Freitag, 0. August 1920 Erstes Blatt 170. Jahrgang Annahme en Maiser In der Frage der Arbeitszeit begründete Rose 320 Preisen verkauften. erdick gvst 1920. )orn 20. äj bekannt ■ebermann 320. Die Lage im Osten. irerin henlehrer Au- dem Ueiche. Streik in Vorpommern. er Tochter an xhledene* in unter moüftranteii in die hiesigen Konditoreien cindraugen und die Kuchen zu niedrigeren längeren Debatte konnte man sich jedoch über dir Ausgestaltung des internationalen Sekretariats Uus dem besetzten Gebiet. Keine Vatcrlandslicder auf dem Rhein. Mainz, 31. Juli. Im Hinblick aus mehrfach vorgekommene Zwischenfälle aus den Rheindampfern, wo deutsche nationale Lieder usw. gesungen wurden, die von Fahrgästen, die den Besetzungsmächten angehörten, übel vermerkt wurden, hat die interalliierte Rheinlandkommission in einem besonderen Schreiben an den deutschen Reichskommissar für die besetzten rheinischen Gebiete dataui aufmerksam gemacht, daß Kundgebungen auf den Rheindampfern, die geeignet sind, als gegen die alliierten Armeen oder gegen Ango- ijörioe der Befetzungsmächte (also auch gegen Zivilisten!) gerichtet aufgefaßt zu werden, um bedingt verboten sind und streng bestraft werden. e Darmstadt, 5. Aug. (Wolff.) Die interalliierte Kommission hat beschlossen, den wegen ihres Protestes gegen den Kapp- Putsch aus Mainz ausgewieienen Lehrern die Rückkehr in das besetzte Gebiet zu gestatten unter der Bedingung, daß ihre Rückkehr nur als Privatpersonen erfolgt. Als Lehrer würden sie keine Verwendung mehr finden. _ , M ainz, 5. Aug. (WTB.) Heute nacht ist bei Marienborn, kurz vor Mainz, ein^ von Saarbrücken kommendes, mit fünf P ec- son en besetztes Automobil eine Bö- schung hinabgestürzt. Laut dem „Mainzer Anzeiger" ist dabei der Besitzer des Automobils, ein Herr Remoittet, und sem Chasseur namens Sander, beide aus Saarbrücken, getötet worden. Außerdem wurde cme Dame schwer und die beiden anderen leichter verletzt. Der internationale 5ozia!isteirkoiigreh. Ur. <83 De; Lietzener Ainelaei erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Uezn-rpreife Monatlich Mark 3.60 undMk.-.65TrLgcrlshn, viert eljährlichMark 10 80 und Mk.lL5Träg«r lohn; durch die Poft viertel- jihrüd) Mark 12.- ausfchlrrßlich Vestrilgrld. -vern sprech-Anschlüße: für die SchrifNertung 112; verlag,»«sch-ftrstEile 51. Aaschrfft für Vr^htuach- lichten: Srt3tUtr Lietzen. poft^aouto: Zlatrhurt a. M. U686 rtieira’1 ~~........ "~t1hiiiiiiiu. Swinemünde, 5. Aug. (Wolff.) Der Streik der Beamten und der Arbeiterschaft der Ueberlandzentrale Stralsund und der Betriebswerke Swinemünde dauert nach wie vor in vollem Umfange an, so daß ganz Vorpommern ohne Licht und Kraft ist. Der Aufsichtsrat der Ueberlandzentrale lehnte in den bisherigen Verhandlungen die Gehalts- und Lohnerhöhungen ab, die an- 1 aesichts des günstigen Abschlusses bei der Ge- Lloyd George über da» Borrücken der Russen. Amsterdam, 5. Aug. (WTB.) Reuter. Im - Unterhause erklärte Llertzd George: Das - Vorrücken der Svwjetstreitkräfte und die Verzöge trung in der Beantwirtung des englischen Delo- . grammS p ist bis zu der Festsetzung durch daS Landesfirr-anzamt als Wert von stättural- und Sachbezügen fern höherer Betral als 5 Mark für den Tag, 30 Mark für die Woche und 1125 Mark für den Monat crntzurvckmen. _ Als Arbeitslohn gelten Löhne, Gehälter, Besoldungen, Taittiemen, Gvatifttationen oder sonstige für Arbei sleistungen gewährte Bezüge, sonne Wartem'loer, Rutt.-gchLtter, Witwen- und Waisen- Vensionen und ander? Be-.üge oder geÜNverte Vorteile für frühere Dienstleistung oder Berufstätigkeit. 2 Tie Beiträge für Kranken-, Unfall-, Haftpflicht-, Angestellten-, Invaliden- und Ettverbs- losenmiterstützungssassLn, sowie für Witwen-, Waisen- und Penfionskclfien und Beiträge zu öffentlichen Berufs- und Wirtschaftsvertretungen können vom Arbeitslohn abgesetzt werden, soweit sie vom Arbeitgeber entrichtet und zu Lasten des Arbeitnehmers verrechnet werden. _ 3 Bei Arbeitnehmern, die das 14. Lebens- iahr noch nicht vollendet haben, findet ein Abzug vom Arbeitslohn nicht statt. 4 Der Steuerabzug ioird nicht mehr vom vn- geflhgtai Tage-, Wochen- oder Vdonatslohn vorge- nommen. Es bleiben virkmehr gewisse Teile des L-chnes vom Steuerabzüge frei. Diese Teile sind so berechnet, teß die sozialen Ermäßigungen des Einkommensteuergesetzes bereits beim Steuerabzug Genf, 5. Aug (WTB.) In der Nachmittags sitzung S o zia l i sten ko n g re s se s tour:c zuerst Xe Db.'ltungnähme der Iniernationale zum Inteift-'.tionalen Arbeitsamt in Genf er- örtert. Die tem d r Kommission unterbrci etc Ent- X:.-es;ung '.vurte gegen vier englische Stimme'.', an- u...nmen. Tic Entschließung erklärt, daß der Nfon» ares; mit Geiiugru.'Uig Kenntnis nimmt von cer Grüilimng des Internationalen -Arnes und nut Freuden Xe Ergebnisse dec Konferenzen m Wa- slington und Genua verzeichnet, die emeit teteu- tenten Schritt auf d.m Wege der internationalen Sozialreform darstellen. Ter Kongreß fordert die Arbeiterorganisationen der ganzen Welt auf, das Internationale Arbeitsamt zu unterstützen. Darauf legann Xe Aussprach? über das po- l i t i s che S y st e m de r S ? z i a l bemo r rat i e. Namens cer Kommission unterbreitete SidncyW^bv (England) dem Kongreß einen Beschluß der u. a. erklärt, teß das Versagen des strvitalisti-chen Systems Xe Ueternckhme der politischen Macht durch Xe Arbeiterklasse zu einer geschicbiiickoii Notw-n- Xg-feit mache. — In einer Abendsitzung, die bis 12 'lltrr nachts d inerte, nrhm der Kongretz Xe Mitschließung, betreffend tes politische Lys em der ziak-emokvalie nach einer umfangreichen Aussprache, (in der sich alle D'lefterten beteiligttn, an. Der Kongreß bekennt sich danach, zur Demokratie als dem einzig richtige Weg zur Erreichung Sozialismus und lehnt das b o l 1 ^ero Sy stem ab. 3um Schluß teilte^der ^0^1X111 mit, daß der nächste .Kongreß im ^ahre 1322 m Brüssel ftattsinden wird. Der internationale vergarbeitertongreh. Genf, 5. Aug. (Wolff.) Ter internationale Bergarbeiterkongreß setzte heute vormittag seine Beratungen fort mit der Behänd lang des belgischen Statutenentwur'es. Nach dem Entwurf setzt sich der „Internationale Bergarbeiterbund", wie er genannt werden soll, zum Ziele, die gewerkschaftlichen Rechte der Bergarb iter zu verteidigen und die Maßnahmen zu veranlaßen, die geeignet sind für den wirksamen schütz der Mitglieder des Bundes. Der Bund hat msteion- dere zum Zweck, die wirtschaftlichen und fonalen Interessen der Bergarbeiter zu verbessern und die Beseitigung des Kapitalismus durch die ^ozialnie- rung ber Bergwerke zu erstteben. Falls em internationaler Kongreß zur Durchsetzung ferner Forde rungen einen Generalstreik anordnen sollte, so ist dieser nur dann durchzuführen, wenn sich eine Zwei drittelmehrheit dafür ausspricht. Alle nationalen Sektionen haben sich einem solchen Beschlüße dann zu fügen. Alliährlich soll ein internationaler Kongreß einberufen werden, doch kann das internatio- nale Komitee in außerordentlichen Fällen einen außerordentlich«! Kongreß einberusen. — In der für d t Tagesnummer bis zum Wad}ingiag vorher ohne jede Peibindlichbcit. Preis für l mm Höhe für Anzeigen v. 34 mm Breite örtlid) 35 Pf., au» cm 15 45 Pf.! für Reklame« Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Platz. Vorschrift 20" f Aufschlag Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Derantwortlich für Politik: Aug. Goetz! für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: H. Deck, sämtlich in Gießen. nur 37 bis 38 Jahre. 38 Prozent brächten es zwar zu einem höheren Lebensalter, aber es lmndle sich hier meistens um Bergleute, die nicht ständig unter Tage arbeiteten. Tie Lungenschwindsucht hätte nahezu um 300 Prozent zugenommen. Bei einer Sechsstundenschicht müßten übrigens drei Schichten zur Förderung und eine Zechsswnten- schicht für Reparaturarbeiten gefahren werden, waS gegenüber den jetzigen drei siebenfinnben* schichten ein Plus von vier Stunden bedeute, mithin also, eine Steigerung der Produktion. Genf, 5. Aug. (WB.) Rose Deutschland) betont, daß die Forderung des Seck'sstundentages in feinem Zusammentenge mit den Verhandlungen in Span stehe, sondern unmittelbar nach dem Ausbruch der Revolution in Deutschland erhoben worden sei. Es hantele sich um keine deutsche Jn- triguc. Die Deutschen verlangten auch nicht fo- forttge Einführung des Sechsftundent.rg s, Ion- terit erst müßten die tea;nischen Vorbei eitunaen getroffen werden. Aber die Forderung müsse schon jetzt erhoben werden, damit sie einmal venoier lickst 1 verteil könnte. Die d.