an Ori lu Stufen. und pniitE ^eiligL mit Ein- en schrijr- "8 der Z»- ^döhmigen svlan. ubn 1920 wer 5, iu ft der wb Graben- 9 mit Mchosse I Mbilands- 1 hiergegen !0, ibe, büß die d. *n versehe» und Stelle nberlich am vormittags i Beteiligt» tchen wollen, rmittag» d statt. [jen angeben, .) Grundstücke Barzelle die Termin nicht auf Berück ember 1920 d August 1920 leremigungs- Ausschlusses bei 1920, ichristlich ein- Sf&9 »etux.ß »3* m Siencn. | erndc iW Z-5, sStz -jAinbecr ungeheuren berechtigten Erregung, die ganz Schlesien wegen der ungeheuerlichen Vergewaltigungen Oberschlesiens ersaßt hat. Man sieht und hört die Flüchtlinge aus den bedauernswerten deutschen Städten und sühlt die französische Politik der Knechtung und Unterdrückung. Solange diese kein Ende nimmt, wird die Stimmung aller Deutschen Frankreich gegenüber bitter und haßvoll bleiben. Und Noten, wie die von Herrn Laurent überreichte, werden die leidenschaftlichen Spannungen nur vermehren und die „friedlichen Beziehungen" nicht herbeiführen, die das Kabinett Millerand angeblich mit Deutschland zu unterhalten wünscht. nwin mmw» ■ ' ■ ■ “ Die Lage in Nberschlesien. DaS Nachspiel zu den Vorgängen in BreSlau. Breslau, 4. Sept. (WTB.) Der Regierungspräsident erhöhte die auf die Ermittlung der bei den Vorgängen am 26. August Beteiligten ausgesetzte Belohnung von 3000 Mark auf 15 000 Mark. Dec Polizeipräsident von Breslau Ernst ist durch Beschluß der preußischen. Staatsregierung in box einstweiligen Ruhe st a n d versetzt worden. Damit ist einer der französischen Sühneso rderungen für Breslau entsprochen worden. * Kattvwitz, 3. Sept. (Wolff.) Zn der gestrigen Stadtoewrdnetenversammlung wurde von Ma- gistkatsseite mitgeteilt, daß bisher 8 Millionen Mk. an Schadenersatzansprüchen eingereicht morden seien, zu deren Zahlung die Stadt auf Grund des Tumultschädengesetzes verpflichtet sei. K a t t o w i tz, 4. Sept. (WTB.) Zn der Stadt Kattvwitz setzen die Franzosen oie Haussuchungen nach Waffen mit GrüMichkeit fort. Tie verschärfte Kontrolle auf dem Bahnhof dauert an. Zm Landkreis Kattvwitz herrscht nach wie vor die größte Unsicherheit. Besonders unsicher jmb die Verhältnisse in Bvgrckschütz, Eichenau, Rosdzrn und Scboppinitz. Ter in Manzelokowitz tätige Lehrer Schrabek wurde 'heute in der Nähe von Trzelaifa in der Brinitza als Leiche gefunden. Auch im Kreise P l e ß ist die Lage nad) wie vor unsicher. Die Kommission zur Durchführung der Waffenabgabe arbeitet mit verhältnis- mäßig erfreulichen Erfolgen. Zed-och scheint es, als ob die gegenwärtige Besatzung des Kreises Pleß hierzu unzulänglich wäre. Zn Orzesch bei Tarnvwitz wurde in der vergangenen Nacht das Ga st Wirtsehepaar Breitbart erschlagen und das dem Ehepaar gehörige Kolonialwarengeschäft ausgeplündert. H i r s ch b e r g i. S ch l., 3. Sept. (Wolff) In einer Prote st Versammlung gegen die Vergewaltigung Oberschlesiens durch die Polen und Franzosen erklärten gestern abend die Vertteter aller politischen Parteien von den Deutschnationalen bis zu den Mehrheitssozialisten ihr Einverständnis mit einer einstimmig angenommenen Entschließung, die sich für die Erhaltung Oberschlesiens bei Deutschland ausspricht und sich gegen- die Vergewaltigung der Deutschen in Oberschlesien richtet. Die Versammlung verlief würdig unb vollkommen ruhig. Ein Aufruf Horfantys. Beuthen, 3. Sept. (Wolff.) Korfanty erläßt neuerlich einen Aufruf an die Bevölkerung Oberschlesiens, worin er die in den letzten Tagen vorgekommenen verdammenswerten Verbrechen als Untaten gewöhnlicher Banditen hinstellt. Er fordert die gesamte ordnungsliebende Bevölkerung zum Kampf gegen das Banditentum und zur Ablieferung der noch zurück- gehaltenen Waffen auf. Wer befürchte, sich strafbar gemacht zu haben, möge sie heimlich den örtlichen Plebiszitkommissionen übergeben, die die Waffen dann ohne Namensnennung an die interalliierten Behörden weitergeben. Lin französisches Ultimatum an die Sowjetregiening. Stockhol m, 3. Sept. (WTB.) Aus Hel- singsors wird telegraphiert: Die französische Regierung hat an Tschitscherin folgendes, von Millerand unterzeichnetes Ultimatum gerichtet: Tie französischen Marinebehörden haben die Vorbereitungen für die Heimsendung des lenten russischen Transportes ans Frankreich am 15. September und aus Algier am 26. September ge- trofien. Alle Franzosen, die sich in Rußland befinden, sind deshalb etweder nach der finnischen Grenze oder nach Odessa zu befördern. Wenn ein^ einziger Franzose nach dem 30. September gegen seinen Willen in Rußland zurückgehalten wird, io wird die ftanzösische Regierung «Veranlassung nehmen, der französischen Flv11e den Befehl zu geben, in Süd- ru.ßland Schr itle zu tun, wie sie als erforderlich erachtet werden. Ter englische Kriegsminister in Paris. Paris, 3. Sept. (Wolff.) Kriegsminisier V e- feure empfing gestern nachmittag den englischen Knegsminister Wrnslon Churchill, mit dem er sodann eine längere Ihrtertrinmg harte. Neue Botfchafterkonferenz. London, 3. Sept. (Wolff.) Die Botschafterkonferenz tritt am 5. September in Paris zusammen. Die neue Zusammenkunft zwischen Giolitti und Millerand. Paris, 3. Sept. (Wolff.) Eine Radtymeldung aus Rom besagt: Rach einer amklichm Mitteilung ist die Zusammenkunft znnscben G io- litt i und Mil lerand in Aix-les-Brms aut den 12. September festgesetzt nwrben. London, 3. Sept. (Wolff.) Tie „Times" meldet ans Luzern: Lloyd George Brfjrt Mitte nächster Wock« nach London zurück. Ter Zusammenkunft in Aix-les-Bains wohnt er mäst bet. ♦ Die Kohlenlieserungen an Frankreich. Paris, 3. Sept. (WTB.) Im Senat teilte der Arbeitsminister mit, daß die deutschen Kohlenlieferungen vorn 1. bis 28. August 1 537 004 Tonnen betrugen. Mit BerückfickKiaamg der drei letzten Tage des August beziffern sich die Augustlieferungen auf über 1 600 000 Tonnen. Das Frankreich durch die Wickergut- rnachungskornmission unter Zugrundelegung des Abkommens von Spaa zugebilligte Kontinaent betrage 1 550 000 Tonnen. Vie Kriegslage im Gsten. Königsbergs. Pr., 3. Sept. (Wolff.) Lagebericht. Die Lage un Suwalkigebiet und an der polnischen Nvrdfront ist unverändert. Die Armee Budjennys befindet sich im weiter en Rückzüge. Oestlich von Lemberg an der Gnilaja-Lipa imb am Dnjestr finden örtliche Kampfhandlungen statt. Generalstreik in Ftalien. Mailand, 3. Sept. (Wolff.) Nach dem „(Sortiere della Sera" haben die Sozialisten! von Triest und Umgebung beschloslen, tn den Generalstreik zu treten. Derselbe soll sich über ganz Venetien und Julien erstrecken. Paris, 3. Sept. (WB.) Nach einer Haoa^ Meldung aus Rom meldet der „Temps", daß die Arbeiter das Arsenal von Venedig ohne Zwischenfall besetzt habrir. Nach dem „Meffagero" 'bat sich die Besetzung der Fabriken tmrch die Arbeiter auch auf Bologna, Florenz, Terni, Livorno und andere Städte ausgedehnt. Die schweizerischen Sozialisten gegen den Beitritt zur dritten Internationale. Bern, 3. Sept. (Wolff.) Die Zeitung „Sen- ntnclle" meldet aus Ehcrux°4>es-Fonds, daß tnc Gv- schäftsleitung des Anschusses der sozialistischen Partei der Schweiz mit allen gegen eine Stimme einen Antrag angenommen hat, nach welchem das Zentralkomitee ersucht werden soll, den Antrag auf "Beitritt zur Dritten Internationale abzulehnen. Air Dem Reiche. Tagung der Heereskammer. Berlin, 3. Sept. (Wolff.) Vor Eintritt tu die Tagesordnung derHeereskammer- sitzung wurde durch den Vorsitzenden der Heereskammer eine Erklärung abgegeben, wonach der Brief des Generals v. Seeckt im wesentlichen auf Zeitungsberichten über die erste Kammersitzung beruhte, welche sich inzwischen als tendenziös gefärbt und unzutreffend herausstellten und auch in der Presse berichtigt wurden. Nach seiner Rückkehr ließ General v. Seeckt sich von berufenen Persönlichkeiten eingehend berichten und gab Weisungen, die in der jetzigen Tagung zum Ausdruck kamen. Die Kammer selost wird danach nicht den Eindruck erhalten haben, als würden die Redefreiheit sowie die Antrags-, Ab- stimmungs- oder Beschlußfreiheit irgendwie eingeengt. Sie sprach ferner die Hoffnung aus, daß die Weiterführung der Geschäfte im Sinne fachlicher verantwortungsvoller Weiterarbeit, unabhängig von den Meinungsausdrücken in der Ocffentlichkeit erfolgen und daß dadurch die junge Körperschaft ihre Bedeutung als wichtiges Bertrauensbindealied innerhalb der Wehrmacht erweisen und dementsprechendes Ansehen sich errinaen wird. B e r l i n , 3. Sept. (WTB.) Dre H e e r es- kammer beschloß in ihrer heutigen Sitzung nach Bekanntgabe der bereits mitgeteilten Erklärung ihres Vorsitzenden und nach längerer Aussprache, zunächst den Entwurf der Oleschüftsvrdnung durch die Vereinigten Ausschüsse der Heeres- und Marinekammer durchberaten zu lassen. Die nächste Zusammenkunft beider Kammern soll voraussichtlich am 26. September stattfinden. Hierbei soll dann auch das Wehrgesetz beraten werden. Arbeiterkonflikt mit dem Reichsverkehrs- nri nister. B e r l i n, 4. Sept. „Vorwärts" und „Freiheit" veröffentlichen einen Aufruf an die deutsche Arbeiterschaft im Namen des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der S.P.D., der U. S.P.D., des Deutschen Eifenbahnerverbandes und des Deutschen Transportarbeitecverbandes, worin gesagt wird, daß im Widerspruch zu den bekannten Vereinbarungen der R e ich s v e r ke h r s Minister eine Verfügung