Erster Blatt KO. Jahrgang Samttag, 2. Oktober 1920 Nr. 252 D« Siebener Lnzeiaer rrschcint täglich, außer Sann- und Feiertag». Bewflsprdfe: Monatlich Mark 3.60 ÜndMK.-.6STrägerloh-, v.erteljährlichNiark 10 80 undDlk-l-dSTrägerlohn; durch die Post viertel. -ehrlich Mark 12.- öu»Ichtt-bllch Destellgeld. ^eralprech.A« sth lüste: firbieSd)rift[ftnmgH2; Verlag,Gelchäftsstelle 51. Sajchrifl für Vrahtnach. richten Lireiaer Stetze». p^h4earak- teristisch, daß unter dem Zeichen der Brüsseler Konferenz es wieder bürgerliche Phan- t ast en sind, die dem erwähnten Moloch ein neues Mahl 'bereiten wollen. Als Vorbote der neuen Tagung deutscher Pazifisten in Braunschweig erhebt Graf M v n t g e l a s im „Berliner Tageblatt"" die Forderung, die Leipziger Sühneprozesse müßten mit größerem Eifer erledigt werden, damit das Ausland unseren guten Willen erkenne und dem gegebenen Beilpiel folge. Die Nationen müßten vor ihren Türen endlich den alten Schmutz fortfegen. Diese Arbeit am Kehrichthaufen wird ihre heit^keilswirkung jenseits der deutschen Grenzen nickt verfehlen. Man gönnt uns den Lumpen und die Bürste gründlich, wird sich aber in Paris und London von dem Arbeitseifer nicht an stecken lassen, obwohl Graf Montgelas auch Anklagen gegen die Entente erhebt, sondern sich wir befriedigt den wohlgepflegten Bart Zeichen. Nicht ohne Vergnügen lesen wir heute im „Vorwärts", einem Blatte, das feit langen Jahren systematisch das eigene deutsche Nest beschmutzt hat, eine Auseinandersetzung mit jener Sorte von Pazifisten, die im „Berliner Tageblatt"" und ähnlichen Organen ihre Förderung erfahren. Der Neuschweizer Pazifist Professor Friedrich Wilhelm Forster, der, woran der „Vorwärts"" jetzt ernmert, sich früher nicht genug für die Reinheit der Kriegsziele der Entente verbürgen wnnte, warnt in der „Rassischen Zeitung" tot der „Hetze"" unserer nationalen Kreise gegen die Sieger. Äe Folge davon wäre, o sagt er, eine Steigerung der französischen Unversöhnlichkeit. Aber lassen wir hier den -.vorwärts"" selbst sprechen, wie er über die vedankengärrge Försters ironisch referiert: .. "ünd diese Folgen wußte er (Förster) recht '.chauerlich — zu schauerlich sogar, um wirksam zu — an die Wand zu malert: setze die Reak- non chr chauvinistisches Treiben fort, dann werde emes Tages das französische Staatsoberhaupt nach ^llnnka fahren, wo der Deutschenhaß noch immer JJJJ W, und dort die öffentliche Meinung gegen Deutschland mobil machen. Dann werde die ganze wrenkonische Industrie und Technik im Bunde mit mit Deutschland ein neues Mal, und Mal endgültig, ab rechnen. Deutschland werde Sintflut von Eisen, Feuer und Gas vec- >nchtet, iern Volk ausgerottet werden."" i war natürlich nicht zu erwarten, daß r „Vorwärts"" für die hier erwähnte „Reak- * ™ Deutschland eine Danze brechen in S1 seinem Referat hinzu, daß ver Tat die Deutschnationalen in diesem Sinne eine Gefahr seien, fährt aber bann wörtlich fort: „Aber cs hieße nur halbe Arbeit im Interesse des Friedens leisten, wenn man sich mit der Bekämpfung des deutschen Nationalismus begnügte und so täte, als wäre dieser eine rein künstliche Erscheinung. Professor Förster macht es sich in der Tat sehr leicht, wenn er sein „Discite moniti! GzSemt, ihr seid gewarnt"") an die Adresse des deutschen Volkes hinausgeschleudert. Es gehört wirklich ein gewisses Maß von Verblendung dazu, allein das deutsche Volk für die neue Welle von Nationalismus, die sich über Europa ausbreitet, verantwortlich zu machen. Wir, die mitten in dem Kampf gegen den Revanche- Wahnsinn stehen, haben die Pflicht, offen cruszu- spvechen, daß dieser Kampf auf die Dauer aussichtslos sein muß, ruemt die siegreichen Staaten ihre Politik dem deutschen Volke gegenüber nicht ändern. Daß sich die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland zusehends verschlimmern, daß ein Viertel der Arbeiterschaft überhaupt erwerbslos ist, und »wei Drittel nur drei Tage in der Woche arbeiten, daß die Lebensmittel immer knapper und immer teuerer werden, und daß wir am Rande des Staatsbankrotts stehen davon weiß man offenbar in der ruhigen und satten Schweiz nichts, sonst würde Professor Förster auch an die andere Seite sein „Discite moniti!" ertönen lassen."" Der „Vorwärts"" hat ganz richtig erkannt, wo der Hase im Pfeffer liegt, und es ist eine sehr bezeichnende Wandlung, baß bas führende sozialdemokratische Blatt den bürgerlichen Schtvärmern eine so wohltuende Abfuhr erteilt. Erfahrung macht klüger, und der „Vorwärts"" hat erfreulicherweise aus der Erfahrung etwas gelernt. Man möchte seine Sätze der Braunschweiger Pazifistentagung als Richtschnur vorlegen, gegen deren Veranstaltung an sich nichts cnnzuwenden ist, insofern sie Zeugnis davon ab legen möchte, daß Dom Erstarken einer Reaktion bei uns keine Rede sein kann. Aber nicht nur der Professor Förster gibt sich falschen Illusionen über die einzuschlagende Friedenspolitik hin — wir fühlen das Wehen des völker- bealückenden Geistes nicht lediglich aus der Schweiz kommen, sondern er hat eine munter sprudelnde Quelle auch zum Beispiel im Hessenlanbe. Wir haben zu dem bekannten Esperanto-Erlaß des Präsidenten unseres Landesbildungsamtes bereits kurz unsere Meinung dargetan. Wir sehen auch ihn mit ber Fütterung des nach deutschen Hrnschlachtungen lüsternen Molochs beschäftigt. Wenn diesem auch nicht die blutigen Stücke deutscher Ehre hingehalten werden, so wird mit dem genannten Vorgehen doch alle vernünftige Selbstbesinnung, wie sie sich aus dem von dem „Vorwärts" beklagten Treiben ergeben müßte, aufgeopfert. Hätte der deutsche Staatssekretär Bergmann in Brüssel etwa einen Vortrag in Esperanto halten sollen, und leben die Förderer dieser Sprachübungen mit ihrer geschäftigen Propaganda eigentlich in der Gegenwart oder suchen sie nicht vielmehr das Heil in dev Flucht nach einem fernen, zeitlosen Wüstenheiligtum, wohin ihnen kein nennenswerter Bruchteil der gegnerifdjen Völker jemals folgen wird? Wittfahrt unsere Schule der Darmstädter Anregung, so wird die Rute dieses Unterrichts sicherlich nur auf die hessischen Schulbänke klatschen, denn im Auslände gelten die Streckerscheit Münzen keinen Pfifferling. Aber die Agitation geht weiter, und wir erhielten dieser Tage von einer „Germana Esper an to-As ocio" in Dresden folgende nette Zuschrift: „Durch Zufall erholten wir einen Ausschnitt aus Ihrem Blatt, in dem Sir zu der beoo t* stehenden Einführung des Esperanto in die hessischen Schulen Stellung nehmen. Wir ersehen daraus zu unserem großen Bedauern, daß Sie das Esperanto und die Ziele desselben von entern ganz falschen Standpunkte aus betrachten. Wir Esperantisten verfolgen den Zweck, in erster Linie unser Deutschtum hochzuhalten und die deutsche Sprache davor zu schützen, daß die- selbe Brocken der Sprache unserer Feinde aufnimmt. Wir sind der Ansicht, daß durch direkten kLerkebr von Volk zu Volk wir den Ausländern Aufschluß über unsere Kultur und Bericht über unsere jämmerliche Lage am besten geben können. Es liegen zahlreiche Beweise vor, daß durch diese Aufklärungen im früheren Feindesland eine wesentlich andere Stimmung unter den Leuten eingetrtien ist. Der Kongreß im Haag ist wohl der einzige gewesen, auf dem bisher nicht die Schuldfrage in der bekannten Weise behandelt worden ist, sondern auf dem von den Engländern und Franzosen glatt erklärt worden ist, daß nicht wir die schuld an dem Kriege haben, foHbern daß das Weltdrama Irrungen der 9tegeerungen gewesen sei. Es wurde den Deutschen wiederboll versichert, daß man uns als gleichwertige Menschen achtet und im eigenen Lande für diese Anschauung arbeiten wird. Wir fügen einen Bericht „Die Wahrheit ins Ausland"" bei imb bitten um Aufnahme beifolgender Notizen in Ihrer Zeitung sowie um Aufnahme der beifolgenden Annoncen. Die letzten wollen Sie aber nur dann aufnehmen, wenn Sie im redaktionellen Teil unseren Artikel bringen." In diesem letzten Satze begegnet uns die gleiche Naivität, die von den politischen Esperantisten dem widerspenstigen Auslände entgegengebracht wird. Für ein kleines Jnse- ratenveft) teuft, bas unserer Zeitung angebote^ wirb, sollen wir unseren „ganz falschen Stanbpunkt"" umkrempeln und nut niederträchtiger Eile vor unseren Lesern aus Saulus Paulus werben! „Sckfam, wo ist dein Erröten?" Wir wollen zugunsten der Einsender annehmen, baß sie sich ber Unsittlich- ke i t ihrer Zumutung gar nicht bewußt sind, daß sie eben nur im Dunkel des Dusels und der politischen Urteilslosigkeit herumtappen, wovon ja auch der ganze Wurf ihres Schreibens Zeugnis ablegt. Änes der angebotenen kleinen Inserate wollen wir zur Erheiterung unserer Leser gerne gratis mittetlcn: „Raubmord am Deutschtum begeht, wer mit unseren ehemaligen Feinden in bereit Nationalsprache korrespondiert! Mit Deutschen deutsch — mit dem Ausland nur Esperanto." Die Raubmörder in der Berliner Wil- Helmstraße sollen sich das merken! Genug von diesem Unsinn! Schmerzlich ist nur die nicht von der Hand zu weisende Annahme, daß ein deutsches Ministerium mit diesen Raubmord-Kläbem, die als „Deutscher Espe- rando-Bund (eingetragener Verein)"" firmieren und eine Menge bedrucktes Papier versenden, an einem Strange zieht! . . . Die 8Ineinander bett Umfang ber Krv- drtbebürfnisse, die Schwierigkeiten der Ätxtbttoliera» tioncn imb die Heilmittel für diese Krise. Sröinn ging er auf die verschiedenen Vorschläge zur Behebung ber Krise durch Jnanspru ch. lahme der Solidarität der Voller ein und lenkte die Lluftnert- fanrfeit der fibrtferen^ auf eine Reihe von Vorschlägen, die ihm geeignet erschvcne.i, die Finanzoperationen zu erfeidtoent. Sclrießlich erklärte er. ber Völkerbund erfdjeine ihm geeignet, die Bestrebungen zu überwachen, die mehr Durchsich- tigktigkcit und mehr Ansbanb m bte vtternationa.en Finanzoperationen zn bringen fmitten. Dvc Konferenz, bemerkte er, könne sich vorstellen, daß chce umfangreiche Ausgabe nie# in ihrer ersten Tagung zu ersck)öpsen wäre und drückte den Wunsch ,r.is, daß die Prüfung gewisser Punkte forigeietzt werde. Reichsregierung und Pazifistenkongreh. Braunschweig, 1. Ott. (Wolff.) Auf dem aestern hier eröffneten Paz i fi stenkon gr e ß hielt Legationsvat v Prtltwitz folgende An- sprach: -Meine Damen und .Herum! DerR e i chs- minister des Aeußcrn hat mich beauftragt. Ihnen nochmals fein Bedauern darüber auszusprechen, daß die Geschäftslage ihm nicht gestattet, Ihrer liebenswürdigen Einlösung zu folgen und persönlich hier zu erscheinen. Er hat jedoch besonderen Wert darauf gelegt, das Auswärtige Amt bei Ihrer Veranstaltung vertreten zu seben. Der Gegenstand der Tagesordnung be4 9. Pazifistenkongresses erfordert die (rröfee Aufmerksamkeit der Leitung der deutschen Außenpolitik. Die Frage des Erntrittes Deutschlands in den Völkerbund ist immer mehr in den Sorbetgrimb des öffentlichen Interesses getreten. Wie Sie reif-en, hat die Tagespreise mehrfach Nachricht'.rn über Vorschläge gebracht, die wegen ber Aufnahme Deutschlands in den Bölkerbum» von neutraler und selbst von alliierter Seite ausgegangen sein sollen. .Die deutsche Regierung hat keine amtliche Kenntnis von irgendwelchen derartigen Schritten, sie muß aber selbstverständlich bannt rechnen, daß sie über hm ober lang vor derartige Entscheidungen gespült wird. Umso wertvoller wirb sie alle Antegan^n emg gennchrnon. txt ans Ihrer Mitte an sie bäxmhxtcn Die deutsche Regierung Derferuti die Schwächen nicht, welche die Völkerbundsatte des Versailler Vertrages enthält: ich tarf im einzelnen an die Denkschrift erinnern, welche die deutsche Friedens delegatton in Versailles überreichte Dennoch würbe bä: Beitritt Deutschlands zweifellos auch für uns mancherlei Vorteile bieten, ins da'andere auf dem Gebiete der internationalen Rechtsbeziehutigen und internationalen Wirtschaftsbeziehungen. Aus diesem Gnunbe ist Deutsch- land für die Bemühungen seiner Freunde und ber einsichtsvollen unter seinen Gegnern dankbar^welche einen Eintritt in den Völkerbund betreiben. Aber es liegt für Deutschland keine Veranlassung vor, sich zur Aufnahmein den jetzigen Völkerbund zu drängen. Sv lange in bet Nähe unsever Grenze Krieg geführt wird, könnte unsere Bindung durch die jetzt gültigen Völker- bundsakte eine Gefahr werdät für Deutschlands stetige und entschlossene Neutralitätspolittk. Solange ferner Großmächte wie die Vereinigten Staaten von Nvrdam-rika und Rußland nicht Mitglieder des Völkerbundes finb. bleibt bet Zweckge- banfc des BölVerbundes verkrüppelt. Wenn die Zeit gekommen sein wird, wo Deutschland in den Völkerbund eintritt, werden wir von dem mangelhaft organisierten Völkerbund an einen besser zu organisierenden Bö .'Verbund appellieren. Bis hä: hat Deutt'chland allerdings mit seinen Berufungen an bat Völkerbund trübe Erfahrungen gemacht; ich erinnere cm die Behandlung ber Frage von Eupen ünb Malmeby. Aber Deutschland gibt die Hofs- inung auf eine gerechtere Behandlung ber internationalen Fragen nicht am und sieht namentlich in ber Entwicklung des Schiebsgerichtsge- bankens eine wesentliche Auftprbe ber künftigen Völkergemeinschaft. Zu biefem Ziele möge ber devotste härbe Kongreß einen entschlossenen Schritt nach vonoärts bebeuten!" Braun schweig, 1. Oft. Dem 9. Pazifisten Kongreß ging gestern die Generalvetfammlung ber De utschen Ftiebensgefellf chatt voraus. Sie" wat bet Erörterung ber En twa ff- nungsfrage gewidmet. Es wurde eine Entschließung v. GetlaäiS angenommen, in der es heißt: „Tie Deutsche Ftiedensgesellschaft erblickt in der in den Friedensvetttag angenommenen allgemeinen Abrüstung, beten erstes Ziel die Deutsch- lcmb aufetlegte Berrninbetung seines Heeres ist, eine der wenigen guten Bestimmungen des Ftie- bensvertrages. Sie bedauert, baß bie beutsche Regierung die im Friedens vertrage festgesetzte Abrüstung hinauszögert und dadurch Deutschlands internationale Stellung außerordentlich epdwucrt hat. Wir sehen in ber möglichst raschen Abrüstung Deutschlands eine int Ingresse des deutschen Volkes liegende Maßnahme. Je bereitwilliger Deutschland gerade diesen Punkt aussührt, um so stäcker wirb die Position der Pazifisten des Auslandes, die bie Äiine Abrüstung aller Länder für eine der ichsten Aufgaben des Völkerbundes halten."" Die Verhandlungen in Riga. Warschau, 1. Oft. (Wolff.) Aus Riga wird gemeldet: In ber Dienstag ^Sitzung der Haupt- kommission schwächten sich die Frieden saus- sichten ab. Die Fri.bensbedingungen Josfes, bie angeblich das Sclbstbesttrnmungsvecht der Völker anerkennen, dabei aber eine Volksabstimmung nur für Galizien vorsehen, die Länder am Bug dagegen ohne Abstimmung Rußland zuerkennen, riefen große Verwunderung hervor. Die «riegtzlage. Warschau, 1. Oft. (Wolff.) Im Genernl- stabsbericht der polnischen Armee vorn 30. September heißt es: Nach der Zerstreuung der im Bereich von Liba konzentrierten Svlvjettruppen setzten unsere Truppen bie Verfolgung des Feindes in östlicher Richtung eiligst fort Der Feind zieht sich in vollständiger Auflösung zurück, von allen Seiten von unteren Truppen angegriffen. Eine ber Sowjetdivisionen ging vollständig zu uns über, nachdem sie ihre Kommissare, die sie zum Wiberstanb aufgeforoert hatten, ermordet hatte. Von Slomm vorrückendc w-ißrussische Truppen nahmen am 30. September in einem heldenmütigen Angriff Baranow itschi. Ein Siegcsbericht des Generals Wränget. Konstantinopel, 2. Oft. (WTB.) Heeresbericht des Generals Wränget. Die 13. Rote Arme e, die auf ihrer Flanke und im Rücken an gegriffen ist, zieht sich fluchtartig nach dem Dnjepr zurück. Fn der Gegätd von Aletmtdrowsk sind bie Bolschewisten auf einer Front von 200 Kilometer auf ber Flucht. Wir haben mehr als 1000 Gefangene gemacht, erbeuteten 50 Geschütze, mehrere hundert Ma- schinengkwlhrc, 8 Panzerzüge, 3 Panzerautos, 7 Flugzeuge und viel Kriegsmaterial. Aus der ganzen taurischen Fwnt melden untere Aus kl w rungstruppen lebhafte Tätigkeit. Die Tagung der italienischen Sozialisten. Mailand, 1. Ott. Stefnni. Der sozialistische Parieivorstand erörterte gestern die Frage derSp/lrungberPartei weiter. 