Kn den Wern der Drina. Plomcm aus der Zeit der Annexion von Ernst Klein. (Nachdruck verboten^ (Fortsetzung.) Am anderen Morgen stellte sich der Komidatschi ein. „Hör' mich an, Mirko", sagte Ray zu ihm. „Du bist doch ein Mann, der mit einer Büchse auch zu treffen weiß, wenn er schießt." „Will ich meinen, Gospodin", lachte der Mann. „Hab' Manchem Türken und Bulgaren drüben in Mazedonien das Sterben leicht gemacht." - „Pass' auf, was ich dir sage. Kennü du den Oberlent- nant Lohnsperg, der in Racovac die Dragoner kommandiert?" „Ja, sah ihn früher oft vorüberreiten. Einmal wurden er und andere angeschossen, und seitdem sind sie vorsichtiger geworden und spazieren uns nicht mehr so vor der döase herum " „Das macht nichts. Einmal tvird sich doch eine Gelegenheit finden. Es mNß sich eine finden, hörst du? Der Mensch muß anSgeblasen werden, verstehst du?" In seinen Augen leuchtete ein so wilder Haß, daß dem Komidatschi das Verstehen nicht schwer wurde. Er begriff, daß da eine private Rechnung ausgeglichen werden sollte. „So ein Schuß ist eine schwere Sache," meinte er bedenklich. „Und dann, um die Gelegenheit zu erwischen, muß ich Tag und Nacht auf der Lauer liegen." „Tausend Dinare wird dir wohl deine Mühe wert sein?" „Sagen Sie zweitausend, Gospodin, und ich schwör' es Ihnen aufs Kreuz zu, daß ich ihn zur Streck« bringe. Fünf- hnndert gleich, den Rest, toenn das Geschäft erledigt ist." Ray schaute deni Kerl scharf in die verschlagenen Augen. „Du schwörst?" fragte er. Mirko griff in sein schmieriges Hemd und zog daraus ein kleines griechisches Kreuz hervor, das er als Amulett auf der Brust trug. „Da, auss Kreuz, das mir meine Mutter gegeben hat," prach er feierlich, „schwöre ich, daß ich Ihren Auftrag ans- ühren werde, GoSpodin." „Du, Mirko", sagte Ray drohend und trat dicht vor ihn hin. „Ich halte dich an deinem Schwllrr. Der Schwab» muß verschwinden. Weh' dir, wenn es dir nicht glückt!" Der Komidatschi stand sechseinhalb Fuß hoch in seinen Opanken, und doch erzitterte er bei diesen Worten des kleinen Mannes, der ihm kaum bis zur Achselhöhe reichte. „Ich bin nur ein Mensch, Gospodin," sagte er unterwürfig, „aber was in eines Menschen Kräften steht, das will ich tun." l „Es ist gut. Hier sind deine fünfhundert Dinare. Sobald ich kann, bin ich selbst in Slubovizja. Nun geh!" Der Komidatschi ließ sich das nicht zweimal sagen. Schnell stopft!« er die Scheine in die Tasche und verschwand, froh, aus der Nähe des unheimlichen Menschen zu kommen. Am selben Abend fuhr Ray mit dem Orientexpreß nach Risch und von hier über Leskovae und Uesküb nach Saloniki. Er wußte, daß ihn die österreichische Polizei genau beobachten würde, und zog es daher vor, diesen Umweg zu machen. In Saloniki bestieg er einen Dampfer der Ungaro-Kroata und fuhr nach Gravosa. Bon dort brachte ihn die bosnische Bahn nach Sarajevo. Er stieg in keinem Hotel ab, sondern begab sich vom Bahnhof direkt in das Haus eines serbischen Kansmanns, der ein treu ergebener Anhänger der grvßserbischen Idee war. Janko Music war von seinem Kommen bereits unterrichtet, und als Ray in seinem Hause eintraf, fand er bereits eine Anzahl Gcsinnungsgeirossen des Kaufmanns versammelt. Ohne sich einen Moment Ruhe zu gönnen, beriet Ray sofort mit den Männern, wie die Befreiung der Gräfin ins Werk zu setzen sei. „Durchlaucht", sagte einer von ihnen, der im Jahr« 1878 in den Reihen der Insurgenten gekämpft hatte. „Sie stellen sich das leichter vor als es ist. Wjir sind heute Untev- tanen des Kaisers von Oesterreich, und uns kann die Geschichte leicht Kopf und Kragen kosten. Sie können sich dew- ken, daß man uns hier verdammt scharf aus die Finger paßt. Ich bin überzeugt, im Korpskommando wissen sie ganz genau, wer Großserbe ist und wer nicht." „Aber die Gräfin muß befreit werden", rief Ray, em- pört über die Unentschlossenheit der Leute. „Wir können sie doch nicht in den Händen der Schwabas lassen." „Eine gewaltsame Befreiung ist ausgeschlossen. Die Strafuni in Racovac werden schon auf der Hut sein", sprach der ehemalige Insurgent. „Wir können nur warten, bis sie die Gräfin hierherbringen. Wenn wir dann den Transport überfallen, dann könnten wir sie befreien." „Haben Sie die