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Vezugrprei»: Monatlich Dir. 2.30, eierteIjährltd) Mt. K SO einschUeßltch des Bestellgelds; durch die Post vierteljädriich Pik. G.— auescl-ließltch Bestellgeld. Fernsprech - Anschlüsse: für tue Lchrrilleitung t lI Berlag.lt-eschäf.-sstelleSI Anschrift für Dralstnach- nchlen: Anzeiger Steden. poftscheckloato: Sraeffnrt a. M. 11686 Erster Blatt 170. Jahrgang Samstag, 3. Januar 1920 Sichener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhesten SwiMngrninddruck u. Verlag: Vrühl'sche Univ.-Such- n. Skinöruderei R. Lange. Zchristleltung, Geschäftsstelle u. Druckerei: §chulstr.7. liiiHalime von Auzetge» f. die LageHnuuuuer vrS zum Nuchminag vorder ohne jed. P» rinn Nchkeit. Preis für 1 mm höhe für s2hi teilen v.34mm Breite örtli ti 25 ßf, nu-,oä»tS 30 Pf.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite SO Pf. Bei Platz- öoifdiriii20e/ A «isctüag. Hauvtschri'tteiter: Aug. Goeg. Perantioortlich für Posit k: Aug. woeq; für deu übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für beit Anzergeuteü: ö. Beck, säinttlch in Sieben. Auslandsbriefwechsel in deutscher oder ftemder Sprache? Die Frage, in welcher Sprache der deutsche Kaufmann in Zukunft seine Briefe nach dem Ausland, besonders nach dem uns bisher feindlicl)en, senden soll, ist keine neben- sächlick)e, sondern eine, die für die zukünftige Gestaltung unserer weltwirtschaftlichen Beziehungen von Wichtigkeit werden kann. Bis zum Kriege war es ziemlich allgemein üblich, Safe der Deutsche im geschäftlichen Verkehr mit dem Ausland in dessen Sprache korrespondierte Das mag zum Teil aus der deutschen Liebedienerei gegenüber dem Ausland erklärlich gewesen sein, hatte aber auch seine praktischen Gründe. Wir dürsen doch nicht vergessen, dafe namentlich Sie englische, französische und spanische Sprache weit über ihre Mutterländer hinaus in großen Teilen Ses Erdballs geradezu „Weltsprachen" bildeten, und dafe ihr Gebrauch für den deutschen Kaufmann zur Notwendigkeit wurde, falls er sich nicht ausschalten lassen wollte. Wir müssen also die deutsche Sprachgewandtheit auch als einen Beweis deutscher Anpassungsfähigkeit betrachten, die allerdings — was nicht geleugnet werden soll, und was sattsam bekannt ist — sehr viel zur Sch.ürung des Deutschenhasses, zur Erregung des Neides auf die beut» scl>c geschäftliche Tüchtigkeit beigetragen hat. Wollen wir in Zukunft alles vermeiden, was irgendwie zur Mißgunst des Auslands gegenüber dem deutschen Geschäftsmann beitragen kann, so wird es ein Gebot der Klugheit werden, im brieflichen Verkehr mit dem Ausland unsere nationale Würde zu wahren, d. h. diesen immer dann in unserer eigenen Sprache abzufassen, wenn das Festhalten an ihr (ein Zeichen geschäftlicher Unklugheit ist. Natürlich wird es nicht ganz leicht sein, hier immer nationale und internationale, als mehr psychoe- logische, Erwägungen mit den praktischen Notwendigkeiten in Einklang zu bringen. Zur Klärung der ganzen Frage kann das Ergebnis einer kürzlich vom „Reichsverband der deutschen Industrie" vor- aenommenen Umfrage dienen. Es ist zunächst lehr bemerkenswert, daß die aus den verschiedensten Jndustriekreisen eingegangenen Antworten überwiegend für den Gebrauch der deutschen Sprache im Verkehr mit dem Auslande eintreten. Einzelne Firmen teilten mit, daß sie mit ihren Abnehmern und Lieferanten im Ausland nur oder doch möglichst in deutscher Sprache verkehren würden. Mehrfach kam die Ansicht zum Ausdruck, daß, wenn man auch die ausländischen Firmen nicht veranlassen könnte, in deutscher Sprache zu schreiben, man doch unbedingt deutscherseits daran festhalten müsse, nur in deutscher Sprache zu antworten. Von maßgebenden Verbänden wurde die Ansicht vertreten, daß sich ausländische Firmen durch den Gebrauch der deutschen Sprache seitens deutscher Firmen vom Abschluß von Geschäften nicht abhalten lassen würden. Daß der Gebrauch der fremden Sprache tm geschäftlichen Auslandsverkehr ein Hindernis dafür ist, daß das Ausland die f r ü h e- ren deutschen Angestellten roieSer aufnimmt oder Deutsche überhaupt in seine Länder wieder hereinkommen läßt, ging aus einer aus dem besetzten Gebiet stammenden Antwort hervor. Natürlich wird man, wie von anderer Seite erklärt wurde, Heine oder mittlere Firmen des Auslandes nicht veranlassen können, sich einen deutschen Korrespondenten zu halten. Dieser Hinweis hat aber andererseits auch für die kleineren und mittleren Firmen in Deutschland Bedeutung, die auf oie Anwendung der deutschen Sprache im Auslandsverkehr schon deshalb angewiesen sind, weil die Einstellung fremdsprachiger Korrespondenten ihnen zu hohe Kosten verursachen würde. Als bisheriges E r g e b u i s der Umfrage können folgende Grundsätze ausgestellt h>cti>?n: 1. Der gegenwärtige W are n h unger aller Länder macht es der deutschen Erportmdustrre möglich sich bei ihrer Korrespondenz in weitem Umfange der deutschen Sprache zu bedienen. Ties ist sowohl im a lgcmernen 3nter- esse der internationalen Stellung des Deutschtums als im besonderen Jnteres e der im Aus- lanb tätigen Angestellten erwünscht. 2. Wo die Wiederbelebung unseres Auslandsverkehrs, namentlich durch Anknüpfung von Beziehungen zu kleineren Auslandsfirmen, kme Korrespondenz in fremder Sprache nötig macht, wird diese nicht zu umgehen fein. 3. Im übrigen bleibt die Anwendung der deutschen oder einer fremden Sprache Sache des nationalen und geschäftlichen Taktes. Neue Tätigfeit her Nommuniftrn. Köln, 3. Jan. Wie der Korrespondent der „Köln. Ztg." in Dresden von aut unterrichteter Stelle erfährt, entwickeln oie Kommunisten seit einiger Zeit in Sachsen, wie roahrscheinlich überall, im Siillen wieder eine regere Tätigkeit, die auf eine geplante Neuorganisation ihrer Propaganda zurückzufüh- ren ist. Die Kommunisten wollen den wirt- schaf l ch n und pjti.if.ljen Umsturz mit Hilfe revolutionärer Betriebsorga ni- sationen, die an Stelle der Betriebsräte treten sollen, für die nächste Zeit vorbereiten. Alle großen Städte sollen in Bezirke eingeteilt werden, an deren Spitze besonders umsichtige, ausgewählte Bezirksführer stehen. Diese haben die Aufgabe, die Revolutton in ihrem Bezirk zu organisieren und an dem Tage, an dem die Diktatur des Proletariats erklärt wird, die Durchführung aller Maßnahmen zu überwachen. Eine IH-Milliarden-Anleihe. Rotterdam, 2. Jan. (Wolff.) „Daily Chronicle" meldet aus Neuyork, daß es LorS Grey geglückt sei, die internationale Riesenanleihe von 13 Milliarden in Amerika zustande zu bringen. Lloyd George. London, 3. Jan. (WTB.) Havas. Lloyo George wird heute nach London zurückkehren. Die für Donnerstag nächster Woche beabsichtigte Reise nach Paris wird vermutlich eine Verzögerung erfahren infolge der Unpäßlichkeit des ttalienischen Ministerpräsidenten. • Die Unterhandlungen mit den Pole«. Paris, 3. Jan. (WTB.) Die Unterhandlungen zwischen den polnischen Delegierten unter Leitung von Radek und den deutschen Delegierten unter Führung des Herrn von Sim so n wurden gestern fcr^gesetz'-. Sie beziehen sich auf die Uebergave der Gewalt in den abzutretenden Gebieten. Eine Rede de» ungarische« Minister- Präsidenten. Budapest, 2. Jan. (Wolfs.) Ministerpräsident H u s z a r führte in seiner Antwort auf Die Neujahrsglückwünsche der Mitglieder der christlichen Parteien aus, daß da? Land durch zlwi Revolutionen und die rumänische Besetzung vollkommen zu Grunde gerichtet worden sei. Der Bolschmvis- mus 'habe die Preßfreiheit gemordet, das Versammlungsrecht aufgehoben und die ersten Männer des Landes in den Kerker geworfen. Die ungarische Nation werde stch durch die Fürsprache des Auslcnwes für diese Menschen nicht irreleiten lassen. Niemand werde dem gesetzlichen Richter entzogen, ob nun Tschitscherin telegraphiere oder irgend eine andere europäische Macht interveniere. Wenn der bevorstehende Pariser Frieden in Ungarn vier Elsaß-Lothringen und ein Mazedonien schüfe, würde nicht ewiger Friede, sondern ewige Unruhe entstehen. Ungarn bedürfe aber des Friedens und werde ihn schließen. Er werde keinen Putsch weder von links noch von rechts gestatten. Die einzig« Rettung des Landes trae in der Zusammenfassung aller aufbauenden Kräfte. Der Ministerpräsident erklärte schließlich, daß der Gewaltfrieden! nicht vonDauer sein könne, sondern für sämtliche Völker Europas nur ein Unglück sein werde. Ungarn könne ohne Volksabstimmung nicht auf Gebiete verzichten, deren Wegnahme es seiner Kultur, Wälder, Erze, des Salzes und der treuesten Bürger beraube. Eine Rede bei Eröffnung de» indische« Natiooaltongreffe». Amsterdam . 