Bifabrik 1 iung und alt nannte n »«“ iÄr™h I Ijsa* ' » HF I ML | L1*6 hdt, ' •? ooo !0000 5000 »pÄÄ ftpias Sturmer, »»heim, 0 7 i| r Straßburg'1. £ 6 .r?ev«k»nf. __sollen. »i»a or. ad. 100,0.) pfen, Katarrhe, thaffnng.Jeder Zu beziehen wge Herstellen r & Co. 3. 1111A iab :9, Telephon 411 ihtungen uch. Mhv > iß uno ijuuuui = .djneibearbeiten - Ort und Stelle, - la^meiiteilen, ■ Bronze und 1 von autogen - -it übernommen E iitrn jeder Art - uw« MW «*!• Vsr 5Ä* W be$J”t Uflri* oetheS.^"'urkund -ÄKSs SZiKZ ^Äne eigene" s KLtz'S «- -ZKLK KsLi' W? W 8S6S»^ äi”,”lflü»'r.®geii'r L-S-s^ Nr. 51 Set Siehener erscheint täglich, außer Eonn- und Feiert/gS. Sezug5preis: Monatlich Mk. 2.30, viertel jährlich Mk. 6 SO einichlieblichde-Bestellgelds: durch die Bost oierteljäbrlich tDlf. 6.— ausschließlich kettellqeld. Fernsprech - Anschlüsse: sürdlevchrsttl«,tungt12 Berlag.GeschäftsstelleSl AnschristfürTradtnach- richten: 2uzeiger-letze». postschecNoul»: . rcnhirt a. M. U686 Erstes Blatt 170. Jahrgang Montag, 1. März 1920 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gderhesien ZwiMnzrnm-druck «.Verlag: Srühi'sche Univ.-Such- u. Steindruckerei R.Lange. Zchristleitung, Seschastsstelle u.Druckerei: Zchnlstr.7. Annahme von Anzeigen s. die Lagesnununer oiS zum Dlnchmiitaq vorher ohne iedclxrdindlichkeit. Preis für 1 mm hi»he für Anzeigenv 34mmBrette Örih-o 25 ßi, nnSivärtS 30 Pi.; für Hierinme- Anzeigei» von 70 mm Breite 9t) Pf. Bei Platz- vorichri'>20' Autsctrtag. Hauvtschri'tteiter-. ?hig. Goeg. Verantwortlich für Polit l: 'Jing. (Woelj; für den übrigen Zeil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: ö. Beck, sämtlich in (Sieben. Verfolgung der Nriegsverbrechen. Berlin, 29. Febr. (Wolff.) Der Näkio- nalversarnrnlung ging ein Gen'Lentwurs jur Ergänzung des Gesetzes über die Verfolgung b er Kriegsverbrecher vom 18. Dezember zu. Darnach hat der Oberreichsanwalt, wenn er kernen genügenben Anlaß zur Erhebung einer öffentlichen Klage sieht, die Akten dem Reichsgericht mit einem Antrag auf Einstellung des Verfahrens borv.ileqen. Ter Strafsenat hat einen zustimmenden BesckKuß tatsächlich und reckstlich zu begründen L'lmt der Strafsenat den Antrag ab, so har er deutsche Maschinenbau, der durchaus nicht vertraM- uittreu werden, vielmehr s-nne Lieferungsverpflich- sprache kam eine starke Verärgerung der Hollan- ber darüber zum Ausdruck, daß deutsche Lieferer, zum Teil unter Berufung aus die Vertveigerung der Ausführbeivilligung, sich geweigert hatten, Bestellungen, die feit Anfang oder Mitte 1919 lausen, auszuführen oder an die Ausführung erhebliche Rückforderungen strupften. Tie SSoHänfcer forderten, die deutsche Regierung solle die dbusfuhrüber- wachungssvellen anweisen, die mit den holländischen Abnehmern al»geschienen Preise aujuerfernten und tie Ausfuhr zu diesen Preisen zu genehmigen; außerdem s»lle sie die Lieferer zur Lieferung zu den vereinbarden Preisen anhalten. Demgegenüber nnrrbe unter eingehender Darlegung der wirtschaftlichen BerhÄtnisse, t*e zur Wiedereinführung der Ausfuhrüberwachung in Deutschland geführt hatten, betont, daß die deutsche Regierung in der von Holland gewünschten Weile in vniNite Verträge nicht erngrnvn könne. Wenn deutsche Lieferer di: Be^tvigerung der Ausfuhr zu Unrecht verschütten, würden nrber die d^nttsche Regierung nach die deutschm Gerichte tric Lieferer schützen Auch seien di' Ausfubrubtr- wachungs stellen wieder HK t angewiesen worden, die Ausfuhr nur dann zu verweigern, wenn eine Verschleuderung dcutscken Gutes turliege. Nir die besonderen Verliältnisse des Maschinenbaues wurde dargelegt, daß die unübersehbaren Rohstoff- und Lohttsteigerungen bi? verarbeitende Industrie in Den schlmtt» in eine «oßerst schwierige Lage brachten, so daß die Ausführung älterer Verträge unter Umständen selbst a ngesehene Firmen in ihrem Bev»nd gefährden dönnre Durch den Friedensvertrag sei die deutsche Eisenitrdnstrie mrf den Bezug ausländischer Erze angewiesen und iuf»lge der Entwertung der Mark zu stckr erbeb» lichen Preissteigrnmgen gejv «n en E drohe da e, wenn bei den Preisen der Ansfuirgiuer uieien ge- eiferten Einfuhrpreisen nicht Rechnrarg getragen :verde, her deutschen BoliswirNchaft als ganzer in so gewaltiger Verlust, daß die auch im Aus- 'andsinteresse notwetchig'.' Geimrdmig der bautidxm Valuta in Frage gestellt sei. Ter verarbeitenden Industrie brete sich keine Möglichkeit, sich nach Maßgabe der älteren Aufträge mit Rohstoffen 'i:rjubee Grenze Temsd>- lands unnötige Waren in großen Mengen gegen Zahlung in Mark nach Deutschland emgesülM werden, während die unentbehr.id)sten Bedürfnisse Deutschlands an Lebensmitteln und Klci- bung mangels Tevisen nicht gedeckt tver- den können. Durch die damit verbundene Zerrüttung unserer B-.ünta ivird nicht allein Tcut d>- land, sondern es werden sehr beträchtlich auch ixe Länder gesch»dgt, beii^t Teutschland Lei tung ?n aus dem Frsedensverteag schuldet. Tie Leiünngs- Fähigkeit Deutschlands wird mit dem Sinken deut- icher Wälirung und mit der Unmög^i ck.it, durch eine genügende Ernährung und Bekl'idung die Arbeitskraft der iBCröIkrung zu Ijeben, immr geringer. Solche Güt.r, irren Deutschland dringend bedarf, werden ardge;'ü£ht u»t> ixue ?m zum groijjc.i Teil e-ttbekr i1 e W..ren inge ührt, während die deutsd>e Regierung verhrn -ert wird, dagegen einzuschreiten. Die Note bittet dringend um einen bo Origen Entschluß der alliierten und ^soziierten Mächte, durch den die Verfügungen der Truppenbefelelsi^ober über dx? Aufh?»u?'g der Ein- und Ausful/rbesrimmungen außer Krast gesetzt werden. Lieferverträge mit Holland 6nb drohende Verschleuderung deutschen Gutes. B e rl in, 29. Febr. (Wolff.) Auf Einladung des Bundes der MetaNindustriellen Hollands fand am 27. Februar im Haag unter dem Vorsitz von Dr. Stork-Hengelo eine Verhandlung statt, an der aus Deutschland Vertreter des Auswärtigen Amtes und Vertreter des Vereins deutscher Maschinenbauanstalten teilnahmen. Zweck der Besprechungen war die Erörterung der .bei der Durchführung älterer deutscher Lieferverträge sich ergebenden Schwierigkeiten. Vertreter des holländischen Außenl>andels.rmtes und der deutsck-en Gesandtschaft waren als Gäste zugegen. In mehrstündiger Aus- den war, die zu der Schwere der Tat in einem offenbaren Mißverhältnis stcht. Die Wiederaufnahme der Verfolgung tritt ein, falls der Beschul - bigtr hinreichend verdächtigt ist, auch dann, wenn das frühere Verfahren durch einen nicht mehr an fechtbaren Besckstuß hienbet wurde. Paris, 29. Febr. (Wolff.) Reuter. Die Alliierten stimmten zu, daß dem deutschen Gerichts hvf gestattet wird, eine Einzahl ausgewähltei Kriegs Verbrecher als Probefälle abzuurteilen. Es wurde beschlossen, Deutschlcurd eine Liste von 4G Namen zu übermitteln Wenn das Probeverfahren gehörig durck)geführt werden wird, wird die Liste von 800 Kriegsverbrechern möglicherweise drastisch vermindert. örthmann-hollweg über die siedens- Möglichkeiten im Zrühjahr lOtf. Berlin, 29. Febr. (Wvlff.) Bethmanw Holl weg veröfteiMicht in bet „Deutschen All meinen 3ettung" einen Beitrag zu den Erörterungen über die Friedensmöglichkeiten im Frühjahr 1917. Ten Hanplpuntt, woraus Bethmaim feine Anschauungen stützt, daß solckfc Möglichkeiten tatsächlich Vorlagen, bildet eine Unterredung, bie er am 26. Juni mit dem päpstlichen Nuntius P a c c e l l i hatte Bethmann sagt tt. a.: Mit dem Auftrage, dem Kaiser im Großen Haupt- quartier einen Brief des Papstes zu überbringen, suchte mich Pacoelli am 26. Ium in Berlin auf. Ter Nuntius legte mir bei dieser Gelegenheit eine Reihe best-unmt gefaßver Fragen übzr unsere KriegK- ziele und Friedensbedingungen vor. Aus der Art der Fragestellung gewann ich später den bestätigten (Ärrdruck, daß es sich um etwas anderes als eine unverlrindliche Konversation handele, daß der Nuntius sich vielmehr eines genau formulierten Auftrages entledigte. Ich beantwortete die einzelnen Fragen des Nuntius dahin, daß wir zu Rüstungsbeschränkungen im Falle der AllseüigLit durchaus bereit seien und baß wir grundsätzlich internationalen Schieds gerieten zustimmten. Bezüglich Belgienser- nriberte ich, daß wir seine volle Unabhängigkeit wiederher ft eilen würden, doch dürfe Belgien nicht politisch, militärisch und finanziell unter die Herrschaft Englands und Frankreichs geraten. Mit Frankreich werde sich unter der Form gewisser gegenseitiger Grenzberichti- g u n g e n ein Weg der Einigung bezüglich E l I a tz- LothringenS finden lassen. Am 29. Juni wurde der Nuntius im großen Hauptquartier vom Kaiser empfangen. Der Kaiser erkannte bei der UntenÄrirng die besondere Eignung und das bc sondere Interesse der katholischen Kirche als Frie- densvermittlerrn an. Tie MöglichLeft, ernsthaft über den Frieden zu reden, dürfe nicht durch iric Sozialdenrokratie, sondern müsse durch den Papft herbeigeführt werden. Ties, sv schließt Bethmann, war der Verlauf, den die Sendung des Nuntius genommen hat. Wenige Tage darauf wurde ich zum Rücktritt genötigt. Auf die weitere Entwuk- lung der Tinge hatte ich deshalb keinen Einfluß mehr. Die Erklärung des Herrn v. Bethmann- Hollweg kommt ziemlich überraschend, und man fragt sich, warum denn immer noch wichtige Tatsachen zur Beurteilung der deut- fd^en Kriegs- und Friedenspolitik bisher zu- rückgchalten worden sind. Freilich trägt die neue Feststellung des früheren Reichskanzlers gerade im Anschluß an bte Enthilllungen des Errberger Prozesses sehr viel zur Klärung und Berick-tigung falscher Ansichten bei. Es steht jetzt fest, daß Herr Erzberger ein Führer der damaligen Opposition war und als solcher in seinen Handlungen fast ausschließlich nach Wiener Interessen fragte, während er von den wichtigsten Umständen in der amtlichen deutschen Politik, von denen er vielleicht nicht ganz unterrichtet war, sich nicht beeinflussen ließ. Das kann man Herrn von Bethmann-Hollweg übriaens nicht verdenken, daß er dem redseltgen Abgeordneten, der sich lange vor dem Kanzler nicht mehr hatte blicken lassen, sogleich über alle Konferenzen, die er hatte, Mitteilung machte. Herr Erz- berger besaß ja keinerlei Verantwvrtungs- lasten. Die neue .Erklärung des Herrn v. Beth- lnann-Hollweg unterstreicht aber noch einmal mit schweirm Striche die üble Wirkung der durch Erzbcrger damals erzeugten Panikstimmung. Im Juni bestand noch die Hoffnung aus ~ einen friedlichen Ausgleich; wenige Wochen später hatte Matthias Erzberger die Segel der Feinde wieder mit frischem Winde gefüllt. Die Minister der Entente sagten sich, wie in der „Times" zu lesen stand, daß es jetzt gar keinen Zweck mehr habe, mit Deutschland, bas am Ende seiner Widerstandskraft angelangt sei, noch zu verhandeln. Im Sommer des Jachtes 1917 ist also von deutscher Seite durchaus keine kluge urrd weitblickende Verständigungspolitik getrieben worden, sv laut und lebhaft auch das Friedenswon in der öffentlichen Diskussion umhergefchleudert wurde. j Die Holländer erfamihm bte schwierigen Ver hältnisse an. in benen sich bie deutschen Maschinen fabrifm zurzeit befinden uirb waren zum großen Teil nickt abgeneigt, burch Abänberung der Verträge diesem Umstande Rechirung zu tragen. Sie verlangten allerdings eine 3u|'id)erung dahm gehend, daß sdlche Abniachmtgen nicht später erneut durch die Lieferer unter Hinweis auf die Verweigc vung der Ausfuhrbewilligung in Frage gefLcHt würden. Demgegenüber wurde von beutid>cr Seite erflärt, daß bei einer Vereinbarung, die zwisckien Lieferern und Bestellern unter Mitwirkung der Zentralstelle für die Ausfuhrbewilligung in der 'jJtaidjhienmjbümrie zustande tänue, die Ausiulp. bävilligung sicher zu enuarten sei. Die neueste Note Wilsons. Varis, 28. Feb-r s und der Vereinigten Staaten zu unterwerfen. Präsident Wiisvn erklärt sid) entschieden gegen eine Tei.ung Alba niens i 1 drei Teilen, selbst weim eine loldje Teilung Jugo-Slawien befrie- bigen sollte. Schließlich nerlxirrt der Präsident auf seiner Ansicht, daß der Geheimvertrag v 0 n L 0 n d 0 n jetzt n i ch t in Anwendung gebrackft werden könne. Da die Lage mit Rücksicht auf die Mackste, bie diesen Verrrag abgeschlossen haben, durch dir Erei-qnisse des Krieses völlig verändert laoruen fei. llebrigend hielten auch die intcreiiirrten Staaten dafür, daß die Bestimmungen dieses Vertrages den gegenwärtigen Umständen nicht mehr entsprechen. Paris, 28. Febr. lWvlff.) Das „Echo^de Paris" meldet aus W a s h i it g t v n Vvm 25. Februar : Die Ernennung Colbys 3um Staats- fefretär rief im Senat Opposition hervor, da num ihn nicht für qualiftziert halte, einen derartigen Posten auszufüllen. — Weiter wird gemeldet: Präsident Wilson hat Charles Crane zum amerikanischen Botschafter in Peking ernannt. * Der Streik in Frankreich. Paris, 29. Febr. (WTB.) Tas Bild, das die Lage am Sonntag mittag bot, hat sich im Laufe des Tages nicht geändert. Zwischenfälle während des Sonntags mürben nicht gemeldet. Tie Versammlungen in Pmlls sind ruhig »erlaufen. Gegen den Genossen Midol wurde ein Haftbefehl erlassen wegen Aufforderung des Militärs zum Ungehorsam, ferner wurde Louis Baftin, der in dem Platze Libertaire einen Appell an die Rekruten des Jahrganges 1920 veröffentlichte, verhaftet. Paris, 1. Mär». (WTB.) Die verschiedenen 9?achrichte7i aus dem Lande geben zu erkennen, daß der Aufforderung zum General streik sehr wenig nachgrlvmmen wird. Ti eWiederaufnahme der Arbeit ist in den einzelnen Orten sehr häufig. Tie Gleisarbeüer von Brest erttärten, _ am Streik mcht teilnehmen zu wollen. Tie Arsenalarbeiter lehnen jede Solidaruckt mit den Streikenden ab. In Agen und Perigueux ist der Streik fast allgemein. Auf der Cftbaljn herrscht keine Unruhe. In Nantes holder größte Teil der Arbeiter die Arbeit niedergelegt. Tie Verallgemeinerung der Streikbewegung dürfte jedoch schwierig sein schon infolge des Zögerns der Arbeiter und der stellenweise Wiederaufnahme der Arbeit. St. Etienne, 1. OTärj. (WTB.) Tie Lage ist ohne Veränderung. Tie Gesellschaft gibt eine Note folgenden Inhalts heraus: Tie gegentoärtiqen Schwierigketten, welche dem Lande durch den Eisen- bahncrsrreik gemacht werden, veranlassen die S ch L- I er der Bergwerksschule in St. Etienne, freiwillig dem $5aterlaube in seiner Not zur Hilfe zu eilen. Ungefähr 100 junge Leute stellen sich in den T«nst der Paris—Lyon—Mittelmserbcrtzn, um die fehlenden Arbeiter zu ersetzen. Eine Regierungsvorlage über Irland. London, 28. Febr. (Wolft.) Reuter. Die Regierungsvorla^b^ über Irland wurde veröffentlicht. Sre folgt dem von Lloyd George im Parlament am 22. Dezember skizzierten Plane außer dem Gebiet von Nordirland. Der Gesetzentwurf besagt, daß Nordirland aus sechs iwrdöstlichen Grafschaf, ten besteht, während Lloyd George am 25. Dezember sagte, daß es aus diesen Grafschaften mit Ausschluß der überwiegend katholischen Gebietsteile in der Nähe der Grenzlinie und mit Einschluß der überwiegend protestanti- scken Gebietsteile in den angrenzenden Grafschaften ,vvn Südirland bestehen sollte. Die Zahl der irifdjen Vertreter im Parlament soll von 105 auf 42 vermindert werden. Die Wirtschaftslage Italiens. Rom, 28 Febr. (Wolfs.) Infolge der Slob* len not werden zahlreiche Züge au^i allen: der Sonntagsverkehr wird ein^eiduanft iv.Tien. Durch Dekrete, die das obligatorische Slartcuinftcm trricber einführen, sollen der Verbrauch und die Einkäufe int Ausland eingeschränkt werden Infolge dieser Maßnahme rechnet man allein beim Getreide mit einer Erfparnis von 2 Milliarden Lire iäbr- lich. Die tägliche Brotration soll für Arbeiter öOO Gramm, für andere Klassen weniger betragen. Die Znckerration wird um ungefähr 15 Prozent herabgesetzt Der Berkaus alfobolavtiger vstllränke wird von abends 10 Uhr ab verboten. Alle Klub- und Vereinshäuser müssen um 11 Uhr geschlossen haben. Ein Friedensangebot Sowjet-Rnßlatrds. Neu York, 27. Febr. (Wolsf.) Der Korrespondent der „Associated Preß" in Washington telegraphiert, daß ein offizielles Telegramm euren neuen Friebensvoricklag ^owjetruß» lands an die Großmächte enthält. Die