Donnerstag, fr. Mat 1920 170. Jahrgang See eingeführt toerbcn müssen. Tie für trm £ran^ Die deutsche Entschädigung. London, 5. Mai. (Reuter.) Amtlich. Die Regierung fdtfägt vor. aus der ersten von Deutsch- land erhaltenen Entschädigungszahlung fünf Millionen Pfund aus^isondern und in bestimmten Fällen zur Zahlung an Private zu verwenden, welche auf Grund der im Kriege erlittenen Verluste Entschädigungsansprüche gestellt haben. Tie Zusammenkunft Millerands und Lloyd Georges. Line deutsche Note zur Auslieferung der Handelsflotte. Rotterdam, 6. Mai. (WTB.) Wie aus London gemeldet totcb, ist eS noch zwe,7e lha ft, ob Millerand wie von erxm Teil der Variier Prcs'e betont wird, in der nächsten Wache nach Die Antwort auf Ungarn» Gegenvorschläge. Paris. 6. Mm. (WTB.) Ter ungjrtfdx« F-ried'iiÄX'legatir'N ist gestern nachmi.Lag rn Der- tailieö d e Antwort aus die Ce^emxor chläge lln- garuö übermittelt word.n. Die Dürtwart Ungarns mutz binnen 10 Tagen erfolgen. Da» neue spanische Kabinett. M a d r i d, 5. Mai. (WTB.) Dato hat das neue Kabinett folgendermaßen gebildet: Präsidium Dato, Inneres Bergamin, AeußereS Marguis de Lema. Krieg Vikvmte be Eza. Justiz Bügellal, Finanzen Pasval. öffentliche Arbeiten Optemio, Unterrlcht Espadar, Gewerbe, Industrie und Versorgung Canal. Aus dem Reiche. Die Auslegung der Wählerlisten. Berlin, 5. Mai. (Wolfs.) Der Reichsministoc des Innern hat durch eine im „Reichsanzeiger" veröffentlichte 93efamrtmadjung angvordnct, daß die Wählerlisten der Wahlparteien vom Sonntag den 9. Mai bis Sonntag den 16. Mm ausgeleat werden müssen. Bor Auslegung der Wählerlisten haben die Gemeindcvvrstände bekanntzugeben, wo und wie lange die Wählerlisten zu. ledermanns Einsicht ausgelegt werden sowie in welcher Zeit und in welcher Weise Einsprüche gegen die Wählerlisten erhoben werden können. Die Bekanntmachung hat spätestens am 8. Mai zu erfolgen. Einsprüche gegen die Richtiakeit und Vvllstänoigfleil der Wählerlisten sind spätesren- bis 16. Mai bei den zuständigen Gemeindebehörden einzubegen. Hänisch über Nationalstolz. B e r l i n. 5. Mai. (Wolff.) Bei der feierlichen Uebernahme der bisherigen Hauptkadettenanstalt und nunmehrigen staatlichen Bildun^- anstalt in Lichterfelde durch das oreußffche Unterrichtsministerium erklärte Minister Hönisch. daß auch der neue Staat " und gerade der neue Staat national im besten Sinne des Wortes sei. Des Ministers dringender Wunsch sei, daß das Deutsche, dir deutsche Sprach-, Literatur. Geschichte und Kunst in den Mittelpunkt des neuen Erziehnngswerkcs Hineier gestellt werde und ihm das Gepräge gäbe. Allerdings gelte es, den oft engen Nationalismus der früheren Tage, auszuweiten zu jenem welwerständlichen Nations l st o l z, der anderen Kulturvölkern neidlos das ihre läßt, dafür aber unbedingt verlangt, daß man auch bas deutsche Bott nach ferner Fasstm selig werden lasse. Das rrationale Staatsbvvußt- sein müsse erhöht werden zum großdeutschen ensv7rtragitz der alliierten und assoziierten Regierungen befinden, als befriedigt im Sinne des 8 1 Abs. 3 Anl.3 zu Dell 8 des Friedensvertrages. 3. Soweit die infolge der Auslieferung, von Schiffen und die Deutschland nach 1 und 2überlassenen Schiffe nicht den Schiffsraum von 350000 Druttoregistcrtonnen erreick>en, toirb b:r ihm hieran fehlende Schiffsraum aus von Süd- und Mittelamerika heim kehrenden Frachtschiffen unter den Bedingungen ju 1 zur V r üung gestellt. 4. Die Wiebergutmachungskommission wird ersucht, den Maritime Service ^u bevollmächtigen, über bie Ausführung dieses Vorschlags mit ber deutschen Schiffahrtsdelegation, die sich jetzt wieder nach London begibt, zu ver- hanbeln. , Es imuß, so schließt die deutsche Note, nochmals mit Nachdruck und Ernst hervorgehoben werden, daß, wenn Deutschland der geforderte Schiffsraum nicht belassen wird, das deutsche Wirtschaftsleben und die innere Ordnung Deutschlands in einer Weise gestört werden, daß die Erfüllung der deutschen Wicdergutmachnngsverpflichtungen in Frage gestellt, wenn nicht unmög- l i ch gemacht wird. * Hamburg, 5. Mai. (Wolff.) Die Handelskammer richtete heute an den Reichspräsidenten, ReichSkan-ler, Wiederaufbauminister und daZ Auswärtige Amt nachstehendes Telegramm: Auf Grund der Darlegung ihrer Industrie- kommission weist die Handelskammer in Hamburg nochmals mit allem Nachdruck darauf hin, daß bei den jetzt wieder aufgenommenen Verhandlungen in London über die Ablieferung der deutschen Handelsflotte die Schicksalsfrage auch für die deutsche Industrie entschieden wird. Nach ber Fortnahme bet wichtigsten Rohstoffgebiete und dem Zusammenbruch des Eisenbahnvet- kehrswesens ist bie deutsche Industrie in überwiegendem Maße auf Rohstofflieferungen von Uebener angewiesen. Ter nach der örtlichen Durchführung des Friedensverttages verbleibende Rest von Schien ist ber bevorstehenden Aufgabe gegenüber Dölig unzureichend. Die Berechnungen, die die deutsche Schiffahrtsdelegation ber Maritime- Service überreichte, werden diesseits in vollem Umfange bestätigt. Gelingt es nicht, den größeren Teil der deutschen Handelsflotte zurückzuverlangen, so wird damit der deutschen Industrie ein unerträglicher Tribut auferlegt, deren Rückwirkungen namentlich für die werktätige Bevöllernns vernichtend sein müßten. Sur Sojialifkrungsfrage. Im Zeichen des Wahlkampfes ist der Streit um die Sozialisierung neu entbrannt: aber (man kann nicht sagen, daß dieses nun seit 1'/, Jahren Heftig erörterte Wirtschafts- problem «wenigstens seiner theoretischen Klärung nähergeführt ist. Noch immer befteht keine Klarheit über die endgültige Form, ut> ter der sich die Sozialisierung zu vollziehen Jat. Die Verstaatlichung wird von den ozialistischen Theoretikern fast durchweg charf abgelehnt. K a u t s k h hat in seinem int April vorigen Jahres vor dem 2. Kongreß der Arbeiter-, Soldaten- und Bauernräte erstatteten Bericht („Die Sozialisierung und die Arbeiterräte", . Wiener Volksbuchhandlung Ignaz Brand ü. Co., Wien) treffende Worte gegen die staatliche Wirtschaftsform gefunden. So hat er gesagt, daß die Aufgabe des Bureau- kralen nicht dahingehe, das Zweckmäßige zu suchen und durchzuführen, sondern den Willen seines Vorgesetzten getreu und willig zur Ausführung zu bringen: „Da Initiative nur von oben, nicht von unten ausgeht, wird geistloses Kleben am Alten, an der überlich serten Form, ein verknöcherter Konservativis- muß, das Kennzeichen der staatlichen Bureau- kratie." Und sehr.richtig hat Kautsky behauptet, daß da, ivo staatliche Betriebe in Konkurrenz mit Privatbetrieben gerieten, sie sich diesen (in der Regel unterlegen gezeigt haben. Trotzdem wird man behaupten können, daß die Sozialisierung, wie sie ihren Anhängern heute vorschwebt, mit einer sehr weitgehenden Einflußnahme der Staatsbureaukratie verbunden sein muß. Bemerkenswerte Äeußcrungen finden 6mr in einer von dem bekannten russischen Bolschewisten Karl Radek verfaßten Broschüre: „Anarchismus und Räteregierung" «Verlag Willaschek u. Co., Hamburg). Man ersieht daraus, daß die Aufrechterhaltung einer wirtschaftlichen Z e n t r a l g e w a l t zu den .Grundforderun- gen des Kommunismus gehört. Radek hält diese Zentralgewalt für nötig „im Zeitalter« der sozialen Revolution, wo die Bourgeoisie vergewaltigt w e rd en so ll, und um die Möglichkeit zu haben, im geeigneten Moment sich mit allen Kräften der Arbeiterklasse auf ihre Ausbeuter zu warfen". Daß die Arbeiterschaft, wie das russische Beispiel tzeigt, unter einer kommunistischen Zentralgewalt viel schlimmer daran sein kann, als unter einer kapitalistischen, sagt Radek natürlich nicht. In derselben Schrift finden wir auch die folgenden Ausführungen Radeks, die als ein Beitrag zur Sozialisierungs^ frage gelten können. So schreibt Radek: „Der Kapitalismus stellt nicht nur eine Knechtung der Arbeiterklasse dar, sondern gleichzeitig eine Nutzbarmachung der Pro- duktionskräste der Natur durch den Menschen. Noch (nie in der Geschichte sind die Naturkräste Len Menschen so dienstbar gemacht nwrden, wie (im Zeitalter des Kapitalismus. Der Kapitalismus machte sich die Dampf- und Elektrizitätskraft untertan und stellte mit deren Hilfe die Verbindung der entferntesten Punkte des Erdballs her." Selbstverständlich verwirft Radek den Kapitalismus und schildert seine Nachteile in Lehr krassen