Scher Blatt 170. Jahrgang Donnerstag, 4. November 1920 60 Bo l schewi sten gegen bic Armee Brau bnm er forderte an der Seite Roosevelt? ^ilte Dreiteilung und auf da? System der dem russischen Festland verbinde Pewichte und Gegengewichte zurückziehen auch mit schwachen Kräften gegen dird, die in der amerikanischen Verfassung legenen Gegner gehalten werden. vorgesehen sind. igen an Sitzung zusammengetreten. Reichsminister In Dressen gebieten ttett Wahi des Reichspräsidenten könne-, aydere 'ungen geznnmgen, bnt Wagen, auf den 'ich jetzt • 11 y v .IUlillyx 11/ v 11 **'l*"J —**r ”** •1 • *n J' . z'-, • dv Arbeiter gesetzt hatten, ru sieten. Sch'ieß'ich öffentliche Wahlhandlungen und Bolk^abstim- wurden die Landwirte roirixr freigelassen. Tic 1 mungen verbunden werden. Innerhalb eines Poli-ei hatte nicht eingegriffen. __ ’thty. fto. ' mb'JJtl: - 35 siede: b-1 mbWfc.l.'jj Koch hieß die Kommission im Namen der Reichsregierung willkommen. Zum Vorsitzenden der Zentralstelle berief der Reichsminister den Staatsminister a. D. Graf Rödern. Es wurde die Geschäftsordnung beschlossen und der Kommission der Name Zentralstelle fürdieGliederung desDe irt* scheu Reiches gegeben. Die Aufgabe der Zentralstelle ist die Abgabe schriftlicher Gutachten. Die Verhandlungen sind vertraulich. Ihre Ergebnisse werden in dem Gesamtgutachten der Zentralstelle nach deren Erstattung veröffentlicht. fcgcnen Gegner gehalten werden, zumal wenn diesem, wie eß bei den Bolschewisten der Fall ist, Seestreitkräfte fehlen, um etwa die Krim auch vom Schwarzen oder Asowschen Meer her anzugreifen. Wrangel hat sich bisher stets darauf beschränkt, seine Regierung in der Krim selbst auSzubauen, ohne zunächst an einen Vorstoß nach Rußland hinein nach türliche Verteidigungsstellung, hinter der vor Jahresfrist der Rückzug Denikins Schutz fand. Diese Linie besteht aus einer ganz schmalen Landzunge, welche die Halbinsel Krim mir dem russischen Festland verbindet. Sie kann l einen über- Londvn, 3. Nov. (WTD) Der Korrespondent de» ,,Daily Erpreß" beadtec: aus Koustan- Jahres können Einrichtungen und Organe für die Reichstagswahlen usw. auch für die J-J** Die neue Zentralstelle ffir öic Gliederung öes Deutschen Reicher. Berlin, 3. Nov. (WTB.) Amtlich. Die vom Reichsministerium des Jtrnern einbe- rufene Zentralstelle für die Neubildung der deutschen Länder ist in den Räumen des Ministeriums zu der konstituierenden Aus dem Reiche. Wie der Neichspräsivent gewählt wird. Die Verordnung über die Wahl deS Reichspräsidenten liegt jetzt vollständig vor. Sie stellt mit ihren 72 Paragraphen und zahlreichen Listen und Anlagen ein ansehnliches Heft von 52 Seiten in Großguart dar. Wenn sich die Vorschriften im allgemeinen auch an die Reichstagswahl anlehnen, so bringt die neue Verordnung doch eine Reihe von bemerkenswerten Abweichungen und Be- stimmungen. Wahlscheine können noch am Tage vor der Wahl ausgestellt werden. In größeren Gemeinden kann aber die Annahme von Anträgen am zweitletzten Tage vor dem Wahltag geschlossen werden. Man erhält gleich auch einen Wahlschein für den zweiten Wahlgang. Tie Wahlzeit dauert in der Zeit vom 1. April bis 30. September von 8 bis 5 Uhr, sonst von 9 bis 6 Uhr .Die Stimmzettel sollen 9:12, die Umschläge dafür 12:15 Zentimeter groß sein. Zum Einstecken des Zettels in den Umschlag wird nur ein Nebenraum oder ein Nebentisch genannt. Es ist keine Rede von einem Verschluß. Mit der Die obligatorische Arbeitsleistung in Bulgarien. Sofia, 3. Nov. (HavaS.) DaS Gesetz über die obligatorische Arbeitsleistung ist bereits in mehreren Gegenden Bulgariens angewandt worden. Die ganze männliche Bevölkerung im Alter von 20—55 Jahren wurde in gewissen Vierteln der Hauptstadt für fünf Tage einberufen, um während dieser Zeit im' Rückstand gebliebene JnstandsetzungSarbeiten in der Umgehend von Sofia auszuführen. rirf n. im Bach 1 W gels in der Krim stärker ist, als man anfänglich glaubte. Die Bol'chewiskm warben bei bem Vormarsch drei Armee^nps, vier Kaoalstriedivisimtat und mehrere Detachements aus Turkestan in oen Äampf. Sie hätten Melitopol und Pontziv und aridere bedeutende Städte erobert, Cha-oS? (?) werde geräumt ♦ Englisch-russischer Handel. London, 3. Nov. »'Havas) Die „Times" berichtet nach einem bolschewistisckxm Blatt: Die englische Neuerung unterzeichnete durch Vermute- lung der ruyischen Hemdelsdelegatton einen Kontrakt über die Lieferung einer Million Grubenhölzer. Die englische Regierung liefere dafür Kohlen. ^Berlin, 3. Nov. (WTB.) Ziemlich über- ^Tiimmenb sind die B l ä t t e r u r t e i l e die Wahl Hardings. ES ist, genau he)en, schreibt die „Voss. Ztg.", nicht ein keg Hardings und nicht eine Mederlage Demokraten Cox, sondern eine schwere ’i-tberfagc Wilstons. — Im „Berliner Sägeblatt" hi " Senator Harding ist, wie es unser Artikel in Nr. 258 vorausgesagt hatte, zum 'Lräsidenten der Bereinigten Staaten gewählt j-wrden. Das amerikanische Volk hatte die Autokratie Wilsons satt bekommen und seine in der f ^udibruin Den 61 nfberfiau *r unterbrt* r erklärten,tz Ministern, über die lerimgszuM i die Prinzij gc der Gejih rng des äibe ntsprechen. iurd) die Polt viertel- jjhrlich Mark 12. - -uslchl^ö. ch BerieUgeÜ». ^ern sprech. Anschlüsse: nröieSdjriflküungllS; Verlag,v)eschäs'sstelle 51. Anschrift für Drahinach- chten: 2’nj sozialer Verhältnisse ter aber auch zur uneina schränkten Uebeneugung b»m überragenden Werte aller entsprechenden inerikanischen Errungenscha't'n gelangt. Im Ber- grr des >krie'es, vor Eintritt der Vereinigten' - Graten, war idarding einer der populärsten Verlier der Roos veltsch-n Preparedneß-Kampagne: ^oieveit be^ ichnete Harding als den Eommenben u-nm von 1920. gleichfalls den Eintritt Amerikas in den Ihneg gegen die Mittelmächte. Immerhin ist in in diesem Sinne nicht so stark vorbelastet wie Wilson, und er hat gegen dessen Mitwirkung in Versailles stark opponiert, pro auswärtigen Ausschuß des Senats verlangte er die Ablehnung der Völkerbundakte; n bezeichnete den Versailler Völkerbund als rin Bündnis der Siegerstaaten zur dauern- iten Unterdrückung der schwachen Völker und terlaitgte statt dieses Versailler Bundes den ilusbau des Haager Schiedsgerichts. Im übrigen ist anzunehmen, daß Harding streng lonstitutivnell regieren, daß er sich auf die Denikins Vorbild zu denken. Wenn er in der letzten Zeit sein Gebiet zeitlveilig auch über den Dnjepr ausgedehnt hatte, so war das mehr ein versuchsweises Tasten ohne unmittelbare Angrifssabsicht und entsprang wohl lnehr der Pariser unb Warschauer Initiative als Drangels eigner kühlen Ueber- leguna. Die Trupprm, bic Wrangel in biesem Vorfeld beschäftigte, waren zudem nicht seine eigentlichen Kampftruppen, sondern unsichere Kosakenstämme und ein Heer von planlosen GclegetcheitSkämpfern, die sich heute dieser, morgen jener Seite anschließen. Wrangel hat sich auf diese Elemente niemals verlassen, sondern die zweifelhafte Haltbarkeit der mit ihnen abgeschlosseiten Verträge sehr wohl durchschaut. Wenn die Bolschewiken nunmehr wirklich größere Truppenmenaen nach Südrußland geschafft haben, so ist dieser unbeständige Vorfeldtroß in Taurien — zwischen P r kop, Clerson, Jeuteri tof äw und Berdjansk — einfach übcrgetaufen; Wrangel hat an ihm zunächst nichts verloren; vielmehr wird diese Erfahrung ihn in seiner bisherigen Taktik bestär'ken; nicht agressio gegen ' Rußland vorLugehen, sondern abzuwarten, bis der bolschewistische Krater ausgebrannt ist, und in dieser Zeit feine Verwaltung auf der Krim weiter auszubauen. Der Anblick dieses geordneten und bis zu einem gewissen Grade glücklichen kleinen Staatswesens übt auf das bolschewikische Rußland eine stärkere Wirkung aus, als es ein militärisches Vorgehen zuwege brächte. Das hat auch Trotzki wiederholt zugegeben. Daher die Anstrengungen her roten Armee, kaum daß sie nach der polnischen Umklammerung wieder die Gurgel frei hat, gegen diesen Gegner, der trotz seiner Passivität der bolschewistischen Sache mehr Abbruch tut als sein Vorgänger Denikin mit seinem Feldzug bis fast unter die Mauern Moskaus. Wrangel hat etwas Positive-5 geschaffen Das bloße Bestehen dieses Positiven zieht wie ein immer stärker werdender Magnet die Hoffnungen des russischen Volkes an sich, das den ganzen Leidensbecher des bolsche- wikischeu Negativen bis zur Neige ausgekostet hat. Moskau, 3. Nov. (DTB0 Der Heeresbericht Dom 31. Oktober lautet: SÄ>frvnt: Am Ufer oes Schivarzen Meeres besetzten wir den Hasen SkadowSk. Im Wschnitt von Perekop überwanden unsere Abteilungen den Wideriband des b^egners, besetzten Peretzoy unb kämpften hartnäckig südlich dieser Stadt. In d-n Ähruwex nördlich von Pere^op machten wir 50 Geimrgene. Im Abschnitt von Berrölaw Nmp'en unsere Truppen bartnäckig westlich und südöstlich von Benslaw mit dein Gegner, der yu Gegenangriffen übergeht. Im Abschnitt Nikopol besetzten untere Abbeiümgen eine Reihe rum Ortschaften 40—50 Werst südöstlich von Nikopol. Abschnitt Melitop?l: Uifere Abteilungen besetzten am 30. Oktober die Stadt Melitopol. In den Kämpfen nö.blich dieser Stadt nahmen wir 39 Offiziere und 320 Mann gefangen und erbeuteten zehn Maschinengewehre unb anderes Ausschreitungen fieren Landwirte in Schlesien. Grünberg (Schlesien), 3. Nov. (Wolfs.) Den Blättern ru^olge Derfammdten sich gestern wähamd der Si'vna des KreiswirtschaftS- oerbandes Arbeiter vor dem Lokal, in dem die Sinnig statknrnd. Nachdem eine Abordnung den Bauern Vorwürie über bi* hohen Preise gemacht hatte, drang die Meng? m den Saal ein und schleppte die Landwirt' auf einen Wa^en, der mtt Schildern, die die Au'schriften trugen: „Hier fkrfe Ducchwer" und derglrichm umhängt war. Aus dem Ring wurden die Pferde au5 dem Waren gespamrt und die Bauern wurden unter M'ßland- Die Stellung der Reichsregternng zur Grgcsch. Berlin, 2. Nov. In dem heute veröffentlichten Erlaß deS preußischen Ministers des Innern Severing über die Betätigung der Organisation Escherich (K. Z. Nr. 924) heißt es, die Reichsregierung haue in einer Kabinettssitzung vom 23. August 1920 anerkannt, „daß öie Orgesch als eine Umgehung der Einwohnerwehren anzusehen sei, so daß ihr Fortbesrehen mit dem Versailler FriedenSvertrag nicht in Einklang zu bringen sei". Zur Klarstellung der Angelegenheit gibt die Reichsregierung den Beschluß, den sie am 24. August 1920 gefaßt unb damals in der Presse veröffentlicht l)at, noch einmal bekannt. Dieser Beschluß lautet: „Das Reick^?abinett bat sich mit der Behandlung der Orsmisatvon Escherich besaßt. Die ReichS- cegierung war einmütig der Ansiäst, daß dieier Organisa rxn keine Ausnabmeliehmststlmg zu gewähren sei, imb daß der ReichSstvmmissar Tür die Entwaffnung die 9btgebvrjyir die er Organisation bei Durchführung der En n» ff nun# schon mi Rücksicht aus den fX-riebenAxrrtrag und die Abmach ing-n v-vn Spaa nicht embeti zu behandeln habe als andere Staatsbürger. Zu dem Verbot der Organisation Eschersth durch die preußi'che Regie- iamg Stellung zu nehmen, lag bei dem föderalistischen Charakter des Reiches für die Reick/S- regierung kern Anlaß vor, da die .^andhabmig des Vereins- int) DersammlungSrech s in den £)än>en der Länder li?gt und eS dm Beteiligen frei (lebt, über die RechtmäßigLit des VerdnS eine gerichtliche ote- hben. daß in dem Betriebe feiner Druckerei nie ft eik.' oder Lobnbifserenzen vorgekommen lind. Eching ist heute der tvvi'che „angesehme Bür- ' . kr" seines Wohnortes Marnon (30,000 Einwvh- tr), Direktor einer Bank, im Auft'ichtsrat mehrer Falwiken unb Aellester der Baptistenkirche, k'ine größte Popularität hat er in den letzten fahren als Risner mis den verschiedensten Konnten, Tagungen, Bankette im Milieu der tv- K'ben an erikanischen Geickiäftswest erworben. Viel- ’fitig imb anpassungsfälng genießt er aus deu 'M. Mtütt ; einer Der $riei>CH$Derb'ü<* und der fjauptausftiiun des Reichstags Berlin, 3. Nov. (WTB.) Der Haupt- a u S s ch u ß des Reichstage? ist in bic Besprechung über die Ausführung de? Friedensvertrages cingctretcii. ReichSschatz- minister v. Raumer machte vertrauftchc Mitteilungen unb beantragte, hie Kosten für den BeschmngSausschuß von 20 auf 40 Millionen zu erhöhen. Er führte aus: Es wurden Verhandlungen mit bett maßgebenden Stellen der Besatzungsmächte aufgeiiommen, unb es steht zu hoffen, baß auf biese Weise eine Milberung der Besatzunasquote zu erwarten ist. Um dies zu erreichen, sei es erforderlich, auf eine Herabsetzung der Be- sayungsslärke hinzicwirlen, ferner bic Gktrnt- fönen enbgültig festzulegen. Der ReichSschatz- minister gab mehrere Erläuterimgen ber außerorbentlicheu Posten, bic bisher erwachsen seien und noch zu erwarten stehen. gibt weiter bekannt, daß trotz ber erst kürzlich erfolgten Erhöhung auf 1.5 Milliarden eine weitere Heraufsetzung be? Etat? leider erforderlich sei. Neue Forderungen ber Besatzungsmächte unb daS AbschlußcrgebniS be? ersten Halbjahres verlangten diese Erhöhung. Berlin, 3. Nov. (WTB) Im Hau Pt- auSschuß des Reichstags bem^rfto Dr. Helfferich (D-Na1l0, tven.n die Angabe deS NcichSsckTatzministerS richtig fei, d-aß Amerika die Kosten seiner 17000 Mann staick-m OkLipatioirStrupPen aur täglrch 12 20000 Dollars beziffere, fo feien das rund 9 0 Milli >0 n e n Papier mark täglich oVr rund 32 Milliarden Mark säl/rlich für 17 000 Amerikaner. Dass er doch die vollendete Unmöglichkeit. (All scitch Zu ni nrung.) Nach dem heu igen Kure seren 500 Milia-dm Frmiks an Frank,eich zu zahlen. ES handle sich frier gar nicht nrelyr um frnaou-iielle, '"onvent um a'ln komische Zahlen. Was heute besetzt sei, gehe weit über die im WaffonstillstandsLertvog errat . tten strnre- gischen Punfte hinaus. Wir mü'üen Festhaltung an dem' ursprünglichen Sinne ft.rdeun Kriegsmaterial. In einem späteren Berichte frir* es: Der _ „ (Stegner, verstärkt durch zahlreiche von der polni- wgeblatt" heißt es: Es mar schon vor ber I ,^en Froni l>erübergetvvnene Infanterie- und :E).^vlkonventeu unb erst recht nach der I -avallcrievivisioneir, setzt seine hirtnäckiscn An- wchidatenaufstellung klar, daß bas amen - • griffe fort sTregcrlohn, VLla-.hlOÖO •Tiägerlobn; ie( rAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck muö verleg: vrübl'sche Umo.