Nr. |26 Der »lrhener Anzeiger erscheint täglich, nutzer Sonn» und Feiertags. vrzugLpreis: Monatlich Mark 3.60, oierteliährlichMartz 10 80 einschließlich des Bestellgelds ; durch die Post vierteljährlich Mark 9.75 ousschlietzlich Bestellgeld. Fernsprech.Anschlüsse: fürdieSchriftlrilung 112; Verlag,kLeschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Lietzen. Postscheckkonto: Zrantsurt a. QI. U686 Erster Blatt <70. Iahrgang Dienstag, Juni 1920 GietzenerAnMger General-Anzeiger für Gberhesien Vrvck und Verlag: »rSHI'sche Univ.-Vuch- und Steindruckrrei R. Lanze. Schriftleltung, «eschäst,pe»e «nd Vmierei: Schul,Nahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichbeil. Preis für 1 mm höhe für Anzeigend. 34mm Breite örtlich 35 Pf., auswärts 45 Pf.: für Reklame, Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Platz- Vorschrift 20°/9 Aufschlag. Hauptschristleüer: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz: für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz: für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Die Aufgabe der Technu in der neuen deutschen Wirtschaft. Ohne eine frei sich entfaltende Technik Khtn-eit die materiellen Kulturgüter nur beschrankten Kreisen zugänglich gemacht werden. Die aus 'hoher Technik beruhende Wirtschaft schafft sich neue Formen der Organisation und Verwaltung in Staat und Gemeinde, im öffentlichen und privaten Leben. Kultur und Technik, Presse und Technik, Industrie und Parlament, Kunst und Technik, das sind Aeußerungen dieses vielgestaltigen Werde- Prozesses, den wir erleben. In der Organisation der Wirtschaft wird der Techniker seine technischen Fähigkeiten zur Geltung zuj bringen haben, wie der Volkswirt seine wirtschaftlichen. Hebung der Produktivität ist oberstes Prinzip, Erkennt nis der Gemeinschaf t s i n te re ss en des Volksganzen erste Voraussetzung. Eine feingegliederte Volkswirtschaft setzt Eine feingegliederte Technikerwirtschaft voraus. Der tragende Balken unserer Wirtschaft darf nicht auf Kosten der Spitze verkümmert und geschwächt werden. Die leitende und schöpferische geistige Arbeit darf nicht zugunsten der Handarbeit entrechtet werden. Kein öder Materialismus, sondern bewußte Förderung der geistigen Kultur, unserer deutschen Kulturgüter. Kein künstlicher Gegensatz Mischen Industrie und Technik. Das Ziel muß der organische Aufbau des Sozialstaates sein. Nur wenn kühn schaffender technischer G e i st nicht am Gängelbande juristischer Bevormundung und Bureaukratismus ^geführt wird, kann er sich frei entfalten. Drückend lastet das Joch des Versailler Friedens auf unfern Schultern. Kein Zweifel, Industrie und Technik im weitesten Sinne werden die Hauptbürde dieses Vertrages zu tragen haben. Es ist mit allen Kräften dafür zu sorgen, daß diese Last erträglich bleibt. Die deutsche Wirtschaft 'bleibt auf den Weltmarkt angewiesen, auch die deutsche Technik braucht den WeltmaE. Der Zusam- menbruch Mitteleuropas würde auch die Vulkanisierung ganz Europas und der übrigen Welt bedeuten. Nicht die Masse ent sch erdet für eine Bewegung, sondern die Richtigkeit einer Idee. Mag auch eine Idee anfänglich nur das'Gemeingut weniger fein. Früher oder später gewinnt eine große richtige N>ee Kraft und Verbreitung. Das technische Zeitalter wird nur dann siegen, wenn die in ihnr wirkenden großen Ideen, geläutert und gereinigt von Schlacken, daftehen. Die Technik dient der Vervollkommnung der Menschheit. Möge es glingeen, unsere soziale Organisation Schritt für Schritt mit der technischen Kultur in Einklang zu bringen. Keine Verschiebung der Konferenz von §paa. Mailand, 31.Mai. (WTB.) Der „Se° colo" berichtet, daß die alliierten Regierungen'nunmehr dahin übereingekommen seien, den Tag der Konferenz von Spa a nicht zu verschieben. Sie wird also endgültig am 21. Juni stattfinden. Rom, 31. Mai. (WTB.- Nach dem „Messa- gero" sollen die Verhandlungen der am 21. Juni in Spaa beginnenden Konferenz eine Woche dauern. Ausweisungen aus Eupen und Malmedy. Aachen, 31. Mai. (Wolff.) Hier sind gestern 130 Familien, die aus Eupen und Malmedy ausgewiesen worden sind, ein- getroffen, nachdem vor einigen Tagen bereits 300 Familien eingetraffen waren. Die Angliederung PasenS au Polen. Breslau, 30.Mai. (Wolff.) Wie oberschlesische Blätter melden, wird am 1. Juni die endgültige Bereinigung der Polen angegliederten Teile der Provinz Posen mit Kongreßpolen und Galizien erfolgen. Damit sind die Hoffnungen der Posener, in Anbetracht ihrer besonderen kulturellen Verhältnisse eine gewisse Autonomie innerhalb des polnischen Äaates zu behalten, endgültig gescheitert. * Eine amerikanische Anleihe fürArmenien. Paris, 1. Juni. (WTB.) Laut „Daily Mail" schlug der amerikanische Senator Hitch- cook vor, Armenien eine Anleihe von 10 Millionen Pfund für den wirtschaftlichen Wiederaufbau zu bewilligen. * Die russisch-englischen Handelsbeziehungen. London, 1. Juni. (WTB.) Krassin hatre gestern die erste Unterredung mit Lloyd George und hat die Wiederaufnahme derHandelsbeziehungen mit ibm besprochen. Lord Curzon, Bonar Law und mehrere andere englische Sachverständige waren anwesend. A m st e r d a m, 31. Mai. (WTB.) Das „All- gemeen Handelsblad" meldet aus London, daß zwei Ausschüsse für politische, finanzielle und wirtschaftliche Fragen mit Krassin verhandeln sollen. Außerdem wird er mit mehreren Ministern als Vertretern des Gesamtkabinetts Unterredungen haben. EiftubahnerauSstand in Indien. Amsterdam, 1. Juni. (WTB.) Bei einem Ausstand auf der Great Indian Peninsular Eisenbahn gab es laut „Daily Mail" Unruhen. Die Zahl der Ausständigen hat sich auf 20 000 vermehrt. Eine Enzyklika des Papstes. Rom, 31. Mai. (WTB.) Der Papst richtete an das Episvopat der ganzen Welt eine Enzyklika über die christliche Versöhnung und den Frieden. Er ermahnt alle Kinder der Kirche des ganzen Erdkreises, den ehemaligen Streit zu vergessen und an seine Stelle Eintracht und gegenseitige Liebe zu setzen. Der Papst fügt hinzu, daß er allen Feinden der katholischen Kirche verzeiht und keine Gelegenheit außer Acht lassen wolle,. Gutes zu erweisen. Er schließt mit dem Wunsche, daß alle Christen, würdig dieses Namens, and) denen gegenüber so handeln möchten, die sie im Laufe des Kriegs beleidigten. Der deutsche Geschäftsträger in Rom gestorben. Rom, 31. Mai. (WTB.) Stefani. Der deutsche Geschäftsträger in Rom, v. Her ff, ist Sonntag abend gesüorben. Die Not der österreichischen Presse. Wien, 31. Mai. (Wolff.) Die Generalversammlung der Bereinigung österreichischer Tageszeitungen nahm einstimmig eine Entschließung an, in der es heißt: Die gesamte österreichische Presse ist außerstande, mehr als fünf 'Kronen für ein Kilogramm Zeitungspapier aus eigener Rechnung zu zahlen. Es muß der Negierung überlassen bleiben, mit den Papierfabriken oie Verhandlungen so zu führen, daß die Zeitungen nicht eine weitere Belastung erfahren, welche zum endgültigen Zusammenbruch der gesamten österreichischen Zeitungsindustrie sichren würde. Ein Haftbefehl gegen Karolyi. Budapest, 31. Mai. (WTB.) Havas. Der Militärkommandant des Gerichtshofes in Budapest erließ einen Haftbefehl gegen den ehemaligen Präsidenten der ungarischen Volksrepublik Grafen Karolyi, der der Aufreizung zum Morde und des Attentats gegen die nationale Verteidigung angeklagt ist. Die Kämpfe in Rußland. Prag, 31. Mai. (Wolff.) Lschechoslowa- kisches Pressebureau. Dem Moskauer Kriegsbericht vom 30. Mai zufolge kämpfen die roten Truppen östlich von Wilna noch immer auf der Linie Bizi—Krivitsche an der Bahn Polozk—Warschau bis zum Polik-See. An der Beresina dagegen scheinen vor Minsk )ie roten Truppen bei der Mündung der Uscha auf das linke Ufer der letzteren geworfen zu sein. Am östlichen Kiewer Brückenkopf keine Aenderungen. Südlich von Kiew und nordwestlich von Taraschtscha meldet der Moskauer Bericht mit frischen Kräften unternommene heftige polnische Gegenangriffe. Der tinte Flügel der roten Armee scheint bereits bis 30 Werst südöstlich von der Station Napnarka an der Bahn Prosl- kurow—Odessa vorgedrungen zu sein. Laut denselben Telegrammen protestierte Tschitscherin bei der österreichischen Regierung gegen die Lieferung von Kriegsmaterial an Polen und droht mit Repressalien. Desgleichen erhob Tschitscherin auch bei der Tschechoslowakischen Regierung wegen der Durchfuhr österreichischen Kriegsmaterials nach Polen Protest. » — I »im»« maaitJMZnrormrn II .1 I r I Putschgespenster. Berlin, 1. Juni. In einer Ansprache über Putsch-Vorbereitungen, die General Reinhardt mit einem Mitarbeiter des Tageblatts hatte, kam er zu der Feststellung, daß genügend ü er» fassungstreueTruppenzur Abwehr bereit seien. Der General sagte: Wenn jetzt irgendwo, beispielsweise in Westfalen Truppenteile aufgelöst Herben, so zerstreuen sich selbstverständlich die zur Auslösung kommenden Mannschaften und reisen zuweilen in kleinen Trupps auch nach Ostpreußen unb ähnlichen Punkten. Das erweckt den An- schein von bestimmten Mannschaftsbewegungen, die an sich aber gar nichts gefahrvolles zu bedeuten haben. Wenn anderswo Putschanschläge torbereitet werden, so haben die örtlich zuständigen Reichs- wehrkommandos darauf zu achten. Die Brigade D S b e r i tz hat mit der Bekämpfung von Putsch- vorbereüungen nichts zu tun. Sie steht als unmittelbare Reserve dem Reichswehrminister zur Verfügung und bat dort auszutteten, wo sich Widerstand gegen oie Staatsgewalt zeigt, um Ber- fassungsbrüche zu vereiteln. Berlin, 31. Mai. Der „Volksfreunü" in Frankfurt anderOder bringt aus angeblich „sicheoer Quelle" eine Mittrilung, die vor allem auch der Berliner „Vorwärts" am Samstag abend in auffallendem Druck nriebergegefr.it tat. Diese Meldung begegnet in Berlin größter Skepsis unb inan glaubt, daß bei ihr aus Kernen Anzeichen zu viel geftf/offen tont). In der Meldung des „Bvlks- fveund" fei&t cd: Die Den tsckrmtionalen und die mit ihnen Verbündeten Mil tärputschisten beabsichtigen am 5. oder 6 Juni einen großen Schlag zum Sturz der Republik und zur Berhinderung der Wa hleu zu führen. Das militärische Borgehen sei im Gegensatz zur Märzevoche peinlich orgmn- fiert. Der Ausgangspunkt für den Osten liege unweit Frankfurt an der Oder. Es sind die Orte Kornheim und Sentsch. Die Führung liege in den Sätcbat von tritt Generälen. Die Ei n - nabmevon Berlin strile v-enBorpom'mtzrn aus erfolgen. Als 'Operatfaw'frff-s sei Greifswald in Au-'sicht genommen. Die Nicderknüpp^lung von MitteldeutsclLarid werde von Hannover aus in die Wege geleitet. In dem Bezirk Franksutt ait Iber Ober stehen 2300 Offiziere in Mannschaft^ 'mri farmen zur Verfügung, die als Sturmtruppe in hervorragender Weise mit Maschinengewehren und ^Handgranaten