9?achdem mehrere :);et>ner für und gegen sie gesprochen hatten, betonte B a c c i, bte iRoskouer Bedingungen müßten je nach den Verchöltnissen ber Parteien der einzrinen Länder deurdüt werben. Sv lönnte man die Restirmisten in Italien nicht mit Seiten in Frankreich in einen Topf werfen. Die Aend^"1tg des Namens in Kommunisten anstatt ©SjJiJfcrt könnte v.n Falle ber Spaltung der Partei böse'Folgen haben. Gra z i a die t m inte, eine etwaige Diktatur des Proletariats in Italien, ebenso wie ai Frankreich und England würbe eine vollkommenere Form haben, als man sie in Rußland sehe. Jedenfalls müsse die Revolution tn den mitteleuropäischen Ländern gleichen Schritt halten. Hinsicht lick) ber Festnahme ber Seeleute, die bm rröfischen Dain^er „Rodosto"" beeßten. erllärte die Parieileitung, nut dem Seemannsbund zusammenzustchen. Ein Bündnis zwischen Holland und Belgien? Brüssel, 1.Oft. Havas. In der Frage eines Defensiv-Bünbnisses mit Holland erklärt die ^,Nation Belge"", es könne schon jetzt gäagt werben, daß in ber Tat ein Defensiv-Bünd- nrs offiziell erwogen wurde. Das Abkommen wurde sich nid# allein auf bie Durchfahrt von Vielingen ober auf bie Scheldegewässer beschränken, sondern sich aus das ganze Gebiet der beiden LLrder erstrecken. Tie Bekämpfung der Viehseuchen. Paris, 1. Olt. (Wolff.) Die vom französischen Landwirtschaftsminister gepichte internationale Konferenz zur Bekämpfung ber Viehseuchen tritt vn Dezember in Paris zusammen. Es ist geplantt, ein ständiges Bureau zu errichten, das alle' sammelt, was auf die Bekämpfung ber v>'._ seuchen Bezug hat •* Teeei dock über- näfylid) er- sabftimmung innerhalb 6 Gnindbesitzerverein ) Ma Weigerung Ermahnungen 41 schließen. Diesem Grotzdeutschland- SBieit, 1. Oft. (Wolff.) Bei der Beratung der neuen Verfassung in der Nationalversammlung erklärte M>g. Schönburger (Grohdeutsch): Ter Zweck unsever Verfassung kann nur sein, über die nächste Zeit Kinwegzukornrnen, damit wir für Groh-Deutschland retten, was zu retten ist. Gerade von diesem Gesichtspunkt aus ist ein Einheitsstaat Oesterreich unmöglich. Trotz aller Schwierigkeiten sind wir doch überzeugt, daß, auch das ganze Ausland allmählich erkennt, daß es ein Verbrechen ist, sechs Millionen Deutscher in den Kerker von St. Germain gesperrt zu haben. Immer lauter muh der Ruf ertönen von Volk zu Volk. Unser Grundsatz in staatlicher Beziehung tarnt nur fein: Ein Volk, ein Staat! (Leb Hafter Beifall und Händeklatschen bei den Großdeutschen.) mc. Grvß-Gerau, 1.Oft. Mit einem Kostenaufwand von achthunderttausend Mark nruß der Kreis die Wiederherstellung der von den Besatzungstruppen zusammengefahrenen Landstraßen übernehmen. Das Reich soll einen grüßeven Zuschuß leisten. mc. Wiesbaden, 1. Oft. Eine ganze SI, nämlich über ein halbes Hundert adener Kaufleute, mußten wegen Ueberschreitung der Preise beim Verkauf an Besatzungstruppen und wegen Nichtauszeichnung ihrer Waren mit Preisen empfindliche Geldstrafen zahlen. Das französische Platzkommando läßt sehr scharf kontrollieren. Ins dem Reiche. Das deutsche Heer auf 150 000 Mann vermindert. Berlin, 1. Oft. (WTB.) Vom Reichswehrmini fter i u m wrrd mÄgeteilt, baß nut dem heutigen Tage die 50-Kilometerzona geräumt und das Heer auf 160 000 Mann vermindert ist. Ein Schulstreik in Elberfeld. Berlin, 2.Oft In Elberfeld sind dem „Lokalanz." zufolge etwa 4000 Schulkinder nach twnaufgegangenem Umzuge mit den Eltern durch die Stadt in den Schul- streik getreten. Es wird 'die Einführung der weltlichen Schule $nm 1. Oktober verlangt, während die Schuloeputati-on die Schaffung dieser Schule erst zum 1. April beschlossen hat. Detriebseinschränkungen. Berlin, 2. Oft. Wie das „Herl. Tgbl." ans Stuttgart meldet, must bei den Doschwerken infolge Mang^ an Aufträgen von nächster Woche an eine erhebliche Betriebseinschränkung ein treten. Die wöchentliche 1 Arbeitszeit wird auf 32 Stunden festgesetzt und dauert von Dienstag bis Freitag. über den Ans chl u ß an das Deutsche Reich anznordnen. (Lebhafter Beifall.) Ter in der Einschließung enthaltene Beisatz, daß die Volksabstimmung womöglich gclegerNlich der Wahlen zur Nationalversammlung am 17. Oktober erfolgen solle, wurde abgelehnt. k für das Pfund ‘iftet, so hat eine betrag oder die ‘inen Zweck, son- Berl in, 1. DU (WB.) Bei der dritten Lesung des Bundesverfassungsgesetzes nahm die N a - tional Versammlung einstimmig eine von den Gwßdeulschen eingebrachte Entschließung an, worin die Regierung aufgefordert wird, spätestens Au» Stadt Mitd Land. Gießen, den 2. Ott. 1920. Die westeuropäische Winterzeit, für Bahnen imb Behörden wird, wie endgültig leftftebt, in der Nacht vom 23. ldrerundzwanzigsten) zum 24. (vierundzwanzigften) tm besetzten Gebiete eingefühtt. Alle übrigen Uhren gehen nach der Greenwicher, d. h. mitteleuropäischer, Zeit, wie sie in Deutschland überall eingeführt ist. Im besetzten Gebiete bestehen also dann zwei verschiedene Zeften, da die Besatzunysbebörde erklärt hat, sie könne eine allgemeine Einführung der mitteleuropäischen Zeit mit Rücksicht auf ihre Transf»rte nicht gutheißen. Veranstaltungen. Samstag: Hotel Großherzog, 3 Uhr, außerordentliche Hauptversammlung des Lahnkanalvereins (öffentlich). — Handelsschule Hermes, Briefmarken-, Notgeld- und Kartenausstellung. — Stadtkirche, 8 Uhr, Orgelkonzert. — Hotel Einhorn, 8 Uhr, Lieder- und Balladenabend. — C»fs Leib, 8 Uhr, Konzert und Vorstellung der Medick- Meidinger. — Lrchtspieltheater Ivie gestern. Sonntag: Eisenbahnhotel Hopfeld, 2Vs Uhr, Schneiderversammlung. — Neue Aula, 5 Uhr, Autorenabend der Literarischen Gesellschaft (Armin T. Wegner). — Hotel Einhorn, 4 und 8 Uhr, Ringkämpft, — Handelsschule Hermes, Briefmarken-, Notgeld- und Kartenausstellung. — Lichtspielhaus, wie gestern. — Lichtspiele, Seltersweg, „Tamburin und Castagnetten". ** Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurden am 27. Sept. 1920 der Landgerichtsrat beim Landgericht der Provinz Starkenburg Tr. Ferd. Stein zum Oberlandesgerichtsrat beim Oberlandesgericht, der Landgerichtsrat beim Landgericht der Provinz Rheinhessen Wilhelm Müller zum Landgerichtsdirektor bei diesem Gericht, beide mit Wirkung vom 1. Oktober 1920. — Arn 30. Sept. 1920 wurde der Oberbausekretär Hch Liebegott zu Bensheim zum Ministerialbau- sekretär bet dem bautechnisä)en Dienst der Ministermlabteilung für Bauwesen mit Wirkung vom 1. Oki. 1920 an ernannt. — Durch Entschließung des Landesamts für das Bildungswesen wurden die Lehramtsreferendare Dr. Stob. Alffen zu Gießen, Wilh. Bender zu Darmstadt, Dr. Jobs. Bensel zu Gießen, Kutt Fink zu Darmstadt, Wilh .Fritz zu Mainz, Thwd. Krauskopf zu Darmstadt, Hugo Leonhardt zu Darmstadt. Hans Martenstern zu Mainz, Rob. Monjtz zu Gießen, Dr. Rob. Pfeiffer zu Gießen, Rob. Retneck zu Darmstadt, Dr. Karl Schneiber zu Darmstadt, Karl Schneider zu Darmstadt zu Lehramtsassessoren ernannt. — In den Ruhestand versetzt wurde am 29. Sept, der Direktor an dem Landgras-Lickwigs-Gymnasium zu Gießen, Geheime Schulrat Dr. Wilh .Hensell auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner dem Staate geleisteten Dienste vom 1. Oft. 1920 an. L. U. Der neue Rekto r der Landes- Uni v e r s i t än, Professor Dr. von Eicken, hat gestern die Geschäfte des Rektors der Landes- Universität übernommen. Seine Sprechstunden sind Montag, Mittwoch und Freitag von IV/a bis 12Vs Uhr im Rektorat, Bismarckstraße 22. ** Ab stim mung in West- und Ostpreußen. Seit dem 14. Vhtguft 1920 ist die Erteilung von Sichtvermerken zur Reise in drs bisherige Abstimmungsgebiet Menstein und Marienwerder sortgefiallen und das Paßburoan der Interalliierten Kommission in Allenstetn mit dem gleichen Zeitpunkt aufgelöst. Bezüglich des Durchgangsverkehrs nach West- und Ostpreußen behält es im übrigen bei den bestehenden Besttmmun- gen sein Bewenden. ** Der Kaiser von Rußland in Gießen. Man schreibt uns: Heute sind zehn Jahre verstossen, seitdem der Großherzog mit Vie Gewaltpolitik der Latente in Westprenhen. Berlin, 1. Oft. (Wolff.) Die deutsche Regierung hatte am 15. August der Botschafterkonferenz in Paris einen eingehend begründeten P r o t e st gegen die von ihr gefällte Entscheidung über das we st preußische Abstimmungsgebiet überreicht, nach dec ein Streifen des rechten Weichselufers sowie fünf dort befindliche Dörfer in völlig unberechtigter Weise den Polen zugesprochen werden. Die Botschafterkonferenz hat jetzt dem Präsidenten der deutschen Friedensdelegation in Paris nachstehende Antwort zugehen lassen: Ihr Vorgänger überreichte mit einer Note der Friedenskonferenz einen Protest der deutschen Regierung gegen die von den alliierten Regierungen über das Abstimmungsgebiet von Marienwerder getroffene Entscheidung. Die deutsche Re- aierung erklärt darin, jede Verantwortung für die Folgen dieser Entscheidung ablehnen zu müssen, die sie nicht anerkennen kann, da sie, wie sie sagt, mit den Bestimmungen des Friedensoertrages nicht vereinbar und ebenso sehr int Widerspruch mit dem SelbstbestimmungsrecA der Völker wie mit den geographischen und wirtschaftlichen Notwendigkeiten des Landes stehe. Indem ich den Empfang dieser Mitteilung bestätige, habe ich die Ehre, Ihnen mitzuteilen, daß die Konferenz die Berechtigung des Protestes ihrer Regierung bei Entgegennahme der Entscheidung, die Ihnen mit» geteilt wurde, nicht anerkennen kann. Die Mächte handelten in voller Ausübung ihrer Rechte, die ihnen Artikel 97 des Friedensverttages zu- erT it. Sie wurden nur von dem alleinigen Wu,.iche geleitet, diesen Artikel anzuwenden. Sie haben ebensowenig das Selbstbesttmmungsrecht der Völker verletzt, wie sie die wirtschaftlichen Notwendigkeiten des Landes verkannt haben. Die deutsche Regierung kann sich übrigens nidbt weigern, die Entscheidung anzuerkennen, zu deren Annahme sie sich durch ihre Unterschrift unter den Friedens vertrag verpflichtet hat, Die Antwort der Botschafterkonferenz vermeidet sorgfältig jedes Eingehen auf den Protest der deutschen Regierung, dessen Bo- gründung eben nicht zu widerlegen ist. Kosten. Nunmehr hat die Postverwaltung in Aussicht genommen, vom 26. September an Pakete mit Vertangäbe bis 500 Mark unversiegelt zur Beförderung anzunehmen. Der Wert ist dabei lediglich auf der Paketkarte ouzuaeben. Ebenso haben vom 20. September ab auch die Einschreib- pakete nicht mehr den Vermerk „Ernschreiben" zu tragen: dieser ist vielmehr nur noch auf die Paketkarte hinKiHusetzen. Die Post haftet aber für die Sendungen in der bisherigen Weise, also für Wertpakete btS zur Höhe des angegebenen Wertes. Die abgesandten Pakete müssen gut umhüllt und so verschlossen sein, das; ohne Deffmtng oder Beschädigung des Verschlusses ihrem Inhalt nicht beizukommen ist. $ur Sicherung der Paketsendungen vor Diebstahl oder Beraubung find umfassende weitere Vorkehrungen getroffen, insbesondere wird eine ver- fdurfte Ueberwachung des Betriebsdienstes durchgeführt. ** T ie Briefmarken-, Notgeld- und Karten-Ausftellung in der Handelsschule Hermes, Bahnhofstraße 60, ist ab heute bis enstchließlich Montag geöffnet. ** Der Allgemeine Deutsche Beamtenbund, Ortsgruppe Gießen, hrelt gestern Abend im Felsenteller eine Hauptversammlung ab, die von den meisten in Gießen vorhandenen Beamtenvertretungen recht zahlreich besucht war. An Stelle des bisherigen vorläufigen wurde ein endgültiger Vorstand gewählt. Das Amt eines ersten Vorsitzenden blieb in den Händen des Oberbahn- assiftenlen Teträe. Die wichtige Tagesordnung führte zu lebhafter Aussprache. ** Der Gießener Gis verein veranstaltet am Dwnnerstag, 7. Oft., abends 8i/2 Uhr, im „Augustiner", Ludwigsplatz seine diesjährige mHentliche Hauptversammlung. ** Wartburgverein. Gestern abend veranstaltete der Wartburgverein im Johannnessaale einen musikalischen Unterhaltungsabend. Tie alte Wartburgkapelle, die anerkennenswerte Darbietungen zu Gehör brachte, wurde wieder einmal von ihrem ehemaligen bewährten Dirigenten, dem Violinisten Carl Schmitz, der anläßlich eines Familienfestes vorübergehend hier iveilt, geleitet und zu einem schönen Erfolg geführt. Aus der Reihe der vorgetragenen Kompositionen kann man wohl als musikalisch-technisch am besten gelungen die ungarischen Tänze von Brahms bezeichnen. Märkisch und voll Schwung, aber doch mit viel Empfinden und Hingebung gespielt, waren sie ein Beweis, daß die Kapelle auch höheren