Nr. 154 De. Lietzener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, vezugspreise: Monatlich Mark 3.60 undMK- kbTrägerlohn, vierteljährlichMark 10 80 und Mk.l.95Trägerlohn; durch die Post vierteljährlich Mark 12.— ausschließlich Bestellgeld. Fernsprech-Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; Verlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Liehen. Postscheckkonto: ZrankftlN a. M. U683 Erstes Blatt 170. Jahrgang Samstag, 3. Juli 1920 GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Druck und Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- und Steindruckerei R. Lange. Zchristleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Zchnlstrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer dis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Sreis für 1 mm Höhe jür nzeigen v. 34 mm Breite örtlich 35 Pf., auswärts 45 Pf., für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Platz- vorschrift 20% Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: H. Deck, sämtlich in Gießen. Der Reichst ai hinter der Regierung. Der Antrag der Unabhängigen, der Regierung das Mißtrauen auszusprechen, wurde in der gestrigen Sitzung mit 313 gegen 64 Stimmen abgelehnt. Es haben darnach selbst Unabhängige gegen den Antrag ihrer Fraktion geftimnit. Die anwesenden 54 Deutsch- nationalen haben sich der Stimme enthalten. Der zur Annahme gelangte Antrag enthält im übrigen weder eine Vertrauenskundgebung, rwch eine Billigung der Regierungserklärung, verschafft aber immerhin der Regierung eine tragfähige Mehrheit, die hinter ihren außenpolitischen Handlungen steht. Die Voraussetzung für den schweren Gang nach Spaa ist demnach gegeben. Berlin, 2. Juli 1920. Haus und Tribünen fhtb schwach besetzt. Auf der Tagesordnung stehen zunächst 'kleine 'Sn fragen. Aba. Warmuth (D.--N.) fragt an, weshalb für die Lieferung von Militürstoffen für die Sicherheitspolizei trotz niedrigeren Angebots der deutschen Tuckündustrie der Zuschlag an englische Firmen erteilt worden sei, ferner was die Regierung Gegen bi.* Polnischen Schikanen der Nichtanerkennung direkter dntscher Fälwkarten nach Ostpreußen und Danzig zu tun gebende. Bon der Regierung wird erklärt, daß In dem ersten Falle besondere Dringlichkeit Vorgelegen habe imb daß im zloeiten Falle die Schwierig Laten, die tuns die Bolen fortgesetzt bereiten, uns zur Beschwerde in Paris genötigt hätten. Die meisten Bahnlinien seien für den Durchgangsverkehr gesperrt, was eine offensichtliche Berletzung des Frie- sbensvertrages darstelle. Abg. Tr. Philipp (D.--N.) fragt, was die Regierung tim wolle, um die Haftentlassung des Wiesbadener Verlagsbuchhändlers Abigt durchzn- sctzen, der von den Franzosen wegen eines politischen Schreibens an den preußischen Vtinister- präsidenten verhaftet worden sei. Regierungsßammifjar Lehmann erklärt, daß die Regierung demnächst in der Lage sein werde, volle- Aufklärung zu geben. Aus eine Anfrage des Abg. Weilnböck, vb das Reichssinanzministerium bereit sei, an die Landens sinanzämter Anweisung zu erteilen, zu viel gezählte Kriegsstenern zurückzuerstatten, sichert die Regierung ernste Erwägung zu. In den fortgesetzten Debatten über die Regierungserklärung erhält zunächst der Reichs?ruäftruugsminister Dr. Hermes das Wort. Er führte aus: Die Entbehrungen in der Ernährung, die zu den Unruhen in den letzten Tagen geführt haben, sind auf das HöckLt- maß des Erträglichen gestiegen und nötigen die Regierung, einzugreifen. Leioer find die Bedingungen hierfür sehr sckstvierig. Eine Preispolitik zu Gunsten der Landwirtsehast lehnen wir ab. Aber den Landwirten müssen Preise zugebilligt iverden, die den Produktionskosten ent sprechen. Hier dürfen keine politischen Ansichten sich vordrängen. Die Preissteigerung im .Innern ist eine Folge der teuren Äuslaudspreisc. Trotz der Aufwendungen des Reichs von 10 Millionen Mark konnten die Preise nicht nach den Wünschen der Bevölkerung eingerichtet werden. Tas wird auch im kommenden Jahre der Fall sein müssen. Um den Landwirt zu schützen, sind für den Herbst d. Js. bereits Mindestsätze eingesetzt worden. Tie Jndepkommission des Reichsernährungsministe- riums hat nun genaue Zahlen festgesetzt und ist dazu gekommen, den Zuschlag der Produktions- Verteuerung in diesem Jahre mit 55 Prozent fest- zusetzen. So wird die Tonne Roggen 1500 Mk. kosten, die Tonne Kartoffeln dagegen auf 500 Mk. stehen bleiben. Diese imrermeidlich Erhöhung der Getrerdcprcise ist aber immer noch so gestellt, daß der Brotpreis nicht teurer zu werden braucht. Die Haupftache ist, bie heimisch Ernte ganz zu erfaßen Das wird erleickstert. ivenn bas Getreide gleub nach der Ernte erfaßt werden kann der Grund für die Beibehaltung der rzruhdrusch und Ablieferungsprämien. Die Reichsgetrerdestellc hat im Ausland geeignete Leute, um die Beriendung des Auslandsgetreides dort zu beschleunigen Es steht zu hoffen, daß die Ausluhr letzt schneller errolgen kann / desgleichen ist in diesem Jahre mit einer Frühernte zu rechten So wird die Reichsgetreideltelle hoffentlich wieder in die Lage kommen, Reserven zu schaffen und inamentlich im; Weste nnnd Süden, des Reichs größere Bestände zu lagern. Auch die Aussichten für die Kartoffelernte ich.'inen nicht schlecht. Die Bestände an Schlachtvieh haben sich gehoben: bie Preise dürsten sich hier um ein Drittel ermäßigen. Die Biehhandelsverbände müßten aber recht bald versch/winden. (Beifall rechts.) Auch die Milchproduktion sei in der Besserung, genüge aber noch lange nicht. Sehr übel sei es ftod) mit der Versorgung von Deien und Fetten, besonders ;bie Margarmrsabr kation habe darunter ^.'leiden Tie Zuckerproduktion habe sehr gelitten. Iw Regierung habe jedoch für Kohlenzufuhren für toe Zuckermdustrie gesorgt, desgleichn sei eine Weigerung 'her Anbaufläche in diesem Jähre um 12 Prozent erfolgt Tie R'g.erimg werde ^^öur Höhung der Zuckerproduktion tun. Frei- ^^ben könne der Zucker jedoch nicht werden Tas jöeiweben J>er Regierung sei auf eine Verbilligung ^^üfebreije gerichtet Es sollten nur noch Dmni.aiionen und Kriegsgesellschsten be- ireyen blei hon, die unentb.'br; id> sind. Zum Schluß <1inCQ -lusfülwnngen app.fflierte der Minister an o.e ^andwirtsä-ast andrerEcnnen, was die Regierung ^ur Hebung der Lage tue, ebenfalls aber auch ihrer LieserungSpflicht nack-zullommen. Anderer- seits mahne er das groß: Publikum, die Landwirtschaft zu achten. Keinem Bauern tönnc vvrgeschrie- ben werden, was er bauen soll. Ta inzwischen der Minister des Auswärtigen erschienen ist, verliest Frau Brünner (Dem.) ihre zunächst zurückgestellte Ansprache wegm des Sckstcksals von Dr. Holtum und Dr. Wagner. Minister Dr. Simons bespricht die widerrechtliche Verhaftung Dr. v. Holtums. Die Regierung habe in Warschau und Paris sofort protestiert; trotz aller Bemühungen sei die Freilassung aber nicht erfolgt. Da bis zum 1. Juli keine weitere Nachricht vorlag, habe er den polnischen Geschäftsträger befragt, dessen ungenügende Erkläre ihm nicht genüge, und ihm mitgeteilt, daß er zu Repressalien gezwungen sei. Auf Verhandlungen werde er sich nicht mehr einlassen. Neber den Fall Wagner wisse er noch nichts weiter, als daß Dr. Wagner unter dem Verdacht der Spionage nach Warschau gebracht sei. Der Minister protestiert gegen das Verhalten der Polen bei der Festhaltung der nach West- und Ostpreußen untenvegs befindlichen Deutschen und empfiehlt bis zur schnellsten Klärung sicherheitshalber den Seeweg. Der Minister besprach sodann das Verhalten der Polen gegenüber den Deutschen in den Grenz- bezirlen, deren Einberufung den FriÄ>ensbedingun- gen widerspreche. Abg. Tr. H e l f f e r i ch (N.^Ntft) toitb von den Unabhängigen mit Lärm und höhnisckxm Zurufen empfangen und kann sich kaum verständlich machen. Tie'Kraft des deutschen Volkes istüdurch den Krieg und die Revolution geschwmrden: jetzt wird dieses geschwächte Volk unter einem Truck gehalten. ^Zuruf der Unabhängigen: Durch Sie! Großer Lärm.) Piäsident >L ö b e bittet, dem Redner nicht sein Recht auf Redefreiheit zu nehmen.) Das deutsche Volk hat sich durch das Wahlergebnis gegen jedes sozialistische Experiment ausgesprochen. (Erneuter Lärm.: Tie Gedanken, die mit uns die Deutsche Volkspartei vertreten hat, marschieren. (Stürmischer Lärm.) Wir 'haben uns bereit erklärt, uns an der Regierung zu beteiligen. Bedauerlich ist, daß die anderen Parteien sich nicht zu einem gleichen Entschluß durchringen konnten. Er konstatiere, daß die Unabhängige Partei die einzige Partei des Hauses fei, die sich nicht vorbehaltlos auf dem Boden der Verfassung stelle. (Erneuter Lärm.) Er protestiere g'geu die Art und Weise, wie bie Methoden des Wahloamp-fes hier im Hause weiter fortgesetzt werden. Wenn er in einer Anfrage des Abg Hoch als Mitwisser bei den Bewucherungen d"s Staates durch die Kriegs vo'hstoff-Ge- fellschast bezeichnet werde, so bezeichne er den, der das ausspreche, für einen elenden Verleumder (Furchtbarer Lärm Präsident Lobe betont: Dieser Ausdruck gegen ein Mitglied des Hauses entspreche nicht der Ordnung des Hauses.) Zur alten Koalition 'habe seine Partei in einer gewissen Opposition gestanden, jetzt sei es anders. Wir werden uns nicht von parteipolitischen Emp- findlichl'enen 'leiten lassen. Tie Sicherstellung von Recht und Ordnung bleibt die Hauptsache, damit aber auch die Sicherung der Machtmittel. (Laute Unterbrechung.) ■ Hierzu gehört auch die Militär- jnstiz. Ter Redner wendet sich sodann gegen die Ausführungen 'des Reichsfinanzministers und betont, daß er im Einklang mit vielen Mtgliedern des Hauses während seiner Amtsperiode wieder und wieder auf Erhebung von Kriegssteuern gedrängt habe, wie aber stets dagegen protestiert worden sei, namentlich von feiten eines Zentrumsmitgliedes namens Erzberger. (Sck-allende Heiterkeit. -Hört, hört!) Auch Herr Schiffer habe sich gegen Kriegssteuern gelvehrt und alles auf Anleihen nehmen wollen. (Erneute Unruhe.) Kein Mensch weiß, was erjiorderlich ist, um unsere Eisen- bahnen wieder leistungsfähig zu mad/nt, die nicht allein der Krieg zugrunde gerichtet habe. Bei der Verreichlichung. der Eisenbahnen fei nicht mit der gehörigen Sorgfalt verfahren worden. Vor der Verreichlichung hätten die Landesbehor- ben noch rasch die Gehälter erhöht und jetzt müsse das Reich Milliarden drauf zahlen. Wir sind auf dein Wege zum Bankerott unseres Staatsbahnsystems. Die ganze Trostlosigkeit des Ausblicks in der Rede des Reichsfinanzministers war entsetzenerregend. Wer als Minister hier keinen Ausweg findet, würde am besten tun, hieraus die Konsequenzen zu ziehen. Wie kommen wir aus den Schwierigkeiten heraus? (Mörderischer Lärm auf der Linken. Ruf: In die Sie und Ludendorft uns gebracht haben! Minutenlange Unruhe. Ledebour und Geyer schreien auf Helfferich ein.) Die Kenntnis unserer Lage ist genügend bekannt. Tem Arbeiter haben Sie erzählt, wenn Sie ans Ruder kommen, brauche er nicht mehr zu arbeiten. (Erneute ohrenbetäubende Lärmszenen. Vizepräsident Dietrich versucht vergeblich, Ruhe zu stiften.) Es muß wehr gearbeitet werden. Für die Eisenbahner ist der Achtstundentag undurchführbar. (Erneuter Lärm.) Die Zwangswirtschaft muß an vernünftiger Weste durchgeführt werden. Helfferich kommt sodann auf Spaa zu sprechen und dankt dem Minister Simons für den Ton der Würde, den er gegenüber Polen heute gehen ben habe. Das gebe ihm gute Borbedeutung für Spaa. Das Friede von Versailles fei schon heule undurchführbar. Wenn man unsere Hvheitsrechte über düsen hinaus schwächen wolle, so könnte es nur ein Nein geben. Er erinnert daran, daß tatsächlich die Entente vor dem Vertrag von Versailles noch Linen anders lautenden Entwurf gesehen habe, dessen Existenz jetzt in der französischen Kammer bestätigt worden sei. (Ruf.' Schwindel! Große Unruhe. Vizepräsident Ti trich bittet im