Die hundert Tage. Noma>> aus dem Jahre 1815 von M von Witten. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Wie aus ein ungelöstes Rätsel blickten die runden Augen des Franzose» auf Otto von Jäger. Daß er so rasch seinem Ziele pah. kommen würde, das hatte er denn doch nicht gedacht. „Monsieur, ich tverde mir die Ehre geben, Madame Ihre Worte getreulich auszurichten", glitt es noch zögernd, unl- gläubig von seinen Lippen. ,,Tui> Sie das!" nickte der andere. Da ging das Lächeln einer unverhohlenen Befriedigung, eines leuchtenden Triumphes über des Grasen Züge. Bon da an hatten die zwei kein Wort mehr miteinander gesprochen. Endlich lag das Städtchen Fleurus in ihrem Rücken. Lign» nnd St. Amand zur Linken lassend, ritten sie dann auf Soinbresse z» Dort im Posthause, wo sie den Feldmarschall, der hierhin sein Hauptquartier verlegt, erwarten sollten, fanden sie be-< reits den General Bourmont, zu dessen Umgebung Graf Duboit gehörte, mit seinem ganzen übrigen Stabe vor. Tie Herren waren aus ihre Kundgebung, sich nach Gent zum König Litdwig XVIII. begeben zu wollen, von den preußischen Borposten zuni Kommandeur des Westfälischen Kavallerie Regiments gebracht worden, der sie zunächst an den Brigadckommandeur, den Grasen Henkel verwiesen, welcher sie dann seinerseits zum Fcldmarschall selber geleiten ließ. Rur dem Grasen Duboit war es gestattet worden, seiner persönlichen Angelegenheit wegen, den etwas weiteren Weg über Fleurus nach Soinbresse zu nehmen. — Bald daraus war Blücher mit seinem Stabe eingetros- feu. Er hatte die Herren vor sich kommen lassen. Auch Otto, der auf Beseht seines Obersten den Gras Duboit zum Feld- marschall geleitet, halte das kleine Zimmer betreten. General Bourmont brachte sein Anliegen vor, —> ihm und seinem Stabe zu gestatten, sich nach Mut zum König zu begeben. Da wetterte Blücher los. Seine Auge» schossen Blitze, die Wände schienen zu zittern, die Scheiben zu klirren. Solch ein Verrat! Und mit welch ruhiger Entschiedenheit sich General Bourmont auch wehrte, er und seine Begleiter seien nur ihrer besseren Einsicht gefolgt, und sic wollten ja nur der gerechten Sache dienen — Blücher, blieb dabei, Verrat bleibe Verrat, und wenn er auch tausendmal an dem Todfeinde verübt würde! — Für Otto war das stolze Zürnen leS Alten Oel in eine brennende Wunde gewesen. Nun hing er aus seinem dahinrasenden Pferde. Nicht nach Fleurus zurück — nach Brüssel führte sein Weg. Blücher, dessen eigener Stab aus Anlaß der in rascher Folge eintressenden Nachrichten über den machtvoll anrücke-ndei Feind aufs äußerste in Anspruch genommen war, und den Bourmont mitgeteilt hatte, daß Napoleon für morgen eines Angriff plane, Blücher hatte Otto nochmals mit einer dementsprechenden Meldutig an Lord Wellington gesandt. Für Otto bedeutete dieser Befehl eine Erlösung von uw glaublicher Marter. Reiten wie der Wind — wie der Ge- wittersturm reiten! Reiten bis zum dumpfen Vergessen - bis zur persönlichen Bewußtlosigkeit, — nur den einen br«w nenden Gedanken des zu erreichenden Zieles im dunkel unv nächteten Hirn. Als er in Brüssel eingaloppierte und vor dem Palast de. Herzogin von Richmond, seines zusammenbrechenden Pfer des nicht achtend, zur Erde sprang, au allen Gliedern zid ternd, staubbedeckt, in Schiveiß gebadet — da war es Mitternacht. Hell flammten die Kerzen des Schlosses durch die Dun. kelheit. Wellington tvar hier mit seinen Offizieren zu Gask Ter Herzog wußte also noch von iiichts — Otto mußte jede, andern Ördonuanzvfsizier überholt und als Erster der vor Blücher oder General Zieten abgesqndten Meldereiter ein getroffen sein Kaum daß er sich notdürftig gesäubert, betrat er die Festsäle. Im anmutige» Reigen schwangen sich die Paare. Lachen und Scherzen rings uinher. Nirgends eine Ahnung von dem drohend über den Häuptern hängenden Damoklesschwerte. Eine tolle Idee durchschoß Ottos Hirn. Wie, — wenn auch sie hier wäre?! Ihr Galan ist nicht weit! Wahnsinn, Wahnsinn solch ein Gedanke! lind doch und