Ur. 257 Dt( Siebener Lnzeiael erscheint täglich, außer Sonn, und feiertags. Vezu-rpreisr: gjlonatlich ‘IPach 3.60 undMK.-.65Trägerlok>n, Dierteljül)rlid)WarklO8O undMk.I.S5Trngcrloi,n; durch die Post viertel« ahrlich Mark 12.- insjchließiich Lefteiigeld. ^ern|pred)-^ntoläne: ürdieSchrif'leitungI12,- Lrrlag.EeschäftssleSeSI. ü.ilchrift für Drahtnach« ichten Lnzeiger Ziehen. »»ftfcherttonio: ;ran(fiirt a. M. l|Wo Erstes Blatt 170. Zahrgang Montag, V November 1920 General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrkhl'sche Un'.v.-Bnch- und Ztein-rnckerei B. Lange. Schristlenuu-, Leschästrstelle und Druckerei: Schulstratze 7. 2hinQNnn. ,.er Seine zu beseitigev- Deutschland kann vorläufig tun was es will, das Frankreich der Killerand wird ihm stets einen Strick zu drehen wissen. Das zeigt sich jetzt wieder deutsch aus der Behandlung, die die Rede des Reichskanzlers Fchrenbach in der pariser Presse findet. Kein Mensch in Deutschland wäre auf die Idee gekommen, daß öiefc* von rechts bis links für mehr als harm- !os angesehene Rede Fehrenback;S in Frankreich als eine Provokation aufgefaßt werden lönnte. Nichtsdestoweniger geht heute schon wieder eir- Schre ider Entrüstung und der Em- itfrunq über die deutsche Anmaßung durch den iranzösischen Blätterwald. Die „gehässige" Fehde gegen, die farbigen Truppen, der Hin- weisdes Reichskanzlers auf die Notwendigkeit einer allgemeinen Entwaffnung und auf den französischen Militarismus wird in schärfsten Worten gegeißelt und in der gemeinsten Weise zur Hetze gegen Deutschland benutzt. Man fragt sich vergebens, wie es die französische fresse.überhaupt wagen kann, den hundertmal belegten Tatsachen so ins Gesicht zu schlagen, hat etwa die Pariser Regierung von den Ge- valttaten der farbigen Truppen im besetzten Gebiet, die bereits die ganze Kulturwelt zw einem Protest herausgefordert haben, noch nicht gehört? Oder kennt vielleicht Herr Mille- taiw, der sich stets auf den Versailler Friet- densvertrag beruft, wenn es gilt, von Deutschland etwas zu erpressen, die Bestimmungen über die allgemeine Entwaffnung nicht? Will Äris behaupten, daß es in den letzten beiden . ohren auch nur den leisesten Versuch unternommen hat, abzurüsten? Und wer wollte lngnen, daß der französische Militarismus Wf nüber Deutschland Formen angenommen bat, gegen die der früher bekämpfte preußisch« Militarismus das reine Kinderspiel ist? Millerand weiß, daß die Aegenströmun- een gegen seine Politik in der letzten Zeit iinner stärker geworden sind. Genau wie in Noskau, so sucht man jetzt in Paris durch einen ins maßlose gesteigerten Terror jede Regung der Vernunft zu unterdrücken. Die ^rhaudlungen mit England über die Wiedergutmachung, die Art, wie auch hier der schlechte Wille der französischen Regierung in die Erscheinung tritt, bieten ein Feld, iiler das die deutsche Öffentlichkeit mit Recht in höherem Maße erbittert sein könnte als ite französische Presse über die maßvollen 'Insführungen unserer deutschen Staatsmänner. Die WicdergutmachnngSsrage. Paris, 1. Nvv. Der „Matin" schreibt: Tie omzösisch-englischen Verhandlungen über die Diedergutmachungsfrage sind soweit I "®raei(f)rittcn, daß die englische Regierung bald ti der Lage ist, eine endgültige Antwort zu er* eilen. Wahrscheinlich wird diese Antwort morgen itr übermorgen in Paris überreicht werden. Wählend dieser Verhandlungen finb die beiden Länder Innig, daß die technische Konferenz sobald pe möglich stattfinden muß, und daß eine Kon- erenz der Finanzminister und Regierungsdele- ] «Honen, die in Genf tagen wird, darauf folgt. TedeutschenTelegierten sollen auf dieser Inferenz als beratende Mitglieder gehört werden. Ter. englische Standpunkt ist nunmehr der, daß Oberste Rat in der ganzen Frage das letzte Sott haben soll, während die französische Ansicht ^in geht, daß die Wiedergutmachungskommission | dient dazu berechtigt sei. Mtielenropäische wlrtschaftrkonferenz' Berlin, 30. Ott. (WTB.) Ueber die mittet* lnvopäische Wirtschastskonievenz wird der „Voss. ß‘9" unbedingt zuverlässig ans Wien gemeldet, «ß in Washington heute besaimtge^e^ nxttc Wiedergutmachungsausschuß in Paris werde *n feinem Unterausschuß in Wien ein Vorichlag Jtterbreitet wewen, als eine Art Fortsetzung *r Brüsseler Fi nanz kon feren z etnr Lirtschaftskonferenz des gesamten mittel’ kvvpäisclien Staatenblocks einMbemfen. Tie An ^ung gehe besonders von den Vereinigten Staa* * und England aus. An dieser Konferenz 1 outen ^utschland, Deutsch-Oesterreich, die Tsckgeck» fo «rui, Südslawien, Polen und Ungarn, vielleicht Rumänien und Bulgarien teilnehmen. Auw Teilnahme Italiens und BÄgiens sei sicher. tte Stillegung deutscher Lustschiffatzr. obgewehrt! S..?erlin, 30. Okt. (Wolff.) Die Gefahr der L^Uegung des deutschm Luftverkehrs «r w-e wir hören, abgewendet. Nach Aul- . "mrng verschiedener Mißverständnisse zog die interalliierte LuItschisfahrtSkontroll-Kvmmis'ion das über verschiedme große deu sche Lustverkehrs- iirmen verhängte Verbot der AuZfülirung ioeitener Flüge in Deu.sch!and zurück. Ferner erklärte sie sich bereit, die in Wien und Königsberg beschlagnahmten deutschen Flugzeuge freizugeben. Auch dagegen, da» mit rein zivilen Lustlahrzeugen weitere Flüge ins Aurtand auägefüljrt worden, erbebt sie keine Einwendungen. Aufrechterhalten bleibt nur das Verbot von Auslandsslügen für diejenigen Flugzeuge, die früher Militärslugvuge waren und deren VnwendunA für den zivilen Luftverkehr die Kontrollkommission aus Entgegen* kommen gestattete: für beit InIandSoerkehr können auch Diele Flugzeuge im gehindert weiter benutzt Norden. Das Richsluf^amt wird ter Forderung der Kontrollkommission entsprechend den AuSlands- verfehr der ob.it bezeichne c.1 srül>eren Militär- Luftfahrzeu '.e untcrrog'n. Es hat (ich bayu bereit * gefunden, um weitere Schäden von der deutschen Fugzeugiudnstrie und dem deutschen FlugverkrhrS- wefen abzuwenden. Die Ablieferung von Milchkühen. Berlin, 31. Okt. Verschiedene Blätter lassen sich htdben, daß die an Deutschland gestellte Forderung auf Ablieferung von 810 GOO Milchkühen auf hie Hälf.e ermäßigt werden solle. Eine Reise GiolittiS nach England? Rom, 31. Ott. (WTB.) „Giornale d'Jtalia" will ans zuverlässiger Quelle erfahren habm. daß Giolitti sich ;n der zwnteu Hälfte des November ober, wenn die Tagimg des Parlament? ihn daran hindern sollte, Anfang Dezember nach London begibt. Sozialistenkongreß in Brüssel. Brüssel, 1. Nov. (WTB) Der Svtzia- listenkongreß wurde gestern vvrlni tag eröffnet. Nach Annahme einer GlücLvunscktzüwesfe an die eng i chen Bwgvch i er nahm inSbeivn.de e täe Frage teS Eintritts in die dritte: Jitternattvi'ale und die Teilnahme am Ministerium das grvßte Interesse in Anspruch. Der Partei'ekratär und der Minister van der Velde brachten etne Tagesordnung ein. mit der .Feststellung,, daß die 21 Moskauer Bcknngnnq>'n nicht nur eine Spaltung des Proletariats, sondern auch eine Verneinung der grundlegtirden Gesetze des Sozialismus darstellen, wie sie von rnrernationalen Kongressen ausgestellt worden sind. Brüssel, 31. Ott. (WB.) Ter Deisten- ldngveß befaßte sich heute vormittag mit dec Jnter- natioi'ale. T«§ Sekretariat des Brüsse er Verbandes reichte eine Tagesordnung ein, der zufolge der ftongreß nicht den Beitritt zur 3. Internationale befürworten, aber den Austritt aus der 2. Jnter- ratiouale besck-ließen soll. Der Svzw.si^e ckongretz bat mit großer Medrh it die Tagesordnung te3 Brüsseler Verbandes recnwrfet und feinV e rblet- ben tn der 2. Inte r na tionale beschloßen. Beniselos über die Lage in Griechenland. Athen, 30. Ott. (W-oltt) In der Sitzung der Kammer, in der Admival Condouritts zum Regenten gewählt wutt>e, hielt Beniselos folgende Ansprache: „Ich teile 3fr im mit ti-fein Sd;m*Tje len Dod be? Köriigs Tranier mit. Unb-r fefrviertgen Be Muni fr i aus len Tl.r.m gestiegen, verstand er es dach, seine schwierige Rolle, die er zu spiefrn hatte, durck)»ufVwen, und er hat den vorH-ffbriebenen We,r ebne Er lüdung verfolgt. Könbg Mxonder folgte dem Besspiele seines Großraters, er uxurbe ein toefrer volkstümlicher König und füllte seinen sckstvierigen Posten loyal und aufrichtig aus. Nach der B.wvffsung nn;b Prinz Paul König von ©ntrixiilarti), aber seine Abwesenheit macht die Warl eines Regenten erfordersich, umsomehr, a 5 ei -unäcktst un- bestveirbar anerkannt sein muß, dafi Prinz Paul allein der legitime Nack>solger KÄ'.ig Alomid-rrs ist, bevor der Thron dem königlichen xxur'c ilCer* tragen wird. Gr echenland brauckü Friede im Jii- ranen, um sich de. Ausgabe ter Rvo ganilatian und der Festigung seiner nat27na[en Bew.rbungen widmen zu können. Zu diesem 3iue5c ist es unbedingt erforderlich, daß ÄXniftantüi seine Intrigen einiteftt, und daß er nicht mehr in bem Prinzen Paul einen Platzhalter sieht, besten Aar gatv es ist, ihm den Rückweg aus den Thron zu erleichtern." Luzern, 31. Ott !Wolfs.) Die Schlreneniche Tedesck,>eii--AFeiitur e-hält von Herrn Streit, bem ehemaligen Mvtister des Königs Konstantin die Mitteilung, daß die griechische Regierung durch ihren GesMid-ten in Bern ge fern b.-rm Prinzen Paul w.-gen ter Thvanfvgffrage einen mündliclen Sch i t uniemomme.i Ixifr, roc* uns 'der Prinz erwidert habe, datz er bei etani> yunft der griechischen Regierung nicht teile, datz er nach der Verlas jung berufen i ei. dm Thvon zu lx-sEigen. Ter gcn'vlch'che Thra.i qeT»re vrelwebr emem Vater unb Koanprinz :et lern äl ear Bruder Georg, die beide niemals aur 'tne tyi en -ustehenden Reck, e rerzichtet unb nur geziuw gen ihr Vaterland verlaffvi bäten. K-stnig Ä'.x>ftantui nxKtde Die Rückkehr nach ^rieffe’ilan? rtxgfiib von ix-r freien Willeusäußerung des g-tedx>*i«3t VxkeS .uchängig und er selbst wurde nur dann die Krone arrnefrnen können, wenn das grischksckie CXt |M) unzweideutig v7 und den Kronprinzen Georg von der Thronfolge auSsck)liebe. Der neue österreichische R«tionatr«t. Dien, 31. Ott. (WTB.) Nach den vorläu- sig-n Berechnungen der Hon-Mwahlbehördc werden ün^vdien Ermutesiuigsverfahren Die auf die Rest- stimmen ent'allenden 15 Mandate in fblcen* der Weise verteilt: Großdeutsche Partei 7, Soza demok.aten 4, Christlichsoziale 3, deu^schöster- reichiiche Bauernpartei 1. Der neue, 175 A b* Jeordnete zählende Nationalrat hat wmit folgende Zusammensetzimg: Sozialdemo- k a:en 66, Christ ich oziale 82, Großdeutsä^ VollS- kxirtei 22, Bauernpartei 4 und Bürgerlick>e Arbeiterpartei 1. Rußland und Polen. • Warschau. 31. Oft. (WTB.) Der Minister für auswär ige Ang?lrgenh iten, Sa pieha, xvdy tetc an Tschits che rin in Moskau und Ka- kvlvSki in Charkow naclrstelseudes Telegramm: Der p»lnische Laardfag ratisizie te einstimmig den Vvr- frie en* und den SBaiicni illslondsver rag. Ich heg? das v-olle Denvouen, daß sich die Friedens- und Wohlfahrtspcriode in den wieder versölmten Staaten öffnet und daß unsere fttedlichen Länder sich Dem Werke der wirtschaftlichen Wiederauffickrtung zum Wohle ter gj”aim en Menschheit wv der widmen können. Unser Delegierter und Ueberbrtiigrr der Ratifikationsurkunden wird am 1. Novcrnl»er in Li bau ernt reffen. Wir schlag«! den Austausch der Urkunden am 2. November vor Das bedrohte Indien. Haa«, 31. Ott. (Wolff.) Der „NieuweCourant" meldet au<3 London: Berichte aus Simla besagen, daß in den Bezirken Amritsar, Lahore und Shaikspurah der uneingeschrmitte Delageningszustand erttärt worden ist. Arbeiter- versammlnnoen sind nur mit besonderer Erlaubnis gestattet. Die ganzen Maßnahmen sind wegen X>el gemeinschaft zur Lö'ung ter algemeinen Fragen wi'imrken Eine svlckw Kommis ion übernimmt den Verkehr nri den Bereinigten Sbio en. Dr. Li ber 'Neuynck' Hal das EmrerstL-dnis der awv- rikanischon Ts-reunbc des Deutschtums mit die er Vereinhff lichung durch einm Beitrag o-m 50000 Mark für tie Ge'chäffSführung der Notgemein- sckxlft bei Gelegenheit der Mckgliederversammlung zum Ausdruck gebracht. Der Oxforder Brief Amsterdam, 31. Ott. (Wolff.) In einem Brief an di? „TimeS" verwirft der Vizekanzler b?r Universität O r ford das öffentliche Schveibm von Oxforder Professoren an die deutschen Gelehrten. Er erttärt, daß die Universität Oxford in feiner Weise dafür verantwortlich sei, ober überhaupt etwas mit dem Schreiben zu hm habe: die betreffenden Profffsoren hätten ein R'cht, nomenS der Unioer'ität Oxford zu sprechen, weder besessen, noch auch für sich in Anspruch genommen. Der angebliche Mordversuch an einem Reich5wrhrso'doten. München, 30. Ott. (Wolff.) Tie Polizeidirektion teilt zu dem angeblichen Mordversuch an dem Reichswelrrsoldaten D e b n e r folgendes mit: Arn 29. Oktvbw, 7 llhr a meldete sich bei der Polizeidirektion em 24jährigev Student von hier mit dem S5erlangen, zu dem Voffall, dessen ausführliche Darste.lung er soeben in Der „Münchener Post" gelesen habe. Genaues berichten zu Dürfen. Gr stelle s i ch der Polizei nach jeder Richtung zur Verfügung. Nach seiner Angabe war es ihm und ein paar Kameraden nur darum zu tun, ein Wafsenlager, dessen Umfang ihm gar nicht, bekannt war und da- Debner um 3000 Mark an sie verraten wollte, kennen zu lernen. Die Besichtigung sollte am 20. Oktober abends stattfinden. Gr und ein weiterer Kamerad hätten die Fahrt mit dem ihnen bis bah in ganz unbekannten Dehner an- getreten. Debner hatte die Führung, ba ben beiden anderen der Ort des Lagers nicht genau mitgeteilt worden war. Debner erhöhte während der Führung seine Ansprüche auf 'Belohnung unter der Androhung, er könne bei der U S P D. für bem Waffenverrat noch mehr Gelb bekommen, derart, daß sie beide in plötzlicher großer Grregung über sein Verhalten ihn sofort ordentlich verprügelten. Hierbei wurde ein Debner gehörender Stock benutzt. Die sämtlichen Angaben DebnerS übeti mitgebrachte Totschläger, Stricke usw. seien erlogen. Im Lause des Abends konnte auch der zweite Student, der wegen einer schweren Armverletzung zu Bett lag, zur Polizeibirettion gebracht werden. Seine Afußerungen deckten sich mit denjenigen seines Begleiters in jeder Hinsicht. Das Verhör wird fortgesetzt. München, 30. Okt. (Wolff) Der Versa s s u n g sa u s s ch u ß des Landtags beschäftigte sich heute mit dem Fall Debner. Am Donnerstag bitte der Abg. Garei S /USP.) im Staatshiusholtsausschuß mitgeteilt, daß er den übelberüchtigten Reickslvehffoldaten Debner dem Zugreisen der Polizei dadurch entzogen habe, daß er ihm im Landtag Unterschlupf gab und über Nacht dort beließ. In der brütigen Sitzung brachte der Abg Brosius (Mittelpartei) einen dringlichen Antrag ein, und sagte, daß ans feiner Bestimmung der Versassungsurkunde Bayerns der Schluß gezogen werden könne, daß Abgeordneten das Recht zustehe, Nichtabgeordneten ein Asyl im Landtagsgebäude zu gewähren, um sie gegen ein polizeiliches ober richterliches Gingrttfen zu schützen. Von den Rednern aller bürgerlichen Parteien wurde es als eine ungeheuerliche Zumutung, ja als eine Beleidigung des Landtages bezeichnet, den Abgeordneten zuzumuten, mit Leuten wie Debner unter einem Dache zu sein. Staatssettetär Schweyer erklärte, der Landtag sei keine Freistätte für Leute, Die polizeilich gesucht werden. Hätte die Polizei gewußt, daß Debner sich im Landtage befand, so hätte sie Ferne Bedenken gehabt, ihn festzunehmen. Debner wurde in der Zwischenzeit, nachdem ihn der Untersuchungsrichter vernommen hatte, von Gareis wieder in Sicherheit gebracht. Mit allen Stimmen gegen die Stimmen der U. S. P. D. wurde der Antrag angenommen. Aur dein Neicbe^ Die Verfassung Preußens. Berlin. 30. Okt. (WTB.) Die preußische Landesversammlung setzte die zweite Lesung de§ preußischen Verfassungsentwurfes fort und nahm den grundlegenden Paragraphen über die Schaffung eines Staatsrates gegen die Stimmen der Unabhängigen Sozialisten und Kommunisten an. Darauf vertagte sich das Haus auf den 4. November. NoSke Qberpräsihent der Provinz Hannover. Berlin, 30. Ott. (WTB.) Der „Staatsanz/' veröffentlicht die endgültige Gmeratung Noskes zum Oberpräsidenten der Provinz Hannover. Ein Arbeitsdienstjahr. Berlin, 30. Okt. (Wolff.) Wie das „Acht Uhr-Abendblatt" erfährt, wird ein Gesetzentwurf über die Einführung eines Ar- beitsdienstjahres k-e eits nu^gearbeitet. Es sollen dabei zwei Momente hervorgehoben werden: Die erzieherisch und sozial gewonnenen Arbeitskräfte sollen für Arbeiten ausgenutzt werden, die nicht kapitalistischen Interessen, sondern der Allgemeinheit dienen. Auch weibliche Arbeitskräfte sollen zur Verwertung, besonders im Dienste der KrankheitS- pffege und anderer, besonders sozialer Einrichtungen herangezogen weroen. Eine Partei für ReformsozialiSmus. Berlin, 31. Okt. Im Westen von Groß-Berlin hat sich eine neue Partei für Reformsozialismus unter Führung oes ffüheren „Vorwärts"-Re^akieurs Unger und des Milmersdorfer Sozialdemokrat ten Kopsck gebildet. Sie erklärt, daß der marxistische Sozialismus abgewirtschaftet habe und tot sei. Reichstagung des NationalverbandcS der deutschen Gewerkschaften. Berlin, 31. Ott. ^WTB.) Der Nationalverband deutscher Ge wer kscha f ten, trat frute zu feiner ersten Reichstagung zusammen. Nach der Begrüßungsanivrach. deö, Vorsi.?e!i- den Ge is le r sprach Der ehema ne Vorsitzeide Der den schen FriedensDelezatioii in Be.sai e-, Fniherr v. Lersner, über Da3 Thnna „Bcr cnl.es". Er führte aus, der Vertrag von Verailies beocute nach ten Worten Clemenceaus die Forttetzungl des Krieges mit anderen Mitteln. Dn Vertrag frr auch ter innere Grund fast allrn Uebels n j)eutta>* ümD. Man müsse ferne Revision anftrvben, Illis Dessen. Wne sozialdemokmtistße Anfrag« Wer die Gründung de§ „versuchen Schutz- und Wirt- schnftstzundes". rm. 