170. Jahrgang Aeitag, 2. Juli 1920 DrHd und Derlag: vrSHI'sche Unw.-Vuch- und Steindructerei R. £ensoertrages Don Versailles anstrebe, müsse sich nach Bundesgenossen umsehen, das seien aber nur die sozialistischen Parteien. (Zuruf: Giolitti!) Ter neuen ^Regierung werde seine Partei abwarten c> gegenüberste Herr und ben unabhängigen Mißtrauensantrag nicht unterstützen. Auch er warne davor, in Spaa Unmögliches zu unterschreiben. Ter Tag werde bald kommet!, wo nicht nur in Italien und England, nein auch in Frankreich eingefehen werde, baß Deutschlands Los dasjenige der ganzen Welt sei. (Beifall.) Neichsminister Dr. Wirth hielt eine große Rede, in der er zunächst darlegte, daß "schon in der ersten Kriegs zeit das Mißver- haltnis zunschen den Ausgaben und den laufen- öen Einnahmm begonnen habe, der ersten ^?5^,bit habe noch aus der vollen Volkswirtschaft geschöpft werden können. Steuerpolitisch habe es schon 1916 ziemlich trübe ausgesehen. Der Gesamt- bedart dieses Jahres habe rund füns Milliarden betragen; die Einnahmen aber hätten alles in allem kaum zwei Millarden betragen. 1917 habe die Zweite Phase der wachseiiden Finanznot begonnen, der eigentliche Raubbau an der physischen, materiellen uno finanziellen Kraft unserer Nation. Bei Kampfesende hätten sich die schwebenden Schulden der 50 Milliarden-Grenze genähert. Dann sei der Zusammenbruch gekominen: militärisch und politisch. Mit ihm sei die Krisis unserer Finanzen in das dritte Stadium getreten. Es habe eine geradezu beängstigende Zunahme der schwebeiiden Schuld begonnen. Die Liquidation des Krieges habe Monat für Adonat Milliarden gekostet. Daneben ständen die Ausgaben für den unendlich harten Frieden. Hinzu kämen die gewaltigen Summen, die für Verbilligung der Lebensmittel, sonstige volkswirtschaftliche und soziale Zwecke aufgewendet werden mußten. Bei alledem hätte der Zusaminenbruch unserer Währung geradezu unheimlich ansgabesteigertld gewirkt. Die Ausgaben des Jahves 1918 hätten mindestens 58 Milliarden betragen. Ter Haushalt ft'ir 1919 weise vcchmingsmäßig die gerad-z-u fabelhafte Summe von rund ,4,50 Milliarden auf. Tie ganze Volkswirt,ck->aft sei erschüttert unb fordere Stützung durch das Reich. Die Milliarden für die Lebensrnittel, die mir aiiszegeben 'hätten, unb die l:un- berte von Millionen für die Verbilligung der Bautätigkeit, sowie all die anderen Summen, die hier Kn Frage kämen, zeigten, wie ungeheuerlich die Wirkungen des Krieges auf die Volkswirtschaft seien. Der neue Etat für 1920 ist noch immer nicht fertig. In großen Zisftrn steht er jedoch im wesentlich m fest. Ter Haushaltsentwurf sieht cmnähemb, Das Programm für Spaa. Paris J. Juli. (Wolff.) Das „Echo,be Paris" ist der Ansicht, daß das Programm für die Konferenz von Spaa sich verbreitert habe. Lloyd George habe die Generäle in Berlin und in Ostpreußen ebenfalls berufen, so daß man daraus schließen müsse, daß nicht nur die Entwaffnung Deutschlands, sondern auch das Schicksal der Gebiete, die einer Volksabstimmung unterworfen sind, sowie auch das Schicksal gewisser von Deutschland abgetrenntcr Gebiete wie z. B. Danzigs in die Debatte ein« bezogen werden sollen. Berlin, 1. Juli. (Wolff.) Tie Friedensdelegation in Paris überreichte heute der^F r i o denskonferenz zlvei amtliche Senf« schristen, die gleichzeitig den alliierten Regierungen in London, Rom und Brüssel übergeben worden sind. Tie erste behandelt die Zahlungs- sähi g k e i t T eu t s chl a n d s für die Wi^dergut- machung, die zweite legt int einzelnen.dar, wieweit Teutschland 'schott heute ferne Steuerquellen angespannt hat. In der Begleitnote wird darauf hingewiesen, daß Teutschland heute nxftn.lich weniger wirtschaftliche Hilfsquellett zur Verfügung fteben als vor dem Kriege. Tie 'Durchfübrtmg der vo'.geschlagen eit 1 Maßitahmen soll Gegenstand mündlicher Besprechungen in Spaa sein. Gleichzeitig wurde ein Gut acht eit über di: wirtschaftliche Gesamtlage in Teutjchland, seine Leistungsfähig test und die Möglichkeit seiner Kräftigung übergeben, das von 22 hervorragenden, int wirtscl-aftlichen Leben stehenden Männent unterzeichnet ist. Paris, 1. Juli. (Wolff.) Tie Vertreter Frankreichs sind auf den Konftvenze^ von Spaa und Brütsel folgende: Millercmd, Foch, Finanzminister Marsal, Minister für öfftntliche Ar beit.'N Le Troguer, Präsident der Wied?rgutanachungsi!am- miffion Tubois, General Äteygand, Wmiral Levasseur, UnterstaatKi'ekvetär Bigaioan, Tireftor des AuswäaAiien Amtes Berthelot, sowie dessen St.il- vertreter Laroche, Chef Km Ministerium d.s Auswärtigen Kammerer, sleltverrretettder Direktor im Amte für Handelsbeziehungeir Fbmriot, Delegierter beim Obersten Wirtschaftsrat Avenol, Direktor im Finanzministerium Sellftr, Finanzinspekteur Chaysser, inristischer Beirat im Auswärtigen Amt Fromageot, Direktor im Kohlenversorgungsamt Ader, Vertrete cö er Schiffahrt Hauplnrann Robert und der Dolmetscher beim Obersten Rat Camerlynk. Paris, 1. Juli. (Wolff.) Haoas. Descha- nel präsidierte heute vormittag den Ministerrat der von Millerand über die Fragen, die in Spaa zur Sprache kommen, unterrichtet wurde. Die deutsche» Teilnehmer. Berlin, 1. Juli, r Wolff.) Zur Konferenz in Spaa werden nach den tortäufigen Beschlüssen sich begeben: Reichzskanzler Fe hren- bach, Reichsminister des Aeußern Dr. St mo ns und die Reichsminister Tr. Wirth, Scholz und Hermes. Insgesamt werden 25 bis 30 höhere Beamte mit dem nötigen Bureauperfonal nach Spaa gehen. schamloser auf politischem Gebiet angelogen worden seien, als durch die Mehrhfttsfozialisten. Tie Unruhen der letzten Tage seien vielfach durch Lockspitzel ber borge rufen worden, um der Reaktion willkommene Gelegenheit zu geben. Der Kapitalismus, der aus dem Krieg ungeheure Gewinne gezogen habe, wolle das jetzt im Frieden svrtsetzen auf Kosten des Proletariats. Die Konferenz in Spaa fei eine fd?roierige Frage, aber man dürfe nicht vergessen, daß es schließlich eine Zusammenkunft von Kapitalisten fei. Noske, der sich von Offizieren habe einfeifen lassen, trage die Schuld an Spaa und mit ihm die Sozialdemokratie, die sich jetzt vor Spaa drücken wolle. Natürlich sträube die sich gegen die Dezimierung der Reick>S>oehr und der Sicherheftswehr, weil ihr damit ein Kampfmittel gegen die Arbeiter entzogen werbe. Ter bayerische Gesandte v. Preger kommt auf die Bemerkungen des Reichsftnantzministers über die bayerischen Gehaltssätze zu sprechen, die höher seien als die des Reiches. Das sei zwar immer der Fall gewesen, habe aber leider noch nicht geändert werden können. Jedenfalls liege der bayerischen Regierung jede Msicht, in die Reichsbesoloung einKugreifen, fern. Abg. Eisenberg (Bayr. Bauernbund) erkennt die Verdienste der alten Regierung an. Tie Zwangswirtschaft 'habe auch ihr Gutes gehabt, was ihr Fehlen in Oesterreich beweise, andererseits aber dürfe sie nicht übertrieben werden. Eine Diktatur sei stets vom Nebel, wie uns auch die Militärdiktatur ins Unglück gestürzt" habe. Ein kräftiger Miitelstarid werde das beste Mittel gegen 'ein Umsichgreifen des Klassenhaftes sftn. Nach einer Reche persönlicher Bemerkungen vertagt sich das Haus auf Freitag 1 Uhr: Anfragen, Fortsetzung der heutigen Debatte, Notetat. Schluß '6y4 Uhr. X Der Steuerabzug vom Lohn. Berlin, 1. Juli. (WTB.) Der Reichstag hat beschlossen, die drei dringenden Anträge, die übereinstimmend die vorläufige Aussetzung des lOprozentigen Steuerabzugs vom Lohne fordern, gemäß dem Beschluß des Aeltestenausschusses an einen 28gliedrigen Ausschuß zu überweisen, der feine Beratungen unverzüglich aufnehnicn und tnelleicht übermorgen bereits berichten wird. 28 Milliarden an ordentlichen Ausgaben vor. Die Einnahmen des ordentlichen Hauslialts find so geschätzt, daß sie ergeben sollen insgesamt 28 Mil liarden, darunter 2,3 Milliarden aus noch nicht bewilligten neuen Steuern. Wenn die neuen 2,9 Milliarden Steuern bewilligt sino und all diese Summen emDommen, wird erstmalig feit der Vorkriegszeit wieder das Gleichgewicht zwischen Ein- nannten und Ausgaben im ordentlichen Haushalt erzielt. Aber ist zu fürchten, daß wir das gewünschte Ziel dieses Jahr rechnungsmäßig noch nicht erreichen. Was den außerordentlichen Haushalt anbe.