Erstes Blatt Montag, 5. Mai 1920 170. Jahrgang betragt cm ixe * an d e Neutralen nicht wahrend des Lfrieges |u&> pciibtert worden ist. Um das Ausgleichs venrrhven toirtjam zu gestalten, ist burd) den Fri densvertrag von seinem Inkrafttreten ab jede Zählimg und Eiitgegen- ncchine e.ner Zahlung allen beteiligten oerboten, sofern er sich nicht dirch t-i s<^rmüflimg der Au^leichsämter ro'lzi li Tie e Bfimmung fr-ar notivaibifl, weil die le.eilrqtan Staaten für btc Zahlung der vollen SttniDcnLcträge selbst (Garantie übernommen haben Me den Stoa sangehörigen einer d.r vorgewrnnten Staaten geschuldeten Erträge werden zunächst dem ^lusg'esck/s-mt fernes Heanatsüaates von tx?m Ausgleiäsrmt des Gläubigerstaates b.lai'ei. Tie Zälilung an den Gläu- lnger erfolgt durch das AuSg'cidr-.amt seines Hetmatsloa es. Im Rahmen des Fr.edensoertt.ags sielst das Msgleiclrsamt eilten iveitgehenden Rechtsschutz für den Fall vor, daß ein Sclmldner die van einem fremd?.aatlichen Gläubiger angemelveten Ansprüche best-vitet. Können in einem solcl-en Falle sich die beteiligten Aemter und dre Parteien selber nicht gütlich oder im Wege eines Schiedsverfahrens verständigen, so ist in letzter Jnstairz der gemischte Schiedsgerichtshof zur Eittschribung berufen. Der Anmeldung unbegründeter Ansprüche ist dadurch nach Atöglichkeit vorgebeugt, das; von solchen Ansprüchen, die sich als unbegründet erweisen, ein Sttafzins von 5 Proz. erhoberr wirb, ebenso wie umgekehrt Sttafzms das unbegründete Bestteiten irirter Verbindlichkeit zu 'unterbinden sucht. Noch weitergehende Strafbestimmungen sind erlassen, um jbicn unmittelbaren Ausgleich der dem Clearingverfahren unterworfene Schuldner und Gläubiger %u verhindern. Vmi besondevenr Interesse ist für alle Beteiligten, daß das Reich durch weitgehende Zuschüsse dem zur Zahlung in einer fremden Währung Verpflichteten die Begleichung seiner Verbind- lid)keit erleichtert. Wer in deutscher Währung schuldet oder eine Forderung hat, zahlt und erhält vom deutschen Ausgleichsamt grmibsählich in deutscher Währung den Nennbetrag seiner Forderung bzw. zahlt den Nennbetrag seiner Schilden. Sclmldet hingegen ein Deutscher im Ausland einen Betrag in ausländischer Währung, so hat er ihn an das Ausgleichsamt zum Friedenskurs zu zahlen, während das Reich ihn dem fremden Ausgleichsamt zum Tageskurs absührt. Die Differenz trägt das Reidx Umgekehrt hingegen wird von dem deutschen ÄusgleidSamt der Anspruch, den der beutfdfr Gläubiger in ausländischer Währung hat, nicht in dieser, sondern in Reickswährimg unter Umrechnung der Währung ihres Nennbettages zum Tageskurse abgerechnet und ausgezahlt. Dies gilt auch, wenn die Forderung in deutscher und fremder Währung ausgedrückt war, und die Geltendmachung in fremder Währung dem Deutschen nützlicher ist. Millcrand an die französischen Arbeiter- Paris, 3. Mai. (WTB.t Millerand äußerte sich einem Vertreter der Agentur HavaS gegenüber, das siegreiche Frankreich müsse arbeiten, um zu erzeugen. Diejenigen, die von Verstaatlichung reden, sind unfähig, eine klare und praktische Formel aufzustellen. Die Regierung werde getreu ihren Versprechungen bei der Wiederaufnahme der Kammersitzungen einen Gesetzentwurf einbringen betreffend die Reorgani- sation der Eisenbahnnetze. Tie öffentliche Meit- nung stehe vollständig feindlich der Agitation gegenüber, wie sie durch den Aufruf zum Streik geschaffen wurde, der nur den einzigen Zweck verfolge, eine revolutionäre Bewegung vorzubereiten. Die Negierung vertraue auf den Patriotismus und den guten Willen der Arbeiter, um verbrecherische Anschläge zu vermeiden. Sie werde ihre Pflicht erfüllen, die Ordnung aufrecht erhalten und den Schutz der Arbeiter sichern. Schwere Zusammenstötze mit Öen Polen in Gberschlesien. Beuthen, 2. Mai. lWTB.) Heute f an Den in ganz Oberschleiien anläßlich des wlniichcn Nationalfeiertags große vo I ui sche Te - mo nstrationsumzüge mit ro'nn|d>?n r)ahnen und Abziehen statt. Auch Sallenoibatcn m Uniform nahmen in größer Anzahl an ben Umzügen teil. In Ratibor zogen einige Tarnend Dolen, fast durchweg vom Land, darunter auch SDallerioIbaten in Uni’ornt, mit polnischen Falnm und ^lbzeichen durch die Sttasxn xie deutsche Bevölkerung ist durch das provozierende Verhalten auis tiefste verletzt und ver engte die Entfernung der polnischen Hoh.'stsabzerchm, gestützt auf die Verordnung der interal.i arten Kommission in Oppeln, die das Tragen von Hoheitsabzeid. n der beiden beteiligten Staaten in Ob rschlei'v.n verbietet. Die Polen widersetzten sich diesem VerUebertritt demokratischer Zührer zur deutschen volkrpartei. Eine Anzahl führender demokratischer fBerföit> lidtf eiten der Reichs Hauptstadt hat ihren Beitritt zur Deutschen Volkspartei vollzogen. In Verbindung damit steht folgender Briefwechsel: „An den Vorstand der Deutschen Volkspartei. Im Austtage einer liberalen Gruppe der Deitt- fd>cn Demokratischen Partei beehren wir uns, mit der Bitte um Rückäußerung folgendes zu über- Mitteln: Wir fühlen uns in unserem Gewissen ver- pflichot, aus dec Temokralisdxn Partei auszu- sdreiden. Tie Erwartung, daß die Partei sich als Bahnbred-erin einer stetigen freiheitliche Entwicklung, als Schutzwall der Ordnung und Staatsautorität erweisen iverdc, hat sich nicht erfüllt. Tie Haltung der parlamentarischen Bertre- tung der Partei bei bedemsamcn Gesetzes Vorlagen bat in weiten Parteikreisen Unmut und Mißstimmung hervorgerufen. Die Partei 'bat Klarheit in den Zielen, Festigkeit in der Haltung und Entschio- dcnhcil in der Wahrung von LebensintcrZscn des enverbstätiaen Bürgertums nur zu oft vermissen lassen. Tie Zustimmung der Partei zur Ausrufung des Generalstreiks bat die schwersten grundsätzlichsten Bedenken gcivedt. Die Annenduug des Generalstreiks im politischen Kampfe führt letzten Endes zur Vernid>tung des Staats- und Kulturlebens. Nachdem der Parteiausschuß einstimmig die allgemeine Arbeitseinstellung gebilligt hat, sehen itär uns zum Austritt auS bet demokratischen Partei genötigt. Wir ,-rwägen ein Z u sa mmeng ehen mit der deutschen Volkspartei. Im Wahtaufrus bezeid)- nct sich die deutsch Volkspartei als eine liberale Bürger- und Arbeiterpartei, die die Versöhnung f>cr Stäube, den Wiederaufbau des Staats- und Wirtschaftslebens und die Zusammenfassung aller ausbauenden .strafte ersttebl. Diesen Zielen wollen auch wir dienen. Wir wollen den Wiederaufbau auf dem Boden der in Weimar beschlossenen Verfassung und setzen voraus, daß die deutsche Volkspartei bereit ist, jeglichen Versuch, die Verfassung gewaltsam zu ändern, mit Entschlossenheit abzuwehren." Ter Brief beschäftigt sich dann mit weiteren Zielen der unterzeichneten Schreiber. Dann heißt es koeitcr: „Wir halten ein freudiges Bekenntnis zum nationalen Gedanken für geboten. Ohne ein starkes, alle Volksschichten burd'bringenbeä Bewußtsein nationaler Zusammengehörigkeit ist eine Selbstregierung des Volkes nicht durchführbar. Die Erhaltung der Neichsein- hei t ist oberstes Gebot. Unter Abiveisung nationalistischer und chauvinistischer Tendenzen wollen wir mitarbeiten an der nationalen Wiederaufrich- lung unseres Volkes. Was jetzt not tut, ist die Schaffung einer großen, von freiheitlichen Ideen beseiten, vorn starken ■nationalen Empfinden durch- Blühten liberalen Partei, die alle auf dem Boden der Verfassung stehenden zur Mitarbeit am Wiederaufbau btereiten Volkskräfte zusammenfaßt zu rastloser opferfreudiger Arbeit, abhold unfruchtbarem Parleig.zänk, im Geiste sozialer Versöhnung aber zugleich erfüllt mit dem uner- schütterlichcm Willen, die Rechte und Lebensmög- 4. die n ährend dös Krieges sällig.n, an die An e- wrigen einer ter värtrag'chlietze..den Märt- zahl- varen stapilalbettä.ch, bie den Gegenwert d?r von ^ner gcgnmfd'cn Madst ausgegebenen W.ne bar ’reBeii, roxrn bie Zahlung eiws solchen KapiZ'.- vetrages an bie Angehörigen dieser Macht oder langen, und cs kam zu heftige» blutigen' Z u sa m in e n sl ö ßcn. "üluf beiden Seiten gab cs eine große Anzahl Toter lytb Verletz'.er. Tie Polen verunstalteten vor dem Sitz der Kommission eine .thrnbgebintg, die damit endete, daß die Polen die verboteueriveise geführten Fahnen und Abzeichen ablicfern mußten. Die Bevölkerung Rattbors, insbesondere . audi die Arbeiterschaft, fühlt fid> durch das anmaßende Verhalten der Polen schwr bedroht. In b.T Stadl lwrrscht außerordentliche Ei regung. In Oppeln, wo bie Polen ebenfalls enten Umzug geplant hatten, besetzte die Bevölkerung die Zugangsstraßen zur Stadt, um diesen Umzug zu verhindern. Als die Polen am Nachmittag an* rückten, tarn es am Laubgerichtsgebäud.' zu Hefti" gen Zusammenstößen Die Polen wurden in bie Fluclst geschlagen. Bis jetzt wurden ein Toter und yihlrcitbe Verwundete gemeldet. Mehrere Ve» Haftungen wurden vorgenommen. 2lu* Sem Reiche. Ein Zommunalisierungsqesetz. Berlin, 30. April. (WTB.) Dem Reichs- rat wurde der Entwurf eines Gesetzes über die Kommunalisierung von Wirtschafts betrieben nebst einer Begründung vom Reichsministerium des Innern wrgeltxjt. Eine Christliche Volkspartei im Rheinland. Berlin, 3. Mai. Eine Christliche Volkspartei im Rheinland ist, wie der „Berl. Lokalanz." meldet, nach dem Muster der Bayerischen Volkspartei gegründet worden. Provisorischer Vorsitzender ist der Wlner Hochschulprosessor Dr. Teermann. Die Maifeiern. Berlin, 3. Mai. Die Maifeiern sind überall im Reiche ohne besondere Zwi- schensälle verlaufen. Eisenbahn-Plünderungen. , Breslau, 1. Mai. (WB.) Der lieber* wachungsabteilung bei der hiesigen Eisen- bahndircktion gelang es im Verein mit der Ortspolizeibehörde in Reukirch bei Breslau Diebstähle größeren Umfangs aufzudecken. ES handelt sich um band en- mäßige Plunderungen der zwischen Spi) chb orn uitb Ncnkirch fahrend e n Z ü g e. Bisher sind drei Eisenbahn ■ bedienstete verhaftet An den Plünderungen sind außerdem beteiligt bzw. durch Hehlerei mitschuldig ein Schrankenwärter und sechs Privatpersonen. Nr. 103 Der Gießener Mnjeiaer erscheint täglich, außer Sonn» und Feiertags. Btjugsprtis: Monatlich Mark 3.60, vierteljährlichMork 10 80 einschließlich des Bestellgelds ; durch die Post vierteljährlich Mark 9.75 ausschließlich Bestellgeld. Fern sprech »Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; Verlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen. Postscheckkonto: Zrankfnrt a. ITT. U686 Vie Tätigkeit des Reichsausaleichsamts. Tas Reichsausgleichsamt, Zweigstelle Frankfurt a M., schreibt uns: In diesen Tagen tritt ein Amt in Funktion, das sich mit bet Ausfüllung einer ber schsviengst en und zu vielen Zwiieln Anlaß gebenden Materie d S FriedenSvertrogs zu beschäftigen hat. Es handelt sich Mbei um ein Gebiet, das tn besonders starkem Matze bie Jntercs en von Privatpersonen und inlänbffckm Erwerbsge'ellsdiasten berührt. Nad) den 3Miimmungen des Fried, ns- Vertrags stand es b?n alliierten und assoziierten feinblidwn Mächten frei, sich binnen einem Monat nad) Ratifikation des Fr'edensvertrags darüber sck.lüssig zu werden, ob sic ihren Staatsangehörigen de Regelung nxd)fe.,f’itiger An'vrüde und Br- binblid.feiten mit deut'chen Staatsangehörigen e bst überlassen vdr be Vornahme bie'e? Ausgleichs b;ird) amtlidie Sieben der beiCLtgten Staaten vorziehen. Tcutschl ich selbst hat auf bie'e Entsdici- bung der feindlichen Staaten uad> dem Friedens- dertrag feinen Einfluß gehabt. Es haben nun* rnchr 1. Gwßbrstannien einschließlich Australien, Neuseeland, Neufundland, Indien sowie einschließ- lid) aller Dominions, Kolonien und Protektorate, außer Südafrika und Aegypten, . 