Montag, 170. Jahrgang Neubildungen von Heeresteilen zum Zweite einer Fraye der deckung fei französischen Offizieren anoertraut iß fie den morden. 2. 3. mehr stattfinten wird. Vie Kriegslage im Osten. Von Eine traf Paris, 1. Aug. (WB.) Der „Temps" stellt fest, daß bisher keine Nachrichten über die Begegnung der Bevollmächtigten der Roten und der polnischen Armee eingetroffen sind. Man wisse nicht einmal genau, wo die Begegnung statt- Nr. 179 Dec Siebener flnjeif« «scheint täglich, außer Sonn» und Feiertags. Allenst ein, 31. Juli. (Wolff.) zuständiger Seite wird mitgeteilt: Schwadron bolschewistischer Kavallerie jenseits der Grenze bei Prostken ein. Auch an verschiedenen anderen Grenzstellen zeigten sich bolschewistische Patrouillen, so gegenüber Bor- symmen, Dlugossen im Kreis Lyck. Sie erklärten der Grenzbevölkerung, daß sie die Grenze nicht überschreiten würden. Frage mehr. Das kaiserliche Deutschland hat em neues Verbrechen gegen das Völkerrecht begangen, als es im J-ahre 1914 die Neutralität und Unabhängigbeil Belgiens verletzte. Tas repulüikanische Deutschland selbst halt sich für verpflichtet, zur Wiedergutmachung der Folgen des Angriffs, den das kaiserliche Deutschland ausgclöst hat, nachdem das noch am Vorabend des Konsliktes mögliche Schiedsgericht abgelehnt hat, nimmt der Kongreß diese Erklärung zur Kenntnis und erneuert die Erklärungen der alliierten Sozialisten vom Jahre 1915, daß das kapita- liftische S y st e m durch die U e b e r s p a n - n u n g seiner Jnteressenpolitik und seiner Rasf- sucht eine der tiefsten Ursachen des Krieges ist, und erklärt gleichzeitig, daß sein unmittelbarer Anlaß hauptsäckstich, wenn auch nicht ausschließlich, bei der mit Kopflosigkeit gepaarten! Gewissenlosigkeit der jetzt gestürzten deutschen und österreichischen Machthaber lag. Ter Kongreß gibt die Ur^ber der abscheulichen Schlächterei, die Europa und die Welt in Blut gebadet hat, dem Abscheu der Völker Preis und bekräftigt seinen festen Willen, alle seine Kräfte der Wiederherstellung der durch den Krieg zerstörten Wett zu widmen und von nun an zu kämpfen gegen die kriegerischen Mächte int Geiste und im Dienste gefunden habe. Nach der „Chicago Tribüne" wird das amerikanische Konsulat in Warschau seinen Sitz nach Posen verlegen, wenn bis zum 2. August der Waffenstillstand zwischen Polen und Sowiet rußland nicht unterzeichnet ist. Die Ausschaltung Polens als Pufferstaat. Paris 30. Juli. (WTB.) Nach einer Meldung aus Newyork sollen die Bolschewisteu nach Informationen, die dem Staatsdepartement in Washingwn jugegaiigen sind, als Bedingung für einen Friedensschluß die Ausschaltung Polens als Pufferstaat zwischen Deutschland und Rußland fordern. Eine neue englische Rote au Nußlaud. Amsterdam, 31. Juli. (WB.) Nach einer Meldung der „Central News" hat die e n g l r s ch e Regierung am 29. 7. eine neue Note an Moskau gesandt, die die Freilassung der englischen Gefangenen in, Baku verlangt. Die englische Regierung weigert sich, die Entschuldigung der Näteregierung, sie hätte feine Macht über jenes Gebiet, anzunehmen. Ein rumänisches Ultimatum an Rußland. Belgrad, 1. Aug. (WTB ) Südslawisches Pressebureau. Die rumänischeRc- g i e r u n g hat an Rußland eine Note in Form eines Ultimatums mit der Aufforderung gerichtet, die russischen Truppen in Bessarabien sofort zurückzuziehen. Der Sowjetregierung wurde eine dreitägige Frist gestellt. Wie verlautet, wird Rumänien die Mobilisierung anordnen. Zur Sicherung der Neutralität. Berlin, 31. Juli. (WTB.) Wie erinnerlich, wurde dem Präsidenten der Friedenskonferenz in Paris am 21. Juli eine Note überreicht, in der die deutsche Regierung um Zustimmung zu den zur Wahrung der Neutralität an der Ostgrenze erforderlichen Maßnahmen gebeten hatte. Unter anderem war gebeten worden,, zu gestatten, daß zur Wahrung der Neutralität und für den Schutz der Grenze die ersvrderlichen Truppen durch die Abstimmungsgebiete von 'Ällenftein und Atarstn- werder gesandt werden könnten. Nach Meldungen aus dem Osten, zogen sich die interalliierten Truppen in den Abstimmungsgebieten von der Grenze zurück. Gegenwärtig 'ist die Lage die, daß an der Grenze der deutschen Abstimmungsgebiete feine genügende Wehrmacht 'steht, um Zwischenfälle zu verhüten. Eine auf deutsches Gebiet übergetretene polnische Truppenabteilung wuroe von der Sicherheitspolizei entwaffnet. Mit Rücksicht aus die z-u- ne'hmeichen Schwierigkeiten wurde jetzt von der deutschen Regierung in Paris die Bitte ausgesprochen, die Antwort auf u n sereNvtezube schleunigen. Tie Militärbehörden in den Grenzgebieten tourten angewiesen, je nach ter Lage und ten Umständen zu verfahren. Tas Uebertveten weiterer polnischer Truppen und ihr Aufenthalt im Osten kann zu un- erwünschteii Folgen führen. Tie Entente tourte deshalb gebeten, für ten Abtransport ter über- getretenen Polen nach dem Inneren von Teutsch- land Schiffsraum Sur Verfügung zu stellen. Monatlich Mart, J.bU «w Md.- 65Trägerlohn, merleljchrlichMari, 10 80 rndMr-l.SSTrägerlohn; burd) die Post viertel« jährlich Mark 12.- Ejchtiehlich BesteÜgeld. Hernsprech-Anschlüsse: strdieSchriftleitung 112; Verlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach- richte«: Siqdger Sietztn. Psyche Skonto: Frankfurt a. M. UM6 Uebergrtfte der Tfcheschcu. Gmünd, 31. Juli. (Wolff.) Nack) einer Zei- tungslvrrespondenz erfolgte die Ue der nähme des Bahnhofs und der Vororte von Gmünd durch die Tschechen ohne Zwischenfall. In doll^i aber aiich I die historisch begründeten geistigen Beziehungen ter Genfer Sozialistenkongreh. Der internationale Sozialistenkongreß in Genf fiat unter Teilnahme eines deutschen Vertreters bereits begonnen und eine sensationelle Kundgebung über die Schuldfraaen zum Kriegsausbruch an die Spitze seiner Verhandlungen gesetzt. Ist es schon auffällig, daß die Vertreter der deutschen Sozialdemokratie nicht vollzählig zu Beginn der Tagungen in Genf erscheinen konnten, so wirkt es noch peinlicher auf die deutsche Oeffentlichkeit, daß in der Beurteilung der Schuldfragen am Kriege bereits eine Entschließung gefaßt worden ist, die das ganze in der Welt angerichtete Unheil in erster Linie wieder in die deutschen Schuhe schiebt. Die Entschließung wurde vorbehaltlich der Zustimmung noch eintreffender deutscher Vertreter gefaßt, aber schon wird in dem Wortlaut dieser Kundgebung hervorgehoben, welches Eingeständnis die deutschen Sozialdemokraten über die Schuld Deutschlands bereits gemacht hätten. Statt mit allerEnergie unD Zielbewußtheit alsbald auf die sichtbaren Gewalt- unb Ausbeutungsmethoden der heutigen Regierungen Englands und Frankreichs loszugehen, wird auch in Genf anscheinend vorwiegend „alliierte" Politik getrieben, wobei es nur sonderbar erscheint, daß die deutsche Sozialdemokratie sich selbst solche Zeugnisse oer Unzulänglichkeit ausstellen läßt. Verantwortlichkeit anerkannt haben, datz fie den Fehler begangen haben, nicht frühzeitig und nicht energisch genug das System des Militarismus und Imperialismus bekämpft zu haben, vor allem hinsichtlich ter Leitung ter auswärtigen Angelegenheiten, die ter Kontrolle ter Bolksvettreter entzogen war, in weiterer Erwägung, daß die deutsche Sozialdemokratie selbst sagt, daß bte teilt sche Revolution zum Unglück der ganzen Welt und besonders auch des deutschen Volkes lelpit um 5 Jahre zu spät gekommen ist, und baß barm, ihr nicht schon srüher ten Weg gebahnt zu haben, bie Schuld liegt, deren die techlche Sozialdemokratie sich anftagen muß, in weiterer Erwägung, daß ter Vertreter ter deutschen Sozialdemokratie in der Kommission über die Schuldfrage die nach- ter Internationale. Den Verhandlungen der Kommission, die diele Resolution einstimmig beschloß, wohnte deutscherseits ter Reichstagsabgeordnete Braun, Mitglied des Vorstandes ter deutschen sozialtemokva- tisck>en Partei, bei. Die Resolution soll am Montag in einer Vollsitzung des Kongresses zur Behandlung kommen. Soviel bekannt, hat sich je* doch ter Kongreß bereits dahin geenngt, daß eine Diskussion über die Resolution nicht r^“ Tas Bismarcksche ' Deutschland hat, wie schon Marx und Engels crEmtnt haben, den Weltfrieden auf das stärkste erschüttert, indem es Elsaß-Lothringen 1871 mit Gewalt annektiert hat. Für die deutsche Soznal- temofratie gibt es keine elsaß-lothrmgische Der Papst über die Gefahren des Sozialismus. Rom, 30. Juli. (Wolff.) Stefans. Der „Osservatore Romano" veröffentlicht ein MotupropriodcsPapstes, worin angeordnet wird, daß anläßlich des 50. Jahrestages der Ausrufung des heiligen Joseph zum Schutzheiligen ter katholischen Kirckst in ter ganzen. Welt feierliche Zeremonien veranstalt tet werten sollen. Das Motu proprio weist auf die Gefahren und Verwüstungen hin, die weit schlimmer als die des Krieges, der Welt durch jene Lehren drohten, welche die Menschen allein zur Eroberung materieller Güter antrieben, die Klassen ter bürgerlichen Gesellschaft gegeneinander stellten und so Unordnung und Unheil unter den Menschen hcr- vorriefen. Der Papst verurteilt das Nachlassen der Sittlichkeit und fordert die Christen auf, für den Kult des Kirchenpatrons Sankt Jcseph zu werben und die Arbeiter unter seinen Schutz und Schirm zu stellen, damit sie vor ten schweren Gefahren des So- z i a l i s m n s bewahrt würden, der der grösste Feind der christlichen Lehre sei. Der Papst fordert die Gläubigen auf, die Verehrung der heiligen Familie zu verbreiten, deren Oberhaupt ter heilige Joseph sei: denn die Familie sei die Grundlage der menschlichen Gesellschaft. — Ein ungarischer ttcberfall auf österreichisches Gebiet. Wien, 30. Juli. Der Bürgermeister von Fürstenfeld in Steiermark bat drahtlich dem Staatssekretär für öeertoefen bestätigt, test ctnxi 500 in Zivil gekleidete ungarische Soldaten Fürstenfeld überfielen, sämtliche Straßen und Häuser der Stadt besetzten, Passanten feitnate men und mißhandelten, das Wafferwepot erbrachen und nacb Mitteilung des Grenzschutzkommanbos von Fehring 21 Maschinengewehre, 40.90 Gewehre und sehr viele Munition raubten. Die von den Eindringlingen verhafteten Personen wurden bis an die ungarische Grenze mitgejchleppt. Wien, 1. Aug. (Wolff.) Die Verbaliwte der österreichischen Regierung gegen den Waffenraub in Fürstenfeld wurde gestern in Budapest bet ungarischen Regierung überreicht Diese sagte schleunigste Untersuchung des Vorfalles und Beantwortung des Protestes in kürzester Frist zu. Genf ,31 . Juli. (WB.) Generalsekretär Huysmans eröffnete heute vormittag 11 Uhr ten Internationalen Sozialislenkrongreß in Genf. Anstelle des infolge Erkrankung am Erscheinen verhinderten Arthur Henderson und des durch dienstliche Geschäfte zurückgehaltenen schwedisiten Ministervräsitenten Granting empfahl das Bureau dem Kongreß, den englischen Delegierten Shaw als Präsidenten und den holländischen Delegier ten V l i e g e n als Vizepräsidenten zu te- zeichiken. Einstimmig wurde dieser Vorschlag angenommen. Präsident Shaw nahm hierauf das Wort zu einer längeren Ansprache, in der er der Hoffnung Ausdruck gab, daß die Arbeit des Kongresses zu einem einigermaßen positiven Ergebnes lühren möchte. Ter Präsident schilderte die trostlose Lage der verschiedenen Staaten Europas und erklärte in Bezug auf Rußland, aus toeldjem Lande er erst vor kurzem als Mitglied ter englischen Delegation zurückgekehrt sei, daß in dem Gebiet der Sowjettepublik die Bevölkerung kaum die Hälfte der ihr normalere »reise zu kommenden Ernährung er- bal t e. Er kam sodann auf die in der Internationale eingetretenen Gegensätze zu sprechen und erflärtc, daß die Internationale ten Gedanken aitigebeu müsse, ein