Erstes Blatt Ar. 285 NO. Jahrgang ter; 9er. En wählen sollen, Oberschlesien statt- an denen bit Abstimmung m it. den ■gei. Paris, einer Mraui auimeriic. Am cn iMM nach Tarif % «'■ i 5 Mark ju und Regicrungsverireter. Präsident Adelung eröffnet dre Stzung um 9^/, Uhr. Tas £aud tritt alsl«ld in die Tages- orbnung ein und berät zunächst eine Reihe kleinerer Vorlagen. lieber bte Vorstellung der Vereinigung der hessischen Gewerbesckullehrer in Nidda erstattet Abg. Reiber Bericht- Es handelt sich um die Regelung der definiten Anstellung der Petenten. Die Beschlußfassung wird ausgesetzt. lieber emcn Antrag bc5 Abg. Rust. Staats- Knox Staatssekretär der Bereinigten Staaten. g zu entrichln igeben, o) dir W1 xn uitb auf ivti i erfolgt. Die Kosten des MillellandkanalS. B e r l I n, 2. Tez. (Wollf.) Die Gelamtsunnne, die für den Mittellos d'Mtal angelorberr ivtrb, beläuft sich, wie der „Vorioäris" schreibt, aus rund 436 Millionen Mark, iLch heutigem G'ldstmdc also mrndestenS aus 4 Milliarden. Das sei geling eine hohe Summe, aber das Geld ser gut angelegt. Mit ihm solle ein Werk gefdxtiTen werden, das uns volkswittschastlich vorwärts b.tge. Es nxtie den Osten und Westen besser miteinander verbinden, dem Austausch ihrer Produkte die Wege ebnen, den Verkehr gewaltig steigern Helsen und vrelleickst mehr als wir jetzt ahnen, unsere Aufwärtsbewegung fördern. Der Vergleich mit den Hohenzollern. Berlin, 2. Dez. (Wolff.) Der Rechts- ausschuß ott Landesversammlung hat mit den Stimmen des Zentrums, der Demokraten und Sozialdemokraten den Antrag angenommen. Die Politik Ungarns. Budapest, 2. Dez. (Wolff.) In der'Nationalverso mmlung interpellierte Markgraf Pal la- vicini die Regierung über die äußere Politik und wandte sich gegen die Anlehnung an Frankreich, welck-e die Begehungen zu England und Italien ungünstig beeinflußte. Dogmen befürwortete er die Annäherung anDeutsch- land. Der Minister des Aeußeren, C s a k y, er- widette, die Erfahrungen hätten erwiesen, daß Ungarn nur auf ferne eigene Kraft rechnen könne. Möglich sei nur eine äußere Politik, welche die innere Erstarkung Ungarns fördere. hessische Volkskammer 81. Sitzung. St. Darmsta t, 2 Dez. 1920. Reyierungstisch: Staatspräsident Ulrich llltN ÖC9 Ach । 1. eiiteitdlungm ch Sejit.matüjnäfartf, mer Des sutat nten, velte itzia oöer zu beginir MNlMAhung (Li ilimiiioiiStaitt k j sie zu '.iüijang te l] Üegitimationsijrat |1 siler Benuvuns te' f 1906 - timliblu i t , brldigfi wrlejs “ iürgermeiilerfl bti in Gietzen bei 4 Legiliniationsiai» i , ;s ji.id nur m: ij ötze ton minbeitü , ir uni) i iöer Sie? ■ Äll IDttk, inen. Betreffs l Umh1 Um*)tr)kl)tn it SW’Wtt, W lür ly/] mer 5- W ftellei Fiume. Rom, 2. Dez. (WTB.) Nach einer Mel- bitng der „Epora" aus Triest lehnte d'An- nunzio das Ersuchen des Generals Ca- viglia auf Räumung der Inseln Beglia und Arbes ab und fragte an, ob das Ersuchen als Ultimatum angesehen werden müsse. Dann würde er genötigt sein, den Vertreter in Rom zurückzuziehen und sein Gebiet vom 3. Dezember ab als im Kriegszustand mit dem Königreich Italien anzusehen. Aus öcm Ueiche. ReichSnstopfer oder Zwangsanleihe? Berlin, 1. Tek (Wolff.) Im Steuevcms- sckrnß des Reichsdages erklärte Reichssruwizmrnrster Wirth u. a.: Einer Verbvrdung zwischen ReichS- notopser und Zwangsanleihe stehe ich nicht ablehnend gegenüber. Sie ist mir vielmehr lieber als eine beschleunigte Erhöhung des RnckSnot- opsers, allerdings unter der Vovaussetzung, datz die Zwangsanleihe so gestaltet ist, datz ihr Ertrag an Bargeld ganz bedeutund höher ist, als aus der Erhebung des Reichsno topsers erwartet werden darf Erne Aenderung dcS Rcichsnotopsers tm wesentlichen Umsang darf aber dabei nicht erTolgen. ReichSwirtscbaftsmmr'ster Scholz betonte, die Tv- flahon sei so fortschreitend und ter Truck neuer Noten so andauernd, daß es unbedmgt nötig nt, sich dieser Entwicklung cntgege.izustemmen. Wenn vom Reichsnotopfer lo Milliarden und durch erne etwaige Zwangsanlerl)e 20 Milliarden^ gewonnen metben könnten, würde diese Summe dochbennrtai, den Stand ter Valuta zu unseren Gunsten zu beeinflussen. Tas wäre im Drnbl.ck aur den Ernk. Vp): Wir ntüffen in dieser Sach unbedingt hinnusgehan über das, was ter Finanzausschuß beantragt. Ich Lorn Falle benxifen, wo solch S:a..:te, bte atabemifd' g> bildet sind und den Krieg mitgemach haben, täglich nur eine Mahlzeit zu sich nehmen können und sroh sind, wenn sie Wasser und Brot haben. Es ist sicher schwer, bte finanzielle Regelung der Verhältnisse zu treffen, aber gesunden mutz die Lösung werden. Wenn unsere geistigen Strafte noch mehr proletarifieren, dann nehm wir kaput, der geistige hunger dos Volles tont nicht mehr gefüllt werden. Ministerialrat Dr. Schwartz verbreitet stch schr eingehend über bte Not ber Referendare, besonders ber GerichtSreserendare, von denen ja bekanntlich die ganze Bewegung ausgt.ig. Immer wieder ist den Reserendareit, bte tm Felde waren, versprochen worden, datz man ihre Ausbildung und ihre materiellen Verhältnisse sich angelegen fein lassen werde. ES wurden schließlich Sonterkurse veranstaltet und Prüsungserlcicherungen geschaffen, die Zeit deS Referendariats wurde abgekürzt, bte materiellen Verhältnisse unterliegen zur Zett ber Prüfung tm Finanzministerium und werten tu absehbarer Zeit zur Regelung führen. Abg. Wünzer (D. Vp.): Die Frage, ot allen Staatsdienstanwärtern eine außreidjente Vergütung gewährt werden kann, was sicher zu wünschen ist, kann nur nach der Finanzlage tes LanteS geregelt werden. Etwas anderes ist es aber mit den Kriegsteilnehmern. £>ter müßten unter allen Umständen Mittel mü» Wege getunten werden, helfend einzugreifen. Abg. LooS (Tcm.): Wir dürfen 6et ter Regelung dieser Fragen nickst vergefien, datz es noch eine ganze Reihe von Boamten gäbt, die unter der gleichen Notlage leiben. Tte Dllfe mutz durchgreifend fein. Abg. Herbert (Ztt.): Auch ich halte bte Besserung der Notlage aller mitücren und unteren Beamten für unerläßlich Eine durchgrei ende Düse muß Platz greisen, die vom Reich ausgehen mutz. Abg. Nutz (Ztr): Mein Anttag soll nicht nur eine Beamtenlategorie treffen, sondern alle in Frage kommenden. Ten Ausführuttgen deS Abg. Wünzer schließe ich mich an. Abg. Delp (Soz.): Meine Fraktion unterstreicht voll und ganz das, was Abg. Wünzer und 5er Derr Negterungskornmislar a:isgesührt haben. Allen Beamten, bie in Notlage smd, auch ben Gemeindebcamten, mutz geholfen nxnten. Sätze von 5—8000 Mark bürten nicht mehr gezahlt werden. Damit kann kein Mensch bestehen. Ter Aussckiußanttag wird angenommen. Heber den Antrag des Abg. £> o f m a n n, beim Reichseisenbahnamt zu beantragen, daß Eisenbahnschienen, die für ihre Zwecke nicht mehr Verwendung ftnben können, zu Zwecken des Kleinwohnungsbaues zur Verfügung zu stellen, berichtet Abg. Delp. Tie Eisenbahn- birefrion Mainz bat sich grundsätzlich für ben Antrag erklärt, doch kann bie Abgabe nur zu bem jeweiligen Tagespreis erfolgen. Der Ausschuß schließt sich bem an und beantragt Erledigter Körung. Das Daus ftimmt zu. Eine Anzahl weiterer Vorlagen wird debatte- los erledigt. In einer Regierungsvorlage wird ter Ankauf des Hauses Bismarck st r. 58, zu Bureauzwecken verlangt. Der Finanzausschuß (Berichterstatter Abg. Delp) ist gegen diese Forderung, heil bei ber herrichnrden Wohnungsnot keine Wohnungen mehr ter Bevölkerung ent,oZen werten bürsen, und regte den Bau eines großen Verwaltungsgebäudes an, in bem alle Bureaus untergebracht werden sollen. Ter Ankauf tes Dauses selbst wird genehmrgt, mit der Maßgabe, daß bas Haus zu Wohnzwecken verwendet wird. Die Kammer stimmt zu. Einer Vorstellung des Mllitäranwärters Feldwebel a. D. Stang in Gießen, ter eine Ge- Zrettag, 3. Dezember 1920 Annahme von Anzeigen für b.elagesnummei bi» zvm Nachmittag vorhee ohne jede Verbindlichkeit. Srcis für l mm tsöhe für nzeigen o. 34 mm Breite örtlich 35 Pf., auiroärt» Haltszahlung während der Voctereitungszeit im Justizdienst wünscht soll keine Fvlae gegeben werden, da das grundsätzlich nicht geschehen kann und ter Petent nicht bei einer Jnstiztehörte, sondern bei einem Gerichtsvollzieter sich vorbereitet. Abg. Wünzer als Berichterstatter teant-mt persönlich, daß hier eine durchaus unoerschultete Nallage vorliegt, dem Petenten ausnahmsweise eine Entschädigung zu gewähren. Abg. Nuß (Ztr.) unterstützt diesen Antrag. Daraus wird be Vorstellung an den Ausschuß zurückgewiefen. Eine längere Debatte entsteht -u tem Dnttag öattemer u. (ten.,. jur Steuerung bet Austvandtentschädigung tetreff-nd, in Vero nvmig ! Kinder st erblichkeitmchr Rahmnttcl, Much " " " ' " und Gummisauger einzuiühren. Ter Antrag tft bereits zwei Jahre alt und toirb nach ter AtMvort GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberheffen vntck nnö Verlag: vrllhl'sche Univ.-Vuch- und Ztelndruckerei R. Lange. Zchristleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Zchnlstratze 7. M As i Ä®* jftW MriUf ntigltd) fein wirb, bie totimmenaDgaue jur uie i MfiP lIßW Dchteingcsessenen unter Verhältnissen vorsichgehen > ?u lassen, bie die gegenwärtige Besorgnis vor Ku b e H r u n n e n in Oberfchlesien befcitigen unb beburtf) den Wünschen.der polnischen und tentichcn Ätgierung Genüge leisten sollten. Die Bedingun gen, bte nach Amickt ter drei Regierungen diesen Erfortermssen am bestrn H) .... Hi entspn cknrn scheinen, sind die folgenden: Alle Fnrrn licht in Oberfchlesien ansässigen, aber durch ihren Nkburtsort zur Teilnahme an der Volksabsttntmuttg n SpjtzeiB berechtigten Personen können in dem gegenwärtig jefl 1\Ä jU t tetene Sicherheit, sondern auch die Tatsache, daß dreu st anw ärter betreffend und eine Vorstellung des Vereins hessischer Referendare, Austvandsentschädigung betreffend, in Vero nbmig I damit eine Vorstellung ber akabemisch gc» bilbetenföeamten, Martegeld betreffend, be-1 Timg bereit b'm Landtag: über den, Vermögen» der Landes-Mild»- und Bettstelle, feer Landes reise". DSettcrvorauSsage fürSamstag: Trüb und regnerisch, Temperaturen um null Grad, westliche Winde. Die Wetterlage hat sich nicht wesentlich verändert. Es ist daher mit Fortdauer der bestehenden Witterung zu rechnen. stell?, der Landes Kattoffel?el!e, sowie der Lan^es- Obststelle Auskunft xu erteilen und anMaeben, welcke Verwendung dieser Mittel beabfidVnt ist? Ist die Negierung ferner bereit, bei der Beschluß- fassuirg über deren Ver-^endung die Mitwirkung deS Lmidtags herbeizuführen? In der Negierungsantwort heißt es u. a : Sämtliche dein Landesernührungsamt unterstellte Land'ssteslen und Armn^malberbünde haben eing-hcnde^A'f^ellunge^' über ibre m'genslage «gegeben, ftc haben dabei auch über die bisherige Art und Weise der Bewirtschaftung auf dem betreffenden Gebiet be ichtet: diests amtliche Material wurde vervielfältigt und den einzelnen Mitpli d?rn des Land's-Ernährrmgs-Beirats zur Ber- füg'mg gestellt Das Material über die Organi- sotian, die Tätigkeit und di? finanziellen. Verhält- nis'c der Landesstellen imd Konrrmmast-erbande soll demnächst einer eingehenden Beratung im Er- nährunaSbeirat unterzogen werden, insbesondere ist beabsichtigt, dast eine Nachprüfung der) Geschäftsführung durch Mitglieder des Ernährungsbeirats und durch foiem verpflichtete SackwerftSndige erfolgen soll. Durch diese vom Parlamentarismen Beirat des Landesernährungsamtes in Aussicht aewmmene Nachprüfung der Geschäftsführung und durch die hierbei selbstverständlich auch zur Erörterung gelangende Frage über die demnächstig« Vevioendung der den einzelnen