Handelskredit dahin, daß dieser Vorschlag g.'gen den tun TdccTLir einen Fortschritt brivute. Tie Tagesottnrung der Konferenz ist «schöpft. Nunmehr wird dem Ergebnis der Ausschußberatiin- gcn cntgegengesehen. Die Stimme der Vernunft in England. Amsterdam, 2 Dft. (WTB.) Der Sonderberichterstatter des „Daily Chrontcle" ans der Brüsseler Finanzkonferenz knüpft an die Rede der amerikanischen Delegierten ans der Konferenz, Boy den, das ensant tcrrible, nach dem die Franzosen und andere mit der Peitsche knallen, Betrachtun^n, die Beachtung verdienen, da das Blatt Lloyd Qfeovge nahe steht. Der Berichterstatter schreibt: Es wurden alle Anstrengungen gemacht,- um die Finanzkonferenz in einem gewissen Abstand von den tiefsten Ursachen der Krankheit Europas zu hallen und sie zu einem höflichen diskreten Zusammentreffen der wirtschaftlichen Aerzte zu machen, die alles täten, nur nicht dem Patienten die reine Wahrheit sagen und die Operation nicht bezeichnen wollten, die sofort notwendig sei. England könne es sich nicht leisten, sich die wesentlichen Tatsachen der schwierigen Lag« Europas nach länger zu verhehlen. Frankreich habe sich von England getrennt, und es bestehe nicht nur eine Spaltung in der Entente, fürwichtigereZtveckebe- stehe die Entente selb st kaum noch. In seinen Ausführungen legt der Berichterstatter dar, daß man ursprünglich auf der Konferenz die Frage erörtern wollte, wie die deutsche Entschädigung greifbar gemacht irerben tonne. In Spa habe Lloyd George den heldenhaften Versuch gemacht, eine Grundlage zu frühen, auf der die gesamte Entschädigungssumme in kurzer Zeit festgesetzt werden könnte. Nachdem ihm dies nicht gelungen, habe er yu diesem Z>vecke ein neues Zusammentressen mit den Deutschen in Gens vor- geschlagcn. Millerands Weigerung, so schreibt der Berichterstatter, war tlfe leisten könnte, war der Kommentar zu den bestehenden Tatsachen. Der Berichterstatter schließt: Die Versammlung des Völkerbundes findet Mitte November statt. Man darf fragen, ob, wenn unsere Freunde in Paris dann noct) immer unversöhnlich seien, die britischen Delegierten nicht ähnlich wie Boy- den sprechen sollten. Eine Feststellung aus der Schweiz. Bern, 2. Ott. (WTB.) Die B a s e l e r N a ch- richten verweisen in ihrem heutigen Leitartikel daraus, daß bei Völkerbund laut 8 19 des Versailler Vertrages nicht zur Durchführung des Versailler Friedensvertrages verpflichtet ist, daß er vielmehr das Rocht hat, auf die Abänderung unabwendbar gewordener Verträge hinzuarbeiten. Tie Deutschen wurden, als sie sich über die Unterzeichnung ober Nichtuntorzeichmmg des Versailler Vertrages schlüssig zu machen hatten, in der Mantelnote vom 18 Jwti 1919 von Clemenceau selbst auf diese Rettungspforte ausdrücklich hin- gewiesen. Man hat daher feinen Grund, so schließt das Blatt feine Ausführungen, den im Jahre 1919 als motivier bar erttarten Versailler Vertrag sich im Jabre 1920 von $>errn Millcrand als „das neue Grundgesetz Europas und der Wett" aus- oktroyieren zu lassen. Die Verhandlungen in Riga. Kopenhagen, 2. Ott. (WTB.) Der Warschauer Korrespondent der ,LZerlingsfe Tidende" telegraphiert nach halbamtlichen Meidungen aus Riga: Es scheint in den Friedensverhand- lungen eine ungünstige Wendung env getreten zu sein, da Joffe, wie man annimmt, auf Befehl Trotzkis, eine Reche ruj ischer Forderungen vorgeleyt Hot, aus die Polen nicht entgehen will. Die russische Abordnung eritärte u. a„ daß Rußland nicht in die Eingliederung Wilnas und Grodn os in Polen ernwillchen kömie, da, nm diese Städte in den Bereich Polens kämen, das eine ständige strategische Gefahro für Rußland bedeuten wüche. Die ruf istbe Dvwjetregierung verlangt daher, daß die pvlnischen Truppen sich aus Lvtcnien zurüc^iehen. Ferner verlangt sie, daß in Ostgalizien eine Aolbsatbstrminrung abgehallen wird und daß der Teil von Wolhynien, der östlich des Bug liegt, an Rußland fallen soll. Ein Umschwung in Rußland? Kopenhagen, 2 jDft. sWofff.) Der „Natronalridende" wird aus £«Iiingfor5 telegraphiert, daß sich in Rußland eine Streikbewegung ausbreitet. An vielen Stellen kam es zu Unruhen. In Petersburg sollen mehrere Kommissare erschossen worden sein. An der Westfront herrsche große Unruhe. Die Bevölkerung fordere den sofortigen Frieden. Trotzki soll verwundert und Budjeany vor ein Kriegsgericht gestellt worden sein. England und Rußland. Rotterdam, 2. Okt. (Wolff.) Der „Nieuwe Rotterdamsche (Sourant" meldet aus London, das Gerücht, wonach das Kabinett einen Plan (für ein Abkommen über die Wiederaufnahme der Handelsbeziehungen mit Rußland erwäge, entspricht nicht den Tatsachen. Vor den Enthüllungen über Kamenew hat die britische Regierung die russische Delegation aufgefordert, konkrete Vorschläge zu unterbreiten Nachdem jetzt Kamenew durch einen anderen Delegierten ersetzt worden ist, hat die Delegation diese Aufgabe wahrscheinlich wieder ausgenommen. Aus Spanten. Madrid, 3. Ott. (Wolff.) (Reut«.) Der König verfügte die sofvrttge Auslösung deS Park ar m ents. Tie Neuwahlen finden im Dezember statt. Tas Parlament wird wifokngs ßattunx wieder eröffnet. Ein Wcltpostkougretz in Madrid. Madrid, 4. Ott. (WTB.) Am 1. Oktober wurde der Weltpo stkvng re ß durch den König feierlich in Gegenwatt des diplomatischen Korps und der gesamten Regierung eröffnet. --- \ Line Ronserenz der Lrnährungrminifter. Berlin, 2. Okt. (WB.) Im Reick>Smü'.tsto- rium für Ernährung und Landwirtsckoft fent> am Fwritag eine Besprechung mit den Ernähr nngsrnin ist er- der Länder ftiitt. Es fand eine Anregung lebhafte Zusttmrnung, ine in Aussicht gestellte Rattan gering ausgemahlenen Kochmeh^les von 1 2d ©ramm auf 130 Gramm wöchentlich zu erhöhen. Tie Reichsvegierung sagte wahlwollende Prissung dieser Anregung zu. Als Hauptmittel für die Sicherung d?r Bvatversorgung wurde immer wieder aus die verstärkte Anlieserwig seitens des heimischen Land- Witts und aus schärfere Erfassung hingewiesen. Ter Stand der Kartoffel Versorgung wurde von verschiedenen Vertretern der Länder wesentlich günstiger beurteilt, als das heute in der Öffentlichkeit geschieht, und zwar führte zu der günstigeren Auffassung die Tatsache, daß die Kar- tofselemte nach den einkommenden Bettchten eine Et e Mittelernte ist und daß durch Be- uß vom 29. September eine Einigung zwischen Organisationen der Erzeuger sowie den Städten und Gewerkschaften über ixe Niederhaltung der Preise zustande gekommen ist. In der Besprechung der Milcherzeugung wurde darauf lstngewiesen, daß der zur Zeit vom Reiche zugeslandenc Höchstpreis von 1,25 Mark nicht herauf gesetzt werden könne. Zur Vermeidung von Ungleichheiten in der Preisbildung und Belieferung wurde die Schaffung größerer Wirtschaftsgebiete tn Aussicht genommen. Au» dem Reiche. Der Reichspräsident und die neue Friedensbewegung. Berlin, 2. Ott. (Wolff.) Der Reichspräsident empfing gestern einige hier wellende Mitglieder der Gesellschaft der Freunde (Quä- ke r), die ihm zwei Denkschriften der ün August d. I. in London abgehaltenen Welt- konferenz der Freunde überreichten. In der an die Regierungen aller Völker gerichteten Denkschrift wird der sofortige Abbruch des Krieges zwischen Rußland und Polen, die schleunige Wie- oerherstellung des wirtschaftlichen Lebens durch eine internattonale Kommission aller in Bettacht kommenden Lander, die Neubildung des Völkerbundes unter Einschluß Deutschlands, Oesterreichs und Rußlands unb die Entwaffnung aller Völker gefordert. Eine an den Völkerbund gerichtete Denkschrift verlangt ebenfalls die Umbildung der Verfassung des Völkerbundes, dem alle Staaten als Vollmitglieder btizutteten hätten und dessen Verfassung eine wirkliche Vertretung der Völker ohne Vorherrschaft einer kleinen Gruppe gewährleisten müsse. Hindenburg. Berlin, 3. Okt. (Priv.-Tel.) Nach einer Meldung der „Deutschen Allgemeinen Zeitung" aus Hannover überreichte der Rektor der Technischeu.Hochschule Hannover dem! Feldmarschall HWdenburg anläßlich seines 73. Geburtstages eine Urkunde als Ehrendoktor der sämtlichen deutschen Technischen Hochschulen. Die parlamentarische Lage in Preußen. Berlin, 2.Okt. (WTB.) Im Hauptausschuß der preußischen Landesversammlung fand aeftem wieder eine Aussprache über die Besetzung der Aemter statt. Im Verlaufe der Aussprache erklärte der Minister des Innern die gegen den unabhängigen Landrat Kasparek trot- aebrachten Beschwerden als völlig unbegründet. Weiterhin erklärte der Minister, daß Preußen mindestens im gleichen Maße wie Bayern Anspruch darauf erheben kann, ein Ordnungsstaat zu sein. Auch über den Wahltermin fanden zwischen den Koalitionsparteien und der Rechten wieder lebhafte Auseinandersetzungen statt. Die Gewerbe- und Kaufmannsgerichte. Berlin, 2. Okt. (Wolff.) Vom Arbeits- Ministerium wird uns gemeldet: Die Entwicklung der wirtschaftlrchen Verhältnisse seit dem Frühjahr 1920 führte dahin, daß sich bei den Neuwahlen der Beisitzer zu Gewerbe- unb Kaufmannsgerichlen in bezug auf die in der Verordnung vom 12. Mai vorgesehene Zuständigkeitsgrenze von 15 000 Mk. Schwierigkeiten ergaben. Tas Reichsarbeitsministerium bereitet daher eine Notverordnung zur Abänderung der Verordnung vom 12. Mai vor, tn der die Einkommensgrenze erheblich bexauf* Der frauzöfische Gewerkschaftskongreß. Paris, 3. Ott. (Wolff.) Nach einer Meldung aus Orleans nahm der französische Gewerkschaftskongreß aeftem abend in seiner Schlußsitzung mit 1478 gegen 602 Stimmen die Tageso rdnung der Mehrheit, also der gemäßigten Elemente, an. Für die Tagesordnung Verdier ftimmten 42 Mitglieder, 83 enthielten sich der Abstimmung. In dieser Tagesordnung kam der Standpunkt der äußersten Linken des Kongresses zum Ausdruck. In der Tages- ordnuna der Minderheit wird erklärt, daß man sich vollkommen auf den Boden der in Lyon im vorigen Jahre angenommenen Resolution stelle offne Vorbehalt, und den revolutionären Endzweck bestätigt. Die Resolution spricht sich ferner für die Nationalisierutta der wesentlichen JtLustrien und Austauschmittel aus und bekennt sich zur gewerkschaftlichen Internationale, begrüßt auch das internationale Arbeitsamt, dessen grundlegendes Verdienst sein könne, auch in den Kolonien und kleineren Staaten den Arbeiterschutz einzuführen. Tie Entschließung tritt ferner für eine gerechte Verteilung der Rohmaterialien ein und veruttellt schließlich die Politik der französischen Regierung, die ein Instrument der Weltreaktion sei. Endlich wird die vollkommene Solidarität mit dem revolutionären Rußland ausgesprochen. Als Gmndlage für die französische Gewerkschaftsbewegung wird es bezeichnet, daß die Nationalisierung