Tie MM Tie Schweiz und der Völkerbund. entrnmsmännern, dem Grafen )r Sxim usw. dieErfindung. Erz- M WWW. liaminenkunii 7 Uhi rnmnifl“, öüntiL 8t- n.unbeblnflier!orbtr' [“*] rer Vorftaö Annahme von Anzetge» f. hie ^üfleemimniec vis juin Nachmiuag vorder ohne jedcBerbin^ lichkeit. Dreis für \ mm höhe hu An teilen v.34mm prette örih ti 25 ßf, auSivärts 30 P'.: für Reklaine« Anzeigen von 70 mm Breite 90 Pf. Bei Platz- vorscbriki20'/.Aniswlag. Hauvtfchri'tleiker: Ang. Goeiz. Verantwortlich für Politik: Ang. Goetz: für den nbriaen Teil: Dr. Remyolo Zenz; für den Anjetgenleil: v. Beck, fäintlich in Gießen. Oer prozeg Lrzbergerchelfferich. Berlin, 3. Febr. (Wolff.) In der heutigen Sitzung des Prozcffes E r z b e r g c r-H e l f f c r i ch wird ein Telegramm des zuständigen Gecichtsarztes verlesen, nach dem der Zeuge August Thyssen so leidend ist, daß er die Reise nach Berlin nicht unternehmen kann. ES fommen dann die Fälle Dombrowski und A n g e r l e zur Spach.' und der Fall der sächsisäzen Serumwerke luicb angeschnitten. Helfserich bemerkt dazu: Erzberger hat in der Zeit der w-limmsten Zustchriwt txn Idcö,tiefen Serumwerken Zucker zu weisen lasten znr HeVck- lung eines Keuchhustenmittels, habe aber dabei verschwiegen, daß er finanziell an der Sach' beteickgt sei. Justizrat v. G o r d o n erklärte, daß Erzberger nicht mit einem Pfennig an den ©erummerten beteiligt ist. 1909 l>abc der Vorsitzende der lokalen weitere sei ihm erst spät'r zugctragen wvrd'n. Helfferich protestiert nachdrücklichst ' gegen diese Anzw iflung seiner Bekundungen. Er sas. bei Eröffnung seines Fe.dzug.-s g.'gen Erzberger umfassendes Material gegen ihn. Ter Direktor der Sächsischen Serumwerke bestätigt als Zeuge, daß nie eine Rückvergütung an die Pin- podingesellschast bezahlt worden ser. Tie sächsischen Serumwerke erhielten auch mit und otjnt Mitwirkung Erzbergers niemals mehr Zucker als das Urnen zustehende Korrtingent. Ms die Tatsache zur Sprache Lammt, daß Erzberger seine beiden Anteilscheine über Pari verkaufte, erklärt der Zeuge Erfurt, daß Erzberger keine Borteile hatte, die nicht durch die Sache begründet waren. Es seien ihm auch feilte gewährt worden, um etwas zu erreichen ober, weil etwas erreicht worden nnrr; denn cs sci nichts erreicht warden, sondern die Gesellschaft batte noch Schwierigkeiten. Tie Sitzung wiro aus Tonnerstaa vertagt. Berlin, 3. Febr. (Priv.-Tel.) Wie die Die französische Rljtinpclitit. Paris, 3. Febr. (Wolff) Maurice Bar- res erklärt im -.Echo de Paris", er werde am Donnerstag M i l l e r an d ü >er die französische Rh ein Politik interpellieren. Die Lebensmittelkrise und die Kohlenkrise mürben in den besetzten Gebieten zu Gmtsten des übrigen Deutschland erschwert. So reduziere die deutsche Regierung in ungerechter und übertriebener Weise den Ko hl en an teil für die Fabriken des linken Rheinufers und bediene die rechtsrhnnischm Fabriken besser. Auch was die Lieferungen an Frankreich betreffe, werde von den links- rheinisck>en Kohlengruben ein verhältnismäßig stärkerer Anteil verlangt als von den rechtsrheinischen. Die Rheinländer dürsten nicht über die Absicht Frankreichs in Unwissenheit gekästen weiden Die französi'ch,' Regierung schwanke offenbar z'.ri'ch.'n verschiedenen Systemen, heute aber müs e ihr Programm sein, eine itrtelleltuelle und wirtschaftliche Tätigkeit in den Rheinlanden zu entfalten, damit die rheinische Bevölkerung in der germanischen Wnföderation durch eme genaue Kenndiis der wohltuenden franzö i'chen Zivili'at'on und durch den Wunsch, den Frieden in Europa Mt'rechtzu- erl-alten, zur Geltung komme. Das rh.imsche Volk sei in seiner Masse sehr pazifistisch und hänge mehr an den Werkelt des Friedens als am Krieg. Es sei auch für materielle Befriedigung. Wenn Frankreich ihm de verschaffe, dann gewinn.' es zwar nicht seine ganze Seele, aTvr man ebne ihm den Weg dazu. Die wirtschaftliche Zage der Rheinland«! sei schon wesentlich besser als im übrigen Deutschland. Man müsse dem Rix in land' «em besonderes wirtschaftliches Statut g-bcn, daniit es eine Sonder st ellung in Deutschland habe. Aber eine derartige Tätigbeit könne durch das französische Volk ohne Einverständnis mit dem rheinisä)en Volk entfaltet meiden. Deshalb müsse ein französisch-rheinisches Wirtschaftskomitee gebildet werden. Von fran- zöiifcher Seite muf/en uninteressierte Männer berufen werden, die in deutsck>m Dingen bewandert seien, und von rheinischer Seite muffe des Komitee Vertreter aller Parteien einschließlich dr SvziaUremokraten enthalten. Dics-.s Komitee faßt Banes <^ls das erste Organ zur L>erd.'iführung eines französisch--deutschen Kontaktes auf. Preußische Minister im Rheinland. Köln, 2. Febr. (Wolff.) Amtlich. An der heutigen Sitzungdes parlamentarischen Beirates nähmen teil i Ministerpräsident,Hirsch, Handelsrninis.er Fischteck. Finanzmini'er Südc- kum, Minister für Virl?sernäbrung Stegerwald, die Unterstaatssekretäre Lewald und ton dem Rcichsamt des Innern Linz. Auf die Begrüßungs- rede des Reichs- und Staatsldmmi'sars und des als Gast anwesenden Oberpräsidenten erwiderte Ministerpräsident H i r s ch, sic seien in die Rhein- MM W in neuer «d« ren in bet itridjen beginnt ;,Sfe ‘n4ÄerW<\ Die Fürsorge für die französischen Bergarbeiter. Paris, 3. Febr. Im heutigen Ministerrat wurde einem Gesetzentwurf zuges.immt, der dm französischen Bergarbeitern ein-? Erhöhung der Pension bis 1500 Franken zubilligt. Durch den Abschluß der Tarifverhandlungen wird die dem heimischen Ruhrbergbau dringend notwenoige und ruhige Weiterentwicklung gewährleistet Bei Abschluß der Verhandlungen erklärte sich der Zechenverband bereit, freiwillig rund 12 Millionen Mark zur Verfügung zu stellen, die nach näherer Vereinbarung mit den Gewerkschaften eine besondere Verwendung zur Erhöhung der Kinderzulagen für einen bestimmten Zeitraum finden sollen. Vrotpreiscrhöhnng in Frankreich. Paris, 3. Febr. (WTB.) Der Minister- r a t wird in diesen Tagen die E r h ö h u n g d e s Brotpreises um etwa 100 Prozent beschließen. Die Einführung der Brotkarte ist nicht in Aussicht genommen. Paris, 3. Febr. (WTB.) Tie Bvtfchafter- ldnferenz genehmigte heute den Text der Rote, die am Rackuniltag Herrn ton Lersner mit der Liste der Auszuliefernden übergeben werden soll. Tse Konferenz beschäftigte sich sodann mit dem Entwurf einer neuen stchle an Holland über die Auslieferung des deutschen Exkaisers. Zu einer Einigung ist es aber noch nicht gekommen. Rach dem „Journ.il des Tebats" ist aber vorerst noch nicht mit Zwangsmaßnahmen zu rechnen, die bis zum Wbruch der diplomatischen Beziehungen mit Holland und der Seeblockade gehen. Paris, 3. Febr. (WTB.) Havas. Das Sekretariat der Friedenskonferenz ließ Freiherrn ton Lersner die Liste der Schuldigen zugehen. Md 'S Zauber. Theater ),U1Ul**grelflich PZL alte Telle zu -ahn SM. 30.- ra«eeprel»e. 4. Film von i Carl. Ltlllell Berlin, 3. Febr. (Wolff.) In der brütigen Sitzung der eidgenössischen Rä e gab Bundespräsident Motta die Stellungnahme des Bundesrats in der B öl kerbu nds frage bebinnl. Während in der Frage Der Berrittsfrist sckernbar gvgen- überstehmde und noch ausziigleichende Meinungen vorii?g.'n, land-lte es fick) bei der Neutralüätsfrage um Einzelffei.en, die in aller DenkllchVnt festgc-, ----.------------------- swllt roert-en müßten. Eine Volksabstimmung be- Wie das Blatt weiter meldet, hat Reichspräsident dürfe langer, intensiver Vorbereitungen und klar?! l E b e r t heute mittag Erzberger besucht. Zentrumsorganisation versucht, ihn für sein neues Keuchhustenmittel zu interessieren. Erzberger stellte dessen Güte bei seinen eigenen Kindern fest und finanzierte in Gemeinschaft mit führenden Z> Praschina, ftreibt der Berichterstatter weiter, ob die Zu- lammenietzung der Liste politisch geschickt sei und ob cs für den Verband nicht b-iser gewesen wäre, lchiglich Per.-vnen, die sich gemeiner Verbrechen Ichulmggemacht hatten, zu fordern, statt das de n t tche Natron alge fühl aufs äußerste j treffen. Man frage sich, mit welchen Mitteln der Verband die Auslieferung gewisser Persönlich taten zu erzwingen gedächte. Bern, 3. Febr. (WTB.) Wie der Pariser Korrespondent der „Baseler Rationalzeitung" drahtet, steht Frankreich in seiner Forderung, dem deutschen Exkaiser den Prozeß zu machen, nahezu ganz allein. Niemand in den übrigen Ententeländern will das etwas brenzliche Odium dieses Prozesses auf sich nehmen. Auf der Bvtschafterkonfcrenz in Paris hat der Italic nische Botsckrafter nunmehr erklärt, er habe die Antwort der holländischen ^Regierung sorgfältig geprüft, und es sei ihm nicht möglich, irgendwelche juristischen Einwände gegen die l)olländisck>en Ausführungen zu machen. Der japanische Botschafter schloß sich dem an und erklärte, die erste Note sei ohne sein Wissen erfolgt und er verzichte ans eine Mitwirkung bei der b vorstei-enden zweiten Rote. Der englische Botschafter schütze das Ausbleiben von Instruktionen aus England vor und der amerikanische Botschafter versteckt sich hinter der Nichtratifikation. Die Liste der auszullefcrndt« Persönlichkeiten. Rotterdam, 3. Febr. (WTB.) Der ,Äieuwe Rotterdamsche Courant" sckbreiüt: Die Auslieferungsforderung sei ein Ieitschenschlag für das deutsche xationolgefühl. Sie werde als ein sicher empfunden, und zwar nicht nur von weiten, die sich national nennen, sondern von ulen Deutschen, die sich noch erinnern kön- daß sie Deutsche sind. Nicht der Friede, ordern der Haß der Völker werde dadurch gelöchert. 7 ä .. D Q s e l, 4. Febr. (Pritottelegramm der,,Köl- ?L7^n Zeitung^^.) Tie am Montag veröffent- Me Lnk der auszuliefernden Person- uhkeiten hat fo schreibt der Pariser Kvrre- VIwent ^r „Baseler Natronalzeitung", die fran- öRcntlrdye Meinung überrascht, da man hcm erwartet hatte, Persönlichkeiten wie Hinden- ^irg, Ludendarsf und den deutschen Kranpriuzcn ^mf zu finden. Man könne sich fragen, p „B. Z." erfährt, beabsichtigt Erzberger bereits übermorgen an der Sitzung des Steuerausschusses der Nationalversammlung teilzunehmen. Provinz geklommen, um von der Bevölkerung ihre Wünsche irnb BeLmifnisse zu Ijören und diese nach Möglichkeit zu erfüllen. Es solle zum Ausdriut ibmmcn, daß man int unbesetzten Gebiet und vor allem in Preußen, die Rhvinlande nicht vergessen labe. Ohne die preußischen 91 he i n - ‘anbt gäbe cs kein starkes Preußen, und ohne solches kein starkes Reich Er stellte die Uebereinstimmung der Anivesenden fest, daß die Loslösung der Rheinlande vonPreusren gegen das Gesetz gleichbedeutend sei mit der Loslösung vom Reich. Ter Rcicksskommissar gab nunmehr eine Tarlegung über die Arbeit seiner Behörde und seiner Verl-andlungen mit der interalliierten ZLom Mission. Im Anschluß hieran wurde ton den Versam- utfltert eine Anzahl einzelner Gerichtsverfahre-u zur Sprache gebracht, insbesondere ein Fall, in ivelchem ein Eingriff i n die I u st i zho h e i 1 erfolgt sei. Es wurde um Auskunft über die Rechts- und Sachlage ersucht. Anläßlich eines .icuerlichen Vorfalles wurde die Zurückziehung der Kolonialtruppen gefiorbcrt. Es wurde ferner die Aufhebung des Verbotes einiger Zeitungen verlangt. Zu längeren Erörterungen, an oenett sich auch die anwesenben Minister be teiligten, gab die von Vertretern der Stadttor tvaltungen voraebrachten Wünsche mit Bezug aus die Vollsernäylung und die auf diesem Gebiet den Städten zu gewähvenden Freiliei'en Anlaß. Auch der Erlatz für -Sd>äben, die den Städten durch die Ueberuahme ton Heeresgut und die Nichtanerkennung dieser Vorgänge durch die Miiertem entstairden sind, wurden erörtert und unterstützt. Schließlich wurde noch der Wunsch geäußert, festzustellen, in