Ur. 28
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170. Jahrgang
Dienstag, 5. Februar 1920
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhessen
Swillmgrrundbnick u. Verlag: Vrühl'fche Unio.-Vuch- u. Zteindruckerei R.Lange. Schriftleitung, Sefchäftrftelle u. Druckerei: Schulftr. 7.
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Lin neuer Kurs in der preußischen Agrarpolitik?
Der Preußische Landwirtschaftsminister Braun machte am 27. Januar in der Preußischen Landesversanimlung Ausführungen, die die lebhafte Zustimmung aller Parteien fanden. „Wir kommen nur Mieder hoch durch das, Mas mir aus eigener Kraft dem eigenen Boden abgewinnen." Dieser Satz bestimmte den Grundton feiner Darlegungen. Die staatliche Agrarpolitik wird nur dann im wohlverstandenen Interesse der Verbraucher geleitet, Menn sie alles tut, um die landwirtschaftliF-e Erzeugung zu heben. Alle Veroronungen bringen uns nicht darüber hinweg, daß die Lebensmittel- knapphcit anhält und noch größer wird; langsam kommen mir an den Punkt, wo Mir im Auslände nichts mehr kaufen können, und bann sind wir ganz auf die Jnlandserzeug- niffe angewiesen. Arbeitskräfte, Düngemittel, Kraftfutter wer^n mit jedem Wirtschaftsjahr weniger. Die Htv a n g s mir t f cha f t, die uns zwar das Durchkommen bis zum heutigen Tage ermöglichte, hat — so sagte der Minister — doch bis xu einem gewissen Grade schon während des Krieges und bis in un- ।ere Tage hinein prod uktionshem- menb gewirkt. Die amtlichen Preise für landwirtscliaftliche Erzeugnisse ermöglichen es dem Landwirt heute nicht mehr, auf seine Rechnung zu kommen. Man kann dem Landwirt nicht zumuten, seine Erzeugnisse für l>/t des Friedenspreises zu liefern, während die notwendigen Anschaffungen die 5- bis tOfachen Preise erfordern.
Der Landwirt muß noch vor der Früh- ■ iahrsbestellung Klarhett darüber haben, un- itc welchen Voraussetzungen er später seine Produkte an den Markt bringen kann. Nur lOemr jetzt die Möglichkeit geschaffen wird, echtzertig Dispositionen zu treffen, kann ein Zinken der landwirtschaftlichen Produktion M Dtrmieben werden.
Der Minister wandte sich auch gegen die kritik, die die Berliner Stadtverordneten- -xrsammlung an die Ernährungspolitik der Regierung getrieben hatte. Besonders ber» «dient die Losung bervorgehoben zu werden, hie er gegenüber dem „unabhängigen" Ruf Hncch Sozialisierung der Landwirtschaft aus- flob: „Jetzt gilt es nicht zu sozialisier ■ rj n , sondern zu pro du zieren !" Zum Schluß wies der Minister darauf hin, daß iirir mehr Arbeiter auf das Land schaffen müßten, toeim wir eine Vermehrung der Le- bensmittelerzeugung erreichen wollen. Es ist V zu wünschen, daß mir diesem Ziele näher kom- nten. Gegenwärtig werden leider noch viele hunderttausende von Arbeitslosen durch die n.«s öffentlichen Mitteln gewährten Unter- iciützungen künstlich in den Städten festgehal- teit, während sie nach volkswirtschaftlichen i^ttvägungen so schnell wie möglich nach den Stätten der Produktion — also aufs Land — verpflanzt werden sollten.
Sie Forderungen der deutschen Landwirtschaft.
Berlin, 3. Febr. (WB.) Der Reichs« amsschuß der deutschen Landwrrt- ' 1 .bat in seinen Verhandlungen mit dem
rnchSlmrvchastsministcrium dre Aufhebung ber ■E^T’rS*?t,idxitt von Kartoffeln, Zucker, Fleisch USD BA gesordert. Die Nachricht, daß er mit 8°Ptrun9 durchgedrungen sri. oder toe» n ignens die entscherdend.n S eilen schwrnk nd y» imadjt habe, nct angeblich in bat städtischen ft'r.’i« fen groste Besorgnis hervor. Nach d,m d'm „V o r- itM r t & zugegangenen Informa ionen bestätigt SÄ nicht Jnsbekimdrre fei
& foIfa», dast der Rnchsoat zu der Frage ber Aus- Dejung ter Zwangswirtscha t Ctellung genommen oc’je. Der „Vorwärts" erwartet, daß das R- ichs- iNrtschaftsmii.isterium und alle anderen Stellm >«llauf daraus bedacht sein werden, ben Ford-run- M aus Aufhebung der ZwangSwirtschrit nicht nech^geben.
Wie eine sozialdemokratische Korrespondenz er« Ürt, hat sich die Lage der Getreid-Versorgung tiu der letzten Zeit nrcht gebelfert. Die Soff* nunfl aus eine größere Müfferung infolge der Kärnten hat sich nicht erfüllt. Die un genü- ;ende Bel ieferung der Landwirtschaft Nit Kohlen sei im wesentlichen mit Schuld ni der lang amen 9Ib,ieenmg. Trotzdem euer-
Maßnahmen ergriffen morden seien, um s« Landwirtschaft besser zu beliefern, sei ein: ■rriibterung noch rücht zu verspüren. Jnsolge-- ^en wird eine Herabsetzung der Melstration von ^8 <) Gramm auf 200 Gramm vorüber gelind un» sein. — Vom 9. Februar an soll die Mrtvotwn, tote verschiedene Blätter erfahren ba» ’®, auch vermindert werden.
Beratungen 6es Reid)sfabtnHt$ und der »rtnfi. Kabinetts über den Einheitsstaat.
Bert in, 2. Febr. (WTB.) In einer g e - netnf a men Sitzung des Reichs- rab tne tts und des preußischen Ka bisiet t s wurde über den in der preußischen Landes- tenammlung eingebrachten Antrag wegen derbeiführung des Einheitsstaates
beraten. — Es herrschte Einigkeit darüber, daß die Reichsverfassung eine ausrrich.mx Grundlage dafür gewähre, die eiirheitlid>en Grundl.rgen des Reichs zu erh-a ten und auszubauen Die Besorgnis, namentlich bei den süddeutsrlien Staaten, als ol das Reich beabsichtige, gegen ihren Willen ihre politischen Rechte zu schmälern, wurde da!)er aller i'eits als unbegründet erklärt. Es wurde auch anerkannt, daß bei der notwendigen Dezent r a l i sa t i o n , die in einem Reiche von der Größe Deutsch ünbs, ungeachtet seiner staats- rechtliä-en Konstruktion, immer erordectich sein werde und die nach mancher Richtung vielleicht sogar eine Erweiterung ertragen könne, keine Veranlassung voriiege, die Gebilde der süddeutschen Staaten umzuformen. — Andererseits wurden die Schwi.-rigkeiten, den preußischem Staat in ein dezentra isiertes Reich einzugliedern, nicht verkannt. Aber auch liier versprach man sich Abhilsd nicht in dem unhistorischen Gedanken einer Zerschlagung Preußens, sondern ging davon aus, daß die Entwicklung organisch zu gehen habe, wie denn die Bedeutung des Reiches mit seinen vergrößerten Zuständigkeiten getoadtfep ist und weiter wachsen wird. Tat- üb-rr, daß auf dem Wege der Dezentralisation Preußens weiter gegangen werden muß, mar man sich einig. Man verkannte iveiter nicht, daß sich aus der gemeinfamen Verantwortung, die das Reich und Preu^m für manche großen politischen Ausgaben tränen, Schwierigkeiten ergeben könnten, wie das auch unter der alten Reichs Verfassung immer wieder der Fall war. Es soll deshalb geprüft werden, wie man dieser Schwierigkeiten durch eine engere Fühlungnahme Herr werden kann. Zur weiteren Klärung dieser Fragen wurde ein Unterausschuß aus drei Nridssministern und drei preußischen Ministern gebildet.