Landesstellen und Zkommimalverbänden zur Verfüsunp stehenden veberschüsse wird den in der Frage mebmrtegtcn Wünschen entsprochen werden, daß der Landtag bei der BestlMustfassung über die Verwendung mit» tzuwirken berufen ist. Abg. Hofmann (Str) wünscht Klarheit darüber, was bei den einzelnen BewirtstlZaftunas- stellen nach Abzug aller Kosten verdient wurde und welche Verwendung die Ueberschüsse gefunden baden. DerLan^tag müsse mich bei derVerwendung meser Ueberschüsse mitbestnnmen. Abg. Fenchel (H. Bp.) bittet dringend. Auf- Närung zu schaffen, wie die Ueberschüsse zustande kamen, und wo sie geblieben sind. Die Kommission, die schon lange dazu gewählt wurde, müsse endlich in Ak ion treten. Abg. Engelmann (Soz.) . versteht den Standchinkt des Vorredners nicht. Der Kvm- mis'ion (ErnäbrungsbeirM, der auch Herr Fenchel anaehört. s!no ganz genaue Berichte mit den gewünschten Zahlen zugegang'n. Ueber die Verwendung der Mittel spricht sich die Regierungs- antwort genügend aus Man sollte es dabei bewenden las'en, und nicht immer neue Beunruhigungen Hervorrufen. Abg. Loos (Dem.) unterstützt die Forderungen des Abg. Hofmann. Präsident Neumann stellt fest, baß auch Herr Loos Mitglied deS ErnährungÄeiratS ist, dem die ganz genauen Zahlen schon seit längerem ziigeaangen füti). — Damit schließt die Besprechung. Eine Reihe weiterer Vorstellungen und Anfragen wird ohne Aussprache erledigt. Zwölf verschiedene Vorstellungen haben die Versewmg verschiedener Orte in eine andere Ser- visllas'e zum Gegenstand. Abg. Eißnert als Berichterstatter weist unter anderem drrauf hin, daß die Regelung dieser Gesuche Sache des Reiches ist Und vom Reiche auch bereits in die Wege geleitet wurde. Der Ausschuß beantragt demgemäß die Vorstellung für erledigt zu erllären. In der Besprechung treten die Abgg Roß, Zilch, Schorn, Loos, Herbert und So- Herr für die von ihnen vertretenen Bezirke ein. Der Ausschußantvag wird angenommen. der Regierung, in der bargelegt wird, welch? Maß- nafnmm behördlicherseits bereits ergriffen wurden, vom 'Msschuß Erledigterklärnug beantragt. (Berichterstatter Frau Abg. Balser.) Abg. Frau Hattemer (Ztr.): Der Antrag .ist zwar alt, aber auch heute noch aktuell. Der Einfuhr von kondensierter Milch werden aber Lauernd noch Schwierigkeiten gemacht. Es muß unbedingt etwas geschehen, um für Kindernahrung zu sorgen. Abg. Frau Steinhäuser (So».): Das Schlimmste ist die Forderung der Wiedergut- machlmg, noch 800 000 Milchkühe abzuliefern. Dem muß entgegengearbeitet werden. Auch die Woh- nungsnot muß behoben werden. Al^ Frau B i e r a u (D. Vp.): Ich bin •über* zeugt, daß alle Mitglieder des Hauses mit diesem Antrag einiggehen. Die Forderung der Ablie- fermrg von Milchkühen ist ein Verbrechen am Volke, gegen das alle Deutschen entschieden pro- teskkeren müßten. Staatspräsident Ulrich: Ich möchte nur erklären, daß wir durchaus auf dem Boden der Ans- sührwigen stehen bi? hier in dieser Frage gemacht hrittben. Wir sind der Meinung, daß, alles geschehen muß. üm der furchtbaren Not unserer Kinder steuern. Was an uns liegt, wird sicher ?:cschehen, sowohl im Lande, als auch im Reich, owcit wir hier Einfluß, haben. — Der Ausschuß^ ontrag wird angenommen. Eine dringliche Anftage der Abgg. Herbert, Hofmann u. Gen., betreffend die Ueberschüsse aus der Zwangswirtschaft, lautet: Ist dre Regie- ** Amtliche Perfonvlnachrichten. Uebertragen wurde endgültig am 21. November dem Lehrer Karl Cunz die Lehrerstelle an der Volksschule zu Stumpertenrod, Streß Schotten. — Uebertragen wurde am 25. November dem Lehrer Hemrick Jäger zu Fauerbach, Kreis Büdingen, eine Lehrerstelle an der Bollsschule zu Schotten. ♦* Züricher Devisenmarkt. Wir bringen von heute ab eine sehr wertvolle Bereicherung unseres Handelsteils, inbem wir die in Zürich zwischen 9 und 11 Uhr vormittags festgesetzten Devisennotierungen, die für den internationalen Devisenhandel von außerordentlicher Bedeutung sind, schon in der wenige Stunden später erscheinenden Ausgabe unseres Blattes veröffentlichen. ♦♦ Wäschediebstahl. Aus einer hiesigen Trockenhalle wurde folgende Wäsche gestohlen: 2 weiße Herrenhemden, 1 weißes Damasttischtuch, 1 weißes Bettuch, 1 rosa Herrenunterjacke, 3 weiße Servietten, 1 weißer Unterrock, 1 graue und 1 hellgelbe Herrenunterhose. Dor Ankauf wird gewarnt. ** Hermann Hoffmann-Ged Scht- niSvorträge. Die für den 7. und 14. Dez. in der neuen Aula der Universität geplanten VorZu der Regierungsvorlage, betreffend Er- gänzungsbauten der Dienstraume des PolrzeiamtS Gießen, beantragt der Ausschuß, die Regierung zu ermächtigen, die not- nendigen Arbeiten alsbald Herstellen zu lassen und die erfvroettichen Mittel in dm nächsten Etat einzustellen. Das HauS nimmt von diesem Beschluß des Ausschusses Kenntnis. (Nach der n e u e n Geschäftsordnung finbet eine 5 fassung des Hauses über Gegenstände dieser Art nicht mehr statt, wenn der Ausschuß seinen Antrag einstimmig gefaßt hat.) __ _ .. Ein dringlicher Antrag des Abg Lang, bte Steuerhinterziehung betreffend, ersucht die Regierung beim Reich Schritte zu unternehmen, daß in Stürze andere Za'lmvgsmittel geschaffen und das derzeitige Geld alsbald umzutauschcn, um die Kapitalverschicbungen' und in Verbindung damit die Stauerhirrterziehung zu unterbnwen. Abg. Eißnert (Soz.) beantragt als Wusschußbettcht- erstatter hierM, die Regierung möge die Anregungen des Abg. Lang prüsen und der Reichs- vegievung gegebenenfalls zur Einleitung weiterer Schritte als Material zu übergeben. Abg. Lang (Soz.) gibt eine eingehende Begründung seines Antrages und erwähnt dabei, daß nach Schätzungen und Feststellungen des Geh. Finanzrat Bastian allein die Landwirte 40 Milliarden Papiergeld in ihren Truhen aufbewahren. (Hört, hört!) Hier kann nur eine Abstempelung des Geldes bzw. eine Ungültigkeitserklärung nach entsprechender Frist Hilfe schaffen, und die Steuer- hinter»ieher erfassen. Die Schwierigkeiten werdm natürlich nickt verkannt, aber nur auf diesem Wege sei es möglich, die Steuern und vor allem das Nvt- opfer in richtiger Höhe zu erhalten Abg. Klingspor (D. Bp.): Es ist durchaus zu begrüßen, wenn verlangt wird, gegen Wucherer und Schier Vvrzugel)en, man bart aber nicht allein die Geldschieber, sondern muß auch die Warenschieber zu fassen suchen. Mit neuen Steuern sollte man hingegen vorsichtig sein, wenn nicht das ganze Wirtschaftsleben znsammenbrechen soll. Finanzmrnister Henrich: Das Problem des Notenumtausches wird schon seit über Jahresfrist erörtert. Es wäre besser gewesen, gar nicht darüber zu sprechm, sondern zu handeln. Jetzt ist die Wirkung illusorftch gemacht. Außer an den technisck)en Schwierigkeiten scheitern alle derartigen Maßnahmen auch an der Stellungnahme des Auslandes. Nach weiterer kurzer Debatte wird die Sitzung auf Freitag, 9 Uhr, vertragt. — Schluß nach i/82 Uhr. Aus StaM «nd Land. Gießen, den 3. Tez. 1920 Veranstaltungen. Freitag: Stadttheater, 8 Uhr, Beet- hoverckonzert des Orchesters des hessischen Landestheaters. — Markussaal, 8 Uhr, Vor- ttagsabend bet vollskirchlichen Arbeitsgemeinschaft. — Cafe Leib, 8 Uhr, Konzert und Vorstellung der Chiemseer. — Lichtspielhaus, „Prinzessin Tatjana" und „Die Tochter des Dschungels". — Lichtspiele, Seltersweg, „Der Mann auf der Flasche", „Der geheimnisvolle Brieföffner" und „Rolfs Ferien- sstand !-Eier- Gießener Theaterverein. Der fliegende HollSn^er. Romantisch? Oper in 3 Akten ton Richard Wagner. Mit Ungeduld haben wir diesmal bat Darmstädter Gästen entgegeng.'fehen, nachdem un-j lyr Besuch bereits für den November zugesagt war. Was lange währte, ist auch diesmal roieber gut geworden. Die Ausführung des „Holländers" stand nicht nur auf der Höhe der früheren, sondern sie übertraf sie in mancher Beziehung. Die Hauptrollen des Holländers und der Senta lagen in denselben Händen wie damals. Aber es schien uns, als seien die Darsteller, Herr Bischoff und Frau Hesse, noch gewachsen. Nicht nur kamen ihre mächtigen Stimmittel zur vollsten Geltung, vor allem war die Auffassung derartig vergeistigt, daß man förmlich in ihrem Bann stand und das Urteil nicht zu gewagt erscheint, daß die Wiedergabe der großen Szene im zweiten Akt nickt leicht übertroffen werden kann. Die übrigen Rollen waren, abgesehen von Fraulein L i e b e l s Mary, anders befe&t, was zu interessanten Vergleichen Anlaß gab. Kein Zweifel, daß des Frankfurters Bischoff Erik echeblich über dem des Herrn Globerger stand, mochte auch seine Figur den Sanger nicht sonderlich unter» stützen. Umgekehrt vermochte Herr Siegfried als Steuermann das Andenken an die köstliche Stimme Elschners nicht zu verwischen, woraus dem Sänger aber kein Vorwurf erwachen soll, denn seine Leistung war durchaus achtenswert. Herr Kubn gestaltete den Dalond sehr eindrucksvoll I tote mir schien, arbeitete er den Buffocharakter stärker heraus als Schlembach. Seme schöne Stimme kam gut zur Geltung. Endlich muß des Dirigenten, Herrn Wagner, besonders gedacht werden, der mit ausgezeichneter Frisch: — den Chor der Spinnerinnen ragm er leöLnfter als Bal- lmg — seine Scharen leitete und mit diesem wesentlich zum guten Gelingen der in jedem Betracht ausgezeichneten Vorstellung beitrug. Kr. • Rabinvranath Togo re: „Der König der dunklen Kammer." Frankfurter Uraufführung. tt. Frankfurt, 2. Dez. Die Uraufführung von Rabindvanath Tagvres Bühnenspiel „Der König der dunklen Kammer" wurde zum Ehrenabend für das FranffutterSchau- spielhaus. Richard Weicherts Jnszenierunas- hmst, umfassend im Kleinen und zugleich die großen Linien wahrend, feiert: ihren Triumph: die Fülle der geschauten Bilder, in ihrer plastischen Einprägsamkeit, in der Farbenpracht und Bewegung, befugten den hohen Geschmack und den t-ef ein- dringenden Kunstsinn des neuen Bühnenleiters. Dabei war mit geringen Mitteln außerordentliches errncht: das Geheimnis dieses Erfol'e? l ich Beleuchtung und Farbenstimmung. Dam schauspielerische Lcistunaen, die insgesamt hohes erstrebten und in Der führenden Rolle ihre Krönung sanden: Ftttta BredS ftönyyin, bildhaft m jeber Gebärde. von wundervollem AnZdr-ucksreichtum, ein I suchender Mensch in seinem dunkeln Drange. träge von UnkversitätS-Professor Dr. Küster und Gatteninspektor Rehnelt sind dem Gedächtnis des früheren Botanikers unserer Universität Hermann Hoffmann gewidmet. Sie rufen das Andenken an einen hervorragenden Vertreter unserer Universität, einen anregenden, erfolgreichen und von fernen SckMern tbodjbereljrten Lehrer in die Erimrerung zurück. ©d>on mit 9 Jahren kam er tyier nach Gießen und unsere Stadt ist tlym zur zweiten öetniat geworden. Er besuciste das hiesige Gymnasium und bezog 1837 untere Universität. 1842 ließ er sich als praktischer Arzt und zugleich als Privatdozeut nteber. Ta thm bie Medizin auf die Dauer nicht zusagte, wandte er sich, stiner Neigung folgenb, der Botanik zu. 1848 wurde er außerordentlicher, 1852 orv-ntlicher Professor der Botanik, als welcher er bis zu fernem Tode int Jahre 1891 an unserer Universität wirkte. 