Sow.ets verpflichten sick», in Rrrß-and eine demokratische Politik zur Anwendmrg zu bnn^en und eine Konstituante einjubeuiicn. -sie versprechen überdies, das Tekret, w'lches drc russische auswärtige Schuld anslöschte, zurückzuzie- hen imb diese bis zu 60 Prozent anzuerkennen. Sie versprechen auch die rückständigen Zinsen zu bezahlen. Die Sowjetregierrmg erklärt sich bereit zur Leistung bedeutender Garantien, insbesonder« durch Abtretimg von Konzessionen über reiche Platin- und Silberbergwerke an ein englisch^arneri- kanisches Syndikat. Dagegen verlangt Sowjet rüst- land von Großbritannien wie auch von den übrigen Großmächten, jede Einmischung in die ruffifajeit Angele-genheiten aufzugeben. Gleichzeitig gibt es dem Wunsche Ausdruck, die Vereinigen Staaten möchten Rußland einen Kredit eröffnen, der auf bedeutenden Konzessionen beruhen soll * Wahlrechtskampf in Japan. Tokio, 29 Febr. (Havas.) Tie Debatte über das allgemeine Stimmrecht, welche die Kammer am 14. Februar begonnen hatte, wurde inmitten einer lebhaften Bewegung nrieber ausgenommen. In den Straßen um da (^ebäutk1 der Kammer herum fanben heftige Manisestiatvonen: der Mentze statt. Tie Debatte wurde schließlich vom Minlsterpräsidenten abgebrochen, der erklärte, in dieser wichtigen Frage direkt das Vvlck zu befragen. Tie Kammer wurde hierauf aufgeW Aus dem Ueiche. Zentrumspartei uiti) Efcherger. Berlin, 29. Febr. (Wolfs.) Die Vorstände der Z e n t r u m s p a r t e t des Reiches und der Zentrumsfraktion der deutschen Nationalversammlung erörterten gelegentlich ihrer Tagung am 23. Februar die Angelegenheit des Reichsfinanzministers Erzberger. Die endgültige Stellungnahme wurde, wie von beteiligter Seite mitgeteilt wird, irr Uebereinstimitrung mit dem Beschluß des Reichsparteitages vom 23. Januar Vorbehalten, bis die tatsächlichen Feststellungen des Urteils in der schwebenden Strafsache aeaen Helfserich und die Ergebnisse des Verfahrens der Steuerbehörde gegen Erzberger vorliegen. Die Berichte der Presse lönnen als eine gerrügende Grundlage für die endgültige Stellungnahme nicht dienen. Dieser Standpunkt wurde in der Besprechung des Ausschusses der Mehrheitsparteien am 29. Februar als richtig anerkannt. Die Vereinheitlichung ves Eisenbahnwesens. Hamburg, 29. Febr. (Wolff.) Wie uns mitgeteilt wird, werden auf Einladung des Reichsverkehrsministers am 4. März in Berlin die Verhandlungen der Retchs- regierutcg mit den Ländern ohne Staatseisenbahnbesitz beginnen über den von diesen erhobenen Anspruch, beim Uebergang der Eisenbahnen auf das Reich die glichen Vorbehalte wie die Länder mit Staatsbahnbesitz eingeräumt zu erhalten. Die Abfindung des ehemaligen Königs von Preutzen. Berlin, 29. Febr. (WTB.) In dem außerordentlichen Verbandstag der sozialdemokratischen Bezirksorganisation von Groß-Berlin wurde einstimmig eine Entschließung gefaßt, worin aufs fchärfste gegen die der preußischen Landesver- sammlung zugegangene Vorlage über die Abfindung des ehemaligen Königs von Preußen protestiert und verlangt wird, daß durch Reicksgefetz das gesamte Grundvermögen der Krone für den Staat enteignet wird. Falls die Vorlage von den bürgerlichen Parteien befchlofsen werden sollte, sei das Ausscheiden der Sozialdemokratie aus der preußischen Regierung die selbstverständlichste Folge. Regierung und Parlamentarier aus der Leipziger Messt. Leipzig, 29. Febr. (WB.) Am Montag vormittag werden Vertreter der R.'grerung imb 28 Mitglieder der Nationalveriamm- luns -um Besuch der Messe frier einteffen. I vtr ieut wird. Von Ziergärten, Parkanlagen $ fr im ruher tettin krm Hw! aus best von itfter schla« tunft toibei irr trossr Ri mi st« die beit rau: fach auf aber jene der Nahrung von Atenfch und ^rrey dienenden Pflanzen machen. Anleitung zu nutzbringender Arbeit findet sich ent ledern .Orte, darum Hand ans Werk! ** Wem gehört die ü a ft Boynen- langen, etwa 30 Stück, unten mit Papieritrick, oben mit Draht zusnmmengelnmdm? Sie wurden eittem Arbeiter übgenommen, welcher an gab, Jte auf einem Acker, im Feld der Rodheim er Strahe, gefunden zu hoben. Interessenten wollen sich ans oer Kriminalabteilung melden. tti b setzlichen Abtrennung. Dies ist bei den gegen wärtigen Darlehens-Bedingungen derHefst scheu Landes-Hypothekenbank de- Fall. Da die Bank auf beleihungsfahrge, in Hessen gelegene Grundstücke ihrerseits unkündbare Tilgungödarlehen gewährt, , derei Verzinsung wesentlich niedriger tst als ötfr jenige der Vermögensabgabe und niemals gesteigert werden kann, so läßt sich ein sehr erheblicher dauernder Vorteil errechnen, .der dte [bare Zahlung des Leichsnotopfers mit Düse I eines Hypothekardarlehens empfehlenswerter | erscheinen läßt als die Entrichtung des Reichs- Kreis Friedberg. = Laubach, 27. Febr. Das „Offenbacher dlbendblatt" erhebt dagegen Einspruch, daß an der Ehrenpforte für die l)eimkehrenden Kriegs- -efangenen neben der hessischen auch die Solms- Veranstaltungen. Montag, 1. März. Sdadttheater, 7 Uhr, „Tatterich". — Ortsgewerbeoer^rn, 81/i Uhr, im Gewerbe Haus, Mitgliederversammlung. — Lichtspielhaus, „Das Gift im Weibe", letzter Tag. — Lichtspiele, Seltersweg, „Maseppa", letzter Tag. A«s Stadt und Land. Gießen, den 1. März 1920. Reichsnotopfer und Grundbesitz. Zu dem im laufenden Jahre fälligen! Reichsnotopfer haben Vermögen jeder 91 rt, also auch Grundvermögen, beizusteuern. Haus- uno Grundbesitzer, die den auf ihre Grundstücke entfallenden Teil der Abgabe nicht aus eigenen Mitteln auf einmal entrichten können oder wollen, haben nach dem Gesetz über das R-eichsnotopfer (§§ 33, 36) die Möglichkeit, entweder eine jährliche Til- gungsrente in Höhe von 5x/2 Prozent der Ab- bung a> lehre, xädie de mit; er feit als einem j aii(f) hr iviiiatid Arznern hiesigen lidttnS über fti meine seines < eines n daerv mit. Ai Kchkoi ftitiit c Srntnt 8«r| tonte ttmtei kirne krltt schneeverwehte Hänge bereite gestern (noch im Februar) einen Zitronenfalter fliegen, der uns heute zur Redaktion gebracht wurde. Ob! nicht dieser Frühlingsboote eher recht behält als der berühmte hundertjährige Kalender, der für den März rauhe, kalte Witterung .voraussagt? Bis zum 4. März soll es danach rauh sein, von da an soll bis zum 20. März.Kälte eintreten, während für die I letzten 11 Tage etwas wärmere aber sehr unbeständige Witterung mit Regen und kurzen Schneegestöbern vorausgesagt ist. Wir hoffen, daß der Hundertjährige abermals von seiner Unzuverlässigkeit überführt wird. ** Laßt kein Stückchen Land sbrach liegen! Die Not der Zeit zwingt, jedes Stückchen Erde auszunutzcn, sei es, um darauf Nahrungsmittel, in erster Linie Kartoffeln, oder Viehfutter, auch Streu, zu ziehen. Wer darüber Beobachtungen anstellt, wird fin- seit । Haber Verb, testen auf k nant 24 qi diesen gtteili dirisa kann W ftonbn pellk zlm»s Dl« faltige („IWO inan d< s-S? holen 6 Di< intnrer dcneN U #* gahren D banne da Steines Pl Nr. 73 776 erfolgen. ** Di e Hessische Krregsvers rche- rung aus Gegens eitigkeit. Oberversich'-- rungSamt T-armsbadt, fordert alle Gemeinden, Ver-1 eine, Arbeitgeber usw., ebenso di' Awgeiwrigen intb Hinterbliebenen, die ihre Krt'gsteilnckhmer bei ihr versichert herben, nochmals -aus, ilvMveit dies bis jetzt noch nicht geschehen ist, die blauen Andül- scheine mit den svcmdesamllickMn Sterbrurkundm, bei Meldung von 9kachteilen, bis spätestens dm 15. März Neckarstraße 1 einzusenden. (Sieh: Anzeigenteil.) , , ** Preußisch-SüddeutscheKlasseu- lotterte. Tie Ernlöfung dec Loe zur »roeibm Klasse muh unter Vorlegung des Vorkdassenb)ses bis zum Freitag den 5. März, abends 6 Uhr, geschehen Die Freilos müifen gegen Rückgabe der Gewinnlose bis zu diesem Termin in Empfang genommen werden. ** DießB e werberliste f ür <) ivft - üperuumerare ist, wie'die Ei enbahndw'k-! tion Fvanksurt a. M. bekannt gibt, wieder geöffnet. Bewerber, die im Besitze eines Reisezeugnnses einer anerkannten neunstustgen höh.reu Lehran-1 lall über die Versetzung nach Oberprima sind, können ihre Gesuche an die für die Eisenbahndrrektion Mainz, Saarbrücken und Frankfurt a. M. ge- 'chäftsführende Direktion Vdainz rieten. ** Der Verein der deutschen demokratischen Partei veranstaltet nu*gen abend einen Mitgliederabend im „Aquarium". ** Helene Christaller-Abend. Die! Literarische Gesellschaft macht nockMals auf den am Freitag den 5. März 1920, abends 81/» Uhr, in der neuen Aula stattfindenden literarisch'n Abmo, für den wiederum eine gute, literarisch schaftrnbe Kraft gewonnen ist, aufmerksam. — Außerdem wird in der heutigen Stufige daraus hmgewies'Äi, drß den Mitgliedern der Literarischen Gesellschaft bei den öffentlichen Veranstaltungen -'rmäßigte Eintrittspreise gewährt werden. Die Gesellschaft, die sich schon zahlreicher Beteiligung aus allen Kreisen erfreuen darf, ladet -auch nock?mals fvermdlich zum Anschluß an ihr für das literarische Leben unserer Wachstum der Feldfrüchte, sondern die Pflanzennährstoffe werden von dem riesigen Wurzelwerr der Bäume aus dem Boden längs der Alt. eu vollständig aufgesögen. Viele Morgen Land sind m unserem Kreise durch die Stragenälleeu unrentabel und es wäre zu wünschen, dass man an die Aus- Luttung der Wildbaumalleen schreiten würde. Kreis Büdingen. Nidda, 28. Febr. 5)ier tritt die Grippe wieder wie vor zwei Jahren in sehr ftorPn uno schlimmer Weise auf. In den meisten Haus am liegen Kranke Die Seuche forderte bereits mehrere Opfer. Tem Gerbermeister Karl Bechtold starben daran' gestern zwei erwachsene Töchtw im Alter von 24 und 32 Jahren. Ferner erlag der 29- jälirige Bahnarbeiter Otto Bill hier nach nxmgeit Tagen der Grippe. Tie Mutter dies^ Nöarmes war erst am vergangen-rni Sonntag beerdigt -vordm. Ter Versiorbene war ein kräftiger Mnftch, d.m den Weltkrieg von Anfang bis zum Waffenstillstand gesund überstanden ‘batte. - . . v t) Aus der Oberfö rfterör Ntdda, 29 Febr. Die Preise von Bau- und Nutzholz waren bei den Versteigerungm und Sub-nns nonen in der letzten Woche sehr hoch-. -Sic betrugen dlirchschnittlich für den Festmeter Erchenstamme 700 bis 800 Mk., für Fichten- und Kieieimstmnul. l-olz 550 bis 600 Mk. Dementsprechend erzreld'n die Gemeinden auch noch nie dagew-sme Em- 1 nahmen für Holz, z. B. die Stadt Nidda 42 000 Mr f "8 s Eietzener Ztadttheater. Gießen, 29. Febr. 1920. Die Frau im Hermelin. Operette von Schanzer, Welisch und Gilbert. Die Fran im Hermelin wird der Rose vv- Stambul zweifellos den Rang ablaufen, den' fic ist ihr, abgesehen davon, daß sie zeillm jünger ist, zum mindesten gleichberechtigt, wen-' nicht überlegen. Verfasser und Komponist iw sich hier völlig ebenbürtig. Schanzer und Wck^ sind von einem der letzten Jahre mit enter graziösen Verlustspiel „Der siebente Tag" W falls noch in guter Erinnerung. Daß sie das M zu einem wirksamen und dabei doch sinnvolle LÜwetto haben, tonnte man d-aronst-in geiroft nelymen. Es ilfi* sehr toä'flfam und «auch sinndvll. Tes Mona-Vanna-Problem in eine Ahnsrauentraur ' Vision hinein Derbiebermeiert, damit wäre der Inhalt auf die kürzeste Formel gebraav Aber mit Geschmack uiü) Esprit. Mle HE achtung. Ebenfalls vor der Musrk, die sich in cio zückenden Melodien ausschwingt, die man bo. ■ in Gießen zur Tag- und Nachtzeit, gepfiffen, sungen und pianofortet Höven wird. So schmnL' sarn gehen sie dem Ohr ein und bleiben dn-it haften. „Tie Frau im Hermelin", „Mariana uit volkstümlicher Schönheit das Reiterlied M ** Obcrhessischer Kun stve rein. Morgen, Dieirstag, von 11 bis 1 U l) r ist die Ausstellung Der Künstlerinnenvernmgung 3-StÄ>te-Bun0 noch geöffnet. Bon Mittwoch an üeibt die Ausstellung wegen Wechsüs der Gc- uiÄde 4 Tage geschloffen und wird am Sonntag den 7. d. Mts. wieder eröffnet sein. Mainz, 27. Febr. Ter Reichsbund deutscher Referendare und Rechtspraktikanten hielt in Berlrn vom 2< brs 26 Januar feine Zweite ssLertretertagung^ ab. Neben Fragen der Reform der juristischen Ausbildung un£> alsbaldigen Verbesserungen rm Vorberütungsdrmst der Juristen wurde insbesondere die Nichtdurchführung der Bestimmung des Reichsgesetzes vom 19 April 1919 über Abkürzimg des juristischen Vorbereitungsdienstes für Kriegsteiln-chmer m verschiedenen Ländern besprochen. Im Hinblick auf die immer weitersteigenden Lebenskosten wurde allerseits bedauert, daß. trotz eines jüngst ergangenen Beschlusses der stiationakversammlung, die üch l für die Besoldung der Referendar: ausg^prochen hat, einzelne Länder, lefonders Pvmßen, Hessen und Oldenburg, sich bisher noch nicht einmal dazu entschlossen haben, den infolge Kriegsdimstks überalterten Referendavm <*ine Aufwaochsentfchä-1 dignng zu gewähren, geschiveige daß sie gewillt wären, tue Referendare für di; von ihnim geleistete Arbeit zu besolden. Die Richtlinien für dre wntwe Tätigtrt.t des Bundes wurden sestgel:gt. Tb; Vertreter wurden am 26. Januar von dem Reichs- justizminister empfangen. Der Verein h;sst- scher Referendare hat sich nunmehr m b’r Besoldungsfrage an die hessische Volkskammer g>- wandt. Wie verlautet, bereitet die Regierung cme! Vorlage vor, wonach den Referendaren eine monat-; liche Äufwccndsents chädigung von 125 Mk. gewährt werden soll, Ivos natürlich bei den heutigen Behältnissen als entschieden zu niedrig bez-nchnet werden muß. Darmstadt, 28. Febr. (Wolff.) Auf Vorschlag des hessischen Gesamtmiui- steriums uno im Einvernehmen mit dem Reichsminister sdes Innern hat der Reichswehrminister den Minister des Innern Dr. Fulda zum Negierungskommissar für, den Freistaat Hessen anstelle des Oberpräfiden- ten Dr. S ch w a n d e r ernannt. Den gleichen Vorteil bieten dre Darlehensbedingungen der Landes-Hypothekenbank gegenüber der SVsprozentigen Rente, mit der nach dem Gesetz (§ 31) auch dte auf a n - deres Vernrögen als das Grundvermögen entfallende Abgabe allmählich getilgt werden kann. Wer zur baren Zahlung dieses Teils der Abgabe eine Hypothek bet der Bank auf- nehmen will, muß aber hierfür den ersten Rang beschaffen können, da rn diesem Falle fttr die Hypothek nicht der gesetzliche Vorrang — auch nicht die Kostenfreiheit — gegeben ist, und die Bank nur frur ersten Stelle beleiht. Gültige Lebensmittelmarken für die Zeit vom 1. bis 7. März 1920. Brot: 1850 Gr. Boot oder 1370 Gr MA Brot Kg. 1,18 Mk., Wrtzmrbvotmetzl Kg. 1,44 Mk. Butter: Marte 9. 125 Gr. Margarine zu 1,43 Mk. n ... Fleisch: Wochenabschnitt 9. Metzger jur Fremde: I. Marker, Gvethestraße 54. . Zucker: für März 1920 noch nicht ernge- i ^Nährmittel und Zucker für Zuge- zogene: A. Geiste, Seltersweg 2, A. Plack, Neuen Baue 17, K. Seibel, Frankfurter Str. 39, Schade u. ö-üHgrabc, Ludwigstr. 20, Joh. Vogel, Schutzen- I ^Zucker für Kranke: A. Plack, Neuen ^^N ähr mittel für März 1920 noch nicht eingeMien.^ ,ttc£ %ran’fe: E. Fischbach, Seltersweg 24. Mehl für Kranke: PH. Ganz, Dammstraße 34. A w , Nährmittel undZuckerfür Fremde: Kaisers Kaffee-Gesckstift Krvchenplatz 11. Seife: Marke für März: Anteil 125 Gr. I K.-A.-Seifenpillver, das Pfd. zu 2,10 Mk. andere. _ .. r. Mit Ueberraschung lernte man Hans Eisoui als Sanger temten. Die Stimme anfangs etnn-1 matt, ist nicht schlecht, obwohl mir, einfhoei’^1 wenigstens, den Schauspieler entschieden noch c:: ziehen. Ausgezeichnet war diesmal Adolf F a I y- 11 als Oberst Paltitsch, der ihm als Dcfterrcrär besonders lag. Sein GesangÄp-rrtrag immer mehr zu schätzen. Schauspielerisch macktc n aus seiner Rolle eine Kernige Reitergestalt. glänzende Partnerin war wie immer auch M»' mal Margot Werner als fDiariana. 