Mittwoch, 3. März 1920 170. Jahrgang bue Toime Rohbraun kohle cintreten zu lassen. der zur man Alle oder Vernicht eben gehörten Rede überschreitet alles ivas selbst bei diesen Volksvertretern gewohnt ist. seine Beschuldigungen sind Verleumdungen übler Hintertreppenklatsch. Präsident Le inert: Ten Vorwun der leumdung dürfen Sie gegen ein Mitglied Nr. 53 Ter Siebener 3*$tiget erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Vezogrpreir: Monatlich Mk. 2.30, vierteljährlich Mk. 6 90 einschließlich des Bestell- gelds; durch die Bost vierteljährlich Mk. 6.— ausschliebttchBestellgeld. Fernsprech - Anschlüsse: sürdie Lchtliileuungl 12 B erlag,0>eschäfisslelie51 Anschrift sürDralrtnach- rrchten: Anzeiger Sieben. postschectionto: Hrankfun a. M. U686 Hu$ dem besetzten Gebiet. Koblenz, 2. März. (WTB.) Tie inter- all ierte Rheinlandskommission hat nach Vorlage folgender Gesetze durch den Reichskommissar gegen deren Anwendung im besetzten Gebiet keine Einwendungen erhoben: 1. Reichsverordnung vom 26. Januar 1920 betreffend vorübergehende Einfuhrerleichterung für Fleisch, 2. Reichsbekanntmachung vom 18. März 1916 betreffend Einfuhr von Vieh, Fleisch und Fleischwaren, 3. Reichsverordnung vom 17. Oktober 1917 betreffend Verkehr mit Zucker. U e b e r s ch i ch t e n , die von beit Berard'it-nm , Labung der Kohlenförderung gefahren und wich: mit einem 100-prozentigen Aufschlag zum üblichetn Lohn entschädigt werden, muß'.e sich der Rcick/s- kohleirverband mit den Anträgen der Syndikate, die auf Preiserhöhungen abzielten, blassen. Er beschlos-, für die Bezirke des Rhnnisck»- Westfälischen Kohlensynditots, des f)iiedersäcky'ifch:n Stein kohlensyndikats für den Freistaat Sachsen ein.' Preiserhöhung von 15 Mk. für die Tonn«, Steinkohle und für die dem Bayerischen Köhlensyndikat angehörenden Braunkohlengruben 80,65 Mk. für die Tonne Briketts und von 26,40 Mk. für d- Hnnabme von Anzeigen s. bic Lagesnummer i'i4 zum Nachminog vorder ohuk jrdeBerbindlichkeit. preir für l mm höhe für Anzeigen v.34 m m Brette örtlich 25 Bf, auswärts 30 Pf.: für Rektame- 'Anzeigen von 70 mm Bre'ic VO Pf. Bei Platz- vorfchrif>20* Aufschlag. panptschnftleUer: Ang. Goeg. Verantwortlich für Politik: Aua. Goetz: für beniibrifltn ZctL Dr. Reniholo Zenz: für den Anzeigenteil: p. Beck, sämtlich tn Gießen. erheben. Minister Tr. Südekum: Der Wein und die anderen Lebensrnittel sind zum großen Teil ben Lazaretten zur Verfügung gestellt worden. Tie nach Amerongen gebrachten Möbel sind nur von mäßigem kunstgcwerblick)em Werte. Tie Silber- schätze sind nicht nach Amerongen gegangen, sondern in Teutschland sicher vcrtvahrt. Ich sage Herrn Hofmann doch nicht, wo sie aufbewahrt werden, denn die Elemente, von denen er bedient ist, könnten ein Interesse daran haben, das zu wissen. (Heiterkeit.) Herr Hofmann ist in allen, was er hier mit Grabesstimme des Patrioten vargebracht hat, schmählich angelogen worden. Dr. v. Krause (D. Bp.): Wohin sollen wir kommen, wenn so Rebm, wie bief: von Herrn Hofmann, zur Mode würden. Das ergeb« den größten Tiefstand des Parlamentarismus. Es kann auf Fernen Fall zugegben werden, daß das Hohm- zollernhaus in solchem Atoße Schuld am Kriege hat, t>oA es dafür schadensersatzpflickttq gemacht weiden kann. Wenn dar Vergleick) niclck zustand: kommt, dann würde der Rechtsweg beschritt«: wr- den und der Staat wahrscheinlich noch viel schlechter wegkommen. Ein Schluhantrag wird angerwm- men. ... Ter Gesetzentwurf mit den zugehörigm Anträgen geht an den Rechtscrusschuß. Die Abfindung der hohenzoüern. In der Preußischen Landesversammlung steht der Gesetzentwurf über die Vermög ensau s- e i n a n d er se tz un g zwischen dem Staat und dem ehemaligen Königshaus zur ersten Beratung. Finanzminister Dr. Südekum: Den Antrag Adolf Hofmann auf Enteignung des Vermögens der ehemaligen Fürstenhäuser kann ich.nicht zur Annahme empfehlen, dagegen würde der Antrag Gräf, der besagt, die Reichsregierung möge durch die Staatsregierung aufgefordert werden, unverzüglich ein Reichsgesetz herbcizusühren, das die Bestimmungen des Artikels 153 der Reichsverfassung zur Geltung bringt, wonach die angemessene Entschädigung und die Zulässigkeit des Rechtsweges für die Enteignung des vormaligen preußischen Königshauses zum Wohle der Allgemeinheit anders bestimmt werden kann, wohl zu einem verträglichen Ergebnis führen können. Abg. Gr äf-Frankfurt a. M. (Soz.): A/tr ehemalige Kaiser hat das Vaterland im Elend zurückgelassen und geht jetzt in Holland spazieren. Den vaterlandslosen Geiellen von «mist lag ob, das Vaterlaich vor dem völligen Untergang zu bewahren. Man staunt, wie inan in den Zeiten der Wohnungsnot einer Familie Hunderte von Schlössern zur Verfügung belassen tonn. Dieser Vertrag erkennt 39 von diesen Schlössern vhn: weiteres als Ei^ntum der Holenzoll.'rn an. Es handelt sich bei den Hohenzollern um em? sehr reiche Familie, die ilfren Reickstum g'wih nickst aus eigener Kraft erworben hat. Wempman d?m Volke einfach die besten Grundstücke wrgnimmt, so ist das kein legaler Eigentumstttel. Es wäre übrigens interessant, zu wissen, wieviel Wilhstm II. eigentlich in den ZÄten der Not an Krr'gSanb.'ihe gezeichnet hat. Wie wäre es beim, wenn der König wenigstens den Versuch machte, sich an der Deckung der Staatsschuld zu beteiligen, die durch sein Verhalten entstanden ist. Er hat jetzt Beinen Grund, sich zu beklagen. Bisher ist er sehr reichlich bedacht worden, und er kann ja schließlich auch nach arbeiten. Tas arme Volk hat Beinen Anlaß, für ihn in die Tasche zu greifen. Dve Thronrnsig- nicn sollten nach dem Vertrag in den Belitz d's Staates übergehen, aber de Kronjuwstrn Eigentum der odern bleiben. (Heiterkeit.) Wir bedürfen eines Rcichsgesetzes, das uns von den privatrechtlichen Schranken in der Regelung bieVer Vermögensangelegeuheit befreit. Darauf zielt unser Antrag ab. Abg Oppenhoff (Z.s: Ter Vorredner Hal weite Kreise drs Volkes durch seine Ausführungen verletzt. Wir emvftnden Genugtuung darüb«:, daß cs gelungen ist, durch diesen 23orlr rekte Verhandlungen mit den Polen zu beseitigen, bis jetzt ohne Ergebnis. Zur Zeit finden in Warschau zwischen Deutschland und Polen Verhandlungen statt. Auf eine Anfrage Schiele (D. Ntl.) wird geantwortet, daß die im Osten aufgestelltm DollS- wehrfvrmationen der Reichswehr angegllckert wa, reu. Ter lieber tritt in die Reichswchr wir fvw gestellt