Farben. Aber auch»hier«wieder verschweigt er, daß es die rufsrsHen Bolschewisten gewesen sind, die zuerst wieder au kapitalistische Wirtschaftsmethvden ruruckge- yriffen haben. Weirn der Vorsitzende der ruffr- schen Handelsdelegation, Levnid Krassin, kürzlich in einer Unterredung gesagt hat, datz der Sowjetregierung daran liegt, die Produktionskräfte ihres Landes zu erschließen und daß sie zu diesem Zweck bereit ist, Konzessionen an das ausländische Industrie- und Finanzkapital zu vergeben, so gibt er damit zu, daß der Boffchewismus aus sich heraus und durch seine Methoden allein eine Erschließung der Produktivkräfte vorzunehmen nicht imstande ist. E. C. B e r l i n, 5. Mai. (Wolff.) Die deutsche Friedensdelegation lin Paris Überreichte der Reparationskommission eine Denkschrift, lin der in Ergänzung der von der deutschen Schiffahrtsdelegation bereits im Marz 1910 übergebenen ersten Denkschrift gezeigt wird, wie groß die Einfuhr der für Deutschland lebenswichtigen Rohstoffe vor dem Kriege war und wie diese Einfuhr nch nach dem Kriege infolge der Wirkungen des Frie- densvertrages einschränken mußte.. Zugleich zeigt bie Denkschrift, .datz eme wertere Einschränkung im Hmblick auf die Volksgesundheit, die Notwendigkeit der Arbeitsmöglich ist. Es wird ferner statt'isck) hngttdn, timten kommen wnd, um mtt Lb-Yd George tes Wiechels von den erng-efübrten Rohstoffen vor dem Programm der NmserTnz von ju oerci-en. Kriege zur See nach Deutschland transportiert1 ES wird daraus hm gewiesen, tetz der englische tourben sind und welche Mengen dementsprechend I PremiemftniÜer vorläufig krank und datz es frag-! jetzt fei cs nicht einmal notwendig gewesen, die von dem letzt verminderten und für Deutschland lich sei ob er in b r kommenden Dock« wieder für alle Fälle vorgesehenen .luto-3 eutjulttllen. unbedingt notwendigen Rohstoffbedarf künftig zur! soweit hergcstellt sei. datz er feinen Kollegen emr->; 3^010^™ wird weder bie Meauincrung imd ~ "" * • - ’angen Bann. Tic Prc'se betont jedoch t~t war, daß nur Mißstände beseitigt werden sollen und wesentliche Eingriffe nicht erfolgen. Schluß Vs2 Uhr. Nächste Sitzung Donnerstag. Ter neue Preis eines Brotes ist für die einzelnen wie folgt festgesetzt worden: Gie'e -Landkreis . . Büdingen . . . . Schot.en . . . n . Alsfe.d . . . / . Gieren-Stadt . . . Mark. Die Vorräteir.ä Kommunal verbrndes Friedberg sind soweit aufgebraucht, so laß dieser Kom- munalverbaud auf die Belieferung durch die Reichs- getreid?stelle angewiesen ist. Ein bestimmtes Mischungsverhältnis des BvotmeHls und somit ein Durchschnittspreis läßt sich dater nicht angeben. Bemerkt sei -roch, tafc im Krei e Friedberg zur Strecknng u. a. Hafermehl Verwendung findet, das wesentlich teurer als die übrigen Mehlarten ist. Bierpfünder- zu zahlen, die, nach obigen für ein vierpfündiges tum Loüo- r Wag- Düngen, ** Personalnachrick ahndirektion Franks Gieren-Land . . Mi« •" 3 25 Att» Hessen. Politische Schülervereine. Das Landesamt für das Bildunaswefen hat folgenden Erlaß herausgegeben: Schülervereine, politische und unpolitische, dürfen keinen herausfordernden Namen führen, z. B. keine Namen, die zugleich Namen politischer Parteien smd (rote Deutschnationaler Schülerverein, Soziald. Schülerverein u. dgl): außeroem dürfen von den Schülervereinen feine Parteifarben . (zu denen unter den gegebenen Verhältnissen auch schwarz-weiß-rot g e hört) als Abzeickren geführt werden. Sitte äußere Zurüstung muß möglichst unparteiisch und parteilos gewählt werden. Politische Jugendvereine müssen grundsätzlich alle politische Parteien und Konfessionen aufnehmen, damit die objektive Behandlung der politischen Fragen unmittelbar gesichert wird. Politische Schülervereine sind alle zugelassen, aber nicht zu parteipolitischen, sondern zu staatsbürgerlichem Zweck. Politische Jugendvereiue, welche den ge- tvosfmen Anordnungen widersprechen, sind sofort aufzulösen oder nach Vorschrift umzubildcn. Ans Statt rrnd Land. Gießen, den 6. Mn 1920. Reue Züge. Aul der Strecke Gießen — Lollar — Londorf —Grünberg werden von Montag, 10. Mai ab an Werktagen versuchsweise folgende Züge eingelegt: Nr. 4444, Gießen ab 3,10 Uhr nachm., Grimberg an 4,49 Uhr 92t. 4339, Grünberg ab 5,10 Uhr nachm., Gießen an 6,44 Uhr. Auf der Strecke Bad-Salzschlirf- Niederaula vermehren ab Sonntag, 9. Mai an Sonn- und Feiertagen fügende Züge: Nr. 4750, Schl i tz ab 8,52 Uhr vorm., Bad- Salzschlirf an 9 20 Uhr. Nr. 4743, B ad-Sal z schlirf ab 11,00 Uhr vorm., Niederaula an 12,10 Uhr. Nr. 4734, Niederaula ab 1,57 Uhr mitt., Schlitz an 2,32 Uhr, Schlitz ab 4,20 Uhr, Bao- Salzschlirf an 4,51 Uhr. Nr. 4741, Bad-Salzschlirfab 9,47 Uhr abends, Schlitz an 10,15 Uhr. Auf der Strecke Bu r g - N ie d r - Gem ü n- d e n — Kirchhain werden von Sonntag, 9. Mai ab ebenfalls an Sonn- itnb Feiertagen folgende Züge eingelegt: 9er. 4542, Kirchhain ab 8,35 Uhr vorm., Burg-Nieter-Gemünden au 9,17 Uhr. Nr. 4545, Bura-Nieder-Gemünden ab 8,25 Uhr abends, Kirchhain an 9,28 Uhr Veranstaltungen. Donnerstag, 6. Mai: .Hotel Einhorn, 8 Uhr, Schautanzen. — Lichtspieltheater wie gestern Die neuen Brotpreife in Gberheffen. Die Höhe ter Brotpreise ist bekanntlich für die einzelnen Städte und Kreise nicht einheitlich festgesetzt. Sie können aber auch nicht phne weiteres miteinander verglichen tverden, da die Zusammen- setzung des Brotmehls und die durch die Verteilung entstehenden Unkosten in den einzelnen Kommunal- verbänden vorschieten sind. Ter Kom munalverband Gießen grot das Mehl an die Stadt- und Laudge meinten tes Kreises Gießen zu folgenden Preisen ab: Roggenmehl 209 Mk., Weizenbvotme'hl 214 Mk. und Gerstenmehl 228 Mk. pro Doppelzentner. In unserem Kreise werten zur Bmotherstellung durch die Backer 8 Teile Weizenmehl, 1 Teil Raggen- mehl und 1 Teil GerstenmM verwendet, so daß sich ein Durchschnittsmehlpreis oon 214,90 Mk. für 100 Kilogramm ergibt. Dreier Durchschnittspreis ist int Gießener Kommunalverband im Verhälttcis zu einigen anderen Kom- munalverbändeu teÄvegen höher, weil hier m weit größerem Maße Me'zenbvotmebl und außerdem tes infolge der nLbeigeren Ausmahlung Irc.c.it» lich teurere Gerstenmehl verwendet werten muß. Die Bäcker ter Stadt Gießen werten nicht dtrckl durch den Kommunalverband beliefert, sondern erhalten das Mehl vom ftäbtifcbeti Lebensmittelamt zum Durchschnittspreis von 220 Mk. pno Doppelzentner. _ Im Kreise AlSfeld besteht das Buotmehl zu zwei Dritteln aus Roggmmehl und zu einem Drittel aus Weizenmehl; dec Durchschnittspreis beträgt hier 220 Mk. fmo Doppelzentner. Schotten hat eine Mischung von einem Drittel Roggenmesl und zwei Drttteln Me.zen- mehl: hier stellt sich ter Durchschnittspreis aut 212 Mk. Im Kreise Lauterbach vommen gar auf 90 Teile Roggemtehl nur 10 Teile Weizenmehl, was einen Turchschntttspveis von 208,10 Mk. ergibt. Tie Zusammensetzung des Mehls int Kreise Büdingen ist nicht bekannt. Tie Mrschung ist hier jedoch eine ähnliche tote im Kreise Lauterbach: der Durchschnittspreis stellt sich auf 208,40 rm. Darmstadt, 5. Mai Der dem Zentrum angehörende Volkskammer abgeordnete Scherer in Offenbach ist plötzlich gestorben. Die Partei wie die Kammer verlieren in ihm ein eifriges energisches Mitglied, der auch als Schriftführer gewählt, allgemein ob seiner ruhigen sachlichen Tätigkeit, mit der er sein Amt verfah, bet den Mitgliedern aller Parteien sich großen Ansehens erfreute. — Einen etenfo schweren Verlust hat das Zentrum durch den gestern plötzlich eingetretenen Tod des Kommerzienrates I. Molt Han in Vtainz zu beklagen. Er ist im 58. Lebensjahre einer Magen- operatton erlegen. Bon 1899 bis 1918 'war er Mitglied der Zweiten Kammer, dabei lange Jahre Vorsitzender des Finanzausschusses. Er war als scharfer, äußerst fleißiger vor keinem Ziele zurück- schreckender Parlamentarier bekannt, auch vielfach wurnalistisch tätig. In seiner engeren Heimat bat er sich auf allen Gebieten große Verdienste erworben. nate nichts bekannt gewesen. Gietzencr Strafkammer. Gießen, 4. Mai. Landfriedensbruch. Wie auch in verschlltenen cutteren Orten Oberhessens, fanden auch am 5. August 1919 in Birklar Bauern Unruhen statt, in bereu1 Verlauf die Eierliste und das Viehkataster verbrannt wurden. Zunächst wurde eine Versammlung der Hühnerhalter abgehalten, in der beschloss« tourte, keine