9t*|ü Eisol t-H ab ler war als Primaballerina t fl1 volle stimmlich besser disponiert als in der foatu- nacht und erschien weitaus beweglicher. Die Stadt bedeutsames UnterwHmen ein. Bertritts- ernänmgen nimmt die Mu 1 kalienhandlung Ehal- tier entgegen. Für die Mitglieder und dwen engere Familie sind geschlossen! Mitglv-der-Abeiche mit belehrenden Vorträgen, ltterarischm Darbi^ tungen und ktmstlerische Rezitationeri ufw. beabsichtigt. Als erster Mitglieder-Abend ist für Mtte März ein Balladen-Abend: Neuere Dickst'r, für .den eine bedeutende Gveßrner Vortrags kraft als Rezitator geroonnen ist, vorgesehen. (Näh wes siehe in der heutigen Anzeige.) ** Struwwelpeter. Gestern nachmittag bot im Einhorn der Rezitator Baron Carlo von der Ropp eine abgerundete Zusammenstellung »ort den Kindergeschkchtchen des erfolgreichen Gelegenheitskünstlers H. Hoffmann. Die lieben alten Struwwelpeterbilder prangten da in all ihrer Buntheit auf der Leinwand, und sie er-! wiesen sich als ewig jung mrd lebendig durch die: Echtheit und Mamiigsaltigkeft ihres Geschehens. Mft viel Einsuhlungsgabe sprach dazu der Rezitator die Begleitoerse. Heiteren Gemüts und mit lachenden Mienen stand er auf dem Pult und verkündete den staunenden bewegten Kinderferlchen, was da für böse Kinder bestraft und gute belohnt wurden. Höchst erfreulich ist es, daß diese für die gftige Entwicklung unserer Kleinen so gesunde st immer noch gut mundet. Kreis Alsfeld. V Altenburg, 28. Febr. Biel imirb: in letzter Zeft in verschiedenen Zeitungen über Wildbaumalleen und deren Erlxll.ung geschrieben. s2luf der K-rtSstraße von Alsfeld nach Brauer- ** Tic Wochenkartoffelmarken 1 bis 40 der 9. Woche werden beliefert bei: I. Krack, Riegelpfad, Konsumverein (in sämlick-en Filialen), Karl Löbsack, West-Anlage, Rumpf, Fritz, Zozels- gasse, Heinr. Trechsler, St-einstraße, Weriel, Schottstraße, I. Weisel, Sormenstraße. Dre Marken können bis einschlieNich DiMPerstag, 4. Marz 1920, eingelöst werden. mc. Frankfurt a. M., 28. F.br. Ein frecher Einbruch wurde in der Nacht vom Freitag auf Samstag in der k a t h o l i s ch e n Kirche des Stadtteiles Rödelheim verübt. Die Kirche wurde von den bisher noch unbekannten Tätern vollkommen ausgeraubt. Sämtliche Decken der Altäre, nahezu alle Meßgewänder und kirchlichen Kleidungsstücke, eine goldene Monstranz, alle Leuchter und Kerzen, selbst die Bekleidung der Kanzel wurden gestohlen. Ein Teil der geraubten Sachen wurden einem Manne noch in derselben Nacht von einem Wächter abgenommen, der Räuber entkam aber. Uebrigens wurde auch in die evangelischen Peters- und Dreikönigskirchen in dergleichen Nacht ein Einbruch verübt, wobei einige Kleinigkeiten abhanden gekommen sind. = Vom Westerwald, 27. Febr. Der Streik der Bergarbeiter hat sich bis jetzt auf 13 Brtrunkohlengruben ausgedehnt. Die lieber land zentrale in Oberscheld mußte infolge der dadurch entstandenen Kohlemwt ihre Stromverteilung Vereine und Borträge. O Grünberg, 27. Febr. In der Hauptversammlung des hiesigen Obst- und Gartenbauverein hielt der Vorsitzende, Uhrmacher Jöckel. einen Vortrag über Düngung, der durch Lichtbilder unterstützt wurde. Anschließend sand eine Freiverlosung von Gegenständen für den Gartenbau statt. Geklagt wurde über den Massenmord des Maulwurfes und es soll an die Stadt herangetreten werden, daß diese dem Unwesen steuert und wenigsterrs das Fangen auf fremden Grundstücken verbietet. ** L e i h g e st e r n, 29. Febr. Am letzten Mit! wvch sprach hier vor einer zahlreichen Zuhörerschaft Prof. Scklarb über seine Erlebnisse im bol schewistischen Rußland. Im Anschlüsse daran gründete sich eine Ortsgruppe der Liga zum Schutze der deutschen Kultur, deren Leitung in den Händen des Lehrers Buß liegt. xOber-Seemeu, 26. Febr. Am 21. yreli die Deutsch-nationale Volkspartei hier em', sckn stark besuchte Versammlung ab, in der Dr. H Schmid-Wächtersbach und Weichensteller 1. SfliiK Bechtold über die politische Lage und die Zvli. der Teutschnat'.onalen Bolkspartm sprachen. Ar- Schluß der Versammlung bildete sich eine stark." Ortsgruppe der Teutschnationalen Volkspartei. gäbe — den sogen. Reichsnotzins — als öffentliche Last in das Grundbuch eintragen zu lassen, oder aber zur alsbaldigen Zahlung des dem Reichsnotzins zu gründe liegenden Abgabebetrags bei der Lande ^Hypothekenbank eine Tilgungs-Hypothek aufzuneh , men, die ohne weiteres allen anderen Belastungen irn Range vorgeht und bereit Eintragung in das Grundbuch kosten--, stempel- laum inü) gebührenfrei erfolgt. Es können also auch [ üci ** Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurde: am 23. Februar 1920 der Rechtsanwalt Justizoxrt Wilhelm Grünewald in Gießen zum Notar mit dem Amtssitze in Gießen mit Wirkung vom 1. März 1920 an. — Am 27 Februar 1920 wurde der Sekretär der Land's- kommis sron für Steuersachen Finanzrat Ferdinand Schneider zu Darmstadt mit Wirkung vom 13. November 1919 ab zum ständigen Hilfsarbeiter bei der Abteilung für Steuerwesen ernannt. Ernannt wurde am 21. Februar der ordentliche Professor der Theologie Dr. Emll Hugo Walter Mayer, «bisher an der Universität Straßburg, mit Wirkung vom 1. April 1920 an zum ordentlichen Professor für shstemabsche Theologie an der Landesuniversität Gießen. — Uebertragen ward: dem Schulamtsanwärter Franz Zink aus Unter» Schönmattenwag eine Letwerstell'e an der Volksschule zu Butzbach, Kreis Friedberg. — In den Ruhestand versetzt rourbe der Lehrer an der Volksschule zu Reichlos im Kreise Lauterbach Johann Zimmermann auf fein Nachfuchen wegen geschwächter Geftmdheit vom 1. März an. — Erledigt ist die mit einem evangelischen Lchvw zu besetzende Schulflelle zu Uetz hausen, Kreis Lauterb.ach. Mit dr Stelle ist Organisten- und Lektordienst I verbunden. ** Der Lenzmonat März will sich von seiner besten Seite zeigen. Nach dem Schneesturnt, der am Freitag über Gießen fegte, klärte sich der Himmel auf und seit gestern prangt die Himmelskuppel in dem zärtlichen Blau erster Frühlingstage. Die Natur wird übermütig und ließ über noch Eine Maßregelung in Kassel. Kassel, 28. Febr. (Wolff.) Auf Befehl des Reichswehrministers vom 2o. Februar wurde der Geschäftsführer des Deutsch-nationalen Volksve rerns Kassel-Stadt, der Kaufmann Hermann E,r b e, in Schutzhaft genommen, weil er verdächttg ist, durch Erlaß und Verbreitung des Flugblatts „Herzlich willkommen in der Heimat! — Ein Wort an die Heimkehrenden" in staatsgefaht> licher Weise gegen die Regierung gehetzt und dadurch die öffentliche Ordnung gefährdet zu haben. Preise für neue deutsche Briefmarken. Berlin, 28. Febr. (Wolff.) Das Preisgericht für die beiden Wettbelverbe um meue deutsche B riefmarken ver-1 teilte folgende Preise: 1. Beim beschränkten! Wettbewerb erhielten die drei ersten Preise^ 1. Beim beschränkten Wettbewerb erhielten dte drei ersten Preise: Geiger-München, Bildhauer Scharff-München, Prof. Cissarz-Frank- furt a. M. Zweite Preise: Neu-München, Ha- dank-Berlin, Drescher-Dresden. Dritte Preise: Professor Wei^Berlin, Schnarrenberger- München. L. Beim allgemeinen öffentlichen Wettbewerb erhielten die drei ersten Preise: Uzarski-Düsseldorf, Michel-Berlin, .Grönrng- Hamburg. Zweite Preise: Buhs-Berlin, Langer-Leipzig, Bildhauer Roth-München. Dritte Pveise: Schwab-Berlin, Zitara-München und wiederum Buhe. A«S Hessen. Die Notlage der Referendare. ** 42. Ausgabe von Sü ßsto f f (Sacharins Für die Zeit Dom 24. Februar bis 15. Ma^ 1920 wird gegen die Lieferungsabschmtte 10 der Süßstioft karte ,,H" (bl-au > und 1 der Süßstof ftar i.e „G" (gelb) in den Landg mein d en des Kreises von den Süßstoftabgabeftellen Süßstoff gegeben. Es gelangen auf den Ab)ckMtt 10 zwei Briefchen und auf den Ubschnrtt 1 erne Schachtel zur Ausgabe. Mft dem 15. dNärz 1920 I ^arf Mi>en *43'000 Mk. Ober-Lais uno Fave» die Abschnitte 10 ,bzw. 1 •bad) aus bem beiden Gemeinden. gmiEschaftlichm diesem md)t a^ruf^ rngen 253 000 Mk. dürfen van den Ausgabe)teilen an tue Bevölkerung • den, daß noch rnarlcher Quadratmeter nutzbar gemacht werden kann, wenn die Arbeit nicht sdpoend, gegenüber der Juhrschen Fabrik, hat das letzte Flutwaiscr in der Nähe der Es-chenallee längs der Kreisstraße di: Ackerkrume iveggewaschen und bat so von der Straße aus in einer Entfernung bis zu 18 Meder und darüber die Eschenwurzeln, die, rote ein Hvlznetz den Ackerboden durchqueren, freigelegt . Es hcmdekt sich nicht um dünnes Wurzel, wert, sondern um solche von ArmesstäLLe. Vergeblich sind auf solchen Aeckem alle Mühen aus,.— --------- .—. Ausgaben, die der Bauer aufwendet, um dem I riftifdkeen Figuren bestritten Rudolf Goll Boden etwas abzuringen, denn der Schatten dieser, das Lied des Durchsilhrimg der Abstimmimgen dre finanzielle Grundlage zu schaffen. Ohne diese Grundla^ wird der Ausgang der Wimmungen sehr zweifelhaft. Darum kann auch die moralische Bedeutung eines Erfolges oder Mißerfolges der Grenz-Speise nicht Iwch genug veransckilagt werden. — Einzahlungen können auch bei den Banken oder auf Postscheckkonto Xwe püEch emtreifen, Tausend mmb Aon- ysandet werden. Die Abgabepflichtigen wer tausende von FremLrt'. Durch die Ernregmig von öcn zweiten Weg wohl dann wählen, wenn Vorzugm erleichbene^die A^^knLnvcktvouen den sich dabei günstiger stellen als bet der gü- Verkckhr ivesenllich. Die Zahl der Ausstckl-r der - - - — *’•’ allgemeinen Mustermesse übertrifft Mit 11000 letzte Lerkstmesseum 1500, drzu kom- nien iwch die Aussteller der technischrn Riepe, die erst in 14 Tagen statt findet. Dre Beteiligung ds A u s l a n d e s ist nxientftch größer als trn Herbst. Wis 'den Straßen, in den Hotels und in den Metz- palästen erklingen die Sprachen aller LMgwi Durch die Eiwichtung von neuen Metzhallen «mann der Gesamteindruck der allgem'inm Mustermesse an Buntheit, aber auch an UebersM- lichkeft. Die Kontrolle in. den Meßpalasten tmrd streng gehandhabt, um die Aussteller, und ihre Kundschaft gegen den Zudrang ^Wgrerign zn^ schützen. Um einen geordneten Verkehr sicher zu- stellen, erhalten, abgesehen von ben Vertretern ber Presse und anderen Ehrengästen, nur die nut Ausweis versehenen Kaufleute Meßabzeidien unb ztvar sum Preise von 20 Mk. Tiefe Preiserhöhung war zur Erreichung des angefttcbteit Zweckes unvermeidbar. Der Erlös kommt mittelbar und mimfttel- bar den Meßbesuchern zu statten, denn das Meßamt ist eine gerneinwirtschäftliche Jnsututwn und feine durch den gesunkenen Geldwert cmßerordMtllch M- (tiegenat Pwpagcmdaunkosten für die Messe werden zu Gunsten von Industrie, Handel und der gesamten Volkswirtschaft aufgebraucht. der Franks«rter Theater. IQ. 6.. 'jobbt) 1. März: Rausch. Dienstag, 70 Stimme« an- imnb-e hieraus mit 511 gi a. TL, 1. März. Brief Geld 28. Febr. 40,04 40,21 37,54 37,96 Vorträge. Mm OKI 31. KkWM 1919 An 2381c verkauft Per Die Lier 1598,25 1601,75 1620,75 1624,25 1718,25 1721,75 1728,25 1731,75 n der Weise. lÜKlm Teil; am meisten in die Augen fallenden neunen die europäischen Aerzte die „lethargische^" Gehirnentzündung; es aber keinem Zweifel, daß mir es hier Einschleppung der echten, in Afrika Schlafkrankheit zu tun haben. In den 437,10 540,25 341,65 100,30 699,30 437,10 542,- 3-11,65 100,40 704,30 Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm. Wien . . . Paris . . . London . . Rew-PorK 437,90 541,50 342,35 100,70 700,70 Symptom Krankheit unterliegt mit einer heimischen bisherigen 1688,25 1691,75 1698,25 1701,75 1474,50 1477,50 1488,50 1491,50 1843,- 1847,- 1865,50 1869,50 40,29 38,04 100,60 36,04 437,90 543,- 342,35 100,60 705,70 nachmittags 4 Uhr: Tanzveranstaltung von , Impekoven: abend-o 7 Uhr: Rigoletw. Sonntag, 7., nachmittags 31 . Uhr: Tie Rose twt Slambui. Opernhaus. Montag, 1. März: Tanzabend von Niddy Impekoven. Dienstag, 2.: Der Evangrlimann. Mftnvoch, 3 : Awa. Donnerstag, 4.: Das Lock in der Landstrasic. Samsta 39,96 37.46 101,15 35,96 Mittwoch, 3., nachmittaQs 2>/2 Uhr abends 7 Uhr: Ter Letbgmteist Donnerstag, 4 abends 7 Uhr: Der fliegende Holländer. Montag, 8., Der Zigeunerbaron. Dienstag, 9 : tflcin Idas Blumen: herauf: Tänze. Mruirvch. 10.: Ter Schatzgräber. — Schauspielhaus. Montag, tauft jedes Quantum *u beiten Tagespreisen mnz Jakob Becker, Mainz, Liebfrauenktr 5. Bekanntmachung. Am 2. Mär-, nachmittags 3 Uhr, rindet tne Versteigerung von 3 hochtragenden, schwar^ bmtteu Rinden: in den Stallungen unseres St* ttauensmannes £vrrn Joseph Stern, Giefeen, Rod- Heimer strotze, Bromi-naderchauS, statt. Die Di.'v: wetten obne jegliche Gkrrantic g>gm Barzahlung i der Kanzel iddü» raubten Sachen : derselben Nacht«-, icn, der Aaubecri: che auch in die e»r Kkönigslirchen in» bruch verübt, w nden gekommen ja iclb, 27. F-ebr / eiter hat sich V. Msgedehnt Tie 11* mufitt infolge ir ot ihre Sttomscr: 5* de fytn Ä erha tu Anregung zürn Erfind .-n Li imsrrrr Broidiürc kostenlos Plsett & Hübscher Bres.au 5/8 Markuoticrungcu. Datum: Handel. Frankfurt Devisenmarkt. Geld Brief Datum: 27. Febr. Gberheffscher viehhanSelrorrdanö. Der Vorsitzende: Prof. Rosenberg. Zigarren ic ust In größeren Mengen geg. Kasse u. erbittet Angebot H. Leheharti, CTanMuri Heu und Stroh zu kaufen gesucht. Taseläpsel kauft ständig jeden Bosten zu böch'ten Brei len G. Koch. Welcrstr. 20. cotn ÄX, Landw. Lonsumverein ii zu Beuern eingetragene Genossenschaft mit unbcschr. Haftpflicht. Hch. Phil. Spaar. Tarl Haberkorn. P h. Linden str u t h V.s,,,. 27.2. 6,25 2,67 7,- 5,45 293,- 28.2. 6,15 2,72 7,- 5,40 Zahl der Mitglieder betrug Tnde 1918 108 Während 1919 gingen zu ... . 11 Während 1919 gingen ab ... . 14 Stand der Mitglieder Ende 1919 105 Beuern, den 24. Februar 1920. StanrWÄnflen werden angckaufi von vleorg WavenfelS. 2353 Marktplatz 21. Kaufe i getragene Herren- und Tomentleider, edjiihe, Wasche, Model all. An. L. Rosenzweig, Gießen, Seltersweg58l 101,35 100,40 36,04 35,96 Vermischte». Dcr Einbruch hn Eharlottrnburgcr Mauso- lcmn. Berlin, 1. März. Unter dem Verdacht, an \ dem Einbruch im Charlottenburger lMaus oleum beteiligt zu sein, wurde gestern der Schankwirt Heinrich Herold sestyenommen. Er ist Anführer bei einem Einbruch in die Zigarettenfabrik von Josetti gewesen. Der VeÄacht wurde deshalb auf ihn gelenkt, weil die bei dem Einbruch in die Zigarettenfabrik benutzten Diebeswerkzeuge Abdrücke geben, die genau den auf den erbrochenen Sargdeckeln befindlickstn gleichen. sseiir. 3n bet iw ' bft- unb ©artrn 41 x. . Mndrn 'ür e übn den Massrt es und es ioU ®1 m, datz tu« br - ; stens das 5ongt;. u ysss Im AnBmse ope der Liga zm» f m ßdhutg nt den la-Haasenstela ti Vogler, Frankfurt a. 13. 2314A Brüssel-Antwerpen . Christiania Kopenhagen Stockholm Helsingfors Italien London Rew-Pork Paris Schweiz Spanien . Wien (altes) . . . . Deutsch-Oesterr. abg. Prag Budapest Bulgarien Konstantinopel. . . . Febr. Mw Mpart-n, hier erm l mg ab, ** |!, > 1. •; aSrsJ KäBiDdien M Ziegen lebend oder gcftblacv'ei, zu kaufen gcsucht. Atu liebten in grötz. Menaen von Einkäufern. Ange" bot mit Preisangabe an Fleifchwareufadrik Rtcderrad, l1***!) Frankfurt n. M.. Scbmarzwaldftraüe 120 genommen. Auf verschiedene "Anfragen bezüglich der Ausplünderung der Pferdemärkte in Ostfraukreich Teppich gebraucht, aber gut erhalt, zu kaufen gesucht. Lchriftl. Ang. mit Grönenangade unu 2302 a. d- Gieß. Anz. N'!ü- || d^riv .-nc c, r Nldda 42 ü ti uno 3ttC- berg. *• „vssenbach. ’ ’ Spruch, bafl an v emrehiendcn ket» I S N btt Solir: b baß btt hieiigt V- If ^*1 zur VwÄäbrv fl ■iolms-ßaubad) Liv- Jk sM. M-, 28. F»br. fr" e in der Nachl tr derkatholiscbk J Rodelheim vrrüf. . n bisher noch uni- Trotz Preissturz zahle ich für öelWW 1.00 m. KvWkfl. 0.80 „ DestzMillsl. 0.70 „ Eotfflfiüd. 0.60 „ und hole ab. 68TH Postkarte genügt. Flaschen - Zentrale Rodheimer Sttaße 41. gebrochenen Teilstreik der Eisenbahner erklär Millerand, er mache es dem Personal »um Vorwurf, zur Lösung der Streiksrage nicht an das Schiedsgericht gegangen zu sein. Er fuhr fort, e s handele sichum eine politische Beweg« ung, und um die Sache beim rtdXrgtn Rainen zu nennen, um eine revolutionäre Beilegung. Gegenüber einer solchen Aktion sei die Pflicht der Regierung nicht zweifelhaft. Senn die Arbeit wieder ausgenommen tfl, wird die Regierung eine Schiedsgerichttkommission cm leben, bestehend aus gleich viel Vertretern der Direktion unb des Personals. Ich erwarte die Antwort. Der (Gesetzentwurf DeTTborn in bewährter Meise. Rudolf Goll hatte auch die Spielleitung, die u a. im zweiten Am'zup mit einer neuen Dekoration ouhixincii tonnte, txr allerdings durch das fürchterliche Bild der AÄMvu verschandelt nnrrde. Die anspruchsvolle ntusikalische Leitung lag in den Dänden von Lndrorg M arou th. Seine sorgfältig Einstudierung erwies sich in den Gesangs nummern, während das Orchester nicht immer ganz so wollte, wie sein Dirigent. Doch hierbei mutz man den Berhältnissen Rechnung tragen. Jedenfalls holde er musikalisch heraus, was sich heraus- 1)0 Lai tiefe. Die Zuhörer fanden ihre Privatunterhaltung immer interessanter als bk Orchesdervorspiele zu den eatfrdnen Akten. Geschmackssache. zz. Büchertisch. ** Tie Leipziger Illustrierte Zeitung, die seit 1843 erscheint und nun auf ein 77jähngcs Bestehen zurückblickt, veröffentlicht ilne Nr. 4000 vom 26. Februar d. I. unter dem Titel: „Neuland der Stunft". In der bekannten prächti'Ten Ausstattung der Sondernummern der „3Ttuftricrten Zeitung?