einheitliches, für alle gültiges Arbeitsprogramm in allen Ländern durch- zilführen. Jedes Volk müsse seine vollkommene Freiheit behalten in ter Verwirklichung des sozialen Zieles. Es erscheine als die höchste Zeit, daß die Internationale zu ihrem Wiederaufbau schreite, wobei sie sich auf gewisse Hauptpunkte beschränken müsse, da doch niemals eine Einigung aller Gruppen erzielt werten könnte. Tie englische Delegation hat zum Kongreß der Zweiten Internationale eine Resolution gefaßt, in ter die Regierungen Europas cufgeforbert werden, die notwendigen Mittel zur Erhaltung unb zum Ausbau der vorhandenen Einrichtungen zur Ernährung der Kinder bereit zu stellen. Genf, 1. Aug. (Wolff.) Zur Tecknahme am internationalen Sozialisten-Kongreß sind nachttäglich noch zwei ungarische Delegierte eintet rossen . Die toitr Kongreß eingesetzten Kommissionen begannen gestern nachmittag ihre Ar- leitcn. Die erste Kommission schlug vor, eine Kommission zu bestellen mit dem Auftrage, Verhandlungen mit den Gruppen, die der Zweiten internationale nicht angehören, einzuleiten, um nit diesen zusammen eine einheitliche ft arte internationale zu errichten auf ter Grundlage ter traditionellen und demokratischen Grundsätze des Sozialismus. Die zweite Kommission prüfte bie Frage der Schuld am Kriege. Sie beschloß nach Anhörrmg der Delegierten der am Krieg beteiligt gewesenen Länder eine Unter- kommission mit ter Ausarbeitung einer Resolutton zu beauftragen . Diese Kommission ist zusammen- «esetzt aus van Col (Holland) als Präsident unb Rozier (Frankreich), le Fontaine (Belgien >, Hill (®nglanb), Braun (Deutschland) und Engberg ischweten). Die dritte Kommission, welche die Sozialisierung und das politische System ies Sozialismus zu prüfen hatte, beschloß, zwei 'InterkomMissionen dafür zu ernennen. Jnbezug euf die Sozialisierung verlangte die Kommission hre allmähliche Durchführung, unb in Bezug auf das polittsche System des Sozialismus empfiehlt sie die Anwendung demottatischer Grund- iätze bei Industriebetrieben, d. b. Gewährung des Einflusses ter Arbeiter auf die Gestaltung ter betriebe. Die vierte Kommission, welche sich mit 8er Prüfung ter Mandate zu befassen hatte, und v^***'u»*'**-* ** • - *——— v Fn Erwägung, daß bie teutscten Sozialtemo- Reorganisation ter Armee angeordnet. Tre Rücken- lraten in ihrer Denkschrift über die V f---« n„w,hrm.t Warschau wird geräumt. Paris 2. Aug. (WTB.) Wie die „Times" aus Warschau meldet, haben der englische, ter amerikanische und ter französische B o t schaf ter in Warschau ihre Staatsangehörigen aufgefortert, Warschau aus dem schnellsten Wege zu verlassen. Diese Aufforderung ter Botschafter hat m Warlchauer Kreisen einen sehr peinlichen Eindruck hervorgerufen. Augustowo besetzt. Kopenhagen, 31. Juli. (WB.) „Ber- lingske Tiden de" meldet aus Kowno: .Hier em- gegangeiTen zuverlässigen Nachrichten zufolge haben die Bolschewisten Augustowo besetzt. Die Polen haben sich auf Suwalkr zurückgezogm, dessen Bevölkerung bie litauischen Truppen tm Gebiet von Mariampol ersuchte, die Stadt zu besetzen, ehe bie Bolschewisten es tun. Die Taktik der Sowjelregierung. P a ri s, 31. Juli. (Wolfs.) Tie Pariser Mor- genblätter berichten, die Takttk ter <^oioietregrc» rung gehe, wie ein abgefangener Funkipruch beweise, darauf ^hinaus, die polnischen relegierten bis zum 4. August hrnzu zre Yen. Erft an diesem Tage wolle sie i'hncr:«)re Watten-' stillftanbsbebingungen mit teilen. . Paris, 1. Aug. (WTB.) Der „Pattt Parr- fien" crflärt anläßlich der Veröffentlichung des aufgefangenen bolschewistischen Funkentelegramms, wonach bie russische Heeresleitung vor dem 4 Aug kein Mkommen mit ten Polen schließen falle, es beständen sehr ernste Grünte dafür, daß die Rm- sen weit davon entfernt seien, einen aufrichtigen Frieden mit Polen zu wüchchen, sondern nur Daran bädnen, ihre Erfolge immer werter I a u s zu d e hneu , bis die Polen schließlich gezwungen seien, zu kapitulier en. Inzwischen bringe I die russische Armee weiter vor. Dre runiiene Ka- GkhenerAnjeiger General-Anzeiger für Gberhessen Dntd unö Verlag- vrühl'sche Uaw.-Viich and Steiniruderti B. Lange. Schristlritung, S«schästsftelle und vraderei: Schulstrat- r. mäßig? Ablieferung der Waffen zu verhindern Hauptauss Hus dem besetzten Gebiet. Das Ende der Festung Mainz. werde er Uw, --- rung nähme es ernst mit ihrer Ausgabe, .damit wir wieder ein Kulturvolk werden und nicht langer die wert in die Provinz Rheinhessen hinausge- schobenen modernen Befestigungen niedergelegt werden. Die Besatzungsbehörde hat genehmigt, daß ein Teil der Festungsgebäude, soweit es möglich ist, zu Wohnzwecken Verivendung finden sollen. Das durch die Schleifung der Forts freiwerdende Gelände soll entweder landwirtschaftlicher Benutzung wieder zugefühct oder aufgeforstet werden. —' Mit dieser Festung verschwindet eine der ältesten und berühmtesten und strategisch wichtigsten. Fcstungsmüagen Deutschlands. Die Festung Metz wurde in ihrer zum Teil noch bis zuletzt vorhandenen inneren Umwallnng unter dem Kurfürsten Johann Philipp von Sckrönborn 1647—73 angelegt. war nicht crfor wird, ob die Wünsche der Eisenbahner erfüllt werden können, setzt man uns die Pistole aus die Brust. Wir sind es uns selber schuldig, erst die Klärung der Angelegenheit abzuwarten. Axt große Eisenbahnerverband will Nichts von der Sache wissen. , _ 3 Ministerialdirektor Bredow: Das Fern- pvechdarlehen muß beibehalten werden, wenn ein weiterer Ausbau des Fernsprechnetzes erfolgen soll. Abg. I a u d (bayr. Vp.): Die Streckandrohung der Eisenbahner weisen wir als emen Versuch des Druckes auf Parlament und Regierung zurück. Abg. Deythin (D. Vp.): Tas Ultimatum der Eisenbahner ist ein Verbrechen am Volke. Wir werden uns dadurch in keiner Weise beern- ein Volk, das in Waffen starre. . Abg. L ü b b r i n g (Soz.) erklärt die Bereitt Willigkeit seiner Partei zur Mitarbeit. Es muß- ... nachdem der h-utt beschlossen hat, die Beamten- Ull, UUÖ VIC. iizc.inyu.ic --- . en „ Z,-, erheblich bessere Gehälter beziehen als die Reichsbeamten. Heute morgen ivaren wir einem Ausgleich schon ziemlich nahe. Meine Hauptsorge ist die, ob ich die großen Gehälter ^noch^ lange -- EMM EMMS fd. Mainz, 1. Aug. Gestern begann gemäß den Bestimmungen des Versailler Friedensvertrags die Schleifung der Festung Mainz. Zunächst werden die inneren Werke gesprengt, später sollen die Mannschaften lasse sich nichts lagen, woh. aber gegen die Führer, denen der größte äxu des Volkes großes Mißtrauen, entgegmbrmge. Sie seien fast alle von dem kappisttschen Geiste erfüllt. Er frage daher bei der Regierung an, ob dicie Verbände mit unter den -schätz des § i talLcR, zumal diese Verbände erklärt hätten, daß sie sich einer Entwaffnung mch Gefvalt widersetzen wurden. Entwaffnung und Auflösung, ja sogar das Verbot dieser Selbstschuhtruppen sei notig imo müsse in dem Gesetz ausgesprochen werden. Abg. Ernst (USP.) hält die Vorlage sur- unbrauchbar, daß sie von falschen Voraussetzungen, ausgehe. Heber die Frage, wo die Massen versteckt seien, herrsche noch heute Unklarheit, aber wenn die Regierung glaube, daß die Arbeiter Waffendepots angelegt hätten, so berulje dies au, einer Verleumdung und auf Spitzelarbeit. Man solle sich lieber einmal bei der deutschen Wirt- Milse oder bei Stinnes umsehen.. Das Gefttz "t ein Ausnahmegesetz gegen die unre. Es wird überhaupt kein wesentliches Resultat zeitigen, da die Waffen meistens nach dem Auslände verschoben worden sind. ,r t . Ter bayerische Gesandte weist daraus hin, daß die bayerischen Sicherheitslvehren auf dem Prinzip der Freiwilligkeit beruhen und nur zum Schutze von Ruhe und Ordnung aufgestellt svvrden seien. (Rufe: Reaktion.) Im übrigen habe er zu erklären, daß nach dem Ergebnisse der Verhandlungen von Spaa, die bayerische Regierung sich nicht den Anforderungen -entziehen werde, welche die Reichsregierung im Zusammenhang mit den Verhandlungen von Spaa evtl, an die bayerische Regierung stellen werde. Abg Rösicke (D.-N.) stellt im Gegensätze zu dem Abg. Ernst fest, daß geradezu unter bm Augen der Regierung von roten Arbeiterbataillonen täglich exerziert werde. Zuerst müßten die unruhigen Elemente die Waffen abgeben, damit wir wieder zur Ordnung kommen. Damit es frei der Waffenabgabe ordnungsmäßig zugehe, müsse der Neichskommissar kontrolliert werden, vielleicht durch einen Parlamentsausschuß. (Lebhafter Beifall Aus oem Ueiche. Ein Ultimatum der Cisenbahnvcrbände. Berlin, 31. Juli. (WTB.) Der Haushaltsausschuß des Reichstags beschäftigte sich heute mit den Beschlüssen seines Unterausschusses über die Einstufung des Berke h r s p e r s o n a l s in die Besoldungsordnung. Die Vertreter der drei Eisenbahnverbände hatten ein Ultimatum eingereicht des Inhalts, daß, wenn nicht bis heute nachmittag 3 Uhr ihre Forderungen erfüllt seien, sie einen Demonstrationsstreik der Eisenbahner in ganz Deutschland in die Wege leiten würden. Im Hinblick darauf erklärte der Finanzminister, daß er nun seine Bemühungen um eine Verständigung einstellen müsse, weil er dem Druck dieser Organisationen nicht weichen könne. Der Ausschuß beschloß, die Verhandlungen abzubrechen, bis die Sache geklärt und das Ultimatum förmlich zurückgezogen worden sei. Kundgebungen. Berlin, 1. Aug. (Wolff.) Heute vormittag IO1/2 Uhr hatte sich eine ungefähr 15000Mann starke Versammlung am Lustgarten em» gefunden, um an einer vom FriÄ>ensbund dec Kriegsteilnehmer einberufenen Massenkundgebung für Volke rversübnung und Weltfrieden teilzunehmen. Während die Redner, die auf der Freitreppe des Doms Posten gefaßt hatten, ungestört Ansprachen halten konnten, wurden die Redner, die von den Treppenstufen des Museums sprachen, häufig durch Zwischenrufe von Angehörigen der K. P. D. unterbrochen. Allmählich entstand ein derarttger Lärm und Tumult, daß es den Rednern nicht möglich war, die Reden zu Ende zu halten, und es gelang den Anhängern der K. P.D., die Versammlung zu sprengen. Die Teilnehmer formierten sich zu einem Zuge durch die Stadt, der sich schließlich am Belle-Älliance- platz in aller Ruhe auflöste. Marienwerder, 2. Aug. (WTB.) Gestern fand hier vor dem Gebäude der interalliierten! Kommission eine Massenkundgebung gegen den Krieg und für den Völkerbund statt. Es wurde eine Entschließung angenommen, in der gegen die Bestrebungen, das Volk aufs neue in einen fo genannten Vergeltungskrieg zu treiben, protestiert und von der Reichsregierung die strikte Durchführung der Neutralität im Krieg ^zwischen Rußland und Polen verlangt wird. Beratungen über die Ernährungslage. B e r l i n, 31. Juli. (Wolff.) Im Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft haben gestern im Beisein des Staatssekretärs beim preußischen Staatskommissar Besprechungen mit den Ernährungsmini st er n der süddeutschen Staaten stattgefunden, welche die gesamte Ernährungslage und die für die Zukunft zu ergreifenden Maßnahmen zum Gegenstand hatten. Die Verhandlungen nahmen einen sehr befriedigenden Verlauf. Es wurde Uebereinstimmung in allen wichtigen Fragen herbeigeführt. Die Besprechungen der süddeutschen Minister im Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft werden heute noch fortgesetzt. Willigkeit seiner Partei zur Mttarveir Es muv- Aus das peinlichste berührt SZSM SSSi EMWMSSM flussen lassen. .. .. . .. Abg. Geck (USP.) protestiert gegen die politische Ueberwachung der Ferngespräche. Abg. Höfle (Z.): Es ist mir aus Eisenbahnerkreisen gemeldet worden, daß es sich um kein Ultimatum handele. Reichsminister Giesberts bestreitet, daß Ferngespräche politisch überwacht werden. Der Antrag der