-Vuchr urzö SteindkL^erei 8. £attgc. SdfriftleUitog, Heschäftsftelle und Druckerei: Schulstratze 7. ?• -rr'chieoenslen it:1i(brand'e, ruftrie, in ki'enbahnern ■ IK ein Mann Stahl-, Ei en- und Hüttender Landwirtschaft, bei den unb Arbeiter • Gewerkschaften !b». VoM 'm. 8.30. chmg 5.45. VeS EchSprSsidenten t*m*nfret werden, öd her erften Wahl des Reichspräsidenten sind Kriegsteilnehmer und im Ausland zurück- gehaltene Reichsangehririge, die zu spät zuruckgekehrt sind, mit einem Wahlschein zu versehen. DerminDrnrng der Erwerbslosen- Unterstützung. Berlin, 3. 9tot>. (Wolff.) Wie untz mrs dem Reichsarbritsministerium mit geteilt wird, ist die Gesamtzahl der zu unterstützeichen Erwerbslosen im Reiche nach amtlichen Feststellungen vom 1.—15. Oktober weiter zurückgegangen. Während sie am 1. Oktober nach endgültigen Feststellungen 396 151 betrug, belief sie sich am 15. Oktober auf 375983; es ist also ein Rückgang um 21168, und zwar um 14 457 männliche und 6711 weibliche E-Hmrbslose zu verzeichnen. Die Zahl der JamilienangLhörigen, die als Z uschlag semp° fä n g e r unterstützt werden, ist von 362 380 aus 348 647 l^erabgeganqen. Die Aufwendungen an Ennerbslosenunterstüttlmg, die in der zweiten Hälfte des Monats September für dos Reich, die Länder und die Gemeinden zusammen 45,7 Mill. Mark betragen hatten, verminderten sich in der ersten Hälfte des Oktobers auf 41,2 Mill. Mark. Der Sachverständigenbeirat für die Reichs- blihnen. Berlin, 3. Rov. iWTB.) Am 4. November tritt in Dulin unter dem Vorsitze des Rrichsver- kiehrsniininers der gemäß dem Reichstagsbeschluß vom 30. Jnft lAntrag Helf fer ich) gebild.cke Sa ch- verständigenbeirat -usammen. Ihm ge- hören j: 12 Mit-tliedn des Reickritags und des vorläufigen Reichswirtschastsrates sowie 14 vom Verkehrs Minister beruf'ne Sachverständige des Wirt- schaftslebens au. Zn einer Sitzung, in ,der der Rnchsverkehrsminister persönlich den Ausschuß begrün nl mirb, soll zunächst vom Ministerium Bericht üb - die allgemeine wirtschaftliche Lage der ? i ch s b ahne n erstattet werden. Ihm wird sich voraussichtlich ein? allgemeine Aussprache an- sch'i'ßrn. in d?r auch die Frage |u erörtern sein luiv<. ob die Steigerung der Einnahmen durch Tarii'rhöhuugen od"r durch andere Maßnahmen nolv-'nrir nrc» angängig ist. Als weitere Punkte steb :an' r?r Tag?5ortaiung die Fragen der Preis- sen'ung t? ' für di- E s nbahnen wichtigsten Rohstoffe unn der wirtschaftlichen Gestaltung des Wcrk- stättenwescns. Rach ei ter Bekanntmachung der Reichseisen- bahrrvetwaftnng treten die neuen Eisenba hn- gütertarife tim' 1. Dezember in Kraft. Die neuen Tarife bringen eine Reihe von Fracht- ermüßigu^gen. '»aneben aber auch Tariferhöhungen. Im Tariiverkehr wird mit Ausnahme von lebendem Geflügel die Fracht nur noch nach Stücksatz berechnet. Schleick'h'iiidkl in Berlin«,' Hotels. Berlin 4. Rov. Auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft sind gestern die Betriebe brr Hotel Betriebs-Aktien-Gesellscha st von der Polizei besetzt worden. Das Hotel Bristol, das Zentralhotel, Hotel und Cas6 Bauer, Ko".ditorei und Restaurant Kranzler und die Be- tri'b- im Zvo'ogischm Garten wurden für jeden Verkehr gesperrt: auch der Telephonverkehr wurde u-nrirmmbm. Die Besetzung erfolgte wegen des Verdachts eines umfangreiche Schleichhandels. Bei dem Hot.cknutem.hmen int Eden-Hotel, das ebenfalls von d?r Poltzei geschlossen wurde, wurde bei einer Prü'ung der Büch.r festgestellt, daß in den letzten fünf Monaten l1/* Millionen im Schleichhandel umgesetzt worden sind. Bus Sem besetzten Gebiet. fd. V o m M i t t e l r h e i n, 1. Nov. Die Stadt Engers wurde heute mit 700 Mann amerikanischer Besatzungstruppen belegt. Als Quartier nahmen die Truppen die von Privatpersonen bewohnten Gebäude der ehemaligen Kriegsschule in Beschlag. Die Familien mußten von der Stadtverwaltung in Bard.cken untergebracht werden. fd. Mündersbach, 1. Nov. Während des ganzen Sommers hielten die amerikanischen Vesatzungstruppen auf einem befehlsmäßig eingerichteten Schießplatz zwischen Herschbach uird Mündersbach Schießübungen ab. In den letzten Wochen ist der Schießplatz nod) erweitert und ordnungsmäßig hergesteltt worden und wird nun auch von französischen, britischen und belgischen Truppen benutzt werden. Seit dieser Woche haben dort interalliierte Offiziere Wcttschießen untereinander. Autokolonnen von 50—70 Stück bringen täglich die Offiziere vom Rhein herauf. An das Offizierschießen schließt sich dann ein Schießen der Unteroffiziere und Mannschaften an. verpflichtet, bte von ihnen Die tkartoffelversorgung. Gießen, 4. Nov. Dre Landwirtschaft- >e .Zentralgenvssensckaft, Gesckfubaiietüden kunstgewerblich sehr schätzbaren Waffm ausgestellt, darunter eine Sammlung kostbarer Flinten aus .Asien und Afrika. Die größte Neuerung und Be- Ireicherung bildet die rieftge Wagenl-alle mit dm Beständen des bisher wenig bckanntcn M a r st a l [• museums. Hier sehen wir als Prach! stück die golbene Karosse Ludwigs VIII., ferner feinen oti# ginellen Hirschpostwagen, sowie Kirrderschlitten und prächtige, messingbeschlagene Pferdegescyirrr au§ seiner Zeit. Auch Wagen der Großherzöer Liebe Lobgesang" in v. Zilck-ers Bertonimg, schlaffen sich in reiner Mstimtmmg au. Tr. Frdr. Ea stelle airs Münster in Wests, sprach mit guter Stimme deutsche Dichtungen, von denen bZontxrs Erwähnung suidm fallen: „Grenzen der Mensächeit" von Goethe, „Täglich zu fingen" von Claudius, „Dret- gespräck" von Münchhausen und der „Cinrinatus" von Liliencron. Mit Feuer und Einsackcheit zugleich zu Gehör gebracht, wirkten fte äußerst warm. Teit Hölsepimkt seiner Darbietung aber machte „Der Schavedensturm" ans dem Wehrwolf von H. Löns aus. Tie Erzälstung war von solck)er Lebendigkeit, daß fte fast atemlos ausgenommen wurde. Tie eckste helle Fveudigkest und Schlicht- hest Caftelles, Die auch aus fernem eigenen Bor- spruch „Alma mat -r" kmng, fand ehrliche Aner- ßennung. Ten lu.iteren Wenden ist du ©tim* mung dieses ersten eine gute Vorbedeutung. ** Der Oberh. Schafzüchterver-- ein hält am kommenden Sonntag, vormittags 10 Uhr im Cafe Leib in Gießen feine Hauptversammlung ab. Im Vordergrund der Versammlung steht ein Vortrag oes Herrn Dr. Kretzschmar-Gließkowitz i. Sa. über Bekämpfung der Schafräude durch Behandlung der erkrankten Tiere mit G ä s. ** Holzausgabe. Der Holzlagerplatz in der Äabelsbergerstraße ist von Freitag, 5. November ab wieder geöffnet. ** Deutscher Beamtenbund, Ortsgruppe Gießen. Im heutigen Anzeigenteil befindet sich die Einladung M einer öffentlichen Beamten Versammlung am Samstag, den 6. d. M., abends 8 Uhr, im Kakh. Vereinshaus, Frankfurter Straße 19. In der Ortsgruppe sind sämtliche in Gießen vorhandenen Beamtenorganisationen vereinigt. Im Hinblick auf die Notwendigkeit des wirksamen Zusammenschlusses der Beamtenschaft und die wichtige Tagesordnung erwartet der Bund das Erscheinen aller dienstfreien Beamten und Bsamtinnen. ** Der Landesverband Hessischer Tanzlehrer (.E V.) Sitz Darmstadt. Ter Vorstand des L. H. T. beruft für kommenden Sonntag nach Darmstadt eine Hessische Tanzlehrer- Konferenz ein. Den Verhandlungen anschließend folgt die Eröffnung der diesjährigen Berbandshvch- schille für Tanzlehrkunft in Darmstadt, welche ihre Winterarbeit am 7. November l. I. beginnt. In stetiger ernster Arbeit ist dftc L. H. T. bemüht, allen laut werdenden Wünschen und Bri>ürfnissen soweit wie n^gU.ch Rechnung zu tragen. (Stehe Anzeige.) ** Die „Lichtspiele Selters weg" teilen uns mit, daß in den Vorstellungen um 4 und 6'1-2 Uhr der großen Nachfrage wegen nochmals der mit großem Erfolg gespielte Film „Die von Gottes Gnaden" zur Vorführung gelangt. Zur 8b/>Uhr-Vorstri'ung beibt „Prinz Kuckuck" auf dem SpiÄplan. Morgen ist ein gänzlich neuer Spielplan angesetzt. Näheres siehe Anzeige. Kreis Alsfeld. Np. Ruppertenrod, 3. Nov. Das in weiten Kreisen Bef amt te Ges chäftshaus der Fran Marie Sehrt Ww. hier, das auf ein 90jähriges Bestehen zurückblickt, ging durch Verkauf für 45 000 Mark auj einen Herrn Hofmann über, der das alte Geschäft weiter betreibt. O Aus dem Ohmtal, 3. Nov. Aus den Orten, an denen das P o st a u t o vorbeifährt, waren von Sauäbuben Steine «schleudert worden. Bei einem Ort hatten sich Jungen über die Straße gelegt und sprangen erst auf, als das Auto dicht vor ihnen war. Ändere achteten gleichfalls der großen Lebensgefahr nicht und sprangen vor dem in voller Fahrt befindlichen Wagen hri. Jetzt hat die Rrick)spostbehörde eine Verwarnung ergehen lassen und auch die Lehrer gebeten, die Schüler zu ermahnen. Kreis Schotten. K. Ruppertsburg, 3. Nriv. In einer mondhellen Nacht Ende voriger Woche wurden auf dem HofiMte des Henriet'enhofes an der Straße Villingen—Ruppertsburg e wa IV, Morgen S o m m e r s a m e n. welche schon einige Tage in Garben gebunden auf dem Acker standen, von Dieben ausgedroscheu. Die Diebe müssen in aller Gemütsruhe gearbeitet haben, denn mit einem Sieb hatten sie 'anscheinend die Hülsen, n>etd« auf einem: Haufen lagen, von dem Samen ausgeson'^eri. Der Schaden betrüg' für den Pächter etwa 1000 M?. — Bor 6 Wochen wurde in einem Gehöfte unserer Gemeiwte die Maul- und Klauenseuche festgestellt und hat sich sehr rasch auf andere Gchöste verbreitet, so daß sie geutneton. Nezntceks „Ritter Blaubart" in der Berliner Staatsoper. Man schreibt uns: Nach der im Frühjahr in Darmstadt erfolgten Uraufführung von Rezni- ceks March iroper „Ritter Blaubart" hot nn.i die Berliner Staatsoper das Werk herausgebracht und damit einen beträchtlichen Erfolg erzielt. Das von Herbert Eulenberg stammende Buch ''1906 als Drama von Brahm im Lessingtheater aulgeführt und vom PMikum energisch abgelebt- will die Ursache der Frauenmorde des b'aubärtigen fRittermanned aus ein menschliche Gefühlsgleis schieben. Weil die erste Fran dm Mann brirog, ist er mißtrauisch gegen alle Frauen geworden und führt jede in die Versuchung, das verbotene Gewölbe zu öffnen, in dem die Häupter der getöteten Frauen lmgen. Alle unterliegen, Blaubart schließt daraus auf ihre Untreue und bringt jede um. Dabei ist er voll Sehllsucht nach der treuen Frau und voll Reue über fein Tun, hängt mit dem Herzen noch nn jeder ocr Getöteten. Eulenberg vermag jedoch bei allem literarischen Können nicht zu überzeugen. Rezniceks Musik allein vermag zu versöhnen. Sie legt sich wie ein lichter, biinner Nebelschleier über das Ganze uito breitet sanfte Verklärung ans. Mit unendlicher Hingabe verfolgt Reznieek alle die feinen psychologischen Verästelungen per Handlung und trifft für sie die einzig richtigen Töne, ohne dadurch von der großen, sich steigernden Linie jeder Szene abzukommen. Er erreicht seinen Höheprmkt im zweiten Akt, der ein prächtig geschlossenes dramatisches Ganzes barftellt. Das Werk hinterläßt den Eindruck ungewöhnlich starken Emp- ftndrns, das dem Komponisten die sichere Hand und den die Qualität streng abwägenden Verstand gegeben hat. Die Verwendung der künstlerischen Ausdrucksmittel fleht auf der Höhe der Vollendung, wie sie nur ein ganz gereifter Meister aufweisen kann. — Die Äuffübrrmg unter Leo Blechs musikalischer unb Karl Ho 1 ys szenisch Leitung war ein Ruhmesblatt für die Staatsoper. Solisten Gor allem Karl Braun als Blaubart) und Orchester überboten die höchsten Erwartungen durch ihre Leistungen. Die von P. Aravanlinos geschaffenen Dekorationen und Kostüme sind von wundervoller sttlistischer Einhntlichkett und zweckmäßiger Phantasie. Der Komponist und die Mit- wirkenden wurden nach dem zweiten unb letzten Akt viele fötale gerufen. H. W. D. — Hess. LandestbeaterDarm stabt. Die erste Opernnovttät des Hessischm Landestheaters unter der Intendanz Gustav Hartungs ist die „Frau ohne Schatten" vcn Rickmrb St raufe. Die Premiere findet am 5. Notrember statt. Tie musikalische ßciwng bat 0kn' auf; in und bei dem idyllisch unttriwlb der Stadt gelegenen Meindörfckien Namedy, wo bereits vor 26 Jahren am Bcchn- gleis ter älteste Reifer erbohrt wurde, der sog. Augustinus-Geifer. Zwei Jahre später trat dann der sog. Insel-Geiser in Tätig-keit, der in seiner Gvoßartigkril an die Geiser Islands erinnert. Er erbebt sich auf dem parkartig mit Papkeln und Weiden bewachse en Namedy-Werder, einer zwischen Mdcrnach und Namedy im Rhein gelegenen Insel. Alle 4 Stunden erhebt sich Meter gewaltige Sprudel aus einer Tieft von 34b m Grol unter dem Rhein gründe etwa 7 Minuten lang empor. Seine 50—60 m holre, sisbe.nri^, jestätische Wassersäule ist weichin sickck a und tn eine der größten SehenSwürdigk iten am R-M. Herrlich ist fein Anblick, wenn die Wassersäule von der Sonne bestrahlt wird und in be,t biencem» sten Farben des Regenbogens buchtet, um lb wie em sprühender, garbenartiger Regen yt «J Becken des Geisers zurückzufallen. Im 1911 stellte dieser seltsame G.i>er plötzlich srrnc ttgftit ein. Er fand sich aber damals zur yreuoe der Andernacher und der Rlwin elenden aus mn Welt, die den Namedy-Spru^ in Schaie' suck4>en und bewunderten, wirier »u f t er tigfeit zurück. In der letzten Zeit sprang ec au« zivischeu Vs‘2 und 2 Uhr sowie zwischen um 7 Uhr nachmittogs. Seine AuSwursmenge ber.M in den 7 Minuten jedeSmal etwa 40 000 a In der Rackst zum 4. September 1920 ist wn dem Grundstück der St. A u gu st in u s-Gc s eil sch a s t zu Namedy ein neuer kohlensaurer mit großer Gewalt zu Tage getreten Er o a« mit tfe-toaltigem Truck und starker Kohemsturem Wicklung aus und ist der dritte ©euer von Nanirst Bei der Art der geologische:! Berhäwncke <>" Andernacher Gegend ist damit zu re lu e i, oav weitere womöglich noch gröbere K'oh.eu,aur.-^ri bei erbohtt werden. mc. Frankfurt a. M., 3. Nov. Sämtlich« Frankfurter Vereine, die künstlerische SellrtM verfolgen, haben sich zu einer Zentrale s gemeinnützige Kun st Pf lege zusamm geschlossen. taftdn M CJinniai. rael. Mrch1 tad. 6. ! V- sd.