^ gibt dieses stattliclw Inbi läumsheft einen Ueberblid über das vielumstrittene iüunstscliasscn unserer Zeit, mit dem jeder Gebildete sich ausernanderzusetzen gezwungen ist, welche Stellung er auch dazu einnehmen mag. Gingesandt. nyflr Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Berantwortung.) Wohnungsnot bei Wohnungsüberflutz. Wir geben nachstehend eine Zuschrift: wich-r, deren Ausführungen, wie nxr uns an zuständiger Stelle er hm bi at haben, auf realen Untnlagm beruhen. Tic Platzansprüche durch die neue Verteilung der Mannschatten in den Kasernen sind so groß, bah der Fiskus sogar wieder die städtische Kaserne beansprucht, um ihnen gered)t wnchm zu können Wie sich die Stadt bemgegenübtr behalten wird, ist noch nicht entschieden. Man nrufe aber auf einer Lösung im Jntevesse der Wohnungslos m bestehen, da man in bet städtischen Kasern' zwanzig Wohnungen einrichten wollte. „Wenn bte Privatbesitzer einer Wohnung errom von dem Wohnungsamt als überflüssig bezeichneten Raum haben, so wird ihnen dieser beschlagnahmt, um einem Wohnungslosen Unterkunft zu beschaffen. Wer sich dieser Beschlagnahme widersetzt, dem wird Gewalt angedrvht. Der Not der Zeit gehorchend, müssen sich die davon betroffenen ÜaushaltANgen cinschranken und ihre althergebrachten Bequemlichkeiten preisgeben. — Wie stebt es aber dahingegen in den militärischen Sir ft alten? hier merkt man nichts von Wohnungsnot; statt auch hier das Wohnen einzuschränken, sollen bi'1 Wohnflächen aus die Inhaber erweitert werden. Es sind Erhebungen im Gange, die Wohn- raumlichkeiten auf den Einzelnen um das Dreifache zu vergrößern: diese Bestimmungen sollen sich auf Mannschaften sowie Chargen erstrecken. Als Beispiel diene nachfolgendes: Eine Stube von etwa 50 qm Fläche, wo sich seit erdenklichen Zeiten 10 Soldaten ivoUgefühlt haben, soll jetzt nur mit einem Drittel belegt werden, da sich aber der zehnte Mann nicht teilen lätzt, kommen sage und schreibe 3 Mann auf eine Stube. Einem Vizes^dwebel ober Leutnant standen seither eine Wohnstube von etwa 24 qm und eine Schlafstube von etwa 12 qm zu: diesen müssten demnach 6 solcher Stuben zugeteilt werden. Kommt dieser Plan zustande, so würden neben der Raumverschwendung auch ein dreifacher Mehrverbrauch an Kohlen und Licht beansprucht werden. Wer solche leichtsertige Anschläge macht, dem geht cin jedes praktische 93er- ständnis für die Not der Zeft ab. (In einem Teil der Auslage wiederholt.) Die Beratungrn der Parteien. Berlin, 28. Febr. Tie geftrigen Betungen zogen sich zum Teil bis in den späten Abend hin. Obwohl keine interfraktionelle Sitzung ftattianb, hat man nach der „Deutschen Allg. Ztg." doch den Eindruck, daß die Beratungen innerhalb der Patteien zu einem lebhafteren Meinungsaustausch führen werden. Tie „Morgenpost schreibt: Wie in Kreisen der demokratischen Fraktion, so werde auch von anderen führenden parlamentarischen Persönlichkeiten aus das Bestimmteste versichert, dast in der Erzberger Angelegenheit eine Entscheidung noch nicht gefallen )ei. Wenn in den Wandelgängen des Parlaments schon der Name des angeblichen neuen Mannes, des ebenfalls dem Zenttum angehören- den Kölner Oberbürgermeisters Adenauer, genannt werde, so sei das eine jener Vermutungen, zu denen auch die Nennung des Namens Rathenau in diesem Zusammenhang gehört. Eine Kammer rede Mil le rands über den EisenbatTnrrstreik. Paris, 27. Febr. (WTB.) Die Kammer genehmigte den Gesetzentwurf, der zur Re gulie- rungderAutomobileim Falle eines Strelks ermächttgt. In der Debatte über den bereits aus- Amsterdam - Rotterd. 3696,- 3704,- 3696, - 3704,— 721,75 723,25 729,25 730,75 'Hirnen auSgeraur ire, nahezu alleÄ, Kleidungsstücke, r Leuchter und 9j: Die alten Soldaten, wozu auch Einsender dieses^ gehört, mfiffen lächeln über solche Weislieit von Fürsorge. Früher haben sich alle, trotz ihrem sehr anstrengenden Dienste wohl gefühlt: niemand hätte such nach mehr Wohn- und Schlafräumen aeschrtt, da das Zulammeiiwohnen nur ein idylli- iches und kameradschaftliches war. Was aber länger als ein Nkenschcnalter für die besten Mräfte Der deutschen Jugend gut war, nrufe auch für die heutige Reichswehr ausreichend fein, und dieses UM so mri)fr da der letzigc Dienst mit dem früheren keinen Vergleich aushält Vielleicht nehmen sich unsere Volksvertreter der Sache an und sorgen dafür, daß dem Militär die Schranken zur slxtriamteit im Wohnen, sowie Brand uno Licht auserlegt werden, gleich der übrigen Bevölkerung. Statt bafe der Staat Millionen Zuschüsse zum Sxrftcllen für Kleinwohnungen leistet, die ja doch wieder die EMlgemeinheit belasten, soll er dafür sorgen, bafe überflüssige .Staiemenbauten den et-jiyten zur öcriügung geileUt werden, womtt ein großer Teil der Wohnungsiwt auf raschem Wege behoben werden könnte." Aktiva. Utensilien-Konto . . . . Kasien-Konto Waren-Konto Ausstände-Konto. . . . * Das Gespenst der Schlafkrank- h e i t Nach den schweren Wunden, die bet Krieg Europa geschlagen I)at, droht den Völkern eine neue Gefahr durch das Eindringen der Sckflafkrank- beit. Schon mehren sich die Nachrichten über Fälle in Ungarn, in Italien, in Frankreich, so bafe Deutschland gewissermaßen von neuem eingekreist ist. „Einige Personen," heißt es im letzten französischen Bericht, ..befinden such schon feit mehr als 8 Sagen im Scylaszustand, eine Frau in Tigom an der Loire schon seil 3 Wochen." Nach diesem 32.95 396.18 16022 68 173 12 16624.93 «K 540.- 2598.53 4679.73 8806.67 16624.93 deutsch-afrikanischen Stolsnien wüttte diese Seuche besonders in Kamerun, und hier wieder besonders im Innern des Landes. Doch war vor dem Kriege auch der Dafenort Duala schon infiziert, und zwar von der Insel Fernando Po bzw. von Kongo aus. Zur Abwehr der Gefahr hatte der Deutsche Reichstag im Jahre 1912 allein 129000 Mark ausgeworsen. Unb doch glaubte man damals, daß die Krankheit lediglich Neger befalle und daß eine Uvbertragung lediglich durch eine bestimmte afrikanische Fliegen art möglich sei. In beiden PMilten hat man sich getäuscht. Die Schtofkrank- peit befällt auch Weiße, und die Uebertragimg ist auch durch zufällige Verletzungen möglich. Hier kommt als Gelegenheit der Ansteckung der Geschlechtsverkehr in Frage. In dieser Beziehung gleicht das Leiben daher der Syphilis des Menschen unb der Beschälseuche der Pferde. Das war auch der Weg, auf dem schon vor dem Kriege vereinzelte Fälle von Schlaftrankheft in Europa, deren Entstehung man sich anfangs gar nicht beuten formte, verursacht worden lind. Schlas- krankheitsrcfonvaleszenteir aus Asrifo hatten ge- legentiid) eines Erholungsurlanbs in die öeimat auf dem genannten Wege das Leiden übertragen. Die Verwendung von Kvlonialtruppen in Europa durch unsere Fernde hat die Gefahr einer Massenverbreitung der Schlafkrankheit natürlich erhöht, und die schwerwiejbl," erwidert wütend der Nebenbuhler. „Alles weiß er . . . Aber sonst weife er auch nichts." MMN«; - '.■’SS-II ,Dcc Ä tncntnfl- ftnir Formel kü^tzsnrit. rt» 5' esS® MF Saufe *■> MWZlM •Kun« unb Wissenschaft. ** Rudolf Buch hei m. veute vor 100 yahren wurde zu Bautzen der bahnbrechende Pharmakologe Rudolf Buchheim geboren, der mit der Stadt Gießen eng verbunden ist. Als Sohn eines maktischen Arztes und Kreisphhsikus wandte er sich dem medizinischen Studium zu und ging nach einer vielseitigen, wissenschaftlichen Ausbildung als ordentlicher Professor der Arzneimittel- Icljtc, Diätetik, Jonne der Geschichte und Enzyklopädie der Medizin an die balttschc Universität Dorpat: er entfaltete dort eine fegenbringenbe Tätigkeit als Dozent wie als Forscher. 1867 solgte er einem ?Jbufc an die Universität Gießen unb arbeitete auch hier erfolgreich an feinem Lebenswerk, der wissen!chastlichen Vertiefung in der Erforschung der Arzneiwirkungen. Er starb 1879 und liegt auf dem hiesigen alten Friedhof begraben. Der streng sachlichen Üritif, die der anspruchslose Gelehrte gegenüber sich selbst wie der Wissenschaft übte, ist es zu einem guten Teil zu bauten, datz er zum Ziel seines Schaffens gelangte und heute als Begründer ,nnes natürlichen Systems der Arzneimittel sowie der erverimentellen Pharmakologie in Deutschland gilt. Außer Buchheims fern von Gießen wohnenden Nachkommen hat auch das Pharmakologische Institut einen Kranz zum Zeichen seiner dankbaren Ärntncrung am Gvabe nt eher gelegt. ?frittfcie(u I ; 'chr I im v I S trhfl ter?; 11 hier nach mV 45 ■ Zu kaufen gesucht 0 ä U » in kleiner Stadt ober auf demLande, zu Kinderheim geeignet. 10-12 Zimmer, Garten,Waldnahe. Angebote an Schenck, Hügel» ftrane 57, BarM»laerr Vielgeschrev. Montag, 8.: (Kleist Abend) Robert Guiscard; hierauf: Ter zerbrochene Krug. Dienstag, 9.: Ein Geschlecht. Mittwoch, 10.: fcerr Lielgeschrey. Aleesmes oj;^ Kn I Dieta, Steinbeim b. Hungen. I Xsukgesuei^e I Q.inchl ein sehr mach- v)i|Uu|l inmer kräftiger f- Bewachung yuno ÄSä"- go. Z. pmmklsdM, Eichclodorf._____ Sehr scharfer Hofhu nv in gute Hände ges. Sch^ Ang. u. 2366 a. d. G. A. erb. durch ausländische Pferdehändler imb der Ausfuhr von Vieh erNätte Unterstaatssekretär im Landwirt - schaftsrninisterium Queuille, daß die Birhausfuhr s. it 'Dbotxmber v IS. verboten sei. Aus emr weitere Änfta« erklätte er, daß Frankreich enlsprechertd den ycftimmiuigen des FriedenSvertrages von Deutsäüand 60000 Pferde nneder erhalte Paris, 28. Febr. (WB.! Laut „Errclslor" btschlosfen die Eisenbahm'r der O st b a b n • n , Nordba hncn und der Orleansbahil gestern abend den Streik. T« Gew'rkfchaftöv.nlreter der Pariser Eisenbahn tyrlongen ,eyt übtt rtyrt bisherigen Forderungen hinaus noch die Nationalisierung der Eisenbahnen, Teu- erimgsentschädigung und sofortige» Inkrasttreten der neuen Lölmitaffel. Die russischen Friedensangebote. Prag, 28. Febr. (WB.) Tie Wiener Bttftter veröftentlicben eine Not«, w.'lch: der ^lssischc fiommiffar für Aeusteres Tschits cherin >rn das t s che cho-slowakische in t ftcr i u m des Aeußeren richte«, unb in der ein fvrm.'lles Friedensangebot gemacht wird. Wie das tfdy- chische Preßbureait mitteilt, liegen im tschechoslowakischen Rtinisterium des Aeußeren übn: bi?« Nottz noch keine bi retten Meldungen vor. Ein Kampf in Irland. London, 28. Febr. (WB? Reuter. Eine Bande von etwa 50 — 6 0 Bewaffne ten griff die Station von T i m o l e a g u e w der Grafschaft C o r k mit Feuerwaffen an. Der Nümps dauerte zwei Stunden. Bon der Besatzung murb* niemand verwundet. Die Angreiser 'fein drei Tote und einen Verwundeten yurtid. (Timvl xlgu,,' liegt an der Süb lüfte Irlands.) Richtlinien für Kaufleute. Frankfurt a. M., 27. Febr. (Wolffs Die Vollversammlung der vereinigten £> an* delskaminern Frankfurt a. M.- tzanan lujt.i 16. Februar 1920 hat sich mit den Klagen über bas GesäMsgebaren deutscher ?rinncn in Verkelw mit dem Ausland befaßt und l-ürzn folgende Entschlieskung angenommen: Der gut? Nam ? des deutschen Kaufmatrns nrufe im Ausland unter allen Umständen emftechterha tcu werd n. Auch imter den gegenwärtigen säswierig-'n fvirtschatt^ lieben Verhältnissen kann bei Lieserimg-m itaclj dem AiiÄaich nur Treu und Glauben die Richtschnur bilden. Bei Geschäften, die zu feiten Ponsen abgeschlossen sind, ist der jftkrufmtnui an feine Preis' und an die Lieferung gebunden, ielbft w'nn das Geschäft für ihn verlustbringend werden sollt-. Verkäufe zu festen Preisen könn'n tm all gemeinen mir abgeschlossen werden, wenn die Warm grettbar, d h. auf Lager sind. Es ist das gute Recht unb die Pflicht des Kaufmanns, sich bei Verkäufen twt Waren, die erst angefertigt werdm müssen, durch Vorbehalte gegen Schaden zu sckrützen. W.md-n solche Vorbei-alte gemacht, so müssen sie b*im Ee schäftsabschlufe und in der Kauforder befhmmt und unsroeibeutig zum Ausdruck gebracht werden. Das Wort freibleibend hat, wie wir festgestttlt haben, in einzelnen Branchen selbst im Inli> d eine verschiedene Bcheutung und Auslegung. Dies Wort ist deshalb geeignet, im Verkehr mit dem Ausland »u bedauerlichen Mistverständnis'en An- lafe zu geben. Behält sich der Kaufmann eine Erhöhung der Preise bet anziehenden Inlandspreisen vor, so mufe er bet Berkaufsorder aufbrueflen, Preise unverbrMich ober Pr ist freibleibend Sfonu er bezüglich ber Preist, der Ltnerzeil und frr Liefenmgsfüh,gkeit feine Gewähr übernehmen, so mufe, er auf der VerkaufSorder „ftribleib'nd bezüglich der Preise, der Lieserzttt intb der Liefernngs- fäbigfeit" oermerfen. Autzerdern ist bei ausruhrverbotenen Waren die Sttaufel „vorbehaltlich her Ausfuhrbewillinmg" zu empsthlen. Wenn die 5&rufleute die Verkaufskbanstln deutlich ihrm Vn- kerufsordern aufdrucken und sie, wie Treu und ifflauben es verlangen, handhaben, so wird der gute Ruf des deutschen Sfaufmamtd sich allen 9ln- ferniningen gegenüber im Ausland erhalten. Suche haus mit Garten, 3 bi- 5 Zimmer genügen, kleine Nebengebäude fallen habet fein. Abschln alßbalb.J. Abplanalp. griebberg (■freflf tel.ßU Kopierpresse gebraucht, zu kaufen gesucht. Schr. Angeb. unter 2256 an den ©tefeen. An.;. 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März, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause aus statt. 03813 Zum 15. März gut empfohlenes, tüchtiges WWli geWl. Fran Forstassessor Löher «ne-» Alicestraste 31. In tiefer Trauer: Jakob Becker Karl Becker und Frau Wilhelm Becker August Becker nebst allen Verwandten das flott stenographieren und Maschinenschreiben kann, von einem Arzt 2 mal roödjeniL addS. von 8 lOUbraesucht.SchristL Ang. u. 2359 a. d.Gieh.Anz Belohnung SchiffenbergerW-ol- Wer überlüßt Neuvermählten z. 1. April oder 1. Mat z Nimtt iiniiÄ? Schriftl. Anaeb. unter 03787 au den Giest. Anz. Heute nacht entschlief sanft nach kurzem Leiden im 86. Lebensjahre unsere liebe Schwester, Tante und Großtante Frau Antonie von D»iis geb.Wehn Witwe des Hauptmanns von Demeiic. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Geheimrat Weigand geb. Wehn. bekannt zu werdem--^ Angebote unter 0381^ den Gieneuer Anz^. schnetderet.vabnhütr zil l SfWMfller- u. Inatalla’enr- Lehrling zu Ostern Gesucht. Heinrich Blum, 03773 Bletchstraste 16. Am 27 Februar 1920 starb infolge eines Unglücksfalles in Paulinenaue bei Berlin meine liebe, unvergeßliche Frau und unsere liebe, gute, treusorgende, unvergeßliche Mutter Frau Marie Kersten geb. Müller im Alter von 57 Jahren. Dieses zeigen tiefbetrübt an August Kersten, Ehemann Hermann Kersten, Sohn Anna Kersten, Tochter, Berlin, Stromstr. 41 Familie Heinrich Ruppel, Bettenhausen Familie Wwe. H. Margolf, Rüddingshausen Familie Karl Becker, Gießen Familie Lui Becker, Gießen Familie Hedwig Kersten und Kinder, Gießen. Die Beerdigung findet voraussichtlich am 4. oder 5. März in Paulinenaue bei Berlin statt. 03334 Zur Uebernahme einer in Gießen zu errichtenden Filiale unserer Batik Kunstwerkstätten wird tüchtiger Herr, evtl auch Kriegsbeschädigter, «der geschäftstüchtige Dame, für sofort gesucht. Hohes nachweisbares Einkommen; vornehme, zukunftsreiche Existenz. Für Ausbildung und Einrichtung, welche durch uns erfolgt, sind 4000 bis 5000 M. erforderlich. Ausführliche Offerten nur ernster Reflektanten 2208A Todes-Anzeige» Allen Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß am Samstag den 28. Februar, vormittags lll/a Uhr, meine lieb<- Frau, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Elisabeth 81« geb. Walter im 53. Lebensjahre sanft entschlafen ist Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Fritz Hieran and Kinder. Wir suchen zu baldigem Eintritt perfekte Stenotypistin mit guter Schulbildung. (Anfängerinnen ausgeschlossen.) Ausführliche schriftliche Anerbieten mit Angabe der Silbenzahl und des Systems erbeten. 