Interesse der Würde des Parlaments das Niveau der Verhandlungen nicht durch Schreien herabzusetzen.) Redner schließt seine Ausführungen mit der Anerkeirnung, daß die jetzige Koalition wesentliche Besserungen gegenüber der alten ausweise. Er stimme größtenteils den Erklärungen der Regierung zu, wenn sie ihrem Programm treu bleibe. Seine Partei werde sich abicartenb verhalten, aber gegen das Mißtrauensvotum der Unabhängigen stimmen. (Großer Lärm, Händeklatschen, Zischen, Pfeifen) Reichfinanzminister Wirth: Der Abgeordnete Helfferich habe einen historischen Beweis dafür liefern wollen, daß wir einen anderen Frieden hätten haben können. Die Rechte hätte ja in Weimar Gelegenheit gehabt, den schweren Gang mitzugehen, aber so wenig wie heute sei niemals dec Mut auf feiten der Rechten gewesen. Wir alle wollen dem Vaterlande dienen, aber derart, 24 Stunden vor Spaa die Brandfackel ins Haus zuschleudern, sei unerhört. Wir wollen aufrecht und nüchtern, nickt schweifwedelnd nach Spaa gehen. Wenn wir nach unserer Rückkehr an unsere großen Ausgaben berantreten, dann wollen wir imfere Finanzen prüfen, jetzt vor Spaa ist das einfach unmöglich. Das deutsch Volk aber mag das Vertrauen haben, daß die Regierung es -würdig vertreten wird. Abg.'Becker-Hefen (D. Vpt.) bedauert, daß seine'Hoffnung auf friebäden Verlauf dec'Debatte beute so schmählich getäuscht worden sei und daß besonders die Partei, die sich besonders als Hüterin der Freiheit geriere, die Freiheit der Rede so wenig achte. Herr Müller-Franken sei mit der auswärtigen Politik des Kabinetts nicht einverstanden, er habe aber selbst erzählt, daß er sich bemühen werde, den Minister Simons für sich.zu gewinnen. Tas Vertrauen auf die Einigkeit dec Parteien der neuen Koalition, dem der Abgeordnete Scknfstr Ausdruck gegeben habe, teile auch er. Tem Rcichs- ern ährungsministec danke auch er für seine Absicht, die Zwangswirtschaft auf eine vernünftig.' Basis zu fallen und ihren A bau einzul iten. Ta2 Stceik- fieber, das zur Zeit die Landarbeiter ergriffen habe, sei ein Verbrechen an der guoßstävtifchn Bevölkerung. Mit der Arbeit allein sei ds nicht getan, es müsse auch zur Wahrung unseres Kulturstandes etwas gefd/eben. Er plädiere daher für die Schaf- sung einer Kammer der Kultur. In der auswärtigen Politik 'buben wir unsere Karten offen aus- geberft. Gegen die E-ehrimdipliomatie der Gegner können wir nicht aufkommen. Er sei überzeugt, daß auch'wir bald zur Ge'heimdipbomatie zurück- lehren werden. Ter Redner schloß mit der Mahnung, in Spa>a nur das zu unterschreiben, was wir halten Tonnten. Es sei deutsche Art, zu Hilten, was man versprochen habe. (Beifall.) Abg. Frau Zetkin (Kommunist): Das erste Wort der Kummunisten in diesem Reichstag ist als Gruß an alle Kommunisten der Welt gerichtet, dos Gelöbnis entschiedenen Kampfeswillens für dos Proletariat. In Spaa wird der Ententeimperialismus die Verbrechen des beutfeben Imperialismus bestrafen. Hier wird das beglichen werden, was in Brest-Lickwsk und Bukarest der deut- fdje Imperialismus angezettelt hat. Nur der Zu- sammensckluß «mit dem bolschewstffschn Rußland könne der deutschen politischen Isoliertheit abl-elfen. Fran Zetkin, die mit der leidenschoftlicken Form ihrer Rede die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich lenkt, fährt fort, daß sie aus der Regierungserklärung nicht herausgehört habe, was ihrer Ansicht über die Auslandspolitik entspricht: Ent- ttwffmmg der Bourgeoisie un-o Bewaffnung der Ar- ibeiter durch die politischen Arbeiterräte, das sei die Aufgabe der Wiedecaufrichtung Deutschlond's. Sie bespricht sodann die Finanznot und wirst dem Abg. Helffench M.5 dem größten Kriegstreiber die Hauptschuld an derselben vor. Sie liebt eine Hauptstütze des Wiederaufbaus in der allgemeinen Arbeitspflicht. (Sollende Heiterleit und Zustimmung.) Die zunehmende Arbeitslosig lieft sei der Beweis für die zunehmende Zerrüttung des Kapitalismus. Schon nabe der Tag, wo die Arbeiterschaft selbst das Wirtschaftsprogramm in die Hand nehmen werde, gestützt auf ihre wirtschaftlichen Betriebsräte. Dann werde auch der Klassengegensatz verschwinden, freilich auf unsere Weise. Auf die gestrige Mitteilung des Abg. Henke, daß die Unruhen in Hamburg von Polizeibeamten als Spitzel veranlaßt worden seien, erklärt Staatssekretär Ewald, daß diese Mitteilung unzutreffend sei. Abg. Petersen (Dem.) bespricht die Schwie- rigkeiten bet Kabinettsbildung ,die durch die Abstinenz dec Linken besonders markant wurde. Helfferich habe den Beweis erbracht, daß ein Zusammenarbeiten mit seiner Partei unmöglich sei. Irren könne jeder, aber wenn durch dieses Irren das Schicksal eines ganzen Volkes besiegelt werde, dann solle man sich etwas mehr zurückhalten. Seine Partei sieht im übrigen einem neuen WahlLampf gegen rechts und links gern entgegen. Herr Henke noerde dann erfahren, daß er mü seinen prahlerischen Worten vom Anschwellen der Unabhängigen Partei auf Sand gebaut habe. Reichskanzler Fchrenbach tauft für die Anerkennung, die ihm ausgesprochen wurde und für die ruhige und sach.ick-e Art, mit dec die Regierungserklärung besprochen wurde. Angesichts der Tatsache, daß der Koalition mehrere Parteien mit verschiedenen Part iProgrammen angehvrtcn, sollten diese Parteien bei den Debatten Rücksicht auf die verschiedenen Part.iprograrnme nehmen. Das liege im Gesamtinter.s^e des Vaterlandes. Die der Koalition nicht angehörenden ^Parteien würden gut daran tun, sich ein gewisses Maß von Reserve bei ihren Ausführungen aufzuerlegen. Morgen gehen wir ehnt schveren Gang. Seien Sie überzeugt, wir werden unseres Amtes in Spaa mit ernster Würde walten. Was uns erwartet, ist noch unklar. Noch besteht die Hoffnung, daß wir an einen gemeinsamen Verhandlungstisch kommen und daß auch ein Resultat herailskommt. Dec ehr liche Wille des deutschen Volkes ist da, die uns auferlegten Bedingungen nach Möglichkeit zu er=l füllen, aber wir hegen auch die Hoftnung, daß sich unsere Gegner von unterem guten ehrlichen I Willen überzeugen werden. Die Leistungsfähigkeit muß für uns die Grenze sein. Ich bitte, uns in dieser schweren Stunde unser Amt nicht durch leidenschaftliche Kämpfe im Innern zu erschweren. (Lebhafter Beifall.) Ein Antrag der Unabhängigen, daß die Regierung nicht das Vertrauen des Reichstages be sitze, wird in namentlicher Abstimmung mit 313 gegen 64 Stimmen abgelehnt. Es folgt die Wstirnmung über den Antrag der Koalitionsparteien: Ter Reichstag hat die Er flärungen der Reichsregierung vom 28. Jmii zur Kenntnis genommen. Er erwartet von der Regierung, daß sie diesen Erklärungen entsprechend die Politik des Reiches, insbesondere auch bei den bevorstehenden Verhandlungen in Spaa, führen wird. Hierzu liegt ein Abänderungsan trag der Deutsch-Nationalen vor, der dein Schlußpassüs des Antrages der Kvalitionsparteien eine andere Fassung geben will. Der Antrag der Deutsch-Nationalen wird abgelehnt und der der Koalitionsparteien in namentlicher Abstimmung mit 253 g wird täglich unmöglicher, die Nahrungsmittel, die Kleider, die Medikamente zu beschaffen, die nötig wären, um wirksame Hilfe zu bringen. , Es ist ein Schimmer des Lichts, der den Glauben an Brüderlichkeit und Verbundenheit der Menschen in diese Vereinigung für Kinderhilfe hineinbringt, und kann das, Bestreben, Kinderleid zu mildern, zum Buwe- glied aller Gesellschaftsklassen werden. Um allen Vorurteilen gegen das Unternehmen am 17. und 18. Juli und besonders gegen die Verteilung der Mittel die Spitze abzubrechen, sei hier noch mitgeteilt, daß dafür ein Sonderausschuß aus den bewährtesten Kräften des Wohlfahrtsamtes upd sonstiger Vertrauenspersouen aller Stände gebildet wird. In der ernstesten und gewissenhaftesten Weise wird hier zu Werke gegangen werden, um die Not zu lindern. Die Mitteldeutsche Ereditbank, Filiale Gießen, hat sich in dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt, die Büchsen in Empfang zu nehmen, den Inhalt zu zählen und unter dem Konto: „Kinderhilfe" zu führen. Nicht allein hier, sondern auch an allen anderen Banken werden Sammellisten zur Einzeichnungaufgelegt werden. Hoffen wir, daß der 17. und 18. ttadtmission, Löbersttaße 14, 8 Uhr, Vortragsabend Probst Wegener, Rußland. — Hotel, Einhorn, 8V2 W, Gastspiel Buchwald. — Lichtspieltheater wie Sams- So ging denn auch ursprünglich vom Tetallliton- vereiu die Anrcgung aus, durch freiwillige bürger- lidrc Hilsskvifte die Schutzleute bei ihren, nächt- lid^eii Patrvu'llcngingeii zu ücr)tarl-en. Tie Versammlung des Büig-eroereins sollte über die Ver- nnrtlidmng des Planes beraten. Obwohl eine große Anzayl der Anwesend«, für diesen Seldstsc^itz eintrat, der völlig uuocki- tisch:sein soll, erhoben sich auch gmnchtrgie Summen gegen, die nicht zuletzt geltend machten, daß'die nächtlichen Bürge rwuchen nickst ohne, Waffen einem Berbreck)«r gegunübertreten förnticiL Tie Polizei ist in ilyretn augenblidlicbcn Bestand zu schrvach, um die Sicherheit der -Straßen garantieren zu können. Wir haben darauf bereits vor längerer Zeit hrngewiesen. Während in Darmstadt auf 300 Einwolmer ein Schutzmann kommt, entfällt in dem weitläufigen Gießen erst auf 1100 Eii.wvhner ein Schutzmann. Bisher waren nur! 36 tvor Händen, üon denen 12 im Nachtdienst tätig waren. Nun ist zwar die weitere Einstellung von 78 Schutzleuten genehmigt, von denen 36 den Nachtdienst versehen würden; diese können aber nur allmählich eingestellt und herangeb lldet werden. Einstweilen 'sind sie in dem unwürdigen-„Loch in der Weidengasse", wie das Polizoiamt treffend bezeichnet wurde, überhaupt nickst unterzubringen. Erst -muß als zweites Revier die alte Ohrenllmik eingerichtet werben, worüber aber auch noch einige Zeit vergehen wird. Tie kostspielig.' tobt. Sicher- l?eits'wache sist bereits von 40 auf 26 Adurn herabgesetzt und soll in dem Maße verschwinden, wie neue Schutzleute eingestellt werden. . Tas Ergebnis der Besprechung war, daß eme Kommis ion laus dem Vorstande des Burger- und' Tetaillistenvereins eine dringliche Eingabe, die folgende Forderungen enthält, der Stadtverwaltung übermitteln 'soll: . r , Ter Ausbau der Polizei muß nach Möglich- feit beschleunigt werden. Der Umbau der Ohrew llini? ist sofort in Angriff zu nehmen. Ten Schutzleuten soll die Möglichkeit geboten werden, Pol zrihunde zu halten, für deren Unterhalt'-sie entschädigt werden. Obwohl per Preis eines Hundes sich aus 1503 Mk. stellt, wird sein Nutzen die Ko ton bei weitem aufwiegen. Tie 'Schutzleute sollen nicht mehr mit Ar- betten beschäftigt werden, die sie ihrer eigentltdien Aufgabe entziehen (Steuerzettel austragm, Erhebungen Wsw.). _ Die nächtliche Beleuchtung muß unter allen Umständen verstärkt werten, zumal ihre Einschränkung nach statistischen Nachweisen nur eine ganz minimale Ersparnis bedeutet. Eine bessere Beleuchtung ist die wirksamste Hufe gegen lichtscheue Elemente. Sodann ist vor allem der Bahnhof, von dem aus die Einbrecher ihre Beute in Sicherheit bringen, nachts von einer erfahrenen Patrouille • scharf zu überwachen. Zur Verstärkung der Schutzmannschaft sollen ; Verhandlungen mit der R e i ch s w e h r angeknüpft werden, da man nicht einsehen kann, warum )ich in einer Garnison nicht das Militär am Schutz Die Bearbeitung der Preisausgaben scheint auch diesmal noch unter den Nachwirkungen des Krieges gelitten zu haben. Die Aufgaben der theologischen, lurfttischen uno veterinärmedizinischen Fakultät sind nicht bearbeitet, ebenso die Aufgabe der medizinischen Fakultät für den akademischen Preis. , Dagegen hat die Aufgabe der medtzntt- schen Fakultät für den Balserpveis eme Bearbeitung erfahren. Sie lautete: „Dte historische Enttvicklung der Operation am Sinus sigmoideus und an der Vena jugulams . Die Fakultät erkennt den Fleiß des Verfassers rühmend an und erteilt seiner Arbeit den Preis. Verfasser ist cand. med. Wilhelm ! K r e i d e w 0 l f aus Hanau a. M. Von den in der philosophischen Fakultät gestellten Preisaufgaben sind bearbeitet worden' 1 die Aufgabe aus der Deutschen Philologie. Sie lautete: „Es soll für eine Gruppe !von Speisebezeichnungen die Verbreitung im deutschen Sprachgebiet festgestellt werden." Der Verfasserin, cand. phil. G e r t r u d F l 0 - rin aus Magdeburg wurde der volle Preis zuerkannt. 