'S) ar m ft ab t, 31. Oft. Gegen die Cr« gef cf) bat her Abg. Kaul eine dringende Anfrage der 58o(fsfammer cinqereid)\ in der er unterSctug» ■nnfmte auf die Veröff-entlichnngen der Organisation Esch^rich in hessischen Blättern und die Tatsache irr Gründung des .Hessischen Schutz- und Wirtschaftsbundes im Zusammen bang mit den bekmintgcwordenen ,.Stahlhelm- und Escherich- Orgcrnsiationen" in Breslau und Chemnitz erklärt, daß diele Organisationen gesetz- und verfassungswidrig sind und anfragt, ob diese Tatsachen der Regierung bekannt seien, ob sie Maßnahmen dagegen aefroffen und Mas sie ,iu tim gedenke, um die Entfesselung des Bürgerkrieges durch die Orgesch in Hessen zu verhüten? Ans Statt ttttb Land. Gießen, den 1. Noo. 1920. ,.Die Verwendung der alten Klinik". Die Mte Klinik bat durch die Benutzung al? Lazarett in den letzten fünf ^fahren im Innern ganz erheblich gelitten. Die Stadtverwaltung ist desbach an den Reichsstsftrs mit Entschädianngs- amHrüchen bcranaetreten und war schließlich ge- tomm^en, Klane zu crbebm. weil die Erledigung der Ana^eaenheit vom Reich immer mehr her» Uniert imrrde. Ju letzter Zeit fandm nnm Der- qleich° v°rbandlungen statt mit dem Ergebnis, daß die Smdt nne Entschädigungssumme von 135 000 Ma^k erhält, die sie beliebig, ohne Nach- weisverpflichwna, verwenden kann. Nach dieser Einigung konnten inzwischen die Herstellungs- arbeihnt begonnen werden, die bald beendet sstn dürften. Auch die künftige Berwenduina der Alten Klinik ist inzwischen geregelt worden. Die Varterreräume in dem ^Fffiarl nach der Frankfurter Straße erhalt die von Friedberg nach Gießen verlegte T e l e- Krapben-Inspektion. In die Parterreräume des entgegengesetzten Flügels, nach dem Liebia-<§aboratorium wird die an die Universität heu an gegliederte Abteilung für Seibe5- !ubunaen ein ziehen Der erste Stock wird vom Rei chsverforgungsamt benirtzt we"de»,U!nd der 2 Stock ist dem Finanzamt überlassen worden. Dw Kommunalverband, dessen Auf- gabmkreis sich beknnwsich immer mehr verkleinert, erhält eine Anzahl Räume im Anbau. Diese Re^esim« letzt hoffentlich hinter die jabre- tfanrv inrb unfruchtbare AuS'prache um die Alte Klinik endgültig einen Schlußpunkt. Der Geisterspuk in Gießen. Zu dem Bericht in unserer Samstag- Nummer über den Vortrag „Gibt es eine Geisterwelt?" schreibt uns der Vorsitzende der „Burg" folgende „Berichtigung": „In dem Bericht über den am Freitag, den 29. Oktober 1920 im Einhorn statt gefundenen Dortrag ist rein sachlich zu erwähnen, daß unter anderem die vom Vortragenden zu dem föaupt» th?ma derangezvgenen authentischen Gelehrten, wie Prof. Baraduc und Richel. nicht wie der Berichterstatter meint, alte —, sondern ganz und teilweise nrch lebende Gelehrte sind. Wie bei diesem 'Fellm-isf, wäre auch in der übrigen Beurteilung! des Vortrags zu erwarten gewesen, daß die Be- spreckmng sachlich gehalten wäre, und nicht tote die übrigen Teile von ziemlicher Unkenntnis der Materie zeugte. Wir bemerken zur Airfklärung, das' der Bund „die Burg" eine Organisation ist die über ganz Deutschland verbreitet, bis jetzt rimb 25 000 Mitglieder und ihren Hmivtsitz in Griesstätt am Inn hat. während sich in Gießen nur eine Ortsgruvre befindet. Di" hiesige Ortsgruppe wird nicht, wie irrtümlich berichtet, von Herrn Bartz geleitet, derselbe hgt mit der Ortsgrupve nichts direktes zu tim. Es t ift ferner nicht richtig, daß sich der Bund lediglich mit Errichtung spiritistischer Zirkel beraftt. Das Leitmotiv desselben ift: Erkenne die Dinge, lerf-imc die Menschen, erkenne dicht selbst und bu stehst über dem Leben! — Der Bund har sich Mi seinem Ziele gesetzt: seine Mitglieder praktische Menschenkenntnis, Selbsterkenntnis und Erkenntnis der Dinge zu lehren: durch aufklärende Lehrbriefe und Anwüsimgen im Bundesorgan über wissenschaftliche Astrologie, über Htzpnoti.smus, Magnetismus. Spiritismus, Delopitlne (Hell- und !Fernseh"N!, Wünsche!rutenw-sm. Fakiri-rmus Fetischismus, Totemismus, Grapholoche. Pstzchologie. Physiognomie, PhneTrologie, Chirolvgie usto. usw. überhaupt über alle heute noch ungeklärten und okkultm Fragen und durch Ei-Vwimentalvorträge im Rahmen der Ortsgruppen. Uebrigens ist Herr Da"n Ausispiritist, kommt also für die Leitung spiritistischer Zirkel nicht in Frage." Es ist schwer, bei diesem Erguß einer neuen Aufklärungsbewegung noch ernst zu bleiben, zumal wir in einer Universitätsstadt leben! Die berichtigende Bemerkung über die „alten" Gelehrten verdreht ganz und gar Sinn und Folge der Sätze unseres Berichterstatters. Wenn wir in die Geheimnisse der „Burg" auch noch nicht so tief eingedrungen sind, wie deren eigene Gralshüter, so können wir doch aus dem bisher Gehörten und Gelesenen wohl mit vollster Berechtigung das Wort Mephistos gebrauchen, das in der Derenküche fällt: „Genug, genug, v treffliche Sibylle!" Das von den Erforschern der Gcisterwelt au gedeutete Reich von Astrologie, Hypnotismus, Magnetismus usw. ist so groß, daß von der Selbsterkenntnis, die in' dem famosen Motto eine Hauptrolle spielt, kaum noch was Vernünftiges übrig bleiben kann, und daß wir mit Fausten sägen müssen: „Nein, sage mir, was soll daS werden?" Wir empfehlen unseren Lesern zur weiteren Kritik der „Burg" nur noch die Lektüre der Hexenküche. Das Ende des Wunderdoktors. fd. Frankfurt a. M., 31. Oft. Karl Waß- mermann acht dem andern die Türklinke in die Hand Da wird hypnotisiert, suggeriert, aetveiSsagt und die wunderlichsten Dinge der Mit und Nachwelt überliefert, die Hauptsache ist aber, man itreicht von den dummen Leuten einen gcrntz gehörigen Batzen Geld ein, um dann zu verschwinden. * * ’ Die Kälte. In Gießen sank das Thermometer in dreier Nacht auf — 6,5 Grad, in der vergangenen Nacht aut 6,2 Grad. nie. Frankfurt a. M, 31. Oft. In der Nacht vom Samstag auf Sonntag wurden in der Mainebene sechs Grad Kälte gemessen, während man vom großen Feldberg im Taunus gar acht Grad unter Null meldete. Durch die ungewöhn-- liche Kälteperiode rourbc auf den Feldern, wo noch lange nicht alle Früchte geerntet sind, mancherlei Schaden angericktzet, während die Gärtner große Einbußen an empfindlichen Pflanzen erlitten, die noch sticht in den Treibhäusern untergebracht waren. Veranstaltungen, Montag: H-tel Schütz. 8 Uhr, offen!lidter iBortrag des Natur heilVereins für die erwachsene weiblich^ Jugend. — Hotel Einhorn 8 Uhr. Vortrag : „An der Schwelle des Uebersiunstchen". — Gafe Leib, 8 Uhr, Konzert und Vorstellung der Medick-Meidinger. — Lichtspieltheater wie gestern. * Vo'I oe' Bo lkshoschule wird uns geschrieben: Im Stundenplan des Semesters find einige Aenderungen und Ergänzungen eingetreten: Die Arbeitsgemeinschaft: „Das Ornament in Kun st und K u n st g e w e r b e" findet Montags von 7—9 Uhr in der Ober-Realschule statt. —Die „Einführung in d i e Musik" wird im Singsaal der Höheren Mädchenschule gehalten. Tag: Mittwoch. Beginn: 7 Uhr pünktlich. — Die Arbeitsgemeinschaft „D e r elektrische Stro m"ist auf Donnerstag, 8—10 Uhr, verschoben worden. Sie findet im Realgymnasium statt. — Die Arbeitsgemeinschaft „Albrecht Dürer" wird doppelt gehalten, außer Dienstags auch Mittwochs. Beginn des Mittwochkurses am 3. November, 8 Uhr. — Ein Stundenplan der Elementarkurse ist im Anzeigenteil des heutigen Blattes zu finden. ** 3um Gedächtnis der gefallenen Angehörigen der Universität veranstaltet der Bund zur Pflege von Musik uni) Literatur den ersten Abend von seinen drei künstlerischen Vorstellungen, die er im Auftrage des Allgemeinen Studentenausschusses zugunsten 'Der Denkmalspende der Universität im Lauft des Winters gibt. Wie es zu hoffen und auch zu wünschen war, ist die Nachfrage nach Karten sehr rege. Denn nur allseitige Beteiligung und Teilnahme an den drei Veranstaltungen, deren Eintrittspreise in mäßigen Grenzen gehalten sind, um sie weiten Kreisen unserer Stadt zugängig zu machen, kann zu dem erwünschten Erfolge führen. Darum wendet sich der Bund nochmals an alle die, denen es am Herzen liegt, für unsere toten Delden von der Universität ein bleibendes Denkmal zu errichten, ihr Scherflein beizutragen durch den "Besuch der Konzert- und Vortragsabende. — Der Bund weist nochmals die Abonnenten darauf hin, daß heute Montag) die vorbestellten Kurten abgeholt werden müssen, andernfalls sic nod) am Dienstag offen weiterverkauft werden. ** Gemilderte Beschränkung der G st ter w a ge n ben utznn g. Die Verwendung der inländischen wie der ausländischen Güterwagen ist durch die politischen Verhältnisse sehr beengt. Beutewagen, elsaß-lothringische Wagen und deutsch: Wagen, die zur Uebergabe an die ÄUente bestimmt waren, aber nicht übernommen sind und noch VorführungSaiischriften "tragen, dürfen nach d:n besetzten Gebieten und darüber hinaus nach Elsaß- Lothringen, Frankreich, Belgien, Polen und dem übrigen Ausland, sowie nach dem Bezirk Königs- berg nicht verladen werden, liegen dieses Verbot wird noch dauernd verstoßen. Offene Wagen mit Kunze-Knorr-Bremse oder Bremsleitung und groß räumig bedeckte Wagen dürfen weder leer noch beloben nach Litauen übergehen. Eine gewisse Erleichterung ist in dieser Beziehung jetzt insofern etiUfCireten, als das Verbot über die Verwendung dieser Wagen nach Polen, dem Freistaat Danzig und durch Polen nach Ostpreußen aufgehoben werden fointfc. Mit Ausnahme von Litauen können die Wagen im Osten ohne Einschränkung verwendet werden. Auch die Benutzung von Dwppel- und mehrbödigeu Viehwagen mit Leitung durch ^Tn-l'cfcn Korridor ist ebenfalls frstgegeben. Endlich ist der Verkehr von und nach Ungarn in tollem Umfange wieder ausgenommen. Die Wagen- unterliegt keinen Einschränkungen mehr. Neue Flugpost Verbindung. Vom 1. November ab wird ein täglicher Flug- postotenst Bremen — Mün st er — Gel- rC 11r<$ cn von der Sablatnig-Flugzeug- ban-G.m.b.H., Berlin,, mit Anschluß an die Flugpost Berlin—Bremen bergestellt. Flugplan ab Bremen 1.30 (aus Berlin ob 9. 30), ab Münster 3.15, an Gelsenkirchen 3.45, zurück ab Gelsenkirchen 9.15, ab Münster 10 00 an Bremen 11.30 (in Berlin 3.30). ... ebstahl. Vergangenen Sonntag ist ein Lorbeerbaum mit einem Holzkübel von der Nähe des Selterstorhäuschens abhanden gekommen. Er steht zweifellos in einem Geholt oder Garten. Mitteilung an die Kriminal-Abteilung erbeten. ** F » hrraddiebft « hle. Am 18. 10 SO to«iD5 gegen IO Uhr wurde hier aus dem Hofe de^ GewerktchaftShauseS ein markenlofes Fahrrad entwendet. ES hat schwarzen Nahmenbau, vor- flcbante Lenkstange, die Nabe des Vo^c-radeS hat vier freie Speichenlöcher, die beiden Mäntel sind vulkanisiert. — Am 21. 10. 1920, nachmittags gegen 3 Uhr, wurde hier aus dem Hofe der Ma- fchinengewehrkaserne ein Fahrrad, Marke „Goliath", Feld-Nr. 103 843, entweichet. Es hat neue Dercifuiig, am Sattel befindet sich der Namen „Darliirg". MS Täter kommt ein junger Mensch von etwa 20 Jahren, vollem Gesicht, bekleidet mit braunem Anzug, der thit dem Fahrrad nach der Stadt fuhr, in Betracht. Vor Ankauf wird gewarnt. Sachdienlichen Mitteilungen sieht die Kriminalabteilung entgegen. ** Die ft ä b t. Obst- und Gemüse- stelle des Lebensmittelamtes in den Marktlauben ist vom 1. November ab aufgehoben. ** Das Fest her goldenen Hochzeit begehen am 5. Nov. Rentner Johannes Mckel und fern? Ehefrau. 'Herr Nickel ist in weiten Stteiien Ob rr Hessens bekannt, denn er betrieb große Ba- sattbrüch: in Rainvod, Ober-Wchdershenn und Treihauftn. ** Der Verb and der weiblichen Handels- und Bu re a.uange stellten veranstaltet morgen abciü) 71/« Uhr im Hause des Kaufmanns sckten Vereins einen Vertrag von Frl. Toni Penck au5 Franifurt über Zwecke und Ziele der Frauenorgantzairon. Siehe Anzeige. Landkreis Gießen. G r o ß e n - B u s e ck, 1. Nov. Der Poft- fdxiffner Wilhelm M oo tz II. von hier begeht, heute Montag sein Lbjährigxs Drenstjubilüum. Er hat bei Sturm und Wetter 25 Jahre lang die Post 'von Großen-Buseck nach Beuern, Oppenrod und BurkhmLSselden getragen. Er hat währeich dieser Zeil in manches Haus Freud und Lech hineintraoen müssen. _L N ie dc r -- Bessi n ge n, 29. Oft. Der letzte hiesige Kriegsgefangene Wilhelm Keil ist aus Sibirien heim gekehrt, wo er seit 1916 weilte. Kreis Lauterbach. — Schlitz, 29. Oft. Im nahen Sandlofs ift als Letzter aus russisch-sibirischer Gefangeiischaft Kaspar Becker zurückgekehrt, nachdem er 5Jahre da' Los der Gefangenschaft getragen, die er zum Teil in den Lagern Llomsk und Irkutsk zw, gebracht. Eine Zeitlang mußte er auch in der Armee Koltschak gegen die Bolschewisten kämpsen. Kreis Friedberg. i l Friedberg, 28. Oft. Mit Dankbarkert muß man -anerkennen, roie unsere deutschen Brüder im Auslände, besonders in Amerika bemüht sind, di? in Deutschland durch den ft'rteg hervwgevuftne N.ck'age zu mildern. Abgesehen von ungezählten Fällen privater Fürsorg? sind es besonders mich die dortigen Wohltätigkeitstererne, bi? in dieser Beziehung großzügig Vorgehen. So ftmnten wir vor einiger Zeit schon darüber berichten, daß der „Hess.-Darm st. Boll'ssestderein" in Neuyv-rL durch eir.cn geborenen Friekiberger, W. Strauß, etne Gab? von 10 0 0 0 M k. zur Linderung der SVriegS- nvt hierher üb-er'wieftn hat und heute bereits sind wir in b:r Lage, von einer weiteren, ebenso hocl>- lie.zlgeu Gabe zu berichten. Jean Kipv, Groß- kauf mann in Buenos Aives, ein geborener Ock- ftäbter, hat dem 'hiesigen Bürgermeister Dr. S-el-d, einem Schukramer^den von ihm, ebenfalls dre Summe von 10 00 0 M k. zur Unterstützung von Krii-gsbeschädigten übertrneen. r। Pohl-Göns, 1. N>ov. Zu einer hiesigen Lehveifaniilie kam eine feingdlei.ete „Dame", der es unter allen möglichen Angaben und unter Berufung auf bekannte Leute gelang, sich 300 Mk. als Darlehen zu ersch.ninbeln, damit sie am Orte aufgekauste Wolle bezahlen könne. Glücklich?rweift konnte der Schwindel wxh tedytyituj ausgedeckt und die Per on in Kirch-Göns ftstgenivmrnen werden, von ’nx> sie der Gendcrrnt'rie zaigeführt 'wurde. Starkenburg und Nheinbessen. rm. D a r m st ad t, 1. Nov. Die Maul- u n d K l a u e n s e u ch e, die in der Umgebung Darmstadts so ziemlich erloschen war, ist seit einigen Tagen wieder in Pfungstadt und in mehreren Orten des Gecsprenztales erneut ausgebrochen. Hessen-Nasiau. Die Riesenunftrschieffe auf dem Frankfurter Bahnhof. fd. Frankfurt a. M., 29. Oft. Durch die Erschießung des berüchtigten Einbrechers Starke ^rus Erfurt bei einem Angriff auf Kriminalbeamte sind Ermittelungen nötig geworden, die gleichzeitig zur vollständigen Aufklärung der Millionendieb st ähle auf bem Frankfurter Hauptgüterbahnhof führten. Starke hatte verschiedene Bräute darunter, eine Luise (Gerhard, die bei ihrer Schwester, einer Frau Büßler, Ottostraße 11, wohnte. Dort hob man die gesamte Fläscher- und Diebesbande aus, und dort fand man auch hinter einem Kamin die gefälschten Frachtbriefstempel .Man hat bis jetzt für etwa l'/r Millionen Mark Waren wieder zur Stelle geschafft, dock) fehlen noch gestohlene Güter für einen roeit höheren Betrag. Auch sämtliche Hehler sind ermittelt und verhaftet: ein Teil von ihnen, der geständig ist, würbe gegen hohe Kaution wieder aus der Haft entlassen. An dem Kauf der gestohlenen Häute ist eine hiesige Großfirma im Betrag von einer halben Million beteiligt. Starke hatte seine verschiedenen Bräute mit kostbaren Geschenken an Pelzen und Schmucksachen geradezu überschüttet. Eine Kundgebung für Oberschlesien. ■mc. Fran kfurt a. M., 31. Oft. In einer machtvollen Kundgebung im Schauspielhause pvo- tesckerten heute mirmittag alle Frankfurter politischen Parteüm, mit Ausnahme der Unabhängigen imd fl'ormmrmflen, unter Beteiligung bet Stadtverwaltung gegen die bdrivcbe Willkürherrschaft in Oberschlesien. ObersMesien müsse, wie die Redner, der Stcrdtrat Dr. Langer und Dürger- nieistcr Gräf, ausführteu, deutsch bleiben in alle Ewigkeit, wenn nicht daS Mutterland schlveren wirtschaftlichen und ideellen Schaden erleiden solle Alle Parteien, alle Deutsche, ob Mann ober Frau müßten einig zusammenstehcn, daß bei Cer kommenden Abliinimimg der Sieg für Deutschland errungen 'wrnt-e, dann werde sich auch Oberschle'ien unter der gewährten Auton-vmie nach seinen Bedürfnissen zum Segen für Deutschland entwickeln können. ' V»m Lbfervatsrium zum Wirtshaus. sd. Frankfurt a. M., 31. Oft. Die von R-inackschs Erdbebenwarte auf dem .Kleinen Feld- berg, die 1912 aus Mitteln privater Spender, besonders des Frhrn. von Reinach, errichtet wurde, und seitdem oer Erdbebensors chung her-1 Obiüus zahlen läßt. mc. Frankfurt a. M., 31. Oft. Gegen di- Erhöhungder Haussteuer p.o estier:en in einer überfüllten Versammlung die Hausbesitzoi Ter Hausbeätzerstand könne' dio ihm zugemutetei Lasten nicht mehr tragen, es sei denn, man billig jA-n 5tut< ihm eine wesentliche Erhöhung her Mieten w ti.e mindestens 30 bis 40 Prozent betragen mülsc' * feitet11 u ti.e mindestens 30 bis 40 Prozent betragen mü| heil zu ' bA'i? "••’S fd. Kassel, 31. Oft. inan jbeamte(LJimö fanden bei Haussuchungen in einer den ' djertieii mit K , Äu-M .ater, lloiiznb jipnnarvcrfahi glg.mtiiten ( ki de nalegtnfeiltn i Diese Aitsiob üs sie wie bis! xrbm könnten.' siudentense näßen AstaS zur niiitn. ?id ift getar in. Tas kann fei' leiikn, dazu bebüi sirrenden. Dir Ze it fei jeder möff Äte3ti irstwirMmb 'ixt sich ffontmil mitte Strödt b tiri das Streb? M? von 6 fot einem nicht schoß,-Re Hüffen erar cijeder.Zstesö rteil, bi: babei’ ( ilmschast will wra!!ii!igskörp^ ikhcn. In bei «nschasl sol sich st der SoT-gcn 1 jungen Fahren i tragen für Wo äneren Kveises, «lungsvo Lr 2 ^.auch ter Stic tijt, er hat im ®t wir immer i ttieüig M Jüt n vT. - j ,n e man tn einer hiesigen TageS ^i'ung al'en Ernste den Vorschag, das Kartenspielen zu be Wenn in früheren Zeiten der Mulus die Hochschule -aussuchte, so war es eine Selbstveiftandli^ keit für ihn, daß er sich dem Streife aiisch.oß, i? den er durch sein- Abstammung hineingewachsa war: der Vereinigung s iner engeren La del ute - den Landsmannschaften. Aus ti s.