Samstag, den 81- Oktober Die hundert Tage. kkoman ans dem Jahre 1818 von M. von Witten. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Paris lag im prächtigsten Junisonnenschein. Eine ungeheure, freudig erregte Menschenmenge wogte durch die Straßen. So weil das Auge reichte — Kopf an Kopf. Bon den Tuilerien bis hinaus nach dein Marsfelde. Die Erwartung von etwas absonderlich Großem, von etwas unerhört Märchenhaftem, da-Z der steigende Tag, daS schon der nächste Augenblick zur Wirklichkeit gestalten ivürde, lag in der Lust. Sie zuckte in jeder Muskel, in jedem Gesichtszuge der tausend und abertausend Harrenden, Da verkündeten die Glocken von allen Türmen der Stadt die elfte Stunde. Kanonensalven dröhnten aus sechs Batterien von den Höhen herab. Die Tore der Tuilerien öffneten sich weit — eine Slb- teilung Gardekavallerie sprengte heraus — die stolzen, goldverzierten Unifornien von tausend Sonnenlichtern um« sprüht und uni funkelt. Wagen auf Wagen reihte sich an, ein jeder mit sechs der edelsten, aufs prächtigste aufgezäumten Rosse bespannt, einer immer schöner als der ander«, einer immer erhöhteres Staunen auslösend als der ander«! Und dann! Dann die von acht Falben gezogene Staatskarosse, die den Kaiser Napoleon barg! Auf beiden Seiten von vier Marschällen begleitet, von einer glänzenden Schar von Adjutanten, Ordonnanzoffizieren, Pagen, Gendarmen gefolgt, rollte sie langsam durch die Straßen. Die leicht erregten Pariser jauchzen wie Kinder, denen ein feenhaftes Schauspiel geboten. Mit dunkelglünzenden Augen, mit feurigen Wangen schauten sie und harrten des Kommenden. „Vive I'empereur! Vive I'empereur!" tönte es von Mund zu Munde. Was hat der Kaiser vor? Mit Bestimmtheit wußte es keiner zu sagen. — In einem der neunzehn sechsspännigen Wagen sah Toska von Jäger. Trotz ihres Festkleides von rosa Seide sah sie nicht festlich aus. Ihre Wangen waren bleich. Ihre Augen brannten trübe, als Hütten sie heimlich nachts geweint. Die ganze Gestalt hatte an jugendlich-warmer Rundung eingebüßt. Halb schmerzlich, Halo gleichgültig, ruhten chre Blicke auf den Bildern, die hinter dem Ausschnitt des WagenfensterS an ihr vorüberglitten. Daß rhr Vater sie zu Haus gelassen hätte — zu Hau« in ihrem stillen Schlößchen, wo die verblaßten Rokokomöbel ihr von ach! so schönen vergangenen Ta^en erzählten und ihrer todtvunden Seele «ine Heimat vortauschten! Warum hatte er sie so inständig bitten müssen, bei der foeben nach Paris zuruckgekchrten Madame Märe die Stelle einer Palastdame zu übernehmen, die der Kaiser ihr gestern hatte anbieten lassen? War es denn damit nicht genug gewesen, daß sie den Gatten verlassen und zum Vater zurückgekehrt war? „Eh bien, ma petite, Sie sehen elend auch" erklang da eine freundliche, wenn auch etwas derbe Stimme. Die Marschallin Ney, die Toska im Vordersitz des Wagens gegenubersaß^ beugte sich zu ihr und streichelte gütig ihr« matt im Schoß liegenden Hände. „Ist Ihnen nicht gut? Da, nehmen Sie mein Flacon!" „Tausend Dank! Tausend Dank!" wehrte Toska, nahm aber wohl oder übel doch das Riechfläschchen und führte es an die Nase. Der Geruch des seinen Odeurs belebte sie. Ein zartes Rot stieg für einen Augenblick in ihre Wangen. „Diese quälenden Kopfschmerzen!" entschuldigte sie sich. „Ich hätte nicht mitfahren sollen!" „Aber Kind! Kindl" drohte die Marschallin freundlich, während die beiden anderen Damen, die noch mit im Wagen saßen, ihr einen großen, verwunderten Blick zuwarfen, um sich dann sogleich wieder in ein halblaut geführtes Gespräch zu vertiefen. „Lassen Sie daS den Kaiser nicht hören. Wieviele Tausend« und Abertausende würden sich glücklich preisen, jetzt an Ihrer Stelle zu sein!" Verzeihung!" Toska raffte sich gewaltsam zusammen und zwang sich zu einem Lächeln. „So war es ja doch nicht gemeint!" „Ich verstehe! Ich verstehe, ma petite!