ängt, so sind ohne die Fehlbeträge der Betriebsverwaltungen 'an Ausgaben vorgesehen: 11,6 Milliarden, darunter 5 Milliarden für den Friedensvcrtrag; doch wird letztere Summe kaum auseeichen. lieber die geradezu katastvopl)aft Entwickelung der Betriebsvenvaltungen ist zu fragen, daß die Eisenbähttverwaliung jetzt mit 14 bis 15 Milliarden Fehlbeträgen rechnet. Wenn die Fehlbeträge der Betriebsverwaltungen zusammen 15 bis 16 Milliarden ausmachen, ergibt sich ein GesamtMlstvand atts dem außewrdentlichen Etat von 26,6 bis 27,6 Milliarden, so daß nxieberum ein Etat, von insgesamt 54 bis 55l/2 Milliarden vor uns steht. Wo diese Entwickelung enden soll, das ist die furchtbare Frage, die wir uns vorlogett müssen. Taß bei derarttgen Anforderungen an das Reich die Schulden lawinenartig wach'en müssen, ist selbstvev!Mtdlich. Gegenwärtig beträgt die'Schuld des Reiches rund 209 Milliarden; doch ist das Bild der Reichsverschuldung damit iwd) nicht abgeschlossen. Das Reich hat ja auch aufsu flammen für die Kriegsaufwendungen 1 der Länder und Gemeinden. Deren Höhe wird sich auf 15 bis 16 Milliarden belaufen. Sobald diese Stimmen hinzugekommen sind, wird sich eine Reichsschuld von 264 bis 265 Milliarden ergeben. Diese Zahlen sprechen Bände. Das deutsche Volk wurde leider im Kriege nicht zu dem so dringend nötigen Steuerheroismus erzogen. Während der sechs Jahve von 1914 bis Ende 1919 flössen I6V2 Milliarden an laufenden Steuern in die Reichskasse, wozu noch einschließlich des Wehrbeitrags 9V2 Milliarden einmaliger Steuern hinzukameu. Jetzt braucheit wir in einem einzigen Jahre mehr laufende Reichsstetiern als in den sechs Jahren zusammen an dauernden einmaligen Steuern aufkamen. Sobald Spaa vorüber ist, nriro die Erhebung der Steuern untere Hauptsorge sein. Auf die Einnahmen hieraus, die in diesem Rechnungsjahre vorausschichtlich 4,2 Milliarden betragen werden, kann unter keinen Umständen verzichtet werden. Am Schluß seiner Ausführungen sagte der Minister u. a.: Wir stehen vor Spaa und damit stehen wir vor unserem Schicksal, ja vor deut Schicksal Europas. Von den Verhaudlungett in Spaa hängt nicht nur unsere Zukunft wesentlich ab, sonv. rn auch die Frage des gesamten europäischen Wiedwaufbaues. Wemt Ver- nmtft und Verständigungs'wilte die Bethant-lungen bcherrschen, kann man wöhl auf einen Erfolg hoffen, der zu einer rascheren Behebung der Kriegs-- schaden zu führett vermag und uns auch ivirtschaft- lich wieder ztt Atem kommen läßt. Notwendig aber ist, daß Deutschlands wirtschaftliche Leistungsfähigkeit wieder gehoben wird. Nian darf nicht vergessen, daß interniationale Schuldabtragungen nur erfolgen können durch Sachgutlieftnmgen oder Tienstleistun- gen irgendwelcher Art. Das ganze Wftdergutmack-- ungsproblem wächst sich damit von selbst zu einem Problem der Produktion aus. Welche Finanztransaktionen man auch erbeuten mag, alle gelten schließlich immer wieder auf die einfache Formel der Ueberschußl-eistung der heimischen Wirtschaft an Waren oder Dienst zu Gunsien der Entente zurück. Unter diesem wirtschaftlichen Geiichlswink'l ist die ganze Wi.dergutmachuargs vage zu bemänteln. Wenn das Problem von Spaa für Europa zu einem günstigen Ende geführt werden soll, sind Verhandlungen notwendig, die geführt merben müssen mit dem ehrlichen Willen, das niedergedrückte Europa pufzurichlen und die dvohende Gefahr des sina» ziel- len, wärtschaftlichen, sozialen unV allgemein kulturellen Bankevotts von den bart getroif jetzt des, ganzen Ernstes der gegenwärtigen Lage bewußt fein. In diesen Stunden entfrbeibet sich nicht nur unser nächstes Sckstck- sal, ifronbern auch die Zukunft unserer Stinber unb Kindeskinder. Einig unb geschlossen müf'en wir stehen, müssen wir die Lasten auf uns nehmen, die aus dem Kriege unb dem Fricdensvertrage uns erwachsen sind. All unsere Hoffnung, daß doch noch eine bessere Zeit flammen wird, beruht auf Arbeit, auf unserem Können und dem Fleiße unserer Hcknde. Die Not der Zeft muß bezwungen merben; nur durch ihre Bezwingung können wir sie befestigen. Abg. Henke (USP.) erklärt, er wünsche den bürgerlichen Parteien in ihrem Liebeswerben um die Rcchtssozialisten viel Glück, aber seine Partei werbe den Arbeitern klar mgch-rl, daß sie läagAlä Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Dreis für l mm höhe für Anzeigen v. 34 mm Bleite örtlich 35 Pf., auswärts 45 Pf.; für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Platz, Vorschrift 20"Aufschlag. Hauptschriftletter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Ienz; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gichcn. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Kn Mengen mgelehft zu rodnung be- t bestimmtcil h zu sein. er von dem r dem dieses ihm für die en an Brot- Xe Abnahme 1 äommissio- üverband ob. 11 b hat dafür erforderliche ckfchastnden -en Bedürf- »erband von r wird ihm >ft entzogen, »mmissionäre das in ihrem et unb ans- 1 die beschlag- ■üten Borrate intelt iverden. n Stellen hat lusdrusch ober ms Kosten des gangenen An- machen. ggsblati.) at! sie ab- erionen r mit den naloerbanb b an diese ckeidestelle 3en bezahlt. ,^u heilen, bMirtschaft ewe zurück- »en Mengen cbände alles getreidestclle die Reiäp- r die Selbstbedingungen aus anderen en llömnni-- innen. inalDerbanb hcht genügt, Ibstliesernng Abstich- : *le, die 'Kn. Die 1 Antrag Nahrung das str 1 und als ’^nguru, M auf u blt qp_- -eäen.9 , tzr- 1 beiteflem « Reichs- düng. Tie ^.Reichs- uehen und ubwechn, nadi einem ‘9 der ech- teure! SS* • liebefl 6^2--—■ vfJF. 1 -l Um die restlose. Ausnutzung alle.r Transportmittel i Mr frühen Steinbüchfe mit Hinterladung, aufli --'-zu gewährleisten, müssen die Abstimmungsreisenden dem Anfang des 15. Jahrhunderts. Ob es sich Mark garantiert wurde. 25 zwar bei Rindern bei der AI-Klasse 50—55 Proz. Schlachtgewicht A -Klasse 46—50 Pvoz. Schlachtgewicht B -Klasse 42— r unbekannt. der Steigen der Lrbmsmittelpreise herbeisühren müßte, LebenrmMelunruhen. Die künftige Ernährunqspolitik. dabei «vielleicht um die „g r o s z e busze" handelt, mit der die Friedberger 1405 „mU Pulver, steinen und anderem genüge" auf Befehl König Ruprechts die Raubburgen niederlegiten, tv-erden die archivalischen Studien ergeben. "Tie Stücke haben einen sich der Rnchsrrnähnnrgsminister Hermes einem Vertreter der Presse gegenüber dahin, daß sich unsere landwirtschaftliche Produktion bessere. Die in» ländischie Stickstosferzrugung befinde sich in hoff- nungsroller Entwicklung. Die Zwangswirtschaft würde nur da aufrecht erhalten werden, wo es abfolut notwendig sei. Dve Zwangswirtschast für Brotgetreide unb Milch sei jeder Diskussion . entrückt. Die Flei schbewirtscha ftung müsse man umbauen. Ueber die Neuregelimg der F e t t - und Kartoffelwirtschaft ftel-e man in Ver- Ihandlungen. Mit den Kriegsgesellschaften werde gründlich und schnell aufgeräumt werden. Berlin, 2. Juli, lieber die Gruicksätze . künftigen