Dienstag, 6. April 1020 Erstes Blatt 170. Jahrgang Deutschland mutz seine letzten rourte Nach dem Abkomme» vom 964000 7857000 977000 12313000 4023000 894000 172000 inen. Akad.Kirw er und Fachmann bl srswe« 73, ebener Erde. Düngemittel Kohlen Minerale Erze unb Metalle Diplom-Kaufmann y lipl-Handelsleiter »weg 73 l erreicht August sind MölW n,iw t famtlid)c ickllfSMW ter TvaW Schiffe behalten! unterrichteter Seile wird uns von zukünftigen, auf dem Seewege zu Einfnhcbcdarf, selbst bei Auserle- X)ca*e, Felle, Leder Zusammen Von umemn leeeiAen Künftige Soe-Einfuhr Tonnen 4500000 300000 keine 570000 5450000 1000000 450000 250000 37103000 12500000 Wieset! bei GieBei See-Ern fuhr 1913 T»nnen Lebens-- unb Futtermittel 9903000 lich, so ist dieses neueste Sabelgerassel noch Unverstand licl-er und empörender. Keine Polizeiaktion ins Rnhrgebie, cnunirqdjierien Truppen das uns für die neu.rate Zone zugestan- dene Kontingent no uns i i gesamt für die neutrale 3diu 17 500 Mann zug?billig. Im Industcftgeöie: befinden sich zur Zeit 13500 Mann, in der ädrigen neutralen Zone 3500 Mann. ES n?urte ferner Millerand mit geteilt, daß di? Aktion im Ruhrrcvier in etroa siebenTagenihr En de erreich: haben dürfte. Paris, 5. Avril. । WTB. Die militärischen Maßnahmen, welche Frankreich ins- Auge faßt, um Deutschland zur Ach.ung tc.- Z-rietensoertroges zu- riutfrubruigen, sind ausschftcftluh Zwangsmaß- Spur, kein Hauch von Verständnis für dic urchtbar schwere und ernste Lage, in der sich das Deutsche Reich politisch und wirtschaftlich angesichts der gefährlichen inneren Unruhen befindet — nur der alte, unveränderte Shl)- lock-Geist, der sich auf feinen Schein beruft! Und Frankreicy möchte uns ja am liebsten tatsächlich einige lebendige Stücke aus dem deutschen Leib herausschneiden. Tast die deut- chen Steuerungen protestieren, ist selbstver tändlich: wir sind nur gespannt auf die Aeuhcrungen oder Taten der „Bnndesgenos- en" Frankreichs, die diesem allein die Regelung der strittigen Frage überlassen haben. LrFrauel ule die Konkurs" nham -cnenweg 2 mile i* und Muschelte Bn zu (rrößereu ^•bm&lern * 8 K»nd*trahlgebli ,n fertl» POL Pyramiden uaw. i Itr. 80 Der 6i<6tntr »wjdaer erscheint täglich, außer 5enn= nnfc Feiertags. BtjufHirtis: Monatlich Mark 3.60, «keteliährlichMark 10 80 einschließlich des Bestellgelds ; durch die Post vierteljährlich Mark 9.75 ausschließlich Bestellgeld. Fernsprech-Anschlüffe: fürdieSchristlkitung 112; Verlag,Beschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen. pastfche «klont.: Zrnntfnrt a. M. U686 geljcueren Verantwortung der Stunde bewußt ist, so wird sie in Paris das Letzte daran sct- Sen, mit dec Entente darzutun, daß der Rest innrer Flotte uns nicht genommen werden tann und darf! Stettin, 3. Ülpril. (WTB.) Wie die „Ost- ssto-Zertwig ' ilbn einem Dhtglidte der deutschen ^tegtenurgskom Mission, die in Varis über die Schiffsablicieruug verhandelte, erfäl-rt, lehnt die Wietergutmachungstommissiou den deut •rtjen Vorschlag ab unb testest auf der Abliese- mng sämtlicher Schifte über 1600 Tonnen Inhalt rntb der Dälftc der Schiffe von 1000 bis 1600 Tonnen in Forth Pirrhof. Also selbst bei der Beschränkung auf das Mindestmaß haben wir noch einen seewärtigen Einfuhrbedarf von 12,5 Millionen Tons. Erfüllen wir nun aber die Bedingungen des Friedensvertrages hinsichtlich der Ablieferung . des Restes unserer Handelsflotte, so verbleibt uns nur noch ein Schiffsraum von einer halben Million Brutdo-Register Tons. Liegt es schon auf der Hand, daß diese Tonnage an und für sich nicht entfernt aus reicht, um diesen Bedarf zu decken, so wird dies noch umso klarer, wenn man sich vergegenwärtigt, daß dieser uns verbleibende Schiffsraum nicht etwa aus Uebc'rteefchiffen besteht, sondern mm allergrößten Teil nur Fahrzeuge darstetlt, die lediglich für die K üsten schiffljhrt bestimmt sind. Wir wären also zur Dickung un- f seves Einfuhrbedarfs über See so gut wie i ganz auf oie Hilfe der ausländischen Schiff- | fahrt angewiesen. Was aber wären oie Folgen davon? Es soll hier nicht von den Nachteilen gesprochen werden, die der Rückgang der deut- sclnn Reederei in den Hafenstädten, die Rück- mrfmig auf die in iIrren zahlreichen Betrieben beschäftigten Angestellten und Arbeiter haben VÄLe, es soll hier lediglich die ungeheuere finanzielle Tragweite beleuchtet werden, die ber Urbergang des Frachtengefchäfts an die ensländisckie Seeschiffahrt haben würde. Bor dem Kriege brachte die deutsche Reederei unterer Volkswirtschaft eine Einnahme von rund einer Milliarde Goldmark. Da die Frachtsätze im Weltverkehr seitdem auf das Fünffache gesiegelt sind, so würde es sich heute also • um einen Wert von 5 Milliarden Goldmark, oder, in Berücksichtigung des Standes unserer Valuta, um einen Jahresverdienst von 65—100 Milliarden Papiermark handeln. ■ Diesen ungeheuerlichen Betrag würden wir ? also in Zukunft alljährlich an das Ausland j iahten müssen, wenn man der deutschen See- 1 lchiffahrt ihr letztes Handwerkszeug aus der II Hand nimmt und damit die Notlvendigkeit ■ ichafft, unseren seewärtigen Bedarf ausschließ- I lich durch die ausländische Reederei zu decken I und an diese die Frachten zu zahlen. Angesichts dieser klaren Zahlen wird es I keinem mehr zweifelhaft sein, was bei der Ab- I Lieferung des Restes der deutschen tzandels- | flotte auf dem Spiele steht. In der Woche nach [ Litern fallen hierüber in-Paris die Würfel. Es geht dabei um Sein oder Nichtsein oer $ deutschen Wirtschaft und damit des deutschen $ Kolkes! W Ordnung zu erhoffen. Die Führer der roten Trup- Den können dazu entscheidend beitragen, indem sie ihre Anhänger zur strikten Befolgung des Bielefelder Abkommens anhalteir Der Reichspräsident an die Reichswehr. Berlin, 3. f?lpr,l. (WTB.^ Ter Reichspräsident richtete teigcnten, bum Reick>stenzler ttegeng^zeicknicteil Erlaß an d-.m R eid>s wehr* nuni|ter zur Bekanntgabe an die 9teid>iivdX: Eine tiefg'h.mde Beunrulngunii Hal im Anscisluß an den S^a.ttsscrei^> vom 13. März in der Reich)- ntehr um ,ich gegriffen. Die Fra^e der Bestrainng d?r um Puftäe Beteiligten, ionnc der Verhütung ähnlickier Voritommnisse in Zukunft, Hot in den ersten Tagen unter den Cfitjieren und Mannschaften eine begreifliche Erregung geidKiifcn, bie an versckicdenen Stellen zu yauHiingcu ber ^elbste hitse führten. Durci» die Erlasse des Reichslve!-r- Ministers ist kein Zweiftl gelafiau daß all im Putsche Beteilig en militimteten Borgeietz'.en ge- riditlidynt Besnafungen unterliegen nx'rten, daß aber die Bcriülrtcm feine Verautwortmig trifft für die Ausführung der ihnen von trculufcn Führern gegebenen Befehlen Ferner nnirbe in dem Erlasse gesagt, daß ein eigenmächtiges Eingreifen in die Untersuchung von mite retteigter Seite, ober eine Neubildung militärifd^r Formationen kernesftüls mehr geduldet werde Der- artige- Uebcrgriffe gefäl-rden den Bestand ter Reiäisw.-Hr, die zur Anfteckst?rteltimg von 9hil')C imb Srdnung uuentte^hrlich ist. Ich erinnere nochmals daran, daß jede £>aniHunq wie Absetzung von Ofiiziercn, eigenmächtig' Neuwiblen von Fül/rern als Verl tzung der Ti'sziplin unb -rls Ltergeten gegen B-»rlassung und Ge'etze auznsete'N ist unb nm den Gang einer ordmingsgemäs^n Untersuchung stört. Ich bin entschlossen, um jede Politik aus ber Reichswehr fernzu- halten, keinerlei polittsche Bttättguyg in irg-md- einer Richtung in ihr zu dulden, unb die Truppr zu einem in sich geschlossenen, von v'rfassnngstreuen Führern gd-iteten Maclstmutst zum Sckxutze ter Ordnung zu gestalten. Ich rrivarte, daß die R?iciv- il'eltr im Bertrauen auf die von mir und der Regierung ringeiefrten Führer, sich rückbaltloö und in straffer Disziplin ber schw.ven Aufgabe ter ©idyerung bes Reick»es und teiner Becfassung zur S^erjügung stellt. Nur so wird vs möglich sein, das burd? den Staatsstreich erschütterte B?rtrauen des Boltes zur NeichSnxil/r lmcderzugewvmen, »tew ^ereien Manien Runkel. n8amen bn Utztzß, Mi lolfcAn* V Olllengas8e xg Di*neten. daß sie ihrer schweren Aufgabe niete gerecht werden kann Allen Offizieren, Unter cm ifri ien unb Mannschaften, die in beit Tagen der Rtvolution ihre Psticht getan haben, und unter den fdmn?eigen Berhältnissen nxitcr tun, sage ich im NaEN des Reiches meinen Tank. Gilt Aufruf dcS Reichskommiffars Severinq. M ü n st e r i. W c st s., 5. April. (WTB) In einem Aufruf des Reichs ko mmissars Severing an die Bevölkerung des rteinisch- nxstsälischm Fndustriegebietes, ber fick) ge'en diejenigen wendet, die der Negierung wegen des Ein- marsckies der Truppen Worlbruch vorwerfen, sowie gegen diejenigen, welch? sie schwächlicher Nachgiebigkeit gegenüber den Linksrabilalcu bezichtigen, heißt es: Die Regierung sei b:rcit gewesen, von dem Einmarsch der Truppen abzusehen. Doraussetzung sei aber gewesen, daß die verfassungsmäßigen Behörden in ihre Aemter wieder emge'Cbt, die Waffen und Munition sofort an die Gemeindebehörden abgegeben und die (Gefangenen sofort fteigelassen würden. Trotzdem dies bis zum 25. März versprochen worben sei, sei selbst am 24. März abends von ber Durchführung biefer Bedingungen, wie bie Behörden von Arnsberg, Düsseldorf und Münster berichteten, feine Rede gewesen. Dagegen nnirbe übcreinftimmcitb berichtet, daß die Aftions^ ausschusse oder Vollzugsräte meistenteils keinen Einfluß mehr auf die bewaffneten Arbeiter hätten, die plündernd und erpressend von Oct zu Ort zögen. Jetzt habe die Regierung den Befehl zum Einmarsch nicht mehr zurückhalten können. Die Truppe, die vom 31 März bro 3 April j-de Vorw.rrt.benegung - i.stellv,aus^c da, wo bewaffnete Arbeiter sie ang?grif en hatten, marschiere aber nrck-t auf Grund militärischer Eigei'.mächtigkeiten, sondern int ausdrücklichen Einverständnis mit den Zivilstelftm, die lediglich die Ruhe unb Cronung wieder Erstellen wollten. Söe käme nicht als Feindin des -Äolksrech-ts, sondern als Schützerin der Verfassung un*? ji^ieruingsgewalft Die Truppe habe vor allem schärsslr Manneszucht zu wahreit und alteinmötigeu Härten' sowie jegliche llebergriife unb Herausforderungen zu oermeioen. Was in dem B iele felder Abkommen an notwendigen Reso rmen byeidmet fei, werde trotz des sciweren Beriassungsbruches der bewafftteteit Arbettermass-m, der insbefinftere m ber Beschießung von Wesel zum Ausdruck gekommen sei, von der Regierung burdjge- führt werden. Wenn ihre Durchführung sich letzt verzögere, so seien allein diejenigen bewaffnetes Thrtcttro dafür verantwortlich, die allen 'Ermate n ungen ter Regierung und Führer mcht mehr zugängig gewesen seien. Die Waffenabgabe. Münster (Wests.), 5. 2lprck. (WB.- Ms zum 3. April tonnten über die Wa sfenabgabe nach- stehcnte Einzelheiten sestgestellt werben: ftriis Gelsenkirchen :3 Maschinengewehr?, 226 Gewehre, 68 Seiteng-wel're, 83 Darchgranatm, 1857 Jn- ianttriepatronen, 700 M.-G.-Patronen, 2 Erosl- wLgen, ein Feld'chrapnell. Stobt Gel'.München: 5 M -G., ein Minenwerfer, 350- Gew?hre und Munition . Stadt Lüdenscheid: 1 M.-G., 122 Ge- weh.e, 22 184 ZnfantTrteparlvnen, zwei Kisten mit M.--G. -Patronen. Kreis vager,: 55 Gewehre, zwer schwere M-G., 4000 M.-G,-Gatwnen, 1000 lungen zivischen Berlin und Paris nnbeHreif-I na hm en. Die bacchfrchttgte Besetzung der Zone ...... . . - - - — - - ' von Fran ksurt, Darmstadt unb !o an a u I tezrveckt inrytg unb allrrn, als Aruwort auf die Ber letzung des Vertrages Pfänder zu erhalten. Werm die Alliierten in Deutschland neue Gebiete Darmstadt und zrankfutt von den Zranzojen be^tzt! Eine demütigende Oslerüberraschung hat ind das verbitterte Frankreich beschert: es tat die dem Mainzer Brückenkopf nahe ge- fegenen Städte, also besonders Frankfutt tnb Darmstadt, von seinen Truppen besetzen trssen. Wie c^s angiot, soll es sich um ein Zwangsmittel handeln, nnd der Ziteck oieses tlnternehmens wird mit dem Wort „Faustpfänder" bezeickptct. Ettrige Hwtdert Mann teutschcr Wehrtrnppen haben angeblich — die cmtlichen deutsck-en -Stellen bestreiten es — tie Zahl der in der neutralen Zone vertragsmäßig geduldeten deutschen Truppen über- IHrieren. War schon der starr ablehnende fran- HlMche Standpunkt bei den letzten VerhMid- jfXTTÄ-.w fu Sr.’agr Annahme von Anzeigen JDÄSr r^r für die Tage i nummer bis l9lv|iulvl4IKvlUus£ H ■ A / Vorschrift 20', Ausschlag. WUr Z)auptschristle,ter: Aug. General-Anzeiger für Gberheffen ZW Vrnck und Verlag: vrülsi'sche Unn>.