''914 - *r. \u Nn den Akern der Drina. aus der Zeit der Annexion von Ernst Klein. (Nachdruck verboten^ (Fortsetzung.) „Junge, jetzt gilt's!" rief Franz den, Posten zu und richtete sich ans. Dem nächsten, der auf ih r einspcang, haute er die Pistole ins Gesicht, daß er bewußtlos zusammenbrach. Der Posten, ein hünenhaft gebauter Bosniak, schinetterte einen« andern den »olben auf den Schädel, so daß sie für eine Sekunde Lust bekamen und sich an die Tür zurückziehe» konnten. Aber schon wieder tarnen die Komldatschis heran, ohne Laut, ohne Schreien. Franz biß die Zähne zusammen- am Ende wurde er jetzt ausradiert. Na schön ... aber Teufel, >oo nur Esghi Hassan blieb... Und die andern alle! lind da krachte es schon in der Flanke und im tziückeu der Angreifer. Mit einem Schrei des Entsetzens erkannten sie, daß sie eingeschlosscu waren, ihrem Schicksal nicht inehr entgehen konnten. Von allen Seite» kamen die Strasnni und Dragoner heran, allen voran Efghi Hassan, mit einer Faust sein Gewehr über den Kopf wirbelnd. „Ergebt euch!" schrie Franz in den Hausen hinein. „Sonst kommt keiner lebend aus dem Garten heraus," Da ivarfen sie die Gewehre fort. Kaum fünf, vier von ihnen waren noch unverwundet. Etwa fünf bis sechs Tote und Schlververwundetc färbten den Schnee blutig rot. Die anderen hatten Streifschüsse oder sonstige leichte Verwundungen. „Vorwärts mit ihnen auf die Straße!" koininandierCe Franz. „Wir wollen uns einmal die Visagen der Kerle an- schanen. Hier ist's stockfinster." Nicht eben sanft trieben die Dragoner und Strafuni die Gefangenen nach vorne. Ein paar Schwer-verwundete ivurden gleich ins .Haus geschafft,- die Toten, vier an der Zahl, legte inan im Garten zusammen und bedeckte sie mit einem Tuche. Aus der Straße, die voin Monde hell beleuchtet ivar, hielt Franz zunächst Musterung über seine Leute. Nicht einer fehlte. Die sünjzehn Strafuni, die Desider ihm zurück- gelassen, waren vollständig da, ebenso seine Dragoner, von denen allerdings mehr als der halbe Zug mit Desider aus- gerückt »oar. Auch Efgh« Hassan mit seinen Gendarmen hatte keinen verlorene» Tropfen Blut zu beklagen. „Kinder," rief Franz, „das war ein unblutiger Sieg. Hoffentlich kann Oberleutnant Grouap dasselbe nielden. Aber Hassan, alter Tschiboutfresser, warum seid Ihr so spät gekommen? Der Gosic und ich haben schon aus dem letzten Loch gevfissen. Wir zwei halten zwar ein paar aus, lvas «nd so haben loic sie umgangen. Na, Herr Oberleutnant, jetzt haben toir sie auch." Und Efghi Hassan strich sich mit grimniigeni Behagen den inartialischen Schnauzer und lvarf liebevotle Blicke auf die Gefangenen. „Wo koninit ihr her?" fragte Franz denjenigen von ihnen, der das an, wenigsten finstere Gesicht machte. „Aus Slubovizja, Gospodin .. ." „Halt's Maul!" herrschte ein riesig gebauter Komidatscht den Burschen an, so daß er verschüchtert schwieg. „Halt selber das Manl, d» Hund!" schrie Efghi Hassan, und ein kräftiger Kolbenstoß verlieh seinen Worte» üver- eugenden Nachdruck. „Ueberhaupt — sollt' ich dich nicht ennen? Bist du nicht der Mirko Bogic a»S Sokvlac, der vor zehn, zwölf Jahren den Wirt in dem Han dort erschlagen und ansgeraribt hat? Bist dann nach Mazedonien verschwunden." „Ihr irrt Euch, Gospodin," erwiderte der Komidatsctch tvährend seine ungeschlachten Glieder zu schlottern ansingen. „Ich Hab' nie den Wirt im Han in Sokoiac gesehen; ich bin ein gebürtiger Serbe, von drüben jenseits der Morawa. Alle meine Kameraden tverdcn das beftätigen." Run sah auch Franz den Mann schärfer an. „Himmelher-rgott!" rief er, ,,das ist ja — natürlich —. Efghi, das ist derselbe Lackel, der's letztemal nach mir geschossen hat. Hassan. den Kerl werden lvir uns etnina! a»s- leihen. WaS sangen lvir deriveil mit den anderen an?" „Der Bauer Lepovic, Herr Oberleutnant, hat eine feste Scheune, da svcrren lvir sie alle initeinander hinein." „Gut! Telegraphieren Sie aber nach Blasenlca um einen Arzt für die Verwrurdeten. Und komm S' dann gleich zu mir ins Zimmer, den Kerl — wie heißt er? — ja, den Mirko, den bringen Sie mit!" Er ging in den Garten zurück, um