doch! Wie er ihm das Blut zum Herzen jagte! Mit wilde» Blicke» musterte er jede weibliche Gestalt, jedes Gesicht, an dem er vorübereilte — vor und zurück flog sein Auge, — da sah er sich plötzlich dem englischen Heerführer gegenüber. Am Eingänge eines Seitenkabinetts. Mit dem Herzog von Braunschivelg stand er im ernsten Gespräch. Lord Wellington winkte den sich Meldenden in das kleine Gemach — Otto übergab ein Schreiben des Feldmarschalls und erstattete, noch halb ate>nlos, Bericht, daß die französischen Truppen die Sombre überschritten und die preußischen Vorposten angegrifsen und znrückgedrängt hätte». Wenige Augenblicke später lvaren in dem kleinen vornehmen Raume Offiziere, ?ldjutanten, Ordonnanzen um Wellington versammelt. In fieberhafter Eile wurden Boten nach allen Standquartieren seiner weit auseinander liegenden Trirppcn ausgesaudt, um sie zusammenzuziehen und di« zunächststchendeu sofort in Marsch zu setzen. Die Höhe von Quatrebas wurde zum Sammel- lind Verteidigungspunkt bestimmt. Und während hier in dem engen Zimmer vom eisernen Herzog in fiebernder Eile aber ohne geräuschvolle Aufdringlichkeit die Bolzen für den nabenden Kampf geschmiedet wurden, spielten drüben im Saale die schmelzenden Töne eines 594 — Walzers, und die jungen lebenshüugriigen Paare schwebten auf den Klängen der Musik dahin. Inniger schlangen sie sich ineinander — tiefer als sonst senkte sich Blick in Blick. Etwas schwermütig Berauschendes lag in der Lust. Wenn der Morgen graute — wenn die Fanfaren bliesen, dann ging es aus dem Arme der Geliebten hinaus in die Schlacht — und, Gott allein wußte es, vielleicht in den Tod! — — '-- Es war um dieselbe Stunde. Draußen beim Wäldchen vor Fleurus. Im tiefen Dunkel einer weitästigen Eiche halten zwei. Kerzengerade sitzen sie, ein jeder auf seinem Roß. Die Augen starr in die Ferne gerichtet. Eine stille — weihevolle Nacht ist's. Auf dem samtblauen Himmel schwimmt die silberne Sichel des Mondes. In ferner Himmelstiefe Stern um Stern. JU keuscher Klarheit. Schwarz und massig und doch dustumwoben im geheimnisvollen Lichte der Nacht zeichnen sich die sanften Hügel gegen den Himmel ab. Irgendwo murmelt ein Bach — wie im Traum. Irgendwo singt eine Nachtigall — ein Käuzchen schreit. Und jetzt geht durch den Busch ein heimliches Wispern und Flüstern. Nächtlichem Spuke gleich, lagern in seinem Schatten Mann und Rotz. Waffen blitzen wie gespenstiges Leuchten im Mondlicht auf. Vorposten müssen es sein. Plötzlich murmelt der eine unter der Eiche: „Gottfried —!" „Du meinst — ?" Ein schwerer Atemzug, fast wie der Hauch eines Stöh- nens. Dann ein kaum verständliches, abgerissenes Flüstern: „Wenn du wüßtest, wie deine Nähe mich beglückt und zugleich mit Schrecken erfüllt! Aber die Angst überwiegt — wenigstens in dieser Stunde — so nah vor der Schlacht! — Wenn ich dich verlöre--!" „Ulrich! Wir stehen in Gottes Hand! Wäre es mir bestimmt, morgen zu sterben, so würde mich der Herr abberufen, —i sei ich, wo ich sei. Schenkt er mir in seinch. Gnade noch das Leben, so bin ich gegen jede Kügel gefeit." Der Sprechende wendet das Haupt dem andern zu. Die Strahlen des Mondes gleiten in diesem Augenblick durch das dunkle Eichenlaub herab und über sein weiß aufleuch^ tendes Antlitz hin, auf dem sich ein Ausdruck innigster Frömmigkeit malt. Das Auge des andern hängt sekundenlang an diesem leuchtenden Antlitz — der Mond rückt ,weiter — oder geschieht es durch eine Bewegung des Freundes? — das Antlitz taucht wieder ins Dunkel unter. Doch durch das Herz des Mannes strömen mit einem Male Ströme des Lichts: „£> du — ! du — !" murmelt er mit geschlossenen Augen. „Schreib's in dein Hertz Erdmnthe. Was das Morgen uns auch bringen mag. Iw habe dich lieb und liebe dich über Grab und Tod hinaus!" Volk tieftnnerlicher Feierlichkeit kommt's von seinen Lippen. Sie aber neigt erschauernd das Haupt. * Ein brennend heißer Juuitag ist dieser Nacht gefolgt. Aus der Höhe neben der Moulin de Bussy halten Blücher und Wellington