Rr. 152 Der -iehenkl Anzciaer erschein; täglich, außer Sonn- und feiertags. 3.60 undMk.-.65Trägerlohn, vierteljährlich Mark 10 80 undMk.l.95Trägerlohn- durch die Post vierteljährlich Mark 12.- au«>chlteßlich Bestellgeld. Fcrnsprech -Anschlüsse: fürdieSchrislleilung 112 ; Verlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten. Anzeiger Sietzen. Postscheckkonto: Frankfurt a. RI. U686 Erstes Blatt 170. Jahrgang Donnerstag, Juli 1920 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhchen Druck und Verlag: Vrühl'sche Univ.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Zchriftleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Zchulstratze 7. Annahme von Anzeigen für die lagesnummet bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Preis für \ mm höhe für Anzeigen v. 34mm Breite örtlich 35 Pf., auswärts 45 Pf.: für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Platz- Vorschrift 20°/, Ausschlag. Hauptschriftlelter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz: für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Ienz; für den Anzeigenteil: H. Deck, sämtlich in Gießen. Vas Programm -er neuen Regierung. Die neue Negierung hat sich am Montag mit einer Rede des Reichskanzlers dem Reichs- ; tag üorgeftcUt Der verhältnismäßig sehr ruhige Verlauf der Vormittagssitzung stellte Ischon rein äußerlich dem Regierungspro- 'gramm ein gutes Zeugnis aus. Dieses Programm ist in der Tat unangreifbar für jeden, der den Wiederaufbau Deutschlands mit 'allen Mitteln einer sachlichen Politik treiben will und deshalb war es selbst den Unabhängigen schwer, gegen die Regierungserklärung ju lärmen. Politik des Wiederaufbaus! Unter dieses Zeichen stellt die neue Regierung zunächst ihre auswärtige Politik und wenn sie auch den Friedensvertrag von Versailles als abgeschlossen anerkennt, so übernimmt sie doch seine Erbschaft nur, soweit die Vollstreckung überhaupt möglich ist. Sie stellt fest, daß Deutschlands Wiederaufbau aufs Engste zusammenhängt mit dem von Europa, und daß derjenige, der Unmögliches von Deutschland fordert, unsere Arbeitsfähigkeit zerstört und damit gegen das Gesamtinteresse von ganz Europa handelt. Die neue Regierung fordert deshalb, daß Deutschlands Politik und Wirtschaft wieder leistungsfähig gemacht wird und mit diesem Programm setzt sie sich an den Regierungstisch von Spaa. Ist die Vertretung dort ebenso unanfechtbar, wie das Programm selbst, so werden wir vielleicht in unserer äußeren Politik einen bedeutsamen Wendepunkt erleben. Wiederaufbau lautete das Losungswort auch für die innere Politik. Daß ihr gegenüber alle verfassungsrechtlichen Kämpfe zurücktreten müssen und dec Boden jder gegciv- wärtigen Staatsform als Grundlage genommen werden muh, ist selbstverständlich. Denn augenblicklich müssen alle Kräfte Hand in Hand arbeiten, ohne sich gegenseitig durch parteipolitische Streitigkeiten zu hemmen. Der Reichskanzler Fehrenbach gab das richtige Losungswort aus, als er betonte, daß uns vor allem Ruhe und Ordnung im Staatsleben not tut. In diesem Sinne appellierte er an das gesamte deutsche Volk und er warnte mit den ernstesten Tönen davor, den Krieg im.Innern fortzusetzen. Wenn im übrigen der Reichskanzler xinc gewisse Kontinuität der bisherig gen und der neuen Regierung anerkannte — die eben in den gleich gebliebenen Schwierigkeiten liegt — so war doch eine Wendung im einzelnen unverkennbar. Gab bisher die Sozialdemokratie durch ihren einseitigen Hang zu SozialisierungsexpbLinrenten der wirtschaftlichen Entwicklung ein verhängnisvolles Gepräge, so bezeichnete Reichskanzler Fehrenbach die deutsche Wirtschaft als eine Aufgabe, zu deren Lösung alle Kräfte in gemein- gastlicher Arbeit eingesetzt werden müssen. Er stellte die Sanierung der Reichsfinanzen in Aussicht und wies den richtigen Weg, wenn er eine Steigerung der Gütererzeugnisse als das einzige Mittel unserer wirtschaftlichen Hebung hervorhob. Im Zusammenhnag damit stellte er eine Lockerung der Zwangswirtschaft in Aussicht, keinen plötzlichen Uebergang zur freien Wirtschaft, sondern einen planmäßigen Abbau im Zusammenhang mit dem Stand der Produktton und der Versorgung. In der heimischen Landwirtschaft sah er das unent- o^kiche Rückgrat unserer Volkswirtschaft und liaKrte deshalb diesem lebenswichtigen Pro-' ^stkttonszweig Schutz und Fürsorge zu. Daß die bestehenden Sozialisierungsgesetze lopal durchgeführt werden sollen, konnte in der Regierungserklärung als etwas Selbstverständ- raschen. Dagegen kann man mit Sicherheit sagen, daß neue Sozialisierungsexperimente sich mit dem Wirtschafts- Programm der Regierung als dem des Wiederaufbaus nicht vertragen können. Etwas anderes ist es natürlich, daß hie Sozialreform weitergeführt werden soll. Dieser Forderung wird niemand widersprechen. Reichskanzler Fehrenbach betonte wiederholt, daß die neue Regierung zwar ohne die Sozialdemokratie nach deren Weigerung an ihr Werk gehen müsse, daß sie aber trotzdem keine Regierung gegen die Arbeiter, sondern vielmehr f ü r die Arbeiter sei. Daneben unterließ allerdings der Reichskanzler nicht, zu betonen, daß die Regierung in einer gesunden Gliederung des Volkes ihr Ziel erblickt, und daß sie deshalb auch dem Mittel st and ihre ganze Fürsorge widmen wird. Soweit die Fraktion des Herrn Scheidemann in Frage kommt, hob Reichskanzler Fehrenbach ausdrücklich hervor, daß deren freiwilliges Bei- fcitestehen ihr eine gewisse Verpflichtung gegenüber der neuen Regierung auf- enege, eine Feststellung, die die sozialdemoi kratischc Frakrion mit Stillschweigen aufnahm. Ganz offenkundig aber benahm sich bereits die unabhängige sozialdemokratische Fraktion als Opposition schärfster Art, und hier wird das Regierungsprogramm zweifellos Widerstände überwinden müssen. Es ist deshalb gut, daß die neue Regierung auch die Organisation der Reichswehr in ihr Programm aufgenommen hat, und es als ihre Aufgabe bezeichnet, die zurzeit noch bestehende Kluft zwischen dem Heere und dem Volke zu überbrücken. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es vor allen Dingen nötig, daß man wieder überall im Volke für die Aufgabe der Reichswehr Verständnis gewinnt. Wo dies nicht zu erreichen ist, müssen andere Mittel helfen. Es ist deshalb zu begrüßen, daß der Reichskanzler Mit aller Entschiedenheit betonte, jedem Appell an die Gewalt werde die Regierung nach allen Seiten tatkräftig entgegentreten und jeden Versuch gewaltsamer Umwälzung Niederkämpfen. Hier wie an anderen Fällen ließ der teilweise lärmende Widerspruch der Unabhängigen keinen Zweifel, wo sich oer Drang nach Gewalt regt. Die Unabhängigen waren diejenige Fraktion des Reichstages, an der der warmherzige und von tiefem Gefühl durchdrungene Appell des Reichskanzlers an dem einträchtigen Willen und dem Zusammenhalten des ganzen Volkes wirkungslos verhallte. Wenn etwas in der Rede des Reichskanzlers mit größter Wärme des Gefühls und tiefster Ehrlichkeit dec Ueberzeugung zum Ausdruck kam, so war es dieser Appell an das einheitliche Bewußtsein des deutsch e n V o l ke s, an den einheitlichen Willen, in der schweren Not unserer Zeit zusammen- zuh alten. Die Dauer der Konferenz von Spaa. Paris, 30. Juni. (Wolff.) Nach einer Meldung des „Petit Journal" soll die Konferenz von Spaa bis zum 15. Juli dauern. Berlin, 30. Juni. Das Achtuhr-Abend- blatt meldet: Auch der Reichsernährungsmb- nister Dr. Hermes begibt sich zur Konferenz nach Spaa, wo er über Deutschlands Lebensmittellage berichten und die Lebensmittelkrediten betonen dürfte. Der Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten. Berlin, 30. Juni. (WTB.) Der Ausschuß für auswärtige Angelegen- ten wählte zum Vorsitzenden Strese- mann, und zum Stellvertreter den früheren Reichskanzler Müller-Franken (Soz.). Der Mißtrauensantrag der Unabhängigen. Berlin, 1. Juli. Ueber den in der gestttgen Reickstagssitzung von den Unabhängige eingebrachten Mißtrauensantrag hat, wie der „Vorwärts" mitteilt, die sozialdemokratische Fraktion gestern abend nach Schluß der Rrichstags- sitzung bereits eingehend verhandelt. Sie ist zu dem einmütigen Entschluß gekommen, ihn ab zu leh- nen. Die Unabhängigen verfolgen, wie der „Vorwärts" meint, mit derartigen Einträgen augenscheinlich nur Demonstrationsabsichten. Sie wissen sehr gut, daß die Zustimmung der Sozialdemokraten zu dem Antrag der Regierung den Boden entziehen würde, auf dem sie stehen muß, um in Spaa verhaMungssähig zu erscheinen. Die Ablehnung des Mißtrauensvotums bedeute in keiner Weise rin Vertrauensvotum. Die Fraktion b«be ausdrücklich erklärt, daß sie die Taten der Regierung abwarten wolle, bevor ste endgültig zu ihr Stellung nehme. Die Gesamtschuld des Reiches. B e r l i n, 30. Juni. (WTB.) Im Haushaltsausschuß des Reichstages gab bei der Beratung des Notetats Finanz Minister Dr. Wirth die Gesamtschuld des Reiches auf 265 Milliarden an. Sitzung des Reichswirtschsstsratrs. Berlin, 29. Juni. (WB.) Im Plcnarsitz- ungssaale des vormalmen Preußischen Herrenhauses fand heute die erste Sitzung des vorläufigen Reichswirtschaftsrates statt. Am Regie - rungsttsch saßen it. a. der RerchskM^er, der Reichs-- wittschastsminister, der Ren^mimster des Auswärtigen, der Reichsminister des Innern und der p eußrsche W. hlfchrlsmrnijlxr. Nachdem d»r Alterspräsident «Kommerzienrat Bamberg die Sitzung eröffnet hatte, nahm der Reichskanzler das Wirrt. Er wies in längerer Rede auf die Zusammensetzung und die Ziele des Reichswirtschaftsrates hin, dessen Arbeiten er den besten Fortgang wünsche. .Hierauf wurde der Entwurf einer vorläuftgen Geschäftsordnung angenommen. Zum Vorsitzenden wurde der Vertreter der Landwirt- schast, Unterstaatssekretäc a. D. Edler von Braun, gewählt, der der Versammlung für das bewiesene Vertrauen dankte und ihre Unterstützung erbat. Empfang des päpstlichen NnntiuS. Berlin, 30. Juni. (Wolff.) Der Reichs- vräsident empfing heute den ersten apostolischen Nuntius bei der deutschen Regierung, Monsignore P a c e l l i, Tftularbischof von Sardes, zur lieber» reichung des Beglaubigungsschreibens. Bei der Ueberrrichung des Beglaubigungsschreibens hiett der Nuntius in deutscher Sprache eine Rede. Der Reichspräsident nahm das Beglartbigungs- schttibcu entgegen und erwiderte. Nach der äeba* reichung des Beglaubigungsschreibens verblieb der I Nuntius noch einige Zeit in angeregter Unterhaltung beim Reichspräsidenten. Bei der Zeremonie | war der Reichsminister des Aenßern, Dr. Simons, zugegen. Der Nuntius war in Begleitung seines stellvertretenden Uditore, des Grafen P r e h- f in g erschienen. In der Unterhaltung brachte der PräsideM in erster Linie zur Sprache, daß sich in Frankreich leider noch deutsche Kriegsgefangene befinden. Der stttmtius stellte in Aussicht, daß der Papst seinen Einfluß geltend machen werde, um auch diese Gefangenen wieder in ihre Heimat zurückzuführen. Der Handelsverkehr auf der Donau. Amsterdam, 30. Juni. (WTB.) Der Times zufolge sind die Verhandlungen zwischen einem englischen Svndikat und mehreren Schisfahrsgesell- schaften verschiedener Nationalität, die sich mit dem Handelsverkehr auf der Donau befassen, zu einem erfolgreichm Abschluß gebracht worden. Das Syndikat, dem hervorragende Finanz- und Schiff- fahrtsgesellschaften angel)ören, erwirbt nach dein Abkommen die Anteile der erwähnten Donau- schifsahrtsgesellschaften. Hiervon sei eine bedeu- tenbe Verbesserung der Verkehrsverhältnisse m Mitteleuropa zu erwarten. Eine Botschaft Wilsons an Italien. Rom, 30. Juni. (Wolff.) Stefani. Gio- l i 11 i empfing den Botsckwfter der Vereinigten Staaten, der dem „Giornale d'Jtalia" zufolge eine persönliche Botschaft des Präsidenten W i l - s o n überbrachte. Balona erstürmt. Belgrad, 29. Juni. (WTB.) Reuter. Die Zeitung „Prawda" meldet: Die Albanesen haben Valona erstürmt, die ganze italienische Garnison gefangen genommen. Die türkischen Nationalisten. Amsterdam, 3. Juni. (WTB.) Die „Times" meldet aus Konstantinopel: Must a p h a Kemal hat sich selbst zum Oberbefehlshaber der Nationalisten ernannt und eine allgemeine Vermögensabgabe ange- oronet.'