Eier mehr abzuliesern. Dabei kam eine Zeitungsnotiz zur Verlesung, nach der in Gonterskirchen Eierliste und Viehkataster verbrannt Worten? seien. Es tourte nun die Ansicht laut: „Dies sollte hier auch geschehen." Gesagt, getan. Unter dem Rufe: „Alle für einen, einer für alle" be* schloß man, zu tem Katasterführer Jakobi zu gehen, um ihn zu veranlassen, das Kataster heraus- z uneben, um es auf tem „gesetzlichen Weg' zu beseitigen. Etwa 50—60 Leute zogen nun mir ziemlichem Samt vor das Laus Jakobis, der sich — es war bereits nach 10 Uhr abends — sck-on zur Ruhe begeben hatte. Auf die Ruse: „Biehtataster heraus" begab sich Jakobi ans Fenster und erklärte, er gebe das Kataster nicht heraus, er habe darüber einen Eid geleistet. Im Laufe der Unterhaltung mit der Menge und mit verschiedenen Leuten, die in Jakobis Wohnung kamen, war bann auf einmal das Kataster verschwunden und tourte gleich darauf zusammen mit der Eierliste vor Jakobis Haus verbrannt. Des Landfriedensbruchs waren angeklagt acht Einwohner von Birklar, darunter der Polizeidiener und der Nachtwächter. Keiner von ihnen will wissen, wer die Listen weggenommen und verbrannt hat. Alle geben zwar zu, bei Jakobi in seiner Wohnung oder vor seinem Haus gewesen zu sein, feiner will sich ater irgendeiner Gewalttätigkeit bewußt geworden sein. Demgegenüber wurde aber festgestellt, daß Heinrich M. X., der Eierlistenführer, dem man eigenartigerweise in diesem Jahre die Eierliste wiederum antiertraut hat, der Einberufer der Versammlung der Hühner- halter war. in der beschlossen wurde, keine Eier mehr abzuliefern und zu Jakobi zu gehen und das Viehkataster zu holen: daß er zu Jakobi gesagt hat, er solle das Viehkataster herausgeben, er gebe feine Eierliste auch her. Ferner, daß ter Polizeid-umer, der an sich berufen getreten wäre, die Sache zu verhindern, das nicht nur nicht getan hat, sondern selbst ohne Grund in ter Wohnung Jakobis war und sich in eigenartiger Weise mit dem Vieh- katafter beschäftigt hat. Weiter, daß Heinrich Wi und Heinrich We. ebenfalls im Zimmer bei Jakobi waren, und ihn teils mit gütlichem Zureden, teils mit Schimpfen zur Herausgabe zu bewegen versucht hatten; daß ter Naclch.vacht-er zwar seine Stunden geblasen, aber im übrigen getan hat, als ob ihn die Sache nichts angehe, sogar noch den letzten Rest des Katasters verbrannt bat, „damit kein Brand entstehe". Bei den übrigen Angeklagten wurde festgestellt, daß sie vor Jakobis Haus «zugegen waren. Da der § 125 StGB, schon die Teilnahme an einer Zusammenrottung von Menschen, die Gewalttätigkeiten gegen Personen ober Sachen begeht, bestraft unb diese Teilnahme allen Angeklagten ohne weiteres nachzuweisen war, wurden sie Der* urteilt, und zwar der Eierlistenführer, ter Polster- diener, der Nachtwächter und Heinrich Wi., dec am intensivsten versucht hatte, das Kataster wegzunehmen. zu 4 Monaten, die anderen Angeklagten zu 3 Monaten Gefängnis. * Zu dem Straf kammerbe richt vom 27. April in Nr. 100 vom vorigen Donnerstag handelt cs sich im ersten Absatz um ten Güter- bobenarbeiter H. B. in Gießen (aus Trais-Horloff). Evangelischer Landertirchentag. RMK. Darmstadt, 4. Mai. Der erste evangelische Landeskirchentag, ter jetzt an Stelle der Laute ssyrwte gewählt worden ist, trat heute im Landessynodal gebaute zusammen. Der Tagung voraus ging ein durch Geh. Oberkonsisto- rialrat D. Petersen in der Stadtkapelle abgehaltener Gottesdienst, dessen Predigt einen würdigen Eindruck hinterließ. Die Verhandlungen wurden um halb 12 Uhr durch Geheimrat D. Dr. Flöring im Austrag des erweiterten OberLonsiswriums eröffnet. Der Webner bedauerte zunächst, daß Ober» konsistorialpräsident D. Nebel durch Krankheit am Erscheinen verhindert sei, ermähnte dann die Fortschritte, die der 1. Deutsche evang. Kirchentag in Dresden gebracht habe, dessen Folge ein hoffentlich bald entstehender Kirchenbund fei, der den engern Zusammenschluß der Landeskirchen bringe, da man ten Gedanken einer Reichs kirche abgelehnt habe. Das Verhältnis zwischen Staat und Kirche in Hessen entwickele sich im gegenseitigen Verständnis tefriebigenb, die Kirchenbehörte erwarte bestimmt, daß der evang. Religionsunterricht in ter Schule erhalten bleite, man trete auch für Aushebung tes Zwanges zum Organistendienst ein. Die wichtigste Aufgabe des Kirchentages werte es sein, ter Kirche eine neue Verfassung zu geben. Trotz des Ernstes und der Schwere der Zeit gelte aber, nicht zu verzagen. Der Redner begrüßte weiter die zum ersten Male ver retenen beiten Frauen. Nach einigen gescksti t ich-n Mitteilungen werten die neu in den Kirchentag eingetretenen Mitglieder vereidigt unb es wird bann als Mters- präsitent Kirchenrat Wahl in Beienheim bestimmt, ter das Präsidium übernimmt unb zu Schriftführern die Mitglieder Bürgermeister Krapp- Sickenhofen und Pfarrer Bickel- Haupt bestimmt. Hierauf treten die W a hl- prüfungs kom Missionen zusammen und werten nach deren Beratung die sämtlichen Wahlen für gültig erklärt. Es folgt bann die Wahl des ersten Präsidenten. Mit 58 (Stimmen wird Pros. D. Dr. Diehl-Friedberg gewählt, ter hierauf den Vorsitz übernimmt, den Dank für das in ihn gesetzte Vertrauen ausspricht, auch des verewigten Syno- dalpräsitenten Dingeltey gedenkt und erklärt, daß er ten testen Willen habe, ter vornehmen, ziel- tetoufiten und taktvollen Tätigkeit seines Vorgängers nachzustteben, wobei er die Unterstützung und Rücksicht des Hauses erbittet. Zum 2. Präsidenten wird hierauf Geh. Justizrat R ö m h e l d - Nidda gewählt. Auch er nimmt die Wahl an unb werden dann die Verhandlungen bis zum Nachmittag abgebvochen, da dann weitere Ausschußwahlen ftattfinben sollen. rmk. Darmstadt, 5. Mai. Der evangelische Kirchentag setzte heute seine Beratungen unter dem Vorsitz seines Präsidenten Dr. Diehl fort. Nach Vereidigung des neu eingetretenen Abg. Professor Dr. S ch i a n wurde zunächst die Vorlage des Kirchenregiments tetr, den Beitritt zu dem neu zu gründenden Kirchenbund beraten und nach kurzer Aussprache, in ter ter Mrg. Frh-r. Heyl zu Herrnsheim zu festem Zusammenschluß gegenüber ten Bestimmungen ter Reichsverfassung, sowie zur Begehung ter aus Anlaß tes vierhundert- fährigen Bestehens tes Lutherdenkmals in Worms mer 20 und 21. ** Evangelischer Bund. Es dürfte mit Freuten begrüßt werden, daß am nächsten Montag Pfarrer Cla u ßen-Jutenbara imchiesigen Jo- i^annessaal einen Vortrag über das Thema: ,,vmr evangelischem Vorposten in Steiermark" halten und alle schwebenden Fragen beleuchten wird. Ju- dcnbürg ist ja eine unserer hessischen Pflegegemeinten, ter Redner aber hat trotz schwerster Kriegs- b-eschädigung auf seinem Posten in staunenswerter Energie ausgehalten und mit Hilfe seiner Gemahlin die weitverzweigte Diaspora kirchlich versorgt. ** E i n Brillantring im Werte von 6000 Mark, bestehend aus einem schmalen Goldreif und einem Vrkar. Brillanten in Platinsassung wurde in verflossener Nacht gestohlen. Vor Ankauf wird gewarnt. ♦* Marken-Ausga bc. Am Freitag unb Samstag ten 7. und 8. Mai 1920 gelangen in ten Bezirken Brot- und Fleischmarken wie nachstehend zur Ausgabe: A—E Freitag vorm. von 8—12 Uhr, F—K Freitag nachm. von 2—6 Uhr, L—Q Samstag vorm. von 8—12 Uhr, R—Z Samstag nachm. von 2—6 Uhr. ** Oessentlicher Rettungsdienst. Zu ter 9Lotiz in unserer Montagmimmer bittet und Herr Krankenpfleger Kratz mitzuteien, daß er nur in den allerdringendsten Fällen, wenn kein anderes Beförderungsmittel (Auto usw.) verwendet werten darf, Krankentransporte übernimmt. ** Tem Verein „Selbsthilfe" des Reichsbundes der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und ehemaligen Kriegsteilnehmer, Bezirk Hefen, mit tem Sitz in Darmstadt, ist van dem Mini- terium tes Innern die Rech.s Fähigkeit verliehen worden. Tie Verleihung tritt mit deren Bekanntmachung im Regierungsblatt in Wirksamkeit. ** D i e Firma „Hers o", Mitteld. Ann.- Exp., Gießen, Plockstr. 