-V»ch- unö SteiwöriMkrei R. Lange. Zchnftleitimg, Geschäftsstelle und Druckerei: Zchulstratze 7. sämtlich i" Gießen. egen |e- und iebstalil ka,t ■ lensia T&--' lieMW- . Seiten febLf-J ’ «nd besetzen, wird das außerhalb des Ruhrbeckens, ivo die ReidBwelp: tvrgecht, erfolgen. Dic deutsche Re- gierung, die übrigen-.' am 28. März davon benad>- riditigt wurde, roetd).1 Bürgschaften Frankreich für miertaßlich hält, falls die 9ieieteirrf)r das Rutew biet betritt, muß sich auf die Besetzicilg von Frank- furt a. M. gefaßt madjen, die aller Watescheinlick)- keit nach ohne Zwischenfall vor sich geben wirb. Die Unternebnnnw begann noch nicke. Man iveiß nicht, zu wrichem Zcitptmkl sie durchgeftihrt juerbeu wird, obwohl sie nahe bevorswh.md sein muß. Ein Schreiben MitteraudS. Paris, 5. April. (Wolfs.) 5)avas. Ministerpräsident Mill er and richtete gestern atend an beit deutsclien Oleschä tsträger Mäher ein Schreiben uw rin er Warans hinwies, baß er gestern die sofortige Zurückz 'hung ber im Ruhrgebiet in un rechtmäßiger Weise ecnrückenden Truppen dringend verlangte und erklärte, Fr an kreid) könne keine Abweichung von Artikel 41 des Versailler Vertrages gestatten. Millcroand fügte hinzu, es sei heute amtlid) festgestellt, daß die Z a hl d e r d e u t scheu Truppen im Ruhrgebiet die er lanbte Stärke überschreite unb daß ter Reichslommissar von der Regierung volle vand- lungsfreiheit ft'ir ihre Verwendmtg im Ruhr-gcbiet erhalten hate. Sck>Iießlich betonte er, daß ber Angriff ter Reichswehr am 2. April begonnen habe. Milleranb stellte fest, baß bie beutfdx? Regierung durch einen plötzlichen Angriff den Artikel 4 4 bes Vertrages verletzte, was einen feindseligen Akt bedeute, ter den Frieden ter Welt stören müsse. Riillerand erklärt, er werte später Mayer bie Emtscheibung Frankoeichs zur Kemünis bringen. Oie Lage im Rshrgediet. Berlin, 6. April. Nach ter „Boss. Ztg." erklärte Reick^kommissar Severing noch einen Zeitraum von etnxt sechs Tagen für er- sorderlrch, um oie S äuberungsa ktion im Ruhrgebiet durchKufüftren.' Duisburg hat seit dem Einmarsch ter Reichswehr sein normales Aussehen wieder angenommen. In Düsseldorf hat eine Baute von versprengten Roten iroch am Ostersamstag die Jnsanterietaserne vollständig aiisgepiändert. Die Räuber wurden sämttich von ter Sicherhritsroehr sestgenonnnen. Jetzt ist die Lage normal. Der „Lokalanzeiger" berichtet aus Damm Efti^elheiten über den roten Schrecken. In Pelkum tourte die 2 2jährige Tochter eines Landwirts von den Rotgardisten er» schossen. Ln ©anbbod>um wurde ter Landwirt Römer durch einen Bauchschuß verletzt und ein anderer Einwohner erscho ssen. Plüntencte rote Truppen verlangen mit vorgehal- lenem Revolver bie tzcrausgabe von Lebensmitteln unb Gelb. Auch Arbeiterfamilien wurden mckst verschont, namentlich solche, deren Männer geflüchtet sind, pim nicht in die rote Armee eingereiht zu werden. Beim Angriff auf den Friedhof von Pelkum siel ter seiner jtompagnie voranstürmeirte Öauptmann Spatz. Insoesamt roerbrn die Verluste ter roten Armee Lei Pelkum auf über 3 0 0 Tote angegeben. Zwei 'Iknrterauto-j und ein FlugzeuggesckMater nahmen dort am Kampfe teil. tz a m m, 3 Llpril. (WTB.) Nach h:er einge- irofimen Meldmrgen terrorisiert der Mob i v Essen die Npufickttons-, Schüstvarcm- und Lebensqrfttelgrtck>äfie Der angmdneic Schaden be- h":?gl vundcrtteuischrde Vom Poste«ettor uuirden mi. rorgri)d:ener Pistole 120000 Mark er» preßt. Post- unb Tel-egraphma.gestellten und Arbeiter sind in einen Protestsirrik eingetreten. Der nach Barmen geflüchtete Essener Zentralrrtt ert:arte, daß er feine Truppen nicht mehr in ber Lwnd habe. Tie Zugänge von Mülhrim nach Oberhausen und Duisburg sind von den Bolschewisten besetzt. Am 1. Feiertag blutige Kämpfe bei Bottrop. Nach einem Berichte des „Berl. TageÜl." aus Wesel ist der Nordrand des Industriegebietes an ber Ruhr von ter Reichswehr besetzt. Der erste Feiertag brachte blutige Kämpfe bei Bottrop. Nach Aussage tes Namborner Vollzugsrates waren rufji’dje Offiziere vor unb hin'er ber Front tätig. Der Herd ter Unruhen ist jetzt Essen. Ter Widerstand der roten Banden. Berlin, 5. April l'DTB.) Anstatt sich für bie Durchführung des Bielefelder Abkommens einzusetzen, sucht bie i »genannte n am psl er- tung ber roten Truppen deren Widern and noeb zu steigern, indem behauptet wird, baß dic Reichswehr durch Sperrfeuer hinter den roten Linien deren Auflösung verhindere und daß Abteilungen der Reichswehr selbitändlg vorgehem Demgegenüber wird nachdrücklid) festgeitellt, baß alle militärischen Operationen nur im Ernver- nehmen mit dem Reid/skommissar L Luuaen an die Stadt Frankfurt a. i" bei Hungen an die Stadt Frankfurt a. M. Fortsetzung 15. (92odjbni(t verboten.) oll JU> Kopenhagen, 6. April. (WTB.) Der bisherige Minister für Schleswig. Hansen, ro-urb? zum Genera l k-mmissar für Schleswig ernannt Ter Posten des BerkllrSminrsters ijt noch mckeietzt. Ds Ministerium bestellt ans Mann.nm, die sich politisch noch nicht betätigt haben. Seine euiüge Angabe ist die Turchfiihnmig des W a hl- gesetzes, das vom Ministerium Zahle im Rnchs- tag cingcbmcht morden ist, und die Abhaltung neuer FoLLet Ms-Wo!l)!len. Sämtliche Forderun gen wurden erfüllt Dnrrmter die Forderung, nach Aufhebung der Ankündigung der Aussperrung, Einführung von Betriebsräten und Amnestie für alle politischen Vergehen. Die Neuwahlen für den Fottethurg sind für den 22. April festgesetzt. vorgekommen siird. Bis jetzt würden 60 Polizei^ gmcn, wovon die meisten unbesetzt waren, durch t und Sprengstoffe zerstört. 22 Emkommen- rämter, davon fünf in Dublin, wurden über» rt und die Dokumente vernichtet. Die Grskin. Roman von G. W. App le ton. Ares Stadt und Land. Ließen, den 6. April 1920. Scharfe Fahrkarterrkontrolle auf der Eifeubahu. Juden und Mufelmaneu iu Jerusalem. Jerusalem, 5. April. (WTB.) Wie amtlich gemeldet wird, kamen bei einem ersten Zusammenstoß zwilchen Juden und'Muselmanen am 4. April 188 Personen zu Schaden. Die Mehrzahl davon ist leicht verwundet. Die Zivil- und Militärbehörden haben die Lage fest in der Hand. Die Gährung in Irland. London, 5. April. (Wolff.) Reuter. In der vergangenen Nacht brach anläßlich des Iah res- tages des irischen Aufstandes 1916 in zahlreichen Re g ierun g s ä m te rn in Dublin, Cork und Belfast infolge Brandstiftung Feuer aus, u. a. in acht Einbrmmensleuerämtern in DM in, Cork und Belfast. Ville wichtige Doku- meicte wurden dadurch vernichtet. Belfast war anfangs infolge Zerschneidens der Telegraphen- drahte und des Kabels nach England isoliert. Es verlautet weiter, daß Ausschreitungen in Irland aus Grund eines groß angelegten Planes ** Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurde am 25. März der Stadtbaurat Professor Karl Roth in Mannheim zum ordent- lichen Professor für Baukunst und Bauwissenschaf- ten an der Technischen Hochschule in Darmstadt mit Wirkung vom 1. Oktober 1920 an. Durch Entschließung des Landesamts für das Bildungswesen wurdet die Lehramtsrefcvendare Adolf Fischer zu Gießen, Dr. Hermann Schad zu Friedberg und Joseph Selzer zu Gießen zu Lehramtsasfesioren ernamst. — Am 31. März 1920 wurde der Bau- sekvetär Rudolf Schmitt zu Darmstadt zum Mi- nisteriolbausekretär bei der Abteilung für Finanz- wrrtschaft und Eisenbahnwesen ernannt. — Am 29. März 1920 wurde der Geheime Direktionsrat des Hessischen Landesthe>at»'rs Ludwig Winter zu Darmstadt mit Wirkung vom 2. April b. I. an auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen, treu geleisteten Dienste in den Ruhestand versetzt. — Erledigt ist eine mit einem evange- Beziehung kam mrr das Loch wie eine vffetd' Tür vor, inti) alles, was bisher so geheimnisvoll geschienen hatte, war mit entern Male klar. Di; seltsamen Geräusche, de ich am Abend zuvor im Zimmer gehört hatte, waren letzt leicht verständlich. Ter Weg, auf dem die Gräfin entsühn .norden n>ar, bot jetzt dem Verständnis ft. int' Schwierigknien mehr, und der von 2lnna gemachte Fund, die Busennadel, die wahrscheinlich im Kampfe mit der erschreckten, widerstrebenden Gräfrn zqi Boden gefallen war, bildete nur noch eine Evilvd' in einer sehr Fülynen, ganz außergewöhnlichen Ent- fülwung. Außer allem Zwei fiel war unsere Unt>r- haltmrg ihrem ganzen Umfang nach belauscht, waren unsere Bewegungen bichachtet tvorden. Aber dank der Geschicklichkeit der Gräfin war es der Wachsamkeit ü/rer Feind- entgcmgm, ba% sie nur den versicgllten Umschlag überg'tan hatte, unb ich tröstete mich einigermaßen mit dem Glauben, daß wenigstens diese Papiere vor räuberischen Händen in Sicherheit waren. Alle diese (Mxrnten durchkreuzten in einem Augenblick mein Gehirn. Na, das Loch da erklärt alles, Herr Ättmms, erwiderte ich. Nein, so 'was hab' ich mein' Lebtag raxf> nich geieheri, bemerkte Mimms' Freundm in Freud und Leiv, mit vor Ueberraschung .verdaufgerissenm Augen Gott im Himmel! Wir l-ätten in unteren Betteit ermordet werden tÄrn.m, Anna und wir alle, und hätten nich 'mal gewußt, was geschehen is Was nützen da noch Schlösser unb Riegel? Es is dasselbe, als wenn wir alle Nacht die Haustür specrangelw.it hätten ofstnstchen lassen. switerievatwrvn 20 Hrrndgrrmvten, 1 Schrapnell. Stzrdt Hamm: 1264 Geivchre, 100 Revolver, rn schweres M -G., 8055 Schuß Munct on, 3 Handgranaten, 30 Seitegcwehre. Auch aus vielen andren Ortet! kommen Nachrichten über die Waffen- abaabe Llus anderen Orlen und Kreij-m wird mtt- qeteilt, wtz die Wa?fm»abgata nur W .langem vor sich geht, ja hartirärkig verweigert Mrd. Im großen und grnzen muß leider feUg.'Uellt werden, daß hinreiclxnd eWa sftw.ibgabe nur dort 'rfolgt, wo die Reichswehr sie ano ebnen und üb.'rwnyen konnte. Ich bin mit dem Zeug beinahe im Deinen, Herr Doktor, wandte sie sich an tnich. Hier Kleider, da Wäsche und — o Wilhelm! gib mir einen Tropfen, ich tan so nervös und aufgevegt. Horch! Hast du's gehört? Wir hörten beide eine Katze im Zunm:r kläglich miauen. So gcht's nun sckMi eine halbe Stunde fort, erklärte Frau Mimms, ich falle noch in Krämpfe, denn ich weiß, es is die Katze von der Gräfin, und doch kann man nirgends was von ihr sehen. SM einen Augenblick! sagte Mimms. Nicht «den! Das Miauen wiederholte sich. Die Töne schi> neu aus unheimlicher Nähe zu kommen. Na, meinte Ndimms ur?r als Orientierungsmittel nicksts mehr zu wünschen ichrig. ** Oberhess. Kirchengemeindetag, Der Gemeindetag, der Ende September fr. Is. zu Darmstadt gxhllten worden i)t, hat gezeigt, wie weite Kreise, ve-icmdets in den Kirchenvorständen und kirchlichen Kfrrpersck>aftcn, empfinden, aß eine Neubelebung unserer evangelischen Gemeinden notwendig und daß sie möglich ift auf den Bahnen, die der im Jahre 1910 bcgrürldete „Deutsche Evan- gelistlie Gemenidetog" weist. Nun soll für dir ober hessischen Gemeinden ein besonderer Kirchen-, gemeindetag zu Nidda veranstol er werden. Tie Veriaminiung soll Montag den 12--April statt-« finden. Pvofessor D. Tr? Schian, der Vorsitzende der ,Hesfijck)en Landesgruppe des Deutsch?n Evangelischen Gemeindetages", wird wie in Darmstadt einen Bortoag lallen über „Tie neue kirchliche Lago und bis efrangelischen Gemeinden in Hessen". Auch dir Aussprache, die auf den Vortrag folgt, wird dem Ernst der Gr^gewwart entsprechend bedeutungsvoll werden Ties mal wird sie durch Pvitselretär Lein in Güßen eröffnet werden ** Preußisch-Süddeutsche Klassenlotterie. Die Einlösung der Lose zur 4. Klasse muß unter Vorlegung des Vor klassenloses bis zum 7. April, abends 6 Uhr, geschahen. Auch müssen bis zu diesem Termin die Freilose gegen Rückgabe der Gewinnlose in Empfang genommen Der Hess. Volkskammer ist folgende drmgltche Anfrage des Wg. Fenchel zugegangen: Was gedenkt die Regierung zu tun, um der dürch den Berkaus der Grube Friedrich bet Hungen entstandenen Beunruhigung in der Provinz Oberhessen entgegenzuwirken? Ist sie im besonderen bereit, diese Grubenfelder dem etaat durch Kauf zu