ausgerüstet find. In Frankfurt an der Oder seien Agenten zur Auw.iÄung von aktivett Unteroffizieren' tätig. Für die Aktion, die Frankfurt an der Oder in die Hände der Putschisten bringen soll, gilt als General strckssitz das Gut Nippenze. Die Güter Lossow und Kuirersdorf beherbergen angeblich die StL>e der Nachrichtei i abt eil trugen. Die Listen zur Verhaftung von Arbettersührern befanden sich hrreits in den Händen bei Bortruppvfsiziere. Derlin, 31. Mai. (WTB.) Den Abendblättern zufolge bezeichnet der Oberpräsident der Provinz Sachsen, & ör ring, in einem Aufruf an die Bevölkerung Behauptung von einem be- vsrslehenden Putschvou links in der Provinz Sachsen als Wahlfchwindcl. Berlin, 1. Juni. Die an dem März-Generalstreik beteiligten Organisationen traten gestern zu einer Beratung zusammen, in welcher die Ueberzeugung zum Ausdruck kam, daß durch die gegenwärtige Situation die ungesäumte Erfüllung der achten Forderung (Auflösung der konterrevolutionären Truppenteile und ihre Erfet-.ung durch repu- blikanisck>e zuverlässige, insbesondere a".s der organisierten Arbeitnehmerschaft zu bildende For- niatümen) verlangt werden muß. * Die wölfische Bewegung. Hannover, 31. Mai. (WB.) Ter Vorstand der deutsch-i,annav^'chen Partei rerö 'fent icht eine Erklärung, nach bet die im Volks-Villen veröffentlichten Briefe Ende vorigen Jahres von einem FuniLri b' )t einstimmig folgendes als Ziel der Partei'festgelegt: lieber der Staats form sieht der Partei die Wohlfahrt des VMes. ©te verurteilt daher den Versuch der gewaltsamen Wiederherstellung der Monarchie in Deutschland und Hannover. Nur in Uevereinstimmung mit dem Willen des Volkes kann eine Aenderung der Staatsprm erfolgen. Aus dem Reiche. Die LandtagÄvMen in Gocha. Gotha, 31. Mai. (Wolff.) Bei dm gestrigen Wahlen zum Gothaer Landtage erhie-- ten die unabhängige svzialbemoklxrtiiche Partn 30 700, der Bauernbund 17 141, bie Teutsch-Nttio- iralen 3517, die Deutsche Doffspcrtei 10 960, di, Demokraten 6973, die Mehrleffssozi1ii en 3553 Stimmen. 30 Ort'ch.ften f>5en noch aus. Es werden voraus ichüi^y crlalten: Tie Unabhängigen 8 ober 9, der Baciembund 5 ocer 6, die Deutsche BolkSpartei 3, die Teuchchn.ationalen 1, fre Demokraten 1, die Mehrh itssazialisten 1 Sitz. Tie deutsche Bol Aparter hat ihre Sttmmenz-ahl verdoppelt, während die Teutschnatianalen zu Gunsten des Bauernbundes die Hälfte der Stimmen verloren. Die bisherige Mehrheit der unabhängigen So?,i:ldemakva-ie ist damit gesprengt. Bei der vorigen Wahl hatten die Unabl^Lngigen 43 000, die Mehchilsso»it!temvkoaten 7800, die Demokraten 18100, die Rechtsstehenden einschl. Bauernbund, die Listeuverbiudung hatten, 16 400 Stimmen. Ein RegiernngSdemeuti. Berlin, 31. Mar. (WB.) Amtlich. In seiner Rede in Hannover stellte der frühere Staatsminister D e l f f e r i ch und wach ihm zahlreiche Redner bei Teutsch-mttioivalen Bolkspartci, als letz'er der frühere Staatsminister Tr. He r g t--München die Betauptung auf, dry die Entente nehm dem inzwischen >tm erf.m b ue.i Friedens-ert ar noch einen zweiten, nx'tiud milderen in Vorbereitung harte. Dieser letztere hätte u. a. die Besetzung im Westen nur auf achtzehn Monate und keinerlei Besitzergreifung des Saarg biels vorge- ehen. Helfferich gcch als Quelle dieser Neuigkeit das Mitglied des Ministeriums Cle- menceau, T ar dien an. Es wird hiermit festgestellt, daß keinerlei PMikativnen, weder von Tardieu noch von einem anderen Mitglied eines Ententeministeriums existieren, in denen das Märchen von einem solchen zweiten Friedens vertrag erzählt wird, daß also die ganze abenteuerliche Geschichte in das Reich der Wahlfaheln gehört. Wie diejenigen zu beurteilen sind, die auf diesem bitterernsten Gebiet mit Erfindungen arbeiten und solck-en Schwindel weiterverbreiten, sei dem Urteil eines jeden Einzelnen überlassen. Der ReichsMhrminister in Breslau. B r e s l a u, 31. Mai. (Priv.-Tel.) Laut „B. Z." begab sich Reichswehrminister Dr. G e ß l e r nach Breslau, um sich auch von den schlesischen Verhältnissen einen persönlichen Eindruck zu verschaffen. Neureselung des deutschen Güterverkehrs. B e r l i n, 31. Mai. (Wolff.) Im Reichsverkehrsministerium fand heute eine Besprechung statt, in der vorbereitende Maßnahmen für die.N e u r e g e l u n g und Leitung des gesamten deutschen Güterverkehrs nach dem Gesichtspunkte des betrieblich und wirtschaftlich vorteilhaftesten Weges getroffen wurden. Die Durchführung der umfangreichen Arbeiten soll in jeder Weise beschleunigt werden. Die aus einem früheren Wettbewerb der Länder hervorgegangenen Leitungswege sollen baldmöglichst beseitigt werden, soweit sie betriebliche Erschwernisse und unwirtschaftliche Umwege zur Folge hatten. Deutscher Reichssiedlertag. Berlin, 1.Juni. Auf dem gestern in Dresden zum Abschluß gekommenen Deutschen Reichssiedler tag wurde beschlossen, daß die vier gebitoeten Ausschüsse mit den Reichs- und Staatsbehörden verhanvetn und die Ergebnisse dem zweiten Deutschen Siedlertag vorlegen s-ollen, der voraussichtlich im August d. I. in Leipzig zusammentreten wird. Aus dem besetzten Neblet Ein Wechsel des amerikanischen Oberbefehlshabers in Koblenz. Paris, 1. Juni. (WTB.) Nach einer Havasmeldung aus Mainz wird der von seinem Posten zurückgetretene Vertreter Amerikas in der interalliierten Oberkommission in Koblenz, Neyes, durch den Oberbefehlshaber der amerikanischen Besatzungstruppen, General A l l e y, ersetzt. Französische Justiz. Ludwigshafen a. Rh., 31. Mai. (Wolff.) Der in der Badischen Anilin- und Sodafabrik beschäftigte Ingenieur Imhoff, der den Krieg zuletzt als Hauptmann mitz- machte und der unlängst von den Franzosen verhaftet wurde, ist wegen Diebstahls von Hausgegenständen in Frankreich zu 16 Jahren Zwangsarbeit veru rtei lt worden. Bei einer Haussuchung sollen bei ihm gestohlene Gegenstände gefunden worden sein. hl. Griesheim, 31. Mai. Von den französischen Besatzungstruppen wird in den hiesigen und den benachbarten Jngdbezirten der Gemeinden Wolfskehlen und Goddelau unberechtigt die Jagd ausgeübt. Kein Tier ist vor ihnen sicher, selbst tragendes Rehwild, tragende Hasen und brütende Fasanen werden wahllos abyeschossen. Die Jagd ist dadurch aus Jahre hinaus gänzlich ruiniert. Ein französisches HeSenstück in Eaub a. Rh. Am Freitag, 7. Mai, gegen 2 Uhr nachmitt-ags, landeten in dem Motorboot „Elisabeth Barbara" twn Kostheim ein Offizier und etwa 35 Mann des 26. französischen Jnfanterie-Reaiments und ein Matrose in der zum Kreise St. Goarshausen ge- Origen Stadt CauV. die int unbesetzten Gebiet des Deutschen Reiches liegt. Die widerrechtlich ge- tanfrtc Truppe versammelte sich am „Blücherdent'- inal". wo der Offizier eine Rede hielt, die von den Monnschasten sichtbar freudigst ausgenommen worden ist. Sie klang aus in der Forderung, das Denkmal in unflätiger Weise zu beschmutzen, und ,vic auf ein Kommando bildeten die französischen Soldaten einen Kreis um das Denkmal und folgten der Aufforderung. Der Vorfall hatte eine kleine Menschenansammlung zur Folge unb mir dein ruhigen und friomiencn Eingreifen zweier Wachtmeister ist es zu danken, daß das herausfordernde Verhalten der Soldaten und ihres Führers nicht zu blutigen Zusammenstößen mit dem Volke führte. Die fteredv tigte Empörung des Publikums erwiderte der fran zösifche Offizier durch Drohmigen mit dem schuß- ertigen Revolver und in dem er einzelnen Personsn in nicht mißzuk-Tstehender Weise mit der R-itgerte vor dem Gesicht herumfuchtclte. Seimi Abfahren über den Rhein schrie er der Menge „Schweinebande" entgegen. Schieberverhaftungen in Köln. . Köln, 1. Juni. (WTB.) Gestern nach mittag wurden auf dem Heumarkt und in den umliegenden Straßen einige hundert Personen von hier und auswärts, auch Frauen, von der städtischen und englischen Polizei wegen Verdachts der Schieberei und des Schleichhandels verhaftet uni) auf sieben englischen Lastautos nach dem Polizeipräsidium gebracht. Eharleys Spante. haben. — Im kurzen Schlußwon ging Mmisteriol- bireftor Uebel auf die Ausführungen der Diskussionsredner ein, woraus der Vorsitzende die Versammlung schloß mit der Aufforderung, am 6. Juni den Zentrurnszettel in die Wahlurne zu werfen. *♦ Die Beamten und die Reichstag s w a h l e n. liebet dieses Thema sprach gestern abeub im (Safe Leib der Vor übende der GewerkMfenx9?nffaa. ge. Esch Wege, 30. Mai. Schwere Gewi t ter mit wölkenbrnchartigcm Regen, Hrge.- schlag und starken elektrisaien Entladungen gmg n auf dem im streife Eschwege gelegenen Ringgiu- gebirge nüber und verursach en gewaltigen S chaden. Aecker und Wiesen ^wurden _uber- ch->vcmmt und mit Schlamm und Steingrröll 1k» bexfl. Tie Rogge nennte ist größten Wils vernichtet. Mehrere Tör'er wurden unter Wasser gesetzt', nur mit großer Mühe konnte i»s Vieh gerettet werben. Ter Blitz scklug an verschobenen Stellen ein. — Ter Landivirt Ruhling aus dem benachbarten Dorfe Fretterode nnnbe beim Holzsahvcn von seinem eigenen Wagen überfahren und getötet. mc. Frankfurt a. M., 21. Mai. An- angs Juni wird auf dem Maine zwischen Frankfurt und Hanau mit Stromver- messungsarbeiten zur Vorbereitung des Großschiffahrtsweges nach Bayern begonnen. uni: Stadttheater, 7 Uhr, inhorn, 8 Uhr, öffentliche ** Der Juni bringt ben Anfang deS Sommers. Ter hundertjährige Kalender sagt bis 15. Juni schönes warmes Wctter, bis Ende des Monats häufig Gewitter voraus. ** Amtliche Personalnachrichten. Überträgen wurde der Schulamtsanwärterin Sophie Germann aus Darmstadt eine Lehrerin- stelle an der Volksschule zu Klein-Linden und der Schulamtsanwärterin Luise Kratz aus Laubach eine Lehrerinstelle an der Volksschule zu Klein-Karben, Kreis Friedberg. — Erledigt Versammlung des Zentralvereinä deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. — dass Leib, 3V? Uhr, öffentliche Eisenbahnervcrsammlung, 8 Uhr öffent liehe Wöhlerversapimlung der USP. Gießen. — Gasthof Hindenburg, 8 Uhr, Mitgliederversammlung der Deutschen Volkspartei und Juaend- gi-uppe. — Licht bi.ekhcms, ,,Fud x, zweiter Teil" und „Frmlcuruhm". — Lichtspiele, Settersweg, „Die Eowboys von Apachons'ort" und „Ringens Seelen". gung der Kriegsgesellschaften. Damit aber das Zentrum diese Aufgaben erfüllen könne, sei notwendig, daß es stark und kräftig aus dem Wahlkampfe hcrvorgehe. — Als zweiter Redner be- leuckstete Rechtsanwalt Lutsch- Frankfurt a. M., wie gerade das Zentrum auf Grund ferner Zusammensetzung, seines Programms, ganz besonders aber am Grund feiner Geschichte in der Lage und dazu berufen sei, den inneren Frieden — und damit den Weg zur Arbeit und des Wiederaufbaues — herbeirmühren und zu zeiaen. — Im der Aus- Ipracbe wollte Frau Burk, die sich als parteilos bezeichnete, die