-n hcami entwickelten sich die Korps, die jedoch mit btr Grundsatze brachen, sich nur aus Angehörige eines L.andesteils zusammenzusetzen. In diese Zeiten der unumschränkten Her.schergewa't tue: der Hochschüter in ieit.ii Vereinigungen Erho!uuc von der Arbeit, er suchte Freundschaft und selligkeit. Die große französisch? Revo ution broc-: es mit sich, daß man auch in unserem Vaterland der Frage näh?rtrat, ob und wie das Volk an br Führung der Regierungsg?schäite teilnehmen kömic. und so entstand auch innerha.b der Studmtensihi' eine Richtung, die sich u. a. mit die.en 'Pvoblemer auseinanderzusetzM suchte, die deutsch? Bur s che n s ch a f t, während die Korps jegliche Politik aus ihren Reihen ftrnhielt.m. Die Kämpfe, diesiü damals zwischen dieftn bsiden Gruppen der Studentenschaft darüber entspannen, war nach aiift- tote nach innen als Vertretung der Stubciitenidxr: anzusehen sei, sind nicht zur cnbgü tigen Entsch.! düng gekommen. In der Mi t: und gegen 5nb: des vorigen Jahrhunderts trat'n Korvoeatione- mit anderen Zielen auß neben Waf enverl htbungw (£a n d s m a n n s cha i len, Turners ch aste beionders Korporationen mit ganz b.ftimmter Ter denz (Wingolf, katholische Vereini g un b en , jüdische Korporationen), loäl rend letzt die Z.-it für die Gruvp-n gekommen fetit scheint, die die Formen, in denen sich dr historisch g-wordene stu>.ntischc Verbindn -gi-lcb- vollzieht, unbedingt verw rsen. Es leuchet eir daß es bei der immer großer werdenden Zahl vor Vereinigungen meist sehr schwer hielt, st? all unter einen Hut zu bringen, — bei einer ala demischen Feier ein geschlossenes Auftreten zu ungen oert eten, auch si> „tyinBen" batten sich Geltung zu verichofsen .zeM'sl Meßen hatte von vornherein das Ginfammei system gewählt, während cm den meisten anbert Hochschulen zwei Kammern — eine zur Skrt etirn; der Korporationen, eine zweite fisi di? Nichtinkorc» nerten — bestand. Die Geschälte führte bc engere Ausschuß. In ihrem Grunlcha-akie nur wenig verändert bestand diese Orgmiifatif bis Ende des Sommer-S'mesters vorigen Iah Zweifellos ist von ihr viel positiv? Arbeit gslei worden, während die heutigen ©tubentenDerlic hingen oft kleinen Parlamenten akmlich l'eta' Bezeichnend ift eS ftdoch, daß noch vor 15 Jah-i der Vorsitzerwe unsi-res allgemeinen S t n d e n tt.y Ausschusses —, der Rektor war! Wa en Zvi Aufgaben, die dem jungen Studenten Ansf^'^ gestellt waren, anfangs mehr technisckier $flr;L1 (Regelung der Reihenfolge der Verbindungen Feierlichkeiten, Kommersen), so änderte sich gar bald. Die soziale Frage wurde auch für W Studenten akut. So gewann der Gedanbe mehr ml mehr Nahrung, daß nur eine Vertretung die dentenschaft nach innen wie nach außen roirftiir Dertreten könne, die die Gesamtheit der Stubie venden hinter sich habe, soll heißen: die aus sllI gemeinen und gleichen Wahlen hervorgegan^a sei, und die damit die Vorrechte der Korporation., beseitigte. Die Revolution verhalf der RichtuW die zur Berwirklichiing dieser Ziele entstand war, schnell zum Siege, und so gibt es lM- keinen Studenten-Ausschuß mehr, der nicht ni jenem Wahl verfahren fußt. Daß es auch ohne Ei Umwälzung soweit gekommen wäre, kann mW wohl behaupten. Ievenfalls wäre es auf b<;n Wege ruhiger Entwicklung unmöglich gnv?sen, boaf politische Geschältemach?r in der Stulaentenschus: zu anfänglich großer Bedeutung gstangen fonnsr (Berlin, Münch?n) und damit ein nicht mehr sc' leicht zu bannendes Mißtrauen seitens der W *) Der Aufsatz tfi dem „Gießener U nii- uersitSts-Taschenbuch, Win 1 er - S« mefter 19 20/21" entnommen. Bä tote -au iur g 7^5'ilbcn^' ____ fec steuern. Das wird sicher schön werden, nenn m K-utiifen.ultb den Wirtschaften bei den Skatbrüdern zuerst a'-l ^rdni^ städtisch? Stcuerbmmte erscheint und sich seinen 2elunS^c Obiüus zahlen läßt. ntei fein. Für die Frage der Nruardmrg der Rechtschreibung wi d ein e und Schule. Dom Nrichsschulat'sschutz. Be rl in , 30. Okt. (2B? Ter ReichSsckul- 81. InhAMabeNand., Heute neue« Programm! i. Das Geheimnis des Fabrikanten Henderson Große Detektiv-Groteske in 4 A len 2. Die von Gottes Gnaden Monumental - Riesenfilm in 6 .Akten Aut vielseitigen Wunsch als Einlage Pri zKucknck.das bekannte von Millionen gelesene Werk, ist die un- WBS erhörteste Sensation. Abwechselnd ÄS spielt der Film in den Höhlen des Las ers, in den Palästen der Kurti- Mk sanen, auf den Ka ifilen Venedigs Mp und allen Boulevards Europas. gg Packende Massenszenen mit über Km 100 Deknra'lonen von dem berühmt, «6 Maler Paul Lail vervollkommnen ein ErS Werk, wie es die W eit nicht gesehen hat Prinz K• cknck wurde die Brücke zum Weltmarkt und schlug die ausländische Konkurrenz. Die pmzeWelt spricht von diesem Film, g« Zn den Abendvorstellungen RV; sind Ehren* und Freikarten W--, nngtiill^I 11603c Verstärktes Orchester. le md „Dtitii ljchajt". itfelung und 3- Fr. flimmer* finden an folgenden Tagen in d Ober-Realschule statt-. Deutsch: Freitag 8-10 Uhr Rechnen: Donnerstag 8-10 Uhr Französisch: Anfänger Mitwoch 8-10 Uhr Fortgeschrittene Montag 8-10 Uhr Englisch: Anfänger Freitag 8-10 Uhr Fortgeschrittene Freitag 8-10 Uhr. Anmeldungen werden vor dem Unterricht noch entgegengenommen. 11594c Preiswerte Bettwäsche! Kretonne, glatt und mit Rop I Rl|| CH Fältchen M. 38.50 M.42.- Festonierte Kissen M.44.50 Ausgenähte Kissen M. 42.- Kissen mit Stickerei und Klöppel-Einsätzen^ Fritz N 0 wack. ausging, so müssen sie auch die e; Mal ivieder den Weg weisen, der aus dem Morast zur Höhe, aus di« Freiheit führt? „Besiegt sind t nicht zugleich »erachtet und mit Recht verachtet fein wollen, wird noch immer von unS abhängcn. Der Kamysmit denWaffen ist beschlossen: es erhebt sich, so wir (Smvfcblc auS lönl- risch einireffenben Zusubren irische nnb geräucherte Seefische zum btülflft. TnsiesvretS. ßaaustser Ml>i»z.. 51. fiert) 9Inrt)ioloer, Schulitraüe 10. « Einweichen mit Dr.Oentncr’s Rotstern- Bleichsoda. Alsdann Einlegen in Dr.tßentner’s Salmiak Terpentin- Seifenpulver Goldperle Der Schmutz löst sich von selbst. Die Wäsche wird geschont! tzerstellrr-. Tart Gentner, (BBppingen (Württemberg). Neu eingetroffen: Steppdecken - Satins inBordo, Altgold, Oliv usw. 130 cm breiter Seidensaiin . . Meter M. 49.00 160 cm breit. Seidensatin, beste FriedensqualitLlen 2JL 70.00 und M. 90.00. Fritz Nowack umC Dhne Bezugsschein erhalten Sie Presskoks .*entralbei-ung und Zlmmcröfen frdt GauS. ■'■os11 Näheres Telephon 335. herbei. Man fano fckslte glich den Ange t lag ten im Taubenschlag und wxj ihm l>errar. Ein weiterer ' ck mißglückte, denn die Dosen träger waschen Sie auch richtig? agMD 11335s» und Gesundheit vieler." (Otto Beneke, Bors der Deutschen Studentenschaft 1919 20.) Neben dieser Arbeit für die studentische Gemeinschaft bedarf es der Liebe zu öeimat, Volk und Vaterland. In den Staub gesunken ist un er einst so lolzeS deutsches fHeich Wie vor 100 Jahren von der akademischen Fugend Deutschlands und ihren Lehrern der Weg zur Befreiung unseres Volkes kl‘ um N'Ä 'Jl-otl I,SF. EAtenibS W. fa neue 8, Mltnj lte.3nl Pom dien Irl n schon rech M । J- Sinönibtoj ^en m einer ^Bck.vnfitckt 121 1 ©erneute 42 000' cchmt schafkung tex Geldes ist eine Belohnung von 91 OOO Mark ausgesetzt. „ ._ , * Bon Freiherrn Ernst v rn Wol- zogen trat am 21. Oktober aus dem TiaLmiffctt* Kranken Haus in München fügende PoillaitL in Darmstadt ein: „Li.be Freunde! 2Hp b.tte, sagt eS allen Darmstädter guien Delannten nxntnr, datz der alte Wolzogen einfach nicht umzubringen sei. Am 12. d. Mts. bat man mir den Bau cd kreuz und guer ausgeschnitten, drei Wudiergebilde herauSgerissen, mir literweise B ul abg.zipft — alles vergebens. Ich hab« a5ch das üterflm* den und die beste Aussicht, in drei bis vier Worten wieder munter und leistungsfähig fr-T-im* j u tu men. Freilich, ich hätte weler die Körper» fräfte zum Erdulden dieier blutigen Oierarrni, nxb auch die nötigen CtetbmiLel dafür aulge- b.acht, nxim nicht auS Alideudschland und dem Ausland die Spenden an bar und kräftigen Lv- l>7nSmitteln fi) rcichiich gefloßen wären. Und all di.-se Sendungen an fipastsutter, kostbaren Weine» usw., fwiidl auS Amerika und Täuemart, stamm- tv~n v-o-n unbekannten Llerehrern meiner Nun st. Dieser fidrre Beweis, rasch frisch kbatoig im Herzen der Zeitgenossen zu wahnen, hat daS Beste dazu bmgetragn, mei.ei Le'xmSmut zu stärken. Ende nächster 9Bodx Hoss« ich nach Darmstadt zu kommen Mit hcrzliclren Grüßen an alle Framve und Tank für Eure Teilnahme Euer alter getrauer Nie wiederkehrende Gelegenheit bietet sich jetzt dem geehrten Publikum MSM «.ZWe wenn auch zerbrochen, zu verkaufen. Zahle bis zu 100 M. Nur am Mittwoch, 3. November 1920, im Hotel Schütz, Bahnhofstraße, von Oberstes!, kasciltwerk vber-keillngen empfiehlt fich In Lieferungen von 11595 Basalt-Sand,Basalt-Grus,Basalt I. Splitt, Basalt-Schotter, Pflaster Steine, Stück-Steine, Mauer - Steine, Deck - Steine. Bureau: Aug.Schneider Lieh, Televbou *Ae Haus und 5 Jahre Ehrverlust. In einer Anllagesach.' wegen Landfriedensbruch saßen nicht weniger als 16 Angeklagte au5 der Gemeinde G., fast alles Landwirte, auf der Anklagebank. Es war an einem Augusttag 1919. Eine Versammlung in G. beriet über die Verteilung grällichrn Grundb:sitzes. Dabei wurde eine Nummer des Gießener Anzeigers von fcanb zu Hand gereicht, in der tzu lesen war, wie man m einer andern oberhessilchen Gemeinde Eierlisten und Viehkataster verbrannt hatte. An demselben Tag war in G. der neue Beigeordnete gewählt worden. Die Wahl sollte gegen Abend fefllich begangen werden. Der Signal ist der Feuerwehr stich inS Zorn. Di« Mannen eilten herbei. Hochrufe auf den Beizeordneden erschallten. War es nun das noch nicht erloschene SW lieber oder das Beispiel anderer Gemeinde-i oder ein Ausbruch t-er Wut üb?r bi; Zwangswittscha t o'ec rorrft d es alles zusammen, jei>?nfa 13 wurden bald Rufe laut, ,.7dieder mit der Zwangswirtschaft, heraus mit den Eierlisten und dem Vi h'a'after." Die Menge »og 4 Sst' 9aU5 Sav Ie typen zugesttmmt. Dcrmifcbfes. Leipzig, 30. Ott. (Wolfs.', Tin Schwindler, der sich 'Fabrikbesitzer Vaul Schmidt aus Gelsenkirchen nanu!«, b^chtoindelte bie Leipziger Bank durch g fästch« SäieckS um 710COO Ma k Toqs daraus ocrmchtt ter Ga-m«' beijtnxi Berliner Banken eine Million bzw 3)0 000 Mark auf g eich' Wei-'e zu erlyebm. jedoch ohne Erfolg. Auf die Ergreifung des Täters und die .'derbri- (RcricbtsfaaL fb. Limburg, 31. Okt. Wegen lob- schlags hatte sich der Forstgehllfe Mar M e t) e r vor den Gefchnwrenen zu verantworten. Er hat e im Wald auf den Arbeiter Friedrich Niels von 2lslar, den er mi teinem großen Beil im Walde traf, einen Schvotfchuß abgegeben, weil der Mann ihm nicht feinen Flamen sagte. Niels ist auf dem Transpott zum Krankenhaus gestorben. Meyer behauptet in Notwehr gehandelt $u haben: er wurde freigesprochen. München, 30. Okt. (Wollf.) Der Schriftleiter der „Neuen Zrittmg", Ehrhart, rourbe vom Münchener Dolksgericht wegen fortgesetzten Vergeh.ms Der Au reimng zum STba.f-atlati und wegen Hochverrats zu einem Jahre Gefängnis oerurteill. Vereine und Veranstaltungen. O P o h l - G ö n S, 1. No v. Auch in der hiesigen Gemeinte hat sich der GJeangberein, brr während der KriogSzmi seine TätigS-rt eingestellt hatte, wieder neu geg.ünbet ten b?r MuluS bit J 1 eine SelbfiterM tem ftrrje anfchi^I mmiing ^n:ina:itc| :r engeren £a telrfl iten. fluiti f.nb.J p§. die jttech M» nur aus Nnjeti.J menjufeten. In I n bni'ch:r^ival J flnxtniiiwtom 6ihtJ ‘ ^rsunb M uit I Mich: Rrco uticn?;J ) in unserem flitrfl mb wie da) Vo!! a-i ?Mle tfilnthmaM :ha.b ter Stubml.r« a. mit dieen Hwii-D bie beiititb'? ?| !« 5orps jtglidje 1l >n. Die Kämvie bi iben ©rupfen ter I «innen, n»r nach:l lang ter Slubeninl iur endgü tigen tdi Mi t: und geitnd -3, trat:n flornjrid >n, Turnerscha ni nit gflii.; b.’ftimntln ufl iholifchr ßtrtij )rpouüonen:M ic Gnivfen getow*>| men, in denen iflj ntifdje SerbübrrU vrfcn. 63 )B«rlwrte!Ü>en^] >r fchrver f):e t, t. I naen, — bei ernt- l Les WvA ich bie eine ober -ll und büeb btr M ' wie überall qu?«' i tu becitne'7 Jl wfterber Sfut W nad) W 95 em flllA i iingtn iherein dar L" ° 1 an den J And bieK 0« ^S3 So feff w «i'i Efe SV und L ni» ( I Da8 7,“ le". ne" Ä > ? HM Nit ei« bet ei' 6i'»' t’i'A •'v 231” a). „ -Enschaft gegen alle Bestrebungen der Aus- l5f|> wachgerufen habm. Scfon vor dem Kriege gab es einnchtsvolle i liimcr innerhalb der Sttrdentenschaft, bie ein- ' {en, daß nur im Zusammens chlnvbie M^g- iteu lag, sich nnrtschaftlich uno polittsch durch- I tenni, und die deshalb auf eine Vereinigung der i tuDeulcncertratungen aller deutschen öod/ebuten 1 „arbeit' ten. Die nnrtschaftlichen Verhältnisse, wie sich in dm letzten Fahren, insbesondere infolge . 7 Umwälzung cnlwickell haben, machten diese For- ' nino zur gebieterischen Notwendigkeit, und so ' 0!cn denn im Juli vorigen Jahres bie Vertreter k kr Studcnten-Ausschüsst $um Ersten beut - pien Stuben tentag in Wür zbu rg zu- c uinicn und gründe en die „Deu t s che Stuben- -cnschaft", die särntliä-e Studentenschaften an >t. d-utschen und dutschösterreichischen Hochfchulen k sich vereinigen soll. Die Organisation der lertretuna dec deutschen Studentenschaft" umfaßt h^nnvärtig 76 Lochsclm en aller Art: Uniücrfi* k len t chnllche und landwirtscl>astliche Äochschu'en, ka!idelshoch'd>.!len, Be.g- und Forskaladcm.cn Der Merbano y:r}ä ll in neun Sinei,c bie von ben Mreid» Eitern «rwaltet werden. Die Vertretung der llleud'chcn Studentenfcl)aft" liegt in den Länden M Voistmtdcs: er setzt sich aus dem Vorsitzer, hit Kr. iSleit-crn und zwei Beisitzern ru ammen. Zur llnterstützung des Vorstandes dient eine tzaupt» zeschä ftsstelle, deren Leiter der Vorsitzer der '.leukschcn Studentenichast" ist. 3. Der Todessattel Groß. Indianer Wi;dwest-Film in 5 Akt. Ab morgen der erroße Gloria-Film Die benttadon de» Jahres 1920 Prinz Kuckuck Das gewaltigste und bedeutendste Werk Otto Jelin» Blerbnmni». WUMMWGikW Besitkcr: HaaS fiirzinaer, Wetzileinstrane Empfehle mein hochprozentige» und gut gelagerte» wetzenbier Gleichzeitig der ver hrL Einwohnerfchaftzur Kenntnis, dan Ick am Montag dcn l. 'Jiov. in Wetzlar die LSAWev AifMe (gonj?rUflUit) eröffne. Ich lade hiermit alle Bekannten ein und stelle öen oereorl. Vereinen meine oberen Säle zu Aus ildgen und Abdotilingen oon Bergnügungen be.eit- nndiflft iur Verfügung Zn den un cren Laten findet läglich Konzert der berühmten Tiroler Kapelle HW Beil »Die Weniseel" statt. Tic z?ans-Netl.Triivvc i t ganz neu zusammen- gestellt und unübenroffen an Leistlingen. 1,1,4 ES ladet ergebens« ein HanS fiirzinaer, Besitzer. eswollen, beineue Kampf der Grund- ätze, der Sitten, beS Charakters." ---------- (Fichte.) Gießener Strafkammer. Gießen, 29. Ott. 1920. Auf der Anklagebank sitzt ber vvrbestvafte Wilhelm Fr. aus Bobenhausen II. Am 21 Mai nxir in Unter-Widdersheim ein Pferd gestohlen worden. Mit diesem tauchte der Angettagte in Nteoer- Wöllstabt auf. Einem Pferdehäncler, dem daS Pfett» angeboten wurde, kam die Sache verdöllitig vor. Er benachrichtigte telephonisch die Polizei. Der Angeklagte roch Lunte und lief querfeldein Daran. Das Pferd ließ er im Stich. — Bald darauf erschien er» in Nieder-Weisel bei der 75iLhrigen Witwe L». Er richtete angeblich Grüße an deren Dienstmagd aus und ließ sich gastlich bewirten. Einige Tage später ftiefs die Witwe .*£>. in ihrem Swf auf den Angeklagten. Auf Deftagen gab er an, er habe nur einmal nachdem Mist sehen wölben. Dabei trug der Angeklagte einen neuen Anzug nebst £>ut eines gefallenen Sohnes der Wi'.ve, die jedoch bte Kleidungsstücke nicht gleich erkannte. Nachher stellte sich heraus, daß die MeLer im Sxmd gestohlen waren. Ein Schinken mit Würsten und Speck war gleichfalls verschwunden. Nur die abgelegte Lose des Angeklagten lag noch da. — Anfangs Juni hörte der 65jährigr fast blride Onkel des Angeklagten in B. auf dem Boden feines Laufes ein Geräusch. Er ging hinauf. Es gelang ihm, einen Mann, den er zunächst nicht erkannte an den löofenträgem zu teufen. Der Mann riß sich los. Die foofenttei-rcr blieben uirfttf. Der Onkel rief nun um fcilfe. Eine Menge Leute eilten aus schuß b endete heute fi e viertägigen Ver- NuchtvechuU rnifegM«. d-nn bte S-lmtrLg-r! b-EMgm. T-n fehlten. Im Kreis der gesamten Dorfbewohner 1)16 Deratting.