzunehmen. Pretsfesb- setzungen, die ohtre Genehmigung der zustandtgai Preisprüfungsstelle festgesetzt oder verösstnlltcht werten, sind ungültig und werden tun der zuständigen Verwaltungsbehörde als ntch.ig erklärt. Des ivei'even laufen bei der Preisprüfungs- stelle Oderhessen öfters Klagen ein, datzin verschiedenen Geschäften in der Provinz Oberhessen deutsche Seife zum Verkauf fommt, auf der der vorgeschriebene eingepresttr K.'einvetkaufspreis ausgeftratzt ist, um die Seife dann §u höheren Preisen an das Publikum abzu etzen. Tre gleichen Verhältnisse liegen auf dem Gebiete des Scho ko- laden- und Zigarettenhandels, auch llier werden des öfteren die aufgedruckten Klern- rervaufspreise überschritten, weil es sich größtenteils um Scküeichh.rndels- oder Schieberware handelt Wer solche Ware aufkäuft und in den Handel bringt, unterstützt dieses unreelle Geschäftsgebaren und macht sich der Preistreiberei und des Kettenhandels schuldig und hat swcnge Beswafung zu gewättiigen. Tre Geschäftsiichaber werden darauf aufmeift- sam gemacht, dast sie verpftich^et sind, über die Herkunft aller Waren und der Einkaufspreise ieder- zeit AusLnrst zu geben. Einkcrussrechmmgen sind xm Revi.vven auf Verlangen vvrzulegen. Tas Abändern und Höherzeichnen von Preisen für bereits ausgezcickmete Waren tst verboten und wird bestraft. Tie Preisprüftings- stelle Oberhessen wird, wenn vorslel-ende Warnungen unbeachtet bleiben sollten, bei alben Zu- wideihand-luTigen gegen die bestehenden Beuord- nungen und Gesetze, die ihr zu Gehör ‘fljmnten, und die bei den fortwährend statt filmenden Ge- schästsrevi^Donen 'twyrgcfti den we-vm, unnach- 1 sichtlich imb mit aller Schärfe yreu die Schuldigen vorgHm und deren strenge Bestrafung scher Hinsicht fruchtbar fern Nnrd. Bedeutungsvoll LstÄ erster Linie der sb stembilden de Charakter der Reform und ihre soziale Aus Wirkung, die darin beftefcn nnrd, datz mit der schiebung der skapitalneublldung nach der Selle des mittleren und Keinen Besitzes unser nnrtschaftticycr , Miederaufbau gefestigt wird. , Zu den seiner harrenden Aufgaben übergehend j bemerkte der R-ichssinanzminister u. a.: 1 Mir sind in der Steuergesetzgebung ; noch nicht am Ende angelangt. Die Grund- 1 lagen für die Bedarfsverrechnung ^haben ftch leit dem Sommer wesentlich verschoben, -^en ln unserem Geldwesen und unserem Wrrtschaftskorper erfolgten Umwertungen entsprechend muß dre Be- s-oldungsreform ganz andere Ausinatzc an- nehnien; sie soll den Beamten nicht nur die Mö^ lixf’fcit des TuvckBommens geben, sie soll auch die Berufsfreudigkeit zu heben. geeignet Jem. Neben der Lösung dreier dringlichsten Ausgabe erscheint als nächste die TurchMlwung derbe- scklossenen Steuern. Hier wandte sich Tr. Wrrtt) namentlich gegen alle Versuck^e der Steuer- sabotage, bei bereu Bekämpfung er auf dre tatkräftigste Unterstützung seitens seiner Beamtoi vvckviet Wichtig ist, daß bei der Turch- führung ganz andere Mittel im Gesetz vorgesehen sind als früher. Nachdem die Sanierung der Reichsfinanzen gesetzgeberisch sick>ergel!ellt ist, werd Nunmehr an die Ausweitung der Steuerpolittk zur Finanzpolitik im iveiteren Sinne des Wortes gegangen werden müsen. Zunächst gilt es, dre em- oclettebm Besttebungeu auf Neuordnung des Etats durchzusetzen und weile^uführen. Wir müllen setzt mit allem Nackidruck darauf himmrken, zu emem tüitißcn Friedensetat zu kommen, damll das Parlament jederzeit Kontrolle üben 'kann. Zu einer der wichtigsten Fragen unserer An - leihepolitik und unseren internationalen Kreditbeziehungen führte der Reichsminister etwa aus: Die Steuerreform allein kann die großen Probleme nicht lösen, es bedarf auch des Neuaufbaus unterer Anleil>epolitik, um die schwebenden Schulden zu ver- pninbem. Leicht wird diese Aufgabe mcht seru. insbesondere, well die Konkurrenz zwischen öffentlichem ^Kredllbedarf und pirvatcm Kreditbedarf stärker ist I als ie zuvor. Auf dem Gebiete der internutwnatert : Kreditgewährung liegen die Verhältnisse noch schwieriger. Tie Hoffnung, die sich an die sinkende Tendenz unserer