Leute dazu?" fragte der Fürst. „Die Hütten wir wohl, Durchlaucht. Aber sie kosten Geld," antwortete Janko Music. „Auf Geld kommt es dabei nicht an. Wann kann ich die Leute sprechen?" „Morgen abend, Durchlaucht. Die Burschen halten sich gut verborgen, und ich selbst muß vorsichtig sein, wenn ich sie aussuche." „Gut. Ich werde also die Leute morgen abend nach Einbruch der Dunkelheit hier erwarten." Am nächsten Tag führte ihm der Kaufmann drei Männer vor. Die waren gekleidet wie bessere Handwerker und machten den Eindruck friedlicher, harmloser Spießbürger. Kein Mensch sah ihnen an, daß sie Heiducken waren, dio in Serbien drüben von Mord und Raub gelebt und sich vor den heimatlichen Gendarmen nach Bosnien geflüchtet hallen. Ray sah auf den ersten Blick, mit wem er es gn tun hatte. „Ihr wollt die Geschichte ivagen?" kragte er sie. „Ja, wir wollen es wagen," antwortete der älteste von ihnen. „Ihr braucht aber noch ein paar Barschen dazu." „Dring»»win den Bergen haben wir Freunde genug, die die Sache mitmarhen wollen, wenn sie —' rentabel ist, Gospodin." „Versteht sich. Ich deponiere hier beim Kaufmann Music zehntausend Dinare mit dem Auftrag, sie euch auszuzahlen, wenn die Gräfin frei ist. Und hundert Dinare erhält leder von euch, der sich mir zur Verfügung stellt..." Ray blieb noch ein, zwei Tage in Sarajevo, um sich über die Aussichten einer bosnischen Insurrektion zu orientieren. Zu seiner großen Enttäuschung erfuhr er, daß sie nur sehr gering waren. Die Türken in Bosnien dachten gar nicht daran, sich gegen die österreichisch-ungarische Herrschaft aufzulehnen, der sie so viel verdankten, die römischen Katholiken waren von Haus aus reichstreu, und die Serbe» waren in mehrere Parteien gespalten, die wohl alle national waren, aber nur zum geringsten Teil kriogerische Gelüste hegten. Höchstens dort, wohin der rusiische Rubel und der serbische Dinar gerollt, erging man sich in mehr oder minder großserbischen Phantasien. Das eine und das andere Haus diente wohl auch als Stapelplatz für die von Serbien hereingcschmuggclten Gewehre und Bomben. Aber wie Ianko Music dem Fürsten kleinlaut gestand, waren keine Leute da. die Gewehre abzuschießen und die Bomben zu werfen. Die Landbevölkerung fühlte sich viel zu wohl unter der geordneten österreichischen Verwaltung, als daß sie sich danach sehnte, sie mit einer anderen zu vertauschen Die türkische war nicht sehr empschlenswert und die serbische — wie die Serben selber sagten — erst recht nicht. Der Bauer kennt keine Ideale, er ist Realist, und bei ihm geht der Patriotismus über seinen Acker. Wer ihm den am besten schützt, den liebt er uno dem hängt er an. Also sprach der Serbe Ianko Music zu dem Sendapostel des Krieges, zum Fürsten Ray. lind in dieser'Tonart antworteten ihm die meisten, als er am Tage seiner Abreise in das Haus seines Gastfreundes eine große Bcrsamnr- lung sämtlicher Parteigänger Serbiens einberief. Eine slammende Rede hielt er ihnen. Me Serben seien dazu berufen, Oesterreich-Ungarn den Todesstoß zu versetzen. Und er sprach und sprach. Wendete die ganze Kunst seiner Beredsamkeit auf — vergebens. Me paar Studenten, die dabei waren, schrien wohl „Zivio!", aber die älteren Männer blieben ruhig. „Wir sind so gute Serben, wie je einer am anderen User der Drina," antwortete Dr. Vledemorowitsch. der ehemalige Insurgent, „und kennen keinen sehnlicheren Wunsch als die Vereinigung mit Serbien, aber wir können uns nicht nutzlos opfern. Oesterreich ist stark, wir wissen es hier aus eigener Anschauung, und Serbien ist ihm leider nicht gewachsen. Und die Slawen Oesterreichs? Denen geht cs viel zu gut in der Monarchie, als daß die sich rühren! werden. Ick spreche nicht ins Blaue hinein, Durchlaucht, ich war in Larbach, rn Prag, in Galizien drüben — mit dem Deutschenhaß ist es gar nicht so weit her. Das ist nur mehr eine Art Kampsschrei der Leute, die von der Politik leben. Nicht eine Hand rührt sich in Oesterreich für unsere Sache. Ich habe meine Freunde in Belgrad oft genug gewarnt, sie sollen sich da nicht von weiß Gott wem zum Narren halten lassen. Ja, zeigen Sie uns, daß Oesterreich tatsächlich morsch ist, schlagen Sie es in offener Feldschlacht — dann gelingt