Die „gefährdete" Neich-einheit.
Born Gau Niederhriscn des Hessischen Bokks- bundes wird uns geschrieben:
Bei der Eröffnung dis Kvmmunallandtoges für Hessen am 3. Dezember 1919 Tjkrt es bet preußische l£bertrrä|ibcnt für Dessen und fJiaifau, Herr Tr. Schwandet, für nötig erachtet, auf eine „Vvlkliche Zersplitterung^" als die größte Gefahr für Deutschland hinzuwci'en. Einer -offenen Stellungnahme sich zu entziehen, hat er auf „manch wühlende Strömung" gedeutet, welche das äußerste Unglück zur Folge haben könnte, nämlich das Zusammenfallen des Reiches, mit toelchem unklaren Begriff er augenscheinlich die Zerstörung der Reichseinhit zu bezeichnen versucht lut. Ter Hessische Bolks- bintb sah sich damals nicht veranlaßt, mit solchem rchetvrisckieu Mystizismus in der LeffcnUichkeü sich abzngeben: cs gab wichtigeres zu tun, als auf Stöße aus dem Dunkeln zu reagieren.
Nun aber hat eine Aeußerung, bi? gelegentlich der Einführung des Oberbücgermeifters Scheidemann am 19. Januar 1920 im Kasseler Rathaus Vvn feiten des pveuhischen Regietungspräsidenten für den Bezirk Kafiel, des $>erm Sprtngvrum, gefallen ist, deutlich gezeigt, woher und wohin der Wind weht; sic besagte nämltch, daß gerade in Kassel der Widerstrmd gegen alle Löslösungsbe- stvebung-en Vvn Preußen die deutsche Bareriands- liebe der Stadt bezeugen müsse. Diesem Musterbeispiel Berliner Verdrehungskunst gegenüber kann der hessische Vrlksbund, obgleich gewohnt, preußi- scherseits vor dem Publikum in niedrigster Weise verleumdet zu werden, nicht febtorigen, denn hier wird ihm, im logischen Verfolg der Andeutungen des Herrn Schwandet, oben jener Bvrwu's gemacht, der das einzige, erbärmliche Kompfesmittel der preußischen Regierung wider die Selbstündigkrits- beftrebimgen in den nicht preußischen Gebieten des ehemaligen Königreiches Preußen barfteflt: daß es gegen das Wo bl des deutschen Vaterlandes verstoße, derartige Stile zu verßstgen.
Es verchült sich gerade umgefrbrt. Ohne auf die Vergangenheit zurüdgreisen zu wollen, ist zu sagen, daß das tvvdl des b.mtschen Vaterlandes gi*rabc von der Erreichung dieser. Ziele abhangt. Denn dos Wohl des dcu'schen Vaterlaiches besbeht nach der Meinung des Hel fischen BokTsrnnches nicht im preußischen Fmpnual smus, im republilvni schcn so wenig, wi: ehemals im hohen zollerischen, sondern darin, daß alle deutschen Stämme aus der Grundlage gl icher Rechte und Pflichten zu einem unauflöslichen Derbwide vereinigt werden, weiche feste Einheit aber nur möglich ist, wenn triefen deutschen Stämmen die Tcohvcnbigc innere Freiheü zur Entfaltung ihrer eigentümlichen Kräfte gewährt wird.
Noch vor kurzem ist in bet Preußischen Landes- Versammlung am 13. Tez.-mber 1920 ton einem Desürwotter des Einh-i sstaates betont worden, das; die deutsche Reichseinh-it solange verhindert bleiben werbe, als Preußen in seiner jetzigen Form besteht — einer Form, so muß hinzuge^gt werben, beroi Zustand--kommen 'einerzrit nur durch Rechtsund Friede, sö.üst' perfidester Art und durch Vergießen bcutidxn Bruderblutes mög.ich geworden ist. Der Desjische Volks blind aber erstrebt auf den Wegen des Reckes und der Billigkeit eine Gesundung des beutidjen Vaterlandes, einen Neubau des Reich's, der — wie es in der Denkschrift Kurfürst Friedrich Wilhelms I. heißt, — auf Gerechtigkeit imb wahre Eintracht gegründet, die zerstreuten Glieder wieder vereint —, ein feit geschlossenes Bollwerk gegen auft-n, eine lichere Bürgschaft gegen ümere Vergewaltigung Tas ist in der Tat ein Ziel, das durch Verdächtigungen welcher Art auch immer nicht beschmutzt werden kann.
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Die Besetzung deutscher poften im Airslande.
Berlin, 2. Febr. (Wolfs.) Zu der Meldung, daß die italienische Rsgienmg der Wahl des bisherigen deutschen Gesandten in Stockholm Lucius zum Vertreter des Deutschen Reiches in Rom
nicht gu ftimmc, schreibt die „Deutsche Allg. Zeitung": Die Meldung ist materiell richtig, bu italienische Regierung ließ tatsächlich in Berlin mitteilen, daß ihr Lucius wertig angenehm wäre luläßlich dieses neuen Falles kommen einig c lat ter auf de Absa ge Spaniens zurück unc greifen wiederum dus Auswärtige Amt an, weck es die Agrements für die neuen Vertreter nick/ twrher einholte. Diese Borwürfe sind unbegrün et, denn für einen Geschäftsträger wird na di ■iblomatifdxm Brauch kein Agrement eingeholt Tic Nvtiveirdigkeit besteht nur für die drei obersten Klassen der Diplomaten, Botschafter, Gesandte unb Ministcroesidenten. Der Gesck-äftsträger ist ledig lich bei den fremden Ministerien beglaubigt, nicht über bei den Staatsoberhäuptern.
Die Räumung im Osten.
Berlin, 2. Febr. (WTB.) Tas Abtretungsgebiet von West Preußen ist gestern geräumt ivorben. Tas Abtretungsgebiet ist bis dicht nördlich von Berent von den Pcsten besetzt. Jrn Ab- Üimrnungsgebiet von Westpreußen wurde die Zone mit Teuljch-Ei)lau am 31. Jarruar auf gegeben.
In Oberschlesien ist seit dem 31. Jan. die Zone Pleß-Nicolai und seit dem 1. Februar ine Sone Königslü te—Kattowitz von der Entente besetzt. Tie genannte Zone wurde um 10 Uhr vormittags geräumt und um 10 Uhr vormittags trafen die Entente truppen ein. Tie Zone Beutlen —Tarnowitz—Gcvrgenburg wurde lxute morgen 7 Ul/T geräumt. In Wetz befindet lich der Stab der sranzösi cl-eu 46. Jnftviteue Divi ion. Dre V r- li ri'irng nach Ostpreußen ist seit heute vormittag volljiäirdig unterbrod/en.