2. die Aufgato aus der englischen Philologie: „Das erste Auftreten der Personen im älteren englischen Drama". Auch dem Bearbeiter dieser Aufgabe, Lchramtsreferen- dar Jakob Roßbach aus Alzey, wurde der volle Preis zuerkannt. Die für den Diez- preis eingegangene Arbeit, „Lat audire im Französischen" wurde von der Fakultät als des Diezpreises würdig bezeichnet. Verfasser ist cand. Phil- rec. Walter Gottschalk der Stadt beteiligt. r . _ Endlich soll man versuchen, bekannte zweifelhafte Elemente, die in letzter Zeit zugezogen ftnd, zu entfernen. * . Wenn diese Forderungen erfüllt werden, so glaubt man, daß damit ein genügender Schutz der Stadt Gießen gewährleistet ist. r. Die Versammlung wurde vom Vorsitzenden des Bürgervereins, Stadtv. Müller, geleitet. Von Stadtverordneten waren ferner anwesend und beteiligten sich an der Aussprache die Harren Krausmüller, Noll und Winn. Ferner sprachen bte Herren Frensdorf, Wohlmuth, Schmieder, Ernst Ludw. Sack, Horn, Rahnefeld, Dirlamm, Mohr, Brück, .Boller, Inderthal. Nach Erledigung der Frage dos Selbstfchu^s wurde darauf gedrungen, daß in Zukunft allmonatlich Versammlungen des Bürgervereins statt finden sollen, da eine Reche wichtiger Fragen der Klärung harrt. So die Heranziehung von Industrie nach Gießen, die Nutzbarmachung der Lahn, die ^ankenwache, der Kommurmtbeitrag der Stadl zum Kreise und sodann als wichtigster Punkt bic Lebensrnittel versorgungund Nahrungsmittelpreis kontra Ile. Um hier sofort Maßnahmen beraten zu können, soll eine Sitzung in den ersten Tagen der nächsten Woche stattfinden, zu der die De-,erneuten der Preisprüfungsstelle, des Lebensmittelamtes und die Vorstände der einzelnen Fachoerbände hinzu-I awogen werden sollen, damit man in einer ebenfalls in nächster Woche ftattfinbenben öffentlichen Versammlung mit praktischen Vorschlägen hervor - treten kann, die der Möglichkeit vorbeugen lollen, daß von radikalen Elementen Unruhen inszenierl werden. etiral Lev.'i rur, Mrnitor t'Tvocquer Pom Minu- torium der i jcnllid^n Arlx'iten. Louis Tubo:s, Piftchdei' i ■■■; it-i e :\"rgu t nvi aruugsti'o!liM iftwn, Frr- nag^iot, chu 1tL.1v des Lluswärtii, Commaiüxi!ore Pagliairf, Bcrtoliui, der Pariser Vettrct-ei bei der Widdergut- mackungsllrmmis i n: "für Pole n Mim.iierp.ün- deut Pater' Gon-- 1 RWvrdowsft und Mmislenal- direklor'Olsczoivstt vom Auswlrtigeii Amt. Die oeut?chen Veiiischriflen. P a r is, 2. Juli. (Wolff.) Der Havas-Sondcr- herichterstatter meldet aus Brüssel: Heber die deutsckMi Denkschriften hätten die Chefs der alliierten Delegationen gestern abend gesagt, es laubcle sich um Fühler. Wenn die deutsch?n Vertreter fcl^n würden, daß diese Art Begrüiiduirg von bcn Alliierten offen geniißbilligt werde, so würden sie in Spaa ihre Taktik ändern. Nidstsdestwm'niger zeigten die Denkschriften eilten Oppositi.ousgeist hiusiMlich der Ausführung ' bed Vertvagtes. Wemt fte wrrrlich aufrechterhalten werden, dann wird die Begegnung von Spaa zwcifelSolMe durch die Unmöglichkeit abgekürzt werden, in der sich die Alliierten befinden, den Boden der Verständigung mit den Deutsck^n zu finden. Kritische Lage in Polen. Paris, 2. Juli. (Wolff.) Der „Mattn" meldet aus Warschau: Die Polen haben angesichts der kritischen Lage einen Ober ft en R a t der nationalen Verteidigung eingerichtet. Lenin über Sowjet-Rnßland. Die HSP. und ^Kommunisten ergehen sich in heftigen Anschuldigungen gegen die mehrheitssozialistische Partei. Die „Reckstssozmllsten' men es gewesen, die durch chren „Verrat" den eteg des Proletariats verhindert hätten. Ohne diesen Verrat wäre auch in Deutschlmid dieser Sieg erkämpft worden, gerade so wie in Rußland Folgerichtig werden von dieser Sette die Zustande in Rußland dann auch als Jdealzustände hm- gestellt. Es ist interessant, hierzu die Aeutzerungen der gegenwärtigen Akachthaber in Rußland heran- Pfund Reis...... Zentner Kartoffeln. . Li........... Liter Milch...... Pfund Butter, rat.. . Pfund Butter, frei. . Pfund Schmalz.... Pfund Rindfleisch, frei Pfund Schweinefl., rat Pfund Schweinefl., frei Pfund 6affee..... Glas Bier....... Zigarette ....... Schachtel Streichhölzer Zentner Briketts . . . Zentner Briketts auf Landbezugschein. . . . Liter Petroleum . . . Pfund einfache Wasch- Am'17. Mai hielt Lenin auf dem dritten Fluß- schiffahrt.-kongreß eine längere Rede, in der er den Arbeitern den Ucbcrgang von dem Rate- system in den Fabriken zur Wiederherstellung der Macht der individuellen Leiter, die jetzt tu Rußland mit einer unbeschränkten Gewalt ausgestattet sind, plausibel macfrk- Bemerkenswert aber ist, wte Lenin selbst die Lage Sowjftrußlands schildert. „Wir können nicht warten — sagte er —, das Land ist zerstört, das Elend, die Kalte, der Himger imb bit allgemeine Desorganisation haben einen solchen Grad erreicht, daß es nicht so weiter gehen kann. v ______________________________ „ ( Keine Selbstaufopf-rmig kann uns retten, wenn RuheundZur.ückhaltung aufgefordert. | wir nickt die physffche Existenz der Arbiter sicher- u v tollen, wenn wir ihnen nicht Boot geben, wenn wir mcht SalMwräte beschaffttl werden, die wir 4 Bad-Nauheim, 2. Juli. Die HetLb- den Bauern an Stelle von bunten Papierfetzen s^ng der Marktpreise durch bte Polizei am geben können. Wenn die Verwallung, nicht tn ^gangcncn Dienstag Hot di- Znftchr von Ge- Händen von Fachleuten liegt, wenn £eiamatmal mül-c unb Obst nicht beeintrüchtigt. Im Gegenteil, nickt rechtzeitig eintrifft wenn Lokomvttven, ^ute früh war der Markt starker denn je beschickt, Dampfer und Barken nicht repariert werden, so besonders auck mck Kirschen, die 1.80 Mark ist die ganze E istenz Sowjetrußlands aufs Spiel s P f u n d kvsteten. Mrn rech et in de-nt npch en gesetzt. Dre Bevölkerung wird noch ettwn Winter, | Xagen mit euict iveiteren Herabsetzung' der Obsd- wie der letzte war, nicht ertragen fönnen, rein un^ GEÜftVreise. Heroismus der Arbeiter kamt st: instand setzen, die Qualen der Kälte, des Typhus, des Hungers fd. Kreuznach, 2. ^ult. Dte Arbeiter- -usw auszuhalten. schäft erzwang hier die H e r a b s e tz u ng d e r Aus Cüina. Preise für alle Lebensmittel und Bedarfs- 1 , , . OQ artikel um 50 Prozent. Infolge dieses Zwan- '^i? S» 9^ entwickelte die Bewohnerschaft, besonders F "an wütet ^ be'>m ^Jnst>lge^^sI aber auch die Landbewohner, eine außeror- ' terroristisch.^ Auftretens der Banden in den Be- dentliche Kaufkraft und deckten sich auf Mo- zirkeii von Hankau unternahmen die englischen, nate hinaus mit Lebensrnitteln und allen amerikanischen und jrpanischen Yangtsegeschavadei möglichen Gegenständen ein. eine gemeinsame Aktion. . „ I --------- Peking, 29. Juni. (Wolff.) Nach einer Reihe Ä A , von Befprechiungen der gegnerischen Parteien ®CT StCUCTÖbjUQ DOÜl ist die Neubildung des Kabinetts so gut wie sicher- R-rlin 2 Juli (Wolff) Im ©teuer»! -getollt. Cho ushu man wird MmisterPrSftdent, I u /'Rei^stages gab 6ei der Be- bir bisherige C^ny un pe n her Anträge über den Steuerabzug Reichs-! Kriegsmmcher. Man hofft baß das finawzminister Dr. Wirth eine Erllärung ab, zeitig in Shanghai und Kanton Verhandlungen h^ßt' Enun werde, um zu einem Friedensschluk -Nit worin » deck bent ^üben zu gelangen. I bisherigen Bestimmungen lediglich diel --------- ! Vorschriften der Paragraphen 45 ft. des Einkom- ArL» dem Ucidßt« mensteuergesetzes ausgeführt, die das Prinzip der ^Steuererhebung an der Quelle ent- Ertr elNftty-rfret. halten. Trotzdem alle Mängel, die mit der Steuer Frankfurt a. M., 2. Juli. (Wolff.) 2Bie erbebung an 'der Quelle verbunden sind, vom der Handelskammer Fvankfurt a. M. mit- Steuerausschuß der Nationalversammlung am | geteilt wird, sind laut Reichsanzeiger Nr. 142 vom erkannt und gewürdigt worden waren, hat man sich | 30. Juni Eier und E i p r 0 d u kte aller Art angesichts der furchtbaren Finanzlage des Reiches^ ab 1. In': einsuhrfrei: desgleichen die Zen-! hoch zu ihrer @infüf)rung entschlossen. Von diesem tralisatiorisverordnungen auf gehoben. wohl geprüften Befchlusse werden Sie auch letzt wohl nicht zurückgehen können, denn erstens würde ein Steuerausfall eintreten, der so erheblich ist, daß das Reich ihn einfach nicht tragen kann, und zweitens würde, wenn wir die Durchführung der Steuergesetze in diesem wichtigen Punkte diirch- brechen, jetzt und tn ■ Zukunft mit gefährlichen Steuersabvtagen gerechnet werden müssen. D i c erfolgreiche Sabotage der Steuer würde aber da s Cha0s bedeuten. Wird Die LebensmiLlelteuerong. Preise für wichtige Bedarfsartikel in den Jahren 1914 nnd 1920. Zusammen-getollt unter ZugrmÄellgung der amt* llchen Prri:e in Leipzig und der „Mttteilnngen des Stansftsck-en Amtes der Stadt Leipzig". Es kostete , Pfund Roggenbrot. . 1 Pfund Mehl, frei . . jetzt der Steuerabzug nicht durchgeführt, so wärm tut für die nächste Zukunft der Hauptleidtragende nicht ■ r € . das Reich, sondern die Länder und Gemeinden g. 1 cj Ich weise darauf hin, daß die Bestimmungen über ™ ^nV^rhen' daß’ sein Bericht über Gültig zu Zahlende Einkommensteuer großer sein quellen verglichen wird , 5. ^r. iseorg wird eine sofortige Erstattung des zu viel erhöbe- «Funk, „Das Bewegungsvermo^n bet Al- nen Betrages erfolgt. Die Zahl dieser Fälle roirb g€n"; ß. Dr. phil. Helmut Becher, cand. aber, glaube ich, überschätzt. Eine Aufhebung des meb au§ Remscheid, „Dte Entwicklung des Steuerabzuges würte, abgese^n von den mcht Mesoplacentariums'" tragbaren Ausfällen für den Fiskus, einen Verzicht | tfu>Ttr auf eine vollständige Erfassung des Arbeitseinkommens überhaupt bedeuten. Die jetzige Bewegung im Lmide gegen den Steuerabzug beruht zum großen Teil auf Mißverständnis der gesetzlichen Vorschriften, auf Unterschätzung der staatlichen Notwendigkeiten und auf einer völligen Verkennung der migeheuren Tragweite, die eine ©teuer) abotage gerade im gegenwärtigen Augenblicke für den Be- l stand des Reiches, der Länder und Gemeinden haben müßte. k 1 «em schaftsversanimlung, die bcn otvett be)d/.JB, ftnro o'fxttc Einwilligimg des Betriebsrats statt. A.er Streik soll bis morgen nachmittag 2 Uhr dauern Aschrsfeiiburg, Offenbach, Darmstadt, etwa 40 größere und Ffeinrere G.'meinden und eine Anzahl don Weiten, die von. Telttugen mit Sivom txwrga meröen, sind für diese Zeit ohne elektrische Kraft 1914 April bezw. Mai 1920 JC JC 0.10 1.14 d.i.d. 11 fache 0.18 5 50 n 30 0 20 10.50 52 2 - 40.- II 20 0.08 1.65 y 20 ff 0.15 1.84 ff 12 ff 1.40 18.- n 13 ff 1.40 40.- h 28 ff L- 30.- w 30 ff 0 80 13.- 14 0.70 12.- 17 ff 0.70 22.- 32 1.60 33.- ff 20 ff 0.15 1.50 10 0.03 0.40 13 0.01 0.45 11 45 ff 0.65 16.- * 24 If 0.65 26.- 40 0.20 3.50 ii 17 II 0.25 25.- 100 0.08 5.- 62 0.55 32.- 58 3.- 100.- 33 II 80.- 1500.- 19 If 12.- 400.- H 33 II ** Dte ®eer6tgnn dachte. Der Rektor Se. Magnrfrzenz Herr Professor Dr Kalbfleisch sprach im Namen der Landesuniversität. Herr Professor Dr. Herzog würdigte als Prodekan die Verdienste des Verstorbenen für Unterricht und Forschung-, er erinnerte an die Stiftung Adolf Hansens auf dem Gebiete der Pflanzenphysiologie, seine Forschungsergebnisse, zu welchen ihn seine Beschäftigung mit den Meeresalgen führte, sein lebhaftes Interesse an allen Fragen der Pflanzengevgraphie und fein ein drin- des Studium alles dessen, was Goethe für die Naturwissenschaften und insbesondere für die Bv- tamf geleistet hat. Im Namen des Botanischen Instituts fegten Herr Geheimrat Prof. Dr. Sievers und im Namen des Gartenpersonals Herr Inspektor R e h n e l t Kranze aus Blumen des Botanischen Gartens nieder. Im Namen der Studentenschaft sprach stud. Störicke, sind. Spieß, Vertreter der Gießener Pharmazeutenschast, bildet,' den Beschluß. ** Oberhessischer Kun st verein. Zur Ausstellung der hessischen Künstler wurden noch Orig.