Dienstag, 2. März 1920 Erstes Blatt 170. Jahrgang 8io- Der prozetz Lrzberger-Helfferich. Berlin, 1. Mär;. (Wvlff.) Der heutige Verhanblungstag wird erngeleitet mit der Erörte- nmg ber angeblichen Tenunzicrung Öelfte r i ch s in der belgischen Frage. Englisches -lusländcrgesctz. Im englischen Parlament gelangte jLndc brs verflossenen Jahres das Gesetz zur Rege Hing der Ausländerfrage zur Verabschiedung. Lßenn auch das Oberhaus nach heftigem Rin gen,mit dem Unterhaus einige Milderungen durchgcsetzt hat, so enthält das Gesetz bcdi noch eine Reihe von Bestimmungen, die die Einwanderung und den Aufenthalt für efv ar als feind lick>e Ausländer außerordentlich er chweren. Ferner bestehen Beschränkungen für Die Beschäftigung in gewissen Berufszweigen, irr die Beteiligung an gewissen Gesellschaften' !0wie für eine Namensänderung. Das Jn- sltitut für Seeverkehr und Welt' wirtschaft ander Univers'itätKiel 'besitzt den vollen Text des Gesetzes und ist bereit, auf Wunsch gegen Erstattung der Ber- vielfältigungskosten Abschriften des Original- tcixtes oder ausführliche Auszüge in deutscher Sprache zur Verfügung zu stellen. Die Namen der Ausländer, denen eine,Landung in England gestattet wird, werden von England allmonatlich bekannt gegeben. Das K i e l e r I n st i t u t besitzt eine erste Li'.ste, enthaltend die 129 Namen für die Zeit vc»m \ 23. Dezember 1919 bis 31. Januar 1920. Interessenten können die Namen mitge-- teilt,werden. Auf Wunsch kann auch eine regelmäßige Zusendung der Listen gegen Erstad- tung der Unkosten erfolgen. Unfragen sind in allen Fällen an die N a ch r ichte xfa b tc i«= l u n g des Instituts für Seeverkehr und Weltr- wrrtschaft, Kiel, zu richten. Ein neuer Streit in SüdwaleS. London, 29. Febr (Wolfs.) Die Stahlarbeiter von Südwales haben beschlossen, am Samstag in den Aus stand zu treten, um eine vierzigpwzentige Lohnerhöhung zu erreichen. Diurch den Streik werden 16 000 Arbeiter berührt. Der Widerstand der Iren. Amsterdam, 1. März. (WTB.) Englischen Mattern zufolge lehnt die irische Presse die Homerule-Bill ab. Tie Bill bezwecke die Plünderung und Teilung Irlands und sei eine Beleidigung für Irland. Die Wahl eines Reichsverweser» von Ungarn. Budapest, 1. März (WTB.) Die Nationalversammlung wählte heule den Admiral Nicolaus von Hort Hy zum Reichsverweser, worauf dieser den Eid aus die Verfassung abtegte. Tie Nationalversammlung beschloß ferner, der Wahl Gesetzeskraft zu geben und ein Ehrenhoiwrar von irrer Millionen Kronen für den Verweser ausqusetzen. Annahme van Anzeigen f. bie Xagc'Muimmer diS zum Aacdmlllag variier ohne ledeVerbindlichkeit. Preis |flr \ mm höh« für Anzeigen v.34 mm Brette örth.ii 25 Pi, ausivärts 30 Pi. - für Reklame- Anzeigen von 70 mm vreue»' Pf. Bei Plah- oorfcbrmM* Au'fclllag. Haupts cd riuicucr: Ang. Soe?v Verantivorttich für Politik: Aug. Goetz: für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; sür den Anzeigeuleä'. H. Beck, fämihd) in Dietzen. Der Streik in Frankreich. P ar is , 2. März. (WTB.) Der Nation ale Eisenbahnerverband teilt mit, daß infolge von Besprechungen beim Ministerpräsidenten eine Einigung zwischen Vertretern des Verbandes frnb der Eisenbahndirektion erzielt wurde. Daher wird der Befehl, die Arbeü sofort wieder aufzuneh- nten, vom Verband gegeben werden. Paris, 1. März. (WTB) Savas meldet aus Sttaßburg: Gestern nachmittag wurde in der Schlußsitzung des sozialisttschen Kongresses mit» geteilt, daß die Eisenbahner von Elsaß- Lothringen sich dem Ausstand angcschlos- fen haben. Ääm*»fc in Syrien. Am sterda m, 1. März. lWTD.) Die englischen Blätter vom 28. Februar bringen ein Telegramm aus Kairo über die Kämpfe in Syrien, wonach dieTürkenundAraberAle- xandrette genommen haben. Eine englische Anregung auf AuSvau de» Völkerbundes. Amsterdam, 1. März (Wolfs.) In der Unrerhaussitzung vom 23. Februar Staate Lord Cavendifb Mvnting den Premiermrm^ er, ob bte Regierung den Regierungen der Allurrtcn empfehlen mürbe, daß als Auss chutz des Völkerbundes der Wiede-rgutmach - ungsausschuß eingesetzt rnirb, und daß Vertreter der deutschen und ölterrerchr- schen Regierung als Mitglieder in diese Körperschaft auf genommen werden, damit tte gegenseitigen Rechtsaniorüche mit den ?0rKsicke- rungen des wir schädlichen Wiederaufbaues aus- geg.icbe:'. werden und Mitteleuropa vrr dem Bankrott lewahrt loetbe. Lloyd George errav- terte, Bieter Vorschlag bedeute eine vr.lltbnumene Umswßung der Bedingungen des Völkerbundes. Er könne daher die Allrierten nicht aufDrdern, ihn mr zunehmen. Die vertehrrnöte im zerstückelten Osten. 1 Königsberg, 1. März. (WTB.) Ter Prä--1 f ident Rißmann tarn Landesfinanzamt in Ostpreußen, Mitglied der deutschen Delegation für Verkehrsangelegenheiten in Warschau, berichtet nne die Abendblätter melden, über den polnische! Standpunkt bei den Verchrndlungen über den Turchgangsverkehr von Deutschland nach Ostpreußen u. a.: Einen Turchgangsvcrkehc vom Rumps Deutschlands nach Ostpreußen durch Polen gibt es nicht, denn Polen und Ostpreußen grenzen gar nich aneinander, weil der Freistaat Danzig und die dlbstimmmrgsgebiete RLariemverder und Alleinstein dazwischen liegen. Polen will verhandeln mit Danzig und den alliierten Verwaltungsaussäüinen. Es erkennt die Souveränität Tcutschlands über bie Wstimmungsgebietc nicht mehr an und will diese völkerrechtlich nur durch die alliierten Ausschüsse vertreten wissen. Hiergegen wird auf Anordnung des Lluswärttgen Amtes in Berlin Protest eingelegt. Im PersancnverLehr lehnt Polen den Durchgang über Dir schau nach dem Abstimmungsgebiet Marienburg ab, da Tirschau für den jetzigen Kriegszustand Polens mit Stwjetrußland ein äußerst wichtiger Eisenbahnpuntt für den 'Nachschub von Danzig nach Polen ist. Bezüglich des Güterverldyrs will Polen dm Verkehr von Deutschland in Kvuitz übernehmen und ihn in Marieichurg oder Nkarienwerdcr wedn an tt deutsche Bcchnvcrwaltung übergeben. Ti ! vom polnischen Finanzministerium unter der öanb rnitgc- teilten Vorschläge für das Zollverfahren bet dm lieber gang aus Deutschland nach Polen und umgekehrt erdrosseln den Verkchr vollständig. Br- züglich des PaßverkchrS besteht Polen auch für dm Durchgangsverkehr aus allgemeinem Paßzwang. Die Abstimmung in Masuren. Berlin, 1. März. (WTB.) August Winni g, Oberpräsident von Ostpreußen, teilte einem Mitorberter des ,.Vorwärts" mit, nach Aussagen von Mitgliedern der Entendekommissi-rn würde sich die Abstimmung in Uüasuren spätestens! im Full ober August stattsinden. Tie Wahlaussichten könne er als ä u ß e r st gut bezeichnen. Die Vergleichsfrage zwischen Staat und Königshaus in Preußen. Ans dem besetzten Gebiet. Warnung vor ausländischen Aufkäufern. Koblenz, 29. Febr. Der Reichsverband für Herren- und Knaben-Klei- düng, E. B. Düsseldorf, Ortsgruppe Koblenz, erläßt fvlaenden Aufruf: Der Tiefstand unserer Valuta lockt fremde Staatsangehörige hierher, welch:, ohne im Ve'rtz orchnun^mäßige^ Papiere zu sein, unter Au-- nltzung mtferer Notlage auch noch bie letzten Vor* Berlin, 2. März. Die sozialdemokratischen Fraktionen der Nationalversammlung und der preu- nschen Landesversammlung hielten gestern abend eine Sitzung ab, um zu dem Vergleich zwischen dem preußischen Staat und >er Krone Stellung zu nehmen. In beiden Fraktionen ging die übereinstimmende Meinung dahin, daß das Vermögen der früheren königlichen Familie als Eigentum der Allgemeinheit anzusehen ist, die der Familie überhaupt ferne Entschädigung schulde. In der heutigen Sitzung der Landes Versammlung wird der scharf ablehnende Standpunkt der ozialdemokvatischen Fraktion gegen den Vergleichs- Vorschlag hinsichtlich des Vermögens der früheren königlichen Familie begründet und der Vergleichsvorschlag einem Ausschuß überwiesen werden. In Verbindung mit der Vorlage soll der Antrag der Unabhängigen auf Enteignung des Vermögens der ehemaligen Fürstenhäuser beraten werden. Die bürgerlichen Parteien haben sich fest entschlossen, den Vorgleichsvorschlag anztmehmen Ob der einmütige Widerstand der Sozialdemokratie ihre Haltung beeinflußen wird, erscheint völlig ungewiß. Bei der ersten 100jährigen Wiederkehr dieses Schmachtages im Jahre 1748 hatte man den Elsässern nicht zugemutet, ein Fest zu feiern. Tie französische Tespotie hatte unfern freiheitliebendcn Vätern bereits allzu tiefe, empfindliche Wunden geschlagen, als daß sie mitten in all ihren Leiden nicht gefühlt hätten, daß durch oie Feier der Unterjochung ihrer Vorjahren durch fremde lieber - madü sie ihre Ahnen, ihre Vergangenheit verleugnet und ihre eigene Schmach zur Schau getragen hätten: sie fühlten allzu tief, daß ein Volk, das seine Nationalität preisgibt, Selbstmord begeht Europa weiß, was Elsaß, was Straßburg ttxn : ein blühendes, reiches, beneidenswertes Land, eine Stadt, geehrt von allen und, weithin in die deutschen Gaue, ein glorreiches, nachahmungswürdiges Vorbild. Und jetzt? Wohin ist all dieser Glanz, wohin all dieser Ruhm, wohin all dieser Wohlstand?" Tie Kunst sei davongezogen, die Wissenschaft vernichtet, handel, Industrie und Gewerbe verfallen. „Nicht bloß zur Garnisonstadt, bis zur Bettel statt sinkt Straßburg herunter, nwm nur wenige Jahre noch die Dinge im jctzigm Zustand verbleiben. Urft» nxc Kirnte es anders werden? Was kümmert sich Paris, was Frankreich um Straßburg, was um des Elsasses gerechteste Klagen und Forderungen, trotz aller Huldigung, bi« von hier aus dem großen Mutterstgate, der unser Vaterland verschlungen, bargcbvackt werben? Ist ber Elsässer doch noch immer ein Deutscher und tnxrr ent dickdäuptiger Deutscher für die zahl lose Menge der Stockwelschen, gut zur Erhebung beträchtlicher Steuern, gut zu Kanonenfutter und zu jeglicher sonstigen Ausbeutung, wie viele Feste ihr auch nod- zu Frankreichs Ehre feiern möget!" „Deutsch ist, deutsch bleibt nvck, für lange der alte Grundstock des elsämfchen Volkes, nxc lehr er auch birrri) fremde Einntisckmng und durch llnterdnlcknng. gehemmt und gefährdet werde. Nimmermehr befreundet sich der Grundcharaller des Elsässers, Wimmer mehr befreunden sich seine angestammte istettichkeil und Offenheit, nimmermehr sein eckn deutsches Gemüt und Sittlichkeitsaefühl^mit wel scher Frivolität und Leichtfertig(wft. Sottild er aushört, Elsässer zu fein, sobald er in tnnbenhafter1 Vermessenheit sich einbilbet, Franzike zu sein, erniedrigt er sich zum fratzenhaften Zerrbild, zur Karikatur." Schneegans schließt mit dem Gelöbnis, daß es noch Elsässer gibt, die sich innig verknüpft fühlen mit der deutschen Vergangen beit imd den deutschen Ahnen. tion" m meiner Broschüre bezieht sich aus den Vorstoß, den Erzberger in der „Deutschen Allgemeinen Zeitung" am 23. Juli 1919 gegen muh bezüglich der belgischen Frage unternahm. Er sagte darin: „Unter Hclfterrchs Aegrde wurden die schwerindustriellen Aspirationen aus Belgivi ox- gani siert " Deswegen mußte ich in bei cm Angrin eine Drohung mit der Ausliesenrngsliste sehen inti> eine Denunziation an die Entente. Erzberger hatte bas subjellive Bewußtsein, daß er nnch tn die Gefahr der Auslieferung brachte. Ein Beweis dafür ist seine Rede, bie er sechs Tage später m der Nationalversammlung geeilten hat. ' Erzberger wird bieutnif als Zeuge vernommen Er erklärte: Alle Behauptungen des Angeklagten auf diesem Gebiete bann ich unter Eid als falsch bezeichnen Im übrigen wußten unfere Gegner über die belgische Frage sehr genm: Be- sckeid, berat bet bem übereilten Rückzug Mis Belgim wurden alle Allen über d« belgische Frage drmh die Nachlässigkeit er:»5 Beamttrn nuh! r^^etttg abtransp ri Tt und ft lenl'n .t Lcknd der ©.Igier. Ten Vorwurf der Seranatoten teetk rchmtt großer Enrfchiedenhftt zurück. EUzk>«»er verlieft e.ir? Stelle aus bem stmogravhachSi W®wll der NariTnalversarnrnlung Dom 29 ^nlt 1919, irm^u beweisen, daß br Araßerung './-Tamt kmmm Sic sich nicht beklagen, wenn getmlfci ^ticirrchkeiten das Mißgeschick passieren wllte, auf bie Auslre- ferungsliste gesetzt zu werden", nicht eine Äscherung von ihm, sondern von dem Abgeoidnetrn, Aticßler war, die er, Erzbcrger, in seiner Rede nur zitiert habe. Der Sinn meiner Rede war jedenfalls ganz anders, als der Angc- tiagte ihn hier darftellt. Vorsitzender: An bie Nennung des Na- nicns des Angeklagten in düsem Zujammnttving dachten Sie alsa nickst? — Erzbcrgcr: Nein. — Rechtsamvalt Alsberg: Auf den Namen delfferich war bxb aber seckis Tage iorher ui der „Deutschen Allgemeinen Zeitung" zweimal li.nge- iviescn worden. — Erzderg« r: Mit Reckt. — delsserich: Es ist nicht wahr. Ich mutz diese Aeußerung nochmals als eine ? gemeine Denunziation bezeichnen. — Ter Vorsitzende rügt diesen Auübruck. — Helfserich behauptet, der sienograplisckst Bet licht, auf den sich die 4lussagc (s-rzbergers stütze, sei abgeänbert worden. Tie belgische ^Regierung Hot über meine Tätigkeit anders geurteilt als Sie. — Erzbcrger: Tas Gegenteil i|t der Fall. Von der belgischen Negierung werden Sie als der vanplur'hcher angesehen. -- Zmae Gch/.nirat Rießer beEunbet u. a : In jener Rede, oie her in Frage fttbt^ machte ich den Passus sv, wie er mir in den Mund gelegt wird, nicht. Meines Erachtens muhte Erzbcrger sich bewußt fein, daß diescharfen Angriffe, die er gegen Geheimrat Lugenberg, Lelffertch, üu-1 dendo r s und andere in seiner Rede Die Zustände in Sowjet - Rußland. Amsterdam, 1. März. (Wolffs „Daily News" bringt eine außerordentlich pcssimiftische Schilderung des Sonderberichterstatters der „Neu-- York World" übet die Zustände in Sowj et- rußland. Tas Eisenbahnwesen sei erschüttert. Eine groß angelegte Offensive gegen Polen oder einen anderen Nachbarstaat sei daher ausgeschlbf- fen. In