Nr. 3 Tn Gießener Lnzeiyer erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, vezugrpreir: Monatlich Dlk. 2.30, inerte!jährlich Ml. 6 90 einschließlich des Bestellgelds; durch die Post t>iede(jährlit^ Mk. 6.— ausschließlich Bestellgeld. Fernsvrech - Anschlüsse: für die Lchristle'tunql 12 vertag,lÄeschäßtssteUebl Anschrift für Drabtnach- rrchlew »«zeiget Gieß««. postscheckionto: Staetturt a. M. 11686 170. Jahrgang Montag, 5. Januar 1920 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen ZwiMngrnmddruck u. Verlag: vrühl'fche Unio.-Such- u. Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung. Sefchaftrftelle u. Druckerei: Schulftr. 7. Lnuahme von Anzeigen s. die Lagesuununer viS zum Rachmiuag vorder ohne std< Verbindlichkeit. Dreh für I mm höhe für Anzeigen v.34mm breite drill 1) 26 ßf, ausivärts 30 Pf.; für Äektame- Anzeigen von 70 mm vrene 9U Pf. Bei Platz- x>orfdinfi20*/ A nschlag. Hauvlichri lieuer: Ar>g. Goeq. Berantivortlich für Polit k: Aug. (Äoey , für den übrigen Teil: Dr. Nemholü 3en$; sur den Anzergenteü: p. Beck, sämtlich tn Gießen. Wert Maßgebend für diese drei Gruppen ist der vom 30. Sunt 1919. Für die Bewertung des Grundrermögens ist, tote überhaupt bei jeder Vermögens Bewertung (§ 29 des Besitzsteuer gefetzes). grundsätzlich der gemeine,Wert einzusetzen. Unter dem gemeinen Wert versteht man den Wert, der nach den Eigenschaften des Gegenstandes im gewolsnlickM Verkehr ohne Rücksicht auf unge- wöhnlickx oder nur subjektive Verhältnisse zu er» zielen ist. Nun liegen in dieser Beziehung die Verhältnisse heute besonders schoierig. Viele Grundstücke, namentlich landtoirtschaftliche oder gärtnerisch', sind infolge der starken Nachfrage nach Grundbesitz und des Bedürfnisses vieler Leute, selbst ein zur Bewirtschaftung geeignetes Grundstück zu besitzen, außerordentlich im Werte gestiegen. Der Preis sowohl für den Eigentums- erwerb toie für den Pachtbesitz ist so hoch wie noch nie. Ob dieser Wert so hoch bleibt, ist gewiß zweifelhaft; anzunehmen ist, daß er auf die Dauer nidxt aufrechterhcckten bleibt, sondern bet all- gemeiner Senkung' der Preise, namentlich der landwirtschaftlichen Produkte, wieder erheblich sinken wird, Würde man fomit diese Grundstücke nach dem augenblickliä)en Verkehrswert einstellen, so würde dies den Stenerpflichigen ganz außerordentlich belasten. Umgekehrt wird solches Gelände, dos Äs Baugelände in Betrach kommt, vor dem Kriege einen höheren Wert besessen haben, als er gegenwärtig zu erreichen ist, weil in absehbarer Seit Bauten bei den jetzigen Material- und Er- richtungskvsten nicht erstellt werden können. Der Steuerpflichtige wird mit Rücksicht auf diese Umstände der Steuerbehörde die Nachweise ltefern müssen, eventl. an Hand des Gutachtens sachverständiger Personen, welcher Betrag als wirk- tidrr gemeiner Wert seines Grundvermögens in Ansatz zu bringen ist. Die Bewertung des Grundbesitzes nach dem Welwbeitragsgesetz (Stichtag 31. Dezember 1913) ist seinerzeit grurchsatzlich nach dem Ertragswert v erfolgt (§ 17 WBG). Dem StLnerpflickftigcn stand allerdings damals das Recht zu, zu verlangen, daß statt des Ertragswertes der gemeine Wert der Veranlagung zu Grunde gelegt werde. Von diesem Rechte ist ,e- dock» nur in wenigen Fällen Gebrauch gemacht worden. Wenn nun ein Grundstück m der seit zwischen dem 1. Januar 1914 und 30. ^yuni_ 1919 veräußert worden ist, und zwar zu einem höheren Preise, als es am 31. Dezember 1913 veranlagt wurde, so tritt rein rechnungsmäßig, ein Ver- mögenszuwackrs des Steuerp.lichtigen in die Er- sckxinung, der in Wirklichkeit gar nicht vorhanden ist, nämlich der Unterschied zwischen dem Ertragswert (31. Dezember 1913) und dem damaligen gemeinen Wert des Grundstücks. Für diesen Fall enthält unser neues Vermögenszuwachssteuergeseh in seinem § 4 folgende Bestimmung: z/3n Fallen, in denen Grundstücke bei der Wehrbeitragsveranlagung mit einem unter dem gemeinen Wert ($erEauf§tt>ert) bleibenden Ertragswerte bewertet mtb innerhalb des Vevanlagungszcitraumes ver- Lußei-t worden sind, wird au) Antrag des Ans.rngs- vermögens unter Zugrundelegung des gemeinen Wertes des veräußerten Grundstückes am 31. Dezember 1913 anderweit festgestellt." Durch diese Bestimmung wird die Härte vermieden, die dann bestehen würde, daß der nur ziffernmäßig und nicht tatsächlich b-stchende Vermögenszuwaclss der scharfen Kriegssteuer unterworfen wird. Der Ate gabepflichtige hat das Recht, zu beantragen, datz das Anfangs vermögen in der Weise bwickstigt bzw. erhöht wird, daß das verkaufte Grundstück m der Vermögensousstellung pw 31. Dezember 1913 mit dem gemeinen Wert (Verkaufswert) angeietzt wird. Dieser Wert ist selbtverstanolich zu ermitteln und zwar unter Zuhilfenahme von Erkaufen, die gleick-artige Grundstücke m gleicher Lage und bei etwa gleichen Verhältmsten zur Zeit der Wehrb.ntragsVeranlagung betrosfen Haven. Für Grundstücke, die in der Zeit nach dem Januar 1914 erworben wurden, lmd mindestens die GeftehungsiÄsten anzufetzen. D eie Bestimmung des § 10 des Vermözenszutoachsiteurwge.etzes soll bewirken, daß dec G r u n d e r to e r b l m Kriege mit dem Betrage angesetzt wird, bmi der Steuer» pflichtige für den Erw-ero aufgewendet hat.^s ist bekannt, daß viele Personen, um ihren Knegs- aewinn unterzubringen, den nach r^rer AniiOt sicheren Besitz, wie er sich im Gru^ngentuM badlefit, zu erlangen stvebtoii, Gnrnvbe^ib zu hohen Preisen erworben und ohne Rücksicht auf den gemeinen Wert bcsielben Kaufpreise bewilligt haben» Viele Grundstücke dürlen bei Fest^ Besitzsteuergesetzes fest zu stellen ist, umfaßt: 1. Grund vermögen, 2. Betriebs vermögen, 3. Kapitalvermögen. Mllung des End vermögens zu keinem geringeren I Werte als dem Betrage der Gestehungswsten an-1 gesetzt werden. Von diesen Gestehungskosten sind I die durch Verschlechterung entftantenen Wertminderungen abzuziehen. ES stelst nach dem Besitzsteuergesetz, § 30, und somit auch nach dem Kriegszuwachssteuergesetz im Belieben des Steuerpflichtigen, statt des gemeinen Wertes die Gestehungskosten für das Grundvermögen anzusetzen. Diese Bewertung tritt nur auf Antrag ein, und es müifen die Gestehungskosten nachgewicsen und glaubhaft gemacht werden. Der Steuerpflichtige wird namenllich dann diesen Antrag stellen, wenn der gemeine Wert die Gestehungskosten übersteigt. Unter den Gestehungskosten ist der Gesamtwert der Gegenleistungen beim Erwerb iErwerbspieis). sonstige Anschafsungs- tollen, sowie alle auf das Grundstück gemachten besonderen Aufwendungen während der Besitzzeit zu rechnen, soweit sie nicht zu den lausenden Wirtschastsausgaben gehören und soweit die her- gestellten Bauten und Verbesserungen noch vorhanden sind. Der Antrag te5 Steuerpflichtigen ist bei der Veranlagungstommiision zu stecken, und »war am besten gleich im Formular bei Angabe ber Steuererklärung. Ist der Antrag versäumt worden, so kann er nach Erlaß des Steuerbescheids nachgeholt werden, jedoch nur bis zum Ablauf der Berufungsfrist. Jeder alte Grundbesitzer ist sonach in der Lage, zu bewirken, daß an Stelle des gemeinen Wertes die Gestehungskosten in Ansatz gebracht werden. Der alte Grundbesitz ist somit von dem Gesetz begünstigt, wahrend der Grunderwerb im Kriege durch die bereits erwähnte Vorschrift des § 10 des Kriegszuwachssteuergesetzes mit Recht besonders scharf herangezogen wird. Auch bezüglich der zweiten Gruppe von Vermögen, das nach L 5 des Vermögenszuwachssteuergesetzes zu deklarieren ist, muß auf das Besitzsteuergesetz zurückgegriffen werden. Der § 2 desselben versteht unter Betriebsvermögen: a) Landwirtschaft, Forstwirtschack und Gärtnerei, soweit sie auf fremdem Boden betrieben werden (soweit Landwirtsck-aft, Forstwirtschaft und Gärtnerei aus eigenem Grund und Boden betrieben werden, sind sie unter der Rubrik „Grundvermögen" zu berücksichtigen). Zum Betriebskapital, das die Land- oder Forstwirtschaft oder die Gärtneiei auf fremdem Grundstück darstrllt, fällt das letende ober tote Inventar des Päcte leis, sowie sein Betriebsvermögen in Geld. Für die Bewertung des Betriebskapitals gilt wiederum der allgemeine Verkaufs- oder Verkehrswert. Aach hier wird die Festsetzung dieses Wertes auf Schwierigkeiten stoßen. Einerseits sind die während des Krieges angeschafften Gegenstände in vielen Fällen nicht in der früheren Güte vorhanden, zum Teil auch zu teuer beyalLt. Wiahrend des Krieges 'haben sie infolge schlechten Zustandes der Betriebsstoffe und, weil Au.'besserungen nicht er- stlgen tonnten, erlxblich gelitten. And-verseits sind die Preise, die für landwirtschaftliche Produkte, insbesondere für Vieh im freien öanbel be- ^ihlt werden, zur Zeit ungehmw hoch. Hier wird der Landwirt, wenn er seine Bilanz per 30. Juni 1919 aufstellt, die rechte Mitte zu finden wissen müssen. Man wird nicht verlangen, daß das landwirtschaftliche Inventar so zu veranschlagen ist, wie es sich gegenwärtig Der werten ließe, denn der Landwirt muß darauf Rücksicht nehmen, daß er seine Wirtschaft fort.