anwesenden Frauen ausklären und sie für die USP. zu gewinnen suchen, erzielte allerdings nur Heiterkeitsausbrüche und Wage. — Ein Redner der Deutschnationalen hätte es lieber kjefeljen, wenn man den Trennungsstrich nach rechts nicht so scharf gezogen, da gerade die in der Deuischnationalen Partei ein geschlossenen Christlichsozialen vieles gemeinsam mit dem Zentrum schäft deutscher Eisenbahnbeamter, Schuldt, im Auftrag der Deutschen demokratischen Partei. Der Redner bedauerte eingangs, daß die Beamten erst jetzt lana'dm anfingen, sich zur Wahrung ihrer wirtschaftlichen und freiheitlichen Rechte gewerkschaftlich zusammenzuschließen. Sie seien so ins Hintertreffen gekommen gegenüber her schon langst gewerkschaftlich organisierten Arbeiter^ schäft, die es auch verstanden habe, sich aus der Revolution Rechte zu sichern und yu fettigen, die heute vielfach weit über die der 23eamtenfdxUt hm- ausgewachsen seien. Schuld hieran sei vor all cm die mangelnde Einheit der Beamten:.bei der Eisenbahn gäbe es z. B. nicht weniaer als 67 Fachver- bänbe. Gewerkschaftlicher Zusammenschlutz allem sei aber nur halbe Arbeit. Notwendig sei, daß die Beamten eine politische Richtung hinter sich wüßten, die man mit Recht eine Vertreterin der Beamtenschaft nennen könne. Wenn die Beamten nun unter ben poL..täten Parteien Umschau hielten, so möchten sie nicht nach Worten und Ver- prechungen, sondern einzig nach Taten urteilen. In diesem Zusammenhänge beschäftigte sich der Redner sehr ausführlich mit den beiden Rechtsparteien, denen er ein langes Sündenregister, namentlich aus der Vorkriegszeit, vorhielt. Jeder Beamte müsse sich bewußt sein: Lieber drei Schritte nach links als einen Schritt nach rechts. Der Beamte, der wahrer Volksdiener sein wolle, könne in einem demokratischen Staate nur demokratisch Die Wahlbewegung. Gießen, 1. Juni 1920. ♦* Zentrumsversammlung. Sonntag abend fand im Kath. Vereinshause eine recht gut besuchte Wählerversarnnnung der hiesigen Zentrumspartei statt. Der erste Vorsitzende, Bahnmeister Brams, eröffnete die Versammlung mit dem Hinweis, daß alle Parteien zum Wahllämpft ausmarschiert und daß es daher auch Pflicht der Zentrumspartei fei, alles zu tun, um diesen Kampf ehrenvoll zu bestehen. Als erstem Redner gab er Ministerialdirektor Uebel- Darmstadt das Wort, der eingangs auf die große Bedeutung der diesmaligen Wahl hinwies, wobei es vor allem gelte, ein starkes, tragfähiges, auf dem Boden der Ber- affung stehendes Parlament und damit eine Regierung mi schaffen, die im Innern das nötige An- ehen und nach außen wirk.ichrs Vertrauen besitze. Seiner Meinung nach werde auch die künftige Regierung eine Koalitionsregierung auf breiter Grundlage fein müssen, schon aus fern Grunde, weil eine Links- oder Rechtsregierung ein nationales Unglück für unser Vaterland bedeute und unweigerlich zum Bürgerkrieg führe. Als wahre Volkspactei habe das Zentrum das Staatsinteresse über das Partei int eresse gestellt und so dem Staatsganzen gedient, indem es eine Politik des Wiederaufbaus, der Wiedergesundung treibe und so Helsen wolle, uns aus Elend und Jammer zu führen, in die ein furchtbarer Krieg und seine entsetzlichen Folgen uns gebracht haben. Durch die Mithilfe des Zentrums sei es gelungen, eine Verfassung zu schaffen, eine notwendige Rechtsgrundlage, auf der wir weiter aufbauen können. Durch Herbeiführung des Friedenszustandes, wenn auch eines sehr schlechten, sei uns die Möglichkeit gegeben, mit dem Auslande zu verhandeln und mit ihm in wirtschaftliche Beziehung zu treten. Und schon zeige sich, wie wieder das Ausland zu uns Vertrauen gewinne, was unsere Valuta günstig beeinflusse. Allerdings ständen wir erst am Anfang einer Aufwärtsbewegung, und es gelte noch viele Schwierigkeiten zu überwinden; aber ein gesunder Optimismus müsse alle durchdringen, ein fester Entschluß, alles Trennende beiseite zu setzen, auf daß die Gegensätze überbrückt würden und ein hehres Gemeinschaftsgefühl alle burtfrbringe, eine wahre Volkssolidarität alle beherrsche, orientiert nach festen, christlichen Grundsätzen. Dazu sei ganz besonders das Zentrum als christliche Volkspartei berufen, das eintrete für die Glrichberechtigung aller, das keinen entrechte, aber auch keinen bevorrechte, sondern von allen gleiche Rechte und Pflichten fordere, sowohl im Staats-, als auch im Wirtschaftsleben. Aus diesem Geiste der Volkssolidarität habe das Zentrum hervorragenden Anteil an dec sozialen Gesetzgebung, insbesondere auch an dem Betriebsrätegesetz, das bezwecke, daß der Arbeiter wieder Lust und Liebe zur Arbeit, zum Betriebe habe, dem Leiter aber die nötige <5clbftänbigfeit und Initiative lasse. Als christliche Volkspartei trete das Zentrum ein für Freiheit dec Kirche, für christliche Schule und Erziehung, für Gleichberechtigung der Konfessionen; in wirtschaftlicher Beziehung fordere das Zentrum Abbau dec Zwangswirtschaft, vor allem Beseiti- wählen. — In der Aussprache crtlärte zunächst Bahnmeister Rahlmeier (DeutscheVolks- Partei), der von den Versammelten des öftere* nicbergefdyrieen wurde, daß seine Partei unter keinen Umständen einverstanden sein werde mit der Politisierung der Gewerkschaften, die nur einen neuen Keil in die Bearntensclteft hineintreiben würde. Dann suchte er nad^uweifen, daß die Koalitionsregierung, vor allem die Demokraten alles andere als beamtenfreundlich gesinnt seien. — Professor Ur st ad t (Dem.) trat dem Vorredner entgegen. Er pfeife auf eine Partei, die beamtenfreundliche Anträge stelle und nackcher nicht die nötigen Mittel bewillige. — Verkchrskontrol- leur Bouteiller (Soz.) sieht das Heil der Beamtensck>aft nur in der restlosen Durchführung des Sozialismus, der das ganze Volk zu Beamten des Staates mache. — Bahnassistent Detröe (Dem.) ging sehr scharf mit den Rechtspartelen ins Gericht und meinte, daß die Beamten, die nicht für eine der Kvalitionsparteien stimmen wollten, wenigstens so viel Ehre besitzen sollten, von dieser Koalitionsregierung kein Gehalt zu fordern. — Stadtverordneter Weiß (USP.) wandte sich gegen die Rechtsparteien, denen er wie üblich die Schuld am Kriege in die Schuhe schiebt und gegen bte Koalitionsregierung, bet er vorwirft, zu wenig für die Kriegsopfer getan zu haben. — In seinem Schlußwort setzte sich Gewerkschaftsvorsitzender Schuldt mit dem Redner der Deutschen Volkspartei und den beiden sozialistischen Sprechern auseinander. ** Von deut sch Nation aler SeiteWftet man uns um Aufnahme folgender Zuschrift: Mit den Wahlaussickften der Sozialdemokratie muß es ziemlich schlecht bestellt sein. Tenn sonst kann man sich die Vorgänge nicht erklären, die sich in den letzten Tagen in Bensheim a. d. B. und in Alzey abgespielt haben. In Bensheim sprach am vorigen Donnerstag der deutschnationale foinbibat Prof. Dr. Wernerin einer ö.f.ntlichen B r anm- hmg in ruhiger und sachlicher Weise. Durch fortwährendes Schreien und Lärmen suchte man die Ausführungen des Redners zu verhindern. Rach Sclünß der Versammlung stürzten mehrere An- 'Ijänger £>et Sozialdemokratie auf den Versammlungsleiter, der auch die Judenftage angeschnitten hatte, zu und bedrohten ihn mit © t üblen und Dvlchmessern. Nur mit Mühe konnten Tätlichkeiten verhindert werden. Als am Sonntage 'Dr. Werner in Alzey sprechen wollte, machten die sehr zahlreich anwesenden Sozialdemokvatrn einen solchen Lärm, daß die Versammlung nicht abgebdl- ten werden konnte. Bon jüdischer Seite wurde hinterrücks mit Stöcken nach Dr. SBerncr geschlagen. Die offenbar gegen ihn besonders auf gehetzte Menge tobte wie besessen, und es zeigte sich dabei, daß die politische Sittenverwilderung einen Tieistand erreicht hat, wie er schlimmer nicht gedacht werden kann. -rn. Bellersheim, 1. Juni. Vor einer zahlreichen Zuhörerschaft sprachen hier am Sonntag nachmittag Lehrer Fischer- Gießen und bei Reichstagskandidat Eisenbahnarbeiter Äilberg- Daubringen für die demokratische Partei. Die Versammlung, die durch W. Scheld eröffnet wurde, folgte den Ausführungen der Redner mit Interesse. Sie gipfelten in bet Forderung aus Geschlossenheft der Parteien in der Außenpolitik, Revision des Friedens Vertrags im Wege der Ver- Aus Stafrt unb £anö. Gießen, 1. Juni 1920. Die Gießener Hochschulgesclischast veranstaltet am Montag den 7. Juni d. I., abends Sy, Uhr, in der Neuen Aul« der Unieerfitat entert Bortrag des LverspieNeiters am Mainzer Stadttheater Herrn Dr. Kurt Elwenspoek über Universität und Bühne". Es soll bdmii eine Vortragsreihe eröffnet werben, bie sich die Auf- gäbe stellt, bie Beziehungen zwischen Wissenschaft «und .Kunst zu erörtern und damit den Boden zu verbreitern, auf dem sich die bisher von der Gießener Hochschulgesellschäft. veranstalteten Vorträge bewegt haben. Daß dabei gerade das Verhältnis zwischen Universität und Bühne an den Anfang gestellt wird, ist in unserer Stadt sehr naheliegend, die Sitz der Landes-Universität ist und sich eines auS dem Gemeinsinn und künstlerischen Interesse ihrer Bürger hervorgegamgenen und erhaltenen Theaters erfreut, fcerr Dr. Elwenspoek ist in besonderem Maße berufen, über das Thema „Universität unb Bühne" zu sprechen; selbst ein trefflicher Bühnenkünstler unb Dramaturg, hat er seit dem Beginn seiner Tätigkeit in Mainz die Ein- Landes-Universität Gelegenheit gehabt, einen die- im Stobttheater bei freiem Eintritt Vorträge über literarifdx, künstlerische unb bühncngeschichtlicl-e Stoffe hält, die stets vor dicht gefülltem Dause ftottfinben und im Mittelpunkt des Interesses der kunstliebenden Mainzer Bevölkerung stehen. Aus Anlaß der Eröffnungsfeier der Mainzer Hochschul- Woche im Aprft d. Js. haben einige Dozenten der .Landes-nUiversität Gelegenheit gchabt, einen dieser Vorträge zu hören, der über „Universität und Mhne" -handelte, und unter dem lebhaften Eindruck des Dargebotenen haben sie Herrn Dr. Ellvenspoek ersucht, diesen Vortrag in Gießen iu wiederholen. Er hat sich in entgegenkommender Weise dazu bereit erklärt und wir hoffen, daß die kunstsinnige Bevölkerung unserer Stadt diesem Vortrag das gebührende Interesse entgegenbringen und daß er dazu beitragen Wird, eine rege Wechselwirkung zwischen ben beiden vornehmsten Kulturstätten Gießens, der Universität und dem Theater, anzu- bahnen. Verkürzung der Zuckerr«tisn ab 1. Juli. Die Verringerung der letztiährigen Zuckerproduktion ist taut „Darmft. Ztg." infolge Rückganges der Anbaufläche und ungünstiger Produktionsverhältnisse während der letzten Kampagne machen die Aufrechterhaltung der Mund-Zuckerration bis zum Schlüsse des Wirtschaftsjahres trotz weitgehender Beschneidung der Zucker verarbeitenden Betriebe unmöglich. Die am 1. Juli dieses Jahres auszugebende Zuckermenge, die