An den Akern der Drins. ^ Boman aus der Zeit der Annexion von Ernst Klein. (Nachdruck verboten.) j (Fortsetzung.) Am Nachmittag erschien der Fürst im Salon der Gräfin in Begleitung eines hoch aufgeschossene» Menschen, der in scheuer Verlegenheit seinen weichen Fitzhut von einer Hand in die andere drehte und vor der schönen Frau errötete wie ein Schulknabe. „Das ist Herr Stojan Stojanowiksch," stellte der Fürst vor, „RechtsHörer an der Belgrader Universität Sein Vater ist der berühmte Historiker. Herr Stojan Stojano-- witsch will sich nrit allen seinen Kräften seinem Baterlande widmen Er wird sich einer der Banden anschließen, dis den Kampf an der Trina eröffnen werden." „Solch ein Denken lob' ich mir!" sagte die Gräfin und streckte dem Studenten mit ihrem verführerischsten Lächeln oie Hand hin. Der künftige Vaterlandsverteidiger wußte nicht recht, Iva« er mit diesem feinen,, zarten Wunderwerk göttlicher Schöpfungskunst anfangen sollte. Er fürchtete es in seinen Fingern zu zerbrechen und ergriff es ganz leise, lvie ein zerbrechlich Porzellanfiligran, um es an die Lippen zu führen. Mt einem tiefen Seutzer entledigte er sich dieser Huldigung. Rah, der hinter chm stand, ivarf der Gräfin einen bezeichnenden Blick zu. Er hatte recht: oie Aufgabe war nicht schwer. Stojan Stojauowitsch war nach den ersten drei Minuten bis über beide Ohren in die Gräfin verliebt. Verliebt? Rein, eü war betört, bezaubert, sich selbst entrissen. Hatte er doch noch nie in seinem Leben ein, so schönes Weib gesehen. Seine Schwester .Helen«, die als das schönste Mädchen Belgrad« galt, verschwand wie im Schatten neben dieser Strahlensonne. Und sie war so liebenswürdig zu ihm! Ließ ihn neben sich sitzen! Der Fürst mußte sich selbst bedienen; ihm reichte sie den Tee. Sie sprach nur mit ihm. Erkundigte sich nach allen seinen Verhältnissen. Er mußte ihr versprechen, sie mit seiner Schwester betannt zu machen. Für seinen Vater bekundete sie die tiefste Verehrung. Rach einer Stund« mar der arme Stojan so weit, daß er sich hätte bereit finden lassen, deni lieben Gott die schönsten Sterne vom Himmel herunterzustehlen. Ray konnte also beruhigt nach Cettinje reisen. Seinem Geschick gelang es wirklich, den Fürsten, der seineni Schwiegersöhne, dem König Peter von Serbien, die Bombenassäre nicht verzeihen konnte, dazu zu bringen, daß er in dieser der Gefahr ffir die Sache Serbiens seinen Groll in einen Kasten sperrte, um ihn eventuell ffir spätere Gelegenheiten aufzuhebcn und sich für jetzt einverstanden erklärte, mit dem serbischen Brudervolke ein Schutz- und Trutzbündnis gegen ven gemeinsamen Feind zu schließen. Sein Vertranter, der General Janko, wurde also von ihm als Spezialgesandter nach Belgrad geschickt, und da Ray in der montenegrinischen Hauptstadt nichts mehr zu tun hatte, schloß er sich dem General an. Aus Vorsicht aber verkleidete er sich als dessen Diener, da er bemerkt hatte, das? ihm die österreichische Polizei schon auf seiner Hinfahrt ein reges Interesse geschenkt hatte. Ganz bescheiden und so unauffällig wie möglich saß er in der zweiten Klasse, aber dennoch entging er seinem Schicksal nicht. Schon in Agram siel es ihm aus, daß mehrere Polizeibeamte den Zug betraten und ihn sowie den General zur Legitimation veranlaßten. Man war höflich, entschuldigte sich, stellte aber doch alle möglichen Fragen. Und in Semlin staud der dortige Polizeichef auf dem Perron, als der Zug einfuhr. Dieses Mal ging man schon schärfer ins Zeug. Den General selbst ließ man zwar ungehindert nach Belgrad weitcrfahren, aber seinen „Diener" behielt man mit dem Gepäck zurück, um beide zu untersuchen. Rah wußte nicht recht, ob man ihn erkannt hatte oder nicht und wunderte sich auch, daß er alle seine Papiere zurückerhielt, die er in einem Geheimfach seines Koffers verborgen gehabt. „Die Oesterreicher sind wirklich dumni!" lachte er, als er am Abend dann in den Zug stieg, der ihn nach Belgrad führen sollte. Aber der schlaue Fürst Ray wußte nicht, daß die dummen Oesterreicher das bewußte Geheinifach nach sünf Minuten gefunden hatten. Allerlei erbauliche Papiere steckten dar-« innen, so der sorgfältig ausgearbeitete Plan zu dem bosnischen Ausstande, sowie eine genaue Ausstellung der Route, die die Gräfin