-ulschen Bergarbeiter erwarteten, daß ihre ausländischiM Kollegen dein teutfd'cu Beispiele bald folgen werten uno daß sie, wenn die Entente in das Rul)«rreviei einmarschiere, und wenn infolge militäriidjer Maßnahmen die deutschen Bergarbeiter ulm die Errungenschaften ter Revolution gebracht werten sollten, sich mit den deutschen Bergarbeitern solidarisch erklären. Wenn sich einmal die Verhältnisse ter deutschen Bergarbeiter inwlge des Druckes der Entente noch verschlimmern sollten, so wäre dies eine unausbleibliche Folge, daß die deutschen Bergarbeiter in Messen aus- wantem müßten, wodurch den ausländischen Bergarbeitern eine bedeutende Konkurrenz entstehen würde. m Ter luxembrrrgische Delegierte B n k 0 w a c unterstützte die teutlchen Vorschläge. Tie Kohleii- not müsse wesentlich gemildert werden, ater auch die von dein MüüartsmuS unnütz zurückgehaltenen' Arbeiter niüßten für die Bergbauindusttie Verwendung finden. Auch in'der NachmittagStttzung wird die Ans- ipradye über dm Sechsstundentag fortgesetzt. Es sprachen verschiedene Delegierte, die im _ allgemeinen die deutsche Forderung auf Einführung ter Sechsstuntenschicht als annehmbar bezeichneten. W iß mann (Teuckchland) betonte nochmals, daß die teutschm Bergarbeiter nur unter tein Zwange ter Berhältniise uno unter dem Drucke, ter Alliierten Heberschichten fahren mußten, denn 2 Millionen Tonnen müßten monatlich an die Alliierten abgeliesert werden. Dadurch tourte wahrscheinlich ein großer Teil ter deutschen Jn- buftrie lahm gelegt werten imb Tau lende von teutschen Arbeitern würden brotlos werden, »lert hoffe ter deutsche Arbeiter auf die Unterstützung ter Internationale. . Es fand schließlich eine Resolution Annahme, in ter es heißt: Angesichts des gesundheitsge^ fährlichen Charatters erklärt sich ter Kongreß grundsätzlich für den Sechssttmtentag der unter Tag arbeitenden Bergleute. Ter Rückgang in ter Produktion ter ganzen Welt könne durch eine verlängerte Schichtzeit, nicht gehoben werten. Ter Kongreß erklärt sich auch bereit, dem. Versuch auf Verlängerung ter Arbeitszeit mit internationalen Mitteln Widerstand zu leisten. Nächste Sitzung morgen vyrmittag. hessische Vorkammer rm. Darmstadt, 5. Aug. 1920. Präsident Adelung eröffnet dtt Sitzung um 9 40 Uhr Zunächst wird die Absttnrnrmig über tee Abänderung des Bollsschulgesctz.'s rorgenominen und der Ausschußantrag angenommen, ^er Aw- trag, wonach verheiratete Lehrerinnen im Schuldienst bleiben können, wird abgetetzmt., Tann wird die Regierungsvorlag' l tr. Matz- nähmen gegen die ^lrbeitslosigkeit, wonach 20 Millionen Mart zur Ausführung notwendiger Arbeiten bereitgesveltt weiten so'.len mit dem Zusatzantrag des 9£bg. Eiß'wtt. bn die Aus- iüchrung ter Dammarbeiten bet Offenback)—Mühlheim foltert, genehmigt. Drei Regierungsoorlas^n, tetr. Nieternhla- (Tung von Ärasoerfähren, finden olync xebatte Einnahme. , Der Antrag Siegt, betr. Crnrerhung ter CJte lvfener Staatsbeamten in die Senns nasse C wird für erledigt erklärt. — Der dring iche ÄnttXV Schorn, Soherr und Gen., bett. Revinon der Otts- Nasieneinteilung, nn.ro bis zur Entsch.'idung ter Frage durch das Reich der Regierung als Material überwiesen. _, <__ Tie Anfrage des Abg. Schreiber, Berwenountz Hess Staatsbeamten im Reübw-n' r, tritt, für erledigt erklärt. Tie Regierungsvorlag. bett . ttr- f.retfung ter Gültigkeit ter Aussthrum'srttttm- ncungen «im Reichswer.gcuchengeietz utd ter betr. Entschädigung für die an Maul- und K.auen^ ieuche gefallene Tier usw. wird angenommen Tie Vorckellung des Verbandes der An gellten in ?en staatlichen >nankeEstaltm und Kltmk n wird der Regierung als Mattnal uterrotae i. VvrsteNung der Bettiebsausschu-ft der »eil- uüi>j entricksten sind. Oder ein «ndenS. Beispiel: Ein unverheirateter Steuerpstickstiger tezieht zuq in diesem Jahre für 40 Woclieit (vorn! 2o. ^uni 1920 ab) gemacht, so werten dem Arbcitnehmer insgesamt 020 Mcark etubehalten. Bei einem steuerpflichtigen Eintiornmen von rund 11503 Mark hat er aber für 1923 demnächst 1755 Mark Einkommensteuer zu zahlen. Paris, 5. August. (WTB.) Sowohl der JtemH" als auch das „Journal des 4:6bat" glauben heute versichern zu können, daß die Lage in Polen auf Grund der letzten 3cack>- richten als ftatioitär angesehen roerten kann. 00 habe es sich nicht bewahrheitet, daß die Polen die Buglinie schon au fg eg eben hätten. Nach dem „Temps" sollen die Bollche- wisten, die den Bug nördlich Brest-Litowsk überschritten haben, keine Fortschritte in der Rickstung. —- ^mf Warschau gemacht haben. Nach dem „Jvurncht gesrchts des günstigen Abschlnstes Roch ein deutsch-franzöfifcher Notenwechsel über die Flaggensrage. Berlin, 5. Aug. (WB.) Die Flaggenfrage ist, wie wir hören, Gegenltand eines Notenwechsels zwischen der sran-Ackchen Botschaft und der deutschen Regierung. Letztere hosft, Wittel und Wege zu finden, die aus der Flaggen- angelegenheit entstandene Spannung im Sinne der Bölkerbundsakte zu erledigen. Eine neue Drahtverbindung zwischen Deutschland und Italien. Berlin, 5. Aug. (WTB.) Das „Berl. Tageblatt" veröffentlicht eine Unterredung mit dem italienischen Botschafter in Berlin, d e M a r- tino, worin dieser bestätigt, datz die Mangel ter postalischen Verbindungen ter Hauptgrund für die falsche Uitterrichttnig des Ausland.'^ luer den Stand bei Dinge in Italien leien. Zur Zeit schwebten Verhandlungen, um eine neue direkte Drahtverbindung zwischen Deutschland und Italien auf dem geographisch kürzesten Wege, nämlich über Innsbruck, herzustellen. berücksichtigt ioerten. Born lOvvrzentigen Lohnabzug bleiten fr?i: bei Tagesb-'imtev^chiMg 5 Viari für den Tag, Hmrie je l.üO Mk. sü^ie Eheftau des Arteitneh- merS und für jedes zur Haushaltung tes Arbeit- mchmers»Fhlente minderjährige Kind; bei Wochen^ Miu 30 ^(arf für die W«lx sowie für bte .Frau und jeteS mViderMrige KmÄ je 10 Mark; bei W^natslohn 125 Mark für den 4Rvnat urd> je 40 Mark für die Ghefvan und jedes'minderstährige Kind. Ueberfteigt unter Berücksichtigung dieser Er- müß^iungen ter Lohn, auf das Jahr umgerechnrt, dieSumme von 15 000 Mark, so werden >15 (Prozent erboten; geht Lohn oder Gettolt über 30000 Mark, so Ü»mmen 20 Pw-ent Gehaltsabzug m Frage, bei mehr als 50000 Mart 25 Pvoz nt lusio., bi9 bei Beträgen von jährlich über 1 Million 55 Prozent des Gckhalts oder der Tantteme abgezogen werten. Ter 9Irbeitgeter 'hat bei jeter Lohnzahlung sestruftetten, ob ter Arbeitsbohn unter den vorgenannten Bedingungen die bezeichneten Grenzen überWcitet. Bei ter Umrechnung des Arbeitslohnes auf ein Jahr ist das Jahr mit 1300 »Arbeitstagen, 50 Wochen oder 12 Monaten zugrunde fru legen, sofern nicht nach ter Art ter ArteitstätigkM eine Kürzere Beschäftigungsdauer für das Jahr an- zunekmen ist iz. B. bei Saisonarbeitern). Wenn also beispielsweise ein verheirateter Arbeitnehmer mit 4 Kindern nach Abzug ter obengenannten Bei trag: zur sozialen Verlicherung 756 Mark MonatÄickhil bezieht, so terechnct sich ter Steuerabzug folgendermaßen: Es sind zunächst 125 Mark abzusetzen und weiter 5 mal 40 — 200 Mark für die Eheftau und 4 Kinder, so daß insgesamt 325 Mark dem Steuerabzug nicht unterliegen. Es bleibt dann noch für den Steuerabzug eine Summe rw 431 Mark, von denen 10 Proz. einzubehalten sind. Tas würde 43,10 Mk. ausmachen. Jecvck) ist in den Ausftrhrungstesttmm- inungen vorgeschrieben, daß ter Beitrag auf volle Marl nach mit en abzununten ist. Für das Steuer- jahr 1920 ivett-en ihm somit, da ter Abzug erst seit dem 25. Juni 1920 in Kraft,ist, ttnd er daher in diesem Jckhre bei Monatslöhnen nur für zehn Monate erfolgt. 433 Mark eintehatten. Das steuerpflichtige Einkommen für 1920 berechnet sich dagegen aur mintestens 4200 Mark, wovon für 1920 488 Mark an Einkommensteuer demnächst zu »Ms höhtzü iik» des Töbat" sotten die Polen im Norden bei Lomsha und in Galizien jetzt eine Gegenosfensirc eingeleitet haben. Auch sei es falsch, daß die Bol schewisten bereits Osttolenka eingenommen hätten. Das „Journal des D4bat" meldet weiter, daß gegenwärtig zwischen den Attiierten Verhandlung gen über die Dtahnahmen ftnrtfiuten, die zur Hilfe für Polen ergriffen werden sollten. Warschau, 5. Aug. (WTB.) Die polnische Regierung hat die Führer der englischen und französischen Mission gebeten, persönlich nach Paris und London zurück zukehren, um ihren Regierungen münd!ick) Bericht über die Lage in Polen zu erstatten. Auch sind die Führer ter beiden Missionen ersucht morten, ihren Regierungen Vorschläge über die Mittel zu unterbreiten, die geeignet toärm, die Hilfeleistungen für Polen vorteilhaft zu gestalten. xelephonno klar wig 0^ laufender M ihSj! $ 4's5!C ncraltierfammlung gefordert wurden Tie Badeorte haben unter^dem^Streik SU lei- hierüber auf be.L Die -ä^ungen können Acht mm f morgeu vormittag vertagt wurde. erscheinen. Die Arbeiter der ^oanerwerle ^wr <^n ^>cr ^.rüge ber Arbeitszeit tegrüntete Rose nemünbe streiken nicht. Der Betrieb wird Deutschland) die NotiEdigkeit ter Einfühnuig durch Dampfanlagen aufrcchterhalten, so daß I her Sechsstuntenschicht in Teutsckstand, wo sckwn Swinemünde ivieder Wasser hat. Dagegen sind ,etzt die Siebenstundenschicht burchgefübrt fei. die 9iachbarorte, wie Heringsdorf usw., ohne Durck) die langen Krßgojahrr sei ter (teiunbbeitte- Wasser. Im attgemeinen ist die Lage ruhig, »ustaud der Bergarbeilci besonders stark .r n?münde fanden aeltern Lebens^- heruntergekommen. Aach -lial)rigir Tätigkeit trete iS Verlaus die Dc- bereits JntmlLitLt ein. Das Durchschnittsalter der "Unruhen statt, m deren BeNau, die T f-täni>ig nnter Tage arteitenten Bergleute betrage GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Druck nnd Verlag: Vrühl'fche Univ.-Vuch und StdRbruderei R. Lange. Schrislkeitung, SeschSiflsfttlle und Druckerei: 5chulstraße 7. wollen, eine Reform des Bühnen kunftwerkes zu schaffen. Das Vorbild der englischen Bewegung ift eürgestandmermatzen das amerikanische Theater, das mit der Errichtung kleiner Bühnen große Erfolge erzielt hat. Von allen Seiten hört man, daß sich Gruppen von Schauspielern und Theaterfreunden zusammenschließen, um solche intimen Schauspielhäuser zu errichten. So hat die Garrick-Ge- sellschaft in Stockport das nötige Geld zusammen- gebracht, um ein kleines Theater zu bauen, und in dem benachbarten Ort Altrinchan taten sich kunstbegeisterte Dilettanten zur Gründung einer Bühne zusammen, die nur wirkliche Dichtungen vorführt. Andere solcher kleinen Theater, die in strengem Gegensatz zu den großen Bühnen ernste Kunst Pflegen, sind die in dieser Saison entstanden denen Bühnen in Nottingham, Manchester und Bath. Das Interessanteste an dieser Bewegung ist, daß sich die englische Provinz von der Diktatur Londons befreit, die in Theatersachen bisher noch tnel größer war, als etwa die von Paris. Dre neue Bewegung beruht nicht nur auf der Zusammenarbeit von Schauspielern mit Künstlern, bie eine neue einfache Ausstattung ins Leben rufen wollen, sondern auf einer ftarfen Unterstützung durch das Publikum der Provinzstädte, das sich befreien will von den mmderwertigen Vorführungen, mit denen London vvrangeht, und in künstlerisch ernsten Dar bretungen Hemer Theater die Erlösung sieht von der Seuche jener sinnlosen Possen und Ausstat ttrngs stucke, die srch in den großen Theatern breit machen. ohne we- s-emliche Aussprache nach den Anträgen des Aus mit dem «a Moni«» «Ulfen, bfe die Leute nach ifarr ihnen «elitl-n'hLk imb ihnen düng beurteilen. Aber Mötzlich erhob sich unter weder vergeben noch nevgelicn ionnte ffr diesem Bauernbart, unter dieser gewöhnli^'> | üb.