sichern, um dadurch Schaden von der Bevölkerung Hessens abzuwe^iden? Beranstaltungen. Dienstag, 6. April: Stadttheater, 7 Uhr: Ein WalKertvaum. — Lichtspielbaus^,,Das Nacht- telcgramm" und „Die Herrin der Welt, 1. Xeu, die Freundin des gelben Mannes". — Lichtspule, Seltersweg, „Die Herrin der Welt, letzter Teil, die Rache der Maud Fergusson". Ans fctm Reiche. Die Barrernbewcgung in der Pfalz. L udwigshafen, 6. Achril. (WTB.) Verhandlungen zwistlZen der Regierung und den landwirtsckxrfilichen ör^nriiatwnen der Pfalz, l-aben dahin gesühtt, daß der ofÄzistt-e Bauerliverern von der Teilnahme am Streik Abstand nimmt. Der Bund der Landwirte wird ’fcute Tieiistag zu der Lage Stelluiig neltzinen. Die Freie Bauernschaft ist der Aufstislung, daß wenigstens der Teil rlyer Foiderungen, für deren Erfüllung die bayenichc Regierung ein trat, in der seit den Neustadter Besprechungen frTrsliosfenen Zeit hätte erfüllt werden toimen. Es ist damit zu rechnen, daß in einigen Tei'en der Pfalz die Bauernschaft am Kutinen Tienstag in den Streik euurrten wird. Die Regierung der Pfalz hat die Vertreter sämtlicher landwirtschaftlicher Organisatiionen und der Lebens- mittelstcllen, pvwie die Vorsitzenden der Kvmmimal- rerbände für heute zu einer Bespoechwig nach Neu- shadt an der Haardt einseladen. ** Opern gastspiele des Landestheaters am Mittwochund Donners- t a g. Generalmusikdirektor Balling wird außer dem „Fliegenden Holländer" auch wieder den „Fidelio" dirigieren und diesmal im Zwischenakt auch die Leonor^ni-Oufrertüre Nr. 3, die beim Gastspiel am 18. Februar nickst gespielt wurde, zu Gehör bringen. Sitzplätze zu „Fidelio" sind noch in größerer Zahl an der Theaterkasse zu haben. (Siehe Anzeige.) _. ** Oberhessischer Kunstverein. Die ert Sonntag zum größten Teil erneute Anstellung wird am Freitag wiederum deckweise ge- änbert. Diese Räume sind morgen Mittwoch, von 11 bis 1 Ulst und nachmittags wit 3 5 Uhr, und am Donnerstag Don, 11 bis 1 Uhr geöffnet, Freitag und Samstag geichlossen. Tie Wochenkartoffelmarlen Nr. 1 bis 18 der 14. Woche werden beliefert bei I. Krack, Riegelpfad, Konsum-Verein, sämtliche Filialen, I. Weisel, Sonnenstraße. Tie Marken können bis einschließlich Samstag den 10. April 1920 eingelöst werden. . _ , ** Photograph Ludwig Orth ist am Gründonnerstag in Ausübung seines Berufes, auf dem Wege von Wißmar nad) Lollar infolge eines Schlaganfalls gestorben. Der Verschiedene feierte am gleichen Tage sein bOjähriges Geschäftsjubiläum *♦ Rotes Kreuz. Amerikanische Lftches- gckben, bestthend aus 50 Kisten Speck, sind beim Hessischen Roten Kreuz eingegangen und tverden sofort durch die Verwaltungsbehörden im Lande vetteilt werden. , ** Kriegsanleihen als Zahlungsmittel. Nemr>ings werden bn Warewstkäuien häufig Kriegsanleihen in Zahlung graebm. Hierbei wird vielfach nicht beachtet, daß dv Hingabe von Wer'friP^eren an ZaL-lwigs/att für Warrn der Reichsstemvebabgabe auf Wsttparstcrumsatz (Schlnßsiotensteuer) unterliegt, d. h. daß b.idc Teilnehmer am Handel über den Umsatz d;s Wertpapiers eine doppelte Schlußwof mit Angabe der TeilnelMer, der Wertpapiere ihres Kurses und Betrags, des Otts und Tagcs ausslellen und di^'se Schustno e. rveiit k in amtlich ge empllter Vordruck verwendet wird, durch Au'llcben fron Nrck.s- stempelmarkm versteurm mü":en. Die Abgabe beträgt bei deutschen Krirgsiuleichw in der Regel 20 Pf. von je an gefangenen 1000 Mk. (bei andren Wertpapieren hölere Beträge'). Die Marken und Vordrucke sind von den Zallste'len zu bezvchen. Bei Unterlassung die er Verstzwettmg setzen sich alle Beteiligten empftndlichm Strafen aus ** Eine Osterfreude brachte eme Ziege des Lohnkutschers Waaner, Nord-Au läge, in Gestalt von frier jungen Lämmern. ** Ein neuer Plan von Gießen Mit Umgebung ift im Vermessungsaml der Stadt Zur Herbeiführung einer einyeitlu^n Handhabung der Bestimmungen und zur Bekämpfung der vielfach bestehenden Neigung des Publikums, sich ungeiechtfertigte Vortelle bet Benutzung der Eisenbahn zu verschaffen, Und auf den Preußisch-Hessisästn Staatseifenbah- nen die Zugbediensteten angewiesen worden, fortan in allen Fällen, in denen Reifende eigenmächtig, d. h. ohne vorherige Meldung und ohne bestimmte Anweisung der zuständigen Zugbediensteten einen ihnen nach ihrer Fahrkarte nicht zustehenden Platz ,eingenommen haben oder einen höher tarifierten Zug benutzen, ausnahmslos die Bestimmungen des § 16 Absatz 2 der Eisenbahnverkehrsordnung anzuwenden, also das Doppelte des Fahrpreises, mindestens jedoch 6 Mk., zu erheben. Die in den Händen der Reisenden befindlichen Fahrkarten bleiben bei dieser Berechnung außer Betracht; sie sind als ungültig anzusehen. lischen Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Ober- Lais, Kreis Schotten. — Ernannt wurden ferner am 25. März die Pttvatdozenben P.of. Dr. Julins Goldstein und Pwf. Dr. Ernst Schrader zu außevetatsmäßigen autzerordmtlrchen Professoren an der Technischen 5^vchschule m Tarm- üabt. — Am 4. März 1920 wurde der Bahnchoss- verwaltec in bei Hcssi ch-Preußisck>m Eitzmbahn- geineinschvft, Ludwig Freyitzann zu Lotton, auf jein Nachsuchm vom 1. Aprll 1920 an m den Rulstsiand versetzt. — Erledigt ist eine mit EM ecaiiöelifdjen Lehrer zu b? e^enbe Schulstelle zu Wetterfeld, Kfreis SckZotien. Mit dst stelle ist Organistendienst verbunden. — Erledigt ist 'Nnc mit einem evangelischen Lehrer zu be etzssnde Sck-ul- stelle zu Schlitz, Kreis Lauterbach. ** Personalnachrichten. Der Anstaltsarzt Dr. Heinrich W a g n e r zu Butzbach wurde zum Kreisarzt des Kreisgesundheitsamtes Grotz- Gerau ernannt. Der Kveisassistenzarzt Dr. Georg Schäfer von Atainz wurde als Anstaltsarzt nach Butzback) versetzt. Beide mit Wirkung vom 1. April d. I. ** Verregnete Ostern. Die Tage des Fruhlmgsfestos waren heuer nicht durch eine freuudlickie Wllterung auLgezeichiiet. Die milde Temperatur der vorhergehenden Woche schlug um !und es tfrurde kalt und naß. Vorübergehend brach ja die ötmne durch, aber sie verlockte doch tfrentge zia dem beliebten Oster gang in Feld und Wald. ** I m April, dem O stermonat, sagt der hundertjährige Kalender ein richtiges, launisches Aprilwetter voraus. Darna^a beginnen die ersten drei Tage im April mit unbeständigem Wetter. Die folgenden Tage sind schön und sonnig. Bis zum 11. ist dann das Wetter überaus veränderlich, bald Regen, bald warm, bald rauhe Witterung. Vom 11. bis 18. sind schöne Tage, und vom 18. bis > zum Schluß des Monats gar Wind, Sturm, Schnee Und Frost vorausgesagt. Eine neue Spaltung der Kommunisten iu Deutschland. Berlin, 5. April. (WTB.) Wie uns mitgeteilt wird, konstituierte sich am 4. und 5. April die K o mm u n i st i s ch e A r b e i t e r- partei Deutschland, da die Zentrale des Spartakusbundes durch ihr Eintreten für Parlamentarismus, Gewerkschaften und gesetzliche Betriebsräte mehr und mehr ins reformistische Fahrwasser gelangte. Die K. A.- P.D. stellt sich auf den Boden der dritten Internationale. * Der Räuberhanptnrarrnn Max Hölz. Berlin, 6. Apttl. Wie Mdrgenb'ätter brin- igen Berichte fron neuen Taten und Reden bes Ranberbaiiptmanns M a x H ö l z wis Plauen. Am «ersten Feiertag erfchten er, wie üblich, mit fünf Automobilen von Falkenstern in Dlauen und hielt eine sehr verworrene und bombastische Rede, m der « sich zum Terror fron links bekannte und den bürgerlichen Zeitungen, die ihn einen Räub.r nennen, Recht gab Aber er raube nur das, was die Bmrr- Vsoisie selbst geoanb-t ^habe. In einem großen Wftrt verbittet sich Hölz sehr energisch die Bezeichnung Herr Präsident". Wer dem entgegenhandelt, solle verhaftet wetten und muß eine (Mbfiimme zahlen. Eton den Bemühungen der Aktionsausschüsse des Chemnitzer BezWs, die den Räuberbaupttnann auf unblutigem Wege da-u bringen wollten, sein sclb- ständiäes Vorgehen aufzugeben, rückt Hölz energisch ab. Dem „Lok.-Anz." wird aus Dresden beachtet: In Planen wird die Meldung perbreittt, die, Reffe- rmvg habe die Aussetzung der Prämie fron £0 000 Mark auf den Kopf des Hölz Äurückgezvgcn. In Falkenstein, dem Hauptcp'attier des Hölz, ist nicht das Geringste hiervon bekannt. Auch über die Gerüchte, daß am Mittwoch zwisstzn Dölz mid Vertretern der Reichs- unb sächsischen Regierung VerlMidlungen ftattfinben sollen, weiß mau in Fallenstein nichts. Mimms, toll, sag' ich. Es is nxorben, und die Raubn woll- noch fron Anna, noch oai mir. i iiv> frohen — ittto die habw ntia iccfrf es io aus, nich? — zum wenigsten sollt' ich mich darin ausöennen — mib was ich, wie gesagt, nich verstelle, ist das: wie 'fragen sie dieses Lock) macken können, o-hne daß es icmanb gefrört hat? Die Mauer ift hin nur zehn Zentimeter dick, das weiß ich, und der Morte! von derselben Att, wie man ihn in di-ttm billigen Häusern benützt. Aber sie haben di: Latten durck)- hauen oder durchsägen müfen, und zehn gegen eins is zu wetten, daß ein Backstein odw ein Sjück Gips heruntcrfatten mußte. Das kapier' ich nich — nein. Tas is schon ein famoses Stück Arbeit — ich selber hätte es nich taffer fertigbringen können. Das hat sicher ein Kollege fron mir gemacht. Ein anderer hätte es nich gebannt. Und trotzd'm müßte er doch reichlich Lärm gemacht haben. Backstein' uni> Gips sind ferne Butter, Herr Doktor. ?lber ich glaube, daß die Gräfin einen festen Schlaf gchabt hat. Nunmehr erklärte ich, daß s« in der l'tztem Zeit öfters seltsame, völlig unerklärliche Laute mitten in der Nacht gefrört hatte und fügte hinzu: Was das anlangt, wie kommt es denn, daß weder Sie noch Ihre Frau letzt' Nacht im Sckftaf gestört wvcden sind? Diese Geschicht' kann doch nicht in aller Stille Var sich gegangen fern! Sck>an recht, Herr Doktor, aber, wie ich Jtpien. schon gesagt habe: ich und meine Alte fratan einen schrecklich schweren Schlaf. Das is der Witz! Gewiß, erwiderte ich, aber di: Leute im Nebenhaus? Wenn Sie so nafre dabet wohnen, müssm Sie fron Ihren Nachbarn doch sicher Näheres wissen? Das hab' ich nie hevausgebrwcht! erklärte Fvau Mimms Ich frafr' noch Deine Seele hrnnngehcn ober herausvommen sefren. Zch hab' auch dm Verteilter gehxigt, mid der sagte mir, der Hauszins sei dem H-ru^herrn direkt im voraus ausbe-todlt ruocoen, und auch er habe nie lemxmb im N'ben- frairö geickhen, nur glaube er, br. Mieter feien Ausländer und hätten das Haus etwa vor drei Wochen gemietet. Vorher h»t es «u» Jahr taug teer ge-- 6ed)HÜ KW 3^ eE >V Mc Ml Qigen Kereive u ** Liga V •ultiit 911 *c. D in @stun Wtiü,1< I12f,vetni Der 5 <5 der Pt Sitzung 1. I« einer et m Bad-Nm Men Wvicklu fad gebracht, hioilmgestelltcn leitcrcr Verwen jitiateit als Wes) keine Mc ManMelltcr, | ents-rcchmd n 2. 2tn > sit Wirkung von icfrüfen fchgese Mer»üglich p aertrags nach ' himdlmgai zu 3. Aus Av «iWrtsöxiftliä Lotckhesiyerven Nautzeim verpsi gelbe» kn N au gewähren- Seit ter Sntlvl der Parteien vo 4. Die Sl lh-eisMMwört 1-flt itmrto eine über aus- h, sells fe 1. I 5. sör die Z sVIirj 1920 nr Äüoi ter t chvis 1700 8 I " EN UM •"'A Teuevo Hircfc Dir R e «ihn, 5. Mschulko WWia» Sapp-P » soll Wch ^Ministerium p-Nitotjicn £. hemmen, 1 CT®»1 te 11t < ; ^mootU. bitter » 0,0 l!1 i.l SK fei ^^5. WZ M WAümd mit Geschirr, Set 36000 T?f, Stern an der RrichOschultenrferMz Hi aber cm-u- bei 622 grauen, aber rarr bei 467 M«t- man, daß Hmms Jobst ferufet ist, eine lange und "Segen böilieber Verlassnag nwrtrn 71 6bett, oft gelauschte Hoiinung des deutschen Tlxaiers 'chwerer Bertetznng der ehettchcn Pflichten, ju erfüllen, In feinem neuen Wert „Der König gründ bei 622 nent. Technische Nothilse des Dichters Worte. G. Sch. Schrift steller-Verbandes. sitzender des gewährten Beü/ilsen festgesetzt. Kirche «n- Schule« Berli Die Hurbc, soll nach dem Wunsche des zur Zeit noch nicht bestimmen. Den Teilneh- LibiotLolo'llr 1 Herrn a. LSISIflkkk nenn, «ab- ■ y20 Renenwca 36 II. 3785 für kohl empfieblt 3819 06106 bienuna Reifebezirk einreirfjen an Aerwst H Frankfurt a. M.. 