welcher Weile die Sachkenntnis der Stadtverwaltungen für den parlamentarischen Beirat sich nutzbar machen ließe. Eine Kundgebung der rheinischen Zeittrttmspartei. i. K ö 1 n, 4. Febr. Nach der „Köln. Volks- zeittina" hat der Provinzialausschuß der Rheinischen Zentrrtmspartei in seiner Sitzung zu Köln am 3. Februar 1920 unter dem Vorsitz des Vorsitzenden der Partei Geb. Fustizvat Trimbo^n einstimmig folgende Entfchlreßung angenont men: Nachdem der Rl-einische Parteitag in Köln und der Reichspartritag in Berlin zur Rhein 1 a ib frage Stellung genommen hoben, ist selbstverständlich jedes Mitglied der Zentlumspartci an diese Entschlüsse gebunden. Durch den Beschluß des Rheinischen Parteitages vom 16. September 1919 ist als dessen Bestreben festgelegt, daß die Verwirklichung der rheinischen Selbständigkeit nur im Zusammenhang mit der territorialen Umgestaltung des gesamten Reiches stattzuiinden hat. Wenn der Reichs- Parteitag sich nur zu der Frage des allgemeinen Ausbaues des Reiches ausgesprochen bat, so ist dies lediglich aus dem Grunde geschel>en, weil für die besondere rheinische Frage er den Beschluß des rheinischen Parleitages als maßgebend anerkannte. Mit dieser Maßgabe ist das SSorgcben derjenigen Parteimitglieder nicht vereinbart, die an der Tagung der rheinischen Volksvereinigung in Boppard am 22. Januar 1920 teilgenommen haben und deren Beschlüssen''beigetreten sind. Seit dem rheinisch 'n Parteitag hat sich auch nichts so wesentliches ereignet, was die sofortige Beseitigung der S p e r r f r ist mit Rücksicht auf die nationale Notwendigkeit oder rheinische Lebensinteressen not- tvendig erscheinen lassen könnte. Ein Zu'ammen- gehen mit Herrn Tr. Dorten ist nach dessen bisheriger Verheißung für Mitglieder der Zen- trumspartei durchaus unzulässig und vom Standpuntt der Zentrumspartei aus unerträglich. Diejenigen Mitglieder der Zentrumspartei, die an ihrer Mitgliedschaft bei der rheinischen Volksvereinigung und an irgendwelcher gemeinsamen politischen Arbeit mit Herrn Tr. Dorten fest- halten, sind aus der Zentrumspartei ausgeschlossen. m. 29 Ter rietzener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertag«, veznaepreis: Monatlich Mk. 2.30, öierteljäbrbrb Mt. 6.90 einschließlich des BesteN° geldS; durch die Post vierteljälirlich Mk. 6.— auefchließltch Bestellgeld. Fernfvrech - Anschlüsse: für di« Schristleitung>12 Berlag.Geschäf.sstellebl AnschristfürTraytnach- richten: »nzeiger Sieße«. Postscheckkonto: Sranffurt a. M. U686 Fragestellung. Tie Schweiz könne militärisch an tanetn Krieg teil nehmen, auch nicht an entern durch Artit.l 16 des Völkerbundstorlrags vorgesehenen. Die Schweiz sei nntorletzlich unb tonne beii Durchzug von Truppen und Vorbereitungen' mUttäri)d)er Untern Innungen auf ii.-rem Yubnt nidjt dulden. Bei den Vorbereitmtgen rn Son- bon werde über das künsttge Schicksal mtb die Stellung der Sckpv.iz in der Welt und über du internationale Laye entschieden iverden, bei i>.-nm( sich die Schweiz aus iljre gered>:e Sach- stützen werde. Es tönne niemand glcidigültig i- in, ob das Tor zum Vollerbund riir die Schw iz offen sei obei nicht, wenigslens nick>t für di.ienigen, d.e an böc internationale Rechtsordnung große .Hofjuungen knüpften. Tie Erklärmig fordert dr? Stände auf, sich vorläufig jeder Tiskussiivtt di.scr Frage zu enthalten. Solange die Vereinigten Staaten ihren Beitritt rum VÖl.'erbuird noch nid), vollzogen l)ät- ten, würde der Bundesrat den Beittitt der Schlveiz zum Völkerbund nicht ohne die Zustimmung der Stände vollziehen. Ehr isliania, 3. Febr. (WTB.) Havas. Tie Ministerpräsidenten und Minister des Aeuireen von Schweden und Tänemar t sind am 30. Januar in Ehrisliania eingetrofien. Tie Verlxnid- lungen haben bereits am Tage der Ankunft besonnen. Sie beziehen.sich aus den Völkerv».nd. bergers Beteiligung betrug ganze 1000 Mark. Nachdem die damalige Pinpodin-Gcscklsck>aft in den Serumwerken aufgegangen war, sollten auf ihre früheren Teilhaber ganze zehn Pfennig für jede Flasche, die über 40 OCX) Stück verkauft würde, entfallen. Tatsächlich wurden niemals über 40 000 Flaschen verkauft. Ein Vertreter der sächsischen Serumwerke bekundet als Zeuge, daß die Werke auf Vorstellung bei der Reichszuckerstelle ganze d r e i ö i e r t e I Zentner Zucker pro Monat erhielten. Professor Jude na ck erflärt als Gutachter des Pin- podin-Präparates, er habe gleichzeitig mit diesem Auftrag ein Schreiben Erzbergers erhol ten, welches das Pinpodin als ausgezeichnetes Mittel bezeichnete, mit dem Hinweis aus die Anlage. Diese Anlage bestand aus einem Schreiben der Serumwerke an Erzberger, in dem es sich dessen Einwirkung bei der Bitte um Zucker zuweisung erbat. Bon beiden Parteien werden an den Gutachter eine ganze Reihe detaillierter Fragen gerichtet, die der Vorsitzende schließlich mit dem Hinweis abschneidet, daß nur Tatsachen seftgestellt werden sollten, deren Beurteilung allein Sache des lOtaiehts sei. GJcDeimrat v. Gordon fragt den Zeugen Iudenack, wie das an sich unbedeutende Material des Pinpodinfalles zur Kenntnis Helfs?- richs gekommen sei. Judenack erklärt, er habe bei der Behörde seine Entrü- stung über die Angelegenheit aus gedrückt. Helsserich habe von der Sache von m.ch- reren Seiten erfahrm. Allerdings setzt? er tetmt aut Befragen auseinander, was rickLig uatd was falsch daran ist. Ter Rechtsoeistand Helsferichs, Alsberg, meint, durch solche Fragen an den Zeugen würden Leute, tt: sich veranlaßt fühlen könnten, ihm zur Ausllärung des Sachtoichalts Material zuzutvagen, eingeschüchtert. Rech sauwalt Friedländer rechtfertigt die Frag? nach der Herkimst des Materials damit, daß, bewiesen werden solle, daß Helfserich bei der Beröfsenttichung seiner Broschüre gegen Erzberger nur Material in Sachen Thyssen und Berger besaß. All's Vie Auslieferungsliste überreicht! Wie vorauszusehen war, hat also die Entente allen Gegenvorstellungeir und Gegenvorschlägen ein taubes Ohr gezeigt. Trotzdem werden wir fortfahren, gegen die Schmach, die uns zugemutet werden soll, die schärfste Verwahrung einzulegcn und immer wieder zu erklären, daß der Schand- artikel des Friedensvertrages nicht erfüllt werden wird. Stößt die Entente in dieser Frage aus den unbeugsamen Widerstand eines ganzen Volkes und seiner Regierung, so wird ihrer Rachsucht eine unüberwindliche Schranke gezogen sein. Denn die ewige Schmach kann sich nur dann als Flecken auf unseren Namen und unsere Ehre heften, wenn wir für die Entente Bütteldienste tun. Wendet die Entente Gewalt an, setzt sie sich durch eigene Hand in den Besitz der ausgesuchien Opfer, so rächt sich an uns unsere Wehrlosigkeit. Aber schänden kann uns eine solche Vergewaltigung nicht. N«c wenn sich deutsche Hände zum Schergen- Lienste bieten und ivenn es eine deutsche Regierung gibt, die Helfersdienste bei der Auslieferung leistet, nur dann trifft uns mit der Demütigung auch die Schande. Sie abzuwehren ist auch das wehrloseste Volk in der Lage, »venn es in seinem moralischen Widerstande sestbleibt. Es hat vielleicht in unserer Leidenszeit feine Frage gegeben, die von kleinlicher Pav- teisucht so frei und rein gehalten werdett sollte, tote diese. Ist der Widerstand gegen die Aus- tieferungsschmach Parole des ganzen Volkes, so wird die Entente doch schließlich noch soviel Besinnung ausbringen, um vor der Ungeheuerlichkeit ihres Ansinnens zurückzuschrecken. Unter diesen Umständen kann es gar nicht darauf ankommen, ob die Regierung, die gegenwärtig unsere Geschäfte führt, am Ruder bleibt oder nicht, wenn mit Der Auslieserungs- f rage einmal Ernst gemocht wird. Wo so Hohes cruf dem Spiele steht, ist es ganz gleichgültig, »b die Herren Bauer oder Müller ihr amb- liche?' Dasein duvch den Schis,bruch ihrer Poli- l ik retten. Wohl aber scheint das Die Hanpt- svrge des „Vorwärts" yu sein. In seiner Aus- sabc vom Montag früh runzelt er unwillig die Stirn, weil Die Hamburger Demokraten nach nnem Vortrag Des demokratischen Reichsvoc- ii&enben Dr. Petersen „die Auslieferung ir- ^endwe cher Reichsange öriger an die Entente Uim Zwecke der Bestrafung" abe.e.ehnt haben. Oierzu bgmerft der „Vorwärts" folgendes: Die Regierung, in der Demokraten sitzen, hat Hnen Fried.nsvertrag ratifiziert, der sich den Ans- lickenmgsansprüchm i>?r Entente unterwirft. Zu- pleich ist der Wille der gleichen Regierung bttvnt iDorbcn, den Vertrag nach MenschenmöglichkUt zu ■müllen. Inzwischen ist nichts versäumt worden, >ie Entente in der Auslieferungsfrage umzustim- inen. Desto verwunderlicher ist es aber, nx-rat to. Reiä>svorsitzende der Partei ein „Niemals" ilbricht, das ohne moralischen Schaden nicht zu- ritfgei ommen werden kann. Aus diesen Zeilen spricht die Sorg:, daß tote Regterung, „in der Demokraten sitzen", ^wa über die Schwierigkeit der Auslieferung W*™ konnte. Ein solches kleinliches, ängst- iiches Auftreten fällt Der Volksbewegung, die 2eht, natürlich in den jifiden uno schädigt thre Wirkung im Aus- l.moe, wo zahlreiche Stimmen sich bereits ^on^sgm^^c^rletzung des deutschen ILattona gefuhls sich ausge prochen haben. bie?r r5^ge hängt Längens mehr ab, als nur bte Entscheidung m der Auslteferungsfrage. Die Politik der Lltgenblickltchen Machthaber in England und Frankreich, bte nur Haß und Rache säet, hat iit deren eignen Volkern immer mehr Wiocr- Itruch hervorgerufen, uno wer weiß, ob Der Rücktritt Des Kabinetts Bauer, der sich als tnrte ernste Wirkung jener Haßpolitik hecaus- mllen würde, nicht auch dem System Lloyd tzeorge Das Rückgrat brechen würde, tvomit eine freiere Bahn zur Revision Des Gewalt 'medens geschaffen wäre! lro. Jahrgang Mittwoch. 4. Zedruar 1920 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen 3wIMngrru«d»ruck u. Verlag: vrühl'sche Univ..8uch> u. Stciwörutftrei «.Lange. Schristleiiung, Seschasttjtelle u. vrackerel: Schulftr. z. WliiÜM Bietzen. llct . 02U9 ammlunq. IunJ wird um voll, ugendgruppe. Heck, 4. Pih., üU U, im flutiel Klein I (Vogesenzimmer eseabend ; Dsr Fartllnü MttJWW em Diitterstig u. Frifi tTieellUotiblUen rn Hiillehrir VS „Beuediq" Breien Eirwl rtlKilUüii Insbiib iqanii Sievhaol'r- läberrs an dcn 3. iagslastln brr tfcri iLckulen. Emln-m Varis, 3. Febr. (Wolff.) Havas. . gestrige Botschafterkonferenz be'prach die Frage der durch Deutschland za liefernden Kohlen. Darauf wurde der Text der Note an Herrn v. Lersner über die Auslieferung der Schuldigen besprochen. Außerdem beauftragte die Konferenz den Finanz- und Lebens- mittelversorgungsminister der österreichischen Re- wcblik, sich nach Paris zu begeben, um noch einmal bie wirtschaftlichen Schwierigtaten ihres Landes Vvrzu tragen. i" B I»c ue "ÄH ®e® rj»|p V Der *5 -E ißfÄ Ros« sind. v. Halfern. i Be- manck-e Straße im neusvM Wllfeck es tut Berlin, 3. Febr. (Wolff.) Der lionbriit des Steifes Saarbrücken, Verwalttrngsprst d.mt Tr v. Halfern, der von-den französischer Machthabenr aus feinem kreise ansgewtesen tvurb’, wird in das preußische Fin an zmin rste- r i um ein treten und das General vese rat über dm F7:iefxmsverttag übernehmen. Er erscheint hiw-- für besonders geeignet, da er in seiner bish'rigm. Tätigkeit reiche Gelegenheit hatte, von dm B-ckim- mrmgen des Friedensocrtcages und ihrer Praktik scheu .Handhabung Kenntnis zu nehmen. derzug für Lessen am 10. Februar dort abgehen soll. Es ist also anzunehmen, daß er am 12. Februar hier eintressen wird. Die Liste der zu erwartenden 472 Kinder liegt der Reichs,zentrale für L^cimatdienst, Landes- abtellung Lessen, bereits vor. Leider werden nicht alle der zahlreichen eingelausenen Wünsche und Anmeldungen bei der Vertei ung berücksichtigt werden können. Ta viele städtische Pflegeeltern die