der wichtigsten industriellen Betriebe unvermeidlich sei. Tie Entschließung wurde von der Mehrheit des Kongresses durch Handausheben angenommen, damit waren die Besprechungen des Kongresses beendet. Tie Mehrheit verließ den Saal unter Absingen der Internationale. Orleans, 4. Okt. (WTB.) Tie Minderheit des Kongresses der svwizöffschen EGT. hat in einer besonderen Sitzung beschlossen, ein revolu- tion ärc3 Komitee zu bilden und ter 3. Moskauer Internationale beizuttv- ten, ohne die Selbständigkeit der französtpcftsi Gewerkschaftsbewegung auszugeben. * Mayer und LeygneS. Berlin, 3. Okt. (Wolff.) lieber den Besuch des deutschen Botschafters Dr. Mayer bei dem französischen Mini st erprasidenten berichtet Havas in folgender Form: Der deutsche Botschafter Dr. Mayer stattete gestern dem Ministerpräsidenten und Minister des Aeußeren Leh- gues seinen ersten offiziellen Besuch ab. Dr. Mayer versicherte zu wiederholten Malen mit aller Entschiedenheit, Deutschland sei gewillt, den Friedensvertrag in vollem Umfang bis an die Grenze des Möglichen zu erfüllen. Ley- gues erwiderte, wenn Frankreich) Iben guten Willen Deutschlands bei Ausführung des Friedensvertrages erkennen könnte, würde die Regierung der Republik gewiß alles tun, um die Lage Deutschlands hinsichtlich seiner Verpflichtungen zu erleichtern und um die Wie- deraufnahme der normalen Beziehungen zwischen beiden Ländern zu fördern. Der Ministerpräsident fügte hinzu, daß unter solchen Umständen die Wiederaufnahme und Entwickelung der Aanb elsb eziehunyen, die durchaus in der Absicht der französischen Regierung liegen, zum gegenseitigen Vorteil der beiden Länder sehr erleichtert würden. Der^eutsche Gesandte erklärte, daß die Wio- deranknüpsung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland insbesondere der deutschen Regierung erwünscht wäre. Die Unterhaltung, die beiderseits durchaus offen und aufrichtig geführt wurde, gestattet ein günstiges Urteil über den Charakter weiterer Besprechungen. Die Konferenz in Brflfid. Brüssel, 2. Okt. (WTB.) Die heutige Sitzung ber Finanz konferenz brachte neben der furyn Besprechung des Vorschlages einer internationalen Bank von Delacroix rwr allen Din- aat das bedeutsame Projett des holländischen Bankiers Termeulen. 92arf) diesem Pvo- soll eine Organisation geschaffen werden, die dem Warenverkehr hinsichtlich der Kreditabwicklung eine fiebere Grundlage gewährleistet. Diese Grundlage sieht eine Zenttalkommifsron vor, die von mehreren Staaten gebildet wird un5 der die Ausgabe übertragen ist, einen Sicherheitsfonds zu verwalten. Dieser Sicherheitsfonds wird durch Steuern und andere Einnahmen der an dem Pro- jctt beteiligten Staaten gespeist. Von dieser gehen ans) Oie Obligationen heraus, die den eigentlichen Kreditverfehr zwilchen Importeuren und Exporteuren aller beteiligten Länder vermitteln sollen Nur für den dringendsten Bedarf sollen Kredite gewähtt werden, auch nut für Rohstoffe zur Herstellung von Halb- imb Fertigsabrikaten, die wieder für den Export bestimmt sind. Aus dem Erlös des Exportes sind sodann die Obligationen ein» zu lösen. Auch in der heutigen Nachrnlltagssitzung ergab die Besprechung über tfcn Plan vvjl Termeulen grundsätzliche 3uftimmung. Es ist in der Tat ein wohl zu bearorenier Vorschlag. Der Präsident der Konferenz blldete heute einen besonderen Ausschuß, der die Ausgabe hat, über die ftnan- iveflc Versa»'jung der einzelnen Länder einen Bericht zu verfassen. Von deutscher Seite wurde in diesen Ausschutz Professor Dr. Lotz-München gewählt. Der Franzose Avenol äußerte sich yt dem AorMage Termeulens über den mter.jxruxialea Erstes Blatt 170. Jahrgang ren in ich infa US sm 1780 :eiUM llimfl al 9 308 4 372 20 152 onuM WM' U* oüeflnt i£idt$ !hnhof■ uße49 „ tob'18®81- 'M ten zu B&dote- rölbsteln& len nm! teln-Platten. k und wärme >n. Zwan^släa teste Ausauti schattilchite V toffe.wieBrik \gm mw. ote auf Antrag n.b.H, Londor t Nr. 10. M Millionen Fr. 4 692 Miüerauö über die Erhärtung der Bündnisse. Paris, 2. Ott. an- td« es sich darum, ob eine große AnzaV deutscher Arbriter zu Den WTederaufbw'arbriten tn ben ner» Vüstetm Gebieten Nords.unkreiiis verwendet werben sollte. Nicht ohn« etlyblid)? Schrmerrgfeüen ttmtbni dam. lt' die Berha' d ungen zwischen L«tscbtand unb Frankreich gefügt, bis sie lub Meßlich immer mehr tm Sande verliefen. Jetzt gibt es in Deutschland zwar noch ent Wieder- «Kau-Minisderuun, aber seit Herr Geßler die tolfotgeridxift Nvskes angetreten hat, ist die Be- taitung dieses Ministeriums mehr unb mehr zu- laWmengesckwrvlzen. Unterbfiim haben die Fran«ofen, unterstützt um Polen, Tscliechv-Slewaken, Portugiesen und kpamcrn die Wiederaufbauarber^en in die Hand genommen Nach welchen Meycheu das Mieder- öfbairrot’rf in Franttrich gefüllt wird, darüber tarnt sich allerdings kftum jemand ein richtiges Wb machen, und man hat mehr und mehr den ßnlrucf, daß es an einem rinbritlichcn Wieder- eufbüuFTjgramm vollständig fehlt. Tie Orgauö- tatwn des ganzen Wiederaufbaues liegt offenbar tn Händen, die ihrer Aufgabe durck)aiis nicht ge- vachsm sind. Nach ben von der svan-östschen Regierung bis Mitie ds. Js. hcvausgcgebenen amt» toen Berichten des französischen FinanKminisfe- rimns hattn die Aufwendungen für den Wiederaufbau Nordsranttrichs bclragen: Bett achtet man diese Zahlen rein äußerlich, so mußte man bei der Riesensumme von mehr als 20 Milliarden ermatten, daß ein ganz erheblicher Fortschritt in den Sßieber aufbau arbeiten bereits erzielt fei. Das ist aber leider nicht der Fall. Tie französischen Behörden, die in den vernÄste- ten Gebieten tätig sind, führen dort ein lustiges , scheinen ihre Stellung mehr oder weniger eine Art Ruheposten aufzufassen und es darauf ulegen, sich neben ihren hohen Gehältern Bc- ungsgelder aller Art zu verschaffen. Tie Betrag der Wiederausbauarbeiten an Privatuntet- men erfolgt nach völlig einseitigen Gesichtsitten, und gewisse Cliquen haben die Vergebung Arbeiten so in der Hand, daß eine Reihe von temefjmen gar keine Gelegenheit findet, sich tentm zu beteiligen. Zudem feUt es im Wiederaufbaugebiet an den notwendigsten Baumaterialien, »r allem an Brettern Nägeln, Handwerks zeugen, Feldbahnen, Gleisen und bergt, ohne die nun nnmal ein geregelter Wieberausbau ein Ting der ünmöglichkcit ist. Was bei den Zahlen des französischen Finanz- «inisieriums aber besonders ausfällen muß, das iß das krasse Mißvetl-ältnis, in dem die Kosten der eigentlichen Wi’fercherstellungeatbei'en zu den Eevrallungsausgalvn stehen. Aber es ist bei den fnnszösischen Beyöiixen int Wiederau fbaugcbiet Lmlich wie bE r w e r b s l o s e n nicht sofort befriedigen konnte, drang »die Menge ms Rathaus ein. Die Stadt wurde von der staatlichen Sicherheitspolizei besetzt. Der Hauptradelsführer, Kommunist Kuppe wurde verhaftet. , Die Eröffnung der Flugpost Frankfurt— München. . r M Lnchen, 2. Oft. (Wolff.) Tieerste baye- rischeFlngpostlinie M ünchen-^r an k- f u r t a. M wurde heute um 9 Uhr durch den Flug zwE Rumplerflugzenge nach Frankfurt a. M eröffnet. Generaldirektor Rumpler führte in crner Ansprache ou5, daß, es langwieriger Ber- bandlungen mit der Entente bedurft habe, um die FluWQrg-e für den Verkehr frei zu bekommen. Auch die Verhandlungen mit der Stadt Frankfurt seien erfolgreich gewesen so bafo der regelmäßige Verkehr znr Frankfurter Meise vom 3. bis 9. 10. mbgsich geworden sei. Staatssekretär St in gl erwiderte, daß es ein denkwürdiger Augenblick von Verkehrs- geschichtlicher Bedeutung sei, daß jetzt erstmals rn Bayern der Luft Postsendungen und Reisende zum regelmäßigen Verkehr übergeben würden. Der heu- tipe Lochritt möge den Grundstein bilden für den Ausbau eines in München und Bayern verankerten großzügigen Flugverkehrs mit den übrigen deutschen Ländern und mit den an Bayern angrenzenden Staaten des AuÄands zur Wiederbelebung des deutschen Wirtschaftslebens inrtb zur fruchtbringenden Wiederaufnahme internationaler Verkehrs und Honb-lsbeziehungen. Er begrüßte cs mli das allerlebhafteste, daß gerade ein bayrisches Unternehmen, die bayrischen Rumplerwerke, sich mutig und beveitwillig in den Dienst der Postver- waltung gestellt haben. Ueber den wackeren Flug- zermm und ihre wackeren Piloten möge ein gütiges Geschick walten. In diesem Sinne erkläre er die Flugpoftlinie München—Frankfurt für eröffnet. Die Unabhängigen ht Frankfurt. Frankfurt a. M., 2. Okt. Die Spaltung in der Frankfurter USP. .führte am Freitag abend dazu, daß die Reichstagsabgeordnete Toni Sender und der politische Führer Dißmann in einer Versammlung der Unabhängigen zunächst überhaupt nicht hereingelassen werden sollten und dann nie?- dergeschrieen wurden, so daß die gemäßigteren Elemente eine eigene Versammlung in einem anderen Lokal veranstalten mußten. vom paMsten-rlongretz. Braunschweig, 2. Okt. (Wolff.) Der Pazifist enkong re ß stützte sich bei der Beratung der Resolutionen wesentlich auf die vom Grafen Harry Keßler in feinem Referate über den Völkerbund als WirtschaftS- und Arbeitsgemeinschaft ausgestellten Thesen. Diese besagen: Der StörenfrvÄ» der Welt ist der Imperialismus. Der Völkerbund wird daher den Frieden der Well und ihren materiellen Wideraufbau nux sichern, wenn ferne Grundlage eine feste von Werktätigen und Verbrauchern selbst verwaltete Orgonisations- gememschaft ist. Diese Grundlage kann geschaffen werden, todtn der unw iderstehliche Druck der Hand- und Kopfarbeiter aller Länder durch ihre wirtschaftliche und politische Organisation sie erzwingt. Der neunte deutsche Pazifistenkongveß beantragt zu diesem Zwecke, mit den pazifistischen Organisationen der anderen Länder, den nationalen und internationalen Organi- saticmen der Hand- und Kopfarbeiter Fühlung zu nehmen. In einer längeren, von der Versammlung mit großer Aufmerksamkeit angehörten Rede führte Graf Keßler dazu aus, daß die tiefste, immer erneut weiter wirkende Ursache von Unruhe und Unfriede die Verguickung von Staat und Wirtschaft m der jetzigen Form sei. Die große Ausgabe bestehe darin, die Wirtschaft aus der staatlichen Bindung zu lösen. Zu diesem Zwecke müßten die großen Witt- schaftsgrbrlde, Kartelle, Trusts, Syndikate und Arbeiterorganisationen in den Völkerbund ernteten. Die vom Versailler Völkerbund geschaffenen, ständigen wirtschaftlichen Organisationen, die zur Zeit ungeeignet zusammengesetzt seien, müßten zur Grundlage des wirklichen Völkerbundes genommen werden. Es handle sich darum, die Führung bei der Loslösung der Weltwirtschaft aus der Umklammerung der Einzelstaaten zu übernehmen. .Die Sicherung der Bedürfnisse des Menschengeistes fei durch die Mitwirkung der großen religiösen Gemeinschaften am Völkerbund zu bewerkstelligen. Der Kongreß stimmte ohne Erörterung den Leitsätzen Keßlers zu. Braunschweig, 2. Okt. (Wvlff.) Tie bei Referaten Über den Völkerbund als Rechtsgemein- sck-aft und zu den Friedensverträgen vorgelegten Entschließungen und Mn trägt vom neunten Pazifistenkongreß wurden zusammen fassend in folgender Fassung gegen vier Stimmen angenommen: „Der neunte deutsche Pazifistentongreß ist sich einig m der Hoffnung auf den Sieg des Völker- bimdgedankens, der der Staatenwelt Befreiung verheißt von den Uebeln des bisherigen Systems toter«’ nationaler Unordnung, wie es der Weltkrieg und die FnedenSMüsse in ferner ganzen Verderblichkeit bärgefan haben. Der Kongreß lchnt die Pa- riser Satzung fetz ihrer allerdings erheblich e n M ä n g e l nicht grundsätzlich ab. Er erwartet, datz die Handhabung der unvollkommenen Bestimmungen, wenn nur der Völkerbund vom Geiste der „auf Gerechtigkeit und Ehre gegründeten internationalen Beziehungen" erfüllt £tn wird, menube Mängel der Satzung ausgleichen tonn. Er betont aber die Notwendigkeit, auch die Satzung sAbft zu einer wirksamen Waffe der internationalen Rechts!bee auch gegenüber den mit dieser Frage schlechterdings unvereinbaoen Friedens Vorträgen mnzuwandcln und auszugeftaltcn. Ter Alongrey fordert die Erweiterung der Pariser Bölkerbmib-.