2. Fran kreid) für sich und seine Kolonien und Ohytcfturatc, 3. Belgien einschließlich! des Kongostaates, 4. Italien, 5. Siam erklärt, daß sie den Ausgleich burd) Clearing- Aemter vorzunehmen wünschen. Für den Ausgleich mit diesen Ländern hat deshalb Teutschland die entsprechenden amtlichen Stellen errichten müssen für deren Tätigkeitsgebiet und Verfahren ein besonderes RcichsanSgleichsgesetz eingehende Bestimmungen teils materieller, teils formeller Natur gibt. Di« Zentrale unter dem Namen ReichSauS- glcichsamt ist in Berlin errichtet, außerdem find an 15 wichtigen Stellen des Reichs Zweigstellen vorgesehen, welchen ein bestimmter Bezirk zur Bearbeitung zugewiesen ist. Diese von dem Neichs- miniftfrium für Wiederaufbau im Einvernehmew mit der Landesregierung geschaffenen Zweigstellen treten nicht in unmittelbaren Geschäftsverkehr mit den Äusgleichsämtern der bisher fcind- licyen Staaien, vcelmelw muß gemäß den Bestimmungen des Friedensverttages die Abrechmmg mit den Ausgleichsämteni des Lkuslandes der Zentral- steUe überlatzen bleiben. Auch in Frankfurt a. M. ist eine Zweigstelle eingerichtet. Sie wird, fobald genügend Räume zur Verfügung stehen, und die ben AnmeldungSpflichtigcn zu überlassenden Formulare emgerroffen sind, durch die Presse zweckdienliche Mitteilungen über den Geschäftskreis und ihre einzelnen Befugnisse nm dien. Was Die örtliche Zuständigkeit an Unit, so ist das Ausgleichsamt Frankfurt für die breupifdx Provinz HcfscivNassau außer den vor dem 6. April 1920 besetzten Teilen, ferner die Kreise Sd;malkalden imb Rinteln sowie De haben alle unter Art. 296 Nr. 1—4 und Art. 72 des Fricdens- vcrlrags sallenden erb- Iii\c Niederlassung, in Ermangelung einer selchen iciivn Wohnsitz, tu Ermangelung eines )old?cn feilten Aufenthalt hat. Ist zur Zeit der Anmelduw) weder Wohnsitz noch geroerblidie Nieberlaffung noch Aufenthalt innerhalb Teutfcklanbs gegeben, io ist das Rcichsausgleichsamt in Berlin zuständig. Bet juriftifdim Personen und Ettverbsgefellfchaficit ent* scheibet der Sitz der Firma. Filialen, die bereits vor dem Jttica selbstLndige AuslandSgesd)äfte gemacht haben, sind bered)tigl, bei der für sie zuständigen Zweigstelle aitzumeld.m. lieber die Anmeldungen n*erben itod) nähere Bekanntmachungen ergefen müssen. 9iad) ben Bestimmungen des FriedeiiSverttages sind anmelbepslidstig: 1. bie vor dem Krieg fällig gewordeneit Ansprüche an einen Staatsangehörigen der hier ,n ^etradit kommenden Staaten, der int Hoheitsgebiet dieses Staates wohnt. In Frankreich an- fäffiqc Belgier sind lote Franzosen, in Bi". t:n an fällige Franzosen für das Ansgleichsvec a'oren tote Belgier zu behandeln, 2. während des Krieges fällig gewordene Ansprüche an einen Staatsangehörigen der beteiligten Mächte ans Geschäften ober Verträgen, b.frcn Ausführung ganz ober teilweise infolge der .Kriegserklärung ausgesetzt worden ist, z. B. der Kaufpreis auS einer Lieferung an einen in England wohnenden Engländer, die am 15. Huli 1911 bewirkt nnrrbe und vereinbarungsgemäß am 15. Oktober bezahlt werden follte, _ ... . 3. die vor ober während des Krieges fällig gewordenen Ansprüche au5 Zinsen von Ltaats- vapiercn, es sei destn, daß der betreffende Staat ! die Auszahlung audf an seine eigenen Angehörigen »der an Neutrale während des Krieges cmS- geletzt Imt, / Zur bevorstehenden Konferenz in $pao. Zur bevorstehenden Zusammenkunft in Sp a a sd>reibt ein Diplomat in der „D euts che n Allgemeinen Zeitun g u. a.: Wenn bie Konferenz der Hauptsache, nämlich der Frage nad) dem Umfang der von Deutschland zu leistenden Entschädigung, aus dem Wege gehen sollte, so wäre die Konferenz wertlos, selbst irenn sich im Lause der Unterhaltung heiaus- stellen sollte, daß die von den verschiedensten Seiten genannten Summen Phantasie sind und die deutsche Zahlmigssähigkett zimädist eine Hoffnung auf die Zukunft ist. Selbst nxitn diese Erkenntnis in ge- fäf)rlid)cr Weise ernüddemb wirken sollte, ist bie ses Ergebnis notnxmbi.i unb erwünscht. Einmal muß man )id) vor allem in Frankreich baruber klar iverben, was denn der Sieg über Deutsdstand eiu- gebracht habe, und wie sein Crttägnis zu realisieren sei. Man muß dort sehen, daß der Sieg fei'. 4? diente bringt, die man nach Belieben her ab- unb heraussetzen kann, sondern der Sieg ledi.lich bas Redst unb bie MöglidKeit bietet, unter günstiger Bevorvechtung mit ben Besiegten zusammen zu arbeiten. Lloyd Georges neueste Nede. Amstcrbam, 1. Mai. (Wolff.) Reuter zufolge sagte L l o y b G e o r g c in seiner Rebe noch: Die Alliierten müssen sich unbedingte Klarheit über die Lage in Deutsd^and verschafsen. Wir müssen dafür sorgen, daß Geschütze und Flugzeuge entsprechend dem Frickiensvei ttagc a u s g e I i e - liefert werden. Wir können nicht zulassen, baß diese furditbaren Waffen in Teutschland liegen bleiben. Mit den Gewehren ist bie Sache sdvvieriger, aber sie sinb nicht so gefähckich wie bie Waffen ber Invasion. Bei ben Aussühmngen über bie Verteilung der Mandate im jDrient erwähnte Lloyd George noch, daß Mesopotamien ein» schließlich Mo ssul England zugewie- s e n ist und baß mit Frankreich ein Abkommen über bie Verteilung bes in Mossul gewonnenen Ocles abgescsilosien ist. . A m st e r d a m, 2. Mai. (WTA ) Nach englischen Blättern ist aus berRedeLlovdGcor- ges über San Remo nadizutragen, daß Mille-- rand's und seiner Mitarbeiter Erklärung, daß die große Mehrtest des französischen Valles genau Nne das cnglii'die Volk eine Politik der Annexion ablehne, in das der bcuti'den Regierung über'anbtc Dokument eingesügt worben fei. lieber die Zusammenkunft in Spaa sagte Lloyd George: Bisher sstid die Erörterungen über die 2lus- fübrung des FricHensvertrages durch einen dlotenwedpel und von einer großen Anzahl von Monunifiionen unb Kommissionären ge- hibrt worden, die — gleich den Jungfrauen un Gleichnis — teils klug, teils töricht sind, da sie radu immer Sick-erhei: dMr bietm, daß :ie Vertändlungen in liebercinfiimmuag mit der rom Oberscen Rat besdstoffenen Politik geführt loerbeit. Test alb haben wir es für notwendig gei.allen, daß die leitenden Staatsmänner der Mirrten unb Teutfdilands sich persönlich treten, um die Lage llarzustellen. Zur Lage in Deutsd)lond wiederholte er: Nack den Berichten englischer Offiziere berrid)! in Teutsdiland Hungersnot. In mnndien Lande:- teilen erhalle die Bevölkerung nur ein Drittel der zur Erhaltung des Lebens nonvenbcgen .Kalorien. Tie SSefrölTcaurg lebe ausfdüießlid) von Pflanzen- flol't und nod) dazu von solcher ohne Mchrwert. Hier liege bie HaupffduvierigÜest bei beutfdKii Regierung lieber ben j-app-Puffd) sagte er: Englische Offiziere haben mir and) die Einmarsd>- ttuppen in Berlin gefd)ilbert. Es itxtreu nur etwa 3000 bis 4000 Mann Sie enoarteten, daß man ihnen als Befreiern zuful>eln werde. 91ad) ganz kurzer Zeit sind diese bedauernswerten Vieiffdxm inne geiwröen, daß Teutschland nichts mehr inst dem Militarismus zu tun (xiben wolle, und daß die gesamte Bevölkerung, nicht nur die ?lrbester, sondern auch ber Mittelstand intb viele Angehörige des allen Adels, gegen sie seien. Tie Wiedergutmachung, sagte Lkiyd George, werde möglich, sobald Tcuttsdiland nicht mehr hungere. Es I>abc eine BdvöGerung von 60 bis 70 Millionen rntcllv» genfer und sehr gcschickler Menschen, darunter geübte $>anbhöerter und Leute, die alle Stfmftt ber Werterzeugung beherrschen. Deuffd>lMid werde sid) erholen. Jetzt wolle man von Deutschland wissen, wie es seine Verpfliditungen erfüllen wolle. Wir hatten, sagte er, am 28. Juni 1919 vorgeschlagen, Teutsdiland solle den Sd^dcn selbst abschätzen unb den Betrag der Wiedergutmachung Vorschlägen. Unsere Besdvverde ist, daß Deutschland feinen Schritt dazu getan hat. Es hat auch ttotz unseres Vorschlages niemanden nadi ben vawüsteten Gebieten gesandt, um den Schaden selbst zu berechnen. Ich möchte recht tler Kartoffeln aufznoringen hrscheinlich führt das vor e i n e s ame r i ka n i s ch e i-i Sv l d at en fest ab- ™ ** nen Nacht 220,90 Mk. 18,00 Mk. 13,50 Mk. nachdrücklichst gewarnt, dort keine S zulegen. xißes Taschentuch chkeiten befanden, oird gewarnt. Da gaffe. Kilogr. 3 Mk. Seife, Marke für Mai: Anteil 125 Gramm K.-A.-Seiftnpulver das Pfund zu 2,10 Mk. Widmung: „Zur Erinnerung an Karl Marx", 1 braunes Tamen-Portemonnaie mit 15 Mk., Kreis Friedberg. Q, Bad-Nauheim, Brot: 2000 Gramm Brot oder 1480 Gramm Mehl. Brot ikilogr. 2,15 Mk., Weiz^nbrotmshl Kilogramm 2,60 Mk., Weizenbrot Kilogramni 2,45 Mk. Weißbrothäcker: Heinrich Weimar, Fran k fürder Straße 4L Karl Pani, Bahnl>ofstr. 62. Butter: Marke 18, 250Gramm holl. Margarine zu 6,80 Mk. Fleisch: Wvchenabschnckl 18. Pdetzgrr für Fremde: Julius Rosenbaum, Kirchenplatz 3 Nährmittel für Mai noch nid« ein 286,90 Mk. Erbacken werden 270 Pfund Brot, so daß sich der 4-Psund-Laib Brot auf 4,25 Mk. stellt. Gültige Lebensmittelmarken für die Zeit vom 3.