nach den Toten zu sehen. Plötzlich stand Olga hinter thni. „Wie kommen Sie hierher, Frau Gräfin?" fragte er ganz verwundert. „Der Posten hat den Vorgäiigen auf der Straße zugeschaut. So bin ich ihm durchgeschlüstst... Sie sehen, ich hätte die Gelegenheit benütze» und fliehe» können." „Gehen Sie hinein - oas ist kein Anblick für Sie!" „Sind Sie verwundet, Franz? Das- eine will ich wissen!" „Nein — aber ich bitte Sie, gehen Sie hinein, Frau Gräfin." „Die Leute käme» her, um mich z» befreien. Dieser Rah bat sie sicher geschickt — o, dieser Mensch — dieser Mensch! Sic stampfte mit dem Fnß aus. „Ich habe &it gesehen," sprach sie dann leise iveiter. „Wie Sie über den Zaun gesprungen sind, wie Sie den einen niedergeschlagen haben... o, ich bin am Fenster gestanden . . -" 706 „Um Gottes hrilTen, wenn eilte Kugel Sie getroffen Hütte..." Wider seinen Willen entschlüpfte ihm dieser Ruf der Angst. „Franz..." Helle Freude tlang in ihrer Stimme. Und im nächste» 'Augenblicke siihlte er zwei runde Arme um seinen Hals, zwei weiche, K, eiste Lippen prestten sich aus die seinen und eine glückselige Stimme flüsterte ihni ins Ohr: „Du liebst mich ja doch!" Das war eine Minute! Wie betäubt stand Franz da... Als er sich einigermaßen gesammelt hatte, war sie längst verschwunden; dafür war Esghi Hassan neben ihm ans gepflanzt. Allmächtiger, wenn der den Kuß gesehen hatte! Er schaute den -Uten von der Seite an, aber der machte ein Gesicht, steinern und unergründlich lvic die Sphinxe in Aegypten. „Herr Oberleutnant, inelde gehorsamst, der Kerl ist im Zimmer drin," nieldetc er streng vorschriftsmäßig. Diese Genauigleit gerade kam Franz verdächtig vor. und ein schwerer Truck legte sich ihm auf die Brust. „Hassan," sagte er und hielt ihn am Arm zurück, bevor sie ins Zimmer traten. „Hand aufs Herz, haben Sic was gesehen, oder haben Sie nichts gesehen?" Die tausend Fallen in Hassans Ledergesicht grinsten jede ffir sich allein, und unter den buschigen Brauen leuchtete es verständnisvoll auf „Hand aufs Herz, Herr Obreleutnant, ich habe nichts gesehen." „'s ist ein überspanntes Frauenzimmer, Hassan!" .Km — hm!" Diese lakonische Aeußerung lvar alles, lvas Hassan daraus zu sagen hatte. Franz mochte sich nun darunter vor. stellen, was er wollte. Mit dem Äomidatschi hatten sie feilte großen Schwierigkeiten, augenscheinlich hatte Hassan seine Ueberreduugs- talente schon vorher bei ihnl in Anwendung gebracht. Er gestand alles. Daß Ray ihn gcdungem Franz zu erschießen. Daß Racovac von eineni Kreis von Spionen umgebe» sei, die darauf lauerten, daß die Gräfin ins Innere geschasst werde. Und daß der heutige Ueberfall von Ray befohlen sei, da dieser die Geduld verloren hatte. Mn Teil der Bande lockte durch den Angriff auf die Patrouille die Besatzung aus dem Ort heraus, während er sich mit zwanzig Mann von hinten über die Berge an das Torf herangeschlichep hatte. Den Posten vor dem Torf hatten sie überrascht und niedergeschlagen .. . Das andere wüßte der Herr Oberleutnant selbst. „Also doch ein Toter..." rief Franz mit tiefem Bedauern. Der überraschte Posten war, wie sich herausstellte, von hinten niedergeschlagen ivorde». Als die Soldaten erfuhren, bah doch einer ihrer Kameraden das Leben hatte lassen müssen, gerieten sie in eine.nicht geringe Wut, und als Esghi Hassan dann den Mirko nach der zum Gesaugenhaus avancierten Scheune brachte, regnete es Pfüffe und Hiebe auf den Kerl. Esghi Hassan war aber tviederum mit Blindheit geschlagen, lind auch mit Taubhett. Er sah und hörte nichts und warf den Mirko schließlich halbtot zu den andern. Gegen Morgen rückte Desider mit seinen Leuten ein. Er hatte einen Leichtverwundete», das lvar seine ganze Ber- Itstliste. Außerdem brachte er fünf Gefangene mit. Seine Leute jubelten und sangen, als sie ins Dorf marschierten, und er selbst sah heiter und fröhlich aus wie schon lange nicht. ,Kurra," rief er schon von weiteul Franz entgegen, „dos war ein guter Anfang !" Als sie vierzehn Tage später die Zeitungen in die Hand nahmen, lasen sie unter den Nachrichten aus Serbien: „Belgrad, den 