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Gesucht ein HmniWty Einfachheit und Größe hat seinen Stempel dieses Werk geprägt. — „D e r Kleine Noma n" (Preis Der Schlichtungsausschutz der Provinz Oberhesfen. Sitzung vom 31. März 1920. Lehrmädchen für Ladengeschäft zum fo- soriigen Eintritt gesucht- Näheres in der Geschäftsstelle b. Gieß. Änz. 3639 > M ®«ö (te lM $3'^ •JLä m evtrtS^U g&saüS| _____ ______________ _ bei Heftes 80 Pf., vierteljährlich 10 Mk. — Verlag $b. S öermamt & Co ut 93er.in' bringt in seiner 1-3.1. m*D FnßballhnlleD weih bzw. braun, mit und ohneNahtfchutziOriginal- Palmen» 3761c SvMikllieslSgtzer usw. sos ab Lag. lieferbar. Walter Hirnis, Dfllenburg Hauptftr. 44, Telephon 63. Al. WWW zu sofort gesucht. Gefl. schriftl. Bewerbungen an Betonbau^esellschaft 3eWtrrtrMtei!teii5 lietzekEi tzei Vitztzlllv. vt Scholz) vollauf gerecht. Im An'bau gä zlich wibcanian d) ?r Goethenraste, mit reifer Sprach- und Drrstellungskunfl: bte Spielleitung d s Herrn Weich.n hatte sich -mtite Größe zum Borbill» genommen. Weitaus bewegter, von heidwev Vcbm4triebr txm Romain Rol and (deutsch Don Willrim Herzog), dem das Neue Thoattt — unter der treff, liehen Regie des Herrn .Hellmer — zur erfolgreichen Erstauführung half. Wie Wölfe, die füh gegenseittg bekampen itub ztrsl- isclien, treten sich die Ihmoertmädmgcn von 1793 im be eyt'n Mainz entgegen, von Leidenschaft und wi.dun Egoismus geleitet, und Tenlicr, b.r geistige Führer, an weltfremder Idealist und Utopist, den — gleich matuba Persönlichkeit unserer Zeit — 'irrzig die Virbc zur GevechtigiVtt bet seinem Tun und Handeln beseelt, erfährt die entscheidende Niederlage, als die and?rm „Bürger" dieser Forderung das „29oH des Arter- landes" vvranstellen, als bet beschuldigt.' Kom- martbant Lyrou, ein ehemaliger Adliger, ohn: bie Gewischrit der Schuld verur drill und gmik* trntert axrö. Packende S-enen sind in wirkungsvollem Neb nkinarcher von Ruch; und N megung zusammen gesägt, ein Drama nach strengen B - griffen ist auch dieses Werk nicht. Die Aufführung, sonst von mitreiheniem Schwung, hätte nur tm 1. Akte etwas gebampftrr sein müsfni: wogendes Durcheinander der Masfen verschLang da mitunbir zioeiten. Nummer bte Erzählun.,: Vogelhanb« Ernst Lothar. Sattler- e. Tapeaier- LehrlinE gefügt. Emil Malkomefius, 0V>12 Aste, weg 2. Ve rlin, 6. April. Dem ,Lok.°Anz." zufolge ist bie Errichtung einet Je s u i t en n ieb e r l a s- sung ix Fulba grundsätzlich beschlos.en toorben. Wegen Beschaffung geeigneter Räume wirb Der- ‘ e, soll nach dem Wunsche des zustäntügen deichraninistirfums des Innern noch vor ben leichstagstvahllün zusammen treten. Es ist in Aus- d>t genommen, sie unmittelbar iteuf> -schlnß der iLtionalversammlung, also voraus ichtlich An- a n g M a i, tÜHuhalden. Der genaue Termin läßt TachtigeS, fleißiges Dienstmädchen und eine Putzfrau für Samtztagnachin. gesucht. Grau Jutzerthal, 3701 Neuenweg 27- VertnNcbtes. Berlin, 3. April. (Wolff.) In den Waldungen von Selchow wurde gestern d'r Förster Schulze von zwei Widevern im Kampe durch einen Herzschuß, getötet . Snn jüngerer Bruder wurde durch einen Bauchschuß fcftcer verl tzt. Ter Vater des Gelöteten und wnteret Jagdderechttgtet setzten ben Mmpf- fort, erschossen »inen Wilderet, während es dem anderen gdang, zu entkommen. * Merkwürdige Bevölkerungs- Dorgänae. Die Bevölkcrurgsvorgänge Berlins aus dem Jahre 1917, von benen jetzt Aufstellungen vorliegen, zeigen u. a. folgende merkwürdige Borsälle. 11 Mütter waren weniger als 15 Jahre <üt, 18 Bätet erst 18 Jahre. Ein Geschiedener heiratete in achter Ehe, eine Geschiedene in dritter. 12 Heiratslustige waren ikoch nicht 19 Jahre alt, 2 Bräute loarcn 15 bis 16 Jalste, während ein 84jähri<)er Mann eine Frau von 57 Jahren unb ein 81 jäfjriger eine von 64 Jahren heiratete. 2 Bräute 1 extern über 72 Jahre alt. Die längste Ehe bauerte 61 Iah«. Geschieden wurden die meisten Ehen nach 5 bis 10 Jahren. Bon da an nahmen die Scheidungen langsam ab. 2 Ehen wurden aber erst nach mehr als 40jäbtigem Bestehen geschieben. Ehebruch war der Schn dun gs- 1. In einer Sache gegen das Abwickelungs- amt m Bad-Nauheim und den Leiter der auf- eldften Äbtwicbelungsstelle Gieheu wirb zum Aus- Uuck gebracht, daß die Nichtaufnahme eines Hivilangestellten in emr Empsehlungsliste zwecks Weiterer Verwendung (angeblich wegen seiner tätig Feit als Obmann des Angestelltenaus-- chusies) keine Maßregelung sein barf; ein anderer ÄDtlannefiefiter, der strtegSschw.nbel'chädchtet ist, ist entsprechend weiter zu beschäftigen. 2. Den Zwangsinnungen der Bäckermeister Hriedberas, Dad-9taubnms unb Vilbels und der Gin unb Berkaufsgenossenschast Friedberg wird mit Wirkung vom 1. März die Lohnregelung ihrer Gehilfen festgesetzt unb im übrigen aufgegeben, intverzüglich zwecks Herbeiführung eines Tarifvertrags nach Dad-Nauhcimer Muster in Ver- llcnblimgfu :-u treten. 3 Aus Antrag der Arbeitsgemeinschaft der ■tafhinrtidxiftlidien Ängritell tenverbande werden der ,^otekbesitzerver>-m, Gastioirteverein usw. in Bad- fäiubtim verpflichtet, unter Abschaffung des Trinkgeldes den Arbeitnehmern eine feste Entlohnung « gewähren: die Festsetzung der Höhe und der Zeit der Entlohnung bteürt weiterer Verhandlung der Parteien Vorbehalten. 4. Die Sache des Arbeiterausschusses der .'streisstraßenwärter n>egtn Einteilung der Arbeits- :rit wurde eine Rücksicht auf schn-ebende Ber- handlimgen über Regelung der Arbeits- unb Lohn- xcrbäitniffe ausgesetzt unb neuer Anruf bewil- isst, faNs bis 1. Mai Regelung nicht erfolgt ist. 5 Für die Zeit Dom 1. S ptember 1919 bis 31. März 1920 wurde mit Rücklicht auf die dringende 9tet ber Kreisstraßenwärter das Anfangs- r h-alt auf 1700 Mk. erhöht, steigend Don drei zu trei Jahren um 60 MlI bis 2000 Mk-; an WfliSb utschr klasse» M 4. Äa!e .Krtlajsenloses bg Auch wüsia ^E°se gegen Rü^ ^laug genomme etzrn. t. Avril. As Tage dem Leutr ■ > > zugesmdt, wel uüene-Rcgimriü 11 - April. Ein s ckssohn Schmidt ji Xmpö in sein -nk, -agcn geschleudert irj he VcrletzMgen a April. Ein Lahn ! vin modrigen -Grimberg, sind na Wljeit geworden, te .für die SumiM ta irft’ie ÄMi Lun«' fr U niUXlul. xm liUKIIl IH In 11 WH eckrn erfolgen. In, Reisegut darf ferner für jche Person Kaiser, Tee, Schokolade unb Kakao bis zum Gewicht von je 1 Kg. enthalten sein, Zigarren, bis 300 Stück, Zigaretten bis 500 Stück, Rauchtabak bis 1 Kg., Wein bis 1 Liter, Spirituosen bis 1 Liter. Die Gesamtmenge Don Wern unb Spirituosen barf ater ___ jede Person 2 Liter nickst übersteigen! * Tas Mimikry bes KuckuckSeies. Eine utelerörterte Fcaze in ber Lebensqeschichte des Kuckucks ist bie nach ber Anpassung ferner Eier, bte m Farbe und Zeichnung so oklsfallend verschtedeu sind, an bie Eier ber Pflegeeltern. Bisher war biete Frage noch ungelöst. Sie wird aber nun beantwortet durch einen Vortrag des Dberftleutnanh» D. Lucanus in ber DatZchen Ornithologischen Gesellschaft, über bat er selbst in ben „Nattirwisseiv- schasten" berichtet. Lucanus hat bie umfangreiche Eiersammlung des Berliner Museums für Naturkunde ju diesem Zwecke durchforscht und nicht >ve- niger als 728 Gelege von 30 verschiedenen Vogelorten mit zusammen 765 Kuckuckseiern genau untersucht. Er stellte test, daß von diesen 765 Kuckuckseiern 575 mit den zugehörigen Nesteiern in Farbe unb Zeichnung ganz ausfallend übevkinstimmen. 22 Kuckuckseier zeigen zwar einen bemerkbaren: Unterschied, der in einer helleren, dunkleren oder auch abweichenden Färbung bestebt, passen aber in ihrem Gesamtcharakter doch noch so gut zu den Stern der Vogelarten, deren Nester sie sich bedienen) daß man auch hier von einer Anpassung sprechen muß. 169 Kuckuckseier sind dagegen den Nesteiern völlig unähnlich; darunter fanden sich 120 Stück in Zaunkönig gelegen. Von den 575 gut angevastten Kuckuckscürn beftiben sich 502 in Gelegen der Gartengrasmücke. Da die Eier der Gar- teiigrasmücke sehr verschieden sind, ivirb bie Anpas- sung des Kuckuckseies dadurch pehr begünstigt. Eine vorzügliche Ueberei istimmung des Kuckuckscies mit den 9te|‘hirni macht sich aber auch bei anderen Bügeln geltend, so bei dem grauen Fliegenfänger, der weißen Back»stelze, dem Gartenrotschvanz u. a. Geradezu verblüftenb ist die Uebereinstimmung ber Kuckucksrier mit ben Eiern der afiatifd>en Ammer. Die Zeichnung der (her dieses Bogels zeigt auf weißlichem Grunde buniel braune Der fd>!itn neue Kritzel und wurmartige Linien, die sich als geflochtener Kranz um das stumpfe Ende des Eies windelt. Htenau dieselbe Zeichnung yigt das in dem Gelege befindliche Kuckucksei, das überhaupt nur durch fern bedeutend größeres Schaleng>.ivicht von ben Ammer- eiern zu unterscheiden ist. Gleich vorzüglich ist bie Anpassimg in ben 'Dmmgradmücfaigcfegen und den Gelegen der Orpheus-Grasmücke. Dieselbe Erscheinung findet sick) in Finnland, wo der Kuckuck einfarbig blaue Eier in die Nester des Gartenrot- sä-varzes fegt, und in der Heimat ber Bergfinken, wo die Anpassung der Kuckuckseier an bie Gelege bieter Tieve ebenfalls erstaunlich gwß ist. Alle diese ^teisptele zeigen, daß das Kuckucksei in bezug auf Farbe imb Zeichnung in vielen Fällen den Eiern ber Pflegeeltern vorzüglich an gepaßt ist. Diese An- Hxrifung^ericbeinung ist pveißllos keine rein äußere und zufällige, sondern sie ist entstanden, als der .Kuckuck zum Brutparasitismus überging, unb leitet sich aus einem Naturgesetz her, beiten Ursachen wir freilich noch nicht teunro. Büchertisch. — Hanns Jvh st. Der König. Drama. Preis geheftet 4 Mark, gebunden 7 Mark unb 20 Pvo^. Berlagsteuerimgszujchlag. Verlag von Albert Langen in München. — Seit dem großen Bühnenerfolg seines Dramas „Der Einsame^" weiß tttll. f dem TauM L nl. Rach eiM öl' ä des Vagtl-Htt' n Sismaidiym ssen m> für i« vt i sehr diese N-stch« : uiii) 'Jlahirfrf-i-* > f) Wich ckr tm« ioNtendich! RMtto -haltens mln w ui unb glauben Wla?en l T M ter m «n» r :e':&agtn,RO' ü Unbill der Wq e inuibm Tttit Die tmtomo*. \ i^tai berai^ptHPiitffle sie immer tw^r ® und bann Ml M untelaltln mb rE ft tej 1*3 j ilen. »r W ergibNlü ^ I jr Tat ertappten 11« j Ä&l seinem I Schrisil. 'Jlnfleooic unter MS6 an den >4icr. A«ä Jnnaer Herr hicbt tut 1561. Zii«cr Bade Babnhos. 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Der Kbnig hat den Poofessor Sinadbable zum Justizministrc ernannt. Die Ttoeiklagc in Italien. Mailand, 3. April. (WTB.) Tex „Avanti" meldet, daß seit gestern ungefähr 30 000 Arbeiter der Papierindustrie im S'reik stehen. Der „Corriere della Sera" berichtet aus Turin, daß teil etwa sechs Tagen 50000 Metallarbeiter streiten, die sich mit den Arbeitgebern nicht einigen können, i.'binoIX sie großes Entgegenkommen bewiesen lM>ben. Ter „Aventi" sogt, die Arl'eügeber wallten die Arbeiter demütigen und würden darin rmterstützt durch die Anweseiütrit von 50 000 McKn Tru ppen, die in Genua zusammengk^got seien. Wiederaufnahme der Arbeit in Nord-Frantreich. Paris, 3. Aprü. IÄSTB.) Wie die Agentur Havas aus Lille berichtet, haben die dortigen Textilarbeiter die Wieoevausnahme der Arbeit für kommenden Db.nslag beschlossen. Sü sästiechen sich hiermit dem Vorgehen der Textilarbeiter von Roubaix au. Die Gruben von B e - t b u ne und im Becken des Pas de Calais sind normal befahren. Der Zugver kehr auf der Oste bahn Hal gleichfalls wieder normalen Umfang angenommen. Der Komnmnistrnfilhrkr Pan! Levy. Amsterdam, 1. April. (Wolff) Der richtersiattec ber „Daily News ei <>r roten Armer im Ruhrgebiet hatte in Essen ein' Untcncbtuig stnt dem Kommunistenführer Paul Leon, der jeden Versuch, letzt dte Sowjetrepublir mit Waffengewalt errichten zu wollen, für Wäl-nsinn erklärte. Tas augenblickliche Ziel sei bie Entwaffnung der reathouären Truppen. Ter d.utsche Arbeiter sei ebenso gut organiiirrt, nxe der russische, als er die Gewalt an sich riß. Die deutsch' Bourgeoisie (et aber unverginchlich ftärter als bie russische. Ein Eifenbahnübersall in Jrlano. London, 3. April. (WTB.) Reuter. Ein Sonder.zug, in dem sich der Zahlmeister der Great Southland Eastern Ralllvay von Irland mit einer größeren Geldsumme für GehaltszcMmgen befand, wurde 5 Meilen von Linerick entfernt von 50 bewaffneten Männern angehalten und das Geld geraubt. km Marburger Str. 14. 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M., Kaiserstr. 2. Utss Buchdruckerei Nitschkowski Ludwigstr. 