ÄusF | dntuggel ti hMJfjw ir »i Tag zu Tar * nimmt imm ki Wiiftii bc M Mert? Mte- Wx jt wui kr sttz Lttisri ri'rtic ynndM bm< WÄ der AH I I T>c 1 -12 4? ' W gfiS ÄS 2 *ö im 5a A»--' i'Ltitrn i" ch ireitce; ir Mn. ■ lljooo Zcrtuci gedralt ir:e In J :;ior)beuh'(i ■ m. Dar -Ü-lveriv tootl, daß?■ wnir W-t I (rltih'm deß Vc> & itvn Mor fatsfjeln M fienmg .tu bn iVdn tw ■ | jede Gam «Senmsalls 6k kM fntb., • jo tn» §vpf tim. Zur Te Gesten schwerem, innigstgeli der Vater, Onkel unc Herr im 54. Lei Wtseck, l Oie Beerdi * en t ner Mm en. fb. Aus Franken, 3. Nov. Der Fleisch- Pktf. HgllSstiei-criil gesucht. 018250 mittags 4 Uhr, statt. 11708 Zn der 4- nnd OVtl’hrvormtellnnc Annerod, 3. November 1920. •ieu» Die Beerdigung findet Freitag, 5. November, nachm. 2 Uhr, statt. Feinste holländ. Md-Marpm wieder elngetrofTen. abzugeben Witwer, 32 I., Hnndw.rn.LK., 8 Akte nach dem Roman von Otto Julin« Blerbanm auf d. Spielplan. Bedeutend verstärkt Orchester Tilttelitmüble, Alten - Baseck. Hühneraugen Hornhaut, 5dtwielen uWarzen beseitigt schnell,iichetujcbmeizto l/ l ‘ I 100000 fach btwgfal KukirOl -PreisFI 3. — In Apotheken u Drofterüm erhällhcb Drogerie Noll, Bahnhofetr. 51. , 7 ; b t«£ il - zur Ab- 'enmg iu brvtg-n. Die Erfassung dieser ft'ar- Idn crMflt durch befonbroe Kommissbmen, bie jede Otanrinbe ernannt sind und denen ae- Gestern abend 6 Uhr verschied sanft nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein innigstgeliebter, guter Mann, mein lieber, treusorgender Vater, unser guter, unvergeßlicher Bruder, Schwager, Onkel und Pate Herr Ludwig Deibel VIII. im 54. Lebensjahre. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Frau Margarethe Deibel geb. Muhl Karl Deibel als Sohn nebst allen Angehörigen. Wieseck, Lollar, Klein-Linden, den 4. November 1920. Die Beerdigung findet Freitag den 5. November, nach- fxmenjafte Gendarmerie oder Schutzpolizei bei, vrtmet sind. Den wirtschaftlich fdtivadxn Teilen rb pro Kbps vier Hmtner zu 20 Mark MM- ihn. Zur T«ftmg des Bedarfs an Kartoffeln für die BedarssbezrrSe auch über die an- * tberfm Men»m hinaus bei den Erzeugern irLfseln zum Preise von 25 Mk. in Anspruch eint 3ä ll'ichr Sittdi inten. ®rfrif(feinjiT| ischen Möbt!>. Ten ucre(men Bewohnern von Wichen zur Kennt nis, dast ich ab heute bei meiner Schuhmacherei den Verkauf von Zigarren, Zigaretten und Tabaken übernommen habe und bitte, daö mir entgegen- gebrachte Wohlwollen ferner and) auf den neuen WeschaftSzweig Übertranen zu wollen. [0183)4 Wilhelm Heimes, Heuen Eine 5. M outen In- i allen W der Jagd r A !ov. „6in!) 5 Zimmti- gsplübtz>, es in einer i wird bemp fen. vermischte». BanLenüdersalL Westerwald, 3. Nov. Eme Trotz der fa lantoiiticbait: en, datz ja! t, b.1rm bit j Unterricht; a SBinterirfmlt, )aotm aeh-m üerkla'se ar., i licht mehr k t>. Bei der fr winden 101 Gestern abend entschlief sanft nach kurzer, schwerer Krankheit im 73. Lebensjahre unsere liebe, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante Margarethe Feuster geb. Weller Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Ludwig Launsbach u. Frau geb. Feuster nebst Kindern. WIM-MM über abgelieferte Einkommensteuer für Arbeitgeber, die vom Markenkleben befreit sind: Halber Bogen — 50 Pf., bei 10 Stück — 45 Pf. (für 49 Arbei neunter ausreichend! Ganzer Vsge» = ko Pf., bei 10 ettirf - 70 Pf. (für 117 Arbei nebmer ausreichend). Zu beziehen durch SriijlW U«i«rßttts-Nis- «.Stcin&ruiferei Schnlftraste 7. Brunnens baut und fetzt instand Schlosserei Schön, 114«, Telephon 2074. Guter, bürgerlicher Mittags- u. ikeadtisek Wetzlarer Weg 17 v. orgwtg. indlvirfsK schalt. .Die werte hrich', ifJ» jmt den S«,:: jen frearijl* tingicgi^S n NachdiM » Liesenin^ ea wmg fl " (mniyr in®’- «tfme.cn x & W& rertxn. ftjJ *„s l" 2. zile eine^ « rtb ZeE.^R esol-entel^U ’ucw*51 Heute letzter Tag Vampire« Ab morgen bis einschl. Montag: krMteH Eine indische Liebestragödie in 5 Akten. I. d. H. Gertrud Weicker und Grete Welxler vom D. Theater, Berlin; ferner: Grete Freund, Felix Basch, Karl Becker- Sachs in dem groß. Monumentalem in 5 Akten __018242 eu., tücht. 'n. 8J, m. K'lN! !in. ldUa Ab morgen 1169k der mit Spannung erwartete Detektiv-Seneatlonefllm OieVermummtsn Ein Detektiv-Erlebnis des bekannten .Meisterdetektive elg.fcduldfr. lch.lndl.Haus- fltunbft, w. in. 1 ädch. ob. kinderl.W«e. w auch ohne Baruerm.,zw bald Betrat t.Perb. z. rt. Angen .träft. Berfönlichk. v. tadel!. Nus Beding. Ang. m. Bild, w. fof.inrüderi., an fh.liiw. Baibats IL, HetzeB^aoh, Br. Cffenbacb M., Sahen- Häuser Sir. 41 erbet, p1714 Beerenobst. Jobaanls- w. Stashelbeer« titrflneker a.-reakstiMe, Hiabeerea, Brombeerea in frnchlbar.Sorten einpi.1 Gärtnerei Dönges, «issMarburger Str. (T. lümugael von Bayern nach Preußen wachst, k d<8 F.eisch in Bayern erh'b'ich billiger ist, sich in Tag zu Tag zu einer wahren Landtage aus »> nimmt immer gefährliche Formen an. Trotz te schärislen behördlich n Maßnahmen wandern ti: ;(f) Hundert? von Zentnern Fleisch unter allen tnHidpn salsckien Be^icknungen über die Grenze. xiner der letzten Nächt? wurden im nördlichen vfort zahlreiche Bierwagen abge^astt, die nicht Wf .cer als 800 Zentner Fleisch nach Nord Vn chand bringen wollten. Die gesamte Ware amd der Beschlagnahme. i büsscn tuiwjL !tet hl kuenm; mb y gehallt tnü J f MC m idna W intbetfiiita J Ve 'M - J *rl5(6,!2 ( */«? fi .';’Ä i; tt i Kirchliche Nachrichten. Israel Religions - Gesellschaft, bbati i'er, 6. Nov. F-reitag abd. 4.30. Samstag m. 8.30. Predigt. Nachm. 3 30. Sabba> hang 5.45. — WochengottrSdienst, morg. 7.00, 6. 4.30. Israel. Religivnsgemeinbe. Gat es- ifi in der Synaa a? (Süd-Anlage). Samstag, Bovabd. 4.45. M-org.: 9. Predigt, k: 5.05 u. 5.45. 8 Benschen 8 j von heute i »S»OBSSIOIO»e»»«O croiat, datz bte Nervosität, die sich da und dort ,-«en der Di rver orgung äußert, mrbegründet jch'int. Tie Aartoss-.-ln sind geaen frühere Jahre »scihältnismätzig teuerer g worden. Daran trägt einem großen Teil die ;Regietung schuld, die «its im Frühjahr den Er'-eugerpveis aus 31.75 1 :jrf für den Zentner festletzte. Die Landwirts fei insvlged-ssen nur ungern unter dic'rm ;ci-s beu t’r. S4bst bie Zugeständnisse, welche 7 law Wirts 4>a t ichen Organ isationen in Er-jt] if di? öelicf-rung dec minderbemittelten -?yi?rung gemacht hab-n, werden von den Tirm nur zum geringsten Teil erfüllt. Immerhin i bie Beliefern ng von Frankfurt behütend besser als im Vorjahr, wo bis zum 31. De- k«ber im ganzen etwa 300 000 Zentner hier sesohren waren. Nach oberflächlicher Schätzung iirfte barte schon ein Quantum von 600000 Irtnem in Frankfurter Kellern untergebracht n, weitere 400 001) Zentner hofft man noch erhalten. Die beiben vom Lcbensmiltelamt lerhoO'-T- n La^er an der Obermoinstraße und' her Deistmüllerstrasx bergen gegenwärtig rund 000 Zentner D'ese Lager sollen auf 100 000 ntrer gebracht werden. Die Lagerung ist gut, Behandlung untersteht sachverständiger Lei- n. so daß Olewöhr für verbaltnismästig geringe dufte gegeben ist. In der nächsten Zeit, nament- k> «venu sich die Witterung weiter so günstig t w c bisher, hofft man große Quantitäten LJ Norddeutschland hereinzubekommen. rm Darmstadt, 3. Nov Zur Kar- Ijtata aller Art « »BrttU'aUa ünlv.-lrxckereL IL Lange, Gießen Lsperanto und Deutschland; volkwohl. Von Drosessor Dr. meb. et vhil. Ö- Gr ieöba ch am hygieniichon Institut Oheäcn. Sin hervorragender Gelehrter auf d-m Gebi'tr der Sprachforschung und Svrachverg eickmng. Max Müller, «h'borencr Dessauer, grstoibrn als Prof'ssor in Oxford, äusterte einmal, dast eine künstliche Sprache sich so einfach und re-ielmöstig gestalten losst, datz sie in btrfer Hinsicht a.le uarüriviie.i Sprachen übertreffe, daher auch leider er ('mbar ci und srch als Hilsssprach^ im Weltverkehr eigne. Unter den etwa 20 ocrsktxebenen K^umtprachen, di- nach und nach ersund.'n nxirbcn. wie Boiapück, Ido, Neolatein, blaue Spache Bollack u. a , räumte er dem von dem Warschauer Arzt Zamenl-of 1887 zusammen gefügten Esperanto den ersten Platz ein »sprachen, die den Weltverkehr auf den Gebi'ten der Wissenschaft und Kamst bei Handels und der 0-eiverbe erleichiern und fördern sollen, müffm in der Weise betrieben werden, daz man si; sprechen kann. In dieser Hinsicht versagen leider unsere Schulen. Man lernt dort zwar Grammatik und Vokabeln, übersetzt aus dem Französischrn und Englischen in die Muttersprache und umgekehrt, die Konversation fehlt jedoch ober tritt zurück. Datz es aber möglich ist nicht nur die Sp^acl;e be5 eigenen Landes, sondern auch Fremdsprachen neben der üblichen Methodik und selbst ohne die'clbe ge bräd^ weise zu erfassen, beweist die Tatsache, drst Kinder polyglotter Eltecn — ich verweile auf gewijie 6-egenden der Schweiz und unser verlorenes Elsas;- Lothringen — sich schon vor dem Eintritt in die Schule in mehreren Sprachen un‘er halten können. Auch für die Absolv--nj zahlen als ihre Lands len e. Esperanto über hebt sie der Mühe mehrere Sprachen zu fernen, flHgerr ihre an^lixnitsche Gesinnung und g:e.ft ihren Geldbeutel ineniger an. Kein Wunder, datz sie mit allen ihnen gu Gebote stehenden Mitteln eine tunlichst w ite Verbreitung des Eiperanto erstreben. Das setzm wir jetzt nach dem Kriege in Brasilien, dem übrigen Südamerika und Spanien, wo der Eng ander als Schirmherr des Eiperanto oerzwnseite Ausl-engungen macht, um den deutschen St auf mann, ^'r portugieftsch und spanisch spricht, zu verbrämen und damit dem dentsclien Handel in den Weg zu treten. Wenn der Teutiche so cl^ Bestrtblmgen durch Einführung des Esperanw in der Schute unterstützt, schädigt er seine eigenen Lende und treibt seinen Handel in vielen Landern in die Enge. Auch die deutsche Wissenschaft und Technik werden dadurch beeinträchtigt. Deutsche Aerzle, Chemiker, L.'hrcr und Ingenieure mürben aus ihren ausländischen Wirkungskreisen verbannt. Sind bk Verfechter b^ Csiheranto in Deutschiand ge-?en diese Gefahren blind?— Ein weiterer Punkt: Wemi es richtig ist, dast die^ Bedeutung unb Ausbreitung einer natürlichen Sprach? mit der politischen unb wirtschaftlichen Mackt eines Volkes zusammenhängt, so ist b^n Sinken dieer^Diacht ein Rückgang beider zu erwarten. Durch brt für Deutsch.and unglück- lichen AnSgang des Del!k iegeS liegen wir polili'ch und wirtschaftlich ohnmächtig am Boden. Sollen wir da nrcht alle- tun. um einer der Ausbreitung unserer Sprache drohenden Gefahr vorznbcngen und damit zugleich zu d?r Gesunditirg des Staates bei- zutragrn? Durch die Einführung des Esperanto in die deursche Sckgllc wird die Law nicht »er- bessert, sontern verschlimmert. Esperanto ist ein gefährliches Hindernis für die Wiedererstarkung der Nation. Auster den im Hinblick auf volkswirtschaftliche Interessen unb das allgemeine Slaatswohl qt- äusterten Gründen gegerr bie Einführung des Esperanto in bie deutsche Schule, möchte ich noch vom unterrichlshygienischen Standpunkt aus Bedenken dagegen erheben. Wenn man drn Lriirp an dw hckh-ewn Schulen — von Botk-ssclmlen fe e ich ein ft* »veilen ab — aller deutscher Buirdesstaaten zur Hand nimmt und aus der Zahl irr Lehrstimden das Mittel zieht, so ergibt sich, dast bie Zahl der Sprachstunden sämtlich'r Klassen jährlich in dem Gymnasium nmb 62CO beträgt und bi- der übrigen Lehrfückter zusammengeiwmmen um 18-7 0 übersteigt. Am Realgymnasium tritt die Zahl her Sprach- fhmben hinter der der übrigen Lehrfächer zwar etwas, in der Lbe-rrealschule erhebüefjer zurück, 's verbleiben für ersteres aber immer noch 5500, für letzter« 4350 Spra'chstundcn. In den höheren Mädchenschulen beläuft sich ihre Zahl durchschnittlich auf 4500. Da jede Sprache sich an dieselben Gehirn- Zentren und Nervenbahnen loenbet, und Sprach- rmterricht diese Gebiete in hohem Grade b an- sprucht, so würde die Einfügung des Esperanto in dm Schulunberrickck, wenn auch, wie üie fach bs- hauptet wird, sein grammatisches Gefüge im Bergteich zu dem der natürlichen Sprack^en weniger Schivirrigkeiten mit sich bringt, durch die Aneignung eines zum Teil neuen, nicht geringen Vokabelschatzes und das Operieren mit diesem sprachlichen Erfordernis eine nicht unerheblich Mehrbelastung der in Betracht kommenden Zentren und Bahnen herbeiführen und in anderen Gebieten lokalisiert« Tätiakriten, dir die Schul' nicht allster Acht zu lassen hat, beeinträchtigen. Ferner ist zu bedenken, dast die auf geistige Arbeit in den höheren Schulen etntfallende Zeit, wied'rum nach den Lehrplänen der einzelnen Bundesstaaten berechnet, je nach der Klassenstufe 26 bis 40 Wochenstunden urnsastt. Dazu kommen nwchentlich 9 bis 20 Stunden häusliche Schularbeit. Somit beläuft sich die geistige Beanspruchung der Schüler täglich auf 6 bis 10 Stunden. Wann unser Volk sich heute nacp XSerluu ferner Machtstellung auch mehr berat je ernster und ausdauernder Arbeit zu widmen Hal unD.au d) die Jugend dazu an. chalten werden must, so ist dock) aus gesunbhculiche.l Gründen eine weitere geistige Beanspruchung be5 physiologisch noch nicht auSgerriften unb gefestigten Organismus der Schuliugend, besonders im Hinblick auf die immer noch minderwertigen ErnährungSbebmgugrgen im- ere4 Votkcs, zurückzuwcisen Der vorläuftge 99eq- ja l bet allgemeinen Wehrpstick>t und der bamit verbundene Mangel an körperlicher Ertüchtigung hat im ganzen deutschen Reich zu einem mächtigen Aufschwung der Leibee>übimgen auch für das schul-- pslichti« Älter geführt.^ Durch bie Einführung neuer Lehrfächer in die Schu e und die bamü dct- bundene Verlängerung der Sitzzeit, ivirb diesen B' strebungen entgegengearbeitet, wül, unter Berück- ftch.igung ausreichender Erholung unb häuslicher yffeg:, für Leibesübungen nicht genügend Zeit erübrigt werden kann. Wollte man also zur Einführung deS Esp.ranlo schreiten, so müsste anderweitig gekürzt werden, unb dieses Opfer scheint mir die Kunstsprache nicht w crteilen>n Genehmigimg' andgrführt werden Kr|m. Jeder Anbmier von ftarirffeln hat zur s furtg des Bedarfs her wirrichaftlichen Sch.vochen L jeden M vr gen Anbau stäche 10 8 Ldoh’eln zum Preise txm 2 0 Mark wurden durch die Hilferufe dec Ueberfallcnen verscheucht ohne Beute gemacht zu haben Ueterfä'le. fb. Würzburg, 3 Nrv. In Alsleben 'wurde bie Ehefrau deö Landwirts Derleth von einem bisher nickst ermitreiten Mann in ihrer Wolmun,, überfallen, der sie n iede r scho st und bann durch mehrere ©tiefte in das Herz tötete. Der Täter raubte sodann bie Wohnung aus unb er beutete dabei etwa 3800 Mark. fd. Rhein, 3. Nov. Die Linzer Polizei wurde gestern abend durch die Nachricht allar- miert, daß bei Vettelschoß ein schwerer Raub-- anfall stattgesunden habe. Die Beamten stellten in der Asbacherstraße ein Auto, dessen Insassen als Täter in Betracht kamen. Die Verbrecher setzten sich mit Revolvern zur Wehr uni) es gelang ihnen nach kurzem Feuerkampf, zu entkommen. An der Rheinfähre wurden sie erneut gestellt, entkamen jedoch wieder. Doch blieb das Auto und dessen Führer in den Ään' den der Polizei. Es verlautet bisher nichts, ob es inzwischen gelang, der Verbrecher habhaft zu werden. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem tzinscheiden unseres l eben Sohnes und Bruders sowie für bie vielen Kranzspenden sagt herzlichen Dank Lamilie Ernst Hosch, Spengler. Diehen, 4. November 1920. „I#r,9 ©•©eeo^ieieeeeieee | Lichtspielhaus | *4 BahnhofstraSe 34. ! fd. B ande von fünfDieben drang m einer der letzten Nächte in die Wohnung des Pfarrers und Dechanten Josef S ch ü l I e r ein und verletzte den achtzigjährigen Dechanten, der sich ihnen gemeinsam mit seiner Nichte enfc gegen stellte, schwer durch Schläge mit einer Ei.enstange. Auch das Mädchen trug nicht un erhebliche Verletzungen davon. Die Diebe I wegen nochmals ——. tafctata i ein Riesen film werk aus d. jüngatrnVer- pd ffanßenhelt in 6 Akten, zur Vorführung. Zur letzten BVi-Thr-Voretellang K , • bleibt ©Prinz Kuckuck© Gebr. Nolü C Bahnhofstraße ll r k - rl •esasi- (Methode Pros. Ienien». Klavier-1. lra-i. üaterrlekt ert. Fr. Ma -tla liehwa'd-Wlakier .chr. Anaebv!e unter 018270 an d. Gteftener Anzeiger. 800 Mark »u leiben gesucht gea. gute Verzinsung u. monatliche Abrnblung. Lchr. Anaeb. ■ u. 018249 an den G. Anz. 2lm Lonnt-n d. 31. X.. I abend», fit aus dem Garderobeständer an Loge links, Tür 15 u. 16 im , Hiodttbeater \ Gpernglar mit Futteral liegen ne- blieben. Da nur leibmeile im Besitz gewesen nnd auberbem teures Andenken , mirb unter Avvel- lieruna an die Eitriickkett deSF.nderS gebeten, dasselbe gegen sedr ante Belodnnna TammftraNe 20 II LHerarischeGesellschaft Sonntag den 7. Vovembcr. abend* 8 I?hr, in der neuen Anla der Univereitttt Ernst Zahs aus Göschenen en der Schweiz, Vortrag eigener Sichtungen. Eintrittskarten zu M. 5.—. M. 4 —, M. 3.— (sämtlich numeriert) im Vorverkauf in der Musikalienhandlung E. Ch a I!i er und abends an der Kasse. NtiZlisÄLr auf Mitgliedskarte im Vorverkauf die übliche Preisermäßigung. Studentenkarten beim Hausverwalter der Universität auf Vorzeigen der Ausweiskarte zu M. 2.—. 116SD MWKWW für Kirchengesang Professor Bruno NöLhig Donnerstag den 4. Nov. abends 8 Uhr in der Iohanneskirche. Eintrittskarten zu 5, 3 und 2 Mark bei E. Challier und abends am Eingang zur Iohanneskirche. [I1SSUD £aDöesneW ßHWer TssMker (E. ÖJ.), Sitr Darmstadt. Einladung au der am Sonntag, 7. Nov., vormittags 9Ubr, in Darmstadt, Waldftrastc 33 ftnttfinbcnbcn Hessisch. Tanzlehrer-Konferenz mit anschlietzender Eröffnung der Verbands Hochschule für Tanzlebrkunst. Gefällige Anmeldungen um Ausnahme in den Verband usm. erbeten an die Geschäiisstelle in Darm: stadt, Elisabethenftratze 51 vt. [11706D I Springmanns I Schuhwarenhaus ■ ©ießen, Ba&i8hofshaaBe53 f hlltrX f Trotz v. / LBistifflgsfltigtelt \ Zterar I iforcJi j I noch ) \6ro6eiBM/ \Wg8 SMe/ 11618D G | Preisermässigung! E Vom 1. November ermäßige ich auf sämtliche mir übertragenen = = Spengler- und Installationsarbeiten die Preise ganz bedeutend. = I Graßes Lager in Gaslanipon und den hierzu erforderl.Ersatzteilen. | E Größte u. bestaingerichtete Spenglerwerkstatt am hiesigen Platze. = E Neuenweg 40 Cae®Fsg Dahmes 'elephon 590 W | Spaoyier- und ünstaüationsmeister. nein g ;iiiiiiifHUiiihii'ii:if'i£iliiitifHrfrinmHmrniiiiniriniirmmirnHmiiit>lici-tc« Ziniinei* mit Pension z. vermieten. Anzus. von 11—t Uhr. «eite Henselktrnftc ü II. j Mietgesuche | Junges, kinderloses (?hc- vaar sucht in nur gutem Hause 2od.3 möbl. Zimmer m.Kochgeleaenh. Schristl. Ang. u.0182l1a. d.G.Anz. 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Heimstätten- und Siedlungsfrage. Referent: Herr Mohr. 3. Besoldungsordnung und die Not der Beamtenschaft. Referent: Herr Detr^e. Das Erscheinen aller dienstfreien Beamten und Anwärter sowie Beamtinnen sämtlicher Behörden, ebenso der Lehrer, Oberlehrer usw. ist dringend erforderlich Es geht um unsere Existenz! Für den Vorstand: Max Detr 6 e, 1. Vorsitzender. H708D I sührliche Offerten, auch von Nichtfachleuten, die iedoch über einen großen Bekanntenkreis verfügen, erbeten unter F. T. 16978 A an Ala-UaaMen- ■tei» A. Vogler, Frankfurt a. Sl.[11701A der in der Einrichtung mod. Werkstätten Erfahrung besitzt. Angebote erbeten an MEGUIN A.-G., Butzbach (Oberh.) Personalabteilung. 11646D einnefübrter / Ser^erannö-Scfrüffhait LI Branchen, wird arbeitsfreudiger Herr zwecks Uebernahme einer 11702sj* Bezirksvertretung im Neben- ober Hauptberuf gesucht, bet guter Verbienstrnöglichkeit. Ausführliche Offerten unt. F- D- V M2 nn Sludolf Moste, »rnnffurt a. 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Damtnstr. 301« | Vereine 1 aki Winlerspot Samstag den 13, N» vember, abends 8 Uvu Generalversammlung im CafS Llftorin. Wegen Besprechung tpte-t tigerFragen litdrfdiemm aller Mitglieder dringe^ erforderlich. 01ÄK __Der Vorstands vere'n hiaVaO Freitag abend Monatsversammlum bei Sauer. 018286 Der Porltau^ Zweiter Blatt Itt. 2ö0 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesfen) Donnerstag, 4. November 1920 rten. Bürte bod) sch°n in diesem Frahj-.hr Ä ZÄSK natpflClvtefen, daß in Deutschland crfcrmen, in der Predigt oon Sryick'alen. bi: ein Vorig txon Gebrcruchsgegenständen u. a. Fortsetzung 27. ibrucE verboten.) "TL« 886 gerne von Ihnen beraten lassen. Dars ich heute abend kommen?" Er hätte am liebsten nein gesagt: etwas in ihm lehnte sich gegen diese Beharclick»keit aus. Abneigung gegen die schöne, rothaarige Frau des jungen Falkner war es sicherlich nicht: viel 'eher ein unbestimmtes Gefühl der Furcht, der Furcht vor einer Gelahr, deren Deoanziehen er empfand, ohne sich's zu gestehen. Tas ivor es, was ihn feit seinem ersten Be uch aus Linto-höhe beimruhrgt hatte. Zum erstenmal gesä-ah es ihm, daß er seiner selbst nicht sicher war. Wenn er fte nicht vor sich hatte, konnte er ohne jede Erregung an feine junge Patientin denken; aber in ihrer Gesellsclast oder sie nur mit den Slugen das Arztos an$u;e.',ei, und so beim bloben K'.aug ihrer Stimme ging ihm diee Ruhe verloren. Er konnte sich nicht zwingen, ne gut er sich äußerlich beherrscht hielt, es regte sich doch etwas in seinem Blute, das dem Verkehr des Arztes mit einer H il Gesuchen den ferne b.ciben soll. Verliebtheit? Nein. — Bon den heißen oder sch-wärmeriscten Empfindungen, die ihn bei dieser oder jener kleinen Jugend.i.belrr burckg'üht, fühlt- er nichts. Wie eifrig sie auch u'.ioer.'ennbar bemüht war, ihm in And utungen und halben Geständnissen ihr Jmreres zu erschließeii, es war doch in d?m Seelenleoen di'i'er F au, soweit es sich ihm bischer ofsenbart halt', keüi Ton angekumgm, ber auch in ihm eine Sai'.e ljätte mikscliwingeii lassen. Was aus ichji wirkte, konnte nichts |ein als einzig der Reiz ihrer köwerli.che.l Schönheit. Untzer een stetig wachenden Anpo berungen inner Zielen brumter Tätig'eit hatte er ton näheren Um» ge-:g mit dem nxtib.üxn Gescheht bis'er ni±t vermißt: der Beruf hatte ihn vollständig m illn- spruch genommen und ausgefüllt: diese junge Frau erst brachte ihm -um Bewußtsein, daß fetuzm ■iwber genau zu betrachten und zu beobachten, K muß die Ueberzeugung gewinnen, daß die irfungen der feindlichen Hungerblockade an ryelben immer deutlicher sich bemerkbar Welt, nicht einer Sippe Erlebnis sind. Dabei toil! ich nicht davor zurückschrecken, dort einmal die Schönheit über ine Wahrlmt zu stellen, wo sie vermögen wird, lebensgepcin gtc Menschen zu 'rheben, wie es dem 9(r^t ge^xtt et ist, ci.ien Kranken über unStaad"^ aibcn 6^' General Att, Stadt ttnfc Land. Gießen, den 4. Noo. 1920. SinderhilsSmisfion. Man schreibt uns: Wer Gelegenheit hat oder nimmt, unsere Leben etwas fehlte. Tas störte und belästigte ihn', und er wäre zufrieden gewesen, wenn sie ihm ihr allzu b veilwlltges Be traue 1 wied r e t-ogcn hätte. Uiid daß sie sich's an den Unterhaltungen im Fallnerhausc nicht genügen lasten, ibntem ihn ohne zwingende Notwendigkeit muh noch m feiner Wohnung sprechen w« l te, b'a^ste ihn in Ber- futtong sie selbst auf die Gefahr edier Kränkung hin von sich abzuwehren. Aber er konnte sich zuletzt doch nicht dazu ent» schli'ßrn; er war überzeugt, baß ihr s'einbareS Entgegenkommen nichts mideres war als der Ausfluß einer sehr impulsiven Nadir, vielleülst sonor mir eine Frucht ter durch die veränderten Lebens- Verhältnisse hervorgeru'eien Va giv i e. S^c würde wahrscheinlich ebensosehr erstaunt ivic ver'etzt sein, nenn sie aus seinem Verhalten den Eindruck gewänne, daß er dahinter etwas älteres. Sträfliches vermutet hatte: im günstig en F [' würbe sie ihn für einen cingebilbe en kla ren toten. Und b:e Besorgnis, ihr lächcr ich ;u erscheinen, gab dann den Ausschlag für setzte Antwort. „Ganz wie es Ihnen belle;t, gnädige Frau.' — Ich werde Sie um sieben Uhr erwarten." „Ja. Ober etwas später. Mein Mann will einen Jugendfreund in der stkntoarscha't besuchen Und ich möchte das Haus erst verlasjen, wenn er fort ist." Wieder rührte sich in Oswald Germerng das Unbehagen über einen Verkehr, dem sie selbst nut einem gewissen, ihm umjer^mWc: Nacljdruck den Schein eines geheimen Etzrverständnisies aut» brückte. Tast sich tozwisäien auch ei te [ei e Regung freubirer Erwartung erheben wollte, gestand er sich nicht ein. lFortsetzung folgt.) sgensta t in bohtnfor öerthilmruiiti ne Qtitatieu ig ihn,feil?, Blflbtnitra^di IjtenjlüinK nuken fldintiL I# t'boie unter Hift (Siebener tlnied i^ieZalkner aufLinöenhöhe Romern von Reinhold Ortmann. stisch nachgcwicsen, oaß in Deutsch nja 6 Millionen unterernährter Kinder Eigne hielt es für Zufall, baß der Apotl^er CR^ben Vorplatz des unteren Stockwerks Ijeraus- gerate als sie von oben herabkam. Daß er f* d-n sctztem ?lrbeitsplatz aus hatte kommen sehen, 1 JWjtan er seitdem hinter der an gelehnten Tür auf .MWIk flauer gestanden, konnte sie nicht wissen. Sie Lh ? 2°** "lit einem freundlichen Wort an ihm vor- Gietzener Strafkammer. G i e ße n, 2. Nov. 1920. AiS der Strafanstalt Rheinbach, wo er eine lange Freiheitsstrafe verbüßt, vorgesührt, erscheint der Schlosser Heinrich Sch. aus Wesel, ein kräftiger, gesunder Mensch, der trotz seiner verhältnismäßigen Jugend bereits zaKreiche, zum Teil schwere Bestrafungen wegen Betrugs hat. Bei einem vorübergehenden Aufenthalt hier hatte er sich an eine hiesige Modistin herangemacht und ihr vorgeschwindelt, er könne und wolle ihr Stiefel besorgen. Durch ein geriebenes Manöver brachte er es fertig, ihren Argwöhn zu zerstreuen und ihr 110 Mark abzulocken, mit denen er verschwand. Die Stiefel kamen natürlich nie. Auf die Frage, wer der Mann sei, der ihm selbst angeblich die Stiefel angeboten habe, spielte er sich als Ehrenmann auf und versicherte, er dürfe ihn nicht nennen, weil dieser im Ofsiziersrang stehe und er ihm unbedingtes Schweigen gelobt habe. Wegen Betrugs im wiederholten Rückfall erhielt er IV2 Jahr Zuchthaus, 400 Mark Geldstrafe und 5 Jahre Ehrverlust. 5, v W8,.«b«£ 1 . .Don bhieii n, 8|gk n ju bi^ien ott 4 ®«|i£ ^obnboiiittR! 1 ein. brnin«"‘’J intel ooni'icl.*] ib 5eii(f'n«rH Taminiirnrer-l Verein« fn ßti < ” Bä chG Hw "•SVnit ^nbrri/*! <76 onb (üiftü 1 ersten Begegnung Fanget ihre Antworten, und er mußte es merken, daß sie der Wunsch erfüllte, von ihm loszukommen. Da kam ein Huterfiang Don Ironie tn den Don seiner Rede und ein höhnischer Zug in sein Läclxln: „Uebrigens darf Germering sich ed.vas darauf en- bilden, daß gnädige ^rau sich selbst zu ihm Er=> mühen, obwohl er täglich auf die Lr'denhöhe kommt. Aber ich würde Ihnen emp'e'le', sich dazu nicht gerade feine Söre4)tunbe audsuiudym. Es treibt sich da zu viel armes Volk im Sxuije herum und zu viel neugieriges Gesindel." Nun zweifelte Signe nichl mehr, daß der Näann betrunken sei, und das Gefühl dec Er'em. lllichk.tr für den kleinen Dienst, den er ihr geleistet, war nicht so stark, daß sie sich durch die Erinnerung baran noch länger beeinflußt suhlte: „Die Armut von Tvkkor Germerings Patt'en:en ist mir e'.enso gb-ick^gültig tote ihre Neuerer oder die Neu gier seiner Hausgenossen," sagte sie hochmütig. „Sie entschuldigen, £>cvr Brandt, daß ich mich nicht länger aufhalte. Guten Tag!" Mit einem kaum merklichen Neigen des Kopfes ging sic an ihm vorüber. Ter Achotre'er rr.lkugtc sich und b toegte die üiMren, wie wenn er noch etwas sagen wolle, aber es tourte kein Laut vernehmlich. Erst aks sich die Haustür lMter ihr geschlossen hatte, stieß er ein kurzes Lachen aus, das sicherlich niemand für den Ausdruck einer heiteren Gemütsstimmung genommen hätte. — Als Germering am f.igntden Tage im Fal'- nerhause vorsprach, blieb Frau Signe yim ers.en- mal für ihn unfid>tbar; nachmittags aber, kurz vor dem Beginn seiner Sprechstunde, rief fte ihn durch den Jeanspterler an: „Ich w l te Sie gestern au-- suchcn, aber Sie waren zu sehr üt Anspruch.genommen, und ich wagte nicht. Sie Dillsbedün-- tigeren zu entziehen. Aber ich möchte mich sehr k über er ließ es nicht gestehen; artig erkun- er sich nach ihrem Befinden, so daß sie ihm «der übel Rede steher mußtv. Ob die ver- ! Beleuchtung daran Schuld trug, oder ob sie "hvcab ihres neulichen Aufenthaltes tn brr . nicht aufmerksam genug angese en hatte, plls schien er ihr heute vt l häßlickier als !S Sie fand sein hageres Gesicht und lerne ■ chl-ötterige Gestalt geradezu abstoßend. Aber '.hr am meisten mißfiel, nxiren die Fahrigkeit Armb-wegungen und der eigentümliche, irrte Glanz in seinen Au^en. Ge au das- unrulngt Glitzern batte sie oftmals tn den _ h ihres Vaters gefe en jvähvend jener letzten wo er zu immer größere*! Mvrphium- y*grifen hatte, um sein zerrüttetes Nerven- künstlich hör dem Zu'amme b.uch zu bc- ^T*tl Auch, die hastige, überstürzte Redeweise dic sich ausfallend von feiner damaligen seine aufdringliche, wortreiäjc fi€ in dem Verdacht, baB er t-J*,' *rn Einfluß 'irgend eines geivaltsam wtr- kL?;'1 Anregungsmittels stände. Und sie hatte, sie anzustarren, eine lei|e *Taiblunti l»on .Furcht. Kühler als bet der Dieviel Kinder bei uns in Gießen mit Speisung bedacht werden sollen, wird, dem die fertiggestellten Listen, die von betr. Aerzten bescheinigt werden müssen, s des hiesigen Wohlfahrtsamtes an die tceter der Gesellschaft der amerikanischen ude zu Frankfurt a. M. eingereicht sind, 3ot diesen festgesetzt. Vie die Reichseinkommensteuer den Ä Landern und Gemeinden zuftießt. Die Anteile der Länder an der Reichs- imkommensteuer soll diesen so schnell wie miglich zugeführt werden. Die eingehenden SBrträge führt das Reichsfinanzministerium Vtflbalb an die Länder und Gemeinden weiter. 