erlassen habe, durch welche die Mitwirkung der deutschen Arbetter- schaft ausgeschaltet werden soll. Gegen bieie Verfügung wurde sofortiger Emspruch er- k w XX kw, ' fc •: 12 der Raub der Sabiner innen" am Dienstag den 7., abends 7 Uhr, ist erfreulicherweise sehr rege. Außer Rudolf Goll, der nicht nur die Spielleitung hat, sondern auch den „Striese" spielt, sind beschäftigt die Damen Rammet, Rubner, Äirk, Wernicke und die Herren Volck, Veß, Bechstriu, Heding und Stichel. ** Ter Ober hessische Kun stveretn hat bis zum Mittwoch seine Räume zu einer Ausstellung von Graphiken hergegeben, die sehenswert ist, da sie gute Meister verschiedener Epochen und Stilrichtungen umfaßt und einen lehrreichen Einblick in die verschiedenen Techniken der graphischen Kunst gewährt. ** Waldbühne — Einhorn — Komtesse Guckerl. Das sind drei Begriffe, die sich ohne weiteres nicht in einer Vorstellung vereinigen lassen. Trotz aller guten Absicht verliert die Waldbühne doch an ihrem Charakter, wenn sie immer mehr zu Saalaufführungen greift und dabei Stücke wählt, die nicht dem Wesen einer Wald bühne entsprechen. Trotzdem war der Besuch des bekannten Schönthan-Koppel-Ellfeldschen Stückes sehr gut, was man im Interesse der Kriegsblinden der Provinz Oberhessen, zu deren Besten der Reinertrag! verwendet wird, freudig begrüßen muß. Die Aufführung unter der Spielleitung G Mendelssohn- Bartholdy war frisch und lebendig. Um die Darstellung mühten sich mit bestem Eifer und teils recht geschickten Leistungen Johanna Felden, Irene Walther, Ilse Schichtmeyer, Emmy Oß- wald, Ludwig Geismar, Kurt Solchen, Hermann Arnold, Hans Osman-Bey, Heinz Schröckert und Karl Höhn. ** Marfen-Ausgabe. Donnerstag und Freitag, den 9. und 10. September 1920, gelangen in den Bezirken Brotmarken zur Ausgabe. ** D i e Warenausgabetabelle des städt. Lebensmittelamtes befindet sich im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes. ** Holzausgabe an Einzelpersonen. An Einzelpersonen (Zimmermieter) werden gegen Vorlage der Lebensmittelausweiskarte bzw. Studenten karte wahlweise 5 Zentner Hartholz ä Ztr. 9 Mk. ausgegeben, ©tdje Anzeigenteil. * * Unsere Schachaufgabe mußte aus Platzrücksichten auf Montag zurückgestellt werden. * * Die interne Regatt a des Vereins Rudersport Gießen 1913 findet unter Beteiligung mehrerer Lahnvereine am Sonntag, nachmittags 3 Uhr, statt. * * Einhorn. Am Samstag wird im Cafö gespielt mit dem Artisten Marcell Eugenio uno Paul Buckwald. Am Sonntag buntes Programm mit der Operette: „Das Loch in der Pfanne"' (nach Fritz Reuter). Ab Montag ist der Jnoische Fakir und Illusions-Akt Ben Abdul verpflichtet worden. * * Stenograph e. Ter Gabelsberger Stenographeicherein van 1861 und Damen Vern a Gabelsberger eröffnen am Montag, 6. Scht., abend 7V» Uhr in der Bezirksschule, West-Anlage, einen Anfängerkursus in Gabelsberger Stenographie. Kreis Büdingen. x Oppelshausen, 1. Sept. Das Opfer der frevelhaften Bluttat vom Sonntagabend wurde heute mit,einem Geleite von vielen Hunderten von nah und fern auf dem so stimmungsvoll gelegenen Engeltäler Friedlwf zu Grabe gebracht, Otto G ü n g e r i ch, und was Bubenlwnd an ihm getan, charakterisierte Pfarrer Hamburger -Staden mit mannhafter Klage und Anklage über die von so vielen geduldete und gepflegte Verhetzung und Entfremdung von Religion, Zucht und Sitte. Wie wohl der schwergetroffeiien Famil-e die große Teilnahme tat, sprach darnach in deren Namen Pfarrer Sattle r-Wieseck aus. Auch denen zum Trotz, die als die Hetzer diese Tat grüßen als eine, der noch weitere folgen müßten, werde die weitverzweigte Familie fest bleiben auf dem Grunde, der dem auf dem Felde der Arbeitsehre Gebliebenen eigen war: dem des Glaubens, Liebens und Hoffens. Auf diesem Grunde sollten die herben. Stunden dieser Tage alle, die sie bewegt, fester verbinden. Unzählige Kränze bedeckten das Grab und seine Umgebung. In den Sarg hatten die Seinen dem Ermordeten die Blumen von feinem Geburtstag gelegt, den man am Sonntag vorgefeiert und den er nicht mehr erleben durfte. Kreis Friedberg. schaftuna ist ab 15. September aufgehoben. I Kopffchläge lebensgeMttich Obwohl'aber in angrenzenden Gebieten Be- 1Mh>r -*«*"*«• "«d nach ftneböera ms schlüsse von landwirtschaftlichen Versammlungen gefaßt wurden, den Preis der Herbst- kartoffeln erheblich zu senken, war es dem städt. Lebensmittelamt noch nicht möglich, von irgend einer landwirtschaftlichen Organisation der Umgegend eine Prersnorm für Herbstkartoffeln zu erfahren. Man hat den Eindruck, daß man sich absichtlich nicht festlegen will ui» befürchtet aus diesem Grunde sogar eine Stockung in der Zufuhr vonHerbst- t'artoffein. Die Aussichten auf einen Wintervorrat zu angemessenem Preise sind also nicht anttoortung ablehnen. Mit Aushebung de. Zwangswirtschaft am 1. Oktober sei die Ablieferung freigegeben, doch richtet er die dringende Mahnung an die Bauernschaft, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Oberbaurat Mangold entschuloigt den verhinderten Präsidenten Neumann. Aus Zuruf, wo ist Herr liebet, erklärte er, daß Herr Präsident Uebel beurlaubt ist. Als Vertreter in den deutschen Landwirtschaftsrat werden hieraus Ine Herren Walter-Lengfeld, Bähr-Rohrbach, Hihn-Heßboch, als Stellvertreter Fritsch-Dilshofen, Hensel-Dortelweil und Wols-- Albig, als Mitglieder zum Bezirkseisenbahnrat bte Herren Fritsch-Tilshofen, Bähr-Rohrbach, Mahler- Herrnsheim, als Sttllvertce-er Dr. Dehlmger- Weilerhof, Breidenbach-Dorheim und Keller-Spreß-- heim gewählt. Hierauf wird ein Antrag auf Abänderung der Satzung der Versicherung von Weide-, 2lüssttb lnngs-, Import- und Faseltieren von dem Gmeral- sekretär Tivettor Dr. Hamann begründet. Es soll die Entschädigung eintreten, toeim der Tod des Tieres innerhalb einer Woche nach Schluß des Weidegangs eintritt, Ursache des Tbdes während der Dauer der Weidezeit entstanden ist. Tr. Ziegenhain-Alzey führt Beschwerde, daß die Kammer-Ausschüsse vor der Beratung des Antrags nicht gehört wurden. An der weiteren Aussprache beteiligten sich bte Mitglieder Schneider- Utphe, FritscheDils^osen, M jg k- Gr und-Schwal- heirn, Weil-Lang-Göns u. a. Ter Antrag findet Annahme. Es folgt Beratung des Antrags zur Abänderung des § 105 der Satzungen, Erhöhung der Tagegelder. Mogk-Grund-Schwalheim hatte gewünscht, daß die Sätze für alle Abgeordneten gleich, gestellt loerden. Der Vorsitzende hat wegen der dann entstehenden Kosten Bedenken. — Bähr-Rohr> bad) widerlegt diese Ansicht. Der vorgeschbagen» Antrag findet Annahme. Hierauf wird ein Antrag auf Bewilligung höherer Staatszuschüsse für Forschungsmaßnahmen auf dem Gebiete der landwirtschaftlichen Technik durch den geschäftsführenden Direktor gestellt. Dr. Hamann begründete die Forderung mit dem Hinweis, daß die erhebliche (Snttoertung des Geldes es jetzt unmöglich macht,bie Maßnahmen wie vor dem Kriege durchzuführen. Es müsse vor allem eine Steigerung der Leistungsfähigkeit unserer Rindviehbestände ermöglicht werden. Oberregierungsrat Dr. Kimberger teilt im Namen des Landesernährungsamtes mit, daß man den Anträgen wohlwollemd gegenüberstehe und fte prüfen werde. Oekonomierat Dr. Dehlinger-Wellerhvf fordert eine rationellere Bewirtschaftung des Bodens. Dr. Dehlinger glaubt, daß durch eine geeignete Besiedelung viel bisher unbebautes ßartb besser nutzbar gemacht werden könne. Abgeordneter Brauer: Um die Notlage der Städte zu lindern, hat die hessische Regierung das Landsteuergesetz mit Hilfe der Linksparteien und des Zentrums durchgepeitscht, durch das die Landwirtschaft ganz ungeheuer belastet werde. Es muß besonders betont werden, daß bei dem neuen Gesetz ein Schuldenabzug nicht gestattet ist im Gegensatz zu der alten staatlichen Grundsteuer. Von den 17 Millionen Mark, welche die neue Steuer bringt, könne die Forderung von 338 000 für die Landwirtschaftskammer leicht entnommen werden. Präsident Uebel wird wohl diesen Antrag befürworten, wenn er im Gesamtministerium auch für das Landgesetz gestimmt ist, ist anzunehmen, daß er über die Höhe und Tragweite des Gesetzes keine Vorstellung hatte, insbesondere, daß er auch die Verhandlungen nicht kannte, die seinerzeit zur Abschaffung Der Grundsteuer im Jahre 1900 führten. Redner geht noch auf die Stellung der einzelnen Parteien zu der Steuervorlage nccher ein. Der Rückgang der deutschen Produktion in der Landwirtschaft von 40 Proz. kann nicht wundernehmen, bei dem geringen Entgegenkommen des Reiches, welches verlange, daß 1. mehr und 2. billiger pro- duziert werde. Zu beachten sei auch, daß Hessen diese Besteuerung allein habe, obwohl es mitten in dem von dieser Steuer freien Preußen liege. Er bringt eine entsprechende Entschließung vor. Abg. Bähr (Rohrbach) erklärte, daß dieses System auf eine Erdrosselung der Landwirtschaft hinziele. Geh. Oberbaurat Mangold teilt auf Befragen mit, da'ß man mit den vorhandenen Maschinen zur Entwässerung einzelner Riedstrecken ausgereicht habe. Hahn (Haßloch) erklärt, daß ein Preisabbau nur ein treten könne, wenn er auf allen Gebieten erfolge. Die Produktionskosten für Kartofseln errechnen sich jetzt auf 18—20 Mark und es sei nicht zu verstehen, warum die Liefevungsverträge aufgelöst werden sollen. Er bespricht noch die durch die neuen Tarifbestimmungen auf dem Land un- igünftigen Zustände und regt die weitere