Ernährungspolitik äußerte zösisck-en Soldaten verhaftet und nach Mainz verbracht. Die Gründe für dieses Vorgehen sind rm. D a r m st a d t, 2. Juli. Heute wurden verschiedene Unruhestifter, welche gegen die Lebensmittelteuerung demonstrierten, verhaftet. Es entstanden große Aufläufe, welche mit Hilfe der Sicherheitswehr beseitigt wurden. Berlin, 1. Juli. (WBO Heute kam es zu Lebensmittelausschreitunge^rin den Markthallen. Einige Stände wurden zertrümmert und das Obst auf der Straße vertreten. Sicherheitspolizei stellte die Ordnung nricber her. Festnahmen sind keine erfolgt. Berlin, 2. Juli. Wie verschiedene Blätter aus Köln melden, soll der Kölner Markt zukünftig boykottiert werden. Man forderte die Bauernschaft auf, ihre Erzeugnisse nach anderen oberrheinischen Orten zu bringen und sich gegen die öffentliche Gewalt aufzulehncn, falls die Staats- onwaitschaft auf den öffentlichen Märkten ein- greifen sollte. Braunschweig, 1. Juli. (WB.) Um Teuerungskrawallen vorzubeugen, setzte die Stadtverordnetenversammlung einen Ausschuß ein, der die Preise für Lebensmittel, Bekleidung und Schuhwaren prüfen und in erträglicher Höhe fest- setzen soll. Hamburg. 1. Juli. (WB.) Nach amtlicher Feststellung sind bei den Lebensmittelunruhen am 26. Juni 4 Personen getötet und 10 verwundet worden. München, 1. Juli. Der stündige Ausschuß des bayerischen Landtags beschäftigte sich beule mit dec Frage der Leb.nsmittelteuerung. Nachdem die Redner der Parteien auf die schweren Gefahren hingrwiestn hatten, die das anbauentbe Stenographie. X Wieseck, 30. Juni. Bei dem lebten Vereinsschreiben des hiesigen Gabelsberger S tenograph enverei n s am 26. d. Mts. erhielten Ehren- kunb ersten Preis: Walter Kirchner und Gustav Römer; ersten Preise Hans Wöhrmann, Julius Grünewald, Heinrich Lang, Karl Kolb, ßrugen Klatyik, Heinrich Kolb, Ehnstian Kreiling, Karl Werner: zweiten Preis: Mun-i Dübel, Emma Keller, Wilhelm Lr.'h, Gustav Weller, Lina Werner, Luise Schirrmeyec, Willielm Döringer, Isidor Gutsmuth. C -Klasse 35—41 Pvoz. Schlachtgewicht Nachdem die Schlachtviehpreise erhöht worden ind, mutz das Interesse des Konsumenten dadurch gewahrt werden, daß beim Ankauf des Schlachtviehes nach diesen Gesichtspunkten klassifiziert und bezahlt wird. Dann ergeben sich selbst btt den nrcd- rigsten, in letzter Zeit erzielten Häutepreisen (Mark 7,50 je Pfund Rinderhaut, Mk. 11,— je Pfunp Kalbshaut, Mk. 6,34 je Pfund Schafhaut) durch- chnittliche Kleinhandelspreise für Mndfleisch vvn Mk. 8,15 je Pfund Kalbfleisch von Mk. 7,90 je Pfund Hammelfleisch Don Mk. 8,35 je Pfund nicht aber solche von Mk. 10,— oder gar Mk. 11,—.' «Diese Preise lassen sich weiter herabsetzen, sobald die Häutepreise wieder anziehen; diese stehen bereits über den angegebenen Mindestsätzen. Weiter lassen sich die Kleisthandelsfleischprcise senken, wenn für das Schlachtvieh nicht, was durchaus unberechtigt ist, für jede .Klasse der starre Höchstpreis, sondern durch Aushandeln der dem wirklichen Werte des einzelnen Tieres entsprechende Preis beim Ankauf festgesetzt wird. Kommt zu diesen angemessenen festgesetzten Kleinhandeispreisen noch die bessere Qualität, die nach Inkrafttreten der neuen Schlachtviehpreise wieder erfreulicherweise zur Anlieferung gelangt, dann wird die leider notroenbig gewordene Erhöhung der Schllrchtviehpveise erträglicher empfunden werden, als bei der jetzigen an soielen Orten unangemessen ihvch erfolgten Klein- dandelspreissestsetzung und bei dem Feisten des Ausgleichs durch eine gegen früher bessere Qualität des Fleisches. Veranstaltungen. Aus Studt und Land. Gießen, den 2. Juli 1920. Die Flcifchprciie. Von zuständiger Seite wird durch das Wolff- che Bureau mitgeteilt: Die durch die Erhöhung der Produkttonskosten notwendig gewordene Erhöhung der Schlachtviehpreise hat in vielen Kommunalverbänden zu einer ungerechtfertigt hohen Festsetzung der Kleinhandels f l e is chpr e i s e ge.ührt. Diese hängt damit zusammen, daß die angelieferten Sckstacht- tiere nicht streng nach ihrem Ernährungszustand und der voraussichtlichen Schiachtausbeute in die zugehörigen Klassen gebracht und danach bezahlt werden, sondern daß die Klasiifizierung zu gut geschieht, d. h. daß Tiere, die nach ihrer ganzen Beschaffenheit in die OKlasse gehören, als B-Tiere bewertet werden, imb Tiere, die in die B-Klasse gehören, als A-Tiere. AI-Tiere gibt es zur Zeit nicht; diese kommen erst im Herbst auf den Markt, toemi von den Fettweiden die besten Tiere verkauft werden. Für die Einreihung in die verschiedenen Schlachttierklassen muß ein Ernährungszustand zugrunde gelegt werden, dem ein bestimmtes voraussichtliches Schlachtgewicht entspricht, und Aus Hessen. Ter Stcurrübzug vom Lohn. rm. Darmstadt, 1. Juli. Der Landtags- abgeordnete Knoll hat zu dem Steuerabzug vom 'teuerfreien Einkommen eine Anfrage an die Regierung gerichtet, in der er anfragt, ob diese bereit ist, bei der Reichsregierung dahin zu wrrken, daß beim Lohnabzug die in § 20 des neuen Steuergesetzes feftge fegten sozialen Milderungen in Anwendung kommen. Es wird darauf hingewiesen, daß bei vielen Festangestellten die Anwendung der Abzüge ungerecht ist und große Erbitterung hervorgerufen hat, so daß es Zeit ist, einzugreifen und Unruhen zu vermeiden. Die Wirtschaftsverhandlungeu mit Rußland. Paris, 1. Juli. (Wolff.) Einige Morgen- blätter sind der Ansicht, daß die Unterhandlungen zwischen Lloyd George und Krassin, wenn auch nicht abgebrochen, so doch auf unbestimmte Zeit vertagt worden seien. Nach dem „Matin" wird Krassin England verlassen, um rasch nacb Moskau zurückzukehren. v. H. treten. ** Italienisches Konsulat. Der zum Verweser des italienischen Konsulats in Köln bestellte italienische Major Emilio G her ar di ist zur Ausübung der ihm in seiner erwähnten Eigenschaft zukommenden Verrichtungen auch für den besetzten Teil des Volksstaates Hessen zugelassen worden. ** Der Int ern ativnale Bund der Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen hält am Samstag abend 81/« Uhr im Geiverkschaftshaus eine öffentliche Versammlung ab. (Sieche Anzeige.) Landkreis Gießen. ** Lollar, 1. Juli. Ter früheer.Bahnhofsvorsteher in Gießen, Adam Hahn, nmrde zum Oberbahnhofsvorsteher ernannt Kreis Lauterbach. Dz. Lauterbach, 1. Juli. Samstag nachmittag weilten der holländische Marine» Minister mit Generaldirektor Rüssel und Direktor Dietrich von der Mitteldeutseben Hart- steinindustrie, sowie verschiedene andere holländische Herren in unterer Stadt und nahmen in Begleitung von Bürgermeister Stöpler eine Besichtigung des Bil lsteinbru ches vor Die Sterne sollen für Hafenbauten in Holland verwendet werden. Kreis Friedberg. bz Bad-Nauheim, 1. Juli. Um die feit Jahren ungünstige Zu 6 verbin du n g zwischen Friedberg und Bad-Nauheim auszugleichen, hat eine Friedberger Firma im Zusammenhang mit ihren anderen Verbindungen versiichswei e einen Pendelverkehr mit Auto-Om- nibus errichtet. Dje Absahrzeifen sind so gewählt, daß sie einfetzen, wo die Eisenbahn nicht fährt, bzw. größere Lücken läßt, und Anschluß zu dm Zügen haben. . _ .. _ _ __ „ * Friedberg, 1. Juli. Tas stw-tt^he Museum in Friedberg i. H. birgt eine ganze Anzahl von Gegenständen, deren hoher Kunst- und Altertumswert jetzt erst durch die Raumgewinnung unb durch die neue, .rußest geschickte Auffüllung ins rechte Lickst gekommen ist un.) nun gebührend ge- ivücdigt 'werden kann. So befinden sich unter den Waffen, deren Besttmmung und Aufstellung. Mafor Teiß, der bekannte Herausgeber des „Archivs für Waffelffunde", übernommen hat, zwei deine, Mörser Mil iche Stücke, die