. Uns dem Reiche. Die preußische Verfassung. Berlin, 30. Juni. (WTB.) Der Verfassungsausschuß der Preußischen Landesversammlung beschloß, die Berufung der Minister wie bisher dem Präsidenten des Landtags zu überlassen, aber festzulegen, daß der Präsident des Landtages keiner Fraktion angehören und an den Abstimmungen nicht teilnehmen darf. Das württembergische Kabinett. S t u tt g a r t, 30. Juni. (Wolfs.) Das wü r t- tembergifche Staatsministerium Wirt» sicherem Vernehmen iwch folgendeZusammensetzung haben: Tr. Hieber, StaotspMidritt und Kultus, Graf, Inneres, Bolz, Justiz, Liesching, Finanzen, früherer Ministerialrat Schall, Arbeft und Ernährung. Koburg. Erfurt, 30.Juni. (WB.) In der heutigen Schlußsitzung der Landesversammlung des Freistaates Koburg gab der .bayerische Ministerpräsident Kahr im Namen der bayerischen Regie- nmg der Freude Bayerns über den Anschluß Koburgs Ausdruck, worauf der Präsident die Auflösung des Landtags aussprach. Mafftnfunde im rheinisch-westfälischen Jn- duftrierpebdet. Berlin, 30. Juni. Die „Tägl. Rundschau" gibt eine Düsseldorfer Blättermeldung wieder, wonach neue W affenfunde im rheinisch-westfälischen Jndustriegckiet gemacht wurden; namentlich in der Gegend von Lennep entdeckte die Sicherheitspolizei mehrere Waffenlager, darunter eins, welck>es drei Maschinengewehre, 70 Handgranaten, 100 Gewehre und 30 000 Patronen enthielt. Friede zwischen Aerzten und Krankenkassen. Frankfurt a. M., 30. Sinti. Der Aerzte- öerein teilt mit: Als Ergebnis des Zentra lab kommens zwischen Aerzten und Krankenkassen ist in Frankfurt a. M. zwischen dem Aer zte verein und den Vereinigten Krankenkassen ein neuer Vertrag zustande yekommcn, indem an Stelle der Pauschalbeyahlung bte Honorierung der Emzel- lristung nach den Sätzen des zentralen Schiedsspruches rieten wird. Der verriagslose Zustand wird daher am 30. Juni, nachts 12 Uhr, aufhören. Die Kassenmitglieder werden dann von den Aerzten wieder ohne Barzahlung behandelt und es werden wieder Krankenkassenscheine ausgestellt. Kriegsgefangene in Rußland. Berlin, 30. Juni. (Wolff.) Tas Heeres- aLwickelunasamt in Preußen teilt uns mit: Durch Aussagen der kürzlich aus Rußland und Sibirien hrirngetehrten ehemaligen Kriegs - und Zivilgefangenen ist es gelungen, neuere Nachrichten aus den bärtigen Lagnm sowie auch über das Schicksal einzelner noch zurückgebliebener Kriegsgefangener zu erhalten. Es haben sich außerdem eine ganze Reche Heimgekehrter bereit erklärt, Auskunft über ihre Kameraden, soweit sie, hierzu imstande, den Angehörigen zu erteilen. Die letzte Nummer der „Mitteilungen" des Volkslmndes zum Schätze der dcuLjchen KrveO-- und ZivilsejMüenen, Berlin SW. 68, Lindenscrahe 35, enthält die näheren Taten hierüber unb ist von obengenannter Stelle per Nachnahme (0,50 Mk.) zu erhalten. Der Güterverkehr mit Holland. Amsterdam, 30. Juni. (WTB.) Laut „Al- gemeen Handelsblad" hat der Güterverkehr mit Deutschland in der letzten Zeit derartig zugenommen, daß demnächst zum erstenmal seit Ausbruch des Krieges wieder der nächtliche Güterverkehr zwischen Emmerich und Amsterdam einge- richtet wird. Au» Liessen. Finanzausschuß. R. M.K. Darmstadt, 30. Juni. Die Be ratungen L»es Finanzausschusses des Landtages wurden heute fortgesetzt. Zunächst wurde das Kapitel 3, S ie d l un g s w e s e n, besprochen und tarnen hierbti Klagen, Wünsche und Anregungen aller Art zur Geltung. Vielfach werden die Be ftinimungen und Auslegungen des Gesetzt einer Kritik mtterzogen. Hierbei kommt auch der An trag beu Abgg. Eißnert und S ch i l d b a ch zur Spraä^, der fordert, daß aus irgend welchen Gründest freiwerdendes Gelände, das wieder zur. Verteilung kommen soll, zunächst ht den Besitz der Geme^.cde oder Staates übergeht, bamit verhindert wird, daß die Privatspekulaiion sich seiner bemäch * tigt. Auch touu angeregt, daß Arbeiter und kleine Landwirte auf keinen Fall mehr Land halten als sie wirklich zu bebauen in der Lage sind. Das Kapitel wird bann genehmigt. Bei Kap. 10, Direkte Steuern, wird über die Beschränkung des Selbstverwaltungsrechtes seitens der Gemeinden in Steuerfragen Klage geführt und es werden auch Sebenlcn gegen eine besondere Landsteuer auf Grund und Boden gemacht. In Kap. 11, Landtag, hat sich die Anforderung von 289 000 Mk. im Vorjahre um nahezu 100 000 Mk. auf 385 870 Mk. erhöht. Die Kap. 15, Verwaltungsbericht, 16, Haus- und Staatsarchiv, 17, Rbrinschiffahrt und 18, Po ft- gebühren, werden nid)t beanstandet. In Kapitel 19, Ministerium des Innern, werden verschiedene neue Bcamtenstellen beanstandet, dir zunächst mit der Regierung besprochen werden sollen. Bon einer Seite wird rin Antrag auf Vereinfachung des Staatshaushaltes ange- Tfmbigt 20, Stellverrietungskösten, 21, Postgebühren, 22, Regierungsblatt und Reichsgesetzblatt, 24, Arbeitshaus Dieburg, 27, Landeswaisenanstalt, 28, Privaterziehungs- und Besserungsanstalten, und 29, Zentralstelle für die Landesstatistik, werden genehmigt. In Kap. 30, Kirchen, wird die Frage aufgeworfen, auf welcher Grundlage die Kirchensteuern nunmehr erhoben werden sollen. In «Kap. 31, ältlicher Dienst, wird gefordert, daß bei Schülerkrönkhriten die Verordnung, bett, die Vorlegung von Attesten, nicht mehr so scharf gehandhabt werden solle und wird hierbei sowohl auf tie hohen Kosten, wie auch auf den Umstand hingewiesen, daß durch die vorhandenen Schulpflege^ rinnen schon eine gewisse Kontrolle aus geübt werde. — Nächste Sitzung Donnerstag. Im Finanzausschuß des .Landtags wurde heute auch die Frage der Besetzung der In- tenbantentftelle des Landestheaters besprochen. Nach einer Mitteilung der Regierung kamen zwei geeignete Personen in Frage, dik beide tüchtig, der eine aber als K u n st l e i t e r dec andere als Berwaltungsbeamter in Vorschlag gebracht worden waren. Unter Beachtung auch des Umstandes, daß aus Ersparnisgründen eine weitere Belastung des Theaterbudgets vermieden werden solle, die mit der Ueber- nähme des einen Herrn als Verwaltungsbeam ler, absolut nicht zu vermeiden war, eittschied sich die Regierung für das Engagement eines fünft lerischen Leiters wie wir errafften Herr Ober- regisseur- Hartung- Frankfurt, der auf Grund eines Privatvertrages den Posten übernimmt. Der Ausschuß stimmt diesem Vorschläge der Regierung zu. ll. Darmstadt, 30. Juni. Der Geschäfts- führende Ausschuß und die Landtagsfraktion des Landesverbandes Hessen der Deutschen Vvlkspartei in Hrifen haben zur Landespvlüik folgende Entschließung eingebrad>t und angenommen: „T>r Geschäftssührende.Ausschuß und die Lanotagsfrad tion der Deutschen Volkspartei in Hessen tickten die baldige Neuwahl des Landtages für eine notwendig Folge des Ergebnisses des Reichstagswahlen. Tie Parteien der Opposition haben in Hessen am 6. Juni eine solche Stimmenzahl erhalten, daß die Aufhebung und Aenderung der Bestimmung des Artikls 64 der Verfassung im Interesse der Gründung und Beruhigung der politischen Verhältnisse im Lande dringend geboten ist. Nach den Neuwahlen muß eine Neubildung derhefsischen Regierung erfolgen. Schon jetzt erheben wir die Forderung nach Vereinfachung ber Staatsverwaltung, insbesondere die Herabsetzung der Zahl der Ministerien und selbständiger Landesämter, sowie deren Besetzung durch geeignete Fachleute." rm. Darmstadt, 1. Juli. Am Samstag wurden die diesmaligen genossenschaftlichen Tagungen abgeschlossen. Ter Vorsitzende Geb. Oekonomierat Walter gab bei seiner Begrüßung seinem Bedauern Ausdruck, daß auch heute die Regierung durch Abwesenheit glänzte. Tirevvr Berg erstattet den eingehenden Jahvesbericht. Tie Jahresrechnung schloß mit einem Fehlbetrag von 2510 Mk. infolge der bedeutenden (vehaltserhöhungen für die Be amten. B e ck e r - Wörrftc-dt fordert zum Llnschluß an den Weinbauverband auf, um die dem Winzer durch den Friedensvertrag, der die zollftrie Eul- fuhr der Äsaß-Lothringer Weine auf 5 Jahre gestatte, drohenden Gefahren zu beseitigen. Nach lelchastoc ÄrÄpmche wird eme LQrregehMg der) Verba ndsb-ei'räge gutgeheißen uub -um Schluß eine Entschließung angenommen, in der Dem Erstaunen Ausdruck gegieden wird, daß dos Go frantministerium ein? Verordnung über Die Bilanzierung Der KriesSaüleihe (Absckp Jumg von 3°,o) erlassen hat, oD.ie mit Der jujirä gen Jnteresseiv- Vertretung DeS Hess, lrardw. Ge gscnscluftswesens vorher eine Aussiwache über D ren Zweckmäß gkeit herbeizusuhren. Ter VerbanDStag legt entschieden Vermabrung dagegen ein.- daß Der Verband &ur Beratung einer Derart LmschneiDenDen Verordnung nick', zu gezogen worden ist. Tann wirb die Tagung geschlossen. Lebensmittelunruhen. Der ist schuld an den Wucherpreisen für Obst? oz. Offenbach, 30. Juni. In einer Versammlung des hiesigen Obst- und Gemüsehändlervereins wurden sehr interessanteMit- Leitungen gemacht. Der am vorigen Dienstag hier versuchte Markt sturm hätte als Hauptschuldige drei eben von auswärts zugereiste Burschen ergeben, die verhaftet wurden. Es scheine, daß sich die Unruhestifter von Ort zu Ort begeben, um bald hier, bald dort solche Putsche mit Hilfe Der sogenannten Marktsteher einzuleiten. ©in Funke ins Pulversatz der angesammelten Unzufriedenheit, und Raub und Plünderung würden die Folge sein. Weiter hörte man, welche Märchenpreise von den Aufkäufern der Obstweinkelte- r e ien und der Konservenfabriken Den Erzeugern geboten würDen. Diese Industrie zahle jeden Preis unbesehen, da sie ja auch jeden Preis für ihre Ware bekomme. Ein Glas Aepfelwein kostet Deute in Der Wirtschaft bis 2 Mark. Dabei seien Die Aepfel voriges Jahr billig eingekauft. Bei Dem Aepselweiiipreise von 2 Mark kommen heute allein 20 Pf. Kellnergebühr in Betracht, für die man früher fast IV2 Gläser Aepfelwein kaufen konnte. Wenn die Regierung nicht ein Kelter verbot erlasse, so würden wir im Herbst keinen Apfel zu sehen bekommen. Auch die Konservenfabriken müßten beschnitten werden, bis der Hausbedarf gedeckt sei Die Schließung der hessischen Grenzen, Ausfuhrverbote ufw. wurden verlangt. Tie Händler machten kein Hehl daraus, welchen Krebsschaden die „fließenden O b st st ä n d e" bedeuteten, Die jeDen Preis zahlen können, da sie steuerlich meist gar nicht gefaßt werden können und keinerlei Nebenkosten zu tragen hätten. Die Obstversorgung der Pfalz. wz. Neustadt a. H., 26. Juni. Eine Versammlung, bestehend aus dem Wirtschaftsausschuß, aus den Haupterzeugern von Obst, aus den Händlerverbänden, aus den Kommunalverbands-Vertretern, den Eisenbohnver- bänden und den Vertreterinnen des Vereins für Fraueninteressen faßte nach ausgiebiger Aussprache folgende Beschlüsse: 1. Es soll für die Ausfuhr von Obst aus der Pfalz in Mengen von 3 Zentner aufwärts der V e r- sandscheinzwang eingcführt werden. Sollten die Preise entsprechend fallen und die Versorgung gesichert erscheinen, so wird diese Maßnahme wieder aufgehoben. 