Samstag, den 5. Dezember 1 im An den Akern der Dring. kNvman aus der Zeit der Annexion von Ernst Klein. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Leise strich sie iiber sein Haar, wie wen» sie ihn gaKz hypnotisiere» wollte. Die starken Arme, die sie umschlungen hielten, preßten sie immer wilder, ungestümer — sie wehrte ihnen nicht. Eine Zeittang war's still im Gemach. Nichts war zn hören, als das Stöhnen des'Mannes. „Dn hast recht geraten," sprach sie endlich leise, flüsternd, und der Atem ihres Mundes küßte dabei seine Wange. „Ich »vill etlvas von dir. Nichts Bedeutendes, keinen Mord, keinen Verrat. Und ich ivill's dir lohnen . . . „Sprich!" schrie er. „Du gehst nach Bosnien, nach Racovac?" „Ja." ' In seinem Taumel ftel es ihm gar nicht ein, zu fragen, woher sie das wußte. „Dit lvirst den Uebergang über die Drina zu bewachen habe»?" „Ja." „Wenn ich dich eines Tages dort besuche, wirst du etwas dagegen haben?" „Mich — in Racovac besuchen . . .?" „Es wird dich doch im Dienst nicht stören?" „Nein, das heißt . . ." Er wollte sich aufrichten, aber nun wür sie es, die ihn festhielt, ihn mit leisem Schmeicheln au sich drückte. „Versprichst du, mich dann ein Stückchen zu begleiten?" fragte sie weiter. Die ihm ganz unverständlichen Fragen bohrten sich ihm wie Nadelstiche in den heißen Kops. Sein Bewußtsein stand auf und rüttelte ihn aus seinem Bann. Diese scheinbar harm- lose Bitte hatte doch einen Zweck! „Wohin begleiten?" Sein Kopf schmerzte ihn, so strengte er ihn an, den ihm dunklen Zusammenhang zu erraten. Bon Minute zu Minute wurde er nüchterner, erkannte er immer deutlicher, daß ihm da eine Falle gestellt würde. Sie merkte es, verdoppelte ihre Zärtlichkeit und wollte ihn nicht aus ihren weichen, runden, Armen lassen. Aber er machte sich los, so schwer es ihm auch fiel. „Was hast du auf einmal?" fragte sie. „Komm', bleib' doch bei mir!" Er schüttelte den Kopf. „Nein," sagte er. „Sie haben mich in einem Zustand gesehen, Frau Gräfin, den ich jetzt bereue . . ." „Du bereust, mir deine Liebe gestanden zu haben?" Ihr roter Mund verzog sich zu einem entzückenden Schmollen, die blauen Augen winkten und winkten zu ihm herauf. Aber er blieb fest. „Ja," sprach er, „ich hätte mich vernünftiger dabei benehmen können. Denn ich will den Kopf klar haben. Wenn Sie etwas wünschen von mir, Frau Gräfin, und es sich mit meiner Ehre als Mann und meiner Pflicht als Soldat vereinen läßt, will ich es tun!" „Bedingungen?!" „Das sind keine Bedingungen, das sind selbstverständliche Dinge! Sie werden doch nicht von mir verlangen, daß ich irgendeine Lumperei begehe?!" Sie fühlte, daß ihr die Beute, die sie bereits im Netz zu haben glaubte, unhaltbar entglitt. Sie raffte ihre ganz« Kraft zusammen. Sie faßte ihn an der Hand und zog ihn zu sich hinab. „Was will ich denn von dir, du dummer Mensch, du!" flüsterte sie, indem sie einen h.ißen Kuß aus seine Lippen preßte. „Anstatt mit der Bahn zu fahren, mache ich den Umweg über Racovac, um dich zu sehen. Das ist alles!" Er fühlte ihren Kuß auf seinem Mund brennen, spürte ihre schwellenden Glieder an den seinen . . . wieder begann es wirr zu werden in ihm. Warum fährt sie nicht mit dev Bahn? Warum auf einmal die große Liebe, die sie durchaus, im Winter, über den unwirtlichen Karst zu ihm nach Racovac treibt? Sein Mißtrauen wuchs und wuchs. „Warum wollen Sie mir ein solches Opfer bringen?" fragte er. „Gott, bis so ein Mann begreift! Ich sage dir doch, daß ich dich liebe!" Er sah ein, er würde nichts aus ihr herausbekommen, wenn er nicht auf ihren Ton einging. Er ließ sich also neben ihr nieder, küßte ihr abwechselnd die .Hände und spielte mit ihren schweren Haarflechten. „Geliebte, schau," sagte er, „ist es nicht einfacher, du fährst mit der Bahn und ich komme dich in Sarajevo besuchen? Ja, da fällt mir ein, was hast du eigentlich in Sarajevo zu tun?" „Meine Schwester ist dort verheiratet." „Ach, ich wußte nicht, daß du eine Schwester hast." „Sie ist ein Jahr jünger als ich . . . aber ich weiß nicht, du fragst mich so aus?" ries sie ungeduldig. „Ich verstehe nur nicht, warum du