Grekow eiuschlagen sollte, um nach Sarajewo zu gelangen. Man machte sich in aller GeniütSrnhe Abschriften von den Dokumenten und tat sie an denselben Platz zurück, an dem man sie gefunden hatte. Und so kam es, daß der! kleinste Geudarineriewachuneister in Bosnien aus den Empfang der Spionin gerüstet war, ehe diese noch Belgrad verlassen hatte. Hier ging die Begeisterung für den König in immer höhere Wogen. Die martialische Erscheinung des montenegrinischen Bruders, dessen farbenprächtige llnisorm die Herzen aller Patrioten höher schlagen ließ, trug nich^ wenig dazu bei. Vergessen war die Feindschaft zwischen Serbien und Montenegro, vergessen die Freundestat Serbiens, das Montenegro mit Bomben überschwemmte; vergessen die Taktlosigkeit der Montenegriner, die so gemein waren, in einem seierlichen .Hochverratsprozeß diese ganze saubere Geschichte vor aller Welt aufzudecken — vergessen war alles, alles. Man schloß das Bündnis, begoß es mit Champagner und trank ans die Befreiung der unglücklichen bosnischen Brüder. Reden wurden gehalten, Demonstrationen veranstaltet, und vor den Fenstern des Hotels Moskwa, in dem der Montenegriner abgestiegeu war, schrie sich die Menge heiser, uni ihm die Liebe des serbischen Volkes zu bekunden. So schloß sich der Ring um Oesterreich augenscheinlich 666 — tnfmer fester. Seine Feinde traten immer zuversichtlicher a uf. und immer herausfordernder wurde das Rasseln ihrer Säbel. „Dole Austria!“ So hallte es in allen Gassen und Winkeln Belgrads. Und dennoch gab es Leute genug in Serbien, die vom Kriege mit dem übermächtigen Nachbar nichts wissen wollten. Die nichts gaben auf die Freundschaftsbezeugungen der Mächte, und noch weniger als nichts auf die Worte der serbischen Patrioten. Leute, die mit beiden Füßen fest auf dem Boden der Wirklichkeit standen und nun mit nackten, kahlen Zahlen rechneten: die Kaufleute und die Gewerbetreibenden. Ehe er noch begonnen, hatte der Krieg in Serbien allen allen Handel lahmgelegt. Die Banken gaben keinen Kredit mehr; die Geschäftsleute, die zumeist auf österreichische Fabrikation angewiesen waren, erhielten keine Waren mehr geliefert; immer größer ivurde die Zahl der Kauflente, die ihre Wechsel zurückgehen ließen und auch sonst ihren Berpflichst tungen nicht mehr Nachkommen konnten, so daß schließlich die Skupschtina, das serbische Parlament, ein zweimonatiges Moratorium bewilligen mußte. Ganz offen und ohne Zurückhaltung sprachen ernste und erfahrene Männer sich gegen den Krieg ans, warnten vor der ungeheuren Gefahr, die er für Serbien mit sich bringe. König Peter selbst war einer von denen, die vom Kriege abrieten. Er war ein alter, kränkelnder Mann, der alle Illusionen hinter sich geworfen hatte und sich mit dem begnügen wollte, was seine Hand umschloß. Den größten Teil seines Daseins hatte er fern von der Heimat als armer Mann im Exil verbringen müssen. Grau und alt war er geworden, ehe es ihm gelungen lo'ar, das Ziel seines Lebens, die Künigs-- krone Serbiens zu erreichen. Er hatte für seine Sache sein Leben gewagt, im Jahre 1878 in den Reihen der bosnischen Insurgenten gegen die Ocsterreicher gekämpft. Verschloörung und Mord waren seiner Thronbesteigung vorausgegangen, und als er den serbischen Krönungsmantel endlich anlegen durfte, da zitterte Europa vor Aufregung über die blutigen Ereignisse dieser Zeit. Nun sollte das alles umsonst gewesen sein! Umsonst in der Verbannung gedarbt, umsonst sich den Geschossen der österreichischen Gewehre ausgcsetzt, umsonst den Zorn der Welt auf sich geladen haben! Denn er wußte ganz genau, mit wie wenig Sympathien das serbische Volk ihn und seine Dynastie ansah, und er war keinen Moment im Zweifel darüber, daß die erste Niederlage ihn rettungslos vom Throne fegen würde. Und ebenso genau wußte er, daß diese Niederlage unausbleiblich war, denn er kannte aus eigener Anschauung den Soldaten Oesterreich-Ungarns. Vergebens versuchte er 'seinen Sohn Georg im Guten wie im Bösen zum Einlenken in die Bahnen der Vernunft zu bewegen. „Der Krieg kostet uns Land und Dhron," sagte er ihm. „Und wenn wir ihn nicht führen, so empört sich das Volk auch wider uns. Es erwartet von uns die große Tat," entgegnete der Sohn. „Und Ivenn sie nicht gelingt?" „So fragt