86i eine Abrechnung wird zunächst ver- *t. Die Hälfte der eingehenden Beträge twb der Gemeinde, die andere der Landes- B* zugeleitet. Dazu gehören auch die Lohn- Ege, soweit sie durch Ueberwcisung ge- Mt werden, aber nicht die Lohnabzüge «M Kleben von Steuermarken, da die Mar-, häufig nicht in dem steuerberechtigten gekauft werden. ®in Zwölftel des Llsskommcns der einzelnen Gemeinden im Störe 1919 aus der Einkommensteuer soll vl-qlich 25 Proz. den Gemeinden aus der :^lte der Markenbeträge möglichst bald aöetlviesen werden. Nach dem 1. November DD festgestellt, ob die den Gemeinden über» Oikeneti Beträge diesen Betrag erreichen. die Landkreise sollen die brütgenb nö- *gei Mittel aus ben Markembeträgen er- im C-i« x erftrMf"" Li Jtr v» Vermischte». Wie der Staat spart. fd. Aus Kassel, 3 Nov Ein Bauer auS Kurhcssen hatte seinen selbstgepflanz'en Tabak zur Steuer angemdtet. Dazu wurde er mit 15 Pfennigen S'euer veranlagt. Tie Riesensumme von 15 Pfennigen v.-rursach e ter Stabt nun folgende Kosten: Dü: erste Zahlungsau'firlxmng an den Baueim venrrsach e ohne die Schttiborbeitm 40 Pfennige Por o. Der Lantwirt i"t ehrlich und findet ben Betrag zu niedrig und erhebt bogenen Einspruch mit der Bemerlüna. t>aß es ivvhl 15 Mk. heißen solle. Es folgt die Antwort der Dehücte, daß ein Irrtum ausgeschlossen sei und es bei den 15 Pfennigen bleibe Kostenpunkt i'ie es Sck>rei- benS, ein Briefbogen und wci er? 40 Pfennig. Insgesamt b-tragen die Ausgaben für die Emstehung der 15 Pfennig, to.mn man die Schreibarbeit mit ein rechnet, sechs Mark. — Es lebe die Neu- preußi'che Sparsam?ett! lassen, von ben bevorstehenden Arbeiten der nächsten Postanstalt rechtzeitig Mitteilung zu machen. Da auch fahrlässige Beschädigungen der Tclegraphenanlagen im § 318 des Re^hs- Strafgesctzbuches mit Strafe bedroht sino, wird -den Baumbesitzern empfohlen, die nächste Postanstalt von der bevorstehenden Baum- sällung so zeitig zu benachrichtigen, baß die Entseirdung eines Beamten zur Sicherung der Leitungen veranlaßt werben kann. Da- burch erspart sich dec Baumbesitzer Unannehmlichkeiten: alle Kosten für bie Sicherung der Telegraphenleitungen trägt außerbem in bief'cm Falle bie Telegraphenverwaltung. ** Be i ber heutigen Zwangsversteigerung oes Anwesens Süb-An- läge 18 betrug das Höchstgebot, einschließlich Hypotheken, 200 000 Mk. ** Das Fest ber silbernen Hochzeit begehen am Samstag, 6. November, Gg. Strack, Mitinhaber des 23a dp und Schließ-Instituts uno seine Ehefrau Katharine geb. Manvetd, Gr. Steinwcg 16. KrciS Büdingen. Q. Bad-Nauheim. 2 Nvv. In der heutigen Stadtverordnetenversammlung wurde folgendes rar dem hiesigen Männer- gesangvevein „Harmonisches Kränzchen" am Sonntag beschieden. Aus Einladung der Schützer Bereinigung m Frankfurt a. M., hatte der Verein mit 80 Sängern eine Sängerfahrt nach der Mainftadt unternommen, wo ihm Gelegenheit geboten war, in bm Blumensälen das SttftungSfest der Schlitzerländer in Frankfurt durch mehrere Chöre zu verschönern. Besonders die zum Vortrag gebrachten Volksl eder sanden stürmiichen Beifall. Der Dirigent des Vereins, Herr Adam Mohr, wurde in Anerkennung der Leistungen titnt Ebren- mitg'ieb ber Frankfurter ernannt. Die Sängerfahrt hat von neuem dazu beigetragen, die Beziehung'n zwischen den Frankfurter Landsleuten und der alten veimat noch fester und inniger zu gestalten. Hessen-Nassau. mc. Wiesbaden, 3. Nov. In der letzten Zeit reifen ausfällig oft norddeutsche Mak- l e r auf den Nassauisä-en Gutshösen herum und suchen die Besitzer zum Verkaufen ihrer Wirtschaft zu brwegen. Sie geben meist vor, tm Aust age vm Fabrikantm usw. zu handeln. In Wirksich- keit scheinen aber Schieber die Käufer zu fern, die ihr erwuchcrles Geld in Lcb^dercien anzulegen boabfichtigcn. Eine gewisse Vorsicht ist also diesen Käufern gegenüber am Platze. M w M ä. lorftr ?srrhil:bfln Strolch börti ?iciiilnbt2d Warze ScrhanU Inhalt null; icvob - iniafl nbfnbrq jifl. gegen bt« N nilabt den sind, wovon xk so ernstlich gefährdet daß für sie in den nächsten Jahren bas ^limmste zu befürchten steht, wenn nicht ch für bessere Ernährung unb Kleibung ge- rgt wirb. In vielen Städten unseres deutschen Va- ltandes ^bildeten sich deshalb Hilfsvereine tollen Sckfichten der Bevölkerung, um nach V»stick)keit in verschiedener Richtung hin uu- »rstützcnb einzugreifen. Doch die Knappheit n» übermäßige Teuerung der alleruotwcn- sflßen Lebensmittel ließen die gewünschte jiiiderhilse nur nach unb nach in ganz beschei- H rm Maße in Aktion treten. Da auf einmal, es sei es biefen mitleibigen, barmherzigen kmschen von oben in ben Sinn gegeben wor- kn,Fam bie erfreuliche Nachricht übers Weld- e-vt. daß in Amerika von der religiösen ellschast ber F-eunde (Quäker) eine Kin- sstlfsmission gebilbet worben sei, bie burch ndung von Lebensmitteln in den verschie- sten Stabten Deutfchlanbs in allen Schu- shöheren unb Volksschulen) eine Kinder- ifung einzurichten gebenke. Erfreulicherweise hat sich nun bie ge- mte Gesellschaft ber Freunde von Amerika Ansuchen unserer Stadtverwaltung vor igen Wochen bereit erklärt, auch in eßen eine Kin de r speisung in n Schulen für bebürftige Kinber ein- Uten. Seit etwa bm Wochen fiub darum enverwaltung, Lehrer, Lehrerinnen und tvtnehmlich die betr. Aerzte eifrig bemüht M> beschäftigt, bie Vorarbeiten für biefc 8id(f)tung »u erlebigen. Zu diesen gehören: sstellung der Verzeichnisse der betr. Kin- die Schwere seines Leld.nS hinwerzu äu chan, weil Mut und Hoffnung diesem K a Ceu Was e.i gegen das Leiden sind, lind wäre Irrtum, was ich er» strebt und itrad ich für gut hifft. mir scheint, c3 sei besser, irrend ein mutiger Wanderer zu sein, aI-5 daheim hockend und über den richttgen Weg grübelnd doch nie zum Ziele zu kommen." — Durch das ItdrnStoürbtge Entgegenkommen der Knitschm Verlagsanstalt in Stuttgart, die das erste Buch Zahns in ihren Verlag nahm und bei der nunmehr fast alle Düchor von ihm erschienen sind, ist es ims möglich, jedem Be'ucher des Abends di- obenerwähnte kleine Schrift von E. Zahn „Wie ich Schriflsteller wurde" zu überreichen. (Näh. s. Anz.l ** Anerkannte Feiertage. Der Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage werden durch Artikel 139 der Reichs- Verfassung als Tage der Arbeitsruhe unb der seelischen Erhebung gesetzlich geschützt. Der Reichsarbeitsminister hat jetzt die Haupt- versorgungsämter beauftragt, im Benehmen mit ber örtlichen obersten Regierungsbehörde festzustellen, welche Feiertage innerhalb ihres Bezirks als Tage der Arbeitsruhe gelten. Maßgebend ist hier sowohl eine staatliche Anordnung als die örtliche Gepflogenheit. ** Die Einreise nach Elsaß-Loth- ringen. Deutsche Reichsangehörige, einschließlich der mit Deutschen verheirateten Elsaß-Loth- ringerimten, die nach Elsaß-Lothringen einzureisen wünschen, haben ein Gesuch an das Verkehrskom- miffariat Karlsruhe (Badens Schloßbezirk 10, zu richten, welche Dienststelle daS Erforderliche b'i bm zuständigen fron ö ffchrn S elen veranlaßt. Dem Gesuch ist beiziufügeiz: 1. Ter deutsche Reisepaß, 2. zwei lose Photograp'ffen von gleicher Aufnahme, wie diejenige, die im Rei.epaß atrfcrp?t>t ist, 3 zwei eigenhändige Unberschristen auf besonderem Zettel. Kaufleute und Handlungsveifende haben eine Be- ftätiaung ihrer Eigenschaft von ber heimatlichen Handelskammer dem Gesuch beizufügen. Die Reifen, begründet mit Familie?iangelegmheiten, werden nur ausnahm-Zweise erlaubt (Sterbefälle, schwere Krankheiten bei Nahverwandten^. ** Die Einnahmen aus dem verdoppelten Porto usw. Die Wirkung der Erhöhung der Postgebühren im Mai liegen jetzt in der Uebersicht über die Einnahmen oes Reiches vor. Die Sätze wurden bekanntlich am 6. Mai im allgemeinen verdoppelt, so daß die Erhöhung im größeren Teil des Monats in bie Erscheinung treten mußte. Gegen die tm April stiegen nun die Einnahmen an Post- gebühren um etwas über 72V? Millionen auf 177»/, Millionen. Die Telegraphengebühren gingen um 21/, auf 23 Millionen zurück, ebenso die Fernsprechgebühren um fast 40 Millionen auf nicht ganz 30, da diese in der Hauptsache im ersten Monat des Vierteljahrs cingezogen werden. Der Scheckverkehr brachte fast 21/» Millionen. Die Einnahmen der Reichseisenbahnen stiegen um 180 Millionen 1281. Steuern und Zölle brachten 342‘/2 Millionen mehr, insgesamt etwas über 1080 Millionen. Trotz einer Zunahme der Reichseinnahmen von April zu Mai mit über 562 Millionen stieg die schwebende Schuld um fast 63/< Milliarden auf 1483/4 Milliarden. ** I n ber Zeit bes Baumfällens werben an ben Straßen unb in ben Ortschaften bie Reichs- unb Fernspreck- ** Ernst Zahn-Abend der Literarischen Gefellschajt. Es irirb nochmals daraus aufmerksam gemacht, daß ber Vortragsabend Ernst Zafn um 8 Uhr beginnt. — Was der Tich er seinen Mitmenschen durch seine Bücher schenk'n wollte, das sagt er uns in seiner Schrift: „Wie ich Schriftsteller wurde" mit folgen dm Worten: „Und dennoch sehe ich meine Hauptaufgabe nicht in der ber naturgetreuen Schilderung dieser Heimat, b.-r (Gebirgler ober Städter, ihrer Sitten und Bräuche, in der wortech'en Wiedergabe ihrer Geipräch', sondern in ber Erzählimz von Menschen in denen sich be in 7 Schulhäusern, Messen, Wiegen und genaue Untersuchung ber Kinder, Beschaffung • einec Zentrale für die Zubereitung der Spei- »rerhiArta-. ‘,fr Transportierung dieser in die einzelnen Mllhänser, Austeilung dortselbst, Beschaf- tintt Citn "toa von Gebrauchsgegenständen u. a. gestohlen. Auf ein Zeitungsinserat mdfr'te sich bet Zeuge G., der mtmitte bar nach dem Diebstahl bie Wäsche von dem 21ngx'flag:ei F. B. gelaust totte. Dieser wollte die Wäsche nicht geswÄen, sie vielmehr von einem Wärter gekauft toben. Irgend- toel(f>e näheren Angaben über bi sm Wärter machte er bei seiner alsbald durch bie Polizei bnvirftert Vernehmilng nicht: es sei aber kein Wärter vou ber Elnrurgischen Klinik Der Mann h.ibe manche mal Mundtonnonila geblasen: mehr könne er nicht sagen. Nach dem Gutachten des Oberarztes Dr. ^criba ist ber Angeklagte, ber eine schwere Kriegsverletzung erlitten hat, schwer neurastl^enisch, aber willkommen zurechnungsiähig. Trotz des hohen Verdachtes vermochte sich das C'k'drfi ni cxiuon }u überzeugen, daß der Angeklagte die Wäsche lelbN gestohlen habe: nach feinen eignen Angalxm muftc er aber wissen oder den Umständen nach an- nctoiat, daß ber Wärter die Wäsche auf unerlaubtem Wege erlangt hatte. Wegen Hehlerei erhielt er 6 Monate Gesängnis. Der Schlosser K. S. von Frankfurt wurde wegen schweren Diebstahls zu neun Monaten GesLngnis ve urteilt. Er ist unter Anwendung eines Dietrichs in bett Lagerraum eines Drogisten hier eingedrung n unb bat photographische Apparate im Wrt von mehreren tausend Mark gestohlen. Die Strafe fiel rn>rhältnis- ntäßig mild aus, da er noch jung und unbestraft ist imb offenbar ein Werkzeug eines anderen nicht zu ermittelnden Berbrechrs war. Die Berufung eines Metzgers aus Ober-Erlenbach, ber vom Schöffengericht Vilbel toegen (6 ha n bei 5 2 Tage Gefängnis und 400 Mark Geldstrafe erhalten hatte, wurde kosten- pstichiig verworfen. Die weiteren Fälle sind ohne besondeveZ 3nte rdffc.-- X Hanau, 3. Nov. Vor der Strafkammer Hanau hatten sich der Maurer Heinrich E. auS Oberau, Kreis Büdingen, unb ber Maschinen^, schlosser Karl G. aus Stammftnm, Kreis Friedberg, weaen Diebstahls, ber Maurergeselle Wilhelm K. aus Oberau wegen Beihilfe zu verantworten. G. und E. füllen in der Zeit von Dezember 1918 bis Mitte März 1919 aus ben Feldgerät-Ersatzparks Nr. 2 u..d 3 in Hanau Tich- ler- und Schlosserwerkzeuge, sowie 3 Fäffer Oel entwendet, ft’, s.ll Ve h l e gcV i\ct toben. Das Urteil lautete gegen E. auf 6 Monate, gegen G. auf 10 Monate icnb gegen K. auf 3 Wochen Gefängnis.