2. Die landwirtschaftlichen Organisationen bezeichnen einen Kirschenpreis von 1.50 Mk. das Pfund als angemessen und stellen in Aussicht, .daß sie besonders in ihren Presseorganen auf 'ihre Mitglieder einwirken, daß sie keine höheren Preise nehmen. — Diese Beschlüsse sollen der Landesstelle für Gemüse und Obst zur Erlassung entsprechender Anordnungen und zum Vollzug vorgelegt werden. — Der anwesende Vertreter der Landesstelle sagt unverzügliche Erledigung im Sinne der Beschlüsse zu. Der Kampf gegen die Zwangswirtschaft. dz. Aus der Pfalz, 26. Juni. Die freie Bauernschaft, Gruppe Pfalz, hat ^folgenden Beschluß gefaßt: „Da wir auf unser "Schreiben vom 29. Mai an den Pfälzer Wirtschaftsausschuß betreffs Regelung der Schlachtvieh bewirt schaftung bisher ohne Nachricht geblieben sind, so be- betrachten wir von heute an die Zwangsbewirtschaftung des Schlachtviehes als aufgehoben. Sollte gegen dementsprechend handelnde Metzger in irgend welcher Weise vor- gegangen werden, so werden alle Landwirte geschlossen für sie eintreten." ¥ Köln, 30. Juni. Infolge der gegen die Lebensmittelwucherer Durchgeführten scharfen Maßnahmen blieben die Obsterzeuger Dem Kölner Markte fern und schoben die O b stsend u n g en in Das Industriegebiet ab. Von den Vertretern Der Gewerkschaften sind nunmehr entschiedene Schritte bei Den zuständigen Behöicken unternommen worden, um die Wagengestellung zu diesem Versand einzustellen oder die BÄ>ingung daran zu knüpfen, daß ein Teil zur Beförderung von Obst nach Köln verwandt wird. Die Eisenbahnbeamten sind entschieden gewillt, von Dem Mittel der Selbsthilfe Gebrauch zu machen. Berlin, 30. Juni. (Wolff.) Nach Den Morgenblättern zog gestern ein Trupp von einigen Hunde-1 Männern und Frauen vor das Ministerium für Ernährung, um gegen Die Teuerung zu demonstrieren. Minister Hermes empfing eine Abordnung und erläuterte die Lebensmittellage und machte sie mit Den Bestrebungen zur Senkung Der Preise bekannt, worauf Die Abordnung die Demonstranten über Die Ausführungen des Ministers unterrichtete. Der Zug entfernte sich darauf ruhig. Lübeck, 30. Ium. (WTB.) Nachdem die Obst- und Gemüsehändler gezwungen waren, Die Waren zu billigeren Preisen abzugeben, brachen hier schwere Unruhen aus. Plündernde Mengen durchzogen die Straßen: sie hatten es namentlich auf die Warenhäuser und Schuhwarengeschäfte abgesehen. Es wurde viel geraubt. Als die Sicherheitspolizei auf die Menge feuerte, erwiderte diese das Feuer. Bisher steht fest, daß zwei Sicherlieits- beamt: erheb ich rerwundet wur.en. Aus der Menge sollen verschiedene getroffen worden sein. Die Unruhen Dauern an. Kus dem besetzten Gebiet. = Mainz, 30. Juni. Die interalliierte Rheinlandkommission hat entschieden, daß Sclbftschüsse, die zur Vernichtung von Raubzeug dienen, und Selbstschüsse zum Schutze von Privatgrundstücken verboten sind Hingegen können Warnungssignale für Jagden und Parks erlaubt werden. kostet vom L. U. Jahresfeier der Universi- Benas unö neöafflon des «Wer Meige». der Durch wiederholte Mahnungen sind verhältnismäßig hohe Kost 8 Uhr. die für die Stadt Wohl und Wehe des ganzen scheiden. Der „Gießener Anzeiger" 1. Juli ab: Hochschrrlnachrichten. Leipzig, 30. Juni. (WB.) Geheimrat, Flechszig, Leiter Der Leipziger Nervenklrnik, tritt, wie das „Leipziger Tageblatt" erfährt, mit Abschluß des SommersemestiLrs in den Ruhestand. Als sein Nachfolger soll Geheimrat Bunke cnrs Breslau berufen werden. ** Vom Elektrizitätswerk. Ein Teil der Stromabnehmer hat die bei der Zählerablesung fälligen Stromgelder bisher recht unpünktlich bezahlt, vielfach erst nach erfolgter Stromentziehuntg. Und Botengänge Die Lage zu verfolgen, ist für jeden Deutschen heute wichtiger wie je. Abgesehen davon, daß eine neue Regierung Die Geschicke des Reiches zu leiten begonnen hat, werden in beit nächsten Tagen die Verhandlungen in Spaa ausgenommen, die darüber entscheiden, ob der Friedensvertrag gemildert oder in seiner ganzen Härte bestehen bleiben soll. Gerade für die Konferenz von Spaa hat sich der Gießener Anzeiger eine S 0 n d e r b e r i ch t e r st a t t u n g gesichert, die es ihm ermöglichen wird, seine Leser schnell und zuverlässig über die Ergebnisse zu unterrichten. Wer es daher verabsäumt hat, rechtzeitig sein Abonnement zu erneuern, der hole dies umgehend nach. Jeder Deutsche muß „Kämpfend für Kaiser und Reich, nahm Gott Euch die irdische Sonne, Jetzt vom Irdischen frei, strahlt Euch sein ewiges Heilig Die Stätte, Die Ihr durch Mutige Opfer geweiht 'habt Dreimal heilig für uns durch das Opfer des Danks." Veranstaltungen. Donnerstag, 1. Juli: Cafe Leib, 5Uhr, DemLnstrationsversammlung der Bauarbeiter. — Felsenkller, 8 Uhr, Bürgerversammlung. — Post- keller, 8 Uhr, Versammlung Der abstimmungsberechtigten Oberschlesier. — (Safe Leib, 8 Uhr, Eröffnungsvorstellung Sternau-Haase. — Hotel Einhorn, 8V2 Uhr, Gastspiel Paul Buchwalb. — Lichtspieltheater wie gestern. [1 Marburg, 29. Juni. Eine Versammlung . . Staats- und Gemeindearbeiter erhob in zwei Entschließungen Einspruch gegen denlOprozen- Ligen Lohnabzug. die Verhandlungen verfolgen, die über das Volkes ent- monatlich An Bezugspreis: Mk. 3.60 . An Trägcrlohn: Mk. O.65 . Summe: Mk. 4.25 . Bei Abholung an den monatlich An Bezugspreis: Mk. 3.60 . An Abholegebühr: Mk. O.3O . Summe: Mk. 3.90 . .... .. jten erwachsen. In Zukunft müssen Die durch Unpünktlichkeit der Stromabnehmer entstehenden Kosten den Säumigem zur Last gelegt werden. ** Die P flegegeldsätze in Der Landes-Heil- und P fle geanstalt sind mit Wirkung vorn 1. Juli wie folgt erhöht worden: In Der e r jlen Klasse: für Hessen 20—30 Mk. täglich, für Nichthessen 30—50 Mk. täglich (in besonderen Fällen kann ein höheres Pflegegeld in Ansatz kommen). In Der zweiten K Big euer, der sich zunächst mit scharfen Worten gegen die leider sehr starke Partei der Haltlosen, Wankelmütigen unb Feigen — die -Partei ber Nichtwähler toanbte. Er entwarf ein kurzes Bild der jetzigen Regierung, in deren Zusammensetzung er zwar einen guten Schritt vorwärts sah: aber, er warnte davor, wie gewisse andere Parteien große Siegesfeiern zu veranstalten. Er forderte auf, in ernster Mitarbeit an dem Wiederaufbau des Vaterlandes mitzuwirken. Die von echt vaterländi- scheni Geist getragene Rede klang aus in einem Hoch auf Deutschland, worauf die Versammlung die Nationalhymne anstimmte. Für Abwechselung sorgte die Jugendgruppe, die durch musikalische Darbietungen imb durch zwei kleine wohlgelungen« Aufführungen zeigte, daß sie außer ernster poltti, scher Arbeit auch auf diesen Gebieten gutes zr leisten vermochte. — Zum Schlüsse fand sich du Jugend zu einem kleinen Tänzchen zusammen. ** Der Landwirts chaftliche Lokal- verern Gießen ladet seine Mitglieder auf Freitag beit 2. Juli, nachmittags 6 Uhr, zu einer Besprechung im Hotel Schütz ein. Siehe Anzeigenteil. ** Die Zusammenkunft ber freien Bauern schulgemeinben auf bem Offenheimer Wäldchen ist ber weiteren Ausbreitung ber Maul- unb Klauenseuche unb ber bamit ver- bunbenen Gefahr brr Verschleppung wegen bis auf weiteres verschoben. Kreis Alsfeld. Gegen die Brennholzrationierung. X Alsfelb, 30. Juni. Der Kreis t ag bes Kreises Alsfelb beschloß einstimmig in seiner orbentlichen Sitzung am 26. Juni l. Fs. auf Antrag des Kreis t agsmit g Liedes Bürgermeisters Dr. Völsing eine Eingabe an Die Regierung yu richten, in welcher Die Aushebung der Rationierung des Brennholzes beantragt wird. Da diese Art der Zwangswirtschaft als versehlt anzusehen sei. Denselben Beschluß faßte auch vor kurzem der Kreistag des Kreises Schotten. Das neue Kreisbubget weist eine beduetend: Erhöhung der Kreisumlagen auf. Kreis Lauterbach. np. Stockhausen, 30. Juni. Die fefcon monatelang anhaltende Trockenheit hat Die Seen ausgetrocknet; auch der Flußlauf ist ohne Wasser. Das hiesige Eisen ft ein berg- werk kann dadurch die Eisensteine nicht waschen und führt sie. her Wäsche bei Ilsdorf zu. Auch bei Sellnrod ist der Bachlauf aus-ge- trochiet. Die kleinen Ortsmühlen an diesen Bächen stehen still. Das ist umso unangenehmer, als jetzt die neue Wintersamenernte heimgefahren wordm ist. Mit bem Austrocknen der Flußbette wirb auch der Fischbestand, darunter manchmal Forellen, vernichtet. • Starkenburg und Rheinhessen. oz. Offenbach, 30. Juni. Die Tochter eines fleißigen Geschäftsmannes hatte ein Verhältnis imb das Mädchen glaubte an Weihnachten, baß es Verlobung feiern werbe. Von welcher Enttäuschung würbe sie aber ergriffen, als sie an bai Feiertagen las, baß sich ihr Zukünftiger mit einet Andern vermählt hattH. Das Mädchen wurde tobsüchtig unb kam in die Irrenanstalt, aus ber es foäter wieder entlassen wurde. Vor kurzem be- gegnete ihr nun auf ber Straße ber Treulose und die Unglückliche verfiel ob bes Einblicks toiebeam m geistige Umnachtung unb mußte abermals in br Irrenanstalt verbracht werden, wo sich jetzt ergaj, daß ihr Zustanh unheilbar ist. Die Schwester bei Aermsten würbe von der Grippe befallen und stark nach zwei Tagen und nun hat Der Vater einen schweren Unfall erlitten, der ihn für lange Zeit arbeitsunfähig macht. Hessen-Nassau. Der Steuerabzug vom Lohn. MK. 0.90 Mk. 11.70 vierteljährlich Mk. 10.80 Mk. 1.95 Mk. 12.75 Abholestellen: Jahresfeier. Nach einem einleitenden Musikstück tru-g der akademische Gesangverein den Chor aus Josua, „Für Gottes Huld tön' unser Sieb", vor. Der Rektor, Professor Dr. Kalbfleisch behanbelte in seiner Festrede bete das Ergebnis ber Preisaufgaben, auf das Thema: „Ueber die Demokratie imUrteilgriechischcrDenke r". Hierauf erstattete er den Jahresbericht unb verkün- das wir morgen zurückkommen. Mit dem Chor aus dem Messias „Halleluja" unb einem Musikstück erreichte die Feier ihr Enbe. — Von 5 Uhr ab findet gesellige Zusammenkunft im Philosophenwalb statt. Abenbs Kommers ber Studentenschaft daselbst. ** Abstirnrnung in Ost- und Weft- preußen. Die polnische Regierung fordert von den Abstimmungsberechtigten bei Benutzung der Abstimmungs^ondcrzüge zur Fahrt durch den „polnischen Korridor"" nach Ost- unb West- Preußen neben Dem von Der zuständigen Kommission ausgestellten Mstimmungsausweis einen Personalausweis mit Lichtbild. Die Kreisämter sind angewiesen, alle unter Vorlegung des Abstimmungsausweises beantragten Personalausweise unverzüglich gebührenfrei mit einmonatiger Geltungsdauer aus- zustellen. Bei Benutzung von Zügen des öffentlichen Ver^hrs durch den „polnischen Korridor"" ist Paß unb polnisches Visum erforberlich. — Die Interalliierte Kommission für Regierung imb Volksabstimmung erläßt gemäß Art. 96 unb 97 bes -Versailler Vertrages vom 28. Juni 1919 unb ihrer Verorbnung vom 23. April 1920 Nr. 16, im Einvernehmen mit ber Interalliierten Volksabstimmungskommission zu Allenstein solgenbe Verorbnung: Für bie Grenzüberschreitung bzw. ben Aufenthalt von Marienwerder in das Allensteiner Volksabstimmraigsgebiet und umgekehrt genügt der Sichtvermerk einer der beiden Abstimmungskom- mifhonen. Erlassen zu Marienwerder, den 28. Mai 1920. ** Ueber die Reichsschulkvnferenz in Berlin sprach gestern abend in der Neuen Aula Professor D. Schian in längeren, interessanten Ausführungen. Der Redner wird sich in einer der nächsten Nummern unseres Blattes in einem besonderen Artikel, aut den wir unsere Leser schon heute Hinweisen, mit dem gleichen Thema befassen. ** Der gestrige Regen brachte nach langer Trockenheit mit feiner Niederschlagsmenge von 11,5 Millimeter leider noch immer nicht den erwünschten durchdringenden und langanbauernden Landregen, den imfere Landwirtschaft sehnlichst herbeiwünscht. ** Gartenhaus-Diebstähle. In der Nacht zum 30. Juni wurden verschiedene Gartenhäuschen erbrochen und folgende Gegenstände entwendet: 3 Schürzen, darunter eine Kleiderschürze, eine gestrickte Golfjacke, rot mit schwarz, ein Paar Militärschnürschuhe, und ein Paar Halbschuhe, eine Drahtzange, eine graue Mütze unb ein Gummihut, ein Haarbesen unb