- akte durch einen Weits chiedsver trag , durch einen ständigen internationalen Gerichtshof, oucch einen unpartei ffcben obersten Bermitllnngsral und burd) ein allen Staaten aufzuerlegendes Verbot der Wehrpflicht Ter Völkerbund darf tn keiner Form der organisierten Tötung Vorschub leisten. Ter Kongreß holst zuversichtlich, datz dh- Dovaussetzungen für den Eintritt Deutschlands r: den Völkerbund devartige sein werd u, daß die Einladung zum Eintritt unter totemattonalen anä nationalen Gesichtspunkten angenommen werden kann." Aus Stabt und Cattd» Gießen, den 4. Okt. 1920. Geh. Justizrat Gebhardt t. Am Dlnmerst«g vormittag verstarb plötzlich der Amtsgerichtsdirektvr a. D. Geh. Justizrat Hch. Gebhardt tot 80. Lebensjahre. Mit ihm ist der Senior der Hessischen Richterschaft dahiiigeschieden. Er war am 26. Februar 1841 in Battenberg geboren, besuchte das Gtzminasium in Gießen und studierte in Heiddberg und Gießen. Am 20. Juni 1864 trat er beim Hofqericht Gießen nach woyl- bestondener Fakuftäisprüfung in den Staat Äwen st ein. Nachdem er int Jahre 1867 das Stoalscxamen bestanden hatte, wurde er nach Verwendungen an den Landgerichten Gießen, Schotten, Grünberg und Laubach am 29. Dezember 1871 als Staats- anwÄtssubstitut bei dem Bezirksstrafgericht Ms- feld definitiv angesbellt. Am 6. Januar 1873 wurde er zum Landgerichlsasiesjor in Msfeld ernannt und am 16. April 1875 an das Stadtgericht Gießen versetzt und von da ab wirkte Gebhardt in unserer Stadt bis zu seiner am 18. Mai 1919 erfolgten Pensionierung. Am 4. Mai 1903 war er zum Obevamtsrichter und am 1. April 1914 zum Amtsgerichtsdirektvr des Amtsgerichts Gießen ernannt wvtden. Am 20. Juni 1914 tonnte er in voller Frische und Arbeitskraft sein 50iähriges Dienstjulwtaum feiern und erhielt aus diesem Anlaß, das Ehren kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. Der Verstorbene war ein tüchtiger, gewissenhafter Beamte, ein wohlwollender und gerechter Richter und Vorgesetzter, ein liebenswürdiger Mens ch und feinen näheren Bekannten eint treuer Freund. Gebhardt war alter Herr des Korps Hassia und lange Zeit 1. Vorsitzender des Gesellschaftsvereins. Ein schwerer Schicksalsschlag für den l-ochbetagten Mann war der Tot seiner Gattin. Seitdem hat er sich immer mehr zurückgezogen und man sah die bekannte, immer nnxfy frische Gestalt des liebenswürdigen Herrn in neuester Leit immer seltener. In unserer Stadt und weit über ihre Mauern hinaus wird man des langjährige, verdienst'vvllen und allgemein geachteten Richters des Bezirks stets dankbar und freundlich gähnten.- Veranstaltungen. Montag: Handelssckiule Hermes, Briefmarken-, Notgeld- und Kartenausstellung. — Cafe Leib, 8 Uhr, Konzert und Vorstellung der Medick- Meidinger. — Hotel Einchorn, 8 Uhr, Ringkampfe. — Lichtfpvelhaus wie gestern. ** In der außerordentlichen Hauptversammlung des Lahnkanalvereins am Samstag nachmittag im Hotel Einhorn wurden die in der letzten Zeit unternommenen Schritte des Vorstandes einmütig gutgeheißen. Für die Ausführung des Lahnkanals K o ble n z—Gieße n besteht bekanntlich auf absehbare Zeit hinaus lvenig Aussicht. Der Lahnkanalverein will daher mit aller Energie versuchen, die Kanalisierung der Lahn durch eine Verbindung zwiscl-en Rhein und Fulda (Weser) zu erreichen, was schon formell durch eine Satzungsänderung zum Ausdruck kommt, wonach der Bevern künftighin den Namen Fulda- Lahn-Kanal-Verein führen wird. Wir werden auf die Tagung näher znrückkommen. ** D ie Literarische Gesellschaft hatte gestern, am Sonntag, einen großen, wenn nicht ten größten künstlerischen Erfolg seil ihrer Gründung zu verzeichnen: der Dichter Armin T. Wegner, eine äußerst sympathische Erscheinung, las aus eignen Werken. Er las Verse und Prosa. Der Geist, hat er feinen Dichtungen einhaucht, ward durch die Kunst ferner Repe zwiefach lebendig. Sein Vortrag war von individueller .Kraft getragen, Töne schlug er an, so voll und reich, daß sie dem Hörer ans Herz greifen mußten. Was der atemlos laufchndm Versammlung da entgegen- wehtcl, war nicht nur die Stärke der Rede, es waren die Harsenklänge eines Dichters, dessen Atmosphäre die Atemzüge der Wirklichkeit spüren ließ. Tie Vortragsstücte, die Wegner aus fernen Werken wählte, waren von mannigfaltigen Empfindungen erhoben, die Gewalt feiner Sprache geht den betligften Gütern der Menschheit nach, Verse voller Reife und Tiefe wurden laut. Das Wesentliche, Ausgeprägte der Wegnerschen Dichtungen beulet: Menfchheitsgefühl, Güte, Verstehen, Hingabe und dienende Liebe. In der Mutter-Maria-Hymne schloß her Abend mit einem wundervollen Mord. Tie Zulchrerschaft dankte dem Dichter mit herzlichem Beifall. ** Orgelkonzert. Tas am Samstag abend in der Stadtkirche veranstaltete Orgelkonzert von Fritz Schink, Organist an ber Berliner Heilig-Kreuz-Kirche, und ber Konzert- und Ora- toriensängerin Clara Weber aus Augsburg, staub auf einem so künstlerisch hohen Nissan, daß so leicht nicht zu überbieten ist. Herr Schink, ein Meister seines Instrumentes, brachte uns eine Reihe edelster Kompositionen zum Vortrag. Seine glänzende Pedaltechnik und feine brillante Fingerfertigkeit erhöhten noch die Kunst der lvunderbar ausgearbeiteten Registrierung, durch die er eine selten schöne Klangfärbung erzielt. Zart und weich schwebt sein Piano, langsam schwellend steigert sich das mit allen Tonschattierungen gezeichnete Crescendo bis zu einer brausenden, orchestralen Klangfülle, um bann wieder ersterbend in ein vom Fernwerk getragenen, träumerischem Piano zu versinken: „Abendstimmung" von Hugo Raun. Aus- gefeilt und meisterhaft spielte er Bachs E-Moll- Präludium und Fuge, imb seine große technische Sicherheit zeigte sich in „Schema und Variationen" von Reger. Der Höhepunkt des Abends war jedoch Clara Weber. Sie bannt einen jeden Lauschenden mit ihrer reinen, lvunderbar geschulten Sopray- fhmmc, die selbst in der Höhe und in voller Tonstärke weich und schmiegsam bleibt. Ein anfänglich leises Tremulieren verlor sich bald. Wie warm UND lnngebewd sang sie Mozarts „Laudate Do- mimun^,- wie majestätisch die „Allmacht" Schu- bkrts- Eine heilige Ehrfurcht senkte sich in jedes E^chtee Herz und bei den innigen, seelenvollen Tonen von -Schumanns „Mondnacht" war es auch einenr leben, .Als hätt ber Himmel die Erde füll . Argrisfen von solcher Kunst erkennt man L,recht.bie Wahrheit der Beethovenschen Worte: Muftkist etrc höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie! ** Von der Reichswehr. Nach den Spamw Verhandlungen mußte bekanntlich bis i 'Uttober die Räumung dec neutralen Sone vollzogen lem. Das Rüchöwehrbataillon, das bis m^SSlnbaufen stationiert war, hat daher dieses stadtch.n am 1 flöhet verlas'en und ist zu gleichen Terlen nach G ie ß e n und Kassel ber- .egt und Mit beii bor. git Einheiten vetschnol-en .jnrtx«!- La« QwikBer N.-ch lyehrregimin: 22 Kreis Friedberg. mc. Friedberg, 3, Okt. Imrvermindert an, ■ tajw .'AZ [i Aus deir UienUWfthr j man im allgn '«oicychn ü» uffelerttefa BÄ rW? K hs® WZ die 3. Abteilung _, . . , Polizei in Stärke von 250 Mann eingezogen. "Der Fahrpreis für die Straßenbahn beträgt vom 1. Oktober b. IS. ab für jebe Person und Fahrt 40 Pf Es gelangen Iahlmarton k idjattin legen lüi bett FrWu Ich diel genesen Itmknhck der i o fjfberte, nicht irnsivert ist, ba1 m nächtiger (! 'Gewicht vvn l11 fet. Trohallede .eyftafe Nachfm. ft bte ungettrifc We in bietet ftnZgüöcsL stlijm diese je j F Zmcher am : tzGwßMe. Lei ■er bat gerade u sehr gckitto PW Aiesenfla hmtnet m tzait Mk- Kvhlraben ¥ cittiviifclt und pög?. L-l^Mau F.Ntß? des 2i psönrmlung ber k ni uichversoiMg g Wjeit mc W «raten. % BF 1917/18 1918/19 1919/20 1 Zn obigen A - MM jüb feien | Zn den M ■:immaat tm ■ Wörmoisen dürfe ■n" - Mdies K ber W e tnrr ger MZtii afiero Iriffren VeMr ■Ihfe. heute diu Mausrmfen. teilt wurde, hat sich jetzt, wie die Frankfurrc Kriminalpolizei durch eingehende NacWorschiriiqei festgestellt hat, als ein gut bürgerlicher Mann et« puppt. Der Hochstapler ist aeboyMer Russe um seit Jahren Schauspieler an kleine' Provinzbühnen gewesen. Die Feststellung e, gab, daß er in der letzten Zeit fast Nur von ©djtou. beiden und Hochstapeleien größten Umfangs lebt hat und wegen dieser Straftaten schon ch 6 Stück für 2 Mk. zur Auskfebe. ** Ter Hessenbund der Weltkorre- spondenz Weko, dessen Ortsgruppe Gießm in unserer Stadt eine starke Mitgliedschaft aufweist, hat seit Samstag in den Räumen der Haw- delsschule HermeZ' eine wohlgelungene Ausstellung von Briefmarken, Postkarten um» Kriegsnotgeld oder «Aadtegeld veranstaltet, die erst heute abend 7 Uhr zu Ende geht und sich in den beiden enten Tagen dnes sehr starken Besuches zu erfreuen hatte. Auch die zahlreichen Besucher der Veranstaltung, welche selber nicht Sammler sind, fanden bei der Fülle des Gebotenen rdche Belehrung uich Anregung. Ganz besonderes Interesse sanden die gwßen Kollektionen von Kriegsnot- und Städtegeld, die in lückenloser Folge, soweit deutsche Städte in Frage kommen, zu sehen waren Die dlusstzdler erbieten Preise Es soll, wie wir erfahren, diese Art Ausstellung alljährlich in unserer Stadt wiederholt werden. *♦ Silberne Hochzeit feiern am Mittwoch Oberbauinspektor Philipp Breitwieser