nicht mit der Bahn fahren willst. Ich will dir sogar versprechen, dich in Sarajevo bereits zu erioarten. Auf ein, zwei Tage kann ich mich immer sreimachen." „Aber ich habe mich so gefreut auf unser Idyll in Racovac. Franz, o» Starrkopf, begreifst ou denn nicht, in dem stillen, abgeschiedenen Oertchen, wir zwei. . „Ja, mit fünfzig Dragonern und sechzig Strasnni. TaS find mir die rechten Liebeswächter I" Sie kämpfte beinahe verzweifelt. Ihr weiblicher Ehrgeiz peitschte sie bereits. Sollte ihr gerade dieser Mensch widerstehen? Sie hielt und hielt ihn, küßte ihn, flüsterte ihm tausend glühende Versprechungen ins Ohr . . . Die Tränen der Wut traten ihr iw die Angen, da sie sah, wie sich daÄ Spiel immer mehr zu ihrer Ungunsten wendete. — 882 — Franz hatte sich nun wieder vollkommen in der Gewalt Und während er sich ihre süßen, verführenden Worte ins Ohr gleiten ließ, überlegte er kalt uno scharf. Ghisa hatte gesagt, daß die Polizei sich mit ihr eingehend besaßt hatte. Es war also klar, oaß man sie auch in Bosnien, zumal in dieser schwülen Zeit, kennen würde. Deshalb fürchtete sie die Fahrt mit der Eisenbahn. Deshalb sollte er ihr helfen, heimlich über die Grenze zu kommen. Schade, das Weib war so schön! Mit einem tiefen Seufzer des Bedauerns zog er ihre Arme von seinem Nacken herunter und stand ans. „Adieu, Frau Gräfin!" sagte er. Nun war sie es, die die Fassung verlor. Dieser junge unbedeutende Mensch wies sie zurück! Ein starrer Begriff, der seiner Pflicht, war ihnr mehr als der Genuß, uni den so mancher alles hingegeben! Beinahe bewundernd starrte sie ihn an. Er stand vor ihr, breit und stark, endlich seiner selbst wieder bewußt, um den Mund einen scharfen Zug unbeugsamen Willens. Nur in seinen ehrlichen Augen las sie deutlich, wie schwer ihm diese Unbeugsamkeit ward. „Du liebst mich nicht!" sagte sie mit einem schlvachen Versuch die Komödie sortzusetzen. „So, wie Sie es wünschen, Frau Gräfin, nicht!" erwiderte er ruhig. „Und nun ist es besser, rch gehe!" „Du willst also nicht?" „Nein!" Kalt kam es von seinen Lippen. Da legte sich eine knochige Hand auf seine Schulter und eine scharfe, boshafte Stimme sagte: „Und ivenn mau Sie zwingt?" Ray!" Die Gräfin war's, die den Ruf ausstieß. Sie war nicht minder überrascht als Franz, da sie den Fürsten so plötzlich auftauchen sah. Der Offizier aber hielt nun das Ganze für eine ab- ekartete Komödie, in der das Erscheinen dieses ihm un- ekannten, aber wioerlicken Kerls oa den Sch.ußestekt bildete. Mit verachtungsvollem Blick maß er die Gräfin. Die aber ries: „Franz, ich schwöre dir . . ." „Mir find Sie keine Rechenschaft schuldig, Frau Gräsin!" sagte er mit schneidendem Hohn. „Und was diesen Herrn da anbetrifft, so ersuche ich ihn, mir den Weg freizugeben, oder ich zeige ihm, daß es sehr schwer ist, mich zu etwas zioingen zu wollen." Fürst Ray grinste und stieß einen leisen Pfiff aus. Hinter ihm tauchten im Nu drei verwegen aussehend« Gesellen aus, Banditen von allerreinstem Wafser. Ray aber trat einen Schritt an Franz heran, der den Hut aussetzte und die Hände in die Hosentaschen setzte. „Sie werden sich jetzt ehrenwörtlich verpflichten, die Frau Gräsin durch Racovac zu bringen, oder . . ." „Oder?" „Der Takt verbietet mir, in Gegenwart einer Dame darüber zu sprechen!" Angesichts dieser gefährlichen Lag« hatte Franz seinen Humor wiedergesunden. „Ach Gott, lieber Mann," sagte er, „vor dieser Dame brauchen Sie sich keinen Zwang auszuerlegen!" Und in aller Gemütsruhe zündete er sich eine Zigarette an. „Ich werd' Ihnen mal lvas sagen, mein kleiner Freund," fuhr er herablassend zu dem bei dein Wort „klein" grün und blau lverdenden Fürsten fort. „Wenn Sie auf die Dame so viel Rücksicht nehmen, dann verschwinden Sie schleunigst mit Ihren Buudesbriider». Ich bin um Ü Uhr in die kaiserlich und königliche Gcsandtschajt geladen. Wenn ich nicht aus die Minute dort bin, wird man mich hier suchen. Denn ich war so vorsichtig zu sagen, wohin ich gehe. Also. darf ich bitten?" Und ohne ein Wort abzrrwarten, schritt er an dem durch seine Kühnheit verblüfften Fürsten vorbei, schob