Ter Abrug der d-urtfchen Truppen in den zu räumen.cn Ee kielt West pre ußens ist üb'r- all, tvie der „Berl^Lotzcka.uz." mriikt, mit einer Erklärung des treuen Gelöbnisses verdeutschen Einwohnerschaft verlanden gewesen. In der al.en Ordensstadt sJJtariiunirg fielen die Worte: Unsere Waffe belicht jetzt im fefbm Sufaw- merth?! en! In der kommenden Vot ISabsriminu»g wird die Bevölkerung einmütig bezeugen, daß sie deutsch ist und deutsch blriben wird. In der N v r d- m a r k ist die Öallung der Besatzungstrup- p e n, laut „Berl. ÜoKalanz ", nichts weniger als rinwandfrri.
Die pariser Boischasterkonserenz gegen eine Dynastie Habsburg in Ungarn.
Paris, 2. Febr (WTB.) 5>was. Tie B o t- scha ster kon ferenz nahm in ihrer Sitzung am 9J?ontag twrntiltag folgende Resolution an, die der ungarischen Regieruni, soivie den Regierungen ber Tschocho-isliowitkei, von Rumänien, Polen, Jngo- Havos. Die republikanischen Führer befch'ovn, sich mit den Demokraten dahin zu verständigen, den Friedensvertrag in der kommenden Woche neuerritgs in öffentlicher Sitzung zu diskutieren.
Amsterdam-, 2. Fehr. (Wolff.) Wie ber „Telegraas" aus London meldet, besprechen die englischen Blätter das Schreiben des amerika- niichcm Schatzsekretärs, in dem et zum Ausdruck bringt, daß Amerika ke.i ne Kredite gewahren wird, in bitterem enttäuschten Tone.
„Daily Chronicle" schreibt: Wir hoffen, daß dies nicht das letzte Wort ist. Wenn es trotzdem das letzte Wort fein sollte, dann muß eine nternationale Finanzkonferenz trotzdem ftattfin» xn. In diesem Falle würbe es ihre Hauptauf- jafce sein, die Mttel zu finden, um Europa trt Jtc Lage zu fetzen, ohne amerikanische Erzeugnisse auszukommcn.
Wie das ,,Allgemecn Handelsblad" meldet, hielt der britifdK Handelsminister Sir Auckland Geddes vor der Handelskammer in Plymouth eine Rede, in der er sagte, daß dir Völker voneinander abhängen und nicht unabhängig seien. So lange Europa sich nicht aus dre Beine stelle, könne in Handel und Industrie keine Stabilität erwartet werden. Gebdes warnte die Zuhörer vor Haß unb Neid gegen andere Völker und sagte, in England müsse man mit dem Erreichten zufrieden sein Die Feinde Englands seien zu Boden geschlagen, gebrochen und erniedrigt: In seinen Darlegungen über Ausfuhr und Kredit wies Geddes auf die VerfuckZe hin, die jetzt unternommen würden, um bte Wirtschaft Europas wieder aufzurichten. So lange aber in Rußland keine geregelten Zu stände seien, könne Europa sein wirtschaftliches Gleichgewicht nicht zurückerhalten. Geddes schloß, die augenblickliche Handelspolitik bet Regierung sei, den Ausfuhr- Ijanbcl Englands so kräftig wie nü'ilkf) zu fördern.
«eine englische Anleihe in Amerika.
Washington, 3 Febr. (WTB.) In Ab- tooscnhrit des Viscount Grey übergab ter englische Geschäftsträger Lindley dem Staatssekretär eine Erklärung feiner Regierung, in der kategorisch er- lläct wird, daß Gruß-Bmonnien keineswegs d i e A b s i ch t habe, eine neueAnleiheinden Vereinigten Staaten auszunehmeir, sondern lebhaft wünsche, feine Verpf id>:ungen in bie» fern Lande zu vermindern Ein gc-wiiles Mißverständnis sei dadurch entstanden, baß die Presse der beiden Länder meldete, Gvoß-Brilannien habe gewisse Mächte, insbesondere die Vereinigten Staaten eingeladen mitzuwirken, um die Leiden der ntäfc vcnd des Krieges verwüsteten Länder zu mildern. Daraus ergebe sich naturgemäß, daß GmgLmb bar«* auf verzichte, für feine eigene Rechnung bei bat Vetemtgton Stauten Anleihen aufzunehmat,
Belgische Finanzpolitik.
Brüssel, 3. Febr. Laut „Sotr" hat ber König eine Verordnung unterzeichnet, bie am Dienstag im Amtsblatt erscheint, danach wird ber Handel mit fremden Devisen unb Zinsen verboten, sofern ihm nicht effektive Gefchäfke zugrunde liegen. Die Waren- und Börsenagenten werden verpflic^ tet, ein Register zu sichren, in das die vollzogenen Geschäfte einzutragen sind. Auch die Aufträge, die von Belgien aus zum Verkauf von Franken und Franken-Devijen im Ausland gegen fremde Zinsen oder Devisen gegeben werden, sind einzutragen.
Au» -em Ueiche.
Aus der prenßischcu Landksversammluug.
Berlin, 2. Febr. (WTB.) In der preuß^ scheu Landesversammlung wurde nach weiterer Besprechung der Antrag der Unabhängigen auf Aushebung des Belagerungszustandes gegen bie Stimmen dieser Partei abgelehnt.
Ein Eiscubahnerstreik in Böhmen und Sachsen.
Reichenberg (Böhmen), 3. Febr. (WTB.) Die gesamte Arbeiterschaft bet Eisen- bahnwetkstätte, Magazine un> Bahn« Verwaltung ist in den Streik getreten. Die Beamten und Unterbeamten erklärten sich mit den Arbeitern solidarisch. Tas Fahrpersonal hat sich bis jetzt dem Streik noch nicht angeschlossen. Der Grund zu dem Streik liegt in ber Nichtbewilligung der Fordernng-n der Arbeitet nach besseret Zuweisung von Kohlen und Lebensmitteln. Bon dem Streik wird bie Linie Zittau- Re i chen be r g nicht berührt, da diese unter sächsischer Leitung steht.
Berlin, 3. Febr. Nach einer Meldung des „Berl. Lokalanz." aus Dresden sind in Zwickau die Arbeiter det dortigen Eisenbahnwerkstätte und der Eisenbal-nverwaltung in den Ausstand getreten.
Abgeordneter Möller-Fulda.
Fulda, 2. Febr. (Wolff.) Der Abg. Müller-Fulda hat wegen Altersbeschwerden sein Mandat zur Nationalversammlung nrebergelegt.
Au» L-cssen.
Auttag auf Errichtung eines BollgynnmfimuS in Bingeu.
rm. Darmstadt, 31. Jan. D« Abgy. So« Herr und Gen. (Z.) Hadar zur Errichtung eines Bollgymnasrums in Bingen ber hessischen Volkskammer einen Antrag ringereicht, in welchem sie aussichren, daß die A^aljchule und das Progymnasium in Bingen entsprechend ihrer seitherigen Organisation ausgebaut werden könnten. Das Bedürfnis hierzu liege schon seit Jahren vor. Tas Gebäude, das von ber Stadt vor einigen Jahren mit hohem Kostenaufwand errichtet wurde, ist vorsorglich für den Ausbau der Dollanstalt vorgesehen Bon der Gesamtschül -rzatL Vvn 3 9 sind 318 Hessen. Es wird weiter auf eine an das Landesamt für dos Bildungswesen gegangene Denkschrift Dem wiesen.
scheidung des Provinzia au-scfar ses Cbcrte'f it für finden wird.