2830 MWkl MlvkkM Mer, MMes! Filiale Gienen. •längerer MiÄifräer der gewandter Zeichner fein must, zum sofortigen Eintritt gesucht. 227 J kiisknWk, Nm a. d. Laba. Helles Lokal oder Keller tSouterrainl als Lager- raitm geeignet (eoil. mit Wohnzimmer! per sofort xu mieten gesucht. Ost. unt F. Ii. E. 10G an Sudel! Kosf.9, Frank- iart am Hain. 234186 Mckn «Ser Frau Wetzstcinstrastc 42. 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Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen herzensguten Sohn, unseren lieben Bruder und Schwager Ludwig Becker heute morgen um 2'/, Uhr nach kurzem, schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden im blühenden Alter von 19 Jahren in ein Gestern früh entschlief plötzlich nach längerem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater Georg Simon Ortsgerichtsvorsteher im Alter von 59 Jahren. In tiefer Trauer: Auguste Simon geb. Köhler Auguste Simon Marie Simon. durch di« ®etdfäft»He(k kann nicht erteilt werden._______ 3 sprnngfäbiae Bullen Simment.Reinzucht verk. H. Kreador 3., Vadeared bei Renzendorf. 2369 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unserer lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege innigen Dank; besonders den Schwestern für die gute, liebevolle Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karl Wahl und Fran. Gießen, 28. Februar 1920. 03782 Ei« Herr Stunden des Tages zm Beitragen von Büchen und sonstig, schriftluvn Arbeiten. 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März 1920 Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gbertzchen) Hr. 51 veulsche llationalversammlung Regime war, lin: t des Dampfers. ©rauen durchfchüttelte das Ein uni Febr. eines 7g a- it « i. f. 10 1 rf. ei 8 fatzrmg zu. Nachdem die Tagesordnung erledigt schloß der Vorsitzende die Sitzurrg. P^liernroge 27. o, d- U’ (143. Sitzung.) Berlin, den 28. Die zweite Beratung des Entwurfes ReichseinkommensleuergeiebeS wird fortgesetzt. Abg. Keil (So;.): Wenn das alte Berlin, 15. 2. 20. Ziegelslraße 2» 11. Heute Mittag war ich Unter den Vntten Zeug'. 21 6, le skat tn n* 5. errichtet, die an den Strand getrieben wurden. Sie Klaubte die Richtung zu Bennen und lief nun darauf zu. Es war schon fast dunlle Nacht um fie, und in ihrem drohenden Schatten schienen all bet blassen Dünen unheimliches Leben zu gewinnen. Eisige Schauer jagten durch Estrids Glieder. Se> gcfpenfter, die grausigen, hier in diesen wildm Dunen wer en sie zu Dause. Ml die Schreckgeschichten, die sie in firner Stint» heit von Dörnunm gehört, wurden wieder wach. Wie die unbarmherzigen Strandräubcr die Schich- brüchigen ermordeten, um ungehindert die Schätze bergen zu können, die das Wer an den Strand warf, wenn ein Schifi im Sturm zerschellt, und wie in dunklen Nächten die Geister der Erschlagenen und die ihrer Mörder ruhelos über die Dünen irrten, fiagenb und weinend. Vermischte». Wie sich die (Entente in Berlin benimmt. Ein geborener Gießener schreibt uns ans Bn> Gerichtssaat. rm. Darmstadt, 29. Febr. Der bWr unstesriefte frühere ZwanKlügling tzrinrich S., 17 Jahre alt, anS Schotten, war in Schwanheim bei Bensheim beschäftigt. Ernes Tag.'S ver- anlastd' er die beiden 7 und 8 Jahre alten Kindes seines Tienstherrn, aus einem Käflchm einen Geldbetrag von 2200 Mk. zu entwenden und ihm drS Geld zu geben, für das er flott lebte. Er macht' sich verdächtig, ging durch und verüble kurz darrnf mit einem Genoien einen Einbruch, b’i d.'in er eine Partie LebenSmrttel stahl Er würd' in btt Strafe von iy3 Jahren Gefängnis genommen. Peter." Da ratterte auch wieder das Bähnchen vorbn, das sie wenigstens bis- Westerland hält: zurück- führen sollen, wäre sie rechtzeitig -ur Stelle gewesen. Uni> txmn mit einem Mal etnz große, grauenvolle Stile um sie herum. Nirgends ein Mensch, nirgends ern Daus. Fassungslos starrte Estrid um sich. X)ter und da zuckte ein scchler Blitz am schwarten Dimmri nieher und das Rollen des Donners mischt: sich mit dem Brausen des Meeres. . Der Wird, der sich, jetzt erhob trreb rhr d:n weißen Dünensand wie scharse Nadeln ins Geircht. Aenghlich hefte sie den dichten echterer ubn: ihr ruhig schlafendes Kind. Wenn es Schaden nahm? Wenn fte schuld n>rr und dem Kinde envas geschah? Der Gedanke bohrte wie Wahnsinn in ihrem Dirrr Immer dunkler, immer intWimOKr wurde es um sie her , _ r. . , „Nur ein Obdach," betete sie in öjrer Derzens- angft, „nur ein armseliges Obdach." Ihr fiel ein, daß es früher auf Dörnnm em: dunlle Bretterbude gab, für i*e Dchiffbrüchigm ÄWtz Yangons, im 55 8- ) 12 6 Der Schlicht«U-sta«»schusi der Provinz Oberhefsen. In der Sitzung vom 18. Februar 1920 tarnen folgende Fälle zur Verhandlung: 1. Tie Arbeitsgemeinschaft der Angestellten hatte Antrag auf Abschluß eines Tarifvertrages für die Anwal tsgestllfen gestellt. Tie Verhandttmg führte, nachdem bereits vorher ein Tetl der beteiligten Borrauo sich verständigt hotte, zunächst nur zur (Scörteiamg einiger formellen Punkte, wie Vorsitz-- und Brifitzm-ftam', Anriagsligitirnation und dergl., und wurde als- tann vertagt, wobei der Erwartung Ausdruck gegeben wurde, daß auch bei den anderen Beteiligten eine Veistänkignng zustande kommen werde. 2. In der Antragsache des Bergarbeiterverbandes gegen die Grube Rosdach v. d. D. stellte sich der Schlichtungsausschuß auf den Standpunkt, daß zunächst die besondere Schlichtung»stelle des .ivotlechchabchmmens, dem die Grube sich durch Beitritt unterstellt hatte, und das der antragstellende Verband abgeschlosten hatte, angerufen wer- Böck-rl Verlaus, te»Ä ttb. aus fatp Bausckretäre erford?rlich geroorbm kn Dieser Gegenstand stehe nichi aut der Tagesordnung. köni e aber am ix ex* gosctz: iverdm, uvnn wenigstens- zwei Tritte! der Mugticder anroomb een und wenn alte aivvesenden Mitglied r sich dafür aus sprächen. Da ein Widerspruch nicht ersolgte, wurde ixe Kre.ssatzung vorgetragen. Die mach sollen er- hoben werden: 1. Für Beiickrcigrma eines Wohn« gebäudes, eines Neubaues od.r einer Dauptoeranker ung mit allen Feuerungsanlagen: 1 Mk. für jedes angefangene 1000 Mk Bau wert, icbod) mm- d.'stens 10 Mk. 2. Für Besichtigung eines Neubaues oder Dauptverändemng ohne Feuerung». anlage, sowie anderer gcnebmtg ini g»o psl id)tig:i Bauten zurückdrän,gen, denn jetzt ltieß es, aus eigenen Füßm zu stehen, zu ringen und zu kämpfen für ihr Kind. . Still und friedlich war es auf der Deide, todescmsam Und die Gewißheit, daß sie auch die Deimat verlassen mußte, übermannte Estrid mit schmerzlicher Gewalt. Mit Aufbietung öfter Willenskraft drängte sie ihre Bewegung und die aufste genden Tränen zurück. 'Niemand sollte sie meinen 'eben. Nicht mal die einsamen Föhren, die ab und zu aas dem Deidesand aufwiegen, dursten wissen, datz s« nichts war, als ein schwaches, unglückseliges Weib. Kurz vor dem Bahnhoi in Westerland ließ sie den Wagen halten, um dem Kutscher ihr Ziel nicht zu verraten. Sie nahm ihr Kind aus den Arm und gab einem Jungen die Tasche, sie ihr bis zum Bahnhof zu tragen. Dort erfuhr sie zu ihrem Entsetzen, daß der Zug erst zwei Stunden später ging. Einen Augenblick stand sie wi: vernichtet. Auf dem Bahnchot ;u warten erschrm ihr ausgeschlossen. Wie leicht fomiten sie dort Bekannte anfprechen. Es dünkte sie überhaupt gewagt, die kurze Sttecke mit der Bahn zu fahren, die von so vielen Menschen benutzt wurde, imt 5um Schiff zu gelangen. Utti> Estrid entschied sich, lieber die Strecke bis zur Damtcherstarioii zu Fnp zurückzulegen. Das war weniger Qual, als hier zw:i Stunden zu harren. Sie gab dem Kleinen, der sie vergnügt anlachte, erst zu trinken, dann wanderte sie, das Sttnb tm Atome, rüstig $*mum zu. den müsse. 3. Wogen Unjuftänixgfeit wurde die Zurücknahme des Antrag» gegen Baustil chäft Jiosef H erbet reffend Wirtschastsbritzikst' erlirt. 4. Tie Firma Travv und Munch in Friedberg wurde verpflichtet, dir Löhne der Lobnllasse 3 des Bezirkshchnabkommens für die chemische Industrie vorn 1. Februar ab zu zaUen Ter Schiedsspruch wurde vorn Antragsteller (Verband der Fabrikarbeiter) und der Firma anetflannt. 5. In der Sache gegen die Oberh. Kal k- undSteinindustrie G. m. b. D. in Butzbach wegen Lohnforderung muß die Entscheidung des Staatskommisiars für die wirtschaftlickte Demobilmachung eingeholt werden, weil die Absttmmung des Ausschusses bei Stimmenthaltung des Borsitzew- den zu keiner. 1 Schiedsspruch führte. 6. Die Gemeinde Stangenrod wurde v:rpflich- tet, einem Arbeiter vom 1. 12. 1919 ab den d:m Lohn gebiet III des Tarifs für die Dol-jhauerri mt* sprechenden Lphn zu zahlen. 7. Dem Personal der Gießener Unt- versitätsklrniken ist für das Rechnungsjahr 1919/1920 folgende WirtschaftsbeihiIse zu gewähren: 1000 Mk. den Verheirateten, 600 Mk. dm Ledigen mck» 200 Mk. jedem ft'rnb entsprechmd dm rtcortid^n Bedtngalngen. soweit Verpflegung g.'- währt wird, sind diese Sätze in D^he von 80 Proz zu zahlen Tie Mrischaftsbrihilfe berechnt sich für jeden Monat der Beschäftigung mit einem Zwölftel der Summe. Ein schriller Psisi gellte über bie Dünen zu ihr herüber, das Abfahrtssignal Estrid brach vor Verzweiflung fast zusammen. Verstört sah sie um sich. Gab es denn keine Rettung für sie und ihr ftinb? Und eine Stimme in ihr raunte: „Im Gotteskoog würdest du geborgen fein!" „Nein, nein," wehrte sie sich, Aieber geh: ich mit dem Kinde ins Meer, niemals zurück zu Ein Paar neue > MWW )^_an_benJ^L:, junge Weib. Dazu die veuevoNe Ervennmis, daß sie durch ihren Unverstand, durch zu wenig Ueb:r- legung und Vorsicht ihr armes, kleines Kind opferte, daß sie schuld war an des kleinen Inge- narts Tode, wie sie an dem großen Ingewart schilfig war. Ihre Lippen fichten zum Döchsten, als fi: vorwärts keuchte. Im Erinnern an ihre Kinder- zrit fiel chr rin, daß man in den Dünen als Schutzwehr gegen böse Geister das alte Senäuber- litd singen müsse, und unwillkürlich murmelte sie — fingen konnte sie nicht — den altm Be- schwö''ungsspruch: „Frei ist der Fischfang, Frei ist die Jagd, Mrei ist der Strandgang, Frei ist die Nacht, Frei ist die See, frei von Lande zu Land, Frei ist die See und der Dornumer Sand!" Nein, sie konnte nicht mehr. Ihre Kraft war erschöpft. Äe hatte keinen anderen Gedankw, als mit ihrem Kind in dem Weichen Sand für immer zu schlafen. (Fortsetzung folgt.) Mühlheim a. M., kam auf seiner Wanderung nach Laiuerbach und stieg liier in ein Gvldwarcngefckmlt ein, ans dem er Uhren, Schmuck und andere Gegenstände nn Werte r-on 4000 Ntk. entwendete. Bis auf einen Rest nmrbc ihm das Diebsgul bei seiner Festnahme wieder abgeinommen. strafe: 3 Monate Gefängnis unter Anreckmung eines Monats Untersuchungshaft. Frübzeiii'i auf abschüssige Bahn geraten ist der erst 13 Fabre alte Schüler Cteotg Fr aus Offenbach, der sich letzt in einer BessernngSanstalt befindet^ Er batte, nachdein er seinen Eltern 3;>0 Mark Silbergeld entwendet Hute, int Mai 1919, kaum 12 Fahre alt, an drei versckne- denen Orten OberhesienS, 6 Dülmer, 1 Ferkel und- mehrere Eier gestohlen und wurde ixifih zn einer Gesamtstrafe von 6 Wochen G sängnis verurteilt. Tie Berufung der Staaisanw-.l idxifi gegen ein sckwsfengviidxl 1 ck>es Urteil, da: 15 M ctzger a u c Lauterbach wegen nirty genügender Fettz» aMieierung zu Oleldstrafen von 10 uni) 15 Mk verurteilt hatte, nmrde mit der Begriindung vev- worfvn, das' die besonderen Umstände in Lauterbach eine gelinde Bestrafung reckstseriigen Am 1. Mai d-s Is i-eraiflaß:e der Arbeite rrat von Nieder Wöllstadt, daß ohne fite* nehmigung des Krcisamls und Oderhesi Vieh» ixmlels-rerbands eine Kuh ans dem Viehbestand der Dttive B. daselbst geschlachtei und da-> Fleisch an die versorgungsbereckxigte BeVölkern>M verteilt wurde. Er war deshalb angettagt, aber vom Schöffengericht freigespvockien worden Aus die Berufung der otaatsanwal। scha-1 hab die Strafkammer das frrisprcchende Urteil aus und erkannte unter entsprechender Kvstenbclashmg auf Geldstrafen von je 10 Mk. Bier jugendliche Arbeiter aus Frankfurt unternahmen einen Streifzug nach Vilbel und entwendeten aus einem Dausgarten, in den sie ringestiegen waren, zum Trocknen aufgehängte Wäsche im Werte von mehreren 1000 Mr.; sie tonnte ihnen wieder abgenommen werden Es wurden Strafen von 9, 6, 4 und 3 M-nrnten erkannt, der größte Teil der setther crlttteiten £*aft tarn in Mrechmmg. Erfolgreich war ine Berufung des Lehrers B. von Bad-Dvmbirrg gegen ein schäsiengericknliches Urteil, das seinen mmdettährigen Sohu wegen Forstfrevels verurteilt hatte Ta nxi beeidigte Zeugenaussagen in scharfem Widerspruch standen, so kam das Gericht zu einem non liquet und sprach frei. Der Junge hatte sich gegen ein gutes Trinkgeld bereit erllärt, ihr die Tasch:, die ihr zu schwer War, zu tragen. Zuerst schritt Estrid leicht und sicher mit dem Kinde dahin. Sie meinte, den W:g zu kennen. Früher war sie ihn oft gegangen. Rantum, das einzige, aus wenigen Däusern bestellend' Dorf der Daltonsel, lag schon bmter ihr und vor ihr dehnten sich die weiten Dünentäler,^ durch tod*1 sie hin- durchmußle, um die Anlegestelle des Dampfers zu erreichen. Wie weit es sich hinzog! Das Kind wurde ihr immer ictwewr imb jetzt weinte es leis-: Der Dvnniel hatte sich umwölkt und plötzlich erfiarte der kleine Träger, ,>es tarne rin Gewitter und er könne nicht mehr mitgehen. Es^sri so w« so nicht geheuer in den Dörsumer Dünm. xa hausten noch die Seelen der armen Schiffbrüchigen, die die Strandräuber in alter Zeit um gebracht. Nicht einen Schritt ginge er ttrit:r." Er stellte die Tasche hin, und ttotz aller B:r- beißarngen EstriÄ auf eine reich: Belohnung lief der Junge schnurstr«^ d«wn. Estrid war ganz zerschmettert. Um das Unglück voll zu machen, hörte sie in einiger Entf:r- nung ein Prusten und Schnauben. Es war gar kein Zweifel, die fieine Dampfipurbastn fauche in den Dünen bereits an ihr vorüber. War es zu spät? Kam sie zur Abfahrt des Dampfers nicht zurecht? Eine furchtbare B-ntzweiflung packte die junge 5rau, die allein mit dem weinenden Kinde in der eich los en Sandwüste stand. Wenn sie den Dampfer nichr mehr erreicht, mußte sie bis morgen bleiben, wo aber sollte sie übernachten? Ein Gastbaus gab es nicht fn dieser Einöde. Sie war verloren, wenn das Wetter losbrach, ehe sie unter einem schützenden Dach Zuflucht fand. Sie mußte versuchen, um reden Preis biß zur Dampferanlegestelle zu gelangen Vielleicht kam sie doch iwch zurecht Sonst mußte sie den Zug, ber nach Westerland zurückftchr, benutzen, um dort irgendwo heimlich die Nacht zuzubringen, tenn von Beginn des Striegel an eine vernünftige Steuer Politik getrieben und das Kapital angemep fen belastet Hatto, wenn Derr Delsferich keine Ban" kewtt-Politck getrieben hätte, so brauchten »vir heute seine Snch>e nicht auszuessen. Die Sozial demokraten sind an dem unereuufiiehen Schauspiel in Moabit nicht beteiligt. Sie barten schon seit Krieasbeginn eine Kriegsgewinnfteuer gefordert, ebenso den Ausbau der Erbsck>aftssteucr. Das Prinzip der progressiven Einkommensteuer ist sozialdemokratisch Im einzelnen haben wir Sozialdemo traten uns die Gestaltung des Gesetzes anders gedacht. Die Steuer muß aber nun, den Verhältnissen folgend, in der vorliegenden Form verabichie bet ioerben. Es sei zu hoffen, baß die Schonung kinderreicher Familien noch weiter ausgedehnt werden könne. Der Bedarf des Reiches für die nächsten Jahve sei noch lange nicht acbccft, zumal die Verpflichtungen aus dem Friedensvertrag noch gar nickst zu übersehen seien. Bei aller Borschcktzung der hosten Aufgaben, die Länder und Gemeinden zu erfüllen hätten, bleibe doch die Dauptsache, bas Reich lebenchchchg zu erhalten und seine Schmiden abzustürden Gs gelte schnell M handeln. Die Ve sitzenden Mächten sich ihrer Pflicht gegen die Allgemeinheit bewußt werden. Abg. Pohl mann (Dem.): lieber bas Er- aebnis der Einnahmen von 1919 und ben Bebars für 1920 liegen noch keine genauen Angaben vor. Die drei Löcher im Westen, Rarsten unb Osten sinb noch immer offen. Die Warenproduktion deckt noch nicht ben Bedarf; es müssen noch Waren importiert werden. So fehlen also alle Voraussetzungen für die Aufstellung eines Etats, well sich die gesamte Volkswirtschaft nicht in einem feste» unb übersehbaren Zustand befindet Denn es tommi weniger auf die Art ber Besteuerung an, als daraus, festtustellen, welche Steuerhötze von der Bolkswirtsckwft ertragen werden kann. Sparsamkeit unb Mehrarbeit sind notwendiger denn je. Die bestehende Arbeitszeit muß voll aus- «nutzt werden. Die Arbeitslosenunterstützung muß so geregelt werden, daß niemand denken kann, er brauche nicht zu arbeiten. Immerhin muß jetzt unsere Sorge sein, die Kasse des Reiches zu füllen Das Reich braucht das Geld und so müssen wir die Ssener^setze bewilligen. Bei einer Art organisierter Wirtschaft — um das Wort Parlamentswirtschaft zu vermeiden — werden wir verbleiben müssen. Die der«itige Steueigesetzgebung, so notwendig sie für Den Augenblick ist, wird toi ne» allzulangen Bestand haben. Die Baluch- kommission brückt daraus, baß hohe Steuern ein- kommen Das ist auch zurzeit eines ber wenigen Mittel, den Notenumlaus abzubauen. Nur eine gute aktive auswärtige Politik kann uns aus den wirtschastlichen unb finanziellen Nöten retten. Äbg. Dr. Düringer (D.