über^epi gemäß _bcr wurde der Anaellagle festgehalten, bis die Ullrich- , steiner Gendarmerie sich seiner annahm. In der । Ä*1' LauptverHandlung wollte der Angeklagte ran nichts BerhmittmttNM mehr wissen. Er gab an, an völliger Gedacht- X nislosigkeit zu leiden. Durch den ärztlichen Sach- ma aJr verständigen wurde jedoch festgestcttt, daß diese un« ©dnifmete te9'effrr» Angaben emc g-,tz plumpe Mache woran. W , meinte der alte Onkel des Angeklagten auf eine c btr be* Frage des Vorsitzenden, seinem Neffen, fehle nichts ' hfr^r W-olzogen"-- LLunst und Wissenschaft. Frankfurter Erstaufführung. KSW. F r a n kf u r l a. M., 31. Oft Schon Wucher eine Erstaufführung von Ber- nard Shaw, diesmal im Neuen Thea er. Auch bie Komödie „M an kann nie wissen" zählt nicht zu den stärksten Stücken ihres irischen Verfassers. Der Dialog plätschttt — aber er sprudelt nicht: es ist alles mehr Groteske, al* daß es psychologischer Ergründung stand hielte, und bie geringen EntwicklungSmöglichVeiten, die im 1. Akt ganz gefällig dargeboten wurden, werden im Verlauf in schcvpcndem Tempo nach allen Seiten förmlich auSgepreßt Em glänzendes Charakterporttät ist terr Großmann, der auch die spielfroh: Aufführung leitete, gab diese echt Shawsche Aestolt mit gwßer Wärme und Hcrzlichk.stt. Auch der bär- dnßige Mr. Nanghwn — ber den guten Kern in bet rauhen Schale birgt — sand in Herrn Weber einen sympa'hischcn Vertreter, Herr Wall bürg war ein munterer und b-rebter Zahnarzt. Von den Damen wußte Frl. Hertha Hambach, eine neue Darstellerin, die bereits in „Liselotte von ber Pfalz" angenehm aufgefallen war, durch die Grazie ihrer Beweoungen und Spiel'ein hei ten am meisten zu fesseln. Der Beifall des Publikums erfiang reckt freundlich. --- Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik fitbenbtm Drtitel übernimmt tr Redaftion tem Publikum gegenüber keinerb i Verantwortung.) Zum Liga-Futzballfpiel D. f.B.-Giestcn— Wetzlarer F.-C. v. 05. Gegen die im Eingesandt vom 25. d. M. ou5gcübte Kritik legen wir nachdrücklichst Dcrwah- ning ein und müssen cS schon den bei dem Spiele iu legen gewZewm „andeven Zuschauern" über- laffen, sich ihr Urteil in dieser Sache selbst zu buben. Wir sind nicht geneigt, uns mit diesem Anonymus in eine öffentliche Polemik — wenigstens nicht an dieser Stelle — ein;u asten, sondern beschränken unS nur auf bie Feststellung, daß derartig unzutreffende, die öffentlich: Meinung irreführende Artikel nicht im Interesse einer gedeihlichen Enlwick.ung des Svotts li-gm, nach dazu, wmn diese gegen einen Verein gerichtet sind, ber | feine Spiele in nur anständiger Weise auszutragen i pflegt. Wetzlarer Fußball-Klub von 1905 e. V. I F. Lehnen, 1 Schrif führet. die große Mode! Alle Farben und Muster vorrätig U6”c Mk. 15.-, 12L0. 7.50 u. 4.— Q7,Tbdebaus \atomon Mein Gcsdniii beiinbci sich von jetzt nb Neuenweg 48. Mfl. Gr ein, nlTW Schneidermeiner. Gas-,Heiz-u.Ml9 offeriert direkt ab Werk A. Engelbrecht, Cassel AugnetntraO© 4. ,MeA Generalvertreter d, Firma Lochmann & Co., Leipzig. — Krei»-Vertreter gesnclit. Seit ihrer Gründung steht bie Deutsche Ltuknitenschaft in leftigern Kample, einerseits >$rn bie cinzelstaatlichcn Regierungen, zum Teil ni(f) Mg' N bie Senate. Aus ber anderen Leite gilt K anzukämpfen gegen die ungeheure wirt- ch a f l l'i che Notlage, in ter sich ein großer Teil unserer Kornrnllilonen befindet. Hier erwächst trm jungen Studenten eine schöne Aufgabe Es fr nur aus einige Forderungen hingewiesen: Ausgabe von billigem Esten, b.lliger Lebens- testtel und Kleidung, Vermitt ung ran Arbeits- helegenlfeit zu angemessenen Prei.en, billiger Bezug U Bürltern zu Studienzwecken, Einrichlung von vücherrie.i mit schöngeistiger Literatur, von Leseiallen, Ausbau des Dei.günstigungswefens bei rheatcr, Kon.zerten, Vorträgen, Mitnärkung bei st isziplln ar verfahren, Zuziehung von Vertretern te8 21 Ig meinen S.udenten-Ausschuffes (21. St. 21., |hui Asta) bei der Verhandlung von studenttschen 1 finge!egenbeiten im Senat. Diese Aufgaben sind zu groß, zu wichtig, als ftaß sic wie biSler allein ehrenamtlich bcwaltift derden könnten. Wte die Hauptgeschäftsstelle ihren tztudentensekretär hat, so haben auch die meisten AstaS zur Anstellung eines solchen schreiten mfiifen. Viel ist getan worden, ober noch mehr ist zu hm. DaS kann Vein einzelner, keine einzelne Gruppe leisten, dazu bedürfien wir der Mitarbeit aller ©tu» verenden. Die Zeit muß jetzt endgültig vorbei sein, in der jeder möglichst schnell seinem Examen zu» ft.ebtc: trieie Zeit des Nu r-StudiumS können wir nicht mehr brauchen. Je mehr und je intensiver sich Kommilitomn und Mommili xminnen an i unterer Arbeit beteiligen irarben, umso schneller : tiirb das Streben nach studenttscher Selbstbestimmung von E folg gekrönt sein. Rechte fallen Innern ni ch t wie reife Früchte in ben lbchoß, — Reckte müssen erworben, sic »müssen erarbeitet sein! Und da helfe uns [tin jeber. Ist es doch auch ein gut Stück Erziel-ungs- Iarbeit, bi: dabei geleistet wird. „Die Deutsche Stu- utentcnschaft will ihre Studenten in “ben Selbst- Vterwallungskörpttn z u Staatsbürgern er» »ieben. In ber Arbeit für die studentische Ge- Imeinsckaft soll sich der Blick prü'en für die Bedürf- Injic der Voll Gemeinschaft. Wer auf ber Hochschule Im jungen Jahren gelernt hat, die Verantwortung ||u tragen für Wohl und W he eines größeren ober IHeineren Kveises. ist auch fähig, später an oerant» Ir ortungsvo ler Stelle zu stehen. W-llchen Schaden Itins auch ber Krieg gebracht hat, darin hat er uns I fermtzt, er hat uns re.ter werden lassen. Mcht nur, Itteil wir immer in Lebensgefahr waren, sind wir I o^zeitig aus Jünglingen Männer geworden, son- Itent n il wir bie 2Ärantwortung fühlten, für Leben t*4b? s: EaäeSSe^, Bahnhofstraße 58 /.ui r. eine Scbrift-Neubeiten erlaube mir besonders hinzuweisen 129 Gedr.HMell.VG kauft laufend 10834 M da I 11596A gesucht. item iw M 017950 Eintritt frei. 11612 fort eintreten. 11600SS (»alle). H G Abendkurse in 11313 S Leven, Liebigitr. tanlttr zu verkaufen 017986 IWM 11617c Kaufe Z 'V-K- c I <> <> . <> Nosenkranz Michiels Nikolai Zoh.Strauß Capna Einheirat. Installatenr, nickt über 38 Jahre, ist die Möglichkeit gebot., bini Einheirat sich selbständig zu niachen. Einz. 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Wetzlar, Braunfels, Friedberg, Darmstadt, Celerina (Graubünden), Eppelsheim, den 30. Oktober 1920. 1160lD Die Beisetzung findet am Dienstag den 2. Novemb., mittags 3*/i Uhr vom Portale des Friedhofes in Lollar aus statt. Tabafwarengrohhandltmg sucht tüchtigen, bet Wirten, »olouialwaren- und Ztgarrengefchäften gut einoeführien R e i s e n d e n für Glegen und gröhere Umgebung gegen Hobe Provision. Schriftliche Angebote unter Nr. 1128 an Herso, Mitleid. Anuone. Erv. Eieffeu. (ll6»'h MOle Bitr Ortsgruppe Metzen. M^lnsVMailijtlrlW. Vorträge (mit vemonftratlonen) des bekannten Schriftsteller-ölff. Schuir ÄetrUfstu u.Erverimental-Psychologcn Atv. vUHllj'lHlljtlP 2. Mulus öen 1. Mmm 1920 im „Wern" Ai>trLlliwf8tliksllklicrßsil!ichkö! Daraus Erverimente! Gedankenübertragungen (ohne Berührung!) Wach-Hyvnose u. a. 3.Dienstagden2.Nooeinber1920 „im Einhorn" Gßgtiie u. Nieizsclie als Propli§ ißn unsereFZeit. Die Schrecken und das Heil des kommenden ura- nifchen Zeitalters. — Traum-Rfychologie u. Wteder- geburtölehre bei Nietzsche. — Nietzsches.'jarathustra- Btsion. — Die Beschwörung des Erdgeistes in Faust mit psychologischen Demonstrationen. Beginn der Vorträge 8 Uhr abends. Vorverkauf im MusikbauS Vusck. Preise der Plätze im Borverkauf: 5, 4 u. 3 M. An der Abend- kaffe je 1 M. Zuschlag. Studierende zahlen gegen BorweiS der Studentenkarte4,3 u. 2 M. 2)iitglieder haben freien Zutritt. — Wegen des zu erivartenden starken Andranges wird gebeten, fid) frühzeitig die Plätze zu sichern. [""“'1 Der Burgwart. Angeb. mit Bild, daS ru- rückgesandt wird, u-OlM an den Gies,. Anz. erl»et i Suche in. nett. ges. chartzk terf. Herrn, n. u. 28 F. u. 11 sich. Lebensst., i. Briesm. / zu treten. Bin die Toctlei ein. mitil. StaalSb., 24^1. ev., nicht nnverm. u.v.bmh Zig.Nurernstgem.Ziischr m. Bild b. streng. Berslt iv u. 11611 a. d. G. A. Ml Nichtg. Bild sofort zurffia l Prov.-Sekr., Dilffeld»»rf 38 I., cöfll., wünscht i lci mit gebtld. Dame i. 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Annonc.-Erved., Vlockftrahe 8. 110t>7h Statt Militärmattl wissen müssen! Rednerin: Fräuleifi Emmy Lyies, Gießen. Eintritt 2 M. Für Mitglieder 50 Psg. Bund zur Pflege von Musik u. Literatur Zum Gedächtnis der gefaSSenen Angehörigen der Ludoviciana. Slittvaoh, 3. No?. ILtö, alsaäs 3 Uhr lu -isr noaea Asla Mil wirkende: Herr Konzeptsäng3r K.Rehfuß iBariton), FräOklurl 'M. Herr Dr. Fr. Castelle (Rezitation), Münster LWestfalen A'ii FlÜÄfil: Herr Kapellmeister H. Oppenheim, Fraßkllirt 361 ElatrlllsliarUn zu M. 6.—. ÄL 5.—, M. 4.— (sämtlich num.) sind in der Musikalienhandlung E. Challier, Neuen weg 9, und an der Abendkasse zu haben. Abonnements für die 3 Abende zu M. 15.—. M. 12.— und M. 10 —. Stiiealoe erhalten gegon Vorzeigen der Studenten karte auf allen Plätzen M. 1.— Preisermäßigung; bei Abonnem nts ermäßigt sich der 2. Platz auf M. 10.— und 3. Platz auf AI. 9.—. Die Ausgabe der vorbestellten arten erfolgt Montag d. 1. November (vorm. 8—1 Uhr u. nachrn. 3-6 Uhr), bei Challier. Die bis Dienstag den 2. November nicht abgeholten vorbestellten Karten werden von da an offen verkauft. Die obengenannten Eintrittspreise sind als Mindestpreise gedacht, höh. Beträge werd.bei d. Kartenausgabe dank, angenomm. 2. Abend: SoBUtag, 6. Dez. ßeethoven-Abond 3. Abend: Küttwseh, 26. Jan. 1S21 BSolt. Abend Die Belnorlräge »amtlicher drei Abenie IHsflca der Dedäelilalgr^enfle dcr vnlvereNkl za. IIM*D Einfaches Mädchen in kleinen ruhigen Haushalt aesucht. Echriid. Angeb. unt. 017937 a. d. Gies;. Anz. Ordentliches Mädchen zu sofortigem ober baldigem Eintritt gesucht. Z-rau Hauptmann Lciler >>«i' Brannsc lJ.______ M ädchen für kl. Haush. fof. gefuckt Gusse___Vlockftratze 4 III. Ein ehrliches Mädchen, am liebsten vom Lande, zu 2ält.Leuten anfangs7lov. -es. Noonftr. 32 v. »is«. Schön möbl. Zimmer au Kaufmann oder Beamten per fof. zu verm. 175,«, Seltcr»w> a Q^all. LogiS «.Stolts. ^Ardener ob. Handwerker frei °,7«^, Niegektzfad 30 l. 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Im Verhältnis zu dm Unternehmer - pvri'en hätte die Baubütte eigentlich iwch billiger Hn müs'en, denn Akkordarbeiten könnten roeit billiger "l^rgest-llt werden als Tagelohnarbeiten. Vor der Sozialisierung brauch; man kttne Angst u haben Man könne woh' Vergw'rke usw. sv'.iali- sieren, aber nickst das Hondw-rk. Die Bauhütte sei auch kein sozialisierter Betrieb, fonbern ein rein geschäftlich^' Unternehmen wie jecor Privatbetrieb. Tie Bauhütte roerbe auf die Dauer wohl kaum ©eöt.öetöen.M kauil Inuienb ’l ßtbloficrti Echan leniir. - frifl die §a!kner auf Linöenhöhe Roman von Reinhold Ortmann. bast, bedarfst Du meines Nates nicht. '2C5 seins Tochter kennst Du bi; Rauhe te.a sci:ies Weiens wie das edle, grundgütige Herz, das sich Inn ter ihnen verbirgt. Ich erwarte Dich mit Ungeduld, denn auch ich sehnte mich in dec langen Beit Deines Fernseins oft und innig nach Dir. Mit einer kleinen Ve änderung wirst Tu Dich ftxr- lich obsinden müssen. Ten, hüöscfes weißes Mäv- chenstübchen wurde aus Achims Wunsch seiner Frau als Wohnzimmer eruge.äumt, und Du begreifst, baß es peinlich sein würde, ihr ei'en anderen Raum cmzuwttsen. Aber ich hoffe, Tn wirst mit meinem Zimmer vorlieb nehmen, das ich Dir um so leichter überlassen kann, als ich ahne),'.'S schon seit Wochen die Nächte nede, tern Schla zimmer des Onkels zubringe, um im Rota ! gleich tei ihm« zu sein. Was bie junge Frau Falkner angelst, so wirst Tu g wiß Ge'al ei an i'ir finde', sie ist schön, liebenswüiÄig und klug Obwohl U' in ihren Augen doch kaum mehr als rin fremder (Sinbrrng^ ling sein kann, behandelt sie mich freundlich und gütig. Daß zwischen ei ec un'e ente.rde-i M. in»' stätt -rin meines Schla es inib ei er f ,b" ft deren Weltdame dabei immer etn gow fcr Abüa d bei-- 5en muß, ist zu sclbstoerstL-idlich, als daß weiter darüb-r zu sprechen wäre. Don Dir al ec. die Du die Welt ja mm ebenfalls ferrtei l ratest- trennt sie kein solcher Wstaid: ganz aoge ehe.n von brn engeren verwandtfLaltlirle i Dezi Hungen, bie Dich mit ihr verbinden. So zwei'le ich nicht, daß ihr bald vertrau'e Freundinnen sein rve trt, und ich freue mich, daß Fnau rergne endlich die ebnx* bärtige Gcsri.schaft findet, die sie bisher vermißt haben mag. (Fortsetzung folgt.) das cine-3 Tages schriftlich gehen zu müßen. Auf ein paar Wochen oder Monate habe ich also nach Ihrer Meinung noch zu redmen. Das gefügt mir vollbommm. Mit wzitergehe.ifren Versp.ed^ungen will ich Sv; nidjt bemühen." Zettereignisse nrü'sm ausgniutzt toten, um die Moriima mir?'er Arber erchaft vo.-zu ere tu. Tie neurommuni,.rsche Par e, ive^e desl-atb i^re Kraf e einietzen, um die Arbeiterschaft aufzupeitschen. Bleibe (5 aber la".ei, daß Mtm'^r Simons zu General Wrang l ein Cour o> .e-Bei'- hälttris beobachten welle, ogt-? er ihm sckpn jetzt den fd’ärf.cn Kampf an. Die Reichswehr mü i severschwinden. Die Diivaffmm; bä t dafür ge org’, daß tie Arbei.-rid>att entwaffnet roor^en sei Die Orgesch-Organ sa io-, en see^.i dagegen völlig gerüstet. Ti; Art« ter feien aber auf ihrer £)ui und würden zielbewußt die er Mackst eine andere gegenüberstellen. Die eairze Steuermache sei ein Un.inn, un ec? Ge etzcsmack eri 2ag und Trug, das pari amen tari iche Sy cem eii Hohn. Nur das Rätesysrem fei ge.ig.net, das Recht der Arbeiterschaft yi wahren. Abg. Müller- F-rmiken (S.) polemisiert gegen die beiden Borrrrirrec und le out, di? Ge- winnung der Arbei er'chaft erfolg- nicht im Parlament, sondern in Bctksver am ntlimgen. Gegen das Kultursck>ändende, was in brr Forderung der Zerstörung der Di? cl-Diolvren liege, Ixtbe auch feine Partei Cinipruch erholen. Zur Antofiomie- frage in Oberschlesien m int der Redner, Ober- schlesien solle selbst en'Jcbc ifr.it. ob es bei Preußen bleiben tortie; beim Rrickfe bleibe es j^enfalls. Daß der Vertrag Von Versailles revidiert werden solle, sei klar. Erne Revi ton könnten wir nur erreichen, wenn ivir der Welt beg-r flich machen könnten, daß bei uns ein neuer Geist eingezogni sei. Die Behaupuug Was?arvs, daß die fov I- demvkratische Parstet das erpresste Schuldbekenntnis unterzeiclmet habe, stimme nicht, denn der ino nationale Kapstal Ismus und der Ehrgeiz sowie die Verblenfrung der österreichichen Machthaber in Wien seien als die Schuldignt bez> ickmet wrsteu. Tn? Mahnung der Sparsamkeit siorlere zur Nachprüfung heraus, ob im HeereSctot all di; Psmde und Offiziere erforderlich seien. Das sri Pflicht jedes Abgeordneten. Scheid.inanns Ausführungen wären mitbes.immt aus der Sorge um den Bestand der Republik. Die ewigen Putsche bchroh.en bie Einheit des Reiches. In der Völkerbundangelegenheit teilt der twedner den Standpunkt ces Ministers, wünscht aber, daß em al', gern en er Völkerbund mit Einschluß Rufstands und DeutsMands rustandekommen möge. Müller g cift 'vd-ann die Rechte an, weil sie in Nm Novembcrtagen keine Stimme für die Monarchie erhoben Haie, jetzt aber so tue, als ob sie auch damals ihr Hüter gewesen wäre. Der Redner waufre sich sodann gegen Dr. Sxim, der sich über bad 'Programm der bayerischen Bolk-partei ausgeschwi.gen habe. Daß eine nwnarchis.ische Bewegung in Bauern am Werke sei, sei Tlar, aber bafür sei in der deutschen Republik fein Platz. Im übrigen habe Baiern fein Recht, Verträge mit dem Auslände äbzu- schließen. Wenn das Recht auf 'Selbstschutz, wie ihn die Ovgesch darsrelle, aS zur Zeit selbstverständlich betrachten werde, dann hätte auch die Arbrilerschaft das Recht, sich zu schützen. Die Uebergrifse nach Litauen gehören zu demselben Kapitel. Warum wird die mit dem Grenzschutz betraute Sipo nicht durch die Reichslvehr unterstützt? Erst wenn der inilitäriscfe Geist in Deutschland endgültig begraben ist, werden wir im Ausland zur Abrüstung kommen. Der EntwaffmingSkommis- sar habe nichts über die Ergebnisse der Entwaffnung der Einwohnerwehren in Preußen und Bcwern gesagt. Bauern sei dec frort der Reaktion: auch Grnral L u den do r f f ei dort wieder tnfgc nicht Der Redner kommt damt auf einzelne ONißstünde tzurück und bcstout u. tu, laß daS fiL-Imungsamt med) immer nicht in der Lage sei, nicht benutzte große Wohnungen mit Beschlag zu belegen und erwähnt ten Fall einer Gräfin Warrensleben. die auf ihrem Gut bei Berlin lebe, ihre hiesige Wohnung formell deut Zuschlag an die Dauhü'tt? trotzdem zu. — Stadtv. Schmahl (D.