ICirctye und Schule.
Berlin, 2. Febr. (Wolff) Für die Umwandlung der militärischen Bildungsanstalten in bürgerliche Erziehungseinrichtungen neuzeitlicher Art hat das Reichs» minisierium des Innen! den bekannten Pädagoge» und Schulrefornrer Oberstndienrat Dr. Kerschew sie ine r als Hauptmidaröeiter urtb Sachverstäv, digenrat berufen.
Aus vem AmtSverkünVigungsblatt.
*♦ Tas Amtsverkündigungsblatl Nr. 17 vom 2. Februar enthä t: Verordnung üoer die Preise für Sommerungssaatgut von Brotgetreide und Gerste. Vom 12. Januar 1920. — Bekanntmachung wegen Uebertragung der dem Neichsminister für Wiederaufbau durch die Verordnungen über die Rückgabe der aus Belgien und Frankreich entfernten Maschinen vom 28. März, 14. November und 22. Tezemoer 1919 verliehenen Be u nii)c. Vom 6. Januar 1920. — Erwerbslasenfürsorge; hier: Nachwei.ung für den Monat Januar 1920. — Tie Durchführung der Fleischbeschau b.-i inlänri ch n Schlachtungen während des Krieges. — Abivefa der Maul- und Klauenseuche. — Ausbruch der Räude. — Dienst- nachrichten des Kreisamtes.
Unter dem Pferdebestande des Adam Dörrschuck, Gut Friedelhausen, des Heinrich Ei.er in Muschenheim, des Stonvob Sckwch zu Treis a. d. Lumda und des Gutspächters PH. Schudt in Londorf ist die Räude ausgebrochen. Tie Sperrmahregeln sind angeordnet worden.
Dienst Nachricht en des Kreisamtes. Philipp Schäfer VIII. aus Annerod ist als Polizeidiener für die Geineinde Annerod ernannt worden. Tas Ministerium des Innern Hal der Stadtgemeinde Baden die Er aubnis erteilt, 5000 Lose der am 12. Februar ds. Js. zur Ziehung gelangenden Reihe der Baden-Badener Geldlotterie innerhalb des Freistaates Dessen zu vertreiben.
*» Am tliche Personalnachrichten. Durch Erlast des Reichspräsidenten vom 19. Dezember 1919 wurden mit der Amtsbezeichnung Ab- tellmigspräsütent ernannt der Mini'terialvat Dr. Georg Dellwig zum Leiter der Aotz i u. :g für direkte Steuern, fc«er Gelteime Ob:rsinanzrat Ävn- rad Ferdinand Bornscheuer zum L-iter der Abteilung für Zölle und Verbrauchsabgaben, beide beim Landesfinanzamt Darmstadt. — Erledigt ist eine mit einem evangelifckien Lehr'r zu be.estende Schulstelle zu Gvoßen-Buseck, Kreis Gießen^ ferner ner zu Durchardsfelden, Kreis Giest-m. Mit der lebten Stelle ist Organisten^ und Lettovendienst verbunden.
** Wem gehören die Stühle? Ende August 1919 hat eine Frauensperson bei einem hiesigen Schreinermeister sechs Stühle rur Erneuerung von Sitzen abgegeben und sie dis heute nicht wieder abgeholt. Es besteht der dringende Verdacht, datz sie die Stühle zur Reparatur der Rohrsitze erhalten, das noch darin befindliche Rohr entfernt und sie zur Bersehung mit Holzsitzen an den Schreinermeister gegeben hat. Die Eigentümer werden ersucht, sich dieserhalb mit der Kriminalpolizei ins Benehmen zu setzen.
Landkreis Gießen.
Die Vürgermeifterwahl in Rüdding4hansen.
rm. Darmstadt, 2. Jebr. Der Verwaltungsgerichtshof beschäftigte sich am Samstag mit der Büraermeisterwahl in Rüddingshausen im Kreise Gießen. Tie dortige Wahl, die mit Stimmengleichheit endete, worauf das Loos entschied, war angefochten worden, da ein Mädchen gewählt hatte, das zwar in der Wähler- liste st and, aber trotzdem keine 20 Jahre a l t war. Sie hatte sogar aus Befragen erklärt, dast sie schon 20 alt sei, obwohl dies nicht der Fall war. Ter Kreisausschust Gießen Hal die Wahl für gültig erklärt, weil mit der Aufnahme in die Lute nach dem bestehenden Gemeindemahlrecht ein formales Recht geschaffen sei. Im Gegensatz da.u hat dec Pro- vinzialausschust von Oberhcs en die Wahl für ungültig erklärt, weil nach bestehenden ander- weiten Bestimmungen das formal Recht nicht soweit geben könne, dast auch falsckfe Unterlagen : zu recht bestehen, aus denen man ein Recht far- ; leiten könne. Ter Provinrialdirektor hat nun i zur Herbeiführung einer Entscheidung durch den • höchsten hessischen Geiicbtshos Berufung verfolgt, i Es wurde die Entscheidung dahin gefällt, daß : diese Berufung zurückgewiesen und damit die Ent-
Sport.
Bootshall'lefnweihung.
— Ter Verein Rudersport bezog am Sonntag fehl neues Heim. Das dreistöckige Gebäude von der Lolat-Eisenbeton-Gesellfchast in dem bekannten U-Plattensystem gebaut nach Plänm der Architekten Ludwig und August Seulmg in Gießen kann als das Muster eines modernen Bootshauses bezeichnet werden. Eine besondere eingehende Beschreibung kann au ine)er Stelle unterbleiben, da die lohnende und allgemein zu empfehlende Besichtigung des Baues vom Verein jedermann gerne gestattet wird. An die Ueber- gabe des Schlüssels schloß sich eine akademische Feier an. Nachdem der Vorsitzende die Erfchie. nennt begrüßt, legte Rechtsanwalt Hornberger in längerer Festrede die Geschichte und Ziele des Vereins auseinander. Oberbürgermeister Keller und Oberregierungsrat W e l ck e r begrüßten dann namens der Stadt und der Regierung den Verein in seinem neuen Heim. Weitere Begrüßungsansprachen hielten noch Professor Geyer für die Rudergesellschaft, Umversitats- Obersekretär Erle für die vereinigten sieben Gießener Sport- und Turnvereine, Herr Bardo r f f aus Frankfurt a. M. für die Frankfurts Ruder vereine und zugleich im Namen und Auftrag von Stadtvat Bernecker als Mitglied bd Ausschusses des Deutschen Nuderverbandes. Nachdem noch e in Vertreter des Kasseler gtuberocrem# und des Ruderklub Hassia-Gteßen ihre.' Glückwünsche dargebracht und je eine Freundschasts- flagge überreicht hatten, begrüßte Leutnant Schäfer als Vorsitzender und Begründer der akademischen Ruderabteilung der Landesuniverjität den Vereiti Rudersport in seinem neuen Heim. Herr Hans Schmall gelobte namens der cms- übenden Ruderer dem Vereine rege sportliche Betätigung und unverbrüchliche Treue. Mit einem Schlußwort des Vorsitzenden endete sodann bei akademische Teil der Einweilmngsfeier, der sich dann am Abend ein gemeinsames, einfaches, der Zeit entsprechendes Abendessen mit darausfolgen- dem gemütlichen Zusammensein der Mitglied« anschloß. *
Fußball: Am Sonntag spielte auf dem Trieb die 3. Mannschaft des BereinZ für Rostn- spiele von 1900 gegen die 2. Mannschaft des Sportvereins Merkur. Gießen 1900 war die bessere Mannschaft, konnte bis Halb-Zeit icbo® keinen Erfolg erzielen, da Merkur gut vetteid/A Die zweite Halbzeit brachte eine Aenderm«, 6» der Sturm der 1900er jetzt besser zufamE spielte. Vor allem brachten die prächtigen kenläuse des Rechtsaußen- das gegnerische TM in ständige Gesahr. Mit 5:0 Toren gewinnt V. f. R. 19^0 das Spiel.