dNoskau, Petersburg und anderen Jn- dusttiemittelpuntten verhungerten rund acht Millionen Menschen, von denen nur eine dünne Schicht zu den Bolschewisten gehöre, langsam aber sicher. Tie Sterblichkeit Moskaus betrage 30 Prozent. Tas Land werde von Epidemien heimge- fucht. — Es ist auffallend, daß die radikale „Tally News", btt bisher allen derartigen Meldungen über Sowjctrußland zweifelnd gegenüberstand, üryt den Eindrücken, die der amerikanische Journalist in seinem zehnwöchigen Aufenthalt in Sowjetrußland erhalten hat, einen so weiten Raum gewährt. Paris, 1. März. (LVB.) Nach dem „MatSn" trafen in Paris ungünstige Nachrichten ans Slib- rußlanb über die Lage der Arm« Dknikins ein. Die einzigen Truppen, tte erfvlgvnch gegen die Bolschewisten kämpften, seien östlich von Rostow. vom 2 5. Julirichtcte, die Entente veranlassen konnte, ihre Auslieferung zubegehren. Zu bem birauf behandel den Falle an ke , bei bem es sich um die Dirbstahlsaffäre im Flotdni - verein handelt, bekundet Zeug' Grundow, ivr als Richter die Vorunlersuckmng gegen dte b.iben des Diebstahls besckiuldigtcn Jankd, Valer und Solpi, führte, Erzberger habe auf die Frage, ob er wisse, wie und durch wen gewisse Schrift^ stücke in den Besitz des „Baycrifckien Küri-ers" kamen und innneweit Janke in Betracht käme, bi: Antwort mit dem Bemerken verweigert, daß >it sich bei ihrer Beantworttotg strafteckülichcr V-ri fofgung aussetzen würde. Der Zeuge er klärt mit Beitimmtheit, daß von Liebsdähl gesprochen wurde. Rechtsanwalt Bertram er Bart, Erzbcrgcr feit langem zu kennen und bei einem Gespräch mit ihm 1906 die Antwort erhalten zu haben: Em Diebstahl liegt nicht vor. ReickstSminifter Gießbetts erklärt, daß er sich an die .Vorgänge, die fidj 1916 um bie Steuervo-clagm dvehten, nicht m?hr erinnere. Zur Julivcsolution bekmchet d'r Z«tgc, er habe das Vorgehen Erzbcrgers nicht als 1 raten Vorstoß angesehen. Auf weiteres S‘fragen1 erklärte der Zeuge, daß nur der engere Ausschuß her Zentrurnsftaktion von den Absichten Erzb'tgerS wußte, lieber die vertraulichen Behandlungen des Parteitages des Zentrums in Franfturt a. M. leimt der Zeuge jede Auskunft ab, da sich alle An- toeieitben zum StTCfdto igen verpf ichtrt hätten. Minister David führt aus, die soztoldenwkrali'che Partei ftcke Bethmann-Lollweg eingelMnd unterrichtet über ine im Volke herrschend: Mißstimmung. Sie habe eine klare Erklärung über bi: N'ri-gs-iele gefordert. Ebert habe erklärt, das Volk Härte j>.d-s Vertrauen zur Regierung verloren, .'s müsse reiner Tisch geichoften werden. Der Vorsitzende des (Gerichtshofes saßt die Aussoge Davids dahin zusammen, daß er den Vorstoß Erzbergers nicht als etwas betrachte, aus dos die Regierung gftaszt ftin mußte. David erklärt, er wisse nicht, ob bie Roi qienmg wissen mußte, baß diese Aktion gerad? von Erzberger ausgchen werde, obre bv: Regierung sei darüber unterrichtet gemein, daß eine sehr kritische Situation vorhanden war. Berlin, 1. März. (WTB.) Im weiteren Verlaus der Verhandlung fragt tz e l f f e r i ch Erzberger, ob es richtig sei, daß kürzlich z u tz ä n d e n des Generaldirektors Rabes vom Thyssenkvnzern 400 Mill. Mark als Entschädigung für die lothringischen Hüttenwerke gezahlt worden seien Erz- berger lehnt es in seiner Eigenschasi als Rcichssinanzminister ab, dar- über sich in der Oesfentlichkeit zu äußern. Es handle sich auch nicht ton dir Firma Thyssen allein, sondern um 16 Firmen. In der vierten Nachmittagsstunde erflärte der Vorsitzende die Beweisaufnahme für geschlossen. Berlin, 1. März. (WB.) (Ergänzung zum Helfterich-Prvzeß.) Giesberts sagte zur Frag' der Steuittrortagen noch aus, einer svlchm Äußerung Erzbergers, biß der Reichskanzler auf bt’ Durchführung der Vorlagen keinen Wert leg: Mecde er sich unbedingt erinnern Ein- so markante Aeußerung des Reichskanzlers wäre, tomn er sie gehört habe, seinem Gedächtnis nicht ent- fallen. Die.„^mrantin" über die poüamrntarische Lage. Berlin, 2. März. In der „Gcr maniä' wird gesagt: Die Opposition von rechts und linT? möge bedenlln, daß die Sprengung der Koalition nicht der Beginn ihrer Herrschaft sein könne Die Uebcrzcngung von der Notwendigkeit bei Fortführung btt gegenwärtigen Politik fei im Zentrum so fest fregrünbet, daß das Ausscheiden einzelnerPersönlich'keiten nichts daran andern werde. Ztrahburger parallelen. Kaum ist das alemannische Elsaß der alten ftanzösischen Begehrlichkeit wieder anheimgefallen, so beginnt auch schon das alte Leid, unter dem das Land Jahrhunderte gellltcn. Wie das führende katholische Blatt des Unter-Elsasses, der „Elsässer", scststellt, sind die Schlagworte von der „Tragik des Grenzlandes", von der Behandlung als „Bürger zweiter Masse", von dem „doppelten Maße", mit dem gemessen wird, von neuem zu hören. Die ftan- zösische Geschichtsschreibung hat es in ihrer geschickt sälschcnden Att immer so dargestellt, als ob sick) die Elsässer wahrend der ftanzösischen Herrschaft wohl gefühlt hätten, und besonders viel ist von dem angeblichen „elsässischen Jubelfest" vom Jahre 1848 gesprochen worden, bei dem die 200. Wiederkehr des Friedens von Osnabrück gefeiert wurde. In bem „Grenzboten" erinnert Fr. König an ein* Betrachtung, die damals der Stabtarchivar Ludwigs Schneegans von Straßburg in dem Hauptorgan der nationalen Revolutionsbewegung, der „Deut scheu Zeitung", veröffentlichte. Der ganze Jammer, «der ihn und alle echten Elsässer erfüllle, kommt in dieser Klage über die Verftemdung der .Heiinat ergreifend zum Ausdruck, und seine Worte sind heute, wo die Franzosen mit leidenschaftlichem Nach druck das 1870 unterbrochene Werk der Romani- sieiung wieder ausgenommen haben, zeitgemäßer Demi je. ,Lm Augenblick," schreibt Schncegans, ,,nx> in ganz Europa die Nationalitäten sich geltend zu machen stricken, mo die unterjochten Volkn hck- denmütig ringen nach WiÄrerclangimg verlorener Freiheil und llnobbängigkeit — in diesem Augenblick soll das Elsaß, zum ersten Male, bas An- denken an seine Ueckergabe, an seine schmählich vollbrachte Abtretung an Fraickrrich festlich de gelpn' Enkel, reparblÄanische Enkel ehemaliger Republikaner, fallen das 200jährigc Arativersarium der Unterivchung ihrer Vorfahren durch eine frembe, despotisch rnonarchiiche Macht mll jubelnder Freude begrüßen! Welch ein Fest! Seit Jahrhunderten hatte Frankveick unverwandt seine tirfhernen Augen auf bas blühende Elsaß gerichtet. Seit den Tagen Kaiser Friedrichs III. hatte es alle List der Tipb>- matic aus gewendet, um Straßburg abfällig zu machen von seiner alten Treue am Deutschen Reich. Umsonst waren alle Bemühungen, umsonst alle Ränke. Die glänzendsten Versprechungen sch.irmen an dem Ehrgefühl unserer Ahnen und an ihrer unerschütterlichen Liebe zur Frei'hnt und zum Vaterland. Erst nachdem durch die endlosen Drangsale des Dreißigjährigen Krieges Deutschland zerrüttet bar* nicdcrlag, gelang cs Richelieu, das sell Jahrhunderten durch Frankreichs Könige rastlos verfolgte Ziel zu erreichen imd sich im Fnedcn von Münster von Oesterreich die Landgrafschaft Elsaß imo die Reichsvogtci der zehn Städte abtreten zu lassen. Die zehn Reichsstädte sanken hernieder zu Mnni- zipalstädten, und nur zu früh ichon mußten die im Elsaß ansässigen Stände es sich gefallen lassen, als französische Vasallen behandelt zu werden. Jetzt schon wußte Frankreich mehr sich zuzueignen im (Asaß, als ihm durch den Westfälischen Frieden war zugestanden worden." Nr. 52 Tex Skfiatr Swje^et erscheint täglich, außer Bonn- und Feiertags. vez,grpreir: Monatlich Mk. 2.30, vierteljährlich Mk. 6 80 einschließlich des Bestellgelds; durch die Post vierteljährlich Mk. 6.— ausschließlich Bestellgeld. Fernfprech - Anschlüsse: sürd,eLchriflleitungll2 B erlag,GefchasisslelleSl Arllchrllt für Drahtnachrichten: Anzeiger Lietzen. Postscheckkonto: Sranflnri a. El. 11686 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für OberHeffen Sroinhgsruudönid u. Verlag: Vrühl'fche Univ.-Vuch- n. Steinöruderet L. Lange. 8christlett»ng. Seschästrftelle u. Dradttti: Zchulstr. 7. Gedankenvoll, ein tiefes Erschauern im .Herren, durchschritt der junge Seemann das Dorf. Jed.'s alte Friesenhaus grüßte der aufftrählende Mick seiner ernsten, grauen Augen. Wie tixir die Welt so schön und wie wunder- elig lachte die Heide? Sie blühte blutrot und die chwarze Rauschbeeve hing in üppiger Fülle an ichtgrünen Sträuchern. Hier und da wicgte |i(ti eine blaue Glockenblume und die gelben Schmetter- lingsblüten des Ginsters mischten sich mit den tnrntten, leicht rotgefärbten des Schotenklees. Bmt brach einen großen Strauß, auch die blatzwte Grasnelke pfückte er und die gelben Wüten mit dem luftigen Namen „Unserer lieben Frauen BNt- strvh." Bald hatte er emen wundervollen Heide- strauß. „Wie ein Hochreiter," dachte er. Einen Abschiedsblick warf Bent noch auf die kleinen Bläulinge, die im flatternden Fluge über die blumige Heide taumelten, die hier am End! war, dann eilte er dem Morsumklisf zu. Aber wie scharf sein Auge auslugte, uirgmds war ein menschlich Wesen zu entdecken. Der Blumenflor hatte aufgehört, nur die so- genannte Männertreu — eine Distel art mit fremdartigen, weißgrauen Blättern, dornig zu gespitzt und mit violett schimmernden, kugeligen Blüten- köpfen, wuchs spärlich int Sande. Ob er auch die Männertreu noch zum Strauße fügte? Nein, die brachte er selbst aus Dollem, heißem Herzen. Das lachende Svnnengvld über der Landschaft und über dem Watt war verschwunden. Im Westen hoben sich dunkle Wolkenberge auf und Bmts hmbiget Blick erkannte daran ein neues Wetter, das sich in Kürze entladen mußte, ©een Schritt wurde zögernder. (Fortsetzung folgte erste treten. weizen, 1089 T. Erbsen, M) T. Linsen -und Wicken, Reue Höchstpreise. rüden, 956 063 T. RuErüben, 30 630 T. KolL ** Die Zuckerpreise. Wie bereits 49 295 T.' Mohren, 12398 T. Weißüchl, mitgeteilt wurde, sind die Zuckerprefle der 731 T. Zwiebeln, 202 014 T. Klee, 58 252 T. Kleinverkaufspreis auf oer Seife selbst — bei Seifenpulver auf der Packung — in deutlicher flüchten ohne Getreide, 147 T. Gemenge aus HMenfrücküen mit ©erveibe, 453 827 T. Kartoffeln, davon waren eriraM 6833 T., 140916 T. Zuckerder Hülsenfrüchte und Futtergräser, Klee usw., im allgemeinen besser gewesen ist. Nachberech-nung für alle Lieferungen vor dem 31. Januar 1920 darf nicht stattfinden. Ausdrücklich .wird betont, daß die erhöhte Umsatzsteuer in-dieser Preiserhöhung bzw. in der Erhöhung des Großhandelszuschlages voll enthalten und eine besondere Berechnung der Umsatzsteuer, wie dies vereinzelt geschehen, nicht statthaft ist. Die Kommunalverbände werden ersucht, die Kleinhandelspreise entsprechend diesen Erhöhungen unter Berücksichtigung der von den Kleinhändlern zu tragenden Umsatzsteuer neu festzusetzen. Ein Kleinhandelszuschlag von ungefähr 16—18 Pf. auf den frei Haus des Kleinhändlers ermittelten Betrag dürfte als angemessen anzusehen sein. Luzemeheu und 289 665 T. Wtesenhctui. Aus den Bergleichen mit 1918 geht hervor, daß die Ge- Verkündung, d. h. vom 31. Januar 1920 an, in .Rechnung gestellt werden dürfen. Eine ** Der Preis der Rvhbraunkohle. Tie Hessische Bergüverisdirektion macht b'kannt, Aus Hessen. Bom heffischen LarideAckulbeirat. Heimkehrer. Heute mittag etwa um 12 Uhr wird ein Heim- kehrerttanspvrt von 1000 Mann eintreffen. Veranstaltungen. Dienstag, 2. März. Demokratische Partei, 8 Uhr, Mttgliederabend im Aquarium. — Lichtspielhaus, „Mvniea Vogelsang", „Ein nettes Kleeblatt". — Lichtspiele, Seltersweg, „Die Herrin der Welt", V.Teil. * f**i Die Srnte irr Hessen. Die jetzt veröffentlichen Ermittelungen der Ernte-Er- g^bniffe im November 1919 ergeben: 49 321 T. Weizen, 626 T. Spelz, 90 717 T. Roggen, 58 186 Tonnen Gerste, 1469 T. Gemenge aus vorstehenden Getveidearten, 55 869 T. Hafer, 362 T. Gemenge aus Getreide aller Art mit Hafer, 82 T. Buch- benn nichts ist köstlicher, wie später deren FrüchU ernten zu können. Sptllverbäume sind zu beichn n- ben und arrzubinden. Arteh sonst sind samt! icke Obst- und Beerensträuche zu beschrreidm. Junge Obstbäume werden veredelt, ältme sind umzupfrvp- en. Bärime mit vielen Blütenknoipen rüchlih mit Wasser und flü’figem Dünger verseifen, mar wende die fogenannte UntergrunLdüngung tu; Aepfelblüteuftecker von Aepftlbäumen abllopser. Park-Solitärbäume pflanzen, Ziersttäucher teile» und Pflanzen. Stauden sind zu Pflanzen, ebeni) Rosen, welche man aber Mort umlegt. _ Zimmei- pflanzen werden umgcsetzt. In das 'JJüftbe't sinr jolgenbe Sommerblumen zu säen: Levkor m, Astern, Phlox, Balseminen ww. Dopfaus aalen P)n Biw men und Blattpflaarzen in das Aristberi Vorschulen Die ersten Stecklinge van Pelargvnim usw. werdet in Heine Töpfe gepflanzt. Wer h-vchstümmige Rosn pflanzt, beschneidet ste gleich nach dem pflanz'r und le^t sie zur Erde nreder. Ander'. Arbiter ** Lebensmittelwucher und Schleichhandel werden von jetzt an schärfer ^erfaßt werden, da die Reichs wehrbri- ;ade Gießen eine geregelte Ueberwachung rller Schleiickchcrndelswege organisiert hat. ** Sträflicher Unfug. In der letz- Ln Zeit ist wieder der Unfug eingerissen, die Feuerwehr blind zu alarmieren. Man sollte es nicht für möglich halten, daß dies sogar zwei- btz dreimal in einer Rächt geschieht. Wir weisen daher nochmals darauf hin, daß jeder sich strafbar macht, der diesen Unfug begeht, aber auch, daß derjenige eine Belohnung erhält, der eiten solchen Uebeltäter zur Anzeige bringen tarn. rote für die kommende schwere Zütaus dm Geschäften herauszüholen. 