-Radierungen von Heinrich, Otto Düsseldorf und von unseren einheimischen Künstlern W. Barthel, H. Steinbach einige Oelgemälde, Aquarelle und Zeichnungen neu ausgestellt. Die Ausstellung ist täglich, außer Samstags, von 11 bis 1 Uhr geöffnet. **Der Gießener M arkt war heute morgen gut befahren. Kirschen und Heidelbeeren fehlten tedoch fast ganz. Einige Zentner, die von der Stadt ui 2 Mk. verkauft wurden, fanden schnellen Absatz. Die Stadt wird Lich erben zum Mitt bewerb aufgefordert. Die Wohnungsnot ist recht groß am Platze. 50 Familien suchen gegenwärtig Wohnungen. Schlimmer noch als bie Wohnungsnot sei das Wv hnun g seiend, wie verschiedene Sladtvenorbnete im Verlaust der Aussprache her- vorÄoücn Kreis Wetzlar. O Hochelheim, 2. Juli. Am vergangenen Sormtag feierte unser Turnverein, von herrlichem Wetter begünstigt, sein 15. Stiftungsfest. Außer unserem Krieger- und Gesangverein hatten 13 auswärtige Turnvereine der Einladung Folge geleistet. Um 2 Uhr bewegte sich ein langer Fest- zug durch bas Dorf zum Festplatz aus der Gänse weide. Nach einer Ansprache des Vorsitzenden Joh. Engel und einem Siebe bes Gesangvereins traten bie Turner zu Freiübungen an unter Leitung des Turnwarts Joh. Reitz. Die Hebungen sowie bie Leistungen an Reck, Barren, Pferb und Sprunggeräten unb bie Ballspiele fanden reichen Beifall. Hessen-Nassau. f1 Marburg, 2. Juli. Bei Sterzhausen überraschten Feldeigentümer Leute, die unbefugt mit dein Dreschen des Samens aus dem Felde beschäftigt waren. Sic mußten sich jedoch zurückziehen, weil die Felddiebe Schüsse abgaben und einen Mcnrn dabei verwundeten. s I Marburg, 2. Juli. In der Nähe von Cappel wurden in der Lahn eine große Menge verendeter Fische gefunden. Jedenfalls ist dort mit Explosivkörpern gefischt worben. Erhe düngen sind im Gange. si Marburg, 2. Juli. Unter gewaltiger Beteiligung der oberhessischien Lanbiugend, die sich auf diesen Tag schon das ganze Jahr freut, wurde heute dec althistorische MarburgerKirschen- markt abgehalten. Sobald Kirschen Verkäufer auftauchten .wurden sie von den buutgetTcibeten kleinen Jahrmarktsgästen scharenweise umlagert und in wenigen Minuten war ausverkaust. Das Pfund Kirschen kostete 2,05 Mk. Mrche und Schule« "(P L i ch, 2. Juli. Das Hess, evangelische Sonntagsblatt bringt in seiner letzten stummer aus berufener Feder ein ausführliches Lebens- und Sck»f- sensbild über den int Frühjahr verstorbenen Kirchenrat unb Stiftsdechptten Otto Klingclhäffe r, der als ein hervorragendes unb einflußreiches Glied ixs hessischen Pfarrerstandes über 50 Jähre im Dienste Irr Kirche gestanden. Otw Klingelhöfstr war als Sohn des Justizrats August KlingÄhöfstr ein geborener Gietzener: sein jüngerer Bruder lebt heute noch als Generalleutnant in Gießen. In jungen Jahren war der Bevewigte noch Besuch des Gymnasiums und der Untoeriität in Gießen und des Friedberger Predigerstminars mHamburg, Lang-Göns (wo er am 27. Juli 1870 dm zkpstas- bußtag anorbnete), Butzbach, Burtscheid bei Aachen ttmb Altenkirchen bei Hohcnsosms tätig, von wo er int Jahre 1877 vorn Fürsten zu Solms-Lich als zweiter Stistspfarrer nach Lich berufen wurde. Hier Wirkte Otto ftlingcfböntr über 40 Jähre im unter- brockten segensreich im Pfarramt, seit 1891 als er wer Pfarrer und StiftÄechant. Außerhalb der ordnungsmäßigen Amtsarl»eitcn crroe.tcrte sich seine Tätigkeit durch den Unterricht in der Präparcuueu- anftalt unb die nicht geringe Tätigkeit im Vorstände des Arnsburgec Rettungshanses. Außerdem war die Einführung der Kinderkirche, die in diesen Tagen ihr25jährigesBcstehenfeiert. sein Werk., Otw Klingelhöfstr war Mitglied bei 'JäcbernröUitäbtcr Konferenz unb ein gern gesehener Gast der lutherischen Konferenz in Grünberg. Sport. — 'Wettkämpfe bet Universität Gießen Am 3. unb 4. Juli finden in dbesem Semester bie Wettkämpst ber Universität statt. Samstag nachmittag 6 Ubr ist Wettschwimmen in der Anstplt bes Männcrbad-Viweilts, Sonntag nachmittag 4 Uhr sind bie Hauptkümpfe in Leicht- attstctik und Fu^all auf dem Sportplatz an der Rvdheimer 'Straße. Vor allem bie Stofstlläufe, zu benen die meistert Korporativiren genu-tbet haben, versprechen interessante Kam pst. Dem Fußball- kämpf 'stehen sich die Mannschaften des Äladeini- schen Sportklubs unb ber aLrdemischen Abteilung des Vereins für Bewegungsspiele gegenüber, zwei gleichwertig tgutc Mannsthaswn, berat Zu^ammen- treffen spairnende Kämpfe erwarten läW. Spielpla» der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 4. Juli: Die ersten Menschen. Montag, 5: Der Bettelstubent. Dienstag, 6.: Figaros Hoheit. Mittwoch, 7.: Aiba. Donnerstag, 8.: Tie toten Augen. Freitag, 9.: Cavalleria rusticana. Hierauf: Der Bajazzo. Samstag, 10.: Die ersten Menschen. Sonntag, 11.: Fidelio. Montag, 12.: Ter Bettelstudent. Dienstag, 13.: Tie ersten Maischen. Sonntag, 14.: Undine. Donnerstag, 15.: Tannhäuser. Freitag, 16.: Die Rost von Stambul. Samstag, 17.: Tie Meistersinger von Nürnberg. « Deutschen Schutzbund Annahmestelle: Geschäftsstelle dieser Zeitung tflF- „Im Interesse der vielen Bruckleidenden sei an dies. Stelle nochmal ganz besonders a d. Inserat des Hrn. Ph. Steuer Sehn in heutig. Nr. hingewiesen." Lichtspiele Ssltersweg Ngmnn rior Walt oasSchicksaiÄarMortc» Ö Ab heute der große Sensations-Fortsetzungsfilm • WS ö w Wfil WS • W w WS V ® 6 Akte g Akte. iöf August Biehl Rosa Biehl geb. Bessert Vermählte Gießen (Drandgaffe 6), 3. Juli 1920. Brich Völker Oberleutnant ber ftaatl. Polizei Duisburg Oberleutnant a. D. llnfant.-Regt. Nr. 116 u. Frau Annelotte geb. Sievers zeigen hiermit ihre Vermählung an Dießen, den 3. Juli 1920. n 11 n r 11 r rt r 111«- - - n 111,,, 7, r r. T, t,, |t T1, 9,'^ Statt Karten. Ihre Vermählung geben bekannt Deterinärarzt Willy Mehl Frau Kathy Mehl geb. Schneider Lang-Göns Dießen | Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Adolf Kramer und Frau Emilie geb. Rau Aumenau Gießen Juli 1920. ......... r'-'itiiT iSa aller Sri wert die Briki’sche Üniv.-Dreoeerei, B. Lange, fließe» Statt Karten. Tilly Schmidt Michael Kretz Verlobte Gießen, 4. Juli 1920. OtlTOI Statt Karlen. Rosa Sundheimer Julius Pfeffer Verlobte Offenbach a. M. Gießen | Statt Karten. | Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Henriette Simon Bernhard Theisebach | Großen-Linden Ebsdorf | bei Gießen bei Marburg Juli 1920. 1 . oy«?« Stott Karten. Clara Bareitz Georg Lind, Rechtsanwalt Verlobte Heidelberg Grünberg Gießen (Heffen) Juli 1920. .............-......................................... Statt Karten. Manschen Schmidt Heinrich Dröge Verlobte Großen-Linden, im Juli 1920. ........................................................... Statt Karten. | Maria Spies Ludwig Engel Verlobte Großen-Lmden Lützellinden Dezi.nattnnd UM, Tafelwaagen MU SSftßffä k. R-hsmcii. fioniumotrtiii ll Watztuborn t. k. m. b. in Liquidation. Der Konsumverein II Watzenborn e. ®. m. b. H. ist lt. Beschluß der außerordentl. Generalversammlung vom 24. April 1920 am 1. Juli 1920 in Liquidation getreten. Wir fordern deshalb alle Gläubiger auf, etwaige Forderungen an die Genossenschaft geltend zu machen. Konfunwtrein II Wafcenborn e.S.m.b.h.in Liquidation. Die Liquidatoren: I. Günderoth. Gg. Fung IV. 7,,. Meiner verehrten Kundschaft zur Kenntnis, daß ich » Ä WcijMbttti, «euftfli)t59p. na» Rodheimer Str. 41 verlegt habe und empfehle mich bestens im Gerben sämtlicher Häute n. Felle. Sveztoltrat: Pelzfelle: Kanin, Fuchs, Marder ufro. Schuhleder: Boxkalf u. Chevreau. Chromleder für Riemen und technische Zwecke, Transparent- und Futterleder. Ankauf roher Felle und Hänte. ou»» Karl Schmidt, Weihgerber. Rote Gumroirln g e garantiert la e*°* Friedeneqaalitftt Carl Schunck Brennholz^ jed. Quantum liefen frei kurzgeschn. v.Ztr. M.1L—, geb. u. ans HauS gebr. v.Ztr.M.13.—. Jul.Well HSfer, Marburg. Str. 24. KUNSTSTEIN PLATTEN D. N. 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Evangelischer Arbeiterverein. Sonntag, 4. lfd. Mts., nachmittags: FmilitnMflllg nach Dutenhofen [Jagd- schlönchen). Mustk, Gesang, Reigen- auffubnittfi ufw. Abmarsch l1/2 Uhr [Kath. BereinShauSl. 7281 ^Nachdruck 9er boten.) Fortsetzung 68. Die Gräkin. Roman von G. W. Apple ton. Zum Wohl, Pasquale, trinken Sic cms!_ sagte ich und bestellte unverzüglich eine zweite Flasche. Auf das Andenken meines Vaters, Pasquale! sagte ich, als die Gläser wieder gefüllt waren. Von ganzem Herzen, Signore, fügte Pasquale. Er war ein guter Mann. Ja. Und btntn folgte am nächsten Tage in üblicher Weise das Duell? Am nächsten Morgen, Herr Doktor, sehr früh. Die Nacht über hatte es geregnet, der '-Beben war schlüpfrig, und die Beleuchtung sehr schlecht für Ihren Vater. Unglücklicherweise glitt er aus. Also ging es nicht ganz mit rechten trugen zu 5 Das möchte ich nicht gerade behaupten. Aber man hat so seine Enrdrücke, und mir kam es w vor, als' habe der Graf aus einem UnglücksfaU Vorteil gezogen und — Meinen Vater getötet? _ Darauf kam es hinaus, ioerr Doktor. >chr Vater war indes noch am Leben, als er m einem unserer Wagen nach Hause verbracht wurde. berfelben Nacht ging Bittorio — er war,damals noch nicht Erbgraf — auf Reisen. Er blieb lahre^ lang weg, und kehrte erst um die Zeit von CnrtcoS Tod wieder zurück. Ich erhob mich. , , . , ., , Trinken Sie aus, Pasquale! sagte ich. Ich möchte, daß Sie mich sofort in diesen Garten führen und mir genau den Fleck angeben, wo mein Vater gefallen ifc. Gut, sagte ich, so hat er wenigstens seine Haut bet! davongetragen. Um so besser, von seinem Standpunkte aus. betrachtet. Aber ich bebau re es trotzdem. Und mm, Pasquale, ein paar kurze Fragen. Waren Sie mit meinem Vater bekannt ? Jcuvohl, Herr Doktor, es war ein großgewachsener, feiner Herr, wie Sie selber. Per Bacco! er könnte es selber sein, der jetzt mir gegenüber sitzt. Niemals habe ich eine solche Aehnlichkeit gesehen! So? Und er hat mit dem gegenwärtigen Erbgraf en einen Streit gehabt? Was war die Ursache w diesem Streite? Dabei füllte ich Pasquale wieder fein teercs Glas. - Oh, der Streit, Herr Doktor? Es war wegen ?*r Gräfin (Siena, der armen Dame, die jetzt so Ichwerkrank darniederliegt. Er hat sie beleidigt, rserr Doktor — mehr noch: er hat sie geschlagen — unb da hat ihn Ihr Vater, welcher der Szene bei- ""Mte, geohrieigt. Ich habe nie etwas derartiges ' Einen oder zwei Augenblicke lang wußte ich nicht, was aus dem Grafen geworden nxtr, btv ich ihn aus dem Kamin Henaus kriechen sah. Ur. 154 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderhessen) Samstag, 3. Zuli 1920 DK RcichLschnttonserenz. 