Valuta knüpfte, ist durch den Rechts-Putsch zerfl-ört worden. Der Schaden, den uns die Tat der Kapp-Leute angerichtet hat, läßt sich hier noch gar nicht abschätzen. Wir können mir hoffen, daß es bald gelingt, Ordnung und ruhige Weiterarbeit wiederherzustcllen und zU jicf^crn. Daraus ergibt sich dann doch vielleicht die Gruird- lage zur Anbahnung internationaler Finanzabkommen. Daß mit diesen die Einschließung Teutschlands durch die Valutanot dirrch- Lrvchen wird, liegt auch im Interesse des Auslands, well die Valutanot auf die Dauer die Einfuhr ausländischer Erzeugnisse 'bemmen und das .Ausland eines der wichttgstenMärkie berauben nM. Bon grosser Bedeutung wird fern, d.e Wrchstl- wlr'ktmgen zwischen Finwizpolittk und Wirt.chafts- polittk zu betätigen. Auf die Zusammenhänge zwischen beiden Gebieten wurde schon in der Bvr- «kriegszeit Rücksicht genommen; in der geantwarti- gen Lage wird dies doppelt notwendig sein. Wir müssen alle Kräfte daran setzen, daß unswe Wirtschaft nickll aut ein üLerwundenes Entwickellmgs- stodium zurücksinkt, damit nicht die Basis für den finanztwlittschen Neubau zu schliull wird. Nur wenn wir alle volkswirtschaftlich unnötige Arbeit ausschalten, die Parasiten an unserem Wirtschaftskörper beseitigen und Über Rationalisierung und technischen Fortschritt zur Steigerung d s ößonomifdxn Nutzesfestes gelangen, schassen mir eine sicher: Unterlage für unsere Finan?Mlittk. Auf dem Wege der r c r n e n Freiwirtfchaft werdeii wir kaum in die Loge kommen, diesen Forderungen zu enttprechm. Die Erfahrungen des letzten Jahres lehre,i uns, daß nicht eine cnfeitige Herrschaft des wi 1 chostlickM Individualismus, sondern nur ein wir klichor- ganifcher Neuaufbau unserer Wrrtsckuft ur,s Rettung bringen fknrn. Es muß Klarheit dorüber verbreittt werden, wi.» sehr jede einzelne Privat- Die Gräfin. Roman von G. W. A p p l e t o n. Göns, Bonariuä-Rödgen, Eulier-Allendorf, H, Weber-Allendorf, L. Biehmann-Wlendorf. Du- tenhöfer-Allendorf, Schmolz-, Reitz- unb Faber- Grvßen-Linden u. a.: b) Holländer, 1. Preis: Euler-Allendorf, c) Schwarzloh, Ehrenpreis: Sommerl ad-Großen-Linden ; 1. Preis: Sonneborn- Heuchelheim; 2. Preis: Sommerlad-Großen-Lin- den; 3. Preis: Steinmüller-Heuchelheim, H. und L Müller Allendors, Licher-Trohe, Weber-Allendorf, L. Burck und F. Sack-Heuchelheim, d) Hermelin, Siegerpreis: Zimmermann-Großen-Linden; Ehrenpreis: Philipp-Steinberg, Langsdorf-Leihgestern; 1. Preis: Weber-Allendorf: 2. Preis: Panzer-Trvhe, Philipp-Steinberg, L. Döll-Trohe, Zimmermann-Großen-Linden. 4. Abt., Jungtiere, Siegerpreis: L. Müller-Allendorf: Ehrenpreis und 1. Preis: H. Müller-Allendorf; 1. Preis: Phllipp-Steinberg; 2. Preis: Langsdorf-Leihgestern, O. Bolk-Ällendorf; 3. Preis: Schmelz Großen-Linden, Allendörfer-Lützel.inden, Franz-Lützellinden, Häuser-Steinberg. 5. Abt, Geflügel: Es erhellen Preije': K. und I. Dechert- und L. Wagner-Alten-Buseck, Lein-Leih- gestern. X Londorf, 5. April. Schon oft hotte sich bei Herrn Tr. Hiller in Londorf ein Dieb bemerkbar gemacht, der den Keller und Küch: besuchte unb verschiedene Gegenstäiide mitgehen hieß. Endlich, am 31. März, als der Dieb süh in bet Speisekammer beschäftigte, wurde er während des Abschneidens von Spea erwischt. Als die Polizei kam, warf er den abgeschnittenen Sp:ck ins Feuer. Ter Dieb, etn Lo.adorfier Fräulein, stahl nicht aus Not. Kreis Friedberg. bz. B a d - N a u h e i m, 6. April. Trotz zweifelhafter Witterung war die am ersten Feiertag auf dem Johannisberg abgehaltene Osterfeier besser als je besucht. Scharenweise zogen Einwohner unb Kurgäste auf den Berg hinauf, um an altehrwüv, diger Stätte nach jahrhundertelangem Brauch bat Geist des Osterfestes auf sich wirken zu lassen. Kirchenrat Wissig erinnerte in seiner Ansprache an die Zeiten, wo man daS deutsche Volk in seinen! stolzen Willen und in ferner Einigkeit, mit Granit verglichen habe. Die ganze Feier mit abend (Balladen unserer Dichter), der damals infolge äußerer BepMtnisie leider ver- fdißbrn werden mußte, soll am Samstag den 10. Ap.ftl, abends 