es Ihnen vielleicht, hier die Begeisterung zu wecken. Aber früher, Durchlaucht, früher — nicht! Wir können nicht alles aus eine unsichere Karte setzen." Mit diesem Bescheid fuhr Ray nach Belgrad zurück. Er hatte natürlich nicht das geringste Interesse daran, den Leuten hier die Wahrheit zu sagen. Im Gegenteil, er verdrehte die Worte, die inan ihm gesagt, und tischte sie so den Staatsmännern in der serbischen Hairptstadt als Wahrheiten aus. „Die bosnische» Serben warten nur darauf," sagte er ihnen, „daß Serbien losschlägt. Bei dem ersten Sieg, den wir erringen, steht ganz Bosnien aus." Und nun entwickelte er folgenden Plan: „Wir müssen Oesterreich-Ungarn dazu bringen, daß es uns ein Ultimatum stellt. Die Sache wird doch so schwer nicht sein. In der Nacht, in der das Ultimatum abläuft, gehen wir hier bei Belgrad über die Save mit einer Db, bision. Me Ufer sind hier Wr nicht bewacht, noch wenige« geschlitzt. Ein paar Finanzer und Gendarmen patrouillieren hier auf und ab. Zum Beispiel das Pulvermagazin der Semliner Garnison hat heute noch eine Wache von acht bis zehn Mann. In Semlin liegen in Wirklichkeit zwei Bataillone und eine Eskadron. In Jmdija, Runa und Mitro- witz liegt auch je eine Eskadron lieber diese paar Mann marschieren wir glatt hinweg und sind in einem forcierten Tagesmarsch vor Neusatz und Peterwardein. Mit der Brigade hier tverden wir auch fertig, ehe die Oesterreichev Truppen Heranwersen können.*) Nun stellen Sie sich oie Wirkung vor, meine Herren, wenn die Welt lesen wird, die Serben haben Peterwardein genommen und sind im Vormarsch auf Budapest! Das ist kein Funken mehr, das ist eine Bombe, die in das slawische Pulverfaß fliegt. Wir haben den moralischen Erfolg für uns und den Krieg halb ewonnen. Der Krieg znnschcn den, großen Rußland und cm k.eine» Japan wurde auch durch den ersten Angriff der japanischen Torpedoboote aus Port Arthur eiuschiedcn. Peterioardetn soll Serbiens Port Arthur werden!" Der kühne Plan fand allgemeine Billigung: die serbischen Militärs waren geradezu begeistert davon. Die Armee halle den Mnler über Zeit gehabt, sich zu rüsten. Uw- aushörlich rollten von Saloniki die Züge herauf, die Geschütze, Geschosse, Gewehre und sonstige Ausrüstungsgegenstände nach Serbien schleppie». Die verschiedenen Jahrgänge der Reserve wurden nacheinander einberufen, der Kriegs- rausch, der de» Winter über etivaS eingeschlafen war, kam wieder über das Land. Me Sprache der Zeitungen wurde schärfer und schärfer: die Straßen Belgrads hallten neuerdings ivider vom alten „Dole Austria!" In Schabatz rissen sie die österreichische Flagge von eincin Dampser herunter und beleidigten den österreichischen Lizekonsul. Immer dichter ballten sich die Gewitterwolken zusammen. Und Rap hetzte und bohrte und wühlte unaufhörlich. In seinem Bericht, den er nach Petersburg absandte, konnte er sich nicht genug tun in der Schilderung der Begeisterung für die serbische Sack>e in Bosnien. Seinem Berichte nach konnten es die Serben, Montenegriner und Bosnier gar nicht mehr erwarten, daß sie losschlagen durften. Sie war>- teten nur auf den Befehl Rußlands. Rap aber ließ es dabei nicht beivendcn. Er erzählte dem Kronprinzen von der Gefangenschaft der Gräsin und schürte damit das Feuer, das in des jungen Menschen Brust lohte. „Es gelang mir," berichtete er, „sie h imlich zu sprechen. In Racovac halten sie sie gefangen >vie eine Mörderin. Sie sitzt in ihrem Verlies und sehnt sich nach einem Befreier, der ihr aus Belgrad kommen soll. .Sagen Sic ihm ' trug sie mir auf, ,daß ich ihn erwarte.' Königliche Hoheit, das Weib ist noch schöner geworden, aks es war!" Und dann traf es sich immer so gut, daß der Nationalheld Nr. 2, Nuschic, gerade einen Denwnstralionszug vor die Villa des Kronprinzen führte und dieser seine frisch an-- gesachtc Wut gleich, ehe sie noch kalt wurde, zum Fenstev hinansschreien konnte. Und durch Belgrad brauste der Ruf: „Dole Anstrial" lFortsetzung folgt.) *) Dieser Plan soll tatsächlich bestanden haben Der Katechismus von vileam junior. 