Erstes Blatt 170. Jahrgang Samstag, 4. Dezember 1920 I tcn aub 1 in Treue zu bclvcisen. die Ein Aufruf des DlcidjWäfibcnteu und des Reichskanzlers. Berlin, 3. Dez. (WTB.^ Ter Reichs- Präsident und der Reichskanzler erlassen folgenden Au'rus zur Grenz spende: Der Tag der Abstimmung über Oberschlesien nabt heran. Alien Obersch eiiern must die Beteiligung an der Wahl ermöglicht werden. Groste Mittel sind dazu erforderlich Noch einmal ergeht der Rus an die freiwillige Licbestätigkeit, damit durch die Hilfe aller deutsches Land dem Deutschen Reiche erhalten bleibt An der Onrrreubigfcit des deutschen Volkes mögen die Oberschlesier erkennen, dast das Vaterland an ihnen Hängt Sie mögen daraus neuen Mut zu treuem Beharren schöpfen Umso einmütiger werden sie ihre Stimmen für daS Deutsche Reich abgeben, je sichtbarer hinter ihnen der Wille des deutschen Vo'kes steht. Ter Ausdruck des Willens ist die Tat. Zu solcher Tat bietet die Sammlung zur Grcnzsrende Gelegenheit. Keiner darf fehlen, wo es gilt, der Heimat Laut „Vorwärts" fand in Hamburg eine Tagung des Ges^mtvorstandes der Bauarhei- lerinternationale statt, in deren Mittelpunkt das Problem deS 'Wiederaufbaues für Nordsrankreich stand. Die deutschen' und französischen "Bauarbeiter nahmen in allen fragen eine übereinstimmende Haltung ein und beschlossen, eine gemeinsame Aktion zu unter» nehmen. mtes. er Maul- unt November 1920 l Hieben, hmtga, imewd, MaiuKi W, .haU.nl^ ch, MünM, Liri' >enhau>en, Niesn- jiugcn^ißiilmgffl, au.«, ÄaiMrs-, Alsfeld: Dttr- b, Nieber^Gemua- -Äuiel, ÜBabenn», ser-Ohmeii, Odei- Maiiliach, Bmi- n, Bleiumoü. - Himbach, Seltcri, .cit/iobi, LellMch Der Papst für bie Notleidenden Mitteleuropas. Rom, 3. Dez. fWolff.f Der Papst erlieH eine Encyclica. worin rr sei''er (Vreiihe über den Erkolg brr Sammlimgen iür die N 0 t l e i b e n- den Mitteleuropas Ausdruck gib' Da a'^et die erngegcnwencm S'mrnen nid)t ausreichen, for-1 bert b't Papst die Ki'idei in den reidrren Geg"n- ben aus, d'n notleidenden Kindern Mitteleuropas anläßlich des D^i^nachtSsestes xu Helsen. G'-nch- zeitig ermahnt er die Eltern ihre Kinder zu diesem Werke der Wohltätigkeit ansaieifem. Aus dem besetzten tzranzöfische han^e'SnVde' hfiungen im besetzten Gebiet. fb. Frankfurt a. M., 2. Dez. Aneiner Zuschrift eines rheinischen Abgeordneten an bas „Offenbacher Abendblatt" geht hervor, daß es noch viel zu tuen in bekannt ist, in welchem Umfange das Handels- und Fi, nanzkavital bereits im deutschen Rhein- lande Fuß gefaßt hat. So hat Mainz allein 71 französische Harch/ssnieberlas'unaen, Ludwigshafen 17. In Coblenz liegen 33 Gcwerbeanmeldunaen von Ausländern vor, darunter 11 von Franzosen. Der französische Annerionist Varrss behauptet, daß schon über 5Mfranzösiscke handcls'i men im Rheins land vorhanden seien. In Köln überwiegen die englischen Niederlassungen und es scheinet, so heißt es in dem Artikel, daß in der rheinischen Hauptstadt die Niederla'sung von englischem Kapital als Gegengewicht gegen die Franzosen besonders gefördert werde In der Pfalz gibt es fünf französische Bankfilialen, Köln hat vier belgifclie. drei englische und zwei französische Bankfilialen Di'-se ausländischen Bankniederlassungen seien im großen Stil zur Verschiebung deutscher Kapitalien ins Ausland benutzt worden, da die Geschäfts- fuhrer b-/her den Steyerbehörden die AuS- kunstspflicht verweigerten. Die Ministerlonserenz in tondon. Paris, 3. Dez. (WTB.) Der Sonber*1 berichterstatter der A-entuc hava? in London berichtet, dast bie alliierten Ministerpräsidenten heute oornrtta.j von halb 12 Uhr bis nachmittags halb 2 Uhr verhandelten. Man habe die Beziehungen zum Vertrag- von SevveS und der m Griechenland neu geichafsenen Lage geprüft. In der Nachmittagssi^ung, die um halb 4 Uhr begonnen hat, »verden Die notwendigen Schutzmaßnahmen gcpcütt werden, die man von Griechenland verlangen wo'le, wenn es trotz her Warnung der Alliierten König Konstantin uirück- niren werde. Der bed'uteudste Entichlutz, der vormittags gefaßt wurde, sei. daß die erglischm, französischen und italieni'chen ömtret-r beim Völkerbünde auigesordert wur>n, sich gegen den Eintritt Armeniens in den Völkerbund ausiu- sprechen. Armenien hib? noch kßn' legale G i'"*rnt, bevor der Friedensvert-ag von Sevres in Kraft getreten sei. Außerdem seien die Grenzen dcS neuen Staates noch nicht sestgelegt. uth und Reichswirtschaftsminister Dr. cholz. Dr. Wjrth erklärte, er stehe einer rbindnng zwischen Reichsnotovfer und angsanleihe nicht ablehnend gegenüber. Dr. lh 0 l z vertrat den 'Standpunkt des Kabi- 18: her beschleunigten Erhebung des Reichs- tz'opfers sei vor der Zwangsanle'he der Vorgegeben worden, weil schon bei der Ankün- ?l.-vg einer Zwangsanleihe die Kapital- Die Entente gegen Griechenland. London, 3. Dez. (Wolfs.) In der gestrige» Nnterhaussitzu.ig verlas Bvnar Law unter lautem Beifall die noch Athen genchtete Note der Alliierten. Er fügte hinzu, diese Erklöruna besage deutlich, baß, to-'nn bas griechische Volk sich für ben Schrat entscheide, den E'^'o-'d brrn-'-n würbe, Großbritannien und bie Alliierten nicht bie geringste Absicht haben eine feindliche Aktion im Sinne einer gewaltsamen Ver- hinberung des griechstchm Volkes. bieseN Schritt auszuführen, in bie Wege zu leiten. m. 286 Der Otetzcner Anzelae, -scheint täglich, außer und Feiertags. vezngrpreife: Monatlich Mark 3.60 ird Mk.- 65Trägerlohn, rueNeljahllichMark 10 80 rdMK.I.95DLgerIohn; txd) die Poft viertel- ii-rlich Mark 12.- :H»ichlieblich Bestellgeld. ^,rnlprech-«nschlüste: ^dieSchriftleitung 112; ^«rlag.GeichafisftelleSl. rrldjrift für Druhtnach. chten rlm izer »teßeu. poftschtätoaw: ? die auf eine völlige Umgestal- |nrtA des Gesetzeswerkes hinausliefen. Zwei L fitere Finanzminister, nämlich die Abgeord- |'itten Dr helfferich lund Dr. Becker- I feien, liefen dagegen Sturm, indem sie fest- Milten, daß hauptsächlich der kaufmännische ■rh der gewerbliche Mittelstand nicht in ■er Lage feien, ihr Betriebskapital in dem ge- Mrderten Maße zu vermindern. Beide kriti- ■trten äußerst scharf die bisherige Finanz- Mpd Steuerpolitik, die zur Deckung laufen- I'lt rAusgaben an die Erhebung des Rotopfers | rfren wolle. Auch der ?lbgeordnete Dern- llu rg erklärte, „man müsse der Vorlage die sdistzähne ausbrechen". Da s rief der stebsfinanzminister Dr. Wirth den Reicks- sßickvräsidcnten Havenstein zu Hilfe, der km auch das Bild einer finanziellen Kato- 'k'ophe hcraufbeschwor. Die schwebende Reickis- feutb, gegenwärtig 146'/? Milliarden Mark, fi in ben letzten sieben Monaten um 52 MiÜ- hrben gewachsen und werde bis Ende dieses fl'hreS um weitere 30 Milliarden zunehmen? fi/ Reichsbank habe ursprünglich einen ande- ni Weg der Sanierung vorgeschlagen, näm- 16 den der Zwangsanleihe unter Eingliebe- ing deS ReichSnotopsers. ! Auf diese Weise Irde man mit einem Ergebnis von 20 Mil- rden flüssiger Mittel rechnen können, wäh- d nach der Vorlage nur 8 bis 9 Milliarden lommen werden. Am Donnerstag äußerten sich zu der nnenben Frage die zwei maßgebenden Kabi- ilSmitglieder, Reichsfinanzminister Dr. Cine wiedergulmachungssrage. Paris, 3. Dez. (Wolffs Der Sonderberichterstatter der „Havas" meldet aus London, die Sachverständigenkonferenz, die zur Regelung der Repara- tionsfrage in Brüssel zusammcntreten soll, werde ihre Arbeiten jedenfalls Mitte Dezember beginnen. Der Oberste Rat werde in London den Tag des Zusammentrittes bestimmen. Annahme von Anzeige» für d e Tagesnummer bi» zum Nachmittag vorher ohne j»de 'LerdindlichKeit. Preis für l mm l;-h« (ür Anzeigen o 34 mm Breit« örtl ch 35 Pf., aut-roart» 45 Pf.; für Reklame. Anzeigen von 70 mm Kreut 150 Pf De> Platz, vorfchriil 20" f Außcdtag. Haupljchriftleiler. ‘21 ug. Hoey. Beronlwortlich für Politik Aug Goetz; für den übrigen Teil' Dr. Reinvold 3en3i für den Anzeigenteile h. Beck, sämtlich in Gießen. same Urne nach Geist imb Buchstaben be) Frie- ben-vertrages in Bttrach: kämen. Gerabe biePolchi hätten ferneryil in Paris grforbert, baß alle tn Cberf(bleiten Geborenen obstimmutgsberechteqt sein müßten, wie die dort Lebenden. Sehr metkwürbia imbet es Dr. Lukaschek, baß von ben vielen in Polen Ichenben Abstimmungsberrchtigten überhaupt nicht gesprochen werde. BieN?icht wolle Polen sie nicht nach Oberschiesten lasten, ba sie, wie Rfon in West- und Ostpreußen, bie zerrütteten Verhältnisse, bie Wirtschaftsnot und bas Kriegselenb in Polen unb Posen wahrch?it-gemöß ;d) Ibem imb so g ern bie Stimmabgabe für 'Polen wirken könnten. All bas aber sei fein Grunb für Dentschlanb, aus feierliche Rechte unb Vettrags- teile zu verzichten. Gegenüber ber ofü.iellcn Be- grüntning für ben Vorschlag ber getrennten Ab- stimmung, man befürchte Unruhen, erNärte Dr. Lufaschek: Ich kenne das oberschlesilche Volk, es ist rubig unb sehnt sich nach srieblicher Arbeit, wie bies ja auch bas Mißlingen bes lebten von ben Kommunisten angezetteUen Streiks beweist. Die unruhigen polnischen Dnßsporne glauben, baß die granz^sen imter keinen Um stäuben etwas gegen polnische Unruhestifter unternehmen werben. Aber sobalb ber erste französische Schuß gegen polnische Banden gefallen ist unb dos erste französische Panzermito sich gegen sie bereit hält, wirb auch nicht einmal eine Idee zu Unruhen in Oberschlesien vorhanben sein. Lukaschek weist barauf hin. Die unannehmbaren Vorschläge für Oberschlesien. Berlin, 3. Dez. (Wolff.) Dem Sonderberichterstatter des „Berliner Lokalonzetgers", Rolf Brandt, sprach sich der frühere Landrat von Rvbnik, Dr. Lu laschet, ein Kenner Oler- schleiiens, der oen sche'iichen An schuß lebtet, über die neuen Abstimmungsvorschläge der Ast tr.ten au.' Ec erklärte es für unmöglich, den Vertrag von Versailles in ben Punkten einfach zu zerreißen, bie für Deutschland gümnaer und, als ktwa für die Polen. Der Vertrag sage klipp und klar, daß all? in Oberschieiien Gewrenen oh tc Unterschieb abstim'-ungsberecht'gt s ien. Die Ab- fttmn:unnen in Schleswig, West neunen gaben cr. ßcrd.m Präzedeirzfälle, bie nickü et ram ttrg* mleugncn seien. Ein? Abstimmung ber in DeuNch- fand wohneuben Ober sch! es er in Köln ober bet Versuch, diese 2lbstimmiingeberech! gt?n 'Pä^r zur Urne ru schicken als die übrigen, sei rechtste u n - annehmbar. Schon in Wett- und Ostpreußen hab- ber Sondra terrat ber Allste ten enttch.eben, baß rair em einziger Wahlmodus unb gemeini« rteilt ’S-* I nr 1- I udiM' w - wochenrückblick. Wir haben vor einigen Tagen die Ge- vSvorlage der Reichsregierung ausführlich i (geteilt, nach oer die Abgabe eines Drittels tS ReichSnotopsers in zwei Terminen kS ZahreS 1921 gefordert wird. Am Diens- \V Mittwoch und Donnerstag hat der iteuerauSschußdes Reichstags zu dieser lodagr Stellung genommen, und es ist dar- 118 wieder eine FinanzkrisiS sp wachfen, die > hrscheinlich noch vor dem Weihnachtsiest die Wüonrmenen Wind in die Segel blasen. M, die Gefahren und Schwierigkeiten sind »»los groß, wenn man sich fragt, wie man « der Erfassung des Kapitalismus viele D ihre Eristenz ringenden Unternehmungen iwnen könnte — allein der entscheidende [tritt muß getan werden. Ein ungeheures tß von Schuld liegt auf der bedenkenlosen M?ürpolitik des Dilletanten Erzberger. Herr Dr. Becker hat ganz recht, wenn r irrbert, bie Reichsverwaltung solle ihre Mischaftlichen Betriebe in Orbnung brin- |F>, um bie Fehlbestände verschwinden zu 14?n, und sie solle ferner für rasche 93er» '^mng der Einkommensteuer und der 23er- ,?^nszu wachs steuer sorgen, damit Geld in 8,1 Keichskasse käme. ^llle diese Fragen stehen ja in innigem •SPftmmenfrang zu dem vielfältigen Plan des !§'^rausbaues, der, wie wir oft dargetan in der Hauptsache der Sanierung des : r t s ch a f t s l e b e n s gilt. Das Organ der Abhängigen, die „Freil^eit", findet in der L'«izkrise neuen Stoff zur Entfachung des ^rgerkrieges. Es erklärt nämlich, das Pro- ]~3tiat müsse sich bereit halten, diese Kämpfe ®teucr” und Sozialisierungsfragen) '♦dtifl den Parlnmenten aus klingen zu las- AM beiden stfVl J^ott bemX‘1 M lasiar^I EFis ^6le8ieraiigf: t. die!Rabfh, ¥ Zentral * * und bie ingtjtfgj J Mosfen, t.ij] Ke drr • X.N Staat fjiaÄ, feywvJ .pMo ru roibtiic und vm L "Gwrnale bt W,\ a p begeben m W t ftntn bandst^ HopMiiiwM ' TirKm.m, L-l. eck, NiM.^ bauien, nMicbelockW Tieenien, M irbenbadi, pk>r<£'(ii^ “tic baß beim letzten Putsch ein schärferes Zusagen ber Zbaliener jebe Putschabsicht befestigte, baß bagcaen fetzt noch nichts getan sei, um bie offenen Gewalttätige tcn fotbemben Hetzreden KorsantrS — erst letzthi Rosenberg — unb seiner Presfe zu perhiubern. So sei bie Furcht vor Unruhen ein Voiwcnib: in Frankreichs £xnib liege eS, ben 23e fud> zu Unruhen ohne Aukwenbung besonderer Mittel zu ersticken, weil eben ber IveitauS übenviegenbe Teil Oberschlesier sein Rvcht nur mit bent Stimmzettel behaupten wolle. Die Zbee ber Abstimmung in Zonen sei gegen ben Friebensvertrag, daher nicht möglich. Außerdem gebe bie polnisch? Presse ossen zu, baß bie Zonen so abgegrenzt werben sollten, baß bie Städte mit polnischer Mehrheit zunächst abfiinrmen sollten: Von ber moralischen unb vor allem bet nnrt(drahliehen Wirkung ber Furcht vor Abschnürung weiter Gebiete verspreche man sich bmm wettere vollst cbe Erfolge Behewdenb genug fei schon, baß sranzösische Mitglieder ber MstinrnningSkam Mission mit ben Polen in eingehen be Beratungen über bie Abstim- mimg eingetrrtm seien. Wäßrenb man noch mit keiner offiziellen beutschen Stelle oerhandelt unb dem beutschcu Plrb stz tlönnmstar crie RLilvrad» toeöDcigcrt habe Das alles seien 2)socise bm zu- nehmenben poluischeu Gewischtit. baß Oberschlesicn auf ber Grunblage des Reclsts für Polen nicht zu gewinnen fei. Eine embere Grunbloge als ber unterschriebene Vertrag könne aber beutsdxrscits nidit anciDanml werben Llckaschek glaubt nidst. daß mam es in diesem ganz klaren Falle wagen wird, daS Redst einfach zu btedran: denn schließlich würbe ein zerrissener Vertrag auch Deut|'d>lanb von feinen Verpilichtungen entbinden. Berlin, 3. Tez (Wolff.) Der RärhSregie- nmg sind in ben letzten Tagen zahlreiche Drahtungen von Abstimmungsberechtigten aus Ober* schienen imb aus vielen Gemeinden de? Reichs zu- gegangen, worin gegen bie Vorschläge ber Entente, eine Abstimmung ber Reichsobetschlesier ir Köln stattsiuben zni lassen, in sdrärsster 2Beiie Einspruch erhoben wirb Es wirb fttiereinRimmenb misgebrückt, baß bie Enten e-Vor>'chläge den Versailler Vertrag zu unseren UngimRcn brechen würben. und es wirb gefordert, baß mir bie Bestimmungen bie es Vertrages für die Abstimmung mas^ grbmb sein dürfen. Fn dem Telegramm der 23e- strksgrupp- Neiße des Verbandes (ximattreuer Oberlchlcsier heisst es u. a.: Wir fühlen uns eins mit unseren Brüdern in ber besetzten Heimat unb wollen an beten Seite bei ber Entscheidung über Oberschlesiens Schicksal zur 22ahlurne gehen. sen, sondern e5 müsse selbst aktiv an ihnen teilnehmen? Da soll also wohl durch neue Arbeitseinstellungen und Putsche „geholfen" werden. Man darf die Anhanaer dieser Methoden wohl auf das Beispiel Sowjet- Rußlands verweisen, dem die Herren um Erispien doch wohl etwas von der einzigen Liebe noch . bewahrt haben werden Durch alle Zeitunaen ging das neueste Dekret der russischen Volkskommissare über die Erteilung von Konzessionen an auslän» dische Staats- und Kommunalbe- triebe, Privatunternehmungen, Aktiengesellschaften, Konfumgenosseufchaften und Arbeiterorganisationen zwecks Ausbeutung und Verarbeitung der rus- sischen Bodenschätze! Die ausländischen Kapitalisten werden zu Hilfe gerufen, nachdem man dem einheimischen Kapitalismus den Garaus gemacht bat. Den ausländisck)en Kaprlolisten wird alles mög- tick-e „garantiert", damit sie nur kommen and helfen sollen! Das ist ein Dokument unserer Zeitgeschichte, wie so lehrreich es kein zweites gibt! Der „Vorwärts" benutzt es, um gegen die radikaleren Linksgruppen zu polemisieren — allein auch auf sein eigenes Programm unb das der Mehrheitssozial. Demokratie wirft dieses Dokument aus Rußland einen genxiltigen Schlagschatten! Theoretisiert, sozialisiert nur rüstig weiter! Das Ausland wird freilich die Methoden und Experimente nicht mitmachen, und was hat Deutschland zu bieten, wenn die Quellen seines einstigen Reichtums, Industrie und Arbeit, versie gt sind? Dann werden uns die ausländischen Kapitalisten vielleicht für einen Hungerlohn arbeiten lassen. In den Fragen des radikalen Sozialismus werden dessen Anhänger eine ebensolche Enttäuschung erleben, wie die Pazifisten sie an der Gestaltung des Völkerbundes erlebt haben. Die Genfer Vollversammlung hat am Donnerstag den Völker- bundpakl und den 23ersailler Friedensvertrag für ein unteilbares Gvn^S erklärt und sich de.- her der Revision des Gewaltvertrages rundweg verschlossen. Die kleinen Neutralen, die sich diesen Anschauungen hatten widersetzen wollen, wurden überstimmt oder überredet. Gleichwohl triumphiert in der SBelt die Pose der Jdealpolitik! 