32. Februar. „Politika" meldet von einem nicht unbedeutenden Grenzgesecht, das vorige Woche an der Drina, südlich von Bilkovici, zwischen einem österreichischen Streifkorps und Komidatschis stattgesunden hat. Die „Strafuni" waren über die D-rtna gegangen, wurden aber mit einem Verlust von 2 Offizieren und 17 Mann »urückgeworsen." „Großartig," sagte Fr an». „Das heiß' ichl schjvinbelnl" Und bann lachten sie beide herzlich Über bi« Meldung. Bon österreichischer Seite stand kein Wort davon in den Blättern. „Sie ivcrdcn schon ivissen, ivarnm," meinte Desider. Kapitel. Rays Wut, als er seinen Anschlag an der Wachsamkeit der Oesterreicher scheitern sah, lvar unbeschreiblich Er selbst hatte an dem Kampfe nicht teilgenommen, dazu war er zu vorsichtig, und als er im» die Unmöglichkeit, ertannte, vor der angebeicten Frau als Retter und Befreier zu erscheinen, eilte er nack Belgrad zurück, um den Krieg auf jeden Fall ins Wert zu setzen Hier fand dann in Scivie's Privakwohnung eine Ber- sainmlnng sämtlicher aus Serbiens Seite stehender Staatsmänner statt. Auch der Prinz, der in Zivil erschienen war, nahm daran teil. Zunächst erstattete Mr. Barten, der aus uonstantinopel znrllckgetehrt war, Bericht über seine Tätigtest in der lü» lischen Hauptstadt. „Ich habe getan, was ich konnte,", sagte der Präsident des sainosrn Bnltankomitces, „aber die Iungtürien sind gar zu vorsichtige Leute. Tic Stimmung im Bolle wäre einem Uriege gegen Oesterreich nicht abgeneigt. Ihre Idee, Durchlaucht, mit dem Boykott hat großartig cingeschlage» die Oesterreicher lverden lange daran zu tragen haben. Allein die Regierung, und das juugtürkische Komitee wollen von einem Krieg nichts wisse». Erstens fiirchten sie, daß ihnen Bulgarien in den Rücken fällt, und dann gestehen sie ossen, daß sie sich den Oesterreicheru nicht gewachsen fühlen. Ich legte ihnen klar, daß Oesterreich-Ungarn drei, vier Fronten iverde zu decken haben — es hals nichts. „Eine Niederlage kann uns alle unsere Errungeuscluiften, das Parlainent, die Verfassung kosten", sagte mir Achmed Riza Bey. Sie iverdcn sich mit dein Mann ans dein Wiener Bauplatz einigen, lverden sich die Provinzen ablünfen lasse». Mne Zeitlang lverden sie noch miteinander herumfeilschen, schließlich wird aber die Sache perfekt werden." „Pffli Teufel," ries der Prinz. „Pfui Teufel," sagte auch Savic und strich würdevoll seinen Patriarchenbart, vergaß aber dabei, daß auch seine ganze Politik nur aus Geschäften und Geschäftchen bestand, teils offizieller, teils privater Natur, zumeist das letztere. Ray nahm nun das Wort: „Meine Herren," sagte er, „ich habe so etwas Aehnliches erwartet. Aber das macht nichts. Serbien ist durch die Freundschaft der Mächte stark genug, den Kampf gegeit OesterreichUngarn aufzunehmen." „Aufzunehmen, nur aufzunehmen?" rief der Prinz ungeduldig. „Wrr sind stark genug, es zu besiegen. Und wir werden es besiegelt!" „Gott gebe es," sagte der Agent Rußlands. „Was Rußland für Sie tun kann, wird geschehen." „Ich weiß es," entgeguete der Prinz. „ES ist mir von mancher Seite versprochen worden, als ich in Petersburg war. daß Rußland Serbien nickst im Stich lassen wird. Wir werden kämpfen ivic eben Helden kämpfen, die den teuren Boden ihres Vaterlandes zu schützen haben. Kein österreichischer oder ungarischer Soldat soll Serbiens heiligen Boden betrete»." Die versamnielten Staatsmänner brache» in laute Hochrufe aus und es dauerte lange, bis' die Stimmung der Be- aeisterung sich so weit gelegt hatte, daß, Ray fortfahreu: konnte: „Mit eineni Helden wie Seine königliche Hoheit an der Spitze," sprach er mit tiefer Verbeugung vor dem 'Prinzen, „ist Serbien unbesiegbar. Der Prinz ist der würdige Rach- tonrme des Schwarzen Georg, der das Land vom Joch der Türken befreite. Ich kann Ihnen versichern, königliche Hoheit, ganz Bosnien und Herzegowina preisen heute schon Ihren erlauchten Namen als Befreier. Ihr Marsch luutj Serajevo wird ein einziger, uniinlerbrocheuer Trinmph- zug sein." Diese Worte gossen Oel in das Fener des Prinzen. Wild fuhr er auf. „Heute noch breche ich auf, wenn es sein muß