“ begütigte di« Marschallin, indem sie Toska aus die Wanae klopfte. Sie war eine gute und warmherzige, wenn auch keine vornehme t rau, die ihrer einfachen Herkunft wegen am Hofe Ludwigs VIII. manches auszustehen gehabt. „Der Gram zehrt noch immer an Ihnen," flüsterte fie. Und als Toska sie erschrocken anblickte, fuhr sie rasch erklärend im gleichen Töne fort! „Ihr Vater hat mir erzählt . . .!" — Rehmen Sie sich ein Beispiel am Kaiser, Kleine! Sein Herz verlangt gewiß nach seiner Frau — nach seinem Sohn! Im Vertrauen: ich überraschte ihn gestern — weinend vor dem Bild des Königs von Rom! Mer vor der Welt zuckt er mit keiner Wimper." Und als Toska mit gesenkten Lidern, und ohne einen Blutstropfen im Gesicht, beharrlich weiter schwieg, fügte sie fragend hinzui „Wann haben Sie ihn denn zuletzt gesehen?" „Ich sah den Kaiser zum letzten Male, als er nach Rußland abfuhr. Seitdem nicht wieder," würgte Toska hervor. „Seitdem tzicht wieder?" überlegte die Marschallin. „Freilich der Kaiser ivar in diesen Wochen unglaublich beschäftigt. Seine Arbeitskraft grenzt ans Wunderbare. Dennoch hatte ich geglaubt —" „Ich sollte von meinem Vater vorgestellt werden," be- antivortete Toska müde die unausgesprochene Frage. „Zwei oder drei Mal. Wer ich lag krank zu Bett." „So schlimm war's? Armes Herzchen. . .!" ? anfaren ertönten. Ein ungeheurer Jubelsturm draußen jedes loeitere Gespräch. Musikkapellen setzten ein — 582 Kanonen Vomierten — die Karosse hielt. Man War auf dem Marsfelde. Der weite, wette Platz angesüllt mit unzähligen Men- ( chen. Darüber die grell blendende Sonne. Toska sah und ah doch nichts. Dazu das Chaos der Geräusche — sie war einem Schnnndel nahe und atmete erlöst auf, als sie endlich S ren Platz auf einer der Tribünen einnehmen konnte — zur nken der MarschaMn, dicht hinter der greisen Madame Möre. Langsam kam sie zu sich — langsam stellten sich ihr Menschen und Gegenstände klar vor die Augen. Ein halbkreisförmiges Gebäude, eine Art Amphitheater War aufgebaut, in dessen Scheitelpunkt der erhöhte Thron errichtet war, vor dem ein Altar, „der Aildar des Baterlan- des" sich erhob, an dem einst Ludwig XVI. mit den Vertretern Frankreichs den Eid aus die neue Verfassung geleistet. Ein leiser Schauer durchrann Toska. Ihr Auge glitt weiter über die rechts und links sich anschließenden Galerien, auf denen sich eine vornehme Gesellschaft niedergelassen. „Die staatlichen Körperschaften, die hohe Geistlichkeit, die Abgeordneten der Departements, die Mitglieder der Deputiertenkammer, der gesamte Hofstaat, die Würdenträger Und Beamten der Stadt Paris," erklärte die Marschallin, Und neben den Zivilbehvrden die Vertreter der Armee in ihren blinkenden, goldstrotzenden Uniformen. Jedes Regiment hatte fünf seiner Offiziere, Unterosfiziere und Fahnenträger entsandt — es war ein sinnverwirrender Glanz! Und doch erkannte Toskas Auge den Vater heraus. Lächelnd, aufmunternd grüßte er mit der Hand von der gegenüberliegenden Tribüne zu ihr hinüber. Sein Gruß tat ihr wohl — und tat ihr doch zugleich weh. Sie wandte sich apathisch ab: ließ den tränenverdunkelten Blick weiterschweifen: am Ende der Galerien hatte die kaiserliche Garde, die Garnison von Paris, die Nationalpaede Ausstellung gesunden. Und dahinter, auf den baum- vepflan^ten, rasenbelegten Erdwällen, die das ungeheure kandfeld umschlossen, hatten Hunderttausende von Zuschauern ihren Platz eingenommen. Welch ein Schauspiel! „Vollöl Sehen Sie dort den Kaiser!" Den Kaiser! DoSka fuhr sich mit der Hand über die Augen. Ein dumpfes Erstaunen über sich selbst strich schattenhaft durch ihr Hirn. Wie war es nur möglich, daß sie nach dem Kaiser noch nicht ausgeschaut?! Nach ihm, dem Abgott ihrer Kindheit? Dort saß eine Gestalt auf dem Dhron — Toska zuckt» laicht zusammen — war das der Kaiser? Nicht mit der Uniform seiner Garde, die er sonst so gern -«tragen, war er, der in aller Kürze zur Armee abgehen und in einen gewaltigen Entscheidungskampf ziehen wollte, angetan, nein, etnem Schauspieler gleich, hatte er sich in ein rotsamtenes Gewand mit weißseidenen Beinkleidern gewor- E t. Die Schuhe mit Troddeln, die weiße Samtmütze auf m Kopf verschärften noch das Peinliche der theatralischen Erscheinung. Durch Toskas Seele zog ein heimliches Frösteln, zog die I sühnende Oede eines großen