und Frau, Bruchstraße 19. ** Die Engelapotheke hat mit dem 1. Oktober ihren Besitzer sewochsett. Der bisherige Besitzer, Theodor Schwieder, zaeht sich in das Privatleben zurück. Die ApotheLe nxtrb unter dem neuen Besitzer, Dr. H^ller-Mnnk aus Berlin, tn der bisherigen Weife fovLgeführt. ** Der Vieh'händler-Verein Gießen und Umgegend vevanstMet am Donnerstag nachmittag 372 Uhr rm Cafe Am end seine Genercilversammbung. ** Die Ringkämpfe nm die Meisterschaft von Heften nahmen gestern im Hotel Einhorn bei miöverkauftem Hause ihren Anfang. Jln der Mit tagS-Vo rftelLung rangen zuerst Werner gegen Irscher. Em schöner technischer Kampf wurde auch sehr stark geführt, es flomtte aber nach 20 Minuten keme Entscheidung herbeigeführt werDen. Ms zweftos Paar rangen Tvappen gegen Wlthoff. Trappen, rvcldier den Kamps sehr stark führte, siegle nach 12 Minuten Meist»- siegte Schneider über Mthoff in 8 Minuten. Gehrmrami und Altk^f^ vangen unentschicben. Trappen besiegte Fischer in 16 Minuten. Wie wir hören, hat auch Hitzler sein Erscheinen zugesagt. Heute ringen bra Paare. Landkreis Ciießen. Brand. n. Heuchelheim, 3. Ott. In der Nacht vom 2. aus den 3. Oktober brannte es in der H«Schreite des in der BvauhauSstraße wohnenden Landwirts Jak. Bepler. Tas Feuer fand in ber gefüllten Scheune, einem IaiHauwerk, reichlici-e Nahrung. Nur hem glücklichen Umstande, daß fast völlige Windstille herrschte, sowie dem rechtzeitigen Eintreffen ber OrtSfeuerwehr, bi? bte gefährdeten Nachbargebände sofort unter Wasser nahmen, ist es zu bauten, daß bas Faier Idnen weiteren Schaden anriefftete, sondern sich aus leinen Herd beschränkte. Heber die Ursache des Brandes ist bis zur Stunde nichts näheres bekannt. Kaninchrn-Ausftrllung. I Taubringen. 3. Ott Die 8. Pro- vinzial-Verbands-Ausstellung oberhessischer Kaninchenzüchter fand am Samstag und Sonntag in Danbringen statt. Tie Ausstellung war sehr reichlich beschickt, und die Züchter der Provinz Oberhesfen hatten ihr bestes Zuchtmaterial entsandt, besonders stark hatten sich dis Züchter Gießens beteiligt. Als Prdsrichtn waren Steinbrecher-Darmstadt und Wißler-Ncu'- Isenburg tätig. ErgebnisderPreisbewer- bung: A. Alttierklasse: 1. Belg ische Riesen. Ehrenpreise H. Müller-Gießen und G. Klitsch' Msteld, 3. Preis W. Walther-Daubrrngen: 2. Deutsche Riesenschecken: Ehrenpreis und 1. Preis H. Müller-Gi''ßen, 3. Preis Nickolai imd Fleischer-Gießen; 3. Weiße Riesen: 1. Prds K. Schneider-Taubringen und E. Schäfer-Daub- rmgen, 2. O. Reich-Gießen, W. Schulthds-Lollar, Nied>erhöser-Noth; 4. Französische Widder: Provmzial-Ehrenprds W. SchultheiS-Lollar, W. Schwalb-Allendors und E.Schäfer-Daubringen; 5. Germania Silber: Berbands-Ehrenräeis W. Schulthds-Lollar, Ehrenprds, 2i und 3. Prds H. Kreuter-Gießen: 6. Blaue Wiener: EhrÖi- Pveis E. Schäser-Daubringen, 1. Preis I. Merle- Alsfeld, 2. Georg Glttsck^Msfeld: 7. Hasen- kaniuchen: Prvvmzial-Ehrenprds K. Fldscher- Gießen, Ehrenpreis Hch. Hdbertshausen-Daubrin- gen irni» O. Vonderheidt-Büdingen, 1. K. Philipp- Daubrrngen, 2. E. Walter-Daubringen; 8. Grau- f i l ber: W. Fink-Lollar und W. Opper-Taubrin- gen (2), Verbands preis W. Opper-Taubringen, 1. Preis K. Melins-Gießen, H. Kveuter-Gießen und W. Fink-Lollar, 2. Preis Boriderh?idt-Bü- bingem und Heibertshausen-Taubrrngen: 9. Gel b- silber: 2. Preis W. Opper-Daubringen: 10. Sch warzlvh: zwei Verbands-Ehrenpreise Gg. Eiff-Steinberg, 2. und 3. Preis Chr. Schlamp- Gießen: 11. Marburger Feh: 1. und 2. Preis L. Keil-Klein-Linden, 3. Preis Rmi-Beuern; 12. \ Hermelin: BerbandS-Ehrenprers K. Philipp-Steinberg. Ehrenprds: PH. Haffer- Nieder-Weisel, 2. Preis K. Riddel-Nidda: B. Jungtiere, 4 bis 6 Monate alt, Ver- bands-Ehv.mpreise: H. Müller-Gießen, E. Malter- Taubringen, W. Ovper-Daubringen; Provinzial- Ehrenpvei e: Rnd. Frickel-Aten-Buseck, K. SchmU- Heis-Daubringen und Joh. Nickolai-(Äeßen: Ehnsn- preise: H. Müller-Gießen, Karl Lang-.Kldn- Lrn- den, L. Kreiling-Gießen, Gg. Eiff-Stemberg (2.); 1. Preise: H. Munck>-Daubringen. K. Philipp- Stnnberg, E. Bookvp>L:l ar, W Mauser-Büdin- gen, Schäfer und E. Grötz-Daubringen, 2. Pr : 53. Leib-Lollar, Brokopf-l'ollar, W. Röhrtg-Mrch- Göns, G. Schelll-aas-Gießen, W. Frey-Taubrin- gen, K. Philipp-Steinberg, H. FuchS-Taubrrngen C. Jungtiere bis 4 Monate alt: Ehrenpreise: H. Mütter-Gtehen, G. SchülltoaS- Gießen, Ludwig Reuter-Wieseck, F. Dbrhr-Daa- bringen, W. Opper-Taubringen. Gg. Eiff-Stern- berg: 1. Prdse: L. Reuter-Wieseck, A Bera- Trais-Horlvff, H. Fuchs-Tau bringen; 2. Preise' W. Fink-Lollar, H. Slembenn, I. SchnÜheis Fuchs und Kvaushaar-Tanbirngen 1). Pelz waren. Ehrenprds und 2 Preis: SMJ. Opver-Taichringen: 2. Preis: H. ft-reuter» Qhenen. Außerdem wurden zahlreiche 3. Preise veEt. Für beste Leistungen erhielte» Ebren- tafeln: Wilh Opixr-Daubringen, H Müller- . H. Kreuter-Gteh.m, ■ M. Schultheis-Lollar. Frankfurt a. M., 3. Ott. In dnem hin fegen Säuglingskrankenhaus ist in der letzten ga itodmal nachts eingebwchen worden. Die Rob wache fand, als sie aus anderen Räumen zurüo kehtte, die Säuglinge auf der Erde tit- gend; die Bettwäsche war gestohlen. Tas Itfe Mal sah fee noch zwei Männer in Kranken anstaltsklddern mit der Wäsche flüchten) bei konnten die gemeinen Diebe bis jetzt nicht ti«l mittelt werden. mc. Frankfurt a. M., 3. Okt. Das ber Opfern des Krieges gewidmete Denkmcl vvn Benno Elkan wurde heute vormittag ü ter Taunuscmlage enthüllt. Es zeigt in moderne Auffass,mg eine trauernde Fvaucngestalt. Stabil: Meckbach übergab im Namen des .Kunstftmds dn Oberbürgermeifter das Denkmal in die Obhut ba Stadt. Obepbürgernterfier Boigt betonte in sein? Ansprache, baß es Pflicht ber Nachfolgenden ft. ter Opfer des Kriegs nd-gen sie nun in ber &emc oder auf 'den Schlich:silbern gefallen fei, zu g- tenten allezdt. Das Denkmal fd eine BeM- perung dieser 'Pflicht imb die Stadt werde feti mit aller 'Kraft für seinen Sck^utz sorgen, fei es doch Zeugnis der großen, leider aber auch fi uns fe unendlich schweren.Zeit. X. Hanau, 3. -Okt. Dem Vernehnien te; steht in dem Konflikte zsvischen ber Me'twheit ba Stadtti erordnetenv.wsammln ng und dem MaZsittari der Stadt Hanau ein Eingreifendes pr e » hi sch en Ministers bevor. Vie Preisgestaltung. Me gwtz ist der Bedarf der städtischen Bk vvlkerung an Kartoffeln? Die Hess. Landtvirtschaflskannner sckweibt irr: Angesichts der Freigabe der KartessilbsM-' schaftung bemächtigt sich der Bevölkerung im wto senden Maße bte Besorgnis, genügend Speck kartoffeln zu erhalten. Allen Versicherungen, tkj reichlich Karioffeln Vvrchanden sind, wird totmv Glauben beigemessen. Es hat keinen Zweck, sil umersuchen, woher diese Nervosität stammt ur.1 ob sie fünfllid) gewähri wird., Sie ist da und bah bedarf es ber Aufklärung. Nimmt man fexb gerechnet die Zahl der auf Kawtosfelversor-m; angewiesenen städtischen Konsumenlcn auf 45 M fenen an, so ist der städtische Bedarf ck Höck'stsvlle auf etwa 180Millivnen Zentner zu schätzen, d. h. 4 Zentner den Kopf. Rechne; man etwa einen Verlust von 10 Prozent bei fr Aufbewahrung, dem Transport ufm., so verbleit! pro Kopf und Tag rund 1 Pfund löffeln. Es ist nach -den Erfahrungen der fefrto Jahre kaum anzunehmen, angefichis dess Umstandck \ vaß größere Bteirgen an Fett, Hülsenfrüchten, @f I müse ufto. zur Verfügung stehen, wie im Kriegt j daß ber Durchschnittsbebcüff jetzt höher sein totr^ | Was bedeutet die Zahl von 180'Millionen Zentner? Bor dem Kriege hat DeutscAand rund 90'' MÜlionen Zentner jährlich produziert bei einr; Anbaufläche von 3,3 Millionen Hektar. Von dir je , sind etwa 500000 Hektar mit den abgetreten ■; Gebieten iPosen, Westpveußen) verloren gegongten daneben hat infolge der Zwangswirtschaft v ter Kriegsurnstände dn weiterer Rückgang tzti f Anbaufläche statt gefunden. Die Statistik rerfffcj nur noch mit 2,2 Millionen Hektar. Die Angck^I dürften aber aus wohlverständlichen Gründen |il niedrig gemacht fein, man Bann mit 2,5 Milliouti'I Hettar rechnen. Die jetzige Ernte wird man-'! vorausgesetzt, daß fee gut geborgen wird — tull durchschnittlich 65 Zentner vom preußi chen gen ober 260 Zentner vom Hektar v.-ianschlaffe | können. Das ergebe eine Ernte vf.0IIl 650 Millionen Zentner! Mit Rück'ch> auf ben bis zum Frühjahr ein tretenden Schwcw sollen hiervon nur 600 Millionen Zentners Reckmmg gezogen werden. Wie könne»,sie xf"' Wendung finden? 1 j Regnet man für — hochgerechnet — 18 W6 j lionen Selbstverbraucher einen SpeisekonsM w I 90 Mill. Bcntm'i I ten Pflanzkartoffelbedarf mit 140 Mill. 8entMi[ und dazu obige .... 180 MM. Zenckm« o macht dies......410 Mill. Zenter'I v daß noch 190 Millionen Zentner verbleifev l Nun hat bas große Publikum dne ganz faläxl Vorstellung vvn dem gewerblichen V<»t'I b r a u ch in Brennerden, Stärkefabriken und Tr»^ I nerden. Vor dem Kriege betrug er im HöchstM I 90 Millionen Zentner. Ein gutes Drittel iwl Fabriken ist in Polen verloren gegangen, so tert f die VevarbeittlngSfahigkeit vielleicht noch 60 fenen Zentner betragen dürfte. Durch die gescch, sichen Beschränkungen, die Kvhlennor und fre W rentabilität angesichts der höheren SpeifeBartofal' vreise dürfte die Bevarbertung auf höchstens *‘j | btr LdsttmtzSfähigteit beschränkt sein, d. h. ^1 Millionen Zentner. Iw vergangenen Jahre nlj diese Menge Noch nicht dnmal errdcht wortm I Es bleiben mithin 175 Millwnen Zentner übrw I die verfüttert werden dürften. Vor W | Kriege hatten wir 25 Millionen Schweine und W I hat geschätzt, daß 300 Millionen Zentner 9®$* . .T D.arbach, 1. Oft. Em schwerer Unat 1 eretanete fich «ruf bf*r 6-Y^TFNntnrüM» 'Tw lAtcb, schleudert. In seiner Gdstesgegenwart riß er fr pp Tveibrremen herunter, wodurch er einem fdjre, h; t sichen Tod entging. Er trug schwere innere iri Kci äußere Verletzungen davon. ..... ........ Die Milo> knappheit, verursacht durch die Maul- m ' Klauenseuche, in ben ob^rhessischen Gemdnden Unvermindert an, so daß sogar den Säuglinge 3/-, pot' oft nicht die unbedmgt notwärdigen Milchmengg «liefert werden Kirnen. Besonders Jdjnnerig tmo die Versorgung auch dadurch, daß gewissenlor . ,.^s^-reij Landwirte Milch in größeren Mengen zu Wuch^ f Preisen an Hamsterer abgeben, ohne Rücksicht cd t kt die Not der Kinder. Das Kveisamt droht mit schär. \ sten Strafen, wenn mit diesem Unfug nicht ab .' bald aufgeräumt wird. Mühleubesitzer Philipp Bräuning geriet in das triebe des Schöpfwerks und wurde henimc,. lung ber hessischen Schutz- schleubert. In seiner Gdstesgegenwart riß er fr ■ Ntt. ?■ >I., kn r ßffakjto fegt «5fe ' ®« fexT*- AMtfts ■MlSft ap. Elünn. Lö L?