Deutschnationalen betr. das Femsprec^iarlehen wird abgelehnt. — Die Entschließung des Ausschusses auf Hinausschiebung der Erhöhung der Post-Zeitungsgebühren bis 1. Januar 1921 wird bewilligt. — Fortsetzung Montag mittag 1 Uhr, vorher dritte Lesung des Antrages auf Erlaß eines Amnestiegesetzes. Schluß 6 Uhr. Deutscher Reichstag. Berlin, 31. Juli. Haus und Tribüne sind nur schwach besetzt. Das Entwaffnungsgcsctz verlangt Ablieferung aller im Volke befindlichen Militärwafsen an von dem Reichskommissar zu bestimmende Stellen. Wer innerhalb der festgesetzten Frist per Aufforderung der Waffenablieferung nicht nachkommt, wird mit einer Gefängnisstrafe von nicht unter 3 Monaten und mit Geldstrafen bis zur Höhe von 300 000 Mk. bestraft. Reichs Minister Koch weist auf die ungeheure Aufgabe hin, die uns in Spaa auferlegt worden ist. Sie lasse sich nur mit dem Volke lösen. Ties ist um so schwieriger, als die Frist so kurz bemessen ist, daß sich die Regierung nicht mehr mit den einzelnen Staaten ins Benehmen setzen kann. Tie Zahl der Gewehre, die sich noch unter dem Volke befinden, sei nicht mit Sicherheit anzugeben. es werde aber angenommen, daß es sich ungefähr noch um 1900 000 Gewehre handelt, die abgolieferl werden müßten. Erschwert werde die Angelegenheit durch das Mißtrauen, das m einem Flügel des Volkes gegen den anderen besteht. Es inüste daher in erster Linie darauf an tbni men, dieses Mißtrauen zu beseitigen, auch das Miß trauen, das gegen die Regierung besteht Tic Waffen dürfen nur an unpolitische Stellen abge liefert werden, daher käme and; die Reichswehr für die Wafsendelicserung nicht m Betrach!. Deutschland dürfe nicht mehr länger in zwei Lager gespalten sein, die sich gegenseitig iu> Bolsch-ewisten und Kappisttn hielten. Gegen jeb rechts.) Äbtz. Haas (Dem.): Die USP. ist es doch gerade gewesen, die für die Unterzeichnung der Bedingungen in erster Lime erngttreten ist, die uns in Spaa vvrgeschrwben worden sind. Tiefe Partei hat es jetzt am allerwenigsten notwendig, jeßt Schwierigkeiten zu machen, wo es sich darum handelt, eine der Konsequenzen des Vertrages zu erfüllen. Wir Müssen soweit kommen, daß es Waffen überhaupt mur noch bei den einzelnen staatlichen Sicherheitsorganen gibt. Abg. Z e t kin (Kvm.): Das Gesetz macht Den deutschen Arbeiter wehrlos, es ist deshalb für uns unannehmbar. Abg. Gildemeister (D. Vp.): Da das Gesetz ein Polizeigesetz ist, so bedarf es außerordentlicher Leistungen, um es ausznführen, was durch einen parlamentarischen Ausschuß nicht gefördert würde. Daß das Gesetz paritättsch ausgeführt werden muß, ist selbstverständlich. Die Revolution, der es zuzuschreiben ist, daß unser Schwert zerbrochen, darf nicht weiter wirken. Präsident Löbe ruft nachträglich die Abg. Küppler und Wolst (Soz.) zur Ordnung, wegen unparlamentarischer Zurufe während der Rede des Abg. Rösicke. Abgeordneter Unterteibner 1 (USP.): Er zweifle nicht an der Ehrlichkeit des bayerischen Gesandten, aber Herrn v. Kahr stehen wir zweifelnd gegenüber. Wir halten es für ausgeschlossen, daß die Entlvaffnung in Bayern widerstandslos durchgeführt werden nrirb. Der bayerische Handelsminister Hamm erklärt, daß die Angriffe gegen Herrn v. Kahr vollkommen gegenstandslos sind. Bayern wird treu am Reiche festhalten, solange ha£ Reich demokratisch ist. Reichsminister Koch: Das Gesetz muß ordnungsgemäß durchgeführt Iverden, sonst stehen wir vor der Gefahr der Besetzung preußischen Gebietes. Es muß gelingen, die Waffen überall da herauszuholen, wo sie verborgen sind. In Preußen haben die Oberpräsidenten die volle Verankwor- ttmg, daß die Selbstschutzorganisationen sich nicht anders entwickeln, als es im Willen des Reiches liegt. Es biete sich zum letztenmal dem deutschen Volke Gelegenheit, in ruhige Verhältnisse zurück- ziikehren. Er hofft, daß diese Gelegenheit nicht verpaßt Iverde. Abg. Simon-Franken (USP.): Die Regierung Kahr ist nur durch einen Staatsstreich zur Herrschaft gelangt. (Widerspruch s Die Einwohnerwehren dienen nicht zur Beruhigung, sie führen im Gegenteil erst Unruhen 'berbvi. Nack, weiterer Debatte gehr die Vorlage an einen Ausschuß. Ohne Debatte wurde in zweiter Lesung eine Verfassungsänderung angenommen, wonach für längstens 1 Jahr die preußischen Reichsratsstimmen von den Mitgliedern der preußischen Regierung abgegeben werden können. Ferner eine Vorlage zur Erhaltung des helgo- ländischen Gemeindrwahlcechtes. Tann wird in zweiter Beratung die Debatte über den ergälizenden Nothanshalt bei der Neichspostvenvaltung fortgesetzt. 3 i e ß (USP.): Die Beamten und Arbeiter lind von großem Mißtrauen gegen die Regierung erfüllt und bezweifeln, daß die neuen Tarifverträge auch gehalten werden. Die Personalakten der Beamten sollen beseitigt werden Reicl/spostminister Giesberts: Die persönlichen Ausgaben der- Post sind enorm gestiegen, noch mehr als bei der Eisenbahn Staatssekretär Lew al d: Ohne Personalakten kann fein Verwaltungsbetrieb auskommen. Abg Bruhn (D.-N> empfiehlt einen Antrag seiner Partei auf Beseitigung des Fernsprechdarlehens von 1000 Mk. bae seiner Zen nur mit einer sehr knappen Mehrheit beschlossen worden ist Re.chs'.nanzminister Wirth. Die Rede der A«s Stafct rrird lkand. Gießen, den 1. Aug. 1920. Der Bolksbririd Deutscher KriegSgräber- fürsorge zum 2. August. Vorn Vvlksbund deutscher Kriegsgräberfürsorge erhalten wir folgende Aufruf: Gedenkt unserer toten Helden ans dem großen Kriege, hilft uns ihre Grabstätten schützen und pflegen, tretet dazu ein in unsere Rechen! — Tas ist der Ruf, mit dem in diesen Tagen des Gedenkens an die große Erhebung des Augusts 1914, der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfür- sorge auch an die hessische Oeffentlichkeit herantritt. Von Männern aller Stände, Parteien und Bekenntnisse gegründet und gefördert, von den Regierungen unterstützt und in allen deutschen Gauen am Werke, will der neue Bund unsere Kriegsgräber jenseits unserer Grenzen vor Zerstörung, Verödung und Verfall bewahren, auch bei der Pflege der Grabstätten in 'heimatlichem Boden mit Rat und Tat helfen, den Angehörige der fürs Vaterland Gestorbenen in allen Ange- legenheiten der Gräberfürsorge an die Hand gehen, insbesondere auch deren besondere Wünsche für die Jnstandlwltnng der Gräber vermitteln. Tas sind Aufgaben, deren Losung Pflicht, Herzens- und Ehrensache des ganzen Volkes ist. Sv rechnet denn der Bund auch auf die Unterstützung alter Kreise der Bevölkerung. Wer möchte zurückstehen in der Dankbarkeit gegen die, die ihr Leben ließen für ihre Brüder! So laßt uns dann im gemeinsamen Liebeswerk für unsere Toten allen Hader vergessen, laßt uns in ihm wie eine einzige, große, treue Familie fühlen und handeln. Nur dann, durch Mitarbeit des ganzen Volkes, wird der Bund seine großen und schönen Aufgaben zu lösen vermögen. Tann wird aber seine Arbeit auch mehr für unser Land "werden: Zu einem Werk der Versöhnung der Lager unseres Volkes und zu einem Wahrzeichen für unsere Feinde, daß bei uns Vaterlandslieb.' und Einheits- gesühl noch leben, daß sie wachsen und witk.'N. Anrnewung von Ortsgruppen, weiteren Nach- fragen und Druckschriften und sonstiger Art, Bei- trittscrtlärungen (Mindestbeitrag 6 Mk. jährlich) vorläufig erbeten an das Geschäftszimmer d sRoten Kreuzes, Darmstadt, Altes Palais, Fernspr. 25. Weitere organisatorische Schritte der Landesgruppe sllhen bevor. Errichtung neuer PreiöprüfungSstetten. Wie wir hören, fand am Mittwoch im Ministerium des Innern eine Sitzung sämtlicher Preisprüfungsstellen des Landes statt. In dieser Sitzung wurde in Anwesenheit der zuständigen Kreisdirektoren die Errichtung neucrPreisprüfungsstellenfür diejenigen. Kreise beschlossen, in denen solche bis jetzt noch nicht bestehen. Im übrigen wurden in eingehender Aussprache die Richtlinien für eine gleichmäßige Bekämpfung des Wuchers und für beschleunigte Herbeiführung eines Preisabbaus bei Lebensmitteln und Gegenständen des täglichen Bedarfs festgelegt. Insbesondere sollen nunmehr allgemein Kommissionen tätig werden, welche die Preise überwachen, und weitere Kommissionen, welckie zur Herbeiführung des Preisabbaues mit den einzelnen Berufsständen in Verhandlungen treten. Spart Kohle! Das Spaaer Kohlenabkommen wird sich bald in der Kohlenbelieferung unserer einheimischen Industrien fühlbar machen, die durchschnittlich mit einer 20prozentigen Kürzung ihrer bisherigen Mengen werden rechnen müssen. Als einziger Ersatz kommt zurzeit wohl Rohbraunkoble in Frage. Alle Betriebe, welche bisher Rohbraunkohlen nur als Streckungsmittel verwandten, müssen in der ernsthaftesten Weise prüfen, wie sie in Zukunft allein mit Rohbraunkohle arbeiten können Wer bisher allein mit Steinkohlen ar» bettete oder^teinkohlen gestreckt durch Briketts bzw Rohbraunkohle verwandte, muß untersuchen, wie er in Zukunft mit geringeren zwischen unseren beiden Völkern die aufmerksamste Pflege finden. Mit Genugtuung darf ich namentlich die Tatsache erwähnen. daß unter allen Staatsmännern ixe Lenker Italiens ben Gedan^n der europäischen Solidarität als erste klar ausgesprochen und vertreten haben. .In btefem Geiste des allgemeinen Niederaufbaus, aber auch in dem Benmßlsein unserer Pflichten auf sozialem und wirtschaftlichem Gebiet wollen wir den Fne- densverttag erfüllen. Steinkohlensorten arbeiten kann, oder auch ganz ohne solche durchtomrnen kann. Betriebe, welche diese Umstellung unterlassen, werden unter allen Umständen mit schweren Störungen in ihrer Brennstoffbelieferung zu rechnen haben. Man scheue die Kosten von Umbauten nicht, sie werden sich durch die Möglichkeit eines ungestörteren Betriebes rasch bezahlt machen. Wer nicht die fachmännischen Kenntnisse besitzt, um die wärmetechnischen Untersuchungen seiner Feuerungsanlagen selbst vorzunehmen, der ziehe einschlägige Organisationen, in erster Linie Dampfkessel-Re- visionsvereine, zu Rate. Es wird dafür gesorgt werden, daß etwa erforderliche Kesselumbauten mit der größten Beschleunigung ausgeführt werden können, und die Firmen, welche das benötigte Material zu diesen Umbauten liefern, werden in jeder Weise hierbei unterstützt werden. Auskunft hierüber, sowie über die sonst einzuschlagenden Wege erteilt die Preuß. Kohlenwi r-tschafts- stelle, Frankfurt a. M., Obermain- ftrafee 51. Veranstaltungen. Montag, 2. August: Hotel Einhorn, 8% Uhr, Gastspiel Buchwald. — Lichtspieltheater wie gestern. * ** Amtliche Personal Nachrichten. Uebertragen würbe am 24. Juli dem Schulamts- ama'irter Franz Kühn aus Ober-Wöllstädt (Kreis Friedberg) eine Lehrerstelle an der katholischen Vollstchule zu Birkenau (Kreis HeppeKheim), bem Schulamtsanwärter Arnold Süßmuth aus Ober-Widdersheim (Kreis Büdingen) eine Lehrer- stelle an der Doltsschule zu Treb nr (Kreis Gwtz- Gerau). Erledigt ist eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lchrerstelle zu El im- b a ch, Kreis Gießen. Mit der Stelle ist! Organisten- unb Lektordienst verbunden. Erledigt ist ferner die Stelle eines Landobersekretärs bei bem Land- amtmann zu Lauterbach. Von den Bewerbern wird die Ablegung der Prüfung für die mittleren Stellen im Justizfach verlangt. Meldefrist bis 15. August ds. Js. Bei der Zellenstrafanstalt Butzbach ist die Stelle des GefängnisinspeÜvrS (Detbnomen) zu besetzen. Meldungen sind bei dem Ministerium der Justiz bis zum 6. August ein» zureichen. ** Aus dem Stadttheater bureau. Nachdem durch Beginn der Ferien die auswärttgen. Opern- und Operettengastspiele eingestellt werden müssen, kommt am Samstags 7. August, unser einheimisches Schauspiel wieder zu Worte. Die IVorftellung zu Gunsten der Ferienkasse der Mit- tzlieder