21. Jan. (Wolff.) Die „Times" meldet aus Amritsar, daß bei der Eröffnung des indischen National! on- gresses der Präsident eine Rede hielt, in der er sagte, der Friede in der Welt sei nur teilweise hergestellt, und die 14 Punkte Wilsons seien nur ein „Wehe den Besiegten". Rußland, das den Frieden wolle, lasse man nicht zur Ruhe kommen. Das Los der Türkei hänge in der Schwebe. Irland und Aegyptben müßten die Macht des britischen Reiches fühlen. In Indien sei das Kriegsrecht weiter gehandhabt nwrden, um Furcht in die Herzen des indischm Volkes zu pflanzen, und um etwaige kommende Schwierigkeiten zu vermeiden. Der erste Paffagierdampfer von Amerika. Hamburg, 1. Jan. (Wolff.) Der erste Passagierdampfer von Amerika, der 13000-Tonnen-Darnpfer „Masdschuria", ist von N e u y o r k auf der Elbe angekommen. Wegen seines großen Tiefganges ist er bei Altenbruch vor Anker gegangen. Außer Passagieren bringt er Stückgut mit. Der Verkehr zwischen Calais und Dover. Paris, 3. Jan. (WTB.) Nach einer Meldung aqß London wird der P a s s a g i e r- vertehr zwischen Calais und Dover in der nächsten Woche wieder eröffnet. —----- Die Dienstpsticht der Elsaß-Lothringer. Straßburg, 2. Jan. (WTB.) Eine Verfügung des Kriegsministers ruft die Elsa ß-Lo- thringer französischer Abstammung der Jahresklasse 1919 am 1. Januar unter die Fahnen. Diejenigen Elsaß Lothringer dieser Klasse, die auf Grund der Bestimmungen des Friedensvertrages die französische Nationalität erst noch erwerben müssen, tuen en mit der Klasse 1920 oder am Ende des auf die Inkraftsetzung des Fric- densvertrages folgenden Jahres eingezogen werden. Die Heimkehr der Kriegsgefangenen aus Japan. Berlin, 2. Jan. (WB.) Nach einer von der schweizerischen Ge andtschaft in Tokio eingegangenen Meldung hat der erste Heimschas- sungstransport der Kriegsgefangene n a u s I a p a n am 28. 12. auf dem Dampfer „Kifuku Maru" Kobe verlassen. An Bord befinden sich 43 Offiziere, 72 Portepee-Unteroffiziere und 826 Unteroffiziere und Mannschaften; insgesamt 9 4 1 Mann. Der Transport, dessen Führer Kapitän z. S. Bollerthun ist, umfaßt die Melwzohl der Kriegsgefangenen aus den Lagern von Narashino und Aonvgahara, darunter die österreichisch-ungarischen Kriegsgefangenen. Dre Reise, auf der Tsingtau, Singapore, Sabang und Port Said angelaufen werden sollen, wird ungefähr 60 Tage dauern. Uns dem besetzten Gebiet. Pässe für das besetzte Gebiet. ( Im Publikum sind in der letzten Zeit lebhafte Klagen über das lange Warten bei Beschaffung von Pässen für das besetzte Gebiet laut geworden. Tatsächlich ist in dieser Beziehung gegen früher eine Verschlechterung eingetreten. Aber die Schuld trifft nicht etwa das Zivilkommissariat, Sas den Antragstellern in jeder Beziehung entaegenzukvmmen besttebt ist, sondern in erster Linie oie f r a n- zösischen Stellen. Das Visieren der Pässe durch die Franzosen erfolgt feit längerer Zeit in Mainz. Bei der großen Nachfrage nach Pässen fmo die oorhgen tgiitriay hingen unzulänglich; in Erwartung der endgültigen Friede ns ra tifi kation hat man bereits mit dem Abbau begonnen, die Arbetts- kräfte reichen zur Bewältigung des Dienstes nicht auS, Verwechslungen und Verzögerungen sind Sie Folge. Hierzu kommen persönliche Verstimmungen französischer Stellen über eine in der Öffentlichkeit besprochene Angelegenheit. Wie das Zivilkommissariat mitteilt, ist zu erwarten, dafe alle diese Schwierigkeiten mit dem Austausch der Ratifikationsurkunden, die nach neueren Mitteilungen am 12. Januar erfolgen soll, beseitigt sind. Mit dem Eintritt des Friedens soll das Pafewesen für das besetzte Gebiet insoweit aufgehoben werden, dafe das französische Visum fortfallen und ein einfacher deutscher Pafe als Reiseausweis genügen wird. Ausgenommen ist das Saargebiet, für das die Einreiseerlaubnis nach wie vor sehr schwer zu erlangen sein wird. • Wiesbaden, 31. Dez. (Wolff.) Die französische Militärbehörde verhaftete den E>ewerbcschullehrer Hölgel, weil er Oberschlesier aufforderte, in ihrer Heimat an der Abstimmung teilzunehmen. In verschiedenen Wohnungen von Oberschle'iem wurden Haussuchungen vorgenommen, hauptsächlich wurde nach den Mitgliederlisten des Vereins der Oberschlesier gesucht. Einige Schriftstücke wurden beschlagnahmt. Briefe Wilhelms II. an den Zaren Kitolaus. Die „Vossische Zeitung" veröffentlicht Briefe Wilhelms II. an den Zaren Nikolaus. Wir entnehmen einem der interessantesten dieser Briefe folgendes: .Jagdhaus Rom inten, 26. Sept. 1895. Lieber Niki! ---Die Entwicklung im fernen Osten, besonders die von dort kommende Geiahr für Europa und unfern christlichen Glauben ist eine Angelegenheit, die mir stets sehr am Herzen gelegen hat, seitdem wir unfern ersten Schritt un Frühjahr gemeinschastlich unternommen haben. Meine Gedanken verdichten sich schließlich zu einer bestimmten Form und ich habe diese zu Papier gebracht Ich habe die Skizze mit einem Künstler — einem Zeichner ersten Ranges — ausgearbeitet und nachdem sie fertig war, für die Oeffentlichkeit eine Radierung Herstellen lassen. — Besonderer Nachdruck ist auf den verelmgten Widerstand aller europäischen Mächte gelegt, der ebenso notwendig ist gegen unsere gemeinsamen inneren Feinde: Anarchismus, Republ ikamsnrus, Nihilismus. — . „ ~ . . . . . a Mitten in diese friedlrche ^atigfctt und das ruhige Jagdvergnügen fiel die erstaunliche Nachricht, die td) aus Paris erhielt, daß das Budgetkomitee der französischen Depu- tiertenkammer bei der Debatte über das Militärbudget beantragt hat, das 19. Korps (Algier und Tunis) heimzuberufen und ein neues kontinentales Kor^ an meiner Westgrcn;e zu bilden. Diese Adberuiung ist nur einmal zuvor erfolgt im Jahre 18 70, als Frankreich mit uns Krieg führte. Ein solches Projekt im tiefsten Frieden har Deutschland wie ein Tonnerschlag getroffen und ein tiefes Gefühl der Beunruhigung hervorgerufen .... Dieses Gefühl der Beunruhigung ist noch mehr vertieft tvorden durch die Tatiacl»e, daß dieser Antrag öffentlich bekannt wurde im Augenblick, als Fürst Lobawow und General Dragomirow offiziell der Revue der französischen „Grerrz- armee" an der lothringischen Grenze unter dem frenetischen Jubel der Grenzbevölkerung bei- gewohnt hatten. Diese Armee ist, wie die sranzösi- fcbeir Zeitungen uns seit Wochen erzählen, für den ersten Vorstoß auf „unser Grenz-- land" im Revanchekrieg bestimmt. Es ist schon vier Korps stark gegen meine zivei (XV. und XVI.). Das in Aussicht genommene neue Korps würde die ohnehin ülrerstarken französischen Streitkräfte auf fünf Korps erhöhen und bietet eine Bedrohung sowie eine ernstliche Gefahr für mein Land. Natürlich yruß ich daranfl-in jetzt anfangen, die Sack>e ernst zu nehmen, denn dieses Ereignis, das sich in dein Augenblick vollzielst, da Deine Offiziere dekoriert werden und Lobanow gefeiert wird (der damalige russische Außenminister Fürst Lobanow Rostowski hatte 1895 in Paris einer Parade beigewphnt und war dort auffallend gefeiert worden. Der Berichterstatter), während meinem Attache nicht übermäßig freundliche Bemerkungen zu Ohren kommen, hat hier dem Volk Unruhe verursacht unö den Dingen ein häßliches Aussehen verliehen, als ob es Rußland lieb wäre, wenn Frankreich offensiv gegen Deutschland vorginge mit der Hoffnung auf Hilfe von Erstgenanntem. Eine so ernste Gefahr wird mich veranlassen, mein« Armee stark zu vermehren, damit ich in d^r Lage bin, es mit einem so schrecklichen Ueber- Sicht aufzunehmen. So schwer uns auch die mzielle Lafc bedrücken würde, mein Volk würde nicht einen Augenblick zögern, Gewähr für feine Sicherheit zu Leisten, falls dies notwendrg werden sollte. Ich roelfe genau, daß Du persönlich nicht im Traume daran denkst, uns anzugreifen, Du darfst Dich a&r mcht wundern wenn die euro- pchschcn Mäc^üe darüber beunruhigt sind, daß die Amvefenheit Deiner hohen Offiziere und hohen Beamten in amtlicher Eigenschaft in Frankreich die leichtentzündlichen Franzosen zur Deißglüh- Hitze entfacht und die Sache des Chauvinismus und der Revanche kräftigt. Gott weitz, daß ich alles, was in meiner Macht liegt, getan habe, um den euwpöischen Frieden! aufrecht zu ^halten, aber wenn Frankreich, offen oder heimlich auf diese Art ermutigt, roeitcr mitten im Ftteden alle Regeln internationaler Höflichkeit und des Friedens verletzt, dann wirst Du Dich, mein liebster Niki, eines schönen Tages irolcns volens plötzlich in den schrecklichsten Krieg verwickelt sehen, den Europa je erlebt hat, — einen Krieg, für den die Masse und die Geschichte vielleicht Dich als den Urheber verantwortlich machen werden. BiLte sei nicht ärgerlich, wenn ich Dich vielleicht ganz unabsichtlich verletzt, aber ich halte es für mehti? Pflicht gegenüber unseren beiden Lmi- dern und gegenüber Dir als meinem Freunde offen zu schreiben:, da die Abgeschlossenheit und Zurück- gezogeriheitz. welche Dir durch die tiefe Trauer auferlegt sind, es Dir unmöglich machen, unter Menschen zu ge'hen und im Einzelnen dem zu folgen, was sich — hinter den Kulissen — abspielt. Ich habe einige Erfahrungen in der Politik und sehe gewisse unverkennbare Anzeichen, deshalb eile ich zu Dir mein Freund, um i m N a m e n d e s en r o- päische» Friedens ernstlich iu m ahnen: wenn Du auf Gedeih und Verderben mit den Franzosen verbündet bist, gut, dann rufe diese verdammtest Schufte zur Ordnung und heiße stillsitzen —, wenn nicht, dann lasse Dnne Leute, die nach si:ankreich gehen, den Franzosen nicht den Glauben beibringen, Du seist ihr Verbündeter, lasse sie nicht rücksichtslos machen und ihnen ine Köpfe verdrchen, bis sie sie verlieren, und wir in Europa anstatt für Europa gegen den Osten Kämpfen müssen. Denke an die furchtbare Verantwortung für das entsetzliche Blutvergießen? Nun lebe wvhl liebster Niki, meine besten Grüße an die liebe Mir. Ich bin wie immer Dein ergebenster und aufrichtiger Freund und Vetter Willy. I» einem weiteren, von der „Vossischen Zeitung" veröffentlichten Brief schreibt der Kaffer in einer Betrachtung über die französische Frage: Neues Palais, Potsdam, 25. Okt. 1895. Liebster Nir! Dir mit Freude begrüßte unerwartete Ankunft CnM Michaels, bet eben bei uns frühstückte, gibt mir eine angenehme Gelegenheit, Dir warm für Deinen freundlichen von Moltke nritgebrachten Brief zu danken. Er ist noch ganz erfüllt von all Deiner Güte und hingerissen Don Deiner ganzen Persönlichkeit und Deinem Wesen. Derne Ansichten über die Presse im allgemeinen sind genau tiefetbnt wie die meinigen. Sie hat viel Schaden getan 'und tut es noch dauernd, und wir müffen sehr vLcl Tück, Lüge und Unsinn ertragen, doch der Einfluß, den fit horrrbile bictu hat, muß nach dem ?jolksgeist der verschiedenen Ra sen, tn dem sie erzogen werden, und tn dem sie die Zeitungen lesen, beurteilt werden. Derne und meine Untertanen sind langsamer im Denken, nüchterner und ruhiger in ihren Urteilen als zum Beijptel die sü-iichen Völker oder die Franzosen. Tw romrsche und gcfflffche Rasse sind leichter zu erregen, ichncller berät, Schlüsse zu ziehen und, wenn sie erst exxv» Klein ßt Stiefel Maschinen-Fabrik, Fulda OA Xi (Wolff.) Der Rhein ist Börsenkurse. Berlin 223,50 Wetter Datum Nun vom: MN. abds. vm. 19 1. 