hoch zu Roß. Wellington im knapp anliegenden, unscheinbaren Rock, den Reitstock in der Hand, mit forschendem, nüchtern wägenden Blick, mit kaltem, berechnenden Ernst in oe» bartlosen, eisernen Zügen. Blücher, mit der Schirmmütze, im offenen Ueberrvck, der ans weißer Weste das breite Orangeband des Schwarzen Adlerordens sehen läßt, die kurze Tabakspfeife im Munde — Flammen lodernder Begeisterung in den tiefblauen Augen. So überschauen sie beide die Gegend. Die Sonne schießt ihre Strahlen, glühenden Pfeilen gleich, aus das hügelige, von Dörfern und Gehüsten durchzogene, von hohem goldgelben Korn bestandenem Gelände hinab. Einer Landzunge gleich, schiebt sich die Windmühlenhöhe, die breite Basis im Nordvsten an Sombrefse anlehnend, sich verjüngend gegen Südwesten in die Erdwellen vor, an ihrer äußersten Spitze aus die Ortschaft St. Amand stoßend, in der südöstlichen Flanke von Lignh, an ihrer nordwestlichen von Brye umgeben. Wohlhabende Dörfer sind's — jedes der massiven Steinhäuser mit seinen Hecken, seinem Buschwerk, seinen starken Hof- uird Gartenmauern eine kleine Festung! Der untere Teil der Höhe zwischen St. Amand und Lignh ist mit preußischer Artillerie bespickt. Dahinter hat die Reserve-Kavallerie des tzietenschen Korps ihre Aus sieb, lung gefunden. Und noch weiterhin gen Norden das Weite, — im Westen bei Sombrefse und darüber hinaus das dritte Korps der Preußen. Bülow steht mit seinem, dem ersten Korps, noch weit vom Schlachtfeld entsernt. In St. Amand, Lignh und Brye selbst hat die Infanterie des Zietcnschen Korps sich eingenistet, so gut es eben gehen will. Denn eigentlich ist ihre Truppenzahl noch viel zu gering. Doch um den von Nordwesten herannahenden Truppen Wellingtons und dem vom Osten her kommenden eigenen Korps Bülow möglichst bald die Hand reichen zu können, muß die Stellung der Preußen eine ausgedehnte bleiben. Im Süden aber, zu beiden Seiten von Fleurus, sind die Massen der französische» Streiter sichtbar. Am Nordausgange des Städtchens, auf einer sanften Erhebung, glaubt Gncisenau, der dicht neben seinem Feldmarschall hält, deutlich Napoleon mit seinem Stabe zu erkennen. Er ist's! Auch er hat sein Fernrohr auf die beiden Feldherren! ans der Windmühlenhöhe gerichtet. Schweigen zittert hinüber — herüber. Atembeklcmmen- des, schicksalschweres Schweigen. Wer von ihnen wird morgen der Sieger sein?! Da durchbricht Gneisenau mit raschem feurigen Wort die Stille. Er weist darauf hin, wie verhängnisvoll ein Flankenstoß des britischen Heeres von Nordwesten, von Quatre- bras aus, den Franzosen werden würde. Wellington blickte ans seine Karte. Er nickt. Er reicht Blücher die Hand und erneut mit kurzen, bestimmten Worten das Versprechen, seine Truppen so rasch als möglich um Kampfe wider de» gemeinsamen Todfeind heranzu- ühren. Dann reitet er, vom Feldmarschall eine Strecke begleitet, davon. Otto von Jäger, der soeben aus! Brüssel znrückgekchvt ist, folgt den Feldherren in gemessener Entfernung. Endlich, als der englische Heerführer sich vom preußischen verabschiedet hat, findet er Gelegenheit, sich bei Blücher zurück zu melden. Der greise Held sagt ihm ein paar herzliche Worte wärmster Anerkennung. An seiner Seite darf Otto die Fronten der Drrcppenteile entlang reiten, an denen sie gerade vorüberkommen. Für jedes hat der Feldmarschall ein aufmunterndes, ein glühend begeisterndes Wort. Jedes Herz flammt ihm in feuriger Hingebung entgegen. Aus aller Munde bricht hell schallender Jubel. — Und nun hält Blücher dicht hinter Lignh vor der Reserve-Kavallerie des Aietenschen Korps, bei den branden- bnrgischen Ulanen. Otto meldet sich bei seinem Obersten. Blüchers Auge aber schweift d: Reihen hinaus — hinab. „Kinder!" bricht er mit m.chtiger Stimme los. „Wißt Ihr noch, wie wir an der Katzbach und bei Leipzig den Rot- Hosen die Jacken ausgeklopst?! Das muß heul wieder so ein Ehrentag werden! Zeigt dem Napoleon, daß Eure Piken noch scharf sind!" Ei» ungeheurer Beifallssturm ist die Antwort. Blücher