Nutzbarmachung bzw. den Anbau von Waldstrecken an. Jo ft (Bermuthshain) erhofft von der nächsten Wahl, daß die irregeleiteten Wähler zu sich kommen; dem Landwirt könne man nicht zumuten, unter den Produktionskosten zu verkaufen. Der Kbbau dürfe nicht einseitig erfolgen. Redner gibt bann eine Schilderung der Zustänoe bei dem Kreis- atmt in Lauterbach, wo es einer Rotte von Arbeitern fortgesetzt gelinge, unter Drohungen alles von dem Kreisdirektor zu erzwingen. Bei eurer ein- berufenen Versammlung des Kreisausschusses wurden erneute Drohungen ausgestoßen und einzelne Mitglieder persönlich bedroht. Es waren Handgranaten und andere Waffen bereit. Die Gendarmen prangten durch Abwesenheit. Von der gierung müsse besserer Schutz verlangt werden. Er verliest einen Brief, in dem mit Brandstiftung gedroht wird von einem „Bund der Rache". (9M: Wo ist die Regierung?) Wir sehen fdjiimmen Seiten Schneider- Utphe empfiehlt die tteberfüh- rung des S-iedelungslandes in Privateigentum. Hen sel-Dortelweil empfiehlt bei Besetzung der Mieleinigungsämter eine stärkere Berücklichtv- gung des Landes. Weil-Lang-Göns empfiehlt eine Auf'he* bung des Freistaates Hessen und Anschluß an Nassau, da bei den ganz ungeheuren Kosten auch für Minister und Beamten Hessen nicht mehr existenzfähig sei. Wvlf-Albig besprüht die Lohnfrage unb empfiehlt einen Zusammenschluß größerer Gebiete von Arbeitgebern, damit man gemeinsam vorgehen könne. Er Tritifiert das Vorgehen rhein- hessischer Kreisämter, toeldje unter allen möglichen Gründen die Landwirte zur Herabsetzung her Preist nötigen. hoben. Die Zurücknahme der Verfügung wurde verlangt. Der Reichsverkehrsminister lehnte es jedoch ab, uns zu empfangen. Wir wissen nicht, welche Beschlüsse der parlamentarische Beirat fassen wird. Führen die Anordnungen des Verkehrsministers zu Maßregelungen, so können die Eisenbahner sicher sein, daß die organisierten Arbeiter geschlossen hinter ihnen stehen. Die Einstellung des Verfahrens gegen Traich und Genossen. Berlin, 3. Sept. Die „Tägliche Rundschau" ist in der Lage, folgende reichsgerichtliche Ent>chei- dung rnitzutcllen: „Das Verfahren wird eingestellt: 1. gegen den Untersbaatssekretär Fr hm. v. Falkenhausen, 2. gegen den Rechtsanwalt Br e- d e r eck, 3. gegen den Kapitänleutnant Lensch, 4. gegen den Pfarrer D. Traub, da nach dem Ergebnis der Vomntersuchung diese An geschuldigten nicht als Urheber oder Führer des hochverräterischen, gegen das Reich gerichteten Unternehmend anzusehen sind. Die vom angeschuldigtm Re- gierungspräfidenlen z. D. v. I a g o to beantragte Einstellung des Verfahrens wird abgelehnt, da nach dem gegeiitoärtigen Stande der Voruntersuchung dieser Angeschuldigte als Miturheber, jedenfalls aber als Führer des hochverräterischen, gegen das Reich .gerichteten Gesamtuntemehmens verdächtig erscheint. Aus diesem Grunde wird der Anttag auf Aufhebung des Haftbefehls oder Erteilung eines freien Geleits abgelehnt." Der Generalstreik in Stuttgart beendet. Stuttgart, 3. Sept. (Wolff.) Der Generalstreik ist beendet. Die Arbeit wird am Montag wieder ausgenommen. Eine Betriebsräteversammlung hat die zwist.en Unternehmern und Arbeitern im Beisein der Regierung getroffenen Vereinbarungen noch anzuerkennen. Die Daimlerwerkeblie- ben den Verhandlungen fern. Alle Streikenden und Ausgesperrten, die sich keine schweren Verfehlungen zuschulden kommen ließen^ werden wieder eingestellt. Die Streiktage werden nicht bezahlt. Von letzterer Entscheidung hat die Kommission lediglich Kenntnis genommen. Sie will die Entscheidung der ordentlichen Gerichte und des Landtages herbeiführen. Stuttgart, 4. Sept. (WTB.) Die Betrieb sräteversammlung nahm gestern abend von den zwischen den Arbeitgebern und Arbeitnehmern über den Generalstreik im Beisein von Regierungsvertretern getroffenen Vereinbarungen Kenntnis und beschloß, daß morgen in der Betriebsräteversammlung, wozu nur die Betriebsratsmitglieder und je drei Vertreter der SPD., der USP. und der KPD. Zutritt haben, über Annahme oder Ablehnung dieser Vereinbarungen entschieden werden soll. Ein neuer Ausstand in Leipzig. L e i p z i g, 3. Sept. (Wolff.) Die Straßenbahner traten, da die Forderungen auf Wiederaufnahme des Betriebes auf den seit einiger Zeit stillgelegten Linien und auf Herabsetzung des Fahrpreises auf 50 Pfennig nicht bewilligt wurden, in den Ausst and. Aus Stadt und Land. Gießen, den 4. Sept. 1920. Wie ftehts mit den Kartoffeln? Die Landeskartoffelstelle hat ab 1. Sept, oen Erzeugerhöchstpreis für Frühkartoffeln auf 22 Mk. festgesetzt und Zuschläge in Höhe von 2,50 Mk. bewilligt. Am gleichen Tage t die städt. Lebensmitteldeputation denKar- toffelabgabepreis für Gießen auf 30 Mk. festgesetzt. Wie diese Spannung zu rechtfertigen ift, darüber wird sich mancher Hausvater vergeblich den Kopf zerbrochen haben. Eine Anfrage beim städt. Lebensmittelamt klärt den Sachverhalt wie folgt auf: Da die Stadt den Frühkartoffelbedarf rn der Umgegend von Gießen nicht decken konnte, mußten Kartoffeln aus der Gegend von Magdeburg hergeschafft werden,'die sich bis zur Ankunft auf 35 Mark stellten. Um sie zu diesem Preise abgeben zu können, war bereits ein erheblicher städtischer Zuschuß erforderlich. Durch die Preissenkung auf 30 Mk. sind der Stadt weitere erhebliche Unkosten erwachsen, da sie noch Magdeburger Kartoffeln in Vorrat hat. Schlecht daran war, wer der Aufforderung des Lebessmittelamtes, sich mit Frühkartoffeln einzudecken, schon im August nachkam, denn er bezahlte den Zentner 5 Mk. teurer als ein weniger Besorgter. Werden wir noch billigere Frühkartoffeln bekommen? Das städt. Lebensmittelamt bezweifelt dies. Selbst wenn der Zentner zu 22 Mk. eingekauft werden kann, so kommt hinzu der von der Landeskartoffelstelle bewilligte Aufschlag von 1 Mark bei Lieferung durch £ie Gemeinde oder den Kommunalverband und 1,50 Mk. für gesackte Kartoffeln frei Keller des Bestellers = 2,50 Mk. Ferner die Provision der landwirtschaftlichen Genossenschaft von 2,50 Mk Zudem ist dem Kartofselhändler für Ausladekosten, Schwund und Risiko eine Vergütung von 6 Mk. zugebilligt, so daß auf dem Zentner Kartoffeln insgesamt 11 Mark Unko sten.ruhen, falls nicht noch größere Bahnspesen hinzukommen. Der Zentner Kartoffeln stellt sich damit auf Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt, 2. Sept. Ter 52. Verband stag der Erwerbs- und Wirtschaf t s g eno s sen scha ft en für die Provinzen Starkenburg unb Oberhessen setzte heute seine Beratungen fort. In seinem Geschäftsbericht bespricht der Vorsitzende Verbandsdirektor Stesn die Hessische Reg ierungsvevordnung übet die Bilanzierung der Kriegsanleihen, die große Unruhen im Lande hervorgerufen 'fjabe. Dem Verband gehören jetzt 24 Genossenschaften mit 7716 Mitgliedern an. Der Umsatz betrug 379 Millionen, der Reingewinn 276 000, die Dividende durchschnittlich 5,42 Pwz. IN sehr anregenden Vortrag verbreitet sich hieraus Prof. Krüger -Berlin über die wirtschaftlichen Verhältnisse und deren Einfluß auf die Kreditgenossenschaften. Seine Darlegungen gipfelten in oen Schlußfolgerungen, daß es absolut notwendig sei, bei Kreditgewährungen auch bei sog. Millionären größte Vorsrcht zu üben. Tirektor Malz von der Dresdener Bank ist mit den landwirtschaftlichen Genossenschaften der Anschauung, diß lieb der jetzige Geldüberfluß auf dem Lande bald in Geldmangel verwandle, die Kassen sollen sick- daher enffprechend stärken. Als Ort der nächsten Verbandstagung wird Groß-Gerau gemählt. Ueber die Bedeutung, welche die „Steuergesetzgebung" für die Genossenschaften hat, hall hierauf Pws. Tr. Krüger einen sehr lehrreichen Vortrag, in dem er erwähnt, daß die Genossenschaften im allgemeinen bei den neuen Steuern nickt ungünstig abgrschnitten haben. Er weist besonders auf die noch in Aussicht stehende neue sog. Ausgleichs st euer hin, die als neue Blüte zu dem großen Steuerstrauß hinzukommt. Die Steuer soll nach den ihm vor einigen Tagen gewordenen Mitteilungen etwa 60 Prozent der Miete betragen und die Ergebnisse sollen bekanntlich zur Errichtung von Wohnungen benützt weiden. Die Höhe der Steuer llinge zwar phandasttsch, doch sei sie nicht unwahrschemlich. Freilich werde aller» schärfster Widerstand zu erwarten sein. Ob auch eine Zwangsanleihe in Aussicht steht, kann Redner nicht beantworten, sei dies aber der Fall, dann sei bald jeder Deutsche als Steuerbeamter tätig. Hessen-Nassau. Der Steuerabzug. mc. Frankfurt a. M., 3. Sept. Bekanntlich hat der Frankfurter Magistrat den städtischen Arbeitern zur Wgeltung des Steuerabzuges eine lOprozentige Lo hnerhöh ung gewahrt unb will diese auch den Angestellten und Beamten zukommen lassen, wenn für die nötige Deckung gesorgt wird. Dieses Vorgehen hat nun aber toebzt die Billigung des preußischen Ministeriums des Innern rwch des Reichsfinanzministeriums gefunden. In einem Erlaß an die Ober- Präsidenten macht der Minister des Innern ausdrücklich daaruf aufmerksam, daß er das Vorgehen des Frankfurter Magistrats mißbilligt. Gleichzeitig ist an den Magistrat die Aufforderung gelangt die Mehrzählung auf die Löhne, wenn möglich, wieder rückgängig zu machen. mc. Frankfurta. M., 3. Sept. Die Frankfurter Gastwirtschaftsangestellten sind rn eine Lohnbewegung emgetreten. Sie verlangen feste Entlohnung vom Arbeitgeber und Abschaffung des lOpmzentigen