gemütlich die drei Heiducken beiseite und verließ das Zimmer. Bor dem Hause angelangt, sagte er sich: „Bin neugierig, öb sie inir die drei Gesellen nicht nachschickeu." Langsam ging er die schwachbeleuchtete, menschenleere Straße hinunter und bog absichtlich in eine noch stiller« Seitengasse ein. Da hörte er auch schon rasche, plump schleichende Schritte hinter sich. Ein Blick über die Schulter überzeugte ihn davon, daß es dieselben drei Kerle waren, die er bei der Gräfin gesehen hatte. Nun galt's! Vorsichtig holte er die Browning aus de» Tasche, dann drehte er sich plötzlich um, so daß sein« Ver>< folger eigentlich die Ueoerfallenen waren. Sein Arm fuhr auf, und der Stahlkolben der Pistole traf die Schläfe des ersten, der betäubt lautlos zusanimenbrach. Schon holte er zum zweitenmal ans, aber den anderen beiden war die Lust zu dem Handel vergangen. Sie liefen, was sie konnten. Franz aber setzte seinen Wvg fort und pfiff den Gassen- hauer, der ihm bei dem letzten Besuch in Wien so gut gefallen hatte. 5. Kapitel. ,/Da haben wir uns schön blamiert," sagte Ray zur Gräfin, als sie allein waren. „Wer konnte aber auch ahnest, daß Ihre Reize gerade diesmal versagen würden." „Halten Sie den Mund!" riös sie. „Ihnen danke ich diese Demütigung!" „Es tut Ihnen wohl leid, daß dieser keusche Joses mit dem Dragonersäbel Ihnen entschlüpft ist?" In seinen Worten lauerte seine ganze unbezwingbare Eifersucht. Sie sah ihm höhnisch ins Gesicht. „Wenn Sie’ä wissen wollen, ja!" antlvortcte sic. „Vorher war er mir gleichgültig, so gleichgültig wie Sie, jetzt aber, da ich gesehen habe, daß er ein Mann ist, empfinde ich etwas für ihn, was ich »och für kein Mitglied dös sogenannten starken Geschlechts empfunden habe." „Hüten Sie sich!" zischte er, und seine knöchernen Finger krünlmtc» sich wie Geierklauen. Der charakterfeste Herr Oberleutnant wird nicht mehr viel Gelegenheit haben, sich Ihrer Zuneigung freuen zu können!" „Was soll das heißen?" fuhr sic ans. „Das soll heißen, daß meine Bursche» hinter ihm her sind!" antwortete er mit einem boshaften Lächeln und streckte sich behaglich in einem Fauteuil aus. „Das sieht Ihnen ähnlich, feige und hinterlistig solch« Bluthunde aus einen Ahnungslosen zu hetzen. Sie . . ." „Schweig?, Weib !" unterbrach er sie. „Reize mich nicht bis zuni äußersten. Sie wissen, wer ich bin und was ich vermag!" „Ich fürchte Sie nicht!" lachte sie. Schon wollte er eine »och heftigere Antwort geben, als ein Klopse» an der Türe ertönte und gleich darauf die zwei Heiducken eintraten. „Nun?" fragte Ray. „Gospodin, der Schwabcr ist ein bissiger Hund!" berichtete der eine von ihnen de- und wehmütig. „Er hat dein armen Stanko eins aus den Köpf gegeben, das; er hingefallen ist lrie ein Baum, den man absägt . . ." „Na, und wo wart ihr?" inquirierte Ray. „Gospodin, der Schwab« ist uns angegangen wie ein wütender Wolf . . ." Ray schäuinte nur so vor Wut. „Hinaus," schrie er, „seigeS Pack! Daß ich euch nicht mehr vor die Augen bekomnic!" Die Männer onckten sich wie geprügelte Hunde und verschwanden zitternd und bebend. Olga aber lag ans ihrer Ottomane und kachle: „Sie schimpfen andere feig, bester Fürst! Sie, der Sie sich nicht aus dem Hinterhalt heraustrauen! Ach, wie freue ich mich ans das Wiedersehen mit diese»! Manne! Endlich einmal einer, der Ihnen gewachsen ist!" „Er soll sich hüten, mir wieder zu begegnen!" „Sie wissen ganz gut, daß viel eher Sie sich hüten müssen vor der Begegnung als er!" Da trat Ray dicht an sie heran. Sein gelbes Gesicht zeigte eine grünliche Farbe, seine Augen waren blutunteui laufen und seine Hände öffneten und schlossen sich krainpfhaft — Olga fühlte, lvie ein eisiges Granen vor dieser Wut ihr die Kehle hinauskroch, aber sie wich nicht mir Haaresbreite zurück. „Ob Sie höhnen oder nicht," zischte er, „merken Sie sich das eine: Wenn ich Sie schon nicht besitzen werde, so soll dies auch kein anderer! Ihr Lächeln ist für jeden ein Todesurteil!" „Hanswurst!" antlvortcte sie achselziickcnd. Fürst Hektar Ray war ein ganz merkwürdiger Mensch. Ueber seine blinde Leidenschaft für die schöne