den älteren Friedbergern nach als „Böller" (bis 1871) bekannt sein tverden. Alle Siege des Krieges 1870/71 sind mit ihnen, anfänglich von der Seewiese, später etwas außerhalb der Stadt, feierlichst beschossen loorden. ' Zwar ist das eine Stück an seiner Mündung dabei etwas zersprungen, aber dieser Gebrauch als „Böller" oder „Katzenkvpf" hat die Stücke doch vor dem Schicksal des Sckimelzofens betvahrt, das jedenfalls den Hauptteil, das Rohr der großen .Kanone, zu der sie 'gehört haben, ereilt hat. Tie beiden gleichen Stücke sind nämlich nicht Geschütze an sich, sondern die Labekunmern. emer = Frankfurt a. M., 2. Juli. Die Leitungen der Großbanken haben die Entscheidung des Schlichtungsausschusses auf Erhöhung der Teuerungszu'ageii nicht anerkannt. Jnfogdesen verweigerten am Donnerstag nachmittag die Bankangestellten die Ueberftunbenarbdit, da sie tariflich nicht dazu verpflichtet seien. Die Bankleitungen gaben durch Einschlag bekannt, daß alle Angesfell- Len, die die Ueberstunden verweigern würden, mit Entlassung zu rechnen hätten. Trotzdem verließen am Donnerstag abend nach Schluß der, üblichen Geschäftszeit sämtliche Bankangestellten die Bankhäuser. Es wurde sofort in Beratungen über einen umfassenden Streik der Frankiu ter San'traniten und auch der Filialen der Frankfurter Bankhäuser eingetreten Die Verhandlungen dauerten bis tieff in die Nacht hinein, lieber das Ergebnis ist noch nichts bekannt geworden. . , Nm. Fellingshausen, 30. Ium Nach zwei Jahren erhielt die Familie des in russncher Kriegsgefangenschaft geratenen Bergmanns Jakob Schmidt einen Brief ihres Vaters. Er befand sich im Lager Skobelew und befindet |tm nun außerhalb des Lagers. Er muß sich selbst versorgen und teilt mit, daß für das Essen all ent 4000 Rubel nötig seien. Die Postverburdung mtt der Heimat ist vollkommen unterbrochen. Auch der eingetroffene Brief war einem Heimkehrer mitgegeben worden. — Schon seit J-ayren macht sich in unserem Dorfe der Wunsch nach einer guten Wasserleitung bemerkbar. Wie man hört, steht die jetzige Gemeindevertretung diesem Wunsche der Bevölkerung nicht ablehnend gegen, Mer. Im verstossenen Herbst mürben am Fuß, des Dünsberges Schürfversuche gemacht, aber du Arbeit ist wieder unterbrochen worden. Hoffentlich gelingt es, eine starke Quelle cuizuschlagen daß sich unsere Gemeinde in nicht zu ferner Zeit menn Die Preis Verhältnisse es wieder gestatten, sich einer guten Wasserleitung erfreuen kann. dringend gebeten werden, sich an diese unabwendbare Vorschrift zu halten. — Das Berliner Polizeipräsidium teilt mit: Die polnische Regierung ordert von den Mstimmungsberechtigten bei der Benutzung der Absttmmungssonderzüae zur Fahrt durch den polnischen Korridor nach Ost- unb Weltpreußen neben dem von der zuständigen Kommission ausgestellten Abstimmungsaustveis einen Per- onalausweis mit LickMld. Bei der Benutzung von Zügen des öffentlichen Verkehrs durch den polnissxn Korridor ist ein Paß oder Paßersatz äußerst hohen Geschichts- und Altertumswert, und nur die größten Waffenfammlung?n, wie Berlin- Paris und Madrid besitzen Aehnliches. Hessen-Nassau. Die Frankfurter Messe. Frankfurt a. M., 30. Juni. (Wolff.) DeS Mefse-Berein, E. V., Sitz Frankfurt a. M., hielt gestern eine gut besuchte Mitgliederversammlung ab, zu der auch viele auswärtige Mitglieder er- chienen waren. Im Laufe der Verhandlung nahm er auch zu dem Beschluß des Vorstandes des Ausstellmigs- und Meßamtes der Deutschen Industrie vom 10. Juni 1920 über die Regelung des Deutschen Messewesens Stellung und nahm zum Schluß einstimmig folgende Entschließung an: „Der Messeverein, Sitz Frankfurt a.’ M. als . die berufene Vertretung der Aussteller und Be-. lieber der Frankfurter Internationalen Messen, erhebt Widerspruch gegen das Rundschreiben des Ausstellmigs- und Messeamtes der Deutschen Industrie, in welchem der Beschluß des Vorstandes bekannt gegeben wird, als allgemeine Messe lediglich die Leipziger „E i n he i ts m e s s e" zu fördern, die „G r e n z m e s f e n" zwar nicht zu be-. kämpfen, ihnen aber den Anspruch auf staatliche oder Reichsunterstützung abzusprechen. Das Aus- stellungs- und Messeamt kann in seiner derzeitigen Zusammensetzung als eine Vertretung der deutschen Industrie, die ein objektives Urteil über die Notwendigkeiten der künftigen Regelung des deutschen Messewesens abgeben könnte, keinesfalls betrachtet! werden. Es genügt hier, darauf hinzuweisen, daß im Vorstand dieser Körperschaft als einziger Sachverständiger des Messewesens der Leiter des Leipziger Messeamtes sitzt, um zu begreifen, wie dieser ii Haiti ch wi eFpruchwolle, fach ich angrei bare Beschluß zustande gekommen ist. Es ist zuzugeben, daß eine Vermehrung der deutschen Messen ins Uferlose nicht im Interesse der deuttchen Wirt- febaft liegt. Diejenigen Messen jedoch, welche wi< die Frankfurter Internationalen Messen jfore wirtschaftliche Berechtigung und Bedeutung nochgewie-* sen haben, haben auf die Unterstützung itnb Förderung nicht nur der für das Messewesen eingesetzten Vertretung der deutschen Industrie, sondern auch der Reichs- und Staatsbehörden Anspruch. Die dem Beschluß zugrunde liegende Umfrage des Ausstellungs- und Meßamtes der deutschen Industrie war in ihrer Fassung bevormundend und irreführend, und ihr Ergebnis kann daher als Grundlage für eine einwandfreie Entscheidung über die Zukunft des deutschen Messewesens nicht dienen. Die im Messeverein organisierten Kreise der deutschen Industrie und des deuttchen Großhandels ermatten in Zukunft eine Vertretung im Ausstellungs- und Messeamte der deutschen Industrie und eine der Bedeutung der Frankfurter Internationalen Messen gerecht werdende Behänd-, lung dieser Veranstaltungen, sowohl von Seiten des Ausstellungs- und Meßamtes wie der Reichs- und Staatsbehörden." Lärmjzeuen in der Stadtverordnetenversammlung. [I Marburg, 30. Juni. Zu der auf heute abeno anberaumten Stabtoerordnetensitzung, in der u. a. die Besteuerung des reichseinkommensteuer- freien Einkommens zur Beratung stand, füllte sich der Stadtverordneten-Sitzungssaal mit einer dichtgedrängten, meist aus Arbettern bestehenden Menschenmenge. Als der erwähnte Punkt und die vorgescÄagenen Sätze mitgeteilt wurden, gab es schon lärmende Zwischenrufe. Der Lärm steigerte sich bei der Mitteilung, daß diese Steuer wie die Einkommensteuer beim Reich eingezogen werden solle. Der Tumult nahm einen bedrohlichen Charakter an, so daß sich der Stadtverordneten-. Vorsteher veranlaßt fühlte die Sitzung zu schließen, ohne daß ein Beschluß zustande gekommen war. Es dauerte geraume Zeit, bis die Menge sich entfernte. Auch auf dem Marktplätze kam es zu Menschenansammlungen, die sich jedoch nach und nach zerstreuten. Aus dem Aeiehe. Der französische Botschafter beim Reichskanzler Berlin, 1. Juli. (WTB.) Der Reichspräsident empfing den neu ernannten außerordentlichem bevollmächtigten französischen Botschafter L a u - to n t zur Entgegennahme seines BeglaubigUngs- fchreibens. * Berlin, 30. Juni. Infolge der hohen Druck- papierpreise mußte das im 23'r'age von August Scher' ersch.'in nb’ Spat ab ndb att „Der Abend" fein Erscheinen einftdlen Köln, 1. Juli. (WTBÖ^ Hier wurde der Maler Pttnz, der in einer Druckschrift behauptete, Scheidemann und Sklarz hätten eine Belohnung auf die Beiseiteschaffung der Rosa Luxemburg und Dr. Liebknechts ausgesetzt, festgenommsn. Er wird nach Berlin über- . führt werden. Aus dem besetzten Gebiet. Saarbrücken, 30. Juni. (Wolff.) Tie l beiden hiesigen Zentrumsblätter, die „Saarpost" _unb die „Saarbrücker Volkszeitung" werden