Dercmt- Ministerialabtellung heraus- Kaffeceinfnhr. Das A ufnahmegesuch Bulgariens ftinrmm. 21ms Hessen Rc- Der Völkerbund und Bulgarien. Genf, 4. Dez. (Wolff.) Zur Frage der Zu. <-v> # - __ - —* - (--> ... r* n rr> Pwi t Studentenheims aus die Staatslasie übernommen. Außerdem Hal der Staat lediglich einrnalig 600 Ml aus Mitteln des Fonds für öfwnüichc und für dem Georgiens wurde vertagt und wird im Zusammenhang mit den Airfnahrnegesuchen der aus dem tlyc- maligen russischen Staate entstandenen Staaten behandelt werden. fine Rede der Reichrernährungr. Ministers. lungen auf die Milck)kühe vorläufig Verzicht, bestand aber auf der Ablieferung von tragenden Tieren, wenn and) in der bejchräuftenr Zahl toon 30 000 Stück. Unter diesen Umständen mußten erst be- sondern Bollmachten bei der deutschen Negierung eingeholt werden, was eine kurze Unterbrechung der Verhandlungen erforderlich macküe Die deutsche Stonrmifiion wurde ermächtigt, das Abkommen zum Abschluß zu bringen. In der Vollsitzung der Repa- ralionskonrmission vom 3. Dezember unter dem Vorsitz des Präsidenten der Revarationskommission Dubois, der auf deutscher Seite der Vorsitzende der ftrigslanenkommil ion, Staatsülr. tär Bergmann, persönlich beiwohnte, wurde nach'tehcnde Vereinbarung einstimmig von beiden Parteien abge- schaft hat sich in dieser Notlage an die Universität I schlossen: mir der Bitte gewandt, die sozial unerläßliche! a) Deutschland wird Geflügel, Ziegen und Einrichtung des Studentenheims durch herbei- • schweine lieiern^ welche auj der hier bergefünten Lozialistenkonsercnz in Bern. Bern, 6. Dez. (WTB.) Deute trat in Bern die von der USP. Deutschland und der sozialdemokratischen Partei der Schweiz einberufene internationale Vorkonferenz zusammen, die von folaenden Parteien offiziell beschickt ist: USP. Deutschland, sozialdemokratische Arbeiterpartei Oesterreich, deutsche sozialdemokratische Arbeiterpartei der tschecho-slowakischen Republik, sozialdemokratische Partei Frankreich, uuabhänoige Ar- betterpari'i England, sonaldemok^atische Arbeiterpartei Rußland, sozialdemokratische Partei der Schtveiz. Die Konferenz ist ausschließlich von Vertretern sozialdemokratischer Parteien beschickt worden, die aus der zweiten Internationale ausgetreten sind. Das Gießener Stur-entenherm. Die Universität Gießen hat nach erner gierungsvorlage erneut staat 5 lche Unterstützung des hiesigen Studentenheims beantragt. Ter ßanbtog hat bereits 5000 Mk. Miete des TaS Befinden der früheren Kaiserin. Amsterdam, 4. Dez. (WTB.) Aus Doorn wird mitgeteilt: Das Befinden der Kaiserin ist nach wie vor ernst. Gestern trat jedoch nach den sehr kritischen Tagen eine leichte Besserung ein. heit nochmals einer Unterkommission überwiesen nmrbe, sowohl Spaleikowitsch (Südslawien), alo auch Politis (Gried>mland) die Auffiahme Bul gariens in den Völkerbund als verfrüht bezeich neten. Lord Robert Cecil dagegen unterstützte das Aufnahmogesuch Bulgariens indem er aus führte, daß der Balkan seit 30 Jahren ein Herd von Unat ben gewesen sei, und darum müßte durch Aufnahme MUgariens in den Völkerbund das Werk der friedlichen Entwicklung aus dem Balkan gefördert werden. B i v i a n i erklärte, daß die durch durch die Kommission befragten Behörden erklärt hätten, die bulgarische Regierung habe in loyaler Weise mit der Kommission der Alliierten zusammengearbeitet für die Ausführung der militärischen Bcstimmingen des Vertrages von Neuilly. Man könnte aber beide noch nicht wissen, in welchem Geiste Bulgarien gewillt sei. Die Bestimmungen über die Wiedergutmachung und die wirt- säsaftlichen Verpflichtungen zu erfüllen. Viviani glaubt deshalb, es sei notwendig, daß die Kommission itod) während der gegenwärtigen Session noch weitere Erkundigungen über Bulgarien einzieht, damit das Anftiahmogefud) Bulgariens nicht erst im nächsdir Jahre verhandelt würde. Joneseu, Spalaikowitsch und Politis erklärten, daß ihr Antrag, eine ergänzende Untersiuchnng vorzunehmen, nicht den Zweck hatte, die Aufnahme Bulgariens bis zur nächstjährigen Session zu verschieben. Innerhalb 10 Tag-n werde es wohl möglich fein, die nötigen Erkundigungen einzuziehen. Wenn diese günstig ausfallen würde, würden auch Rumänien, Jugoslawien und Griechenland für die Ausnahme den. Die Regierung hat sich daher Die Londoner Konferenz. Paris, 4. Dez. Nach einer tzavasmeldung ans London ist nach der heutigen Vormittagssitzung der Konferenz der alliierten Mrnislerpräsidenten folgendes C o m m n n i q u 6 veröffentlicht worden: Die englisch französisch italienischen Verhandlungen sind heute vormittag wieder aufgenommen worden. Mehrere Fragen, die in den vorhergehen denk Sitzungen nicht geprüft werden konnten, sind dirrchge- sprochen worden, so die Frage der Handelsbezieh- imgen mit Rußland intb der demnächst in Brüssel zusammentretenden Konferenz, die sich mit der Wiedergutwach u ngssrage beschäftigen soll. Auch die Maßnahmen finanzieller Art, die ergriffen werden sollen im Falle König Konstantin den griechischen Thron wieder besteigen sollte, wnriren besprochen. Paris, 5. Dez. (WTB.l Nach einer ,Ma- tin"-Meldnng erklärte Ministerpräsident L e y - gues, Frankreich verlange von Deutschland nichts Unmögliches, aber Deutschland müsse im ersten Jahre einen bedeutenden Teil seiner Wiede rgu t m a ch ungs sch u ld begleichen, die Frankreich für das Etatsjahr 1921 vorgeschossen habe. Es handele sich um 16 Milliarden Franken. Wenn es das tue, werke es Frankreich zu einem Entgegenkommen sowohl hinsichtlich der Frist, als der Zahlungsart bereitfinden. Wenn Frankreich aber auf bösen Willen stoße, werde es über die Maßnahmen, die ergriffen werden sollen, beraten. — Der Sonderberichterstatter des , Marin" erklärt, Lloyd George und BonarLaw hätten dem zugestimmt. Eine neue Konferenz in Pari». Pans, 5. Dez (WB.) Dem „Petit Journal" zufolge findet demnächst eine neue Zusammenkunft zwischen Lloyd George, Sforza und Ley gues in Paris statt. Gegenstand der Beratungen ist die Regelung deS Friedens im Orient. Die Entente und Griechenland. London, 4. Dez. (Wolff.) Nach Schluß der gestrigen Nachmittagssitzung der Konferenz wurde ein Communiauee milgeteilt, nach dem (bie Vertreter Englands, Fran kreichs und Italiens folgende Entschließung angenommen haben: Bevor sie eine endgültige Entscheidung betreffs der zu treffenden Maßnahmen zur Herstellung eines dauerhaften Friedens im Orient treffen, sind die drei Mächte dahin übereingekommen, daß man die Entschlüsse der g r i e ch i s ch e n Regierung und des griechischen Volkes fermen muß. Weiter meldet der Haoasvertreter: Die drei Mächte stellten einen Protest fest, der nach Athen gesandt werden wird und sich gegen die Ausgabe von 200 Millionen Drachmen durch die griechffche Regierung trotz des Protestes Frankreichs und Englands wenden. 4. Dez. (WTB.) Der Kaffee- einfuhrverein teilt mit: Mit Rücksicht auf die Finanzlage des Reich-s soll künftig nur Konsumware von Kaffee eingeführt >verden. höhere Qualitäten zu Lurnsprcisen sollen im Armenien Räterepublik. London, 5. Dez. (Wolff.) Einer drahtlosen Meldung aus Moskau zufolge hat sich Armenien zur Räterepublik erklärt. An; dem besetzen Gebiet. fd. Koblenz, 4. Dez. Auf Anregung fcrt Redaktion Der im besetzten Gebiet ersch.nnenden amerikanischen Zeitung „Amaroc" appellierte eine Kommission, die aus einem Mitglied der interalliierten Kommission und vier RedaktionsMitglieder des „Amaroc" bestand, an den Wohl- tätigkeitssinn der amerikanischen Soldaten im besetzten Gebiet und forderte sie auf, freiwillig je 50 Mk. für eine Weihnachtsbescherung für bedürftige ft in Der zu stiften. Die meisten Soldaten erklärten sich bereit, 100 Mk. und mehr geben zu wollen. Falls die Mittel reichlich genug auAallen, soll diese Weihnachtsbescherung auch über das amerikanisch besetzte Gebiet hinaus ausgedehnt werben. wortlich'r Aufsicht des 53crwaltmigsausfWusses der Landesuniverfitat ftir den Rest des EtatsiahrrS einen Staatsvorschuß bis zu 30 000 Mark zur Verfügung zu stellen und beabsichtigt, über die endgültig" Verausgabung im nächsten Voranschlag Rechenschaft zu geben, auch zu erwägen, ob und in welch.r fröte bei dieser Qx4egcnb?ii etwa eine neue Etatsposition für die entsprechende AuSgabe- des nächsten Jahres einzustellen sein Dürfte. Der Landtag bat diese Vorlage in ferner letzten Sitzung anaenonnnen. berechtigt und verpflichtet angesehen, Gießener Studentenheim unter anlegt, wir sind vielmehr der Meinung, daß mit scharfen Mitteln ^gegriffen werden muß in Fäl- len. wo Erzeuger und Händler die Interessen der Allgemeinheit außer Acht lassen und nur an den eigenen möglichst hohen Gewinn denken. Es gibt feine politischen Verschiedenheiten oder Gegensätze in dieser Angelegenheit, es handelt sich einfach um die Nohvendigkeit, aus der Not herauszukommen Im weiteren Verlauf der Tagung werden wir die Förderung der lanowirischaftlichen Erzeugung erörtern, Wobei insbesondere an die Verbilligung der Kunstdünger zu denken ist, bann an die Wucher- bekämpfimg und bie Wirkung der Aushebung der Zwangswirtschaft auf den verschiedenen Gebieten. Wir müssen brechen mit dem Gedanken, als ob hinter der Aushebung der Zwangswirtschaft für Kartoffeln und Fleisch schon die Aushebung der Bewiltschafuntg des Getreides kommen müsse. Es wird die Ausgabe weiterer Erörterungen sein, wie wir die Getreidebewirlschaftung regeln wollen. Dann muß aber an dem Gedanken festgehalten werden, daß die Landwirtschaft auch zukünftig so viel für die öffentliche Wirtschaft herausgibt, als sie hevausgeben kann. Die Verhandlungen sind vertraulich, doch wird ein offizieller Bericht von führung von StaatShllse zu fördern. Die Universität kam nach Prüfung zu dem Anträge auf Bewilligung eines einmaligen Staatszuschusses von 10 000 Mark, ein Antrag, der nach Beibringung eines Wirtschastsvoran schlag s für bat kommenden Winter in die Befürwortung einer staatlichen Unterstützung von 30 000 Mark inroge-, wandelt würde. Diese Summe kann bei den heutigen Preisen und der 9lotwenbigfeit mit Unter- bilanH zu arbeiten wenn eine wirklich ausrrickxmde Nahrung zu billigem Preise an eine ständige Gast- zahl von 200 dis 300 jungen Leuten wnibfolgt werden soll, nicht als unbescheiden bezeichnet wer- Auslande zur Einfuhr nach Deutschland nicht angekauft werden. Es dürfen künftig in der Regel Kaffeemengen, die mehr als etwa 3 Mark für das Pfn.rd über dmi, jeweiligen Weltmarktpreis für Prima (Santo? kosten, nicht eingeführt werden. Die Erledigung der vorliegenden und eingehenden An- träae erfolgt in bent aufs äußerste beschleunigten Geschäftsgänge der Wirtschaftsftelle. Eine bevorzugte Behandlung bestimmter Anträge kann nicht zugebilligt werden. Der Handel muß den Verhältnissen Rechnung tragen und Rücksicht üben. Keinesfalls darf die prakäsche Einführung von Kaffte- mengen vor dem Eingang desEinfuhrbewilligungs- bestätigungsschreibens der Wirtschaftsstelle eingeleitet werden. batenbeime Allenstein" getragen worden. Der Verein ist nicht in der Lage, hierfür weites aufzukommen. Der Ausschuß der Gießener Studenten- an die Universität sozial unerläßliche I ms durch । s D. 287 | Der Siebener Lnzei-er .scheint täglich, außer Sonn- und Feiertags Beiogspteife; E ^Monatlich Mark 3.60 65Trägerlohn, vieNeljahrlichMark 10 80 Iutb Mk.l.95Trägerlohn; harch die Post viertel» IL-rkch Mark 12.