bringt einen äußerst interessanten Suder- mann-Abend. „Es lebe das Leben" ist ein selten gegebenes Werk, das vergangene Woch bei glänzend besuchtem Hause in Bad-Nauheim einen großen Erfolg zu verzeichnen hatte. _ Dir Nachfrage wird sehr stark werden. Interessenten werden gebeten, sich zeitig durch Vorbeitellungen an der Kasse des Stadttheaters Plätze zu sichern. *♦ Diebstahl. Dem Gärtner des Herrn Niemann, der außerhalb der Stadt wohnt, wurden in der vergangenen Nacht 25 Stallhausen gestohlen und zum Teil bei den Ställen abge» schlachtet. ** B e i der städtischen Obst- undGe- m ü s e st e l l e, Marttlauhen, kommt täglich Frischgemüse und Obst zu den bllligsten Tagespreisen zum Verkauf. ** Oberschlesische Grenyspende. Die Koutonummer der hiesigen Beztrksgruppe h e r m a 11 r e u e r O b e r s ch l e s i e r bei der Bezirkssparkasse Gießen ist nicht 178, sondern 785. — Die Bezirksgruppe bittet uns, jetzt schon auf das von ihr für den 14. August geplante O b e r s ch l e s i e r fe st hinzuweisen. ** Kriegsgefangenenfürsorge. Tic Reichsvereinigung ehemaliger Kriegsgefangener bittet um Veröffentlichung folgender Flamen, die sich, durch ihre Vermittlungstättgkeit aufgesputt, wohlbehalten in sibirischer Gefangenschaft befinden: Im Lager Barnaul befinden sich aus bi ef iger Gegend: Waldemar Ritter und Vizefeldw. Prietzel aus Hessen. — Im Lager Semipolatins'k: Weingärtner, Maurer aus Hessen, Häunschild, Bankbeamter Artur Uhr, Kaufmann. — Im Lager Ustkamenogorsk: Untevoff. Christ, Wiesbaden. — Auf Erkundigungen bei der zuständigen Stelle erfährt die Rcichsvereinigung, daß auf Anordnung der franz. Regierung in die Heimat entlassen werden: Aus dem Depot Avig- non-Vaucluse: Otto Garde, Wilh. Hammer- schmidt, Karl May, Heinr. Kilbinger, Georg tpa/S, Christoph Gumpel, Peter Pfeiffer, Pins Volk, Otto Lehmann, Rudolf Siegeler, Hartwig Eckert. F«mz Stablein. Eugen Weise, Bruno Kunert irnb Hermann Rinke. —(Aus . em Lager Roan n e (£»ire): Hans Wendlandt, Ernst Kölle. Willi Ranieckers, Paul Lisse und Oskar Eberhardt. — An die noch in Avignon befindlichen Gefangenen ist durch die Zentrale der Reicksvereinigung ein Betrag von 15 000 Mk. auf diplomatischem Wege übermittelt worden. Spenden werden auch weiterhin entgegen» genommen. ** Neuerung im Po st sche ckverke hr. Eine zweckmäßige Neuerung wird jetzt im Postsche-l- verkehr durchgeführt. Tie Post gibt neue Vordrucke für Ueberweijungen aus, die den Lastsckwist- zettel mit enthalten. Er ist vom Aussteller bet Ueberweifting mit Betrag und Namen des Emp sängers, der Nummer feister Postscheckrechnung «nb seinem Scheckämt auszustellen. Ter Lastschriftzettcl geht, durch Stempel vom Postscheckamt bestätigt, an den Aussteller zurück. Es ist die Anwendung des Grundsatzes, daß der Absender die Quittun- ausstellt und die Post diesen ledigl^ 'vollzieht, wie dies bei der Postanweisung, der Zahlkarte, dem eingeschriebenen Brief usw. geschieht. Die S&orteile der Neuerung liegen bei der Hand. Die Post spart die Ausstellung des Lastschriftzettels. Dieser enthielt bisher nur die Nummer des lleber- weisungshestes und des Blattes mit dem Betrag. Jetzt erhält der Ueberweisende einen vollständigen amtlichen Nachweis über die Zahlung noch dem Empfänger und Betrag. Es war auch nicht aus-' geschlossen, daß der ^ammabschnitt der Ueber- weisnng verloren ging, ehe die Uebettveisung wirklich ansgeführt war. ** Die Einäscherungen in Hessen erfahren von Jahr zu Jahr eine ganz gewaltige Steigerung. So sind im letzten Jahre 598 Feuerbestattungen vorgenommen worden. Davon entfallen auf Darmstadt 73, Friedberg 33, Mainz 321 und Oftenbach 171. Im gaiuen sind \ät 1399 der Eröffnung des ersten Krematoriums 1 Offenbach) in Hessen 9471 Feuerbestattungen Dor» | genommen worden. lion mit weitgehenderen Vollmachten Mal Frankfurt o. M., 2. August. Vörsenturfe. Polnische Banditen. Deute nacht 142,50 kamen. Aus der Türkei. 142, des Reuter. id mit Vertagen, ärgerlich über '-toien . Gesundheit und den gesunden > Prag . Drogerie Jahre Ueder 30.7. 13,80 6,80 Id,25 11,30 447,- Mün chen, 31. Ivlr. OBXtJ.) Im DoS- verr ats pro zeß gegen Liening und Genossen wurde Lien arg wegen Verbrechens der Dor Zürich . . . Amsterdam . .Kopenhagen. Stockholm. 1456, — 344,bö 669,30 664,30 894,10 154,80 226,75 157,80 42,20 321,65 720,25 649,35 24,47 24,37 84,40 24,47 31.7. 13,85 15^25 11,25 432,- 456,- 363,- 291,50 Hühneraugen Hornh aut, .Schvielen u-Wirze» 175,- 175, — 385,— 292,- 310,- 382,- 225,50 380,- 292,- 313,- 382,- 225,25 W ar schau, 31. jod Warzawski" ist in ausgerusen worden. . z . . I 100000 forh br^ährt KukirOl •PnnsM.2,50.- In Apotheken «.Drogerien erhalM - Kell, Bahnhofstraße 51. ** Fußball. Kommenden Mittwoch, 4. August, abends 61/2, kommt auf dem B. f. B.- Spielföatz Trieb ein Wettspiel derSicherheits- wehr Gießen gegen die 2. Mannschaft des V. f. B. zum Austrag. Die „Grünen" besitzen eine guteingespielte Mannschaft, so daß em schönes Spiel zu erwarten steht. Kurs 30. 7. 79,63 344,35 665,70 660,70 893,40 150,20 227,25 158,20 42,55 323,35 720,75 650,65 24,03 23,90 84,70 24,40 343,65 664,30 659,30 891,60 149,80 225,75 157,80 42,45 322,65 719,25 649,35 23,97 23,84 84,50 24,34 Uerburk« dieauswäNUi "gestellt mette AWsl, imifll zu Sorte. T:t nkaste btt M traten eben" ist c MgM Wo- . Äid-^auhc ten hatte. 1 tt. Interesse BorbestellM W zu iijr ner des ht! wohnt, nnctc tallhavski Äittlen abg! )bst-llirdAe nttägMWv tat Tagrspl^r bereitung zum Hochverrat zu einem Festungshaft verurt.üt. FverberMr und wurden ireigesprochen. 30.7. 79,63 69,50 60,30 68,60 142,- 260,50 197,25 163,50 149,- 141,75 175,- 170,- 379,- 292,- 311,- 381,50 225,25 262,- 406,- 450,25 352,13 290,75 193,50 414,- 217,- 287,25 219,- 83,70 Kurs 31.7. IRerhtetUrttttgeiu Datum: Kali , Bank und Kolonialaktien waren ivenig verändert und still. Von sonstigen Werten waren Orenstein u Koppel und Nheinmetall roeKnthd) anziehend. Die höchsten Tageskurse konnten schlug lich nicht überall behauptet werden. Aus dem Rentenmarkt, waren einheimische Anleihen leid)! abbröckelnd, ausländische nahezu geschäftslos. Frankfurt a. M., 31. Juli. Börsenstimmungsbild. Die Börse bekundete feine einheitlich.' Haltung, doch konnte die Grundstinw mung trotz der zum Wochenschluß bemerkbaren Neigung zu Glattstellungen als fest bezeichnet werden. Bemerkenswert war heute die feste Dal- tung für chemisch- Aktien. Elektrowette landen Beachtung, hauptsächlich Bergmann. Montanpapiere lagen vorwiegend schwächer, besonders Buderus gaben erheblich nach. Die Kursbewegungen auf diesem Gebiete blichen jedoch bescheiden bei sehr eingeschränktem Geschäft. Unter den Bankaktien wurden Metallbau! höher genannt Ausländische Renten überwiegend still. In der Geschäftslosigkeit, die später noch stärker hervortrat, schwächten sich Montanpapiere teilweise noch werter ab, während sich die übrigen Werte gut behaupteten. Privatdiskonto 4 Proz. rm. Darmstadt, 1. Aug. Die bekannten Brauereien ,,Ru m m e t6 t äuz und „Kron e" haben sich zusammengeschlossen und werden vom 1. April ab unter dem Trtel: Bereinigte Brauereien, Rummel- und Wiener-Kronen- bräu, mit Rücksicht auf die Zeitverhältnisse zu sammenlegen. Die Rummelsche Brauerei am Dauptbahnhof soll aufgegeben und anderen Zwecken nutzbar gemacht werden. Der Gesamtbetrieb wird nach der Wienerschen Brauerei, Dieburger Straße, verlegt. Der Rummelbcäusaal soll vorerst weiter- 31.7. 79,63 69,40 59,60 68,25 142,50 260,25 197,25 162, — 149,- 141,75 179,50 173,25 403,50 291, — 312,50 388,50 228,- 262,- 439,75 459,50 355,- 290,25 192,- 405,25 219,- 286,50 225,- 82,75 300,- 1459,- 345,35 670,70 665,70 895,90 155,20 227,25 158,20 42,30 322,35 721,75 650,65 24,53 24,43 84,60 24,53 Rotterdam, 31. Juli. ^WTB.) Konstan- tinopeler Blätter melden, oaß Mustapha Kemal Pascka den Mali von Konia nach Konstantinopel entsandt hat, um mit der Zentralregierung über die Auflösung der nationalistischen Truppen zu verhandeln. Die Wirren in China. !achrich,„ , 71 phülaiv Mtädl ihn l .beppE: ustmuthe. | i) eine r.lKveis Ws | einem eixuv) Öle mi Cli, Jltörganiüa ift ft» bei dem Üü dm Bewerte ir die mittler Meldefrist fr ellenstrvfank NMÄnspst.7 m find bei in 6. August tt Geld Brief 31. Juli 1448,501451,50 Devisenmarkt. Geld Brief Datum: 30. Juli reinspendl , Bezirksgm? esier bei )t 178, sockn ittet MF? 14. Augusts hinzuweisen für sorge:' AncgsgeMp' tta Awcn, /! iqtcit ausgrue ' Gesanzn Zarmul W Waldemar W 11. - turer aus Uhr, Untewff. % n bei der M ^eiingimA. £ ung in W ? Teoot 2T»‘- Wilh. et. »Ws * tunat io*;, vannel^ Willis - Ändii- aien ist jcitrttnnenN M .it KjÄ aber bte »jU, Amsterdam • Rotterd. Drüssel-Anlwerpeii. Ghristiania Kopenhagen Stockholm Helsingfor». Italien London. New-Hork...... Paris Schweiz Spanien Wien (altes) .... Deutsch-Oesterr. abg. Prag Budapest Bulgarien Konstantinopel. . . vermischte». * Berlin, 1. Aua. (Priv.-Tel.) Aus Buer berichtet der „Berl. Lokal-Anzeiger" von einer beftigen Ruhrepedemie in Westfalen. In Opladen sind 113 Personen erkrankt, von denen 16 bereits gestorben sind. KLHlmaschincn) in Friedberg gegründet worden. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Worms, 1. Auu Die Erhebung einer Wohnsteuer wurde in Worms beschlossen, die der zu zahlen hat, wer gewerbsmäßig immer Wohnungen an Personen zu vorübergehendem Aufenthalt vermietet. Kreis Wetzlar. wa. Wetzlar, 1. Aug. Der Kreistag des Kreises Wetzlar hat in seiner letzten Sitzung den einstimmigen Beschluß gefaßt, die Reichsbe- hörüen zu ersuchen, die Zwangsbewirtschaftung der Baustoffe baldigst auszühebm. ra. Wetzlar, 31. Juli. Wie der Vorsitzende in der jüngsten Stadtvevordnetensitzung mrtteilte, hat die Sammlung für den Ehrenfried Hof eine Höhe erreicht, daß nunmehr an die Vollendung des Werkes l-e ränge gangen werben kann. Namentlich den Bemühungen der Handelskammer ist eine erhebliche Summe zu verdanken. Nach den bisherigen Verhandlungen wird vvrgeschlagen, tne Entwürfe des bildnerischen Schmuckes dem Bildhauer Fritz Anthes in Darmstadt zu über» tragen, während die Ausführung der Firma Dycker- Hoff und Neumann bzw. deren Bildhauer Fritz Meyer anvertraut toeröen soll. Hessen-Nassau. mc. Frankfurt a M„ 30. Juli. Wesentliche Teile des städtischen Lebensmrttel- amtes sollen abgebaut werden. Der Betrieb des Amtes soll ungefähr auf die Hälfte reduziert werden, was natürlich viele Kündigungen des Personals zur Folge hat. Vor allem werden die weiblichen Hilfskräfte entlassen, da man annimmt, daß dieselben sehr leicht in der Hauswirtschaft unterkommen können, wo noch immer em gewaltiger Bedarf an Arbeitskräften besteht. verhandelten über diese Forderungen mit der Tarifkommifsion der Arbeiter in der Handels- t(immer. Nach Jabrikschluß zogen bic Arbeiter der chemischen Werke geschlossen zu tausenden nach der Handelskammer, um dort näheres über die Entscheidung der Verhandlungen zu erfahren. Eine von ihnen gewählte Kommission von Mitgliedern au» allen Betrieben wurde zu den Verhandlungen zugclassen. Gegen V46 Uhr rückte eine größere Abteilung Siklier ' Heilswehr in drei Automobilen an und begrenzte oen Börsenplatz nach der Elisabethenschule zu Arbeiterführer übernahmen sofort die Freimachung der Passage, während Mitglieder dei Tarifkom Mission mit der Sicherheitswehr verbandelten, um sie zum Abzug zu veranlassen Nachdem die Arbeiterführer sich dafür eingesetzt hatten, daß keinerlei Ruhestörungen Vorkommen, zog nach ungefähr einer halben Stunde die Sicherheitswehr wieder ab. Gewerkschaftssekretär Red bolz richtete mit Erfolg an die Demonstranten die Aufforderung, r-ollkommene Ruhe zu bewahren und