5, ist vom „Verein deutscher Zeitungsverleger", Magdeburg als ordentliche An- noncen-Expebition anertannt worben. S. Anzeige. Kreis Alsfeld. ioj. Alsfeld, 6. Mai. In der letzten Stadt- verordnetLnsitzung wurde der Pv.is tes elektrischen Stromes für Licht aut 2,50 Mk., für Kraft aus 1.80 Mk. pro Kilowattstunde mit Wirkung vom 1. April erhöht. Ter Gemeinderat beschloß weiter mit Wirkung vom 1. Januar 1920 einen Zuschlag von 1 Proz. zur Grunderwerbssteuer zu erheben. Kreis Schotten. e. Schotten, 5. Mai. Hier bildete sich im Anschluß an den hessischen Kommunal-Beanttew- Berband ein Kreisverband der Gemeindebeamten und -bediensteten, ter sich in die Ottsgrupven Getern, Ulrichstein, Laubach und Schotten glietert. Ratsschreiber Wiesner- Schotten mürbe zum 1. Vorsitzenden, Stadtrechner Glock zum Stellvertteter, Polizeidiener Faatz zum Schriftführer und Stadtrechner Schmidt-Laubach zum Rechner gewählt. Der Verband erstrebt Gleichstellung ter Gemeinteteamten mit den Reichsund Staatsteamten nach tem am 1. April ds. Js. 4,25 „ Friedberg .... 5,05 „ Von der Reichsgetveidestelle wird bei lichen Bevechnungen stets davon ausgegangen, daß aus einem Doppelzentner BrotmeA 67y8 Vier- pfünder-Bvole hergestellt werden. Es Lastet daher bei Zugrundelegung dieser ZahLn das Mehl Aus der Sitzung der Banödsfammer Stehen. Mm 27. Slpril 1920. Zum Vertreter der Hantelsliammer im Bezirkseisenbahnrat Frankfurt a. M. wurde Herr Kommerz enrat Grünewald (A.Sstld) und zu feinem Stellvertreter Herr Fabrikant Rinn (Heuchelteirn) gewählt. — Den Kaufniännt- schen Fortbildungsschulen in Gießen, Alsfeld und Lauterbach tourten Zu'chüse im Gesamtbeträge von 2100 Mk. bewilligt; eine angemessene Erhöhung des Staatszuschusies für diese Unterrichtsanstalten soll beantragt weiten. — Tie Hantelskammer begrüßt die Aufhebung der Reichs- vevordnung vom 1. April d. Js., welche ernt Ausdehnung der Kranrentiersickerungspf licht auf 20 000 Mk. vorsah ;fie hält eine Erweiterung der Barscherungsvflickt bis zu einem Einkommen von 12 000 Mk. für völlig ausreichend. — Anstelle tes üblichen Jahresberichtsoll in Zukunst ein Wirtschaftsbericht erstattet werten, welcher neben ter Berickchrstattung über die gutachtliche Tätigkeit während eines ab* gelaufenen Wirtschaftsjahres auch einen Bericht über die Lage tes Arveitsmarktcs zu Beginn bti neuen Wirtschaftsjahres und gleichzeitig einen Ausblick auf die kommende Zeit bringt. — Einem Anträge auf Auftebung einer Bckanntmachunp d s KreiSamts Gießen tetr. Verwertung ter öäutc und Felle aus g-werblichen Sch^achttrngen.hat tes Lantescrnähru.'gsamt enttp ollen. — Einen vom volkswirtschast.'ickEn Aus chuß tec Nationalversammlung angenommenen Antrag, wonach anstelle ter bisherigen Zwangswirtschaft für das nciu Wirtschaftsjahr das Umlageverfahren iw Verkehr mit lantevirtschaftlichm Erzeugnisjen, d .V die Konzentvation ter pflichtmaßigen Lieferungen und die BerfügungSfreikeit tes Landwirte hinsichtlich^ des Ueterschu fes seiner Erzeugung trv ten soll, konnte die Hantelskammer nicht gutheißen. — Bei tem Ministerium der Finanzen ist dura Vermittelung tes Hauptsteuer- und Zollamt Gießen die Erhöhung der Zvllkreditc auf 1. Hypotheken von 33V, auf 66 Proz. te Taxe angeregt Worten. — In einer Fahrplan konferenz, in todier die AnkimftS- unb Abfahrts- zeilen ter Arbeite rzüge fest gesellt wurden find die Wünsche ter Industrie vertreten worden. — In minid'illen wie schrift ich'N Verhandlungki mit ter Ei enbahndir. ktron Frankfurt a. M/ iü b:e Hantelsbammer für eine Verbesserung ter Str* kehröverhältnisst auf ter Strecke Gie ßen-- Fulda eingetreten. — Die Zuassung ter Artiks „Zigarren" zum E i l g u t der ke'h r wu te wieder* holt und oon „landwirtschastlicken Ma chinen" uw- „Borsten "neu beantragt. — Ein Antrag tes Den bantes süddeutscher Zigarvenfabrikanten, B'zirk^ gruppe Mannheim, auf Errichtung einer greif'- vrüfungSstelle für die südteutsche XabaP industrre mit dem Sitz m Mannheim nmrte befürwortet. Friedberg .... 4 05 „ Zu diesen Beträgen sind bann die Zuschläge ür U n ko st en und Verdienst des Bäckers "rlen bereefmet, je» für Gies'en°-Lcmd . . Alsfeid . . . . Sckotien . . . e Büdingen . . . Giesten-Stadt . » Friedberg . . . Lauterbach . . inannt und befördert >rve-Lo»)motiDMrer rf, I. Rocker in Namen ter bef ischen Regierung tourten in bei Hessisch-Preusülchen Eisenbahniem-inschaft im Mo- W veranstaltenden Feier aufforberte. Es tourte dann die durch ten Verkauf tes Sensfelderhofts notig gewordene Einpfarrung der bortigen Ge- meintemitglieder zur Gemeinde Gräfenhausen gut- geheißen. Dann wurde die Vorlage tes Kirchen- vegiments tetr, die Beschaffungsbeihilfen und Teuerungszulagen für die Beamten und Geistlichen ter evang. Kirche in Hessen, welche dieselben Vergünstigungen wie die Staatsbeamten erhalten sollen, nach tem Vorschlag tes Finanzausschusses gutgeheißen. Es folgte die Beratung und Annahme bet Vorlage», über die Ruhe- |tltll ß^udsversetzung ter Geistlichen, die in alei- der im Sommersem cher Weise rote die ter Staatsbeamten erfolgen soll. Studierenden findet Die von ten. Bereinigten evangelischen Kirchen- ^rmittaas II Uhr «memben Oftenback>-Burgel vorgeschlagene n p u e ftatt Gemeindesatzung wird nach kurzer Aussprache genehmigt. Ebenso findet eine Vorlage des Kirchenregiments, welche bei den Geistlichen, die zum Teil Naturalbesoldungen durch Weinberge usw. teziehen, die Einkünfte für alle drei Pro- in Kraft tretenden Gesetze. e. Ulfa, 5. Mai. Durch den hiesigen Ge- meinterat und Kirchentiorstand wurde für unseren Ort die Errichtung der schon seit mehr denn zwei Jalwen geplanten Gemeinde-Krankenpfleg estation endgültig beschlossen. Je nach tem Vermögensstand ter Mitglieder wurden die Beittäge für den evang. kirchlichen Frauenverein, ter die Anstellung einer Krankenschwester sich zur Aufgate sttzt, aus 25, 40 unb 50 Pf. festgesetzt. Die Anschaffung der nötigsten Einrichtungsgegen- stände für die Schwesternstation soll durch eine Haussammlung ermöglicht werten. Kreis Friedberg. Q. B a d - N a u h e i m, 5. Mai. In der gestrigen Stabttierorbnetcntierfam m lung wurden folgende Beschlüsse gefaßt: In nächster Zeit finbet zur Begrüßung ter heimgekehrten Gefangenen auf Kosten ter Stadt eine einfache Feier statt. — Der Strompreis für Elektrizität wird auf 1,20 M. festgesetzt, für Gas auf 1,25 M. Wie Bürgermeister Dr. Kayser mitteilt, ist poch nicht abzuseten, uxmii die Preissteigerung ein Ente hat. — Es wird eine Polizeiverorbniing! erlassen, welche die Verkösttgung in den Fremden- betneten regelt. — Bis ^ur Regelung ter Be- amteWehälter wird ten städttschen Beamten usw. ein Monatsgehalt einschließlich Teuerungs- unb Kmterzulacse tenriftigt. — Die Versammlung genehmigt die Anstellung von drei neuen Schutzleuten. — Wegen starker Zunahme der Schuler-- ?,ahl müssen in der Ernst-Ludwig-Schule parallele stlassen eingeführt werden. Der Vorsitzende wirb beauftragt, Schritte zu unternehmen, baß die Ernst-Ludwig-Schule zur Oberrealschule ausgebaut wird. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Tarm stabt, 5. Mai. Der Lantesver- banb der Vereinigung von Handwer'k, Handel und Gewerbe hielt am Sonntag in Eberstadt eine Ausschußsitzung ab, in ter sämtliche Mitglieder erschienen warm. In reger Aussprache tourte man darüber einig, das gesteckte Ziel, durch weiteren Ausbau ter Vereinigung, ohne Rücksicht auf Politik unb Religion zu erreichen. Zu diesem Zwecke soll für Mitte Mai ein Obermeistertag nach Darmstadt einberufen werden. Durch diesen Zu- sammmschluß, ter sich schon in Sachsen und anderen Staaten vollzogen hat, hofft man bei tem weiteren Ausbau tes Reiches taffräftig mit mitten zu können. Kreis Wetzlar. * Hochelheim, 4. Mai. Am 1. Mai brach in tem Hause des Landwirtes M. Feuer aus, das jedoch durch btß rasche Eingreifen ter Nachbarn gelöscht werden konnte. Hessen-Nassau. ;= Hv fgeismar, 5. Mai. Zur Verhütung von Diebstählen hatte man in einer DaMuke der Kaserne eine Handgrana te angebracht, die sofort explodieren mußte, wenn ein Unbefugter die Luke öffnete. Als am Montag in Ausübung seines ** Die Wählerliste für die zu der WahlI Berufs ein 15fähnger Schornsteinsegerlehrling ten zum Reichstag in der Stadt Gießen mit bet Weg durch die Luke nehmen wollte explodierte das Gemarkung Schiffenberg und Herren- t^sckok und »tritt den tunaen Mann in L-tucke. wald stimmberechtigten Personen liegt öom ©onn> tag ten 9. Mai bls cinschl. Sonntag den 16. Mai, und zwar an ten Werktagen vormittags von f Wahle» ji DikWSHIttlil der Stabte 5 vnd.herrenwa «’nttta« den an den 5 u = Ur>.r und nach 2 Sonntagen von 8 -1- '* (Si^ungsji köermai S,“ der Liste finh 2«.aus b(m9i & ob«3 Wn, den -^Vberbst di- Siel SÄ' »LS «SSL-« 3?