“ «J 2? a?4 TZ i", ^^tunnut Hxt dir Znot euk 3}a^od- fr*®! "k an Hei! uM| betfttltert ttOrbcn Heute haben rvir viel- ifiK halb fo tnrf Scfimetnc, die Hälfte dünte Lflügnt. 3m übrigen hängt es in erster Linre tzmn Präs ab. wieviel Kartoffeln verfüttert werben Sind die Speisekarte ffelprrrse nicbria, die KchWeineprnse hoch, te ist natürlich ein starker 5fcm; wr Berfütteruny gegeben. Steigen die ^prifriarwffclprrite, so werd die Berfütternng nrög- tzchst cmgeichränv, damit wächit nach kurzer 3eit da- Angebot aus dem Markt, und so findet wieder em itttftrltdicr Pveisausgleich statt. Ast also irgend ein Grund^zur Ner- vos'tät vorhanden? Die Frage ist alatt zu verneinen Nur dann, toemi rohe Wabe gaoattsam in das feine Getriebe des freien Berfrfrra emgreifen, den rechNefttsen Transport vechi-chern, rrößere 1 Kartvffrimengen verderben Jaffat, Itotn eine Stockung in der Verwrgung ent- scshen. Darum ist hn häftßen Maste beachtenswert, muß grShore TageS-eitnngcn wie B. die Mytebmvfche Zeitung, die Frankfurter Zeitung u a. geschrieben ha^en: Das Publikum warte nchia «b in* übe SekbsEvlin!" Nun noch zur Gegenprobe einige kurze Fest-- stellutwen: Wieviel Kartoffeln hat die Reü^ckorttoffelstelle tu der Vergangenheit den Kvnsumenten zuaesühtt? Nach ihren "/lufftellungen betrugen die Mengen, diewwohl innerhalb der (Bedarfs- und Ueberstchust-i SvTMmrnalverbände als aus den Ueberschuß- m die Bedarfsgebiete umgeseht wurden, in runven Zahlst 1917/18 192 Millronen Zentner 1918/19 150 Millrrnen Zentner 1919/20 50 Millionen Zentner JRämten us der Erde? fMen. Jaj y Jtaner ui ritj W flüchtens i, « bis ie&t ni- ( In obigen Zahlen fmb nun die gwßon Verluste enthalten, die die öffentliche Bewirtschaftung naturgemäß mit ffch brachte und die bei freiem Verkehr sich bedeutend ermästiaen werden. In den Krtoasiahren haben die großen An- jorderungen von Heer und Marine, — auch Bundesgenossen dürften kleinere Mengen erhalten haben, — überdies den Bedarf erhöht. Dahingegen war der später enorm gewach'en« Scklrickchaubel mfan*v> nur gering. Die höheren Zahlen der -negözert eröiren sich endlich auch aus damals Achtung (0,MeT Wirte, Vereine! h!2,aM?crIe0i^ verstell- ■Lm TbeaterbSbne mit WeöiumAUüt Näh. bei W.ner Moier, (Sieben, ««teckerWeglO, Tel. 21t. nZentner er ben H W >n 10 w'i Dort ufrn, »«£ nd 1 'Llund!' ^.ibiunqen da * taltnng. f Ötr Mischen!, vttofstln? Skammer fchrrflnl her MrtoAbß SbeobUmmgimj 18, genüfltnb n terrungaj en sind, wirtM ho! feinen M lekvvsität ftomrcj . Sie ist i« «I Nimmt > nf KarMfttM n'Mknen aut 45 Ä »tische Stbar-i n geialltn fei, ui Jei eint &5 dir Atodt toerb- e SM sorgen, fr leider aber aui1. Dem Sßtmhnai i hen bei Mutei • tg nnt» dem SNa irtijenbeilit: or. >ti, hÄortvMH ! M hoher I ie Z-hl^ I it Zentner-. » Teutsckl-nd r^^I > pnW * J xwW-Mk 4--M %^-j t M i Zentner ,..M "fei v*t r ■ nft jLn Ä i ÄJI Achtung! Ein nut nciernt. Hirten bund preiswert au verk leier. FrleirM, Schäfer, Appenrod. 10553 Ä.,,3 £H Dar, «vidmetr Denk» heute vvrmilq Es fcigt in nrtn «Wltclt. Äü, 1 des Äimstfmd- r mal in bietbfc- kigt betont? in iy Vr _ • größeren BwölkermtgS-^l des grösseren Deutschem Reichs. Heute dürften also 180 Millionen Zentner voll ausreichen. ♦ V Aus bem Kreise Marburg, 1. Ott. Nach ben Mrtteilun^nn aus allen Teilen des Kveises ist man im allgemeinen mit den Erträgnissen der leit vierzehn Tasen im Gonge bei endlichen Kar- toffeleritte fthr pifrieben. Sogar m den Berglagen Afigar sich Erträge, die alle Erwartungen fibMrcfHt. Eine Ausnahme machen die Felder, be schattig liegen oder zu früh bevffanzt wurden, mit ben Frühkartoffeln ist eS wohl deshalb auch nicht diel gewesen, bei diesen kam nach der langen rrockenh.it der Regen, der die Spät Pflanzungen so fieberte, nicht mehr rechtzeitig genug. Bemerkens wer! ist, dah diesmal viele Kartoffelknollen von mächtiger Eröße geerntet werden, solche im Eewich" von IVi bis 2 Pfund sind keine Seltenheit. Trodalledem herrscht nach den Kartoffeln lebhafte Nachfvage, der Grund der Zurückhaltung ist die ungewisse PveiSlage. Auch die Obsternte brachte in diesem Jahre reichliche Erträge, besonders gab es Aepfel in Hülle und Fülle. Händler taufen diese je nach Qualität zu 40—70 Mk. bei Zentner auf und schaffen sie waggonweise in die (hroßstädte. Leider hat die Grummeternte erier den gerade um diese Zeit erirsetzenden Regengüssen sehr gelitten, und jetzt sieht man auf den strotzen Wiesenflächcn hier und da twch das Brummet in Hausen liegen Die sonstigen Hack- ftsichte, Kohlrabcn und Dickwurzelrr, haben sich Ml! ntnnckelt und versprechen auch nennenswerte Urträge. X Gelnhausen, 3. Okt. In einer unter dm Vorsitze des Landvats Delius abgehaltenen h'rsmnmlung der Metzger meister des Krei- Ms Gelnhausen wurde über die Sicherung der ls-Ieifchversorgung der Kreisbevölkerung in der Ilebergangszeit nach Aufhebung der Zwangswirt- slhaft beraten. Die Metzgermeister erklärten dabei _______ r Verkäufe | Btt Auftraggeber ; klriner Verlaufs- unjel-en I »rötit gefceien, unter alle» »er- ■ en-qen Angeboten ihre Sbrtfle ■ r'rahr, Hausnummer und Stot» k KtrhHuDtröfie>tlIi<,)eit. Soll di« I K?rtijt otrbtdti bbyben, Io wolle I *h Ichrntllche Angebote unter st. M N'ieelaennimimer forbern. 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Okt. Nachdem der hiesige Lehrer die Stelle eines L-rgcmisten niedergelegt hat, übernahm Frau Pfarrer Hempel den Organistendienst. Eröffnung der zrankfutter herbftmefie. Frankfurt a. M., 2. Ott. Das Leben auf dem Metzgelände und in den Meßt)Lusern ist bereits heute sehr Dege. Die Vorarbeiten des Meß- amts waren so rechtzeitig abgeschlossen, daß die Ve- schicker in Ruhe ihre Stände einrichten konnten. Die Messe wird am Sonntag eröffnet. Am gleichen Tage erfolgt vormittags 11 Uhr die Eröffnung der Sonderschau: „Das deutsche Buck". Für den 3. Oktober sind eine ganze Reihe ausländischer und inländischer Journalisten angcmedet Am 5. Oktober werden Mitg:i?der der Reichsregierung und Vertreter der bundesstaatlichen Regierungen, sowie Vertreter des Reichstages und der bundesstaatlichen Landtage die Messe besuchen. U. a. sind bis jetzt cmgerneldet: Reichswirtschaftsminister Dr. Scholz, von der preußischen Regienrng Staalssette- tär Dönhof, von der badischen Regierung Staats» Präsident Trunk, Arwitsministei Mlckert und Staatsrat Witte mann, von der hessischen Regierung Staats Prä siderrt Ulrich und die Minister von Bnentano und Henrich, ferner zahlreiche Parlamentarier. Am gleichen Tage werden auch promi- «nente Vertreter des Auslandes zum Besuche der Messe erwartet. Heute tagen der Zentralverband des deutschen Großhmrdels und der Hansabund für S^-ddeutschland. Für Enbe der Woche sind mitt» schaftliche und Kbliophile Tagungen, die in Verbindung mit der Sonderschmi: ..Das deutsche Buch" abgehalten werden, angeMnbigt. Die Anmeldungen von Einkäufen liegen in überaus großer Anzahl vor. Ans dem Auslande sind vor allem große Reifegesellschasten aus Schwedat, Dänemark, Finland, Holland und der Schwanz angezeigt Auch ans der Tschecho-Slowakei und L> ste>.reich sind zahlreiche Einkäufer angemeldet. Gestern sind bereits mehrere türttsche Kaufleute zum Besuche der Messe hier eingetroffen. Frankfurt a. M., 3. Ott. lWTB.) Anschließend an die Tagung des Zentralverbandes des Deutschen Großhandels besichtigte eine große Zahl von Teilnehmern an der Versammlung verschiedene Gebäude der dritben Frankfurter Jnternattonalen Meffe. Im Bittoria-Meschaus in dem die Sonderschau der deutschen Gesellschaft für Auslandsbuch- harrdü „Das Deutsche Buch" untergebracht ist, wurden die Damen und Herren durch Direttor Modlinger vom Meßamt begrüßt, der darauf hinwieS, baß der deutsche Großhandel zu der festesten Stütze der Frankfurter Messe gehöre. Von Anfang an habe in seinem Kreise der Gedanke der Frankfurter Internationalen Messen wärmste Unterstützung Pfunden. Die innere Nottoendiakeit, die der Großhandel als Zwischenglied zwischen Produktion und Verbrauch darftellt, trete nirgends besser in Erschcrrrung als in bat Gebäuden der Messe, in denen der friedliche Wettbewerb des Wirtschafts-' lebend sich abspielt. Die Erschienenen besichtigten u. a auch die Kunst messe im Römer. Alle Abteilungen, die besucht wurden, fanden das lebhafteste Interesse der Damen und Herren. Fran k f u r t a. M., 3. Okt. (Wolff.) Die von der Deutschen Gesellschaft für Aus- landsbu ch handel anläßlich der drittenFrank- furter Internationalen Messe ins Leben gerufene A u s ft e l l u n g „Tas deutsche Buch" wurde heute in den Räumen des Viktoria-Mefthauses mit einer Rede des Vorsitzenden der Gesellschaft Prof. Kippenberg eröffnet. Tie Ausstellung solle dazu beitragen, dem deutschen Geistesleben die alte Weltgelttmg neu zu gewinnen Als Hilfsmittel zu diesem Zweck solle auch die neuartige Form der Bibliotyek-Ausftellmig dienen, die das gute Buck zum erstenmal in einer Anordnung nach einzelnen Gebieten und in Derbmdmtg mit einer Raumttmftau-fteUung dem Befchaner nfijrrbnngt Ta die Möglichkeit wirklicher oHgcmeixrr internationaler Buchausstellungen für absehbare Zett entschwunden scheine, müßten zunächst nationale Ausstellungen Statthalter dafür fein. Man beabsichtige, diese Ausstellung, wenn auch in bescheideneren Grenzen, dem Auslande vor Augen zu führen. An Begrüßungsansprachen Tr. Land- manns im Namen der Messclertnng und des Eisen- bahndirektionspräsLenten Stapf als Vertreter des am Erscheinen oerlwtdertenR«chsverkeln§minist schloß sich eine Besichtigung der in aNen Teilen nobtncluugnten 2lusstellung Dem Festmahl im Frankfurter Hoi wohnte auch das Konsularkorps vollständig bei, in dessen Namen der brittsche Generalkonsul Gosliug warme Worte der Begrüßung fand. Frankfurta. M., 3. Ott. (WB.) Ter erftt Tag der dritten Frankfurter iTtternattntalen Me,u batte einen Riesenbesuch au Kuweit en. Aos dem Inland, wie msbesindere auch aus dem Aus land sind taufende von Einkäufern bereits erschienen. Tas Geschäft ließ sich am ersten Tage in einer großen Zahl von Branchen felrr gut an und war im ganzen recht befriedigend. Aus Schweden sind mehrere buncert Einlänier ettige troffen, ebenso ist ein Extrazug aus Tänemart bereits angetünbigt Für bic nächsten Tage ist eine große Zahl weiterer Meßgäste aus dem Auslande angekündigt. A«nst tttiö Wiffettfcbaft. Max Bruch t- Be rlin , 2. Ott. sWolff.) Der Komponist Max Bruch, der Ehrensenator der Akademie der Künste, ist heute tracht gestorben. Max Bruch, ein Kölner Kind, ist am 6 Januar 1838 geboren. Er trat schon sehr früh, als lljähriger .Knabe, mit Konipositumen größerer Werke an die Ocffentlichkeit, mit 14 Jahren schon .konnte er die Aufführung einer ferner