11. bis 19. Juni 1920. Wie tetr berrits anlänljch eines Vortrages über das gleich Tchnni mitg^teilt bibeit, hat fick Herr Pro? D Dr. 2 chian auf unser Erjuchen m lie- tei».rtinrbi.irr Weise bereit ertlärt, zu den Ergebnissen >'c Reichslckulkonferenz in '.mserem Blatte Stellung zu nahmen. Wir geben feine Ausrübrun gen nach üchcnd wieder : Tas ix)nccjlutionärf Dmtschc Reich besaß teure Zuständigkeit in Schirlsachen. s)htr die Aus- lalldsschulci: unterstanden seiner Fürsorge: im Inland regelten die Eützelstaaten ihr Schulwesen allein. Durch die Weimarer Verfassung ist das art- Sers geworden. Jetzt hat das Reich ^das Recht, aus Zufallsprodukte. Sachlich aber mag die Konferenz insofern Einfluß üben, als sie — ivenigstens stimntungsmäßig — erkennen ließ, daß bei der großen Mehrzahl der Beteiligten der Wille vorhanden war, den Forderungen der Reformer so weit entgegenzukommen, als die Treue gegenüber dem bewährten Alten das eben zuläßt. Besonders weit ging anscheinend die Bereit schäft zur Reform der Lehrerbildung, obwohl bas Endergebnis auch hier zwiespältig blieb. Dem Ausbau eines eiitheitlicheii Schulwesens wird grundsätzlich fein Hindernis entgegenstehen. Das aber war deutlich zu erkennen, baß der Versuch, die Grundschule über mehr als 4 Fahre zu er strecken, stärkstem Widerstand begegnen würde. Die Probleme der. konfessionellen oder nichtkonfessio anlassung der Regierung nicht behandelt, auch nicht nellen Gestaltung der Schule wurden auf Ver- in ben Ausschüssen. Die Entscheidung über die Stellung des Reichs werden Regierung und Reichstag zu treffen haben. Die Reichsschulkonferenz hat ihnen von der schve- ren Verantwortung, die mit dieser Aufgabe zusammenhängt, einfach gar nichts abgenommen. —- '■ ■—» ■■niitnrr .................. Aus Hoffen. Finanzausschuß. RMK. Darmstadt, 2. Juli. Die heute fortgesetzten Beratungen des Finanzausschusses des Landtages ergaben bei Kap. 32, Tierärztlicher Dienst, und Kap. 33, Hebammeulehranstalt in Mainz, keine Beanstandungen Fit Kap. 34, Landesheil- und Pflegeanstalten sowie Heilanstalt für Nervöse in Gießen, wird Sie Unmöglichkeit der Durchführung des beantragten A ch t st unbe u - tags für Wärter und Wärterinnen festgestellt. Es sollen über diese Angelegenheit nochmals Verhandlungen mit der Regierung statt- finden. Kap. 35, Anstalt für Blödsinnige, Alicestift Darmstadt, wird genehmigt. Zu Kap. 36, Gesundheitspflege, wird angeregt, ob es mit Rücksicht aus die in der Epileptischen Anstalt in Nieber- ramstadt herrschenden Verhältnisse angezeigr erscheine, die Anstalt in staatliche Leitung zu ül>er- ncbmvn, zudem durch die Zuschüsse des Staates ein gewisses Aufsichtsrech-. gerechtfertigt erscheint. Die Regierung soll weiter über die Mitte! zur Bekäntpfung der stark verbreiteten Tuberkulose befragt werden, da der angeforderte Betrag zu gering erscheint. Kap. 37, Armertpflege, 38, Staat!. Unterstützungskasse, werben genehmigt. In Kap. 39, Jnvalidenversorgung, wirb die Dar inst ä d ter Ze i tun g und die von ihr vertretene Politik besprochen und von einer Seite beanstandet. Auch das Kreisblattwesen soll mit dec Regierung einer eingehenden Aussprache unterzogen werben. Kap. 40, Bankbesoldungssonds, Kap. 41, Fonds für öffentliche und gemeinnützige Zwecke, 42, Nichtstaatliche Bausachen, 43, Hochbauwesen, werden nicht beanstandet. In Kap. 44, Kunststraßenwesen, wird der bisherige Staatszuschuß von einer Million Mark mit Rücksicht auf ben sehr schlechten Zustand der Straßen für zu gering erachtet. Da der Zustand zum größten Teil auf die Kriegsverhältnisse bzw. auf die Demobilisation und ben starken Lastkraftwagenverkehr verursacht wurde, wird angeregt, daß das Reich einen größeren Zuschuß zu der Wiederherstellung der Straßen leiste. Bei Kap. 45, Landesamt für das Bildungswesen, wird die starke Vermehrung der Beamtenstellcn, die sich sowohl hier, wie auch in anderen staatlichen Betrieben zeigt, beanstandet. Kap. 46, Stellvertretungs- und Aushilfskosten, 47, Postgebühren, werben genehmigt. Bei Kap. 48, Lehrerseminarien, wird von einer Seite bie Erhöhung des für bedürftige Seminaristen in Höhe von 30 000 Mk. vorgesehenen^Zu- fchusses gefordert, während von anderer Seite davor gewarnt wird, allzuviele Zuschüsse zu ge- roären, um zu vermeiden, daß allzuviele vorgebil- bete Seminaristen bei dem jetzt sehr verteuerten Studium dieses nicht abbredjen müssen, sonst werben hierburch nicht nur viele halb fertige Existenzen geschaffen, für die schließlich der Staat erneute Opfer bringen muß. Hier wird auch angeregt, bie Vergütungen für die Schulrechner zu erhöhen. Die Regierung soll weiter wegen des Programms über bie Umgestaltung der Lehrerbildung um Auskunft gebeten werben. Kap 49, Volksschulen, Hier wirb bie auf 200 Mk. festgesetzte Vergütung für Lehrer, die an besonders ungünstigen Stellen ! untergebracht sind, für zu gering erachtet, von anderer Seite wird die Notwendigkeit dieser Vergütung bestritten. — Nächste Sitzung Freitag. RMK. Darmstadt, 2. Juli. Fn brr heute fortgesetzten Beratung des Finanzausschusses wurde! in Kap 50, Zeichenunterricht, brr Meinung Aus I druck gegeben, laß man dieses Kapitel im Vor I anschlag st reichen kötme, wenn wirklich ausgebil-I bete Fachlehrer in ben einzelnen Schulen beschäftigt I wären. Kap. 51, Taubstummen Anstalt, und Kap ! 52, Blindenanstalt, werden ohne Aussprache genehmigt. Bei Kap. 53, Gymnasien usw, wirb eine Rücksprache mit der Regierung für erforber lief) erachtet bezüglich des gewaltigen Steigens der Zuschüsse der Gemeinden zu den einzelnen Schu len und wegen der Verdoppelung des Schulgeldes. Kap. 54, Höhere Bürgerschulen, 55, Kunstpflege, 56, Jugendpflege, 57, Volksbildung und 57a, Förderung der Kunst, werden nicht beanstandet Bei Kap. 58, Techn. Hochschule, werden von der Regierung noch Aufllarung über den Abbau der erhöhten Kol leg gelber gefordert, so er Treulich auch die erhöhten Einnahmen an sich bc grüßt roerben. Tie gleichen Auskünfte auch bezüglich verscl iedener neu angeforderter Stellen sollen amb bei Kap. 59, Landes Universität, von der Regierung erbeten w.ro.n. Kap. 60, Landesbibi io thck, 61, Landesmuseum, Kap. 62, Förderung der Landesgeschichte, 63, Geophysikalischer San» desdiensl, finden Gnehmigung. Zu Kap. 64, Hochbauwesen, sollen bezüglich verschiß bencr größerer baulicher Herstellungen von der Regierung Aufklärungen erbeten werden. Kapitel 65, Denkmalpflege, wirb genehmigt Der nächste Hauptabschnitt wirb von der Beratung ausgesetzt. Kap. 86, Bergbau, 87, Forderung des Handels, 88, Techn. und Privatanstalten, 89, Förderung des Handwerks, 91, Tampfkefselprüsimg, werden 'nicht dronslundri In Kap. 92, Aichwesen, wird von der Regierung bezüglich zweier neuer Stellen um Aufklärung gebeten. Kap. 93, Zentralstelle für die Gewerbe, wird angenommen. Bei Kap. 94, Ehern Prüfungsstation Darmstadt, wird beanftanber, daß trotz der erhöhten Gebühren für Untersuchungen und Gutachten sich die Einnahmen verringert haben. Kap. 95, Gewerbl. Unterrichtsanstalt, foll die Regierung über die unterschiedliche Höhe des Staatsbeitrags bei den verschiedenen Fachschulen Auskunft geben. Kap. 96, Kunstgewerbliche und gewerbliche Zwecke, wird genehmigt. Nächste Sitzung Dienstag. Auch Iber dritte (Petitivns.! Ausschuss der Kam- L-ner erledigte in feinen gestern und heute unter dem Vorsitz des Abg. Tr. Ur stabt erfolgten Beratungen eine reichhaltige Tagesordnung. Zunächst wird der Antrag des Abg. Lang bett, die Einführung der Zeitkarten 4. K lasse gutgehri- ßen und die inzwischen getroffene Neueinrichtung begrüßt, aber gewünscht, daß neben den neuen auch woch die alten Karten dabei geführt iverdeu. Verschiedene Vorstellungen des Saarvereins Berlin, der Arbeitsgemeinschast Wahrheit, der Frau Klein We.rms', des Rrichsbundss der Kriegsbeschädigten, der städtischen Bureaübilfsfräfte in Mainz, des Fuftizrates Lind ^D-arinstadt), des P. Weidmann I in Elmsltztusen, der Handelsöammer Darmstadt bett. Sozialisierung des Kohlensyndikats und des |0unb Ludwigshöhe werden für erledigt erklärt. Die Regierungsvorlagen bett, die Ersatzwahl Scherer Nuß, Ersatzwahl Grtcber-Neff, Strafähr-Rimbach und Schloß-Tauber-Bischofsheinr, Anttag Häuser bett. Maifetertag, Antrag Frau Hattemer tetr. Kindersterblichkeit, Vorstellung betr. Schornsteinfeger Keil (Gießen), Vorstellung Greis (Ingelheim) roerbeit antragsgemäß erledigt. Eine Vorstellung bett. Familiengesetzgebung wich der Regierung als Material überwiesen- ein Mttrag des Abg. Sriel bett. Belagerungszustand wirb zurückgezogen. Aus Stadt unS (and. Gießen, den 3. Juli 1920. Woher kommt die Trockenheit? Non Tr. August Kilbinger von der Wetterbienststelle Gießen., Hütte mer en gute Rege! So hört man überall (lagen. Der Kleingärtner, der Gärtner und der Bauersmann, alle stöhnen sie unter der entsetzte cken Trockenheit, bie nun schon Wochen und Wochen au hält Der feuchtwarme Frühling hatte zu ben schönsten Hoffnungen berechtigt, aber man hatte die .Rechmutg ohne ben Wettergvtt gemacht. Selbst die (tewitter schienen sich verschworen zu. haben, uns ihr lebenspendettdcs Naß vorenthalten zu nroltert. Wir scheinen jetzt so ziemlich am Ende der Trocken- periode an gelangt zu sein und da lohnt es sich, einmal zu fragen, welches wohl die Ursachen der selben gewesen fern mögen. 9Ebcr da stehett wir armen Menschlein vor einem Mtsel. Zwar können wir manck)es erkennen und in Zusammenhang briro- gen, doch die letzten Erkemitnisse sind uns vorenthalten. 1 . „ Die Regen bringe r sind tm allgemernen dre Tiefdruckgebiete und im Gegensatz dazu bringen uns die Hochdruckgebiete klares, trockenes Wetter. Im Frühjahr, besonders im Slpril, da folgen sich die Tiefs in imunterbrochener Reihe: sie kommen vvn Westen, vom Atlmitischen Ozean, uttb gehen etwa über die Nordsee nach Osten. Wenn sie nahe genug an uns vorüberziehen, dann bekommen wir Regen, geben sie aber weit von nnS, hoch nit Norden an uns vorbei, bann bleibt auch der Regen mro Zu anderen Fabreszeiten kann es aber auch loriommot, daß die ganze Beweg^mg der Lust- bnufgebiete fast zum Stillsunü) tonnnl, bann lirat vielleicht über Deutschland ein ausgedehntes .voax brudgebiet, das sich nicht rübrt uni> nicht reg^, bann tonn aus dem wolkenlosen Himmel bte Sonne »ingehindert ihre versengenden Sttahlen auf die atme Erde senden und ein trockener Osbornd holt ben letzten Rest der Feuchtigkett aus dem Bobew, Weit weg von uns liegen bann die Tiefdruckgebiete, aber der Weg zu uns ist ihnen versperrt. Darin besteht ber Haupt unterschied zwischen der feuchte» FrülstahrSwitterung lutb ber jetzigen Trockenheit, Im Frühjahr ber rasche Wechsel der Lustdruckgebiete und jetzt ber Stillstand ober nur eine ganz langsame Bewegung. Am Bawmeter äußerl sich dies im Frülyahr in schnell wechselndem Falle» und .Steigen und jetzt in einer fast gänzlichen Be- wegungslasigkeit des Zeigers. So ivei: geht bie Erllänlng ganz schön. Wenn man aber fragt, warum bewegen sich die Luftdruckgebirte geruhe so und nicht anders rum, da versagt die Wisstn- sckaft. Zwar kann man Theorien aufstellen, aber grau ist alle Theorie. Drum will ich davon schweb« gen, denn es kann sein, daß. sich die Luftdruckgebiete im nächsten Fahre auch mal anders rum bewegen. Nur eins ist twch zu sagen: Seit den letzten vier Fahren folgt in unserer liegend einem feuchten Frühjahr mit der Pünttlichtelt eines Frio- densfahrplanes eine längere Trockenheitsperiode und dieser ein naßkalter Herbst. Es ist schon vieles, geschrieben mürben über einen allmählichen Jblioüiz» Umschwung in unseren Breiten. Tatsächlich hat in ben letzten 50 Fahren die mittlere Jahrestemperatur stark zugenommen. Vielleicht ist dte ständige Tvockenhett im Frühsvmmer zu einer unangenehmen Dauererscheinung für unsere l'tegcnb geworden. ' Wir wollen es nicht hoffen, aber es ist lwtzdem .gut, wenn man mit dieser Erscheinung rechnet. Deshalb ist es unbedingt notwendig, daß wir mit der Frühtahrsbobenseuchtigkeck hauSh-ll- tcrifd) umgehen und uns dieselbe möglichst lange im Boden zu erhalten suchen. Dies können wir, ivenn wir im Garten und auf dem Acker Die -oberste Bodenschicht immer locker halten. Dann werben ‘bie feinen Boden Poren zerstört, in denen das Wasser an bie Bobeuoberst'iche steigt und in die Lust verdunstet. Die lockere Schicht verhindert drs Verdunsten uno erhält die Bodenjeuchtigteit auch bei grober Trockenheit Durch dieses einfache Nüttel gelingt es uns auch hier, zu sparen und dem ungnädigen Wettergvtt ztl trotzen. ** Baustrossbewirtschaftung. Noch einer Bekanntmachung des hessischen Staats.'om- missars für wirtschaftliche Demobilmachung können zunächst dis 15. ÄügustiohnekFrergab e schein die Ziegeleien bis 2000 Stück Backsteine unb^ ovo iObanat und Einzelverbraucher, 2000 Stück Diate ncgeröyren pro Monat und Einzelverbraucher ab* geben. Die Baumaterialienhändler können bis 2500 Kg. oder 50 Sack Kalk pro Monat imÜ Einzelverbraucher liefern. Das von den Kreis bau* inö?eEuren ^bzw. Stadt. Baupolizeiämtertt durch Freigabeschein freriu gibt nix Baumat er ia- lienUntingent wird wie folgt erhöht: Backsteine, Avbruchsteine, bis zu 5000 Stück, Biberschwänze 1500 Stück, Falzziegel, Tachpsmrnen, Zementziegcl 1000 Stück, Trainageröhren 5000 Stück, Kalk 15 000 Kilogramm oder 325 Sack pro Monat und Baustelle. Für Zement ist die gleiche Erleichterung beabsichtigt. 