nr. 285 Dec Siebener Sujet«« -!chei»1 täglich, außer 5omu na» feiertags. Se»vg5prrise: Ilonatlich Werk 3.60 krdMk.-.65Trägerlohn, nerlel^hrlicbMark 10 $0 ,nd MK. I L5Trägerlohn; ?urd) die Post viertel- lihrlich Mark 12.- nirfchbeßlrch Bestellgeld, ^ernsprech - Anschlüsse: ^rdieSchriftleilung 112; Verlag,(Seschäftsstelle 51. Inschlift für Drahtnach. -d)ten: Snieiaer fciefren. p-stschedlorU»: grenffirt e. M. U68> Erstes Blatt 170. Jahrgang Mittwoch, 1. Dezember 1920 @ Ä. fi Annahme von Anzeige« El für b.e lagesnummcr bis GiehenerAnzeigeri« ’M Hauptfchnfl.eNcr. Aug. General-Anzeiger für Gberhesten MW Omtf unö Verlag: vrLHI'schc Uaio.-Vuch- und Sttinöruderci R. fange. Schristleitung, Seschästsstelle und Druckerei: Schulftratze 7. limniq in «i-h-n! 3rlanös Kampf auf englischem Boden. AlS die ersten Nachrichten über die .Zrandangriffe der Sinnfeiner auf britischen Joden durchsickerten — es herrscht ja in England immer noch so ettoas tote Kriegs- Zensur — sprach die EntentepresjN von Schauergeschichten und leeren Gerüchts. Nun stellt sich heraus, daß der tollkühne Jren- pfcn, der durch Beschlagnahme von Doku# vrenten in Dublin entdeckt tourde, zur Tatsache toird. Der Sinnfeinerangrisf kam in Liverpool zum Ausbruch. Ein halbes Dutzend Lagerhäuser ging in Flammen auf. 3« Manchester soll das Elektrizitätstoerk zer# 13rt toerden. In London soll das Amtsgebäude Lloyd Georges in Dotoningstreet bombardiert toerden. Allem englischen Mi- itflcrn ist der Tod angedroht. Es handelt sich mi die ernsteste und umfangreichste Hand- lung des Sinnfein-Terrorismus, seitdem Max Lmneg, der Bürgermeister von Eork, den freiwilligen Hungertod im Gefängnis zu Srixton starb. Die rein politische Lage in Irland, die ich von jeder parlamentarischen Aus- nogungsmöglichkeit entfernt hat, wurde da- barch besonders verschlimmert, daß die neue öomerulebill Lloyd Georges, die für Jr- erb zwei Parlamente, in Dublin und Belfast Vorsicht, ein noch größerer Fehlschlag ist, als di« frühere, die an dem Widerstande der van Sir Edtoard Earson geführten Ulster- kute scheiterte. Diesmal geht, wie bekannt, der Haupttoiderstand, von der Gegenseite, der Ieiner mächtigen Organisation gewordenen mfeiner-Partei aus, die ganz an die Stelle ehemaligen Nationalistenpartei John rnronds getreten ist. Die unzureichenden Hgeberischen Versuche der Regierung en fast die ganze keltische Bevölkerung inüs in das Lager dieser Partei gebrachr, von keinem Kompromiß mehr etwas tois# sondern die Auflösung der Union, die ständige Irifdic Republik verwirklicht sehen l. Diese Sinnfeiner haben diese Republik ) de facto schon konstituiert und ihren rer De Valera, der seit Monaten in erika agitatorisch tätig ist, zu ihrem Pranken gewählt. Sein Stellvertreter in Jr- ) selbst ist Arthur Griffith, der kürzlich ton den Engländern verhaftet wurde. Die republikanische Partei, die über eine gute Be- baffnung verfügt (man erinnere sich der von ! Minister Simons in Spaa gemachten An- biehmgen) führt, gereizt durch die von kublin Castle, dem englischen Regierungssitz ausgehenden Gewaltmethoden, hie Art Guerillakrieg gegen die eng» Ische Polizei und die in jüngster Zeit || sihr verstärkte englische Besatzungsarmee. Sie teroristischen Methoden, deren sich die kinnfeiner dabei bedienen, führen zu immer nnen und immer blutigeren Unruhen. Sinn# hin will um jeden Preis England von der .Urhaltbarkeit" oer gegenwärtigen Lage Jr- > Imbs überzeugen. Irland, in dem die Dienst- 1 ti'ichk nicht durchgeführt wurde, dessen Land- Wnfchaft ungeheuer verdient hat, das, seine kinder heute ernähren kann, trotzdem die Aussonderung Jahre gestockt bat, soll doch ein verzweiselter und zerstörerischer Unzu-- siieüenheit bieten, bis der englische Wille gv- dnhen und Irland eine freie Republik ist. Es vergeht kaum ein Tag, ohne daß eine M'eueltat verübt wird. Beraubungen, um den MionSfonds zu stärken ober um Men zu er# tftern, aber auch blanke Morde auf der 'krähe. Am unsiwersten ist es in Cork und in Hin. Aber im ganzen übrigen Land toer# ' i ist nur oies: daß Irland mit dem Kopf tzen eine Wand anrennt. Der sinnlose Kamps noch eine Zeitlang weitergehen — bis erschöpft sein wird. England kann ihn galten. Denn so wahr es ist, was Lloyd Ge- j-S* beryiet, daß England den Weltkrieg Der» ?re3 hätte, wenn Irland frei gewesen wäre, k unbestreitbar bleibt, daß der britische Sie- p mit seinen frei gewordenen Händen dem knien Irland in einem Ruck den Hals unt» wn kann, was allerdings wieder mancher- «■ unangenehme Folgen für England haben mite. Lord Hardinge beim Präsidenten Ntillerand. Varis, 30. Nov. (WTB.) Der neu ernannte e:gl.sche Botschafter Lor> Hardinge überrcichte nachmittag dem Präsidenten der Republik lein Beglaubigungsschreiben In seiner Rede erinnerte der englische Diplomat daran, daß Frankreich und England gemeinsam Ägen den verderblichen Militarismus gekämpft haben. Seite an Seite hätten die beiden Völker ihr Blut geopfert, um den Triumph der Gerechtigkeit sicherzustellen und um der gefamten Welt die Wohltaten der modernen Zivilisation zu bewahren. Die Ideale der Gerechtigkeit und der Freiheit wurzelten tief in den Herzen der franzö'ischen und englischen Nation, und solange die beiden Regierungen sich von diesen Idealen leiten ließen, um ihre Politik zu bestimmen, würden Frankreich und England Hand in Hand voranschreiten. Lord Hardinge erinnerte weiter daran, daß er 1903 Eduard VH. auf jener denkwürdigen Reise nach Paris begleitet habe, die die Grundlage für die entente cordiale gelegt habe, jener Entente, die zu Ctner engen Verbindung der beiden Nationen geworden sei, zu jener geheiligten Verbindung durch das von beiden Völkern vergossene Blut, und zu jener Gemeinsamkeit, die durch den Sieg der Gercch.igkeit gekrönt worden sei. Präsident Millerand erklärte in seiner Antwortrede, England und Frankreich lönn- ten geteilter Meinung über die beste Lösiurg einer Frage sein, aber hierbei könne es sich nur um Meinungsverschiedenheiten handeln, die vor einer loyalen Prüfung nicht standhielten, wenn sie in dem aufrichtigen Wunsche, zu einem Uebereinkom- men zwischen den beiden Regierungen zu gelangen, geführt würden Der Zwischenfall in Cuxhaven. Berlin, 29. Nov. (WTB.) Wegen des bekannten Zwischenfalles in Cuxhaven sprach der R e i ch s w e hr m i n i st e r dem Vorsitzenden der interalliierten Marinekon- trollkom Mission schriftlich sein Bedauern aus und sagte die Bestrafung der Schuldigen zu. Die Kontvollkommission erklärte in einem Schreiben an das Auswärtige Amt vom 25. November, sich damit nicht begnügen, zu können und stellte folgende Forderungen: 1. Entschuldigung der deutschen Regierung. 2. Sofortige Entlassung und strenge Bestrafung des Festungskommandanten. Die Bestrafung soll in Gegemvart der vier beteiligten Ententeoffiziere verkündet werden. 3. Eingehende Untersuchung des Zwischenfalles zwecks Verhaftung und Bestrafung der Hauptschuldigen. 4. Zahlung von 20 500 Mk. Ersatz für die beschädigten Uniformen. Zwischen der Auffassung der deutschen Stellen und der Kontrollkommission hinsichtlich der tatsächlichen Vorgänge besteht insofern ein wesentlicher Unterschied, als letztere» Anlaß zu der Annahme zu haben glaubt, daß der Festungskommandant es absicht- l i ch unterließ, Maßnahmen zur Verhütung des Zwischenfalls zu treffen. Dieser Verdacht ist nicht begründet. Das Auswärtige Amt bat der Kontrollkommission mitgetei.t, daß die Untersuchung mit aller Beschleunigung geführt wird. Eine weitere Mitteilung olerbe bis zum Abschluß Vorbehalten. Auf Grund des Ergebnisses der Untersuchung werde entschieden werden, welche Schuld den Festungskommandanten trifft, und welche Ahndung dafür angemessen ist. Schon jetzt aber müsse gesagt werden, daß es unmöglich ist, dem Kommandanten die über ihn verhängte Strafe in Gegenwart der beteiligten fremdet: Offiziere zu verkünden. Daß Mann# schaft'en Verstöße begangen haben und dafür bestraft werden müssen, steht schon jetzt fest. Frankreich und der Vatikan. Paris, 1. Dez. (WTB.) Die Kammer hat in der Schlußabstimmung über den Gesetzentwurf betreffend die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zum Vatikan den ersten Artikel der Vorlage mit 397 gegen 209 Stimmen angenommen. Tie Beziehungen zum Vatikan ftnb somit wieder ausgenommen. • Die KöuigSfrage in Ungarn. Budapest, 30. Nov. (Wolfs.) (National- versammlung.) Auf eine Jnterp.llation des Abgeordneten Rafsay über die Dersassungsrnorm und die endgültige Lösung der Königs frage erwidere Ministerpräsident Teleky, in dieser Angelegenheit musst das ganze Land befragt werden. Der Ministerpräsident verwahrte sich energisch gegen die Auffassung des Jnterpvllanten, daß die Thronfolge eine außenpoiitische Angelegenh.nt sei. Dte Entscheidung der Thronfolge sei durchaus eine innere Angelegenheit der ungarischen Nation und werde durch Ungarn ganz nach eigenem Ermes'en erledigt. Selbst der Frieden vertrag erkenne in dieser Beziehung das Selbstbestimmung s-- reckt Ungarns an. Die Anmwrt des Minister- p äsidenren wurde mit großem Beifall ausgenommen. i--------------- Lnftdicnst zwischen Peking und Schanghai. London, 30. Nov. (Wolsf.) Die „Times" meldet aus Peliirg die l^norstehen de Er^ffnmrg des Luftdienstes SwisckMi Peking und Schanghai. 5eftftellung einer Geheimorganisalion in Berlin. Berlin, 1. Dez. (WTB.) Der Polizeipräsident teilt mit: Einem Gegenstück zu der kommtmjstischeu Kampsorgaui^atiou. ivcldrt vor einiger Zeil das außerordentliche Gericht für den Bezirk des ReickM>elirgruppcnkommandos 1 beschäftigte, kam die Berliner Polizei auf die Spur. Auf Grund eingek-ender Ermitlelmigeu und zahl- veichcr Hmisdurchfuchungen gelang es der Abteilung la'des Poliz.npräjidums, Betveise zu erhalten, daß die frühere Zeitfreiwilligen- f o r m a t i o u trotz ihrer formellen Auslösung i m geheimen fortbesteht, ^lls Hauptschuldiger kommt der Hauptmann a. Di Hubert Bostel - mann in Telrachl, der die einzelnen Kompagnien des ehemaligen Zeilsreiwilligen--Mgiments unter verschiedenen Decknamen, wie Sportverein, Sck)»vimmk.ub, Slammtisch, Literarischer Verein ustv. in ein sogen an n les Notwehrregiinent zusam- inenfaßle. Eine Be äliglmg dieses Regiments, etwa in Form nn.itäriid>er Uelamgen, ist nicht sestgestellt. Ebensowenig ergab sich biöljtr, daß daZ Regiment ober feilte Angelst)rigen irgend.ve.ck^e Waffen besitzen. Dostelmann enlzog sich der polizeilich>en Festnahme durch die Fluckst. Fahndmrgsmaßnahmen sind im Gange. Zusammenhängend mit den vorg^i annten Ermittelungen be'.ain die Polizei Keniit.lis von einer jüngst ins Leben getretenen Escherich- Organisation. Bc, den ermähnten Haus- dtirchfuclliungcn fielen den Polizeibeamten b:e Satzungen des am 6. 