bei der bisherigen Ration auf d r ei Monate reichen würde, ist daher für vier Monate bestimmt. Die Verteilung der Zuckerausgabe durch die Kommunalverbände wird dementsprechend eingerichtet werden. Verschwinden der kleinen Münzsorten. Dec Rrichsminister des Finanzamtes tat eine Verordnung ec lassen, nach der Ein - und Zwei- psennigstücke nicht mehr geprägt werden sollen. Tie Verteuerung aller Rohstoffe und bte (Steigerung der Arbeitslöhne macht die Herstellung dieser Münzm so teuer, daß sie ihren Nennwert weit üb.riteigt, selbst wenn man das gering* wenigste Metall 'ober einen Stoff verwenden würd Tazu kommt bte Sucht eines Teils der Moöl- ferung, Neichsmünz die von ben Staatskassen zu zahlenden Beträge auf Volte fünf oder zehn Pfennig nach oben r.bgerimtrt werden. Ebenso soll auch bei der Rrichs^cWaltung Verfahren werden. Äeranftaltungen. O Steinbach (Kreis Gießen), 30. Mai. Unter Beteiligung Der ganzen Gemeinde wurde heute nach dem Gottesdienst der zu Ehren unserer Gefallenen auf dem Friedhof errichtete Gedenkstein enthüllt. Pfarrer Köhler hielt die Gedächtnisrede. Die beiden Gesangvereine trugen stimmungsvoll angcpaßte Chöre vor. Der Stein ist aus oberhessischem Lungstein hergestellt und trägt eine Tafel mit der Aufschrift: „Den gefallenen Söhnen, die dankbare Heimat." Die Mittel sind durch freiwillige Gaben aufgebracht worden. Kreis Lauterbach. sb. Lauterbach, 31. Mai. Der Bezrrks- tag Lauterbach—Schlitz der 5t'rikgerfaineati>?cfa;t „Hasste" sand am Diensrag in Lauterbach statt Es würbe festgestellt, daß ber Bezirk an Zahl der Mitgli'Äxr febeateno zugenommen habe. Di; neuen Satzungen Wurden angeroommeji. Ebenfalls wurde die Anstellung meines neuen Beamten, der in erster Linie Ire gesamten Kriegsbeschädigten- und Kriegshinterbliebenen-»Organisatwnen Der „Hasste" zu beorgcn hat, gutgAjeipen. Der an- zustellende Kamerad muß Kriegsberdjäbigier sein. — Ter Antrag des Präsidiums, die „Hassia" an die Wirtschaftsstelle des deutschen Kriegerbundcs Kysfhäuser anzu schließen, tr-urb: einstimmig -tb- gelehnt . Kreis Friedberg. Eine Gedenktafel für Graf Knlnein. oa. Friedberg, 1. Juni. Mittwoch, nach- tnittags 3 Uhr, wird an dem Bahnüfergang bei Nicder-Wöllstadt, wo der bei dem UcbcrfaU auf die Reichswehrpatrouille Leutnant Gvas Sl’a In ein die tödliche Verletzung erhielt, eine Gedenktafel für diesen enthüllt werden. Voraussichtlich wirb die Teilnahme an diesem Akte sehr stark werben, da zahlreiche Kreise unserer Bevölkerung die Gelegenheit ergreifen wollen, hierbei noch einmal nachdrücklich gegen die heimtückische Mori>tat zu protestieren. ba. Büdesheim, 31. Mm. Rund 200 Ziegen sind innerhalb weniger Wochen in hvesiger Gemeinde ter Maul- und Klauen scuche zum Opfer gefallen. Da gute Ziegen heute mit 500 bis 800 Mk. bezahlt werden, so stellt sich der Gc- sarntverlust an geHallcmen Ziegen - zählung wird wegen ber Verbreitung ber Maul- unb Klauenseuche eingestellt. * * Oberbess. Kunstverein. Morgen letzter Tag ber Ausstellung bes Aussteller-Verban- bes Münchener Künstler. Geöffnet von 11—1 unb nachmittags von 3—5 Uhr. * * Silberne Hochzeit begehen am 2. Juni Geschäftsführer Heinrich Fourier unb Frau Wilhelmine, geb. Schomber. * * Finanzmini st er a. D. Dr. Becker, Mitglied ber Nationalverfammlung, spricht für die Deutsche Volkspartei am Donnerstag, 3. Juni, abends 8 Uhr, im Cafä Leib über „Das deutsche Volk unb bie Reichstagswahlen. * * Deutschnationale Volkspartei. Die Mitgtieder der Oris-^ Frauen- und Jugendgruppe werden gebeten, sich am Donnerstag den 3. Juni, 8 Uhr abends, im „Postkeller" zu einer Beiprechung über bie zu leistende Wahlhilfe ein* zufinben. Landkreis Gießen. Die Gräkin. Roman von G. N. Appleton. kNachdriick verboten.) Fortsetzung 47 Hm! sagte ich und biß inich ärgerlich aut bte Lippen. Wieviel hat Ihr M«m für die Arbeit erhalten? Fünftig Pfund — das Risiko war es Weil. Gewiss imb wer hat ihn angestellt? Ein Fremder, der sich Salviati nannte. Ein kleiner Mann, glattrasiert? O nein! Ein großer Mann mit schwarzem Bart. Haben Sic je Ihren Mann von einem Grafen reden hören in dieser Geschichte? Einem Grafen? O, nein, niemals. Warum? Ich bäte nur gefragt. Und mm, wer hat bie Guinee bezahlt, die Sie mir neulich -i^chtS gegeben haben? Salviatl^ Wissen Sie, zu tvelchem Zwecke Sie beauftragt Würben, mir den Srvrich zu spielen imb mich wegen Amcr „He-,körung«i" kommen zu lassen? Keine Ahnung' Sie wußten nicht, daß, wälweich ick hier bei Ihnen War, in meinem Hause ein EinbrucliAneb- stichl verübt nnirbr? Heftiger,Gvtt! Nein, das habe ick nicht gt- mußt! rief sie ehrlich bekümmert aus I b.i5 mir nicht davon träumtr lassen, itxmiq als mein Mami. Er ist nicht so schleckt. Gut: »md mm — und biet- ist für mich nw Sie eine sehr l richtige Frage, da chre bei riebt-T gerrbc Beamw-ortwig gleichbedeutend mit einer Bc- lobmmg van über fünfzig Pfund für Ihren Mann | ist: weiß Ihr Mann, wo die alte Tarne sich nun- mehr befinbet ? Ich glaube, daß er cs weift, begann sie. In diesem Augenblick ging die Haustüre rus und zu, unb cs ließen sich auf dem Vorpkrtz Schritte hören. Hören Sie nur! riet sie aus, bi kommt mein Mann gerade nach Hause. Einundzwanzig st es Kapitel. Wenn es Ihneii recht ist, meine Herren, fügte Frau SimpkinS, will ich rasch hmauSgehen und es ihm sanft beibringen. Dmten Sie rncht, bift eS so bester ist? Gewiß, sagte ich, -ruf alte Fälle. Es handelt sich um ein cl-rlick-cs Geschäft; Weint wir etwas criKiItm. 1 rollen wir es auch bezahlen Mem J-reund, Herr ScrubbS, wirb ein Ange zudrücten nick gewisse Tatachen, die Herrn SimpkinS betreffen, aitf sich beruhen lassen, wenn er uns bt» dilflick) sein will, diese alte Tarne ausfindig zu machen. Nicht wahr, Herr Srri-bbs? Geivitz, pslickpete mir Tick bet Simpkins ist natürlich, wie wir wissen, nicht sein wirklicher Rawc, Mckame. Ihr. en bleibt ja nichts verborgen, Herr 9hd)t da geringste, meinte Dick, aber das tut Durch schockte Gesellschaft, Herr Scrubbs. (?tewitz, durch schlechte Ee e.ftschaft. Tte alle Geschichte, Frau Simpkins! Wenn Sie rhn also bieber bringen, unb er mir gegenüber offen bte Wahrheit aussagt, wirb er nicht in Unannehmlichkeiten geraten, verstehen Sic? Jawohl. Aber weint er es versuchen sollte, mich zu hinter gehen — Tas wirb er nicht, Herr Scrubbs. Ueberlassen Sie bas mir! Ich werde ihn in ein ober zwei Minuten hier Ixreinbringen. — Dannt verschwand sic aus dem Zimmer. Bei ihrer Rückkehr folgte ihr ein hübscher, junger Mensch, der etwa dreißig Jahre alt sein mochte. Er war nicht im geringsten verlegen, als er das Zimmer betrat. ’n Tag, meine Herren, fügte er beiter. Mein; Frau sagt mir eben, datz Si? alle näheren Umstände be vesss des kleinen Geschäfts vom Pantijer Square Feimen, unb baß nichts Wein heraus- tommt und ich 'Wad verdienen kann, wenn ich Sie auf die Spur der alten Tarne bringe. Ganz richtig. Herr Simpkins, erwiderte ich. Klären Sie uns darüber auf, und Ihre Teilnahme an der Gcfckicktte soll nicht nur vergessen »ein, sondern cs wirb auch eine Fünniapttuidnote fei dem Handel für Sie beraudfdkukm. Gut, dos sind sehr vernünftige Bedingungen in jeher Hinsicht, sagte er, aber irnglücklicherweise für mich weiß ich selber nicht sehr md davon. Ich war sozusagen an der Geschichte gar nicht beteiligt. Ick hatte nichts babei zu hm, als bee Mauer zu durchbrechen mck die Möbel beijeite w schiefen, und selbst jetzt noch bin ich mir nicht gan> im klaren darüber, worum cs sich im Grunde gehandelt hot. Aber Sie müssen doch die Unterredung dec zwei anderen Herren mü angehört haben, sagte ick Natür.'ick, teilweise — sie spvacken Jtaiunisch oder sonst eine fremde Sprache. Das war zr hoch für mich. Verstehen Sie mich? Gewiß. Nur weiter! Um offen zu sein, glaubte ich, es fjanble sick um einen Diebstahl. Damals tvcmgstens. Wpbl Juwelen ober sonst etwas, das im Nebenhau« versteckt fei; ich schob die Möbel in jener Nackt beiseite, um bte zwei einzulassen, und als sie nur mit einer alten Frau in einem rotfetbmen Schlafrock zurücktehrten, war ich höchlich erstaunt. S« schlug mit ben Füß«t wie ein junges Pferd um sich, bis sie sie ihr zusanimenbanden. Reden konnte sie nickt, da sie geknebelt war. Sie hüllten sic ii ber Himmel weiß wieviel Kleider und Teppiche ein und begaben sich dann wieder tn5 anfhoftenie Haus. Ich folgte ihnen, aber das schien sie nicht zu kümmern. Tort sah ich, wie sie alle Schachteln unb Schubladen auf den Boden leerten unb suchten und suchten, ohne daß sie offenbar, fanden, wc3 sie wollten. Und aus der Art, wie sie die Arme bewegten unb Achseln zuckten und mit den Zähnen knirschten, ersah ich, daß sie innerllch sckjauderhajtz fluchen mutzten. Smachen Sie denn gar nächt-? fragte ick. (Fortsetzung folgt.) Mittig 38»? Reickz. K J sich 7^ PlMfi '''«Ben. A yftui S>terf ’y» btt Aw.ut Mhch. feilen. ÄKachbrr. M-b.ollei! J’I.K ta 9 hmter ij geteilt b? Eschau hiei- :e» und Aei. ytn urteilen h.9tc sich btt E'den Rchz, ^nregistn, »> c drei Schiitii rechts. Tn 1 * lonnt r demokratistz l erllnte w, deutsche BoU, ^deS öfter« Partei unter m werde mit die nur einen hineintreLen ip, daß die e Denwkiatni gesinnt seien. :ot dem $ot« ie Partei, du d nachher niih! ;erlcljr§fontroi' das heil dn Durchsühmg >ll zu Beamten Knt betret Rechtsparteien Beamten, die rteien stimmen besitzen sollten, ein Gehalt L Seiß (IM) eien, denen tt in bie Schch ienntg, bei er zsopser getan ort setzte sich mit dem Redet) den beiden er. tStiteHtfd ZrnW- M o kraue M 6 sonst l-m« )te sich m ko. d. B. md in femi sprach^ orttitf Drnditc ichenBran? ise. Tmch suchte man v- echmdern. fp tt mehrere »’ den BersaM iqe angeschnitnn Ltühleniim Mähe konnten Is am SoiE Ute, machten, d« MokwtcneM Axite wurde hrr enter geftgj nlM,Me Pim! tgM*46 SEll ts$s &? w $« * 5 hier am FHL edntt M f Ä nMgkdtt^ ich, 4 im M> ei in >5?fte Äe' sSä Ms r> I*) fvugte i*6- HAARNETSS wieder in allen Farben am Laprer. Einfache Haubennetze Stück 4.00 M. Doppelte Haubennetze Stück 5.50 M- Große Auswahl in: /-vy* ,. , Hnarspangen, Pfeilen Frisier kAmmon. [*wc W f gegen § 1 nxr* verbreiteten sich übcc die Ziele der Ratt-i. 6079 Bitte ausfkbneiden uub anfbewabren. Dr. phil. Walter Huch Eichen, 1. Juni 1920. M.24.— M.28.50 M. 31.50 hier niedergelassen. 