1854—1857 erteilte er nebenbei den botanrfchen Unterricht an unserer Realschule. Ihm verdanken wtr die zweckentsprechende Ausgestaltung unseres schönen kwlanischen Gartens, den er in Itebens- würtnger Weise stets auch weiteren Greifen zugänglich machte. Wissenschaftlich war er zunächst hervorragend tätig als Pilzforscher, und ferne Untersuchmtgen über die Bakterien haben bte späteren großen Erfolge auf diesem Gebiete wirksam vorbereiten heften. Tausende von Pflanzenzuchtversuchen galten weiter der Frage nach dem Wert an Spezies und Varietät und sanden später durch bie Lehre Tenzins ihre Bestättgung. Sein Haup^ gebiet aber war die Verbreitung der Pfanzen und bie Erforschung ber sie bedingenden Ursachen. Er war wohi 'unstreitig der beste Kenner der Flora bes Mittelrheingebrets, bte er auf zahlreichen Wanderungen eingchend studierte. Dadurch wurde er auch aus die Pslan^enphänvlogie grfühtt. Er sckuf ein mustergültiges Sck»rma für regelmäßige Beobachtungen des Pflanzenlebens im Laufe des Jahres und grifcnfcete zahlreiche phänologische Be-- obachtungsstationen. die sich über ganz Deutschland verteilten. Zahlreiche Berichte der Oberhess. GesellsckMft für Natur- und Heilkunde zeugen von seiner rastlosen Tätigkeit. Seme Beschäftigung mit der Pflanzenwelt und ihren Lebensbedingungen trug ihm Den stlamen , Blumen-Hoffmann" ein und als solcher lebt er auch im Anoenken seiner vielen Freunde und den zahlreichen seiner Schüler von hier weiter. Zu seinem lOOjäfjrÜTcn Geburtstag am 22. April 1919 war die Enthüllung einer Gedenktafel für ihn geplant; sie mußte aber infolge des Krieges zurückgeftellt werden. Infolge der un- gel)euer gestiegenen Unkosten reichen die vorchaw- denen Gelber letzt nicht mehr aus. Der Reinertrag ber beiden Borttäge foli deshalb bte)em Fonds zugewiesen werden. Ein guter Besuch und reicher Erfolg ist ihnen daher von Herzen zu wünschen. ♦* Freibank. SamStag, 4. Dezember, findet Fleischverkaus von 1 Uhr mittags statt. ** Berichtigung. In den gestiigen Mitteilungen aus bem Stadttheaterbureau muß es heißen, baß bie 9. Vorstellung int Freitags- Abonnement des Sinfoniekonzettes wegen auf Samstag den 4. Dez. abends 7 Uhr verlegt werden wird. ** Die Kaninchenzuchtvereine Hessen- erstreben zur Zeit eine einheitlich? Organisation, um die kleinen und kleinsten-Verbände, die firfc. besonders in Starkenburg und Rheinhessen befinden, in einem hes tschen Landesverband zu vereinigen. Es sand bereits im Ministettum eine Besprechimg mit den Vorständen der Verbände statt mtb nädfften Sonntay Persammeln sich die Vertreter der Verbände tn Darmstadt, um den Zusammenschluß endgÄltig zu bespreckmt und zu regeln. Es wäre im Interesse der Kleintierzucht sehr zu wünsck»en, daß endlich bie kleinen Verbänd- chen sich bent großen Landesverband anschließen würden, ber allein von der Regierung anerkannt und unterstützt wird. ♦* I m Stadtmisfionssaal Lö- berftr. 14, wird am Sonntag und Montag bis Mittwoch Prediger Heitmüller aus Hamburg über das Thema: Die Toten und das Jenseits sprechen. ♦* Kammervirtuos L. Kümmel auö Wieseck, der mit dem Darmstädter Orchester augenblicklich In Gießen weilt, hatte, wie wir mitzuteilen gebeten werden, kürzlich in einem Konzert in Darmstadt einen großen Erfolg, der auch in der Presse seinen Widerhall fand. Landkreis Gießen. GemrinderatSsitzung. a. Hungen, 30 Nov In der Gemeinde- ratSsttzung vom 29. November wurde bte Anpflanzung von Eschen an den in Betracht kommenten Plätzen im Walde befürwottct. — Wegen des Armenh lzes soll in einer späteren Sitzung nochmals beraten wecken, da außer an die bisherigen Un'erf(fl;ung6beblrfthen auch, gettifirrmaf.en als Ehrengabe der ©habt, an beoürftige Kriegerlvitwen, sowie an andere Personen, die mit Schwierigkeiten der Lebenshaltung zu kärnp'en haben, ein erhöhter Nachlaß auf Brennholz gewährt werden soll; es toiib eine biesbezügliche Liste aufgestellt. — Für die dritte Nachtwächterstelle wird beschloffen de» einrigen Bewerber als Hilfswächter anzunehmen. Das geforderte Gehalt wirb bei Voraussetzung orkmingsmäßigen Dienstes als zu gering erachttt unb nach bem Vorschlag ber Finanzkommission festgesetzt: zugleich werden bie Bezüge Der bishwi- gen Nachtwächter entsprechenb geregelt. Die Einteilung ber Nachtwache wird dahin geänbert, daß mgleich zwei Mann Außendienst tun, sodann wird bte Dienstzeit im allgemeinen festgesetzt. Die Nachtwache wird mit Wagen ausgerüstet. — Die Kosten für die Benutzung der hiesigen Badeanstalt wecke« neu festgesetzt, und zwar kostet ein Wannenbad 2 Mark, Brausebad 1,50 Mk., Kinderschulbad frei Das Hungener Bad im Schulhause wird als mustergültig beurteilt. — Das Gehalt der Schul« bienerin wirb neu geregelt, rückwirkend vom 1. April b. I. — Zur Organistenfrage liegt ein Vertragsentwurf ber Organistenvereinigung bes Kreises Gießen vor, der einer eingehenden Kritik unterzogen wird. Die Kirchen gemeinde kann die tn bem Vertrage für Ausübung-tzes Organisten- bienstes geforberle Summe nicht bezahlen, da bie .Kirche kein Vermögen hat. Sie muß mit ber Mehr- fockerung ber Organisten an bie politische Ge- meinbe ^erantreten, somit hat sich ber Gemeiuoerat mit ber Frage z-u befassen. In der Aussprache mit einem anwesenden Organisten ergibt sich, daß oic Organisten von ihrer Fockerung nicht abgehen. Damit ist eine Verhandlung in der Frage zwecklos. Bei Entgegenkommen der Organisten 1)3tte auch auf Entgegenkommen des Gemttnderats gerechnet wecken können. Die Belastungen der politischen Gemeinde f'im bereits groß, neue größere seien zu erwarten; ber Organistendienst könne als Nebenberuf angesehen werden, die Organisten (Lehrer) seien aber mit ihren derzeitigen Gehaltsverhältnissen der Zeit entsprechend versorgt. Der Vertragsentwurf der Organistenvercinigung sieht eine Uebergangszeit vor, der Gemeinderat bat sich deshalb zunächst mit ber Forderung für diese Zeit zu befassen. Das bishettge Gehalt des Organisten betrug 300 Mk., ber Kirchmvorstand hat durch Vereinbarung mit den Organisten eine bis zum 1. April 1921 laufende Gehaltserhöhung auf 1000 Mark pro Jahr festgesetzt, so daß die Gemeinde den Mehrbetrag von 700 Mk. zu bewilligen hätte. Die Abstimmung erfolgt geheim. Es sind 9 Stimmen dafür, 3 dagegen bei 1 Stimmenthaltung. Die Abstimmung über die Vettragsforderimg (die nach der Uebergangszeit in Kraft treten soll) ergibt: 12 Stimmen dagegen, 1 txfür, 1 Stimmenthaltung. — Die Festsetzung des Wassergeldes wirb der Wasserkommission überwiesen. — Die Finanz- kommisiion hat sich für die Einführung der Vcr« gnügiin^ssteuer ausgesprochen, die ja auch regic» ramgsseitig porgeschtieben ist. Der Gemeinderat beschließt die Einführung der Vergnügungssteuer. Die Sätze der Besteuerung sind erheblich und werden nach Genehmigung ter vorgesetzten Behörde veröffentlicht. Die Billettsteuer soll später beraten wecken, da Vorbedingung ist, daß hierzu eine diesbezügliche Ortssatzung festgelegt wird. — Es liegt ein Gesuch vor um pachtweise Ablassung tron Gemeindegelände zur Bsoittschaftung als Gemüseland. Die Gemeinde läßt ein Grundstück, da- vorher parzclliett wick, demnächst zur öffentlichen Verpachtung kommen. — Einem Gesuch der Bu- derusschen Eisenwerke um Freigabe von Hintek- (egungen gegen Sperrung von Kttegsanleihe bei einer Bank Wick entsprochen. — Dem Sportverein Hungen wird auf ein Gesuch um Ü berlassung eigneten Gebindes als Sportplatz mitgetrift, daß bie Gemeinbe nicht in ber Lage sei, anbered 0t* lande als den Galgenberg für biesen Zweck zur Versüming zu stellen. Die gebrauchs'ähige Herstellung des von dem Verein geivün schien Geländes sei mit zur Zeit unbestreitbaren Kosten verknüpft, während über sonstiges Kulturland, worüber übrigens Pachtverträge bestehen, die Gemeinde nicht verfügen kann. — Das Wiegegelb bei der Gern eindeviehwage wirb erhöht. • -m. Lich, 2. Dez. Ein guter gelang am Dienstag ber Genbarmerie tn ber Mühle eines benachbarten Ortes. Ein bort seit einiger Zeit bebiensteter Knecht hatte in seiner Abwesenheit einen Brief erhallen, den sein Herr, da er ihm verdächtig vorkam, öffnete. In bem Brief würbe dem Knecht mitgeteilt, baß man an bestimmtem Tag und Stunbe bie Absicht habe, ber Mühle einen Besuch abzustatten, um sie auszurauben. Er solle beshalb für Beseitigung ber Hunde sorgen. Der Müller benachrichtigte nun drei Gendarmen und diese postierten sich mit noch einigen Männern des Ortes an verdeckter Stelle innerhalb der Mühle. Dann wurden bie Hunde beseitigt, aber auch ber Knecht. Zur bestimmten Stunbe fuhr benn auch ein Automobil mit 5 Insassen an der Mühle vor. Man ließ sie ruhig in bie Mühle einbringen unb es gelang, alle 5 Einbrecher zu verhaften unb in sick>ern Gewahrsam zu bringen. Der Chauffeur hatte jedoch die Sache gemerkt und konnte sich rechtzeitig mit dem Auto aus dem Staube machen. Das Werk des indischen Dieters (bie Ueber- setzung stammt von Hedwig Lachmann und Gustav Landauer) ist ein religiöi'eS und mensch!iches Bc- Veumtnis, ist ein Lehrgedicht, bas — unier bem deutlichen Einfluß der indischen G'au'enssätze — den Weg zum Göttlichen in einer symbolisch zu fassenden Handlung bartut: „Der König der dunklen Kammer", Gott, das Evle, das Prinzip bes Guten will, daß, wer ihm nabt, zuvor alle Akußerlickkeiten des Lebens, Tand, Begierden, Allzumensch iches abgelegt unb ül-erwunden hat; nur die reine, selbstlos ergebene Demut führt zu der mystischen Erhebung und zum höchsten Glücks- gefühl, dem „Selig werden im Glauben". Es sind m den 19 Bildern zwei Personen, die durch Prüfung geläutert werden: ber Kö.nia Kanft'chi, dessen Wandlung nut gestreift wird, und die Königin Sudarschana, die Gemahlin des „Königs ber dunklen Kammer". Ihr Leidensweg von Prunksucht unb Sckönheitsliebe zur frommen Selbst- bescheidung gibt den Grundklana der Dichtung, ihre innere Vollendung das Ziel ber Handlung. Eine Dichtung ist es, kein Drama; wie in den alt» indischen Märchensvielen treten Gestalten in großer Fülle unb Buntheit auf, werden Motive angeschlagen, ohne weiter zu erklingen. DaS Symbolische überwuchert oft den reinen Märchengehalt, unb so recht „gegenstänblich" ist bas ^allzu aus- ^"txnrnenc" Werk nicht geraten. Un3 Äbenblänber mag manches ftemb anmuten, aber ber reine ethische unb künstlerische Wille leuchtet durch. Die Teilnahme bes Publikums entsprach ber hervorragenden Aufführung. Am Sihluß wurden bie Darsteller vielmals hervorgerufen, mit ihn« Ludwig Sievert, dessen Entwürfen bte Bübneiv bilder xu danken waren, und der Spielleiter Richard Weichert: dieser versprach in kurzen Motten, bem indischen Dichter bie begeisterte Auftiahoe seines Werkes mdben zu wollen. — Kunst und Kritik. Eine DeleidigmiA klage des SchttftstellerS unb Kunstkritikers £ M ichel-Darmstabt gegen den bekannten Main Prof. Adolf Beyer würbe unter lebhaftem M- brana van kunstinteressiertem Publikum pur dew Schöffengericht Darmstadt verhandelt. Michel ha» in ber Nummer 76 bes hiesigen ^Volksireunv eine Anzahl Werke Beyers in ber hteftgen Slumr* aussdellung ziemlich fdxtrf verutteilt unb dabei ” Anschauung vertreten, baß bie zur Ausstellung brachten Werke bes Malers eher zum Geldver- bienen, als zur Hebung wahrer Kunst seien. Der hierüber beleidigte Maler warf mm in einem sehr herabsetzenden Briefe bem #nht« u. a. tenbentiöfe Unwahrhastigkcit, bösarttge Enp stellung, Hekartikel usw. vor. Der Beklagte w streitet, in seiner Kritik bas erlaubte Maß dn Sachlickleit überschritten zu haben. Es wurde u. a. festgestellt, baß M. in feiner Kritik auch vo» namhaften Größen wie Lenbach usw. ntmt v“1} mache. Von einer Kritik roiber besseres Wissen könne keine Rebe fein. Das Gericht ve^ zichtete auf bie Vernehmung einer Reih? llcladene Künstler unb <5ad)0erftänbiger und verurteun Beyer zu einer Geldstrafe von 300 Mk I «E te»* As ft X sJ”i aller N W V* ft ll! M .»Lubba Än W iK»6uA jU(t von Liheiqenvv & Äusfuhr, M ttten abe L,j Sude Dezen Ltinbtn eine !,irlS ganz! Friedl «indeswand Ufiiet ihren k gestrige etf M nicht mir v, auch durch L Gerhart f Bmbe" von Fv IMstellungen ( I« Seife tatter »at Oberlehrer' I p NHHrung jjiltfn Stücke ei Ms sehr st< W Zur Zei iikn; die von I kg veranstalte k lebhaften A ' ktarkenbv Brack li »z ÖssenI Wen Acht H) ui btt ganze, Durch Luizschlu kle/llhitülsveck Wmbtre bai lörmtö geraten empor. Ech p, die 6ti I i’i der Uebetli •titj. Die 8, N.Proviso I schlichen. Da I r‘"ung geroonr I ?Men lvorüen, • ^roagen ersch fflkit der Lösch ^' Flammen, d *n Halle he und zu ve griffen. B Dir Ursach ^tle,i)te in e ttn mürbe. gekroch geführt. Ä öenn m versorgte tz JMo Siebe, Lollar, 2 ^mittag. ttarner m. 2Be Bl '«neu >n.Pen>. fof. ad Vubtcinftr. ß II [Mietgesuche Skrevsome vmon alS frihnlleittr nef. Ort 11. Berns ai. RoiienIo*. 