9. gegründeten Berliner Helinatverbaildes in bie Hände, der statutengemäß korporatives Mitglied der Org.rin'satlon Esä>erich ist. Zu den Unterzeichnern gehörte der genannte Vostelmann^ außerdem (ine Reihe ariderer einmal. Offiziere mit teiüverse sehr bctaiuiten Namen. Die Mitglieder des Notwehrregi.nent? als d.'s Be.- (iner Heimatverbar'des werden sich demnächst vor dem Stnairid>ter, d h. dem zuständigen Gerich beim Neick-swöhrgruppenlomn'.a-ido I, zu verant- rt-.ast mit der Weiterverfolgung der Angelegeirheit besaßt. Der Berliner Polizeipräsident ist iveit entsernt, den aufgedeck'en Organisaliouen übertriebene Bedeutung bcizumessen. Das Vorgehen gegen die genannten Verbände rechlfertigt sich, ebenjo wie das frühere Einfchreiten gegen die kommunisti che Kamps- organisalion, lediglich dadurch, daß in dem Bestehen derartiger Organisalioneri, gleichviel auf nrcfdient Boden sie errrachen, eine ftraißare Hcnid- lung erblickt werden muß, bie zu verfolgen Amtspflicht der Polizei ist. Laut „Lokalan^." sind gleicheitig mit bem Vorgehen des Berlnier Polizeipräsidenten gegen das Fortbestehen einzelner Zeitfreiwilligensorrna- lionen im gmizen Reiche ähnlich? Aktionen im Gange. So wurden bei den Selbstschutzorganisationen in Mecklenburg, beim Ju.ugdeutsch- landorden in Hessen und anderen Vereinigungen Hausdurchsuchungen abgehalten. Tas Vor- haiü>ensem von Waffen habe man jedoch nicht feststellen können. Aus dein Ikicbe. Aus der preußischen Lande^versammlung. Berlin, 30. Nov. (Wolff.) Tie preußische Londesversammbmg begann beule die Skratnng des sozia'd.mwkra.isd^cn Antrages auf den Erlaß eines Reichsgesetzes hinziunstrleri, durch das ohne Entsckstidigung das Vermögen der Lohenzollern der Republik Preußen übereignet wird, lieber die Gewährung einer augemelsetien Unter# Haltsrente an die Mitglieder des Harnes Hohen- zollern soll durch ein be ondereS preußisches Gesetz bestimmt werden. Nacktdem Abz. H e i l m a n n (Sozst den Antrag begründet hatte.-wurde die Beratung unterbrochen und die dritte Lesung der preußischen Verfassung fortgesetzt. Berlin, 30. Nov. (WTB) Die preußische Landesversammlung nahm heute bie preußische Verfassung in namentlicher Schlußab- ftimrmmg mit 280 gegen 60 Stimmen bei sieben Stimmenthaltungen an. Dagegen stimmten die Deutschnationalen und die Unabhängigen. Die Regierungsbildung in Sachsen. Berlin, 31. Nov. Tie LLtdeStnstanzen der sächsifchenSozialbtmokrattel aben laut „Vorwärts" gemeinfckFiftlich mit der neuen Law> tazsfvaktion getagt, um über ine Regierungsbildung in Sachsen zu beraten. Es wurtx nach längerer Ausp ache trlltfotien, um die Bildung der ncueft Regierung zu ermöglichen, £jit den Rechtsunabhängigen in Verbanblungen etnzutreten. Verhaftung eines kommun ist i'che n Reichstag satg.-ocdneien in München. München. 30 Nov. (Priv-Telegr.) Nach einer Aätterm?ldung wurde der neu kommunistische ReichStagsabgevrbnete Hermann R e m e l e, der Bruder b's badischen Mi- nisterprälibenten, der am Montag abcnd in der ersten öffentlichen Lersammlimg der Neukommunisten in Märchen im Kindlkeller swach. wegen Aufreizung zi m Klassenhaß verhaftet Remele lün- dinte in einem tRef Tai an, daß bi? Erhebur g iie> mal ton Süddeutschland ausg-hen werde. Die BÄStionäEtn Truppe» NorbdeutichloLb» itiea nicht I *u befürchten, ba die norddeutschen ©rüber schon rorgen würben, daß sie nicht kämen. Die nötigen Waffen würden die liefern ntijicn, bie heute bewaffnet seien. Die dec JBorroärtS" erfährt, hat sofort bet Empfang der Nachricht über die Verhaltung des n e u T o m m u n f fl i f d) e n ReichS : agS- abgeordneten Hermann Remele in München locgen Aufreizung zum Klaff en haß der Reichsdagspräsident Löbc sich ou den ReichS!a>:zler unD cm den zuständigen RcidiSminister gewandt, um die Gründe der Verhaltung zu erfahren und die Haftentlassung zu ernnrten. Wie der „Vorwärts" weiter mittcilt, dürste bcrcuS heute em 'fd'lciintger 'Antrag aui Aufhebung der Haft int Reichstag zur Veichandlmig kommen. ----------- m:'l Der Held)$tmt3kr über öie mMtürlschen vesatzungslaften. Berlin, 30. Nov. (WTB.) Der Reichskanzler empfing heute den Berliner Vertreter der „Kölnisck^en Volkszeitung", der an ihn verschiedene Fragen in Bezug auf den Besuch des Reichskanzlers und dcS Ministers des Aeußeren im Rheinland richtete. lieber den Gesa m kein druck, den der Reichskanzler am Rheim erhalten hat, sagte er, daß kein Mitgsied der ReichSregierung jemals daran gezweifelt habe, daß unsere Westmark auch in den schweren Zeiten der Besetzung ausl^alten und fest zum Reiche stehen werde. Trotzdem gehöre die Selbstverständlichkeit, mit der dem Reichskanzler und dem Minister des Aeußeren gegenüber von Angehörigen aller Gegenden und Be- völkerungskreise am Rhein ihr Deutschtum betont nmrbe, mit zu dem Erl-cbendsten, was die Reise gebracht habe. S)cr Reichskanzler fuhr fort: Die RheinlSiider empfinden es gerabozu als Unrecht, wenn in der Presse bed ReiöZes, bcnxjw gerufen durch aufgebaufd^c Souberpläne weniger Dunkclmänner, ©eforgniffe darüber laut werden, ob nicht das besetzte Gebiet den fremden Lockungen sich, hinneigen wird. Wenn man selbst im Rhem- lcmd weilt, 1>«rsteht man übrigens, daß die 5) a n b* habung der Besetzung in bet Bevölkerung alles andere als Liebe erwecken tarnt. Aus die Frage, welches Bild er von den Lasten bekommen habe, welche bie Rheinländer zu tragen fmben, entgegnete der Reichst'»ler: Mr haben aflertctg» nur wenige Tage am Rhein weilen und im besetzten Gebiete nur Köln unb Aachen besuck-en rönnen Wo wir aber hinkamen, überall trat un5 bie Klage entgegen, baß bie ben Rhernlauden durch bie Alliierten auferlegten Lasten weit über ben Rahmen besten hinausgehen, was man saust tvohl mit bet Besetzung in Friebeuszeiten für vereinbar gehalten hat. Tabei hanbclt es sich bei der Besetzung der Rhemlande doch um nichts anderes als um em Unterpfand, das Deutschland fernem ehemali/- gen Gegnern als Sicherheit dafür hat geben rmlfsen, daß es, soweit es ihm ferne eigene LeistungsfÄngst it erlaubt, ben Verpflichtungen des FiiedenS- vertrages nachkommt. Mit der Auffassung von dem Zwecke der Besetzung stehen allerdings die zahlreichen militärischen Anlagen nn Wideripruch, die von ben alliierten Truppen weit über ckwen cigencn Bedarf hinaus in den Rhernlanben erridget sind. Fühlbarer ncch als diese allgrm- inen Lasten sind jedod) für die Bewohner der besetzten Gebiete all bie täglichen Sorgen, bie ihnen von b.it fremden Besotzungstruppen bereitet werden. In erster Linie ist es der moralische Druck, ben1 bet Rheinlänber cmffinbct . Der Rheinländer em in finbet alles dies um io schlimmer, als bie Besetzung mfo'ge bes allerorts herrschmden Wvhnungsm.m- gels vis in bie einzelnen sfamilim. ein bringt Tkil ?Jiod4, außer ben eigentlid-en Truppen auch bü zu beren Versorgung und Verwaltung erforderlichen Hilssl'räste m die Rheinlande mtt*ubringen, steht den Alliierten allerdings iu Wir baden .cnS aber nach allem, loas wir sahen, und hörten, beS Eindrucks nicht erwehren können, al5 ob von di stm Recht in emem Ausmaß Gebrauch gemacht n-ücde, das weniger auf sachliche als auf persönliche Wünsche der Besatzung Rücklicht nimmt. Was es bedeutet, in feinen eigenen, mit viel Lukn und Opfern ausgestatteten Räumen auf Jahve hinaus Fremde beherbergen zu müssen. Deren Leben imb Treiben durchaus nicht immer mit ben Ausgaben der eigentlichen B'setzung im Einklang steht, kann man sich diesseits des RheinS nuc schwer vvrstrllen. Was hier ohne laute Klage täglich erduldet wirb, sind Opfer, die wir unteren Brüdern im besetzten Gebiet nie oergef e.i wuden. Diese leiden ja auch sonst in ihrer ganten Lebenshaltung besondere Not. Die Ueoerflutung der Rhcinlande mit fremden Truppen hat dort eine crußi-rordmtliche Teuerung und Lebensmittelknapp- heit zur Folge gebäht. Man muß sich ordentlich fragen, aus welchen Erwägungen heraus Deut'chands frühere G g- er, trotz unserer herabgeminde ten Reichswehr unb trotz unseres mehr als einmal beveichreten Friedenswillens immer noch an 145 OjO Mann allein als Sid)erungsbesatzung für die Rheinlande als notwendig erachten Die ungeheuren Kosten, die eine solch? Besatzung ver.chlingt — ob die 18 Milliarden Mark im ^ahre auZreichm, wissen wir noch nicht —, stehen in einem kra sen Widerspruch zu den Sparsamkeitspredigten^ die sonst immer an unsere Adre's? gerichtet werden. Von der Lösung der Kostenfrag? für die Besamung hängt wZ.mtlich die Ent ch idung darüber ab, ob und wann Deut'ch'anb in die Lage kommen wird, seinen wirtschaftli.