- casschliehlich Bestellgeld. : st ernsprech»Anschlüsse: die Schriftleitung 112 ; v erlag,Geschäftsstelle 51. x»schrist für Drahtnach. t lichten: Anrrtger Lietzen, postscheakoulo: trwitfMrt a. w. 11683 (Eine Abmachung über deutsche Vieh- lieferungen an die (Entente. Berlin, 4. De^ (Wolff.) Wie wir erfahren,, sind nach langen schwierigen Beratun gen' gestern die Pariser Skrfcmbhmgen der deutschen 3bommission mit der Rcpavarionskommiffion über I die Viehlieferungen zum Abschluß gekommen. In der gestrigen Vollsitzung wurde einstimmig eine Vereinbarung angenommen, wonach Deutsch-l land die von den Ententestaaten geforderten, 1740000 Stück Geflügel, 27 165 Ziegen und 15 250 Schweine nach der Bestimmung des Frie-i densvertrags liefert und im übrigen innerhalb sechs Monaten liefert: 30 000 Pferde, 125 000 Schafe, 60 000 Stiere, Ochsen usw sowie 30 000 tragende Kühe und Färsen. An Pferden hatte die (rittente insgesamt rund 150 000, an Rindern Über 88b 000, davon 640 000 Milchkühe und tragende Färsen und an Schafen insgesamt 900000 gefordert. Für die ßieferung des verbleibenden Restes wird vor Ablauts der sechsmonatigen Frist eine neue Festsetzung4 im Einverständnis mit der deutschen ylegierung gemacht. Berlin, 4. Dez. Erschütternde Eindrücke bot der Lichtbildervortrag, den Graf Harry Keßler gestern int Schönberger Rathaus über die Kinde r h ö l l e in Berlin hielt. Die Bilder führten, durch feuchte Kellerwohnun gen, zeigten die Unterernährung und spärliche Bekleidung. Sie stellten^ nicht nur etwa entsetzliche Ausnahmen dar, sondern besonders auch Verhältnisse aus dem kleinen Mittelstände. In einer Berliner Gemeindeschule haben von 600 Kindern 300 kein öemb. Wie in Berlin, so sieht es im ganzen Reiche aus. Etwa ein Drittel des ganzen Volkes lebt unter dem Existenzminimum. Während der Verhandlungerr stellte es sich heraus, daß eine Verständigung über die .Herabsetzung der Gesamtforderungen, wie sie deutscherseits angeftrebt wurde, ausgeschlossen sei. Tie Vertreter der ReparationÄvmmission schlugen nunmehr vor, unter zeitlicher Zurückstellung der Gesamtforderungen eine Vereinbarung über eine einmalige, auf die Zeit von sechs Monaten berechnete Lieferung herbeizuführen. Dieser Weg schien die einzige Möglichkeit zu bieten, ein schweres, für die deutsche Wirtschaft unerträgliches Diktat mit allen seinen unheilvollen politischen Folgen zu vermeiden. Der Vorschlag wurde da hey von deutscher Seite grundsätzlich angenommen. Die Ver-, Handlungen über die Einzelheiten des Abkommens, insbesondere über die tragenden Tiere, gestalteten1 sich außerordentlich schwierig Zwar leistete die Reparationskommission im Laufe der Verband- Die sozialen Kämpfe Amerikas. Der Kampf zwischen den arbeitenden und -sitzenden Klassen Amerikas, der für einige Zitate eingeschlafen war, scheint mit erneu» rcHeftigkeit wieder aufleben zu wollen. Wäh- । Jrnö des Kampfes um die Präsidentschaft, der io< Interesse am sozialen Kampf in den Hintergrund gedrängt hatte, waren Streiks ifpit vereinzelt vorgekommen. Zwischen beiden r üblichen Parteien war eine Art von Waf-- ■ ^itstillftano vereinbart worden, der nunmehr 1 lbaelaufen ist. Mancherlei Anzeichen sprechen • safür, daß neue, heftige Kämpfe bevorstehen. ErnährungSschwicrigkeiten in Petersburg und Mo4kan. Helsingfors, 4. Dez. (Wolff.) Petersburger Blätter veröffentlichen Schilderuw- gen über die ErnäHrungsschwierig- teiten in Petersburg und Moskau. In den öffentlichen Speisehäüsem wird den Gästen nur noch Pflanzensuppe geboten. Anläßlich der kritischen Ernährungslage in diesen Städten befahl Lenin, daß neue Mehlsendungen dorthin abgehen. In Moskau ist die Lage so kritisch, daß der Stadtrat auf eigene Faust beschloß, die noch vorhandenen geringen Vorräte sofort an die Bevölkerung zu verteilen. Der Stadtrat wurde deshalb von der Sowjetregierung in den lAnklagezustand versetzt. WrangelS Flotte. Paris, 6. Dez. (WTB.) Nach den letzten Nachrichten aus Südrußland ist die Flotte des Generals W r a n g e l unter den Schutz Frankreichs gestellt worden. Hauptstützpunkt der Kriegsschiffe wird Biserta sein, während die Handelsschiffe sich nach Ton- lon begeben werden. gemeinnützige Zwecke beigefteuert; bie Gießener Hochschulgeiellschaft 4000 Mark. Der weiter» gri/brr sehr beträchtliche Fehlbetrag ist bis^r von Der gemeinnützigen Unternehmerin des Studentenheims, der Vereinigung „Kameradschaftliche Sol» hierher gehört in erster Linie der Kampf der ftbeitgeber-Verbände für das Prinzip des ^pen shop". Unter diesem Prinzip verstehen ft das Recht der Arbeitgeber, jeden anzustel- kn, gleichviel, ob er gewerkschaftlich organö- ftrt ist ober nicht. Verschiedene Verbände ha- ht sich bereits zusammengetan, um mit aller l'ubt für die Befreiung der Arbeitgeber von Vv Diktatur der Arbeitnehmer einzutreten, tazu kommt als Folge des Geschäftsrückgangs knr wachsende Arbeitslosigkeit in allen Teilen «s Landes. In den verschiedensten Industrien trien zahlreiche große Fabriken völlig darniv- jtr, ein Umstand, der diesen Kampf der Un- rinehmer überhaupt erst ermöglicht. In Eu- vpa, wo man anläßlich des sozialen Kampfes loi Diktatur des Proletariats, dritter Jnter- urionale usw. spricht, dvird man Amerikas Erregung in der Frage des „open shop" shwerlich verstehen. Man darf eben nicht vec- rtsftn, daß der größere Teil der amerikanv- Ko Arbeiterschaft, welcher überhaupt organi-- l.'tt ist, in Verbänden zusammengeschlossen ifi, welche nur grundkonservativen amerikani- föen Arbeitervereinigungen angehören. Wirt- ^«rftstheoretische oder gar revolutionäre Pro- l.ftm liegen diesen Verbänden völlig fern, sie ^chäftigen sich ausschließlich mit Lohnfra- |m, Arbeitszeit und dem Ausbau ihrer inne» |m Organisation. Sehr bemerkenswert ist ein Urteil des fräfibenten der vereinigten Minenwercke khn Lewis über die gegenwärtige wirt- jtaftliche Lage der ^Bereinigten Staaten. In len nächsten zwei Jahren hat seiner Mei- Eng nach die Arbeiterbewegung voranssicht- kö ihre schwerste Krisis zu überstehen. „Es K em offenes Geheimnis — man kann es Lallch in den Zeitungen lesen — daß sich die 8ckeitgeberverbände der verschiedensten In» -tzi^striezweige zum Kampf gegen die Arbeit- »»hmerverbände znsammengeschlossen haben, Eb daß sie mit eiserner Entschlossenheit und ter ernten Kräften diesen Kampf bis zum Leh- durchzuführen gedenken. Die Arbeitgeber -Erden im Laufe des nächsten Jahres große Anstrengungen machen, die Gehälter der An- •»itelTten zu drücken, bereits jetzt haben einige weser mit der Schließung der Betriebe ge- Skoht, wenn sich die Arbeiter nicht mit einer "drabsetzuns, der Löhne einverstanden er» •f:ren und sie hoffen, daß diese Drohung im •fcnbe bei anderen Unternehmern ein leb» Ks^es Echo finden wird." Das Ergebnis der Novemberwahlen ist P die organisierte Arbeiterschaft in der Tat 'vderschmetternd gewesen. Warren G. Har- Üig, der Sieger im Kampf um die Präsident- ffoft, war von dem Führer der Sozialisten WrwerS und anderen Arbeiterführern als ■tiftionär bekämpft worden. Der Vorsitzende des amerikanischen lkcchlverbandes, Elbert H. Gary, ein erbit- j-ter Feind der Gewerkschaften, erklärte einen nach der Wahl: „Der Sieg Hardings 6e* •eitet einen Sieg der Revolution." Die Zei-- Mgen prophezeien bereits, daß die Arbeiter tot neuen Kongreß wenig oder nichts zu er» Visen haben. Jedenfalls beweist die Aeuße- Snig Garys, daß man in Amerika noch weit •rinnt davon ist, soziale Probleme in einem : fclid) arbeiterfreundlichen Sinne zu lösen, •t es bei der Frage der gewerkschaftlichen ^'zanisation in Deutschland seit langem der M ist. der betreffenden gegeben. Die H ambu rg. ..Weimar, 4. Dez. (WTB.) Bei den Der» hb'amgen der Ernähmngsminister der deuticyen Junten, die in Weimar gestern begonnen haben, Reichsernährungsminister Hermes folgende '.¥e: Wir treten zu unseren Beratungen in einer zusammen, da die Ernährung sich in einer Trigen Lage befindet. Ms erster Punkt steht der Tagesordnung die Getreideversorgung. ich auch nicht den extremen Pessimismus •t kJ)et der Oeffentlichkeit mehrfach zum ,^-rruck kommt, wäre es doch nicht gerechtfertigt, £ Angelegenheit leicht zu nehmen. Wir hoffen, ^ unserem Bemühen, die inländische Belieferung t SU heben, Verständnis und Unterstützung ; Landwirtschaft zu finden. Wir dürfen, . ,L' - nnrfi 1y,6 ruhig zusehen, wenn ein Teil der Erzeuger l an ung D"Z.3ariens erfahrt rn-n nock daß l,ki Ländler dem Egoismus keine Zügel mehr «in der Kommylwn^liSung, tn bei die Angelegen- Erstes Blatt fTO. Zahrgmig Montag, 6. Dezember 1923 ® A Bnnabme von Anzeigen W» ▼ flr d e lagfsnummer bis GietzenerAnzelger q • ^auptschnftleiter. Aug. General-Anzeiger für Oderhessen MW Ürad unö Verlag: vrühl'fche Univ.-Vuch- und Steinöruderei R. Lange. Zchriftlettung, Seschäftrstelle und vruckerei: Zchulstratze 7. sSmtUch in ©iefTi Lifte a verzeichnet sknd, unter den dorr angv- führten Sebmgintgen, wonach es allen Anforderungen der alliierten entsprick-t: b) innerhalb der Frist Lan fechs Monaten |oü TeutsclKmd die in der anliegenden Liste b cru^geführten Rinder, Pferde mrd Sä-ase unter den dort angegebenen Bedingungen liefern. Der Wiü>ergutniachungsaus- schuß beschließt ferner, daß er vor Ablauf der ge- inmnten Frist von fecl-s Monaten eine neue teilte scheidung treffen wird über die weiteren M e n- gen an Rindern, Pferden und Schafen, die später von Deutschland zu liefern sind. Note 1. Die in den Listen a und b angegebenen Biehmen gen lassen die im § 6, Anlage 4 des Tests 8 des Vertrages von Versailles vorgesehenen Lieferungen, soweit diese noch nicht beendet sind, unberührt. Note 2. Zu den in Liste b aufgeführten Tieren: Tne deutsche Regierung erklärt, daß sie -war bereit sei, ihr Möglichstes zu tun, uni die borget ebenen Lieferungen in der Frist von sechs Mon.-aten zu erfüllen, daß sie jedoch die Jnne- ^haltung dieser Frist nur für möglich erachtet, wenn bei 'Auswahl der zu liefernden Tiere Alter, Gewicht, Leistungsfähigkeit und Durchschnittsqualität des jetzigen beutfcben Viel)bestandes berücksichtigt wird und ferner dem Vorkommen der einzelnen Gattungen in Deutschland Rechnung getragen tvirb. Die deutsche Regierung verpflichtet sich, gesunde Tiere von normaler Beschaffenheit zu liefern. Liste a. Geflügel: Hähne und Hühner 1 600 000, Enten 100 000, Gänse 40 000, Gesamtzahl 1740000 Köpfe, welche nach Möglichkeit tn drei Jahren oder spätestens in toter Jahren zu liefern sind, grundsätzlich zu gleichen jährlichen Teilen von beim Tage an, welcher durch die alliierten Sachverständigen festzusetzen sein wird, und zwar unter dem Vorbehalt der Unterbrechung der Lieferungen, die durch eventuelle Epidemien verursacht werden könnten. Ziegen 165, Böcke 25 000, zusammen 25165 Stück, in drei Jahren zu liefern, und zwar in gleichen Mengen. Die Lieferungsfrist beginnt mit dem Tage, welcher durch Vereinbarung der beiderseitigen Sachverständigen unter Berücksichtigung des Seuchenstandes sestzusetzen ist. Falls keine Einigung zwischen den Sachverständigen zustande kommt, wird der Wiodergutmachungsausschuß den Termin festsetzen. Schweine: Zuchteber 250, Mutterschweine 15 000, Gesamtzahl 15 250 Köpfe, zu liefern in der in den Listen vorgesehenen Frist. Der Liefer- beginn wird festgesetzt wie bei Ziegen. Liste b, Pferde: 30 000 Stück, zu liefern in einer Frist von sechs Monaten, beginnend, sobald die Trans- portabnahmebestimmungen festgesetzt sind. Schafe: 125 000 Stück, ztu liefern in der Frist von seckB Monaten. Der Lieferbeginn wird festgesetzt wie bei Ziegen (siehe Liste a, Rüster). 60 000 Stück Stiere, Zugochsen und Jungrinder männlichen und weiblichen Geschlechts, sowie 30 000 tragende Kühe und Färsen, in Summa 90 000 Stück, zu liefern innerhalb der Frist von sechs Monaten. Lieferbeginn wird festgesetzt wie bei den Ziegen (siehe Liste a). Dabei gab die Reparationskommissron folgende Erklärung ab: der Wiedergutmachungsansschuß prüfte die Listen, welche ihm durch die alliierten Regierungen übergeben wurde. Er ist der Ansicht, daß sich die Anfockerungen der Alliierten in vernünftigen Grenzen halten und behält sich das volle Recht vor, von Deutst^and die Lieferung der gesamten Mengen von Vieh M, verlangen, welche von den Alliierten gefordert worden sind. Deutsch-amerikanische Viehspeude. Berlin, 4. Dez. (Priv.