3dxn emtetü^eKauf- mmm weiß, baß an einen Erwtz.der Warten für die nächste Zeit nicht zu benten ijt. Waren schon bisher die Preise für viele uniever Mitbürger fast unerschwinglich, so steht uns jetzt, bet drohendem völligem Ausverkauf unse- rer Geschästeeine Katastrophe unmittelbar bevor! Um die Bevölkerung auch fer- uerhin mit Waren versorgen zu können, ist es Pflicht jeden Geschüftsmannes, mi^zulelieu, diß keinerlei Waren an Fremde gefangen, die ohne ordnungsmäßige Ausiveise hier Waren taufen. Verweist sie an das Polizttamt. mc. M ainz, 28. Febr. Im besetzten Gebiet wird nach wie vor trotz der zahlreichen Verhaftungen tüchtige geschoben. Jetzt ist es namentlich der Tabak, der zu den begehrten Artikeln geirrt, aber auch Silber und Papiergeld ist nach wie vor zu festen Preisen gesucht. Neuerdings wendet man sich auch der Sammlung von Kupferpfennigen zu, die zu guten hPreisen (10—15 Pfennig) an den Mann kommen. Riesengeschäfte luerben weiterhin mit Hafer und Heu gemacht, für das die Franzosen im Saargebiet außerordentliche Preise anlegen. Art» Stadt ttttfe Land. Gießen, den 2. März 1920. Die erhöhten Eisenbahntarife. Das Wolffsche Bureau verbreitet heute folgende Rechtfertigung der 100 Prozent Erhöhung der Effenbahutarife: Die Tariferhöhung ist erzwungen durch die BeftLungsreform und den neuen Lohn tarif, vor allem aber durch die ungeheuer tzesliegenen Preise aller für den Betrieb notwendigen Materialien. Ihrer Steigerung gegenüber blieben die in den letzten Jahren erfolgten Tariferhöhungen weit zurück, beim während seit 1914 die Tarife durchschnittlich um rund 300 Prozent erhöht worden sind — für einzelne Guter war die Erhöhung infolge der Aufhebung der Ausnahmetarife größer, so beträgt sie für Schwedenerze 700 Proz., Gießerei- Roheisen 600 Proz. usw. —, stieg der Preis für Äwmottvkohle beispielsweise um 1397 Proz., für Stahleisen 1803 Prvz., für Bleche über 3000 Proz. und für Schienen über 1886 Prvz. Die für die Beschaffung von Betriebsmitteln aufzuwendenden Schrift anzugeben. rr ** Neue Höchstpreise für Kaffee- Ersatzmittel. Die Rvhstoffverteilungsstelle hat mit Ermächtigung des Reichs unrischaftsmmiste- riums mit Wirkung vom 20. Februar d. folgende Höchstpreise für gemahlene Kaffee-Ersatzmittel festgesetzt: a) für vom Hersteller verpackte , Ware beim Verkauf an Großhändler 626 Mk. für 100 Kilogramm, beim Verkauf an Kleinhändler 692 Mk. für 100 .Kilogramm, beim Verkauf an den Verbraucher 4.30 Mk. für ein Pfund; b) für lose, ausgewogene Ware beim Verkauf an Großhändler 545 Mk. für 100 Kilogramm, beim Verkauf an Kleinhändler 604 Mk. für 100 Kilogramm, beim Verkauf an bat Verbraucher 3.80 Mk. für ein Pfund. Der Grund für diese unumgänglich notwendige Heraufsetzung der Höchstpreise mar bie außerordentliche Preissteigerung für sämtliche Rohstoffe, wozu auch die erhöhten Löhme, die gesteigerten Preise für Kohlen, Frachten und Verpackungsmtttel rm. Darmstadt, 29. Febr. Die Tagung des Landesschulbeirates fand am Fveitag den 27. d. Mts. im Festsaale des Ludwig- Georg-Gymnasiums hier statt. Sie wurde durch «eine Am'prache des Präsidenten des Landesamtes für das Bilbtmgsweftu eröffnet, der als 5)archtaw- gabe die Herstellung eines Verttauensverhaltntfles zwischen der Sckmlbehörde und allen in der Erziehungsarbeit Stehenden bezeichnete. Es folgte dann eine Aussprache über die Kompetenzen unb die Zusammensetzung des Schulbeirates, worauf Schulrat Jung eine Einführung zu der Aussprache über die Novelle zum Votts.ämlge^tz gnd, die das Landesamt für das BildimGswesen aus- gearbeitet hat. Er fährt u. a. aus, daß bte Novelle für die hessische Schulgesetzgebung keinen Umsturz bedeute, sondern, daß nur der innere Bauplan m besonnener Weise erfaßt und ausgebaut werden soll. Rur von einer Seite, die übrigens in Fragen der Erziehung eine besondere Beachtung beanspruchen darf, liege eine im Kern ablehnende Kritik tm, bte sich aber in der Hauptsache gegen bas Gesetz von 1874, gegen die Simultanschule richte, die die Novelle unverändert übernommen hat. Er wendet sich dann gegen die im Mainzer „Journal" veröffentlichte Kritik des bischöflichen Ordinarrats und führt aus, daß die von dem Landesamt für das Bildungswestn vertretene Auffassung ebenfalls die gemeinsame Schule aller Volksgenossen für die beste, gesundeste und zweckmäßigste Schal- form halte. Den Vorwurf der Gewissensbedrängnrs weist er mit dem Hinweis zurück, daß die Errichtimg von Konftssionsschnlen für die Angehörigen^ einzelner Religionsgemernden, allerdings auf eigene Kosten, gewährleistet sei. Die am Nachmitfag fol- aendc Aussprache dauerte von 2—6 Uhr. Schließlich wurden fast alle Vorschläge der Novelle von der Versammlung gutgeheißen. Die Vorlage wird nmrmehr nach dem Passieren des Gesamttnim- fteriinrä der Volkskammer vorgelegt werden. Die ersten Aussaaten im Gemüsegarten erfolgen sofort,'sobald der Boden betreten w.rdm kann und zwar kommen in Bett'acht: Erbsen, Pusf- bohnen, Mohrrüben, Pebersilie, Salat, Spinat, Radieschen, Zwiebeln, Lauch, Sauerampfer, Schwarzwurzel. Das Mistbeet ist «rnzulegen und zu besäen mit verschiedenen Kohlartm, Zwiebeln, Sellerie, Salat, Lauch, um Pflanzen zu sieben. Brunnen kresse ist in das Mistbeet zu säen. Der frühest« Salat ist jetzt auszupflanzen, ebenso Puffbvhner. und Erbsen. Steckzwiebeln sind zu stecken. [ Rhabarber, Esdragvn und andere Würzkräuter zi pflanzen. Neue Spargelbeet' sind für die Pflanzung rroryulertiten. Jede freie Stunde, ft>nxr. es das Wetter nur einigermaßen zuläßt, wir» zur Arbeit im Gemüsegarten benutzt imb alles für später vorbereitet. Obfiüenie werdm gesät rntfl Obstbäume jeder Größe und Art angcpflanzt. Aach Himbeeren und andere Boevmsträucher gepflntz.. lassen sich im März noch nicht gut ausführen, denn ein alles Sprichwort sagt„Marzenschnee —-------— ----- - - . tut den Saaten roetj" und wir erbeben sehr ost iml 161 T. Ackert»hmm, 35 T. Gemenge aus Hülien- März mxh recht heftige Schnseststrine. mfm» 147 T (Ärmmae ans ** Liebig-Museum. Gestenr galt ba: Vortrag einem bedeutenden Schüler Liebigs. Prof. Dr. Marki-rt verstand es, die Bedeutturg A. W^ von Hofmanns zu schildern unb gab zugleich ein klares Bild von dem Wirken und der Persönlichkeit des großen Chemikers. Mit dieser 11. Volks- vvrlesimg schließt das erste Jahr der Tätigkeit auf diesem Gebiet ab. Es muß betont werden, daß die Gesellschaft Liebig-Museum ihren Hörern außerordentlich diel Wertvolles und Schönes in dieser Zeit geboten hat. — In der gestrigen Vorstandssitzung wurde beschlossen, eine Plakette des Liebig-Museums für hervorragende Verdienste um das Liebig-Museum ober die Geschichte der Chemie zu verleihen. ** Ihre silberne Hvchz^it feierttn gestern die Eheleute Kaufmann Otto Scheel, Mühl- stvaße, ferner am Mittwoch die Eheleute Ludivig Fischer und Frau Christine geb. Heß zu Guoßen- Änden. ** Die Geseilschaft Ltebig-Mu- s e u m Gießen veranstaltet zur Erö f j.n un g des Liebig-Museums am 26. März vormittags 10Vs llhr eine akademische Feier in der neuen Aula der Universität, während abends 7 Uhr im Stadttheater ein Festspiel: „Die chemische Hexen- lüche" zur Aufführung gelangt. Näheres siehe Anzeigenteil. Aus der hrffifchen Zentrumsfraktion. rm. Darmstadt, 29. Febr. Für den aus dem Landtag ausgeschickxMen Geh. Justizrat Dr. A. I. Schmitt tritt nach dem Wahlvorschlag der heffischen Zcntrumspartei Prof. Dr. G. Z i l ch in Heppenheim a. B. ein. Kosten entsprechen diesen Preisen. Eine Lokv- m 01 i v e z. B., die 1914 für 100 OOO Mk. $u hoben roar, kostet jetzt 1090 000 Mk. Diese den Haushalt der Eisenbahn mit Milliarden belastenden Steige- nmgen müssen in den Beförderungspreisen zum Ausdruck stimmen, es wäre aber eine volkswirt- schaflliche Unwahrheit, die Tariferhöhungen als Ursache und die Steigerungen dvaußeu am Maickt als Wttftmg hmzustcllen. Gerade umgekehrt ist es. .Die Finanzlage zwarlg die Eisenbahn, den Preissteigerungen der sür sie wichtigen Industriezweige schnei zu folgen und deshalb zunächst eine allgemeine pro- zcntweise Tariseryöhung eintreten zu lassen. Di< Eisenbahnverwaltung arbeitet aber bereits daran die neuen Beförderungspreise den wirtschafttichel Bedürfnissen anzupassen. Zusammen mit dem Lau deseisenbahnrat unb bet ständigen Tarifkommisswr wird der systematische Neubau des Tanf-^ schlüssels so schnell wie möglich durchgefühtt Reue Preiserhöhung für elektrifcheu Strom. Nach einer Bekanntmachung im Anzeigenteil unseres Blattes kommt mit Wirkung vom 1. Februar auf den Grundpreis für Licht ein Zuschlag von 80 Pf., für Kraft ein solcher von 30 Ps. für die Kilowattstunde. Da die Grundpreise im Dezember mit 1,50 Mk. für Licht und 90 Pf für Kraft festgesetzt wurden, so kostet jetzt du Kilowattstunde 2,30 Mk. bzw. 1,20 Mk. Arbeitsplan im Obst- und Gartenbau. Rkonat März. ** Neue Seif-np reise. Eine Bekanntmachung des Neichstvirtschaftsministers vom 4. Febvuar 1919 setzt neue Höchstpreise für Seift fest. Bei Abgabe an den Selbstverbraucher dürfen fortan folgende Preise nicht überschritten werden: 1. Bei K. A.-Seife einschließlich Packung für ein Stück von 50 Gramm 0,20 Mk.; für ein Stück von 100 Gramm 0,40 Mk.; 2. bei K. A.-Se i fen- pulver einschließlich Packung für je 250 Gramm 1,50 Mk.; 3. bei Kernseife und sonstiger Seife in schnitlsester Form, mit Ausnahme von Feinseife, mit einem Gehalt an Fettsäure von 58 und mehr vom Hundert. 23,35 Mk., 50 bis 57 v. H. 19,50 Mk., 40 bis 49 v. H. 16,50 Mk., 30 bis 39 v. H. 10,00 Mark, 20 bis 29 v. H. 7,50 Mk., unter 20V.H. 3,00Mk. für 1 Kilogr.; 4. bei Feinseife einschließlich Packung 37,50 Mk. für 1 Kilogramm; 5. bei Schmierseife, mit Ausnahme der in Apotheken abzugebenden Kali- seift, mit einem Gehalt an Fettsäure von 38 und mehr vom Hundert 12,00 Mk., 30 bis 37 v. H. 9,50 Mk., 20 bis 29 v. H. 6,00 Mk., 10 bis 19 v. H. 3,00 Mk., unter 10 v. H. 1,35 Mk. für 1 Kilogramm. Diese Preise sind Höchstpreise im Sinne des Gesetzes vom W|V|U/V ----- ------ 4. August 1914. Die Hersteller dieser Seifen ba& Wm 1 März d. I. ab der Preis für die und Seiftnpulver haben beit festgesetzten Rohbraunkohle auf den Gruben Wölfersheim und Kleinverkaufspreis auf oer Seift selbst — bei Weckesheim 8 Mk. je Hektoliter eiufchl. Kvhlen- sbeuer beträgt. ** F r e i b a n k. Mittwoch, 3. März, von 1—3 Uhr, von Rr. 1251—1400. ** Feuerversicherung erhöhen. Tie Kammer für Kleinhandel zu Bremen roeift ihre Interessenten auf die dringend notwendige Erhöhung der Feuerversicherung hin. Der Krvöa, die Revolution und besonders die Arbeiter- und Lohn- verhältnisft hätten eine vollständige Umwertung aller Dinge geschaffen. Gute, stabile Einrichtungen Hans und Geschäft, die früher für einige 1000 Mark zu teufen waren, formten heute, wenn sie durch Feuer oder sonstwie vwnichtzL worden sind, kaum unter dem drei- a eben Preis wieder beschafft werdv:, daher ist es Pflicht eines jeden sorgsamen Geschäftsmannes, besonders seine Feuerverjicherung daraufhin zu prüfen, ob bei Eintritt eines Brandimglückes für die von ihm versicherte Summe das wieder beschafft werben kann, was unbebingt zum Fortbestehen bes Geschäfts unb des Haushaltes notwendig gebraucht wird, mit anderen Worten, zu prüfen, ob die Versicherung der jetzigen Wertsteigerung angepaßt ist. Ist dies nicht der Fall, so ist die betreffende Erhöhung der Versicherung s ch n e 11 st e n s in die Wege zu leiten. Mandürfetuichtdenken, das hatjan 0 ctz Zeit, weiß doch niemand, was derkom- mende Tag bringt unb 0 b es bis bahin vielleicht nicht zu spat geworben ist. ** Die Angestellten im Kleinhaudei aller Branchen toeranflnlten am Donnerstag abend 8 Uhr eine Versammlung im Postteller. ** Der Evaug. Arbeiterverein und der Wartburgverein hielten am Sonntag in Gemeinschaft mit der Gesamtkirchengemeinde in der Johamftskirche einen gutbesuchten Vortragsabend ab. Nach einem Gefangsvorttag des Gemischten Chors des Evang. Arbeiteroereins hielt Missionar Walther einen sehr interessanten Bvrtvag über seine Erlebnisse in funftähriger Kriegsgefangen-- schäft in Afrika. Der Redner gab zunächst ein Bild von seiner vor dem Kriege in Afrika ausgeübten Berufstätigkeit. Weiter schilderte er seine Erlebnisft in funftähriger Kriegsgefangenschaft in Afrika. Ein Gefangsvorttag des Gemischten Chors bildete den Abschlllß der Veranstaltung. ** Der Gießener H ausfrauen-Ber- ein veranstaltet am 4. März, nachm. von 4 bis 6 Uhr wiederholt ein Schauko chen auf dem Kochapparat „Kohlensparer". Im übrigen sei auf die Anzeige verwiesen. Landkreis Gießen. m. ©runingen, 28. Febr. Da unsere meinde durch die AnlaM ihres Wasserwerkes gezwungen ist, das Wasser unter Regulierung ttiva selbsttätigen Wasseruhr durch elettrisches Pump' werk in den Behälter zu pumpen, ist der Gemeinde- rat gezwungen, eine neue Uhr zu erstehen mit Anschluß an die Hauptleitung, weil infolge schlechten Materials die elektrischen Battwien fdjaieü. versagten und stets einen teueren Kostenpunkt bildeten. -ui. Hungen, 1. März. Der Gesangverein „Liederkranz" veranstaltete gestern abend im dichtbesetzten Saale bet „Traube" f-nn zwntes Wintervergnügen. Zur Aufführung gdangte das Schauspiel „PrHriosa", das vorzüglich einstudiert war. Die Darsteller führten ihre Rollen sehr geschickt höheren Umsatzsteuer entsprechend erhöht worden. In einem Rundschreiben an die Kommu- — , _ . - -, natoerbänfce .roeift die Reichszuckerstelle bar-, tmteemte, mü L-suah-ne y Mer, ebaiio 'me auf bin, daß die neuen Preise bom Tazeichrer £ Seegespenster. Roman von AnnhWothe. Amerikanisdia Copyright 1918 by Anny Wofhe-Mata, Leipzig. (Nachdruck verboten.) Fortsetzung 52. Ein starker Windstoß hemmte ihre Schritte, und gerade, als bte ersten Tropfen fielen, fand fü sich vor einer hohen, schwarzen Ssebate, unb dicht Danetcn, im Schutze der Dünen, ein lleiues, schwarzgeteertes Bretterhaus. Esttib stürmte darauf