258,- 151,25 wechselnd bewölkt nachts Nebel 251, 269, 217, 268, 299, 415, 265, 261, 155. 126,75 133,- 240,- 219,75 309,50 256,50 163,50 2.1. 2.1. 3.1. 126,78 130,- 241,- 219,- 305,- 246,- 891,50 33,45 26,75 33,90 82,30 146,- 934,- 280,- 77,50 Zürich . . . Amsterdam. Kopenhagen Stockholm. Wien.... Z-Z h M Maschinen-Fabrik, Holsbrarbellano Maechinen 1065D Fallen des Wa| Köln, 1. 30.12. 11,40 5,425 10,65 9,50 370,- 964,- 1069,- 1031,50 889,- 33,70 26,35 33,45 82,55 148,75 939,- 2.4 -2.9 -3.7 Privat-Handels-Sohile „Hermes“ Gießen, Bahahetitr.60 267,-. 212,25 Spielplari der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 4., nachm. 3Uhr, Pelerchens MonH^ahN; abends 7 Uhr: Tie lustigen Weiber von ÜBiitirivr; Montag, 5.; Ter Zigeunerbaron ; Dienstag, 6.: Mona Lia: Mittwoch, 7., nachm. 3 Uhr: Pelerchens Düonüfahrt: abends Kurs 2.1. 77,50 64,50 61,10 60,50 121,5o 264,- 180,- 147,- 124,- 128,- 125,75 132,— 238,- 218,- 307,75 248,- 160,75 168,50 299,- 420,- 280,- 257,50 964,- 966,- 1071,50 1073,50 1031,50 103v,50 auffimmitimmmnuHmumim Z Gatten nebst ca. 20 Obstbäumen, im Innern der Stadt sehr oorteilbaft gelegen, zu verpachten. Schr. Ang. mit. 079 an den (Sieh. A. 126,- 129,50 234,- 219,50 30:,75 240,- Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. 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(Electron Griesheim Buchführung SSffi- alle laidelilleher ui Fremäaprachen. Beginn der neuen Kurse am 8 Januar Anmeldungen täglich. Prospekt frei "c Sonst gewannen Bad. Anilin mit 415 und F«b- roerte Höchst mit 285.— je 20 Proz. Elektro A. E. G stiegen 7 Proz. auf 261.— Bergrn-ann-- werke 4Vs aur 180.— Schantungbahn büßten dagegen 12 Proz. ein (607.—), ebenso stellten sich Deutsch llebers« Elektrische 9 Proz. niedriger, 709 — Schifstchrtsaklien lagen fest. Äon au-Slän*- disedcn Anleiden stellten sich 3prozent. Salmngue Monastir 110.— 15 Pre^., 5prozent. Bosnier mit 137.— 2 Prvz. höher, oprotent. Silber-Mexikaner verloren o Proz. (235.—). Frankfurt a. TL, 3. Januar. Devisenmarkt. Geld Dries Geld Brief 2.1. 11,25 ** Das Aufgeld für die Z der Zölle m Gold beträgt für die Zi bis 10. Januar 1920 900 vom Hundert. 31. Dez. 2. Fan. 1873,50 1876,50 1876,- ““ Eisenbahner, 3t A ait, eoanfl., angen. Erscheinst m. eia- Heim u. Vermög., wünscht d. Bekannt s ch. ein. Fräuleins, auch Dienstnu, zwecks baldiger a E Gerichtrsaat. n Marburg, 2.Jan. Das Landgericht verurteilte heute einen schon mehrfach vorbestraften jungen Menschen namens Daus, der in Gießen und Fronhausen Diebstähle begangen hatte, zu 21/, Jahren Gefängnis und 3 Jahren Ehrverlust. Nebme Damen Seb terSweg ober 9täbc in Abonnement zum Frisiere« m. o. ohne Ondulation an. Fran hnndory, 048 Selterbweg N. ttamme wurden mit 400 Mk. und Fichtenstangen mit 15—20 Mk. im Festmeter bcwtft Wenchand- toerter konnten solche Preise nicht mitmachen. n Kirchhain, 2. Jan. Auf Veranlassung der hiesigen Ortsgruppe des Hessischen Bauernvereins nnrrben für die Notleidenden in Wum in hiesiger Stadt bei den Mitgliedern des genannten Vereins 225 Zentner Roggen und 218 Mark Bargeld gesammelt. Eine weitere Sammlung für die Opfer des Brandunglücks in Rauschenberg ergab 1177,50 Mk ra. Riederweidbach, 2. Jan. Dtr haben innerhalb einiger Wochen den dritten Bürgermeister. Aus Altbürgermeister Kloos, welcter 35 Jahre an der Spitze der Gemeinde gcstmoen, folgte Bürgermeister Gg. Phillipp, der aber bald aus Gesundheitsrücksichten weder zurucktrrten müßte Es wurde daher an dritter Stelle Wuhelm Frink als Oberhaupt der Gemeinde einstimmig ge- wälstt ss Marburg, 2Jtat. Eine Deutsch-Ameri- tonerm ftiitctc 5000 Mk. für unterernährte be- dürstigc Kinder in Marburg. Ernstgemeint. Socke auf vtesem Wege die Bekanntschaft eines jung. Mädchens au» gut. Farnllte zu machen. Ben 24 Jahre alt, evang. u. In sich. Stellung. Strenaste Diskr zugestchert u. Bild au rück. Schrill l. Ang. mit Bild unt 03 an den G. A. Höchste Temperatur am 2.1. = 2.9',3. l.= —2.1° Niedrigste , , 2. l.= -2.6°, 3.1. » -5.1° 50-60 Norweger Fettheringe trroße und kleine, oder 1 Postraß VeltterlBie, liefere 1935 M. franko Nachn., monatelang haltbar. Verlangen 8i> Offerte für andere Fischwaren. (65 Friedrich Baase, Fischwaren. 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Aber hatten diese nicht auch den Dor- teil, datz sie zu Tausenden und Abertausenden reklamiert waren und trotz aller Entbektrungcn ein immerhin noch einigermatzen menschliches Dasein füllen konnten, was brauten im Felde nicht bet Fall war? Sodann die Darstellung über Ihre damalige Strei kaustfelilung in der Rateversammlung. Denken Sic mal genau nach, Herr Fourier, ob 'nie Sache vielleicht doch nicht ein wenig anders war. Weitet schreiben Sie, barnnlS hatten die Landwirte versichert, wenn die dort ausgestellten Forderungen bewilligt würden, kämen weitere Pveis- steigerungen nicht mehr in Betracht. Aber die Forderungen wurden ja nicht bewilligt und dann, Herr Fourier, werden Sie uns doch nicht zumuten wollen, wenn für alle anderen Produkte der Preis so ungefcuer in die Höhe schnellt, datz wir die unsrigen für den alten Preis weiter verkaufen sollen. . Ferner schrieben Sie, datz das Heranzrehen von einzelnen Abnormi äten nichts lcwe.sen würde. Ich könnte Ihnen Dutzende von foldjen Beispielen vorsühren, aber di.s würde zu weit füljren. Sie meinen, ich l-a'te es ja in der Hand, meine Kollegen zu veranlassen, datz sie nicht so unsinnig ihre eigenen Gebrauchsartikel, z. B. das Heu- grvs, verteuern. Tiese Ausführungen zeugen davon, toeldx landwirtschaftlichen Kenntniste Sie bc- sitz-m und wie wenig Sie die wirkliche Ursache dieser Teuerimg kennen. Mit Ihrem Hammel T/rbcn Sie auch kein Glück und ich rate Ihnen, in Zukunft etwas vorsichliier zu fein mit solchen Belauptungcn. Selche Preise, wie Sie anführen, werden nur im Schleichhandel bezahlt, der Vieh- handelsverband hat etwa nur die Hälfte des von Ihnen angeführten Preises bejabtt. Um Ihren Mangel an Vertrautheit mit den land Wirtsältlichen Existrnzfraaen zu beheben, rate ich Ihnen, die sozialdemokratische Dresdener Volkszeitung vom 26. November 1919 zu lesen, eine /TpX Zöpfe r vrakvr, 4 Haar-Ukrkettea r > Y Toaaeu, 67 7 ( Säbelt al u< L-* Pertekea werden bill. angefertifrt. Zöpfe werden grefflrbu Spezialität in grauen u. weilten Haaren. Damenkopfwaschen mit Frisur. H. Tichy, Mlmweg 43 Ecke der Goetheatraße. Reiner Rauchtabak, per Psd. 12 Mr., citfll. und deattche Zigaretten für Wiederverkäuier billigst. 092 Kaiier-Allee 18. Frankfurt Abend- Abend- Schlutz- Schlutz- (Jn einem Teil der Auflage wied.'rholt.) Das dmtsche Heer. London, 2.Jan. Obgleich Deutschland aus Gnmd des Friedensvertrages nur ermächtigt ist, drei Monate nach der Rattstkation 100000 Mann unter den Waffen zu halten, schätzt das brirische Kriegsministerium die heutige Zahl der deutschen Soldaten aus ungelähr etne Million, darunter 400000 reguläre Soldaten, 12 000 Matrosen, 50000 bewaffnete Polizisten und ungefähr 500000 Zeitfreiwillige und Bürger- heute noch gestiegen. Der Pegel zeigte nach- mittaas 3 Uhr 8,6 Meter. DuiSburg, 1. Jan. Bei Homberg hat bnl Rhein-Hochwasser den Eisenbahndamm links des Rheins durchbrochen. Das Hochwasser ergießt sich ins Land. Die BesatzungStrustHen beteiligten sich an der Hilfeleistung Paris, 1. Jan. (Wolfs.) Havas. Der Wasi erstand der Seine nimmt ständig zu und ist gestern um 68 Zentimeter gestiegen. Das Wasser hat schon die Bahnhöfe der Untergrundbahn en er« reicht, so daß teilweise für das Publikum Laufstege errichtet werden mußten. Der Papst für dir Krirgsgefanyrnen. Rom, 2. Jan. (WTB.) Stefani. „Ofser- vatore Romano" veröffentlicht eine Adresse beS internationalen Roten Kreuz-KomiteeS an den Papst zu Gunsten der Kriegsgefangenen in Si- bitten. „(Sortiert: d'Jtalia" berichtet, datz der Papst bereits den päpsllichen Vertreter rit Bern beauftragt hat, sich mit dem Genfer Komitee wegen einer gemeinsamen Aktion für die Kriegsgefangenen zu verständigen. Der bayerische Gesandte beim Datikan, d. Ritter, ist in Rom an gekommen und hat bte Kardinale d'Aspari und Tedefchint besucht. Die orientalische Frage, Paris, 2. Jan. (WTB.) Der ..Petit Part- sien" bringt eine Nachricht der -Pall Mall Gazette", wonach folgende Lösung der Frage von Konstantinopel den Sieg baöontragai dürfte: Konstantinopel und die Meerengen werden internationalisiert. Frankreich und (Ärgland üben dort gemeinsam eine Bormachtstcllung aus. Der neue Sitz der türkischen Regierung werde nach Kleinasien verlegt. Der Sultan »ererbe als Oberhaupt der Türkei in religiöser Beziehung anerkannt und Konsbmtinopel bleibe in gleicher