11 . Frage: Hälft du es für glaubwürdig, daß die serbische Regierung und das serbische Volk sich zu Mord und Falschheit verbunden hätten, wenn sie nicht die Gewißheit hatte», Rußland würde ihnen den Rücken stärken? Antwort: Dos ivird behauptet. Frage: Hat Rußland wirklich ein selbstloses Interesse an der Errichtung eines südslavischen Reiches? Antwort: Wie sehr es das hat, läßt sich leicht dartuil, Rußland macht seit vielen Jahren eifrig Propaganda für den Panslavismus, worunter man die Vereinigung aller Slaven nnler dem Zaren und dem Proknrawr der Heiligen Synode der russischen Kirche versteht. Ties allein schon sollte unS beiocisen, wie sehr Rußland an der Erriclstung eines starken, stolzen, unabhängigen Süd- stavenreiches liegen muß Nun aber ist es außerdem Rußlands höchster Ehrgeiz, Koir- stontinopel in feinen Besitz zu bekommen. Ein freies, kräftiges, südslavisches Reich aber würde ihm durch seine bloße Ezistenz für immer die Erfüllung dieses Planes zur Unmöglichkeit machen. 896 Glaubst du jetzt noch, daß Rußland in rührender Selbstlosigkeit sich hinopfern würde, um ein solches südslavisches Reich ju errichten? Frage: Beleuchte unser Thema doch einmal von einer anderen Seite. Kannst du mir noch eine weitere Ursache des Krieges nennen? Antwort: Nun, Deutschlands Gewaltakt gegen die Neutralität Belgiens. Frage: Rief diese Handlungsweise nicht helles Entsetzen bei Engländern und Franzosen hervor? Antwort: Tos tat es und mit besonderem- Rechte, scheint es: hatte doch England schon vor fast zwei Jahren seinen Truppen in Irland befohlen, sich bereitzuhalten zum Ausschiffen nach Antwerpen, um gegen die Deutschen zu kämpfen. Dreißig Straft» wagen mit französischen Offizieren eilten nach Belgien, che der Krieg begann. Französisch:« Soldaten waren in den Festungen von Lüttich und Namur. Tie Festungen Belgiens waren ausschließlich zur Verteidigung gegen Deutschland errichtet. Tie Tatsachen haben beioiesen, daß die Engländer planten, Triippen zu landen und zwar nicht in Frankreich, sondern in Belgien. Tie französisch« Taktik aber hat bewiesen, daß die Franzosen erwarteten, ilyre ganze Straft frei zu haben, um Elsaß- Lothringen anzugreifen, während Engländer und Belgier ihre nordwesttickien Grenzen schützen würden. Ja, ja, du verstehst, der deutsche Gewaltakt gegen belgische Neutralität war unerhört! Frage: Sollte aber Deutschland, als es sah, daß seine Nachbarn zrmr Schwerte griffen, geduldig gewartet haben, bis die Franzosen vor otraßburg standen, bis Belgier und Engländer Aachen und Köln bedrohten und die Russen von Danzig aus nach Berlin nrarschierten, statt seinerseits die Unhöflichkeit zu begehen und ihnen allen zuvor zu kommen? Antwort: Wenigstens sind Franzosen, Russen und Briten dieser Ansicht. Frage: Welche Stellung nimmt England zu diesem Kriege ein? Antwort: Mein Gott, du kannst dir vorstelleti, daß es furchtbar dagegen ist. Frage: Woher wissen wir das? Antwort: Nun, als das erste, lvirklich große deutsche Linienschiff vom Stapel gelassen wurde, schrieb die tonangebende englische Zeitung: „Deutschland nruß vernichtet werden " Es ist bekannt, daß die Teutschen auf geschickte Weise den Etlgl ändern den W:ltmarkt streitig machten, wo immer sie Gelegenhit hatten, sich mit ihnen zu messen. Und du weißt, das ist unerhört, besonders Ivcnn niau bedenkt, wodurch „diese deutschen Bettler" ihre Erfolge erreichten: Sie waren gewissenhafter, arbeiteten ang«irengter, hoten mehr Verstand und w nigcr Hochmut mif, zeigten größere Geschäftstilchtchkeit und Zuvorkommenheit und verließen sich nicht auf Rum, Bibeln und „Erpcdftions- Die besten uuparteiischcu Schristsiellcr behaupten, daß hierin die eigentliche Ursache des .Krieges zu suchen sei: bei reiflicher Uebmlegung stimmt man ihnen zu und wenn man auf die hämischen Freudenäuf^erungen der Etigländcr achtet, sobald Berichte über gefangene oder oe-'unkene deutsche Sckpffe eintresten, so wird es cinenr zur Gewißheit Außerdem hat England von jeher gnnäß seiner bekannten Handelspolitik sc neu bed utm^steu N ben- buhler vernichtet und zwar mit kaltblütiger Ueberleguug und ohne jedes Erbarmen. Es vernichtete Spanien mit Hilfe von Seeräubern und glücklichen Orkanen, es vernichtete das Napoleonische Frankreich dadurch, daß es das Übrig« Europa gegen ydapoleon hetzte. Rußland schwächte es mit Hilke der Türken und Japaner. Jetzt