ühren kann. dNanche Landwirte werden ihren Viehbestand wieder erhöhen müssen. Sie werden eine unverhältnismäßig große Menge Kunstdünger beschaffen müssen, sie werden ihren Boden, der durch ungenügende Zufnlwen gelitten I?at und übermäßig ausgeoeutet worden ist, verbessern müssen. Diese und viele andere Umstande werden den Landwirt zu Rückstellungen berechtigen, aus denen er nach und nach die Nachteile der Kriegsjahre wieder ausgleichen kann. b) Gewerbebetriebe (Industrie, Handwerk, Handel, Bergwerksbetriebe). Für oie Bewertung des Betriebsvermögens gilt grundsätzlich der gemeine Wert. In den meisten Fä.len werden die Gewerbetreibenden in die Lage kommen, eine besondere Steuerbilanz aufzustellen. Ties ist zulässig, und zwar auch zu Gunsten des Steuerpflichtigen (vgl. Deutsche Steuerzvitung VII, Seite 136). In diesem Punkte werden sich wohl die meisten Streitigkeiten zwilchen dem Stcuersiskus und dem Steuerpflichtigen entwickeln. Bereits in den Ausschuß- Verhandlungen ist die Frage erörtert worden, ob die Entwertung eines Gesamtunttrnehmens infolge der gegenwärtigen wirtschaftliche Lage die Einsttllung e'rrr besonderen Reserve in der Bilanz rechtfertigt. In der Literatur ist die Zulässigk.it eines steuerfreien Kontos für die Minderte wertung tes Ge- samtnnternehmens fast durchgängig bejaht (Vachen- Inrrg in der Frankfurter Zerlnng, Flcch Herrn u. a.). Es ist hier nicht der Platz, diese Frage eingehend zu erörtern, bei der namentlich auch noch tn Betracht kommt, daß nach den Verordnungen vom 4„ 19. mtb 24. Januar 1919 .^n .Betneosun^rn.-Hmern Verpflichtungen über die Einstellung, ©ntlaifung und Entlolmung gewerbliHr Ardnt^imdAnge- stellter sowie uter die BeschaftiMng ^chn-e^escha- biqter auferlegt werden; hierdurch muifcn erhebliche Beträge aufgenxnbet werden, denen eine Wirts ckaft- liche Leistung in entsprechendem Umfange nicht gegenübersteht. Ter Prä, ident des Reicte manz- hofs, Strutz, hat sich über diese Frag? geäußert! deutsches Steuerblatt 1919, S ite 287s und die Zulässigkeit eines Wertb.-richttgungstontos tur den Fall bejaht, daß unwirtschaftliche Lohnzahlungen eine Entwertung beö Gesamt unternehmens ver- Ur1a®ereit§ aus Anlaß des früheren Kriegszu" Wachssteuergesetzes und aus anderen steuerlichen Rücksichten haben sich lebhafte Erörterungen er- eben über die Frage eines sogenannten llmstel- lungskontos. Tie Betriebsinhaber haben vie.fach darauk hinsewiesen, daß die Udferfübauis xtyx» Vie neuen Steuern. Bon Justizvat Grünewald, M.d.N. III. Die Vermogenszuwachsstcuer. Zunächst darf eine kleine Unrichtigkeit unseres letzten Artikels berichtigt werden. Dort wird im drittletzten Matz von ber Verpflichtung beb Steuerpflichtigen gesprochen, per 30. Juni 1919 fein Grundvermögen festzustellen, während es feLbstverständlich heißen muß: End vermögen Im übrigen sind mittlerweile so zahlreich Anfragen, namentlich wegen Feststellung des End- Vermögens an mich herangetreten, daß es doch ttottoenbig erscheint, heule roch einmal, und zwar fcbiglitf) in praktischer Weise auf die Bestimmungen des Gesetzes einju geben, die sich auf die Erklärung des Steuerpslichigen und die Veranlagung des Vermögens per 30. Juni 1919 beziehen, und namentlich auch die äuredymmgen und Abzüge, die das Gesetz vorschreibt, ins Auge zu fassen. Gerade in diesen Fragen bestehen bei den Steuerpflichtigen vielfach Unklarheiten. Das Reinvermögen, das nach 82 des seien nahezu ober ganz wertlos geworden. Die Her- stellung von Kriegsbedarf habe ganz aufgehört, andere Einrichtungen müßten getroffen werden, Be- Betriebes aus dem Kriegszustaito in das Verhältnis der Friedenswirtschaft eine Revolutionierung der Wochen in Bern gewesen, um Oesterreich bei Frieden gegen Abtretung des Trentino anzubietrn. Prinz Sixtus reist neuerdings nach Wien, erhält dort ein neuerliches Handsch.eiben des Lvaiiers, m bdm alle diese Tatsachen zu ammengesaßt bestätigt werden. Der Kaiser erklärt, ec sei entschlossen. gesamten Betriebsverhältnisse bedinge, die die Einstellung einer tefonbrren Reserve zum Gebote mache. Anlagen für die Herstellung von Kriegsbedarf, die man wahrend des Krieges errichtet. eilig und ohne Rücksicht auf die Kosten fertig gestellt! seine Pläne durch)ukämvfen, verlange aber Siche- habe, nur damit rasch produziert werden tonnte, ; rangen. Czernin erklärt, das drohende Auf- r~---**-----L----------,r ’ -------*■-- treten des deutschen Hauptgnartiers könne ihn nicht einschüchtern: er verlange Verhandlungen. Die dem Bries Kaiser Karls beiliegende Note Czernins verlangt für den Fall von Grenzberichtigungen B ür g s cha f ten hinsichtlich ber Unversehrtheit der Mona r chie. Czernin sichert, aus Grund dieser Bedingungen könne Oesterreich einen Sonderfrieden schließen. Ter Prinz hat am 20. Mai Unterrcbungen mit Poin- care und Ribvt und am 28. Mai mit Lloyd George und dem König von E» g and in London. Die weiteren Ergefmis'e tourtet der Prinz in Paris ab. Aber dann zerschlägt sich alles. Der letzter wälmte Bries des Kaisers wird von der Entente nicht beaitttoortet. Die Internierten von Scapa Flow. Berlin, 3. Jan. (WDB.) Nach Mitteilung der schweizerischen Regierung ergaben Feststellungen an Ort und Stelle, daß oie in der Presse der Alliierten verbreiteten. Nach- ruhten über eine angebliche Mr."terei und die Verhängung von Hungerstrasen gegen die Scapa-Flolv-Leute unzutreffend wären. Der .Sachverhalt war vielmehr folgender: Die Mannschaften richteten Ende November das dringende Ersuchen an den Lagerkommandaw- ten, ihnen Auskunft zu geben, wann der Ab- transport beginnen werde. Sie erhielten keine Auskunft. Daraus erfolgte eine teilweise Ar- beitsiliederlegung. A.s die Besatzungen dann darüber aufgeklärt wurden, daß ihre Zurückhaltung nicht Schuld des Lager- lommandanten sei, daß dieser vielmehr wegen des Zeitpunktes ihrer Freilassung mehrfach in Lotrdon angefragt habe, wurde die Arbeit nach 30 Stunden wieder aufgenommen. Während der Arbeitsverweigerung wurden die gewöhnlichen Verpfleaungsrationen ausgegeben und nur die Arbettsrationen kamen in Fortfall. Auf die sonsttgen der britischen Regierung übermittelten Beschwerden wegen der Behandlung der Besatzungen steht eure Antwort noch aus. WilfonS Krankheit. Paris, 3. Jan. (Wolff.) Uebcr das Befinden des Präfioenten Wilson läßt sich der „Petit Parisien" aus Baltimore melden, daß Wilson an einer Gehirnentzündung erkrankt sei. Daraus erklären sich bte mehr oder weniger beunruhigenden Symptome, von denen in den letzten Krankheitsberichten ge- sprock-en wurde. Trotz der Gefahr eines Schlaganfalls rechne man mit der Wiederherstellung des Präsidenten innerhalb eines Monats. Der Präsident schließt sich fast ganz von der Außenwelt ab; nur seine Vertrauten haben Zutritt zu ihm. Amerikanische LebenSmittelhilfe. Köln, 5. Jan. Ter „Köln. Ztg." wird aus Berlin gemeldet: Sowohl in England wie in Amerika sind es hruptiächlich die Q u ä ke r, von denen die Dringlichkeit der Lebensmittelversorgung Mitteleuropas mit klarem Blick erkannt 'wird. Quäi)erkreise standen auch hauptsächlich hinter der Hungervonfcrenz m London, an ber auch deutsche und österreichische Vertreter teil- nehmen tonnten. Tie nunmehr unter ber Führung ton Scattergood in Berlin emgetroffene Abordnung ber „Gesellschaft der Freunde" £elt qeftem eine Sitzung ab,. um einen genauen Arbeitsplan sestzustellen. Es hmdelt > ich nm eine Organisaiton zur Verteilung von Lebensmitteln in Teutschlanb. Hinter derTäNg- Beit ber Kommission st-eht die besondere Unterstützung des amerikanischen Lebens mlltel ton tvol- leurs Hoover. Dieser wird Lebensmi.telichiffc- nach Hamburg abgehen lassen und die Verteilung der Lebensmittel ber Gesellschaft der Freunde über- tragen. Tie Lebensmittellieferungen erfahren ihre hauptsächlichste Unterstützung durch die amerikanischen Staatsbürger deut s cberAb-- ftammung. Es sollen vor allem Ke zalr^ichen schlecht ernährten deutichen Mutter und Ständer berücksichtigt werden, über deren Ernährungszu-, stünoe Hoover selbst in Amerika ausfuh-lich berichten .wird. Im Reichswirtschaft sm in fterium erwartet man ton der amerrvmmchm Hilfstatigtoit eine merkliche Milderung der Lebens- mittelrot, insbesondere wird auf einen Zuwachs an ameritonischerl Kühen für die Milchversvrguns gerechnet. Berlin, 3. Jan. (WTB.) Ter Reichs-. Präsident empstng Vmte Vertreter amerr- kanischen, schwedischen Organisationen des Hilfswerkes für D eu^tl chland, und zwar eine AnzakL schwedischer sich mit Frau Adele Schrerber zu ber m am 8. Januar stattstndenden ^Konferenz oes Kv- mitoes für Kinderrettung begeben, wnden, außc^ dem Major Golbsmich und Caparn Rmgland als Vertreter der Hevverschen Organratwn, W Mosson als Vertret 7nn der ameritornschen Ouar-» ter Kollektion und eine ton Sca^rwtod und V^tt geführte Vertretung ter amerrkanichen Ter Reichspräisdent hob hervor, daß die sremden triebsmiltel, Rohstoffe aller Art seien aufgebraucht und müßten au viel höheren Preisen wieder beschafft werten. Kurz, die gesamte Einrickftung ihrer Betriebe müsse sich auf ganz veränderte Verhältnisse einstellen. Die Reserven, die ein in seiner finanziellen Struktur gesundes Unternehmen immer geführt habe, feien auf biefe Umstände nicht berechnet mtb genügten keineswegs, um