6 «fertig * Co., Merall- luert, 86nellerf- BerresfeeLe 8. 12790c Die in Flammen, die selbst zu den Fenstern der hitbcn wurde. Das Tier war zwischen die Mlhen. Blumenspenden dankend verbeten. 12788 an aesncbt. Fran II aa«, frankfurter Str. 75. [“*" 019996 gesucht. Cuöroig ssmirtgan & Co Lollar, 2. Dezember 1920. Die Beerdigung findet statt Samstag den 4. Dez., nachmittags 3 Uhr. Gießen, den 2 Dezember 1920. r20009 ^besondere bat bei diesen verwendete Oel, - Brand geraten. Bald schlugen die Flammen Weile war es ge- Stromlieferung durch Einschal- il'cttltaitr soll |ö iffinq iil, bis rtg srsigklkgt nntb • pachkmi'e Ablassa mirlsihastun« oll > |t eil (ümitWild, 's nächst zur SsfeM inem Gesuch bet 1 Zreigab« von fclffi >on sfeiegSaulch >. — Dem Stoitoi i um U'berloskunjD Iplatz mitqetnlt, ■ iagt sei. anderer 1 tät dtesen gMM 'brauchs'ähige tzer l gMoschlen Gellt iren .Wen wtM J ur!and, nrtilber el i, die Gemeinde Liegegeld bei baf kptzarate aekrochen und hat so den Kurzschluß irieigefüyrt. Die Folgen des Brandes sind hr bös«, denn mehrere von Offenbach aus'mit Dienstmädchen für 1. Januar nehicbt. Hotel Lchützenbof, 020014 Lanbach. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste sagen wir innigsten Dank. Familien Löber und Schickedanz. Hessen-Nassau. mc. Frankfurt a. M., 1. Dez. Schreibmaschinen' Mechaniker der die Arbeiten für ein hiesiges Gelchöit In feinen Freinunden tibernimnn, acf chr. 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Denn freilich die Maschinen erst sollten neugebaur werden Tnüjrn, so wiro man mit einer längeren Dauer des Provisoriums rechnen müssen. ding der Ueberlandzentraleleitung wieder zu einöglichen. Da der Brand mächtig an Aussöhnung gewonnen hatte, war die Feuerwehr «rufen worden, die gegen V»12 Uhr mit drei röschwagen erschien. Nach zweistündiger Tä- dgkeit der Löschmannschaft war es gelungen Kn auter I soßcn Halle herausschlugen, Einhalt zu ge- Karmeiteui letzen und zu verhindern, daß sie weiter ttm »n iOrtes Eint sch griffen. Die Ursache des Brandes war eine rWr/ kitte, die in einer Abnchmerstation aufge- öl*r| x ImX«» «nuvka (Tier tn«r ihiilifinn hi» verdächtig Volk wurde bem gestimmtem T-S^ « der MM * iie auszurau^ unflberHJ stierten 0rtes an w* ühle. ä r auch der W Mdenn< Ä’1* rechtjen'o <■ Lollar, 2. Dez Das cm Smmtag den Dezember, 7»/,Uhr, stattfrnbende W o h l t ä l i a - kiitSkonzert der Sängerveremignng Lollar .mm Besten bet klemkinderschafe und Kranken- s'iege wird von namhMtcn Äichener Kräften interRütit Unter anderen wirken mit: Irl. Piafs, i 5«n-ertsänaerm, Gießen und Leibsches Doppel- gnirtcu Gießen. Die musikalisch? Leitung liegt iz Händen von Fritz Leib, Musiklehrer, Gi:ßen. in Blumentag innerhalb der Gemeinde geht dem k^azerr voraus. Kreis Büdingen. x Echzell, 3. Dez. Zu der hier am 4. ; i* 6. Tez b. I. siattsindenden Provinzral- Itzeftügel-Ausftellung sind die Anmeid-in- lici sehr zahlreich ein gelaufen. Rund 1000 Stück ieslügel aller Rassen werden ein anschauli>ches stzld geben von dem hohen Sbmch der Rosie- . ,chügelzucht in Obeicheßen. Die Gemeinde Eck^ i ll, sowie sämtliche Bereme, zahlreiche Prwate 11» der Gcflügelzuck>tvernn Echzell (oben gewe^t- nrtrt, um die Ausstellung rn fincizreller ömsicht stärken, so datz wert über 100 Ehrenpreiie aus- l t?frt sind. Kreis Friedberg. Di? L^essischk LandeSwauderbühne. •* Butzbach, 3. Dez. Die Leitung der L-xssischen Landeswanderbühne gedachte die ■ :ii den 6. und 7. Dezember geplanten Gastspiele von „Versunkene Glocke" und „Jugendfreunds zu verschieben, da am 5. Dezember nr Hessischen Hof eine lokale Feier stattfindet. . SM emjjfoh:ene5 UlflMjen für wfidje und H^uS sum 1. Januar aeiucbl. 020013 Aräulein Will, Viebinitrnne N> v. WasgciiliücrÄi't werden eidjfäbin berae- ffellt. Karl Schmidt. Ncuentoen l2. IQ’-O 56 flit« 11. verkauf von Möbeln, Älntiquitäten, Iciulellebernnbmeinnicr (finrlcb'imoca. 15 LouiöAotheuberger LReueuwcgZL XeL174 Frankfurter W interfü rsorge sammelt augenblicklich für die Hungernden und Frierenden. Nun hat man sowohl am Bismarckdenkmal, wie an der Schäfergasse die Schilder, die die Bürgerschaft zum Spenden aufforderten, g e st o h l e n. sd. Diez, 1. Dez. Einen Beitrag zu dem in Deutschland herrschenden großen Kinderelend brachte die Untersuchung sämtlicher Kinder der hiesigen Volksschulen durch den Schularzt. Es wurden insgesamt 37 Kinder festgesteUt, die an Rachitis, Skrofulose und infolge schwerer Unterernährung erkrankt sind. Der Magistrat beschloß, der nächsten Stadtverordnetenversammlung eine Vorlage einzubringen, um diesen Armen zu helfen. Turnen, Spiel und Sport. — Fußball. Kommenden Sonntag lat im fälligen Verbands spiel her Ballspiel kl «b-Merkur von 1904 die ersten und zweiten MannsckLftrn des Spiel- tmb Sportklubs Dillenburg aut dem Sportplatz Trieb yu Gast. Ta Dillenburgs erste Elt seine flute Form erst am vergangenen Sonntag durch einen 9:0 ©tej gegen den F. V. Weilburg bewies, famt man aut ein interessantes, spannendes Spiel hoffen, dessen Au-aang noch zweifelhaft ist TaS Vorspiel in Dillenburg ge.vanjien die Gäste mit 3:0, doch dürste dieses Resultat hier nicht gelmgen. Zu Weibuochien oder etwas foäter wird tiichtigeS §on§ini6ttn ötimfiL Lodn noch Veifhingen, mit 1200 Mark JahrcSlohu bcfltniicnb. 12//S Apotbeke in Grstnbcrg (Cbcrücffen). Gießener Strafkammer. Gießen, dm 30. Rov. 1920. Ter noch jugmdlichc H. aus G fxü einen schwcrm Diebstahl begarg n. Mi! Rücks cht auf feine Jugend und fein Geständ.0 wird die Stvate aut eine Wockx G.'tLngnis benicflen. Tie Arbeiter F. und K. laben gemcmichastlich zwei wertvolle Stallhalen gestohlm. Ter Stall befand sich in einem nut T-raht eingefriebig- ten Raum, die Tür wur verriegelt intb mit emem Voihängescl)loß verfehm. Tie Ocftnung erfolgte derart, bau die Ocjen des Riegels yeWilliam zu- rürfnebrüdt nnnben. TTewiixn.i der ci e Angeklagte im Vorvcrsahrm die Teil a!nne an dem Tiebstahl geleugnet, gi.*t er sie heute in der .Vauptved-and- lurg zu. Beide Ti'be werdm imiet Annahme mildernder Umslärdr zu Gefängnisslrajen von \t 4 Mowrtm verurteilt. Ter Landwirt F. mürbe vom Sck)öflengericht Gießen wegen ungenügender Milchabtie- X Hanau, 2. Dez. Me Juwelen- und Dijouteriefabrik Pet. Deines Söhne in Hanau feierte gestern ihrhuudertiähriaes Bestehen und stiftete aus diesem Anlasse ein Kapital von 50 000 Mk. zur Nutznießung für ihre Angestellten und Arbeiter in Fällen der Not. — Die landgräfliche Verwaltung bat, nack)dem bekanntlich wertvolle Gemälde aus dem Schlosse Philippsruhe entwendet worden sind, die l)auptsächlichsten Kunstwerke der Gemäldegalerie einer Nachbarstadt überwiesen. — In der ersten Gläubiaerversamm- lung der in Konkurs befindlichen Hanauer Straßenbahn-Akliengesellschaft teilte der Konkursverwalter mit, daß der Betrieb der Hanauer Straßenbahn zunächst bis zum 10. Dezember d I. aufrecht erhalten bleibe und an den Regierungspräsidenten in Kassel der Antrag gerichtet worden fei, aus Mitteln der produktiven Enverbslvsensürsorge derartige Beträge aur Verfügung zu stellen, daß die Straßenbahn in der Lage sei, auch über den 10. Dezember hinaus ihren Betrieb aufrecht erhalten zu können. X Hanau, 2. Dez. Einer umfengreichen Verschiebung von Hecresgvt ist die Polizei auf die Spur gekommen, bi: bereits zur Verhängung der Idrtersuchu.igsba t über vier Personen als Hauptbcteilizte geführt hat und noch weitere Kreise jieben wird. Aus dem Depot des militärischen Nebenersatzparts ter srLhren Eiien- bahnregimcnter Nr.2 und 3 sind Eisenwaren und Schienenteile im Werk von etwa 400 000 Mk. entwendet und m etwa 14—15 Waggons nach Fran kurt an den Oschafen an verschiedene fingierte 9Tbreifen verschoben worden, lieber den früheren Direktor im Reichsvecw'rtungramt Hanau. Rud. Hahne, den Abteilungsleiter Roblosf, den Ausscher Külling und den Nanzierer Zeiger ist die Untersuchungshaft berl)6ngt worden. — Infolge des niedrigen Wasserstandes des Rheins und MainS ist die Schifsahrt unö damit die Kohlenversor-ung in eine geradezu katastrophale Lage geraten. Die stLKisihm Betriebswerke erhalten nur 30 Pror. ihres Bedarfs an Kohlen. Die elektrische Straßenbahn stellt am 4. Teremler ihren Betrieb ein, auch aioece Einschränkungen sind noch angeordnet worden. ra. Biedenkopf, 2 Dez. Die hiesige Stadtverordnetenversammlung hat in ihrer fetzten S'tzung eine Musikinstrumentensteuer, Fremdensteuer sKnrtaxe), Wohnungsauf- wandsteuer. Zuwachssteuer beschlossen. Die Lustbarkeitssteuer und Hundesteuer wurden erhöht, während die Magistratsvorlage über die Besteuerung deS reichssteuerfreien Mindesteinkommens wegen Widerspruchs der Linken abgefehnt wurde. Heitere, zuverlässige Person als S'üre für Geschalt ii. HauSbalt bei guter i^e» Handlung und guieiu Ge- ünlt für bald geiudn Srau Qolef (ßüutber, Slonbltovel u. önfä, 12715 Hauan a. M. ___ | Stellengesuche] Bankbeamter iM*t, gestützt auf gute Zeugnisse, nnberteeitio Et-Unna, evtl, auch in anderer Branche. Echriftl. Anflb. nn‘er Oaxetl n. d. Gieß. Anz^ erb. Erlernter Heizer lucht Stellung eüen:L alS C>awlbie«er. Cchr. Anr- ti. 02i)0ü2 an d. Giek. Anz. ntiag8forbtnini^| lkcaft treten soll J ■ ba:ür, 1 Stimnri SSafferaelbe«« ifen. - Ak ti Einiahnmg btrfe1 die ja and) tt.- fl Der (femrinlffl r VergnÜWnM , . . . . ,, rf . ,, , . i sind erW a krischt zur Zett hier em reges, getsttges fer Scben; die von dem Ausschuß für Bollsbil- Höbliertee Zimmer fofort au mieten gesucht. SdiriftL Angebote unter 019966 an den Gieß. An». Slollbnsngsrxrl«! MckMÄk mit eigener Werkstatt, der die Slettenfabrifa io versteht, für bauet nde A bett gesucht. Schriftliche Singeb. unter 020017 an den Gieß. AnA- erbeten. rm. D a r m st a d t, 3. Dez. Die S t a d t- verordneten bewilligten in ihrer heutigen Sitzung öie Einführung einer Warenhaus- unö Filialsteuer, nach der von einem Betriebskapital bis zu 100000 Mk. em Prozent, bis 200000 Mk. I1/» Prozent, bis 250000 Mk. 2 Pro^, bis 500000 Mk. 2*/s Prozent, und bis 1 Million Mark und mehr 3 Prozent Steuer erhoben werden sollen Es entstanü eine lebhafte Aussprache, obwohl nur 18 Firmen in Betracht kommen, die den ganzen Steuerenrag von zusammen sage und ichreibe achtunddreißigtausend Mk. aufzubringen haben. Auch die Einführung einer Fremden st euer wurde gutgeheißen. Es sollen nach dieser für vorübergehenden Aufenthalt für ein Zimmer bis zu 2 Mk. 10 Prozent, über 2 Mk. 20 Prozent Steuer erhoben werden. Fremdenherbergen, die nur bis zu 2 Mk. erheben, bleiben steuerfrei. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 2. Dez. Auch hier besteht sichere Aussicht, daß die Quäkerspei- s u n ß notleidender Kinder demnächst zur Einführung gelangt. * AuS dem Kreise Wetzlar. 