Anforderungen gewachsen ist und lange unter einer musikalisch talentvollen Kraft gestanden bat. Herr Schmitz, der selbst 1. Geige spielte, zeigte fern Können hauptsächlich in dem Ländler von Lange, den ec mit inniger Klangfärbung wicderyab. Seine Technik war besonders flüssig und griffig in der großen Fantasie über Troubadour von Verdi. Die übrigen Stücke, wie der Kretschmarsche Krönungsmarsch, Ouvertüre zu Tittrs von Mozart, Paraphrase über das Lied „Ein Böaletn sang im Srnbaibaum" und die beiden Schlußmärsche waren gut gelungen. Außerdem fei noch der welche Strich des Cellisten, die unbedingte Griffsicherheit des Kontrabassisten und der feine Anschlag deS Klavierspielers hervorgehoben. Die Anwesenden spendeten reichen Beifall und die anerkennendenSchlußt- worte des Pfarvassistenten Becker entsprachen ganz dem Dankesgesütz eines jeden Zuhörers. ** Hotel Einhorn. Sonntag, 3. Oktober, 4 und 8 Uhr beginnen die internationalen Ringkämpfe um die Meisterschaft von Hessen und zugleich um die Prämien von 4000 Mk. Acht Ringer von Welttuf beteiligen sich daran. (Amateure werden zugelassen.) An die letzten Sieger von Gießen: Markusser, Strenge, Hitzler ist die Aufforderung ergangen, sich an den Kämpfen zu beteiligen. Das Schiedsgericht beftebt aus angesehenen Gießener Sportsleuten. Jeden Abend ringen drei Paare, Sonntag nachmittag 2 Paare. Vor den Ringkämpfen produziert sich ein Varietäpwgramm u. a. der Deutschmeister 1913 Paul Trappen in feinem Schwergewichtsakt. Die Vorstellungen beginnen präzis. Landkreis Gießen. * Gründerg, 2. Oft. Die öffentliche Eisenbahnerversammlung findet nicht am Sonntag, den 3. Oft. 1920, sondern erst am Sonntag, den 10. Oft- 1920, nachmittags iy> Uhr im „Rappen" statt. (Siehe Anzeige.) Grünberg, 2. Oft. Der Grünberger Gallusmarkt findet am 13. imb 14. Oktober l. Js. in derselben Weife wie früher statt.' Starkenburg und Rheinhessen. Eine Maßnahme zur Verminderung der Wohnungsnot. rm. Darmstadt, 1. Oft. MS vorteilhafte Maßnahme yegen die Wohnungsnot beschlossen gestern die Stadtverordneten einen Bettag von 300 000 Mk. zur Verfügung zu stellen, zur Unterstützung derjenigen Wohnungsinhaber, welche ihren eignen Haushalt auflösen und mit andeven Familien zusammen ziehen wollen. Diesen soll in geeigneten Fällen zu ihrer Erleichterung die Umzugskosten ganz ober teilweise gewährt werden. — Zur Errichtung von vier Arbeiterwohmmgen auf dem Hofgut Gehaborn werden 266 000 Mk. genehmigt. Tie Stcwtver- ordneten genehmigten die Inbetriebnahme eines Steinbruches im Oberwald am Schefthcimer Weg zur Beschaffung entsprechenden Baumaterials. — Infolge der ungünstigen Verhältnisse hat dieFirma Tischinger daS seiner Zeit von der Stadt gekaufte Gelände am Hauptbahirhof dieser wieder an geboten da sie es nicht bebauen könne. Die Stadt hat es zum gleichen Preis, wie sie es vor einigen Jahren verkaufte, wieder zurückgenommen. — Zur Abhaltung eines Kursus für Schutzleute wird ein entsprechender Betrag bewilligt. — Das Gesuch des Landeserwerbslosenrates um Genehmigung eines Beitrages zur Beschickung des ErwerbsÄenkon- gresses in Berlin wird von den Stadtvewrdneten ab gelehnt. Radau int Offenbacher Stadtparlament. Offenbach, 1. Oft. Tie gestrige Stadtverordnetenversammlung nahm wider Erwarten ein vorzeitiges jähes Ende durch unentschuldbares Verhalten der zahlreichen Zuhörerschaft. Fortgesetzte störende Mitwirkung des Publikums bet der Beratung der von dem hiesigen Haus- und ™—‘-‘-'•-‘-—-ein geforderten Mietpreis- v „ - von 60 Prozent veranlaßte den Oberbürgermeister nach wiederholten fiuchtlosen zur Ruhe, tue Sitzung envlrch zu — - - -P ordnungsgemäßen Verfahren des s verbürgermenters folgte unmittelbar ein wüster wohnten, 'hier tm botanischen Garten waren. Es war ein heiterer, warmer Sonntag nachmittag, als ein mit Dienerschaft und einigen russischen Geheimpolizisten, von denen der eine einen photographischen Kasten von riesiger Größe bei sich trug, besetztes Automobil hier eintvas. In aller Eile wurde unter der großen Weißbuche am Palmen- hause eine Tafel für 12 Personen gedeckt und mit Herbstlaub und Blumen geschmückt. Kurze Zeit darauf erschienen die von Hohensolms Lammenden Herrschaften. Nach Besichtigung des Gartens und eines Teiles der Gewächshäuser nahmen sie unter heiterem Geplauder den Tee ein. Nach zweistündigem Aufenthalt, während welchem auch das Schloß und das Museum besichtigt wurden, fuhren die Herrschaften — es war inzwischen dämmerig geworden— zurück nach Friedberg. Auf der steinernen Brüstung der Palmenhaus-Terrasse aber fand sich eingeritzt von der zeichenkundigen Hand des Baren eine dampfende Teetasse und darunter die Wvtte: Nicolaus II. von Rußland, 2. Oktober 1910. Wer hätte damals geahnt, daß der mächtigste und reichste Mann von Europa samt seiner Familie einst ein fo tragisches Ende finden würde. ** Die Lebensmitteltabelle für die Woche vom 4. bis 10. Oktober ist aus dem Ml- zeigsnteil der heutigen Nummer ersichtlich. ** Die Ausgabe von Brennstoffbe- zugskarten an Einzelpersonen mermieter) erfolgt auf dem Brennßoffamt ht der Zeit von 8—12 Uhr vormittags gegen Vorlage der Lebensmittelausweiskarte ober fonftiger Ausweise (Studentenkarte usw.). NLlieres siehe Anzeige ** Haftung und Sicherheit bei der P o st. Da dre Postverwaltung seit der Aenderung des Postgesetzes tm Mai für Pakete ohne Wertangabe im Falle des Verlustes Aus dem besetzten «ebiet. Burg Eltz. mc. (Sohlen i, 1. Oft. Zu dem Brande der Burg Eltz wird uns noch gemeldet: Die Dächer der Burg sind nahezu sämtlich eingestürzt und haben große Gesteinsmassens begraben. All die schönen, mittelalterlichen Skulpturen am ersten und zweiten Stockwerk sind vernichtet. Nur die Mauern des Erdgeschosses haben der Feuersglut Widerstand geboten. Leider ist and) der prachtvolle Rittes fad! gänzlich ausgebrannt Zahlreiche Kostbarkeiten hat man zum Glück noch im Keller bergen können, wo sich auch die Bibliothek, deren Wert sich auf Hunderttausende beziffert, befindet. Da genaue Pläne und Zeichnungen der Burg vorhanden find, wird sie voraussichtlich in neuer Schönheit erstehen, da der Besitzer zum Glück nicht den Up bemittelten gehört imb auch das Reich bat größte Interesse am Wiederaufbau dec einzigartigen Burg hat. iln 80. heute früh Sehveiter, Kttd dem Ai 1 - DaS Air lür. 142 Mitt 1. £ ^gestern, Die Sk Heute v unser gelfab K Frau nach iraraen mc. Frank krsanimlimg vo Mr Schuhsabrr Oktober bergest' ftsschloa hon Qualität, zr liitöe mit den sta hn hüutemack Meinen U.n?oftf lit|t herhällnism iichauS gecechtse Lärm; mit Geheul, Pfeifen imb allerhand Schimpfereien machten die Zuhörer ihrem Unmut Luft. Erst als die Verwaltung, sowie die Stadt verordneten sänttlich den Saal verlassen hatten, entfernten sich endlich auch die Unruhestifter. Es wäre wahrscheinlich kaum zu diesen skandalösen Ausschreitungen des sonst ruhigen und besonnenen hiesigen PuÄikums gekommen, wenn nicht einig. Redner der U. S. P. durch ihre provokatorischen Ausführungen die durch den geforderten Mietaus schlag erregten Zuhörer in eine maßlose erbitte rung versetzt hätten. Der Antrag der Hausbesitzer sollte an das Mieteinigungsamt verwiesen werden das nach Anhörung des StcLtetages eine Begutachtung dieser Frage hätte abgeben sollen, wähvm^ die Fraktton der Unabhängigen entschiedene Abweisung der als uimeheuerlich anzusehenden Forderung verlangte. Eingangs der Sitzung bratbliLj Oberbürgermeister Granzin dem in den Ruhe- stand getretenen Hauptlehrer Professor Brock mann für seine 41jährige erfokgreiche Lehrtätix leit an der Offenbacher Maschinenbauschule det Technischen Lehranstalten den Tank der Stadl zum Ausdruck. Ein Zuschuß der Stadt zur Er- ‘ reichung künstlerischer Theateraufführungen durck die hessische Wanderbühne in Höhe von 25 00C Mark wurde bewilligt und beschlossen, eine wesew- liche Erhöhung der Verpffegungssäüe im Stad - krankenhaus eintreten zu lassen. ^thari I ’ä* -fcr KsL Die f Lavterb S ru biA jfer all! Ijntt mm M ? im Beirrk Kaiit'n für 20 1 fi Kcb-mhaüt M l|Wit zu bE baß sich W V die Karto'säbi t ia nicht eher W Irin, bis uitwree iMami ermahn? U. itjit schon Ms । kurz, aus bie mc. Frankfurt a. M., 1. Oft. Von der geftrigen Stadtverordnetenversamm- lung beansprucht nur die große (StatrcbtL des Oberbürgermeisters Voigt Jntes-I ehe. Daraus ging u. a. hervor, daß von der proAentigen Lohnerhöhung der Arbeiter annähemd noch drei Millionen ungedeckt sind. Einnahmen, ' diesen Fehlbetrag auszugleichen, können oortö nicht beschafft werden. An neuen Oteuef- werden vorerst die Hausaufwandsteuer, die TieM' botenfteuer, die erhöhte Pferde- und $)unbefta*r eingefühtt. Kunstgewerbefchule, Kunftgewcrbebibl^ thek und Kunstgewerbemuseum sollten in den 8fri? der Stadt übergehen, die Verhandlungen schweb noch. Tas Anschlagwesen wird im Fümmcubfi Jahre, in dem der Pachtvertrag abläuft, vm ftadtlicht. An eine Verstadtlichung der Versio rungsgeschäfte will der Magistrat nicht heranttetm- Ter Fehlbetrag der städtischen Theater mit seW 6 MÜlionen muß mit allen Mitteln oernngt il werden. Der Betrieb des Zoologischen und Palm» gattens muß so umgewandelt werden, daß । h- I ohne städtffchen Zuschuß in Zukunft auskommar | Die Waldbahn nach Isenburg und Schwanhci'm ff wird wegen Unrentabilität eingestellt. Eine weite rc [ Einschränkung des Betriebes der Straßenbahn yi ! nicht durchzufühven, da die Wagen bis aufs le?"' '< Plätzchen ausgenutzt sind. Jedoch müssen die Um kosten auch hier gewaltig verringert werden. Jpr Wohnungsbauten hat die Stadt bisher 43 Mil lionen aufwenden müssen, während ihr die Kohlern 1 stelle jährrlich 2 Millionen Unkosten macht. D-ei Magistrat macht sich die Förderung der Fra.ill futter internationalen Mesien mit allen Kräfte zur Aufgabe. Zum Schlüsse seiner Rede toarrtk der Oberbürgermeister noch vor überttiebenM Pessimismus. Er hoffe beftimmt, daß die Sta»- Verwaltung wieder in ein bis zwei Jahrzehwcm als normal angespvochen werden könne. Die AuSnützmra der Nebenpwdutte Sei der Gasgewinnung. fd. Frank furt a M., 1. Oft. Unter Füd rung -der Frankfurter Gasgesellschaft liaben 0ü Gasgesellschaften aller Städte d c R Hein-M aini sch. Wrrtschaflsgebrel- eine Nebenprodukte - Verwertungs- ge sellschast gegründet, die eine wesentlich b sere Ausnutzung der hvchavertigen NebenpvoM^ bei der Gasgewinnung erzielen wül und raad den bisherigen Erfahrungen auch erreichen WM Ferner ist unter Führung derselben Gesellschaft rimi Metallwarenfabrif deutscher Gas werke in Frankfurt a. M. errichtet Werdern ' die sich mit der Herstellung und Reparatur »ml Gasinessern der deutschen Städte befaßt. (Km dritte D)chtergesellschrft ist das sog. gemisckste Wrtt- schafisunteruehmen der Frcmkfürter Kohlsv- unt Kvksgesellschaft. Der Konflikt zwischen Magistrat und Stadtverordnetenversammlung. H an au, 2. Oft. Zwischen der Mehrheft bet ? Stadtverordnetenversammlung und dem Magistrrn besteht bekanntlich seit längerer Zeit ein Zerwürfnis, über dessen Ursachen bereits mehrfach berichte wurde. Dieses Zerwürfnis hat nun in der gestrigen Stadtverordnetensitzung eine Verschärfung er- f-ahven. Alsbald nach Eintritt in die Beratung mißbilligte der Führer der KommunisteuftaktiM,' Tr. Wagner, in scharfer Weise das Verhaltm des Magistrats, der trotz der Aufforderung, zurück zutreten, sich immer noch im Amte finde und Vorlagen unterbvefts^ Daraus verließen die kommuinistischen Stadtverordneten den Sitzung^ saal; die Mitglieder der sozialdemokrattschen Frit- tion schlossen sich an. Da die beiden Frakfionen btt Mehrheft besitzen, mußte die S i tz u n g ge s chl 0 i- sen werden. Bei der zahlreichen Zuhörerschaft hmi' ■ den diese Vorgänge mit Beifall ausgenommen. * Darmstadt, 2. Oft. Cm fürstliche, iMarstall unter dem Hammer. Die gesamte Stallernrichtung des Großberzoglicher Schlosses zu Wolfsgarten wird btefer Woäi. üerfteiflert. Es handelt sich dabei um vollständig tadellos erhaltene, herrschaftliche Einrichtungen, bestehend aus Krippen, Ständen und Box'en in Eiset und Pitchpine-Holz. fd. O f f e n b a ch a. M., 1. Oft. Dem hiesigen Heimatmuseum wurde ein guterhalt- - nes Weißbrötchen überwiesen, das 10) Jähre alt ist und an die Hungersnot von 1817 erinnert. fd. Rüdesheim, 1. Oft. Das alle» j Rheinreisenden bekannte Schloß Reinhardts ] Hausen wurde von Dieben heimgesucht, l die große Mengen Kunstgegenftände und Klei i der stahlen. Hessen-Nassau. Frankfurter Messe. mc. Frankfurt a. M., 1. Oft Dic. Aussteller sind in den Meßhäusern fest am Auspacken. Die in Frankfurt einlaufendeu Züge sind sämtlich überfüllt, ein gutes Vorzeichen für den Besuch der Messe. Der | Reichswirtschaftsmini st er ist eben falls in Frankfurt eingetroffen und wird om ! Samstag und Sonntag der Eröffnung bei j verschiedenen Meßzweige anwohnen. Er Hai | die Kunstschau im Römer besucht und erfläit, 1 er habe sollen eine so gewählte Verkaufsschaii I gesehen. Sperr- k«:D Oießen, Offenbach, 30. September 1920. Die Beisetzung findet in der Stille statt vom Sterbehause aus statt. 018407 Hards selben fefbgeftrllt worden. Die maßregeln wurden von uns ungeordnet. WwSI Oftttab 1 QuteMi ; »tefen, bat 1(« i öunQttinot tn Dtt hioß Rcmhg^-Z en hrimgriM! nftänbeunblii- a. esse. lk, 1. DM . Rufern sek 3 fort einlauittij t, ein gutes der Messe, ir nisier ist th sen und Md 3 '.x Eröffnung V: Wohnen. Er l.i sucht und trfih ilte BerlausssL.'. tlnb dem UmtSverkükdiqttngtzblatt. ** DaS Amt-verfündigunasblatt Nr 142 vom 1. Oktober enthält: Außerkrafttreten de; ?>u -iübrung^eft-tze« zum Friedensvertrage. — Golt dem Allmächtigen hat es gefallen, meine innigstgeliebte Frau, unsere gute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Katharina Nepp geb. Schaum nach langem, schwerem, in großer Geduld ertragenem Leiden in die Ewigkeit abzurufen. In tiefer Trauer: Fam. Ludwig Nepp, Schaffner, u. alle Angehörigen. Großcu-Unden, den 1. Oktober 1920. Die Beerdigung findet Sonntag den 3. Oktober nachmittags 4 Uhr mc Frankfurt a. M, 1. Oki. Die gtnbt unterhält am Osthafen ein grobes Holzlager. Trotz starker Bewachu. । sinh gint m der letzten Woche nicht weniger tote 500 Zentner gestohlen worden fd. SasseL 1. Ott. Das Kommando Zer Leichswehrbrigade 1 1 wurde gestern aufgelöst Die Befugnisse des Militärbefehlshabers Iber »afid und die umliegenden Kveü'e gingen auf dos Kommando der 3. ÄtiDaIlcrt£bitnfimt über 6t* SW und hem in M.WT pmnnm'strxL Seist das AusfordeE'' Md . Twaus vE SÄ tll aulgeno^ I l.ct S'Q "S»l Arbeiter "7 köiincn teuf’ rsZ WÄI I «m S «*■ -1 I Ne ?