Sinfonie erleben. Durch ferne außerordentliche Begabung erhielt er das Stipcmdium der Mozattstiftting und wurde 1861 Musittchver in seiner Vaterstadt. Rach größeren Reisen wirkte er nacheinander als Musikdirektor in Koblenz, Hofkapellmeister in Sondershausen, Berlin, Bonn, Liverpool, Breslau und seit 1891 wieder in Berlin, >vo er im Jahre 1899 Direk- der Königlichen Hochschule für Musik nxurbe. Don Bruchs Werkcin sind am bettumtesten einige Opern, das Lied von der Glocke, drei Sinfvnüm sonne große Chorwerke und Lieder. Drr Kreis. mc. Frankfurt a. M., 3. Ott. „De c Kreis", ein Spiel über den Sinnen von Kurt H e y n i ck e, wurde am Reuen Theater am gestrigen Samstag mit großem Erfolg uraufgeführt. Tas in zwöf Szenen geteilte Spiel schillert den Weg des Mensen, der sich durch Geld, Liebe und Zwiespalt durchringen muß zur elvigen urgewaltl- geu Kraft, aus der dann neue Menschen geboren werden. Tas Spiel steht dem Christentum, wie überhaupt dem Religions- und Gottesg^uben sernd lich gegenüber. Für den Dichter Hei-nicke gibt ^s Beinen Gott. Ter Mensch in seiner Kraft ist Gott. Die Darstellung des mitunter noch an technischen Mängeln krankenden Problems, das letzten Endes nicht aus "die Bühne gehört, weil die dirt angeschnittenen Fvageri Sache des Einzelnen uno ni<Ä des Theaters sind, wurde unter der Leitung Hans Buxbaums zielbewnßt dargestellt, unter tätiger Mithilfe Ernst Karchnvs. Dre das Spiel umrahmende expressionistiiche Musik Maxx Ephraims, eines Oberprimaners des Frankfurter Goethegymnasiums, ist etwas erffndungsrrm, unterstreicht aber die Szenenfolge wesentlich. HocLfscbulncr errichten. Hk. Göttingen, 3. Okt. Int Alter von 56 Jahren verschied der ord. Professor der mittleren und neueren Geschichte an der Göttinger Universität Tr. Walter Stein. Der aus Langenberg (Rheinland) gebürtige Historiker war nach Beärdigung feiner geschichtlichen Studien zunächst am Stadtarchiv j* 55bt tätig, wo er sich der arbeitmrg der .tätnifdm Vettasftrngs- und Ber- wailtnnqsakten Mts den letzten slalnchundertrn. des Mtttelalters imdmete. Später übemabm er die Fortsetzung des Hansischen Urkundenbuckis unter Leitung K HätLbaums in Gießen. Im J-apre 1900 erhtcli Stein die venia legendi in Breslau, von wo er 1903 als Professor nach GSttmgen berufen wurde. Turne«, Spiel und Spork. - Fußball B. f. R. 1900gegen B. C. Wetzlar 1:2 (0:1). Tas gestrige Ligaspiel auf dem Rafenspleter Spottplatz bot durch den unerj warteten Siea der Wetzlarer eine große lieber vüschnng B f $ enttäuscht»' fdyr, die Marrnsckast spieite mit wenig Ausnahmen wett unter ihren Leistungen der vorhergegangenen Sonntage und zeigte besonders in der ersten Hälfte ein energieloses, zu weiches Ueberkombmattonsspiel, das bei reichlich Pech ttn Schießen zu keinem Erfolg führte Wetzlar erzielt aus einem Strofftog ein sch-nes Tor und kann in der 20. Minute nach dem Wechsel seinen zweiten Erfolg ans einem Durchbruch buchen B f. R. ist mm ständig im Angriff und Wetzlar muß sich bis auf wenige gefährliche Durch brüche aus die 33crtningitng beschränken 1900 kann trotz überlegenen Spiels bei der zahlreickien Wetz larer Verteidigung nur ein Tor aufholen und mutz bet Schlußpfiff zwei wertvolle Pnnttc den eifrigen B. Cern lassen Die Mannschaft der Gäste verdient für ihr flottes tntb energisches Spitt vollste Anerkennung, sie ersetzte die seh lende Technik durch arvßen Äfer imb jägte sich den hiesigen im Ballabnebmen und Freistellen überlegen. Der Tormann, der einen guten Tag hatte, die Betteidlgmig und die cmfcerlt flotten Mhensdürmer stnd die Besten ber Mannsch^fl Wenig gefiel das zuweilen haushohe Spiel der Gäste Tie B. f. R.-Mannfchast bot nichts Besonderes und hätte bei etwas mehr Energie, be- sonders in der ersten Hälfte, das Spiel für sich entscheiden können. Das an spannenden Momenten reiche Spiel fand in Herrn Barrl ent (Morlmrg V. f. B.) einen gerechten und unffichtigen Leiter. - Tie zweiten Mannschaften teilten sich 0:0 in die Punkte. Tas Spiel der dritten wurde von Wetzlar bei bem Stande 5:0 für V f. R. abgebrochen. Wetzlar stellte eine undisziplinierte Mannschaft, die der stott-m Spielweifc t*r Rasenspiele k nicht gewachsen war. — V. f. R. IV gegen Wetzlar B. C. Iv: 3:0 — In Wetzlar er focht V. f. B. Marburg ohne seine Hauptstütze Hohmann, der zum Auswahlfpiel in Bochum weilte, chft'4: 2 einen überlegenen /7be5eihöl%hnell.5ichern-xliineE!Q) |/ I • I 100000 fachbfvflirt Kukirol PreisH 3 - In Apotheken u-Drotierienerbflltlicb Drogerie Noll, Bahnhofstraße 51. Kett und gute Nahrung 106128t braucht Ihr Schuh zu langem Leben. Oelwachsware ist Ersatz; — sogen. „Wachsware" enthält über 70% Wasser, nehmen Sie daher mir Dr. Gentneris Schuhputz aus garantiert reinem Terpentinöl hergestellt. Nigrin enthält alle Stoffe, die das Leder braucht. Dr. Gentner’s selbsttätiges Wasch pul ver J off a gi5t blendend weiße Wäsche. 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Zyf Grund k > Vesördermg rtfaat: Ltuagi AwsFniÄbm vWsiertilels pt*, vn:l ssnic NMrbebeW ^kauissl-m sofort ob. später ges. Krau Dr. «iewitz, Ludwigstraste 1 I. Neue Kurfe l Schneid., Weistnähen u. Handarb. beginnen Dienstag den 19. Okt. Erna Wentel. 016450 Stein st r. 56II. Somtile fiat! Weinberger GMnMr Sonia». Giesten (Marburger Sttaste 25), Wieseck, Seyer ged. «Mittet MSSwwIch. x entsprochen, I ig hierzu eitet HejWes Die Zentta Wildling uni MBeise er Michtet. Dies !in Dienst von Wbildung ges igtnittbet. Die 9J Siebenen Orte '^mittags fü‘ Zchulen, und r.en Vorführm tat. Es dars en ernehmen alls tützung findet. Nervetikrafl-Tahieltenl Für alle Nervöse, bei körperl. u. geistiger Ueberanstrengung od. Abspannung, geg. Schlaflosigkeit, Kopfschmerz il Migräne. — Vollkommen unschädlich u. ärztlich empfohlen! 58 Tabletten DK. 7.5». Ueberall erhältlich! Schfibelw^rke, Dresden 16. 1. Schneider Weltmeister 2. Alt (Elsaß) 3. Werner Buchdruckerei Nitschkowski Lndwigstr. 4 :: GIESSEN :: Fernspr. 724 Von Beileidsbesuchen bittet man absehen zu wollen. - Die Beerdigung findet Dienstag den 5. Oktober nachmittags 4 Uhr in Gießen von der Kapelle des neuen Friedhofesaus statt. Amtsgerichtsdirektor i. R. geziemend in Kenntnis zu setzen. Heute morgen entschlief nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine innigstgeliebte Frau, die treusorgende Mutter ihrer Kinder, unsere liebe Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Elise Müller SMiisaler Kiek Leitung Herrn. Steingoeltr Dienstag den 5. Cft. abends 7 Uhr Eröffnung »er SgleiB SeltersweaBl JjihJLftateriafxh I Heute Nur einen Ta<: Heute! I i. Joe Deebs in seinem Detektiv-Abenteuer Tamburin und Castagnetten Detektiv-Drama in 4 Akten. . Homunkulus IlJell, 1 Die Vernichtung der Menschheit | Seine lieben A. H. und i. a. 1. B. erlaubt sich unterfertigter C. C. von dem am 30. September 1920 in Gießen erfolgten Ableben seines lieben A. H. Geh. Justizrat Heinrich Gebhardt (1860) 1. Vorstellung ini Dien41 taa-Abonnement. MewSbnliche Prelle. Liscloti von Str N Luitsviel in 1 Vorspiel und 3 Akten von PreSvei und Siem Mittwoch den 6. Ctt abends 7 Ubr L Vorstellung tm Milt wod,-Abonnement. Gewöhnliche Preise. Nett». de Trauerspiel in 4 Sliiszügm von fVrnna Grillpartt- Freitag den 8. Okt.. abends 7 Ubr 1. Vorstellung i>» Fror taa-Abonnement. IRenooerie. Vier Uebungen von Curt Goetz- Sonntag den 10. Ofi-- abcnds 7 Ubr Auster Abonneuient. G-wöbniiche Preise.. Lisrtott von dtkPlÄ Lustspiel in 1 Borsvif-l und 3 Akten von Presbac und Stein. 1044** Samstag morgen entschlief sanft nach fast zweijährigem, schwerem, mit seltener Geduld ertragenem Leiden unser lieber Sohn und Bruder Heinrich im nahezu vollendeten 8. Lebensjahre, was wir allen Verwandten und Bekannten schmerzerfüllt mitteilen. In tiefer Trauer: Familie Heinrich Leidich. Dorfgüll, den 4. Oktober 1920. Die Beerdigung findet Dienstag den 5. Oktober nach- Infolge Herstellung von Doll-Bier laufend größere Mengen frischen Biertreber Hotel Einiiorn. M inlralimle Bingkiipl-Himz ausserdem das wunderbare Programm. ** Tmtlic MMttvurdeM Sie Srofcffor für Mofei'sor Dr. q & zum orbattlii i üchltischm Hr /3u wurde am - »er bei 2 M-M Di. Ludt Mdei dem k Dilkimg Dom I " Aus der sei auf k-^mgamesen, I rOtlott von MoMmentsauf Mnahme der Ahn: bringt. 5 *? uch in der Z M Publikum i ■3 als l. frei DlerzykluZ,F ‘TNlühng. - ^tzvenZ bis. teg M fc!’ Ni Ef k.6 -s ie UMKn in bi ES h geb. Schönhals im 43. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Verlobungsbriefe Verlobungskarten aparte Muster große Auswahl Sttetiötrin KundenÄ nur im Hause, mit Mänteln und Kostümen. 018424__Müblaasse4 1. Als gerichtlich be^ ftcllter NachlaKvfleger der am 24. Nov. 1919 verstorbenen FraihLlr.Bell) Perlzlie. KchD per sofort ober später gesucht. An geb. in. Bild an L. Pfeiffer, Seposttknkssse ÄlllesvNri. DMlenDatg. 10388c Heute ringen: gegen Gehrmann Meisterring.v.Deutsci L Statt besonderer Anzeige. In der Nacht von Freitag auf Samstag entschlief unerwartet in Folge eines Herzschlags mein herzensguter Mann, der treubesorgte Vater, Schwiegervater und Großvater, Bruder und Schwager leiiziMlral Kreisarzt Dr. rl Frilz Stak ii Mertel kaum 3 Wochen nach dem Tode seiner einzigen Tochter. Der Tod seiner Kinder und die Not des Vaterlandes haben ihm das Herz gebrochen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Amalie Schenck geb. Cellarius Todesanzeige. Heute morgen entschlief sanft nach schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann, unser guter Dater, Schwiegervater, Grohvater und Schwager MMem im 62. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Wir suchen für einen Teil von Hessen einen tüchtigen Austenbeamten unter günstigen Bedingungen. Herren, bie bereits mit guten Erfolgen in unserem ftndi tätig gewesen sind, wollen Bewerbungen direkt an uns richten. 