Hinsicht Haujk- stadt des Islams. Die^,Pall Mall Gazette" fügt hinzu, daß sich Lloyd George mit einem sehr bestimmten Plane nach Paris betreten wird, mit dessen Annahme durch die Konfevenz sicher zu rechnen fer. Kritische Lage in Sibirien. Rotterdam, 2. Jan. (WTB.) Laut „Nieuwe Rotterdamsche Courant" meldet die „Times" aus Sibirien, daß "bte Lage der zu- rückweichenden Armee Koltschaks furchtbar ist. Die Bevölkerung Irkutsks ist der dort dort verweilenden Regierung KollschaKS feindlich gesinnt. Die Eisenbahitstation dieser Stadt soll in in den Händen der Sozialvevolutionäre sein. Nach einer Timesmcldung aus Peking ist Japan bereit, in Sibirien durch energische Unterstützung die Lage zu retten, wenn es von den Mächten die Ermächtigung dazu erhalte. Dasselbe Matt meldet aus Neu York, daß, einer halbamtlichen Mitteilung aus Washington zufolge, die Bereimg- ten Staaten, England und Jnvan ein Abkommen geschloffen haben, nach welchem die Aufsicht über Ostsibirien Japan übertragen wird. Japanische Truppen würden den Schutz der Eisenbahn bis zum Baikalsee gegen bir Bolschewisten übernehmen. Die amerikanischen und tschecho-stowakischm Truppen würden aus Sibirien zurückgezogen. Die amerikanische Politik. Rom, 2. Jan. (WTÄ) Einem Telegramm des „Petit Parisien" aus Newvork zufolge wird Staatssekretär Polk, der Nachfolger Lansings, demissionieren, um zum RechtsanwaUSberuf zurück^ ' zukehrcn. __________________________________ Handel. Berlin, 2. Jan. B ö r sen stim mu ng s- bild. Bei Eröffnung der ersten Börse im neuen Jahr setzte der Perkehr mit voller Hausieströmung ein. Das Geschäft Ivar auf einzelnen bevorzugten Märkten recht lebhaft. Eine führende Rollespielten Schiffahrts-, Kolonial- und teilweise auch Montan- und Valutawerte; von den ersteren erzielten Kursaufschläge: Argo mit 40, Deutsch-Listralier mxt 25 und Hansa mit 14 Prozent. Von Kolonial- werten stiegen Sloman Salpeter 150, Ncu-Guinea 120 und Otavi 40 Prozent. Bei Montanwerken betrugen die Besserungen für die führenden Papiere bis 8, bei Sanaba bis 55 und bei Orientbahn bis 20 Prozent. Farbwerte haussierten 15 bis 20, A. E. G. 10 und von Spezialpapieren Orenstein u. Koppel, Anglo Guano und Goldschmidt je 10, und Adlerwerft 20 Prvz. Türk. Tabak gaben 90 Proz. von ihrer vorgestrigen Steigerung her. Auch Pe- troleumroerte waren vernachlässigt. Nach Befriedigung des ersten Käuferansturmes war das Geschäft ruhiger bei Nichtbehauptung der Höchstkurse. So verloren Schantuna 30 und Canada 40 Proz. Auch Kolonialwerte bröckelten ab. Noch blieb die Grundstimmung fest und bei Schwankungen konnten die Dorernxrbnten Verluste teilweise wieder eingeholt werden. Von Bankaktien gabm Dresdner Bank sechs Prozent nach. Heimische Renten waven fest, österreichische geschaftslos und ungarische auf die Wiederaufnahme des Zinsendicnstes gcftagt. Die übrigen Auslandsrenten sind ftst. Die Börse schloß rocht fest, wobei neuerdings Neu-Guineas und Petroleumwerte unter Führung von Erdöl und einzelnen Montanwerten namhaft stiegen. Frankfurt a. M., 2. Jan. Abendbörse. Am Martte der Kolonial- und Petroleumwerte trug das Geschäft eine lebhafte Färbung Im Vordergründe standen Neu Guinea, die bis auf 860.— plus 90 Proz. avancierten. OtiDi Minen dagegen schwächten sich je 4 Mk ab. Deutsche Erdöl 580, Deutsche Petroleum 477 sehr fest. Recht großes Interesse bestand für Montrn- papiere, von denen Zarpener 256V2 eine Chrnce von llVa, Lothringer Hütte eine solche von 111/4 (243%) erzielen Tonnten. Anter den erwähnten zogen ferner Mannesmann 81/2 (224V,), Gelsenkirchen 309i/r (4- 41/,), Bochumer 4 Proz. (240) an. Reuapoftolifche Gemeinde Gottesdienste: Sonntag nachmittag 3'/, Uhr 64 Mittwoch abend 8 Uhr. wehrleuve. Die Ocrabsetzung dieser Heeresbestände gebt infolge der gegenwärtigen Lage Deutschlands intb der Ätbeitslosigftit nur sehr langsam vor sich DaS Hochwasser. Mainz, 1. Jan. Der Rbeinpegel bei Mainz zeigte beute Abend 7 Uhr 4,65 Meter gegen 4,67 Meter heule Mittag 12 Uhr und gegen den vorgestrigen Höchststand von 4,80. Die heutigen Telegramme derauswärtigenWasserbau- nmtcr lauten: Kehl 4,80, fällt; Worms 4,92, fällt; Wimpfen-N e ckar 4,20, fällt: Maxau 7,96 Srillstaiü); Mannheun 8,20, weniger steigend, heute Nacht 8,60. Der Main steht bei i'lschaffenburg 4,25 Meter und stcigc noch immer langsam; bei Frankfurt 3,52 gegen 3,47, bei Kostheim 4,60 gegen 4^3 am gestngen Tag. Koblen z, 1. Jan. DaS Hochwasser des RheineS und der Mosel geht seit heute zurück. Der Höchststand des Rhrines war getem 8,17, heute früh 6 Uhr zeigte der Pegel 8,08. Vom Oberrhein und der Obermosel wird ebenfalls An- u. Verkauf von Lumpen, Eiken-Me- tallci, Knochen. Pa> vier, rylafchen, eebr. Maichiuen. 92 Louis Rothenberger IiiuviBÜ Tele>k. 171. Dahiru Holland . . Dänemark ..... Schweden..... Norwegen ..... Schweiz...... Wien (altes). . . . Deutfch-Üsterr.abg. Budapest...... Prag....... Helsingsors .... Spanien...... | Verschiedenes! 5 privat- Tanzunterricht einzeln und in Surfen, auch in modernen Teinten, erteilt zu jeder Tageszeit «.Schmidt, Tanzlehrer Wetzsteinsafte 2» L Hohr Wohnung demjenigen.der mir meine am Dienstag, 30. Dez. 19, verloren gegang. Brosche mit de« Bildnis «einer Elter« roteberbringL .. Miitltftißk r 1. 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Mit dem Dahingeschiedenen vertieren wir einen unserer besten Mitarbeiter, dessen Lücke für uns schwer auszufüllen ist. Durch seinen offenen und edlen Charakter erwarb er sich nur Freunde, und alle, die ihn kannten, werden ihm ein treues Andenken bewahren. Die Beamten und Arbeiter «, des Laboratoriums und Maschinenraum der Voigt & Haeffner A.G., Frankfurt a. M. Fünfziger 1856-1906. Die Beerdigung unseres lieben Alters- kolleaen Herrn Prof. Dr. Eck findet Montag nachmittag 3 Uhr auf dem neuen Friedhof statt. t» Zahlreiche Beteiligung erwartet DerAasselmS Danksagung. ES ist uns nur auf diesem Wege möglich, für die überaus vielen Beweise herzlicher Teilnahme von nah und fern bei dem kurzen Kranksein und dem so schmerzlich schweren Verlust unserer innigftgeltebten, treubesorgten Gattin und Mutter zu danken. Jakob Lamp und Sohn Adolf. Giehen, München, den 3. Januar 1920. Unterfertigter erfüllt hiermit die traurige Pflicht, seine EM. EM., A.H. A.H., A.M. A.M., V.Br. V.Br. von dem am 31. Dezember 1919 erfolgten Ableben seines hochverehrten, lieben A. H. Geheimer Kirchenrat (aktiv S. S. 80) geziemend in Kenntnis zu setzen. Gießen, 2. Januar 1920. Der Akademisch-Theologische Verein. LA.: Adolf Rheinfurth'j^v^ y bertiid teil u 2. iid Äusl 3- trägl r lieber mittel zu lege A schuss desabd reich z (anbei einget \W Wlu W teiüint undOi liegen, nut v sind, h traueni neu. D nächst auszub sorgt i gang als L Mr zunäch sucht n aus si kranke Gegen rung e Di> leisten den bzr vrüsen die W, und for underf Weges! Nejr ihnit V derKin iu bese, tzröbe 'crntzr ttih Den «g . ihm zur Lande! ernähr schen. standic Frauei ten ft nellen miblic ftraF Dr bereit * ohnel sind, j und,iv d'-l« den T schiver nun k es M wir v die £ * ff olt öN’ helmin tung.' Untern Aeailte Maik Nu tauchte «über legen ht ■ Minime ^°ldc ti ^Wer । ©Arattdite Tnmvereln ® Bmiwttdiiileo * ä ® Fiebig, zu verkaufen. 044 Roonstrane 10. ! Lolidc ArdtiWyst z. vk. Sckulftr. 10 II. an die LandesgeschäflSstelle der 22D Möbl. 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West- Anlage, Beginn eines Waget-Ceötgongs in Babelsberger Steno- graphle für Dänen und Herren. Honorar 10 M. Anmeldungen an Herrn Rich. Hasenkrug, Kai- ser-Allee 22, o)er zu Be ginn des Kursus erbeten. Babels!. Stenogr.-Verein von 1881 uni 51c Venen Vor. Babelsberger. FilbtrntAmbiydnhi zu verkaufen. 051 Atterwcg 861L Weikzeugnätzcrin und Flickerin gesucht 84 »ronfhttter Str.» p. sniit zu teufen: gebrunchte Nähmaschinen auch gebrauchsunfähige. Schriktl. Anaeb. u. 025148 an den Gtehener Anzeig. Donnerstag b. 8. Jau. 1920, abends 7'/, Ubr, eröffnen wir in unserem BereinSlok. Schivkavast, Bahnbofstrahe 7, einen Lehrgang in Stolze'Schrev'scher Stenographie für Damen und Herren. UnterrichtSgeld 10'Die, Anmeldungen erbeten an den ersten Vorsitzenden, Herrn Stadtsekret. Karl Reitz, Rord-Anl. 19, oder zu Beginn d. Unterrichts. Der Vorhand 42c des Stenogr. Vereins Stolze-Schrcv (e. B.). 1,-Geige zu verkaufen. 025194 Kavlansgaffe 5. $Ä# Mädchen gegen hohen Lohn sofort ges. Vermiitl. nicht auS° geschloffen. J. Jncobnobn, Schanzenstrahe 22 p. Suche für sofort tagsüber MMiiUeyffrini. 045 Babuhofttr. 65en. Deutschen volkrpartei Darmstadt Wilbelminenttraste 5, Zchreib- mafdiinen neu oder gebr., mit fichtb. Schrift, mod. neuzeitige Konstruktion, fof. gegen Kaffe gesucht. 