-Telegr.) Bei der Ausländsabteilung des Deutschen Roten Kreuzes ist die Nachricht eingetroffen, daß 124 Kühe, 2 Bullen und 2 Kälber von Friedericksburg in Texas die Reise nach Deutschland angetreten haben. Die Spende geht von 100 Deutsch-Amerikanern in Frie- dericksburg unter der fLeitung von Holnil- Oftrow aus. Tie amerikanischen BesatzungStrnppen. Neuyork, 4. Dez. (WTB.) Der Chicago Tribüne aus Washington zufolge ev- ftärte das Mitglied des Ausschusses für militärische Angelegenheiten des RepräsentationA- hauses, Fuller, es werde nicht möglich sein, ^ie amerikanischen Besatzungs- truppen int Rheinlande in absehbarer Zeit zurückzuziehen. ♦ Eine Forderung Frankreich» an Amerika. P a r i s, 4. Dez. (Wolff.) Wie die in Paris erscheinenden „Neueft. Russischen Nachricht." melden, hat die französische Regierung an dielamerikanische Regierung eine Note gerichtet, in der darauf hin- gewiesen wird, daß die russischen Bodenschätze eine gewisse Garantie für die russischen Schuld den an Frankreich seien. Frankreich könne daher nicht untätig zusehen, wie sich fremde Staaten Konzessionen in Sibirien erwerben. Parteitag der Kommunisten. Berlin, 4. Dez. (Wolff.' Heute vormittag wurde der Vereinigungsparteitag des linken Flügels der Unabhängigen und der kommu- nislisckien Partei eröffnet, lieber dem Vorstandtisch schwebte, wie der „Vorwärts" berichtet, der fünf- zackige rote Sowjetstern in riesigem Format. Als erster Referent sprach der Reichstagsabgeordnetq Levi über das Aktionsprogramm. Dann sprach D ä u m i g. In einer der beiden Resolutionen, die darauf einstimmig angenommen wurden, beglück- wünscht der Parteitag die Rote Armee zu ihrem Siege überWrangel. Der Parteitag gelobe Rußland zu unterstützen, in der Erkenntnis, daß das Schicksal der Welt mit dem Rußlands verknüpft ist. Die andere Resolution spricht beninUngarn unter Anklage stehenden politischen Kommissaren der ehemaligen revolutionären Regierung seine volle Sympathie aus. Der Parteitag nahm nach dem Referat Däumig einstimmig etne Entschließung an, 'n der die Verschmelzung der neuen kom- mirnistisch-'n Organisation mit der K. P. D. gebilligt und der „V e r e i n i g t e n k o m m u n i st i - s ch e n Parte i" alle Rechtsansprüche aegtn die alte unabhängige' Partei übertragen wurden. Arr» desn Reiche. Tcuerungszuschlägc. Berlin, 4. Dez. (Wolff.) Der Hauptausschuß des Reichstags hat einstimmig einen Antrag der Regierungsparteien angenommen, daß in Ortsklasse A 150 Prozent Teuerungszuschläge zu den Kinderzuschlägen gezahlt werden sollen, tn Ortsklasse B 12 Prozent, in Ortsklasse C 100 Prozent und in den Ortsklassen D und E 75 Proz. Uus Stabt tmfc Catib. Gießen, den 4. Tez. 1920. Die Zahlung des Reichsnotopfer». Von amtlicher Seite werbet die Abgabenpflich^ tigen auf folgendes hingewiesen: . Kriegsanleihe wird auf das Reichsnotopfer nur noch bis zum Aublaus dieses Jahres ang>> nommen. Eine allgemeine Verlängerung dieser Frist ist nicht zu erwarten. Die Kriegsanleibe>tücke sind bei den bekanntgemachten Annahmestellen, die auch beim Finanzamt erfragt werden können, hinzu- geben, Anträge auf Uebertragung von Reich- Schuldbuchforderimgen dagegen bei der Reichsschuldenverwaltung (SckMldbuchangÄogenheit) in Berlin zu stellen. In bei beit Fällen ftnb von dem Einlieserer besondere Vordrucke auszufüllen, die bei den Bezirkskassen erhältlich sind. Bet der Jnzahlunggabe von Kriegsanleihen auf das Reick)snotopfer und die Kriegsabgabrn werden fällige Zinsscheine nicht angenommen. Erneut wird auf die Vorteile der baren Vorauszahlung des Reichsnodopfers aufmerksam ge macht. Auf Zalstungen dieser Art bis zum Ende dieses Jahres wird eine Vergütung von vier vom Hundert gewährt; für 100 Mark Steuer sind mithin nur 96 Mark zu zahlen. Mit dem Tage der Zahlung erlischt die Verpflichtung zur Verzinsung des durch die Zahlung getilgten Betrages. Je früher die Zahlung erfolgt, um so weniger Zinsen sind mithin zu entrichten. Die Zahlungen, die 96 Mark ober ein Vielfaches hiervon betragen müssen, können bei den Finanzkassen ober den mit ber Wahrnehmung der Geschäfte einer solchen beauftragten Kasse, den Reich-bankanstalten sowie den als Annahmestellen für bare Vorauszahlungen bestimmten öffentlichen Sparkassen und öffentlich rechtlichen Kreditanstalten erfolgen. Einzahlungen bei den Reic^bankanstalten, Sparkassen ober Kreditanstalten sind nur unter Ausfüllung eines Vordrucks zulässig, der bei diesen Stellen erhältlich ist. Die Zahlung gilt nur bann als vor dem Ablauf dieses Jahres erfolgt, wenn das Geld den genannten Kassen spätestens am 31. Dezember zu- gegangen ist. Für Beträge, die — gleichgültig aus welchen Ursachen ober Gründen — erst nach diesem Tage bei den genannten Kassen ringeln, wird die Vergütung nicht mehr gewährt. Es warte daher niemand bis zum letzten Augenblick. Abgabepflichtige, die nicht imstande sind, den ungefähren Betrag ihrer Abgabenschuld zu berechnen, erhalten vom zuständigen Finanzamt Auskunft. Wer mehr einbezahlt, als seine Schuld beträgt, läuft teilte Gefahr. Die Zuvielzahlungen werden nach Feststellung der Abgabe erstattet, und zwar die baren in bar, die in Kriegsanleihe in Kriegsanleihestücken; Ueberzahlungen von mehr als 300 Mk. weichen mit 5 vom Hundert vom Tag der Zahlung an verzinst (§ 132 AO.). Nach einem Gesetzentwurf, dem der Reichsrat zugestimmt hat, haben die Notopferpflichtigen ein Zehntel ihres abgabepflichtigen Vermögens, mindestens aber em Drittel ber Abgabe bereits im nächsten Jahre in zwei Raten zu entrichteit. Nur in besttmmt bezeichneten Fällen wird der zu zahlende Bettag vom Finanzamt ermäßigt ober ganz ober teilweise gefhntbet werden. Dies möge jeder bedenken, der noch schwankt, ob er das Reichs- notöpfer alsbald bezahlen soll. Griechische Papyri in Gießen. Professor Dr. O. teger hielt am 30 Novbr. auf Veranlassung der Gießener Hochs chul- gefelts'chaft einen Vortrag über die griechischen Papyri in Gießen. Es handelt sich bei diesen Papyn um «Schriftstücke, bei welchen die Schreib- unterbage hergestellt ist aus dem Stengel der Pa- pyrusstaude, einer Wasserpflanze, die in früheren Zeiten namentlid) tm Nildelta an den Ufern des Flusses in großen Mengen wuchs. Infolge der trockenen Luft Aegyptens sind sehr viele dieser Papyri bis auf den heutigen Tag erhalten geblieben. Sie werden gefunden teils in großen Kchrickfthaufen, Seltener in verfallenen Häusern, namentlich auch auf Friedhöfen, da man beschriebene Makulatur zur Herstellung von Munneii- tartonage bet der Bestattung von Menschen und von heiligen Tieren (ft'rolobifen, Ibissen usw.) benutzte. Heute werden in vielen europäischen und außereuropäischen Sammlungen Papyri aiifbc* wahrt, in ägyptischer, aramäischer, hebräischer, persischer — vor allem aber auch in griechischer Sprache geschrieben. Darunter nehmen die beiden in Gießen befindlichen Sammlungen, die tn dem Museum des Obevhesfifchen Geschichtsverems als Teil ber Gailschen Sammlung und die In ber Universitätsbibliothek einen ehren vollen Platz ein. Beide besitzen Stücke von hervorragendem Wert. Unter den griechischen Papyri kann man scheiden zwisckien literarischen Stücken, auf welchen Reste der griechischen Literatur erhalten sind, und nicht- literarischen. Mtt den letzteren, die einen außerordentlich vielgestaltigen Inhalt hoben (Gesetze, Amtsbagebücher, Urteile, Steuerbücher, Klagen, Steuerdeklarationen, Gebutts- unb Todesanzeigen, Kaufverträge, Heivats- und Ghescheidungsurlwi- den, Lchrlrngsverttäge, Testamente, Privatbriefe, Gebete usw.) und damit ein Bild des Kulturlebens im weitesten Sinn des hellenistisch-römischen Aegyptens geben, beschäftigte sich der Vottrageiide, inbeNr er einige Fragen heraus griff, über welche zum Teil auch weziell Gießener Papyri Licht verbreitet haben. So haben die Papyri erst Stunbe gebracht von dem durch Augustus m Aegypten eingeführten Provinzialzensus, bei welchem in einem vierzehnjährigen Zyklus eine Personenstanbs- aufnahme stattfand. Haus für Haus mußten Te- klarationen eingereickü und alle Bewohner angegeben werden. Dabei nllißten die Deklarationen am Heimatsort erfolgen; vgl. dazu den Beriäft im Lukasevangelium über die Geburt Christi und den babei erwähnten Zensus. — Die im Museum des Oberhessischen Geschichtsvereins befindliche griechische Uebersetzung der temiftitutio Antonmdania, eines Edikts des Kaisers Caraealla von 212 über die Verleihung des römischen Bürgerrechts an die Provinzvälen ist für den Historiker von größter Bedeutung, da uns feitber nur Unzulängliche Nach- richten über deren Inhalt bekannt ivaren. Namentlich sind es auch wirtschaftlich Fragen, für welch die Papyri Material bieten. Läßt sich einerseits das Bestehen eines Arbritgeberschutzver- bandes wahrscheinlich machen, so begegnet andererseits auch der Stteik. Das Bankwesen war so hoch entwickelt, daß wohl jeber einigermaßen Begüterte em Bankdepot besaß und Zahlungen durch Anweisung an die Bank bewirkte. Ein Giroverkehr ist nicht nur für Geld bet den Banken, sondern auch für Getreide bei den öffentlichen Speichern nachweisbar. In den Haushaltungsbüchrn begegnet man tn früheren Zeiten sehr niedrigen Sätzen bet den Preisen für SebenSlrrittel und dem Lohn für Handwerkevarbeiten. Nachdem aber schn vocher Ibie Kaufkraft des Geldes gesunken nxir, trat plök-- cm, und man kann auch für Aegypten wahr- nebnten, daß auch der Versuch Diokletias, der allgemeinen Teuerung durch gesetzliche Festsetzung Kreis Wetzlar. X Dutenhofen, 5. Tez. Im Jagdschlößchen wurde verflossene Nacht ein Einbruch verübt. Die Diebe drangen durchs Kellerloch in den Keller und stahlen eine Kiste Steinhäger um andere Spirituosen. Die Diebe sind anscheinend in einem Auto geflohen. Auch bei der Teustls mühle bei Allendors versuchten sie einzubmiM wurden aber durch die Wachsamkeit der Hunoi vertrieben. Hessen-Nassau. Die Neuwahlen in Hanau. X Hanau, 4. Dez. Zu der am 9. Januar' 1921 stattfindenden Neuwahl der Stadtverord1 netenversammlung haben die Deutsche Volkspatte die Demokratische Partei,' die Deutschnatwnals Volkspattei und das Zentrum beschlossen, von bei.1 Aufstellung eigener Kandidatenlisten abzusehen um ■ ihre Stimmen auf eine gemein same Liste zr vereinigen. Dieser Zusammenschluß richtet ft« gegen die bisherige Mehrheit her Stadtverordneten- • Versammlung, die aus Sozialdemotvatcn und Kvm- immiften besteht. mc. Frankfurt a. M., 5. Dez. Ter Magb. ftrat hat bekanntlich für Christb äum c Richt* preise Von 3—6 Mark festgesetzt. .Als das dv7- Härstler erfuhren, haben sie teilweise ihre WayL Beschlagnahmte Hamsterwore Im Monat November 1920 wurden durch die Wuckxrabtrilung des Polizeiamts Gießen rn Verein mit der Sichorheitspolizcr 124ZentnerMehl und Frucht beschlagnahmt und dem Kommunal« verband überwiesen. ** Die Anordnung, betr. Frei« machung von Arbeitsstellen wird nicht immer genau beachtet, besonders erfolgt nicht die nach § 10 der Anordnung von den Arbeitgebern zu erstattende Anzeige für die zur Entlassung kommenden Personen. Der Vorsitzende des Dem», bilmachungsausschusses weist in einer heutigen kanntmachung auf diese Bestimmung nochmals hin und macht besonders darauf aufmerksam, daß diese Anzeigepfticht in allen Fällen besteht, auch dann, wenn Ausnahme-Anträge für die in Betracht kommenden Personen gestellt werden. Die Meldimg hat nach vorgeschriebenem Muster, das beim Arbeitsamt erhältlich ist, zu erfolgen. Die Frist zu: Anmeldung ist bis zum 10. ds. Mts. verlängert. Eine Kündigung braucht dann vorerst nicht ausgesprochen zu werden, wenn ein Ausnahmeanttag vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer gestellt wird. Wird kein solcher Anttag gestellt, so ist sosott zum nächsten, nach § 2 zulässigen Termin zu kündigen und diese Kündigung binnen 24 Stunden dem Arbeitsamt zu meldm. Zweckmäßig ist es, vor der Kündigung beim Arbeitsamt nachzufragen, ob Ersatz gestellt werden kann, und vemeinerrdeitt falls von Kündigung abzusehen und gemäß § 4 Ausnahmeantrag zu stellen. ** Eine Versammlung der Provinzial- und Kreis- Beamten und Angestellten zur Gründung einer Vereinigung fand am Samstag den 4. Dezember in Gießen statt. Direktor Tr. Gart H--Darmstadt, Vorsitzender deA Gewerkschaftsbundes Hess. Gemeindebeamlen, gafl einen Ueberblick über Zweck und Ziele dieses Verbandes. In der sich daran anschließenden Aus- sprache wurde eine Interessengemeinschaft der Provinzial- und Kreis-Beamten unb Angestellten unter Anschluß an den Gewerkschaftsbund hessischer Gemeindebeamten vvn allenAnwesenden für notwendig erachtet und der Anschluß vollzogen. ** Der Wartburg-Verein hielt Astern im Markussaal einen Familienabend, der sehr gut besucht war. Die feinsinnigen — ernsten und heiteren — Rezitationen durch Frau Mendelssohn- Bartholdy gewähtten einen tiefen Blick in beit Reichtum deutschen Geistes und Gemütes. Ebenso erfreuten die schönen Zithervorträge, welch? Herr Schmalz darbot. Einen passenden Rahmen für ixü Ganze gaben die Stücke, welche von dem Jugenb- stteichchor mit viel Geschick unb Frische gespielt wurden. Wohlverdienter, herzlicher Dank wurde allen Mitwirkenden zuteil. ** Berichtigung. Bei der am Samstag veröffentlichten Notiz betr. ,LeimstättenauSschllß der Deutschen Gewerkschaften" ist ein Fehler unterlaufen. Es muß heißen: Feri>. Joh. Mohr, Labw st raße 9 a, nicht Bahnhofstraße. Landkreis Gießen. ^Steinbach, 5. Dez. Ter in der Giestentt Fabrik tödlich verurglückte ältere Arbeiter Bender wurde unter sehr starker Beteiligung beerdigt Kreis Friedberg. Zl Bad-Nauheim, 4. Dez. Heute wurde hier der Lehrer t. R. August Wagner, ein geborener Friedberger, zur letzten Ruhe geleitet. Nahezu ein halbes Jahrhundert hat er im hessischen Schuldienst gestanden, davon nach kurzer Tätigkeit in Rtürlos, Ranstadt und Bodcnrod über 40 Jahre allein hier in Bad-Nauheim. Unsen Stadtschule hat sich während seiner Wirksamkeit mrs einer 4klassigen in eine 19klassigc Schule umgewandelt. Mit dem Verstorbenen, der feit 10 Jahren im Ruhestand lebte, ist ein 3tüd ,,Mt"-Nauheim dahin gegangen. Tie Entwicklung unseres Bades hat er nicht nur mit erlebt, er Hal selbst große Sßerbienire um dieses Emporblühen gehabt. Dem öffentlichen Leben hat er in uneigennützigster Weise ferne ganze Kraft gewidmet. O Nieder-Weisel, 3. Dez. Hier wurden kürzlrchi 7 Morgen Land für zufamwen 105 000 Mark versteigert. Einzelne Morgen kamen aui 19 000 Mark zu stehen. Demgegenüber ist der Pachtpreis, der ber der Neuvervachtung des Solm- fischen Gutes erhielt wurde, nicht als zu hoch41t bezeichnen. Es wurde für den Morgen 400—600 Mark Pacht bezahlt. Starkenburg und Rheinhessen. Gattenmord. rm. Worms, 5. Dez. Der bei oer Hafenbahn beschäftigte, 23 Jahre alte Rangierer I. Maier hat in der Nacht zum Samstag seine Frau, geb. Fischer, die 27 Jahre alt ifi und aus Barmen stammt, ermordet. Et hat bei seiner freiwilligen Meldung bei der Polizei angegeben, daß er ihr im Streit naa der Kehle gegriffen habe und dann eingeschla- fen sei, als er aufgewacht fei, sei sie tot 9» wesen. von Höchstpreisen Einhalt zu tun, nichts aefrudjitet hat. — Vom vierten Jahrhundert nach Ehristt läßt sich auch eine Rückkehr von der Geld- zur Naturalwirtschaft aus den Urkunden feststellen. Aus dem Gebiet des Rechtslebens l)ob der Vortragende die überraschende Kunde hervor, die uns die Papyri hinsichtlich der Existenz emes Grundbuchs in römisck-er Zeit nt Aegypten gebracht haben. Es l-andelt sich habet um eine getrennt vvn betrt ©teuerfatafter Leftiebcnte Einrichtung, welche den klar ausgesprochenen Zweck hatte, die Nechtsverhältnisfe an Grund unb Boden namentlich auch int Intereste der Sicherheit des privaten Verkehrs mit Grundstücken durch öffentliche Verbuchung von Eigentum und Belastungen evident zu erhalten. Der fesselnde Vottvag wurde erläutert durch etne fleme Ausstellung Gießener Papyri. St. Nikolaustag. St. Mkolaus ist der Vorbote des Christkinds und ihm zu Ehren hat das Voll seit langen Zeiten seinen Tag, den 6. Dezember, als einen Tag allseitigen Schenkens hockigehalten. Hat auch gegenwärtig der Christbailm und die Chrislbescherung den Nikolaus von ehedem mehr und mehr verdrängt, ganz ist er doch nicht tn den Hintergrund getreten, er ist auch jetzt noch ein hochwillkommener Gast, wo er sich blicken läßt, mag er, je nach Landes-- unb Ortssitte. „St. Niclas, Santiklaus, Sumiklaus, Nikolo, Niklo, der heilige Mann" usw. geheißen werden, und mag er allein kommen ober tn Agleitung des Knechtes Rupreclst, mit dem Diener Krampus oder dem Schreckens mann Runt- panz! Brmgt doch er oder sein Begleiter alles, was ent Kinderherz und einen Kindermagen erfreut: Obst und Naschwerk, Spielzeug und hoch manches andere; allerdings auch, als Droh- und Schreckmittel, eine Rute. An manchem Ort erscheint er bereits am Vorabend, im Bischofskleid, mtt seinem Stabe in der Hand, die Kiiider ermahnend, lobend, tadelnd. Und ihnen für den nächsten Tag Gesck)«iSe oder die Rute in Aussicht stellend: ober er reitet aus dem Lande als ein Greis mit langem Batte, bewaffnet mit einem mächtigen Korb und mächtigen Rutenbündel auf einem Sclftmmel oder Esel umher burtb die Dunkelheit, Um Schrecken mehr noch als Gabeii zu Verbreiten. Ehebem pflegte der Mkolaus auch seine milde Hand bis auf die Dienstboten zu ersttecken, eine Sitte, die in deutschen Gegenden zuweilen noch insofern porkvmmt, als die Leute der Herrschaft Teller und Schüsseln vor die Tür stellen, damit der „nobele Kloos" sie mit Aepfeln und Nüssen fülle. Wettervoraussage für Dienstag: Wolkig und ttocken, dunstig, wieder abnehmende Temperatur, Twrdöstliche bis östliche Winde. Der über die Alpen nach Süden abgezogenen Depression ist von Nordwesten her wieder hoher Druck gefolgt. Es "ist daher für die nächste Zeit wieder mit trockenem Frostwetter zu rechnen. In den letzten acht Tagen betrüg die N i e b e r- schlagsmenge in Gießen 14 Millimeter, in T ar mstadt 9 Millimeter intb in Lauterbach 8 Millimeter. Beranstaltuuge«. Montag: Aula, Hörsaal 44, 8 Uhr, Bor trog ber Hess. Bereinigung für Volksfirnde über ober- hessische Glocken. — Stabt Kassel, 8 Uhr, Monatsversammlung ber freiwilligen Feuerwehr. — Gasthof Hindenburg, 8V4 Uhr, DrskufsionSabend der Dttutschen Volkspartei. — Casä Sdb, 8 Uhr, Konzert fimb Vorstellung der Chiemseer. — Lichtspielhaus wie gestern. — Lichtspiele, Seltersweg, ,L)om -Schicksal erdrosselt", „Nachtemle G. m. h. H." und „Jägerliust und Jägerleib". *• Amtliche Personalnachrichten. Erledigt ist eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Heuchelheim, Krris Gießen. •• Mitteilung aus dem Stadttheaterbureau. „Am Tage des GerMs" ist die einzige dramatische Arbeit Roseggers, die durch- gebüungcn ist. Er betitelt das Werk ein Volksschauspiel Und hat zmn Teil ganz prächtige Typen darin geschaffen, die an die Marotten Gestalten aus seinen Schriften eines Waldsclrnlmeisters erinnern. Von besonderer Wirkung dürfte ber zweite Akt im Arrest- lokal sein. Der größte Dell des Personals ist in ber Aufführung tätig. Die Spielleitung liegt in ben Händen des Herrn -Oskar Feigel. ** Kleinverkauf von Kartoffeln frnbet von heute bis Ende dieser Woche in der Nahrungsmittelbaracke des Gefangenenlagers (neben der Lstbigshöhe) statt. Der Preis beträgt 35.50Mk. für den Zentner und ist vorher beim Lebensmittelamt, Zimmer 13, zu bezahlen. Lebensmittelausweiskarte ist vorzulegen. Siehe Bekannttnachimg. ** Der Amtsgerichtsneubau, dessen Zwmtgseinguarlienmg (Finanzamt, Lebensmtttel- amt, Kvmmunalverband' anderweit unter gebracht werden kann, wird nunmehr int Innern fertiggestellt. Die Kosten hierfür sind bereits int Staatsvoranschlay 1913 genehmigt Die durch Erhöhtmg der Materialpreise und ArMtslöhne entstehenden Mehrkosten von 40500 Mark sotten nach einer Regierungsvorlage in den Staatsvoranschlag 1921 eingestellt werden. ** Feftgenommen wurde ein Schwindler, der darauf ausging, hiesige Geschäftsleute hineinzulegen, indem er ihnen vorschwindelte, hier am Bahnhof einen Waggon mit Kartoffeln, Zucker und Auslandsmehl zu haben, zu dessen Einlösung er 1600 Mk. benötigte. Er hatte kein Glück unb wurde ihm sein Handwerk durch die Festnahme gelegt. **BilligeFahrraoschläuche besorgte ein Arbeiter oer Gummifabvik einemhiesigen Geschäftsmann .Er betrieb sein einträgliches Geschäft in solchem Umfange, daß ein ganzes Lager gestohlener Sachen in seiner Wohnung gefunden und durch die Kriminalpolizei beschlagnahmt wurde. Dieb und Hehler werden sich nächstens zu verantworten haben. ** Eine seltsame ^Liebhaberei. In letzter Zeit macht sich ein eigentümlicher Liebhaber für Fenster bemerkbar. Er hebt sie aus und heißt sie mitgehen. Dem Publikum wird empfohlen, die Fenster der unteren Stockwerke so zu verwahren, daß eine Mitnahme nicht ohne weiteres möglich ist. — Auch treten wieder Kellerdiebe auf, die es hauptsächlich auf Wein, eingelegte Eier und Konserven imj zur Zett DwUetärns etn ungeheurer Sturz I usw. abgesehen haben. So wmden in der Nacki rrn „nh formt mtA Krr STpnhfrten loavr- vom 4. zum 5. Dezember aus einem Kelle, in der Goethestraße eine Anzahl Eier, Buttei und Fett entwendet. Wäschediebstahl. In der Nacht zum 4. Dezember 1920 wurde eine gelbe Kaffeedecke mit roten «Streifen, ein Herrenhenü) unb ein Damen Hemd von zum Trocknen ausgehängte, Wäsche entwendet. HS l'eM 'Ja Di« * ■jflt, ihn als »dies Aunst tti LitrziMi 'S diesn W ni Mii inittBlir vertritt, zählen TiiNai zu f®® Meller hat IMnts latf von tii aut zablreicha hüung gelangt. " lÜrigtt Vorsiberi- linÄlh'künstleri! Erträgt lso W M luh bocket auch lk wird ar I ^iiTidat. - Aus Da V: peile (ütranfi —— ll( $arnt|taoi- fhba-kerhiernr i jemer Mr Z Üandcsthattn wieder bereits n Beta» Anoidniina Arb«ii§,teu « ? °eise no^r 2 m Kraft 9t °°n Arbeit- •Hine,,.3 web z!-«»?.'-b- i Nt K,'«' w w Kl,saften! ; ML Haupt- m )estalten: ■ WW A ?Ifln über 5 JAQPÖenl M^bausen nach >3* Andors webbero Ibeffi —___ ?eleg Sn«, ■’M« te[p>| ILB «««nSfc, ff ptyonen d« 2, Meldet ,Cfftn-biebeim3 ite«; den 4. ^iitz-nbe de iovhanes imb von t nut miterW' jn dl-ses SrM gearbeitet und vieles andere. Versteigerung bestimmt. ieÖintg gelangt. Als i;rtger Vorsttzcnter der Darmstadter .,Freüm literarisch-künstlerischen Gesellschaft" und durch Erträge (so insbesondere über die Schauspielkunst) tat sich Hocker auch sonst literarisch erfolgreich be- üttfft. Er nxrb an seinem Jubilüumsabend den ftdäft spielen. S. Ab morgen bis slMSehLDonneretng • der mit Spannung erwartete ▲ Bonn ment al-Prunkfilm : 1 sei» koeteetoset, eigener Strom. - Fein elektrisch! Dazu das Billigste 2u harn h alen rahrredh» <> <> <> PHILIPPS A.-G. wvRI»m.-.R8öelhYi . Orans uns frei Drucksache .JLtLHM' Gießen, den 1. Dezember 1920 Hessisches Amtsgericht. Fährt jer*oder„sie' dann als das Beste zu Weihnachten Dmksaeben aller Irl wert 41e BrlhTsohe üslv.-BrackersL B. Lange, GUflei 5 km । Der Eheftau des Kaufmanns Karl Gilbert, Elisabethe geb. Schiemangk in Lollar ist Prokura erteilt. 3. Am 2. Dezember 1920 bezüglich der Firma .Hansa" Patent-Neuheiten-Vertrieb W. Brück & Sohn in Gießen: Jur Vertretung der Gesellschaft sind die beiden Gesellschafter Wilhelm Brück sen. und Wilhelm Brück jun. nur in Gemeinschaft berechtigt. Gießen, den 3. Dezember 1920. 