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Sie sagte das fb leichthin, als handle sich's um tDas völlig Belangloses. Achim Falkner aber oct* nvb es. rhrem Bl ck zu begegnen; mit ernster Niene starrte er vor sich hin. „Du hast recht," sagte er nach einer Weile. „Es dire unwürdig, zu verheimlichen, was feiner Reckll- cuf Weiterabfertigung von Wagenladungen rotrb tut entsprochen, wenn die behördliche Genehmi- Abmarsch 2 „t- •»,«» *” die Kalkner aufLinüenhöhe Roman von Reinhold Ortmann. "^r-Heicht vergriff ich mich im Ausdruck; lrtz Ju aipJ?9efi; ich will nicht, daß du von die,em ^enen Mädchen geringer benf't, als sie es oex> JgL -uas dir als gewöhnliche Lrebschaft er* i" Wücklickckeit etwas gmz an» •e.: es ^war ein aus innigster Verehrung er* "" -undsckxt t.oe.häl nis — ein gegen!ri* cheien- \t* »ttünHer*.hc •HÄ. scrtigung, feiner Beschönigung bedarf, denn nie plb Beziehungen zwischen Mann und Weib reiner wd unschuldiger gewesen alL mein Verhältnis ju Lrita." „Ich glaube eS und bin gar nicht begierig, t# noch eine verspätete Buchte zu hören. „Trotzdem möchte ich davon sprechen; ich hätte * wohl auch ohne deine Anspielung beite ober ^rgen g.'tan. Es soll in deinem Le zen fein ei>.rfüchck.ges Misst anen gegen Eri a aufkommen." Frau Signe Iad>te ihr kurzes, girrendes jLachen. .Cifer, udjt? Tu hast mich ganz und gar mtb- veNlanden, wenn du aus meinen Worten etwas T-nartiges herausgehörl hast. Meine Dieinung «ch mir selbst ist zu hoch, lyn oon diesem Bag- 4Cen Laster behelligt zu sein?' «Wen u. * MuirnttSF ■WSji Im &UI, . «krichtlich t" Nachlaß K;*01ai1' iMi.lt tth ? 0,1 Prei?^ «liehe ' ilalb Uet itrlei. irbtt Jedem ’^gen ■tokll"?'» I »fehlt: zchchf 2ül5h^} luzPlatHh> Au» Staöt und Land. Gretzen, den 4. Okt. 1920. Fleischversorgurrg nach Aufhebung der Zwangswirtschaft. Beim Heber gang in die freie Wirtschaft sino -Vn der Br-Hörve Bestimmungen getroffen tom> 2at oie für die Interessenten von besondere: Wich- Lgkeit sind Dir bisher gültigen, von Den drei hessischen Biehhand^lsverbchnden ausgestellten Er- [ntbrriS tariert b halt n ihre GLtigfeit bis 31. Dezember 1920 Metzger, die Schlachtvieh direkt keim Tierhalter auskausen wollen, benötigen bia> einer ErlaubniSkarte. Anträge auf Erteilung wn Erlaubniskarten sind unter Beifügung eines unoufgezogenen Lichtbildes an das Kreisamt zu achten. Di? Erteilung ist dem Landes-Ernährungs- 2Mt Vorbehalten. Metzger bedürfen zum gewerbsmäßigen Klein- hmdel mit Frischfleisch der Erlaubnis des Kreis- amted, sobald sie nicht die Besurms zur Führung «s Meistertitels besitzen. Personen die nach den bsher gütenden Vorschriften zum '.ewerbsmäßigen Verfem, von Frischfleisch -imelas':, waren, dürsen .y.ca Gewerbebetrieb auch ohne Lui? Erlaubnis bis ,pn 1. Januar 1921 weiter ausüben. Tie Preise für Fleisch und Wurstwaren sind rt BerkausSstand anyibringen, und zwar so, daß ir auch von außen sichtbar sind. Zum Obstversaudt. Auf Grund der BersandbLschränkuug von Obst 5ti Beförderung nach außerhessischen Stationen Mrd von der Eisenbahn nunmehr, wie folgt, »erfahren: Stückgutversand über 50 Zentner wrrd rar aus Frachtbriefe mit Sichtvermerk des Kreis- r. m t c § vorgenommen. Bei Wagenladungen ist schon bei der Bestellung des Wagens der Fracht- mef mit Sichtvermerk vorzulegen. Demnach ist bei jeder Wagenladung der Sichtvermerk lt8 Kreisamtes emzuholen und nicht, wie seither. cung hierzu erteilt ist. Hessische- LandeSwandertiuo. Die Zentralstelle zur Förderung der Volksbildung und Jugendpflege in Hessen hat tersuchswei.se ein Landestvanderkino eingerichtet. Dieses Landeswanderkino soll in den Dienst von Unterricht, Wissenschaft und Volksbildung gestellt werden unb zwar in der ibgerunbet. Die Mittel zu der neuen Vorlage verschiedenen Orten Hessens vormittags und nachmittags für die O b e r k l a s s e n der Schulen, und abends für die Erwachsenen Vorführungen von Lehrfilmen ftattfin- ben. Es darf erwartet werden, daß dieses Unternehmen allseitiges Interesse und Unterstützung findet. ** Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurde am 24. September der außerordentliche ProfZsor für Mechanik und ordmlliche Hono- larprofefsor Dr. tnq. Viktor Blaeß aus Darm- äadt zum ordentlichen Professor für Mechanik an tir Technischen Hochschule zu Darmstadt. — Er- ifltrmt wurde am 29. »Lxpfember 1920 der Amtsrichter bei dem Amts^richt Offenbach. Amtsgerichtsrat Dr. Ludwig Fuchs zum LandgerickstS- tal bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg r.ü Wirkung vom 1. Oktober 1920. ** Aus dem Stadttheaterbureau. schchmalS sei auf die morgige Eröffnungsvorstel- hingewiesen, die in dem historischen Lustspiel L r s e l o t t von der Pfalz" als erster Diens- npabonnementsausführung das gesamte Personal rü Ausnahme der Heroine (Frl. d. Br anders' auf ^ie'Bühne bringt. Diese hat Gelegenheit am Mitt- rod) sich in der Titelrolle von „M e d e a" dem bitsigen Publikum vorzustellen. — Am 8. d. MtS. «'anal als 1. Freitagsabonnementsvorstelnng der 5inallerzyklus „Mena gerie" von Kurt Götz zur Erstaufführung. — Am Montag (heute), nachmittags Den 3 bis 5 Uhr, findet an der Tageskasse o r Die Ausgab? der noch nicht eingelösten Diens- lay-Abon-em'nts statt. ** Ter Hessen-Darm st ädter BolkS- !?rnbfpTt! tängfeit e .tennen. Name- tlich am 9)6onb nmarftc wirkte offenbar die Beendigung des Kampfes um die Aktienmajorität. Beim Bochumer Verein für Bergbau auf die Kauflust einschränkend. Bochumer Aktien waren stark angeboten und ziemlich 70 Proz. niedriger. Sonst war die Haltung unregelmäßig BiSmarckhrtst-, Laura und Mm.'.nesman^'. rohren 7 bzw. 5 Proz., dagegen waren Phfelix im Zusammenhang mit der ang:b ii-en Inferesfenolmc einer h.^ländischen Finanzgoupue 8 Proz. höher. Döscka'ti^m setzten ihre Steigerung um 8 Pr>z. fort. Bon Farbwnnen büßten Ak'rengesells^a't für Anllinfabrikakti n und Badische A.rllin je 7 P^z. ein. Elektrowerle waren un ege lm ästig ledoch st.e- a,E vörseuknrs». Frankfurt Berlin Abend- Schluft- Schluft- Schluß- Kurs Kurs KurS Kurs 1. 10. 2.10. 1.10. 2.10. 79,50 79,50 79,50 79,50 68,30 68,30 62,90 63,20 67,40 66,75 158,- 157,- 159,50 316,- 319,50 229,50 227,25 229,- 197,- 199,- 200,- 170,- -,- 170,- 173,50 153,- -,- 153,- 153, - 184.50 184.- 184.25 180,50 179,50 697,- -,- 353,50 358,- 352, - 355,50 276* - 278^50 283, - 290, - 545,50 550,- 506,- 403,- 298,- 299,- 229,50 230, - 226,75 -,- 453,- 299,50 300,- 333,- rkuotterunge«. Datum 180,- 698,50 353,50 350,- 360,50 275,- 280,- 545,- 515,- 407,- 299,- 230,50 461,- 224,75 440,- 331!- 1.10. 10,10 5,25 11,25 181,13 636,50 356,50 355,- 360,25 280,- 283^0 550,- 507,- 400,- 299,70 233,- 460,- 225, - 448,50 302,- 339'- 2. 10 IQ 20 5.25 12,- Stockholm...... ’tuuu....... London ....... . . • . ■ • • • • 8*20 8*30 t3n einem Teil tvr Au'lage roreb-rboltj Die Finanzkonferenz in Brüssel. Brüssel, 2. Okt (WD8.) Finanzkon- ferenz. In der Diskussion, die sich an den Dortvag des französischen PizepräfidentenlCollier an schoß, sprach der bll zücke Minisüi- präsllant Telac roir über Ui c Borlck^äge, eine internationale Bankzu gründen, bte durch die Ausgabe von Oblig-tt onen btc Mittel für den Wiederaufbau schaffen fall. In der NachmittagS- sitzung sprachen zunächst die Vertreter Rumäniens und Brasiliens Während der Zustand b:r Finanzen des ersterai Land?5 cm ganz ungünstiges Bild bietet, zeigt Brasi.fen alle z nck)en crncs roittsckvftlich le festigten Staates. Für die fvaTr^ösische T^esation fprach 7wch E h e y s 1 v n. Sein Bericht ist pifjicm bemerkenswert, als er die eigenen Anstrengungen Frankreiäs t,en?orbä>t, die für beit Wiederaufl^u der zerstörten Gebiete getan wurde. Es seien hierfür rund 21 Milltanen Franken ausgew - ' ivotben. Tabei und) aber nicht sonderlich f daß auch Deutschland fein Bude-et mit ?.a . en iDtilliarben belastet, da Tert iand nach se.n Friedens'.ertrag a le Lasten zu :. i:ut hat, die aus dieser Ärederaufbauarb?it cntü<'l;-en. Auch an sich bietet die französüche Ft- nanziogc im Vergleich zu Teutschiand ein günstigeres Bild, insoweit, als fick im lausenden Jahre die Ausgaben in bebeutmb engeren Grenzen gehalten haben, so daß Frankreich sogar einen Tell seiner Auslatrdsschulden decken konnte. Für die italienische T^egation sprach Senator Berard, der die finanzielle und wrrtsck)asttiÄe Lage als ernst bezeichnetr, die heute durch die roirt^ schaftlichm und sozialen Kämpfe noch verschärft würden. Schließlich sprachen noch die Vertreter der griechischen, livaurschen intb chinesrschen Delv- gatirm. Togo und Kamerun. Berlin, 2. Okt. (WTB.) Tie Zeitungsnachrichten, daß Frankreich die ehemaligen deutschen Kolonien Togo und Kamerun zu annektieren beabsichtige, machten bte Mitglieder des Reichstages, Laoerrenz und Bernd zum Gegenstand einer Anfrage an die Reichsregierung. Die Rrichsregie- nntg kennt die fraglichen Zeitungsnachrichten und verfolgt sie genauestens. Sie roirh selbstverständlich fern Mittel unversucht lassen, auf die Einhaltung der Bestimmungen des Artikels 22 des Frie- densvertrages hinzuwirken. Tie deutsche Regierung taten jedoch nicht annehmen, daß die französische Regierung angesichts beT klaren Wortlauts oeS Vertrages mit der Absicht umgebe ober damit durchdringen könnte, die früheren deutschen Kolonien Togo und Kamerun zu annektieren. Eine solche mit dem Serfatlfer Vertrag nicht in Einklang stehende Maßnahme, der die Reichsregierung die Anerkennung versagen müsse, widerspreche der von der ftanzösischen Regierung mit so großem Nachdruck vertretenen Politik der strikten Erfüllung des Versailler FriedensVertrages. Eine polnische Universität in Bromberg? Berlin, 2. Okt. Nach dem „Berliner Tabebl." soll in Bromberg eine polnische Universität eröffnet werden. Die Fortschritte Wrangels. Paris, 2. Oft. kW TB.) Nach einer Meldung aus Konstantinopel sind die Truppen deS Generals Wrangel ttotz des verzweifelten Widerstandes des FeindeS, der immer neue Reserven ins Gefecht roirft, besonders Kavallerie und schierische Truppen, wellet gegen Sixelrikow vorgerückt. Niederlage der Bolsthewiki In Sibirien. Rotterdam, 2. Oft. (WTB.) Laut „Niemoc Rotterdamschen Courant" meldet der Wochenbericht des britischen KriegS- ministeriumS unter der Rubrik Sibirien: Alle bolscheroisti'chm Divisionen haben die Ostfront verlassen. Die Bolschewisten verlieren in Sibirien bedeutend an Boden. Äntiboischewistische Streitkräfte sind in Domsk, Nikola ewsk uns anderen Orten aufgetaucht. Auch ein Teil des Heeres der Regierung von Werchnc-Udinsk hat sich gegen die Bolschewisten erklärt und diese mit Sack und Pack verlassen. Zur Abstimmung in Äüruten. Wien, 2. Oft. (WTB.) Verschiedenen Meldungen znfok'ge haben die Jugoslawen an der Grenze des Kärntner Abstimmungsgebietes größere Truppenmengen zusammengezogen. Das österreichische Ministerium des Aeußern beauftragte den österreichischen Gesandten in Belgrad, bei der fugoslamschen Regie.ung in freundschaf kicher Weist vorstellig zu werden und auf bfe Truppenansamm- lungen aufmerksam zu machen. Die englische Berggrbeilerbewegung. London, 2. Oft. lWTB.) Nach ZeitungS» Meldungen hab:n die Grubenbesitzer ben Bergarbeitern eite Lohnerhöhung von 1 Schilling zugestanden, falls die jährliche Produktion 240 T?iHtonen Tonnen übersteige. „Sehr schön und sehr poetisch Warum aber, wenn ihr euch doch so ausgezeichiet oeefbanoet, warum nahmst du sie nicht yir Frau 7" „2BeiI ich mich tn dich tCT.'tebte, Sigre." „O