worden, wurde aber mehrfach ab^lchnt. Besondere Härten, die sich bei b'r wotwmdig ge- wordmen Auslösung herausgestellt haben, wurden durch die Gewährung eines Monatsgehalts, über den Auflöiungstermin hinaus begegnet. Fortsetzung der zweiten Beratung des Entwurfes eines Reichseinkvmmenstm^rgesetzes. Zu § 23 beantragt Abg Irl (Ztr. , daß bet außerordentlichen Waldnutzungen im öffentlichen Interesse oder infolge höherer Gewalt die Steuer von dein über die regelmäßigen Nutzungen hinausgehenden Betrag nur 10 v. H. betragen soll. Ter Anttag wird angenommen. Zu 8 28 (Veranlagung- beantragt Abg. Gerold (Btt), daß bet in einem Kalender- oder Wirtschaitsstrhr erlittene Verlust auf da. • n?r- 8ür die Revision des Znedens- vertrages. < Langsam mehren sich im Auslände Stim- men, die im Hinblick auf die Lage der Welt, aber fauch in der Erkenntnis von den auf l Deutschland lastenden Schwierigkeiten für die 1 Revision des Friedensvertrages eintreten. Wir ; finden in der Korrespondenz der Deutschen i Liga für Völkerbund folgende Zusammenstellung : \ Zuerst waren es nur die am weitesten j linksstehenden.Sozialisten, die diesen „auf : kapitalistischen Voraussetzungen aufgebauten i Frieden" verwarfen. Jetzt aber sprechen fid) ! schon die Männer an leitender Stelle für Acn- berungen aus, und zwar sehen sie im Böller- , butid die Stelle, die Abhilfe schaffen muß. Der englifckse Außenminister Lord Curzon sagt: , „Der ^Völkerbund ist nicht nur eine absolut wesentliche Scksöpfung zur Sicherheit gegen eine Wiederholung der Schrecken, die sich unserem Gedächtnis bereits entziehen, sondern auch eine Garantie einer frieblirfjen Herbeiführung der noch zu treffenden Regelungen." In lden Wahlreden zu Paisley fuhrt As- q u i t h folgende Gedanken ans: „Europa kann nicht geheilt werden, wenn nicht alle Teile geheilt werden. Rußland und Deutschland müssen unverzüglich in den Völkerbmrd aufgenommen »verden. Der Bund muß sofort einen neuen Rat, bestehend aus allen beteiligten Ländern, schaffen, der an die Revision des unmöglichen Friedensvertrages gehen muß. . . Nach meiner AnsM kann Deutschland die Verpflichtungen nicht erfüllen. Dieser Friede ist nicht ein Friede, wie wir ihn verlangten." Selbst Männer wie Churchill bekennen sich zu der gleichen Ansicht: „Wir müssen verhüten, daß Deutschland nicht über eine Linie hinausgetrieben wird, hinter der es unter der Last feiner Büche zusammenbricht.... Es liegt in unserem eigenen Interesse, die jetzige deutsche Regierung zu unterstützen und ihr behilflich zu sein, durch die jetzigen Schwierigkeiten hindurchzukommen und ihr Land wieder auf die Beine zu bringen." Man ist auch zu der Erkenntnis gekommen, daß es ein großer Fehler war, die Höhe der Entschädigungssumme noch nicht festzusetzen und der Wiedexgutmachungskommission so außerordentlich weitgehende Befugnisse einzuräumen. So fordert Henderson: „Unterstellung der Schadenersatzkommission unter die Kontwlle des Völkerbundes, Recht der Berufung an den Völkerbund gegen die Beschlüsse dieser Kommission, sofortige provisorische Abänderung des Friedensvertrages, soweit es notwendig ist, um die angegebenen Maßregeln durchzuführen." Ter ame- rikanisckie Schatzsekretär Glaß ist für sofortige Festsetzung und Herabsetzung der Ziffer der Entschädigung, und Balfour fügt dem hinzu, daß man sie um 50 oder mehr Prozente ermäßigen müsse. Auch die neuen Grenzen in Zentraleuropa sind als provisorisch zu betrachten. »Der Unterrichtsminister Fisher, Lloyd George, Lord Newton im Oberhaus, der Finanzpolitiker Baish, sie alle sind sich darüber klar, «daß in den Bestrebungen zur Wiedergutmachung eine Veränderung vorgenommen werden müsse. Auch in Italien kommt man zu ähnlicher Ueberzeugung. $m „(Sortiere della Sera" heißt es: „Arbeiten wir doch alle an dem.Völkerbunde, der die allmähliche Umgestaltung der Verträge vorbereitet, ehe diese unter dem Gewichte der Nichterfüllung zusammenbrechen." Und Mario Borsa erklärt: „Der Vertrag von Versailles ist zum Sterben verurteilt.worden zwischen Unterzeichnung und Ratifikation. Eine Revision scheint unumgänglich .... Es ist im Interesse aller, daß man das Unrecht aufgibt, und es ist nicht ausgeschlossen, daß wir dazu gezwungen werden, wenn iroir uns in die UnmögUchkeit versetzt fefcn, ^den Pariser Entschlüssen im ganzen Geltung zu verschaffen." Besonders charakteristisch ist der Gesichtspunkt, der von dem Schweden Branting bei der Debatte über den Beitritt zum Völkerbund । im schtvedischen Reichstag ausgeführt wuiHe. Er erklärt es als Hauptaufgabe der Neutralen, daß sie ihre Mitgliedschaft im Völkerbund dazu benutzen sollen, um für die Revision des Vertrages Arbeit zu leisten. Aus einer ganzen Anzahl Aenßerungen englischer und amerikanischer Fachleute und Politiker, vor allem aber aus neutralen Ländern kommen immer (mehr die zwei neuen ünd wichtigen Gedanken zum Ausdruck: Unmöglichkeit der Durchführung der Friedensbedingungen für Deutschland und daher Notwendigkeit.der Revision durch den Völkerbund. Die wirtschaftliche Einheit Europas. Paris, 2. März. (WTP.) Pertinax meldet im „Echo bc Paris" aus London, die wirtschaft- lirfte Abteilung des Obersten Rates habe Leitsätze ür die wirtschaftliche Wiederaufrich tung Europas aufgestellt. In diesen Leitsätzen komme zum Ausdruck, daß möglichst viel gespart werden müsse und daß die produktiven Kräfte so zu steigern seien, daß sie Größtmöglichstes er gäben. In den Leitsätzen wird alsdann erllärt, daß Europa eine einzige wirtschaftliche Einheit darstelle Tic wirtschastlickfe Produktion werde überall normal sein oder sie sei es nirgends. Es wäre deshalb notwendig, Teutschland und Rußland in den Stand zu setzen, an der wirtschaftlichen Erhebung Europas mitzuarbeiten. Pertinax ist mit diesem letzten Punkt nicht ganz einverstanden, denn er meint, Teutschland müsse verhindert werden, die Rolle zu spielen, die es vor dem Kciege gespielt und die es ihm ermöglicht habe, in Ernopa eine wahrhafte Hegemonie aufturichten. Er meint auch, die GSntten dos Herrn Kermes dürsten nicht zum Vorwand dienen, die erforderliche germanisch. Wiederausrichtung durchzusühren, aber die gerechten Forderungen Frankreichs dabei zu vergessen. Ter Berichterstatter des Journal" in London sagt, die Frage der Bewilligung lang- fristiger Kredite sei nicht gelöst worden. Das Verfahren gegen die „Kriegsverbrecher". Amsterdam, 2. März. (WTB.) Laut „Telegraaf" erklärte Lloyd George gestern im Unterbaute über das Verfahren gegen die sogenannten Kriegsmissetäter, die englische Regierung werde keinen englischen Juristen nach Teutschland senden, sondern das Versckhren genau verfolgen. Obwohl Teutschland die Möglichkeit gegeben werde, Recht zu schaffen, verzichte die eng- jische Regierung keineswegs aus ihr gleicharttges Recht. Die „neue Flotte". Berlin, 2. März. (WTB.) Bei den Stationskommandos der Ostsee und Nordsee ist ein Geschwaderverband unter einem Befehlshaber der Seestreftkräfte der Ostsee bzw. Nordsee, ferner eine Ostsee-Torpckobootssbottilli: und eine Nordsee-Torpedobootsflotille mit je zwei Torpedo- bootsl-albslotillen gebildet roorben. Die Minensuchverbände wurden den Befehlshabern der See- ftreithäfte unterstellt. Jedem Geschwaderchef ist em zweiter Admftal beigegeben. Die Beendigung des Eisenbahnerstreik» in Frankreich. Paris, 1. März. (Reuter.) Ter Eifen- bahner strei k ist beendet. Paris, 2. März. (Wolst., Auf den Bahnhöfen Lyon, Bineemies, Orleans, Invalide und Montparnasse führte die Weisung zur Beendigung des Streikes feixe merklich: Bnän- derimg berbei. Man rechnet aber damit, daß di: RüÄehr zur Arbeit im Laufe des Tages allgemnn fein wird, wenn erst sämtliche Arbeiter von d:r Verfügung des SyndAats uiüerrichtet fein werden. Man botft, daß morgen der Dienst wieder normal fein wird. Aus dem Ostbahnhof begann der regelmäßige Dienst wieder heute früh. Auf b*m Bahnhof Austerlitz wird die dlbfahist der Expreßzüge wie üblich vor sich gehen. Auf chem Bahnhof La- care haben sämtlick>e Arbiter die Arbstt n»Ler ausgenommen. Es tonnen aber noch Tage darüber vergeben, bis der normale Tienst rtn'bn ausgenommen werden tonn. Der Verkehr auf dem Nord- bahn Hof ist regelmäßig. Paris, 2 März. (Havas.) Tas P^lizei- gericht et hielt heute morgen den Befehl, die Verhaftung der Streikfulfrer auszufchiccen. Man glaubt, daß ioegen der Beendigung des Streikes die Haftbefehle annulliert worden sind. • Paris, 2. März. (WTB.) Nach den Erklärungen Millerands über den Streik der Eisenbahner in der Kammer nahm diese mit 503 gegen 75 Stimmen eine Tagesordnung au, die die von der Regierung getroffenen Maßnahmen zur Beilegrrng des Eisenbahnerstreiks billigt. Ein neuer PrüsidcntfchaftSkandidat in Amerika. Neuyork, 2. März. (WTB.) Der Staatssekretär der Justiz Palmer hat dft' ihm von der denwkratisä^n Partei angebotene Kandidatur als Präsidem der Vereinigten Staaten angenommen. wirken, daß ein gerechter Vergleich Husrnnde tommt. Auch wir wünschen, daß hir den -Staat ft'rausgeschlagen wird, nxu$ herauszuschla«nn ist Bei dem Antrag der S-ozcaldemotraicn ftindelt es sich um beii Plan einer Rechtsbeugung, der man ein Män- teläxn umhängt. Der Vergleich, hi dem bet iVönig auf vieles verzichtet, zeigt, daß er Iricbe mit seinem Volke haben ivill. Unsere früheren Feinde gehen mit dem Webanfcn um, den letzten Träger ter Krone die Riicktoto in sein Vaterland zu verwehren. Ich l)ade die beste Hvfftiung, daß das ganze deuische Volk zusammenstehen wird, wenn cs gilt, einen deutschen Voktsgenosten vor Vergewaltigung zu schützen. (Bravorufe rechts: Zischen links.) Abg. Adolf Hofmann (USP.): Nur unter der Sonne des Belagerungszustandes kann man eine so ungeheuerliche Vorlage durchzudrncken versuchen. Tie sluchbeladenen landesslüchtigen Hohen- zollern werden als gleichberechtigte Kontrahenten mit dem Staate angesehen, lieber 60 Möbelitxiqen sind bereits nach Amerongen gegangen. Tas Schloß Berlin und das Neue Palais sind von allen Kunst-' schätzen entblößt, ohne daß die Landesveisamm^ lung befragt wurde. Tic Sache bedarf der gründlichsten Untersuchung. Es handelt sich durchlve« um Gegenstände, die selbst nach diesem Beitrage Staatseigentum werden sollen. Tas dcu.schc BoW hungert und den Hobenzollern sollen Mftltarden deutscher Werte überlassen werden, dauut sie in Baus und Brmis leben können. (Beif. b. d. USP ) Minister Südekum: Tie Demagogie der Gietzemr Anzeige General-Anzeiger für Oberhesfen SroiinngsrnnMrud u. Verlag: vruhl'fche Univ.-Buch- u.-teindruckerei R. Lange. Zchristleitung, Geschäftsstelle u. DrudercL- Zchulstr. 7. trifft. ------------- Aus dem Aeicye. Preiserhöhung der Zrohle. Berlin, 2. März. (WB.) ?luf Grimd russischen 'Sowjettegierung abzuschließen. Die russische Regienmg erklärt der Erttsendung einer Un tersuchungskommisiioil nach Rußland keinerlei Hindernisse in den Weg legen zu wollen. Arbeilerttttruhcn in Fapa,i. Haag, 2. März (WTB.) Der „Rieuwe Cou- vant" meldet drahtlos aus Lo^idon, in Japan eien ernste Arbeitcrunruhen ausgebrochen. Heimkehrer aus Japan. Berlin. 2. März. (WTB.) Die Reichs- zentrale für Kriegs- und Zivil gefangene teilt mit, daß der vierte Heimkehcertransport aus Japan mit ca. 950 Mann heute in Wilhelmshaven ein- des Fortsetzung 53. (Nachdruck verboten.) als ein gutes 1 700 000 Mk. 700 000 „ 300 000 „ 1300 000 „ 500 000 „ a) des Elektrizitätswerkes b) des Gaswerkes c) des Wasserwerkes 2. Behebung der Wohnungsnot 3. Sonstiges, Kursverluste, Stempel, Druck usw. Au» Statt utifc Land. Gießen, den 3. März. 1920. Eine Anleihe der Stadt Gießen. guTimg. Beltretcrbesprechnug der heff. Handelskammern. Darmstadt, 2. März. Am 23. Janwar 1920 hat eine Vertreterbespo;chung b?r hessischen Handelstommern in Frankfurt a. M. ftattgefunden, gelegentlich roelcfar die gro&m Bedenken der hessischen Handelskammern bezüglich ter Verordnung über Sondergerichte gegen! Schleichhandel und Preistreiberei zum Ausdruck gebracht wurden. Es wurde insbesondere g'- wünscht, es möchte die Ladungsfrist van 3 Tagen aus eine Woche erweitert, d:r Umfang der Bewns- aufnähme aus ein gewisses Miirinmm festges 'tzt und namentlich die Sachverständigenvernehmung sichergestellt und ang mit denr Rückgang der Produttionsnnrtjckfast mrd des Brdh- handels. Ausgabe der Landwirtsäraft müsse es in den nächsten Monaten sein, das zur Verfügung zu stellen, was zur Bolkscrnährung nötig ist, nicht tm Interesse der Allgemeinheit, sondern vor allem im Interesse der Landwirtschaft. Bei UW tigen landwirtschaftlichen Erzeugnissen sei du Zwangswirtschaft rriäft zu umgelten. Es mußten aber gewiss Maßnahmen gettvsteil to'tbm, nxnn die Produktion nicht weiter zurückgchen, solle. -W. achtstündige Arbeitszeit fei durchführbar rn belferen Zeiten. Die derzeitige Festsetzimg der Mtu- destpreife entfpreck>e tatsäcküich nicht den