kein Mann uud kein Serbe!" Dieser Sprache gegenüber fand der Vater nicht den rechten Mut. Oft standen sic einander gegenüber wie zwei Feinde, der König mit einem kümmerlichen Versuch, seine Autorität zu wahren, der Kronprinz bis oben gefüllt mit unbändiger, explosiver Tatenlust. Da war es oft, daß der Sohn den Vater bedrohte, ihin brutal seine Wut ins Gesicht schrie, weil der König trotz allem Straßenlärm noch immer für den Frieden «intrat. Wenn Kronprinz Georg nach solchen Szenen den Konak verließ, dann eilte er zu der schönen Rlussirtz die immer die richtigen Worte fand, um seinen Zorn noch mehr zu schüren. „Er ist ein alter Mann, Ihr Vater, mein Prinz," sagte sie ihm mit ihrer süßen, weichen Stimme. „Was kümmert ihn der Rühm, die Unsterblichkeit! Sie müssen sich freiinachen von ihm!" „Freimachen, wie könnt' ich das! Ich kann doch keine Revolution gegen meinen eigencn Vater anzettcln!" rief der Kronprinz. i „Gott behüte!" sprach die Verführerin mit heuchlerischen» Augenuiederschlag. „Das wäre eine Sünde. Wie wäre es aber, wen» man ihn aus friedlichem Wege zur Abdankung! brächte? Dan» wären Sie Herr von Serbien, und der Weg über die Drina ist frei für Sie und Ihren Ruhm!" Ihre Stiinme klang so süß, ihre Augen lockten so bezaubernd! Und eS umwehte sie so ein ganz leiser, ganz feiner Duft, der dem jungen Prinzen ins Hirn stieg, ihn umnebelte, ihn mit wilder Gier nach Ruhm, nach Liebe erfüllte, sein« Nerven bis aufs äußerste zium Schwingen brachte. Mit keuchendem Munde bohrte er seine Aiugen in die ihrigen, wild griff er nach dem schönen Leibe — aber lächelnd, geschmeidig entglitt sie seinen Händen . . . „In Sarajevo," flüsterte sie, „in Sarajevo!" Von dieser Zeit a» begannen in Belgrad Stimmen laut zu werden, die dem König manche unruhige Stunde bereiteten. Zuerst brachte eine Zeitung ganz versteckt die Nachricht, daß König Peter zugunsten des Kronprinzen abdankeir wollte. Das eine oder andere Journal hakte sich an diese Meldung fest und koinmentierte sie in einer für de» Herr-i scher nicht gerade günstigen Weise. Tie Chauvinisten unter den Abgeordneten rollten die Frage der Abdankung auf. Im Bolle wurde darüber diskutiert. Und als wieder einmal ein großer Temonstrationszug an den Fenster» des Konaks vorbeizog, erscholl hundertstimmig der Ruf: „Hoch König Georg!" Ter Pater warf dem Sohn geradezu ins Gesicht, er habe diesc^Abdaukungsgerüchte ausgestreut. Der Sohn schrie zurück: „So dank doch ab. Tu bist doch ein Hindernis auf der Bahn des serbischen Volkes!" Der König verhängte über den ungebärdigen Prinzeg Zimmerarrest. Aber was half das! Das Volk stand mir seinen Sympathien ganz auf der Seite Georgs, in dem es immer mehr seinen Nationalhelden sah. Derweilen schrie es mrr noch: „Hoch König Georg!" Wenn sie aber erst schrien: „Nieder mit König ,Peter!^ Was dann? Er erinnerte sich daran, daß »och wenige Herrscher Serbiens eines natürlichen Todes gestorben waren. lind da kamen Stunden über den unglücklichen alten Mann, in denen er daran dachte, ob es nicht am besten sei, sich vor seinen Untertanen in den Schutz des großen Vater- tandseindes Oesterreich zu flüchten . . . Das aber stand Gewehr bei Fuß und sah der Eutwicb- lung der Dinge ruhig zu. Me serbischen, russischen undj englischen Blätter ivußten allerdings von ungeheuren Trup- pensendnngen an die Grenze zu melden. An der Drina wim- melte es nur so von österreichischen Soldaten. An der Donau, Belgrad gegenüber, zögen sich drei, vier Korps zusammen. Bei Werschetz, bei Neusatz marschierten sie auf, bereit, das schwache aber todesmutige Serbien zu überfallen. In Semlin, dem kroatischen Städtchen, das nur durch die Mün- dung der Save in die Donau von der serbischen Hauptstadt getrennt liegt, seien zwei Brigaden eingetroffen und Ar- tillerie uud Kavallerie, wußte eines Tages ein besonders! g iantasiereiches Blatt zu berichten. Augenscheinlich bereite esterreich-llnaarn einen .Handstreich vor. Tie „Politika" meldete sogar schon von einem großen Gefecht an der Drina. Natürlich waren die Oesterreicher geschlagen worden. Alle diese Alarmmeldungen brachten die Stimmung in Oesterreich zu einem Hochdruck, der sich irgendwie entladen mußte. Eine wahnsinnige Aufregung fuhr in das Volk und peitschte es auf die