4 :: GIESSEN :: Fernspr.724 Gustav Irle im jugendlichen Alter von fast 16 Jahren. In großem Schmerz: Gustav Irle und Frau Marie geb. Gröninger Henny Irle Ottomar Irle. Gießen (Asterweg 55), den 3". April 1920. Die Beerdigung findet Mittwoch nachmittag 4% Uhr von der neuen Friedhofskapelle aus statt. Abendkurse in Buchfilhr., Stenographie, Maschinenschreiben beginnen neu am 20. April. Anmeld, hierzu werden tägL entgegengenommen. Vogtsche Privathandelsschule Gießen MurSTage! Musik W cke AW? Zahle U mmesk Teile pro 386n 3.5,8.12 KM asö Ml. Sllllie Misse 18 tzkll mm Vreise«. Der Ankauf findet Mittwoch den 7. u. Donnerstag den 8. April von 9—ö Uhr im 1 Hotel Htndenbnrg in Gteßen statt. J. wicvt. . Am 1. Ostertag verschied unerwartet unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Herr Philipp Keil Hl Gastwirt, Landwirt und Schuhmachermeister Veteran von 1870—71 im Alter von 71 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Keil, Fuhrmann. Ettingshausen, Ostern 1920. 06094 Die Beerdigung ist am Mittwoch, 7. April, nachm. 3 Uhr. Danksagung. Für die vielen herzlichen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres unvergeßlichen Herrn Max Baer sprechen wir unseren tiefgefühlten Dank aus. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Am 3. April, dem Tage vor feinem 12. Geburtstage, entschlief nach längerem beiden unser lieber Sohn, Bruder, Enkel und Neffe Theo Lmrich. Im Namen der Hinterbliebenen: Heinrich Lmrich. Gießen (Roonstr. 16), 6. April 1920. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 7. Avril, nachmittags 4 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes ans statt. 06095 VerlobimgsbneTe Verlobungskarten aparte Muster große Auswahl 8. und Freitag den 9. April l. I-, fkt£ 10 Uhr vormittags tmfaitgenb, versteigere ich im Pfäl-er Hof zu Bad--Nauheim im Auftrage der Frau Geometer Krämer Ww. 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VolSsLrmnwr sind zugvMmgen: eint dringliche Wtfragc des Llbgeordveten Fenchel, SdÄffenb: Anstellung dergeprüften F i - nanzamtsbureaubeamten, um brf cm bc« Wtffyrten und sehr mutigen Beanttcnsdond crrdlrch ju seinem Rechte M verhelfen und k> dieser berechtigten tlnzufricdenchrit im Staatsdienste frii begegnen eine dringliche Anfrage der ybgeiTrtmrtcm Dorsch und Fenchel, betreffend: Siedlungs- Verfahren. Ist der Regieruna bcfamti, bafc beim SiedUrngSverfochren in manchen (vemeirwen den Arlx i ern Grad- imb AcLerland zugetrilt wird, während die Bauern leer au^grteu?; eine Regie rungsantromN auf die dringliche Anfrage des Ab- gtotbncten Hohn, bctveifeno: Bezahlung der durch den Friedensvertrog lestgeleg - tcn Tier>» durch das Reich, aus der bervor- gehl, txiR die Rich'preise für die a bzug eben den Tiere durch Hr itteichSwirtschaflsminiiter festgesetzt lrerden. Tie zuerst bestimmten Preise waren zur Zeit, nu die Ablieferung rin setzte, durch dir im freien varcktl gezahlten Preise überholt, weshalb ein Zuschlag von 20 Prozent bewilligt nwrden war. Ta diese neuen Preise noch zu niedrig erscheinen, hat sich das Landesernährungsamt in verschiedenen «igaben an den NeichSivü-Hchaf. sm inisticr gewandt. Tavauf ging die Antwort ein, daß die tm Einvernehmen mit dem ReichSfinmr»minrster genehmigten Preise den gegenwärtig im freien Handel gezahlten Sätzen voll entsprechen, und daß die Auf bnnflung sich auch in der Tat bei den genannten Sätzen ohne Schw»?riavril vvllzieüe. Ein« befondeve Belastung bcncnignt Ärndwrrde, die Pferde u. Vieh zur Erfüllung des Friedensvertrages abgeben müssen, liege ath nicht vor. Wenn nach diesem Bescheid weitere Schritte vorerst auch nicht besonders aussichtsvoll erscheinen, so ist man doch wieder holt bei dem Reichswirtschaftsministerium um ErhShamg der Preis? vorstellig geworden: eine Regierungsvorlage, betr. Ausfühnmg des Gesetzes Dom 12 Mai 1917 über die Gewährung von Staatsdarlehen an Dom Kriege betroffene Personen. Schon in der vierten Sitzung der verfassunggebenden Volkskammer vom 21 Februar 1919 hatte die Regierung ihre Bereit-- tvilligkeit erklärt, in der Getvahrung von Staats- darlehen an vom Kriege betroffene Personen eine Erwerb rung ein treten und der Volkskammer hierüber eine Vorlage zugehen zu lassen. Da von den Vorteilen des Gesetzes nicht in dem erwarteten Um» fmrge Gebrauch gemacht wurde, sah man von einer Erweiterung der Leistungen damals ab. Mittlerweile haben sich aber die Verhältnisse derart geändert, daß mit einer Heraufsetzung der Höchlb- errente nicht länger gavarbet iverden kann. Mit dem im Gesetz vorgesehenen Höchstb trag von 1500 Mk. kann deshalb eine wirksame Hilfe nicht mehr geleistet n'ab-3i. Ci '£ Crwei erung ter Leitungen tmife man jetzt als dringend erforderlich bezeichnen; noch Lage der heutigen Verhältnisse wird es genüget, wenn der Höchstb.ttaa eines Darlehens von 1500 Mark auf 5000 Mk hinanfgesetzt wird. Einer förmlichen Aenderung des Gesetzes vom 12. Mai 1917 iptrb es u. E. Irterju nicht bedürfen. Das Hess- Landes-Arbeits- imd Wirtschaftsamt möchte sich aber der ausdrücklichen Zustimmung der Volkskammer jur Anwendung der erwähnten Vorschrift in I dem «inne versichern, daß der Darbehar?betrag von 1500 Mk. bis zum Höchstbrirag von 5000 Mk. überschritten werden darf Jin Ernoernehmcn mit dem Gesamtminifteriirm ersucht es, einen dahingehenden Beschluß der Volkskammer herbeiführen ui wollen. Insgesamt liefen ein 292 Gesuche, in denen um Darlcfrn nacchrefuch« wurde im Gesamtbetrag« von 451 500 Mk. Stottgegeben wurde 109 Gesuchen mit einer Darlehnssumme von 148 350 Mark. Abgelehnt wurden, weil den Voraussetzungen des Gesetzes nicht entsprechend, 93 Gesuch, in denen nachaesucht wurde um Darlehen in Löhe von 174 200 Mk. Zurückgezogen wurden 60 Gesuche, in denen Darlehen erbeten waren in Höhe von 78 350 Mk. Unerledigt sind zur Zeit 30 Gesuche, in denen Darlehen erbeten werden in Höhe von 50 600 Mark. Are» Stadt und (and. Gießen, den 6. April 1920. Rcichsnotopscr und kleine Rentner und Rentnerinnen. Die Frauenrechtsschutzstelle teilt uns folgendes mit: Das Reichsnotovfer, das baldigst in die Erscheinung treten wird, macht vielen kleinen Rentnern und Rentnerinnen Sorgen. ES mögen daher einige ungeklärte Fragen beantwortet werden. Bekannt wird sein, daß die ersten 5000 Mk. Vermögen gabefrei sind. Tie Abgabe für die ersten 50 000 Mk. beträgt 10 vom Hundert, für die nächsten angefangenen oder vollen 50000 Mark 12 vom Hundert, für die darauffolgenden angefangenen ober vollen 100 000 Mk. Io vom Hundert Einem abgabepflichtigen, dessen steuerbares Vermögen nicht über 100 000 Mark und dessen Jahreseinkommen niete über 5000 Mk. beträgt, ist die Abgabe a u s Antrag ganz oder teilweise zinslos zu stunden, falls er ohne Gefährdung des Lebensunterhalts zur Entrichtung der Abgabe nicht imstande ist. Die Stundung kann den Erben in ebenderselben Weise weiter gewährt werden. Die Renten, die aus einem früheren Arbeitsoder Dienstverhältnis gewährt werden, Ansprüche an Witwen-, Waisen- oder Pensionskassen, aus Reichsversicherung und Angestelltenversicherung sind n*t d>t steuerpflictem _ Dagegen ist der Kapital wert der Renten, die als Gegenleistung für die Hingabe von Vermögens- werten, Leibrenten, Renten auS letztwilligen Verfügungen, Schenkungen oder Familienstiftungen, steuerpflichtig. Kinderreichen Familien kann, auch wenn das Vermögen 100 OM Mk übersteigt, die Abgabe ganz ober teilweise gestundet mürben. Für jedes zweite und jedes folgende Kind blecht em Betrag von 5000 Mk. von bet Steuer frei. Wer nicht mehr wie 150 000 Mk. besitzt und keinen Anspruch an Pension ober Hinterbliebenenrente hat, für den bleibt -m Alter von 45—60 Jahren von seinem steuerbaren Vermögen bis zu 50000 Mk. ein Viertel, von ben nächsten 50 000 Mk. ein Fünftel steuerfrei. Der 60 Jahre und bar über zählt, für den bleibt von ben ersten 50 000 Mk. em Drittel, von ben weiteren 50000 Mk. ein Viertel steuerfrei. Diese Vergünstigung tritt bei Stundung der ganzen Ab gäbe nicht ein. Nur auf Antrag treten biefc Milderungen ein. Den kinderreichen Familien gewährt das Gesetz besondere Vorteile. Bier oder mehr unterhaltsberechtigte Kinder werden stets einen Grund bilden, daß der sogenannte Härtepavagrapb der Reichsabgabeno rdnung die Abgabepslicht mildert. Erlassen kann txÄ Reichsvotopser nur werden, wenn die Steuer auf ben Kapital wert von Renten entfällt und ferne anderen Einnahmen vorhanden sind, weil in diesem Fall der Steuerzahler keinerlei Werte in Händen hat, aus denen er die Steuer zahlen könnte. Die Belastung deü Telephonverkehr». Der Honsa-Bund für Gewerbe, Handel und Industrie, Landesverband Süd-West, schreibt: Die Geschäftsivelt steht noch unter dem Eindruck der erst vor kurzem durchgeführten hundertprozentigen Erhöhung der Fahrpreise auf den deutschen Eisenbahnen und schon wieder wird sie mit einer Gesetzes Vorlage überrascht, welche eine abermalige ungeheure Erhöhung der Spesensätze auf dem Ostbiete des Post- und TelephonverkebrS bringen' wird. Der Gesetzentwurf, welcher bereits per 1. April 1920 seine Gültig kett erhalten soll, fordert den schärfsten Widerspruch von Industrie, Handel und Gewerbe heraus, da er in einer schematisierenden Form Ausladen vorsiebt, die der Mehrzalst der deutschen Geschäftsleute heute kaum wehr erschwinglich erscheinen. Ohne weiteres soll zugegeben werden, daß die ungeheure Mehrbelastung des Post- und Telephonwesens einen Ausgleich in erhöhten Einnahmen finden muß. lieber die Form dieses Ausgleichs muß aber in der Oessentlichkrit unbedingt Stellung genommen werden, damit richt wieder ein Gesetz zustande kommt, dessen Maßstäbe auf die Leistungsfähigkeit großer geivinnbringender Betriebe angelegt sind, »vährend die Mehrzahl der Geschäfte heute in schwerer Sorge um ihre Existenzmöglichkeit ringt. Bereits bei den Steuergesetzen ist man zu der Ansicht gelangt, daß es nicht angeht, jedem Gewerbetreibenden ratenmäßig die gleiche Belastung auszuerlegen. Es muß entschieden werden zwischen solchen Betrieben, die sich ihre vollständige Betätigungsmöglichkeit erhalten haben und denjenigen Industrie- und Geschäftszweigen, welche infolge des verlorenen Krieges ihre Tätigkeit nur unter Aufwendung höchster Arbeitskraft und geringster Berdienstmöglichkeit auSMüben vermögen. Die gerechte Abwägung dieser Tatsache führt von selbst zu dem Ergebnis, daß auch bei der neuen postalischen Betastung gestaffelte Unterschiede gemacht werden müssen, bte vielleicht in folg endem Vorschlag ihre Erledigung finden können: Inhaber eines Telephons sollten in großen Städten mit einem Höchstsatz von 500 Mk. belastet werden. Inhaber von mehreren Anschlüssen sollten für das erste Telephon 500 Mk., für das zweite Telephon 1000 Mk., für das dritte Telephon 1500 Mk. usw. zn bezahl en haben. Die Erhöhung für Neben leitungen sollte auf 50% der jetzigen Vorlage bemessen werden. Mit dieser Maßnahme werden dann in erster Linie diejenigen Betriebe belastet, welche durch die Aufrechterhaltung von mehreren Telephonleimngen ohnehin als leistungsfähiger anzn scheu sind, und damit auch in der Regel über rin Ixcheres Verdien st mah verfügen vermögen. fitemgerbetreibenbe, freie Benne und andere Teleptenleilnehmer, welche in der Regel einem Großbetriebe bezüglich ihrer Leistungen kaum nlridijuftäkn sind, würden damit gercchterweise geschont, ohne daß letzten EndeS die Post nennenswerte Einbuße Eidlicher Art zu erleiden Hütte. In gleicher Weist sollte auch die Dariebensgcbung an btt Post geregelt werden. ES geht nicht an, bei dem c*bnvlnn geringen Stand an flüssigen Mitteln den kleineren Betrieben eine weitere Entziehung von 1000 Mk. für leben Anschluß vor^uschreiben. Auch hier muß btt Staffelung der DarlehenSgrinmg nach dem Beispiel der obigen Gebühren-Verteilung bemessen werden. Auf keinen Fall dürfte die Summe des Darlefrurs ben Jahresbr-tvaq einer Telcphongebührrn- Rate über* steigen. *• Geltungsbereich der Postwert- zeiche n. Aus Anlaß des benorfbefritixm Ueber- gan^S der bayerischen Poskverwaltuntz auf da- Reich gelten vom 1. April an die seither un Reichs iwst- gebiet und in Württemberg verwendeten Postn^rt- ^richen auch in Ba Hern. Die Postanstalten in Bo Hern werden vom gleichen lagt* an vorläufig bayerische Postwertzeichen mit dem Ueb-rdruck „Dentsches Reich" auSgeben, bte ehm falls im ganzen Reichsgebiet zur Freimachung von Srndun- ften benutzt werden können. Bayerische Postwertzeichen ohne diesen Vordruck sind bis auf weiteres icoch insoweit zur Freimachung gültig, als sie sich auf Sendungen ans Bayern bcftndar. Hksseu-Nassau. X Hanau, 3. April Ein kuftnännllcher Lehrling eines Fabrikaeschä ts in Bruchköbel Hatri in der Filiale der Deutschen Bank in Hmau einen größeren Gelbb : t ra g erhoben. Als er aus dem Bankgeschäft auf die Straße trat, kam ein Unbekannter heran, ter um die Gefälligkeit ersuchte, für ihn eine Besorgung auSzuführen. Der junge Mann erklärte sich hierzu berät und über* gab dem Unbekannten seine Mavpe, in der sich der abgehobene Betrag von 12(500 Mk b f>rnd, tzur Ausbewal,-rmig. Seine Gefälligkeit sand schi chte Belohnung, denn als er zurückkchrte, war bT Unbekannte mit der Mappe und dem G'ld verschwunden. Trotz eifriger Bemühungen ist es der Polizei noch nicht gelungen, den Gauner zu rt» mittdn. 