Worauf warten wir denn eigentlich noch?" rief er. iövrtsetznng solgtü Der Weihnachtsbaum. Skizze von St. v, Mühlenfels. Sie saßen zusammen und strickten. Sie strickten Röckchen und Fleidche» und Lxibchen für die kleine» armen Kinder ihres Dorfes, denn die Liebesgabe» für die, die im Heide standen, waren längst vbgesandt. Nun galt eS süc ein ernstes, stilles Fest daheim zu Wirke». ,,Jch habe schon eine» wundervollen Bauni ausgesucht!'' sagte Tome, die blonde Tochter, aber Mutter »nd Tanke sahen sie ordentlich vorwurfsvoll an. Tie Ndutter ivar eine seine, blasse, noch jugendlich aussehende fttou; die Tante aber hatte bereits graue Haare und ihr Gc- ficht hatte einen harten, säst unfrauenhasten Zug. „Denkst du wirklich im Ernst an einen Weihnachlsbaum. Tome?" sagte sie schars. und als das junge Mädchen ihr frei in die Augen sab, fuhr sie zu ihrer Schwägerin gewandt fort: „Hab ich's nicht immer gesagt, da» dein Mädchen jeder Ernst fehlt? Geht sie nicht vergnügt und frohgemut durchs Haus, als ob die Welt in tiefem Frieden läge? Gestern, als sie mir den Mädchen in der Küche beini Backen war, hat sie Weihnachtslieder gesungen — und schlimmer noch, lustige Soldatenlieder hat sie nur so heraus- oeschniettert. Ich muß gestehen, die Hände sind inir schlaff in den Schoß gefallen, als ich das hörte!" . _ „Warum soll ich nicht singen?" sagte Tortje. „Unsere Soldaten singen doch auch, und ob wie hier unfern armen Leuten im Dunklen bescheren, oder ob tvir ihnen einen Weihnachtsbaum machen, das ändert für das, was in der Welt vorgeht, doch auch nichts, und unfern Leuten hier nehmen wir das, worauf sie sich seit Monaten freuen!" „Ich glaube, sie hat nicht ganz unrecht. Maria!" sagte die Mutter saust. „Ein einfacher Weihnachtsbaun, in der Halle bedeutet wohl auch keinen Leichtsinn!" Tie Tante aber, die seil des Bakers Tod dank ihrer großen Energie die Maßgebende aus dem Gut, ja, im ganzen Torf war, entschied kurz: „Ich begreife Euch beide nicht! Wenn wir den Leuten hier ein Weihnachten wie in gewöhnlichen Jahren bereiten. i o heißt das doch geradezu, sie zu einer leichtfertigen Aussassung >es furchtbaren Dramas, das sich in der Welt abspielt, zwingen. Mag jeder von ihnen es in den eigenen vier Wänden halten, wie »r will — hier im Gutshaus sollen sie an den Ernst der Zeit gemahnt werden!" Tie Mutter senkte schweigend den Kovf, aber Dortie stand trotzig auf und verließ das Zimmer. Tränen lagen ihr auf der Brust, aber die Tante sollte nicht sehen, daß sie weinte, sonst kam eine ihrer langen Sittenpredigten, die Tortje nun schon auswendig kannte. Sie haßte diese Tante, trotzdem sie zugeben mußte, daß sie ungleich tüchtiger und geschästserfahrener war, als die zarte Mutter, die wirklich nicht fähig war, das große Amt, das ihr nach des Vaters Tod zugesallen ivar, zu verwalten. Und Kurt, der einzige Sohn des Hauses, der soviel vom starken energischen Geist seines Vaters geerbt hatte, stand im Feld, und die Tmite svrach jeden Tag von der Möglichkett, daß er nicht zu- rückkehre. Gewiß, es mar viel Anlaß zur Traurigkeit vorhanden, aber was nutzte es, wenn man den Kops hängen ließ und all das bische» Fröhlichkeit, für das das Herz noch Raunt hatte, mit Gewalt niederdrückte? ^ Tortje nahm Mantel und Pelzmütze vom Haken und schlich « inaus. Laue, ioeiche Nachtluft umfing sie, aber der Himmel war ernenNar und der Mond warf einen silberweißen Schimmer aut die Erde. . Sie schritt zu einer kleinen Lattenlaube, die im Sommer von wildem Wein umrankt war — so dicht — daß kein Blick von außen hineinfallen konnte. Die kleine Laube war ihr Zufluchtsort, wenn «S ihr drin im Haus bei den zwei Frauen zu eng und kalt wurde: in diese Laube schlich sie, sobald sie ein Stündchen für sich erübrigen tomrte und das, tvas sie im Haus zum Aerger der Tante so tavser niederkämvtte, kam hier leidenschaftlich zum Ausbruch: der heiße bittere Schmerz um den Bruder und um den andern, den Freund des Bruders, der im selben Regiment mit ihm stand und dem sie am Tag vor dem Ausrücken in eben dieser Laube das Versprechen der Treue gegeben hatte. Rein, o