Aufschlages auf die Zeche. Tie neuerlichen Folgerungen hängen mit dem Nachlassen des Gasthausbesuches durch das Publikum zusammen, der als Folge die Minderung der Trinkgeldereinnahmen zeitigte. Die Unruhen in Frankfurt. mc. Frankfurt a. M., 3. Sept Der Hauptbahn Hof war heute vormittag von einer Hundertschaft Sicherheitspolizei besetzt, da die Erwerbslosen am Donnerstag abenb erklärt hatten, sie würden keinen der von auswärts kommenden Arbeiter an seine Arbeitsstelle lassen, vielmehr selbst die Arbeitsplätze entnehmen. Alle einlaufenden Züge standen unter starkem polizeilichem Schutz. So ist es denn auch zu Zwischenfällen nicht gekommen. Einige Menschenansammlungen wurden durch Zureden leicht zerstteut. Terrorismus in Hanau. Hanau, 3. Sept. Ter Terrorismus eines Teiles rmseres Volksgenossen gäbt soweit, daß sie nicht einmal im Angesicht des Todes ihrem eg>- isttschen Fanatismus Halt gebieten. Am Montag nachmittag sollte ein etwa 7 Jahre altes Kind einer hiesigen Familie beigesetzt werden. Tie Friedhofsarbeiter streiken, es wagte niemand, den Grabhügel zu schaufeln, so vrß schließlich der Vater und der Bruder des Kindes mit Unterstützung einiger Leidtragender das Kind in seine letzte Ruhestätte betten mußten. Diese durch den Terror erzwungene Selbsthilfe machte auf die hinzu genommenen Friedhofsbesucher einen erschütternden Eindruck, dem auch der Geistliche mit den Worten Ausdruck gab, daß ihm in seiner langjährigen Tätigkeit noch nie vorgekommen sei, daß ein Vater seinem eigenen Kinde das Grab schm- feln mußte. Er habe im Felde manchen gefallenen Feind bestattet, denen tue Kameraden den Grabhügel geschmückt hätten, denn vor der Majestät des Todes wäre damals für den Deutschen der Feind nicht mehr Feind, sondern der M enf ch gewefen, heute schienen andere Begriffe vorherrscheno zu [em. — Soweit geht schon die Selbstzerfleischung des deutschen Voltes. — Ein Lichtblick leuchtet in dieses Grau unserer Zeit. Die Teckprische Nothilfe bat es ermöglicht, daß durch den Einsatz von acht Nothelfern die Bestattung der Gestorbenen erfolgt Haus Standuhren 5 Akte 9414c 5 Akte S •/ > A Gießen, 4. September 1920 Seltersweg 43 Licher Straße 39 Statt Karten. Uhren- und Goldwarenhaus 9435h Statt Karten. 9380 S Platz 3 M., nicht numeriert 2 M. Lich, im September 1920. Lütt. Gießen, Dismorckftraße 40. Ende gegen 5 Uhr. Kassenöffnung 3 Uhr. Knffenöffnung 6'/, Uhr. Ende gegen 9'/s Uhr. E-BNHOKN Gießen, 3. September 1920. Statt Karim Verlobte & Lauterbach Oießen 5. September 1920 batterien. 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An- bere Städten würden es mit Freuden begrüßen, ivtmt sic die Sicherheitspolizei bekommen tarnten und die Einwohnerschaft gibt noch nicht die Sxm- ming auf, daß es doch noch gelingen wird, die „Grünen" in unserer Stadt $u behalten. Mehrere Bürger. 5 ** Mlt.L «n» « di- Reiskirchen Stammheim 5. September 1920. der Umlage auf 1 Mark pro 1000 Mark genefmrigt Auch der Voranschlag für die Zeitschrist färbet l?fn- nahme. Dann wird hie Tagung mit entern Schlußwort des Vorsitzenden beendet. t, daß «in allen SK-M -20 Marl und«. M die LieseamB^ ] ■Sgsl s*lu ’ää ?! ; ■ 1 Antrag D r. Dehlinger, syörderung der allgemeinen Landes- und Bodenkultur. 2. Die hessische Landwirtschast bittet die Regierung, mit allem Nachdruck sofort die Maßnahmen zu ergreifen, die die Sicherheit von Eigentum und Leben der Landwirte, sowie der lanbm. Produktion gegenüber den zu Banden oraanifirrten FeDdicben gewährleisten. 3. Einspruch gegen die einseitige, die Landwirtschast ganz unverhältnismäßig hohe vor- ausbelasteitde Landessteuer. 4. Zusammensetzung der Mieteinigunosäintcr in ländlichen Gemeinden. 5. Die Vollversammlung der Landwirtschasts- kammer steht dem Abbau der Preise für die lanbro. Produkte verständnisvoll gegenüber. Dieser Abbau kann und darf im Interesse der Produktionssteigerung und der Volksernckhrung nur gleichmäßig erfolgen mit dem Abbau aller zur Produktion notwendigen Mittel. Eine einseitige getoaltm^ige Herabsetzung wird für das gesamte Volk schwere Folgen haben. Sie ersucht die hessische Regierung, in diesem Sinne auch auf die unterstellten Organe ettuu- nrirten, damit nicht einseitig die landwirtschaftlichen Produkte abgebaut werden, vielmehr nur ein allgemeiner Abbau in die Wege geleitet wird. Dann wird 'der von dem Generalsekretär Direktor Dr. vamann eingehend begründete Voranschlag und zwei Nachträge für Ziegenzucht mtb Obstbau angenommen und die Besoldungsvorlage für die Beamten sowie die Erhöhung Stabt Marburg Sonntag, 5. September, von 4 Uhr ab AM Ts ladet ergebenst ein 0l5080 Jritz Kremer. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redastion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung) Die grüne Sicherheitspolizei. Wie wir hören, stall die Sicherheitspolizei, Abteilung Oberhessen, in aüernLchster Zeit von Gießen nach Butzbach verlegt werden. Die „Grünen", die ihren Dienst in Äteßen äußerst zuverlästig und getvissenhast ausübten, genossen das volle Vertrauen der Einwohnerschast und cs würde nicht nur von allen Seiten das Schnden der SicherHeils- pöklet bedauert, die sich so sehr in dec Zeit ihrer hiesigen Tätigkeit verdient gemocht hat, sondern auch mit Entrüstung aufgenommen werden, denn Vermischte*. Stettin, 3. Sept. (Dvlfs.) Einbrecher haben in der letzten Nacht in den Sicherheilsgewölben des Verwaltungsgebäudes der Vulkan- Yvcrft mit Sauerstoffgebläse vier eiserne Türen zerstört und ans den Gewölben 1V1 Millionen Mark geraubt, die heute zur Lohnzahlung dienen sollten. Von bat Tätern fehlt jede Spur. Bauers* Gesangverein (gegründet 1804) Son ntae den 19. September abend« 5 Uhr In der neuen Aula der Universität: Wohltätigkeits-Konzert Leitung: Herr OTTO GO BL ACH. Mitxvirkende: Herr Konzertsanger Heinrich Biller (Tenor) aus Marburg; Herr Pianist Julias Haha aus Gießen. Es gelangen zum Vortrag: Chöre von Abt, Hegar. Döring. Curti; Volkslieder aus dem 15., IV, 18. und 19. Jahrhundert, bearbeitet von Scholz, Humperdinck, v. Othegraven, Rudorff; Lieder für Tenor von Weber. Brahms, Wolf. R. Wagner; Klaviersoli von Bach-Tausig, Chopin. 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Bei diesen Zustanden müsse sich der Landwirt selbst schützen. Das Vorgehen der Regierung und Durchsuchen der Men ufto. des Bauern und dee Schutz- uno WirtschMstsbuntzes war nicht angebracht. Die ficbe versagt. Die vielen Obitviebstähle, welche seid smril Benutzung von Waffen ausgeführt werden, können zu der betfortgten Wstsenabliefe- nntg nicht vertaken. Das Abhallen von Versanrm- timgeu frur Simgung habe keinen Zweck mehr, hxmn die Regierung den Landwirl nicht besser beschütze. Fenchel-Griedel tritt für die freie Wirtschaft ein. tzensel-Dottelweil begründet feinen Antrag betr. Besetzung der Mieteinigungsämter. Rechtsanwalt Dr. Meise! hält diesen Arttrag für sehr wichtig Korell - Angeirwd begründet eine Resolution betr. Preisabbau. Fritsch-Dilshofen beantragt weiter, 6000 Mark zum Schutz der Ziegen- und Schweinezucht einzustellen, da die Maul- und Klauenseuche außerordentlich verheerend gewirkt und mindestens 10 000 Ziegen in Hessen beseitigt habe. Er richtet einen Appell an die Landwirte, soviel Milch wie irgend möglich zur Beseitigung der Mllchnot in den Städten abMliesern. Dann werden die nachstehenden Resolutionen einstimmig angenommen: Verein Rudersport Gießen 1913 / e. V. Interne Regatta unt. Beteiligung mehrerer Lahnvereine am Sonntag den 5.September Anfang 3 Uhr nachmittags. M6l Start: am Felsen. Ziel: Bootshaus Rudersport. Heute abend 7,8 Uhr: Kommersi.Bootshaus Gäste des Rudersports sind herzlich willkommen. MklMMSMÄ Komme morgen nach taeiwWiwi 9440________ la Lahn-Kalk WelBstäckea Branattckei la durchgebrannte, allerbeste Qualität, prompt ZtriÄumpen Wollabfalle, Metalle, X "u' 3 ßitten u. 1 Eilten^ M I^l^Handknocken-1 Alle Arten Wollabsalle, b. Dresden, Werderstraße 29. 9124A SWMl-Mklkk gesucht 9379sg Heinen. 015032 013205 M B i '=• i [014980 entgegen. 9119 kauft stets schabe, anter Zitzilbnt, Fcldrock, 2 Unterboicn Kuh mit Kulb 'M Strümpfe zu verkaufen Steinstraße 73 I. links. au verkaufen 015029 verk. 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Ludwig Berg st räßer. $>crr Profes'vr Bargströßer, der Litauen aus langiähriger SarixulKung gründlich kennt, sendet u.is von einer soeben unter- nominellen Reise in das vielumstri tene Gebiet einen ersten Bericht, der durch seine MW Scg'naII llu«ri0liHc 8 Floren M Blinder Hatz. Roman von Alfred Sassen. Flachdruck verboten.) Fortsetzung 24. morgen btr »wart™« " V Q,'! [Oll?: Dreine 1 '.