Produk- tionstosten Präsident Nebel sicherte, dag. b« Regierung der Landwirtschaft groß" Bedeutung beimesse Täe Steigerung der landvirtfchaftlichM Produktioti sei die vornehmste Aufgabe dec R:- Vraunkohlett. Bor einigen Tagen k-nrnteii wir zum Berkaus der Grube Friedrich bei Hungen an die Stadt Frankfurt mittcilen, die Stadt Oneßen habe mit der dort lagernden Braunvohle me'hcfach Versuche gemacht, sie aber für die städtifchen Werke als gänzlich ungeeignet gesunden, da sie zu 'Tbigjei. Nun wird uns aus Gießener Jndufttiekreiien geschrieben, daß ein Betrieb schon seit Herbst vori- qeii Jahres fast ausschließlich mit Hungener Koche, die maii auf einer besonders dafür gengneten Feuerung verbrennt, aufrecht erhalten wird und daß auch arvöcre Gießener Betri.de im Begriffe stehen, die besondere Feuerung bei sichembauen zu lassen. Wenn daher auch die städtischen Betriebe keine V-erweitdmrg für diele Kvhle haben, fv hätte es doch für die Gießener und Knirsch: Industrie katasttoch-ale Folgen, wenn der Ver.aus der Grube Friedrich nicht rückgängig gemacht VNtamge JahreSeintommen des folgenden evtl oes nächstfolch'ndcn Jahres angewchuet werden kanrr Unlerstaatssekvetar Movie bittet, d.n An- toSÄ‘Ä n.itb -bg-l-hnt. Ohne et^Hidr Tebatie werden weiter-' Pavrgrapsch'n in d-er Aus- schußfas ung angenommen Zu § 76 (2Inrcd^',9 dn Kwpiwlerlragssteuer aul die bei tterneu Stenten ufw.) begnmdtt ^.Schiinder- ^canten ^Ztr em en Antrag Bluno. der Ntehr- helts- und Rechtsparteien, welcher die Gvmzen für die>e ©te.:'„" flüsterte dtesÄbc Stimme, unb in paar heiße Lippen drückten sich ans ihren jungen Mund. Ein Zittern ging durch Sölves Gestalt. Sie wollte sich wehren. Glühendes Rot huschte über ihr Gesicht. „Halt, halt. Kleines. Sollen wir hier beür ins Wasser plumpsen?" fragte lachend der Kapitän und zog das Mädchen zu einer gesichertm Stelle. „So, nun mal erst ordentlich deinem Bent in die Augen geschaut und dann gebeichtet: Liebst tm mich, oder liebst du mich nicht?" „Käpten," murmelte Sölve, ihn fassungslos anstarrend. „Ach was, Käpten — Bent heiße ich, die Seefahrt stecke ich auf. Deinetwegen, kleine Sölve. Ick; und nicht, daß du immer Angst hast um dienen Manu. Verstanden?" ** Milchverforgnng. Infolge imge- nügender Belieferung der Stadt Gießen mit Milch kann für Mittwoch den 3. März 1920 auf die aus 1/2 Liter lautenden Milchmarten Beine Ätilch geliefert werden. . ** Metalldiebstähle. In letzter Zert nehmen die Diebstähle von altem Eisen, Kupfer, Messing usw. in erfchreckender Weise zu. So wurden in einer hiesigen Fabrik 18 Ringe Roheisen, in der Nähe des neuen Friedhofes ein Schachtdeckel, aus einem Gatten der Ost-Anlage ein mehrere Meter langes Wasserleitungsrohr, von dem stadtiichen Lagerplatz an der Margarethenhütte Wasserrinnen, Schachtd edel und Senkkasten, aus einem ^ternbruch bei Steinbach ein eiserner Karren, Riemenscheiben und Senkkasten, ans der Schmallschen Eishalle 'Kochherd und Gattengeräte und von verschiedenen Häusern die Dachkandel gestohlen. Die Diebe, die die Ring« aus der Fabrik, die Gegenstände von der Margar-ethenhütte und den Diebstahl in dem Stem- brnch begingen, konnten ermittelt und festgenommen werden. Als Täter kommen halbivüchsige Burschen in Frage. Der Grund derattiger Diebstähle ist in den gegenwärtigen hohen Preisen dieser Gegenstände zu suchen, wodurch sich die Diebe mühelos ote Taschen füllen können. Ferner fragen die Abnehmer des gestohlenen Gutes den größten Teil der Schuld, denn wenn die Diebe kein Absatz für-i ihre Beute finden, würden sie das Stehlen unterlassen. Die Aufkäufer von derartigen Sachen werden hiermit nachdrücklichst gewarnt, von solchen Geschäften zu lassen, da sie sonst wegen ge- werbsmäßigcr Hehlerei hohe Strafen zu erwarten haben. , „ ♦♦ Urkundenfälschung. Gestern wurde dahier ein Bahnarbeiter festgenommen, der bei der am 1. d. Mts. erfolgten Lohnzahlung bei der Stationskasse Gießen den Lohn seines Mitarbeiters in Höhe von 737 Mk. abgehoben hat. Er wird sich somit demnächst vor Gericht wegen Betrugs und Urkundenfälschung zu verantworten haben. ** Ein starker Knall war gestern abend kurz nach 7 Uhr in der Schulstraße zu vernehmen. Aus grobem Unfug war eine Sprengkapsel, wie sie auf der Eisenbahn verwendet werden, um einen bedrohten Zug zum Stehen zu bringen, an der Ecke Sonnensttaße—Schulstraße auf das Ge- teise der Straßenbahn gelegt worden. Hoffentlich gelingt es, des Uebeltäters habhaft zu toerben ** Vermißt wird leit Montag, 23. Febr., abends 6 Uhr, der 13iädrige Realschüler Lrthir Trapp, bekleidet mit schwarzer Krimmermütze, z.v'i Sweatern, httlblau und rot, dunkelblauem Tuch- mantei mit gelben Knöpfen, ferner Stiefel Er ist 1,30 groß, hat blaue Augen, hellblondes Haar, fttfck-e, helle Geftchtsfarte. Es wird vermutet, daß ein den Eltern unbekannter Hand'ls- mann sich mit dem Kinde entfernt hat. Nachricht erbeten nach Frankfurt a. M., Düversttaße 21. ** Die Veröffentlichung des Be- triebsrätegesetzes ertolgt in Nr. 31 und folgenden des Amtsverkündigungsblattes., Wir machen unsere Leser daraus aufmerksam, baß nach vollständigem Abdruck das Gesetz als Sonderdruck in der Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers erhältlich sein wird. . ** Tie Allgemeine Ortskrankenkasse Gießen ersucht die Arbeitgeber, bis spätestens 15. I. Mts. ein Verzeichnis der bei ihren beschäftigten Versicherten unter Angabe der derzeitigen Bezüge rinzureichen. Siehe Anzeigenteil. ** Für alle Ange stell ton findet am Frettag den 5. März 1920, abends pünktlich 8,Ufa im Gafe Leib eine öffentliche Versammlung statt mit einem Vortrag über das Betriebsrätegesetz und Tarifvertragswcsen. Siehe Anzeigenteil. Landkreis Gießen. O Grünberg, 2. März. Der Gemeinderat setzte in seiner letzten Sitzung die Preise für das infolge der Holzratiomerung nach außen gehende Holz fest. Es kostet danach 1 Rm. Buchenscheikholz 70 Mk., 1 Rm. Knüppelholz 60 Mk. Tie Preise für das an die hiesige Bwöl- kerung abzugebende Holz sollen demnächst bestimmt werden. Me Stelle des Stadfr'chnecs, welche leit 1918 verwaist ist, soll demnächst wieder be.etzt werden Die Kaution, welche der Rechner stellen soll, wird auf 15 000 Mk. festgesetzt. , Der Gemeinderat beschließt, die Stell: öffentlich auszuschreiben. Me Rechnung für das Jahr 1918 ergibt eine Einnahme von 341 809,69 Mk., denen Ausgaben von 165 360,40 Mk. gegemtberftefan, so daß ein