Kinder nur einige Wochen behalten können, wird für manche der vom Lande eingegangenen Meldungen erst etwas später eine Besetzung in tracht kommen. Veranstaltungen. Mittwoch: Lichtspielhäuser wie Dienstag. F. Köhlers Verlag, Leipzig. Ter tapfere Soldat, der erst im Beginn des Jahres 1914 in Daressalam lairdete und sogleich militärische Reorganisationen ins Auge faßte, verschtveigt nicht, daß er, im Gegensatz zu der Auffassung des Gouverneurs, der nominell das militärische Oberkommando hatte, der Ansicht war, durch Bedrohung des Feindes in seinem eigenen Gebiet könnte die ^Volonte am besten geschützt werden: „England batte kein Interesse daran gelebt, aus Rücksicht auf uns auch nur einen einzigen Mann in Ostafrika zu verwenden. England hätte auch den letzten brauchbaren Astori, soioeit nicht Rücksicht auf die englische eingeborene Bevölkerung uie§ beschränkte, zu anderen Kriegsschauplätzen, die wichtiger waren als der ost-afrikanische, heranzichcn können. Es hätte also für England zimckfellos Vorteil gehabt, wenn irgend ein Abkommen uns zur Neutralität verurteilt hätte; das war aber nicht der Fall. Die Kongvakle, die sich auf die äquatorialen Gebiete bezieht, spricht nur davon, daß. bei Konflikten von zwei der in Betracht kommenden Mächte eine dritte ihre guten Trenne zur Vermittlung anbieten könnte^ Ties ist aber, soweit mir bekannt, von ferner Seite geschehen. Wrr waren also nicht verpflichtet, unsere Operationen aus Rücksicht auf irgend ein Abkommen zuruck- $u halten. Vom militärischen Standpunkt aus war es nicht für uns, sondern für England em Nachteil, daß auch auf ostafrikanischem Boden Krieg geführt wurde. Ter Umstand, daß wir nicht neutral zu bleiben brauchten, setzte uns in die Lage, mrt unserer günstigen Küste dem deutschen Kveuzerktreg im Indischen Ozean als Stützpunkt und Zuflucht zu dienen. Vor allem aber tonnten wrr mit unseren wenigen tausend Mann während der ganzen Dauer des Krieges eine genxiltig überlegene fernd-, liche Truppenmacht fesseln." Lettäw-Vorbeck wollte den Feind fefert an der Unganbabafal fassen und angreifen. Einer Truppenversammlung im Norden am Kilimandscharo stimmte der Gouverneur nicht zu; so fand die Versammlung notgedrungen einen Tagesmarsch westlich von Daressalam, auf den Höhen von Puga, statt. Höchst interessant ist die SMderung, ine der General von der großen Entscheidungsschlacht bei Tanga (41, 5. November 1914) entwirft, inti> wenn man heute auch ungern von Kriegs- ereignissen liest/ so wollen wir doch einige Steifen hwausgreifen, die einen Begriff davon geben, in welch lebendiger, anschaulicher Weise das Werk Lettow-Vvrbeck geschrieoen ist: Bis dicht an den Bahnhof und in die St tot hinein roar der Feind mit zwonzigfickier lieber^ macht vorgedrungen. Hauptmann von Prince tvar mit seinen beiden Europäetttompagnien sofort vor- gestürmt und latte die zurückgehenden bvaven Tls- Eari augenblicklich zum StelM und Wiedervorgehen gebracht. Tas britische, nur aus Europäern- lang- gedienten Ntannsck-af.en, bestehende Nort Lan- cashire-Regiment, 800 Mann stark, wurde mit schweren Verlusten zurückgeworfen, und auch der .zwischen 'diesem Regiment und dem Strande vorgehenden indischen Brigade. (Kaschmir-Schützen) wurden die. von ihr genommenen Häuser in hartnäckigem StraßenLunpf entrissen. Aber auch südlich von Tanga hatte Hauptmann Baumstark seine Koinpagnien an der Front eingesetzt, uitb nach etwa einstündigem Gefecht beobachtete ich, wie hier die Askari durch die Palmen bis an die Straße Tanga—Pangcmi zurückgingen. Tie Europäer des Kommandos liefen sofort hin und brachten die Leute zum Stehrn. Ich sehe noch heute den temperamentvollen und zähen .Hauptmann v. Hammerstein vor mir, wie er voller Empörung einem zurückgehenden AStori eine leere Flasche an den tßopf warf. Tas bisherige- Gefecht hatte gezeigt, daß der Feind sich mit seiner in der Flanke ungesicherten Front nicht weiter nach Süden aus- de litte, als der rechte- Flügel unserer Front reichte. Hier also.. mußte ihn der Gegenstoß vernichtend treffen, und jedem Teilnehmer wird brr Moment unvergeßlich sein, als hier die Maschinengewehre oer 13. KiomtAgnie mit ihtem Dauerfeuer ein» etzten und den fefortigen Umsclßvung des Gefechts herbeiführnm. Tie ganze Front raffte sich auf und stürzte sich mit jubelndem Hurra vorwärts Inzwischen war auch die 4. Kampa gnie eingetrof- fen; wenn sie infolge eines Mißverständnisses auch richt noch 1 weiter über die 13. ausholend. eingc- etzt wurde, sondern sich zwischen dieser und unserer Front -einschob,' so ßam fia- doch noch vor Tunfek- hril zum wirksamen Eingreifen, In wilder Flucht -loh der Feind in dicken Klumpen davon, uno unsere Maschinengewehre, aus Front und Flanke ton zentrisch auf i/n wirlend, mähten ganze Kompagnien Mann für Mann nieder. Im Laufe des Dages verstärkte sich der Eindruck immer mehr, daß die Meder lag? des Frin- des gewaltig g.wesen war. Ein höherer englischer Offizier, der genau über Einzell-ttoen unterrichtet war, ‘tat mir später gelegentlich eines Gefechts, dessen englische Verluste er au£ 1503 Mann angab. gesagt, daß die Verluste bei Tanga ganz erieolich größer gewesen seien. Ich halte sio jetzt mit 2000 Mann noch für zu niedrig geschätzt. Größer Noch war die moralische Einbuße des Feindes. Aus Gefangenenaussagen und aufgesundenen offiziellen englischen Schriftstücken ging Terror, daß das gesamte englisch-indische Expeottionstorps, 8000 Viann stark, von unserer ivenig über 1030 Menu starten Truppe vernichtend geschlagen worden war. Erhaltet die Alleen! Jeder wackere Deutsche liebt feine Heimat und wünscht, daß ihre eigenartige Schönheit erhalten bleibt. Darin denken alle Patrioten gleich, welcher Partei sie auch langebvreiT mögen. In Seiten schwerer Not tritt das Ideale und tue Rücksicht auf das Schöne zurück hinter dem Verlangen nach Befriedigung der dringendsten Lebensbedürfnisse. Eine solche Zeitperiode ist übet uns gekommen. Da gilt es nun den Kops oben behalten und zu verhüten, daß ber Heimat in der Ueberstürzung kein Weh zugefügt rorrb, etn Weh, bas in Jahrzehnten nicht wieder gehellt werden könnte. In Versuchung, einen solchen Fehlgriff zu begehen, führt der Brennstollmangel. Hier muß vor jeder Uedereilung dringend gewarnt werden. Hier heißt es Abweisung von jeglichem Eigennutz, von aller Habsucht, wie sie sich hinter dem Vorwand verstecken, daß Alleen die Aecker beschatten, und daß ber hohe Stand der Holzpreise auszunutzen sei. In vielen Gemarkungen zieren Wildholz-Alleen die Straßen und sind ein herrlicher Schmuck der Landschaft. Wer will es wagen, ein solch ehrwürdiges und eigenartiges Wahrzeichen her Heimat anzügreifen? Werden unsere Alleen angetastet, so fällt es wie ein Fluch auf das Land. Die entstehende Leere und Oede heften für lange Zeit einen Makel au die Namen derer, die es verschulden, „wenn der Heimat das Prachtgewand, das die Natur um ihre Schultern gefegt hall', heruntergerisfen wird. In der Hand unserer Behörden, vor allem der Kreisämter, wissen wir freilich unsere wertvollen Kulturgüter in bestem Schutz. Sache der ganzen Bevölkerung ist es aber, sich für jene Güter ein- zusetzen und es den Behörden zu erleichtern, deren Hüter zu fein, gegenüber unverständigen und unverantwortlichen Eingriffen. Wer sich eines solchen schuldig macht, den trifft moralisch der Vorwurf, das, was Eigentum der ewigen Gemeinde ist, den Söhnen und Enkeln wegzu- nehmen. Lasset darum die Hände von den Alleen! 0 Grünberg, 2, Febr, An der Straße Grünberg—Mücke, in ber Nähe unserer Stadt, ist man gegenwärtig mit dem Fällen von Bäumen beschäftigt. Es sind dies die Bäume an dem Straßenteife der vor bald 20 Jahren wegen feiner starken Steigung — die beiden Ziegelsteige genannt — durch einen Umbau außer Betrieb gesetzt wurde. Tie Bäume sind meistens Eschen und Linden. Tie Stadt hatte hier eine Kckrschbau ntanlage gepflanzt und um diese im Wachstum nicht zu stören, wurde voriges Jahr an dieser Stelle )dx>n eine Reihe der Bäume niebei> gelegt, während jetzt auch ber Rest abgeholzt wird. Auch an der Straße nach Beltershain steht noch eine kurze Allee derartiger Bäume, die dorn Vernehmen nach ebenfalls ber Axt des Holzhauers zum Opfer.fallen soll. Hiljswerk für die österreichischen Kinder. Aus Wien wird gemeldet, daß der Kinnen. Näheres durch Anzeige. ** Uferini-Ga ft spiel. Ter Zauberkünstler Uferinr, der sich eines guten Rufes erfreut, wird am Samstag zwei Gastspielvorstell- ungen im Einhornsaale geben. ** „T i e Herrin der Welt", ein Film- zyklus in acht Fortsetzungen, nach dem Roman von Karl Figdor. Der erste Teil: „Die Freundin dci gelben Mannes" wird augenblicklich in den Lichtspielen Seltersweg gegeben. Dieser ungewöhnlich großzügig angelegte Filmzhklus ist in m»natt> langeii, äußerst gründlichen Vorarbeiten, mit ersichtlich fabelhaftem Aufwand an Kosten, mit allem Raffinement künstlerischer Schöpfer'r udigkeit geschaffen worden. Das Prachtwerk deutsck)en Film- könnens vereinigt alles, in sich, was von ber .bitt* hasten Darstellung eines fesselnden JnhattsstF- verlangt werden kann. Tie ganze Umgeb iw,’" der sich die Geschehnisse abwickeln, ist vor M Toren Berlins aus dem mager.m märkischen ©bto» Hoden entstanden. Das Bildband — das herrlM Chinesenstadtanfichten mit dem reizvollen ßferour enger- Gäßchen, mit Bootsverkehr, massiv scheinenden Tempelbauten, und dem ganzen malerisch rott' kenden Chinamilieu roiebergibt — verrät buK Tatsache nicht. Tie dekorative Ausgestaltung maM dem hierfür verantwortlichen Martin Jacoby-B^ alle Ehre. Mia May, die Darstellerin der Maud Gregoards, fesselte durch ausdrucksvolles Spiel. Landkreis Gießen. Blinvlaile. x W ieseck, 3. Febr. Den Raum, der V Wochen im alten Schulhaus unsere G.dächtM ausstellung beherbergte, kirnt man nicht wi-llS', er ist in eine Wohnung um gewandelt worixm, Die bald bezogen werden tonn. Die immer grötet nxv benbe Wohnungsnot läßt aber alte pl** Versuche, ihr beijutommen, weit hinter sich. W vates Unternehmertum hat hier früher mit Aut- führung von Neubauten schon vieles gefeilte t; d'" Namen eines dieser Bauherrn hält der Naw- „Möserstraßc" fest. Der Gedanke einer Bw genosjenschast wurde auch schon erörtert. Nun es so werden, daß die Gemeinde zur -ön*: Herrin wird. Unser schöner Wald wird. b-^sBau- holz liefern rnüs-en und Versuche mit Lehmstet- aus dem Boden unserer Gemarkung ermuntern durchaus zur Errichtung einer Kolonie vo> Einfamilienhäusern. Die Matertalfr^^ erscheint hier also leichter lösbar als and.'rsrov Die Baw und WvhnungsllomMission des meinderats haben sich mit Architekt Senßi^' der und Techniker H a n s u l t zu einer besonderen Kommission zu ammengeschlossen, die rasche um hoffentlich ganze Arbeit tun wird. Mit aua) iwrtr di ■ von Herrn Senßfelder an geregte Hör1 schäft seiner „Praktischen und künstleri.chen fragen in der Volkshochschule ist in unsenn DU die Stimmung sehr lebhaft, daß die kommen^ slo toure ein anderes Bild biedm muß, zirrinial nöckentlich> noch mit folgenden Dampfern statt- 1. Dampfer „Principessa Mafalda" nach Rio be Janeiro usw. von Genua am 4. Febririr, Posschlutz i.i Frankfurt (Main) Auslandstelle, am 1. F-e,ruae. 2. Darnpfec „Roo drm" nach New- York, o-on Rotterdam am 13. Feoruar, Postschluß, in Emmerich (Auslandstelle) am 11. Februar vor- J £ettoro=Dorbctf$ „(Erhnerung’n aus Dstastila". Wir haben vor kurzem berichtet. wie auch öon englischer Sri le die „Größe" des Verteidigers von Ostafriba anertannt luicb, und die fütetbung, >aß das britische Kolanialamt unfece einmalige Kytonic in „Geriet von Dan.anjito" umgctault bat, ist ein Anlaß, noch einmal in einem Buche zu blättern, baäumtet ten.lt L-rari|d/en Ncuerschciirungm keines- ** Ein weiterer Heimkehrertransport von 1000 Mann wird heute nachmittag 4 Uhr in Gießen eintreffen. ** Aus dem Stadttheaterbureau. Als zweiter hessischer Dichterabend wird am 14. d Monats Ni-bergalls bekannte Posse Tatterich" gegeben. Als dritter hessischer Dichterabend folgt im März bas symbolische Schauspiel von Schwarz (Echzell) Diogenes" oder „Ein Narr des Lichts". An Neueinstudierungen bringt ber Februar noch Schillers „Fies ko" und die Operette „Die Frau i rn Hermelin" von Gilbert. ** Braunkohlen - Ausgabe für Minderbemittelte. Die letzte Ausgabe findet am Freitag nachmittags zwischen 2 und 4 Uhr im stadttschen Hospital, Seltersweg, statt. ** Holzausgabe an Haushalt an- g en. Auf die in den Händen der Bezugsbereck)- t'gten befindlichen Bezugscheine für Holz muß bis zum 18. Februar ds. Js. das Holz bei dem städtischen Lagerplatz an ber Steinstraße abgeholt fein, da eine dcachlieferung wegen einer beabsichtigten zweiten Ausgabe Dom 19. Februar ab nicht nicht mehr erfolgen iäitn. Mitteilungender Rei chspost. Im Monat Februar fi.tben Po st ab gange nach Amerika außer mit englisäten Dumpse.n (llwa (Endgültiges (Ergebnis ber Zparpramienan eihe. Berlin, 3. Febr. (Wolff.) Das vollständige Ergebnis der bei der Reichsbank angemeldeten Jnchnungcat der Spar-Prämtenanleilte.t liegt jetzt vor. Ein Vergleich mit der 9. Kriegsanleihe ergibt folgendes Bild: .Die Rhrinlande, «Westfalen, Ostpreußen, West-- Preußen (soweit betagt) und Scheswig-Holstein 411 Millionen Sparpr.