39. Nvv. In einigen Lcmdgcmeintzen unseres Kreises bestachen schon vor dem Kriege Fortbildungs* 1 ch u l en mit freito.I.vgcm Schulbesuch Aus Grund des Gesetzes, betr. die Verpflichtung zum Besuch ländlicher Fortbildungsschulen vom 19. Mci 1913 führten bann diese Gemeinden zum Teil durch Ortsstatut den Schulzwang ein. Nun hat der Kreis durch Kreisstatut v»:m 26. August ds. Js. beschlossen, auch in allen übrigen Gemeinden länd- lick>e Fortbildungsschulen cü^uriditm, tm daduirh einem von vielen Seiten geäußerten Wunsche gerecht zu werden. Die Sck> ilpfltcht besteht für vier auLi.tanbcrfefoenbe Wmt rb l fahre Das Wmter- hal'ojahr beginnt Mitte Okvobcr und endigt spätestens mit dem 31. März. Für die Uebergangszeit vcm Herbst 1920 bis zum Herfest 1924 töraien Gemeinden bestimmen, ob und welche Jahrgänge von dieser allgemeinen Fvrtbstdungsschulpuicht befreit werden können, lieber die Lage der Unterrichtszeit ist in dem Kreisstatut nichts bestimmt. Bisher wurde in manchen Schulen text 7—9stlhr abends, in einigen sogar von 8—10 Uhr unterrichtet. Diese Zeit war höchst unpassend Ta es den Lebrern nun anheimgestellt ist, die Lage der Unterrichtsstunden zu bestimmen, werben diese wohl auf eine frühere Zeit, edva von 4—6 oder 5—7 Uhr gelegt werden. Lehrlinge oder jugendliche Arbeiter, die nickst eine gtiociblidtc Jvrtlmdungs- schule oder dergleichen besuchen, mufen von ihren Lehrherm ober Arbeitgebern sv Zeitig entlas'en werben, baß sie rechtheitig in der Schule eintreifen können. Von der Verpflichtung znm Schulbesuch« sind außer Lehrlingen, die eine Fackstchnle oder ähnliche besuchen, auch Landwirte, die Unterricht an landwirtschaftlichen Winterschulerr erhalten, befreit. ra. Vetzberg, 2. Dez. Hier wurde eine zweite Schufst eile errichtet und dem Lehrer Bürbach aus Leun übertragen. Bis zum Jahre 1890 gingen die Kinder von Vetz- berg nach Rodhetm zur Schule, am 5. Mai 1897 wurde eine eigene Sck>ule eröffnet. Äutfdjcr qksM. inre Hnbn. Rltterqaste. Lin Lehrling für unsere Gelbgießerel Zur Selbstanlertlnung von Krawatten fpwIlpn.Spidp kSä niünüliull OulllU für jeden Ge.cbmaek passend. (Ein Posten besserer Anzug.Stoffe „Neichsware" m schönen Dessins elngetroffen I,rwc pm- Abgabe ohne Bedarfsschein! "XU H. Kaetz Nachfolger Telephon 773 9nh.: WUH.Horn Kreuzplotz 1L ferirng zv 6D Mk. GeDskvafe bmrrtrn bat Berufung verfolgt, um jciue Freisprcchung zu erzielen. Tie Berufung nnrb aber toilmiallig veo» ttonen. Ebenfalls verworfen nnrb die Berufung M W. Er nxir vom Schöffengericht Lauteibach wegen Vdsteichchcmdett zu b Wochen Gesang.:is unb 5OU Mart Geldstrafe verurteilt worden. Aui fernem Flchrwcrt wurde unter anderen Säcken vev- steckt rin Sack mit einem snsch grschladsteten Nolde gefunden. Er betäubtet bet Sack |et ihm von einem Unbekannten aus den Wagen gelegt ivotben. Ta- Gericht hält diese Angabe nach der Lage des Falle- sür ungdaubla't, tzumal der Bef«i/u bigie bereit» loegen des girutjei Telilts vorbestvast ist. Tas Schöffengericht Lad-Nauheim hat füw angeflagte Landwirte und Metzger ans O.-M. und Umgegend, welckx der verbotenen Schlachtung, des Schleichhandels und der Beihilfe hierzu angdlcgt waren, trrtgeffrrodxm, da die ZivangS- bewrrlschaftung in Fleiich nach der Tat au.gehoben und deslalb der § 2 Avs. 2 deS Strafge>etzbuch» ajyizrocnben fer. Auf Berufung der G.aat.-aunN.l* schäft gelangte das Beru ungsgerich: nach binger Beratung zu der Ueber-eugnng, bau dtefc Gefetzo^» stelle hier teilte Anwendung futbeit könne und bv Angeklagten zu bestrafen leien. Es wurden folgend« Strafen ausgesproehen: gegen Wilhelm H. 200 IRL, gegen Nikolaus H. 2 Wochen Gefängnis und 8000 Mark Geldstrafe evtl. 1 Jahr Gefängnis, g.gcn ft. 2000 Mk., gegen S. 1000 Mk. und gegen ft 300 Mk. <ßcrid)t»faaL Ein Aufruhrprozed. Zweibrücken, 2. Dc». (Wolff.) Das Schwurgericht der Pfalz in Ludw:g5ha en becnb.’te gefkrn abend 11 Uhr einen u,n>a.ig.'kichon Aufruhrprozeß. Es hatten sich als RLelSsÜhrer ZAUN Landfnedensbruck, zu verantwoiten die FabrO- arbeiter Georg Kaltmrier und Friedrich Sckzua aus Ludwigshafen. In der Badifchcrr Anilin- und Sodaiabrik wurden währeird einiger Monate fo.r- gesetzt Betriebsstoffe von teischiedei'en Arbeitern im Werte von Hmloeit^auseirden von Mark gestohlen. Nach Feierabend wurden die Sw>ie mitgenommen und jum g ö^ten Teil we.ter vev- üuhert. Am 21. und 22. ^wti verjuchle die Direktion mit Hilfe von 50 Fabrikknech'en u:td 140 Schutzleuten eine Durch "ckmng des die Fabrik- räume verlassenden Personals vorzun-hmen. Es rotteten sich aber bald meist jugendlich.' Peisoncn zusammen, die mit Backsteinen, Eisenstangen imb Brettern geant die Beamten vorgingen und be;e an beiden Tagen in d i e Flucht schlugen. 2) Fabrikknechte imb Schutzleute wurden teilweise schwer verletzt und blieben b-wußt os am Platze liegen. Durch bad Abfeuern von Sch eckschüs en konnten sich die Beamten die Verfolger mühsam vom Leibe batten. Die Masst zerstörte tu ch Stem- würse zahlreiche FLnstecfeh.iben, sprengte Tlsten uitb Tore mtb riß ein Häuschen nieder. Nur wenige Teilnehmer an den Ausschreitungen konnten ermittelt werden, von denen mehrere otr Strafkammer in Frankenii)al zur Abuiterlung vorgeführt wurden. Hauvträdel-sührer wat Kalt- mcier, der trotz zahlreiche. Borstraien w een Land- friedenvbruch. bettetet SBiLbitbfrabfe, Köctervev- letzung und Diibstahlsbedrolung in d r A bc.hr- schäft eine Rolle M spielen verstand und al» Anführer eines StoßtcuvpS zr? den grofen fvalttätigkeiten veranlaßte, wobei er mit einem dicken Draht selbst auf die Beamten emschlug. DaS Schwurgericht verurteilte ihn zu 8 Jahre» Gefängnis und seinen weniger beschuldigten Mitangeklagten Sckmo zu die. fahren Eie SiigniS. Außerdem wurde dm beiden o Jahre Ehrverlust auietlegt Dfrmifd>tee« ♦ Berlin, 2. De». (Wolff.) Eine hiesige Großbank fiel einer U n t e t f di l a g u n g fern einer Millwn Mark z, m Opfer. Ein gern fier Hermann D.ttels, der auch verschiedentlich unter dem Namen c->a„s Ri m’T ober Paul Sander auftauchle, fälschte Schecks, die er bei verschiedenen hefigen Bankm zu Geld machte. Einer feiner Helfer namcn3 Roeh- irm ter wurde inzwisckLN verhaftet. Auf die Er- greifimg bc8 Bettels ist eine Belohnung von 10000 Mark ausgcfctzt. Ittrchllcbe Nachrichten. Israel. Rekigionsaemetu'de. Gottesdienst in der Spnajoge (VluCage). Sauistaa, 4. Tez Vocabd. 4.30. Mors 9. Aöds. uw 5.15 Ufer, n । ii———--i ' ~^~~rr— Schieben Sie doch drn Ankauf "'m Dr. (Beniner’» Salmiak« Terpentin-Seifenpulver Goldperle nicht länger auf! Es schäumt uifc wäscht ausgezeichnet und gibt d-» Wasche frischen Dust. Zum Einweichen: in“n Rotstern-Bleichsoda, W71c Schnittmusti-r zur belb*t nifertiKunß von Krawatten MMÄN $<«< Ernst Nestor Rühl. November jij J“ ' ofne ML» inii @88 Vie Toten KsekSUWseii, und verschied. OK) °"d-" Svlrl- fachen mddarZenseitL 020054 zu verknusen strafe 32 II. 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Dezember 1920 •tu ttil Mtift i '«IMsiUl 1 StWimiif 2 Schluß 4i/< Uhr. einen Betrag Wie in Fortsetzung 50. strHdnrck verboten.) alle Garben, r 11.50 ß Kroher Pck “»einbet llrvhe SltitiMi '"iS1« WM *uie Ton 2b 18.90*" Schöffengericht. Gießen, 33. Nov. 1920. 8*$iin ßltibttfiottiB Akidtk.zkij! sehr pnliot? Etmiie iittjltiiii schw., @r.MVi SiniKtjtiEi schw^ @r.Mü denn die sinnlosen Worte, die er ihr -uraunte, um sie aus ihrem fünfter(i eben Schweigen machzu- stehen, tarnen nur in beiseren, gepreßten Kauten von seinen Lippen. Auch anrühren mochte er sie nicht. Ein unüberwindliches Gvauen hielt ihn davon zurück. So stand er noch am Fußende ihres Lagers, als Erika hereinkam, in einen Schlasrock gehüllt, und mit den Anzeichen bet Bestürzung aus dem Gefielst. „Was ist geschehen, Achim? Signe ist doch nicht kränker? Stumm wies er mit auSgestrecktem Arm out die Regungslose. Mit zwei Stritt en war Erika bei ihr und halte sich aus den Bettrand niedergelassen. Sie stieß keinen Schrei aus: aber ihre Arme fielen fdstaff herab, und wohl eine Minute verging, ehe sie sich wieder nach dem Pslegv- bruder umwandte. „Armer, armer Achim!" sagte sie leise. Ta fiel er mit einem dumpsen Wehclaut neben ibr in die -knie und drückte sein Gesicht in die Falten ihres Meide-. * Durch einen atemlosen, keuchenden Boten aus dem Fulknerchausc war der Sanilätsrat Tr. Baren- rhin noch Mitternacht aus dem Schlase geklingelt worden. Tenn eine telephonische Nailstverbmdung bestand nur zwischen Tr. Germering mid dem Landhause aus "ber Ln.d.mhöft. Ihrer aber hatte man Tid) vergebens zu bedienen versucht. Via cd Langem Anlauten erst war die alte Wlrttchafterin des Toktorhauses am Apparat erfdnenen, um aus den Anruf zu erwidern, daß Germeritig nicht in reiner Wohmmg sei. Er war in später Abendsttuche von dem Wagen eines Gutsbesitzers ans der 9tad>- Ans Hessen. Eine Beamtcntagung. Eine gut besuchte Tagung der Arbeitsgemeinschaft der nicht geprüften mittleren, sowie der unteren Beamten- und Angestelltenverbünde in Dessen fand am Sonntag in Frankfurt am Main statt, in der die Forderungen dec nicht angestellten Gchilsen, sowie der unteren Beamten in verschiedenen Referaten eingehend behandelt wurden, lieber die Tagungen des Deutschen Beamtenbundes in Berlin und Köln wurden Berichte erstattet. Die Landtagsabgeordneten Loos und Herbert verbreiteten sich über die Organisation und die Besoldungsreform. barschaft geholt worden, um bei einer Niederkunft Beistaick zu leisten, und er hatte hinterlassen, daß er vermutlich erst am Morgen jurün sein werde. Ta hatte man bemt den Santtäts- rat rufen müssen unb er tarn sofort, obwohl ihm das Gehen noch recht schwer fiel. Unterwegs wagte er den Gärtner, der ihn geholt hatte, narb dem Geschehenen aus. Aber der Monn wußte nicht triei zu sagen. „Es ist etwas mit der jungen Fvau Falkner passiert Sie liegt in einem Starrkrampf — oder sie ist lot. Aber das kann dach eigentlich gar nicht — nicht wahr, Herr SanitäkSrat? Gestern abend noch ist sie tm Garten an mir oorbei- gegangen. Taß ich sie grüßte, hat sie allerdings gar nicht gesehen. Sie starrte recht sonderbar vor sich hin. Und dabei lief sie so schnell aus das Haus zu, als ob einer hinter ihr wäre." „Vermutlich war sie also schon krank. Aber warum, wenn man den Tr. Germering nicht erreichen konnte, hat man nicht schon früher nach mir geschickt?" Darüber wußte der Mann keine Auskunft zu geben. Und droben im Falknerhause wiederholte Tr. Darenthin seine Frage nicht. Er fand Gerda mit Erika schluchzend am Bette der jungen Frau, nährend SCdrtm mit verschränkten Slimen an der Fensterbank lehnte und in düsterer Unbeweglichkeit auf die Tote starrte. Tenn eS war eine Tote, die da in den Kissen ruhte. Tarüber hatte schon der erste rasche Mick den Sanitätsvat belehrt. Es bedeutete nichts als die formelle (Erfüllung einer ärztlichen Pflicht, daß er da- Stethoskop auf ihre Brust seßte, nm auf den Schlag des Herzens zu horchen, das, wie er recht wohl wußte, für immer xu schlagen ausgehört hatte Tiefernsten Antlitzes richtete er sich nach einer Weile wieder auf und schob mit zartem Fmger eines der Augenlider empor, die Erika vorhm sanft über die verglasten Augen gedrückt hatte. Tann ging er auf Achim zu. „Ich bin zu spät gekommen, Herr Falkner/' sagte er mit gedämpfter Stimme. „Erlauben Sie mir, Ihnen aus tict erschüttertem Herzen mem innigstes Beileid auszusprechen." Schweigend nahm der Maler seine Hand. Cs war, als sei er überhaupt nicht mehr fähig zu sprechen. In richtiger Erkenntnis seines Zustandes verzichtete Dr. Barenthin daraus, irgend eine Fvrgc an ihn zu richten. Aber nachdem er auch den weinenden jungen Mädchen seine Teilnahme aus- gedrückt hatte, zog er Erika bei Seite. „Ich bin außer mir," flüsterte er. „Noch fehlt mir jede Erklärung. Sie war "doch gar nicht krank." „Doch. — Als sie gestern abend von ihrem Spaziergang heimkehrtc, nihlte sie sich unwohl Aber wir glaubten, es handle sich nur um einen ihrer gewöhnlichen Ncro.uansälle. Uno weil ich schon kurz vorher vergeblich bei Tr. Germerrng angeklingelt hatte, unterließen ttnr es lecher, ärzt. liehen Beistand herbeizurufen." „Es steht mir nicht zu. Ihnen daraus einen Borwurf zu machen. Aber roerai ich später die Todesursache bescheinigen soll, mutz ich über daS, was dem Hmscheiden der Fvau Falkner vorrus- gegangen ist. etwas genauer unterrichtet werden. Wer ist bei rhr gewesen, als sie ftarb?" (Fortsetzung folgt) oswßr I tW.