-rHaupt o!l« nsck'itt. '"'"im».,, , „ ,/,nt knitterten Blm'e der alte russische Baron, der I ie-!ul - o-nn rt ihn™ LhÄrt!« U ihnen gehörte das Fürsorgelassegcsktz beraten. Tie einzelnen Artikel werden Höchst merkwürdig berührte Gorki die Leideiischaft- lichkeit, mit der sich Tolstoi am Kartenspiel be- teiligte. „Er spielt ernsthaft, leidenschaftlich. Seine Hände werden nervös, wenn er die Karten aiif- nimmt, geradeso tote wenn er etwas Lebendiges hielte, etwa Vögel, anstatt unbeseelte Karton- stücke." Das Bildnis, das hier Gorki mit feiner Psychologie und in lebendigster Schilderung von Tolstoi entwirft, ist reich an solchen intimen Schlaglichtern. schupes erledigt. — Tas Gesetz soll P legevnpalten in MeV Mr einina«ige B-schns- fnaa.?be.':':Lw Hit staatliäst Hshuarbeit, Soll noch naclr ; cm ÄNiraae des Aiissckaijsts abgelHnt iccr- den, ■ -r £r. dies.' Avtetemng ferne M- hrheit, unc die z*yt ellung geht muh Unteritützmig d.irch die Vteg. Ko rett - ^ernr., uno Engelmann (Soz.) an ven Ausstle.ch >irüd. Tie Vorstellung des Pros. Merus in Nieder- Ramftrd: be!r ^mpsgegner wird abgewiesen. — Der dringlich.' Antrag oes Abg. Kiel betr. Wirt- schchtSbeihUfe für das technische Personal in den Kliiiileu und Pflegeanstalten wird für erledigt erklärt. — Auch ixt dringlich: Antrag dessrl'oeii Abgeordneten Mr. Aushebung der verschiedene?!, Klassen in Kliniken betr. Einführung einer Ein- lEitcklasse wird auf Grund der Neg.-Antwori, nach einer Ford ruag des Abg. Vetters (Soz.) ider befseve s<<: ..bd schng in der dritten Klasse der Gießener Klinik für erledigt erklärt. Tann wird die Regierungsvorlage betr. sll den vuchpreissteigenmgen. Ter Vorstand des Deutschen Verlegervereins veröffentlicht folgende Erklärung: Zu einer Zeit, wo die Ermattung des inländischen und ausländischen Marktes dank der Ueberspannung per Preisbildung anderswo schon im Zuge war und im Buchhandel sich anzukün- dlgen begonnen hatte, hat der Vorstand des Börsen- vercins der Deutschen Buchhändler, auf Drängen und Drohen aus den Reihen des Sortiments und entgegen dem Warnen und Widerstand des Verlages, den Buchpreis mit einer zwangsmäßigen und nahezu unterschiedslosen Verdoppelung eines im Jahre 1918 eingeführten, damals schon heiß umstrittenen und allein dem Zwischenhandel zufallenden Aufschlages belastet, der dem Sortiment einen ganz unverhältnismäßigen Anteil an dem vom Publikum zu zahlenden Preis zufallen ließ. Diejenigen Verleger aber, die bei ihren unmittelbaren Eigcnverkäufen an das Publikum einen Lebensmittel. ** Einmachzucker. Durch die Ein- kaufsgesellschast m. b. Ä. Mainz ist der Stadt Gießen eine größere Menge Auslandszucker für Einmachzwecke zugeteilt ivorden. Es entfällt auf den Kopf der Bevölkerung ca. 1/2 bis '/« Pfund zum Preise von ca. 7.40 M a r k per Pfund. Wer den Zucker nicht, oder nur zum Teilen erhalten wünscht, wdlle dies in seinem Kleinhandelsgeschäft bekannt geben. ** Bei der städt. Obst- und Gemüse st e l l e in den Marktlauben wird morgen u. a. Frischgemüse, Karotten, an Hülsen- Arrr Stadt und (and. Gießen, den 6. August 1920. Das Steuergeheimnis. Für die Landesfinanzämter ist eine vorläufige Geschäftsordnung erlassen worden, die z. T. auch für die Kunden dieser Aemtec, die Steuerpflichtigen, von besonderetn Interesse ist. Die Amtspflicht sämtlicher Beamten der Reichsfinanzverwaltung erstreckt sich insbesondere darauf, daß sie Verhältnisse eines Steuerpflichtigen, die sie dienstlich erfahren haben, strengstens geheimhalten. Geschäfts- oder Betriebsgeheimnisse dürfen sie nicht unbefugt verwerten, wenn sie diese dienstlich erfahren haben. Diese Pflicht wird durch Ausscheiden aus dem Dienst oder Beendigung der Tätigkeit nicht berührt. Die Pflicht zur Geheimhaltung liegt insbesondere auch den Beamten der Registraturen und Kanzleien ob. Sie gilt auch für alle Beamten und Angestellten, die sonst mit'der Verwaltung oder der Verwendung von steuerlichen Akten betraut werden. Disziplinarischer, gegebenenfalls strafrechtlicher Ahndung unterliegt eine unbefugte Ueberlassung von Dienstakten und dienstlichen Schriftstücken an Personen, die diese nicht innerhalb des zugewiesenen Geschäftszweigs benötigen. Die Landesfinanzämter verwalten als Oberbehörden der Reichsfinanzverwaltung alle Steuern im Sinne der Reichsabgabenord- nung. Sie wirken auch bei dem Branntweinmonopol. Der Reichsminister der Finanzen kann den Landesfinanzämtern und den unterstellten Behörden die Verwaltung von Landesabgaben, Kirchensteuern usw. übertragen. Sortis Erinnerungen an Tolstoi. Zu den wertvollsten und aufschlußreichsten Büchern der Tolstoi-Literatur gehören die „Er - innerungen an Tolstoi" von Maxim Gor kl, die jetzt in einer englischen Ausgabe toerönenthdjt worden sind. Der größte russische Dichter der Gegenwart erzählt hier von den Eindrücken, die er int Verkehr mit dem Meister der russlschen Lebmsschilderung empfangen, und setzt fich mit der so zwiespältigen Persönlichkeit des Grasen auseinander. Gorki liebte Tolstoi nnö sah in ihm das unerreichte Vorbild dichterisclzer Größe, aber er bewahrte sich ihm gegenüber doch feinen scharf kritischen Standpunkt. Diese Verbindung von Verehrung und schonungsloser Kritik, die sehr russisch ist, macht das von Gorki entworfene Porträt so besonders lebendig und interessant. ..Was mich immer am meisten an 'hm empörte," schreibt er, „war dieses hartnäckige despotische Streben, das Leben des Grafen Leo Nikolajewitsch Tolstpi in „Das heilige Leben «unseres gesegneten Vaters Leo" zu verwandeln. Er war in seinen eigenen Augen ein Heiliger, er hätte gar zu gern auch ein Märtyrer fein wollen. Und doch war er zu gleicher Zeit ein Aristokrat, von kalter Löslichkeit und l-ochmütigem Stolz. Ein langer Bauernbart, grobe, aber ungewöhnliche Hände, einfach' Kleidung, all diele äußerlichen, bequemen dcmokratisck>en Allüren täuschten viele. große Aristokrat, die Hemmnatur; dann wurden bie Naseit der einfältigen Besucher, mochten es nun gebildete ober ungebildete sein, sofort blau von der unerträglichen Kälte, die von diesem Manne Von den „Tolstoianern", den vielen, die Pilgerfahrten machten, um den Grafen zu ^hkp und ihm zu huldigen, spricht Gorki mit „Lch hatte immer das Gefühl, dap bie|c fiente das Haus mit einem Geist ,?€C Feigheit, bet Käuflichkeit und selbstsüchtigen Unbedeutenheit erfüllten. Einer von bn.^dosteln der Tolsdoischen Lehre, an den tat mich gerade erinnere, weigerte sich im Hause des Grasen, Eter zu essen, weil er dies als eilt C Jcen hier eintreten. Die Tatsache, daß rwch so viele der Studenten mit verbundenen Köpfen herumlaufen, wftke sehr ansteckend, derselbe Geist habe auch in Marburg geherrscht und das Marburger Urteil her torgerufen. Die politische Agitation müsse unterbleiben. Präsident Dr. Strecker stellt fest, daß ton <3eüen der Regierung und des Rektorats alles geschehen sei um diesen Auswüchsen entgegenzutreten. Durch einen Erlaß habe man Verbote bewirkt. Man habe die Vorgänge auf das Tiefste betrauert aber mit Mitteln äußerster Gewalt könne man diese Vorkommnisse nicht verhindern. Er wolle aber der Studentenschaft als Vertreter unserer Wissenschaft das Gewissen schärsen und darmff Hinweisen, daß bevartige äußere Vorgänge mit innerlicher Vornehmheit nichts zu tun haben. — Die Anfrage ist damit erledigt. Der Antrag des Abg Eißnert betr. die höhere Mädchenschule in Offenbach wird crngenmw- men. Die Regierungsvorlase betr. den Gesetzentwurf über das Faselwesen wird angenommen nachdem auf eine Anregung des Abg. Hahn die Regierung sich bereit erklärt hat, diesen Wünschen «evecht zu werden. — Dann tritt ritte Pause ein. Es werden eine Reihe von Regierungsvorlagen erledigt. Zunächst wird die Vorlage betr. die Gewährung ton Staatsdarlehen bis zum Betrage von 5000 Mk.an vom Krieg betroffene Personen angenommen. Es folgt die Notverordnung über die Voll- Nreckung ton Beschlagnahmen zur Linderung der Wohnungsnot, die angenommen wird, die Vorstellung der Wohnungskommission in Goddelau wird für erledigt erklärt. — Die Verordnung übet Beschränkungen int Liegeuschastsrecht von 1919 wird nach Erläuterungen durch Abg. Knoll — „Kletne Theater" in England. Die trüben Zukunftsaussichten, die unsern Theatern von Sachverständigen verkündet werden, sind auch den englischen Bühnen bereits von hervorragendem Kennern, wie Shaw, Zcmgwill und anderen, vorausgesagt »torbeit. Die wachsenben Kosten für Gehälter und Ausstattung gestalten das Theatergeschäft immer fertiger gewinnbringend und veranlassen die Direktoren dazu, mit immer gröberen Mitteln das schwindende Interesse des Publikums anzustacheln. So ist es gekommen, daß das ernste Drama und echte Bühnenkunst in den großen Theatern überhaupt keine Stätte mehr finden, sondern daß die Bühnen Londons samt und sonders zu „Amüsierlokalen" gettrorben finb Gegen diese traurige Entwicklung richtet sich nun aber eine Bewegung, die von den Heineren Städten au$gej)t und aus die Gründung „kleiner Theater" hinztelt. Man sucht im „intimen Theater", bas naturgemäß nötiger Kosten hanbelt, in mög- lidnter Schlichtheit ber Ausstattung uns in öe* Verwendung von Schauspielern, bw künstle- riffbe Ideale haben und nicht nur Geld verinenen ** Amtliche Persvnalnachrichten. Ernmrnt wurd§ am 28. Juli der Privatdozent Dr. August Eberhard aus Marburg a. d. Lahn zum ordentlichen Professor für Pharmazie an der Technisch e n Hochschule Darm st ad t. Ernannt wurde am 31. Juli'der Pfarrer Heinrich Adolph zu Herbstein zwn Oberlehrer an der Oberrealschule zu Gießen. Uebertragen wurden am 29. Juli dem Schulamtsanwärter Joseph Hill aus Seibelsdorf eine Lehrerstelle an der Ä»lks- schule zu Harheim, Kreis Friedbergs am 2. August dem Schulamtsanwärter Heinr. S p i^- nagel aus Wolf, Kreis Büdinaen, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Langenhain, Kreis Friedberg. Erledigt ist eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Volksschule zu Schotten. ** Fahrplanänderung. Vom 9 Aug. an wird der Zug 559 zur Herstellung des Anschlusses von den Zügen 636 und 648 von Köln, Gießen an 7.23 n., später gelegt unb fährt in Gießen 7.28 ab, Fulda an 11.03 n. Es wirb dadurch der Anschluß nach Fulda von dem in Lauterbach N 10.10 n. über Stockheim eintreffenden Zug von Vilbel N, der wieder Anschluß hat von dem in Frankfurt a. M. (Hbf.) 4.50 abgehenden Zuge, hergestellt. Infolge der Späterlegunz des Zuges 559 müssen auch die Ansckstußzüge 4545 (S) Burg und Nieder-Gemünden—Kirch Hain und 4741 Bad-Salzschlirf—Schlitz später gelegt tvcrden Pz. 4545 (S) fährt in Burg und Nieder-Gemünden 8.53 ab unb kommt 9.48 n. in Kirchhain an, Zug 4741 geht in Bad-Salzschlirf 10.33 ab und trifft 11.01 n. in Schlitz ein. ** Sand statt Z ütfxt! Var einigen Tagen verkauften Mei hiesige PLsaneii einem auswärtigen Händler einen Zentner Zucker für 1000 Mk. Auf dem Nachlhäutewege oergewi,feite sich der Käufer über den Inhalt des Sackes und mußte die unangenehme Entdeckung machen, daß er anstatt Zucker, Triebsand enthielt. Ilm den Käufer ju täuschen, hatten sich die Täter einen Zuckersack bei einem hiesigen Kaufmann beschafft, an dem nach säbiel Zucker 'haftete, daß der Betrug nicht direkt auffalleii kannte. Durch die sofort auf genommenen Hwchftrfchimge.i fionn.en bi Täler erm fielt, ihnen ber Geido^trag abgemmmen unb dem Geschädigten zurückgegeben werben. — Fenier wurden zwei ju- gerä>liche Pwsanen festgenommen, die einen Scheck gefälscht unb versucht hatten, ben Betrag van 5600 Mk. bei ber Bank abzüheben. — Eie hiesiger Geschäftsmann wurde dadnvck) van einem Gießener jungen Manne um 4000 Mark geschädigt, daß er sich tras Geld für Zucker geben ließ, den • er abends liefern wallte, aber mit dem Betrag das Weite suchte. — Gestern wurde aus einer Mahnung in der Sanüenftvajß eine goldene Her ren- n h r mit Sprung..eckel im Werte van 3000 Mart gestohlen. Als Diebe wurden zwei als Schieber bekannte Personen festgenommen, bie nach längerem hartnäckigen Leugnen cie Tat ein gestanden. Die llhr, die in einem Holzchaufen in ber Wohnung var- ig^funben wurde, kannte dem Eigentümer wieder zurückgegeben werden. ** Aus dem Sportpl atz des Vereins für Bewegungsspiele findet morgen abenb 6 Uhr ein Wettspiel statt, wobei die Kapelle bei hiesigen Reichswehr konzertiert. Näh. siehe Anzeisc. ** Die Einreihung der Angestellten nach dem neuen Reichstarif. Die Einordnung der Angestellten nach dem neuen Reichstarif soll nach einer Verfü' gung des Reichsarbeitsministers so bald als rm. Darmstadt, 4. Aug. Der Finanzausschuß hielt heute zwei Sitzungen ab und erledigte u. a. die Regierungsvorlage betr. die Zentralstelle des Säuglings- und Mutterschutzes und seiner Zweigstellen. Weiter wurde nach dem Antrag der Regierung für die Alice- und Eleonorenschule in Darmstadt der geforderte Betrag von Zweifünftel der Unter- bilanz bewilligt, nachdem die Stadt Darmstadt Dreifünstel übernommen hat. In der Nachmittagssitzung wurde in lebhafter Aussprache das Landsteuergesetz beraten, doch kam zunächst eine Einigung nicht zustande. früchten Erbsen und Bohnen, an Obst Aepfrl, Birnen, Pflaumen, Neineklauden und Früh- zwetschen verkauft. ** Stüdt. Seefischmarkt. Morgen früh treffen wieder lebendsrische Cabeljau und Schellfische (Nordseeware) ein; der Verkauf beginnt um 8 Uhr in den Marktlauben. Blinder Haß betitelt sich der Roman, mit dessen Abdruck wir in nächster Nummer des Gießener Anzeigers beginnen. Der Verfasser, Alfred Sassen, zeichnet in diesem Rompn die Charaktere zweier Menschenpaare, von denen das eine durch Verkettung widriger Umstände dem Glück, in Liebe vereint zu werden, entsagen mußte, das zweite nach mancherlei Wendungen des Schicksals das ersehnte Ziel erreicht. Daß der Roman auf vaterländischem Boden, den von Bergwald und fruchtbarem Acker- und Wiesenland umgebenen Ufern der Saale spielt, der Kenner dieses romantischen Htückchen thüringischen Landes gewissermaßen'die Szenerie des Romans genießt, ist ein beachtenswerter Vorzug. Veranstaltungen. Freitag, 6. Auguch: Hvtel Ebchvrm, 81/i Uhr, Gastspiel Buchwald «Programmwechset). — Lichtspielhaus,,Morel" 2. Teil, unb „<£r oberer?" — Lichtspiele, SelterÄweg, wie gestern. folcheu Aufschlag als rechtlich unziilaisig und totrt- fchaftiich ichädlich abtehnten, hat der Vorhand ,>c5 Börsenv.reins auf die Gefahr ber Ausschließung wegen SatzungSverswßes hingewiete!»- öeit* dein hat sich bic Lähmung des Absatzes bauernd verschärft und wird, viel stärkw als «für bas Sortiment, zu einer Eristenzbebrohung lür ben Verlag, ber das ganze aus ber Büchererzeugung ruhende materielle Wagnis allein .trägt, ju riner Lebensbedrohung für das bauliche Buch. Deshalb fordert der Deutsche Verlegerverein als bestellter Vettveter des deutschen Berlages: 1. Aufhebung jeglichen Sortimenter- T e u e r u n g s z n s ch l a g e s a) für alle feit 1. 1. 20 erschienenen Buckxr, Zeitschriften usw. ohne Rücksicht auf ben Preis. . Zu a: Die 5)erstellungskosten ber neu erscheinen ben Bücher bebingen so hohe Ladenpreise, daß ter dem Sortiment zufallenoe ?lnteil >am Verkaufspreise die Erhebung des Sortimeitterteue- rungszuscklages in keiner Weise mc(yr reckftferttgt. b) für alle Schulbücher ohne jede Einschrän- c) ftir^ölle Kollektionen ohne jede Einschrän- fimg. 3u b unb c: Um die PreiSstngenmg nicht zum absolickeii Derk.iufshindernis werden yn lassen, ist ber Verleger gezwungen, Schulbücher unb Kollektionen mit dem bescheidensten dttttzen, in vielen Fällen mit einem nicht einmal ben Ersatz feiner baren Aufwendungen sichwuben Auffchlag zu kalkulieren. Es ist deshalb völlig nnberechttch, ohne jede Rücksicht hierauf dem Sortiment einen Teuerungszuschlag zuzubilligen, ber geeignet ist, bas vom Verleger gebrachte Opfer zu vereiteln. d) für alle Werke im Preise wn 50 Mk. unb mehr. 2. Beschränkung des Sortimenter- Teuerungszuscylages für alle anderen Bücher, Zeitschriften usw., soweit sie vor dem 1.1. 20 erschienen finb, auf: a) 2 0 Proz. für Bücher mit einem Ladenpreis unter 20 Mk., b) 10 Proz. für Bücher mit einem Llckenpreis von 20 bis 50 Mk. Ter Vorstand des Deutschen Verlegervevrins ist überzeugt, baß diese Forbemngen einen Abbau des Sortimriiter-TeuerungsKUschla ges zulassen, der für bas Sortiment nach den Buchftwrissteigerungen ber letzten Monate durchaus erfiäglich ist. kommen da er» Kreis Friedberg. 6nuncr ^n-Advlp! I nn aus Em Bauer fuhr roe mit 10 geont 5 Stimmen: abgctdynt, funem die Beeidung grregelt rvorbem ^2- Ordenti. JIttdchen erfüllt in Tiebücrhls urigen Sifoung wegen eiuc^ fdm>ercn :jita re ®cfängnt4. Tic un- in allen Größen fieblt Carl Borger Wetzsteingassclü. Tel. 1274 Einige Herr künn. norb nn nut bürk.MittliBislh leilnehmcn. Zu ertragen Sdiottitr. 7 1.1. 018546 emv 8317 3um Schlüsse wurde der Ankauf twn Qkrt'inb? in bet Phibosopl)enstrabe yum ortsüblichen Preise be- idiLofen; der Genrerndevorstther soll mit den in hrage kämmenden Eigentümern in Derf?andlung irrten. Kautabak dicke RolleMk.l.M, reiner Rauchtabak, 100 Gramm Mk.4H0,sow.Ztaarrenund Zigaretten, Zuban Sport, usw. biü. f. Händler. ,e4” C. Kwha, Umser-Allee 18. Ein weiterer Dieb, der feinem H-attSIxrrn durch falsche Schlüssel Geldbeträge -aus einem Kästchen entivenixt hatte, wurde -n 6 Utonaten Gefängnis verurteilt. Ter SeiDsser Fr. H. von Mtcmstadt nwr von Iran Scl-öffeng»'richt B-rd-Nnrireim wegen 2 T > cd» ft ä t) f e zu 5 Tagen Gefängnis verurteilt iturtet. Auf seine B.mkung spv'.ch ilm die Strafkammer «wegen des einen Diebstahls frei, ncrurt.-ilte khn laber wegen des anderen auf die Bernfung der Staatsnnwaltselxist fru 14 Tagen GefänginS. Akkseilkkissäff^ EiMllliislisser EiMOsköliM Leilemüsev MiebkMeii !- Am 9. Lj Mlung M & für Haus, Küche n. Garten Aiim 1. Sevtbr. in ff-*— Haushalt gesucht Mel düngen mit^ohnansvr. an Prof.Tuczek in ■arterg, Rotenberg la.8385 -A^sich durchgefü-rk werden Die Dienst- kellenleiter sollen fcärten nach Möglichkeit ungleichen suchen, aber auch un- ~ ----- gegenüber ic)t Ritten I.®’ d. Lahn zur Nur Apotheker Brnantn ZTabakbeize ■ öerleibl selbstgcbau!. LTabak sowie jed. Ersatz Ws st. Aroma u. 2sohl- WgeschmaL Zu haben [1 Drogerie Schaaf, W Seltersweg 39. *** \ 1 ober 2 möbl. Zimmer sucht hier äugest. Sekretär. Schrift!. ?lngebote unter 013568 an den Gieß. An». Gerictzts^aal. d-j. Roth (ft't. Birtenkopf), 5. Dug. Eine tm- sangreiche B.rl>mclung fand vor dem Soffen» geri'cht Birtenkipf statt. Nicht weniger als etwa 70 Personen von R?ch wrwn angeklagt. Ter Bulle „Halter iwtt- ohne Wissen ceS Bürgermeisters undi>: Genchmigung den Wemeinb?