-N.) glaubt, daß der Bauhütte mit Recht der Züschag g goben wurde, damit sie einmal ihre L'istungSiähigkrit beweisen t'önne. Er wünsche eine Aufstellung aller bisher s ü r W o h n u n g s .; w e ck e b e w i l l i g t e n K r e- bi tc, einen Plan über künftighin noch beabsichtigte Wohnungsbauten unb eine Denkschrift barüber, ob es sich nicht empfehl', alle Bauten von ber Stabt selbst herstell-.m zu lassen, anstatt die Baugenossen- schasten zu unterstützen. Eine Dreizimmerwohnung ber Bau enossenichcrft hab? über 90 003 Mark gekostet, während bi? gleich? Wohnung von der Stadt “ 30 000 Mark h?r- denn schcm gerettet? Nehmen Sic mir's nickt übel, meine Herren: als Genesender fühle ich mich eigentlich kaum." „So weit sind wrr auch^noch nicht. Wer wir kemten bis jetzt mit einiger Sicke.chrit den Sitz unb btc Art Ihrer Kranklfrit: ste gehört griufriche.iixv; nicht zu denen, gegen die unsere Wissenschaft machtlos ist." „Immerhin ein Tvost. Ich könnte Ste ja nun bitten, mir einen kleinen m«i»mischen Vortrag über meinen Zustaitd zu l-alten, aber ich verzichte darauf, dnrn ich würde nachher nxihrfdelnliti" nicht klüger fein a s zuvor. Wenn ich gefunb iver' e ist'- gut. Und nxmn ichlkerb?, Fa-rt nur dte Ursache metnes Abganges einer?t sein. Estvas cr.x» deres aber möchte ick von Ihnen wissen. Ente Vertrauensfrage : Halten Sie mich für geiürg normal?" Er fing bat erstaunten Blick auf. den dte haben Aerzle getauscht hatten, unb mit einem trwtifdrn Lächeln fuhr er fort: „Nickst w.-il ich selbst daran rnxitelte. Aber ich denke, sobald ich mich etwas kräftiger fühle, gewisse Vec'ügunget zu treten, bte mögltcherw?ise da ?>ber dort Mitzxr.leo c cgor, an Ihrer vU en Zuredmungs'ä'-igleit yi zwei ein, Herr Falkner." sagte der Pvo eßor. „Auf Gaurn- ^nftijmm übt Ihr Leiden nicht den ge-.-tngst.m ^^/Schön. — Machen Sie sich daraus gefaßt. die Kostenvocanschläge der Unternehmer gewirkt habe. — S'.adtv. Win n (D. Dp ) wendet sich gegen die Ausführungen des Stadtv. Mann^, daß di? h-esigen Unternehmer bet Vergebung der Häuser- bau-en an ber Kaiser-All^ höhere Preise gefordert haften als heute, trotzdem bi; Löhne inzwischen erheblich weiter gestb?g?n seren. Man müs'e sich bie damalige unsichere g schäftliche und wrrt'chtftlidie La^ge, di? jede Kalkulation unsicher machten, vor nlugen halren, ß-wie bie dama s fast unerfckwr g- firren Rcad.-rialprn'e. Jetzt seien die Verhälniise so billig wie jetzt arbeiten können .— otabtv. Müller (Bürgcrv.) rott daraus hin, baß bie Vergebung von Wohnu. grbau.at ia gar nicht auf ber Tagesorbnmtg steht; fit Antcat auf ed)u§ der Ta>a t? roirb ang.nommkn. — Stadtv. F o u - riec (USP.) weist iwch die Angriff.' gegen die Baugeno fen chaf.en zurück. W nn tiefe aitfangs teurer bauten, so lat das an d u allgemeinen Vers hälrnissen. Man dürst auch nickt di? Mt-1. la ernen in der Mühlstcaße mit den Id a wohnu tgen der Getto ffcnidjaft vergl ichen. — Ck?ibürgcrnieiftrr Keller stellt der Baugcnossenjchaft das beste Zeugnis auS. Es nird noch ein Antrag angenommen, die Maurevaibeiten des iitvitcn Bauabschnitts den Gies.euer M a n re r m c i ft e r n fr i.-andig »u den Preifen zu übertragen, die sie für vas erste Vauwetk gefordert l-aben. Zur Kartosselbefchafiung für Kriegsbeschädigte, Kriegshinterbliebene und Minderbemittelte wird aus Antrag der Lebens- nii teldeputation ein Kredit von 00000 Mack bewilligt, ro?iter ein Kredit von 45 000 Mark zur Deckung der dem Lebensmittelamt envacksenoen Verluste aus dieser Kartoffelversorgung. Cinzel- heilen über die Kartoffel Versorgung brr Minderbemittelten usw. würben bereits früher veröfsent« licht. Stadtv. 'Noll (Dürgerv.) unb Frau Mar- tin (USP.) beklagen sich, daß die bi'.li teren Kar- toffeln tron Leuten bezogen wlud n. bu-aJt'v andere als minderbeniiltelt seien. — Deiguorbnistr Seib meint, wenn bie Stabt in Einiellällen betrogen worden sei, so könne daS an dem Nutzen dieser Einrichtung nichts ändern; die Kontrolle sei ausreichend. Insgesamt sechs langsri st ia Erwerbs lose werden tron tc; Stadt unterstützt. Für eine Beihilse zur Besckasfnng von Winterkartoffeln uno Winterbranb sind insgesamt 980 M. nötig. Auf die Stabt entfallen hiervon 196 M., bie bewiNigt werben. Der Rest wird von Reich und Staat getragen. Die Sätze der Erwerbslosenfür- forge werden für die Wintcrmonatc um 20 bis 25 Proz. erhöht Stadtv W i n n (D. Vp3 regt an, die Arbeitslosen möglichst mit NotstanfrSa^b-i^n zu besdüif- tigen. — Stadtv. Kiel U2P.> wünscht eine n>eitergehende Erhöhung ber Arb itölosenunter- stützung, ba man auch in Gießen künftifhin mit einer größeren ArbcitÄofenzahl rechnen müsse. —• Deigcorbneter Frey erklärt, baß di? Arbeitöbesor- guitg oberster Grundsatz d-w EaoerbSln'stnsürsorgc -ei. Der hiesige Arbeitsnach!v?is habe hierin auch einen guten Erfolg zu verz?ichnen. Die SchlachthosgebÜhren wuiven bereits im Frühjahr erhöh. mit Ausnahme der Nn- tersuchungSgebühven, weil man burdi deren Er- hölinag eine Stockung in der Fleischzufuhr befürchtete. Diese niedrigeren Preise wurden aber zu sehr ausgenutzt. Tie Untersuckfungsgebühren werden da- ber verdoppelt. — Stadtv. Winn (D. 93p.) be- fürchtet von einer überslrengen Kontrolle eine Verringerung der Fleischzufuhr. — Oberbürgermeister Keller erklärt, daß der Viesjhe.nd lsvi-rband bereit fti, mit einem größeren Betrage zur Deckung des Schlachthofdefizets beizutragen; vnn der Regierung sei aber bis jetzt noch keine Genehmigung hierzu -n erlangen geivesen. Tie Tagesordnung ist erschöpft. Stadtv. Winn (D. Vp.) wünscht eine schnellere und rechtzeitige Degntwortung von Gin* . gaben durch die Stadt. Stadtv. Otter (USP.) beantragt, den ersten 1 Punkt der nicht öffentlid-en Sitzung: Besoldung der Beigeordneten und des O b e r- 1 bürgermeisters, in öffentlicher Sitzung zu beharckeln. Ein Antrag Ebel (Dem.), diesen Punkt heute abzusetzen und aus die Tagesordnung der nächsten öffentlichen Sitzung zu stellen, wird a n g e - 1 nommen. Stadtv. Biermann (Dem.) fragt nach dem ' Schicksal der BesoldungSorL-nung für Ruhege- haltsempfänger. Oberbürgermeifter Keller erslert, daß die . hessischen Stävle diese Frage gemeinsam regeln wollen, was für die nächste Zeit zu erwarten sei. Stadtv. Kiel (USP.) beantragt Stel'ung« * nähme jur Entlohnung der Notstands- - ar bei ter, die weniger als die städtischen Ar- : beiter bekämen. Beigeordneter Krenzien erwidert, daß die Notstandsarbeiter wegen ihrer Leistungen nicht - höl-er als ungelernte Arbeiter bezahlt werden ' dursten. Um 7 Uhr wird nach dreistündiger Beratung ' die ösfentliche SiMng geschlossen. Bernhard Falkner kehrte sich jetzt den Erntrc- brtfcn zu und sag le mit einer grüßcu.drn Daick- »megung: „Sind oie sd?on ]¥rtrg ? Idr hvfse. Sie leben den gntim Alten nickst zu kränken branden." „Dec Herr Kollege war über das Ergebnis un- llnteriudmng nicht weniger e.freut alS wir," mvikrte icr Pvo e"or in sei er ernsten, zurnd- »Iteitbcn Art. „Er schloß sid) auf Gnmb fr?s Be mnbe5 unserer Ansidst hurck-cruS an. Demi er bei Äuufd', mißrrte, baf>*ber Herr Kol ege Doktor Gcr- ’ltting statt seiner die weitere Belxrnblimg über» Mnien möge, so gesd-ah es einzig in Anbetvadst piiter eigenen sd'steöstcn Gesundheit." ' Falkner nickte. „Ich verstrhe. Sie werden damit bei dem ^ickron Sanitätsrat keinen Stein ins Brett v;- »mmeil l-obcn, junger Freund! Mit der Er.erint- ns. daß irren menschlich ist, beginnt man nie 8rn bei sich selber." „Es kommt ja auch vor allem darauf an, Herr «alluer, ob Sie das nötige 58ertrauen zu mir Buben." „Warum sollte ich das nicht? Ich bin l*n der Geschichte doch nur das Objekt, dis keine ®8cnc Meinung haben darf." „Ich glaufr', daß'Sie dem Kollegeii Germerrng M.gr.->h.nn Tatik verpflichtet find," sagte der Pro- mit Nackchruck. „Es ist kerne Uebertreibung, st^ui ich als meine feste Ueb?rzmgnng ausspreche, Jhu«i das Leben rettete." „■ta$ soll 'ihm nicht vergess en sein. Wer ist es Sitzung dsr Std-Lverordneten. Gießen, den 1. N»o. 1920. (Schluß aus der Samslag-Nummer.) Wo^iungsbautcn. Der Finanzausschuß Hal zwar einen Kredit von 4 Millloneii Mart beantragt; in Anbetrackst der Reichs-Hilfe roiro aber ein itternt von drei Millionen Mark, ausschließlich des bereits bewilligten Kredits von . 00 0JO Mack ausreichm, um die Kleinwohnungen in der Bleich.rraße und dec Kaiser-Allee auszusühren. Dieser Trei-Millio- nen-Kreoil wird emflimmig b willigt. Durch das neue Pr fckt nxnxeu etwa ICK) Wohnungen neu gewonnen. S'adtv. K r a u s m ü l l e r (D. Dp.) beantragt, das; bei Ausführung der städtischen Bauten auch die Gvehenei' Pcnatardst elie l zu? £-c fteTiung von P.Lnen herangezogen w?rdm. Siaotv. Winn(D. Dp.) weift hierbei darauf hin, daß ein solcher Antrag bereits vor einem Jahre gestellt unfr auch angawnimen worden sei. Auch heule wird der Antrag äugeitommen. Stadtv. Goertz (Ztr.) hält die Au ivendungen der Stadt für^Wohnungs- banten nicht für genügend und verweist auf anbere Städte. — Stadtv. KrauS müller (D. Vp.) rollt di- prinzipielle Frag? aus, ob das Bauamt bei Mindestpreisverg buitgen die S auteerordnetenver- sammlinm nicht zu befragen braucht. — iveist darauf hi.i, fraß frre früce 't Stadtverordnetenversammlung die Bestimmungen der Släüteordnung bestimmten Modifikalioneti unterwerfen lEß. Er beantrage, die freihändige Vergebung der Arbeiten zu gestatten. — Stadtv. Mann (Soz.) spricht daiwn, daß die Stadt von bett hiesige?' Hanlt'werl'erii ül Bank, stetizuschüssc erhol en weite, wenn es auch viclleidst formell feinen An pmch mc hr habe — Beigeordneter Krenzien stimmt dieser Auffassung bei. — Sadtv. Krausmüller ^D. Vp.) Hal gegen das System der Bauhütten prinzipiell nichts einzuivenden. Die Stadt müsse aber vor allem Rücksicht auf den hochbesteuerten und notleidenden Handw?rk-?rstand nehmen; er stimme aber Berlin, 31. Oktober. Im Reichstag ist e in; deulschnationale Interpellation wegen der Ka r« o ff e l o er so r gun g ci.irejtr: gen, in der es u. a heißt: „Oboohl di? ßanbiuirte sich bereit erk.arl hält.n, für die minoerbemitteltc Bevö.krung eme gewisse Menge Kartoffeln zu mäßigen Preifen zu liefern, wurden an vielen (Sc.kn TeutfchlandS de 2dnfr.ii.te durch Drohungen vcran.aßt, Li?sw-u>.gsverpilichlungen ans Kartoffeln zu hecabges ßteu Preisen für ihieBeru-S genohen zu üo?rn.l-men, für deren Ausführung sie nicht einzusiehen txrmöd)tcn. Von überall her kämen außerdem Mi t i.ungen über mangelnde SSagengqidlungen der Eilenbahn. Erika schrieb an ihre Pslegeschwesler: Li bsle G-r a! Vergib, ixn; ick Temen Brief erst heut? beantwort?. Es liegen fdftmme Tage hmtcr mir, Tage, an denen das De'inden des Onkels es mir unmöglich macht?. Deinetwegen mit ihm zu spreckxn. Aber bie drohend? Gewähr ist, Gott sei Dank, vorill^c, und m Schimmer neuer Hofmmg iracfit uns alle sehr gluck id?. Er leudstete aut in den Augenblick, wo Doktor Oswald Germering, ein jimger Tte'r.i- bnnrrer .Arzt, als Vectre ec un'e e3 erkrank cn S i s fe r (Dem.) betont: Wir dürfen Tne Gklegcnlxit versäumen immer wiedtr in di' D'lle denn das Bürger- 16»n anderes, als den Arbeitnehmer neben dem I Unternehmer mit S arital zu beteiligen und ihm [nie maßttebeude Stellung eiuzuranmen. Auch die loetri-.Nn Aiissührungen HeimS hätten von großer 2tb‘ und tiesem Verständnis für die Arbeiterschaft ' ,-r^ai-Tt. Der Redner ermahnt die Arbeiterschaft, -he Forderungen nicht zu überspmmen, fordert eine ^rrnlierung her Stteikbewegimg durch gesetzliche 5üt)img der Sck'ichlllngSanssd'ülse und lveist nach, tcn die Zwang-wi'-tsd)ast, bie bock ein sozwlistiscker 9tfrnr°e iT(fcunq gespart werden. Wenn die Sozialdemo- I 'oolen nicht wollen, so dürfen sie sich nickt besagen, I nenn ohne sie regiert wird. Von der Reaieriing oer- lltw er daß sie nickst immer nach ber Sozialdemo- I 'm ü hin'cknele Andever eits mü'sen die ewige Un- Inibc inib bie Geruch e von einer Ministerstürzerei I aiibörrn damit cnd.ich mit dem Aufbau begonnen ?cr Minister ein Körnchen Wahrheit i Er pvlemi i?rt gegen die Rechte unb fragt, I ck sie ern '.lich glaub", die Monarckfie 'wieder auf- I rixhren zu können. Sie werbe cs niemals fertig I :e*Dmmeii Wir wilien, baß es mit Ihnen einen I Ümip) Auge uni Auge, Zahn um Zahn geben I nitb; darauf bereiten wir uns vor. Der Versailler I Ertrag sei nur das Echo des Vertrages von Brests I ittowSk. Der Entente könne jetzt feine andere I Mfrt entgegentveten als bie ber organisierten I Lrbcftersckstift Nickst nur in Wes enropa, auch in I ibg'aub machten sich schon bie Anzeichen ihrer I Sirimog bcnrciTbar, anbever'ei s sei aber zwischen I 'en itarjoidTcn und denNckien Milita-ismuS kein I Ihlerfdiex unb wenn es .gegen bie Arbeiterschaft I oTft den Bolschewismus en nidsts erreichen, unb ■ ü' Bordstägc, bie hi r gnnach? toerbm, sind nur IA lrapi»en des Kapitalismus. Eine Sozialisierung Imtcr Sd?onung ber Unternehmer sei eine F«rce. ■ Eine ait.xTC S' ziali'ierung werb« sich aber in ■ Wem hohen .frone nicht frurckstühren la'sen. M e Einige ^eitedunat:™ Winterkartolll werden noch ancrM Seibert. LM 11610 Telki'bon« SdijMSl zulanichrngciMßV Lindcngaiit W EinlieinjI Infltftllateorll Miiber BM« eiiiücirot "ch nmdjcn. eia Hnuf,guige^» in OtäNiJfflffiH üeöinö.: fljJ evtl j H Slniieb. mit MAA rüdnelan6tron\ll;T| Suche >»-ne" terf.Senn.n-11^* n sich- Ve6enÄbe'i"fl 38 3» *.! ■ ■ II mit «Ä 3.lr"'l «"'."Kl HW । ®n,n? hr eth®11 MA MW Bk'-iAl -t»LÄit''">» NASH an einen Prinzen Solms ixermie'et hab;, ber sie aber nicht benutze und noch bic stäbiischen Lefens- mittel für sich abbolen lasse, auferbeni Kohlen in Ueberf uß feziehe. Einen Slurz ter Regierung wolle seine Partei so lange vermeiben. als nicht bie Deutsch? Vo kspattei bie Turchfühning ihres Wahlprogramms burchgesetzt habe. Desglcid)en brängc sie sich nicht nach einer Betellirung an ber Regierung. Zur Sozia menung bemerke er, baß biese nicht etwa in preußischen Bahnen wanbeln solle., Der Vorschlag I der SozialisiernngSkommission sei das zu ei'strebende Ziell Reichswehrminister G e ß l e r fezeickme' es als unerhört, daß solckie Uebergrtrfc in Ouprcnßen erfolgt sein sollen, wie ber Vorcrimer sie soeben besprocheri habe. Er habe nvck eben in eifern Ferngespräckf von dem Obervrä ^i cn von,O > Preußen erfahren, taß die Geriichtt stark übertrieben Wiedergaben feien. Seit dem 15. Oktober habe niemand mehr bi-' Grenze lll-erickritlen Nach einer Reihe prr'önlick-er Bemerkungen bittet der Präsident den Etcrt einstweilen dem Haushaltsaus'chus; zu übrrwri en. die Beratung aber fortzusetzen. Das HauS beschließt b«m ri-a Stuart. Mittwock), 10.: Amphitryin 428, 334, 300, 189, 187, 296,50 311- 164,80 289,70 263,70 76,42 487,50 635, 419, 401, 22,47 2 ,34 87,90 16,68 2103 8 ,35 15,02 422, 406, 459, 290, 310, 605, 550, 420, 336, 308, Sitzung vom 21. Oktober 1920. Dem Antrag des bei dec Lantes-Heil- 470,- 250,87 622,- 312.50 67,50 36),- 29.10. 8,22 4,20 9,50 675 23.97 85,15 14,98 Kurs 29.10. 79,50 179,55 279,70 259,70 74,93 487,- 30.10. 8,25 4.30 9,75 250,- 626,- 308,75 22,53 24,40 8^,10 16,72 573,50 568,50 2,67 -, - 20,25 20,75 1,30 340,- 301,- 477,- 249,50 630.50 308,75 bahnet sind ferner schwer versetzt. Der Materialschaden beläuft sich auf etwa eine Million Mart. Ter Verkehr wird eingleisig auf^e l>irr..a.ten. Dieses Eisenbalyu-Unglück ist Ca5 vierte m kurzer Zeit in der Müntener Gegend. 179,95 280,30 260,30 75,07 488,— Tie am öessische ivertat bei bei len Rci Vom g; die Post oö ridtigenben Darms Öe1 Die Kartoffelüerforgung. Dir Produktionskosten für Kartoffeln im Jahre 1920. 294,25 312,- 608,- 550,- Schlichtungsausschutz der Provinz Oberhessen. Sitzung vom 20. Oktober 1920. Tas städtisch« Elektrizitätswerk Gießen ist ver- pslickicktt, den Otermonteur fi-aalc weiter zu bc- schästigen »oter eine Entschädigung in Höhe eines Monatsgehalts zu zahlen. Ter Einspruch des Heinrich Grünewald m Bad-Nauheim gegen die von der Bade- und Knr- vern-altung ausgesprochene Kündigung ist nicht gerechtfertigt. Grünewald war nur aus 'Saison für die Ausführung fdnifilidier Arbeiten aus dem Bureau der .ilurfremdenme.dung eingestellt worden. Tas Versah en gegen die Firma Ernst N.e- mann wegen Wiedereinstellung des Klar! Kirdmer wird bis zur Herbeiführung einer geridstlidsen Entscheidung ausgesetzt. (§ 8b Abf. 2 BRG.) Tem Organisten Kasten in Gießen ist von der isroelitisdren ReligvonSgemeindc eine Teuerungszulage von 400 Mk. für daS laufende Rech- nungsi'ahr zu bezahlen. Tie Frage, »ob der kriegSbeschädrgte Schrcib- gehilfe Karl Walther in Friedberg nach Beendigung seiner jetzigen Beschäftigung aus Grund ter von ihm behaupteten Zusickxrung 'wieder beim KBeisamt Friedberg in der früheren Art zu beschäftigen rt Berlin hluß- Schluß- Schluß Vetr.: Tie .oerh baut dln hkN £6 weil . Tic Vers unb den Ark nn Regierung W tervon ( Men die i oräde Dom S Renten molle Tiefen 30.10. 