Straßen. Man riß die Schilder der österreichische» Firmen herunter und warf sie in die Save. Man schrie nach Waffen. Man inüssc den Feinden zuvorkoniMen und sie selber in Semlin übersallen. „Dole Austria — Dole Austria!" Gellend erklang's auf der Tcrasia, ans der Fürst-Michael-Straße, vor dem Konak, vor dem Palais des Kronprinzen uud vor dem Kriegsministerium. Der Kriegsminister mußte eine Rede halten Aus seinem berufenen Mund wollte es das Volk hören, daß seine Soldaten sich bis auf den letzten Man» ivic Helden schlagen würden. Die Soldaten tvurden umarmt, die Offiziere von jungen Leuten auf die Schultern gehoben. IN einem Taumel der Begeisterung durchraste das Volk die Stadt. Wenn jetzt ein Stein gegen ein Fenster der österreichisch- ungarischen Gesaudtschaft oder gegen das Konsulat klirrte, von der Hand eines Buben, eines ganz Unverantwortliche»! geschleudert — dann war der Krieg da. In einem wahnsinnigen Hinauf und Hinab >vürde die Stimmung >des Volke» hin uud her gerissen, »ud daun schrillten eines Abends die Signalhörner durch die Stadt, »ich die Troinmeln rüttelte» die Einwohner auf. Kavallerie und Artillerie jaglen im Galopp durch die Straßen, die Infanterie kau» im Laufschritt daher. Nachtübung der Garnison, sagten die Ossiziere, wenn mau sic ängstlich fragte. Aber die Leute Klaubte» es »id)‘ Aus einmal — keiner wußte, wieso — war das Gerücht unter ihnen, die Oester- reicher hätten die Kriegsinsel in der Donau besetzt und seien Im Begriff, nach Belgrao überzusetzen. „Die Oesterreicher sind da!" schrie einer. Nu ungeheurer Schrecke» sprang über das Volk her. Die Männer schrien wilde, sinnlose Verwünschungen, die Frauen betete», die Kinder weinten ... Es wirr, als sei der jüngste Tag über Belgrad hercing.ebrochcn. Und inzwischen saßen die österreichische» Ossiziere ruhig in ihrem Semliner Kasseehaus und waren ganz erstaunt, als sie in der Zeitung lasen, daß ihre kleine, ruhige .Grenzstadt nur so von Waffen starrte. Es war hier so gar nichts von der Aufregung zu spüren, die am anderen Ufer der Save herrschte. Nur die Federbüsche der Gendarmen tauchten bald hier, bald dort auf, und wachl same Augen spähten unablässig über Donau und Save hiw- über, die breit und still ineinander strömten, unbekümmert! um Freund und Feind, die sie voneinander trennte». Weit draußen aber aus der Donau erglänzten in der Nacht sechs Helle Punkte. Das waren die Lichter der östev- reichischen Monitor?. Tie warteten . iForts. folgt.) Lin Marsch durch Nordfrankreich und ein Sturmangriff gegen die englischen Stellungen. (Schluß.) In der Dunkelheit sind ivir — etwa 30 Mann — von unserer Kompagnie abgekommen und liegen bei den . .. crn im Schützen- graben. Im Morgengrauen setzt das Artillericfeuer aus beiden beiten mit großer Heftigkeit ein und hält den ganzen Vormittag an Während dieser Zeit werden auch von der englischen Infanterie unsere Schützengräben mit Gewehr- und Maschinengewehrfeuer bestrichen. Ms wir an einer Hecke stehen und uns von einem Artillerieoffizier eine Auskunst erbeten, bekommt einer von unseren Leute» einen Schuß durch die Hand. Es ist inzwischen vollständig hell geworden. Anscheinend haben uns die Engländer gesehen, denn sic richten nun ein heftiges Gewebrscuer auf uns. Wir legen uns in den Graben hinter der Hecke mtb pressen, so fest es geht, den Kops m den Schlamm. St, st, st pseifen uns da fortwährend die Kugeln über den Kopsen hinweg und rascheln durch das Gras. Manche schlagen dicht vor der Hecke in den Boden ein. In dieser Lage baben wir Gelegenheit, sestzustellen, daß die Engländer, wenigstens die, die uns an dieser Stelle beschießen, keine schlechten Schützen sind. Einige von unseren Leuten sind inzwischen ein Stück vorwärts ekrochen und haben hinter einem zerschossenen Wirtshaus Auf- ellung genommen. Wir folgen. Etwa 50 Meter davon entfernt eht eine unserer Batterien. Tie seindlichen Flieger müssen scharf eobachtet haben, denn es dauert nicht lang«, und ein .Hagel von Schrapnells und Granaten, die unserer Batterie gelten, gehen in unserer Nähe nieder Nach wenigen Augenblicken hat natürlich die Batterie ihre Stellung wieder gewechselt. „Hier können wir nicht bleiben," sage ich zu meinen Kameraden. Lieber durch das Gcwehr- feuer laufen, als