ein kleiner Spiegel. Schweres Automobil-Unglück. — Oberursel , 30. Juni. Dienstag früh 1 Uhr stieß in ber Nähe von Weißkirchen an ber Stelle, wo vor sieben Jahren der bekannte Volkswirtschaftler Dr. Schaapper (Frankfurt a. M.) mit feinem Automobil tödlich verunglückte, ein von ber Hohemark kommenber Kraftwagen mit einem Bauern fuhrwerk aus Harfe zufarnrnen. Der Kraftwagen überschlug sich und begrub Die vier Insassen unter sich. Ter Besitzer Des Kraftwagens, Der Kaufmann Emil Ritz aus Frankfurt, wurDe leichter verletzt, feine Frau erlitt schwere inner? Verletzungen und wurde dein städtischen Krankenhause in Frankfurt a. M. zugeführt, wo sie noch besinnungslos darniederliegt. Der Kraftwagenführer erlitt leichte Hautabschürfungen, während ein Freund des Ritz, bet Diplomengenieur S ch r ö- ber aus Dortmunb, so schwer verletzt nnrrbe, baß er nach wenigen Augenblicken verstarb. [1 Biedenkopf, 29. Juni. Im nahenDorft Wallau wurde die 15jährige Tochter der Witwc Eckel im Walde beim Holzholen von einem ins Rollen gekommenen Baumstamm totgedrückt. Hcsscn-Nafsau. Rm. Fellingshausen, 30. Juni. Di, hiesige Schule, bie schon seit Jahren über 180 Ander zählt, hat vor kurzer Zeit Den 3. Lehre, erhalten. Tie Stelle würbe von Herrn Lehrer Zollmann besetzt. Arrr Stabt tiitb Caitb. Gießen, ben 1. Juli 1920. Das Recht der Toten. Von Dr. H. Schneider-Gießen. Uebcrall in Deutschland iverden in ben letzt- vergangenen Monaten bie HilfsVereinigungen, die der Kriegsfürsorge unb bet Linberung bes Kriegsleibes gebient hatten, fast unbemerkt für bie Oessentlicksteit aufgelöst ober an amtliche Stellen bei Staates oder ber Stabte angegliebert. Als letzte von Den vielen Kräften, bie ber Krieg geweckt, können nun auch bie Werke ber Menschenliebe, bie bie in freiwilliger Hilfsbereitsck>ast sich ber zerstören ben Macht des Krieges entgegenzustellen versucht hatten, einen gewissen Abschluß ihrer Wirksamkeit herbeisühren. Auch in unserer Stabt haben bie Vereinigungen freiwilliger Liebestätigkeit gegen Das Kriegsleib jeher Art ihre Arbeit in diesem Sinne aus ben Hänben gelegt. Eine Rückschau über biete 6jährige Geschichte opferwilligster Hingabe aller Kreise bet Bevölkerung muß auf einen anderen Zeitpunkt verschoben werben. Heute sollen bie Gebauten auf eine letzte Aufgabe, eine Ehrenpflicht ber Gesamtheit, gelenkt werben, bie in bem gleichen Vtaße allen zur Ehre gereichen wirb, als sie bie Ehre bes Dankes vollbringen. Unsere Toten verlangen ihr Recht, bas Recht, bie Stätte ihrer Ruhe mit liebender Fürsorge zu pflegen, wo imb soweit wir nur immer bazu imstande sind. Mit dem Einsetzen des Bestens was sie hatten, sind unsere Toten im Glauben an bie Zukunft ihres Volkes in ben Kamps gezogen unb mit Ehrfurcht stehen wir vor ihren Gräbern, ba sie bieten Glauben mit bem Opfer des Lebens besiegelt haben. Was sie an Treue im Dienst ber Liebe zur Heimat imb Vaterland geleistet haben, muß in uns bie Treue wecken, burch bie Psbege ihres Grabes auch äußerlich zum Ausdruck zu bringen, baß unser Gedenken unb unsere Dankbarkeit an sie keine leeren Worte sinb. Ihr Schicksal 'bat sie über bas gewöhnliche Dasein emporgehoben, indem sie in der Hingabe für die anbern unauslöschlich in bas Herz des Volkes sich eingegraben haben. Ihr Tob ist nicht bas jähe Ende, er ist bie Pforte zum zum herrlichsten Ruhm, die golbene Pforte zu einem höheren Sein, berat „niemanb hat größere Liebe, als haft et sein Leben läßt für seins Freunde"". Ter Wracke rat diese Unsterblichkeit, wenn er nicht burch frefonbere religiöse Erfahrungen noch vertiefter ist, vermag allein bie Menschen, bie zurückgeblieben sind, an bem Abgrund ber Verzweiflung voruberzusühren, vermag allein, bas sonst unerträgliche Leib zu lindern. Stark unb ge- funb in ber Blüte ihrer Kraft waren Millionen von Männern in ben Krieg gezogen unb Millionen kehren nicht loieber zurück. Nichts ist ihren Lieben geblieben daheim, als die Erinnerung und bas Grab in ber Ferne. Dort aber stehen bie Gefallenen vor unfetm geistigen Auge nicht als bie Toten, taubem die .Lebendigen, mit betten wir durch alles, was uns ian ihnen lieb war, raif ewig verbunden sind. Und nur barat wirb bie Wunde, die bas Herz burch ben Verlust empfing, ber Heilung näher kommen, wenn bie innige Siebe, mit ber bie Trauemben bie letzte Ruhestätte in ihren Gedanken umschließen von ber leisen Hoffnung getragen wirb, bieses Grab einmal sehen zu können oder es wenigstens gepflegt zu wissen. Wie oft am Tage, wie oft in Der Nächten wandern Die GeDanken hinaus in bie Ferne und suchen das einzige sichtbare Unterpfand in Der Nacht Des LeiDes, wie Den müden nächtlichen Wanderer ein schwall^r ferner Lichtschimmer grüßt. Dies war auch die Meinung Des eDlen Schweizers Alfred Ney, als er obige GeDanken zum ÄusDruck brachte und zu Dein Schluß kam, Daß Den Toten ihr Recht geben, Den um sie TrauernDen Trost geben heißt. Der große, scharfe WiDerspruch, ber bariu bestand, daß durch ben Krieg Der Einzelne Durch bie Macht ber Staatsibee zur Bedeutungslosigkeit herabgedrückt würbe, bem persönlichen Leib gegenüber jeboch bas Opfer für bie Allgemeinheit feinen ausreichenben Trost gewähren kann, wirb versöhnt burch die Ehrung bes Einzelnen burch die Gesamtheit. Staat und Volk haben in gleicher Weise das Vertrauen ber burch einen Verlust betroffenen Bürger zu gewinnen unb ^u befestigen, wenn sie ben Toten für eine tnürbige Ruhestätte sorgen. Darüber hinaus werben sich bann auch von ber Tatsache ber gemeinsamen Trauer um bie Gefallenen enblich für bie verirrten unb gequälten Völker die Wege finden lassen, Die sie zur Versöhnung führen. Jetzt, wo wir noch überall Den Haß spüren müssen, vertrauen wir Darauf. Daß Die stillen Pfade, Die von Gräbern kommen und zu Gräbern geben, einmal die Grenzen öffnen loerhett, baß ein Volk bas anbere als Gast zu ben Stätten geleitet, wo bie Wsallenen nach hartem Kampfe ruhen. Dann wird ein versöhnliches Herz, wenn warme Jahreszeit, nur in Spezialpack treffen, so daß nur lebenbfrische Fische m ,Ver kauf kommen. Vierteljahr! d) S. U. Jahresfeier ber UntverN- . . Mk. 10.10 l ä t. Die Universität beging heute in herkömmlicher Weise in ber Neuen Aula ihre es ifoeu behütet und gepflegte Gräber vor sich sieht, bestimmten Zusenbungen, mit Rücksicht aut Die heim lehren, unD roieber ben Mut haben, an „die warme Jahreszeit, nur in Spezialpackungen ein» Liebe zu glauben, die der Ursprung, der Zweck mid das Ziel dieser Welt ist. Daß wir uns zu diesem Glauben bekennen und endlich unser Leben von ihm führen lassen, das ist bas Vermächtnis unb ber Segen ber Gefallenen." Demnächst wird der Volksbund für Trntsche Kriegs grabe r-Fürs orge auch in unserer Stadt an die Oeffentlichkeit herantreten mit der Aunorde- rung, ihn bei seinem großen Ziel zu unterstützen, und wir sind überzeugt, daß bann jeher cni§ feine tun wirb, mitzuhelfen, .unfern Toten ihr Recht zu geben: bas Recht auf eine würbige Ruhestätte Denn ber Dichter, ber über ben HelbenMebbof von St. Charles bei Sed-au das Wart setzte, hat mis alten aus bem Herzen gesprochen: >8.—. Auf den a. M.. 1. 3uIl 29. 3uni Börsenkurse Berlin Zum Mädchen Olie“) Lauffrau ob. Schul- **** u v uj t ii mädchen stundenweise ge- per 1. 8. bei gut. Lohn geh jucht. RordAut. LS »JoilßM äUiceftrofei 121. 330,65 626,85 624,35 850,15 162,30 231,25 151,85 38,45 313,70 696,80 631,85 19,98 26,47 87,52 24,27 30.6. 14,30 7,40 16,10 12, — Geriehtssaal Philippi-Prozetz. erhalten Acre ping zum Erfind™ in unserer Brosdiüre kosten k» Pigett 4 Hübscher Breslau 5/8 628,15 625,65 850,85 162,70 231,75 152,15 38,55 314,30 698,20 633,15 20,02 26,53 87,72 24,33 328,65 626,85 611,85 841,65 167,80 231,25 150,10 37,70 313,70 689,30 626,85 20,22 26,02 87,15 23,47 Datum: Amsterdam» Rotterd. Drüssel-Antwerpen . Christiania Kopenhagen Stockholm Helsingfors Italien London New-Hock Paris Schweiz. ... .... Spanien Wien (altes) .... Deutsch-Oesterr. abg. Prag Budapest Bulgarien Konstantinopel. . . . hl. Wunderthausen, 30. Juni. Einige in Amerika lebende Wunderthäuser haben ihrer Hermatgemeinde einen ansehnlichen Geldbetrag gestiftet, der es dieser ermöglicht, ihre neuen Kirchenglocken zu bezahlen und außerdem noch eine Turmuhr anzuschaffen. Zürich . . . Amsterdam . Kopenhagen. Stockholm. Wien Prag . . . . 16,20 12,— ausgesüNt, das bemängelt, daß das Wiesbadener freisprechende Urteil die Gewinnberechnung so unvollständig ausgeführt habe, daß eine Nachprüfung in Leipzig nicht möglich gewesen sei. Die beiden Angeklagten schilderten die Entwicklung ihres Unternehmens, das anfänglich prosperierte, gegen das Jahr 1909 aber zurückgegangen ist, so daß schließ- liw 1914 die Geschäftsteilhaber auf einen Teil chrer Einlagen verzichteten. Im Jahre 1915 konnte aber bereits wieder eine Dividende von 25 Proz. ausbezahlt und die Einlagen wieder zurückvergütet werden. Im nächsten Jahre zahlte das Unter» Schneiderin nimmt noch Kund, an tn u nutzer dem Hause. Tchr Aug. u. ü 11640 cu 0. G. AÜ4 traten mehr in den Hintergrund. Deutsche Erdöl und Steaua Romana litten unter Gewmnrealu ienmgen. Köln-Rottweiler erfuhren bemerkens^ verte Erhöhungen um 16 Prozent. Kaliaktien chwächten sich ab. Deutsche Kali verloren 12 Proz Anlagepapiere hatten geringes Geschäft bei wenig verändertem Kursstand. Die Börse schloß still. Die Abwärtsbewegung in Petroleumaktcen machten im freien Verkehr weiter erhebliche Fortschritte, deutsche Erdölaktien sanken bis 1005. Nachbörslich allgemein fest, nur Petrolenmaktien matt. Dem sches Erdöl 990, deutsches Petroleum 728, Steaua 975. Frankfurt a. M., 30. Juni. Börsenstimmungsbild. Petroleumaktien, loeldjc ge gen Schluß der Mittagsbörse ins Weichen kamen, was hauptsächlich mit weiteren ®eroinnentnafrmcn 329,35 623,15 613,15 843,35 168,20 231,75 150,40 37,80 314,30 690,70 628,15 20,28 26,08 87,85 23,53 (Monts m. b. Emvf. sucht wegen Aust. d. Hauöh. anderw. Wirkungskr. in f. franenL Hau sh. z. 1. Okt. s. hier od. Umneb. Schr. Angeb. u. 011675 an den Gieh.Anz. Lehrmädchen oiort gegen monatl. Vergilt, sowie ordentl. Mädchen ür Haushalt gesucht. Schahhaus Setropol, lMc Selrersweg 19. Sport. — Reiterfest! des Wetterauer 9t et» rervereins. Am 11. Juli wird auf dem Sport- Platz der Sevottse tn Friedberg seit 6 Jahren wieder ein Sportfest eigner Art stattfinden, es ist kein Pferderennen wie in vielen Großstädten, es ist eine Konkurreirz im Schaufahren, Retten und Springen verschiedener Art von Pferden des landwirtsä-aft- lick^en und privaten Betriebes. Besonders stark laufen die Anmelcrungen in der Spriirg.onlurrenz und Jagd ein. Bon der Stadt Friedberg, vvm Gießener Retterverein, Vvm landivirtschaftlichen Casino, von verschiedenen Förderern des Sports .und Freunden des Vereins werden wertvolle Preise gestiftet. 29.6. 