2Bir können die in unserem gestrigen Blatt mitgeteilte Rotiz englischer Blätter kaum glaubhaft finden, nach der ausgerechnet Lloyd George auf einem Bankett auf ben (Bankrott Europas hingewiesen und dann ausgerufen haben soll: „Die Männer müssen vertilgt werden, die in der Welt mir Petroleumkannen umhergehen und das Feuer des Krieges schüren!" Vielleicht ist diese Heuchlerrede für manchen deutschen Pazifist wieder ein Strohhalm, an den er sich klanv- mert, eine Hoffnung, die er nicht fahren lassen will! Hat Lloyd George unter den Männern mit Petroleumkannen vielleicht auch den französischen Ministerpräsidenten verstanden, mit dem er soeben die rabulistische Rote über Oberschlesien und die Bevormundungspolitik gegenüber Griechenland ersonnen hat? Ist er nicht selber der Verwalter des Petroleun^- moiwpols für die Zwecke der Brandstiftung? 2lrgentinien soll narb einer neuesten Meldung die Tlbsicht haben, aus Gründen der Enttäuschung sich vom Völkerbunde zurückzuziehen. Wir Deutsche aber wollen weder in eine Gesellschaft uns oufbrängen, die uns nicht wünscht, noch aber wollen wir — so müßte der, deutsche Minister des Auswärtigen heute spreckten — der maskierten und vev- fälschten Völkerbundspolitik irgendwelck>es Vertrauen schenken, und nicht diplomatische Leifetrelerei, wie sie jüngst wieder von der „Franks. Zeitung" gefordert worden ist, wäre am Platze, sondern deutsche Klarheit und Festigkeit! telD t.2üuemtcim'. Eckcr.shau en, itKiu, NieXr-M' je,m, Büct,rs, lial- löhecken, hoj Lng^ Mhau.en, tz: ijhbt, BingenlM ld-SchwMe.m, Hs' Tauernhe.m, M H'en, Bolscrm. nclhau,en, Giebas iieFnedbers Wellesh:>kn, Ali» L )oer-Flo.rsta^.^ 1 ©rk'ioric»1^- eingesetzt habe. Ehe nickst klargestellr £rauemöe.m, 5^ I V. tote man sich eine Zwangsanleihe denke, M.r.4i.n, M I Fine er sich .auch nickt über ihre etwaigen int,Steiiifutli^ kakungen äußern. Auck Herr Scholz sprach .....® n Ih Zurückstellung aller Bedenken, da dem 't’td neuer Roten unbedingt Einhalt getan '»cdkn müsse. Auch er liebäugelt jedock sowohl *li dem Reicksnotopfer wie mit der Zwangs- 'Plcihe: Wenn vom Reicksnotopfer, so sagte 15 Milliarden, und durck) eine etwaige ^sangsanleihe 20 Milliarden gewonnen wer- Iti könnten, so würde diefe Summe im Hiw« Ätf auf den Stand der Dinge als gering er- •jF'iien, aber doch bewirken, den Stand der Ü:luta günstig zu beeinflussen. Sie heißen alle Magister, Minister, Dok- qar, unb sehen, daß sie nichts wissen, ®ncn. Der Parteigeist hat die einheitliche fceit zerrissen, dieselben Parteien werden fcr aber doch genötigt sein, endgÄtig und Endlich zu erfinden, was nun werden soll, r t wa s muß ohne Frage gesck-assen wer- k will man der radikalen Linken nicht - General-Anzeiger für Oberhessen vrv» und Derlag: vrllhl'Ichc Unio.-Bud). und Siein»ruderei R. fange. Sdiriflleitung, 6ef<6ä|ls|teae und Druckerei: Schulftratze 7 v. Kll II» n Go- vrob'»' fit tlti' I tfjen. Tie Symphonie mußte Herr Prof G u ftav «ter Por.-cht Trautmann in einer Gestalt »oieder-ugeben, • Dem MtftL M W Kreis Schotten. *♦ Laubach, 2. Dez. In unserer 9hmte mer 282 ist von dem am hiesigen Gymnasium Fridericianum vor einigen Monaten begrfln* beten Deutschen Juqendbnnd bil Rede. Wir erhalten hierzu folgende Zuschrift: Am 27. Au au st 1920 wurde hier eine Hun« dertschast Laubach des DeutschenJu« aendbundes Gießen, P f. O„ gegründet. Dec Deutsche Juaendbund Gießen besteht aber be* kanntlich erstens überhaupt nicht an einer: bestimmten Anstalt, geschweige denn nur air einer höheren Anstalt, und zweitens hat et. sich, frei von jedem Klassenunterschied nnbi jeder Parteipolitik, das Ziel gesetzt die früher' oft so große Kluft zwischen Gymnasiasten untü Stadtschülern allmählich zu überbrücken unü so die Heranwachsende deutsche Jugend zS einem einigen, nicht aber in Klassen uni» Parteien gespaltenen Volk heranznziehen. $n diesem Sinne hat die Hundertschaft Laubach Hessen-Nassau. Ein MagistratSkonflikt in Höchst. Höchst, 3. Dez. Eine Wahlsitzung Höchster Stadtparlamentes, die gestern n i n g s, der eine starke Färb- und Formstiltir besitzt, die seinen Aquarellen zwar eine dekoraB Note geben, dafür aber das Organisch' des Bud ganzen reizvoll betonen. H. Geil tu st ist oll überzeugendsten in seinen Bew gung^skiz >eu.„^o H. E. Steinbach erkennt man ein ko'o ist« Talent, das aber noch der Pflege b?darf. Mii'U'ws gemalt sind kleine Arbeiten von H. Ondf^ O. Kowarzik zeigt onTreffernbe Aounrelle cj nächsten Umgebung. Der Gießener Plastiker J Ködding hat eine eigenartig? Entwicklung ff" nommen, deren Endziel noch nicht abfiiif.’b™ tll Einzelne Arbeiten gewinnen dadurch an | schlo'senhei*, während andere noch ziemlich prob »- matisch bleiben. Von zwingender Modernität lm' Plaketten und Holzschnitte von N. Dietrich" Dresden. Eichener Konjcrtoerdn. Gießen, 3. Dezember. Erstes Orchesterkonzert: Landestheater-Orchefter unter Leitung von Pws. Gustav Trautmann, Walter Rehberg (Klavier). Bee.h)vcn-Feier. Tas Gedächtnis des Groszen, der mit einem harten Schick,al gekämpft bat wie Wenige, soll uns tn diesen Tagen eine Ausrichtung und Stählung sein. Ter Konzertverein hat es durch die würdige Ausführung eines erlesene Beethovensche Werke umfassenden Programms begangen. Voran die gleichermaßen von Zerrisienheit und herbem Trotz erfüllte Cor.vlan-Ouvertüre: daraus das festliche, sonnige Es-dur-Klavierkonzert: end.ich, im letzten Satze des Konzertes rhythmisch vorausgesagt, die 7. Symphonie mit ihrer Grundstimmung brausenden Siegesjubels. Tas Orchester des Landertheaters wurde, soweit seine Eigenart es zuließ, ben großen Anforderungen des Ab?nds vollauf gerecht. Im letzten Satze b?r Symphonie machte sich die Schwäche des Blaskörvers bemerkbar; und hin und wieder (wir denken besonders an den ersten Satz der Symphonie! hätte vielleicht noch etwas mehr (_n Anspannung geleistet werden können. Die gegenseitige Fühlung, um welche in der Ouvertüre nock« 'enrmeri wurde, stellte sich im Laufe des Klavierkonzertes ein, um nicht mehr zu wei- SS MC sind Mlk lauer d 'liier. Ta d '•877 bzw. 3. VI h Stobt @iejjei l Minimen |i Wrlidien ®c| N Derembort, nur für Wn; die J W Monats iu Pf* Borschnstc ffr |o ist | ätzenden 1 ft®0*« AM Echbch ? ivLlesleiiz Q Oft d jLiWwt iÄ,|Tin!9 n MtMre« und JJJHIrift von KZ W ihr erstes öffentliches Auftreten den Wolfram Eschenbach-Abend, veranstaltet. ^*tr ®.aIttT Re hberg zeigte sich als ein tüchtiger, mit ganzem Ernste nach hohem Ziel strcbmder Pianist Die wuchtige Vollkraft, wie sie rPVx Ewmn Fischws Sviel charakterifierte, ftkht bem nrgendl chen Künstler noch nicht za Ök» bote. So mag auch beim Zu'ebrnen des ToneS vom Mezzo forte an die Schitier mi noch weitere Bc- vetch'rung fähig fein Dafür hat andererseits das P^ano und Tianiftimn eine sehr sorgfältige Kultur erfahren, imd der Anschlag ist frei von feder Härte Das sind hoch-u bmrrten e V-rzüge Das Tonhild w rd^mit musterhaft r Sau'erkeit und un'er g-öß- ^>t beim Pedal -ebrauch wieder gegeben - . er wurde sehr lebhafter Beifall zu Teil Olea Hassel mann-Ku rh-Wiekba*^^ deren l b n^ige farbl'vrüh nd' Paett' berjt? 9 t« erwähnt wurden, ist vom Porträt und Stillebst zum Gruvvenbilde übergegangen und zeigt anö' hier geschmackvolle Farbgebung in charakteriw'' scheu Formen. Von eindringlicher Wirkung «: , ein Bühnenbild zu Mignon. Farbireudii sind autt | die Aauarelle von H. Treuner - Frank u t All I 1 Radierer ist S. L a b o s ch i n - Breslau in Gieß" r | sehr geschätzt. Kräftiger in Strich und Ton sind dl!: Radierungen von H. H i r z e l - Berlin, Vornahme der Wahl zweier Beigeordneten anberaumt worden war, zeitigte einm schweren Konflikt zwisck>en den geschlossen zusammen stehenden bürgerlichen ^urteint und den vereinigten ' sozialistischen Fralti» nen. Die Bürgerlichen wehrten sich dagegen, daß bei diesen Wahlen wiederum, wie schon kürzlich gelegentlich einer anderen Wahl zuin Magistrat der Machtstandpunkt der schwachen sozialistischen Mehrheit zum Ausdruck kommen sollte, ohne dem Bürgertum zugleich dir Sicherheit zu geben, daß bei einer demnächsl vorzunehmenden Wahl eines weiteren Bei-- geordneten der Kandidat der bürgerlichen Parteien gewählt wurde. Eine dahin zielende, von. den bürgerlichen Parteien geforderte Hart Erklärung lehnten die sozialistischen Fraktionenl ab. Vielmehr betonten sie, daß sie auf ein fr»1 zialistisches Programm gewählt seien und sich bemühen würden, auch den Magistrat sozia-- listisch zu gestalten. Daraufhin verließen dir: Bürgerlichen unter Protest gegen die Nichtachtung einer starken Minderheit den SitznngS-« saal. Gewählt wurde von den allein im Saal, gebliebenen sozialistischen Fraktionen ein: Mehrheitssozialift und ein Anhänger beü Rechtsunabhängigen. Wie man hört, beablich' tigen die bürgerlichen Stadtverordneten, hre Mandate zu den verschiedenen städtische»: Kommissionen niederzulegen und diese Haltung solange zu beobachten, bis die soua- listische Mehrheit den Rechten der starken bü» gerlichen, Minderheit die gebührende Beach hing schenkt. Arrr Stadt rind itand. Gießen, ben 4. Tcz. 1920. Bauernregeln vom Dezember. Kalter Dezember und fruchtreis Salvr sind vereinigt immerdar. — Jst's in der heiligen Nacht bell und klar, so gibt's cm segensreiches Jahr. — Weihnachten naß, gibt leere Spei die r und Faß. — Wenn der Nord zu Vollmond löst, folgt ein langer harter Frost. — Frau Lucia findet «u kurz den ‘■tag, drum wird er länger acht Tag danach. — Der hcil'gc Christ will ’ne Cisbrücke haben, fehlt sie, wird felbst er damit sich begaben. — Wenn die Kälte in den ersten Adventwock>en bam, so hält sie zehn volle Wochen au. — Grüne Weihnachten — weiße Ostern. — Fließt jetzt noch bet Birkensaft, dann kriegt der Winter keine Kraft. — etcett die Krähe zu Weihnacht int Klee, sitzt sie zu Ostern oft im Schnee. — Dezember veränderlich und lmd, der ganze Winter ein Kind. — Auf leiten Dezember mit tüdjtigem Sdjnee folgt etn fruchtbares Jahr mit reichlichem Klee. — Glatter Pelz am Wilde, dann wirb der Winter milde. — Je dunkler es über Dezember-Schnee war, je mehr leuchtet Segen im tonftigen Jahr. — Dezember kalt mit Schnee, gibt Storn aus feder Höh'. — Tüngereime: Wer spärlich fernen Acker düngt, der weiß schon, was die Ernte bringt — HanS düngte seine Felder schlecht, war Ackermann, fetzt ist et Knecht. — Wer gute Ernte machen will, der dünge, pflüg irnb grabe viel. — Jobs läßt die Jauche in den Bach, ein Tummkopf tut es ihm nach. — Tünger ist die Seele vom Ackerbau, sie gehören zusammen nrie Mann und Frau. — Gutes Vieh, gute Streu, reichlich Futter gibt fetten Mist, reiche Ernten, viel Milch, Käs' und Butter. Veranstaltungen. SamStag: Stadtt Heater, 7 Uhr, „Bun- bury". — Eafs Leib, 8 Uhr, Konzert und Vorstellung der Ehiemseer. — Lichtspieltheater wie gestern. Sonntag: Stadttheater, 3 Uhr, „Minna von Barnhelm": 6V2 Uhr, «Die Strohwitwe". Stadtmisfionssaal, Löberstr. 14, Beginn der Vorträge über „Die Toten und das Jenseits". — Felsenkeller, 21/i Uhr, Zusammenkunst der 115er. — Neue Aula, 5 Uhr, Becihovcn-Wend des Bundes zur Pflege von Musik und Literatur. — Katholisches BereinSl-aiis, 8 Uhr, ösfcmlidfer Vor- trag der Deulschnatwnalen VolkSpartri (Rcjchs- tagdabgeodmeter v. Graefe). — Cafs Leib, 8 Uhr, Konzert und VorsteNung der Chiemser. — Licyt- spieltheater wie gestern. wie sie mit solcher Klarheit nicht oft geboten wird Besonders wohltuend war die weise Mäßigung im Zeitmaß. Tie so häufig begegnende Ueber- treibung des Vivace im ersten Satze, welche den unablässig obwaltenden stoßenden Rhytl> mus vor die Melodie, die Form vor den Inhalt fchcbt und GiiVoniafeit und Ermüdung zur Aolne hat, war grundsätzlich vermieden: im zweiten v Jt>ar Allegretto. dessen Un'erstreichimg den Charakter des ergreifenden Trauermarsches verdirbt, sachgemäß einem Andante aigenähert; ebenso war das Prestogeschwirr des reizenden dritten Satzes gezügelt und nur die Zwifckiensätze schienen sich hier ein nvrig zu dehnen. Vor allem ober twirbe im letzten Satze das verwi ch.mde Hetzen a is- geschaltet und eine seltene Durchsichtigkeit erzi'lt, so daß man ungern auf die Ansangswiederholung verzichtete. ** Amtliche Personalnachrichten. Erledigt ist die Stelle ein?s Sekretärs dm der Landesuniversität Gießen. Bewerbungen hierfür sind dort zum 15. Dezember 1920 einzureichen. ♦* Oberhessischer Knnstvere in. Der AuSsteNung wurden unter anderem neu eingereiht zwei Gemälde von Prof. Kaiser-München imb eine kleine Sammlung Juna. Zeichnungen von Welkoborsky-Gießen. Sämtliche ausgestellten Werke bleiben mir noch 14 Tage in der Ausstellung. Hm übrigen verweisen lvic auf die Besprechung im heurigen Blatte. ** Die Not der Inneren Mission in der Gegenwart ist erdrückend schwer. Zwar Hal sie die Not immer gekannt, denn sie ist aus der Not vergangener Tage geboren. Aber jetzt ist die Innere Mission nicht mehr die Dienerin der Not, sondern sie selbst droht der Not zu erliegen in einem Augenblick, in dem sie leben muß, um der Not des ganzen Volkes willen. Die Gründungen Wickiems, Flied- ners, Bodelschwinghs, die aui lange Jahre reich gesegneter Töt g'eit zurückblicken, rufen um Hilie. Zu ihnen gesellen sich jetzt die dringenden Hilferufe aus unserem Hessenlande: sie sollen uns jetzt besonders in die Seele bringen, weil auch ihr Dienst uns besonders gegolten bat. Das Tiakonissenhaus Eli ab t «nsti t und der Hess. Diakonieverein, die Epileptifchrn-Auslalt und das Krüppelheim tn Nieder-Ramstabt, Sie Rettungs- Häuser und die evangelisck)eu Krankenhäurr hin und her im Lande erheben laut ihre Stimme und rufen: „Helft uns in unserer Not, damit wir unserem Volke Helsen können in seiner Not!" Es ist zunächst eine furchtbare finanzielle Not. Die Ausgaben der Anstalten sind infolge der Geldentwertung gewaltig gestiegen, insbesondere die für Detzung, Lebensmittel, Kleidung, Ghälter. Es bleibt nur ein wirklicher Ausweg: Die Innere Mission muß ganz anders wie bi her gri agen w'r- ben von der evangelischen Chri'tenheit selbst. Ein Anfang zu einer großzügigen Hilfe soll die Not svenbe der Inneren Mission sein, die am ersten Advent als Kirch nkollekte und in der Doch? vorn ersten zum zweiten Advent als Haussammlung erhoben wird. Sie soll zunächft den Anstalten helfen, die Fehlbeträge der beiden letzten Jahre zu decken; dam sind bebeubmbe Summen nötig, mindestens eine halbe Million Mark. Sammel^ stellen sind überall die Piarrämber. Unmittelbare Uebcrwcisunaeu erbittet man auf das Postscl^ck- fonto: Notsvende für die Innere Mission in Hessen, Darmstadt. Karlstraße 21. I, Nr. 63065 beim Postscheckamt Frank urt a. M. ** ©lädt Lebensmittela'mt. Die Warenausgabe für die Woch- vom 6.—12. Dez. ist aus dcm Anzeigenteil zu ersehen «01)1.51: fe'OlltfJ MjA w s jfeiwA &■«.: (SW K-tt «I 1”» ® i«i«i kl V»* Hi ein J®1’. ,Mentet* Ä*« k Serlän I jitien w* ntc. Fra." illrai W s UL'l'Ä yt Äufuaf.nt-u bien. Jnrinn Bififfl rod) Fi mc. Fra" m Magistrat long der |t g. tn. b. S). " und ben gtllnib. Auch \ Inen, erheb! sic fr idnnali eine «bm wiMien, i WW M -qentcil aller wc. Fran Zmlsurtn Lc Stint, da He £ m W 170 ® Mslehen wollt keschLstkgte sich flSgl Dr. ©trefmtann nrit ben I auch neuerdings wieder «rufgetauchtcn Gerüchten, die von einer Annäherung oder gar von Fusivns- verhandlimgen zwischen der Deutsckxm Vonspartci und der Dcmokratisckx'u Partei wissen wollen. Er betonte, daß die Partei von irgendwelchen Verhandlungen nichts wisse. Adg. Dr. Strcscmann g'ng dann weiter auf Sie Frage der oberschlesischen Autonomie ein, in deren Beurteilung sich seit der Zentralvorstondssitzung tn Hannover die Lage geändert habe. Das Zentrum habe in vollem D^wußtsei'i den Autonomiegedanken in die oberschle ische Agitation geworfen und schließlich habe fidh in Oberschlesien selbst von den Deutschnationalen bis zu den Sozialdemr,- kraten eine einheitliche F-ront gebildet, die für die Autonemicgewährnng rintrete In der Ansspcrclre nahm zunächst der hessische Landtagsabgcordnetc Dingel- d e y das Wort. Er sprach zu den Ausführungen Dr. Strestmanns. besonders zu denen über die auswärtige Politik seine SitPimntung aus. Jn- bezug aus die innere Politik hieß er das Vorgehen der Reichsregierung gegen ben nriltxm Streik wtll- fenrmen, forderte aber auch eine entspreckxmbe Oustiz zur Durck>führung der Reoierungsabsichten. r verlangte weiter die Abstreifung der heute längst ü^rflüssig gewordenen Fesseln, Sie das Wirtschaftsleben immer noch eineiigen und tftq durch das TcmobilnrachungSgcsetz festgriegt worden sind. Gegen die Vorlage über eine beschleunigte Einziehung des Reichsnotopfers -änbrrte her ReS- ner lebhafte Bedenken und wandte sich auch gegen die unstete Politik des Reichs fr nanMrni'ters tn der Frage des orgmtifotorrdjen Aufbaues der Finanzbehörden. Zum Sck>luß sprach Dr. Dingel- dey sein Bedauern über die Angriffe gewisser deulschnationaler Kcei'c gegen die Deutsche Volkspartei aus. Es liege darin ein Mangel an Verantwortungsgefühl, der sachliche aber entschiedene Abwehr verdiene. In der ganzen Debatte kam unter benr lebhaftesten Beifall der Versanrnrlung einmütig die Auffassung zum Ausdruck, daß Deutschland auf der vollen Gleick>berechtigung der im Re ch wohnenden Oberschlesier bestehen imb ben Gedanken einer nachträglichen oder iörtHdi getrennten Abstimmung dieser Oberschlesier mit aller Energie iudidtoeifen müsse. . se. Climbach, 3. Dez. Gestern weilte ein Knminalkommisi'ar von Gicßetc in Kesselbach mid führte Untersuchung gegen ben erst seit trügen Monaten gewählten Bürgermeister. Tie Untersuchung erstreckte fick) auf den VerdaäW des Diebstahls, des Wuchers, der ©--riebetei und des SittlichkeitSverbrccl>ens, eS waren 14 Zeugen qx. laden. Wie verlautet, soll SamStag den 4. Ss Mts. die Untersuchung ^veitergeführt werden. a. Hungen, 2. Dez. In der Gemeinderat s s i tz u n g vom 1. Dezember wurde wlgendes verhandelt: Im alten Rathouse sind Wohnungen mit einem Kostenaufwand von 2D 003 Mk. ciit- aerichtet fvorden: es be'l'chm aber bezüglich ber sanitären Verhältnisse Sckfwierigkeiten, dic schwer zu beheben sind, zumal der ‘Rebenläger in Betracht kommt. Es soll in den Akten (die etwa 30 Jahre zurück liegen) nackfgeiorscht werden, auf Grund welcher Abmachungen die von der Stadt au§geführte Senkgrube auf dem Grrmdstück des Nebenlagers erfolgt ist. — Für den nach Huug?n versetzten Bahnmeister Gcasmäderi'wird eine Wohnung von 2 Zimmern frei gegeben. — Die Erlau« fuug des Ortsbürgerrechts soll erhöbt werben au! 600 Mk., vorbclfaltlich der behördlichen Geuehmi, gung. Der Betrag war bisher 238 Mk., unter ben derzeitigen Verhältnissen kommt die einjährig Nutzung an Holz diesem Betrag ungefähr gleich. Es werden sieben Anträge auf Gmrrbung bti Ortsbü-""-''"chts ntnrh:gt, roeit-'t 9fnträ^e fof!tn VV- ur Entsch i int i über i b sch^o e ie Er ö u g zurückgeiu l t roeroen. — Der jäyruch' Gebal, tej Bürgermeisters wird auf 10 030 Mk. festge'ert, und zwar 5000 Mk. Grundgehalt und 5000 Mk, Teuerungszulage. Der Beschluß wurde in Abwesenheit des Bürgermeisters mit Mehrheit gefasst, ein Teil ber Gemeinderatsmitqli.der war iflr 400Q. Mark Grundgehalt und 6000 Mk, Teuerungszulage. Nu» Oessen. Die Abstimmung im hessischen OVerlthrer- vevein. Wir nerben um Ausnahme der folgenden Zuschrift geb ten: Tie Zuschrift ber vier hiesigen Oberlehrer in Nr. 284 des Gießener Anzeigers ist geeignet, ein dvrckwus falsches Bild von ber Abstimmung im Hessiichen Oberlehrervercin zu geben. 