79,50 Schotten, anstatt sie in den Bervchr W bringen. Es dürfe nicht zur Wiedereinführung d r Zwangs- betoirtsckrasiu.iig, dem sd)limm,ten Feind ter Land- wittschast, Ikmtmen. Eine derartige Maßnahme enden, stehe jetzt in der £> der Lmidwitte. Ter Kreisbauernoer ein ipct.t d m- g'genüber in einer Erkürung im „Wetz arer Anzeiger" davaus bin, das; nickst drran g-soackst werden könne, ben Kardosfelbed.rrf, wie h:cr und da angenommen werde, ganz aus ter Pr- duktion des Kreises zu deckten, dec Kleis fo fern einge ührt Habs, und dies zu einer Zeit viel größerer Pnoduktton und viel Ueineren Bexirses als jetzt. Bereits in der damaligen Kreist. g'ssitzmig hätten die Bettreter des Lautes den Verbcxrud-ern d.tilgend empfohlen, ihren Kartosfelb dars den amtidjen Stellen anzumelden, damit sie aus den dem Kreise zur Ver- fügimg st Hilden Vetvazslartofselii besidigt wer» den könnten. Tie Kveisbauerirschaft könne datier die Verantwortung nickst tragen, wenn der K-.ecs burd) den Verzicht aus die Lieferung von 20000 Zentnern auswärtiger Vertrags la. tosseln seinen gesamten Bedars nunmehr nickst decken kann. Es bleibt abznivarirn, wie sich die Tinge in den näch- sten Wock,en gestalten, und stnsbesontec, wie die Lieferungen der auswärtigen Vettragskartofstln einsetzen werden. Amsterdam - Rotiecd. 2387.60 23 2,40 2297,70 23 )2 30 Brüssel-Antwerpen . 509,95 510,55 514,45 515,55 Christiania...... 1041,45 1043.55 1021,45 1023,55 Kopenhagen Stockholm . Helsingsorr. Italien . . . London. . . New-Pork. ^.Queckborn, 29. Okt. Teure Schlacht- schiweine gibt es Heuer. Metzger und Private zahlen 14 Akark für das Pftrnd Lebendgewicht. ist, ist im ordentlichen RechtÄveg zum Austrag bringen. Zwei weitere Sachen wurden vertagt. Kurs so. in. 79,50 67'30 66,75 62.40 166, 326,50 230,50 211,25 185.- 169,75 188,84 137.84 551, — 422,- Spirlvlan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Dienstag, 2. Nov.: Der Frei- sckriitz. Mittwoch, 3.: Ter Zigeunerbaron. Donners- 29.10. 7^,50 67,60 68.50 62,60 165, — 326, — 236,- 210,- 176,25 169,75 181,50 188,87 575,- 424,- 410,- 464,- 297,- 313, — 610,- Electron Briesheim . -,— 359,- Marknotierungrn, Datum: Zürich . . . Amsterdam. Kopenhagen Prag. . . . Stockholm . Wcen . . . . London. . . Paris . . . New-Pork tag, 4.: Don Giovanni (Don Juan). Fr rag, 5 : Ter fliegende Hollander. Samstag, b.: T e land Sonntag, 7., vormittags 11 Uhr: Erstes Bol's- konzert. Abends 7 Uhr: Tosca. Montag, 8 : Der Bogtthänd.'er. Tienstag, 9.: J^i^enie auf Tauris Mittivockst 10.: Undine. — S ck>a u sp t^ l ha u s. T-imstag, 2. Moo.: Lilrom. Mittwoch, 3 : Prc>- m>'.theus Hierauf: Est er. D.m. erstag, 4.: Judith. Fw ilag, 5.: Amp it.yon. Samstag, 6 : Pra- rnetheus. .hierauf: Estl er. Somitan. 7 . nack-mittags 165,20 240,30 264,39 76,58 488,- öic mW Le' zieilh-»"!!! 1;,,i lie w sät mehr sich Mi g^etzes offinrng. int Frühjahr etwas b \y e Preise, 17 Wa zu erzielen, ; ich ■ crzu v rstänten, Kariofs ln zurück- | Bveini Pslegoanslalt beschäftigten .^stMlkeuwärttrs Sxtnrid) Emmerich auf Weiterbe.zahlung sei e. Befuge a s MilitärkvanKmwärter Bonn nickst entsprochen werten, dagegen ist ihm mit Rücksicht auf dre anerkannt besonders fdinnerigen ijage aus vorten> tenem Fonds zur Steuerung angenb.icklickier Not eilte kinm-alige Wirtschaststeihüse ton 2uO Mk. zu zahlen. Ten Arbeitern ter Firma 2. Rothenberger in Gtesten ist mit Wirkung vom 1. Oktober 1920 eine Stuntenlohnzuiage von 20 Pf. zu beMstrn (bisheriger Stuntenlolm 4 Mk.). Ten in ter Organisatvon für Dolzboarbeitungs- betriebe für die Orte Girstm, Fri«berg, Butzlack), Bad-Nouh.im, Grietel, Müuzeuberg. trckch, ckangs- doti, jungen, Ni.da, Sck>otten, Alsse d und Lauterbach besdrastigten Arbeitern ist mit Wirkung vom 1. Okdobrr auf die z. Zt. besteheatea Shntten* löhne eine Zulage von 25 Pf. für Arbeiter über und von 20 Pf. für Arbeiter unter 22 Jahren zu zahlen. Bis die in Berlin schwebenden Verhandlungen über eine zentrale Regttung der Verhältnisse ter Einnehmer gegen die Versichrrungs-'?lktien-Gesell- schast „Viktoria" in Berlin er eoigt sind, ftnd die Einnehmer ter Haupttebe>lle b?r Vilboria- terftdvrung in Gtesten weiter zu tesck>ästigen. Ter Antrag zweier Arbeiter gegen bte Gerberei Gensheim in Butzbach fanb durch Verstän- digung seine Erledigrmg. Tie von der Krma von Essm, Lindenbaum in Frankfurt a. M., gMm 6 Artei^r der Farten- mühle Bellersleim ans 'e'prvcte te Äckrndigung i t unnirksam. W'gen We.terbeschäfttgung ier Av- teiter ist der Firma Verhandlung mit dem Bc- tri.bSobmann aufgeg ben worden. (Ersatzte'chä^- tigung bis zur Wiederaufnahme des gestör.en Mahltetriebs >oder bis zur anterweiten Regelmm des Betriebs.) Tec Einspruch teS Bäckergesellen Asd-enbrücker bet Bäckcrm.-ister Lmas hier gegen die am 1. Oktober erfolgte Kündigung ist nickst gereckstserttgl. Aus dem Amtsverkündigungsblatt. ** Das Amtsverkündignngsblatt Nr. 157 vom 29. Okt. enthält: Tie Stätte arten m tem genxerblide.t Betrieben. — Rttseverkehr nach Tai:zig. — Tien stnackwichten. — Feldle en rg-un- gen Obersteinberg, Lich, Bergheim und Hemchel- herm. Zur Reise nach Danzig ist erforderl'lch ein deutscher N-eiscpaß mit deutschem Sichtvermerk. Sofern dre Ntt,e rin Durch^a-igsreckehr über pol- ntsck»>s Gebiet erfolgt, wird austertem Visum crncs polnisck-en Konsuats benötigt. Dienstnachrichten des Krersamtes. xsn O berwe tz, Schmalbach w'd Dorlar iKveis Wetzlar) ist in je einen Gehöft br Aüaul- unb K'lauenseuck,« amtidji sestgetellt Worten. Die Schiutzmastnahmen sind angcjr£ntct. In Ehringshausen und Garbenheim (Kreis Wetzlar) ist die Man - und Klanen- seuche crlofdieu und die Sperre ausge i ten Worten. Tie Maul- und Kai e^seurte ist ier/er erloschen in ter Gemeinte Ober wer mar (Krcts Marburg) und in Cölbe (Kreis Marburg, 1193,80 1196,20 1193; 0 1196,20 1043,95 1046,05 Bud.- Eisenw.» Akt. . 635, Adlerwerke...... 308, ^0/oHess Staalsanl. . jjlis Zrbtiier!^ Produl ivm laten für Kartosseln sich zusammen- setz^u, sind Arteitslöhne, Ge Dann bzw. Maschinenbetrieb', füaft ich Düngemittel b;w. ttensckierTung und Pflanzgut, wom noch bi? allgemeinen Unkosten des !anttvir'sd>ait ichen Betriebes (Steuern, 33crfid>mtn.'.eit, Maschin.m, Bau en, Aufiichtsfüh- rung, Leinng usw.i> anteilmästiA hinzugerechnet werden müssen. Es handelt sich allo um die Frage, Z? an Sei. Berlin, 30. Ökt. Börsenstimmungs- btlb. Tie Börse war wenig lebhait wegen ter bevorstehenden zweitägigen Uute.bredmng des Börsenverkehrs. Tie Kurse letzten namentlich am Montanmarkt vielfach schwädxr ein, was mit ter Beendigung gewisser Jnlerete ckämpse erklärt wurde. Bochumer gewannen von ihrem /r Pvoz. geivaimcn. Von Elektrizitätsaktien sind Elektrische Lickst u. Kraft mit einer 9pwz. Bessermig hervorzu'eberr. Tremens u. Lwlske wurden zu gesteige.t.n Kursen von guter Seite aus dem sJJZarft ge'-tontmen. Kalt Asdiersleben stellten sich anfangs 14 Proz. niedriger, bess Ticn sich aber späte hm um 6 Pvoz. Teiitsd-e Petroleum na en anfangs lebhaft und 50 Pvoz. Hölzer gehandelt, während sich Steania Romana 60 Proz. niedriger stellten. Tec Anlagemarkt war wenig verändert. — Tie Börse schloß im allgemeinen ruhig: iedoch gewannen Orenstein u. Koppel etwa 20 Proz. Die nur zu Einhetts- kursen gehantelten Jndustriewerte stellten sich übev' wiegend höher: Frankfurt a. M., 30. Okt. Börsen- stimmungsbild. Rack) der gestern gegen Schluß ter Börse eingetretenen Neiinng zu Realisationen, die mit dem Rückgang ter Devisenkurse in Zusammenhang gebracht werten, war zu Beginn tes heutigen Verkehrs eine größere Zurückhaltung zu be- obadyten. Die angekündigcke Einlegimg eines lBörsenruhetagos am Montag war auch geeignet, die Unteiiiehmnngslust einzuschränken. Valuta- papiere lagen vernachlässigt, lassen aber mäßige Befestigungen erkennen. Deutsch Ucberfee mäßig schwächer. Unter ben Montanpapieren sind eigentlich nur die Aktien her Gelsenkirchener als sest hervorzuheben. Sie begannen den Verkehr mit einer «Besserung von 5 Prozent. Sonst lagen Mannes- 'manu gut behauptet. Buderus sdstvankend. Auch sonst sind Abschwächungen zu beobachten. Daimler mäßig fester. Adler Klet>er gut behauptet. Eine mäßige Befestigung erzielten A. E. G. und Bergmann. Sonst waren Elektropapiere durckstveg schwä- d)ev. Schuckert konnten sich 8 Prozent erholen. Die Börse schloß bei schleppendem Geschäft und fester Tendenz. Vrivatdiskont 37/9 Prozent. Fwankmtt r und Bettmer Börse sind heule, Montag 1. Nov., geschlossen. Frankfurt a. M., 1. Nov. Dettifenmarkt. Geld Bttef Geld Brief Datum: 29. Okt. 3^.Okt. Hühneraugen Hornhaul,5chvielenuWarzen ' '/7bß5eih'i$brhnßll.5icheruJ(hnieizh ^1/ r | 100000 farh Mi Kukirol PrebM 3 - In Apotheken u.Droberien erbälHid Droscrie Noll, Bahnhofstraße 51. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Raub der Memeler Flotte. Paris, 29. Okt. Der WietergutmachungS- ausschuß hat entschieten, daß die in Memel rtJ gistnerten Boote ter WietergutmaclM^ Kommission überliefert werden müssen. Gs soll nick abgewartet werden, bis bestimmt ist, welcyes tut die Stadt Memel erhält, jedoch sollen die (hr- wohner der Stadt ihre Schisse nicht abliefern bv zu dem Tage, an dem die Nationalität des Besi^i- genau fcstgestellt ist. Die Restforderung für Scapa Flow. Paris, 29. Okt. Die G« s a m t t o n nagc »wlche Deulschland als Ersatz für die versend Schiffe von Scapa Flow hevansmgeben hat, ifttwi ter Wietergulmachungskommission ans 275 000 Tonnen festgesetzt worden. Der Botsdmsterrat tekanntlich entsprcch'nd dem Schlußprotokoll v-oc 10. Januar 1920 die sofortige Herausgabe tun 192<')00 Tonnen hasenmaterial gefordert und d der WiLtergutmachungskommission überla sen, den Rest zu bestimmen, ter binnen 30 Monaten io liofern ist. Es handelt sich also um weitere 83(w) Tonnen Schwimmdocks, Schwimm kraue, SchlrM und anderes Material, von dem angenomnn wird, daß Deuckckstand es ohne Beeinträchtiauns seiner wirtschaftlichen Entwicklung entbehren kam. In diesem Sinne hat die Wiedergutmachung^ kommission jetzt entschieden. Der Handel mit England. Paris, 30. Ott. (WTB.) Nach einer „Na- tin"-Meldung aus London erfiarte Asquith ä einer Rete in Leicester, der Handel mit ben ehemaligen Feinde müsse alsbald wiedu ausgenommen werden. Nur burd) ciren rUgemcittii Warenaustausch könne die volle Produktion nieder einsetzen, denn es gebe keine schlechtere irnt verhängnisvollere Politik als sich zu weigern, am« einem Lande wieder Waren aufzunchmen, mit tau man ehemals Krieg geführt habe. Russische Invasion in die Mongolei. London, 30. Olt. (WB) Ti? „Timci"' Hielten aus Peking, mehrere Tausend IJtuid sc n seien in die Mongolei et'-gebrungen uni! marfcfi:rten auf Urga. 5090 Mann chinesüHii Truppen feien nad) Urga abgeganget. Der Terror in Rußland. j Paris, 30. Okt. (WTB.) Nach einer burtg aus Sebastopol Pü ibigen Ijmntunp.tuhl Blätter ter Stadt an, daß 3 1 Personen ro-t'l genantibvlschewistif cher Umtrtcbee:r-l schosfen worden sind. Pa r i s , 30. Okt. (WM.) Nad> einet RI Meldung aus Warsd>au wird aus Moskau eine Dt-j tenfive monarchistische P ropa ga nda sl metbet Als Kandidat für den Tl>ron wird Val Großfürst Michael, ter Bruder des ehcmalisml Zaren, genannt. Die Teuerung in Italien. Rom, 30. ort. (WTB.) Ter MinisterM genehmigte einen Kredit ton 20 Millionen lü&'| als Beitrag zur Bekämpfung der Teuerung. Die Beisetzung des Vürgermeistcrö von Coitk l Paris, 30. Okt. (WTB.) Nach einer NckI düng tes „Pecit Parisien" aus London ereignd*"’« sich bei der Ankunft der Lttch? tes Bürge!'' m'eifters von Cork auf dem Bahuhil Dolyl^ead Zwischenfälle. Eine Schweiler . vü . mehrere Brüter tes verstorbenen Bürgecmeistc^ I weigerten sich, zr^ulassen, daß der Sarg aus bar ' Eisenbahnwagen von Polizisten und Solte'en cul ! den von ter Regi?rung gestellten Dampfer ü tragen werden sollt'. Es kam zu einem S’anW’j ge men ge und die Angehörigen des Bürg'"'V mcisters mußten mit Gcwalt b’feitigt werden. Räuber in einem Spielklub. Hamburg, 30. Okt. (WB.) In einu^ I Spielklub erschienen zwei vermummül^ Räuber, bte mit vorgehaltenen Revoltern dmil BO Spieler ihrer sämtlichen Wettsaitei tevaubltn-j Ter Wert der Beute beträgt 1V3 M illioncnl Mark. in weldxrn Um fange dise einzelnen Posten gewachsen sind. Ta di>? Höhe jctes einzelnen in den teridiietencn WirZcha-ten re nach Landes teil, Boten- uno Maick vechliltnilsen sehr voneinander abroHdrn. so lasen sich selbstversbändlid) nur Mi!trl.;qh'e:t emgeb.m. Die Arteits'öhne konnten im Jahre 1919 pro Tag noch mit 8—10 Mk. für die Männer und 4—6 Mk für die Frcmrn angeletzt werden. Fm Sommer 1920 sind die Löhne für die Männer auf 18—20 Mk (in Sch'esnng-Dolstein bis 34 Mk.), für die Frauen auf 10—15 Mk. gewachsen, also um eNva 125 Proz-nt. Ein guter Beleg sind mich die Enitckosten. Wurden im üergangenen Jahre für ten Zeniner ansnehmend 0 65—1 Mk bezahlt, fo müssen dieses Jahr 1,80 bis 2,25 Mk. gewährt werten. Die Kosten ter Anspannung stiegen erheblich mehr infolge der hoben Steifer» und Strohpreise, wie ter enormen Kosten für. löufbesch'ag, Sattlerarbeit ufw R''d>!'e'e man 1919 den Pferdearbcits- tag einschließlich Pfleger (ein Mann auf 'zwei ober drei Pf.rte) nedj auf 15—20 Mk.. so wird man ihn heute auf 40—50 Mk. veranschlagen können, wofür die Fuhrlölme aus tem Lande einen guten Anhalt grbrn: das wäre also eine Steigerung von mintestens 150 Prozent. Noch teuerer ist die Ma- sdfineukraft geworden. Kotmte voriges Iaht der Morgen noch für 26 Mk. mit dem Dampfpflug gepflügt Werten, so kostet dies heute 100 Mk., also §ast das Vie-fache. Tie Tüngemittel sind sehr erTieb'id? inner ge* wrrten. Für den Kartosf.lbou sind die Sttck- stoifdiinger und das Kali von ausschlaygebenter SOcteutung. Ein Kilogramm Stickstoff in schwetel- fainx-m Ammoi:ial ko'ete 1919 Mk. 2,60, 1920 Mk. 12,— rr i allen S-tntimen. Tre Kalidünger erfuhren gleichfalls diw be- träd)tlid’< Verteuerung. Nicht nur wirrte ter Preis am 1. Tezembec 1919 um das 2V2iade erhvl,t, auch die Jwrcht wurde verdwvelt. Jnfolgcktesten stieg der Preis, der je nach der Art des Kalidüngers ir.ib b?r Entfernung ab Werk pro Kilogramm Kali für den Landwirt 1919 sich auf Mk. 0.30 bis 0,50 gefiert hatte, 1920 auf Mk. 0,90 bis 1,40, also durchschnittlich um 200 Pro-. Ntindes'ens te pvelt :o teuer wie im vergangenen Jalire nvifii auch bei den aufs drei- bis vier- farbe gestiegenen S'v hp ei en ter Stallmist veranschlagt werten. Das Pflanzgut (10 bis 15 Zentner pro Motgenl Ito'e'.e 1919 120 bis 150 Mk., 1920 180 bis' 300 Mk. Ganz gewal ig dürsten endlich die General- untoflen ter lmidiri ttsck?astlid>en Betttebe gewackxlen fern. Man teufe nur an die Revaraturdo'len ter Ackergeräte un> Gtebäute, tte gei regen en Abgaben, BerichenrngsPrämien. Portolloßen ute). Hier dürften 200 Pv zent Steigerung eiuzu'etzen sein. Vorstthenter Vergleich ’,cigr, daß die Gesamtkosten der Erzeugung sich sick;erlich sehr bedeutend erhöht haben. Die Karloffelvkrsoraunu hn Kreise Wetzlar. d. Wetzlar, 29. Okt. Während in ter vorigen und in l*ct vorhersiegangenen SEßodje auf tem Gebiete ter Lebeitsnii!tefvetti rgung die Kartwfsel- svage in ten Vordergrund gerück: war. nradit sich in den lebten Tagen nrin genn'ies Abflauen be- merftKrr, NAnnus ier Sckstuß gey?gen werten dürfte, daß die Wiedereindeckung ter Verbraucher besser vonstatten geht, als ursprünglich angenommen wurde. Das Mafien und Jagen nach Kartoffeln spivohl von Seilen ter Einzelvrrbrauck)er, als auch der irtim'hicficn Wer^e, di? sich bte SBerorgung ihrer Arlei cr ebaft seht migeleg.n sein lassen, ist iririxt mehr in dem Umfange zu beobachten, wie es bisher der Fall 'war. Turd) ten 9lb,'ch'uß von Lieferüngsvet- tr ä gc n sind im Kreise rund 17 000 Zentner Kartoffeln ansg kommen, durch die jedod) nur 30 Proz. tes von den Ve' braudiern f. Zt. angemeldeten Ve- ba-fey gedeckt werten können. 40 000 Zentner Kartoffeln waren tem Kreise von ter RrichSkartofirl- stelle von anÄvarts yicewieictt, die aus ben öst- lidxm Provinz n celicfert n-erten sollten. Nack) ein* öcixmter Erötterung im Kreistage ist im Hinblick auf die Verteuerung dtrrch Hobe FradTtkosten usw., sowie mit Rücksicht auf die Unbefhmmttett der Lie- serzriten auf die Lieferung ter Hälfte, also 20 000 Zentner dieser Kartoffeln verzichtet werden. Man ist babri von b?r Annahme misgegangen, daß es ter Kreisbevölkerung bei dem befriedigenden Ausfall ter Ernte möglich sei aus den der freien Bewirtschaftung verbleitenten lleberschussen der Erzeuger fid) teilweise selbst einmdecken, was in ten Sanbgemernten and) vielfad) gefdief^en ist. Einzelne Landgemrinteu Foirnten sogar nod) die ihnen ans ten mifg to mmenen V^. trags^artosfe'n zu gewiesenen An eile anderen Bedarf'sgemeinten d?s Kreises zuführen. Während aus tem Lernte — ausgenommen bie’eni^en Gemeinden, die stark mit in bu ft rietet Be:>ölkerung durch-setzt finb imb Weniger Landwirtidvesl tneiben — die Verbraucher sich größtenteils sdwn für das ganze Jahr ein* Scteckt haben, ist dies in ter Stadt in nur geringe* tem Uni fange imb zwar nur da möglich gewesen, wo Ve.braud-.n nn'er,Verzichtlristung aus ihre Ver- ttagskartoftelantrile ihren Bedarf von Erzeugern vom Lmite nnmitteBar lezogen baten. Den übrigen städtischen Berbraudrern, sonne mich ten- jenigen tec als Bedarf Gemeinten geltenden Ort* fdiaf'en wertet Kattvffen je nach dem Eingang von ten Li fe ste len ra'ionsweise zugewiesen. Fürs ktsle ist jedoch auch di-sc SSerbraudrerftbaft versorgt. In einer in alten Gemeinten des .Kreises Mi2härtgen'.en B-ckann:ntadi".ing wendet itdj der Landrat, znglrich and) in ferner Eigen schift als T i rek'vt ter LvVrlattcilung Wetz'ar tes landmirt- fckxtfriikhen Vereins für Rbrinpr u'en an tie Laute nrirtc des Kr i '' s lt? »ich angeltcbts der Zeitver- hältnisse der sittlkten Pslidst beton),t fein mußten, das äußerst Mög i h'.e tt .tier Kar osfelabgibc an fc-ie 93erbnaud)?T oder an die für die'e ^aufSaufenben industriellen DerLe zu tun. Kein Lmrdwitt solle Kartoffelvorröte m einer Menge crnkcklern, die sei cn Jahreste a;t über Reigen. Bte. einem Richt- prei e von 25 lUavt pro Zentner f'nine hirrzulande der Kattvsfelzüchter tefit ten. Ang ichtt c. Prosen M t, tie die Letenswittckteschrfäing w i en Kreisen bet Verbraucher bet i c, mü f jeder Lmtdirttt es als verwerflich crn'eten, wenn 9teriii aenoffeu in Büchertisch. — Der Vogelsberg, fein Unter. 