nein, sie mar nicht leichtserttg: sie schwebte nicht in gedankenloser Oberflächlichkeit über die Schwere tiefer Zeit hinweg. ..... „... . ... . Kein Mensch nmßte, was sie ,n ihren Nachten durchlitt und durchkänipste, und ivas es ihr kostete, am Tag ein heiteres Gesicht zu »eigen. Es ivar viel, viel schwerer sür sie, froh und aufrecht zu bleiben, als den Kopf hängen zu lassen. Tränen stürzten ihr aus den Augen. Es war bitter, sich so »erkannt zu sehen! Und Dorne dachte angestrengt darüber nach, »b es denn wirklich ein Leichtsinn ivar, wenn man auch in diesem Jahre beit armen Leuten aus dem Tors ein frohes Weihnachtsfest vereitele. Es war schon soviel Jammer in die einzelnen Häuser gezogen. Frauen hatten ihre Männer. Eltern ihre Söhne schon vergeben Müssen. Nun sollte ihnen auch am Weihnachtsabend der gewohnte Lichterglanz fehlen! Das dünkte ihr eine unnöttge Härte. Aber mochte es so sein! Der Bruder und der Geliebte hatten ihr Weihnachtsbäumchen ins Feld gesandt bekommen, und sie selbst tvürde sich auch eines anzünden, und wenn es noch so klein war. und wen» sie es ganz im Verborgenen halten mußte. Aber sie wollte in, Lichterschein Meier beiden, um die sich ihr Denken imb «ebnen bewegte, gedenken. * Die Tage schlichen dahin, inan strickte und begann die Sachen für die Weihnachlsbescherung zu ordnen: lauter praktische nützliche machen, ein Korb Aepsel und Nüsse sür jeden „nd statt des Kuchens zwei große Brote und ein Zentner Kartoffeln. Tortje hatte vom eigenen Geld sür die Kinder ei» paar einfache Spielsachen gekauft, und die Tante sah schweigest!) darüber hinweg. Wie immer waren die Sachen in der großen Vorhalle aus gebaut, aber während sonst auch die nüchternsten Gegenstände einen Schimmer von Verlläruug erhalten Iwlten, lag heute alles- grau und traurig uild fast beleidigend praktisch da. Tortje hatte Tränen in den Augen, als sie an den Tischen vorbeiging. Tie Tante wollte auch nicht, daß gesungen tvürde. Ter Inspektor sollte eine .kurze, ernste Ansprache halten, und dann sollten die Gäben verteilt werden. Auch sie selbst würden nicht, ivie in jedem Jahr, mit dem Inspektor und den zwei Junggesellen des Dorfes den gemütlichen Karpfenschmaus halten: es war Pflicht und Ansland, gerade diesen 'Abend in ganz besondere»! Ernst zu begehen. . Tdrtjes Ddulter fügte sich in alles. Sie war seit Vaters Tod eine gebrochene Frau, die keinen eigenen Willen mehr hatte Tdrijes Herz aber rebellierte. Solch ein Weihnachten für die armen Leute ivar furchtbar, und immer wieder fragte sie sich, ob denen int Felde ein Gefalle» damit geschähe, wenn man sich zu Hause mit aller Macht zum Trübsinn und Verzagtsein zwang. Sie hatte sich wirklich ein kleines Bäumchen geschmückt. Das sollte ihr am späten 'Abend, wenn diese traurige Bescherung vorüber war, in ihrem Zimmercheu brennen, mrd dann würde sie ihr Weihnachtsfest fern von Mutter und Tante in Gedanken mit den beiden liebsten Menschen auf der Welt, die draußen irgendwo in einem Schützengraben lagen, feiern. Punkt 5 Uhr kamen sie truppweise aus dem Torf zum Gut hrraufmarschiert: Frauen, die ihre kleinsten Kinder an der Hand führten: alte Männer und humpelnde Mütterchen, und eine ganze Schar^ froher Jugend. Tortje nwchte sich den Zug gar nicht ansehen, wenn sie an die herbe Enttäuschung all dieser armen Menschen, die sich auf den Lichterschimmer im Gutshaus freuten, dachte. Wie ein Mensch, der ein schleckites Gewissen hat, schlich sie Me Treppe hinab, stellte sich zu Mutter und Tante und hatte den blonden Kopf gesenkt. Ter Inspektor hielt die von der Tante gewünschte, ernste Ansprache. Er wies die ohnehin vont Schicksal heimgesuchlen Leute auf den grenzenlosen Jammer, der in der ganzen Welt herrsche, hin: er belastete ihr Gemüt, indem er ihnen klarzu- machen versuchte, daß Weihnachten in diesem Jahre nicht ein Fest der Freude, sondern ein Fest der Tränen genannt werden müsse, und je öfter er «n Schluchzen, einen Seufzer oder lautes Weinen Hörle, mir so düsterer und trostloser.ward seine Rede. Tortjes Herz zitterte vor Zorn und Mitleid. O, daß sie diesem armseligen