zu, unb im Augenblick, da ein greller Blitzstrahl hernikderfuhr, öffnete ste mit Aufbietung ihrer letzten Kraft die mit einem Holzriegel verschlossene Tür. Ohnmächtig sank sie mit ihrem Kinde auf das Stroh, das an der Wand als Lager aufgeschüttet war. Die morsche Hütte ächzte unb schwanke in bem furchtbaren Wetter, das sich Über Hömum entlub. Estrid wußte nichts bnxm — auch nicht, daß das Kind, das sie fest au ihrem Herzen hte.lt, leise weinte. Nur die verlorenen Seelen der Ernwrdttikn imb die der Stvandrauber hörte sie flogen unb die Seegespcnster, bte sie und ihr Kind mit sich nehmen wollten in ihr Schattenreich. Bent Bonken hatte sich schon vor Munkmarsch von seinem Bruder getrennt, um den Weg etwas alzulürzen. Es war ihm eine Wonne, still über die Heide zu wandern, im frohen Heimgefühl. Von Peter hatte er sich eingehend über das Schicksal von Jugewcoct Ferltz berichten lassen. So tief er auch den Armen beklagte, so erleichtert war er doch, daß die kleine Sölve nicht mehr das Opfer zu sein brauchte für das, was ihre Schwester an Inge wart gefehlt Aus Estrid wurde er nicht klug und er hatte sich auch zu Peter darüber ausgesprochen. ihm seltsam unruhig und versttmmt vor gekommen. Jedensalls war die schöne Frau eine andere geworden, und wenn sie lächelte, war es nicht ihr altes, sinubetörenbes Lächeln twu ernst, sondern ein schmerzvolles, hoffnungsloses, das Bent Banken weh tat. Unb er hätte zu gern bte ganze Welt fröhlich gesehen. Als er sich bem Hause von Wibke Webberkeu näherte, kl-opfte sein Herz gewaltig, imb ihm, bem starken, zielbewußten Mann, ber draußen auf dem wilden Meer sich ein lleiner König düntte, ward plötzlich bange wie einem Schulknaben. Rote Glut stieg in sein frisches Gesicht, als er m die Wohnküche trat. Wibke Wedderkcm war nicht wenig erstaunt, völlig unerwartet den Kapitän vor sich zu sehen, aber ihr ganzes Angesicht strahlte, als er ihr „Gooden Dag" bot unb mit seiner braunen Hand fest die ihre umschloß. „Gott fei Tank, Käpten, daß Ihr da seid. Ihr werdet drüben —" ste wies nach der Richtung, wo der Gotteskoog lag — „schon alles wieder in Richtigkeit bringen." „Tas müssen die beiden wohl mit sich selbst ausmachen, Modder Wedderien," entgegnete ber Kapitän ernst. „Wo ist Sölve, ich möchte sie sprechen." Mutter Wibke zuckte die Achseln. „Wo wird sie fein? Auf bem Kirchhof, und wenn bc nicht, nach Morsum. Dort steht ste meist auf bem hohen Kliff unb schaut über das Watt nach List herüber, als käme ihr von da ihr Lebensglück. Das verstehe, wer's fierm Nicht tot sein möchte ich in dieser Sandwüste." Bent Danken lächelte leise vor stch hin, imb ohne den angebotenen Imbiß anzunehmen, hastete dem Häuft. uch wis los," dachte Mutter ibe ich immer für recht vernünftig gehalten. Unb daß Sölve nicht emmal hter war." Verdrießllch ging Wibke Wedderten ihren Geschäften nach. Beitt Bouten stürmte davon. Nach dem Mov- sutt-Klifs wollte er. Hatte Mutter Wibte aber nicht auch vom Kirchhof gerebet? Bent sah die hohe Mauer vor sich an fragen. Bvi dem viereckigen Turm der Ktttumer Kirche klangen die Glocken. Er trat hinein in den stillen Garten, wo so viele schliefen. 'Ein schmaler Hügel, über unb über mit rote blühender Erika überwuchert. Ein Grabstein aus grauem Sandstein ragte trotzig zu Häupten des Grabes. Unter einem em* gemeißelten Schiff mit vollen Segeln las er di: Worip: Hier rüht der selige Kapitän Jngenxirt FritE. tzr liebte, litt und starb, nachdem er weite Meere burcbfdjifft und viel Kreuz auf sich nahm. Es folgten die Daten von Geburts- und Todestag les Verstorbenen und dann las Bent b> lvegtel Herzens i „Nun gute Nacht, da Erbenfand, Mir ist ein besser Vaterland In jenem Himmrisveich bekannt." Bent Bonken hatte das Haupt entblößt und stumm die Hände gefaltet. - Merkwürdig, wie oft halte er, wenn er von seinen weitert Reisen heim gekehrt, über die em» fachen Inschriften auf dem Heimatfriedhof' gelächelt. Heute richrten sie ihn und er meinte, daß man Ingen«rt Feris kein schöneres Tente mal hätte errichten können, als eins, aus d'.m ber inierfte kindliche Sinn des Hämotbobens sprach. l.wibECW der'W°lks, EU1 ewvrragL b ‘tete Jfeüts ft’.Ä ', tfwtbi 7 nk?® ”$&* &£ W Än. $reiä für bit ÄWmä kt ewichl. Kvhim- K3Mr»,v°n 'SErhShen. lit ^emai tueift ifcr w nchötnixgt %t, Mer- und Lbn- Umwertung Mle Einrichtungen lyer für einige kren, rorniten deute, mstwie Amidin ter dem drei- Öwerbx, t» men Geschäfts- rveriicherung baroui» eines Srantnrnglüdti umme das wieder ix« nbebingt zum Foa- des Laushalies tot» anderen Sorten, n ung der jeßigta paßt ist. Ist biti essende Erhöhung bn in die Wege zu leitet n, dashatjanoü nd, was der tonv b ob es bis dohi: it geworden ii ten im Knchcke m TonnerÄag ate i PvsiLÜer. eiteroetein i rftüi am Sonnte itdjengtmrinbe in W tuen ^ortrc.>xi^ ag H (SfflivÄffl ins hielt Missionar DÜ» Ä0wL-; Ü4Ä 5ÄB n Ma ausqeübml rte er seine 5rW nschaft in Mla Cm M Chors btibdt fa aussrauen-r^ rj mchm. wm i w autogen aus ta . Iw übngcn |ei tf ttehen. Kbr. Da unsere '' /Wassern» rtb esektnsches W Z°ei»i«L°r Mr zu 'E " L°L8V " MS sä»* '' jtcrj“JÄ S-M, rd sich nnt > des ruh' A Äü^ , St#"*** ^rnollen sj- i.» ÄKSzk Lxl«-" L«> LM -^71 ein '-xni 7mk> ernteten lebOtften Bekftlll. I« i>m 3m- fdyatXxnren ßonsertierbe ein.1 Mu ikkapelle. x SBieferf, 1. März. Der K^rcherworsirmL beschloß, von heute an wieder fünf Uhr läuten tu lassen. Dieie alte Sitte war während des Kriege m Wegfall gekommen. Man wünscht ihr Wiederaufleben, auch mit Rücksicht auf die im Feld ar- tritrnben Leute. Freilich kann das Geläute racc und) mit der großem Glocke flattfrnbcn, nicht mehr nne früher mit zweien, da eine von unfern drei Glocken im Krieg geopfert werden mußte. Wegen Erwerbung einer britten Glocke sollten in anbetracht der fortwährenden Preissteigerung bald Schritte getan werden. x Wieseck, 1 März. Unter großer Beteiligung der tyemembe wurde am Sonntag Flurfchütz i. R. Philipp Weller XII. zu Grabe gebracht. 48 Jahre stand er im Dienst unserer Gemeinde und versah sein nicht leichtes Amt auch noch während des Krieges mit großer Treue. Mit ihm ging wieder einer der Veteranen von 1870/71 von uns. Die Ehvenschüsfe über fernem Grabe fehlten, und viele bedauern aufs neue, daß der M-riegenxTtm wenigstens nicht ferne Veteranen überlebte. Kreis Lauterbach. z. Grebenhain, 29. Febr. Ta die hiesige Gemeinde noch über aroße Fichtenwaldbc stände verfügt, entschloß sich der hiesige Ortsvorstand einen 70—90tährigen Bestand innerhalb 3 Jahren fällen zu laßen. Das erste Drittel, 150 Festmeter, ist im Lause dieses Winters gefällt und auf dem Submissionswege vergeben werden. Erne Firma erhielt mit durchschnittlich 500 Mk. pro Feftmeter den Zuschlag. Der Gemeinde fließt hierdurch eine ansehnliche Summe zu, daß hei tügung ihrer Schulden noch ein erheblicher Uebcr- skiwß verbleibt. Demzufolge hat sich auch der Ortsoorstand entschlossen, eine elektrische Beleuchtungsanlage anzulegen. Die Pacht der diesigen Gemeinde-Feld und Waldjagd war Ansang Februar abgelaufen. Tie bisherigen Jagdpächter bestimmten den Ortsvorstand dazu, ihnen die Jagd freihändig wieder zu verpachten, wo ür sie den jährlichen Pachtpreis von 2500 Mk. ür weiter eG Jahre (früherer Pachtpreis 900 Mk.) boten. Ta aber zwei Gemeinderäte das Pacht- Protokoll und gleichzeitig auch das Jagdprotovoll unterschrieben hatten, führte ein hiesiger Ortsbürger Beschwerde am Kreisamt Lauterbach Demzufolge werd die Jagd am 10. März d. I. nochmals öffentlich.verpachtet werden. Kreis Friedberg. baz. Bad-Nauheim, 29. Febr. Die gestern unter dem Vorsitze de- Syndikus uno Rechts- rnwalts Stadl zu Ende gebrachten Verhandlungen bezüglich Gewährung einer Teuerungszulage für die kaufmännischen Angestellten haben zu einem besri^digmden Ergebnis geführt. Als laufende monatliche Zulage soll aus den bisherigen Tarif für die Sdrgesteltten in Industrie 60 Prozent und für die Angestellten dis xrichelS 50 Prozent bezahlt werden. Starkenburg und Rheinhessen. ] R.MK. Darmstadt, 1 Ma z Für 3500 Mark Silber, nach dem heutigen H‘urMi!O| fiter 70 000 Mark, wurden einem bei ein'in hir- stgen Alchändter tätigen Gehilfen in Frankfurt abgenommen. Hessen Nassau. Beschlagnahmtes Scknedergut. — Frantfurta. M., 1. Marz TieWucher- ftelfe beim Poli-fcbul!tad>rid>tch. mc. Frankfurt a. M., 1. März Das Kuratorium der Universität erwägt, ob sich nicht ein Zuzugverbot für Mcdizin- studierende nach Frankfurt notwendig mache, da die medizinischen Universitätskliniken keine weiteren Studierenden ausnehmew können, ohne sowohl das Studium wie die Kranken zu gesährocn. Bor dem ärztlichen Studium wird im übrigen ganz allgemein ge* warnt. vermischte*. Ein Raubmord im Bahnpostwagen. Berlin, 2. Mär». Nach einer Münchener Meldung des „Berliner Lokal-Anzeigers wurde auf der Eisenbahnsttecke Hof—Eger bei Hasclüau der Oberpostschaffner im Bahnpostwagen erschossen und der Wagen au3geiaubt Ein Dampferunglück. Halifax, 1. März. (WTB.) Der mit 525 Pass agieren nach Liverpool unterwegs befindliche Dampfer „Bo Hernien" ist östlich von Sambor gesche itert. Handel. - Das Aufgeld für die Zahlung der Zölle in Gold beträgt für die Zeil wm 1 bis einschließlich 31 März 1920 9 0 0 vom Hundert. _ , me. Frankfurt a. M., 1. Mürz. Tte gütige Generalverfammlung der Braverer Mnding A. G genehmtgte bte Kapiialerböhuug von Matck 2 200 000. Es waren 11 Ak.ionäre mit 996 000 Aiark Mienlcrpital vertreten GniiWktsd.Htil einige Zentner, au taufen gefud»:. A. Töngcc, a*ei Marburger S'r. 60. Ctritklumpen Uu.Wollabfälle Hauff ju Äämsfen vre(»tn MBÖhm ZodfwmtrjtrS5 Pferdemist sofort au kaufen nefurbt. Pspchiatr. MHnit, ""B] Frankfurter Str. 80. [Verschiedenes! Versteigerunq. Mittwoch den tz.Marz d. I. uoriit 9', Uhr oer- steigere ich gegen bar für Rechnung dessen, den es angebt, am allgemeinen Güterbahnhof in (Sieben einen Waggon Hen. Bersteiger. beitimmt für: Heßler, GerichtSoollA. in Gießen. Mittwoch den 3. Marz 1920 nachmittags 2 Uhr versteigere ich auf meinem Bureau Plochstt. 4 einen getragenen dunkelen herrenüberzieher zwangsweise gegen Barzahlung. Junker, Gerichtsvollzieher 24O1 Reparaturen festgelegt: 2422V | Kautgesuche~|l3u laufen gesucht Adsiitze einige Versteigerung bestimmt. 03903 37.— 37- 3 821.84 M. an. an. 37 Lanöw.ltonsllmverein » fra aagrtonft. Bnloten j?iU«ntud üSVB Ein mob. Dxeee-Frtl 2334D l.hril.euS ™Wr7frräfL DOT Figur. Schr.«ng.m.^rei» Seg. =öeL abvig- »ran{ n. 08841 a. d. Gteß. An».' furter Str. t" ' ^44 Wetzlar, den 26. Februar 1920. Neuhaus & Heraet, Wetzlar Fernsprecher Rr. 78 Pariser Straße 2L. 360- 300 - 41.— Der Rechner: Gg. Neitz. Der Direktor: Iohs. Krick VII. 1 798.37 an. 1705.24 „ 43.09 , 234.50 , 40 64 . Hans Kratz, Vranvgaste Nr. 8, ____1 . 38 2412 Ich bin zum Notar ernannt worden, meine Amtsräume befinden sich Gießen, Liebigstraße 19. Dmenfohien nnö MM . DmtnoölQBe..... Snahtn- u. IKööifirafohien n. MtStze. Stöße 36-39 SMöen- unb NMeMM .. 5amenffl?f?l In i. ..ii- ömralooien und SemMM. Warenvorrat........ Ausgeliehenes Kapital..... Kastenvorrat........ Inventur n. Absch. von 10 •/» • • Rückstände......... IW* Familien-Drucksachen Besuch,-, Danb, Verlobungs- und Dermäblungs = Karten, S SedurtL- u. Traueranzeigen ... 9 Neuenweg 9 ------- W Buchvruckerei I. Weinert, Gießen. Justizrat Grünewald Rechtsanwalt und Notar. 2433 anitgliederbewegung: Stand am 31. Dezember 1918 . . . (Es gingen ab ....... (Es gingen zu ....... Stand am 31. Dezember 1919 . . . Leihgestern, den 23. Februar 1920. prismen- Sernglafer (Warte Som, 3el8 Boftfi. &entotot. tJetfi ic.) werde» zo Msleohret- Siegen-, > Kanin« unb Kahenselle kaust »u höchsten Preisen 3. W, Sletzeu Walltorstraße 73 H. Teppich gebraucht, aber giuerbalL Alt kaufen gesucht. SdjriftL Ang. mit üfröhenanaabe unt. 2302 a. d. Gieß. Änz. Die genaue weitere Beröftentlichung der Preise erfolgt demnächst durch das hessische Kreisamt Gießen. Der Vorstand. Prixmeo-Femgläser Zeiß, Goerr, Leiv, Hen- iold, Busch niw., auch gebraucht, tauft 03758 Robert Geller. Franks. Str. 19, b.Hlckter. Brennholz Eichen, Buchen oder Kiefern in größeren Mengen au kaufen gesucht. Evtl, auch geeignete rührige Aufkäufer finden Berückstchrigung. 123/3 Türencr Vrennbolz-Fndustrie, Türen, Rheinland. Passiva. Mitg liederguthaben..... 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Nach weiterer Tebatt>: ton» den die Anträge Keil und der Antrag Becker bttr. die öffentlich-rechtlichen Bernssvertretungm angenommen, die übrigen Anträge werd:n abg>- lehnt. ;( t § 16 wird ein Antrag Dr. Becker-Pessen angenommen, wonach das Einkomme ndes Z>aus- haltimgsporslandes und feiner minder) ächri gen Kinder zusammen berechnet werdm soll. Die Pa- ragrcpi^u 19 und 20 werden gemeinsam berat m. Tlbg. Seger (USP.) begründet Abände- rungsanlräge seiner Partei, die eint Erhöhung bes 'Eriüenzminimums und eine Weitersührung der Staffelung bis 85 v. H. bezwecken. Abg. Dü- ivell (USP.) füchrt dies werter aus und betont, daß diele Anträge nicht aus agitatorischen Absichten gestellt fern. Handel. Berlin, 1 März. (B ör^sen sti m m ungs- bild.) An der Börse schien der Kaufbegehr heute nachgelassen zu haben. Die Spaltung behielt zwar im allgemeinen das Zeichen der Festigkeit, doch nahm die .Kursbewegung einen unregelmäßigen Verlauf. Wesentlich höher wurden bei lebhaften Umsätzen einzelne Kolonialpapieve, wie Neuguinea, Otavi, Südsee^Phvsphat aus dem Markt genommen, wobei mehr als 100 Prozent Besserungen zum Teil erzielt wurden. Bon anderen Baluta- papieren stiegen Hauptsächlich Schantuna auf unkontrollierbare Gerüchte bezüglich der Abfindung und Deutsch-Uebersee Elektrische. Im übrigen zeigte sich so ziemlich auf allen Märkten neben weiteren Besserungen meist weniger erheblichen Umfangs auch Abschwächungen infolge Realisationen. Phönix-Aktien erlitten bei Beginn einen Verlust von 27 Prozent, holten aber den größten Teil davon wieder ein. Deutsche Anleihen behaupteten fast durchweg ihren Kursstand, nur preußische schwächten sich vorwiegend mäßig ab. Oesterr. und unga rische Anleihen waren gut gehalten und von Schiss- fahrtsaktien setzten Argo mit einer Besserung von mehr als 30 Prozent ihre Aufwärtsbewegung fort. Erwähnenswert ist noch die anhaltend gute Meinung für Petroleum und Kaliwerte, die durchweg anschnliclie Gewinne erzielten. Frankfurt a. M., 1. 