14,40 Frankfurt Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief 30. Juni in Zusammenhang stand, eröffneten sck)iwach, ließen aber int Verlaufs Erholung ^erkennen. Deutsche ~ und sck)1 offen nehmen 40 Prozent Dividende. Den wetteren Verlauf per Vormittags- und NachmittagsverHandlungen füllte die Nachprüfung dieser Gewinne und die Art der Buchführung aus. — Die Verhandlungen der nächsten Tage werden sich ausschließlich um die Gewttmberechnung drehen. Für das Jahr 1915 und 1916 hat ein Sachverständiger den Gewinn auf 4,8 Millionen Mark im „üblichen Sinn des Kaufmanns" berechtret. Die Kriegssteuer betrug in diesen beiden Jahren 21/2 Millionen. Im Juni 1914 beschäftigten die Angeklagten 368 Arbeiter, im Januar 1915 297 Arbeiter, im April 1915 449 Arbeiter, im November 1916 784 Arbeiter und 50 Kriegsgefangene. Die Löhne betrugen für 1915 1180 000 Mark. Im Laufe der Verhandlungen kam il a auch zur Sprache, daß die Firma schweizerisches Kapital von einer halben Million Franken im Geschäft stecken hat, die dem Vertrage entsprechend in Franken auszahlbar ist, so daß diese halbe Million mit 10 Millionen zu Lasten der Firma gebucht werden mußte. — Frankfurt a. M., 30. Juni. _ heute begonnenen Prozeß gegen die beiden Fabrikanten Philipp in Wiesbaden waren zunächst außer den beiden Angeklagten nur die Sachverständigen geladen. Die Vormittagsverhandlungerr wurden mit der Verlesung des Leipziger Urteils vor seinem Tode für seine „Gesammelten Werke" aufstellte, bringt einen sorgfältig durchgesedenen Text und läßt den Werken des Dichters eine aus- ührliche biographische Einleitung vom H.'ran^ geber, sämtliche selbstbiographische Aufzeichnungen Anzengrubers und eine btt auf die Gegemoart fort geführte vollständige Anzengruber-Bibliograph^ vvrangehen. — Allen Widerständen und Hemmungen zum Trotz hat es sich der Verlag Reclam nugelegen sein lassen, die 4 Bände auch äußerlich so her« auszubringen, daß sie den alten guten Ruf der Helios-Klassiker rechtfertigen. Insbesondere ist es ihm gelungen, ein gutes holzfreies Papier zu erhalten. Er hofft so mit seiner Anzengruber-AuS« gabe weitesten .Streifen des deutschen Volkes bi: Möglichkeit zu bieten, einen feiner großen Dichter kennen und lieben zu lernen. 1346,15 1348,85 1358,60 1361,40 ----- ----- ----- 3313- EOie Industrie sucht Ideen u. Erfindungen rfinder 1 Hausmädchen, 1 Küchcnmädcheu gefl. hoben Vrtn gci. ullM8 HsUl Prtu Citi. BUAtt. Handel yifkruitfl der Ursprunqsz-eugnisft beim Warenverkehr mit dem Saargebiet. Frankfurt a. M., 29. Juni. Nach neuen Vorschriften der frairzösischen Zollverwaltung müssen vom 1. Juli 1920 ab die Ursprungszeugnisse der in das Saargebiet frei eingefühcten deutschen Waren das Visum eines französi- f d> e n Konsulats oder einer offiziellen französischen Mission tragen. Jedoch werden nach den sranzösischen Zollbestimmungen die von den deutschen Zoll stellen ausgestellten Ursprungs- zeugnissc als gültige Ausweise über den deutschen Ursprung der Ware angesehen, wenn sie den Sichtvermerk oder die Beglaubigiung des französischen Konsulates nicht tragen. Aus Ersuchen der Vereinigten HandelsÄnnmern Frankfurt a. M.- Hatum 'hat das hiesige Hauplzollamt die ihm unterstellten Zollämter angewiesen, Anträgen auf Beglaubigung ron Urspru ngszeugn ifl'en für das Saar- gebiec zu entspreche^., wenn den Zollämtern von den'betreffenden Finnen bie (bi k litschen Ursprung, der 'Waren ztoeiftllos ireimenden Belege zur Einsicht vorgelegt werben. Am sterda m, ,29. Juni. (WTB.) Ter „Ti- mes" zusiolge gestattete der Kontrolleur des cng- lisck>en Clearingamtes, daß zwischen englischen und deutschen Firmen ein unmittelbarer Ausgleich ivegen der Vv rkrieg s sch uld en stnttfinden darf. Alle Vorschläge für eine Bezahlung oder einen Ausgleich der B-orkriegsschulden dürfen indessen nur durch Vermittlung des Clearingamtes erfolgen. Berlin, 30. Juni. Börsenstimmungsbild. Trotz der sich mehrenden Ursachen zur Gejchästs- enthaltung zeigten sich zu Beginn des Börsenverkehrs doch vielfach Kurserhöhungen. Den Anstoß hierzu gab das neuerliche Anziehen der Devisenkurse. Naturgemäß zogen hieraus Valutapapiere, insbesondere Kolmnalwerte Nutzen. Mexikanische Anleihen stellten sich gleichfalls im Zu- fammenbange damit höher. Aber auch in Montan- werten und Farbaktien waren Kursbesserungen bis zu 7 Prozent zu verzeichnen, die aber meist bei der herrschenden Unsicherheit sich späterhin nicht behaupteten. Vorübergehend entwickelte sich eine lebhaftere Aufwürtsbewegung in Schisfahrttaktten, für die als Erklärung wiederum Gerüchte von Verhandlungen mit amerikanischen Unternehmungen herhalten mußten. Argo setzten mit einer Besserung von 35 Prozent ein. Petroleumwerte §trautz-«eger--8rst in vad-Nauheim. Bad-Nauheim, 29. Juni 1920. 1 III. Mtt einem starken Erfolge für das Orchester endigte gestern abend das Strruß-Reger-Fest. Ter dritte Abend 'warwieÄcrum Rich. Strautz gewidmet. Seinem lebensprühenden „Ton Juan", in dem der Jugend sseuerpulse fliege, und der doch schließlich ’fo reiigniert auskliTi^t tarnt man auch heute, man dem Werke objettiber entgegrmftebt, wic damals, als dies vp. 20 -um ersten Male dtt Konzertsäle durckgog, nickst widerstehen. Er fesselt uns aus verschiedenen Gründen nach wie vor, er wirkt auch, gerade an den Stellen, Sie nicht zum Wesentlichen gehören, auf die nach Melodien gierige Hörerschaft — aber er gibt uns, und das ist doch schließlich für seine allgemeine musikalische Dideutnng das ausschlaggebende, wenig mit nach Hause -zur tieferen Verarbeitung. Jngmdfrisch, wie 4utx>r, bleibt dagegen der ,,Tttl Eulenspiegel", ein Werk, dem man infolge ferner geschlossenen Form, feiner prägnanten Gedanken und der feinen Verarbeitung seiner Grundidee stets freundlich gesinnt bleiben wird. Und dies besonders, wenn die technische Ausarbeitung eine so sorgfältige ist, wie sie Pvofestvr H. Minder st ein dem Werke an- aedeihen ließ. Sehr lobenswert führten die Holzbläser, ivenn auch hier und ba etwas humorlos, ihre -Aufgabe durch. Eine 'gleich lttbevolle Durcharbeitung lvar dem „Heldenleben" 'zuteil geworden. Auch httr die Bläser vortrefflich, gleich lobenswert der Streichkörper. Tie 'Solovwline im dritten Mschnttt brachte Konzertmeister Müller zu guter (Rettung. Ein bißchen mehr Tenrperament hätte die Leisttmg noch gehoben. Tas „Heldenlebsn" luurix in Bad-Nauheim zum ersten Male gespielt. Tas bedarf besonderen Tankes und besonderer Anerkennung. Weniger ansprechend als die Leistungen des OHchesiers erschienen die Liedervvrtoäge des Frankfurter Opernsängers John G l ä s c r. Freilich der Beifall der Hörer war groß. Und was will man überhaupt, vvm Standpunkt des großen Publikums aus, gegen einen Tenor sagen?. So ein hohes abc hu seine Wirkung bei Boieldieu wie bei Strauß, ob es -um ganzen paßt ober nicht. Und wenn es gar so schmelzend gelungen wird, wie hier, erst recht. Aber dies ändert doch nichts an den Tatsachen, daß dem Liedersänger des gestrigen Abends die wirksamsten Sttauß-Lttder bereits ;am vorigen Montag vorweggenommen waren, uird daß e r die von ihm gewählten nicht überall so anpackte, wie es wohl der Komponist wünschen mag. Lieder, wie „Tie Nacht" und „Ich liebe dich", dtt an unb für sich der Vertonung widerstreben, können höchstens durch vollendete ge- sangstcchnisckte Ausdeutung interessieren. In dieser Beziehung aber blieben einige Wünsche unerfüllt. Rech t au iS rechend fang Herr- Gläser ,^Jch trage meine Minne"; „3ueLgmtngrz und „Breit über mein Haupt dem schwarzes £>aar". Herr W. Salo mun aus Frankfurt begleitete auch diesmal. Schade, daß feine korrekte und technisch lobenswerte Behandlung des Klavierteiles wiederum nur selten eigenartige Farben aufwies. Der ihm zur Verfügung stehende Flügel hat ihm übrigens feine Aufgabe erschwert. Im ganzen darf man mit dem künstlerischen Erfolge "des Strmrß-Roger-Festes zufrieden sein. Möge die vommende, in jeder Beziehung immer schwieriger werdende Zett es gestatten, weiteren ähnlichen Ausgaben näherzutreten! m. Ordentliches Mädchen gesucht. 011527 Ugbudosstrake 31. Mädchen zum Laden- putzen gesucht. [011635 Mrchcnvlatz 14, Laden. 'Datum: 570Deut.fltieg5anL 4°/„Deut.Reichsanl. 3"/aDeut.Reichsanl. 4°/fl Preuh. Konsolr Darmstädter Band Deutsch« Dank. . Disconto- Gesellsch. Dresdener Dank. . Nationalbank f. D. Mitteld.Trcditband H.-Amerlk.-Paketf. ÄorddeulscherLloyd Doch. Gutzstahlwrk. 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Die Regie- nmg erläßt ein Gesetz betreffend die sogen. „Erinnerunysm ed ai(ie" an den „Großen Weltkrieg" in Frankreich, die jedem Soldaten, der augenblicklich bei oen Fahnen steht oder mindestens sechs Monate im Feuerbereich Militärischen Dienst getan hat, verliehen werden soll. Rückgabe früherer Krttnstrophäen. Paris, 29. Juni. (WTB.) Gemäß Art. 145 des Versailler Vertrages, der dtt Rückgabe der Kriegstrophäen der beiden letzten Kriege vorschreibt, hat dtt deutsche Regierung dem Oberkommissariat der Republik in Straßburg 3 6 alte Kanonen übergeben, die dtt deutschen Truppen 1870 erbeutet haben. Explosionsunglück. Berlin, 30. Juni. (Pr.-T.) Der „Berliner Lok.-Anz." meldet: In dem alten Lager bei Jüterbog flog heute nacht ein Pulvers chuppen in die Hust. Durcb die starke Explosion wurden dtt umliegenden Fachiverkgebäude vernichtet. Acht Soldaten wurden durch Splitter verletzt. Wie dem Blatt von militärischer Seite mitgeteilt wird, scheint Brandstiftung vorzuliogen. Büchertisch. — Anzengruber. Herausg-egeben von Carl W. Neumann. 4 Bände mit Bilderbeilagen und einem noch nicht veröffentlichten Brtts in Faksimile. Auf holzfreiem Papier. In Halblernen 50 Mk. Ladenpreis. In Halbfranz 150 Mk. Laden- preis. Die seit langem vorbereitete, von Carl W. Neumann besorgte Reclamsche Ausgabe fußt auf dem Plan, den der Dichter selbst ein paar Wochen Petroleum ttaten 726 in den Verkehr 729.—. Deutsche Erdöl 995 bis 998 übrigen Gebieten nahm das Geschäft einen rutyigcn Verlauf. Otavi-Minen abgescklwacht, 780 später 790.—. Genußscheine 670.—. Chem. Bad. Anilin ssind 2 Proz. gebessert, 429.—. Scheideanstalt E i n heit 478.—, 6V2 Proz. erholt. Montanpapttre behaupteten ihren Kursstand. Phönix Bergbau 400.—. Bochumer 250 72 plus 472. Fränkische Schuhfabrik büßten 4 Proz. ein, 195.—. Metall Bingwerke 200V-' minus 41/2. Neu Guinea büßten 15 Proz. ein, 675.—. .Lombarden fest, 3OV2 plus 303/d. Schantungbahn 628.— plus 3 Proz. 5proz.' Reichsanleihe 79.60. 4p?oz. Spar-Prämien-Anleihe 91.80. 4proz. Bayenr 87.30. Mexikaner schvächten sich ab. 5proz. Goldmexikaner 352.— (— 5V2), 5proz. Tehuantepec 202.—. 4i/2btoj. Irrig. Mexikaner 196.— (— 3V2 Proz.). Deutsch Asiat. Bank wurden 16 Proz. auf 415.— gesteigert. Schuhfabrik Aug. Wessels 209.— plus 1 Proz. Elsenbahnbeamt - Familie mit einem ernt. Kind sucht 2- ecL 3-Zlmmar-Wohnung in ruhigem Hause. Schr. Angeb. unter 011686 an den Gießener Anteiger. gehen. Karwfftlausfuhr aus Belgttn Brüssel, 30. Jmn. (WTB.) Infolge der reichlichen Kartoffelernte und der mäßigen Preise hat der Ernährungsminister beschlossen, daß ab 1. Juli Kartoffeln ohne weitere Erlaubnis ausge- führt werden dürfen. Irland. sterdam , 29. Juni. (WTB.) Bei der Beratung des H 0 m er u l eg e setzes im englischen Unterhause betonte Llohd George geittru, daß bei der gegenwärtigen Stimmung in Irland es keinen Vorschlag gebe, der gleiclMitig für 00s englische und das irische Volk annehmbar itxirc. Er zweifle nicht an der Besserung der öffentlichen Meinung in Irland, aber eine solche Besserung könne erst eintreten, wenn die Irländer sich 11 ar machten, daß keine Partei in England bereit sei, Irland mehr zu geben als das, was ihm durch die gegenwärtige Regierung geboten sei, und daß die Amerikaner ihnen keine Hilfe bei ihrem Streben nack einer unabhängigen irischen Republik gewähren würden. ; Aus der italienischen Kammer. Rom, 29. Juni. (WTB.) Dtt Kammer setzte dtt Diskussion der B u d g e t z w ö l f t e l fort. Im Verlaufe der Diskussion wiederholte Giolitti, Italien werde keine Truppen nach Albanien senden. Ein mit mehr als nur militärischen Vollmachten versehener Diplomat habe sich am Dienstag nach Albanien begeben, um mit der albanischen Regierung zu unterhandeln. Es sei zu erwarten, daß aus diese Weife eine rasche Verständigung mit Albanien erzielt werde. Giolitti sprach darauf von den Ereignissen in Ancona; die Regierung werde nicht so hart mit den rebellischen Elementen verfahren. Was dtt begangenen Verbrechen betreffe, so