8 llhr, im großen Hörsaal der Universität nochgehvlt werden. Als gute Vorttags- kraft ist Herr Spielleiter K. Volck vorn Stadt- t'tieater gewonnen worden. Es kommen zum Vortrag Balladen von Fel. Dahn, Rich. DelMel, Th.Dd. Fontane, Tellckv- v. Lüienevvn, Gottfr. Keller, C. F. Meyer, Börrres, Fahr. v. Münchhausen u. a. In Hinsicht auf dieses reichhaltig zusammengesteNte Programm scheint der Abeiw den Mi g iebern geimßreiche Swnden z-u bringen. Währe, b dieser Meub nur Thtgtieynm der Lit. Ges. mit engerer Famllie zugüngig ist, mackst der Verein noch einnral die hiesigen Literatur- freunde auf den am Mittwoch den 14. April stattfiudenden öffentlidM Waltea-Bloem-Abcnb aufmerksam. KarteNvvrverkauf ba Chlllier. (Siehe Der fliegende Hollander. — Hotel Govstherzog, 8 Uhr, Versammlung der Liga zum Schutze der deutschen ftultur. — Aquarium, 8 Uhr. Haupt- versammliing der EllaßssLothringer. — Lichtspieltheater wie gestern. ** Von der Universität. Dem Vernehmen noch hat Pnos. Tr. Karl Feist in Gießen den an ihn ergangenen Ruf auf den Lehrstuhl der pharmazeutischen Ch'mie an der Universität Göttingen als Nachfolger Karl Mannichs angenommen. ** Die Ged en kmünzefürunsere Gefallenen, mit beten Verkauf die Mittel ge- tommen werden sollen, um das unvollendete Werk der Aillage unb Sicherung unserer Kriegergräber zu Ende zu führen, ist eine Schöpfung von der Hand des bekannten Berliner Blldhauers Professor Hermmm Hofaeus. Einfach und volkstümlich wie die Stimmung eines Soldatenliedes wirkt bi: Art der Darstellung, die der Künstler wählte. Auf der lVorderselle ein Soldat, der sich Zweige für ein Kränzlein pflückt zum Schnrnck des Kameradengrabes und darüber bm Aufschrift: „Ich halt' einen Kameraden". A f d r Rücksmtt' di? Jn'chrift: „Am Schmuck der Ruhestätl.u unjever Tapferen half, wer dieses Ehrenzeicl)en -nahm". Das flehte volkstümliche Kunstwerk ist vom Künstler in der Originalgröße geschaffen, unter Umgehung der maschinellen Berk.eiwrung, mit der meist folche Münzen utsadstich und unkünstlerisch nach einem größeren Modell des Blldhau rs her- qestellt werden. Das Werklein, das bei seiner Bescheidenheit einen kleinen künstlerischen Wert Starkenburg und Nyeinhessen. rmk. Tarmstadt,5. Aprll. Ein Millionen« Projekt. D e der Stadt Da.msdüt gehörend? Braun- kohlengrube Prinz von Hessen, die jahrelang wegen angeblicher Unrentabilität stille gelegen hatte und vor wenigen Monaten, der Not ge- l)orchend, aufgeschlossen wurde, soll jetzt unter Aufwand ganz bedeutender Mittel zunächst für die notwendige Braunkohlenbeschaffung, sodann aber unter Ausnutzung der technischen uno wissensck-aftlichen Hllfsmlltel, ähnlich wie andeoe gleichgeartete Betriebe, ausgebnitet werden. Schwierigkeiten bietet zunächst der mächtige Abraum, für welchen eine Baggereinrichtung beschaffen wurde, eine Ketten- bahn soll die bisher sehr schwierige Förderung aus die fahrbare Sttaße erleichtern. Dann soll mit der Herstellung von Gas, Teer usw. begonnen werden, wodurch man das Unternehmen rentabel zu machen hofft. Nach der Mittellung der sachverständigen Beigeordneten Dr.-Jng. Ritzert wird er demnächst mit einer ausgearbeiteten Vorlage an bie Stadtverordneten herawiv ten. Kreis Wetzlar. Gleiberg, 7. April. Ein Beispiel sittü'cher Verrohung lieferten einige hiesige Burschen. Gestern abend 3/410 Uhr kamen sie in verschiwene Häuser, einer von ihnen als Wachtmeister verkleidet, und erklärten, sie müßten Haussuchung halten. Einige Burschen hielten sich mit schweren Knüppeln bewasfnet im Dunkeln. Nachdem man dem Pseudo-Wachtmeister im ersten Hause erklärt hatte, daß er erkannt sei, zog er das Seitengewehr, und seine Kumpane schlugen mit ihren Knüppeln an das Küchensenfter. Im zweiten Hause wurde der Pseudo-Wachtmeister, namens Otto S) i 11/ gärtner, äußerst zudringlich. Da ihm aber dir Haustür vor der Nase zugeschlossen wurde, konnte er nicht eindringen. Aus Wut schlugen und roarfai bie sauberen Bürschchen mit allerhand öfegen* ständen gegen das Haus und schlugen die Scheib« an der Haustür entzwei. Es wird