nun» * mehr zusammengelegt und erscheinen vom , 1. Juli ab unter dem Titel „Saarbrücker Valkszeitun g". Tie Redaktion der neuen Zeitung wird von den bisherigm Redakteuren der beiden Dlä.ter geleitet. fd. Wiesbaden, 1. Juli. Der Geschäftsleiter und Redakteur der sozialdemokratischen „Bol^ksstimm^ wurde 'heute früh von fvan- und polnisches Visum erforderlich. ** Eine D e m o n st r a t i o ns v e r s a m m- ( u n g der Bauarbeiter aller Berufe Mieter, Wohnungssuchenden ufro. wurde gestern nachmittag im Cafe Leib vom GewerkschastSkartell und den bau- geiüerflidyen Arbeilerorganisalioiien veranstaltet. Herr L e i n e r t - Frankiurt schilderte in längerer Rede das zur Genüge bekannte W'öhnungselend, mit dem sich die immer stärker werdende Arbeitslosigkeit im Baugewerbe schlecht vereinbaren lasse. Um dieser Notlage zu steuern, käme nach des Redners Ansicht nur Sozialisierung des Bau- und Baustoffgewerbes in Frage. Au der Aussprache beteiligten sich mehrere hi-fege Herren. Eine längere Entschließung, die als Niederschlag der Versammlung einstimmig angenommen wurde, müssen wir wegen Raummangels bis morgen zurückstÄlen. ** Schnellzugsausfall wegen^zri 'chwacher Benutzung! Ab Sonntag, 4. Juli, verkehren die Schnellzüge D 81/82 Frankfurt— Oberhausen und zurück (D 81 Frankfurt (M) Hpf. ab 7.18 norm., D 82 Frankfurt (M) Hpf. an 11.22 nachmO nur noch Werktags. Die Beförderung dieser Züge an Sonn- und kommt von diesem Tage an wegen zu schwacher Be- etzung in Fortfall. ** Freibank. Samstag. 3. Jule werden von 1—d Uhr die Nummern 301—350 belehrt. ** B e i der städt. Ob st-und Gemüse- teile, Marktlauben, kommt morgen u .a. zum Verkauf: Frischgemüse, Blumenkohl, Schoten- erbfen, Gurken, Zwicb ln; an Hü sensrüchtrn Erbsen und Bolmcn; an Obst: Kirschen, Johannisbeeren und Heidelbeeren; an Dörrost: Apfelspalten und Zwetsäfen. ** Wer eine Badereise plant, tut gut, um sich vor unliebsamen Ueberraschnngen -u chützen, sich vorher über Kurabgaben, Bäder-, Pensions- und Zimmerpreise genau durch Anfrage zu unterrichten und auch nach den $u leistncken Nebenkosten, die den Aufentl)alt gehörig verteuern, Umschau zu halten. Nack) einer Zusammenstellung des „Berliner Lokal-Anz." über die Preise in den Ostseed-äderu wird für ein mittleres Heim in Swinemünde berechnet pro Tag und Person volle Pension im Juni 35 Mk., im Juli 40 und 45 Mk. Ein dortiges erstiklassiges Hotel mutiert Pension, ohne Zimmer, mit 65 Mk. Eine gute Pension in Heringsdorf: Zimmer pro Wock)e 70 bis 150 Mk. Tägliche Verpflegung 45 Mk., Trin'g.Der 10 v. H. In Ea r l s ha gen beträgt der Pensionspreis 25 bis 30 Mk., Heiligendamm bis 1. Juli volle Pension 30 bis 34 Mk., bann höher. Ebenso Brunshaupten für mittlere Pensionen. Bessere Häuser rechnen 40 bis 45 Mk. Eine gute Pension in Arendsee verlangt 50 Mk. Auch das höchst idyllische Müritz tut es nicht unter 40 bis 45 >Mk. für ein mittleres Haus. iTer Preis für Eier betragt das Stück 2 Mk. Servieren auf dem Zimmer pro Person (!) unb Ma'hlzeit 50 Pf.) Warnemünde hat für Hotels drei Staffeln, unb zwar Minbestpensions- pveis 40. 36,32 Mk. Für Pensionen zwei Staffeln, 35, 31 Mk. Aber über diese Mindestpreise hinaus verlangen die Hotels auch 45 und 65 Mk. Aus Rügen liegen folgende Pensionspreise vor: Sellin 35 bis 40 M„ Binz 40 bis 50 Mk., Baabe 35 Mk., Göhren 30 bis 32 Mk., im Juli 38 bis 45 Mk. Lohme 30 Mk. Hierzu dürfte noch überall das Bebienungsgeld mit 10 leit hrngelenkt, denjenigen Wählern, die gegenwärtig außerhalb der Gebiete voi> Allen ltein imb Marienwerder wohnen und sich znr^ DolkZabstimmimg dorthin 31t begeben wünschen, bi< freie Ausübung ihrer Rechte zu verbürgen. Jn- oem die verbündeten Mächte den von Ihnen vor- gebrachten Bemerkungeil Rechnung tragen, haben sie folgende Beschlüsse gefaßt, welche ich mich beehre, Ihnen in ihrem Namen mitzuteilen: Tie deutschen Vertreter in jeder Abstimmungszone werden ermächtigt, die nötigm Maßregeln zu ergreifen damit di? wf.enbc Anzahl 'von Son- derzügen (diese Zähl wird in jedem einzelnen Falle von oer inter-'l iierten Kommii iou festgefetzt) von Deutschland die Wähler h-rbeiführt, die ein Reck)t fuben, an der Msttmmnng tellzunehrnen. Tie Zug? nvr:en vvn Oif.ziewl der Verbündeten begleitet, die den Auftrag haben, sich durch Prüfung geeigneter Ausweispapiere die Sicherheit zu versckwffen, daß nur Perfonen, die zur Abstimmung zugelassen werden, diese Züge besteigen. Unter diesen Bedingungm werben keine Pässe für die Turchfabr: durch den polnischen Korridor gefordert iverben. Tie interall irrten Kommissionen für Marienwerder und Allensdein werben die nötigen Maß- nahmen ergreifen, um die Durchführung vorstehender Beschlüsse zu sichern. Die RäumungHfrist der neutralen Zone. Paris, 1. Juli. (Wolff.) Ter „Motin" erklärt, daß die B0 t s cha f t e r konser enz, die tzestern die Antwort auf die letzte Note der deutschen Regierung um Fristverlängerung für die Räumung der neutralen Zone auf dem linken Rh?inufer prüfte, sich in aller Form dagegen ausg"sprachen habe. Dieser Beschluß wirb dem Obersten Rat bei ferner Zusammenkunft in Brüssel zweifellos unterbreitet werden. Schwerpunkt der Lebensmittelverteuerung liege in Berlin. Bei der am vergangenen Samstag in Würzburg stattgefundenen Besprechung süddeutsck>er Volksvertreter sei den baye- r isckxn Vorschlägen auf eine erhebliche Her - a b 1 e b u n g der in Berlin in Aussicht genommenen Preise zugestimmt worden Danach könnte das Kilo Brot auf 1.14 Mk. zu stehen kommen und der Schlachtviehpreis würde 350 statt 420 Mk. betragen. Es fei zu erwarten, daß sich die süddent chen Staaten die bayerischen Vorschläge zur Abwehr der norddeut- ckfen Ut'berforbeiung n zu eigen machten. Das Reich würde über diese Vorschläge der süodeut>ck>en Staaten kaum Hinwegkommen Bei einer über ein gutes Mittel hinausgehenden Kartoffe ernte könnte die öffenlliche Bewirt ckwitung au'gck)oben iverden; denn im freien Verkehr würden die Landwirte dann vielleicht nicht einmal 20 Rlark fordern, während diesen vom Reich ein Kartoffelpreis von Freitag, 2. Juli: Hotel Schütz, 6 Uhr, Besprechung des landwirtschaftlichen Lokalvereins. — Hotel Einhorn, SVz Uhr, Gastspiel Buchwald (Prvgrammtvechfel). — Lichtspielhaus, „Harakiri" und „Nicht mit dem Feuer spielen". — Lichtspiele, Seltersweg, „Rrbellenliebe" und „Der Millionenerbe". * ** Aus dem Stadttheaterbürean. Es sei noch besonders auf die am Samstag abend 7 Uhr stattfindenbe Erstaufführung „Zwangseinquartierung" von Bach und Arnold, den Verfassern der „SpänisckMi Fliege", hingewiesen. Der lustige Schwank, der in Frankfurt, Berlin und anderen Orten durchschlagende Heiterkeit alis- löste, wird auch hier seine Wirkung nicht verfehlen. ** Ter Bürgerverein beschäftigte sich gestern in sehr reger Aussprache mit der öffentlichen Sicherheit in der Stadt Gießen. Man war einstimmig der Ansicht, daß der Schutz gegen E i n- bruchsgefa'hr, namentlick) für die Geschäftsinhaber, viel zu gering ist und.schlug zweckdienliche Maßnahmen vor, die in einer Eingabe an die Stadtverwaltung vertreten werden sollen. Im Verlaufender Aussprache ergab sich auch die Notwendigkeit. M den Lebensm i t telverhal t nissen Stellung zu nehmen. Es soll denn Dorer in enter Vertreterfftzung der interessierten st'idti sehen intb privaten Körperschaften zu Anfang der nächsten Woche und gleich darauf in einer öffentlichen Bürgerversammlung geschehen. Aus Raummangel -können wir auf den Verlauf der gestrigen Versammlung ierft morgen näher zurückvommen. ** D ie Abstimmung i n O st- und Weftpreußen. Vereinzelte unliebsame