1 Größere Mengen werben im gleichen Verfahren wie bisher von der Baustoffbeschasfungs- stelle für Hessen, Sitz FranTfurt «Main), Ober-* mamsttaße 51, freigegeben. Mit Rücksicht auf ben zur Zeit vorhandenen Vorrat an Baumaterialien werden bis auf weiteres Freigabescheine auch für solche Bauten ausgestellt, deren Ausführung einem wirtschaftlichen Interesse entspricht, bereit Belte- serung sich jedoch bisher durch die B au stv ffknapp- Izeit verbot. Voraussetzung ist dabei, daß die Erzeugnisse im Inland bleiben und keine Gefährdung der Baustofsbelieserung für den Wohiumgs- und «Siedlungsbau eintritt. — In diesem Zusammen- lxing fei auf eine Anzeige verwiesen, die eine alte Firma in einem auswärtigen Blatt veröffentlicht: , Gr0ßer Preisabschlag in Baumaterialien. Um auch für Baumaterialien einen Preisabschlag 'Herbrizuführen, habe ich feit Mon- iag fast alle Artikel teilweise ganz bedeutend tm Preise zurückgesetzt, u. a. Dachpappe, Sackkalk, Stuckgips, 'Zement, Ringofen steine, Schwemmsteine, ' Zementdielen, Chamottesteine, Wetßkalk usw." Hoffentlich eifern andere firmen diesem guten Beispiel nach, damit Ixtlb wteder an Wohnungsbauteil 'zu denken ist, ♦* Oef sentliche Bücher Halle. Im Juni wurden 2248 Bände aus gegeben. Davon kommett auf: Erzählende Literatur 1449, Zett-, schristen 139, Jugendschriftett 164, Ltteratur- geschickte 17, Gedichte und Dramen 40, Länder- wkd' Völkerkunde 75, Külturgesck)ichte 38, Geschichte und Biographien 75, KUnftgeschtchte 21, Naturwissenschaft und Technologie 89, Haus- und Landwirtschaft 11, Gesundheitslehre 14, Relt- gion und Philosophie 41, StaatswiNenichaft 26, Daher kehrten wir zu dem alten Palazzo zurück, und Pasquale führte mich über ben großen, gepflasterten Hof zu einem Eisengitter im Htnter- grund, unb von da aus einige Schritte m den Garten hinunter, ber in früheren Zeiten einmal ordentlich gehalten gewesen sein mochte, aber nunmehr eine 'ordnungslose Wildnis geworden war. Sogar die Drangen auf den Bäumen sahen verfault aus, die Oleander trugen halboerkrüppelte, kränkltch aus- schende Blüten, und große Büsche unbLschntttenen Buchses standen allenthalben m ordnungslofen Gruppen herum. Wo einst Blumenbeete geroeien, erblickte ick nur noch durchnäßte und von Unkraut überwucherte Erde, und die Gartenpfade waren von einem besonders unerquicklich aussehenden Moos überwachsen und schlüpfrig. Fn der Mttte stand ein großer Brunnen, mit tieiem, wettern Bal sm, auf dem eine von Delphinen umgebene, verwttterie Nymphe stand: das Wasser in den« Beck«t, em ungewöhnlicher Fall in Rom, der Stadt der Brunnen, war schmutzig und übelriechend, und kem Fisch hätte es auch nur eine stunde lang dann ausgekwlten. All dies beobachtete ich mit einem einzigen Blick, während Pasquale mir erzählte. Tas ist ber Fleck, gerade hier, sagte er. Ich habe alles durch das Gitter mit angelegen. Ihr Vater stand dort, gerade neben dieser Lotemetche, wobei ihm ein sehr ungünstiges Licht m d« Augen fiel. Ter Graf stand ihm gegenüber, nahe bet jenem Lorbeerbusch. Dann legten sie los: Stoß und Gegenstoß, volle zehn Minuten lang! Es schien mir, daß Ihr Vater besser focht und liegen würde, als er plötzlich ausglitt und dann — Und dann was? — Die Stimme, die diese Frage aussprach, war in unserem Rücken erklungen. Ich wandte mich rasch um unb zu meiner geheimen Freude sah ich mich Atcg in Auge dem Ervgrafen gegenüber. Sie kommen im richtigen Augenblick! rief ich aus, unb uh werbe Ihnen Ihre Frage selber beante Worten: Und bann, trotzdem Ste sahen, daß Ihr Gegner älter war als Sie selber, stießen trie meinem Vater FH rett Degen in den Leib. Das war edel, das war ritterlich gehandelt, Herr Graf! Dec Erbgraf erbleichte vor Wut. Da Sie mich beleidigen, Herr Doktor ’ßeri* gord, gebe ich Ihnen die Beleidigimg zurück. Sie sind ein Lügner! Gut — ausgezeichnet! rief ich. Das verend facht die Sache. Sie haben des Grafen Worte vernommen, Pasquale. Bleiben Sie da! Stelten Ste sich ans Gittertor und lassen Sie niemand heremj Und vor allem, behalten Sie Ihre Augen und Ohren gut offen! So, ich bin also ent Lügner? fügte ich. mich wieder an den ©raren roenbenö, hinzu. Für dieses Wort sollen Sie mrr Rede flehen, (Fortsetzung folgt.) alliierte Konferenz jedenfalls veranlassen, unver- Werüc non 80000 ML Der Aufent- l fahrts- imb Elektrizitätsaktien sanden weniger Be-l i Ncbengcleisc Chatte drei Wochen so= > ochtung. Deutsche Petroleumattien ivarben angeb- * Börsenkurs-. Berlin 12,10 SonnnersprossBu born-Sternber! Bei Kopfschmerz 621,85 618,35 834,15 164,80 226,25 149,22 37,70 678,30 611,85 22,47 25,72 86,52 23,72 l.Iuli 1343,65 1346,35 die „T eutsche Tageszeitung" unterstreicht die ans der Rede des Reichsfinan^Ministers zu gewinnende Einsicht, daß man endlich im deutschen Volk lernen müsse, in den ganzen Leistnngöfvagen Ein selten gutes Mittel dagegen. Tube M. 9.50, Haut- Creme Dose M. 9.50, Wangenrot Tube M.5.—, Augenfeuer GlnSM.10.-, Angen- braueniaft Flasche M.8.5O, Mittel gegen Mitesser M. 8.50, Mittel geg. Warzen HL 10. .Haarpflege- Ertrnkt M. 12.-, all. wirklich vorzüglich; lOOOsach bewährt. Broschüre »Die mod. Schönheitspflege umsonst. Mac Vtalier Höteiiung 5 HümBete 2,'ßoitfad). Datum: Amsterdam • Rotterd. Brüssel-Antwerpen . ühristiania Kopenhagen ..... Stockholm...... Helsingfors...... Italien........ London........ Rew-Pork...... ‘ )aris......... Schweiz........ Spanien....... Wien (altes) .... Deutsch-Oesterr. abg. Prag Budapest Bulgarien Konstantinopel. . . . Zürich . . . Amsterdam . Kopenhagen. Stockholm. . Wien . . . . Prag . . . . Die Auslieferung der Zeppeline. London, 2. Juli. (WTB.) Das deutsche Zeppelinluftschiff L 71 ist gestern nachmittag mit der gemischten deutsch-englischen Besatzung auf dem Flugplatz in Bulham gelandet. Die Aalundssrage. Paris. 1. Juli. (WTB.) Der Völkerdundes- rat wird ahn 9. Juli zur Regelung derAalands- frage zusammentreten. Die Räumung des Ruhrgebietes. Paris, 1. Juli. (WB.) Die Note der Mi- 2.7. ierten auf das deutsche Gesuch um Verlängerung 14,65 der Frist zur Räum ungdesRuhrgebietes 7,55 durch die Reichswchrtruppen wird in ablehnendem 16,25 Sinne gehalten sein. 328,35 623,15 620,65 838,35 165,20 228,75 150,15 37,95 311,80 688,20 620,65 20,53 26,40 87,85 24,15 327,65 621,85 619,35 836,65 164,80 228,25 149,85 37,85 311,20 686,80 619,35 20,47 26,34 87,15 24,09 Geld Dries 2. Juli Bei nervösen Beschwerden wie Migräne, Schlaflosigkeit, Hysterie, Herzschwäche, nervöse Magenbeschwerden Ist das Beste das altbewährte Hausmittel Baldrian In der neuen mit feinster Schokolade hergestellten angenehmen Form unserer Dosko-Baldrian «Praline ohne Baldrian-Sesohoiaek und -Gerueh. Originalschachtel mit 12 Pralinen 6.50 M. nur in Apotheken und Drogerien. 7126ss Deske-Werk G.m.b. EL, Eäaohen II, Boromansstr. 28a. Markuotieruuge«. Datum: Sport. — Londorf, 1. Juli. Am 4. Juli findet Devisenmarkt. Geld Brief » gHofapobhek»nOlloag g ■ ärztlich arrovafiUle bevorzugt. v. fc p. 1.7. 14,65 7,45 16,10 12,- Müller'sche Badeanstalt. Wasserwärme der Lahn: 18 Gväd R. 'Datum: 57„®etttflrlegsanL 4°/,Deut.Beichsanl. Z°/„Deut.Reichsanl. 4’/0 Preuh. Konsols Darmstädter Bank Deutsche Dank. . . Disconto« Gesellsch. Dresdener Dank. . Nationalbank f. D. Milteld.Creditbank H.-Anierik.-Paketf. ' lorddeutscherLIoytz Doch. Gutzstahlwrl^ D.-Luremb-Derg«. Gelsennirch.Bergr» Harpener Bergbau Oberschl. Eisenb.« L Oberschles.Eiseninth PHSnir-Brgb.-Akt. Bad.Anilin-u.Soda Höchster Farbwerke Elektr. A. E. B. . . Schuckert-Werk«. . FeltenLGuilleaume Daimler Bud.«Eisenw.'Akt> Adlerwerke .... 4*/» Hess. Saatsanl. Electton Griesheim 1331,15 1333,851 in Geld in Produktion zu denken. 329,65 ° Kreis Wetzlar. O Oberfleen, 1. Juli. In der letzten Zeit hnrrben unsere Kartoffel- und Getreidefelder von ganzen Rudeln Wildschweinen heimgesucht, die dort ungeheuren Schaden anrichteten. Infolgedessen wurden von der Polijmverwaltung große Jagden angefefct. Bei der letzten Pvlizeijagd! am Sonntag kamen ungefähr 30 Schwarzkittel vor, । von denen acht zur Strecke gebracht weiden kannten. Ihre Niederlage haben diese Schädlinge hanpt- säcAich in den benachbarten staatliclien Waldungen. Die Forstverwaltung macht aber Schwierigkeiten, dort Jagden zu veranstalten. Sollte dies auch ivei- techin so sein, so werden die hiesigen Landwirte, um ihre Felder zu schützen, die Erlaubnis zum Jagen in -diesen Mallnmgen mit Gewalt erzwingen müssen. Vielleicht aber 'flammt der staatlichen Forst- * Verwaltung vorher die Erkenntnis, daß hier etwas geschchen muß, um unsere Feldfrüchte zu schützen. Hessen-Nassau. dz. Limburg, 2. Juli. Nachdem der Wasserstand der Lahn durch die große Dürre schon seit einiger Zeit sehr zurückgegangen war, ist das Wasser seit gestern mittag so stark gefallen, daß das untere Lahnwehr jetzt vollständig aus dem Wasser hervorvagt und dadurch - das Flußbett an diesem Wehr eine Strecke weit trocken liegt. Ein solch tiefer Wasserftand ist seit Jahren tricht mehr bei der Lahn beobachtet worden. ® Icfotn. Marburg, 2. Juli. Das Landgericht ver- -d. Hungen, 28. Ium. Mitglieder des Gre-1urteiLIte &eute einen Landwirt, der heimlich em ßener SEthcaters gaben uns am Sonntag im geschlachtet, zu drei Tagen Gefängnis und Saale des „Darmstadter Hofes" einen bunten 300 s-m. ^dsttafe 6 sAbend, bestehend aus zwei Lustspielen, Rezit.r- Q)el0,traTe' tionen ernsten und heiteren Inhalts, sowie ges-ing-1 lachen Borträgen. Nach -allerlei Darbietungen in I Aunst und Wissenschaft, letzter Zeit, war dies ein wahrhaft künstlerischer Ge-1 uuß, voll Liebe vorgÄragen. Wie sehr die Besucher! Uraufführung im Frankfurter Opernhaus, von dem Gebotenen befriÄngt waren, bewies der Rudi Stephan: „Die ersten Menschen", reiche Beifall. Besonders hervorzuheben sind „Der Die Frankfurter Oper darf es sich zur Ehre sterbende Komödiant" und „Heitere Geschichten", anrechnen, daß sie Rudi Stephans Oper „Die sowie die mit Wärme vorgetragenen Lieder. Wenn lösten Menschen" zur Uraufführung brachte. Denn auch dieser Abend kein übervolles Haus brachte, bfr ^ge Wormser Komponist, der, 28jährig, was .auf verschiedene mrgüusttge Umstande zurück-11915 jür5 Vaterland gefallen ist, war zweifellos zuführen ist. so freut man sich auf dis nächste Gast-1 em starkes Talent, und eine Probe seiner Bespiel der Gießener Künstler, das dann sicher den gakmng, ein Werk, aus reinem Kunstwollen ge- Beweis bringen rotti), daß auch Misere Landstadt- borcU/ ift auch diese seine erste und einzige Oper, chen em größeres, kunftlrebcndes Publikum auszu- Die Dichtung Otto Borngräbers ist von bieten vermögen „ früher bekannt, als sie noch unter dem Titel eines Starkenburg und Rheinhessen. I „erotischen Mysteriums" zeitweise über die Büh- rm. Darmstadt, 2. Juli. Zur Durchfüh-I nen wanderte, viel umstritten, erhoben und beding der neuen städtischen Besoldungs-- kämpft. Sie deutet die biblische Erzählung von re form legte heute die Verwaltung den Stadt-1 Marn und Eva, Kain imb Abel ins Erotische um, verordneten einen Vorschlag vor, der einen Ge-1 ultb das Problem, um das sich eine verschwin- samtaufwand von 8V3 Millionen Mark erfordert, dend geringe Handlung bildet, heißt: Der Sohn Die Beamtenschaft der Stadt ist nunmehr auch (Kain) liebt seine Mutter: Abel, der Fromme, in das Klassensystem des Reiches und des Staates nnrd ihm gegenüber zu einer Art Erlöser- und 1—12 eingeteilt, Gruppe 13 fällt weg. Die Bor-! Heilandsgestalt. Zu lyrischer Ausdruckskunst, die läge wird gegen 20 Stimmen angenommen. vielfach das poetische Schaffen der jüngsten Generation nahe grenzt, schrieb Rudi Stephan mit großem technischen Können und voller Beherrschung deö modernen Orchesters eine Musik, die als Vorzüge reiche Tonmalerei, deklamatorische Eindringlichkeit und die geschlossene Einheit der Dichtung und 9Jhifit ailfweist. Der Junge Komponist steht in der Oper, ohne im mmbeften em sklavischer Nachfahr zu sein, noch im Banne Richard Wagners. Die Instrumentierung ist, obwohl großes Orchester auf geboten wird, bis auf einige Entladungsstellen zurückhaltend: grauer Theorie zum Trotz steigert sich der — sonst rezitatorisch behandelte — Gesang mehrmals zu duett- oder terzettmäßigen Ansätzen. Wenn das achtunggebietende Werk bei alldem nicht zur letzten Kunsthöhe gelangt ist, so liegt das an einem Negativen: Es ßehlt an scharf Umrissen en thematischen Eingebungen, es fehlt das Beglückende der Melodie! Stephans Oper, im langsamen Dahingleiten ihres Geschehens, reich nur an Stimmungswerten, mutet beinahe wie ein Oratorium an; diese Einreihung umfaßt ihre Vorzüge imb Mängel. gen Kaisers. Polnischer Terror. Berlin, 1. Juli. (Priv.