durch wür- crges Auftreten der Kommission Nachdruck zu ver-. leihen. Die Fabrikleitungen seien davon überzeugt, daß die Arbeiterschaft not leide, so daß man nach dem Gang der Verhandlungen auf einen Erfolg hoffen dürfe Nachdem die Arbeiterschaft durch ihre Riesendemonstratwn ihre entschlossene Daltung kundgegeben habe, sei der Zweck der Demonstration erfüllt, die Verhandlungen könnten nock stundenlang dauern und das Ergebnis locrbe morgen früh in den Betrieben verkündet. Die Direktion der Höchster Farbwerke hatte sich schon gestern morgen mit der 48stündigen Arbeitszeit und mit der Uebernahme des Steuerabzuges, ebenso zu Verhandlungen über die Lohnforderungen bereit erklärt. Schulstreik in Düsseldorf. Düsseldorf, 30. Juli. Tie sozialdemo kratischen Parteien, freien Gewerkschaften und Freidenker haben heute den S ch u l st r e i k beschlossen, um die Stadtveravaltung zu nötigen, für Dissidentenkinder besondere religionslose Schulsysteme einzurichten. Die Mission Krassins. Paris, 31. Juli. (WTB.) Nach einer Meldung des „Malin" aus London wird die Mission Krassins am Dienstag in London erwartet. Gut unterrichtete Kreise behaupten, daß dieses Gkiü>ern fchauen sie cutt das Werk, das ihnen die Nationalversammlung gegeben har. Wir appellieren daher an die Volksvertreter, sowie an diefenrgen, tne noch ein Herz an Leibe fühlen, helft uns, unsere Lage zu bessern, damit unser viel versprochenes Recht, als Mensch zu leben, als Kranker geheilt und als Krüppel versorgt zu werden, in Erfüllung geht. Mehr verlangen wir nicht! Der Ausschuß der Lazarettiusassen Gießens. ausgerüstet sei und auch über die F riede ns- frage verhandeln könne. Die englische Note an Rußland. London, 31. Juli. (WTB.) Reuter Die englische Antwort auf die Note der Sowjet- regicrung über Polen und die Londoner Konferenz wurde vergangene Nacht nach Moskau telegraphiert. Der polnische Heeresbericht. Warschau, 31. Juli. (Tu.) Polnischer Heeresbericht vom 30. Juli: Die bolschewistische Kavallerie bewegt sich in westlicher Richtung und hat Osowice passiert. Die Vorhuten wurden von unseren Truppen auf Coniza zurückgeschlagen. Die 4. bolschewistische Armee liegt an der Narewlinie. Feindliche Angriffe gegen Wisna an der Eisenbahnlinie Bialistok—Bresv- Litowsk wurden abgeschlagen. Südlich Biolsk spielen sich Kämpfe ab. Unsere Abteilungen gingen hier zum Gegenangriff über. Unsere Polesgiabtei- lungen haben bei Brest Stellungen eingenommen. Nachdem sie vier bolschewisttfche Regimenter zersprengt haben, fühlt man an dieser Stelle der Front keinen feindlichen Druck mehr Am Stochod und Styr örlliche Kämpfe. Die Aktion Brady— Ranziwilow ist noch nicht abgeschlossen. Unsere Gegenangriffe dauern an. Am Seceth wurde der Versuch des Feindes, den Uebergang zu erzwingen, vereitelt. Bedrohliche Lage in Esthland. Kopenhagen, 30. Juli. (T.-U.) Aus Reval wird gemeldet, daß die Zukunft E st h- lands zu ernsten Besornissen Anlaß gibt. Tas Geschäftsleben ist durch die vielen Außenstände vollkommen zerrüttet, fast alle Fabrikbettiebe haben geschlossen werden müssen. Die Finanzen des Landes befinden sich in einem bedenklichen Zustand. In der Bevölkerung herrscht große Erregung. Viele Leute verkaufen chr Eigentum, um auszuwandern. In Kowno die Räterepublik ausgerufen ÄS szz -ÄH SÄ Die Bewirtschaftung der Lebensmittel. Berlin, 31. Juli. (Wolff.) Am 1. August ist die Bewirtschaftung von Margarine, Kun st speisefett und Speiseöl aufgehoben, nunmehr wird auch die diesjährige einheimische Ernte von den nachstehend aufgeführten Oelfrüch- ten freigegeben, nämlich von Raps, Rüben, Sonnenblumen, Senf (weißen und braunen), Dotter, Mohn, Lein, Hanf,^ Ackersenf (Hederich, Ra- bifon'i, deren Erfassung für die Oel- und Fettver- forgung der Bevölkerung nicht mehr unbedingt erforderlich ist. Die genannten Oelfrüchte sind also nicht mehr an den Reichsausschuß für pflanzliche und tierische Oele und Fette abzuliefern. Gleichzeitig sind auch die bisher geltenden Preisfest- seeuugen außer Kraft getreten, lieber die Auseinandersetzung mit denjenigen Oelfruchtanbauern, die bereite die Ablieferungspflicht aus der diesjährigen Ernte genügten, finden noch Verhandlungen statt. Berlin, 31. Juli. (Wolfs.) Um Irrtümern zu begegnen, macht die Reichsgetreidestelle bekannt. das; Reisebrot marken alten Musters ihre Gültigkeit vorläuftg nicht verlieren. Sport. Ruderregatta. Regnerischer Samstag und Sonntag vormittag waren keine guten Vorzeichen für die 32. Re gatla des Süddeutschen Ruderverbandes. Aber der Regattanachmittag übertraf alle Erwartungen. Nicht allem, das; der befürchtete Regen ausblieb; ein frisches Lüftchen und der noch immer etwas l>edeckle Himmel sorgten auch dafür, daß Ruderer und Regal tobesuck>er nicht allzusehr unter der Angust- sonne zu leiden halten. Trotz des unsicheren Wetters unt trotz der Konkurrenz anderer sportlicher Veranstaltungen hatte die Regatta sehr zahlreiche 3Indianer angelockt, und die Menschenschlange, die sich beiderseits der Lahn uferlang! dehnle, wurde immer länger und dicker. Nur schade, daß man anfangs vergebens nach geschlossenen Rennen und spannenden Endkämpfen spähte; erft durch die beiden letzten Reimen wurde man einigermaßen entschädigt. — Die Nachrichtenkompag nie 22 Gießen hatte durch das Legen einer Telephon Verbindung zwischen Start und Ziel wesentlichen Anteil an der glatten und einwandfreien Durchführung der Reimen. Nachstehend die Er gebnifse. Vornnnnt. Gast vier er. 1. Lauf: 1. Borussia, Frank Furt, 6,36^5 2. Amieitia, Frankfurt, 6,38. — 2. Lauf: 1. Vorwärts, Offenbach, 6,17 2. For tuna, Mainz, 6,19*/$. Junior-Achter. 1. Lauf: Vorwärts, Mannheim, 5,51 Vr- 2. Vorwärts, Offenbach, 64/5. — 2. Lauf: 1. Amicitia, Frankfurt, 6,18‘A., allein über die Bahn. Senior- Einer. 1. Lauf: 1. Hassra, Gießen iHeinrich Joedt), 7,46, 2. Hassra, Gie ßen (Fritz Schühler), 7,552/6. — 2. Lauf: 1. Fortuna, Mainz (Josef Muhr), 8,102A- 2. Borussia, Frankfurt (Karl Haufer), abgestoppt. Junior-Vierer. 1. Lauf: 1. .Wassersport verein Ludwigshafen 6,53. 2. Alemannia, Frmttfurt, 7,04^. — 2. Lauf: -1. Freiheit, Mülheim, 7,02. 2. Hassia, Gießen, 7,13'A. Ermunterungs-Vierer. 1. Lauf: 1. Alemannia, Frankfurt, 6,453/o- 2. Freihnt, Mülheim, 6,57. 3. Undine, Frankfurt, 7,25. — 2. Lauf: 1. Amicitia, Frankfurt, 6,382/5. 2. Hassia, Gießen, 6,56Vs. । Großer Achter. 1. Lauf: 1. Vorwärts, Offenbach, 5,49. 2. Hassia, Gießen 6,10. — 2. Lauf: 1. Vorwärts, Mannheim, 5,45. 2. Amicitia, Frankfurt, 5,52. — 3 Lauf: Borussia, Frankfurt, 6,233/s, allein über die Bahn. ' "der k fanr.. v. & und ditF tQhu bi^ hierüber, Ml?*' rilu)an< Obennc, l. ÄLL Hauptreunen. Gast-Vierer. 1. Vorwärts, Offenbach, 6,26, 2. Borussia, Frankfurt, 6,28. Junior-Einer. 1. Borussia, Frankfurt (Karl öeujer), 7,513/6, 2. Vorwärts, Mannheim (Heinrich Krvnmüller), 8,18. Anfänger-Vierer. 1. Hassia, Gießen, 7,14. 2. Undine, Fr an Furt, 7,26 Vs- Senior-Vierer. 1. Vorwärts, Offenbach, 6,44. 2. Hassia, Gießen, abgestvppt. Junior-Achter. 1. Vorwärts, Mannheim, 5,51. 2. Amici lia, Frankfurt, 6,04. Senior-Einer. 1. Fortuna, Mainz (Jos. Muhr), 7,41V». 2. Hassia, Gießen (Hernr. Joedt), 7,56. Junior-Vierer. 1. Wassersport verein Ludwigshafen, 6,43. 2. Freiheit, Mülheim, auf* gegeben. Senior-Vierer. 1. Fortuna, Mainz, 6,22. 2 Borussia, Frankfurt, 6,32*/^ 3. Hassia, Gie ßen, 6,42. Ermunterungs-Vierer. 1. Alemannia, Frankfurt, 6,50. 2. Amicitia, Frankfurt, 6,50-°/5. 3. Freiheit, MülheiM, 7,01-?5. Großer Achter. 1. Vorwärts, Offenbach, 5,43. 2. Vorwärts, Mannheim, 5,47. Gegen 7 Uhr wurden vom Verbau dsvorsitzen- den, Otto Ihrig, den Siegern die Preise überreicht. In seiner Ansprache gab er hier bet seinem Bedauern Ausdruck, daß die Gießener Hassia, die früher die gefürchtete Vierer-Mannschaft des Verbandes stellte, diesmal so schlecht abgeschnittenl habe; sie möge alles dransetzen, um wieder auf die alte Höhe zu kommen. Das gleiche gelte für die Frankfurter Amicitia, deren Achter-Mannschaft in früheren Jahren unbesiegbar schien. Beuthen, 31. Juli. lWTB.) „ wurde in Deutsch-P iekar bei einer Streue bet Sicherheitsmannschaften ein Sicherheitsmann durch polnische Band iten erschoisen. Einer der Banditen wurde verhaftet, zwei andere ent- 4- Tau brin gen, 1. W Der Pr»wn- 1 wflfotäxmo Oderhess. Kanrnchenzü ch t e r halt tmC-Ctober fjia ictnc drcSiahrrge Verbands- 1 *n ^g s Hausen, 1. Aug. Das Fest ' der goldenen Sochheit bechng. das Ehepaar Michael Kühn bet bester Rüstigkeit. Kreis Friedberg. ^Bad-Nauheim, 31. Juli. Aus sibirischer Gefangenschaft ist Reinh. Gries Mrückgekehr- Nun befinden sich noch Drei Bad- Rauheimer in Sibirien. sw Bad-Nauheim, 1. Aug. Tie Kraftwagenpersonenpost nari) Usingen—Neu ©eilnau—3^050 a. d. W. wurde beute eröffnet. Ter Fahrpreis betragt pro Kilometer 50 Pf. Tie Post verkehn täglick) z-veim,rl Q. Bad-Nauheim, 28. Juli. In der ge ftrigen Stadtverordnete n-Versa mm [ u ng roirrbe beschlossen, in Bad-Nauheim eine Preisprüfungsstelle zu errichten — Für das i,n August stattsindende T e n n i s w e 11 s p c e l wurden 500 Ml für Preise beroilhgt. — Zur Erinnerung an die Zeit 1870 71 roicb i*n V e t? ranen aus der großen Zeit eine Ehrengabe von 1000 Mk. bewilligt. — Es wurde ein A u s - s ch n ß f ü r L e i 0 e s ü b li n g e n gewählt. — 3ur Errichtung eines Kastells auf dem Ltchten- bc r g, in dem ein Kolonial-Museum Aufnahme finden wird, stellt die Stabt Grund und Boden kostenlos zur Verfügung. nt. Friedberg, 31. Juli. Der Hess. Bauernbund veröffentlicht in seinem Friedberger Organ eine Erklärung, in der es nf a heißt: Prinzipllell können wir zu der P r e ls- aubbaubetoegiung nur immer nneoer betonen, daß Vorbedingungen jeder wirklich dauernden Preisvegulierung, die A ü. f h e b u n g der unser Wirtschaftsleben noch immer fesselnden staatlrchen Zwangswirts chaft ist. Notwendig ist weiter, daß die Senkunig der Preise auf alle Erzeugnftie unseres Wirtschaftslebens übergreift, und sofort ein "21Wni bei den hohen Preis der Erzeugnisie bcdsiigenden landwirtschaftlichen Prvduktionskoiten einsetzt. Wir sind bereit, zu der Senkung der Preße beizutragen, erwarten aber, daß durch dre Anerkennung der vorher gekennzeichneten lelbst- verständlichen Bedingungen auch der Lage der produzierenden Landwirtschaft Rechnung getragen wird. Für die von der Regierung ohne unter Mrt- wissen festgesetzten Kartoffelhöchstpreise emschlvß- lich Prämien, die wir von jeher bekämpft haben, lernen wir jede Verantwortung ab. U) Friedberg, 1. Aug. Tie Stadtverordnetenversammlung bewilligte in ihrer letzten Sitzung für die Einrichtung von Notwohnungen 54 000 Mark. — Wohnmigsamt und Stadtbauamt 'haben bereits 70 Wohnungen zur Verfügung gestellt, 32 werden in nächster Zeit verfügbar sein. — Zur Unterbringung der von Lick nach Friedberg zu verlegendim Präpa- randenanstalt werden zwei Säle im sogenannten Feldwebelsbau dem Schlosses in Aussicht genom- m — Unter Führung der Firma Steinhäuser Gießen, 28. Juli 1920. Seit Juli 1918 sind die schwersten Opfer Weltkrieges mit keiner einzigen Besserung ihrer Lage bedacht worden. Zahlreich sind die Proteste, die Verharrdlungen. Zu Hunderten sind die Notschreie, endlich die Verhältnisse ihrer Familien zu ordnen. Aber geduldig roarteten und folgten alle den Worten ihrer Verttauensleute, wenn sie ihnen mitteilten, daß aucb für sie bei fere Verhältnisse kommen würden. Verhandlungen mit ihrer selbstgewählten Verttetung, der Reichs kommission, fanden oft mit dem Reichsarbeits Minister statt und Zugeständnisse wurden der Kommission versprochen. Immer wieder verwies mau auf die neuen Bestimmungen, in denen sie ihre handel. Berl in. 31. Aug. B ör ßen der i ch t. Nach- dem die WaffenstUlstandsverhandsimgen zwischen Rußland und Polen begonnen haben und das Ust timatum für die Börse erledigt ist, setzte nach zögernder Eröffnung sich die Aufwärtsbewegung an der Börse fort, und zwar in kräftigem Tempo Im Mittelpunttc des Interesses standen bei zeitweise belebtem Geschäft wiederum Montan- und Petroleumwerte, in denen in einzelnen Papieren starke Auftäuse, teils des Auslandes und teils, wie man sagt, seitens eines großen stonzernes zur Gewinnung von Einfluß und zur Anlegung reiwerdender Gelder stattfinden Arn Montan markte spielte Bochumer Gußstahl bei Kurstprün gen bis 406 eine führende Rolle 3bnen folgten bei Kurssteigerungen von 10 bis vereinzelt 20 Pro- zent Laurahütte, Harpener, Hösch,.Lothringer, Phv nft und Romdachcr Hütte. Petroleumwerte waren anfangs erheblick>en Schrvankungen ausgesetzt, doch gingen deren Kurse später steil in die Holte Deutsche Erdöl 2000 bis 1900 bis 2200 Deutsche Petroleum 320 bis 345. Naphtha Nobel waren dagegen gänzlich vernachlässigt bei nominellen Kursen. Steaua Romana 15 Prozent höher, aber stilliegend. Chemische Werte gewannen unter Führung von Goldschmidt ihre gestrigen Kursrück gänge im wesentlichen wieder zurück. Schftsahrts- afticn waren teilweise kräftig besesttgt. Elektto-, Datum: 56/0DeutÄrieg5anL 4°/,Deut.Reichsanl 3"/<,Deut.Reichsanl. 