hier noch weiterhin der Gefahr ausgcsetzt zu sein, mit den Granaten und Schrapnells nähere Bekanntschaft zu machen." Unser Bataillon hat die beiden vordersten Schützengräben besetzt. Wir haben den Wunsch, so schnell als möglich wieder zu unserer Kompagnie zu kommen. Auf einmal können wir den Sprung nicht wagen, weil wir dem Feinde sonst ein zu großes Ziel bieten. So machen denn ein Reservist und ich einen Satz über etwa achtzig Meter freies Gelände nach den anderen Schützengräben. Wir lausen in> Zickzack, um dem Feinde das Zielen zu erschweren. Etwas erschöpft, aber mwerschrt, kommen ivir ans Ziel. Der vorderste Schützengraben, in den wir mit einem nochmaligen gewagten Sprung gelangen, liegt nur noch einen guten Steinwurf weit von den ersten feindlichen Schützengräben entfernt. An diesem Vormittag haben wir eine ungünsttge Stellung Wir liege» mit un- & :«!! Schützengräben ans fast freiem Gelände, während die An- he mit dem 'darausstehenden Dorf mit Buschwerk und Hecke» bewachsen ist, hinter denen die Engländer ihre Schützengräben geschickt angelegt haben Unsererseits kann also nur die Artillerie erfolgreich wirken, während >vir dem Feinde bei jeder Erhebung «,S den Schützengräben für das Gewehr- und Maschiuengewehr- seuer ein gutes Ziel bieten. Unsere Verwundeten betten wir neben uns in den Schützengraben, wenn das Feuer so stark ist, daß wir sie iricht wegbringen können. Wir betten sie aus Zeltbahnen und hüllen sie in Mäntel ein, damit sie nicht frieren. Die Notverbände legen wir nach Möglichkeit selbst an. Das fortwährende Stöhnen der Kameraden geht einem nah« und man sucht ihre Qualen mittelst der Feldflasche lindern zu Helsen. Tie kameradschaftlichen Gefühle, die hier angesichts des Todes erweckt werden, findet man sonst nirgends und zu keiner anderen Zeit. In der Nähe, hinter einem Gehöft, steht ein Birnbaum. Einer unserer Leute geht durch den Schützengraben hindurch, ersteigt den Baum, daS Schießen unbeachtet lassend, pflückt einige Birnen, kommt unversehrt wieder. schalt die Früchte und verteilt sie unter die Verwundeten, die diese Ersrrschung begierig annehmen. Ter neben uns liegende Zug einer anderen Kompagnie macht einen Sprung. Beim Hinlegen bekommt der Hauptmann der Kompagnie einen Schuß. Er stöhnt laut. „Was yjt Dkrr Hauptmann," ruft der Sergeant,der neben ihm liegt, er- schrocken. „Eine Kugel . . hat . . . mich getrosfeu, . . . ziehen Sie bitte . . meine Beine gerade," und damit hauchte er sein Leben aus. Ler Sergeant führt diese» letzten Befehl aus und starrt e,ne Weile stumm in das immer bleicher werdende Antlitz seines Führers. Gegen 12 Uhr mittags kommt der Befehl: „Um 1 Uhr Sturm- angrrf, aus der gaiizen Linie." Unser Bataillon ist an der Flanke, die wir besetzt halten, an der Spitze. Eine fieberhafte Tätigkeit entwickelt sich im Schützengraben. Die Tornister, die abgelegt ivaren, werde» wieder aufgeschnallt. Man reicht den Verwundeten nochmals die Feldflasche und mancher schickt noch einmal ein stummes Gebet zum Himmel. Die Gedanken, die eben noch einmal kurz zurückschweiften nach der .Heimat und nach manchem, was einem lieb und teuer ist, beginnen sich zu konzentrierc». Man hat nur noch einen Gedanken: „Ran an den Feind, die Stellung nehmen, koste es, was es wolle!" Auf das Schießen n»d das Einschlagen der Graiiatcn achtel man scholl nicht mehr — man wird, mit einem Wort gesagt — gleichgültig. — Schon vor ein Uhr brechen wir los. Die Sonne sendet uns noch einmal ihre warmen Strahlen, als wollte sie uns damit Vertrauen und Kraft ein- slößen. Zuerst gehen wir noch stückweise vor. Wir nehmen noch Deckung hinter Büschen, zertrümmerten Wagen, Pferdeleichen und was sich alles bietet. Dann ertönt das Signal: „Bajonette auf- gepslanzt" und vor geht es im Sturmlaus mit krästigem „Hurra!" — Mancher treue Kamerad sinkt an meiner Seite nieder: auch einige aus der Gießencr Gegend sind dabei. Wir kommen an die Leichen und Verwundeten der Engländer: hier sehen wir, welche furchtbare Arbeit unsere Artillerie geschasst hatte. Kurz vor dem ersten Schützengraben der Engländer stoßen wir aus Hindernisse. In das Buschwerk und in die Hecken haben sie versteckt und geschickt Pfähle eingerammt und Stacheldraht gespannt. Mit Spaten, Gewehrkolben