- bul len schlachten lassen, angeblich weil ter Bulle krank war. Nach dec Schlachtung würd' d.r Verkauf des Fleisches durch die OrtMdic bclannr gemacht arm- alles holte sich einen Braten. Mcrl'- würvigerweis? siel .ucnige D-nge später di? 9bficr .Armes, ©amtliche Angeklagte, außer .x-.w Bullenhalter und dem Meßgcr, wurden fmgeipTjdrn, da ilmen nicht zu wkvrlegen war, das; sie im guten Glauben an die Reckftmäßigklnt des Fiets ck-verkms infolge ber öffentlichen Bekamitmalinrng waren Die ieeieren cr'hie'tm d-agcg n je 1 Tag Gefängnis und 100 Mark Geldstvofe. st>. Wetzlar, 5. Aug. Die hiesige Strafflani mer verurt- ilte den Rotteimrbeitier W. Sch n>e l v\ aus Manderbach, dem ein Gewehr losgea-i igen war, wobei sein kl-.'iues Schoenerchen gctroN.n wurde imb den Tod sand, wegen verlöteneuWassen- besitzes zu 100 Mark G.-ldsttxrfe. — Ein Bergmann, der angekl-agt war, aus den Forstlniter geschlossen zu haben., flam mit 250 Mk. davon. Wm Wärterinnen, über 20 Jahre, Knchenmädch., über 17Jahre, sos. gesucht. 'Jhtr gesunde, solide Per fonen wollen sich melden. Heil- u. Pftcgeaustalt 8335D (dienen. ± 23 i e r ft e i n, 5. Aug. Ein während eines Gewitters Fruch' ein. Gin Blitzschlag traf Den beladenen Wagen und setzte ihn in Bvcmd. Dec Bauer wurde v^rilvhtt tovm Wagim gezogen. Tie beidm Zugtiere wurden ebenfalls getötet, während der gleichfalls mitsahcende Sohn mir betäubt wurde. fd. Fran kfürt a. M., 6. Aug. In furchtbare Erregung wuvxm gestern abend im Wartesaal 1. Masse die zahlreichen Passagiere versetzt, als plötzlich hitttereiminoer mehrere Schlisse krach- •ten. Als man auf die Stelle zu eilte, fand man dort bitt Leiche eines jimgrn Mannes und eines jungren Mädchens. Der tote Mami ist der technische Eisenbalmanwärter $> inrid} Weihrauch aus Lber-Ramstadt, der drei Schüsse aus das Mädchen abgegeben und sich bann selbst entleibt hatte. Mer die (Mittete ist, konnte noch nicht festgestellt werden. Hessen-Nassau. Großftuer. dz. Dillenburg, 5. Aug. Gestern nacht entstand in den zwischen der oberen Hauptstraße und der unteren Hintergasse eingekeilten Scheunen und Stallungen Feuer. Da der Brandherd schwer zugänglich war, schien anfänglich das Wirken der Feuerwehr wenig erfolgreich, bis es gelang, über Nach- bardächcr hinweg und durch "Nachbarhäuser Schlauchlinien zu legen. Die schnell herbeigeeilten Wehren von Niederscheld, Sechslielden und Eibach unterstützten die Löscharbeit, so daß nach 3Vs Uhr das Feuer auf seinen Herd beschränkt und abgedämmt war. Ein Glüc war es, daß es nahezu windstill war und der Mühlbach reichlich Wasser hatte, sonst wäre bei der Wasserknappheit in unserer Hochdruck- gtammefixiuie-n waren von dem Schöffrngerich: ’.'O tenstad-r wegen fortgesetzten Wilderns zu tz>eld- strafen van 50 und 100 ML und zu öfcrängiufr- strafen von einer uraD mer Wochen verurteilt w -r- öen. Sie batten im M«ri und Juli 191U gemein» fdwftlid) oic Ingi» ausgeübt und warn jedesmal von Forstbeuinten erwischt worden; das erue Mal mar iiud) e.nnt Stimm en gleicührit abaellhnt. — Tie Holzabgabe tun der Gemeinde Mendorf wurde genehmigt. — vrt Klinik an. t r. Wieseck, 5. Aug In der geftttgm Ge meinderotssitzung wurde ymtidnt über - Gesuch der nicht vullbesck^ftigten Arbettei auf ( Ehrung von Notstandsarbeiten verdondcll. ?Md) längerer Aussprach? wurde das Gesuch mit «rücksicht auf die finanziellen Schwierigkeiten der 4femeinde mrt 9 gegen 4 Stimmen zurückgcsbellt. Darm sprach Bürgermeister Schurn ber als Bc- ckchterstatter der Lel'en-mi^telstmtmis'ion. Noch längerer Ausspmck>e wurde die Lebensmittelabreck)- tmmtq dem Gemrinderechner übertragen. Die Gv- itrtrmigimg der Llbrochmmg soll erst in der nächlten Ätzung nach Gegenzeichnung der gesamten Lebensmittel löm Mission erfolgen. — Tas Gesuch des Gictzener Strafkammer. Gieße n, 3. Aug. Ter Taglöhner H. H., der Pferdehändler G.P., der Taglöhner W. K. und der Maurer G. St. von einem uu&r ta für 1000 Kl l erte sich brr ffihi 4 nd ittufce die im» 13 er «M > i Wu-er zu tte en Zulkersaek k fst, an dem nid einig nicht dm' t aufgenommene ;t erm ttdt, ttte dm GeschädW mürben zlvei i» die einen S ch<> • den Betrag k 7. n. - Eie Bi n einem Gicstr _ dm Betrugs 1 13 eattr -w*'nu; - W” bML « d,c nach lE ftnerelMnben. * xr Wohnung gettümtr w des Bereu 4 morgen," • di- ». M to bet«» ti R-tLi. ich em« K .er? i» UWM geroliienbafter, «um Nack- irng. a l5onto-Eorrenlen. danack cotl als dauernde Nebenbesckäilig. aciucbt. Sckr. Ang. unter 8402 an den 'Liest. Anz. erbeien. (Sine Schwester nimmt Stelle an als Gemeinde» ickwcstcr f. bald ob. auch später. Ze ertr. le 4er Oe- eehlMist. 4. I. A. 8336 . btt foaubtr* Ni-"Ls. SDlaSfl ift '» » von bisher n?.. sachkN.^^ nt’-- der^i' tir: Us- Ät 2;ucke meine 2 Zimmer- Wobnnna 8tabe deS Bahnbofs »>: tauschen. Lckristl. Angebote unter 013543 an den t">en. An». Herr, Dauermtei., sucht S möbl. ob. leere Zim mer, falls mögt. fen. (Sm- gang, evtl, auch ein gro,;eS Zimmer. Sckriskl. Angeb. unt. 83*21) an d. Otten. An». berechttgnn Foroerungen geg, tlruxn und kein Erttgegenk ■eigen wo dies mir gegen die Besttm- gnutyrn des Vertrages «geschehen kann. Ein- adnt Hauptversorgung sä inte r wollten von sich MS noch besondere Ausführungsbestimmun- gtn erlassen. Dies ist überflüssig und nur geeignet, die Durchführung des Tariss zu verzögern und neue Unruhe in die Angestellten^ Ichast zu tragen. Eine höhere Einreihung als die in Gruppe V wäre eine Durchbrechung des taiiss. Schon Gruppe V bedeutet ein Entgegenkommen. Auch der verschiedentlich nochmals verlangte Vorschuß oder Auszahlung eines Monatsgehalts im voraus kann nicht attwerkschafls^mndes der Hess. Gemeinde beamt en um fikmäbrunn eines Vorschusses in Höhe emrs Zwölftel [red .Jahresgeholtes an die Gemernde- 'emtten hmr?« mit 10 g« " QMietqesuche | Beamter sucht zum Tauick ein? 1—n Zim. Wob», mit Zubeh. in ruhig. Vage 'Diestens gegen 7-Zim. Wodn. in beiter Vage Darmstadts. Näheres -2.V Stevbanitr. 27 I. •>-6 Zimmer IVobnuug gesucht gegen Uuitauick meiner Wohnung in Alsfeld i. Hessen. Lchrtstl. Angebote unt. 013436 an den Giestener Anzeiger. gemessenen Richtpreise eingehalten werben. Starkenburg und Meinhessen. sw. D a r m st a d t, 5. Aug. Die gegenwärtige Erwerbslosigkeit macht es notwendig, neue Notstandsarbeiten bereitzustellen. Die Stadtverwaltung will daher in eigener Regie 1. durch das ftädt. Tiefbauamt Straßen und Kanalbinten mit einem Kostenaufwand von 5130000 Mk., 2. durch das städt. Hochbauamt Unterhaltungs- und Neubauten usw. mit einem Aufwand von 10 324 690 Mk., 3. durch die Stadtgärtnerei und Waldfriedhof mit einem Aufwand von 139 000 Mk. Notstandsarbeiten ausführen lassen. An Mitteln werden hierzu rund 20 Millionen Mark zu Lasten eines neu aufzunehmenden Anlehens genehmigt. — Zur HerstellungvonHausplänenfür das Wohnungsamt wird ein Kredit von 25 000 Mark bereitgestellt, um die stellenlosen Archiv teften und Techniker weiter beschäftigen zu können. —* Zur B ehebung der Wohnungsnot werden in verschiedenen städtischen Gebäuden Dachwohnungen hergcrichtet und hierfür 29 150 Mk., zur Instandsetzung weiterer Wohnungen ein Kredit von 12 400 Mark bewilligt. — Die Stadtkasse ist ermächtigt, den bedürftigen Haushaltungen derart zu helfen, daß sie auf Antrag bei Leistung einer entsprechenden Anzahlung die restliche Kartosfelgeldschuld vorlegt leitung nicht bloß die Hintergasse, sondern die ganze eine Seite der oberen Hauptstraße verloren gewesen. Eine große Anzahl von Scheunen und Stallungen sowie ein Wohnhaus sind vollständig niedergebrannt, während eine Reihe Nachbarhäuser durch Feuer und Wasser mehr ober minder schwer beschädigt sind. Vorerst sind sieben Wohnungen ausgefallen, und das allein bedeutet bei der herrschenden Woh- nungsknappheit schon einen ungeheuren Schaden, neben den zerstörten und beschäcngten Mobilien und Vorräten an Heu, Holz, Kohlen und Koks und anderem. Entstanden sol das Feuer sein in der Dahlmannschen Stallung, die als Lagerraum von G. Nießen benutzt wurde. Dec letztgenannte ist wegen des Verdachts, nicht sorgsam genug mit Feuer und Licht umgegangen zu sein, in Haft genommen worden. Mädcken vom Vanbe suchtStellung in besserem Han-haile per 1. Cftober in Gietzen. Sckriiklicke Angebote unter 013514 an den Giestener Anzeiger. ®cb. Fvrsterstocktcr 0. Vanb, Im Haush., Stäben a. gefeb. g. erst, f. Stelle n. Stütze I. g. Hse-, woHilie oorb- Sckr. Ang. 11. M08 an den Wien. Anz. erbet. Kreis Büdingen. ba. B ü d i u g e n, 5. Aug. Die Leiche des verstorbenen Fürsten Wolfgang kam am Montag mittag mit dem Zug 1.31 Uhr an. Unter Borantritt Der Büdinger Schützengesellschaft mit Fahne wurde oie Letche nach der Schloß kapelle verbracht. Zu beiden Setten des Leichenwagens gingen Fürftl. Förster als Träger, die von Schützen begleitet wurden; es folgten z. T. im Wagen die nächsten Angelo t igen und zahlreichen Freunde. Nach '21 ui bahrung des Sarges in der Schloßkapelle hielt Hoipredtger Schäfer eine kleine Andachtt Eine gleiche fand abermals durch Dekan Schäfer ür die nächsten Angehörigen, und Dienstag abend unter Beteiligung der Dienerschaft mit Angehörigen durch Pfarrer Göbel statt. Schützen und und Förster stellten die Ehrenwache, Vereinsabordnungen legten prächtige Krättze mit Widmungen zu denen der Anverwandten und der Einwohnerschaft nieder. Gestern mittag fand in der Schloßkqpelle nochmals eine Trauerfeier statt, der sich die Beisetzungsfeier- lichkeiten anschlossen. 