winkt gnädig mit der Hand. Er lenkt, weiterreitend, sein Roß bei Ulrich Erlen vorbei, der an der Spitze seiner Schwadron hält. „Recht so, alter Freuird! Noch immer tapfer dabei!" sagt er mit herzgewinnender Freundlichkeit. „Aber warten Sie man, — wir werden den Napoleon bald wieder in die Fälle haben! Und dann geht's heim zur kleinen Frau!" Von neuem schallt brausender Jubel durch die Lust, der Ulrichs Antwort verschlingt. Blücher sieht nur, wie der, mit strahlendem dantbaren Blick salutierend, die Farbe wechselt. Einer der wenige» freiwilligen Jäger des Regimentes aber, die in nächster Nähe des Rittmeisters halten, hat mit knallrotem Gesicht sich abgewandt. (Fortsetzung folflt.) falsches Spiel. Skizze von Cur t Kuhns. Der Morgen dämmerte trübe über der amerikanischen Küste/ die sich als dunkler Stressen gegen den Himmel abzeichnete. Der große Llvhddampser „Wallenstein" nahm, eine lange Rauchsal.ne hinter sich lassend, hier seinen Kurs. Der mächtige Rumps des Schisses erzitterte leise unter dem Arbeiten der riesigen Maschine, während er mit sansleni Wiegen in die Wellentäler sank. Ans der Brüäe stand KavUän Jachmanu, ein Mann von etwa 50 Jahren, mit kurzem Vollbarl und hellen, scharsen See- 696 männsaugen, tn ttefen Gedanken. Es >var ein gesährttckzes Unternehme», in diesen Krtegszeiten die Reise zu ivagen! Aber eS >var von höcktster Wichtigkeit für das Vaterland, wenn er sein Schiff glücklich hinüberbrachte. Er hatte tausend Kviegspflichtige an Bord, eine große Sendung Gold- und Silberbarren, einige tausend Tonnen Fleisch und Rohstoffe, Der Ozean war so groß, sollte es da eine Unmöglichkeit sein, ungesehen zu passieren? Trüben an Land ragte aus dem Dämmern des Morgens ein hoher Mast, die Station für Funkspruch, Wenn die Nachricht vom Auslaufen des „Wallenstein" nun schon htnausgeblitzt war? dachte Jachmann. Wenn feindliche Kreuzer, von seinen! Unternehmen verständigt, schon Tamps aufmachten, ihn und sein wert- vollcs Schliss zu fangen? — Unmöglich! Die Funkenstation stand unter behördlicher Aufsicht, und die Behörden hatten seiner Ausreise nichts in den Weg gelegt. Aber — ein plötzlicher Gedanke schoß ihm durch den Kopf, Er pfiff auf seiner kleinen, schrillen Pfeife, ein Mann der Wache sprang zur Brücke hinauf, ,.Für den Funkenlelegraphistcn!" sagte Jachmann und reichte dem Matrosen einen Meldezettel; dieser enthielt den Befehl, jedes von Fahrgästen abzusendendc Funkentelegramm ihm vor^ulegen. Es wurde ein schöner Tag. Die Sonne stieg klar herauf, und ein örciler Streifen leuchtenden Goldes slulele Uber die 'schäumende, in leichten Wellenhügeln heranrollende See, Der Wind Fischte auf, 'und bis an bas Promenadendeck sprangen bi? munteren Wogen, Allmählich belebten sich die Decks, Im Borschliff waren es diesmal nicht diekümmerlichen, verelendeten Rückwanderer, 6ie hohläugig dort auskäuchten, sondern stramme Geslakten, beulsche Reservisten und Wehrmänner, die htzimkehrten, „Der Deütsche, bieder, fromm und stark, er schützt die heilige Landesmark", klang es begeistert über die weite, wogende See, Auch die Promenadendecks füllten sich, auch hier viel Kriegspslichtige, meist zedoch Kausleute, Künstler, Künstlerinnen, Sie alle ioollten in die schützende Heimat zurück. Unten im Speisesaal saßen sie an der langen, glänzenden Tafel; die Kellner liefen auf und ab mit Schüsseln und Tassen, ein Bild von Behagen und Reichtum, nicht als drohten feindliche Kreuzer mit ihret, offenen Stückpforten, Unterseeminen und Torpedos, Ter Funkentelegraph wurde eifrig in Anspruch genommen, meist von den Vertretern großer Häuser, Kapitän Fachmann las aufmerksam die Depeschen, Eine fiel ihm auf wegen ihres nichtssagende» Inhalts; „Grüße Meine Marie, Leo," — Darum das viele Geld ausgeben? dachte Fachmann, Na, es war bezahlt, Marie sollte gegrüßt werden. Und der Funkspruch blitzte hinaus in den Ozean, Gegen Mittag zog Gewölk auf, es wurde kühl, die See nahm einen kalten, grauen Don an, und die Damen der ersten Kajüte nahmen