lieber schuß von 176 449,29 Mk. verbleibt. Hiettwii sind 96 194,45 Mk. dem Vermögen zugeflossen, wäfaend ein baver Vorrat von 80 254,84 Mk. verbleibt. U Lang-Göns, 1. März. Das Rerchs- ehrenzeichen für Knegsverdrenste wurde deiv Postagenten Karl Schneider verliehen. Vorsprung sitzend, eine weibliche Gestalt gewahrte, war sein Herz mit hellem Jubel erfüllt. „Uiebe, kleine Sölve," murmelte er zärtlich, liebevoll mit seinem Blick das Mädchen umfassend, das beide Hütwe um die hochg.'zogLnen Kni? gezogen halte und über das Watt htiiittänmte. Er konnte Sölves Augen nicht sehen. Es kam ihn: so vor, als ob ihre zarte, leichtgebräunte Wang: schmaler gerooti>en und ihre Haltung Sehnsucht, tiefe Sehnsucht ausdrückte. Am liebsten wäre er mit kühnem Satz zu ihr hevabgesprungen. Nein, das war zu gesäfalich, sowohl für sie, wie für ihn, denn da unten schäumten die Wogen und donnerten g:gen das .steil- abfallende Kliff. Da wart Bent berat lachend all die Blumen, die er vorhin gepflückt, Sölve in den Schoh^ und sprang dann ülerStock und Stein nach einer 'Stelle zum Abstieg. — Sölve sah erstaunt um sich, ob des unerwarteten Blumensegens. Nirgends war ein Mensch zu entdecken Vom Himmel tonnten die Blumen nicht gefallen sein. Oder doch? vrefte ihr glühendes Gesicht in die duftete. Sorglich ordnete yte sich gelöst, zu einem Der Prozeh lrmgen, über die wir dainals berichteten, soweit gedtehm, daß man die Grube erwerben mollte. Sie wurde jeLoch im letzten Augenblick von einer Frankfurter Zirma iveggekauft. Dafür Hot die Stadt Gießen inzwischen ja Anteile einer Grube im Westerwald erworben und tonnte bereits einen großen Teil der minder- bemittelten Bevölkerung mit einer hock/vertigen Brauntohle beliefern, die ton den Arbeitern in llcbcrffuitbcn gegen Lieferung ton Schuhen usw. I gefördert wurden. Augenblicklich stockt die Ausftifa infolge eines Streiks Man ettvratet letoch, m den nächsten Monaten noch die gesamte Betolre- rung sowie die städtischen Werke und später die Gießener Jiidnstri? mit der Westerwälder Brauw- toyle versorgen zu föniten. Beranstattungen. Mittwv ch, 3. März: Deutsche Kolonial- gesellschaft, Frauenverein vom Roten Kreuz für Teutsch-Uebersee, 8 Uhr: Vortrag, Hotel Emhorn. — Lichtspielhäuser wie Dienstag. Summa 4 500 000 Mk. Es lagen folgende Angebote vor: 1. Von dem Konsortium der Gießener Banken, beftebenb aus der Mitteldeutschen Creditbank, Filiale Gießen, Divecttou der Dis'.ontoges'til^choft, Zweigstelle Gießen, Bank für Handel und Industrie, Niederlassung Gießen, Hessischer Bankverein A. G., Filiale Gießen, Gewerbebank e. G. m. b. H., Gießen: __ a) für 4proz. Anl. zum Kurs von 93,07V$, b) für 4V»prvz. Anl. zum Kurs von 101 07V2. 2. Von der Deutschen Vereinsbank, Frankfurt a. M. in Gemeinschaft mit der Bankfirma Josef Herz, Gießen: a) für 4proz. Anl. zum Kurs ton 96V,, für 4VsPvoz. Aul. zum Kurs von 100,75. In der gestrigen nichtöffentlichen Stadtverordnetensitzung wurde das AngebotderDeut- schen Vereins bank Frankfurt a. M. in Gemeinschaft mit der Bankfmna Herz, Gießen für 4proz. Anl. zum Kurs von 96 V2 angenommen. Kreis Lauterbach. O Schlitz, 2. März. Infolge Kohlenmangels muß, d e bekannte L e i n e n f a b r i k Langheinnch zunächst an 2 Tagen in der Woche den Betneb einstellen. Bis'her hat die Firma immer ungsttort gearbeitet. Starkenburg und Rheinhessen. Mord in Alzey. «w. Alzey, 2. März. In Weinheim bei Alzey wurde der in den 30er Jahren stehende Landwirt Joh. Zimmermann IV. in 1 einem Bette erschossen aufgefunden. Unter dem dringenden Verdachte, den Zimmermann erschossen zu haben, wurde der ebenfalls in Weinheim wohnhafte Landwirt Fritz Müller verhaftet. Tie Eheleute führten schon lange kein gutes Familienleben. Tie Eheftau Z soll bereits seit Jahren mit Müller Beziehungen unterhalten haben. Während der Verübung der Tat, war die Frau verreist, doch ist es wahrscheinlich, daß sie den Müller angestiftet hat, ihren Gatten zu ermorden. Ter Verhaftete wird heute der Leiche gegenüb ergebt me. Darmstadt, 2. SRärz. Nunntehr kommt nach dem siebenten Gemeinde st euerz tcl auch noch ein achtes zur Erhebung, da die Stadt- torwaltung mit ih.en Einkünften noch immernicht den finanziellen Bedarf zu decken imstande ist. Hessen-Nassau. me. Frankfurt a. M., 2. März. Tte Er- weiterungsbauten am Hauptbahnhof werden bis anfangs Mai dieses Jähes vollendet sein. Ter Bahnhof hat dann 14 Bahnsteige, die sämtlich hochgelegt sind. Er ist nach der Erweiterung wieder der zweitgrößte Bahnhof Deutschlands und wird nur vorn Leipziger Bahnhof überttvsfen. Technisch wird er auch diesen in den ^-chattm stellen, denn die hier geplanten Einrichtungen für Gepäck und Postbeförderung werden überhaupt zum ersten Male in Deutschland ausprobiert. = Frankfurt a. M„ 2. März. Bei einer polizeilichen Streife, die Montag abend in der Schnnrgasse torgenommen wurde, holte man aus bet Wirtschaft Ackermann nicht weniger als 75 verdächtige Personen heraus, darunter 42 Wev ber. Unter der Gesellschaft, die dem Pollteläesang' nis zugeführt wurde, befanden sich zahlreiche vielbegehrte Verbrecher und steckbrieflich Verwlgte. me. Höchst a. M., 2. März. Ter erste Storch im Maintal traf am 29. Februar iv Flörsheim em, zwei Wochen früher wie vorig« Jahr. . J n Marburg, 2. März. Hrer fielen der Vizeieldwebel Friedrich Gotting und seme Vrcml Ida Tannenberg am gleichen Tage der Grippe zum Opfer, traute wurde im Beisein einer Menschenmenge, wie sie der Friedhof im /)abichtstal ,uohl iwch nicht zu torzeichnen hatte, das Braut- paar, beides Marburger Bürgerskinder, zur letzte» Ruhe gebracht. p Marburg, 2. März. Am Sonntag VN' anftalteten etwa 70 Studenten auf der 15 Sil3’ Nieter langen Strecke Marburg—Nehbrücke im zurück rin Wettgeheii. Der 1. Sieger Koslows vom A. T. V. legte die Strecke in 1 St. 31 Mm 5 Sek. zurück. Der A. T. V. erhielt ferner fut beste Gesamtleistung den Wanderpreis. „Ihr seid anmaßend, Bent Banken," kam & ans Sölves Munde. „Wißt Ihr genau, daß tdr Euch liebe?" „Darauf schwöre ich z8hntausend Etoc, tetzd aber, mein Süßing, fifing, sonstwerden wir: pudelnaße uns das ist nicht schön für ein Braut« paar." „Das sind wir ja gar nicht." „Nicht? Na, das will ich dir beweisen — und er küßte sie heiß und innig, bis ihr otc Atem verging. Da schlang sie aufroeuvnb ct- Arrne um seinen Hals und lehnte ihren Kopf am seine Brust. „Na, siehst du wähl, kleine Sölve," tröstet-' er, indem er ihr zärtlich die Tränen von dm Wangen trocknete, „wir tonnen uns doch, ntnn Kleines? Nun komm, die Modder ängstigt fttt gewiß schon zu Tode." Sie sprachen nicht miteinander, aber ihr! Augen unb der Druck ihrer Hand redetm deuttich» als alle Worte. Gab es denn so viel Glück? Bor dem Kritumer Mrchhof zögerten sie uitö wortlos traten sie, obwohl der Donner über i'Wi grollte und schon grelle Blitze am Himmel zuckte«-, an das stille Grab, auf dem die Heideblüten in Sturmwllid zitterten. Ergriffen standen sie an hert Grab des Armen, den des Lebens Stürme so frW gebrochen. (Fortsetzung folgt.) e fut tos a. M., 3. März. Antwerpen-Drüssel . 