128888 ItunW unb Wissenschaft. Vierzigjähriges BüHneniubiläum. Darmstadt, 6. Dez. Regiftour Georg Hcin- Hacker hier wird am 10. Dezember das Jute- rim seiner 40jLhrigen Zugehörig leit zum Hessi- ev hiesigen selbständigen Gewerbetreibenden nigerordentlich stark besuchte Protestver- immlung gegen die beabsichtigte Kommu- nilisierung der LebenSmittelbranche statt. ked) Ansprachen der Herren Stumpf und Ar- temann wurde eine Entschließung angenom^ tlCL Sn ■vn Ül Gerichtssaal. Die Papiergeld-Revision. s I Marburg, 3. Dez. Im Mai d. I. tau toten in der Frankfurter, Gießener, Alsfelder I - bett i ^Mgt niAh»r Mir 11 tuttr Ub.J WjuS?1 ; W Dir L i °M Dir l ® telttß I luehmtt «W m «... i «Mig ift i Et ,L und bttntT^.' etel und WH IJ Ztkn unbt»|„ aifr '8ttnmg.ii M in ®iZJ| nftebt, Sorii^jj ^ntembe5eoir:e» , und l midilÜBfltie h nwteinitteh br J>[ und Ülngtfidlteei lstsbmd btinteJ teilten fanraq vllzogm. -Verein hidims lienabenb, tvfti m - emftntik -h Frau UH t tiefen Blick e« und QkmM»' rwrlräge, meide n enden Rchnmrü -Ich' von dem >.r 1 und Frischt n| herzlicher Mr Versteigerung Dienstag den 7. Dezember, von 2 Uhr ab, versteigere ich Brandgasse 3: 2 neue Bettstellen mit hohen Häuptern, 1 Bett- stelle mit Matratze u. Keil und 3 teil. Roßhaarmatratze, mehrere sonstige Bettstellen, 1 Küchenschrank m. Aufsatz, 1 Ecksofa, 1 Thaiselongue mit Decke, 1 Kinderbett, 1 Blumentisch, 2 ovale Tische, 1 Spiegel, 2 Fenster- trifte, 1 Konzertzither,1 Dackhaube.1 Kleiderbüste Nr.46, 1 Dampfmaschine, 1 Grammophon m. Platten, 1 Laterna magika, 1 Dampfschiff, 2 Schaukelpferde, 1 Puppenküche, 1 Puppenwagen, 1 Manchesterhose, 1 neuer Anzug u. Paletot, 51/, m brauner Stoff, Herren- u. Damenkleider, Schuhe u. Stiefel, Zigarren, 1 Petroleum- ofen, neue Herrenkragen, 2 Rasiermesser, kleinere Pelzsachen, 1 Feldstecher m. (Etui, 2 Kopfkeile und eine Roßhaarmattatze (neu), 1 Standuhr, 1 ledernes Gewehrfutteral, 2 Stuhlschlitten, 1 Rodelschlitten, 1 Schrotmühle, ferner Hemden,Unterhosen, Kragen, Manschetten, Vorhemden, Taschentücher, Sttümpfe, sehr gute Herren- Kleider als: 1 Anzug, 1 Ueberzieher, 2 Hosen, 2 Röcke mit Westen, 3 Westen, 1 Frack mit Weste, auf Seide flterrridit werden, so daß der Denftn, der int 188b testeht, noch 9 lebende Ehrenmitglieder »ahlt. von denen die mrtftm, trotz hoben Alters sich noch nut Luft und Lirte an den Uedungsscundeir beteiligen. Es wurde teschlossen, im Lause des Winters eine Atnubunterhattung tu bewersttrll.gcn Der Bereut «dort fdxm seit vielen Jahren dem Ohm-Luinda- ^.ab-Sängerbund an, ter nächsten oonnncr in Burg'Gemünden rat Ehrensingcn für die gcfallcnai Mitglieder abhält. Turnen, Spiel und Sport. Fußball. Der Lerein für Rasenspiele 1900 hatte gestern den Turn- und Sportverein 1860 als Gegner im fälligen Berbandspiel zu Gast. Trotz der im künftigen Witterung war die Blatzbeschaiftlng iwch günstig zu nennen, wenn auch das ficfjeve Zuipiel und der krönende Schuß ausdlicten. 1860 Marburg halte in der ersten Halbzett etwas medr vom Spiel, ohne sich jedoch gegenüber der sicher arbeitenden Abwehr ter Gießener durchsetzen zu können. Zn der zweiten Halbzeit trat dre lieber- Icgmteil der Gießener stark zutage. Dank guter '?ltevcbr und mit viel Glück gelang es Den Gälten, einen Erfolg ter Einteunischen zu verhindern, und so teilten sich beide mit 0:0 in die Punkte — Die zweite Mannschaft tev B. f. R. spielte gegen die gleiche des V. f B. Gießen. V f. R. 1900 San nach weit überlegenem Spiel mit 4:1 r zeigte die zweite Mamrschast des V. f. B. ein wenig sportliches Betretenen uiü> brach das Spiel etwa 15 Minuten vor Schluß ab. — Die dritte Manns cha f t siegte im Gesellschaft^ spiel gegen die erste Mannschaft des Fußball- Berein Hungen nach überlegenem Spiel mit 4 :0. — Die erste Hockeymannschast gewann nach technisch besserem Spiel twtz Ersatz und mit 10 Maim gegen die gleiche Zahl von Sportoer- eimgung 1903 Sachsenhausen 3:1. Die Damenmannschaft trug ihr erstes Spiel aus und mußte sich mit 9 Damen nach durckstveg offenem Spiel ter überaus gut eingespielten Damen Mannschaft von Sachsenhausen (Frankfurts ,;roeitbefte Damenmannschaft) mit 5:0 geschlagen bekennen. beSfteaters brachte einen Vortrag Äaftrntr Ed- ' 1 ^)er “°cr Kttud Hamsun, den nor- dftchen Dichter sprach, testen neuestes Werk demnächst am hessisch)eu landest Heater zur 11 rauff üb rung kommt. Der Vortrag Edschmids rickstcte sich diesmal an ein Bublckum, bei dem ein nicht um- erhebliches Maß Y«m literariidxnn Berstündnis und Entgegenkommen für bat behandelten Stoff vorausgesetzt wurde. Der Vortrageitte gab in kurzen starken Unreifsen em erschöpfendes Bild der Literatur unserer Zeit, der wirtschastlichen und poli- ttschen Tuige, die ihr den Stempel aufgedrückt und un Besonderen eine fesselnde und zngeslatttener- Maßen überzeugende Schilderung des grilligen und des darus gtboarenen literarischen Bolksckxrrokters der drei nordisck^en Völkerstämme, in denen er die reinste Ansprugnng grrmxmikfrn gorsngen Volkstums erbluft. Die Ä^raft der lleberzeugung erwuchs dem Vorttagenten aus einer ungewöhnlich umfassenden Kenntnis ter nordischen Süerntur. Er resümierte dahin, daß Hamsmr zu den bedeutendsten Köpfen Europas zählt, und daß er in dem kleinen Kreis ter RomanzierS überhaupt allein steht, auch von Gorki oder F-rance nicht erreicht wird. Und weiter in der Feststtllung, daß wir Deustche überteuert keinen Romandichter haben m dem Sinne, daß etwa ein Noman geboren wäre, ter reift deutsch und nur deutsch und umfassend deutsch geschrieben wäre. Seit Gottfticd jMIer teten Ivir feinen Roman mehr erhalten und auch Dhoinas Munn schuf ihn nicht. Hamsun hingegen ist der Repräsentant seines Volkesgeisltums Er besitzt Gefühl und tiefes Verständnis für die Mystik, das den deutschen Volksschichten fehlt. mc. Fr ankfu rt a. M., 5. Dez. Ter aus 150 Säntzern bestehende MeisterscheGesang- verein aus Kattowitz (Oberschlesien^ gab mit eiaenen oberschlesisclien Solisten ein Konzert im nateju ausverkauften Schumann-Theater. Ein Prolog wies auf die Wichtigkeit der Abstimmung in Oberschlesien hin, überhaicht war das gesamte Konzert eine begeisterte Zustimmung für die ober- schlefifche Sache. mc. Frankfurt a. M., 5. De». Toni Impekovens neuestes Lustspiel „Luderchen" wurde bei seiner gestrigen Uraufführung im Neuen Theater mit ftaramt Beifall aufgenommen, obwohl es em altes Thema, die Liebe des Grafen* sohnes zum Kabarettmädel, allerdings geschickt, behandelt. Hannover, 5. Dez. (Wolffs Dir Ausführung von Heinr. Lautensacks „Pfarrhaus- ko müdie "rief gestern Abend im „Teittschen Theater Lärm freuen hervor, die eine Viert'.b- stunde lang andaüerten. Beamte der Hauspoli^ei, totb Sicherheitspolizei mußten etregreifen. Vereine und Veranstaltungen. * Stangenrod, 4. Dez. Am Dienstag abend hielt ter hiesige Gesangverein Concordia seine diesiährigL Generalversammlung im Uebungs- lokalc, Schulsaal, ab. 5 Sangesbrüdern konnten Ehrendiplomc für 25jährige aktive Diitglredfchaft • War heute! k Da« grroße Doppel - Programm: M > ,ta Ssliiti erteil f ® MonumentaliSeneationsfilm in 6 Akten. ▲ » Ein Film werk von seltener Wuch’iR- T keit und tragischer Wahrheit iit: H • „Vorn Nehlckeal erdro*eelt*‘. ■ te Furchtbar ist das Schicksal, das uns A alle treffen kann..... ► Jachteule G.m.b.H. < • Ein köstliche» Lustspiel in 3 Akten ▲ b voll allerliebster Komik. ►.. Jägerhst wi Jägerleid j Ein urkomisches Jaaderiebnis in 3 Akt ▲ ▼ Bei diesem iabelhtften Programm Ist es • n empfehlen, sich reohtseltii Flltie xn • fuhren jeder Art, auch nach auswärts, sowie Möbeltransport, waggonladungen. Ein- und Ausladen kann mit übernommen werden. Georg Sauer Fuhrunternehmer, Walltorstraße 48. und Marburger Gegend junge M2nuer ans, die sich als Kriminalbeamte der ReichSfalschgeld- prüftmgsstelle in Berlin ausgaben und auch dies- bittliche Auswerse und Stempel bei sich führten. Sie ließen sich das Bamergeld zeigen und unterzogen dieses einer cmgehenden Untersuchung. Die ol5 unecht befundenen Scheine steckten fte in einen mitgebrachten Umsckrlag, den sie txnm den Eigentümern mit ter Weisung zurück- gaben, den nüheren Bescheid ihrer m>rgesevtm Behörde abzuwarten. Spater stellte sich heraus, daß die Umschläge Papierschmtzei enthidtm, wahrend tec Beamten das Geld mitgenommen hatten. Da wo die Leute schon aufpaßten, gelang das Manöver mit dem Verwechseln ter Umschläge nicht: in einem Falle wurde sogar ein Ortpolizeimami um seine Ersparnisse gebracht. 9tacbtem in Mellnau bei Ded- ter ein Landwirt tec Sache verdächtig gesunden hatte, konnte bald bar mit einer der angeblichen Kriminalbeamte festgenommen werden und später wurden nach und nach die anderen Beteiligten verhaftet. Es hantelte sich um fünf Kriegsteilnehmer, die in Bad-Nauheim, wo sie noch )ur Kur weilten, diesen Plan ai^reheckt und sich die erfor tetlidm Papiere und Stempel angesertiat' hatten. Insgesamt mutten ihnen 13 Betrugsfälle, bei tenen sie über 12 000 Mk einkassierten, nach gewiesen, doch dürfte die Zahl der Fälle, die aus leicht bogrciflicten Grünten nicht jur Anzeige kamen, viel großer fein. Heule beschäftigte sich tes Landgericht in einer umfangreichen Verhandlung mit der Sache.1 Der HartptAnstifter, ter wegen einrr mietet schlimmer oewordcncn rttiegsverlelLtng von Sanitätsmanm'ck>aften in eiixr Tragbahre in den ö^richrssaal gebradü gurrte, erhielt fünf Jahre Gefängnis und ebensvlang Ehrverlust, zwei weitere Angeklagte mürben mit IV« und ly> Jahren Ge- fängntS und vier Jahren Ehrverlust und die beiden letzten mit sechs und vier Monaten Gefängnis bedacht. Berlin, 4. Dez. (Wolfs?, Jn dem Kapi- t al flucht Prozeß, der fett zwei Wochen die Strafkammer des Berliner Landgerichts I beschäftigte, wurde heute vormittag das Urteil verkündet. Es wurden verurteilt: Ligationsvat von Ernst zu 60 000 Mark Geldstrafe, eventuell für je 15 Mark zu einem Tag Gefängnis bis zur Höchststrafe von 1 Jahr, ferner Kommerzienrat Jakob Sämann unter Freisprechung in einem Falle wegen des zweiten Falles zu 30000 Mark Geldstrafe. Ferner wurden bei Sämmm für 10000 Franken ungarische Goldrente imb 536 000 Mark deutsche Schatzanleihe oom Reiche für verfallen erklärt. Dre übrigen wurden fretgesprochen. H. Benner II., Md*, Krofdorfer Straße 9. «unahme von Versteigerungen aller «rt, auch einzelner Stüde. NB. 3n Privat zu verk.: 1 hochfeine SalowLin. richtung, schwarz mit allem Zubehör, als da sind: 1 Sofa mit 2 Sesseln, 1 Hocker, 2 Stühle (Oliv), 1 Silberschrank, 1 Schreibtisch m. Schreibtischstuhl, 1 groß. Trurneauspiegel m. Untersatz, 1 großer, ovaler Spiegel, 2 Postarnentschränkchen rn. Leuchter, 1 achteckiger Tisch m. Decke u. Tafelaufsatz, 1 Ständer m. Figur (Diana), 1 Kleeblattisch m. Decke, 1 schwarzer Marmortisch m. Decke, 2 Paar Samtvorhänge m. Mesfingstangen in Kupfer, 2 Paar Portieren, 1 Gaskronleuchter mit Prismen, 2 Prismenhängeleuchter, 2 sehr schöne Bilder. Aießtii. ty Trr in ter&r' altert Wn' Sdtiftgintg tl tbbtrfl. , 4. Dq. Sviül Hilt Wagner^' letzten inbert hat af -n, baten nco< lobt unb W; M-MMr- end seiner b eine 19fiafh?? >- Lerstorbenen,!«' h lebte,. Der Golem wie er In die Welt kam Bilder nach Begebenheiten aus einer alten Chronik von Paul Wegener in 5 Kapiteln.__________ I DM»'ViS Leben W «Jj «nve L 3. Dez. für ;usanm^ , « w.k’; i» niöt ti’ ruj bot ® In der Hauptrolle: Bruno Decarll. ® 7 Beachten Sie bitte die Photos am t Eingang des Theaters ui Sie wordes G k kelsen ÄiBiahllck xigern, diesen Frank- a W Ulm ss heslchtisen. > Falscher Start! < J Ein Rennrenan von sehBnen Fraaen und / V Flertsn In 5 Akten. 0 Die Direktion der Idehtsylele Seltersvei G k hält Wort Auch dies ist wieder ein ▲ w Programm, wie es in Gießen selten gegeben wurde. e Hoog in Gießen ist Prokura erteilt. 