Russin vergaß er ganz und gar nicht seine große Aufgabe, das Zustaiider- bringen des Kriegs gegen Oesterreich. Am nächsten Vormittag ließ er sich bei der Gräfin rnel- den, kalt und ruhig ivic immer. '„Jck> habe mit Ihnen zu sprechen", sagte er. „Da unser Klan, mit Hilfe des Oesterreichers »ach Sarajevo zu gelangen, fehlgeschlagen ist, müssen wir auf andere Mittel und Wege sinnen. Ich kenne da einen jungen Menschen, den Sohn eines hiesigen Universitätsprofessors. Ten will ich Ihnen vorstellen. Er ist ein Schwärmer, natürlich ein großer Patriot, und wird, wenn Sie es ein bißchen geschickt anfangen, leicht dazu zu bringen sein, Sic auf geheimen Wegen nach Sarajewo zu begleiten." „Gut. Ich will mein Möglichstes tun. Wann wollen Sic mir den jungen Mann bringen?" „Sind Sie heute nachmittag zu Hause?" „Ja." „So werde ich ihn noch heute bringen. Ich glaub«, er will sich sowieso einer der Banden anschließen. Sie sehen, diese Ausgabe ist nicht so schwer. Und Zeit genug haben Sie ja. Ich selbst fahre heute nach Cettinje, uni den Fürsten zu einer Allianz mit Serbien zu bringen. Das ivird eine harte Nuß zu knacken geben. Die Serben haben in ihrem Größenwahn oder vielmehr Vergrößerungswahn dem alten Herrn mit ihren ewigen Verschwörungen recht übel mitgespielt, und er wird mir keine angenehmen Dinge über sie sagen. Aber ich werde ihn bei seiner schwachen Seite, bei seiner Popularität unter den slawischen Balkanvölkern packen. Da wird er mir nicht auskommcn." (Fortsetzung folgt.) Ein Marsch durch Nordfrant eich und ein Sturmangriff eeqen die cngliichen Steilungen. Einer unserer Angestellten, der zuletzt an den Kämpfen gegen die Engländer in der Nähe von Bvern teilgcnommen hat, entrollt »ns in nachstehendem einige Bilder vom westlichen Kriegsschauplatz. „Rechts ran", wird von hinten nach vorne durch die säst endlos erscheinende Marschkolonne das Kommando weitergegcben. Mechanisch wenden sich die Köpfe der durch das anhaltende Marschieren crmildeten Soldaten nach links. Ein Auto rattert vorbei; ein zweites und drittes folgen. Ganz vorne an der nächsten Biegung der mit hohen Pappeln bewachsenen Landstraße, die wie viele französische Straßen mit hochgewölbtcn Steinen gepflastert ist und dadurch das Marschieren zur Qual inacht, halte» die Kraft wagen. Unser Kompagnicsührcr kommt angesprengt und ruft uns zu „Tritt gesaßt, Gewehr anziehcn, Köpfe hoch." Wir reißen »ns zusainmcn und versuchen, trotz der Anstrengungen der letzten Tage einen möglichst frischen Eindruck auf unseren Brigadekom- mandenr, der dem Auto entstiegen war. zu machen. — Ter Vorbeimarsch war erfolgt. Weit hinter uns beratschlagt der Brigade- Kommandeur mit den Regiments-Kommandeuren. Immer weiter geht der Marsch. Den Mick unverivanüt aus die Feldflasche oder das Koppel des Vordermannes geheftet, so schleppen wir uns sort. Das Gewehr waichert von der linken Schulter aus die rechte, drückt aber ans der einen Seite so hartnäckig wie aus der anderen. Tew Tornister zieht, als wäre er mit einer Blcimenge gefüllt, die sich vergrößerte, je länger der Marsch anhält. Ae Füßp leiden sehr aus diesen nicht für's Marschieren geeigneten Landstraßen. Ein tüchtiger Schluck aus der Feldflasche;, die man ssich abwech- selnd mit Rotwein, an dem es nicht sehlt, mit Kassee oder Wasser füllt, läßt aus eine kurze Spanne Zeit das Drücken des Tornisters scheinbar absckuvächcn. Man richtet sich auf und läßt den Blick etwas abseits schweifen. Da sieht nvin weidende Kühe und Pferde, im Felde arbeitende Frauen. 