4° „Preuß. Konfols Darmstädter Bank Deutsche Bank . . . Disconto« Gesellsch. Dresdener Bank . Nationalbank f. D. Mitteld.Creditbank H..Amerik.-Pakets. NorddeutscherLloyd Doch. Gußstahlwrk. D -Luxemb Bergw. Gelsenkirch. Bergw. Harpener Bergbau Obeftchl. Eisend.-D. Oberschles.Eilenind. Phönix-Brgb.-2lkt. Bad.Anilin-u.Soda Höchster Farbwerke Llektt. A. E. G.. . Schuckert-Werke. . Felten - Guilleaume Daimler...... Dud.-Lifenw.-Akt. Adlerwerke .... 4° oHest.Staatsanl. (Electron Griesheim <5eridht$faal. München, 31. Juli. (Wolsi.) In dem vor dem Volksgericht in München stattnndenden Hoch° v e r r a t s p r 0 z e st gegen Liening und Ge- nossen beantragte der StaatsaTtwalt gegen Liening, oct in ehrloser Gesinnung handelte, wegen Hochverrats ein Jahr Zucksthaus und fünf Jahre Ehr- gegen Decker neun Monate Festungshaft. Bezüglich des Angellagten Freiberger überließ es der L-taatsanwall dem Ermessen des Gerichts, ob ein sulyekiiveS Verschulden vorliege. Lingesanvr. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Arttkel übernimmt die giedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) DK Not der Lararettinsaffen. Wünsche berücksichtigt finden sollten. Endlich erhalten wir nun die Bestimmungen, und was für Zugeständnisse sind gemacht —, keine! Aber Verschlechterungen' Fast in federn einzelnen Paragraphen sind sie enthalten. „ Gc- bührnifse, Kleidung, Urlaub, Fahr karten vcrgünüi gungen wesentlich verschlechtert, letztere garu ent zogen. Freudlos und mit Verzagen, ärgerlich über ihre Hingabe von C.'. . V, 7 2"r Tientsin, 31. Juli. (WTB.) Reuter. Tsckang-lso-tin, der jetzt eine Att Mtlt- tärbittatur über China ausübt, sagte tn einer Unterredung: Seht Ziel sei die Einigung Chinas. Er werde nicht veriuchen, die Herrf chaft der Mandschus wieder herzustellen, ober an die Stelle der Anfw-Partei die Herrschaft eurer Milt- tärflique zu setzen. Sein Streben gAmcht nach dem Präsidenlenposten. Er fei entscküoisen, dre Anfu-Leute stteng zu bestrafen. an einem TeU der «uflage wied.rdott.) Ärbcittrhrnrouftnitton vor her fsrnnffurtel HavdedSlaurmrr. fb. Frankfurt a. M, 31. Juli. Im Anschluß an die in Höchst erhobenen Forderungen hoben die Arbeiter der chemifchcn Fabriken im Frankfurter Wirtschaft s - bezirk überall gleichlautende Forderimgen erhoben, und zwar 1. die 48stündige Arbeitswoche: 2. Uebernahme des Steuerabzuges von 10 Prozent auf dre Betriebe vom 1. Juli ab: 3. eine Lohnerhöhung von 25 Prozent, ebenfalls rückwirkend .ruf den 1. Juli. — Die Vertreter der Fabrik!ertun ien FranKfutt Berlin Aben!>- Schluß- Schlüße- Schluß- Kurs Kurs ^uli. (TU.) Laut „Cur- Kowno die Räterepublik geführt werden. -.M-' M HM- SetteräwejQ&l JnhJlctlabßrkmdk 1 Heute letzter Ta« de« großen I erfolgreichen Spielplans. 7odebaus * Giessen d Statt Karten. Lich, den 31. Juli 1920.' Von der Reise zurück eee®®©8iei®ee©eee Ä Anfang 7 Uhr. Ende nach 9 V, Uhr. Nettchen Ludwig Karl Will Verlobte Vorverkauf: Donnerstag, Freitag, Samstag von 10—1 Uhr, außerdem auch am Spieltag v.3—4'/»Uhr. Weiher Brauhaus Eichen Auf der Durchreise ein Teil der Chiemseer - Kapelle eingetroffen, dabei die erste Sängerin ^Sopranistin). Es findet täglich ab Dienstag solides und feines Familien-Konsert statt. Eintritt frei! Eintritt frei! 013347 Es ladet ein Haus Kirzinger. J.Schetter Dentist, Schulstraße 11. - Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34. “’c Die glückliche Geburt einer gesunden Tochter zeigen hocherfreut an Ernst Brendel und Frau Elfriede geb. Stephann Rittergut Martinskirchen (Post Drottewitz), z.It. Krankenhaus Torgau, 30. Juli 1920. ft? 67 Vom 4. August ab 3 Wochen verreist. Dr. Honigmann. Für die uns anläßlich unserer Vermählung in so reichem Maße erwiesenen Aufmerksamkeiten sagen wir herzlichen Dank. Dr. Karl Dietz, Lehrcnntsafsessor und Frau Meline geb. Schneider. Hungen, den 1. August 1920. 836S Heute letzter Tag: ® Morel-----------» • der Meister der Kette • Ab morgen bis inkl. Donnerstag: | DieBriidertaHoil f nach dem bekannten Roman von A lA Dostojewski. Drama in 7 Akten. 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August 1920, von nachmittags 2 Uhr ab, kommen daselbst zur Versteigerung: 2 Oefen, 15 Zentner Salz, 3 Faß Essig, 4 große Korbflaschen Fruchtsaft, 1 Korbflasche Fußbodenöl, 3 Oelapparate, mehrere vollständige Betten, mehrere Schränke, Waschtische, Tische, Stühle, 1 Küchenuhr, Nachttische, Spiegel, Rohrstühle, 1 Küchenschrank, 1 Fleischschneide- und Käseschneidemaschine, 1 Registrierkaffe, 1 Salzfaß mit Tütenständer, 1 Bonbonständer, 2 Oelpumpen, 18 Porzellanplatten, 5 Gewichtsteine, 12 Standkästen, 900 Pappschachteln, 2 große Bilder, 1 Kasten mit Weihnachtssachen und verschiedenes andere. Kaplanwgaase 25. Geb. Herr, Ans. 30, sucht für 3—5tägige Rhöntour S,Privatbeamter, sucht tüchtiges Fräulein od. Witwe ohne Kind. a. Haushalt. Sv.Heir.n.auS- geschl. Schr. Ang. mögl.m. Bild n. 8270 a.d. G.A. erb. 8268s Eins. Stütze oder Haushalt. für alle Arb. bei gut. Lohn u. Beh. gesucht. Frau Hclr. Vogt, Butzbach, Oberheffen. 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An das Polizeiamt Gieffen und die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Es ist die Beobachtung gemacht worden, idaff sich aus .Kriegs- gefangcuenlagern entwichene oder eigenmächtig dorr ihrer Arbeits-i stelle sich e'ntsernende Russen im Lande üiühertreiben und unerlaubter Weise die Arbeitsstelle wechseln. Tie Beschäftigung von Russen Bekanntmachung. V e t r : Verordnung über den Saatgutverkehr mit Getreide vom 10. Juli 1920. Tie Verordnung über den Saatgutverkehr für die Ernte 1920 ist in der Fassung wie für die Ernte 1919 geblieben siehe Amts- verkündigungsblatt Nr. 76 vom 21. August 1919) undistHaf e r wieder in die Zwangsbewirtschaftung mit einbegriffen. Somit müssen auch bei Bezug von Saatljafcr Anträge auf Ausstellung von Saatkarten hier eingereicht werben. Ortsbehörde ist die Bürgermeisterei (Oberbürgermeister, Bürgermeister). । Untere Verwaltungsbehörde ist der auf Grund der Reichsgetreideordnung für die Ernte 1920 bestimmte Kommunal verband. Zuständige Behörde ist das Kreisamt. Höhere Verwaltungsbehörde ist die Prvvinzialdirektion. Gießen, den 30. Juli 1920. Kreisamt Gieffen. I. V.: Dr. Siegert. Betr.: Wie oben. ---- An den Oberbürgermeister zu Gieffen und die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Vorstehende Verordnung ist sofort in ortsüblicher Weise bekanntzumachen. _ Wir ersuchen bei Ausstellung von Anträgen für L»aatkarten um genaue Beachtung und Befolgung. Gießen, den 30. Juli 1920. Kreisamt Gieffen. I. V.: Dr. Siegert. im Bereiche des Landesamts für Arbeitsnachweis in Hessen, Hessen- Nassau und Waldeck dars nach einem mit dem Kriegsgefangenen lager in Niederzwclxren getroffenen Abkommen nur mit Genehmigung dieses Landesamts erfolgen. Tie Anträge der Arbeitgeber sind aus besonderem vorgeschriebeiren Vordruck bei dem Lairdesamt sür Arbeitsnachweis einzureichcn und werden nur genehmigt, falls geeignete deutsche Arbeiter im Zusammenwirken mit beu an geschlossenen Arbeitsnachweisen nicht besännt werden tonnen Wenn nun auch die dem Landesaml für Arbeitsnachwns angc schlosseuen Arbeitsnachweise bereits angewiesen sind, die Vermin lung von frei herunnvandernden Russen unter allen Umständen zu unterlassen und deren ffiückführnng in das Lager durch bi1 zuständigen Polizeiorgane zu veranlassen, wird aus diese Weise dock) nur ein Teil der unkontrollierten russisck»en Kviegsgefon.ienen erfaßt. Wir weisen Sic daher gemäff Auftrag des Hessisckien Mini steriums des Innern auf diesen Mißstand bin und empfehlen Ihnen, 1. die Richtigkeit der in Händen der betroffenen russischen Kriegs gefangenen besindlicheu Ausweise sorgfältig zu prüfen und Arbeitgeber, die Gesungene ohne Ausweise des Landesamts für Arbeitsnachweis beschäftigen, auf die vorstehend erwähn teil Vorschriften und den Erlaß des Staatskommissars für die wirtsck-astliche Temobilmachung in Hessen vom 12. sJLpril 1920 zu Nr. T. K. 10 230 hinzuweisen, 2. Ihr Augenmerk darauftzlst licksten, ob sich nickst russische Mriegs- gesungene in Privatwohnungen einmieten und von der Be völterung auch nur vorübergehend beherbergt werden, 3. Kriegsgefangene, die ohne gültige Ausweise betroffen werden oder die gegen die sonstigen Vorschriften verstoßen, vorläufig festzunehmen und solange in Gewahrsam zu behalten, bis das zu benachrichtigende Gefangenenlager in Mederzwehren den Gefangenen abholt. Tie Kosten sür den Polizeigetvahrsum trägt das zuständige Gefangenenlager. Gieffen, den 28. Juli 1920. Kreisamt Gieffen. I. V.: Tr. Heß. Bekanntmachung betreffend die öffentliche Bewirtschaftung der Frühkartoffeln aus der Ernte 1920 und deren Höchstpreise. Boni 28. Juli 1920. Auf Grund der §§ 1 und 2 der Verordnung des Reichs- ministers für Ernährung und Landwirtschaft über die Preise für Frühkartoffeln vom 14. Juni 1920 (Reichs-Gesetzbl. S. 1204) wird hiermit im Einvernehmen mit der Reichskartoffelstelle bestimmt: Ter Höchstpreis für Frühkartoffeln aus der Ernte 1920 beträgt vom 1. August b i s 15. August ds. I s. 32 Mark für den Zentner. Tiefer Preis ist Höchstpreis im Sinne des Gesetzes, betreffend Höchstpreise. Ter Höchstpreis gilt sür die in Hessen erzeugten Kartoffeln und für den Verkauf durch den Kartoffelerzeuger. Er gilt für die weiterhin die heNifch» Landesregierung, mir run- lichster Beschleunigung eine Aussprache imter Zuziehung der Vertreter aller land wirft cha ftlichen Organisationen herbeizuführen, um einheitliche Richtlinien zu gewinnen für die Anbahnung des allgemeinen Preisabbaues und für die erforper» lidjen Anträge an die Zentralstellen des Reicks. Der internationale 5ozialistentongretz. Genf, 2 Aug. Ter internationale ^zia- listenkongreß veilMwelte in seiner 'heutigen Vvr- mittagssitzung die Frage der Zulassung der ein- ielnen Delegationen. In der Abstimmung sprechen :id) fünf Delegationen für den Kommissio-nsbe- chluß aus, das heißt für Nichtanerkennung der französischen Delegierten als vollberechtigte Delegierte, Werl sw nur eine Gruppe der französischen Sozialisten vertreten. Sieben Delegationen sprechen fichfur den Antrag duhsmans aus, das heifft für BesckwVikung des Stimmrechts, und zwei Delegationen, die deiusche