-Anl. gegen 2733 Millionen Kr.-Anl., d. ch. 15 Prozmt der Kr.-Aul.-Zeichnung; davon Rh.inland und Westfalen ruitd 300 Mil- lioneit gegen 2V1 Milliarden Kr.-Anl. = 13 Proz Dagegen das übrige Reich 3402 Millionen Sparpr -Anl. gegen 7511 Millionen Kr.-Anl,, ' d. h. 45 Prozent. Insgesamt sind gezeichnet worden 3818 Million n Sparpr.-Anl. gegen 10 433 Millionen Kriegs-Anleihe. Ei ige Einzelresultate seien hier wre- bergegeben: Essen 12 Mill. Sparpr.-Anl. gegen 20o Mill. Kr.-Anl. - 6 Proz. Düss ldorf 57 Mill. Sparpr.-Anl. g gen 638 Mill. Kr.-Anl. = 9 Proz. Königsberg 16 Mill. Sparpr.-Anl g?gen 92 Mill. Kr.-Anl. =r 17 Proz. Bremen 33 Mill. Sparpr,- Anlrihe gegen 86 Mill. Kr -Anl. — 38 Proz. Hamburg 103 Mill. Sparpr.-Anl. gegen 246 Mill. Kr.-Anl. = 42 Proz. Frankfurt 175 Mill Svar- prämiLn-Anleihe gegen 347 Mill. 51r.-Anl. — 50 Proz B rlin (Reichsbank, daher auch z. T. von außerhalb) 1352 Mill. Sparpr.-Anl. gegen 2553 Millionen Kr.-Anl. = 53 Proz. München 115 Millionen gegen 173 Mill. Kr -Anl. — 66 Proz. Bayern (rechtsrheinisch' hat 355 Mill. Sparpr- Änlrihe gegen 475 Mill. Kr.-Anl., d. h. 75 Proz. und damit vergleichsweise am besten gezeichnet. Bayerische Pfalz llinksrheinisch) 31 Mill Sparpr- Anleihe gegcri 89 Mill. Kr.-Anl. d. h. 35 Prozent. Das Wolff-Bureau hebt als auffallend die dürftige Beteiligung der Nfeinlande und Westfalens hervor unb spricht von der Sabotage der Sparprämienanleihe durch die ReaktivNwe: die fchwerindusttielle Yfefolg'chast habe diszipliniert die ausgegebene Parole eingelwlten. Im Yfegeniatz zu dieser Kurzfichtigteit, die in der Geschickte der deutschen Not fesdgelxrltcn werden müsse, stehe die starke Beteiligung Bayerns und auch der Pfalz. mittags und in Hamburg (Auslandstelle) int 9. Februar abends: 3. Dampfer „Fveoerik VIII/* nach Newyork, von Kopem-ag«r am 19. Februar, Postsckstuß i.i Hamburg (Aus.andste le- am 16. Februar mittags und in Emmerich Ausland- stelle) am 15. Fearuar; 4. Dampfer „Holland-ia" nach Rio de Janeiro usw., von Amsterdam am 25. Jeornar, Postschluß i.t Emmerich (Ausland- telle) am 23. Fe.>ruar vormittags und in Hamburg (Auslandstelle) am 21. Februar abenüs; 5. Dampfer „Rotterdam" nach Newyork, von Rotterdam am 27. Februar, Postschluß u Emmerich (Auslandstelte) am 25. Februar vormittags und in Hamburg (Auslandstelle) am 23. Februar abends. — Die Absender von Postpaketen nach dem Saargebiet befolgen häufig nicht die neuen Vorschriften über die Beigabe dw von der Befatzungslehörde geforderten Bealritpapbere (je eine Zottinlmltserllärung in deutscher und in ranzösischer Sprache, Anmeldeschein für tie Statistik ifes Warenoerfehrs, Aussuhverllärung und, wenn die zollfreie Einfuhr der Paüte in das Saargebiet beansprucht wird, auch Ur p ungszeüg- nis). Dje Nichtbeachtung der Borschristeu kann die Zurückweisung der betreffenden Pakete, das Fehlen eines Ursprungszeugnisses insbepudere dte Forderung felyr hoher Zollgebühren feit.ns der Verwaltung des Saargebi. ts zur Fplge haben. — Die Abschnitte der Paketkarten zu Paketen aus dem unbesetzten Deutschland nach Orten in der französischen Zone ber besetzten deutschm Rhein gebiete dürfen wieder zu schriftlichen Mitteilungen benutzt werden. ** Schadensangelegenheiten der Jnlandsdeutschen. Die Zweigstelle Frankfurt a. M. des Verbandes der im Ausland geschädigten Jnlandsdeutschen E. V. hat ihre Tätigkeit ausgenommen. Anfragen, Anträge -md Mit- teilungen von Anschriften sind künftig nicht metjr an die Hauptstelle des Verbandes: Berlin W 35, Potsdamersttaße 28, zu richten, sondern an die genannte Zweigstelle, die ihr Bureau Neckerftraße 9. 2. Stock, hat. Der Bezirk der Zweigstelte umfahr das ehemalige Großherzogtum Hessen, die Provinz Hessen-Nassau (mit Ausnahme des Kreises Schmalkalden), den Kreis Wetzlar, sowie das ehemalig« Fürstentum Waldeck (Arolsen). Der Verband der Jnlandsdeutschen hat lediglich die Schadensangelegenheiten derJnlandsdeutsch en zu bearbeiten, d, h derjenigen Firmen und Einzelpersonen, die bei Ausbruch des Krieges Wohn itz oder ständigen Aufenthalt im Jnlande gehabt und ihn nicht inzwischen ins Ausland verlegt haben. Aus- landsdeutscye haben sich an den „Bund der 2lus- landsdeutschen", dessen Hauptstelle sich in Berlin W 10, Rauchstraße 23, befindet, zu tvenden, Ausländsdeutsche, die mit Inlands deutschen in Anter- essengemernschaft stehen oder ihren Wohn atz zugleich im Jnlande und Auslairde gehabt haben, können sich auch an den Verband der Jnlandsdeut-- schen wenden. Dem Vorstand der Zweigstelle gehören an die Herren Professor Salomon, Handelsrichter Manes und Dr. Eugen Oppenheimer^ Geschäftsführer ist Dr. Karlowa, Neckarstt. 9, 2. Stock ** DeutschnationaleVolkspartei. Am kommenden Mittwoch den 11. Februar wird hier im Hotel Einhorn der „Seeaöle?"-Kommaw bant Gras Felix v. Luckner oon den Abenteuern erzählen, die er und ferne „Jungen" auf ihren 35 000 Meilen Kreuzfahrt erlebten. Im Segelschiff, mit unzulänglichen Mitteln, gelang es der Ft einen tapferen Besatzung zu zeigen, daß deutscher Mannesmut unb die Geltung der deutschen Flagge alles vermochten. Ung'atelliches, ans märdfeitfeite Grenzendes hat er erlebt. Jetzt sind sie zurück, Di: Leute vom „Seeadler" und ihr Fillwer, der mit ihnen ein Herz und eine Seele war: er erzä-Ü uns in begeisterter Weise v-on all den (snleonGn. der langen Fahrt. Er tut ein gutes Werk damit, denn er läßt uns- wieder glauben, daß wir wck nicht ganz verloren sind und daß deutscher Mut und deutscher Stolz nicht ganz erstorben fein kön- Uut nnd Land. Gießen, den 4. Febr. 1920. Belieferung der -lriegsbeschädiaten. Vom Reichsschatzministeriu.n ^Reichs Verwertungsamt) wlrv mitgeteitt: Tie Reichsregierung l-at die Notrige der Kriegsbefchädig- t e n und besonders der Schwerkriegsbeschädigten stets gewürdigl unb ist immer bemüht gewesen, Mfenö ein.ugveifen, um denen, die dem Vaterlandc ihre Gesundheit geopfert .haben, wieder neue Eristenzmöglichkciten zu schaffen. Wenn bei der Versorgung der Kriegsbeschädigten und der Kriegs!,interb iebencn mit Heeres gut nicht allen Wünschen entsprochen werden konnte, so ist hierbei zunächst zu berücksichtigen, baß gerade die begehrtesten Waren: Beikreidung, Wäsche unb Schuhzeug, im Verhältnis zum Bedarf nur in ganz geringem Umfange ur Verfügung stehen. Fer-.er fehlte eine Organisation, die die Lieferung an die Kriegsbeschädigten in sachgemäßer Weife übernahm unb durchsülwre. Nachdem nunmehr die anttlichen Ha u p t s ü r so r g e ste l le n für Kriegsbeschädigte und Kriegs hinterbriebenr in ihrem Ausbau ftroeii fortgeschritten sind, daß sie die (Äesamtveittretunz der Kriegsbeschädigren im allgemeinen übernehmen können, ist ihnen falls übergangen werden darf: Letbow-Vordecks I vom Reichsschatzministerium im Benehmen mit „Erinnerimgen aus Ostufrito", erschienen in K. dem Reichsarbritsmmrfermm die Be^e^erung ber - - ~ - " ' ' " " ~ " Kriegsbeschädigten mit freigewordenem Heeresgutt übertragen worben. Zu diesem Zweck haben sich die Hauptsürsorgestellen gemeinnützige Gesellschasten oder kaufmännische Grichajtoftelten an.ugiieberu. Diesen fallt die Aufgabe zu, ute Belieferung der Kriegsbeschädigten zu sichern, und zwar ohne Rücksicht darauf, ob diese einem Kriegs- deschädigtcnverbande angehören oder nicht. Dte>e kaufmännisck-en Organe der Hauptfüriorgestellen ollen mit den Zioeigstellen des Reichsverwertungsamtes aufs englte zusammenarbeiten, um den Kriegsbeschädigten unb Kriegshinterbliebenen die notwendigen Gebrauchsgegenitände zu ver- chassen, insbesondere solche dRafchinen, Werkzeuge unb ähnliche Geräte, die für den Wiederaufbau der Existenz geeignet sind. Um den Kau,ern den Erwerb zu erleichtern, ist eine Reihe von Ver- günstioungen, namentlich in der Zahlungsweise iwrgefeiten. Solange die Hauptfürsorgeitellen kaufmännische Organisaitonen noch nicht geschallen haben, sollen die Verbände der %riegsbqtoabi^= ten zum unmittelbaren Bezug von Heeresgut in der Zwischenzeit noch bcrechrigt blewen. Eine Sonderregelung ist hinsichtlich der Web-, Wirk-,und Stricktvaren, sowie des Schuhzeugs, die den Reichsstellen für die Notstandsversorgung der minderbemittelten Bevölkerung zur Serrügung gestellt werden, getroffen. Diese können auch an Knegs- lfeschädigte und Kriegshinterbliebene nur durch die Kommunalverbände ausgegeben werden. Aur dem Reiche. Der neue Tarif der Bergarveiter. Essen, 3. Febr. (Wolff.) Unter Mitwirkung be§ nach Essen entsandten be/onbeten Kommissars der Reichsregierung, des Regle.ungsrats Dr. Bo- de nst ei n aus Berlin, unb des Reichskoinmis ars Severin g ans Münster wurden geftem Nacht die Tarifverhandlungen im rheinisch- westfälischen Bergbau zu einem glücklichen Abschluß gebracht. Die Bergleute erhalten eine wesentliche Erhöhung der Löhne, Kinderzulagen und längeren Urlaub. Durch diese Besserstellung wird der '-Bergmann in besonderem Maße befähigt, auch unter den schwierigen Ernäh- rungsverhältnissen seinen mühseligen Beruf aus- zuüben. Essen, 3. Febr. lWTB.) Hu dem Abschluß der Ta r i fv e r han d l u n gen im rheinisch-west- fälischen Stciutohfenbergbau wird ergänzend mite geteilt, daß allen über 20 Jahre alten Arbeitern unter unb über Tage eine Zickage von 8 Mark, den jüngeren eine entsprechend geringere Dom 1. Feruabr ab genrirhrt wird. Tie Kinderzulaae ist pro Schicht uni) Kind von 20 Pf. auf 1 Mk. erhöht worden, einschließlich des Betrages für die Erhöhung des Brot- unb Kvrtoffelprrises. Mlßer- dem erhalten alle Arbeiter unter Tage ohne Rücksicht auf das Aller eine Schichtzulage von 3 Mk. Tie Urlaubs tage werben von 6 auf 9 Tage er= töbt, es muß aber auf die über sechs hinaus gehenden Urlaubs ages d.s Jahres 1920/21 verzichte! werden, dafür jedoch wird die Urlaubsvergütung gezahlt- Eine Eierkanfsgesellschnft für Groß-Berlin. Berlin, 3. Febr. (Priv.