Vorkommnisse geben dem Teutschen Schutzbund Veranlassung, erneut daraus hmzuweisen, daß die Freifahrscheine zur Volksabstimmung in Oft- und uw ............. v/uvuvh«,Vuv» muDu, Weftpreußen sowohl für die Hinreise wie für die und dringend bereu Herabsetzung gefordert hatten, 1 Rückreise nur Gültigkeit haben für den Tag, den erklärte Landwirtschaftsminister W u tz l h 0 f c .r, bei I Zug und den Reiseweg, für den sie auLgcstellt sind. Devlfeumarkt. Nr. ^0 tx>m 1. Zoll enthält: Aufhebung der Ein 6.30, 13n einem Teil der Auslage nräb.’rfoltl Berlin lff.) Gestern ergriffen die .gernden Gra- 250,50 die Luft, wo- oßer Trichter 180, die 212,- Ostmark unter dem polni jochen Terror von ujrmari unter oem pomt Na>cn Terror von 84,- l Tag zu Tag verzweifelter werde. Die durch die 278,501 allgemeine Einziehung hervorgerusene Flucht der Einem Ar- 400, 429, 628,15 625,65 850,85 162,70 231,75 152,15 38,55 314,30 698,20 633,15 20,02 26,53 87,72 24,33 327,65 621,85 619,35 836,65 164,80 228,25 149,85 37,85 311,20 686,80 619,35 20,47 26,34 87,15 24,09 330,65 626,85 624,35 850,15 162,30 231,25 151,85 38,45 313,70 696,80 631,85 19,98 26,47 87,52 24,27 328,35 623,15 620,65 838,35 165,20 228,75 150,15 37,95 311,80 688,20 620,65 20,53 26,40 87,85 24,15 Fensterschei- Dächeru ab- tben von der Börsenkurse. Frankfurt halbe Million Mark u Flucht. Mark sind. * Düsseldorf, 1. Juli. Müller'sche Badeanstalt. Wasserwärme der Lahn: 17 Grad R. 185,50 181,50 269,- 275,50 290,50 288,- 182,- 243,- 407,50 423,50 343,- 267,50 bovaffneten Männern Überfall und zu Boden geschlagen. Die Verbrecher rc m über eine 30.6. 14,30 7,40 16,10 12,- 438,50 Zürich . . . Amsterdam . Kopenhagen. Stockholm. . Wien Prag Blitz in Vie >ei Stephrns- Bad-Nauheim O LuiwigstraBe 13 Telephon 65. Geld Brief 30. Juni 1358,60 1361,- Markuotternugeu. Datum: 181,50 180,- 255,- 260,- 289,- 288,- 180,13 240,- 402,25 428,- 340,50 271,- 165,- 144,- 186, — 180,25 264,- 271,- 286,- 282,50 179,25 240,- 400,- 432,- 344,- 269,- 166,50 385,- 201,75 236,- fie auf dieser Grundlage ein gemeinsames Arbeiten annehmen könnten. Polnischer Terror. Berlin, 1. Juli. Aus angeblich zuverlässiger Quelle wird verschiedenen Blättern mitgeteilt, daß die Lage der Deutschen im Soldauer Gebiet der Geld Brief 1- Juli 1.6. 14,65 7,45 16,10 12,- Datum-. Amsterdam - Rotterd. Brüssel-Antwerpen . llhristiania Kopenhagen Stockholm . .. e ' ", Helslngfor*. . .... Italien London *' ’ New-Pork. . .. . * Paris Schweiz. ... Spanien . . . * * * ' Wien (altes) . Deutsch-Oesterr. aba. Prag. Budapest Bulgarien Konstantinopel. . 203,50 236,- 214,50 284* — Datum: 5,/nTeut.Rrieg«tmL 4-/„Deut.R«ich«anl. 3°/^Deut.ReichsanI. 4°/„ Preuß. flonfol« Darmstädter Bank Deutsche Bank. . . Disconto- Gesellsch. Dresdener Bank. . Nationalbank f. D. Mitteld.Creditbank tz..Amerik..Pakctf. NorddeutscherLloyk Boch.Guhstahlwrk. D.-Luremb.Bergw. Gelsenuirch. Berga». Harpener Bergbau Oberschl.Lisenb.-L Oberschles.Eisenlnk Phöntr-Brgb.-AKL Dad.Aniltn-u.Soda Höchster Farbwerke Llektr. Sl. L. G. . . Schuckert-Werke. . FeltenLBuilleaume Daimler Bud.»Lisenw.-2ÜL Adlerwerke .... 47, Hess. Saatsanl. Electron Griesheim ,40 1343,65 1346,35 331,35 ----- ----- Aus dem Amisverwndigungsblatt. I bnH ter » StettrmArbrto WmWen nutfie, ** Tas Amtsverlündigungisblattl ^^wrde der Kopf abgerissen. ßen": 2. Vortrag des Derrn Leders Wolf--Ofsen- bach über „4l/t Jähre sibirische C “ ngenschast und die -Wirkung der großen politis Ereignisse in Rußland auf die seelische Berfa g der Kriess- gesangenen": 3. Vereidigung aulbie Reichs- unb Landesverfassung; .4. Miltelluustz. Walzarbeiten werden ri der Ortsdurchfahrt Heuchelheim vom 1. bis 11 Juli und auf der Kreisstraße „Gießen—Heucktebeim" vom 13. bis 20. Juli ds. Js. ausgeführt. Maul- And Klauensetche. In Bellersheim ist der Ausbruch der Mal-«und Klauenseuche festgestellt worden. Es wir gebildet: ein Sperrbezirk, bestehend aus der Geiem.de Bellersheim, welche hiermit aus dem anlßlich des Ausbruchs der Maul- unb Klauenseu« in Obbornhofen gebildeten Boobachtun^sgrbietrussch idet, ein Beobachtungsgebiet, bestehend aus der Gemeinde Hungen. Tie bisher gebildeten Serrbezirke und Beobachtungsgebiete -bleiben bestehe: S chwei n erv tla u s ist! in dn Gehöfte des Karl Schmidt II. -u Lauter fettcftellt worden. Tie Räude bei einem Pferde det lldvlf Walther zu 'Sangb ist: erloschen. Dien st.nachrichten derKreisamts. Jn lder Geineinde Gvost'Mbnstüan ist die Maul- und Klauenseuche amllich festgesllt worden. — Ässistenz-Veterrnörarzt -Karl Blüe zu Grünbcrg ist mü Wirkung vom 1. 3ult 20 zum Kreis- vetcrinävarzt unter vvrläuftger Ärssimg in seiner jetzigen Dienststellung ernannt vrden. — Der Misten» Veterinararzt Tr. Eng.lmann zu Nidda ist mit Wirkung vvm l.^uli 1920 zum Kreisvetcrinärarzt inner vorläusir Belassung in seiner -jetzigen Dienststellung crnait worden. sckränkung des Äutomob.loerkehrs an Sonn- und Feiertagen und zur Nachtzeit. — Lehrervcrsamm Lung. — Ausländische lananstrtschrftliche Wanderarbeiter. — Erw.rbÄV,enfLrsorge. — Walzarbci iten. — Maul- und Klauensmche in Bülersheim. — Schweinerotlauf. — PserDtrrudä — Tienstilach- richten. — Bekanntmachung der neuen Fas.ung der ReichsgetreideorLmung Fortsetzung). Lehrer Versammlung. Am Mittwoch den 7. Juli W20, varmitpgs ll/e llhr, soll im Großen Hörwal der Univtriitäl eine Konferenz sämtlicher .^vrer und Lehreriniren des Kreises mit -olgenL..> Tagesordnung stchtfinden: 1. Vortrag des &cn.-d Prof. Tri ssowitz-Gießen über „Tie logische Geschichte Kreises Gie- Die Vettrettr Frankreichs auf der Spaaer Konferenz. Paris, 1. Juli. (WDB.) Frankreich wird auf den Konferenzen von Brüssel und Spaa wie folgt vertreten sein: Millerand, Fach, Finanzminister Marshal, Minister für öffentliche Arbeiten le Twquer, der Präsident der Wiedergut- machungskvmmission, Dubois, General Weigand, Admiral Levavassieur, Unterftaatssekvetär Biga- nan, Direktor des auswärtigen Amtes ^rthelot, sowie dessen Stellvertreter la Roche, stellvertretender Direktor im Amte für Handelsbeziehungen Laurioty, der Delegierte beim obersten Wirtschasts- rat Avenol, Direktor im Finanzministerium Sel- München, 1. Juli. Wächrefmes schweren Vewitters schlug gestern abend Winterholl ersehe Pulverfabr Archen ein und entzündete die boi ___________ baten, Minen und Handgrunat, sinter lautem Getöse flog ein Teil des Betrieb- Handel. , . d l i n, 1. Juli. Börsen st immungs- vtld. An besonderen Anregungen, welche die Börse zur Aufgabe ihrer Zurückhaltung hätte veranlassen wnnen, fehlte es im allgemeinen auch heute. Die Kursbewegung zeigte seit längerer Zeit die übliche Unregelmäßigkeit. Den zufälligen Kaufs- bzw. Bertaussausträgen stand meist keine entsprechende Gegenpartei gegenüber. Größere Veränderungen m ^einzelt. Einen erheblichen Verlust von 42 Proz. erfuhren nur Rheinische Braunkohlen aur größeres Borzugsangebot zu dem ersten Kurse. Hamburger Paketsahrt setzten 7 Proz. höher ein auf Hoffnungen, die die Erklärungen des Generaldirektors Cuno über das Abkommen mit dem amerikanischen Konzern erweckten. Schantungbahn- artlen waren von guter Seite weiter gekauft und teilten sich vorübergehend 20 Pwz. gegen gestern Mer. Im übrigen konnte man aus den kleinen • m namentlich am Montanmarktc ilVerkehrs eintraten, auf eine ziemlich feste Grundstimmung schließen. Bochumer ge- wannen 6 Proz., Petwleumaktien erholten sich durch Rückkäufe etwas Don der gestrigen Ermattung -Deutsche Erdöl gingen auf 1030, Deutsche Petroleum auf 742 zurück, Steaua Romana erreichten 1000. Am Anlagemarkt gaben einzelne deutsche-Anleihen