'Aus den ersten Blick scheint es, als herrschte hier tiefster Frieden. Sieht man aber näher zu, so entdeckt man doch bald) daß da noch manches im arge» liegt. Die Felder sind teilweise noch unbestellt. Tas Getreide ist zwar abgemäht, sitzt aber noch in großen, runden Hausen aulfgetürmt im Felde und manches Kvrn wird deni Mänsesraß zum Opfer fallen. Wir kommen durch ein guoßcs Tors. Ein alter Franzose und seine Frau bringen in zwei Eimern Wasser, niit dem wir begierig unsere trockenen Kehlen netzen, denn die Feldflaschen sind schon lange leer. Unsere Regimentsmusik läßt Beim Durchmarsch ihre Weisen ertönen. Die Leute treten ans chren Häusern heraus? und beobachten neugierig unseren Durchzug. Wir sind aber nicht die ersten: schon viele, viele sind vor uns hier gewesen. — Welchen Eindruck bekommt man von der Bevölkerung? Was die Männer anbetrisst, so sind begreiflicherweise nur noch wenige da; Kinder und Greise. Wie uns die Leute erzählen, sind alle Männer in Nordfrankreich von 19 bis 19 Jahren eingezogen worden. Tie Frauen stehen da — teilnahmslos und meist mit bleichem, sorgenerfüllteni Antlitz. Haben doch auch die meisten von ihnen ihr Teuerstes im Felde stehen, dessen Schicksal ihnen unbekannt ist und hier, in den von den Deutschen besetzten Gebietsteilen auch noch eine Zeitlang nichekannt bleiben wird. Not und Armut treten häufig zutage Die dürftige Kleidung von Frauen und Kindemz Und der Umstand, daß des öfteren die Leute an unS berankom- men und von uns Brot fordern, bilden die besten. Beweise dafür. !! n ' e , re Kriegszwiebäcke geben sie willig Wein, Zigarren und was sie sonst alles erübrigen können. Unser Durchmarsch und die Klange der Musik bringen uneder für Augenblicke ein frohes Leuchten in die Augen mancher jungen Mademoiselle. Blicke, wie mau sie ini allgemeinen Feinden zuwirst, sieht man liier selten. Winkt mal einer von uns in seinem jugendlich«!» Uwermut so einer „Schönen" zu (unsere lieben deutschen Mädchen brauchen deswegen nicht eifersüchtig zu werden), so wird in den meisten Fällen der Gruß freundlich erwidert. Es sind dies natürlich nur Stiiiv- mungen des Augenblicks. Aus die wirkliche Gesinnung des Volkes kann man daraus nicht schließen. Trotzdem muß ich sagen, daßl ich bei unseren Märschen durch Frankreich — wir haben doch immerhin etwa vierzig Ortschaften und Städte berührt — keinerlei Kundgebungen, die sich gegen uns richteten, beobachten konnte. In Belgien sah ich einmal bei einer Iran und zweimal bei Männern die Bewegung des Halsäbschnerdens. Wie gesagt, man kann aus dein Benehmen der Lelute keine Schlüsse auf diö wirkliche Volksstimmung schließen. Unter dem Truck der Verhältnisse sind schließlich die Leute zum Heucheln genötigt, und so wird auch in vielen Fällen die Freundlichkeit gegen uns, die manchmal sogar übertriebcir ist, geheuchelt sein. — Dort, Ivo der Krieg keine Verwüstungen angerichtet hat, wo keine Pserdehuse das Feld zertrampelten und noch keine Granate in das Dors cin- schlug, stehen die Leute vor ihren Däusern und besehen sich mit achtungsvollen, nicht gehässigen Blicken unseren Vorbeimarsch. Tort aber, wo sich ein Gefecht entspann, wo Freund oder Feind genötigt waren, ein Dors in Brand zu schießen, wo d!ie Ernts und die Felder verwüstet Ivurden, da loeichen uns die Leute aus, da stehen sie mit ängstlichem und scheuem Blick abseits, und teilweise schreien die Kinder bei unserem Ankommen. Tg kanl» main sehen, was die Leute den Kinder» ülbler die nahenden deutsch«» „Barbaren" alles vorgemacht haben mußten. Einmal kamen wir durch O. Bor der Stadt ist an. einer Wegkreuzung ein kleiner Friedhof angelegt. Mehrere Lorbeerkränze zieren die Gräber und ein schlichtes Holzkreuz trägt die Inschrift: „Hier ruhen..... tapserer Landwehrleute, gefallen am . . . ." ustv. Hier sind auch die Gräber der armen Verwundeten, die von den Einwohnern dieser nahe an der belgischen Grenze gelegenen französischen Stadt so schrecklich verstümmelt wurden. Es handelte sich, wie man weiß, um ganz schändliche Verbrechen, die sich ein Teil der Einwohnerschaft dieses Ortes hatte zuschulden kommen lassen und wegen denen bekanntlich die deutsche Regierung eine Protestnote versaßt f iatte. Die Stadt bot einen furchtbaren Anblick. Fast könnte man agen: „Es ist kein Stein aus dem andern geblieben". Tatsache ist icdoch, daß etwa vier Fünftel der Häuser niedergebrannt sind — eine gerechte ©träfe. Bei O. war es auch, wo am letzten Mittwoch des Monats Oktober bei einer nächtlichen Bahnwache einer unserer Landsturmlcute von einem Bewohner der Stadt oder dieser Gegend hinterlistig erschossen wurde. Hier wie auch in anderen Orten zeigt eS sich, mit ivelchem Gerechtigkeitssinn