2. Am 1. Dezember 1920 a) bezüglich der Firma 3ngenieur Heinrich Brinkmann, 3ngenieurbureau zu Gießen: Dem Otto Aßmann, 3ngenieur und dem Otto Stolberg, Kaufmann, beide in Gießen, ist Ge- amtprokura in der Weise erteilt, daß sie gemein, chaftlich zur Derttetung der Firma berechttgt find. >) Bezüglich der Firma (L Schiemangk in Lollar: Yochschulnachvichten. fiat KunSg^bung Der Mar-urger Studenten. 1 ss Marburg, 3 Doz. Ter allgemeine Stu- raten^Ausschuß macht folgendes tetormt: Die rüLcntmschast ter Universität Marburg hat mit i sster C-mtÄrung Kenntnis erlangt von den bru- c(m Mischandlungen uns sdammeoverwandten hmtmilitonen m ter Tschecho-Sbrtoakei. Bon ter ^egierimg erwarten wir tatkräftigen Schutz unserer xfctäiitili'Tt Brüder, nötigenfalls Gegenmaßnahmen (foeit die an deutsch-n Universitäten ftutecratbat sschecho-Slowakischen Staatsangehörigen. mc. Frankfurt a. M., 6. Dez. Die Uni- xtfität feiert den 150. Geburtstag Beet Hovens ,nJ einem großen Festakt am 16. D^ember. — Tag ter Reichsgründung, der 18. Jan. * soll festlich von der Universität begangen ,rten. Die Studentenschaft hat den Arttrag geilst, ihn als „dies academicus" zu bestimmen. 6 sUhtinhk!^ nord. . .• Jahre alt- «r Öie27* • nttermoro tzsLÄ- UW Sb z-M Art öehördliche Anzeigen. Der Plan über die Herstellung einer oberirdi- 'Len telcnrapbenltntc an der Landstraße Ivon üübingSbausen nach Wermertshausen liegt bet dem kftanit in Londorf von beute ab 4 Wochen aus. Friedberg IHeflen», 6. Dezember 1920. ________Telegraphen- Bauamr._______12901D Bekanntmachung. $dr.: Anordnung flter die Freimachung von Arbeitsstellen. 3ch weife nochmals auf die am 26. November k. Fs. in Kraft gebetene Anordnung, bett. Frei» vachuna von Arbeitsstellen hin und mache besonders rof § lb dieser Anordnung aufmerksam, wonach alle Zeitgeber verpflichtet find, die Iah! der nach l I zu entlassenden, in ihrem Betriebe beschäf- ügltn Personen dem Demobilmachungsausschuh, lattensttaße 2, und dem Arbeitsamt, West-An- kgt 31, anzumelden. Die Meldung hat nach Mustern perfolgen, die beim Arbeitsamt entgegenzunehmen sind. Diese Meldepflicht besteht in allen Fällen, wch dann, wenn Ausnahme-Anträge für die In betracht kommenden Personen gestellt werden. Die Frist zur Anmeldung wird bis zum 10. ds. 5Hs. verlängert. Inwiderhandlungen werben unnachsichtlich nach 115 der bett. Anordnung verfolgt. 128908 ,Ä-„, Paul Wegener - Lyda Salmonova - Gießen, den 4. Dezember 1920. Dtr Vorsitzende des Demobilmachungs-Ausschuffes Gießen-Stadt. 3. D.: Dr. Frey, Beigeordneter. Bekanntmachung, Don heute bis Ende dieser Woche findet n der Nahrungsmittelbaracke des Gefangenenlagers (neben der Liebigshöhe) ein kleinverkauf von Kartoffeln bis zu 13tr.ftatt. Der Preis beträgt M. 35.50 für den 3en*s ier und ist vorher beim Lebensmittelamt, sitnmer 13, zu bezahlen. Lebensmtttelaus- velskarts ist vorzulegen. Gießen, den 6. Dezember 1920. 12908B Ter Oberbürgermeister (L^tensmittelamt). Bekanntmachung. Ein zur Jucht nicht mehr brand)barer, etwa 18 Str. schwerer, fetter snchtbulle soll auf dem Sud- "iftonswege verkauft werden. Angebote pro Itr. -elend- oder auch Schlachtgewicht müsien bei unter- Ickhneter Bürgermeisterei bis spätestens Mittwoch, 8. Dezember, mittags l Uhr, schriftlich in ver- chlaffenem Umschlag eingereicht werden. Die Eröff- 'Leg findet zur angegebenen Zeit im Rathaus in Bejenwart etwa erschienener Bieter statt. Die näheren Bedingungen sind bei der Bürger- Osterei Holzheim zu erfahren und ist vorherige «aßchtigung gestattet. 12902 Holzheim (Krs. Gießen), den 6. Dezember 1920. Hess. Bürgermeisterei. Wetz. Jung. Kaufmann (Dauer- mietet) sucht möbl. Zim mer. Schr. Ang. in. Preis u. 020236 an d. Gieft. Anz. WnuntBÄ Cietzeii-Bttlin. Gesucht: iss* 4—5 Zimmerwohnnncr mit Bad in Giehen, freier Lage. Angeboten: Hochelcg.5—6-Zimmer- Wohnung mit Zentralheizung, Marmwasser- versorg., Aufzug, aller Komfort, in beiter Lage Charlottenburgs. Gcff. Zuschriften an Pro- jessor Jentzsch, Gicftcn, frankfurter Strafte 34. Die Toten 20238 (Eintritt frei! neuen Friedhof statt.. 020251 F*3 Aul irelne Schrill-Weilen erlaobe mir besonilers hlnziroelsen^ Favorit 129 erbeten. 1289288 12865 QffadebausQatorrjc n M 8 ÄS' ’Sch.ibi'uZ* 1201« gunfeer, Gerichtsvollzieher. 12895 Empfehlungen! Tachhandlong au verkaufen. 12905 Neuenweg 50. Fast neuer Kaßansug (mittL Gr.) vreiSw. z. oerf. Kaiser-Allee 48 p. V0Mua Bankbeamte ;/V ' 7 T=*7£ Mollkestr.22-FerDspr.26S i Quatltfitsware i zu billigen Preisen, Sofort ober per 1. 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Dez. 1920. Die Beerdigung findet Mittwoch den den 8. Dez., nachm. 3 Uhr, auf dem § Hafer- mischsutter Strohmehl- melasse Tors- melasse Mais Maismehl eingetroffen. o*»« C.C. Pfeiffer Steinsttfitze 11. Tel. 448. Buchdruckerei Nitschkowski Ludwlgstr. 4 :: GIESSEN :: Femspr. 724 Deutscher Schäferhund reinrass., staupesrei,2jäbr^ äufterst scharf und mann- fest, la. Begleit-, Hof- und Wachhund, zu verkaufen 020N3 Steiustrafte 49. M itrie ir Dienstmädchen gesucht. Frau Haus. Frankfurter Str. 75. [1WW tarn Sie? die Rothsche Sammlung deutscher Reichsgesetze Soeben erschienen: U m satzsteuergesetz mit Ausführungsbestimmungen Preis jeder Nummer40 Pf. Verlag Emil Roth, Gießen. Wl. saub. MWen für sofort gesucht Lionditorei und Cass Kratz, Marburg/L., Steiuweg 44. Zwei tüchtige MlWMlMU zur Aushilfe f.Dezbr. ges. ,2^,r Moritz Gregori. hessische Landes-Wanderbühne in Verbindung mit dem hessischen Landes- theater Darmstadt. GMNiliMWOiMhkMNlA! Mlllag öen 6. 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In tiefer Trauer: Fran Marie Schmidt Wwe. gcb.Rupp nebst allen Angehörigen. Alten-Buseck, Reiskirchen u. Wieseck, den 4. Dezember 1920. Beerdigung: Dienstag nachm. 2 Uhr vom Trauerhause in Alten-Buseck. 20237 I. Sermm-WMM-UMg Dienstag den 7. Dezember abendS SV« Ubr in der Neuen Aula: l2816D Herr Professor Küster: Kartellkunst in alter und neuer ZettlÄid^) Stadttheateir a&Äi MIM vebSM) Ani.7, Ende9V,Uhr. 7-es Volks fr*®« wdme ft®, s Vä koimten mw les, aber auch , M solcher Z Lia irgend ®K -LS?. L bet Weltbegl Lj ftnm Bund, KraialtaL Wu Ei iroh, dag D Lj VcltgrltWg tr $ai ist die einz W W Pazisism Wtt im gleichen : L^Partemmstelu k Stelle iaer R inn btt Partei!» ! ien Willen '-jttdteten. Und 2-wir akbenti *p. Sir wollen u •Ttien in fräftii Veriobungsbriefe Veriobungskarten aparte Muster große Auswahl Sonder-Angebot Kleiner Posten erstklassige Stoffe Gerbadine Tuche >=”c Cheviot. Hervorragende Qualität sehr preiswert. Maß falz 14 Bahnhofstraße 14. 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Lodwig Familie Otto Schmidt Christine Schmidt. Hörnsheim, Hochelheim, den 6. Dezember 1920. Die Beerdigung findet Dienstag den 7. Dezember, nachm. Verschiedenes Schlosser- und Dreh arbeiten erledigt 020130 Auster, Hammsir. 4. Nachhilfe oder Arbeitsunterricht f. 13iäbr. Realgnnmasiast. gesucht. Schriitl. Angeb. unl. 12909 a. d. Gietz. Anz. äüODftrii (6—7 jähr.) preisw. z. verk. 1M87 Alten-Buseck, SreflSB-Bssecher Str. 8. L LäiiserWeine zu verkaufen. 020223 Johann WaanerWwe. _____Salzböden. Schäferhund der sich auch als Hofhund eignet, zu verkaufen. Schrift!. Angebote unt. 020228 an den Gietz. Anz. vor zirka 8 Tagen ver^ Abzug, geg. Belohn.!^ Seltcrswca 33 (LadM Der Finder der Tula- ’*■ Armband - W)t mit Monogramm E. Ji- wird gebeten, diese E dem Polizeiamt gee^ Belohnung abzugevm- Bor Ankauf w. gewar t. 3/4=6eii|t mit Wen u. Grammophon m. 10 Platten zu verkaufen bei A. Hallstein, 020001 Nieg.-B6ssin8sn (Oberh.). B-Trompete neues, tadell. 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Ich überlasse feuurch das Urteil über die An- ■'“? Me deS Herrn Dr. Strecker gegen meine Person Kahl, gewählt. Es begann eine Reihe von Begrüßungsansprachen. Zu einer stürmischen und erhebenden Kundgebung gestalteten sich dae Reden der Bertreter Deuts chösterreichs und DeutschböhmenS. Aus die Ansprache Dr Schassners aus Innsbruck, der betonte, daß Teutschösterreich und Deutschtirol mit dem Deutschen Reiche ein Reich und ein Bolk seien, erhob sich der ganze Parteitag und stimmte begeistert das Lied an: Deutschland, Deutscl^Lmch über alles. Einen erschüttenchen Eindruck über die Zustände m Teutschböhmen gab ein Bertreter aus der Tschecho-Sloivakei, der seinen Nomen nicht nennen konnte, um sich nicht in seiner Heimat dem Staatsanwalt auszujeßen. Er nnes daraus hin, daß der deutsche Grund und Boden gegenwärtig an jene tschechischen Legionäre verscksenkt unb verschleudert wird, die während des Weltkrieges zu den Russen übergelausen sind und die gemeinsame Sache verraten haben. Er teilte unter lebhaften Pfuirusen der Versammlung mit, daß während der Tumulte in Prag an den Kandelabern vor dem Parlamentsgebäude bereits Schlingen für die deutschen Abgeordneten angebracht waren. Er kennzeichnete auch das Auftreten des früheren deutschen Reichskanzlers Hermann Müller aus dem Parteitag der tschecho-slowakischen Sozialdemokratie als würdelos und ohne Kenntnis der Psyche der tsche- chisctian Sozialdemokratie. Tort habe Hermann Müller als seinen Freund den srüheren tschechische,! Sozialdemokraten Tuszar begrüßt, ein Mmrn, der mit Gewalt das Deutschtum bekämpfe und die deutschen Schulen gesperrt und eingezogen habe. Nach einer Kundgebung für Oberschlesien sprach der Parteivorsißende Dr. Stresemann über die politische Lage. Zur Revolution sagte er, daß der Bewegung vom 9. November das nationale Moment gesehlt habe. Wenn die Männer des 9. November zur Entente gesagt »Hat Frau Falkner in Ihrem Beisein von dem -Medikament genommen? Erzählen Sie Mir bitte rote ss sich damit verhielt." „Als sie schon im Bett lag, sagte sie, ich sollte ch»! aus der silbernen Handtasche, die sie beim «chhausekommen aus einen Stuhl gelegt hatte, - itec Tropfen holen und sollte sie mir einem Glas zoster und einem Kaffeelöffel aur das Nacht- N-chsten neben ihrem Bett stellen. Das habe ich tarn auch getan." -s. Gießen, den 4. Dezember 1920. Prost D. M. Schiari. Die Studentenschaft der Universität Gießen ritbct sich mit fvlg«rdem offenen Brief an ttt Präsidenten des Landesbildungsamtes, Dr. B- ", die 5alkner aufLinüenhöbe Roman txrn Reinhvld Ortmann. Nachdruck verboten.) Fortsetzung 51 „Wohin sind die Scherben gekommen?" >,Tas Küchenmädchen hat sie aus 'Gcheiß der Frau Leubuscher hinmisgetragen und weggeschüttet. Im Absallkasten werden bei uns keine Glasstückc geduldet." Bedauernd zog Dr. Barentfen die Schultern in die Höhe: aber er betrachtete die Befragung der Jungfer als abgeschlossen und bat, nunmehr bte Beschließerin zu rufen, mit der er bei der Untersuchung der Toten allein zu bleiben wünsche. Sofort r M LIV« 21 ii 100 qm gch Mi gegen die Hohenzollern und gegen das alte Deutschland. Wir sind bte Bertreter des neuen Deutschlands. Gebt uns einen ehrlichen Frieden. Aber wenn ihr uns betrogen l-abt, so werden wir den letzten Mann heranholen -um nationalen Kampfe", dann hätte jedermann vor diesen Männern den Hut ziehen müssen, Achtung haben müssen vor solcher Revolutton. In der Vergangenheit sind aber schwere Fehler gemacht worden. Es wäre manches anders gekommen, wenn wir nicht mit dem Treiklassenwahlrecht belastet m den Krieg gegangen wären, wenn wir aus den Kämpfen gegen das persönliche Regiment die verfassungsmäßigen Konsequenzen gezogen hätten, um etn Bolksbaiser- ttmr zu schassen, lieber die Frage der Staatsform sagte der Redner, wir stehen auf dem Boden de r Weima re r Berfa, ,ung, weil eine Aen- derung der heutigen Staatsform nur möglich seui würde durch einen Bürgerkrieg. Bei aller Treue zum alten Kaisertum muß uns doch das Boll höher stehen. Wir haben nichts zu tun mit exultterten Plänen. Wenn die Monarchie roieferkehven soll, so doch nur dann, wenn sie vom Bolke selbst gerufen wird. Wünschenswert wäre es, daß m der Oeffentli^eit der Kamps