51 reis Schotten. mit der Verpflichtung, sie in Wochen- oder NlonatSraten zurückzuzahlen. rm. Darmstadt, 5. Aug Am zweiten Verhandlungstag des Landesverbandes der Polizeibeamten Hessens wurde zunächst der Geschäfts- und Tätigkeits- bericht genehmigt. Dann wurden eine Reihe von Anträgen beraten, u. a. die Schaffung einer einheitlichen Polizeischule, sowie einer einheitlichen Dienstanweisung, die Forderung, daß aus je 10 Schutzleute, bzw. Wachtmeister, ein Oberwachtmeister angestellt wird. Ter Regierungsvertreter erklärte, daß er nach Möglichkeit für die Erfüllung dieser berechtigten Forderung eintreten werde. Zum Schlüsse wurde auf Antrag von Rusch-Hamburg Der einheitliche Anschluß der ganzen Verbände auf g e w e r k- schaftlicherlNrundlage beschlossen. KL Laden ober Lagerraum cotl. sofort au miet, gesackt. Angebote unter 98■> an Serie, Hilte!4. Ann.-Exp , Qießen. ,8380h | Stellenangebote! Margarine Vertretung Bedeutendes Werk der Branche sucht für die Plätze Gictze«, Griinberg «. 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Mittwoch, d. 11. Aug., abds., mit Damen: Bergschenke. Amieitia! Samstag, 7. August: Kneipe. Sonntag, 8. August: -lbsahrt n. Marburg 12.39 Uhr mittags. Rege Beteilig, erwünscht. Giss« Der Vorstand. •ic N'n rel. ÄMdh j®0.2 a ir । w uto ay< - sy^fiu r • M Hilf juir 80 Intuit ß grettag, 6. August 1920 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger sürGberhessen) Zweiter Blatt 1.183 lb * Ul|t MMi itBldn! I . M £ A n nationalen lehne das Gesetz ab, weil sie gegen Caiwl ton Entwurf feien, ber ihnen keine Gewähr dafür iiete, daß die Ausführung des Gesetzes auch ge- ird)t durchgeführt werde. der weitere zum la. weit beonfprudyc werben, als die Ernährung der Selbstversorger für !M in über 'erkauften dewlecti 6 Akte. 0»0 Meipe ütt»W Heute! rfolg Nach Beendigung der Einzelberatungeii er- kärt Abg. i>. Gallwitz (D-Natl.), daß die Mehrzahl seiner Freunde für die Vorlage stim- ren werde, weil sie im Sinne der Abmachungen -vn Spaa seien und zur Ruhe und Drbmmg :nt Inneren beitragen. Ein Teil der Deutsch' ist bezüglich der Arteitsfasenunterstützung nicht er folgt, ii-eil siatistisch nachgeiviesen ist, ran dar Er irährr:ugsl>e^ürinis der Fvaum im Turchsckmitt ge ringer ist, ats ood der ALL cner. Ten Wn.isch?n der Linken bezüglich der rtur-arb-.i-er u»l>.n mir turch anteilige ^umes torg nur Arbeitslosachür orgc knlgegenwmmen. Tie deutsch.« Kohlenw^tchait fall planmäßig geneigert m.TXen. Bezugl'M der S^ia lisierung liehen -vir aus tem Boden, des Beschlusies ae5 ReichSwirt schaftsral es twm 24. Juli. Ächg Mvldenhauer gl-auten, in der Seele meines Vaters sei die Liebe znm Vaterland und zu feiner «gerat Heimat erstarrt. Vor einem Jahre aber starb meine gute Mutter. Und von diesem Zeitpunkt an ging eine Wandlung in dem ernst«, sttmg« Geschäftsmann vor, vielleicht hervorgeruf« durch die Vereinsanmng, die ihm ber Heimgang ber trat« Lebensgefährtin brachte. Ich bemerkte oft eine weiche, träumen,che Stimmung an ihm — und auf einmal war du Sehnsucht da in seinem Herz«, die Sehnsucht nach ten Statt« seiner Jugend und nach oer deutsch« Luft — und bald darauf gebar diese Sehnsucht ten EntsÄuß m ihm, für ten Rest seines Lebens sich wieder ber Heimat zuzu schwor«. Sie hatte ihn wieder emgtfang«." „Zu meiner groß« Freude," setzte der junge Mann nach kurzem Schweig« hinzu. .'D^ft.wenn ich auch stets gern an Amerika, mem Geburtsland, zurücktenk« werde, — ba3 zarte Pflanzlein ter mir angeboren« Vorliebe Tür ,2>eutid>.cmb hat sich im Laufe der Jahre in "itt ausgemrchien zu einem großen, stark« Baum. In,tem tehütmten und befrucht«ten Schatt« dieses Baumes soll sich mein ferneres Leb« absprel«. (Fortsetzung folgt.) ßm-A Monats fammluq Set Forint Re ich? nn nister K o ch erklärt, daß eine Orga- i'atbn Escherick) nicht im Einklänge mit tem Ab- mm« ütrA Spaa stehe und von der Regierung anerkannt werte. Zu 8 l wird ein Zusatzantrag angenommen, nach von ter Waffenablieferung nur die Reicks- hr und die bei der Ausübung ihres Berufes it Waffen verseh«« Personen befreit sind. Der 13, wonach ter Reichskommissar sestsetzt, tvelch^ »llitärischen und politisch« Organisation« von Ablieferungspflicht befreit sind, wird abge- t. Gemäß 8 6 bekommt ber Reichskommissar ntn vom Reichstag gewählt« Beirat von 15 non«. Der § 9 über bie Befugnisse des Reichs- anniffars wird in ter Fassung angenommen, h er Bestimmung« über Quartierleistung« und \a turalienlciftung« für die Sicherheitspolizei und entere von ihm heran gezogene Hilfskräfte zu er- lifFen hat Das Recht des Reichskommissar, daß er die -gäbe von eidesstattlichen Versicherung« vec- i kann, wird etenfalls wieder hergestellt. Abg. Lambach (D.-Ntl.): Ter Mangel an krrnn- und ausländisch« Rohstoff« ist ter Grund *i Arbeitslosigkeit. Die Schwankungen ber Valuta | fri^en al'e wirtschaftlich« Grund lag« rrbbdxni» artig erschüttert. Wir sind zu einem Hlrbeitnehmer- w-T geworden, gegenüber ten Arbeitgebervölkern br Entente. Um die deutsche Arbeit nicht zu "ftidigen, mitt) man mit der Einfuhrbewilligung ausländische Fertigfabrikate sehr vorsichtig sein Triften. X Reichsarbeitsminister Braun: Tas Rcaliin- '-.«m« des ganzen teutsch« Volkes ist gesunken. >3 ändert aber nichts an der Tatsache, daß ft ich tit Arbeiter relativ besser stehen, als viele andere ’NSteile, z. B. Geistige Arbeiter und Watemiker. aue Gleichstellung ter Frauen mit ten Männern Ortschaft hob« sich in lieblichem Lanbschfftsblld auf halber Bergeshöhe die grau« Uebcnefte einer Burg in ten klar« Himmel. Bitte — das dort ist doch Lobeda?" erklang in fremdländischem Tonfall eine Frage aus tem jungen, von blondem Schnurrbart ütert chattet« Mund. „Ich bin doch auf dem richtig« Wege zu dem Städtchen —?" „Auf tem recht« Wege," bestätigte ter alte Herr int schlicht« Rock freundlich. „Lobeda ist auch mein Ziel, und trenn es Ihnen recht ist —' Der andere fiel ein: „Aber gern schließ ich mich Ihn« an, wenn Sie geihatten. Ich faN Sie dann vielleicht auch mit einer oder der anderen Frage tehellig«. Das heißt — um mir bic rechte Antwort darauf geb« zu fönn«. _ mußten Sie nicht nur wissen, wie es geg«roärttg in Lobeda aussieht, fonbern auch die Bergangente" einiger Bewohner — vielleicht ehemaliger Bewohner — des Ortes dürfte Ihn« nicht unbekannt sein —" . _ , Der alte Herr nickte gemütlich mrt tem Kopfe. „Sie haben es da gut getroffen. Ich bin in Lobeda geboren und mein Schicksal hat es gewollt, daß mich das Städtchen bis teute nt fernen Maue« feftgehalt« hat. Frag« Sie also mir „Sie sind in Lobeda geboren?" wiederholtt ter junge Mann lebhaft. „Dann hat es freilich ter Zufall gut mit mir gemeint. Vor allem möchte ich mir erlaub«, Ihn« mein« Namen iu nenn«. Wahrscheinlicher weise klingt er Ihn« nicht ganz unbekannt. Ich heiße Hermann ^ü^Ter alte Herr blieb wie angewurzelt stehen. Eine leichte Blässe hatte sich über sein Antlitz Vorräte zur ter nächstfolgend« Monate) ausreicl)«. Der Tausch von Getreide, welches nicht Brotgetreide ist. gegen Brotgetreide, der Zukauf von Brotgetreide durch ein« landwirtschaftlichen Betriebs* Unternehmer und die Ueterlassung von Brotgetreide an ein« solch« durch ten stomrnunalve» band zu tem Zweck, die Selbswcrsorgung überhaupt oder in enreitertem .Umfang zu ermöglichen, ist untersagt. Als Selbstversorger gelt« die Unternehmer solckxr landwirtsrl>aitliche Betriebe, teren Brotgetreitevorratt für sie selbst und die Angehörig« ihrer Wittickmft, sowie Naturalterecht igle, soweit sie als Lohn oder Leib gebingc ^Üt«tcil, Auszug, Ausgedinge, Leite zücht) Getreide oder daraus hergestellte Erz«g nisse zu beanspruch« baten; fe«er alle im laute wirtschastlichen Betriebe ganz oder überwieg«d beschäftigt« Perosnm während ter Tauer der Beschäftigung sowie ter« Angehörige, soweit sie mit ihneii im gleich.« Haushalt leb.« und nicht in ante rat Betrieb« beschäftigt sind. Jede Ber> Aus dem Amtsvcrkündigungsblatt. ** Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 110 vom 5. August enthält folgende Bekanntmachung«: Verordnung zum Schutze ber Preßluftarteiter (Schluß). — Ausführung ter Verordnung über die Schäblüigsbekampfung mit hochgiftig« Stoffen. — Ziegelung des Verfahrens zur Festsetzung ter Entschädigung« für die auf Grund ter Artikel 169, 192 und 202 des Frie- tensVertrages zu «beign«ten Geg«stänte. — Einsendung ter Kreisabteckerverzeichnisse für ten Monat Juli 1920. — Maul- und Klauenseuche in Langsdorf. — Schafräute in Grvßen-Bufeck. — Di«stnachricht«. — Ausführung ter Reichs- getreiteoriyrumg; das Ausmahl« des Getreides der Selbstversorger im Erntejahr 1920. Ter Gebrauch van Blausäure zur Sch äte lingsbekämpfung ist in jeder Ämrendungs- form verboten. In Langsdorf ist die Maul- und Klau«- seuche amttich ieftgeftelU Worten. Es wirb gebildet ein Sperrbezirk bestehend aus der Gemarkung Langsdorf und ein Beobachtungsgebiet bestehend aus ten Gemarkung« Nieter-Bessing«, Oter-Bessing« und Nonnenrvth. Bei ten Schafherden des Heinrich Uebele aus BÄ>Nauheim und ter Langgässer Schäferei- Gesellschaft zu Grohrn-Buseck, beite in der Gem-ar- knng Großen--Buseck, ist ine Rcmtekrankheit fest- gestellt. Gemarkungssperre ist verhängt. In ten Gemeinten Garbenhei m und Klein-Rechtenbach ist die Maul- und Klauenseuche crusgebroch«. In ten Gemeinten Holzhansen, Oberbiel und Oberndorf sowie auf Forsthaus Langengrund te; Waldhof Elgershaus« ist die Maul- und Klauenseuche amtlich festgestellt worden. In ten Gemeinten Echzell und Gettenau ist die Maul- und Klau«seuche ausgebrochen. Die erforderlich« Sperrmaßnahm« sind angeordnet. Die Maul- und Klau«seuche in ter Gemeinte Katz«fort ist erlosch«. Das im Bezirk des Kommunalverbantes Gießen ten Selbstversorgern znsteh«te Getreide aits tem Erntejahr 1920 darf in Mühl« außerhalb des Kreises Gieß« nur mit Dorberiget