70 Angeb. «.Schriftproben an Preziosa, Frankfurt . Es irrirb sich alles auf klären. Peter ist ein Mann, mit dem sich reden läßt." Estrid lachte höhnisch auf. „Ans dem Haust hat er mich gewiesen, rot? eine Dirne, bloß weil ich ihm verschivirg, daß ich vor ihm Jngewart Ferks geliebt. Und dann, als Peter Hörde, daß er auch damit seinem $Vini>? die Heimat nahm, ehe es geborm, hat er mich eingefperrt roie eine G?fangene. Da bin ich ent- ftohen. D.s Nachts über, die Heide — ach Batt, es war schrecklich! Ich fürchtete mich so lehr,' sie sah sich scheu in der Stube um, „und mußte immer nxiter. Wie zerschlagen bin ich nod> heute. Bent war erschüttert von dem wehen Ton d?r Frau, btc sonst falt stets mit leisem -spott oder gar selbstsicher zu ihm gesprochen hatte, als lieg’ die ganze Welt ihr zu Füßen. _ „Es wird sich alles auröarxm, Fr«i Schwägerin, „JR müßt unbedingt zurück tn den Gottes- foog, Ihr begebt Euch aller Rechte, wenn Ihr einfach davonstmit." „Rechte? Wer fragt darnach? Ich roll! gar kein Recht Nur frei will ich sein, frei von dem Mann, der meint, daß, weil er mich geheiratet. Q Schlitz, 1. Jan. Der Turnverein veranstaltete heute nachmittag eine stark besuchte Weihnachtsfeier für Jngend und Erwachsene. Em ansprechend zusammeng.stclltes Programm bot viel des Unterhaltenden, ©qonbercn AnNang fand das Weihnachtsmärchen „Christkindckien im Walde". — 3um 150. Geburtstag Ernst Moritz Anldts fand in der Stadtkirche ein G e d ä cht n i s g o t11ß * dienst statt, bei dem Obetpsarr.r Knodt über die Bedeutung des deutsch-evanmlisch.'n Glaubens und Freiheitshelden für unsere Zeit sprach. —. — (Eine -würdige Weihnachtsfeier hat kürzlich der Bolksbund zum Schutze der deutsch m Kriegs- gegangenen für die bis jetzt aus der Gefangenschaft ** 10 Pfennig kostet das Telephonieren. Die Oberpastdirektion Frankfutt a. M. schreibt: In Fernsvrechtcilnebmerfreifen besteht, wie sich aus Klagen Dritter ergibt, noch vielfach Un Qarbcit darüber, ob und inwieweit sie bei Benutzung ihrer- Anschlusses durch Dritte zu ttftsprächen mit anderen Teilnehmern desselben Netzes sich Gesprächsgebühren erstatten lassen dürfen. Im Interesse der 'Allgemeinheit sei desl-alb daraus hnigewresen, daß auch Teilnehmer, welche die Pauschgebühr zahlen, berechtigt sind, die m Rede stehende Benutzung unentgeltlich zu gestatten, wahrend die Teilnehmer, die die dtesprächsgebuln cntacbUm, sich von Dritten letztere, das sind 10 Pf. für jede Verbindung, erstatten lassen dürfen. Die Erhebung einer Vergütung auch in der Form einer Entschädigung iür die Her gäbe des Raumes, eines Anteils an der 'Lausch- oder Grundgebühr oder in anderer Farm ist unstatthaft. ** Die Behandlung unserer Ge-, sangcnen in Frankreich. Wir erholten nochmals einen Brief, der über die „humane" Behandlung unserer Gefangenen Auskunft gibt: „Man könnte sich lieber umbringen, als noch V? Jahr hier fein. A. R. ist einmal ausgerückt, wieder eingcfangen worden und in die Straf- kompagnie getommen. Mein lieber R., Du wirst ftaimen, wenn Du hörtest, wie es denen gebt. (Ich kann es Dir nicht alle schreiben. Hier 1)01 es auch schon Fußtritte und Kolben stoße genug gegeben. Ein Dolmetscher von uns ist kürzlich bei der Arbeit erschossen worden. Denke an, wo schon bald ein Jahr Friede ist. In unserer Baracke regnet es fast überall durch, nur nicht auf unsere Pritschen, weil wir uns kunstgerecht Weib blech unter der Decke angebracht haben. Dafür ist aber im Gang die rcinfte Traufe. Die ganze Woche wird bei Wind und Wetter gearbeitet. Im vollsten Regen stehen wir draußen und hacken Sterne auf einer Straße Des Sonntags muß sprechend den wechselnden wirtschaftlichen ^dürf- nissen Verwendung finden. Eine Strafverfolgung wird auch dann eintreten, wenn versucht werden sollte, für ein noch angeblich im Besitze des Antragstellers befindliches Kraftfahrzeug Betriebsstoff zu erlangen, dessen Veräußerung der Behörde jedoch nicht alsbald gemeldet wurde, denn Betriebsstoff fanii nur unter der bestimmten Voraussetzung frei- gegeben werde«, daß das betreffende Kraftfahrzeug rechtmäßig im Verkehr zugelassen ist Durch die derzeitigen wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland und den Forderungen der ausländischen Lieferwerke wird es leider unvermeidlich sein, einen Preisausgl ich für die gesamte Einfuhrware herbeizuführen. Um hier für den Freistaat Hessen regulierend zu wirken, wird die Hauptver- teilungsstelle in Darmstadt die Zuteilung entsprechend ter wirtschaftlichen Llisttinssfähigkeit des Antragstellers bei der monatlichen Zuteilung von Bcttiebsswff berücksichtigen. Das hilsswerk für die österreichischen Linder. Im alten Palais in der Wilheiminew- straße laufen die Fäden zusammen, die sich über das ganze Hessenland erstrecken, von deren sachgemäßer Führung das Wohl und . Wehe unendlich vieler Kinder abhängt, die ohne unsere Hilfe dem Hungertode verfallen sind. Die Not in Wien steigt mit jedem Tage und wir müssen alles daran setzen — müssen die letzte Scheibe Brot brüderlich teilen, um den Deutschen in Oesterreich Hilfe in ihren schwersten Stunden zu bringen. Attfruse sind nun genügend erlassen worden, jetzt handelt cs sich darum, selbst Hand anzulegen, damit wir vor unserem Gewissen bestehen können. Es lvird unsere Leser interessieren, wie die Organisation in Hessen gehandhabt wird. Die Durchführung des Hilfswerks für Hessen liegt in den Händen der R e i ch s z e n - träfe für Heimatdienst (Landesabt. Hessen) mit ihrem Sitz in Darmstadt, Wil- helminenstr. (Altes Palais). Unter ihrer Leitung, Verantwortung und Adresse steht das Unternehmen. Zur Vermeidung jeder Zersplitterung steht dieser Zentrale ein Landes-Ausschuß zur Seite, dem neben einem Vertreter der Landesabteilung ein Vertreter des Landesernährungsamtes, ein Vertreter des stäoti- schen Jugendamts Darmstadt als Sachverständiger, ein Arzt, Vertreterinnen von Frauenvereinen, der öffentlichen und privw- len Fürsorge-Organisationen, der konfessionellen Verbände, der Gewerkschaften, und die weiblichen Landtagsabgeordneten angehören. Zur Bewältigung seiner Aufgaben gliedert sich der Landesausschuß 1. in einen Ve r- teilungs - (Arbeits-) Ausschuß, 2. in Pflege- (Orts- oder Bezirks-) Ausschüsse. Jeder Ausschuß konstituiert sich selbst und trägt für seine Aufgaben die Verantwortung, lieber die ihm zur Verfügung gestellten Geldmittel hat er Buch zu führen und Rechnung zu legen. Aufgabe des Verteilungs-Aus- sch u s s e s ist es, in Verbindung mit der Landesabteilung den Schriftverkehr mit Oesterreich zu pflegen, an allen Orten des Hessen landes, von denen genügend Anmeldungen eingehen, Pflege- (Orts- oder Bezirks-)Aus- schüsse ins Leben zu rufen, mit ihnen in steter Fühlung zu bleiben, ihre Arbeiten und die Pflegestellen zu überwachen und die Derlei- teilung der Kinder in die einzelnen Städte und Ortschaften, aus denen Anmeldungen vorliegen, vorzunehmen. An Orten, von denen nur vereinzelte Anmeldungen eingelaufen sind, werden statt der Ortsausschüsse Vcr- trauenspersonen deren Aufgaben erfüllen können. Die erforderlichen Geldmittel hat er zunächst auf dem Wege freier Liebestätigkeit aufzubringen und über sie zu verfügen. Er sorgt auch für die Schaffung eines Durchgangslagers in Darmstadt, dem ein Arzt als Leiter vorsteht, und in dem alle für Hessen bestimmten Kinder beim Eintreffen zunächst Aufnahme finden und ärztlich untersucht werden. Gesunde Kinder werden von hier aus sofort ihren Pflegestellen überwiesen, kranke Kinder dem Krankenhaus überliefert. Gegen Krankheit und Unfall tritt Versicherung ein. DiePflege-(Orts-,Bezirks-) Ausschüsse leisten die Arbeiten innerhalb ihrer Gemeinden bzw. Bezirke. Sie werben Pflegestellen, prüfen diese auf ihre Eignung, insbesondere die Wohnung-, Ernährungs-, Gesundheits- itnb sonstigen Verhältnisse der betr. Familie, und erfüllen nach Möglichkeit die Wünsche der Pflegesdellen inbezug auf Alter, Geschlecht und Konfession der Kinder. Sie haben in erster Linie die richtige Verpflegung und Erziehung der Kinder zu überwachen, etwaige Mißstände zu beseitigen und von jedem vorgefundenen gröberen Mißstand oder jeder schwereren Erkrankung des Kindes alsbald dem Verteilungs-Ausschuß Kenntnis zu geben. Den Briefvertehr zwischen den Kindern und ihren Eltern erhalten diese Ausschüsse auf- good iut Holt röpt, Friegb en goode Antwort)," heißt es zwar, doch hur schweigt alles." Sie schloß hinter Bent Bv.ifen die Tür und hockte s.ch wieder auf den Küchen,ttchl an dem Herd, das Gesicht in die Hände vergraben, und rührte sich nicht. — _ ,___ Der Kapitän aber stand aus der Schwelle be-5 Wohnzimmers und starrte rfmt die blonde Fr.ru, die an dem niederen Fenster saß und Slxx oiö Watt schaute. „ . , Sie wandte, als die Tür klappte, fernen Muk, nur als Bent Bonfen mit schönerer Stimme „Goo- ben Dag" sagte, fuhr sie erschreckt zusammen und sah staunend zu ihm auf. „Was wollt Ihr hier?" herrschte sie ibn an. „Man soll mich zufrieden lassen, sagt das Eurem «Brnbcr ** Maßlos erstaunte Bent über sttne Schwägerin. „Ich oerstebe Euch gar nicht, o-rau Eittw, Peter hat mir feinen An trag litt Euch gegom. Ich komme soeben von List. Enrc Schweller und ich haben den Kranken dorthin gebracht. Es war p Euer Wunsch, daß er aus dem Hanse lam. „Es kann mir vollständig gleich sein, wer im Gottcskoog wohnt, ob Schiffbrüchige oder andere Wahnsinnige." „Frau Estrid," neT Bent, ganz nahe zu seiner Schwägerin tretend, „befinM Euch, Ihr seid wohl franf?" , / , Jfranf?" lachte sie auf, „nein, ganz gesund bin ich. Seht mich nid* an, als zwecselt Ihr an meinem Verstände. Nein, guckt mich nur recht an, so wie ich, sieht eine Frau aus, die man einfach hinausqestoßcn hat aus dem Haipe des Mannes, der gelobte, sie zu schützen und zu lieben. „WaS stcht Ihr denn fo iteif da?" fuhr sic man Wäsche waschen, Holz (>0len und Drahtverhau bauen. Ein Stacheldrahl ist um unser Saget, so hast Du noch nichts gesehen. Du kannst Dir kaum denken, mit welchen Gedanken >vir morgens um 5 Uhr aussteden und des Abends um 9 Uhr schlafen gehen. In der Hölle kann ich mir eS nicht schlimmer vorstellen. Ich kann Dir nur sagen, solche Tage hat es in bet Front nicht gegeben. Meine Uhr ist schon im ersten Sammellager verschwunden. Ich befam sie nach Reklamation mit der