ÄlthM '^*‘3 feimcn und lieben teniteii und von s.nner wirt- schaftlicheu Entwicklungsfähigkeit überzeugt sind, teils Iiückwanderer aus Rußland. Bor dem Kriege hat es im Gouvernement Kvwno rund 21 000 Deutsche gegeben und man rechnet, dach diese Zahl auch n>erde. Tie politische Lage «W|U . Ai»br 5 DüS- «IN1’ 1)17’4 ----- ■w* Siegerurkuod-a f ^Jch trage die Schuld an seinem Tode," nrie- decholte das junge Mädchen, ünd jetzt war beinahe et.oas Hartnäckiges, Eigonsinniges in ihrer Stimme, das dem alten Fräulein in die trostlose Unzugänglichkeit dieser jungen, schmer-verwirrten Seele einen Einblick gewährte, der sie mit namenloser Bestürzung erfüllte. Ihr war, als Müsse sie sich nach Hilfe um* scheu, da sie sich allein machtlos fühlte. Sie dachte darin, den Bruder aus dem Garten hereinzu- rufen, und ging rasch auf das offene Fenster zu. Tabei ergriffen ihre Hände unbewußt die auf dan Fensterbrett liegenden Blumen. Rena sah das. Sie kam langsam näher. „Meine Rosen —" sagte sie. „Sie gehören mir 7~ letzt kann ich sie brauchen — dem Toten ,m'll tch sie aus die Brust legen —" Nei: ^ahbti der I nu(‘r.cin:' fleno^n " fntpfaM Als wir noch einer durch die Polen und iche gewollten Paßumständlichkeilen im Korridor übel verlängerten Fahri allmählich gen En.tluhucn tarnen, fragte ich den Attacke der litauischen Ge- sandtsck'aft, mit dem ich meine Reise nach Kvwno gemeinsam machen lvnnte, ob es in Litauen irgend eine Zeitung in deutscher oder einer anderen westlichen Sprmhe gebe. Er verneinte dies und bot seine Tvlmeisckxtiäeuste an Immerhin wars eine wenig angenehme Aussicht. Umso größer die Freude, als schon auf dem Bahnhof Wirballcn ein deutsches Blatt zu finden war, das seil einem Monat etwa in Kvwno herausgegeben nrirb. Die litauisch? Rundschau, Organ der ,.Partei ixr Deutschen tri auers", unä hst zweimal wöch n Ti fi cr- » scheinend, zwei Sei en Zeitungsfvrmat, Li? dem nächst ver vppelk iverden sollen. Die Nummer, b c ich mir in Wirballen Etiufic, enthielt einen Artikel Über das neue licauische Landgeletz, das die Zer- scklagung des Großgrundbesitzes regelt und mancherlei politische Nachrick)ten von lokalem wie allgemeinem Interesse. Dazu die Anzeige, daß im Deutschen Verein am Svmilag ein Sommerfest stattftnde. Das paßte gut. Da ich Kvwno aus der Kriegsbeil kenne, so fand ich mich leicht zurecht, tauft e im deutschen Cafs Konrad, in dem man als Soldat so manck>cs mal seinen Tee getrunken hatte, meine Eintrit s- j Tarte und ging in die Keistmstraße. Nummer 4, I ein Haus, dessen Besitzer noch irgendwo im großen I Rußlmid iveilt, wenn anders er noch am Leben ist; ’ sein Anwesen wird inzwischen von der Sadt Avn-no verwaltet und ist an den Deutschen Verein Der- mietet worden, der sich hier ganz einfache, aber hübsche Räume geschafsen Hal, groß genug yu Festlickkeilen, zugleich llntctfunft der Parteiorganisation und der Schriftleitung der Rundschau. Es war alles nrie in der Heimat bei solcher llselegenh.ri!, hübsch geschmückte Räume, eine Menge Menschen an allerlei Tischen, im großen Saale bald reger Tanz, daneben ein Bufett, wo man guten Kaffee, herrlichen Küchen, Bier vom Faß bekommen konnte, wk°oah', Babn> bontrajt. ^.^.Tevtkmbkr Uhr baftlbit I itglieder- I Sammlung. Erscheinen o eriordnlich. Der Vorstand htung! a den 5. Skptbr. Großes WO aulfurtci-ei'. Ktgelllii tetjtittnC Mit. tag b.U.Ätt. Konats- famm/ung lnschtteheiiörin il in W-tz W 10 d. 5. d. w. »MVA 1 Mnebur-. ct 1.30 Ubr. in3' imft Bahnbo'. Ter SfflÄ I Hi W! uneinsame rsamnilun9 A’S®? %i,«' in ®“ sw« iwu'ffi'UU Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Samstag, V September 1920 ■Mii—rnini l r i«i ," Jisnu tauens .beim Deutschen Reiche loar; er hat als solcher bei allen Stellen, die mit ihm zu tun gehabt I>aben, ein rvrzüglichcs Andenken hinterlassen. Da mals hat er von Berlin aus als tilbgeordneter ioar und sich alles gettenlich berebngte zu gemeinsamer Arbeit int Interesse des Deutschtums. Schwere Arbeit, wie immer, weirn man eme neue Ausgabe anfängt, bei der man sich notnxmoig vor Pvobleme gestellt sieht, zu deren Lösung eicnmt- lich Fachleute gehörten. So.wird die Redaklim des Blattes ehrenamtlich geführt, desgleichen Die Leitung der Partei. Bor allem der Seimabgoockd- ne!e, Herr Kinder, im Privatleben Verwalter o?s städtisckren Hospiials, arbeitet rührig daran, die Verbindung mit den anderen Städten und Dem Lande immer enger zu knüpfen. Selbstverständlich sieht man auch von hier aus hinüber zur Heimat. Nicht im politischen Sinne irgend>velch?r Bestrebungen, wie sie in der llner» meßlichkeit ihrer Forderungen uns vor dem Kriege so sehr schadeten, wohl aber in der Hoffnung imb Erwartung, baß einschlägige Stellen imd Kreise der alten Hrimat Helsen und mitarbeiten, wo es möglich und nützlich ist. Die Zeitung braucht Anzeigen: sie kann um so mehr auf deutche Unterstützung rechnen,.als die deutschen Geschäftsleute in Kowno bebeutenbe Unternehmungen unterhalten, Import und Export mit Deutschland, Bank, Spedition usw. Auch geeignete Vertreter detttscher Firmen bürften sich unter ben hiesigen Deutschen sofort finden lassen. Nicht minder hofft man auf kulturelle Beihilfe für die Schulen, für das gesamte geistige Leben. Und darüber hinaus er» wartet man, hier wie allerwärts, wo Deutsche im Auslande beisammen wohnen, daß die deutsche Oeffentlichkeit sich mit ihnen beschäftige, von ihnen erfahre, an ihrem Wohl imb Wehe Anteil nehme. Gerade weil das Deutsche Reich den politischen Zusammenbruch erlebt hat, erwachsen hier Aufgaben, die mit anderen Mitteln als mit denen der Politik früherer Zeit gelöst werden müssen und gelöst werden können. Tas alles war so ungefähr das Ergebnis von vielerlei Unterhaltungen, die ich an diesem schönen Sonntaguachmittag mit ben Männern und Frouen des Deutschen Vereins in Kowno habe führen kömren. Und ich hoffe, daß sie und baß dieserBericht zu seinem Teile dazu beitragen möge, Wünsche zu erfüllen, wie sie geäußert wurden, neue Verbrn- dun gsb rücken zu schlagen von der .Heimat hinaus in die Fremde, die uns heimallich und heimatgleich umfängt, wenn wir in ihr so freundlich von unseren Landsleuten aufgenommen werden. Der Prophet vor Gericht. fd. Frankfurt a. M., 3. Sept. Einen Wirndeüvktor und Propheten stellt nurt sich gemeinhin anders vvr, als jenen kleinen, alten Herrn im Cutaway mit gestreiften Hosen, hohem Stehkragen und breitem Lebergürtel über Der Weste Tas ist Herr Müller-Czemy, der sich heute vor dem Schöffengericht wegen Beleidigung zu berank Worten hatte, weil er von einem Angestellten der Firma Heidelberger in seiner Zerrung schrieb, er habe stch vom Kriege gedrückt, obgleich ber Mann drei Jahre an der Front gestanden !a tc und schiver erkrankt zurückgetammen iwrr Herr Müller-Ezcrnh ließ keinen Menschen zu Worte Vmrmen. Er üt-er- stürzte Richter, Anwalt und Kläger mit einer wal/ren Flut von Phrasen und sagte %. B.: „Fch nach dem andern über ben Leib jagte. „Ich weiß besser, was ich daraus lesen werde . . . Aber wenn auch der tote Mund nicht spricht — es ist em lebender da, der mich anttagen wir-! — Tante, arme, blinde Tante, was hab 'ich dir getan," brach es aui einmal in einem Wehlaul ohnegleichen von ihren Lippen. Airna Reinsdorf atmete tvotzdem auf. So — so — mochte sie schreien, die Aermste — alles war besser, als diese entsetzliche Starrheit. Sie legte ben Arm um die Schultern des jungen Mädchens. Mit erhobener Stimme, in der jetzt wieder etwas, von ihrer gewohnten Art mit» Flair geriet sie: „Kindchen, ich dulde es nicht länger, daß Sie solche Worte sprechen.' Sie haben sich keinen Vorwurf'zu machen! Das Unglück wäre wohl auch in Davos geschehen —" „Wissen Sie das? Weiß das irgend wer? Nein! Aber das weiß ich, baß Oskar von memem Fortgehen tödlich getroffen worben ist! Auf die Brust hab' ich ihn geschlagen, ich Unbarmherzige, mit beiden Händen — — da erlag die kranke Brust — sie mußte erliegen —" Dem alten Fräulein war Nur ein kurzes Aufatmen gegönnt gewesen. Nun wütete das junge MÄxhen ja erst recht gegen sich! Und mit fliegendem Atem setzte Rena hinzu: „Und wissen Sie, welches Wort die Blinde zu rmr sprechen nrirb? Nur eins — ein einziges nur, aber das nrirb lauten: Mörderin! — Ich will hm zu ihr — ich will nicht feig sein — ich will mich ihrem Gericht stellen! Ich hab' es ja verdient, dieses Gericht —" Ihren Mantel riß sie von dem Stuhl empor, über dessen Lehne 2bnta Reinsdorf vorhin das bönbclc im Auftrage der preußischen Regierung, Knmt mir das bei meiner politischen Gesinnung möglich ist. Ich werde das Voll gesund machen, nrie ich täglich Tausende gesund mache. Der .\i-> nick'l g.anbt, still mir den Buckel runtemitidKn. Durch die Klage fühle ich mich beleidigt unb erhebe darum GrgenUagc. Hinter mir stehen Tausende." Ten Anwalt, den er in diesem Augetchlick neckt auf das SdNvcrftc beleidigte, sprach er int nächsten Augenblick mit: „Mein gutes Kind", an uno gab ihm Belehrungen. Ms schließlich ein Vergl ich vvrgeschlagen iuuti>e, in dem der ^Cngctl-agtc eine Er'lärung des von ihm Beleidig'en ver-öfs 'i tlich?n sollte, er Härte er pathetisch: „Ich will das tun, aber die Folgen trage ich nicht. Dos ist eine pro poetische Stinunc an alle Missetäter. Die mich üerfoignt toerben, an denen werde ich mich rächen. Bold bin ich soweit." Nach dem Vergleich muß Müllcr-Czerm? auch die Kosten übernehmen, dabei 175 Mk. Anwallsliosten. Diese angeblickrett Wuck-cr- Uoftcn lehttle er ab. Lieber wolle er Tausende an die Armen zahlen. Als man ihm jedoch llar gemacht hatten fast diese Kosten nicht zu l-och feien, ivar er dami zufrieden und cn-fimtc sih i.nt r tiefen Verbeugungen, wobei er tagte: „Mir macht las alles nichts aus, unb ich danle dem Gericht vor seine große Güte." ♦ [1 Marburg, 3. Sept. Hier ereignete sich bet seltene Fall, baß fast sämtliche Selbst- versorgerei n er Ortfchaftvor Gericht erfdKinm mußten. Es bantxritc sich um nmb 20 Einwohner bes Sck>walrnerdörfck>ens Spieskappel, denen zur Last gelegt wurde, der zustchtdi- gen Molkerei in Frielendorf keine Milch verabfolgt, die Plomben von ben Zentrifugen »entfernt und selbst _ gebuttert zu haben. Vom Ziegenhainer Schöffengericht waren sie freigef pro eben ivorben, weil sie bei der Abholung der Milch Schwierig- Eeitcn gehabt und weil der Bürgermeister ihnen schließlich unter der Bedingung, die ihnen nicht zilstehenben Buttermengen abzuliefern, das Buttern erlaubt hatte. Die Plomben ivareu gelegentlich einer Reinigung ber Butterfässer entfernt ivorben, zu ihrer Wieberanbringung hatte sich jeboch nie- ntanb gefunben. Auch die Ferienkammer sprach die Scknvälrner, durchschnittlich ll^ine Kuhbauent, heute frei, weil sie im guten Glauben gehandelt hatten. ---- Aus dem Amtsverkündigungsblatt. ** Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 126 vom 3. September enthält: Verordnung über die Preise von Schlachtvieh. — Bekanntmachung betr. die öffenttiche Bewirtsckiaftimg ber Frühkartoffeln. — Verteilung ber Tierschutztalenoer an die Schuljugend. — Fürsorge für Schwerbeschädigte bei Eisenbahnfahrten. — Anmeldung sämtlich.r Vertriebenen aus dem Osten.