unbedeutend nach. Frankfurt a. M., 1. Juli. Börsen- timmungsbild. Die Abendbörse verlief ruhig bei festerer Haltung. Zu Kurserhöhungen kam es in vereinzelten Mmrtcrnpapieren. Deutsch-Luxemburg stiegen um 7 Pvo-ent auf 275, Gelsenkirchen um 4 Prozent auf 291, Oberbedarf waren 1 Prozent gebessert 182. Am Markte der Auslands- und Kolonialpapiere hoben sich Deutsch-Uebersee Elektrische um 12 Prozent auf 768. Schantungbahn bewährten feste Haltung 639. Deutsche Petwleum wenig verändert 737, Deutsche Erdöl 1010. Norddeutscher Lloyd blieben zu 181,50 gesucht. Hapag notierten 185,50. Rege wurden Bochumer gehandelt 269 plus 7, Phönix Bergbau 407,50 plus 2Vs, 'Caw gewannen 5 Pvozent 243, Lothringer S? utteSdo. Frankfurter Hof-Aktien büßten 5 Pwz. ein 495. Sektkellerei Feist 282 plus 2, Schuhs. Ang. Wesiels 215,50. Scheideanstalt 485,50 plus IV2, ..Bad. Anilin 423.50. Neu-Guinea 680,50. Otavi-Mrnen .780, dto. Genuß 670. Unter den Bank-Aktien wurden Deutsch^Ueberseebcmk 12 Prozent gesteigert 362. Nationalbank für Deutschland gewannen 1 Proz., 147. Ausland. Anleihen ruhig Fest lagen 4pvoz. Bagdad 97 plus 61/. Prozent. 5poc^. Reichsanleihe 79^/g. Frankfurt a. 9JL, 2. 3ult I MUitärpslichtigen nehme täglich größeren Umsang | an. Die Polen versuchten mit den schärfsten Maßregeln die Abwanderung zu verhindern An der Grenze seien Mascknnengewehre ausgestellt, deren Bedienung der Befehl erteilt wurde, alle Flucht, lmge niederzuschießen. Teutsch-tschechoslowakische Verträge. P.s a g. 1. Juli. (WB.) Meldung des tsckvcho- Ilowakischen Pressebureaus. Auf Grund der in ^.^'^^liaatlichcn Kommission, die von der tfchechostowakischen und deutschen Regierung ein* g-eicbt wurde, in Prag abgehaltenen Beratungen, ivurden vorläusig unter Vorbcl)alt drei Abkommen getroffen und zwar erstens, ein Wirtschasts- ab ko mm en, zweitens ein Vertrag betreffend die Staatsbürgerschaft, drittens ein Ab- Kernen über die Durchführimg des Artikels 297 des Friedensvertrags von Versailles. Palästina. Amsterdam, 30. Juni. (WB0 Im Ot>ei* ftagte gestern Lord Syd«rham, in welcher *~eilc in Palästina, das unter englischem Protektorat zu einer nationalen Heimstäsie der Juden werden solle, die Rechte der nichjüdischcn Mehrheit der Bevölkerung geschützt würden. Lord Jcctotcn brache wiederum die Frage der in Aegvp- ten internierten Palästmer Deutschen zur Sprache. In seiner Antwort sagte der Staatssekretär des Aeußern .Lord Curzon: Die deutschen und österreichischen Kolonisten in Palästina wurden nach der Besetzung des Landes aus militärischm Grün- ^n interniert Einige davon sind auf eigenen Wunsch nach Deuschand zurückgekehrt, und andere, die wieder nach Palästina zu gehen immschten, wur- den ordnungsmäßig dorthin gebrach. Auf die Lage m Palästina übergehend, betonte Curzon zunächst daß England kein finanzielles Interesse an dem Lande habe. Dann hob er den strateaisckxn Wert hervor, den das Land habe. Er 'sagte, I es werde beinahe allgemein gewünsch, daß England in Palästina bliebe. Die Araber und Türken bewiesen, daß sie unfähig waren, das Land zu entwickeln Daher wurde den Juden Gelegene heft gegeben, diese Aufgabe auf sich w nehmen. Dte Regierung hofft, die Reche der nichtjüdischen Mehrheit der Bevölkerung durch Einsetzung einer zivilen Regierung zu wahren, die für die innere Sichrheit und Entwicklung des Landes zu sorgen habe. In der Einwandererfvage w-ird die allgemeine Politik der Regiermig dahin achen, keine Einwanderer zuzulaffen, für die das Lmw keinen Unterhalt bietet. TeuerungSunruhkn und Plünderungen in Worms. J Füll- (WTB.) Bon zuständiger Stelle wird mitgeteilt: Die Frist zur Anmel- "^-^oer deutschen Forderungen ist bnbgnltig auf den 31. Juli 1920 festgesetzt. Trotz des wiederholten Hinweises aus die Bedeutung der frühzeitigen Anmeldung für das Reichsinteresse habeii zahlreiche Personen und Firmen bisher leider Anmeldepflicht nicht genügt. Derjenige, der auch die neue Nachfrist ungenutzt verstreichen läßt, hat aus Grund des §64 des Reichsausgleichgesetzes Strafverfolgung zu gewärtigen. . Sinti (WTB.) Havas meldet aus Buenos Aires: Nach den (Srfiäningeii des Landwlrftchaftsministers können 813 600 Tonnen ^^reide ausgeftihn werden. Seit dem 1. Juni wurden 637 000 Tonnen ausgeführt HlinfpM Rap“ Eine Sehenswürdigkeit! Els- „niipiwU uai getränke, Liköre, Mokkastube. fliinfpld Diplp« tonangebend. Nachmittagstee „Uupluill ululu GesellschaftLVeranstaltungen „HöpleW Weinstahen“ „Boplelils Privat-Unter AÄf°smtXn,. m Leitungen sind gestört e Bäume des wurden buchstäblich gell nachmittag wurde der Kassenvor r der hiesigen Eisenbahnstationskasse von zwei rskierten und 'Worms, 1. Juli. (WTB.) Gestern nachmittag und abend stand die Stadt im Zeichen von Straßen dem onstrationen gegen öie Teuer un g. Einige hundert Arbeiter mit Fahnen und Plakaten mit Aufschriften wie „Nieder mit dem Wucher" zogen nach dem Gewerkschaftshaus, wo Besprechiingen stattfanden. Fast sämtliche Läden hatten die Rolläden vor den lier, Finanzinspekteur Chaysser, ^uÄÄsc^^Beirat! E^nulenstcrn herimtergelassen Nach den Beim Auswärtigen Amt Srornageot, Direktor im I lbrechungen zog eutc Delegation zur Handels- Kvhlenversorgungsamt Ader, Vertreter des Schis- 5°^?^ clI! fahrtshaupbarntes Robert, der Dolmetscher bnm ^^^etes Ultiinatum überreicht wurde. In Obersten Rat Camerlvnk. I den Abendstunden strömten wieder Menschen (Tx-, mengen in der inneren Stadt zusamnien. Die T>er Wlkderausdau. Jugend benutzte diese Gelegenheü, um auf eigme Paris, 30. Juni. (Wolff.) Der Sonder- Faust zu demonstrieren. Dies tat sie, indem sic berichterstatter des „Matin", Sanerwein, er- Fenftm'cheiben einschlug, in die Läden eindrang flärt in einem Bericht, chaß die Industriellen und plünderte. Es tarn dabei zu nmsten Schläge- TeutscAands mit den Wiederausbauarbeiten bc« reien unb blutigen Szenen, bei denen die Poli- gönnen hätten. Jchr Programm erstrecke sich nicht mit blanker Waffe Würben mußte. nur auf Wiederaufbau des eigenen Landes, son- ms , 1. Juli. (WTB.) In den Abend- dern auch auf den ganz Europas Es handeleLtuuden setzteii sich die bereits gemeldeten P l ü n- sich also um eine Entschließung, die mit der der un gen fort In kleineren Griippen wur- auswärtigen Politik in engem Zusammenhang stehe ben die hauptsächlichsten Kolonialwarenläden, Wa- und sie müsse daher von den Franzosen genau ge- renhäuser, sowie Kleider- und Schichwarenlädeii prüft werden. Die an der Spitze der Industriellen ausgeraubt. Der Janhagel stürmte die Läden mit stehenden Kreise wollten keine Revanche- Texten und Brcchwerfzeugen und räumte sie Politik. Der Krieg sei für sie ein Fehler größtenteils §anz ans. Der Schaden wird bis schlimmster Art gewesen. Sie wollten den Wieder- jetzt cnif 2 bis 3 Millionen Mark geschätzt. Die aufbau der Welt, den diese so nötig habe- dieser Polizei stand dem Treiben machtlos gegenüber, sei zu erreichen durch Arbeit, Methode und tech- P^ft nach Mitternacht, als fvanzösische Patrouil- nisch-spezialistisck>e Intelligenz. Ihre Schulpen jen ankamen, gelang es, die Stras^i zu säubern, wollten sie treulich bezahlen, aber sie erklärten, Ke Franzosen blieben bis heute früh auf dein daß sie kein Geld hätten und sie von ihrem Marktplatz in Bereitschaft. — Der Wochen- Gehirn und ihrer Arbeit nur dann Gebrauch ma- a rkt.war heute trotzdem sehr mit beschickt und chen könnten, wenn man ihnen finanzielle die Preiie stark gesunken. Die Ladengeschäfte sind Hilfe zullimmen ließe. Man würde die besten! auch heute noch geschloffen. Erfolge zeitigen, wenn man die Hilfsquellen Frankreichs und Deutschlands gemeinsam ausbeutete, und auf diese Weise würde der Ausbau Frankreich in die Interessensphäre der deutschen Industrie fallen. Sauerwein meint, das sei ein Geschäft und die Alliierten müßten es sich überlegen, ob kirchliche 27achvichten. Israel. Religionsgemeinde. Gottes- dienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Samstag, ^ 3. Juli 1920. Vorab.: 7.45. Morg • 8 30 Äbds^ Abds. 9.00 u. 9.40 Uhr ~ ^VaeI- Religions - Gesellschaft, ^abbatfeier d. 3. Juli 1920. Freitag abb 7 50 ^amstag vorm. 8.00. Rachm. 