„r Sioitr*,l ulrüM* j SB-E $»«««'Ta awS* öieZalkner aufLinüenhöhe Roman von Reinhold Ortmann. Attache und Schule. + Hirzenhain, 1. Dez. Nachdem die hiesige Kirchen gemeinde ihre Glocken bis auf eine im Krieg hatte abliefern müssen, soll jetzt für die abgelieserten Glocken wieder ein volles Geläut angeschafft werden. Die Rutz dem AmtsverkündigunftSblatt. •* Ta S Amtsverkündigungsblatt Nr. 175 vom 2. Tezembcr enthält: Anmeldepflicht dec beschäftigten russisclren 5Vii:g5gefangcncn und internierten Bolsckwwtsten. — Entschädigung füi Brandschäden an Gebäuden nährend der Teu- crung. — Einsendung der 5Vrcisalb ckerciverzcich- nisse. — Gebühren für die tterärzttidst Unter* suchung von Biehbeständen zum Zivccke der Ausfuhr. — Viehseuchen. — Tienftnattaicften. — Feldbereinigung. — AussteUung von Wander- gewcrbescheinen und Gewerbe-LechtimattonSIartcn Anmeldepflicht der beschäftigten russischen Kriegsgefangenen. Tic Em- stellung russischer Kriegsgetammer darf nur mit Zustimmung des Landesamts für Arbeit?nacl-vcis in Hessen, Hessen-Nassau und Waldeck, Frankfurt a. Main, Große Friedberger Straße 28, erfolgen Soweit die Emstellmig bereits erfolgt ist, hat ber Arbeitgeber nachträglich die Genehmigung zur Weiterbeschäftigung bei der genannten Stelle ein- zuholen. Tie erforderlichen Vordrucke sind im Landesamt für Arbeitsnachsveis oder von bett ö - fentlichen Arbeitsnachsoeisen kosteiiloS zu beziehen. Tie Gebühren für die tierärztliche Untersuchung von Bichbeständen in Sperr- unb Beobachttmgsgebieten zum Zwecke ber Ausfuhr von Tieren sind auf 3 Mk. erlföht. T i e S ck a s r ä u b e ist in ber Herd.' bet G» nosfenfchastSschäserei zu Lang-GönS festgestellt worden. TienstnachrichtendeS Kreisamtcs. In R 1 r f e l d (Kreis Lauterbach) ist btc Maul- unb Klauenseuche erneut auSgebrochen. — In ber Gemeinde Ilbeshausen (Kreis Lauterbach) ist die Maul- und Klauenseuche erloschen. — Unter dem Buchbestände rn Baue rbach (Kreis Rlar- burg) ist die Maul- und Klauenseuche auSgebro- cken; ebenso in Bellnhausen (Kreis Marburg), sowie in Sichertshausen (KreiS Ntar- burg). Erloschen ist sie in Bectshausen (Kr Marburg), in Brungershausen (KreiS VJtar- burg) und in Ka rnbach (Kreis Marburg). Dv angeordneten Schutzmaßregeln sind aufgehoben. — Ober-Lats und Steinberg (Kreis Schotten) ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen, ebenso in den Gemeinden Braunfels, Neukirchen und Altenkirchen und in bet Gemeinde U l m (KreiS Wetzlar). Lotterie. TaS Ministerium hat bem ständigen Rat für Kunstpslege in Heften zu Tatmstadt die Erlaubnis erteilt, zum Zwecke der Belebung des Krmstmarktes eine Verlosung von kunsigewerb- licftn Gegenständen, Gemälden usw. im Gebiet bei Volksstaat Hessen ju veranstalt«. ■ Enorm blll, $iiti Hc für flink, 40 45 öO S' 1Ö 31 3211 JimB gute AuSlilt- sehr prtiiK RklnM fUellt* enorm Etm lii SÄ 115 90 11 * mt entspreche den Grundsätzen des ReichswinschaftS- mtniiicriumd, wie den Interessen der Länder. Ter fo^alden ok a ische Zusatzantrag erscheine ihm dagegen bedenklich. Abg. Tr. Rießer (T. Vp): Der Abg. Simon hat keinen Beiveis Dafür erbracht, daß die Produktion unter bem freien Handel gelitten habe. ^.aS Gegenteil ist ber Fall. Redner protestiert gegen den unerhörten Angriff auf den Abg Hugo, der wegen seiner Abwesenheit sich nicht wehren könne. Agb. Frau Dr Lüders (Dem ) tritt für die Gleichberechtigung ber Frau in den berufsständigen Organen ein. Abg. Dr. Braun (S) begründet den sozial- demokrawch.m Aittrag, daß die geplante Stelle auch Die Aufträge bes Reiches zu vergeben hat Abg. Simon lUS.»: Jedenfalls hat Abg. Hugo bislang nicht bestritten, baß er bic 60 OOO Mark als Prämie für die Aushebung ber Zwangswirtschaft erhalten hat und das ist der Kernpunkt ber Sache. Damit schließt die Genevalbebatte. Abstrm- mungen sollen erst bei ber dritten Lesung erfolgen. Tie Annahme der einzelnen Kapitel erfolgt ohne wesentliche Debatte. Bei d m Posten Sozialisicrungskommisston er- mnem die Abgeordneten Hoch (S.) und Dr. Hertz (US.) an bic Versprechungen der Zentrums- Partei und ber Tcmofraten in ber Sozialisierungsfrage. Mit ber Angliederung ber Soziali ierungs- kommission an den Wittschaflsrat fei die Fraae der Soziali'ierung erledigt, denn der ReichSwirt- schastsvat habe noch keine positive Arbeit geleistet. Reichswirtschaftsminister Scholz betont nocl>- mols, daß die Anrcgmig b:r Angliederung ber Sozlalisierungskommil'ion an den Reichswirl- schaitsrat aus dem Ausschuß stamme. Er selbst babe wiederholt erklärt, daß er vor Entscheidung der Frage die Sozialisiermlgskommiiswn selbst hören wolle. Bei dem .Kapitel Aussämß zcir Prüfung des Geschäftsgel ährens der K.icgsgeiellschasten bespricht sflbg. Krätzig (Soz) die Tätigkeit dieses Ausschusses. Ter Aussclmß habe vor allem die Ausgabe, den zahlreichen Prozessen zwischen den Kricg.-- gesellfclfaften vorzubeugen und dem Reiche dadurch Millionen zu ersparen. Da frage es sich, ob der Ausschuß überhaupt ein Entsclicidungsrecht habe. Jedenfalls find wir gegen jebe Liquidation ber Kriegsgesellfchaften. Hierauf wird die Sitzung aut Montag, 6. 12., Uhr vertagt. werk in daS wegen ber Maul- und Klauenseuch «bildete Beobachungsgebiel der Stadl Gießen trotz des Verbots eingefahren war, 10 Mk. Geldstrafe Die gleichen (»trafen er ballen zwei Bewohner von Leihgestern, bic unentschuldigt bei einer Udxung der dortigen Pflichtfeuer wehr fehlten. Der Eimvand dc- einen von ihnen, er sei alS Kriegs bei chä digter nicht verpflichtet, an den Uebüngen der Pf ichtscuettvehr tcilzunebmcn. wurde nicht als stichhaltig angesehen Denn KriegS- btfdyätagte gelten nicht ohne Weiteres als „durch Krankheit und Gebrechlichkeit verhinderte Pcrfonen", cs bedarf zu ihrer Befreiung vielmehr einer besonderen Entschei düng des KreiSamts. batte im Oktober 1919 emm andern Jungen, der Pakete für entlassene Kriegsgefangene an die Bahn fahren sollte, angestiftet, dies nicht zu tun, sondern die Pakete zu öffnen und auf ihren Inhalt zu mitersuchcn. Der Junge ging auch daraus ein, unb die Beiden fuhren die Sorben in den hinter dem Schützcnhaus gelegenen Wald, wo sie die Pakete öffneten und plünderten. Hierbei wurden sie von einem Feldschützen erwischt. Mit Rücksicht daraus, daß ber Acltere schon vorbestraft ist und den Jüngeren verführt hat, erhält er eine Gefängnisstrafe von 4 Wochen, während der Jüngere, der vor 3 Wochen erst wegen KohlcndiebahlZ 5 Tage Gefängnis erhalten hat, mit einer Woche davon kommt. - Ein anderer Bursche von 15 fahren, ber im Mai wegen Diebstahls eines Schien en stticks mit einem Verweis bestraft worden ist, versuchte ohne Zahlung des Fahrpreises mit der Elektrischen vom Markt nach bem schüyenhaus zu fahren. Er be- behauptete, er sei umgestiegen. Es konnte ihm jedoch sofort nachgewiesen werden, daß er gelogen batte. Heute versucht er durch Entlastungs^ugen nachzuweisen, daß er damals gar nicht in der Stadt, sondern im Walde gewesen fei. Dies nützt ihm jedoch nichts, da beide Wagenführer ihn mit aller Bestimmtheit wiedererkennen. Er muß seine Tat mit 50 Mk. Geldstrafe büßen. Ein T a g l 0 h n e r von hier, der im Januar 1919 bei einem Freiwilligenregiment in Rußland alS Sanitätssoldat eingetreten war, imirbe am 14. Mai v. I. von Wilkowii'chki in Litauen auf einen Tag nach Gumbinnen be urlaubt, kehrte aber zu ferner Trupp? nicht wieder zurück unb wurde am 25. Mai festgenommen Seine Behauptung, er sei w?gen Erkrankung nicht zurückgesahren, findet kein Gehör, da er sich nicht sofort bei einem Lazarett gemeldet hat. Da er noch nicht bestraft ist, erhalt er wegen unerlaubter Entfernung im Felde über 7 Tage unter Annahme eines minder schweren Falles die Mindestz- strase von 3 Monaten, auf die die Untersuchungs- Hast mit 2 Monaten ausgerechnet wird. Das Gericht erklärte, daß eS aus eine geringere Strafe erkannt haben würde, falls dies gesetzlich zulässig gewesen wäre, und daß eS beim Ministerium beantragen will, daß dem Verurteilten die Reststrafe von einem Monat erlassen wird. Interessant ist folgender Bries, den der Bern-teilte an den frü beren Reichswehrminrster N 0 ske geschrieben hat, unb ber in ber Verhandlung berieten wurde: „Lieber Genosse! Wir sind jetzt wieder im Grenzschutz, unb wir müssen die Freiheitswimpel abnehmen, dadurch gehen die Errungenschaften ber Revolution verloren. Was sagst du dazu? Dein Genosse W." Pech hatte ein H il fsba hn schaf fn er von hier, ber sich billige Aepfel versck-afsen wollte. Anfangs September fuhr er an einem Sonntag abeno in Begleitung deS zehnjährigen Jungen seiner Wittin mit einem Leiterwagen unb vier leeren Säcken nach der Ganseburg unb machte dort an ber Kreisstraße von mehreren Bäumen Aepfel ab. Als er etwa um 11 Uhr mit feiner Beute nach Hause kam, wurde er vor seiner Wohnung von zwei Schutzleuten angehalten. Trotzdem der Angeklagte behauptete, er habe die Aepfel unbeseben und ungewogen mit 200. Mk. bezahlt, obwohl es nur 2 Ztr. Schüttelobst war, wurde er für überführt erachtet und erhielt einen Monat Gefängnis. Erfolg mit seinem Einspruch hatte ein Malermeister aus Frankfurt a. M., ber Ende April I. I. mit zwei Zentner Kartoffeln auf bem Bahnhof in Lang-Göns angchalten worden war. Mit Rücksicht auf seine Notlage wurde die gegen ihn im Strafbefehl angesetzte Geldstrafe von 80 Mk. auf 10 Mk. herabgeietzt. Ebenso erging es einem D ü t tena rbeiter von Niederschelden bei Siegen, der für fein krankes Kind Weizenmehl gekauft, und einer Frau aus ber Herborner Gegend, die im Tausch gegen irdene Töpfe Saatgerste erworben batte. Die ursprünglich gegen sie erkannten Geldstrafen von 60 und 80 Mk. mürben auf je 10 Mk. herabgesetzt. Zwei Privatk agcn wurden verglichen, in einer anderen eine Frau von hier wegen Beleidigung eines Kriegsbeschädigten, ber eine schwere, entfielenbe Gesichtsverb'tzung erlitten hat und deshalb künstliches Sure unb Nase trägt, und mit Bezug auf den sie geäußert hatte: „Da kommt ja die Larve", zu300Mk. Geldstrafe verurteilt. Ein Magnetopatb au3 Marburg ist beschuldigt, in öffentlicher Sprechstunde in Gießen die Wahrsagerei gewerbsmäßig betrieben zu haben. Er ftstveitet zwar feine Schuld, da er nach einer wissenschaftlichen, mathematischen, mit der A st rologie verwandte n M e t h 0 de, die mit Wahrsagen nichts ui tun habe, arbeite; er wird aber zu einer Geldstrafe von 10 M k. verurteilt. Wegen des Vergehens gegen daS Reichsviehseuchengesetz erhält ein Landwirt aus Krofdorf, der im Sommer mit seinem Kuhfuhr- jeder Sitzung, ftanben auch heute wieder mehrere Jugendliche vor Gericht. Ein iGjäftiger „Hauiierer" ber schon zwcimal wegen schweren Diebstahls zu GesängniSstrasen von brei Wochen und zwei Monaten veruttnlt worden ist. Xnrnen, Spiel und Sport. — L i ch, 1. Dez. Ten Forderungen ber Neuzeit Folge leistend, hat ber hiesige Turnverein