die deutschen Truppen hei der notwendigen Verhängung ihrer Strafgerichte vorgingen. Besonders in Belgien konnte man das gut beobachten; da stand z. B. ein Haus unangetastet, während die beiderseitigen Nachbarhäuser niedergebrannt waren. Aus letzteren wurde aus unsere Truppen geschossen, während der Besitzer des unversehrten Hauses sich nichts hatte zuschulden kommen lassen. Man sicht also, und das kann nicht oft genug wiederholt werden, daß seitens unserer Truppen »lcht blindlings vorgegangen wird, sondern daß säst ausnahms- jos nur den Schuldigen die gerechte Strafe trisst. An vielen Haustüren sieht man die Kreideinschristen: „Gute Leute, schonen!" oder „Hier haben die Leute alles hergegeben!" usw. — Viele Leute sind vor de» nahenden Deutschen geflüchtet. Ihr Hab und Gut haben sie im Stich gelassen oder einem weniger ängstlichen Nackchar anvertraut; die Fensterläden sind dort geschlossen. Bezahlen kann man überall mit deutschem und französischem Gelbe, soweit überhaupt noch etivas zum kmisen da ist. In größeren Orten oder Städten kaust man Brot, es gibt aber nur Weißbrot, das ungesalzen ist, und Wein, der meistens vorzüglich schmeckt (Flaschg 1 Mark). In kleineren Orten gibt es höchstens »och Bier; das ist aber säst ungenießbar, denn es ist gallebitter und wird aus ossenen Bottichen geschöpft; also ohne Schaum. Einmal wurde uns als Apfelwein ein Gemisch von Essig und Wasser vorgesetzt. Zucker ist bei uns begehrt (für den Kassee), aber wenn man irgendivo eine Quelle entdeckt, so muß man schon achtzig Pfennig il Frank) für das Pfund anlegcn. Nachts schlafen ivir meistens in Scheunen. Solange ja der Wind nur von der einen Seite hiueinbläst, geht es noch; aber wenn die Scheuer ans beiden Seiten offen ist, dann sorgt öiters die Kälte für ein unfreiwilliges Erwachen und man zieht bald dem einen, bald dem anderen der schlafenden Kameraden von seiner Strol.portivn etwas >veg, um die Beine, die Füße oder lvas gerade fröstelt, besser zu bedecken. Manchnial marschieren wir am Tage, manchmal nachts. Am liebsten ist uns das Marschieren am Tage, denn dann kommt man nachts etwas zur Ruhe. Beim ersten tzahnenschrei öffnet sich die Türe — vorausgesetzt, daß eine solckx vorhanden ist — unseres Schlaf-, Ankleide-, Wasch- und FrühstücksraumeZ und mit den Worten: „Aus stehe», Kaffee holen" werden wir vom diensttuenden ttnterotfijier aus unserem Traumland gerissen. Welche heitere, sonnenvolle Bilder von Heimat und Frieden umgaukeln uns da manchnial, 064 — uni» n>i« ganz anders ist es dein» Erwachen! Mit dem Ankleiden ist man schon beim Erwachen fertig: die Totseite ist auch schneller erledigt als zu Hause. Alan knabbert fein Kommißbrot, denkt sich etwas Butter dazu und trinkl feinen Kaffee. Tiefe Mahlzeit genießen wir bei Tagesanbruch und zur Feierabendstunde. Beidemal schlürft man die schwarze Bouillon mit gleichem Behagens nicht ettoa, weil die Milch oder der Zucker fehlen, sondern weil sie schön Heist ist und uns erwärmt. Tie dritte Mahlzeit nehmen wir mittags ein. Sie besteht ans einer guten, kräfttgen Suppe und reichlich Fleisch. Nachmittags, ivenn wir ins Quartter kommen, wird ein feister Ochse requiriert, ihm eine Kugel zwischen die Hörner gesetzt, und eine Ltunde später wandert er schon in kleinen Stucken in die Kessel unserer Feldküchen. Das nötige Kraut und die Kartoffeln kommen dabei, und aut nächsten Morgen kann während des Marsches das Kochen vor sich ziehen. Nach 6—7 Stunden Marsch gabt es eine einstündige Rast. Das Koch- eschirr wird zur Hand genommen, und der Inhalt der Feld- ücheiikessel. die wir als ständige Begleiter sehr schätzen, seiner Bestimmung zugeftihrt. Weiter geht der Marsch. Im Quartier angekommen, werden die Postsachen, Liebcsgabenpaketchen nsw. ansgegeben. Wer dabei leer ausgegangen ist, vertraut sich einem an diesem Tage besser bedachten Kameraden an, der ihn natürlich von diesem oder jenem mit kosten läßt. Ruch an heiteren Zwischenfällen fehlt es nicU. Erhielt da vor einiger Zeit ein Kamerad von Mutterl ein Paket mit einem Unterhosenbein. Erstaunt betrachtet er es von allen Seiten und