werde sich die Justiz damit zu befassen haben in voller Unabhängigkeit und ohne jede Beeinflussung durch die Regierung. Die Kammer beschloß den Schluß der Debatte und Uebergang zur Tagesordnung mit 222 gegen 93 Stimmen. Die Meutereien in Italien. Rom, 30. Juni. (WTB.) ©tefani. In Beantwortung einer Interpellation betonte der Kriegsmimster im Senat, daß bte in Ancona meuternden Bersaglieri Mm öffentlichen Ordnungsdienst gehörten. Er hob hervor, daß br Rt> gierung einen Kommissar nach Albanien '(Men werde, der ausdrücklich erklären solle, daß Italien bte Unabhängigkeit Albaniens anerkenne. Ter Minister betont, daß in allen Städten Italien» sich Freiwillige für Albanien gemeldet hatten. (In einem Teck der Auflage nriebirtplt.) Der britische Botschafter für Berlin. Lon do u, 30. Juni. (WTB.), Reuter. Lord d'Abernon wird unverzüglich abreisen, um seinen Posten als britischer Botschafter in Berlin anzu- treten. Seine Ernennung ist nur vorläufig und hat ihren Grund in den wirtschaftlichen Problemen, die in den internationalen Beziehungen zu Deutschland vorherrschen. Belgiens Entschädigung. Rotterdam, 30. Juni. (WTB.) Der Brüsseler Korrespondent des „Nieuwe Rotterdam- scheu Courant" erfährt aus zuverlässiger Quelle, daß Belgien eine Mindestentschädigung von 10 Milliarden Franken fordern werde. Arnderung der Ein- und Ausfuhr. Paris, 30. Juni. (WTB.) Auf eine EM- schließung der Vereinigung ftanzöftscher Kaufleute und Jndusttiellen im Rheinland ^Sitz Mainz) hat M i l l e r a n d mit einem Schreiben geantwortet, in dem er mitteilt, daß die deutsche Regierung bedeutende Zugeständnisse in der Frage der Aende rung der Ein- und Ausfuhr gemacht habe. Sie habe sich damit einverstanden erklärt, daß ein französisch-deutsches Schiedsgericht gebildet werden soll, das ständig im Rheinland für die Schwierigkeiten im Transitverkehr bei der Ein- und Ausfuhr in Deutschland in Zukunft zuständig sein wird. Im übrigen verweist Millerand auf die 9tote des Botschaftsrats vom 7. Juni, in der die deutsche Regierung aufgefordert wurde, ihre Handelsregulationen mit den Bestimmungen des Vcwsailler Vertrages in Einklang zu bringen. Dtt französischen Kaufleute und Jndusttiellen auf dem linken Rheinufer können in Zukunft mit Ruhe ihren Geschäften nach- aideinftebenb. Geschästs- mann in mittL Jahren sucht in anständ., bürgert. Hause leeres Zimmer, eoil. möbliertes Zimmer. Schristl. Angebote unter 011673 an den Giest Anz Kleiner Laden i m.L:chausenster, sbne Einrichtung, in gut. Geschäftslage au mieten gesucht. Färberei Holland. Stellenangebote | Vertreter U, W Gießen für dc« Verkauf eines neuen patentierten EinkochgiascS gesucht. 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Seine vorbildliche Arbeitsfreude, sein schlichtes, freundliches Wesen gegenüber Vorgesetzten und Kollegen sichern ihm bei uns ein ehrendes Angedenken. Direktion und Beamte der Bank für Handel und Industrie Niederlassung Gießen. < 7193D mit HolAUNtersah, gut erhalten, und mit gutem Schlotz abAugeben. [7l6l K. Köhler. Lieh _________(Hessens.__________ Starker, gut erhaltener 8laschenzug i-zx Billingen b. Hungen. 011628 Langgaffe 75. v. W :V.k, W X! B W & M AWWW WM MLWM Zweiter Blatt Giehener Anzeiger ^General-Anzeiger für Gberheffen) Nr. 152 Donnerstag, tz Juli {920 Dr. N. schenernte hat ihren .Höhepunkt schritten, sie war 2—3 Wochen früher als sonst. Auf dem Ki rs chbe r g am Daunusrande herrschte ^Nachdruck verboten.) Fortsetzung 67. geschäftlicher Angelegenheit etwa für eine Viertel ftirnte unter vier Äugen zu sprechen. Geht es ihr besser? fragte ich. Wir? an e> Er n :ena ein Tele a die w 3 '>\W n aß Die Kir- nun über» Paola fkiitD öfter, sagte er sodann. •qb er nicht das Ver- V kanntt'chait zu machen, Dann sagte ich: Pasquale, erlauben Sie mir ein n 31't Salviati zum Palast zurück-, vohi, Herr Doktor, ich habe ihm Ihre Bot- ■or ü Wort übermittelt. Lir Gräfin. Roman von G. W. Appleton. per Ächt urtb Lust zufÄhri. Kreis Friedberg. Die Kirschenernte. O Rosb a ch v. d. H., 29. Juni. Wie mich das freut, Herr Doktor, Ihre Bekanntschaft zu machen! Kein Mensch aus dieser Welt hatte eine größere Hochachtung vor Ihrem Vater als ich, und nun begegne ich seinem Sohne! Seine Stimme sank zum Flüsterton herab, als ec sich an die Gräfin Maria wandte und hinzufügte: Unb auch noch unter diesem Dache! Wir seltsam! Wie außerordentlich seltsam! Bevor die Gräfin noch etwas erwidern konnte, erschien die Wärterin an der Schlafzimmertüre und holte sie hirrein. Einen Augenblick später kehrte sie zurück und sagte: Herr Onelli, die Gräfin Elena wünscht Sie in Erstaunlich besser! In diesem Falle, fügte ich hinzu, will Gelegenheit benützen, mich noch ein we gehender mit Pasquale zu unterhalten. Ich verabschiedete mich von Onelli irr-' ließ das Zimmer. Aber Pasquale ließ sich nirgend, s h;; Portier am Tore sagte mir, er sei in de ' l nach der Engelsbrücke davongeqan: n Wirklich fand ich in der Schenke Pasquale vor einer Flasche Monte Pulctano fitzen. Ich nahm neben dem alten Manne Platz, zu seinem großen Erstaunen. Haben Sie das Zeug da gerne? fragte ich Wollen Sie nicht lieber etwas Besseres trinken? Nein. Es fei für ihn der Wein der Weftre. Ec sei damit ausgewachsen. Daher sagte ich auf Englisch: „All right, altec Knabe!", was er nicht im geringsten verstand, und bestellt? eine Flasche Falerner und zwei Gläser. Da begannen seine Äugen aufzu- ,buchte i So kam es, daß wir mit oem destillierten Sonnens'< n. den dieser Falerner vorstellt, an- nach sich Hühneraugen?? Da hilft nur Kukirol, baß schnell und sicher wirkende Mittel. Auch gegen Hornhaut, Ballen und Warzen mit bestem Erfolg anzuwenden. Preis 2.50 Mart!. Drogerie Noll, Bahnhofstraße 81, und Apotheker Waldschmidt, Setrerßweg 39. [5192A gefordert, als Jahoesentfchädlgung cinschl. Zulagen für mittlere Städte der Betrag von 40 000 bis 43 000 Mk. Nach Erledigung des Berlang.-ns der Stadtoberhäupter wird auch die Beamtenschaft der Gemeinden mit Anpassung ihrer GcHaltsund Urlaubsverhältnisse an die Stadt- und Ge- meinderäte hrantr.t-.n, so daß mit starken finanziellen ALehrbe.astung^n der pfälzischen Gemeinden zu rechnen ist. ** Der Verkehr mit dem Memel gebiet. Aus vielfachen Anfragen geht hervor, daß noch immer Unklarheit über den Verkehr mit dem abgetretenen Memelgebiet herrscht. Es wird von zuständiger Stelle darauf h.ngewiesen, daß deutsche Staatsangehörige L-inerter Genehmigung ober Visum weder von deutsche Seite noch von der fra zös.sckien Lkkupat.onsorrwa tung brauchen. Sie können mit einem einiachen Personalausweis ein- uno ausreisen. Dagegen wird das Memelgebiet im Warenvertehr wie das Ausland behandelt. Wer Waren dorthin versendet ober von dort erhält, muß eine Ausfuhr- bzw. Einfuhrgenehmigung dafür besitzen und die Waren an der Grenze verzollen. ** Eine lehrreiche Zahl. Auf der letzten Temonstrationsversammlung in Frankfurt gegen den Lebensmittelwucher teilte ein Redner mit, daß in Berlin heute, trotz dem fürchterlichen Mangel an Lebensmitteln, 4000 Lebensmittel-Geschäfte mehr bestehen als im Frieden. (Tann braucht man sich wahrlich über manches nicht mehr zu wundern.) ** Licht und Luft und Herrenmodc. Wir erhalten folgende Zuschrift: Ich 'habe mit Interesse Ihren gestrigen Artikel „Licht-, Lust- und S-orarenbäder" gelesen und möchte dazu nachfolgende Anregungen geben. Ein bekannter Hygieniker wies in seinen Vorträgen oft darauf hin, daß der in sckMcrrzen KleLern steckende Mensch mit Ausnahme des Gesichts nicht viel besser daran sei, als ein armer Teufel im Dunkelarrest. Man ziel)e doch einmal einen schwarzen Stoff über den .Kopf und frage sich was da noch von Licht z-u sehen sei! Aber es friflt dem Körper nicht nur an Licht, sondern er befindet sich in seinem schwarzen Anzug auch in einem ziemlich luftdicht abgeschlossenen Raum. 9£ber trotzdem schlüpfen unsere Herren tagtäglich in die schwarze Hose und den schwarzen Rock (Cutaway), ziehen fchwarz? Stiefel an und stülpen sich ben schwarzen Hut auf den Kopf in der Meimmg. men Wuirder wie vernünftig und gut angezogeu zu sein. Hier könnten nrir von unserer Damenwelt lernen, deren Kleidung sich in logischer Konsequenz an die Jahreszeit anpaßt. Wärmekapazität nach Farbe stehen in direktem Verhältnis der Gradunterschiede zwischen hril und dunkel: unhygienisch im höchsten Grad ist deshalb das Tragen dunkler Stoffe während der warmen Jahreszeit, weil diese die Stvahlemmergien gierig anffaugen und schädliche Wärmehäufurrn verursachen, während helle, leichte Kleidung die Strählen durchs äßt und so dem Kör- au., oem ') Tun. rrramm erhalte <71 • '.a3 ib ’ m vas Sterbebett rj-v Ul) r kaum noch zwansig hi..- u:i b?n Zug noch rechtzeitig ziehen. Der Reichswirtschafts-1 der Rücktrittsvechte. Als jährliche Arbritszeit wer- zusam men getreten sei, hab? diesen I den zehn Monate bei achtwöchenllichem Urlaub Li-KZ t torberr' ’ tfcfarn aiQs Ubr Karl^AiE -.;r wenig, .Her^ bai-ette recht sehr :i ijabe i fön?. , 3 Vereine und BeransLaltnrrgen. O Grünberg, 28. Juni. Am Samstag abend hielt die Vereinigung ehemaliger G/rilnbereer Unter-Sekundcmec (Vegus) im Gasthaus Vuin „Rappen" eine Abendunterhaltung ab Eine Ansprache des Vorsitzenden, Bankbeamten Magel, trüber Beltershain, ein Lichtbildervortrag „Der Rhein von Mainz bis Köln", eh? gntgegebenes Lustspiel „Die Kraniche des Jbykus", dazwffchen Mnsikvorttäge des Orchesters des Gies^rerIngenb- bim des schufen einen recht urrterhaltenden Abend. ,o?. er -ben aus Zeichen der Zeit. Der beste Schutz der Kirschen- Plantagenbesitzer wäre, die Kinci-en zu billig .en Preisen aus den Rtarkt zu bringen und nicht maiien'nriie an auswär.ig? Händler zu verkaufen. Tann könnte sich auch der Aermste seine KirfckZor taufen. — Bad-Nau hei m, 28 Juni. Bor einigen Tagen bat auch hier die Kirschenernte begonnen. Eigentumltch ist es, daß hier die Kirschen viel später reifen als in Rosbach, worein es bis dvn'hm rtxxf) keine zivei Weg mnden sind und trovbem die Lage am Jvhannisb rg ebenso ge- sckützl, wenn nicht noch günstrger ist, als am Ros- kicher Kirschberg. Hier reifen z. B. eben erst dir Sorten, die in RvSoach icho i vor zuxl unb drei Wochen gepflückt werden tonnten. Es liegt daS an den Boderwerl-ilrms:en, die g rab? in Rosbach für die Kirschkulturen besonders günftig sind. Auch in der Güte erreichen die Joltuunislierg-Kirschen die Rosbacher nicht Im nahen Ockstadt reifen die KiAchen ebenfalls ipiter wie in Rosl>ich, aber wieder etwas ftüher als hier — Bei der schon vor einiger Zeil erfolg en Versteigerung der staatlichen Kirschenernte tourxm.redy 'hohe Preise evjklt, die ben vorjährigen nicht nach stellen. Tie Versteigerung der städtischen Ernte, bie gestern erst erfolgte, war für die Käufer günstiger Viele Leute haben sogar sehr gut getanrt, indem dabei durchschnittlich das Pfund Kirschen am Baum nur aus 40—50 Pf. zu stehen kam. Aus dem hiesigen Markt sind bte Kirschen etwas billiger geworden, seitdem auch die Ockstadter Irschen reif geworden. Jrnmeichm müssen für Nosbacher und Ockstadter Kirschen noch 2,20 bis 2,50 Mk. bezahlt werden. । Bettenhausen, 29. Juni. Unsere Gemeinde gehört zu denen in Oberhessen, die sich größerer Kirschenanla^en erfreuen lö raten, wenn diese auch nicht an bte Rosbacher und Ock- städter 'heranreichen. Die Bäume haben auch in diesem Jähre wieder ganz schön getragen. Bei der Versteigerung, die die Gemeinde aVGelt, wurden außergewötrilich hohe Preise erzielt. Es kommen hier liauptsächlich drei Sorten vor: die Frühroten, die schwanen Herzkirschen und die weißen Glas- kirsdien. Bor dem .Kriege haben die Leute ihre Kirschen in Gießen, Lich und Hungen für 15 und 18 Pf. das Pfund zum Verkauf angeboten. Jetzt sind Händler da, die den Leuten diese Mühe er sparen und 2 Mk. und mehr geboten haben. ---- Treis u. b. ßba., 29. Juni Um Kirsch e n di e b stahl e zu vermeiden, nmrde aus Ein - wolNern eine Wache zusammen gestellt, die während der Nacht und in den frühen Morgenstunden ihres Zimtes waltet. Atts Stadt ttttd Lnnd. Gießen, den 1. Juli 1920. ** Lohnbewegung der Berufsbürgermeister! Die Berufsbürgermeister der Pfalz sind in eine Lohnbewegung eingetreten Sie verlangen u. a.: Neugestaltung ihrer Dienstverträge, Abschlüsse auf zehn Jahre und Regelung SÄ 8erdan0,iti$ !