5)h Gegner des Vorstandes waren saft vollzählig er» fch enm, da es galt, einen wohl vorbereiteten Stoß gegen den nach ihrer Ansicht „reaktionär" zusammengesetzten Vorstand zu führen, ^m ganzen hatten sich 312 Heroen in die Anwesenheitsliste ein» geschrieben. Nach der Abstimmung verließen die Gegner, etwa 50 Herren den Saal, um gesondert $u beraten. ZuMg ben, daß noch einige Vorstccnds- gegner im Saal zurückgeblieben waren so geht doch aus diesen Zahlen schon unzweideutig hervor, daß die Mehrheit wirklich überwältigend war. Noch ungünstiger aber gestaltet sich das Abstimmungsergeb' nis für die Mindcrl'eit, wenn man bedenkt, daß die Anhänger des Vorstandes des über 930 Mitglieder zählenden Oberlehrer Vereins zum größrtn Teil der Tagung ferngeb.'ieben waren. Nun soll das Ergebnis ber Abstirnnr' ng zpvifelbaft gewesen gewesen sein, so daß di.se wiederholt werben mußte. Ja. ein Hammelspnmg sei vorgeschlagen wvrSen. Das letzte st'mmt. aber znwiselhaft war das Ergebnis nicht. Mehrere Herren riefen,nach ber ersten Abstimmimg imb der Gegenprobe, daß eine St'mmenzählimi vorg nommen werden solle. Der Vorsitzende mar ''edoch der Ansicht daß dies vollständig überslüfsig sei und bat einen Führer der Gegner, zu ent'chnden. ob eine zeitraubend- Zählung wirklich notwendig sei. So kam es zu der zweiten Abstiimnr- ng Der bett. Herr hat bei der zittaoetretenden überwältigenden Mehrheit rine für die Mrndcrleit z"^ifclloö sehr beschämende Zählung nicht mehr verlanrt. Die Anregung, einen Hammelsprung vorzunehmon, sollte nur zur Erleichterung der Zählung tnrneu. nicht aber um zu entscheiden, welche Partei die Mehrheit habe Was soll mm die Bemerkung, baß „von keinem einzigen der Redner, die nicht bem Vorstand angebör en, das Vorgehen des Vorstandes gebilligt wurde", bedeuten? Soll bam t ge'agt ftin daß mich die Versammlung bas Vorgehen des Vorstendes nickft gebilligt habe? Das Abstimmungsergebnis redet mtrllid) eine zu de"tlich' Svrack;e. Nun. meine Herren es war wirklich nicht nötig, noch tauge Verteidigungsreden zu halten. nack»dcm ber Vorstand alle Angriffe, die »nm Teil recht kindlich waren, restlos surüdMmc» sen hatte. Im übrigen war die Regie Ser Minderheit gut, ihre Niederlage osfenüch liß, insbesondere als die Herren nach einstünbiaer ^Beratung ganz friedlich auf der Bildfläd« nneder erschienen — wirklich fern Bild selbstbewußter, kraftvoller Opposition. Vielleicht würbe eine Abstimmung in ben Amtsgenossenschaften die Streitfrage am besten en b drüben GberheWcher Uunstverein. Gießen, 3. Dez. 1920. Die Weihnacht^nisstel'ung bes Cberh'ffifdyn Kunstvereins bringt eine Reihe neuer Werke, darunter auch von Künstlern, die bisher üjechaitvt noch nicht ober selten hier vertreten waren. Die Fülle des auf engem Raum zu Bietenden hat eine übersichtliche Gruppierung schwer gemacht imb erschwert auch eine Besprechung aus zu am men- fassenden Gesickftspunkten. Bemerkenswertes sei datier ohne systemat.schen Zusammenhang heraus» gegriffen. Durch eine wenig verständlich; Verwendung Segantin,scher TechuU sind 2 0ctbilber von Josef ab ten er, Amenbingen, aufsallend. Rick)ard Kaiser-München l-at Sie Aufstellung mit zwei weiteren sehr feinen Landschaften l>- chickt. Eine ganz andere LandschastSauffas'ung spricht aus den Bildern von D. Se i p-Frankfurt, der mit hellen, zarten Tönen eine lyrisch; Stimmung erzielt. K Pelka- Darmstadt zrigt bufthe Tannen meist im Kontrast zu verklingenden Efe- brrgsaueschmtten. Fr H e i n - Leipzig sucht bem otimmungSgebfllt der Watbestiese ebenfalls gc- recht zu werden, ohne jedoch zu ihr bas intime Verhältnis wie Pelka zu finden. M. Stegmoyer - Darmstadt feitet mit "was kühl ausgefaßten Motiven aus her Umg-bimg vv" Gießen zu Gießener Künstlern über, die bte’e Wcihnachtsausstetlung besonders stark le'chickt haben. Die grüßte Beachtung verdient R. B ün- 8u8 betn ? " Dar f t!76 Dom ! -fanilienuri ta des Gc N für die Wen Düi achis. Haydn. Am Vortage findet ebenfalls um 8 Uhr in der neuen Aula die öffentliche Haupdprobe statt. •• Die Balten aus Gießen und Umgegend werden zu einer Zusammenkunft im Universitäts- Cafö in Girßen, Plockstraße, am Freitag, 10. Dez., nachmittags 4 Uhr, eingeladen. *’r öu dem Vortrag des Reichs- tagsabg. von Graefe-Gotdebee wird uns nod> gtridtrieben: Ter Vortrag sendet morgen, Sonntag, abends 8 Uhr im t a t h o L_ Vereinshaus, Liebigftraße, statt. Ter Saal ist geheizt. Herr von Graefe war eine Reihe von Jahren tm diplomatischen Dienst tätig und ist in ber ganzen Welt herum gekommen; er darf wher für sich in Ansprud? nehmen, ein bejonders guter Kenner der auswärtigen Politik zu fein. Der fetzt tm 62. Lebensjahre stehende f&xclamenharter ist trotzdem ein lugeubltcher Feuergetft geblieben und von ungewöhnlick-er Eraftizitäl, die ito auch befähigte, bei fernem vorgeschrittenen Alter ben fdw- cen Krtegsdienst in vorderster Linie, ja felbst fcklwere Verwundungen gut zu überstehen. So Bleibt Herr von Graefe auch em stets unerschrockener nationaler Vorkämpfer trotz der ihm in ben letzten Wahlkämpfen voqi frecher DubciM,and zugefüglen echeblichen Besck>ädtgmigen. ** Di e Deutsche Volks Partei hält Montag abetid 8V< Uhr im , Hindenburg" einen TislussionSabend mit einem Berickst über den Nürnberger Parteitag und eine Aussprache über hef- siscl>c Politik ab. ** Das Fest der silbernen Hochzeit begehen am 6. Dc-ember Sie Eheleute Joh. Ludwig Appel und Frau Elisabeth, geb. Heidelbach, Kaiser- Allee 24. ** Das kürzlich inS Leben gerufene Wirtschaftskartell Gießen, das den Zweck verfolgt, das Bürgertum ohne jede Rücksicht aus Parteizugehörigkeit und ohne Rücksicht auf Kvnfesßon ober Religion zu einer wirtschaftlichen Macht zu vereinigen, nimmt, wie man uns schreibt, eine erfreuliche Entwicklung. Die im hes- silchen Landtage an dem Abg. Ka ii 1 gestellte Anfrage über den Hess. Schutz- und Wirtsckiasts- bunb, dem baS Wirtschaftskartell Gießen ange- lwrt, sind bekanntlich eine Bcantworttma seitens Ser Regierung, daß gegen einen wirtschaftlichen Zusammenschluß keinerlei verfassungsmäßige oder, staatrechtliche Bedenken bestehen. Die Antwort konnte nicht anders ausfallen, da diese Wirtschaftsorganisationen nur die Absicht haben, dem Bürgertum zu einer Stellung zu verhelfen, die ihm nach seiner Bedeutung für den Staat zukommt. Es soll durch sie eine ruhige, wirtschaftliche Entwicklung des Mittelstandes herbeigeführt werben, geführt gegen jeden Umsturzversuch von links ober von rechts. Nach den ausgegebenen Richtlinien steht das Wirtschaftskartell auf dem Boden ber Verfassung und sieht in der vorhandenen Sicherheitspolizei und in der Reichswehr die in erster Linie berufenen Körperschaften zum Schutze von Eigentum und Leben. Ms eine Art Bürgerliche Gewerlfchaft vertritt es die Jnter- efien des Mittelstandes, den es in den jetzigen schwierigen Zeiten durch Zusammenschluß wirt- fdiaftlich stark machen will, damit er nicht durch andere Organisationen auf die Seite geschoben und zur Dedeutungslosigkert verurteilt weroen tann. ♦* HeimstättenauSschuß der deutschen Gewerkschaften. Die Wichtigkeit ber Heimstätten- und Siedlungsfrage hat, wie man uns schreibt, auch hier die verdiente Anerkennung gefunden, indem gestern abenb ein dreigliedriger Ausschuß der Groß-Gewerkichaften gebildet wurde. Dessen Ausgabe wird es nun sein, auch in unserer Stadt für eine gesunde Boden-Vorratswirtschaft und -Verteilung einzutreten und den Heimftätten- gebanfen nach einheitlichen Grundsätzen zur Durchführung zu bringen. Mitglieder des Ausschusses sind: Albert Biermi, Bahnhofstraße 15, afS Ver- tre er bes „Allgemeinen Deutschen Gerverki'chaftS- bundes", Ferd. Johann Mohr. Balmhofstr. 9 a, für ben „Deutschen Beamtenbirnd", Georg Grünig, Bahnhofstraße 66, für die „Arbeitsgemeinfchaft der freien Ängestelltenverbände". Landkreis Ziesten. HkssisH- LanLes-Wonderblihne. ** L ick» 4. De-. In der heute abend ftatt- fi-^benben Vorftellm'a der „Versunkenen Glocke" sind befck>äftigä die Damm: Elisaheth Maisch (Magda^, Jutta Wilf'ng , Irene Kohl (Rautendelein''. Grete Bniibt S'E«riitt, Cla a Kühncmann, Else Gractz. Irene itfdrfe /Elfen). Tie Herren: Kvrl Kreuzin^cr ^Glockengießer , Adolf Sch'ifmer (Pfarrer', Karl Schnell (Scknilmoister), Äk'ert Arid 6 o»i Er • tiltunQon, fcpidemlen k Grippe , rtn I Irrten nm Schurin b Grohvä e die letz e 8Hibr: (Megen?; Hk. 'öeidjte. «*» 4 bi» 9 Uta öllta: wiegen".,. k h.. -»'idZte. 'JSr.i 4 rtl6r.“ ttfirb ein fremter Priester B ulte Wren. yt'/rtZ! lag, den 5. Tea. 2 ?l^nlsiowtta-a V Mv- Geleanch K Beichte. 7: £>i. Mcsfe . d. Männer u. Jckmglmge. 8; AuLtei — Soll IN Dann 6'/,: caira. hierauf: Ter Saicyo. StJZtr.dng, 13. e Sly m mun. Vliva. Lj Schauipielhaus. S^w .< 0 (H. {HU Düchertisch. von Erhlltl.ln den medli.Gutachten rVe'fOgung WW mit vorteilhaften Angeboten Ä»SGKDSS:SSSSSV^ |St2llerang»bote| Voiilach. IMRD aefuebt. O-jnOfl der dunklen Wammer. MmlLig, 13 : 'Jtam art. 2ieiidtay, 14.; Peer Gv t. Mittwoch, Ter SCJnig der dunklen Kammer. icvuu. Tiens tag, 14. tarne Butterfly — Stu- lö.: Tienstmädchen gesucht. Fran !lua>, ihanffurier Sir. 75. 2 msM. 6äliifjiaiscr mit Slodneleaenb.'it ne« sucht. 2 dir. 8(nurb. unter 020.)!6 an den Gtcst. AnL Ter Prophet. Domierö a^ 9.; Der 9io|cn.a:xiiicr. tyretbag, 10.: Undine. SamStao 11.: Figaros L*ock^eit. Sotmiaj, 12., nadiu. d Uta: Prinzetz TliSi dtl>en '.XtbV 7 Uta: E^ allcrm ruFti- — --------- u. Q-fmglüige. 8; AuSttilg. b trt Stommini 9: .ftodjami m. Pc. 11: öl. Messe m. deren (Fmfadileit wib Gesch o senheil sich audt taute nod) Jeder freuen kann, der d.nludrte. in i'tr Welev einznd ingen. Dieses Wesen brr Romantik iudit ter Verfasser nicht in wis>iifd«ftlid^n Abhandlungen Pr. 9?adjm. 5«/»: ChritTnildn-r: tar. f?Lvents- Andadst. — Statt) Gottesdienst. 5. Tez. Snuigm b, Lautach 10- Uhr. üertrcfmtg für iinbrb. Auafr. ■£mnö» bnh«9!iiitel Ole beit) fo- fort au vergeben. Rittir-ne •Ücrven mit 8—5 Mille ivollen schnellsten» Onerie machen iltidinrö Bolat, ^ferlobu in Wests. Epiclvlan der frankfurter Theater. Opernhaus. Scmndag, 5. T«^., nackM. 3 Uhr: Prinzeb Tagifenb.bänrxlien. VU*>3. 7 Uta: Tosco. Mon.ag, 6.: Ter slicende Liollänixr. Tnensag, 7.: Die verlauste Braut. Mitttuoch b.: i zu ’iberbrMniif deutsche ftnomii der in Mei ■ iff heraMizicl!" iunbert|(&ift W. iftreten den 8ek ranftattd, öllau. ifllft in kE ine Wablfip^ff tcS, die gehen.' ütierflngii en war. zeilim zwilchen den m bürgerlidien M sziaüstischen wehrten sich W wiederum, nöl ■r anderen StfJ log, 5. Tcz., Iiachtm. 3 Uhr: Alr-öl/i Uhr: Ter SlLnig junges Ehe van r lucht per '»'ort mdblicvtcd Sojn^.gildijinnnrr tuiL in. flücucnbcn. 2dir. yu u.020075 n. E>. O. ‘JIua. jüngere Bnieanbeanite 'wnuerm.) suchen f. soi od. it 1. L 21 !r3!. möhl. Zlm- ■•rn.8Bitte3, cu.ta. vo:i. Ang. m.Breis u it ttidio.1 a. ik (Sieg. Slnj. Meils-mittUMUe mindestens 200qm wenn möglich mehr zu mieten gesucht. Schriftliche Angebote unter 12876 an den Gießener Anzciger erbeten. für die einzelnen Bezirke In Brewen nnd lle**en*Xe .K»n. P«teralrerlriter Erich Erb i: alt Autahür eines Grundstuds si id, und die .^ochzeitsgeschenke alS Dotturs. (§§ 1931, 1932 BGB.) eifrigen Elf verschiedentlich gewinnen. Das Treffen am Sonntag verspreht daher aits^rst interessant zn werdm. Wir glanlien. drst eine gcroif e tedjmid^ und tattijdie Ucbcrlogcnhcit dem V. s. R. einen Lumpen Siey tinbruigcn wird. Wostnungstaiifch Gicstcn-Frnnkfnrt/M. 4-Ziniiner-Dohnunq in ftrnnflnrt gegen 5- bi- 6-Zimmer.Wohniing in Wichen ober nächste Uniaebiim au tauschen gesucht. Angebot unter E. A. I* 597 an Rudolf Moise, Frankfurt a. M. 12.'t>8i» iuflenbbuni ■ u solqeudr Zust-M rbe hier eint I ! deS 1 i- 0- sitcirün^ Y 1 eßen bestehl ik» ■ in-t nicht an 1 lMige dem fi c ; ind zweiten-lvi ’nffenunterfdrirt j j ^iel qcseht. dik kH I cn ©tjmnafiflfifi | brr Aufual.m p -üfur'g an der höheren Schule enthoben In e.ner Reihe weiterer Städt-e sollen solche Dassen nad) Franffurter Muster mid/tet werden. mc. Frankfurt a. M., 3 Dez Gegen die vom Magistvat ieobsichttgte Zusammenfassung der städtischen Betriebe in eine (3. m b £>. macht sich innerhilb der Dtamten- stfast und den ?lngrstellten schürf'ter Widerstand geltend And) von Seiten der sozialr'üschen PAt> ri^&ii" ti" Mietgesuche ÜiöbL ßimnier yr sofort aesuch'. ®dtr. «LniX.it. Q20174 o. b. G.Aii A. > '^unaeS C bevnnr i'JIi ai b. IlfL Hntu.'MlinLri sucht k l& Fan. 3 tnöbl. Ztaaor, teil. nt. voller Bennon ob. *»dmclenenbclt in bess. wiile für einiae Mo- n*itp. Schrsstt. Angevoie um 0200 ir, a. b. (8 ien. A tt a. und so1 bieten diese, vielfach noch unbekannten Blätter, ein besonders wertoelies Material für die Erkenn miS ihrer Eigenatt. Tie !hui|l tar R et Hel. unb Ridxer, die Kunst au? Bäter- und an4 brr tVtmbe em Tafefn e?ner Wtfrrf? geschrtv« (xm, die i:i einer wenig originalen Zeit einen ganz besonderen Stil IencrusbiLete, uij> ist ein erster versuch, diesen Elil zu deuten und aus der romanrifdm Weltanschauung zu erllä.en. Die objektive Würdigung der Barockkunst ist leit den 90er Jahren von brr ihmfbiniicnidxift erarbatU ivoiden: feit zwei Jahr^bnien fudxn AuSst llun- gen und Htcra.i dr Arbeiten über br „Kunst um 1800“ das Wesen des Mass riSnntS au erfdjlienen; das Interesse der letzten Jahr: wendet sich mehr und mehr der Romantik zn, deren Literatur und Kimst auf unser heutig Geistesta>en einen immer stärkeren Einfluß ausüben Darin fibf.int sich enu W ie> rerweckuna der romantiiiben fiunii an, der dieS Bud» den Wog bereuen irnll. indem un8, die wir durch JmpreslBoni-rnns und Ervreiiioni> mu6 bnC'utcrre'anqtn find, wieder die Augen öffnet für die Sdtfnbeit ro man hl eher Zcrdmimg Im ersten Wurf, in der Zeichnung, gelingt fast allen romanliictan Künstlern viel, was dann in der Ausführung ober im Gemälde unerreichbar bleibt. Berlin, 4. Tez. Nach dem „Lokalanz." ist im Schwarrwald Schneefall bis auf 1000 Meter herab eingetreten. Die Schneedecks ist 20 Zentimeter dick. * A m st e rd a m, 3. Dez. (Wolfs.) Englischen Blättern zufolge ist während eines heftigen Sturmes in der Reicht zum 2 Dezember der deutsche 8000 Tonnendamvser a th o r" bei St. Agnes-Rocks gestran - bet Die gesamte Besatzung von 24 Mann wurde durch ein englisches Rettungsboot ausgenommen. Die deutsche Mannschaft war seit Kriegsbeginn in Chile interniert. Eine spätere Meldung besagt, dast der Dampfer ein vollständiges Wrack ist. Frau Hermann Oifc, ®üb*!MnLi;ie l(i a L Zw l türbtine Der!Snferlnnen »Ul fluöbilic f.DcAbr. aef. n»i Mortu Uccüoru Bereinbarvngrn C> D. vierttlsä^rffche Rfb»tgmtg trotz monotlidx*_r Loh iza' fimt) sind zuläistg und können auch mündlich gcschlosien werben. Lotterie. Tem Borstand des Tchürmger Museums in Eisenach tat das Ministerium deS Imrcrn die Erlaubnis erteilt, 23OJO Lose zu je LM Mk. tar 2. Reihe der 1. Gruppe ba zum -Vesten des Tburmger Museums »u Dcranf.aUentan Geldlotterie im Bollssaal Sehen zu vertreiben. Gicstcner Strafkammer. , Sieben, 3. Dez. 1920. Von 9 Sachen, di- verh'.ndclt werden sollten, rourpen 3 erledigt Die übngen mussten wegen Berhmdenmg des Verteidigers und Ausbleiben von Äug -Tlagten vertagt werden. Der Gärtner Karl Tb au5 Kottbus, der sich als Kommunist bezeichnete, betätigte seinen rkomnrun.smus daduixh dach er einem anderen Gärtner^ der ihn aus Mitl.id bei sich beherbergt hatte, fein Pott moimai? mit 90 Mar? mtrotmbete Nach ferner Feitnalnne demoli.rte er bi- Zelle im OrtSgCwal) fern mm Oberrosdach. Mit Rücklicht auf feine erhebtchen Vorstrafen wurde er zu 1 Jahr 1 Monat Gif nigniS Verurteilt, welche Strafe er alötald annalni ftvnrai) Pr. ans Vilbel war bei tarn ti.rrbtorrt Dec m Masse-che'm aI-3 TnenftTnedit in Stellung. Nen beftre/f. rnorben ift und sch restlich von dem Zeugen mit aller Be- iimmtheit als der, beit er mit .einem Hund an )cr Lerne aus der öofreite S. .hatte herauSkrmiN'N, eben, erkannt w rb, unterlag cs kemnn Zweifel, taß der Angeklagte mn d.