fröstelnd ihre Pelzkragen um. Eben kam Kapitän Jachmann über das Promenadendeck, da trat einer der Reisenden auf ihn zu, es war ein .Herr in grauem Sportanzug, dessen Gesicht mit den vorspringenden Backenknochen und der gebogenen Nase dem eines Papageien sprechend ähnlich war, und sagte in einem nur wenig ausländisch klingenden Deutsch: „Nh! Herr Kapitän! Ich freue mich, wieder mit Ihnen zu fahren." Jachmann grüßte höflich, den Herrn aus seinen scharfen Seemannsaugen musternd, „Merkwürdig, daß ich mich auf dieses Kakadugesicht gar nicht besinne," dachte er, „Hoffentlich werden wir durchkommen?" fragte der Herr wieder, „Gewiß!" versetzte Fachmann, „Wir steuern Nordkurs, nicht?" fragte der Herr und lächelte, lange, gelbe Zähne zeigend, „Man läuft dem Feind doch nicht gern in den Rachen," „Was an uns ist, werden wir schon tun," erwiderte Fachmann kühl und ging weiter. Eine Stunde später trat der Telegraphist in das Steuerhäuschen und legte Fachmann, der den Kurs berechnete, eine Depesche vor: „Marie! Marie! Ich sehne mich! Leo," „Albern!" sagte Fachmann, „Wer ist denn eigentlich Maries Anbeter?" „Nun, der Papagei!" versetzte der Funkenkelegraphist und lachte, „Ach — der?" erwiderte Fachmann und lachte ebenfalls, „Der muß seine Verrücktheit innerlich haben, äußerlich sieht er mehr nach Dollars als nach Verliebtheit aus, Mso geben Sie Marie die tröstliche Gewißheit, daß ihr Leo sich nach ihr sehnt," Der Telegraphist ging, und mich dieser Gruß an Marie fand seinen Weg über den Ozean, Das Wetter schlug um. Die stahlgraue See ging hoch, mit schwerem Seegang, und der Wind zog hohl. Man sah bei den Fahrgästen bereits bleiche Gesichter, und viele verschwanden in ihren Kabinen, Gegen Abend hätte die Küste von Neufundland in Sicht kom- nien müssen, doch nichts erschien, nur See und See ringsum. Der graue Herr mit dem Pavageiengesicht — er stand als Mr, Braun aus Chikago in der Schisssliste — hatte einen Tauerlauf an Deck gemacht, oft anhaltend, um mit seinem Glas, das, groß wie ein Wurstkessel, vor seinem hageren Leibe hing, Ausschau zu halten, „Haben wir Neufundland noch nicht?" fragte er den Ersten Offizier, der eben vorüberging. „Wir laufen einen anderen Kurs," versetzte der, ein alter- treuherziger Seebär, Herr Braun hastete zum Funkentelegraphen, „Hier, bitte, noch eine Depesche!" sagte er, „Wenn's auch ein Heidengeld kostet. Meine Frau ängstigt sich so unsagbar," Damit reichte er dem Telegraphisten die Depesche: „Marie, ängsttge dich nicht! Nehmen sichern Weg! Leo!" Diese Marie wird einem wirklick er das Blatt etwas zweifelnd in der über, dachte Jachmann, als and hielt. Ach was, er hatte anderes zu tun, als sich damit zu befassen, „Gut!" sagte er und gab das Blatt mit einem Achselzucken zurück. Es wurde eine bös? Nacht, Schwere See! Nebelschleier flogen gegen das Schiss heran, die Luft war dick und unsichtig, Fachmann stand die ganze Nacht ans der Brücke; er dampfte mit abaeblendeten Lichtern, auch die Sirene durfte nicht ihren Warnungsruf erschallen lassen. Stumm ging es dahin. Der Morgen graute, „Schiff voraus!" schallte die Meldung vom Ausguck, Fachmann'nahm das Glas: ein Schiff dampft» heran, ein Kriegsschiff! Ein englischer Kreuzer! Am Vormast des Kreuzers stieg ein Signal, zugleich knallt« ein Warnungsschuß, Um den „Äallenstein" hatte sich der Nebel letzt zusehends gelichtet, aber in Steuerbord lag eine dichte Nebelwand, Fachmann ließ ohne einen Augenblick des Zauderns das Ruder herumwerfen, und der „Wallenstein" verschwand in den grauen Dunstschleiern, Diesmal hatte der Raubvogel danebengestoßen, Fachmann lachte in seinen Bart, Stunden um Stunden ging es so dahin, ohne Warnungssignale, mit Volldampf, Den Tod vor^Augen, Jeder Augenblick konnte ihn bringen, wenn ein anderes Schiff den Kurs des „Wallenstein" kreuzte. Doch man war außerhalb aller Schiffahrtsstraßen, Endlich am Vormittag klarte das Wetter, Dre See ging noch immer schwer, aber man hatte wieder Ausblick, Fachmann sucht» den Gesichtskreis, an