^ den ''"Suiten Arl te? | Aden, SSt Stinte 6a n w SKhL :r. ■•Uta. | Ott* yft 19^ SSS •abei lom t» L?i ■** 'M totbd „iS Wan- Unter für alle» h, 5 Ml H tiaftkr hnaü- h Deg. tt M t nun nia -? schon im »SitttoitjS t und erllärtt, ■ babt barübtr UnttrhalliM kn Stuten, tnt ltn auf einmal k gleich bataul >btS Haus Der. atm angeOagi nduPolim. ttt von ihnen nmen und der« y Jalobi u VMS aerotfa imt (Somit, ^tmatatnüber ich Ä.X., bet artigermise ii um annertuni qg bet Hühner- rot, keine Eia gehen und bat itobi gesagt Hal, n, er gebt feint r ffohÄr, irc, die Dacht getan Hal, fon- chnunq 3alebü mit dem $itb B Heinrich 81 miet bei jdobi . Zureden, teil' i beroegtn toter zwar fei» i getan hat, all sogar nolb da int hat, .Mil gen Lngevagla i i VLusMgtga i die Teilnot« Kuschen, bit ®fr r Sachen btgtk len Ängckg» wurden fit rer, der W ich 3M s astet rasia» AngelliMV »cricht t®° jn Tonner?tag im Ma» lg 6ltfitr. r ‘‘LjJ S«- Ä l’Är Mll^ L-SÄ ; M Mitt r auf 7 SiMg ML, n< kV«*! AnltöS M feßj ltg !0. jammer vn »'* ÜÖLWÖ SL len m M Bu^re y Uigt; eine c-J afo * 1 jt meiden, 7,1 tbung ba «W.1» I txorfttb --J A fü völlig Ä Hochschulnachrichten. •• S. T 2. D bette ff en, Lahn miß Tilllreis (Sitz in GH c r c 11 Lndc c-jrigtn Jo^ree fchbifen sich in Gieren fbtqebörür nteh reter torbemragenber aLw ZunuTid)afteii «u einem Scrbo-ttix, Dem B^S. T. Cberbtffen, Lahn- unb TMceis, mit dem Sitz in Wieben, au mm men. Während die meiftm namhaften Verbände Durch Sbrpotatwnen an der Universität Wieben lang ft terrreten sind, hatte der V. (£., der lurncncbaner- oerbano auf beutfeben £udMulen, hier lnc ictzl iexf) nidtf Fuß gfiuHt. Dank der regen ?lrbcü ik« neugebübeten L. A. T. farmte nun mit tattrrftigrr Unterstützung einiger Turncrfchafttn auch diese Uniberiitit^itobt durch Wrinümng einer neuen Turnerschaft gewonnen werden. Ttc junge StUrpo- raiioit führt den Namen Hassv-Massovia, trägt blaue Mütze und otniwe-4whfy-Haut* Band Sine stattliche Anzahl alter Herren vom V. C. bildet den .'i.-H.-Verband. Tie Sröffnungs- und zugleich Antrittskneipe bet Hassv-Nassooia fanb am Jreitag dem 30. v. M. im Kneiplofale „^ehenTeller" statt; viele Tunterschaften hatten dazu ihre Vertreter entsandt. Ein Ausftng auf den Schissen berg ’oltftc anderen Tag» im Anschluß an den ersten nvuleurbummel. Zürnen, Spiel und Sport. Ter Spielplatzcherbclaus Am nächsten Sonntag den 9 Mai werden in ganz Deutschland sämtliche Turner und Sparts- leutc, Schüler und Schülerinnen, die gcwaltigi'tr Temonstratton veranstalten, die je bei Sport gesehen bat. Zn Taufenden werden sic überall die ."torberung erheben, ihnen Spielplätze und alle die anderen Einrichtungen zu gewähren, die zur öefunbung unseres durch die Ausübungen oon Törbrrfrärfettben Hebungen crfvrderach sind. Auch hier in (ließen wird dieser Tag ein großes Schauspiel bieten Don allen Enden der Stadt merben die Läufer strahlenförmig durch die einzelnen Straßen nach dem Stadttlmtter heran- strömen. Es sei bemerkt, daß es fein Wettlauf ist. sondern nur ein Stillaus. Von hier aus bewegt sich das Ganze als Zug mit Musik um */• 2 Uhr durch die Neuen Baue, Marktstraße, Neustadt nach dem Sportplatz des Vereins für Rasen spiele «Rodheimer Straße), dort ^rciübungeii, Ricgew- hrrnen, Leichtathletische Hebungen, Radball- und Nadpolo-Spicle, Slafettcnläufe. Hieran anschließend aur der Lahn Auftahrt sämtlicher Rudcsvereine tn etwa 20 Booten. Die Leitung der ganzen Angelegenheit liegt in den Händen der Gießener Turn-, Spiel- und Sportvereinigung. $u bemerken ist noch, daß die Schifter, die Mitglieder eines Tum- unb Sportvereins sind, den Lauf nicht mit ihrer Schule mitzumachen brauchen. — Am 9. Mai, Dem großen Gvvrtwerbetag Gießens, finden neben den Nach- mirtagäoeranfta hingen der Gießener Turn-.Sport' unb Svielvereinigung noch morgens 9 Uhr ein Schlagballwettspiel der Gießener Bur- schrnsckwstcr und um 10 Uhr em H 0 ck e v - W e t t - spiel A. S.C. I gegen B. s. R. I 1900 Gießen auf dem Sportplatz an der Hardt statt. Diese interessanten Propagandaspiele sollte niemand versäumen. ** M anucr-Turn verein In der Hauptversammlung am letzten Samstag erstattete . vrecher Bericht über die Bereinstätigkeit, twiau»^ ixTöorguig, oay txc Ikttgiieort^ayt ut ftetem steigen Ix-griften ist. Lurch die Erdölmng der teuern für (Hau, ldreis und T-eutsch: Turner- Idtajt joroie durch die bauetnbe $Dri6fttigcrimq Tür Dahiisahrt, llebernachtung ufn?., war eine Erhöhung des Witglicberbetragnicht zu umgeben. Vieler wurde daher auf 3 Ml für das «ierteljabr TeftgeicBt. In den Turnrat wurden gewählt: E. Rumpf 2. Sprecher, E. Muller 1. Tummart, V. Thöt 2. iurnmart, H. Dechert 2 Schriftführer, P Ritsert Gegenrechner, Zr. Wenzel Zeugwort, Gg. Hofmann Svielwart, 6k. Z örb ^cebtroarf, E. Bürl und R. Paul Beijitzer. ** ® nnc r 0 d, 5 Mau Am Sonntag -biclt ber hiesige Turnverein sein diesjährig s Anturuen vertimbni mit Preisturncn, ThcatrraunuKrung usw. itatt. Die Ansprache hielt Herr Wehrum. handel. r r?CmIllV "J ^Qj- B ö r s c u st l m m u n g s - btlb Bei der wiederum ausgesprochenen Ge- ,choTtsunlu,t tchleppte sich der Verkehr während des ganzen Börsenverlaufes träge dahin Die >durs- Mränberunpfn sind «m allgemeinen eng begrenzt, öuiammenhängcnd mit dem weiteren Nachgebeii der Auslandsdevisen und infolge der andauernden Besserung des Markkursee war die Tendenz über- wlcgend mäßig abgeschwächt, doch gingen die Rück- gänge nur ganz vereinzelt über 5 Prozent hinaus, wie m der Haiiptsaä-e bet Gelsenkirchen, Rheinischen Braunkohlen, Deutsch-Hebers«, Adlcrwerke, Lrenstem .üvppel und Otavi Nebenbei find aber auch Kursbesscrungen erwähnbar, so für Farb- attien im Ausmaße von 5 bis 18 Prozent, für Schantung und einigen wenigen Akontanpapiercu. Heimische Rentenwerte sind unverändert: Ungar- reuten etwas fester: Türkenlose und Mexikaner niedriger. Die später fast allgemein eintretende Befestigung erwies sich nicht von Bestand Tie Kurse bröckelten vielmehr bei anhaltenden kleinen Schwankungen und fletncm Geschäft weiter mäßig ab. Frankfurt a. M., b. Mai. Börsen st i m m u n g s b i l d. Die schwache Unternehm mungslust war auch im Abendverkehr die Vr-r- anlassung, daß das Kursniveau einer erneuten Abschwächung unterlag. Als niedriger sind Br,es Datum 4. Mai 5. Mai Amsterdam-Notterd. 2023,- 2027,- 1998, - 2002,- Drtzstel.Antwerpen . 359,60 360,40 356,60 357,40 sshristiania 1063,75 1066,25 1043,75 1046,25 Kopenhagen 929,- 931,- 924,- 926,- Sto«kholm 1173,75 1176,26 1157,75 1160,25 Helsingfor» 292,20 292,80 292,20 292,80 Jtalien........ 249,75 250,25 254,75 255,25 London 213,75 214,25 209,75 210,25 Aew-York 55,02 55,22 54,27 57,47 Paris 337,65 338,35 333,65 334,35 Schweiz 981,60 983L0 974,- 976,- Spanlen 934,- 936,- 925,- 926,- JEien (altes) .... 20I8 21,02 20,23 20,27 Deutsch-Oesterr abg 26,22 26,28 25,97 26,03 Prag 87,40 87,60 87,65 87,46 Budapest 23,97 24,02 24,47 24,53 Bulgarien .... -,- -,- -,- BSrfenkurfe. Dalum: 5° „Deut.fi ritqtanl 4'/,Deut.Beichsanl. 3L „Deut.Ne'chsanl. 4% Vrcu^. flonfols Darmsiüdter Bank Deutsche Dank. . Diskonto - Gesellsch. Dresdener B ink. Nationalbank f. D. Mittels.Creditbank H.-Amerik.-Pakctf. NorddeutscherLloyd Doch. Dußstahlwrh. D.-Curemb.Sergea Delsenkirch.Bergw. Harpen er Bergbau Oberschl.Eisenb.-B. Oderschles.Lisenind. PHSnir-Brgb.-Akt. Bad.Anilin-u.Soda Höchster Farbwerke (tklitr. 21. E. ®.. 5chuckert-Werke . ^eltenLGuilleaume Daimler .. . . Bud.-Eisenw.-Akt. Adlerwerk« .... 4% Hess. SaatsaiiL Electron Griesheim Frankfurt Berlln ?lbenb- Alxiiv- Schluß« Zchluß- Kurs Kurs Xnro liknrS 4.5. 5.5. 4.5. 5.5. 79,75 79,75 161*25 191^50 192*- 188,50 -,- 182,- -,- 328,- —,- 327,50 324,75 337,50 329,- 315,- 460,- 523,- 530, - 388,50 ^3,- 344, - 345, - 200, - 500, - 493, - 267,50 250,- 345, - 344, - 275,- 261. - 324*50 79,75 79,75 75,10 76,- 74.50 74,75 76, - 76,25 159, - 160,50 312,- 312,- 218,50 219,25 190,- 192,- 149,- 149,75 156,50 156,50 189,50 185,12 183,- 180,- 329,85 320,- 326, - 325, - 338,- 326,- 302, - 305,50 222,- 219,75 279,50 275,- 458,- 454,- 533,- 530,- 395,50 395,- 343,- 345,- 200,50 198,50 505,- 503,- 265, - 250,- 342,50 343,- 265,- 263,- 320*.