die anßer- orbentlichen Nachteile auszugleick>en. Der Steuerfiskus hat in ter verflossenen Zeit bie Zulässigkeit einesUmstellungskontos grunbsä^lich niemals anerkannt, sich aber von Fall zu Fall ten Nachweisungen zugänglich erwiesen, baß ein solches steuerfreies Um- stellungstonto zugestanten luerben müsse. Jetzt, nachtem bet Krieg zu Ente ist unb sich erst mit voller Deutlichkeit zeigt, welche Wirkung^m namentlich ber plötzliche Abbruch aller kriegsprobuktiven Betriebe für bie Jnbustrie hervor gebracht hat, erhebt sich biefe Frage zu befonberet Bebeutung. Es ist auch in biefer Hinsicht hier nicht bie Stelle, an ber biefe Frage eingehenb erörtert inerten kann. Es möge nur barauf hingewiesen werten, daß es darauf antommen wirb, ob biefe nachfeiligm Ver-- änbenmgen schon am Bilanzstichtag eine Wertver- mrnbenntg bewirkt haben. In ter Rechtsprechung der Steuerspruchgerickft'e unb in ter Literatur ivird gegenwärtig diese Frage lebhaft erörtert. c) Zum Kapitalsvermögen ist auf den § 6 beb Besitzsteuergeseyes zu teweiien. Es hantelt sich um Wertpapiere aller Art, Hypoth ken, Guthaben bei Genossensckwslen, Geschäftsanteilen bei G. m. h. H., Bargeld, Banknoten, Kassenscheinen, Rechte und. Gerechtigkeiten, kurz Gckd- und Kapitalswerde aller Art. Bezüglich der Geschäftseinlagen ist bernerkens- n^ert, baß Tyierunter gehört bie Einlage tes stillen Gesellschafters, während ber Anteil an enter offenen Hanbelsgesellfchaft unb an einer einfachen Kvm- manbitgesellschaft nicht zum Kapital-, sondern Aum Betrie^termögvn gehött. Vielfach wirb nach bem fogenannlti* DreinwilalSa^ug gefragt, der oahin zu verstehen ist, baß Bestände an Bargeld uito., bie aus ten laufenden Jahvesemkünsten vorhanden sind, soweit sie zur Bestreitung ber lausenden Ausgaben für drei Monate dienen, abqesetzt werden können. Dies ist indessen nur dahin zu verstehen, daß die Eiimahmen ter nächsten drei Monate, welche auf ten Jahresabschluß folgen, also Juli, August und September 1914, nicht ausveichben, die laufenden Ausgaben für diese Zeit zu decken. Nur der Ueberschuß ter Ausgaben über die Einnahmen in diesem Quartal ist abzugsfähig. Die Bcstänte müssen aus ten laufenden Jahreseinkünften her- ftammen. Ersparnisse früherer Jahre kommen nicht in Betracht. Die geheime Mission des Prinzen 5 xiur von Parma. Paris, 3. Han. (Wolff.) Nach einer HavaS- meldung bringen die Zeitungen ausführliche Auszüge aus ten auch von ber englischen Presse bereits angeFünbigten Dokumenten über bie geheime Mission des Prinzen Sixtus von Parma im Jahre 1917 beim Kaiser Karl von Oesterreich. Danach begab sich ter Prinz bereits im Januar auf den Ruf seiner Mütter hin in die Schweiz, da Kaiser Karl wünschte, mit ihm direkt über den Frieden zu sprechen. Er empfing dort einen Brief tes Kaisers, ber testen Frie-enswirnsch bestätigt und teilt seiner Mutter a's de ferner Ansicht nach grunblegenten Friebensbebin- gungen mit: Rückkehr Elsaß-Lothringens an F nw wich. Herausgabe Belgiens mti) Serbiens und lieber gäbe Kimrstontiro! els an Rußlcmb. Am 13 Februar ist ter Prinz von neuem in ber Schwei» unb empfängt einen Gesandten des Kaisers mit eenem Dries desselben. Arn 8. März wirb ber Prinz von Poincarö empfangen, bem er ein Schreiben Czernins zu überbringen hat, bas Poincare aber als unbestimmt unb verschwommen empfindet. Ein gefrimer p?rsönlicher Brief des Kaisers dagegen ist klar unb bestimmt unb erklärt: „Wir werten Frankreich unterstützen unb einen Druck auf Deutschland ausüb.'n." Diesen Brief hält Poincaro für eine Grundlage zu Verhandlungen. In die Schweiz zurückgekehri, trifft der Prinz mit dem Grafen Er doeli zusammen, der vom Kaiser geschickt ist, und ütergibt ihm einen von Oesterreich anzunehmenden Friebensentwurf. Dm 23. März treffen sich bie Prinzen Sixtus unb Xaver insgeheim mit tem Kaiser auf Schloß Larenburg. Der Kaiser erklärt, alles tun zu wollen, um Deutschlanb zum Frieden geneigt zu madien; da er bie Monarchie bem Wahnwitz der Nachbarn aber nicht opfern wolle, sei er auch zu einem Sonderfrieben bereit. Einen Tag später überreichte ter Kaiser bem Prinzen einen Bries mit genauen Angaben. Am 31. März hat Prinz Sixtus eine Untmtbunq im Eliste, unb _ am 12. April finbet eine Zusammenkunft zwischen tem Prinzen Sirtus unb Poincarä statt Dem Prinzen wirb mrtgeteift, daß England dem Plan günstig gesinnt sei. Inzwischen wird auch Italien ins Vertrauen gezo^n Am 2>. April bat Prinz Si tns eine n u? Zusrnmenkunft m t tzrdoeli in der Schweiz. Am 24. Mai überbringt Erdoeli deift Prinzen die erstaunliche Nachricht, daß ter Kaiser ihm mitgeteilt habe, ein Abgesandter Cadornas fei vor drei EMe sei, das bte furchtbaren Entbehrungen der festen Jahre hervorbrachten. Leine amerikanische Anleihe an Europa. Laag, 3. Iarr. (Wolff.) Der „Rieuwe Courant" meldet, daß die 9k-gicnatg ber Bereinigten Staaten keine Anleihe an europäische Staaten aufnelymcn nrirb, ausgenommen an Oeste r - reich und andere Länder, worin Hungersnot herrscht. Der bevorstehende Kabinettswechsel in Frankreich. Bern, 3. Jan. (WTB.) Wie die Genfer Blätter erfahren, ist die Kandidatur Mil- lerands als Nachfolger Clemen- c e a u s gefiebert Millerand wird gleichzeitig das Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten übernehmen und in seinem Kabinett Loucheur und Tardieu beibehalten. Man spricht von Raoul Peret als Finanzminister. Außerdem würde PvincarS einen Sitz in der Regierung reserviert erhalten. Man nimmt an, das Ministerium Millerand werde lediglich ein Uebergangsministerium sein und einem späteren Ministerium Poincarä Platz machen. Trotzki erschösse«? Kopenhagen, 4. Jan. (2Mt ) Laut Mattermeldungen ging in He.fingfors die noch imleitätigte Meldung ein, wonach Trotzki art» läklich des Rückzuges der Bolschewismen an die Narwasront abgerciu sei, um ein Strafgericht abzuhalten. Auf der Station Wolossow» setzte er einen Soldatenrat als Standgericht ein und richtete gegen den General issow so heftige Beschuldigungen, daß Bo^1 '•> in grober Erregung den Stegen zog. Tro^-..- forderte die sofortige Erschießung des Generals. Als der Adiu- tent Borissows dies hörte, zog er den Revoler und tö teteTrotzky durch d re i,Revoloer- fchüfse. Aus Rußland. Amsterdam, 4. Jan. (Wolff.) „Wireleß Preß" zufolge melden die Bolschewisten den Einzug der roten Truppen in Buchara, der Hauptstadt von Turtestan. Es sei ihnen ein herzlicher Empfang bereitet worden. Ter Zuzug bolschewistischer Streitkräfte aus Zentralrußländ nach der Gegend von Merw hAt an. Tie bolschewistische Werbetätigkeit in Zentralasien nimmt zu. Alles Hütet darauf hin, daß die Svwjetrcgrr- rung weit trag ende, England feindliche Plane in Zentralasien wrHgt Amsterda m, 4. Jan. (Wllff.) Tie „Times" meldet aus Teheran, daß fast die gesamte tartarischc Republik bolschewistisch gesinnt ist. Amsterdam, 4. Jan. (Wolff.) „Wireleß Preß "meldet aus Ndoskan, daß Denikin und feine Regierung gestürzt und von einer Gruppe abgrlöst worden seien, die sich „Wiedergeburt Rußlands" nenne. Gemnwl Romanowski habe an Stelle vow Derttrin den OterteßüL ülbermmcknen. Ein Ausstand in Korea? P a r i s, 4. Jan. (Wolff.) Wie der „Chi- ertgo Tribüne" aus Washington gemeldet wird, soll in K o r e a ein offener A u f st a n d gegen Japan ausgebrochcn sein. Die c,leÄ>e Zeirung läßt sich aus Honolulu melden, daß der Chef der japanischen Polizei in Store a und die christlichen Missionare die Be- nfcgung begünstigen. Aus dem Ueiche. Sme Kommission her Entente in München. München, 5. Jan. (Privattel.) Die Münchener Zeitungen melden: In der zweiten Januarhälste nrirb eine aus 80 bis 100 Personen bestehende Komm ission der Entente in München eintreffen zur Prüfung der vorhandenen Bestände an Kriegsmaterial. Der Führer ist ein englischer Oberst, dem französische und italienische Stabsoffiziere beigegeben sind. Tie Euteutetruppen in vbcrschlefien. Breslau, 3. Jan. (WTD.) Für die Besetzung des oberschlesischen Abstimmungsgebietes sind an Ententetruppen vorgesehen: ein Divisivnsstab, 16 Bataillone, ein Regiment Kavallerie, zwei Artil^rie - Abteilungen, zusammen 21000 Mann. Tie Nationalität der Truppen steht noch nicht fest. Ein Ultimatum de» Arbeitsministerium» an die Eisenbahner. Frankfurt a. M., 4. Jan. Die Verhol t- nisfe in ter Ei entehnarbeitrrtewegimg haben sich über Nacht außerordentlich »ugespitzt Das Arbeitsministerium in Berlrn lat der Frack- furter Eisenbalmdirektion am Samstag ein Telegramm zugesandt, in dem es u. a. heißt: „Ar- beiter chrst ter Daup(n»erkstätten in Fvmffurt ist aufzufordern, die grundlose pa.sfte bie istenz spä- testens bis Montag, den 5. d. Mts., einzustrllen und ordnungSmäß g zu arbeiten, wid igenfalls die Haupt Werkstätten wegen Umrirlschaftlich- 5cit des Betriebes von Dienstag, den 6. d. Mts., geschlossen und sämtlichen Arbeitern imter Verzicht aus weitere Tix-nstllislunoen gekündigt wird." — Das Telegrctrm weist ein» gangß noch darauf hin, daß die Rückwirkung des ne.