Menschen, der sich sklavisch den Anweisungen einer harten, kalten Frau gefügt hatte, ins Wort salleit könnte! Taß sie diesen Leuten sagen könnte: Nein, nein und tausendmal nein! Durch Trübsal und Kopfhängerei helft Ihr denen da draußen nicht, macht Ihr den namenlosen Jammer, der in der Welt herrscht, nicht geringer. Froh und stark sollt Ihr sein, dmnil Ihr denen, die zu Euch zurückkehren, die Eurer Kraft, Eurer Liebe, Eurer Freudigkeit bedürfen, eine wirkliche Helfe und Stütze sein könitt. --- Aber während sie noch so dachte, drang ein ungewohntes Geräusch an ihr Ohr: die Hupe eines Autos. Hatte sie sich geirrt? Sie schaute zum Fenster. Und daun noch einmal, mid aller Blicke folgten jetzt den ihrige»: der Inspektor hielt in seiner Rede inne, und Tortje lief mitten durch all die Leute aus der Halle heraus und zur großen Einfahrt hi». Sie stieß, einen lauten Schrei äus. Das tvar Kurt, der Sohn des Hauses, mit verbundener Sttru und dem linken Arm in schwarzer Binde. Er lachte aber ganz ftöhlich. „Es sieht gefährlicher aus, als es ist!" sagte er zu Tortje und küßte sie. „Wer gestern kam ein neuer Schub ins Lazarett und da entließ man die Leichtverwundeten, die noch vor Weihnachten ihr Heim erreichen konnten. Nun komnie ich wohl noch gerade zur Bescherung, oder ist der Baum noch nicht ongezündet?" Dann lag er in der Mutter Armen, dir vor Weinen zitterte und auch die Tmite kam hinzu, begrüßte den Neffen, sagte daun aber: „Lieber Kurt, wir habe» den Inspektor mitte» in der Rede unterbrochen: iveuu du dich kräftig genug suhlst, so setze dich zu uns in die Halle, bis die Feier zu Ende ist!" Wer da vergaß Tortje allen Respekt vor der Tante. „Nein, nein!" rief sie trotzig, „er soll diese lurchlbare Rede nicht weiter halten!" »ich zu den Tvrfleute», die sich um den Bruder gedrängt hatten, sagte sie: „Wartet erneu Augenblick!" lief in ihr Zimmer uich kam gleich daraut mit ihrem kleinen. Licktterbaum zurück. Und dann gab es doch noch frohe Weihnachten. Tie Lichter ffamniten aus, uich Tortje öffnete^ die Türen zum großen Saal, spielte das alte schöne Lied: „stille Nacht, <08 bnliflf Nacht!" und alle siele» ei», »ad die Kinder sudelten, und der Inspektor „erzog sich mit der Tante i» otiic Ecke. Hub da»» gab es auch »och ein fröhliches Abendessen mit lauter guten Tangen. Der 'Bruder >var ans das Soja im Speise- zinimcr gebettet toorden, und Tortje kniete vor ihm und streick-elte seine Hand, „Es geht «hm gut. Tortje!" hatte er ».'sagt. „Er /schickt dir tausend Glühe, und du sollst sroh und tapfer und gesund sein — nicht den Kopf hängen lassen!" — „blicht wahr, es ist keine Sünde, >oen» inan sicki Mühe gibt, srob und stark ju sein?" und der Bruder strich ihr mit der gesunden Hand übers Haar „Armes Tortje," sagte er, „ick» glaube, manches tapfere Mädel, das »it Hause bleiben must, Habs schlimmer, als wir da brausten!" Ta loars sie ihren Kops an des -Benders Brust. vermischte». * Ein W e i l> n o ch t c n aus der „B r es l a u". Bunt anschauliche Bilder von dem Lebensgang eines Kleinen Kreuzers, nämlich der „Breslau", die sich dilrch ihre Taten aus dem Mittet- medr uud jetzt im Schwarze» Meer so groste» Ruhm erworben hat, entwirft Kapitäiileutuant Richard von Stvsch in einem soeben bei E. S. Miltier n. Sohn in Berlin erschienenen Buch „Im F>ord und Miltelmeer". lins interessiert gerade jetzt besonders die Schilderung eines Weihnachtssestcs, das die „Breslau" an der surischcn Küste erlebte: „So ist die Writuiachtszcit hcrangekon, men. Die Hoffnung der «erheirateten, das Fest iin Familienkreise feiern zu kSnneii, ist geschwunden. Die WeibiiachtSpckkete sind ausgeblieben Man vertröstet sich auf später. Dank der rührige» Tätigkeit des deutschen Konsuls sind Bäume aus den Bergen gebold worden: loeun es auch nicht die Tannen der lieiniatlichen Wälder sind, sind es doch Nadelbänine. Biel Zeit zu WeihnachtSvorberei- tuilgcil ist nicht gewesen, und die Gefechts und Divisioiisbeiichti- gu»g durch den Komi»andante» bat altes in Ate», gehalten. Jetzt ist die schwere Zeit ruhmreich überstnuden uild die Weihnachts- sreude »»getrübt. Heiligabend! Achtern aus der Schanze in buntem Lichterglanz zwei Weihnachtsbäuine, Mil Flagge» und sriichenl Grün ist das Deck geschmückt Die Deutschen der Kolonie babcn sich a>, Bord versammelt. Die Schiiisglocke läutet feierlich zum Gottesdienst. „Es ist ein Ros' entsprungen", singt vierstnnmig der Ehor der tlnterossizierc. Der Kommandant verliest das Weib uachtsevangeliui», einen, jede» bekannt von Kindheit a». Aber heule ktiligt es anders als sonst. Hat man nicht vor wenig Tagen noch das Land gesehen, wo die Engel den .Hirten aus dem Felde den Heiland verkündeten? Ist nicht jeder Fu schreit dort drüben, die Häuser, die Wiesen imb die Berge darüber ein heiliges Land? Das Harinonükw leitet in weichen Akkorden z» den, Sckstiitzliedi über. — „Stille Nacht, heilige Nackil", das Lied, das im Ettcc»- haus gesungen, den Jüngling begleitet I,al durch all die Jabre, das der Man» am eigenen Herd sang. Jetzt singen sie es »vohl daheim iliiter dem brennenden Bann, und gedenken des Sohnes, des Gatten, des Bruders in der Ferne. Nach der kirchlichen Feier wird der Mannschaft beschert. Die Wohnräume und Tische sind mit den geringste» Mitteln kunstvoll geschmilckt. Ans lange» Tafel» liegen die bescheidenen Geschenke. Wenn in der Unrast des Dienstes auch die Weihnachtsstimniuiig nicht kommen ivolltc, der Gottesdienst und die allen Lieder baben sic hervorgezaubert. Nach dem ?lb- schied der Gäste feiert der Kommandant im Kreise der Ossiziere, Als Ersatz sür die ausgebliebene Weiblinchtssendung hat der Messe- vorstand kleine (beschenke eingetaust und beschert sie den Kameraden. Es ist sür den Menschen etwas Eigenes um solch ei» Weihnachts- fest unter sengender Sonne. In der Heimat verbindet sich mit dem würzigen Tannendust irische Winterkällc an kurzen Dämmertagen und silberner Sternenschiimner an» glttzerndem Schnee. Was an Famillensinn und Heimattiebe im Herze» geschlummert hat, wird wieder «nach. Fröhliche Lieder erklingen, aber doch liegt i» der Stimmung ellvas (behaltenes, der Heimat Zugewandtes. Mancher dein das Herz hart geworden ist tut Daseinskampf, spürt eine ihm fremde Regung, etwas wie Sebnsncht nach vergangene» Tagen. Als der Mond über den schneebedeckte,> Gipfeln der Berge anssteigt und sein blasse» Licht übet die schiveigcilden Wasser streut, liegt alles an Bord in tiefer Ruhe,,." ' D'er „freiwillige" Schotte. Rudyard Kipling, der so metsterbaste Scbilderuugeu von de» englischen Kolonial- soldate» cnlivorien hat, lveudet jetzt sein« besondere Anfinerksain- keit der .neue» Llrmee" z„, die England in leine» Freiwilligen heran,vachlen stellt: in einer stiebe von Ailikclu wist er im Daily Ttlaoraph .da? neue Heer bei», Ererziercn" schildern. Sein zweit, r Artikel (lihrt nackl Schottlanb, >,nd er plaudert hier mit einem alten Sergeanten über die neue:, Rekruten, von denen er natürlich nur Gutes hört. Der Sergeant bedauert »nr, dal, die „Röckckwu" lür die Leute „och nicht da seien, de » .wen» die Röck- rbe» ko, »me», da»,, würde» die Soldaten ganz a„dc>« Menfebe» sein." Auch der inoralckchc Wert der Tudeliackpleiie wird gelärig Iiervoraelioben. Dah aber der Geist des von den Briten so arg gescnniäblen „Militarismus" den Engländer» w:rklich »och nt bt in Fleisch und Blut übergegangen ist, das beiveisl eine Ge'chiclite, die Kipling jo nebenbei erzählt. War da et», ivackerer Schone den, „Rick der Ehre" ge'olgt und Halle stck, ai» Freiwilliger anwerbe» lassen. Er diente auch eni paar Tage, dann aber nahte ihm etwas bei der „encii Beschält>g»„g nicht, »nd er ging einlnch fort, so wie wohl ein Arbeiter nutz der Fabrik oder ans den, Bergwerk wegbleibl, wenn er Lust hat. Rach einiger Zeit drang aber doch ei» Gerücht zu ihm, dah man in Kreisen seiner Borgesetzien diese Tat nicht gerade lür ehrenhalt tnell und das, cr zur Beranl» ivort „g gewge» werden sostic. Er setzte stch also hin, schrneb unter voller Angabe seiner Adresse an den Offizier, unter dessen ?