-ftens bc'ien einen gestohlen hat. Er wurde deshalb zu 5 Monaten Gefängnis verurteilt. Ter Kan sm nm L. in Ftiedberg hatte tm Ok- tober 1919 m.Heere 100 Ei l o Leim in'gefauft imb sic durch Jnfcrat an re boten. D m'ls war der Leim noch rationiert. Der Sn3d>fty.-ri5 für In» landsleim betr.ia 4,50 Mark. A idfanta'cim durfte nur durch bre En.xrsgefell'chafl für Erfatzfuttcr ein- geführt werden, er Umrbe durch eine Vert. ilimgs- g-noffenfchast den Jvter.s ewe i zug ngüch gemach. Dekaimt ist, dast durck» da- „Loch im Westen" unter anderem auch grofie Mengen Leim, ait dem dantals groster Mangel ton. ins Inland herenmebrocht wurden. Au, solckrc Weise hatte ertef) der Angeklog-c feinen Leim biogen, hatte ihn für 1.5—16 Mark das Kilo cirycT-.uift unb für 17 Mark verkauft Er bihauptct, von der Scbnretionieruna nichts g^?"stt zu haben. JrMvischen ist der handel mit Lerm freigegeben worden DaS Gericht Hütte teinrn Zweifel, dast der Angcllaette als Gros ist über die emsckstämgen Etagen der Leim'ewirtsdx>ftung vollkommen orientiert war, nahm aber zu fei -en Gun- flen an, tast er keinen erheblichen Gavnu cm dem Geschäft g macht httte und dach die Leinmot zur damaligen Zeit grost wer, imb verurteilte ihn zu emer Geld rafe von 100 Ma ick, au her dem aber auch, Qcfctv'idKr Vorsd» ift entfpral^-nd, zur Ein- zichung des übennästigen Gewinns im Berragc von 3750 Mark.-- «nd Schule. X Garbenteich, 3. Dez Ende September tt uvbe Lehrer Weisel durch bad Landesbildunas- ernt zum Vorsitzenden des hiesigen Schulvorstandes ernannt. -- Turnen, Spiel und Sport. — Fv stball. Am Sonntag Nachmittag 2 Uhr 20 swlnni sich au, dem Spvrtpiatz an tar varbt die Liga mann chist.m des B. f. N. vou 19v0 :md des Tinn- unb Svottveveins v. n 1860 Mar- b vg im fälligen V rtan s piei gegenüber. D^s e.stn Spiel in Marburg kvn.it ' B. f. R k '.app mit 1: 0 für sich entfd> itan Die Marburger Turner stellen eine änderst fdmelle imb e *ex/ji,d)e Mannsdnft, die ,yu diesem Spiel in stärkster Aufstellung an.treten wird. Gegen V. f. R. Giezen konnte sie mit 0:0 ün im-ntldriebcnc5 Refultal erzwingen. Gegm ben Marbirrer Lokalriralen V. s. B.. der zur Zeit rn >er Spitze tar Ligatabelle maridjiert, fonnlen die — Tie romanlische Zei divung Runae bis Schwino von lllrtb Christi)stet DK Ni^erwaldtachn auf Abbruch verkauft. fd. Rübesheim, 3. Dez. Nach einer Mitteilung in der Hauptversammlung der Kiederwoidbahn A. G. ist eS infolge von Einsprüchen der Städte AstmannShaufen und Rü- heShetm nicht möglich gewesen, die Nieber- Dalbbahn zur Zeit Ider Hochkonjunktur als Llteilen abzustotzen. D-e Linie Astmannshiu- sen ist für >213 000 M7. auf Abbruch dct> lauft woroen. Tie Vahnwaggons unb bas Material ocr Strecke iRüdesheim find für 280000 Mk. in den Besitz dec Stadt Rübes- Heim übergegangen. ffu. Eschwege, 5. Dez. ©roßfeuer äscherte wähicno ber vergangenen Nacht in eem benachbarten Dorse Abterode drei Scheunen uns Wirtschaftsgebäude ein. Mitver- trannt sind sämtliche Erntevorrätc, lanb- virtschaftliche Maschinen und Kleinvieh, so hast ein großer Schaben entstanden ist, der nur zum geringsten Teil ^>urch Versicherung gedeckt ist. Die Löscharbeiten wurden durch den herrschenden Wassermangel sehr erschwert. Die jntstchungsursache ist unbekannt. m:. Frankfurt a M, 3 D^z. Wegen der kohlennot und i.m glci/äitz i ir crie Zusammen- fr^ima der 6d)ulcu wegen ber damit tarbinitan.n llnzulästlickL'itcn zu vcrm.iden, hat dec Mwchtrat eine Verlängerung der Weihnachts- ferien von ztoci auf vier Wochen>anr. Becker. AbdS ö: Pir. Atohr. Beichrc u. Feier d. bl. 2lbendmahls f. b. Matchimsgem. — M^ tag, tx-n 6. *Tez., abb4. 8: Vcrfa^mnlMig t. Männer il Frauen d. MorkuSaein. , Ma.k.is.'aal. Vcicutigg. d. lonf. mäiiiil. Zugend b. Atatthäuegi-m. — Tiensdag, den 7. Te;, nadjm. 4: FiaueumiffionS» vcrem. — TmmerSvag, den 9. Tez. abfa. 8: Leremigg b. ton, iwibl. Jugend b Malthausgem — In der Johannestirche. Bo cm. 9Vi: Ttr. Ausfeld. Jan Ar:sckik. aai d. Otortc.^nifl: Beichte u. Feier d. hl. Aoeu-vn. ,. d Militärirem. 11V«: Itinberhrdx f. d. Jvlarmcsgern: ‘ihr. Ausield. Abds. 5: Pfr. BodxttNStaimer. Beider u F<«er d. hl. Abenvm | b. Lulosgem y»8: Bercmigg d ton,, männl. Jugerch d Jo.auneSgim — Mon- tftfl, ben 6. Tcz., abds. Ve8: Bcreungi. b. lonf. männl. Jugend b. Lu'osg m. — So ntvg, den 6. Tez., vorm. 10: Kirchberg. — Michm. Ivi; Mainzlar. Kacholische Gcmciube. SornSdag, ben 4. Tez., naxlrn 5 u. avd» | ^ohnunt stausch | Schöne n Zimr. SV»ol)- nn >a, Part., mit eiet r. Licht, Ber ntda u. Garten» fline-L in rnbinet Lage, gegen nleidiaro :e ea fan*cnen. Schrilil. An '.cd. unter 030085 an den Gich. Anz. Hiesige Likörfabrik sucht zum sofort. 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Veclag von Quelle & Meyer m Leipzig. 1320. nbDunh brr M zuni ÄllsdN^' ürgertum « ß bei einer W eines roeiWj derbürgerlb- ne dahin iitltj*. cn fltforberlf Hg ialiMn ie,dah'i-°^' gcronbit ffi« ben Mag'y'^ irnufbin TO tdcrhcit «««TO legen g , fgeiW*“ Format) auSschkictzlich gültia. Ein llmiaufd) der ollen Marten m neue sinoet nicht )lntt Eingaben an bad KreiSamt oder die Reid)Sgctrcidc- sielle sind zwecklos. Tauer deS Gestndcbienstvcrhäit- niffes. Ta die Gkfirb.orb ung vorn 28 Avri. 1877 bzw. 3. August 1893 und ta3 OrtS,'.«itut für dir Stadt Gießen vom 30 Ammst 1900 auig ljobei ist, bestimmen sich die 8A'idmungs,n"leii auch für Gcfu d.d ciistverbältuis auSsd'li 6 ih rad> d m bürgerlichen 0k,cb5urf>. Ist m»; a liche Volm:a> limg vcrerntart, w können beide Teile ben Tienst- vettvag nur für den Sd>lutz eines Slhlrnbermonatd kündigen: die ft'ünbgung lat spätestens am 15. des Monats zu crio'igen. Im übrigen gelten folgende Vorschriften: Ist die Vergütung nach Xarren vemefleii, so ist die Kündigung an jedem Tage für den folgenden Tag zulässig. Ist die Kündigung nad) 9Bod^n bemefint, ,o ist die Kündigung nur ßr den Schatz einer Kalenderwoche zuläffir: sie I fpätcstei.S am ersten Werktage der Woche zu erfolgen. Ist die Vergütung nach Vierteljahren oder lärmeren Zeitab dmitten bemef en. so ist dir Äunbigir g nur für den Sckrlutz eines Stalenta'.» Vierteljahres und nur unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von b Wochen iufäfiig. Abweidjcutr ?!** i 'M hsrvSI itior’iht J1 ^^nmbfiürir natb 1 ^r tintb rr; -tt >N -1), «iS "ÄS* b.^°e«6rk I *lt unb VtA Wufi nm* „ i «hlkbertoin 000 $11122 |Vermietunqen | llmnöbt Zimmer ^m. yn। _ttflifcr-'ltllee 4^ v. DlöbL ßinimcr beUbnr, o'.me Ben, fofort m vernt '.i/äbcrc» «»»» wrenffnrtcr ftr. 105. 6aas- a. Zte-uermaickea geg. bo >. Vobn ncL <*oteli:r'm Carl, e tnIruH. Wäb-f-enfüt uorm. euiL fof. nrfudn 0-0147 Eichioeg 7 p. 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Tez (WolffO Gestern abend wurde das (taühcms Binhos in Laura Hütte von ungefähr 20 Banditen überfallen, die unter Schießen in die Wi tfchaftSrai:me ein« drangen unb Kleider, Schuhe, Wäsche und Sdim- ck fachen iffw im GefamNoett von 120 00) Mark sowie außerdem 1200 Mark Bavrclb raubten. Tic Öaushälteriü holte eine franzäfische Wache der Ads: im m imgs pol izei. Jnztoischen drangen die Ba ditcn in das Laus des ParitoichterS Zu- kowSti und raubten Wäsche, Kleiber ufro. im We.te non 20 000 Mark. Beim Erscheinen ber Wache flüchteten die Banditen über die polnische Grenze. Es handelt sich, wie bie Krimiiialpoiizei in Laura hätte mittcilt, dauvtiächlich um gebürtige Ober« fehleiier, di- wegen verfdÄctanrr Straftaten flüchtig sind und iich in E^elatz aufhalten. Du runter befand sich ein etwa 20jährigcS Mädchen, das Waffen trug. (großes Format) verlieren mit Ablau, des 31. Te- «mber 1920 ihre Gültiakeit. Born 1. Jaiiuar 1921 sind dem gern äst nur noch dic neuen Marken ikkeines Karl Mahr Gießen (Schottstraße 15), 4. Dezember 1920. 12877 Mariechen zu rufen. Langd, den 3. Dezember 1920. •»out Die Beerdigung findet Montag den 6. Dezember, nachm.2 Uhr, statt tu nerfntfen. 020215 Afterwea 29. 9?chcnfi vi. inw zu verkaufen 020115 | Kaufgosuch® | Verschiedenes! 6 Uhr von 11 019997 zu verkaufen. sw 020128 zu verkaufen Sladttheater 1 Sreltog-lltonnement seettfla 6. fiel!)? «üzig. Sorttntimtr * •-* Hotel Hindenburg. Sl tirtb.it 020078a. d. G.A. DM Ui Car! I>ftrr. Oohbanbluna, (9rünbern i. wffen. hMlVsDkkt uJitill- fiirfl in gediegener 2luS- fiibrttiio, sowie t) -..öei n. Carl Schmidt Tauzlehrer Wetzsteingaffe 31. Ncucr hantier Stajj für Herrnanzng z. verk. Weideugasse 9. [020104 Steifer Herrenhut Grüne 57, zu verkaufen 020182] Braudganc 6 i (wögt aro. 12 u. 2 Uhr). Die Beerdigung findet Dienstag den 7. 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Tas Fläschchen muß durch irgend einen Unfall herabgestoßt-n worden sein und Herr Achim Faltner hat es versehentlich zertreten." „Tas ist höchst bedauerlich Was ist aus den -Scherben geworden?" „Da auch das Wasserglas zerbrochen am Boden . Z' ^be lch durch die Jungfer Ordnung machen Kasten. . Tabei srnd wohl auch die Ueberblei'bfel des Fläschchens beseitigt worden." „Ist das Mädchen in der Nähe?" >La. Ich sah sie vorhin mit den anderen Dienstboten in der Küche, und ich denke, daß sie nicht wieder zu Bett gegangen ist." „So wäre ich Ihnen dankbar, wenn Die He rufen wollten." Vlise erschien, noch ganz verstört mb mir vom Wernen geröteten Augen. Aber sie bevntwvrtele die Fragen des Sanitätsrats klar imb bestimmt. „STI3 Sie Frau Falkner zu Bett brachten, hatten Sie da den Eindruck, das; sie sehr krank sei — ernstlich krank, meine ich?" „Nein. Ich hielt es für einen ihrer gewöhnlichen Anfälle und dachte, das; sie sich ans dem Spaziergang zu sehr ermüdet hätte. Wenn sic diese Nervengeschichren hatte, war sie ja rmmer sehr aufgeregt und sehr matt." „Heber Schmerzen oder sonstige Beschwerden klagte s,e nichts (Fortsetzung fafop „Ich erklärte eben erst dem Fräuletn Neu- Hoff, bat? mxr die Antwort daraus vorerst rn- möglich ist. Da ich gewiff ermaßen nur in Vertretung des' Herrn Dr. Germering hier bin, trage ich Bedenken, eine eingehendere Untersuchung vorzunehmen. Sie geschieht wohl besser durch den Herrn Kollegen." ,,Nein!" kam schnell und mit überraschender Hefttgleit ihre (Srnribmmg. „Er soll fte nicht an rühren. Ich dulde es nicht. Bon ihnen wollen trir hören, wo van fte gestorben ist — nur von Ihnen." „Einer ausdrücklichen Aufforderung würde ich iratürlich Nachkommen. Aber sie müßte doch wohl von dem Gatten der Entst^afenen ausgehen, Fräulein Falkner!" „Gedulden Ste sich einen Augenblick. Ad werde mit meinem Bruder sprechen." Sie begab sich ui das Sterbezimmer, und rrach kurzer Zeit erschien Achrm selbst auf der Schwelle der Verbindungstür. „Tun Ste, bitte, alles, was meine Schwester für richttg hält," tagte er matt. „Nur von nur verlangen Ste keine Entscheidungen . Ich bat fetzt nicht dazu im Stande." Ste sollten sich mederlegen, Herr Falkner — in einem anderen Zimmer vielleicht. Ich glaube. Sie bedürfen sehr bringenb der Ruhe." „Nein — ich tarnt fetzt nicht schürfen. — Und ich kann auch nicht allein fern." Gerda legte ihre Hand ailf seinen Arm. „Ich bleibe bei dtr, Achrm. — Komm, Katz uns vorläufig in ment Zimmer gehen. Später allerdings, wenn der Herr Sanitätsrat seine Pflicht getan hat, wollen Erika und ich der armen Signe die letzten LrcbeÄnerrstr erwesien." Er hatte kaum auf das gehört, was fte sagte; aber er lieh sich widerstandslos von ihr hinweg. führen. Ter Mann, eine furchtbare Katastro^e mit Fassung zu ertragen, war er wohl nie gewesen. Erika war geblieben, und Barenthtn wandte sich an sie: „Ste haben doch wohl eine filtere weibliche Person im Hause, die nckr an die Hand gehen Tarnt. Natürlich wird es sich um nicht mell mehr als um eine eingehende Besichtigung handeln können. Ob ste em bestimmtes Ergebnis haben wtrd, müssen toir abtarrtat." ,/Ich werde Frau Leubuscher rufen, unsere Wäsche beschließerin. Ste ist eine verständige und erfahrene Frau." ^Fa, tun Sie das. Aber noch eine Frage zuvor: Ist Ihnen bekannt, waS Frau Falkner tn den letzten Stunden vor ihrem Tode zu sich genommen bat?" Erika dachte nach. »Sie hat mit uns zu Mittag gespeist, aber die meisten Gerichte kaum berührt. Eine schrie Esserin war sie ja auch sonst nicht. Heute jedoch ist mir ihre Zurückhaltung besonders ausgefallen." „Und es hat sonst niemand im Hause em Unbehagen nach dem Mittagessen verspürt?"' „Soviel mir bekanttt ist — nein." „Fran Falkner wird doch aber auch am Abend noch etwas genossen haben." ,M Qtoube es nicht. Sie fühlte sich nxe ge- «fit. bet der Heimkehr von ihrem SpazterMng bereits unwohl und ging gleich zu Bell." ein Mrtibvnätt hat sie nicht genommen r Jungfer, tue ihr Stau Entkleiden war, ihr em Drittes Blatt Nr. 286 Gießener Anzeiger sGeneral-Ameiaer für Gberhessen) «f klcchdruck verboten.) Fortsetzung 51. s llnn,9M«t D. Bop|, MiIcL„. (SünliU Idjeinen Diese fiel jedoch da Baden sich außer Stande '°h, einer BerleMng seines forstlichen Hochschnl- vrterrichts nach Hetdelberg zuzustimmen, int» rr der Brteiünnng Württember g s, das hter- bü seine forstliche Lshrstätte in Dübrngen auf- rfi, für Frei bürg i. B. Damit schied Hessen, für welches das weit tigdteflmt Freibnrg i. B. nicht in Fvaae kom- nat konnte, aus. Um so brennender wurde aber SeofrtieWi. 6tS$* ilt )tr M «ei • dieZalkner aufLmüenhKhe So man von Reinhold Ortmann. Als schiestlich, nach kurz zuvor erfolgter Er- ishvmy des forstlichen .Hochschulunterrichts an der dvverstlät Fr e iburg i. B, noch im Laufe des kommer^Sernesters 1920 dorthin die Berufung des tarn der beiden ©ie&ener Ordinarien für Fvrst- Viffenschaft, des Prof. Dr. Weber erfolgte, wäh- mo der dritte etatsmätzige Lehrstuhl für Forst- »Lienschafr in Gießen zur Zeit unbesetzt war, nahm ke Universität in einer, von FaLlltÄ und Senat ftaAmmig gefäßten Entschließung, der sich ebenso imnütig auch die in Gießen immatrikulierten, rund rot hem Kriege in Mrß gefcnmntne Bewegung zu fünften einer Zusammenlegun g des forft- Kchen Hochschuluntervichts für die genannten drei Staaten an einer füdwestdeutschen Universität, als '«lche nach seiner gevgvafchischen Lage nur Hei- beiberg in Frage kommen konnte, setzte aöbalb mch Beendigung des Krieges erneut ein und trflngte allein sclpm im Hinblick auf die allgemeine b ttm eine Entscheidurrg, die _ . . Ittmg des forstlichen Hoch- Uvlunterrtchts in Deutschland ganz allgemein nicht »hne Einftüch Herben wird. su*»! Kt IM LH nfn'ifl ' !<■ । itt w äs Die rsolterte Fachschule gelten konnte, sind vorüber. Unsere Forstwissenschaft hat sich längst das Bürgerrecht an den deutschen Universitäten «worben. Hier findet fte als ebenbürtiges Glied im „Niemand. — Der Letzte, der sie lebend ge- hat, war ihr Gatte. Seine Frau hatte chn kitten in der Nacht geweckt, weit fte don schreckhafte (Sinbiönrngen geängstigt wurde. Sie wähnte innen Onket Falkner in Todesnot. Und um fte U beruhigen, ging Achrm in das Zimmer des .ptmtai. Daran, daß feine Frau jclbst in Le- KSgeßchr fein könnte, hatte er natürlich nicht ge- VÄ. Er sagte mir, daß er gewiß nicht länger iS zehn Minuten fortgebtieben fei. Ms er zu- 'rtkmn, war Signe tot" Ter Sanitätsrat überlegte. „Daraus läßt sich kein Bild gewinnen. Es ist am besten, dem 'Kollegen Germering, der ptu Falkner är^ich behMidelt hat, die Feft- tilttng der Todesursache zu über lassen. Für mich M es unter diesen Umständen hier kaum noch töte zu tun." Sie hatten ihr Flüstergespräch in dem an das Mtsjtmmer stoßenden Ank1eL>ekaomett geführt, lfW Verbindungstür offen geblieben war. Als * in das Sterbegemach zurücSehren wollte, um ?