—9. Mar 1920 Spiegel, rein erwarten lassen. . ** Die für die Ernte 19 20 gültigen Oelsaatenpreise sind aus einer Bekanntmachung des Anzeigenteiles zu ersehen. , _ _ ** Neue Posttarifc. Die erhöhten Mrs- lanbsgebühren und die Nebengrbühren der Post find jetzt vom Reichspostminister selige setzt irmrben. Sie bedürfen bekanntlich Peines Gesetzes, und treten! ebenfalls ant 6. Mai in Kraft. Ter Ausländsbrief Lostet bis zu 20 Gr. 80 Pf., je weitere 20 Gr. 60 P., Pvittarten' 40 Pf., Drucksachen, Geschäftspapiere, Warenproben und Mischsendungen je 50 Gramm 20 Pf., Geschäftspapiere mindestens 80 Pf., Warenproben mindestens 40 Pf., ebcnfo Misch- sendungen. Fiir Sendungen nach dem Freistaat Danzig, Luxemburg, dem Memelgebiet, Oesterreich, Ungarn und an die Polen abgetretenen deutschen Gebiete gelten im allgemeinen die Inlands sätze. Neu eingeführt wird eine Zuschlaggebühr für jede postlagernde Sendung mit 10 Pf. und eine Paket-- lagergebühr für jedes Paket, das ohne Be^'chulden der Post lagert, mit 30 Pf. täglich Tie Einschreibgebühr beträgt 50 Ps., po daß der eingeschriebene Bries mindestens 90 Pf. Lostet. Ebenfalls 50 Pf. beträgt die Rückscheingebühr. Tie Borzeigegebühr für 'Nachnahmen beträgt für BrichsendungLN 50 Pf., für Pakete 1 ML., 1 Mk. Lostet ferner die Eilbestellung im Ort, die Einlieferung außerhalb der Schalterstunden, ein Laufzettel, ein Nachfrageschreb- ben nach Einschreibsendungen nsw. 2 Mk. Lostet ein Posttredilbi'left eine Postdollmacht, eine Post- ausweisLarte, eine Postlageckkarte, eine Abholungs- erklärung und eine Zeitungsüberweisung. Tie Fachgebühr für Abholer beträgt jetzt 12 Mk. jährlich: ein Schließfach kostet 30 Mk., ein größeres 50 Mk. Bähnbosbriefe kosten im Monat 30 Mk., die Woche 10 Mk. Nichtfreigemachte Briefe and dem Auslande Losten die erften 20 Gr. nicht weniger als 1,60 Mk., jede weiteren 20 Gr. 1,20 ML Schon vom 5. jjuri an tbften Postsvackststücke nach den Bereinigten Staaten bis 2 Kg. 20 DcL., bis 3 Kg. 22 ML.', bis 4 Ka. 24 Mk., bis 5 Kg. 26 Mk. ** Die Literarische Gesellschaft veranstaltete am Freitag abend im Gasthaus „Hindenburg" einen musiöllisch-literarischen Untcrhal- tungsabend. Ern Vortrag von Tr.« Alfred Bock über den ^hessischen Tichter Karl Wolssfehl sonne Rezitationen Wolsskehlscher Dichtungen, (Vorfragen von Tr. Gerster) waren von musiLNischen Tarbietungen umvckhmt, die von den Herren Prof. Walther, Pros. Trautmamr, Müller und Hermann ausgeführt wurden. ** Die Gegenrevolution und ihre Met ho dem Heber dieses Thoma sprach am Freitag abend im Cafö Leib Oberstleutnant a. D. Brunslow im Auftrag der dcinokratischen *$artei. Ter Redner knüpfte an den Kapp-Putsch an, für den er äußerst schärft Worte der Verurteilung sand, imb faßte dann zunächst die Methoden der Gegenrevolutionäre kurz zuammcn: dauern- I cin bedmmms | aüs Neitersen bei Altenkirchen als M ö r d er r Mutter herber , . .. »inod « ™ o r i Y n-n H is ni rn fefb Grundlage: 1 Sack Brvtmchl (2 Zentner) kostet Feuerung Löhne Sonstige Untoftcn (Miete, Licht, Kraft, Steuer, Unterhaltung der Geräte), sowie Verdienst des Bäckers der Bade- und Kurterrwb ist im vollen Umfange ausgenommen. Ganz außergyoöhnliche künstlerische Veranstaltungen stehen für diesen Sommer in Aussicht. Die Künstler- und Sinfoniekonzerte beginnen am 4. Mai und finden in der Regel alle 14 Tage statt. Als mitwirkende Künstler sind bis jetzt gewonnen Boahaus, Kirchhoff, (teyersbach, Onegin usw. Mitte Juni findet eine Mar Reger—Richard Strauß-Woche statt. Das Kurh.ruscheater wird am 9. Mai eröffnet. Hoftat Steingoetter hat eine große Anzahl Neuheiten erworben, die im Laufe des Sommers zur Aufführung kommen sollen. Auch auf sportlichem Gebiete sollen den Kurgästen größere Veranstaltungen geboten wer- ben. Auf dem staatlichen Sport-, Golf- und Tennisplatz finden während der Kurzeit große Wettkämpfe statt. — Dre Bolksbank, früher Spar und Vorschußverein, erzielte im Geschäftsiahr 1919 einen Gesamtumsatz von 191671501 Mk.; gegen tels Vorjahr erfuhr der Umsatz eine Steigerung von mehr als hundert Millionen Atark. Die Mit gliederzahl beträgt 671. Die Haftsumme 2 013 000 Mark. Der Reingewinn, aus dem 6 Prvz. Tivi- trvften. Zucker für Mai noch nicht erngetroffen. Nährmittel und Zucker für 3uge* frogenc: @drr. Adami, Mäusbury 14, Kart Duill, Asterrveg 43, G. Loichinger, Wil Helmstr 19, Konsumverein, 9kuen Baue 11, S. W Kurz, Neu ftadt 28. Zucker für Kranke: K. Duill, 9Iftcr- Nährmittel und Zucker für Fremde: GesckÄvick^r Lev, Bahnhofstraße 23. Nährmittel für Kranke: Ach. Heyne, Walltorstraße 5, weg 43 . des Hetzen gegen die Regierung; Schlechtmachen der Verfassung in jeder Beziehung; bewußtes Ueter- treiben der Gefahr des Bolschewismus und Antisemitismus. Im cinzÄnen führte der Redner n. a. aus, daß das einmütige Züammeustehen sämtlicher Parteien in der Auslieferungsftage einen Weg gewiesen habe, wie eine Einigung aller Parteien möglich sei, die im Interesse des Wiederaufbaus und des inneren Friedens dringend zu wünschen wäre. In dem 9. November 1918 sah der Rttmer einen Unglückstag des deutschen Volkes! man möge sich aber endlich einmal mit dm. Tatsachen ab- fmben. Im übrigen ist Oberstleutnant Brunslow der Ansicht, daß Deutschland, das schon schlimmere Zeiten durchgemacht habe, sich auch aus dem gegenwärtigen Tiefstände wieder em Vorarbeiten werde. Eine Aussprache schloß sich an den Vortrag, der lebhaften Beifall fand, nicht an. ** Die Teu tsche Volks Partei teilt uns mit: Im Hindenburg hatten sich Mittwoch abend die hiesigen und zahlreiche auswärtige Mitglieder des Vereins der Deutschen Bolkspartei Gießen und der Jugendgruppe vereinigt. Nach den Begrüßungsworten des Vorsitzenden, Prof. Dr. K r a u s m ü l l e r, der von den zahlreichen Neuanmeldungen Kenntnis gab, erstattete Prof. D. Schian Bericht über die Tagung des Zentralvorstandes in Bertzn, Pros. Dr. Kraus- müller berichtete über das Ergebnis der Beratungen, welche der Geschäftsführende und Lan- deSmisschuß der Landespartei in Hessen am Montag und Dienstag in Bad-Nauheim gepflogen hatte. Parteisekretär Dr. Lutsch gab die Namen der auf dem hessischen Wahlvorschlag stehenden Persönlichkeiten Marrnt und legte die Richtlinien dar, nach denen die Deutsche Volkspartei in den kommenden Wahlkampf eintreten will. Mit großem Jubel wurde der Streiter für die Deutsche Volkspartei in Rheinhessen, Pfarrer Berck aus Mainz, begrüßt, der dann in ernsten Worten seinen Gruß aus dem besetzten Rheinlressm an die Parteifreunde Ober Hessens entbot. Eiiw Aussprache über einzelne Fragen beschloß die allseits anregend verlaufene Versammlung. Kreis Schotten. e. Schotten, 30. April. In dem benach- barten Eschenrod stürzte eine arme Frau aus Gedern in einem Bauernhöfe plötzlich tot zusammen. Sie war in dem Orte um für ihre zahlreichen Kin- Xu* Stabt unb Land. Gießen, dm 3. Mri 1920. Die Erhöhung des BrotpreifeS. Die bisherigen Erhöhungen des Brotpreises hatten ihren Ursprung einesteils in der dauernden Steigerunng der Gesamtunkosten (wie Kohlm, Lohne usw.'. andererseits in ben den Landwirten sockens der ReichsgetreidesMc zugebilligten Drusch- und Liefernngsprämien. Ferner mußten ab 1. Ja nuar 1920 von jedem selbstwirtfchaftenden Kvm- munalverband für jeden Doppelzentner Getreide, ivelcber mrmal)(en wurde, 28 Mk. an die Reichs-- getreilicflelTe abgeführt werden. Ab 3. Dtai nun muffen außer diesen 28 Mk. weitere 92 Mk., also zusammen 120 Mk. für je 100 Kg. Getreide entrichtet werderi. Diese 120 Mk. finden ihre Verwendung wie folgt: Die Getreidebestände zur Belieferung der nicht- selbstwirtschastcnden Kvmrnunalverbände sind soweck ausgebraucht und das Reich ist gezwungen, A u s - lanndsgetreide einzuführen; dieses stellt sich infolge des schlechten Staubes der Valuta ganz bedeutend teurer wie das inländische. Um nun im Interesse der Allgemeinheit einen einigermaßen gleichmäßigen Brotpreis für die gesamten Bevölkerung herbeizuführen, müßen die selbstwirtschaftenden Kommnnalverbände obige 120 Matt an das Reich abführen, die zur Verbilligung des Mehls für die nichtselbstwirtschaftenden Kom- munalverbände Verwendung sistden. Die Brotpreisbcrechnung beruht auf folgender ** Die Wochenkarloffelmarkcn der (19. und 20. Woche werden beliefert vom 3. bis einschließlich 15. Mai von sämtlichen Kartoffelhändlern. Für die 19. und 20. Woche wird die Kartoffelmengc auf fünf Pfund erhöht. ** Saatkartoffel-Ausgabe. Die am 29. und (30. April auf dem Städtischen Lebensmittelamt bestellten Saatkartofteln können am Dienstag den 4. Mai abgeholt werden. Näheres siehe Anzeigenteil., ** Die Abgabe von Weißmehl n n d auch- feiner Dampf: bie im Frührot filtern glänzenden Tauperleii^ müssen sich auflöftn, bevor sie ihren Weg zur Sonne nehmen können, die sich satttrinksn möchte an Morgentau. Und dieser spinnwebdunne Nebel tränkt die reine lungenschLvellende Mailust mit würzigem Kräuter- und Gräserdust. Ein springlebendiges Bächlein schiebt sicl onrch den Talgrund und sendet eine leise Vdelodie zu mir herüber, bie aus nichts andrem als eitel Lust und Liebe am Wandern gewoben ist, eine Melodie, die mir ater sckxon im A>pfe summte, als ich nur ben ersten Schritt in den Frühmorgen tat. Auf der sonnutersponnenen Gänsoviese ist es gemach lebendig geworden. Tausendfältiges Zirpen und fernes Klingen der unzähligen Üenien Lebewesen, bic sich ihres kurzen Lebenstages freuen, weht der frühlingsweiche Morgenhauch ans Ohr. An bräutlichen Hecken unb blühenden Büschen, die zur Begrüßung beS Maitages ihre säMsten Lichter aufgesteckt haben, gebt5 langsam und gemächlich meiter. Hinüber zur ASabat, die an Glanz ter lachenden Klarheit des Himmels nicht nachsteht. Auf der Lanostraße, die sich uferlang dehnt, marschieren mir in fröhlicher Reihe Apfelbäume entgegen, auf denen rosige Blütenfülle wogt. ES ist langsam Mittag geworden. Die Früh- lingssonne beginnt fast juliheiß auf den Pelz zu brennen und zwingt einen ins Gras. Eine alte Weide, deren Wurzeln im Flusse haben, spendet cin wenig Schatten, lieber der klaren, glatten Flut kräuselt nur zuweilen ein siltergrünes Flüstern, wenn leise in ben Erlenzweigen eine Welle des Windes sich hebt. (Segenüter liegt eine kleine grüne