dem ttef die Wolken hingen, auf das schärfst» ab. Von dem feindlichen Kreuzer war nichts zu bemerken. Er hatte die Spur verloren. Heut standen die langen Tafeln in dem reich ausgestattetest Speisesaal ziemlich leer. Die meisten Fahrgäste waren bei der schweren See mehr für ihre Leiden, als für ein üppiges Frühstück empfänglich. Nur der Papagei, wie er jetzt allgemein hieß, strich ruhelos umher. Vom Kapitän hielt er sich sern. Der war ihm zu zugeknöpft. Aber der Erste Offizier, diese biedere, grundehrliche Haut, schien ihm sympathisch. Dieser stand an der Reeling und sah nachdenklich ins Wasser. „Der Kurs macht wohl Kopfzerbrechen?'^ redete Herr Braun ihn an und bot ihm seine mit schweren Havannas gefüllte Zigarrentasche an, „I wo!" versetzte der Offizier, „Wo sind wir denn ungefähr?" fragte Herr Braun, Der alte Seebär lächelte, „Mitten im Atlantischen Ozean," versetzte er, „zwischen Neuyork und Hamburg, wenn Sie's genast wissen wollen," Herr Braun lachte, seinen Aerger verschluckend, „Ihrer Schisssführung wird die>e Ortsbestimmung wohl nicht genügen," erwiderte er. Alsbald lcnkic er seine «chrkste abermals her Tele- graphenkäbkne zu, „Mitten im Ozean, Mles gut. Grüße meiner Marie!" las Jachmann, dem der Telegraphist die Depesche vorlegte, „Es tut mir leid um Marie," sagte Fachmann, „aber es geht kerne Depesche mehr ab. Verstanden? Es könnte den Kreuzer uns auf die Fersen lenken," Der Erste Ofsizier hatte den Vorgang mit angehört. Das ist ein komischer Kerl!" sagte er, „Mich hat er nach dem Schisssort gefragt. Ich habe ihm sehr ausführlich geantwortet: im Atlantischen Ozean, Für die Begriffe einer Landratte ist das genug," Fachmann lachte. Dann wurde er nachdenklich, „Wissen Sie was, Lürssen," entgegnete er, „Sie können ihm ruhig em paar genauere Angaben machen. Der Telegraph ist ja gesperrt. Und Sie, Herr Telegraphist, nehmen die Depeschen dieses Herrn ruhig ab, — ich bin neugierig, was er noch zu funken hat," Am Nachmitwg empfing der Morseapparat eine Depesche für Herrn Braun, „Wie geht's dir? Wo bist du? Deine Marie!" Jachmann ließ, die Depesche aushändigen, „Ja, wo sind wir?" fragte Herr Braun seinen Freund, den Ersten Osstzier, „Nach dem Kompaß lausen wir Nordost-Kurs, als wollten wir Grönland dampfen. Wir," — er faßte den Ersten Offizier ver- ttaulich am Rockknopf — „wollen wohl oben der Island so herum durchbrechen?" Lürssen machte sein schlauestes Gesicht, „stimmt!" versetzte er. Ein Schein von Befriedigung zog über die hohlen Wangen des Papageis, Er rückte diesmal seine dickste Regatta heraus, gleich daraus sah man ihn wieder zur Telegraphenkabrne rennen, „Grüße meiner Marie! Wir sind, wo du nicht ahnst. Aber sicher, Leo," „Donnerwetter!" Diesmal warf Fachmann das Blatt auf den Tisch, Diese Marie — das war doch nicht am Ende der verfolgende Kreuzt, dem so Richtlinien gegeben wurden, nach einem verabredeten System? Bersl - --- 596 Da schlug wieder der Apparat an, das bekannte Zeichen: Schiss in Rot! Dahinter die Meldung: Deutscher und der SciMsort. Jachmann geriet in die schwersten Bedenke». Wenn er den Kreuzer nicht hinter sich hätte! Aber vielleicht konnte man trotzdem seine Landsleute retten Er bcries den Rat seiner Offiziere. Ter Schiffsort ist zu weit Nordwcst gemeldet," sagte Lürssen, der Erste Offizier. „Wir geben kostbare Zeit daran und verlieren unfern lBorsprung." „Richtig, leider nur zu richtig I" erwiderte Jachmann „Aber ein deutsches Schiss ist in Gefahr! Muß man da nicht aller daransetzen?" „Das ist sicher!" rief Lürssen. Ter Abend tvar klar, aber es wehte ihefttg. Vorwärts flog der schnelle Dampfer unter dem Druck ferner starken Maschinen, umhüllt von dem Gischt der heranrollende» Wvgen, aus das verunglückte Schiff M. t Roch jemand stand, hinter den Lechbauten versteckt, aus Ausguck, nicht minder gespannt ausspähend, wie die Offitziere, Herr Braun. Die Aufregung inalte ein förmliches Rot aus seine blassen (Züge. Unterdessen tvar die Sonne gesunken. „Schiss in Sicht!" klang