• von Achim zu verabschieden, trat ihm Gerda Euer entgegen. Sie schien furchtbar angegri'- vr» Ihre üvangen waren während dieier we- N^n Viertelstunden ganz hager geworden, und «Äe Schatten lagen unter ihren Augen. Aber sie Jfcte nicht mehr, und an ihren lsttundwmkeln H&e sich eine herbe Lmte eingezeichnet. „ „Sagen Sie mir, Herr Sanirätsrat," heischte „wovon ist mente Schwägerin gestorben?" Lall Prosts!or Dr. W. Borgmann, Direktor des Forsttnstituts. ©re Entscheidung von weittragender Bedeu- emg Ä tn irr itfjmr seit längerer Zeit schwebenden Pcagr des Ausbaues oder Abbaues des forstlichen Hochscharlunterrichts an imsever Landesuniversität Gießen kürzlich gefallen. Daß diese Frage von der Hessischen Re- lierun g weitblickend zu Gunsten eines, den getigerten yinforberungen der Jetztzeit in wissen- chaftlicher tote in wirtschaftlicher Beziehung gerecht werdenden, vollwertigen Ausbaues entschieden aorben ist, wird nicht nur in Hessen, dem seine flif eine bald hundertjährige, ehrenvolle Geschickte prrückblickende forstliche Lehr und Forsckmngsstätte mnmehr erhalten bleibt, sondern auch weit über -essen Grenzen hinaus lebhaft begrüßt ter bat. ÄttSbOU de§ forstlichen ^Od)fd)uhintcr=|7p Snrt™rtm der Forsdoisssrschaft — Hessen richt; an der hessischen Lan-esnniverWr — ”““c- ------- Siehrn. s&ürinaer. ißrarbm - ba3 Sditffai ^öurtb langt ^abce mit ihr eng verbundenen Forsttnftttuts selbst m die Hand. Es gwchah dies durch eine, an das Hessische Landesamt für das Bi ldung^wesen rn x a r mstadt gerichtete Eingabe, entweder den fo r ftl tchcn H o chs chulunrer ri ch t an der Landesuniversität Gießen vollwertig auszubauen oder seine Aufhebung zu beschließen. Als vollwerttger Ausbau mürbe neben einer bawentben Besetzung der schm bestehenden drei forstlichen Lel-rsttil>le die Errichtung von drei wetteven, seither m Gießen iricht vertreten n Lehrsttihlen für angewandte Naturwissenschaften, und zwar für Forstbotanik, Forstzoologie n n d f o rstliche Bodenkunde, nebst aus reichenden Räumen, Einrichttmgen. Hilfskräften imd Geldniitteln gefordert. Diese Forderung war nicht mehr und nicht ivLniger als das, was feit langem schon an der Universität München besteht, an der Universität ttreiburg i. B. W einem großen Teil schon !wschaffen ist. , _ Tie Pläne der Landesunioersitüt begegnen dem lebhaften Interesse der Stabt Gießen, deren Jerwaltwig sich berät erklärt hat, den Ausbau des ^orsttnsttttlls M fördern. Diese Bereitschaft der ^>tadt Gießen tst um so wertvoller, als bet Beschaf- hrng her Rämnlichkäten fitr das künftige Forst- inftitnrt auf die Hilfe der Stabt gerechnet werden Als vorzüeutschlands, insbesondere ThÜrrn- gens, das nach der Aufhebung Eisenachs seine Staatsdienstanwärter zu einem Test seither schon nach Gießen entsandt hatte, auch für der bin dem Gießener Forstinstikut ferne moralische und späterhin, wie wir hoffen, auch feine materielle Unterstützung »richt versagen wird. .Konnte doch die ^Bereinigung des forstlichen Hochschulunterrichts Badens und Württembergs in Frerbiur g i. B, also neben München, an einer zweiten, rein süddeutschen Universität, nicht Mgteich als befriedigende Lösung für Mittel- Und Westdeutschland angesehen tverden, dessen ausgedehnte, llimattsch wie wirtschaftlich vielfach anders geartete Waldgebiete ver- ivaist 6Ä»lieben wären, toam Gießen nicht erhalten wurde. an allem auch weiteren Kreisen — wirf- 'omer als in der Isolierung — in ihrer 23febeutinig ffc trnferc heutige Volkswirtschaft näher gebrachst werben, nicht Klletzt allen denen, die künftig dazu terufen fern werden, in verantwortlicher Stellung, neben oder über dem Fachmann stehend, über das Äolst «und Wehe des Waldes zu entscheiden, sei rS in der Gesetzg:eb!ung, in der Verwal- '«Ng oder in der Rechtsprechung. Soll aber die Forstwissenschaft den großen Aufgaben, die sie batte im Jntevesse eines imf’tietj tWchchgsten Wirtschaftszweige im Staatsleben zu erfüllen hat, gerecht werden, so muß ihr auch cttles da-, heften sie als ein in hohem Maße produktives WissensgrÄet bedarf, in Le h re und Forschung lSwerkürzt «geben werten. In dieser Bezieltzmg konnten die an unserer Lmtesuniversität G ießen bestehenden, aus ftttner Zeit überkommenen Ernnchtungeir und «tfügbaren Mittel nicht mehr als zureichend an» «sehen werden. Aehnlich lagen aiuch dte Verhältnisse für den ot brr Universität Dü bi argen und an der Tech- «schm Hochschacle in Karlsruhe vertretenen ütfUitfjen Hochschubmterricht. Einem vollwertigen Ausbau desselben an jeder ter bra genannten Hochschulen stand jedoch 'hem- Ttmb die Kosten frage entgegen, da die Aufwendung triftetet Mittel an sich schon für jeden her betagten Staaten Hessen, 2Bürttember gimb Baden ein OfHer bedeutete, das za der Große Waldbesitzes, wie auch der Zahl der Stu» , die bei der bestehenden Zersplitterung! eine bescheidene sein konnte, in keinem rich- Gerade für dte Forstwirtschaft Mittel- unb _ Westdeuts chlands mußte aber Gießen, ganz abgesehen txm ferner lang jährigen sorstlichm Traditton — an dte sich Namen tote Hundeshagen und Hever knüpfen — nach seiner günskigen geographischen Lcws, ;uglcich als Ausgangspunkt zahlreicher Schienenwege, vor allem aber feiner in der näheren und roritam Umgebung gelegnen, eben'o aus-- grtehuten als vielseitig zusammmgesetzteu Wal- tamgen wegen als die gegebene Stätte für Lehre und Forschung angefeben luerbcit. Als Lehrrev»ere stehen ferner die unmittelbar vor den Toren der Stadt gelegenen, alle Holzarten des deutschen Waldes beherbergenden Forsten des Gießeuer Stadtwaldes und der Do°- inanlülobrrförfterei Schiffenberg, sowie der große, seit langen Jahren wohlgepilegte Akade mifche Forstgarten zur Verfügung. . Nicht München und Freiburg i. B., londern München, Freiburg i. B. und G16 ßen konnte eine befrirtigenbe Lösung der forstlichen Unterrichtsfrage für Sud-, Wittel- u nb Westdeutschland fiin. Wie sich die Zukunft der Sächsischm Aorstaka- demlc Tharandt — Aushebung, Ethalttmg, Uebergang an die Technische Hochschule in Dresden ober an die llniversität Leipzig — gestalten wird, mag hier unerörtert bleiben. Jeden- lalls wttd auch Tharandt an der Tatsache bes bevorstehenden Ausbaues Gießens nicht vorübergehen können. In Preußen, das in abtehbarer Zeit einer Verlegung feines forAichen Hochscknllunterrichts an ine Universität wohl kaum näberührten in ber Lage sein dürfte, werten die beiden Forst- afabemicn Eberswalde und Münden, vielleicht auch nur eine derselben (Gberttoalbc) noch auf längere Zeit weiterbestehen. Aber die Freizügigkeit, die Preußen vor kurzem auch seinen Staatsdienstanwärtern gewährt hat, wird diese — ebenso wie nach München und Frei- “ur9 '• — künftig auch nach Gießen führen, das sich seit dem Ende des Krieges bes Besuches mich preußischer Forstbeflisserer schon zu erfreuen hatte. Die Gründe, die für einen großzügigen Aus- bau des forstlichen Hochschulunterrichts an der Universität Gießen sprachen, waren ebenso zahlreicher als durchschlagender Natur. Eine Auf^- hebung des Gießener forstlichen Hoch schulunterrichts wäre in dem gegenwärtigen Zeitpunkt nicht »u verantworten gewesen. Sie konnte sogar bei den heutigen auf eine Verminderung der Universitäten gerichteten Bestrebungen für die Universität Gießen selbst den Anfang vom Ende bedeuten, wenn erst mit dem Abbau des einen oder anderen Loches der Anfang gemacht war. Für eine Aufhebung kann aber eine Universität wie Gießen, die durch die neben allen anderen Gebieten von ihr vertretenen besonderen Gebiete der Forstwissenschaft, Landwirtschaft und Veterinärmedizin auSgezeicfmet ist, am allerwenigsten in Frage kommen. In richtiger Erkenntnis dieser besonderen Stellung Gießens hat sich daher auch die h e s s i - s che R e g ierung in neuerer Zeit eine vermehrte Förderung aller an der Landesuniversität vertretenen Grtiete, insbesondere auch der Wirtschaftswissenschaften angelegen fein lassen, unter denen beute bte Forstwissenschaft — bei der gesteigerten Bedeutung unserer aus den Stürmen der Kriegszeit ungeschwächt hervorgegangenen Waldwirtschaft — gewiß nicht an letzter Stelle steht. Die Eingabe der Landesuniversität stand somit in grundsätzlicher Beziehuna in völligem Einllang mit den von der Hessischen Regierung auf eine Förderung der Landesuniversität in allen ihren Gliedern gerichteten Bestrebungen. So fiel denn in Darmstadt bereits am 30. Juni 1920 die Entscheidung in einer Sitzung der beteiligten Ministerien, zu der auch eine Abordnung der Landesuniversität unter Führung des Verfassers dieser Zeilen zugezogen war, mit seltener Einmütigkeit zugunsten des Ausbaues des Gießener Forstmstituts in dem Umfange, wie ihn die Landesuniversität beantragt hatte. Bei einer Entscheidung von so weittragender Bedeutung vertraut die Hessrsche Regierung, für die der grtachte Ausbau eine Inanspruchnahme nicht unerheblicher Mittel bedeutet, auf ein einmütiges Zujammensteben aller veler- ligten Kreise: vor allem auf die Ueberlassung der städtischen Kaserne seitens der Stadt Gießen als künftiges Heim für das Fvrstinstitut, auf die Hilfe der Gießener Ho chschnlgesellschast, des Privat- und Gemeindeforst- besitzes. des Holzhandels und der Holzindustrie, und im Hinblick auf die Organisation der Schädlingsbekämpfung auch auf eine Unterstützung durch die intevessierten Kreise wh'fi^Äl r'^ll,llWÄ 1 rf^10M?Ä j ted- ■fr WM .71- kvlinq. a ■ kk 'be. ’Bu+balin!,: *• kill. Qkldmli, (üm nrufiM o Bullt N m. $j|) »U an ben «Ich WebZIU, ,br oauviidj n «,lte irtnift, hübt bie ball eine! neuen te Heint Jiiroer nut Sind, iißacltlofien. &,-• # nach, an N. R., tu oillaatrnb Eicha Gesunden" In Met, baS iml* ansSUgefl On'e n ’ F cbüiLobneb. turrblr Hütet u. B »Sr - l0’ vern|cb,h- V-Wch flr6 nöibfiti..., , inb. PaltiUcn. 6r.' erlt-tzubivigiir.vetirt Ibiimcben nen. ft-- VubWiflftra»- Vereine En pniiiSul^ ab’ WonttMtermtnn PrretnslolvirV« Jäcker-Ver „Früä-Aol Zoonlan b. S. & | vackmitians iu >j Ausflug' lach der Karis'« 5amttag, 4. Dezember 1920 der Landwirtschaft, des Garten-, Obst- und Weinbaues, endlich auf eine Beteiligung Thüringens. Für die Berufung erster Kräfte zur Besitzung der forstlichen wie der naturwissenschaftlichen Lehrstühle stehen die Aufsichten durchaus günstig. Auf den erledigten Lehrstuhl für forstliche Produktionslehre ist zuin 1 Oktober d. F. bereits Pwfesfor Dr. Wimmer au< Freiburg i. B. berufen ivorden Die Besetzimg des britlcn forstlichen Lehrstuhls für Korstvolitik und Forst Verwaltung ist zum Frülstahr 1921 zu erwarten. Die Verhandlungen mrt der Berwattimg der Stadt Gießen wegen llebetlaffung der städtischen Kaserne such riniieltitft SothUb iie zum Ab schluß gelangt und die nötigen baulichen Instand- sitzungsarbeiten mrsgeführt sind, soll die lieber- siedelung des Forstmstituts in das neue Heim erfolgen, und anschließend die Besetzung der dre. neuen nattirnnssenschasttichen Lehn'tühle nebst Einrichtung der zugehörigen Institute erfolgen. Das große Unternehmen erheischt große Mittel. Der Hessische Staat bat die ersten Schritte zu seiner Berwirllichung getan und wird auch selbst, als der größte Wald- besitzer Hessens, mit emrr größcivit Zu- wendimq voran gehen, der auch die Hessische V o l ks k a m m e r, wie wir zuversichtlich haften, im Hinblick auf die in hohem Maße produktive Anlage der aufznwendenden Mittel ihre Zustimmung nicht versagen wirt». Der H c s s - ' ch e Staat kann aber die ge* samten Kosten a . lein nicht tragen. Darum erbittet er, und mit ihm die Laildesuniversität Gießen, eine tatkräftige Unter» ftübung seitens aller an dem Unternehmen interessierter Kreise, wie auch aller Freunde der grünen Farbe durch Zun'endung privater Mittel, um den Ausbau des Gießener Forstmstituts alsbald seiner Vollendimg entgegen- führen zu können. Für den „Ausbau des Forftinsti- tuts" bestimmte Beiträge werben von der OHe- ßener Hochschulgesellschaft durch Vev» mittümg der Mitteldeutschen Credit- bank in Gießen entgegengenommen. So hoffen wir, daß das bis jetzt glücklich ein- geleitete Unternehmen rüstig voi anschreite und einst in der Geschichte unserer deutschen Forstwissenschaft einen ehrenvollen Platz einnehmen wird, als ein Markstein auf dem Wege zur wirtschaftlichen Wiedergeburt des deutschen Volkes m schwerer Zeit? BX—■»—-- Landwirtschaft. ed. Aus dem Vogelsberg, 1. DH Die vor dem Kriege blühende V ieh-ucht des Vogels bevges war im Begriff, sich trnebtr allmählich auf die alte Höhe -u heben Drei,böse Kran khe i t e n drohen nun alle Ansätze zu einer Besserimg zu vernichten. Noch int Vorherbst war der Kreis Schotten -iemlich frei von Maul" und Klaue n- feftche. Mancher durch biete Seuche schwer geschädigter Wetterauer Bauer konnte sich zu Wagen tm Vogelsberg Ersatz für gefallenes Vieh nolen. Aber langsam kam die Maul^ und Klmienseuche von allen Seiten auf den Kern des Gebirges zu. und heute ist fast kein Dors deS Kreises nnver-- feucht. In ben höheren Teilen des Vogelsbergs m denen der Weidebetrieb noch vorherrscht, verlaust die Krmrkheit leichter als an den Rändern des KreiseS, wo man infolge Stallfüttewmg besser gc nährtes, aber widerstandsloseres Vieh bat. — Unter den Schweinebeständen richtet seit Monaten die Rotlaufseuche großen Schaden an. In manchen Dörfern mußten fast täglich jüngere Tiere vorzeitig abgeschlachtet werden Besonders hart wurden Arbeiter mitgenommen, bte sich tm Sommer ein Schroeinchen zulegten, es bald töten muß ten und kein Geld für ein zweites hatten Die sich in gan& Süddeutschland ausbreiterrdc Schaf- r ä u b e bat auch im Vogelsbera gan-e Herden ersaßt. Und wo dre Räude nicht ihinkommt, wirt die Klauenseuche das ihrige tun, die in der Landwirt schäft neu aufgetommene Freude an der Schafzucht stark zu dämpfen. Weihnachts^Ängebote| In allen Abtefhmgren. Samt-, PiOach- and Pete-MHntel, pelzbeee^te bfltatcl und Koofthne, seidene Kleider und Dineen, Kosrthn Röcke, woll. Blusen, warme Morgenrödce, Unteiröcke, woIl. Spori-Jadcen, -Kleider n. -Sweaters. Wagener & Schlötel Frankfurt a. M-, Goethestra&e 9 u. 11. AS ■ : August Weibig, Gießen, Steinstraße 50, Tel. 776. 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Die Entwicklung unseres Dereinr im letzten Geschäftsjahr. 2. Genossenschaftliche Aussprache. 3. Wahl des GenossenschastsratS. In Anbetracht der wichttgen Tagesordnung bitten wir die Mitglieder, in den Versammlungen vollzählig zu erscheinen und ihre grauen mitzubringen. iWS« Der Vorstand. «WM gaieüefanöetsiitels- metie Qualitäten in gaföer Aaswavl. t. Bemfltö MMwchk 6. An den Sonntagen vor Weihnachten ist das Geschäft geöffnet. MOU» | Michlenbefitzer! | ™ Ich habe in meinem Vetriebe ebtt erstklasstge ” S Schleis-undRiflelmaschine | M ausgestellt und bitt nunmehr in der Lage, b W Müllereirvalzen, dem jeweiligen Mahlzweck Uß entsprechend, genau und sauber zu riffeln. UV Ki Prompte Bedienung zulichernd, empfehle ich ” mich 3ugl bei allen vorkommenden Mühlen- ■ 8g bauarbeiten und Neuanlagen, sowie zur |fl| e» Lieferung sämtlicher Mühlenbedarfsartikel. ■■ fl zriedr.Rehorn,Wetzlar 8 K Mühlenbaugefchäft u.Mffelanstalt K ..... 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Schreiber Etm.), betreffend Pachtern igungSämter -rliest Finauzm knister Henrich folgende Ant- ,rt: Tie Regierung tat am 17 .November gründlich bcschlosien, Pachtemigungsämtcr zu schaffen < lonntc dabei ailerdings die gewichtigen Be- n!en nicht verkennen, welche au3 der Wirkfam- t wlcher Aemter dadurch erwachsen, baß hier- ich in die Streitiflfrit und Sicherheit des Rechts- ri Wirtschaftslebens erneut eingegriffen rot-t», ri zwar zu emer Zeit, in der von vielen Seiten it Abbau zwangsweilen Vorgchoiis gefordert roirt). ib die lLntlcheidwigen der *ßad)tcinigungdämfr i'.t nach bestimmten Rechtsnormen nach dem irankcnden Maßßate „billigen Ermessens" zu rfien sind, hab dies befondere Geuhren auf dem knierigen Gebiete der Lantzwirtsichaft mit sich fingen kann, bei der eS mehr wie m anderen Ge- srecht hter- ßc gebtoenen Form ausgleichrn zu können. Es rüg dabei aber eine besondere Sorge ter Regierung h. bei (Smriditimg der Padnteinrgungsämter alle sohnahmen zu treffen, um den dargelegten Gc- iiren nach Möglid>kcit zu tegmen. Unter besamter Fragestellung über Eii'zelheiten des Ver- iirenS sind demgemäß die Kreksämter und andere (ffien zur Aenßerung und zu Vorschlägen durch ^rfügung vom 18. November ds Js anfgefor- >rt morden Im Anschluß an die beschleunigt tner- <-l pi erstattenden Berichte wird die Einrichtung ia Canter in JTörje vollzogen werden. Präsident Dr. Sireckrr und Vie LandcS-Universität. SrÄfibent Dr. Strecker verliest folgendes, jr den Landtag uns das Ministerium gerichtete ^-reiben des Senats der Universi- •li t G> t e 6 e n: fcerr Präsident Dr. Strecker hat in einer «de vor der Landesversammlung am 3. August 1 38 aus die vomngegangene Re ktorwohl M unserer Universität Bezug genommen und bäte eine Darstellung des Sachverhalts gegeben, tenh die in der Oefsentlichkeit ter Eindruck ent- jbm mußte, als ob bei dieser Wahl unsachliche vünbe mitgewirkt hatten. Ter akademische Senat sielst sich ge- liliflt, gegen dieses Vorgehen des Herrn Präsidien schärfsten Einspruch zu erheben. Air lehnen es weit ab, das; irgendwelche un- küilichcn Gründe uns bei dieser Wahl bestimmt 'Hien. Die Wahl ist streng geheim, ohne daß 7 eine Vorbesprechung unter den wahlbereck- wen Kollegen voranSginge. Die Begründung der Aiimmung entzieht sich dckl)er im allgemeinen — Aschen von privater Aussprache einzelner So- ! ^Mitglieder unter einander — der Kenntnis Wähler selbst, umsomehr der^Kenntnis jobos ^enstehenden. Wenn aber Herr Präsident Dr. ^iitcker in einer Zuschrift an den Herrn Rek- "wi deS letzten Jahres seine Aenßerung dahin Mietet, daß er mir an eine unbewußte B e- ■iirmiff'UTrg gedacht habe, sv müssen wir er- "Uhr, daß eine solche Behauptung schlechterdings ®t)i zu begründen ist Sie aus dem Munde eines »steiredners im politischen Kampfe zu vernehmen, ‘**te un4 nicht weiter wundern. Aber im hödiftcn S'-he muß es uns befremden, daß ter oberste e-ti des hcs ifchen Untprrjchtswesens einen sol- die eigene Universität l-erabsctzenten ©c* Äyfffl in öffentlicher Landtagssitzung ausge- VWxhen hat, und nicht minder müssen wir es iiwrieni, daß er fein Bedenken getragen hat, Person des neugewälstten Rektors in die Do- ju ziehen und burd) einen anfechtbaren 1 Breie id) feine amtliche Autorität von • jhr ti herein z u schmälern. '21 ud) in dieser IWicht müssen wir nochmals auf das nachdrück- «Me betonen, daß t8 für den Fernstehenden IM^lMpt unmöglich ist, in die für die Wahi 'Ugebenden Verhältnisse der Uniner itöt Einblick • HgeiPtnnen und ein zutreffendes Urteil zu fällen. 