-natl.): Vom taktischen Stanbpunkt aus sind wir Gegner der jetzigen jRegicrung, zu der wir fein Vertrauen haben. Wir lehnen eö daher ab, den Männern, die am Ruder sinb, eine solche Fülle von Macht zu übertragen, wie sie diese Steuergesetze mit sich bringen. Sachlich haben wir an ihnen rnitgear- britet, aber die Verantwortlichkeit für diese Steuer tragen die Mehrheitsparteien. Die Steuer- gefebe liegen jetzt erst in ihrer Gesamtheit vor unb ermöglichen jetzt erst den so notwendigen Ueber- blick Sie lassen jede volkswirtschaftliche Rücksichtnahme DcrjKjien unb sinb rein nach finanztechnischen Gesichtspunkten gearbeitet. Das für unftTc Volkswirtschaft Erträgliche ist mit biefen Steuern langst überschritten, lieber all sehen wir eine korrumpierende Wirkung der neuen Steuern noch ehe sie in Kraft gerieten sind, überall Ber- schtvenbuiigssucht und Arbettsunlust, weil der Staat ja doch alles nimmt. Das Attentat au Erzber ger haben nrir Derurteilt, aber empörend war es, wie meiner Partei das Attentat angebängt wurde. Wenn einem Zenriumsmitglieb Schiebereien ober falsche Steuerhefiarationen nach- geimefen würben, so dürfte doch niemand sagen, . bas Zentrum bestehe aus Schiebern und Defraudanten. Wir werden auch im Plenum eine Reihe von Abanderungsantragen stellen. Die Steuer» griebe im ganzen sind für uns unannehmbar. Abg. Dr. Becke r-Dristn (D. Vpt.): Tie Finanzpolitik Delfserichs war diktiert von dem Gc 'kiswert zu verkauf WrMtUOi. rautsurt a. Mai» ebt ÜMMM U Ö. E. ZlikinQ LIwi lainrtrntL U ^°beS, gut erhaltene Grammophon nit Planen und M rinwuri zu verlauien Friedrich Gkrftciberg Inbetben b. Hungen. „ Heiliget Hasensttt unb Tamensahrn! üllig zu verkauien. m älein Linden, Frankfurter Ett l Zweisivlger, gut echl ' Sportwagen z. ot ,• Wetzfttingtsstfi! Gießener Strafkammer. Gießen, 27. Febr. 1920. Hinter verschles'enen Türen wurde gegen den Dausburschen W. R von Grünberg wegen S i 11 - lichkcitsverbrechens verchandell. Trotz srines Leugnens erWlt er 6 Monate Gefängins, 1 Monat Untersuchungshaft wurde angerechnet. Ter Fürforgez-gling Friedrich Jrih-nn I. entwich im Januar l. I. aus der Erziehungsanstalt ni dieser furchtbaren Sand wüste konnte sie nicht Mriben. Alle ihre Kräfte zusammen raffend, tturzte he vorwärts, doch bie Tasche unb die Last des Kinins lähmten ihre Eile. Mit leuchtendem Atem, wie gehetzt, stürmte si', um den Weg abzu kürzen, durch bie Dünen. Oft verstärk sie ins zu den Knien in dem lockeren Sand und über ihrem Daupte murrte schon der Donner. fühl, daß wir damals alle teilten, nämlich, daß wir hegen würden. Zentrum unb Demokraten ha ben der bomoligcn Finanzpolitik zugestinimt. Alle unsere Bemüh»lnqen werden nutzlos fein, solange nicht bas Vertrauen zu unserer wirtschaftlichen Ge- unbung zurückkehrt, im Znlande und iwr allem tm Ausland, und das wir nun einmal brauchen. Länder unb G. nieind.n müssen gegenüber dem Reich zurstckstehen: bamü müssen wir uns abiinben. Ter Ausbau der cinidnen Steuern dars nicht so koni' pliziert gestaltet werden, daß ihre Aussührbarkeft daran scheuert. Abg. Der old (Zenri.): Unsere Anträge zu den StenerOefetzen bei der Ausschußberatung sind aus unserer Mute hervorgeGangen, otme Fühtung- Matonc mit dem Fimanzminister In dieser' schweren Zeit ssllte keine Partei die Verantwortung für bie geschaffenen Gesetze ablehnen. Den Etat haben wir auch wäbvend des Kulturkampfes nichi abgelehnt. N-rr hotten, daß das Einkorn men steilergrietz so gestaltet wirb, daß es trotz ber schweren Belastung der Bevölkernrrg annehmbar fein wird. Abg. Düwel 1 (Unabh.): Tas steuerfrei gelassene Existenzminimum unb bie Staffelung nely* iwen keinerlei Rücksicht auf bie tatsächtichen Verhältnisse. Die Teuerung wird immer weiter steigen Der preußische Ministerpräsident Dirsch verlangt in feiten Dandtzüchern, ebenso wie ftüher bie ganze vechtssvzialistifche Partei, die absolute Steuerfrei heft des zum Leben notwendigen Eiickommens. Die kapftalistischen Grundlagen des Staates sind die alten, und so entfernt man sich immer weiter von dem sozialistischen Standpunkt. §1 wird angenommen. Fortsetzung Montag 1 Uhr. Schluß nach ¥26 Uhr. Zu verknusen 1 Sinkt klLvvMlcheu, lP-r alte Bücher, 1 Siebe Schrisll. ängeboie v ! 03792 an den Gien.: SehaSrscbahe, jifl. z. ü. IrotderLSlr W«. abzuyeb. H. öottman Marbw_b^__-- ÄSS SSwÄsSfi, SftB Wir schlag des Kvrisansschuises enrtvrechend, als Mtt- glieder der Flurschadenabschätzungs- kommifsion auf die Dauer von 6 Jiahren Landwirt Gvtttnanm, Gießen, Rentner Klein, Gießen, Oekonom Simon, Gießen, Beig'ordn:ter Dnblitz, TraiS-Lorloft, Gutspächter Weiß, Dos- Graß, Pächter Kammer, Brilerstzeim, Sieger* meister Dotter, Ober-Därgern: als Mitgliedn: bzw Ersatzmitglieder der Körkommrssion für 1920, 1921 unb 1922 und zwar für Bogels° b er ge r Zuchtrichtung: Mr gliedcr Alt- hurgermeister Dir-, Watzenbvm-Stemtzerg, D'r* mann Belten, Göbelnrod, Eriatzmitg^ß-ter Der- mann Bon-Ei ff, Grünberg, Georg Bolk UI., Gr.- Linben; für Sim m en tha l er Zuchtrich- tung: Mitglieder Bürgermeister Doller, Db*r» Dogern, Karl Dahn, Bestersstrim, Eriatzmitglre- ber Beitzeordneter Tamer, Röthg's, Wilhelm Weil, Lang-Göns. Ter Vorsitzende wies alsdann darauf hin, daß der Erlaß einer neuen Kreisjatzung b:tr Gebühren für die Bauaufsrch t durch bv 6&rl Behördliche Anzeigen Los I: folgende des 13 Fichtenstämme 3. 1,26 FstNl. Fstm mit 214 2347 Stcuernagel. im bis 2348 Lind. ecteeneBnttKt 129 rr^::::::rnr^rrrrrrr 8ranz Bette 2)51] VrennhoZz au kaufen aesncht rl,0 t 1 mit mit vernichtet verblüffend Kl. Kl. mit mit 1. Eichen-Schnittl-olz 2. Fichtenftamucholz tm. tm. tm. tm. tm. ■ tm. 1. Kl. 11. Kl. III. Kl. IV. Kl. Va Kl. Vb Kl. Grrlbenholz 15,96 75,00 72,00 90,00 110,00 10,00 101,02 141,38 16,33 37,11 2,79 6,27 13,46 65,65 0,31 F F F F F F Holzarten: 9,64 Fswl. 21,02 MN, 4,— Fstm. 5,77 Fstm. 5 Mn. Los V: Los VI: Los VII: Die schriftlichen Angebots 4 Fichtenstämme 2. kiftmen. . Euöffnmtg der Anscb-vtc erfolgt rn Gegenwart etwa erschienenier Berwerber erste!i erscheint. Das Hvlz ist mit Nftrde gemessen und kann vor dem Termin in Augenschein genommen werden. reder-B es singen, den 28. Febr. 1920. 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W. üel, Ed., Schottstraue, , .ftousumverein (in sämtlichen Fittalen) Die Marken können bis einschließlich Donnerstag den 4. März 1920 eingelöst werden. Meßen, den 28. Februar 1920. 232/B Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Jagd - Verpachtung. Die der Gemeinde Grebenhain gehörige Feld- und Waldjagd sott Mittwoch ben 10. März 1920, nachmittags 1 Uhr, in der Wirtschaft der $ycinrid) Gcmß XIV. Wittve auf weitere sechs Jahre verpachtet iverden. Die Bedmmmgen werden im Dermin betarmtgegeben'. Zur Jagd gehören zirka 1000 Nlorgm Wald und 2700 Morgen Feld. Die Jagdgrmze endigt am Oberwald. Grebenhain, dm 28. Februar 1920. Hess. Bürgermeisterei. 200 M° Belohnung! zahlt Schilling, FfenkCnyter S'tr. 83, dem. der Person oder OertUchkeit nachwetst, wo der am Samstag abend 11 Nhr dem roten Droschkenauto am Klrehplatz abhanden gekommene ÄMtoreifeiri Marke Ercelsior, montiert auf abnehmbarer 5lon- tincnialielne 820> verblieben ift Berschwiegenhcit mfrb zugesichert. Wer helfen, schlauch und Felge zuriickbringt, erhält 2367 400 ML Belohnung. den ober Niesern in größeren Mengen! Evtl, auch geeignete, rührige» AnssorDeimng. Nachdem der Krieg burcl} die Natifilatton des Friedensvertrags nm 10. Januar 1920 beendigt ist, fordern wir gemäß §4 unserer Bedingungen alle Gemeinden, Vereine, Arp'itaeber ui'iv., ebenso hie Ancxlörigen und öintcrWicbcnen, die ihre Kriegsteilnehnter bei uns versichert Haden, nochmals auf, insoweit dies bis jetzt noch nickt geschehen ist, die blauen Altteilscheine mit den standesamtlichen Sterbenrkrmden, bei Mei- bimg von Nachteilen, bis spätestens den 1 5. M ä r z 1 920 an die Lettische ttriegsversicherung (Ober- versichermtgsamt) Darmstadt, ^Neckarstraße 1, cm- znsende'.'.. Ist der Sterbesatt in den Registern des Standesamts noch nicht eingetragen oder werft en Kriegsteilnehmer vermißt, so find die Schreiben der Trupt^nteile an die Hinterbliebenen, woraus h-rvorgeht, daß die Kriegstett- nelymer verstorben sind oder vertu ißt werden, mit den blauen Anteilscheinen bis ebenfalls den 15 März 1920, bet Meldung von Nachteilen, bei uns elnzureichen. Ansprüche, die bis zu diesem Zett- Punkt nicht bei uits att gemeldet stnd, können bei der Abrechnung nicht berücksichtigt werden. Darmstadt, den 24. Februar 1920. Hessische Kriegsversicherung auf Gegenseitigkeit. (Obervers iä-erttngsamtO v. Krug. 2352V Literarische Gesettschast. Wir loben hiermit nochmals die Mit» glieder zu unserem literarischen Abend Helene Christaller aus VarmstM nm Freitag den 5. März 19Ä0 abends 8V« Ubr in der neuen Aula ein. (Simritidtarten zu M. 4.—, M. 3.- und M. 2.— sind mit der üblichen Preis- ermäßimina (1 M. für den Platz» bet Borzetaen der Mitgliedskarte im Borverkans in der Munkalienhandluna E. Cha Hier zu haben. Außerdem erlauben wir uns, unsere Mttalieder schon letzt ztt dein am 19. März 1120 statisi.tdendcn IHtfillSÖflflÖtilO (WiO-kWUO^ Dichlor (Rezuator Herr tt. Bolck vom Stadttheater) einznladen. Näheres wird noch tm Gieh. Anz. bekanntgegeben. Nächster öffentlicher Dickterabend: Ende März: Walter B 1 o e m. 2330D aschinen Ur niin- ne Ein- schöne Geaenstänve. Die tVtijbcl sind gebraucht, aber sehr gut erhalten und äu» sauberem Hause. 2349D Versteigerung bestimmt. Schuch, Ps»«., Mimtit und Tsraiir. Kognak-Verschnitt nur für Abfüllstellen, 38-40%, per Liter M. 42.— freibleibend. Herbert Weise, Frank fti rt a.^. Ratbeilstr. 45. Telegr.-Adr.: Spirituosweise» Frankfurtmain. Fernruf: Hansa 777i. »34988 VerlobMngsbrieie VertobMngskarien aparte Muster große Auswahl Aul iieiltö Srtrilt-Neiibelten erlaube roir besondere hlnzniölsfinfe Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Nittergulsbesitzer Ernst Lohsen Kgl. Preutz. Hauptmann und Frau Liny geb. Becker. Girtzen, West-Anlage 43 Rittergut Häffelmühle Provinz Hannover 27. Februar 1920. Wege schriftlichen Angebots: CickLn-Stämme 3. Kl. — 6,14 Fstm., Eichen-Stämme 4. Kl. — 26,76 Fstm., Ei^n-Stämme 5. fit. — 13,03 . wird uovbn richtung sowie Austriwtzbe'tand iwerno Angeb. erb. unt. V. R. C. 15x an M Mo#Re, Frankfurt ». 92. GGKGGGTMWGG«»i | Lichtspielhaus Sx BahnhofsträBe 34 Der vom Gemeinderat durchberatene Voranschlag der Genteinde Reiskirchen für 1920 liegt von Dienstag den 2. März d. Js. «a eine Woche auf dem Amtszimmer deS Bürgermeisters zur Einsicht offen. Eimvendungen können ivährend dieser Zeit schriftlich oder mündlich twrgebracht werden. Es ist die Erhebung einer.Umlage beschlossen, 311 der auch die Ausmärker beizutragen haben. Reiskirchen, den 28. Februar 1920. Bürgermeisterei Reiskirchen. Launsv a ch.2345 Fstm. Fstm. vergeben werden: jr t 1. 1 Eschenstamm 2. fiL = 0,4d Fm. Inh. Los II: 5 Eschenstämtne 3. Kl. — 1,52 Fm. Inh. Sos III: 20 Esä-enstämme 4. Kl. = 4,90 Fm. Inh. Los IV: 10 Eschcnftämme 5. Kl. = 1,83 Fm. Inh. 3 Efchenftämnre 6. Kl. = 0,27 Fm. Inh. 4 Liiideystämme von 20 bis 50 Ztm. Durchmesser = 1,47 Fm. Inhalt. 1 Rüster (Ulme) 53 Ztm. Dnrchm. = 5 Fichtenstämme 4. Kl. mit 2 Fichtenftämmc 5a. Kl. mit 1 Fichtenstamm 5b. Kl. 5 Kiefernstämme 4. Kl. 29 Kiefernftämme 5. Kl. . Kiefernstämine (Grirbenholz)' mit- 56,32 Fstm. Die Artgebote sind getrennt nach Sortiment und Stintfeit pro Festnieter verschlossen mit der AnsschrM „Holzsubmi sion" bis späteftenS Samstag ben 6. März nachmittags 2 Uhr an unterzeichnete Bürgermeisterei einzureichen, woselbst um genannte Zeit die Eröffnung der Offerten erfolgt. Das Holz ist gefällt und kann vorher eingesehen werden. Die Genrernde behält sich die Geireh- S7 Büasenhdschwerden bessert mnn schon mit 20, 1 heilt man u. U. mit 30 Flaschen i Heilquelle Karlssprudel 1 bei Blskirchen Nr. 14. jfl '.Angebote finb nach Klassen getrennt und verschlossen mit der Aufschrift „Holzsubmission" brs spätestes Montag den 8. Mär^ 1920, nachmtttags 2 Uhr, an die Bürgermeistrvn cinzurerchen, wo- selbst auch die Bedingungen eingesdhen werden Freiwillige Versteigerung. Mittwoch den 3. Mürg und Donnerstag den 4. Mär» lk. Js. Vormittage- 10 llbr mUangend versteigere Ich In der Krone zu Bad-Nau beim auf Rechnung den es aimehl öffentlich meiftbtetenb gegen iojorttge Varzahlung: 14 Betten mit Matratzen, 3 Spiegelschränke, 2 Kleldrrschränke, 7 Waschkommoden, 7 Chaiselongues, 7 vol. Tische 20 Siühle, 7 Teppiche, „niet Trevvenlänser, 20 Messingsiangen, 9 Nachlschranke, 4 Spiegel, 4 Handtuchhalter, 1 ttinderputt mit Bank, 4 Waschlavor«, 1 Wäschemangel, 1 Nähmaschine. Ferner Leibwäsche, ©trtimvfe. 1 Kapes, 1 rtn.zug und viele andere gute Kleldnngbstücke, Toilette- rtvtltel, Nleiderleisten, Svazierstöcke, Zeirungshatter, eine Anzahl sehr schöne Bilderrahinen, Bilder, b Oescn. 1 Tevpichretniaer „Bnkuum", sehr gut, 10 Decken und Blumeaux, Kopfkisstn ttfro. Donnerstag: Ein gröberer Posten Portieren, Vorhänge, mehrere noch gut erhaltene Teppiche, 3 Sosabänke, 3 Sessel, 2 groire Polsterivände, ustv. Ferner: 1 großer eiserner Kochtopf (30 Liters und 2 kleinere, 90 stäche und tiefe Teller, 50 Kasteetöpse und Lber,assen, mehrere Dtzd. gew. Mester, Gabeln und Löst 1, Traggeschirre, l'-'emaill. Schüsselw -wet Hol^bänke, 7 Schemel, 27 Goleriebehänge u. v. a. Ä> Gesellschaftsdrama in 6 Akten. A, Nach dem gle!chnami#?en Roman von Felix Philippi. W> Ferner: AB | Die neuste WochenschAQ | ans aller Welt. 2h Ferner: | Ein miies MssÄM j Luetspfel In Vorbereitunff: G BBie Rose von ä DAGKOMGOOGOTK Fiiv Installateure t Rusterst günstige Gelegenheit! GuSsiserne Spülbecken in verschiedenen Grishcn, mit und ohne Rückwand, sofort ttesürbär. Roh Mk. 5.50 das Mio Ctnaistiert Mk- 8.60 das Kilo ab Vagerort im Kreis. Gießen. Schriftl. Angeb. unt. 2319 an den Gieh. Anz. erbet. Lichtspiele Seltersweg Ssttvrsvog 81 Infc.: A. Eaborlaid Heute leteter Tug Bliazeppa Monumentalfilm in 6 Akten sowie das Beiprogramm. Ab morgen bla elneehl.Freitag Die Herrin dar Welt. V.Teil Ophir, die Stadt derVergangenheit ! Voritorung 3.30, 5.15, 7, 8.45 Uhr. I Zar geü. Baachtangl Um zur Abend- voretcllung Andrang zu vermeiden, wird gebeten, die Nachmittagsvorstellungen zu besuchen. Ververkaaf Hnlet nicht mehr statt. Ehren- und Freikarten haben zur letzten Vorstellung keine Gültigkeit. Amlrverljindigungsblatt fir die provinzial-irektion Gberhesien und für dar Kreisamt Sietzen. Erscheint nach Bedarf .Montag, Dienstag, Donnerstag u. Freitag. 