-- lütfcbc und Schule. Köln, 3. Nov. (Wolss.) Die „Köln. Ztg." meldet aus Gelsenkirchen: Vor Bcgimi ber ©tabtocrorbnetcnocrfamm'una, beten Hauotpunll ber Tagesordnung bie Einführung bt weltlichen Schule war, veranstaltet.m bie Anhänger ber weltlichen Schule Kundgebungen vor dem Rathanse. In dem Sitzungsiaale kam es zu aufvegenden Zusammenstößen zwischen ber Linken und ber Deutschen Volkspard-i. Nach einer viertelstündigen Erörterung der freien Schule mit 33 gegen 22 Stimmen abgelehnt. Taranshin erklärten bie Mehrhtttssozialiton unb bie beiden Flügel der U. S. P.D., solange den Verhandlungen fernbleiben zu toollen, bis die weltliche Schule eingeführt fei. mc. Frankfurt a. M., 3. Nov. Die bet- einigten Frankfurter Eltern rate toben an das Ministerium eine Eingabe in energischen Worten gerichtet gegen die Verteuerung derSchul- bücher Abhilfe zu schaffen, da die Lasten von den Eltern, namentlich wenn sie mehrere zur Schule gehende Kinber Hütten, nicht mehr getragen werden könnten. Die Eltern erllären, daß sie geschlossen keinerlei Bücher mehr anschasfin «wrben, wenn nicht das Kultusministerium für die dringend notwendige Abhllse sorgt. leitungen durch umstürzenbe Bättme ober durch herabsallenbe Aeste häufig beschäbigt, weil die Personen, benen bas Baumfällen obliegt, in der Regel bie zur Sicherung ber Tele- J graphenanlagen gegen Beschädigungen erfor- ' In ber Nacht vom 21. bis 22. Mai d I berttchen Vorkehrungen überhaupt nicht, ober wurden aus dem Garten ber Chirurg. .Klinik müht ungenügendem Maße treffen und es unter-1 tels Einsteigens Wäsckjc von erheblichem Wett ^rtihid.6^ Vrlefknften Oer NcvaktLon. Union. MU Der Auslösung eines Truppenteils gehen die Abrechnungsarbeiten an einen noch bestehen bleiberwen anderen Truppentell über. Sie müß!en Ermi.t langen anstellen, w.lcher Truppenteil Dabei in Frage kommt. Der Schlichtungsaus- schust ist hier nicht zustänoig, auch werden Sie auf anderem Wege wenig ausrichten können. panM. Berlin, 3. Nov. B örsenstimrnungs- bild. Der in DcD-iscnwxnsen nach den gestrigen starken Sieigerung.m eingriretenc Rückgang svwie die nach ^rcf-emcLoungcn int Wirtfchaftspv-'giramm der Nrirl^s. eg ertrug, vr,rg>:sehenen Maßnahmen, wie die frül-ere Eiivziehung drs Rcichsnodopfers wirkten heute auf die Unternehmungslust der Börse teil- ,veisc etwas hnnmrnd und liehen auf manchen Märkten Neali'atvansncignng, und infolgedessen Kure»abschwächuugen fixtrl'er hcrior rieten. Die Kursbilöung nxtr bet stillerem Geschäft unregelmäßig und vereinzelt tra'en später Schwankungcu ein, doch b'ichm die Rückgäng- -egen gestern in der Mehrzahl. Die'e betrugen für ine tonangebenden Man! an-, Eleftvo- und Farl^vertc und von Valutawerte für einige Kolonialpapiere und mexikanische Anleihen 10 bis 15 Prozent, vereinzelt etwas darüber. Am BankenmaEe erhielt sich aber bei mastigen Besserung n die feste Grundstimmung. Sehr leblxtft utrd bis 40 Prozent besser wurden Anglo Gnattv gehandelt. Auch einige andere im Grostverkehr gehcrntlelte Papiere waren nrästig gebessert. Primleumwer!e waren behauptet. In den ?,u Einheiskuren gehandelten Industrie papieren blieb die feste Tendenz noch vorherrschend. Für Anlagewcrte waren fctne besondere Veränderungen lestzu stelleir. Dem Wahlsieg des vepubliranischen Präsideitten Hardinge steht die Börse noch abwartend gegenüber. Frankfurt a. M., 3. Nov. Börsen- ftrmmungsbild. Im Dnsch'uß der sckM-an- kenten Haltung aut dem Devisenmarkt waren Aus- landswerte nurg 400V, 3V-, Proz. niedriger. Sehr fest stellten sich Caro, 339 bis 340, plus 11 Prez. Elektro Lahmeyer blieben gefragt. 263.— plus 31 /,, B rgmann 284.—, SÄuckert schwäcker, 317'/°, Deutsch Uebersce 1185.—, B ng- roct'.e 318'/,, Metall Dannhorn 214, Spinnern Hammmfen 425 utrd Spinnerei Ettlingen 310.—, gewannen je 10 Prozent. Chem. Albert steigend, 1065 plus 65 Pr.>z. Sdxtruf & Co. Dairrburg 410 plus 10, Lotlwi i ger Hütlr 412.— plus 12 Proz An der Naächerse war das Gcsclüift wesentlich [eßbarter. Baltinuore Ohio bis 545, Licht und KWft 195.—. Frankfurt a. !Dl, 4. Nov. Marknptierungtn. Datum: Zürich Amsterdam Kopenhagen Prag Stockholm Tlsten............. • • e • London Parts New-Park 2.11. 3.11. 8,- 7,95 4,25 9,50 9,75 6*60 6*50 588,50 604,50 2,75 2,77 20,25 Devisenmarkt. Datum: Amsterdam- ihoneiö Brüffel-Antwerpen Christianta..... Kopenhagen .... Stockholm Helsingsors Italien London New-Pork Paris........ Schweiz Spanten Wien (altes). . . . Deutsch-Oeslerr. . . Prag Budapest Bulgarien Konstantinopel. . . Geld Brief 2. Nov. 2352,35 2347,68 515,55 614,46 1046,05 1043,95 1056 10 1053,90 1604,05 150C,95 166,20 165,80 285,30 23 >,70 207,55 265,95 77,53 77,37 489,— 488, 1218,75 1? 16,25 1063,60 1061,40 21,28 21,22 24,03 23,97 83,35 86,15 15,52 15,48 Geld Brief 3. Nov. 2377,60 2d32,40 516,95 518,05 104^,95 1051,05 1058,90 1061,10 1510,95 1514,15 175,40 176,70 232,20 282,80 269,70 270,30 77,29 77,45 489,50 490,50 12) i,75 1217,25 1068, 0107",10 19,98 20 02 23 97 2 ».03 85,65 8 ,35 16,08 15,72 Börsenkurse. Frankfurt Berlin Abend- Abend- Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs Kurs Dalum: 5 e/e Deut kriegsanl. 4 e/e Deut. Reichsanl. 3®/» Deut. Reichsanl. 4®/0 Preuß Konsuls Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto Gesellschaft Dresdener Bank . . Nationalbank f. D. . Mitteld. Lreditbank. H.-Amerik Pakets. . Norddeutscher Loyd . Boch Gußstahlwerk . D.» Luxemb. Bergw. Gelsenktrch.Bergw. . Harpener Bergbau . Oberschl. Eisend.-B. . Oberschles. Etsenind. . Phönix-Bergb Akt. . Bad. Anilin- u. Soda Höchster Farbwerke. Elektr. 21. (£,©... . Schuckerl- Werke . . Felten- Guilleaume . Daimler Bud.- Eisenw.- 2Ikt . Adlerwerke 4 °/vHess Staatsanl. . Electron Griesheim . 2.11. 77,50 170 330 235 170'- 187,- 419,- 409,- 299,50 6i8:- »47 248 3.1t 77,50 174,75 239,- 192:- 19175 400,50 401,- 452,- 393, - 340,- 618,- 44^- 317,'SO 24/50 600,- 310,1 394’,- 2.11. 3.11. 77,50 77,10 67,25 67,25 66,25 66,25 62, - 66,30 170,50 175, - 330, - 33),- 237,50 239,- 219,50 221,- 189,- 189, — 171,50 173, — 190,- 188,"0 188,50 187,50 549,50 538,- 431,- 408,25 336,- 470,- 450,- 300,- 300,- 325,- 335,- 577,- 617,- 565,— 565,- 448,- 449,50 340,- 334,- 313,50 478,- 249,75 249,87 625,- 595,- -,- 313,- 38»:- 393:50 Märkte. Gießener Wochenmarkt. Gießen, 4. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter,Marg., P und 15 Mk, Käse Stück 80 Pf., Hülmcr Stück 14—21 Mk., Dahnen Stück 14—21 Mk., Enten Stück 25 Mk., Gänse Pfund 8—10 Mk., Ochsen fleisch Pmnd 12 Mk., Kuh- und Rindfleisch Pfund 12 Mk., Schrveme- fleifch Pfund 18 Mk., Kalbfleisch Pfund 12 Mk., Dammelfleisch Pfund 12 Mk., Milch Liier 2 Mk., Kartoffeln 50 Kilo 30 Mk., Weißkraut Ztr. 20 Mk., Wirsing Ztr. 30 Mk., Rotkraut Ztr. 30 Mk., Kohlrüben Pfund 20 Pf., Sellerie Stück 50 Pf., Lauch Stück 25 Pf., Spinat Pfund 1 Mk., gelbe Rüben Pftmd 40 Pf., rote Rüben Pfund 40 Pf., Zwiebeln Ztr. 110 Mk., Acpel Ztr. 80—90 Mk, Birnen Ztr. 80—90 Mk., Nüsse 100 Stück 2,50 Mark, Tomaten Pfand 1 Mk., Endivien Stück 60—80 Pf., Butterkohl Pfund 60 Pf., Feldsalat Teller 40—50 Pf, Frankfurter PferDemarkt. fb. Frankfurt a. M., 3. Mv. Bei ver- hältm'Smast'g schwachem Besuche durch Jniere^e:- tcn entwickel e sich trotzdem auf dem heutigen Markt ein Geschäftöveröehr, der hinsichtlich ter Preise als Rekvrdlag bezeichnet werden Rmn. Für eui Paar bester, schwerster Arbci spferte wurden bis zu 60 000 Mk., sür Oldenburger und Hannoveraner bis zu 55 OCX) Mk., für Mittel- und geringere Ware nicht unter 6000 Mk. gezahlt. Der Markt wurde fast völlig geräumt. Der Umsatz in Schilacht- pserdcn läßt nach, da die Aufhebung der Fletsch- zwangöbewirtschaftuna sich immer mehr im Fleischkonsum bernetwar macht. )( Ortenberg, 3. Nov. Der zweite und dritte Tag zeigen den Kalten Markt wieder auf voller Friedenshöhe. Am Dienstag fand den ganzen Tag Pferdemarkt statt, es wurde noch lebhaft zu teuren Preisen gehandelt. Vom frühen Morgen bis zitm späten Abend strömten ans der ganzen Umgegend Tausende he bei, so daß, wie sich ältere Leute erinnern, seit 25 Jahren in dm Mauern unseres Städtchens fein solcher Verkehr mehr stattgefunden hat. Die Wirtschaften waren sämtlich überfüllt, in den Geschäften herrschte großes Gedränge, über 15 0 Stände waren auf- gesch'agen (gegen ein Dutzend im vorigen Jahve! und boten die verschiedcnsten Waren an. die z. T. raschen Absatz fanden, ganz besonders stark waren Gewinnbuden und Glücksspiele vertreten, die zu manchen Stunden sehr stark umlagert, waren. Zu bedauern war nur, daß der Rindviehmarkt wegen der herrscl>enden Maul-,und Klauenseuche ausfallen mußte. Glücklicherweise hielt das kalte, trockene Wetter an, so daß der Markt in jeder Weist glänzend verlief und Besucher wie Beranstalder zu- f rieten stell te. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Aus dem Hauptausschutz des Reichstags. Berlin, 2. Nov. Ter Hauptausschntz des Reichstags setzte heue die Besprechung der Angelegenheit Hermes fort. Abg. Bur läge (Ztr.) gab der Ueberzeugung Ausdruck, daß mit zu schwerem Geschütz gesch. fett worden sei. Immerhin sei die Saete etatsrechtlich nicht in Ordnung. Auch sei die Anschaffung eines so kostbaren Autos pem- lich. Abg. Dr. Helfserich (D. Ntl.) beklagte die Verstöße gegen die Sparsamk.it. Ern Prrs ron 280 000 Mr. für ein Auto iin staatlichen Verkehr überschreite unter al'e.t "Umständen weit das Bedürfnis. Warum nehme man nicht ein Auto auS den Heeresbeständen -ober von den Kriegs- gescllschaften? In der Zeit vor dem Kriege, als nodt die alte Sparsamkeit herrschte, habe nur der Lianzler einen Zweispänner, der Minister des Aus- wärtigm einen Eiitspänner gestabt. Alle übrigen Miniiter feien ^u Futz gegangen ober hätten sich eine Tvoschke genommen und die Douven selbst bezahlt. Wir müßten zur a ten Sparsamkeit zu- rüdl' haen. Ie^t brauüie je es Mi iFbrruint für sein Auto jährlich 80 000 bis 90000 Mk. Unter» haltungskosieit, das heißt 300 Mk. für den Arbeitstag. In Weimar hätte jeiter Minister sein Auto gehabt, und die Entfernungen feien dort wirklich nicht groß S-wesen. Tie Verschwendungssucht habe keine Grenzen gelärmt. Man hatte gegen Augustin ein Disziplinarrersahren eüCeiten müssen, in seinem Interesse und im Jntereiie des Amts, auch im Intevesse der Staat-sautorität. Der Fall Augustin habe feine Kehrseite im Falte Ramm und Ackerbaugesellschaft. Daß eine Kriegsgesell- schaft, an der Reich und Staat stark beteiligt feien, einen Bestechungsversuch unternehme, das gehe doch überS Bolmenl'ed. Ter Fa.l Augustin unterliege der gericht'iten Klärung, der Fall Ramm sei klar: ein Skandal und ein geradezu unerhörter Zustand. Tie Tenchchnat analen Dr. 5tzelfserich, Krüger und Dr. Rösicke b achten folgende Entschließung ein: „Tie Neicl-s- rcgienmg wird aufgesi^cdert, 1. die Zahl der aus R ich: kos en u iterhat enen Koastwagen < inschl. ter der Kticg^gelel sst« ten wesentlich et!zuschränken. 2. dem Reichstage ein Verzeichnis der am 1 Ob toter 1919 und der am 1. Oktober 1920 cm Reicl'Skosten unterhaltenen Kra'twagen einschl. do der Ki'tegsg.'sel sck-alten vorzule^en." Ministerialdir^k or Schröder teilte mit, das das Reichsfinanzministerium bereits aus ^4(1^. Fung Der Dienftkraftwagen drücke. — Abg. ö 0 tf (Soz.1 unterstützte einen großen Teil der Äusfüb rungen Dr. L>elfferichs. — Abg. Robert Schmidt (Soz.) sprach die Erwartung aus, daß in Preußen über den Fall Ramm verhandelt werde. Er sei für größte Sparsamkeit und habe für sich in Weimar ein Auto iticht gebraucht. Allerdin« habe sich das Auto bed Herrn v. Tilly gut bezM genracht: durch seine Unermüdlichkeit sei bimkrK tausend Menschen Arbeit verschafft worden. Finanzminister Dr. Wirth teilte auf 9Infragt deS Abgcordn. Mumm mit, datz eine Nachprüfung bet* Steuererklärungen Erzbergers m Gang fei. Die Prüfung werde bald abgeschlossen fei« und das Ergebnis der Oeffentlichkeit mitgeteiü werten. Der Antrag Mumm-Le fserich in Sacker d« Kraftwagen wurde einstimmig angenommen, der Antrag ter Unabhängige gegen die sozialistische, Stimmen abgclehnt. Morgen wird sich der AuS« sckpiß mit ten Leistungen aus dem FrietensvertraA beschäftigen. Polizeistunde in Preutzen 10 Uhr. Berlin, 2. Nov. Der Minister des Innere S e v e r i n g hat, wie amtlich mitgeteilt wird, ein« Erlaß herausgegeben, nach dem für den bevorstehenden Winter die Schlußstunte für die Gast- und Speisewirtschaf.en usw., in'oweit nicht nach de, örtlicl)en Verhältnissen eine frühere Schließung an« gezeigt erscheinen sollte, auf 10 Uhr abenbj festgesetzt wird. Auch da, wo bisher eine späterv Schlußstunte zugelassen sein sollte, ist dies mifl Mlcksicht aus die neuerlich eingetretene Anschärfung ter Kohlenlage für die Regel nicht auf« recht zu erhalten. Nur wo es die örtlichen Verhältnisse dringend erforderlich erscheinen lassen, !anc eine Osfenhaltung bis 11 Uhr und für ten Samst^ bis liy» Uhr gestattet werten. Weitergeheirdt allgemeine Verlängerungen sind nirgends, auch ffc Berlin nicht mehr, zuzulassen. Ferner ersucht be Minister noch daraus hinziiweisen, daß die Bestimmungen des §4 ter Verordnung vom 11. Dezembic 1916 über die Beleuchtung der Schaufenster, Gast« und Speiseipirtschaflen usw, genau eingehalt« werten. Die Entente als Schützer Dortens. M a i n z, 3. Noo. (WTB.) In Veifolg der» Wiesbaden von ter Frankfurter Polizei seinerzeit vorgenommenen Verhaftung Dr. Dortens nxut der Regierungsprüsitent von Wiesbaden, M 0 mm, von ter Rheinlandlommission seins Postens enthoben und ausaewiesen Wörtern toegrt stillschweigenden Einoerstäudnisses mit ter Verhaf- tung Dr. Dortens oder grober Fahrlässigkeit bei diesem Vorkommnis. Wie jetzt aus einer ossiziösen Verlautbarung im „Echo du Rhin" hervorgeht, 6d die von ter teu'Zchen Regierung eingel 'itete Unta- suchung in Verbindung mit den Nachforschung^ ter Rycinlandk.'mmission ergeb.n. daßDr. Momv persönlich ter Verhaf ung Dr. Dortens vollkommen ferngefantten hat. Unter diesen Umständen Hal dir Rheinlandkommi sicn beschlossen, Dr. Momm fester in sein früheres Amt einletzen zu lassen, obwofl sie ihn verwaltungsrechtlich verantwortlich hält fte ten Mangel an Wachsamkeit ter Wiesbadener > lizei. Die gegen den Polizeirat <51 r e i be l i n öw fügten Maßnahmen bleiben dagegen bestehm., . Drr neue Präsident Harding. Newyork, 3. Nov. (WTB., Nach tem 9e* kanntwerten seiner Wahl zum Präfide^lten crsÄ« D a r d i n g auf feinem Balkon uni> hielt, zu Trinen gerührt, folgende Ans Pracks: „Ich habe Dtr । d-" Aul ®,r ■m die El huh Mb 4 ongeof p. Ti tefyng fia pon dein Mngen 'l Wen W «führt n-er >yf SL'CTTtiflli [citn S°f*cn fci‘timmung?i §3. Tic fitorbnungcn ’ §.<■ i ttren Vorfchr ■ &r mit Ge ' ;ö.De W*ng fr.’mber 192C ? io 000 Marl rag hon 301 teil des 'M richt übcrsteic chugspslichti rechnet — IM, roenn d I ^arf jährlich 115000 Mk. 1 hW bei ein I -2000 Mk. 9i Gießen, Frisch gebrannt. relnseh weckend Pfund 30.- M. empfiehlt mÄ2M ZointaüpsrliäMcb IVeaenweg 17. 