0 Marburg, 4. AprÜ. Eittschieden Pech Ijatie heute der zur Zeit auf dem Viel,maritvlatz hier spielende Zirius Rudvlfo-Schau .Heute früh ging rin B är durch imd rannte zunächst durch bte Vorstadt Weidenhauien und von da au8 in bte Lahn berge, wo cs gelang, das Tier wieder ein- zufangen. Als dann heute nachmittag in dem Zirkus ßaurm die Vorstellung begotmen hatte, riß ein plötzlichen Windstoß das Zell zusammen. & Glück wurde niemand verletzt Tie Vn> g mußte bfcxrt unterbrochen toerbat slMarbur«, 4 April. Ein junger Stutens der als Zeitfreiwilliger entlassen und gestern aben$ seine Militärsachen m die Kaserne bringen wollte, tarn in ferner Stube umS Leben, als sich bei lieber* rrichung seines RriwlverS dieser entlud. Die Kugel drang ihm in die Stirn. Bestellen Sie sofort auf dem anhängenden Bestellschein ein Los zu Gunsten der Kriegs- und Zivilgefangenen. . Ü ‘r- F Z i i E . <; i 4t p •• F ■ Große Geld-Lotterie Ziehungen am 20., 21,22., 23. u. 24. April 1920. 26670 Geldgewinne in bar ohne Abzug zahlbar 1 Million Mk. i 250OOO iiooooo t 50000 Lose zum Preise von Mk. 5.—. Für Porto und Liste 50 Pf. extra. Lose werden verschickt gegen Nachnahme durch das Bankhaus C. H. Müller & Co.. Hamburg 1 MönckebergstraBe 5, Caledoniahaus. 0F" Bitte hier abtrennen. "W Bestellschein. 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Aus bett Distrikten Schnabel und Sprung des Gemeindematdes sollen folgende Fichten-Nutz- W?ier auf dem Wege des schriftlichen Angebots verkauft werden: Qos 1: 16 Stämme Klasse 5a = 8,41 Fm. 242 Stämme Klasse 5b — 54,42 Fm. Jos 21 221 Derbftangen Klasse 1 = 19,70 Fm. 55 Derbsdcnrgen Klasse 2 -- 3,20 Fm. Die Angebote sind getrennt nach Losen und Sortiment pro Festmeter, mit Aufschrift versetzen, verschlossen bis zum 12. April l. I., nachmittags 2 Uhr, bei der unterzeichneten Stelle trnzureichen. Das bolz ist mit Rinde gemessen. Die Gemeinde behält sich die Genehmigung im einzelnen wie im ganzen vor, auch über die bestmöglichste Sicherl?eit, und wie ihr der Eingang de» Kaufpreises am sichersten erscheint. Bedingun- gen liegen auf der Bürgermeisterei offen. Leihgestern, den 1. April 1920. 3758 Bürgermeisterei Leihgesterü. Bekanntmachung. An unser Hmchelsregiffer Abt. A wurde heute bezüglich der Firma WallenfeLs & ©auer in Gießen eingetragen: Dem Kaufmann Albert Wallenfels in Gretzen ist Prokura erbrüt. 38316 ©«fern, den 29. März 1920, Höfisches Amtsgericht. Behördliche AnZeigM. Bekanntmachung zum Kapitalertragsteuergesetz. Das tvn der Naiunalversammlüng beschlossene KapftslertragsteuergcfeB verpflichtet die Schuldner, bei Zahlung ihrer Schuli^insen 10 vom Hundert der Zinsen efnzubehälten und bei dem für sie zu-- ftäudigerl Finanzamt carzumelden. Dies gilt schon für anc Zinsen, die am 31. März ober 1. April 1920 fällig werden, ebenso wie für die später fällig werdenden Zinsen. Die Steuer muß binnen einem Monat nach Fälligkeit der Zinsfchuld entrichtet werden, wobei der Schuldner Namen und Wohnung des Gläubigers, den Schuldbewag, den Betrag der geschuldeten Zmsen und den Zeitraum, für bat dir Zinsen zu zaftlen sind, anzugeben hat. Dar- lepnszinstm, die für die Zeit vor dem 1. Oktober 1919 geschuldet werden, bleiben stxuerfrci. Für die Zahlung der Steuer ist der Schuldner persönlich Vevanttvorllich. Erfüllt er seine Verpflichtung vorsätzlich ober fahrlässig nicht, so kann er wegen Sdeuerchinterziehmtg ober Steuergefähr- bung strafrechtlich verfolgt werden. Hat der Gläub-Ver entgegen den gesetzlichen Vorschriften den vollen Bewag des geschuldeten Betrags ohne Abzug der Steuer erhalten, fo tft er scinerfetts ebatf» verpflichtet, die Steuer zu entrichten, und Avar er, 1 älterer Bauschlosser, 1 Dreher, 1 junger Kellner. Lehrlinge: 3 Maler und Anstreicher, 1 Schmied, 1 Schreiner, 1 Zahntechniker, 1, Friseur, 1 Polsterer und Tapezierer, 1 Spengler, 1 Kellner, 3 Gärtner, 1 Stukkateur, 1 Photograph? 3 Bäcker. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 3 landw. Knechte und Arbeiter, 20 Schreiner, 2 Ankerwickler, 1 Sleindauer, 2 Feilenhauer, 50 Feld- bereinigungSarbeiler, 4 Schuhmacher, 1 Schlößer, der autogen schiveitzen kann, 1 jüng. Kellner, em Kastenhelser, 3 Stellmacher, 1 Küfer, 2 Holzbildhauer, 2 ölt. Mechaniker als Schichtleiter, 1 Metall- ichleiser und Polierer, 3 Eiiengraveure, 2 Schneider, 1 verh. Schmied für Hofgut, 3 Drechsler, 3 Hvlz- beizer u. Polierer, 1 gepr. Bagger« und Lokomoiiv- sührer, 2 Schneider. Lehrlinge: 1 Bäcker, 1 Mechaniker, 1 Weißbinder. Es suchen Arbeit: Schriftsetzer und Buchvrmcker, 2 Schweizer, Kaufleute, Schreiber und Reisende, 3 landw. Verwalter, 3 Gärtner, Packer, Hausburschen und Ausläufer, Maschinenschlosser, Bau- schloffer, Mechaniker, 2 Konditoren, 1 Spengler, 1 Glaser, 3 Schuhmacher, 4 Heizer, 1 Küfer, fünf Krankenpfleger, 2 Schmiede, Weißbinder und Anstreicher, 1 Dreher, 1 Metallschleiser, 2 Tapezierer und Polsterer, Sattler, 2Maschinisten,IZuschnerder, Bäcker, 1 Metzger, 1 Techniker, 1 Vergolder, -wer Kellner, 8 Kraftfahrer, 4 Buchbinder, 1 Bleilöter, 2 Weinküfer, 1 Werkmeister, 2 Pflasterer, Maurer, 1 Bereiter, 2 Brauer, 2 Lackierer, 2 Köche, zwei Schornstcinseger. 1 LaboratoriumSgehiife, ein Maschinen-Ingenieur, 1 Bauiührer. Lehrlinge: 11 Schlosser. 1 Schmied, 1 Kellner, vier Schuhmacher, 1 Schneider, 1 Schreiner,! Konditor, 3 Mechaniker, 1 Metzger, 16 Kaufleute ».Schreiber, 7Clektromonteure u.«techniker, 2 Weißbinder und Maler, 4 Techniker, 1 Schlosser aufs Land, 1 Koch, 1 Zahntechniker. Weibliche Abteilung: ES können eingestellt werden: a. bei diesigen Arbeitgebern: 2 Gartenmädchen Mädchen tagsüber, Dienstmädchen, Laufsrauen u. -mädchen, tüchtige Alleinmädchen, 1 eins. Stütze, IFlickerin, IWaschfrau, IHotelköchin, IBuchhalterin. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 4 landwtrt- schaftliche Dienstmädchen, Dienstmädchen, Hausmädchen, Alleinmädchen, eine Köchin. Es suchen Arbeit: 2 Lehrmädchen für Damen- schneiderei, I Dame f. Nachhilfestunden in Sprachen, 1 Büglerin, 1 Kindermädchen, 1 Kinderfräulein. Nutzholzverkanf. ?lus dem Gcmeinhrwald Vetzberg kommen am M i ttwv ch den 14. April d. I., vormittags von 9 Uhr ab, bei Wirt Becker in Vetzberg $nm Berkaus: Distrikt 1 Hegstrauch 114 Kiefern- intb Fichtenstämme 3. imb 4. Klasse mit züs. 44 Festmeter. 3798V Vetzberg, den 3. April 1920. Der Gemeindevorsteher. Bekannt», achung. Lieferungsvergebung. Die Lieferung der Särge für das Rechnungsjahr 1920 ist zu vergeben. Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis spätestens 15. April I. I. bei dem städtischen Armenamt, Asterweg 9, wo auch die Bedingungen erngesehen werden können. 6 Fichtenstämme 4. Kl. mit 4,84 Mm., 26 Fichten stamme 5a. Kl. mit 12,40 Fstm. Fichtenstämme 5b. Kl. mit 19,47 Fstm. Gießen, den 1. LlprÄ 1920. Det Oberbürgermeister. (Armenverwalttmg.) Bekanntmachung. Zn imfer Handelsregister Wt. A wurde hellte eingetragen: Die Firma H. Glatthaar & Sshn, Gießen. Gesellschafter sind bie Kaufleute Heinrich Matthaar nnd Wilhelm Glatthaar, beide in Gießen. Angegebener GZchäftsAveig: Kohlen- und Baum ater ialiewgeschäft. Die offene Handelsgesellschaft hat am 1. Januar 1919 begonnen. Der Heinrich Matthaar Ehefoau, Kat har ine geb. Kveuter in Gießen ist Prokura erteilt. 38296 Gießen, den 29. März 1920. Hessisches Amtsgericht. 94 Fichtenstämme 5b. Kl. mit 19,47 Fstm. Der Kaufpreis ist pro Festmeter anyiigrben. Die Mbote sind nach Sortimenten und Klassen sowie nach Losen getrennt zu halten, da keine Zu- sammenrcchnrmg stattfindet. Angebote sind bis Samstag dell 10. AMl nachmittags U/s Uhr auf Bürgermeisterei Oppenrod emzuveichim, wo alsdann die Eröffnung stattfindet. Oppenrod, am 3. April 1920. Bürgermeisterei Oppenrod. Balser. 3820 Nutzholz - Versteigerung in der Oberförfterei Krofdorf. Freitag den 23. April, vormittags 10 Uhr, bei Gastwirt Freund in Krofdorf. Försterei Krofdorf, Distrikt 2, 7, 8a,. 19, 20, 21a, 22a, 27c: Eichenstämme 2. Kl. 6,36 Fstm., 3. Kl. 13,78 Fstm., 4. Kl. 153,47 Fstm., 5a Kl. 16,64 Fstm., 5b Kl. 277,08 Fstm.: Eichen-Schichtnutzholz 2. KI. 105 Rm., 3. Kl. 138 Rm.: Buchenstämme 5. Kl. 1,13 Fstm.; Buchen-Schichtnutzholz 2. Kl. 4 Rm. Försterei Waldhaus, Distrikt 31a, 42, 45, 48a, 51, 54b, 42: Eichenstämme 3. Kl. 1,11 Fstm., 4. Kl. 1,58 Fstm., 5a Kl. 10,22 Fstm., 5b Kl. 144,45 Fstm.: Eichen-Schichtnutzholz 2. Kl. 88 Rm., 3. Kl. 107 Rm.: Buchen-Schichtnutzholz 11 Rm. Försterei Salzböden, Distrikt 60, 63, 66a, 66b, 69a, b, 73a, 78b: Eichenstämme 4. Kl. 4,50 Fstm., 5b Kl. 30,24 Fstm.; Eichen-Schichtnutzholz 2. Kl 13Rm., 3. Kl. 45 Rm.: Buchenstämme 3. Kl. 0,53 Fstm. Försterei Stoppelberg, Distrikt 87b, 89a, 85b: Eichenstämme 2. Kl. 4,42 Fstm., 3. Kl 10,67 Fstm., 4. Kl. 6,93 Fstm.: Buchenstämme 4. Kl. 0,58 Fstm. Nähere Auskunft erteilen die Betriebsbeamten. Die Eichrn-Stärnme Klasse Vb werden, mit Aus nähme einzelner Stämme, nur an Grubellverwick- timgen in größeren Losen verkamst. Die Käufer hierfür haben eine Besck)einigung von der betreffenden Gmbcnverwalttmg, für welche sie taufen, im Termin abzugcben. Ausfuhr von inwcratbette-- tem Holz unterliegt einer Konventionalt träfe von 600 Mk. je Fstm. und Rm.: ebenfalls werden falsche Bescheinigungen mit derselben Strafe belegt. Die blau durchkreuzten Nrn. kommen nicht zum Verkauf.____37926 H-ckzfnbnnfsion. Aus den Waldungen der Gemeinde Oppenrod soll folgendes Holz aus bem Submissionswege Der- Mnma Mook f Carl Kutzer ( Verlobte Ostern 1920. 00077 Mini Gabriel i und : Ferdinand Weckekling geben ihre Verlobung bekannt Bad Nauheim Friedberg H. f Ostern 1920. | e»oe 3, Die glückNche Geburt eines gesunden kräftigen Oster-Jungens zeigen hocherfreut an Konrad Kleinke u. Frau geb. Balser. Dießen (Süd-Anlage 9), den 4. April 1920. OKU Die glückliche Geburt eines gesunden Jungen zeigen hocherfreut an August Balzer u. Frau Luise geb. Leun. Braugasse 6. „„ Die Geburt eines kräftigen Jungen zeigen hocherfreut an Karl Schieferslein und Frau Ottilie geb. Weis. Lich, den 4. April 1920. S8e9 Fritz Nowack taste ii. Zierschürzen aus besten Satins u. Baumwollstoffen in neuer großer Auswahl wieder am Lager. ——— —— vc Die Auftraggeber i kleiner Verkaufs-Anzeigen werden gebeten, unter allen der- artigen Angeboten ihre Adrefle (StraBc, Hausnummer unbStom» werk)zuveröHenilichen. Soll öte Ädresic verdeckt bleiben, so wolle man schrisilicke Angebote unter der Mnxelocflnummer sordern. Atrsktunst über Adressen u. s. f. durch die Eeschcistsstelle kann nicht erteilt werden TranSvort großer täuserschweine und Serie! zi! verk. 05308 Kaiier Allee 17. U-sM Fahrrad ohne Bereisung u. Sattel zu verkaufen. 06109 WaUtorstraße 25 III. Noch gut erhalt, schwere SehaniQlegQs oretsw. z. v. L. Bodenhea^er, Haseei- haaacn, Kr. Marb. 05957 SlllSY-KiUWkWg SU verkaufen: Sofa, 6Sessel m.geblümt, kupferfarbenen Damast- bcatigen, kleinem Salon- tisch und -schränk, hohein Pfetlerspieael und dazu passenden Plüsch-Fenster- vorbängen für 2 Fenster, sowie Stativ mit Bronzc- figur: Musskiv.KossowSki». 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Wichtige Tagesordnung 3828 Der Vorstand. fild (ftich-l 3?