-en Tarifs auf 1. Januar 1920 bereits zu- ges- gi ist und eine Berzöoerung in den Tarifverhandlungen nicht vorliegt. Streik in den Berliner DersicherungS- bffricbrn? Berlin, 3. Jan. (WTB.) Nachmittags fand im Zirkus Busch eine Protestversammlung der Angestellten der großen Berliner Dersicherungsbetriebe statt, die in einer Entschließung gegen das Vnck-altcn des Arbeitgeberverbandes, der alle Verhandlungen mit den Angestellten über eine Aufbesserung der Gehörter ablehnte, lebhaft prote- stiert. Am Montag findet in den Betrieben eine geheime Abstimmung über den Streik statt. Die B?rbanüsleitutrg wird den Sennin für die Arb itseinstellung fes. setzen, wenn sich eine Mehrheit für oen Aus stand ergibt. Aus StaM inv Land. Gießen, den 5. Im. 1919. Genehmigung aller Mictvcrtrtge durch da» Wohuungsamt. Der Oberbürgermeister hat laut Bekanntmachung in unserem heutigen Blatte angeurönet, daß die Vermietung, lle^ertasiung und Jngebrauch. nähme von temtzten und unbenutzten Wvhu- räumen, Laden und Werkstätten nur mit vorheriger Zustimmung des städtischen Wohnungsamtes zulässig ist. Die Zustimmung wiü> durch eine schiist- liche Bescheinigung erteilt. Mietverträge über Wohnrüume, die ohne Zustimmung des Wohnungsamtes gc-schloss«! roerten, |i/J> rechtsung ül- tig. Mit Geldstrafe bis zu eintausend Mark wird bestraft, wer ohne vorherige Zustimmung des städtisclien Wvhmmgs-^m es Wohnräume ve.mietll, überläßt ober in Gebrauch nimmt, eure Anzeige nicht oder nicht rechtzeitig erstattet oder wissentlich unrichtige oder unvollständige An galten macht. Ferner, wer zwangLftermieete Räume nicht inner halb der vom Mietciniaungsamt oder vom Wohnungsamt bestimmten Frist räumt und dem ihm bezeichneten 9Jti?te überläßt. Gültige Lebensmittelmarken für die Zeit vom 5. bis 11. Januar 1920. B r-o t: 2~OJ Gramm Brot oder 1680 Gramm Mehl. Boot Kg. 118 Mk., WeizenteormeU Kg. 1,44 Mk. Sutter: Marke L 80 Gramm Margarine zu 90 Ps. Fleisch: Wvchenabschnitt 1. Metzger für Fremde: L. Kl in, Brandgasse. Zucker: für Januar noch nicht cingrtcoffen. Nährmittel: für Januar noch nicht euv- getvoffen. N4 hrmittel und Zucker für Zug^ogene: toch Heyne, Walltorsttvhe 5, H. Lublinsky, Tamm- sttaße 41, C. Schtoaab Nachf., SelterSweg 23, Th. Schlierbach, Frankfurter Str. 9, M. Schäfer Wwe., Kaiserall« 4. Z u ck e r für Krank: C. Schwcmb Nachf., Seltersweg 23. Nährmittelfür Kranke: tzch. Driesch, SelterSweg 70. Mehl für Kranke: Kg. 1,70 Mk.: Emil Törr, Grvker Steinweg 14. Nährmittel imb Zncker für Fremde: R. Rüdersdorf, Bismarckstraße. Seife: Marke für Januar 1920. Anteil 125 Gramm K>A.-Seiftnpulver, das Pfund zu 90 Pf. Veranstaltungen. Montag: Stadttheater, 7 Uhr, Die Siebzehnjährigen. — Hotel Großherzog, 8 Uhr, Deutschnattonale Volkspartei, Vortrag Dr. Kling- spor. — Lichtspielhaus, „Gute schwache Stunde" und „Die Dame mit ter Spinne". — Lichtspille Seltersweg, „Der geheimnisvolle Klub" und „Auf der Kinobühne". e ** Volkshochschule. Heute beginnen die Anmeldungen zum 2. Semester, das vom 12. Jan bis 19. März bauert. Wer die Volkshochschule te- suchen will, hat gegen eine Einschreibe gebühr von 1 Mk. eine Auswciskarte zu lösen. Diese Karte berechtigt ibn, eine Woche lang diejenigen Vorträge und Arbeitsgemeinschaften »u besuchen, unter denen er seine Auswahl zu treffen gedenkt. Die Ausweiskarten werten von Montag, 5. Jan., bis Freitag.9. Jan. einschließlich^ von 7 bis ’/g9 Uhr abends, in ter Ober-Realschule auSgegeben. Eingang von der Bismarckstraße. Nachträgliche Meldungen werten abends vor und nach dem Unterricht ober in den Sprechstunden des Geschäfts- fülirers entgegen genommen. Die gewählten Vor- tvaasreihen und Arboitsgemeinsck^aften müssen nach Adümf ter Prvbervochc belegt werden. Die Gebühr beträgt 30 Pf. für eine Stunde. Eine Vortragsreihe (10 Std.) kostet also 3 Mk., eine Arbeits- gemeinsckiaft (20 Std.) 6 Mk für das ganze Semester. Es empfiehlt sich, die Anmeldungen möglichst frühzeitig vorzunehmen. Alles Nährie ist aus dem Verzeichnis ter Vortragsreihen und Arbeitsgemeinschaften ersichtlich. (Siehe Anzeige.) ** Aus dem Stadttheaterbureau. Am Samstag, 10. Januar, wird eine interessante Neuheit geg:b n, nämlich Karl Schön Herrs neuestes Werk die „K i n d e r t r a g ö b i e". Mit bewunderungswürdiger Kunst hat ter Verfasser des Weibsteufels hier nrieterum unter Berweitdung weniger Figuren eine erschütbrnde Begeltenheit aus die ftibne gestellt, bte hier bei sorgfältiger Vorbereitung denselben tiefen Eindruck machen dürfte, den sie bei bisterigen Aufführungen auf anderen deutschen Bühnen erzielt hat. — Am Dienstag, 13. Januar, findet ein Vortragsabend von Prof. Marcell Salzer statt. Diese Nachricht wird seine große, treue Gemeinte sicher mit Freuten begrüben, da ter Vorttagsmeister einige Jahre mit feinen toeitenen Atertten Gießen fern gel lieben ist. ** Diebstähle. In letzter Zeit wurden hier entwendet: 3 w:iße Bet ücher, 2 Ueber- züge, 5 Herrenhemden (normal) 3 Paar graue Herrenunterhosen, 12 weiße Damenhemden, 4 Kopfkissenbezüge, 3 weiße Unt'rröcke, 6 Paar graue und schnxrrze Strümpfe, 1 Paar Da- mentrikothosen (blau) und eine Hausschürze. — Weiter kamen abhanden, zwei silberne Kaffeelöffel mit einem Anker, 1 Friseurjacke, weiß mit Stickerei (Geishaform), gez. E. S. und 5 Silbertücher, weiß mit rotem Rand. — Aus einem Keller in der Dammstraße wurden mehrere Flaschen Rotwein und Obst entwendet. — In letzter Zeit mehren sich, hauptsäck- lich im süd ichen Stadtteil, die Hasendiev- stähle. Es wurden in den letzten Wochen in der Credner-, Hillebrand-, Frankfurter und Klinikstraße Hasen gestohlen. Es empfiehl, sich, die Ställe besser zu verwahren, auf das Diebesgesinoel ein besseres Augenmerk zu haben uno gegebenenfalls die Pollzei zu benachrichtigen. ** 11 m die Seele des Kindes. Grundsätzliches zur Schulfrage. So hieß das Thema, über das Pater Hemmes im Auftrag des Kath. Frauenbundes Gießen Fveitag abend ffr ach. Die Al 6'übrungen gipfelten darin, daß das Schulmonopol des Staates von Uetet und den natur- gegebenen Gesetzen völlig zuwider sei. Daß zurst die Familie die Erziehimg zumD«nstanderGfeN- fdyift, zur Tüchtigkeit ter Seele im Denken m dWol- tm ter von Gott und der Natur gegebenen Ges- tz.' bAanspruck'/en und durch ü ren mü ,e Sclm eu, a s vom Staat berechtigterweise unter! al en ?ur Bi!- bimg und Erl-altung sei er Ku t irhöhe, sind als Hilfsan statten ter Fi mitten a.i zu selben. Hilfs- anftatten, die den Untenid)t besorgen sollen. Mittel des Staats, ter das zeitlick-e größtmögliche Wohlhinweggleiten können. 22. yochwaffcr. Eine neue Wassergefahr im Rheinland. Köln, 6. Jan. Gleichzeitig mit dem Zurückfluten des Lochwassers setzte eine scharfe Kälte ein, so daß die Befürchtung besteht, daß die vom Hochwasser am meinen gefährdeten Rhindörfer nunmehr durch Eisgang bedrolst werten. Genau vor 101 Jahren wurde das Rlieinl^rnd durch eine ebensolche Katostrvphe lieimgesucht. Damals flüchteten die Bewohner ter Rh indörser vor den alles- zerttümmemten Eisschollen. Tie durch das Loch- wasser verursachten SchLten sind außerortentlich Tie Wintersaaten sind weggeschwemmt, teckweise sind auch Weinberge zerstört. eine aus bäten Richtungen paritätisch zusammengesetzte vieralieterige Kommisfion, bestehend aus PH. Schmidt lWintecken), B i s p i n k (Fulda), G n a ue r (Kirchhain) und Fürst (Marburg) gewählt und beauftragt, in nächster Zeit nach Berlin .....^Möglichkeiten der beibat teTTrtten seiner Untertanen zu teranttoorten har. Daß die Schule so sehr mit ihrem Vocherrjchai- lasien des Wiickns aus tem Kulturkampf ber siebziger Sabre herausgekommen sei, so sehr, daß setzt die natürlichen Träger von Familien, die Mädclfen, lieber EnzyNopädien und L-is^ei.sbehätte: sein wollen, als feeli,cher Mittelpunkt der Urgesellschaft, ber Famitte, bas sei das Verhängnis zum großen Teck, unter tem wir beute leiten. Und nwrum das ? liteil das Recht und die Pflicht auf die Seele des Kindes, jene reinste Gestalt Gottes, miß-ichtet worden und der von Gott iüi die Seelen eingesetzten Institution verweigert tooi» den sei. Die Strebe, jenes von Christen angeorte nete System aus Religion und Dogma, jene Verwalterin des Glaubens, müsie nop«ndig die Pflege ter Seele neben der Familie überwachen und schärfste Kontrolle über die vom Staat aufsAcußer- liche berabgeid)raubte Bildungs-ansta t, die Schule audüben kömten, um die Seelen auf tem Wege Gott.s erhalten zu können. — Ein Mahnruf &ut Verantwortlichkeit um die Seele des Ki.tes sollten Pater H e m m e s Worte fein. Sie sanden auch ehrllche Zustimmung. ** Teutscher Seeverein (früher Flotten vervin». T« OrtKglNppe Gießen teranflahete Fveitag abend im „Gvoßh.