-Tel.) In der Fettstelle Groß-Berlins fanden letzthin Beratungen über die Gründung einer großen Einkaufsgesellschaft für dell Lebensmitt.'lverband Berlin unb Vororte statt. Laut „B. Z." soll diese Getell- schast mit einem Kapital von über 100 Millionen äiiarf gegründet werden. Ihre Hauptraufgabe werde fein, nickt rationierte Lebensmittel, besonders Fett, aus dem Auslande zu erwerben. Die ErnahrungslaM. Berlin, 3. Febr. Heute sind.im Reichs- Wirt schaftsrnrni st eriunt reue Besprechungen über die Ernährungssrage anberaumt worden, an denen auch der deutsche Städtetag und die großstädtischen Verbraucherverbände tellneh- men sollen. Neue Gesetzentwürfe. Ein geplanter neuer Reichsgesetzen twurs dient -dem Zweck, die Ziele bw >Gül- tigleit der landesrechtlichen Vor schrif- ten gegenüber dem Reichsrecht durch einen höchsten Richterspruch zu klären. Ein weiterer ®nte Wurf soll laut „Deutscher Allgemeiner Zeitung" die bisher bei der Beurkundung von Geburten, Heiraten unb Sterbefallen vorgeschriebene Angabe über bie Religion beseitigen. Er soll ferner einige Formvorschriften des Personenstands gesetzes beseitigen, die für uri-.e belieft Geborene Härten au, weisen, ohne daß diese Bestimmungen durch ein ZwangÄ-Lrittpns geboten A. 722 3nnm.5tt.23 1O.WÜDIinerten 2040 160 Mark. 0*186 | OßlwacMctolmä r fleht nefurUt. 02176 über alles! Au» gui.Hause gebr.saab. Jtftttt »S 2 fiifftn verkaufen. 02118 Plockstraste 4L 3MÜ 20 Stück leinene, fn’t fronen sowie eine noiinut erü.^ierbctionrfrbncibe- Emrofam aeouefenng Königsberger Saat- Jobs. Beier ?u. Broe. Storren -Linden, Nebeugasie 1. fÄt eit VolksodKt«mvagea aaf p»M+ttUUf »etile 75776 oßet aaf »eine 5onf f Veel/ch«, 4<|8|iee4, »teile ttw-r Schlafzimmer, eichen flcfrbniut, fomoletl miiSorimgr., weist Mar- nior. Umstände halber zu verkaufen. 3iäbere5 SfeiifoL'fflC’teD mit vernickeltem Kandaren- und Trem'engebih nebit Vorder.re iu, alles noch nnbe- nutzt. für 2uO M. sofort au qemeinsäroftlich aus einem Pferch zw-.'i Hammel flcftoblcn; sie erhielten je 3 Monat' G:-- fänftnis. Tef?il zu gleicher Zeit der hervorragende ameriLxnisck Astronom Prof. Pickering erklärt hat, bafe er auf Grund seiner Beobachtungen des Mondes mit öen schärfsten Fernrohren zu der Ueberzeugung gelangt sei, 5er Mond werde ixm lebenden Wesen tcnohnt. Wenn diese Wonddewdhner intelligent Wesen sind, so werden ste sich vielleicht von ber gegen sie abgefeuerten Rakete beunrühigt fühlen und mm ihrerseits mit ähnlichen „Grüßen" antworten. Die amerikanischen Blätter malen bafxr bereits einen Hukunstskrirg zwischen Mond und Erde aus, ein SpiÄ der Phantasie, das man bisher den utopischen Dichtern überliefe. Gericht-saat. Ein Nachklang znr Münchener Räterevolntion. Leipzig, 3. Febr. (Wolff.) Das Reichsgericht verwarf gestern die Revision des ehemaligen Stadtsekretärs von Landshut in Bayern, Georg Hoffmann, der vom dortigen Landgericht am 3. Oktober 1919 zu 5 Monaten Gefängnis verurteilt worden war, weil er ^s unterlassen hatte, das von der Münchener Rätc-Re- gierung zu Ostern 1919 gegen die Stadt L. g^ jnte hochverräterische Unternehme, das dank der Wachsamkeit der Landshuter städtischen Behörden nicht ausgeführt werden konnte, obwohl er davon Kenntnis hatte, an z uzeigen. * Leipzig, 3. Febr. (Wolff.) Der Oberreichsanwalt hat das Verfahren gegen den Führer ber Frankfurter Unabhängigen, Köppe, wegen Hochverrats, eingestellt. Frankfurt a. M., 3. Febr. (Wvlff.) Amt den sieben in Schutzhaft genommenen Eisenbahn-- fühvern ist das Mitglied des Berkehrsausschiisseä Michel aus der Ha f t en tla s s en worden. Das Ersuchen der übrigen sechs Verhafteten um Entlassung wurde abgelehnt unter Verweisung auf ben gesetzlichen Beschwerdeweg. amerikan. Ltghorahaha ureiöroert zu verkaufen. Franks. Straße 7 L.fi26i Rieche «nd Schule. ** Aus dem Dekanat Grünberg. Da Pfarrer Georgi-Ermenrod eine Wiederwahl zum Landeskirchentag abgelehnt hat, so steht unsere demnächstige Landessynode vor der Ausgabe, einen neuen geistlichen Abgwrdn.-ten zu wählen. △ Nidda, 1. Febr. Tie kir cklichen Wahlen in unserem ev. Kirchspiel smd nun beendet und einmütig verlaufen. Ta immer nur ein Wahilvorschlag eingereicht worden war, brauchte eine Wa8 im engeren Sinne nicht stattzu finden Tie Zahl der Ktrchengemeindcvertreter mufete auf 50 er^ht werden, weil die Zahl der evangelischen Eniwotfexer im Kirchspiel über 3000 beträgt. Bad- Salzhausen gehörte bisher noch in kirrUicher Beziehung zur politischen Gemeinde Kohden; beide sind jetzt getrennt und beAllb wurden als erste Kirchenoertveter von Bad-Salzhausen Bürgcrmci- foer Köper zum Kirchenvorstands Mitglied und Landwirt Johann Hachenburger und Förster Georg Gemmbach als Kirchengemeindevertreter neu gewählt. Als weltliche Mitglieder der aufeenordent-- lichen Tekamttssytvode wurden gewählt: Geh. Ju- sttzrat Römheld und Bürgermeiilrr Eck von Nidda, Bürgermeister Kwmm von Kohden nnb Bürgermeister Töll von Unter-Schmitten. Im verflösse- neu Jahre wurden aus dem Kirchspiel 35 Paare getraut, eine vor dem Krüge noch nie erreichte Zahl. P. A. Offenbach a. M., 1. Febr. Tie in der Kreislehrervereinigung zusammengeschlossene Lehrerschaft fron Staot und Kreis Offenbach befaßte sich mit dem Entwurf der Reichsbeamten- besoldungsordnung. Nach mehrstündiger Aussprache wurde nadtfk^nbe Entschließung ein» gmmig angenommen: Die am 31. 3 gegen bw Kinderzulagen, die im Entlours der Regierung vorgesehen sind, aufzugebeu. Fermw wird der Ber- em bei den maßgebenden Stellen in Darmstadt und Berlm vorstellig werden, daß Bad-Nau- he l m der Ortsttasse B zuaetcilt wird. In nächster Zeit will der Verein auch für die Oefsentlichkeit bestimmte Vortragsabende über die „EinheüS- schule" und das „Betriebsrätegesetzt veranstalten. -m. Hungen, 2. Febr. Ter hiesige Radfahrerverein „Germania" oeranstaltete gestern eine Abendunterlialtung, bte sehr zahlreich besucht war. Tas dreiaklige Theaterstück „Mein Leopold" wurde recht flott zur Aufführung gebracht und erntete reichen Beifall. q. Lollar, 1. Febr. Gestern abend sand die Generalversammlung des hiesigen Veteranen und Kriegevverems statt. Ter bisherige Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt. Tie Kassen- und Ber- mogmsverMtnissc sind gut. Eine Gedenllafel zur Erinnerung an die gefallenen Kameraden soll im Bereinslvkal angebracht werden. X. Ort'cnberg, 3. Febr. Ter Fußhallllnb „Germania" feierte mn 31. Januar sein diesjähriges Winterfest. Eine auswärtige Kapelle konzertierte, Beveinsmitglieder freiten em humoristisches Theaterstück. ** Steinberg, 3. Febr. Am 31. Januar veranstaltete die hiesige Burschenschaft zum grünen Baum chr erstes Winterfest mit Konzert, Gesangs- Vorträgen und Theaterstücken. am liebsten Waldgut am fließenden Bache »lel'geu, zu kaufe« gesucht. Uebernahme kann sof. od. später erfolgen. Adolf Llühne Cüln-Ehreufekd Liebigstraß. 177. 0^» Giiterhaltener Fahrrad ohne Bereifung au kaufen gesucht. Schristl. Ang u. 02157 an den Gteb- An». 400 Mitglieder zählenden Krerslehrerverrino erhebt gegen die Einreihung der Lehrer in Klasse 6 der Besoldungsvorlagc ganz entschieden Einspruch imb verlangt unbedingt Einreihung in die Klasse, die der Gehaltsklasse der Beamten mit akademischer Bildung unmittelbar vsvauogcbt. Die Vorstände des Hessischen und Deutschen Lehrervereins wer den auigesordert, die zuständigen Stellen nicht im untlaren darüber zu lassen, daß die Sctxvt- schaft ihrer alten berechtigten Forderung mit allen rechlllch zulässigen Mitteln Nachdruck zu verleiben gewillt ist. ! 'tmntecid)?£1|$ ML W*. W P n n - UttitU], \rten iol bei . her Ä?9 u^- auch R; m bas •ööJL?5iten btt -hre TK Äntta^ unb i b tünftift Mtfjt mtc I ,n- 'vndttn an dir gi "LMUtch. umni Shenes IöTOk daz ebemali» Strbant) k 9^ die G^ab®. hsdeutschenznkl ™ uns | Krieges Wohn st olr i iianbe gehabt und i| h verlegt haben. ' hm „Bund der Ln ■ Mtelle sich st $e:l lldet, zu roenbm. W | wsdeutschen in Jntc r ihren Wotmnz j, islmde gehabt hab- band der Anlandsdn rd der ZiveiMlle * or Salomon, Haube. M Oppenheimer 6 i, Marstr. 9,2. Sui alt Volksparl, den 11. Februar k ' „Seeaöln"-Kvmiui er von den Wemae : „Jungen" aut i;-. liebten. 5m Segelte i, gelang es der klär zeigen, daß beatfi w der deutschen Flv iches, ans mar diu.1: ezt sind sie zumk,! Kr Mvrr, 1« r «le nur; er ch n alt den AM- in gnüs Werk dr [Itnilym, datz.wir : nd bafe bentfrfvr f M erstorben sein t e. spiel. Ter Zack eines guten W. ’ zwei GastsMvl« ?bcn. t nach dem R°vv« rif: MbliÄrch m I».- il Tiefer ungem, ylM rst.m °-°* b Zomrbeiten, nrJ id an Sake«. Ms Schöpfer rE Wt beiMtnt ich nus osn her, VW ganze W» bwickech, ij« cr.-n max* SÄ"? BW && GWN. ft 5^ all« 'schon eror^ r . te’ & ®Jf*: -nN^ Gasherd tabelL Milit.'Sckube, gr. ■Snlonbtlb au verk. [12S6 «leichttr.42H. 10-12Ubr. NoueS, hoch elegantes Ms er in Franffurr ertappt wurde, wo er mtt Htlse fernes Bruders die Beute absetzen wollte, hatte er das Fleisch von mindestens drei Reifen bei sich- Zwei N«he wollte er im Wald zufällig gesunden haben, über das andere schwieg ec sich aus. Die Durchsuchung in ben Wohnungen der Beschul° dtgten förderte aber die Bewei,e für die Tat in Gestalt eines mit Rehhaaren behangenen, blutigen Rucksacks unb einer Mauserpistole mit blutigem W. F. erhielt vier Monate Gefängnis, lern Bruder wegen Begünstigung zwei Wochen. Ter Maurer F. R. von Heegheim hatte mehrere hundert Eier nach und nach auf» getauft unb zu Wucherpreisen verkauft. Tus Schöffengericht Altenstabt hatte ihn zu zweihundert Mark GeldUrase verurteilt, von Verhängung einer Geiängnisstrase aber abgesehen, da Schleichl)«ndel md)t vorliegc. Die Strafkammer stellte indes fest, dast d.ie Eier zum Zweck der Weiterveräusterrmg mit Gewinn aufgekauft waren und verhängte außer der Geldstrafe noch eine Gefängnisstrafe von einer Woche. Ferner wird der über den ^Höchstpreis erzielte Erlös eingezogen. Um einen auf dem Bahnhof in Bad-Nau- teinr stehenden Kesselwa gen Benzrn, der dem Hseresfiskus gehörte, sich aneignen und ver- schreben zu können, fälschten der Kaufmann O. B., der Kaufmann B. W. unb der Autoreparateur A. ft*, gemeinschaftlich einen Frachtbrief auf ben Namen ber Teutsch-Amerikanischen Petvoleum- gesellschaft DeM unb boten auf^rbem dem Rangier- Mhrer Georg F. in Dad-Nauheim einen erheb- luhen Geldbetrag an, um ihn zu beftimmen, ihnen unter Verletzung seiner Trenstpflicht behilflich zu fern. Ter Beamte zeigte die Sache an. Wegen Urkundenfälschung! und Betrugsversuchs sowie wegen Bestechung erhielten die Angeklagten je rirnr Monate Gefängnis unb neunhundert Mark Geldstrafe. Ter Hausierer Julius K. war (mißrat, zusammen mit einem deshalb bereits zu drei Jahren Gefängnis verurteilten Genossen in der Nähe von Vilbel und in Bllbel zwei Einbrüche verübt zu haben. Ta er leugnete unb Zeugen angab, die bekunden sollen, bafe er zur Zett der Tat in Frankfurt gewesen sei, wurde br* Verhanbluna vertagt und die Ladung der Zeugen beschbossen. Ter Musiker H. H., ber Arbeiter W. S. und der Kondistw I. A. haben nach Verabredung gemeinschaftlich aus dem Gebäude eines Zucker waren- fdbrißanten m Bad-drautteim Zuckerwaren im Werte von etwa 800 Mark gestohlen Sie erhellten je beet Monate Gefängnis. 02146 für große Figur vreiSw. zuver5NeuenBä«e 1 Lp. m£: Frankfurt a. SR., 3. Febr. Der Lehr lArhl für Mineralogie unb Petrographie an ber Zrankfurtcr Universität wurde Profeflor Dr. Jo- hannsen (Kiel) übertragen, ber den an ihn ergangenen Ruf angenommen hat ll Marburg, 3. Sehr Tas ©intet- fernester ber hiesigen Universität ist schwächer besucht wre das abgelaufene Zwrschensemester und das verfloisene Sommerscmestrr. Tie Gesamtzahl der immatnfulierten Studierenden beträgt bu» drunter 340 Frauen Es studieren 242 Männer und 3 Frauen Theologie, 588 s)Rän • ner und 5 Frauen Jura, 1128 Männer und 63 Frauen Medllin, sowie 1076 Mimner und 268 Frauen Vhllofophie. |Fmpfehiungen| Grostcr Posten Herren- Anzugstoffe ringetroffeu, auch für Konfirmandenan/süge. Preise von 55 bis ! -°u° Mk-lWk- nn jJSienencr Anzeiger., (^r.4o ».41, Steb-u.