kommt Deutschland au die Reihe. Frage: ?lber kämpft denn nicht England für Freiheit, Fortschritt, Aufklärung, Demokratie und ähnliche edle Ziele? Antwort: Gewiß, es kämpft innuer dafür, man möchte nur wünschen, daß es endlich damit fertig würde. Frage: Welche Beispiele ließen sich etwa für die Freiheitsliebe der Briten ansühren? Antwort: Nun, da ist z. B. Irland, wo im Laufe von 7 Jabrhunderten durch Mord, Raub. Brandstiftung, Bestechung oder Vergiftung eine höhere Kulttir allmäblich völlig vernichtet wurde, wo unter Androhung von Todesstrafe heimische Sprache, Gesetz«, Erziehung völlig unterdrückt wurden lDank den deutschen Gelehrten hat die Stuliur sich neuerdings wieder gehoben.) Durch Hungersnot wurde dir Bevölkerung halbiert, wäbrend englische Soldaten die reichen Ernteerträge des Landes fortschlepv- ten. Durch harte Gesetze wurde die Industrie lahmgelegt, durch Bestechung und Gewalt wurde die Verfassung unterminiert, wurden die Politiker verderbt und heute so gut wie vor Jahren setzt Mt Tmannei ihr Werk fort, nur verfährt sie versteckter und geschickter dabet. Dann ist da Indien. England bemächtigt« sich seiner, indem es die Eingeborenen an der Nase führte und die geliebten Frau- losen überall verdrängte. Die Ordnung wurde aufrechterhaiten durch Waffengewalt, durch Wucherzinleu, durch Vernichtung der einheimischen Industrie und durch Hungersnöte. Und nun Aegypten. Die Engländer schmuggekteu sich in seinen Besitz unter der Versicherung, daß sie es nach hergestellter Ordnung sofort wieder verlassen würden. Aber irgendjemand scheint d,e Zeiger der Uhr angehalten zu haben und so ist der Brite -immer noch in Aegypten, hat ungeheure Reichtümer angehäuft und im Suezkanal ein vorzügliches Mittel gefunden, um nicht nur den deutschen Handel, sondern auch denjenigen der teuren Verbündeten, Frankreich und Rußland, andauernd zu bedrohen und zu belästige». Ein scharfes Vorgehen gegen die Eingeborenen Hilst diesen, sich mit ihrer Lage abzufinden. Endlich Süd-Afrika. Besiegt durch den unbeugsamen britischen Heldenmut, welcher der ganzen Welt zum Huhn, endlich die Heere der Buren durch ungefähr 30 000 Scharfschützen besiegle und die Bewohner dadurch beruhigte, daß die Burenfrauen und SÄnder nach England in Konzentrationslager geschleppt wurden, wo nach englischer Angabe 14 000, nach Angabe der Buren und Iren über 20000 an Hunger und .Krankheit jammervoll zugrunde gingen. Wie man aber auch die ganze Burengeschichle beurteilen mag. englische Menschenliebe hat jedenfalls höchsten Triumph dabei gefeiert. Oder nimm Schottland, wo ein tapferes, närrisches Volk, unter Drangabe seiner Nationalität, seines Landes und seiner Sprache, sich zu rührender Loyalität gegen England durchgerungen hat. Freilich gehen jährlich Tausende dieser Schotten übers Meer und überlassen ihre geliebten heimatlichen Hügel den Schneehühnern, die dann eines Tages von den dürrbeinigen Sprößlingcn eines neugebackenen Adels gesagt werden. Oder sieh dich allüberall um, wo englisches Kapital arbeitet, denke an den Putamaja-Tistrikt von Peru, wo die eingeborenen Angestellten englischer Direktoren von diesen in keiner Weise daran gehindert wurden, alle gefangenen Indianer ohne Rücksicht aus Alter und Geschlecht in der gemeinsten Weise zu mißhandeln. Durch Auspeitschen, Verkrüppeln usw. quälten sie dieselben derartig, daß meist schon nach wenigen Monaten der Tod erfolgte. Oder nimin England selbst. Quadratmeile über Quadratmcile ffndest du mit Stadtteilen bedeckt, in denen unausdenkbares, surcht- barstes Elend herrscht. Schlimmste Erniedrigung und entsetzlicher Mangel treten hier überall in erschreckender Weise zutage. Die ländliche Bevölkerung verschwindet immer mehr und damit gehen zugleich Gesundheit und Kraft verloren. Was an Landbevölkerung bleibt, zerfällt in die großen Besitzer, die kaum noch ein anderes als das pekuniäre Interesse am Boden haben — in Pächter, deren politische Seele seit Jahrhunderten zu einem philisterhaften Torysmus verknöchert ist, und in Arbeiter, welche in öffentlichen Angelegenheiten kein Wort mitzu- reden wagen. To gibt es eine Torypartei von bourbonische« Narrheit, eine liberale Partei, welche aus den großen