-rzog" einen Borttags- abenb, bei welchem Kapi än z. S. a. D. Freiterr von Meerscheidt-Hüllesem einen Vortrag IXvtt über ,,See fa hr t i st not, wenn wir nicht verhungern wollen". In Längeren Ausführungen sprach er zunächst über die Vorgänge tn ber Marine, bte mit Verrat und Meuterei endeten. Hur Entschuldigung führt er an, daß die oberste Leitung ter Manne schlecht und lässig war, daß eS nach ter Abkommandierung ter meisten aktiven Offiziere zum Flugdienst usw. unter den ReservoOffizkren an genügend geschulter Leitung fttLte und daß seit 1916 von Sei en ter 11. S. P. tie Wühlereien begannen, die schließlich zur Meuterei fülTtcn. Es ändert dies aber vor tem Urteil ter Geschichte nichs an tem Verbrechen ter Marine. Im zwei en Teck der Ausführungen zeigte der Redner das trübe Bild der Zukunft des beut» jdxn Volkes. Dieses ahne noch nicht die ganze Schwere des Friedensverttags, ter nichts anderes sei alS ein verlängerter Waffenstillstand, ein gegeben von wahnsinniger Angst, Haß und Neid. Es hantelt sich um die wirtschaftliche Knechtung für alle Zeit, und im FrietenSoertrag sind die raffiniertesten Kniffe vorgesehen. Sehr schnür trifft uns die Abgabe ter Handelsflotte, denn wir können uns nicht ernähren und müssen Brot von Uebrrfee holen. Da wir aber keine Schisst m.chr haben, so werden uns die Feinde die Preist und Frachtsätze ststsetzen. So gebt eS auch bei den Rohstoffen. Die Folge wird die wirtschaftliche Verelendung sein. Durch die Abnahme der Bagger, Krahnen und Docks will man uns die Möglichkeit des Wiederaufbaus unserer Handelsslo:te nehmen. In das deutsche Volk muß die Uebcrzeugung von ter Notwendigkeit deS Wiederaufbaus ter tonn» telsslotde gepflanzt werten, wenn anders wir wieder g cf unten und ein erträgliches Dasein haben wollen. Der Seevevein hat die Aufgabe, tem teutschm Volke die Ueterjcugung be zubringen: Seefahrt ist not, wenn wir nicht verhungern wollen. Leb» Hafter Beifall der leider nicht großen Zuhörerschaft folgte tem Bortrage. Professor Dr. Leus er dankte tem Redner und forderte zum Beitrckt zum Deutsckfen Seeverein auf. ** Deutschnationale Volkspartei. Auf den heute abend 8 Uhx im tootlltGroßherzog von Hessen ftattfintenben öffentlichen iVortrag des Fabrikanten Karl Klingspor acks Offenbach tvirb nochmals besonders aufmerksam temacht. Herr Klingspor spricht über „Wirtschaftliche Illusions- Politik". Da von tem Gedeihm unserer Wtrtschasts- vevhältnisse jeder einzelne abhängig ist, sind die Ausführungen des Redners für jedermann von Bedeutung. toanbroerHer, Kaufleute, Arlviter, Beamte ?mb Jndusttielle werten übr die Läge unseres Wirtschafte lebens klare Aufschlüsse gennnnen. — Der Saal ist gehest. ** W iede rholun g deS Märchen- abendS. Zum Besten der huneerndvi Wiener Kinder fand am 2. Januar eine Wiederholung des vom Katb. Fraueirbund Giestens veranstalteten Märcltenalends statt. Wiederum wrr ost Turnltrlle am Oswalds^rten recht gut besucht, so daß mit einem namhaften Betraf^ für den edlen Zweck gerechnet werten Dann, zumal auch ter Gießener Turnverein in mieigercnütziger Weist ferne Turn- teile unentgeltlich zur Verfügung gestellt bitte. Wie bei ter Uraufführung, so waren auch -teesmil alle Mitwirkenten bestrebt, ihr Bestes zum Gelingen des Ganzen tei’utragcn. B richtt end f i bemerkt, daß Frl. Ei>lmeyer als Fee auftrit. ** Stenographie. Die Stenograpten- Gesellschaft „Gabelsberger" und Damenabtei- lung e. SB. eröffnet am 6. Januar in der alten Allceschule, Kirchstraße 20, wieder einen Ansängerlehrgang in der Gabelsbergerschen Kurzschrift, worauf an dieser Stelle hingewiesen sei. (S. Anzeige in heutiger Nummer.) ** Firmenänderung. Der Betrieb ter seit 1883 testehmdm Firma C. Klingspohr ist in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung übergeführt warten. Es haatelt sich um eine Familiengründung. Landkreis Gießen. ** Großen-Linben, 4. Jan. Bei der W-eiflnach'Ssei.n: ter hiesigen Burschenschaft Alemannia ergab eine Sammlung für unsere armen Kriegsgefangenen ten Betrag von 140 Mark. tt. Treis a. L., 2 Jan. Einen Familienabend hatte ter hiesige Turnverein s inen zahlreichen Mitglietern gefhTn atenb bete t t. Nach ter Begrüßungsansprache des 1. Sprechers Lehrer Walter folgte ein Cter ter Gesangsrsege, bann zeigten verschiebe ne Turne erlegen, unter lautem Beifall ter Zuschauer, baß im Verein fleißig an ter körperlichen Ertüchtigung der Jugend gearbeitet wird. Den toöhepunkt ter Feier bildete ein Theaterstück, das zur treuen Mitarbeit am Ausbau des Vaterlandes aufrorberte. Ein Schluß- gei'ang des Chores und anschließende Verlosung unter tem brennenden Christbaum beendigte die Feier. Kreis Schotten. 0 Gedern, 5. Jan Unter zahlreicher Beteiligung wurde hier ter Maurer Heinrich Hvs VII. zu Grate gcLibet. tovf war einer b:t wenigen noch lebenden Betaranen: er hatte die beben Feldzüge von 1866 und 1870/71 mitgemacht. — In Anerkennung ilirer in 2üjähriger Mi^liedschast treu bewalTr'en Verdienste ernannte ter Turnverein Mgrobe Per'onen zu Ehrenmr gliedern: Karl Tielll VII., Plff' VV Franz I„ Ka l Funk, Karl toenkel, Karl Oberterm, Heinrich 2Bcber, Hermann Winh.im. Kreis Lau'erbach. fangenfebaft nach 20monötiger Dauer zu feinet Familie zurück. Er diente im Jnf.-Rgt. 186, mürbe bei Erstürmung des Kennelter^es am 23. 4. 1918 schlver verwundet und geriet dadurch in Gefangen-- l'cbaft. Mit ihm kehrte auch Leutnant Mick>:l, z. Zt. Lehrer in Sangen baut, zurück. Er biente im Jrff.- Regt. Nr. 87. Da beide ihre Ankunft aus Wilhelmshaven telegraphisch angesagt hcckten, waren die Familien auf ten Empfang vorter.itet und holten ne am Bahnhof ad. Die Neujahcsfreute war allgemein. Demzufolge wurde rhnen am Abend vom hiesigen Musckvevein ein Stänochen gebracht. In ftanzösischer Gefangenschaft tesinden sich nochBrief« träger Pfeil, Heinrich Ruhl, Ludwig Kaul und Wilhelm Döll. Starkenburg und Nbelnhessen. rm. Lindenfels, 4. Jan. Ter fett Jahren hier ersck-cinente OdenwälderAnzeiger hat toegen ber Schwierigkeit ber Berhüllnisfe mit tem 1. Januar ds. Js. sein Ersckfeinen eingesbllt. Das Blatt stand auf beim Boten der Demokratischen Partei. (Siebener Slladttheater. Das Beschwerdebuch. ÄvmLlle von Karl (Sitlinger.*" Gießen, 3. Jan. 1920. Bom „Karlchen" ter fugend" durfte mait von vornherein in einer Komödie witzigen Dialog erwarten, geistreiche Wendungen und Einfälle. In tiefer Hm.icht wurde man keinesioegs enttäuscht. Es bagd:en Witze, tu man alle mit ter Etikette „Siete Jugend" versehen könnte, st umjernnttftt wirkten sie aufs Zwerchfell. Auch die ganze Ge» schichte könnte man sich in ter Jugend gedruckt dcnlen: man würde sie mit viel schmunzelndem Bergen lesen — ater trotz ter lustigen Gestalten und Situationen, ein regelrechtes Lustspiel rourbe nicht daraus, nur eine Anekdotensammlung innerhalb einer w.i gespannteren Anekdote. Man wird sich dessen besonders beim schwächsten, dritten Akte bewußt, da die Schürzungen gelöst inerten sollen. Aber es verschlagt nicht viel, daß die einhlltliche Linst selllt, daß nid)t einmal bte — übrigens prachtvoll gezeichneten — Gestalten originell sind. Es gibt kaum einen toten Punkt im Dialoge. Jeden Augeitblick schießt eine neue Witzrakete hoch,, bte als Lack salve n stderprasselt. Tie Raymenhandlung ist, daß ein gutmütiger Pastor in einem ober bayerischen Torfe sich teijuf bereden läßt, ähnlich einem Beschtverdebuch im toatd, ein Beschwerdebuch des li.'ten Gottes anzulegen. Tarin trugen bte Bauern alles ein, was« sie an Gottes Schöpsungsiverk auszusetzen haben. Tas sind natürlich insbesondere die Fehler und Schwächen ihrer licken Nächsten. Und da das Beschwerdebuch für jeden offenliegt, regnet es gegenteilig Prügel und Beleidigungsprozesse, bis ter Bolkswille bas erst so dringend geforderte Buch öffentlich verbrennt. - Hincingespannt ist eine zweite Handlung, die sich um einen bäuerlichen Tartüsfe gruppiert, bet seine halöabschnei erischen Schandtaten hinter ftömmlcrischer Maske verbirgt und ter von einem Schneitet, den er am schlimmsten betrogen, ent* larbt wird. Den ländlichen Tartüffe Gunttner spielte Adolf Teleky mit Überzeugender Echtheck in trunenoerbretenber Tevotwn, hinterhäl iger Rach- sucht, winstlnter Angst und bereuter Reue. Ebenbürtig gegntüber stand ihm Richard toeklbvrn als versoffener Schneider, ter sich in Schnaps und Kummer eine schlagfertige Zunge und un* bekümmerten Mutterwitz tewayrt hat. Glänzend war er in ter Szene des zweiten Aktes, da er ten Gegner entlarvt. Gut war das Liebespaar mit ten ausgewechselten Rollen, die Thn:es (Rose (Rubnerft bte beim Unterwirt um die Hand itz?es Franz anhAt imb ter Frantz (Oskftr Feigel) ter'S Maul nicht auftun kann. Brav hielt sich auch der gemülliche Unterwirt Harry Noe- bert. Erwälmt seien noch ter Seelenhirt Karl Volck und seine atljungserliche Schtoester Luise R a m m e l. Tst Spielleittmg, Oskar Fe igel, arbeitete geschickt, hätte aber im letzten Akt durch etwas flotteres Tempo üter einige Längen und Sprünge wz. Koblenz, 3. Jan. Durch die Hebet* schwemmung des Rteins wurden viele Lebens- mitteldcpots der amerikanischen Besatzungsbehörde sowie viele Krastwaien, Motore und sonstige toecresgegenstande unter Wa'scr ge'etzt. Die amen- konische Militärbehörde zahlt für die Bergung ter Lelttmsmittel usw. 75 Mk. die Stunde, die Stadt Koblenz die Stunde 35 Mk. Weiter zahlte die Stadt an Pioniere, die sich zum nächtlichen Brückenbau in den gefäbrbeten Strasten melteten, 50 Mk. pro Stunde. (Eine Sitzung des Bejirfsoerbanbes der Bauernschaft lkurhcffen. X Marburg, 2. Jan. Wie bereits kurz bt* rifflet, hat sich eine Ausschußsitzung des Bezirks- nerbanted der Bauern schaft.