Enttäuschtseins. Hatte er sich o verändert? Oder — oder — war es ihr Herz, das sich »«rändert hatte und mit andern Augen sah? Wieder versank sie in dumpfes, gramvolles Brüten. Der Erzbischof von Tours mit einer großen Anzahl von geistlichen in wetßseidenen Chorkleidern zelebriert« die Messe. Sie nahm es kaum wahr. Ihr Auge blickte nur immer und immer wieder nach der aufaeputzten Gestalt auf dem throne hin. Als müsse die endlich sich wieder verwandeln. Aber sie verschwand nicht. Rede aus Rede folgte, deren Sinn ihrem verträumten Geiste verschlossen blieb. — Endlich erhob sich der Kaiser mit großer Geste. Er ergriff das Wort. Hündend floß seine Riede. Er sei zurückgekehrt» um Frankreich den wahren Frieden zu schenken. Aber die Mä zustürmen! So schrie es in Toskas Seele. Was hatte ihn so verblendet? Tat er es, um damit das Volk, dessen Mithilfe für den bevorstehenden Kampf er nur zu sehr bedurfte, zu hellster Begeisterung, zu schrankenloser Opferwilligkeit sür den großmütigen Geber zu entflammen? Tat er es, mußte er es tun» von einer heimlich anwachsenden Gegnerschaft, von Verhältnissen gezwungen, die stärker waren als er? Stärker als er — als Napoleon?! Dann war Napoleon eben Napoleon nicht mehr, der Gigant, der Himmel und Erde getrotzt! Toskas Herz klopfte in wilden Schlägen. Gewaltsam klammerte sie sich an das „Vivo I'em» psrsur!" „Vivo I'smpsreur!" das nun immer von neuem aus den Reiben der Truppen und der zuschaucnden Meng« ertönte, als der Kaiser an die vorbeiziehenden Regimenter die Feldzeichen für den bevorstehenden Krieg erteilte. Gewaltsam zwang sie sich, an den Jubel zu glauben, dev das Militär und die Masse des Volkes letzten Endes wie ein Sturm erfaßte und die Begeisterung sür den Heimgekehrlen noch einmal zu hellodernder Flamme entfachte. Es mußte, m u ß t« ja noch derselbe Napoleon sein! De» Napoleon ihrer Kindheit — der Napoleon, um dessentwillen sie von dem Gatten gegangen! Wie hätte sie sonst leben sollen? » Als der Festakt endlich beendet, war eS schon sehr spät geworden. Es dämmerte bereits. Durch einen unglücklichen Zufall — die Pferde hatten gescheut, der Kutscher hatte das Marsfeld verlassen müssen und war nicht wieder zurückgekehrt — war Madame Ney mit Toska und den beiden anderen Hofdamen gezwungen gewesen, die erstbeste Mietskutsch« zu besteigen, die man endlich bei der Brücke von Jena für sie hatte auflreiben können. So fuhren sie nun, weit hinter dem heunkehrendcu glänzenden Zuge, mitten zwischen der zurückslutenden Menge di« Quais der Seine entlang in die Tuilerien zurück. Eine große Abspannung, eine graue Ernüchterung lag auf allen Gesichtern der Heimströmenden. Selbst die Mav« schallin saß tief in die Polster des Wagens zurückgelehnt —> mit geschlossenen Augen. Und auch die beiden anderen Palastdamen schienen leicht zu schlummern. Toska aber saß etwa- vorgeneigk, die linke Schläfe gegen den Rahmen des geöffneten Wagenfensters gelehnt, mit geblähten Nüstern, als sei ihr die Luft in der Karosse zu eng, mit angstvoll umhcrs- irrenden Augen. Suchten diese Augen nach etwas? Ode» drang daS, was sich auf ihrer Netzhaut spiegelte, gar nicht bis in das Innere ihrer Seele? (Fortsetzung solgt.) Zwischen Brüssel und Antwerpen. Von unserem müitärischen Mitarbeiter. Warmier Herbstsonnenschein lieat nach schweren Regentag«! über Brabant und Flandern. Das Laub ist rasch gelb und brau» geworden in den letzten Wochen, und Nebelschleier huschen flüchtig über Wald und Feld. Im flinken Auw verlaßen wir da» nervös« Brüssel, das vo» Krwasnot wenig erfahren hat, sonst wäre es weicher geworden, Hunderte, Tausende strönrcn au» den Toren in Richtung nach Mecheln. Wie Sonntag» tm Grunewald, so sehen di« Straße» nördlich Brüssel ans: Pferd«, zu Fuß, Hu Auto, zu Wage» 883 Jmti Doggkart bis jatnt soltben Bierwagen mtl Kretdeinschrifil -A Malines et retour — 3 francs" —, darin st« aus dünnen V* nrfril&rm sitzen, immer bereit, bei einer raschen Wendung über b-n fttzmalen Wagenrand flu fallen Vornehme Einspänner mit Damen in Spitzen und Herren im Zylinder, mit Gesichtern diplomatisch glatt