*■ «'di*.** 1tn iv?1„ti beginn ott fcauiC0* M eiltet > fallen, JE tHilO wCf | titele ”t-infen AM Oöfe Don y., D eine totis.J MUte in v. Statt besonderer Anzeige Heute verschied plötzlich nach kurzem Leiden unser geliebter Vater und Großvater Geh. Justizrat Heinrich Gebhardt Amtsgerichtsdirektor i. R. im 80. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Heinz Gebhardt, Regierungsrat Käte Gebhardt, geb. Blumenhagen Heinz Gebhardt Kläre Gebhardt feder« sowie moderne Straußgestecke. 9942 F. Mandler, Gießen, Großer Steinwe« 15. — Niederlage der Firma Gust. Schmidt, Jmvorl- bauö^ Frankfurl a. T?. — Gummi Sohlen Gummi Absätze oi«7i Schnürriemen Schubcreme sowie Schuhmacher-Artikel aller Art cmvstcblr zu herabgeletzren Breiten Horlts Köhler Gießen, Nenstadt 78. Hausierer! Schuhcreme, la WachS- roare, per Dose 85 vL sowie sonstige newiun- bringende Artikel empfiehlt 016373 Moritz Köhler. 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Mil Veranstaltung dieser Wvrtx nahm Kiel seme alle nationale D'if.ion wieder auf, SBotxct des geistv-kullurellcn Lebens der Nordmork $u fein Bon den hervor- vag enden künstlerffche'.i Darbwlungen, zu denen Künstler ersten Ranges nach Kiel entboten waren, seien besonders hervoca.tz-ben die Aufführungen von Beetchcwens Mis o wlenrnis und EX Somfomr ftte. miederholl werden mußten), von Wagner» Meistersingern u«d Triftern und von Hebbels He- wde- und MarÄmne Borttftgc Metten Einstein 08crfi»), Holst (dbrifiintiai, Sttdnemn (Bonn), Kerchensieiner ^München), Messer (Gießen), Oncken (Htidelbera-, A Fischer (München. Die .Woche halte Tansendc von Gästen nach Kiel geführt und darf als glänzendes ZeugußS deutschen Geisteslebens beschchnet werden Turnen, Spiel und Sport. — Fußball. Entgegen der in hiesigen Sports kreisen verbreitel«: amtlichen Mffteilung des Lahnk^ses weist der Verein für Rasensmele 1900 barauf bin, daß diese Mitteiteurg, nach der neuesten amtlichen Enffch-riduny auf einem Irrtum beruht und die von der Ligarnarv, schäft des V. f. R. 1900 auf dem grimm, Rusen erkämpften Pirntte der Mannschaft verb-eiben, da die Paßangelegen^ heil des bciivfintben Spielers vollkommen in Orb- mntfl war. Die Mannschaf, spiell Sonntag in tm- deränderte, Aufstellung gegen B C. Wetzlar auf dem Sportplatz an der Hardt (siehe An^eigenleiO. — Der Schützcnverein Gießen hält Somttag und Niontag nachmittag fern Wahres- abschießen in Form eines Preisschießens ab. Für Flmgschützen wird eine besonders gemalte wertvolle Ehrenscheibe aufgestellt. kirchliche Nachrichten. Evangelische Gcmcinbe. ©jmitag, den 3 Oft., 18. nach Trinitatis. In b r Stadtki rche. B.rrm. 912 Uhr: Ptt Mahr. Jchchm. 2 Uhr friert die .^inderckrrche d. 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Im November 1919 revidierte mehrere Gendarmeriewachtmeister im Auftrag des Kreisamts Büdingen die Mühle des Müllers König in Wolf, Die Landwirte in 2ML «las abr>d ^ Hebigshohe t Verein ff Aus Stabt und Lund. Gießen, den 2. Ott. 1920. Winterfahrplan kommt einen Tag früher. fix unb fertig. Alles, bi- $um Rat brr Ruhvarbeiter in Mainz, der Streikbvccherorgamer Zeit, die der westeuropäischen Zett um 20 Minuten vor, der mitteleuropäischen um 40Mi- i'Ä U warnt »hlr nam, tzat er es nur feinem Hand esten Sdulici und feinem Glück zu verdanken, daß er b:itd>» gekommen ist. Tank der slofvrt ernfetzenden Tätigkeit der Stnaiverfel rungsbedarden, nement id> des Krimr- nalwochtm isters Äxo rnrumPf, waren btc Vc - bueber, die natürlich ihre sstamen verschwiegen hatten, bereits nach loentgen Tagen hinter SdUofc und Riegel. Köpvet lcugp^te jede Mitwirkung ber der Tat ab und Hieb habet bis zum Schlüsse der Beweisaufnahme. Er legte fein Raubtiergesicht in schein heilige Falten und beteuerte, ote Zeugen müßten sich irren. Nach dem Gutachten des Amtsarztes T-r. Schüppert ist er zwar ein durch Akboholmißbrauch heruntergekommenec Mensch, aber vollkommen geistig geittnb und oer- anttvorilich Seine Bekannten bezeich en ihn alS Herzensvoh und verlogen. Hahn hat vor dem Untei luclungsrichiec ein umsassenttrs YfeständniS abgelegt, das er freilich in der Hauptverdandlung abzuschwächen versuchte. Seine Fwau stel.te ihm ein gutes Zeugnis aus Er hat ein GlaSauge und ist infolge einer Operation an einem Arm halb gelähmt. Den Geschworenen wurden Fragen vorgelegt nach Mordversuct^ und Raub, bezüglich Hahn auch eine Hilfsfrage nach Beihilfe dazu, ferner eine Frage dec Hehlerei. Staatsanwalt Dr. Eckert führte aus, ein tückischeres und wheres Verbrachen fei kaum denkbar. Tie Tat fei geradezu ein Schulbeispiel für Mord und Raub. Koppel fei ein überaus gefährlicher Typus aus der Kategorie falscher Biedermänner, die es mit Mcislerschist verstehen, durch glänzend geftridte Leutseligkeit chre Opfer an sich zu locken und auszubauten. Auch Hahn sei bis zu einem gewissen Grade Köppels Opfer. Vvm juristt- schen Standpunkt aus sei Hahn als Mittäter zu betrachten; wenn die Geschworenen ihn nur der Beihilfe schuldig befinden würden, fet vom rein menschlichen Standpunkt aus bogeoen wenig zu sagen: Hahn, der mehr schwach als schlecht sei, könne dann mit einer milderen Strafe davon- Dommcn. Dem Sfertdbiger Köppels, Rechtsanwalt Peters, war es angesichts der erdrückenden Beweise unmöglich, die Freisprechung seines Klienten zu beantragen. Rechtsanwalt Dr. M euser suchte die Geschworenen davon zu überzeugen, daß Hahn nicht mit Wissen und Willen an der Tat teilgenommen, sich vielmehr nur der Hehlerei schuldig gemacht habe. Tie Geschworenen bejahen bei Köppel bK* Fragen nach Mordversuch und Raub, bei Hahn die nach Beihilfe dotzu. Der Staatsanwalt beantragte gegen Köppel die gesetzliche Höchstvafe von 15 Iahren Zuchthaus, zehn Zähren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht. Es sei bedauerlich, daß das Gesetz nicht die Möglichkeit gebe, den g-.mreingefähttichen Verbrecher auf Lebenszeit ins Zuchthaus zu schicken. Bei Hahn liege bet Fall wesentlich milder: er fei verführt worden unb bereue feine Tat. Fünf Jahre Zuchthaus mit zehn Jahren Ehrverlust würden Her genüge». Tas Gericht erkannte gegen Koppel dem Antrag des Staatsanwalts entsprechend Bei Hamr ging es über den Antrag hinaus und verurteilte rbn zu 8 Jahren Z ucht haus. Er Ehabe reichlich Zett gehabt, sich die Tat zu überlogen und es hätte nur eines Wortes an Herrmann bedurft, das Verbrechen zu verhüten. Die Geschworenen wollen für Hahn ein Gnadengesuch einreichen, um eine mildere Strafe zu erreichen. Der Termin gegen Kuchenbecker wegen Raubmordes mußte abgefetzt werden, da eine zu Gunsten des Angeklagten laufende Frist nicht ein- gehalten werden tonnte. bei denen schon länger eine Erregung gegen die Zwangswirtschaft bestand, wollten btc Revision nutzt dulden: fie rotteten sutz zusammen und zogen, 80 bis 100 Personen stark, zur Mühle, brangen in diese ein und zwangen die Beamten dirrch Drohungen, nne: „Schlagt sie tot! Schlei ihnen die schadet ein! Werft sie hinaus! Schlagt ihnen Die Köpfe ab!" uff. sowie durch Drohungen mit Stöcken, von der Revision abzustrhen uno die Mühle zu verlassen. Sechs von bat Teilnehmern wurden bereits vor einigen Monaten von der hiesigen Strafkammer wegen einfachen Aufruhrs zu je 6Monaten Gefängnis verurteilt. Heute hatten sich die oben genannten drei Angeklagten tot gen qualifizierten Aufruhrs im Sinne des 8 115 Absatz 2 zu verantworten. Sie werden beschuldigt, nicht allein an dem Aufruhr teilgenommen zu haben, sondern auch unter denzenigen gewesen zu sein, welche die Beamten in ihrer Amtsausübung durch Drohungrm bzw. Drohungen mit Gewalt Widerstand geleistet und sie hierdurch genötigt haben, von der ihnen auf getragenen Revision der Mühle Abstand zu nehmen. Es wurden eine Anzahl Zeugen vernommen. Staatsanwalt Justtzrat Weidemann Ührte aus, im Volke habe das Empsinden für Recht unb Ordnung Not gelitten. Wenn auch dieZwangs- wirtschaft für die Landwirte drückend sei, so müsse doch, solange sie einmal bestehe, die Rechtsordnung aufrechter halten werden im Interesse des ganzen Volkes. Gegen diese Rechtsordnung hätten sich die Angeklagten vergangen. Er beantragte, die Angeklagten im Sinne der Anklage schuldig zu sprechen, den Angeklagte Kuhl aber nur wegen einfachen Aufruhrs, unb ihnen mildernde Umstände zuzu- billigen. Der Verteidiger Mtürat Dr. Jung plädierte auf Freisprechung. Die Geschworenen erkannten die Angeklagten sämtlich schuldig des einfachen Aufruhrs. Der Staatsanwalt beantragte hieraus gegen reden der Angeklagten die Minimal strafe von sechs Monaten Gefängnis. Nach kurzer Beratung erkannte das Gericht dem Antrag entsprechend. * Gießen, 30. September 1920. Mordversuch und schwerer Raub. Rascher als sich dies gewöhnlich ermöglichen läßt, sand am letzten Sitzungstaq eine schwere Bluttat ihre Sühne. Der 54zährige Gelegenheitsarbeiter Johannes Köppel unb her 25jähr. Sdfloffer Zatob Hahn, beide von Kilianstädten, waren eines gemeinschaftlich begangenen Mordversuchs unb schweren Raubs angeklagt. Den Vorsitz führte wieder Lanbgerichcsrat Trüm- p e r t, die Anklage vertrat Staatsanwalt Dr. Eckert, verteidigt wurden die Angeklagten durch die Rechtsanwälte Peters unb Dr. Meuser. Tie Beweisaufnahme ergab ein klares, bis in die letzten Einzelheiten abgerundetes Bild der scheußlichen Tat. Am 25. August war der Kellner Phil. Herrmannrn Frankfurt mit Köttoel und Hahn, die sich schon von früher her konnten, zusammengetroffen. Mtt den Worten, „Sie suchen wohl auch etwas," machte sich Wppel an Herrmann heran, knüpfte ein Gespräch mit ihm an und schlug ihm eine gemeinsame Fahrt in Köppels angebliche Heimat in der Nähe von Friedberg vor, wo Herrmann Lebensrnittel, auch Silber kaufen könne Er solle ordentlich Geld mitbringen und am nächsten Tag nxebertontmen. Herrmann, der die beiden für biedere Bauersleute ffedt, war einverstanden. Ws er toeggetyrngen war, entwickelte Koppel den Plan, den „Silberschiebeick' an eine einsame Stelle zu locken, ihn totzuschlagen und ihm sein Geld abzundhmen. Hahn zögerte zuerst, erklärte aber, er werde vielleicht mitmachen. Am nächsten Tag trafen die drei um Mittag an der KonsLblerwache wieder zusammen. In einem unbewachten Augenblick fetzte Köppel seinem Genossen nochmals auseinander, wie die Sache gemacht werben sollte. Um Herrmann ettrzulullen und in Sicherheit zu wiegen, solle Hahn mit ihm vvrausgehen, Köppel wolle Herrmann von hinten mit seinem dicken Stock auf den Kopf schmeißen, wenn er tot sei, zapple er nicht mehr. Der Raub solle geteilt weiden. Hahn war darntt einverstanden und die Fahrt narb Friedberg wurde angetreten Unterwegs biederte sich Köppel mit dem arglosen Herrmann derart an, daß Duzbrüderschaft gemacht wurde. Da die Bluttat nicht vor Eintritt der Dunkelheit auSgeführt werden tonnte, wurde Herrmann in Friedberg zunächst längere Zett hinget l ten — man ging in zwei Wirtschaften und trank etwas Apfelwein und Bier. Gegen sieben U'hr machte man sich auf den Weg nach Melbach. Hahn ging mit Herrmann voraus: Köppel blieb etwas zurück und tat, als tontme er nicht recht mit. Er trug einen benadartiaen Knotenslock. Ws sie bei Einbruch der Dunkelheit an einen Feldweg gekommen waren, in den ein gebogen werden sollte, will .Hahn za Köppel gesagt- haben, er solle es sein kiffen, es hqibe keinen Wert. Köppel erwiderte schroff: ,Halts Maul, fort, fort!" .Herrmann, der aus TaLgefühl. beiseite getreten war, meinte treuherzig: Jetzt sei er doch allein bei ihnen, da brauchten sie doch nicht heimlich zu tun. Run ging es auf dem Feldweg weiter, Herrmann mit Hahn, der sich barüber klar war, baß bie Tat jetzt geschehen solle, voraus, Köppel hinterdrein. Plötzlich erhielt Herrmann einem furchtbaren Schlag auf ben Kopf und brach sofort ohnmächtig zusammen, blieb aber bei Besinnung. Er hörte, wie Hahn jammerte: „Ach Gott, ach Gott, das hätten wir nicht tun sollen!" Köppel rief, er schlage so lange drauf, bis Herrmann ganz tot fei, unb schlug weiter auf fein Opfer ein. Schon von der Gewalt des ersten Hiebes war der Sto ck i nzwe i Teile zerbrochen. Hstrnmnn tat bas klügste, was er in dieser verzweifelten Lage tun tonnte, er lag regungslos da unb stellte sich tot. Köppel durchsuchte ihm die Taschen unb raubte ihn aus: einen go(baten Ring zog er ihm vom Finger. Tann fühlte er ihm ben Puls — glücklicherweise an der falschen Seite — und erklärte befriedigt: „Der läuft uns nicht mehr nach." Daraus wurde Herrmann m einen Dickwurzacker geschleift und aufs Gesicht gelegt Tas Paar entfernte sich unb im Bahnhof von 3tieb&erg wurde das Geld ge* zäUt Es waren 120 Mk, von denen Hahn 40 Mk. erhielt, die er als wohlverdienten Antett an der Beate annahm. Köppel war über den geringen Betrag ungehalten und schimpfte, der Silberschieber habe sie „mack-en wollen". Er forderte Hahn auf, nochmals an die Mordstelle zu gehen: er habe vergesfen, auch die Weste zu durchsuchen. Hahn machte aber nicht mehr mit Nach der Tor batte ihm Köppel gesagt, wenn fein Stock vSen könne, könne er was erzählen. Herrmann wurde am folgenden Tage in das Bürgerhospital m Frischem eingeliefert Er hatte am Kops dreizehn schwere Wunden, und nach ban Gutochte» der Haspirol-Lerzttn, Frl. Dr. Leicht- ♦* Aus dem Stabt t beaterbureau. Ms Eröfstnrngsvorstellung ist das historische Lustspiel von Presber und Stein „Ltselvtt von der Pfalz" gewählt warben, da der ursprüng- liche Plan, „Götz von Berlichingen" als Eröffnungsvorstellung herauszubringen, sich aus technischen Gründen nttht bewerkstelligen lictz. „Liselott", die bekannte pfälzische Prinzessin, sagt in dem hübsch auf gehaarten Lustspiel den Franzofen am Hofe des Sonnenkönigs so manche Wahrheiten, bie geradezu aktuell wirken. Tas Stück ist Denn auch überall, so auch im Landestheater Darm stabt und KurhauSttxater Bad-Nauheim, mtt getobtu jubelndem Beifall ausgenommen worden. Erwähnt fei auch, daß sowohl in sMiischer Bezfehung, als auch in der sonstigen Ausstattung, namentlich an Kostümen, bie Aufführung Sehenswertes bieten wird. Die Spielleitung hat Direktor Stetngoctter. — Ms 1. Mtttwochs-Monncments^Vorftell ung wird Grillparzers „Mebea" gegeben, mit Frl. von Bvandek, unserer neuen Heroine, in der Titelrolle. — Ter Freitag bringt im Freitag-Abonnement den neuen Einakter-Eh Aus von Curt Goetz „Mena geriet ** Literarische Gesellschaft. Armin T. Wegner, der Soraita-wrodym. 