^Kurhessens für ten Anschluß ter Organisation an ten Deutschen Landbund ausgesprochen. Das Referat in dieser Angelegenheit hatte ter Vorsitzende des Kreisbauernverems Hanau, Landwirt PH. Schmidt (Winteckcn), ter eine außerordentlich sachlich gehaltene Aufklärung gab. Für ten Anschluß an ten Deutschen Landbund stimmten die Kreise toanau, Gelnhausen, Schlüchtern, Hers- seld, Schmalkalden, Wvlfhagen, Homb.rg, Fritzlar, Melsungen, Marburg, Siegen teilt und Franken- berg, für ten Anschluß an die Christlichen Bauern- netetne die Kreise Fulda und Gersfeld. Der Kreis Kirchhain enthielt sich ter Abstimmung, Rothenburg ist erst tn der Bildung seiner Organisation begriffen; toünfeld, Esckxvege, Kassel, toofgetsmat und Witzenhauseit waren nicht vertreten. Es wurde z. Grebenhain, 3. Jan. Am Neujahrstag nachmittag kehrte ter letzte Mann aus un» i roai)i: unu ovaumugi, in naant« - ferem Ort, Wllhrtm Weitzel, aus englischer Ge-1 zu fahren, um bte Einflußmögltchl '.Detter tXttxm 10 10 | 3.5 83 10 |i 1.1 964, der VSesentnefe. Sertin Behördliche Anzeigen Lichtspielhaus Ameldnng 148D 1069,- 1071,- 1031,50 1033,50 280,- 77,50 299, 415, 235, 261, 156, wechselnd bewölkt nacht» bedeckt 1881,50 954,- 1078,50 1016,- 888,- 33,55 2b,80 33,80 82,45 Zürich..... Amsterdam. . . Kopenhagen . . Stockholm . . . Wien...... 2. 3 an. 1876,- 1879,- 120,12 270,50 178,- 148,50 123,50 128,- 126,75 133,- 240,- 219,75 309,50 256,50 163,50 891,- 33,M 26,45 33,55 82,95 149,25 941,- »erfmottmuig««. Datum: a ä Willi Lang Marie Lang geb. Straft Montag, 5. bk Hreitag, 9. Jan., abends von 7 — r/,y Uhr in der Gder-R'alschllle ((Eingang Dismarckstrahe). Verzeichnis der Vortragsreihen und Arbeitsgemeinschaften 40 Pf in allen Buchhandlungen Devisenmarkt. Geld Brief Kurs 3. 1. 77,60 63,70 60,50 61,25 122,- 271,- 181,- 149,75 123,50 128,- 127,50 133,- 245,- 224,50 309,50 2(10,- 163,75 SMRmitot in VerNn Berlin, 2. Ian. (WTB.) Die Äx> feien« Versorgung GrostBerlins txeridtlctbtert sich in den letzten Tagen derartig, dast man für die Industrie das Schlimmste befürchten must. Die Sie- menv'3cbud>rt*®€rfc, die VL E. &. und die Schwartz kauf Werke "haben mir noch sehr wenig Ävtte, müssen sie tcüroeifc von Tag zu Tag beschossen. Tie Ludwig-L üwv°Werke liegen schon seit geraumer Zeil still und hoben keine Aussicht, in absehbarer Zeit den Betrieb wieder mifncbmcn zu können. Srkichterung der Kvylennot itn besetzten Gebiet (Befunber, kräftiger Stammhalter angekommen »Iga Geld Brief 3. Jan. Volkshochschule. Das neue Semester beginnt am 12. Ian. 1920. Grünberger pserdeverficheruM Verein Grünberg (ßeffen). Die Befichtigungen und Neuaufnahmen der Pferde finden stall: Orte der Rabenau in Kondors: Freitag den ft. Januar 1920, nachm. um 2 Uhr. Orte deS VnseekertalS: ,A Dienstag den 13. Januar 1920, norm. 10 Uhr, tn SleiSkirchen und um 12 Uhr in Groben Btlleek. Schifienberg und Umgegend: Donnerstag den 15. Januar 1920, vorrn. 9 Uhr, in tfid) und um 12 Uhr in Garbeuteich. Auf 8 21 der Satzung wird hingewiesen. tSrünberg (Hessens, 1. Januar 1920. 12ft Schäker. Direktor. ®7 Heute letzte rTag: Albert Baeeermf.ua» ' Ab morgen bis inkl. Freitag: i ,MW° fädt'ÄWÄÄ E dem gleichnamigen Roman von E. Marlitt. A. Ferner: „Ja, ia e«B dach fn chsanl. 4e/e Preutz. Konsols Darmstädter Bank Deutsche Bank. . . Disconto • Gesellsch. Dresdener Bank. . Nationalbank f. D. Mitteld.Creditbank S..Amerik.-Pakctf. NorddeutscherLloyd Doch.Guststahlwrk. D.-Luremb.Bergw. Delsennirch. Berqw. Harpener Bergbau Oderschl. Eisend.» D. Oberschlef. Tisenind. Phöntx-Brgb.» Akt. Bad.Anilin- u.Soba Höchster Farbwerke Elektr. A. E. G.. . Schuckert-Werke. . FeltenLGuiüeaantt Daimler...... Bud.»Eisenw.°Akt. Adlenoerke . . . . 4u/e Hess. SaatsanL (Electron Gr esheim Lichtspiele Seltersweg Seitenweg 81 31,6 Dir.: A. Haberland. iiminiimiiiiiimimimiiiniiiiiiiiiiiiiiiimHiiimminiiiiHiiiiiuuhiiiiiiiiiiiiiiiitiiitiiiiiiii Beate letzter Taff der großen Harry-PIel-Senaetion Der geheimnisvolle Club Detekt Iv-Sensationsfllm In 5 Akten sowie das Beiprogramm. Ab morgen Dienstag den 6. bis 9. Januar Ellen Richter in ihrem neuesten Film Die Tochter des Mehemed in 5 Akten. Joe Deebe in seinem neuesten Film Der Dolch des Maiayen in 5 Akten. Beide Filme sind erat vor kur» ‘m in den größten Theatern Deutschlands mit Rioeenerfolff gespielt Ellen Richter bürgt für erstklassiges Sujet. Joe Deebe von Herrn Karl Anen verkörpert, bürgt ebenfalls für einen allerersten rum. Anfang wochentags 4 Uhr. Musik': Lei ung Court Qgirson. Heirat. Mitt!. Staatsbeamter. 39 I- en* 1,72 grt wünscht Briefwechsel m. vermög. Da nie. a. u. Lande, v- gr. Herzensgüte, z. bald. öeu rat Gchr. «ng. m. Bild n. 0141 an den Gieß. An». item faft, besonvertz EarrtleS irnb Tefemmtetoc (+ 20). Am Äto'fanuctt wurden lestmders Kohlen- und (rilerafrten gekauft Frankfurt a. M., 3. Jan Börsenftim- nnsrgSbild. Die Kauflust des gestrigen Geschäfts- tagtß übertrug sich, soweit heimische Werve in Frage tarnen, auf Ucmüajuxuxcre, denen sich die führenden Werte der chemischen und Süztombintnc an* schlossen, während Auslmrdspaviere einem schärferen KurÄ>ruck unterlagen. Auch Kolonialwerte aoben zum Teil nach. Lchantungbahn verloren 27 Pro-. Elektrische Deutsch-Hebers« gaben 21 Prvz. nach. Petroleumwerte abgcsHvacht. Canadas ruhiger. tinatoticr fest Adler Kleher ,ogcn weitere 10 Pro-. an. Scheideanstalt waren gesucht Badische Anilin gut behauptet, höchster Farben 6 Proz. niedriger. Schiffadrtsaktien wurden zeitweilig lebhafter gehandelt. Norddeutsche Llohd eröffneten mit 159. Am Renten markt war das Geschäft ruhig. Heimische Anleihen gut behauptet. Mexikaner tril weise fester. Die steigende B?«^ ain Montcmvapieren kam später zum Still- . Privatdiskänt 4 Proz. Frankfurt a. M., 5. Januar. -1L 3.4 -1.4 3.5 rttelluii «V- Wir eröffnen Dienstag. 6. Jan. 19S0, abend» 7 Ubr, in der alten Aliceschule Kirchstratze2tt unter Leitung unseres 1. Borfitzenden, Herrn Ä. Sarnback. ftanlh* gevr. X'ebrec d. steuo graphte, einen ADfOnner-Lshroang in d.Gaoelsbergersche» klnrzschrikt für Damen und Herren.UuterruvlS' nelb 10 Mark. Anmeldungen a.b. Cben- tenanntcn Landgrafcn- rakr 5, oder »u t>egmn des Unterricht- erbeten. 130c Ter Vorstand. Zwangsversteigerung. Zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft, die in Anleitung der in der Gemarkung Hassen- trniftn belesenen, im Grundbuche ton Hassenhau- fen, Artikel 94, auf den Namen 1. ber Kinder des Daniel ßentmer in Mölln: a) Conrad, b) Johannes, 2. des Ackermannes Johann Georg Möller und Ehefrau, Anna Catharina geborene Walbrecht in Öassenhiusen, 3a) des Lehrers Convad Bvdenbender tot tzvlz- b) Müllers Daniel Starte und Elisabeth geb. Escher in Bellnhausen, e) der Ehefrau des Landwirts Otto Deinrich Decker, Anna Catharina geb. Escher in Treis a. d. Lda., d) der lebigen Mortba Escher in Sasscnhcrusen, fetzigen Eh.-fvcm Mfha;ess. Landes-Arbeits- und Wirtschaftsamts vom 22. Dezember 1919 zu Nr. L. A. & W. 19142 verordne - ich für den Bezirk der Stadt Gießen svlaendes: Artikel 1. Die Vermietung, lieber (aff ung und Ingebrauchnahme von benutzten und unbenutzten Wohn- Koblen», 2. Jton (WTB.) Die hier et- scheinende amenkanisch: Zeitung „Amaros" berichtet, daß die Verbündeten beschlossen haben, Sonderzüge zur Erleichterung der Kohlenno t im besetzten Gebiet einzuriLtcn. Kommunalwahten in Glauchau. Berlin, 3. Jan Nach einer Mellnn^ des „Berliner Lokalanteigrrs" erhielten in Glau-- cfeau in Sachsen bei den Kommunalwalstt-n die bürgerlichen Parteien eine ausgesprochene Mehrheit non 16 Stadtverordneten aegen 14 sozialdemokratische. Der, Haupt vorteil erhielten die Deutsch-Nationalen, die statt drei Stadtverordnete im Februar jetzt beten norm durchbrachten Hochwasser. Säln, 8. Jan Nachdem das l-ochwasscr am Oberrhein zurück geht, lützt sich ernennen, welche ungeheuren Bcrheerunflen die Hochflut in bat davon betroffenen rheinischen Gebieten, besonders in ben tiefer gelegenen Flecken bertror- qcrufen hat Gestern wurden in mehreren rheinischen Ortet mehrere Sekunden lang andauernde heftige Erderschütterungen wahrgnwm- mcn. In Saarltrücken tarn ein 12jLhriger Mtabe, Düsseldorf, 2. Jan. (Wolff.) Der Basserstand des Rheins tft Jeit gestern nachmittag im Zurückgehen begriffen Der Pegel teigte olxnds 8 Ufer 8 Meter gegen 8,6 Meter mittags 12 Ufer Veröfftkilllchuin öfterreichischkr Dokumente. Berlin, 2. Ian. (WTB.) Wie der „Abend" auS London meldet, beginnt der „Daily Telegraph" heute mit der Beröffentlichun« einer Reihe von österreichischen Dokumenten von 1916 bis fJiooember 1917, im Zusammenhang mit dem Versuch Qesterrei«^, einen Sonderfrieden zu schließen, darunter «vei Briefe Stoifer Karls und mehrere Briefe des Prinzen SirtuS von Parma. Waffeuftillstand zwischen Estland und flhifr land Kopenhagen, 2. Jan. (DB.) „Nitional- tihenbe" meldet aus Riga, daß der Daffenstill- stand zwischen Estlartd und Sowjetrustlrnd in letzter Nacht unierteirhnet worden ist. Er tritt am 3. Januar in Kraft irnb oorläuftg auf eine Woche und nrirtv automatisch verlängert, wenn die Mndiqunq nicht erfolgt. ExkSni, NlMa ertrmtrt. Berlin, 3 Jan. Wie nach dem „Berliner Lokalanzeige?' „Politika" meldet, ist in St. M a t» tin der ehemalige König von Montenegro, Nikita, mt