wie Oberkellner und einer Mine, als ginge der grinse Krieg sie nichts mt; aber hinaus müssen sie doch alle, um stch das mal anznsehen, was deutsche Kanonen vollbracht haben. Praktische Geschäftsleute haben fliegende Kantinen errichtet, wo man die köstlichen Brüsseler Trauben kaufen kann und Wern, Vier, Brot, Butter usw. Sie haben regen Zuspruch, denn die Könne meint es noch gut, ehe sie Abschied nehmen will. So drängt und schiebt sich das neugierige Volk die gold- «ckbe Herbststraße entlang. Andauernd tutend erzwingt sich unser Auto den Weg. Bald sind wir in Eppeghein. Hier sind die ersten «ainpfftätten vor Brüstel Ueberall wimmelt es von Neugierigen; ste kriechen in die »erschossenen Häuser, betasten die Kugelspuren an den Wänden, finden Granat- und Schrapnellsplitter und reden, als ob sie dabei gewesen wären. Mit kleinen Spaten arbeitet man tn den Schützengräben und Unterständen und tut vorsorglich alle Beute als „Andenken" rasch tn den groben Sack. Aber alles, Mas ste finden, gehörte einst den eigenen belgischen Soldaten. Die deutschen Truppen haben nichts fortgeworfen. In großen Mengen liegen in den Gräben noch die schwarzen belgischen Tor- atster und Kopfbedeckungen aller Art, ferner Feldflaschen, rote Leibbinden, Patronentaschen und Patronen. Von letzteren findet Man auch französische und englische überaU. Ste find ein be- kebteS Kinderspielzeug geworden. In Mecheln war eine Fülle wie Sonntags beim Kirchgang. Drprischen deutsche Insanleite- und Matrosenabteilungen, tzuh» pe.! kl. sonnen und militärische Lastautos. Ein großer Teil der cvölkcrung Mechelns ist zurllckgekehrt. Schon sieht man lang« ätern an den Häusern stehen, Maurer und Glaser sind an der beit, Dachdecker und Zimmerleute schleppen Material herbei, wo sich eine Ausbesserung twch lohnt. Aber manche Steilen *11 Stadl, besonders in der Gegend der Kathedrale, sind nur poch regellose Trümmerhaufen. Hier hilft nur ein Neubau von Grund aus Auch die Kathedrale ist schwer beschädigt, mit ge» paltigen Löchern in den Deilenwänden und tm Dach. Die Be- »chiestung mutzte sein, weil die Belgier auf dem Turme einen loeobachtungSposten hatten. Mecheln liegt hinter uns. Wir nähern uns der äußeren r linie. Ueberall sieht man die Spuren deS erbittertsten Kamp- Die Chaufsecbäum» sind «fällt, di« Buschwerke rastert, ganze Waldstücke «kappt, und überall, durch Wiesen und Feld, v^ich Gärten und Parks die Schützengräben mit ihre» Unter- Minden, tn denen die Leute di« ganze Zeit wohnten. Zahlreiche Granatspuren an Bäumen und auf der Straße selbst und tiefe Geschoßtrichter im Acker zeugen von der Heftig keit des Feuers. Ta liegt die Ueäoute ademin de fer. Der ganze Eingang vi durch eine einzige Granate zertrümmert. Innen liegt alles Müst durcheinander, Geschütze und Wagen, Brückengerät und Munition, ein wildes Chaos erbitterten Kampfes. Dort tn der goldgelben Ecke deS kurzen Buchenbusches liegt «in Massengrab deutscher Soldaten. Ein schlichtes Holzkreuz kenn- g ct die Stelle und ein preußischer Fnfanteriehelm darauf in der berbstfomre. Dicht dabei liegt eine Gärtnerei. Die tenkultur ist zertreten, aus dem Boden zerstreut liegen Tauber roten Früchte. Die Wohn- und Gewächshäuser sind nur «in Schutthaufen. > Ein neues Schlachtfeld ist wie eine llaffende, blutige Wund«. Erst wenn die äußeren Schäden «heilt sind, bekommt es den ge- paltigen Zauber, mit denen Namen wie Leipzig, Waterloo, Sedan wirken. Dann reden die SOachtfclder die gemilderte Sprache her Geschichte. Ein frischer Kampfsatz schreit und klagt den Schuldigen an mit allen zerschossenen menschlichen Wohnstätten, Mit verwüsteten Gärten und Parks und aufgewühlten Aeckern, und — das kann man schon jetzt überall feststellen, sogar unter der Landbevölkerung, daß sie mit dem Finger gen England weist, drohend und an klagend für alles Elend, was dieses Land tn seinem wahnsinnigen EgvrSmus über Belgien «bracht. Die Früchte wird «fl ernten Das Fort St-Cathsrine ist durch die „fleißige Berta", unsere 42ztgrrin, vollkommen vernichtet. Panzertürme mit den dicksten Betonmauern sind wie Blechdosen zersprengt und innen Kegen Geschützrohre, Wlnben, Geschosse, Maschinenteile, alles durch- an der. Löcher llasfen fn den Wänden, daß man mit beladenem Heuwogen durchfahren kann. Auch der Ort St.