schleppt es ein paar Tage mit. Schott wollte er nach Hause schreiben, was. er mit dem einen Bein des Bekleidungsstückes anfangen sollte, da kam die Aufklärung in Gestalt eines zweiten Paketes, In ihm befand sich das andere Bein, Nadel, Zwirn und ein Brief, in dem das besorgt« Mütterchen schreibt, daß sich ihr Sohn die Unterhose an der hinteren Naht znsamntennähen sollte; sür ein Paket sei sie zu schwer gewesen^ Wir sind vor der französischen Festung .... angclangt. Unser Mittagsmahl ist eingenommen. Wiederum kommt unser Kompagmesührer angffprcngt i,nd teilt uns mit, dast in der Mitte der Stadt der Kommandierende General mit seinem Stabe Ausstellung genommen hat, um tins im Vorbeimarsch zu besichtigen. Tie Regimentsmusik schreitet mit lustigen Klängen voran, die Fahnen ffattcrn im Winde, bewundernde Blicke der französischen Bürger aus sich fesselnd. ®a rechts sitzt er hoch zu Rost. IM strammen Paradeschritt marschieren wir an ihm vorbei. 'Sein durchdringender, entschlossen-er Blick gleitet von Reihe ztt Reihe. Alan sieht cs seinen Zügen an, dast er ver- anlwortuiigsreuhe Tage durchlebt, man sieht es ihm an, daß er Vertrauen hat ans sein« und aus unsere Kraft. Im gleichen Tempo und mit den gleichen Abwechselungen geht unser Marsch weiter von Tors zu Dorf, von Stadt zu Stadt. — Tonnerstag nachmittag. Der zehnte Marschtag. Wir kommen nach R . . . „Einige Stunden Ruhe," lautet das Kommando. „Ruhe?", fragen wir uns verwundert. Aha!, die Ruhe vor dem Sturm. Wir empfangen unser Mittagessen. Hier hat man Gelegenheit, sich manches einzukausen: Wurst, Kerzen, Streichhölzer nsw. (Hier möchte ich einslechten: vergeht nicht, jedem Liebesgaben-Paketchen eine Kerze beizufügen: sie ist manchmal nötiger als Brot.) Gegen 7 Uhr abends, die Dunkelheit und ein seiner Regen haben eingesetzt, kommt der Befehl zum Weitermarsch. Wir verlassen die Stadt. Es wird immer dunkler und der Regen heftiger. Links und rechts im Graben liegen zertrünunerte Wagen und ein Auto, dott ein totes Pferd; die ersten Anzeichen vom Gesechtsseld. Das Donnern der Geschütze, das ivir ja in den letzten Tagen fast immerzu härten, wird heftiger. Das Blitzen der Kanonen in der Ferne lästt uns ausmerken. Wir überschreiten eine Brücke, die von unseren Pionieren angelegt worden war, und kommen völlig durchnäßt in ein Dors. Artillerie-Kolonnen rase» im Sturmschritt vorbei; Pserdegetrappel, Kommandorufe. Das dumpfe Donnern der Kanonen, dem wir immer näher kommen, und manches andere sor- en daftir, daß man nicht zur Ruhe kommt. Man bleibt in ficder- aster Aufregung und Tätigkeit. Noch in der Dunkelheit wird weiter vorgedrungen. Wir beziehen unsere Stellungen, die die ganze Zeit über von anderen Truppenteilen und teilweise sogar von Kavallerie gehalten ivorden waren. Am Freitig und in der Nacht gibt es schon zwei Sturmangriffe, bei denen wir ein gutes Stück vorwärts kommen. (Schluß folgt.) verinlscbte». "Der Tezember in dentscben Sprichwörtern. Allzu groß« Kälte bringt der Tezcmber gewöhnlich noch nicht. In den Auge» der Landwirte schadei das nicht viel, ivenn auch ein Frost im Tezember immer »och lieber gesehen wird als längere Zeit andauernder Regen oder ganz milde Witterung. Vor allem aber wünschen die Landleute während des Dezembers eine dichte Sümeedecke sür die Wintersaat. Tieier besondere Wnnsch konintt i» einer ganzen Reihe von Sprichwörtern der ländlichen Bevölkerung zum Voricheiii. Co heißt es in Cachseii »»d in Thüringen r »Tezember mit recht vielem Schnee gibt Korn und Gras aiis jeder Höh', andere Sprichwörter, die in den verschiedensten Teilen Teiilschlands zu hören sind, heißen: .Biel Schnee im Tezeinber und lruchlbare« Jahr waren vereinigt schon immerdar", und iveiter: „Dezember, der uns bringt viel Schnee, dem solgt ein Jahr mit reichem Korn und Klee". Die Beobachlmig, daß du milder Tezeinber recht oft einen harten nnd langen Nachwinter im Frühjahr briiigt, kommt ln so manchen Sprichwörtern z„m Ausdruck. So heißt es: „Bleibt der Wiiiler im Tezember sein, koiiinit li» März und April der Nachwiiiter gern', und: „Wenn lii, Tezemberniond nicht