4.30. Sabbattnks-' — Wochengottesdienst: morg. avos. 8.00. bei sich an der Erplosionssdelle ei l m__ ________ bildete. Tie Explosion dauerte 1 erc Stunden. Rach dem Bericht der „Münchnei timg" erfolg- iten nacheinmid^r sieben große osionen, die letzte in ben heutigen Morgcnstm. Granaten und Handgranaten flogen stundcit und explodierten in der Luft. In einem lfeis von über einer Stunde wurden Tausende ben zertrümmert und Hunderte flebeett Auch in der anderthalb ___________ Explononsstelle entfernten Stad! senheim nnrr- ben zahlreich: Schaufenster frrrtr ert. Die tele- Vermischtez Ein glücklicher E'. Augsburg, 30. Juni, r SchutzmMin De iß er ist über Nacht ein bei} hundertfacher Millionär geworden. Seine vsorbene Stiess mutter in Nordamerika hat ihnM Erben eingesetzt. Tas Vermögen beträgt 2,Millionen Dollar, was nach dem Valutastxrnd Millionen Gerichtr-cra Phiiippi-Prozeß je. Frankfurt a. M., l.'uli. Im Lause der Zeugenvernehmunq wurde ai der Teilhaber der Fabrik Stadtvat Kalkbrennetius Wiesbaden gehört, der sich namentlich undas Zustandekommen des Zweimillionen-Verghs bemüht hat. Er bestätigte, daß der ältere deGebrüder Philippi gegen den Vergleich warwas jener als Beweis dafür ins Feld führen II, daß er sich nicht schuldig gefühlt habe. Die fiteren Zeugen- verr.ehmungen beschäftigen sich t Einzelberech- mmg des Rohmaderials, des (Zinns und der Risikoprämie. Abend- Abend- Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs Kurs 30.6. 1. 7. 30. 6. 1.7. 79,60 79,60 79,60 79,70 -■ f —■ 72,75 72,80 — . — — . — 62,90 60,75 — . — — » 70,10 70,20 —. — 154,25 154,- —- — 270,- 268,- -• , — — . —. 204,25 204,- -E e — E» — 171,50 203,50 — f-- 147,- 146,- 147,- MioeiMHotMe über abgelieferte Einkommensteuer für Arbeitgeber, die vom Markenkleben befreit find: Halber Bogen = 60 Pf., bei 10 Stück - 45 Pf. (für 49 Arbei nebmer ausreichend) Ganzer Bogen = 80 Pf., bei 10 Stück = 70 Pf. (für 117 Arbeitnehmer ausreichend). Zu beziehen durch BrühlHe IlubcWls-Biiih- 8,$kinliratf(rn Schirl strafe 7. Erdbeeren ttirschen sowie alles sonstige der Saison enlsvrechendeObst emvfiebtl in täglich frischen Zufuhren zu billigsten Preisen 6434 W. Hankel Neuen Bäue^ Tel. 612. Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teil- nähme sowie für die zahlreichen Kranz- unb Dlumenspenden bei dem Hinscheiden unseres unvergeßlichen Entschlafenen sagen wir Allen unseren innigsten Dank. 3m Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karl Heinrich Rinn. Heuchelheim, den 2. Juli 1920. Rodheim a. d. Bieber, der uli 1920. 011713 Die Beerdigung findet Istag nachmittag 2*/i Uhr statt In tiefer Trauer: amilie Ludwig Hasnolbach amillc Kaspar Stork nebst allen Angehörigen. Heute nacht versehi ach kurzem, schwerem Leiden meine hebe, gilte Frau, ub treusorgende Mutter, Tochter, bch wester und Schw&geri Frau Luise Halbach geb. Stork im 38. Lebensjahre. Wiesenheu! Her Ernte! Vorsicht Pro^raucher decken sich sch^t ein, bevor die greise steigen. Wir sind Al* groß. Mengen Wiesenheu in düngen trockene Wiir sukzessiven und ab ^uli ü. Jahres Mäßigen Preisen gäbe daOtterliP0St'yendendc «eu unter An- jaoe des evtl, zu kaufendenihtums. 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Kamerad Carl^-Frankfurt spricht über: neue WnnstWs- n. omteröliebenetiflefeß und über Sie mtemanonale Ssnserenz in Senf. Alle kriegsbeschädigten Kameraden und Hinterbliebenen sind eingeladen. 7234 hoben a) für Gebäude mit Wohnungen bis 3 Zimmern enrschließlich: für 1 Familie 3.20 Mk. 2 Familien 6.40 „ 3 und mehr Familien 9.60 „ Gebäude mit Wohnungen von : , Bei 3nWan«tc«ten. L^J,;S*'s'Ä ^?^?^"'Warenbäu,., besser. Mädchen od.zur Stadl- u. Luruswaren- selbständ. Führung eines actchästeu OberbestenS x^inen Haushaltes zum und Umgebung I bald. Eintritt. Schr. Ang. u.7231 an d.Gieß.Anz. erb. m, gr. tatatl auch als Nebenerwerb pass, sof. abzug. Artikel ist ges. gesch. und wird unbedingt aebr. Erwr- der'lich 2-3000 M. Nur ernste Resiekt. lBeruf u. Wohnort nebeniachl.), die wirkt, viel Geld verdienen wollen, erfahren Näheres unter F. v. B. 8867 an Bndolf Messe, Frankfurt a. M. 721788 Fahrrad Ä zu kauf. ges. Schr. Angeb. u. 011739 an d. Gieß. 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Das Wassergeld ist vierteljährlich, und zlvar unter Zugrundelegung des Preises von 40 Pf. für 1 cbm zu entrichten. Nach Ablauf des vom 1. April bis zum 31. März jeden Jahres laufenden Rechnungsjahres wird der nach vorstehender Preisermäßigung sich ergebende Preisnachlaß verrechnet. „ Gießen, den 30. Juni 1920. 72238 Stadt. Gas- und Wasserwerk Gießen. S teding. Sta-tmisfis» Gießen, Löberstraßc 14 Sonntag, 4, Juli, abends 8*/s Ubr Dötting oon Drobft DJegenet-BuBlanö. über: Märtyrer au» dem Baltikum, Finnland nnd Rußland. 0117211 --------- Jedermann ist herzlich willkommen! ■—= SWmWl-MW-MW im Bezirke der Stadt- und des LaudkrcistS Gießen. Heute Freitag, 2. Juli, abends 8 Uhr, im oberen Saale des „Posrkeller" Versammlung. 1. Beschlußfassung über die von der Prei-prüfungs- stelle Gienen vorgeschriebenen Preise. 2. Verschiedenes. /226 Da cutsckcideude Beschlüsse zu fassen sind, müssen alle Mitglieder anwesend sein. Der Borstand. MMS Hauses gesucht. 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M. 7219ss Auikunft über Adressen u.J. f. jj-1 « । । I durch die Belch2si»siell« kann Tiiflnl iinninntnnl nicht trt«ut werden. vollstreSungvonRäumungsurteilen Die Gültigkeitsdauer der Anordnung, wonach die zwangsweise Räumung einer Wohnung nicht erfolgen darf, wenn die Gemeindebehörde iWohnungs- amt) bescheinigt, daß der Inhaber der Wohnung bei Durchführung der Räumung wohnungslos werden würde, ist mit Ermächtigung des Landes-Arbeits- und Wirtschaftsamts und mit Zustimmung des Reichs- Arbeits-Ministers bis zum 1. April 1921 verlängert worden. Gießen, den 1. Juli 1920. 72336 Der Oberbürgermeister. I. V.: K r e n z i e n. 1 Soiifumoertin ll Watzenborn t. 8. m. b. §. F in Liquidation. - Der Konsumverein II Watzenborn e. G. m. b. H. ist It. Beschluß der außerordentl. Generalversammlung vom 24. April 1920 am 1. Juli 1920 in Liquidation getreten. Wir fordern deshalb alle Gläubiger auf, etwaige Forderungen an die Genoffenschaft geltend zu machen. Konsumverein 11 Watzenborn e.S.m.bH.in Liquidation. Die Liquidatoren: WlingSjiegeM7-. 011747 Krofdorf Nr. 24. Waitzsain. Rctzrinfstikr zu uettaufen. 011714 Saasen, Bahnstr. 10. 3 Jagdhitude lPudel-Poinder), 8 Woch. alt, preisw. z. verk. Sckr. Ang, u. 011712 a. d. G. A. Sdn». Minostli'Hatzn m. Hübner zu verk. 01,997 Schiffcnb. Weg 54 II. 8 Is. Legehühner zu verk. 011699 Niegelvfad 21. Wmf iunflec Hundt foro.e. photoar. Apparat (18x24) zu verkaufen. Allendors a. d. Labn, I eins.] Obergaffe 20. Ueberziebcr 1 Paar (Yummiichube und sonstige Haus- und welcher als Assistent für den in Frankfurt/M. domizilierenden Generalvertreter; und von diesem unterstützt, tätig sein soll. Unsere bekannte Leistungs- fähigkeitbieteteineGe währfür zufriedenstell. Einkommen. 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