Tie 1. Mannscha t des V. f. R. 1900 sneüe in Wetzlar mit einer durch Ersatz etwas geschwoch ten Mannschaft gegen den dortigen Ballsmel- llub und gewann leicht mit 4 :2 Toren. Gtetze» > hatte das Spiel ständig in der £xrnb, so das , es sich lediglich als ein Angriffsspiel aus dv - Wetzlarer Tor gestaltete. In der 2 Halbzeit gut : Wetzlar in der Abwehr zu scharf an. Gie^ I spielte daher vorsichtiger, wodurch ein höhere
Resultat vermieden wurde.
Aus Stadt nn- Cant.
Gießen, den 3. ,Feör. 1920.
Kriegsgesangcnen-Hcimkehr.
Bürgermeister Tr Luppe- Frankfurt a. M. begrüßte gestern vormittag mimens der Rruchs- rtgienntg im faesigen Turcksgangslager die zurück- gekehrten Kriegsgeiangenen. In einer kurzen Ansprache schiloerte er den Heim Ehrern die Lage in Deutschland: er forderte sie auf, alles Trvnnende zurückzu stellen und an der Wicdevanfrich ung des VaterlmrX's mit allen Kräften mit zu arbeiten. Geschlagen seien wir, verarmt und in Not. Darüber dürfe uns auch nicht die Flut des Papiergeldes hinweg.äuschen. Nur durch ernste Pllichteriüllung utü> Arbeit könne unser Vaterland erhalten bleiben: dann auch nur könne unseren Kriegsbesästibiglen das zuteil werden, was sie brauchten. Was in unseren Kräften stehe, um den ^urüdgetelyrtm das Neu einleben zu erleichtern, werde grfcbebvn. Aber immer möge man bedenken, in welcher Not sich das deutsche Volk befinde. Alle möchten mit- falfen, das Teutsäic Reich dem beutidje Volke, der Jugend, der Zukunft zu erfalfcn.
Ter Redner schloß mit einem dreimaligen Hoch auf das Deutsche Volk und Reich.. Die Zurücks gefeierten stimmten träft 15 in den Ruf ein.
Gestern abend veranstaltete der Empfangs- ausschust für beim Fe'brenbe Kriegsgefangene in den Räumen der Liebigshöhe einen Begrüstungsabend für die vergangenen Jrn- tag hier ein getroffenen ersten Heimkchrer ans Frankreich. Die Leitung des in jeder Hinsicht gc- lungenen Abends führte Herr Dr. Schmider, b:r auch die einleitenden Worte sprach. Hieraus sang der Bauersck-e Gejangoer.in, dcr ich unter Lst- bmg s ines Arigenten, Herrn Görlach, in dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt falte. D« Begrüßungsansprache hielt Oberpoltsekretär Ko Hl- hase, dec in beredten Worten den Heimkehrern den herzlichsten WUlkommengrust der H mit Lebensmitteln noch eine befriedigende Lösung
Tie außerordentliche Mitgliederversammlung , deS Gießener Hausfrauenvererns am Samstag । «benb hatte einen Vortrag von Frau Kromer- Mannheim aus der Tagesordnung über: Hausfrau und Hausangestellte. Die 1 Rednerin legte den Gejetzesvorschlag: Dienstvertrag für Hausangestellte zu Grunde, der demnächst verabschiedet werden soll. Bei Anerkennung der Gründe des Gesetzes, das aus der allgemeinen Arbeitnehmerbewegung herouskammt, und bei Anerkennung der Mehrzahl der Paragraphen des Ge- ' ^tzes als vorteilhaft für beide Teile der Interessierten, soll dadurch doch die Ausstellung eines Arbeitsvertrages gesetzmäßig werden, wies die Rednerin auf einige Punkte hin, die praktisch unmöglich oder der Natur des Hausangestelltenver- hältnisses zuwider seien.
K 5 Iäu,t auf die Fortsetzung des 8-L>tund«t- tages hinaus. Ein Urning, da die Familie keine Fabrik ist, da die Hausfrau keine Kontrolle über die Arbeit ausüben kann, da die Arbeit nicht auf 8 Stunden zusammcngedrängt werden kann. Man denke an die Einmachzeit. Ueberstunden Tann der Turchschnittsfausha t nicht bezahlen.
K 15 setzt fest, daß die freien Tage sowie der Urlaub mit freier Kost anzusetzen sind oder mit Kostgeld Ersatz dafür zu gewähren; Urlaub außerdem bei vollem Lohn zu geben ist. Urlaub alle Jahr 8 Tage, sowie die vorgesehenen freien Tage gehen über die Grenzen eines Beamtenfausholtes wwohl was Zeit als auch was Geld betrifft, west hinaus.
Ter Lohntarif aber sei von allem Unmöglichen das Unmöglichste. Alter und Leistungs- sähigkeit decken sich nicht, Alter und Vorbildung ebensowenig, Alter un) Anforderung gar nicht.
Alles in allem laust sowohl der Lohnvertrag auf Grund von Tarif als auch mehrere Paragraphen des Arbeitsvectrages darauf hinaus, das Verhältnis zwischen Dan.angesie lten und Hausfrau aus einer engeren Familiensrage zu einem Fabrikverhältnis zu machen. Ganz besonders soll ten die Angestellten nicht vergeisen, daß sie in jeder Stelle mehr für das eigne gedeihliche Leben lernen als ein Jabrikmädel, und das sei doch auch als Vergütung zu rechnen. Angesichts dec drängenden Ent cheidung diese-s GeseLesvorfchlages mußte die Rednerin es bedauern, vor einem nur schwachen Publikum zu stehen Alle Hausfrauen,
gültig erklärt wurde. ES hat somit eine Neuwahl stattzufinden. *
** Beuern, 2. Febr. Aus Anlaß des am vergangenen Tonnerstog lier gefalteiwn "itoru^ vollen Vortrags von Pwstuor ^kirb aus Gießen fat sich auch in unserer Gemeinde eine Ortsgruppe der ,.Liga zum Schutze der deutichcn Kbiltur aebil. v der der hiesige Volksbildungsverem ge- schlo fen beigetreten ist. e
r*. Inheiden, 2. Febr. Bohrnn:ilter Stefan K u hv von hier wurde faule auf 1 einer Arbeitsstelle bei Wetterfeld beim Herabsallen einer Walze derart am Kopf getvofsen, daß er bewü ßl lv s in das KranlenfauS zu Hungen gebracht werden mußte. Ob die Verletzung lebensgefährlich ist, konnte noch nicht festgestellt 1 verben. _ ,
W> Lioindo r f i. d. .Rabemiiu^. 2. t^br. Gestern fand in bei I-iesigcn Kirche ein K ir che n ko u zer t von falle Konzerlorganisten und Kvmpmii^eii lld. W-el>er miö dessen ittin, far Konzeit: angerin Frau Emma.Wiebe statt. Tie vorgetragenen S.ücke, tllrssische A?usik der Alt-, und Neuzeit, wurden meisterfaft erledigt. Besonbers geiiel Mariä MorgL.nl ieü von Max R.gcr und die Korn- po,i.ion für Orgel Jubilate von Adolf Wieber.