^rn Verpflichtungen auS dem Versailler Vertrage nocü ukommen. Eine Mil- bez»M Ui bea boe&tea Qtebelto. auierlegten per-» fAnlichrn Saften ist kretär Müller: Der Entwurf eines Dolvnial'chädengesetzes wird brm Reickist'g nächster Tage zugehen. Er fielst vor, 'o'cken Geschädigten, an deren wirtscteftsicher Td‘tglicit im aichereuMväi'chLn Ausland ein erheblick.es Interesse des Reiches begeht zur Wiederaufnahm" einer neuen Täti-steit Beihilfen zu gewähren. Eine besondere Entschädigung van Hppothekengläub'gern ait§ den Schutzgebieten für Verluste, die sie bei der Ei'-ziehung on Hypotheken infolge der Geldent- wertimg erlitten haben, könnte nicht in Frage kommen Rach Erledigung- einer Reihe weiterer Anfragen erfolgt die Abstimmung über den zum F-ri dmsttat eingebrachten Anti-'-g M4z^hn (US) aus A"fhebung der Ausnalm vcv rdnnng vom 10. RvdmFer und in Verbindung damit Ant-ag Sch-ifser (Demi, der die Aufhebung vm dm Ein- bri-gung e-ner Schlichtimg^ordimng abhänoig mackt Diiß^rtem steht brr sozikoemvkratische Antrag auf Aushebung der Verordnung zur Abstimmung Dazu ein Zu^atzantrag Hergt und Gen., der die Aufrechterhaltung der Ausnahmeverordnung bis zum Erlast eines Schlichtungsgesetzes verlangt. • Der Zu'atzontrag Schiffer zum Antrag Malzahn wird angenommen, dagegen der sozialdemo- kra'ische und der Antrag Hergt abqelehnt. Unter allgemeiner Heiterkeit zielt der Abg. Malzahn hievaus seinen Antrag zu ück. Schiffer (Dem.) nimmt den Antrag Mal- za-hn wieder auf. Die nunmehrige Abstammung erscheint z'weifelbast, so tetz Hammelsprung vorgenommen werden muß. Tie Abstimmung ergt't bte Ann-ghmc des Antrages Malzgtm-Sck'q'ffer mit 174 gegen 143 Stimmen. (S'ürmische Heiterkeit.) Es folgt die Weiterberatung deS Haushalts des RcickSwrtsck'a'tsma 'tsteriums. Abg. Tr. Hugo (D. Vv.): Hätte der Sozialismus bet der Revolution dtn festes Programm gebobt, so warn er vielleicht in der Lane gewesen, unserem Wirtsckoftsleben einen festen Halt zu geben. Hier hat die Sozioltemokrafie versagt. Wir brauchen also ein festes WirtschaftSprogramm. Ter Staat darf die Wirt'ckoaft aber nicht bevormunden. Don einem Abbau der Preise kann zur Zeit noch nickt die Rede fern, solange der Arbeitnehmer das gleiche Interesse an den hohen Breiten hat nne der Arbeitaeber. Daß der Staat selbst als Unternehmer nichts leistet, sehen wir am Bvanntwetn- monopol, r«3 trotz des riesigen Preises von 82 Mk. für den Liter mit De'izit a-beitet. Der <5*aat ist als Käufer im Ausland nicht geeignet. Er muß kaufen, wenn ihn die Rot dazu zwingt. Bei der Ausfuhr sollen die Kontrollvorschriften nur für die großen Grgmstände wie K'oh'e, Eisen, Klaviere, Automobile usw. gertri brachtet werden, ■nid* aber für kleinere Ausstchrartikel. Mit Ein- suhrverboten für u"erwünsckcke Maren sind nnr einverstanden, desgleichen mit Aus'uhrverboten für die Maren, die mtr tnt La"de behalten wollen. Ter Auslandsmarkt ist aber für unser Wirtsckoa'LÄeben eine Notwendigkeit. Jeder Teut'ckx, der fern Geschäft im Aukland w'e^er auirichten will, muß energisch vom S art unterstützt werden. Das Problem der Soz'alifieruug ist so groß, daß wir es nicht im Durratempo lösen fomten. Tie bisherigen sozialistischen Experimente sind nicht erfolgreich ge- toefen. Abg Jäckel fllnabb. R ): Unter WirtschastS- leben fleht im Zeichen des kommun Ei'chen Verfalls. Die Ausführungen des Ministers tont Kdhlenübersluß nt Frankreich sind nicht richtig. Wir tmoteftieren daher dagegen, daß »on mim* steriellcr Seite svlc tendenzi fiten Behauptungen in die Welt gesetzt inerten. Wälxrend der Minister ein Freiwillrgenjahr verlangt, stehen Millionen von Arbeitslolen herum. Das kennzeichnet die Kluft ziwi.chen den besitzenden Klassen und dem Pwletari.it. Die deutsche Wi.tsck>aft ist krank bis ins innerste Mark. Der Settlvnium ist von 600 000 Flaschen im Frieden auf 9 Mill'.onen Flaschen jetzt gestiegen. Tuberkulose und Kindermassensterben herrschen. Das sind die Folgen des Strebens des Kapitalismus, seine Herrschaft wieder aufzurichten. Ader der Herr Lirt.äof.smmifler hat ja nichts zu sagen. Er wurstelt eben,fort wie alle bürgerlichen Minister. Deshalb muß immer wieder betont werden, daß die Hellte ich, .die Beth- mann, die Hindenburg und Luxntersf die Schuld daran tragen. W.r Arbeiter werden es sicher nicht vergessen. (Zuruf: Abwarten.) Die Reg erung hat mhrfach Gelegenheit gehabt, dem Wirtich.ftsleben auf die Beine zu helfen. Aber al.es v-erbusst. Auf eine Dividendensteuer wird das Kapital schon die Mittel zur Hinterziehung finden. Tie Art muß an die Wurzel des Kapitaliemns gelegt werden. Wenn heute aufs neue ei;te gvoste Kvnzernbildung einsetzt, so lwndelt es sich um nichts anderes, als die bürgerliche Regierung fest in die Hand zu bekemmen. Der Redner schildert das HockHomrnen des Herrn Stiunes. Herr Stdmes sucht Zuflucht bet der Deutlchen Volts'partci. ebenso auch bei der Arbeiterschaft. Wi.d sein Plan der Wirtichasts- pwoinzen zur Tat ache werden, so werden sich noch 10 Milliardäre hinzufinden, und diesem Dutzend Menschen steht ein Proletariat von 60 Millionen gegenüber. Deshalb bek m f'N wir seine Sozi li- sierungspläne. Auch wir wollen langsam dir Sozialisierung Schritt für Schritt. Es bedarf langer Vorbereitungen, aber der Kohlenbergbau muß den Anfang machen. Diese Soziali.ierung kann nur durch das Proletariat erMgen, aber ohne Terror. Den Überla sen wir der bürgerlichen Welt. (Zuruf: Sowiet!) Sie lieben ja dte Bajonette. Tcnken Sie an den Aufstand der Pariser Kommune, an den weißen Schrecken in Ungarn. Aber auch die Spaltung der Arbeiterklasse ist verkehrt. Das Prvle- tariat fühlt die Kraft zum Siege. Abg. Kleinath (Dem.): Tie Wirtschaftslage ist, wenn auch nicht hoffnungslos, so doch ernst. Uns fehlt die Schwungkraft, denn der Versailler Vertrag lahmt uns. Freilich mehren sich die Anzeichen über ein Einlenken einzelner Staaten. Einstweilen nimmt die Verarmung noch ju. Industrie und Gewerbe können demgemäß keine Expansionen treiben. Wir begrüßen letes Mittel zur Stabilisierung der Valuta. Dazu dient einzig oie Verbilligung der Erzeugung durch ihre Vermehrung, die einsetzen muß bei der Produktion, ferner die Einschränkung der Zwischenspesen. Für die Sozialisierungskommission besteht ein Bedürfnis nicht mehr, zumal wenn die Sozialisierung des Bergbaus in die Wege geleitet wird. Bezüglich der Kommunalisierung sind wir dafür, daß weitergehentere Kommunaii ierung der Zustimmung der oberen Behörden unternwrfen sein muß. Sie würde die Industrie, den Mittelstand und das Kleingewerbe schädigen. Sozialifierungsexperi- mente machen wir nicht mit. ReickSwirtsckiaftZmintster Scholz: Dte Befreiung von Handel und Industrie von allen Fesseln wäre das Ideal. Aber wir treiben die Wirtschaft nicht um ihrer selbst willen, sondern der Verbraucher wegen. Ten Wünschen des Handwerks zu entsprechen, bnt ich gern bereit. Mit der So- zialisterungskommtsston werde ich mich, nachdem dec ReichZwirtickiofisrat gesprochen fyit, selbst r s Benehmen setzen. Von einer teoorftetenbeit Divi- dcndenbesteuerung habe ich nicht gesprochen, sondern davon, daß zur Zeit Erwägungen über diese Angelegenheit sck-weben. Tesgleichen berufen meine Angaben über die 900 000 Tonnen Kvhle in Paris aus Mitteilungen des franzöfiscl-en ArbeitSmlni- sters. Ich verstehe nickst, datz ein Mitglied des Reichstags französisäLr sein will als ein Fi'anzose (Bravo.) Jedenfalls ist 'hier kern iitternaiionateS BerstänDigungsburcau, sondern ein Teutsckicr Reichstag. (Lebhafte Unruhe und ZwisckMirufe links.) Abg. Hand (Bayr. Vpt.): Die Frage ist, ob die freie Wirtschaft bester in der Lage ist, die Produktion zu fördern als dieZwcmgswirtschaft. Ter Reichskommissar für gewerblich: M.tfchast hat die Aufgabe, für Normalisierung und Tyvi- sierung des Handwerks zu sorgen. Er darf ater dabei nicht soweit gehen, daß die Qualitätsarbeit baiimtcr leidet. Der Achtstundentag ist ein Hindernis für die entsprechmte Ausnützung der vorhandenen Betriebsmittel bei Handel und Gewerbe. Morgen ntitmg 1 Uhr: Penfionsergänzungs- gesetz, Vorlagen und weitere Beratung Schluß 6V< Uhr. Rus Statt und LuuH. Gießen, den 1. Tez. 1920. Die Ortsgruppe Gießen der Technische» Nothiise beim Reick^sminifierium des Innern veranstaltete cm 20. Warmter abends im Poftkeller ihre erste iUi itgl i ehernen cnrmlnng unter ftocrau5 zahlreicher Beteiligung. Die be den der Versom nlung dienenden Räume konnten kaum alle Be.ucher au,nehmen, so daß num fast von einer Ueberfüllung sprechen tonnte. Erschienen waren Frauen und Männer aller Berufe und Stände, die sich hi.fsbereit, — das Wohl der Allgemeinheit und des Volkes vorbildlich über die Partei steckend, — für die gute Sache der Technifchen Noth.lfe verpflichtet hatten und die mit ihrem zahlreichen Besuch das Treugelöbnis zur sozialen Arbeitsgemernschaft erneuerten. Nachdem Herr Schwenke als Ortsgruppenführer von Gießen die ankvesendmi Nvthe.fer, Nothelferinnen und Gäste begrüßt und für ihr überaus zahlreiches Erscheinen gedenkt hatte, sp ach Ober» Ingenieur S a ch s, der Leiter des Landesunter- beziris Westerwald-Qberhecken in längerem Vortrag über Wesen, Zweck und Zicke dec Te-chnisckien Ncthilfe, übet die Geschichte und den Aufoau der Organisationen im Reiche. An zahlreichen B.i- spicken und an Hand von Einsatztevichten wurde die segensreiche Tätigkeit der Nothilfe vvrgesührt und der unumstößlickie Beweis erbracht, daß sie ihren GründungSgnindsätzen treu geblieben ist und ihre gute Sache ehrenvoll und rechtlich verfochten hat. lieber den Parteien stehend, vefirolgt die Technische Nvth ckfe lediglich die Politik der'Mensch! sch- ceit und zählt den Wiederaufbau und die Wiedcr- crstarkung unseres sck-werringniden Wirtschaftslebens zu ihren hohen Aufgaben. Aich für die Frau als Nothclferin zeige lich, wie Frau Retz- lasf in kurzim Ueterblick darlegte, ein überaus dankbares Arbeitsfeld. In nimmermüdem Fleiß haben sich Nothelferinnen in Kranken Däusern, in der Landwirtsck^rst und auf vielen andren Posten behauptet und dim Volke monches Menichenleoen gerettet. Die Ortsgruppenleitung Der ich ete am Schluß des Abends über den bejonberert Ausbau der Ocgai.i.ationen in Gießeu und die eventuelle Ber- wendungsmi glicksteit am Orte. Zum Ein atz sind die nötigen Vorbereitungen aetwssen und alles hierzu Erfvrderitehe sichergestellt. Die Mitgl e'er wuroen ferner auf ihre Pflichten und Rechte höi- gcnnesen und ihnen über alles sonst Wi senswerte Aufklärung gegeben. Die Awvesendcn wurden auf» gefordert, an der Mitarbeit zur Verbreitung des Gedankens der Technischen Nothilfe und an der Hebung der Arbcitsmioral teilzunehmen, für die die Ortsgruppe v)n >ich aus durch Fi'm und Presse zu sorgen ver'prach Wie in den Vorträgen im Verlaufe des Abends dargetan wurde, ist noch gat- nicht ab^usehen, ivelche weiteren Nöte das