5 Uhr in der Aula — am ersten Autorenabend des diesjährigen Winterprogramms der Literarischen Gesellschaft — aus seinen Werken vorlefen wird, hat unter dem Titel: „Musik der Zeit" ein sehr reichhalttges Programm aufgestellt. Wegner am Vortragtisch zu sehen, ist schon ein Erlebnis für sich: ein fast knabenhafter Kopf, freien Blicks. Er spricht ferne Verse meist aus dem Gedächtnis, sie mit spärlichen Gesten begleitend, im landläufigen Sinn des Wortes unpathetisch, doch voll wirklichen Pathos, da, wo die Stimme sich zu volltönendem Slang erhebt. Da wuchtet das Wort aus seinem Munde, es dröhnt durch den Saal, roerat er, ein fanatischer Ankläger und Bekenner zugleich, die Sünden der Welt peißelt: er lockt süß und voll Glut bei seinen Liebesliedern. — Sein vielseitig msammengestellteS Programm für den morgigen Abetto, das uns in das Schaffen und Wirken des jungen Dichters gewahren torrb, kann nur jedem der Besuch des künstlerisch genußreichen Abends warm empfohlen werden. 'NLHeues siehe Anzeige^ *♦ Hoteldieb stahl. Am 30. September wurde in Gießen aus einem Hotelzimmer ein dunkler, gut erhaltener Anzug, ein Hemd, zwei Nachthemden und mehrere Taschentücher entwendet. Tie Hemden waren mtt S. R. gezeichnet. Vor Ankauf wird gewarnt. , . _ ♦* Die Maul- und Kleuenseu che ist in Gießen in folgenden Gehöften amtlich "feft- aestellt worden: 1. Schiffenberger Weg 52, 2. Schif- f en berget Weg Nr. 60, 3. Neustadt Nr. 57. Die Sperrmaßregeln sind angeordnet. Wer gibt Auskunft über Auswanderung? Tas Reichs-Auswanderungs imt unterhalt eine Hauptauskunftsstelle tti Berlin. Zweigstellen gibt es in Bielefeld, Breslau, Duisburg, Tüffeldorf, ElberfÄd, (Erfurt, Essen. Frankfurt a. M., Halle, Hannover, Kiel, Magdeburg, Stettin, Witzenhaufen und Kökn. Kreis Friedberg. *♦ Bad-Nauheim, 2. Oll. Mtt dem 30. September schloß die offizielle Sommer- kutze11, jedoch geht der K ur bet rieb wahrend des ganzen Winters weiter. Für die Winterkurzett ist die K u r a b g a b e. bedeutend ermäßigt. Bad-Nauheim bietet auch tm Herbst unb Winter schöne landschaftliche Reize und ango nehmt; Unterhaltungen, fe daß eine Herbst- ober Dinterkur jedem HeilungS- und Erholungsbedürftigen zu empfehlen ist. ,,$ra»freid) auf dem Sprung“. Unter diesem Titel erhalten oie G r e n z - ' 5,ten aus Paris von einer Seite, die als durchaus vertrauenswürdig bezeichnet wird ] •jib her man die Verantwortung überlassen . Haufe, Ausführungen, die sich zum Teil mit tan decken, was in Berlin schon feit Wochen < in mehr oder minder versteckter Form umgeht. ,r Pariser Gewährsmann meint, bie fränkische Politik von heute hege An^st vor dem । ifbcrerroachenben Deutschland; bie heute in rianfreüf) maßgebenden Kreise seien von der -chsucht Deutschlands felsenfest überzeugt. :s Wort ihres eigenen Staatsmannes: Im- . cr daran denken, niemals davon sprechen, 1 i ihrem nationalistischen Jdeenkreis eine 1 «lbstverständlichkeit. Der Gedanke einer glichen Verständigung, der dem verge- -Ingsfreudigen und anbiederungsbeflissenen rutschen ja so naheliege, habe durchaus kei- B-rt Platz in der Gedankenwelt des Romanen, , • n kein Streben selbstverständlicher er- »nne als das, für erlittene Unbill Rache zu - Jmcn. So suggeriere sich Frankreich in das , zhuntüchtige deutsche Volk bie eigene Seele | fnein unb glaube es nur von dem einen Seh- - ji erfüllt: Äug' um Auge, Zahn um Zahn! Somit sei die ganze französische Politik eigent- :ch kristallisiert um das Problem ber bau» • rnben Niederhaltung Deutschen ds. Frankreich habe sich zunächst Ruß- ; :nbs zu bedienen versucht, indem es die kom- nrnden Männer Rußlands unterstütze und sich in ewigem Dank verpflichte. Aber die Abspev- niltg Deutschlands von Rußland sei nur ein Jmroeg; ber gerade Weg sei, Deutschland vol- s zu vernichten, solange Frankreich noch fit dazu habe, d. h. die Einheit des Deutschen sichs zu zerstören, um sie nie wieder zuzu- ssen. Die Auslösung des Reichsganzen allein nnc dem französischen Volk den Alpdruck der ätschen Revanche nehmen, nur in einer kalranisierung Deutschlands, wo- ki der Süden mit Deutschösterreich eine fränkische Kolonie unter dem Namen Donau- fueration und möglichst unter dem Zepter «nes Habsburgers werden dürfte, erblicke (lankreich die Gewähr für den ungestörten esitz des Gewonnenen. Je mehr das Ver- iltnis zu den bisherigen Verbündeten sich ibkühle, desto intensiver mahnten diese Genien die französische Politik zu Tat, ehe es spät geworden sei. Eine Besetzung des gaw- n Deutschen Reiches, wie harmlose Leute in utschland meinten, sei nicht notwendig; b e r s ch l e s i e n in polnischen, das S a a r - ebiet in französischen Händen, genüge es, eich noch das Ruhr gebiet zu besetzen, um eutschland in die Willenlosigkeit eines Hpv- lisierten zu versetzen. Wer nicht gehorche, fotmme .Kohlensperre, bas bedeute la- «nenhaftes. Anwachsen der Arbeitslosigkeit, Ktocfcii des Verkehrs der Lebensmittelbelie- ung der Städte, Hungersnot, Krawall, >aos. Um aber diesen letzten Schritt zu tun, es notwendig, einen äußerlich unanfechü- ren Anlaß zu haben, nicht nur vor dem Itforum im allgemeinen, sondern auch vor in Bundesbruder England im besonderen, fe müsse schon ein recht gewichtiger Grund eichaffen werden mit einer Sensation, die Widerreden von vornherein abschneide. Diesen Ilan entwickelt der Gewährsmann ber Grenzten wie folgt: „Ter Friedensvertray von Versailles bietet terfür ja zahlreiche mit Li?be ersonnenen Möglichem. Nun ist abjr sehr störend, daß Dr. Simons «wer roiebrr im letzten Moment die fein angelcg- tn Pläne durchkreuzt. Da hat man mit viel Auf- Mitb die oberschlesische Kohlenförderung in Un> totumg bringen lafsen, um Deutschland Bertvags- biich bei der Kohlenlieferung auszunötigen. Schon irb sestgestellt, daß ja Herr Lloyd George Stö- ^ngeu in Oderschiesien als vis major anerkannt hbt. UeberlMipt macht cs nervös, daß in England kn Simons nicht ungern gesehen ist. Die Stel- |uig Englands DeutsHand gegenüber geht nach ösischer Auffassung viel zu wett über das aus, was Herr Millcrand unter wohlwollender lihigung versteht. Diese Entwicklung muß abQe» tten werden, und zwar baldigst. Wer weiß, e lange die Möglichkeit zur Realisierung der ' ilderten vitalen Projekte noch besteht. Spä- s im November 1920 soll das Ruhrgebiet t fern, das sei der äußerste Termin, munkeln ihtc in Paris. Um aber nicht in letzter wieder Mötzlich über einen unerwarteten Düppel zu stolpern, muß erst „die Schlange imons" weg. Herrn Burzew ist der ehrenvolle lufnrag zuteil geworbm, diesen Ministersturz !>rchzuführen. Einmal ist es günstig, einen Nicht- ’-cnjoien vorzuschiebm, und dann muß natürlich £ wirksamste Strick, der für Herrn Simons ge- tcht worden kann, ber fein, ihn als verkapptcft klichewiken zu entlarven. Dem gilt ja schon seit rxhen und Monaten das heiße Bemühen der szilmzösischcii Milttärmission in Berlin. Leider ohne ” klfolg, trotzdem man so tüchtige Kräfte dorthin idürft hat unb den Franken rollen ließ. Mer es JU gelingen, denn bann muß auch England vcr- «snmen. wenn man womöglich nacl)wcisen könnte, kß Simons Enwer Pascha nach Moskau lefchmuggclt hat, um bie Brandfackel nach toien zu ichleudern. Was der eignen Militär- yjion bisher nicht gelang, sollte nun HerrBurzew kNuch-n. Er kann flch vielleicht leichter anbiedern, dvi sich jr nach Lage als Bolschävik ober als -marchist einführen. Mitte September ist Herr Mzew triuniphierend nach Paris zurückgekom- und hat Dokumente mitgebvacht, die er durch «sechung von einer deutschen Behörde erhalten und die die verbracherischen Pläne Deutsch- und Räterußlands entlarven. Hoffentlich hat ^rr Burzew feine ad usum delphini angefertigten -tten erwischt. Auch eine sehr bekannte Berliner Wtlicbc Zeitung ist durch Burzew mtt aewich- ^«iMltteln, zum Sprachrohr gewonnen für die A^mehr einsetzende Fehde gegen den Meißner 'id daß England nicht hinter ® shilifien kommt, barm geht es hoffentlich in v^tter Stunde noch nach 2Sunsch. Der Be- itft»ungsplan jür das Ruhrgebiet ist lv m «. beä k tt Mull, Ith u Meb-emlthtn t N. u. 25 1 ™ k ir. uni 105«uh «>U-Bnonpni|ipd "kel ÖH ijjtbtn 0® Srtöhwlkji. mlclbraunt »■ jrolliJa 'MUi Strahn bobnlfirti il ob.auib.®t«nd edVtrlotta. 9tfi t'ontts.vn.GLLi hohe elohnVz ertasche ett> , Vertpap ravstvd » verlorrn. ben bei ; Dikomeil tr PkretniM 53 1913 Mttweä, & Ch. IMtflttllWhl I ist mlttubrinaetL $ Brief l.Oht. Kopenhagen ... Stockholm. .. Helsingfors» . . Italien. .. .. London. ... New-York. . Pari,....... Schwei,....... Spanien... .. Wien (altes) . .. Deutsch.Oefterr. a6e. Prag........ Budapest.. . . Bulgarien . . . KonstantrnopU. . . Fünt Zürich ... Amsterdam. Kopenhagen. Prag. . . Stockholm. . Wie» .. . London . . . Kurs 1. 10. 79,50 68,30 62,90 67,40 157,- 316,- 227,25 199,- 170,- 153, — 184,- 180,- 698,50 353,50 350,- 360,50 275,- 280,- 545, - 515,- 407,- 299,- 230,50 461,- 224,75 440,- Abend- Abend- Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs Zu dem am 4. Oktober 1920 beginnenden % Winter-Tanzkursus 2r nehme ich von heute an täglich gefällige Anmeldungen entgegen. Hochachtungsvoll »n* Handel. Mainzer Warenbörse. Mainz, 1 Ott In Futtermitteln natt das Geschäft gegen die letzte 2Bbdr bei ziemlich gier- chen Dreisen unverändert. Tnxventreber, Wer- tveöer und Oelknchen waren reichlich angeboten und zu billigeren Dreisen zu Habern., Tas Geschäft tu röül^usrüchte-n war bet einem Aorten An geb n Eg. Dre Preise für Erbsen und Bahnen waren ri'lckgängig. Linsen waren zu etwas geringeren Preisen wie am letzten Warft- tage gefragt. Die direkten Mais-Offerten wrren ■ «ns zweiter Land we° lentlrch billiger kaufen. Tic Preise tn Kleesaaten hmm: wcntg entwickelt. Für Rotftee lagen Aus- lande-Angebgte vor. Die Jnlandsvreise find nicht g'strcgen. Tte Ponse für tönerne sind mt Hin- ~-tc^ wUr .^hita teil. Rüben waren ruhig Angebot in Runkelrüben war sehr stark. Oel- maten.mären feit. Das Angebot in Kartoffeln Preise rückgängig. Aus Rorddcutichland lagen ziemlich Offerten vor. Zur ^mrchtrmg. daß der B^ars Teutichlanvs in Karten nicht voll gedeckt werden kann, liegt kein Grund vor, zumal bv Kartoffelernte eine aus- m zeichnete, tote insbesondere in unserem Be'irk ist. A.as Angebot in Den und Stroh war gering. Betr.: F^dberenrigmrg Ettrngshansen. Bekanntmachung. . t der Zeit vom 16. bis einschließlich 30. Dfr tober lfd. Js. liegen auf dem Rathaus die Lr> berten des Zuteilungsplans zur Einsicht der 9k- teiligtsn offen. Dresdener Bank . Nationalbank f. D. Mitteld.Treditvank H.-Amerik.»Pakets. NorddeutscherLloyd Boch.Gußstahlwrk. D.-Luxemb Bergw. Gelscnkirch. Bergw. Harpener Bergbau Oberfchl. Eisenb.>B. Oberschles.Lisenind. Phönix.Brgb.'Akt. Dad.Anilin-u.5oda HöchsterFarbwerk» Elektr. A. E. (0.. . Schuckert-Werke. . Felten-Guilleaume Daimler...... Dud-Eisenw.-Akt. Adlerwerke .... 4°/<»Hesf.Staatsanl. Electron Griesheim nächste Zeit hintoegzukornrnen, damit wir für Gros deutsch!and retten, was zu retten ist. Gerade vv- diesern Gesichtspunkte aus ist ein Einheitsstao Oesterreich unmöglich. Trotz aller Schwierigkeüe sind wir doch überzeugt, daß auch das ganze Auc land allmählich erkennt, daß es ein Verbrechen isr sechs Millionen Deutsche in den Kerker von Sain . , Frankfurt a. M., 1. Oft. Börsen- st t m m u n g s b i l d. Mvntanpapiere erwiesen sich als fest. Gelsenkirchener standen in Nachfrage und ^gen _4, Oberbedarf 1 Pvvz., 276, an. Laura- Hütte fanden zu 390 regere Aufnahme. Gefragt waren Carv 282, Phönix Bergbau 540—552 plus 9 Droz. Regeres Interesse trat für Elektr. Siemens Halske ein 321 plus 6, A. E. G 298, Schuckert befe>'ttgt 229L0. Adlerwerke .Kleyer gut behauptet 299,50 Hapag 186. Nvrdd. Lloyd 180,50, gaben V/3 Pvoz nach. Unter den chemi- leben Aktien erfuhren Scheidscrnstalt 683 plus 3 Pvoz. Aufbesserung. Baug Wayß u. Freytag 210, stiegen bei lebhaften Unrsätzen 10 Pvoz. Im lebhafter Nachfrage stunden ferner Lydronteter, roelche 3 Pvoz. anzogen. Zellstoff Aschaffenburg notierten 480, Metall Dannhorn 170, Zement- aTtieit sowie Bra-uereigesellfchaften stellten sich höher. Gummiwarenf. Peter 337 plus 11 Prvz 5pwz. Goldmexikaner 599. 5proz. Tamaulipas 300 (— 10 Proz.). Anatolier, Bagdad logen ebenfalls schwach. Petvoleumwerte versehrten rn fester Verfassung, wobei Stoaua Romana auf 2110 anzogen, Deutsche Petroleum 1560, 1550 umgingen. Benz- Donnerstag den 21. Oktober 1920 und fotoett erforderlich die folgenden Tage statt. Zusammenkunft hierzu am 21. Oktober 192» form. 10 Uhr, beim Rathaus. $te Offenlegung des Grenzausgleichs mit Gc- marftmg Horbach erfolgt spater noch. 10509D den 29. September 1920. Ter _ öeffifebe FeldbereinigungskommissLr. Schnrttspahn, Regier ungsrät. " am 10. an fchieWand tetiÄg 8 Uhr: I «Metflg den 9. ( "'Km Kilbi., L - ,?Erlin, 1. Okt. Börsen st immungs- b/l d. Der überraschend gute Iahvesabschlutz der liaurabuttc stärkte an der Börse die schon seit langem bertxar^'tretene Kauflust für Montanwerte. ^aurahuttc Iteilten sich zeitweise 20 Proz, Bochumer zeitweilig 27 Pvoz. höher Vluch Bismarck- hutte, Gelsenkirchen, Lösch, Oberschle>iscl>7 Eiten- bahub'darr und Rimbacher erzielten namhafte Bessrungen. Phönix traten mehr in den Hintergruno, bel>aupteten ihren Kursstand aber gut. Farbwerte fragten wieder ferne einheitliche Kursbewegung, ^ftrjtoertc waren bis auf Schuckert um einige ^?^nt gebessert. Von Spezialrapieren waren Gebr. Böhler 20 Pvoz., Köln-Rottweiler 7 und Zellstoff-Waldhos 9 Pvoz. höher. Petrolcumwerte wurden lebhaft bet anziehenden Kursen gehandelt. Valutapapieve blieben behauptet, bzw. etwas tober tr?tz schwächerer Devisenftrrse. Protokoll über ?Ieitbenmgen des Weg- und Grabennetzes. Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwoi- düngen hiergegen findet daselbst Montag, den 1. Rov. 1920, norm. 10—11 Uha, stM, wozu ich die Beteiligten mit dem Anfüg« exTTlabe, dast die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Tie Einwendungen sind schriftlich und mit (srünben versehen einzu reichen. Ort L Std^S te ““ ®aln‘>W* “ Aus der internationalen Arbeiterbewegung Paris, 1. Oft. (WDB.) Auf der Gewerk schaftskonferenz in Orleans vollendete I o u h a u: seine Rede. Nach derselben wurde der Tätigkests bericht des Verwaltungsrates der CGT. mit 148; gegen 691 Stimmen bei 51. Enthaltungen gutgc heißen. Jduhaux sagte in ferner Rede, er hab schon früher fein Urteil über Legien gefällt. C- sehe in ihn nur den Vertreter Ser deutschen Ar beiter. Die Gewerkschaft der Internationale fei auch gegen den Amerikaner Cornpers. Jouhaux her. langte dann ein einheitliches, Lxrndeln, um die stosse der Welt allen Nationen ^uzuteilen. Nach bei „Hurnanitee" soll lebhafter Berfall gespendet wor- den sein, als Jouhaux erklärte, es sei ein Ein Verständnis mit den deutschen Arbei. Lern gegenüber der Drohung Mille, rands mit bet Besetzung des Ruhrge biets erzielt worden. Die Bergarbeiterbewegung in England. Daris, 1. Oft. (WTB.) Wie der „Pep, Parisien" aus L-ondon meldet, ist die Konferenz der Bergarbeiter gestern zu keinen- Ergebnis gekommen, da große Meinungsvec- schieden heften herrschten. Tie Bevatun gen wurden deshalb auf heute vertagt. Inzwischen hat De ausfübvende Ausschuß der Bergarbeiter beute nach den Beschluß angenommen, dir Verhandlungen mu den Bergwerksbesitzem und dem Vertretec der Regierung wieder aufzunehmen. Diesem Vorschlag ho! i Lloyd George lebhaft zugestimmt. Ihn den Bürgermeister von l5ork. Paris, 1. Oft. (WTB.) Nacheiner „Matm"« ? Meldung aus Llondmi hat die Schwester bei Bürgermeisters von Cork nunmehr -die Erzbischöfe 1 von Westminster und Canterburry gebeten, all, Bischöfe ihrer Religion gemeinsam aufzufordern das Verhalten der englischen Regierung gegenüber ihrem Bruder und seiner Kameoaden zu verurteilen. Datum; 30. Sept. Amsterdam. Ttotterfc, SrnjTebTIntwzfliewt llhristiania..... (3n einem Test der Aussage wied:rholt.I Das französische FinanzexposS in Brüssel. Brüssel, 1. Oft. (WTB.) Zu dem französischen Finanzerposs wird noch gemeldet: TaS Expose schildert noch die durch die Kriegsmaßnahmen verursachten Schäden und die von Frankreich unternommenen Anstrengungen, um diese Schäden auszumerzen. Tie französische Regierung habe aber geglaubt, nicht auf die von Deutschland zu leistenden Wiedergutmachungen warten zu dürfen. Die von Frankreich geleisteten Vorschüsse können nur durch eine Anleihe gesichert werden. Frankreich halte sich hu der Hoffnung berechtigt, daß das Ergebnis dieser Anleihe zum größten Teil dazu verw-mdet werden könne, die schwebende Schuld zu konsolidieren und einen Teil der von der Bank von Frankreich dem Staate geleisteten Vorschüsse abzutragen. Das Exposs hebt zum Schlüsse l)ervor, daß trotz der durch den Krieg erlittenen Schaden Frankreich das einzige Land sei, das die Ausmerzung der Kriegsschäden in Angriff genommen habe. Die Last sei schwer und auf jeden französischen Steuerzahler liege eine Last von Steuern, die im Verhältnis viel größer sei als bei allen anderen Ländern. Millerands Finanztätigkeit. Paris, 1. Oft. (WTB.) Wie Marcell Dutin im „Echo dc Paris" mitteift, arbeitet Mrl- lerand täglich mehrere Stunden mit dem Finanzminister an den großen Fragen, die auf 'der Konferenz in Brüssel beraten werden sowie über die sonstigen Angelegenheiten sinan- zr-ssler Natur, bte sich aus den Friedensverträgen ergeben. Alle Ausgaben sollen möglichst eingeschränkt werden. Tas ordentliche Budget will Fi- nanzminister Marshal durch Steuern $u decken suchen. Belgische Kabinettskrise. Paris, 1. Oft. (WTB.) Nach einer Meldung des „Matin" aus Brüssel hat der belgische Kolo- nialminister Frank, um sich mit seinen früheren Kollegen Huysmans und Janson solidarisch zu erklären, nun auch seine Demission eingereicht. Er soll ledoch bis zur Rückkehr des Königs aus Brasilien im Amte verbleiben. Die Anschlutzfrage in Deutsch-Oesterreich. Wien, 1. Oft. (WTB0 Bei der Beratung der neuen Verfassung m der Nationalversammlung erklärte Abg. Schönberger (großdeutsch): Ter VernrischteO. * Die Rakete zumr Mond. Der Professor Robert Goddavd vom Clark College in Woroefter, Massachusetts, hat eine Rakete erfunden, die bis zum Monde geschossen werden kann, und in nächster Zeft wird er feinen ersten Versuch in dieser Hinsicht unternehmen. Der Professor ist nämlich ein sehr vorsichtiger Herr und wird zunächst nur, wie er in amerckanischen Blättern mitteilt, eine Rakete absenden, bie zwei bis drei Kilometer hoch fliegt. Er will damit das Prinzip erproben, aus dem fein „Gruß an den Mond" aufgebaut ist. „Wenn man mir 15000 Dollars zur Verfügung stellt," jagt er, „so werde ich eine Rakete Herstellen, die bis zu einer Höhe hinauf- geschossen werden kann, vis zu der selbst die höchsten Registrierballons nicht gelangen können." Gobdard hofft bald die notwendige Summe für diese Rakete zusammen zu haben, und bann steht nach seiner Ansicht nichts mehr im Wege, um „ben Mond anzuschießen". 1 Band A bfchätzun gsverzeichi 1 Baud Obstbaumgeschosje; Mttg, 1 'MM s) Preis ^afag, 3. nnb 2 i 175 Wer M WM- und Ehre! ■j W lauf. W IsjSerbftg ■ 18.06t oben la 1. L 3. 4. 1.M74 i 1. OuDtrtüK, I unb flbtnb I 2. Daher,§ti 13. ftantafit „Ii 14. Strtnabt . i d. Fantasie,*Ru 6. Pilgerchor au '• a) Soloegs £u b) Anitras la 8. Pensionat . A großer mit verfi Ausgabevontzrennstoffbezu-skatten an Einzelpersonen (Simmermieter). An Einzelpersonen (Zimmermieter) werden auf «m Drennstvffamt in der Zeft von 8—12 Uhr vormittags Bvennslyffb^zugSkarten ausgegeben gegen Vorlage der Lebensmittelausweiskarte ober fonft'ger Auswerse (Studentenkarte usw.), und zwar an die Bezugsberechtigten mit den Anfangsbuchstaben: A Montag, den 4. Oktober 1920, B Dienstag, den 5. Oktober 1920, Cu. D Mittwoch, den 6. Oktober 1920, E tt. F- Donnerstag, den 7. Oktober 1920, G Freitag, den 8. Oktober 1920, v Samstag, den 9. Oktober 1920, Au KMontag, den 11. Oktober 1920, L Dienstag, den 12. Oktober 1920, M Mittwoch, den 13. Oktober 1920, F Donnerstag, den 14. Oktober 1920, Ou. P Freitag, den 15. Oktober 1920, 9 U- R Samstag, den 16. Oktober 1920, S Montag, den 18. Oktober 1920, Sch Dienstag, ben 19. Oktober 1920, St Mittwoch, den 20. Oktober 1920, S “• U Donnerstag, den 21. Oktober 1920, V u. W Freitag, ben 22. Oktober 1920, A. du. Z Samstag, ben 23. Oktober 1920 Tu» Nummer 1 der Karte wird zur Beliefe- rung mft 1 Ztr. Eiformbrifetts durch die .Kohlen- hanblun^n ober ben Kvnfumvevein, Schanzen- ÖL 16cL.^bcTobice Steinkohlenbezugsgesellschaft, Schanzenstvaße 8, frei gegeben. Es wird dringend ersucht, für baldige Abholung bzw. Belieferung besorgt zu fern, da eine Gewähr für spätere Belieferung nicht übernommen werden kann. Gießen, den 23. Sept. 1920. 1O477B __Städt. Dvennstoffamt._____________ Bekanntmachung. ^lde Zmsen zur Verteilung: ii der ^nns-E>cheid-Stiftung mn Kreider die biesjährigen Zinsen an Witwen Kaufleute oder an arme .Kauf- leute selbst sofern sie unverschuldet in Not ge- Unterschted der Konfession. , t ^>eT. ^fabeth-vLchm id t-Stif tu n g 4Gaben zu ie 17 Mark an bedürftige, unbeschol- ^^ustmobchen im Alter von über 60 und 10 desgleichen an arme Witwen. . Äsungen werden bis 15. Oktober 1920 bei dem Städttschon Armenamt, Afterweg 9, entgegengenommen. 10 47RR A^^n, ben 2K September 1920. —Oberbürgermeister (ArmenVerwaltung). Berdinq. ^6,8 Meter lichten Weite ge- wÄbtm Brücke m Ktrchvers, Kreis Marburg, ftnb mdglubfl rn euwm Lose zu vergeben: Abbruchsarbeiten, Erdarbeiten, Maurerarbeftien, M auermoter ialien, ten und Lieferungen, raen und Angeb^tsbedtngun- rarnt yPiflTimrq bis Ber» und Stadt, rebensmittelamt. Warenausgabe für die Woche v. 4.10. bis 10.10. 1920. Nicht rechtzeitig abgeholte Ware verfällt. 1. ‘Brot 2000 Gramm Brot oder 1480 Gramm Mehl. Kg. 2.1 Mk, Brötchen 15 Pf., Weizenbrotmehl Kg. 2.80 Mk., Weißbrot Kg. 2.45 Mk. Weiß. brotbäcker: August Deibel, Neuenweg; Wilhelm Dippel, Trednerstraße: Konrad Wißner, Steinsttaße. Mehl für Kranke: Kg. 3.20 Mk. (Verkaufsstelle stehe unter Nr. 4). 2. Fische. Verkaufsstelle in den Marktlauben. 3. Obst und Gemüse. Verkaufsstelle in den Marktlauben. Gemüse und Obst täglich frisch zum Tagespreise. 4. Mehl, Nährmittel, Lebensmittel und Jucker für Kranke, Iugezogene und Fremde: Karl Borger, Wehsteingaste: Gustav Walter, Mäusburg: Klingel, meier, Ludwigstraße: Heinrich Erle (Kalkhoff Nachf.), West.Anlage. h 5. Amerikan. Speck. 200 Gramm zu 4.80 Mk. 6. Corned beef. 150 Gramm zu 2 80 Mk. Aus- gäbe von Speck und Corned beef durch die Metzger, gefchäfte vom 2. bis einschl. 11. Oktober 1920 gegen Abgabe der Fleischmarke der 40. Woche. Die eingegangenen Fleischmarken sind bis spä. testens 14. Oktober 1920 dem Städtischen Lebens, msttelamt einzureichen. 7. Sühstoff. Für bie Zeit vom 1.-15. Oktober 1920 wird gegen die Lleferungsabschnitte 16 der Süßstoffkarte „H" (Hau) u. 5 der Süßstoffkarte „Q" (gelb) von den Sühstoffabgabestellen Süßstoff abgegeben. Es gelangen auf den Wschnitt 16 ein Brief- chen und auf den Abschnitt 5 eine Schachtel zur Ausgabe. Mit dem 15. Oktober 1920 verlieren die Abschnitte 16 bzw. 5 ihre Gültigkeit. Nach diesem Zeitpunkt nicht abgehotte Süßstoffmengen dürfen von den Abgabestellen frei an die Bevölkerung verkauft werden. 10465B Gießen, den 30. September 1920. Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). 500 Ztr. Dickwurz Zu Kaufen gesucht. Lieferung auch in kleinen Posten frei Klirnkshof. 103711) Verwaltung der Veterinitrttiuttett. Der Grünberger Gallusmarkt findet am 13. und 14. Oktober l. Js. in derselben Weise wie früher statt. ' Wir laden zu recht zahlreichen Besuchen ein und bringen zur allgemeinen Kenntnis, daß Dienstag den 12. Oktober, vorm. 10 Uhr, die Vergebung der Plätze an die Grünberger Geschäftsleute und mittags um 1 Uhr die Verlosung der übrigen Stände erfolgt. Den Anordnungen des Marktmeisters strengstens Folge zu leisten. Genehmigung von Glücksspielen wird nicht erteilt, ebenso ist das laute Auscieben (Ausschreien) der Ware untersagt. Der Viehmarkt wird nicht abgehalten. Grünberg, den 1. Oktober 1920. 10468D Bürgermeisterei Grünberg. Ranft. Deutsche Bank . . . Disconto- Geselllch. Gießen, ben 30. September 1920. An den Oberbürgermeister zu Gfetzen und Vie Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises, sowie an das Polizeikommissari-at Arnsburg. Der ßanbtoirtfd)afrli^t Verein für die Provinz Oberhofen hat seine Tätigkeit in verstärktem Maße wieder aufgenommen, insbesondere beabsichtigt er, sich erneut der Dekor ier ung der l an dwir t scha ft lichen D ienftbo ten zu-- frutoenben, die 15 und 25 Jahve ununterbrochen! treu bei derselben Herrfchaft oder Familie oder in heile Eben Wirtschaft mit landwirtfchaftlichen Arbeiten beschäftigt toanen, sei es als eig^liches Ge- sinde oder sonst im festen Arbeitsverhältnis, das mrndeftens im Monatslohn gelohnt und mit vierzehntägiger Frist kündbar ist. Guter Leumund if: erforderlich. Unter sinngemäßer Anwendung her vorerwähnten Voraussetzungen können auch 'Ge- memdeschäfer mit Auszeichnungen bedacht werden. . .„E 15 TienstjahrLn wird eine silberne Me- Milte als Uhvanhängsel für Männer und als Broiche für Frauen oder Mädchen und dazu ein Belchzeugms gegeben. Bei 25 Dienstjähren wird ein künstlerisches Ehrendiplom unter Glas und Rahmen gewidmet. Ich ersuche Sie ergebenft, unter Beachtung «r vorstehMden Bestimmungen, die darnach in Betracht kommenden Personen, soweit diese nicht bereite früher dekoriert worden ftnb, mir bis zum 15. Oktober d. I. namhaft zu machen. Außer der zu dekorierenden Person ist der Name des Arkertg^ers und die Zahl der Dienftjahre anzugeben. Die Auszeichnungen werden in einer Ende Nove m der d I. abzuhaltmden Versammlung des Landwirsschaftsichen Bezirksvereins, ht der auch etn Vortrag des Landwirtschaftlichen Provinzial-. Vereins gehalten werden wird, verliehen werden. . Der Landtorrtschaftliche Verein für die Pro- umfr Ober Hessen hat ferner Mittel frur ©tiftuna von Ehrenpreisen bei den Pferdemärkten der Provmz unb bet bm landnnrtschaftlichen Stall- schäum unb Ausstellungen bereitgestellt. Näher« hierüber roirb tn der bereite obenerwähnten Der- sammlung bekanntgegeben werden. Einstweilen er- suche tch Sie, bte Interessenten auf die Stiftung von Ehrenpretien aufmerksam machen zu wollen _ L^,chAevm bitte ich, ben Rechner des Iant> totrtschaftltchen Bcztrksvererns Gießen, der in den rückständigen Mrtgltederbertrage des ProvmzialVereins erheben wird, fnerbn grsälltgst unterstützen unb auch für Werbung neuer Mitglieder eintreten zu wollen. Der Vorsitzende des Landw. BezirksvereinsGießen. ________Dr. Ufinger, Geheimrat. 10469 Tanz-Untemcfit ‘Tänj'fhstitut Jfugo Tilöfil, giessen Mein diesjähriger oia# Tß/inter* <7anz= Jfarsus beginnt am Okt. 1020, Gefl. Anmeldungen hiersu nehme ich in mein. Wohn, Sonnenstr, 5III. entg. Hugo Möhl, Tanzlehrer. Tan?- Institut straße 21 Th.^ßäuIAe LicherSti~ Geprüftes Mitglied des Bundes deutscher Tanzlehrer Meine diesjährige Tt/inter- Taiy- Xurse beginnen am 4. und 5. Oktober d.L abends 8 Uhl. in meinem Saale - Durch den jährlichen Besah einer Tanz noch schule bin ich stets in der Lagt dns Neueste auf dem Gebiete der modernen Tani kunst zu Uhren. - Gefällige Anmeldungen nehn* jederzeit entgegen. - Ems von Aufführung. Tänzen und Reigen Art. Armif tg kann nur fein: Eii „ (Lebhafter Beifall uni wßdeutschen.) jO'-'Kv ScgenMaul-iLKlaumeucbe | iDiiapbtol M" CreoilD, Lysol, Cresol Chlorkalk fern, r zur l6*u — Saalbeize — Kupfervitriol Uspulun, Formalin usw. empfiehlt Adler-Drogerie vorm. Otto Schaaf Tel. 45. Seitenweg 3$1 Pökelfleisch eingetroffen! Auch tm Anschnitt gekocht zu haben. Ferner offeriere: Weih und Notwein Taragoner Port, fflh Weintrester. 50 •/» °,«m> sowie ytonnaf, Weiubrand. H. Lublinski, Weipbandluua, Ecke Tlein-u. Dammftr. 41 Literarische Gesellschaft j Versäumen Sie nie i in der Handelaschule Herme*. Bahnhofstraße 60! Näheres siehe Plakate! Iie**enband der Weke. aus Wernigerode 102S4D Geschäftseröffnung Die Öffentliche 016330 r 10408h Der Vorstand. 