- 325*,- (Jn einem Teil der Auflage wied:rh)lt.) Kabinkttskrlse in Polen? Haag, 5. Mai. (WTB.) Wie dem „Nieutve Courant" drahtlos aus Warschau gemeldet wird, sagen die Blätter voraus, daß das polnische Kabinett wegen der Opposition gegen die Politik der Regierung demnächst reorganifiert toerde. Die Sozialisten drängen energisch- auf Frieden und wollen bei der Neubesetzung des Kabinetts berücksichtigt werben. Die Blätter nehmen an, daß Patek, G rabski und Neu lofski zurücktreten werden. AIS Nachfolger PatekS wird Graf Tarnowski genannt. England und die polnische Offensive London, 6. Mai. (WTB.) Unterhaus. Wod gewood fragte, ob die englische Regierung vorgeschlagen habe, die Frage des militärischen 6 »r gc btxl» BoIcjiv dem Pol kerb um> uanu» legen. V 0 uar Law wiederholdr feine 6rfiä- rung, daß die englische Regierung den Rand-- ftaaten Rußlands keinen Rat über ihr Verhalten gegenüber her 3dn-ietregierung geben imb keine Verantwortung für irgendeine Hmtdl img dieser Staaten übernehmen könne. Auf Gnmd der gegenwärtigen Berichte sei die Regierung nickt bereit, zu dem von dem Abgeordneten Lorgeschla- cmen zu verfahren Baku in Händen der Sowsettruppen Amsterdam, ö. Mai. (WTB.) Ter Berick«- mrattcr der ,,TimeS" in Konstautiiiopel meldet, daß Baku nach kurzer Beschießung ben Son'iet- truppen übergeben wurde ES befinden sich GXX' Manu der Roten Armee in der Stadt Außer»- dem ste4n eine rote Tnrwx-na Heilung tn Bache- nas, in her Nähe bvr Eisenbahn Baku—TisliS. Eine Smdienkonnnisfion deö Völkerbundes für Rußland. Paris, ö. Mai. (WTB.) 9äid> einer Meldung des „Mattn" .rus London tu: her Generalsekretär des Völkerbundes von der Regierung in Moskau noch nicht die Genehmigung erlangen fönuen, daß die Eng nette-Korn m i ff i o n deS Vö l ker- bnndes sich zum Studium der wirtschaftlichen unb politischen Lage nach RutzlMtd begvbeu kann Am 1. Mai ist nwtmnf# Hn Telegrmnm nach Moskau abgegangen. Au-Ae-nung des Streiks in Frankreich. Paris, 5. Mai. MTB.) Xie Metallarbeiter des Seine-Bezirks haben sich dem Streik der in der EGT. saifammengefchloifenen Gewerkschaften angcschlos sen. Tie genannte Organisation tut der Regierung eine Tenkschnft über» reicht, in der sie die Forderungen der ftreifcnbeu Eisenbahner, Bergleitte und T, 5. Mai. (WTB.) Marcell Lachi« tritt den Behauptungen von dem Nachlassen btv Eisendahnerstteiks in der „Humanitö" aitgegrn 9’ielrr als 500 000 Arbeiter der in Frage tom wenden Derussgenossenschaften seien in hen Ausstand getreten, tatfadx? scheine jedoch zu sein, daß der Streik bei ben imtenerrbeitem und bei den Seeleuten mehr Fortschritte mache als bei den Eisenbahnern. Auch die Bergleute des Norddepar tements und deS PaS des Calais scheinen geneigt zu fein, sich unter gewissen fBcbingiatgen der Br tucgimg anzuschließen. Sic verhandeln noch mit der CGT. Die Bergarbeiter des Nordens wollen übrigens!, daß auch die önfenbahner deS Nor dens sich am Streik beteiligen Ganz unerwartet sind auch die Metallarbeiter des Seine Deparie ments in den Streik getreten. Der Verrvaltungsrat des allgemeinen Arbeiterverbandes erläuterte in einer längeren Erklärung seine Sozialisierungs vläne imb schlägt der Regierung einen Meinung'? austausch vor. Der bekannte GewerkschastSführrr der Eisrnbahner, Sirolle, ist gestern verhaftet worden. Schördliche Anzeigen. Bekanntmachung, die Wahle» zum Reichstag betreffend. Die Wählerliste für die zu der Wahl zum Reichstag in der Stabt Gießen mit der Gemarkung Schiffen» berg und Herrenwald stimmberechtigten Personen liegt vom Sonntag den 9. Mai 1920 bi» einschl. Sonntag den 16. Mai 1920 und zwar an den Werktagen vormittags von 77, bis 127, Uhr und nachmittags von 2*/,~57, Uhr, an den beiden Sonntagen und am Himmelfahrttag nur vormittags von 8 12 Uhr auf dem Stadthaus, Zimmer Ar. 11 (Sitzungssaal der Stadtverordneten-Dersamm- long) zu jedermanns Einsicht offen. Einsprüche gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Liste sind bis zum Ablauf der Auslegungsfrist bei Meldung des Ausschlusses bei dem Oberbürgermeister auf dem Stadthaus (Zimmer Rr. 8) schriftlich anzuzeigen ober zu Protokoll zu geben. 5071B Gießen, den 5. Mai 1920. Der Oberbürgermeister. 0. D: Dr. Seid. In der Provinzial-Siechen cm swtt zu Gießen ist wm 1. Juli die Stelle eines Direktors mit einem Arzt zu besetzen. Die Höhe des Gehalts bleibt besonderer Vereinbarung Vorbehalten. Es »mrd Wohnung mit Heizung mtd Belcuchtung sowie Qtartenauliil gestellt. Die Atrsübung von Konsulta-- ttvnSprariS wird gestattet. Bet Bewährung ist unnnberruflidn* Anstellung mit Ruhegehaltsberechtigung nicht ausgeschlossen. Bewerber ,auch ^riegSbeschÄi-fte) müssen über auerritbmbe Kenntnisse in der P, ychiatrre unb Lerwaltungstätigkett verfügen, womöglich das Physikatke amen bestanden haben. Bewerbungen mit NacAoeis bn/'®e» 'ähigmig sind bis 20. Mai 1920 an den Provin^ialansschuh tier Pronin; Dbrrhrssev in G iehen einzureichen. 5O82D 2s wird bemerkt, daß die Stelle von dem derzeitigen Inhaber in seiner Eigenschaft als Gau- vorntzender am 29. März gesperrt worden ist, und daß der Leipziger Aerzteverband zu dieser Maß- nähme bis jetzt noch keine Stellung genommen bat. Arbeitsvergebung. Die nachstehenden Arbeiten zur Herstellung von Klemwobnungen an der Kaiser-Allee sollen Samstagden la. Mai 19 20, norm. lOUbr, öffentlich vergeben werden: 1. Erd- und Maurer ar denen 2. Herstellung von Betondecken 3. Zimmerarbeiten 4. Dachdecker ar beiven 5. Spengler arbeiten 6. Grvbschlof erarbeiteu. Zeichnungen, ArbeitsbeschrTtbautg uni) Beoin- Gungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote aus Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannter. Termin an uns ein sirret (ben. 3uschlagsfrist 8 Wochen. Gieße n, den 3. Mai 1920. .5077B ’^tnbtbauamt Gießen. Bra ubach. Marken-Ausgabe. Am Freitag und Samstag, Kem 7. und 8. Mai 1920, gelangen in den Bezirken Brot- und Fleischmarten wie nachstehend zur Ausgabe: A—E Freitag vorm. von 8—12 Hhr, F—K Freitag nachm. von 2—6 Uhr, L—Q Samstag vorm. von 8—12 UIjt, R—Z Samstag nachm. von 2—6 Uhr. Die Marken sind unbedingt an vorgenannten Ausgabetagen in den Bezirken abzuholeu. Gießen, den 5. Mai 1920. 50818 Der Oberbürgermeister lLebenSmittelamt). Stäbt. Arlikitsamt (tzienen West-Anlage 81, Teleph. 2054. ES können eingestellt werden: a. bei diesigen Arbeitgebern: 1 Holzbildhauer, 1 Bäcker und Konditor, 1 Schreiner, 1 Optiker, 1 Schneider, 1 Schäftemacher. Lehrlinge: 1 Maler und Anstreicher, 2 Schmiede. 1 Schreiner, 1 Friseur, 1 Polsterer und Tapezierer, 1 Gärtner, 1 Photograph, 3 Bäcker, 1 Glaser, 1 Wagner. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 2 landw Knechte nnd Arbeiter. 9 Schreiner, 3 Ziegelei aibeltcr, 2 Herren- und 1 Damenfriseur, 1 Stein- Hauer, 50 FeldbereintgungSarbeiter, 1 Schlosser, der autogen schweigen kann, 2 Gürtler, 20 Steinbrucharbeiter 2 Hammerarbeiter, 35 Maurer, 1 Sattler u. Polsterer, 15 Ziutmerleute, 2Hol»bild- heuer, 1 MetaUschleiser und Polierer, 3 Stahl- graveure, 1 verd Schmied Hit Hofgut. 3 Drechsler, 8 Holzbeizer und Polierer. Lehrlinge: 2 Bäcker, 1 Weißbinder, 2 Schmiede- 1 Schreiner. suchen Arbeit: Schriftsetzer und Buchdrucker, 1 Schweizer, Slaulleute, Schreiber und Reisende, 2 landw. Verwalter. 1 Gartner, Packer. HauS- bnrschen unb AuSlänser, Maschinenschlosser, Ban- schlosser, 3 Mechaniker, 25konditoren, 1 Installateur, 1 Handschuhmacher, 1 Weihgerber. 2 Glaser, 1 Schuhmacher. 4 Heizer, 4 Krankenpfleger, 3 Scknnie-e. Weißbinder nnd Anstreicher, l Krahn führet, 1 Plaitenlcger, 1 Bademeister und Masseur, 1 Diamantschieiser, 2 Tapezierer und Polsterer, Bäcker und Menget, 1 Bergolder, 4 Kellner, 6 Kraftfahrer, 4 Buchbinder, 1 Holz- u. 1 Weinküfer, 3 Brauer, 1 Koch, 4 Mustker, 1 Fohlen- wartet, 1 Silberschmied, 1 Techniker, 1 ©ereiier, 1 Laborant. Lehrlinge: 7 Schlosser. 1 Kellner, 4 Schuhmacher, 1 Lchnelder. 1 «chreiner. l Konditor, 1 Mechaniker, 1 Metzger, 9 Kaufleute u Schreiber, 4 Elektro- Monteure u.-techniker, 5 Weißbinder und Maler. X ?lhlosser austz Land, 1 Koch, ein Drechslet, 3 Zahntechmker, 1 Friseur, 1 Schriftsetzer, 1 (Sännet. Weibliche Abteilung können eingestellt werden: a* bei biefigeu Arbeitgebern: 1 Weihzeugnaherin, einige junge Madwen zum Nahen, Mädchen iür ragSllber, Dienstmädchen, WetbLcuanShettn. Laus- fronen und -mädchen für einzelne Tage, nichtige Alleinmädchen, 1 etnf. Stütze, 1 Flickerin, 1 Waich- •rau, 1 Stenotvpistin, 1 Mafchlnenschretberin iKriegerwitwel. b. bei anSwartigen Arbeitgeber«: 4 landwirt- schanliche Dienstmädchen, Dienstmädchen, HouS« mädchen. Alleinmäochen. 