5tur dnrch die Vast j» Hew^i gegen »Ul 2.K vtartelMri. Postrean»g^-i» SU. Nr. 3« 1. März LOL« Jnhaltr-Ueberficht: Vertrauensausschutz des Tabakgewerbes - Bezug der bestellten Nährmittel. - Ausgabe von Süßstoff (Sacharin). - Gc. bührenordnung für^die Hebammen. - Fcldbereinigungen Leihgestern, Münster u. Lang-Göns. - Stand der Maul- und Klauenseuche in Hessen. Verordnung betreffend die Entrichtung und die Befugnisse des Vertrauens- auöschusses des Tabakgcwerbes. Vom 4. Februar 192®. Aus Grund der die wirtschaftliche Demobilmachung betreffenden Befugnisse wird nach Maßgabe des Erlasses, betr die Auslösung des Neichsmmisteriums für wirlschastliche Temobilmachung, vom 2ß. April 1919 (Reichs-Gesetzbl. S. 438, in Ergänzung der Bekanntmachung über Rohtabak vom 10. Oktober 1916 (ReicktS- Gesetzbl. S. 1145) im Einvernehmen mit dem Reichsminisler der Finanzen verordnet, was folgt: $ 1. Zur Durchführung der Bekanntmachung über Roh- labot vom 10. Oktober 1916 (Reichs-Gesetzbl. S. 1145) ist den rntcn Tabakhandelsgescllsä-aften ein Vertraucnsausschus; beigc- ordnet. 8 2. Der Vertrauensausschuß besteht aus Vertretern der Pflanzer, der Ländler, der Hersteller, der Makler, der Rohtabakagcntcn, der Fabrikatvertreter, der Angestellten, der Arbeiter und der letzten Verbraucher. Bis aus weiteres gilt die Zusammensetzung, wie sie in dem Anhang zu der am 6. August 1919 beschlossenen Satzung des Vertrauensausschusscs bestimmt ist. Aenderungcn der Zusammensetzung bestimmt der Vertrauens- ausschuß. mit Genehmigung des Rcichswirtschastsministers. § 3. Der Vertrauensausschuß gibt sich eine Geschäftsordnung, die der Zustimmung des Reichswirtschastsministers bedarf. § 4. Ter Rcichswirtschastsministec kann den Vertrauensaus- schuß ermächtigen, leweils in Uebereinstimmung mit der zuständigen Tabathandelsgesellschaft Bestimmungen zur Ausführung der Bekanntmachung über Rohtabak vom 10. Oktober 1916 (Reichs- Gesetzbl. S. 1145) zu erlassen. Die Bestimmungen sind unter Bezugnahme aus die erteilte Ermächtigung im Reichsanzeigec zu veröffentlichen. Der Reichswirtschastsminister kann sonstige Befugnisse, die ihm nach der Bekanntmachung über Rohtabak vom 10. Oktober 1916 (ReicktS-Gesetzbl. S. 1145) zustehen, aus den Vertrauensausschuß mit der Maßgabe übertragen, daß sie von diesem in Uebereinstimmung mit Her zuständigen Tabakhandelsgesellschast auszuüben sind. 8 5. Der Vertrauensausschuß untersteht der Aufsicht der Rcichsregierung. Die Reichsregierung ist befugt, sich in den Sitzungen des Vertrauensausschusses durch Bevollmächtigte vertreten zu lassen. Die Sitzungen des Vertrauensausschusses sind dem zuständigen Reichsminisler sowie den bei den Tabakhandelsgesellschaften be stellten Reichskommissaren zwei Wochen vorher anzuzeigen. § 6. Tie Bevollmächtigten der Reichsregierung können Beschlüsse und Maßnahmen des Vertrauensausschusses ohne Angabe von Gründen wegen Verletzung der Gesetze oder der Satzungen der Tabakl)andelsgesells6>asten oder des VertrauensausschusseS oder wegen Gefährdung des öffentlichen Wohls oder der finanziellen Interessen des Reiches beanstanden. Die Ausführung der beanstandeten Beschlüsse nnd Maßnahmen hat zu unterbleiben. Bestätigt der zuständige Reichsminister nicht binnen zwei Wochen die Beanstandung, so gilt sie aty nicht erfolgt. § 7. Kommt bei den Beratungen einer Tabakhandelsgesellschast mit dem Vertrauensausschuß über eine Bestimmung gemäß § 4, Abs. 1 eine Einigung nicht zustande, so trifft ein aus je drei Vertretern der betreffenden Tabathandel^esettschast und des Bertrauensausschusses bestehender Sonderausschuß die Entschei düng. Kommt eine Einigung über die Person des Vorsitzenden nicht zustande, so bestimmt der Reichswirtschaftsminister den Vor sitzenden. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Der Beschluß des Sonderausschusses gilt als Bestimmung gemäß 8 4, Abs. 1. Tie Vorschriften des Abs. 1 Satz 1 bis 3 finden entsprechende Anwendung, falls über die Ausübung der nach 8 4, Abs. 2 übertragenen Befugnisse eine Einigung zwischen der Tabakhandelsgesellschaft und dem Vertrauensausschuß nicht zustande kommt. Tic Vorschriften der §8 5, 6 gelten sinngemäß. 8 8. Ter Vertrauensausschuß und im Falle des 8 7 auch der Sonderausschuß können Auskunst nach Maßgabe der Bekanntmachung über die Aus kunstspflicht vom 12. Juli 1917 (Reichs-Gesetzbl. 5. 604) verlangen. 8 9. Tie Mitglieder des Bertrauensausschusses und^des Sonderausschusses, sowie zugezogene Vertrauensmänner und Sachverständige sind, vorbehaltlich der dienstlichen Berichterstattung und der Anzeige von Gesetzwidrigkeiten, verpflichtet, über die Einrichtungen und Geschästsverhältnisse, die durch ihre Tätigkeit zu ihrer Kenntnis kommen, Verschwiegenheit zu beobachten uno lieb der Mitteilung oder Verwertung der Geschäfts- oder Betriebsgeheimnisse zu enthalten. 8 10. Mit Gefängnis bis zu einem Jahre und mit Geldstrafe bis zu zehntausend Mark oder mit einer dieser Strafen wird bestraft, wer den gemäß §8 4, 7 erlassenen Bestimmungen ! zuwiderhandelt. Neben der Strafe kann auf Einziehung der Gegenstände erkannt werden, auf die sich die strafbare Handlung bezieht, ohne Unterschied, ob sie dem Täter gehören oder nicht. 8 11. Diese Verordnung tritt mit dem Tage der Berkinv- dung in Kraft. - Berlin, ben_4. Februar 1920.____ Der^Reichswirtschastsminister: Schmidt. Bekanntmachung. Betr : Verbrauchsregelung der in die öffentliche Bewirtschaftung genommenen Nährmittel; hier: Bezug der bestellten Nähr mittel Gemäß 8 7 unserer Bekanntmachung über die Verbrauchsregelung der in die öffentliche Bewirtscl-aftung genommenen Näln- mittel vom 17. März 1917 (Kreisblatt Nr. 48) wird für die Landgemeinden des Kreises folgendes bestimmt: Tie gemäß unserer Bekanntmachungen vom 24. Januar und 4. Februar ds. Js. (Amtsverkündigungsblatt Nr. 16 und 19 von 1920) bei den Kleinhandelsgesckstjften bestellten Waren können von den Bestellern vom 10. März 1920 bezogen werden. Ter Bezug kann mir bei dem Geschäft erfolgen, bei dem die Bestellung auf- gegeben wurde. Tabei ist die Nährmittelkarle mitvorzulegen. Nährmittelkarten ohne die betreffenden Marken berechtigen nicht mehr zum Bezug: einzelne abgetrennte Quittungs- und Bezugsmarken sind wertlos. Es entfallen: 1. auf die Nährmittelkarte B (rote Farbe) Marke 60 250-g Auslandsgrieß, 1,80 pro Pfund, Marke 61 250 g Haferflocken, lose, 0,92 Mk. pro Pfund, • oder 250 g Kindergerstenmel)l in '/»-Ke-Packung, Pack 0,65 Mk., Marke 62 250 g Kunsthonig, 3,70 Mk. pro Pfund; 2. auf die Nährmittelkarte C (blaue Farbe) Marke 70 125 g Auslandsgrieß, 1,80 Mk. pro Pfund, und 125 g Haferflocken, 0,92 Mk. pro Pfund lose, Marke 71 300 g Teigwaren, 1,18 Mk. pro Pfund, Marke 72 1 kg Marmelade, 3,70 Mk. pro Pfund. Tie nach der Bekanntmachung vom 4. Februar 1920 vorgesehene Verteilung von Keks und Graupen konnte picht stattfinden, da die in Aussicht gestellten Zuweisungen bisher nicht erfolgten. Mit dem 20. .März 1920 verlieren die Marken ihre Gültigkeit. Wer die von ihm bestellte Ware nickt bis zu diesem Zeitpunkt bezogen l-at, verliert den Anspruch darauf. Tie Klein- l)andelsgeschäfie haben die betreffenden Quittungs- und Bezugsmarten abzutrennen und getrennt nach Nummern und Farben der Großhandelsvereinigung e. G. m. b. H. in Gießen, West-Anlage 31, abzuliefern. Bis zu dem vorstehenden Zeitpunkt, also dem 20. März 1920, von den Bestellern nicht abgenommene Warenmengen find der Großl-andelsvereinigung e. G. in. b. H. in Gießen bis zum 25. März anzuzeigen. Nichtbeachtung dieser Vorschrift hat den Llus schlnß von dem Vertrieb der Nährmittel zur Folge. Ten Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises wird empfohlen, vorstehende Bekanntmachung sofort ortsüblich zu veröffentlickMn. Gießen, den 24. Februar 1920. KreiSamt Gießen. I. V.: Dr. S i e g e r t. geht Europa weiß, was Äsaß, was Straßburg toar: ein blühendes, reiches, beneidenswertes Land, eine Stadt, geehrt von allen und, weithin in die deutschen Gaue, ein glorreiches, nachahmungs- würdiges Vorbild. Und jetzt? Wohin ist all dieser Glanz, wohin all dieser Ruhm, wohin all dieser Wohlstand?" Tie Kunst sei davongezogen, die Wissenscktaft vernichtet, Handel, Industrie und Gewerbe verfallen. „Nicht bloß zur Garnisonstadt, bis zur Bettel statt sinkt Straßburg herunter, wenn nur wenige Jahre noch die Din^ im tetzigm Zu- stmch verbleiben. Und wie könnte es anders werden? Was tirnnruTt fick Paris, was Frankreich nm Straßburg, was um des Elsasses gerechteste Klagen und Forderungen, ttotz aller Huldigung, die txm hier aus dem großen Mutterstaate, dr lmfer ^itErlant» Verschlüssen, dar gebracht werdm ? Ist der Elsässer dock noch immer ein Deutscher und zwar ein ttckbäuptiger Deutscher für die zahllose Menge der Stocknrlscken, gut zur Erhebung beträchtlicher Steuern, gut zu Kanonenrutter und zu jeglicher sonstigen Ausbeutung, wie viel' F.ste ihr auch mxi- zu Frankreichs Ehre feiern möget!' „Deutsch ist, deutsch bleibt noch für lange der alte ©-nrnbftod des elffischen Volks, wie lehr ?r auch durch fremde Einmisckmng und durch Unterdrückung, gehemmt und gefährdet werde. Nimmermehr begründet sich der Grundcharakter des Elsässers, trimmermcbr befreunden 'ich seine angestammte Nettichkeil und Offenheit, nimmermehr sein echt- deutsches Gemüt und Sittlichkeitsaefühl^mik wel scher Frivolität und LeichtferttgMtt. Sobald er aushört, Elsässer zu sein, sobald er in knabenhaftes Vermessenheit sich cinbilbet, Franzose zu sein, erniedrigt er sich zum fratzenhaften Zerrbild, zur Karikatur." Schnoegmls schließt mit dem Gelöbnis, daß es »och Elsasier gibt, bk sich innig verknüpft fühlen mit der deutschen Vergangenheit imb den deutschen Ahnen. Eine groß angelegte Offensive gegen Polen oder einen anderen Nachbarstaat sei daher ausgeschlo's- sen. In Moskau, Petersburg und anderen In- dusttiemittelpunktrn »er hungerten rund acht Mlllionen Menschen, von denen nur eine dünne Schicht zu den Bolschewisten gehöre, langsam aber sicher. Tie Sterblichkeit Moskaus betrage 30 Prozent. Tas Land werde von Epidemien heimgesucht. — Es ist ausfallend, daß die radikale „Tally News", die bisher allen derartigen Meldungen über Sowjetrußland zweifelnd gegenüberstand, jetzt den Eindrücken, die der amerikanische Journalist in seinem zehnwöchigen Aufenthalt in Sowjet- rußland erhalten hat, einen so weiten Raum gewährt. Paris, 1. Marz. (WB.) Nach dem „Mavln" trafen in Paris ungünstige Nachrichten aus Skd- rußland über die Lage der Armee Denikins ein. Tne einzigen Truppen, tte ersolgvnch gegen die Bolschewisten kämpften, seien östlich von Rostow. Eine englische Unregung aus ArrS-au des Völkerbundes. Amsterdam, 1. März (Wolff.) In der Unterhaussitzung vom 23. Februar.Magie Lord Cavendifd Mvnting den Premier nmri^er, ob die Regierung den Regierungen der Alliierten empfehlen tvürde, daß als Ausschuß des Völkerbundes der Wiedergutmach ungsausschnß eingesetzt werd, und daß Vertreter der deutschen und österreichr- scken Regierung als Mitglieder in diese Körperschaft ausgenommen Werden, damit bk gegenseitigen Reckstsansprüche mit den ?lnIarbe- runPn des wir schafflrchen Wiederaufbaues aus- geglidien werden imb Mist.eleurft» tr:r dem Ban- feriatt tewahtt werde. Lloyd George erwiderte, dieser Vorschlag bcdertte eine vlllLmimene llmstoßung der BÄxngrnrgen des Völkerlumdes. Er könne daher die Alliierten nickst aufrorbeor, ihn I ml zunehmen. von HorthY zum Rcrchsverwejer, nxnxmr tnefer den Eck aus die Verfassung ablegte. Tie Nationalversammlung beschloß ferner, der Wahl Gesetzeskraft zu geben und ein Elwenhotwrar von drei Millionen Kronen für den Verweser ausqusetzen. Der prozetz Lrzberger-Helffertch. Berlin, 1. Mär;. .'Wolff.) Ter heutige Derhandlun-gstag wird ctngdzitä, mit der Erörterung der angeblichen Tenunzierung Helf- ferichs in der belgischen Frage. Helf- ferick) erklärt: Der Entwurf „Gemeine Denunzicv- tion" in meiner Broschüre bezieht sich auf den Vorstoß, den Erzberger in der „Deutschen Allgemeinen Zeitung'' am 23. Zuli 1919 gegen mich bezüglich der belgischen Frage unternahm. Er sagte darin: „Unter Helfferichs Aegcke wurden die schwerindustriellen Aspirationen auf Belgien organisier! " Deswegen mußte ich in ttesem Angriff eine Drohung mrt der Auslieferung^Lifte sehen intb eine Tenunziation an die Entente. Erzberger hatte das subfeftive Bewußtsein, daß er nach in die Gefahr der Auslieferung brachte. Ein Beweis dafür ist seine Rede, die er sechs Tage später m der Nationalversammlung gehlllen hck." Eczberger wird hierauf als Zeuge vernommen Er erklärte: Alle Behauptungen tts Angeklagten auf diesem öebtetc flaim ich unter Eid als fälsch bezeichnen. Im übrigen wußten unsere Gegner über die belgische Frage sehr geamr Bescheid, denn bei dem übereilten Rückzug aus Belgrm wurden alle Aften über die belgische Fra« durch die NacklässigSnt -ft:'s Beamten nutz.' re-^ctitg ad: ran sp ra Tt und ft lens m t .'Z-tfcrty ber ® .Igr.er. Ten Vorwurf der Demrmwlwn veu< tchmtt großer Enrschiedenhftt zuruck. „^V^Mer ^erliest eine Stelle aus dem iLwographucheu rroctoToll der Narrmalversammlung vom 29 ^nlr 1919, mn^zu beweisen, daß br Aeußerung: ..Dann Tonnen ene sich wcht bekla-en, toerm gewissen Persönlichkeiten das Mißgeschick passieren wllte, auf «e Auslie- ferungslisle gesetzt M werden", nicht eine Asche- Dienstag, 2. März 1920 et: Zchulstr. 7. Annahme von »njeigen f. bte Lagesnummer vis zum Nacvmiuag vorder ohne lebrlterbinblidifciL Preis fir \ mm höhe lür Anzeigen o 34 mm Breit« örtlr-b 25 bi, auswärts 30 tu.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm vrene S" Vf. Bei Platz- Dodctnu20e Auifctilag. Hauvtfckri'tleuer: Aug. ®oe?v Verantwortlich für Politik: Aua. iÄoetz; für den übrigen Leck Dr. Reu,hold Zeuz, für den Artzelgenteü: p. Beck, fämthd) in Dieben. von ihm, sondern tun dein Abgeordneten, r war, die er, Erzberger, in seiner nur zitiert habe. Der Sinn meuter vor jedenfalls ganz anders, als der 2lngc- ihn hier darstellt. v r sitzen der: 9ln die Nennung des Rades Angeklag!en in bü'fcnt Zusammen'vntg t Sie als' nickt? — Erzbcrgcr: Rein, chtsamvall Alsberg: Auf den Namen ich war doch aber sechs Tage vorher l-i der dien Allgenleinen Zeitung ' zweimal li.nge- worden. — Erzberger: Mit Reckt. — I c r i d): Es ist nicht wahr Ich muß Aeußerung nochmals als eine inc Denunziation bezeichnen. — Zorsitzende rügt diesen AuSdruL — fcrich behauptet, der sueno^rrapl isck>e Bo, uif den sich die Aussage ErzbergerS stütze, geändert morden. Tie belgische Re,nerung er meine Tätigkeit anders grunleilt als Sie. rzberger: Tas Gegerttell ist der Fall. nt belgischen Regierung iverden Sie als nipturhcker angesehen. - Zmge Geh imrat er bekundet u. a.: In jener Rede, die hier gc steht, machte ich den Passils so, wie er mir Mund gelegt wird, nicht. Meines Erachtens e Erzbcrgcr sich bewußt sein, daß Harfen Angriffe, dieergegen Gera l H u g c n b c r g, Helsfer ch, Lu- o r f und andere in seiner Rede 2 5. I u l i r i ch t e t e, d i e E n t en t e v e r- ssen konnte, ihre Auslieferung Sehren. e „ i dem daraus behandel den Falle ,/xs ante , i cs sich um die Tvbstcchlsafsärc im Floftm - handelt, bekundet Zeug: Grundow, der chtcr die Borunterfuckmng gegen die bftden iebstahls beschuldigten Jan kl', Baler und führte, ETzbergcr habe au] die Frage, ob se, wie und durch wen gewisse Schrisv- in den Besitz des „Bäuerischen Kuriers" und intuicrocit Zanke in Betracht käme, tn; rt mit dem Bemerken verweig rt, daß -rc i ihrer Bsantwortung strafteckitlicher Ber- 1 aussetzen würde. Ter Zeuge erklärt mit mtheit, daß von Diebstahl gesprochen wurde, anwalt Bertram crtlärt, Erzberger seit t zu fern um und bei einem GZpräch mit ihm Die Antwort erhalten zu haben: Em Tieb- egt nicht vor ReickiSminfster Gtc ßbe r t s , daß er sich an die .Vorgänge, tne sich um die Steuervorlagen drstlnen, nicht m chr ce. Zur Julivesolution bekmcket d.'r Zeuge, e das Vorgehen Erzbergers nicht als mnen ß angesckhen. Auf weiteres B'ftagien! er- der Zeuge, daß nur der eng_>re Auslchuß der imsftaktion von den Ablichten ErzlvrgerS lieber die vertraulichen Verhandlungen