denen Sowjet-Rußland olsdasLandderZu rückzuhalten. Im sicheren Bewußtsein unserer Marlbviez, erklärte, daß er diese Anreguu gegennehme, daß die Aushebungen nicht v rtg ent* vor den licher Richtung zurü deutschen Kabel. der • Wrangel und die Polen. Paris, 2. Sept. (Wolffs Nach einer Meldung der ,.Information" aus Warschau finden augenblicklich zwischen dem Abgesandten des Generals Wrangel, Baglow, in Warschau und tat Polen Verhandlungen über ein gemeinsames Vorgehen der polnischen Truppen mit denjenigen des Generals Wrangel statt. getötet. In Josephstal verscharrt liegen deutsche Leichen im Walde. Von der staatlichen Autorität verlassen uitb schutzlos den polnischen Banden freigegeben, suchten deutsche Führer eine Verständigung mit den polnischen Fütz- Der Frenkampf. London, 2. Sept. (Wolff.) Lxwas. Der „Daily Mail" wird aus B e l f a st gemeldet, daß die Erregung der letzten Wochen das Ergebnis gehabt hätten, das ganze katholische Irland zu ausgesprochenen Feinden Großbritan- rkiens zu machen. Tas Blatt glaubt zu wissen, daß die Regierung unter gewissen Vorbehalten das ?lnerbieten der Freiwilligen von Ulster, die Kontrolle des Staates zu übernehmen, angenommen habe. * Ter internationale Verkehrsmittel- tongreß. London, 2. Sept. CWolff.) Nach einer Reutermeldung aus Washington bat Frankreich, den internationalen Ver- kehrsmittelkongreß, der am 15. September zusammentreten sollte, bis zum 1. Oktober aufzuschieben, weil die französischen Vertreter nicht eher eint reffen können. Eine Hauptaufgabe des Kongresses ist die Zuteilung Der neue Battanbmrd. Belgrad, 2. Sept. (WB.) Der Lribacher „Slovenski Navod" meldet aus Bukarest, König Ferdinand von Rumänien werde, i»n mehreren Staatsmännern und Politikern begleitet, demnächst Belgrad besuchen. Seme .Anwesenheit Lin deutscher Notschrei in Gberschlesien. B e u t h e n, 2. September. (Wolff.) Das Plebiszitkommissariat für Deutschland, gez. Dr. Urbanek, richtete gestern an den Vorsitzenden der I n t e r a l l i - ieiten Kommission, General Le- rond, ein Telegramm, in dem es einleitend heißt: Das Morden gegen die Deutschen geht weiter. Zum Beweise hierfür werden die Mordtaten aufgezählt, die sich seit den Tagen des Beuthener Abkommens ereignet haben: die Ermordung zweier junger Männer in Neudorf und dreier Gendarmen in Groß-Paniow, die Verstümmelung eines jungen Mannes in Bobrek, dem beide Augen ausgestochen wurden, und die furchtbare Mißhandlung eines im Vertrauen auf die polnischdeutschen Vereinbarungen zurückgekehrten Gemeindevertreters in Kars. Dann heißt es weiter: Der polnische Aufstand ist heute vierzehn Tage alt. Durch diese vierzehn Tage haben die Deutschen, obwohl zu bewaffneter Notwehr berechtigt, diese nicht angewandt. Ihre Macht, Herr Präsident, ist so groß, daß der Polenführer Ozapla im „Katholik" Sie als mächtiger bezeichnete, als früher der russische Zar in seinem Lande war. Sie selbst haben feierlich eine neue Aera der Freiheit und Gereckitigkeit verkündigt, aber diese vierzehn Tage haben Mord auf Mord gehäuft. Mil« kalter Ueberlsgung wurden der Buchdruckereibesitzer Vater, der Generaldirektor Radlik, und Dutzend andere Truppen gelandet hat, und zwar in der Nähe von pDpaltn. Wir haben den Feind auf das linke Birg- user zurück'gewvrfen. In der Gegend von Wladimir—Wolhynsk 'haben unsere Truppen bei der Entwickelung der Offensive nach heftigem Kampfe Grubeschow und mehrere andere Ortschaften genommen. In der Gegend von Sokäl finb für-uns günstige Kämpfe im Gange. Zn der Gegend von Lemberg babeu wir unsere Truppen inö st- ckgezogen in ten rnie Lemberg'—Brody. Wahlen dort durchgeführt werden sollen. Turtrtt wurde der Antrag Spiegels angenommen. D'Annuncio in Fiume. Paris, 2. Sept. (WTB.) Nach ehret Meldung der „Information" aus Rom soll! d'A n n u n e i o die Absicht haben, Fiume zu verlassen, weil sein Regentschaftsplan von einigen Mitgliedern des Nationalrates und einem Teil der Bevölkerung wenig günstig ausgenommen worden sei und weil auch die italienischen Minister, besondern Giolitti und Sforza, wenig Begeisterung dafür gezeigt hätten. ohne Gegenwehr, protestieren wir gegen die Fortsetzung des Mordens und fordern, daß Korsanty, der noch in dem Aufruf zur Beendigung des Aufstandes das „männliche und einheitliche" Borgehstt der Polen zu preisen wagte, angesichts des weitergehenden Mordens von der Interalliierten Kommission gezwungen wird, öffentlich und uneingeschränkt in schärfster Form gegen die Fortsetzung der Gewalttaten sich mit seiner ganzen Perlon einzusetzen. Wir fordern auch ein entschiedenes Vorgehen der bewaffneten Macht. Görlitz, 2. Sept. (Wolfs.) Gestern abend fand im großen Saale der Stadthalle unter Beteiligung der bürgerlichen Parteien eine Massen- prote st Versammlung gegen die Vergewaltigung Oberschlesiens statt, die von der Oberlausitzer Arbeitsgemeinschaft zur Erhaltung Oberschlesiens bei Deutschland und dem Verein heimattreüer Oberschlesier einberufen war. Am Schlüsse der von etwa 2000 Personen besuchten Versammlung wurde folgende Entschließung unter lebhaftem Beifall einstimmig angenommen: Die Änwohnerschüft von Görlitz protestiert in einer Massenkundgebung am 1. September gegen die Vergewaltigung Ob?rschlesiens. Da die französische Besatzung in Oberschtesien nicht gewillt oder außerstande ist, die im Friedensvertrag zugesagte Gerechtigkeit und'Unparteilichkeit zu üben, so fordert sie ihre Ablösung. Sie verwahrt sich feierlrchst gegen den polnischen Terror und'die Begünstigung der Polen durch die Franzosen und verlangt, daß die interalliierte Kommission das Land schützt, die Ordnung aufrechterhält und die Bewohner vor Schaden an Leben und Eigentum bewahrt. Die Kritik am Versailler Vertrag. Berlin, 3. Sept. Prof. Keynes in Cambridge setzt sich, wie das ,,B. T." mitteilt, mit seinen 'Kritikern auseinander. Er reiht aufs neue alle die politischen und wirtschaftlichen Tatsachen aneinander, die ihn zu seinem Urteil über die Ungerechtigkeit, Unchrenhastigkeit und Unaus- führbarkeit des Friedensvertrages gebracht haben. In der Revision des Friedens- Vertrages sieht er das einzige Mittel zur Rettung. Die Krieg im Wen, Die Waffeustillstan-överhandlungen. Paris, 2. Sept. (Wolff.) Nach einem Radio- telegramm aus Warschau hat der polnische Minister des Aeußeren erklärt, daß Riga endgültig als Ort der weiteren Waffen still st andsver Hand» lüngen zwischen Polen und Rußland bestimmt worden sei. * Paris, 2. Sept. (WTB.) Ein Radiotelegramm aus Moskau übermittelt folgendes Kommunique: Im Nvck>en von Sokolka lokale Kämpfe ohne Bedeutung. In der Gegend von Eholm standen unsere Truppen im Kampfe mit dem Feind, welcher auf -der rechten Seite des Zapadni-Bug Abschnitt längs der Bahnlinie Lemberg—Brody. Im KvimMchnitt in btk Gegend,von Borislaw und Orechow stehen unsere Truppen im Kampfe mit dem Feind, tvelcher harmäckig Widerstand leistet. Warschau, 2. Sept. (WTB.) Davas. Polnischer General st absbericht vom 1. September : Die ArmeeBu d'j enn y, die den Befehl erhielt, die polnische Front in der Richtung Zanocz M durchbrechen und mit der 12. roten Armee auf Lublin zu marschieren und in der Richtung auf Eholm zum Angriff vorsing. strurde vollständig vernichtet. Die Offensive der 12. Armee längs des Bug wurde vereitelt. Die Bolschewisten konzentrierten sich in der Gegend Piczcza—Smo- lery—Jazdyne. Auf ihrem Rückzüge ließen sie zahl-, rxiche Gefangene zurück. Andererseits erlitt Bud- jjenny am 31. August in der Gegend von Rabcwiec, wo eine bolschewistische Brigade vernichtet wurde, ehre Niederlage. Es wurden 200 Gefangene gemacht. Die Gruppe Datier, die der Nachhut Budjamys stark zusetzte, führte am 31. August einen Angriff in der' Richtung aus Zamvoz aus. Btldsenny würbe umzingelt und begann den Rückzug, wobei er überall auf energischen Widerstand stieß. Er machte trotz der enormm Verluste mehrere Kavallerieangriffe, um sich den Durchgang zu balmen. Im Laufe dieser Kämpfe wurde die Armee Busiennp vernichtet, mit Ausnahme einiger Detachements, beneu es gelang, sich den Durck^ang zu bahnen. Sie zogen sich vollständig in Unocömutg zurück. Tie Verfolgung dauert an. Es wurde große Beute gemacht, darunter 11 Kanonen und eine große Anzahl Maschinengewehre und Munition. Unter den getöteten Bolsc^wisten befinden sich zwei Bci- gabefommtmbcHce, mehrere Regimentskommandeure und zwölf Kommissare. OesÜich von Lemberg wurden die Bolschewisten hinter den Bug zurückgeworfen und verloren drei Kanonen. manns und seine Laufbahn befier kennen als jene armen nach Kölomna versckstagm-en deutschen Proletarier, wir meinen, daß er den Mut zu dieser' ürchtbaren Anklage nur aus der Tatsache schöpft, daß er selbst auf der „schwarzen Liste" Moskaus teht. Und weil ihm feine politische Zukunft im l in ks radikalen Lager mehr bevor steht, spielt er jetzt den Enthüllenden gegen Sowjet-Rußland. Die U. S. P. soll „gewarnt" haben? So! Und wie erklärt sich denn die Tatsache, daß von den 69 Anwesenden in dec Versammlung nicht n>eniger als 40 Unabhängige toarrit? Wodurch haben sie denn ihre Vorliebe zu Sowjet-Rußland gewonnen, wie ist ihr Entschluß zur Auswanderung gereift, wenn nicht durch die Lektüre der „Freiheit"" und durch den Besuch der unabhängigen Versammlungen?"" Die Reichskonferenz der Unabhängigen. Berlin, 2. Sept. Die Reichskonfevarz der Unabhängigen dauerte bis in den späten Nachmittag. Crispien schilderte im Verlauf semes Referats, daß Stöcker keine einwandfreie Rolle gespielt habe, weil er der Delegation in den Rücken gefallen sei. Trotzki habe für die schärfsten Bedingungen plädiert, damit die bisherigen Führer der Unabhängigen unschädlich gemacht würden; und gerade bei den schwierigsten Verhandlungen, darüber fei Stöcker zusammen mit Wilhelm Herzog ihm und Tittmann in Den Rücken gefallen. Nach Crispien sprach T ä u m i g. Er nannte Deutschland das Vorgelände im Kampfe des Ententekapitalis-- mus gegen den Bolschewismus. Ein Zusammengehen mit den deutschen Kommunisten sei notwendig, ebenso ein klares Bekenntnis zur Diktatur des Proletariats. — Als dritter sprach Dittman n, der ähnlich wie in seinen Artikeln russische Verhältnisse schilderte. Er geriet in heftige Auseinandersetzung mit Stöcker, der nach ihm sprach und heftige Kritik an der „Freiheit"" unb der „Leipziger Volkszeitung" übte, die nicht genügend Offenftvgrist in die deutsche Arbeiterschaft hineintrügen. Selbst ein so Radikaler wie Kuner t wandte sich gegen die Annahme der Bedingungen. Zunächst müsse unter den heutigen Verhältnissen die deutsche unabhängige Sozialdemokratie ihren Weg ohne Moskau weitergehen, denn eine Spaltung der Partei bedeute nur eine Stärkung der Feinde der Arbeiterklasse. Die Abgeordneten Könen und Kurt Geyer, die seit langem den rein kommunistischen Standpunft verfechten, waren für Annahme. Sehr eneppsch wandte sich der alte Ledebour gegen das Moskauer Diktat. Er kehrte den Spieß um und verlangte den Ausschluß Däumigs, dem er Disziplinbruch vorwarf. Däumig habe der Mut zur Verantwortlichkeit gefehlt. Er erhob gegen die Bolsche- wiki den Borwurf, daß sie keine sozialistische Agrarreform durchgeführt und dadurch die Verwirklichung des Sozialismus verhindert hätten. Leute, die eine solche gefährliche antifozialisttsche Polittk in ihrem eigenen Lande betrieben, könnten nicht beanspruchen, anderen Ländern die Bedingungen des revolutionären Kampfes vorzuschreiben. Ledebour fand mit seinen Ausführungen sehr starken Beifall und von Teilnehmern der Konferenz hörte man, daß die Gruppe um Däumig die Masse der unabhängigen Partei nicht hinter sich habe. (Frkf. Ztg.) ..Wie ost hat gerade die „Freiheit", die eme Berslanoigung mu oen po fcute den lehrreichen Dittmampchen Artikel ab- tem, um bfly deul)chgeftnnte Volk durch 2)0n- andere Aufsätze veröffentlicht, m>nung wenigstens von Verzweiflungsakten ru- Hus dem besetzten Gebiet« Bauernsorderungen in der Pfalz. Speyer, 2. Sept. (Wolff.) Der Regierung der Pfalz ist am 1. September folgendes Schreiben der freien Bauernschaft der Pfalz zugegangen: „In der heule am 31. August in Kaiserslautern abgehaltenen Vorstandssitzung der freien Bauernschaft der Pfalz wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: Durch das Verhalten der Regierung ist eine Stockung in der Versorgung mit Brotgetreide, unausbleiblich. Um der Oeffentlichkett zu zeigen, daß die freie Bauernschaft der Ps-alz bered „Der große Betrug". Der unabhängige Abgeordnete Wilh. D i 11 m a n n erzählt in der „Freiheit", dem Zentralorgan der U.S. P., von den Erlebnissen jener 120 deutschen Industriearbeiter, die sich hatten dazu verleiten lassen, nach Sowjet-Rußland auszuwandern, in der Hoffnung, sich dort als freie Menschen eine neue, glückliche Existenz gründen zu können. Der Zufall fügte es, daß die vier deutschen Delegierten für den Moskauer Kongreß gleichzeitig mit diesem Auswanderertransport die Fahrt von Stettin nach Reval machen konnten. Später erfuhr man, daß die Industriearbeiter nach Kolomna bei Moskau geschickt worden seien, um in der dortigen Maschinenbauanstalt zu arbeiten, daß sich aber sofort D i f- ferenzen mit ihnen ergeben hätten. Die beutfdjen Arbeiter waren alle erbittert über die Enttäuschung aller ihrer Erwartungen; zudem wurden sie von den russischen Arbeitern unfreundlich empfangen mit der Frage, Iob sie ihnen das letzte Brot wegessen wollten. 