729,25 730,75 726,75 728,25 run g unb O Giehen, Mannes objufdbUi! MOMMMDLe Grippe! findet am Freitag, dem 5. März 1920, abends ____________________________________|f Sehördliche Anzeigen pünktlich 8 11 br, tm CafS Leib eine uchen wir die Arbeitgeber, . Mts. em Verzeichnis der cn ihn., 17 Eichen-- lOmal 4. gen. 2454 Leiterwagen Kastenwagen Fernruf 342. Walltorairasse 21 ixaDicnwaycii jr n Ersatzräder Lei. 259. ß. Ribsan» 432,50 99,15 38,95 35,80 100,85 für Wcitzbiudcr u- Maurer jedes Quanr. frei HnuS ob. ab Waggon ”* 38,85 35,70 100,65 433,50 99,35 3685,50 3693,50 3654, - 3661, - 340,65 341,35 338,65 339,35 702,75 704,25 699,25 700,75 1612,50 1615,50 1607,25 1610,75 1723,25 1726,75 1720,75 1724,25 539,50 540,50 534,50 535,50 Turnen. 2. März. Der 88. Qkniturn» Hessen findet am 13. März in Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm. Wien . . . 480,50 100,35 40,55 38,80 36,05 100,60 Eilt! und Küto Sommerkorn Blelchetr. 10. u* nahmen Lloyd George, Cmnberlain, Nitti, Louckeur und andere Finanz- und Wirtschaflssachk'crsdindi.ie teil. In den Lauptzügen wurde eine völlige lieber* einstimmimg erzielt Die Sektion, die über den Frredensverttag mit der Türkei bereits berat schlagtc, hielt ihre Sitzung im Foreighn office ob. rend der ganzen ...... ... geöffnet und kontrolliert und alle wichtigen Staats- Holland ....... London Pari» Schweiz Spanien Italien Lissabon-Oporto. . . Dänemark...... Norwegen Schweden Helflngfor» New-Bork Wien (altes) . . . . Dcutsch-Oefterr. abg. Budapest....... Prag......... Institut BoIVÄfe Ihnenai 1. Thftr.Prosp.frel AllßMillk Lrtskrllilkeilkafft Gieße« Mit Rücksicht auf die in letzter Zeit statt- An- und verkauf von 1 Automobilen und Zubehör Joh. Häusler, Frankfurt a.M. gegründet 1896 Mainzer Laudstr. 153 Telephon 1.6997 ffluS Dem RmtSvcrkündinttnqsblatt. •• Da- Amtsverkündigungsblatt Nr. 31 vom 2. März enchätt: Bekanntmachung über bet Landabsatz von den BrMin kohlen gruben beä Westerwaldes, des Dill kreise, des Freistaates Hessen und Derjenigen Teile der Provinz vessen-- Nassau, ixe im Absatzgebiete der Rheinischen Kvhlnchandel- und Rhed.rri-Ges-:llschast m. b. Ä. Mülheim-Mannheim (Stühlen tontor) liegen. — Ausführung des Kriedens^rtrages; hier: dis B.'r- bindung mit Ostpreußen über Swineinündc—Villau — Erwerbs'o en iür orge: hier: Nachweisung für dm Monat Februar 1920. — Feldbercintgung ileilinefiem; hier: das topographnche Gülcrv:r- zeich::is. — Feldd-.-reiargung Münster, ürers (Steyn; hier: du Arbeiten btd II. Absdmr"s — Tas Betriebsrätegcsetz. Marknottcrnngen. Datum: D.lves Schreiner- und Wagnerholz 2 Eicken-Stämme I. über 60 Zentimeter mit 4,74 Fstm ; 9 Eichen-Stämme II. über 50 Zenti- -. no -Stamme III. 429,50 100,15 40,45 38,70 35,95 100,40 Likßcll-LtWmholzverßeigerluig Kkniciilde Reiskirchen b.Wetzlar am Samstag dem 6. März, vormittags 10 Hin Zusammenkunft Distrikt Ahwald oben. 1591,- 1594,- 1481,- 1484, - 1708,25 1711,75 1668,25 1671,75 1873,25 1876,75 1848,25 1851,75 Stenographie. J. Bad-Nauheim, 1. März. Ter Gau Friedberg Gabelsbergerscher Stmograckden verrn- staltete in der hiesigen Stadtschule ein Gau- wettschreiben, an bem sich der hiesig * und brr Butzbacher Verein und von Friedberg irr Stadtverein und die Schülerinnen von der Schilln:- schule. dem Lehrerseminar und der Augustin»rschub: mit mehr als 150 Wettschreibern beteiligten. Dv: Sierkündigung des Wettsckrcibergebtriss?s ^folgte gestern abend in der hiesigen Turnhall:, verbunden war damit die vom lstesigen Stenographen- verein Olabelsberger vorbernt>:te Gedenkfeier des lOOiährigen Bestehens der brutschen Stenographie. Die Veranstaltung,ine auch von Friedberg und Butzbach aus stark besucht war, nahm einen würdigen Verlauf. DmMiffl e irt Automobile aller Art, auch reparaturbedürftige zu kaufen gesucht Sehr. Angeb, u. 038Q8 a. d. Oieß. Anzeiger Tkutsidk SoloiiililükstWft zrmnbuild brr Sciitfditn flolonialotirllidiit grautnoertin iJot. ftreng f. SMeiibcr 6tt Mittwoch den 8. März abends 8 Ubr pünktlich im großen Saale des Hotel Einhorn: Vortrag desHerrnNudolfKindt früher Mitglied des füdwenafrikan LandeSrates: Südwestafrika Des Reiters Kampf und Ende Unt.feindl. Faust. Hoffnungen Eintrittskarten, numerierter ^latz 2 M. (für Mitglieder gegen Borzeigen der Mitgliedskarte 1 M. biS au 2 Plätzen». 2 Platz 1 M» Studenten und Schüler 50 Pf., bei Ernst Eballier, Neuenweg 9, und abends an der Kaste.2214D (In einem Teil der Auslage wiedtrholt.) Ermätzigung tzcr Tabaksteurriätze. Berlin, 29. Febr. Gegen die 5 Hm men von Sachsen unb Bremen wurde im Reichs rat ein: Verordnung über eine weiter' Ermäßigung de r T a ba kst eu er angenommen. Seit d'r Bn- abschiedung des Dabaksteuergefetz.'s hat sich di.' Lage der Tabakindustrie durch txe Balutovcrhältnisie derart verschlechtert, daß. es gebot m .ttschnnt, btc im § 86 für die Dauer der Geltung des Goldzoll- gesetzes vorgesehene Ermäßigung der Steuersätze weiterhin auszub^hnen. Die ursprüngliche R.'- Es lohnt sich Ihre unbrauchbaren lag des Turngaues der Turnhalle des hiesigen Turnvernns statt. Ein wichttger Punkt der Tagesordnung ist die Wahl eines Ortes für das diesjährige Gauwetturnm. SÖr$tt empfoMm. 3a haben tn Sdrcdrtrln • tOOgi. Pme M y. in 2U;nt6rfrea.Dtogrrtrn. tee altM eeeAr eeiM- an IrodnungronttOftfKlr (Ja ch-Lb ^Sielefeld. Papiere zuerst gesehen. * Papiernot auch in Amerika. Die Papiernvt, durch die unsere Zeitungen in nne so schwere Krisis gebracht sind, macht sich auch tn den Bereinigten Staaten bemerkbar. D.'r Preis ist, wenn auch freilich lange nicht so wie bet uns, ge° ftiegen. Während man vor fünf Jahren bet großen Mengen 50 Dollar für die Tomte Papier zahlte, so ist der Preis jetzt mindestens doppelt so hoch, und kleinere Zeitungen müssen für kl 'inere Mengen 200 Dollar die Tonne zahlen. Di« Borräte sind sehr gering, und die leiseste Unterbretbung in der Zufuhr würde selbst das Erscheinen der großen Geld Brief 2. März bedingt erforderlich ist. Diejenigen Arbeitgeber, die diesem Ersuchen nicht entsprechen, und bei denen nicht an gezeigte Lohn Veränderungen nach dem 15. März sestgei teilt werden, haben unverweigerlich Strafanzeige zu gODärtigen. . Formulare sind bei der Kasse erhältlich. Gießen, den 2. Marz 1920. 