es vom Ausguck. Tie Offiziere spähten aus: es war ein großer Handelsdampfer, der dort aus den Wellen trreb. Jachmann nahm Kurs aus das verunglückte Schiss. Ta stürzte Herr Braun aus die Brücke, bleich vor Erregung „Um Gottes willen, Herr Kapitän," rief er, „wir werden doch helfen? Ein entsetzlicher Gedanke, seine Mitmenschen dort mu den Wellen ringen zu sehen Alan mühte kein Herz im Leibe haben. Ich beschwöre Sie, ungeachtet der eigenen Gefahr, die ein Zeitverlust uns bringt, zu Helsen." „Wir werden tun, was unsere Pflicht ist," versetzt« Jachmann und griff zum Glas«: doch Herr Braun hängte sich in ferner Erregung an seinen Arm, ihn am Gebrauch des Fernglases hindernd. „Schiss in Sicht!" tönte es in diesem Augenblick abermals vom Ausguck. Jvchmann machte sich rücksichtslos frei. „Ter Kreuzer!" ries er. Fern, gedeckt von jenem angeblich verunglückten Dampfer lag der Kreuzer auf der Lauer. Nur ein« ganz leichte Rauchwolke iverriet ihn. Kapitän Jachmann zuckte mit keiner Miene. „Beidrehen!" befahl er. Wie ein Pserd unter dem Schenkeldruck seines Reiters flog der Wallenstem" herum. Jetzt dampste auch der Kreuzer an, schräg dem „Wallenstein" den Kurs abzuschneiden. Beide Schisse jagten durch die See, nur eine hohe, schneeweiße Grandungslinie und die schwarze Rauchfahne kennzeichnetc sie. Tic Maschinen des „Wallenstein" gingen mit höchstem Ueber- druck. Im Maschinennmin verstand man sein eigen Wort nicht vor ihrenr Stampfen und Sausen. Windschnell drehten sich die ölblanken Kolben, beherrscht von der rnhrgen Hand ihres Ingenieurs. Ta blitzte es drüben an Bord des Kreuzers aus, und noch einmal, noch einmal! Heickend flogen die Granaten heran — und klatsch! in die See. Viel zu kruz! Zugleich vergrößerte sich die Enffernung: der Kreuzer kam den« schnellen Ozeanrenner nicht auf. Ein« wilde Freude vackte den sonst so ruhigen und bedachten Kavitän Jachmann. Wenigstens sollte der Engländer wissen, daß sein Spiel durchschaut war! Und Jachmann ließ noch einmal den Funkenwerfer spielen, die höhnischen Worte: „Leb wohl, Marie!"---- Glücklich erreichte der „Wallenstein" die deutsche .Heimat. Als er, jubelnd begrüßt, am Kai anlegte, stand ein großes Ausgebot von Polizei bereit. Ein Fahrgast nach dem andern kam die schmale Laufbrücke herab, nur Herr Braun nicht. Tie Polizei fand ihn in seiner Kabine, ruhig seine Sache» packend. „Was wollen Sie von mir?" fragte er frech. „Auskunft über Ihre sonderbare» Depesche»!" versetzte der Beamte. Ter Spion wurde einen Schein bleicher. „Das heißt mir Gewalt antuu!" schrie er. Kriegsgericht ivird sich mit Ihrer Angelegenheit be- schästtgcn," erwiderte der Wachtmeister kühl. Am andern Abend gab es einen Spion weniger in der Welt. vermischte». »Der Wert des Schweigens. Wen» heute die uiitt- tärtsche Zensur mit Strenge ihres Amtes waltet und keinerlei Nachrichten in den Zeitungen durchläßt, aus denen der Feind irgendwie wertvolle Hinweise seböpsen könnte: so erinnert Eugeuio Eberchi m einem Aufsatz des Piccolo Giorugl« d'Jtalia an einen Fall, in den, ein unbedachtes Wort über e»»e Trnvpenbewegung einen außerordentlichen Ecbadcn ftiitete. Noch dazu war es ein Ministerpräsident, den, dieses Mibegegnete. Das Ereignis swelt i»l Jahre ISLS am 22 . Juni, als in der Ualienilche» Regierung der General Lamarmora, der angesichts des drohenden Krieges den Oberbesehl über das Heer übernahm, durch Bettina Ricasoli ersetzt wurde. Dieser kani tu Florenz, der damaligen Hauptstadt Italiens, iu den Sitzungssaal, geiolgt von allen Äii- nister», und verlang!