'Die „hier U.S. P.-Diplomaten", wie der „Vorwärts" ein bißchen ironisch sie nennt, fuhren selbst nach Kolomna und sahen in der dortigen Fabrik eine kümmerliche Wirtschaft und Faulenzerei. Sodann erzählt Dittmann von einer eigenartigen Versammlung, an der er und seine drei Mitreisenden teilnahmen und die von jenen achtzig (von 120!) deutschen Arbeitern organisiert war, die schon nach acht Tagen von der ganzen Sowjet-Herrlichkeit genug hatten und zurück wollten: Als Wortführer der Unzufriedenen schilderte umädjft Genosse Fähnrich-Oberschöneweide die Lage. Er gab an, daß 80 Mann zurück wollten, 69 seien anwesend, 11 arbeiteten in der Fabrik. Don den Anwesenden seien 40 Mitglieder der US. P. D., 13 der K. P. D. und 6 der K. A. P D., von 10 Parteilosen seien 8 Mitglieder ?ewerkschaftlick>er Organisationen. Sie seien be- ogen und betrogen worden von den Aus- wanderungsvgenten. Die russische Regierung verweigere jetzt die Rückreise. Die Lebensmitlefveckhältnisse seien so, daß sie nicht leben könnten. Einige seien schon im Krankenhaus, hätten Blutspucken und Blut in den Abgängen. „Hier müssen wir verhungern. Das Brot ist schlecht und ungenießbar, es ist voller Häcksel. Die Unterkunft ist ebenso schlecht. Erst haben wir hier 4 Tage im Bahn wagen liegen müssen öhne Decken, dann hier in den Häusern, in denen wir jetzt zusammengepfercht sind, 8 Tage ohne Stroh. Wir arbeiten, indem wir für die Gemeinde Notstandsarbeiten verrichten. Wir wollen aber zurück. Man hat uns als „Eindringlinge"" und ..Konten evolutionäre" bezeichnet."" Hier ist kein Kommunismus, was hier ist, taugt zu nichts." In ähnlicher Weise sprach dann Genosse Grimm-Planen. Er habe Den SMod im Norden und dem russischen Block im Osten. Dec deutsche Block strebe heute nameittlich die Konsolidierung im Innern und die Heilrmg der Wun- ben an, die ihm der Krieg versetzt, oersvlge jedoch die Ereignisse in Europa aufmerksam, um zu geeigneter Stunde mit seiner ganzen M'raft m die internationalen Verhältnisse einzugreisen uno in der Politik Europas jene Rolle zu spielen, die seiner Stärke angemessen ist. Prag, 2. Sept. (Wolff.) Tas Tschechoslowakische Pressebureau meldet: Nacktem die Rede des Außenministers Benesch in der gestrigen Sitzung des ständigen Ausschusses zur Kenntnis genommen war, wurde in die Tagesordnung einge- treten. Bei der Verhandlung des Berichtes über die Ausdehnung der Militärgesetze auf das HultschinerLündchen wandten sich die deut- selten Redner gegen die Aushebungen in Hullschin. Senator Professor Spiegel sagte, die Hultschiner Deutschen hätten ncftf das Option 2 reckst für Deutschland, welches Recht au ch btn Ausgehobenen nicht genommen werden konnte. Mittdestens dieHälfte derStelliingspflicht,gen werde sich der Stellung durch die Option entliefen, so saß die Wirffmg des Geldes eigentlich unbedeutend fei. Ter Antrag des Senators Spiegel, die Abstimmung zu vertagen, wurde abgelehnt. Ter Senator Spiegel stellte dann den Anttag, btt Aus- bebungen im Hultschiner Ländchen zu verschieben. Ter Minister für nationale Berteibigtmg, tun ft gepriesen wurde, das für die deutsche Ar- moralischen Position, gestärkt durch die hero- beiterschast das gegebene Auswanderimgsgeblet Geduld von vierzehn Tagen voll Blut und brlde usw. usw.! Und wir, die wir dre Seele Dttte - - - Nr. 207 • 170. Zahrgcmg greitag, 3. September 1920 -Der Siebener Äuzeiaer ZX Annahme An Anzeigen erscheint täglich, außer W ▼ für bie lagevnummer bis Sonn, und Feiertags. M A A bk A A A A. «A. Jk ▲ M 4k X X X X. X AA Zum Nachmittag vorher AifAit Air W BtmiAÄr llr I /I " ES? vlvIlVIlvi ülllvmvl S£mS ausschdeßiich Bestellgeld. N Vf Vorschrift 20', Aufschlag. Fernsprech.Anschlüsse: MX Haupstchrif Netter: Aug. ZZW General-Anzeiger für Gberheffen MM voLschccklovto: ’ Anzeigenteil: H. Deckt. Sranffurt a. m. 11686 vrnck «itö Verlag: vruhl'sche Univ.-Vuch- und Stemtmdefd K. Lange. Lchrfftlekung, Gehaltsstelle und Druckerei: Zchulstrahe 7. sämtlich in Dietzen. ist, das verfügbare Brotgetreide an die ver- sorgungsberecbtigte Bevölkerung abzuliefern, fcfeie der Lorstand in seiner heutigen Sitzung folgenden Beschluß: An die Regierung wird die Forderung gestellt, bis zum 6. Septerw- 6er abends eine Regelung der Bewirtschast- tung der neuen Ernte durch Verhandlungen, mit der freien Bauernschaft der Pfalz im Sinne unserer bisherigen Forderungen (Erhöhung des Grundpreises für Brotgetreide, Freigabe von Hafer und Gerste, Beseitigung von Mahlscheinen und Mühlenzwang) herbeizuführen. Falls die Regierung der Pfalz sich nicht herbeiläßt, dieser letzten Aufforderung nachgukommen, sieht sich die freie Bauerw- schaft der Pfalz gezwungen, unter Ausschaltung der Regierung mit den Bäckern, Mühlen und anderen Verbrauchern über den Abschluß von Lieserungsverträgen zu verhandeln. Die Verhandlungen werden jetzt schon bezirksweise angeknüpft. Im Auftrage des Vorstandes der freien Bauernschaft der Pfalz. Gez.: Wigeers, Hauptgeschäftsführer." Die Regierung hat darauf der freien Bauernschaft der Pfalz mitgeteilt, daß sie unter keinen Umständen mit ihr in der Angelegenheit verhandeln würde, und die freie Bauernschaft hätte die Folgen ihres Schrittes selbst zu tragen. An die Kommunalverbände der Pfalz sind strenge Anweisungen ergangen, damit gegen jedes ungerechtfertigte Verwenden des Brotgetreides mit aller Schärfe eingeschritten wird. Ans dem Reiehe. Die französischen Sühnefortzerungen. Berlin, 2. Sept. Das Reichskabinett hat sich auf Grund der gestrigen Äusspnache im Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten heute vormittag noch einmal mit den französischen Sühne- sordevunFen beschäftigt. Es kann fein Zweifel darüber bestehen, daß die bestimmt formulierten ersten fünf Forderungen bei der deutschen Reichsregierung aus keinerlei Widerstände stoßen, da auch diese eine Sühne weg«: der Breslauer Vorgänge als berechtigt anerkemct. Dagegen hat sich Reichsminister Dr. Simons in persönlichen Verhandlungen mit dem französischen Botschafter Laurent bemüht, das Verlangen nach einer persön- lichen Entschuldigung des Reichskanzlers durch einen Schritt des Reichsministers des Auswärtigen zu ersetzen, und weiter ist in diesen mündlichen Verhandlungen von Minister Dr. Simons davmrf hin- gcwiesen rvorten, daß die Behauptung, Hauptmann v. Arnim lMbe dem Neichswehrkomnumdo nach seiner Ehrenbezeigung vor der französischen Botschaft das von svanzssischer Seite beanstandete Absingen des Liedes: „Deutschland, Deutschland über- alles" befohlen, den Tatsachen nicht entspricht. Arbeitenvürrsche an den Reichspräsidenten. Freudenstadt, 2. Sept. (WB.) Die vereinigten Gewerkschaften sandten zum Reichspräsidenten Ebert eine Abordnung, um ihm die Wünsche der 'hiesigen Arbeiterschaft zum Steuerabzug zu unterbreiten. Reichspräsident Ebrrt erklärte, daß er die Wünsche der Arbeiterschaft nach Erhöhung des existenzfreien Einkommens bzw. prozentualen Herabsetzung des Steuerabzuges der Reichsregierung übermitteln und sie bitten werde, diese Wünsche ernstlich zu prüfen, auch die Wiüniche auf entschiedenere und schnellere Durchführung der Steuergesetze, die die Kapitalisten treffen. Die Kieler Genossen gegen Noske. Kiel, 2. Sept. (Wolff.) Die Hauptversammlung des sozialdemokratischen Vereins Gvvß-Kiel beschloß, auf dem kommenden sozialdemokratischen Parteitag in Kussel die AusschließungNvs- k e s aus der Partei zu beantragen und zwar wegen des Don ihm verfaßten Buches „Bon Kiel bis Kapp", das schwere Beleidigimgen der Kieler Genossen enthalte. Die Unruhen in Augsburg. Augsburg, 2. Sept. (WTB.) Rach den end-, gültigen Feststellungen der Polizeibehörde haben die gestrigen Unruhen im ganzen vier Tote gefordert. Ein Resultat über die angeblichen Schüsse »aus den Fenstern einiger Hauser liegt noch nicht vor. Die diesbezüglichen Zeugenvernehmungen dauern an. Die U. S. P. hat, wie der „Volkswille" mitteilt, die Betriebsräte aufgefordert, als Protest den General streik zu proklamieren. Zusammengehörige Wirtschaftsgebiete. Aus Hannover ward dieser Tage gemeldet: Am 26. August d. I. trat der Verkehrsausschuß der „Vereinigung Niedersächsischer Handelskammern^ im Sitzungssaale der Handelskammer Hamwver zusammen und befaßte sich mit der ton der Eisenbahndirektion Hannover auf ministerielle Anordnung in Aussicht genommenen Verseh rscinschränkungen für ten am 25. Oktober in Kraft tretenden Winterfahrplan. . Bei den Verhandlungen kam einmütig der Wunsch zum Ausdruck, auch in Zukunft die Ver- kehrs wünsche des niedersächsisch«: Wirtschafts- schaftsgebiets der Eisenbahnverwaltung gegenüber Blinder Haß. Roman von Alfred Sassen. (Nachdruck verboten.) Fortsetzung 23. Gehörten jetzt Rosen in ihre Hand? Nein . . Was würde sie hören müssen? Gewiß Schtveres und Bitteres — sie fühlte es an der dumpfen Qual, in deren Bann sie sich befand . . . Fräulein Anna ferm mit dem Tee. Nena aß und trank, was ihr vorgelegt toirroe. Dazwischen antwortete sie aus die Frage der Fr«m- din, wie sich der Verwundete in Davos beftnde —: es geht ihm gut, er iverte bald völlig gesund sein. Auch auf ein paar andere Fragen, nach der Schön- !heft der dortigen Gegend, gab sie Duslbmft, Io gut sie es vermochte. Plötzlich schob sie jedoch ihre Tasse Zurück, sah die scheinbar so wißbegierige Wirtin fei an und sagte: „So. Ich danke Ihnen für den Tee. Er war mir eine nnrfjdx Erquickung. Nun aber sagen Sie mir, was ich wissen muß/' Fräulein Reinsdorf kam um den Tisch herum und'setzte sich neben das junge Mädchen auf das Sofa. „Sie haben schm erraten, Kindchen, vitz etwas geschehen ist," begam: sie, „so kann ich mir eüic Einleitung ersparen. Jedes Wort einer solchen würde auch nur die Qual der Erwartu:^ tu Ihnen vertäu gen: . . . Also ich begab mich gestern nach mittag hinüber zu Frau Bovowsky, um zu oer- gemeinsam zu vertreten. Tie Eisenüahndirektwns Hannover bringt dieser Absicht tolles Verständnis entgegen: es darf angenommen werden, daß auch die andern für Niedersachsen in Frage kommenden Direktionen (Kassel, Magdeburg, Münster) den gleichen Standpunkt einnehmen werden. — Ueber den Zusammenschluß aller Berkehrsinteressenten dürfte bereits in der in nächster Zeit stattfiwenden Herbsttagung der Vereinigung Nieder!