und was sonst zur Stelle ist, beseitigen ivir auch diese Hindernisse. Während dieser Zeit richten die Engländer, dte nur noch wenige Schlitte vor uns in den Schützengräben stecken, immer noch ihr Gewehr- und Maschinengewehrfeuer aus uns. Hier kostet cs noch einigen von uns das Leben: aber man merkt doch, daß die Engländer durch unser Ankoinmen schon nervös geworden sind. Wir setzen über die Drahthindernisse hinweg und wnlnien an die Schützengräben, in denen es noch ivimmelt, wie in einem Ameisenhaufen. Erst in diesem Augenblick kommen sie gewandt wie Ar- ttsten, aus den Gräben hcrausgehüpst, werfen die Waffen weg, halten die Hände hoch und rufen „Not Kill, not Kill" (nicht töten). Der Deutsche hat trotz der Rücksichtslosigkeit, mit der er mitunter im Kampfe Vorgehen muß, immer noch Gefühle der Menschlichkeit in sich und so werden diejenigen, die sich ergeben und von der Waffe in diesem Augenblick kmnen Gebrauch mehr machen, geschont und nach hinten^ abgeschoben. Immer weiter geht es, der Anhöhe hinauf. Einen Schützengraben nach dem anderen räumen wir aus. Eine schon teilweise zusammengeschossene Mühle wird umstellt und etwa 25 Kerls, die hinter den Trünrmcrn aus Lucken usiv. geschossen batten, herausgeholt und entivaffnet. Ein Maschinengewehr, über das wir beinahe gestolpert wären, nehmen wir in Besitz und die drei Engländer, die in der Nähe hocken und anscheinend zu der Bcdieitungsmannschaft gehören, haben die Ehre, es selbst nach unserem Lager zurücktragen zu dürfen. Wir kommen an das Torf heran. Auch da zeigt es sich wieder, welche vorzügliche Waffe wir in unserer Artillerie haben und in welchem Maße bei einem Gefecht die Entscheidung von ihr abhängt. In ocn Häusern unb Scheunen, die nicht zerschossen sind, stecken die Engländer und schießen aus den Fenstern. Wir holen sie aber alle heraus. Bor unserem Bajonettgekitzel haben sie einen heillosen Respekt. Die englische Artillerie, der unser Eindringen in das Tors wahrscheinlich durch Flugzeuge, die ununterbrochen sehr hoch iiber uns kreisen,^gemeldet worden war, überschüttet uns nun mit einem Hagel von Schrapnells und Granaten. Einige Häuser stürzen noch zusammen: auf den Straßen und in den Gärten reißen die Geschosse Löcher aus, daß man bequem einen Wagen voll Kohlen dineinbetlcn kann. Ich lege mich mit einem Kameraden und ftlns Engländern, die wir »ns aus einer Scheune herausgeholt hatten^ hinter ein Haus, um gegen das Feuer etwas Deckung zu suchen. Eine Granate schlägt ln das Haus ein. Der Giebel fällt über uns weg aus die Straße. Außer ein paar unbedeutende» Rissen, die die abbrörkelnden Gcsteinsmassen uns an Händen usw. venirsacheit, sind Ivir vollständig unversehrt. Durch das sorlwährende Nachschieben unserer Artillerie ist der feindlichen wahrscheinlich der Boden unter den Füßen zu heiß geworden, denn das Feuer läßt in seiner Heftigkeit nach. Wir treiben die Gefangenen zusammen. Bon den Leuten, die in den vordersten Reihen sind, werden die Begleitmannschaften für die Gefangenen ausgcwählt, und rückwärts geht unser Zug über das Schlachtfeld, während unsere Kameraden und die Truppen, die in Reserve lagen, aufgebrochen sind, um die Verfolgung des abzieheir- den Feindes zu übernehmen. , Wer in seiner Feldslasche noch etwas hat, reicht es beim Rückmarsch mit den Gefangenen über das Schlachtfeld den Ve» 668 wundeten, die immerfort den Wunsch nach Wasser äußern. Wtv nehmen Gewehre, verfertigen damit unter Zuhilfenahme von Zeltbahnen usw. Tragbahren und lassen durch unsere Gefangenen schon alles mitnehmen, lvas wir auf diese Weise an Verwundeten fortschassen können. Was ich da aus dem Kampfplätze alles sehe, will ich nicht naher schildern: es sind Schrecknisse, die der Krieg nun einmal mit sich bringt und für die diejenigen zur Verantwortung gezogen werden müssen, die dieses furchtbare Ringen heraufbeschworen haben. Unser Sa n i t ä t s w e s e n im Felde ist vorzüglich organisiert und mag allen denen zur Beruhigung dienen, die Angehörige int Felde stehen haben. 