-Tel.) Wie die Abendblätter mitteilen, beschießen seit gestern die Polen systematisch sämtliche über den polnisck)en Korridor fliegenben Flugzeuge, die deutsche Abstimmungsberechtigte mit Genehmigung der interalliierten Kommission nach Ost- und Westpreußen bringen, mit Infanterie- und Maschinengeweyrfeuer. Ein deutsches Flugzeug wurde auf der Rückfahrt in Brand geschossen und stürzte ab. Der Führer, der allein an Bord war, fand den Tvd. Weiter versuchen die Polen den Transport der Abstimmungsberechtigten auf den Eisenbahnen dadurch zu behindern, daß sie systematisch Abstimmungszüge anhalten und diejenigen Reisendeir, bereit 2lbstim- mungsausweise nicht den Stempel der örtlichen Abstimmungskommission tragen, zurücksckncken. Da der größte Teil der Mstimmungsausweisc von den Immissionen nicht mit dem Stempel versehen ist, können viele deutsche Stimmberechtigte i ihr Stimmrecht nicht ausüben. Sprachwissenschaft 14, Fremdsprachliches 35 Bände, .waren im 1 NachAusw ärts kamen 24 Bände. 1 b vertreten werden, braucht man ihm keine allzu! große Bedeutung beizumessen. Wenn die Vertreter, Deutschlands sehen werden, daß diese Art von Beweisführung von den Alliierten zurückgewiesen wird, werden sie wohl ihre Taktik ändern. Denn dieses ganze Dokument sei nichts weiter als ein Zeichen der Oppositton gegen die Ausführung des Friedensvertrages. Wenn derartige Gedanken weiter bestehen blieben, so würde die Konferenz von Spaa ohne Zweifel abgekürzt werden infolge der Unmöglichkeit für die Alliierten, zu ^erner Verständigung mit den Vertretern Deutschlands zu gelangen. Ititta dreien Umstäudon werde die mter- Qrranfcfutt Aberü>- Abend- Schluß- Schluß- Der Boykott Ungarns. Wien, 2. Juli. (WTB.) Nach einer amtlichen Meldung sah sich die österreichische Regierung mit Rücksicht auf die über die Durchführung des Boykottbeschlusses gegen Ungarn unter dem österreichischeri Eisenbahnpersonal entstandenen Meinungsverschiedenhoiten, die zur Gefährdung des Betriebes führten, abends g-ezwungen, den E r s e n- bahnverkehr nach Ungarn ernzu- stkllen. Die Aufführung konnte hohen Ansprüchen genügen. Die musikalische und szenische Leitung hatten Kapellmeister Dr. R o 11 e n b e r g und Derr Weichert, beide von voller und erfolgreicher Hingabe beseelt. Die Sänger, denen zugleich schwierige Aufgaben der Darstellung zugefallen waren, führten sie trefflich aus. Der Beifall nahm am Ende stärkere Formen an, so daß sich mit den KünsUern auch Kapellmeister, Regisseur und der für das Bühnenbild verantwortliche Herr Ludwig Sievert eine Reihe von Malen zeigen konnten, tt. hier das erste Rennen des Oberhessischen Radfahrerbundes statt. Mehr als 50 Rennfahrer 'haben sich für die beiden Konkurrenzen an gemeldet., x „ Kirchliche Nachrichten. Aus Dm Amtsverkundiaungsblatt. Evangelische Gemeinde. «X. m ?aS ?mts°"kündigUNgsbI °tt Sonntag, oen 4. Juli, 5. nackt Trinitatis. 9?r91 vom 2 Juli enchalt^DuEüdrung der Kullelte'für die evang. Gemeinden im Osten. Besttmmuugen des Fr.^rv-rtrag^: Anmrldumg Stadtkirche. Borm. 8 Uhr, zugl. Dhristen- von Gütenil usw. - Bezug derbestellten N-h>> f b. Neukonfirm. a. b. Matchausgcm.: mittel. - Biehfeuchen. - Stand der Maul- imb Lpff 9i/„: $fr. Becker. 11: Kinderkirche für Klauenseuche m Hellen. - Dienstnachmchdm . Pft. Becker. - Johannes. Bekanntmachung der neuen Jasstrng der Reichs- kir che. Borm. 8 Uhr, ,ugl. Christen!, s. d. Ncu- 8Ctl^D1r . r®0!,1! >1 Möbr Mittel konftrm a. d. Lukasgem.: Vir. Bechtvlsheimer. Bezug ber bestellten N ahrm rttel. . ^|arra^ft Ramge. 11: Krnderkirche f. d. | Johannes gern.: Pfarrassist Ramge. — 4 Juli, nwrnben bestellten Waren können von den Be-! W i e s e ck. Bonn. 9^2: Gottesdienst. Nachm. 21/?: ftrftern vom 4. Jillr 1920 bezogen werben. Es I Kinderkirche (bei gutem Wetter Waldgang). — entfallen auf ine Nährmsttelkarte B (rote ^arbe wnrw in- Kir«bb->ra 11- Marke 66 100 Gr. Gries, 0.92 Mk. das Mnto, fStSttdrre s^d ch^Jummd N^ IV- 300 Gr. Haferflockeir, 2.30 Mk .das Pfund, 1OO T- £>. männl, ^ugeno. xaajm. /-. Gramm Reis, 6.50 Mk. das Pfund; auf die! ' 5 Katbolislße Gemeinde Nahrmittelkarte C (blaue Farbe) Marke 76 M i 5 u abds 8 Ubr- Gramm Haferflocken, 2.30 Mk. das Pfund, 250 Samstag, 3. m aW>4 ö Uhr Gramm Reis, 6.50 Mk. das Pfund. t« an Riina ft e n Norm' 6^ • <£ Die Schweineseuche ist unter Den [’■ ®J?n,nLa7.9crtct)t$vaaic | sich ebenfalls 9 Proz. höher. Rombacher stiegen Eiftnbahndrebstahl. im Verlaufe um 15 Proz. Auch für chemische X Hanau, 1. Juli. Im Dezember 1918 stand Werte bestand gute Kauflusb Theodor Goldschmidt- tn einem Nebengeleiie am Hanauer Ostbahsthos ein Aktien besserten sich um etwa 25 Proz., Dyna- Eisenbahnwcvgen mit einer Ladung T.extileimit NMl zogen UD etwa 10 Proz». an. wfb uuu,iulh x^iuiu;. ö— * züglich die Methoden zu prüfen, die bei der Unter- lich für holländische Rechnung stark gekauft, und 1 tTbung in Spaa angeschlagni werden sollen. Das sttegen auf etwa 767. An der Börse erfuhr das einzige Mittel für Deutschland, seinen Platz tn Geschäft zuletzt eine wesentliche Eitrschränkung. ber Welt toieber emzunehmen, fei bte loyale Aus- Teutsche Anleihen schlossen matt zu ermäßigten führung ber im Friedensvertrag übernommenen Kursen Verpflichtungen. Frankfurt a. M., 3. Juli. Börsen- Paris, 2. Juli. (WTB.) Millevand bestimm un g s b il d. Im freien Verkehr mürben tonte Journalisten gegenüber bte vollkommene und wiebcrum größere Umsätze in Deutschen Petro- enge lieberemstunmung zwischen den Alliierten als leumaFtien getätigt. Sie stellten sich auf 781 bis gegenwärtig beste Tatsache Dic.e Veriichernng sei 778, Deutsche Erdöl auf 1075. Südsee-Phosphat keme Banalität. Deutschland, sagte Mllle- 1925. Höher gesucht waren Kabelwerke Rheydt rand, hatte es vorgezogen, uns zögernd zu sehen 303. Baltimove Ohio besserten ihren .Kurs um Mer vor der festen Haltung bet Allnetten hnrb 2 Proz. auf 222. Nordd. Lloyb schwächten sich es sich vom Gegenteil Überzeugen. Es hat alles ab, 1813/x, Hapag 185 (minus 1 Proz.). Am Interesse an loyaler Ehrlichkeit und ich Montanaktienmarkt war bie Haltung fest. Es no- hoi e, es wir d uns verstehen tierten Phönix 409, Deutsch-Luxemburg 276. . BrÜssel, 1. Juli. (Wolff.) D^e Zettung ,.De- Mannesmann getoannen mit 335 5 Proz. Steaua hi«nn" erklärt^ daß nel^i der Hauptsrage der V e r- Romana 1000, plus 17 Proz. Unter den chemi- teil u ng wr deut s che n E n t ich ad i g un g s-- schen Aktien schwächte sich Scheideanstalt 9 Proz. summe, Lloyd George mit UnterstutzUW d^tt^ ab? 485, Bad. Anilin 425, Farbwerke Höchst 341. liemschen Tclegatvon üon neuem bte Wiederauf- Vmi snnftiaen ^nduftrievavieren sind Dürkopp440, nähme der Handelsbeziehungen mit plus 4 Pro^, ^ttkclle^Feist 284, plus 2 Proz., Rußland aus der Konferenz von Brüssel zur Schuhs. Aug. Wessels 215, plus 1 Proz., zu er- Erörterung bringen werde. wähnen. Zellstoff Aschaffenburg verloren 5 Proz., Die Lügt der NeichsfilMNzen. 315. 5proz. Goldmexikaner lebhastei: 339V», plus Berlin, 2. Juli. Tie Blätter erkennen dk 8V-. In Anatol^r wurden rege Umsätze vorgenom- Offenheit an, mit der ber Reichsfinanzminister men mit 127 9 hoher, lerner füllten ftd) ^rch die Lage ber deutschen Reichsfinanzen be- 4proz. Bagdad 11 Lroz. hoher I handelt. Tie ,,Vv ssis che Zeitu n g" sagit, feder Reichsmileihe un^ranbert 79 A- ^wanen lagen deutsche müsse sich darüber klar sein, daß die neue erheblich hoher. In den Aktien der ^vem. Th. ^orm Gemeinwirtschaft heute gar nicht mehr b 315 eine Forderung der sozialen oder wirtschaftlich - schäft, diese Aktien stellten sich auf 315, plus ^tischen Ueberzeugung, sondern einfach erne For- 15 Proz- .. , « , ' Schlosser ' "'«ädchen, 1 eins. Luche, 1 ,3 litte rin, Zimmer- Spengler-, ' mädchen, 1 Gartenmädchen, 1 Waschfrau, 2 Lebr Schmrede-, JnstaLlatums- eotb Wnßbmderarbntcn mädchen, 1 Kinderfräulein f.nachmiuaaS, 1 perfekte sollen im öffentlichen Wettbewerb getrennt ver- Kaffeeköchtn, 1 perf. Büglerin, 1 Näyerin. sollen im öffentlichen Wettbewerb getrennt ver- tel und 7268 Armenamt 7299 17273B Der Oberbürgermeister. (Armenverwaltung.) W MMrtiWW biWWi Gautmilsesi nach Großen-Vuseck (Gastwirtsch. Gerlach) ver geschästssührende Ausschuß 7265D 7279 in Gaben nicht unter 50.— Mk. an Arme ohne Ansehen der Religion. Meldungen nimmt das Stä dtifche Asterweg 9, bis 31. Juli I. Fs. entgegen. Gießen, den 2. Juli 1920. Inheiden, den 2. Juli 1920. Reitz, Bürgermeister. Der Nachtragsvvvanschlag der Gemeinde Nonnenroth für 1919 liegt vom 3. Juli d. I. ab eine Woche auf dem Amtszimmer des Bürger- Liebigrhohe Sonntag den ». In« X92O Abmarsch */j3 Uhr nachmittags vom Justizgebäude. 7254c Abfahrt 12.32 Uhr. Der Borstand. Regelmäßig Dienstags i. Aquarium Gambach, den 28. Juni 1920. Hessische Bürgermeisterei. Bock. Sonntag den 4. Juli gl. Älrtten auf der Hardt im großen 5aol. Es ladet freundlichst ein H. Dechert. ________________________________________ 011790 haus und ein Einfamilienhaus. Die sirr dir Erbauung obengenannter Wohn- Nöbel. Einhorn-Theater Freigabe der vrannkohlenbrltettr. Zur Belieferung von Rr. 1 der H -Karte, Nr.l und 2 der Z-Karie sind die auf Lager befindlichen Braunkohlenbriketts bis auf weiteres freigegeben. Giehen, den 1. Juli 1920. 72703 Stadt. Brennstoffamt. Bekanntmachung. Es sind zu vergeben: 1. Aus der Stiftung der Daniel Moog Wwe. am 2. Oktober 1920 die diesjährigen Zinsen im Betrage von 175. - Mk. an hiesige, bedürftige, unbescholtene, im Witwenstande lebende Bürger und Bürgerinnen. des Gaues Hessen in Gießen am Samstag den |0., Sonntag den 11. und Montag den 12. Juli auf dem ©sroalösgarten. Alles Nähere auf den Plakaten. werden. Zu der nachträglichem Umlage haben auch die Ans mär Ver beizutragem. Nonnenroth, den 2. Jüli 1920. 7269 Bürgermeisterei Nonnenroth. Hoppe. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 7 landwirt' sckaftllche Dienstmädchen, Dienstmädchen, HauS' mädchen, Zimmermädchen, Alleinmädchen, 1 Stütze» 1 Stenotypistin, 1 Friseuse, 1 Stenotypistin. CS suchen Arbeit: 1 Kontoristin, 1 Maschinenschreiberin. 1 Bibliothekögebllfin, 1 Näherin, 1 Krankenpflegerin zur Krankenpflege u. Führung eines HanShaltS, 1 Stickerin (Übernimmt auch Näh- und Flickarbeit zu Haufe», 1 Lehrmädchen (Putzgeschäfli, das l Jahr gelernt hat, zum Weiter» lernen, 1 Frau zu,n Bureaupntzen. Bekanntmachung. Die chirurgische Universitätsklinik sucht alsbald einen tüchtigen, soliden, jüngeren Schlosser. Angebote mit Zeugnisabschriften an die Klrniksverwal- tung erbeten. Meldeschluß 15. Juli 1920. 