• -M ‘tittlurMjüS Staa Sw '^VerSneJ Airehs und Schute« ch Lick, 28. Juni. Die Feier des 25jährigen Bestehens der hiesigert Kindeckirche, deren Einfuhr una ein Werk des verstorbenen Stiftsdechanten Klingelhöffer war, soll am kommenden Sonntag auf dem nahen Höhler begangen werden. Berlin, 29. Juli, lWolff.) Der Reichs- schul-Kommission, dem fachmännischen Organ zur Begutachtung aller die wissenschaftliche Bvrbilbung zum einjährig-freiwilligeit Militärdienst betreffenden Fragen, ist ihre Aufgabe durch die Umgestaltung des Heeres entzogen. Demzufolge beschloß her Reichsrat am 12. Mai 1920, diese Behörde mit dem 30. Ium 1920 aufzuhebet,. Bet dieser Gelegenheit sprach cher Reichsminifter des Innern der Kommission, welche 51 Jahre lang bestanden und namenttich auf dem Gebiete des Privatschulwesens und des Auslandschulwesens eine rege Tätigkeit ausgeübt hatte, den Dank der Reichsregierung aus. Zuletzt gehörten der Reichs« Schultommission als Vorsitzender Präsident Dr. Kelch-Berlin an, als Mitglieder Ministerialdirektor Dr. Jahnke-Berlin, der derzettige Rektor der technischen Lwchschtle in München Geh. Rat Prof. Dr. Ritter von Dyck, der Geheime Schulrat und vor- ttagende Rat Dr. Giesing-Dresden, Oberstudienrat ■ Entreß-Stattgart, Schulrat und vorttagenden Rat Dr. Maybaum-Schwerin und Oberschulrat und Geh. Regierungsrat Dr. Rittweger-Meiningen. So kam es mir auch vor — tch habe mich fast selbst zu Tode geängstigt, während Sie weg waren. Ist es dem Branntwetn znzirschreiben, daß sie noch lebte, als Sie zurückkehrten- Jawohl, antroo riete ich. Unb wird sie zu.retten sein? Was meinen Sie? Glauben Sie, daß sie sich je wieder ganz erholen wird? Das vermag ich nicht zu sagen. Das kann man unmöglich bestimmen. Vielleicht erholt sie sich und lebt noch viele Jahre. Oder wiederholt sich plötzlich der Anfall und bann — Ich verstehe. Die arme alte Seele! Ich glaube, sie ist sich bes Ernstes der SacAage wohl ,bewußt, denn währerrd Ihrer Abwesenheit hat sie nach ihrem Notar, Signor Onelli, gesandt, der ihr Vermögen seit triefen Jahren verwaltet. Pasquale ist toeggegangen, um ihn zu holen. Er kann jeden Augenblick eintceffen. Welch ein Drama könnte aus dieser Geschichte entstehen! Bittorio ist für alles verantwortlich. Für alles, wiederholte ich. Ich brenne darauf, diesem Menschen noch einmal zu begegnen. Ich werde mich bei der nächsten Gelegenheit bei ihm melden. Sie griff nach meiner Hand und drückte sie jreunbHd). wobei sie sagte: Sie haben recht. Ich weiß, was Sie damit sagen wollen und freue mich darüber. Aber seien Sie ja nicht unvorsichtig! Sie sind, das weiß ich, schwer von ihm gereizt worden, aber — Sie vollendete ben Satz nicht. In diesem Augenblick ging die Türe auf, und Pasquale ließ einem verschmitzt, aber gutmütig crussehendeu, weißhaarigen alten Herrn, den Vortritt. Er toarf einen erstaunten Blick auf die junge Gräfin, trat mit altertümlichen Höflichkeitsbezeigungen näher und sagte: .. Meine liebe Gräfin Maria! Das iit wirklich eine Kstliche Ueberraschung. Unb wie gut Sie aussehen! Mir kommt es vor, als haben wir uns fett Menschenaltern nicht mehr gesehen, wirklich, seit Menschenaltern! .. Vier Jahre sind es her, bemerkte die Gränn. Nicht länger. Gestatten Sie mir, Herr Onelli, Sie mit Herrn Doktor Perigord aus London bekannt za machen! Nachdem sich Onelli tief vor mir verbeugt hatte, sagte er. Perigord! Perigord! Ist es möglich, daß — Gewiß, unterbrach ihn bi? Gräfin. Sehr wahrscheinlich waren Sie der Rechtsbeistand bes Vaters dieses Herrn. Des Doktors Julius Perigord in der Via Babuino? Das war mein Vater, erwidert? ich. Zu mei- dem Erstaunen ergriff her alt? Herr meine Hand und drückte sie, als wolle er sie in Brei oer- wsndeln. rat, der heute zu, Wiederaufbau vorzubereiten. Vielleicht würde ieine Arbeit allmählich zu einer weiteren Entpolitisierung des Minschaftslebens fühven. Vielleicht könnten ebne Rücksicht auf die politischen Landesgrenzen Mirischaftsräte gebildet nx-rben, roeldye die Produktion regeln sollten, für Wasser- und Elettrizi tätdträfte, für Klein- und Eisenbahnen sorgen müßten. Damit wurde auch der Hauptgruno für die Anfeindungen Berlins fallen, bem man vorwere, daß es zu seiner Versorgung ein^liie Lan-x steile bevorzuge. Tie üb?rmäß ge Jenttxri.satioii sei aber vom Uebel. Auch den Reichseis?nbah.ien rät er, in den einzelnen Landestellen solck-? zeutralisierie Nebettstellen einzurichten. Er Hude stock) viel zu sagen, leider hide ihm der Abgx>rbnet. Trimborn wohl in fein Manuskript gesehen. Jedenfalls stimme er mit diesem überein. Das lasse das Beste für die Zukunft ethfffen. Tie Unterschrift in Span werde schwerwiegender sein als die von Versailles. Deshalb müsse genau erwogen werden was unterschrieben werben solle. Die sozialen Erschüttcrun- gen seien auch für die Sieger nicht minder schwer als 'für uns. Zwinge uns Spaa zum Bolschewismus, so bräche das llüheil auch über ben Sieger herein. Er verlange Unterstützung der Ausländsdeutschen, die ihr Vermögen im Ausland verloren flitten und jetzt dorthin zurückkehren wollten, desgleichen der Staatenlosen und der auch in Feindes Hand befindlichen Kriegsgefsangenen. In den besetzten Gebieten int Westen, sowie in Osd- und Westpreußen l'oltte gegen die Schikanierungen der deutschen Ernwohiter Protest erhoben werden. Er schloß mit dem Lludsruck des Vertrauens. Abg. Schiffer (Dem.) erklärt, er wolle sich nicht so sehr in Parteipolitik einlassen; das Volk habe diese Auslassungen satt. Seine Partei habe im Wahlkampf die schwerste Einbuße erlitten. Sie habe das verstanden und sich zur Zurückziehung aus der Regierung entschlossen. Wenn sie sich schließlich doch zum Eintritt in die Regierung schlüssig machte, so habe die Vaterlands- pfticht daran schuld, wie das auch beim Zentrum der Fall gewesen sei. Der Sozialdemvkvatte müsse er aber Vorwürfe machen, wenngleich er andererseits anerkenne, daß sie wenigstens Gewehr bei Fuß dastehe. Daß gegen die Deutsch-Nationalen sowohl im Innern Deutschlands wie auch im Ausland ein gewisses Mißtratnn herrsche, sei wohl erklärlich. Das sei auch der Grund, weshalb ein Zusammenarbeiten mit ihnen nickst möglich ge- wesvn sei. Redner geht bann zur Besprechung des Regierungsprogramms über und gibt der Hoffnung Ausdruck, daß das Kabinett von Dauer fein möge. Unsere auswärtige Politik dürfe nickst unter der inneren leiden. Die Auswahl der Persönlichkeiten fei bie Hauptsache für bie auswärtige Politik. Er freue sich, in Herrn Dr. Simons eine solche Persönlichkeit gefunden zu habet:. Große Töne würden nrir in Spaa nickst anschlagen, aber auch nicht kriechen. Gingen die Forderrargen über das Maß des Möglichen hinaus, müßten wir Nein sagen. Die Hetaing der Industrie und des Handels fei die zweite Forderung. Datzu Conunc bte Auslobung der Zwangswirtschaft, die allmälstich erfolgen muffe. Die KriegsgLsellschaften müßten verschwinden. Er schließe mit bem Ausdruck des.Vertrauens zur Regiermtg. Abg. Dr. Heim (Bayr. Vpt.) verlangt eine Bilanz der unversWschten Wahrheft imb der Tatsachen für diejenigen, bte nach Spaa g?1;i?n. Uns lege man nur Lasten auf, die uns wirtschaftlich urinieren. Zur Hebung unserer Wirtschaft geschehe nichts. Schm heute hätten wir nicht genügend Kohlen, um unsere Industrie ausreckstzuerchilten. Teshttlb dürste uns OberscUesien racht genommen werden. Frankreich vergesse, daß es uns nicht unter Truck halten tarnt, ohne sich selbst zu drücken. Er glaube, baß eine Interessengenteinschaft zwischen Teutschland.unb Frankreich allein den Widerspruch lösen könne. Ter Redner stellt ferner fest, daß die Landwirtschaft an ben teuren Obstpreften nicht schuld sei, sondern der Zwischerihatchel. Er warne vor der Erhöhung der Getrridopceise. Wir sollten Getreide nicht im Weston, sondern im Osten kaufen, wo die Valuta zu unseren Gunsten lattst. Er bitte ferner das steuerfreie Einkornmemninirmmt zu erhöhen und warnt vor zu großer Zentvalisierung, die den ganzen Betrieb unnütz verteuere. Zum Schluß 'bittet er die Parteien, sich zu gemrinfomer Arbeit zusammenzusinden. Präsident Sähe teilt sodann mit, daß ein Antrag der Unabhängigen Aderhaold und ©erraffen vorliege, wonach die ResieruiDg nicht das Verirauen des Reichstages besitze. Nächste Sitzung Donnerstag, 1. Juli, 1 Uhr nachmittags: Reichsnotetat, Fortsetzung der Debatte über das Regierungspoogvamm. Schluß '58/4 Uhr. Deutscher Reichstag. Berlin, 30. Juni 1"21. Haus und Tribünen sind nur fcfmrf) beucht Arn Miniftertisch Vize tanger unb Reick)sju^izm - nister Tr Heinze. Nach der ^l-inng von ^,ntech Ur.trauen, dar- unter die Jnterp ll-crtran Arnstadt T.-Natl.) Über die Pres>emel?mngcn, denen zufolge ton Organen der äußersten Linven Vorbereitungen für einen Generalstreik getroffen werden, der sich nicht nur aus die lebensivichtigen Betriebe erstrecken, sondern auch auf Anwendung von Gewaltmitteln burchgeftkhrl werden soll, er.lärt Vizekanzler Heinze, daß die Regierung die Interpellation rärnerijalb d?r gesetzmäßism Frist bzw. innerhalb der nächsten Tage beantworten werde. Nach Berichterstattung des Abg. Pfeiffer nimmt das Haus den Antrag 8ebebaut, die Strafe gegen den unabhängigen Abg. Mittwoch aufzuheben, rm, desgleichen wcrb der Arttrag der Tcutsch-Nationalen aus einstweilige Einstellung des Verfahrens gegen den Abg. van den Kerkhofs angenommen. In der fortgesetzten Debatte über die Regierungserklärung ergreift Abg .Dr. Trimborn (Ztr.) das Wort: Die Weimarer Verfassung müßte bie unverrückbare Gnmdlage unseres Programms für den wirtschaftlichen Wiederaufbau fein. Er bedauere, daß Die Mehrheitssozialisten sich zurückgezogen hätten. Er dankte der Volkspariei, daß sie diesmal nicht abseits getreten sei. Das Verhalten der Sozialdemokratie könne er nicht imponierend nennen. Das Zentrum solle die Regierungsbasis nach Mog- licksteit verbreitern. Den Anschluß an die Deutsch- Nationalen habe seine Partei nicht mitmachen können, denn das würde den Eindruck erweckt haben, als ob eine Regierung ohne und gegen Demvkratte imb Arbeiter zustande kommen sollte. Man müsse bei jeder Regierungsbildung darauf sehen, wie die nicht am Steuerruder stehenden Parteien sich zu ihr stellen. Seine Partei habe sich memals ihrer vaterländischen Pflicht entzogen, so auch lln dieser schweren Stande der Not. Dem Kanzler Fehvenbach sei das Zentrum zu unaus' löschlichem Danke verpflichtet, er sei das Opfer seines Pflichtbewußtseins. Redner kam auf ben dornenvollen Leidensweg nach Spaa zu sprechen. Forderungen, bie wir nicht erfüllen könnten, müßte ein entschiedenes Nein entgegengff-etzt wer- ben. Von den Programmpunkten des Kabinetts sei ihm der über bie Wahrung von Ruhe und Ordnung mich im Heer imb in der Beamtenschaft der wichttgste. Die Herabminderung der Heeresstärke auf 100000 Mann sei ein Ding der Unmöglichkeit. Ausgaben und Einnahmen müßten in Einklang gebracht werden. Die Steuergesetze seien energisch durchzuführen. Es sei notwendig Arbeit zu schaffen und dafür