und Die sckweizcrische, enthielten sich, der Absttm- nung. Präsideni Shaw interpretiert die ?llv fiinunung in dem! Sinne, Lag. Li: srmizö ^lck«i Tel gierten iee en falls das Recht t)aben, unbeschrankt an den Beratungen aktiv sich beteiligen zu können. Sodann kam die Frage der Zulassung des Russen AlexinsÜ) als Vertreter der. Blenowgruvpc zur Verhandlung. Tie Kommission empfiehlt, Alexiuski) nickst zuzulassen, ba er keine genügende Kruppe der russischen Sozialisten vertrete. Ru- banowilsch Russta^td- protestiert gegen eine evcn titelte Zulassung Mexinskhs, da dieser als Agent Kottschaks und Denikins eine Militärdiktatur vertrete und aus einem Sozialistcnt'ongreff für einen ioldjen Mann kein Platz sei. Aus Vorschlag von Generalsekretär Huvsman wird Al xinsky das Wort erteilt zur Währung seines Standpunktes. E- rinskt) besteht daraus, als Vertreter der russftchen Sozialisten zu gelten, ba er 22 Jahre lang für den russischen Sozialismus arbeitete und sechsmal vom zaristischen und viermal vom bolick-äiistsiifchen Regime ins Gesrngnis geworfen wordeii sei. Ale- xinsky stellt fest, laß er als Sozialist von einer halben Million nqfifäer .Arbeüer in die zweite Bergarbeiter bereits eine Arbeitszeit von sieben Stunden, und das Ziel muff die Sechsstunden- schicht sein. Eine Arbeitszeit von acht Stunden für die deutschen Bergarbeiter gehört in Deutschland endgültig der Vergangenheit an. Die sozialdemokratische Partei Deutschlands über die Verantwortlichkeit am Weltkrieg. Gens, 2. Aug. (WTB.) Der Vorstand der sozialdemokratischen Partei Deutschlands überreichte dem internationale wziali- stischen Kongreß zur Frage der Berant- Wörtlichkeit am Weltkriege folgende mell-iÄt ein Fehler, ba6 ine tatjefie Sozialdemokratie das Bündnis mit OeUn gam nicht ebenso als eine Kriegsgefahr erfonnte, wie das russisch-fr-uizösische Dürmm.-- Nach der Auffassung der deutichm Sozialdemokratie.war der Friede Europas allerdings erst übsichert, wenn der Zarismus gestürzt tvar, und wenn es gelang- die Kluft zwischen ^ntschland llnd dew Westmächten zu beseitigen. Diesem ZieL war dr. Dati^ feit der deutschen Sozialdemokratie eifrig met. Die Denkschrift gibt sodann zu, dav es^die deutsche Sozialdemokratie nicht daß die Führung der auswärtigen Politik in Deutschland, ohne Kontrolle des Reichstag.e-, cme Gesabr bilden müsse. Die deutsche Revolution kam zum Ungglück der ganzen Welt, und besonders artet) ^>es deutschen Volkes selbst, sünf Fa^^ Der Revolution nicht schon früher. f^eit aebabnt zu haben, sei cme Schuld, deren sich die deutsche Sozialdemokratze anklagen müsse. Tie Denkschrist stellt stodann Mt, datz> nach der russischen Gesamtmobilifatzon iede Hoffnung aus eine Lokalisierung des Krieges.zerrißen war. Tas Ziel der deutschen Sozialdeinokratie wahrend des Krieges war dessen Beendigung auf Grund einer militärischen Lage, die es keinem der beiden Teile ermöglicht hätte, diktatorisck>e Forderungen ;u stellen Ter Friede der Entente^ von I^Versailles zeige, daß es dm Staatsmännern der Entente mit ihrem angeblichen Willen der l Freiheit und des Friedens der Volker nicht befoldungsvrrmung zu vereinvaren ffi. Ein französischer Transportzug von Eisenbahnangeftellteu angchalten. Berlin, 2. Aug. Den Abendblättern zufolge wurde am Samstag in Er fu r t ein aus Köln kommender Transportzug Mit einer Kompagnie französischer Soldaten und plombierten Wagen mit zwei englischen Mui- tärpersonen als Bedeckung vom Ueber- wa chungs au sschu ff der Erfurter Eisenbahner angehalten und den Franzosen mit- geteilt, daß keine Militärtransporte nach Polen befördert würden. Der franzölstche -Kompagnie- führer versuchte darauf, die WciterfahA gewaltsam zu erzwingen. Er ließ den Zugführer und den Heizer fesinelm«n und ine Kompagnie unter »e Waffen schubs aemacht wurden. Einige unerichrockene Eisenbahner erklärten dem ftanMischen Offtzier emrgisch, er möge die Waffen schleunigst m den Wagen zurückbringen lassen, sonst werde kern Mann des T- ansportes Deutschland lebend verlassen. Darauf stellten die Franzosen ine Waffen zusammen. Ter französische Lssizier zeigte die für seinen Transport ausgestellten Eisenbahnfahr>cheine, ,w)bei es ftch um eine Abteilung von 160 franzöftichen Urlaubern handelte, die sich angchlich auf der Rückfahrt zu chren Truppenteilen in Oberschlepen befanden. sSchliefflich wurde dem Trcmsportzugl die Weiterfahrt gestattet. Dre von den englischen und französischen Behörden unterzeichneten Transportausweise trugen weder den stempel d^ ient- idieii Grenzstation noch der Zollstatton Des^ilb nwllen die Eifenbahnergewerftchaften letzt beim Reichsverkehrsminister vorstellig werden, um die Regelung der Ueberwachung von Transporten Herbeizuführen. Simons über die deutsche Neutralitätspolitik. Berlin, 2. Aug. (WTB.) Unter, der Ueberschrist „Kreuzzüge und KpalitionSkriege schreibt Reichsminister des Auswärtigen Dr. Simons an die „Deutsche Allgemeine Zeitung" u. a.: Jeder Versuch, uns mit Feuer Dienstag, §chulstraffe 7. 5. August 192Ü Annahme von An'eiaen sür die lagesnummer bie zum Nachmittag vorher ohne jede Verbintl.chkeN preis für \ ir.m lsöhe fü, Anzeigen u. 34mm Breite örtlich 35 *Pf., aufwärts 45 Pf.: für Ncklame Anzeigen von 70 min Breite 150 Pf Bei Platz- Vorschrift 2v Aufschlag. Hauptschristleiter f Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz: für den übrigen Teil: Dr. Neinhold Jen,: für den Anzeigenteil: H. B«k, sämtlich in Gießen. Schwert von der Richtigkeit bolschewisli- Ideen zu überzeugen, würde eine ge feite Gegnerschaft finden. Wir haben tue üc den heiligen Krieg Westeuropas gegen Bolschewismus, noch für den heiligen ; des Bolschewismus gegen Westeuropa s übrig. Die deutsche Politik wird weder inen, noch der anderen Seite Fehler mit en und wird ehrlich neutral bleiben. Wer daran hindert, wird das deutsche Volk zu lossener Gegnerschaft bereitfinben. Wenn die Machtmittel Deutschlands durch den Den von Versailles zerschlagen sind, ist Hl selbst für die heutigen Gewalthaber ge- ich, den einheitlichen Willen eines großen es zu mißachten. Aus Syrien. 2' o.n, 2. Aug. (WTB.) Emir s c . in Haifa angekommen sein und Ge,.<-al Gourand, Marschall Allenbp Sir Herbert Samuel eine Unterredung bt haben. Nach einer weiteren Meldung der Emir Fessal in Kairo angekom- sein. Aur Sem Reiche Neubildung der Regierung in Vaden. Karlsruhe, 2. Aug. (WTB.) Mit der ildung der Landesregierimg, wie sie wieder- in den letzten Wochen in bet Presse bcsproch.it e, beschäftigte sich heute der Verfassmrgs' huß der LandeSversammlung. Nach dem zwi- ben beteiligten Parteien vereinbarten Ab- tngen scheidet der Staatspräsident Geiß 3er Landesregierung aus. Die Zahl der Mi- tvird aus fünf beschränkt, und zwar Minister Fmiem, Justiz-, Kultus-, Finanz- und Ar- ininister. Das Ministerium des Ausivärtigen aufgdöft. Die auswärtigen und Reick-sango- heiten bekommt das Nrinisterrum, welches den tspräsidenten stellen wird, die Post- undDcle- leuangelegenheiten übernimmt der Finanz- ster. Generalstreik in Zittau. Dresden, 2. Aug. (Wolss.) lieber die gänge in Zitta u verösfentiicht die Nach- m stelle der StaatsVanzlei eine Mitteilung, wo- es heißt: , _ ,ur llnveiantwortliche Kveise veranlaßten milaff- der Vorkommnisse nach einer Versammlung lISP. einen Teil der Bevölkermig zu Gesetz- feiten und Gewalttaten, lieber den Kops der 'rkschasten ries sich eigenmächtig ein Aktions- Huff als Inhaber der höcksiten Gewalt aus nahm den offenen Kamps aus gegen die ver- ugSmäßigen Organe. Landfremde versuchten l spartakistischm Putsch. Ter Führer ist bet lieslich versolgte Müller Jorban aus dem creoier, der dort wie auch im Lugau-Oels- ; Revier namenloses Unglück über die Ar- r brachte. Eine terroristische Minderheit ging sfewalttätigkeiten über, wobei acht Amköper- i abgesetzt und das Licht- und Kraftwerk ftilb- t wurde. Man drohte ferner an, das .Kraft- Hirschfeld stillzulegen. Aus diesem Grunde die Regierung nicht in der Lage, in Verlangen über die gestellten Forderung«i einten. Tas Gesamtministerium beschloß am ntag alles zu tun, um die staatlichen SBerfc chützen und im Gange zu halten. Zu diesem cke wurden die Leiter der Landessick^erheck, die Polizei- und Militärbefehlshaber erfucht, das Nötige zu veranlassen. Wenn bis zur Erreichung dieser Aufgabe vorübergehend der Belageiungszu- stand über die unmittelbar bedrohten Gebiete vmi Zittau und Löbau verhängt werden mußte, so hofft die Regierung, daß bei tatkräftiger Mithilfe der ^Bevölkerung bei Herstellung der Ruhe imb Sicherheit der Belagerungszustand in kurzer Zeit überflüssig gemacht nnrb Zittau, 2. Aug. lWolss.) Der Generalstreik verschärfte sich wesentlich. Aus der heute vormittag auf der Schießwiese abgehaltenen von etwa 10 000 Personen besuchten Massenversamni- lung wurde l)en „Zittauer Nachrichten' zufolge bekanntg^geben, daß auch das Gewerkschaftskartell, das bisher eine ab wartende Haltung eingenommen hatte, sich für die "Durchsührmig des Massenstreiks imb die Annahme (amtlicher Forderungen der Arbeiter erklärt hältt Qittau, 2. Aug. (WB.) Die Nachricht, daß sich das G e w e r k s ch a f t s k a r t e l l in fentn Gesamtheit an dem Generalstteik beteilige und die Forderungen der Ausständigen ur-terltutze, bestätigt sich nicht. Der Fünfzehner-Ausschuff .setzt sich lediglich aus Kommimisten und Unabhängige zusammen. Die Stadt ist auch heute ohne Licht und Kraft. . Dte Erwerbslosen. B er li n , 2. Aug. lWolff.) Das Reichsarbeitsministerium teilt mit: Die Zahl der zu unterstützenden Erwerbslosen ist im Reiche, wie infolge der anhaltenden ungünstigen wirtschaftlichen Lage zu erwarten gewesen ist, gewachsen. Nach amtlichen Feststellungen betrug die Zahl der männlichen E.rwerbsloseii am 15. Juli 262989, die der werbllchen Erwerbslosen 94 154, msgeiamt 357 143 gegen 321 126 am 1. Juli und 29 ' 185 am 15-^un 1920. Zu den eigentlichen Erwerbslosen rom, men 328997 Familienangehörige, die a s Zuscklaqsempsänger unterstützt werden. Die Gesmntzahl^der zu unterstützenden Erwer e- losen entspricht dem Stande vom V>. Ma.z 11920. vdebt ? Giest. an- Drucd der Vrühl'schen Unwersttäts-Duch. und Steinbnuherei. R. Lange, Sieben verkaufen 013354 8160 zu verkaufen. 8265 lauschen. 013322 [8254c Samötag den 7. August man») sowie 2 neue Pa Anfang 7 Uhr. Ende nach 9'/, Uhr. der dem MÜitärunisormen (Öfc fizierstuch), 2 maßange- ferttgle schwarzeMilitär- bosen, 4 MilitärmÜtzeu, 1 fast neuerSportauzug, Gröhe 44, preiswert zu in denkbar Erstlings-Windeln Erstlings-Teppich Erstlings-Lätzche Erstlings-Rasselcl Lieferung ga zu mäl teutmatratzen z. vk. nl. Nord-Anlage 12 Vorverkauf: Donnerstag, Freitag, Samötag von 10—1 Uhr, auherdem auch am Spieltag v.3—4V,Uhr. Versteigerung bestimmt. Deckenbach, stellv Gerichtsvollzieher in Gießen. Verwaltungsbehörde anzuzeigen und dabei die Gründe dafür zngeben. So lange eine ärztliche Ueberivachung nach Maßgabe Abs. 1 bis 3 nicht stattsindet, dürfen Preßluftarbeiten bei dort bezeichneten Ueberdruck nicht ausgefü'hrt 'werden. *) Hier nicht mit abgedruckt. [Fortsetzung folgt im nächsten Amtsverkündigungsblatt.) [/BWeÄlt-Neoheilcn erlaube mirbesondc Buchdi Nitsch Ludwigstr. 4 :: GIE Sudermann - Abend. ss= Es lebe das Leben Schauspiel in 5 Akten von Hermann Sudermann. Versteigerung. Dienstag den 3. August von 2 Uhr ab versteigere ich Krofdorfer Strafte 10: 1 Kommode mit Glas aufsah, 1 Sofa, 1 großen Spiegel mit Untersatz, 1 Nähmaschine, 1 Bettstelle 2 Tische, 1 Nachtschränkchen, 1 Küchenschrank, 1 Gasofen, 1 Gasherd (2flammig), 1 Ofenschirm, 1 ovalen Tisch, 3 Zinkwannen, 1 Waschbütte, 1 Einmachfäßchen, 1 großen Krauthobel, 1 Gaslyra, 2 Paar Fenstervorhänge, 1 Juglampe, 1 Fliegenschrank, 1 Teppich, 1 Stück Linoleum, 4 m lang, 1 Kinderstuhl, Schreinerwerkzeug, Kuchenbleche, Küchensachen u. versch. andere. Versteigerung bestimmt. H. Benner, Auktionator. Hündin, die kürzlich geworfen bat, als Amme zu leihen oder kaufen gesucht. 