« sofort das Wort. „Ehrenwerte Abgeorü- uete", sagte er, .Seine Majestät der König von Italien Victor Eniannel II. bat Oesterreich de» Krieg erklärt.» Weier kam er in seiner Ros« uicht; die folgenden Worte mnrden durch den Bei- iall der Versammelten überlünt. Schließlich konnte der Minister» Präsident in seiner kurze» Rede sortsahren, und nachdenr er einige dringend nötige Maßregel» ermähnt hatte, erklärte er, daß an dieleni selben Abend schon das italienische Heer de» Mincio überschritten hätte. Zwei Tage später, am 24. Juni, begegnete» sich di« beiden scindlichen Heere bei Eufloza. Die Worte Ricalolis waren noch am selben Abend in Wien bekannt geworden und hatten die Uebermtttelung des Besehls an den Erzherzog Albert, den Ober- heichlshaber des österreichischen Heeres, veranlaßt, mit seinen Divisionen gegen die Stellnnge» des Feindes vorzugehen; es hieß, daß der General Eerale, der Führer einer italienische» Division, ans den Wolke» fiel, als er ersuhr, daß das österreichische Heer mit ihm in Fühlung stände. Er war der erst«, der de» überraschenden Sloß der Feindes aulzunehmen halte, und er ivnrde dabei verwundet. 'Die Pariser Krieg? mode Di« großen Ereignisse der Zeit habe» immer einen starke» Einfluß aus die Pariser Mode ausgeübt. So wird man sich erinnern, daß »ach deni russisch- japauischeu Krieg die Mode mit großer Begeisterung japanisch wurde und nach dem Balkankriege eine deutliche Hinneigung zum Orient bewies. Heute ist zwar von einer Pariser Mode im groben Stil nicht mehr die Rede; aber soweit sich neue Fornien bemerk- bar machen, hat die Pariserin, ohne erst das Ende des Krieges abzuwarten, ein deutlich militärisches Aussehen angenommen. Tie S o l d a t e n in ü tz « , die sich sür den Kasernendienst fast in allen modernen Heeren eingebürgert hat, ersrertt sich gegenwärtig der größten Beliebtheit. Die Mode ist ans sehr einsache Weise in den Straßen entstanden. Als das englische Heer beim Rückzug über die Marne in Paris landete und ans den Straßen der Hauptstadt überall englische Soldaten an? Wales, Schottland und Irland erschienen, wurden sie von den Parisern begeistert aus- genomnien. Uni sür den srendigen Empsang zu danken, gaben die englischen Soldaten zum Andenken alles her, waS sic irgend entbehren konnten, und schenkten besonders den Frauen ihre Kokarden und Mützen. Die Pariserinnen {eilten diese Soldatemnützen stolz aus und trugen sie überall zur Schau. Man sah so 10 oder 20 junge Damen mit der Soidateumütze, und da? genügte, daß eine neue Mode geimiden war. Zuerst hatten die Mützen genau die vorqesckiriebene militärische Form: heute aber hat sich die Mode ihrer bereits völlig bemächtigt und schattet ganz »ach Laune damit : nur die Grundsorni der Soldatemnütze wird beibehalte», aber der Etofi, die Zutaten und die Farben zeigen ganz die Mannigsalligkeil, die die Pariser Mod« ininter bevorzugt. * Der abgesehIe Delchgras. Jn> westliche» Schleswig- Holstein besteh! seit vielen Jahrhunderten sür den Obmann der Vertretung zur Besichtigung der Teiche in den Marschen, den so- genamilcn Kögen, die Anttsbezeichtimig Deichgras, die aus beut Plattdeutschen.Tiekgreve' hervorgegangeu »st. Jetzt ist sie sür den Obmann der Siidtnarschenvertretung bei Husum iu ,K o q z - Vorsteher' mngeivaudell worden. Dazu bemerkt, wie wir iu der Zeitschrist »O u i ck b o r »», die von der Bereinigung von Freitnde» der niederdeulsche» Sprache und Literatur In Hamburg herausgegeben wird, der Vorsitzende des Nordiriesische» Vereins iür Heintatknnde, Pastor Schulz - Mildstedt. mit Recht: .Für den Schreibstnbenmenschen Ist es vielleicht eine Freude, wenn sich alles i» das geliebte Schema lügt. Wir haben jetzt Anttsvoriteher, Gemeindevorsteher, Oitsvorsleber, Perbandsvorsteher, Kogsvorsieher. Vielleicht wird nächstens der Landrnt Kreisvorsteher, der Ober» Präsident Provinzvorslcher und der Kaiser Reichsvorsteher. Das wäre ein Triumph der Sebreibsiube. Wir bedauern solche öde Gleichmacherei, die das Volksleben ärmer macht und die einzelnen Gegeitden ihrer Eigenart beraubt, D«r Stirne Teirbgrni ist hier volksiümlich und beliebt. Er bat leine '•! «rcchtigung redlich erworben iin Verlaus der Jahrhunderte im Kamps mit dem Meere.' 5kat-Ausgllde. Vorhand läßt sich bis Null ouverl reizen, ives.halb 'Mittelhand anstatt des ansangs beabsichtigte» Treff-Solos mit solgendeu Karle» pfm <$|IJ + +% +++ W r| KJ y aM *■ + + + + + ♦ ♦ *** ❖ md Steindrnckerei. R. Lange, Gießen.