g. Lollar, 1. Feor. Aus Ve.cmlas ung hiesiger Eisenbahnb.amter nafan die Genlarmerie g - stern vormittag auf dem hiesigen Ba'hnfaf eme Durchsuchung des um;angreich«i Gepacks zwei"' Herren vor. Das Ergebnis war, bau man hk, i als 150 Eier, 135 Psd. Weizenmehl und I6V2 sd. Laaidbutirr u. a. vorgesundeu wurden. Das ernster gut war fct den Orten fax oocr«i Rabenau eingekauft nxnt-cn. Es mären zwei Hranr- firrter, die nach Feststellung ihrer Namen unter Abnahme ihrer w.rtvollen A urmuk auf. Wir müslen fort, noch in dieser, in der Geiste? stunde muß es sein." , , A
„Meine Mutter ist gestorben," fuhr er fort, als Estrid reglos verharrte, „und die kleine Solv«, die so gut ist, hat diesmal schlecht aus gepaßt. Heute nachmittag hal»en Nur dreArutla begraben. Da bin ich fort, auf Stahlschuhen iwe das Eis. Komm, zieh die deinen hervor. Ehe cor. Morgen anbricht, sind wir daheim." „
„Er ist wahnsinnig," dackste Estrid Wj1 Granen, und ihre Hand tastete nach der Klmga, aber sie fand sie nicht. Ihr Herz klopfte rn>» senden Schlägen. Wenn der Kranke Gew^n brauchte. Sie nur ganz allein mit rhm. w manb würbe ihr Rufen hören, keiner konnte 1 gegen den Rasenden schütze:i.
„Gut," sagte sie bann, sich gemalt am -u sammenraffend, „ich will mit dir geben, wart, warte hier auf mich. Gleich bbi ich fen.g-
Ihr einziges Trachten war, möglidjft fdX’ aus dem Pesel zu kommen. Sie wollte »c imb die Knecfae rufen, die sollten fie schützen. 9^ wart Fetts vertrat ihr den Weg.
(Forietzung folgt.)
Verzweifelt blickte sie nach der Tür. Sie wollte hinstürzen, den Siegel Dorf (fachen, aber schon hörte sie den Schritt auf der Diele. Sie wollte schreien, sie tonnte es nicht. Starr, mii geweiteten Augen stand sie inmitten des Pesels, beide Höaide auf die schwer ntmeiibe Brust gepreßt, irrto sah voll Grauen, wie sich die Tür lautlos öffnete. Ein Mann mit wirrem Haar und Bart erschien darin, wie sie ihn oft in schlnnnm-v' losen Nächten in ihren Träumen ft leben, und fach anders Haar intb Bart seine ihm lose um be.i mageren Körper schlotternden Kleider Nxrren wie von einer weißen Eiskruste überzogen, wie bei einem, der lange draußen in der Wintern-ackst gewandert.
„Jngewart Ferks," schrie Estrü» entsetzt auf.
Dfa Dtonn schloß schnell die Tür.
„So kennst bu mich also doch," höhnte er, „ich glaubte, bu hättest mich vergessen. Mach dich schnell fertig, "befahl er, „ich komme, bich zu falen.. Du mußt mit mir gehen, Schön-Estrib, das alte Jahr ist Vorüber, das neue beginnt DcrS wird lustig — unser Hoch^its ahr."
Estrid wich entsetzt vor ihm zurück.
„Was, du fträubft dich?" forschte er imb feine tiefem gesunken en Augen fmiEd en sie an. „Hast du vergessen, was du mir schuldig? Bin ich nickst immer des Nacksts in Gedanken bei dir gewesen imi) habe es dir gesagt?"
„Du mußt wEoer gehen, Jngewart Ferks,"
Datum:
31.1.
340,
381,
350,
326,
348,
B reSl a u-
Bei
ifrovan Ille bevorzugt
0211»
behördliche Anzeiaen.! Vergebung von Sauarbeiten. I
* ** Tie für den Umbau des Rathauses zu!
- k a , r Langsdorf erforderlichen Erd- und Maurer---,
UllZgave von konoensterter Mich. Stemmeb- Zimmer- Staker-, Spengler-, Doch.
C'j., arnr-t..________ i_____**. ... bctfct5. Glaser--. Skbreiner-. SrWntti*r.-.
Belten.
1232
Sr
6
1238
statt
Gießen,
Achtung I
Achtung I
1211
Kopfschmerz
2.2.
77,50
27,25
30,95
82,80
3
3
4
5
6 7
8
9
10
11
12
13
350,
435,
329,25
230,-
460,-
136,90
160,'-
191,-
27,35
31,05
83,20
31.1.
77,50
63*12
62,-
Züeich . .
Amsterdam.
Kopenhagen Stockholm. Wien....
New.PorK
London . .
Paris . . .
Antwerpen
Helstngfors
Vermischte».
Diebstähle bei der Eisenbahn.
D.M.C.-Garn
iaall. Farben a. Nummern wieder eingetroff.12*
FranzBette,Mäusburg10
Frankfurt a. TL, 3. Februar. Devisenmarkt.
Birklar, den 1. Februar 1920.
Bürgermeisterei. Müller.
6,31 21,98 47,75 47,- 27,25
Geld Brief 2. Febr.
3546,50 3553,50
1398,50 1401,50
1723,50 1726,50
1598^50 1601,50
Martnotieirnuften
Datum:
Die Grippe in New-Aork.
* Amsterdam 2. Febr. (Wolff.) Ter Nteutoe Courant" meldet aus Wewyork, daß !uh dort tLgltch nridter Grippefälle ereignen.
3317,- 1350,50 1648,50
141*8,50 1513,50
27*45 30,95 82,80
31.1.
6,80
3,15
7.75 ?,- 436,-
- Beamte, 5 Hilfs- eamte und 10 Arbeiter der Tat überführt und Zwecke verhaftet. Ein Teil der gesuchten-^ Waren -m Werte von 80 000 Mk. wurde beschlagnahmt Unter den Hähtern befindet sich ein Polrzei- vachtmeister.
136,12 142,-
157,50 188,- 330,- 329,-
390,50 379,75
Holland
Dänemark Schweden
Norwegen
Schweiz Wien (altes). .
Deutsch.Öftere, abg.
Budapest......
Prag
Helsingforr ....
Spanien
Kurs
2.2.
77,50 64,60
63,10 62,-
136,- 302,- 207,-
175,-
136,-
142,- 156,25 189,25 327,-
330,- 390,50 372,-
239,-
346*-
‘283, 350,
425* 334, 230, 460, 410,
(Ja eurem Teil der 21uflage nned:rholt.) Amerika »Nb die fivauzieNe Lage Westeuropas.