ächftscher Handelskammern endgültig beschlossen werden. So wie hierin das niedersäch|:sche Wirtschaftsgebiet sich in feinen hantelte kümmern als eine wirtschaftliche Etn- heit ordnet, dürste es auch gut sein, wenn die Handelskammern beider Hessen und Nassaus üt gleicher Weise vorgingen, um in den gemeinsamen Fragen auch gemeinsam Vorgehen zu können. Es käme hierbei sowohl Eisenbahnverkehrsweien :n Betracht, namentlich was gemeinsames Handeln gegenüber den Eisenbahndirektionen Kassel, Frankfurt a. M. und Mainz angehl, als auch die immer mehr in den Vordergrund des Wirtschchaftsaufbaus rückenden Fragen der Kraftwasserstraßen, der Stromversorgung, der rationellen Verwendung der hessischen Braunkohlenlager und der übrigen Bodenschätze. Der Mittellandkanal. Berlin, 2. Sept. (Wolff.) Im Ausschuß der preußischen Landesversanrmlung für den Mittellandkanal wurden die fünf vorgeschlagenen Linienführungen eingehend besprochen. Der Kampf drehte ^sich hauptsächlich um die Mittellinie und die Südlinie. Eine Mehrheit der Parteien für die eine oder andere Linie ist noch nicht zu ep* kennen. In den nächsten Tagen nimmt der Ausschuß eine Besichtigungsreise vor. Au» Hessen. rm. Darmstadt, 2. Sept. Der Abg. Lux (Soz.) hat an die V o l k s k a m m e r einen dringlichen Antrag eingereicht, in welchem die Regierung ersucht werden loll, alsbald ein Landesviehseuchengesetz vorzulegen, nach welchem sämtliches Klauenvieh versichert sein muß. U. a. sollen auch die Gelder der Viehhandelsverbände hierbei geeignete Verwendung finden. Die Zusammenstöße in zranffmt. fd. Frankfurt a. M., 2. Sept. In einer stark besuchten Versammlung nahm das Gewerkschaftskartell Stellung zu dem dlntvage ter Gewerkschaften auf Eintritt in den Generalstreik. Tie Vertreter lehnten mit 83 gegen 20 Stimmen den Generalstreik ab. Geschlossen für den Streik stimmten nur die Metallarbeiter. Tie Eisenbahner entschieden sich mit 3 Stimmen für ten Streik und mit 2 Stimmen dagegen. Gegen den Generalstreik stimmten neben anderen die Delegierten der Gemeindearbeiter, Bauarbeiter, Lederarbeiter, Handlungsgehilfen und Gastwirtsgehilfen. Mitbestimmend für die Ablehnung des Streiks war eine telephonische Mitteilung des Oberbürgermeisters, nach der das Reich für die Erwerbslosen 35 Millionen Mark bewilligt hat, die auf das Reich verteilt werden sollen. Frankfurt wird aus seinen eigenen Mitteln noch 21/8 Mill. Mark zuschießen. D:e Gelter sollen zur Beschaffung von Heizmaterial, Kleidungsstücken und als bare Beihilfen, nach genauer Prüfung an solche Erwerbslose gegeben werden, die langer als 20 Wochen außer Arbeit sind. Es kam in der Debatte zum Ausdruck, daß der Generalstreik das letzte Mittel bleiben müsse und daß außerdem gegenwärtig, bei den zum Teil mit großer Verkürzung Arbeitenden fein Streikwille vorhanden sei, so daß es mehr als fraglich sei, den Streik durchfuhren zu können. Ein Antrag der Mehrheitssozialisten, den Ertrag einer Arbeitsstunde den Erwerbslosen zur Verfügung zu stellen, wurde von einem Unabhängigen dahin erweitert, daß die gleiche Summe im BerhÄtnis ihrer Arbeiter, von den Unternehmern an das Arbeitsamt ab geliefert und die Bert ilung nach genauen Richtlinien von einer gemischte:: Kommission vorgenommen werten solle. Dieser Antrag wird sofott in Angriff genommen, genau durchteraten und in der nächsten Gewerkschaftsversammlung zur Abstimmung gebracht werden. Tas Gewerkschaftskartell gab ferner ungeteilten Sympathie für die Erwerbslosen Ausdruck. Eine Kommission wird sofort morgen mit ter Stadtverwaltung in Verbindung treten, um die Forderung ter Erwerbslosen nachdrücklich zu unterstützen, vor allem ater auf die Beschaffung von Arbeitsgelegenheit zu bringen. Weiter wird die Kommission sich ebenfalls sofort mit dem Polizeipräsidenten in Verbindung setzen, um eine restlose Aufklärung der blutigen Vorgänge am Mittwoch herbeizuführen. Frankfurt a. M., 2. Sept. (Wolff.) Von den bei den gestrigen Kundgebungen der Arbeitslosen Schwerverletzten sind inzwischen fünf, darunter eine Frau, im Krankenhaus gestorben. Gestern abend wurde ein weiterer Waffenladeu in der Fahrgasse ausgeplündert. Mehrere Rädelsführer wurden verhaftet. In das Kvanfenhaus finb ferner vier Schwer- unb acht Leichtverletzte eingeliefert worden. suchen, in Ihrer Sache, liebes Kind, ein Wort zum Guten zu reten. Was ich sagte, weiß ich kaum noch, — es ist auch belanglos, dem Unglück gegenüber, das sich ereignet hat —" „Ein Unglück —" sprach Rena tonlos nach. Tas alte Fräulein griff nach ten Händen des jungen Mädchens, dann na'hm sie einen Anlauf und fuhr entschtosfen fort: „Der Unterredung wohnte auch Ihr Vetter Oskar bei. Stun:m schritt er unablässig im Zimmer auf und meter — em paarmal war's wohl, als wollte er eine Bemerkung dazwischen werfen — allein er wandte sich immer wieder ab und murmelte ein paar unverständliche Laute in sich hinein. Da plötzlich eine zuckende Bewegung in seinem Körper — er griff mit der Hand nach dem 'Mund', preßte mit entsetzter Gebärde das Taschentucb an die Lippen — vergebens — ein Blutsttom brach hervor —" „Nein!" schrie Rena in marferschüttemtem Tone aus. „Himmlische Barm'herzigfeit — das — das —" Das alte Fräulein folgte dem jungen Mädchen, das sich, wie sortgestoßm, ein paar Schritte vom Sofa entfernt hatte, und wollte den bebenden jungen Körper mit tröstendem Zuspruch an fjcb ziehen Rena wehrte jedoch mit beiten Häitten ab Bis zur Wand wich sie zurück — in einem Winkel zwcschen dem Ofen und einem © thron f stand sie eingeklemmt — aus ter halben Dämmerung Aus Stadt und Land. Gießen, den 3. Sept. 1920. Veranstaltungen. Freitag: Hotel Einhorn, 7 Uhr, Gießener Waldbühne, Komtesse Guckeri. — Caf6 Leib, 8 Uhr, Konzert und Vorstellung der Medick-Meidincser. — Lichtspielhaus, „Darwin". — Lichtspiele Seltersweg, wie geifern. ** A mtl iche Personalnachrichten. Ernannt wurde am 26. August der Studien rot am Landsraf-Ludwigs-Gymnasmm und außeretats- mäßige außerordentliche Professor bei ter theologischen Fakultät ter Landes-Universität Gceßen D. Dr. Freiherr August v. Gall zu Gießen zum ordentlichen Honorarprofessor bei ter gleichen Fakultät. — 3n den stttrhestand versetzt wurde am 23. August der Kreis-Oterwachtmeisfer Ludwig Schumacher auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner dem Staate geleisteten Dienste mit SBir&mg vorn 1. September 1920 an. — In den Ruhestand versetzt wurde der Rangiermeister Christoph Friesenecker in Nackenheim vom 1. September d. I. an. — Ernannt imtrte am 26. August ter Privatdozent der Landwirtschaft Dr. Mols Richard Walther zu Gießen zim außeretatsmäßigen außerordentlichen Professor an ter Landes-Universität Gießen. ** Aus dem Stadttheaterbureau. Wir wollen nicht unterlassen, darauf hinzuweisen, daß „Die P Uppen fee" am Dienstag, den 7., nachmittags 3V» Uhr, das letzte Kindermärchen ist, das vor Weihnachten zur Ausführung kommt. ** Milchlieferung. Infolge ungenügender Belieferung der Stadt Gießen mit Milch kann für Samstag den 4. September 19 20 auf die auf V- Liter lau- tendenMilchmarkenkeineMilch geliefert werden. ** Die Bersorgungs berechtigt en von den Gemeinden des Landkreises Gießen sind für Sonntag den 5. September, nachmtttags 2\'2 Uhr, zu einer Delegiertenversammlung aus dem Felsenfeller zu Gießen eingelaten. Siehe Anzeigenteil. ** Gießener Wald bühne. tu mals auf die heute abend 7 Uhr im „Einhorn" beginnende Wo hltäligkeits Vorstellung ter Waldbühne aufmerksam. Die Aufführung des Lustspieles „Komtesse Guckerl" in Kostümen der Bfeoer- meierzeit ist, wie wir erfahren, liebevoll cingeübt, so daß ein genußreicher Abend in Aussicht gestellt werten kann. Ter Ertrag ist für die obevhessifchen Kriegsblinden bestimmt. *♦ Der Bauersche Gesangverein veranstaltet Sonntag, den 19. Sept., abends 5 Uhr, in ter neuen Aula der Universität ein Wohl- tätigkeits-Kvnzert. Der Reinertrag ist zur Schuhbeschaffung für arme Kinder der hiesigen Volksschule bestimmt. Ihre Mitwirkung l-aben zu- gefagt: Kvnzertsänger H. Müller aus Marburg und Pianist I. Hahn aus Gießen. Der Verein wird verschißene Kunstchöre von Abt, Hegar und Cuvti, sowie Volkslieder aus dem 15., 17. und 19. Jahrlstutoert singen. In Anbetracht des guten Zwecks sei der Besuch des Konzerts Freunden des Gesangs bestens empföhlen. ** Der Verein Hessischer Justi»- fetretäre hielt am 28. August zu Frankfurt a. Main seine diesjährige Hauptversammlung, die aus allen Teilen Hessens außerordentlich gut besucht war, ab. Ter Vorsitzende, Oberlantesgerichts- fefretär Koch, begrüßte besonders warm die feit 1913 zum ersten Male wieder anwesenden Kollegen des besetzten Gebiets. Er sprach ihnen den Dank des gemeinsamen Vaterlandes und besonders der Beamtenschaft für ihr tveudeutsches Verhalten aus, das umso höher angeschlagen werden müßte, als die Gefahr für eine vaterländische Gesinnung, wie das schandwürdige Urteil int Mainzer Spiv- nagepvozeß zeige, nicht gering sei. Seine Worbe gipfelten in der Aufforderung, die an tnc Beamten des besetzten Gebiets seitens ter Entente gestellten Zumutungen, Verrat am Vaterland an ten eigenen Kollegen zu üben, einmütig zurückzuweisen. Dte reichhaltige Tag 'sordnuirg löste zu den wichltg- ften Punkten, B?soldungsresiorm, Amtsbezeichnung, Neuorganisatton ter Ätstizbehörten und Arbeitszeit der Staatsbeamten, eine lebhafte Aussprache aus, die in zum Teil recht scharf gehaltenen Entschließungen ihren Ausdruck fanden. Der Vorstand wurde einstimmig wtetergewahlt. ** Karlcheu Vortrag. Der Kaufmännische Verein, Ortsgewerbeverein, eröffnete am Mittwoch Abend in der Neuen Aula feine diesjährige!: Vortragsabende durch den bekannten Humoristen der Münchener Jugend, Karl E t t l i n g e r, der bereits im Februar im Auftrag des Buntes zur Pflege für Literatur und Musik am gleichen Vortiags- tifchc las. Das Karlchen fand -diesmal ein noch weit zahlreicheres und beifallwilligeres Publikum, das den witzigen Satiren mit gespannter Ausineik- f am feit folgte, zumal wenn sie groteske Zeiteiftchei- nungen, wie die Tcmzwut, veralberten. Ueber das Wesen feiner Satire und ferne Vortragsart ist dem damaligen Berichte nichts hinzuzufügen. Man wird das Karlchen immer gerne hören, allein fchon ter vergnügten Gesichter und des gesunde:: Lachens wil- dieses Winkels leuchtete ihr Gesicht gefpensterhaft fahl hervor. „Er ist aber nicht tot —" fatn es würgend aus ihrer Kehle, „nicht wahr, er ist nicht tot —?! Tas darf — das soll nicht fein!" In leisem Ton, durchzittert von unendlichem Herzensanteil, aber bestimmt und tapfer sagte Fräulein Anna auch das letzte Wort, das noch gesagt werten mußte: „In der vergangenen Nacht ist er gestorben." Kein Laut von den Lippen des jungen Mädchens verriet die Wirkung, die dieser Sclstvert streich auf 'sie hervorgebracht. Sie wandte sich nur langsam um und kehrte das Gesicht der Wand zu-. So stand sie mm eine ganze Weile, ohne s:ch zu rühren — nidjt einmal ein Beben durchflog ihren schlanken Körper — es war, als leien ihre Glieder selbst im Tod erstarrt, von desien unbarmherziger Macht eben ein so trostloses Wort an ihr Ohr geschlagen. Tie alte Jungfer, die sonst nicht so leicht ten Kopf verlor, fühlte sich der stummen Größe dieses Schinerzes gegenüber hilflos. Auch sie stand wie gefesselt an ihrem Platz — sie »tollte zu der Aermsten hingehen und femnfe hoch nicht fort — wie vor einer Mutter stand f:e, die sie abtrennte von dem Winke., in dem das junge Mädchen ihrer Verzweiflung erlegen zu sein schien. „Rena — Rena — Sie müssen sich fasten —" len, von denen auch her trübseligste Zuhörer an* geftedt wird. ** Die Medick-Mei drn gersche bayerische Musik- und Poftengefellfaaft bringt ab kommenden Sonntag ein vollständig neues Programm. Was die Truppe bieten will ist fjarm# tote, aber sehr humorvolle Unterhaltung, und mer diese sucht, wird im (Saf6 Leib feine Ansprüche voll befriedigt ftnden. ** Die Deutsche Gemeinschaftsbewegung hat sich in ten letzten Jahren gewaltig ausgedehnt. Es gibt feine Provinz, in der sie nicht Fuß gefaßt hat. Auch in £) ter teilen sind in über 60 Orten kleinere und größere Gemeinschaften, welche zu einem obertefiiidrn Verband zusammeng'sc^o'sm sind. Dieser Verband feiert am (Sonntag ten 5. September, nachm. ^«3 Uhr, im Philosovhenwald sein jährliches Jugend- und Posaunenfest. (Siehe Wrzeige.) Wer sich gerne über Zweck und Ziel dieser Bewegmrg orientiert, ist herzlich für Sonntag eingeladen. Etwa 12 bis 15 Posaunen- und Gesangchöre werten mitwirken. ** Im