2)län. Börsen- st i m m u n g sbi l d. Tas tzaup g< schüft war wieder in Auslandsaktien, doch zeigte sich eine unregelmäßige Tendenz. Fest lagen wieder Kolonial- qftrsfticb t?ms fohlen. Sa baben in Sckackt-ü» e iDOgr. Pme M >. in Sr^’bffne.lkso'Ttr'.mof ®a-*- rcitoian Paris, 28. Febr. (WTB.) Präsident De- schanel hat durch die „Morning Post^' eine Botschaft an das englische Volk gerichtet, in der es heißt: Die unlösbare Berernie gung Frankreichs und Englands werde die Ruhe der Welt in einem ewigen Frieden sicherstelleu. Frankreich und England seien zusammen befähigt, die logischen Folgerungen aus dem Arie« zu ziehen, d. h. die Entwaffnung Deutschlands, die Ausrichtung eines mit den notwendigen Hilfsmaßnahmen versehenen Völkerbundes und die Sicherheit Frankreichs, dessen rr i und Traditionen respektiert werden der Umfang der Ernte einiger maßen üb Ti-Am läßt. Der Berichterstatter wus darauf hin, daß von einer Steigerung de r Produktron tatsächlich das Schicksal des deut scheu Reichesabhänge. Gegen die Stimmen von Sachsen unb Bremen wurde eine Verordnung über rin* tonten Er- m äßigung der Tabaksteuer a:genommen. Tie ursprüngliche Regieruugsvero dmrng ivollte erne Ermäßigung auch für das Zigarrit»geiverb: derart ein führen, daß sich die Steuersätz' für di.' obersten wer Klassen um 40 Prozent cmiäfagit. Ter Ausschuß des Reichs rotes bat mr das 3iga* rettengcmcrl-t den fünf ob'tfien Klassen eine Ermäßigung zugebilligt unb sie auf 50 Prozent erhöbt. Um dem Zigarrengew.rle einen Ausgleich M schäften, wurde die Ermäßigung für dieses now 70 auf 75 Prozent erhöht U<*berrafdtzentwurfes zur Ergänzung des Gesetzes zur Benolgung von .Iriegsverbrechen und Kriegs-' vergehen. Dos Gesetz geht ohne AussprM^ an den Verfassungsausschust. Fort etzung ber zweiten Beratung des Entwurfes des Rrichseinkommensteuergesetzes. •-lu § 2 (persönliche Steuerpilicht) begründet Abg. Dr. B c ck e r - Jöelfen (T. Bpt.) einen Antrag, ber doppelte Besteuerung mtT das Ein- tommc.i -ms ausländisckrein Grundbesitz oerhin- oern will, soweit glaubhaft nachgewieien wird, daß ber ^teu.rpslichtia^ iid> nicht feinen inländischen Steuerpflichten durch ben ausländischen B - sitz hat entziehen ivollen. Abg. Blunck (Dem.): Ter Antrag würde internationale Abmachungen erinneren. Regierungsseitig wird erklärt, daß bei doppelter Besteuerung das weitestgehende Entgegenkommen geübt werden soll. Der Antrag Dr. Becker wird abgelehnt, § 2 angenommen, ebenso weitere Paragraphen. Zu § 12 begründet Abgeordneter Weltlich (D.-Natl.) einen Antrag, daß Gewinne ans Veräußerung von Grundstüchm nicht steuerbar sein sollen, es sei denn, daß bie Grünte stücke innerhalb der letzten fünf Jahre erworben wären (Vorlage 10 Ähre.) Abg. Seger (Us./ wendet sich gegen eine in § 12 ausgesprochene Bevorzugung der Reichswehr durch Steuerfreiheit ihrer Naturalbezüge. llnterstoatssekretär Mösle bittet die Regierungsvorlage anzunehmen, die Anträge aber ab-, zulehnen. Bri der Abstimmung über den Antrag Weltlich bleibt das Resultat zweifelhaft, weil während ber Stimmenzählung noch Abgeordnete den Saal betreten Präsident Fe hr enbach: Es ist ein Elend, daß die Venen bei der Abstimmung nicht im Saale sirrb, sondern im Restaurant. ,Der .Hammelsprung ergibt die Beschluß- imfabigtcit des Hauses. Für den Antrag haben 87, gegen ihn 100 Abgeordnete gestimmt. Schluß 2V3 Uhr, Fortsetzung 28/< Uhr. Um 2,55 Uhr wird die Sitzung vom Präsidenten wieder erösftrri. Er bemerkt: Vü'llricht gelingt es den öerm Fraktionsführern, das PflichtgesM der Abgeordneten foroeit zu stärken, daß im ikinfe der Wo Nie noch einmal ein beschlußfähiges Haus $ufammenlommt. Die Beratung wird fortgesetzt. § 12 wird in der Ausschußfafftmg angenommen, abgesehen von dem Antrag Weltlich zu Abs. 12. der zurückgestellt wird. Zu 13 beantragt Abg. Weltlich (D.-Natl.), daß vom Gesamtbetrag der Einkünfte auch in Abzug zu bringen fei angemessene Rückstellungen für Er- büljrenorbnimg für die Hebammen. — Feldder rni- ginig Leihgestern; hier: das topographische Güter- verzeichi^is. — Feldb^rcinigung Münster, Krfts Gießen: hier: bte Arbeiten d^s II. Abschnuts. — Feldberrinigung Lang-Göns: hier: Versteig rung von Bauplätzen. — Nachweisung über den Stand ber Maul -und Klauenseuche in Hessen vom 1. F'- bruar bis 7. Februar 1920. Bezug der bestell ten Nährmittel. Es entfallen: 1. auf die Nährmittelkari: B (rote Farben Ntarke 60 250 Gr. Auslandsgrieß, 1,80Mk. pro Pfund, Marke 61 250 Gr. Lxfterflocken, lose, 0,92 Mk. pro Pfund, oder 250 Gr. Kindergersten- mehl in >,4-Äg.^Packung, Pack 0,65'Mk., Marke 62 250 Gr. Kunsthonig, 3,70 Mk. pro Pfund; 2. aus die Nährmittel karte C (blaue Jarle Marke 70 125 Gr. Auslandsgrieß, 1,80 Mk. pro Psuno, und 125 Gr. Jöaferf’üxfen, 0,92 Mk. pro Pftmd lste, Marie 71 300 Gr. Teigwaren, 1,18 Mk. pro Pfund, Marie 72 1 Klg. NLarmelade, 3,70 Mk pro Pfund. Die nach der Bekanntmachvng ovm 4. Februar 1920 vorgesehene Verteilung von Kvks imb Graupen Eomtit nicht stattftnden, do die in Aussicht gestellten Zuweisungen bisher nicht -rkolgdm. Berlin, 28. Febr. (WB0 In einer ösfent- lidiert Sitzung de> Rricvsrates, die am -ipamitag ab.nib unter dem Voriitz deS MiniivrS Dr ^.av» ftattfonb, wurde bte Verortmmtg üLxr die 'Brcii; für landwirtschaftliche Erzeugntffe aus der Ernte 1920 aitcmommen. Unter Bribelwlnmg ber öffentlichen Bewlrnä>afumg iril bunach der an bte btnrnijchen Abite>er r zu zah» kiibe Mindestpreis für die Toime Wnzm und dem Weizeit girichsteliender OVirribcartai inindeftenL 1100 Mk., für Roggen, Glerite und XMfer 1000 Mk. für die Tanne und für Martoflriu 500 Mk^ Ix’* tragen. Die Belanntmachrmg ber neuen ^ätzr wll nodt vor der Fiühnrhrsbestelluitg erfoltkM. llebrigens sollen die:« Prets: nach Begtnn der Ernte noch eine Revision erfahren, audi im Sinne einer etottueUnt Steigerung, lomn sich fuchhandlung eng ros en defail Moltkestr. 22 '■ JCdUUt-P Fernspr.269 Abg Keil (Soz. : Die Anträge der Unabhängigen sind unmöglich, weil bas Staatswesen dabei nicht bestehen kann. Redner begründet einen Antrag Dr. Blunck (Dem. u. Gen. , auf den sich die Mchrheitsparteien und die. Rechte geeinigt haben, wonach ber bem steuerfreien Einkommen hinzuzurechncnde Betrag sich bet einem Steuerpflichtigen, dessen steuerbares Einkommen 10000 Mark nicht übersteigt, um 200 Mk. für die zweite und jede weitere zur Haushaltung zählende Per son erhöht, sofern letztere das 16. Lebensjahr nicht vollendet hat. Unterftaatsfekretär Mösle crllärt, den An trag der Unabhängigen auf Heraufsetzung bei freien Grenze für unannehmbar. Ter Antrag Blunck fei mit einem nassen und mit einem hei teren Auge zu begrüßen, aber sclstießlich könne man bar üb er reden. § 19 wird mit dem Antrag Blunck angenommen, §20 in ber Ausschußsassung- Angenommen wird ferner ber Antrag Blunck, einen i55a einzusügen, wonach im Anschluß an ben Antrag Blunck lzu § 19 ber § 14 des Umsatzsteuer gesetzes aufgehoben wird. Morgen 1 Uhr Fortsetzung. Vorher Anftagen. Nachher weitere Steuergesetze. Tie Anabhängigen hatten beantragt, ihren Antrag betr. die Verordnung des Reichspräsidenten morgen auf bte Tagesordnung zu setzen. Ta Widerspruch erfolgt, wird dieser Antrag erst Mittwoch verhandelt werben. Schluß 6 Uhr. Llovd 176, Lombarden 53*/j. Naheenb sich Phön.x .chschwächten, 585, stell:en sich Ptannesma>m mh 445, Teu:sch-Lu^emburg mit 390 höbet Mali aEricn beha.lp.eten den M'ur4ftonb. Gedessett gclxai Felten u Guilleaume ftwvvr, 565, auch Licht unb iriäft erholt, 153. Teutsch-Uebersee bnvegten sich auf 1120 inwerändert. Farbwerke Ööchst g*. b?n 3 Broy.mt höl)cr um (445 . Ausl and. sche Anleilfen i.ch rulrigvr. DleyiEancr schivanliend. Krivgsiinleihe <9. Zellivoft Aschaffenburg nnrrben 700 rationiert plus 25 Pvoz. Frankfurta. M., 1. März. (Getretbe- marft.) Die rege Nachfrage nach den verschi?- benen greifbaren Artikeln wie $>af;r bleibt weiter bestehen. Der Preis Hal sich zu Gunsten d'r B.t- läufer erhalten. Gute Eichen bleibm bn reger ibnifluft gesucht, während mindeiwerttge Ware w'- nigrr beachtet ist. Bohnen sind bei mäßigem Angebot fest. Peluschken in besseren Qualitäten gefragter. 'Jlderbxyfrnen wenig verändert. Wrckni unb Lupi77en pre.Sl>cltend. aerobe La eher schwäch!!. Meesaatcn hatten etwas Geschäft, doch V.tlvn bie &alnmg unregelmäßig Rotklee schwach. Fnlvermittel lagen fest. Stroh ist bei mäßigem. Angebot gut behauptet. Ürkraft Molz & Forbach t ”. Kreuzplatz 8 An- it. Berkans von Möbeln, Jlntiquitäten, soiviellebei nähme nan icr (Sinricbtungcn. 15 Loui-Rothenberger 22Neuenweg2L. Tet 176. Dnnftkalk wieder vorrätig. 1894 tiebr. Kahl. vehördliche Anzeigen Heute bis einschließlich Freitag: Die Herrin derWelt- V.Teii zu vermeiden, wird gebeten, die Nach- a '1’3 <_ *Z mittagsvorstellungen zu besuchen. Ophir, die Stadt der Vergangenheit Ehren- und Freikarten haben zur VnrfflhranK 3.30. 6.15. 7.00, 8.45 Uhr. letzten Vorstellung keine Gültigkeit in ihrem großen Meisterwerk in 6 Akten W ,H« Netag“ Z Her te iakl. Freitag, Wd 4,6 8.8.15 Ute. MGGGGZWGSGKOGG uh. HolzversteLgerung toerben: nmc kN Roth. 52 5 soll im nachstehen- 91 Fichten-Absrhnitte mit 19,60 Fstm. Die Angebote sind itach Holzart getreu 1,85 1,26 2,58 Alsfeld (Oberh), am 28. Febnrar 1920. Hessische Oberförsterei Eudorf in Alsfeld. I. A.: Brill. Bettenhäuser Mark- mti des dhrtzholz versteigert 1. Fickstcm-Stämnre 2. Ficbtrn-Derbstangen 3. F^cht n-Reisstan.-en 4. Kv^fern-Stämme Zusammenkunft mittags 1 Uhr am kleinen Kcckd beim Brunnen. Bettenhausen, den 28. Februar 1920. 2. Oberförsterei Eudorf in Alsfeld: D Jagdbezirk Nr. II, Fvrsborte Obere, Mittlere und Untere Dick, zusammen 430,48 ha (5 ha WieserO meist Nadelwald, in 1 Stunde Entfernung von Alsfeld. 2) Jagdbezirk Nr. ID, Fvrst-- orte Steinfürst, Rick>strauch, Esp. ufh>., Laub- und Nadelwald gemischt mit 18 ha Wiesen, zusammen 432,94 ha Jagd fläche; etwa Vs Sttucke entfernt von Bahnstodion Alsfeld. 3. Oberförsterei Greben au: V Jagdbezirk Nr. I in den Gemarkungen Bieben und Wallersdorf, zusammen rund 400 ha (8,14 ha Aecker und Wiesens. 2) Jagdbtzirk Nr. II in den Gemarkungen Eulersdorf und Reimenrod, zusammen 420,23 ha Jagdflärhe (4,36 ha A«ker und W^fen). 4. OberfSrsterei Grüirberg: 1) 3aab- bezirk Nr. I in den Gemarkungen Geilshausen, Reinhardshain, Saasen, Winnervo, zus. 700,44 ha Jagdfläche. 2) Jagdbezirk Nr. II, Farstort Breide- loh — 47,04 ha Staatswald. 3) Jagdbezirk Nr. III in den Gemarkungen Beltcrsham (Laubachsköpf, Sbeirrkaute, Börningerbcrg usw.), Ldrmda und Reinhardshain (Bellersharnerwald, Hain und Lau» back-skops), zusammen 200,30 ha Wald und 0,66 ha Feld. 5. Oberförsterei Kirtorf: 1) Jagdbezirk Nr. II in den Gemarkungen Afwenwd, Eh. 1. 135 Eicheu-Absckmitte mit 49,74 Fstm., 2. 134 Kicsern-Abschuitte mit 39,73 Fstm., 3. 91 Fichten-Absdmittc mit 19,60 F Ober-Gleen, zusammen 722,40 ha Wald und rund 50 ha Enklaven. Hierzu gehört auch der isoliertv Feld-Distr. Weitzenrod in her Gemarkung Appenrod mit 12,51 ha. 2) Jagdbezirk Nr. HI in bot Gemarkungen Ehringshausen (östlich der Straße), Heimertshausen und Mcmlbach, zusammen mit /lecker inti) Wiesen 824,08 ha Jagdfläche. 6. Oberförsterci Nieder-Ohmen in Grünbera: 1) Jagdbezirk Nr. II in den markimgen Ilsdorf, Kirschgarten und, Merlau mit Bornwiese, zusammen 221,79 ha Jagdflärbe | 24 Jagdbezirk Nr III, Forstwartei Lehn heim mit Verpachtung HtsMer Ltaats-zsgdt« M -Fischkreit» i» Lberhkßn. Dienstag den 16. Mär» 1. I, nachmittags 2 Uhr beginnend, werden im Gasthaus „Zur Krone" in Alsfeld öffentlich m den Meistbietenden auf 12 Jahre verpachtet: A. Hessische Staats-Jagden. 1. Obersörsterei Burg-Gemünden: 1) Jagdbezirk Nr. I (Nord), Foriiorde Eichwäldchen (Gemarkung Elpenrod), Kärlen, Schüsselrain, Schluft, Hainzemannskdpf, zusammen etwa 514 ha Wald und 10 ha Wiesen usw. 2) Jagdbyirk Nr. IV Forstwartei DecnSfeld. Nördl. und südu Teü zu- 61 Stück mit 17,60 Fstm. 34 Bekanntmachung. Aus der Stiftung der 25. Reserve-Division und des Landwehr-AfMtterre-Recchnents 118 können an würdige und bedürftige Personen des Unter offiziell und MannschastSslandes, welche am Kriege in der 25. Res.-Division bzw. dem Landwehr-Inf. Rogiment 118 teilgenommen haben, sowie an Hinterbliebene solcher Kriegsteilnehmer Unterstütz imgen gewährt werden. Alle diejenigen Kriegsteilnehmer resp. Hinterbliebene, welche glauben etwaige Unterstützungen beanspruchen zu können, werden hiermit auf gefordert, sich unverzüglich spätestens am 10. März dieses Jahres bei der unterzeichneten Fürsorgestelle mündlich unter Vorlage des Militärpasses oder etwaiger sonstiger Ausweise, aus denen der Truppenteil, bei dem sie den Feldzug mit' gemacht haben, hervovgeht, zu melden. Weitere Auskunft wird an genannter Stelle erteilt. Nach Ablauf obiger Frist können Meldungen unter kernen Umstanden mehr entgogengenommen lvett>en. 24048 Gießen, den 28 Februar 1920. Storudors, Forstorte Berchcral, Fehdenberg, Köpfet u. a_, zusammen etwa 346 ha. 8. Oberförsteeei W a hl e n : 1) , Jagd- heHirk Nr I in der Gemarkung Gleimenhain, zusammen nnti> 183 ha Wald und 7 ha Feld und Wu-stn. 2) Jagdbezirk Nr. II in den Gemarkungen Wahben und Kirtorf, zusammen rund 560 ha Wald unb 11 ha Feld. 3) Jagdbezirk Nr. IV in den Gemarkungen Bernsburg und Fischbach, zusammen rund 275 ha Wald. 4) Jagdbezrrk Nr. V in den Gemarkungen Ruhlkirchen, Seibelsdorf und Bocüen- wd, zusammen rund 318 ha Wald und 17 ha FÄ>. 