nun Sache bd Gerichts sein, den Rohlingen die ganze Schwere ihrer Tat eindrnrglich zu Gemüte zu führen. Hessen-Nassau. Dir Bewegung oer Bankangestellten in Frankfutt. f. Frankfurt, 6. April. Ter Verband I» Danlleitungen veröffentlicht ein: Mil teil ungv bie Bankangestellte, bie bie Beamten au,fordert, es nicht zum Streik kommen zu lassen. Die seien bereit, den Angestellten entweder ben Tom des Reichs Verbandes lückenlos ernzuräumen oder w Meliraufwmdung, die ihnen dieser Taris veow sacht, für die in Beckhanblimgen zu vereinbare« Erhöhung der Tcucrungs ulagen zu verwes Tie Banllcitungweig still, Matlnlde! bemerkte ihr Minn. Ich und der Herr Doktor bcspredien di>'. Sachlage. Tie Sachlage — verstehst du? Und was ich sagen wollte, is d-aS: etwas jehr Ungewöhnliches iS vor- gefallen; und in meinem H-ans is eingebrvchen worden. Und jetzt, was soll ich tun? Tas frage ich Sie, Herr Doktor, und ich bin der Ansicht, um's ehrlich zu sagen, daß etwas gesdrehen muß. Wie zum Beispiel sollen ich und meine Frau uns zu der Sache stellen? Gerade das möchve ich auch wissen, Wllhelm, letzte sie hinzu. Sei still, Mathilde! Tie Lage, Herr Dokwr, is folgende: wir, meine Frau irrtb ich, nehmm uns eine Mieterin, die uns gut b?zahlt. Ja, bas is es, gevade bas, fügte Frau Mimms fpitzig hinzu, ist ine Hauptsache. Heber diesen Punkt hatte ich meine eigene Ansicht. — Ich glaube eher, sagte ich, daß sie recht wann in Pelze eingeyullt und s-o höslich behandelt worden ist, als cs die Umftänb? erlaubten. Frau Mimms starrte mich überrascht an. Wie? Was meinen Sie damit, Herr Doktor? Sie glauben doch nid), daß ihr Dein Leid geschehen is? Tod- gennß, wenigstens bis jetzt nicht. Kein Haar wird ihr geErünimt werden, und auch feine Behaglichkeit, bie man mit Gelb erkaufen kann, wirb ihr abgehen. Das weiß ich ganz befrimmt. Tann, jagte Mimms, wissen Sie mehr von ber Gesdnchte als wir. Vielleicht v?rheunlicl)en Sie uns etwas. Is das recht, wo in mein eigenes Haus eingebrochen und das ganze Gebäude sozusagen aus bm Kopf gestellt worden is? Is das recht an uns gehcriidelt, Herr Doktor? Na, seien Sic vernünftig, beschwichtigt? ich ilyn. Sie müssen cs nicht so auffasseii. Ich vermute daS ja nur. Ich weiß uidyt mehr als Sie, was aus ihr geworden ist. Sie selber wisf'n genau, was geftern cibeiib gesdrehon ist. Tw? Erllärung, die kie mir gab, habe ich Fhnen ja wiederIwlt. Sie l>at sich vor ihren Vecnxwdöen veriteckt g.chalten — soviel ist ziemlich llar, wse mir schemt. Dies: Leutr haben sie mm in ihre G"walt bekommen, ren Sve auch et amdtenanarteaa Ä SM !MÄ": i^5? ? «t ^Nrf, SeSU Läsj» "tobe er tDihms., V m!Ä. AZ rov SW.ewÜKi gäulem, W M > : edberg. -6. April. Twtzj^ ; ^OlnftietU < Wen EiMohm: j H- um an altrhrLk | ™JWm Bvuch > i] Ilch toirfen zu (tft W tt« AnspchI .bas deutch Bo!!i l m ferner Tmigk.il * V D«. S-mze Kr ■ trtetJW Dom Nass uh erhebend. d Nfrinhtffrn. 5. April Ein Millm A instadt gehörend.'B» n Lessen, die * Mutabilität fülle gd* Monaten, der Not» urde soll jetzt unter fr titel zunächst für die» " ossung, sodann aber 02 <£ m und toissenschattw • andere glcichMtc:^ re m. 'Zchwierigkellei! ha braum, für welchen ta W sscn wurde, eine fttte- fchlvieäP Fördertc: ii .chtnn. Dann soll mit ‘er M >er ufto. fcgrmtr m- ’ I IlMrnehim rentabelin ■ Mteiliw-der Wt-g Dr.-Jnz. W mrd LV sgearbeiorten Vorlage ?■ püjwM Pefrlor. [ Kn Beispiels ’ W V* drr tamen w m veritr n altz WachtmeM r sie müßten hau-nr hielten sich «U 'M Dunkeln. N-chde-. -t im ersten S . z Wut Wgen unb^ : m mit allerhand^ | -Mds«?n। i Gemute zu Massau. tr Bankangtstrll«' rflfiScr^ ). MU- giM.Mffll imen zula!^ M stellten y >tiSentt«"-*# L-M mochte, i|t bie ..^ i ’u Wnms m. & L-^ ZKtz 'M. sv Äitt * Dar Lätzen De® ReichSverband?, fre s«y für frranrfurt gelten, betrage des gesamte Jahre-- cintommcn eines zwanzigjLhrigen (SyDdxenten 7500 Mk, eines dveihiP ährt gen verhtratrim 11 700 Mk, eines vier; igickhri gen veihrrateten 13200 Mk., eines zwanzig^ ahri gen ledigen Barnten 8400 Mk, eineS berbe-i ratzen tari&igiai/ngen für einfache Arfr-iten 13 200 Mk, für höher.