zu sorgen, daß noch mehr gearbeitet nrirb als bisher. Vielleicht sei es möglich, eine Kommission zur Herbeiführung von Ersparuiffen auch in der Mrwaltang zu bilden. Was an sozialen Reformen bereits eingeleitet sei, z. B. das Ättbeiterrecht u. a., müßte weiter mis- gebaut werden. Eine Beseitigung der Zwangs^ wirtschaft sei nicht möglich. (£r appelliere an die Landwirte, ihre Lieferun^verpflichtangen zu erfüllen. fRetmer schloß seine Ausführungen mit dem dlusdrnck unbedingter Zustimmung zum Re- gierungspwgramm und vollsten Verirrarens zur neuen Recherung. Abg. Dr. Stresemann (D. Bp.) gibt zunächst eine Uebersicht über die Ereignisse bei der Kabinettsbildung und bedauert, daß man sich, statt den Erfolgen der Rechten bei den Wahlen zu entsprechen, an der Ratlosigkeit der Sieger geweidet habe, als die Sozialdemokratie nicht mittat. Er wandte sich nunmehr zur Rechten unb bemerkte dem Abg. Dr. Hergt gegenüber, daß eine Kabinettsbildung mit der Rechten allein eine Unmöglichkeit gewesen sei. Eine Uebereinkunst mit den Deutsch-Nationalen sei von seiner Partei niemals beschlosseir worden. Stresemann kam sodann auf bie Sozialisierung, zu sprechen und meint, noch wichtiger als diese sei bie Hebung der Produktion. Er begrüßte die Entpolittsierung des Auswärtigen Amts und des Berkehrsminifteriums unb bebauert, baß die wirtschaftlichen Ministerien noch nicht ganz entpolitisiert werden konnten. Das war aber nicht möglich, weil nicht alle diese Aemter gleichzeitig neu besetzt werden konnten. Dazu sei gekommen, daß angesichts der schwierigen .Lage in Industrie und Technik jetzt bie Kräfte, auf bie es angekommen fei, nur schwer entbehrlich gewesen seien. ^>o sei die fetzige Regierung nur gewissermaßen eine Gtappe, bie nach Bedarf weiter entwickelt werden müsse. Die Wirischaftsftage sei aber nicht von der parteipolitischen Seite zu losen. Der Abbau der Zwangswirtschaft sei noch lange nicht das freie Spiel der Kräfte wie früher, berat uns sei dkürch das Fehlen des internationalen Güteraustausches dte Kraft, gebrochen. Die ganze Frage des Wiederaufbaus sei überhaupt internattonal unb nicht bloß eine deutsche Angelegenheft, denn Deutschlands Zusammenbruch werde mich ben der übrigen Welt eures Baten Minuten übr zu ecrelch.m. bisher täglich ein geschäftiges Treiben, auch beute am Sonntag, wurde fleißig gearbeitet. Die Ernte ist als eine gute Mittelemte zu bezeichnen. Tie Kirschenernte ist für unseren Ort, dessen Gemarkung zum vierieic Teil mit Kirschbchumen bepflanzt ist, ein wichtiger Erwerbszweig. Es gibt 'Hier Besitzer, die 100 unb mehr Bäume ihr Eigen nennen. Man sucht die Ernte vor Schärlmgen auf alle mögliche Weise zu schlitzen; Vogelscheucheln und Kirschllap- pern sind ouenffialben angebracht. Von der hohen wirtschaftlichen Bedeutung der Kirschkulturen reden am besten Zählen. Es gab vor dem'.Kriege Jahre, in denen bei einem Preis von 15—30 Pf. das Pfund, über 100 000 Mark für Kirschen in unserem Ort vereinnahmt wurden; man tarnt leicht berechnen, welche Sinn men da bei den 'heutigen Preisen in unser Dors fließen. Die Preffe betrugen zu Beginn der Ernte 3—3,50 Mark Auswärtige Händler 'hoben sie so in die Höhe getrieben. Jetzt sind die Preise etwas gefunden, aber immer noch 'hach genug. Heute wurden hier am Ort noch 2 Mark für Leber- und Falterttrschen, die sich zu Eirrmachzweckrir besonders eignen, bezahlt. Man hofft, daß die Preise im Lause der Kommenden Woche noch weiter finten. In den nächsten Tagen kommen die HertzEirschen zur Reift: bis zum nächsten Sonntag durfte die Ernte beendet sein. — Auch die Heidelbeererufte in den nahen Taunuswaldern ist jetzt in vollem Gange. Te« Sammlern wurden bisher 3—4 Mark für das Pfund ’bejafstt. O Ock stadt, 29. Juni. Wie im Borjabre, so statten auch jetzt Kirschendiebe den Kirsch- baumanlaigen wieder Besuch? ab. Zu Zusammenstößen zwischen Bauern unb Dieben tote im Vorjahre ist es nicht gekommen. So bedauerlich unb gemein diese Diebstähle an sich sind, sie sind ein der Mitte der Via Pasq: ale kön.'.' ’v sogar. Und al - feine- 'al Pae. na' sich m rechts W Abschluß ii. „ übernimmt als Beschäftigung Der- öwürdiger Kans Diskretion erbeten istchett. Schr. Ang. R an den G. Anz. nun- nnö MmM lemeitaM führt Beinrich Nuhn. Dreihäusergafse Li MW Laus eines Hausern )11596 0- d. G- «II flls Fräutz B ItflL eng., angen. ^m.Wricht.u. eifl ^rniS, wünscht a-.d ^dieBekanntsch-etw L soliden MN ' rer % at. ^s-h»hc •ote 4£hunck Ians? .^^73. '•W Later- ^mann und ÄS. SchullnL whmann ist. neuer Iwse in rL Franzos. /•iKorrtspomtem V^Masthinen- b-land Handel ^melitägiich, frei itb< I übernimmt Sn fertlgimj ein. w'Ifenschchlich. Arbeit Mein bmaschinen.Dilun, d. Abendstunden - 1. Angebote unter an den «Zieh. An». MB, Vorzustellen 8 bis ibendS. 716S Pros. Soetbeer, tftta Strafe 4ü. 1 al c 3 a/.tiuort.t ? qüo; irt in der Art der Weinkenner stuEm Glase, bevor er antwortete: SeLteröw&a8l InhJUiabertancL I Heute neues Prachtprogramm. | Nur heute und morgen Der Geschäftsbericht für das Jahr 1919 ist erschienen und kann durch unser Archiv und unsere Niederlassungen auf mündliche oder schriftliche Anforderung kostenlos bezogen werden. w BERLIN ZAHLREICHE ZWEIGNIEDERLASSUNGEN II DEUTSCHLAND BANKMÄSSIGE GESCHÄFTE ALLER ART D i V tato; i geile $” erttz tz' •üben'r 6 S All Lichtspielhaus BahnhofstraBe 34. Heute letzter Tag: Judex“» Ab morgen bis InkluslveMontng: „Harakiri die Geschichte ein. klein. Japanerin. Großer Ausstattungsfilm in 6 Akten- Ferner: Jldrt mit dem Feuer spielen“ entzückendes Lustspiel in 3 Akten. In der Hauptrolle: Thea Steinbrecher. Margarete Laux Heinrich Wetz Verlobte Holzheim, Juli 1920. 011661 7176 D Neu! Neu! Statt Aorten. Bekanntmachung der Gießen ®e®®e©®ieieee®ea® Gießen. 71798 Gronen-Buseck, 7171D Ä ®eeeaeeiei»6'ee®6M Minna Schmidt Georg Uocke Verlobte bleibt voo- 7173c Bekanntmachung. Eül Teil unserer Stromabnehmer hat die bei der Zähler ablcsung fälligen Stromgelder bisher recht unpünktlich bezahlt, oielsach erst nach erfolgter Sttornentzirhung. Durch wiederholte Mahnungen und Botengänge sind uns verhältnismäßig hohe Kosten erwachsen. Unter Bezugnahme aus die Bekanntmachung des öerm Oberbürgermeisters vom 15. Oktober 1919 sehen wir uns veranlaßt, in Zukunft die durch Unpünktlichkeit der Stromabnehmer entstellenden Kosten gemäß § 12 der Stromlieferungsbedingungen den Säumigen zur Last zu setzen. Gießen, den 30. Zuni 1920. 7189c Die Direktion der Elektrizitätswerke und Straßern» bahn der Stadt Gießen. Stolte. Für Installateure! i^irka 90 m N. ti. A., zirka 10 mm vebrn.. desgl. zirka .30—40 m, 4 mm Dchm. Kupfer lsyried > Ware» gegen anständiges Angebot sofort abzugeben. Dif.mtt.9M an.,Svree", Bitt. Ann.-Enp.,fHefien. (T163c Z-uschllwsfrist: 14 Tage. Freie Wahl unter den Bewerbern behalten. Gießen, den 29. Juni 1920. Der Kreisbauinspektor des Kreises Cellarius, Banrat. und Juli. Gießen, den 30. Imri 1920. Stadt. Brennstoff amt. Grünberger Plerde-Versichemngs-VereiB Grünberg, Hessen. Die Besichtigungen und Neuaufnahmen der Pferde finden statt: Orte der Rabenau, in Londorf Mittwoch den 7. Juli 1920 nachmittags 2 Uhr, Orte des Buseekcr TalS Freitag den 9. Juli 1920 norm. 8 Uhr in Reiskirchen und um 10 Uhr in Vergebung von Sauarbeiten. Betr.: Erbauung von WohnrhSuserni für die Gemeinde Grünbevg em Dreirmrmer- Doppelhaus, . _ . . für die Gemeinde LgMM-r ent DonMmnev- Doppelhaus, ffa die Genwirrde Londorf em Dvemmmer- Doppelhaus, für die Gemeinde Lich ein Emf amitten-Doppel- Haus und ein Emfamlljenhaus. Die für dir Erbwrung obengenannter Wohnhäuser nebst Stallungen ufw. erforderlichen Erd- iaib Maurer-, Eisenbeton-, Zimmer-, DaM>ecker-, Spengler-, Glaser-, Schreiner-, Schlosser-, Schmiede-, Jnstallations- und Weißbrnderarbeiten sollen im Sffentlichen Wettbewerb getrennt vergeben werden Angebotsunterlagen, die gegen Erstattung der Selbstkosten abgegeben werden, sowie Pläne und Bedingungen hegen vom Mittwoch den 7. Juli an bei dem Unterzeichneten, Negierungsgeb Ärde, Landaraf-Philrpi>-PlQtz 3, Zimmer 18, und bei den Bürgermeistereien Grünberg, Hungen, Londorf und Lich aus. Angebote mit entsprechender Aufschrift, getrennt nach den einzelnen Gebäuden und Gemeinden, sind verschlossen und postfrei spätestens bis rum 17. Juli 1920, vormittags 10 Uhr, bei dem Unterzeichneten einzureichen. Die Eröffnung der Angebote erfolgt zum in Gegenwart etwa erschienener haus mit Garten bestehend ans 2—4 Wohnungen von je 3—4 Zimmern gegen Kasse zu kaufen gesucht. Haupt- bedingung: Eine Wohnung frei. Schr. Angeb. unter 01'1637 an den Gießener Anz. erbeten. ochördiich« Anzeigen. I Belieferung der Uohlenlarten. Zur Belieferung sirch freigegdbat: H (Haushattultgskatte) Nr. 1 mit 5 Zentner Kohlen oder Koks oder 10 Zentner Braunkohlen. Z (Zusatzkarte) Nr. 1 und 2 mit je 1 Zentner .Kohlen oder Koks oder doppelte Menge Braunkohlen. K (Kleinhcnchwerkerkarte) Nr. 1 und 2 mit je drei Zentner Koksten oder Koks oder doppelte Menge Braunkohlen. Znteilun gsscheine: die Monate Mai, Juni Bekanntmachung. Die chirurgische Universitätsklinik sucht alsbald einen tüchtigen, soliden, jüngeren Schlosser. Angebote mit Zeugnisabschriften an die Kftniksverwal- tuug erbeten. Meldeschluß 16. Juli 1920. 71858 Saa 8 bau Cafe Leib Ab 1. Juli täglich 8 Ubr: | Walter Steinau-Haases i j Stimmungs-Kaiielle ; ® mit bumoristischen Einlagen. Zu zahlreichem Besuch ladet ergebend ein 011641 H. Kirainger. Klein-Linden 1. Juli 1920. Um die Pflichtigen vor den Schwierigkettae ... späteren Zahlung ausgelaufener Beträge möglichst zu sichern, hat sich der £>crr Reichs Minister der Finanzen grundsätzlich mit der Annahme von Abschlagszahlungen m jedem Betrag auf . die Reichseinkommensteuer durch die Hebesdellen einverstanden erklärt. Die Zahlungen sind an die für den Wohnsitz des Steuerpfl ichtigen am 1. Llpril d. I. seither zuständige Kassestelle — Bezirks lasse oder Unter- crbebftcllc — zu leisten. Soweit bargeldlos gezahlt wird, ist der Hebestelle zugleich der Betrag schriftlich als Voraus- oder Mschlagszahlnng auf noch nicht veranlagte Reich^emkommenstener unter Angabe des Namens nnb Wohnorts des Pflichtigen, für den die Einzahlung erfolat, zu bezeichnen. Mr verweisen noch auf den Schlußabsatz in dem den Steuerpfltchtigen demnächst zugehenden Steuerbescheid und Anforderungsschein über vorläufig zu entrichtende Einkommensteuer. Darmstadt, den 25. Juni 1920. Landes finanzamt, Äbteümt® I. Vorstehendes roreb veröffentlicht. Gießen, Butzbach, Grünberg, Dringen, den 30. J-mri 1920. 7177V Dir Finanzämter. d HarryLiedke::BrunoDecaoli Rebellenliebe Großer Sensations - Abenteuer - Film in 6 Akten. DerMillionerbe Nordisches Lustspiel in 3 Akten. In den Hauptrollen die beliebten schwedischen Schauspieler mit ihrem unverwüstlichen Humor._____ Ab Samstag: Der große Forteetzunge-Film „Dämon der Welt“ Gleich wie „Die Herrin der Welt11 wird dieser Film die Besucher in Staunen setzen. 011670 Schistcnberg und Umgegend Dienstag den 13. Juli 1920 mittags um 2 Uhr in Garbcnteich. Auf § 21 der Satzung wird hingewiesen. Grünberg, 28. Juni 1920. Schäfer, Direktor. MZWUKW besonders diejenigen, die beim Quartalswechsel neu hinzugezogen sind, werden darauf hingewiesen, daß ihnen unsere Lieferantenliste für 1920 auf Anfordern kostenlos zugesandt wird. (Es wird gebeten, sich der Liste im eigenen Interesse bei allen Einkäufen zu bedienen, da sie nur Lieferanten enthält, die durch Entgegenkommen und Leistungsfähigkeit allen Ansprüchen genügen. MO Dr. Mer Oo., M W 57, __________PotSdamer Straße 76 b, (7169A Bctata aller lil±ÄÄ!' wert Ale BrAkTwehe Veiv.-Braekerel. B. Lew. (Heisa