Industriellen besteht und durch die geheimen Fonds der Rothschild«, Saisons und Samuels regiert wird. Wahrhaftig, die Engländer haben recht, nirgends gedeiht die Freiheit s o. wie sie in England und seinen Kolonien gepflegt wird — Gott sei Dank, sage ich. Frage: Wie sind denn nun eigentlich die Deutschen? Antwort: O, das sind „wilde Horden", „rohe Bantus", „Mörder". „Pöbel", „Barbaren". Frage: Woher wissen wir denn das? Antwort: Nun, sie sind die Wurzel, aus der alle moderne Zivilisation emporgewachsen ist. Ihr Blut und ihr Geist retteten die verfallende lateinische Welt zu der Zeit, als die Nationen ein völliges Chaos bildeten, sie schufen Spanien, als Spanien seinen Höhepunkt erreichte, sie schufen Frankreichs Größe, sic flößten der Lombardei und Toskana in der Rcnaissancezeit ihren Geist ein und trugen'sogar zu Englands Größe nicht wenig bei. Im Norden Europas rief sie eine neue eigenartige, solide Zivilisation hervor, sie entwickelten in sich selber alle die Fähigkeiten, welche die Menschheit je hervorgebracht hat, sie nahmen in sich alle Eigenschaften vergangener Zeiten aus, welche sich als nützlich und erstrebenswert erwiesen. Sie befestigten die Kirche, früh zeichneten sie sich in Industrie und ehrlichem Gewerbe aus. Sie errichteten wahre Freiheit in ihren herrlichen Städten, sie aründeien Uni- veriitäten und bildeten Gelehrte, sie haben der Welt einige deck i irößten Dichter, Philosophen und Dramatiker geschenkt. Seiidcm ie eine natHMlc Einheit bilden, ist ihre Ueberlegenheit in Wiiien- chast und ETnebungsweirn so groß geworden, daß die ganze Welt ans diesen Gebieten ihnen Dank schuldet. Mele Millionen von Auswanderern haben sie den Vereinigten Staaten geschickt und mit Ausnahme einer kleinen Mehrzahl rollt ihr Blut durch die Adern aller unserer Mitbürger Wenn man ihre Geschichte, ihre Institutionen betrachtet, Ivcnn man sich in ihre Bücher vertteft oder ihre Universitäten besucht, wenn man mit ihnen in ihrem eigenen Lande verkehrt, wenn man sich an ihren Frieden, ihrer Wohlhabenheit, ihrer Genialität, ibrein guten Leben miterfteut, wenn man ihre Liebe zur Kunst, ihre Ehrfurcht vor Bildung kennen lernt, wenn man ihre Opern besucht, wenn man geschäftlich mit ihnen in Amerika zu tun hat, oder die eiaenen Kinder mit dm ibrigm zur Schule schickt, wenn man teilnebmen darf an ihrem köstlichm Familienlebm, oder wmn man Einkäufe macht in ihren vcrschiedenstm Lädm — immer würde man denken, ..welch' ein gebildetes, herrliches Volk!" Aber dem ist nicht so. Die Engländer behaupten es und die am rckani'che Presse beet es ihnen nach Sie sagm, daß dies« halben Deutschen eine Horde von Barbaren seien und einzig darauf bedacht, da? Licht der Welt auszublasen. 696 Frage: Dann müßte es aber doch auch Momente geben, welche für sie belastend sind? " N i Antwort: Sicher. Tausende von Zeitungen behaupten, daß die Engländer recht hätten; grüne Jungen beschwören es. Viele Leute kennen andere Leutch die wieder von anderen Leuten gehört haben, daß sie Leute kennen, welche ihrerseits Leute kennen, di« deutsche Grausamkeiten miterlebt hätten. Die Tatsache, daß jede Geschichte irgend einer Grausamkeit, die ein feindlicher Schreiber in seinem Gedächtnis oder in Erzählungen aus barbarischen Gegenden und Zeiten ausgegraben hat, auf die Deutschen übertragen wurde, sollte uns stutzig machen. Ich gebe einige klassische Beispiele solcher Berichte. Ta hört nran von alten Leuten, die an den Händen aufgehängt wurden, während ein langsames Feuer unter ihren Füßen brannte. Von Kindern, welchen die Hände abgeschnitten wurden, von Frauen, denen man in brutalster Weise den Säugling von der Brust riß. Und diese Roheiten sollen deutsche Soldaten begangen haben, Menschen derselben Art, wie Ihr sie täglich zu Hunderten in Euren deutsch-amerikanischeir. Mitbürgern vor Augen habt. Aber das alles muß wahr sein, iveil die Zeitungen es sagen. WoUt Ihr einen jveiteren Beweis, so nehmt das Zeugnis von fünf bedeutenden amerikanischen Journalisten, die behaupten, daß sie in Wahrheit auf den Schlachtfeldern nie dergleichen Ungeheuerlichkeiten begegnet wären. Nehmt das Zeugnis von hunderten zurückgekehrter Anrerikaner, von Mrs. Benjamin Harrison, von