5) Jagdbezirk Nr. VI in den Gemarkungen Arnsharn, Ohmes, Ruhlkirchen und Seibelsdorf, zusammen rund 358 ha Wald und 72 ha Feld und Bei sämtlichen vorbenarmten Staatsmgden beginnt die BestandSzeit am 1. Februar 1920. B. Hessische Staatsfischereieu. 1. Oberförsterei Kirtorf: 1) Fische- reibezirk dir. L Ter Huberts Häuser Bach von seiner Quelle (HimmelSborn) bis an den Sulzerpfuhl = 3532 m lang, in den Gemarkungen Erbenhausen und Ober-Gleen. 2) Fischereibezirk Nr. II. Ter Lützelbach vorn Lüyelteich bis an die Hunds- brück — 2880 m lang. 3) Fischereibezirk Nr. III. Ter HeimertsHäuser Bach vom Waschteich bis an die Ober-Gleener Gemarkungsgrenze — 3920 m lang. 2. Oberförfterei Nieder-Ohmen in Grünberg: 1) Fischereibezirk Nr. L Der Seenbach, der Ilsbach, der HerrnmüllerS Mühlgraben und TreibmMers Mühlgraben in den Gemarkungen Flensungen, Ilsdorf, Kirfchgarten und Merlau, zusammen 13 527 m. "2) Fischereibezirk Nr. II. Tie Ohm nebst Kirschgarter Mühlgraben in den Gemarkungen Kirschgarten, Merlau und Wett- saasen, zusammen 3600 m. 3. Fischereibezirk Nr. III. Tic Ohm nebst dem siskalischen Mühlgraben und Gründel wasser in der Gemarkung Nieder-Ohmen, zusammen 3801 m. 3. Oberförsterei Wahlen: Fischereibezirk Nr. I. Der Jostgleebach vom Distrikt Bonzel- heg« bis zum Distrikt Jungholz cmsschl., etwa 2000 m lang. Bei vorgenannten Fischereien beginnt d« Best orrds zeit am 1. Januar 1920. Nähere Auskunft erteilen die einzelnen Oberförster ei en. Die Pachlliebhaber, deren Befähigung ^ur ' Pachtung nicht bekannt ist, wollen sich rechtzeitig ' vor der Verpachtung bei uns ausweisen. 2408b inb Wiese). 3) lbach, zusammen d 5,67 ha Deich ForstivarterAtzen- lb und 1,74 ha 5. Lärchen-Stämme 18 „ „ 12,77 ," 6. 4 Rm. Eichen-Nutzscheit imb 2 Nm. Eichen- Nutzknüppel halten und pro Fstm. bis zum Dienstag d 9. März d. m tta I 1 schrift „Holzverlauf" bei Dem Unterzeichn: ■: : zureichen, wo die Ero sirung der Angebote erfolgt. Die Berkaufsbedingmtgen können eingesehen werden. Löwe, Waldvyrstnn" Holzverkanf. In dem BellnhäuserJnteressentcn- wald kommt folgendes Nutzholz auf dem Wege des schriftlichen Angebots zum Verkauf: (Fürfovgestelle für Kriegsbeschädi^e und KriegS- ___________Hinterbliebene, Asterweg 9.)___________ Bekanntmachung. Aus der Hei ch el heim schert Stiftung ist am 27. April d. Js. eine Gabe von 525 Mark an -eine in Gießen wo hnhafte, würdige, bedürftige, christliche Familie oder P-erfon zu vergeben. Meldungen werden Asterweg 9 im Erdgesdwß, Jimmer Nr. 4, bis spätestens 20. März dieses Jahres entgegen genommen. Gießen, den 1. März 1920. 24018 _____________Der Oberbürgermeister.____________ Bekanntmachung. Infolge der außerordentlichen Erlwhuug der Kohlenpreiie am 1. v. Adts. kommen mit Wirkung vorn 1. Februar bS. Js. auf die Grundpreise folgende Zuschläge: 24068 Für Licht 80 Pf. für die Kwst. F-ür Kraft 30 Pf. für die Kwst. Direktion der ftäbt. Elektrizitätswerke, Ueberland- anlage und Stoahmbahn der Stadt Gichen. Stolte. X Bekanntmachung. X Born 1. März ds. Js. ab betragt der Preis ür unsere RohbraunvoAe auf unseren Gruben Völfersheim bei Wölfersheim und WeckÄheün bei Weckesherm Mark 8,00 je Hektoliter, einfchl. Kohlensteuw. 24071) Hessische Bergwerksdi ection. Bekanntmachung. Ter vorn Gemeinderat beratene Vovanschlay der Gemeinde für 1920 Rj. liegt vom 3. Mätt, 1920 an eine Woche auf dem Bureau der Bürger mcifterei zur Kenntnis der Betnlrgten auf. wird eine Umlage erhoben, zu der auch br- AuS- märver herang^ogen werden. Nieder-Bessingen, den 1. Marz 1920. Bürgermeisterei Niedev-Befsmgen. Steuernagel. 2406 Uchen Angebots folgende Holzarten Los I im Distrikt Kohlgraben 8 Stück mit 18 „ „ 15 „ , 6 „ , 10 „ „ 7 , „ und Ojeuberg. . 6,28 Fstm . 11,40 , . 6^7 , . 6,14 , . 6,27 , . 2,31 , Die Nutzholzverstzeigerung vom 26. Febrrm 1920 im Gemeindewald U l f a ist genehmigt, efo; falls die Versteigerung des Feldhcäzes. 23kl U l f a, den 28. Februar 1920. Hessische Bürgermeisterei Ulfa. Hofmann. Holzsubmisfion. Die Gemeinde Lumda verkauft im Wege schrift« Unbrauchbare oder aufter Betrieb gesetzte Ml- ni WWei-Mp kWlmWM» 22®s> «M oflBjeSßMißßtoflflitonftÄ WiAel Lüsis Löhne,LjseibMiiK Kiefern: 111. Kl. IV. „ V. „ Fichten: IV. „ Va. Vb. , Jagd - Verpachtung. Samstag den 6. Marz, nachmittags 2 Uffl- findet in. der Decherschen Wirtschaft dahier «i: nochmalige Verpach!rmg der hiesigen Feldjagd steit Nieder-BreBcnba ch, 29. Februar 1920. Hess. Bürgermeisterei. Caspar. Die Angebote sind getrennt nach Sortiment pro Festmeter verschlossen und mit der Aufschrift submisfion" bis spätestens Dienstag den 9. März, mittags 2 Uhr, an unterzeichnete Bürgermeisterei er. zureichen, wo alsbald die Eröffnung der Offerten erfolgt. Das Holz ist gefällt und kann auf Verlausen vorgezeigt werden. Die Gemeinde behält sich die Genehmigung vor. Lumda, den 27. Februar 1920. Bürgermeisterei Lumda. Schultheiß. Maschinen- Scbmier-Oele Treibriemen UM z Mim Muri a.M.1N,D L Nachlasi- Versteigerung. DounerStag b. 4. März d. I., von vormittags 9 Ubr ab, versteigere ich gegen bar im Auftrage des Vormundes des Start u. der Margarethe Svieh in Garbemetch in deren Wohnung Licher Strafte die zum Rachlaffe des SchmiedemeinerS Heinrich Svieh und der Heinrich Svieh Witwe in tSarbenteich gehörigen Gegenstände, und zwar: 1 Stteiderschrank, Stühle, 1 Stommobe, 1 Regulator, Kleiderhalter, Fenster- vorbänge, 1 Soffer, einen Schltehkorb, 1 Sviegel, t Oien und viele andere Haus- und Sküchengeräte. Dersteig. bestimmt. Hehler, 2394 Gerichtsvollzieher, Sieben, Bahnhofftr.A ll. Biliiges Fleisch kann man Plantox (Extract, Würze und Würfel) nennen. Für eine vorzügliche Kraftbrühe, eine kräftige Suppe, ein würziges, gehalt- volles Gericht braucht man kein Fleisch; wer sparen und doch gut kochen will, verwendet Plantox, das beste Friedenserzeugnis. Erhältlich in jedem Kolonialwarengeschäft. Herstellerin: Paraguay- Fleischextract-Gesellschaft m. b. H., Hamburg-Bremen. 429hv Der Vorstand. 2432V SrstWsl LM-Wm W Feier am 26. März 1930 1. Vormittags 1072 Uhr: MllMMe Seiet in Set neuen Mill Set MetWl 2. Abends 7 Uhr im Stadt«heater: „Die chemische Hexenküche". Mitglieder haben Anspruch auf Bereitstellung von je 3 Plätzen zu gewöhnlichen Preisen bis 18. März durch den Schriftführer Herrn vr. Werner, Stephanstratze 4, der schriftliche Wunsche entgegennimmt. Dom 20. März ab freier Vorverkauf an der Theaterkasse. 08817 Echter unverfälschter MM «Ml aus bett größten u. erst- tlassigen Stautabafrabrit. Däneinarks.Prima saftige Ware. Garantiert mcht chirmnelnd. 1 Stange 0,90 JJit, 100 Stangen 7ä Dik., 20 Probestangen versende geg. Einsendung u. 16 Mk. portofrei. Nachnahrnen kosten 85 Pf. mehr. 390 Albert FreidentheU, Msselvllren 24 (doiftein). 1533 qm frisch gerodeter Waldbodcn a.d.Rödger Strafte gegen Höchstgcboi znverparhten.Schr.Ang. unt.03905a.d.Gieh.Anzetg. 6ln Acher Volke! öanfndetldneu, BL., sttM.yell!Allm.rkM- fthlflge, Bogeiwelfföien. GüinMen. 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Anzeiger. Amtrverkim-igungMatt für Vie provinzialdirektion Oderhessen und für da; Kreisamt Gießen. frltbrint na* Bedarf Montaa. 'Dienstaa. Donnerstag u. ftrrritaa. 9hir dar* die Dost ju belieben aetjen Mi» 2.50 oierftqäbrL DaftzertaaaEe Br ')ir. 31 März 1920 ZnhaltL Ucbersicht: BeKann mochung über den Landabfatz von den Draunkohlengruben des Westerwaldes usw - Verkehr nach Ostpreußen.- Erwerbslosenfui sorge - Feldbereinigungen Leihgestern und Munster - Betriebsrätegesetz. Bekanntmachung über den Landabsatz von den Braunkohlenqrubcn des Westerwaldes, des Tillkreises, des Freistaates Hessen und d.rjeniaen Teile ter Provinz Dessen - Nassau, die im Absatzgebiete der Rheinischen Kohlenhandel- und Rdederei-Gesellschast m. b. £>. Mülheim-Mannheim (Kohlenkontor) liegen • Aus Grund der §8 1, 2 und 6 der Bekanntmachung des Bu"tec'rates über die Regelung des Verkehrs mit Kohlen vom 21 Februar 1917 iReicbsaesepbsatt Seite 167) und der $3 1. 4 und 7 der Bekanntmachung des Reichskanzlers über die Bestellung eines Reichskommissars für die Kohlenvertcilung vom 28. Februar 1917 (Reichsgesetzblatt Seite 193) wird bestimmt: § 1. Der Landabsatz von den Braunkohlengruben des Wester- • waldcs, des Dillkreises, des Freistaates Hessen und derjenigen Teile der Provinz Hessen-Nassau, die im Absatzgebiete dec Rheinischen Kohlenhandel- und Rhederei-Gesellschaft m. b. H. Mül herm-Mannheim (Kohlenkontor) liegen, ist nur nach Maßgabe der nachstehenden Bestimnlungen gestattet: Landabsatz im Sinne dieser Bekanntmachung ist derjenige Absatz von Brennstoffen, der sich unmittelbar von der Grube ohne Inanspruchnahme von Schissen oder ohne Versand auf der Hauptbahn vollzieht. Die Bekanntmachung erstreckt sich auf Braunkohle jeglicher Art und die daraus hergestellten Erzeugnisse (Preßsteine, Bri ketts usw.). 8 2. Im Landabfatzwcge dürfen die Gruben Kohlen erst dann abgeben, wenn die für den HarMtbahnversand zur Verfügung stellenden Wagen voll abgefertigt werden können. 8 3. Im Landabsah dürfen Brenn st ofse nur gegen Vorlegung von Landabsatz-Bezugs ch ein en, die vom Kohlenausg-leichMannheim a u s g e g e b e n werden, abgegeben werden. Landabsatz-Bezugsck>eine werden ausgegeben: a) für Hausbrand einschließlich'Landwirtschaft und Kleingewerbe (vergl. 8 2 der Hausbrand-Bekanntmachung vom 30. März 1918 Dcutscl)er Reichsanzeiger Nr. 78). b) für nuldepslichtige Industrie (vergl. 8 2 der allmonatlichen Bekanntmachung betreffend Meldepflicht für gewerblich.' Ver biQud)cr von mindestens 10 Tonnen Kohle, Koks und Briketts monatlich). 8 4. Tie Landabsatz-Bezugscheine für den Hausbrand werden vom Kohlenausglcich Mannheim den Vcrsorgungsbezirken (§ 5 der Hausbrand Bekanntmachung vom 30. März 1918) auf Grund eines festgesetzten Kontingents allmonatlich zugcteilt. Die Ber- sorgungsbezirke haben die Bezugscheine unmittelbar oder durch Bermi tlnng der Gern inb.worstände an die Bezieher auszuh: ndigen. Tie Bezugscheine für die Meldepflichtigc Industrie werden vom .stohlcnausg'eich Mannheim den meldepflichtigen Verbrauchern aus ihren Antrag unmittelbar übersandt. 8 5. Die Landabsatz-Bezugscheine werden auf einen, bestimmten Monat ausgefertigt und haben nur für diesen Gültigkeit. Verfallene Scheine sind an die ausgebende Stelle zurückzus'nden. Tie Scheine lauten aus 5, 10 oder 30 Zentner. Die ausgebende Stelle bat aus dem Schein Name und Wohnung des Beziehers, das Datum der Ausstellung und die Bezeichnung der Ausgabestelle einzutragen. Ter Stempel der Ausgabestelle, sowie der Name des ausgcbenden Beamten sind beizufügen. Dem Landabsatz-Bezugschein für Hausbrand ist ein Post kartenformular beigefügt, welches zur Benachrichtigung der Ver- sor 'ungsbezirke über Ausfüllung der Lieferung bestimmt ist (ver- gleiclx- 8 8 Abs. 3). 8 6. Die Vorstände der Versorgungsbezirke haben Verzeichnisse über die Landabsatz-Bezugsck>eine zu führen, aus denen jederzei. ersichtlich sein muß: wieviel Scheine sie bekommen haben, wann, an wen und über welche Menge sie Scheine ausgehändigt haben, wieviel Scheine noch vorhanden sind. 8 7. Tie Landobsatz Bezugscheine sind bei der Abholung der Brenn stosse aus der Grube abzugeben. Es darf nicht mehr Kohle abgegeben werden, als durch Bezugscheine gedeckt ist. § 8. Tre Grube hat über die Ausgabe int Landabsatz sür Hausbrand- und Industriebedarf je ein Buch (Landabsatztagebücl)er zu führen, in denen mit fortlaufenden Nummern zu verzeichnen ist, welche Mengen im Landabsatz abgefahren sind, unter Angabe der einzelnen Fuhren und des Bezugsdatums, sowie der Ausgabestelle, von welcher die Landabsatzsckfcine sür die abgefahrenen Mengen ausgestellt sind. Tie erledigten Scheine sind von der Grube durch Ausdruck eines Stempels oder in sonst geeigneter Form zu entwerten und am Ende jeden Monats, spätestens bis zum 5. des folgenden Monats, nach Versorgungsbezirken geordnet, an den Kohlenausgleich Mannheim zurückzusenden. Die Hausbrandbezugsscheine sind von den Industriescheinen zu sondern. Nach Belieferung von Hausbrand-Landabsatzscheinen hat die liefernde Grube den Versorgungsbezirk durch Formularpostkarte vergl. 8 5 Abs. 3) von der Ausführung zu benachrichtigen. Die Benachrichtigung kann einzeln ober in monatlichen Sammelsendungen erfolgen. 8 9. Im Landabsatz bezogene Kohle darf ohne Genehmigung des Kohlenausgleichs Mannheim nicht auf die Haupteisenbahn oder in Schisse verladen werden. Auf Jndustriebezugsscheine bezogene Brennstoffe dürfen nicht für den Hausbrand, aus 5)ausbrondbezugssck>eine bezogene Brenn stosse dürfen nicht an industrielle Mibrauche.' abgegeben werden. Für den Hausbrand bezogene Landabsatzkohlen dürfen nicht außerhalb des Versorgungsbezrrks, der den Bezugssck)ein ausgestellt hat, verwendet werden. 8 10. Ausnahmen von vorstehenden Bestimmungen kann der Kohlenausgleich Mannheim oder der Reichskommissar sür die Kohlenverteilung bewilligen. 8 11. Zuwiderhandlungen gegen diese Bekanntmachung werden nach 8 7 der Bekanntmachung vom 28. Februar 1917 (RGBl. S. 193' mit Gefängnis bis zu einem Jahr und mit Geldstrafe bis zu 10 000 Mk. oder mit einer dieser Strafen bestraft. Neben der Strafe kann im Falle des vorsätzlichen Znwider- handelns auf Einziehung der Brennstoffe, aus die sich die Zuwiderhandlung bezieht, erkannt werden, ohne Unterschied, ob sie dem Täter gehören oder nicht. , Außerdem behält sich der Reichskommissar für die . Kohlenverteilung vor, Händler und Verbraucher, die den vorstehenden Bestimmungen zuwiderhandeln, vom weiteren Kohlende'uge auszuschließen und Gruben bei Verstoß gegen vorstehende Bestimmungen den Landabsatz zu verbieten. 