- Arbeiten 13 700 Mk., ei^es vierzig; ährt grn 14 7G0 Mark bzw. 16 200 Mk., bei allen Berhet- rattten für jedes Stint 400 Mk. Zulage. Es betrage daS Jolnesrinllvmmrn er ec mnlblichen B \im t h im ÄrtxitCTi Täenmavr 7500 Mt, im zcchnreit Täenstiahr 9200 Mk., ün zwanzgsseit Dienstiuhr 11700 Mk , dann steigend bis 12 000 Mk. V.r heiratete itassei boten bezogen nach fünf Tienst- jffijten 8400 Mk, steigend bis 9100 Mk. nach zehn Dienstfahren, bis 11000 Mk nach zivanzt^ Tienstjahren, bis 12 000 Mk. nach drcißäg Ttenst- jahren — mit einer .Vinderzulage von 400 Mk. Die iwii ll-vec Leistung bisher schon höher b?- -ckhlten Beamten sollen auch in Zukunft unabhängig vorn Taris bezahlt nxrten. In der Ver- össentlichung verwahren sich die Sanfieitungm dagegen, tofj der GeschL'tSsuhret d^s Geioorffchafts- kortells es nicht einmal der Mühe für m.Tt befunden habe, den Vorschlag der Bankleitungen, durch den die Angestellten mafridl so'ort in den vollen Besitz der Beträge d.s Schteds pruchS gelangt ivären, der enlschewenten Ver amrnlung llar- zulegen, zum Streik ausgcsvtdert urch dm Banken eine Frist bis Dienstag vormittag 10 Uhr gesetzt habe. Arbeiter, Schlosser, Monteure, Techniker werdet Mitglieder bei der Technischen Nothilse. Auskunft:OrtSar. (fließen, CfMhiL 11 L, 8. 1. Fernivrccher 8038, 8066. 8of" die ixnuxixTtimm* lmtg statt Nachdem der Vorsitznche, Rcch- lehr er Will, den Geschästsberictu. ixt Wander- meister C. Wen-^l den W m^-chericht und der Kafirerer Ehr. Grorg den Sva'senbnicht erstattet hatte, wurde der verdienstvoll - Vorsitzende, Wmrder- meister, Lchnftsührer und Kaff irrer — Will, Wm- jd, Faber und Georg — wedergLZLbl: Nea hrn;nge.'väblt wurden die B H. C.-Br. Schmidt und Weidig Es wurde beschlosfen, txe Wandw- tätigleit, die in den KregSsahren -ttwas geruht hatte, wieder in vollem Umfange auxzunchm^i. Ferner sollen de Mitglieder, bk atnerbolb des Bereinsjahrs an mindestens 10 vorgefchri.-benen Wanderungen teilnehmen und rnrndistenc- sechs Monats Versammlungen besuchen, das golden- Ber- einsabzrichen eTl-alten Jn'olg- der ^vorstehenden MehvauSgoben für bk NLalerialim der so notiDenbiq g^trotbenen Aufbesserung der Wegemark,ermt gen ufw. würd' bechloisen, dm Jahv^ beitrag aus 8 Mk zu erl-Sb.-n. Dk Skmbmmgm im Bereinsjahr 1920 21 müssen wegen dn ungünstigen und teuren Ei 'enbahnverhAtniff'' aus bk näT,rve Umg frung ©kfje l^schränkt werden Sein 12. Stismngssest der Vernn am 14. März im Saale des „(Yrvtzl>er»»q vm tzeffen" bei überaus gutem Bruche ab. Aus dem Amtsverkündigunssblatt. ** Tas Amtseerfündigungsblatt Nr. 45 *üom 6. April enthält: Sicherung der Ooi»rü>ewrrtschaftuns. — Warnung der Preispru- Nmgsstelle dn Pruoin^ Dbcfbefen. — Ernennung von Fmeroisitatoren un Zkveise Eichen — Felc>- bercirngung Münster. Sicherung der Landbewir t sch a f- tnng. Die wirtschaftliche Lage Deutsälands fordert gebieterisch, dcch der bisher in Bewirtschaftung genommene Grund und Boren res.L's besklll und m den Dienst der Emährungswirtschaft gefielt wird Tas AmtSverkündigungÄilatt veröffentlicht nochmals die Vcrvrdnungcn des Reich)Sernährungs- amtes über die Sicherung der Landbewirtschnftung nebst AuMhamgäverordnAngen des Hess. LandeS- emahrurrgsamtes und fordert bk Bürgermeistereien auf, etwaige Anträge auf Zwangsbewirtschuchmg umgebenb zu stellen. T« ordnungsmäßige Bestellung aller Felder must unter «ulen Umständen durchsetzt werden. Als Feuervisitatordes3. Bezirks, umfassend die Orte Allertshausen, Climbach, Geilshausen, Äesjelbach, Londorf, Odenhaasen, Rüd- dingshousen und Weiiersbain ist der Maurermeister Peter SchSnaveitz in Kesselbach verpflichtet worden. vermischte». * Ein Sch wei z er Kü n stlerpro te st. Seit Monaten wird die Schweiz und besonders Zürich mit einer gewaltigen Menge ausländischer Äunflwaren überschwemmt, die zum größten Teil aus Wien stammen. Wie die Püze schiehen neue „Kunstgeschäfte" aus dem Boden, die zu unglaublich nkbrigen Preisen „Originalwerlc im Rahmen" an bieten und guten Absatz finden. Wie der Züricher Berichterstatter des „KunstwandererS" mitteilt, hat der Massenvertrieb dieser künstlerisch meist recht minderwertigen Waren in den Kreisen Ginstiger ttgeolieilstal eines 06190 hochfeinen Shzimmerr bestehend aus: Säfett, Aurziehtisch für 24 Personen, Trumeau, Serviertisch und Stählen. 