-Cathörine selbst >md Düffel zeigen wenige Häuser unversehrt. Manchmal sehlt die aanze Borberwano und Sonne und Regen dringen in wirre, «rrchetnander geworfene Zimmer ein. Ml der hängen noch an den Wänden, aber »ersetzt. Tische, Kronleuchter und Betten, vermischt znit Geschirr und Büchern oder Leinenzeug sind tn buntem Gemisch Zertrümmert und aus die Straße geschleudert. Und da steht noch »tu weißgestrichenes Kinderbett, eine Pupoe ist tn die Seitenwand eingeklemmt: Wo ist die Kleine, wo die Eltern? Wohl in Holland. Aber auch sie werden drohend die Faust »ach England erheben. Weiter nach Antwerpen zu verläuft sich der Menschenschwarm. Auch in den Vororten kehrt man pirück. Hier sind die Zerstörungen geringer, bis unmittelbar vor der inneren Fortlime, wo «e Belgier des Schußfeldes wegen Lanze Häuseroiertel und Parks «rsiert haben. $n Antwerpen selbst herrscht reges Leben. Mele Läden sind wieder geöffnet, vor allem die Lebensmittelgeschäfte und dann die Lampengeschäfte. Manch Kronleuchter scheint bei der Beschießung den Weg alles Irdischen gegan«n zu sein. Die Antwerpener sind freundlich und gefällig. Drei Ta«, zwei Nächte Bombardement und Kellerluft macht recht gefügig. Ille Schutzleute grüßen und springen vor Diensteifer. Keine belgische Fahne ist mehr zu sehen, aber oben auf der 123 Meter hoben Kathedrale weht stolz die Flagge des Deutschen Reiches. Ein Akrobat muß sie da hinauf gebracht haben. Auch hier sind schon die Arbeiter beschäftigt, die Schäden der Beschießung zu heilen. Elegant gelleidete Damen promenieren wieder, gefolgt von Kinder tragenden Ammen. ..Herrchen" flanieren und beschauen ängstlich die großen Granatlöcher in manchen Häusern. Auch die Elektrische ist wieder im Betrieb. Antwerpen ist eine schöne, altertümliche Stadt mit unverkennbarem starkem Einschlag einer Handelsmetropole. Deutscher Fleiß und deutsches Geld steckt viel in der Stadt. Fast alles spricht flämisch. Nur wenige französische Laute bört man. Sehr schön sind die großen Alleen der Boulevards und die weiten Prachtstraßen am Haupt- bahnhofe. Hier ist die Wut auf die Engländer eine unbeschreibliche, besonders in den «bildeten Kreisen, in denen die englischen Ränke und Machenschaften nach und nach bekannt werden. Zu einer großen Halle ftihrte uns ein alter vornehmer Herr: „Hier sehen Sie, meine Herren, liegt der ganze Krempel der englischen Hilsstruppen. Erst sind sie schuld, daß die Stadt beschossen wird, und dann stürzen sie hierher, ziehen Zivil an und machen Halfl über Kopf, daß sie sortkommenl Schöne Bundesgenossen das. Was werden wir an Venen noch erleben!" Ter ganze Erdboden lag voll von hunderten, ja tausenden von Ausrüstungsstücken, Decken, Zeltbahnen, Mänteln, Säcken ufw. „Und dann," fuhr der alte Herr fort, „bekam ich den Befehl, die Petroleum-Tanks anzuzünden, aber ich weigerte mich, und da schickte man einen Leutnant, und der bat eS dann getan. Na, überhaupt und so!" — Er war eine Zettlang in Berlin gewesen. —< Bor der Halle steht daS Volk und bettelt um englische Beklei- dungsstücke. So ein englischer Mantel ist gut, er hält warm. Gut, daß die Bundesgenossen mit dem großen Gewissen sie zurückgelasscn Di- meisten Hotels sind wieder eröffnet und ganz von deutschen Offizieren der Besatzung eingenommen. Es ist Nacht geworden für die Rückfahrt nach Brüssel. Hell blitzen die Sterne vom schwarzblauen Sammethimmel, und der helle Schein der Autolaternen fällt auf die Landstraße. Flüchtig huschen Schlösser mtb Parks vorbei, deren Besitzer wohl in London oder an der Revier« find; schaurig grüßen die schwarzverkoblten Ruinen verbrannter Dörfer mit hohlen Fenstern. Hunde und Katzen huschen lautlos über die Straße. Alles ist tot, verbrannt, leer, verwüstet. Das ist der Krieg! Kalt weht der Herbstwind durch dafl raschelnde Laub und von fern grüßt der helle Lichtschein der Großstadt Brüssel. _ vermischte«. * D