Hundepeitsche bezahlt. Das waren die ersten Freuden der Gesangenschaft." Landkreis Gießen. X Wieseck, 31. Dez. Tie Vorlesungen und Hebungen an unserer Volkshochschule gehen nächste Woche weitet. Lehrer Müller nimmt ans Wunsch seiner Höret zu Deutsch auch Rechnen: Montag den 5. Januar. Pfarrer Sattler behandelt in der zweiten Stunde über Soz lalethik daS Kapitel: Arbeit, nachdem in der ersten Familie und Ehe besprochen worden war: Mittwoch den 7. Januar. Die Vorlesung über Sozialgesetzgebung von Berufs- genvssenschaftssekretär Kirchner an Stelle des verhinderten Gewerkschaftsbeamten Becker beginnt am Freitag den 9. Januar. Sie wurde vor den Ferien infolge Erkrankung des Referenten durch eine in letzter Stunde angesetzte Lektüre und Besprechung zweier Kapitel aus Göhres Schrift „Drei Monate Fabrikarbeiter und Handwerks^ bursck>e" in einer alle Teilnehmer befriebigenben Weise eingeleitet. Die drei ersten Kurse von Architekt S e n ß s e l d e r, Schwester Lisa T r 2 m m - ler und Dr. Werner zeigten in bat zweiten Stunden eine erfreulich.' Steigerung der Hörer- sck>ar. Es darf dies auch für die drei letzten Kurfs erwartet roeröen, zumal ein Hinderungsgrund bei Dielen Vcreinsmitgliedern durch Theater proben jetzt in Wegfall gekommen ist. Leute, die, wie sie, aut mancher Vereinsbühne in der Silvesternacht etwas zur Pflege des Heimatsinns geleistet, können wir gerade in der Volkshochschule brauchen. Andrerseits wird es Sache der Volkslwchschule sein, zu versuchen, neben eigner Bühnenarbeit gutes Spiel hiesiger 9kreine in Wiederholungen für die ganze Gemeinde fruchtbar zu recht, wie sie auch den Eltern auf Wunsch Mitteilungen über das Ergehen und die Führung ihres Kindes jederzeit zu machen haben. Bedingungen für die Aufnahme in die P f le ge fte l le n. Die Aufnahme der Kinder hat gründ- : sätzlich unentgeltlich zu erfolgen. Uebenviesen werden nurgesunde Kin- ; der. Erkranken Kinder, so ist sofort der nächst erreichbare Arzt zuzuziehcn, der sie nötigend falls dem nüchstgelegenen Krankenhaus überweist. Kosten für ärztliche Behandlung und Verpflegmtg im Krankenhaus entstehen den Pflegeeltern nicht. Mit Kleidung sind die Kinder ausgestattet. Soweit Bekleidungsstücke noch dringend nötig sind, werden solche von dem zuständigen PflegeauSschuß kostenlos beschafft werden, sobald er sich von der dringenden Not- wettdigkeit überzeugt hat. Der allgemeine Mangel an Kleidungsstücken und die enorm l/ohen Anschaffun^skosten sind bei der Prüfung der Notwendigkeit wesentlich in Betracht zu ziehen. Während ihres Aufenthalts in Deutschland haben schulpflichtige Kinder die Schule zu bcsuckien, soweit nicht der Arzt Kinder vom Schulbesuch befreit. Die Ueberweisung in die Schulen erfolgt durch die Pflege-Ausschüsse, die bei der Bestimmung der Schule nwglichst Rücksicht auf die seitherige Schule, die das Kind besucht hat, zu nehmeu haben. Schulgeld und Aufwendungen für Schulutensilien entstehen den Pflegeeltern nicht. Es wird erwartet, daß sich die zuständigen Stellen durch Gewährung von Freistellen aktiv an dem Hilfswerk beteiligen. lieber dieDauerdesAufenthalts der Kinder in Deutschland kann im voraus nichts bestimmt werden. Länger als V2Jahr wird der Aufenthalt wohl nicht dauern. Die Pflegeeltern haben sich auf diese Dauer zu verpflichten. Um das Risiko, das übernommen wird, auf das geringste Maß zu beschränken, können nur Pflcgestellen berücksichtigt werden, die in der Lage sind, für die Kinder gut zu sorgen und bei denen man das Zutrauen haben kann, daß sie es auch wirklich tun. Deshalb werden alle Anmeldungen von Pflegestellen peinlich genau zu prüsen sein. Vorgedruckte Anmeloe- Formutare mit Prüfungs-Vermerk sind ourch die Pflegeausschüsse dem VerteilU7rgsattssck)uß einzureichen. Für die E r n ä h r u n g der Kinder ist bei den zuständigen Ortsstellen die Abgabe der Lebensmittelmarken zu beantragen. Der gesamte Briefverkchristzu führen unter der Bezeichnung: „Hilsswerk für die Wiener Kinder." In Darmstadt liegen etwa 500 An => Meldungen von Familien, die ein Kind aufnehmen wollen, vor. Wann der erste Transport Oesterreich verläßt, ist noch nicht festgesetzt, jedenfalls wird die erste Januarhälfte noch vorübergehen. In der Zeit vom 1.—10. Januar werden Mitglieder unseres Landesausschusses nach Wie:: fahren, um dort mündlich mit den zuständigen Behörden zu verhandeln und evtl, den ersten Transport gleich mitzübringen. Sammlung in Gießen Zum Besten des Hilsswerks für die österreichischen Kinder hat bereits vor Weihnachten auch der „Gießener Anzeiger" eine Sammlung cingelcitct und eine Liste in der Geschäftsstelle aufgelegt. Leider sind die Zeickmungen nicht in dem Älaßc erfolgt, wie sie erwartet werden mußten Der Gcsamtb.trag erreicht noch nicht die Sunlmc von 3000 Mk. Wir lassen nachstel^end die Liste der Zeickmer folgen unb hoffen damit einen Anstoß zu erneutem Opferwillen zu geben. Lilli Lipper 100 Mk., Armand und Eleonore Lipper 100 Mk., Verein der Sabarinbuftriellen von Gießen und Umgegend E. V. 2000 Mk., M. unb A. Tasche 10 Mk., Ungenannt 5 Mk., M. unb O.B. 10 Mk.. Ehr. Georg 10 Mk.. . W. Hanfel 20 Mk., Carl Horn 50 Mk., G. Sch 5 Mk., Bratfisch, Ludwig 50 Mk., Verleger R. Longe 300 Mk., Ungenannt 3 Mk., Prätorius 2Ö Mk., Frau Oberlehrer Sckimidt 10 Ml., Johs 1 Lenz 10 Mk., Ungenannt 5 Mk. G. D. 5 Mk.. Ungenannt 2 Mk., Lehrer Schweitzer, Dbenbaufeu । 5 Mk., F. Bender L Co. 100 Mt. Zusammen > 2820 Mk. A«r Statt «nd Land. Gießen, den 3. Jan. 1920. Ruhr—Frankfurt über Gießen. 2»e Verbindung des rhrrn- unb westfälisch-u Jnd-ristticaebittes mit Frankfurt a. M. und Süd- bcutkükmo nimmt -vust seinen natürlichen Weg Ling-3 des Rlieins, der jetzt wegen der Besetzung den meisten Rcisetrbcn »'rschlossen ist. Tie Eisern bohnverwallung hat deshalb Lin-gif V--Züge zwischen Duisburg und Frankfurt über Gießen eingelegt, die das besetzte Gebiet nicht berühren. Sic, geben von Duisburg 7,16 nachm., von Frankfttri 2,00 Uhr. Der ’dbtcrnng ist aber to groß, daß sic dem Bedürfnis nicht genügen. Der Minister der öffeMlicheti Arbeiten bat deshalb jetzt, wie aus Elberfeld berichtet wird, genehmigt, daß ein zweites D-Zugpaar auf ti^ent Wege ausgenommen wird, lveirn die notigen Sohlen und Loko- irwttven zur Verfügung stehen unb der Güterverkehr dadurch nicht behindcrt wird. Tiefe Züge geben von Duisburg etioa 4,00 nachm., von Essen 4,31 und (mb in Gießen 10,05, in Frankfurt 11,57; ab Frankfurt 7,20 vorm., von Gießen 9,01, an Bochum 1,31, an Tuisburg nach 2 Uhr. Diese Veriim-mg zwi'chen Ruhr, Wupper unb SüddeMschimd nxrb ohne Zweifel baß) zur Verfügung stehen. Benzi«. Die G^lrerbeinspektion Darmftabt Hauptverrei- lungsstelle von Betriebsstoff für Verkehrsztvecke niad)t darauf aufmerksam, baß es irn eigenften unb allgemeinen Interesse des Auftragstellers liegt, daß der von der oben genannten Stelle freigegebene Betriebsstoff umgehend, b. h. sofort bei der Betriebsstoff iieremben Firma bestellt wirb, andern- alls über die freigegebene Menge zu Gunsten anderer Auttagstell-er verfügt roerbeit muß. Die Kontrolle hat in einigen Fällen ergeben, daß erhebliche Uebermengat zur Freigabe beantragt wurden, und baß aitch von einigen Firmen trotz des Antrages Bettiebsstosf zum Verkauf angeboten wirb. Es wirb beshalb barauf hingewiesen, baß Belieferungen in solchen Fällen unterbleiben werben, b-w. Strasanttag wegen mrzulässiger Weiter- verwendung bes freigegedenen Betriebsstoffes erfolgt. Das bern Freistaat Hessen zur Verfügung geiiellte Kontingent kann baber nur jeweilig att- Naulwuchfelle kauft jedes Quantum ».zahlt die höchsten Tagespreise auch für alle anderen Häute iu Felle M. N«?;, Felihandlung § Marktplatz 17. Telephon 2183. tVnmaeMrterr veranstaltet. Stadtpfarrer Boeckner Hielt btc Ansprache. Gräfin Elis abeth, die ihr ganzes Tun in den Dienst der soziale Fürsorge stellt, überveichtc jedem Leimkehrer einen künstlerischen Farbendruck von Schlitz mit der Widmung: „Zur Erinnerung an die Heimkcchr aus der Ge- fanaenschafl, Weihnachten 1919." Gras Wil- Helm ließ jedem Heimkehrer ein Paketchen mit Zigarren überreichen. Vierstimmige Chöre unter Kantor Bohls Leitung und gemeinsame Volkslieder, darunter das Schützer Heimatlich, verschönten die Feier, bei der man aber auch her noch etwa 20 in Gefangenschaft weil.ndm Schätzer gedachte. Vor Weilmachtm waren diesen schon Pakete nnb Werb- nachtsgrüsze übersandt worden, vom Volksbund sonwhl als anch von den Konfirmanden unb den Schülern der 2. Klasse. Aus dem Schlitzerland, 1. Jan Im abgelausenen Jahre sind in Qu eck 12 Paare getraut worden, eine in dem Heinen Otte rod) nie erreichte Zahl. — Die Pfarrei Willofs-Udenhausen, die seit Mitte Mai 1915, nachdem Pfarrer Möbus ersetzt worden war, verwaiit war, ist mm durch Pfarrassistent G. Schmidt aus Lollar wieder neu besetzt worden. Hessen-Nassau. kr. Frankfurt«. M., 30. Dez. Die heutige Stadtverordnetenversammlung unterhielt nach Einführung der Stadtvevvrdneten Heck, Crenter (Sez.) mW Eichmann (Demokrat) über zwei Stunden über dir Wiederein stell uug de4 breici.Ttel Jahre vom Dienste beurlaubten Bvanddirekliors ÄlÄnkers, den man seinerzeit wegen schlechter Behatwlung seiner Mannschaften und technischer Unterlassungssünden vorn Amte suspnt- fcvert hatte. Nun f,xibcn sich seine Verfehlungen alH ein nid)!5 lvrausgeswllt und er kann trotz, des Widerspruchs der jvMlistischen Parteien wndr Dienst tun. Eine grötye Deliatte gab eS dann auch über die Nacherhebung eines fünften