Frost kommeii will, so koinnit er geiviß noch int Monat Avril". Manche Leute sind jedoch auch der Meinung, daß ei» Winter, iit dem der Monat Dezeiiibcr keinen Frost und Schnee bringt, uberhauvt nicht mehr hart werden föttne, und so benutzen sie das Spricbivoit: „Wenn der Dezember ist ohne Schnee und lind, dann wird der Winter mild wie ein Kind". Ein nasser, schmutziger und nebliaer Tezember führt belonders häufig zu Erkrankungen, und deshalb heißt es auch nicht mit Unrecht i „Dezemberwelter »aß und weich — das macht den Kirchhof immer reich.' VNchertisch. >— Von A. Kleinschmidts „Im Forsthaus Falke u h o r st" (Verlag von Emil Roth-Gießen) ist soehen der 6. Band (Preis geh. 4 Mk.) erschienen. Schulrat Or. M o s a v p in Stuttgart widmet ihm folgende Besprechung: Mit dem schon mehrfach preisgekrönten Werke des als Schulmann hochgeschätzten Verfassers, dessen sechster, abschließender Band soeben erschienen ist, ist der reiferen deutschen Jugend beiderlei Geschlechts ein Jugendbuch geschenkt, das den Bedürfnissen und Neigungen dieses Alters aufs beste enigegeukommt. Wenn schon gegenwärtig der Weltkrieg die Jnieressen unserer Knaben und Mädchen vorwiegend gefangen nimmt, so geht er doch wills Gott auch wieder vorüber, und auch solange er währt, kann er doch noch ein wenig Svielraum lassen sür andere Interessen. Tas Eigenartige des Kleinschmidtschen ist, daß es in unvergleichlich schöner und feinsinniger Weise emführt in das vielgestaltige Leben der Natur, aber nicht in dem trockenen belehreitden Ton eines Lehrbuches, sondern in der lebendigen span- nenden Erzählung. Das Leben einer Familie fern von der großen, lauten Welt, in einsamem Bergwald, spiegelt sich vor uns ab, aber sein .Hintergrund ist ein reiches Wald- und Flurleben, daS mit klarer Nüchternheit und doch mit echter Poesie in edel erzieherischem Sin» geschildert wird. Liebenswürdiger Humor, tief, innerlich, iricht aufdringliche Frömmigkeit und reiches Gcmüislebcn eincs echten deutschen Hauses tveht uns warm entgegen. Aber daneben tveiß das Werk eine reiche Fülle naturgeschichtlichcr Kenntnisse spielend zu vermitteln, bei denen seine Beobachtungsgabe, heiße Liebe zur Natur und gereiftes Verständnis sür ihre Schönheiten wie für ihre Bedürfnisse die Feder sühren. Hat man in nnserein Zeitalter die Natur nicht bloß mehr ergründet, sondern auch mehr schätzen und lieben gelernt, als in früheren Zeiten, so greift man dankbar zu einem solchen Buch, das schon die Jugend erfüllen mutz mit heiliger Liebe zu der herrlichen Schönheit, dem geheimnisvollen Walten und der zweckmäßigen Tiefe der Natur! ilebrigensl wird nicht bloß die Jugend die gediegenen Lektüren liebgewinnen' auch Erwachsene werden die prächtigen Schilderungen mit Genug lesen. Nur kurz sei noch auf die prächtige bilderreiche Ausstattung mit farbigen und schwarzen Bildern hingewiesen, sowie darauf, daß jeder Band in sich abgeschlossen ist. „Im Forsthause Falkenhorst" ist ein Geschenkbuch von bleibendem Wert, zu dem jeder jugendliche Besitzer immer wieder gern zurückgreiien wird: es ist ein Werk, dem in erster Linie ein Platz in den Schulbibliotheken höherer und niederer Schulen gebührt, in denen keines nach meinen Ansicht fehlen sollte. _ Anagramm. Aus se zivei der nackisolgenbe» Wörter soll durch Umstellung der Zeicben ein neues Wort gebildet werden. Sind all« Bedeutungen richtig gefunden, so ergeben die Ansangsbuchstaben der neuen Wörter ein Sprichwort. den — esche, eine Stadt. sein — dich, schlechte Eigenschaft, esel — dich, findet inan am Wageit, er — die, ein Fluß, ale — gern, iniiilärische Rangstufe, % nun — arg, ein Land, tan — bern, eine Frucht, rad — »ase, männlicher Vorname, »il — saboS, eine Stadt, bilse — the, weiblicher Vorname, see — deich, ein Tier, ruhe — schwach — du Handwerker, Hund — steige, hohes Gut, weg — unrein, berühmter Wein, an — tinte, Göttergeschiecht. Auflösung in nächster Nummer, Auflösung des Scherzrätsels in voriger Nummert Die Schere. Schristleitinig: Ang. Goetz. - RolationSdrnck »nd Berlaa der Brühl'schen NniversttätS-Buch- und Steindrnckerei, R. Lange, Gießen.