10474 1. Alles ■ ihere die Plakate. Die LeUnn<( Cattleitoal Konzerthaus Trinkaus Seit em weg Seite reweg KUNST1ED ERSTED Einhorn Ende 1 Ubr. 016311 Ende 1 Ubr. • Lichtspielhaus 2 Bahnhofetraöe 34. Restaurant z. alten Schloß Der Vorstand. 016375 täglich großes Konzert Erstklassiges Damenorchester Z Wochentags ab 6 Uhr. Sonntags ab 5 Uhr Es.ladet freundl. ein der Wirt Otto Glp*. 8 Ringer von Weltruf Das Schiedsgericht besteht aas annesehe oaparteiiaohea Giessener Bportsleetea großer Opern-Abend mit verstärktem Orchester. NB. Amateure werden zur Konkurrenz zugelassen u. weiden Anmeldungen im Bureau (Tel. 2066) angenommen. Die letzten Sieger von Gießen: Markussen. Hitzier und Strenge werden aufgefordert. sich an den Kämpfen zu beteiligen. gKhllustlt. chung. evrschließlich 30.fr it MM br t* ur Einsicht ber fr Schlötel traße 9 a. 11. )ber statffindenda deutend vtrpöß» re-Lokalitäten ei« iellung i en Neuheiten h n.SeidenenAbend' und Blusen zeip figung dtfielbti Sonntag den 3. Oktober 1920 uachra. 5 Uhr in der neuen Aula der Universität: Armin T. Wegner WMNWm.ir A. groß. Sonjert clisgesührt m einem Damen-BlasMeßer Ansing mofientogä 5'1 Uhr, Sonntags lUljr. Es ladet ergebenst ein ÜiMie] Frau Job. Nickel. „3um Ostend" Eoiitig Tanzkränzchen des Vereins Humoristika. rtimg der ZuM zu ersehen sm: S; er GütergeM | MS der gen des ' lahm uon M ^Dorm. n mit ban wnben nut slhriW r| 1.06*^ J er 1 I Programm 1. Ouvertüre „Ein Morgen, Mittag und Abend in Wien" . . . . 2. Walzer „Herbstweisen" . . . 3 Fantasie „Tiefland" .... 4. Serenade........ 6. Fantasie „Regimentstochter" . . 6. Pilgerchor aus „Tannhäuser" . 7. a) Soloegs Lied...... b) Anitras Tanz...... 8. Pensionat........ Abends 8 Uhr Iagdfchieften am 10. und 11. Qktober auf dem Ichietzftcmd des Tchützenvereins oonutna 10. Ctt., ab 2 Ubr nachm., Montag, 11. CfL, ab!) Ubr vorm. bis 1 Ubr nachm. ab2'.,Ubrnackm.biS6Uhr abdS. 8 Uhr: Preisverteilung. UebunaSftbiekcn finden Donnerstag den 7. und Samstag den 9. Oft. von 2 Uhr nachm. an statt. Alle Jäger Giehen» und Umgegend find freundlichst dazu eingcladen. 10285 Höhere Auskunft, Programme u. Zulahkarteu bei Angnet Kllblnger. Gießen, Telephon 2022. -VS "Rn ;; ’M« Steift ■8 in EnybO i.) M "dl- ML «aWungmg n, «rtrrftc der ft, r von gort. Schmer „Mqi- dl« öWb „ MhrdieErzM buxTt) gebeten, tl mittm. aunujjtie Regierung gq» Kameraden zu te kn fiL, l,ql. guAM ■ )baKT^ , in Reifer ttnet «■ nfte । "nur Wn.) ** 'bkilkch«^. Sonntag 0,6,77 2tafeltam2 Nachm. von 3 bis 6 Ubr, abends von 8 Ubr ab. Nrch«.tt»übijtkPttise Kinder zahl, in Begleitung Erwachsener nur 1 Mark. Sonnte« ■nehm. 5—7 Ubr Fünf-Uhr-Tee Neaes Orchester. 3. Satzungsänderung u. Mitgliederbeitragserhöhung. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder wird ersucht. 106o7 Der Vorstand. Heuer Eis verein e.V. Einladung zur örieoil. RauptTersamliii Donnerstag, 7. Okt. 1920 abends'8^ Uhr im „Augustiner" Ludwigsplatz. Tagesordnung: Nechnungsablage. 2. Vorstandswahl- Ab 1. Oktober und folgende Tage Konzert und Vorstellung des rühmlichst bekannten, überall beliebten u. luftigen Konzert-, Gesang-, Komik- und Possen-Ensembles Geschw. MStzler unter persönlicher Leitung des berühmt. StimmnngsmacherS Levv. der Bader. VT- 3 Damen "WB 2 Herren -w Anfang täglich 6 Uhr. [,ene] SonutagS 4 Uhr. Ml«: Ml Sonntag, 3. Oktober 1920 Liga-Wettspiele B.6. Bester—B.f.l6iefien Beginn der Spiele: (**iec cigl-mimoschlMell 4 nt OgaersohmannMstea 2 Uhr, 3. ffltnnMofln 10J6 hfjr, 4. Mnimskhotten 8 JO Uhr. Betete fit loieiiteieie 1988 e.B. Versteigerung. Montag den 4. Oktober von nad)mittags 3 Uhr ab versteigere ich Kaiser-Alle« 13 gegen sofortige bare Zahlung an Weißzeug 27 Bettücher, 10 Tischtücher, 29 Kopfkissen-Bezüge, 12 Servietten, 17 Betl-Ueberzüge, 59 Handtücher, 18 Deckchen, 1 Kaffeedecke mit 6 Servietten, 2 Bettdecken, 1 Tisch, decke, 1 Reisetasche, 30 Messer und Gabeln, 12 filb. Teelöffel, 12 silb. Messer im (Etui mit Elfenbein griff, 18 silb. Messer, Gabeln und Löffel, 1 Dorleglöffel, 1 oold. Uhr mit Kette, 1 vollst. Beit, 1 Kommode, 1 Waschtisch, 1 Schrank, 1 Tisch, 1 Waschgarnitur, 2 Stühle, 1 Teppich, 1 Nachttisch, 1 Eßservice für 12 Personen, 1 Kaffeeservice für 6 Personen, 2 Fenstervorhänge mit Rolleau, Toiletleeimer und verschied, andere, 1 Füllofen, 2 Küchenwandbretter. Versteigerung ganz bestimmt. oiew H. Benner II., Auktionator. Mdm-lMVliW findet erst am Lonntag, 10. Oktober 1920, nach«. Vit Ubr, au «lriinberg im „Rappen" statt. Jft Sirüinli Her Wnb8h»-l>bnb8ll (Setten) ■ Sirhitet. Zchützenverein Giehen. a) Preis- und Abschietzen Sonntag, 3. und Montag, 4. Okt. ab 2 Uhr nachm. auf 175 Meter Meister- und Festscheibe, 100 Meter Meister- und Ehrenscheibe für Fungschützen und auf 60 Meter lauf. Wildscheibe. b) Herbstgeneralversannnlung 18. Okt. abends 8'/, Uhr tm Schützenhaus Tagesordnung: 1. Nechnungsablage. 2. Dorstandswahl. 8. Statutenänderung 4. verschiedenes. s tsdnfrt^ | ijra I II. firoOe internationale Rinikampfkonkurrenz a« iie ■•Uteraebah vsn Heeasa und xnilelsh um üe Prämie vsa 4SSS Mark. $ Lotte Heumann r ee ee ® Die Glücksfaile • nach dem Koman von F. Zobeltitz V d Ferner W ßn Der urkomhehe A 8 PaulHeldemann s ßä in seinem glänzenden Lustspiel. »ß®®eeeo:eee»eee sm« NÄD ßgrht Sonntag öen 3. Ottoöet. nodjriitttags 2 Hüt MWI-MkW 3.-H itatüfutl-Horöenö l — $.-l (Slesen l. Freie Turnerschaft Gissten. Hotel Emhorn. Sonntag, den 3. Oktober. 4 nnd 8 Uhr tae W!W-lm!ckW ' ■ ...... Täglich ■ — ------ I. l.ndwlg Kramer, Humorist und Tanztype drl. l.leel. Transformationstänzerin Soldon, komischer Jongleur __________ Paul Trappen, Deutschmeister 1913 I Kaakarreaxlossr Sehwergewlchts-Akt WM W-VWiiW mit humoristischen Einlagen im Stbtffcnberger Tal. la Musik.__________016253__________la Musik. Zur Neuen Welt Sonntag den 3. Oktober 1980 Emma Werner Hugo Freitag Verlobte Dießen, Oktober 1920 Schillerstmhe 18 Bergwerk (Unterhof) ...............................................—AM. Als Verlobte empfehlen sich Mariechen Hoßseld Hans Binz Gießen (Rittergasse 23) — Heppenheim ........................................... Anna Frieda Pitz Karl Stein Verlobte Gießen, Bahnhofftr.24 Jug«chei« Oktober 1920 0164OT Emmy Kühn Karl Busch Verlobte Gießen — Stuttgart-Rommelshausen Dktotr- 1920 .................. .".ÄU Mariechen Ufer Heinrich Hohbach Verlobte Klein.Linden LützeNinden Oktober 1920 ....................... Statt Karten. Katharine Becker Heinrich Albach Verlobte Burkhardsfelden, im Oktober 1920. iaot Anna Frey Karl Lenz Verlobte Mendorf ufum. Braunschweig, Reaensbuvy liegen. Vvn den Planeten ist «i sagen: Merkur ist unsichtbar. Der Venus Sicht - tarfett ist -unehmend bis säst 3A Stunden. Des Aars Sichtbarkeit ist zunehmend bis fast 2 Stunden Dc- Jupiter Sichtbarfeit -unehinrnd bis über 1 Stunden. De- Saturn Sichtbarkeit wächst von Mi Stunde bi- 31/2 Stunden ♦* Ratschläge an unsere Mit - erbeiter unb Leser! Was bu auch tmer Zeitung mit teilen willst, tue es rasch und schicke e- sofort ein: denn was neu ist, wenn du ck denkst oder erfährst, wird es vielleicht nach wenigen Stunden nicht mehr sein. Sei kurz; du Warst damit die Zeit der Redakteure, der Setzer, jromeftoren und deine eigene. Dein leftenbed Sfrunbsatz sei: Tatsachen, keine Redensarten, keine langen Betrachtungen. Sei klar: fdpeibe leserlich, besonders Namen und Ziffern. Eigennamen, besonders Ortsnamen, schreibe auf tem Rande nochmals, und -war deutlich mit latei- rischLi Schriftzügen. Schreibe nicht „gestern" oder scheute", sondern Monat und Tag. setze mefor Tunkte wie Komma, aber vergiß feine von beiden. Mache keine langen Sätze. Verbessere niemals in .Nachdruck verboten.) Fortsetzung 2. ^ac^t2 üh dabei natürlich nicht; die -irnxjent^n pflegt man ja immer auszunehmen." inrJTx-■sein, ob sich nicht aud> antr dreier Entschuldigung mtr notdürsttg Der* ^ur Schicks ...__ ^mvls -u begegnen. die Kalkner aufLinöenhöhe Roman von Reinhold Ort mann. _ tefrate abschickst, lieb es noch einmal auf seine Richtigkeit hin) durch; die Adresse ist »den in der Ecke oder auf seine Rückseite zu Dec* »erken. ** Kurze Borträge. Beim Beginn der »rtragssaison ist darauf aufmerksam vu machen, tefc die Vorträge nicht zu lang ausgedehnt wer- ten. Gute Vorträge sind etwa- Schönes, und Ivar jn jeder Beziehung, -u lange Vorträge iter ermüden auf alle Fälle, und die beabsichtigte Srrfimg ist verloren. Kein Mensch ist imstande, einem Vortrage länger als eine Stunde zu folgen, vnl er die Nerven stet- nur einseitig beschäftigt, xk amatorische, gesangliche. musikalische, theatralische regen zugleich dre Sinne mit an und zer- denen. Es gibt bekannllich Redner, die am liebten sich selbst sprechen Horen und kein Ende «den können. Bei dem Redner selbst kommt das «rsönliche Interesse dazu, das regt an, der Zu *er aber hat nur Ohr und rrüchternen Verband zu leihen, was beides bald ermüdet. Auch »fallen sich Vereine oft in möglichst langen Dar- netungen roäfpxnb das Publikum schon längst des LanzeS Harri, um sich selbst mit betätigen zu 2nnen, aber der Anstand unb die gesells^ftliche nückficht verlangen ein wiederholtes Beifall- latschen, womit man nicht selten die Dortrbgen- « betrügt, denn man ersehnt da- Ende. Kurz nd gut ist eine Hccuptwgel bei allen Vortragen. Kreis Schotten. e. StornfelS, 1. Oft. Unser Dorf hatte Äeikb andern Orten des Bogelsberges während der Uriegszcit außerordentlich an Lichtmangel zu lei- >m unt) gar oft faßen seine Bewohner im Durren Jetzt ist die Fernleitung fürdieelektrische Lichtanlage soweit beenbtt und daß Transfor- Mtovenhäuschen am Errrgan« des Dorfes bereits «tig gestellt, so daß -u honen ist, daß der licht- Papiers geschrieben, lassen sich rasch zerschnelden unb an venchiedene Setzer bette ilat; auf beide Seiten geschrieben, beanspruchen sie die Arbeit eins Setzers auf lange Zeit. Dadurch kommt es oft, daß ein Beitrag nicht gleich Aufnahme mehr finden kann, für den folgmben Dag zurückgeleit Verden muß oder überhaupt als verspätet nicht berücksichtigt werben kann. Und noch eins: Bevor Du daS Gefchrt' auf seine Rick einem Namen ober einer Zahl; streiche das fehlerhafte Wort durch unb schreibe das richtige darüber ober daneben auf den Rand. Lasse stets einen mindestens zwei Finger breiten Rcmd des Papiers f*i, damit Platz zu Aenderunaen und Zusätzen bleibt. Beschreibe nie beide Seiten des Blattes. Sunbert Zeilen, nur auf die vordere Seite des As fie weit genug von dem Sanität? rat etifcrnt waren, sagte Frau Signe spöttisch: „Eine »mische Figur, dieser fEbttor. Man kann ihn als Saridjen so wenig ernst nehmen wie als Arzt." Sie sprach fließend unb fehlerlos Deutsch; nur eigentümliche, aber sehr reizvolle fflargfärbimg Origer Vokale beutete ans ihre fremdländische £>er* «oft. Acknm Falkner erwLette mit leiser Miß- Migung im Ton: „Doktor Barenthin steht tm önfe großer Tüchtigkeit. Daß er seine ärztliche glicht ebenso musterhaft wie gewistenstveng erfüllt, ich mehr als einmal an mir selbst erfahren." „Mag fein. Für mich ist er nun einmal die i Nchttnung des lächerlichen kleinen AllerweltS- I Oktars, wie man ihn vielleicht nur noch aus «m Lande findet. Ich würde mich ebenso gern “ni irgendeinem klugen Schäfer behandeln bassen Don ihm. " „Tein schnelles Urteil über den alten Herrn «vwascht mich nicht. Wo wäre denn auch Der der dir auch ran Achtung abM zwingen ver- um nicht mehr zu sagen." ^.T^'iunge Frau seufzte: „3a, es scheint mir Schicksal bestimmt, diesem idienen Manne losen Zeit in unserem Orte red# bald ein Ende bereitet jein wird. e. Ge dem, 1. Oft. Auf b?r hier im Berg- wirlshause abgehaltenen Hauptversammlung der oberhef fischen Obstbauver- e ine wurde anstelle des bisherigen Borsitzend.n, des Regierungsrats Schäfer von Schotten, dessen ^ersetzum; aus dem Koeise bevorsteht, der neuer» nannte ^chottener Kreisbirektor, Geh. Regierungsrat y oed mann, einftünmig -um 1. Vorsitzenden gewählt. Oekoiwmierat Spieß (Friedberg) hielt einen Borttag über die neuen Hanbelsdünge- mittel unb deren Verwendung beim Obstbau Starkeulmrg und Rheinhessen. rin. Darmstadt, 1 Okt. .Dir Süddeutsch: Eisendahn-Gescllfchaft hielt Jyeute zu Darmstadt unter dem Vorsitz vvn H. -L t i n n e s-Mühlheim ihre 27. Generalversammlung ab. Zum Andenken an das verstorbene Aufsichtsratsmitg ieb Tecboven- Arillendorf erfolgte die üblich: Ehrung. Ter Var- siyenoe erstattete den Geschäftsbericht. Tie Gewinn- unb Berlustrechnung, bis mit einem Verlust von 7.432 557 Mk. abschlleßt, wurde gmehinigt und dem Vorstand und Ausfichtsrat Entlastung erteilt. An Stelle des verstorbenen Mitgliedes Terbooen wurde Wllh. Beckmann-Frillendorf neu in den AuiUchtsrat, die ausscheideirden Mitglieder wurden wiedergewählt. Xkcbc unö Schule. e. Ulfa, 1 Ött. Tie zinnenen lPvosrettpfeisen unserer Orgel waren ein Opfer des Krieges geworden. Jetzt konnten sie wieder erneuert werden unb mit ihrer Erneuerung Ivar eine kleine kirchliche Feier in unserem mehr denn 700 Jahre alten Gotteshanse verbunden. Die Glocken mutzten seinerzeit nach Prüfung durch einen MusifsaclWerställdigen unserer Kirche belassen werden. GerichtssaaL. Skaodalszenen beim Schwurgericht. rmt. Darmstadt, 30. Sept. In der geftrt* gen Sl^vuraerichtsverhandlung gegen den 19 Stabtt alten Johann Hook aus Viernheim wegen Mordversuch ereigneten sich Skandalszenen, wie sie in den Darmstädter Gerichtsannalen bisher nickt zu veiseichnen mären. In der Beweisaufnahme versuchte die Stiigiit Ehefrau B aureis, die der Angellagte Hook nach längerem Liebesverhältnis durch zivei Schüsse verletzt hat, während er sich vier Schüsse beibrachte, durch die er ein Auge verlor und das Augenlicht des anderen zum Teil einbüßte, ihn sehr zu belasten. Sic schnitt schlecht ab, so daß die zahlreichen Zuhörer, die zum großen Teil aus der Heimat des Angeklagten stammten, wiederholl durch laute Bemerkungen für Den "Angeklagten Sympathie nahmen. Nach dem Schuldspruch der Geschworenen kam es zu lebhaftem Geschreie und Schimpfwotten gegenüber den Geschworenen unb ber Zeugin BaureiS, die sich zu Trohungen vett>ichteten, sv daß die B. auf Um* wegen das Gerichtsgebäude verlassen mußte. Während der Urteilsberatung entstand im Gerichtssaal ein derartiges TobenuudSchreien, daß das Gericht feine Beratungen unterbrach, um wieder Ruhe au schaffen. Ter Staatsanwalt ber bat, die Würde deS Ottes zu wahren, wurde