Vor- handenseui der Technischen Nothilse erfordern, immer w edet können neue und unvorhergesehene Notfälle ci rtreten, bei denen geholfen iverdcn must, um das Schiimmste abz'.wenden Möckcken sich zu diesem edlen Werke der Mensch!!ck-keit und der NäckMnliebe noch viele hilisberrite Hände und Herzen finden. Hoch Hingt das Lied v m braven Mann? Tie Geschäftsräume der Ortsgruppe, die zu jeder Auskunft bereit ist, befinden sich Ost- Anlage 11, Telephon 2034. Veranstaltungen. Mittwoch: Stadtthoater, 7 Uhr, „Die versunkene Glocke^. —7 Katlwlisches Vereinshaus, 8 Uhr, Vortrag über die historisch-liturgische Entwicklung der heiligen Messe. — CasS Leib, 8 Uhr Konzert imd Vorstellung der Chicmseer. —> Lichtspieltheater wie gestern. T2cttcrvorauSsage Vorwiegend bedeckt, trübe, zeitweise Nie- derschläge, milde, südwestliche Winde. Ein sekundäres Hoch hat bisher ausgiebige Niederschläge in unserem Bezirk verhindert. Die atlantische Depression wird jedoch ihren Einfluß allmählich verstärken und weitere Erwärmung und Regenfälle mit sich bringen. Die Höchsttemperatur war in Gießen gestern 4- 4,2 Grad, die Mindesttemperatur — 0,3 Grad. Lauterbach hatte 4-3 Grad Höchsttemperatur und —0,4 Grad Mindesttemperatur, Darmstadt 4-5 Grad Höchsttemperatur und 4- 1 Grad Mindesttemperatur * ** Der Monat Dezember. Der Dezember oder „Christmonat" umfaßt 31 Tage, hatte aber ursprünglich deren nur 30. Erft unter dem römischen Kaiser Julius Cä- sar wurde ihm bei Gelegenheit einer umfassew- Seethoven-Gedachinlzfeler. In allen Ländern rüftet man, Ludwig van Beclvovens 150. Geburtstag zu begehen. Wir Deu'sche haben besonderen Grund dazu; gehört Beethoven auch musikalisch oer ganzen Welt, so ist er doch vor allem ein Deutscher, ein deutscher Meister, der unf.*re Empfindungen, unseren Geist teilt und dessen Wesen wir am nächsten stehen und es am tiefsten begreifen. Es muß uns mit Stolz erfüllen, daß wir der Welt einen ihrer größten Söhne geschentt haben und ein Volk, das solche Geister fein eigen nennt, kann nie und nimmer von Haß, Furcht und Argwohn, zu einem toten Volke, das der Welt nichts mehr zu geben hat, heruntergcdrückt toerben. Ein F iertag muß uns allen bet 16. Dezember fein, an bent ein deutsches Genie baS Licht der Welt erblickte, ein Tag ter Hulbigung, aber auch ein Tag bes Gelöbnisses, unserer Weltsenbung nicht zu vergessen, unsere Jbcale heilig zu Hilten und mit allen Kräften an dem geistigen Aufbau Dentschlanbs zu arbeiten. Beethoven würbe am 16. Dezember 1770 zu Bonn geboren. Eine harte Erdemvanberung war fein Leben CS führte darch Tiefen unb Höhen. Er trug ein Uebermaß irdischen Leidens, aber in seinem Innern glühte auch ein Ucb.- cmah von Schöpferfreude. Ein Zeugnis f iner leidenschaftlichen, von Mensckenliebe und herbsten Leites für den 32j.i6 igen Musiker, die Taubheit überströmenden Seele, ist das „HeiligensE-ter Testament", jene kostbare Religuie, die er im Jahre 1807 für seine Brüder niederschrieb. Sein Leben entbehrte gewiß nicht der Ruhe und d's Glückes, wie hätte er sonst eine „Pastoale" schreiben können, aber die Schatten waren dock tiefer als das Licht hell war Wer kam ohne Mitgefühl jener Sehr'fuckt rach 34 au erliche gedenken, der er ii seinen B> - en o.n die von Geheimnis umhüllte „unsterblich' Geliebte" Ausdruck gibt? Auch da mußte er entfag-m und einsam seinen Weg gehen. Sein Glück ist die Welt der inneren Gesichte. Er verschließt sie mehr und mehr in sich: das äußere Leben gleitet an ihm vorüber, immer gewaltiger wächst er über Die nüchterne Umgebung empor. Das einzige, das verhindert, die Scheidung zwischen inneren unb äußeren Interessen ganz durchznführen, ist bie Sorge um seinen Neffen Karl, der alle Güte und alle Opfer mit Undank lohnt. Seit dem Herbst 1826 kränkelt Beethoven, sein Leiden verschlimmert sich mehr unb mchr. Helten- haft sieht er bem Tob inS Auge, von dem er geschrieben : „Komme wann du willst, ich gehe dir mutig entgegen." Am 26. März 1827 hauchte er, wahrend eines heftigen Gewitters, seine große L>eele aus. Unendlich reich und groß ist der Schatz, den Beethoven s.-mem Volke hmteckassen. Tie Wurzeln firnes Schaffens ruhen in der Klaviermusik. Eine Unmenge von herrlichen Klavierwerken hat er geschaffen: Variationen, Tänze, kleine Klavierstücke und vor allem seine Sonaten und Klavierkonzerte. In musikalisch-technischer Hinsich«t sind die Sonaten der Ausgangspunkt der m&bernen Klaviermusik geworden. Sie enfivickelu sich and den altklassischen Formen bis zur Phaut»siefonate; ebenso lassen bie Klavierkonzerte erkennen, daß Beethoven im Be- gnss steht, sich neue Bahnen zu erschließen. Die Violin- unb Cellosonaten, die übrige Kammermusik, die in allen Kombinationen Perlen ilker Gattung ausweism, seien, wie das herrliche Violinkonzert, nur kurz erwähnt. Eine besondere 'Stellung nimmt der Quartettkomponist Beethoven ein. drei zeitlich gesonderten Gruppen vollzieht fick ictn Werdegang und di'se Kammermusik für Streichinstrumente ist die Seelenarl se seines Sckas- >ens. Lpus 18 knüpft noch an Haydn—Mvzartsck.e Ciiortftt’nufif an mit Op. 59 beginnt jmer neue etu .ick zu enwi ein, der daS Streichquartett z.im ijigan der t.» i m tgsten Tonpaesie erfx'bt unb in ar?l»flc^en ^7—35 ftine äußerste Auch auf symphonischem Gebiet lehnt Beethoven sich zunächst an vorhandene Borbilber an, gibt aber schon in Den beiden ersten Symphonien der tl-emotischen Arbeit erlBhte Bedeutung. Von der Eroica an geht er ganz eigene Wege. Seine Symphonien wachsen sich zu ungekannten Dimensionen aus und nehmen einen Ideengehalt auf, wie er bisher narr Bachscher Kirchenmusik zu eigen gewesen ist. Bis M seiner letzten Lebenszeit hat Beethoven der Oper großes Interesse entgegen gebracht. Er suchte immer nach dem kongenialen Libretto-Dichter unb finbet ihn nicht. Alle möglichen Opernpkäne beschäftigen ihn: yur Aufführung kommt aber nur der „Fidelio", in dem er „ter Treue, dem Opfermut und der Gattenliebe" ein hehres Denkmal setzt. Die wenigen kleineren Werke, die Beethoven für die Bühne schuf, sind abgesehen von der „Musik zu Egmont" und seinen Ouvertüren, von geringerer Bedeutung. Die Ouvertüre verliert bei ihm ihren Chavitter als einleitendes Vorspiel und wird zur symph.'uischen Konzertouvertüre, in der er ten ganzen seelischen Gehalt des Dramas gibt. Wie unter den Opern der „Fitelio", so nimmt unter der Kirchenmusik die „Missa solemnis" eine Sonderstellung ein. Der praktische Zweck einer Messe gerät in Vergessenheit: die „Missa" ist das Herzensbekenntnis Bee'hovens, er fitzt sich darin mit seinem Gott unb feinem Schitsal auseinanber. Beethovens erster bebeutenber Lieberckfiolg ist die um 1796 kompmierte „Adelaibe". ihr schließt sich an „An die Hoffnung", sein lyrisches Hauptwerk und ber Zyklus „An die ferne Geliebte". Eine Menge Goeth scher Texte komponiert er in der Zett ter Bettina Freundscha't. Tas Ringen nach musikal scher Erschöpfung macht sich in all diesen Liedscköpfunyen bemerkbar, bie ihm auch Darstellungen seines eigenen Empck idens werden. Ist Beethovens Kunst als vollkommenster Ausdruck der banuxligen Zeitkultur anzusehen, so ist 1 »<»; i|rtit llftn 'M in 1 Sk Crescendo geradezu ins Dämonische. er. Am v^cr, Gott erforseb. Schwesb Diel Mimitt Im Alter Geduld । Minen H Mi sei ^dau , 0 Drt * Fü Ser Ser Sie. ii bei de Miet. D I ti mit । U Es s trten. Die ijntt grök inKr unUt - nbid m Jein mit 8 kiMl die ht'i n eht Merle Enln eine yCrte te iiksi-en RiM'llntti iE'ti ich 9 Soloinstrument. ES ist das einzige Konzert, für das Beethoven keine Kadenzen geschrieben Hit. Eö beginnt mit einer Improvisation; nach rausckenben Passagen setzt das machtvolle Tuttivorspiel ein. Eine ungetrübt freubiae S'.immung gcht burch kas ganze Werk, ein heroisch kraftvolles Gepräge tragen die Themen. Mit befonberer Liebe ist ein Seiten- thema behandelt, das Beethoven in allen möglimen Umdeutungen auftreten läßt. Nach dem A^agw, das in zarten Farben gehalten ist, filhrt ein kühner lwrmonischer Uebergana zu bem überrnüt ger Lust hingegebenen Rondo. Den Schluß beS Konzertes bildet die 7. Symphonie in A-Dur. Das Weck ist von sieghaftem Geiste erfüllt. Ein emp-'rstrebentes Sostemito führt zu dem „dithyrambischen" vivace. Das folgende Allegretto könnte man einen idealen Marsch nennen. Ein äußerst lebhaftes Scherzo, voller Tanzlust unb Heiterkeit, sich an. Ihm folgt ein nachbenkliches Assaimeno presto, das sich auf bem Orgelpunkt A entfaltet.. Die Melodie entnahm Beechoven einem Öfter« . reickiscken Pilgerlieb. Das F'nale wächst über Die mächtigen Orgelpunkte auf Dis unb E in ncsigem ’S Ä m kB iA r X KZ KZ (fr K": '** Sich flberM SlE Et ttrjnn I nf^irnD- f.Sit, tftt tem. ^ 300 5 den Kalenderverbeffermig noch ein Tag en Zuschüsse zur Verbilligung der Speisefette weg. Die Restbestände des Reichsausschusses für Oele und Fette sind jetzt vollständig aufgebraucht und es müssen bekanntlich fast alle Rohstoffe ber Margarine aus dem Auslande zu wesentlich erhöhten Preisen bezogen werden. Die Entwertung ber deutschen Mark verteuert diese Rohware derart, daß die Preise'der fertigen . Margarine etwa um ein Achtel des bis- herigen Preises gesteigert werden müssen. Dte deutsche Margarineindustrie und die Mar- gcrrinehändler stehen dieser bitteren Nottoen- 1 bigfeit machtlos gegenüber, diese ist ausschließlich die Folge des Tiefstandes unserer Währung, wofür man die einzelnen Gewerbe nicht verantwortlich machen kann. ** Ein sehr bedauerlicher Un- glücks'fall ereignete sich am 29. November, nachmittags 4l/e Uhr in einer hiesigen Fabrik Ein Arbiter aus Steinbach kam infolge eines unglücklichen Zufalls zwischen Fahrstuhl unb Schutzgehäuse und wurde erdrückt, so daß der Tod auf ber Stelle eintrat. Ein weiterer ebenfalls bebauerlicher Unglücksfall ereignete sich am 30. November, vormittags 10'/, Uhr, in berselben Fabrik. Arbeiter einet anbereu Firma waren bort mit dem Ablaben einer schweren Maschine beschäftigt, welche auf einen Arbeiter aus Münster zu fallen kam, ber innere Verletzungen bavontrug, an beten