1 gründ und Oberbau. Eine gemeinoerftäitt litte geologisdie öeimntfunbe von Dr. Will»! 17 Schottler. Mit 4 Tas-ln und 30 Tortebbildun^n Verlag von Georg Westermann in Braunschw, i, 1920. Preis 12 Mark einschließlich ter Teuerung Zuschläge. — Bergrat Dr. Sd-ottler, ter h-ssiich i| Landesgeologe, der sich feit rieten Jahren mit I Erforsd)ung des Vogelsber.zes und bet angrenum II ben Gebiete beschäftigt, und uns als reite Jrücfct III [einer unermüblichen Arbeit schon bte Viatter | den, Mlendorf, Laubach und Hungen bet geolocnl scheu Karte von Hessen 1:25 000 gcfdjcntt [«t sucht nun die Ergebnisse ter neuesten Forsdumgei über unser engeres Heimatgebiet Weiteren Kreis« zugänglich zu machen, in einer auch tem Loiei faßlichen Form. Was der Verfasser wollte, ist jhn voll und ganz gelungen. Er hat eine volkstüni liche geologische Heimatkunde von Obcr Hessen geschaffen, wofür wir ihm dankbar ftii mü)|en; denn ein solches Buch fehlte uns soütec In äußerst anschaulichen Bildern und flüfiim «Stil versteht es Dt. Schottker,-unS mit dem Äei ten unserer Heimat in den vetschiedenften geschichtlichen Zeitaltern vertraut zu machen, docke Untergrund und Oberbau des Vogelsber-ges ;ien> lich gleichmäßig berüdsichttgend. Die T ar stelle des Oberbaues beruht vorwiegend auf eigenci Mm Teil noch nicht veröffentlichten Arbeiten Verfassers; bei der Beschreibung des Untergnm tes hat er sich auf die neuesten ©dyriiten andere Forscher gestützt, so ter Gießener Geologen fjtar Kaiser und Prof. Harrassowitz. Eingelyende Bk rücksichtigung findet vor allem aud) die Giehei« Gegend, die dem Verfasser durch seine Aufnahme: für die geologische Landesanftal t besonders »er traut ist. Tas vom Verlag vvrzuglid) ausgestattrk Buch, das keine geologiscten Kenntnisse voron-- setzt und so auch als eine erste Einführung in ii< Geologie benutzt werden kann, wird Naturfreunder und Wanderern ein zuverlässiger Fülyret srin tms ten auf bie Förderung ter Heimatkunde gerichtet«. Bestrebungen eine Fülle von Anregung bitettj. Der Arbeit, die in ihrer Art als ein Muster logischer Heimatliteratur betrachtet werten mrW kann man nur weiteste Verbreitung wünschen! 1. November iline^A 's« 6,1 fehl erhielten, die v v l, a; e w 1 ,r,, a, e n U-Boote im Schwarten Meer und in der Ostsee anzugreifen, da sich die Moskauer Regierung nicht als im Kriegszustand mit Großbritannien befindlich betrachtet. r. . . Eine andere Rote protestiert gegen die Streifzüge von Balahowitfck) und Pelljura in Weißrußland und der Ukraine nnd verlangt, daß die englische Regierung die Operationen der Genannten nicht unterstütze oder begünstige. 10 000 Armenier niedergemetzelt? London, 2. Nov. (WTB) In armenischen Kreisen Londons ist em Telegramm aus Marsivan vom 27. Oktober eingegangen, das meldet, daß Hadschin gefallen ist. 10 000 Armenier die den türkischen Rationalilten seit März 1920 Widerstand geleistet haben, wurden niedergemetzelt. japanische Forderungen in Washington. London, 1. Nov. Reuter meldet aus Tokio: Ein japanisches Blatt meldet, daß der japanische Botschafter in Washington am 7. 11. der amerikanischen Negierung einen formellen Protest gegen den japanfeindlichen Gesetzentwurf betr. den Besitz von Immobilien überreichen soll. Der fragliche Gesetzentwurf befindet sich augenblicklich bei der kalifornischen gesetzgebenden Körperschaft in Vorbereitung. Der japanische Botschafter werde ferner ersucht, ein vorläufiges Abkommen zwischen Japan und den Bereinigten Staaten zu schließen, das hauptsächlich darauf hinausläust, daß die bereits in den Vereinigten Staaten an» wesenden Japaner sich naturalisieren lassen können, vorausgesetzt, daß keine weitere Einwanderung von Japan in die Bereinigten Staaten stattfindet. Ukq tn-x» univi .ix>eiebbla£t S. 1675). Vom 19. Ollober 1920 cV vjn ücr, di,' für dm Ankauf von Vieh notwendigen Schluß tchemc zu öezi.chen sind (§ 9 der Aussührung-an- roei.ung) be-inimcn wir cie Herbertsche Druckerei, Har.mÄ Nr..6. Der Pr.is des Schluß.ÄnblockS,'ent- vackuna 3 dostto und Ver- L S roirb au^rucllich betont, daß nur von der Herbert,chcn Druckerei ne Schluß, cheme bezogen werden dürfen Darmstadt, den 19. Oktober 1920. Heifisches Landes-Ernährungsamt I. B.. Becker An den LbeMigcrmcistcr zu Gießen und Sie »Ürner- mciftrrcicii Der Lanogemeindcn des Kreises. Vorstehende Bekanntmachung ist ortsüblich zu oerösfentlicken Gießen, den 27. Oktober 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Tr. Siegert. schreibt G ar^i ne r in der „Daily News": „Ne Politik in Paris, für die Sie vielleicht mehr als andere Personen verantwortlich sind, hat über die Poli.ik ton Washington triumphiert. Der Hauptzweck Ihrer Poti.« ist einfach, näirckich die wirtschaftliche und politische Zerstörung Deutschlands. In ganz Euwva haben Sie dieses Ziel verfolat mit Geichicklichkcst, Kühnheit, Energie, die ebenso glänzend wie verhängnisvoll und kurzsichtig ist. Aus der einen Seite wird Deutschland unter der Trohung einer schrankenlosen Entschädigung gehalten, wodurch seine finanzielle Wiederherstellung so $prt wie ausgeschlossen ist, auf der anderen Seite wird eS mit dem Raub der Quellen seiner wirtschaftlichen Kraft bedroht, die es ihm ermöglichen würden, eine vernünftige Wiedergutmachung zu leisten. Don seinen drei Äofrlengebieten ist UM em es genommen. Im Falle Oberschlesien arb^ten Ihre Militäragenten unaufhörlich, um zu erreichen, daß Oberschlesien an Polen fällt. Im Falle des Ruhrgebietes ist Ihre offen zugegebene Politik, das Ruhrgebiet mit Ihren Heeren rn besetz n, und e-s alS Wertzeug für b e politische ZerstückeEg Deutschlands zu gebrauchen, für die Absonderung einer süddeutschen Konföderation unter sranzösi- fdiem Protektorat. Di- deutsche ^oö.kerung A l t- Oesterreichs wird in Bruchstücke zerteilt und zur Verarmung und Unterdrückung verurteilt, um eine Vereinigung mit einem Volk einer Sprache und Rasse zu verhindern, die Oesterreich wünscht. Zugleich mit der Verfolgung dieses Zieles, Demsch- tanb mit Gewalt niederzuhalten, bauten Sie das aus, was die „New Republie den frechsten Jmverialistenplan, seitdem das All- ivutKbtirni seinen Zenith erreicktt", genoeint^ Ict. Ter Kontinent wirb mit Ihren wilitarischen Allianzen und Schvärmen Nner Uci- Htärmiffionen üterfät. Tie ftanzo isck-e P-- litik bat Pa-len zu dem wahnsinnigem Impermus- mu5 ermutigt, der bi? Aus ich en b ce? ur^urf- s scheu Ila'-des vernichtet. Die wanznische P-^ckn ant-rstützü Wr angel und m^t dei mit Rußland unmöglich. Tv^^mWa^wbr?- >n von S koda lind unter ftrrrzosischer jwntvolle Ungarn ist fetzt ein A^poüen Jh?e- ™üaT* Sfiemd" man läßt ihm 350 000 Mann, wastrrnd teS österreichische Heer ach 30 000 Mmw heoab- 8 für Scapa W | Die GesamttoulW Ersatz für die ver-M hemilsiugebni hat,W ifommiifion aui M n. Der dotschaümcW dem SdiluiUnotoV.Ä foiortige heraufW Ttaleriöl geforbert rW bmmiifion Überla !?■ binnen 30 MonoW h alsc> um m.'itrn M vchmimmkrane, von dm tntgcrÄ to ohne Sceintrc™ itroitflung enlbehreW die WiedergulmiiM Kn. mH Englund. TO ) A4 eim W on erflant AsgnM der handel de müsse ol^ M ur durch circn cllfiW )ie vvlle I'FÄl gebe Hne {alS sich JU W ren ouszimchma, fort habe n in k>st SJionßJlf B t M ' 'W hrere Tauie''_M gjiei 5090 Mm ar5» ü abgegimgCL B ' in M*. J (TO.' Ach i( fii’Ailjen TO.) Ach ei^ ^I M auS Ml ’rfic Propoü°" » Ä « M et Aul« i»1 ng in 3tnM J rfuitg der -r. it" au-^ 5i/l - grd tagt -- »etr.: Erwerbslvsensürsorgc; hier: Erhöhung ter Höchstsätze für Zett vom 1. November 1920 bis 31. März 1921 in jüipanung an die besonderen Bedücsnifse des Winters An die Bürßermcistereien der Landgcmcuiden des Kreises Tie abschriftlich nachstehende Mitteilung des Herrn Reichs- arbe.tSmmlslers ist uns als bindende Entschließung der ^brchsreg iLr un g zugegangen. Die GemeinLen haben un- verzuglich alles wci.ere zu veranlaisen, damit die von ihnen aus Grund die,er Mitteilung beabiichti^-.en Maßnahmen rechlzellig in Wirkung treten lönncn. Wir wer,en Sie hierauf unttr Bezug nähme aut die im Anttsoerlündigung6blatt Nr. 83 abgedruütt Verordnung vom 6. Mai 1920 ausdrücklich hin und bemerken nocy jvas folgt. Tieungünstige finanzielle Lage des Reichs ließ es nicht zu, Je?- Erhöhung der Unterstützungssätze noch eine be,oobere Wiltterbeihiltc zu gewahren. Ein allgemeines Bedürfnis dazu dur,te auch um deswillen nicht oorliegen, weil die besondere Bei- hiite sur langfriilig Erwerbslose vielfach erst jetzt ausg?zahlt wurde, .jm übrigen sollen durch die nachstehende Enlichließung vor allem die H a u s h alt ungsvor stände und die kinderreichen a m i l l eii über den Turchschni.t der vorgesehenen Elltschl eßung hinaus berück,ichligt werden. So erhält beiipielsweise nach den neuen Besiimmungen em verheirateter Erwerbsloser in der Orts- iR . öwer Kinder unter 16 Jahren zu erhalten hat, iiati lo Mk. wie bisher, in den Wmtermonaten 22 Mt. Auf der anderen Sette hat die Reichsregierung geglaubt, die Unterstützung Derjenigen Erwerbslosen, die feinen eigenen Haushalt uhre.n in geringerem Umfange verstärken zu sollen, weil der Arbei.smarkt gerade diesen Erwerbslosen, und insbesondere den Frauen, noch nni ersten Aufnahme bietet. Schlichlich wiro darauf hmgewiesen, wie durch die liachstehende Entschließung das Ver halcms zwischen Unterstützungs,ätzen, die eine Gemeinde auf Grund d e s § 9 A b s atz 6 zahlt und den HiÄstfätzen, die uunmehr lur den Winter festgesetzt sind, geregelt worden ist. Es lind hier zwei Falle zu unterscheiden. Sind die Unterstützungssätze, die-der Gemeinde nach § 9 Abiay 6 zugeb.lligt worden sind, höher als die Wiiiteriatze, so bleibt es bei den höheren Sitzen. Sind dagegen die Unterstützungssätze ans § 9 Absatz 6 geringw oder ebenso h 0 ch wie die Wlntersätze, fj sind die Gemeinden vom L November ab nicht beijer gestellt als andere Gemeinden ihrer ^r.sllasse. Sic merceu aber gegenüber dem Zustande, der nach 5 Absatz 6 |ur sie geschaffen worden war, in aller Regel in- losern eine Besserung erfahren, als sich die Erhöhung r cr Wintersatze m hervorragendem Maße auch auf dieFainilie n Zuschläge erstreckt, während in §9 Absatz 6 eine Erhöhung d.er Faniilicnzuichläge nicht vorgesehen ist. Nachdem nunmehr die Vochstiatze allgemein für den Winter erhöht worden sind, kann auch eine Bewilligung aus § 9 Absatz 6 nur noch in befon- Deren Ausnahmefällen in Frage kommen. Gießen, den 27. Oktober 1920. Kreismnt Gießen. I. V: Dr. Heß. M chlossen gegen Cox auftreten. Zugunsten Cox mag vielleicht in die Wag- U chale fallen, daß der republikanische Kandidat Uharding, namentlich in den letzten Wochen, ■ hne Reihe böser „blunder" begangen hat, aus ■ ^tten die demokratische Parteileitung und Vkox selbst möglichst viele Vorteile zu ziehen H Ersuchten. So seine Behauptung, Frankreich I; hibe sozusagen ofiiziell bei ihm angefragt, oll D tr als Präsident bereit sein würde, dahin zu f dicken, daß Amerika sich an die Spitze eines reu zu gründenden Völkerbundes stellen !?irbe, der natürlich ganz anders geartet fein titlffe als der Wilsonsche Völkerbund. Diese । unvorsichtige Behauptung mußte er sofort nieder fallen lassen, da nicht nur Wilson, fünft tem auch die französische Regierung ihr euer- .' gisch entgegentrat. Solcher Fehler hat Haroing *1. wch noch andere gemacht: er ist nicht sonder- .'ck> geistesgegenwärtig, beherrscht das Gebiet : ter auswärtigen Politik, das Wesen der inter- |[‘ rationalen Diplomatie nur in sehr geringem Umfange, trotzdem er als Senator dem Anschuß für auswärtige Angelegenheiten ang&= Äct. In der amerikanischen Wochenschrift Äew Republie" war einmal zu lesen, im Merikanischen Senat gäbe es nur 6 Männer, dir etwas von auswärtiger Politik verstun- deii.) Aber alle diese Fehler Hardings wogen ; UT-b wiegen leicht im Vergleich zu den fchwe- Hemmnissen, die sich dem demokratischen ■^inbibaten entgegenfteUen. (Man denke, ab- Weben von allem anderen, nur an den Haiti- cfanbal.) Sogar der Umstand, daß William Kundolph Hearst sich dieser Tage für Cox er- iiiTt und seine sehr zahlreichen Leser ausgesov- d *1 ^niitiiiiif ; ”'te ü'iflütjiuno 1 Wigtr ,}üljTti fthl r öeimalfunk - ^>n Anregung -in , bZw«i>tet roerta 1 • wonitintg u^J Auflage toiebtr^ 1 tmtler Flotte. Der Bicbcrguhncj# daß die in Mt°^ der WiedngtitiuLi» !rdm müßen. E- k", )dhmmt ist rad^l < jedoch folltn ü'| vchifse nicht abütbi NationLliläldeSSk; Amtrverkundlgungzblatt ,uIl^.e..?^,üLal6Jre,,ion ^bcrheßen und für dar Kreisamt Sietzen. «ch greHag 7w. d.-ch M, Post ,u 6,jle6,n geg.n mk 2 50 olttte,Wr^ Sir. 158 enstag, 2. November 1920 Aunahmc von 2nzrif lich, daß ro e) c n r - e Piuckce des Vertrag:antwuifs der Bot- eripnferenz nicht mehr diskutiert wer- dürsen unb daß auch in den Nebenpunkten clci Veränderungen »orgciaommcn werden l, die nicht die Genehmigung der beiden Par- finden. Aus den» rreiehe. Der preußische Minister Teveriug gcgkn die Orae ch. Berkin, 1 .N>ov. (WTB.) Der Minister Innern, Severin g, erklärt in einem affe an die Oberpräsidenten, Regie- fspräsidenten und Polizeipräsidenten die ihqiut^ unb Wirkung der Organisation errd) für eine immer mehr wachsende G e- r für die öffentliche Ruhe, Sicherheit unb nung. Die von der Presse erwälpite Stcl- ;nahme des I u'st i z rn i n i st e r s, der in m Gutachten erklärt hat, vorn juristischen ndpurnkt könne gegen die Orgesch nicht j€fcf)ritten werden, fei nicht endgültig. Der lifter des Innern werde ihm werteres Mv- al »übermitteln. Inzwischen sei ein so- iges Eingreifen, wenn nicht schtveres lln- ■f ein treten solle, geboten. Selbstverstönd- folle ebenso wie gegen die Orgesch auch en alle auf entgegengesetztem Boden enden Verbände und deren Veröfsent- ungen vorgegangen werden. Die Zusammensetzung des MOg'.strats von Bcrlln. Berlin, 1. Nov. (WTB.) Wie die Blät- melden, erbielten Löwenstein und chhorn nicht die Bestätigung als tg lieber des neuen Magistrats von Groß- Lin. Pläne der U.S. P. Berlin, 1. Nov. Laut „Freiheit" hat Zentralleitung der U. S. P. D. beichlossen, ctreter von revolutionären sozia- tischen Parteien der ganzen eit, die aus der zweiten Internationale ^getreten sind, zum 5. Dezember zu einer nfcrenz nach Bern einzuladen. ue Parteispaltungen in Frankfurt a. M. fd. Frankfurt a. M., i. sJto». Der Aus- mgsprozeß der U. S. P. .und K. A. P. D. zieht ner wci.ere Kreise. Seit ein 17*11 Tag-m finden er dem Vorsitz ton dem früheren Reichstags- jeorimeten Otto Rühle Verhandlungen start, in :cn die Grundlage zur Blldung einer neuen Par- geschaffen werden soll, die wahrscheinlich ein cktel^ding zwischen den K. A. P. D- und zwischen U. S. P barftellen wird Tie 3. Internationale amt nach Erklärungen Rühles für die neue Par- unter keinen Umstanden in Frage, dr Rühle den o.kcruer Kongreß, als er die unhaltbaren wirt- afilichen unb po litis chm Zustände Solch et-Ruß- ids aus eigener Anschauung kennen lernte, fluchtig verließ. Streik in den Berliner Dorsigwerken. Berlin, 1. Nov. (WTB.) In den Berliner Dorsigwerken sind seit etwa 14 Tagen die Facharbeiter ausständig, weil die Direktion die neuen Lohnforderungen nicht bewilligen xu können erklärt. Infolgedessen ist die Führung deS ganzen Betriebes mit 5000 Arbeitern derartig beeinträchtigt, daß der Betrieb heute abend gesch los sen wird. Streik in Halle. Halle, 1. Nov. (Wolff.) Ti? Magistrats- Hilfsangestellten unb städtischen Arbeiter nahmen gestern in einer V?rsammlu.ig zum Verhalten des MagistvatZ gegenüber ihren Lohnforderungen Stellung. Das Ergchnis war, daß sich 90 Prozent der Angesblllten für den Streik erklärten. Die Hilfsangestellten des Magistrats traten demzufolge hntte in den Streik. Die Vrot- markmausgabestellen wurden teilweise g-schlossen. — Der Streik der Maurer unb Bauarbeiter, der am Frei'ag begonnen hat, txnrrt noch au Tagung des NeichSausfilmsscs der ZentrmnK- partei. Berlin, 1. Nov. (WTB.) Unter starker Deteifignng aus al'en Reick>st llm traf grt n in Berlin der RerchSausfchußder deutschen Zcntrumspartei zusammm, um reden wichtigen Fragen der inneren und äufrren Politik auch Organisationsftagcn zu verhandeln. U. a. wurde, der „Germania" zufolge, auch di' Aivx- (egenbrit Erzberaer erörtert. Die Verhandlungen führten in aieter Angelegrnheit zu einem allseits befriedigenden Ergobms. Erzberger ertiärte aus freiem Entschluß, baß er sich bis auf weiteres an ben Reichs ayiveihandlungcn und den Verhandlungen in sder Frak v n nicht b t il gen, wrrde^ Heute roufjen iie S3eratungen des Reick-saus ckm fts fortgesetzt. An ben Bichos ton Trier, der morgett seinen 80. Geburts ag feiert, wurde durch ben Aba Trimborn ein telegraphl cher Glückwunjch gesandt. - Zur Frage der P r ° v i n z i a a u t »- nomie beschloß, der „Germanm . zust lge, btt rheinische 3.