Genehmigung des Kreisamts verarbeitet werten. In ten Mühl« des Kreises Gieß« darf Getreide aus ander« Kreis« nur nach vorheriger Einholung ter Genehmigung zur Verarbeitung angenommen werten. Tas Recht der ^lbstrer- Landwirtschaft. Von dem Landwirtschaftskammer- Ausschuß für die Provinz Ober Hessen erhalten wir folg«te Zuschrift: „Wegen ter Gefahr ter Verschleppung der Maul- und Klauenseuche muß die Schafbockauktion in diesem Jahre leider ausfall«. Seit Jahr« wurde diese Ente Juli in Lich abgehaltm unb erfreute lieft eines aibeitung tes Getreides zu Mehl, Schwt, Grieß, Grütze, Group«, Flock« und äfmlicten Erzeugnissen sowie zu Futtermitteln in eigen« oder hemten Betrieb« ist von der Ausstellung von Erlaubnisschein« «Mahllart«, Schrotkart«) abhängig. Tie Erlaubnisscheine zur Verarbeitung von' Getreide (Mahlkart«, Schwtkarten) werten von ter Bürgermeisterei derjmig« (temeinte ausgestellt, in welcher ter Antragsteller sein« Wohnsitz bat. Diese Erlaubnisscheine sind nur innerhalb ter auf ihn« vermerkt« Frist«, die nicht langer als 2 Monate vom Tage ter Ausstellung ab lauf« dürfen, gültig. Die Verarbeitung des Getteites darf jedesmal nur zur Schaffung eines Vorrates von höchstms zwei Monateii gestattet werten. Selbstversorger dürfen die Mühle selbst wähl«, in welcher sie Getreide verarbeiten lass« rooll«. Sie sind indessen an die einmal ge> troffene Wahl für die Dauer des Wirttchafts- jahves 1920/21 . gebunden. Nachttägliche "A«te- nmg« können nur in besonders begrüntet« Fällen vom Kreisamt g«eftmigt werten. V« mehrt oder rerminbert sich bei einem Selbstversorger die Zahl der zu seiner Wirtseftaft geftorig« Personen, so hat er dies innerhalb 3 Tagen ter Bürgermeisterei an zuzeig«. Diese hat alsdann bei Ausstellung des nächst« Erlaubnisscheines die zur Verarbeitung freijugebatbc M«ge «t- sprechrnd zu erhöhen ober herabzusetzen. Wirte, die Selbstversorger sind, haben für ihr« Ge- roetbebetrieb kein« Anspruch auf Ausstellmig von Erlaubnisschein«: es werten ihn« vielmehr für ihren Gewerbebetrieb Brotmarken nach Maßgabe ter hierüber bestehend« Vorsckfrift« ausgestült. Bäcker, die Selbstversorger sind, baten nur Anspruch auf Ausstellung von Erlaubnisscheinen für die M«g«, die sie nach ten für bie Selbstversorger allgemein gültig« Vorschriften verbrauch« dürfen. Müller, die Selbstversorger sind, dürfen das ihn« als Selbstversorger zustetente Getreide nicht ausmahl«, bzw. verschrot« oder ausmah- l« bzw. verschrot« lass«, ohne im Besitz eines Erlaubnisscteines zu fein. Die für Selbstversorger gültig« Bestimmung« finten Anwendung Unternehmer landwirtschaftlicher Betriebe, die das zum Verfüttern freigegetene Getreide verschrot« lass« woll«, baten bei der Bürgermeistern ihres Wohnortes Anttag auf Ausstellung einer Brotkarte zu stell«. Vor der Besörderung des Ge- treides zur Mühle ist an jedem Sack ein bei ter Bürgermeisterei erhältlicher Anhängezettel nach vorgeschrietenem Muster zu befestig«, aus tem sich der Name und Wohnort tes Selbstversorgers sowie ter Inhalt ter Säcke nach Getteiteart unb G-wicht ergeb«. Der Anhängezettel hat an ten Säcken zu verbleiten. Sofort nach Füllung der Säcke mit dem aus tem Getreide erörtertet« Erzeugnissen (Mehl, Schrot, Grieß, Grütze, Grau- reu, Flock« und ähnlich« Erzeugnissen sowie Futtermittel) hat der Müller die Rückseite des Anhängezettels aus-zufüll«. Aus dem hübschen Wies«weg, ter von ahrtigrauert, berge-- und poesieumkränzt« ttni- «asitätsstadt J«a ten vieltesuchtm, feuchtftoh- lichen Bierdörfe« Ober- und llnterwöllnitz zu- lsfft. schritt ein junger Mann in träumertid) 'öliger Haltung dahin. Diese ttäumerffche Haltung bildete ein« selt- te2^^msatz zu ter fast peinlich«, etwas änbiicftm Eleganz seines Anzuges, enter ^Äisch« oder amerikanisch« Eleganz, die auch 'ttht zu dem rerfarmen« Ausdruck des fernge- Mtt«en Gesichts und dem unbestimmt ,chrrei- nden Blick ter blau« Augen Pass« wollte, aber 'Aießlich doch ter ganzen Erscheinung, die fönst vielleicht zu weiche Lini« gezeigt hätte, ern« Demtschcr Rus>es. Ter Provinzialtag l?ate unterm 12. v. Mts. bic Gewährung eines Tcuernngszusckstags von 50 Proz. rückwirkeisd vom 1. i>lpril 1920 an beschloss«. Ter Form weg« habe er beantragt, ter 'KlieiSoag solle dies -auch für seine Mitglieder und die Mitglieder des slreis-ausschnsses beschließ«. Ter Eintrag nmrte einstimmig g«d)migt. Ter Vorsitzente trug den Boranfchlagder Kreiskasse vor unb gab zu ten einzelnen Rn- brifen kurze Erläuterungen unb AuMäningen. Er wies besonn:rs aus den Antrm des Kreisaus'chusfeä über Einführung ter Schulzahnpflege i n den Landgemeinden hin und bemerkte, datz ber Betrag von 10000 Mark wohl kaum ansr-ttch?. Ta inan aber erst Erfahrungen sammeln müsse, wolle man zunächst kein« lwheren Betrag vorseh«. Nach kurzer Aussprache mutte ber Antrag und bet damit in Verbindung steß.'noe Vertrag g«rt*migt. Weiter bemerFte ter V)rsitzend2. baß die tent ten In ter Gesonttabstimmnng mutte fas Gesetz ir*fe5r großer Mehrheit gegen die Unabhängigen, - bayerische Volkspartei und einzelne Nationale Leben m€K, in besten verdsschttchruug darchZe- führt wird, anzuLunen beabsichtigen, toimen ,ich her Ssermittfcmg dos Ausschusses beb texten, der auf Lufortern die SWaufMüte kostenlos zuftellt. 3ii bei Anschaffungskosten der durch den Land- wtttschaftskammerausschuß benmtte£ten Böcke wird ein Zuschuß in Aussicht gestellt, dessen Höhe sich nach der Zahl der euifanfcrtbert Anträge, der verfügbaren Mittel sowie dem Zuchtwert des ge- Emiften Tieres richtet." Gittgesaer-t. iFür Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, den 5. Ltgust 1920. Mehr denn je ist es Bedürfnis, sich in den schönen Wäldern unserer Umgebung tu ergehen; durch die Aufstellung zahlresther Bänke des hiesigen V e r s ch ö n e r u n g S - V ? r e r n s, welche dringend des Schutzes eines anständigen Publikums bedürfen, ist dies sehr erleichtert, ^.vch wie trifft man meistens diese B>Ärte an! Nicht allein durch Rohheit ganz oder teilweise yxjtött und beschmutzt, sondern auch deren Umgebung durch zahlreiche Einwickelpapiere lxnck«lt. Von einem anstrindigen, ast einige Sauberkeit gstvöhnten Menschen kann man doch verlangen, daß er sein! Einwickelpapier wieder mitnimmt und nicht anderen die schöne Natur vevetelt. Am LudwigÄwunnen ist dies so schlimm, daß man mehrere Säcke damit füllen fönntc. Ein Naturfreund. Kirchliche Nachrichten. Israel. Religionsgemeinde. Gottesdienst in der S-ynagoge (Süd-Anlage). Samstag, 7 Aug.: Vorabend 7,30 llhr. Morgens 8,30 Uhr. Abends 8,10 und 8,50 Uhr. Israel. Religions-Gesellschaft. Sabkwtfeier, 7. Aug. Freitag abend 7,20 Uhr. Samstag norm. 8,00, nachm. 4,30, Sabbatausgang 8,50. Wochen gvttesoimst morgens 6,30, abs. 7,00. yandel. Berlin, 5. Aug. Börsenstimmungsbild. Tie gestrige feste Grundstimmung übertrug sich auch auf den heutigen Börsenverkehr, obgleich mit Rücksicht auf die innere und außeupoliti-ch: Lage die Umsätze ziemlich eng begrenzt blreben. Für Diontanwerte trat wieder eine Vorliebe zutage, die meist weitere Besrruug-n erfuhren. Neben den fcfjDit gestern nachbörslich wesentlich 'höher um- gesetztm LauraWtte, Oberschlefische! Cieubahnbedarf und Oberschlensche Eisenindustrie wurden heute Bochumer, Gelsentirchmor, Hvl^nbohe, Mannesmann und Rhcvnslahl rege geLaift, dagegen litten Bis- marckhütte unter Reallsierungen, da angeblich von unterrichteter Seite Gerüchte mm Kämpfen um die Mtrenmchrheit bestritten wurden, im Umlauf waren. Farbwerte waren gebessert. ElekttnzidttK- oftien waren anfangs unregelmikig, später aber allgemein fest. Schmort grtaannen 8 Prozent. Bon SpGwlwer.en Augsburg-Nürriberger und Teutschc Waffen ansehnlich höher. Auch Kali AscherAeben 16 Prozent höher, Dolonialpapieve wenig verändert, da die Abschwächung der Devisenkurse keine Anregung bot. Lebhaftes Geschäft entwickelte sich bei kräftiger Aufwärtsbewegung in Aktten der Teutschen Petvol.umgeseLlschaft, wahrend Deutsche Erdöl vernachlässigt waren und daher zur Sckvväche neigten. Mexikaursche Anleihen waren vorwiegend etwas Jdjroädier. Bur römischen Anleihen waren preußische wiederum etwas nachgrirend. Tie Börse schloß allgemein abgeschvvächt auf außenpolitische Befürchtungen im Anschluß an die heutige Reichstagsrede des Ministers Tr. Simons. Frankfurt a. M., 5. Aug. Börseu- stimmungsbild. Eine stärkere Zurückhaltung rief die heutige Reichstagrede des Ministers Dr. 704,30 704,30 949,05 154,80 237,25 167,55 46,57 332,65 771,75 691.80 23,97 23,84 84,60 24.34 352,15 694,30 691,80 931,55 152,80 232,25 163,80 45,20 327,65 751,75 674,30 2 ,97 23,97 84,65 24.22 705,70 705,70 950,95 155,20 237,75 167,95 46.67 333,35 775.25 693,20 24,03 23,90 84,80 24,40 352,85 695,70 693,20 933,45 153,20 232,75 164,20 45,30 328,35 753,25 675,70 24.03 24,03 84,85 24,28 Frankfa:: c Devisenmarkt. Geld Brief M., 6. August. Geld Brief 5. Aug. 11498,50 1501,50 Drüssel-Antroerperr. llhristiania Kopenhagen .... Stockholm Helstngfor«. .... Italien. ..... London. ... ... . Rew-Pork Paris Schwerz ... .... meyer sowie Siemens und Halske verloren ie 2 Pro». Deutsch Heben'ee Cert. gewannen #-s, Baltimore Ohio 2 Pwz. Ettoas wurden Deutsche Petroleum umgesetzt 880—886—8^«- Erne Steigerung von 15 Proz. erfuhren Nahmaschinenfabrik Haid und Neu, Maschmenfabrrk Breuer Brzgs.-Aktien, »velche rat-.onrertw-urden, gewannen 10, Bad. Uhrmfabr lohne Schuhsabc Herz stellten sich je 5 Proz. h^c.. Schnft^L, Stempel standen tm Abgebot und Ärloten 9 Prozent. Schnellpresse Frankenthal gaben oPwz Cementwerk Heidelberg 2 Proz. nach, ö^ent. Silbermex. erfuhren eine Bef,Eg von 4 Proz^ 5proz. Tehuantepec 2 Proz., 5pvozent. Chilenen Pfandbriefe 13 Prozent. Spanien Wien (altes) ... Deutsch-Oestecr. abg. Prag Budapest Sirmnrs hervor. Die Tendenz war dmM-s nicht anS-rs»v>chen schwach, sondern drückte NÄ nuhr tn der üria*n Äoltung te9 Niedriger gingen allerdings Montanpapure hervor, wobei besonders Laurahütte stärter gedrückt wurden, minus 11V,, Buderus gab« i. Dnhtm: 4. Aug Amsterdam «Rotterd. 