Steuerquartals, wodurch die Frankfurter Einkommensteuer v-m 223,5 Prozent auf 406,8 Pvozcnt steigt. Die UnablÄngigen lehnten eine Erhöhung vet Steuern grundLtzlich ab, alle emoereu^ Parteien mussten ange.ichts der Finanzbige der S.adt il^;c Zustimmung zur Vorlage erteilen, jedoch soll die ganze Materie noch eiimml im Hauptausschuß durchberaten werden. kr. Frankfurt a. M., 30. Dez. Die scheu Krankenanstalten, die fettTX’t mit einem jährlichen Zuschub von 3,8 MiNnnlen Mark auskamen, mvrbertrn bisher einen Zuschuh von über 25 Miliwnen Mart. B merkt muh mctlen, daß aber erst dreiviertel des Wirtschaftsjahres ab- grlaufen ist, daß sich also der Zuschuß noch weiter erhöhen wird. u, ff. Fran kenbach, 30. Dez. Die hier- ab- gehaltene Versteigerung von amiÄ-er-nd 400 Festmetern Nutzholz brachte der Otemeinbe eine Einnahme von 151 000 Mk. Wäre die O^eimnnde, als sich die Geleacrrhrit dazu bot, an .die Lichtleitung angeschlossen und mit Wasserleitung aus- gestattet worden, so stände sie jetzt sckytldenfrci da. Hoftcuilich ermutigt der Erlös unsere Gemeinde- oerttctung, den Einwohnern diese norwmdigen Anlagen zu verschaffen. hl. Frielendorf (Kr. Ztegenhmn), 2. Jan. Die Entwickelung der hiesigen Zechen bat einen uuaewost.rten Aufschwung genommen. Es ftrtb jetzt über <00 Arbeiter beschäftigt und 75 Be- mnte. Die Förderung der Kohle ist um em Mehrfaches gesti gen, so daß die hessische Industrie zum Ät Teil mit der Frielendorfer Kohle versorgt kann. ~ hl. WiYenhansen, 2. Jan. Ter Landrat gibt bekannt, hob Vieh, dessen Vorhandensein verheimlicht wurde, für den Kvmmunalverband beschlagna^nt wird. Ten Diehhaltrrn, die ihr Vteh dishcr nicht anmelden Sonnten, wurde eine Frist W*miT 31. Dezember v. Js. «wälwt. Wer dem Landrot nach den«. 1. Januar 1920 Vieh nachweist, daS bei der Zählung verheimlicht und auch nicht nach gemeldet nmrde, erhAt bei Großvieh hundert Mark, bei Kälbern, Schweinen und Sck)afen für jedes nachgewiesene Stück fünfzig Mark Belohnung. Dasselbe gilt auch für die Zukunft für die Nicht- -Sübbeutsck?en <241. Preußischen) Klafsrnlotterie. — Tie Veranstalterng von Verlosungen inner halb deS Freistaates Dessen. — AuSfchust unzuvestäs iger Per'oncn vom Handel. — Enver, s o e fürstr,e. — Kstegsgesangenen- heimkehr. — Au enthalt ehemaliger feindlsckn°r Kriegs- imb Zivilgefangener im Deutschen Reiche. — Erlast einer Ortssatzung sür den Was crbezug aus beni Wasserwerk der Gemeittdc Belle.rsh— Stenographie. Gießen, 2. Jan Der Stenographen-Ver- ein Stolze-Schrey eröffnet am 8. Januar, abends 7i/e Uhr, in feinem Per inslokal Schlpkapaß, Bahnhofstraße 7. einen Lehrgang in Stolze-Lckneyscher Stenographie, worauf wir an dieser stelle besonders himreifen. (Siehe Anzeige.) Sport# = Bad-Nanheim, 1. Jan. Die Errichtung eines Schwimm-,und Sonnenbades wird für unsere Badestadt schon lange alö ein Bedürfnis erachtet. Vor dem Kriege war man der Lösung der Frage nahe. Nun ist die An- Gelegenheit von nntem oufgcgnffea worden Auf Arwegung des Turnvereins 1860 sand eine gemeinsame Besprechung des Turnvereins 1860, Sportvereins und Männerturnvereins statt, wob.i Turnwart Jng. Woks vom Tv. 1860 d r ei für unsere Stadt in Befrackt kommende Projekte eingehend erörterte. Deschlossen wurde, in einer Eingabe an die Stadtverwaltung die Ausführung eines der Projekte zu fordern. — Der Turnverein 1860 hat bei seiner Weihnachtsfeier für den Turnverein Frankenthal, helfen Turnhalle kurz nach Verlassen her mavokülnmchen Truppen ein Raub der Flammen wurde, die Summe von 200 Mk. gesammelt. Kirche und Schule# Q Lauterbach, 30. Dez. In den Kirchenvorstand wurden wielergewä tt Bürgermeister Stöpler, Beigeordneter Schtedelhuth, Rechnungsrat Frieß, Fabrikant Stimtl) und Landwirt Möver: neng.ivL k! W. Wenzel, H. Wienoli.- mio Lehrer Rinner. — Der 14 Jahre dem Kirä)c>^ vorstaird angehörige Kaufmann Karl Möller II., ein Mitkämpfer von 1870/71, ist plötzlich vcrstv'.- beu unb wurde unter großer Beteiligung zur letzten Rul)e geleitet. = Lich, 29. Dez. Auf Anregung der sozialdemokratischen Partei sprach in einer gilt besuchten öffentlichen Versammlung im „Holländisch n Hof" Prof. Weißaerbcr-Gi.ß u ülrcr „DicVolks- kirche in Hessen und ihr Aufbau". Unsere alte Kirche sei ein.' Klasfeukirche g-rv'sen. k müsste jetzt eine Bolkskirckft ni.rbm, an deren Aufbau die arbeitenden Schichten des Volkes mitarlkitcit müßten. Die Sozialdemokratie lm^' »war die alte Kirche, nie aber die Religion v kämpft. Solle eine wahre Volkskirche, in ber alle Sland svorr.chte und Unterschiede verschwiitden, g-.ichaffeu roerben, so müise das Wahlrecht demokratischer ttKrbrn In der Dolks- kirche müsse alles Dogmatische und B kenntuiö- mästige zurücktteten' lyint-t ber Glaulnmsfrinbeit. Der Vortrag, an den sich eine Aussprach.' leibet nicht ansck'lost, wurde mit Beifall aufgenommen. ra. Aus Hessen-Nassau, 2 Jan. Das Prvvinzialschulkollegium m Kassel hat für bas Schuljahr 1920/21 folgende Frrinwrbnung festgesetzt: Oxern: 31. März bis 15. April; Pfingsten; 21. Mai bis 1. Ium; Sommerferien 9. Juli bis 10. August; Herbftserien: 29. September bis 13. Oktober: Weihnachten: 22. De^inl« bis 4. Jan.; Beginn der Osterferien 1921: 23. März. Kunst und M ss nschaft. rm. Darmstadt, 2. Jan. Tie Erstaufführung ieS Lustspieles „Liesekotl von der Pfalz" von Rudolf Presbor und Leo Walter Stein, die am Silvesteral>end im Landestboater stattfand, zeigte ein bühnenwirksames, mit gutem Humor rntb Sachre ausgesdattetes Werk, das durch Brmw Horprecht vorzüglich iuszeniertt war. Die sein zahlreichen MiUvirkerüen trugen fast ohne Ausnahme dazu bei, baß die Neuheit van dem ausoerkausten Hau.se mit lebhaftem Beifall ausgenommen wurde. me. Frankfurt a. M., 2. Jan. Reinhard Görings Drama „Scapa Flow" wird im hiesigen Neuen Theater zur Uraufführung kommen. yoKwatjer. Köln, 2. Jan. (Wolff.) Seit gestern nachmittag ist der Rhein um 14 Z.mttmeter gesunken. Der Pegel stand ist jetzt 8,46 Meter. Mainz, 2. Jan. (WvlffO Der Rhein ist feit wrqeftern um weitere 10 Zentimeter gefallen. Das Sinken des WasserstandeS dürfte letzt gröhc-re Fortschritte machen, da leichtes Frostwetter nn- getreten ist und auch von den Statwnen des Oberrheins fallendes Wasser gemeldet wird. Vermlschte». * Eine HinrichtungS-Ta xordnung. Einen recht schauerlichen Einblick in das grauen* hafte Gerichtsverfahren in alter Zeit gewährt das folgende auS dem 15. Jahrhundert stammende Der- zeichnis ber Löhne, welche die Scharfrichter zu Darmstadt und zu Bessungen bei Exekutionen zu fordern hatten, wozu dann noch die „ftoft" hinzukam: „Einen Malefikanten in Oel zu sieden 21 fl„ einen Lebendigen zu vierteilen 15 fl. 30 k., eine Person mit dem Schwerte hinzurichten vvm Leben zum Tobe 10 fl., so bann den Körper aufs Rad zu legen 5 fl., desgleichen den Kopf auf Spitzen zu steckhen 5 fl., einen Menschen zu viert Teilen zu verreißen 18 fl., um einen Menschen ober Dilinquent zu henckheu 10 fl., den Körper zu vergraben 1 fl., einen Menschen lebendig zu spißen 12 fl., eine Hex lebendig zu verbrennen 14 fl., bei einer Tortur aufzuwarten, so man berufen roirb, 2 fl. 30 h., um einen spanischen Stiesel anzulegen 2 fl 30 h., einen Delinguenten, so in der Falter gezogen wirb, 5 ft, um eine Person ins Halseisen zu stellen 1 fl. 30 h., eilten mit Ruthen ausstteichen 3 fl. 30 !., den Galgen aus beit Rücken zu brennen ober aus die Stirne und Backen 5 fl., einer Person Nase unb Ohren abzuschneiben 5 fl., einer Person Land unb Ort zu verweisen 1 fl. 30 k., habet zu wissen, daß bei jeher vollziel-enben Exekution dem Scharfrichter die Kost und Verpflegung frei zu verschaffen ist." * Tas Amtsgeheimnis. Eine lustige Geschichte Dom Gelehrtengezänk, bas nun einmal in ber Geschichte ber Wissenschaft nicht aus- 3Urotten ist, erzählt Felix Dahn in seinen Erinnerungen. Zwei Königsberger Prosessoren, die in bitterster Feindsckwit lebten gerieten einst in der Abenddämmerung im fbunfien Sprechzimmer der Uniberfitdt, wo sie stch allein glaubten, heftig alleinander, unb ihr Streit gipfelte in den Worten. „Du Ochfe! — Du Esel!" Da ertönte plötzlich aus ber dunkelsten Ecke des Raumes bas Wort: „Meine Herren Kollegen — es bleibt Amtsgeheimnis !" Büchertisch. — DerOrchibeeng arten. Phantastische Halbmonatsschrift. Herausgeber: Karl Hans Swbl. Nr 15. 1 Sonbernummer: Phantastische Liebesgeschichten, Preis 80 Mk. — Dieie erste Sondernummer der pl-antastischen Halbntouatsichrist „Der Orcbioee.lgarten" bedeutet unzweiielh'ait etnm auserordentlicken künftleen Er^o g. Die pl^cn-- taiiische Literatur ersülxrt durch dieses umfang- reidje Heft eine nicht umweseiittiche Bereickrerung. Nelen Mobentstem wie Kasimir Edschiuid's plastischer, von Elsriebe Plaichinger-Eoltrlli lllnstrier-- ter Novelle „Die Verführung" bringt bas Heft eine unheimliche Liebesgeschichte C^valier Florians, eines Neffen VoltaiveS, die St. Rabuö illustrierte, unb eine nicht minder spannende Novelle von Nicolas de Troyes „Der gekreuzigte Pfarrer", illustriert von O. Limtekogel. C, Moceck^s aus den Tiefen indischer Mystik geborene Skizze ,,Aso- kadattas zweifache Liebe" steift neben einer Nachdichtung aus ber frühen deutschen Miituelyrik oer Venussahrers Ulr. v. Liechtenstein. So umfaßt dieses Heft, heften farbigen Umschlag Sepp Frank zeichnete, mit feiner zahlreichen StreuMafthik von Kley, Beabdsley, Johrnnvt u. a. nicht nur zeitlich unb national alle Zonen, sondern auch gehaltlich alle Möglichkeiten des unerschöpflich trieben Gebiete« der LiebeSphantastik. Kirchliche Nacheichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag den 4. Ion. schränUer Haftpflicht" mit dem S:tze zu Inheiden. Gegenstand des Unternehmens ist gcmcinschoftUcher Einkauf von Verbrauchs stossen und GegensvSnden des landwirtschaftlicl-en Betriebes, sowie gemeinschaftlicher Verkauf landwrnschafUiäM E^eugnisse. Tie von der Genossenschaft ausgehenden öffentlichen Bekanntmachungen sind unter der Finna der Genossenschaft, gezeuhnet von zwei Vvrstandsmitglie- dern in dem VekbandSorgan „Das Hessenland^" auszunetzmen. Tie WillenserklLruna und Zeichnung für bte Genossenschaft muß durch zwei Vvrstmrdsmrtgsie- der ersolgd)rcinev, l Schneider, 1 Glaser, 1 Buchbinder, 1 Schäftemacher, 1 Platzoerireter, 1 Schreiner für Fabrik. Lehrlinge: 1 Schreiber, 1 Kaufmann, 1 Stein dauer, 2 Schmiede. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 4 landrv Knechte und Arbetier, 2 Mechaniker, Aulomobil- Moiorschloüer, Treber und Werkzeugmaschinen' arbeiter. 1 älterer Eisendreher, 1 älter. Maschinenschlosser, 1 Dachdecker, 12 Schreiner, 1 Friseur, 50 Feldbereinignngsarbeiter, 4 Schneider, drei Schuhmacher, 5 Keffelschmiede, 1 Kutscher, ein Schlosser, der autogen schtveisten kann, 1 Käser, 1 Wiegemeister, 100 Krankenträger, 400 Steinbrucharbeiter, 120 Mechaniker, 20 Metallgraveure, 10 Polsterer. Vebrlinge: 1 Schreiner, 1 Bäcker. GS suchen Arbeit: 5 Backer, 2 Schriftsetzer, drei Buch» und Steindrucker, 1 Schweizer. Kaufleute, Schreiber und Reisende, Packer. HauSburschen und Ausläufer, 1 Former, Maschinenschlosser, Bau schlosser, Mechaniker. 1 Gärtner, 1 Konditor, 3 Soenaler u. Installateure, 8 Hetzer, 1 Wagner. 1 Krankenpfleger, 3 Schmiede, Weißbinder und Anstreicher, 2 Chauffeure, 1 Treibriemensattl-r, 2 Dreher, 1 Pflasterer, 2 Tapezierer u. Polsterer, 2 Maschinisten, 3 Metzger, 1 Architekt, 2 Techniker, 1 Küchenchef, 1 Oberkellner, 1 Kellner, 1 Gold- arbeiter und Uhrmacher. Lehrlinge: 11 Schlaffer. 1 Gärtner, 2 Schreiner, ein .Kellner, 1 Dreher. 2 Friseure, 1 Schuhmacher oder Schneider (Ärienöbeftyäötgter), 3 Mechaniker, ein Metzger, 1 Orgelbauer, 1 Schuhmacher, 13 Kau - ieute und Schreiber, 8 Elektromonteure «. «teefr niker, 2 Techniker. Weibliche Abteilung: ES können eingestellt werden: ». bei hiesigen Arbeitgebern: Mädchen tagsüber, Dienstmädchen, Lauffrauen und »mädchen, Putz» krauen, tüchtige Alleinmädchen, 1 Flickerin, eine Waschfrau. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 2 landwirtschaftliche Dienstmädchen, Dienstmädchen. Hausmädchen. 1 einfache Stütze, AUeinmädchen, eine Haushälterin für lähbL Haushalt. Eg suchen Arbeit: 1 Verwalterin für Kantine eveml. auch als Köchin, 1 Lehrmädchen für Wuto» Seschäft, ein Fräulein tüt Buchführung für die ibendstunden, 1 Frau für halbe Tage zu Kindern. y bei 7 Arbeitstagen : 0,42 Ml. 0,63 „ 0,84 „ 0,36 0,54 0,72 0,90 1,08 1,26 1,44 1,62 1,80 2,16 2,52 2,88 3,24 3,60 Los 11 -= 2 Fichtcnstämme 3. Kl. = 2.88 Fstm. 2 „ 4. „ = 2,30 „ 11 „ 5a „ - 6,14 „ 13 ,, 5b „ - 2,76 „ Das Holz ist aufgearbeitet, aber nicht entrindet. Vermessung erfolgte mit der Rinde. Etwaige spätere Entwendungen wegen der Vermessung sowie der Gute des Holzes werden nicht berücksichtigt. Vorherige Besichtigung wird empfohlen. Das Gebot geht auf den Festmeter und ist für jedes Los besonders ab^ugeben. Geaen ausreichende Sicherheit wird Zahlungsfrist biS 1 Mat 1920 gemährt. Angebote sind verschlossen und mit bet Aufschrift „Submissionsholzvernmf" versehen bis spätestens Samstag bett 10. Januar 1920, vormittags 11 Uhr, an Den Oberbürgermeister bet Stadt Gießen einzureichen, woselbst um die angegebene Zeit in Anwesenheit etwa erschienener Bieter dir Eröffnung der Angebote ftattfinbrt. Wegen vorheriger Besichtigung des Holzes wende man sich an die obenerwähnten Forst« warte. Nähere Auskunft erteilt auch die Oberförsterei Gtcßen. 49 b Gießen, den 24. Drzemker 1919. Der Oberbürgermeister. I. B : vr. Rosenberg. Allgemtiiit LMrailkkllklißt Glkßkii Die Ausschußsitzimg vom 12.12.19 bet beschlossen, die Betträge ob 1. L 20 von 5*/a aus 6 Prozent zu erhöhen. Vorbehaltlich der Gernchmimmg des Oberversicherungsamts kommen deshalb ab 1.1.20 folgende Wochenbetträge zur Erhebung: g) bet 6 Ar- I witstuaen: Bekanntmachung. Betr.: Skrofulöse Kinder. Soweit es Die allaemeine Lage zulätzt, beafi sichtigen wir, im nächsten Sommer wieder einr Anzahl unbemittelter skrofulöser Kin der, bereit Eltern im Sperkas senbezirl wohnen, aus Kosten unserer Kasse zwecks Gebrauchs einer Badekur in Bad-Nauheim ober einer andern der Kinderdeilanftalten Hessen«: unterzubringen. Anmeldungen, welch? durch die Bürkp'rmristi reien oder die Pfarrämter biS spätcstenc Ende Januar k. I s. etttzuveichen sind, müssen mit ärztlichem Zeugnis belegt fein, aus welch,, hervorgeht, oaß die Kur notwendig ist, und mit einer amtlichen Bescheinigung, daß die Eltern nicht in der Lage find, die .Kosten selbst bestreiten zu Wunen. 20p, G i c 6eit, bm 31. Dezember 1919. Bttirksspatkasse Gießen. Zacheis. „ xn , .. Zehrirngsttasse 0,24 Gießen, den 2.Januar 1920. Der Vorstand Fichrensdangen: 268 St. 1., 797 St. 2., 749 Sl. 3< 145 St. 4. Kl. Distrikt Gerthe Heck. Fichtenstämme: 6 St. mit 1,02 Fstm., Fichtenstangcn: 179 St. L, 341 St. 2., 713 St. 3„ 637 St. 4. Kl. Zusammenkunft auf der Straße Fvankenbach KirchverS. 351? Weber, Bürgermeister Betr.: Belohnungen von Dienstboten. Bekanntmachung. Soweit es dic Berhältnisse zulcckfen weroen, sollen auch im nächsten Jahve wieder Belohnungen an Dienstboten be8 Sparkassen bezirkes verteilt roerben. Belohnungen können von 5 5 Jahren solch Dienstboten im engeren Sinne erhalten, welche bei der Herrschaft Kost und Wohnung haben und sich darüber sowie Über gute Führung durch Zeugnisse ausweisen können. Bon Vollendung der 5 Dienst whre kann nur bann im letzten Dienstiahre ab gesehen werden, wenn der Dienstaustritt dirrch Einberufung zmn Hcevesdienst, durch Auflösung bei Its ober durch Gründung eines eigenen Its erfolgt. werden hierr«ch alle diejenigen Dienst boten, welche nach diesen Bedingungeu auf einr Belohnung glauben Anspruch erheben »u kömven, auf gefordert, sich unter Borlage der vorhanbenev Dienstbücher, k;w. eines Anmelbeansweises»ieine< Zeugnisses der Herrschaft über gute FtkhrAng, sowie, eines etwaigen Sparkassenbuchs (die Angabe her Nummer deS BuckrS genügt ebenfalls) be. unserer Kasse ober der Bürgermeisterei dcs Wohn orts bis zum 31. Jammr 1920 zu melden Die Bü des Bezirks werden kcunttmachimg auf geeignet« ntniS der Qrtseinwvhner m bringen ersucht, vor Weise zitt Statt Karten! ein Verlobte Siehe«, den 3. Zmmar 1920. Lich, Iaimar 1920 i 4U Statt Karten! Schwerte, Januar 1920. 01» Lich Gießen igarren Oil u, Preir per Mllh t i i z. 3t. Ortenberg (Hessen), 2. Januar 1920. , Gießen 01658* Marie Holmelm Willi Mielde Für die uns anläßlich unserer silbernen Hochzeit in so überaus reichlichem Maße erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir auf diesem Wege recht herzlichst. Emmi Müller Hans Madaus Verlobte Tordy Kasper Wilhelm Egly Verlobte Lieschen Dorbach Herrmann Stein Verlobte Johannes Nebel und Frau Else geb. Hahn zeigen ihre Vermählung an. Lina Lißmann Christian Zimmer Verlobte Ihre Vermählung zeigen ergebest Ludwig Döring Lina Döring geb. Wagner Druckte aller Irl v«rt Ile Brlhl’eehe Üelv.-Dree 50r die anläßlich unser« Vermählung erwiesene Austnerksamkett sagen wir herzlichen Dank. Hermann Hatting u. FraüMarie geb. Scheid Statt Karten! Lüneburg Silvester 1919. Cb «stabt 3. Januar 1920 Gießen Breslau den 1. Januar 1920 | Statt Karten! l Die glückliche Geburt eines gefunden, 1 kräftigen Mädchens zeigen hocherfreut an Dipl.-Ing. Philipp Römheld !und Frau Friedel geb. Münker. Friedrichshütte bei Laubach, Slkvest« 1919. l..«................................................-n-r GOWMM stestetzeov in 91 WW.AMer,VMW und W wozv fcennülilhff ellilllveu Die Dorflände. £ KRÄUTER HMRWAMER Vogtsche Privathandelsschule Gießen Geetbeatrafie 82 Telephon 8064 BINDER* KETELS Prospekte und Auskünfte durch die Schulleitung. 392 Gäste sind willkommen. 73 Generalvertreter: Ludwig Schöck, Goethestraße 35. Fernspr.: 224. V*ti Anfang 1 Ubr [0107] ES labet freundlichst ein SSladb ?n,der I Tanz-Unterricht! Mitte Januar beginnt ein neuer 087 102c gegen Kaiser-Allee 097 Sonntag: Tanzvergnügen Ee ladet ein Schlüter. 119 Legler Wetzet«ingasee 31. 76 Gießen, 2. Januar 1920. 116D Arbeitsgemeinschaft -.Angestellten. r.trem offerieren 41 wmiiiniimiii iiiliiHiniimwifflil JTAßK ALKOHOLHALTIG 51AßK SCHÄUMEND Verein der Gastwirte von Gießen u. Umgegend (et ein Hans Mainzer. E Einhorndiele —| Täglich Fünf-Uhr-Tee e— mit Künstlerkonzert 8 I Tu?.?6 Künstler-Kapelle g • F. SEEBOLD. 0104 • Verein für Rasenspiele 1900 e.Vl „Zum Ostend“ m Alle diejenigen Landwirte, welche meine im Betrieb befindliche 1120 Kleadrescli - Wsungsmaschine benützen wollen, werden ersucht, sich bei mir au melden. Vorheriger Flegeldrusch nicht erforderlich lilhe'm Seniler, OoliKcliineitaita, Griedel Tel. 38S, Amt Butzbach. Baduttation Butzbach, Stricklumpen kauft zu den höchsten Preisen. Süskind, Neuenweg 29 Kernruf 517. §9 nachmittags 2l/3 Uhr: Fußball-Wettspiel Sportverein „Merkur“ Gießen I. -----► Wallruth-Zigaretten A---- Unsere Frankhirt a. I Mainzerlandstraße 51 :: Moselstraße 64 Telephon Römer 7898 Ist eröffnet. Zigarettenfabrik Wallruth Co., Stuttgart Frankfurt a. 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