Universitätsprosessvren und derartigen Leuten über die Zucht und den Geist des deutschen Heeres: dann achtet aus die Widerlegung jeder solchen Geschichte, die selbst in unfern antideutschen Zeitungen wurde. Achtet auf die wiederholten deutschen Protest« und versäumt nicht, auch die erblichen Möglichkeiten und den gesunden Menschenverstand zu Rate zu ziehen. Man sollte sich in die Geschichte der WaUonen, der Engländer und Russen vertiefen und damit die Geschichte der Deutschen vergleichen. Man sollte vielleicht auch auf di« Warnungen von Engländern hören wie Lord Roberts, Lord Gladstone, Salburne und Jerome St. Jerome, daß die Erzählungen von deutscher Grausamkeit aller Wahrscheinlichkeit nach falsch und verlogen seien. Frage: Ist es denn wahr, daß die Deutschen Dum-Duni- Keschosse gebrauchen und die Verbündeten nicht? Antwort: Das ist köstlich. Die Berichte der Verbündeten erzählen von außerordentlich reinen, kleinen Wunden, welche die deutschen Stugeln verursacht haben und daraus schlichen sre aus explodierende Geschosse. Tie Deutschen dagegen haben keinen anderen Beweis für das Borkonrmen von Tum-Dum-Geschossen ber ihren Feinden, als daß sie bei Gefangenen und Toten der Verbündeten eine Menge Dum-Dum-Gcschosse vorfanden. Und bei ihren eigenen Verwundeten haben sie als Beweis den Anblick solcher Wunden, wie sie nach Feststellung eines amerikanischen Journalisten durch Airwcndung von Jagdgewehren entstehen, Ivie man sie unter anderem zum Niederschichen wilder Tier« gebraucht. Frage: Aber unrecht ist es doch von den Deutschen, daß sie Minen ins offene Meer streuen? Antwort: Ja, freilich. Es nützt dabei nichts, daß die Deutschen behaupten, sie hätten derartiges nicht getan. Die Engländer behaupten, die Deutschen inüßten die Minen gestreut haben, weil — die englische Fischerflotte wochenlang über die Nordsee fuhr, ohne auf eine Mine zu stoßen. Andererseits soll die Geschichte, daß deutsche Kriegsschiffe 15 englische Fischerboote kaperten nach englischer Ansicht durchaus unwahr sein. Minen müssen aus dem Meere misqetaucht sein, um diese englischen Boote in deutsche Häfen zu bugsieren. Natürlich! — Denn wären die beiden englischen Kreuzer, welche zuerst sanken, durch Unterseeboot oder Torpedo zerstört, so hätte England kein Recht, über deutsche Barbaren zu schinipfen l vermischtes. * Das Ktnderlvielzeug auf dem Weltmarkt. Der Wert der aui der gesamten Erde hergeüellten Kinderspielmaren labt sich jetzt jäbrlich aut eine Viertel Milliarde Ata^k einschätzen. Dabei ist nur dar Spielzeug in Betracht gezogeys^as in den Handel kommt und gewerbsmäßig angeiertigt wird. Ta es noch tinmer viele Gegenden gibt, in denen das Spielzeug für die Kinder von den Angehörigen selbst hergestellt wird, so wird man den Gesamtwert »och etwas höher berechnen müssen. In den europäischen Ländern wird für »ngeiähr 200 Millionen Mark Spielzeug hergestellt, da? übrige ko»imt aus andere Erdteile, ivohl hauptsächlich aus die Vereinigten Staaten von Amerika und aus Japan. Do» de» europäischen Ländern ist es Deutschland, in dem die Spielwarcnindnstrie die größte Ausdehnung gefunden hat. Der Gesanitwert der in Deutlchland erzeugten Spielwaren läßt sich jetzt ans 130 b s 13b Millionen Mark einschätzen. Namentlich in den letztcii zivei Jahrzehnten hat unsere Svielwarenindustrie einen großei, Ausschwung genommen. Ter Werl der deutschen Svtel- ivare» konnte angenommen iverden aus 6o bis 55 Millionen Mark im Jahre 1896, auf 65 bis 70 Millionen im Jahre 1901, auf 90 bis 95 -Millionen im Jahre 1908 und aus rund 125 Millionen Mark im Jahre 1911. Annähernd drei Viertel der deutschen Spiel- waren gehe» ins Ausland. Noch auf den entfevuteficn Inseln de» Djeane, im Innern Afrikas und Asiens sind deutsche Spielwaren zu finden. Entsprechend der Vermehrung der Herstellung stieg auch dt« Aussuhr. Von 10 Millionen Mark im Jahre 1896 stieg dt« Ausfuhr aus 53,1 Millionen in, Jahre 1901, sie betrug 70,5 Millionen im Jahre 1906 und überstieg ,m Jahre 1911 den Betrag von 90 Millionen Mark. Die deutsche Spielwareninduslrie ist schon sehr alt. Im Mittelalter und darüber hinaus bestand in Nürnberg und auch in Altgsburg ein weitverzweigtes Sptelmachergeiverb«. »Nürnberger