3n früheren Zeiten haben die Herren 23er- iatfu ber Regierung im Landtage stets ihre Aus- darin erblickt, die Universität gegen Angriffe §rait und Geschick!ichlcit zu verteidigen. Daß •l^te ein Regierungsvertreter selbst “ Huldigungen gegen die Universi- • ::*i trhebt, i st eine Neuerung, die wir ,ei- tief beklagen können. Dir bitten die Gesamtregierung, dafür Sorgt 1 *bcgen, baß unsere Universität in Zukunft nicht von der Seite in den Streit der öffent- i'yi Meinung gezogen wirb, die bod) eigentlich ■|#n ist, sie zu schützen, und geben der 6r- Jföntn Ausdruck, daß die Negierung an eben stelle von dieser unserer Verwahrung Mit- machen werbe, von der aus die Singe* Bjkit in den politischen Tageskampf hinein- 8®*-3geichützt, fo nuiB ich antworten: Ich habe die Aufgabe, die Interessen der Wissenschaft zu schützen, die Interessen des volles und des Lautes Ich habe die Aufgabe, die Intercs en der Universität zu schützen, mrr so tveit sie sich mit den In'^rrssen des Landes und des Dolles decken. Wen i die U.iioersität e.was tut. waS den Interessen des Landes und des Volks roiber- sprickst. nehme ich das Reckst in Anspruck), auch gegen die Universität Slellnng zu nehmen. Ich bin ver- psl'chtet orusmtrksam zu machen, auf Tinte, die sie mit ihren eigensten Interessen in Wider pnich bringen kann. Die Universität tat mit dem Volke Füh- lunq zu halten Ich hab? aber bei den RektorvtS- matlen ten E.ndruck gehabt, daß sie die'e Fühlimg mit dem Volke oft nicht hat. Ich habe dm Eindruck, als ob die Privilegien, die sie noch besitzt, baju benutzt, um in (Snz lsälle, gegen Dinge, die sie nidjt billigt, vorzug-?ben Diese Dinge müssen ansgeiproch-.m werden damit sie geteilt werden Ich erinn?re an die Ansichten, die Fichte von den Anf- gabm der Universität batte. Wenn durch unser 23olk Gegensätze in politischer und wirtichastlicher Hm- nckst geben, müßte die Universität alles hm, um den An ch?in zu rermeiben, als ob sie mit ter einen Seite enger liiert sei als mit der enteren. Si* nrifien, daß an unseren Universitäten weite Schichten unseres Volkes überhaupt noch nicht vertreten sind. ES muß anders werden Es ist meine Pflicht, die Universität auf ihre Ausgabe hinzirweism, wenn lie sie selbst nicht erkannt. Werrn mir mm ge'agt wird, ich hätte als Auß-mstehmter feinen Einblick in die Dinge der Universität, so ist das mindestens sehr hart. Ich hab' soioohl als Shibeat, wie als Mitglied tes Lehrkörpec'S sehr oft Gelegenheit g> habt, imb habe durch meine jetzige Amtstätigkeit ebmfalls oft Gelegenheit, sehr tiefe Enrblick' in die Dinge der Universität zu genmrncn. SBenn brr Senat b'tont. daß bei der Heimlichkeit der Wahlen doch niemanb wissen könne, ob politische Moiive fx*i ter Wahl Vorlagen, so frage ich. wie kann ter Senat wissen, daß ferne poli iichen Motive vorliegen. Ich erkläre, daß dieser ®rrmtn einen sehr geringen Eindruck auf mich mackst (S?hr richtig, lin?s.) Ich habe neulich schon darauf hi-i- gdwicfen, daß man diesen Konflikten gegenüber, ic nach der dluffassung, zwei Stellungen eiamehnreu finrn, die tes Advokliten und die eines Erziehers Jch> nehme die des Erziehers rin Mir kommt es auf eine Klarstellung, auf die Herbeiführung emer Aussprack^ an, weil nur durch eine Aussprache Klaiheit geschaffm werten kann Darum stehe ich nickst an, zu erklären, daß ein Satz von mir neulich mißverstand cm werteri formte, ter ben neugewählten Rektor betrifft. Ich habe nickst sagen wollen, daß dieser Herr keine Erfahrungen mit» bringt, ich habe nur gefugt, daß der von mir te* fürrooitcte anbibat (Prostssor Miitcrmatier) sehr vier besondere Erfahrung mitbringt, namentlid) auf dem Gebiet der Leibesübnngm ufro. Das hat mich nun veranlaßt, die Ncktoratswahlm überhaupt zur Sprache zu bringen. Ich Hute es nur getan, um zu beweisen, datz es auch heute noch den linksstehenten Politikern fdjiroer ist, gesellr fdKiftlidK Gleicktzterechtignng zu erringen Das geht so weit, daß schon die Frcnnd'cbaitm der Schüler aushörm. Es ist notroenbig, daß das anders wird. Dazu kommt, daß einige Dozenten ter Universität persönlich mit mir gesprochen haben, die mit den Vorgängen dieser RektoratSwahlen nickst eiiwer- ftanben waren Im weiteren verliest Redner z.vei ausführlickte Bcrid.te über die Berufung tes Professors Driesch, um zu beweisen, daß tatsächlich politische Mommte bei ber Universität ausschlaggebend sind. Er fährt dann fort: Auf jeden Fall bestätigt der Ausfall ter beiten RektoratSwahlen ohne Zweifel einen Schaden, der in erster Linie darin liegt, daß sie für die Hochschulen eine ver-- saumte Gelegenheit bedeuten. Die Unnxrfilät hätte Gelegenheit gehabt, zu bdixi.cn, daß |ie Hineiureichen wolle in die neue Zeit und ihren Perhältniffen Rechnung tragen. Die Regierung steht den beiden Hoch.chulen durck)- aus wohlwollend gegenüber uno hat ihre Schuldigkeit gerade in diesen schwierigen Zeiten stets getan. Ich kann nicht unterlassen, auch von dieser Stelle aus Herrn Regierungsrat Löhlein, ter als Tejcrncnt seine ganze Krait für die Hodckchulen ernsetzt, Tank auszusprechen. Einm besseren Beweis für die abiolute Sachlichkeit meiner Berufungen kann ich nicht bringen, als ivenn ich diese Berusungen aus allen Parteien ergehen lasse, aus der Koalition, wie auch aus ter Rechten Redner nerbrcitet sich dann eingehmder darüber, was für die Univercktät bereits getan wurde. Angesichts dessen, was für die Universität getan wurde, kann niemand sagen, daß wir unsere Pflicht ihr gegenüber irgendwie verkennen. Tie Technische Hochsckmle hat bereits Gelotenteit genommen, ter Regierung ihren Tank auszusprechen Vielleicht kommt auch die Universität noch einmal zu ter Erkenntnis, daß sie sowohl dem Lcnrdtag, wie auch der jetzigen Qicgierimg Dank schultet. Wenn die Hochschulen einmal in jeder Beziehung über den Parteien stehen, wird die fRegtenria Feinen Anlaß nehmen, sich mit 'ihnen zu beschäftigen. Solange das aber nicht geschieht, ist es Pflicht der ^Regierung, aufmerk am »u sein. Es muß bet» Aciteit der Finger auf die schmerzende Wunde gelegt werden, solange sie noch geheilt werden kann. Wir wollen aud) durch Taten darauf Hinweisen. Es wird darauf hinzuweiien sein, daß das Verfahren beiBerufungenundRektorats- wahlen anders geregelt werden muß. damit auch die Oesfentlichkeit sich damit beschäftigen kann Wir müssen verhindern, daß den Intelligenzen aus dem Volke der Weg zu den Hochschulen versperrt bleibt, müssen verhindern, daß nur die mit einem gespickten Geldbeutel Versehenen studieren können. Wir brauchen an unseren Hochschulen den Geist eines neuen, reinen Idealismus, ter die geistlose Rassentheorie ablehnt, der sich gerade heute in einer Weise an den Hock>schuleen breit macht, daß es eine Schmach für diese ist. Hch will damit schließen, daß ich aut zwei Reden Hinweise. die eine, wie ich sie nicht an unseren Hochschulen hören möchte, die andere, wie ich sie gerne bdre. Die erste Rete ist bic eines Politikers, di? Rede des Professors Schian bei der Tranerfeicr für die Gefallenen, in der er besonders gegen den Pazifismus Stellung nahm Tie zweite Rete, die ich sehr schätze, ist die des Pwfeswr Ka'bileisch über die Temokcatie im Lichte ter griechischen Denier, eine Rete, die durchaus sachlich u.nö wissenschaftlich war. fBravo links.) Abg. Klingspor sD. Vp): Zur Geschäftsordnung: Herr Dr. Strecker hat in seiner Antwort der Universität Gießen so ungeheure Vorwürse gemacht, ohne dafür auch nur den Schein eines Beweises erbringen zu können. (Zuruf: Das ist keine Geschäftsordnung Glocke deS Präsidenten ) Daß mir uns vorbelwlten müssen, aus bic Angelegenheit zurück;ukommen, wenn wir die Suche genau geprüft hoben. Abg flau! (Soz.): Wir werden bei ber Beratung ter Vorlare, betreffend btc Emeritierung ter Hochschulprofessoren, auf die Sache zurückkommen. Dbg. Dorsch (H. Vp?: Auch wir behalten unS vor, an> die An telegenheit zurückzukommen. Damit schließt die Besprechung vorläufig. Wir lassen nun um tes Zusammenhanges willen die Fortsetzung der Besprechung folgen, die sich am Schluffe der Sitzung ergab. Anlaß dazu gab die Regierungsvorlage Emeriti*ning der Hcchfchulproftsforen ufw. betreffend. Abg. Kaul (Soz.) führt dazu aus: Meine Fraktion ist bereit, ber Vorlage zuzustimmen. Obwohl ich erklären muß, daß das Verleiten eines großen Teils ter Professoren an der Universilät uns die Zustimmung sehr schwer macht, ^as Verhalten der Herren ist ein derartiges, daß man sagen muß, es ist die höchste Zeit, daß diesem Treiben einmal ein Ende gern a ch t w i r d. Es wird dort tatsäck lich ein Kamps geführt, der sich nicht nur gegen einzelne Parteien richtet, sondern gegen die r-publilavische Staatsform überhaupt. Gegen diese Art Des Kampfes, der sich in unerhörter Weise besonders gegen die Person des Präsidenten Dr. Strecker richtet, ist die schärfste Zurückweisung angebracht. An der Universität macht sich ein derart reaktionärer Geist bemerkbar, daß wir dagegen den shürfsten Protest erheben müssen. Es ist charakteristisch, daß gerate in diesen Taaen, in denen der Kamps gegen Dr. Strecker auf bas Schärfste entbrannt ist, an den schärfsten Gegner Streckers in biefem Hause, ber Titel eines Ehrendoktors verliehen wurde. (Hört, frort, links.) Dir wis'en nicht, welche besonderen Vurlisist« Herr Dr. Osann um die Universität hat. Tie Tatsache allein, daß er Referent ist, kann doch nicht genügen. Früher war Herr Brauer Referent und and) Herr Ulrich hat sich schon sehr energisch für die Universität eingesetzt. Von einer Ver- leihimg tes Ehrendoktors chi dies? beiten Herren haben hnr bis heute nichts gehört. (Heiterkeit.) Wir beschränken und darauf, beute schärfsten Protest gegen bad Verhalten der Professoren- schast einzulegcm Wir mülfen es uns entschieden verbitten, daß sich ein derartiges parteipolitisches Treiben, das iid*. bewußter Weise gegen den Bestand der Republik richtet, an unseren Hochschulen weitergeht. Abg. Ur stad t (Dem.): Wir stimmen der Vorlage zu und würden ihr auch zustimmen, wenn bic Universität noch reaktionärer wäre, denn wir halten die Vorlage für fachlich begründet. Es muß aber dabei hervorgehoben werten, daß diese Art ter Pensionierung eine große Bevorzugung ter Professoren gegenüber den unteren Beamten bedeutet. Die Bevorzugten sollten sich dieser Tat- fadK bewußt sein. Ich halte mich für verpflichtet, darauf hinzuweisen, bäh die Vorlage Konsequenzen ziehen kann. Zur Zeit werben zwar die erforderlichen Mittel durch bi? Professoren selbst aufgebracht, die auf einen Teil ihrer Lehrgelder beruhten Ob diese Suntlrte nun rn Zukunft immer ausreiclren wird, ist eine andere Frage. Alig. Wünzer (D Vp): Wr ßimmen der Vorlage zu. Herr Klingspor hot bereits erwähnt, daß wir auf die heutigen Ausführungen tes Präsidenten Strecker später -urückkornrnen nvrten. Die Schärfe der Angriffe des Präsidenten Strecker veranlaßt uns aber schon heute, den schärfsten Pro test bogeeen einzulegen Daß Herr Kaul die Verleiknm^ tes Ehrendoktors an den 9£bg Osann in die politische Debatte gezogen hat, ist mir unverständlich Ich meine, die Universität wird genau unssen, .und sie tut. «Widerspruch links. Große Unruhe.) Die scheren Vonvü fe. die Herr Strecker einem Teil des Lehrkörpers gemacht hat, sehe ßch darin, daß er sagte, die Herren hätten die Fühlimg mjt ter Vosssüimmung verloren. Ein Prvscswr, eine llniberiität. die die Fühlung m.t der Stimmung des Volkes v'rloren hat. ein ioüfcr Lchrkvrp r fairn nidit mehr Träger der Wissenschaft sein. Sie würde sonst völlig unbrauchbar werten Wenn bad so ist, lassen wir die Untrer ität cm allertesten Versdjtivindcm WaS i'inb nun die Grumte zu diesen Porivülsen? Bei Hodnchule und Unirerii- tat sind bei den Wahlen tes Nektar Magaiifieus Herren and der Urne hervorgegangcm. tne nicht aus dem polit.sdnm Boten tes Landesamls für dos Bildungswefen stehen Der Vodivurf beruht also zN'cifellos auf ein ginfied Enrvf in den daß damit ein Teil des Lohri'örperd nicht auf tiefem politischen Boden steht T-enn die Wahlhandlimwi sind geheim. In konseauenter Fortietzimg dieser Folgerung, erNä'.t Dr Strecker, die Wahl sei ein Schoden gewesen, lr-il sie Mißtrauen ms Volk getragen böte. Ans diese Voiwü se iverten mir uns demuäd>st äußern Ich sage aber heute schon, was sich hier ereignet bat. ist mehr geeignet, T? i fetrauen gegenbieUniberfität insVolk z u tragen, besonders die Rede, die Herr Strecker gehalten hat DcS hätte vorn RegierunoStisch vermieden werden müssen. Ich mochte weiter sd»ä ssten Protest einlegen gegen die Kritik, die Herr Dr Strecker hier an Professor S ch i a n geübt hit Gewiß ist die Weltanschauung Schians in seiner Rede zum Austemck gefenfmen. Ebenso gewiß ist anzmeehmen, daß, wenn Dr. Strecker bic Rete gehalten hätte, seine Deltanschoimng zum Ausdruck gekommen wäre. Herr Dr Strecker beschreitet m feiner Kritik den Weg, den er vor kurzem Dr Osann gegenüber, selbst auf tes Schärfste verurteilt h't Er löst aus der Gesamtheit ter Rete Br ichslücke heraus und bringt sie b er »ur Krnntn s Dr. Strecker hat mit Recht erklärt, daß Toldr Reden nr.ir aus ber Gesamtheit richtig beurteilt weiten können Hätte Dr. Strecker, diese seine An icht heute befolgt, dann wäre er nicht dazu gekommen, von Proseswr Sch:an ein Bild zu entnrrfen. tpie er es geben hat. Dagegen erhebe ich fdyrrfften Protest. Derr Dr. Strecker hat zum Schluß erklärt, daß die Hochschulen die Pstegestätten des ce n^rn Id afi m-s fern müssen Darin frinrme ich ihm zu. Mw dars ater md)t sag n daß sie mir die Pslegestätte ber Ibeale sein sollen, die die gegenwärtigen Machthaber vorschreibcm, denn die Wii en drift soll über den Parteien und über ter Politik stehen. Prä'iSent Dr. Streifer: Das ich beute gesagt habe, war die Antwort aus einen sehr scharfen Angriff de* Uniscrfilät, Wie ti in ben Wald Samstag, ch Dezember 1020 hineinschallt, so schallteSwieder her* au d Ich bäte mich in meiner ersten Rete durchaus vorsichtig ausgedrüdt. Tie Schärfe ist in in.it Senatsverhan^lun en in Gießen entstanden und bat sich in ter Eriläruni ausgebrückt W^m > bicicr lueit über ba> Ziel bimrus dnes-cmte Angrifi an die Oesfentiichkcil kommen A?IL daim foll cmdi gleich meine Anniwrl darauf kommon. (Sehr richtig! links.) Wenn man aut S i en der Universität ich keine ®nid>ränhrig aidcrlegt. werte ich ba> in Zu- hruft auch n:du mehr tun. Was die Rede Schians tetr.fst. ko stimme ich tem Ate Dünzer zu. Den nnnr und in die,em Puntt eir.i *tn wollen, bin ich bcr.it dazu. Ich hate betont, daß bei einer ioldm Auseinautersetzung ter ri rite Staiidvunkt burd>.^fübrt ivcrten (ann, ohne daß ter Gegner batei berab..civürtnflt werten b auch: Als ich in diese Tiskus ion e.ntrat. r.*ar ich in c bewußt, daß hier eiu heillos und gefährlid>;d 'Broblcm a ligcrollt wird. Id) war mir auch bewußt daß ich mir hätte viel etiwren können, wenn ich es nicht an^xrolft hätte. Ater n*eil Vas Problem furch ter dringend ist, imb weil bie Hochfdwlen mehr als bisher Fühlung mit dem Volke haben müssen, habe ich eS angesdm ttcn. Herr.« Wünzer muß i!) widor v erlyn, nxnrn fr meint dreie Fühlung,tesleht Herr Dünzer denkt wohl lrchi daran, daß währ mb ?e- Krieges sehr viele Professoren zu ben Alldeutschen sta den, währen dvi'l weniger sich etwa ri den Soiiaiiston oder zum Z>mtrum bekannten Man brauch' heute mir die Pr-se zu vorfobscm um diese Ansicht bestätigt zu finden Id>bestieitc nicmanten das fRedit, seinen Standpunkt zu vertreten, aber ich testreito das 9tcd»t, ter Regierung gegim.iter einen Ton an- zufchlagcn, der sie verädntich macht und ter die ungeheuren Sch.inerigkeitcn ter Regierung noch erhöht. Es kommt eine neue Zeit mit neuen Ide n, das muß man überall bog reifen Wir müssen die Kräfte zum Wieterau teu aus allen Parteien holen. Ich werte meine Arbeit m dieser Richtung mit aller Energie fortseyen: so lange ie nod) um Licht und "Sonne kämpft, kämpfe id) mit ihr Wo:n ihr der Untergang boid) eben sei nsoll, werbe ich umec ihren Trümmern mit unleegehen. Abg. Torsch (Hess. Bv): Wir sind für die Vorlage. Ich muß ater gestehen daß ich erstaunt bin über dm Ton, ter hier im Hcuüe gegen bie studierende Jugend angeschl^en nncd. Wa> müibe wohl die Jugend ter Arlxnter dnit sagen., wenn wir hier g-. gtn sie den gleicte' Ton an'djlogcn würden? Jd> protestiere aich dagegen daß vom Re- gierungstifch von den Goldfäden nribro ten wurde. Tie ©tubi. reuten iinb doch in ber Mehrzahl bie Söhne unserer Beamten. (Widersvuch Unruhe.) Präsident ^r Strecker stell: fest daß dieser Ausdruck nicht gegen bie Subicrcnten gtbramfrt worden sei. Un er ganzes Streben geht ja bar aut hinaus, gerate den Söhnen des Mittelstandes, unseren Beamten und Lehrern das Stubium zu ermöglichen. — Damit schließt bie Debatte. Wir lassen nun den Bericht über den voran* gegangenen Teil der Sitzung folgen. RcgierunaSvorlag!