Folgen er im Laufe desselben Nachmittags in der Chirurgischen Klinik verschied. ** W a r n u n g. Der Vorsitzende des Beirats ber Fürsorgestelle für Knegsbeschäbiyte unb Kriegshinterbliebene, Dr. Frey, gibt bekannt: „In letzter Zeit hat in Gießen ein Beauftragter einer Berliner Organisation nicht ohne Erfolg Beiträge gesammelt für Kriegsbeschäbigte unb Kriegshin- terb liebe ne unb Mitglieder geworden. Es besteht aber keinerlei Gewähr dafür, daß die aufgebrachten Mittel auch den leider recht zahlreichen hiesigen Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen zugute kommen. Unter diesen sind viele in bitterster Not. Tie hie. sige Fürsorgestelle kann bei der Beschränktheit ihrer Mittel nur in geradezu verzweifelten Fällen zur Linderung ber Not bei* tragen, unb muß es sich nur zumeist schweren Herzens versagen, Ku helfen, wo doch Hilfe not täte. Wer ietzt in ber Weihnachtszeit der Opfer bes Krieges tätig gedenken will, -i unb wer verbiente ein solches ©ebenfeit mehr? — ber gebe seinen Beitrag an bit hiesige Fürsorgestelle für KriegSbcschädigte unb Kriegshinterbliebene burch Vermittlung ber Stabtkasse. Er fließt bann ausschließlich unseren bebrängfen Mitbürgern zu." ** Städt. Seefisch markt. Morgen, Donnerstag früh, sollen letend'rfi'ck)e Nordseefischi eintreffen, wie Kabeljau, Sch?llfi'ch, Sch llcn und Rotbarsch. Der Verkauf wird heute am LebenS- mittelamt, am Stadthaus und an der VeckaufS- ftdle in den Marktlauben tekamitgegeben. Landkreis Gießen. x Großen-Linden, 29. Nov. Gegen- über manchen falschen Behauptungen fei mitgeteilt, baß von ben hiesigen Lanbivirten weit über 3000 Zentner Karto ffeln zur Ablieferung gekommen sinb, von denen ber weitaus größte Teil ben hiesigen Verbrauchern zugesührt würbe. Annähernd 200 Zentner zum Preise von 16.75 Mk. ber Ztr. würben an Kriegerwitwen usw. verteilt. Erwähnt fei noch, baß neben ben VertragS- kartoffeln unb ben Kartoffeln an Minder* bemittelte, ber Preis ber übrigen freien Kar* toffeln bis zu 27 Mk. ber Zentner als * 1 Nock mit Weste, ) Uebcrveber, 1 Äiuitg. 3 Westen, 2 Holen, 2 Schirme, l Zinkbadewanne, 1 Romert- Aitber, 1 groüe Kaneemublc. i Backhaube. I Winier- über^teber und einige deizkachen. 1 Staffelei. Lra« Srorrffurter SommunotrocrTe imb bem 83 e- triebövertrag nach Abänderung einiger Bestimmungen die Zustimmung erteilt. Die Vorlage wird voraussichtlich die nächste Stadtverordnetenversammlung beschästigen. mc. Frankfurt a. M., 30. Nov. Die Frankfurter Handelskammer hat bei der Nsenbahndirektion beantragt, in die Frankfurt-Berliner D-Züge Speisewagen einzustellen. ige gesammkN mb §rieg-dnj iedcr geroottaä Mittwoch den 1. Dezember abends 7'/, Ubr, im groben Saal: Konzert und Vorstellung der Chäemseer Karns Backpulver Am 29. November verschied unser geschätzter Mitarbeiter, der Buchdruck-Maschinenmeister Herr Ludwig Otto Reh nach schwerem Leiden. Wir verlieren in ihm einen tüchtigen Fachmann von aufrichtigem, bescheidenem Wesen. Ehl dauerndes Gedenken bleibt ihm gesichert. Karl Kina Otto Bin« John. Will John. Bin» Montag abend verschied ganz vlötz- lich infolge eine- Unfalles mein unvergeßlicher Wann. mein guter Vater, unter lieber Groirvater, Bruder, Schwager und Schiviegcrvater Ludwig Bender in feinem 59. Lebensjahre Tie trauernden Hinterbliebenen: Elifchbetbe Bender geb. Zimmer Gießen, Brühlsche Univ.-Buch- und t. Dezember 1920. Steindruckerei • R. Lange. Vkioal-9lutüel5'5ltzll!e ,« ähr dafür, ba^b* h den leider d gsbefchadigten d pite kommen i| :erfler Not. Ad i>ei der Jeschu geradezu m iv. I VI | als Großvater- gnmific Emil Schwalb amiiie Konrad Bruder. Steinbach, den 1. DeAember 1920. Mit Ärti-SliMde! gefärbte Stoffe werden! ticfidttorttA. Nlachen Sic i bitteeinen Versuch. Grosze , Lager in Sionarben. Centrnl - Drogerie, Schuistrahe. 11370c | Irre« Nachempfinden besitzt. Öcrr Ackermann wurde Beste unterstützt durch feine beiden Söhne (Inline und Cello) und seine Tochter, die die Be- img am Klavier übernommen hatte. Für da- irrt waren „Einheitspreise" festgesetzt. Wie wir . soll sich Sten Ackermann mit dem Gedanken m, auch einen Kirchenchor ober Frauen- und chor ins Leben $u rufen. Kreis Schotten. O Wetter seid bei Laubach, 29. Nov. hfrre Gemeindevertretung hat beschlossen, den -Mit sy* Ms 'S1« fertig vJ* bie $t äm Hotel Schutz Donnerstag abend groß. Bockbierfest mit verstärkter Kapelle t Achtung! Wiederverkäufer! Solange Vorrat reicht: Wett, tonte „Wöiili" 203Dolen üWuM. 120.-, 1000 Dole» AOOg M.iViO.- einschiieblich Verpackung. Versand per Stachnahme. Bei Voreinsendung &•/, Rabatt. Jos. d'Agnolo, Kämmerzell b. Fulda nnnmnuiiiinniiiuiniuiiiiiiiiiiiiininniiiHiniiniiiiniuniniwunnimB Versteiqeruuq. Donnerstag d. 2. Ter^ von 2 Ubr ab, versteigere ich Brandgaffe 3; 1 Cckiofa, 1 Cbaiseiongiie mit Decke, 1 Siciderlchrank, 1 Lommode, 1 Aweilchläfc. Bett stelle m. Mairave u. Seil, sehr gut, 1 oval, risch, 1 Küchentisch, 2 KinderbetliteUen, 1 Standubr. einen Scffelnudl, l Koffer. 2 Kinderwagen, 1 Anrichte tCichen», I Slum, n iich, 1 Lebuen«Schubkarren, eilte s>leilchinaschine, 1 Schrotittllble, 1 Vetroleumofen, 1 Gaoderd, 1 Waschinangel, ö neue Rormaibemden, 41 neue »tagen. 5 Mille ritaarrert Herren- u-Damen- tlciber, Schube u. Stiesei. 1 VeDcrbole, 1 Gewebr- sutieral. 1 Rucklack. 1 Autolederuiüye. 1 Wanb- schränkchen. 1 Maekenkoliüin «Teukelin». 2 Puvoen- «vagen, 1 Pu vvenkllche tnenv 1 Vu vorn bett, 1 Burg mit viel. Colda'en, 1 Kaffeeservice, 2 Fenstert ritte, mehrere Bettstellen. Bilder u Bilderrahinen, Haus- haltuntsgegenltände, 1 S'ublschlitten. LKobleukast., 1 ,>eid>techer mit Etui, ferner 4 Heut den, 2 linier- holen, Kragen. Manscheneu Vorhemden. Strü »pfe. i«ot bti jH L Lich. 2J. Nvv. Wieder ist ei ter der nvch »Tilgen Veteranen von 18.0/71, Heinr. Leder- | in n, der den Feldzug in Fron7n«ich bei den Ufischen Dragonern mitmachte, deser Tage ver- sprsen Ter Verein der Zk a m v s g c n -o i i c n ec» i 4 bem Kanrevaden bei dem* Begräbnis bie letzten ^rm, und der Gesangverein „Cacilia" snig cm ga. Gründers, 3O. Nov. Gestern weilterm ‘uftoage des Reiches Saurat S>enfcl au- Gictzen \et yit Besichttzung des Gelmchcs für das neue Uitan»am t. Cs ist ein Bau von 25,7 Metern i,ge irrt» 12 Metern Breite gp^rtt. Bcuirat •irfd erklärte sich für die (frriJjtmg des Neu- T in der Gartenstraste, wo mehr Platz ytr < rfügtmg stände, als in den Döietttränksgörten. • e Erwägungen darüber sind noch nicht abgc> i 4int. Ter Qkmctiberat mö.htc daZ Amt zur (rlridrtcning des Berkeh s möglichst tt die Nahe m Mittelpunltts der Sboüt gelegt Txibat. . ..... ribe den Trauerchor. Ter Verstorbene übte vier ~ verteuert Fl '^zehnte den B rus als Sotetvrräber an:. Das - M ^ttngr.tberamt bleibt in ter Familie des Vcrswr- ; en, cs wird Um seinem Sohne weiter aus- vau Baerles Bleichfoda B wird stets in gleicher Wüte nnb Beschaffenheit bernestellt. Man vcrlnnne da er van Baerles Bleichioda. da nach Am mbe des Wortes B eist- §3 fo;>Q durch die NeichSb.'härde beute auch ganA tninder- wertige Produkte unter der fä schlichen Benennung ■ , Bleichfoda verkauft werden. Paket M. 1.63. s*» HÄ I von Baerle A Ca. War im a. iU. Die Liebe höret nimmer auf. Gott dem Allmächtigen hat e« gefallen, nach seinem un- erforschliehen Ratschluß unser geliebtes, einziges Töchterchen, Schwesterchen, Enkelchen und Gütchen Emmachen Im Alter von 12V, Jahren nach kurzem, schwerem, in großer Geduld ertragenem Leiden, im festen kindlichen Glauben an seinen Heiland am 29. Nov. in die obere Heimat zu sich zu rufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Og. Binz tu Frau Suaanna geb. Will Glichen. Babnbofstr. 60 Tel. 1097. - Gegr. 1909. Beginn nrner irw.c tlöeno- o. iMskvrse. BncMührnng Behle-, Bnni- und Liek- schrill a. Eeaielsllcber. AameltLtlgl. Protp.lrei. Hen tc,Donnerstagnnb Freitag irisch eiutrcff.: Schellfische vloldbarsch Rochen Stinte flrüuc Heringe Rauch'Schellfische tnt Weltkrieg gefallenen Sästnrn unteres Torfes ein würdiges Ehrendenkmal zu errichten. Die BlLne des Denkmals find brrrits an tc8 st-rm-amt Schotten abjegengen und w rden fo:ort nach erfolgter G.-nehmgu!g zur «uj.übnDia kommen. Die Kosten sind auf g?gni 2J 003 Mk berechnet. Ter Entwurf rührt her von Architekt Beck zu Dütteldorf, der zu hiesigen Bewolmern verwandticka-tlich.' Beziehungen hat. T«5 Denk- mal bfjrebi in t^r ^>aup: ach? aus einem Ausbau, der auf einem doppeltm Sockel aufgemauett wird. Das Material soll unserem tvefflichm Stcinbruch (a. d. Rod) entnommen werden. Dieser Au bau Wll eine Länge von gtgm 2 Meter, eine Bw.te und Lähe von gegen entern Meter habm. Aus der vorderen Schmalseite wird ein Schwert in erhabener Arbeit aus Stein angebracht werden: dieser Teil wird von einem Stahlhelm, ebrnsalls aus Stein und in erhabener Arbeit, gekrönt Werdern Au jeder Längiseite werden drei Ta'eln aus Mut dreikalt, desgleichen ein? solche auf der Hinteren Schmalseite ausgestellt. Auf dr sen sie'.-en Tafc'n werden die Rainen d?r gefallenen fre!b»n verewigt. Das Denkmal wird auf dem sog Luther- berq zwischen Wetters ld und der Station links an der Straste We.terfeld—Röthges erncht t. Im Hintergründe wird im Halbkreis rin; Rei^ von Steinpseilern mit Bänken ausgcrich'et. In der Mitte dieses §>albkreis-s soll rin großes Kruzisix Ausstellung finden. Das Ganze wird von einer lebendigen Decke cingeschlosien w.-rden- der Ein- gang soll an die Strage gelegt w rden. Ein Modest der ganzen Anlage ist im Saale des Rathau'os au sehen. Der sog. Lutherberg hieb vor 1816 der „Birgelkopf". Aus ihm stand die Kirch? des früheren Tories Birgel. Aus dieser Stätte wurden öfter Gräber entdeckt. Roch um 1840 waren hier Grundmauern zu sehen. St ine mit Mörtel, Schieferstücke usw. sind noch zu finden Kreis Wetzlar. ** D etzlar, 30. Nov. Tie Versetzung des Regierungsafsessors Dr. Scheuermann als Landrat des Kreises Cfbcnburg nach Wismar wurde vom Mmistenum des Innern wieder rückgängig gemocht, so bab Derr Tt. Schüuermann bts auf weitere- in Wetzlar verbleiät. Hessen-Nassau. Frankfurter Kommunalwerke. Frankfurt a. M., 23. Nov. Die städtischen Körperschaften planen eine Betriebsgemeinschaft mit dem Städt. Etektrizitäts- werk, Wasser- und Gaswerken, und den Gaswerken der Frankfurter Gasaesellschaft A.