Lichtspielhaus wird ein sechs- aktiges Drama „Darwin" gegeben, das ten etwa allzu populären Untertitel „Die-Abstammung des Menschen vom Affen" führt. Im wefentlichen aber bleibt ein an packenden Szenen reiches Kino stück, in dem die „Mfsenschaft" wie sie die Verfasser verstehen, nur im Traumbilte eine Rolle spielt. Ein unzivilisiertes schwarzes Weib und eine hochkultivierte Weiße stehen im Kampf um Leib und Seele eines zum Naturforscher gewordenen Geistlichen. Während er bei einem Negeraufftand verwundet, auf dem Krankenlager in Fiebervisiocken die Urgeschichte des Menschen durchlebt, wird ter Konflikt ohne fern Zutun gelöst; die Schwarze a> fttcht die Weiße, die er liebt, und wenn der „Äbb6" will, kann er wieder ins Kloster zurück gehen. ** Jubiläum. Nächsten Sonntag fmn Ernst Ruckelshausen aus (Steinber g auf eine 25jährige Tätigkeit als Sonntagsfellner tm Forstgarten zurückbtzicken. Landkreis Gießen. ** Lollar, 2. Sept. Die zur HvlzmWe gehörige Lumdabrücke, die das Hochwasser am 11. Januar ds. Is. zerstörte, hat Mühlew« besitzer Christ unter Leitung ter ÄllturInspektion Gießen durch Lollarer Hand Werfer mietet aufbauen lassen. Ter Verkehr geht wieder, wie früher, von der Kreissttaße Lollar—Daubringen aus über die her gestellte Brücke zur Holzmühle. Kreis Büdingen. h. Nidda, 2. Sept. Bahnhofsvorsteher i. R. Hammel feierte heute am Sedantage in seltener Rüstigkeit feinen 80. Geburtstag. Der Jnbüiar trat in jungen Jähren beim hessischen Arttllerte- korps ein, machte die Kriege hon 1866 und 1870/71 mit unb trat bim: in den Dienst ter Otel-hessische: Bahn. Nach ferner Pensionierung widmete er ferne Arbeitskraft :m letzten Kriege selbstlos ter Verwaltung des Lazarettes, dem Roten Kreuz, dem Kriegerverein, dem Veteranenverband Nü>da, teni Kasino, dem V. H.-C. Kreis Lauterbach. rr. Schlitz, 2. Sept. Ein gräßlicher Unglücksfall trug sich am Mittwoch abend im nahen Frau-Rombach zu. In einem unbewachten Augenblick geriet das 6jährige Töchterchen des Landwirts Sauerwein in ter dortigen Mühle tn eine Transmission, wobei es tetxtrtfge Verletzungen erlitt, daß ter Tod augenblicklich eintrat. — Hier ist ein Kons umverein im Entstehen begriffen, dem schon über 300 Mitglieder, meistens Arbeiter, bei getreten sind; er hat Anschluß gefunden an den Konsumverein Hersfeld. Auch die L.okalfrage, welche zunächst die größten Schwierigkeiten machte, ist nunmehr gelöst. Kreis Schotten. x Ul richstein, 1. Sept. Eine vom h:e- sigeii Kirchenvorfl and durchgeführte Sammlung zugunsten einer neuen Glocke ergab die Summe von rui:d 21 500 Mk. Die zur Zeit in Amerika ansässigen Söhn^ unb Töchter Ulrichsteins, ohne Unterschied des Bekenntnisfes, haben in hervor- cagenterh Maße zu dem schönen Ergebnis beigetragen. Aus allen Briefen bieferAuslanddeutschen leuchtet die Liebe und Anhäneftichkeit zum alten Vcrterlante und zum Heimotstädtchen auf den Höhen des Vogelsber^es hervor. — Die neue Glocke ist nunmehr be: der Firma Franz Schilling Söhne zu Apolda in Auftrag gegeben worden. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Dar rn st-adt, 1. Sept. Der 52. Ver< bandsta g b er Erwerbs- und Wirtschaftsgenossen schäften für die Provinzen Starkenburg und Oteihessen wurde heute nach- initlag von Verbmdsdireftor Sfein tm Fürsten- sail eröffnet f und zunächst eine Reihe geschäftlicher Fragen erledigt. Die Rechnung für 1920 werd genehmigt und der Verbcrndsdireftor entlastet. Ter Verbanbsrevisor G. Seibert-Wiesbaden inü) sein Stellvertreter Direktor Habickch-Darmstadt werdea wietergewählt. Tie Beiträge werven bim ten 'heutigen Verhältnissen entsprechend nicht unwesentlich erhöht; ter Dovanschiig für *180/21 findet Annahme unb erftatfet ter Verbandrevisor Bericht über die ausgeführten Revisionen. Es scht'vtz sich eine Ausspva^che an. rm. Lamper theintz 2. Sept. Ver- schwunden ist seit letzten Samstag bfe 60 Jahn alle Ehefrau tes Landwirts G. A. Griesheimer L rief sie endlich, aber ihr Ton dünkte fic selbst schattenhaft intb wirkungslos, und noch einmal* „Rena — liete Rena —" Ta regte sich das junge Mädchen. Sie kehrte sich von der Wand ab, kam heraus aus ih«m Schmerzensgefängnis, ten: Winkel. „Ja — ja," sagte sie mechanisch, „ja — ich höre —" Mit herzzerreißentem Ausdruck, der sich ^er in ten Grenzen einer wtoezwinglichen müden Starrheit hielt, nickte sie ter älteren Freundin zu und ftihr fort: „Ich trage die Schuld an feinem Tod — ich — ich — — weil ich fortging — dahin — zu dem andern. Daran ist er gestorben — darin —" Anna Reinsdorf chatte vvrausgesehen, daß dis junge Mädchen sich diesen vernichtenden BorwuN nicht ersparen würde. Nun sie aber die Selbstbezichtigung vernahm, in einem so unbeschrrib- lichen Ton gesprochen, erschrak sie doch. Siechob^beite Hände und riet: „Ater Kmd, Kind, wie können Sie so etwas sagen!" „Ich trage die Schuld daran —" „Tas ist ja nicht wahr! Sie hmrtetten, rote Sie mußten! Daß Sie jene Reise antraten, war ein Geb-! dm Sie sich nicht entziehen tonnten, ohne die L .ichten gegen Ihr innerstes und wahrstes Gefühl zu r-cr(efoen." (Fortsetzung folg:. Tfrema rocrfrcn morgen fortgefcfct. Handelsabkom ungarische Militärallianz den Schutz des Wmfferbrtm. TtoHerb. 1588,40 1591,60 1573,40 1576,60 Berlin Sbertb» Abend- Schluß- Schluß- 524, Unter dem Bich tungsgebiet an gegliedert. >igender Artikel, besonders des Artikels ,,T« Ntt Statt Karten. 014942 sofort ab Lager lieferbar. 9353 BL Rosenthal, Liebigstr. 13, Fenspr. Br. 77. Gießen (Licher Str. 23 I.), 3. September 1920. LLU. Ecke Aulweg. [9325 Fritz Nowack. 22,59 81,90 20,10 1.9. 12,30 6,30 14,25 10,- Ihre am Samstag den 4. September nachrn. 2'/, Uhr in der Iohanneskirche stattsindende Trauung geben bekannt 363,65 704,30 713,75 996,50 189,80 229,75 177,05 49,65 344,15 818,70 736,75 524,- 176,50 earfenfttrfe. Frankfurt IOrich . . . Amsterdam . Kopenhagen. Stockholm. Prag.... Wien .. . London . . 365,40 701,70 707.70 993,50 172,70 231,25 176,70 49,35 344,35 813,30 738,75 22,03 22,53 82,40 20,02 2. 9- 12,30 6,32 14,35 10,10 Augenarzt Dr.Gros verreist b. 26. September 364,35 705,70 715,25 998,50 190,20 230,25 177,45 49,75 344,85 814,30 738,25 2235 82,10 20,14 ’ ättüd gehör " sMlkg tun ötetnber g (In einem Teil der Auslage roieb.*r(ptLJ Eine Tagung der Heeres- und Murlne- fanrrnrr. Berlin, 1. Sept. (WTB.) Heute vormittag traten die Mitglieder der vorläufigen Heeres - und M a rine ka innrer vereinigt zu ihrer ersten Tagung im Reichswehrministerium zusammen. Nach Eintritt in die Beratung mürben verschiedenartige Ansichten über die vorläufige Geschäftsordnung geäußert. Entgegen der zutage getretenen Auffassung, als handele es sich bei der Heeres- und Marinekammer um eine Körperschaft von parlamentarischem Charakter, nnrrbe von anderen Vertretern bemerkt, daß die Kämmern zunächst nur vorläufige seien und vom Reichswehrminister zusammenberufen würden, um bei dec Beratung von Gesetzen mitzuwirken und Wünsche und Anregungen der Truppe zur Sprache 364,60 700,30 706,30 991,50 172,30 230,75 176,30 49,25 343,65 811,70 737,25 21,97 22,47 82,20 19,98 Bekanntmachung. Donnerstag, den 9. September, vormittags um 10 Uhr anfangend, soll das der Gemeinde Eberstadt gehörige Obst, bestehend aus Aepfel, Dirnen und Zwetschen öffentlich meistbietend versteigert werden. Zusammenkunft am Ort sausgang nach Dorf-Güll. Eberstadt, den 2. September 1920. 9354 Bürgermeisterei Eberstadt. Lö brich Neu eingetroffen: Weitze Tischtücher und Servietten bedeutend nachgelassen. 5ranfcfe:: a. Bl., 3 Septbr. Devisenmarkt. Hochschulnnchrrchten. mc. Frankfurt a. M., 2. Sept. Privat- tazent Tr. meb. et. phil. Richard SBcgelter ist zum Abteilungsvorsteher am anatomischen llni- verfttätsinstitut ernannt worden. AuS dem Amtsverkündigungsblatt. ** Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 125 vom 2. September enthält: Gesetz über die Entwaffnung der Bevölkerung. — Viehseuchen. — Dienstnachrichten des Kreisamts. — Feldschutz in Hungen. — Feldbereinigung Langd. Maul-und Klauenseuche. In Mün- fter ist die Maul- und Klauenseuche amtlich fest- gestellt wurden. Es wird gebildet ein Sperrbezirk, bestehend aus der Gemarkung Münster, und ein Beobachtungsgebiet, bestehend aus der Gemarkung Röthges. — In Bellersheim ist die Seuche erloschen. Die Gemarkung Bellersheim wird aus dem Sperrgebiet ausgeschieden und dem Beobach- ®eTb Brie' 2. Sept. Anna Kammer Fritz Greulich ZirrMiMimu am Baurn gegen Barzahlung Samstag den 4. d. M. 121/« Uhr Leihgestern» Weg 21, Paris, 2. Sept. ^WTB.) Aus London Daily Herold" eine De- WWlWW Schützt eure Tiere vor Ansteckung und rettet die erkrankten Tiere von der jetzt überall sehr bösartig auftretenden Maul-und Klauenseuche! Zu diesem Zwecke verlangt möglichst rasch das vielfach erprobte Seil- und Schutzmittel „OHA" das sich bisher überall gegen diese Seuche laut zahlreichen Zeugnissen und glänzenden Gutachten ausgezeichnet bewährt hat. ,,Oya" mit Gebrauchsanweisung, ausreichend für mehrere Tiere, franko geg. Nachn. M. 28.20. Prospekte a. Wunsch sofort gratis. Zu beziehen ans d. St. Georgs-Apotheke von Apotheker Armin Hlrth InHeidingsfeld b. Würzburg. Vertreter werden überall gesucht. VMe itn. lie M Schill»! e das $jo(hn»iti orte, Hai MhsZ ^ilturinfpeftiol wieder an1! wieder, wie rrfihs Gingen au« fite nühlc. !N. hossvorstcher i. 1 Mlage in seltoe tag. Der AM Kiin&n SmII-v : IM unhl870.il 1 der ng widmest ti te stbsävs der St- Mn Sm, fr itfxinb M», btc Käufe infolge der hohen Preissorderungcu nur sehr schwer getätigt. Erste Hypocheken sind reiclüich zu halben, dock fehlt hier die Nachfrage. Zweite Hypotheken auf gute Objekte Sonnten ebenfalls leicht tlntergebracht irerben. Die Geldflüssigkeit aus dem Hypothekenmarkt hat übrigens gegen di2lkt Bad.Anilin-u.Soda Höchster Farbwerke Elektr. A E. G.. . Schuckert-Werke. . Felten-Guilleaume Daimler...... Bud-Gifenw.-Akt. Adlerwerke .... 4°/,Hest.2taatsanl. (Electron Griesheim Markustieruttgs». Datum: Suche größeren tzrennholzbestand (Buche, Eiche) gegen Barzahlung zu kaufen. Schrift- liche Angebote unter 014925 an den Gießener Anzeiger. 6te von etsern GeftySftsgang am formet tag nicht mehr $urüdgefcbrt ist. Alle Nachforschungen blieben bisher ergebnislos. Das in der vorigen Woche dem Landwirt PH. Ehret aus dem Ltalle ge- stobleuc Rind wurde jetzt in Sandhofen ermittelt und der Dieb verhaftet. Hessen-Nassau. Feierschichten bei der Straßenbahn. fb. Fran kfurt a. M., 2. Sept. Da bei der Straffen bahn erhebliche Betriebseinschränkungen vorgenommen worden fmb( iit das oorhan.enc Personal zu groß. Um Entlassungen zu vermeiden, wurde bekanntgegeben, daff jeder Bedienstete an zwei Tagen im Monat unter Ausfall der Zahlung auszusetzen hat. Abßelehnter Generalstreik. fb. Frankfurt a. M., 2. Sept Der von den Unabhängigen und Kommunisten als Protest gegen die gestrigen Vorgänge geforderte Generalstreik ist abgelehnt worden. Zn verschiedenen Betrieben wurde heute vormittag passive Resistenz geübt, doch am Nachmittag überall wieder gearbeitet. Eine Gewerkschasts Kartellversammlung brsafftc sick am Abend mit derselben Frage: bei dem Oberbürgermeister sollen im Sinne der Erwerbslosen vermittelnde Verhandlungen e in» geleitet und namentlich für die Bereitstellung von Notstandsarbeiten Schritte unternommen werden. Der Generalstreik in Hanau. X. Hanau, 2. Sept. Nachdem der Magistrat dem Beschlüsse der Stadtverordneten, allen Beamten, Angestellten und Arbeitern mit einem Einkommen bis zu 15 000 Mk. eine Zulage von 10 Proz. zu gewähren, nicht beigetreten war, sand beide eine weitere Sitzung der Stadtverordneten statt. Die sozialdemokratische Fraktion gab die Erklärung ab, daß sic tief erschüttert hierüber die Stellung des Magistrats in Frage ziehen werde Im Interesse der Stadt Hanau stelle sie aber noch den Antrag, denO der Präsidenten der Provinz Hessen-Nassau zu bitten, die V e r - Mittelung in dem ftonfliftc mit der Arbeiterschaft zu übernehmen. Inzwischen hatten sich die vor dem Rathause angesammelten Massen noch vermehrt, die