wie schade! Hätte ick. es damals ahne-t können, ich roirx dem Glück des Fräulein Neu- Hoff gewiß nicht im Wege gerneien sein." „Sprich nickst so. ES form nicht bctn Ernst fein. Aber auch alS Scherz tut es mir roch Wenn es sich um die tiefsten unb heiligsten Dinge handelt, spielt man nicht mit frivolen Dorten." „Warum, sollt ich es nickst ernsthaft meinen? Es gab doch im Anfang unserer Betair t'ch st eine Beit wo ich dich ohne ein übergross Hrrzweh hätte aufgeben können. Und ich roär.e es g ta.i hoben, wenn ich gerou&t hätte, daß du inetnet- wegen einer anderen die Treue b.achst." „Im gewöhnlichen Sinne Labe ich das nickst getan. Wir waren weder verlobt, noch war jemals eine Liebeserklärung über unsere Lippen gekommen. In seinen äußeren Formen roar unser V^ttehr immer geschwisterlich geölicbrn. Ich erzählte dir, daß wir be Mutter sehr früh verlöret, und daß Fvau Ncuhoff, als die Hausdame meines^Baters, Itntt ihrer unsere Erziehung übernahm, -sie roar die Witwe eines höheren Beamten und brachte rhr Töchbrrchen, das etwa im gleichen Alter stand rote meine Schwester Gerda, mit ins Haus. Erika roar viel jünger alS roir Jtnaben, und es währte large, bis wir in ihr etwas anderes sahen als das görn'.er- haft von oben herab z>u behandelnde Kbtd. Aber sie entwickelle sich früh, viel früher als Gerda; und so rourifc sie uns eine vertraute Freundin, als sre äußerlich noch ein kleines Mädchen roar." „Auch deinem Bruder? Ihr habt euch also, wenn ich To sagen will, in ihre Liebe geteilt." Auf Achims Stirn erschlen ev.ie Falte, ferne Augenbrauen zuckten. „Erichs Verhälmis zu ihr veränderte sich später," jagte ec kurz. „Er hielt sich au&.-rbem viel seltener im Vaterhause auf als ich. Uebrigend galten roir Erita als Vettern, rote fie jd auch meinen Vater Onkel ne.tnt, ohne daß in Wahr- h.it eine Serma.ibtfdxi't besteht; das besstmmte die ganz-; Art unseres Verfehrs, der sich aut die unbefangenste, natürlichste Art unLr ben Augen bei Frnu Neuhosf entroütelte. Als sie starb, war Erika tu tz ihrer achtzehn Zähre reif genug, selbst über sich zu wachen." „Wie alt ist sie beim fetzt?" „Awnundziranzig " . „e>j? Ich hätte sie für jünger gehalten. Aber sie ist immerhin zwei Jahre älter als ich, unb es gibt sicherlich Leute, bte sie hübsch traben mürben. Ta ist es eigentlich ein gvoßes Unrecht, fte tn dieser Abgeschiedenheit cenauem zu la sen. Hierher verirrt sich doch nicht leicht ein Freier. Ober roart.t s e vielleicht auf etwas Bestimmtes „Ncin. Wie ich sie kenne, wartet sie a it nichts. Sie hängt mit aufrichtiger Liebe an memem Vater, unb das ist für sie Grund genug, ihn m Alter unb Krankheit nicht zu verlass en." ,,Wie edel. Aber du sagtest ,a schon, Latz sie ein _ seltsames Mädchen sei. Ta mutz ich btr neben ihr allerdings schr klein Vorkommen." fr fehrte ihr sein Gesicht zu unb griff ro:e in einer plötz ichen Aufwallung von Zä,t.ichkelt nach ihrer Hm b. „Was f. Ute mich be'stimmen, Verstfeiche a-« zustellen zwischen dir und ihr? Dei. e Varzüg^ sind anderer Att als di: ihrigen; bis wußte ich sehr wohl schon in der Stunde, da ich mir brrübec klar wurd:, daß ich dich liebte. Aber vielleicht gibt es zwischen euch doch mehr Verwandtes, als dir selbst beroutzt ist." „93:rroanbt25? Tas bejrociffe ich leider sehr " i „Nein, du sollst dich nicht verkleinern. Zetztl tarnt ich dir ja gestehen, daß ich nicht ohne geHerme Sorge roar, als ich dich bat, mich zu meinem Vab.-c zu begleiten. Mir roar ja in beit zroetetn- halb Jahren unserer Ehe noch Beine Gelegenheit gstsoteit, zu erfahren, wie herzlich unb fürsorglich bu sein Dann ft, wie nachgiebig und anschmtegsa nt. Se.t gestern erst lernt- ich's erkennen. Unb ich tarnt dir nicht sagen, wle glücklich ich darüber bm." „Es ist feine Schmeick^lei, roas bu mir Da sagst: aler roir wollen darüber nicht rechten. Ich möchL- dich nur bitten, dein- Erwartungen ntdjt M hoch zu svaunen. Daß ich betntnt Vater freundlich unb mit sck^tld'lger Ehrerotellmg entgegenttm, war bock stlbiwerlstäridlich. Aber man dan es mir nick-t schwer machen — von keiner Selle. Sonst mützt. ich dich vielleicht doch eines Tages enttäujdjen- " „23er sollte es dir schwer machen, Signe? Zn meinem EftermHause ist sicherlich niemand. WM aber könntest du selbst noch ein übriges tun. Etwas, das eigentlich ebeitfj selbstverltMtdlich jetö solch: wie das andere." „Unb das roave?" „Wir sprachen seit langem nicht mehr so offen miteinander wie heute. Darum mag denn mich bas noch gesagt fein. Es roar in der letzten Zeit, mel- l-ncht schon feit mehr als criem Jaln, zwischen uns nicht mehr so, wie es hülle fein rollen. Ich wlll nicht sagen, daß roir uns fremd geworden roäven, denn das ist ein Wort, vor dem ich mich fürcht:. Aber es gab doch ei-vas roie ein mtsicht- banS Hindernis, über das hin weg rocr feibe b?rt rcdjten Weg nicht zu finden roustren. Wollen roir es nicht nxgräumen, Signe — jetzt, in dieser Stunde?" (Fortsetzung folgt.) behördliche Anzeigen. T«j* von Einroew- bungert M ontag, den 1. Nov. 1920, Dorm. 10—11 Uhr, Thomasmehl 10 und 12% mit R. Hilgenfeld, Worms a. Rh. Kaiser Hcmrick-Platz 6. [10527A Bis 17. Oktober Die Smsl-UM löt GW verreist 016474 Br. tatoski. für die von uns vertretenen Gesellschaften WeN.NMerMAMS8^erM s.S.l»MWrt Reiffenstein. 1054$ 1054» Gießen, Nord-Anlage 27. Karlsruhe, Ettlinger Straße 25. 0164*5 etwa 7. dun Inhalt Hochachtungsvoll Fritz Reich 010411 Gießen, int Oktober 1820. 1 ü-Eisen, M12, etwa 5 m lang. 016404 I» Statt Karten. Gießen 160 Gießen 4. Oktober 1920 asw Tapetenhaus Hochstätter Brandplatz 1 10634c JityMtl Ausschluß o Halbstores von . M. 88.— an Garnituren von M 195.— an ScheLdenschleter von M. 8L0 an Ditragen und Spannstoffe in reicher Auswahl | le laufend rüar. Unter Bezugnahme auf obiges bitte ich um gütigste Unterstützung. Ich sichere gute und saubere Bedienung zu. Brno Rudolph Gustav Geisse Derlobte Die glückliche Geburt eines gesunden Mädchens zeigen hocherfreut an Dankvorstand Wilhelm Mattern u. Frau Elisabeth geb. Krausmüller Else Meyer Kurt Wilser Verlobte. iSthirDral Meine Verlobung mit Fräulein Marie-Helene Kautz, Stnl ßh&HL. btefyce ich mich anzuzeigen. Karl Ramge PfarroAssistent. (tntt besten schmal und hoch mit Wafserstands. Eotl. 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Die Verlobung ihrer Tochter Llse und ihres Sohnes Kurt geben bekannt Wilhelm Meyer Adolf Wilfer und Frau Elise geb. Plock und Frau Luise geb. Haeusser Städtische ZorMdungsschuIe. Der Unterricht tn der städtischen Fortbildungsschule beginnt Montag den 11. Oktober nachmittags 2 Uhr tra Schulhause West-Anlage 43. Es werden wöchentlich (an zwei Nachmittagen) 5 Unterrichtsstunden erteilt. Unterrichtszeit: vom 11* Oktober bis 18. Dezemb. 1920 und vom 10. Ian. bis 12. März 1921. Fortbildungsschulpflichtig sind: a) alle Knaben, die zu Ostern 1918, 1919 oder 1920 aus der Volksschule entlasten worden sind, b) diejenigen ehemaligen Schüler höherer Lehranstalten, die in derselben Zeit aus der Schule ausgetreten sind und nicht mindestens 1 Jahr der Obertertia angehört haben. Di« Fortbildungsschulpflichtigen haben sich am Mittwoch den 6. oder Donnerstag den 7. Oktober von 11 —12'/, Uhr bei dem Rektor der Schul«, West- Anlage 43, anzumelden. Die Eltern der Schulpflichtigen oder deren Stell» Vertreter, ebenso die Lehrherren und Arbeitgeber haben diese zum Besuche der Fortbildungsschule anzuhalten und ihnen die zum Besuch der Schule erforderliche Zeit einzuräumen. Zuwiderhandlungen werden mit Polizeiftrafen von 20 bis 200 Mk. geahndet (Art. 25 des Dolksschulgesetzes vom 16. 6. 1874 und Gesetz, die Wanderung des V.-Sch.-Ges. vom 16. 6 1874 betr^ vom 13. 8. 1920 Abs. 5). Unentschuldigt« Versäumnisse unterliegen den gesetz- lichen Schulsttafen: 2 Mark für jede Versäumnis, im Wiederholungsfälle 4 Mark. Gießen, den 28. September 1920. 103818 Der Vorsitzende des Schulvorstandes: Keller, Oberbürgermeister. Jur Aushel kllatzlebenvil . Aus $n Wgebung ni W M *]*u 3u|timm Ausgusses .Ae Hi mtteln bom *• Oktober 1 Bcrlir Kennen Sie? die Roth sehe Sammlung deutsch er Reichsgesetzei Soeben erschienen: Gesetztiber die durch innere Unruhen verursachten Schäden Preis jeder Nummer 40 Pi. Verlag Emil Roth, Güßen. 1 des L Wir haben Am Otto SW, MW, KAMI 3i Carl Reiber Maya Reiber geb. Fischer Vermählte Kaufhaus ttatz 14 Babubosstrake 14. 10417c ^h. Brück-Möbelfabrik Inhaber: ^H.Wetnert Gegr.1SZ8 Gießen- Celefva37Z Ecke Schloßgalle-Kanzlesberg-Vraaüplah empfiehlt Schlaf-,Speise-,wohn.,herreir-Zimmer,Mchea etr. in jeöer Holz- und Stilart. Preiswert ❖ reell ❖ coulont Besichtigung ber vielen Musterzimmer lohnen-. Meiner werten Kundschaft zur gefl. Kenntnis, daß ich am 1. Oktober mein hklMMlllMW an Herrn Fritz Reich übergeben habe. Indem ich für das mir bewiesene Wohlwollen bestens danke, bitte ich, dies auch auf meinen Nachfolger übertragen zu wollen. Achtungsvoll PH. Stier. Hoshet« e; 1 Protokoll über Aenderungen des Weg- und Grabennetzes. neue AlMeWue tampL mit Au Walter und Zügel in Preislagen von loOÖ—5000 ®£ uer Paar, ein« u. zweisvänma. 1 Baar neve Ackerbrutt- blattgeschirre. Paar 680 M., 1 Paar schwere, gebrauchre Akkerbrusi- blattgeschirre. Paar 900 Mk. 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September 1920 bett, den Verkehr mit Schrotmühlen und deren Benutzung (ogl. „Amtsverkündigungsblatt" des Kreisamts Gießen Nr.141 vom 30.9.20) werden bie Besitzer von Schrotmühlen hiermit aufgefordert, letzter« bis zum 14. Oktober 1920 auf dem Städtischen Lebens- mittelamt, Zimmer 11, anzumelden. »Nach der ob»n angezogenen Bekanntmachung des Landesernährungsamts ist die Benutzung von Schrotmühlen zur Verarbeitung von Brotgetteide pp. untersagt und werden alle Besitzer von Schrotmühlen auf diese Verfügung eindringlich hingewiesen. 10519B Gießen, den 2. Oktober 1920. Ter Oberbürgermeister lLebensmittclamt). Verding. Für den Neubau einer 6,8 Meter lichten Write gewölbten Brücke in Kirchoers, Kreis Marburg, sind möglichst in einem Lose zu vergeben: Abbruchsarbeiten, Erdarbeiten, Maurerarbeiten, Mau ermaterraliW, gen liegen beim Ländesbaurrmt Marburg oiS 16. Oktober zur Einsicht aus: dort können auch Be» dingsunterlagen zum Preist von — Porto- und bestülgeldfrei — 10 Mark bezogen werden. M a r b u r g, don 1. Oktober 1920. 10 482D _________ Tas Landesbauamt. Versteigerung. Dienstag den 5. Oktober d. 3$., norm. S'/. Uhr, versteigere ich öffentlich gegen bar für Rechnung dessen, den es angeht, am allgemeinen Güterbahnhof in Gießen einen Waggon Weißkohl. Versteigerung bestimmt. [10530 Heßler, Gerichtsvollzieher in Gießen, Bahnhofstraße 9.