auch oie Pflege von Sport und Spiel in sein Arbeitsprogramm ausgenommen. ES wurde im Nachsommer eine Spielabteilung gegründet, die unter Leitung des Spielwarts Christian Zimmer schon recht schöne Fortschritte gemacht htt. Es wurde bis jetzt bei guter Beteiligung und mit regem Eiser besonders Schlag- und Faustball, aber auch Fußball gespielt. Als Spielplatz standen bisher die Hochfläche der Hardt und nach der Grummeternte bw Wiesen an der städtischen Bleiche zur Verfügung. Aufgabe der Stadtverwaltung wird es schon für die nächste Zeit sein, einen geeigneten ständigen Spielplatz zu schassen und zeitgemäß Herrichten zu lassen, damit nachher auch Wettspiele mit auswärtigen Vereinen hier ausgetvagen werden können. Wenn man m kleineren ober hessischen Gemeinden, wie beispielsweise in Gedern unb Ortenberg, schon Mustergültiges in der Hinsicht geleistet hat, wird das auch in unserer Staot nicht schwer fallen. Gelände dazu ist an verschiedenen Stellen vorhanden Vielleicht läßt sich auch von ber fürstlichen Verwaltung burch Vereinbarung eine geeignete Fläche erwerben Ein Spi l- und Sportplatz könnte auch jederzeit als städtischer Festplatz zur Verfügung steyen, der den Vereinen bet größeren Veranstaltungen wie Sänger- und Turnfesten, überlassen werden könnte. An einem guten Fest- Ratz fehlt es gegenwärtig unserer Stadt. „Signe 1" schrie er auf, als müßte er fie unbe- brgt durch die Straft ferner Stimme wecken, und Meid) beugte er sich Io ungestüm über i'ie herab, h, fein Arm ein an der äußersten Kante ber MttiftDfctte stehendes W^serglas herunter* teilte. Mit beiden Armen ihren Oberkörper um* ’tienb, sucfte er sie auiyiricften. Willenlos, aber fern schtver gab der fdyne Leib seinem Bc- Ehen nach. Nun erst konnte er ihr Gesicht sehen ein wachsbleiches Gesicht mit fest gefdMonenen Ibten unb lueit geöffneten Augen. Tiber bteie Vom sahen ihn nicft an. Gtasrg und ausdruckv- ■6 starrten sic an ihm vorder zur Zimmerdecke <6por. „Signe — was ist btr? So sprich dock' — ktnorte mir doch! Sprich nur em nnztges ton!" Sie sprach nicft. Ihre Augen bettelten bte £1 (.bliebe, seelenlose Starrheit. Ta liefe er ihren “»i aus das Kissen zurückfallen und griff sich mit Händen wild an die 6hm. ,AUbarmhcrziger Gott!" stöhnte er. „Was ist *3 • Es kann doch nicht der Tod sein! Doch nicht lob'" . Er stürzte an den Klmgelknopf unb drückte, als ? (t ihn übcdxmnt nicht mehr loslassen wollte , Er war er wieder am Bette seiner Frau. Aber jjt sagte nicht mehr, mit lauter -stimme zu ihr U teben. Und er hätte es auch gar nicht getonnt; Mittel für eine Glocke brachte eine Sammlung auf, die beiden anderen Glocken wurden von dem Eisenwerk Hirzenhain gestiftet. Das Geläut soN aus Edelstahl in Wetzlar gegossen werden. Auf bielfeitigen Wunsch wurde in unserer Gemeinde eine Krankenpflege st ation eingerichtet uns) eil.ne Schwester angestellt. Die Leitung der Station liegt in den Händen der Zivilgemeinde. Fd. Schlüchtern, 1. D z. Zur Neuanschaf- fimg von Glocken unb zur Wiederherstellung ber Orgelpfeifen stiftete die von hier stammende, jetzt in Amerika wohnende Frau A. Ger lach ber evangelischen Kirchengemeinde von Oberkalbach von 18 500 Mk. Deutscher Reichstag. 61. Sitzung. Berlin, 2. Tez. 1920. Fortsetzung ber zweiten Beratung des Reichs- ^mtscha s l shauslfa Its. Abg. S l m 0 n - Franken (USP.) betont, sem serakttonSgenosie Jäckel habe einen g.'wi sen lieber» j 1ife an Kohlen in Paris nicht beitreiten wollen Gestützt auf Angaben aus sranzösifchon Arbciter- | ! eisen haben wir nur behauptet, daß im übrrgtn f rankreich großer Mangel herrscht. Daß man hier | ben Mut gehabt hat, für den freien Handel Mijutreten, trotz der bösen Erfahrungen mit den l h ifidücigcrungen, nimmt mich wunder Tie Aus- | Mung ber ZivangKmrtfä-aft hat geradezu ruinös i cirlt. Ter Abg Hugo tat am wenigsten An- ’i "Lj, hier den Mund auiyitun. Er hat sich laut Inner MitteUung des Berliner Tageblatts 50 000 l'iart vom Lederverband für Protagon d-azweckc vcszahlen lassen unb dabei »ein Verdienst um bte «Aufhebung der Zn»aiigswirtsä)ast für Loder aus- »ücklich betont. Diese 50 000 'JJiart stammen aus hm Fonds der Reiclislebechandels-Aesellfchaft unh Uten dazu bestimmt, die Preise für bai Schulf- ?'tk hevabzusctzen. Auch schci.it sich das Reichs- f?.llsä>aflsministerium zu einem Hort ber Reaktion ( 'u izuwack)sen, wie die Einstellung zahlreicher Ad- igtr beweist. Auch für den Wasserfchutz tn ber : "Ijrblce sind nidjt etwa arbeitslose Seeleute her- oczogen worden, sondern die reaktionären ehe- niligen Ehrlxlrdt'schen Truppen, und das macht ? <111 l)/ann, der uns als Fachminister empfohlen ist. !?.e Privatwirtscl-ast hat uns ins Elend geführt. Rir bie Soztalisterung kann uns helfen und da t>ill man die Sozialifierungstommifsion auflösen, [it Arbeiter laffcn sich nicht mehr länget ver- ’5?öflen. Abg. Ticrnreiter (Bayer. Vpt.) verlangt ku-kunst, wie es mit der Benzin- unb Benzol- , mrlfdxiit steht, betont die Knappheit ber Vorräte rb klagt über die hohen Preise. Tas Jnlandr- ^ibutt Benzol mufe unter allen Umständen unter U tzc Znhangsnnrtfclaft bleiben, damit der Bedarf der ■onbnnrifdxift und der übrigen Skt riebe zur Not Mckl werden tom. Gegen die MonopolsteNung kr Elektrizitätsgesellfchaften muß der Minister crn- ' itt.'rcitcn. Tie Interessen der Verbraucher müssen dien anderen fRüdfidtfen vorangchen. Abg. Hamm (Dem.): Die Valuta können üc nur stabilisieren, wenn wir unsere Produk- i)rt8arbcit steigern, Sparsamkeit üben unb von hi Kriegslasten nicht erdrückt werden. Wir sehen j> täglich, wie unsere Jnbufttie unter dem Kohlen- rtngel leibet, und speziell Bayern hat Grund jur Klage. Südbeutschland verlangt deshalb eine raßere Wirtschaftlichkeit des Transportwesens, iie Zwangswirtschaft ist zweifellos in vielem -tttoendig gewesen. Die Mängel, die ihr vielfach T-ftitcn, waren in ber gänzlichen Unvorberei- 11g in erster Linie begründet. Stellenweise hat - Erfolge erzielt, namentlich auch bei der Kom- cnalverwaltung. Trotzdem ist sie überlebt. Frei wir deshalb aber noch nicht geworden, wir iiflcn vom Weltmarkt ab. Das Reichswirt'Hasts- mifterium muß eine Stelle schaffen, bie ihre obarf)hingen anstellt, zu gegebener Zeit eingreift d auch die Preisbildung beaufsicftigt. Redner rundet sodann den von seinem Fraktions- noffen Bart d)at eingebradsten Antrag, banger chswirtschaftsminister sich zur engeren Är» düng mit bem Handwerk und Gewerbe wie idige Mitarbeit eines sachkundigen Mannes s den Kreisen des Handwerks unb Gewerbes n soll. Desgleichen begründet er seinen eigenen mag auf Minderung ber Lieferungsmengen zum rer Koblcnabkvmmen, Aenderung ber Lieferten unb andere Transportregelung mit bem flogen der Wasserstraßen im Rhemgebict. Dem eitrag Ir m'^m, ber eine Stelle schiffen will, die ciicn Ueberblick über alle erforderlicher Beschäftigen des Reiches erhalten und für eine gerechte krlcilung auf die einzelnen Wirtschaftsgebiete sor- im soll, flinnne id> zu, nicft aber bem sozial- imokratischen Zusatzantrag, daß diese Stelle auch V: Auftrage zu vergeben haben soll. Hierin würde die Gefahr einer zu großen Zentralisation sehen. RcickSwirtsckzaftsminister Scholz: Die Belmupluna, daß ber Abg. Hugo aus hn Aktien der Reichsleberstelle 50 000 Mark bekamen habe, stimmt nicht. Vielleicht hanbelt es ; ft um bie Reichsleder-Handelsgesellschaft oder Lk? Leder-Großhandcls-Gesellschast, alles Privat- ntemtbmcn, deren letzterem Abg. Lugo als Syn- il'us angehört. Eine Reichsstelle ist daran jeden-- j Jill8 nicht beteiligt. Er habe bereits im Ausschuß lil^gdegt, daß auf nahezu 600 Angestellte /eines jr|invrftium§ nur insgesamt 15 Adlige entfielen, ii Anregung, bie So-icilisierungskommission auf- tljfen, sei vom Wirtschaftsrat ausaegangen. Er kte demgegenüber erklärt, daß er dieser Anregung Mt ohne weiteres willsabren könne. Den Antrag goctfdxü vcSsteft er nicht, da er nicft glaube, >l; er ohne eine Vermehrung der Boamtenzahl hiditüftbar sein werde. Der Antrag Trimbom Permifcbtes. Berlin, 1. Dez. (WTB-t Bei der Durchsuchung Der Wohnung eines bekannten Kommu- nistenführers nach Massen beschlagnahmte hie K iminalt) lizei d n Feldherrnstab deS Polenkönigs Johann S o b i e S k y. Es ist (Ttyjaiel m n, daß bet Feldl-errnftab gestohlen wurde. Der Eigentümer erklärte, er habe ihn (Silbe August von einem unbekaiinten Händler in Warschau für 3000 polnische Mark gekauft. Berlin, 1. Dez. (WTB.) AuS dem Schloß- park Biesdorf toben Diebe die über vier Zentner sch.ve e Bronzebüste Werner von Siemens gestohlen. handel. Berlin, 2. Dc-. Börsen st imnrungs- bild Tie gestrigen Ausführungen des Präsidenten der ReitS^mk, Hav ns.ei.i, im Steueraus- sckmß des Rei:!.stages über die teäng^.igenden deutschen Finau^verhältuisse und seine dabei erneut nachdrücklich betonte Anfickst, tost eine vorläufige Besserung hierin nur durch Ausschreibung einer Zwangsanle.he in Verbindung mit dem Neichsnot- opser cnitrctcn könne, Haden in Börsentrnfen die Besürchiung, das; sich die Regierung in letzter Stunde doch noch für die Kvangsanleihe entscheiden würde, erneut geweckt. Ta auch in Naci> Wirkung der Ermattung vom Dienstag zu den ersten Simen vom Publi^m Verkaufsaufträge Vorlagen, war die Veri'aufslust anfangs bis aus wenige Ausnahmen ziemlich allgemein. Drängend war aber tos Angebot nicht und fand zu Kursen die sich durchschnittlich 10 bis 15 Prozent vereinzelt auch unter 20 Prozent unter denDumstaasschluß- kursen stellten. Dismarckhütte und H.sch waren 38 byro. 25 Prozent niedrgw, ioi-e überhaupt die Kursabschläge cm Montanmarkt und Schifsahrts-- markt, wo in letzter Zeit gröstere Steigerungen stattsanden, cm empfindlichsten. Als Ausnahme sind mit Ku es ^ergeri ingen zu erwähnen Badens um 40 Prozent, Mannesmann, Rheinstahl und Harpener um 10 Prozent, Orensteir mrd Koppel um 25 Prozent. Otavi-s und Kanadas um je 50 Prozent. Auch) Bankaktien wanm verhäl^n smästig gut gehalten. Noch in erster Stunde vermochten jirf? die Klirse von ihrem Tiefstände etwas erholen, und t-ie Witorstands^'vaft geg-n weitere Rückgänge wurde angesichts der vorerwähnten, teilweise im späteren Verlauf eingetreten-en Knrs- bes'erimgen allgemeiner. ' Licimische Nentenwerte waren loenig verändert. In den Einheitskursen gehandelten Jndustriewerten überwogen die Verkaufsaufträge des Publikums. so tost torenj Tendenz durchweg schonch war. Sonst schloß die Börse zu weiter leicht gebesserten Kursen. Frankfurt, a. M. 2. Dez. B ö r s e n st i m- mungsbild. Tie an der Mittagsbörse einge- tretene Ermattung machte im Abendverkehr nur vereinzelt weitere Fortschritte. In Montanpapieren batte tos Angebot nachgelassen, aber die Spekulation war doch wiederum sehr wenig unternehmungslustig, zum Tech wohl infolge der geringen Geschästsbeteilignng des Privatpublikums. Buderus 900, Deuisch Luxemburg mit 385 3 Proz., Oberbetorf mit 316 4 Proz. niedriger. Rhein stahl bei gcösteren Umsätzen 550. Mannesmann anziehend 556 plus 11 Proz. Im freien Verkehr war ehood regerer Verkehr in Deulsäie Petroleum 1790, Benz Motoren wurden 286, Julius Sichel 1390, Mansselder Kuxe 4600 genannt. Das Geschäft in Mexikaner war ruhiger. Es notierten: 5proz. Silbermex 535, 5proz. Goldmex. 741. Am Markt der Jndnstrieaktien war die Tendenz un* regelmäßig. A. E. G. angeboten 301 (— 5 Pro;.), Schmckert 254, Bergmann konnten sich erholen 271, Ehern. Scheideanstalt sind 4 Proz. gebessert 834, Farbwerke Höchst unterlagen stärkerem Kursdruck 418. Th. Goldschmidt fest 531. Lokomotiv. Kraust notierten 403. Rordd. Lloyd schwankend 182Vz bis 183. Lwlzverkcchlung 580 stiegen um 10 Pro». Lederwerke St. Ingbert verloren 10 Proz. 310 Zellstoss Aschaffenburg 526. Gummiivf. 