6'36 6034c Alrche und Schule. Frankfurt a. M., 30. Mai. Ter Frante furter Musterschnl-Berein erwarb das bekannte Sanatorium Stolzenberg in Sod.m--Dal- Münster, um es zu einem Landheim für die Schüler des Musterschulvealgyrnnusiums umyrnrii»* dein. Alle vier Wochen siedeln einige Massen nach Stolzenberg über, haben hier Unterricht, treiben Landwirtschaft und suchen Erhlriung. Auch ine Familien der Lehrer und die Angehörigen der Schüler können jeweils in dem Landheim SW,- uung finden. Aus dem Amtsverkündigungsblatt. ** Das Amtsverkündigungsblait Nr. 72 vom 31. Mai enthält: Ersatzwahl zum PrvvinziÄlag und Pn-vöi^iaausschutz. — Verbot der Aussühr von Waren (Besen, Bürsten, Pinsel und Siebwaren). — Vevordnung über Fünftlidie Düngemittel. — Auskmrftspflickit über deutsche (S>iber uftv. aus Anlatz der DurchtMrimg des FriedenHoarw^gs. — Ersparnis von Brennstoffen. — Reglung du Evnftthr. — Deutsche Arz-neitaxe. — Verfüttern von grünem Getreide. — Wiedeo- xulassung einer Qelmühle Mr Verarbeitung ovn Oel fruchten. — Stand der Maul- und Mruen- füttert werden. Zuwiderhandlungen gegen § 1 n den mit GÄdstrase bis zu 1500 Mk. bestraft. DieOelmühledessPHiliPpWolffll. in Treis ist zur Verarbeitung von Oelfrüchten fftr Selbstversorger wieder zu gelassen. Maßnahmen gegen die Verbreitung der Maul- und Klauenseuche durch Sammelabdeckereien. Wegen ixö Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche im Kreise G-ietzen -ordnet das Kreisamt allgemein an, datz die aus die Kveisabdeckevei M verbrrngenden äh* daver ohne Hilfe des Abdecöereipersonals ans ten Stallungen gebracht werden müssen und batz das Abdeckerei personal die Stallungen nicht betreten darf. Für die Sperr- und Boobachvrngsbezittr wird ferner ungeordnet, datz die Kadaver, bevor sie verladen werden, durch den Besitzer mit Wasser cmzufeuchtsn und alsdann durch das Kveisabderer- personal mit Tesinftktüonsfl üsftglieit zu übergießen oder anAustreichen sind. 8>SB*St>36<3 0380^003 CM&4&4 Ub aller Hi'l ÄÄSteÄ. wert die Bnthi’sehe Üniv.-Dmckorei, B. bange, QieSia rr>sv>Ndsr>A ^sosbm Gerschtssucsl Altona, 31. Mai. (Walff.) Die Stvafkam- mer des ersten Altonaer Landgerichts verurteilte den Kittscher Heinrich T r e t t o w und den Arbeiter Heinrich Rohr, die einen Einbruch tn das Mausoleum in Friedrichsru'h onsgesührt urtb aus der Gruftkammer des Altreichslhnz'ers Bismarck vier schwere silberne Kränze entwendeten, zu acht bzw. 31/2 Jahren Zuchthaus und den iiblichen Nebenftrafar. Sprechstunden vorläufig Im Botel „Prlax Carl** Zimmer 21, von 9—10*/s und 3—4 Uhr. Dr. med. Lange Gleiten, Moltkestr. 16. Fernsprecher 636. Nach mehrjähr. Tätigkeit als Assistenz- ärztin an der Universitäts Kinderklinik in Frankfurt a. M. und am Kinderhospital in Lübeck habe ich mich als = Fachärztin ===== für Kinder u.Säuglingskrankheiten Vevrnkschtes. Die Mste von Amundsens Expedition. * Kopenhagen, 31. Mai. (WTB.) Nach einem Telegramm aus Kristiania hat das norwegische Ministerium des Aenßern aus Moskau unter dem 28. Mai ein Telegramm erhalten, in dem mitgeteilt nrirb, daß nach Untersuchung der russischen Regierung die beiden Mitglieder der Nordpol-Expedition Amundsens, Knudsen und Tessen, die die Expedition verlasst« haben, im Winter 1918 bei Kap Pill umgekommen finb.: Professor Fritjof Nansen hat bem Norsk-Telr- gramm-Bureau mitgeteilt, daß die beiden Mäirner wahrscheinlich das oft erwähnte Depot westlich' von Tscheljuskin erreicht haben und dort an Slor- but gestorben sind. Das Uederschwennmingsunglück in England. London, 31. Mai. (WTB.) Bis jetzt sind bet dem Dammbruchunglück in der Grafschaft Lincoln 57 Leichen geborgen worden, dar- unter mehrere Feuerwehrleute. Die Ueberschwcm- ntung geht zurück. Fünfzehn Häuser sind von den Fluten fortgerissen worden. Aus ihnen konnte nur ein einziger Bewohner sich retten. Trier, 31. Mai. (WTB.) In den aus dem .Kriege bekannten Sprengstofflager HaL» schlag in der Eifel brach am 29. Mai Feuer aus, das Munition, Sauren, Holz, Maschinen und Ma-- gazinvvrräte im Werte von mehreren Millionen Mark vernichtete. Ein Arbeiter wurde getötet. Klärfdilamm aus Kläranlagen des Ruhrkohlengebtets, zu Brennzwecken gut geeignet, jede Menge laufend per Bahn und Schiff lieferbar. Gest. Anfragen unter 1> würdigte der frü'l>ere lang) Übrige Turnwart Reinhard Zimmer die Verdienste des Jubilars, der auch vorübergehend 2. (SkntturnftNxt nur, um den Verein unb die de.itschc Turn fache. Im einer Ansp-vacke beglückwünschte der 1. Gautumwart, Unioersitätsrucn- lehrer Will-Gietzen, im Namen des Gaues Hessen den .Jubilar. jeuche ui Hessen. — AlLtza«chmen gegen die Verbreitung der Maul- und Mnvenseuche. — anschlag in der Stadt Gießen. — Feldberemigmw OppenWd. Ersatzwahl zum Provinziialtag und Ausschuß. Tas am 31. August 1919 ge^ wählte Mitglied des Provinzial tags, Hrch. Mehl, Werkmeister unb Beigeordneter in Gratzen-Lindrn, hat sein Amt als Procinzialbagsmitglieb nvber* gelegt. Die Provinzialwahlkammisston hat m ihrer Sitzung vom 12. ds. Mts. festgestellt, datz Balentin T i l l e m u t h. Maurer in Harnchcn, an die Stelle des ausgeschiebenen Pr«rLnzi!alt>agsmitg.«LeS unu Wilhelm Pebler, Lehrer in Büdingen, an die Stelle des ausgeschiedenen Ersatzmannes des Pro- vinzialmisschusses tritt. Grünes Getreide, also Roggen, Wei-zeu^ Spelz (Dinkel, Fesen!, Emer und Einkorn, auch in Mischungen mit Gerste, darf vor der Reist nur mit Genehmigung des Kreisamts gemäht und «r- Gießen, 31. Riai. Das Gauturnfeft des Turnaaues Hessen soll am 11 und 12. Jul i dieses Jahres m G ie ßen äbgchalten werden. Die Gie^ner Turnerschast (T. V. intb M. T. V.) hat die Borbereitungen hierzu bereits in die Wege geleitet. Am Donnerstag aÜend hatten sich zahlreiche hiesige Turner und Turnfreunde zu einer Besprechung über die Ausgestaltung des Gauturn- ststes im Gasthaus Sauer eingejunben. Zum Festplatz wurde her Trieb ansersehen. Am Sonntag soll das Wnturmm stattfinden, während am Montag 'ein Schülertumen und sonstige tttrnerische Bor- führungen in Aussicht genommen sind. Es wurden mehrere EinzÄausschÄsse gebildet, die die erforderlichen Vorarbeiten in die Hand nehmen werden. JedensMs darf mit einer Teilnehmerzahl von über 1000 Wetturnern zu rechnen sein. Wenn auch diese Beranftalmng, dem Ernste der Zeit entsprechend ntd# in dem Umfange wie früher stattfindet, so stehi doch zu ^hoffen, daß sie ein durchaus würdiges turnerisches Gepräge haben wird. geschaffen werden, die unabhängig sei von allen Part-etzchwankungen. Aber diese Frage sei nicht auf dem Wege der Gewalt zu lösen, weil eine solck>e Monarchie keinen Bestand habe. Vor allem müsse unser Volk christlich erzogen roerben. Die ReligiM sei nicht, wie die Sozialdemokratie lehre, Privatsache, sondern Volks- und Staatssache. Nur durch die christliche Religion und die Arbeit der Kirche könne unser Volk wieder innerlich gesunden. Zur Aussprache meldete sich ttotz mehrmaliger Aufforderung niemand. -m. Nil p per ts bürg, 30. Mai. Im Gap- hause Schlörb fand heute um 3 Uhr nachmittags eine gut befiubte Versammlung der Deutschen demokratischen Partei statt. Oberpost- sck>asfner Mohr aus Gietzen legte die Richtlinien der Partei in längeren Ausftihrrmgen, die den keb- hasten Beifall der Versammlung fanden, dar. An dec Aussprache beteiligten sich Lehrer Debus, Pfarrer Fritsch unb Oberlehrer Diehl. Die beiden ersteren Redner verteidigten die Rechtsparteien, wahvend Oberlehrer Diehl als Parteiloser sprach. Der V.rxrmmlungÄeiter Wcikh- Gietzen versuchte m sachlick)er Weise die Aus- füimingen des Ostgerrvedners in etwa einstündiger Gegenrede zu widerst gen. Um 1/2? Uhr wurde nach einem Schlußworte des Herrn Mohr die Versammlung geschlossen. -m. Villrügen, 30. Mai. Eine von rr»id 150 Personen besuchte Versammlung der demokratischen Partei fand im.Saale des Gastwirts Strack statt. Nach Eröffnung der Versammlung durch Henm Lshrer Schmidt beleuchtete Herr We ith-Gießen in einer IVsftündrgen Rede dre politische Lage, sowie den Kapp-Putsch > mrd seine Folgen. Die Versammlung spendete lebhaften Verfall. Da Ge? enrebner nicht auftraten, wurde nach weiteren Aus ührungen des Herrn Aidhr-G-retzeu und dem Schlußwort des Referenten die Versammlung von dem Leiter um IO1/» Uhr geschlossen. fflbtbigung, da der Weg der Gewalt unmoglid) zu besckMiterr sei unb ein dritter Weg sich bis jetzt nicht zeige. Es wurde noch kurz bie Kanrpfesiveife der Gegenparteien berührt. Nach kurzer Aussprach' schloß der Lester bie gut verlaufene Versammlung. Beuern, 30. Mai. Heute nachmittag fand eine Wählerversammluug der Deutschen Bolkspartei statt, die sich eitles guten Besuches zu erfreuen hatte unb in der Landgerichtsrat Schudt redete. Die flaren sachlichen Llusführun- wen des Redners erzielten starker Beifall. Die Diskussionsredner ergänzten z. T. die Ausführungen des Hauptredners, wie anderseits Eimvände von sozialdemokratischer Seite ihre Widerlegung fanden. — Metlds sprach bann in einer mäßig besuchten Bersammlurrg der Deutsch nationalen Partei unb des Hess. Bauernbundes der frühere Abgeordnete Bähr. Seine totihmter unklaren Ausführmrgen b-rachten gcgeir- über der Rede des Landgerichtsrats Sckuidt nichts Wesenlliches. — Am Samstagabend hielt die Sozialdemokratische Partei eine Wählerversammlung ab>, in der Geschäftsführer M 00 s- d 0 r f (Gießen) sprach. Bon deutschnationaler Seite wurde durch Dr. Ehrhardt dagegen gesprochen. -. Grebenhain, 31. Mai. Um verflossenen Samstag nachmittag fand hier in der Wirtschaft zum Darmstädter Hof eine gut besuchte Wahlversammlung der Deutschnationalen Volksvar t e i statt, in welcher Parteisekretär Lenz aus Friedberg und Bürgermeister Jost-Bermuthshain als Redner für ihre Partei das Wort führten. An demselbeir Abend um 9 Uhr war wieder in dem Saale derselben Wirtschaft eine sozialdemokratische Wahlversammlung anberaumt, in welcher ein Parteiführer aus Offenbach erschienen war. Es waren nur ca. 50—60 Mann anwesend, meistens junge Burschen; die Ausführungen des Redners wurden öfters unterbrochen. Ms er Ludeudorsf als Kriegsverbrecher bezeichnete, wurde ihm von den Anwesenden zugerufen,, wenn er Ludendorff als Verbrecher bezeichne, sei er der größte Lump, der in der Welt hcrumlause. Ta bie Versammlung einen erregten Charakter annahm, schloß er feine Ausführungen und verließ schleunigst den Saal. Gestern nachmittag um 2 Uhr hatte die Deutsche Volkspartei wieder im großen Saale des Karl Fritz III. eine Wahlversammlung anberaumt, welche sich zahlreicher Beteiligung von Frauen und Männern aus der ganzen Umgegend erfreute. Ms Redner waren Professor S ch i a n und Landgerirhtsrat Neuen- Sagen aus Gießen erschienen. Dre Ausführungen dieser beiden Redner fanden lebhaften Beifall und waren oft mit Bravorufen begleitet. Zum Schluß sprach noch Schlosfermeister Schmidt aus Gießen für dieselbe Partei; bie Versammlung währte annähernd 3 Stunden. X Großen-Buseck, 30. Mai. Im Saale von Gastwirt Brück fand am Samstag eine Versammlung der Demokratischen Partei statt. Redner waren bie Herren Lehrer Fischer irnb Hilberg - Dcmbringen. Dem Vorttagc der beibeit folgte eine anregende Aussprache, welchie fick Ibis gegen Uhr hi ?ausz«og. Von der