Älavo gkohe Kisten ______' ob^ugeben. 02134 maschine ist ab ugeben. Tbeo Schäfer, Neustadt. ‘ 02166 lSoethettr. V8111. LJ Lang-Göns, 3. Febr. Bei der gestrigen Eemeindejagd ver Pachtung ging die Jagd an folgerst»? Pächter über: Jagdbezirf I 752 Hektar 2860 Mart an von Soosten-Fran^furt a. M., Jagdbezirk II 362 Hek.ar 3820 URaif an Wilhelm Frey-Lang-Göns und Zagdbezirk III 412 Hektar 2060 Marl an Heinrich Schepp-Frant> hirt a. M X Wies eck, 3. Febr. Die ständig wachsenden Kosten für unsere Waiierleitung verlangen gebieterisch eine Nachprüfung derWassergeldfrage. Mit dieser Arbeit wurde eine Kommission, bestehend aus dem Beigeordneten Schäfer unb ben Gemeint-e- räten Scherer, Schmidt, Laudon unb Bogelhöftr beauftragt. Daß bei den vielen unvorhergesehenen Ausgaben unb gewaltigen Verteuerungen c>er Ge- meinbevoranschlag stark überschlitten werben mußte, war vorauszusehen unb wirb von jedem Einsichtigen gutgeheifeen. Ob ein 7. u n b 8. Sdeuer- zul erhoben werden muß, steht noch nicht fest. Kreis Friedberg. Fahrplanändernng. Friedberg, 4. Jan Tie Eisen bahn - bitc ftioTi gibt bekannt. Zug 8873 fährt ib 1. 2. 1920 in Friedberg 5 Uhr 28 Min ab unb t iift in giaubeim 5 Uhr 39 Min. ein. Zug 718 fährt vom gleichen Tage in Nauheim 5 Uhr 49 Mrn. ab, trifft in Friedberg 5 Uhr 59 Min ein und fährt 6 Uhr 2 Min. weiter nach Frankfurt. Zug 2904 nach Hamburg, fährt ab 1. 2. 1920 in Friedberg um 5 Uhr 30 Min. ab. Hessen-Nassau. me. Frankfurt a. M., 3. Febr. Ausländische Aufkäufer überschwemmen nach wie ovr die Stadt. Sie bieten dank der schlechten deutschen Valuta ben Geschäftsleuten Preise, die das in Teutschl-and auch bei ber heutigen Teuerung noch liebliche weit in den Schatten stellen. Leider sind nicht alle Geschäftsinh.rber fo charaktervoll wie ein Juwelier auf ber Kaiserstrafec, ber aufdringlichen Ausländern ebenso höflich nne bestimmt die Türe wies. — Frankfurt a. M., 3. Febr. Auf gerissene Weise legte ein angeblicher Walter Mer tens ein hi siges Juweliergeschäft hinein. Er legte sich bei einer Grefeener Bank ein Konto an, in das er nur einen ganz geringfügigen Betrag einzahlb Tann versuchte er auf Grund eines Sckxcks ber Bank sich von einer hiesigen Firma einen Anzug für 740 Mark zu erschwinbeln. Tas mißlang Aber wenige Augenblicke später er- schwindelte er sich von dem Jnweliergeschäst eine Halskette für 5000 Mark, natürlich gegen einst Scheck über die gleiche Summe. Als der Juwelier den Scheck einlösen wollte, erfuhr er, daß der Schwindler nur über eine ganz geringe Summe verfügte. nie. Frankfurt a. M., 3. Februar. Ein S chöppchen Apfelwein, das man im Jahre 1914 für 10 unb 12 Pfennig krank, kostet jetzt nach einer erneuten Preiserhöhung rmschließlich Bedienungsgeld nicht weniger wie 1,40 Mark KlWlk! inftriebendanantät mit d. »Hebt. Stennernefdimarf liefert unter Zusicherung mrenn reeller Bedienung manfo gegen Nachnahme W. H. Boerger, ■Geister i. W. Nr. 34. lI0Noll.,mitt.o.diL>i!«.i0 *0ä ang o m.Rivv..98.10 ItOstdectit amerikVlatt.- SintabaLfebr kräftig und iwrfam imBerbr. ,*98.10 Biobefenb- v. jeder Sorte lOImch wlunm. LüStck, E10 fr. Nach» [12360 Bitwljjlj b=>) Schäfer, Licher Str. 9. Buchenholz kurz geschnitten, auf Lag. 1245 Gebr. Kahl. Empfehle mich im Amiden v. Bömnen n. ZiMWern und 3nstnndsktzeiiii.8mten Heinrich äuugermann, Landschastsgärtner, Wekeritrane 10III. 0Wl Auster, Creduerstr. 46. Piano iu kaufen gesucht. Preis-1 und Firmenangabe an Ludwig Hoffmann, „ ll Qber Jngclbcim. Gnt erbaliene AWWse LU kaufen gesucht. 02(M0 Bobue, Ludwigstr. 33. antonfts: jmaWaen für Schuhmacher - Haushalt. 2tuch gebrauchs- unfäbine. Schr. Aageb. u. 01342 an den Gieh. AnL- Gnt erhaltener Kimler-Sitz-Liegewagen aus besserem Hanfe au Laufen ges. Schrift!. Ang. u. 02140 an d. Gien. An-. Was lampe und Vorhänge au kaufen gesucht. Schr Angebote uni. 0217a a. d. Gießener Anzeiger. MMMfe einnetroffeiL Pfd. M. 5.50. on 195 Villa mit mod. 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Doch sie merkte wvhl, daß Jngewart Ferks sie nicht aus den Äugen liest. Ihr Herz raste in wahnsinnigen Schlügen. Ihre Füße, dv? sie kaum iwch trugen, erstarrten zu Eis. Dunkel glühten die Augen des Mannes auf. Zorn flackerte über seine Stirn. Unheimlich lachend trat er ihr ganz nahe und sein Ton war voll Hohn. „Du willst nicht? Ich lese es in deinen Augen, daß. du nicht willst. Ich lasse mich nicht zum zweiten Male narren. Du folgst mir, mit oder gegen dein« Willen. Mein Recht ist cs, dich mit mir zu nehmen, schwüre must man halten. Im Leben oder im Tode bist Öu mein." Estrid schrie gellem) auf, denn vor ihren Augen llitzte plötzlich der Lauf einer Waffe und die Hand Jngewarts umschloß wie eine eiserne Klammer ihren Arm. „Ich fümT nicht," ächzte sie, in die Knie sinkend und flehend zu ihm auffchend. „So mußt du sterben, mit mir sterben," gab er voll unnatürlicher Ruhe zurück. Schon kiiackte der Hahn. Da wurde die Pistole zürückgeschlagen, so dast der Schust in die Wand fuhr, und eine feierliche Stimme Äang durch den Pesel: „Du sollst nicht töten!" Jngewart Ferks wich erschrocken zurück und fuhr, wie sich besinnend, über die schmerzliche eticn. ,,Sic hat eine so süße Stimme," nrurmdte er, nric im Traum. „Liebe kleine Sölve, du bist bei mir," „Sölve war es in der Tat, die im Augenblick, da sie in den Pesel trat, die Sachlage überschaute und tatkräftig eingegriffen hatte. Auch ihre Kleider waren starr von einer Eiskruste. Sic mußte Jngewart, nachdem sie sein Verschwinden bemerkt hatte, wohl über das Watt auf Schlittschuhen gefolgt sein. Jetzt legte sie, sanft wie eine Mutter, ihren Arm um seine Schulter und sprach leise: „Kvmmt, Jngewart Ferks, kommt fort von hier." Jngewart sah wild um sich, berat durch den Schuß aufgeschreckt, stürmte Akke mit den Knechten ijerbei, die sich mühten, ihm die Waffe, die er noch immer in der Hand hielt, zu entwinden. Estrid lag noch auf den Knien und starrte cm! Jngewart unb Sölve. Ware die Schtvester nicht gekommen — sie wäre rot. Ein Schauer rann ihr über den Leib. Müh sam erhob sie sich. Da klingelte draußen Schlitten geläut. Jngewart lauschte, und sich dann von Sölve und den Knechten losreistend, stürzte er au! Estrid zu und schrie: „Nun läuten die Hochzeitsglvcken, der Tanz geht los." Er wollte die Arme um sie schlingen, aber mit Aufbietung ihrer letzten Kräfte floh Estrid aus dem Pesel. Auf der Diele sank sie dem heim-- kehrenden Petrr Bonken mit dem Stammeln: „Hilf mir, Peter," ohnmächtig in die Arme. Peter, der mit einem Blick in den Peset den Vorgang erfaßt hatte, gebot den Knechten ruhig, deii Kranken zu fesseln, während er Akke und einer hinzugekommenen Magd gebot, die Frau nt ihre Stube zu bringen. Sölve rang verzweifelt die Hände. „Ihr tut ja dem Armen wch," rier fte den Knechten zu, „seht Ihr denn nicht, dast er tote krank ist?" „Es hilft nichts, kleine Sölve," hxtir Peter ruhig ein, „sie können nicht anders mit ihm urn^ gehen." Er gewahrte die iMole. „Ich kam gerade zur rechten Beit." Peter Bonken umschloß mit festem Druck die Hand seiner jungen Schwägerin, aber er sagte kein Wort. Jngewart Ferks lag jetzt an Armen und Füßxn gefesselt auf der Ofenbank. Seine Augen gingen unruhig von einem zum anderen. „Wo ist sie hin?" forschte er, wild um sich blickend. „Fort," antraortete Sölve, „und wir, Inge, wort, müssen auch fort." „Es ist doch ganz unmöglich, sich zu Fuß mit dem Kranken nad) List auf den Weg zu begebet," warf Peter Bonken ein, „das Eis ist nicht mehr sicher." Sölve schüttelte bat Kopf. „Das will ich auch gar nicht, Peter. Inge- narrte Acutter ist gestorben — nun hat er nfcmrnö mehr als mich." Ein erschütternder Klang war in der jungen Stimme. „Und was soll geschehen?" fragte Peter leist. „Ich meine, der Arme, dessen Geist mir zerrüttet scheint, müßte in eine Anstalt, wo er kein Unheil anriästen kann." „Ich bringe ihn zu meiner Mutter. Gib mir deinen Schlitten, Peter." „Gern, ich will Euch selbst fahren. Doch bedenke, welch furchtbave Last du dir mit ihm aufbürvest." „Er trägt eine schwerere, Peter." „Es ist gefährlich. Wie leicht kann er frin Lel-en gefährden, sölve." „Rein, er wird ganz ruhig sein." Und sie trat zu dem Kranken und strich mit ihren kleinen Händen sanft über seine Sttrn. „Hört Ihr mich, Jngewart?" fragte sie. Jngewart bejahte kaum merklich mit den Augen. „Nehmt ihm die Fesseln ab," gebot Sölve den Knechten. Diese sahen fragend aur ihren Herrn. . (Fortsetzung folgt.) sind. r,eiscC einen. u 'e»en olke"9a„e 127k «Hl Blwnen- rübensamen, :her Art, n,os zugestellt. Mit zpiatz 6 925. iWtij» )üt einen neronnbm tilgen Metzger E itet sich am I. Avril t Idfclb Asiens bnn chiweise Uebernah» ter guigehenden Wirtschaft rbundenm.Metzgtn te sichere (ftiilenr 5 nbelt sich um ein i kannl-Äeschüsl in W? i(ic, das noch beult r lchwei bar nut. l’w. 'trieben wird. Mm irch die t)>' retbcrrl. Niedeltiit irnucrci n. Mäürn Lauterbach i.v. Geschäftstüchtiges» mr sucht »It'J.'l ui«1"!1! Achänec ^io^ AW abends »Usna^ KW MW U X ton w WH etutbtneu. Sauna itelU werden. Ang r itex d 23b »i 1 Ala-lUa*enii f Voglen C'a»eL V3000« .tütbUtrebl.W tann in ftyjer W ur $ergron?runfl ‘ Seschäits lo-orl rj Lchrinl-Angeb. jd. Giesiner_A^ 500009)1« SLAM Lelepbon ■w* öFSeineÄJ’ ZU •s MJ9 Zweites Statt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Mittwoch, 4. Zedruar 1920 Amr Statt rrnd Land. Gießen, den 4. Febr. 1920. Die Bibertalbahn. Man schreibt uns aus dem Biebertal: Mit dem 1. Febr. 1920 werden die Fahr- breisc der Biebertalbahn in enter Weise erhöht, daß man jeden bebanert, der die Kleinbahn te- nnyen muß. Tie Ärteiterwochensahrkatte, die am 1. Febr. 1919 noch 1,30 Mk. kostete, steigt mit dem 1. Febr. 1920 auf 10 Mk. Ties ist in einem Jahre eine Steigerung von rund 669 ■ Proz. Tic ^chülcrmonatsdarten waren im Laufe der letzten Jahre von 5,30 Wt. auf 8,20 Mk. gestiegen. Nun schnellen diese hinaus auf 3 0 Mk.! Tas Schulgeld beträgt pro iNonat 12,50 Mk. and die Fahrt (7 Kilometer Entfernung) 30 Mk. Eine solche Erschwerung ter Kinderausbildung ■St haarsträubend. Tie Eltern ter Lehrlinge, die ebenfalls die Kleinbahn benutzen müssen, werden ebenso unerhört belastet. Tie Tagesfahrkarte steigt auf 1,50 Mk. (3. Klasse) von Rodheim nach Gießen uno zurück, macht 3 Mk. Tie Mißstände wie Ucberfülhing, Stehplätze auf zugiger Pl.rtt- wrm, haben die schwer belasteten Fahrgäste oben- rtem zu dulden. Wahrlich! Nicht zu beneiden ist I eine Bevölkerung mit solchen Verkehrsverhält- liffen! Tast eine Gegend mit solche regem Per- rtten- und Güterverkehr (Erze und Kalk- sich äJ die lauer mit solchen Zuständen zufrieden stben soll, ist unverständlich Man braucht sich nicht »u wundern, wenn sich unter solchen Ver- bähniffen ter Verkehr allmählich nach Wetzlar tnzieht! Tas Hinterlandbahnprojekt scheint auch ;-neter eingcschlranmert zu sein! Oder will man «ich mit dem Autoersatz, bet Wetzlar mit Sie- reufobf verbindet, begnügen? Tas Bietertal ntit seiner Industrie, Eisen- und Kalkproduktion, wäre ewig mit ter Kleinbahn belastet, jeder Weiterentwicklung enthoben! Könnte nicht die Stadt Gießen bei ihrem, wie man hört, aktuell eroottenrn Projekt, Gießen—Krofdorf, ihr Augen- ri#rf auf das Biebertal richten, um sich dies wirtschaftliche £interlanb zu sichern? Man kann -•an Krofdorf nach Robbe im gelangen, ohne ter Kleinbahn zu nahe im kommen! • ♦♦ Dai, Hessische Note Kreuz hatte '918 für die Weihnachtstescherung ter Truppen m Felde Gaten im Gesamtwerte von etwa dreiviertel Million Mark tereitgestrllt. Nach ein- getretenem Waffenstillstand wurden 1918 im un-> besetzten Teil des Hessenlandes die Geschenke in tett einzelnen