0 Ichevfische dabliau schollen s §eelach§ i beirc u. die nächsten Tage cintrefient), emvficblt Marktplatz 21, Tel. 942, gegenüber d. Engelap^'th. vehördliche Anzeige«. Beknnnimnchnng, betreffend: Prtiöausze'tchnung für Gegenstände des notivenoigcn LeüensbrdarfS im Kleinhandel. Auf Grund des § 5 der Verordnung betreffend dir Errichtung von Preisprüfungsstellen wird mit sofortiger Wirkung für die Stadt Gießen ange- orbnet: 8 1. Der Gegenstände des notwendigen Lebensbedarfs im Kleinhandel frilhä't, ist verpflichtet, ein Verzeichnis in frinem Verkaufsraum oder an seinem Verkau'ssland anzubringen, aus dem der genaue Verkaussprris der Waren im einzelnen, sowie ein etwa vorgeschriebener Höchstpreis ersichtlich ist. Das Verzeichnis kann durch Airbringen der Verkaufspreise cutroeter auf den einzelnen Waren oder den Behältern, in baten sich die Ware befindet, ersetzt worb n. Diese Vorschrift gilt auch für bas Feilhalkm von Gegen stäuben tes Wochenmarkwerwhrs auf tem SBodxmmartt. 8 2. Die Poe.se müssen zahlenmäßig in Markwäh- rung mit gut leserlicher Schrift angegeben werden. 8 3. Die Preisankünbignng gilt als Preisforte- nmg im Sinne tes § 5 Abi. 1 bet Verordnung gegen Preistreiberei vom 8. Mai 1918. § 4. Dir angelünbigten Preise bürsten nicht über- schritten werten. Die Abgabe ter im Kleinverkaus Mechm Mengen an tem Verbraucher zu den angekündigten Preisen darf nicht verweigert werden. o § 5- Zutmterhandlungen gegat diese Bestimmungen werden, lofern nicht untere Vorschriften höhere Strafen androhen, mit Geldstraf' bis zu 150 Mk. und im Unvcrmögensfalle mit Haft bis zu vier Wochen bestraft. 11689B Gießen, den 1. November 1920. Preispriilungssbelle der Stadt Gießen. Der Vorsitzende: vr. Seid, Beigeordneter. Holzausqabe. Der Holzlagerplah in der Gabelsbergerstraße ist von Freitag den 5. November ab wieder geöffnet. Gießen, den 2. November 1920. 11695B Stadt. Bvennstosfamt. Bekanntmachung. Durch Beschluß tes LandessiedlungsamteS vom 4. September b. Js. ist bas Verfahren ter Landzuteilurrg für die Gemarkung Ettingshausen eröffnet worden. Die Liste her Landbewerber liegt in ter Zeit vom 5. bis einschließlich 13. November b. Js. auf tem Bureau ter Bürgermeisterei Ettingshausen nxchrend bet Dien st stunden offen. Gemäß § 25 ber Vollzugsordnung zum Land- oesetz sortere ich sämtliche Personen, bie sich an tem Verfahren der Landzuteilung beteiligen wollen, aber noch nicht in ter Landbewerbcrliste verzeichnet finb, auf, sich während ter Offenlegungs- tn|t in die Liste eintragen zu lassen. Die Wahl ter Vertrauensmänner findet am Sonntag den 14. November 1920 vormittags 1 iy2 Uhr in Ettingshausen statt. Ter Strumpfwaren - Abteilung verkaufe ich sämtliche Damen- u. Kinder-Strümpfe, Herren- und I Kinder-Socken, Füßlinge und Handschuhe | i weit unter heutigem Preis \ 2Iuf sämtliche rtbujierten Preise bewillige ich einen | | Extra-Rabatt v.lOProzent i Fritz Nowack 1 | KenisenSis? die Rothschc Sammlung deutscher Rcichsgesetze Soeben erschienen: Umsatzsteuergesetz mit Ausführungsbestimmungen Preis jeder Nummer 40 Pf. Verlag Emil Roth, Gießen. Prima ii Pfund 11 Mark empfiehlt GletzesieSleisWllr Wallrorstraße 32. Krisch zu haben! Weißkraut Wirsikrg und 018277 Wintcrzwiebeltt. 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Kun vor dem Backen gibt man das ..Backln" hinzu und bäckt die Kuchen in einer Pfanne auf beiden Seiten schön braun. H Snä | Kraftfahrzeug-Verkaufsbüro Otto Göbel i Seltersweg Nr. 73 Gießen Telephon Nr. 102 ! tttt'ntb h t Adi-BoiiL LVU uberrui kl die Eft"towi sä' fe Sw1. SS»»' i <3 fe . fhx Wkv M' °ber K*$ plet hatV9e D °-d? Nr. 160 4 November 1920 a) bi c 17 der angezogenen Ver irag von 30 000 Mark, übersteigt, sind Teil des Arbeitslohns, der den Betrag nicht übersteigt, 10 Proz., und von Arbeitslohns 15 Proz. einzubehalteu. 'viel, wenn der abzugspflichtige Teil Mark jährlich beträgt, nur 1650 Mk-, bis auf weiteres an dem von jährlich 15 000 Mk dem übrigen Teile des Hiernach sind zum Bei des Arbeitslohns 16 000 und zwar 10 Proz. von eingegangenen Viehes rückwirkend vom 1 Oktober d Is folgt festgesetzt: Schlußschein vorgeschrie- für Fleisch und Fleisch- im Verkaufsraum sowie cf«n wie denen Angaben ersichtlich sein. § 16, Ein Verzeichnis der Preise waren ist so anzubringen, daß es von außen deutlich sichtbar ist. Jnholtr-Uebersicht: Verkehr mit Kartoffeln. - Gesetz zur ergänzenden Regelung des Steuerabzugs vom Arbeitslohn. - Gebühren für die 5d,ÄerrP* ?er Abschätzung des an Seuchen eingegangenen Viehes. - Kriegergrabstätten und Kriegergräberpflegc. Maßnahmen zur Sicherung )er Fleischoersorgung. - Verpflichtung zum Preisaushang und zur Preisauszeichnung für den Verkauf von Lebensmitteln. - Feldbereinigungen Andors a. d. Lahn und Obe^Bcgm^n. - Dienstnachrichten. - Viehseuchen. - Gefunden, verloren f e t r Tie Einrichtung der Einkommensteuer durch Abzug am Arbeitslohn: hier: Gesetz zur ergänzenden Regelung des \ Steuerabzugs vom Arbeitslohn vom 21. Juli 1920 ‘.in öcu Olierbiirgcrmcistcr zu Gießen, die Bürgermeistereien der Vnnbflcmciuiicii, Mark- mib Stiftnugsvorstänbe, Kirchcn- verfränbe, sowie Gemeinde-, Mark-, ^kiftiings- unb Kirchen - rechner. Nach § 45 c des Einkommensteuergesetzes sind von dem '21 'iitslohn, der nach Abzug des steuerfreien Einkommensteils oen Üeirag von 15 000 Mark jährlich übersteigt, höhere Beträge als 10 Prozent von dem über 15 000 Mark hinausgehenden Teile einzubehalten, unb zwar 15 Prozent von den Teilbeträgen aber 15000 Mark bis 30 000 Mark ufro. Nach neueren Mitteilungen ist diese Bestimmung dahin auszulegen, daß diese lo Proz. bis 55 Proz. nicht nur vou de-n über 15 000 Mark liinausgehcndcn Teile des abzugsfähigen Arbeitslohns, sondern auch von dem übrigen Betrage desselben, also auch von 1 bis 15000 Mark, einbehalten werden sollen. Nur dann, wenn der abzugspslichtigc Teil des Arbeitslohns — auf das Jahr um- gerechnct — den Betrag von 15 000 Mark, nicht aber den Be Bekanntmachung über den Verkehr mit Kartoffeln aus der Herbsternte 1920 Vom 26. Oktober 1920. Auf Grund der §§ 12 und 15 der Bundesratsverordnung über die Errichtung der Preisprüntngsstellen und die Versor- inngsregelung vom 25. September bzw. 4. November 1915 und 6. Juli 1916 (RGBl. 1915 S 607, 728, 1916 S 673 wird hier )urch angeordnet: 8 1 Tie Kreisämter werden ermächtigt, Vorschriften zur Regelung der Versorgung der Bevölkerung mit Kartoffeln zu rlassen und die im Interesse der geregelten Versorgung not ivendigen Anordnungen zu treffen. 8 2. KartoffelVorräte, bezüglich deren auzunehmen ist, daß ic von dem Besitzer oder Verwahrer entgegen den erlassenen An ordnungen in Verkehr oder zum Versand gebracht werden sollen, können sick)ergestcllt oder der ordnungsmäßigen Verwendung zu- ^ksührl werden. Der Erlös dieser Kartosfeln ist dem Besitzer über Verwahrer nach Abzug der durch die Wegnahme entstan- denen Kosten auszuhändigen, insoweit nicht etiva weitergehende Bestimmungen Anwendung zu finden haben. 8 3. Tie Landeskartoffelstelle hat die weiter erforderlichen Anordnungen im Interesse der Versorgungsregelung zu treffen § 4 Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften dieser Bekanntmachung und der zu ihrer Turchführung erlassenen mer «reit Borschristeu werd eit mit Gefängnis bis zu sechs Monaten aber mit Geldstrafe bis zu 1500 Mark bestraft. 8 5. Tiefe Bekanntmachung sowie die auf Grund Dieser Be .anntmachung erlassenen Anordnungen treten mit dem Iß No l>?mber 1920 außer Kraft. Darmstadt, den 26 Oktober 1920 Hessisches Landesernäbrnngsamt. 9? e u nt a n n Dem Oberbürgermeister zu Gießen und den Bürgermeistereien der Landgemeinden des Krei - s e s wird empfohlen, vorstehende Bekanntmachung sofort ortsüblich zu veröffentlichen. Gtesten, den 1. November 1920. Kreisamt Gießen I. V.: Dr S ieger t. Zuwiderhandlungen werden gemäß § ______ ordnung vom 19. September 1920 mit Gefängnis bis zu jdrei Monaten oder mit Geldstrafe bis zu zehntausend Mark bestraft. ■ Ä." I w LH Zitz l$u je kjt » Ar * kib,w* «MS M tn Wr DoM Su Lech!, :ttt Polizei' Tr. Vorteil )n Wiesbaia. mdlommssm t mejen roorb.n r lijjes mit bet h ’xt Fahrlässig! it am einet oft Rfcin" btrocrgu' nj nngel-iteteii ben NachjoriL- ieb.it Wl!i , Lotten) Volks en Umitänbenli (en, Dr. Sten ctzen pl lassens inanlmortlid) w der Witsbabv- it ©treibelit mgegen fctoi t hardim ML., Ach bi n Präsideitv ki jn und hielt, F wtc: „Ahlv ei e:, unb Yxt mit tüte I in da- mmt, (■) .wi ; fern ein NH Amtzverlün-igungrblatt für die Provinzialdirektion Gberheßen und für dar Kreisamt Gießen Erkch«t»1 nach Bedarf: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag Rur durch die Post zu beziehen gegen Mk. 2.50 oierteljährlich § 8, Ausstellung von Schlußscheinen in Dreifacher Ausfertigung und sofortige Einsendung von einem Exemplar an das Hessische Landes-Ernährungsamt in Darmstadt § 9, Tie Preisbestimmung für Vieh darf nur nach Lebend gewicht erfolgen, ausgenommen hiervon sind Ferkel bis 25 Kilogramm Lebendgewicht, sowie Zucht- und Nutzvieh 8 10, Personen, denen die Erlaubnis zum An- und Verlaut von Vieh erteilt wurde, sind verpflichtet, über die von ihnen abgeschlossenen Geschäfte Bücher zu führen. Aus den Eintragungen müssen die für den ~...... Bekanntmachung. Betr.! Maßnahmen zur Sicherung der Fleischversorgung in der Uebergangszeit nach Aufhebung der Zwangswirtschait. Auf Grund der Verfügung des Hessischen Landes-Ernährungs amt es zu Nr. L. E. A. 13 014 vom 27. (Oktober ds. Js. .vird auf Folgendes hingewiesen: 1. Den Anträgen auf Erteilung der Erlaubnis zum Vieh Aufkauf sind für die Folge zwei nnaufgeKogene Lichtbilder bei zusügen. 2 Auf Die Einhaltung der nachstehenden Paragraphen der Ver ordnung der Reichsregierung vom 19. September 1920 (Arnts- verlündigungsblatt 9?r 143) wird ganz besonders aufmerksam gemacht: W brt (Ju "Wirirb» hmbe fit kU «nichts ioen?^!l WaAta^’l W eint ife sollte, ifi luj, nqetretenr M in-Regel örtlichen "Heinen las«, i, tnb für ben ? i. Skitergebeitb' 1 niigtnbi, ati l Ferner eckch üen, boft bie ig vom 11. r Schmismikr. genau e 15000 Mk. und 15 Proz. von 1000 Mk. einzubehalten, dagegen bei einem abzugspflichtigen Arbeitslohn von jährlich 32000 Mk. 20 Proz. von 32 000 Mk = 6400 Ml 6) ießen, 1 November 1920. Kreisamt Gießen Dr. Usinger. Bekanntmachung. Bsr t r.: Tie Gebühren für die Schätzer bei der Abschätzung Des an Seuchen eingegangenen Viehes. Turch Beschluß des Kreisausschusses vom 25. September r.Js. wurden mit Genehmigung Des Ministeriums des Innern :it Gebühren für die Schätzer bei Der Abschätzung des an Seu ^8et «chätzungeu an ihrem Wohnort unb bis zur Entfernung von 3 Kilometer wird den Schätzern für die ersten drei Stunden ttt^TagegelD von 5 Mark, bei über 3 Stunden ein solches von 8 Mark gewährt. Gießen, den 26. Oktober 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Welcker. Mricflcrgvnbftätteu mih Kriegcrgräbcrpftegc Für cen Nachweis der Krieger gräbstölten des In- uno Auslandes und für die Kriegergräberfürsorge ist oaS Zentralnabweise ainl Tür Kriegerverluste und Kriegergräber (Z. A. K.) Berlin NW. 7, ToWtheenstr. 48, die allein zuständige Behörde Durch Artikel 225 des Friedensvertrags haben sich Die alliierten und assoziierten Regierung> '.rstehen wird." Unter dem Zusammenschluß der „konter- ix»lutionären Bourgeoisie" kann man sich 1 dieoenes denken, so den neuesten Ausbau | : Organisation der Deutschen Arbeitgeber- 'Dti?cnbe, worüber das Wolfbureau eine |ke. aber vielsagende Meldung verbreitete, 'wr auch die neuerlich 'wieder so brennend ifctxenbe Orgeschfrage. Reichswehrminister Ikfer hat sich soeben in einer Rede in Leip- 1» über das innerpolitische W e t t - t^'ien beklagt, daß dem außenpolitischen i3ti:cnb vor dem Weltkrieg ähnle. Ein Funke um jetzt den Bürgerkrieg zu entzün- Mso soll man abrüsten? Wer wird aber 0106 Anfang machen? Die vereinigten Kom- onönjten tun es nicht. Auch der Reichswehr- «vd-iter wird sich dafür bedanken. Nur die Rüstung des bestehenden Staates den Frieden. Herr Geßler sollte die '^esgenossenschaft der bürgerlichen Welt verschmähen. yun# .uugemcin gegen oas lourgertum. IZ5 ist deshalb dessen hohe sittliche Aufgabe, sicb klar zu machen, daß bie Dinge wirklich nicht so liegen, als ob der Arbeiter sich heute alles leisten könne. Es muß alles vermieten werden, was nach Provokation ausueht, zumal ran einem Preisabbau solange nicht die Rede sein kann, als unsere Währung durch die Ausgabe von iw.matlich 3—4 Milliarden ungedeckter Bankn, ten immer 'weiter verschlech ert .vird. Der Reickswehrminister kam schließlich auf Die Heeresangel?g>mhei'en zu sprechen unb erklärte, es komme in erster Linie darauf an, den guten Geist des alten Heeres in das neue hinemzubringen. Ein Heer mit Streisreck:' sei für ihn unmöglich unb ein Wider'pruch i t sich selbst. Nollvendig sei es auch, daß bie Reichswehr aus Angehörigen aller BoliSschiH'en gebildet werde unb nicht zu einer Bersorgungsanstalt für Arbeitslose herabsinke. Das leg c der Neichswehrminister Der Jugend aller Stande besonders ans Herz. England und die Zerftörungrwlit zranireichr. Amsterdam, 4. Nov. Wolsf) Tie „W e st- minster Gazette" be'ptich: in einem Leitartikel die in Frankreich her^chende Verstimmung gegen England. Das Blatt schreibt, bi: britische öffentliche Meinung billige den Beschluß der bri.ischen Reg'.erung, auf das England nach dem Friedensvertrag zustehende L t a u id a t i on s r e ch t zu verzich en unb betrachte ihn lediglich als das logische Ergebnis der Wiederaufnahme •'er Handelsbeziehungen mit Deutschland. Dies lben Gründe, die England zu diesem Schritt gedrängt hätten, würden ivahrschein-- lich auch die Frmtz^'en dazu treiben, dem englischen Beispiel zu folgen Die'e an sich g> ring- fügige Angelegenheit sei jedoch symbolisch für das mit Bezug aut den Frühen-v.