um die Staatswrm zur Ruhe käme. Starken Nachdruck legte Stresemann auf bte Erklärung, daß es für die Deutsche Bollspariei unbeschadet ihrer Ansicht in der Auwnonne- frage für Oberschlesien in der Frage der Aufrechterhaltung des geschichtlich gewordenen Preußen lerne Kompromisse geben könne. Weiter wendet er sich gegen bte Krittler, welche fragen, wo ist es denn etwa besser geworden, seitdem wir wieder rate bürgerliche Reick^regterung haben? Die Auswirkung solcher Besserung in der Reichsgcfttz- grfnmg werde sich erst ganz allmählich vollziehen nud Bestrebungen in den wissenschaftlichen Hochschulbetrieb htneingetragen hat, noch trägt. Wrr wissen uns in bteiem Punkte einig mit unseren Lehrern. Es entspricht ^ebenialls nicht den Tat- achcn, daß unter den Studenten „in unerhörter Weise gewühlt roerbc". Wir bedauern um so mehr diesen unbeweisbaren Ausspruch, als er wirklich nicht geeignet ist. ein gutes Einvernehmen zwicken Regierung und Stubentenschast zu fördern, sondern das Mißtrauen aus beiden Seiten nur vermehren muß. Die Studentenschaft der Universität Gießen, gez. Jacob, Schristf« gez. Zimmer Bors. Kur- vor Tagesanbruch war Dr. Germering m dem Wagen des Gutsbesitzers Neuling von Nieder- Fahww in seine Wvlmung zurückgekehrt. Er fühlte sich sehr ernt übet, legte sich wgleich nieder unb schlief gegen seine Gewohnheit bis gegen acht llhr morgens. Tmin fertigtest: die bereits tm Wartezimmer befindlichen Patienten ab. und es war schon neun geworden, als ihm die W iittschaf- terin Frau Schmitt sein FrüHstücr brachte. „Ich nehme an, daß nt der Nacht nicht nach mir geftagt worden ist," sagte er. „Sie hätten es mir sonst wohl schon mitgeteilt." In schuldbewußter Verlegenheit drehte bte Alp an ihrem Schürzenzipfel. „Ach Gott, Herr Doktor, ich habe es ganz vergessen. So um zwölfe herum ist von Lnidenhöhe angellingelt worden. Ich sagte natürlich, der Herr Doktor sei über Hand. Und ba hängten sie nneber ab." „Hatten Sie den Esttoruck, daß es sich um etwas lehr dringendes handle?" (Fortsetzung folgte , 5Zst Ihnen bekannt, ob Frau Falkner diese Tropfen auch sonst bet sich getragen hat?" „Darüber kann ich nichts sagen/ „Was befand sich berat sonst noch in der Handtasche'?" Ter Herr Sanitätsnat scheu wohl am besten selbst" nach. Sie liegt dort ja noch genau so, wie ich sie hingelegt habe." Barenthin kchrte sich gegen bte stumm und verwundert hinter dem Mädchen stehende Erika: ,Entschuldigen Sie, Fräulein Neuhoft — aber es würde mich m der Tat interessieren. Ich denke nämlich an die Möglichkeit irgend einer verhängnisvollen Verwechslung. Vielleikfe habenLie bte Freundlichkeit, sich über den sansttgen Inhalt der Tasche zu unterrichten." Erika kam seinem «erlangen nach Sie fand außer entern fernen Spitzentoschentuch ein >tlbernes Puderdöschen, einen winzigen Spiegel und eine kleine Geldbörse. Sonst nichts. „ „Ein Jrrttmt war also nicht möglich, stchr der Sanitätsrat in fernem sonderbaren Verhör fort. Mie sah nun das Fläschchen aus i Mar es sehr heut C^H Storni so groß rote mein lleiner Finger lang ftst- Es war von eckigem, dunkelbraunem Gl<ö. Und es war kein Zettel daraus, wie sonst immer bei Medikamenten." Wegen des dunklen Glases konnten Sie also vermutlich nicht fth«t, von welcher Farbe bte form enthaltene Flüssigkeit war? Nein, das weiß ich nicht- Als ick das Glas mit dem Löffel geholt hatte, wagte 'ck d€ und Schule. Der Turnunterricht im Winter. Tas Hessische Landesamt für das Bildung-, roefen, Tr. Strecker, veröffentlicht folgende Verfügung: Wenn auch die derzeitigen Verhältnisse uns nicht gestatten, auch die Heizung der Turnhallen unter allen Umständen zu fordern, so ist doch auch fn dieser Hinsicht von Ihnen alles zu tun, was getan werden kann. Jedenfalls empfehlen wir Ihnen, nicht allM ängstlich bei jeder Witterungsschwierigkeit einfach aus den Turnunterricht gu verzichten. Es ist reifet wohl möglich, auch bei kälterem Wetter die Schüler turnerisch zu beschäftigen, ohne sie an ihrer Geftendheit zu schädigen. Ein Aufenthalt von 45 Minuten in einer ungeheizten "G MD - I Pit agresfive Parteipolitit der hrnn Dr Strecker. sine Abwehr M Herrn Prof. Dr.echian. Herr Prof. D. Schian ersucht u.is ran Auf- «frne folgender Abwehr: In der Hessischen Volkskammer hat Herr Prä teilt Dr. Strecker auch die Rede erwähnt, die H bei der Oebenfieier der Universität für bit vfallenen am Totensonntag 1919 gehalten habe, irr hat sie bei dieser Gelegenhett m eine Beleuch- eg gerückt, gegen die ich nachdrücklichst Ein- xud) erheben muß. Ich habe aber nicht die Ab- i)t, mich in eine Polemik einzulassen, sondern H begnüge mich, zwei Stellen der Rede (bte ja im mzf oodiegt) mitjuteilen; die eine ist diejenige s^lle, an der, wie mir bekannt ist, einer meiner jftgen Kollegen Anstoß genommen hatte und die ■ gtia wohl auch Herrn Dr. Strecker nicht gefallen Sen mag. Sie lautet: „Man bietet uns noch einen anderen Trost. Za dürfen — so sagt man uns — unser Hoffen ibt eng auf nationale Ziele einstellen. Nicht das ■,lucf e i n e 5 Volkes — und sei es das deutsche! — -te es, sondern das Glück der Menschheit. Diesem , HHxf aber seien wir trotz allem näher gekommen. Shon zeichne sich in erkennbarer Klarheit am erizont die Berwirrlichung einer Völkergemein- -hast ab, in der ein Volk gleichberechttgt neben dem -Sern leben werde, in der fein Raum mehr fein -erbe für nationalen Egoismus oder gar für Unter- ■rirfunq des einen Volkes durch ein anderes. Die ^schatt hören wir: aber uns fehlt der Glaube icht, weil unsere Herzen nicht fähig wären, Welt- -ett Ziele zu fassen; nicht weil wir verswckte «timialisten wären, die außer dem eigenen Volk ni tonnten unb nichts wollten. Nein, weil -rti alles, aber auch alles zu beweisen scheint, daß tat Glück solcher Völkergemeinschaft weder jetzt -jjA in irgend absehbarer Zeit zu schauen sein -rtb, am allerwenigsten für unser deutsches Volk. E)ir werden nicht satt von den Träumen in den -z-fen der Weltbeglüctor. Mr werden nicht frei :nch einen Bund, der geschaffen ist, um und nkderzuhalten. Wir werden nicht dadurch unseres Lchens froh, daß Amerikas Reichtum und Eng- itbS Mltgeltung ins Fabdbafte wachsen." Das ist die einzige Stelle der Rd»e, die die steage des Pazifismus anrührt. Mil Herr Dr. Ztrecfer im gleichen Zusammenhang auch von ein» ifitiger Patteiumslellung sprach, setze ich noch eine .itxite Stelle jener Rede hierher. Ich wandte mich legen bte Parteisucht und sagte: „Den Willen zur Einheit dürfen wir ücht verlieren. Unb — so sauer es uns werden ag — wir akademisch Gebildeten müssen vovan- ceftn. Wir wollen unsere Ueberzeugung vertreten, ■m wollen in kräftigem Wort offen geißeln, was i geißeln ist. Aber der Mlle zur Einheit muß zu txrft sphen. Nur so handeln wir im Geist der Ge- illenen be5 Weltkrieges. Frellich, die Einheit,.die -ir in chrem Geist wollen, ist vaterländische arbeit. Mit der Vaterlandlosigkeit verbindet uns " chts, keine Rücksicht, ferne Gemeinschaft. Wo iber Wille zum Vaterland ist, da dürfen wir das Aus Sta-M unb Land. Gießen, den 4. Dez. 1920. *♦ An unsere Mitarbeiter. Die erhöhten Portosätze lassen es ratsam erscheinen, zu kurzen Nachrichten Postkarten zu verwenden, die wir mit gedruckter Anschrift unseren Mitarbeitern zur Verfügung stellen. Wird die Mitteilung bedeutsamer Ereignisse, wie zum Beispiel Großfeuer, Ueberfall usw., uns im Briefe voraussichtlich zu spät erreichen, so bitten wir unsere Mitarbeiter, uns die Nachricht telephonisch oder telegraphisch zu übermitteln. Für den Telegrammverkehr mit der Presse bestehen gewisse Verbilligungen, auf die wir besonders aufmerksam machen. Pressetelegramme, die im Eingang vom Absender durch das gebührenfreie Wort „Presse" gekennzeichnet fern (müssen, kosten 10 Pfennig das Wort. Der Mindeftbetrag für ein gewöhnliches Telegramm beträgt 2M art Für dringende Telegramme wird die Wortgebühr dreifach berechnet. Unsere Telegram lw Adresse ist „Anzeiger Gießettt^ ohne weiteren Zusatz. In den meisten Fällen wird die t e l e - phonische Mitteilung billiger fein, da das 3 Mrnutengespräch bei einer Entfernung bis zu 25 Kilonteter einschließlich 0,80 Mk., bis zu 50 Kilometer 1,00 Mk., bis zu 100 Kilometer 2,00 Mk. beträgt. Die telephonische Uebermittlung hat den Vorteil, daß bei unklaren Angaben 'Rückfragen erfolgen können. Die Redaktton ist unter Telephon 112 von 8—1 Uhr morgens und 4—6 Uhr nachmittags zu erreichen. I Meldungen, die am gleichen Tage in hinserem Blatte erscheinen sollen, müssen bis 10 Uhr vormittags eingelaufen sein. Telebrannfv- oder Telephongebühren werden in jedem Falle von uns zurückvergütet. Für die telephonische oder tels- graphische Uebermittlung selbst vergüten wir unseren Mitarbeitern außer dem Zeilenhonorar eine Sondervergütung. ** Oberhessische Glocken. Heute abend 8 Uhr wird Herr Pfarrer Schulte von Großen-Linden in dem Landesuniversitätsgebäude, Auditorium 44, über OberhessischeGlocken sprechen. Der Vorttag gründet sich z. T. auf dem reichen Material, das bei der Einschmelzung der Glocken im Kriege zutage gefördert worden und in seiner Hauptsache fast ganz unbekannt ist. Landkreis Gießen. o Garbenteich, 1. Dez. Nachdem man tm Laufe des Sommers an öffentlichen Gebäuden, Straßen imb Gossen bte hauptsächlichsten Schäden abgrsrellt hat, wurde dieser Tage einem längst empfundenen Uebelstand abgeholfen. Die Veralten Schalboses. 6 Lich, 3. Dez. JuS Unermeßliche steigen nsrerdings allcntfalben Hc Landpreise. So erbrachte kürzlich die Versteigerung des Massen- yeländes der Feldberedricarng in der f!einen Gc meinbe Nieber-Bessingen 550 000 SRI ein. bas ist etwa soviel als unsere große Gemarkung vor einem Jahr bei dem Verkauf fas Massewnlandcs erzielt fat. Ter Morgen Land kam durchichmttftch ans 11—12000 Mk. yu sieden. Un tfaljr far doppelte Bettag ist beim Verkauf des Massengeländes in Ober Vesiingen eingenommen worden. Eine gerat)1 zu fabeldaste Summe, die beim Landverkaus em- genommen wurde, wird von Holzheim berirfrtei. Tort soll bei der Versteigerung von in der ehemaligen Gemarkung „Bergheinv' gelegenen Gelände für 1600 Quadratmeter die Summe von 27 000 Mark bezahlt worden fein, u = Lich, 2. De». In einem Nackbardorse wurde kürzlich ein Rind zum Preise von 8,50 Mk. für das Pstmü Lebmdgewickt verkauft. Dis würde etwa 16 Mk. Schlacktgeivickt ansmacken. Jedenfalls handelt es sich da um Vieh. daS von gewissen Händlern ins besetzte Gebiet gkschmuggelt wird, tnefige Metzger können diesen Preis unmöglich an- Icccn. Man erzählt auch, oaß hier vor kurzem ein Waggon Vieh nach Namned am Rhein verlade» worden sei. S Lich, 5. DG. Das hinter unS liegende starke Frostwetter des Novembers wurde von den hiesigen Brauereien schon flcifcg zum Eisen benutzt, hauptsacUich auf dem Albaelfer See unb auf bet Wetter. Da das Hol«machen noch nicht be* gönnen hatte, fanden viele Ottsemwohner vorübergehend lohnende Writterbeschäftisung. Daß dir Wettet scholl im Nckemfar so stark zugeftvren roar, daß sie zum! Eismachen unb Mick rum Schlitt^ schuhloufen benutzt werden tmarte, tonnen sich die älteren Leute nur noch aus dem Jahre 1879 erinnern. Damals begann bte Kalte aber erst nach vorhergehendem Regenwetter plötzlick) am 15. November und hielt bann ununterbrochen den ganze» Winter an. Kreis Schotten. • Ulrichstein, l.De». Die hiesige OttS- gtuppe der Liga zum Schutze der deutschen Kultur eröffnete ihre Winterarbeit mit einem gart besuchten Vottragsabend am vergangenen Sonntag. An Stelle deS in letzttr Stunde durch Unpäßlichkeit verhinderten Dr. Dierrath (Berlin) hielt Herr Wendel (Gießen) ernai etwa zweistündigen Vortrag über das Thema: „Der Kampi gegen das Chaos, vvllsroirtschaftlicke ErkemitniNe und Lehren". Der Redner zeichovete ein klares Bild von dem furchtbaren Ernst unserer gegenroärtigen roirtfefa ft liefen Lage, zeigte aber auch den Mg zmn Wiederaufstieg und mahnte zu sozialer Verständigung und ernstem Arbeitswillen im Dienste bet- Volksganze» In der Anssptacfe wurden noch besonders eingehend die Frage dec Sozialisierung des Bergbaus nnb die wirtschaftliche Lage Rußlands forote die sich daraus für uns ergebenden Folge- mmgen erörtert — Die Liga beabsickttgt, tm Lause fas Winter« «ine Reihe weiterer öffentLiefer Lor- ttagsabende hier zu veranstalten. KreiS Friedberg. Hessische Landeswanderbühne. **'Butzbach, 4. Tez. Das erste Gastspie- bet Hessischen Loudes-Wlmdetbül)ne m Butzbach bringt am 6. Tezember im Hessischen Hof „Ber- j nnfen e Glock e"^ em deutsches Märckzendvanm m 5 Akten von Gerhard Hauptmann. Darauf folgt am nächsten Tage Lustspiel von Ludwig Fulda Jugendfreund^'. Ter Vorverkmft für beide Vorstellungen ist bei Weifhardt, Buckhandlupg. Beginn der Borstellungen abends 7\'t Uhr. otre cf e r: . Aus der Presse ersehen wir, daß Sie in Ihrer kiMmetrede vom 26. 