'Daß im Kanipscsgetümmel Verwundete nianchmal stundenlang liegen bleiben müssen, läßt sich eben beiin besten Willen nicht vermeiden. Schreckliche und furchtbare Augenblicke gcht es in und nach dem Kampf: aber man muß sich hüten, in dieser Hinsicht zu übertreiben. Bon Verwundeten usw. hört man oftmals die grausigsten Tinge schildern. Man tut gut, sich in solchen Fällen seinen Gewährsmann genau Unter die Lude zu nehmen^ Die Sache soll inan eben glicht schlimmer schildern, als sie in Wirklichkeit ist und soll nicht seine Phantasie ungezügelt spielen lassen, itm den Angehörigen in der Heimat nicht unnötige Sorgen zu bereiten, . In dem nahegelegenen Orte V., nach dem >vir die Engländer hinbringen, stellen mir fest, daß wir rund 600 Gefangene gemacht baben: darunter 11 Offiziere (auch 1 Oberst und 1 Major). Es werden den Herren alle spitzen Gegenstände und besonders die großen Messer abgemmrmen, an denen auf der einen Seite ein fingerdicker lund etwa bleistiftlanger spitzer Stahl ist-! Tiefes Messer ist an einem etwa meterlangen Seil befestigt und wird von den Engländern im Nahkampfe den feindlichen Soldaten ins Gesicht geschlendert-. Ich selbst habe die Anwendung dieser Mordwaffe nicht mit angesehen: es wurde mir aber von Leuten, die an anderer Stell« gekämpft hatten, mitgeteilt, daß die Hand» habung dieser gefährlichen Waffe in der geschilderten Weis« vor sich geht. Wir lassen die 600 Mann in Gruppenkolonnen an- treten und begleiten sie imck, der etwa 15 Kilometer entfernten Station T., wo schon deutscher -Bahnbetrieb ist. Ein bereitftehen- der Zug nimmt uns auf und nach einigen Dagen haben wir wieder dl rutschen Moden unter den Füßen, lvas begreiflicherweise bei luns allen freudig« Gefiihle erweckt. Unterwegs hatten wir Gelegenheit, den Gießener Landsturm, dem die Belvachung der Bahnstrecke im Feindesland anvertraut ist, zu begrüßen. Tie Leute haben sich überall häuslich eingerichtet, sind fidel und äußern alle den Wunsch nach Zeitungen. Man muß sägen, die Engländer benehmen sich anftandig, Ob sie sich durch dieses Verhalten auf die Tauer und in den Gefangenenlagern auszeichnen werden, bezweifle ich» Sie stsehcn noch zu sehr unter dem Eindruck der letzten Tage. Zuerst verlangen sie Wasser, dann Brot und später werden sie schon etwas zutraulicher und bitten um Tabak, womit wir ällerdings nicht dienen können. Ter in weißen Buchstaben ausgenähte Name Queen (Königin) deutet darauf hin, daß ein aroßer Teil der Gefangenen Augehörige des Queenregiments sind, das ein« ruhmreiche Geschichte von 260 Jahren hat und zu den Eliteregtmentern Englands gehört. Dieses Regiment focht in Belgien und Frankreich von Anfang an in de» vordersten Reihen und hat große Verluste aufznweisen. Es ist nach Angabe englischer Blätter das einzige Regiment, das ein« Schiffskrone in seiner Fahne trägt. Unsere Gefangenen sind alles Leute im Aller von etwa 1b—3b Jahren, machen keinen schlechten Eindruck und sind sauber. Aus ihren Gesichtern strahlt durchweg Helle Freude; wahrscheinlich die Freud« darüber, daß sie glücklich bei uns sind. Trotzdem sie sieh durch die Klänge der englischen Werbefansaren hatten bestricken lassen, haben st« alle „die Nase voll" Und äußern |uit« verhohlen den Wunsch nach Frieden. Sie hatten sich die Kriegsführung mit den 'Deutschen ganz anders vorgestellt. Einige mögen dabei sein, die aus Begeisterung mit in den Kampf gezogen smd, aber den meisten sieht man es an, daß der hohe Sold sie zu den Fahnen lockte und daß ihnen das „Besiegen der Deutschen" angenehmer erschien als langanhaltende Stellungslosigkeit, Als einer der Offiziere erfährt, wieviel Kameraden und befreundet« Russen und Franzosen sich schon der deutschen Gast- freundschast erfreuen, ist er sichtlich erstaunt. Darüber hatten ja die Herren natürlich noch nichts erfahren. Er glaubr, sie seien die einzigen, die das Gefangenenlager, nach denc wir sie bringen, bewohnen. Man hörte es im Felde von den Soldaten, man hört eS von den Leuten in den zahlreichen deutschen Städten, die wir mit unserem Gefangenentransport durchfahren, und man spürt es in der eigenen Brust. daß der H a ß g e g « n d i e E n g l ä n d e r a»ge»blicklick größer ist, als gegen die Franzosen und daß es nicht G»r erwiesen ist, daß die englische Ränbcrpolitik dieses Menschenmorden heraufbeschworen hat, sondern daß es auch schon in das .Volksempfinden übergegangen ist. -cht. vermischte». * D ie Liebesgabe des deutschen Buchhandel-. Das große Ltebeswerk, das der