Stimmung war sehr erregt. Es wurde gefordert, daß ein Mitglied der sozialdemokratischen Fraktion zu den Massen spreche. Dies geschah, wobei Zugeständnisse gemacht werden mußten. Der Antrag, den Oberpräsidenten um Uciernahme der Vermittlung in dem Konflifte mit der Arbeiterschaft zu bitten, wurde von den Sozialdemokraten zurückgezogen, von den Demokraten aber ausgenommen und bei der Abstimmung auch angenommen. Der Oberpräsident wird, wie telegraphisch sestgestellt werden konnte, Freitag nachmittag in Hanau ein treffen und vermitteln. Ein Antrag der kommunistischen Fraktion, dem Magistrat, insbesondere dem Oberbürgermeister Hild, das alleri'chärsste Mißtrauen auszudrücken, ferner den Magistrat mit den besoldeten Magistratsmitgliedern zum Rücktritt auszu- fordern, fand mit 19 gegen 12 Stimmen Annahme. Die Kommunisten hatten zuvor die Erklärung abgegeben, daß sie bereit seien, in den Magistrat mit einzutreten. Tie Vornahme der Neuwahl des Magistrats soll in einer morgen nachmittag stattfinbenden Sitzung erfolgen Der Magistrat wird wo bl von der sozialdemokratischen und kommunistischen Fraktion gebildet werden. Geld Brief Datum- 1. Sept Donauverkehrs übernimmt. Dies sei, so schreibt der „Daily Herold", direkt ein Schlag gegen den britischen Emftutz auf bat Donau handel. Frankreich das sich bemühe, 'Jiwtemen und Ungarn wieder nMher zu bringen, verfolge befrei den großen Plan einer Gruppierung gegenrevolutionärer Kräfte. Ter „99tatm“ erklärt zu dieser Meldung, daß sie teils Dotzefreit, teils Irrtümer enthalte. In dec Frage der Organ isatiou eines neuen Europas sei England mit ben großen Staaten Deutschland und Rußland beschMigt Foankreich dagegen bemühe sich, entsprechend lernen Ucbedieierimgai, ein Hort der Meinen 'Rationen zu sein Rrisc tzeS ßrlGifchcn KSni«Sw»arS nuch Brasilien. Paris, 2. Sept (WDB.) Wie der „Tcmps'' aus Brüssel meldet, hak das belgische K)- nigspaar an Bord des brasilianischen Panzerkreuzers „Sz. Reick)sanl 79,50 Thema werden morgen fortgesetzt mc. Frankfurt a. M^,2 Sept. Auf dem Frankreich als „Hort der kleinen Nationen". Fmmvbrlrenmarkt herncht m den letzten Wochen nahezu vollkommene Ruhe. Es finden . . .__. - • . , . ?aum Verlause statt. Gesucht sind einzig und allein beruhtet, daß Hcrakd emc De- Häufer, in denen svfon eiste Wohnung beziehbar, ®ten oerfr^ntt icht wonach das s ran - ist. Andere werden kaum gefragt. Auch auf dem >öslsch-ungar 1 sche ^ndelSabrom. Grurrdstücksmarkl herrscht stille. Hier wird besse- j"« abgeldMcn . roortxm jei(. Das ^mmat res Gartenland zwar dauernd gesucht, jetwch werden j **T- Sport. HcrbstriLern des Südd. NuderverbanocS. Kmmnenden Sonntag wird m Frankfurt das Rennen um den Städte-Achter-Wanderpreis des Kommerzienrats Karl vo-n Opel ausgetvagen, in dem tne mer besten dstsiährigen Achter-Üillmn- schäften des S. R.-V. starten inerben: Offenbacher und Mannheimer „Vorwärts"^ Mamzer „Fortuna" uno Frankfurter „Borussia" Tie Regatta- Vereinigung Frankfun, die dieses Rennen ins Leben gerufen hall bringt außerdem noch 4 Rennen zum Auslrag: Alte-Herren-Einer zwischen Ph. Heidt Frankfurter „Borussia"), und Z. T reif uff (Mannheimer ,vorwärts") Herausforderungs-Einer ztmschen Lerbands- mciftcr Z. Muhr (Mainzer „Jonuna^^ und K. Heuser (Frankfurter „Borussia^, Gastvierer mit 5 Booten und Schüleroierer mit 4 Booten. Tie Rennen beginnen 21/» Uhr mit den Borrennen für den (fknttnerer. Die Preisverteilung sind et um 6 Uhr in der Halle des Turnvereins Sochisenhausen statt. ach. m gtiföite litt’ ' Jlitttirod) Md 15 » totem imdemM ! je TöchterHw ft-1 üorttgen Mle r ■ kantige StiltStr- 9 Md) rnttral - ■ i im (5ntMen bfj itglieder, meistens > 1 AufÄuß >zcw-A irsfidi). Auch k ■ größten Ä» ■ in. *. Eine vorn » I -führte ©ammh® ■ c ergab bieSum^ | ir Zeil in 2mer.: 1 r Ulrichkirms^V haben M Xtre.' . «m II >sxiAu--IonbdenlM n iglMt M | Wdtchen M Ml. - "*■ firma I rag gegeben wttc ■ lheinhki'skll. ept. Ter 52 r-M und $hr' ■ •tt für » »Kl enMteheu^I et.in m «I ireklor erE ^iesbtdrn v^' V ’21I t ItttfW 651 2. “Äg, Paris, 1. Sepi. tWTD/> Wie die „ZüsormoM fron" aus Rom meldet, sind die serbischen Truppen bei Skutari vollständig von den albanischen Truppen geschlagen worden imb mußten fast das gesamte Gebiet, das sie besetzt hotten, räumen. Man verzeichnet das Gerücht, daß Griechenland und Jugoslawien ein Geheimabkommen geschlossen hätten, nach dem in einem vereinbarten Augenblick Südalbanien von griechischen Truppen und Nordalbanien mit Einschluß Von Skutari von jugoslawischen Truppen besetzt werden soll. Wie der „Temps^' aus Sofia meldet, werden sich einige bulgarische Diplomaten nach Belgrad begeben, um den Mschluff eines Abkommens v-orzuschlagen. Bulgarien habe außerdem bei den Alliierten Schritte unternommen, um vom Völkerbund zu gelassen zu werden. Die Lage in Mesopotamien. London, 1. Scp'- (WM.) Reuter, lieber bie Lage in Mesopotamien meldet daS Kriegsamt: Ter erwartete Angriff auf Samawah ist rtvrf) nicht erfolgt. Eine Anzahl Schiffe mit Lebensmitteln erreichte die Stadt. Nördlich von Bagdad nehmen die Unruhen zu. Samara soll unrzingell sein. Nordöstlich Bagdad wurde der Balisthof von Bakuban mitsamt der Eisenbahnstation wieder genommen. Die Stadt war durch die Aufständischen geplündert worden. In Nv rdwe st v e r si e n matten sich die persischen Kvsaken in Mendschil wieder kampfbereit. Die roten Truppen verfolgen sie nicht. Durch Erkundungen wurde festgestellt, daß innerhalb 22 Meilen um Mendschil, kein Feind steht. Ein Attentat gegen Muftafa Kemal Pascha? Konstantinopel, 2. Sept. (WTB > HaoaS. Nach hier umlaufenden, jedoch mit Borsicht auf* zunÄnnenden Gerüchten soll gegen Mustafa Kemal Pascha ein Attentat verübt worden sein. Er sei vcki zwei Kugeln getroffen worden. Ein Kommuniftenkonareh der Oftvölker. Paris, 2. Sept. (WTB.) Nach einer Radiomeldung -aus Dakuist dort ein Ko m m u n i ste n- kongreß der Ostvölker zusammengetreteii, woran 4000 Delegierte teilnahmen. Explosion auf einem Sowjetfchlachtfchiff. Paris, 2. Sept. DTB.) Nach einer Rabio- uieldung «ms Helsingfors hat auf der Re^>e von Kronstadt an Bord desSowjetschlachtschis- tes „Note Morgenröte" eine Explosion stattgefunden, durch die 130 Mann der Besatzung getötet worden sind. Der Kampf der Iren. Dublin, 2. Sept. (WTB.) Die in Limerick im Hunger st reick befindlichen Sinn- feiner wurden bewußtlos in Freiheit gesetzt. ZeitungSftreik in England. London, 2. Sept. (WTB.) Die ZcttungS» Verleger in Manchester und Liverpool drohen eine allgemeine Aussperrung an, falls tne Setzer bis Freitag die Arbeit nicht ausgenommen haben. Die „Frankfurter Zeitung" im besetzten Gebiet verboten. Mainz, 2. Sept. (WTB.) Laut „Echo du >sthin" hat die R Hein land kommt sston am (S>nmb des Artikels 14 der Ordonnanz-Nummer 3 am 30. August beschlossen, die „Frankfurter Zeitung" für die Dauer eines Monats frjm 3 September ab im besetzten Gebiet zu .verbieten und zwar auf Grund von verschie- enen, in dem Blatt in letzter Zeit erschienener imb für die Besatzungsbehörden angeblich belei- Ä i* (( und r £ I £5 fr -j) M ?OS-1 lud I »«S« «51 \ Schlagbarer Fichtenbestand gegen sofortige Barzahlung zu kaufen gesucht. Schrist- liche Angebote unter 014926 an den Gießener Anzeiger. Obstkeltern,Obstmühlen^trohschneider Rübenschneider, Häckselmaschinen Dezimalwagen, Jauchepumpen billigst Rudern. Ter Verein R u'd e r s p v r t Gießer 1913 e. B veranstaltet eine interne Regatta unter Beteiligung mehrerer Lahnvereine am Sonntag den 5. September. Anfang 3 Uhr nachmittags — Deutscher Jugendbund Gießen. Die turnerischen und fportlicl^n Veranstaltungen anläßlich des ersten Stiftungsfestes des Deutschen Jugendbundes Gießen, Provinzialoerband für Oberhessen, finben am 19. September aus dem Sportplatz des Vereins für Rasenspiele 1900 e V statt. Sie bestehen aus einem Dierkamps in Leichtathletik (Hochsprung, Kugelstaff'N, 100-Meler-Lous und Weitsprung) und einer Staffelte rund um Gießen. ---- Aunst und wiftrnschaft. — Eine Max Klinger-Gedächtnis- ausstellung veranstaltet vom 20. August bis 15. September 1920 der Kunstverein zu Kassel. Tie Ausstellung zeigt außer schönm Handzeichnungen das gesamte Radierwerk des Meisters, nämlich die großen Zyklen: Opus II. Rettungen Ovidiscber Opfer; Opus III. Eva und die Zukunft: Opus IV. Jntemrezzi: Opus V. Amor und Psyche: Opus VT. Ein Handschuh; Opus VII. Landschaften: Opus VIII. Ein Leben; Opus IX D-vamen: Opus X. Eine Liebe: Opus XI. Vom Tode I; Opus XII., Opus XIII. Vam Tode 11. Brahms-Fantasie; Opus XIV. Zelt. — Dank reicher Beteiligung von Privatbesitz und Kunsthandel ist hier ein Klinger-Werk zusammengekom- men, das in dieser Vollständig kett in der Provinz wvhl kaum gezeigt werden kann. mc. Fran kfurt a. M., 2. Sept. Trogern der Magistrat die Benutzung der städtischen Theater als Kino aus künstlerischen (Gründen abgelehnt hat, wendet sich der Bürger- Ausschuß als Träger des Gedankens nunmehr in einer Eingabe an die Stadtverordnetenvcrsamm-- lung. Im Interesse unserer städftschen Theater wird hoffentlich auch hier die Eingabe öre gebührende Ablehnung erfahren. handel. Berlin, 2. Se^t. Börsen st. immungs- bild. Die gestrige Abschwächung scheint bereits wieder überwunden zu sein. Das Geschäft läßt sick, namentlich in den zu Einheitskursen geben» beiten Industriewerten wieder lebbaft an. Im Gros;verkehr waren 'heute Otckvi und im Freiverkehr Deutsche Petroleum im Mittelpunkte stehend, die bei geräuschvollem Geschäft aus Gerüchte von dem endlichen Beschluß der bekannten Abftndungs- verhandlungen erheblich stiegen. Bon M-ntan- roerten waren Bochumer, Mannesmann, PH»nix und Thale wesentlich HSHer, dagegen waren von Schiffayrtswerten Hansa, Australier und besonders Argo, letztere in Rückwirkung der tiorrotgegangenen starken Steigerung, niedriger. Chemisch?, Elektro- und Metallwerte waren bei Schwankungen im allgemeinen gut behauptet, doch waren Augsburg- Nürnberger erneut nachgebend. Bon Valutawerten waren Dallimvre erheblich steigend. Sonst war das Geschäft in Schwankungspapieren etwas niebriger bei leicht schwankenden Kursen. Vom Rentenmarkte ist nichts von Bedeutung zu melden. Frankfurt a. M., 2. Sept. Börsen- fti m m un g s bi l d. An der Abendbörfe entwickelte sich Wicker lckhaftes Geschäft in Montan- papieren. Bei regerer Nachfrage tonnten Bochumer mit 550, Buderus mit 425 je 5 Proz. anziehen. Phönix Bergbau ebenfalls fest 500, Mannesmann 447 (— 1 Proz.). In den übrigen Aktien dieses Gebietes war die Kursbewegung bescheiden. Adler- werle .Aeyer büßten weitere 3 Proz. auf 245 ein. Hamburg Pakettahrt nvrietten 186,75, Nwrdd. Lloyd 179 (— V» Proz.), Otavi^Minen 360, Schrnttungdahn find nrtt 682 2 Pvoz. gebessert. Im freien Verkehr fiel die große Nachfrage nach Gebrüder Fahr auf, welche von Seiten der Großbanken ansehnlich höher gingen, 262 bis 273. Deutsche Petroleum 1440, 1465 lebhaft. Bur--- aftien 211. Baltimore Ohio stiegen mn 9 Proz. aur 340. Der Einheitsmarkt verkehrte in nnregel- mäpiger Haltung. Es stellten sich höher: Metall Aetzwerke 10'.« Proz. «"ISO), Schuhs. Aug. Wessels notierten 299, Fränkische >L>chuhf. 254, Metallw. Bingwerke 255^50, Zellstoff Afchafienburg 397 zu bringen und zu begutachten. Durch den Vor- litzenden wurde die Rechtslage in ähnlichem Sinne im einzcknen dargelegt. Zur Beratung lag ein Ent Wurf zum Wehrinachtveriorgungsgrsetz vor. Nach-, . - __ dem die einzelnen Paragraphen dieses Gesetzent-1 dec Rhein lande" vom 22. August. An- «. Verkauf von Möbeln, Slntiqttitäten, sowiettebernabme ganzer (ylnri (Stellengesuche] Erfahrener Polsterer u. Dekorateur, selbständig. Arbeiter, i.ungekuudigier Stellung, sucht sich zu verändern. Schr. Angeb. u. 014946 an den Gietz. Anz. Äeltere Fran sucht für vonn. Beschäftigung, evtl, mit Mittagessen Schristl. Angebote unt. 014963 a. b. Gies;. Anz. Verkäufe | Die Auftraggeber kleiner Verkaufs-Anzeigen werben flebeten, unter allen derartigen Angeboten ihre Adresse (Straße, Hausnummer und Stockwerk) zu veröffentlichen. Soll die Adresse verdeckt bleiben, so wolle man schriftliche Angebote unter der Unieigennummer fordern Auskunft über Adressen u. s. f. durch die Geschäftsstelle kann nicht erteilt werden 1 Arbeitspferd (Stute) au verkaufen ei,,e5J Müblstraste 23. 