des tages des Zentnrrns in Franffurt a. M. »er Zeuge jede Auskunft ab, da sich alle Auen zum St llsckHv igen verpf icht.'t hätten, er David führt aus, die sozmldenwkratiiche (uÄe Bethmann-Hollweg eingehend unter- über tne im Vol'Üe herrschende Mißsttmmung. be eine klare Erklärung über di? K^negsztele Tt. Ebert habe erklärt, das Volk hätte j ?d?s uen zur Regierung verloren, s müf.e reiner reschaffen werden. Der Vorsitzende teS Shofes faßt die Aussage Davids dahin zu- n, daß er den Vorstoß Erzbergers mckt als betrachte, auf das die Regierung g?faßt sün David erklärt, er wisse mcht, ob die Roi 3 wissen mutzbe, daß diese Aktion gerad? Tzberger werde, ebrr di ? Regierung über unverrichtet ge wei-m, daß emc sehr Cri» Ättüllron vorhanttar war. erlin, 1. März. (WTB.) Im weiteren f der Berbandlung fragt H c l s f e r i ch Erz« ob es richtig sei, daß kürzlich zu Händen Generaldirektors Rabes vom *yi#ifen'fentern 400 Mill. Mark als Entschädigung für die lothringischen Hüttenwerke gezahlt worden seien. Erz- berger lehnt es in seiner Eigenschaft a l s Reichsfinanzminister ab, darüber sich in ber O e f s e n t l i ch k e i t z u äußern. Es handle sich auch nicht ton die Firma Thyssen allein, sondern um 16 Firmen. In der vierten Nachmittagsstunde erflärtc der Vorsitzende die Beweisaufnahme für geschlossen. Berlin, 1. März. (WB., (Ergänzung zum Helfferick-Prozeß.! Gresberts sagte urr Frag- ber Steuervorlagen noch aus, einer solchm Am- ßerung Erzbergers, daß der Reichskanzler out tt' Durchführung der Vorlagen keinen Wert leg* Merde er sich unbedingt erinnern Ein' so mar. tonte Aeußerung des tlieichsKanzlers wäre, wmn er sie gehört habe, seinem GckLchtnis nicht ent- fallen Die „Germania" über die parlamentarische Lage. Berlin, 2. März. In der „Germanicst' wird gesagt: Die Opposition von rechts und link? möge bedenken, daß die Sprengung der Koalition nicht der Beginn ihrer Herrschaft sein forme Die Ueberjeugung von der Notwendigkeit bei Fortführung der gegenwärtigen Politik sei im Zentrum so fest begründet, daß das Ausschei- den ein zetnerPersönlichfeit en nichts daran ändern werde. Ins dem besetzten Gebiet. Warnung vor ausländischen Aufkäufern. Koblenz, 29. Febr. Der Reichsverband für Herren- und Kn--iben-Klei" düng, E. B. Düsseldorf, Ortsgruppe Koblenz, erläßt folaenden Aufruf: Der Tiefstand unserer Valuta lockt fremde Staatsangehörige hierher, welche, ohne im Besitz ord-rrungÄnäfpga: Papiere zu fern, unter Au-- nüfcimg unterer Notlage auch nocy tte letzten Vor- Behördliche Äyzstz^ Kartoffel-Ztnsgabe S. Wr 2)ic Wochen! art offelmarkcn der 9. Woche werden beliefert: Rumpf, Fritz, Zozelsgasse Löbsack, tiarl, 2i3.|t Anlage, Trexler, Heim., Stcinstraßc, Krack, I., Riegelpfad, Weisel, I., Soimmstraße. Weisel, Ed., Schottstraße, Konsumverein (in sämtlichen Filiali Die Marken formen bis einschließlich Do tag bai 4. März 1920 eingclöst werden. Gießen, den 28. Februar 1920. Der Oberbürgermeister (Lebensmittelam ZLnsforderrrnft. Nachdem der Krieg durch die Natisikatii Friedensvertrags am 10. Januar 1920 bx ist, fordern wir gemäß §4 unserer Beding alle ('kmieinben, Vereine, Arbeitgeber usw., die Angehörige und Hiuterbliebeneu, bi;— Kriegsteilnehmer bei uns versichert Haben, jTinfe auf, insoweit dies dis jetzt nicht geschehen i st, die blauen Anteil mit fcen standesamtlichen Sterbenrknnden, de bima von Nachteilen, bis spätestens den 1 5.s) 19 20 an die Hessische Kriegsversichenmg i vcrsichernngsomt) Darmstadt, Neckarstraße 1 znfendei'.. Ist der Sterbefall in den Registern Standesamts noch nicht eingetragen oder b en 5kriegsteilnehmcr vermiß sind die Schreiben der Truppenteile an bie X bliebenen, woraus hervorgeht, daß die Krie nehmer v e r st o r b e n i i n b ob er der werden, mit den blauen Anteilscheinen bis falls den 15 März 1920, bet Meidun Nachteilen, bei uns einzureichen. Ansprüche, die bis zu diesem . punkt nicht bei uns a n gc m el det s können bei der Abrechnung nich rücksichtigt werden. Darmstadt, den 24. Februar 1920. Hessische. Kriegsversicherung auf Gegenseiti, (Oberversick-erungsamt.) v. Krug. < RjBBWMMiMcmgra^.LWUiUUHiMiumi n iii-Ma— Bekanntmachung Täe hier ansässigen Ehepaare, wclc laufenden Jahre das Fest der goldenen x zeit begehen und Anspruch auf Zuwendur Gäbe aus der im Jahre 1879 anläßlic goldenen Hochzeit des Deutschen Kaisers errichteten Stiftung erheben wollen, werden durch aufgefordert, sich alsbald im Stad Zimmer Nr. 15, zu melden. Gieße n, den 24. Februar 1920. Der Oberbürgermeister. I. V.: Kreuzt GrcheMckliar-VerKeigm Im Auftrage des Herrn Geheimrats Dr. © in Braunfels versteigern wir am Dienstag den 9. März 1920 und evtl, am folgenden Tage, beginnend üorm ' N Uhr, im Haufe Nr. 174a (gegenüber d.Arntsger Braunfels eine groß. Anzahl Mobiliargegenstand« etwa 10 vollst. Zimmer-Einr icht« eine Anzahl Kommoden, Waschtische mit Ml platten, Stühle, Tische, Schreibüsche, Kleide Spiegelschränke, Betten, eine vollständige K einrichtung, Geschirre, Bilder, eine Anzahl G möbel, Kokros-Läufer und Teppiche, 1 B 1 Pcrsonenwage, 1 großen Gisschrank, Liege Hänoelampen, eine große Anzahl Glasg Zwischentüren m.Seegrasfüll.u. sonst. Gegen! Die Bedingungen, die bei uns zu erfahret werden vor d. Versteigerung nochmals bekanntge Besichtigung am Montag den 8. März, ' mittags 2-5 Uhr, und am Versieigerungstag« Wetzlar, den 26. Februar 1920. Nenhaus & Herget, Wet »eru!v--ch-r Nr. 78 P-rii-r Straf Freiwillige Versteigere, Mittwoch den 8. Mär» und DounerStai 4. Mär» ls. Iö. vormittags 10 Hbr nn$a. versteigere ich in der Krone zu Bad-Na» nus Nechnuun den eS angeht öffentlich metstb gegen ioioritfle Bar-ablung: 14 Betten mit Matratzen. 3 Sviegelsch 2 Kleiderschränke. 7 Waschkommoden, 7 (5 lonnnes. 7 »ol. Tische 20 Stühle, 7 Tcpviche Trevvenläufer, 20 Messingstangen, 9Nnchtsch 4 Spiegel, 4 Handtuchhalter, 1 Kinderpnli mit 4 Waschlavor«, 1 Wäschemangel, 1 Nähma Ferner Leibwäsche, Strümpfe. 1 Kapes, 1 ’ und viele andere gute Kleidungsstücke, Toiieite- artlkel. Kleidcrleisten, Spazierstöcke, ZeiiungsbaNer, eine Anzahl sehr schöne Bilderrahmen, Bilder, v Seien. 1 Tevpichreiniger „Vakuum", sehr gut, 10 Decken und Plumeaur. .Kopfkissen usw. Donnerstag: Ein größerer Posten Portieren, Vorhänge, mehrere noch gut erhaltene Teppiche, 3 Sosabänke, 3 Sessel, 2 große Polsterwände, usw. Ferner: 1 großer eiserner Kochtopf (30 Liters und 2 kleinere, 90 flocke und tiefe Teller, 50 Kafseetöpfe und Obertassen, mehrere Dtzd. gew. Messer, Gabeln und Löss l. Traggeschirre, 19 emailt. Schüsseln, zwei Holzbänke, 7 Schemel, 27 Galertebehänge u. v. a. schöne Gegenstände. Die ytobet sind gebraucht, aber sehr gut erhalten und aus sauberem Hause. 2349D Äerfteigeruna bestimmt. Schuch, Psd«., AuMM rmb T«x«t«r. Kognak-Verschnitt nur für Abfüllstellen, 38-40%, per Liter M. 42.— freibleibend. Herbert Weise, Frank tu rt a.M. Ratbeilslr. 45. Telegr.-Adr.: SpirihiosweisCi Fränkfurtmain. Fernruf: Hansa 77?L 234>3ss Zu pachten oder zu kaufen gesucht Fabrikanwesen mit Näumlicbkeiien ven 1500—»XX) qm Boden- släcke zur Ausstellung mittl.u. schwerer Maschinen geeignet, möglichst mit KrastaNschluk slir nun- beiiett' 100 PS. Etpl. tuirb mnbnnbcne Ein- richutng sowie Auftragsbestand übernommen. Angeb. erb. unt. F. F,. C. 158 an HndcSf fliowse, Frankfurt a. Gebühreuordnung für die Hebammen Mark 1. 2. 3. 4. 6. 8,00—16,00 8. 1,00— 2,00 Druck der Brühl'sch-n Unioersitäts^Duch, u .ö Steindruckerei. DL Lange, Gieß:n. 9. 10. 1,50— 3,00 3,00— 6,00 1,00— 2,00 2,00— 4,00 3,00— 6,00 2,00 1,00 1,00 - 0,50 1,50— 4,00 2,00— 6,00 6,00—20,00 4,00— 6,00 6,00— 8,00 8,00—16,00 Für Ratserteilung in der Wohnung der Hebamme einschließlich der Untersuchung . . . . Mr Untersuchung einer Schwangeren außer der Gcburtszeil in deren Wohnung . . . . - Für den Beistanb bei einer Fehlgeburt ober 1. Tie Gebühren der Hebammen sind innerhalb der vorstehend angegebenen niedrigsten und höchsten Sätze sowohl nach den Ver- mögensverhältnisscu, als auch nach der Schwierigkeit und Tauer der Verrichtungen zu bemessen. 2. Bei Wenigbemittelten und in allen Fällen, in welchen eine öffentliche Kasse für die Zahlung der Gebühren einzlltreten hat, greifen die niedrigsten Sätze Platz. 3. Für die unter Nr. 11, 12 und 13 bezeichneten Verrichtungen findet, wenn sie bei einer Geburt notwendig werden, eine besondere Vergütung nicht statt. bart für jeden Besuch Wenn nach Ab laus der er «len 10 -tage noch weitere Besuche verlangt werben, gelten die Nachweis««?, über den Stand der Maul- und Klauenseuche in Hessen vom 1. Februar bis 7. Februar 1920. Am 1. Februar waren verseucht int Kreis Bensheim: Beedenkirchen, Gronau, Tallof bet Balkhausen. — Im Kreis Dieburg: Gvoß-Umstadt, Reinheim. — Im Kreis Erbach: ^Breitenbrunn, Kirch-Brombach, Ober-Ostern. — Im Kreis Gvost-Gevau: Waller- ffätten. — Im Kreis Heppenheim: Affolterbach, Neckarsteinach, Hohenstadt bei Wimpfen. — Im Kreis Mainz: Zornheim. — Im Kreis Alzey: Wöllstein, Heimersl-eim. — Im Kreis Oppenheim: Guntersblum, Dienheim, Schwabsburg. Vom 1. bis 7. Februar sind neu verseucht im Kreis Heppenheim: Kirschhansen, Ober-Laudenbach, Nieder-Mumbach, Bons- weiher. — Im Kreis Oppenheim: Ludwigshöhe. Vom 1. bis 7. Februar ist die Seuche erloschen in Affolterbach (Kreis Heppenheim). — Guntersblum und Schwabsburg (Kreis Oppenheim). gleichen Sätze. Für außerordentliche Berufung am Lage . Für außerordentliche Berufung bei Nacht (von abends 9 Uhr bis morgens 6 Uhr) . 11. Für Beibringung eines Einlaufs (Klistiers), lo- wie für eine Scheidenansspülung . . . . 12. Für das Anlegen eines Katheters ..... 13 Für die Tamponade der Scheide bet Blutungen 14. Versieht die Hebamme Wärterdienste bei einer Schwangeren oder Wöchnerin, so hat sie außer Verköstigung zu verlangen: a) für den Tag ........... b) für die Nacht .... c) für Tag und Nacht . . . . ^. • ■ 15 Wird die Hebamme auf benachbarte Orte berufen, so 'bat sie auster ihren sonstigen Gebühren Weggebül-ren zu beanspruchen, und zwar: a) bei einer Entfernung von 1 bis 2 Kilometer .......... ■ • ■ b) für jeden weiteren angefangenen Mtlometer c' bei Nachtbesuchen (von 9 Uhr abends bis 6 Uhr morgens) das Doppelte. Bei Benutzung der Eisenbahit darf das Fährgeld der dritten Wagenklasse berechnet werden. Bei Gestellung eines Fuhrwerks fällt die Weg gebühr fort. (Erläuterungen. 4 Neben den unter Nr. 11, 12 und 13 angesetzten Gebühren sirrfeit die Besuche nicht besonders berechnet werden ,, 5 Kommen bei einem Besuche mehrere derartige Hilfeleistungen, vor so ist' nur für eine der volle Gebührenbetrag, .für iede der übrigen nur die Hälfte des entsprechenden Satzes in Rechnung ju ^o^Enfnimmt die Hebamme die bei der Geburt und tut^Wochenbett notwendigen Desinfektionsmittel, sowie die Verbandstoffe ihrem eigenen Vorrat, so darf sie den Kaufwert der verbrauchten 9JZÜ7l Tie^Hebamme must^auf Verlangen der ZaAungspflichtigen VäTÄÄÄÄÄ unb geleisteten Hilfen ein geordnetes Buch zu führen. Molengeburt .......• • • Mr den Beistand bei einer regelmäßigen, leichten Geburt, sowie für Leitung einer Frühgeburt ausschließlich der im Wochenbett vorgeschriebenen Besuche .........• • ■ • 10,00—30,UU Für den Beistand bei einer regelmäßigen, aber langsamen Geburt, welche die Gegenwart der Hebamme Tag und Nacht erfordert, sowie bet der Geburt mehrfacher Früchte . . ■ • 16,00 50,00 Für den Beistand bei einer unregelmäßigen Geburt, welclje die Zuziehung des Arztes erfordert, gelten je nach der Tauer der Anwesenheit der Hebamme die Sätze unter 4 und 5. Für eine im Notfall vorgenommene Losung der Arme und des Kopses bei Steiß- und Fußlage Für die vorgeschriebenen Besuche der Wöchnerinnen in den ersten 10 Tagen nach der Ge- Bekanntmachung. B e t r.: 42. Ausgabe von Süßstoff (Sacharin). Mr die Zeit vom 24. Februar bis 15. März 1920 wird gegen tie Liefeiungsabschnitte 1 0 der Süßstoffkarte „H ^lau) und 1 der Süßstoffkarte „G" (gelb) in den Landgemeinden des Kreises von den Süßstosfabgabestellen Süßstoff abgegeben gelangeii auf den Mschuikt 10 zwei Briefchen uni. auf ix.n Abschnitt 1 eine Schachtel zur Ausgabe. Mit dem 15. März 1920 verlieren^dte Abschnitte 10 bzw. 1 ihre Gültigkeit. Nach diesem Zeitpunkt nicht abgerufene Süßstoffmengen dürfen von den Ausgabestellen an die Bevölkerung verkauft werden. Gießen, den 26. Februar 1920. _________Kreisamt Gießen. J.V.: Dr. Siegert._________ An die Bürgermeistereien des Kreises. Nachdem durch Bekanntmachung vom ^. September 1919 (Rea.-Bl. S. 401) die Sätze der am 1. April 1908 in Sctaft gc trclencn Gebührenordnung für die Hebammen verdoppelt tourben, bringen wir nachstel-end die nun gültigen ^-atze, auf die Sie^ erforderlichenfalls Interessenten Hinweisen wollen, zur Kciintniv. G i e ß e n, den 26. Februar 192£ Kreisamt Gießen. I. V.: Welcker. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung Leihgestern; hier: das topographische Güterverzeichnis. In der Zeit vom 9. bis einschließlich 23. März lfd.. Is. liegt auf der Bürgermeisterei Leihgestern das topographische Güterverzeichnis (2 Bände) der Gemarkung Leihgestern sowie desgleichen über die infolge Grenzregulierung zugezogeneu Teile der Nachbargemarkungen Großen-Linden, Ober-Steinberg, Watzenborn-Steinberg und Schiffenberg nebst den dazu gehörigen alphabetischen Namensverzeichnissen zur Einsicht der Beteiligten Einwendungen hiergegen sind bei Meidung des Ausschlusses während der Offenlegungszeit bei der Bürgermeisterei Leihgestern schriftlich und mit Gründen versehen einzureichen. Friedberg, den 19. Februar 1920. Ter Hessische Feldbereinigungskommissär. Schni11spa hn, Regierungsrat._______________ Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung Münster, Kreis Gießen; hier: die Arbeiten des II. Abschnitts. IN der Zeit vom 11. bis einschließlich 25. März lfd. Is. liegen auf der Hess. Bürgermeisterei Münster die Arbeiten des II. Abschnittes bestehend aus: 25 Bonitierungsblätter, 2 Bände Besitzstandsverzeichnisse, 2 Bände Güter geschosst, 1 Band Zusammenstellung der Gütergeschosse i zur Einsicht der Beteiligten offen. Tagsahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen findet daselbst Freitag den 26. März lfd. Is., vormittagslO —11 Uhr auf der Bürgermeisterei zu Münster statt, wozu ich die Beteiligten mit der Androhung einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Tie Einwendungen sind schriftlich und mit Gründen versehen einzu reichen. Friedberg, den 19. Februar 1920. Der Hessische Feldbereinigungskommissär. Dr. Iann, Regierungsrat. _______________ Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung Lang-Göns; hier: Versteigerung von von Bauplätzen. Samstag den 13. März lsd. Is., vormittags 8l/2 Uhr, findet an Ort und Stelle die Versteigerung von 5 Massegrundstücken (Bauplätze) statt. F r i e b b e r g, den 23. Februar 1920. Ter Hessische Feldbereinigungskommissär. S ch n i t t s p a h n, Regierungsrat. Cafe Astoria; JedenTag Künstler-Konzert | Heute MentttE 2371 | Operettenabend | 200 W» Belohnung zahlt Schilling. Frankfurter Str. 23, dem. der Person ober Oertlichkett nach weist, wo der am Samstag abend 11 Uhr ferm roten Drvschkenamo am Ktrehplatz abhanden gekommene ÄMt®reifeai Marke Ercelsior, montiert auf abnehmbarer 5lon- tincntalielgc S20, verblieben iffc Verschwiegknbcit wird zugesichevt. Wer Reisen, «cklauch und F-Uge ziirückbringt, erhalt 23t# 400 Belohnung. Brennholz Eicken, Bucken oder Kiefern in nrOberen Mengen zu kausen aesuchl. EvU. auch geeignete, rührige Aufkäufer finden Berücksichtigung. [2373 Lüreuer Vreünholz-Anduftrj^ Türen, Rheinland. M- ponx rmiippi. W Ferner: Ä I Dieneaste Wochen* | M aus aller Welt. X Ferner: | Em nettes Deeblatt I LuetsideL In Vorbereitung: M §36e Rose von StambuL ' KGOTSGHMOSGGGÄO Für Installateure 1 Ärcherst günstige Gelegenheit! 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Ehren- und Freikarten haben zur letzten Vorstellung keine Gültigkeit 2351] Kranz Bette. bessert man schon mit 20, i heilt man u. U. mit 50 Flaschen 1 Heilquelle Karlssprudei i bei Biskirchen Nr. 14. Ä