-G. Unter der Firma „Frankfurter kommunale Werke G.m.b. H." soll ein ge- meinwirtschaftlicher Betrieb mit überraaen- dem Einfluß der Stadt gesckfaffen werden. Die Stadt übernimmt 99 Proz., die Frankfurter Aktiengesellscl)aft 1 Proz. In den Aufsichtsrat werden neben Mitgliedern des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung ein Vertreter der Angestellten und zwei Vertreter der Arbeiter delegiert Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben keinen Anspruch auf Gehalt oder Tantieme. In der letzten Sitzung des Magistrats wurde der Schaffung einer Dettiebsgemeinschast zwi- schen dem Städt. ElektriAitätswerk, Wasserwerken, Gaswerken und den Gaswerken der Frankfurter Gasgescllschaft zugestimmt. Ebenso wurde der DerwaltungSoronung, der Kttnft rrnd Wissenschaft ft). Oppenheim L Rh., 3O. Nov. Am Turm der alten Pfeilerbasilika bei Bechtheim wurden alte Stein sarge sreigelegt. Dit; Särge sind ohne Deckel, schmal und )fiqen besondere Kopflage: sie dienten augenschein< sich zur Aufnahme der Leichen ohne Holzsarg. In einem der Särge fand man ein Skelett. Vermischte». Glatteis in Berlin. Berlin, 30. Nvv. (Priv -Telegr.) Um die 11. Stunde in der lctzlcn Nacht ging über Groh-Berlin und seine Umgebung ein feiner Sprühregen nieder, der überall schnell eine leichte Eisdecke bildete, wodurch Menschen und Tiere vielfach in die größte Gefahr gebracht wurden. Zahlreickre, in den Krankenhäusern untergebrachte Personen tru gen schwere Atm- und Beinbrüche davon. Ein Teil der Fuhrleute zum Transport der Zei' lungen erschien gar nicht zur Arbeit. Die Straßenbahn kam nur mit Mühe vom Fleck, Pferde, die die Beine gebrochen hatten, mutzten an Ort und Stelle getötet werden. Erst gest aen Mittag war es möglich, die Dauptveü' tehrShindernisse zu überwinden. Kassel, 30. Nov. (Wolff) Eine neue Schwurgerichtsreriode wird am 13. Dezember d I. mit bem Prozess gegen die Marburger Zeit- freiwilligen beginnen. Für diese Verhandlungen ist eine Woche in Aussicht genommen ^Marburg, 30. Nov £>eu‘e beschäftigte sich Se Strafkammer mit VorLmmnissen, Die sich bei der Gemrinderatswahl in Emsthausen (Kreis Franken berg) abft>ielt-n. Es bestanden dort zwei Parteien und als die Wahl f?in sollte, drangen eine Anzahl junger Männer, meist zurückgekehrte Krieger, in das Wahllokal, wo es zu Ausrinander- fefoungen mit dem Wahl Vorstand kam. Bei der Gelegenheit wurde auch die Wahlurne weggenommen, so daß der Wahlakt nicht vor sich gehen konnte. Wegen dieser Vorkommnisse erschienen acht junge Märmer als Angek'agte. Sie gaben an, dast man die zurückgckehrten Äricner mit unwürdigen Bezeichnungen belegt hätte, daher die Aufregung und Erbitterung. Tie Verhandlung endete damit, daß vier Angeklagte sreigesprochen und die anderen in Geldstrafen von 200—500 Mk. genommen wurden. ..... .-*£ Turnen, Spiel und Sport. Öeuchelheim, 30. No». Wie gr>h das Interesse für den Sport Mich in unserem Orte blüht, zeigen die hier fast jeden Sonntag bei einer gnopen Menge Zuschauer stattfindenden ^ufchall- Wett- und GesellschastS'piele. Sind doch in unserem noch ferne 3(XK) Eiwrvhner zählenden Dari bereits fünf Fuschastnvmnscho ften aufgeftrüt und zwar von b.m Turn verein „Gut Dell" zwei und von der „F-reien Tumerichaft" drei. Am letzten Sonntai hotte die 1 Mannschaft der „Freien Surneridpaft" die 1. Mannsckiast ter „Freien Tur- nerfchaft" Wiesecks, welche bereits durch ihr gut D mbmiertcS Spiel eine Anzahl Siege nach tzau'e tragen fbrnte, zu einem Gesestschafts'piel verpflicl)- tct. Um 1 Uhr begann das Spiel, welches fofcrt eine sehr schöne Weite onnchM. Es endete mit 2:0 zM'unsten WiefeckS. L>euch?lheim spielte aut und hätte das Ehrentor rechtlich pordient, mustte fick) aber le der ohne dieses zufrietengeben. Um 3 Uhr trat die erste Mann ch .st ter. Freien Tumer- schafl abermals auf dem Spielfelde an, um g^gen die erste Mannschist ter F eien Turnerschast Burf- hardötclden das Retourspiel au^utregm. Trotz- d m die hic'ige Mannschaft erst eine Halle Stunde vorher gegen Wieseck gespielt hatte, endete das' Spiel mit 5:0 für Deuch.'kheim!. >■ ICtvcbc und Schule. § Büdingen, 1. Dez. Als Nachfolger d«S verstorbenen Pfarrers Wilhelm-Bleichenbach wurde Pfarrer Werner -Usenborn von der Dekanats'onserenz zum Geschäftsführer des Erziehungsvereins im Dekanat Büdingen ernannt. Todes-Anzeige Plötzlich und unerwartet verschied heute morgen um 8 Uhr unser liebes, unvergeßliches Töchterchen, Enkelchen u. Golchen Anni im Alter von 7*/> Monaten. In tiefem Schmerz: Wilhelm Weimer, Schmied, und Fran Margarethe geb. Hieran Familie Wilhelm Weimer Familie Wilhelm Hieran. Dauhringen, den 30. November 1920. Die Beerdigung findet Donnerstag den 2. Dezember, nach- Zwischen Publikum Festung den Derkehr z« erleichtern — und für beide Teile nutzbringend zu gestalten — ist die Aufgabe unserer Annoneeu.Expcditioi». Wer eine Anzeige auszu. geben tat, erhält kostenfrei zuverlässige Auskunft über die für feinen Zweck eigneksten Blätter, über richtige Abfassung und ausfällige ^lussiattung seinerAnnonce. Wirberechnen lediglich die gleichen Preise wie die Zeitungen selbst. Wer seinen Namen in der Anzeige nicht nennen will, kann die Angebote an unsere Firma adressieren lassen. Dies« stellt ihm die Briefe uneröffnet unter Wahrung strengster Verschwiegenheit zu. Luser LauS bietet dem Inserenten eine Ersparnis an Kosten, Seit und Arbeit schon bei dem (leinften Auftrag ANNONCEN-EXPEDITION RUDOLF MOSSE Frankfurt a. M., Zeil 113 Vertreter für Giessen: BruhUschc Universiiähdrudtcrel Schulstrasse 7 Treffen Donnerstag den 2. Dez. mit einem Transport russischer u. Lrmeiander fyr |vlVv iten I« :: ann, m w sM Ä'g dm E SitzH nnb ‘Bfltf-Ötatet! nnb in uverzteher unö einige xtciva^en, I «i ineiet, vra- telterruaHiät *11 hSbei? i matten il o-eL anbere. Alles beflkiimt. H. Besser IL, 0 Central-Dri4,rin «iitiionator. Mrofboriet Lir. II. -lnn ihme von Bep ,»7c Echulltraffe ' fieigerungen aller Art. auch elnAelner Stüde. r .r.nn,,r u.ui. MMllllMsisilllMMLMflsttlMtlliNtMllllillttMI'U!. lütt. -- Lich, 1. De^. Die Hessische Landes- nderbühne rotrb am 4. und 5. dS. Mts. i uns zu Gast sein und in Strins Saal ter-1 ihre 'dldhrt'öcn geben. Arn ersten Abmd gelangt lit versunkene Glocke" von G Haupttnaun, am > iten Abend Jugendfreunde" von Fulda zur oeffeflimg. u,.s:, k'. Wieseck, 1. Tez. Fabrikant Darrißs hier U*»itetc bem tieftgnt Stenegraphen"erem Gabcls- ^otx-fcfltt 300 Mk. zur Erweiterung seiner Bücherei. «rri» »übingrn. Hirzenhain, 1. Dez. Im benach- rdM fo d.' ' krten Usenborn wurde in voriger Woche ein tat Ein ß kchwe i n auS dem Statt gestohlen und so- tglüllzsg.! kl bei der TranSformadorenstation abge- mber, trotm'ihu f pachtet. Das Schwein gdtfrte einer Witwe, 'tii arbeütr '/'-d I t% mit viel Müh und Not grohgezogen :mitbeX; httc- fofTte in kurzer Zeit aMlachtet beschämt irrben. Die Unsicherheit auf dem Land wird münfter h" U' knKT größer und die Frechheit der Diebe »en LhnhL" »*l'Tier unverschämter. Von den Tätern fehlt t Spur. - Im benachbarten Wenings t>rr- sich ein Junge damit, in eine Büchse mit Petroleum zu sütten, um , mit großem Knatt loszuschießen. Als Krieg§befd>L • die Ladung nicht kosgehen wottte, rj,1'. W hilf er etwas nach, im selben Augenblick hat in GtebtnV yilodierte die Büchse und riß dem Neinen PJHI Kieler einen Teil seiner Backe weg. X Ortenberg, 30. Nov. Ter neue Leiter br niriken Musikschule, Musiklehrer und iiorkap.'llmeister Atels Ackermann aurs Mainz ftlrte sich gestern Abend im Mauergartcn'aal mir 6r?m in altn Teilen wohlgelungeneu Konzert ein. tt zahlreichen Zuhörer lernten in Derrn Acker- litt» einen Violinisten kennen, der sein Jnstru- Irnrt mit der größten Sicherheit beherrscht und Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verluste, die zahlreichen B’.umenspenden, die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Dörr sowie für die treue und liebevolle Pflege der hiesigen Krankenschwester sagen wir herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Freiteg HL Heuchelheim, den 30. November 1920. 1,767 Mg btt M i ur zumeist schrien, mo bodi | Deihnachtsz^ gedenken iwU solches ®eb' :n Deittag ci ir TnegsbcD durch Lermis bann ausW bürgern zu" 6marft. ust nd'r iche Worb'« ^llsi'ch, Sch lia cd heute am J inb an ter ct" kanntgegebcL n^29. M W hauptungenst^ iesigen Land-» ner Karies en sind, m-- ' den hiesig^ de. Annchrr^ 16.75 n usw. w« ben den tg •r Senhitt ) zu bessach^ i s Di- öe^iebLe SRorftc fecraeftefft aue aaranfiert* rein orieru fafifc^em Saßan in der 6efeannfen. in dieser Preissc^^e unerreichten Quafifäf ist in neuem efe^anfen Format erschienen. Jür verwShrrte Raucher empfehlen wir unsere Äite-MarLs OEliE-§^1 $u 50pe I WWs taMtamtai des tote zur Mnij eines Hm am Dienstag, dem 7. Dezember 1920, nachm öUhrimSitzungszimmerderBürgermeisterei. Tagesordnung: l. Wah! eines Vorsitzenden 2. Ergänzungswahl zum Vorstand u.Ausschuß 3. Rechnungsablage 4. Verschiedenes. 12720V_________________Der Vorstand. 3n einer StunLe vertilgen Sie unter Haravtte jede LäAse-Plage and) Flöhe mit Dr»t (Nissen) b. Mensch, u. Tier nt. m. vat. gesch. Mitte .€ Hermann Hetz, Süd-Anlage 16 A I. Dienstmädchen gesucht. Kran 11 aa*, frankfurter Str. 75. [liilTV Verkaufe 1,1 ff. raub. Pinscher 10 Wochen alt, eingetr. oi «yn E. 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Frankfurt 200, 8o5, 324, 90JP0 22*63 81,35 16,02 7,65 731,- 2,42 23,75 1,42 385, 393, 52), 32u, 308, 6.2, 14.85 25,70 241,— 68,80 420,'.5 loeiterrd für Lastverkehr gesperrt. Der Verkehr für leichtes Fuhrwerk wird durch Anlage einer Notbrücke aufred# erhallen. Verwaltung gehörenden Zeughause sind im Derbst v. I. nach und nach 5146 Bettuch.- im Werte von rund 200 000 Mark en'.wcndet 541, - 410,- 41»,- 559,- 337,50 319,75 675,- 561,- 44',- 318,75 30.11. 