Tand geht durch's ganz« Land', war ein bekannte» Sprichwort, und sollte andeute», daß Nürnberg der Hauvtort iür die Herstellung von Spielwaren war. So manche» Königs- und Fürstenkind in anderen europäischen Ländern spielte im 15., im 16. und 17. Jahrhundert mit Nürnberger Spielwarcn, und nicht selten kam es vor, daß ausländische Gesandte und andere Staats» personen in Nürnberg Spielwaren für die Kinder ihre? Monarchen einkauien oder bestellen mußten. Auch heut« noch ist Nürnberg ein Mittelpunkt der deutschen Spielwareninduslrie, aber die überragende Bedeutung wie in der mittelalterlichen und nachmittelalterlichen Zeit hat es doch nicht mehr. Seil der Mitte deS 18. Jahrhundert» hat sich auch im Thüringer Walde und im Erzgebirge eine Spielwarenindustrie entivickclt. Zuerst konnte diese nur langsam Fuß lassen, heute aber ist der Wert der im Thürtiiger Wald und im Erzgebirge erzeugten Spielwaren miiidestcns doppelt so hoch wie der in der Nürnberger Industrie hergestellten Spielivaren. Daneben gibt es jetzt in Deutschland noch rund 20 Orte lind Bezirke, ivo Spielivaren hergestellt iverden. vüchertisch. — KriegS-Echo. a stündlich aus uns emstürmen, finden in Wort und Bild ihren packenden Niederschlag in dem im Verlag von Ullstein & Co., Berlin, erschienenen .Kriegs-Echo", dessen bis 1. Dezember erschieneiien Hefte zu einem geschmackvollen Bande vereinigt wurden und somit sür Alt und Jung ein vornehmes und zeitgeniäße» Geschenk iür den Weihnachtstisch bilden. Auf mehr als 250 Seiten Text ciithält der Band das vielfach verstreute Material an Schilderungen, Briefen, Depeschen und Dokiimeuten, sowie neben zahlreiche» Karten, Skizzen und Bildern eine farbige Karte von Europa. — Die Krieginotgesetze. Ter gegeniväitige Krieg bat sür das Deutsche Reich einschneideiide neue v'eietze und Verordnungei, gebracht, die unter dem Titel .Kriegsuotgesetze" von Landrichter Buramcier gesammelt und erläutert in volliiändiger A is- gabe mit Sachregister in Heruiann Hillger Vertag. Berlin IV 9, zu», Preise von 50 Plg. (gebuude,, 70 P>g) ersch enen sind. Die« Kriegsnotgesetze sind für das gesamte Rechtsleben von größter Bedeutung, denn durch sie wird die bisherige Zivilgesetzgebuug besonders auf den Gebieten der Zwangsvollstreckung sehr beeinflußt. Tie vorliegende Handausgabe enthält nicht n>,r die Gesetze und weseullichen Bekannt,„achuugen, sondern gibt dazu Erläuterung«», die auch dem Laien da» rechte Verständnis der ergangenen Ver- ordmingen ermöglichen. Ein ausführliches Sachregister erleichtert die Orieiilterung. X kl», Vaterland und Freiheit »en>,t sich ein« tm Verlag von Hermaen M o u t a n u s in Siegen erschienene Kriegs» chronik, die 210 Bilder in guter Ausführung mit kurze», geschichtlichen Text vereinigt. ES ist eine Zusammenstellnng, die sich streng der Wahrheit »ud geschichtlichen Treue befleißigt und tm Jorinat äußerst handlich ist. Ta auch der angesryie Preis von 2 Mark sür daS Gebotene sehr niedrig genannt werde» kann, ist dem mit Sorgfalt zusammengestellteii Buch eine wette Verbreitung zu wünschen. — Treuckest v e r e i» t I Eine Geschichte an» dem gegenwärtige» Kriege. Deutschlands und Oesterreichs Jugend, erzählt von Ferdinand von Schorn. Illustriert von E. und A. Student. Verlag von Georg Wigand in Leipzig. Im Mtttel- punkte der Handlung stehen ein langer Reichsdeutscher und ein ihm innig verbundener junger Oesterreicher. Sitatenrätsel. Au» jedem der folgenden Zitate ist ein Wort zu nehmen, so daß sich ein neue» Zitat ergibt: 1. Zu kühn wird mir dies Gaukelspiel. 2. Auch ich war ein Jüngling mit lockigem Haar. 3. DaS Her, und nicht die Meinung ehrt den Mann. 1. Du sprichst ein große» Wort gelassen aus. 5. Weil ein VerS dir gelingt in einer gebildeten Sprach« ...., 6. Ich schnitt es gern in alle Rinden ein. 7. Das hat mit ihrem Singen die Loreley getan. 8. Des echten Mannes wahre Feier ist die Tat. 9. Geld allein macht nickt glücklich, man — muß e» auch haben 10. Er war von je ein Bösewickt. Auflösung in nächster Nummer, Auflösung de» Anagramms in voriger NmnmSri Rache, Arche. SRcistl-itung: Aug. Goctz. - Rotalionrdruck und Verlag der Brühl'schcn Universitäm-Buch- und Stelndrnckerei. R. Lang«, Gießen.