1 Pferd [Oldenburger Stute), la., mit Fohlen zu verkaufen. Schrifil. Angeb. u. 014939 an b. Giefrener Anzeiger. iunoc Wolfshunde billig zu verkaufen. 01 un Hotel G onhcrzoa. 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Das Derby !-> -.Vf-:-’.'.'.."-, WA .-.LM M \ 4 Akte. 4 Akte. 9364c Ab morgen: W 8 mESer Higieruf Sensation. Kriminalfilm in 5 Akten. Ferner: „Sie KM» als Ankläger“ Sensations-Film in 5 Akten. Wiederum ein Programm, das jeden Besucher in Staunen versetzen wird. 3. Der große amerikanische Schlager Bur Bill al im Riesenrad Entlaufen zwei braune balbgrotze Hunde l§Wicls). Wiederbringer erhält gute Belohnung. 9367D Sfirfll. BenHemmet £16. Wir eröffnen am Montag den «. September, abends 7'/, Uhr, in der Bezirksschule, West-Anlage, einen Wngrrkursus in Gabelsberaer Stenographie für Damen und Herren. IlntcrrichtSgcld 15 Mk. Anmeldungen an d. Borsitzenden, Herrn Richard Hasenkrug, Kaiser-All. 22, ober zu Beginn d. Kursus im Unterrichtslokal erbet. Babelsberger Slenographen- verein m 1861 ”“c u. Dameovereio Babelsberger 111. Ortsgruppe Gießen. Der für Sonntag, 5. Sept, nnbernumte Ausflug nach Qntanho.eü fällt wegen bei- dort stattsindeuden Kirmes aus. [9348c Der Vorstand. V.f.B. Heute Freitag, 6- Sept., ab. 8V2 Uhr: ZchmmeilkMst im „Pfälzer Hof". WtigeBchreßung. Siebener Wslldiihne. Leitung: Dr. Bornbeck. Die Gietzener Wald bühne veranstaltet heute, 3.9. 20, abead 7 Uhr im Saale des Hotels Einhorn die Aufführung Uomteh Guckerl. NB. Wegen des groben Andranges empfiehlt es sich, die Karten im voraus zu besorgen. [9370 Verein Rudersport Gießen 1913/e.V. Interne Regatta iwit. Beteitigung mehrerer Lahnvereine am Sonntag den 5. September Anfang 3 Uhr nachmittags. B3Sl Start: am Felsen. Ziel: Bootshaus Rudersport. MlWWklM- 5 Kirchweihfest «r 5. und 6. September | zu Weitershain bei Gastwirt Adant Lang. (Es laden freunbl. ein die Burschenschaften. Für Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. MWUSMO- M MMM am Sonntas den ö.Scpt. nachm. 2V2 Uhr int Philosophenwald, Metzen Etwa 14 Pofaunenchörc und 16 Gesangvereine der bemfdren Gemeinschaftcu werden Mitwirken. Bei ungünstiger Witterung findet daS Fest im grogen Saale daselbst statt. [014947 .......Eintritt frei für jedermann. == FürStotternde 9(m Mittwoch, dem 8. ds. Mts., von 9 Uhr vorm. bis 7 11 Nr nachmittags halte ich nochmals SflleMM« I« Si^ell M WMfstzslt ab. Ich bitte alle Leidenden, sich vertrauensvoll an mich zu wenden, da es mk in nächster Zett nickt möglich sein wirb, nochmals in Giefien Sprech' stunden abzuhalten. Da meine Methode auch in (Siesten und Um «egend von vielen Hunderten Stotterndeo angewandt ist, bitte ich diese Svrachlerdende am meine varläusta letzten Sprechstunden in Gienen aufmerksam zu machen, damit dieselben vor unnützen Geldausgaben bei gewissenlosen ven künttiern geschützt bleiben. . Als ehemaliger schwerer Stotterer ist es nur gelungen, eine Methode zu erfinden, womit Stotternde sich selbst in kurzer Zeit von dem unseligen Stoiterübel befreien können Bei .Kindern kann das liebel durch die Eltern beseitigt werden. Tausende haben sich bereits durch meine Methode von dem lästigen liebel befreit. Täglich laufen Dankbriese von Geheilten, Aerzten, Geistlichen unb Lehrern cm. Eine gröstere Anzahl solcher Briese ließt in den Sprechstunben zur gefälligen Einsicht aus. .. In meinen Sprechstunben wirb vollständig kostenlos Auskunft über meine Methode erteilt. Jeder Besucher wird einzeln empfangen und erhalt ebenfalls umsonst die von mir oerfastte Broschüre: „Die Ursache des Stotterns und Beseitigung ohne Arzt und ohne Lehrer, sowie ohne Anstaltsbesuch. Ein auf diesem Gebiete namhafter Pädagoge schrieb mir: „Ihre Methode müstte einen Ruhmes- und Siegeszug durch die Welt machen." 9356 Ludwig Warnecke Erfinder der Selbstunterrichtömethode f. Stotternde Hannover, Friefeuftr. 33. Fcrufvr. Süd 5371. Feier der 50. Wiederkehr des Tages von Sedan Samstag den 4. September abends 8 Ubr im Saale des Hotels Einborn MM: M. Dr. Vmer. M8O Eintritt: Numerierter Platz 2 Mark, Saal 1 Mark. Reinertrag zugnuttender Bezirksgruvpe Giesten beimattreuer Oberschlesier. Berkauf der Karten an der Abendkasse, Fernruf 1227. Alle nationalgesiunten Frauen und Männer, besonders die Beteranen 1870/71 sowie die Jugend find herzlich willkommen. Deutschnationale Dokkspartei Orlgrnppe Giehen. 9359c An die Benornigslimiiiiilti von ben ©emeiaben des LsvdkttiseS Eichen. Sonntag den 5. September, nachmittags 2'/, Ubr IckWkMklsllMlW auf dem Fclseukeller zu Gietzcn. Gleichzeitig werden die Landgemeinden gebeten, welche nicht in der Versammlung vom 29. August vertreten waren, je zwei Delegierte zu der oben nnbcfnuinten Versammlung entsenden zu wollen. 014972 Hammel. Wäeseck Gambrinus- Saal Sonntag den 5. Septbr. nachmittags b.3—6 Ubr: Gastspiel äerbayr. tamtiw vom Cafe Leib, Gießen Karten im Vorverkauf bei Gastwirt Braun. erspuri ä'Q «M « d.Gietzen 6 Vesaagdcreisr erben miiMiirfti. i ßndel dar ifelbft itattW 'nucinn. = lini "tzrhr Seien jatta Lähnvereim grober ittags. Rudersport, r. Wn ltl Saal i ME I I °^e- Fernruf isy, I Mannrr, I «Ö/71 ioroie bit | «timen. ■ ^spartet || ^en* $®0c U zu Sieben. ■ gemeinden j I erndl Ä*$ I in Siebe" Ä '' !nLtotleru> K- .«.rer IfAtf. ZL-Stz : ;tÄ Wcs j %*8*gS ;* Äibodk/L I ;LS« (N^La lb-d rnifr' -hsef eptember; ] shM lM Laug. ursche»schas^ [t bestens ge|org: I sseck rinus-Saal den 5. ®e)lbr, ,gö V.Z-SUbr ieWt Wem $ Gießen SBervertttui bei rl Braun..,«. SmtsDerfünöigungsblati für die Provinzialdirettion Gberhesien und für das Kreisamt Gießen. Erscheint nach Bedarf: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag. Nur durch die Post zu beziehen gegen MK. 2.50 vierteljährlich. Nr. 126 3. September 1920 Znhaltr-Uebersicht: Verordnung über die Preise für Schlachtvieh. - Bekanntmachung betr. die öffentliche Bewirtschaftung der Frühkartoffeln - Verteilung der Tierschutzkalender an die Schuljugend. - Fürsorge für Schwerbeschädigte bei Eisenbahnfahrten. - Anmeldung sämtlicher Ver. tnebenen aus dem Osten. - Rinderpest. - Dienstnachrichten. - Feldbereinigungen Hausen, Röthges und Langd. Verordnung über die Preise für Schlachtvieh. Vom 7. August 1920. Aus Grund der Verordnung über KttegsrnaßnalMeu zur Sick-c- rung der Vollsernährung vom 22. Mai 1916 (Recchs-Gesetzbl. S. 401) bin*. 18. August 191 / ^Reichs Gesetzbl. S. 823) roiti) verordnet: 8 1. Beim Verlaufe von Schlachtvieh durch den Viehhalter darf der Preis für 50 Kilogramm Lebendgewicht nid)t übersteigen: I. Bei Rindern: «verles Klaffe AI) kann nach näherer Aniveifung der Landes- 180 Mari, 240 Mari, 300 Mari, 340 Mari. 1. genug genährten Rindern, einschließlich gering genährten Fressern (Klaffe D)...... 2. angefleffchten Rindern < Klaffe C)..... 3 fleischigen Rindern (Klaife B)....... 4. vollflerschigen Rindern (Klasse A) Für auSgemäslete oder vollfleiichige Rinder höchsten Schlacht- zenlralbehörden ein Zuschlag bis zu 40 Äiart für 50 K'üogramm Lebendgewicht bezahlt werden. II. Bei Kälbern: 5. Schlachtlälbern im Alter unter 3 Aionaten. . 350 Mark. III. B ei Schweinen: 6. Scl.lachtschweinen (ausgenommen bei Vertrags- maft)............... 350 Biark. IV. Bei Schafen: 7. minderwerügen und abgemagerten Schafen (Klasse D)............. 200 Mark, 8. mageren und gering genährten Schafen sowie Zuchtböcken (Masse C)......... 260 Mark, 9. vollfleischigen und fetten Mastschafen sowie fleischigen Lämmern und Jährlingen (Masse B- , 310 Mark, 10. vvUsleischigen Lämmern und Jährlingen, Hammeln uno ungelammten Schalen Atlasse A) . . 360 'Mark. Die Landeszentralbehörden oder die von ihnen bestimmten Stellen können mit Zustimmung des Reichs Ministers für Ernährung und Landwirtschaft Abweichungen vvit den Preisen für ihren Bezirk oder Teile ihres Bezirkes vorschreiben und Rindvieh und Sckmfe in andere Klaffen einordnen. Akaßgebend ist der Höchstpreis des Bezirks, in dem sich die Tiere zur Zeit des «Vertragsabschlusses befinden. » 8 2. Tie im § 1 oder auf Grund deS § 1 festgesetzten Preise sind Höchstpreise im Sinne des Gesetzes, betreffend Höchstpreife. Sie schließen, vorbehaltlich anderer Regelung nach 8 3, die Kosten der Beförderung bis zur Verladestelle deS Ortes, von dem das Vieh mit der Bahn oder zu .Wasser versandt wird, sowie die Kosten des Einladens daselbst ein. § 3. Für die im § 1 oder auf Grund des § 1 festgesetzten, Preise erläßt der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft die näheren Bestimmungen. Er Eamt auch bestimmen, welche Rebenleistungen in den Preisen einbegriffen sind und welche Vergütungen für Rebenleistungen im Höchstfall geivährt roerben dürfen. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirlsck>aft kann Ausnahmen von den Vorschriften dieser Verordnung zulassen. 8 4. Tiefe Vewrdnung tritt mit Wirkung vorn 11. August 1920 in Straft. Mit diesem Tage treten die §§ 6, 7 und 9 sowie die Vorschriften der §§8 und 10 der Verordnung über die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse und für Schlacht- und Nutzvieh vom 15. Juli 1919 (Reichs-Gesetzbl. ,S. 647), fioireit sie sich auf Schlacht- und Nutzvieh beziehen, und die Vewrdnung über die Preise für Schlachtvieh vom 4. Juni 1920 (Reichs-Gesetzbl. S. 1122) bzw. 27. Juli 1920 (Reicki-s-Gesetzbl., S. 1478) außer Kraft. Berlin, den 7. August 1920. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft. Dr. Hermes. Bekanntmachung betreffend die öffentliche Bewirtschaftung der Frühkartoffeln aus der Ernte 1920 und bereit Höchstpreise. Vom 31. August 1920. Auf Grund der 8 1 und 2 der Verordnung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft über die Preise für Frühkartoffeln vom 14. Zuni 1920 (Reichs-Gesetzbl. S. 1204) wird hiermit im Einvernehmen mit der Reichskartvffelstelle bestimmt: Ter Höchstpreis für Frühkartoffeln aus der Ernte 1920 beträgt vom 1. September bis 14. September d. I. 22 Mark für den Zentner. Tiefer Preis ist Höchstpreis im Sinne des Gesetzes, betreffend Höchstpreise. Der Höchupreis gilt für die tn Hessen erzeugten Kartoffeln und für den Verkauf durch den Kartoffelerjeugcr. Er gilt für die Lieferung ohne sack sowie für Barzahlung beim Empfang: er schließt die Kosten der Beförderung bis zur Verladestelle des LrleS, von dem die Ware mit der Bahn oder zu Wasser «versandt wird, sowie die Kosten des Einladens daselbst ein. Für Lieferung gesackter Kartoffeln, ausschließlich Sack, frei Keller oes Beuellers, kann höchstens ein Zuschlag von 1,50 Platt SU dem Höchstpreis von 22 fötorE für den Zentner gefordert wer den. Bei Lieferung der Kartoffeln vom Lager eines Kommunal Verbundes, einer Gemeinde oder eines Händlers erhöht sich der Zuschlag von 1,50 Mark auf höchstens 2,50 Mark für den, Zentner. Bei Lieferung durch den Erzeuger innerhalb seines Wohnortes frei Keller oder an einen Ort im Umkreis von nicht »mehr als 4 Kilometern frei Keller darf der .dütfsckchag höchstens die Hälfte der im vorhergehenden Absatz genannten Sätze betragen. Darmstadt, den 31. August 1920. Landeskartoffelstelle. I. V.: Becke». Dem Ober-Bürgermeister zu Gießen und den Bürgermeistereien der Landgemeinden des Streifes wird empfohlen, vorstehende Bekanntmachung in ortsüblicher Weise zu verösfentlichen. Gießen, den 1. September 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Tr. Siegert. Betr.: Tie Verteilung von Tierschutzkalender an die Schuljugend. An die SchulvorMnde des Kreises. . Wir fragen an, wieviel -stück Tierschutzkalender für 1921 Sie für die dortige Schule bestellt wissen möchten. Ter Preis stellt sich diesmal infolge der stark vermehrten Herstellungskosten auf 50 Pfennig für das Stück. Für unbemittelte Kinder können wieder eine Anzahl Freiexemplare gewährt werden. Tie Feststellungen über die Gesamtzahl der von Zehnen gewünschten Kalender