77,50 67.50 * 68 60 64,90 182, — 325,- 245,50 223,75 2-4,- 178,- 196,- 190,- 505,- 389,- 388,- 510,- 320,- 305,- 630,- 515,50 438, — 310, — 263,- 460,- 260,12 843,- 325, - 71,50 Datum: Amsterdam. Roiterd Drüstel-Antwerpen . Chrisliania Kopenhagen Stockholm Helsingfors Italien London New »Park Paris Schweiz Spanien Wien (altes) Deutsch-Oesterr. . . . Prag Budapest Bulgarien Konstantinopel. . . . 435,50 309, - 265,- 29.11. 77,50 69 80 67 75 65,- 181,- 326,50 248,- 226,- 205,- 178,- 203,- Uns dem besetzten (Ri-Met sd. Tier, 29. Nov. Eine Verordnung der calliierten fl’ommLjion bestimmt, daß die ichcn Behörden gleichzeitig mit der Ern en- ngsanzeige neu ernannter Beamten im tcn Gebiet dem örtlichen Delegierten der ralliierten Kommt sion eine Reihe von An- ru machen haben, die außer Namen, Tätig- und Wohnsitz des Beamten dessen nähere Fanverhältnisse sowie seine bisl-erige Laufbahn ifrn. Tie Verordnung findet auch für den enkopf Kehl Anwendung und trat am 16. Notz. I. in Krast. <9crid?tsfaaL X Hanau, 30. Nov. Aus dem der MUitär- Kurs 29. ii. 77,50 555, 339, 317, 664, Frankfurt a. M, 1. Dez Berliner Devisenmarkt. Marknorierungen, Datum: Zürich . . . Amsterdam. Kopenhagen Prag Stockholm . IBien , . . • London. . • Paris . . . Nero-Hock «E.W ul«.1 iü i W cM Datum: 5 •/, Deut. Krlegsanl. 4"/, Deut. Reichsanl. 3*/., Deut. 9ieichsanl. 4®/e Prruß Konsuls Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconlo Gesellschaft Dresdener Bank . . Nationalbank f. D. . Mitleid. Kreditbank. H.»Amerik. Pakets. . Norddeutscher Loyd . 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Tie Ermittlungen ergaben, daß aus die,en Tiebstählen hcrrührcn:« 320J B.ttücher von dem Kafseehauskellner Reinhardt und dem Schneider Ernst Konrad nach Frankfurt geschasst und dort verkauft worden sind. Kellner Reinhardt gab an, ihm seien die Bettücher von dem Wäschefabrikanten Kranziger aus Friedberg ungebeten worden. Tiefer Kranziger konnte jedoch nicht ermittelt werden. Tas Gericht nahm an, daß Reinhardt und Konrad die Diebstähle in Gemeinschaft dritter unbekannter Personen auSgefuhrt haben, und verurteilte sie zu je 5 Jahren Zuclülvus und 5 Jahren Ehrverlust. Tie unter der Anlage des Kettenhandels stehenden 10 Frankfurter Geichästsleute wurden freigesprochcn. lJn einem Teil der Auflage wberfwh.) Ein deutscher Protest gegen neue Entente- Forderungen. Berlin, 29. Nov. (WTB.) Der Vorsitzende der b.iitidicn Friedcnsdelega.ion in Varis ist angewiesen worden, eine Note der Bolsck-astcrkonse- ^enz in Paris zu übergeben, in der es u. a. heisst: Die deutsche Regierun g vermag nicht a n- z u e r k e n n e n, daß ihr aus der Zerstörung der Luftschfse irgendwelche Er satzps lichten envachsen Tonn*en. Tie deutsck« Regierung kann sich auf eine Ve einbarung zwischen ihr und den a Liertcn Regierungen berufen, wonach die Geltend- maclwng von Schadenersatzansprüchen auf Grund der in Rede stehenden Vorfälle von vornherein als ausgeschlossen betrachtet werben muß Aus dem Wort aut der bei der Ratifikation des Friedensoertrages unterzeichne'en Protokolle erg-?be sich, da st es sich bei diesen Vereinbarungen Ium eine Art Generalabrechnung gehandelt habe, moburrf) a'te Ansprüche aus den vcr'ttstedenen Was- fenstillstandsabkommen erledigt waren. Es erübrigt sich also, auf den Inhalt des Beschlusses der Bot- schas erkonfcrenz vom 2 Oktober näher einjugehen. Die dmtl'cye Regierung kann es jedoch nicht unter- la'sen, darauf hinzuw.i'en, dost ne. selbst wenn eine Schaden"rsatzpsliäst für die Zerstörung der sieben Luftschiffe bestünde, der Botschafterkonse- renz nicht bte Be fugn , s zuerkennen könnte, die ^nre des zu leistenden Ersatzes durch eine einseitige En tscheidun g zu regeln. Auch ist daran zu erinnern, baß die Kontrollkommissionen nach dem Friedensvertrag nur berufen sind, die Ausführung gewisser Bestimmungen zu ülrm>ad)en, daß sie aber nicht da S 10'1,40 1053,60 1101,-9110',65 ---------gu 05 915 95 iS 211 •■«SS *nb*Si PIund R Geld Brief Geld Brief 29 Nov. 30. Nov 2095,40 2099,60 2152 80 2157,20 447.05 447,95 452*50 4-3 50 929,05 93 ,95 951,50 9:3,7,0 92 -.a5 931,95 951,50 9'»3,5'i 1331,15 1333,85 1358,60 1351/0 Handel. Berlin, 30. Nov. Börsen st im- mungsbiltz. Die unsichere und nervöse Haltung bei zurückgehenden Kursen, welche die Börse bereits gestern zur Sck)au trug, hielt auch heute an, uito die Realisationen der Spekulation und des Publikums setzten sich fort, wobei die Ankündigung des Reichswirtschafts- minifters Scholz, wonach gesetzgeberische Maßnahmen zur Beschneidung übermäßig hoher Dividenden in Vorbereitung seien, die 9?eü= gung zu Entlastungsverkäufen verstärkte. Die Kurse gaben anfangs mit einigen Ausnahmen auf allen Gebieten im Ausmaße von 10 bis 15 Prozent nach. Zu den Ausnahmen gehören u. a. Bismarckhütte, Lothringer Hütten, Phönix, Goldschmidt und Orenstein u. Koppel, die vereinzelt bis 20 Prozent über den gestrigen Schluß noch stiegen, ferner Valutawerte, auf welche die leichte Besserung der ausländischen Devisen befestigend wirkte. Im Verlaufe wurde aber die Verkaufsneigung bei geräuschvollem Geschäft allgemeiner, und auch die vorstehend erwähnten Ausnahmen gaben teilweise ihre Gewinne her. Der Kursstand senkte sich besonders am Montanmarkt stärker, so daß sich die Rückgänge auf 20 Prozent, für manche Papiere auf 30 Prozent, und für Harpener auf 40 Prozent erhöhten. Widerstandsfähiger waren Bankaktien. Für heimische Rentenwerte war llrie Haltung ungleichmäßig. Der Ge- schäftsumfang ist im Großverkehr wie auch in den zu Einheitskursen gehandelten Industrie- werten bereits geringer geworden. In den zu Einheitskursen gehandelten Jndustriewerten realisierte die Börsenspekulation stark, so daß für die bisher begünstigten Werte vielfach ziemlich empfindliche Rückgänge eintraten. Sonst schloß die Börse ziemlich zu den niedrigsten Tageskursen. Frankfurt a. M., 30. Nov. Börsen- st i m m u n s. s bi l d. Das Gesckstist gefaltete sich ruhig und die Tenbenz blieb unsicher Da sich die Realiatronen in Jiibustrieakrin w i er fortfeßten, ö waren die stärker bevorzugten Papiere schwach. Anfänglich lagen auch Mont na?tien unter Kurs- btuef, besonders Phönix Bergbau 628 (— 17 Pwzcntt, Westeregeln verboten mit 850 25 Prvz., schwächer waren ferner Oberbed rf 320, Buderus 835 (— 25 Pw-ent). Rheinstahl blieben beachtet 540 plus 5 Pw-ent. Don den Nebewverten gaben Denck-Motvren nach ca. 2J0, Daimler matt 260 minus 9 Prozent. Im freien Verkehr wurden genannt Deutsche Petroleum 1775, Opiag 6100, Lechwerke 208, Mw'sselder Kuxe 4625, Julius Sichel 1430. Die Haltung der Elektrizitäts-AEtien mar fchwäckier. A. E. G. 309 verloren 6 Prez, Bergmann 276, Licht und Kraft 195, stellten sich 5 Prozent niedriger Hamlmrg Pakets, standen mit 197.50 im Angebot. Neu-Guinea 665. 5proz. Goldmexikaner 720, auch 5proj Silbermexilianer schvöcher 515. 41/» Irrig. Anleihe 480, 5prcz Tehumltepec 475. Am Emheitsmarkt stellten sich zum Teil weitere Kursrückgänge ein. Fest lagen Hannoo. Papiers. Alfeld 478 plus 8 Prozent Es notierten ferner Cbcm. Th. Goldschmidt 510 (— 19 Prozent', Scheideanstalt gaben 15 Prozent nach 848. HöchslerFarbwerke 435,50 und Rütger- werke 414,50, verloren je 5 13ment. Deutsche Uebersee 990, SckMttmlgbahn 600 Deutsch Eurem bürget 385, Harpener 520 je 10 Pw-ent niedriger. 5prv-. Reichsanleihe 77,50. etite rch Wül Jl'H’ben . gesucht D 3 piW nadj'tfihj mmer umlS LNnmlto] »fiiiS || Ächim Falkner kam gegen neun Uhr pbends fceni Schlaf gemach fctncS Vaters und wollte K ia die neben dem Arbeitszimmer (Ktegene Kiithef begeben, als er seine Frau in bte 5^lle Hn sah. Ihre Dewegamgen schienen ihm Jen-* |i Saftig und er gewahrte, daß sie ungestüm Ackr, tote nach allzu schnellem Lam. Sie strebte vorüber: aber er hielt sie auf. willst du? Doch nicht zum Vater?" jl£a-3 ist unmöglich. Er ist eben eingeschlafen, IMm er sich seit dem Envachen aus oem Nach- !!t^sschlnmmer gar nicht gut geiühlt batte, •“tr keinen Umständen darf er jetzt gestört IBteiL" .^,'»D>er ich muß zu ihm," beharne fte, „ich ,Bt! Ist er allein'?" ,, ®d)im, der s e bisher nur flüchttg angesehen blickte befremdet auf. Der sonderbar bet» Reifere Klang ihrer Stimme war ihm eallen, und nun überraschte ihn auch die ■Särbcrung in iljrcm Aussehen. Ihr Gefickt NIit ylö^lich viel schmaler gdtrori>cn: ihre Züge n ;^cr. schass und gealtert: die Augen aber leuch- in imnatü.lichcm, fieberhaftem Glanze durch D™ leinen Maschen des Schleiers. jL.'Rein. er ist nicht allein," erwiderte er und Dütschke sind bei ihm. Tu aber öarfft l^^nicht hinetngehen. Jeder Saut kann ihn 2hre Hand griff »ach dem SimS des Kamins, Capholactin da» neue mll(t)Tbo»DÜorfnitrc StnltoräonraL ist nach ärztlichem Urteil ein glänzendes Mittel «nr Neubildung b. Blutes, Ccbnna d. Nerven« Energie, Kräftigung b. Organe, Festigung der Knochen und zum Aufbau der Belle. 522 Tabletten für eine 4>vöcheniltche Stur 3)1. 16.