8 12. Diese Bekanntmachung tritt am 1. März 1920 in Kraft. Berlin, den 2. Februar 1920. Der Reichskommissar für die Kohlenverteilung._________ Staatsministerium Darmstadt, den 18. Februar L920. Zu Nr. St. M. 2969. Betr.: Ausfüllung des F-riedensvertrageS; hier: die Verbindung mit Ostpreußen über Swinemünde—Pillau. Aus dem Rcichsverkehrsministerium wird mitgeteilt: Verkehr nach Ostpreußen. Nach den Friedensbedingungen ist mit dem 19. Tage nach der Ratifizierung, nlfo vom 29. Januar ab, ein Bahnverkehr mit den scheu Betriebsmitteln und unter ausschließlich deutscher Leitung van Mitteldeutschland nach Ostpreußen nicht mehr möglich. Tie Friedensbedingungen sehen zivar einen ungestörten Verkehr durch beit polnischen Korridor vor. Auch gibt «ich die Reichsregierung der Erwartung hin, daß mit der zugesagten Unterstützung der polnischen Stellen sich ein glatter Turchgangsverkeln, insbesondere für Personen und Post, wird bewerkstelligen lassen. Uni aber unter allen Umständen eine ungestörte Verbindung mr Ostpreußen aufrechtzuerhalten, hat die Hamburg-Amerika- Linie, Leebäderdienst, Hamburg, zusammen mit der Stettiner Tampfschifssgesellfchaft I. F. Bräunlich, die bekanntlich in den Sommermonaten den Seebäderdienst auf Rügen unterhält, eine regelmäßige Passagierdampferverbindung von Swinemünde nach Pillau mil täglichen Abfahrten vorgesehen. Um dem reisenden Publikum den Verkehr nach Mögttchlett zu erleichtern, sind zum direkten Anschluß an die Tampferabsahrt und -ankunft Sonderzüge von und nach Pillau bzw. Swinemünde . ...» «mu fiuj uaiuuti klar, «daß in den Bestrebungen zur Wiedergutmachung eine Veränderung vorgenommen werden müsse. Auch in Italien kommt man zu ähnlicher Ucberzeugung. Im „Corriere della Sera" heißt es: „Arbeiten wir doch alle an dem Völkerbünde, der die allmähliche Umgestaltung der Verträge vorbereitet, ehe diese unter dem Gewichte der Nichterfüllung zusanv- menbrechen." Und Mario Borsa erklärt: „Der Vertrag von Versailles ist zum Sterben verurteilt worden zwischen Unterzeichnung und Ratifikation. Eine Revision scheint unumgänglich .... Es ist im Interesse aller, daß man das Unrecht aufgibt, und es ist nicht ausgeschlossen, daß wir dazu gezwungen werden, wenn wir uns in die UnmögUchkeit -versetzt seh»n, ^den Pariser Entschlüssen im ganzen Geltung zu verschaffen." Besonders charakteristisch ist der Gesichtspunkt, der von dem Schweden B r a n t i n g bei der Debatte über den Beitritt zum Völkerbund । im schwedischen Reichstag ausgeführt wurde. Er erklärt es als Hauptaufgabe dec Neutralen, daß sie ihre Mitgliedschaft im Völ- kerbnrrddazu benutzen sollen, um für die Revision jdes Vertrages Arbeit zu leisten.. Aus einer ganzen Anzahl Aeußerungen englischer und amerikanischer Fachleute und Politiker, vor allem aber aus neutralen Ländern kommen immer fmehr die zwei neuen Und wichtigen Gedanken zum Ausdruck: Unmöglichkeit der Durchführung der Friedensbedingungcn für Deutschland und daher Notwendigkeit,der Revision durch den Völkerbund. giauDT, vur, ivcyoi vet «xxkvujukm ।reo öntnra die HaslbefMe annulliert nrorteit sind. • Paris, 2. März. (MB.) Nach den Erklärungen Millerands über den Streik der Eisenbahner in bet K ammer nahm diese mit 503 gegen 75 Stimmen eine Tagesordnung an, die die von der Regierung getroffenen Maßnahmen zur Beilegung des Eisenbahnerstreiks billigt. Ein neuer Präsidentschaftskandidat in Amerika. Neuhork, 2. März. (WTB.) Der Staatssekretär der Justiz Palmer hat die ihm von der demokratiscl^n Partei Mrgebotene Kandtdatur als Präsident der Vereinigten Staaten angenommen. Tic Anschlußbestrebnngen Oesterreichs. Wien, 2. März. (WTB.) In der heutigen Schlußsitzung des christlich-nationalen Parteitages wurde die Aussprache über die polnische Lage beendet. Ter Hauptstellvertreter Dr. Rehrl-Salz- burg erklärte, Salzburg strebt den Anschluß an Teutschlanb an. Wir werben als selbständiyer Gliedstaat im Bundesstaat in Großdeutschland em» treten. Landesrat Seidle-Jnnsbruck versicherte, Tirol wünsch den länderweisen Anschluß an Gesamtdeutschland, nicht etwa bloß an Bayern, da es seine Selbständigkeit erhalten wolle, rvas bei Bayern nicht der Fall wäre. Dec Unter ftaatSsekretär Nicklas erllärte bezüglich der Koalition, die Christlich-nationalen müßten im Interesse des deutschen christlichen Volles d:e Mitverantwortung übernehmen. Tie Wiener Bevölkerung sei l1 2 Jahre lang den schwersten politischen Gefahren ausgesetzt gewesen, oerabl'djeuc aber bolschewistische Gelüste. DaS Friedensangebot Rußlands. Bern, 2. Mär; (Wolff.« Wie aus London I gemeldet wird, besagt ein Funkspruch der Moskauer Regierung, daß die Alliierten gar nicht anders könnten, als einen endgültigen Frieden mit dec tciajc UIXIIHUV, t>CC UJlx.il uhiuauih V-llMtJ lltun aus eigener Kraft erworben hat. SBernv man b?m Volke einfach die besten Grundstücke rotgnimmt, fo ist das kein legaler Eigentumstitel. Es wäre übrigens interessant, zu wissen, wievrel Wilh'lm II. eigentlich in den Zeiten der Not an Krr'gsanb.'ihe gezeickmet bat. Wie wäre es denn, wenn der König wenigstens den Versuch machte, sich an ber Deckung der Staatsschuld zu beteiligen, die durch sein D.'r- balten entstanden ist. Er l>it jetzt Deinen Grund, sich zu beklagen. Bisher ist er sehr reichlich b> dacht worden, und er kann ja schließlich auch iwch arbeiten. Das arme Volk 1>at Deinen Anlaß, für ihn in die Tasche zu greifen. Dve Throninsignien sollten nach dem Vertrag in den Beiitz d's Staates übergehen, aber die Krvnjuw'.len Eigentum der .Hobenzollern bleiben. (Heittrküt.) Wir bedürfen eines Rcichsges.'tzrs, das uns von den privatrechtlickjen Schranken in der Regelung biM-rr Decmögensangelegenheit befreit. Darauf zielt unser Antrag ab. Abg Oppenhoff (Z.): Ter Vorredner hat weite Kreise des Volkes durch seine Ausführungen verletzt Wir empfinden Genugtuung darüber, daß es gelungen ist, durch di.'sen Vorträgentwurf einen früblichen Ausgleich zwischen dem Staate unddetn Königsfüuse hwbeizuführen. Ter Antrag Mott Hoffmann ist für uns undiskutterbar, aber auch den Antrag Gräf lehnen wir ab. Abg Cassel «Dem.): Auch wir bedauern die Ausführungen des Abgeordneten Gräf. _ Gegen seinen Antrag haben auch wir die schwersten Be- tenlen. Auch im Wege des Rcichsgefetzes würbe es nicht leicht sün, eine Enteignung h.rbeizuführen Ucber die Schuldfrage im Kriegs zu sprechen, hat stinen Zweck, solange nicht die Archive der feindlichen Mächie auch geöffnet werden. Abg Herght (T.-Natl.): Grass Rede ist nicht nur verletzend, sondern verletzend gewesen. Auch fcü Süigft vor den Unabhängigen spricht aus i tn Ich dal re es unter meiner Würde, auf die Einzeth-i en einzugehen. (Große Unruhe bei den Es ist unsere Ehrenpflicht, habet müzu- Mittwoch, rei: Zchulftt. 7. 3. März 1920 Annahme von Anzeigen |. bic rage-numiner zum Nachmittag vorher ohne jedeVerbinblichkeit. Preis für \ mm höhe füt Anzeigen v.S4mm breite örtlich 25 l'f, onSivärtS !3O Pl.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm t»rcuc9<' Pf. Bei Platz- Dorf(trifi2O* Auffchlag. HauvtschnstieUer: Ang. Boeiz. Verantwortlich für Politik: Aua. Goetz; für ben übrigen Zeil: Dr. Reniholo Zenz; für den Anzelgenteü: H. Beck, sämtlich in Giehen. n, daß ein gerechter ^rgleich^usiMchc klommt, ivir wünschen, daß für den >s:aat drausge- vn ivüch, lvas llrauszuschlagen ist Bei dem ig der Soziald?motralen tiinbelt es sich um .Uan einer Rechtsbeugung, der man ein Män- n umhängt. Tcr Vergleich, hi dem bet Künig ricles verzickstct, zeigt, daß er Iricde mit n Volke balvn will. Unsere früheren I-einve mit dem OJcbanfen um, den letzten Träger träne die Rückkehr in sein Bat erlaub zu ver- n. Ich l-alre die beste Hoffnung, daß das deutsche Volk zusammenstehen wird, wenn lt, einen deutschen Bokksgenoßen vor Vergebung zu schützen. (Bravorufe rechts; Zischen Ibg Adols Hofmann (USP): Nur unter Sanne des BclagerungszustaM'es kann man o ungeheuerliche Vorlage durchzudrücken ver- t. Tie fluchbeladenen landesflüchtigen Hohen- n werden als gleichberechtigte Kontrahenten >em Staate angesehen, lieber 60 Möbelwagen rercits nach Amerongen gegangen. Tas Schloß n und das Neue Palais sind von allen stvnst- m entblößt, ohne baß die Landcsversamm- besragt wurte. Tie Sache bedarf ber gründ- n Untersuchung. Es handelt sich durchweg um iftänbe, die selbst nach die;em Vertrage lseigentum werden sollen. Tas deutsch«' BoV rct und den Hohenzollern sollen Milliarden her Werte überlassen werden, benut sic in und Braus leben können. (Beif. b. b. USP.) Ninister Südekum: Tie Demagogie der gehörten Rebe überschreitet alles ivas man bei diesen Volksvertretern gewohnt ist. Alle Beschulbigungen sinb Verleumdungen oba Hintertreppeullatsch. ßräfibent Seiner t: Ten Vorwurs ber Bec- )ung dürsen Sie gegen ein Mitglied nicht en. Ninister Tr. Südekum: Der Wein uttb die en Lebensmittel sind zum großen Teil ben etten zur Verfügung gestellt worben. Tie Amerongen gebrachten Möbel sind nur Don gern kunstgewerblichem Werte. Tie Silber- * find nicht nach Amerongen gegangen, Ionin Deutschland sicher verwahrt. Ich sage t Hofmann doch nicht, wo sie aufbewahrt ;n, denn die Elemente, von denen er bedient önnten ein Interesse daran haben, das zu t. (Heiterkeit.) Herr Hofmann ist in allen, er hier mit Grabesstimme des Patrioten bracht hat, schmählich angelvgen worden, all.) !lbg. Dc. v. Krause (D. Bp.): Wohin sollen ommen, wenn so Reden, wie dies.' von Herrn mmen. Ein Schluß^tntvag wird angenvm» Cer GesetzTNtwurf mit den zugehörig m An- n geht an den Rechtsausschuß. rutsche Nationalversammlung. Berlin, 2. März 1920. Sräsibent Fehrenbach eröffnet die ng um 1.29 Uhr. ’Xuf eine Anfrage Dr. Böhmes (Dem.) wird Regierungsseite geantwortet, baß die Reichs- .mng es nicht für unvereinbar mit den be* iben Reichsgesetzen hält, wenn die Brauniger Regierung eine Sondersteuer von frucht- nbem Grmrdbesitz erhebt. ’Xuf eine Anfrage Steinkops (Soz.) wird gcarrrwortet, baß es sich noch nicht übersehen lasse, nnemeit bie Arbeiten für das neue Beamtengesetz fortgeschritten seien, um eine Vorlage desselben ins Auge zu fassen. Die SonderbeHandlung einzelner Teile des Beamtenrechts erscheine nichl angängig. Auf eine Anfrage Dr. Heintze (D. Bp.) wird geantwortet, daß seitens der französischen Regierung für die Aufträge in Sachen des Wiederaufbaues im zerstörten Gebiet eine Vermittlung ber deutschen Regierung ausgeschaltet fei. Wenn künftig die Vermitllung der Reü^rc-gierung in Frage kommen sollte, werde diese das Nötige tun, um die Interessen deutscher Firmen dabei zu wahren. Auf eine Anfrage Baero cke (D.-Nat.) wird geantwortet, daß die Reichsregierung feit Wochen bemüht ist, die Erschwerung des Durchgangsverkehrs durch den polnischen Korridor durch di-, rekte Verhandlungen mit den Polen zu beseitigen^ bis jetzt ohne Ergebnis. Zur Zeit finden in Warschau zwischen Deittschänd und Polen Verhandlungen statt. Ans eine Anfrage schiele (D. NÜ.) nxrt geantwortet, daß die im Osten aufgestellt'n DolkS- wehrformationen Der Reich swchr an geglichen waren. Ter Uebertritt in die Reichswchr hxir frm, gestellt worden, wurde aber mehrfach abgelchnt. Besondere Härten, die sich bet b’t notwmdig gewordenen Auflösung herausgeüellt haben, wurden durch die Gewährung eines Monatsgehalts über den Auflösungstermin hinaus begegnet. Fortsetzung der zweiten Beratung des Entwurfes eines Reichseintommenüttu^rgesetzes. Zu § 23 beantragt Abg. Irl (Ztr >, daß bet außerordentlichen Woldnutzungen tn ö fenilich^n Interesfe ober infolge höherer Gewalt bie Steuer von dem über die regelmäßigen Nutzungen hinausgehenden Betrag nur 10 v H. betragen soll. Ter Antrag wird angenommen. Zu 8 28 (Veranlagung- beantragt Abg. Gerold (Ztr), daß der in einem Kalender ober Wirtscholtsiohr erlittene Verlust auf da. ab 10 35 N. an 11.09 N. 7.00 V. in Druck der Brühl'schen Universitäts-Duch- und Lteindruckerel. R. Lunge, Bietzen chädi^e und Kriegs- 432,94 ha Jagd fläche; etwa 1/2 ©bütbe entfernt hinterbliedene, Asterweg 9.) Person zu vergeben. Meldungen werden Meldungen werden Asterweg 9 im Erdgeschoß, Zimmer Nr. 4, bis spätestens 20. März dieses Jahres entgegen genommen. 2401B Holzversteigerung. Holzverkans 3. F-cht n-)steisstangen 52 4. Kiefern-Stämme 6 Ku d und 1,74 ha 2382 MM “ o o <■> i n i n in den zuscun- an ab an ab an ab ab an ab an ab ab Bettenhäuser Mark- nw des Nutzholz versteigert 1. Firhten-Srämme 2. Fichtm-Derbstangen 1,26 2,58 von Bahnstation Alsfeld. 3. Obersörsterei Grebenau: V Jagdbezirk Nr. I in den Gemarkungen Bieben mrd 6,27 2,31 Gießen, den 1. März 1920. Der Oberbürgermeister. Gemarkungen (Äilersdors ... men 420,23 ha Jagdfläche (4,26 ha Decker und Die Angebote sind getrennt nach Sortiment pro Festmeter verschlossen und mit der Aufschrift »Holzsubmission" bis spätestens Dienstag den 9. März, mittags 2 Uhr, an unterzeichnete Bürgermeisterei einzureichen, wo alsbald die Eröffnung der Offerten erfolgt. Das Holz ist gefällt und Kann auf Verlangen vorgezeigt werden. Die Gemeinde behalt sich die Genehmigung vor. Lumda, den 27. Februar 1920. Bürgermeisterei Lumda. Schultheiß. gesehen: . Berlin. Stettiner Bahnhof . Swi remii de, Häuft l äh Hof Swi tmü de, Häuft bah-Hof Swinemü de, Hafengleis . Swinemünde, per Dampfer . Pillau........ 