deutsche Buchhandel sich zur Anff- gabc gemacht hat, ist bekanntlich die VersoMing der im Feld« stehenden Truppenteile, sowie auch die der Verwundeten in betni Lazaretten mit angemessenem Lesestoff. Wie ein Bericht in dem amtlichen „Börsenblatte für den deutschen Buchhandel" mitteilt- ist die Beteiligung der deutschen Verleger, die zu Spenden sü» dies Liebeswerk aufgerusen wurden, ganz außerordentlich groß gv» wesen. Tie zunächst in Ansficht genommenen Räume im Reichs- tagsgebäude erwiesen sich als bei weitem! zu klein und d§e iülttf schönen Säle, die die Samiiielstelle darauf von der Kgk. Biblio- thek zu Berlin itberlassen erhielt, verwandelten sich bald in ei» ganz gewaltiges Büchermagazin, das etwa eine Viertelmillion Bände und 600 000 kleinere Schriften umfaßte. Und immer neu« Wagen brachten neue Kisten und Ballen mit Büchern imb Schriften, die sich in allen Ecken der Säle türmten: und 20 Personen waren wochenlang damit beschäftigt, die Sendungen sack»gei»äß zu erledigen. Diese nmßten, nachdeni sie ansgepackt, geordnet, ausgenommen und verbucht waren, in sieben Gruppen geteilt undi aufgestapelt werden. Die Zusammenstellung der Sendungen er» folgt nämlich nach folgendem Verhältnis! Unterhaltnngsbiiche« für Alle 50 v. H., Unterhaltungsbücher für Reifere 10 v. Kriegswissenschaft 10 v. Hi, Erbaunngsschristen 10 v. H., Geschichte und Geographie 10 v. $>., Zeitschriften und kleine Schriften 5 v. H., Mäßigkcitsschristen, Landkarten Spiele ustv. fünf v. H. Täglich gelangen ungefähr 4000 Bücher und Schrifte» zur Versendung. Und wie dankbar wird nicht draußen in dev Front der neu eingehende Lesestoff ausgenommen! Darüber gibt an derselben Stelle E. Fischer-Hamburg, der einen Schristen- transport nach Russisch-Polen zu begleiten batte, in fesselnder Weise Bericht. Der Transport führte neben den Schriften auch Wollzcug, hatte also zugleich für das leibliche und das geistige Wohl unserer Braven zu sorgen. Welche Freude, so berichtet Fischer, wenn der „Wollonkel" seinen Wagen öffnet und ei» oder entsprechend der Anzahl der Kameraden, mehrere Schriftenpakete abliesert! „Das ist uns lieber als was zu essen," ries ei» biederer Landsturmmann aus, „wir sitzen seit sechs Wochen i» diesem weltverlassenen Neste der polnischen Heide und hören und sehen nichts von der Welt. Zu essen haben wir, aber nicht- zu lesen I Wie werden sich di« .Kameraden freuen,!" So zog ei freudestrahlend ah. _ vachertlsch. — Der hessische Volksschriitenv crein hat vor Jahreslrlst eine ErinneruugSschriit zur dunderljahrleter 1813—1918 herausgegebcn, in der die Volkserhebung der Freiheitskriege dem lebenden Geschleckt ins Gedächtnis zurückgeruien wurde. Heut« läßt er dieser Schrift kolgen: Aus dem Volksleben in Hessen vor ICH» Jahre» von Georg Lang. — Ter durch seine zahlreichen Jugendschrlkten und Gedichte bekannte und geschätzte Verfasser berichtet darin in schlichten Erzävlungen über Erlebnisse und Begebenheiten, die uns in jene Zeiten zurücktühre^ welch« einen ähnlichen Weltkrieg iahen wie heute. Sie fördern die Kenntnis der Vergangenheit, die den Schlüssel zum Verständnis für die Gegenwart bildet. Der gemütvolle und vielsack von herrlichem Humor zeugende Ton der Erzählungen wird in diesen Tagen des Harrens aus einen verheißungsvollen Erlolg in dem uns aus- gezwungenen Kamvie die Gedanken von der Gegenwart kur Augenblicke ablenken. Der Preis belrägl 1,20 Mk. kür das geheltete und " 1,50 Mk. für das gebundene Buch, das 198 Seiten und 11 Bild«, enthält. _ Kreujrötfel. In die Felder nebenstehende« --- Figur sind die Buchstaben ___ a a a a a, b b, eeeeee, g g _ _ g, h h, i i i, o o, p p p p, r r r t rrrrrr, ss, tttt.TT ---------derart emzuiragen, daß di« senkrechten und wagerechten ---------Reihen gleichlautend folgende» ________| ergeben: 1. Einen Gesetz esabschnttt. 2. Sagenhaftes Wesen. --- 3. Einer aus dem hohen Pferde, lAuflösimg in nächster Nummer.) Auflösung des Anagramms in voriger Nummer i Enschede, netdisch, Deichsel, Elder, General, Ungar», Trauben, Andreas, Lissabon, Liesbeth, Eidechse, Schuhmacher, Gesundheit, Ungarwein, Titanen: Ende gut, alles gut. Schrlstleltung: Aug. Gorh. - Rotationsdruck und Verlag der^Brühl'sche» Untversttäts-Buch- und Stelnbruckerei, R. Lange, Gießen.