1443,50 1446,50 354,65 355,35 Bulgarien .... Konstantinopel. . . VSrsenknrss. Frankfurt Berlin Abend- Slbenb» Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs Kurs Datum: 570Deutfinegsant 4°/gDeut.Reichsanl. 3°stDeut.Reichsanl. 4°/0 Preuß. Konfols Darmstädter Dank Deutsche Dank . . . Disconlo- Gesellsch. Dresdener Bank . Nationalbank f. D. Mitteld.Tredrtbank H.,Amerik.'Paketf. Nor d d eutscherLloyd Doch. Guhstahlwrk. D -Luxem b Dergw. Gelsenkirch. Dergw. Harpener Dergbau Obe schl. Tisend.-B. Oberschles.Tisenind. Phönix-Drgb.-Akt. Dad.Anrlin-'U.Soda Höchster Farbwerke (Elcktr. 2L (E. ®.. . Schuckert-Werke. . Felten ° Guilleaume Daimler...... Dud-Eisemo.-Akt. Adlerwerke .... 4"/oHess2taatsanl. (Electron Griesheim 4.8. 5.8. 79,60 79,70 59',50 142'75 161'- 182,75 176,50 438,- 445,- 308,- 303,50 39^- 244,- 244,75 282,50 460,50 -,- 457,- 358,50 358,- 291,- 162,- 208,- 215,- 214*50 310,- 310,- 228,50 224,- 4.8. 5.8. 79,62 79,70 69,30 69,20 59,50 60,50 66,50 65,75 142,50 142,50 261,50 263,75 197,75 197,25 161,25 161,75 149,- 149,- 141,75 141,75 180,35 181,— 173,- 173,50 438, - 448, - 303,- 364,75 316,- 319,75 389,50 302,- 238,75 245,- 271,- 278,50 451,- 460,- 457,— 352,50 355,50 291,- 297,50 193,- 208,- 21?!- 217*- 305,25 318,75 225.50 220,75 83, - 82,75 295,- 296,- MarwOtternngo«. Datum: Ivrtch ... A Amsterdam . ' Kopenhagen. . ............ Stockholm Wien ............ Prag ................. 3.8. 4.8. 13 65 13,05 6,775 6,445 14,25 10,75 448,- (3e einem Teil der Auflage xotebrcWa Besprechungen der russischen DelAierten mit Lloyd George urÄ Bonar Luw. London, 5. Aug. (WTB.) Rorter. Kras- sin, Kamenew und die anderen Mrtglleder der russischen Delegation w-rachm geft«n nachmittag in der Wohnung Lloyd Georges vor, wo iie beinahe öwer Stunden verblieben. Reuter erfährt, daß Lloyd George und Bonar Law die rusfifchen Telegrerten empfangen haben. Tie BespvschunMM beMgen svcy ausschließlich auf die Fortsetzung des bolschewlstt- sckren Bormarsches gegen Polen trotz t*r Eröffnung der Waffen stillsloridsverhandl-ungen SSie miautet, drückten sich die englischen Mrnrster bei der Besprechung sehr deutlich aus. Paris, 5. Aug. (WTB.) Wie der „Mutin" meldet, hatte Lloyd George mit Kvassin und Kalmenew gestern eine Bespoechung, die über zwei Stunden dauerte. Nach den wenigen Nackwrchten, die über die Uitterredung bekannt geworden sind, soll en die russischen Vertreter erklärt haben,daß die Antwort ausMoskau auf die englische Note nach ihrer Ansicht nicht zufriedenstellend ausfallen wird. Nach einer Weiteren Nachricht aus London ßoll bie englische Regierung nach Moskau berichtet haben, daß die internationale KonferenA in London nicht aufgegeben toorben ist. London, 5. Aug. (WTB.) Reuter. Die englische Notean Rußland spricht zunächst das Erstaunen aus über das Nichteintreffen der Antwort auf die englische Mitteilung vom 29. Zuli. Femer legt sie dar, daß, Wenn die für Ixe Abhaltung der Konferenz in London festgesetzten Bedingungen auch Weiterhin unbaachtet blieben, die Folge der Verzicht auf die Konferenz sein müffe. Wenn die Sowjetregiermig bei ihrer Forderung bleibe, daß die polnischen 8^rtreter ermächtigt werden sollen, nicht allein den Waffenstillstand, sondern auch den Frieden abzuschließen, finde die Konferenz in London nicht statt. Nach ihrer längeren Besprechung mit Lloyd George und Bonar Sato sind die russischen Delegierten in London imstande, ihren Vorgesetzten diesen Stand- punkt der englischen Regierung deutlich All machen. Polens Entschlüsse. Paris, 5. Aug. (WDB.) Wie laus London gemeldet wirb, berichtet die „Times" aus Warschau, daß die polnische Regierung die Erklärung abgegeben habe, daß sie nur mit Hilfe von En gl and und Frankreich Friedensver- handlungen mit der ^owjetregierung einleiten werde. In einer Konferenz oer -englischen und französischen Mission *mit ter polnischen Regierung soll über diese Angelegenheit entschieden werden. Paris, 5. Aug. (WTB.) Nach einer Meldung des „Journal" soll die polnische Regierung beschlossen haben, nach Krackau überzusirdelu, falls sich die Notwendigkeit ergeben sollte, Warschau zu verlassen. Eine Konferen,; der Randstaaten in Riga. Kopenhagen, 5. Aug. (WTB.) Nachdem hiesigen litauische Telegraphenduroau begann am 3. Mignst die Konferenz oer Randstaaten in Riga. Tie rusfifch-lettischen Friedmsverhano- lungen nähern sich dem Abschluß. Es Werden täglich Plenarsitzungen abgehalten. BorlLusig ist all-w- dings nur für die wirtschaftlichen Fragen em>. Lösung M finden. Man hoffe jedoch, in einigen Tagen bte Verhandlungen abgeschlossen zu haben. Polnische Bitterkeit über die englische Politik. Paris, 5. Aug. (WTB.) Paderwski hat erklärt, daß Lloyd George in S paa gegenüber dem polnische Ministerpräsidenten Graüski eine andere Sprache geführt habe, als Bonar Law dies im englischen Unterhaus getan habe. Man habe in Spaa Grabski die schriftliche Erklärung abgegeben, daß Großbrituu- nien Polen helfen Werbe und daß man seine Existenz innerhalb der polnischen Grenzen sichern Würde. Padevetosll fragt: Wer HM UNS tQ Meter Auengblick? Ich kann nur sagen: Frankvetch Die Lage am unteren Euphrach. Lo ndon, 5. Aug. (WTB.) Die Mitteilung« des Kriegsamtes und bte letzten Berichte lassen a> kennen, daß die Lage am unteren En- phrath ruhiger geworden ist. Die Araber, t* Vorposten nördlich und nordöstlich von tzilla am» griffen hatten, hatten schwere Verluste und lietzch 130 Tote zurück. Die Garnison von Ku sa hält sich ttoch, aber ein Teil der Stadt verbrannte vor bra Tagen. Die polttische Rolle des Königs von Spauien. Paris, 5. Aug. (WTB.) Der „Matüe^ setzt seine Enthüllungen über die Unterrebirrtg mit dem spanischen König fort und gibt jetzt zu, daß der König die Unterrcbunfl mit dem französischen MUitärattachee in Madrid geführt habe. Der König von Spanien habe die Ansicht ausgesprochen, daß Rußland nicht zp stark werden dürfe. Aber Oesterreich dürst 'auch nicht zu sehr geschwächt werden. Dom ein Oesterreich, das 20 Millionen fermer Einwohner verlieren würde, würde sich dann Deutschland, als den Kern von Mitteleuropa anfchlirßcm. Ter „Matin" berichtet, daß er seine Enthüllungen über diese Unterredung fortsetzen werde, aus denen hrv- vorgehe, welches Mittel der König von Spanst« anwenden wolle. Um Oesterreich von DerUschlach zu trennen. Neue Gewalturteile dxr Franzosen in Wiesbaden. Wiesbaden, 5. Aug. (WTB.) Ein mw liebsames Nachspiel hatte eme am 22. Juli 'hstr abgehaltene Versammlung der Teutschnatstnuil«^ BolkSpattei, in der der Schriftsteller Semmel- Sembach, Berlin, der hier als VortragskÜnstls in einem Gartenvarietee auftritt, über das Thema: Haben wir noch eine Zukunft? ipoach. Ter Red« schweifte von dem txerabninmg§gemi^ Thema, das Fragen innerer Politik behandch sollte, aus die antzenpolitische Lage ab und lsttz sich zu Aeußernmgen hmrcißen, die eine Belädst gung Frankreichs und der Bcsatzungstruppen art* hielten und in denen das französische Militärpolizeigericht einen Versuch der Bo» hetzung der Bevölkerung erblickte. Der Leiter der Versammlung, StadtvewrLmeter Tr. Fresenius ncißbilliate in seiner Schlußrede dir Aeußerunge» des Hasses, ersuchte aber im übrigen, seine Worte zu beherzigen. Das Mllitärpvlizeigcricht verurteilte gestern sowohl Semmel-Se mbach als auch Dr. Fresenius zu 6 Monaten Gefängnis und 3 00 6 Mark Geldstrafe und ordnete di' libation des Urteils au. A-nmetkung der Redaktion: Man sieht, iv. Franzosen setzen ihre anmaßende Gewaltpolitik auch in ihren richterlichen Urteilen im besetzten Temsch land fort! Spartakistische Zerstörungru. Stuttgart, 4. Aug. (WTB.) Dm Geschützautomobile neuester Bamri sollten gestern nachmittag in den Daimlev Werken verladen und der Reichswehr in Ulm zugeführt werden. Spartakistische Arbeiter luden die Geschützwagen wieder ab und zerstörten sie. Zwei Arbeiter zogen sich dabei erhebliche Verletzungen zu. Fertige weiße Bettbezüge das Stück Mk. 138.— e,7lc Fritz N 0 wa ck. Decken aller Art. Tischdecken in Filz und Leinen Bettdecken Waffelstoff und Tüll Kaffeedecken bunt, in allen Größen KISppeldecken weiß, in allen Größen 8153c Die unstreitig schönste liefert Großwäscherei Edelweiß Schützenstr. 12 Telephon: 487. Infolge Erweiterung der maschinellen Anlage Lieferzeit wieder 8 Tage Eilwäsche 1 bis 2 Tage. 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Vielfach wird auch sogar beobachtet, daß durch Küchensauer der Appetit angeregt wird, was Im besonderen wiederum für Personen, die zur Kräftigung mehr und abwechslungsreicher essen sollen, von großem Werte ist Küchensauer wird auch gegenüber Essenzen mit ausgeprägtem Sondergeschmack bevorzugt, weil Küchensauer einen absolut zusagenden Geschmack und Geruch besitzt. Wer Oetker’s Küchensauer - sei er krank oder gesund - einmal versucht hat wird es nie mehr In seiner Küche missen wollen und es überall an Stelle von Essig oder anderen Essenzen verwenden. Küchensauer ist für Einmache-Zwecke vorzüglich geeignet Oetker’s Küchensauer ist in den einschlägigen Geschäften erhältlich Preis M. 3.50 (der Inhalt einer Flasche ergibt 2 bis 3 Weinflaschen gebrauchsfertige Säure), wo nicht schreibe man direkt an die Firma: 7900A Trocknungswerke Oetker & Co., G. m. b. H., Bielefeld. Kakaos ftt. 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