Insel, wie ein glückseliges Kind in den weichen Wellenarmen des Flusses. Zur Linken blenbet die Sonne glühend aus der Tiefe ter blei- weißen Flut, zur anderen Seite aber dehnt sich ein klarer Spiegel. Mein Nachbar, die alte, sturm- benagte. Weibe, ist tief in bie klare Flut hinein- gemalt/ein Bild, das auch aus Meister Schwinds Skizzenbüch stammen könnte. Alte Weide mit deinem struppigen Windhaar, das bir vom letzten Hochwasser noch ungeliebt ist, Wanderer aus Winter und Sturm, auch dir ist wieder ter Frühling gekommen, daß es grünt und wächst aus all deinen Stümpfen und deinem zerrissenen Rock! Hier hast du's gut, das Geplauder der Wellen anzuhören und von der Sonne dich wärmen zu lassen! Ueter glänzendes Schilf und Weitenruten spinnt seidiges Licht selige Stille. Mückentanz zittert in der klaren Luft. Alles ist Schönheit und liMick-er Traum, und alles vergessen, wab uns im Winter bedruckte. Es ward ja Frühling! Frühling mit des Apfelbaumes rosa Blüten, mit den weißen Schäfchen, bie jomienfelig hckrüberziiLhen über Berge, Wälter, Flui; mtb Stadt, weck am großen Bogen der Unendlichkeit.... lüötetten bö trnfftftm Bürgertums in Stadt und Land zu ichützen und die Wohlfahrt her teuftchen Gesamtheck zu fördern. E. Hallens leben, Fustizraa nitb Stadtv., Dr. O. M u g d a n , Geheimer Sanckätsrat, Dr. U. Dropfke, Direktor und Stadw., Dr. Otto Wiemer, Stadtrat." Die Antwort. Auf biefen Brief anhüortete die Deutsche Volks- Partei: „Auf das an uns gerichtete Schreiten bet hiesigen liberalen Grnpte ber Demokratischen Partei Veehven wir uüs, namens ber Deutschen Bolks- partei folgendes zu erwibern: Wir fühlen uns mit ben Unterzeichnern einig in ber Auffassung, baß die organische Fortentwicklung unserer polctischen Verhältnisse mir auf verfassungsmäßigem Boten erfolgen kann. Wir bekennen uns zu biefer organischen Eiitwicllung imb verurteilen jeben Versuch, gewaltsam gegen die verfassungsmäßigen Zustände in Deutschland zu ändern. Wck betrachten uns als eine liberale Bürger- und Arbeiterpartei und suhlen uns als Träger liberaler Grarndsätze in politischer und kultureller Beziehung. In dem Bries heißt es barni vielter: „Die Erhaltung imb Stärkung der peri önlichen Initiative im Wirtscha stsl eben ist amh für uns unerläßliche Voraussetzung für ben Wiederaufbau nuferer Wirtschaft. Auch wir hal- ten dafür, daß Zeckte weitgehende imb warmherzige fozialc Politik bie Versöhnung aller K.'a fen erstreben muß, daß wir ater von einer marxistisch- sozialistischen Wittsck-aftsauffassung nicht eine Forderung, sondern einen Zusammenbruch unseres Wirtschaft s.etens erwarben müs'cn. Wir sind te- rcit, mit einer bie Staatswotwendigfecken und die organische und politische Entwicklung anarennenden Sozialdemokratie zuawmc zu rbeiten. Um dem Bürgertum aber bic führende Steh» lung ober zum mindesten bie volle Glüchberech- figüng in cmeni solchen Zusamnienwirlcn zu erkämpfen, halten wir es für notwendig, ben Kampf gegen bie Softaltemokvatie und itee Wirtschasts- auffaifung mit aller Energie zu führen. T;e Verbi)ibung fteihecklscher und nationaler Gedanken sichert mis nach unserer Lluffassung Allein eine gute deutsche Zukunft. Auch wir sehen die Ausgabe ter Gegenwatt darin, eine gro tz e bürgerlidie Partei zu begrünten, bic frei» heitliche iiluftassung nach innen nnt ter Bekundung national er Würde nach außen vereinigt, jete Gewalt von rechts ebenso tekämpst wie jeden Umsturz von links und auf dem Boden ter Verfassung alle schassenden Kräfte in unserem Vaterlande zu aufbauender Arbeit zusammenfatzt. Wir glauben, daß dieser Gedmrkc durch nichts mehr gefördert metten Taren, Äs wenn alle, bic sich zu deien Anschauungen bekennen, sich zu ge- meimamer Arbeit die Hand reichen. Die völlige Uebeveinstimmung unserer Grund'atze emiöglicht und erfordert unser Zusammenwirken, was ein:u wichtigen Markstein zu dieser Emigtmg bilden wurde. Dr 5 trefemann. Dr. Heinze. Im Anschluß daran erfolgte eine (Srfiänntg: Nach dem „Bett. Tgbl." sind 22 bittenge Mitglieder ter Dem. Partei zui Teuft chen AollL- Xmrtci über getreten. Leipzig, 2. Rftli. (WB.) Eine Anzähl bisheriger Mitglieder der Deutschen Demokratischen Partei 'veröftentlicht eine Er- ftärung mit der sie ihren Uebertritt zur Deutschen BolTspartei bekannt gibt. bereden verteilt werden, beträgt 47 241 Mk. Bei ber Spar-Prämienanleihe wurden tei der BolkS- barik 648 000 Mk. gezeichnet. Am 3. Mai bezieht die Volks bank ihr neues Heim in der Alicenstraße, das mit 210 966 Mk. zu Buche steht. D Friedberg, 30. April. In ber gestrigen Stadtverordnetenversammlung wurde Stadlv. Heß zum Vorsitzendem des Gewerbegerichts gewählt. Bei bet Ersatzwahl des Schulvott'tiantes wurden gcwälLt Beigvottm. Wckidecker und Stadtv. Raute. — Es würben weitere 10 Waggons Holz zum Preise von 15,50 Mk. für ten Zentner an- 3 Meter beige Homespun, 6 Meter rostfarbener DiagVnal, 10 Meter hellgrauer Diagonal, 6 Meter grauEarrierter Anzugstoff, 10 Meter blauer Garbadin-Damenstoff und 8 Meter grüner, braunmelierter Diag-onal, im Werte von 17 000 Mk. gestohlen. Für die Wiederbeschaffung der Stoffe hat ber Geschädigte eine Belohnung von 2000 Mk. ausgesetzt. — Ferner wurden in der gleichen Nacht aus dem Lazarett in der Herberge zu Gießen sechs bis acht graue, längliche Roßhaarmatratzen gestohlen. Vor Ankauf wird gewarnt. ** O öffentlicher Rettungsdienst. Wenn auch tee ständige Rettungswache des Roten Kreuzes aus Mangel an Mitteln auf geboten werden mußte, so hat ber Vorstand der Sauilüts- tjfonnc doch dafür gesorgt, daß Zkraickeiitransparte ausgesührt werden können. Aftin wende sich an Herrn Krmrkenpfleger Kratz, Fernruf 354, oder Herrn Heinrich Sauer, Fernruf 660 (bei I. B. Häuser). Es sind Verhandlungen im Gange wegen Neueinrichtung der ständigen Rettungswache, die bei ihrer Notwendigkeit ein günstiges Ergebnis fer ab. — Nied a. M. 2. Mai. Die 15jähttge Tochter Elise des Schlossers Gerhard Schall, Wilhelm- straße, ist aus dem Wege von Höchst nach met spurlos verschwunden! 1 ■ — Siegburg, 2.Mai. In einem hre- sigen Gasthaus wurde der Schlosser Manns irau schoi Handtasche mit hellblauem Futter, in der sich eine silberne Damenuhr mit Goldrand und Stofsdiebstahl. In,der verflösse- durch''^s^^Wtttn^^letz^^ Wertsachen de^^mordetc!^noch^n^ftünem W wurde mcktels Einbruchs aus Zuzug an Ku r g ä sten recht erfreulich. Die Bor- Besitz. Er wurde nach Koblck-nz llerbracht. einem L>chMtsenster tu der Puxrstraße, hier, Bereitungen -für die Sommettur sind teenbet imb ,______ ss 9 5ra”,.tur vL iilfl . W* S® »rW SH- l!'ütopa5. / imtwital Wat bic europäische» jung in erster ^ den HcbcrlMtoi curopadtben Sffli Wit Ae Menge der« urr zuftiedenftle mfts. Ein gWtza baefitigt. - ausikichenftr flcgi Dem der W Sttieilintg ta Rr net. Die orM< fragen dimb an Ulkrbmid sei zi lasse drei Wege lÄe, die die W icgele, ein Kredil Dmmnen sulam ebdung der Mft Handels md der imrch öffentlih-rei Emg ohne Ai Es folgte nie rnrs Feiler 1 Autaproblem sei Mgspvblem, err ’liä einer einbti Wichm Elend Lege zur Wilf Linie die tzngehe O-- ft« 3 w0«.; M I Gi-k. J!et. II fei II il^>illd^A"nen Dortm Wer lauscht, Woriobtrjpäter \ ' Um tbrnlo große । ’vtortmunö? I Angebote erbe I Ki Mestemach |l ~ . 1 yermietung il 'J verminen. Dc | Wb auch I ^nbositrane k I Ljj!etgesucl I »k mögl. I MriungenMr i Angeb m | «Wi-nSi .. 3imme dLyw«. and 8a kttnu" ^knder bei überwiegender Verwendung mehl für den 4# erfüllen zu können, fet eS in erster 2mi; nötig, und leben zu lassen. Legi en-Berlin berichtet.- über die internationale Regelung des Arbeitsvertrages. Der Friedensvertrag von Versailles biete keine genügende Grundlage für die rntenratronale Regelung des ArbeitsVertrages. Hier müßten die Gewerkschaften eingreisen, vornehmlich in Deutschland müsse man dafür die ganze Kraft einsctzen. Ter Borsitzende Konsul Stotze »berg schloß hierauf die zweitägige Tagung mit Worten des Dankes an die aus allen Teilen des Reiches erschienenen Teilnehmer. sw Marburger Str. 14. 4914] 1 Fahrrad zu oer-1 tag, Dienstag 5—7 Uhr. kaufen. Goethe str. 23 p. 108087 Reuen Base 6 I. zrankfmtrr Messe Wtnschaftslongreß. Frankfurt a. M, 1. Mai. (WTB.) Unter «ßerordentlich zahlreichen Beteiligung aus dem Reich und dem Ausland routbe heute früh in der Aula der Universität der Internationale Wirtschastskongreß durch Oberbürgermeister Voigt eröftnri, der in seiner Be- grützungsansproche dacaus hinwics, daß die Messen berufen sein sollen, die rercilsenen Fäden zwischen den Ländern der Welt wieder herzustellen. Unter- -aatssekretär Dr. Paul Hirsch erörterte bie Schwierigkeiten, die sich seit dem .Kriegsende in wirtschaftlicher Beziehung int Reich geltend gemacht haben, und legte nach ausführlicher Erörterung der Ursachen des Niederganges bar, daß mir eine gemeinsame Aktion der Weltstaaten den euro- »äischert Zusanrmcnbruch vergüten könne. Im Mittelpunkt der Verhandlungen stand der Vortrag von llnterstaatssekretär Dr. August Müller über die internationale Rege- mc. Frankfurt a. M., 30. April. Die meisten Aussteller sind schon zur Frankfurter Messe ein getroffen. Tie Ausländer kommen meist in Sonderzügen, ebenso ist auch aus dem übrigen Deutschland eine steche von Sanderz ü gen rin-* aetrossen, fo aus Württemberg und Sachsen. Die Deulsch-Oesterveicher kommen erst am Sam Stag vormittag, wälnend Ungarn und Tscheche-Slowakische Aussteller schon ringetrafsen sind. Auf dem Meßgeländ? norden die letzten Gebäude fertig* geslellt. Es herrscht ein beängstigendes Leben imb Treiben. mc. Frankfurt a. M., 30. 2lpril. Eine Rekordleistung stellte die Errichtung der Ersaphalle für das MehhauS Hippodrom dar. Die für 1000 Aussteller berechnete ixille wuroe llmerhalb bni Tagen bezugsfertig errichtet. ')iod? währen das Dach gedeckt wurde, sind die Aussteller teilweise ringezogen und haben mit dem Aus- packen ihrer Waren begonnen. --- Frankfurt a. M, 30. April. Das Messehaus Offenbach sollte vier 9)itllioncn Mark tbften, stellt sich aber aus fünf Millionen. Siebt man sich diesen m vier Wochen aus der Erde geschossenen überaus leiclftgefugten Bmi und vergleicht damft das unmütelbar daneben stehend, in den Jahren 1906—1908 von dem Staat aufgeführte Eisenbahndft'ektivnsgebäude, das nur ziver Millionen SOlarf gekostet hat, so tarn man sich einen Begriff von den Baukosten eisrit und jetzt machen. Er erforderten die imposante Zestballe vier Millionen Mark, also eine Million weniger als die Heine Nachbarin, das Haus Offenbach, das Polizeipräsidium mit 900 Zimmern -ostete nur l3'i Million Mark, die Oberpvstdireklwn nur ly4 Million NLcrrk. Chirurg.Bet. 5llintt. 