-n. Tie Regierungsvorlagen, Ennmirf emes Gvc jetzes zur Abänderung des Artikel 33 tes GcietzeH die Ausführung des Bürgerlichen Gesetzbuches ho« treffend, vom 17. Juli 1899 betref cud: wc iter Entwurf eines Gesetzes, bie Entschädigung ber Vertrauensmänner, Sd-öffen und Geid'worenen betreffend ; den Arntsgend-tsneubau z n Gießen betreffend; ferner Ant.af der Al'gg. Nuß u. Gen., Vorlage eines Gesetzentwurfs übet bie Gewährung von Strafircflieit und Stramuhte rung m Ti|zipli>:ar)ad)en betreffend und bet bringh'dfc Antrag des Abg. öoherr, Wagenverkeht über bic Hindenburgbrücke bei Bin gen o fltfr. betreffend, werden ol>nc Tebat:e nach ten Aus* fchcußanträgen erledigt, bz)v. zur Kenntnis ge* nommen. Präsident Adelung teilt nach der Pause mit, daß noch Rücksprad)? mit dem Acltcstenrat und der Regicrm'g, grgririb t auf die neue Gc* schästSovdnuug, alle Vorstellungen von ter Tages* ordnimg adgefetzt und z:ir endgültigen Erledigung an die Aiisschüssc zurückvenvitien werven Tom Haufe ist cm Gefetzentwurf über daS Volksbegehren *ngrr,c:igcn. ter in her üier* nächsten Woche den Gefctzgebu:g aud.dK b beschä;* tigen soll. Eine Anzahl llerncrer Vorlagen wird nach ben Ausschußonträgen erleb gt Nacl» uer Rcgierungs* Vorlage wird für de Unroetter|d)äb en in Helfen die Summe von 290 O.)O Mk beroilligt Eine Regierw gsvorlage, tetr bie Kosten ber sozälen Kriegsbcfdröbitzteu- unb JVncgd'.i terblic* denenfürlorgc m Helfen, wird telsutflod angenommen, etemfo rod) kurzer Aus prachc die 9te* gierungsoorlage, betr die Vcrwendmig>dcr 11 e b e r* Ich ük | e der Knegsorganiiationen. Die angeforberten Kosten für einen Erwei* terungsbou für bic Kinderklinik itt Gießen lAuistellung einer Baracke) ,sow e für ten Ausbau des Ehcmischm Instituts ber Techllii« fchen Hochsdwle werden (»eroilügt. Zum Antrag tes Abg. U r ft a b t (Dem.), bi Notlage öcr Privatdozentkn, erstattet Abg. Reiber Bericht Es werden 50 000 Mark angefortert. — Abg Klingspor (DVv.) stimmt ber Vorlage freudig zu, doch hält er ben Betrag für zu gering. Er ()oift, daß es möglich sein wird, den Betrag balD:gft zu orhäl-en. — Abg« U r ft a b t (Dem.) begrüßt es m;t Genugtuung, daß dieser Betrag für die Beamten b.roilligt nmrte. Wir rechnen damit, daß auch für bie Hochschule das gleich.' g.'schi.'ht. D:e BcroitivÜligkcit sei ein erneuter Bew is dafür, w:e da; Lante:aint für Dildungswefcn für tue Universität ein tri. t. Für die erst« Not reicht ter Betrag au3, wenn er! nicht verzottelt wird, sondern zunächst dx Bo* dürsligston wirksam unterstützt worden. Redner bittet, Stipendien möglichst zu dermeßen und da ür ßebrou träge juzerteilen, bic ater von ber Roy e- rung erteilt werden müßten, wril b:e U.iioerinät erfahru ngsgemäß sehr burcaut at sch tatei vor ährt. — Präsident Tr. Strcder teilt des' Betenken und verbreitet sich kurz über bie in Aussich! genommene Verwendung der Gelber. Die Vorlage wirb angenommen. Ohne Debatte wirb eine Reihe weiterer Die* jterungdPorlagcn angenommen, borunter eine olche zur Unterstützung eines Studenten* heims in Gießen. Der Ausschuß beantragt pierzu. auch in Darmstadt ein Stubententeim zu errichten. Damit ist bie Tagesordnung erledigt. Der Präsident vertagt bas Hans auf Mitt« Januar unb wünscht ten Abgeordneten ein fröhliches Wcihnachts- und Neujahrsfest. Schluß 'M Uhr. 9^,50 968,SL 109*^0 10)6,10 1083,9010^,10 905,06 906,95 909,05 Börsenkurse. Berlin ' 177, 183, 396,50 Züricher Devisenmarkt. 100 MK. 901, 314. 418, 301, 254, 21,78 8i,6O 15,27 100 100 100 1 100 100 100 100 100 9.15 1.975 7.80 38.75 22.28 23.25 41.05 1.45 259, 890, 325, 22,47 81,40 14,73 2. 12. 77,50 251,- 9 5,- 332,25 310,- 330,- 536,- 3P,- 297,50 «15,- 177,- 192,25 flr. = fit. = Fr. = £ = ß. = 141,85 2'4,70 243,22 69,93 423,30 1*2,15 255,30 24^,75 70,65 424,20 . 967,50 9H\50 966,50 96 ,50 . 1351,10 1353,Q0 1348,65 1351, 5 2t,72 8l,iG 15,23 4 12. Fronen 195.35 9.05 1.975 7 65 38.50 22 24 23 05 40.75 140 640.- 4.60 7,50 742,- 2,45 23,25 910,95 22*53 84,60 14,77 2.43 23,75 1,43 KurS 3.12. 77,50 67,40 67,40 64,30 180 - 821, 240,- 216,SO 2r»l. - 178,50 190,25 182,50 50»,=0 356,- 387,50 5 ‘0, - 318,50 21'8,50 647,- 541,- 420,- 3)0,- 260,- 475,- 256.50 927,- 308,- Wechsel auf: Holland Deutschland ..... TBieh Prag......... Pari,........ London. Italien........ Brüssel........ Budapest New-Park...... Agram........ 110,85 25 ,70 24V5 09,43 420,55 Marknotierungen. Datum: 3. 12. Schweizer 100 Fl. = 195.20 335, 389. 523, 3'7, 292, 64), 141,10 255,30 241,25 69, 7 42:,45 3.1?. 77,50 3.12. 9, iS 4,70 10,50 Zürich . . . Amsterdam. Kopenhagen Prag. - . . biod 3n bet gtfltm m »bgctattmen Äonferen$ zwischen Lloyd George, LeygueS mü> Gras Ssor- •2.12. 77,50 67.- 67 20 61 80 180,- 822,- 24),- 218,- 2(1,50 178,- 190,75 181,50 Spanien Wien (alles) Deutsch-Oesterr. . . . Prag......... Budapest....... Bulgarien Konstantinopel. . . . Frankfurt Abend- Abend« Schluß- Ltbluß- KurS KurS Sbir5 gänge nicht besonders üt3 Gewicht fielen. Dif- käufe waren kxmerkerSloert lurmentlid) m Buderus, die jeitweürg den Kurs 1000 streiften, ferner in Harpenern und Mannesmrnn bei le 20prozentigen Kurserhöhungen. Orangem und Koppel sriigen um 35 Prozent, ferner fließen Ham° burg-SüdanreriÄrner um 15 Prozent, Otavi um 30 Prozent und Kanadas um 50 Prozent. Bankaktien und Valutawerte Ivarcn gtcid)fal3 ülec- wiegend fest. Heimische RentenLverb.' waren leicht gebessert. Dcv.senVurse waren wenig v.randcrt. Von der später kräftiger zum Durchbruch kommenden Erholung zogen au feer Montamverten besonders aus Petrolei mattien Nutzen. Das Geschäft war aber, von Aufckaustverten abgesehen, ni/tyt sonderlich lebhaft, unb eine gewisse Unsicherheit und Zurückhaltung unverkennbar. Fraü kfn rt a. M., 3. De». Der Abendver- kehr zeigte bei verhältnismäfng rulngcm ©cid)äft eine ziemlich feste Haltung. Man bemerkte bereit? Teckungskäuse zum Woch.-nsck^uß, infolge vereinzelte Monlaiupaptere sich wicber guter Au.nahme- lust erfreuten. Buderus vermocksten ihre Steigerung nicht voll zu behaupten und stellten sich mit 925.— 30 Proz. unter dem Mittagssckchißknrs. Deutsch Luxemburg konnten sich befestigen (390), Ober- Trbart Hinterlagen einem erneuten Rückgang von 5 Proz. anrt 314.— Es notierten ferner Rheinstahl 553.—. Gel senk! rckien 389'z2 plus 2V?, Man» nesmogm 563.—, Harpener 536.—. Zu lebhafteren Umsätzen kam es in SchanÄingbahn, welck» von 620 aus 629 stieg' n. Hamburg Pakeifahrt 192l/2. Otavi Minen 8*10.—, Elektro Bergmann sind 4 Proz. erholt (267.—), ferner Nrtoen Siemens B> triebe zu festeven Kurse Aufnahme' (153). 5 Proz. Silbermexrkoner zeigten mäßige Befestigung 540. 41/2 Proz. Irrig. Anleihe 500.—. 3 Proz. Mexikaner 343.— bis 345.—. 5 Proz. Tohuan- tep:c 485.—. Im freien Verkehr wurden Teutsclie Petroleum lebhafter gehandelt 1810, ferner wurden genannt Mansselder Kuxe 46JO, Julius Sichel 1375.—, Neckarsulmer 335, Hansa Lloyd 184.—. Bei größeren Umsätzen mürben Hirsch Knpferwerke umgesetzt. Mit 403 — stiegen sie 10 Proz. Celluloid Wacker 512.— plus 17 Proz., Zellstoff Aschaffenburg 529.—, Pins lf. Rünibecg 360. Cbemi ck>e Aktien l bhafter. Sch.'id«nstalt 840 zogen 6 Proz., Holzverkohlung 557.— 7 Proz.. Farbnxnke Höckist 424.— 3 Pwz. an. 5 Proz. Reichsanlrihe 771/2. Amsterdam, 2. Dez. (WTB.) Reuter meldet, das; tar Zusammenfluß der fönt groieu ame- nkonischen CV.sellschaften der Anilinfarbenindnstrie mit einem Gemmtkapi'al von etwa 60 Millionen Pstrnd Sterling bevorstehe. Frankfurt a. M., 4. Dez. Berliner Devisenmarkt. Geld Dries Geld Dries Datum : ?. Dez 3 De?. Amsterdam. Rotterd 2137.8', 2142.15 2'87,85 2142.15 Brüssel.Antwerpen . 446,55 447,45 447,55 448,45 $ =-639 - Kr. = 4 80 LeberSnUttelunrrhrn in Ostv-e'.chen. meldet auS Königsberg in ^ber^hli 3JJ. Bekli Im her S!i jmnerzlinrckr IJ2I an 4 bedürf alleinstehend Vl-M. zu oen Meldungen n üj 15. Dezembc öiehen, den Der Oberbt Metz- l fhr! Corned für ö/e/e Reifung fotdle für alle übrigen Geltungen unb Fett- fchrlfren Deutschland vnt> be8 LuSlandes Leemittelt 311 ben Heiginalprelsen Hl pnnoncen'txpeMtion Nuüolf Mosse Frankfurt e. öl, Fell «LZ verirrter für Stegen; Srüht'sche Universttätsöruckerel Vchulstraße 7 Berlin, 3 Dez Tas .Derliner Tageblatt' meldet auS Königsberg in Ostpreusten, daß 01 Heydekrug und Umgebung Lebensminv- imruhen stattg f inden bahnt Tte Temonstronte' konnten von der Landespolizei zerstreut iwrben. Man besüvckstet neue Unruhen wegen der mE^ hasten Brotversorgimg Im Monat November pwö tatsächlich m Kreise Hevdekrug nur ekn»s melrr als 3C0 Zentner Getreide zur Be teilnnn grkon»' men bei einem Bedarf von über 2000 Zentner. K* ’p.ii “ UC C Qu,t 3U "^'werden MS StiM.! fctnro^bt 1'1 Siät rrchtze 1. Brot. fam Mehl. U Wkireist h’60 Ml. !«, SBcdUot Mfür K fc’nt sieh- uni 2. Mehl Hit Rtanft LJank, Fronku I». ,8lum Sw. 15. $rant , = 125 6 f ttinr. Faß, Ac W Karl öaa: 9? ä b r m W 5.50 2RT n Bitelmart 48. I B tollenbften । 19) gegen r «Wemorken. P hrd) bie I kwihanbelsM Mabschnittc Skbwe S®/ gern K" Abgabe bt u-tb 5 II Msstellen t PL15- »< ESWimior! Adem Leber S 5°'ncbbcr L.'V'fd)?.; bei! jur ft" 15. ^11,893' MN w” « UN versch * 1000H^ 175 qm De1-0 I frhtirffl »n 5)it Laulei hKrl6W: flnflebet-’un £tit bet Bor iMstrn WM Angebote Jtr itmbtr b. 3- Men bei uni Zuschlagsin SMN.^ te,s. za wurde befchlosfen, m Achen folgende 7C0tc überreichen zu lassen: Tie Regierungen von England, Frankreich unh Italien haben dem griechiscl-en Volke stet; ihr '-V« terefje bewiesen und sie haben die Venot-kliäuun seines Jahrhunderte alten Sehnens bem.ist gt Sie sind desl>alb mehr als unangenehm übena du von den Ereignissen, die sich in Gneclienland abgejndt t>aben. eie l?aben nicht die Absicht, in dte umerfn Angclegemheiten Griechenlands einzugnt m. aber sie sehen sich gezwungen, orten zu erklären da« die Z u r 6 ck b e r u f n n g eines Monarchen dessen treuloses Verl-alten und Vb tragen gegen btrt Verband während d-'s Krieges diesem Scharner,-^ ketten und grobe Verluste gebracht hat. nur als be Zustimmung Griechenlands zu der feind eligen Haftung König Konstoittins a igesel-en werden kömch. Hierdurch wurde eine ungünstige neue Vage in dm Beziehungen zwischen Griechenland u. b dem Vkb« taube geschossen. Tie drei Regiere,gen erklär« deshalb, taU sie sich für diesen Fall vollkomm« i r e 'i e H a n d vorbel)alten müssen, um dieser Frax gerecht zu werden. Tiefe Erklärung bringen die drei Gesandte« auch zur Kenntnis der Presse. Lloyd George über Europas Bankrott. Amsterdam, 2. Dez. (WTB.) Englischs Blättern zufolge erNärte Lloyd George in seiner Rede auf dem Essen des Verbandes britifdn Industrieller: Die europäi clten Länder helfen ssj nur durch die Baiiknoteilvresie weiter. Aber mtw mand kann dauernd einen Sack Papier auf den Rücken tragen Europa ist aul dem Wege ju« Bankrott. Es kann nid>: kaufen und nicht Dcrtauitx Europa steht vor unserem Sci»ufeuster das müj den b.sten Waren ist, die die Welt erzeugm tarn. Es ist jedoch in Lnmpm Seine Taschen sind nm mit Papier angefüllt. Eiirora mub sich aber a einer vollen Börse emporarbeiten. Mit einer Hani» bewegung, die zugleich Verachtung und Verzwciß. lung ausdrückte, ries Lloyd George: Und da gibti noch heute Leute in der Welt, die tanken, h ärmti die ouropäisckien Länder sind, um fo reicher den wir sein. Das beste Mittel ist der Frstdem, Die Männer müssen vertilgt werden, bie in brr Welt mit Petroleum lärmen umhergehen und hü Feuer des Krieges fdxüren. Der französische Militarismus. P a r i s, 3 Dez (WTB.) Der FinanrmiSschii der Kammer hörte gestern den Kriegs Minister Andre Lesev re, der dem „Figaro" zusolxr erklärte, obwohl er die Notwendigkeit der Hcra!-- S" 51mg der Ausgaben einsehe, sei es ihm aus wirrholt angeführten Gründen nicht möglich, ariaenblicklich bie für die Truppen und für die Hn- ftiellung von Kriegsmaterial vorgesehener Ausgaben herabzusetzen. Die Gründe sei« i dieselben, die ilm veranlagten, die zwcijährixr Dienstzeit zu verteidigen. Dir Auswanderung nach Amrrika. Paris, 3. Tez (WTB.) Dre , Chicago Tn-« brme" meldet aus Newyork, tah Vertreter vm 17 transatlaitt scl-en Linien dem Ei rwan eruniir-- kommissar in Wallis Zahlenau'stellun^en überniL- telt haben, aus denen hervorgeht, baß 15 Millionen Europäer um Fahrkarten noL A m e r i la b 1 t t e n. Ter Einwande u lgskommii- sar isf-gestern nach Washington abgereist, um fifi \ mit sstHrenden K>mgrebmi'tgliedern über bie i!i.> wanderungspolitik zu befirrcdten. Washington, 3. Tez. (WTB.) Der bsr- sitzende deS Ernwanderungsaussckmsfes drs Ar-nb sentantenhauses legte dem AussclZuf; einen Oklt?« | entnmn vor, nach dem die Einwanberuni ' für bie nächsten zwei Jahre verboten ronte 1 für alle Einwauberer, die nicht durch Bmbe befl Blutes mit einem Amerikaner oder mit emtne Auslanber, der in den Vereinigten Saaten 1(6" hast ist und bie Absicht kundgeg?ben hat, sich naturalisieren zu lassen, verknüpft ist. Gin Bankensturm in Spanien. M a b r i b, 2 Tez In Barcelona s mb gestern ein Run auf bie Banken statt, der anfebe.- nond durch Devisenspekulationen bertmeerufen n>o:- den ist imb ZakttunMsckmi rigkeiten zur Folge hat!^ Mit Rück icht auf die G samt läge Kataloniml urti den Kursstand hcs Peseta riefen die Vorgänge groste Grregimg hervor. E n aufserorbenilirfier nisterrat beschloh das Eimgreisen der Back vvm Spanien, der durch königlick?es Dekret die ersoi- derlichen Gavantien gegchen wurden. Man W,} daß irird) das Eingreifen der Bank BeruhigiirL geschaffen wirb. Tie Presse tritt immer mehr dasüv! ein, das; die von Spanien Frankreich gewährte Anleihe in Teilbeträgen znruckbezahlt wird. Ttt» Zahlrngsart soll besonders der Hebung des V- letakurses d enen tto; 9 ° m Jahre 1830. B S dahin schien Beethoven iinschlüi.ig zu sein, welchem.Aus- orucksmittel für sein Wesen er den Vorzug geben solle. Mit dem Werk Opus 18 ist der Bann gebrochen. Nun wen bet er sich vermehrt ber Komposition für vier Streichr *u unb fdwn nach se.bs 3obren erscheinen die berühmten drei „russiichm" bem Fürsten Nasoumvfss'ch g widmeten Quartette. An bim kommenden Abend weoen uns von Opus 18 das B-dur unb von Opus 59 das E-moll Quartett zu Gehör gebracht werden. (Näheres siehe Arrzeige.) ♦* Tie Liga zum Schutze ber beut-» fchen Kultur arbeitet feit Begrün dreses Jahres auch in unserer Gi'gend mit Eifer unb mit gioßcm Erfolg. Aber in weiten Kreisen herrscht betauer» ndyrroeitc noch Unklarheit darüber, was die Lwa ist unb was sie will. Zur Klärung hierüber und zur Verb eitung chrer Geta'ken mögen folgende kurze Zeilen dienen. Tae Lim zum Schutze ber deutschen Sriiltur entstand im Te,vmber 1918. J>hre Gedanken brangen in alle Volksschichten unb sanden vasche Verbreitimg: das stete Anwachsen ihrer Mitarbeiter unb Fremide führte bayi, datz die Liga, deren Zentrale sich in Berlin befindet, heute über 15 Landesgruppen verfügt, die sich ihrerseits bis in bie Heilen Döner hineinverzweigen. 3h Dessen bestehen zur Zeit 80 Ortsgruppen. Tze Liga ist keine politische Partei, ionbern sie will innertafb aller Parteien, deren Ziel ein geordnetes Staatswesen ist, an ber Aussölmung der Gegensätze helfel.d mi.arbei'en. Tte G gensätze. bie in den Parteien zum Ausdruck kommen, müssen aber vor allem im Volke selbst aemi'dert werden. Tast tas nach tarn grosten Weltkriege nicht von beiitc auT morgen gldyrbcn bann, wird sich jeher Emsuhtige sagen. Umsomehr ist es nötig, fi^t einer großzügigen Arbeit einzusetzen, die btei Selbstverleugnw g verlangt, msthevo I und fckmnerig ist. Es gibt aber keinen anberen Weg, au5 dem ictzigen Elend hevauszukommen, als den, biß wir uns wieder als Gesamtheit, als Volk fühlen taß leber sich bewußt wirb, tast er aus den anbereu angewiesen ist, unb nid>t mehr in ihm den politischen Gegner unb Feind sieht. Ter trna'ttsche Weg, den bte L ga er.tfd)(ägt, um direkte Fühlung mit unb unter allen Schicen ber Bevölkerung herzustellen, i.t ber des persönlichen Wirkens von Mund zu Mund. Tie ftlcinarbcit beginnt im eng- ft en Freu"dsck»ftskreise, sie erweitert sich aut Vorträge, Milg ie erversammlun.-en und Tt5h:f to s- abenöe, sclstreßtich aus größere mehrwöchige Kurse Jedermann ist zu diesen Besprechungen etngelaben und willkommen. Von Facküeuten werden, unter Aussckattung leber t arteiniäß'gen Färb' n^, rotff- toirtfdtiitlid^, politi che und sonstige g < ije Prr- bleme der Gegenwart bela 'd?lt. Tas Hmptvie! dieser Kurse ist bte Erznihuni tas Teutschen zum Staatsbürger, b. h. zum politischen Denken: jeher muß sich ein Bild darüber machen tön je,, wie die Verhältnisse mib Einrichtungen des b.ut.ctan Stetes von heute geworden sind: deslalb werben auch geschichtliche Betracktungen mit eingefloditen w.r- ben. Kennen wir die Zusammenhänge, die zwischen Wirtschaft, Politik, Milos op^r- und Dmst bestehen, erfassen wir den Sinn der Entnricklungs- geschichte des deutschen Volkes, so beschreiten nnr damit den Weg, von dem wir uns letzt leibet so weit entfernt haben: wir werden tann ictcber dahin kommen, mis als Deutsche zu fühlen, wohl anderer Völker Bebeutmig anerfennen, aber auch unserer Eigenart und wieder bewußt werden und bleiben. Landkreis Gießen. X Wieseck. 