-ntrum5vartei enrmmg, Jap nach ihrer Meinung die N.ns re erung nur dann zu einem ge «östlichen Ende GCiühri rre.ten Lmro, n?erat iie durch eine klare, encichl) lene jnihatiDe der Reichsresierung in die Wege gelcuet würbe. 2 der Ortsklassen in den Orten E D C B A Mk. 7, 8, 9,— 10,- U der Mk. 5,75 6,50 7,25 8, 5,25 6, folgende Sätze nicht übersteigen: A 3,75 3,50 3,25 ML. 4, in 7 UnOLtsitkrL-'Such- uni. Sutnfcruditi?« Ts«ge, Druä ber 1H7,- 188,87 187.84 359, 350, 6,80 8,- 6- Mk. Mk. 248,71 635,- 308,- 428, 334, 300, 5,50 4 — 296,50 311,- 4 50 3,25 635, 419, 401, 6 50 4,50 422, 406, 459, 290, 310, 605, 550, 420, 336, 308, 470,- 250,87 622,- 312,50 67,50 36),- 29.10. 8,22 4,20 9,50 675 575, 424, 410, 464, 297, 313, 610, 573,50 568,50 2,67 20,25 20,75 1,30 jturDoeui|c^ec 1:090 . Doch Gußstahlwerk . D.» Luxemb. Bergw. GelsenKirch. Bergw. . Harpener Bergbau . Oberschl.Eisenb.-B. . Obcrjchles. Eisenind. . Phönix-Bergb.Akt. . Bad. Anilin- u. Loda Höchster Farbwerke. Elektr. A. E. G. . . . Lchuckert- Werke . . Fellen« Guilleaume . Daim.er....... Bud.- Eisenw.- Akt. . Adlerwerke...... 4°/,Hess Staatsanl. . Electron Griesheim . 294,25 312,- 608,- 550,- 339^25 250,- 626,- 308,75 7,25 5,50 Zürich . . . Amsterdam. Livpenhagen Prag. . . . bto&t)ohn . 2Bieu . . . London. . . Paris . . . New-Pock Marknotietungrn. Datum: 340,- 301,- 477,- 249,50 630,50 308,75 3,50 Mk. 3— Mk. §4. Mit Geldstrafe bis 1000 Mark wird bestraft: 1. wer den von der Gemeindebehörde erlassenen Anordnung.')! zuwider ohne vorherige Zustimmung der Gemeindebehörde Wohnräume vermietet, überläßt, oder nicht rechtzeitig Anzeige erstattet oder wissentlich unrichtige oder unvollständige Angaben macht; - 2. rcer zwangsvcrmietete Räume nicht innerhalb der von bei Gemeindebehörde oder dem Mieteinigungsamt bestimmten . Frist räumt und dem ihm bezeichneten Mieter überläßt. 85. Vorstehende Verordnung tritt mit dem 25. September 1920 Kraft. Großen-Buseck, den 20. September 1920. Hess. Bürgermeisterei Großen-Buseck. Gans. , 1 a) den Ehegatten und Kinder bis zum 16. Lebensiahr b) sonstige unterstützungsoerech- tigte Angehörige 551, — 422,- Die gleichlautende Verordnung erlassen aus Grund der Ermächtigung des He's. Landes-Arbeits- und Wirt'chaftsamts 00m 3. September 1920 - zu Nr. L.-A. u. W. 13 547 — ;iür bie Gemeinden Watzenborn-Steinberg vom 1. Oktober 1920, mit Wirkung vom gleichen Tage an. _ , , Hessische Bürgermeisterei Watzenborn-Steinberg, gez. Schäfer. Paris, 30. Okt. (WTB.) Nach einer O düng aus Sebastopol kündigen Lnnnrunii.’i'a Blätber ber Stadt an, daß 3 1 Personen rp(« genantibolschemi st i s cher Umtriebe e> schoss« worden sind. Paris, 30. Okt. (WTlB.) Nach einer Ncktt» Meldung aus Warscpau wird aus Moskau eint b* tensive monarchistische Propa ganda meldet. Als Kandibat für den Tl)ron wird Großfürst Michael, der Bruder des ehernall Zaren, genannt. Die Teuerung in Italien. Rom, 30. Oki. (WTB- Ter Minister genehmigte einen Kredit ton 20 Miktionen 5 als Beitrag zur Bekämpfung der Teuerung. Die Beisetzung des Bürgermeisters von ßcr’ P aris. 30. Okt. (WTB.) Nach einer W düng des „Petit Parisien" aus Loudon ereign^1 sich bei der Ankunft der Lüche des Bürgt'r m'eisters von Eork auf dem Bahnhof'^ Holhl>ead Zwischensälle. Eine Schwester „M mehrere Brüder des verstorbenen Bürgecmei«' weigerten sich, zuzulassen, daß der Sarg aus V Crsenbahnwageu von Polizisten und Solta cn ci den von der Regierung gestellten Dampfer <4! tragen werden sollt'. Es kam zu einem Haut' ge menge und die Angehörigen des BüMst mcistecs mußten mit Gewalt beseitigt werden Räuber in einem Spielttub. Hamburg, 30. Okt. (WB.) In erir» Spielklub erschienen zwei vermumm« Räuber, die mit vorgehallenen I.evolvrrn «Hfl 30 Spieler ihrer fdmLtdyen Wertsare 1 bcrauttki Ter Wert der Beute beträgt V/2 Milli ot ei Mark. A näW nach irnro Achten i das Hfl Ufentffflttfl1 ^,32 Seitab 5 eine gn *t M ** LV' Mehrheit g sehr kleine Sie Änzeici blilanische. I als Praß er als Per r ist als 1 Cor. Jr A unzweif tat, der' Meis; er i 16 an die 1 ng, der f «Orücklich jeden,pe M Dafürhas Land regier ii das Recht. i d. I. tourt ll m der Pa 1 wußte, da M öause X* nicht in ch sogar, daß r’ sch mißv! der bemol isidenten un1 je des Vers Völkerbuni er unt\ auch, sich Politik Wil identifizieren er ans bei engehen n DilsonHoli! tlich schade sich von W 1 ist aller D mnen. Die | ’< die schon ii zutage tra fe mit den skderKrankh Billigkeit uimen Hai .^schütz auf 0 Kandidat Ein weite '(fine beinah ’ Öligkeit ge «Wte un, ’ p anierik W seine W V? sich n A'Amen Mmerika, V gegen C Zugunsten (s Een, dgß Ä Mn Aklhe böser ,. L ^mo jÄB6 te SHmi J“ gründ .s/natüi s. .?]-’ der T kW P- l^suilen las die st r Ä*re fe Iw der Machen M 6on IC''* ■&*» e«ti Ihs ■si’.c Spirldlan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Dienstag, 2. Nov.: Der Frei- sänitz. Mittwoch, 3.: D.r Zigeunerbaron. D>.mr.ers- tag, 4.: Don ©ioixtnrn (Don Jumi). Fv i'ag, 5 : Ter fliegende Holländer. Samstag, b.: T e land Sonntag, 7., vormittags 11 Uhr: Erstes Völls- konzert. Lllxmds 7 Uhr: Tvsca. Montag, 8 : Dec BogZhänd.'er. Tieustag, 9.: Jpln renie aus Tauris Mitttoxlk 10.: llnbtnc. — S clia u sp re l ha u s. Timslug, 2. Nrov.: Lilwm. Mittwoch, 3 : Pro- m-Itheus. Hieraus: Ester. Dm. e.stag, 4.: Judith. Fw itag, 5.: Ampl itchm. Samstag, 6 : Pro- metcheus. Hierauf: Gst'er. Sonntag. 7 . nack-mittags 3''2 Uhr: 5ür>anni5' urr Lkbends 61 e: Ham'et Montag, 8.: Tt: Jounnalisten. Drmstog, 9.: Ma- rüx Stuart. Mittwoch, 10.: AnchHitryon. Abschrift! 3^1006 jn^L C. 82o6/2 ^sonderen Bedürfnisse des Winters Höchstsätze, die danach in dem angegebenen Zeitraum Bekanntmachung. Betr.: Maul- und Klauenseuche in Gießen. In den Gehöften Schissen be rger Weg Nr. 0 2 und 5 4 sowie F r a n k f u r t e r Straße N r. 3 6 ist v« Leuche erlofchen. Die für diese Gehöfte angeordneten Sperrmaßregeln fmd ausgehoben. . ' Gießen, den 29. Oktober 1920. Polizeiamt Gießen. Lauteschlager. Al»* Äff Nfl # «■ Ha^die^Ädeszent'ral'behölLe mit Zustimmung.^s Reichs- arbeilsmiuisters gemäß § 9 Absatz 6 g>?stattet, oaß m einer G meinte höhere als die nach Absatz 4 zulässigen Unterstutzungosatze gezahlt n-erhen, so bleibt es bei diesen höheren Sätzen, soweit sie die vorstehenden Höchstsätze noch übersteigen. Soweit dagegen die Unterstützungsjätze, die nach § 9 Absatz 6 gezahlt werden öurjen, niedriger als die vorstehenden Höchstsätze sind, dürfen Un.erstutzun- aen bis zur Höhe dieser Höchstsätze gezahlt werden. Berlin, den 13. Oktober 1920. Ter Reichsarbeitsminister. Dr. Brau n s.__, Dienstnachrichten ves Kreisamtes. In S ch a d e n b a ch (Kreis Alsfeld) ist die Maul- unb Klaueii- -Kreis Marburg) ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen In den Gemeinden Kle i n - A l t e n st ad ten und H o f gut Altenberg (Kreis Wetzlar) ist die Maul- und Klauenseuche amtlich festgestellt worden._____ Der Wilhelm Geißler von Staufenberg wurde als Jagdaufseher des Pächters der Staufenberger Gemeindeiagd, Herrn Ernst v. Hammackser zu Hardthof-Gießen, verpflichtet. Das Ministerium des Innern hat dem Geflügel-, Bogst- und Kaninchenzuchtverein Echzell und Umgegend die Erlaubnis erteilt, anläßlich der oberhessischen Verbands-Ges.ügstausstellung eme Verlosung von Geflügel sowie Geflügelzuchtgeräten zu veranstalten. Ziehungstermin: 6. Dezember 1920. Es dürfen bis zu oOOO Lose zu 1 Mark das Stück ausgegeben werden. Der Wert der Gewinn- gegenstände muß mindestens 60 Prozent des Bruttoeisto,es aus dem Berkaus der Lose betragen. Der Vertrieb der Lose ist in der Provinz Oberhessen gestattet. Zulässig sind, betragen: 1. für männliche Personen a) über 21 Jahre, fosern sie nicht in dem Haushalt eines andern leben . . ■ • ■ • b) über 21 Jahre, svseni sie in dem Haushalt eines anbem leben .... c) unter 21 Jahren . . • • 2. für weibliche Personen a) über 21 Jahre, sofern sw Nicht in dem Haushalt eines andern leben . . . . - d) über 21 Jahre, sosern sw m dem Haushalt eines andern leben .... ..... Bk ttarioffelversorgung. Dir Produktionskosten für Kartoff im Jahre 1920. Dio haii-vtsächdchsten Faktoren, aus de Produk ion: kosTu für Kartoffeln sich zust setzen, sind Arbeitslöhne, Ge vann bzw. Ma betrieb', künst ich - Düngemittel bzw. t erisch und Pflanzgu'., wozu noch die allgemein kosten des landwir'schaft ichon Betriebss (E Versickx-.rrnoeu, Maschfn.n, 93au'cn, Auf st rung, Lei ung usw.) anteilmäßig hinzug werden müssen. Es handelt sich allo um die in welckxin Umfange di'se einzelnen Pos wacheii sind. Da di? Höhe jedes einzelnen verschiedenen Wirstchaston je nach San Boden- und Mark Verhältnissen sehr vone abwstchon, so lasen sich solbstverständlit Mittelzqh'en anaeb.m. Die Arl^stts öhne konnten im Jahre IS Tag noch mit 8—10 Mk. für die Männ 4—6 Mk für die Fraurn angeietzt weiden Sommer 1920 sind bie Löhne für die Män- 18—20 Mk (in Sch'esrmg--Holstein bis 34 für die Frauen auf 10—15 Mk. gewachst um etwa 125 Prozmt. Ein guter Beleg srr die Erntckosten. Wurden im vergangenen Ja den Zentner ausnehmeiid 0 65—1 Mk bey müssen dieses Jahr 1,80 bis 2,25 Mk. g Werdern. Die Kosten der Anspannung stiegen er mehr infolge der holien Hafer- und Strol wie ber enormen Kosten für Hnfbesch^ag, C arbeit ustn Rechnete man 1919 den Pferdea tag einsch'ießlich Pfleger (ein Mann auf 'zw< drei Pferde) noch aut 15—20 Mk., so wir! ihn beute auf 40—50 Mk. veranschlagen l wofür bie Fuhrlöhne auf dem Lande einen Anhalt geb'n: das wäre alio eine Steigemr mindestens 150 Prozent. Noch teuerer ist bi schinenkrast geworden. Konnte voriges Iah Morgen noch für 26 Mk. mit dem Damt gepflügt werben, so kostet dies heute 100 Mk Hast das Vie-fache. Tie Düngemittel srnb sehr erbeb'ich trur worden. Für den Kartosf.sbau sind die stiosfdünger unb das Kali von ausschilaygel Sk'beuhmg. Ein Kilogramm Stickstost in sch sainx-m Amm-oi^k ko'ete 1919 Mk. 2,60, Mk. 12,— w i allen Sdationen. Tw. Klalidünger erfuhren gleichfalls ei? trächtlicke Berteuernng. Nicht nur wurde der am 1. Dezember 1919 um bas 2V2fache e auch die Fwacht wurde verd'ppelt. Infolge stieg ber Preis, der je nach der Art des düngers und ber Entfernung ab Werk pro gvainm Kali für den Landwiick 1919 sick Mk 0.30 bis 0,50 gestellt batte, 1920 auf 0,90 bis 1,40, als) durchschnittlich um 200 Mindestens doppelt 'v teuer wie int ve genen Jalne m,uß auch bei den aufs drei- bis farbe gestiegenen S r-chp ei en ter Stallmist anschloigt werden. Das Pflanzgut (10 bis 15 . net pro Mergent to'e'.e 1919 *120 bis 150 1920 180 bis 300 Mk. Ganz gewalstg dürften endlich die Ger Unkosten der lMidUn ckicktaftlichen Bettstebe gcnx sein. Man deyke nur an bie Re parat uüko !ei Ackergeräte und Gkbäitbe, tie g-?sü>genen Abg> Ber i^wrungsPrämien, Porlvbosten u w. Hier ten 200 Pr> zent St-stgerung einzu'etzen sei? Borskehettder Vergleich zeigt, daß.die Gei kosten der Erzeugung sich sickierlich sehr bedei erhöht haben. Die Karto^elversorlnrny hn Kreise Wetz^ d. Wetzlar, 29. Okt. Während in der gen und in brr vorhergegangrnen Wock-e auf Gebiete der LebettSitrilfalPeichrgung bie Kart frage in ten Bordlwgnmd gerückt war. macht in den letzten Tagen rin gewistes Abflauen irrerflKrr, woraus i>cr Sckstust werden bi daß bie Wiedereindeckung der Verbraucher l vonstatten geht, als ursprünglich angenon wurde. Das Hasten und Jagen nach Kardv sowohl von Seiten der Einzelverbrauckzer, als bet induchstellen Werlle, bie sich die Brriot! ihrer Ar. ei er'dxift sehr angelegen sein lassen iridnt mehr in bem Umfange zu beobachten, im bisher der Fall war. Durch den Msch'uß von LiefetUngsv trägen sind im Kreise nmb 17(XX) Zentner . tosfein mifg kommen, durch bie jedoch nur 30 des von den Be brauckiern s. Zt. angemeldeten da fes gedeckt nerden können. 40000 Zentner . löffeln limren dem Kreise von ber R^stchskartc stelle von ausivärts zngewiesen, bie aus ben lickxm Provinz n geliefert nvrixn sollten. Nach gc^mber Erörterung im Krnstage ist im Hin auf die Berteuevung durch hohe Frack^kosten urn>., sowie mit Rücksicht auf bie Unbesttmintheit der Lieferzeiten aus bie Lieferung der Hü fte, also 20 000 Zentner dieser Kartoffe'n verzichtet worben. Man ist babri von b?r Annahme mrsgegangen. daß es der Kreisbevöckerung bei bem befriebigenden Ausfall der Ernte möglich sei. au5 ben der freien Bewirtschaftung verblrfl treiben — die Verbraucher sich größtenteils schon für das ganze Jahr ein- Sed.'ckt haben, ist dies in der Stadt m nur geringe- rem Umfange und zwar mir da möglich gewesen, wo 23c:l>randrer im'er Verzichtstistung auf ihre Ver- tragskartosfelanteilc ihren Bedars von Erzeugern ■tarn Lmido nnmitfcTnr lezogen haben. Den übrigen städti'ch.u 2?crbraudxm. sonne auch denjenigen ber als Bedarf Gemeinden geltenden Ort- schas cn werde^i Kartvsfen je itacb dem Eingang von den Li fe sie lcn ra ionsweise zuaetoiesen. Fürs prsle ist jedoch aud> bi*f< Berbrauckn'rsd)aft versorgt. In einer in allen Gemeinden des .Kreises auShöngende?! 2^^ann:mack)-ung' wendet stch der L a n d r a t, zugleich and) in ferner Eigen schift als T-irellor der i'Mila'-t-ilung Wetzlar des lmndwirt- sdfafiltchen Vereins für RLcinpoir'en an tie Land- nnrtc des Kr i 's bt-? 'ich ange ichts der Zeitver- hällniise der sittlichen Pflicht bewutzl fein musttcn, bas äußerst Mög i hste i t der Kar osfelab^ibc an tie Verlnxrucher ;'>xrr an dir für die'e wuTausenden iitbuftrteilen WerLe zu tun. Kein Landwirt falle Kariuffellwrröte in einer Menge einkellern, die sei 'en J-chr.s e ast übe.'eigen. Ve einem Rich- prelle von 2st Marck pro Zentner Tninr hierzulon e der Karivffelzückster liestt hen Arg idjtv c grofjcn Mt, i-ie sie Letensmittelbeschrf' ung w i cm .strnien der 23erbraucher ber i c, nur s. feeer Lmidwirt es als verwerflich cm'eben, wenn Berits - massen in Hühneraugen Hornhaut,5chvielenu.Ä^irzel> > /zbe5eih"6bchnell.5icherub(hinemö xV 1Z I • I 100000 fadikvW Kukirol Pmsti 3 - h Apotheken u-Drojerien erbalflifli Droserie A’oll, Bahniior»traOe 51. 30.10. 8,25 4.30 9,75 Sie Samiltmsu&e,' bie rin Erwerbsloser erhält, dürsrn in bet Ät Lm l. November 1920 bis zum 31. März 1921 änsresamt das Zweifache der ihm gewahrten Unterittltzung,ini einzelnen TAfnotir^ fnähe nirbt übersteigen: in den Oden d^. OrtsllailM Cisknblih -Unglück. Kassel, 30. Okt. (WB.- Tie „HessischePost" m-lvet aus Hannvwersd--Mndeu, diß sich in de< Näl,e der großen Brücke Wirlfchaf.samtes vom 3 September 1920 zu Nr. L. A. u.W. 13o47 wird für den Bezirk der Gemeinde Großen-Buseck hiermit verordnet: §1. Tie Vermietung, Ueberlassung und Ingebrauchnahme von benutzten und unbenutzten Wohn räumen ist nur mit vorheriger Zustimmung der Genteindebehörden (Wohnungsamt) zn.äsjig. 8 2. Eingerichtete Wohnräume, die Verfügungsbereckstigte neben ihrer in ober außerhalb des Gemcindebezirrs gelegenen Hauptivohnung nicht dauernd benutzen, gelten als unbenutzt im Sinne des §3 der Bekanntmachung des Bundesrats über Maßnahmen gegen Woh- itmigymangel vom 23. September 1918. Wer über mehrere Wohnungen verfügt, hat hiervon innerhalb zwei Wochen nach Inkrafttreten dieser Verordnung Anzeige zu erstatten und dabei anzugebm, welche Wohnung als seine Hauptwohnung anzusehen ist. §3. . Hat die Gemeindebehörde einem Verfügungsberechtigten für unbenutzte Räume einen Wohnungssuchenden bezeichnet und kommt zwischen ihnen ein Mietvertrag nicht zustande, so setzt auf Anrufen der Gemeindebehörde das Mieteinigungsamt, fa.ls für den Verfügungsberechtigten kein unverhältnismäßiger Nacksteil zu befürchten ist, einen Mietvertrag fest. Der Vertrag gilt als abgeschlossen, wenn der Wohnungssuchende nicht innerhalb einer vom Mieternigur^s- amt zu bestimmenden First bei diesem Widerspruch erhebt. Das Mieteinigungsamt kann dabei anordnen, daß die Gemeindebehörde an Stelle des Wohnungssuchenden als Mieter gilt und berechtigt ist, die Mieträume des Wohnungssuchenden weiter zu vermieten. mui)K BeUerslleim ans'aprock-e w Kündigung ist unwirksam. 23*?gen Weterbeschäfttgung ter Arbeiter ist der F-irma Verhandlung mit dem Betri. bSobmann aufgeg ben tourten. (Ersatz.'e'chäi- tipirng bis zur W^deraufnahme des gestör.-Lr Mahllxtriebs 'aber bis zur anderweiden Regelung des Betriebs.) Ter Einspruch des Bäckergesellen Afck-enbrücker bei Bäckermeister Haas hier gegen die am 1. Oktober erfolgte Kündigung ist nicht gerechtierttgt. AuS dem Amtsverkündigungsblatt. ** Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 157 tom 29. Okt. enthält: Tie KBille ariw m ben »•toerblid.e.t Betrieben. — R. lseverkchr nach Danzig. — Tienstnachrid-lien. — Fellcke en tgnn- gen Obersteinberg, Lickt, Berghrckm imd Hruck-cl- herm. Zur Reise nach Danzig ist erforderlich ein deutscher N unb Zklauenseuche mnllich settge'ellt toovden. Die L>ch!Utzmaßnahm»en sind angejCbnct In Ehringshausen unb Garbenheim (Kveis Wetzlar) ist die Man - imb Klai er.i- seuche etlofdieu unb die Sperre aufae r ben tnotiben. Tie Maul- und Äv