Paris, 2. Febr. Nach einem Radiotele- gramin aus WaWngkm fand am 31. Januar un ameritamscheu Senat eine große Debatte über *!* tvnan%\em Lage Westeuropas fialt. xw Bnprechung wurde eingebettet von Senator ^mith, der einzelne srnanzrclle Berichte frrmdcr Regierungen kritisierte imb sefistellte, daß ver-
FranKfurt Berlin
Schluß- Abend- Schluß- Schluß- Kurs Kürs Kurs
2.2. 11,50
2,41 7,50 7,-
1353,50
1651,50
1501,50
1516,50
27*55
31,05
83,20
j&er vom Gememdevat durchl^ratene Rach- toc^xytxmfdXag der Gemeinde Lang-Göns für ldld ffogt vom 4. bis 11. Februar 1920 ruf «m Bürgermerstereibuveau zur Einsicht der Be- teil tgten offen. Emwendungen können währen) dieser Frist daselbst vorgebrackst roeiben.
Die Erhebung einer Umlage wurde beschlossen, der auch bte Ausmärler Ixrxmge^ogen wcrdon Laug-Göns, beit 2. Fe^urr 1920.
Bürgermeii tevei Lang^önS.
Selb Brief 31. 3 an.
chule.
die Un-
[t. das $ädt
Pädagog
cr m> oadxkiüä
Bekanntmachung.
Ter vom Gemeinderat durchberatene Nachtrags Voranschlag der Gemeinde Eterftodt für 1919, der durch eine Umlage beschlossen ist, zu welcher auch die Ausmärker herangezogen werden, liegt eine Woche lang von Mittwoch den 4. bis Mittwoch den 11. Februar 1923 zur Einsicht aller Beteiligten auf der Bürgermeisterei offen.
Einwendungen können wahrend dieser Frist daselbst vorgebracht werden.
Eberstadt, den 31. Januar 1920 1213
Bürgermeisterei Eberstadt. Löbrich.
, von abends 6 Uhr ab tm 02069 (Sanhaus Zum SchtffenbergerTal Schiffenberger Weg 63. Es ladet fremrdüchft efn der Wirt Scheich.
Fritz Nowack
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1548,50 1551*50 1598*50 1601,50 Dörseukuefe.
Zur
Wieder - Eröffnung meines neu renovierten Wintergartens und vergrößerten Lokals findet von morgen Mittwoch ab wieder täglich Konzert
becker-, Glaser-, Schreiner-, Schlaffer-, Schmiede-, Wergb,überarbeiten und Trägerlieferung sollen im öffentlichen Wettbewerb vergeben werden.
„ - Kmiebottfunterlagcn, bic gegen Erstattung der Selbstwften abgegeben werben, sowie Pläne und Bedingungen liegen von Montag den 2. Februar an bei dem Unterzeichneten, Reaierungsgebäude, Landgraf-Philipp-Platz, Zimmer Nr. 17, aut Am Dienstag dem 10. Februar von 2—6 Uhr nachmittags können die Zeichnungen usw. auf der Bürgermeisterei Langsdorf eingefehen werden.
cbotc rait entsprechender Aufschrift sind verfchloffen und Postfrer spätestens bis zum 14. Februar 1920, vormittags 11 Uhr, ber dem Unterzeichneten einzureichen
Tie Eröffnung oer Angebote erfolgt zum gleichen Termin in Gegenwart etwa erscKaumer Bewerber.
9£J5cbn“T toetbcn w den Tistrik-- und Riedwald unter k hi^nn1!011 ?Ü5S?‘Tc?,'^rn W,b zu den DOT» fi‘. bef^ntzuqebenden Bedingungen versteigert' j ax. 120 Stämme mtt 22 g?S„ tanSkSfrn Ä ^rüssitangen, Leiterbäumen* «».mvtahlen, Zaunlatten geeignet» ca. 800 Stück h öd”^ 2 36%!™^ÄT* 5- Kl' 6,™ “a.. / Fstm., Linde 1 Stück = 0,17 «firn. Gior enpfvfien Eiche 42 S ück. Terbl'tan«wn vMn uw.): 19 Eiche, 22 Esche 9 BuL
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% pdiicf) bauten) Frch.e Rm. 118ch Uhr vormittags am Lich-
Turnen.
—o— Grosin-Linken, 2. F-br. A.n Samstag chffte unser Turnverein seinen Un» terhaltungsabend.
** Heuchelheim, 2. Febr. Am 31. Ian. hielt der l-ie-ite Turnverein fern Wintervergnügeu in Form eines Herrenabends ab. Ten Haupt teil des Abends bildeten ^ivTrzertstürte. Eine Ri-eye führte am Barren Uebungeu aus.
eibung.
"sport bezog c -14s dreistöckige (je m-Gesrllschast in ho Mut nach Plärr . ddtgusl Stuimj c IW eines mobtroa Eine befontr. m cm diestt Slkü >e und allgemein > Baues vomBei^ ihrb. An die Uck» sich eine atabemiii rsitzende die Erste echlsamall £ji he die Geschichte u et. ObetbürzemeL gsrat Weläer i» vtadt md der Anneuen Sxim. Rite ten noch Prvi.i'- ilschast, UniDeriitr .je vereinigten fizk toerine, Herr 8tt k. für die Franifuv im Nam« und 4 te r als Mitglied * uixrvtrbantä S« Kasseler Rudervev öit^n ihre N eine ‘^tcunbi® deMte Leuir-
6 Begründer der ti der San^iper: seinem neuen W ite namffl5 btt « ine rege h: Treue. M turn enbrtejjbofflk veihungsimr.. » infame, E- (en. mit Wg enfdn der W»
Jagd - Verpachtung.