5« kaufen ■ eöM gesucht. 08068__Wolsstrabe 14. Stricklumpetyi Wollabfälle taufen dauernd zu hohen verkauf drrrch Händler aber Bäcker an die Ber- brmtcher. Roggenmcbl 1,11 Mk. das Pfund, Wei- zendrutmehl 1,13 Mk das Pfund, «^terstenmehl 1.20 Mk das Pfund, .*nmTemntb( 1,32 Mk bas- Pfünd. Tas Ver-aufsgenncht des Brotes muß noch 24 Stunden nach seiner Fertigstellung tunbanbni sein. * Staa ts schul den Verwaltung. D te am 15. Mai 1920 fälligen Zinsen i*r in das Hessische Staat sfchuldbuck) riugetrupenen Forderungen i werden bet allen in Betratst lammenden hessischen Kassen und bei den Rrichsl«nLrn ftnlten txam 1. Mai ab gezahlt. Dom gleichen Tage ab wird di Haupt - staatsüisie die durck, die Pvst oder durch tdutschrift auf Rrichsbanr-Girotvnto -u berichtenden Schuld- buchzinsen überweisen. Vermietungvon Wvhnränmen. Das LandeK-Arbeits- und Wirtschaftsamt bat den O meinden Londorf, Hungen, Muscltenhriin, Ann nod, Ober^Hörgern, Lang (Äns, Eberstedt, Burkdr^ds- feiben, CMtnbecg und Lich auf Antrag rie Ernvärd tigung erteilt, die Vermietung, lieberlaffuitfl und Zugeorauchnatzme con Wohnrüumen von der ber ferigen Zustimmnng der (Gemeinbebebürben ad hängig zu machen. Der Landamtmaun zu Bad-Salzhausen wird leben zweiten 'Montag im Momu von 10 Uhr vormittags bis 4 Uhr itachmitta,'«e im Sitzurrgssaal des Kreisamt in Eneßen einen Amtstaa abhalten Skyweineseu che. Bei einem gefallenen Schwein des August Nein ui Klerw-Linden ist bei der Sektion desselben Schweineseuche festgestellt worden. Tie Sperrmahrc-g-ln sind cmgeordnel RohswfsverslTrgung, wie sie vor dem Kriege bestand, oder Verringerung der Bevölkerungszahl Europas. Die Rohstoffversorgung müsse international geregelt werden, und zwar müßten für die europäische LÄensmittel- irnd Rohsteifversor- gung in erster Linie die geographisch weit liegen^ den Uebcrschußländer hcrangezogen werden. Das größte Bedenken errege der Rückgang der europäischen Landwirtschaft. Der entscheidende istoststoff sei und bleibe für Europa die -bohle. Die Menge der vorhandenen Rohstoffe genüge nicht urr zufriedenstellenden Deckung des Welt bedürf- nisses. Ein gwtzer Pessimismus sei aber auch nicht berechtigt. Tie Preisentwicklung olbrn sei kein ausreichender Regulator für die Rphstof7versorgung. Wenn der Völk?rbund wirllich existiere, hätte die Verteilung irr Rohstoffe durch diesen erfolgen können. Die ov^rrri satirische Regelung der Rohsvosi- fragen durch ein internationales Syndikat beim Völkerbund sei zu erwägen. Die Zahlungsfrrge lasse drei Wege offen: eine intemtiianale Anleihe, die die R-cchstost- und Valuta frage zugleich regele, rin Kredit, den Banken, Industri? und Kommunen zusammen aufbrächten, und rin? Veredelung der Rohsteffversorgung im Wege des Treuhandels und der Bekämpfung des Rohstefstrustes durch öffentfidyrednlidK Regelung der Robstoff- verteilung ohne Ausschluß der privaten Jnitiatwe. Es st>lgte nunmehr ein Bvrtrag des Redakteurs Feiler über die Valutasrage. Tas Balutaprvblem sei ein Wirtsckafts- und kein Wäh- nmgspvoblem, ein Welt- und kein Lokalpooblem. Rach einer eindrucksvollen Schüderung des wirtschaftlichen Elends Deutschlands zeigte der Redner Wege zur Abhilfe. Das Ausland müsse in erster Linie die Ungeheuerlichkeit des Bersailler Berttags JitnflMÖifitn flcfaifit. Frau W. Maver, 4808 Kaller-Allee 27. Dienstmädchen bet bobem Lohn, freier Kost und Wohnungs-Entschädigung gesucht 4851D Aoolvele v. Mflio.-giinKea. Ges. per bald den. zuverl. Mädchen alkStütze in kl. HauSh.n. 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Es gebe docher für die österrrichische Frage rarr eine Lösung: den -lnschlutz an das Deutsche Reich. Dieser sei eine loirt schaftliche Notwendlgteit und baS gute norktenche Recht der Oesterreicher. Exzellenz Luserrskh voni HandelsvertvagÄxnLin legte das Bekenntnis ab, baU Deutschland das weitestgehende 2$erftan-> ins für die ^ajge Oeflerrrichs habe. Man werde ed auch an Opfern nicht fchten lassen, wenn es gelte, unser Brudervolk dem Deutschtinn zu erhalten. Es Nndde das Bestreben Deutschlands sein, den Ldrschlutzgsdankm zu fördern. Nach einem Referat von Syndikus Prof. Dr. T r u m p l e r - Frankfurt a. M. imd mit großem Beifall aufgcnommenen Ausführungen von Geheimrat Ri eß er wurde der ftongrefj beauftragt, eine ntternationale Bereinigung ber Kaufmannschaft zu bilden., die den Namen JnternationaleL Wirtschaftskongreß führen solle. Kalb-, Liegen-, Zickel-, Kanin-, Katzenfelle kauft zu höchsten Preisen J. Ruß GWkll.-MllkoNlratze [Empfehlungen! 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Lda., Lauterbach, Niederweidbach, den 2. Mai 1920. Die Beerdigung findet Montag den 3. Mai nachmittags 3 Uhr statt. f wieder. D. s. Fi Dr. Klewitz, Ludwigstr. 1. Tel. 283. Wir beginnen am Donnerstag den 6. mal, adenöa 77- Uhr. in unserem Vereinslokal „SckipkavaK", Bahnhofstraße 7, einen Lehrgang für Anfänger. Untcrricktsgcld M. 15, Lehrmittel M. 3. Anmeldungen erbeten au den 1. Vorsitzenden, Herrn Stadtsekretär Karl Reitz, Rurd-Anlage 19. Der Vorstand 0. Stcnographen-verelnr Stolze- Sd?rci) e. v., Stehen. 1Ä4c Teilhaber gesucht Zum weiteren Ausbau chteß Wellunternehmens wird tätiger Mitarbeiter m. 50—100000 Mk. gesucht. Schr. Ang. unt. 4946c an den Gieß. An», er beten. In tiefem Schmerz die trauernden Hinterbliebenen: Familie Stiebei. In tiefstem Schmerz: August Weil u. Frau Marie geb. Wagner Willy Weil. An- u. Berkaus von Möbeln, Antiquitäten, sowieUebernahme ganzer Einrichtungen. 15 LouiSRothenberger 22Neuenweg22. Tel. 176. Elisabeth Hillgärtner Fritz Schöne Verlobte Allendorf a. d. Lumda, den 3. Mai 1920. Für die erwiesene Aufmerksamkeit anläßlich ihrer Silberhochzeit sagen herzlichen Dank Aloys Spengler u. Frau Marie Für die uns anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten sagen wir herzlichen Dank Otto Zöller und Frau Marie geb. Möbus. Gießen, 3. Mai 1920. Für die mir anläßlich meines 50jährigen Dienstjubiläums von vielen Seiten in so reichem Maße gespendeten Aufmerksamkeiten, Ehrungen und Glückwünsche sage ich auf diesem Wege herzlichen Dank. Knauß, Rektor. Gießen, den 29. April 1920. rufen. In tiefer Trauer namens aller Angehörigen: Rosine Becker geb. Walter. Gießen, Schwalheim b. Friedberg, 2. Mai 1920. findet statt: Dienstag den 4. Mai, 4 Uhr nachm. BoOenötrStfftl m« WM Ules, alles lommt einmal Die Einäscherung erfolgte auf Wunsch des Verstorbenen in aller Stille. 4962 Am 1. Mai entschlief sanft nach kurzer, schwerer Krankheit meine geliebte Frau, unsere gute Mutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Frieda Stiebei geb.Hatzenstein Anfang 330. Lallte Vontollnng 3/49. Todes-Anzeige. Heute vormittag entschlief sanft mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Bruder, Schwager und Onkel Johannes Nesseldreher II. im 82. Lebensjahr. Heuchelheim, den 2. Mai 1920. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elisabethe Nesseldreher geb. Feuser. Die Beerdigung findet Dienstag den 4. Mai 1920 mittags 121/, Uhr statt. 4840 5enW Mo Weüorlei Heute Montag abend Sl/2 Uhr im Restaurant Postkeller, Wagengasse Tagesordnung: 1. Wahl eines 2. Vorsitzenden. 2. Reichstagswahl. 4939c Der Borstand. Todes-Anzeige. Samstag abend 11 Uhr entschlief nach schwerem, mtt Geduld ertragenem Leidem meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante z» «W. »»er gev. Attnietz im vollendetem 50. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: belntid) Baltbafar Sdjneider unö Sind nehff allen tungehörigen. Wieseck, den 1. Mat 1920. Die Beerdigung findet am 4. Mai nachm. 3 Uhr vom Sterbebause, Kornblumen- straße 26, aus statt. 4929 Ortsgruppe Gießen, Freitag den 7. Mai abends 8 Uhr Im Hotel Großherzog öffentlicher Vortrag 4es bekannten Dichters ttnb Bismarck-Schriftstellers Max Bewer, Dresden über Bismarck uni) die Versöhnung der Wunnngcn. Alle nationalgefinnten Männer und Frauen find willkommen. — Eintritt freu Heute morgen 2Vi Uhr enlswlief saust nach langem, schwerem beiden mein lieber Bater, Schwiegervater, Groß- vater, Bruder, Schwager und Onkel Sm WW »1er III. Veteran von 1866 u. 1870/71 im 76. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Philipp Müller 11. und alle Angehörigen. Großen-Buseck, den 3. Mai 1920. Die Beerdigung findet Mittwoch nachmittag 2 Uhr statt. 08099 Freitag vorm.vom Hauptpostamt bis Hardt eine WesWMveMllll Inhalt 200 Mk. u. 10 Mk. in Briefmarken. [08075 Abzugeben Polizeiamt. Goldene Armbanduhr verloren t aus d. Wege Licker Str.— 2. Schneise links. Gegen gute Belohnung abzugeb. Joh. - Schwester Berta Schleich, Landmannstr.18 Todesanzeige. Gestern vormittag verschied nack längerem Leiden in der .Minik meine liebe Frau, unsere gute Schwester und Schwägerin Anna Isrsthea Rösser geb. Auel im Aller von 36 Jahren. In tiefer Trauer im Namen vertrauerndenHinterbliebenen: Konrad Röffer. Gießen (Walltorstraße 58), Ostheim, Ober- Mörlen, den 3. Mat 1920. Die Beerdigung findet Dienstag nachm. auf dem neuen Friedhof statt. F963 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, gestern nachmittag ] - 3 Uhr meinen innigstgeliebten, teueren Mann, unseren herzens- giiten, treusorgenden Vater, Großvater und Bruder Wilhelm Becker I. im Alter von 58 Jahren nach kurzem schweren Leiden zu sich in Elsaß-Lothiwr. Am Mittwoch d. 5.Mai d. Js., 8 Hbr abends. Hmtstrsamluilg i-AauariumtWalltorstr.) ZahlreichesErscheinen er- wünscht. W)w,D8r Vorstand. wurde uns am 30. April vormittags 7B/4 Uhr im fast vollendeten 51. Lebensjahre nach kurzem, schweren Leiden plötzlich und unerwartet durch ? inen sanften Tod entrissen. Ai •>» Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Marie Lentz geb. Nothnagel. Bekanntmachung. Im Konkurse über den Nacht, d. ZimmermeiiterS Richard Schnbccker in Gießen soll nunmehr die Scklunoeneiig. erfolgen. Dazrr find 3)1. 