>e>ebt er gestanden hatte, >»,d iragle bei th», a», was ma» den» ciaenllich von ihn, haben ivolle und was er Inn solle Der Slfi- zier schrieb ihn, sreiindlich zurück und riet ihm: „Das Beste iit, wieder eiiizutreten.' So ta, der Dian», »nd über die ganze Sache wurde kein Wort verloren. «Seine Bestrafung wird ihn »ntürstch cr ilen," bemerkt Kipling dazi,, „n,cr er», wenn cr begreift, was er aelan hat. Wenn cr allerdings auch dann nickt so wert ist, n»r sich selbst z» verachien - er hat lonst eine sehr grau« Meinung von sich — dann ist Hvisen und Malz an ihm ve>lo>«n n»d er wird nie ein gnler Soldat werden." IcdenlallS habe» es also bic Engländer nickst eilig, ihre ncnenSoldnlen weae»Fal>»enfl»cht znbellra'rn. ' Wenn ein russischer General eine Kriegs- knssc erben lei Wenn ei» denlicker General emo Kriegsfälle c, beutet, so ist es seine nnd seiner Mannschaften erste und Haupt - sorg», sie sobald wie möglich lür den obersten Kriegsherr» t» Sicher heit jii bringen. Wen» ein russischer General das gleiche Glück hat. hat er ganz andere Sorgen. Der riysische General Waldemar von von Loewenstern (1777 —t-bSi, der die Freiheitskriege mit,nackte, batie das Glück, in, Rücken d>s lranzösilchen Heeres eine sächsische Marschkolonne von 00 Man» gelangen zu »elnne» »nd eine KrieqS kaffe von 700000 Franke» zu erbeutet,. Der Fang hatte wenig Anstrengung gekostet, aber schwieriger war cs »ach Loewen oernS eigenen Mitteilungen, ihn in Sicherkeil z» bringen. Er „teil es lür das klügste, einige Golülönnchen auischlaae» z» lassen und 100 000 Franke» a» die Leine zu verteile», mit den, Bcrlprechc» einer gl«,che„ Sumnie »ach glückst ücr Rücklebr zu», Heere. Es ging »„„ »nter grabe» Gewähre» nnd demenllvrecheudc» Borkcksts- manreqel» bis »ach Jüterbazp >va der rnsnschc Ovcrst Prendl »>>t Kajak«,, stand. Als Prendl die Geldwagr» erblick,e, malte sich Ne:d »nd Mihgunkl anl seine», Gesicht, »»der «rsa»» einen lchlane» Plan, sich auch einen Anteil an der reiche» Beule z» stcheni. Er gedachte in der Nacht lasiche» Lärm z» mache», als ab der Feind ib» plötzlich angren«, daran!, n>ie va» diese», geivarke», sich >» ltnardnung anl Laewennerns Biwak za werten nnd lm Wirrivarr die Kriegskasse »nl recke» z» helfe», wo shn, dann ein Anteil an den, Ge:dc »iclit vertagt werden könnte. In der Tat kam er auch des 'Abends z» Loeweniler» unter dem Borivande, sich be, ein«,» Glase Punsch die Geschichte des Ha»dilreick»s erzählen zu lassen; >» Walirbei! aber, nn, sich d,e Stelle, wo die Wage» stand«», recht genau auz'nsehen. Auch gab er mit beredtea Worte» leine Bereit- willigkeck z» erkenne», kür die Kamecaden, die jed>»lal!4 von de» Strapaze» ermüdet letn würden, selbst bic »öligen Wachen »nd Vorsich,Smanregel» zu übernehnien. Loewenstcrn bezeigte sich >ür das Ancrbiete» sehr danlbar, Irak aber im stisie» leine Btahregeln, de»» ei» O'sizier Prendls, der (rüber »nter ihn, gedient, backe ihm den Anschlag des latschen Freundes verraten. AIS e» dunkel ac- wordc» und Prendl wieder sorlacrillcn ivar, lieh er unter starker Bedeckung die Wage» eine Pierlet,tu»de weiter rückwärts an einen sicheren Ort bringen, blieb aber lelbst mit >0, Kosaken an de» korlbre,inende» Lagerfeuer», in» das Ende der Geschichte mit an» znsehe». ES dauerte auch nicht lange, jo kan, ei» Kvsakcnschwarni mit Prendl an der Spitze ,vic das wilde Heer beiangejagt »nd riei: „Der Feind! Ter Feind l Netlel enchl" Aber die verlallenen Wachlleiwr brannten iort. Loeive» ,er,is Kosaken stoben nicht, sondern sahen auf, um den Fliehenden zur >I»ierstütz»»g z» diene», und die emsig mit de» Augen gelncbtcn Wage» waren veischwunde». Der sauber« Plan war (ehlgeschlagen und Loeivenstern bracht« seine Beute glücklich nach Berlin. 5A>r 'l '"de. Vorhand spielt getrieben Tresj-Solo »nt jolgenben Karten: Wie müssen bic Karten fi: e», damit Vorhand das Spiel mit Schneider oder Schwarz gewinnt »nd auch Hinterhand ihr beabsichtigtes Solo trotz der viele» hoben Trümpfe in der band eines Gegners gewonnen hätte '? (Auilösimg in nächster NnmmerZ Auslösung der Charade in voriger Nummer: T n n » e » n a d e l u. Schristleitnug: Ang Goctz - Rotationsdriirk und Verlag der Brühl'sche» lI»iv«rsitälS-B«ch- »ud Steludruckerei, Sl. Lauge, Giche».