7 05 V. 8 15 V. 9 00 V. ca. , _ 12 05 N le normaler R 3 45 N. 4 10 N. Kö igsberg Ostbähihof . . Kö igs^rg, Lizentbäh.ihof . Pillan Villau ........ Die Nutzholzverslrigerung vom 26. Februar 1920 im Gemeindewald Ulfa ift genehmigt, ebenfalls die Versteigerung des Feldholzes. 2385 Ulfa, ben 28. Februar 192fr Hessische Bürgermeisterei Ulfa. Ho f mann. Bekanntmachung. Ans der Hei chelheim scheu Stiftung! ist am 27. April d. Js. eine Gabe von 525 Mark an eine in Gießen wohnhafte, würdige, bedürftige, christliche Familie oder 2 15 N. 2 25 M. 2 40 N. 4 00 V. 7.09 N. 10,00 N. spätestens Bekanntmachung. Betr.: Feldbereiniguna Leihgestern; hier: das topographische In her ’ 3r?t vom 9. bis einschließlich 23. März lfd. Js liegt auf der Bürgermeisterei Leibgestern das topographische Güterverzeichnis (2 Bandel der Gemarkung LeilMstern sowie desgleichen über die infolge Grenzregulierung zngezogenen Tei^e der Nachbargemarkungen Großen-Linden, Ober-Stemberg Watzenborn-Steinberg und Schiisenberg nebst den dazu gehörigen alvhabetisck^n Namensverzeichnissen zur Einsicht der Beteiligten Eiiiwendunoen hiergegen sind bei Meidung des.Ansschlu-ses wäb'-eiid der Offenlegungszeit bei der Bürgermeisterei Leihgestern schriftlich und mit Gründen versehen ei"znreichen. Friedberg, den 19. Februar 1920. Ter Hessische Feldbereinigungskommissär. S ch n i t t s v a b n, Negieri,ngsrat. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung Münster, Kreis Gießen; hier: die Arbeiten des II. Abschnitts. In der Zeit vom 11. bis einschließlich 25. März lfd Js. -cmarrungen Jagft 3 NNd' Wallersdorf, zusammen rund 400 ha (8,14 ha Aecker und Mesens. 2) Jagd - Verpachtung. Samstag dem 6. Mürz, nachmittags 2 Uhr, findet tn der Decherschen Wirtschaft dahier 'rav: nochmalige Varftarchamy der hbesisen Feldjagd statt Meder-BreL«rbach, 29 Februar 1920. Hess. Bürgermerstevei. Caspar. Betr.: Erw-r^s es-fürsorge: h'er: Nackw i'u-g für den Monat An die Bürgermeistereien der Landgememden des Kreises. UnKr .Hinweis ans unsere Amtsblätter Nr 3 und 4 machen wir daraus 'aufmerksam, daß die Nachweiftrng-n für den Monat Februar 1920 uns umgel-end wwzul"gen sind. Tas geänderte Formular , Nachwnsung d-r Au ewb-n usw " lMuster I.' ist für die Nachweisung für dm Mmat F-brnar 1920 zu verwenden. Sofern dasselbe Ihnen inzwischen nickst zn- geganaen sein sollte, ist es umgebend durch uns zu beziehen. Gießen, den 24. Februar 1920 fi'reianmt Gießen I. V : L angermann___________ Pi lmi . . . • ■ • • Kö igslerg. Lizentbahnhof. Kö .igsberg, Ostbähnhos. - 55,24 ha (379,57 ha Wald und 5,67 ha Teich oft Wiese). 3) Jagdbezirk Nr. IV. Forstn-arleiAhen- lin, zusammen 228,81 ha ' " vehördliche Anzeige! Bekanntmachung. Aus der Stiftung der 25. Reserve-Division des Landwehr-J^saotteriv-Regiments 118 ton cm würdige und bedürftige Personen des Un vftiziev- und MarmschaftSstvndes, welche am SY in der 25. Res.-Division b^ro. dem Landwehr-J Regiment 118 teilgenommen haben, sowie Hinterbliebene solcher Kriegsteilnehmer Unterst ungen gewährt werden. Alle diejenigen Kriegsteilnehmer refft. Hin bliebene, welche glauben etwaige Unterftützun beanspruchen zu fdrmat, werden hiermit auf ne dert, sich unverzüglich spätestens am 10. M i dieses Jahres bei der unterzeichneten F sorgestelle mündlich unter Vorlage des Miln paffes oder etwaiger sonstiger Ausweise, aus de der Truppenteil, bei dem sie den Feldzug r gemacht haben, hervoryeht, zu melden. Weitere Auskunft wird an genannter St erteilt. Nach Maus obiger Frist können MÄdun unter fernen Umständen mehr etttgegengeramn welchen. 24( Gießen, den 28 Februar 1920. Stettin- bei der Stettiner Tampfscknfsswselllchast Bräunlich Md lei der Firma Mügge, dem Vertreter der Hamburg- Amerika-Linie; cm-rr Sw in em ü n de: bet der Firma I. MstN-r. Königsberg bzw. P i l l a u: bet der Ftrma Robert May- Wiesen). 4. Oberförsterei Grstnberg: 1) Jagd- bezirk Nr. I in den Gemarkungen $cil3häufen, Reinhardshain, Saasen, Winnerod, zus. 700,44 ha Jagdstäche. 2) Jagdbezirk Nr. II, Forstort Bveide- boh — 47,04 ha Staatswald. 3) Jagdbezirk Nr. III in den Gemarkungen Beltersham (Laubachskops, Sbettrkante, Börninserbcrg usw.), Lnmda und Reinhardshain (Beltershainerwald, Hain und Law- back>s^>pf), zusammen 200,30 ha Wald und 0,66 ha Feld. 5. Oberförsterei Kirtvrf: 1) Jagdbezirk 9h:. II in den Gemarkungen Appenrod, Eh- ringshmifeii, Erbenhausen, Kirtorf, Maulbach und Ober-Gleen, zusammeit 722,40 ha Wald und rund 50 ha Enklaven. Hierzu gehört auch der isolierte FÄd-Distr. Weitzemwd in dar Gemarkung Appenrod mit 12,51 ha. 2) Jagdbezirk Nr. III in ben Gemarkungen Ehringshausen (östlich der Straße), Heimertshausen mrd Mcmlbach, zusammen mit Aecker und Wiesen 824,08 ha Jagdsläche. 6. Obersörsterei Nieder-Ohmen in Grün berg: 1) Jagdbezirk Nr. II in den Gemarkungen Ilsdorf, Kirschgarten und, Merlau mit Bornwiese, zusammeit 221,79 ha Jagdfläche 2) Jagdbezirk Nr. HI, Forstwartei Lehnheim mit Ausnahme des Forswrts Zaunl-ach, zusammen Lichtspiele Set Seltersweg 81 Inh.: Alwii Nutzknüppel. Zusammenkunft mrttags 1 Uhr am Wcckd beim Brunnen. Bettenhausen, den 28. Februar 1920. Bürgermeisterei Bettenhausen. Roth. u]I!dui>hwji . . an 11,15 9t Von Königsberg nach Berlin, ab < 00 V. Wir^empfehfen Ihnen, für eine möglichst weifeehenb- Ver öffen"ichuna der Bekanntmachung in der Presse, insbesondere tu dem Kreisblatte, Sorge zu tragen. U l r ich.__________________________________ 2. Obersörsterei Nieder-Ohmen in Grünberg: 1) Fischereibezirk 9h. L Ter Seen-- bach, der Ilsbach, der HerrnmüllerS Mühlgraben und TreibmMers Mühlgraben in den Gemarkungen Flensungen, Ilsdorf, Kirschgarten und Merlau, zusammen 13 527 m. "2) Fischereibezirk Nr. II. Tie Ohm nebst Kirschgarter Mühlgraben in den Gemarkungen Kirschgarten, Merlau und Wettsaasen, zusammen 3600 m. 3. Fischereibezirk Nr. III. Tie Ohm nebst dem fiskalischen Mühlgraben und Gründel wasser in der Gemarkung Nieder-Ohmen, zusammen 3801 m. 3. Oberförsterei Wahlen: Fischerei- bezirk Nr. I. Der Jvstgleebach vom Distrckt Bonzel- hege bis zum Distrikt Jungholz cmsschl-, etwa 2000 m lang. Bei vorgenannten Fischereien beginnt die Beistands zeit am 1. Januar 1920. Nähere Auskunft erteilen die einzelnen Oberförstereien. Tie Pachtliebhaber, deren Befähigung ^nr Pachtung nicht bekannt ist, wollen sich rechtzeitig vor der Verpachtung bei nnS ausweifen. 2408b Alsfeld (Oberh.), am 28. Februar 1920. Hessische Oberförsterei Eudorf in Alsfeld. I. A.: Brill. werden: 61 Stück mit 17,60 Fstm. 34 „ „ 1,85 „ Betriebsrätegesetz. Dom 4. Februar 1920. Tie verfassunggeb-nde Deutsche Nationalversammlung bat das folgende Gesetz beschlossen, das mit Zustimmung des Retchsrats hiermit verkündet wird. I. Allgemeine Bestimmungen. L 1 Zur Wal-rnehmung der gemeinsamen, wirtschaftlichen Interessen der Arbeitnehmer «Arbeiter und Angestellten) dem Ai- Kgeber gegenüber und zur Unterstützung des Arbettgebers w der (S-rh'rHiinn der Betriebszwecke stnd tn allen Betrieben, die tu der Regel mindestens zwanzig Arbeittrehmer beschäf.igen, Be.rtebsrate zu errtchtem ^^ieben, die in der Regel weniger als zwanzig, aber mindestens fünf wahlberechtigte Arbeitnehmer beschas.tgen, van denen mindestens drei nach den §§ 20 und 21 wahlbar stnd, ist ci i Betriebsobmann zu wählen. . , Beschäftigen solche Betriebe mindestens funs waUberechng.e Arbci er und fünf wahlberechtigte Angestellte, so kann em R'lnetn- samer Betriebsobmann gewählt werden. Ist eure Einigung der Mehrheit beider Gruppen mcht zu erztelen, so wählen Arbeiter und Angestellte je einen Betriebsobmann. , e 3 ^u Betrieben, die mindestens zwanzig Hausgewerbetreibende 119 b Gewerbeordnung) beschäf.igen, welck)e ru der Hauchsache für denselben Bettieb arbeiten und selbst keine Arbeitnehmer beschäftigen, muß ein bAnderer Betriebsrat fur dle Haus^ gewerbetreibenden errichtet werdeii 4.te narren B^strmmnngun trifft der Reichsarbeitsmtntster mit Zustimmung eines avs.acht- undzwanzio Mi gliedern, bestehenden Ausschusses oes Retch-tageo. p 4 Auf die Betriebe der Land- und stwrstwir schäft sowie ihre Nebenbetriebe finden die §§ 1 und 2 mit der Maßgabe Anwendung, daß bei der Zahl der Arbeitnehmer mir die 'tan igen Arbeitnehmer berücksichtigt werden. In dielen Betrieben ist erst dann ein Betricbsobmann zu wählen, wenn mindestens zehn sta.i- bige Arbeitnehmer vorhanden sind, von denen mindestens drei nach den §§ 20 und 21 wählbar sind. r 5 Tie Einrichtung von Arbeitnehmervertretnngen für die Betriebe der Seeschiffahrt mid der Binnenschiffahrt wird durch besonderes Gesetz geregelt. k ß Zur Wal-rnehmung der besonderen wirtschasüi.len Interessen' der Arbeiter und Angestellten des Betriebs dem Arbeitgeber gegenüber sind in allen Betrieben, in deren Betriebsräten Arbeiter, und Angestellte vertreten sind, Arbeiterrüte und Angcstelltenrate zu .Dichtem Abtrieben, in denen zwei Betriebsobleute gewählt find, vertritt jeder von diesen die besonderen Interessen feiner Betrieben, in denen nur ein Betriebsobmann gewählt ist, vertritt dieser neben den gemeinsamen auch die besonderen Interessen jeder einzelnen Gruppe. , , § 8 Tie Befugnis der wir schaftlichm Bereinigungen von Arbeitern nnc> Angestellten, die Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten, wird durch die Vorschriften dieses Gesetzes nicht berührt. (Fortsetzung folgt im nächsten Amtsverkündigungsblatt.) ©""in mü de . . . • • Swi >emü de, Hafen gleis . Swi-emü de. Häuft bah bof Berlin St st iner „Bah il-of berg^drei^ Fahrkarten^ ausgegeben, eine Bah-nfah^ßarte für dte Sstcecke BerliN'—Swinemünde, die ffcbista r'starte Swtnemunde- Pillan und eine dritte Karte für di? Bahnfahrt Piiiau Konigv-- berg eb nso umgekehrt. Außerdem sind für die Weiterreise nach anderen Richtungen di- Fährkartensckwl'er auf den Hauvt^hnhofen in Swinemünde nnd Pillau nach Tampferan-'utUt geofsnet. Da der Fahrkartenvevkanf für bi- Tamvfer sich nach der zu'as taen Personen zähl richten muß. fmd-t ein Verkauf der ^ampsersaha- karten lediglich bei folgenden Stellen statt: in Hamburg: bei der Hamburg-Amerikasinie. . in Berlin: l?ei dem Mcbnreau der HaMburg-Amerika-Lime, Unter den Linden 8, sowi- bei den Ausgabestellen des Mittel- Bekanntmachung. Infolge der außerordentlichen Erhöhung der KMenftreile am 1. v. Ntts. kommen mit Wirkung vorn 1. Februar b5. Js. auf die Grmtdpreife fragende Zuschläge: 24068 Für Licht 80 Ps. für die Kwst. Für Kraft 30 Ps. für die Kwst. Direktion oer städt. Elettrizitätswerfe, Uebwland- milage und Swahenbähn der Stadt Gießen. Stolte. an 8 09 V. nach bzw. von B-rlin und Köuigs- (ytujicw: IV. „ v Va. „ 10 Vb. „ 7 Unbrauchbare oder außer Betrieb gesetzte MI- Sli MWM-ÄIM MonMonen 229286 M gWeIÄülWlWM fanffÄ MiAk!Lll!iisLöhiieWilbMll.M. mt >eil eingesekxn werden. 2;: ‘ LÄwe, Waldvorstand. In dem Bellnhauser Interessenten.. Wald kommt folgendes Nutzbvlz auf dem Wege des schriftlichen Angebots zum Verkauf: 1. 135 Eick>eir-Abschnitde mit 49,74 Fstm., 2. 134 Kieseru-Abschuitte mit 39,73 Fstm., 3. 91 Fichten-Abschnitte mit 19,60 Fstm. Die Angebote sind nach Holzart aetrennt zu halten und pro Fstnt. bis zum Dienstag den 9. März d. I., mittags 1 Uhr, mit der Aust schrift „Holzverkaiif" bei 0cm Unterzeichnei.-n ei zureichen, wo die Erösftrung der Angebote ' erfelgt Die Verkaufsbedingrmgen können »orgefeten, bie als beschleunigte Pers-nenzlige mit 2 t-^ii-ck/ilstiibist werden Tie Zuge werden sowohl in Lwinemuiioe als auch in Pillau ins Hafengleis gestellt, so daß nn direfte^ Unt- steigen in mtb van den Dampfern möglich istDie ^lwten be- ginnen in der Richtung van Swtnemunde nach P llau am 2£^n. und van Pillau nach Swinemünde am 31 K^a^ ^ie Dampfer lauten 15 Sm. und legen bei narmaler Riste die Strecke Divine münde -Pillau in 15 Stunden zurück. Für gute Restauranon an Bard ist gesorgt. Im einzelnen ist folgender Fahrplan vor- 5. Lärchen-Stämme 18 „ „ 12,77 6. 4 Rm. Eichen-Nntzscheft rvtd 2 Rm. Erchen- tteinen Angestellt o im Kleinhandel allerBranchi Donnerstag abend 8 Uhr Versammlun im Postkeller. , Erscheinen aller Angesfellten dring.notw M gehn wir am Sonnt den 7. März hin? ? MieTmilhM Ich habe mich in Berstadt (Sh:. Büdingen) a prakt. Arzt » niedergelassen. Wohnung vorerst bei B Diesfenbach, Wirtschaft am Bahnhi Sprechzeit von 2—3 Uhr nachmittags. Dr. med. Ludwig Ragsp • ■---------- Verkaufe täglich getragene garantiert amerikanisc Arbeitsschutz mit dreifachen Sohlen. ( Torenski, Löwengaffe 1 Automobil aller Art, auch reparaturbedürfti zu kaufen gesucht Sehr. Angeb. u. 03898 a. d. Gieß. Anzeij liegen auf der Hess. Bürgermeisterei Münster die Arbeiten des II. Abschnittes bestel>end aus: 25 Banilierungsblätter, , 2 Bände Besitzstandsverzeichnifse, 2 Bände Gütergesckiasse, 1 Band Zusammenstellung der Gutergeschosse 8Ur lagWtrueSGmtSennaOme van Einwendungen hiergegen sind-t WB|reitag ben 26. Mär, lfd. Js, varniittags 10—11 Uhr auf der Bürgermeisterei zu Münster statt, wazu ich dte Beteiligten mit der Androhung einlade, daß die Nichterschemenoen mit üuv und mit Gründen versehen n'^F^e dber g, den 19. Februar 1920 Ter Hessische Feldberemigungskommisfar. Dr. 5 n n n , Regierungsrat.________ Betr.: Tas Betriebsrätegesetz. A» äic Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Kreise Gietzen. Untat Hinweis auf das nacfnWnb zum Abdruck ende Be riebsrätcg setz nebst Wahlordnung vom 4. und 5. Februai 1..20 sowie die Aussührnngsbestimmung vom 17 L M. verweisen wi? b sonders ans § 102 des Gesetzes, wonach Ipatestens 6^Wochen nach Inkrafttreten des Gesetzes (al^ noin 9. Februar 1920, dem Tag der Verkündigung, ab gerechnet) die ersten Walken stattzusind^n haben. Gießen, den 24. Februar 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: W e l ck e r.