3689.80 verfügbar. Zu berücksichngen sind Forderungen ^um Betrage von M. 13215.04, darunter keine bevorrechtigten, mithin 28°/,. Das Scklußverzeicknis liegt aus der Gertchlsschreibe- rei des hiesigen hessischen Amtsgerichts zur Einsicht aus. Gießen, den 3. Mai 1920. L. Altbosi, «st KonkurSl erw alter. Suche für Untertertianer Nachhilfe in Latein und französisch. Schrtftl. Angebote unter 08082 an den Gieß. Anz. WW M Schellstfche, Kabeljau und Seehechte heute in strammer EiSpackrrng eintreff. C. G. Kleinhenn, Bahtthofftraße 59. Telephon 66. Frische Skkfischc sind beute eiuaetroffcn und billigst zu haben bei Georg Wallenfels, Marktplatz 21, gegenüb. d. Engclapoth. Tel. 942. Wer reinigt geitiu? Schrift!. Augeb. mit.08070 a. d. Gießener Anzeiger. 4v0v Mk. auf sich. 2. Hypothek zu leihenges. Schr. Angeb. unt. 08088 an den Gießener Anzeiger._____ Verkauf wegen Todesfall. (Bünltige (Belegenheit — für Metzger. — Mittwoch d. o. Mai d. IS. nackmillags 1 Uhr öffentliche Versteigerung des in Weidenbauien Str. Biedenkopf gelegenen Anwesens von Ludwig Mutti, besteh, aus Wohnhaus mit Laden, neuzettl. eingericht. Metzgerei mit elektr. Betrieb, Schlachthaus, EiLhaus mit Kühlanlage, angrenz. Oekono- mtegebäudell u. Garten. Das Geschäft befindet sich seit über 30 Jahr. in. gut. Erfolg im Gange n. ge- währtitrebsamemVietzger eine gesicherte Existenz. Die Versteigerungsbe- dingungen können vorher eingesehen werden. 4821 Liiim. Muth Erben. Versteigerung. Mittwoch den 3. Mai, nachm. 3 Uhr, sollen in derHosreite des Jok.Eolu- rich Roth I., Battenbanßen, uachverzeichn. landwirt- schastl. Gegenstände versteigert werden: 2 Eggern, mehrere Pfittge, 1 Ptlng- harren, 1 Häckselma« •cülne, 1 Fegmtihk, ein Janehelal, 1 lanAwlrtach. Wagen, verseh. Gaschirre, Geräte n. 15 Ztr. Han. 0BW Heute letzter Tag: 6 tote Well 5. Teil Ab morgen bis inkL Freitag: All Gießens Liebling Henny Porten in ihrem ausgezeichneten Lustspielschlager in 4 Akten KohlhieselsTöchter Henny Porten in ihrer Doppelrolle als bildsaubere, schelmisch-kokette Dorfschöne und als linkisch-derbe, verbrummte Männerfeindin unmittelbar hinter, ja sogar nebeneinander auf der Szene, sowie EMILJANNINQS als kraftstrotzender Liebhaber. Regie: Ernst Lubitsch. Ferner: Carola Toelle in ihrem hervorragenden russischen Gesel’ischafts - Drama in 5 /\kten „Opfer“ rechnung. Der 1. Vorsitzende: Ad. Volz. Mein in rügst geliebt er Gatte, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Bruder und Onkel Albert Lentz Frcm. Versicherung. Donnerstag d. v. Mai, vormittags 10 Uhr anfangend, versteigere ich gegen gleich bareZahlung für Rechnung dessen, den es angeht im Hofe des Spediteurs P. A.^isch, Butzback, Korngasse: 1 Waggon neue Möbel, und zwar: Schlafzimmer, Kückeneinrichtgn., Kleiderschränke, Waschkommoden, Vertikos m. Spiegel, Bettstellen. Versteig, findet best. statt Herrnbrodt, 49, Gerichtsvollz. in Butzbach ZentFalverbaod der iege- slellteg 5itmng1 Ä? S,™' Sjö $ blftM ^rgstti *S&". ^l ere nr.j05 Zweites Via« Gietzener Anzeiger (Eeneral-Anz-iger für Gberhesten) Montag. 3. Mai {920 An» Liessen. Der Aufmarsch der nationalen Parteien zum wahttamps. Bad-Nauheim, 28. April. Der Lanbes- aus schuß der Deutschen Volk'Partei Hessens besagte sich in seiner gestrigen sehr stark besuchten Tagung mir dem Vorschlag der Hessischen Vo.ks- vartei iHefsischer Landesverband der Deutchnatio- nalen Boik.'partei), für die bevorstehenden Wahlen ,nnen gemeinsamen Wahlvorichlag der bid-m na- rwnalen Parteien auizus'.elien. Im der^lurgedetN' len Aussprache kamen Vertreter aller Stände und Bezirke des Landes zu Worbe. Das Ergebnis der Beratungen ist in 'folgendem Schreiben am die Hessische VolkSpartei medergelegt: „An den Vorsitzenden der Hessischen Voiksvartei ^Landesverband der Deutschnationalen Volkspartei) Herrn Dr. Karl Zklingspor Offenbach a. M. Der Landesausschuh des Hessischen Landesverbandes bet Deutlichen Dolkspartci hat den von Ihnen angeregten (Gedanken einer gemeinschaftlichen Vorschlagsliste für die ReichsiagSwahl eingehender und gewissenhafter Erwägung unter - .vgen. Mit Ihnen erblickt er in einem entschlossenen Kampf gegen die-Politik der jetzigen Mehr- heitsparteien und -vegierungen eine nationale Notwendigkeit. Wir sind aber nach sorgfältiger Abwägung aller Faklvr-n zu der lleberzeugung gelangt, daß der von JWen vorgeschlagene Welträg<- des bessi- schen Dorjpoe:en Will)elm H o l z a m e r. — D i e alpine Literatur war in trtt letzten Jaiwen se.ien und durstig geworden, zu>nal d.e Lcröif.nftiam gen des vll.e. Vereins infolge Teuerung ui leislimg, die angesichts des niederen isec < Fahr» gang 1920 Mk. 24) nicht zu ül>ett> essen ist. Her-' mann Hesse, Ernst Li.saner, Enist Haeckel f, Emil Gretschmann, Henry H»k, Ernst ;3ai>m u. a. bnv- men darin in gehst genen Beiträgen zum Wort. Dazwischen finde! tmr ueb-n rcWidjer Sdnoarz- meif^r p it vorzüglich wicherg g bene Vicrsarb n» imb Kni> e.iie Xiickviilagen. P-obel esie ind durch die Buchhandlungen und von Wergiertag, München 43, ju beziehen. — Das Bedürfnis nach geistiger Kost be* friedigt mit geringen Mitteln ,,Die Welt- Li t e r a t u r. die in Berlin SW. 18 ersdxinende literarische Wochenschrift, die nnxftentlich die besten. Werke des Schrifttums aller Zeiten und Völker zu einem Presse bringt, der es auch dem mit materiellen Gütern weniger Gesegneten ermögliclst, sich diesen Gfciuiü zu verschaffen. Jede Woclic er scheint ein in sich abgesch! offenes Heft zum Preise von früher 50 Psg., letzt 80 Pfg. Der viertel,ähr liche Bezugspreis beträgt 10 Mk. Jedem Heft ist eine kurze, das sachlich .Wichtige l?ervor!.ebende biograpl/ische Einleitung mis der Feder Richard Elclftngers vorangestellt. Ein grubet Teil der Hefte ist mit künstlerischen Zeichnungen geschmückt. Bestellungen durch alle Postanstalten, Buchhandlim- gen oder den Verlag. — Höhen darf, der Retter Berlin- und andere „Enthüllungen" von Oberstleutnant Emil iseeliger, ehemaliger Presscresereut in der Marmesektion des Kriegsministeriums. Bee lag für Technik und Industrie, Leipzig und Wien. 1.—10. Tausend. Gcrichtsjaaz. Berlin, 1. Mai. In dem Prozeß gejeit veff Oberleutnant Hiller hat, wir die ,.Vo,s. Ztg." nieldel, daz Krtegsgeiicht wegen Miß- handlmig nnt --.vdeserfolg auf ein Jahr sechs Mo- nate Gefängnrs und Di-mstriulasiung erkannt, ^^en des Fußtrttts auf vier Monate und wegen der Lyrfeigc ans zwei Monate (Gefängnis. Der Angeklagte wurde zu einer Gesamtstrase von zwei Jahren Gesängnis und T-ienftentlai , u tt g Demi teilt. In brr Vtteilsbegrünoung t>eißt es: Dle Sttafe des Anichidens bei erl-edlicher Malte lei eine barbarijclZe und erinnere an oas Äuicl- alter. Meter die Strafe hinaus hätte nicht das Min defte geschehen dürfen. Die schmählicl)e Beschimp. fung imd Mißhandlung Helmhokes hätten von großer Roheu gefugt. rm. Darmstadt, 2. Mai. Wegen Blutschande, begangen an der eigenen, setzt 18 Jalnv alten Tockster, wurde der 43 3a'.,tc alt- madjer S dinierte auö Ofe: ibach am Frcitzrg in nichtöffentlicher Sitzung zu ernem Ja!r d ei Monaien Zuchthaus Derart.ilt. — Wegen idnixren D:eb!al,ls zum Nachteuc des Geiv.nbe:nu."ernnl in Offen bad) wurde der bisher unbestr.ifte 31 Jahre alte Poriestuiller Fr. Koch von di, der Platin, Silber. Golderz und $ cr.cn im Wette von ctma oO 000 Mk. stahl, was iv^eder h rb.ngebracht nx't- den konnte, zu 6 Monaten Gefängnis Derart iü. X Hanau, 1. Mai. Ter LanH.mtt Richird Breitung aus Gvotzentaft bei Hünfeld ist vor einigen Wocben am Ostbalnchas von Beamten der Wucherstelle mit dem Fleisch eines Kaihes, da-5 im Schleichhandel nach Jrauksurt gcbrad,n nx-rjcn sollte, abgesaßt worden. Tas Flei'ch w^r für den menschlichien Genuf; unbrauchbar. Dm der Polizei weder angestel.te Ermitt l mgen haben nut e geben, baß das Fleisch von einem verendeten' .«daibe stammte. T-er Hünfelder Sdstebrr wollte das Fleisch für 14 bis 18 Mk. das Pfund verkaufen Verinischte», Ein Automobilunsall. Berlin, 2. Mai. (WTB.) Ein Autont o b i l, in dem sich Admiral Orsini, der Vorsitzende der Marinekontrollkommtssion, mit seiner Gemahlin, seiner Tochter und dem Adjutanten, Oberleutnant Kraus, befanden, erlitt einen Achsenbruch und überschlug sich. Die Insassen wurden herausgeschlcuderl. Der Admiral Orsini wurde ziemlich schwer, sein Adjutant etwas leichter verletzt. Die Gemahlin ldes Admirals blieb unverletzt. Seine Tochter (ift nur leicht verletzt. Spielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Dienstag, 4. Mai: Alessandro Stradella. Mittwoch, 5.: Figaros Hochzeit. Donnerstag, 6.: Hoffmanns Erzäl)lungcn. Freitag, 7.: Der Bettelstuüent. Samstag, 8.: Schahrazade. Sonntag, 9.: Fidelio. Montag, 10.: Der Rosenkavalier. Dienstag, 11.: Die lustigen Weiber von Windsor. Mittwoch, 12.: Euryanthe Schauspielhaus. Dienstag, 4. Mai: Maß ftlr Maß. Mittwoch, 5.: Nathan der Weise. Donnerstag, 6.: König Nicolo. Freitag, 7.: Der lebende Leichiam. Samstag, 8. Mai: Der Leibgardist. Sonntag, 9.: Nachmittags 3 Uhr: Die drei Zwillinge. Abends 7 Uhr: Judith. Montag, 10.: Rosmersholm. Dienstag, 11.: Judith. Mittwoch, 12.: Maß für Maß. Handel. Bert in, 30. April. Börsen stimmungs- bild. Die Börse veries vorwiegend schwach, am Schluß aber gefestigt. Der zweitägige Börs- naussa.l veranlaßte Rückkäufe. Farbwerte machten ron vornherein eine Ausnahme: sie waren säst durchweg, mit Ausnahme von Treptow, fest und 1)51,er auf Dioidendenhofsnung'.m. Grösere Berwal ttmgs- käufe seien zu bemerken. Montanvapi r: vorwe^end niedriger. Mann.-smann nur ungefähr beixrurtet, da keine Ausschüttung erfolgt. Bei E e.tttzitäts- werten scheint mitzusprechen, daß bas AEG. Konsortium b.-rnts Verkäufe vornahm. Die Au sichten der vorgcschlagenen Transaktionen fei.n unklar geworden. Oester «ich i schc Werte fester, trotz der vorausgegangenen Ermattung der Va uta, die eine Folge gcwcsen sei auch der Notcnsäl chungen, die in Wien letzt Aussehen erregen. Bankalt.cn behauptet. Am Kelonialmarkt h rrscht? wieder sehr feste Ha'- tung für Pomona und Kolonialanteile.Ka iwrwte ruhiger, zum Teil leicht abgeschwächt, nur Teutonia fester. Von Oelwerten Petro!ram zmiäck-st schwach 697, int Verlause aber g eichfaffs erix'lt bis 715, Erdöl 8JO ä 770 ä 785. Mansselder । Kuxe 300. Im Freir-er^rhr giirgcn Sch,ideanstLt I ,nllt £10, Stah.werk Becker mit 2/3 um. Am Scd'.uß i i’tc Vörie Kc/lonialmcrtt und Petwleum anzühliid. | Uejcn'ee im Vertäu,e seist 1100 nach schachern Anfang Am Emhsitsmartt waren Nelacwer.e erholt 630. In Köitigsboru 850) und Hasper c ihn 000, fanden weitere Maiont.it.käufe statt. Tägliches Geld sehr leicht 41/. 