4Bul erhaltene Friedensarbeit. Nähere Auskunft, flmch wegen Defichtigung, durch sm t. Althoff, Telephon 230. Nur2TageI Sälen Sie ns® alte SeMfle? Zahle für selMese leite pro 3ütm Z, 5,8,12 Hlart nni Höher. _D Gmze ©eütne ja öen tzSSM Breiten. Der Ankauf nndei Mittwoch den <. u. Donnerstag den K Avril von 9—ö Uhr im 1 ISrefta Hotel Hindenburg in Äteßen start. J. WVvQt. Vogtsche Privat-OaDleMflleGieSea Geithestrale 32. Das neue SAllalit beginnt 19. Avcil. Anmeldungen für die Halbjahres-, Jahres- und Höhere Handelsklaaee werden schon jetzt enc- ceRengenommen. Prospekte u. nähere Auskünfte durch die Schul 1 ei t un g. । Mvet-Haeiele-Sehale „Hermes“ Gießen, Bakakel xtr.66 TeL 1097 Gegr. 190h SBChfütmiBg JSS' alle Eaißeletäeher naß Fremäsprachei. Halb-Jahres- u. höhere Handelsfachklasse. Das neue Schuljahr beginnt am 16. April ur l S.EIaL Anmeldungen f. alle Klassen täglich. Verlangen Sie kostenlos Prospekt und Aufnahmeschein. Literarische Gesellschaft Samstag den 10. April abends 8 Uhr Im großen Höreaal der Unlverwitöt Balladen: teuere Dichter Vorgetragen von 3840D Herrn K. Volck, Spielleiter am Stadttheater. Eintrlttakartin werden für diesen Abend aur an nit- plleder nbge,eben u. sind in der Musikalie.nhandl. E. Cb al Her gegen Vorzeigen der Eltglledskarta zu M. 2.— am Donnerstag u. Freitag abzuholen. Nächster Meatlleher Abend: Mittwoch d. 14. April in der Aula. Walter Bloem. Karten vorverkauf in der obengenannten Musikalh-nhandlung. | Lichtspielhaus | • Bahnhofstraße 34. Mc M, ■ - - Heute bla inkl. Freitag: e Die Herrin der Welt S I. Teil d e Die Freundia des geibeti Manies | ® sowie das Beiprogramm! ® »OG»O»«S1OOOOK«O Nur der Fachmann kann vollwertiges leisten. Wer daher eine wirklich gute Ausbildung für den kaufm. Beruf erstrebt, wende sich an die ,,Hansa"J^SchulesSi'"'nn Inhaber 1 t/.in70|rnQnnDiplom-Kaufmann und u.Leiten** MlilZcl IllalinDiplom - Handelslehr^r. Eiaxis« Schule nm Platze, deren Inhalier zugleich Schulleiter, Lehrer und Fachmann lat. Tage*- und Abendkurse in allen Kaufmänn. Fächern und Sprachen. Privatunterricht. Akademische Kurse. (>6102 Halbj.- xl Jabreeklasson mit VerkäuferinnenabteiL Beginn des Schuljahren am 16. April. Auskunft u. Anmeld, tägl von 11—1 u. •'«4—/ Uhr Seltersweg 73, ebener Erde. Prospekte kostenlos. Meine Praxis befindet sich jetzt LiebigstraSe 29 p. H. Buchinger, Zahnarzt Telephon 899 MIJ. ter Züricher Künstler, btc selbst grvste Not leiten, (nttrflfhntg den»rgerufen, und als jüngst ter ^Dirtschastsverband ehemaliger Berufsoffiziere Leiterreichs" etnr gwste Menge minderwertiger Bilder m einer Auktwn verkaufen lieft, prote- snerte eine von 12ä Schweizer Künstlern besuchte Versammlung rn emem Telegramm an ten 'öim- tesrat gegen diese Veranswttung. Die Künstler ersuchten zugleich tue oberste Landesbehörde dringend, Mastnahmen gegen bx Ueberschnxmmung der Schweiz mit solcher Äunftroare zu treffen. Die LünAer erschienen dann auf der Auktion, n» sie durch ihre Anwesenheit eindrucksvoll demonstrierten, imb die Folge war, daß die Auktion abgebrochen wurde. Mü freiem Protest ist der erile Schritt zur Desseruna der leifraen Lage gesthehen, in ter sich tee Schwerz myolg' dvses beängstigenden Bilderimports befindet. Die Schweiz hat wiederholt bewiesen, datz sic für das hungernde Wien ein offenes Verz und freigebige tzänte hat. Weim ater die unerwünschte Gegenleistung in traurigem Kunstkitsch besteht, so wird man die Erbitterung ter Züricher »ünAerschaft verstehen können --- Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) ErNärung. Laut Sitzungsbericht ter Statevevordneten - Versammlung vom 31 März in Nr 78 des „Gichener Anzeigers" hat Herr Stadtv. B e ck - mann (USPJ erklärt, „er sei der Llnsicht, dost G^ßen, mit Ausnahme der Studenten, eine ruhige Bevölkerung