1. Dez. Ta die Notspende für die Innere Mission nächsten Sonntag bei uns durch Konurmandinnen erhrvben werben soll, waren mit ber Hau-sammlung zugunsten der notleidenden Ausländsdeutschen am letzten Sonntag Schulmädchen ber Klasse tas Rektors Döll beauftragt; diese sammelten mit anerkennenswertem Eifer 724,70 Mark. Angesichts ber großen Not- läge ber Inneren Mission in Hessen ist dringend zu wünschen, daß man sie hier ebensowenig rote anderswo die unvermeidliche Häufung von Sammlungen ihr zum Nachteil spüren lassen wird. L. Langsdorf, 1. Dez. Gestern Abend sprach in einer gut besuchten Versammlung der Liga Herr Wendel mts Gießen über den Friedensvertrag unb seine wirtschaftlichen Folgen für DeutsManb. Ter hiesigen Li^a-Gruppe traten acht neue Mitglieder bei, ihre Gesamtzahl beträgt nun 43. Schachecke. Gerabe Unsere Miniaturen scheinen lebhaften Dnk.'ang gefunden zu haben. Schon deswegen, weil diese einfachen, leicht zu überfein tau Stellungni auch den Sck-achfreund »um Lö.en reizen, ber sonst nicht ein Frcunb von Problemen ist; auch gefällt ein Gcdan.e in knapper, fdxtrfer Form immer besser, wie durch viele Steine unb Varianten versteckt. Urtier im Diagramm gctaachec 3 * ist eine Widmung des gefallenen Pros. F. Köhnlrin an den „Akademischen Sck»chttub München 1911", die beitan anderen Stücke entnehmen wir dem Schach- teü ber „Dt. Tageszeitung". Nr. 48. E. K ö h n l e i n. abedefgh a b c d e f g h Matt in drei Zügen. Nr. 49. A. K r a e m e t. Weiß: Kb4, Tgl, Lbl, Bb2, g7 Schwarz: Kal, La2 Matt in brd 8ügat Nr. 50 A. K r a e m e r. Weiß: Kg2, L c8. c7, Sa7, Scö. Schwarz: K a8, B g4. Matt in drei Zügen. Auslösungen in nächster Nummer« » .. Löriingen: Nr. 46. A. K r a e m e r. 1. Tbl-b8M g7-g5 2 T b8-bb! abX+• 3. Kc5- cö, (3-,) b6-b5. 4. K c6 - c5, b5-b4 5. a3Xb4=t l.-.gb. 2. Kc5-c6. g5. 3. Kc6-b7, Kb5. 4.Tb8- c8. ~. 5. T c8 - c5# Zwei sehr hübsckie Spiele vereinigt, bt° erste Variante mit tarn Turinspser ist alt und betonnt, die zweite ein sehr nettes indisches Manöver. Nr. 47. (Kohte imb Vockelkorn). 1. Del -cl, KXT. 2. Lai -f6+! Mit fünf verscknedenen reinen Ma ttn'dem. Ein glänzendes Hauptspiel. Die arideren Varianten zu finden, überlassen wir unseren Lösern. Die Namen der Einsender adriger Lösungen in närijfta Nmmner. yan-el. Mainzer Warenbörse. M a i n z , 3. Dez. Auf der heutigen Börse waren Hülsenfrüchtc sehr ruhig und gedrückt. Angebote lagen genügend 'vor, doch wollten sich die Käufer nicht engagieren. Die Lage im Futtermittelmarkt war bei 'starkem Angebot ebenfalls ruhig. Alle Sorten Melasse und Schnitzel waren in größeren Mengen angeboten, da die Fabriken auf Ablieferung drängen. In Sämereien war Rotklee wenig im Geschäft, die Preise sind nachgebend, da aus allen Tev> len des Reiches große Angebote vorliegen. Luzerne ist unverändert und nicht billiger als in der Vorwoche, da das Ausland auf seiner Forderung besteht. Reis ist in genügenden Mengen angeboten und konnte schwer abgeseht wev- den. In Heu und Stroh waren feit längerer Zeit wieder einmal die Preise nachgebend. Man rechnet mit einem weiteren Preisrückgang. * Berlin, 3. De». Börsenstimwungs- bild. Gegenüber den gestrigen empfindlichen Kursrückgängen machte sich bereite zu Anfang der Börse eine tamertenswerte Erholung m eiarzelnen Werten adtenb, fo daß bie KurSge.taltung, wenn auch noch uneinhettlrch, so doch ütattv.egenb fest n»ar. Die Wahrnehm:my, daß in einzelnen P«r- meren bte AnstLufe mterefiirrtet Gruppen fort- gefegt Werben, ließ tas Problem der 3nxtng5- aulethe etwas in den Hi itcrffrwtb treten, gab d-m Mattle eine mite Stütze unb förderte auch Die fick im Verlaufe weiter durch'etzenta .uritere Erholung der Kurse Montanwerte erzielten Besse- rmigen b:S 10 Prozent, Facta unb Glrftramerte bis 6 Prozent, denen geseuLber einzeln- Rück- Weit 12653c eimi hcblt bi Ui i [0201-4 fit w Möbel lager Neuenweg 23. Haarausfall! Notar-Urkunden oewciaui 30jähr. erfoh/r Prax kt-en, 15 Pf. WeiA'nbrotmchl Kg. 2.80 Mk., Kranken- biot 2.60 M k. — Krankenbrotbäcker: W. Loebcr, Walltorstraste, Karl Paul, Bolinbosstraße. Diehl f ü r Kranke: Kg. 3.2J Mk. (Verkaufsstellen sieh? unter Nr. 2). 2. Mehl, Nährmittel und Zucker Iflr Kranke: Aug. Noll, Bahnl^fKrvtze, E. Vanse, Frank urter Stratze, £>. Jung, Nittergasfe, e. Blum Wwe., Steinstrahe. 3. Krankenzwieback Preis für ein Paket ™ 125 Gramm 1.55 Mk. Verkau'ssiellen: [j beim:. Fatz, Kaiser-Alle?, I Kumpi, W«tlltor- vratzc Karl Saas, Vleichstmtze, Gg. Keil, Neustadt. 4. Nährmittel. 125 Gramm TeiAwaren JU 6.50 Mk p?r Phnrd gegen Äl»oabe der Lebensmittel mark.' 48. 500 Olm-nm G neZ an Kin >er bis zum vollendeten 4. Lebensjahre zu n Preise von 1.90 Mk gegen Abgabe der rerau.ga'ten Sonder- andelsgeschä^e la', en di? ein gegangen er Pe;ugsabschn ttc bis srwtestens 21. Dezember dem Lebcnsm t'elamt, Zimmer 7, ein-uixnchTn. 5. Schweineschmal r. 200 Gramm ?u 7.60 Mk grg-'n 9lbgnbe der Fleischwarmmarke -f8 durch die Metz"e-g?schifte Vcm 1 las ernschl 11. Dezember 1920. Tie einrgtntgfien Fleisch lvorenmark.-n sind bis zum 14. Dez em de- 1923 dem ÜLbensmittclamt, Zimmer 1t. ein urnchm. 6. Cornedbecs. 150 Gramm -u 2.85 Mk gegen Abgaln: her F'e'schwarmmark? 49 du'-ch die ITfhgrr- und Delikatetzge'chifte sowie färnttirfv ketkmisssteilen d-'s Konsirm-Vereins vvm 6 bis kirisch!. 15. Dezember 1923. Di: eingeiangenen fkesschwarenmar'en sind bis »um 18. Dezember 920 dem Lebensmittelantt, Zimmer 11. einui* reichm. Ebenso sind bis dahin die unverkauften tiefen Eo-nedbeef »u-'üfA’iie'.ten. 7. Fische. Verkvu'SOrlle in den Markt^anbm. Gießen, den 2 Dez. 1929 128576 . Der Oberbärgmm'eis'er. iLcbenSmittelamt 1 Montag den fl. Tei*mbrr. vormittags 10 Uhr ebb in d<»r Gemeinde fReis^irtf) n im G meindedaus 1 Eber hnb 1 Ziegeubori berfteigert. 12760 __Der Bürgermeister. Launsbach.________ (Ein überzähliger Eber hinM auch zur Jucht als zum Schlachten geeignet, hH Dienstag den 7. ds. Mts. radim. 2 Uhr auf hm Rathause zu Garbenteich öffentlich meistbietend »ersteigen werden 12818 Bürgermeisterei Garbenteich. Kissel._______ Bckaiinturachnng. Behufs ei-er Er^L"» mgelwahl des ^or-strrndes . trr'ftrr Gm in de für He.mi, A>ols B.rr. dessen D-blzcit a gcleufen i9. und den v-rtorbeT-cn deren Gehe m at Dr. Sinmrnnd Lrirkellvim, (rgt tir Lifte aller Srntmf*r8d>t!rTten drei Drge lang In Einsicht der M.i-'rrtcn in der Wohn ing des mtctyir'r’eten offen. Nin: ivährend di.-ser 6rit Innen ErMoend.mgen gegen den Inhalt der £tire l»Selas'fen werden. 12822V Gießen, den 2. De^mr'er 1920. Lei Vorstand irr isracl. R l i^ionsg meinde Greven. Moritz Strauß». ig nach AniM Dö.) Du,^’j jotl, daß y.rt!-- m btm (fiiim ri lnm'sklluM i'." rvorgeht, t»B l:i m r EinirMe u mgton abgerei;:? Übei! jrc'lyn. Ter. (TO.) ■ gsauMtzri 1 ÄUsflhlß tlR.1l bit teiiiipor! [ahrf vtldcil e nicht durch M Titoitr oberen ! yertimglen 5«'| luWJtn W,-t rfnü'Xt iil 'M in , bi $arcdiinilr-'f ■ inten floh- tn- itioiiln brrvoM^ । rieien ht W ; n MWtortep- infi $enntuM^I ■n ler Nl % le tritt !^mer» । । Franfm« P- iri te £*' M in** i« »'M n über liefert Je Jttmann IsbÄ*-er: ,wer Mir. Breslii SpezlabAbtoilU'iff. Gießan, B*baaoisL-. 29 Behördliche Anzeigen. Arbeitsvcrgebung. Auf Grund des Ministerialerla ses vom 16. Juni 1893, der Ergänzung^bestimmungen vom ?4. Februar 1911 und der Arbeiterschutzvervrb- emg vom 15. Februar 1912 werden hiermit ,ach olgende An str e i ch e r a r be i ten für den Ausbau verschiedener Räume im AmtSgerichts- «Lfiau Affentlich ausgeschrieben: co. 1090 nm Kalkfarbe, 280 qm Leimfarbe, 175 qm Oeuarbe auf Putz, 460 qm Oelfärbe auf Holztüren u w., 230 qm Fenster. Die Bauleitung behä't sich vor, die Arbeiten in verschiedene Lose zu teilen. Angebot-Unterlagen können auf unsrem Amt, Baustraße 18, e ngesehen, Angebots vrmulare, der Vorrat reicht, gegen Erstattung der kosten bezogen werden. Angebote sind bis SamStag den 18. D e- sember d. I., vormittags 11 Uhr, verschlossen bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 11 Tage. 12849D Gießen, den 3. Dezember 1929. t'fff. Hochbauamt Gießen. 3.8.: Kuhlmann, Dauvat. Bekanutmnchnng. Aos der Stiftung der Kinder und Erben des Kommerzlenruts Georg Karl Gall sind für das Jahr 1921 an 4 bedürftige in Gießen wohnhafte Familien ober alleinstehende Personen Unterstützungen von je S00.-M. zu vergeben. 128C4B Praktisches Weihnachtsgeschenk! MAGGI* Würze in Flaschen, MAGGI* Suppen in Würfeln, MAGGI* Fleischbrühwürfel. Diese sind nur echt, wsnn sie auf der Etikette den Namen MAGGI tragen. tasiic Backmehl reine» Bananen mehl weißem Maismehl «neben cin^ctroffen. Reformhaus Kreoeplnte 5. 12806 r Tcciiteoilliiii] \ bauerY ’lollkMtr.22-Fe.i$pr.25'! J k Quantewware X zu bl.hgii J Prelsrn. Gtto Seeger brd^lßttr Bfld)rrrtrlfor, foufm. Sachvetstänüiger Girpen, Ebelstr. 11,1. Sernfpr. 772 Büd)tr» und Vilanz- Rtolflontn Budtfübrung Vüchcr-fltzschluff Bilangen Bücher-obs unb Eelo olado. 1 *" Be.ktcrei Wilb.^lecken- stein, WiMitovitratze 31- Kennen Sie? die Rothsche Sammlung deutscher Re Ich tpea:tx» Soeben erschienen: Gesetz über das Reichsnotopfer Preu jeder Nummer 10 Pf. Verlar; Emil Roth, Oießen. Nur siir iSicöfrücrfnnfcr einrteblc Ich Oes and Per- erstes, flesehceX-Artlkel, Kleitlicho Sers-, fp eh a. Textl1we-sn,tto3sertlerle WeeihgarBlterBB f. ureiS- inert. Vn irrtet, lohnend. Albert Rowcnthal, Xeoan-I.nlin. |12bti0 nsw. werden tuh Garantie vcsttilSe Seitßeale (tiOl-.n e-'i.-rn!. sind mtieo 350 1456 450 450 uötlig getabr n. sch merz los und) neuem £:eifnbr. ohne Ltablinstrumenl leSkMOle rich.n ncbeiAt AllszuglliLe Billen leFicngrn ^rfiertoilene AtteiimiiSlfi' render für Siadi und flu’13 Gießen Ctto Ritsert ffriteur, stileichstr. 31. Ans Wunsch (evtl. a. 'Bost- karte) komme in6 t'mift. 5—30 cm stark, 1—2'/, in l lang. In jeder Menge solo n lieserb.tr ab tbeiii • iveftf. Stanonett. 112H70 Weils. Zechen- und Hütirnbcdarf, (5ssrn lNnhk9, iiährstt.st Hnrt- brcuntzolz Irnniennfiilrgfl M 650 Bcnwe üit 15-95 tifiu. liefert J. Jttmann Inh.: A.Brumlik Gießen nnlmhnfstraß'* 20. 12R-3c lluj eltea (iialQuiec ßSöbeS ; ROtöm.....75omr.! Sdjiafiimmer . 1650 mr 5i eileiimmrr. 2850 Ult. ßerreojlnunrr 3500 Ml. I . Arbeit. Soweit taget' ^.Jttmann jnheün: 11. 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Will Vermählte. Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Georg Pfeiffer Helene Pfeiffer geb. Arnold Deutsche und Orient- Teppiche Vorlagen, Säufer, Felle Divan- und Reisedecken Schönebeck (Tlbe) Dezember 1920. a. ttmpeo ■«SjA illilHIIIIIIIIliiillilllllllilll Brennabor Ösjrcr u. and. Fabrikate D8DB feier iir 1921 einaretrofTen! Sehr preiswert u. geschmackvoll „Junr Oftrnd y* Ai, Oer wie Abbildung, hochfein poii< Selb*terlern»et,ule und Spiel- plnttehen In der Preislage vea 75.-, 90.-, 100. iwiHitiSa öinigfl bei Trust Balser SuD- n. Canleröanölung. Sonntag nachmittag 5—7 Uhr ■ F&äffif»8Jhr«Te© — Neues Orchester. < hessische Lander-Wanderbühne in Verbindung mit dem hessischen Landes- theater varmstadi. GasissUrl io M io SrkLeWiuMW Stein Samsiag 6en 4. SezmM. aürais Vk W: „VersunKsne Glocke" ein deutsches Märchtndrama in 5 Akren von Gerbnrd Hauptmann. Sonntag den 5. SmMr, abends vu Hör: „Jugendfreunde" Lustsoiel in 4 Akten von Ludwig Fulda. LZorverkaun Filiale Ferd. Zimmer, Buckbandluna Bolkmaun. 12761D Hoi©! Schütz Sonntag den 5. Dezember 5 Uhr-Tee mit Konzert! tÄ Famillen-Konzert Gietzen, den 4. Dezember 1920. 020135 C^Joben. ®y, baf nk ÖQÖOtt i . der ßSin Hessischen Lehrmittel-Anstalt Dr. Wyneken & Co. Giessen, Marburger Strasse 20 Ständige Ausstellung. Kataloge aufVerlangen Anfang 4 Ubr. Der Saal itt gut gebeizt. Es ladet sreundlichlt ein Heinrich Pecherf. &s jjlttlrtff' insmM« ttttW“6 !ck« t«1 sen ift. 2- , daß nE gehört r itgeber-Verl Fshht Lelvis ü Etliche Lage l ki nächsten ziv irrg nach die A 4 ihre schwerst ! «n offenes ( W in den Ze » w I Hä te ! Statt Kalten! t Aenne Lohnes IDr. phil. Adam Heldmann Lehramtsreferendar Verlobte Giehen Gietzen, Goelheftratze 52 Liebigftratze 74 Groh-Bieberau (Odenwald) Dezember 1920 hessische Vereinigung --> für Volkskunde. Montag den «.Dezember 1920, abdS.8Nbr, in dem VQnbev-Untuei ittätOflebäube, Auditorium 44: n v i r rt rt des Herrn Pf. S ck u l t e, -v o r r r a g Groircu Linden: Oberhessische Glocken. Auch Nichtmitglieder herzlich willkommen. ^Feindder'c *W)ber^ ^en Sieg Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Else Kleinhenn Wilhelm Blomberg ZängeMnz Girhen Donnerstag den y. Dezember 1920 abends 8 Uhr in der neuen Aula der Universität einer öffentlichen Hauptprobe in MuIa am Mittwoch den 8. Dezember abends 8 Uhr „Vie Jahreszeiten" Oratorium von )os. Haydn DeutsrlrerWnnbrnnü _ Eintrittskarten: M. 6.- und 4 -: zur Hauptprobe: 31. 2.- bei Ernst Ehallier und abends an ter Kaffe. Infolge der autzerordentlich hohen Kosten können Karten an die Mitglieder nur in beschränktem Maße zur Ausgabe gelangen._______________ V> KM Leih Sonntag den 5. I>e«br. ■"V- abends 1 /j8 Ihr groß es Konzert Vorstellung dor 1,®yrl8clien Baaernlrnppe W? „Die Km»“ Hani Bell. 12 Personen. w Eigene Dekoration. Einzig In Ihrer Art. außfer der echftncn Mn*lk. den wunderbaren Gesängen, Original*Schuhplattler noch das lustige Volkswtück 020126 „Der Chinahans'l“ Täglich erstklassiges ZMS-MM'ßgWl Oatoesa aus Gietzen und Umgegend werden zu einer ZviMLieMiist im M.-As in (Sieben Plockstratze. am Freitag, 10. Dezember, 4 Uhr eingeladen. I. A.: Dr. Eggers. Dr. Stegmann. veutschevoikpartei D. V. P. 1283öv Montag, 6. Dezember, 81/« Ubr, Hindenburg Diskuffionsabend Barteitaa Nürnberg. Heisiiche Politik. Sportplatz a. d. Hardt Sonntag den 5. du. 51 (Eingang Liedigftrabe) öffentlicher Vortragsabend NWWOVAW. W SMsk-ßOM spricht über: I2749v „Volk in Not" Eintrittspreise: 1. Platz 2 M., 2. Platz 1 M., Studentenkarten halbe Preise. Karten im Vorverkauf bei Thallier, Neuenweg, Hausverwalter Ritter, Unu oerfität und an der Abendkasse. Der Saal ist geheizt. Gietzen, 5. Dezember 1920. 12864 Y^toeige zu: irnnDerhänbe M sie mit 9ifflten Krästei ^Mhzu führe 'wi int Laust JWn n W zu drüc * «it der sich Metzung der vrn und sie bt Sü «fr Echo find ,.N Ergebu Z”5Qrtifiei Wwttant Sieger ft von I ^bekämt August Kilbinger ♦ Seltersweg 79. Prachtvolle Künstler-Mandoliren Langsdorf (Oberhesien) Dezember 1920. 128410 Sonntag den 5. Dezember „Liebigshöhe" Aammlisch ZrahAM 11'9 Tau;1 r‘ ^n£ifl U1,L Vorstand. ,020092 Stammt lech L. E, I 3rqbS? tl. (tonet W ßetjL rolUtommen i ffrssische Lander-Wanderbühne ' Ijn Verbindung mit dem hessischen Landes- 7 theater varmstadi. GMMillW88l8ilAMfW68s Ulontng Den 6. Sezmber «SeuSs 71/, übt: „Versunkene Glocke" ein dentsches Märchendrama in 6 Akren von Gerhard Hau v k mann. Dtetag öen 1. weinm nüeaös Vk W: „Jugendfreunde" । Lustspiel in 4 Akten von Ludwig ^ulda. Vorverkauf: Bnckbandlnng Weikbardt. ! Saalöfsnung und Abendkasse '/,7 Ubr/st28li0lr Bund zur Pflege von Musik u.Literatur. 2. Abend. ßeaolag flau 5. Deiomker 1328, aaehmltiaga 5 Uhr, In der neuen Aala der Unlvereitlt Beethoven-Äbesid Frau Konzertsängerin Paula Werner- Jensen aus Berlin, Streichquartett idie Herren : A. Rein, P. W. Andreae, R. Sonntag, Fr. Schliephake. jAm Flügel: Herr Habenicht-ßieflen. Ein tritt* karten zu M. 6.—, 5,—, 4.—sind Inder iMuslkalienhandlung E. Challier und abends an der Kasse zu haben. Studenten erhalten gegen Vorzeigen der Studentenkarte auf allen Plätzen M. 1 — Preisermäßigung. Die im Abonnement Itir dm 2. Abend ausge- gehenen (roten) Karten h&boa OfUtlgkell. ,3. Abend Mittwoch, 2ß. Januar 1921: Heiterer Abend. jDie Reinerträge sämtlicher drei Abende fließen der Gedächtnlsspende der Universität zu. (iaei,c j Sonntag d n 5. Dezember HM IMWtt MV'8!?kkkiN mit vollst. ?)i'ehiinmifl. «. Kein tilachreiniaen. Beste Ausbeine. M^AeissZW pQtzmtihlen.Scäratinalil- mühle?i, Fflbsimaiilea, Fn!L- S-!hniii'!tna3ch!nen Wut QuattiätSware). 1*. Vcnnrr’m Orna- u. Cetrotdenj-hsr in einer- fnn.it beiter 9l'i-:fübr., Slahlhaspalwender. Iu Vrnnore* Eresehmaachlnsn in allen (»röben verschied. Bauarten und uolltonimenftcr iRciniftnnn cmunehlt: 11257 Hans Kick, Frankfurt a.M.-Ljjd Schiicffrnbofrtrahe 35. Televlion ‘Römer 23R9 Lnudwirtickaitl. Maickiuen u. Ackcrbau-b4cräte j^iii bereits z M für bit B - Matur bei i:« kommt als üMendeA ^Landes. In b i ‘ zahlreiche s j ’ rin llmstaut ?ikhmer ubcrhi Tapeten, Teppiche, Linoleum Gegründet 1837 Gießen Telephon' Drandplatz 1, Ecke Schlotzgaffe Hillgärtner «er* Steinberger Hof, Bahnhofstr. Markthalle. ^VaNtorstr. 4»a Preiswerte Weihöaclils-Gßsclißnkß! Belehrende Spiele, Baukästen, Fröbelgaben Erdgloben, Experimentierkasten Gr. Auswahl in Künstler-Steinzeichnungen 'S lW