Gemeinden zur Verteilung gebracht, ‘'hüt ließ cs sich zum Weihnachtsfest 1919 end- ch auch ermöglichen, das besetzte Gebiet zu be- . benfen. Zahlreiche Tankbriefe, auch solche von i'rzwischen geimgeBeteten Kriegsgefangenen, be- < hüben die Freute ter Empfänger titer die Ga- Hen als solche, sowie deren gediegene Zufammen- ictzung. ** Gesellschaft Liebig-Museum, (bie§en. Die 10 Bvlksvorlesung fintet Sormtag hm 8. Februar im Hörsaal des Liebig-Museums hart. Gehcimerat Prof. De. Elbs wird über Justus von Stebig" sprechen. ** Die Ortsgruppe Gießen des e d>a f fiter- u nb Anwärterverbands ftttt am Samstag im Felsmkeller (Hotü Schwab) . raten Familienabend ab. Neben den mu- fillalischen Darbietungen verdienen die Deklamationen besondere Erwähnung. Im Mittel- mit des Abends stand ein Theaterstück „M o n=» er Herkules, das gut gespielt wurde. Die Verlosung fand allgemeinen Anklang. Den Schluß, tes offiziellen Teils bildete ein lebmdte :°Ld. ! ** Preußisch-Süddeutsche Klassen- !lo tterie. Die Einlösung ter Lose zur zweiten losie muß unter Vorlegung tes Vorklassenlos-s -i3 zum 6. Februar abends 6 Uhr geschehen, "lach müssen die Freilose gegen Rückgabe ter G:- mttwlose bis zu diesem Termin in Empfang ge- wurmeu werten. Landkreis Gießen. K. Harbach, 3. Febr. Durch einen fre- ■en Diebstahl wirrte dem Müller Wilhüm drpp von der Kolbenmühle Pferd und Wagen rtwitet. Er hatte sich auf cinir Geschäftsakt nur auf einige Minuten von seinem Fuhr- entfernt. Ein Mann mit feldgrauem Mrnttl w mit dem Pferd davon. Er kam bis Tillen- ?.rrg, wo er Pferd und Wagen für 10000 Mk Tfaurte. Der Muser schöpfte abw Verdicht uitö -vachrichtigte die Polizei, welch: den „Pferd > -atotvc" verhaftete. Der Mütter konnte sein njentum wieder in Dillenburg in Empfing neh- ntet. o .. bertsihausen, 3. Fete. Seit einiger ck- fetn. Hierbei gilt 1 Rind gleich 5 Kälter, 2 Schweine, 8 Schafe. ge. Esckwege, 31 .Jan. Auf ter Eisenbahnstrecke Eschwege—Waldkappel wurde heute der 35iährige verheiratete Knecht Vaupel aus dem benachbarten Dorfe Grebendorf, als er mit seinem mit Kohlen beladenen Wagen die Gleisanlagen üterfuhif, von ter Maschine eines heransahren- den Personenzuges ersaßt und getötet. Tie Pferde blieben unverletzt, ter Wagen wurde zertrümmert. ra. Herborn, 2. Febr. Hier wurde ein: Volkshochschule mit über 100 Hörern eröffnet. 0 Marburg, 2. Febr. Ter heutige Lichtmeß-Jahrmarkt trug zum erstenmal wieder das Gepräge wie vor tem Kriege. In den Straßen, tesonters in ter Altstadt, hunderte Hessen Mädchen in ihren bunten Trachten mit ihren Burschen nib dazwischen leuchteten die farbigen Mützen ter Studenten, die ihren Bummel bei solchen Gelegenheiten keinesfalls abfiürien, heraus. Für die er> orterliche musikalische UnterlEung sorgten ivan- delnte und fahrende Orgelspieler, einzelne Walte Hornbläser usw. unb wer tanzen wollte, hatte daz i in mehreren Sälen Gelegenheit. Kirche rind Schule. ra. Aus dem Kreise Wetzlar, 3. Febr. Nachdem die Regierung die in ter Wahlordnung ür die (Sl ternbeir äte an Schulen ter Schulaufsichtsbehörde zugedachten Befugnisse den Kreis- chulinspektoren übertragen hat, ist ter WM- termin für sämtliche Volksschulen des Kreises aus Sonntag den 29. Februar d. Js. feftgefebt. vermischte». * Die Geriatrie — eine neue me- >izinische Wissenschaft. Eine neue Spezialität ter Arzneikunte ist in Amerika im Entstehen begriffen. Wie Emil Simon in einem amerikanischen Bries ter „Deutschen Medizinischen Wochenschrift^ mitteilt, sind in den Verer.nigt.'n Staaten mehrere umfangreiche Werk? erschienen, St? C4 drx ntif Kat kvw mrb Erscheinungen tes Greisenalt-rs, beschäftigen Vor etwa zwei Jahren eröffnete Nascher in dleu- tert em umfangreiches Buch über tert Gegenstand, unb soeben ist ein kürzeres, an interessanten B.vte achttmgen reiches Werk von Thewlis erschienen. Beche Arbeiten sind eäigcleitet von tem großm ^tHt-amcri^nrrnirten «t* Wwabam Jacobi, der überhaupt ter uaicn Wissenschaft ten Weg gebahnt hat. Derseste Mann, ter im Jahre 1S60 den ersten Kurs über Kinterkrankteiteri in Amerika abhielt, steht in seinem 90. Jahre an ter Wiege einer neuen Wissenschaft, bereit fünftige Entwicklung allerdings erst abgcnxiTtet werten muß. * $er Schneider von Wolfhagen. Aus Kassel wird uns gcschrieten: Ein in dieser Zeit ter Gasnot ergötzliches Geschichtchen toird aus ter Seinen Stadt Wolf ha gen bei Kassel berichtet. Tas Gaswtek hatte verschiedenen Orts bewobnern, darunter einem biederen Schneitermei ster, wogen Ueberschveitung der Gasvttion die Zufuhr gesperrt. Taraufbin rief ter Meister seine Gesellen und seinen Lehrling zusammen, lxrckte die Nähmaschine auf einen Wagen und befestigte an ter Maschine ein Schild, dessen Anffchrist allgemeines Lbuftehen in tem sonst temonstrations-- losen Städtchen erregte: Spre chstunden von jetzt ab im Rathaus! Ter Zug ging zum Rathaus, ter Meister belegte dort ohne Fackeln ein beleuchtetes Zimmer und begann zu arbeiten . . . bandel. Frankfurt a. M., 4. Februar. Tedisenmarkt. Geld Brief Geld Brief Datum: 2. Febr. 3. Febr. Holland 3546,50 3553,50 Dänemark 1398,50 1401,50 1458,50 1461,50 Schweden 1723,50 1726,50 Norwegen 1623,50 1626,50 Schweiz 1598,50 1601^0 1728L5 1721,75 Wien (altes). . . . 34,95 35,05 Deutsch.Osterr.abg. 27,25 27,35 27,20 27.30 Budapest...... 30,95 31,05 29,95 30,05 Prag........ ' 82,80 83,20 Helsingfore .... Spanien 1598,50 1601,50 Marftroticrnuge«. Datum: 2.2. 3.2. Zürich 6,80 6,10 Amsterdam 2,90 Kopenhagen Stockholm.......;....... 6,- Wien.................. _f_ New-Pork 6,31 London ....... 21,98 Paris 47,75 Antwerpen 47,- — Helsingfors.......... , . . 27,25 (In einem Teil ter Auslage wied:rholt.) Line Drohung -er Entente gegen hollanö? Paris, 3. Febr. (Havas.) Tie Note auf aie Weigerung Hollands bezüglich der Auslieferung des Kaisers wurde unter ten Vertretern der Entente besprochen und wird ohne jede Verzögerung tem holländischen Minister überreicht nxtten. Sollte die Haager Regierung auf ihrer Weigerung bestehen bleiben, so wäre ter Abbruch der di plo ma tischen Beziehungen mit derselben, sowie eine See- blockaoe Hollands unvermeidlich. Wie aus Der Schweiz gemeldet wird, hat die holländische Regierung eine Einladung z u einer Besprechung im Haag an alle Neutralen erlassen. Tie Schweiz wird ihre Vertreter entsenden. Eine englische Ehrenrettung des Marschalls Liman v. Sanders. Amsterdam, 2. Febr. (WB.) Laut „Al- gemeen Handelsblad" schreibt ter britische General va n Hamilton an die „Times" zu tem Gerücht, daß ter Name tes deutschen Marschalls Liman v. Sanders auf der Auslieferungsliste stete, er sei überzeugt, im Namen aller Truppen, die an ten Dardan?Ihn gekämpft haben, zu sprechen, wenn er ten Wunsch zum Ausdruck bringe, daß Liman v. Sanders nid>t vor ein Gericht gezogen werte. Liman v. Sanders sei ein ehrlicher Gegner gew;s>m; er habe nie die britischen Sammelplätze oder Hospital- schiffc mit Bomben bewerfen lassen. General Ha- zu dringen, daß man Liman v. Sanders nicht te* telligc. Der frühere Kaiser Karl in Finanzsorgen? . Berlin, 3. Febr Dem „Berl. Lokalanz." wird aus Wien berichtet, daß ter Vermögensver- n*altcr tes Exkaisers erklärt habe, Kaiser Katt telmte sich in ter Schweiz in ernsten finanziellen morgen. Die Zusammensetznag des -vorbereitenden Reichswirlschastsrate--. Berlin, 2. Febr. WTB.) In ter öffntt. litten Si0ung tes Reichsrates unter tem Vorsitz te$ Munsters Tr. David crflärti* dieser, daß ^iiianMinistertErzbergerdemReichsntt seinen ter^lichstcn Tackt ausgespr-xten bäte, Erzl^erger beftimmt, schon in nächster Woche sich seinen Arvetten nnrter voll widmen zu können. lieber die Bervrdramg betreffend ten bo r b c .Reichswirtschaftsrat beritfx. tete Ministerialdirektor Oftaf vo n Holtz e u dorff: Der Rat sötte sich wie folgt zusammen |«bcn: 62 Vertreter ter Jiorst und Landwirt Ichasc, zwei Vertreter ter Gärtnereien, vier Vor tteter ter Fischerei, 62 Vertreter ter Industrie, 40 Vertreter tes Handels, ter Beamten und dee Ver sicherungswesens, 34 Vertreter tes Verb-hrÄvesenS, der städtischen Betriebe und öftentlichen Unternehmungen, 20 Vertreter teS .Handwerks, 20 Eiertreter der Verbraucherwirtschast, .12 Vertreter ter Be anrtcitfrfjaft und Frauenberufe: zwölf mit dem Wirtschaftsleben der einzelnen Lantes.'eile bertrautc. Persönlichkeiten, die vom Rcick>srat zu ernennen sind, 12 von ter Reichsregierung nach ihrem Ermessen zu emennente Persönlichkeiten, die durch betontere Leistungen die Wirtschaft tes teutschen Volkes in bertronagentem Maße gefördert haben ober zu fördern geneigt sind. Der Reichsrat nuflin^ ohne weitere Erörterungen die Verordnung an. Die Danziger Schichauwerst geschloffen. Danzig, 2. Febr. (WB.) Die 'Danzigei S ch i ch a u - W c r f t ist heute mittag geschlossen worden. Wie die Mättcr m.:Qrn, sammelt' sich vor tem Tirekttonsgebäute eine große Anzahl von Arbeitern an, um gewaltsam van ter Direktion Zugeständnisse zu erhalten. Die herbcigeruf.me Sichecheitswchr besetzte das Werstgebä:ch' und stellte Rühe und Ordnung wieder her. Streik in der Hochseefischerei. Berlin, 3. Febr. Tem „Vorwärts" nckrd «aus Hamburg bericht-t: Hier streiken seit einigen Tagen die Fis chda m pfe r ka pi t äne unb -steuerleute. ES ist infolgedessen damit zu rechnen, daß sich ter Streik auf die ganze Hoch" seeftscherei austehnen nrirb, so daß mit einer Krise in ter Fischversorgmrg zu rechnen ist. Ein Konflikt nn der Technischen Hochschnie in Karlsruhe. Karlsruhe, 2. Febr. (WTB.) Tie Studentenschaft ter Technischen Hochschule Kattsruhe hatte gegen die Berufung des TirektorS Dr. Ma; Meyer auf ten chemisch-technologischen. Lehrstuhl ter Hochschule Karlsruhe wegen dessen jüdischer Abstammung Stellung genommen. Tiefe Stellungnahme ter Studentenschaft wurde von benti Ministerium des Kultus unb Untere nchts als ein unberechtigter Eingrift in das Var- schlagsrecht ter Fakultät unb tes Senats unb in das Berufungsrecht tes Ministeriums anf das schärfste verurteilt unb in ter Folge das chemische Institut als Maßregel gegen das Vorgehen ter Studentenschaft geschlossen. Die uns von zuständiger Seite mitgeteilt wirb, ist in ter Angelegenheit zwischen Rektor und Senat und ter Studentenschaft eine Einigung zustande gekommen. Tie Studentenschaft gab cutt Erklärung ab, durch welche die beiderseitigen Mißverständnisse beseitigt worden sind. Tie Erklärung besagt, daß die Studentenschaft keine Teilnahnte am Berufungsrecht will und daß sie ten Schritt, der entgegen ihrer Absicht ein Eingrift in das Berufungsrecht war, bedauert. Rektor »und Senat hoben dagegen die verfügte Maßregel aufgehoben. Tirektor Dr. Max M«Her-Berlin brt ten Ruf an die Technische Hochschule fltorldrulx, unabhängig von ter Stellungnahme ter Studentenschaft, ganz aus persönlichen Gründen abgeletznt. Eine Silberverschacherung im Großen. Paris, 2. Febr. Hckvas. Auf tem hiesigen Bahnhof wurden zwei Reisende verhafte t, in deren Gepäck man 250 Klgr. beut- scheS Silber fand, das sie an einem Ein- schnelzer in Paris, ter sie seit längerer Zeit V» schäftigte, abliefern wollten. Sie hätten schim mehrere Reisen nach Teutichland unternommen. Tie Geegespenster. Vornan von Anny Wothe Copyright 1918 by Amy Wefho-M.hn, Leiprig. Matibruti verboten.) Fortsetzung 36. „Nicht von ter Stttle. Ich will mit dir vten, teinen aJtontel und ÄSÄ AÄJr” * *" «»St »5 Estrid rührte sick nicht. Alle ihre ^Gedanken suchten nach einer Mög- ktWcit, tem schrecklichen zu entrinnen „Alle hat die Sachen verwahrt, sie würde sic nicht aushändigen, weim du bei mir bist Laß iittj gehen Gleich bin ich wftter hier." Ihr Atem ging schwer. Alles drehte sich mit im Kreise. Die hohlen Augen tes Unlieimlichen >chen sie so seltsam an. „Du denkst, Schön-Estrid, du köimtest. mich neder betrügen. Ich kirne dich. Du irrst, menn M glaubst, daß ich dir nochmals vertraue." „Wo hast du den Kranz gekosten?" terrschte **r sic an. „Wolltest du nicht aus mich warten, den. "ftüutkranz im Haar und im weißen Kleide?" Estrid stockte das Blut. Wie Jngewrrt sie ii-1 Und auch die Eiskruste an seinen Kleidern »gvnn aufzutauen und schmale Wassergerinnsel ^en sich über die Dielen, ganz so, wie sie es am wT-ger im Traum geschen." „Wo hast bu ten Kranz?" donnerte Jngewatt 'em. „Ich warf Sm ins Meer," sagte sie gegen üsen Willen, .denn sein Blühen war Lüge und tu« Last zuschwer." . ich dir einen unteren Kranz scheu- 3* flüsterte Jngewart Vvtt Heimlichkeit, ganz »te zu ihr tretend, „einen Vitt schöneren Und w» vittes andere, was du nickt ahnst Sie ^rnen," kicherte er, „Jngewart Ferks fei ganz Mn gemoiten, fefttem sein Schift unterging. Die L s> 4 An- u. Verkauf von Lumpen. Gtsen.Mc- tnllee, Knochen. Papier. Flaschen, flebc. Ma ich inen. 92 Louis Rotitenberger Wietnwto 32. Teleplu 1TI •iu*7rr... --rr Franz Bette, Nläusburg 10 Irträta aller in Aus tathng e«trete ■.sreH* wert Äte IrtH'iei» Biiv.