4093A, Daimler fester 253. 5proz. Reichsanleihe TTMt. . Frankfurt ou Dl, 3. Dez. Verllnrr Devisenmarkt. Datum: Amsterdam- Rotterd. Drüstel-Antwerpen . Christiania...... Kopenhagen . . . . Stockholm Helsingforr Italien ...... London New-Pork. .. . . . Paris Schweiz Spanien Wien (altes) Dculsch-Oejterr. . . . Prag......... Budapest ..... Bulgarien Konstantinopel. . . . Geld Brief Geld Brief 1 Dez. 2. Dez „2N.35 2125,65 2137,85 2142,15 447.05 447,95 446,55 447,45 94 05 9 3,45 959,- 951,- 94i,n5 945.95 967,50 963,50 1339,65 1342,-5 2351,10 13 .3,90 137,65 138,15 110,85 141,10 254,20 254,80 254,70 255,30 242,- 24',50 243.75 2t-,25 69,: 8 69,32 69,43 69. 7 421,05 421,95 *20.55 421,45 1033,90 1086,10 1083,901036,10 904,05 905,90 9-5,05 906.95 21*57 2 l63 2i J2 21,78 84,29 84,17 84,^0 84.60 15,23 15.27 -e- ■*<* VSrsenkurse. Datum: 5 •/, Deut. Ariegsanl 4 •/. Deut. Reichsan!. 3% Deut. Reicksank. 4*/. Preust Konsuls Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto Gesellschaft Dresdener Bank . . Rationalband s. D. . Mitteld. Treditbank. H.-Amerik. Pakets. . Norddeutscher Loyb . Doch Gussstahlwerk . D.» Luxemb. Berg». Geljenkirch. Bergw. . Harpener Bergbau . Oberschl. Eisend.. B. . Oberschles. Cisenind. . Phönix.Bergb. Akt. . Bad. Anilin- u. Soda Höchster Farbwerke. Llektr. A. E. G. . . . Schuckert- Werke . . Felten. Guilleaume . Daimler Bud.- Eisen«.- Akt. . Adlerrverke 4 '/.Hess Staatsanl. . Electron Griesheim. Frankfurt Berlin Abend- Abend- Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs Kurs 30.1L 2. 12. 30.11. 2.12. 77,50 77,50 77,50 77,50 67,50 67, — 68,60 67 20 -,- 64,90 64 80 !«!,- ISO.- 162,- 180.- 327.- 825,- 822,- 245,50 24\- 223,78 213,- 204.- 2"4.- 261,50 -,- 177,- 378,- 178,- 197,50 196,- 190,75 -,- 183,- ISO,- 181,50 505,- 385,- 385,- 389,- 330,- 393,- 389,- 388,- 381,- 52),- 523,- 510,- 52'2, 320,- 317,- 320,- 312,- 308,- 292.- 305,- 294,-. 6J2,- 640,- 630,- 638,- -,- 545,50 545,- 435.50 418,- 438,- 425,- 309,- 301,- 310,- 265,- 254,- 263,- 255,- ,- -,- 460,- 260,*. 260,12 259,- 8o5,- 900,- 843,- 890,- 324,- 314.- 325,- 325,- 71,50 -,- 400,- Markuotierungen. Datum: Zürich Amsterdam ...... Kopenhagen ..... Prag ........... Stockholm ....... . Wien London....... ....... Paris.............. New-Portz 1.11 2.12. 9.22 9,20 4,77 4,67 10,75 10,60 7^50 7J0 2*42 2'43 23,50 23,75 1,44 (In einem Teil der Auflage wiederholt.! Obcrflhkcsien. Berlin, 1. Dez. (Wolff.) Der Leiter des Verbandes heimattreuer Oberschle- sier richtete an die interalliierte Kommission in Oppeln, zu Händen des Generals Le Rond ein Schreiben, in tom aus die Zeitungsmeldungen über französisch-englische Beratungen Bezug genommen wird .wonach Einflüsse c,m Werke sein sollen, die das Abstinrnrungsrecht der im Reiche wohnenden Obcrschlesier beschränken wollen. Das Schreiben wkist auf den unz'weideutic-to Wortlaut des Frie- densvertrages von Versailles hin, tor be» stimmt, dast jeder in der Gemeinde abzustimmen hat, in der er wohnt, oder wenn er außerhalb Oberschlesiens wohnt, in der Gemeinde, in der er geboren tsl. Auch in sämtlick>en anderen Abstim- Züricher Devisenmarkt. Wechsel aus: 2. 12. 8.12. Schweizer Franken Holland 100 Fl. « 195.- 195.20 Deutschland 100 Mk. -- 9.30 9.15 Wien 100 Rx. == 1L75 1.975 Prag 100 Kr. = 7.75 7.80 Pans 100 Fr. « 38.75 38.75 London. Iß. = 22 28 22.28 Italien 100 ß. = 23.50 23.25 Brüssel 100 Fr. - 41- 41.05 Badapest 100 Är. = 1.40 1.45 New.York 100 DL = 638.50 639. - Frankfuttrr Warenbörse. Fd. Frankfurt a. M., 2 De». Auf der heutigen Warenbörse war entsprechend der Haltung des Publikums starke Zurückhaltung zu beobachten. Ans dem Lebensmittelmarke zfat sich starkes An- a bot ür l ie Zutaten zum W ilnach sg back; außerdem u. a. 100 Tonn-n Futterbohnen Rango nreiS, amerikanischer Schw'eizer.ä e große Men e.i Cocos- fett und Speisefett. Tie Lage am Textilmarkt ist unverändert. Es waren aitgeboten: Futterstoffe, Hemden tu ck>e, Flanelle. Tricotagcn. grofee Poste;: Köpcrslanelle, Kleiderstosfe, 10 000 Schlafröcke, Scheuertückicr, Frotlierwaren. Cheviots, 22 000 graue Arbeiteranzüge; gesucht war Unterwäsche icder Art. Auf dem Chemikalienmarkt fehlt bei starkem Angebot in allen Drogen die Nachfrage von In- und Ausland. Für Vanillin ermäßigen die Fabriken auf 1450. Actzkali sieben die Drei e wie- der an, nachdem nach der Freigabe die Notierungen hierfür stark zurückgcgangen waren. Im allgemeinen macht sich Preissenkung bemerkbar. e Märkte. tzrankfurttr Klrinvichmarkr. fd. Frankfurt a. M., 2. Dez. Bei den steigenden Schweinepreisen übt das Publikum wieder mehr Zurückhaltung als in den letzten Wochen. Die Folge war, tost sich tos Gcschäst bei 358 an-getriebenen Sätoeinon sehr gedrückt gestaltete und ein starker Ueberstand blieb. Die Preise bewegten sich je nach Qualität nach dem amtlichen Bericht von 16 bis 17,25 Mk., doch wurden in Wirklichkeit auch weit höhere Preise be-ahlt. Der amtliche Bericht notiert ferner für voll fleischige Schweine unter 80 Kg. 13—16,50 Mark, doch dürsten wenig 13-Mark-Schwcine darunter gewesen sein. Lebhaft getondelt und aus- verkauft wurden die angetriebenen 405 Schafe und 207 Kälber. Schafe wurden notiert von 6,50 bis 8 Mk., Kälber, je nach Qualität, von 8 bis 11 Mk. Ausserdem waren 97 Stück Großvieh an- getrieben. Bei ruhigem Geschäft wurde hier der Markt geräumt. nuntoigebieten hätten die Heimattreuen ans hem Reiche an der Abstimmung teilgenommen und e5 seien keine Schwierigkeiten und Störungen dadurch entstanden. Zum Schluß wird die Bitte ausgesprochm, tos Schreiben dem Botschafterrat in Paris übermitteln zu wollen. Paris, 2. Tcz. (WTB0 Der Sonderbericht, erstattcr des „Echo de Paris" teilt mit, daß gestern der deutsckxeu und polnischen Regierung eine Note des Obersten Rates mit den Vorschlägen über den Abstimmungsmodus für außer, halb Oberschlesiens wohnende Oder« s ch l e s i e r zucegangen ist. Die beiden Regierungen wurden ersuckt, ihre Antwort dem Oberstw Rat möglichst bald zukommen zu lassen. Eupen und Malmedy. Berlin, 2. Dez. (WB0 Für die Meldung bei Genfer „Suisse", der Völkerbund habe das emeuti Ansuchen der deutschen Reinerung, d e Volktobstnn. mnng in Eupen und Malmedv als ungültig zu erklären, «bgewiefen, liegt an zuständiger Sielst keine ^Bestätigung vor. Wie nur hören, stehen neue Schritte der ReichSregrerung be. Ivor. Fiunre. Rom, 2. Dez. (WTB.) Da die Mahnung^ der italienischen Regierung an die Truppen d'An- nunzios erfolglos Micben, hat General Caoiglst« die B l 0 ck a d e über die Kü ste v 0 n F i u m e und die Inseln Beglia und Arbe und die zugehörige» Seestriche verhängt. Rach einer Me'dung der „Jdea Naz?onole" erklärte d'Ä n n u n z i 0 in einem Schreiben an seinen Vertreter in Zara, er sei entschlossen, Dalma- tien mit allen Mitteln zu verteidigen. Nach dem gleichen Blatte erklatte der Leiter da nationalen Verteidigung für den Staat Fiume, n werde mobilisieren lassen, um sich der Ausführung des Vertrages von Rapallo zu nndersetze^ fa'lS dieser vom Senat ratifiziert und vom Könia gebilligt werde. Nach dem „Giornale de Popolo^ haben drei Sturmtrupps vorgestern Fiume verlasen, um sich nach Deglia zu begeben zur Verteidigung d-r Inseln gegen einen Handstreich der regulären Truppen. eine Einladung des Völkerbundes an Amerika. Genf, 2. Tcz. (WB.) Gemäss dem Wunsche der ständigen Militärkommisfron Hat tot Völkerbund btc Ernradunq an die amerikanische R e- g i e r u n g gerichtet, sick durch Vertreter m bo> ratendem Sinne an den Arbeiten der Sl'ommifTton, bte mit der Frage der Abrüstung betraut ist, ju beteiligen. In der Ernlato"g wird betont, das» durch seine notwendige Mi arbeit an der Prüfung der Abrüftungsfrage die Entscheidungssrecheit Ame> rikas nicht berührt werde. Naubnwt-. Rostock, 1. Dez. (WTD.) Ter „Rostocker Anzeiger" meldet: Ein schwerer Raubmord wurde am Montag vormittag auf dem etwa neun Kilometer von Dargun in Mecklenburg-Schwerül entfernten Pachthof Klein-Methling an der Frmi des Vorschnitters Rettig uyd dessen beiden Kindern verübt. Die Fran wurde tot aufgefunden, bit Kinder lebten noch. Alle drei hatten außer Schuß, wunden Beilhiebe. Geraubt wurden gtget 10 000 Mark. Als Täter kommen, zwei russische Schnitter in Betracht, die sich vor einigen Tag« bettelnd im Hause aushielten. W^Melin... Hupfelds! I Kurpark-Casino, Diele, Bar, Weinstuben und 8Hotel auch im Winter in vollem Betrieb. behördliche Anzeigen. Betrifft: Die Vljqtxx Anleihen der Provinz Ober- hassen von 1913 und 1914. Bekmmtmachnng. Die für den 1. April 1921 vorgesehenen TtTgun» gen sind durch Ankauf vollzogen. 12776D Gießen, den 1. Dezember 1920. Der Piooinzialdirelitor der Provinz Oberhesten. ________________Dr. Usinger. holzbedarf der Behörden. Tie Vorstände der Behörden und öffentlichen Anstalten — mit Msnahrnc der hessischen S!a>Us- behörton — n-eeben hiermit ersuckst, bis spätestens 8. d. Mts, ton .'öolzb:tort für tos nächste Wirt- sckiaftsjahr in Raummeter bei dem unterzeichneten Amt in den Geschäftssbnndeu von 8—12 Uhr vormittags anzurnclton. inner Angabe der gldd^eitig zu Heizenton Räume. Behörden und Anstalten, totfdie diese Anmeldefrist versäumen, köniuni bei der L>olzzuteilung durch den Lantos-^olzaussckruss keine VerücksicÄimma falben. 12782B Gießen, den 2. Dezember 1920. Städt^Breimstvsfamt._____________ hissbedars der Gewerbebetriebe. Gewerbebetriebe, die im fosszenden Wirtschafts- fahr aus Vcrioeudung von Breilnholz augewiei'en lind, und die B-lieserung durch das Brennstosfamt wüusck».m, werde,» hierdurch ersucht, ihren Jahres- todan in Raummeter bis spätestens 8. d. Mts. in den Vormlttag-sstmiton von 8—12 Uljr anjanr.elton. Tie Anmeldung verpflickstet zur Mbuabme. Gießen, ton 2. Dezember 1920. 12781B Slädt. Brennstosfamt. Zur Errichtung von Notwohnungen bedürfen wir gebrauchte Herde, Ocfen, Ausgussbecken, Türen/ Fenster ufro Es wird ersucht. Angebote mit «preis- angabe an das Stadt. Wohnungsamt, Asterweq 25 zu richten. 127836 Giessen, den 2. Dezember 1920. ____________Städt. Wohnungsamt. Chrifibaume In Großer Anewahl cln^etrofTen! [,ms M Frosch, TcI.rM.! $ raluEkScB^koiade jl. W ui Riegeln von Airfo 40 « haben loiort hi Ü $3 Heineren und nrönercn 'Folien atouneben p ^Zong & Reimers, Hamburg LI! Hj.eudpr.: Baust 1393. Telegr.-Adr : Beroaera S | 60, 2.50 M. an auswärts. etooi? Stammtisch Traube ädjliii! Preirlegeln Mit! Achtung! Achtung! Der Vorstand. 030060 ES ladet ein 020044 Der Vorstand E. R. V. -Kinder und ErwaeÄsene- erbo£en>fic6 durch den regelmäßigen Gebrcnuch Dr Oetkers Eiweiß-Nahrung vollständiger Ausverkauf in Weihnachtsschmuck wegen Ausgabe dieser Art kel mit 15% Rabatt Nachlass. KonradEmmerich gigarrengeschäst,Waütorftrabe23. Zu unserem am 5. 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Mittwoch, iltiitraliss WSteHui ri ittiewt «in« j-jrfifinbffl M innerpo D'e S 'rftrn auch w Hängen ein, d jg des Gesetz! fajtre Finanzu I ;gn Dr. fiel fcn, liefen Di I iflttn, daß ho )ir. 17( NalU^Uct für öl . Wir cm Ji allen falb etnjll auf Den Bele Kietze Vttr.-.R Aus 'j 9t. 9)1 22 ro« folgt: I. Sie < lieren Bon schl 2. Ein 1 Eilige Dem Bürgern! leg itirb c Gieße 2‘tr.: 3ai An die Bü 'S"" % löt d beso Sttt.: $ai Sa bie S u"ii-b y2°.aujc l«h für bai jUrgerli' ''Wart, so i; M Kalen! lö' des Kg! \jnt iibr j|l bie *“ lkdem T, 3l’i bie, Serben eriten 2 ...Ist bie Kitten ’ ^broeich m°nal w i ®ieue