habe". — Wir müssen diese Anwürfe, die sich gi-gcn die gesamte Studentenschaft richten, auf das Energischste zurückweifen. Es blieb Öerrn Stadtv Beckmann oortebalten, in das gute Einvernehmen, das jat Jahrzehnten zwischen Bürgerschaft und S.udenvenschast bestell, einen Keil treiben zu wollen. Eine Entgegnung wäre uns teiterUnbele-hrsamkeitdes verrn Beckmann zweckos erschienen, wenn nicht aus unserem Schweigen die Richtigkeit seiner Behauptungen hätte gefolgert werden müsseit. Ter Gesa m tu us schu ft der Gicsiener Studentenschaft. Airehliche Nachrichten. Israel. Neligions-Geiell schäft. Freitag d. 9. u. Samstag b. 10. April 1920. Pafsahfest-Ende. 7. Tag: Borabd. 7.00, vorm. 8.00. 8. Tag: Borabd. 6.50, vorm. 8.00, nachm. 4.00, ssesteSa. sgang 8 05. — Wvd»?ngottes- dienst: morg. 6.30, abds 6.30. Israel. Religionsgemeinde. tzlotteS- dienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Freitag d. 9. u. Samstag t>. 10. Llpril 1920: Passah- sest - Ende. Freitag. Borabd.: 7.00, morg. 8.30. Predigt. Samsrag Voadd. 7.00, merg.: 8.30. 2lbds.: 7.25 u. 8.05 Ute (In einem Teil der Auflage wied?rvrtt.l Zur Befetzun- Frankfurts und Darmstadts durch die Franzosen. Paris, 6. April. (WTB.) Dir „Agence Hckvas" meldet aus Mainz: Tie französil'chen Truvverc sind teilte morgen 5 Uhr in Frankfurt am Marn eingerückt. Ta sich in dieser S^rdt nur Sicherheitswehr befand, halle die Speration nur tew Tbrrtafier eines militärische irunarfttei. Darmstadt wurde gieickBalls teure mer v;t 5 Ute von den französischen Truppen beicht Die in her Stadt in Garnrjmi lreyente^^ :sterchswehrte.aülo.>e batten die Stadt gegen fUhiLt:rnrbt ptrlaj;en, um ledes duiammcittTxnVn mit ten ftanzönichen Truppen zu vermeiden. Tie ReiUrS.vchr mutz sich fräste morgen 10 Ätomctcr uitlub der Stadt befinden. Der Aefetzenlwurf yir Dahl des Reichspräsidenten. Berlin, 6. tlpnl Der Nationalversammlung ist ter Entwurf eines Gesetzes über die Wadi deS Reichspräsidenten angegangen. Ursprünglich sollten die Besnmmungen über diese Wadi in ter Verfassung festgelegt werten Da man sich jedoch nicht einigen konnte, wurden die näheren Bestim nrimgen einem besonderen ctzesetz oortebalten. Der nunmehr vorlieaente Entwun scheidet die ursprünglich ins trüge gesatztc Stichwahl auS, deren ter § 4 besagt: „Gewählt ist, wer mete alö die £>älftc aller gültigen Stimmen erhält. Ergibt sich keine solche Ddehrheit, so findet ein zweiter Wahlgang statt, bei dem gewählt ist, wer bte meisten Stimmen erhalten hat. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los, das der Reichöwahlleiter zieht' Gewählt wird nach Reütetagswabtkreisen, aus denen das Ergebnis dem Reichs wähl lei ter müge teilt wird. Die Feststellung des Äesamter«bnisfeö erfolgt durch einen ReichSwahlausschust Dahlbe rechtigt ist, wer das Wahlrecht zum Reichstag besitzt und sich am Wahltage im 9tri(fegebiet befindet. Die Wahl ist unrnlltelbar und geheim. Jeder Wähler hat eine Stimme. Der Stimmzettel darf nur einen Namen enthalten. Wird nach erfolgter Wahl dies für ungültig erklärt, so bat eine Neuwahl fbattuifinten. Als Termin des Inkrafttretens bestimmt der Entwurf den Tag, an dem die erste Wahl des Reichspräsidenten ausgeschrieben wird. Der Sberbürgknueister von Essen an das Reichswechnninifterium. Berl i n, 5. April. (WTB) Es ist teincrtaB- mert, datz OberbürgermeisterLulher au5 Essen, ter bis zuletzt von militärischen Masjnafr- men abgeraten hat, am 3. April an das ReichS - wehr Ministerium nachstehendes Telegramm gelangen liest: Nach Mitteilung des Polizeipräsidenten von Essen (amt nicht damit gerechnet werden, d-vst wir uns in ten tevorstehender Tasten aus eigenen jhräften sdmtzen. Jit den G^-schästsvtzer- teln ter Stodt ist bereits groher Schaden angerichtet. Eine Abteilung ter neu ausgestellten Arbeiterwehr ist durch rate Truppen entwaffnet worden. Besonders bedroht sind die Geschäft-- und Bankviertel. Die Post ist noch von den Roten besetzt, so daß wir keine Gespräche führen können. Nach Sage ter Din« ist die einzige Hilfe, daß die Reichswehr so schnell