1 Köchin, 1 Schweizerin. GS iucken Arbeit: 2 Lehrmädchen für Damen- fchnetdcret. 1 Lehrmädchen f. Geschäft, 1 Büglerin. 1 Stickerin, i Äorrefuonbemin. l Kontoristin, eine Ma'chinenfchreiberin, 1 Serläuferin 1 jüngeres Mädchen zur Erlern,ing der Landwirrfchaft ftjr ein gröheres Gut. 5076B Sx r\v>\ 7 s / LLülü Amtsstempel in Gummi unb Metall Ziegellackstempel sowie alle Zubehöre fertigen 4880D vereinigte btempelsabriien 3. Bergeon & 3. 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Ter Völkerbund müsse vollkommen umgestaltet werden, denn wie er jetzt konstituiert sei, könne er nur Ungelegen - beiten bereiten. und Einzelunternebmer, hervorragende Patentrechtslehrer: Professor Dr. Osterrieth, Seligsohn, Tr. Jsay, Hachenburg in der Deutschen Juristen- Leitung. Biele Industrielle und namentlich viele Handwerker haben sich an mich gewendet mit der Bitte um Befürwortung der Patentverlängerimg. Gegen den Antrag: der Verein der Deutschen Maschinenlauanstalten, der 3ent deutschen elektrotechnischen Industrie. 37 Handelskammern haben sich für die Patentverlängerung erklärt, 10 dagegen, 5 haben sich der Stimme stthalten. Die Handelskammer Gießen hat sich entschieden für die Verlängerung eingeietzt. Das Parlament nahm das Gesetz in 2. und 3. Lesung unverändert an. Auf Antrag des Inhabers wird nunmehr ein Patent ober bic Schütztest eines Gebrauchsmusters derart verlängert, daß der Zeitraum vom 1. August 1914 bis einschließlich 31. Juli 1919, soweit er in die gesetzlich: Dauer fällt, nicht auf sie angerechnet wird. Zur Entscheidung über die Anträge werden beim Reickspatentamt besonder: Fachausschüsse gebildet, die in summarischem Verfahren Prüfen und unterscheiden, ob das Schutz recht während des .Krieges nicht in einer seiner wirtschaft- lichm und technischen Bedeutung entsprechenden Weise bat ausgenutzt werden können. Die Streiflage in Frankreich. Paris, 6. Mai. (Wolff.) lieber die Streiklage liegen folgende Havas-Nachrichten vor: In Bordeaux besserte sich die Lage bei den Hafenarbeitern wesentlich. In Valenciennes schlossen sich die Eisenbahner der Bewegung nicht ait. Die Bergarbeiter beschlossen, die Arbeit fortzusetzen. In Le Havre beschlossen die Metallarbeiter aus Solidarität mit den Eisenbahnern den Streik. In Toulon erklärte eine Anzahl Arbeiter des Arsenals gestern abend sich für den Streik. In Lille erklärten die Eisenbahner die Wiederaufnahme der Arbest für heute. London, 6 Mar. .WB.) Reuter meldet aus Paris: Tas Mitglied des sozialistischen 23erbandes der Seine, Lori et, den Lenin zum Vertreter der Sowietregierung in Westeuropa ernannte, wurde unter der Beschuldigung der Verschwörung gegen die innere Sicherheit des Staates verhaftet Paris, 7. Mai >WTB.) Haves Im Lause der am Donnerstag abgehaltenen Berammlung des Verbandes der Metallarbeiter wurde der Generalstreik d-r Merallarc-eiter für die Umgebung Paris beschlossen. Marseille, 7. Mai. (WTA. 23egen Entlassung von drei Angestellten durch die Dock- Tie Wiedergutmachungstommisston als Honknrsverwaltcr. Paris, 7. Mai. (WTB.) Wie der Londoner Berichterstatter des „Temps" berichtet, wird die Zusammenkunft zwischen Lloyd George und M i l l e r a n d i eben fr. lls in etoa acht Tagen in Paris oder in London ilutrfinben. Ter Berick^rstotter erklärte, die Frage bet iHmlschen Entschädigungssumme werbe in. Spaa nicht geregelt werden. Nach der Ansicht gut unterrichteter Kreise in London werde Teutschland zuerst Aufklärung geben müf-en über die Nichterfüllung der Friedens-' bedingungen und in zweiter Linie über die Bedingungen, unter denen es die im 23ertrage vorgesehenen Wiedergutmachungen erfüllen tonne. An Hand der Aufklärungen tonnten die Alliierten alsdann die 23edingungen ins Auge fassen, die festgesetzt werden können, um die Zahlung der Wiedergutmachung sicherzustrllen. In omziellen englischen Kreisen sei man dem Gedanken gestaffelter Zahlungen, ton denen jede einzelne eine pkwisw önnunc nicht überschreiten solle, geareigt. Eine hohe Persönlichkeit habe gesagt, Teutlchland müsse als Bankrott betrachtet werden. Seine Geschäfte könnten aber besser werden. Inzwischen sei fein Ko n- kursverwalter die Wiedergutma- chungskom Mission. Ta» Schicksal der deutschen Kriegsschiffe. Amsterdam, 6. Mai. (Wolff.) Wie „Telegraaf" aus London meldet, teilte gestern der Vertreter des Marineministeriums im Unterlaufe mit, daß sämtliche ausgelieferten deutschen Kriegsschiffe abgewrackl werden sollen, mit Ausnahme von fünf leichten Kreuzern und zehn Torpedojägern, welche Frankreich erhält, ferner von zehn Tov- lurunu uuu nu'umicirvl otuimvii, .octem ixt Iwlomingcirieurc, sämtliche Verbände der Mittel- mW Kleinindustrie, Verband Teutscher Patentanwälte, Verband Mitteldeutscher Industrieller, 25eveüt Teutsckrr Chemiker, Archttektenverrin, Bund Deutscher Zivilinaenieure, All«meiner Erfinderverband Berlin, Allgemeiner Jndustriever- banb Hamburg, 'Verband Deutsck-er Waggonfabriken, Verband Deutscher Metallindustrieller Dresden unb viele andere. Ferner etwa 1500 Firmen Line Rede des Reichslarz'ers. Berlin, 6. Mai. 2Loltt.) Auf der Reichs- ko n se renz drr Loz'.alLemolratischen Partzn sagte Reichskanzler Hermann M ü l l e r: Wir müssen gegen rechts und links die Demokratie und Republik verteidigen. Wir standen feit Phantastischc Forderungen. Dresden, 6. Mai. Die Forderungen der munistischen Bergleute SachsenS rn immer phantastischer. 23ereinbart war tarip nur ub 1. Mai mit den Bergleuten eine Bezahlung von 45 bis 55 Mark für bte Siebenstundenschicht, ein geschlossen Ein- und Ausfahrt, au&erbem Kinder zulagen 23erlangt wird jetzt ohne Berücksichtigung der tariflichen 23cteinbarung die Sechs- stunden schicht, gleichfalls Ein- und Ausfahrt ein» gesck)losseri, also eine wirüiche Arbeitszeit von etwa 4V2 Stunden. Für diese sollen bezahlt werden: dem 16jährigen Arbeiter 36 Atark, dem 24jährigen 60 Mark, wenn er zwei Kinder hat, 75 Mark. Außerdem sollen noch die belanntcn LebensmittÄ- zulagen und jährlich 70 Zentner bester Steinkohle zum Preise ton 55 Pf. per Zentner gegeben werden. Uns Hessen. Siedlungsausschuß. rm Tarmstadt, 6. Mai. Der fünfte (Sonder-) Ausschuß, sog Siedelungsaus schuß des Hess. Landtags ist am 5. tte. Mts. unter dem ÜZorsitz seines Präsidenten Köhler zusammengetreten und hat in drei Sitzungen gestern und heute eine Reihe spruchreifer Gegenstände erledigt. ^Zunächst wurde die Regierungsvorlage betreffend die Umlegung von Bauland nach un- weseMlichen Äenderuiigen angenommen. Tas Ge- fcj umfaßt in 49 Paragraphen die notwendigen Bestimmungen, die hrup sächlich für die Umgebung größerer Städte ton 23cbeutung sind, aber auch bei kleineren Gemeinden zur Anwendung fjmmen können. Es wird dann weiter die Regierungs-' Vorlage betreffend die 2Aeschränkung des Liegenschaftsrechtes angenommen. Ter Antrag Bornemann betreffend die 23ergesellschafumg der Stan- deskerrsckasten wird zum Teil zurückgezogen, zum anderen Teil für erledigt erklärt. Ebenso werden die Vorstellungen der landw. 23ereinigung des Kreises Erbach, der Landwirte ton Heppenheim betreffend Verstaatlichung von Privatwald, des Landwirtes Koch II. ton Ober-Beerbach betreffend Aufforstung, des Temrkr. ^Verbandes des Nidoer- tales in Ortenberg, betrenend 23achtÄd zu Hof- Brntenheide, der Gemein' ? Langsdorf betreffend Austeilung von Gräflichen (totem, sowie der Er- nterbslosenfürforge nach den Regicrungse'^Lrunaen teilweife als überholt für erledigt erklärt. Ter Ausschuß verrost sich, Am 4. Mai abends 6 Uhr wurd unser herzensguter und treusorg Schwiegersohn, Schwager und On Herr Ludvt von einem langen, mit großer Qedu im 50. Lebensjahre durch einen sa In tiefer Tr Käte Ott geb. Thom 607 4 ° Gießen (SchiffenbergerWeg 39),Od< Die Beerdigung findet Samstag de 4 Uhr von der Kapelle des neuen Gestern abend X/811 Uhr en langem Leiden unsere innigstg Schwägerin und Tante Rosa M irn 76. Lebensjahre. Im Namen der trauernde Kaufmann Großen-Linden, den 6. 