11. 20 unter anderem ilgendes ausgefichrt haben: „Den Senaten der litiberfitäf und Technischen Hochschulen habe er ndjt den Vorwurf der Parleipolittf gemacht. J«och :hfcn parteipolitische Strömungen einen ver- mignisvolleu Einfluß auf den Gang der Uni- mclität und Technischen Hochschule ans. Unb er pceche feer nur eine Warnung an bte Ivetten Dozenten aus, m dieser Hnsichtetwas Vrsichtiger zu sein. Unter der Studenten-- hast werfe1 in unerhörter Weise ge- ?Lhl t." (Hess. Landesztg. v. 27. 11. Nr. 280.) Denn Sie diese Worte tatsächlich gebraucht taten, so müssen wir das auf das Tiefste bebauen:, ^bedingte Wahrhaftigkeit und voll- trmmene Sachlichkeit sollen nach Fichte und emiboldt das tiefste Wesen jeder Hochschulgemein- >)4ft bilden Wir wissen wohl, daß noch viel an der ienlifienmg dieser Ideen auch bei unserer Hocki- feilgememschaft fchlt. Um so stärker müssen wir tieot» auch betonen, daß die BoriiTÜrfe, die Sie ■ xit aller Oeffentlichfttt gegen unsere Universität :r6oben haben, nicht nur jeder Grundlage ent* vfcren, sondern auch dem Lande ein völlig falsches i‘db unserer Hochschule gäben und sie beshalb ^ck das energischste zurückweisen. Wir erllären hiet- -i: auf das entschiedenste, daß unsere Dozenten- fest in feiner Weise parteipolitische Ansichten längramg deS sogenannten Judengvabcns, bet tun an einzelnen Stellen notdürftig überbrückt^ war. tmtbc fanalificrt. Obgleich die Kosten sick auf ungefähr 10 000 Marf belauicn, zögerte bet Ge- mrinberat nicht mit her 'Jütiführung, fa npck feiner Ansicht tntrd) Flickwerk die Saetn nidit besser, sondern höchstens teuerer unb schlechter geroorben rodn*. Weitere Betdei'seQmgen an Wegen nnb Sttaßm sind uotgqeben, müssen jedoch mit Rücksicht au» beit Boran'chlag bis fivm näcjtm Jahr verf'chvbeu roctoen. Hiermitcr fällt mub d»c Verebenung des fte togte, daß sie sich schm etwas besser fühle, und die Arznei nur hn Notfall nehmen wolle. Ich wollte gerne wissen, was es wäre, weil ich auch manchmal nervöft Anfälle habe. Ta meinte bte gnädige Frau, das könne sie mir leider nicht sagen. Stc hätte die Tropfen von Herrn Dr. Germering bekommen; aber er hätte ihr nicht getagt, was es sei." „Wann sie fte von Herrn Dr. Germering erhalten habe, tagte Ihnen Fran Falkner nicht?" „Nein. Me hätte ich berat auch dazu kommen sollen, sie bas zu fragen!" „Ob und wann die Verstorbene von der Arznei genommen hat, wissen Sie demnach nicht zu sagen?" Tas Mädchen schüttette den Kopf. „Auch Sie wisjen es nicht, Fräutem Neuhosi? — Nun, vielleicht vermag uns Herr Achim Falkner spater Auskunft darüber zu geben. Tas Fläschchen ist also, wie ich höre, später Leiber zertrümmert worden. Unb Sie Hafen die Scherben be- teihgt." „Ich habe alles mit einem kleinen Handbesen zuftrmmengekehrt imb ferani5gctragcni weil Fräulein Neuhoft es mir beichten hatte. Darauf, ob auch Stüde von der Arxneislasche dabei ivaren, habe ich in meiner Aufregung triefe geachtet." „Sie Hafen auch die verschüttete Flüfftgkeit vom Fußboden entfernt?" „5xi, ich habe sie mit einem Dache aufgetrocknet, so gut es ging." „Ist Ihnen habet etn besonderer Geruch ausgefallen ?" „Nein, gar nicht" IU Wenigen, n oder ole lchastm^ :s östm ater der iisjttt am M len pari rtj arten De* ieihifri*;1 fien, ölty* tränier oben abE en Brunnen nj ertffi. retion u. Scho« 'N 9 (A, zchaltzeE Mann' tackel |l!» „Mit keinem Wort. Sir war sehr frnntbliA liii mir. Und als ich mernte, daß es gewiß rata? »rüber geh en würde, tagte fte: 3a, ist lari^e von rxger Tauer. Sie hat es also auch nur für einen K rvöhnlichen Anfall gehalten." „Als sie bann tm Bett lag, verliehen Sie fte?" ,Zch tat es, well die gnädige Fma mich forte Hckte. Aber ich machte bte Tür nach dem xtor tictz nicht ganz zu unb spähte während der ta Stunde noch drei- oder viermal durch die --alte. Erst als ich sicher roar,„ daß sie ruhig tiief, ging ich in meine Kammer." ,,Und wie war das mit den Tchpfen? Etandelte 5 sich dabei um eine Arznei^ die Frau Falkner '6on öfter genommen hatte?" „Tas weiß ich nicht. Aber ich glaube es nicht, öettt das lleiue Fläschchen war noch ganz voll. I Züricher Devisenmarkt. 100 Fr. 100 Kr. Turmmterrichts. * Büchertisch. Heraus-- 809,05 22.88 22/7 22^3 Börsenkurse. 67, <24, 262,-. 395,- 396,60 390, Inhaltr-Uebc Betr.-. 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Der Vorsitz im 'Schulvorstand wurde in nachstehenden Orten des Kreises Lehrern übertragen: Albach, VCimerob, Taubringcn, Dorf-Güll, Eberstadt, Garbenteich, Dausen, Holzheim, Kesselbach, Langd, Lich, Lindenstruth, Lollar, Mainzlar, Nieder-Bessingen, Odenhausim, Rödgen, RütLingshausen, Staufenberg, Steinheim, Trais a. d. Lumda, Trais-Horloff, Vil- lingen und Weitershain. e Rainrod, 5. Dez. Nun hat auch unser Ort endlich Mieder sein neues K i r chengel ä u t e, das allen Bewohnern lange Zeit so sehr gefehlt hat. Tie erste Glocke trägt die Inschrift: „In schwerer Zeit", die zweite: „Ein feste Burg ist unser Gott", die dritte: „Ich weist, datz mein Erlöser lebt". Tie Glocken, geliefert von der Firma F. W. Rinck- ner, Sinn (Dillkreiss, wurden durch Pfarrer Muhl, Schotten, eingeweihr. Ter Festgottesdienst wurde durch drei Schülerchöre verschönt. Die Kosten für die neuen Glocken wurden teils durch die Gemeind»- kasse, teils durch eine Sammlung unter den Ge- mein gliedern aufgebracht. Auch die Prospekt- Disiteri der Orgel sollen bald wieder durch neue ersetzt werden. mc. Frankfurt«. M., 6. Dez. Die K o h - kennot zwingt die Stadtverwaltung zur Zusammenlegung der Kleinkinder- s chulen. Dcnnen-Taghemd, guter Stoff M. 42.— Beinkleid, gestickt M. 31.50 Nachthemden . . . von M. 85.-— an Nachtjacken .... von M. 55.— an Flockköper-Wäsche in verschied. Ausführ. Kinder-Wäsche in allen Grühen am Sager Geld Brief Geld Brief 3. Dez. 4. Dez 2137,85 2142,15 2157,80 2162,20 447,55 448,45 452,- 453,- 966,50 968,50 979,- 981,- 966,50 968,50 996,50 998,60 1348,65 1351,35 1377,101379,90 - ' 142,15 145,10 14c,40 255,30 255,70 256,30 Bi!» Tuchhandiung Moltkestraae 22 Fernsprech. 269 Verkauf: erster Stock 6. 12. Franken 195.20 8.85 1.95 7.60 38.30 22.22 22.85 40.60 1.40 64050 4.60 195.35 9.05 1.975 7.65 38.50 22.25 23 05 40.75 1.40 640.- 4.60 Carl Buh Nutzbutter-Margarine-Zentrale Kirchenplatz Nr. 9 Telephon Nr. 589 424,20 426,55 427,45 1093'90 *096,10 1108,851111,10 ----- 910,95 921,05 923,45 4 12. Schweizer 3.12. 77,50 67,40 67,40 64,30 180,- 321,- 240,- 216,50 201,- 178,50 190,25 182,50 508,50 386,- 387,60 540,- 319,50 298,50 647,- 541,- 420,- 300,- 260,- 475,- 256,50 927,- 308,- fcn einem, taNititern» Äk-MÜlÜ! Lil:®*-' "•» ’°L .»ult, MS}.1' «Äisch-»" Stirere» ■Uit.»-«9 Tteaiigt Stu» cmptsad?e die anhaltenden JnteresscnkSufe m einzelnen Pafneren Nne -Orenstetn u. Koppel, Rheinischen Stahlwerten und ansterdem neuerdings in Z>ösch und Mönix maß.- gebend waren. Die Kurse dieser Paytere stiegen infolgedessen um 10 bis 30 Proz., für die wideren Montanwerte um 5 bis 10 Proz. und für Elektrizitäts- itnb chemische Mtien bis zu 5 Proz. D-arpener und Buderus holten die anfängliche (Sm* buste von 10 Proz. nneder ein. Letztere erreichten gegen 911 zum Anfang 970. Bon Schifffahrtswerten stiegen Homburg-Südamerikaner und Deutsch-Australien um je 20 Proz. Sonst waren noch Badische Anilin, Anglo Guano und Adlerwerke wesentlich höher. Valutawerte waren wenig veränoert, Mexikaner auf festere Tevisenkurie kräftig gebessert. Deimische Rentenwerte waren wenig verändert. Das Geschäft war nur in den vorgenannten Ankaufswerten zeitweise lebhaft, sonst aber tm allgemeinen ftül. Der Einheitskurs der Jntmstrrewerte war bei allmählich etwas stiller werdendem Geschäft überwiegend befestigt. Die Dürfe schloß tn zumeist fester Leitung. Frankfurt a. 9DL 4. Dez. Bürsen- stimmungsbild. Im heutigen Börsenverkehr machte sich teilweise DeckungSbedürfms bemerkbar, was aus die KurScntwicklung günstig einwirkte. Bei den etwas erhöhten Notierungen stellte sich später vest Nr. 23. (1. Dez.-Heft.^ Inhalt: Dr. Paul Bülow: Zur Gründung des Bayreuther Bundes. Eugen Segnitz: Von deutscher Musik imb Literatur zur Zeit Klopstoiks. Martftr Frcy: ChopinS E-Moll-Prslude. Felix von Lkwel: C. M. von Weber als Liiü)erkompontst. Georg Böttcher: Musikalische Scherenschnitte. Clemens v. Frankenstein: DeS Kaisers Dichter (Li-Dai-Pe). Franz Schreker: Das Spirlwerk. Mrusikbriese; Rundschau: Neuerscheinungen: Besprechungen: Notizen; Scherzecke; Musikbeilage. — Armin T. Weyner. Im Hautz der OMckseligkeit. Aufzeichnungen aus der Türkei. Im Sibyllen-Verlag M Dresden. Preis geheftet 12 Mk., gebunden 17 Mk. — Armin T. Wegner wird vielen Gießener Literaürrfreunden erst durch einen Autorenabend bekannt geworden fern, der Urnen jedoch die Erkenntnis aufzwingen mußte: Hier steht einer der fungen Generation, dessm pazifistische Einstellung zwar manck)en befremden mag, an dessen ernsten Wollen und Können aber nicht xu deuteln ist. Nun liegt eines seiner Bücher vor, aus dem Wogner damals Proben las. Wenn der Autor seinen eigenen Arbeiten ein begnsterungs- getragener Interpret ist, so verlieren sie auch nicht bei der prüfenden Lektüre. „Im §>ause der Glückseligkeit sind Eindrücke einer durch den Krieg voran la schm Orientfahrt gesammelt, wie sie ein Mnst- ler mit reizsamer Nxtzhcmr auffing und zu blühenden Bildern und ziömgenden Symbolen umgestaltete. Es ist nicht der Orient, wie wir ihn «rus oberflächlichen Schilderungen von Vergnügungsreisenden kennen. Hinter der bunten Fassade dieses „Dauses der Glückseligkeit" birgt sich die Lethargie der Armut, Fluch der Krankheit und Demut des Sterbens. Die fremde Sonne des Ostens strahlt amöarmherzig über Hütten und Minaretten unft brennt auf das bunte Gewühl der unwirllichen Märkte. Immer aber ist das Bild, das sie bestrahlt, mit den Augen eines Dichters ausgefangen, der die Schicksale der Menschen und Städte wie eigenes Schicksal nklt erleidet. — Marie von Ebner-Eschenbachs Wirken und Vermächtnis. Von Professor Dr. Anton BettelHeim. 347 Seiden mit 7 Tafeln. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. 1920. — Die Liebe der Jugend. Erzählung von Wilhelm Meyer-Förster. sSduttgart, Deutsche Verlags-Anstalt.) — Ehe Wilhelm Meyer- Förster mit seinem „Alt-Heidelberg" sich den Bühnenerfolg! errang, war sein Name schon durch einige Romane Ixefamit geworden — auch das Bühnenstück ist ja bekawnluh erst aus der Erzählung „Karl Heinrich" entstanden. Lange Jahre hat dann der Dichter gescknoiegen: heute erscheint er wieder mit einem kleinen Buch. Bei aller 2lnsprirchÄosig5eit des Stoffes, der Geschichte einer „ersten Sirte", die sich selbst ein paar Monate larsg für „ewig" '/A/ / Dank- und / 50 / Visit - Karten /. V j / us w. werden /v » / nrpi.