Üi7 Bell.: < AN den tu Tie n der bisher bestellt rot wird. . Wir - des ReW schajtung i migsamte bcivirtl^t Mung a ivclden. . 0tcB der neue Aus 6 der Acker- MMt Sickerung Vewldnun gemacht. Berk §1. ordnung von Lani Frist zu ihre gesa unbestellt menen 9 Aufforde nimmt । pder du lebten 5 daß da sebraeft mangelt, bie 8(ufi bann, ift Baucm- ßiicks mit dem Bere einer Gem Ter! Nutzmg b( Wirtschaft §3. 9 Khörde di. kommunal m Entsch bem K)mn btiierunger Mralbehc lCeistung .. Auf I Grunl ^rnmunal bm pnslic tf-veit nick ^greisen, § 5. ( N §§ i ftlktewl W, ift die L^Ntun. SJnipven bi S«n der i am > des .fer; Sä: N- 5e ih m Bfe «K Kä «5 IH Nr. 45 6. April 1920 Zchuistrahe 7. An- Kreis . . Gemavkung . . . Verzeichnis «LScluneW Gartenarb" treck fort. Eigenschaft des Nutzungsberechtigten, (ob Eigentümer, Pächter usw. Flachen- matz in Morgen Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil. H. Beö», sämtlich in Dietzen. Lf- Nr. Flur Nr. die bat Grund der Entziehung der Nutzung Des Grundstücks Unterschrift des Nutzungsberechtigten, soweit er erreichbar ist höheren Verwaltungsbehörde zulässig. Tie Entscheidmig der höherar Verwaltungsbehörde ist endgültig. liegen die Entscheidung der unteren Verwaltungsbehörde im beten, um dadurch eine völlig.' Sfiänmg Der; risse im La n Messager ko rp s zur Zeit» opp»Vi'tsches in den genannten jCTten herbei- -en. Ebenso soll eine be jiibnr !Kommission, ifer Ang.hörigen des Pioni.r-B»ataillons 15 :in Partamgptarier angehört, die Vvrgäng: 3. 3. in dem genannten Truppenlörper unter» München, 7. April. Die „Münch Pofl/^ mtlicht in ihrer gestrigen Nnrniwte „Doku- te der Konterrevolution", in denen neu Beweis für das Bestehen! einer mo- stisch-militärischen Versckyvörung in Bayern die in unmittelbarem ZusammeiÄ-ang mit der i Kapps an der Sterbcifüfjrung des militäri- Staatsstreichs in Bayern geaifeitet habe. — teilt das Reickswelrrgruppcnkomrnando 4 u. a. iatz er der Feststellung l^darf, was an den A5erossentlichungen der „Münchener Post"' richtig ist oder nicht. Als Tatsache wird jedoch hervor- gehoben, daß bte bayerische Rcichsk>ehr im ent* sclvidenden Augenblick sich keiner gesetzwidrigen Handlung schuldig machte. Da» neue dänische Kabinett in den Kammern des Reichstags. Verordnung über die Sicherung der Landbewirtschaftung. Vom 4. Februar 1919. Rus Darmstadt. -armstadt, 6. April. Der grötzlc Teil ranzosen lagert auherl-alb der Stadt auf dnr i östlich von Darmstadt. Man schätzt ihre : aus 5000 bis 6000 Mann. Bekanntmachung der neuen Fassung der Verordnung über die Sicherung der Landbewirtscksaftung. Vom 4. Februar 1919. Auf Grund des Artikel 2 der Vewrdnung über die Sickrcrung der Acker- und Gartenbestellung vom 4. Februar 1919 «Reichs Gesetzblatt S. 177) wird der Wortlaut der Vewrdnung über die Sickerung der Landbewirtsck>aftung, wie er sich aus Artikel 1 der Vewrdnung vom 4. Februar 1919 ergibt, nachstehend bekanntgemacht. Berlin, den 4. Februar 1919. Ter Staatssekretär des Reichsernährungsamts. Wurm. der landwirtschaftlichen Grundstücke^ die auf Grund von § 2 der Bundesrats-Verordnung über die Sicherung der Land bewirtschaf- tung vvm 4. Februar 1919 (Reichs-Gesetzbl. S. 179) nach ergangener Aufforderung der Nutzung des Nutzungsberechtigten entzogen und dem Kommunalverband oder der Gemeinde übertragen werden sollen. Jnhaltr-Ukbersicht: Sicherung der Landbewirtschaftung. - Warnung der Preisprüfungsstelle der Provinz Oberhesscn. - Ernennung von ^euer. Visitatoren im Kreise Dietzen. - Feldbereinigung Münster. a Offeriere: tziegcllecke, la " Bekanntmachung über die Sicherung der Landbewirtsck)aftung. Bom 3. März 1919. 8 1. Im Sinne der Bundesratsverordnung über die Sicherung der Landbewirtschastung vom 4. Februar 1919 (Reichs- Gesetzbl. S. 179) sind anzuse1)en als a) untere Verwaltungsbehörde das Kreisamt, b- lwhere Verwaltungsbehörde der Kreisausschutz, c) Kommunalverband des Kreis, d) Gemeinde jeder auf Grund der Städte- und Landgcmeine- ordnung gebildete Verband. § 2. Tie Kreisämter haben die Nutzungsberechtigten von Landgütern und landwirtschaftlichen Grunditücken, die ihre Grundnückc voraussichtlich nicht bestellen, oder bei benen die Bestellung zweitel- haft ist, durch die Ortspolizeibehördai schriftlich oder durch orts- üblickse Bekanntmachung mit kurzer Frist zu einer Erklärung darüber auffordern zu lassen, ob oder wie sie ihre gesamte Ackerfläche bestellen wollen oder welche Stücke davon unbestellt bleiben sollen. Tie Möglichkeit der in Aussicht genommenen Bestellung ist glaubhaft zu machen. 8 3. Soweit Nutzungsberechtigte die Bestellung nicht übernehmen ober bie Möglichkeit ber Bostellung nicht glaubhaft machen oder die Bestellung in unwirtschaftlicher Weise verzögern oder im letzten Wirtschaftsjahre die Bestellung so man g c l h a s t a u s g e f ü h r t h> a b e n, datz die Grundstücke einen unverhältnismäßig geringen Ertrag gebracht haben und zu erwarten ist, datz die Neubestellung ebenso mangellMft ausgesührt wird, ober wenn die Nutzungsberechtigten die Aufforderung unbeantwortet lassen oder nicht erreicht werden können, ist von der Ortspolizeibehörde ein Verzeichnis nach dem hierunter abgedruckten M u st er aufzunehmen und auf kürzestem Wege dem Kreisamt vorzulegen. 8 4. Tiefe Bestimmungen treten mit dem Tage ihrer Verkündigung in Kraft. Mit dem gleick>ai Zeitpunkte tritt die Bekaunt- n-achung über Sicherung der Ackerbestellung vom 9. April 1915 („Tarmst. Ztg." 9h:.83) nutzer Kraft. Darmstadt, den 3. März 1919. Hessisches Landesernährungsamt. Neumann. B e t r.: Sickerung Ser Landbewirtsckwftung. An den Lbcrbürgcrmcistcr zu Gictzen und die Bürger- mciftercicn der Landgemeinden des Kreises. Tie wirtschaftliche Lage Deutschlands fordert gebieterisch, datz der bisher in Bewirtschaftung genommene Grund und Boden restlos bestellt wird und in den Tienst der Ernährungswirtschaft gestellt wird. Wir veröffentlick^en nachsteheird nochmals die Verordnungen des Reick>scrnälwungsamtes über die Sick)erung der Landbewirt- schastung nebst Ausführungsverordnungen des Hess. Landesernäh- rungsamtcs und fordern Sie auf, etlvaige Anträge auf Zwangsbewirtschaftung umgcliend zu stellen. Tie ordnungsmätzigc Bestellung aller Felder muß unter allen Umständen durchgesctzt werden Gießen, den 30. März 1920. Kreisamt Gietzen. I. V.: Dr. Siegert. AmtrverkiiMguiMblart für die provinzialdirektion Gberheffen und für dar Kreisamt Giehen Erscheint nach Bedarf: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag. Nur durch die Post zu beziehen gegen Mk. 2.50 vierteljährlich. 8 1. Tie untere Verwaltungsbehörde ist nach näherer .... ordnung der Landeszentralbehörde befugt, die Nutzungsberechtigten' Kopenhagen, 7. April. Dv: neue Re- gtennur Friis stellte sich gestern den b'teen Kammern des Reichstages vor. Der Miv-isterpräs,dent hielt eine tururg ist viel geplündert toorben. heim unb in Gelsen kirchev sind vor» i die Regierungstruppen kampflos icing-^ogctu, gestern mittag erfolgt der Ein'.narsch der »en in Essen. Zur Zeit ist hier alles ruhig, er Firma Krupp und auf den Bergwerken gearbeitet. Der neue Reichrfinanz Minister über seine Ausgaben. Am Karsamstag hat der neue Reichs ftnonz» minister Dr. Wirth in Karlsruhe einem Mitarbeiter ber „Kokt. Volksztg." folgende AnZfüh- rangen gemocht: Bor uns liegt ein in Umfang unb Tragweite gewaltiges Gesctzeswerk, mit bem bie Gnmdlage für unseven srnanziellen Wiederomfban geschaffen zu haben, bas Verdienst meines Vorgän^rs bleibt. 3m der Reichs abgabenordnung sind bie Grundlagen etne5*neuen einheillit.hen Steuerrechts gebildet, das in steuerökonomischer inte imrde. Die Ereignisse Haden ihr auch bisher Recht eegcben. Hcberoll dort, wo die Truppen hingelangt irnb, ist die Bewegung rasch zusammengebrochen. De Befürchtungen, bie von alliierter S. ite, ge- aützerr nwrden sind, datz gerade das Einrücken t>cn Truppen bie Unruhen verstärken und zur Vcr- nichtung der wichtigsten gewerbliche Anlagen Ähren würde, haben sich nicht beitätigt. Der Gedanke, datz die Entsendung von Trup- aen in das Aufstandsgebiet irgen de ine Bedrohung von Frankreich in sick schlietzen !Sinrte, ist so absurd, datz er einer Widerlegung 1: L mit 22,A . mit 11,43 sm 2: mit 1,28 > 3: . mit 4^1 | L mit 12,40 M, ■ mit 19,47 en Grundstücken mit kürzer Frist zu einer Erklärung darüber aufzufordern, ob oder wie sie ihre gesamte Ackerstäck>e bestellen wollen oder welche stücke davon unbestellt bleiben sollen. Tie Möglichkeit der in Aussicht genommenen Bestellung ist auf Erfordern glaubl)aft zu machen. Tie Aufforderung kann durch öfjentlick>e Bekanntmachung erfolgen. 8 2 Soweit der Nutzungsberechtigte bie Bestellung nicht übernimmt ober bie Möglichkeit der Bestellung nicht glaubtest macht pber die Bestellung in unwirtschaftlick>er Weise verzögert ober im letzten Wirtickiaftsjahre die Bestellung so marrgelhast ausgeführt l)at, datz das Grundstück einen nnverhälMismätzig geringen Ertrag gebracht bat, und zu erwarten ist, batz die Neubestellung ebenso mangelhaft ausgeführt wird, ober wenn der Nutzungsberechtigte die Aufforderung unbeantwortet lätzt oder nicht erreicht werden kann, ist die untere Verwaltungsbelwrde nach Anhörung des Bauern- und Landarbeiterrats befugt, die Nutzung des Grundstücks mü Znbel)ör ganz oder zum Teil auf längstens sechs Jahre dem Berechtigten zu entziehen und dem Kommunalverband oder einer Gemeinde zu übertragen. Ter Kommunalverband und die Gemeinde haben bei der Nutzung des Grundstücks nach den Regeln einer ordnungsmätzigen Wirtschaft zu verfahren. § 3. Aus Gründen ber Billigkeit kann die üntere Verwaltungs- behörbe die Rückgabe ber Grundstücke an den Berechtigten bereits zu einem srülieren Zeitpuntt als dem zunächst bestimmten verfügen. 8 4. Tie untere Verwaltungsbehörde bestimmt, inwieweit der Kommunalnerband oder die Gemeinde dem Nutzungsberechtigten eine Entschädigung zu gewähren haben oder der Nutzungsberechtigte dem Klomn^unalverband oder der Gemeinde für nachweisbare Verbesserungen des Grundstücks Ersatz zu leisten bat. Tie Landeszentralbehörde kann Grundsätze für die Enlsck)ädigung und die Ersatzleistung aufstellen. Auf Antrag hat die untere Verwaltungsbehörde bei Rückgabe des Grundstt'icks die gesamte Auseinandersetzung zwischen dem Kommunaloerband ober ber Gemeinde und dem Eigentümer sowie ben sonstigen Nutzungsberechtigten vorzunehmen: sie hat hierbei, so,veit nicht die gemätz Absatz 1 Satz 2 ausgestellten Grundsätze eingreifen, nach billigem Ermessen zu verfahren. 