013338 Ang.Schwan,Holtkestr.16. RchMkrßcheruz. Mittwoch den 4. August, von 2 Uhr ab, ver- steigere ich Brandgasse 3: 3 Stück ltürige Kleiderschränke, 3 Tische, 1 Kommode, 1 Konsolschränkchen, 7 Stühle, 1 vollständiges Bett, 1 Bettstelle mit Strohmatratze und Federbett, 1 Küchenschrank mit Aufsatz, 1 Wanduhr, 1 Bügelmaschine, 1 Remmliepresse, eine Waschmaschine, 2 Waschtöpfe, 2 Waschbütten, einen 4rädr. Handwagen, 1 Schubkarren, 7 Bügeleisen, 2 Lampen, 3 Waschkörbe, 1 Sägebock, 1 Säge, einen Petroleumkocher, 1 Kaffeeservice, Porzellan und Küchensachen, Kochtöpfe, 4 Bettbezüge, 4 Woll-Bett- tücher, 4 Kiffenbezüge, 1 Waffeldecke, 2 Vorhänge, 5 Herrenhemden, 4 Unterhosen, einige Herrenkleider, Strümpfe, Bilder usw. Versteigerung bestimmt.'"»"-' H.Benner II., Auktionator,KrofdorserStr.S. Annahme v. Versteigerungen all. Art, auch einz. Stücke. Wkises MWn ges. Marktstr. 18. Stadt-Theater Leitung: Hofrat Hermann Steingoetter. 4? ' Mo Nou t'tr t Wt w Oie ■Si JA Nirn' s r Ä null Ni torij flinu felb IZngerer Bursche wird gesucht. 8274 Marktplatz 21. Verlobungsbriefe Verlobungskarten aparte Muster große Auswahl Bekanntmachung. Betr.: Maul- und Klauenseuche in Gießm. Nachdem in dem Gchöfte des Gartn-rv Wilhelm.-Bernhardt die Maul- und Klauenseuche festgestellt roorbm rft, nnrd ein Sperrbezirk gebildet, der umgrenzt >mrd von dem Bahnkörper der Strecke Gießen—Frankfurt einerseits, der Straße am Lerher nach Norden und der Frankfurter Straße rtM Osten zu. Unsere Bekanntmachungen vom 12. Adar m Nr. 04, vom 14 Mai in Nr. 65, vom 26. Mai in Nr. 72, vom 29. Mar m Nr 74, vom 4. Juni in Nr. 76, vom 8. Juni in Nr. (ti, vom 9 3uni in Nr. 80, vom 25. Juni in Nr. 88 und vom L3. Jutt in Nr. 101 des Amtsverkündigungsblattes smden sinngemäß: Anwendung. , r. . Zuwiderhandlungen gegen W erlasieuen Anordnungen werden mit toben Strafen geahndet: wenn sic wissentlich begangen sind, auf Grund des £ 328 Str.G.B. sogar mit Gefängnisstrafe. Tie bisher gebildeten Beobachtungsgebiete — in Die auch der oben nicht angefülhrte Teil der Stadt Gießen fällt — bleiben bestehen. Gießen, den 30. Juli 1920. Kreisamt Gießen. I. B.: v. Gemmingen. trierkaffe, 1 Salzfaß mit Tütenständer, 1 Bonbon- tänder, 2Oelpumpen, 18 Porzellanplatten, 5 Gewicht- teine, 12 Standkästen, 900 Pappschachteln, 2 große Bilder, 1 Kasten mit Weihnachtssachen und verschiedenes andere. Lieferung ohne Sack, slbwie für Barzahlung beim Empfang: er schließt die Kosten der Beförderung brs zur Verladestelle de^ Ortes, von dem die Ware mit der Bahn oder zu Walser ver,audt wird, sowie die Kosten des Einladens daselbst em Für Lieferung gesackter Kartoffeln, ausschließlich s_xirf frei Keller des Bestellers, kann höchstens ein Zuschlag von 1 Mark zu dem Höchstpreis von 32 Mark für i>en Zetrtner gefordert toerven. Bei Lieferung der Kartoffeln vom Lager Ornes' Kommunalver-- bandes einer Gemeinde oder eines Händlers erhöht srch der Zuschlag von 1 Marl auf höchstes 2 Mark Tüt ben Bjjjtner B-i Lieferung durch den Erzeuger innerhalb fernes Wohnortes frei Keller oder an einen Ort im Umtrers von nrchl mehr als 4 Kilometer frei Keller darf der Aufschlag höchsten^ dre Hälfte der inr vorhergehendeir Absatz gerrannten Sätze betragen. T a r m st a d t, den 28. Juli 192CX Lairdeskartoffelstelle. I. V.: Bon Hard. Tem Oberbürgermeister zu Gieße nundden Bürgermeistereien der Lan d g e m ernd e n des Krer ses wird empfohlen, vorstehende Bekanntmach- nng in ortsüblicher Weise zu v er ö f f e n t l r che n. Gießen, den 30. Juli 1920 , Kreisanrt Gießen. I. B.: Dr. Stege rt.______,— Bekanntmachung. B e t r.: Schweineseuche in Trais- Ho los f. Tie in dem Gehöfte beS Lud w ig Schneider ausgebrochcne Seuche ist erloschen. Tie angeordneten Sperrmaßregeln sind hiermit auigehoben. Tie Fassung der Bekanntmachung in Nr. 101 des Amtsverkündigungsblattes, in der vom Schweinevotlaus gesprochen wurde, war eine irrige. Es handelte sich nm Schweineseuche. Gießen, den 23. Juli 1920. Kreisamt Gießen. I. B.: v. G e m m i n g e n. Alleinmädchen oder Frau ohne Anhang bei gutem Lohn sosori ob. später gesucht. 013223 Fran Föhr, Mainzlar. oiK.2] Ordentl. Mädchen zum 15. Aug. gesucht, Näh. zu erfr. Seit crsweg891. Znberl. Äuswärtcrin täglich 2—3 Stunden gesucht. Frischmann, °,E dtvrdrAnlage 3!» 11. Verordnung zum Sckutze der Preßluftarbeiter. Vom 28. Juni 1920. ^Fortsetzung aus Nr. 107 des Amtsverkündigungsblattes.) « 22 Tie Krankenkammer nmß einschließlich der Schleuse mindestens 3V2 m lang sein, 2 m Durchmesser haben und genügend Raum für zwei Ruhebetten besitzen. Sre muß mrt einer Schleuse von mindestens 90 cm Lauge, eurer Vorrichtung zum ^urchlckleusen von Arzneinritteln und dergleichen und mit einigen flenstern, die mit festem Glase verschlossen ,irnd, versehen sein. Sie muß ferner durch besondere Leitungen nut den Luftdruck pumpen verbunden werderr. Tie Türen müssen so eingerichtet und groß sein, daß Schwerkranke bequem rn dre Schleuse hrneur- uebrächt werben können. Tie Krankenkammer muß durch Feru- ivrecker mit dem Bauburoan verbunden werden. Sie muß ferner zu Heizen und gut elektrisch M beleuchten sein. Im Übrigen ist sie einzurichten, wie es in § lo, Absatz 2 und 3, 88 16 und 17 für die Schleusen vorgeschrieben ist. In der Krankenkammer oder loenn eine solche nicht vochanden Ku fern braucht, an einer anderen geeigneten Stelle sind Vorrichtungen zum Einatmen von Sauerstoff und gepreßter Sauerstoff in Stahlzylindern tvorrrtrg zu halten. E. A u fenthalts-. Umkleide-, Sperseräum^e usw. X 23 In der Nähe der Per so neu schleuse sind ein geschlossener, heizbarer' angemessen eingerichteter Masst)-, Aufenthalts- und Umkleide- unb davon getrennt ein Speiseraum herzustellen. Ter Wasch-, Aufenthalts- und Umkleideraum sowie der Speiseraanl nrüssen mindestens 2,2 m ihoch sein und wenigstens 6 ebrn,Luftraum für jeden Mann der Arbeitsschicht enthalten. In dem ^peiseraum müssen Tische unb Bänke, Vorrichtungen zum Anwärmen der Speisen in bem Wasch-, Umkleide- und Aufenthaltsraum Vorrichtungen zum Aufbewähren der Kleider sowie zweckentsprechende Wascheinrichtungen in ausreichendem Maße vorhanden jein. Ferner sind in dem Aufenthaltsraum einige Liegebänke mit ioollenen Testen aufzustellen. Zum Trocknen fvuchter Arbeitskleider ist in einem besonderen abgetrennten Raume eine Trockenvorrichtung anzubringen. z „ a. . o , , L .. Wenn der Ueberdruck nicht höher als 1,3 kg/qcm und die Zahl der Preßluftarbeiter gering ist, kann der zuständige Aufsicht^ beamte (8 1) zulassen, daß die Aufenthalts-, Umkleide-, Tvocken- unb Wasch räume mit bem Speiseraum vereinigt werden. 8 24. Ter Arbeitgeber hat dafür zu sorgen, daß die Masst)-, Aufenthalts-, Umtleide- unb Speisepäume saubergehalten und nach jeder Panse oder jedem Schichtwechsel gereinigt werden. Tie Aufrechterhaltung der Ordnung und Sauberkeit ist besonderen zuverlässigen Leuten zu übertragen. 8 25. In der Nähe des Aufenthaltsraums ist ein angemessen eingerichteter Abort herzustiellen, der dauernd sauber und in Ordnung zu halten ist. 8 26. Wenn der höchste zur Anwendung gelangende Ueber- drust 0,5 kg/qcm übersteigt, so ist zur ersten Aufnahme von Erkrankten oder Verunglückten sowie zur Vornahme der ärztlichen Untersuchungen ein besonderer Raunr herzustellen oder abzuteilen und entsprechend einzurichten. F. Aerztliche Ueb erwach u n g. 8 27. Ter Arbeitgeber hat den Gesundheitszustand aller Personen, welche in seinem Auftrag in Räumen zu tun haben, in denen ein Ueberdruck von mchr als 0,5 kg/qcm herrscht, dauernd durch einen von der höheren Verwaltungsbehörde dazu ermächtigten approbierten Arzt überwarf)en zu lassen. Tie Ermächtigung ist erst zu erteilen, nachdem sich der Arzt zur Befolgung der anliegenden Tienslanwnsnng *) verpflichtet hat. Der Arzt muß nrinbestens eiirinal monatlich sich selbst in die Arbeitsräume ein schleusen lassen. Wenn der Ueberdruck in den Arbeitsräumen mehr als 1,3 kg/qcm beträgt, muß der Arzt möglichst in der Nähe der Be- triebsslelle wohnen und seine Wohnung mit dieser durchs Fernsprecher verbunden werden. Er muß jederzeit zu erreirf;en sein: falls er verhindert sein sollte, mutz ein von der höheren Verwaltungsbehörde ermächtigter Vertreter zur Stelle fein. Beträgt der Ueberdruck, unter dem gearbeitet wird, mehr als 2,5 kg/qcm, so mutz dauernd ein Arzt auf der Arbeitsstelle anwesend fein. Tie Namen des Arztes und seiner Stellvertreter sind dem zuständigen Aufsichtsbeamten (8 1) mitzuteilen. Name, Wohnung unb Fernsprechnummer bes Arztes sind im Baubureau, in ben Schleusen unb an der Arbeitsstelle in deutlicher Schrift anzuschlagen. Wenn der Untern dimer einem mit der Ueberwachung der Arbeiter beauftragten Arzt kündigen will, so hat er dies der höheren ee nach dem bekannten Roman von % A Dostojewski. Drama in 7 Akten. A d Hauptdarsteller: £ e Emil Jannings s • WernerKrauss • X und eine Reihe erstklassiger Film- w ® künstler. — Ferner: W • Dorrit Weisler • in ihrem ausgezeichneten ® Lustspielschlager in 3 Akten O • DorritsCiiauffeur • • Ferner: Aufnahme von der letzten Md Regatta in Mainz. ® Sieg des akademisch. Vierers ? || der Gießener Ruderges. 1877. A oder 4 mit allen kaufmäi aus vertraut, für liche Angebote Gießener Anzeic 0UWA Zimmermädch. 1,1,1 Prinz Carl, Blei Nb Std JsSick Ust und ■ W Ävölleru Wfclt zu einer E Zelieswt M Tli l ter L-nl «reinigte ! 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Geb. Herr, Ans. 30, sucht für 3—5tägige Rhöntour lAnf. Aug.) Geführt. Schr. Ang.n.013328 a. d.Giest. A. Ä $iini 96itiert(iiii am Straßenstand bei gut. Lohn gesucht. frankfurter Str. 43 01332!» am Stund. Witwer in 40er Jahren, kinderloö.Prioatbeamter, sucht tüchtiges Fräuleln ob. Wüive ohue Kind. a. Haushalt. Sp.Heir.n.auS- aeschl. Schr. Ang. mögt. m. Bild u. 8270 g.d.G.A. erb. 8208] Stütze oder Hnnckbült. für alle Arb. bei nur. Lohn u. Beb. gesucht. Fran Hch. Vogt, Butzbach, Oberheffen. Die Auftraggeber Heiner Verkaufs« Anzeigen werben gebeten, unter allen derartigen Angeboten ihre Adresse (Straße, tzauenummerund Stock- werk) zu veröffentlichen. Solidi« Adresse verdeckt bleiben, so wolle man schriftliche Angebote unter der Anzeigennummer fordern. Au»kunst über Adressen u f. durch die Geschäftsstelle kann nicht erteilt werden._______ Trächtiges « ti h Vogelsberger I « V Bekanntmachung. B e t r.: Schweineseuche bei S cha d e ck in Lollar. Tie in dem Gehöfte des Ludwig Schad eck zu Lollar ausgebrochene SchweinSseuchse ist erloschen. Tic an geordneten Sperrmaßregeln sind" ^hiermit aufgehoben. Gießen, den 28. Juli 1920. ________Kreisamt Gießen. I. V.: v. Gemmingen.________ Dienstnachrichten des KreiSarnteS. In den Gemeinden N ied e r- E schba ch, Klein- K a r b e n, KlopPenheim unb Staden ist die Maul- und K l a u e n s e ti ch e ausgebvocksen. Die genannten Gemeinden bilden je einen Sperrbezirk. Die Gemarkung Großf-Karben wird zum Bvobachtungsgebiet erklärt. Tie Übrigen umliegenden Orte sind bereits Beobachtungsgebiet. In K e l st e r b a ch ist die Maul- und Klauenseuche ausgebvochen. Tie Gemarkung tvurde zum Sperrbezirk erklärt. auch ausSLand.Vorbestell. v. jetzt bis Januar 1921 u. 013330 a. d. Gieß.Anzeiger. M Weil f. Monogramme, Blusen, Decken, ganzer Ausstattungen empnehlt sich Hilde Schilfer. 013344 Kavlansgasse 10III. 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