— Rinderpest. — Ti.mstuachrichten. — Felbbereini- gungen Hausen, Röth.tes unb Langb. Preise für Schlachtvieh. Beim Verkaufe von Schlachtvieh durch den Viehhalter barf ber Preis für 50 Kilogramm Lebendgewicht nicht übersteigen: I. Bei R inder n: 1. gering genährten Rindern, einsch.ießlich gering genährten Fressern (Klasse D) 180 Mk., 2. an gefleischten' Rindern (Klasse C) 240 Mk., 3. fleischigen Rindern (Klasse B) 300 Mk., 4. vollfleischigen Rindern (Klasse A) 340 Mk. Für aus gern äst ste oder vollfleischige Rinder höchsten Schlachtivertes (Klasse AI) kann nach näherer Anw.risung ber Landeszentralbehörden ein Zusckstag bis zu 40 Mk. für 50 Kilogramm Lebendgewicht bezahlt werden. II. 23 e i Kälbern: 5. Schlachtkälb.wn im Alter, unter 3 Monaten 350 Mk. III. 23 e i Schweinen: 6. Schlachtschweinen (ausgenommen bei Vertragsmast) 350 Mk. IV. BeiSchafen: 7. minderwertigen unb abgemagerten Schafen (Klasse v) 200 Mk., 8. mageren und gering genährten Schafen sowie Zuchtböcken (Klasse C) 260 Mk., 9. vollfleischigen mtb fetten Mastschafen sowie fleischigen Lämmern uno Jährlingen (Klasse B) 310 Mk., 10. vollfleischigen Lämmern unb Jährlingen, Hammeln und ungelammten Schafen (Klasse A) 360 Mk. Die Landeszentoalbehörden oder die von ihnen bestimmten Stellen können mit Zustimmung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft Ablveick.nmgen von ben Preisen für ihren Bezirk oder Teile ihres 23ezirks vorschreiben und Rindvieh und Schafe in andere Klassen cknordnen Fürsorge für Schwerbeschädigte bei Eisenbahnsahrten. Kriegsbeschädigte mit äußeren Schäden ober inneren Leiden, denen längeres Stehen fäjabet, sowie Kriegsblinde erhallen bei Eisen bahn führten auf Grund eines Ausweises Sitzplätze angewiesen. Ausstellung der Ausweise erfolgt beim Koeisarnt auf Grund des Zeug nisses eines beamteten Arztes Maul- und Klauenseuche. In ber Gemeinde Riede r-O hm en, Kreis Alsfeld, ist die Maul- und Klauenseuche amtlich f e st g e ft e l l t worden. Die Orte und ®emarfirigen Burg-Ge- Kleidungsstück gelegt hatte, und hastete hinein. Tann eilte sie zur Tür. Den Hut aufzusetz^ii, vergaß sie. Das alte Fräulein erinnerte sie auch nicht daran. Es war ja so nebensächlich. Sie banb nur geschwind ihre Schürze ab, um mitgehen zu könmm. Sie durfte die maßlos Erregte natürlich nicht allem lassen. X Im Wohnzimmer des „alten Schlosses" frnden sie die Mamsell vor, die an Stelle der unsichtbaren Hausfrau unb des abwesenden Fräuleins die Beil-eidsbesuche entgegennahm. Ernrge Frauen ans dem Städtchen waren gerade gekommen. Als das junge Mädchen auf der Schwelle erschien, siel man sie mit wortreichem Bedauern an, daß sich, während sie ahnungslos" verreist gewesen sei, em so großes Unglück im Hause ereignet habe. Man suchte natürlich bei dieser Gelegenheit „Zweck unb Ziel" von Renas Reise, die ein so tiefes Geheimnis geblieben war, herauszubckommen, hatte aber fein Glück mit aller diplomatisch forschenden Neugier. Tie Befragte nickte nur mit abwesendem Gesicht oder sagte ein paar Worte, die gar nicht paßten. Sie drückte die Hände ber Mamsell, die eine treue Ergebene des Hauses war, und nwllte Vor allem wissen, wie die Dante den furchtbaren Schlag aufgenommen habe. Tie Mamsell aber feante vor Weinen kaum sprechen. Rena entnahm den gestammelten Worten nur, daß die Blinde seit heute mittag, wo irie Aufbahrung erfolgt fei, vegungÄos am Sarge sitze und münden, Bernsfeld, Atzenhain unb Merlau wurden iitin Be?b«tr:ugsgebret erklärt. — Zn Bad- Nau h c i in, Petterweil und Wölfersheim. Bruchenbrücken ist di? Maul- unb Klauenscuch amtlich festgestellt worden. Die genannten Gemeinden und Gemarkungen iDcrt-eir zum Sperrgebiet erklärt. Jus Beobachtungsgebiet satten die Gemarkungen Rödgen, Sckmxilheim unb Kloppenheim, Ober Wöllstadt In E . che l h a i n ist die Maul- und Klaueusench? au-Sge'jrodyen. Die Gemarkung Eichel ha in nrirb zum Sperrbezirk erklärt. In Queck ist die Maul- mtb Klauenseuche ausgebrochen. Die Gemarktmg Queck ist zum Sperrgebiet erklärt worden. In den Gemeinden Rodenbach, Orten berg, Ranstadt, H euch e l b e i m, Wenings und Grunb-Schwal- he i m ist die staute und Kiauettseuch? erneut au5- gcbcochen. In den Gemeinden D it t e n h o f e n! und Wißmar ist die Matü- und Klauenseuche amtlich festgestellt worden. In ber C^cmeinbe Krosdori ist die Maul- imb Klauenseuche amtlich sestgeftellt worden. In der Gemeinde Steinbor f ist die Maul- unb Klauenieuche amtlich sestgeftellt worben. Unter dem Viehbestände des Aldeckereibesitzers Gary in Marburg ist die Maul- und Klmiens?!lch? ausgebwckien. Unter dem Viehbestände des Schäfers Franz Gruber mid bes Landlmtts Iohs. Wister in c r n b -i ch ist die Maul- und Klauenscuch? abgebrochen. Unter dem Viehbestände des Landwirtes Philipp (Gombert in Wolsshausen ist die Maul und Klauenseuche ausgebrochen. — Tie Maul- und Klauenseuche in der Gemeinde Reuters ist erlosckren. Die Gemarkung Reuters ist aus dem Sperrgebiet aus- geschieden imb ist wieder Beobachtungsgebiet. Die Rinberpest. In Belgien ist die Rinderpest durch indisch? Zebus eingeschleppt worden, und dadurch die G?fahr der Berseuchuna für Deutschland, insbesondere für bas besetzte Gebiet nahegerückt. Da die Rinderpest als di? gefährlichste Rinderseuche unseren durch den Krieg unb die Maul- und Klauenseuche ohnedies schwer geschädigten Viehbestand im Falle ber Einschleppung nach Deutschland vollends zugrunde richten würde, lveisen wir wiederholt daraus hin, baß die drohende Gefahr nur dadurch abgewendet werden kann, daß verdächtige Krankheitsfälle den Behörden sofort aui dem schnellsten Wege gemeldet werden, damit unverzüglich die erforbcrtidxm Maßnahmen an- geordnet werden können. Lotterie. Jnsc^ der außerordentlich gestiegenen Unkosten der Ävtterieeinnehmer wurde 1. für die 2. und 3. Spielv.rihe der Losbries- lotterie der Hess. Hauptsürsorgestelle ber Kriegsbeschädigten- und Krtigshiuterbliebenenfürsorge der Lospvcis auf 1.50 Mk. für ben Losbrief erhöht.' 2. Ter Preis des Losbrieses ber 3 Reihe bet 5. Geldlotterie des hessischen Roten Kreuzes unb des Alicefrauenvereins ist auf 1.25 Mk. erhöht, wobei die 29prozentige Reick)sstempelabgabe durch Zuschlag zum Lospreis besond rs erhoben nrirb. 3. Der Lospveis ber Ueberlinger Münslerbau- lotterie ist von 3 Mk. auf 3.60 Mk. festgesetzt. Tienftnachrichten des Kreisamts. Konrad Pfeil II. wirrde zum Kommandant und Vatentin Hillgärtner von Kesselbach zum Stellvertreter des Kommandanten ber Pflichtseuerwchr zu Kesselbach. Karl Eller $um Kommandant unb Karl Becker VII. von Muschmheim zum Stellvertreter des Kommandanten ber Pflichtteil er wehr zu Vruschenheim ernannt. Nach^chten. Evnngelischt Gentrinde. Sonntag, 5. Sept., 14. n. Trin. Kollekte f. d. K'aiser-Wllhelm-Stifmng zugunst. deutscher Kriegs- invaliden. (Sedankollckte.) In der Stadtkirche. Vorm. 8 Uhr, zugl. Ehristenl. f. d. Nentensirm. a. d. Markusgem.: Pfr. Becker. 9Vs': Pfr. Mahr. 11: Kindcrkirckte f. d. Matlhäusgem.: Pfr. Mahr. — In der Johannes kirche. Vorm. 8, zugl. Christen!. 1. d. Neukoiifirm. a. b. Johannes gern.: Pfr. Ausfell». 9y3: Pfarrafsift. Ramge. 11: Ktin^erkirche V d. Lutasgem.: Pfarrasfist. Ramge Abds. 8: Bibcl- besprech. i. Johminessaal: Pfr. Mahr. — Sonntag, 5. Sept., vorm. 10: Kirchberg. 11: Eh isten- lehre f. d. weibliche Jugend. Nachm. V/at Lollar. — Wieseck. 5. Sept. 1920. Vorm. ÖV2: Gittes« dienst, nachm. 1: Ehristenl. (Lons, männl. Jugend). Ka!holi''che Gemeinde. Samstag, 4. Sept., nachm/. 5 u. abds. 8 Uhr: Gelegenh. z. hl. Beichte. — Sonntag, 5. Sept. 15. Sonntag nach P'ingsten. Bo -m. 6y2: Gelegewh. z. hl. Beichte. 7: Hl. Messe. Geineinsch. hl. Kommunion b. gjlänner u. Jünglinge. 8: Austtg. t>. hl Kommunion. 9: Hochamt m. Pr. 11: Hl. Messe m. Pr. Nachm. 2: Andacht. Abds. 7V?: Abenbunterhaltirng d. Kirchenchors. — Freitag, vorm. 7: Segensmefse. — Tiaspora-ltzottesdienft am 5. Sept. Hungen 8, Lauchbach 10 U'hr. — Katholischer Gottesdienst. 5. Sept. Lich Laubach 10 Uhr. jedes Beileids- und Trosteswort zurückweise — vor einer k-alben Stunde etwa habe sie angeorfmet, daß' kein fremder Fuß das Zimmer m>hr betteten solle — nun sei sie ganz allein mit dem armen Heimgegangenen. Das junge Mädchen schritt $ur Tür. Anna Reinsdorf wollte ihr folgen — Rena wehrte aber ab: „Lassen Sie mich allein hrnau?