entern Blutstnrz schwer erkrankt VeckLnde Deutscher Larchfeund und Ver-ernigung der christlichen Söaucmtxnrctc auf die gesetzgebender, fijfrqrridyaiten in Berlin zu studieren, und vor- ibchalllich der Zustimmung der Vertreteroetfamm luttg den Beitritt des Bezirks verbandes der Bauenlschast Kurhessens zum Deutschen Landtamd xu erklären, wenn der Bauernschaft Kurhessens bei der endgültigen Aufttellung der Satzungen irnb der Dorstandswahl im Landbund ein genügender Einstich im Interesse der BauernsthaN und der Keinen Landwirte gesichert wird. Schmidt (Windecken, bisher VorstandSmftgliri) un --uno- Hund als Vertreter K'urhessens, stellte mn Amt zwecks Neuwahl zur Dersügung- Tn« Versammlung erwartet ferner, daß sich der Landbund bereit erklärt, mit der ^Bereinigung oct christlichen Bauernvereine sowohl als auch mit dem Bund der Landwirte in allai .wAigen Lebens- und Zukunstssvagen der Landwirtschaft tn Einigkeit zusammenzuarbrilen. Veemhchte» Handel. Berlin, 3. Jan. Börsensttmmunys- bild. Die Börse verlies sehr fest für heimische Jndustrieaktien. Publikum sowohl wie Spekulation schienen sich mehr für diese zu intereffierert als für die seit Monaten im Vordergründe stehen-^ den Valuta- und Kvlonialwerte. Diese gaben zunächst erheblich nach. Anscheinend erwartete die Spekulation von der amerikanischen Hilssaktion und von den evtl, auägeführten Vorschlägen Van- drrlips eine anhaltende Bmenrng der Mark. Deute geigte die Mark im Auslande eine kleine Besserung. Die im Verlauf ein getretene Erholung war nur vorübergehend, der Scheust war für Valuia- intb ähnliche Werte wieder schwächer. Schantung schließlich 560, Genußscherne 2300. Deutsch- lieber fee 665, Eanada 975. Neu-Guinea 805, Otavi 520, Colmanskop 500 (510), Kvlonial- antetle 2800, Pomona 7900. Montanwerte sehr bewegt und T. vro-entweise höher. Gelsenkirchener gewannen 23 Proz. Schifsahrtsaktien noch fest, wenn auch nicht so lebhaft wie gestern. Farbenakticn w.'iter stark gefragt und wesentlich höher; allem weit voran Badische AnLin mit 445; diese Aktien schienen ganz besonders vom ArcSlande gefault zu werden. A. E. G. eher etwas schwächer. Am Stabtanldbemmrft Berliner, Frankfurter imo Kölner anscheinend vom Auslände wri- ter gesucht. Bon Wiener Werten setzten Lombarden- akticn schwächer ein, zogen aber später an. Prioritäten weiter fest, 80. Zrteditaktien ruhig. Ungarische Goldrenten verloren 2 Proz., dagegen Budapester Stadtanleihe wesentlich Höfer. Mexi- fanische Staats- und Eisenbahnanleifeen lagen er- (In einem Teil bet Auslage wied;rh)lt.) Die Dorenwmrft' zum RcichStagswahlsefetz. Berlin, 3. Jan. Die Vorentwürse zum Reichstagswahlgesetz werden in der allernächsten 'Zeit der Oeffentlichteit unterbreitet werden. Damit dürste, nrie die „Deutsche Ml«meine Zeitung" meübet, die seit Wvchen und Monaten, teil» wrife ailis Nervosität, teilweise aus AgitatwnSbc, dürinis feertor gegangenen Vorwürfe der rechts- stehenden Presse über btt Hrnansziefeung des Wahl' gesetzes gegenstandslos werden. Eine neue KohlenpreiserlMung in Suhr? Essen, 2. Jan. (WB.) Das rhemisch-west- fälische Kohlensyrwifat beruft zum 10. Januar eine Versammlung der Bedjenbejifefr €tn. Aus ter Tagesordnung stehen die Preisfrage,'. Amerikanische HilfSwerke für Deutschland. Berlin, 3. Jan. Eine aus 15 Sxrren irnb Damen bestehende Quäker-Kommission nimmt mit heute, laut „Bert Lokalanz." auf einige Zeit chren Sitz in Berlin, um ein grvhes amerikanisches Dilfswerk für Deutschland durch- zusühren. Die Kommission stellt eine Ergänzung der Tätigkeit des amerikanischen Lebensmittelkon- trolleurs Hoover dar. Sie wird einen aus mehreren Millionen Dollars bestehenden (Geldbetrag, der in Amerika durch freiwillige Gabe» aufgebracht worden ist, zur Anschaffung von Nahrungsmitteln und Bekteidungsstückeu zur Verfügung stellen. Die Kommission wird heute vom Reu^Präsidenten empfangen werden. Berlin, 3. Jan. Der „Berl. Lokalanz." berichtet, daß nach Blättermeldungen aus Buenos-Aires dort em deutsches Untemefemen mit einem Kapital von zehn Millionen Pesas ins Leden gerufen worden ist, das sich die Verprovian- tienma Deutschlands zum Ziri gesteckt fett- Die Proklamatisn des Saargevittes. Berlin, 2. Ion. (WTB.) Der „Abend" meldet ans Saarbrücken, daß die Prvklama- tion des Saargebietes, durch die der tatsächliche Eintritt her Zollgenunnschaft des Saar- gebietes mit Frankreich verbunden ist, am 8. und 9. Januar erfolgen wird. 81 85 oo 1 Junge Witwe m. 1 Kind il Aussteuer sucht a. diel Wege die Bekanntschalt eine- soliden 4>enn mMWkmHciriit. Ernstgemeinte fdir. Aag unt. 0147 a. d. Gwü. Anz. -Herr v. Lande, 25 Jahre alt, ev., in sicherer Stellung, vermögend, ivünschl mit Jräulein, inögl. vo« Lande, tn Verkehr au tret zweiks fpittrtr feint. CtwaSBermög erwünscht Schr.Ana m.Btld, welch, zurückges. wird, unt. 0158 an d. Gteh. Anz. erbeten. Str. Diskret, ^ngeficheri. Eiftnbahnunfall. Altena (Westfalen), 2. Fcrn. Amtlich. Am 2 Januar stieß der von Iserlohn, kommende Güterzug 9487 auf den im Bahnhof Kulthof (Kreis Iserlohn) stehenden Persone nzug 1762. Zwei Reisende wurden getötet und 22 verletzt, darunter sechs schwer. Beioe Lokomotiven und je zwei Personen- und Güterwaaen wurden stark be- schädigt. Wesbalb der Güterzua das Haltesignal überfahren hatte, unterliegt Untersuchung ■Dahm: Holland ...... Dänemark..... Schweden..... Norwegen..... Schweiz...... Wien (alte»). . . . Deutsch-Üsterr.abg. Budapest...... Frankfurt Abend- Schlust» Schlust- Schlust- 1 e w lä-* StHttwi *B,= Aepsel-, ©trn-, 3i»et- schen und Pflaumen- Hochstämme, Acvfcl n. Virn-Ptzra- miden jur Frübiadrs« vfian^ung nimmt entgeg. § Wilh. Veite, Li». 2. Hypothek inHöhevonTtzOOMarkaus Wirlfchastsanwefen ges. Schriitl. illngeb. unt. 1455t an d. Gtetzencr Än»etger. Le-'tskm «lktArt lmechanifche, optische und deraletchew an kleinen Gerätschaften werden angenommen. Schr. Ang. unt 060 an d. Giek. Anz. Achtung! Ab Montag 6.—«. Ja«, rerlaufe «. amerikanische Arbeitsschnhe. 084 LSwengafle l». Gar. rein. Rauchtabak la Zigarre« » nur auS reinen Tabaken. Huff® Panthel Jr., Tabake, Ztgarren, Zigarette« en gron. i Wefterwaldt. Irl. nuS gut. Fam., 27 I., katb , mit Berm., wünscht da ihm Gelegenheit seh',4 befiern Herrn kennen zu lern, zwecks svät. Heirat. Änonyni zwecklos Off.« ». »oaNag. Vsirlar. 15« Silberne Tnrnenufe mit Goldrand Sonntag mittag Ate. 2 u. 4 Ubr uer* loren. Wiederbringer er» hält gute Belohnung. Kavlansgaffe 18, w Laden, recht-. Verloren: @in Brillant-Obrrins. -ibAugeben gegen gute 8 211 Höchste Temperatur am 4.1. «= -0.9*, 5. L=- -0.7° Niedrigst« , „ 4. 1. =*= - 5.2°, 5.1. — - L3* Virnenhomg sHanSmacher» Psd.M.SLO. LebeneimittelbgaSnn Marktstrahe14. Tel 1255. 258 H-tedor mit Tageblock iGröge 6X10 cm) hat biaigst abzugeben 16" Wilhelm Herr, WalltorttraKe Nr. 77. Brennholz zu verk. Fieser &at«tker, Fraaklurt a. B. 144 l'/r pferdiger Motor iGleichltrom) au verkauf. 0138 y.tefi»*ae«fee 69. Pkrlbtütkl gtfiubtti. 0189] Aeterweg 26 I. | Vereine 1 Steaoir.- 8ei«HMk. Gaieterge und 4. 1. i nm. 4. 1. 1 obbs. 5. 1. ! vm. * Gießen (Walltorstraße 29), Herborn, Cassel, Berlin, den 3. Januar 1920. 145D Die Beerdigung findet Dienstag, 6. Januar, nachm. 37s Uhr von der Kapelle des alten Friedhofes aus statt. im nahezu vollendeten 80. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: August Michel, Kaufmann. Am 2. Januar d. Js., 117. Uhr nachts, verschied sanft nach kurzem Krankenlager unser lieber Schwager, Onkel und Großonkel Herr Rentner August Michel Gut erhaltene Icarette 6 6 au kaufen gesucht. Schr. Ang. m. Preisangabe usw. u. 0161 an d. Gien. AnA- liiHiiiiiiiiiiumiuiyiiiiuiiiiiimmr totaler Gießen. Leltoeg Herrn. Steingoetter Montag, beti 5. Jan.. abcndS 7 ilbt 1L Borstellung int Mon> tag'Abonnement: Die Siebzehnjälirigen. Schausviel in 4 Akten von Mar Dreyer. SamStag beo 10. Jaa^ abends 7 Ubr, 12. Borftellnng im SamS« Lag-Abonnement: Kindertragödie in 3 Akten von Karl Schönherr. Sonntag den 11. nachmittags 3 Ubr: (Ander Abonnement! BolkSvreise! Rotkäppchen. Märchenspiel in 3 Akten von Bürkner. [150c Abends 7 Ubr: Gewöhnliche Preises Schwarzwaldmädel. Operette in 3 Akten von Neidhard. Munk von Jessel. Montag den 12. Jan., abcndS 7 Ubr: 12. Vorstellung im Montag-Abonnement: Bis tahwrtboEli. Komödie in 3 Akten von Karl Ettlinger. DienStaa den 13. Jan., abends 7 Ubr: (Ander Abonnement) Gewöhnliche Preise: Einmaliger MgeM Prof.Marcell Salzer. «IlilMMMMMl? UWWlzgesMk. Als Sclbswerbrauchcr haben wir lausend gräd. Bedarsa. altgeschlagenem Bleiern- nnö Badjen- Stzell- u. Mgelholz. Tonindnttr»c öfntein, Albertwcrke G. m. b. H. WormS a. Rb. ''s» Diplomaten- Schreibtisch au kauf, gesucht. Schrtstl. Angebote unter 108 an den Giehener Anzeiger. Platin, Gold und Silber kaust z. d. höchsten Preisen G. Gümblein, 0145 Goetbestr. 46 All. Konversatioas-leidkoi (Brockhaus ober Meyers gr. AuSg., neueste Ausl., au kaufen gesucht. Schr. Ang, u. 140 an d. Gieb. A. KooversaL-lexikon (Meyer ob. BrockbauS) möglichst neuere Auflage, von Prioar au kaufen gesucht. Schrisil. Angebote unt 0169 qu den Gteb-Anz. Mandoline au kaufen gesucht. Sckr. Ang, u. 0144 an b. Gied. A. kauft ju Xöcfisten ylti&ta M'Bohm JfodhfimcrstrSj. ' Laibe za taufen: gebrauchte Nähmaschinen auch gebrauchsuntähige. Schrift!. Angeb. u. 025148 an den Giehener Anzeig. KWak-WA kauft Braugasse 6. [85 ui verkaufen. 