wollen Sie zur Vermeidung späterer Weiterungen recht genau machen. Es empfiehlt sich, ein genaues Verzeichnis mit NamenS- angabe der einzelnen Besteller anzulegen. Ihren Berichten sehen wir binnen 8 Tagen entgegen, da wir biS zum 15. September 1920 eine Uebersicht über den Ge- samtbedars des Meises vvrlegen sollen. Gießen, den 30. August 1920. Meisschulkommission Gießen. I. V.: Hemmerde. Bekanntmachung. Betr.: Fürsorge für Schwerbeschädigte bei Eisenbahnfahrten. Kriegsbeschädigte mit äußeren Schäden oder inneren Leiden, denen längeres Stehen schadet, sowie Kriegsblinde erhalten bei Eisenbahnfahrten auf Grund eines Ausweises Sitzplätze angewiesen. Ausstellung der Ausweise erfolgt bei der unterzeichneten Stelle auf Grund des Zeugnisses eines beamteten Arztes. Daselbst sind auch die näheren Bestimmungen über Fürsorge für Schwerbeschädigte bei Eisenbahnfahrten einzusehen. Tie Bürgermeistereien der Landgemeinden .verden angewiesen, dies zur Kenntnis der Interessenten zu bringen. Gießen, den 31. August 1920. Kreisamt Gießen. Amtliche .Kreisfürsorgestelle für Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene. I. V.: Dr. H e ß. Betr.: Anmeldung sämtlicher Vertriebenen aus dem Osten. An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Sie wollen innerhalb 24 Stunden die in Ihren Gemeinden aufenthaltlichen, aus den abgetretenen östlichen Gebieten abgewanderten Personen namhaft machen. Bor- und Zuname, Geburtsdatum, Geburtsort und Beruf dieser Personen, auch ihrer Familien-Angehörigen sind uns anzugeben. Ferner ist zu berichten, welche der bezeichneten Personen erwerbsfähig sind, aber noch keine Beschäftigung haben. Fehlbericht ist erforderlich. Gießen, den 1. September 1920. _____________Meisamt Gießen. I. V.: Tr. Heß._____________ Bekanntmachung. Betr.: Die Rinderpest. In Belgien ist die Rinderpest durch indische Zebus eingeschleppt worden, und dadurch die Gefahr der Verseuchung für Deutschland, insbesondere für daS besetzte Gebiet nahe gerückt. Da die Rinderpest als die gefährlichste Rinderseuche unseren durch den Mieg und die Maul- und Klauenseuche ohnedies schwer geschädigten Vieh- leiftet worden sei, hat Dr. Lnmons starr überschätzt. Wir erkennen dies gänzlich zweifelsfrei aus den Berichten der unabhängigen Führer, die an Ort und Stelle ihre Studien gemacht haben und sehr offenherzig darüber 'vrechen. Ganz schauderhafte Zustände müssen in dem früheren Zarenreiche herrschen. Statt Freiheit und sozialistischer Ordnung herrschen dort Autokratie und ein wirtschaftliches Durch- nnander, dem mehr als irgendwo anders die tulturfaftoren Fleiß und Zielstrebigkeit fehlen. Und wie grell wird das oberste Regime ^leuchtet durch die Berichte über den Kongreß der dritten Internationale, wo das Bonzen- !um sich noch ganz-anders behauptet als auf den wilden Versammlungen der Berliner Ar- Deiterräte seligen Angedenkens. Selbst Lede- bour, der doch ein reiches Maß „revolutionärer Energie" im Leibe hat, ist von der Moskauer Despotie scharf abgerückt. Zeichen und Dunder! Die Partei der Unabhängigen macht denselben Prozeß der Spaltung durch wie die Mehrheitssozialdemokratie. Aber der Berliner Parteikongreß ist noch nicht zu Ende, und die eigentliche Abrechnung und Klärung wird einem noch anzuberaumenden Parteitag Wollen. Es ist einstweilen noch recht schwer, B>er die Aussichten und Unternehmungen eifier radikalen Linksbewegung in Deutschland ?kwas Sicheres vorauszusagen. Mag Rußland mr die meisten eine Enttäuschung fein — wir werden die Tumulte und Putsche, die revolutionäre Hetze, sobald nicht los werden, ^ie Frankfurter und Augsburger Vorfälle, die württembergischen Arbeiterkämpfe, zeugen davon. Wir bleiben in einer Zeit trauriger urmut, die von den Geistern der Verhetzung und Anarchie nach wie vor umflattert werden viro. Desto nachdrücklicher muß gefordert werden eine teste und zcelbewußte Wirtschaftspoli- nr der obersten Reichsinstanzen, feine Dikta- “AJie tZMttcyeioung m toernn vjr noaj muji gefallen; es wird mit dem französischen Botschafter verhandelt, um die ft'ir das Reich demütigenden Punkte auszuschalten. Dr. Simons soll sich bereit erklärt haben, an Stelle des höchsten Reichsbeamten in der französischen Botschaft zu erscheinen, um Entschuldigungen vorzubringen. Warum ernennt man aber nicht zum Helden dieser Sühneaktion den preußischen Minister des Innern, Herrn Se- vcring? Wenn schon ein deutscher Minister Grund hat, sich für die Pöbelausschreitungen mitverantwortlich zu fühlen, so ist es doch der unmittelbare Vorgesetzte des Oberpräsidenten Zimmer und des Polizeipräsidenten Ernst, die übrigens beide der Partei Severings angehören, nämlich der sozialdemokratischen. Herr Ernst ist, wie heute gemeldet wird, inzwischen ja schon in den Ruhestand versetzt worden; er hatte am Tag der angekündigten Demonstration eine Reise unternommen. Die Natl. Korresp. hat nicht ganz unrecht, wenn sie schreibt: „Man hat ja in Preußen die Verwaltung, den Ordnungs und Sicherheitsdienst und alles mögliche nach revolutionären Grundsätzen „u m o r g a n i f i e r t" und ist jetzt dabei, auf Herrn Severings Geheiß die Umorganifation des Polizeiwesens „auszubauen". Selbstverständlich mutzten und müssen, dabei die altbewährten Beamten über die Klinge springen und an ihre Stelle Leute treten, die nichts anderes aufzuweisen haben, als ihr sozialdemokratisches Parteibuch und, daß sie seinerzeit am lautesten über das alte Regime kra- kehlt haben." Indessen, die Zwischenfälle ziehen das Reich in Mitleidenschaft, und die Franzosen hatten sich natürlich zunächst an das Auswärtige Amt zu halten, dem die Aufgabe, zufällt, den' Ausgleich herbeizuführen. Es muß hervorgehoben werden, daß CUUljl 11CUC LI tu; eilten. «UJIU! t*n ini WWIU' rung Oberschlesiens, worin er die in den letzten Tagen vorgekommenen verdammenswetten Verbrechen als Untaten gewöhnlicher Banditen hinstellt. Er fordert die gesamte ordnungsliebende Bevölkerung zum Kampf gegen das Banditentum und zur Ablieferung der nod) zuruckgehaltenen Waffen auf. Wer befürchte, sich ftrafbar gemacht zu haben, möge sie heimlich den örtlichen Plebiszitkrmmissionen übergeben, die die Waffen dann ohne Namensnennung an die interalliierten Behörden weitergeben. (Ein französischer Ultimatum an die Sowjetregierung. Stockholm, 3. Sept. (WTB.) Aus Hel- fingforü wird telegraphiert: Die französische Regierung hat an Tschitscherin folgendes, von Millecand unterzeichnetes Ultimatum gerichtet: Tie französischen Marinebehörden haben die Vorbereitungen für die Heimfendung des letzten cuffi scheu Transportes aus Frankreich am 15. September und aus Algier am 26. September getroffen. Alle Franzosen, die sich in Rußland befinden, sind deshalb ettoeber nach der finnischen Grenze ober nach Odessa zu befördern. Wenn ein, einziger Franzose nach dem 30. (September gegen seinen Willen in Rußland zurückgehalten wird, ßo wird die ftanzösische Negierung SZeranlasiung nehmen, der französischen Flotte den Befehl zu geben, in Süd- ru.ßland Schritte zu tun, wie sie als erforderlich erachtet werden. Ter englische Kriegsminister in Paris. P a r i §, 3. Sept. (Wolff.) Kriegsminister L c- fevre empfing gestern nachmittag be.t englischen Kriegsminister Wmslon Churchill, mit dem er sodann eine längere Unternebung hatte. Neue Botschastertonferenz. London, 3. Sept. (Wolft.) Die Botschafterkonferenz tritt am 5. September in Paris zusammen. mstag, 4. September 1920 2ianal}*e von 3iijeigen für die Tagesnummer bis zum Rackmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigenv. 34mm Breite örtlich 35 Pf., auswärts 45, Vf.; für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Vlatz- Vorschrift 20* , Aufschlag, chauptschristl etter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz: für den übrigen Teil: Dr Reinhold Fenz; für den Anzeigenteil: H. Bedt, Zchulstratze 7. sämtlich in Gießen. e neue Zusammenkunft zwischen Giolitti und Millerand. arid, 3. Sept. (Wolff.) Eine Radwmelduug om besagt: Nach einer amtlichen Mittet- 1 die Zusammenkunft zwiscl^n G'r o - und MiHerano in Aix-les-BJMö auf '. September festgesetzt worden. ant>on, 3. Sept. (Wolff.) Tie „Times" aus Luzern: Lloyd Georg e Mjrt Mitte c 23’0d« nach London zurück. Ter Zusam- ift in Aix-les-Bains wohnt er nicht bet. * Kohlcnlieserungen an Frankreich. a r i s, 3. Sept. (WTB.) Im Senat teilte rbeitsminister mit, daß die deutschen enl ief erungen vom 1. bis 28. August »4 Tonnen betrugen. Mit Berüdfiditigaw ei letzten Tage des August beziffern sich die iftlieferungen auf über 1 6 00 0 00 rten. Das Frankreich durch die Wiedergut-- ngskommission unter Zugrundelegung des :mens von Spaa zugebilligte KoMinaent be- 1 550 000 Tonnen. Die Kriegslage im Offen. önigsbergi. Pr., 3. Sept. (Wolff.) Sage* . Die Lage im Suwalkigebiet und an der ijen Nvrdfront ist unverändert. Die Armee iennys befinbet sich im weiter enRück- Oestlich von Lemberg an der Gnilaja-Lipa m Dnjestr finden -örtliche Kampfhandlungen Generalstreik in Ftalien. I a i 1 a n t>, 3. Sept. (Wolff.) Nach dem iere della Sera" haben die Sozialisten von st und Umgebung bescUossen, in den Go» reit zu treten. Derselbe soll sich über ganz .en und Julien erstrecken. aris, 3. Sept. (WB.) Nach einer Haöa-> ng aus Rom meldet der „Temps", haft die iter das Arsenal vvn Venedig ohne Zwi itl besetzt habchr. Nach dem „Messagerv" i) die Bese tzung der Fabriken durch r bei ter auch auf Bologna, Florenz, Temi, to und andere Städte ausgedehnt. schweizerischen Sozialisten gegen den itritt zur dritten Internationale. >em, 3. Sept. (Wolff.) Die Zeitung,,Sen- e“ meldet aus Chmix-deS-Fvuds, daß die Geileitung des Ausschusses der sozialisti- l Partei der Schweiz mit allen gegen Stimme einen Antrag angenommen hat, nach m das Zentralkomitee ersucht werden soll, den jg auf IBei tritt zur Dritten In ter- onalc abznle hnen. Aus dem Reiche. Tagung der Heereskammer. Berlin, 3. Sept. (Wolff.) Vor Eintritt ? Tagesordnung derHeereskammev- t n g wurde durch "den Vorsitzenden der .»skämmer eine Erklärung abgegeben, woher Brief des Generals v. Seeckt im ttlichen auf Zeitungsberichten über die Kammersitzung beruhte, welche sich in- )en als tendenziös gefärbt und unzu- nd herausstellten und auch in der Presse ftigt wurden. Nach seiner Rückkehr ließ rat v. Seeckt sich von berufenen Persön- iten eingehend berichten und gab Weisungen, die in der jetzigen Tagung zum Ausdruck kamen. Die Kammer selost wird danach nicht den Eindruck erhalten haben, als würden die Redefreiheit sowie die Antrags-, Ab- stimmungs- oder Beschlußfreiheit irgendwie eingeengt. Sie sprach ferner die .Hoffnung aus, daß die Weiterführung der Geschäfte im Sinne fachlicher verantwortungsvoller Weiterarbeit, unabhängig von den Meinungsausdrücken in der Oeffentlichkeit erfolgen und daß dadurch die junge Körperschaft ihre Bedeutung als wichtiges Vertrauensbindealied innerhalb der Wehrmacht erweisen und dementsprechendes Ansehen sich erringen wird. 58er Iin, 3. Sept. (WTB.) Die H eer es- kammer beschloß in ihrer heutigen Sitzung nach Bekanntgabe der bereits mitgeteilten Erklärung ihres Vorsitzenden und nach längerer Aussprache, zunächst den Entwurf der Geschäftsordnung durch Die Vereinigten Ausschüsse der Heeres- und Marinekammer durchberaten zu lassen. Die nächste Zusammenkunft beider Kammern soll voraussichtlich am 26. September stattfinden. Hierbei soll bann auch das Wehrgesetz beraten werden. Arbeiterkonflikt mit dem Reichsverkehrsminister. 