-Srre^ere!. B. Saig*. StmMkn-Me&t für Min-ekbeaMte. Jagd - Verpachtung Tic letzte Ausgabe findet am Mittwoch den 11. Februar l — < a ***»• * - 1 A O Oi _ —O 11 C m C a( i i \ । a ft ft raz) v* (.’n 4» n Behördliche Anzeigen reitag den 6. Februar 1920 nLckmitvrss znn'chen 2 und 1 Uhu im städtilchen O vpenrod auf ipeitere lecys 8-aTjre auv ier Liosvital Sel.ers»o.g. statt. 1-^° Bürgermeisterei mtiitbictenb unter dort bekannt- G i e Len, t-en 2. Februar 1920. ! gegebenen Bedingungen verpachtet werden. S.ädt. Äiahlenstelle. Oppenrod, den 3. Fcoruar 19^,0. —----------------------—--------- Bürgermeisterei Oppenrod. Bekanntmachung B a l ser. am am am am 1230 N A. Ä> andrich. 1215 NnrfürTienner Saalbau Cafe Leib eai TS Statt Karten! Neustadt 79 Zu Hause: Samstag, 7. und Sonntag, 8.F«br. 1920 1257D Sür den Borstand t CAFE AMEND 51. KErzinger. Ed ladet höflichst ein Kur fcnraes ftnetspie! Anfang 8 Uhr 135$ Ploctx & Cie*. Berlin SW. 68. Gießener Konzertverein SSmMMS fflr Gießener Waisen. Die fflr da« 8. Kontert aii«Begebenen MM Familion»Drutksachen: *^S*7T r Men. BUM Gißen, liefert wagao weise, auch O tn kleinsten Mengen Hslzhavßl. SMitt, Rotten Telephon sie in? r^i ■ Greta Rosenbaum Dr. iur. Max Fürth und von Kassabestand . Bank ut üben Beteiligungen A. Sckuster, Geschäftsführer. 0 Neuenweg 9 -------- crei X Wcinert, (tzicst n. Stand der Mitglieder Ende 1918 Zugang..... . < . Abgang......... Sssatagd.8.Febr.2 Hiept-Vontdliwn. Xarlenverken! ElxMern. :n 28. Ianwir 1920. Hessisches Amtsgericht. Passiva. Geschäftsanteile der Mitglieder . Reserve onds..... . . des Lolzes für den 7. Januar ausgestellt waren, werden Donnerstag den 5. Februar beliefert, den 9. Januar ausgestellt waren, werden Freitag den 6. Februar beliefert, den 12. Januar ausgestellt irraren, werden Montag den 9. Februar beliefert, den • 14. Januar ausgestellt waren, werden Tienstag den 10. Februar beliefert, den 16. Januar ausgestellt waren, werden am Mittwoch den 11. Februar beliefert, beit 18. Jamiar ausgestellt waren, »«rden am Donnerstag den 12. Februar beliefert. Tas Holz kann an diesen genannten Tagen rn der Zeit von 8—12 Uhr vorm. und 1—4 Ulyr nachm. am städtischen Lagerplatz m der oteuv ftrafte aegen Abgabe des Bezugscheiires und Barzahlung am Platze abgeholr werden. Für Hartholz ist 6 Mk., für Werchholz 5,50 Mk. pro Zentner zu entrichten. Gießen, den 28. Januar 1920. 1271B Städtische Kohlen- und Holzstelle. iit jshrelLnger Praxis — vorzügliche «neige. Kasteit. Verschleiniong, Ssswarf, »aÄtidimeiÖ, Stich« ha NttLrn u. Bruplchmerr Ijätrti elf; gmiettt nn» sarnttflewide: beben sich resch; allgemeines WetzlbestRden Reiht sich eh. Erhältlich die Schachtel jk M. w alle». Lpothele»; »etn» Fiat vorräLia. auch direkt v. an» durch uns. Bersandapetheke. ” ««fü'drti*e «r-ichSre tofttilec d^ch : Ftscherei-Berpachtnnft. M ittwo ch den 11. Februar l. Js., vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Dienst zimmer der unterzeichneten Behörde ine Staatssifcheteien der Ober.örsterer Grünbcrg m 2 Bezirken auf 12 Jahre neu verpachtet werden. Unbetanute Pachtliebkaber wollen sich vorher durch Vorlage einer Bescheinigung der Polizeibehörde ihres Heimatortes über chve Befähigung zur Pachtung von Fischereien cinwandfvei aus- lucifat. , t, . ., ; Nähere Auskunft durch dte unterzentztete Behörde. 1229B Grunberg, den 29. Januar 1920. Hess. Oberförsters Grüuberg.__________ Von heute ab täglich Künstlerkonzert Beteiligung! Suche mit Mille 60—80 tätige Beteiligung an hiesigem Platze oder nächster Umgebung Schristl. Angebote u. 02169 an d. Gieß. Anz. gößet Sj Nippel, gießen 3nf).: Otto §66el "Verkaufslokal: Seltersweg 73 JZeicßtjaltige ."Ruswaßl in 3Contoröedarfs~ gegenständen: efavßßändet. SKofße- u TOadispapiere, ZKeöelotdner, AnzQge in allen Größen vorrätig. 1296 Ter Nackftragsboranschlag der Gemeinde ^-aasen für 1919 liegt vom 5. d. Mts. ab erne Woche auf dem Amtszimmer des Bürgermetsters zur Einsicht offen. Einwendungen können wahrend dieser Zeft schristich oder münd.ich vorgebracht werden. Es ist die Erhebung einer wetteren Umlage beschlösset zu der auch die Ausmärker tev zutragen haben. 1<2X3‘ Saasen, den 3. Februar 19^0. _____Bürgermeisterei Saasen. Schmr t t. Bezikkssparkaffe Gießen. Tie am 1. Januar l. I. füllig gewesenen Zinsen für Tarlelstr aus unserer Kasse können nur noch m d^n nächsten 8 Tagen oh.re Kosten be- ßtyt tvereen. , Bemerkt lmrd, daß eine wertere Zachtungs- aufforderung nicht mehr erfolgt. Gießen, den 2. F-ebruar 1920. 1247V Bezill'ssparLrne Efteßcn. W or* tart der Chiemseei*. ! WWMM DeiMtten änmemöen. PlimM^izk!>dltrWsilj|»!ikLL°-buZE°d«n" LebensmMelamt Butzbach. Wir suchen zum sofortigen Eintritt eine energische, organisatorisch talentierte Persönlichkert mit Brcmchetenntnissen als selbständigen Leiter des von der Bürgermeisterei zu traatcirüen Le- bensmfttelamtes. Nur tatkräftige, erprobte Bewerber wollen sich unter Einreichung von .Zeugnissen und Gehaltsforderung bis zum 15. Februar ds- melden bei . r , llo6D Hess. Bürgermeisterei Butzbach Kohler. sind meine echten hatblangen Brutzerpseifen Meerschaum-, Troäeuraucher- u. Porzellanvseifen. Prima reine Tabake, Kautabake Zigarren und Zigaretten. 3leulla«nä^ÄÄb. ®«U. Theo Schäfer. Nutzholz-Bersteiqerunq in der fürstlichen Oberförsterei Sich. Montag den 9. Februar werden in den Distrikten Mönchwald, Meilbach und Riedwald unter Ausschluß tton Wrcderv.riäilsern und zu den vorher bekanntzugebenden Bedingungen versteigert: Fichten-Dauholz ixl 120 Stämme mit 22 Fstm., Terbstang^n (zu Gerüst stangen, Leilerbäumen, Baumvfählctr, Zaunlatten geeignet) ca. 800 Stück, Reisslängen ca. 200 Stück, Stämme Buchen 5. Kl. 6 Stück = 2,36 Mm., Linde 1 Stück --- 0,17 Fcstrn., Gartenpfvstrn Eiä>e 42 S ück, Terbstnngen (Deichseln usw.): 19 Eiche, 22 Esche, 9 Buche, Nutzscheiter Rm.: 4 Buche. 2 Brrke, Nutzknüppel Rm.: 13 §)ainbuche, 2 Birke. 1 Elsbeere, Nutzreisig (Schich.hausen) Fichte Rm. 118,5. Zusammenkunft 9‘/2 Uhr vormittags am Lich- Burchardsftlder Weg (sogenannter Schlagwea^, Malbausgang nach Burkl-rrdsfelden zu. 1183V läfam 31. Jejeinber 1019. Aktiva. -ß) in der neuen Aale der Universität: Edwin Fischer (Klavier) aus Berlin. Programm: Beethoven. 32 Variation-, C-moU — Sonate, op. 10 Nr. 3 in D-dur. — Fantasie, op. 77. — Polonaise, op.89. — Sonate, op. 81a Les Adieuz. H20c Eintrittskarten: 5.—, 4.—, 3.—. 2— Mark bei Ernst Challier und abends an der Kasse. Studenten karten numeriert Mk. 1-50 nur Im I Vorverkauf beim Hausverwalter der Univer* I sität gegen Vorzeigung der Ausweiskarte. Verlobte Stehen Steinstrahe 82 In unser GLmassenschaftsregister wurde heute eingetragen: 1. das Älutui bvm 2. der „Landwirtschafllftl)en Bezugs' und Abwhge- nossensckaft, cing tingenc G.nw;s'Mschaft rmt be schränttcr Haftpfticht' mit dem Sst>e zu Ktem- Linden. GcT.'ns a.rd des Unternehmens t t gemetru schaf-licher EinKruf Don Vrrbrauchs.uouen unu Genen ständen des lanbmirti'd^.titd^ii B-strnbes, sowie gemeinschaftlicher Verkaul landlmrtick^st- licker Erzeugnisse. Tie von. der G.mostcmchaft ausgehenden öffentlichen Bekunntmuchungen ftnv unter der Firma derftswnosseu! cha11, gc.,etdnict von jtoei Vorstandsmitgliedern, in dem Verbandsorgan „Tas Hessenland" aufzunttMen. . . Tie Willenserklärung un) Zerchnrmg. für dre Genossenschaft must durch znet Borsttrndsmstgtw^er erfolgen, wenn sie Tritten gegenüber ^chlvver- dindlichkeit haben soll. Tie Zeichnung geschieht in der Weise, daß die Zeichnenwn zu.der. Frrm.^ der Genossenschaft ihre Namenönnterlchrrft beifügen, 2. der Borsland, bestehen) aus: 1. Ludwig Lenz XI, Landwirt, Klein.Linden, 2. Philipp Rinn III., Landwirt, Klein-Linden, 3. Johs. Gicrmcr II., Landwirt, ^lern-Lmden. Tie Hastsumme für den erworbenen Geschäftsanteil beträgt 150 Mk. Tie Zahl- der Geichafls- anteile, auf welche ern Genoise lich betellrgen> kann, beträgt 1. . Tie Einsicht der Liste der Genosst-n ist wahrend den Tienststunden des Gerichts j^em gestar.et Gießen, den 28. Januar 1920. 1207B Hessisches Amtsgericht. Bekamitnmrhmrg. Betr.: Brennholz. . Tie von der slädtiichen Kohlen- und volsttelle verausgabten Bezugscheine, ineldye 5um Empfang 40.17 4854.- 1003.- 5894.17 • M -5000- 92.57 618.- 183.60 5894.17 • . 11 ' 1 Lcffr'utliche Austorderuns zur Abgabe der Steucrerktärung für die Beraniagung zur austerordentlichcn KriegSabitabe für da» Rechnungsjahr 1919. Auf Grund des 28 des Gesetzes über eine außerordentliche Kriegsabgabe fürdas RcchnungS- iabr 1919 vom 10. September 1919 (Reichs-Gesetz- blatt S 1567) werden die Vorstände, vcrsanlich hastenden Äesellsd>after, Repräsentanten, Geschäftsführer oder Liguidatoren ... J aller inländischen Aktiengeselllchaften, Kom manditgesellschistLN auf Aftien, Berggcwerk- schasten und anderen bergbautreibenden Bereinigungen, letzterer, so.ern fte dic Rechte juristischer Personen haben, Ge'.elljchasten mit befchräntter Haftung und eingetragenen 2. aller Gesellschaften der vordezeichneren Art, die üjtcn Sitz im Ausland lstiben, aber tm Inland einen Geschäftsbetrieb unterhalten, ersucht, nad> dem vorgeschricbencn Vordruck eine imtcrschriftlich voll^gene Steuererklärung mft der Versicherung, daß die Angaben nach bestem Wissen und Gewissen gemacht sind, n spätestens bis zum 1 o. Februar 1920 bei den unterzeichneten Finanzämtern ernzureichen. Die Einsendung der Steuererklärung durch die Post geschieht auf Gefahr des Absenders und deshalb zweckmäßig mittelst Ein-fc^reireorrefs. Wer die Frist zur Abgabe ixr ^ererrlarung verabsäumt, tvird mit Geldiwafe bis zu 500 Mck mr ^lbgabe der Steucr.-rklärung angeha ten.. Auch Yann der von ihm vertretenen Gesellschaft em Zuschlag bis 10 v. H. der cechtskrasttg teitgcstell- ten» Kriegsabgabe auferlegt werden. Gießen, Butzbach, Grünberg, jungen, den 29. Januar 1920. Die Finanzämter. Bekanntmachung. In unser Landelsregister Abt_ A wurde heute bezüglich der Firma Arnold Müller, Gießen eingetragen: Ter Student Hellmuth Mnow Muller und Gertrud MMer sind in die vftenr,5)andels- Isellichaft als persönlich haftende Gefellfchaster L-n 27. Sawar 1920. 12O6B Hessisches Amtsgericht. Bekanntmachung. Tie .Lehrherren, die Lehrlinge oder Lehrmädchen cinstellen, und die Eltern, dir rhre Kruder in Lehrstellen unter bring en wollen, mache ich auf die unentgeltliche Lehrstellenvermittlung des Stadtr- schen Arbeitsamtes,.West-Anlage 31 Fernsprecher 2054, auimerksam. 116uB Gießen, den 21. Januar 1920. Der Oberbürgermeister: Keller. ____