i« Scheinbatterie. Unsere Soldaten haben in den Schützengräben viel Zeit, die ste stch auf jede erdenkliche Welse vertreiben. So kam, wie In einem Feldpoltbrtei geschrieben wird, die Batterie eines Feldartlllerie-RegtmentS auch aus den Einlall, den Franzosen einen Stretch zu spielen. Man baute etwa 200 Meter vor den Schützengräben, an ziemlich auffälliger Stelle, eine täuschend ähnliche Scheinbatterie aus. Alte Zeltbahnen und geplatzte sran» zöstsche Granaten lieferten das Material. Es war ein Meisterwerk, das hoch gekrönt wurde durch die aus Strohpuppen geschaffene, mlt alten Helmen geschmückte BedtenungSmanntchalt Man war neugierig, welchen Eindruck diese Scheinbatterie aus di« Franzosen machen würde. Einen Tag dauerte es, bis stch ein französischer Flieger zeigte, der anscheinend die Aufgabe batte, die Stellung der Deutschen sestznstellen. Man war tn den Schützengräben unsichtbar und ließ deshalb den Flieger ruhig seine Kreise ziehen. Mit welchem Bericht er zurückkehrle, ließ sich leicht aus den folgenden Maßnahmen der Franzosen «rfehen. Eine Schützen» linfe rückte vor, gedeckt von heiligem Feuer mehrerer Iranzöstfcher Batterien. Die Granaten fchosten die deutsche Schelnbalterle sn Grund und Boden. Kein Schuß verfrrte stch bis zu der verdeckten Stellung der deutschen Artillerie. Diele wartete ruhig ab, sah, wie in der Ferne ein Fesselballon aufstieg und den Erfolg der Iranzöstschen Beschießung beobachtete und erhielt dann Meldung, daß die französische Infanterie zum Sturm vorglng». Ma» ließ ste bis auf 800 Meter näher kommen, dann begannen di« deutschen Maschinengewehre zu rattern und di« Kanonen di« mit ihrem Erfolge äußerst zufriedene feindliche Artillerie zu beschießen. Bon der stürmenden Jnianterie blieben die meisten toi oder verwundet aus dem Schlachtfeld, die übrigen wurden gesaiigen genommen. Di« französisch« Artillerie erhielt verschiedene Volltreffer und zog stch unter schweren Verlusten zurück. Ein besonderes Vergnügen bereitete es unseren Soldaten, di« gefangenen Rothosen an der verwüsteten Scheinbatterie vorüberzuwhren und ihnen zu zeigen, daß ^fe beausiragt- waren, eine Scheinbatterie zu stürmen, die dem deutschen Arttllerte-Regfment z» einem Ehrentag verholsen hatte. 684 * ©jenen vom Huuserkampi. Eine der letzten Depeschen unseres Trotzen Hauptquartier- spricht von den erbitterten Häuserkämpsen, die in den letzten Tagen um Arras und anderwärt» stattgesunden haben. Szenen von diesem heiligen Ringen »von Hau» zu Hau»" schildert der englische Kriegsberichterstatter W. Beach Thomas. Tle deutsche Eigenart des KampleS und ihre besondere Geschicklichkeit, die Eigenarten des Geländes sür ihre Taktik zu benutzen, werden aui das Ichlagendste illustriert durch die Schlacht der letzten Tag«, in der sich eine ganz unerwartete Art de« Fechten» entwickelte. Tie deutschen Truppen hatten sehr geschützte Stellungen in de» kkohlenbergwerken gesunden und autzerdem auch noch besonderen Vorteil von der Art der Häuser in diesem Kohlengebtete gezogen. Die Dörler östlich von Len», die hauptsächlich von Bergleuten bewohnt werden, bestehen nämlich aus langen Rethen glelchsörmiger Häuser, die nach einem einheitlichen Plane lür die Arbeiter gebaut wurden. Diese Arbeiterhäuschen wurden von den Deutsche» in kleine Fort» ve> wandelt! die Fenster wurden durch Matratzen und Säcke geschützt, in die Mauern wurden Löcher gebrochen als Schießscharten für die Maschinengewehre. Ta diese ganze Gegend bis Lille anßer- ordentlich dicht bevölkert ist, so boten sich ihnen überall solche Häuser dar, die ste wahrhalt uneinnehmbar gestalteten und aus denen sie grobe Vorteile im Kample zogen. Auch das ganze Gelände ist von ihnen aus das geschickteste auSgenutzt worden, und so haben sie da» Kohlengebiet zu einer Stellung umgeschaffen, die nicht viel weniger lest ist als die Steinbrüche von Soiffons. Tie gleiche Tüchtigkeit wurde bet der Beschießung von Arras gezeigt. ES regnete geradezu Granaten; von 8—11 Ühr morgens schlugen einmal 120 in dit Stadt ein. 