-rtrag herrschmde allgemeine Unbehagen. Man könne nich' zur gleichen Zeit Deutschland wtrtschastlich cernichten und eine riesige Entscha -igung aus ihm herausziehen. Man könne Deutschland nicht Elsaß-Latbringen, Oberschlesien, und, wenn es fernen Verpflichtungen Moskau, 4. Nov. (WTB/> Der Heeresbericht b^'agt: An der Südfront bauert unser Angriff fort. In Meiitop:l erbeuteten wir drei unbeschädigte Panzerzüge, 18 (?) gebrauchsfähige Ge'ch-ütze, 100 Waggons mit Geschoßen, 25 Lokomotiven unb über 2 Millionen Pub Brotkorn. In einer K undgebu ng Trotzkis oom 2. November heißt es: General Wrangel liegt in den letzten Zügen; fünf Armeen halten ihn von allen SAten umringt. Durch den letzten Ansktrn'. der tapferen roten Regimenter wurde dw Feind von den Landmgen abgeschnitten. Er sucht jetzt in jeder Richtung einen Ausweg. Wrangel ist noch m'cht vernichtet, aber fein Schicksal ist besiegelt. Dieser große Erfolg wird, fa^ls er glücklich beendet wird, uns bald den Zugang zur Krim verschaffen. Erst müßen aber bie Haup kräfte der Weif garbisten zersprengt werden. Durch den energischen Schlag werden wir bie Tore zur Krim öffnen. Die Krim, bie bisher als Festung für die Gegenrevolution diente, wirb für die letzten Weißgardisten zur Grabstätte werden. Unser Erfolg an der Front des Generals Wrangel wird fofort auf unsere internationale Lage zurückwirk u. Polen, das mit uns den Vorfrieden abgeschlossen hrt, o ersucht, durch Petljura, Sawinkow unb Dalachow tsch den Krieg gegen uns fortzusetzen. Die französische Börse versucht, den bienstberciten Pilsudski wieder in einen Kampf gegen uns zu verwickeln. Unseve Ausgabe ist es, das weistgardistische Reptil im Süden endgültig zu vernichten und die Träume der französischen Schacherer zum Schntern zu bringen. Schließlich spricht Trotzki die Ueberzeu- gung aus, daß am 3. Jahrestage der Oktoberrevolution die Tove zur roten Sowjetttim geöffnet sein werden. Früher hatte Tvotzky laut „Prawba" in einer Versammlung in Petersburg eck art: ,.Mir iit bewußt, tast Hungersnot b vrr'eht, unb ich bin ebenfalls vertraut mit den Gewhre i, die die Winterkälte mit sich bringt. Die Bourgoisie der ganzm Welt bereitet sich auf bei Sieg vor, wir wollen aber beweisen, daß sie sich irrt. Wir müi- sen siegen unb unsere Feinde beraubten. Selbst wenn auch drei Viertel der russischen grettag, 5. November 1920 Annahme von Anzeige« sür d.e Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit, preis für \ mm höhe für Anzeigen v. 34 mm Breite örtlich 35 Pf., aus wart, 45 Pf.; für Reklame, Anzeigen von 70 mm Brette 150 Pf Bei Platz, vorschrist 2019 Aufschlag. Hauptschriftletter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: H. Beck« i: Zchulstrahe 7. sämtlich in Gießen. Volkerung an Hunger unb SVSlte rben sollte, werten die Ueberl?bcniy3t d.'r loben zur Berherrlick-ung des Stcges der tvevolution." Parts, 5. Nov. (WTB.f Ein Fomkspruch Aivskau melket, batz bie Sowiettruppen der Krim fortlah en, den Feind zurückzu^ ngm, d:r sich unter schweren Kämpfen nach Halbinsel zurückzrht. Die Gcgcnsirömuttgctt. K o pe n h a ge n , 4. Nov. (WB.) „BerlinSko ende" melde! aus He singforS: Nach Meldung ckus N^oskau hcrrsckst unter ben bolsck-ewisti- n Truppen allgomrine Erbitterung über Bora'ben der M11 glieder brr aufter- Deutlichen Unter suchungskammis- n e n. Tie Sowietbelwr en c ürd.t.n tit-Ige» en eine Empörimg ber unzufriedenen Sotbaten Moskau. Lin neuer Streitfall in Danzig. Tanztg, 4. Nov. (WB.) Der Sirl vertteter Obeckommbsa-s CbtTHIeuhtant Stru11, e * • unterm 26. 10. eine Verfügung über btc Belag n a h m c von sämtlichem Flug^ igmaterial innerhalb des Gebiets der freien ibt Danzig. Gemäß dieser Aioord tu"g ergrig bie Danziger Lustrie'^rn die Weisung. ‘ bts x 1. November abends die ihr g-elioic b-n Flügge abzumontieren unb zum Abt ansport be- zustellen Die Danziger Lustre^derei erhob nur b im stellvertretenden O'erfhmmiTar Em- fck gegen Die unemxrrtet erotgte Beschau rme, Da sie weder durch bie Betimmmigm des ebensve t a*c?, noch durch sonst ge für Dantig Hinblicke Verträge gesetz ich brgrü bet fei. Die nziger Lust eederei ersuckit- den Stiat^rai um :mittelung in dieser Ange egen heil belu 4 Rück- gigmadung ter Beschlagnahme. Der Staats- wurde daraufhin bei Oberstleutnant Strutt vor- '.ig, jedoch erfolglos. e angebliche Münchener Marbzcntrale. München, 4. Nvv. (WB.) Mit ber Anlegen hei t Dobner be'aßte sich ter pa r- me nta rische U n t er s u chu n a sa u S- u ß und erhob nach Euryr Ausspnaä-e über das l-?bnis ter Zeugenaussagen mit 13 gegen 9' mnten folgenden Ant ag zum Beschluß: Die rgr, ob Organe ber Müuckiener Polizeidrved- t eine Organifativn bildeten, bte c3 sich zur rgabe stellte^ Menschen gewalt'am zu beseitigen, nach dem Ergebnis dec Un erfu^minet mit in zu beantworten. Der Vorsifeide dos sschuss-s, Abgeordn7ter Held, nr.ttbe b-auf* gt, üb-r dieses Ergebnis dec Bollverswnmlung Landtages Bericht zu erstatten. 51ns- Sern Heirat. Die preußische Verfassung. Berlin, 4. Nov. (Wolff.) In der preußi- n Landesversammlung wurden bei der fort» mten zweiten Lesung des Verfassung twurfs die Ausschußvvrsch'äge angenommen, rach bie Mitglieder d's (Staatsrats unb ihre -llvertreter von ben Provinziallandtagen und Berlin von der Stabtoerorbnetenber'ammfung >ählt werden. Ferner wurden folgende Be-, üffe angenommen: Die Auslosung des n d t a g s erfolgt durch eigenen Beschluß ober ch Volksentscheid. Der Volksentscheid kann auch ch einen Besck/uß des Staatßrats h^rb-igeführt werden. Der Beschuß des Landtags, sich aufzu- xn, erforbert zur Gültigk.'it bie Zustimrnimg Ehr als i^r Hälfte ber gesetzlichen Mit- ^.^derzahl. Die Abfindung her Hohenzollern. Der Rechtsausschuß der preußischen Law, desversammlung beschäftigte sich am Mittwoch mit der Vorlage über die Abfindung der Hohenzollern. Bei der allgemeinen Aussprache teilte ein Vertreter des Finanzministeriums u. a. folgendes mit:Jm Iamurr 1919 erhielt der frühere König eine Million holl. Gulden, im August 1919 1 138 009 Mk., im Oktober wiederum 10 Millionen Mark. Aus dem Grundstücksverkauf in der Wil- helmstraße erhielt der König 40 Millionen Mark, die teils für den Kauf des Schlosses Toorn verwandt wurden. Für dieses Schloß wurden ihm im August 1919 auch die Ein- richtungsgegenstände geliefert. Der Aufenthalt des Königs beim Grafen Bentinck kostete täglich 1000 Gulden. Die Prinzen erhielten bis zum 1. Juli 1919 ihre Apvanagen aus der Kronkasse, später aus dem Hausschatz; jetzt erhalten sie aber nur nach der frühe- reu Höhe. Hu$ dem beschien Gebiet- Französisches Ehrgefühl mc. Ludwigshafen, 4. Nov. Tie Franzosen ließen einen jungen Mann, dessen Hund sich an der auf dem Marktplatz stehenoen französischen Zeitungshütte nach Art seiner vierbeinigen Genossen benommen hat.e, wg n vorsätzlicher Beschädigung franzölifchen Staatseigentums verhaften. Ein neuer Rh.'lnschiff^hrt:3ienst. id. Vom Rhein, 4. Nov. Die Flotte des „Lloyd Rhenan" unb „Lloyd de la Meuse", bie aus 110 Rheinschiffen besteht, wurde von der belgischen Regierung dem ,Lloyb Royal Belge" zu Antwerpen überwiesen. Ti-ses Unternehmen hat die Absicht, in furjer Zeit einen ausgedehnten Schiffahrtsbien st zwischen Antwerpen und Straßburg aufzunchmen. ier Briefkasten der NedaktSon. Anion. Mit Der Auslösung eines Truppens gehen Die Abrechnungsarbeiten an einen noch stehen bleibenden anderen Truppenteil über. müß!en Ermi.tlungen an stellen, to.Idjer Trups teil Dabei in Frage kommt. Der Schlichtungse schuß, ist hier nicht zustanoig, auch werden Sie anderem Wege wenig aus richten können. pandcL Berlin, 3 Nov. Börsen st immun; bild. Der in Devisenpreise?! nach den geftri fiorken Steigerung.-n eingenmarkt. 8 2. Die Preise müßen zahlenmäßig in Markwährung mit gut leserlicher Schrift angegeben werden. § 3. Die Pveisankündigimg gilt als Preisforderung im Sinne des 8 5 Abi. 1 der Verordnung gegen Preistreiberei vom 8. Mai 1918. § 4. $te angekündigten Preise dürfen nicht über» fetten werden. Die Abgabe der im Kleinverkauf üblrchm Mengen an den Verbraucher zu den an- geküudigten Preisen darf nicht verweigert werden. . § 5. 3uttnberbanblunc.cn gegen diese Bestimmungen werben, forern nid)t andere Vorschriften höhe« ötraten androhen, mit Geldstrafe bis zu 150 Mk und im Unvermögensfalle mit Haft bis zu vier Wochen bestraft. 11689B Gießen, den 1. November 1920. Prrisprü'ungsfdelle der Stadt Gießen. Der BorsitzenDe: Or. Seid, Beigeordneter. Holzausgabe. Der Holzlagerplatz in der Gabelsbergerstraß« ist von Freitag den 5. Novemtec ab wieder geöffnet. Gießen, den 2. November 1920. U695B Stadt. Bremrstoffamt. Polizeiamt Gießen. Lauteschläger. Dn-ck d«r Brähl'fchen Uuive,ßtLt,.«uch und Sieinbru*erd N. Pangt, victz-n u-o Verkaufsniederlagen : Von 5—7 Uhr nachmit- erfolgen Moderne Formen - Mäßige Preise. Prima Stoffe und Verarbeitung. Adlerwerke vortn. Heinrich Kleyer A.-G., Frankfurt a. M. Amimotorenwerke Berlin Mercedes-Büromaschinenwerke, Mehlis in Thüringen Ständiges Lager der Gummiwerke Continental, Dunlop, Excelsior, Metzeler u.a.m. — Benzin-, Oel- u. Ersatzteilelager ■ Fritz Nowack UMft‘ Große Spezial > Abteilung für Marktplatz 21, Tel. 942, pcncniibcv d. C-nqelavmh. mit in Dte stift eintragen zu lassen. Wahl der Vertrauensmänner findet am Sonntag den 14. November 1920 vormittags 111/2 Uhr m Ettingshausen statt. Tas Wahllokal wird durch die Bürgermeisterei betanntgegeben. Bad-Salzhausen, den 3. November 1920. Der Landamtmann zu Bad--2alzHausen. Brill. 11699V B e t v.: Verpflichtung zum Preisaushang, ,unö zur Preisauszeid)- nung für Den Verkauf von Lebensmitteln und Gegm- ständen des täglichen Bedarfs. An § die Bürgermeistereien der Vflnbflemciiibcu sowie die Äeiidarmerie-Stationen des Kreisas. Trotz der von uns in Nr. 144 des Amtsverkündigungsblattes erlassenen Bekanntmachung vom 1. Oktober ds. Js. wird die iVer- pflichtnng zum Preisaushang und zur Preisauszeichnung vielfach nickst beachtet. Wir wellen daher nochmals auf strengste Einhaltung dieser Vorschriften hin. Zuwiderhandlungen find nn- nachsichtlich zur Anzeige zu bringen. Gießen, den 1. November 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Siegert. Pfannkuchen. Zutaten: 250 g Mehl, % Päckchen von Dr. Oetker*« „Backin“ yt Päckchen von Oetker’s Mllch-Elwdßoulver, Salz und Milch. Zubereitung: Das mit dem Eiweißpulver gesiebte und gemischte Mehl rührt man mit der Milch glatt an und salzt nach Geschmack. Kurz vor dem Backen gibt man das ..Backin“ hinzu und bäckt die Kuchen in einer Pfanne auf beiden Seiten echön braun. Obsthochstamme Apfel :: Birnen :: Kirschen ZweegGbft Apfel:: Birnen:: Pfirsiche empfiehlt um M.Me,W,MMökl.Z. Cabliau Schollen „ §eelach§ 1 beu'e u. die nächsten Tage eimrenend, emvsiehll 3. Rotschild, Markrstrane. ,IW7 Bekanntmachung. * In der Zeit vom 15.—31. Oft. 1920 wurden in Hiesiger Stadl ^b^?^n:l Flnberrmg mit Steinen, 1 einzelner Kinderschuh sechs Mark Papiergeld, 1 braunes Lederportemonnaie mst Inhalt- 1 dunkelgrauer Filzhut, 1 graue Markttasche, »in Paar schwarze Handschuhe, 1 Broiche mit Figur, 1 Strick zeug, 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Fünfmarkschein ein braunledernes Portemonnaie, 1 schwarzer Damengüttel - verloren: 1 Brieftasche mit zirka 300 Mk., Paß und Photograph ie, 1 goldene Brosche mit Köpfchen, 1 Herrenuhr mit Lederarmband, 1 goldener Trauring, gez. E. B 3 12 lfi 1 goldenes Kettchen mit Perlmuttanhänger, 1 schwarzes P»r- temonnaie nut zirka 80 Mk., Ausweise und Monatskarte 1 srlberne Damenuhr mit Tulaarmband, 1 Brosche aus Elfenbein, 1 dunkelgrünes Mäppchen mit zirka 273 Mk 1 schwarzer Umhang mit Kapuze und 1 goldener Anhänger nut 1 blauen und 2 weißen Steinen und Bild Die Empfangsberechtigten der gefundenen GegenstänDe be lreben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen Die Abholung der gefundenen Gegenstände kann an jedeni Wochentag von 11—12 Uhr vormittags und 4—5 Uhr tags bei der unterzeichneten Behörde, Zimmer Nr. 1, Gießen, den 1. November 1920. D I -usBer I Der Perl M 1- 2er komm Iri eintönig. Ir man so fa der roten Mmg man bi Kein SyMl I anderer Zn MOakteur Unl denken. 6 Will des M »daßder Kal Mn sei, und vc IM aufflär Erbe mit allen Mir Morsen. M-Wne Gebm In oon der ho' l'i zu ertoartei Inj des Wital l’iiiiü ins War lh nur die belv, l::i die Referat IM! die p hift M allein I isiMi-nus a rerte.M(utio l mit 5 I toffe Er p^fflier rebo pwn Welt, bifumale hin. b;tn tuetöe; t It?rn fehlten, n: Imo üben. Di vder Genosse prite und W.will, offi; pien frage zu lEntscheidung- h' öorjubereii pn Gedankei rM indem r Betriebsräl Mn, dann I unterirb ' die das G ^herauf m V «t Hölle bi r m3 noch km Engel rp1 kommun [Wnung au ES Ee- luie die c bemerkt, Ä'lchen uni R. bet Wirt fit sie k;?°nhat 1 E' i,e„ Bourgs Kti rum Ew? unt- P !«h die LW freub Kln 'venia p und ei' i/^rden ft k. örtlich. 1 fei reö°ru P tvirbZi Lfrbemi E««ten s lös K>‘i« |e 2 ^orii »di» Kraftfahrzeug-Verkaufsbüro Otto Göbel Seltersweg Nr. 73 Gießen Telephon Nr. 102 iiiwiiiiiiujrTniiiiiiiniinniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiu,iiiiii;niiifiiiiiiini!iniiiininTnmiiniHiiiunniHim—" Bekanntmachung. |'len Tagen statt. Zusammenkunft hierzu am 8. November 1920, mittags 12 Uhr am Rathaus zu Ober-Bessingen. Friedberg, den 29. Oktober 1920. Der Hessische Fetdvereinigungskvmmissär I. V.: Dr. Koch, Regierungsassesfor TI I -<» 3 Im IW I ;^,wN5 ■ -5 A jür Dl' 1 n*- Wegen 9lll|gQbC der Strumpfwaren - Abteilung verkaufe ich sämtliche Damen- u. Kinder-Strümpfe, Herren- und Kinder-Socken, Fühlinge und Handschuhe weit unter heutigem Preis Auf sämtliche reduzierten Preise bewillige ich einen Extra-Rabatt v. 10 Prozent Fritz Nowack 1 ü Pfund 11 Mark empfiehlt 11661 MtzMÜIMWr rtZalUorstrastc 32. Krisch zu haben! Weißkraut Wirfirrg und 018277 Wintcrzwiebelu. Mase, Ät.huhosstr. 43. e die Rothscne Sammlung deutscher Reichsgesetze Soeben erschienen: Umsatzsteuergesetz mit Ausführungsbestimmungen Preis jeder Nummer 40 Pf. Verlag Emil Roth, Gießen. Prima Dicnstuachrichten de» Kreidamte». In R a i' m ü h l (Kreis Lauterbach) ist die Maul- und Klauen >buche ausgebrochen. Die Gemarkung Radmühl ist tüm Sv^ bezrrk erklärt. 4R:tT' „ Zn der Gemeinde Ehringshausen mit Oberndor. 'Kreis Alvseld) rst die Maul- und Klauenseuche erloschen Ort utw Gemarkung Ehringshausen mit Oberndorf ist zum Beal^ tungsgebiet erklärt worden. w Bekanntmachung. ' Betr. i Die Sdiafräude in Daubringen Unter der Sdwfherde der Gemeinde Daubringen ist die Räno sestgestellt worden. Gemarkungssperre ist perhänat Gießen, den 29. Oktober 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: W e l ck e r. Bekanntmachung. " * Betr.: Schweinerotlauf in Gießen. Sn dem Gehöfte Lonystraße Nr. 2 dahier ist die Rotlausse^ erloschen. Die Sperrmaßregeln sind ausgehoben Gießen, den 1. November 1920. Polizeiamt Gießen. La u t e s ch lä ge r