0159 au verkaufen. 0151 6 Uhr bei 0157 Dteiuberg b. Giehen, Giehener Strahe 35. Hauskauf mit 5-Zimmer-Wohnung in guter sonniger Lage gesucht. 4-Zinimer Wohn, steht beziehbar zur Verfügung. Schr. Angeb. uni. 142 an bett (Sieh. Anzeig. HOSE, schwarz, Kammgarn, neu, ftriebenöro., zu verkauf. Anzuseben abends nach ^schläfrige BW iiaö 1 Sinöennanlel (für 6iäbr.) au oert 0165 Liebigttr. 31III. 10-12. 162] 0assug* u. Gaihlnge- lainpo a. v. WasVAnL 271. Hochs. Wiener Zieh Harmonika und 1 Paar neue Schlittschuhe lv,ei (Nr. 32) m. Riemen, 20 Mk. z. v. Becker, Neustadt 55. gtlarichStarklV., Saasan Eine ttWlise 3iege Sehr gut erb. schwarzer Lnang (ZriedenSw.-Mab' arbeit), f. Konfirmand, ob. Burschen geetan.,z.vk. Gr. 1,50 m. Krofdorf. Sir. 5 II. AbdS. zw. ' -6 u. 7 Uhr."" I »(SUfySLUebS I znBersuchö -wecken zu kaufen gesucht. 147B Chirurgische Klinik. 143] Gut erhalt nutzb. Flügel (Lipp) au verkaufen. Näheres durch H. Bechstein, irich, Amtsgerichtsftrahe. 2 Bcttstklltn, 1 Fahrrad (gebraucht), 1 Hascu stall (2teiltfl), au verkaufen. 0163 Kaplausga-e 11. Zills 30 Ztt. Sev au verk. Mainzlar, 01421 Hachborner Str. 3. Eerr.-Ok- n. üe'erwäiehe neu u.gebr.,Uaterii6S.oone Leibch., f.l2i.,gebäk.Lsldeb. c. Köcküi. f. Madch..LlLr- ko ireg. (31,39,41), dunkelbl. Knabenlopsa f. Ui., gelbe Itoderaek (30),Hasenpe!a- »il»ab.z.v. WataLWea??. Gehrockanzug wenig getragen, au verk. otOT Credncrttr. ILll.r. 2 Lauskrschweinc, 1 Ziejjenlamm - z.v. Ploch, sicher Str. 80. Elli cWsrisWM h ». 3 Star A. d. Wirtschaft z.Burg, 0148 Klein-Linden. Schönes Haus südl.Lage, m.3x5-Ztmm- Wohnung, Bad u. Garten au verkaufen. Eim. Friedrichstr. 14 1. 01W Uassenschrank AU verkaufen. Schr. Ang. unf. 0156 an den Gieb. Ä. Kraft, Wiesenstr. 4, H. 8st crl>. Wiüttchki!! Süd ein A«zsz zu verkaufen. 0152 Nord Anlage 3 v. 1P. r. Rilil-rßikftl (auch zum Umarb.) z. verk. Buftilner Str. HZ ». Zu verkaufe» aus Privathand: Fast neuer mod. schwarzer Plüschmantel 1,20 m lang, 3,30 m weit, Grone 46, mit Watteltn- furier u. ganz auf Seide, dazu ein grober schwarzer Sammethut. Preis 800 Mark. Schr. Ang, u. 0184 a. d. Gieb. A. Hofes aus statt. 0186 Allen Verwandten und Bekannten teilen wir tiefbewegt mit, daß meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Leopold Schweitzer and Frau EmU Schweitzer und Frau Heinrich Schweitzer und Frau R. Frenzei u. Frau geb. Schweitzer Emma Zwesch geb. Schweizer Karl Schweitzer. geb. Schneider am 2. Januar, nachm. 2l/a Uhr, ganz plötzlich und unerwartet im Alter von 56 Jahren sanft entschlafen ist. In tiefem Schmerz: Peter Michel Karl Storck und Familie Philipp Michel u. Familie Heinrich Michel n. Familie Konrad Michel. Gießen (Creduerstr.14),5.Jan. 1920. Die Beerdigung findet Dienstag den 6. Januar, nachm. 2l/s Uhr, von der Kapelle des neuen Fried- GieSen (Schanzenstr. 16), 4. Januar 1920. Die Beerdigung findet Mittwoch den 7. Januar, nachm. 3 Uhr, auf dem neuen Friedhof statt »m Hiermit die schmerzliche Mitteilung, daß unsere treusorgende, gute Mutter Frau Luise Schweitzer Wwe. nach langem, Schwerem Leiden Sonntag früh 3 Uhr sanft entschlafen iat Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Mädchen my«* LttdwigSvlatz 14 lll. Gesucht zum 1 Febr. wegen Berheiratung der jetzigen eine einfache Köchin gegen guten Lohn. 156V Johaiinfc-Menliaos Hieder-Welsel kBilikich SlMotiaäiito Z für tägl. 2—3 Sld. sos. ge- suchi lSoetbettrabe 65I I. VÄt Mädchen gegen hohen Lohn sofort ges. Dermiitl. nicht aus- geschlofien. J. Jacobiohn, Schanzenftrahe 22 p. BelsclkS Mitte« das nähen und bügeln kann und etwas Hausarbeit überni mmt, zu zwei Kindern v. 12 u. 7 Jahren in kleinen HauSH. gegen hoben Lohn gesucht. Nur Mädchen mit oetten Referenzen u.Zeuan. mögen sich melden. Schr. Angeb. unt. 0154 an d. Gien. Änz. In tiefer Trauer: Marie Wagner geb. Pfeffer Ludw. Wagner VIII. u. Frau geb. Hof Karl Wagner IIL u. Frau geb. Rühl 3 Enkelkinder nebst allen Angehörigen. Großen-Buseck, den 5. Januar 1920. Die Beerdigung findet Dienstag den 6. Januar nachmittags 2 Uhr statt. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben, guten Mann, unseren guten Vater, Großvater, Schwiegervater, Schwager und Onkel «em Ludwig WagnerV. vorgestern abend 7 Uhr nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden im Alter von 68 Jahren in ein besseres Jenseits abzurufen. 0180 Rödgen, Bonn, Offenbach a. M., Gießen, 4. Januar 1920. Beerdigung: Mittwoch, 7. Januar, 2Va Uhr in Rödgen Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Margaretha Muth Wwe. geb. Jost Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Elisa Jost Wwe. geborene Balser nach kurzem Leiden im Alter von 85 Jahren heute nachmittag 5 Uhr zu sich zu rufen. Dienstmädchen ehrliches. lleibtges, bei hohem Lohn sof. gesucht. L. Hcharfe Nochf.. Wetalar, Shillerplatz.""" Tütbt. Mädchen au zwei älteren Leuten sofort gesucht. Näheres 0194 Ebelstrahe 8. ficSTÄlÄiBii tagsüber gesucht 0178 Schnlttratze 1II. | Stellengesuchej Suche für meine Tochter eine Lehrstelle bet hiesiger Schneiderin. 0137 Meininger, Rodheimer Strane 23. I VerbNute | Einen jungen Zucht - Eber verkauft Konrad Börger in Nieder-Obmen. 161 Ferkel und Läuferschweine zu verkaufen. 025205 Kaiser-Allee 17. 4- dis L-Iimmer- Wohnung mögllchsr Zentrum bet Sradt, au mieten oefatfet. Ludwig Nou, 57 Elfenbeinschnitzer und Graveur. ÄUttges Ebevaar sucht 58-3 möblierte Zimmer mit Küche ob. Benutzung. Schrisil. Angebote unter 0164 an den Gieh. Anz. Möbl. Zimmer mit voller Berpslegnna Aum 1. Kebruar von solidem Kaufmann gesucht. Schriftliche Angebot mit Breis unter 160 an den Giehener Anzeiger. __ Helle Mriialiwm« mindestens 150 gm, möglichst gröber, für sauberen, aeräuchlofen Betrieb ge sncht. Schrifti. Angebote utt:. 167 an den Gieß. Anz. Tüchtige Putzfrau sofort gesucht. 139 Bank für Omibel und Industrie. Putzsrau für Bureau gesucht. Nah. Wett-Anlage 4« H. r» Saniere LMM i gesucht. Marktplatz 2. Kkäbtt Btrdferiaitn wie auch nrnge Mädchen zum Anlernen sucht per sofort 157 Andre»» Euler. Zigarrenkistensabrtk, Steinftrahe 7. Gesucht für L Februar au einzelner Dame besseres Mädchen ob. eittf. Stütze. Bor zu st. zw. 2 k. 4 Ubr bei Frei Gebelmerat Kretschmer, Gergstrabe 9. 025066 Ordentliches Mädchen gesucht. Frau M. Berg, 94 MäuLbur?; 4. <9ute Vervsteattng, sowie Familienanschluß sichere anständigem, au* verlässigem 025228 Mädchen rn ievtl. nur für tagsüber). Zu meld. Goetbettr. 3SI l Einfache* Frhnlein zuverlässig u. von nettem Wesen, das in kleinem Haush. Küche it alle häuSi. Arbeiten übern, und im Nähen bewand, ist, bei An^ schlus; an cüdnft Dame m. 16jäbr. Tochter gesucht. Schr Anged. mit Anior. unt. 0174 a. d. Giefr. Anz. Tücht. braves Mädchen für Küche undHauS tagsüber gesucht. Zu erfr. bet Loch, SelterSweg 75 im Laden.___________168 Zuverlässiges, nicht zu junges 141 OiKttta in guten hiestgen Haushalt gesucht. Wo? zu erfahren Schlotzaaffc 16 [ bet Srau Anna Brück Schön möblierte 3-Ziiiimr-W-himig, Mädchenzimmer, Mitbenutzung v. Stiebe u. Bade- Cammer, Keller zu verm. iBabnbofttrahe, (Scke Molkenaaffe 27 II. 0lM Möbl. Zimmer au vermieten. Steinttratze 73 I. 1. 0181] Eleg. möbl. Wohn nnd Schlafzimmer, für ^kheoaar passend, evtl.mil «oller Pension, auf sofort «oder sväier au vermieten. SelterSweg 52 11. Mädchen, das iw HauSH. «nith^ kann Scklaftt. erh. 0167] Walltorttr. 18 li. 5U. möbl. Mansarden^ »immer an anständ. Ge» chchästsfräulein au verm. 0153 Blcichttrahe 9 II. Kriegsbeschädigter Offizier, auS Lazarett entlaßen, sucht für Jan. 1920 möblierte« Zimmer zwecks Beendigung des Studien-Semesters 19/20. Schr. Angeb. unt. 158 an den Gien. Anz. erbeten. IZtsIlenengsbote! Hieelge Bank sucht einen verheirateten, tüchtigen, zuveriSssigen und kautionSfähigen Wttetti Schristl. Angebote unter 170 a« den Giehen. Anz. Sewaodter tack für Müllerei und Landwirtschaft gesucht. 0146 W ilhelm Will, Mühlenbellber, Hansen bei Giehen. TüchTHMiH" ww..juvges Mädchen für ieickre Näharbeit gegen hohen Lohn sofort gesucht ^Schirmsabr.M.Levi. Herrn Geheimen Kirchenrat Professor D. Dr. Samuel Eck den treusten Freund der Kinder unserer Stadt. Der Vorstand 0173 der Gießener Kinderfürsorge. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß am Samstag, 3. Januar, abend 9'/, Uhr, mein lieber, unvergeßlicher Mann, der treusorgende Vater seiner Kinder, unser guter Schwiegervater, Großvater und Onkel Jakob Heimes Schuhmachermeister Am Silvesterabend verloren wir unseren* Vorsitzenden, unseren Leiter und Berater im nahezu vollendeten 48. Lebensjahre infolge Herzschlags plötzlich und unerwartet von uns genommen wurde. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Frau Gertrude Heimes Witwe. Gießen (Asteiweg 46), den 5. Januar 1920. Die Beerdigung findet Mittwoch den 7. Januar nachm. 2V< Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. . f Mietgesuche | Sohn eines HosauleS sucht sofort für Zwischen- semester