2442V Die Kassenverwaltung. 1.45 6,25 2,77 7,- 5,50 293,- Zur Vorbeugung gegen Grippe und zur Kräftigung nach einem Anfall ist hervorragend geeignet: Festmeter, 9 Erchen-Stämme IV. mit 5,25 Fstm. Alle Völker haben gute Abfuhr zur Chaussee Reiskirchen—Detzlar. Reiskirchen, den 1. März 1920. 2397V Lehn ha rdt, Gemeindevorsteher. Gegen Grippe bestellt man als Eil rat 20-30 FL •^3 Heilquelle Karlssprudel bei Btskircheii a. d. L Nr. 14. Handel. Frankfurt Devisenmarkt. Geld Brief Datum: l.März Eilt! Rar Mtwolh 28.2. 6,- 2,52 7,- 5,23 Rhkinhrsskn. Alzey. :V In Wnnhmn M 30er Jahren fitbott n IV. in seinem r dem dringenden?c- erschss'en zu dcki nheinr wohnhafte Lmd :. Tie Eheleute Wa .ilienleben. Tic Eheftü nit Müller Beziehend bei Berübun; le nsl, doch ist es ik.-' :er angestiftet hat, i- Bnhaftele wirb ta Ter KreiSturntag findtt am 11. April in Frankfurt, der Feldbergturntag am 18. April eben daselbst statt. Zugegen waren Churchill, Cambon, Derthelot, Sctocloja, Jmperiaui und Chinda. Sir Auckland Geddes Botschafter in Washington London, 2. Marz. (WB.) An.'sich wird mitaeteilt, der Vorsitzende de» fi)atck isamtes Sir Auckland-Geddes wurde zum Botschafter in Washington ernannt. Eine polnische Anleihe in Amerika. Washington, 2. März. (WB. Dic polnische Gesandt schäft teilt mit, daß, di. Akrhandluu gen über die Ausgabe einer A nl/i he von 5 0 Millionen Do l la r abgeschlossen smd. Neuer Schiffsverkehr. Rotterdam, 2. März (WB.) &nrt „Nieuwe Rotterdamsche (Sxnircmt" meldet „East rn Servic" auS Tokio, dast dierapantscheSchtff- fahrtsgesellschast '.'ttppvu-',')ueu-stm,cho in diesem Monat einen Dienst nach Deutschland via Java einrichten wird. Die Deueruntz In Oesterreich. Berlin, 1. März. Laut „Berliner Loktl- Anzeiger" ist am 18. Februar bei der Wiener Städtischen Strabenbalm der Zweikronen- t a r i t in Straft getreten. meter mit 14,42 Fstm., 23 Eicken-Stämme 111. über 40 Zentimeter mit 26,73 Fstm., 17 Stämme IV. über 30 Zentimeter mit 12,42 Fftm.^ außerdem Tot. 3 Erchen-Stämme II. mit 5,35 Holzverfteigernng. Samstag den 6. März 1920, wrm. 9 Uhr beijiimenb, werden im Gemeindewald Distrikt Suhl nachstrhonde Äolzsortimente versteigert: 353 Fichten-Stämme mit 80 Fstm., 1550 Ficktrn-Derbslangen mit 120 Fstm., 111 Rm. Fictsten R^tzveifig — 22 Fstm. lürebe und Schule. mc. Frankfurt a. M., 2. März. Der Wahlkampf den Elternwahlen, die hier am 14. Marz stattfinden, ist mit äustersder £>eftigtot entbrannt. Wie in anderen Stadt m, so mürbe auch hier gegen die Sozialdernokratt: beider gtichtungen eine mipolitiscke christlich; Liste auig.'stellt, in welcher Evangelische und Katholikm vereinigt sind, je nach Zusammensetzung her Schulen. BDttWlil statt mit einem Vortrag über bas vetriebsrätegesetz unb Tarifvertragswesen. Männliche und weibliche Angestellte erscheint alle recht pünktlich, sichert Euch rechtzeitig einen Platz. Niemand bars fehlen. 24U5D MMetlsgenieiuWfl ö.HngeflelKen (bleBens. 14mal 3-Zimmerwohnun«n. Diejenigen Mitglieder, welche sich bererts früher schon um diese Wohirungen haben vormerken lassen, werden ersucht, sich bis zum 10. M ö r z L Z. bei dem unterzeichneten Dorstand zu erklären, vb sie noch auf solche reflektieren. Wir bemerken, dast bei Vergebung der Räuschen die dafür geltenden Bemmmungen in Bettackt gezogen werden müssen. 2444V Für den Vorstand der Baugerwssenschaft 1894 zu Gietzen, e. G. m. b. $3-: Wolff. Fourier. L) aas. I bekvMtkkHvv. 1 ■n alsüw Säe« lNMchnI ^und Itfeftl. L*^11 Litzung bv 1® 13hn ^ili toiekt beieu ewJr flflles Mgeicht. Da @e. au^i? . 3Är 191b ei» Ad,69 W., b?nffl 17b 449,29 Mk IHRf. dem Vermögen wx Aortü ojti Mär^. Das Reich- -verdunste nnitbt den ’ verliehen. '■M. hltolge Wenmmgelj sabrik Langkench et Woä-e den &tn'j ftma immer img.-ftcc Heroine und Borträge. •j Gedern, 2. März. Unter Leitung von Lehrer L ch n i e r l e fanb am Sonntag im Berg- wtttshauo ein Bunter Abend statt, wobei die Scbuljuaend, der stirctiengesangverein unb dr M änner gesangvevein „Li. d.'rkvaitt" mitnxrttm. Der Abend wirkte volksbildend int besten Sinn t ots Worte«- äOO Mk. Reinenrag Sonnten dem Fonds zur Anschaffung zweier neuen Kirchenglocken zugeführt weichen. Tagesblätter T^^Metzgchung hat zwar entgegnfren, mbrm sie befttrnrnr*. daß, nur Zn- tungen und Zeitschriften in einem beitimmten Umfang durch die Post zu billigeren Tarifen befördert werden dürfen. Dieser Umfang iu für Jne Ausgabe der Zeitungen am Wochentag aut 24 Setten, für eine Somttagsansgabe aut 36 Seilen, für eine Wochenschrift auf 75 Setten und für ein: Monatsschrift auf 100 Seiten seitge'etzt. «Iber dieies Gesetz ist für die Zeitrmgm un>mrksam, bi nur etwa 2—4 Prozent durch die Post versendet werden. Bcrfcharft wird tnc Lag- noch durch die Steigerung der Anmmcen um 25 Prozent, wodurch mandern Blatt eine Mehreinnahme van Tausenden von Dollars in der Woche entsteht und wodurch das Aufkauten von Papter zu Nteten- preiteit befördert wird. Sodann macht sich Lwlz- manget bemerkbar, wetl die vemichrnen Wälder nicht wieder synentan ch aufgvaomet loerbm und wetl m Kanada em Berbot beliebt, demzufolg' un- nerarbeitete L«lzmässe nicht ausgesüdri wnckrn bart. Früher kaufteit die Papü'rfabritantett der Bereinigten Staaten gaitze Wäld:r in Manaba als Rohmatertal ans. Tte zunehnicttde Entwaldung Amerikas ist nicht nur für die Zeitungen katastttx- pl>al, sondern wird auch sduverwiegende Folgen auf d-aS Klima des ganzen Landes ausüben. tagte am 1. Marz wieder in zwei Sektionen An der Sitzung der Sektion, die sich mit der T e u c - der Währungsfrage besagte, ) George, Eantderlaitt, Nitti, Louckeur durch Energie, denn sie wußte jeden, auch twch so dringlichen Ansturm auf das Krankenzimmer ihres igen. Frau Wllsvn bat auch wäh- Krankheit die Post ihres Gatten Hirn. Nom-tzr IM I nembtlitutrji<‘ I •htbiM bo bi? ■ ftcit tud) ünnter ntÄ I «tat imsmdr ist sM. »tese- rmt U x ist nach der | I >i°v tat« * mtten jttrtM ubrrfjni»' P I ti) ausMbtert • S'Ä?