Deutsch- nationalen Bolkspartei sprachen bie Herren Lehrer K l i n g und Staatsamvalt Knaus- Gießen, für die Unabhängigen Schäfer- Großen-Buseck. für die MehcheitssoKialisten Herber t-Großen-Buseck unb Frau Körner- Offenbach. Bei den Aus- führungeit der Frau Körner kam es zu einem stürmischen Austritt, wobei die Römerin am Weiter sprechen verhindert wurde. Vom Bauernbund sprach Landwirt S ch w a l b - Großen-Buseck, welcher auf die landwirtsckMftsfeinbliche Haltung der Temotrateil hinwies. Er wies nach, daß der Freisinn bie heutige Demokratie, stets gegeti alle Forderungen der Landwirtschaft geflämmt hätte. Von dem Bettiebsrätegesetz sprach bann dieser Redner 110cf) ,unb stellte fest, das; bei der Absttmmung über 40 demokratische Abgeordnete gefehlt hätten, die nicht den Mut fanden, an der Absttmmrmg teilzu- neljmen. — Das Schlußwort sprach sodann Lehrer F i sck er- Gießen worauf bann vom Vorsitzenden die Versammlung gefchlos^r wurde. m. Inheiden, 1. Juni. Am Sonntag abend sprachen hier im Saale des Gastwirts Junker in einer gut besuchten Versammlung Lehrer F i s ch e r - Gießen und Reichstagskandidat Hübe r 0 - Daubringeu, namens der Demokratifchcn Hotel Schütz Mittwoch abend pUMn-Gatioozert Anfang 7 Uhr Rat und Hilfe findet Jedermann in allen Angeleaenheiteu, speziell m Straf-, Zivil-, Erbschastö-,Tesiaments- und Ebesacken. Ferner: Anfertigung von Bittgesuchen, von Bormlindschastsrechnungen und sämtlichen sonstigenSchrtflsätzen insbesondere tn Besristungü- u. Gnadensachen, Beitreibung von Forderungen u. n. Btnzu jeder Zeit zu sprechen. A. Pellhammer, Gietzen Friedrichitr. 15 III (in Nähe des Bahnhofes). Verschwieaenheit wird zusefichert. oeaes sich zur Aussprache uiemanb mclbeie, wurde bie Vcnriammlung kurz vor 12 Uhr geschlossen. ** Lauterbach, 1. Juni. In zaUreichen Ortschaften rm er.s K.eifts vLvanslaltcte bie Deutsche Volkspartei in der lebten Woche äußerst stattlich besuchte Versammlungen; in einigen von iljnen sprach Landgerichts rat Neu en Hagen- Gießen, in ctnbm Dr. Lu t j ch- Gießen über bte Leistmrgen unb Bestrebungen du Tein)"cfien Volkspartft unb entwickelten in fachlichen Darlegimgen das gesamte wirt-schtslliche Programm her Partei. Die V.r'ammlungen zeigten, welch großen Anhang die Deutsche Volks- Partei dank ihres Programms auch in unserem Kreise gewonnen hat. + L i ch, 29. Mai, Nachdent am Pfingst- Samstag die Demokratische Partei eine recht gut besuchte Wählerversammluny hatte, in der Präsident Dr. Strecker in sachlichen Ausführungen unter Beifall gesprochen, sprach am Mittwoch in nur schwach besuchter sozialdemokratischer Versammlung Parteisekretär Wittmann und heute aberrd in einer gut besuchten Versammlung der Deutschen V 0 l k s p a r t e i Prof. Dr. Roloff-Gießen. Der Redner blieb in seinen Ausführungen äußerst vornehm unb sachlich, was tn der Aussprache von gegnerischer Seite auch besonders anerkannt wurde. Ausführlich verbreitete sich Dr. Roloff über den Versailler Friedensvertrag, für dessen Revision seine Partei mit allem Nachdruck eintreten werde. Im Brennpunkte d?s Vortrags stand der nationale Gedanke. Es wurde ausgeführt, wir müßten in der Welt die Vorstellung wieder zur Geltung bringen, daß man uns Deutsche noch braucht, das fönne nur geschehen durch Einigkeit der Nation, Stärkung der Staatsautorität und des Einheitsgedankens, sowie durch Arbeit. An Stelle der verlorengegangenen all- gemeinen Wehrpflicht fordert der fRebner bie a l l- gemeine Arbeitspflicht eines jeden Deutschen, um dadurch zur Ertüchtigung unserer Jugend beantragen. Die der allgemeinen Arbeitspflicht zugrunde liegende Idee sei, daß der einzelne erst eine gewisse Zeit in ernster Pflichterfüllung dem Gesamtwohl dienen solle, um dachher erst von der Gesamtheit auch etwas fordern zu können. Der Redner sagte, daß seine Partei im ©egenfab zur Deutschnationalen Volkspattei und Zentrum unitarisch sei unb einen sozialen Charakter trage. Für bie Zukunft hofft Dr. Roloff, daß sich eine Koalition aller Patteien, einschließlich der Mehrheitssozialdemokratie und eine Regierung auf breiter Basis bilde, in der auch alle Beamtenstellen viel leichter nach der Qualität bffetzt werden könnten. Das sei möglich, da seine Partei voll unb ganz auf dem Boden der Verfassung stünde. Seinen polittschen Gegnern wurde der Redner in vornehmer Weise gerecht, vor allem auch Dr. Strecker, von dem er unter dem lebhaften Beifall der Versammlung sagte, er sei ein echter Patriot unb Vaterlandssreund. Die Ausführungen Dr. Roloffs ernteten großen Beifall der Versammlung. In der Diskussion sprach sachlich und versöhnlich Stnd. rer. pol. Meyer (Gießm) vom b'.’nwfratifdjen Standpunkt, dabei die Schwie- rig-fetten schildernd, die der Koalitionsregierung im Wege standen. Die Versammlung wurde von Gettchtssekretär Bvpf ttchig gtieitet. Soweit bös jetzt befaimt, steht für die letzte Woche des Wahlkampfes noch eine Versammlung der USP. und eine der Demokratischen Pattei bevor. Ortenberg, 1. Juni. Am Freitag abend hielt bie Hessische Volkspartei eine öffentliche Wählerversammlung ab, in der an Stelle des verhinderten Redners Dr. Bovenschen Dr. Lenz aus Gießen sprach. Der Redner besprach u. a. das positive Programm feiner Partei. Die Politik müsse nach florer Erkenntnis der Eigenschaften von Menschen unb Welt, wie sie sind, geführt icerben. Es räche sich, daß baß derttsche Bürgertum den berechtigten Forderungen bet aufsteigen- ben Arbeiterschaft nicht beizeiten Rechnung getragen habe. Das berechtige aber die Arbeiterschaft nicht zum Klaffenkampf unb UmstmH, sondern nur zu ehrlichem Kampf, so wie bet Bürger-, der Ritter-, der Bauernstanb mtb andere Stände in der Geschichte einst auch um ihre Anerk.-nnnng hätten kämpfen müssen. Eine Verhöhnung zwischen Arbeit unb Kapital müsse durch Mitbeteiligung des Arbeiters am Gewinn erreicht w-rden. In Ausnutzung des einzig wertvollen Gedankens, den die Revolution gebracht habe, des Rätegedankens, müßten wir zu einem Wittschaftsparlament kommen; hier müsse durch bie Tüchtigsten ein Ausgleich der Interessen zustandekommen. Die Demokratie habe bis jetzt die Tüchtigsten noch nicht obenhin gebracht, sondern bringe sie höchstens zur Abwanderung. Durch die Wahlmonarchce müsse eine Spitze Partei und bereu bisherige Tätigkeit. Lehrer Fischer berJjct.: be i Zusammenbruch 1918 ün^ sprach über bie Möglichkeit der Aenderung des Friedensver- trageS. Der Leiter dec Versammlung, L.^ rer Sommer hier, versuchte an Hand zahlreicher Beispiele bie Ausführungen des Vorredners bezüglich oer Ursachen des Zusammenbruchs zu bekräftigen. Die Zuhörer zollten reichen Beifall. Da ®^3eZ£er9wea87. 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Für das Einträgen des Brennstoffs 'Df.'" der Straße in den Keller —.35 ,, 3. . i Lieferung in Säcken oder Körben bis zu Höchstmengen von 15 Zentnern ab Eisenbahnwagen in den Keller ...........—-60 „ yniTt iLro-i pranma^rg ueirrvucii unm t. xaimu» । v beeren^sLw^Mk'Kirsche'n b Mk. und ten Fehlgriff, Vernachlässigunaenmrd UnM- grüne Stachelbeeren 1,50 Mk das Pfund.«srredenlxrt. Diese: nnertraglrchen Zu,tandc,svü> das Bekanntmachung. IN unser Handelsregister Abt. A wurde heute eingetragen die Firma Johannes Schneller & Co., Gießen. Gesellschafter sind: Johannes Schneller, geb. Deichharit, dessen Ehefrau daselbst. Die offene Handelsgesellschaft hat am 1. Januar 1919 begonnen. Angegebener Geschäftszweig: Rohprodukten engros. Dem Arnold Deibel in Großen-Linden ist Prokura erteilt. 5939B Gießen, den 21. Mai 1920. Hessisches Amtsgericht. Handel. x Berlin, 31. Mai. Börsen stimm ungs- Vild. Bei Eröffnung waren die wickstigsten ^lus- landsdevisen erneut stark angeboten und teilweise stark nack>gebend. Dies veranlaßte zusomryen mit der durch das Putschgerede geschaffenen Unsicherheit wiederum teils freiwillige, teils durch die Aufzehrung des Einsckmsses erzwungene Glattstel- tungen, die bei der allgemeinen an der Börse obwaltenden Unsicherheit, Unlust und Zurückhaltimg zu Rückgängen, in der Regel bis zu 10 auch 15 Prozent bei Deutsch-Uebersee, Westeregeln,, Steaua Rotnana, Otavi urid anderen Petroleum- und Ko- lo-nialwerten von 30 bis 75 Prozent führten. Höher lagen lediglich Argo, Siemens u. Halske notiert. Der Bankaktienmarkt war wiederum widerstandsfähiger, bei festverzinslichen Wertnr waren die Kursveränderungen unerheblich, nur Mexikaner und Türtenlose lagen wesentlich niedriger. Hervorzuheben ist, oaß die erneute L>enkung des Kursstandes sich wiederum in aller Ruhe vollzog und daß bei anhaltenden Scfrvan klingen, später bei verschiedenen Werten gegenüber den niedrigsten Tageskursen eine Besserung eintrat. Infolge einer widerstandsfähigeren Haltung der Einheitskurse des Jndustriemarktes als erwartet, sowie infolge der Beendigung der großen Zwangsverkäufe schloß die Börse nahezu allgemein zu weiter erhalten Kursen. Frankfurt a. SOL, 31. Mai. Borse n- stimmungsbild. An der Abendbörse vermvcAe eine bessere Haltung durc^ndringen. Im freien Verkehr konnten sich zunächst Deutsche Petroleum befestigen 538—545, ferner stellten sich Deutsche WWfe W Renn- n. ßeizWU. Auf Grund des Gesetzes betreffend Höchstpreis vom 4. August 1914 und der Bekanntmachung über die Aeirderung des Gesetzes über Höchstpreise vom 23. März 1916 bestimme ich unter Aufhebung der seitherigen Höchstpreise für Heiz- und Brennstoffe. Der Preis für den Zentner darf nicht überfteiqen: bei Fettstückkohlen 17.80 Mk., ,, Fettnußkohlen 18.10 „ Fettkohlen, melierte 16.70 „ Eßnuß (Halbmagerkohlen) 19.80 „ Aitthrazit 22.— „ Eiform- und Steinbohlenbriketts 26.50 „ sehen etwas zu leid ctim. Raubüberfall auf einen Postzug. London, 31. Mai. (WTB.) Reuter. Bewaffnete und maskierte Räuber griffen den Yorker P o st z u g in der Nähe von Bantry an, raubten die Postsäcke und entkamen unerfannt. Ucberschwemnmngsunglück. Bonbon, 31. Mai. (WTB.) Bei schwerem Sturm und Regen durchbrach in Louth (Lin- cvlnfhire) ein Kanaldamm. Das Wasser ergoß sich in die Stadt. Eine Anzahl Häuser wurden zerstört. Bisher wurden 50 Leichen geborgen.' lJn einem Teil der Auslage wiederholt.) Französische Uebergriffe in Oberschlesien. Beuthen, 31. Mai. (WTB.) Gestern vormittag hielten die Franzosen am Ring die elektrische Straßenbahn an und rissen den im Wagen befindlichen amerikanischen Staatsangehörigen Heide, der zur Zeit in Oberschlesien Vorträge über Amerika hält, heraus. Während die Franzosen vor dem Hotel Lomnitz mit Heide verhandelten, fiel von der französischen Wache im Lom- nitz-Hotel plötzlich ein Schuß, durch den Heide in das Herz getroffen und getötet wurde. Trotzdem die Erregung unter der Bevöwkerung Datum: Amsterdam - Rotterb. : Brüssel-Antwerpen . sshristiania Kopenhagen Stockholm Helsingfors Italien London New-Park .... . Paris Schweiz Spanien ...... Wien (altes) .... Deutsch'Oesterr. abg. Prag........ Budapest ..... Bulgarien Konstantinopel. . . Bekanntmachung. Mit Rücksicht auf- die derzeitige ausreichende Anlieferung polnischer Kartoffeln wird der Berkaus von Kartoffeln bis auf weiteres sreigegeben. Da Frühkartoffeln nur in geringem Maße angebaut sind, dürfte mit einer Belieferung mit neuen Kartoffeln vor Anfang August nicht zu rechnen sein. Es empfiehlt sich daher, den erforderlichen Bedarf bis zur neuen Ernte möglichst zu decken. Der Verkauf erfolgt mir gegen Vorzeigen der Lebensmittelausweiskarte. G i e ß e n , den 31. Mai 1920. 60728 Ter Oberbürgermeister (Aiebcndmittctant). Bekanntmachung. In uftfer Genossenschaftsvegister wurde heute i hinsichtlich der Firma Spar- und Darlehnskasse, eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht in Langd eingetragen: Die Firma ist geändert in Spar- unb Darlehnskasse, eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftung. Dle Haftsumme beträgt 1000 Mark. Die Höchte Zahl der Geschäftsanteile beträgt: 1., Aus dem Vorstand ist Wilhelm Appel in Langd ausgeschieden und an seine Stelle Reinhard Walther bestellt worden. Durch Beschluß der Generalversammlung vom 23. Februar 1919 und 2. Mai 1920 sind die Bestimmungen über die Firma der Genossenschaft, Rechtsvertzältnffse unb Geschäftsanteile der Genossen §3 1, 14 und 37 des Statuts geänbert. Hungen, den 21. Mai 1920. 6055D Heisiiches Amtsgericht. 4. Bei Abholung von bent Lagerplatz des Kohlenhändlers bis zu Höchftmengen von 15 Zentnern . . —.25 „ 5. Bei ßiefertmg von Mengen von mehr als 15 Zentnern ab Lagerplatz des Kohlenhändlers bis vor das Haus für Kohlen 1.— Mk., für Koks . 1.25 „ 6; Bei Lieferung in Säcken oder Körben bis zu Höchstntengen von 15 Zentnern ab Lagerplatz des Kohlenhändlers bis in den Keller . . . . 1.10 „ Mil schweren Geldstrafen wrrd bestraft wer bte festgesetzten Höchstpreise überschreitet und loer bte Aufforderung ber znstänbigen Behörde zum Verkauf von Brenn- und Reizstoffen, die für Höchstpreise festgesetzt sind, nicht nachkommt. Obenstehende Höchtpreise erhalten rückwirkende Kraft für solche Lieferungen, bte nach dein 3 b. M I n , k „ , Bvrer1 erfolgt fmb unb bet .benen .w^en der noch Nicht ^^^8^88 fc W feststchmden Preise em Z^tsvorbehalt erfolgt tfl K. Luvt. BleMe 1 Är L)lÄitt^rmeister: Ke Her. ! Braunkohlenbriketts (Marke Union) 11.90 * ' 22.40 bürg gesammelt. nie. Frankfurt a. M., 31. Mai. Für den Arbeitspf'erdemarkt am 2. Juni sind eine Anzahl dänischer Pferdehändler mit dänischen Pferden eingetroffen, die sie angesichts der steigenden Marivaluta bertaufen zu können hoffen. oz. Marburg, 31. Mai. Auf bem letzten Wochen markt wurden g*öftere Mengen Eier angeboten und schnell zu 1,50 Mk. ber tatet. Erd- Ter Voranschlag der Gemeinde Rein-, hardshain für 1920 R j. liegt vom Mftt- woch den 2. Juni bis einsctzl. Dienstag den 8. Juni auf unserem Amtszimmer zur Einsichtnahme offen. Innerhalb dieser Frist können bei unS Eiit- wendungen gegen seinen Inhalt schriftlich oder mündlich zu Protokoll vorgebracht werden. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch Der Plan über die Herstellung einer oberirdischen Telegraphenlinie in der Obergaffe in Großen - Linden liegt bei dem Postamt in Gießen von heute ab 4 Wochen aus. 6033 Darmstadt, 30. Mai 1920. Ober«Postdirektion. Fuhren ab Eisenbahnwagen bis vor das Haus des Käufers oder frei Lagerplatz des Kohlenhchrdlers einschl. der Warenumsatzsteuer.. Die Preise für Brenn- und Heizstoffe, dse streckenweise mit dem Schiff und mit der Bahn nach Gießen geleitet werden, erhöhen sich um die Mehrfrachten, die jeweils von dem Brennstoff amt festgestellt werden. Zuschläge dürfen erhoben werden für den Bekanntmachung. In unser Genossenschaftsregister wurde heute bezüglich der Baugenossenschaft 1894, eingetragenen Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht, zu Gießen eingetragen: An Stelle der aus dem Vorstand ausgeschiedenen Mitglieder Christian Haas, Hermann Kirchner unb Jakob Ritsert sind Maschinenmeister Hermann Wölfer zum 1. Rechner, Sparkaffenassistent Peter Ritsert zum 2. Rechner, Stadtbauführer Georg Pairan zum Beisitzer und Obersekretär Carl Allenbörfer in Gießen zum noch sehr stark ist, ist es zu Ausschreitungen bislang mäst gekommen. Die Zuständigkeit von Regierung und Parlament bei Kriegserklärung und Friedens,chluß in Italien. R o m, 31. Mai. (WTB.) Der von der Kammer eingebrachte Gesetzentwurf b e t r. Kriegserklärung und Fr i e d ens sHl u ß besagt: Die Regierung kann keinen Krieg erklären ohne die vorherige Zustimmung der beiden Kammern. Diese Bestimmung betrifft nicht dringende, zur Verteidigung des Landes erforderliche Maß-^ nahmen. Jeder internationale Vertrag oder lieber«: einkunft muß den beiden Kammern vorgelegt wer- beit und, falls es. das Interesse des Staates unb seine Sicherheit erlauben, mit allen Unterlagen belegt sein. Verträge über Bündniffe, Schicbsge- richte, freier Händel und solche, die eine Belastung der Finanzen darstellen, treten erst nach Genehmigung durch die Heiden Kammern in Kraft. Unruhen in Glasgow. Glasgow,31. Mai. (WTB.) Bei einem Tumult wurden hier gestern 6 Polizisten unb eine Anzahl Zivilisten verwundet. 22 Personen wurden verhaftet. Streiks in Kopenhagen. Kopenhagen, 31. Mai. (WTB.) Infolge neuer tirtynfoib rungen ist Mischen ten Zeittrngs- vertegrrn und dem technischen Personal der Zeitungsdruckereiencin Konflikt ans- gebrochen, der zur Folge hatte, baß bis auf toet» iepes ab Montag morgen in Kopenhagen Hirte Zete tu ngen erscheinen. Vön morgen ab werden sämtliche Kellner Kopenhagens in den Ausstantz treten, da ihre Arbeitgeber sich weigern, der For- iDentng ans Abschaffung des gewaltigen BedtenungS- Personals nackMSommen. Ende der Streiks in Spanten. Madrid, 31. Mcri. (WTB.) Mit AuSrivchm« einiger Maurer, die noch streiten, ist bte normale Lage midrr hergestellt Die landwirtschaftlichen Streiks in Jaenf Verez gehen phne Zwischenfall weiter. In Balenzia wurde eine Bo mbenfabrik entdeckt. Man nimmt an, daß die terroristische Kampagne schnell ihrem Ende entgegeng^bt. Eine Erklärung des Frontbundes. Berlin, 30. Mai. (Wolff.) Der Frontbumd sendet uns eine Erklärung KU, worin es heißt: Ter Fvontbund ist.eine rein Wirts cha ft- liche Berufsorganisation und be chöstigt sich nur mit stzialen, intenvm Fragen innerhalb der Reichswehr, nicht mit Politik. Bei dem un-- aufhörlichen Wechsel 'aller Vorgesetzten, bei bem umruterbrochenen Umorganisieren gibt es keine Erdöl auf 670, Südseephosphat 1700, Deutsck^e Kolonial anteile 74OJ, Pomona zirka 7400—7500. Am Montanaktienmarkt tonnten sich u. a. Rhein. Stahlwerke um 3 Proz. auf 288, Phönix Bergbau 10 Proz. 343, Mannesmann 3 Prvz. 295 verbessern. Deutsch-Luxemburg waren ebenfalls zu höherem Kurse gefragt. Rückkäufe führten zur Kurserhöhung ber Schantung-Aktien, iveldye mit 565 4- 24 Pvoz. anqogen. Nordb. Lloyd notierten 159, Hapag 160—159, Chem. Bad. Anilin stellten sich 5 Proz. höher auf 405, Farbwerke 335 + 2 Prvz., Daimler Diotoren zogen 3 Proz. an 204, Elektro Deutsch lieber fee 750, nachbörslich 740, gewannen 30 Proz., Otavi-Anteile 610 + 15 Mk. Der Schluß gestaltete sich ruhig. 5prvz. Goldmexikaner sind 5 Proz. gebessert 300, Metall Bingwerke 238 -ff 3 Proz. Frankfurt a. M., 1. Ium. Bekanntmachnng, In unser Geiwssenschaftsregister wurde heute eingetragen: Riebecksche Arbeits- unb Siedlungs-i Geiwssenschaft, eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht, Gießen. Gegenstand des Unternehmens ist: a) Der Aufbau von BehÄfs- wohnungen aus Holzbaracken, Vermietung und Verwalttmg derselben; b) Uebernahmc von Arbeiten im Braunkohlenbergbmi unb deren Ausführ mrg durch die Gekwssenschaftsmitglieder; c) Ansiedlung ihrer Mitglieder. Die Haftsumme ist auf 1000 Mk. festgesetzt. Zum Vorstände sind bestellt: 1. Willy Meyer, Geschäftsführer zu Gießm; 2. Heinrich Viehmann zu Gießen. Das Statut ist am 8. Ma: 1920 beschlossen. Die Bekanntmachungen der Genossenschaft erfolgen unter der Firma im Gießener Anzeiger. Die Willenserklärungeni des Vorstandes erfolgen durch zwei Mitglieder des Vorstandes. Die Zeichnung geschieht, indem die Zeichnenden zu der Firma der Genossenschaft ihre Namensunterschriften beifügen. Die Einsicht der Liste ber Genossen ist während ber Dienststunden des Berichte Jedem gestattet. Gießen, den 22. Ma, 1920. 60196 ______________Hessisches Amtsgericht. _______ Verdingung. Die Herd- und Ofenlieferung (2 Lose) für den Kleinwohnungsbau in der Mühlstraße, Gruppe IL soll Montag, den 7. Juni 1920, vorm. 10 Uhr Aus yesisn. Zusammenschluß aller landtvirtschaftlichen Organisalionen in Hessen. In Hessen haben sich sämtliche landwirt- chaftlichen Organisationen zu einer Ar- > e i t s g e m e i n s ch a f t zufammengeschlvs- en, der auch die Freie Bauernschaft bei- ;etreten ist, so daß die Arbeitsgemeinschaft eßt die Freie Bauernschaft, den Landwirt- chafilickMt Kreisverein Mainz, den Hessischen Bauernverein, bxn Hessischen dauernbimb und die Landwirtschaftskammer umfaßt. Die Arbeitsgemeinschaft ist abgeschlossen auf den Grundlagen eines gemeinschaftlichen Programms unb einheitlicher Durchführung der landwirtschaftlichen Forderungen und Wünsche der Landwirtschaft. Im Juni findet in Frankfurt a. M. eine Tagung sämtlicher landwirtschaftlichen Organisationen Hessens statt, um als Hguptpunkt ein gemeinschaftlickfos Programm aufzustellen. Die pfälzische Schuhindustrie. Pirmasens, 31. Mai. Vorn Pirmasenser H a n d e l s g r e m i n m irirb uns g-ffch irben: In der letzten Mitgliederversammlung desFabriiüntew- Vereins Pirmasens imtrbe das mit der Arbeiterschaft für den Monat Juni getroffene Ferien- una Erwerbslosen-Abkommen angenommen. Es wurde festgestellt, daß nasezn sämtftche Schuhsabrivm, Groß- und Mittelbetriebe, am i. Juni schließm. Auch die Mitglieder der bevxn aatbem Vereme werden, soweit sie nicht stilttegan, das gleiche tun. Die Schuhsabrikm d r übrigen Pfalz, wie in Speyer und Zneibrücken, sind gl.ichsalls geschlossen. Die über 16- bis 17 000 4lrbeiter der Pirmasenser und die 3- bis 4000 Arbeiter der übrigen Pfälzer Sckichiirdustrie zeigen Verständnis für bte Lage der Schuhindustrie, zumal das Pirnvaen er Rot stand-- abkommen timen einigermaßen ein Exi-enMMl- । mum st'etet. Tie Industrie wartet mm die Klärung der L N ' ab und wird 'erst die Fabrikativn auf- nchmen, »nenn der Bedarf stark einsetzt, also der Verbraucherstreik aufhört. Durch bic)e diachricht sind wohl alle schwindelhaften Mitteilungen, daß 30 000 Arbe'ter entlafen feien, daff die Pirmasenser Schuhindustrie vvllslä..big -uämmeugebrochen sei, daff viele große Betriebe die Z0l)lung-m eingestellt und 4 grobe Fabriken Konkurs gemacht hätten, für hunderte von Millionen Schuh- tvaren verschleudert würden, richtig gestellt. Tie Pirmasenser J-ndnstrie hat bisher im Jnteiessc ber Arbeiter eingeschränkt gearbeitet unb schließt jetzt. Die z iMeise gemeinsame Schlüeffung wird rweisellos eine Besserung und Entspannung der Lage herbei führen. * Rom, 30. Mai. (WB.) Das Amtsblatt oer- öffentlrcht eine Verordnung, nach der ein Dns- schuff einges tzt wird zur Untersuchung ber Machen s cha f ten einiger Aktien geselisch a f t e n, die in der letzten Zeit ihr Stammkapital in unerhörter Weise erhöhten. Tas Schatzamt und das staatliche Balutettmt haben bei einer Untersuchustg über den Val u tahandel festgestellt, d.rff eine Menge Mißbräuche unb Un- gerechttg-eiten borgeBammen sind.unb haben die Schuldigen den Gerichtsbehörden überliefert. Datum: 5*4©entflriegsant 4<7«Deut.Neichsanl. 