8 5. Gegen die Verfügungen der unteren Verwaltungsbehörde nach 88 1 bis 3 ist binnen einer Woche bie Beschwerbe bei der mnytui laut uie fruii»iy|iriqe izuryicvinig neis ov- müht, die deutsche Regienmg von diesem milltärü- schea Vorgehen, das mit einiger Vorsicht hätte vermieden ro.'rben form’n, ab zu halt n. Nichtsdestoweniger sind die Reichswehrtruppen in das Ruhrgebiet emaerückt. Tie Regierung der srmrzösischen Republik sieht sich baber gezwungen, sich einfach zu sichern, damit die Berliner Regienmg ihrer Unterschiift nachkomme. Deshalb habe ich den Befehl erhalten, die Städte Frankfurt, Homburg, Hmiau, Tarmsladt und Dieburg zu besetzen. In diesem Augenblick halte ich für notwendig, zu erklären, datz diese Besetzung keine semdselige Handlung gegen die arbeitsame Bevölkerung dieser Gebiete bebcutet, sie hat lediglich den Zweck, die 2lussühnmg, des Vertrages zu sichern und wirb aufhören, sobald die Reichswehrtruppen die neutrale Zone vollständig geräumt haben. Der Belagerungszustand in den neu besetzten Städten. W i e s b a d e n, 6 l>lpril. In ben ncubeiefclen StÄren fowic in den Bezirken Wiesbaden Stast unb Laich außer Bic bruch, Königstein, Langem- schwalbach, Höck)st und Grost-^Neviu wurde der Belagerungszustand von den Franzosen verhängt unb die gesamte Verwaltung unter bie Kontrolle ber Delegierten ber hohen Rhein landsöommission in der -jorm gestellt, ane es amhrend des Waffenstillstandes üblich war. Zwischen 9 Uh. abends und 5 Uhr früh dürfe,, feine Versammlungen wattfioben, xer Verkehr, ber bisher noch ung'hinder' war, steht unter ntuv !arischer Kontrolle. Es erjch.ineu feine Zeitungen Frankfurt a M., 6. April, .p-.Ute 'ruh 5 Uhc ist in Frankfurt a M, das ftvnzost ch: Besetzungsbotmnando in Starck einer xtcr.)Km, et.na 20000 Mann, ein gerückt. eifenbaiTc Bost um. Polizei wurden sofort bcetzt ^er Belage- r un gsz u stand wurde verbmurt arte ftan- zö'i'ckte Mili ärpatnouillcn dure^iei^n, die L.abt. In der S aet selbst ist alles rui>jg Dte Beherden find in ihrer Arbeit nicht b hindert, arbeiten jedoch unter Kontrolle ber fron-ö r ch fl N bie Betriebäbeamte 1 Vb werden, mit nur an örubmcrw^ 1 veckaust. Die Siy* Migwg ton der k für ivelihe sie kwst £ljr ton imterorbrifi irtentionalstrask tt Rm.; ebenfalls mtr derselben Strafe bdtt n Nrn. kommen nü ________3M | lission. >er ükmeinbe iDttetni 1 SubmiffMÄrqc w- , nmht bedarf. Deutscherseits darf demnach mit vollster lieber- ;«ugung der Standpmllt Pertneten werden, datz eine I vorsätzliche Verletzung des Frfedensl>ertra»>s, bie ei c Verantwortlichkeit ber deutschen Regierung im l Sinne des Vertrages begründen könnte, überl^aupt r-cht vorliegt. Selbst wenn aber eine solche Ver- lAtzung begangen Iwre, so wäre dadurch ber von t~r französischen Regierung jetzt vorgenommene iri'itärisck)e Gewaltakt noch nicht gerechtfertigt. Die aliicrtcn und assoziierten Regierungen haben in iüver Note vom 8 12. o. I. erftärt, daß sich vom Snttreten des Friedenszustandes an die Folgen rner etwaigen Nichterfüllurrg vertraglicher Ver- telichttlNgen nirr nach den allgemeinen Bestimmen b-m des Friedensoertrages sowie nach den vom i Aöllerrecht anerkannten gewöhnlichen Verfahrens- inten bestimmen sollten. Damit steht bas jetzige Lorgeheit der französisckten Resierung in schrosfftem Widerspruch, lleberdtes Hal sich alvr die srorrzö- - süche Regi^tng über grundlegende Bestimmungen da Völkerbtnrdakre bin weggesetzt, die einen integrierenden Bestandteil des Friedensvcnvages bi! itm. Die Lösung einer derartigen Streitfrage ztvi- feben einem Mitglied und einem Nichimikglied des KiundeS durfte nicht ohne weiteres mit Gewoft, son- c-am zunächst mit einem internationalen Sck-!ich tungsversahr'u versucht werden. Zum Scksluß muß die deutsche Regierung mit dem Nachdruck darauf Hinweisen, daß bie von der französischen Regiennrg ergriffenen militöri- ! scken Zwangsmaßnahmen notn>endigerweisc die s Hw er st en Folgen in politischer unb wirtschaftlicher Bezr.ehung Halen wer- ixa. Es ist für jede Regierung in DeutschlluÄ ■auf die Gefahr hin, datz gewisse Ärveitergruppen für den Fall des Einmarsches von Reichswehrtruppen zur ZerstörunsderSchächte schreiten tönntcu Am 31 März machte die französische Regierung ihre Erlaubnis für den Einmarsch mit einem Male von dem Nckckrveis der absoluten Nohvendig- keit abhawTig und erklärte chrerseits ben Er)marsch für unnötig und gefährlich. Da inzwischen bie Niel dirngen über bas Bandenunniesen im Ruhrgebiet sich häuften und von allen Seiten und Parteien die Notschreie Tarnen, war an eine roeitece Verschiebung des Einmarsches nicht zu denken. Die deutsch.' Negierutig ließ darum am 2. April eine Note übergeben,, die auch an bie Geschäftsträger der anderen alliierten Länder zur Uebrrmittlung an die betreffenben Regierungen gesandt wurde, wie überhaupt während der ganzen Zeit sowohl in den alliierten Lauptstädtei'. wie auch in Berlin ben fremden Geschäftsträgern von dem Reichskanzler bie genauesten Informationen über den Fortgang ber Ruhran - gele gen hei t gegeben wurven. Am 2. April abends erneuerte Die irmtchsische Regierung in Beantwortung der deutschen Note ihre Forderung nach Besetzung i»r gen mutten deutschen Städte und sofortige Zurückziehung der in das Ruhrgebiet cinmaricb-cratben Truppen. Äm 4. Aprit führte die bcutKfx Regierung den Nachrveis, daß die in der 50-Kilometcr-Zone lefindlichm dnitschen Truppen in ber Kopfzahl Öen laut Abkommen vom 6. August zugestimmten Umfang nicht überfrei^n. Am 6. April vormittegs erfolgte in Paris ixe Uebcrreichur.g ber französisckten Rot.', die eingangs wieder vg< bau ist. Die sich de irrigen allllerten R.'gierungen zu dfm inzwi'chen erfolgten Einmarsch stell m, ist zur Zeit roch nicht befamit. dt ber deutschen Rt- gienmg l d g ich eine franzö'rck« Not' ;/ge7angtm ist. Tie ReicklSvegienmg ax.b ich mit a..er Ent- sck-ed'N'- i: tegen ' s Borg ho i verwahren, das jede Möglichste, 'wi chm Frankreich und D.u:' land ben modus t-icesiöi zu schaffen, aussichtslos macht und nur aufs neu: L;. ittäfte starten muß, ixe von einer Grfüüiaa Los FriLd2rSverrnLges Mittwoch, 7. Zlpril 1920 Mnnelfmf von Mnjctae« für bie lagesnummer o(» zum Nachmittag vorher ohne jede r»*erä. N. Ostern 1920. 000 Lich, den 4. April 1920. 3869 UM Fritz Nowack in hassen, Kr. Mark. 05957 herzlich. oeiir Läuserschweine 05808 Staifer SIHce 17 £ SHS tote Fahrrad Einen Für die uns anlätzlich unserer Vermählung übersandten Glück» wünsche und Geschenke danken wir Die glückliche Geburt eines gesunden Kräftigen Oster-Jungens zeigen hocherfreut cm Konrad Kleinste u. Frau geb. Balser. t X Minna Mook Tarl Kutzer Verlobte zeigen hocherfreut an Karl Schieferstein und Frau Ottilie geb. Weis. Konrad Trlrtkans. Gründern (föeffeni, CMM Londorfer Strabe. । Willi Schultheiß I und Frau Tlse geb. Rüster. j Gießen, 6. April 1920. erhaltenen mit neuen Erntelettern Gießen (Süd-Anlage 9), den 4. April 1920. jein Packpapier Rollen und Bogen. Friedrich tiatb, Mainz, Jllstrahe 19. Bekanntmachung. B e t r.: Feldfrreinigung M ünster. Tagfahrt zur Entgegennahme der Wünsche, die die Beteiligten für die Bildung der neuen Ersatzgrundstucke geltend machen wollen, findet: Samsta g, den 10. April 1920, vormittags 8—9 Uhr, auf der Bürgermeisterei Münster statt. Tie Wünsche sind schriftlich einzurcichen, und müssen angeben, welche alten nach Flur und Nummer zu bezeichnenden Grundstücke zusammeitgelegt werden sollen, und bet welcher alten Parzelle die Zusammenlegung erfolgen soll. Wünsche, die in die-sem Termin nicht schriftlich eingeretcht werden, haben keinen Anspruch auf Berücksichtigung. Friedberg, den 26. März 1920. Ter Hessische Feldbereinigungskommissär: Tr. Jann, Rcgierungsrat. Mini Gabriel und Ferdinand Weckekling geben ihre Verlobung bekannt Bekanntmachung. Betr : Ernennung von Feuervisitatoren im Kreise Gießen. Als Feuervisitor des 3. Bezirks, umfassend die Orte Allertshausen, Climbach, Geilshausen, Kestelbach, London, Odenlxmsen, Nüddingshausen und Weiters'harn rst der Maurermeister Peter Schöneweiß in Kesselbach verpflichtet worden. Gießen, den 27. März 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: W e l ck e r. An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises, das Polizciamt Gießen und die Gendarmerie des Kreises. Nachstel)ende Warnung bringen wir mit dem Hittweis zur Ketmtnis, das; alle Übertretungen und Verstoste Segen d^selbe bei der Preisprüfungsstelle Oberhessen zur Anzeige zu bringen srnd. Gießen den 31. März 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Welcker. ö. 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Einkaussrechnungen sind den Revisoren auf Verlangen vorzulegen Das Aba.chern und K überzeichnen von Preisen für bereits ausgezeichnete Waren ist verboten und wird bestraft. Die Preisprümngsstelle Oberfr sen wird, wenn vorstehende Warnungen unbeachtet blnben sollten bei allen Zuwiderhandlungen gegen die bestehenden Verordnungen tmd Gesetze, die ihr zu Gehör kommen, und die bei den fortwährend stattfindcnden Geschäftsrevisionen vorgefunden werden, tuinachsicht- lich und mit aller Schärfe gegen die schuldigen vorgehen und deren strenge Bestrafung durchsetzen. _ Wir warnen die Bevölkerung vor dem Ankauf von Waren, bei denen eine Aenderung der Kleinverkaufspreise ersickstlich ist, da dieselbe größtenteils Schleichhandels- und Sehteberware ist. Auch der Käufer solcher Ware macht sich wegen Unterstützung de» Schleichhandels strafbar. Gießen, den 20. März 1920. Preisprüsungsstelle für die Provinz O be r h e s se n , Gießen Lonystraße Nr. 7. Vie Auftraggeber | Noch gut erhalt, schwere SÄ»» । «»Ä; Warnung. In neuerer Zeit mehren sich die Fälle, daß^Händler^ettnn- gungen, Innungen, Zwangsmnungen usw. ^rt Preisfestsetzungen in die Oefsentlichkeit treten, ohne daß deren wirtschaftliche B- rechtigung durch genaue Kalkulation utld Borlage zwecks Nach. Prüfung lei der zust°ndi«n Wäptd den wäre. Die Preisprufungsstelle für die Pr^mz Oberhessen macht ausdrücklich darauf aufmerksam, das; sol cfr Preis fe st st tzu n g n und deren Veröffentlichung als AnreizMr Pretstreib^er und Wuckzer unter Strafverfolgung stehen, und daß d^EMgen Geschäfts- inhaber, die solcheii Preisfestsetzungen folgen sich, der Gefahr aussetzen, wegen Preistreiberei, Wuck^r und Anreiz zum Schleichhandel vor Gericht gestellt zu werden Innmigen und Zwaiigsinnungen, besonders aus dem Gebiete der Gastwirtschaften, Schuhmacher und Kohlenhändler usw, sowie dem Handel mit Lebens- und Genußmitteln und Gegenständen de^ tag- lick>en Bedarfs wird dringend empfohlen, vor Festlegung und Veröffentlichung solcher Preise unter Darlegung emer genauen Kallu- lation die Genehmigung der Preisprüfungsftellc einzuholen und keine Veröffentlichung von Preisen ohile Genehinignng dieser Stelle vorzunehmen. Preisfestsetzungen, die ohne Genehmigung der zuständigen Preisprüfuiigsstelle festgesetzt oder veröffentlicht werden, sind ungültig und werden von der zuständigen Verwaltungsbehörde als nichtig erklärt. _ Des weiteren laufen bei der Preisprüfungsstelle Oberhessen öfters Klagen ein, daß in verschiedenen Geschäften m der Provinz Oberhessen deutsche Seife zum Verkauf kommt, auf der der vor- qeschrieb.'ue eingepreßte Kleinverkaufspreis ausgekratzt ist, um die Seife dann zu höheren Preisen an das Publikum abzusetzen. Die gleichen Verhältnisse liegen auf dem Gebiete des Schokoladen- und Zigaretten Handels, auch hier werden des öfteren die ausgedruckten Kleinverkaufspreise überschritten, weil es sich größtenteilsum Schleichhandels- oder Schieberware handelt. Wer solche Ware aufkäust und in den Handel bringt, unterstützt dieses unreelle Ge- schästsgebahren und macht sich der Preistreiberei und des Kettenhandels schuldig und hat strenge Bestrafung zu gewärtigen. Die Geschäftsinhaber werden darauf aufmerksam gemacht, daß sie verpflichtet sind, über die Herkunft aller Waren und der Ern- Bekanntmachung zum Kapitalertragsteuerges Das ton ber N^ironalvei^ammLrng beschlio Kaprts!ertr>iielle kann nicht erteilt werden. Transport grober wird angenommen. 06100 Liudengafse 10. Mädchen emystehlt sich im Bügeln ccooa] SelterSweg lb,u Gefunden «n, GMasA ui. I. Abzuholen bei Heinrich Waancr, 9äwengasie 6. DamoB-LedertlsehelL nef. Holzverkaus. Aus den Distritten Schnabel und Spi des Gemeindewaldes fallen folgende Fichten-i) Hölzer aus dem Wege des schriftlichen Ange verkauft werden : _ „ „ _ _ _ 2os 1: 16 Stämme Klasse 5a = 8,41 Fw 242 Stämme Klasse 5b — 54,42 Fw Jos 21 221 Dmchftangen Klasse 1 = 19,70 55 Derbstangen Klasse 2 --- 3,20 Die Angebote sind getrennt nach Losen Sortiment pro Festmeter, mit Aufschrift Verse verschlossen bis zum 12. April l. I., n< mittags 2 Uhr, bei der unterzeichnetenS stn-ureichen. Das Holz ist mit Rinde gerne Die Gemeinde behLt sich die Genehmigung einzelnen wie im ganzen vor, auch über die möglichste Sicherheit, und wie ihr der Em, de» Kaufpreises am Befreiten eritfrint Bedrn am liegen auf der Bürgermeisterei offen. Leihgestern, den 1. April 19M. i Bürgermeisterei Leihgestern._______ Bekanntmachung. In unser H andrisregi ster Abt. A wurde 1 bezüglich der Firma Wallenfels & Sauer in Gi eingetragen: Dem Kaufmann Albert Wall« m Gießen ist Prokura erteilt. 38 Gießen, den 29. März 1920., Hessisches Amtsgericht. Schwarze Hose au kaufen gesucht. Schr. Angebote mit Preis unt. 00017 an den Gieß. Anz. Kaufe jeden Posten zu verkaufen. 38(6 Nord Anlage 3S p. Verkaufe wegzugsbalber 1 Serviertisch (neu), SIL- filant., 1 Roth ®. Eoae, eisa Binse, IP.gelb.H.-Sehslr- schabe (41). »inioe "fnad Zwieb., 1 Kaehosahlasnir., aneh Sleckawieb., 188 Bob« nensteBg., 8 Spat., 1 Piek., verseh. EacsgegoMtSnle. Bl. dflhleagasaa 81. r. @ut erb. 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