- - 1 i 9 Wrz. %L. tTw Ij sMi I 1 Zusammenkunff bei Nr. 1. Leihgestern, den 1. März 1920. Bürgermeisterei Leihgestern. Wem Haussraueil-Lerein. Donnerstag den 4. Mär», nachmittags von 4 bis 6 Ubr, in der städtischen HauSbaltungs- fchnlc, Neustadt 61 eMufoicnCatSoileniporcr. Der Avvarat ist äußerst svarsam im Verbrauch von Drennstost, V» der sonst notwendigen Menge genügt. Er läßt stch auf jedem Herd und jedem Ofen verwenden. Einnchtt und GebrauchSanweifung frei. t*«D * ter im gsve rc ibmn tg wollt eine Ermawgung auch tür bis Zigarruengewetbe derart etnfü- tat. bfttt sich die Steuersätze für die obersten vier Miauen um 40 Prozent ermäßigen. Der Llusickust des Reichsrat»> bat für das Jigaretrntgcnrrbe d.n fünf obersten Massett d.e Ermätzt^ung zugebilllgt und sie aut 50 Prozent erhöht. Um dem Ztgavett«- peroerbe einen Ausgleich zu schaffen, w irbe tne Ermäßigung für die>es von 7>» autx 7a Prozent erhöht. Dem sächstiNEN Bertteter ging bi. Ermäßigung für di.' Zitwrrttentndustrie nicht wett genug, wälnend bei Bettrrter von Bremen bas glZche Pkoment für btc Zigarettenindustrr Ivtante. Die Mehrbnt beS Rricksrales lirst o aber bn den Beschlüssen des AnssclZusies bew.mden. tFrft. Ztg.l Eine deutsche Kommission in London. London, 2. März. (WB Eine bentidr zLommission, an deren Spitze LegattonSnat Seettg.'r vom Auswärtigen Amt siebt, ist hier eingetroffen. Sic wird die Frage der 9Ibliefmmg b's deutschen Materials zur Spvache bringen. Von der alliierten Rffeinlandlonnnisfion. Koblenz, 2. März. Die alliierte Rhein- landkommrssion bat nach Vorlage folgender ttteietze durch den Reickskommisiar geg.m br-eit An. Wendung im besetzten Gebiet keine Etwoendungen erhoben: 1. Reichsverordnung vorn 26. Januar 1920 betreffend: Vorübergehende Einsulwerleick terungen für Fleisch. 2 Reichsbekannlmachunarwm 18. März 1916 betreffend: Einsuhr von Bieb, Fleisch und Fleischwaren 3 Reichs Verordnung t*om 17 Okwb.r 1917 betreffend: L^rkehr mit Zucker. Sitzungen des Obersten Rates. Lo n d o n , 2. März. (WTB.) Der Oberste Rat gesun denen Volmer hühmmen sowie die anderweitige Fesffeyung der Sachbezüge — Bekanntmachung des Bersicherungsamtes vvm 23. Februar 1920 t bis spätestiens 15. l. Mts. ein Verzeichnis der bei ihnen befdtfftigten Versicherten unter Angabe der derzeitigen Bezüae bei uns einzureichen. Wir bitten alle Arbeitgeber,. unserem Ersuchen entsprechen zu wollen, da die Abgabe mr- üW Dlacbutti,: Vf > ■ ____ LZ! . ■ »i*£S**& r**- vermischter. Einbruch und Explosion. Berlin, 3. März. Nach einer Meldung des „Berliner Lokal-Anzetgers" versuchten Diebe in das Pulvermagazin iu Burg bei Magdeburg einzubrechen, wobei eine Explosion entstand, durch die das Magazin völlig vernichtet wurde und einer der Diebe seinen Tod fano. Ter angerichtete Materialschaden wird auf einige hunderttausend Mark geschätzt. * * Frau WilsonalsPräsident. Nichts hat die Amerikaner in den letzten Wochen mehr erregt, als die sensationellen Ätthüllturgen über die Führung der Präsidentschaft durch Frau Wilson während der .throntbcii ihres Mannes. In Washington erzählte man sich zwar schon längst, daß Frau Wllson letzt „die Dosen anbabc" und daß keine Staatshandlunq ohne sie möglich sei. Aber erst die neuesten Mstteilungen haben zweifelsfrei erwiesen, daß dic Gattin Wilsons tatsächlich monatelang als Präsident der Vereinigten Staaten tätig gewesen ist. Nack dem Zusammenbruch ihres Mannes war Fran Wllson die einzige Mittelsperson zwischen dem kranken Präsidenten unb den anderen Mabinettdmitgliebem. Nichts konnte und durfte vor Wllson ohne ihre Erlaubnis gebracht werden. Unter der Angabe, daß sü ihrem Manne unnötige Aufregungen ersparen unb für seine Ruhe sorgen müsse, hielt sie alles von ihm fern; ohne ihre Er' laubnis konnte nienumö, mochte seine Persönlichkeit auch noch so heroottagend, sein Anliegen noch so dringend sein, in das Krankenzimmer gelangen. Frau Wilson übernahm also das Regiment nicht nur im weißen Hause, sondern mehr oder weniger über ganz Amerika, und sie hat es mit eiserner Lmnd und straffstem Zügel geführt. Das größte Aufsehen erregen die Mitteilungen, daß sie gant allem unb in eigener Person bie schwerwiegenden Umformungen im Kabinett ihres Mannes vorgenommen bat. Keiner von den Männern, bie von Wllson an Sie Spitze ber Regierung berufen wurden, hat mit ihm selbst gesprochen. Die betteffenden Sperren wurden von Frau Wilson zu einer „Tasse Dec" eingelabcn, und bei dieser Gelegcnhell vollzog sie ihre Erneimung zu Ministcrn. So wurde im Salon neben dem Krankenzimmer Wilsons John Satten Payne zum Minister gemacht unb der bereits kallgestellt? Admiral Benson zum Präsidenten des Schisfahrtsamtes. Fran Wllson entfaltete eine so verführerische Ueberreburrgsgabe, daß bie fixeren, dic sich zuerst weigerten, annahmen, und sie wußte -ebenso gut durch Liebenswürdigkeit $u wirken wie Brennholz Eichen, Buchen ober Riefern in größeren Mengen iu kaufen gesucht. Evtl, auch geeignete, tübdne luftäufer finden Berlickfichttgung. (2873 Türener vreunholz.Fndustrte, Türen, Rheinland. Zähne bet mir zu verkaufen. Zahle pro echten Zahn, den tch gebrauchen kann. btS 100.— Mark. Gebisse Platin-, Gold und eilbergcgenstände in jeder Form 8u konkurrenzlos höchsten TageSoreifen (au eigener Verarbeitung». Vertreter deS ^Laboratorium Rbeinlaud^ Bartik, z.Zt. Hotel Bayrischer Hof, Babu- hofttraße 43, Zimmer 5, 9—12 u. 2—6 Uhr tunflenterter Eingangs. Postsendungen werden kulant crledigtan Adreffe Efseu-Rubr. 03940 Soeben erschien: Der drohende Zusammenbruch von Fr. Rochr. Preis Mk. 4.80. Der Verfasser, der auf finanzwissenschaftlichem Gebiete sehr bewandert ist, behandelt in fesselnder Weise die Entwicklung unserer Währungsverhältnisse und Finanzen und die Frage ob der Staatsbankerott unvermeidlich ist Man verlange baldigst, da Auflage wegen Papiermangel nur beschrankt. Pfeiffersche Buchhandlung BWelchciisdigst 1894 zu Wen e. G. m. b. H. In den von unserer Genossenschaft sowell serttggestellten Däusern (Siedlung Sicher Straße), die im Läufe der nächsten Zell bezogen werden könneit, sind zu vergeben: 4mal 5-Zimmerwohnungen, tifÜraft Etwas ganz Feine» [Vermietungen!(Garantiert sichere Existenz blkkAßlW 03954 ^Mäusburg 14. fchinenschreiber erh. den au ntögltchst sofortigem Mädchen zur Ausbitte, Norum. 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