'Broj. । Frankfurt a M., 30. April. Börsen- st im m u ngsbild. Bei rtthigm Gesd^'t -crg e । sich auf den meisten Märkten eine gut beoaupteh Tendenz. Gesucht louren ck-emi che Ak.i m, ^eccn Kurse vereinzelt mätzig autogen. Sch ibxmitalt gewannen 2 Proz. auf 564.—. Bad. Anilin 3Po-z. auf 533.—. Farbwert? Höchst l Pro;, aul 3:>2. . Wesenilich sti ler wir ber Verehr in Mmuan- uainer n. Deutsch Luxemburg e.was fe ci, 3171/2, liefe': '’t gehen auch Lberbedari mit 215, Gel eu- fird.H:.: mit 306 I/erro . Mturnesn-aim y:rannen 5 Pr?> auf 416.—. Es ftiegen ferner je 5 Pr,z. Verein. Oelfabrikn 255, Lüdenscheid Metall 407. Giimmmxirenf. Pe'^r 3.55.—. Friedttd^hüitc wurden 15 Proz. hüher, 1515.—. Accumul-itoien Berlin z^gen 10 Pr?z. ar-, 160.—. Elektron (stries- heim find um weiber? 5 Proz. gestrigen, 320.—. Es verloren Metall Bingioerke 5 Proz. (285.—). Im fre-en Vceirtir stellten sich Deutscke Petroleum auf 71.3 —, Julius Sichel 1580, Süd'e? Pl,o:- plmt 27.50, Deutsche Zdolouialantrile 9825 bis 10 030 lebhaft um geletzt. Pomona 13 400, Ctt- nada 950.—. Frankfurt a. M., 3. Mai. Devisenmarkt. 1021,75 1023,25 1021,25 1023,75 Berlin 1 5. 183, 280, 315, 297,20 259,70 222,25 57,15 344,60 u n j Mai 317,50 306,- 215,- 271,50 8,25 392,- 265,- 87,25 350,- 299,30 255,25 222,25 57,60 345,40 30. 4. 79,75 75,90 74,50 75,75 158, — 306,- 217,50 184,25 151,- 976,- 21,02 27,78 89,60 25,53 320, 308, 295, 215, 272, 450, 540, 409, 331, 200, 462, 278, 299,70 254,75 221,75 57,40 344,60 297,80 260,30 222,75 57,85 345,40 Zürich . . . . Amsterdam . Kopenhagen. Stockholm. . Wien 976,- 21,02 27,53 89,10 25,78 533,- 392,- 332,- vörsenknrse. Frankfurt Geld Bries 29. Apnl 974,- 20,98 27,47 89,60 25,72 193,50 185,50 325,25 316,50 305,50 292,- 210,- 271,- 450,- 540,- 394,- 334,50 199,50 475,- 284,75 336,- 277,- 30.4. 79,75 ** Tas Aufgeld für die oer Zölle in Gold beträgt im 900 v. H 974,- 20,98 27,72 89,40 25,47 1.5. 79,75 75,90 68,- 74,50 158, — 304,25 216,- 185,- 150,25 156,- 191,50 188,50 2102,75 2107,25 2082,75 2087,25 367,10 397,90 369,60 370,40 1108,75 1111,25 1098,75 1101,25 974,- 976,- 974,- 976,- 1218,75 1221,25 1226,25 1228,75 Markuotlerunge«. Datum: Abend- Schluß- Schluß- Schluß Kurs Kurs Kurs Kurs 1.5. 9,80 4,80 10,50 8,25 Geld Brief 30. April Datum: Amsterdam - Botterd. *. Brüssel Antwerpen . Christiania Kopenhagen Stockholm......: Helsingfors Italien London Aew-Pork Paris Schweiz........] Spanien Wien (alles) .... Deutsch-Oesterr. abg. Prag Budapest Bulgarien Konstantinopel. . .. Datum: 5°/»Deut.ffrl«gsank. 4°^Deut.Reichsanl. 3"^Deut.Be'chsanl. 4e/0 Prcuh. Konfols Darmstädter Dank Deutsche Dank. . . Diseon!o- Kesellsch. Dresdener D mk.. Nationalbank f. D. Mitteld.Creditbank H.-Am-rik.-Pakctf. NorddeutscherLloyl» Doch. Gußstahlwrk. D.-Luremb.Bergw. Eelsenkirch.Dergw. Harpenrr Bergbau Oberschl. Eisend.-B. Oberschles.Eisentnd. Phönix-Brgb.-Akt. Bad.Anilin-u.Soda Höchster Farbwerk« (tkhir. A. E. (8.. Schuckert-Werk«. . FeltenLGuiUeaulltt Daimler Dud.-Eisenw.-Akt. Adlerwerk« .... 4“/, Hess. SaatsanL (Electron (Bru»b«tm 30.4. 9,80 4,85 (In einem Teil ber Auflage wied.'rhalt.) Vorberamngen zur Konferenz von Spao. Paris, 30. April. (WTB) Wie der ..Petit Parisien" meldet, ist es sehr wachrschemlich, daß vor der Konferenz von Spaa eine ober zioei B e ratungen zwischen Lloyd George und Millerand stattfinden roerbra. Das Bwtt glaubt zu wissen, Millerand werde sich demnächst auf 48 Stunden nach London begeben. Der ungarische FriedenSnrirag. Paris, 30. April. (WTB.) Der unmrrischen Friedensdelegation wird morgen, am 1. Mai, die Antwort auf die ungarischen ® e 8 e n > Vorschläge überreicht werden. Eisenbahnerftreik in Frankreich. Paris, 30. April. (WTB.i Ter Streil ber Eisenbahner ist bei duffen, beute, Freitag, um Mitternacht, soll die Arbeit berkifirn werden, so das; nrjr^n, SamStag, um 6 Ul/r ter Streik in die Ersch?rmotg treten werd Ter Ber- waltungsvat des 90"!gemeinen Drl>eiterverbuu>es (EGT) l)ttt wach zweitägiger Beratung ben Beschluß gefaxt, dem Eisenbcil.'nerslreik seine effektive Unho* skützung zuteil werden zu lassen. Die französischen ZeiMngtn am 1. Mai. Paris, 30. April. (WTB.) Morgen, am 1. Mai, erscheinen in P r is feine Zeitungen. Tie Arb iter der 3 itungsibetriebe feuern von heute abend 7 Uhr bis morgen abend 7 Uhr. Der 1. Mai in Belgien. Brüssel, 30. April. (WTBst „Peuple" meldet, daß die Arbeiter der öffentlichen Verwalungszweige beschlossen haben, am 1. Mai zu streiken. Kam Parteisekretär zum Minister. Dresden, 30. April. (MTB.) Wie die „Dresdener Volkszeitung" meldet, hat die sozialistische Volkskammerfraktion mit großer Mehrheit beschlossen, zum Mini st er des Inner« den Parteisekretär Otto Kühn zu berufen. Kühn erklärte sich zur Annahme des Amtes bereit. Schon verflixt merkwü txg, sagte ich. Macht mich sehr gespannt, was das bedeutet. Ter junge Mann führte mich nach einem Hinterzunmer im ersten Stock, wo ich em? red« hübsche Frau, in den Dreißagem, in ihrem B'tt vorfand. Während ich mid) ihr näherte, fiel mem Blick (und da erwachte wieder ber Berufsinstin-kt in mir) aus einen Sovereign und enwn SchLllrng/) die auf dem Nachtttsck) lagen. Schwach lächelnd blickte fie mich jetzt an und sagte: Es tut mir leid, Herr Doktor, daß ich soweit herbemüht habe, aber vor en:er Stunde stand es sehr schlimm mit mir, und ich glaubte, ich müsse sterben; aber jetzt ist der Anfall vorüber, und ich fühle mich weit besser. Ich griff nach ihrem Puls. Er war normal. Tann horchte ich ihr mit meinem Hörrohr die Herzgegend ab. Ich tbirrar fein Anznchm irgendwelcher Störung entdecken. Adn: das sagte ich ihr nicht. Ja, hm, sagte ich. Tie Krisis ist vorüber. Aber es wird an gezeigt lein, daß ich Jhnm etwas zum Einnehmen dalasse, für dm Fall, daß ine Anfälle sich wi dcrhvlen sollten. So erledigte ich das kleine Geschäft, während ich mir gleichz.ittg die Umgebung mit Einschluß der Frau eirtprägte und die ganze Z.ftt über darauf gespannt war, was nunmehr sich emgnen würde. Aber cs ereign?te sich nichts. Als ich mtch zum Gehen ansdücktc, beutet? sie aus die Guinee, mein Honorar, das ich schleunigst einstrtch. Dann wünschte ich ihr Gute Nacht. Der junge Mann geleitete mich die Tv.'ppe hinab und gmg nnt mir bis zum Einspänner. Er sagte, ber Kutscher sei bezahlt, und bevor ich die erstaunlich? Zatiadx recht erfaßt hatte, fuhr ich heil und gesund mit einer ©uirwe in der Tasch? wieder Varn bett) zu. *) Zusammen — 1 Guin«. Aber als ich zu Hause antongte, erfuhr ich bald die Bedeutung ttr k.einen Lvmädie. aber alles befand sich in der größten Unordnung. Tas Gas brannte immer noch in meiner Bude, Alle berfdjloferen Schubladen warm erbrochen worden. Der Fußboden war mit BrieffchaNeu und Papier förmlich übersät. Do tarn mir plötzlich eine Erleuchtung. Ich eilte zu meinem Schrank und schaute nach dem geheimen Schubfach dann. Es stand offen und war leer. Die Quittung des Bankiers für das Paket nut den sieben Si.'gclu war verschwunden. Jetzt war mir alles Var. Fünfzehntes Kapitel. Ter Tag graute bereits, als ich am bier?m Morgen endlich Schlaf fmrd. Und als ich wieder erwachte, sah ich zu meiner BestLrrung, daß >?s beinahe schon halb zrtm Uhr war. Ich Qeibet? mich so rasch wie möglich an und betrat zwanzig Minuten später meine Bank. Ist jemand dagewr^en? fragte ich gowz atemlos, worauf ber Lassierer antwortete: Jawohl, Herr Doktor, Ihr Diener. Er wartete bereits, als wir um neun Uhr den Schalter aufmachten. Er wies eine Quittung über g-wisse Dokumente vor, die Sie bei uns ni dergclegt haben, imb sagte. Sie möchten sie sofort haben. Und haben Sie sie ihm m:Sgdid?rt? fragte ich, irwbei mir der kalte Schweiß aus ber Stan? brach. Bewahre, ich war nahe daran, es zu tun, da fiel mir etwas in bem Benehm.m des Jungen aus, bas mir verdäch'ttg vor kam. Daher sagte ich ihm. er müsse warten, bis der Tirekwr stlber ins Geschäft komme, da ich ohne feine Einwilligung nicht über verwah t? eadei verfügen dürfe. Und Mim? fragte üb, immer noch schwitzend vor Aufregung und Spannung. Tann kam ber Direktor grade hevnn — er ist eben für einen Augenblick ausgegangen. Ich trug ihm ben Fall vor. Sofort ließ « SäU.! > bV "vl St S öi> Sen'5.''io /Sjj? 1 Wtt fr ft«! W nr.N Jfaj $trto9'®e^al b*" X" sük öi( Erscheint Nr. 58' Für Veranda und Garten: FarbigsTischdecken abgepaßt nnd am Stück [4920c Fritz Nowack la Auslands-Decken in jeder Dimension sofort lieferbar Vulkanisieranstalt Gießen F. u. 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Mat 1920 wie folgt festgesetzt: a) Brot: geschnitten und gehackt AmsGch,Lr»Ms,^ti>ckhi>lzii.Lsti!lSi^ Ich habe sofort greifbar abzngeben: Einige tausend Meter neues Feldbahngleis fürö00-mm-®Dur. 65 mm hock, in Sm Rahm., montiert auf je 5 Glück 128 mru breiten Glablrillenschwellen, komplett mit dem dnzugeh. Kletneisenzeug. Kerner: Neue Muldenkipper für 60l>mm-Spnr, •/< cbm Inhalt. [4925D Carl Gaerthe, Wetzlar, dabnbol- Zm kaufen gesucht gute Aiitiq&itaiea spei alte OeBgemäkde Mederländer, französische, englische, alte Säm. Gobelins, Goldemaillen CDofcnk Bronzen nur al e rc. ans altem Familienbefiy. Gest. Angebote an 81 mo n Lleeaaer, Adler»Kar- hotel. ttad-Xauhelue. 4845A Mottkestraße O < < rx -»Fernsprecher 22 Dätier 269. 3978D Tuchhandlung Dauernder Eingang von Neuheiten. Geschäft «eit von 9—1, 3—6. Bekanntnsachnng. In unser Handelsregister Abt. A wurde heule bezüglich der Firma Bramm & Harries. Wicseck eingetragen: Paul I. Landmann m Mannheim ist am 20. April 1920 in das Geschäft als weiterer persönlich haftender Gesellschafter eruge- tpeten. Der Sch der Firma ist nach Mannheim Schnitt-, Ban- u. Uutzholz- VecsteigenmZ. Es werden versteigert: 1. Donnerstag den 6. Mai. vvrm. 9 Uhr beginnend, in der Förftevei Treis: Stämme-Schnitt Holz: 2 Eichen 2. ÄL = 0,94 Fstm., 1 Eich- 3. Kl. -- 033 gihn., 1 Elche Holzkohlen -Bedarf jedoch nur tu ganzen Eisenbahnwageu wird zweckmäßig »u decken gesucht durch langjährigen Fachmann. Gmg Wluvm Tderesirnttrahe 138 L («mss für ben 1-Pfund-Laib Brot ür den 2-Psund-Laib Brot ür den 3-Pftrnd-Laib Brot ür dem 4-Pfund-Laü» Brot Weißbrot: Glatte weißeVoiles doppelbreit, M.55.