—» Erbältlich in allen Avocheken. könne man ja darauf rechnen, daß tzns Mädchen von einer etroaigen Verschlimmerung sofort Meldung macken würde. Nach einer Weile gesellte sich auch Erika zu ihnen. Ter Onkel schlaje jetzt ganz ruhig, berichtete fte. Sie habe sich der Vorsicht halber doch noch telephonisch mit Dr. Germering besprechen iraflcn, aber keine Antwort erhalten. Osfenbar set der Doktor nicht zu Hauie genasen. Auch fte hörte mit Bedauern von Sigires Unwohlsctn und meinte, daß ihr schon bet Tisch das angegriitene Aussehen der jungen Frau ausgefallen sei. Si riet, einen Boten uad> Tiefenbrunn zu Germermg ober, salls er unerreichbar sei, zu Dr. Barenttzm zu schicken, der ja, wie sie gehört habe, sckjon wieder ausgehen könne. Achim aber imr der Meinung, daß man es besser verschöbe, bis man eintie Gewißheit über die Natur von Signes Unpäßlickkeit erlangt habe. Nach hastig und schweigsam eingenommenem Abendimbiß gmg Ger^a dcnm dock), von Unruhe getrieben, in das Schla zimmer des jungen Ehe- vaareS hinüber. Aber sie kam sehr schnell zurück. „Signe schläft. Sobald sie an Bette lag, hat sie mich das Mätzchen sortgeschickt. Eliie aber hat bte Tür nicht vollständig gesckrlosfen und tn kurzen Zwischenräumen durch den Spalt gefpät. Sie hat nichts Beunruhigendes mehr bemerkt und ist der Memung, daß Signe sich wohl nur aus ihrem. Abendspvziergang zuviel zugemutet habe Dos-, sentlich ist sie nach einer ruhig verbrachten Nacht morgen wieder wohlauf/' (FvrtjetzMig foIsQ 1 RahIa Tlltlrooä:' ]ClHC «I/. Uif gowchlfil. Mio ui Hoiel fiöblct.' Sridj.erro.ber®ort vor dem sie standen, als müsse sie sich daran sest- halten, um aufrecht yi bleiben. Noch immer hob und senkte sich ihre Brust in stürmischen Atemzügen, die ihr mtgenscheinlich das Sprechen schiver machten. ,Lst es ganz unmöglich^ stieß sie hervor. „Auch nur für wenige Augenblicke?" ,Lch kann es nicht zugeben. Und ich verstehe auch nicht, was du bei ihm willst. Daß du chn nicht sprechen kannst, hast du gchön." „Fch will auch nicht mit ihm sprechen. Ich will — ick will nur — Gott, muß ick denn eine Erklärung dafür abgeben?" Ackim sah, daß sie wankte. Da zog er ihren Arm unter den feurigen und wandte rich nach der Richtung hin, in der ihr Schlaszimmer tag. „Komin! Dir ist nicht wohl. Du mußt dick sogleich niederlegen." , Signe hat:e wohl einen schwachen Veriuch gemacht, sich zu sträuben. Aber als sie fühlte, mit nfieber Cmtscklossenheit er ihren Arm sesthielt, gab sie nach und ließ sich hinwegführen „Tu hättest mich gehen lassen sollen," murmelte sie mir. „ES wäre besser, wttin du Mich zu ihm ließest." . .. Er mochte der Meinung fein, baß sie kaum noch wußte, was sie sprich. Die Erscheinung war ihm ja nicht mehr neu, wenn sie fick auch bisher nur bei den schwersten ihrer nervösen Anvalle gezeigt hatte. Als er sie über die schwelle des matt erleuchteten Schlafzimmers geleitet hatte, drückte er auf die elektrische Klingel. Das Mädchen soll dir beh-lslich sein, dich zu entkleiden," sagte er in freundlich besanjtiqendem Ton , Und ich werd cGerda bitten, ejm Leitchcn bei bic'w bleztzeL." Dagegen aber lehnte sie sich heftig auf. „Nein — nicht sie! — Ich will sie nicht sehen. — ($» soll niemand kommen außer Elise. — Ich brauche keinen Menschen. Mir ist gan.z gut." Sie sp'ach in kurzen, abgehackten Sätzen. Aber als jetzt die Jungser aus der Schwelle erschien, nahm sie sich mit der ganzen Kraft ihres Wittens zusammen. „Sie köirnen mir etwas zur £«nb gehen, Elise! — Bitte, Achim, laß mich mit dem Mädchen allein." „Du wirst mir erlauben, später wieder nach dir zu sehen. Oder kann ich schon jetzt etwas für dich tun? Glaubst du, daß es 5ioeckmäßig fein würde, mit dem Arzt zu telephonieren?" „Nein — nein! Es ist ganz überstüssig. Ich bin jehr müde und werde schlafen." Tie Erfahrung hitle Achim gclch't, daß diese Zustände beängstigender aussahen, als sie es in Wirklichkeit waren, und daß die nervöse Aufregung seiner Frau durch Fragen und Zureden meist nur gesteigert wurde. Darum schien es ihm in der Tat das beste, sie vorerst der Fürsorge der sehr geschickten und zuverlässigen Jung er zu überlasten. Aber er ging nicht in die Bibliothek, sondern in das sogenannte Frühstückszimmer hinüber, wo Gerda eben im Begriff war, den Tisch für den Abendtee herzurichten. „Wir werden auf Signes Gesellschaft verzichten müssen," sagte er. „Sie ist sehr unwohl von ihrem Spaziergang heimgekehrt, und Elise bringt sie eben zu Bett." Gerda wollte sofort zu ihr: doch er bat sie, zunächst davon abzustehen. Er fürchte nicht, baß es etwas Ernstliches fein köirnte, und sie jelbft habe bat Wunsch ausgesprochLL, allein zu bi eiben. Auch Att» Liessen. Beamlenwüntche. Frankfurt a. M., 28. Nov. Heute tagten iWraic zu einer Arbeitsgemeinschaft zu- | L nengetommenen hessischen Beamten £ । Bediensteten, die bei der neuen Desol- l L-eSorbnung in den Gruppen I—VI einrangiert fheten und die sich aus nichtgeprüften mittleren WLekaubeamten, Anitsgchilsen und Justizwacht- Mistxrn rekrutieren. Von der hessischen Rc- ■ring war Fi anzrat Lippert, vom Hessi- Ä । Btamtenbund beffen Vor itzender Lantz- chtsrat Mütter erschienen. Auch die KiLtammcrinitglicbcr Lehier Los und Rech- Mixsral Herbert weilten unter den Versammelten, fe ersier der Resecentcn sprach Sekretär Funk, k 'Itotwendigkeit und Zweck der Arb.'itsgemein- Mst erläuterte, ausgehend von dem Standpunkt, iM die Beamtenscha t nur in Einigkeit und G:- IM'fstnl-eit ihre berechtigten Wünsche und Forde' - fajen erkämpfen könne. Dec zweite Referent, n p zlei-Ass. Eisenhauer, Vorsitzenlec des ^eaubeamtenverbantes, schilderte die Not und Forderungen des Bureaupersonals, bi) bei ber H:1 Regierung stets das Stie k.n) nxiren und an Kiel die jetzige Regierung viel gut c\t machen Ku In keinem Einllang stünde die Bezahlung zu r L iftuiigeit bicier Funktionäre, zeige doch schon El (Eingruppierung der Bureaubeamten in die Ku|»jcit III und IV d.r Desoldungsordming, daß Än zeichnet seien. Er könne ober noch keine rveiteren Tetails über die Verl antzlu'igen geben, d.e noch im Fluße icicn. Wie bic Souderbcrickterstatter der Morgenblättcr aus London melden, nx-r^n die Privatverbanblungen fortgesetzt. Alle Be.il.te, bi? heute vormittag vorliegen, besagen, baß der Versuch gemacht werbe, noch vor dem Tage der Volksabstimmung in Gneckienland zu einer Verständigung in der griechischen und in der Oricntfruge zu kommen. Als Verlmidlungsba is biene bte von Lord Curzon überreichte Note. Graf Slvrza hatte eine lange Unterredung mit Lloyd George und Lord Curzon. Die Rückkehr König Konstantins. Athen, 30. Nov. >WTB.) Der griechische Ztreuzer „Awerosf", ber sich in Konstantinopei'befand, erhielt Befehl, nach dem PiräuS zurückzukehren und sich dort bereit zu halten, natb Bnnbissi zu fahren, um König Konstantin nach der Volksabstimmirng nach Grieck)cnland zurückzubringen. Ter „Awerosf" wird von sämt- lickvn Schiffen der griechischen Flotre begleitet werden. Die KindcchilfSivochr- Berlin, 29. Nov. Tie Blätter berichten ausführlich über die 15 öffentlich en Versammlungen, die gestern in Groß-Berlin als Cinleitmig der K l n b e r h i l s s w o ch e stattgefun- den hoben. Uebcrall wurde von hervorragenden Autoritäten der medizmisckj>en <3t jenfdxift und von ersten Führeni der ftlitbcr'i(id,jewau:ig dos er- schütterndeElend besprochen, dem bie .«ll"der Teutschlands namentlich infolge ber Hungerblockade und des anbauemben F-ehlens an jureidxnöer Nahrung auch nach dem Friedensschluß zum Opfer fallen. Tie Heranwachsende Jugend leidet an Ra- ckü as, Tuberkulo'e und Skrowlo e in ganz erschreckendem Maße. Tic Veriammlir am jchlosten allgemein mit einem f ppen an bte Hilfsbereitschaft des ganzen beutschen Volkes. Die Kapitalverschicbungen GrutzerS. Berlin, 30. Nov. Die Blätter erhallen von einem autorisierten D erriet er bes ehemalige Kronprinzen unb der Kronprinzellin eine Mittetlintg, in der erklärt wirb, baß weder bei Kronprinz noch bie Kronvrinzejsin irgendetwas mit den Kapital Verschiebungen GrußerS zu tun haben. Die Kronprinzessin habe zwar bei der Firma Grußer, Phillypson & Eo. seit dem Frühjahr 1920 ein Konto auf den Namen Frau E. von Mecklenburg, das dm Erlös ans dem Verkauf einiger Edelsteine darstelle. Ter holländische Berkaus fei flb.r uit'cr Beachtung der gesetzlichen Vor- , schriften durchführt worden. Eine Kapitalflucht ; oder Steuerhinterziehung fei niemals in Frage , gekommen. Die Strafanzeige gegen Erzberger. Berlin, 30. Nov. Ten Blättern «usolge hat ber Ob rstaatsanwalt beim Landgerickst 3 die gegen den früheren Retchssinanzminister E r z b e r g e r erstattete Strafan^ige dem Finanzamt in Char- lottenburg übermittelt, das sich nunmehr erneut mit der Ansckw'digung gegen Erz berget beidwftigen nruß. Zunächst werde es die Genehmigung des Reichstags einholen müssen. Bild dem Nmtsverkiindiqilrrflsblatt. ’• Das AmtsverkündigungSblatt ■ft 174 vom 30. November enthält: Beethoven» iMchtnisfeier. — Pslich-avolmenten ber Dam- Rtt Zrittnuf und des Hessischen Rcgierungs- — Dienstantritt des Kreisoeterinärarztes ft Engelmann zu Nidda, — Viehseuchen. — ^«nstnachrichten. — F^ldbetcinigLingen Rein- ' Ar. Hain, Cbcr^Beffingen und Londorf. streiSveterin ärarzt Dr. Engel- :in.n Nidda nnrb am 1. Dezember 1920 feinen 'List nricbcr an treten. e Tie Diaul - und Klauenseuche ist in lebt rtsk> aiiscn II amtlich sestaestellt worden. •Brirb gebt bet ein Sperrbezirk, beste, enb aus ber •snirhing Rab.rtsHausen II. — In Utphe ist M 3cud)e erlvsckxm. jw Tien st nachrichten bes KreiSamtes. IBn i Neubau einer Brücke im Torfe Kirch- Im (Krris Marburg) sind die beiden Wegezüge iM^kttibach—Kirckv rs unb Crumbach—Kirchners k IM Tienstag dm 23. November 1920 ab bis auf i» MVA-M AWW», AlSll.MM'M WWW WMWr»SWWsel»rmWLtze - MleHASt K° <{[lllpr Statt Karten. W Preisausschreiben! setzt als Preise aus: Aerk- M des 9 Das Urteil der Preisrichter wird durch die Presse bekannt gegeben. 12689D K. A. A. 12A88D KT E MMWkMUMU Heinrich^riesIIi R Seltersweg 70 c Telephon 781 II JJlifo Karl Lapp «1MM vernichte» verblüffens Tel. 559 Oachdeckermeister Tel 559 1. Preis 2. Preis 3. Preis Mk. 2500. Mk. 1500. Mk. 1000. Große Auswahl In nlien Preislagen 0 — <6 P ä tu T5 a P In meiner Evczialabtciluna für Tabatwarc« finden Lte eine critHnff. Auewabt Ritter, vreisw. 3i8me». Zigüreklk»». HouiöialioteiL durch den Prior von Maria Laach,, Hammenstaede, aufmerksam und ladet sämtliche kath. Studenten u. Studentinnen, sowie die ganze Kirchengemeinde herzlichst ein-; Thema: Liturgie und Leben. < TucMiai*] 3 BAUER Mjllkestr.22-Fernspr.25f k Qualitätsware 1 zu bllllgan Preisen. KIapier= stimmen und Reparieren in tadelloserAusführung W. 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Die mit Preisen ausgezeichneten und angekauften Entwürfe gehen mit allen Rechten in das Eigentum der Firma über. Die Preisträger verpflichten sich, die Ausführung verlangter kleiner Aenderungen kostenlos vorzunehmen. Die Bewerbungen müssen bis 1. März 1921 eingereicht sein. Jede Einreichung ist mit einem Kennwort und neutralen Umschlag zu versehen und zu senden an die Firma Zigarettenfabrik „Menes“, Wiesbaden.