71853 bis 12 und V23 bis 5 Uhr. 17. Herren- und Damenftiefel: Bon der Reichsschuhstelle sind uns eine größere Anzahl neue Herren- und Danvenstiefel überwiesen wordm. Zopfe Lorke«. Dreher, sowie sämtliche Haararbeiten werden schön und dauerhaft angefertigt. 166 Hermann Plank Wwe. Sveztal- Haar - Geschäft. AlMeim StofltHifenöolin-Beteln Gießen. Tonntag, 4.Juli 1920 ab pünktlich B Uhrnachm. taiiti im fiiitaphriil. Nur Mitglieder und auf deren Wunsch vom Borstande eingeiadene Gäste haben Zutritt. Vereins- abzeichen sind anzulegen. __n 011802 Der Vorstand. 2. Aus der Stiftung der Friedrich Textor Eheleute am 23. September 1920 240. -_MK. Jahreszinsen verschämte i tÄT*01 k- ¥ «mtb; umsacheinc^^ sei. Auch lAmmsikrs zu y- W int beutich tnfen. wgSvcrbrechkr'. Nerhaus. Auf Lchuldi- geschehen soll, wenn F und die Män- seMig vmveigern .M eine WW. 5 ,ber Fall eintrete, tenter Uebereinftun- itscken Kaiser beim- 19 des Friedensvet' ÄMdming aus eine tsche Kaiser in Bonar Law, das von Holland und dauer des vormali- Obligationsverlosung. 3n der heutigen Gemein der atsfitzung nmrten ausgelost Cit. A 91r. 20 und 21 zu je 1000 Mark ßit. B Nr. 12 und 50 zu je 500 Mark. Die Rückzahlung erfolgt am 30. September d. I. durch die Gemeindekasse dahier oder bei dem Dank- hause 3. Grünewald.Gießen, und hört mit diesem Tage die Verzinsung auf. Kieler Knabendrelle Beste Qualität Meter M. 28.50. m Fritz Nowack. Doppelhaus, für die Gemeinde Hungen em Elsässer Hemdentuche Prima Qualität von M. 17.50 an. *c Fritz Nowack. ischwerden SSF Dell* ..Sira* in Wri*M. miLIUDM KÜN^riEK KONZ|EiZ „Einhorn-Diele“ 010980 SW AL-S-tz VlShl'S Wteffer festet ' K'LSS SSS MW geben werden. AngebotSmrterlagM, d« gegen Erstattung der Selbstkosten abgegeben werden, sowie Plane und Bedingungen liegen vom Mittwoch den 7. Juli an bei dem Unterzeichneten, Regienrngsgebäude, Landgraf-Philipp-Platz 3, Zimmer 18, und bei den Bürgermeistereien Gründer«, Hungen, Londorf «und Lich auf. Angebote mit entspvertzMder Ansschnft, getrennt nach den einzelnen Gebäuden und Gemeinden, sind verschlossen und postfrei spätestens bis zum 17. Juli 1920, vormittags 10 Uhr, bei dem Unterzeichneten emzureichen. Die Eröffnung der Angebote erfolgt zum gleichen Termin in Gegenwart etwa erschienener Bewerber. Zuschlagsfrist: 14 Tag«. Freie Wahl unter den Bewerbem bleibt Vorbehalten. - 7173c G ießen, den 29. Jnni 1920. Der Koeisbauinspektor des KreistS Gießen. Cellarius, Bauvat. 4.75 Mk. lohne Glas). , _ 12. Fische: Verkaufsstelle in den Morkt- lauben. Mittc der Woche zu Tagespreisen. 13. Obst und Gemüse: Verkaufsstelle in den Marttlauben. Kirschen, Heidelbeeren,Johannis- und Stachelbeeren, GemÄc täglich frisch zu Tages- vreisen. 14. Bohnen (weiße): Verkaufsstelle in den Marktlatlben, das Pfünd 2 Mk. Anmerkung für die Kleinhandelsgeschäfte: Rücklieferung der leeren Oelfässer bis spätestens 6. Juli an den Schlachthof. Ab- holung der Kerzen bis spätestens 6, Juli am Lager, Ost-Anlage. 15. Sohlen und Absätze: Verkauf erfolgt im Lebensmittelamt bis einschließlich Mittwoch den 7. Juli 1920. 16. Getragene amerikanische Mrlr- tärschnürschu he: Von Montag bis einschließlich Samstag der kommenden Woche werden im Lebensmittelaimt getragene amerikanische Milrtärschnürschuhe an ledermann verkauft. Die Schuhe sind aufgearbeitet,— ----~ —. - , - L imb mit starken Sohlen versehen. Verkaufspreis Meisters offen. Entwendungen können während 70 Mk. das Pen Allj^ unb ÄS ’ : 8l'ieTt™fc hi. ffe Vr” toirb 9n“ mb i« Doppelhaus, für die Gemeinde Londorf ein Dreitzimmer- Doppelhaus, für die Gemeinde Lich ein Einfamilicn-Doppel- troffen. 9. Mehl, Nährmittel, Lebensmittel und Zucker für Kranke, Zu gezogen e und Fremde: Hch. Jung, Rttterg.il; Ötto Nachtigall, Steinstr. 65; M. Debns, Friedrichstraße 5; .Konsumverein, Bleichstraße. 10. Seife: Marke für JAli; Artteil 125 Gr. K.-A.-Seifenpulver, das Pfund 4.20 Mk. 11. Petroleum unb Sviritus: Ausgabe erfolgt in den bekannten Geschäften. Petroleum das Liter 3.30 Mk., Spiritus das Liter Bekanntmachung. Ter zlveite Nachtragsvorvnschilag für das Ri. 1919 für die Gemeinde Inheiden liegt vom 4. l. M. 8 Tage lang zur Emsicht offen. „Zum Ostend" AM: AlZMAll W Ende 1 Uhr. "W o,,7« Ztädt. Lebenzmittelamt. Warenausgabe für die Woche vom 5. bis 11. Jnli Nicht recht-eitig abgeholte Ware verfällt. 1. Brot: 1850 Gramm Brot oder 1370 Gr. Mehl: Brot Kg. 2,15 Mk, Brötchen 15 Pf. Weizenbwtmehl Kg. 2,80 Mk., Weißbrot Kg. 2,45 Mark. Weißbrotbäcker: Werner Barth, Ludwiastraße, Wilhelm Kröck, Neuenweg. Mehl für Kranke: Kg. 3,20 Mk. (Verkaufsstellen! siehe unter Nr. 9.) 2. Fleisch: Wochenabschnitt 27. Metzger für Fremde: Gustav Stephan, Schillerstraße 14. 3. Vegetaline: 250 Gramm zu 6,90 Mk. dbusgabe durch die Metzgergeschäfte bis einschl. 7. Juli 1920 gegen Abgabe des Bezugsabschnitts 5 der Auslandsfleischkarte. Ablieferung der eingegan- genen Bezugsabschnitte durch die Metzgergeschäfte bis spätestens 9. Juli 1920 (Zimmer 9er. 6). 4. Schmalz: 250 Gr. zu 9Mk. durch die Aietzgergeschäfte. Ausgabe vom 6. bis einschließlich 13. Jult 1920 gegen Abgabe des Bezugsabschn. A der Sonderausgabekarte. Die am 1. und 2. Juli 1920 in den Bezirksstellen verausgabten^ Sonder- auögabemarken sind bei Wholung des Schmalzes den Metzgergcschäften vorzulegen. Diese haben den Kontrollabschnitt absutrennen, den Bestellausweis abzuftempeln und einzutrogen und gegen Abgabe -ßnvua n£ LpnuchZ) §oq Slftuchtgvsön«sT ^9 gaben. Die eingeganger«n Kontrollabschnitte und Bezugsabschnitte A sind^bis spätestens 15. Juli 1920 dem Lebensmittel amt ein-ureichen. 5. Kartoffeln: Wochenmenge 6 Pfd. zum Preise von 35 Pf. per Pfund. Ausgabe in den bekannten Verkaufsstellen gegen Vorzeigung der Lebensmittelausweiskartc. 6. Käse: Belieferung erfolgt bezirksweise je nach Eintreffen von Käse. 7. Nährmittel für Juli: Noch nicht cirrgetroffen. 8. Zucker für Juli: Noch mcht emge- Brennholzansaabe. In Abänderung der Bekanntmachung vom 25. Juni wird folgendes bekanntgegeben: Die Nr. 2 der ausgegebenen Holzbezugskarte wird mit 5 Zentner Hartholz beliefert. Der Preis für den Zentner ist auf 13.- Mark festgesetzt. Der Gesamtbetrag von 65. - Mark ist auf dem Brennstoffamt in oen Geschäftsstunden von 8-12 Uhr vormittags zu 7ntrichten, und zwar: Bezirk 2 Dienstag den 6. Juli 1920 „ 8 Mittwoch „ 7. „ „ „ 3 Donnerstag „ 8. „ „ „ 9 Freitag „ 9. „ „ „ 4 Samstag „ 10. „ Nachmittags ist das Drennftoffamt geschloffen. Die Holzausgabe findet statt gegen den bei der Bezahlung ausgehändigten Gutschein in der Zeit von 8-12 und 1-4 Uhr für: Bezirk 2, Holzlagerplatz Steinstraße, am Dienstag den 6. und Mittwoch den 7. Juli 1920. „ 8, Holzlagerplatz (Babelsbergerftra^e, am Mittwoch den 7. und Donnerstag den 8. Juli 1920. „ 3, Holzlagerplah Steinstraße, sm Donnerstag den 8. und Freitag den 9. Juli 1920. „ 9, Holzlagerplah (Babelsbergerftrafje, am Freitag den 9. u. Samstag den 10. Juli 1920. „ 4, Holzlagerplatz Steinstraße, am Samstag den 10. und Montag den 12. Juli 1920. Gießen, den 1. Juli 1920. 72726 Städt. Bvennftvffamt. Städt. Arbeitsamt Gietzen West-Anlage 31, Teleph. 2054. Es können eingestellt werden: 72718 a. bei diesigen Arbeitgebern: 1 Metalltreiber, 1 Schlosser 11. Autogenschweißer für alle Metalle. Lehrlinge: 2 Maler und Anstreicher, 1 Bäcker, 1 Schuhmacher, 1 Schmied. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 2 land roirtftt. Knechte, 1 Sattler, 50 Feldbereinigungs- nrbeiter, 1 Sch lasier, der autogen schweißen kann, .88iünd>chieifer, 8Werkzeuaschleifer,3y«tnschleifer, 5 Dreher für Lcitspindelbänke, 2o Zimmer leute, 3 Stahlgraveure, 1 verheirateter Schmied für Hofgut, 10 Gesteinhauer. Lehrlinge: 1 Schriftsetzer, 1 Wagner, 2 Müller. Es suchen Arbeit: Schriftsetzer und Buchdrucker, Schwei-erdegen, 1 Stellmacher. Kaufleute. Schreiber und Reisende, 2 landwirtschaftliche Ber- walter, Packer, Hausburschen und AuSläuser, Muschi nenschlosier, Bauschlosier, 1 Gärtner 1 Konditor, Elektromonteure, 2 Schuhmacher, 3 Heizer, 1 Krankenpfleger, 2 Schmiede. Weißbinder und Anstreicher, 1 Küfer, 2 Sortiermeister, 3 Tapezierer und Polsterer, i Sattler, Bäcker und Aiehger, 4 Kellner, 4 Kraftfahrer, 2 Brauer, 1 Koch, 1 Bautechniker, 1 Zeichner. 1 Bandagist, Mechaniker, 2 Dachdecker, 1 Autogenschweißer, 1 Privatiehrer. Lehrlinge: 3 Schuhmacher, 1 Schreiner, 1 Mecha' niker, 4 Raufleute u. Schreiber, 1 Weißbinder und Maler, 2 Gärtner, 1 Elektrotechniker, 2 Friseure, 2 Schlosser, 2 Wagner, 1 Bäcker, 1 Sattler aufs Land. Weibliche «bteilaag: ES können eingestellt werden: ror. teV) MedieMend- \i dir 1 yvimschm Korridor utfche Wimmimx 3 der interalliierte Ukityrtufat fctngcn, nmMhrfeuer. Ev if der Kckfchft hi i. Der Führn, der t Tod. Weiter ver t der Abftummmgs' nm dadurch zu be- bstimmMMüge m- ^n. deren Mm dn örtlichen m, zurückscksillen. Ta nmmgsauÄvetse von ,t dem Stempl ver- sche StimmberrchttgK n. tt Mlillt.__ NTV.) Das. deutsche .eftern nachmittag mt p Veiatzmg landet. giteSilfttbimbS. Hotel Schütz Morgen abend Familien-Konzert Anfang *,'|8 Uhr. Verein Hiawafha. Sonntag den 4» Juli jn der Tarnhalle (O« waldsgarten) SommerbalB. Anfang 4 Uhr. [011828] Der Vorstand. Eintritt nur geg. Vorzeigen der Eintrittskarte! Wettkämpfe der Universität Gießen 4. Juli nachmittags 4 Uhr auf dem Spoüplcch an der Rodheimer Str. 3o66iill-£tii|iellileiil Springen, Werfen, Laufen, Stafettläufe 4X100 m, 10 X 100 m. nm Fußball Wad. Sportklub gegen Wad. Abteilung des D. f. D. Gießen. Sitzplatz 3 mk., Sichplatz 2 Mk. [7300D Der atad.Aurschutz fflr Seibesübungen. «Nsang 4 Uhr. 011796 Gäste willkommen Vereinigung „Fortuna" SnitliacliM iHsr frt a1« tmuiMiiiii die -um vkrftDvftrn Bnette twm 178 Mk 135 Mk. und 110 Mk. durch die hiesigen Schuh Händler verkauft werden. Es handelt sich größtenteils um Schuhe in erstklassiger Rahmenarbeit bester Ausführung und hockivertigem Leder. Aerkmff erfolgt m jedermann ab kommender Woche durch nachbehende Schuhivarenhandlungen: Ad. Bär, Marktplatz 7; (Earl Berg, Mänsbnrg 4; Luikv Bern- barbt, Schulstr. 10: WUH. Benner, Marttstt. 34: Wilh. ^Hcrbert, Marktplatz 2; I. Lilienfeld, Sel- lersweg 52; H. Heß, Mttelweg 14: H. A. Jtmker, Marktstr. 21; Siegfried Meyer, Bahnhofstraße 30 . Frankfurter Schiihlaeiee-t Herren- Uo Behlaf- Zlmmer, 1TT8c Köchen J. Jttmann, Glefieo, Bahnhofstr. 2®. Nur bis einschließlich Sonntag werden die zwei großen Lachschlager: 011844 Dir wie mir, oder Dem Herrn ein Glas Wasser sowie 6in Menet Im Wgenomin gegeben, und zwar unter Mitwirkung von Frau Mattha Winkler von dem ehem. Fürst!. Theater in Gera als Gast. Am Sonntag Nachmittag findet auf Wunsch der Nachbarlandbevölkerung eine Nachmittagsvorstellung statt, und zwar: fteBtflntlonetieift. Metmoiit Anfang 4 Uhr bei jeder Witterung. Kinder unter 14 Jahren zahlen halben Preis. SaalbauCafeLeib Heute SamStag: Gastspiel Sternau - Haase großes Poffeu-Eusemble im Garte». Im SaaleVereiusf estlichkeite«. Morgen Sonntag: Frütuchoppefl-Konzept^^m^k^-v^rteB-Iönzerl. Abends im großen Saal: Gastspiel. ES ladet ergebend ein Hans Klrslnger. Lichtspiele Seltersweg Heute bis einschl. Montag Dämon derWell Heil Das Schicksal des Edgar Morton 6 Akte. Groß. Fortsetzungsfilm, ISEpisod. + Bruchleidende + bedürfen kein sie schmerzendes Bruchband meh r wenn sie mein in Gröhe verschwindend kleinen, nach Mag und okne Feder, Tag und Nacht tragbares, ans seinen Druck, wie auch jeder Vage und Gröhe itiwoetiteaba^Unioerfal-Brudjbanb tragen, das für Erwachsene und Kinder, wie auch indem Veiben entsprechend herstellbar ist. MeinSpez. Bertr. ist am Hoatag, 5. Jnli, abends von 7-1 ühr, n. Dfeastai, 6. Jnli, morg. von 8-12 Uhr in Bielen, Bann- hstiiotel Lens, sow. an HIontaR, B. Jnli, mittags vonl3/< hie B'/i Uhr la Butzbach, Hotel z. gold. Lösen, n. am Dienstag, 6. 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