—, 48.—, 48.—, 40.— und Zur Erweiterung eines Fabrikbetrtebes wird elmZOilliMWle In der Räbe von Frankfurt a. M. mit Waffer- kraft und GeieiSanfchluh (4923e6 ZU laufen oder ZU mieten gejocht. Anschluß an Ueberlandzentrale erwünscht. Gest. Offerten unter F. S. W. 771 on Rudolf Bloeee, Frankfurt am Rain. (reine Wolle), schwarz and trrau, M 1 das Lot jVL l*1J «*c' t i kaufen: 7 Eichen-Stämme 3. Klasse mit 18 Eiäien-Stämme 4. Klasse mit 10 Eict^en-Stämme 5. Klasse mit 8 Eickum-Stämme 6. Klasse mit 1 ErlerrS-tamm, 34 cm mittler« Durchmesser, mit 5 Kiesern-Stämme 3. Klasse mit 5 Kirsern-Stümme 4. Klasse mit 1 Kieiern-Stamm 5a--Klasse mit Holzsubniission. Die Gemeinde Inheiden will nachstehendes Nutzholz im Wege schriftlichen Angebot- »er* für txxn 1-Pfund-Laib Brot für den 2-Pfund--Laib Brot für den 3-Pfund-Laib Brot ftir ben 4-Pfunp-Laib Brot c) Brötchen: mit VerkaufsgewüA von 50 Gr. 0,15 Mk. Die für die Ernte greife sind lt NGB1 gesetzt: Raps Hederich (Ackerstnft Mohn Sxniifmnen Senfwat Rübsen Dotter Leinsamen Smmnblunratfeme ----... . Die endgültige Festsetzung der Preise erfolgt AS »u Beginn der Ernte unter entsprechender Berückst chtiguirg der bis dahin entstandenen Produ^ Üons Losten. 49361) Näh.wes durch den unterzeichneten Kommst* süonür des ReichsausschusseS: Landw. Zen* tralgenossenschast, Darmstadt. ReichsauSschus für pilanztiche und tierstche Oele und Fette, Berlin. II. Das Berka ussgewicht von Brot und Brötchen muß 24 Stunden nach dem Backen noch vorhanden sein. III. Ueberschreitunaen und Ziuwiderhandllorgm werden nach § 80 Zstser 12 der Reichsgetretde- ordnung für das EÖrtejahr 1919 mit Gefängnis bis zu 1 Jahre oder mit Geldstrafe bis zu 50 000 Dtart d -straft. Gichen, den 30. April 1920. \ 49378 Der Oberbürgermeilter (Sebendmittetomt). Saatkartoffel-A «saave. Die am 29. und 30. April 1920 auf dem Städtischen Lebensmiltelamt bestellten Saalkartvs- eln können amDienstagdcn4. Mail92 0, vormittags von 8—12 Uhr und nachmittags von 1—5 Uhr an der Turnhalle des RealghmnasiumS, Ludwig« straße, gegen Abgabe der erhaltenen Nummern abgeholt roerben. Die Abgabe erfolgt gegen Barzahlung. Gießen, den 3. Mai 1920. 49608 Ter Obeioürgcrmeiiier tLedensmittetamti. Befonntttwchnng. Mit Rücksickst auf die bei trockener Witterung bestehende Gefahr der Entstehung von Wald- branden mache ich darauf ouimerfiam. daß.es verboten ist, mit unverwahttem Feuer oder Ltcht einen Wald zu betteten, oder sich dies-m zu nähern, oder in der Nähe eines Wald-s yeuer anzuzündr^. 45228 G«ßen, den 16. April 1920. Ter Oberbürgermeister. I. V.: vr. R0senberg. Konkttrssterfahren. lieber Vermögen des Nachlasses des am 1. ember 1919 z u G ieß«'n »er =- storberrr n und zuletzt dort wohnhaft gewesenen Architekten fceinr. .Vocker- beck wird heute am 30. April 1920, tmrmtttags 10 Uhr, dns Konkursverfahren eröffnet. Der Kaufmann Louis All hoff in ötte&en wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis pon 18. Mai 1920 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung über bfr Beibehaltung des ernannten oder d« Wahl eines anderen Verwalters, sauste über dir Besstllung eines Gläubigerausschusses und ein tretenden Falls Cärx die in 1132 bet Kvnkursordnung bezeichneten Gegenstände und Mr Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Dümstag, den 1. Juni 1920. nachmittags 3 llhr, vor dem unterzeichneten Gaschte, Zimmer Nr. 6, Termin an beraumt. Allen Personen, welch« eine Ain Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder ptr Kenkvrs- mässe etwas schildig sind, wird aufgegeben, nichts «m den Gemenstckmldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichttcng auferlegt, non dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sach» abgtionberte Befriedigung tin Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 18. Mai 1920 Anzeige zu machen. 49548 Heisisches Amtsgerick)t. 5,24 Fstm., 8.82 Fstm., 230 Fstm., 130 Fstm., 0,73 Fstm, 2,26 Fstm., 2.08 Fstm, 0,25 Fstm. WWcineDrMrMknWkikßeg Nachdem durch Vervrdnung der Reichsregierung mit SBirtung vom 3. Mai t. Js. die brr» sicherungspflichtrge döchltperdienstgrerrze auf 15 0 0 Ma ick pro Jahr feschesest worden ist, eriudjen wir die Sxvaai Arbeitgeber, alle nunmehr versichervngs- pflichtig gewordenen, in ihren Betrieben befdjäf» tilgten Personen inner halb 5 Tagen bei unserer Kai> anzumÄden. 4950V Der Vorstand. Neue ungebrauchte Bureau-Schreibmaschine System Minerva, mit sichtbarer Schrift, hat abzegeben Automobil-Centrale, Stete Frankfnrter Str. 8S [***] Fernapr. 187 beseitigt man schnell, sicher «nb schmerzlos mit 9n vielen taufend Fällen giöntenb SllinruU bewahrt. Kuklrol ist in allen befieren Drogerien zum Preise von Mk. 2.GO erhältlich. Lasten Sie heb nichts ander, aufreden, es gibt ntchtS BeffereS. Stoße MlUt-MWmoß findet am Dienstag den 4. Mai 19 20. nachmit tags2 Uhr im Saale deSHotel Felsenckeller, Bahnhofstrabe, meistbietend gegen Barzahlung statt. U. B To mm en zum Ausgebot: 1 Hochs Sch mnckschranck, Tisch und drei ©tu pte (SaLm^Einrichung), 2 la. Schrei(m tische (Eiche), lelea. Büchers chranck.div. Wasch- und Nachttische m. Marmor, Kommoden, versch. Plüsch-und andere Sessel, alle Sorten gute Stühle (Rohr- und Polster-), Auszieh- und Stegtische, sowie: 1 pa. Mahagoni- Garnitur, be?i orrs Spiegel m Konsolen, Vertickv, 4 Stühlen, ob. Spiegel, Tisch usw.; ferner: 3 ckompl. Betten m. Rosthaar^ Matratzen, Federzeug usw., 1 Brand- kiste, 1 Chaiselongue, 1 Sofa, 1 Seoul e r t i s ch, 2 Bücherregale, 1 Ser lt* «o, Kleider-, Glas- und andere Schräncke; sodann: versch sehr gute Ltnoleum- nnd andere Teppiche, 1 Lüster, eine Spieldose m. Platten, la. Figuren und Nippsachen, Uhren, 1 Gasherd m Gestell, 1 Blumentisch; auderdem: Wein- und sonst. Gläser, vieles Haus- und Küchengerät, wie Einmachtöpfe tnti> -4Äläser, Zinck-, «Emaille- und andere Kessel, erserne Brüter, 1 Fliegenschran-; besonders zu erwähnen: 1 goldene Uhr, silb. Löffel, Silber u. v a. Versteigerung bestimmt n. pünktlich Besichtigung Dienstag morgen von 12 —I Uhr. 4860 8. «lthoff, Telephon 230. -- 4,74 Fstm., 2 Eichcn 5. Kl. -- 2,48 Fsttn., 18 Eichen 6. ÄL -- 4,09 Fstm.; ferner 2 Buch« 8. - 1,27 Mn.; 1 Kie^r 2. SBL = 0,79 Fstm, 2 Kiefern 3. Ä = 1,17 Fstm., 1 Kieste 4 A. = 036 Fstm.; 3 Fichten 5a Ki. = IM Fstm., 13 Fickten 5b Kl. = 2,37 Fstm; Derbstan- gen: 9 Eichen 1. Kl. = 0,61 Fstm^, 7 Eichen 2. Kl. = 0,26 Fstm.; 110 FüÄ-en 2. A. = 5,63 Fstm.; Nutzsche iter Rm: 16 Eichen, 3 Buchen; N u dkn ü ppe l Rm.: 6 Eich«; Nutzreistg Rm.: 100 Fichten. J"samm«kunft: Distrikt Todkenüerg. 2. Freitag den 7. Mai, vorm. 9 llhr begtun^nb, in der Försterei Seilbach: Stämme: 8 Eich« 4. Kl. = 3,70 Fstm, 5 Eickr^n 5. Kl. 1,31 Fstm., 54 Eich« o. Kl. = 9,75 Fstm.; Buch' 3. 9?. = 1,92 Fstm., 1 Buche 4. Kl. = 0,57 Fstm.: 1 Kiefer 5. K. = 0,48 Fstm; 2 Fichten 5a Kl. — 0,59 Fstm, 9 Fichten 5b Kl. --- 1,79 Fstm.; Derbstan gen: 8 Erchen 1. Kl. « OchO Fstm., 10 Eichen 2. Kl. — 0,30 Fstm; 1 B,»ch 2. St = 0,03 Fstm.; 2 Hambuch« 1. Kl. --- 0,w Fstm., 14 Hambuch« 2. - 037 Fstm.; 7 Fichen 1. Kl. = 0,50 Fstm, 14 Fickten 2. Kl. = 0ch9 Fstm.; Nutzschetter Rm: 5 Buch«; Nu tz kn üppel Rm. < 20,5 Eichen; Rntzrerstg Rm.: 121 Ficht«. Zusammenkunft im Distrikt Oderscilbach am Bizinalwea Treis—All«-Buseck. Zu Nr. 1 geben aus LLunsch Herr F^rHer Binci zu Twis a. d Lda., zu Nr. 2 Herr Förster Knitz zu Climbach weitere Auskmttt.. Nur Selbstvcrbvaucher und Kern--GeNerÄv' treibende dürfen mitbieten. Aus Verlang« der ObersSrst«ei muß der Nachweis über die Verwendung bc6 gekauften Holzes beigebracht Wird ein Weiterverkauf von untK-crbcitcbcm Hol» festgestellt, so hat der erste Käufer eine Vertragsstrafe in Höhe des fünffachen K«rfpreises zu bczalchm. 4918V Treis a. d. Lda., den 29. Aprü 1920. Hess. Ob-rNrsterei Treis. Schneider. Tie Wvchenckarloftelmorcken der 19. und 20. Woche werden beliefert vom 3. bis einschließlich 15. Mai von sämtlichen Kartvffelhändlern. Für die 19. und 20. Woche rtxtb die Kartofselmeuge auf 5 Pfund erhöht. 49578 Gießen, b« 29. April 1920. Der Oberbürger meister (Leben smittelamt). verlegt. Hessisches Amtsgericht. Angebote sind nach Klassen getrennt mit entsprechender Aufscknift bis zum 7. Mai 1920 nachmittags 1 Uhr bei der Bürgermeisterei Inheiden einzureichen, woselbst drum die Erösfmlug statt-- findet. Inheiden, den 30. Aprü 11J9O. Reitz, Bürgermeister. 4948 Der Plan über btc Herstellung einet ö6fl* rrdischen TelegraphenliniL an der Landstraße vom Lick nach Laubach liegt bei dem Postamt tu Lutz (Oberhessen) von heute ab 4 Wochen aus. Darmstadt, 30. April 1920. Ober-Po stdirektton. ______4935V In der Privatklagesache des Otto Paul, Landwirt in Nvnnenroth, Prioatklügers, vertrete» durch Rechtsanwalt Schvenbals in innigen, gegen den Heinrich Koch II., Bauunternehmer a Nonnen rvth, Beschuldigten, wegen Beeidigung ul» schlossen die Parteien folgenden Vergleich: Der Beschuldigte erklärte: Ich nehme die gegen den PrtvatklSger auS- gesvrochcnen Beleidigungen Kurück und trage sämtlich? citrficnbenm Kosten emschli.-ßlich l^r Kosten und Auslagen des Anwalts M PrivatklLgers und der dem Privatkläger erwachsenen notwendige» Auslagen. Dieser Beraleich wird einmal im Gießener Anzeiger auf .Bosten des Beschädigten bvfamtt* gemacht und 8 Tage lang an bet Ortstafel hr Nonnenwth auf Kosten des Beschuldigten auS- gehängt. Vvrgelesen, genehmigt.. Zur Beglaubigung: geA. Brückel. gez. Traud. Für die Abschrift: gez. Ribbel, A m ts geri chts-Obersekoettir. Für die Richttgkeit der Abschrift: S cho e n h a l s, Rechtsanwalt. 4915D Hungen, den 23. Avrü 1920. Sofort lieferbar ju verkaufen Aabrikgrundftück 2 Waggon r-n!!.-I«mWlj und erbittet Anfragen 4«7a mit Wohnhaus, Scheuer und Werten Aufammen ober Siljhil»!>lii»s h-nig, WikSdndc» 8, M4035. SEÄÄKSÄ 1. 69 1 wie folgt fest- 2300 Mk. per To. 1400 Mk. per To. 2500 Mk. per To. 1600 Dtk. per To. 1800 Mk. per To. 2200 Mk. per To. 1800 Mk. per To. 2000 Mk. per To. 1800 Mk. per To.