3°/„Deut.Re'chsanl. 4*/0 Preuh. Konfol» Darmstädter Bank Deutsche Bank. . . Divconto- Gesellsch. Dresdener Bank. . Nationalbank f. D. Mitteld.Creditbank H..Amerik.»Pakctf. ÄorddeutschcrLloyd Boch. Bußstahlwrk. D..Luremb.Bergw. Gelsennirch.Bergw. tzarpener Bergbau Oberschl.Eisenb.-'L Oberschles.Eisenind. Phönix-Brgb.. Akt. Sab.2lnilin-u.5oba Höchster Farbwerk« Ükhir. 21. E. G. . . Schuckert-Werk«. . FeltenLGuilleaum» Daimler Lub.-Eiscnw.-Akt. Ablerwerk« .... 4°/0 Hess. Saatsanl. Electron Griesheim Marluotiernngen. Datum: —. — — , — —, — e8rf5 79,75 —. — —— - E» 74,70 74,70 — . — - <■ | ■ » 64,10 63,60 —. — 74,9Q 74,40 — -- . -- 155,- 153,50 —. — 266,50 262,50 —— e — 192,- 195,- 194,- —. — 164,- 164,50 — . — —. — 141,- 144,- — 1 155,- 156,- 155,- — . — 162,25 159,- — . —e 162,25 159,50 — . — 232,- 228,- —- , — 255,- 250,25 — . - -r 263,- 265,- -1- — 244,- 243,- ~ 174,- 176,- — . — 212,- 214,50 343,- 345,- 339,- 405, — 410,25 403,50 335,- 335,- 332,50 — . — 258,50 250,25 —. — — , — —. — 167,- 340,- 358,- 340,- 204,- 204,75 207,75 — - — 245,- 240,- —. — 210,- 215,- f “ — 305,- 299,75 2. Prof. Dr. Ferdinand 3 iv rlhelm Dorsch II., Wölfersheim erner, Butzbach. Deutschnationale (Hessische) Volkspartei. Unser Stimmzettel hat folgendes Kennwort. Einigungsliste der Hessischen Volkspartei und des Hessischen Bauern, bundes und beginnt mit den Namen: 1. Landwirt u. Abg. 3 üml D« iif Smsilitze irr Deilllihei AldSMiIki? Sie bekämpft: xeeoemeeaBSHHBeeeeoeDeeae» 3eöe Diktatur oder Nebenregienmg. Jeden versaffungsbruch und alle Loslösungs- bestrrbungen. Jede Rlaffenherrfchaft u. jeden Klaflenkampf. Alle das Wirtschaftsleben störenden sozialistischen Experimente. Die Proletarifienmg des Mittelstandes, der Beamtenschaft und der Angestellten. Die religionslose Schule. Sie fordert: (Eine starte, vom DottswMen getragene Regierung.______ Die organische Entwicklung zum Einbetts- staatmitweitgekenderSelbstoerwaltung der einzelnen Landschaften.____ Den sozialen Frieden auf Grundlage der Arbeitsgemeinschaft. ________ Die grundsätzliche Beibehaltung des Privateigentums unter Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse der Gesamtheit. Die Erhaltung einer gefunden Mittelschicht, die Möglichkeit des Aufstiegs der Befähigten zu allen Stellen. Frische pro Pfund 6.90 Mk. Rob. Stuhl Aachf. Neustadt 21/23. Frisch eingetroffen M SklWerker hiHs Spargel täeüct irisch gestochen, empfiehlt zu billigsten Tagespreisen «« W. Hanke! Neuen Baue 7. Tel. G12 EDft Industrie sucht Ideen u Erfindungen rfinder I erhaben Anregung nun Erfinden In unserer Broschüre kostenlos Pigott & Hübscher Breslau 5/8 Mt «MBkIomIoii Zur Abwehr der antisemitischen Angriffe wirb Herr Dr. Jacob, Dortmund am Dienstag den 1. Juni, abends 8 Uhr. int „Einhorn" über das Thema jMumunftMlntioiT sprechen. Zugehörige aller Parteien und Konfessionen sind freunbl. eingeladen. An die Deutschnationale Dolkspartei, insbesondere an Herrn Dr. Werner, ist eine spezielle Einladung ergangen. Der gentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (Ortsgruppe Bietzen). ______SV Freie Aussprache! W MA FinanzminUter a. D. Dr. Becker Mitglied der Nationalversammlung Jede ins Schädliche ausgedehnte Zwangswirtschaft. Die politische und wirtschaftliche Erdrosselung Deutschlands. Zreie Erziehung auf christlicher Grundlage. Den solgericht. Abbau der Zwangswirtschaft. Die Revision der unerfüllbaren Friedens verttages von Versailles. Weinindieveutfchevolkspartei! Ihre Kandtdatenliste in Heften: sonv Dr. Johann Decker, Finanzminister a. D., Darmstadt Christian Schmitt, Landwirt, Guntersblum D. Dr.Martin Schian, UniversitätSprofeffor, Gießen Frau Else Vierau, Mitglied des Heff. Landtags, Darmstadt Fatob Steffa« XI., Fabrikaufseher, Lampertheim Jean Rempel, Tapeziermeister, Worms August Dollinger, Lehrer, Ober-Gleen, Kreis Alsfeld Georg Weber VII l„ Landwirt, Gr.-Umstadt Johanne» Huff, Eisenbahn-Obersekretär, Nierstein a. Rh. Frau Karoliue Krafft-Schramm, Offenbach am Main Christian Scholz, Fabrikant, Mainz Heinrich Schudt, Müller und Landwirt, Görbelheim, Kr. Friedberg. Hindenburg" Der Vorstand. 5921c Aktiva. 1 648 884.46 Passiva. Kapitaleinlagen 1 592 097.94 Einnahmen Platzgeld« Ausgaben 6017 Der Borstonb imvSi Kreiling, Direktor. ® or r, Kontrolleur. 159.82 36 844.64 15 352 89 5 429.17 Kartenverkauf Tombola Jl 43 827.43 Dolkmann, Rechner. KMmMSeOeWm.SH.S Blimii am 31. Dntmuet im eeei Kaffenbeftand. Musik LicbtaMaae MckeiMöhue, DonaerStag bc* 3. 9u*i 1920 vor«. 11 Ubr vrrsteigere ich zwangsweise gegen Barzahlung auf der Bleiche hinter der Edelweiß- Wäscherei (Schützeuftratze) dahier 4 nette eiserne Wagenachsen (Gewicht 43 kg) nnb etwa 170 Ztr. Tannenstockholz. Besprechung und Organisationssragen der Reichstagswahl. Erscheinen aller Mitglieder des Vereins und der Äusendgruvpe ist dringend erforderlich. Die tm voraus erhobenen Zinsen von Güterschillingen...... Das Mitgliedergnthaben..... Der Reservefonds....... Reingewinn......... 1 648 884.46 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1918 . 237 in 1919 ginge« zu ... ....... g in 1919 gingen ab.......... n Daher Stand Ende 1919........ U 333.— 5 083.— 17 000.— 44 219— Abrechnung des Wohltätigkeitsfestes des Reichsbuudes der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und chem. Kriegsteilnehmer, Ortsgruppe Gießen. Buveau, Nrustadt 29, nrmben Die Abrechnung liegt 8 Tag« auf dem Buovau offen. Die Mitglieder der Orts-, Frauen- und Iugendgruppe werden gebeten, sich am Donnerstag den 3. Juni 8 Uhr abends im „Postkeller" zu einer Besprechung über die zu leistende NXchIWe einzufinden. (0OW) Der Vorstand. Drucks, BerLopmgS- gegenstünde nfw. . 596 522.20 . 517 133.24 . 367 343. r- . 119 053.90 4 844.69 160.- Ausgeliehene Kapitalien: An Hypotheken . . . „ Vorschüssen . . . „ Wertpapieren . . „ Güterkaufgeldern . „ fälligen Zinse« . ,, Mobilien.... Der Renwerdienst non 17 000 Mk nnirtc wie folgt verteilt: Je 7500 Mk. an bie beiden Unter» stttzungelassen deS Vereins, 1000 Mk. für baS Bureau, 1000 Mk. für Fonds für noch ausstehende Rechnungen. Kriegshinterbliebene und LrieaSbeschLngte einer Ortsgruppe wollen sich schriftlich cm bas rsteigerung bestimm! Faaker, Äertchisvollzieher. Vlockstr 4 29565.— 8 890 — 1515.— 549 — 3 600.- 44 219.— * 5 464.50 2 338.50 Om wAt ! Am Dienstag, dem 1.Juni, abends 8 Uhr, IVU im Saale bei Gasthof» „Hindenburg" UWM-WMNW SeesWe heute wieder eingetroffen zu billigsten Preisen. C. G. 8le!MkW Babubosstrane 59. Telephon 66. lMa Zement auf Luger 5554 , Gebr. Kahl. An- u. Bertauf von Möbeln, Antiquitäten, sowteUebernahme ganzer Eiurschtuugea. 15 LouisNothenberger 22 Neuen weg 22. Tel. 176. Kakao l feinste Qualität, garant. rein, das Pfund 24 Mk., bei 5 Pfund. 23 „ SelorLriesch. selterswegro Buchenholz waggonweise sehrprels- wert. Otto Loituch, Bahnhofstraße 76, 09508 Telephon 2017. Mehrere taufend starke Tickwurz-, Not- und Weißkraut-Pstauzen gibt billig ab [**” Robbeimer Str. 68 p. Sichere WN-Ml« im Herzen d. Industrie. Alpengras J süddeutsches, gute trockene vorfähr. Ware, in jeder Menge abzugeben. Be- darsangabe erbet. ®fen- Möbelfabrik Sahl in Tollr. | Vereine | 0.1.1 vkKgNM Gießen. Mo raren Mittwoch, abends 8'/« Nbr: 8ciißsstlilbc Zihusz Hotel Köhler. eoe Alle Lehrlinge werden gleichfalls frdl. etngelad. zu verkaufen. Erforderl. 5—10000 Mk. Anzahlung. F. Enders & Co. Hamborn 6 ovro, Bezirk Düffeldors. spricht am Donnerstag den 3.9uni, abends 8 Uhr, im »Caf6 Leib« über: Das deutsche Volk und die Reichstagswahlen. Hile ITlflnner und Frauen Und zu zahlreichem Betuch herz- lickst eingeladen. ooeac DeutfdieVoIksparteL Veutschnationak Volkpartei Erklärung! Gestern (Montag) nachmittag 3 Uhr erhielten wir durch die Post nachstehendes Schreiben: Gießen, den 31. Mai 1920. An das Wahlburea« der Deutschnationalen Volkspartei, Gießen. Hierdurch teilen wir Ihnen höflichst mit, daß morgen Dienstag, den 1. Juni, abends 8 Uhr, im Hotel Einhorn Herr Dr. Jacob aus Dortmund über das Thema : „Judentum und Revolution" sprechen wird. Wir laden hierdurch Ihre Partei und besonders deren Führer Herrn Prof. Dr. Werner ein, um Gelegenheit zu geben, die vielen Anschuldigungen, die von Ihrer Partei in letzter Zeit gegen die Juden erhoben wurden, zu wiederholen und zu beweisen. Wir bitten Sie, Herrn Dr. Werner rechtzeitig zu verständigen. Hochachtungsvoll Der Zentralverein deutscher Staatsbürger jüdische« Glaubens. Ortsgruppe Gießen. I. A.: (Unterschrift unleserlich). Da Herr Pros. Dr. Werner durch bereits angesagte Wähler- Versammlungen in der Provinz Starkenburg nicht abkömmlich ist, kann er vorstehender Aufforderung, zumal sie so spät kommt, nicht Folge leisten. Im übrigen ist die Stellung der Deutschnationalen Volkspartei zur Judenfrage im Parteiprogramm festgelegt, überdies auch in der von der hies. Ottsgruppe letzthin veranstalteten öffentlichen Versammlung von dem Haupt-Geschäftsführer der Partei, Herrn Lindeiner-Wildau, in unzweideutiger Weise erörtert worden. Wir müssen es daher ablehnen, uns an der heutigen Versammlung tm Hotel Einhorn zu beteiligen, umsomehr, da wir durch die uns weit wichtiger erscheinenden Wahlvorbereitungen vollständig in Anspruch genommen sind. Gießen, den 1. Juni 1920. Das Wahlbureau der Deutschuationaleu Volk-Partei: 6062C I- Au Kling. NB.Sinm gleichem Sinne gehaltenes Schreiben ging auch dem Zentralverein deutscher Staatsbürger jüd. Glaubens, Ortsgr. Gießen, zu. 4* Vruchleidende Mein Gürtelbrnchband .@xtrabrfe. Mei« lannjäbriner Berireicr ist wieder mit Mustern anwesend in ®ew Samstag. 5.Zvis. 8-2Br.OifMgei5 omeiam e. Logisch,Stuttgart Tchwadstrade Sbe. 5996A Telephon 1332. Untertaillen in verschiedenen Ausführungen und Preislagen von an. (5782c VW« $H6 Homo«.