wie tnöglich einrückt. Die neuen Unruhen in Irland. London, 6. April. (WTB.) Laut „Eveninq Standart" ist mjolgc ter Brande auf ten Aemtern Einkommen st euer wes en in Irland völlig zerrüttet. Zerstört sind auch mehr als 100 P l i} e i ä m t e t. London, 6. April. (WTB.) „Star" berichtet, daß am Sonntag abend eine protestantische Schule in Milton einseäschert und m einer protestantischen Kirche in Glins Zerstörungen ungerichtet tränten seien. Am Montag ist Marschall Wilson und Sir Mc. Ready, der neue Kommandant ter Truppen in Irland, in Sei• f a st an gekommen. Voranzeige der Vulkanisier-Anstalt Giessen «v-h.Wan»--.sch-« । pnau-Reparaturen Suche zu kaufen MW MM der Me Gala Eröffnung Behördliche Anzeigen. raöalitbft gleichmähig gebunden. Schrillt. Angebote „ibortum" (27^)s») an den Siebener Anzeiger erb. Freitag, 9. April, abends 8 Uhr mit einem für (men ooaftönölg neuen Programm. Der Clou der Kunstwelt, das Beste vom Besten. F-&P- Schilling, rT.?X'Ä'i E 2-Älaster-Unternehmen Gießen. 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Belieferung der lsolzbezugrscheine. diejenigen Bezusskerechtigten, wllche LolzLezugsscheine von gelter sftrrbe besitzen, werten ersucht, das Lolz bis spätestens 9. April 1920 auf dem städtischen Lagerplatz in ter Steinstrahe abholen zu lassen. Sämtliche nach diesem Tage nicht eingelSsten Lolzbezugsscheine sind verfallen. 3722B Gießen, ten 1. April 1920. ____________Städt. crennfaffamt____________ Bekanntmachung den Voranschlag der Stadt «festen für da» Rechnungsjahr 1919 betreffend. Ter in ter Sitzung ter Siabtverorbneten-Ber- sammlung vom 31. März 1920 sestgestelltr Nachtragsvoranschlag der Stadt Gießen für das Rechnungsjahr 1919 liegt vom 7. ds. MtS. an während emrr Woche auf dem Stadthaus, Gartenstrabe 2, Zimmer Nr. 16, offen. Es wird fres mit dem Bemerüm öffentlich be° iamrt gemacht, datz die Beteiligten innerhalb ter Oftenlegungsfrist ten Voranschlag einsehcn und bei dem Oberbürgermeister schriftlich oder zu Protokoll Einwendungen gegen seinen Inhalt norirrinam können. In dem Nachtragsvoranschlag ist bte Erhebung einer Umlage beschlossen, zu ter cwch die Ausmärker heranaezogen werten. XV 38496 Gießen, ten 6. April 1920. _______Der Oberbürgermeister: Keller,_______ Bekanntmachung. Ter Dom Gemeinter ar durchterrtene Voranschlag ter Gemeinte Bll singen für dis Rf. 1920 liegt Dom 9. April ab eine Woche lang auf dem Bureau ter unterzeichneten Bürgermeisterei zur Einsicht und Erhebung von Eimvenbungen offen Es wurde die Erhebung einer Umlage beschlossen, ^U jter auch die Ausmärker herongezogen werten Billingen, 5. April 1930. Sürrrermriffiaei. &uäL 8845 t Gießen, 4. April 1920. (81*6 diesem Leben abzurufen. In tiefer Trauer: Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Gießen Im 3660 getroffen. Odenhausen, Salzböden, den 5. April 1920. 3865 Beerdigung Freitag den 9. April nachmittags 2 Uhr. 3165c Zu haben im Will« Schriftl. Angeb. Gvt er- 105958 wttsplatx 11. 06196 (martenfrei). weiß und schwarz 06184 empfiehlt 061W empfiehl: Haus 06141 Lindenplatz 5. 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Heidelberg-Rohrbach Ostern 1920 Allen Verwandten unct Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Großmutter, Schwester und Schwägerin Frau Katharina Klingelhöfer aeb.Vogel nach kurzem, schwerem Leiden im 57. Lebensjahr am 6. April aus ^ältere?CÖ Stosten für 15. Avril gesucht. Frnn E. Geilfoy, 06183 West-Anlage 511. Zwei Siolintn 06151 Walltorstr. 26 I. Lieh, Offenbach a. M., Gießen, Hattenrod, Holzheim, Fürfeld, den 7. April 1920. Die Beerdigung findet am Freitag, dem 9. ds. Mts., nachmittags 3XU Uhr, in Lieh statt. 3870 Em Junge der das Schmiedegeschäft erlernen will, kann ein- Favorit - Schnitte und schöne Kleider gehören zusammen wie Ursache und Wirkung. Fichten- Wurzelftockholz durch Sprengung gewonnen, grob zerkleinert, frei von Sand und kleinen. Wurzeln, lehr geeignet für Damvfkeffelhcizung, ab oberhess. Stationen direkt an hess.Berbraucher abzugeben. 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