'Fünf Vaterlandsovser aus einer Familie. Man schreibt un»: „Einstehe sür Pflichterlüllung bi» zum äußersten." Diese» Manneswort des Gouverneur» von Kiautschau ist kennzeichnend sür da« ganze deutsche Volk tu dem ihm ruchlos aus- gezwnngenen ungeheuren Kamps um Ehre und Dasein. Ganze Reihen von Familien ließen sich auszählen, die alle ihre Söhne in da» Feld der Ehre gesandt haben, gewaltig ist die Ernte, die der Schnitter Tod schon gehalten hat; säst zu den ergreiiendsten Kunden gehörte aber die, welche die Zeitungen in den letzten Wochen haben bringen müffen: von der Familie König in Zörnigall sind süns Brüder, sämtlich Olfiziere, im Kamps fücS Vaterland gefallen. Drese Nachricht erinnert uns an das gleiche Schicksal, das im amerikanischen Bürgerkrieg eine Familie Li^by erlitten hat. Der überlebenden Mutter der süns gesallenen Söhne hat, gerade vor einem halben Jahrhundert Präsident Abraham Lincoln einen B ries gesandt, der ivohl heule ein allgemeines wehmütige» Interesse finden dürste. Er lautet: „Sehr geehrte Frau I In den Akten des Kriegsministerlums bat man mir einen Bericht des ersten StabSolftzier» von Massachusetts gezeigt, wonach Sie die Mutier von süns Söhnen sind, die ruhmvoll aus dem Schlachtleld gelallen sind. Ich sühle, wie schwach und nutzlos jeder Versuch von mir sein muß, Sie über den Gram um einen so überwältigenden Verlust täuschen zu wollen. Ich kann Sie nur aus den Trost Hinweisen, den Sie vielleicht in dem Tank der Republik finden, sür deren Rettung Ihre Söhne starben. Möge unser himmlischer Vater die Qual Ihres schmerzlichen Verlustes lindern und Ihnen nur die zärtliche Erinnerung an die Geltet len und Verlorenen lasse», zugleich aber auch den heiligen Stolz, daß Sie ein so kostbare» Opser aus dem Altar der Freiheit niedergelegt habend Dr. R. B. 'Feldgottesdtenst. Hermann Berkenseld schildert in seinem Werke: „Erlewniffe ut 1870 un 71*, einen Feldgottesdienst nach der Schlacht von St. Privat-Marslatour also: „Uns' beiden Pasters hölen Anspraken, ivovon jedes Wurd von Harten kam un tau Harten gung un all bei Ogen, die gistern in'n düllsten Kugelregen irn Tod int Gesicht lcihn hadden, stillten fick hüt mit Tranen äwer Tratten, as sei vör sich legen, wat't bei Tod anrit't und a» stck jeder wol in'n Stillen bei Frag vorhöl: „Worum llggst ok du nich mit dor in Reih und Glied? worum »ich? eund wenn ihr warben um bin Eraww ebetiso vel lrurige Kameraden herumstahn und di bei letzte Tran »ahw veine». Aewer wi lewten jo noch un müßten bi alle Trurigkeit mit Goltvertrugen in bei Taukunlt gabt, un, nahdem wie an bei Todlgen uns' Schulligkeit dahn, ok daran denken, dat ok »och lewige Kattierade» >tp uns' Hülp litrten un unner so'n Umstän'n is denn bei Arbeit ein Segen vo:> Gott, bei un» tau detl ward": Das sind die „deutschen Barbaren*. * Die Tierwelt im Kriege. Aus unserem Leserkreis wird un» geschrieben: Zu dem Aussatz „Tie Tierwelt im Kriege* in Nr 141 der „Gießener Familienblätler* vom 72. Oktober, worin am Schluß auch der Schnecken nach einem Kriegsbericht Sallusi» gedacht ist, möchte ich aus eine ober hessische Kriegsgeschichte Hinweisen, in der die Krebse eine aktive Rolle spielten. Es mar bei der Belagerung der alten ReichSburg G l o u b » r g bei Stock- Helm, deren Reste sich beute noch innerbalb des aus viel älterer Zeit stammenden großen Ringwnlle» finde». Als der Feind die geivaltige Veste mit Gewalt nicht gewinnen konnte, suchte er Zu- flucht zu einer List: Man besestigte zahlreiche Warbskerzchen aus dem Rucken von Krebsen, zündele die Lichter an und ließ die Tiere gegen die Blauer kriechen. Tie erschrockene» Verteidiger sammelten sich alle an jener Stelle, während der Feind itnbemerkt aus einer anderen Seite die Mauer erstieg. Diese Sage endet »it »in» Variante der Erzählung von der „Weiberlreu' bei Wein» bergt auch hier trug eine Frau den Mann aus dem Rücken au» d«> Burg. H. 0. Becke» * Eigentümliche BelagerungSpraktikeu aut alter Zelt. Ganz anderer Mittel al» heute, wo die der modernen Belagerungsgeschütze den Widerstand auch der dickste» und lestesten Bastionen ohne weitere» überwinden, mutzten ftch M srüheren