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Sofern dasselbe Ihnen inzwischen nicht zugc- qangen sein sollte, ist es umgehend durch uns zu beziehen. Gießen, den 4. Mai 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Tr. H e ß. An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Sie wollen so schnell wie möglich die in ihren Gemeinden beschäftigten russischen Kriegsgefangenen befragen, ob sie die Absicht haben, für immer in Deutschland zu bleiben, und daun schnellstens der Kommandantur des Kriegsgefangenenlagers Kassel die Anzahl melden getrennt nach Landwirtschaft, Gewerbe uno Industrie. Gleichzeitig wollen Sie die Russen belehren, daß sie sofort ein entsprechendes Gesuch an die Kommandantur Abteilung la. 6 zu richten haben. Gießen, den 30. April 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Tr. Heß. billig_______________ Wieieck, Kirchstrahe 34. Bekanntmachung. Betr.: Schweinerotlaus unter dem Schweinebestande des Ludw. Schadeck zu Lo llar und des Friedrich Hofmann zu Steinheim. Unter dem Schweinebestande der Obengenannten ist die Rotlausseuche festgestellt worden. Tie erforderlichen Sperrmaßregeln sind angeordnet. Gießen, den 28. April 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: v. Gemmingen.\ Betr.: Tie Gebühren der Bauschätzer. Au den Oberbürgermeister zu Gießen und die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Wir verweisen auf die in Nr. 11 des Regierungsblattes erschienene Betänntmachung in obiger Sache vom 14. April 1920 und weisen Sie an, v o m 1. April d s. I s. ab bei der vorlagsweisen Anweisung der Gebühren gemäß §§ 2, 3 der Tienstanleitung für die Bauschätzer die erhöhte Taggebühr von 28 bzw. 24 Mk. zu Grunde zu legen. Gießen, den 1. Mai 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Tr. H e ß. Nachweisung über den Stand der Maul- und Klauenseuche in Hessen vom 18. bis 24. April 1920. Am 18. April waren verseucht im Kreis Bensheim: Bensheim, Hochstädten, Hüttenseld, Fehtheim, Hofheim i. 91., Groß- Rohrheim, Wattenheim, Nordheim. — Im Kreis Dieburg: Groß- Umstadt, Reinheim. — Im Kreis Heppenheim: Neckarsteinach, Ober-Laudenbach, Bonsweiher, Unter-Hambach, Heppenheim, Neckarhausen, Sonderbach, Tarsberg. —, Im Kreis Alzey: Wöllstein. — Im Kreis Worms: Frettenheim, Westhofen. Vom 18. bis 24. April sind 'nen verseucht im Kreis Bensheim: Lengfeld. — Im Kreis Groß-Gerau: Erfelden. — Im Kreis Oppenheim: Ober-Hilbersheim. Vom 18. bis 24. April ist die Seuche erloschen in Talhof bei Balkhausen, Hüttenfeld (Kreis Bensheim). — In Wallerstädten und Worfelden (Kreis Heppenheim). Tennisschläger ®at erb. u. reporaturfäb. teeniSf"" Bekanntmachung. B e t r.: Todesursachenstatistik des Kreisgesundheitsamts Giegen. Ali die Standesämter der Landgemeindeu des Greifes. Wir bringen unsere Bekanntmachung vom 6. November 1J19 (Amtsrerkündigungsblatt 9h:. 117 vom 7. November 1J1J; noch^- mals in Erinnerung und erwarten deren genaue Befolgung. Gießen, den 3. Mai 1920. Kreis amt Gießen. I. V.: Weicker.____________ ZNeüküv tzeyo & Sohn. Nähgarn!! schwarz u. weiß, auf 200- Darbs-Holzrollen, MaU- u.Glanzgarn ikeinPapierl die Rolle zu M. 3.—. Versand per Nachnahme. Fritz Schleitenbanm, Köln, Kleine Sandkaal 2. 'S? SHWf Qualitätetware, vreis- _________ Mk). 08347 Altcettratze 19 II. Vieve« patente w Von Zujtizvit St Simeis M Bekanntmachung. B e t r.: Verbrauchsregelung der in die öffentliche Bewirts Äckstung genommenen Nährmittel: hier: Bestellung von Nahr- Gemäß § 5 unserer Bekanntmachung vom 17. März 1917 (Kreisblatt Nr. 48) über die Verbvauchsregelung der in bie offent-. liche Bewirtschaftung genommenen Nährmittel wird für die Landgemeinden des Kreises folgendes bestimmt: Es sollen ausgegeben werden: 1. für brotgetreideversorgungsberechtlgte Kinder bis zu 1 i ^>ay- ren (rote Karte): „ _ , nut die Marke 65 der Nährmittelkarte B Nährmittel, 2. für die übrige brotgetreideverforgungsberechitigte Bevölkerung au^di/Marke 75 der Nährmittetkarte C Nährmittel. Wer die aus ihn entfallende Ware zu beziehen wünscht (Art und Menge wird noch bekanntgegeben) hat unter Vorlage >emer Karte bei einem Kleinhändler seines Wohnortes, bis zum 14. Mai ds. Is. eine Bestellung aufzugeben. Tabei ist darauf zu achten, daß der Kleinhändler nur die betreffenden Bestellmarken abtrennt und aus der gleichziffrigen Quittungs- und Bezugsmarke die Bestellung bestätigt. . . , Wer die vorgesehene Frist für die Bestellung nicht einhalt, verliert den Anspruch auf die ihm zustehende Ware. Tie Kleinhandelsgeschäfte haben die Bestellmarken auf die in Betracht kommenden Bestellbogen aufzukleben und spätestens am 20. Mai ds. Is. der Groß Handelsoereinigung e. G. m. b. H. m Gießen, West-Anlage 31, einzusenden. Nichteinhaltung dieser Frist zieht den Ausschluß des betreffenden Kleinhandelsgeschäftes von der Beteiligung an dem Vertrieb der Nährmittel nach sich. rr Bei Einsendung der Bestellmarken an die Großhandelsvereinigung Gießen ist von den Kleinhändlern auf der Rückseite der Bogen anzugeben, von welchem Großhändler die Ware geliefert werden soll. Den Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises wird empfohlen, vorstehende Bekanntmachung sofort ortsüblich zu veröffentlichen. . Gießen, den 3. Mai 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Siegert. Bekanntmachung. Be 1 r.: Brennstoffversorgung der Haushaltungen, der Landwirtschaft, des Kleingewerbes in den Landgemeinden des Kreises. I In unserer Bekanntmachung vom 23. April 1920 (Amtsver- kündigungsblatt Nr. 54) wird infolge der aüf unseren Einspruch erhöhten Zuteilungsmenge folgendes geändert: § 2. In der zweiten Spalte ist statt 5 Zentner 8 Zentner zu setzen. § 3. Im zweiten Absatz ist in den Spalten 4 und 6 statt 5 Zentner 8 Zentner zu setzen. Gießen, den 3. Mai 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Siegert. Betr.: Wie oben. --- An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Vorstehendes ist ortsüblich zu veröffentlichen und sind für bereits ausgestellte Bezugsscheine über 5 Zentner Nachtragsscheine über 3 Zentner auszustellen. Tie angegebene Menge von 8 Zentnern ist zum Bezüge bis 31. Oktober 1920 die Höchstmenge. Gießen, den 3. Mai 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Dr, Siegert. gL Turnverein Ml von 1846. Heute Tonnkrstaz Turnstunde für Aktive und Zögling« von 8 bis 10 Uhr. Freitag beginnt das Turnen bereits um 7 Uhr. 5075c Der Tnrnwarß. KlM-lMMi» W KMM« tickÜIW Zu Ehren unseres von hier scheidenden langjährigen Mitgliedes , Herrn Wilhelm Weis Abscbiedsfeiei Samstag den 8. Hal. abends '/,9 Uhr. 1« „Postkeller“. wtp Die Vorst Bode. Fünfziger ° 1870-1020 MnMerstsmlW SamStaa den 8. Mai. abends 8 Ubr Hotel Victorifl- »|gf ■ * unh ä"‘ oierte,ÄIL $ <■* 1« K werben | nute Sicberheik gesucht, uuaek Aug. flilbinger, schristl. Anaebore unter 4W4 SeUersweg 7Ö. ■---- ~ " tWolfshunde« zu verk-l^j. i verkaufen. « Hüller, SchtzlhOtzs I O.tzrckborn» 5067 rote «b vaar weaera tut i einen Wagen, 40 Ztr. Tragkraft, zu verk oa*i | W. Haskel, Neuen Baue 7. Tel. 612. Zu verkaufen 2 eifernc rriacr P.M. 15-4,65 In., 1 eiferner Träger P. N. 17-4,65 lang. 0S3;>2 Behirieh l!aak,Der!-6tlL Kaffenschrank 1,50 m doch, 80 cm breit, 6) cm tief, zu verk Schr. Ang, unt. 08336 a b. G. A. Dmeiisihm) mit Bereif, u. 1 Schlietz- korb zu verk. Schr. Ang. unt. 08324 a. b. Gien. Anz. Sehr nut erhaltenes fast neu, m. Bereif., z. vk. »$‘8 eiaateeehtstr. III. 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I. 93.: Dr. H e ß. Betr.: Zurückführung rumänischer Kriegsgefangener. An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Bürgermeistereien der Landgemeindt.i des Kreises. Sie wollen umgehend hierher berichten, ob sich in Ihren Bezirken noch irgendwelche nicht nach Rumänien zurückgeführte ehemalige rumänische Kriegsgefangene befindm. Fehlanzeige ist nicht erforderlich. Gießen, den 4. Mai 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Tr. Heß. Betr.: Teuerungszulagen an Beamte usw. (Ausschreiben des Staatsministeriums vom 15. April 1920) und den Mangel an Kleingeld (Ausschreiben des Staatsministeriums vom 21. April 1920). An die Schulvorstände des Kreises. Tie Ihnen mit nächster Post zugehenden obenbezeichneten Ausschreiben des Staatsministeriums sind allen Lehrpersonen zur Kenntnisnahme zuzustellen. Gießen, den 30. April 1920. ______Kreisschulkommission Gießen. I. V.: Hemmerde._______ Betr.: Erwerbslosenfürsorge; hier: Nachweisung für den Monat April 1920. An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Tie Nachweisungen für den Monat April 1920 sind uns umgehend vorzulegen (Vgl. Amtsverkündigungsblatt Nr. 3 und 4).