93er lin, 4. Sept. „Vorwärts" und „Freiheit" veröffentlichen einen Aufruf an die deutsch e Arbeiterschaft im Namen des Deuffchen Gewerkschastsbundes, der S.P.D., der U.S.P.D., des Deutschen Eisenbahnerverbandes und des Deuffchen Transportarbeitecverbandes, worin gesagt wird, daß im Widerspruch zu den bekannten Vereinbarungen der Reichsverkehr sm^ nist er eine Verfügung erlassen habe, durch welche die Mitwirkung der deuffchen Arbetter- schaft ausgeschaltet werden soll. Gegen bieie Verffigung wurde sofortiger Emspruch er- Gießen, den 2. September 1920. Die Beerdigung findet Samstag n dem neuen Friedho Verwandten, Freunden und die schmerzliche Mitteilung, daß Luisch heute mittag von seinem schweren 53/4 Jahren erlöst wurde. In tiefe Ludwig Klein und f Nachdem am Q.September 1914 mein ä! gefallen, ist nun auch mein zweiter hoff unser guter Bruder und Schwager, mein i Herr Wilhelm im noch nicht vollendeten 27. Lebensjahre zugezogenen Leiden gestern vormittag schwerem Krankenlager verstorben. In t Familie Eli Hch. May Marg. May Marg. Zech Familie Zei Staufenberg und Gießen, den 3. Septemb- Die Beerdigung findet Samstag den 4 3 Uhr statt. | Vermietungen | FrdL möbl. Zimmer zu vermieten 014920 Biickingstrahe 5 III. MöbL Wohn- tu Schlafxmr. an nur ruh. Herrn z. nrm. oi«M Plockttrahe 7 III. Besser möbl. Zimmer mit Pension z. verm. m«» Wetzlarer Weg 77. | Mietgesuche | WghkMßMiisH Wen-M. 3-ziM.kr-WohnW in Köln-Mülheim gegen eine solche in Gießen ob. Umgebung zu tflufrfien zcsicht. Schristl. Angeb. unter 9357 an bett Gieß.Anz. Solider Herr dtinm*r sucht möbliert. OHwUlvU Schrifil. Angebote unter 014037 an den Gien. Anz. Sanermietec fäj» bliertes Zimmer. Schr. Ang, ii. 014"34 n. b. G. A. Dauermietcr sucht zwei gut möblierte ober leere Zimmer. Schrinl. Angeb. unter 014921 an ben Gien. Anz. Bankbeamter sucht ver sofort ein W» möbl. Umuitt für bauernb. Schrifil. Angeb. mit Preisangabe um. 014940 n. b. 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Gießener Anzeiger. ibinefitttiiif Sok'"*; 500 Mark zu verkaufeu 014954 LSberftratze 9. beflmib im Falle der Emschl-P-ung nad, ^cutidflaiü. toUenK xu Grunde richten würde, weisen wir wie de r hv l t darauf hin, d-ch di- dwhendc ©efa'fir nur babur» abgeroaiM nrorOm tonn, baß v e r d ä ch t i g e K r a n k I) e rt si a l l e den Behörde n s o for tauf de m sch n el l ft e n W ege gemeldet werd en, damit unverzüglich die erforderlichen Maßnahmen angeordnet wer- ben |™^rl^oIiscibeWben des Kreises empfchlen wir, die Bevölkerung in ortsüblicher Werse von vorsteyender Bekanntmachung zu unterrichten und sowohl uns als auch den zu- ständigen Äreisvcterinäramtern Über gemeldete Ver- dachtsfälle sofort telegraphisch oder telephonisch Kennttiis zu geben. Gießen, den 1. September 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Hemrnerde.____________ Dicnftnachrichten des Kreisamtes. ?sn der Gemeinde Nied er-Ohmen, Kreis Alsfeld, ist die Maul- und Klauenseuche amtlich festgestellt -vorden. /.ie Orte und Gemarkungen Burg-Gemünden, Beri^peld, Atzenparn und Vierlau wurden zum Beobachtungsgebret erklärt In Bad-Nauheim, Petterweil und Wolfers - beim Bruchenbrücken ist die Maul- und Klauenseuche amtlich festgestellt worden. Die genannten Gemeinden und Gemarkungen werden zum Sperrgebiet erklärt. Ins Beobachtungs- Gebiet fallen die Gemarkungen Rödgen, Schwalheim und Kloppenheim, Ober-Wöllstcckt. , . , In Eichel Hain ist die Maul- und Klauenseuche ausgeb roch en Tie Gemarkung Eichelhain wird zum Sperrbezirk erlta§n Qu eck ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrvchen. Tie Gemarkung Queck ist zum Sperrgebiet erklärt worden. In den Gemeinden Rvdenba ch, Ortenberg, Ran - ftabt, Heuchelheim, W enin g s und Grund-L>chwal- heim ist die Maul- und Klauenseuche erneut ausg e b roch en. In den Gemeinden Tu tenho f en und Wißm ar ist die Maul- und Klauenseuche amtlich f e stg e st e l l t worden In der Gemeinde Krofdorf ist die Maul- und Klauenseuche amtlich feftgestellt worden. In der Gemeinde Steindorf ist die Maul- und Klauenseuche amtlich seftgestellt worden. Untei dem Viehbestände des Mdeckereibesitzers Gary ut Marburg ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Unter dem Viehbestände des Schäfers Franz Gruber und des Landwirtes Ivhs. Wisker in Kernbach ist die Maul- und Klauenseuckw ansgebro chen. Unter dem Viehbestände des Landwirtes Philipp Gombert in Wolf sh aus en ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Tie Maul- und Klauenseuche in der Gemeinde Reuters ist erloschen. Tie Gemarkung Reuters ist aus dem Sperrgebiet ausgeschieden und ist wieder Beobuch tungsgebiet. Infolge der außerordentlich gestiegenen Unkosten der Lotterieeinnehmer wurde 1. für die 2. und 3. Spielreihe der Losbrieflotterie der Hess. Hauptfürsorgestelle der Kriegsbeschädigten- und Kriegshinterbliebenenfürsorge der Lospreis auf 1,50 Mark für den Losbrief erhöht. 2. Ter Preis des Losbrieses der 3. Reihe der 5. Geldlotterie des hessischen Roten Kreuzes und des Micesrauen- Vereins ist auf 1,25 Mark erhöht, wobei die 20prozentige Reichsstempelabgabe durch Zuschlag zum Lospreis besonders erhoben wird. 3. Ter Lospreis der Ueberlinger Münsterbaulotterie ist von 3 Mark auf 3,60 Mark festgesetzt. Konrad Pfeif II. wurde von uns zum Kommandant und Valentin Hillgärtner von Kesselbach zmn Stellvertreter des Kommandanten der Pflichtfenerwehr zu Kesselbach ernannt und verpflichtet. Karl Eller wurde von uns zum Kommandant und Karl Blecker VII. von Muschenheim zum Stellvertreter des Kommandanten der Pflichtfeuerwehr zu Muschmheim ernannt und verpflichtet. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung Hausen bei Gießen: hier: die Arbeiten des III. Abschnittes. In der Zeit vom 18. September bis 2. Oktober 1920 liegen auf dem Rathaus zu Hausen die Arbeiten des III. Abschnitts (Zu- teilungsplan. zur Einsicht der Beteiligten offen. Es sind dies: 1. Der Meliorationsplan nebst Protokoll über die Veränderungen am Wegnetz bei der Zuteilung. 2. Acht Zuteilungskarten. 3. Ein Band Zuteilungsverzeichnis. 4. Zwei Bände Gütergeschosse. 5. Ein Heft Zusammenstellung der Gütergesck)osse. 6. Zwei Bände Gütergeschvsse mit Zuteilungsplan. 7. Ein Band Obstbaumverzeichnis. 8. Ein Band Obftbaumgeichoise. 9. Abschriften der Kvmmissionsbeschlüsse vom 27. Marz und 4. August 1920 über Zuschläge zum Geldausgleich Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen findet statt am Montag, den 4. Oktober 1920, vormittags 10—11 Uhr, auf dem Rathaus zu Hausen, wozu ich die Beteiligten mit der Androhung einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Tie Einwendungen sollen schriftlich und mit Gründen versehen eingereicht werden. Tie Vorzeigung der neuen Grundstücke findet statt: an Ort und Stelle am Mittwoch, den 29. September 1920. Zusammenkunft um 9 Uhr vormittags am Rathaus zu Hausen. Friedberg, den 27. August 1920. Ter Hessische Feldbereinigungskommissär. I. V.: Dr. K v ch, Regierungs-Assessor._____________ Bekanntmachung. Be t r.: Feldbereinigung Röthges; hier den Zuteilnngsplan. In der Zeit vom 1. bis einschließlich 14. September 1920 liegen im Hause des Bürgermeisters Meckel, Hausnummer 5, zu Röthges, die Arbeiten des Zuteilungsplans zur Einsicht der Beteiligten offen. Es sind dies: A. Für Gemarkung Röthges: 7 Zuteilungskarten, aus denen auch die Bewertung der Zuschnitte aus Nachbargemarkungen Und die Bonitätserhöhungen zu ersehen sind. Das Zuteilungsverzeichnis. 2 Bände Gütergeschosse I. Die Zusammenstellung der Gütergeschosse. Die Gütergeschosse mit Zuteilungsplan. Das Obstbaumabschätzungsverzeichnis. Die Obftbaumgeschosse. Das Verzeichnis über Abänderungen des Weg- und Grabennetzes. B. Zur Gemarkungsgrenzregulierung mit We11erfeld. Die Zuteilungskarten, Zuteilungsverzeichnis, Gütergeschosse I und Gütergeschosse mit Zuteilungsplan, sowie das Besitzstandsverzeichnis. Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen findet daselbst Mittwoch, den 15. September 1920, vormittags 8—9 Uhr, statt, wozu ick die Beteiligten mit dem Anfügen einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Die Einwendungen sind schriftlich und mit Gründen versehen einzureichen. Die Vorzeigung der neuen Grundstücke an Ort und Stelle findet am Montag dem 6. September und soweit erforderlich am Dienstag dem 7. September lfd. Js. statt. Zusammenkunft hierzu beim Offenlegungslokal vormittags 8V2 Uhr. Friedberg, den 22. August 1920. Der Hessische Feldbereinigungskommissär: ________________Schni11spahn, Regierungsrat.________________ Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung Langd; hier Wunschtermin. Tagfahrt zur Entgegennahme der Wünsche, die die Beteiligten für die Bildung der neuen Erfatzgrundstücke geltend machen wollen, findet t Montag, ben 13. September 1920, vormittags 10 bis 11 Uhr, im Rathaus zu Langd statt. Die Wünsche sind schriftlich einzureichen und müssen angeben, welche alten (nach Flur und Nummer zu bezeichnenden) Grundstücke zusammengelegt werden sollen und bei welcher alten Parzelle die Zusammenlegung erfolgen soll. Wünsche, die in diesem Termin nicht schriftlich ein gereicht werden, haben keinen Anspruch auf Berücksichtigung. Friedberg, den 22. August 1920. Ter Hessische Feldbereinigungskommissär. _________________Schni11spah n, Regierungsrat._________________ Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung Langd; hier: Kostenausschilag. In der Zeit vom 4. bis einschließlich 11. September 1920 liegt auf den, Amtszimmer der Bürgermeisterei Langd der Beschluß der Bollzugskommission vom 13. August 1920 über vorläufige Erhebung eines Teils der Feldbereinigung s- kosten nebst Ausschlag derselben zur Einsichr der Beteiligten offen. Einwendungen hiergegen sind bei Meldung des Ausschlusses im Termin am Montag, den 13. September 1920, vormittags 10—11 Uhr, im Rathaus zu Langd schriftlich einzureichen. Friedberg, den 24. August 1920. Ter Hessische Feldbereinigungskommissär. Schnittspahn, Regierungsrat. Druck der Lrühl'scheu und Stehtörudierei. R. ßangt, ©iefctn. 014941] Zn verkaufen blau. Offiz. Ueberrock, la. Friedensstoff, selber. Mil. Maut., schw.Reithose mit vollst. Reitbesatz, wafferd. (ftummi-Nmb., 1 B. 5ns. Sties., Gr. 42, 2V.Kav.-Tticfelzuschu., 1P.Mil. Schnürschube, G.42,2P.Ld.-Gamasck., 1 P.Tanz-Lackich., G.44, Seltersweg91 ll.linkS. 01465«] 1 Paar feste höbe Stiefel, 1 Paar Zu« stiefel, 1 Paar Haib- schnhe, guter Zivilbnt, Fclbrock, 2 Unterhosen nnd Strümpfe zu verkaufen Lonyetraße ITILEtfl. | Kaufgesuehe | Hunde heft 9349c Med. Klinik. 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Wegen des großen AnbrangeS empffehlt es ftch, bie Karten im voraus zu besorgen. [9370 MIMMMIMWW auf dem FclseukeSer zu Giehcn. Gleichzeitig werben bie Lanbgemeinben gebeten, welche nicht in der Versammlung vom 29. August vertreten waren, je zwei Delegierte zu ber oben anberaumlen Versammlung entfenben zu wollen. 014972 Hammel. FürStotternde 9(ut Mittwoch, dem 8. ds. Mts., von 9 Uhr vorn,, bis 7 Ulrr nackniittags halte ich nochmals SvieWüM) iß SirUli im WWWkel ab. Ich bitte alle Leibenden, sich vertrauensvoll an mich zu wenden, bn es mk in nächster Zeit nickt möglich sein wirb, nochmals in Gießen Sprech' stunden abzuhalten. Da meine Methode auch in Gießen und Um «egend von vielen Hnnderten Stotternden angewandt ist, bitte ich diese Svrachleidende am meine liavläufio letzten Sprechstunden in Glenen aufmerksam zu machen, damit dieselben vor un nützen Geldausgaben bei gewiffcnloseu kunstlern geschützt bleiben. . Als ehemaliger schwerer Stotterer ist es nur gelungen, eine Äietbobe zu ernnden, womit Stotternde sich selbst in kurzer Zeit von dem unseligen (Stotterübel befreien können Bei Kindern kann Dav Nebel durch die Eltern beseitigt werden. Tausende haben ftch bereits durch meine Methode von dem lästigen Nebel befreit. Täglich laufen Dankbrieie von Geheilten, Aerzten, Geistlichen unb Lehrern ein. Eine größere Anzahl solcher Briese liegt in den Sprechstunden zur gefälligen Einsicht aus. In meinen Sprechstunden wirb vollständig kottenlod Auskunft über meine Methode erteilt. Jeder Besucher wirb einzeln empfangen unb erhalt ebenfalls umsonst bie von mir verfaßte Broschüre: „Die Ursacke des Stotterns unb Beseitigung ohne Arzt und ohne Lehrer, sowie ohne AnstaltSbesuch/ Ein auf diesem Gebiete namhafter Pädagoge schrieb mir: „Jbre Methode mühte einen Ruhmes- und Siegeözug durch die Welt machen." 9356 Ludwig Warnecke Erfinder der SelbstunterrichtSmethobe f. Stotternde Hannover, Friesenstr. S3. Fernspr. Süd 5371.