Zeiten, als ihnen noch keine Geschütze zur Bercküg«« standen, die Angretier bedienen, um mm Ziele zu gelang«. Zu» Eroberung von Burgen und seslen Städten verwandte man btt schon seil dem Altertum bekannten Sturmböcke und Widder, ml denen dle Mauern eingestoßen wurden. Auch Brandpkeile uni Steine wurden in die Stadt hineingeschleudert, um fie anzuzündeA oder st« zu zerstören. Wo dle Maßnahmen nicht den gewünschte» Ersolg erzielten, griff man bisweilen zu ganz groteske» Ausbille», So erzwange, die Führer der Berner und Straßburger im Iah« 1838 dle Ueoergabe der belagerten Burg Schwanau dadurch, daß sie au» Katepulten mit Unrat gefüllte Tonnen in die Burg warseitz die dort bet der bestehenden Hitze ein solche« Miasma verbreiteleitz daß die Besatzung kapitulieren mutzte. Klüger ivaren dle in de» Burg Karlstein im Jahre 1422 Eingeschlossenen. Als die Belagere» zur Erzwingung der Uevergabe ihnen ebeniall« Unrat-Tonnen — und zwar sollet, es 1802 geivesen sein — über die Mauer warse» desinfizierten ste diese mit ungelöschtem Kalk und machten dam* die Abfichlen der Feinde zunichte. VLchertisch. — Der Gesundbrunnenkalender des Dürer« Kunde» ist Jahr um Jahr weiter in» Volk gedrungen, und jede» Jahr wird er von seinen alle» Lesern mit Ungeduld erwartet. Ebe» erscheint der 8. Jahrgang diese» „besten aller Dolkskalender*, w« er von strenger Kritik genannt worden ist. (Georg D. W. Eallwap* Verlag, München). Was bringt doch das Büchlein aus seine» 21^ Seiten, von denen auch nicht eine sür Reklame oder Inserat» verschwendet wurde, nicht alles I Scherze, Rätsel, Spiele, Liedeth Tänze sür de» Kreis der Fannlie, Beratung über Kinderbeschäktiaui« und Kindererztehling, seine Blicke tn» Rinderland, wertvolle Ratschläge sür» Heim, Stick- und Kinderkleidermuster, Hinweis ai4 guten billigen Halisrat, Koch- und Getränkerezepte und noch s» inancke» praktisch Wertvolle. Tie Hauptsache aber sind die « seffelnder, allgemeinverständlicher Form geschriebenen Aussätze zntz Jugend- und Bolkserziehung, die Beiträge über die Ideale und di» Ausgaben deutscher Gegenwartsarbeit. Ta» bunte Bildchen sch« v. Zumbusch, die Holzschnitte schenkten Klemm und Otto, die Zeichnungen H. Thoma, Rud. Schäser, Fritz Philipp Schmidt, Ludwin Richter, G. Clausen, Poeci u. a. Dazu kommen lustige Schatte» riffe und allerlei Kieinschmuck. — Die DelhagenärKlasingschen Volksbücher, die vortrefflich geschriebenen und mit vielen Bildern auSgestattete» 60-Psennig-Bände, haben ihrer langen Reihe zwei neue Heste zu« gesellt, die gerade in dieser kriegerischen Zeit Beachtung verdienen, In dem einen schildert Victor Oltman» da» seit der Eroberui Antwervens und der Besetzntig Ostende» völlig in »nsern Händ befindliche Belgien; in dem andere» entwirlt Walter Jreih von Rummel ein anziehendes Blld von den, Leben u: Schaffen Zeppelin», deffen geivaltige Lustlchiffe zu de» mächtin» sten Waffenstücken unserer Rüstung zählen. Beide Bücher, wie viele der Sammlung, eignen sich auch in hervorragendem Mage als Lesestoff sür unsere verwundeten Krieger. — Dr. Bruno Weil, „Elsaß-Lothringen und der Krieg*, Straßburg, Joses Singer Verlag. Der Versätze, lührl in knappen Umriffen in die Molnlisationszeit und ihre Bedeutung sür die Stimmung der Elsaß-Lothringer »ach Straßbura. Ter Schluß bringt eine historisch-politische Abwägung der Zutun* de» Elsaß und schließt mit einem auch in Altdeulschland freudig begrüßten Ausblick aus da«, was nach dem groben Krieg an Ge» sinnung und Reichssreudigkeit in Eisaß-Lothringen zu finden sein wird. _ Artthmogriph. 1 2 8 4 6 6 7 8 9 10 ein Hausgerät. 2 9 8 3 6 3 4 germanischer Volksstamm. 8 10 lö 3 9 8 6 7 ein Komponist. 4 3 9 1 römischer Kaiser. 5 8 8 4 3 Fluß 1» Frankreich. 6 8 6 3 9 1 römischer Staatsmann. 7 1 9 4 ein Musikinstrument. 8 9 3 4 3 weiblicher Vorname. 9 15 3 eine Blume. 10 1 1 9 niederländischer Maler. Auflösung in nächster Nummer. Auslösung de» Anagramms in voriger Numui«t Ruhr, Uhr. Schrlsileltung: Aua. Goetz. - Rotailousdruck und Verlag der Drühi'schen Universitäls-Buch- und Cleindrttckerei, R. Lange, Bietzen.