- gehen — ich bin gefaßter, als Sie denken." Das alte Fräulein nickte schmerzlich wtb sagte: ,^Jedenfalls bleib ich im Haus — wenn Sie meiner irgendwie bedürfen fottten, liebes Kind —" „Ja, ja. Ich baute Ihnen." Im Hinausgehen fuhr sie plötzlich wieder herum und sah zur Mamsell hinüber: ,^ft mein Bruder hier —" Die Mamsell wurde ein wenig rot, als fri antwortete: „Noch nicht. In der Verwirrung Habich erst heute mittag daran gedacht, nach Jena hineinzuschicken. Natürlich hab' ich Mar nur auf« fordern lassen, herauszukommen. Tie Trauerbotschaft selbst erfährt er hier ja noch zeitig genug. Er tann jeden Augenblick da sein." Rena nickte unb ging. Rasch, mit einer Art von Anlauf, zu dem sie sich antrieb, stieg sie die Treppe hinan. Droben un Flur freilich stand sie znrückbebend still. Wie eine Lähmung wollte es an ihr hinaufkriechen. Dort rechts die braune hohe Tür führte in vrs Zimmer, das Oskrr ehemals bewohnt hatte — darin war er nun jedenfalls auch auf gebahrt worden. (Fortsetzung folgt) f------------------------- k tn ri bi, w fe-, F bc sÄ i W 8 L w .V H L t? Nr Arbeitern. Die Polizei machte von der Waffe ^e* brauch. Ein Arbeiter toirrbe getötet und zwei schwer verletzt. Paris, 2. Sept. (Wolff.) Nach einer Meldung aus Rom haben die Metallarbeiter von Turin, die gestern die Arbeit wieder aufnehmea »rollten und die Fabriken geschlossen fanden, sich der Fabriken bemächtigt. Mailand, 2. Sept. (WTB.) Nach MÄ- düngen aus den verschiedenen Zentren des Landes nimmt die Metallarbeiterbewcgung an Ausdehnung iint> Ernst zu. In R o m sind noch immer fünf Fabriken besetzt, während sich in Turin die Lage, die erst sehr ruhig schien, plötzlich verschärfte. Die Arbeiter haben 2 6 Fabriken besetzt. In Neapel ist die beschlossenis Besetzung der Fabriken nicht durchgeführt worden. Es wird nur Obstruktion geübt. In Bergamo und anderen wichtigen Zentren der Lombardei, wo die Lage bisher ruhig war, beschloß die Arbeiter-, schäft, Obstruktion zu üben . Der Jrenkampf. Paris, 3. Sept. (WTB.) Nach einer Radiomeldung aus London haben die. SLnnfe iner, die im Gefängnis von Bristol im Hunger- streik verharrten, gestern die ihnen angcbvtene dLahrung zu sich genommen. Im Gefängnis von Dublin liegen einige Häftlinge, die feit 22 Tagen nichts gegessen haben, im Sterben. London, 3. Sept. (WTB.) Polizei und Militär steckten abends, um die Erschießung zweier Polizisten durch die Sinnfeiner yu rächen, die Stabt B a lla g haderecn in Brand. Bei- nohe sämtliche .Häuser der Hauptstraßen wurden vollkommen zerstört. Paris, 3. Sept. (WTB.) Wie der „Mati«" aus London meldet, hat sich der Z u st a n d d e S Bürgermeisters von Cork sehr ocrschliAhM tert, und zum ersten Male zeigt er eine moralische Erschütterung. Nach dem „Journal" ist gestern von Luzern von Llohd George ein Telegramm cingegangen, worin dieser erklärt, daß in der Entscheidung bezüglich des Bürgermeisters von Cork keine Aenderung vorgenommen werden tonne. Die Lage in Mesopotamien. London, 3. Sept. (WTB.) Amtlich wird gemeldet: Tie Lage in Mesopotamien besserte sich in den llnrühegebieten. In den noch nicht in offenem Aufstand befindlichen Geboten wurde die Lage aber etwas gespannter. Im Gebiete des unteren Euphrat ist infolge der Agttjatton unter den Muntafik-Ärabern, die durch die Ausrufung des 'heiligen Krieges in Erregung gebricht worden sind, die Stimmung sehr ernst. Die.englischen politischen Bornrter'. konnten nur dadurch vor der Ermordung bewahrt werden, daß fte durch Flugzeuge in Sicherheit gebracht worden sind. Am mittleren Euphrat ist die Lage ruhiger. Nörolich von Bagdad wurde Samara angegriffen, doch komr- ten die Eingeborenen zerstreut toerben. Nordwestlich von Bagdad hält die Besserung der Lage an. Handel. Mainzer Warenbörse. Mainz 3 Sept. Ter Geschäftsverkchr war sehr lebhaft. Hülsenfrüchte alter Ernte fab fast geräumt; neue Ernte kommt aus dem Ausland noch wenig herein. Tie neue deutsche Ernte ist fast ganz vergr-iffen. Rangoon bochn e n nio- tierten ca. 230, Grüne Erbsen und braune Bohnen al er Ernte wurden mit 250—300 ge- handelt; neue Ernte kostete 380—400 per 100 Kg. In sächsischen Erbsen war ein geringes Angebot. Linsen neuer Ernte notierten 800 per 100 Kg. Das Geschäft in Hafer hat infolge der Beschlagnahme ausgetzürt. Hafer flocken neuer Ernte waren mit allen Vorbehalten zu 350 ab norddeu scher Mühle angebolen. O e l f r ü ch t e waren sehr lebhaft gesucht.'Für Raps •nnrrtert 380 per Zentner bezahlt. In Kleesaaten war das Geschäft ruhig. Heu wurde ab Station mit 39—40 per Zentner gehandelt. Stroh ebenfalls ab Station 14 per Zentner. In Textil war große Nackffvage nach Winterware. Angebote lagen insbesondere in Flanell und Velour vor. * Berlin, 3. Sept. Börsen st immungs- bild. Die Kursgestaltung war anfangs nicht einheitlich, da in einzelnen Papieren Realisationslust dem Vdartte innewvhntc. Tic Festigkeit kam später besonders am Montanma. iw wieder zttm Durä>- bruch, wodurch auch die übrigen Gebiete im gleichen Sinne beeinflußt worben sind. Bet lebhaftem Geschäft stiegen Bochumer, Gelsenkirchener und Rheinstahl erh.b'icb. Von Aus'andswerten stiegen Baltimore und Canada sprunghaft. Auf den übrigen Märkten war die Geschäftstätigkeit etwas ruhiger, so daß für Schisfahrts-, Chemische-, Elcktvo- und Bankaktien der Kursstand nicht erheblich verändert war, mit Ausnahme von Argo und Goldschmidt, die schwächer, und Dresdener Bank und Commerzbank, die etwas höher waren. Bon Metallund Masckinenakiien waren Gebe. V'chlcr erneut erheblich,imb Ad erwerke sowie Augsburg-Nürnberger nach den letzttägigen Rückgängen, mäßiger anziehend, wogegen Teutsche Waffen nachgaben. Dynamit Nobel und Kali Westeregeln besferten ihre-t Kursstand erheblich. Von Zdobonialwerten waren Otrvis begchrt, Petroleumwe. te behaupteten bei üblichen Schwan kungm unge'ähr die gestrigen $etürmte. Devisen waren etivas fester, Hemiische und ?luslandsrenten huren mit Ausnahme von Mexikaner etwas höher. Frankfurt a. M., 3. Sept. Börsen- st i m m u n g s b i l d. Die Abendbörse verkehrte bei fester Haltung. MontaLpapiere konnten sich be- sestigen. Besonders lebhaft wurden Gelsenkirchen 'nmgesetzt, für w'lche größere Kaufaufträge Vorlagen, sie stellten sich auf 337, plus 6V>. Lauras Hütte iwtiertm 376, Bochumer 568, Rheinstahl 407, Deutsch-Lux mbürg 321 Otavi G nußscheine fest 720. Otavi Minen 880. Schifsahrtsaktien lagen lebhaft. Nordd. Llohd 184—185, stiegen 5 Proz. Man verweist auf umfangreiche Käufe für Ham- .burger Rechnung, mich wird die Aufwärtsbewegtmg mit Deckimgs kaufen begründet Hapag gewannen 8 Pwz. auf 189 bis 193V2. Deutsche Petroleum 1430—1420, Deutsche Erdöl 2000, Canadascheine 770. In ck>emischen und elektrischen Aktien hielten sich Kurs Veränderungen in engen Grenzen. Höher stellten sich von Jndustriepapieven Adlerw. Kleger 250, plus 5, Spiegelglas 433, Zellstoss Aschasfen- burg 413'/?, Fränkische Schuhfabrik 251, Schuhs. Aug. Wessels 296. Metall Dannhorn gaben nach 165. Steaua Romana stiegen vott 40 Pwz. auf 1640. Mexikaner ruhig und behauptet. 4proz. Schutzgebiet-Anleihe 87, plus l3/4. 5pwz. Neick)s- anleihe 79V,. Frankfu:: c. tflL, 4. Septbr. Devisenmarkt, Geld Brief Geld Brief Datum- 2. Sept. 3. Sept. Amsterdam» Rotterd. 1573,40 1576,60 ,588,40 1591,60 Drüffel-Antwerpen 364,60 365,40 366,60 367,40 tzhristiania. . 700,30 701,70 716,75 718,25 Üopenhngen .. 706,30 707,70 716,75 718,25 Stockholm. 991,50 993,50 999,- 1001,- |j Helsingfor«. .... 172,30 172,70 169,80 170,20 j Italien. .. 230,75 231,25 231,25 231,75 j London. . 176,30 176,70 177,55 177,95 Aew-YorK..... 49,25 49,35 49,75 49,85 Paris. . 343,65 344,35 345,65 346,35 Schweiz..... 811,70 813,30 817,65 819,35 Spanien . 737,25 738,75 741,75 743,25 Wien (altes) . . 21,97 22,03 22,27 22,33 Deutsch.Oesterr. a&j. 22,47 22.53 22,27 22,33 Prag........ 82,20 82,40 82,02 82,22 19,12 Budapest..... 19,98 20,02 19,88 Bulgarien .... - — . —* Konstantmopei. . . —, — — . — —. — vörfenkurss. Frankfurt Berlin Abend- Abend- Schluß- Schluff- / Äärrs Kurs Kurs Kurs Datum: 2.9. 3.9. 2. 9. 3. 9. 5"/„Deut.Kriegsanl. 79,50 79,50 79,50 79,50 4"/„Dcut.Reichsa!ck —. — — . — 68,60 68,75 3°/„Deut.Rsichsanl. —■ . — 50,75 61,30 4°/n Preuß. Konjols —. — — , —■ 68,50 69,25 Darmstädter Bank —. — ~ e —• 140,- — . — Deutsche Bank . . . — , —■ 286,- 285, - 284,25 Disconto- Gesellsch. 205,50 — —* 203,- 207,- Dresdener Bank . — —* — . — 175,25 178,- Nationalbank f. D. — . — — . — 149,50 149,50 Mittcld.Creditbank 144,- — . — 143,50 143,75 H.-Amerik.-Pakets. 186,75 193,60 135,50 187,50 NorddeutscherLloyd 179,- 186,- 180,- 183,- Doch.Gutzstahlwrk. 555,50 568, - 558,- 570,- D.-Lnxemb Bergw. 314,50 321,- 313,- 319,50 Gelsenkirch.Bergw. 321,- 335,- 320,- 330,- Harpener Bergbau 365,50 361,- 363,- 364,- Obcischl.Eiseno.P. — . — 245,- 245,- 242,- Oberschles.Lisenind. —" , ■■ — —» 265,— 264,75 Phönix-Brgb..Akt. 500,- — — 505,- 496,- Bad.Anilin-u.Soda 473,- — —— 475,- 469,75 HöchsterFarbwerke 369,- 371,50 371,75 373,50 Eielrlr. A. E. G.. . - f “ 287,- 284,- Schuckert-Werke. . 203,- 204,75 Felten - Guilleaume —. — — . — 420,- 414,75 Daimler...... 227,50 217,- 236,- 223,50 Bud.-Cisenw.-Akt. 420,- 420,- 416,- 416,- Adlerwerke .... 245,- 250,- 245, - 253,75 4°/,Hess.Staatsanl. —. — —. — 78,- —— . —— Electron Griesheim — , — 314,- 309,- 310,- viarkuotierungen. Datum: 2. 