Dre FeU>- und W«Il>Iag^ der Gemarkung vauscn bei Greben soll am Donnerstag d^n 5. 5Cr rS»rt ^cn>ffchnet auch beute d.m Börfenrvrkcyr Es wurden nach.^ alle grfor-
E in Hütreu- imb Berg- Erhöhungen um nrehr als tUu §0.^' d^kte, so bei .^attvwitzer Bergbauund ^othrrnger Hütte. Steigerungen wn map als 40 Pro^ erlangten Bismarckhüffe und vJcann^maTTnröhren. Auch Deutsch Ue.^r,« Elek- stellten sich um mein: als 50 Proz höher U«rn.Uin£.Utn'i- l"1 6l' ÖinrtXWuW.T 30 ? «CA S?n, Kalrwerten stiegen besonders «vltwer» Asätersreben und Westereg.ln Eigmt- lrch? Valutawerte traten etwas in den Hinter- gruno bet verhältnismäßig wenig Aenderungni rvotoiiralwerte siich meist gut bclxrutt-i Oestew schliche Ludbahn lagen gedrückt aur das Scher- ^-"3 «^Handlungen mit den französischen Prt- orttä:sbe)thern. Am Arilagemarkt waren deutsch' ^°"dert, ungarisch- meist geschvackst. Luslandtfch Valuten IxitK^ten sich in st.rgender
*‘e!)r to1' vielfach zu oen höchsten Tageskursen. Türti ch Werte waren gegenüber am Freitag erholt
c ?,n.t,Lu T^' 2- Februar. Börsenstim - ^schäft lies, an der Abene- rörse etwas nach, dach blieb der feste Oteum>t?n testechw t Vrel beachtet wurden Jndus1riet>un're, wclchn Elektnzttätswene bev-c.U'gt blieben Itigcii Schuckerr 230, Lahmeucr 251, Felten
45m 460> Bergmannswcrte
ab und Süberschideanstalt ^dvozent achte,gerl 990, auch Farbwerke vochst svslden imt 425 ui regem Bertehr Rurg-ers. werke erneut, gebessert 315 Gummr-Peter wurden nnl 410 ratdvmert, auch Spinnerei Ettlingen bei teger Nachfrage mit 235 TaHonierr plus 25 Porz
*mkt ®^3TC7t ^uben wertere Käufer 410 plus 10 PrvA. Mon^nacktten test. Harvener bewegten L1# 382 b-s 381 Teuilch-Lurrmi^rg
telt 340. Mannesmann stiegen hü 407 Tr^ens wrtwerte behaupteten ihren .Kursstand. Canada 1115 genannt. Mexibinisch Werre, wie 5 Pruz Stlbermexttaner und 4‘/z Zrrig. Anleihe, letztere stark gesvagt, gingen un freien Berketzc bi» 340 um Jur famfnteibe bestand Interesse 530 Julius öubd 1600. Fernmechanrk Zoller 710 rationiert S»s 60 Pvaz. Teutsch-Uebersee-Elektrische 1011
^0 Pvoz Neu-Gurnso verloren 10 Pvoz ßh^01’ 3 F«beuar, bleibt die Börse ge-
Frankfurt a. M., 2. Jsbr. (Frucht- k t.) Die Nachffxrge nach Verschiedenen Ar-- ttteln bletbt bestehen. Mangels Draebot bleibt da^ ^teschäft eng bedrängt, und die Um,ätze beschrÄnten ,tch aus greifbare Ware, welche sehr spärlich vorhanden tst. Die mätzige Besterung der Balute mach« mtr geringen Eindruck. .Hafer zeigt teste Tendenz. Es macht sich ch» toeitcr.'s Äl-iohe« der Preise bemerkbar. HA^mfrÄchte haben rmm-u w>ch regelt Äertehr, besmrders Erbsen erst-r Qualität, während geringere SBare nicht mehr so begehrt i,t. Bohnen, auch Ackerhvhmm, sind gesucht bn anziehenden Breiten. Wirten iuit> Lupinen tertj teßterc ^r Saat begehrt. Peluschken habm ' sich rm Preise recRtg verändert. Sardello gut behauptet. Heu bleibt knapp bei fester Tendens.
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2. Man.islh»!! > trÄJ
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Bresla u , 2. Febr. (Privattetegvarmn.) üaut Meldung der Eisenbahntstrektion deckte dte Ueoer- wachV» ten. Senator King sagte, y» glaube, da? lang- htlttg« MrÄite notwendig serxm, nicht mir um ine etaaien^aufourichten, sont«n um ^'wissir- maxen die Sicherheit Europas zu grwahck.-istea Senator ^mith drückte die Mernnng aus, daß» wenn England, das augenblicklich 144 Millionen Tonat Zinsen schulde, diese Summe bezahlen wurde, ine Bereinigten Staaten sie oerw.-ndeu konnten, um Böhmen und Ocfterxridj zu h.lfen, bte taffachtich Hungers stürben
NoSke au die pommerscheu Laudwirle.
Berlin, 31. Jan. (Privat-Telegrmnm der Berliner Abendblätter.) Mit Rücksicht auf die Massenkündignngen von Landarbeitern m der Provinz Pommern richtete Reichswehrminister Roske an den Militärbevollmächtigten der Provinz Pommern einen Erlaß, ni dem er darauf hinweist, daß die Entlassung Tausender von Arbeitern eine Gefährdung der lebenswichtigen Betriebe darstelle und dazu führen müsse, die unzulängliche Ernährung der Bevölkerung im nächsten Jahre noch weiter zu verschlechtern. Zudem werde die Ruhe und Ordnung im Lande dadurch ernstlich gefährdet, zumal durch das Abziehen der Arbeitersamtlien die Wohnungsnot in den Städten noch erhöht würde. Die erfolgten Massenkündimmqen seien daher von dem Milttärbevollmächtrgten als unwirksam zu erklären.
Eive Tagung preußischer Mietrrvereine.
Berlin, 2.Febr. Etwa 150 Dele» gierte preußischer Mieterb-reine traten gestern in Berlin zu einem Kongreß zusannnen, der die strikte Durchsetzung der Höchstgrenzenverordnung für Mieten fordern und für die Einführung ernes gesetzlich übertragbaren Vorkaufsrechtes für die Mieter eintreten soll. Ferner erklärten die Miter- verbände die der Mieterschaft vtm der Regierung zugebilligte Vertretung im Reuhsnnrt- schaftsrat durch einen Vertreter für unbe-
<ßerid?t$faal.
rra. Darm sta d t, 1. Febr Ter au» Dem Offenbacher K>rrfrntagspulsch besamUe Marftfietzer Adam B a u ch, bejicai Revision gegen oas Schwur- gerichtsurtc-il ebnriq U veniHrrien luurbc, hatte sich am Samsaa mi.‘ einer iXeifce weiterer Ängcll^gt.-r wegen verschiedener Ticbstättc vor der StrafAim» mer zu vcrontw.'rten, bte cr um bir damalige Zeit ausfübrte. V. ha! m der Rächt zum 27. MÄrz mit mehreren nicht ermittelten Tätern bte anschcmeno bei dem Äarsreita<;sputsch erschoffen wurden) aus dem Keller der Firma F Reichart in Offenbach rin Fast mit über 200 Liter Weißwein gesuchten. B ist iueixr on^fiagt, mit dem Taglöhner P. Subil aus einem plombierten Eiienba^rwagen ztvei Kisten mit 9fc?tnA"in gesbchlcn mlld den Wem in ’tei£en Fällen dem Wirt K Salg in Offenbach gebracht imb verlauft zu hrben. B. hat weiter mit seinem Reffen, dem 27 Jahre alten Karl Bauck aus Ossenl»ach, dem 27 Jahre alten Engelhard ^aus aus Bürgel und dem Arbeiter Iah E. Ulz; Höfer, 23 Jahre alt, aus Offenbach, dem Auwbesitzer aus der »ofreite verschiedene Äutemäntcl una Schläuche im Werte von mehreren Tausend Mark E'fen und bei dem Wirt Salg niedergestellt
> behauptet, da» cr den Wein von einem Un- fclannteu aus dem besetzten Gebiet getauft habe er habe nur den Vermittler gespielt. Ten dluto- mänteldiebstahl gibt er zu, mar aber angeblich nur •Id Aufteü'scr dabei. Nach der bis zum späten Nachmittag dauernden Derhandluna werden bestraft.' Adam Bauch zu 2 Jahren, Karl Bauch 54 Ä-LÜren Gefängnis, beide zu je 5 Jahren Ehr- tzerlust. Ulzhöser z>u 6 Monaten Gefängnis, von denen 5 Monate UTttersuchungshast angerertaui werden, der Wirt Salg toegen zwei Fällen der Hehlerei zu 10 Monaten Gefängnis, Subil und der Metzgermetster Eidmann, der beim Vertauf der lutemäntel müfletoirft haben hallte, werben frei- Sffprocheu.
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