einfach niedergeschrien. Tie Unruhe steigerte sich -u direkten Drohungen gegenüber den Geschworenen nach der auf drei Jahre Zuchthaus (der gesetzlichen Mindeststrafe) lautenden Utteils- verkündung. Ta nur drei Gendarmen vorhanden waren und weiterer Schutz in der Nacht nicht mehr zu beschaffen war, gelang es nicht, die Gemüter w beruhigen. Auf der Straße setzten sich die wüsten Zusammenrottungen fort. Die öaltung der Leute war deratt, daß über die Hälfte der Geschworenen nicht wagte, das Gerichtsgebäude zu verlassen, sondern auf den Sasas einzelner Amtszimmer den Tagesanbruch ermattete. Tas Verhallen der Zuhörer mag unzweifelhaft auf den sonderbaren Spruch der Geschworenen am Montag zurückzuführen sein, bei dem die beiden Vatermörder Grämlich in Weiher trotz ihres Geständnisses nur wegen Mord verdacht Denirteilt wurden. Ein solches Verhalten faitn aber nidfe dazu beitragen, daS Interesse für den Ausbau der Laiengerichte zu heben. Wie wir noch erfahren, versuchten einzelne nächtliche Ruhestörer, den Angeklagten auf dem Wege nach dem Gerichtsgefängnis -u befreien. Erhöhung der Geld strafen bei Gericht. fb. Frankfurt a. M., 1. Oft. D e Justizverwaltung trägt sich mit ber Absicht mit Rück« sicht auf die Wertminderung des Geldes für alle Reichsgefetze die Strafrahmen für Geldstrafen zu erhöhen. Man will biefe Erhöhung nicht aus fina> ziellen, sondern allein aus kriminellen Gründen vornehmen, da niedrige Summen nicht mef)r ge» nügcnd abschreckend wirßen. hehtter Spott Derbarg. Ihr Mann aber legt? ihm offenbar Berne Bedeutung bei. Sie waren auf ihrem langsam bergan führenden Wege zu einer Stelle gelangt, die etnen weiten AuÄ.'ick über die Umgebung des Ortes gewährte. Achim blieb stehen und blickte lange m die anmutige Landschaft. Noch halb im Schauen verloren, sagte er: ,Hst e3 nicht schön hier, Signe? BerstE du mm, datz ich mich immer danach sehnte, dies liebliche Etdenfleckhen wiederzu sehend „Jo, es ist recht hübsch. Aber ich dente, die Gegenden, in denen wir uns aushielten, wären doch unbestreitbar schöner gewesen." „Mag sein. Aber ihrer Schönheit fehlte der Reiz der Jugenderiramrungen, die mir hter auch das Unscheinbarste teuer machen." „Ta das für mich nicht zutrifft, darfst du also auch nicht böse sein, wenn ich dem überschwengliche- GeMl dafür nicht zu teilen tKrmag. Ich finde die bescheidene Landschaft ja ganz hübsch: aber am Ende ist es doch nur ein langweiliges Landstädtchen rote tausend andere. Ich denke es mir schvecklüh, hier leben zu müssen." „3* bin in Tresenbmnn immer sehr glücklich gewesen, Signe." ..Das gkrube ich dir. Nur verstehe ich nicht, weshalb du bann von hier fortgingfL" „Manchmal verstehe ich es fefber Brann. Wvlten wir uns nicht ein wenig setzend Unter einer breitwipfligen Linde, die tm ersten Grün des Frühlings prangte, stand eine alte, halbvermorschte Bank. Die junge Fvau betrachtete sie mißtrauisch, ehe sie sich zögernd entschloß, sich zu setzen. „Glaubst bu nicht, baß tetn Vater uns Der- Missen könnte, roenn wir zu Lange auÄleibeu?" rm. Darm ftabt, 1. Oft. Das Schwurgericht verhandelte gestern geaen den 34 Jahre alten Sattler unb Schuhmacher Karl Fleckenste in aus Weibersbrunn, zutttzt in Mühlheim a_ Ruhr wegen räuberischer Erpressung. Er ist beschuldigt, am 13. Juli 1919 mit dem inzwischen abgeuäeuten I Lehr, einem jungen Menschen aus Langen, etwa 30 Pfund Schmalz auf der Lraidstlatze bei Offenthal-Langen an der sogen. Sandkaute abgenommen und das Weit: gesuch; zu Haden. Nach ber Beweisaufnahme konnte nicht fest gestellt roerben, baß F. sich an dem Vorgehen (teteüigt hat, imb wirb er nur roegen Hehlerei für schuldig erkannt, da er das vvn seinem Parttier an sich gerissen? Schmalz mit diesem geteilt hat. Er wird zu 10 Monaten Gefängnis, abzüglich zwei Monaten llnterfuchungshajt, v.nmttcilt. fb. Frankfurt a. M., 1. Oft. Ein 72jähri- ner Viehhändler hatte von einer Kuh. die ihm zum Verkaufe übergeben war, etwas Milch für feine er» krankten Enlclkinder abgegeben und war deshalb zu 500 "Mk. Geldstrafe verurteilt worden. Sein Sohn hatte die Tal auf sich genommen, um ihn die Aufregung zu ersparen. Ta der Alte inzwisck>en verstorben ist, mußte der, fälschlich des Vergehens angeklagte Sohn freigesprvchen werden. Wanderungen. c. Gedern, 1. Oft. Der von dem Vogelsberger Döhenclub für den 2. und 3. Oktober hier vorgesehene I ugend wander tag, ber erste dieser Art im VHC., wird am Samstag, 4-,V Uhr nachm., im Betgroirtshause eröffnet. Abends um 8 Uhr findet ein Begtüßungsabend mit Vorführungen der mannigfachten Art statt. In der Frühe des Sonntags findet ein Gang in die nächste Umgebung statt, während um 10 Uhr di: VerhMid- lungen fortoe^t werden. Es ist die Behandlung folgenber Stoffe beabsichtigt: 1. Warum bilden wir VDC.-Jugendgruppen? 2. Die Arbeit in der BDE.-Jugendgruppe. 3. Was Hal der Gesamtverein zur Forderung des Jugendwanderns zu tun? 4. Tas Jugendwandern vom Standpunkte des Arztes. 5. Tas Jugendwandern vom Stand- pmitte des Forstmannes. 6. Zurechtfinden im Gelände mit und ohne Karte. 7. Deutscher Sang, Musik, Volkstänze. 8. Mehttägig: Fahtten (Ausrüstung, Jugendherberge). 9. Was soll der Wanderer von d.n Sternen wissen? Bei ber Kürze ber zur Verfügung stehmden Zeit können wohl nicht alle Themen zur Behandlung kommen, doch wird die Tagung für alle Jungwanderer auf jeden Fall sehr interessant, so daß eine zahlreich? Beteiligung aus allen Zweigvereinen äußerst wünschms- wert roäre. Sonntag nachmittag wird ein Volksfest abgehaltm, an dem sämllich: hiesigen Zweig- cereine sich beteiligen. e. Lauterbach, 1. Okt. Der hiesige Zweig- verein des Vogelsberger Löhencluos ernannte sein langjähriges und verdienstvolles Mitglied, Bürgermeister Alexander Stöpler zum Ehrenmitglied. Von ber im Jull 1881 erfolgten Gründung des Vereins bis zum Jahre 1919 hatte der also Geehrte das Amt eines -weiten Vorsitzenden inne und erroarb sich besondere Verdienste um die Errichttmg des Dalnigturms. Erne tun dem hcr- mischen Künstler A. Siemsen entworfene Ehrenurkunde wurde dem Gefeierten zur bleibenden Erinnerung durch den 1. Vorsitzenden des D. H. C., Stadtrat Finger, überreicht. turnen, Spiel und Sport. — Fußball. Auf da- morgen nachmittag 2 Uhr auf dem Sportplatz Rennba hn a. d. H. stall f ndende Wettspiel ber 1. Mannschaft ber Fuß- ball-Abteilunq der Freien Turnerschaft Frankfurt a. M.-Nordend gegen die 1. Mannschaft der Fußball-Abteilung der freien Turnerschaft Gießen sei hier nochmals büre.viel en. X Holzheim, 1. Okt. Seit einigen Monaten bildeten sich auch in unserem Ti,-^verein auf An egung et ichcr D i g e er F a stball m an n- schatten. Sie wuröeu in einer r ammlung des Vereins Ausammengestellt, wobei Karl Müller als 1. und Georg SameS als 2 Spielwatt gewählt wurden. Am Sonntag. 26. d. Mts. spielte nun sie 2. Mannschaft unseres Vereins gegen die 1. Mannschaft des Turnvereins Münzenvecg, wobei fie mit einem glänzenden Sieg zurückkehtten. Bei schlechter Witterung standen sie nach erner kürzen Spielzeit 2. Mannschaft Holzheim 47 Bälle, 1. Mannschaft Münzenberg 17 Bälle. Wieseck, 2. Okt Sonntag, 3 Ottober, embfängt die hiefi« Fustball-Abteilang der Freien Tu'.-nerichaft 1. Marrnschaft die gleiche 1. Mannschaft von Alsfeld zum fälligen Serienspiel. Es ist ein inteiessantes Spiel zu erwarten, da das Resultat in Alsfeld 2:1 für WiZeck war unb Ms- feld alles daran setzen wird, um wieder cruszu- gleichcn. * Wieseck, 1 Ott. Ter Radfahrer- Verein 19 00, Wiefeck, hidt am 26 September „Erika ist ja bei ihm. Unb er lebte ja fb viele Jahre hindurch ohne uns." „Tas klingt nicht fahr liebevoll. Du hetnebtt unsere Reise jo eilig, daß ich meinte, bu würdest dich mm feinen Augenblick von deinem Vater trennen wollen." „Tas wäre kaum nach fernen eigenen Wünschen. Es ist in unserem Hause nie Brauch gewesen, Liebe und Zärtlichkeit allzu aufdringlich zur Schau zu tragen.' „Es schrätt mir nicht leicht, sich an bie Bräuche eures Hauses zu gewöhnen. Uebrigens — für Fräulein Neuhofs güt das, was bu eben sagtest, doch wohl nicht. Sie trägt ihre Liebe, ober was es nun sonst fein mag, jedenfalls recht offensichtlich zur Schau." „Soll das ein Tadel fein?" „O nein. Wie Dürfte ich mich unterstehen, am zweiten Tage meines HierUeinS über etwas absprechend zu urteilen. Ich, die unerwünschte uTnnbc, die darauf gefaßt jein mußte, non ber Schwelle gcroiefen zu werden." „Tu weißt, daß du unter meinem Schutz nicksts zu furchten brauchst. SB« auch mein Vatec über unsere Heirat gemacht hoben mag, die Achtung, die er der Fvau fernes S-hnes schuldig ist, würbe er gewiß nie verletzt hoben." „9hm, nach allem, was vorher geschehen war, durfte ick> iwf wohl argwöhnisch fern. BiS M unserer Hi er Herkunft mar von feiner Achtung für mich wenig genug zu merken." „Aber du hast» sicherlich feinen Anlaß, dich über die Art deines Empfanges M beklagen," „Ich beklage mich ja auch nicht. Und 'ich roetfe öfe gütige Duldsamkeit des Fräulein Nenhoff sehr wohl zu schätzen." auf der Wellersburg sein diesjähriges Äbjahrcu ab. Es wurden gefahren: 1. Meisterschaft 1 Klm. Sieger: August Tavper, Abfabtt Ä.16 nachm.. Auf. 3.18. 2. Wandecfchaftsfahten, 23 Klm. 1. Pr Aua Topper mit 52 Min, 2. Hch. Tech 53 Min., 3. Ludro. Tech 54 Min, 4. Otto Weller 55 Min. 2 Sek., 5. Gg. Wißner 55 Min. 5 Sek., 6. Wilb Tech 55 Min. 30 Sek., 7. Ludro. Hofmann 57 Minuten. 8. Hch. Will 1 Std. 4 Min, 9. Otto Lotz 1 Std. 5 Min., 10. Ernst Müller 1 Std. 15 Dirn. Trotz der ungünstigen Witterung konnten von den Fahrern die vorstehenden Erfolge erzielt werden. vermischtes- * Die Unendl ichkeit ber Sternen- rä u m e. Bis vor wenigen Jahren war hie Mcl,i - zahl^ber Astronomen geneigt, anzuneljmen, bub die Sternenwelt auf einen begrenzten Raum Ix- schränft fei, welcher einigermaßen dem von ber Milchstraße eingenommenen Gebiet entspricht. Wie Arrhenius im neuesten Heft ber „Umschau" Wochenschrift über bie Fortschritte in Wissenschaft und Technik (Frankfurt a. M3 berichtet, ist die Milchstraße nach neueren amerikanischen Messungen aus dem Jahre 1917 eine riesige Spirale mit einem Durchmesser von 50 000 bis 100 000 Lichtjahren. Bekanntlich ist ein Lichtjahr die Strecke, die das Licht wahrend eines Jahres äu- rücklegt, d. b. also, wenn ein Stern in der Milchstraße erlischt, wird es auf der Erde unter Umstanden erst nach 100 000 Jahren wahrgenommen (Unsere ganze Menschheitsgeschichte ist nicht älter als 7000 JahreN Nun durchläuft das Licht in der Sekunde 300000 Km., eine Strecke also, die 7Vs mal so groß ist als der Umfang der Erde. Eine Lichtminute ist für den menschlichen Geist kaum vorstellbar, nun gar 100000 Lichtjahre! Aber auch diese Raume haben sich für die Sternenwelt als zu eng erwiesen. Shapley hat die Entfernungen Der großen kugelförmigen Sternhaufen berechnet und fand Entfernungen einzelner Sterne bis zu 220 000 Lichtjahren. Noch weiter geht der schwedische Forscher T. Lundmark, der bei den Stern nebeln Entfernungen bis zu 20 Millionen Lichtja'jven an* nimntt. Die Millionen von Lichtjahren, mit denen unser Gesichtskreis plötzlich erweitert worden ist, deuten daraus hin, daß Berne Grenzen dem forschenden Geist gesetzt sind als diejenigen, welche in der Unvollkommenheit unserer Werkzeuge liegen, kurz, daß bie Welt der Sterne nicht begrenzt ist, Ivie man bisher annahm. — In bem gleichen $>dt der „Umschau" finden wir noch einige sehr interessante Auffätze: so unter anderen eine Arbeit von Dr Lenk über „Das siderische Pe^idel". In weitesten auch naturwissenschaftlich aufgellärten Kveisen spukt von neuem bie Geschichte von dem an einem Faden hängenden Ringe, mit dessen Hilfe man bas Geschlecht von Eiern, Kaninchen usro. bestimmen kann Dr. Lenk zeigt, daß die Schwinramgen tatsächlich bestehen, aber autosuggestiv beeinflußt sind und zu keinerlei ernsthaften Erfolgen geführt haben. — Ein anschauliches Beispiel dafür, welch hohe Technik sich auj dem Gebiete der Kinematographie entwickelt har, -eigr ein Aufsatz von Dr. Heinitz über die „Kinematographie der Stimme". Ist es doch gelungen, die Stimmbänder, die vvn dem bloßen Auge Überhaupt nicht gefebzn werden können, in ihrer Tätigkeit beim Gesang und der Rede fmemato» graphisch auf-unehrnen. Spielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 3. Oft.: „Tiefland". — Montag, 3.: „Mignon". — Dienstag, 4.: „Die ersten Menschen". — Mittwoch, 6.: „Madame Butterfly". — Donnerstag 7.: „Tannhäuser". — Freitag, 8.: Meß-Festipiel: „Hoff- mal ms Er-ählungen". — Samstag, 9.: „Don Giovanni (Ton Juan". — Sonntag, 10.: „Der SchatzgrÄer". — Montag, 11.: , Loheng rin". — Dienstag, 12.: „Madame Butterfly". — Mittwoch, 13.: „Tie Jüdin". Schauspielhaus: Sonntag, 3. Ottober: Nachm.: „Im weißrn Rößl", abends: „König Vticoto". — Montag, 4.: „PLag". — Dienstag, ö.: Me^-Feftspid: „Maria Stuart". — Mittwoch, 6.: „Tie Journalisten". — Donnerstag, 7.: „Noun- zehn-chundert-neunzehn!". — Freitag, 8.: „Sinti* gone". — Samstag, 9.: Meß^Festsptel. Zum 1. Mal: „Candida" — Sonntag, 10.: nachm ^Nathan der Weise"; abendS: „Candida". — Montag, 11.: .Ludith". — Timstag, 12.: „Antigone". — Mittwoch, 13.: „Candida". Bei ärtilich bevorzug?. „Ich begreife nicht, weshalb bu immer rote-er in diesem hall iranischen Ton über Erika I vrächst. Wir faib ihr für bie Aufepferung, mit der sie ihre ganze Jugend meinem Baler widmete, zu tieffter - ' (Härtst' 'tbuchß f^.^£rnJ^u 'bauer ^Moltkötr.22-Fßni8pr.269 k Qualitätsware 1 zu billigen Preisen. V Durch günstige Groß-Abschlüsse bin. ich in der Lage Hausuhren von 1500.— Mk. an abzageben Bildhauerei und Steinmetzgeschäft von J. ATZBACH, GIESSEN Abteilung Eli. Photographie Wolle» Sie eine gute Ernte erziele« K. Köhler, Lich (Oberhessen). Fernsprecher Nr. 7. NB. Nähere Auskunft über die Anwendung wird kostenlos und mwerbindlich erteilt. 18200V Sie paffen ein vermögen in die £Uit J Xreuzplatz-DrogerL Kreuzplatz 9 u. 10. Düngen Sie mit Ammonfnlfatfalveter..... Natronsalpeter....... fchwefelsanrem Ammoniak . j wie: Eatwlekiangen, Z Kopien (hochglänz.), Vercrüßernngea, Reioaehen nsw. Aw Haus- ' r\ aL Jw b Jj Standuhren M. Harth feine Herrenschneiderei das beste Mittel gegen die Rauchgier Schachtel 3 M. 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