9. 3.9 3ürich........ Amsterdam . , . . . . 12,30 12 15 6,32 6,30 Kopenhagen..... 14,35 14,15 Stockholm...... 10,10 10,05 Prag........ — . —> —. — Wien........ 524,- — . — London ....... —. — — . — Arrche und KehrrLe« M. Flensungen, 30. Aug. Nach jahrelanger Unterbrechung wurde das Gustav-Adolf- Fest des Zweigveveins Grünberg hier auf dem freien Platz vor der Kirche gestern nachmittag gefeiert. Der Posmmenchor Lardenbach und der Schülerchor Flensungen wirkten beim Feste mit Festredner waren Pfarrer Fath aus dem Elsaß und Lehrer Bach, Flensungen. Der Vorsitzende des Zweigvercins, Pfarrer Schmidt, Grünberg, entbot ber Festgemeinde den Gruß des Vorstandes. Der Schriftführer des Zweigveveins, Pfarrer Siebeck, ALerlau, erstattete den Jahresbericht. Die Festkollekte betrug 240 Mk. Spielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 5. Sept.: Die Meistersinger von Nürnberg. Montag, 6.: Der Troubaiwur. Dienstag, 7.: Die ersten Menschen. Mittwoch, 8.: Uiidine. Doiinerstag, 9.: Figaros HockMit. Freitag, 10.; Das Dveimäderchaus. Samstag, 11.: Hoffmanns Erzählungen. Sonn- taa, 12.: Lohengrin. Montag, 13.: Die Fledermaus. Dienstag, 14.: Der Nosenkavalier. Mittwoch, 15. Volksvorstellung. Rigoletto. —Schauspielhaus. Sonntag, 5. Sept.: Maria Stuart. Montag, 6.: Volksvorstellung. Hannele. Dienstag, 7.: Hans-Sachs-Abend. Mittwoch, 8.: Im weißen Rößl. Donnerstag, 9.: Maria Stuart. Freitag, 10.: Neunzehn-hundert-ncnnzehn! Samstag, 11.: Judith. Sonntag, 12.: Nachm. 3V2 Uhr: Alt- Heidelberg. Abends 7V2 Uhr: Neunzehn-hundert- neunzehn! Montag, 13.: Amphitryon. Dienstag, 14.: Die Verführung. Mittwoch, 15.: Die Marquise von Arcis. (In einem Teil ber Auslage wied.'ryolt.) Finanzkonferenz in Darmstadt. Da rm sta d t, 3. Sept. (WTB.) ReickSfinanz- minister Dr. Wirth und die Vertreter der ein- z e l st a a t l i ch e n Finanzministerien 'sind heute M einer gemeiirsamen z w e i t ä g i g e n Konferenz liier eingetroffen. Die Anwendung oes Tnmultschadengcsetzes in Lberfchlesien. 5battowitz, 3. Sept. (WTBO In der gestrigen Stadtverordneten sitzung wurde vom Magistrat mitgeteilt, daß bisher 8 Mill. Mark an Schadenersatzansprüchen eingeveicht worden sind, zu deren Zahlung die Stadt auf Grund des Tumults ch a dengesetzes verpflichtet ist. Die Reife Lloyd Georges. Paris, 3. Sept. (WTB.) Wie der „Matin" aus London meldet, hat die „Times" aus Luzern, ein Telegramm erhalten, daß Lloyd George Mitte nächster Woche nach London zurückkehren wird. Ter Zusammenkunft in Air-les-Bains wird Lloyd George nicht beiwohnen. Die Metallarbeiterbewcgung in Italien. P a r i s, 3. Sept. (WTB.) Nach einem Radio- teleßramm aus Rom haben die Metallindustriellen die Aussperrung in ganz Italien beschlossen. Die Arbeiter brüsten sich damit, die Fabriken in den großen Industriestädten $u besitzen. ArbeitsMinister Gabrioli hat bis jetzt vergeblich zu vermitteln versucht. Tie Arbeiter sollen sich ablehnend verhalten. Bei der Besetzung der Fabriken ist es zu Zusammenstößen gekommen, so in Genua zwischen Polizisten und werden hierdurch auf die am Mittwoch den 8. d. M. statlfindenden, vorläufig letzten Sprechstunden des Herrn Ludwig Warnecke aus Hannover tm Bahnhofs Hotel aufmerksam gemacht. Der Besuch der Sprechstunden ist dringend zu empfehlen. Die Warnecksche Methode hat sich vorzüglich bewährt und ist der sicherste und biüigste Weg zur gründlichen Beseitigung deS UebelS. (Siehe Inserat in der Nutnmer vom 1k September.) 9375 Stolts. [9403B und Städt. Bvennstoffnmt. 9442 öchö?Ä!iche Anzeige«. Bekauntmachrmg. Die Obst- und Gemüse-Trockenanlage sott bei genügender Beteiligung am 6. September d. IS. in Betrieb genommen werden. Anmeldungen haben mindestens zwei Tage vorher zu erfolgen. Gießen, den S. September 1920. Direktion der Elektrizitätswerke und Straßenbahn der Stadt Gießen. holzausgade an Einzelpersonen. An Einzelpersonen (Iimmermieter) werden gegen Vorlage der Lebensmittelausweiskarte bzw. Studentenkarte wahlweise 5 Zentner Hartholz ä Itr. 11 Mk. oder 5 Ztr. Weichholz ä Itr. 9 Mk. ausgegeben. Die Gutscheine, welche zum Bezug berechtigen, werden auf dem städtischen Brennstoffamt in der Zeit von 8—12 Uhr vormittags gegen Bezahlung ausgegeben, und zwar: Bezirk 1 am Montag den 6. September 1920 Dienstag den 7. September 1920, Bezirk 2 am Mittwoch den 8. September 1920 und Donnerstag den 9. September 1920, Bezirk 3 am Freitag den 10. September 1920 und Samstag den 11. September 1920. Die Holzausgabe erfolgt auf dem Lagerplatz DaLelsbergerftraße gegen Abgabe der Gutscheine in der Zeit von 8-12 Uhr vorm. und 1-4 Uhr nachm. Gießen, den 3. September 1920. 94178 Heßler, Ö!>crichtsvoNzreher in Gießen, Bahnhofstraße 29. Versteigerung. Montag, den 6. September d. Js, rm)tt ags 10 Uhr, versteigere ich gegen tar, dessen tvn es angeht, am allgemein«! Ausladeglers Guterbahnhvf m Gießen , zwei Waggon Heu. Berstetgerung bestimmt. Ce>n Waaaon Rotkraut, Psund 50 M., c;»: kra i > t, Mund 2oP, Wi r, i" g, B fun d 50 P rot ten Mund 4> ps., Ginmachaurkcn, Stck 8 Ps., eQfni’ anrkru, ' B'.. Lenkaurkcn, 50 Vs., Tomaten 80«? Muterzwlcbeln einaetroffen. Verkauf Montan von 8 Uhr an Markthalle Nr. 1. [M«J Frosch, Tel.2133. Stabt Lebensmittelamt. Waren-Avsgabe für die Woche vom 6. bis 12. September 1920. Nicht rechtzeitig abaehofte Ware verfallt. 1. Brvt: 1850 Gramm Brot oder 1370 Gramm Mehl. Brot Kg. 2.15 Mk., Brötchen 15 Pf. Wetzenbrotmehl Kg. 2.80 Mk. Weißbrot Kg. 2.45 Mk. Weißbrotbäcker: Ludwig Weber, Hillebrandstt., Apitz & Echardt, Krofdorf«: Straße, Karl Euler, Ludlvigsplatz, Llbolf Teichert, Liebigstraßc. Mehl für Kranke: Kg. 3.20 Mk. (Verkaufsstellen siehe unter Nr. 8.) 2. Fleisch: Wochenabschnitt 36. Metzger für Fremde: Konrad Bepler, Neustadt. 2a. Butter: Marke 36. 100 Gramm Kokosfett zu 2.20 Mk. 3. W u rstkonserven: Blut- und Leber- wurst. Preis für die 2-Kg.-Bruttodose 15.50 Mk. Ausgabechei der städtischen Obst- und Gemüsestelle gegen Vorzeigung der Lebensmittelausweiskarte. 4. Kartoffeln: Freier Verkauf in den amtlichen Verb'ilrmgsstellen. Kleinverkausspreis 30 Pf. für das Pfund. 5. Amerikanischer Speck: 125 Gramm au 3 Mk. Ausgabe durch die Metzgergeschäfte gegen Abgabe der Sonderausgabekarte 35 vom 31. Aug. bis 7. Sept. 1920. 6. Nährmittel für A u gust 1920: Noch Vicht eingctroffcu. 7. Auslandszucker: 500 Gramm zu 7.40 Mk. vom 30. Äug. bis 20. Sept, durch die Kleinhandelsgeschäfte gegen Mgabe des Bezugsabschnittes B der neuen Lebensmittelkarte. 8. Mehl, Nährmittel, Lebensmittel und Zucker für Kranke, Zu gezogene und Fremde: Hch. Jima, Nittergasse 11: Emil Fischbach, Seltcrsw'g; Konr. Männche, Wilsvn- straße 15; Schade & Füllgvobe, Walltorstraße. 9. Fische: Verkaufsstelle in den Marktlaub«:. ' 10. Obst und Gemüse: Verkaufs stelle in den Markttauben. Gemüse imb Obst täglich frisch zu Tagespreisen. 11. Bekleidung. Für die Versorgung der in ^eidernot beftndlichen Bevölkerung ber ©tobt Gießen sind Heroen stosse, Herr«tsvck«t, Damen- tmb Kinberstrümpfe, Dam«tbemden und Herren- unterhosen und Anzüge zur Verteilung überwiesen worden. In bettacht kommen Personen, deren Einkommert wie folgt beträgt: bei einer Person 4000 Mk. im Jahr, bei zwei Personen 5000 Mk. im Jahr, bei jeder weiteren Person 500 Mk. mehr, weis karte ausgestellt. BeFugsscheine werden aus- mittelamt gegen Vvrze-igimg der Lebensmittelcms- Lweiskarte ausgesbellt. Bezugsscheine werden aus- lgegeben: für Bezirk 1, 2, 3 imd 4 Montag, den 6. September 1920, für Bezirk 5, 6, 7 nnd 8 Dienstag, den 7. September 1920, für Bezirk 9, 10, 11, 12 u. 13 Mittwoch, den 8. Septtmber 1920. Verkauf erfolgt durch nachstehende Geschäfte und endet am 20. September 1920: H. Käß Nachf., Kreuzplatz; H. Rothsch ld, Vahnhofstr., S. Sammet, Bahnhofstr.; Franz Bette, Mänsbura; Kaufhaus Katz, Bahnhofstt.; W. Schneider Nachf., Marktstt.; Carl Loos, Kirchenplatz; Lndw. Stern, Bahnhof- sttaße; Gebr. Weil, Neustadt; Carl Zwang, Neustadt; Salomon L Co., Schulstr.; R. Haas Nachf., Seltersweg; Karl Horn, Marktstr.; L. W. Plank, Neustadt; Gebr. SBaer, Marktstr.; Jac. Heillüon- ner, Marktstt.; Fritz Nowack, Seltersweg; Gebr. Jmheuser, Marktplatz; C. Röhr L Co., Bahnhofstraße; Fr. Teipel, Marktplatz; W. Wirsig, Seltersweg; 9t Loewenthal & Co., Bahnhofstr.; Otto Münch, Seltersweg. Marken-Nusgabe» Donnerstag und Freitag, den 9. und 10. September 1920, gelangen in bot Bezirken Brotmarken W nachstehend zur Ausgabe: 9431B A—E Donnerstag norm, von 8—12 Uhr, F—K Donnerstag nachm. von 2—6 Uhr, L—Q Freitag vorm. von 8—12 Uhr, R—Z Freitag nachm. von 2—6 Uhr. »120 Bhmarckstraße 24 Wir übernehmen das ScHfaiiffiÄr&teli! von Automobil-, Frhrrad- und Maschinenteilen sowie sämtlicher HaushaltungsgegenstänCe und Metaliwaren Hessisch® ^etaüwei’hcj ü'räedRierg/K. --\x^!!aö»i«crax;esnR®ae*t«3fne®C3M» klMUMWW Trotz großer in der Bekleidungsindustrie sparen Sie noch immer viel Geld, wenn * Sie Ihre Kleidungsstücke, Gardinen, Teppiche, Handschuhe, Federn MWMiMW lassen bei ' [®°,9D Brambach & Fischer Läden: Gießen,Neusnweg4, Seltersweg79a Schnellste Lieferung Beste Ausführung Siidltn in Weib lackiert von M. 750.— an. KST" Besichtigung ohne Kaufzwang, "tag J. Jttmann ösessesig Bahnhofstraße 29. Versand durch ganz Deutschland. Höhei 1 In nur guter Verarbeitung liefere ich: in Eichen imit. 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